3U Holding AG

Marburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Konzernergebnisse im Überblick

3U Konzern (IFRS) Jahresvergleich 1.1.–31.12.
2017 2016
Umsatz (in Mio. EUR) 46,89 43,74
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) (in Mio. EUR) 6,67 4,70
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) (in Mio. EUR) 2,99 1,05
EBT (Ergebnis vor Steuern) (in Mio. EUR) 1,90 0,11
Konzernergebnis (in Mio. EUR) 1,07 0,64
Ergebnis je Aktie gesamt (in EUR) 0,03 0,02
Eigenkapitalquote (in %) 49,20 40,89
3U Konzern (IFRS) Quartalsvergleich 1.10.–31.12.
2017 2016
Umsatz (in Mio. EUR) 11,32 11,26
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) (in Mio. EUR) 1,49 0,99
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) (in Mio. EUR) 0,63 –0,01
EBT (Ergebnis vor Steuern) (in Mio. EUR) 0,39 –0,26
Konzernergebnis (in Mio. EUR) 0,29 0,29
Ergebnis je Aktie gesamt (in EUR) 0,01 0,01
Eigenkapitalquote (in %) 49,20 40,89

Brief an unsere Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2017 war ein erfolgreiches für 3U: Ihr Unternehmen hat sich in dieser Zeit sehr gut weiterentwickelt. Der Umsatz stieg moderat auf EUR 46,9 Mio., während das EBITDA sich um 42 % auf EUR 6,7 Mio. und das Konzernergebnis sogar um 65 % auf EUR 1,1 Mio. verbesserte. Die zu Jahresanfang 2017 kommunizierte Prognose haben wir damit übererfüllt; die im August heraufgesetzte Prognose wurde bei den kommunizierten Ergebniskennzahlen ebenfalls erreicht. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich auf 3 Cent. Das soll auch unseren Anteilseignern zugutekommen. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 3. Mai 2018 eine Dividende von 2 Cent je Aktie vorschlagen.

Die Geschäftsentwicklung in den drei Segmenten erwies sich insgesamt als erfreulich; auch wenn einzelne Aspekte das Gesamtbild ein wenig trüben.

Im Segment ITK verzeichneten wir zwar erneut einen Umsatzrückgang und im ersten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres den bisher niedrigsten Quartalsumsatz in diesem Segment, jedoch wurde der Umsatz danach von Quartal zu Quartal gesteigert und einhergehend mit einer gesteigerten Marge übertrifft das Segmentergebnis das Vorjahresniveau.

Unser ursprüngliches Kerngeschäft Call-by-Call schrumpft weiter und verliert dadurch immer mehr an Bedeutung für die Entwicklung des 3U Konzerns. Wie prognostiziert gelingt es uns aber immer besser, die rückläufigen Erträge aus diesem Geschäft durch Erträge aus anderen Geschäftsfeldern zu kompensieren. Vor allem im Bereich der cloudbasierten Lösungen konnte der Umsatz extrem gesteigert werden. Hier hat sich die weclapp in den letzten Jahren zu einer wahren Perle innerhalb des 3U Konzerns entwickelt und unsere Erwartung ist, dass diese sehr positive Entwicklung ungebremst weitergeht.

Im Segment Erneuerbare Energien erfolgten ebenfalls bedeutende Weichenstellungen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Ende August 2017 berichteten wir, dass wir den Windpark Schlenzer, ein Windparkprojekt, das aus zwei Windenergieanlagen mit jeweils einer Nennleistung von 2,75 MW besteht, verkauft haben. Einen Monat später gaben wir den Abschluss eines Optionsvertrags zur Veräußerung von 100% der Geschäftsanteile an dem Windpark Lüdersdorf II bekannt. Dieser Optionsvertrag entfaltet seine wirtschaftlichen Folgen jedoch erst mit Ausübung der Option durch den Erwerber im laufenden Jahr 2018, da der Stichtag für den Übergang der Anteile der 1. Juli 2018 ist.

Das Segment SHK profitiert nach wie vor von der robusten Baukonjunktur, die auf absehbare Zeit auf einem hohen Niveau bleiben sollte. Mit unseren Onlinehandelsaktivitäten in diesem Bereich sind wir damit doppelter Nutznießer der steigenden Nachfrage, zum einen aufgrund der guten Branchenaussichten aber auch aufgrund der Nachfrageverschiebung Richtung Internet. Insgesamt blieben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere beim Segmentergebnis unter unseren Erwartungen. Jedoch haben wir hier Maßnahmen ergriffen, um die Gewinnspanne wieder zu erhöhen. Auch die Kostenvorteile durch zunehmend größere Bestellmengen sollten hier zukünftig ihre positive Wirkung entfalten. Ausreichende Wachstumspotenziale für organisches Wachstum sind im SHK-Segment weiterhin vorhanden, aber wir werden auch attraktive Chancen für ein anorganisches Wachstum suchen.

Ausblick für das laufende Geschäftsjahr

Schon Mitte Dezember 2017 hatten wir unsere Prognose für das laufende Geschäftsjahr veröffentlicht. Diese wollen wir heute bekräftigen. Danach rechnen wir für 2018 im Konzern mit

Umsätzen zwischen EUR 46 Mio. und EUR 50 Mio.

einem EBITDA zwischen EUR 6,5 Mio. und EUR 8,5 Mio. sowie

einem Konzernergebnis zwischen EUR 1,0 Mio. und EUR 2,0 Mio.

Diese Prognose berücksichtigt die weiterhin vorhandene Unsicherheit bei den wirtschaftlichen aber vor allem auch den regulatorischen Rahmenbedingungen in den Geschäftsbereichen Telefonie und Windparkprojekte. Trotzdem gehen wir für das laufende Geschäftsjahr von weiteren Fortschritten in allen Segmenten aus und sind sehr zuversichtlich, dass wir uns bei allen wesentlichen Konzernkennzahlen im Vergleich zum Vorjahr verbessern werden.

Nach einigen schwierigen Jahren sind wir 2016 wieder aus den Startblöcken in die Erfolgsspur zurückgekommen und haben in 2017 an Geschwindigkeit aufgenommen. Das Ziel haben wir klar vor Augen: Wir wollen weiter wachsen und dabei überproportional den Ertrag steigern. So wie wir heute aufgestellt sind, mit drei Segmenten, jeweils mit Geschäftsmodellen in Megatrends, haben wir dafür beste Voraussetzungen.

Wir haben zuletzt viel Zuspruch von Aktionären für die positive Entwicklung des 3U Konzerns sowie der 3U-Aktie erhalten. Auch dies spornt uns an, weiterhin mit aller Kraft daran zu arbeiten, 3U kontinuierlich zu verbessern.

Wir freuen uns, dass wir diesen Weg gemeinsam mit Ihnen gehen können.

 

Marburg, 15. März 2018

Ihr Vorstand

Michael Schmidt

Christoph Hellrung

Andreas Odenbreit

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Folgenden möchte ich Sie über die Arbeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2017 informieren:

Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2017 die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere haben wir alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Mehrfach hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der Risikosituation des Unternehmens, der Liquiditätsplanung und der Eigenkapitalsituation auseinandergesetzt. Als Folge einer Analyse der Wertpotenziale der Konzerngeschäfte sowie der Chancen und Risiken strategischer Schritte wurden dem Aufsichtsrat kritische operative Themen klar und differenziert vorgelegt. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung für den Vorstand erforderlich war.

Der Aufsichtsratsvorsitzende hat auch zwischen den Gremiensitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand gestanden und sich über wesentliche Entwicklungen informiert.

Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nicht gegeben.

Sitzungen und Teilnahme

Im Geschäftsjahr 2017 haben insgesamt sechs Aufsichtsratssitzungen (27. Januar 2017, 16. März 2017, 18. Mai 2017, 18. August 2017, 16. November 2017 und 14. Dezember 2017) stattgefunden, in denen der Aufsichtsrat jeweils vollzählig vertreten war. Die Mitglieder des Vorstands haben an den Aufsichtsratssitzungen teilgenommen, soweit der Aufsichtsratsvorsitzende nichts anderes bestimmt hatte.

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern und hat keine Ausschüsse gebildet. Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden sowohl in Sitzungen als auch im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Sämtliche Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden einstimmig gefasst. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Aufsichtsrat mit dem Vorstand in intensivem Kontakt und hat sich über den Gang der Geschäfte sowie wesentliche Ereignisse informiert.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit der strategischen Entwicklung und Ausrichtung des Konzerns befasst. Der Aufsichtsrat hat sich mit dem Vorstand zeitnah über notwendige Maßnahmen in den Tochtergesellschaften ausgetauscht und diese mit dem Vorstand kritisch erörtert. Ferner hat sich der Aufsichtsrat von dem Vorstand kontinuierlich über die Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung im Segment Erneuerbare Energien unterrichten lassen und diese mit dem Vorstand erörtert.

Wesentlicher Gegenstand der Erörterungen des Aufsichtsrats mit dem Vorstand sowie der internen Diskussionen im Aufsichtsrat war dementsprechend die Umsatz-, Ergebnis- und Geschäftsentwicklung des Konzerns sowie die Finanzlage des Unternehmens. Wesentliche Entwicklungen in den verschiedenen Beteiligungsgesellschaften wurden dem Aufsichtsrat durch deren Geschäftsführer erörtert. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand insbesondere Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Planwerten und definierten Zielen ausführlich erläutern und begründen.

Im Rahmen der Erörterung der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns befasste sich der Aufsichtsrat mit den sich stetig verändernden Rahmenbedingungen, vor allem für die Telefonie und Erneuerbare-Energien-Projekte und den damit verbundenen Anpassungsmaßnahmen.

Im Mittelpunkt der Erörterungen standen dabei im Segment ITK u. a. die Regulierungsentscheidungen durch die Bundesnetzagentur, Chancen und Risiken im Wholesale-Bereich sowie das Leistungsportfolio rund um die Rechenzentren. Intensiv wurden ebenfalls die Entwicklungen beim Cloud Computing sowie dem IT-Lizenzhandel beraten.

Im Segment Erneuerbare Energien befasste sich der Aufsichtsrat mit Plänen zum Ausbau des Bereichs Windparkprojekte. Verschiedene Optionen wurden gründlich geprüft und intensiv zwischen Aufsichtsrat und Vorstand erörtert. Sowohl die Windparkprojekte, die innerhalb der 3U ENERGY PE entwickelt werden, als auch der Kauf externer Windparks spielten in diesem Rahmen eine wichtige Rolle.

Diskussionsschwerpunkte waren darüber hinaus der Ausbau des Segments SHK (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik) und hier insbesondere auch die Weiterentwicklung des Onlinehandels.

Gegenstände der Aufsichtsratssitzungen waren im Übrigen Compliance- und Corporate-Governance-Themen, und hier insbesondere die den Corporate-Governance-Grundsätzen entsprechende Effizienzprüfung des Aufsichtsrats.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex regt an, dass der Aufsichtsratsvorsitzende in angemessenem Rahmen bereit sein sollte, mit Investoren über aufsichtsratsspezifische Themen Gespräche zu führen. Dieser Aufgabe ist der Aufsichtsratsvorsitzende im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederholt nachgekommen und wird dies auch zukünftig im Rahmen seiner Möglichkeiten tun.

Das Risikomanagement des Unternehmens war auch, neben der Prüfung durch den Aufsichtsrat, Gegenstand einer Überprüfung durch die mit der Abschlussprüfung beauftragte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen. Diese Prüfung hat bestätigt, dass der Vorstand der Gesellschaft die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen in geeigneter Weise ergriffen hat, und dass das bestehende Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.

Corporate Governance

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch im Berichtsjahr mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex beschäftigt. Am 14. März 2018 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Entsprechenserklärung kann auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad „Investor Relations/Corporate Governance“ dauerhaft eingesehen werden. Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 f bzw. § 315 d HGB ist ebenfalls dort einzusehen.

Darüber hinaus berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat im Corporate-Governance-Bericht und in der Erklärung zur Unternehmensführung über die Corporate Governance bei der 3U HOLDING AG.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2017

Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, wurde durch die Hauptversammlung am 18. Mai 2017 zum Abschlussprüfer gewählt und ist dementsprechend vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses beauftragt worden. Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der 3U HOLDING AG sowie der nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 sind vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die vorgenannten Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet und in der Bilanzsitzung am 15. März 2018 intensiv erörtert. Die verantwortlichen Abschlussprüfer berichteten in dieser Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 AktG den Jahresabschluss der 3U HOLDING AG, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht für die 3U HOLDING AG eingehend geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfung beider Abschlüsse durch den Abschlussprüfer zugestimmt und sowohl den Jahresabschluss der 3U HOLDING AG als auch den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihre Leistungen und ihr Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017.

 

Marburg, 15. März 2018

Der Aufsichtsrat

Ralf Thoenes, Vorsitzender

Corporate Governance Bericht

Der Deutsche Corporate Governance Kodex gilt seit dem Jahr 2002. Er wurde zuletzt im Februar 2017 aktualisiert und enthält Regelungen, Empfehlungen und Anregungen für eine sachgerechte und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Der Kodex dient dazu, mehr Transparenz zu schaffen, um so das Vertrauen der Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Unternehmensführung deutscher Gesellschaften zu stärken. Die 3U HOLDING AG begrüßt die Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), die sowohl die Interessen der Unternehmen als auch der Anleger bzw. Investoren berücksichtigen.

Für die 3U HOLDING AG als Konzern mit einer Vielzahl von Beteiligungen ist eine gute und nachhaltige Unternehmensführung (Corporate Governance) von besonderer Bedeutung. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Überzeugung, dass eine gute Corporate Governance, welche die Unternehmens- und branchenspezifischen Gesichtspunkte berücksichtigt, eine wichtige Grundlage für den Erfolg der 3U HOLDING AG ist. Die Umsetzung und Beachtung dieser Grundsätze wird als zentrale Führungsaufgabe verstanden.

Vorstand und Aufsichtsrat haben sich auch im Geschäftsjahr 2017 intensiv mit der Corporate Governance der 3U HOLDING AG und des Konzerns sowie mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst. Die 3U HOLDING AG hat in dem Berichtszeitraum wie in den Vorjahren mit wenigen Ausnahmen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen.

Aufsichtsrat und Vorstand der 3U HOLDING AG haben die vom Aktiengesetz geforderte Entsprechenserklärung im Berichtszeit raum am 15. März 2017 und zuletzt am 14. März 2018 abgegeben. Sie kann auf ihrer Internetseite (www.3u.net) unter dem Pfad „Investor Relations/Corporate Governance“ dauerhaft eingesehen werden.

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der 3U HOLDING AG zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ gemäß § 161 AktG.

1.
Die 3U HOLDING AG hat den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutsche Corporate Governance Kodex“ seit der letzten Entsprechenserklärung vom 15. März 2017 entsprechend der damals geltenden Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodexes vom 5. Mai 2015 mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen entsprochen:

Ziffer 3.8: Die D&O-Versicherung der Gesellschaft enthält keinen Selbstbehalt für den Aufsichtsrat. Die 3U HOLDING AG ist diesbezüglich der Ansicht, dass die Verantwortung und Motivation, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen solchen Selbstbehalt nicht verbessert werden können.

Ziffer 4.1.5: Bei der Besetzung von Führungsfunktionen orientiert sich der Vorstand an den Anforderungen der entsprechenden Funktion und sucht nach der bestmöglichen Person, die diese Anforderungen erfüllt. Stehen mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen oder Kandidaten zur Verfügung, achtet der Vorstand bei der Besetzung auf die Vielfalt und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Unternehmen, ohne diese Kriterien zu einem vorrangigen Prinzip zu machen.

Ziffer 5.1.2: Der Aufsichtsrat orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands an der Eignung und Qualifikation und sucht nach der bestmöglichen Besetzung der Vorstandspositionen. Nach Auffassung der Gesellschaft würde die vom Kodex vorgegebene besondere Gewichtung weiterer Kriterien die Auswahl möglicher Kandidatinnen oder Kandidaten für den Vorstand einschränken.

Ziffer 5.4.1: Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats gilt, dass Eignung, Erfahrung und Qualifikation die maßgeblichen Auswahlkriterien sind. Eine Bindung an Vorgaben hinsichtlich der zukünftigen Besetzung schränkt die Flexibilität ein, ohne dass damit anderweitige Vorteile für das Unternehmen verbunden wären. Dies gilt umso mehr, als der Aufsichtsrat nur aus drei Mitgliedern besteht.

2.
Die 3U HOLDING AG wird den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 7. Februar 2017 künftig mit folgenden Ausnahmen entsprechen:

Ziffer 3.8: Die D&O-Versicherung der Gesellschaft enthält keinen Selbstbehalt für den Aufsichtsrat. Die 3U HOLDING AG ist diesbezüglich der Ansicht, dass die Verantwortung und Motivation, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen solchen Selbstbehalt nicht verbessert werden können.

Ziffer 4.1.5: Bei der Besetzung von Führungsfunktionen orientiert sich der Vorstand an den Anforderungen der entsprechenden Funktion und sucht nach der bestmöglichen Person, die diese Anforderungen erfüllt. Stehen mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen oder Kandidaten zur Verfügung, achtet der Vorstand bei der Besetzung auf die Vielfalt und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Unternehmen, ohne diese Kriterien zu einem vorrangigen Prinzip zu machen.

Ziffer 5.1.2: Der Aufsichtsrat orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands an der Eignung und Qualifikation und sucht nach der bestmöglichen Besetzung der Vorstandspositionen. Nach Auffassung der Gesellschaft würde die vom Kodex vorgegebene besondere Gewichtung weiterer Kriterien die Auswahl möglicher Kandidatinnen oder Kandidaten für den Vorstand einschränken.

Ziffer 5.4.1: Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats gilt, dass Eignung, Erfahrung und Qualifikation die maßgeblichen Auswahlkriterien sind. Eine Bindung an Vorgaben hinsichtlich der zukünftigen Besetzung schränkt die Flexibilität ein, ohne dass damit anderweitige Vorteile für das Unternehmen verbunden wären. Dies gilt umso mehr, als der Aufsichtsrat nur aus drei Mitgliedern besteht.

 

Düsseldorf/Marburg, 14. März 2018

Für den Aufsichtsrat

Ralf Thoenes

Für den Vorstand

Michael Schmidt

Weiterentwicklung der Corporate Governance

Die 3U HOLDING AG entwickelt ihr Verständnis der guten und verantwortungsvollen Unternehmensführung weiter fort. Einer professionellen und effizienten Unternehmensleitung und -kontrolle im Konzern liegen Governance-, Risiko- und Compliance-Systeme zugrunde.

In erster Linie müssen Risiken dort verhindert werden, wo sie entstehen können, und wenn dies nicht möglich ist, müssen sie erfasst und reduziert werden. Um dies zu gewährleisten, sind möglichst automatisierte interne Kontrollen in den Geschäftsprozessen implementiert. Da dies nicht in jedem Fall vollumfänglich realisierbar ist, muss über weitere Kontrollmaßnahmen durch das Management die Wirksamkeit des Kontrollsystems sichergestellt werden.

In zweiter Linie erfolgt dies z. B. durch Richtlinien und Arbeitsanweisungen im Rahmen der Ausgestaltung des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des Compliancemanagementsystems. Durch eine enge Verzahnung von internem Kontrollsystem, Risikomanagementsystem und Compliancemanagementsystem wird ein möglichst hoher Wirkungsgrad bei der Vermeidung und beim Management von Risiken gewährleistet.

Der Risikomanager des Konzerns überwacht durch unabhängige Prüfungen die Angemessenheit und Wirksamkeit der implementierten Prozesse und Systeme zum Risikomanagement im weitesten Sinne. Der Risikomanager berichtet direkt dem Vorstandsvorsitzenden und dem Aufsichtsrat. Das Modell wird durch die externe Überwachung des Abschlussprüfers abgerundet, der die Ergebnisse der Prüfungen durch den Risikomanager in seine Beurteilung einbezieht.

Angemessenes Kontroll- und Risikomanagement

Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Risiken gehört zur Corporate Governance bei der 3U HOLDING AG. Für eine professionelle Unternehmensführung ist ein kontinuierliches und systematisches Management der unternehmerischen Chancen und Risiken von grundsätzlicher Bedeutung. Es trägt dazu bei, Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und durch Maßnahmen zu steuern. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die aktuelle Entwicklung der wesentlichen Konzernrisiken. Im Aufsichtsrat stehen die Überwachung der Wirksamkeit des Rechnungslegungsprozesses sowie des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems regelmäßig im Fokus. Die 3U HOLDING AG entwickelt die einzelnen Systeme kontinuierlich weiter und passt sie sich ändernden Rahmenbedingungen an. Wesentliche Merkmale unseres Kontroll- und Risikomanagementsystems können Sie dem Chancen- und Risikobericht entnehmen.

Compliance

Compliance als konzernweite Maßnahmen zur Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien ist bei der 3U HOLDING AG eine wesentliche Leitungs- und Überwachungsaufgabe. Zur Einhaltung von Recht, Gesetz und internen Richtlinien gibt es ein klares Bekenntnis: Verstöße werden im Sinne von „Null Toleranz“ nicht geduldet. Sämtlichen Hinweisen auf Fehlverhalten wird nachgegangen.

Ziele des Aufsichtsrats und des Vorstands hinsichtlich ihrer jeweiligen Zusammensetzung und der Zusammensetzung der Führungsebenen unterhalb des Vorstands

Derzeitig besteht der Aufsichtsrat aus drei männlichen Mitgliedern. Ihre Bestellung erfolgte bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2017 beschließt. Über die zukünftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats entscheidet die Hauptversammlung am 3. Mai 2018. Der bis dahin amtierende Aufsichtsrat steht unverändert hinter seiner Festlegung vom 30. September 2015, dass die Zielgröße für den zu erreichenden Frauenanteil im Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG bei 0% liegt.

Der Vorstand besteht derzeit aus drei männlichen Mitgliedern. Der Aufsichtsrat ist der Meinung, dass die Vorstandspositionen derzeit bestmöglich besetzt sind und eine Vergrößerung des Vorstands in Hinblick auf Unternehmensgröße und -struktur nicht angezeigt ist. Daher steht der Aufsichtsrat unverändert hinter seiner Festlegung vom 30. September 2015, dass die Zielgröße für den zu erreichenden Frauenanteil im Vorstand der 3U HOLDING AG bei 0% liegt.

Zurzeit gibt es in der 3U HOLDING AG nur eine Führungsebene unterhalb des Vorstands, die gegenwärtig aus drei männlichen Mitgliedern besteht. Der Vorstand steht unverändert hinter seiner Festlegung vom 30. September 2015, dass die Zielgröße für den zu erreichenden Frauenanteil in der Führungsebene unterhalb des Vorstands bei 0% liegt.

Vermeidung von Interessenkonflikten

Zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden im Berichtsjahr Berater- oder sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge. Die Vertragsbeziehungen im Geschäftsjahr werden im Vergütungsbericht dargestellt. Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, traten nicht auf.

Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang des Konzernabschlusses unter 8.3 dargestellt.

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte sowie Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Gemäß Art. 19 MAR sind Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats oder ihnen nahestehende Personen verpflichtet, meldepflichtige Geschäfte in Aktien der 3U HOLDING AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, wenn der Wert der Geschäfte innerhalb eines Kalenderjahres die Summe von EUR 5.000 erreicht oder übersteigt. Im Geschäftsjahr 2017 wurden folgende Geschäfte der Gesellschaft gemeldet:

Datum der Transaktion Meldepflichtiger Geschäftsart Stückzahl Kurs
in EUR
Gesamtvolumen
in EUR
18.01.2017 Jürgen Beck-Bazlen (Aufsichtsrat) Kauf 150.000 EUR 0,630 EUR 94.500,00
19.01.2017 Jürgen Beck-Bazlen (Aufsichtsrat) Kauf 20.000 EUR 0,660 EUR 13.190,64
23.01.2017 Jürgen Beck-Bazlen (Aufsichtsrat) Kauf 30.000 EUR 0,700 EUR 21.007,40
24.03.2017 Jürgen Beck-Bazlen (Aufsichtsrat) Kauf 50.000 EUR 0,797 EUR 39.841,54
29.09.2017 Jürgen Beck-Bazlen (Aufsichtsrat) Kauf 60.000 EUR 0,798 EUR 47.906,66
02.10.2017 Jürgen Beck-Bazlen (Aufsichtsrat) Kauf 60.000 EUR 0,822 EUR 49.344,59
04.10.2017 Jürgen Beck-Bazlen (Aufsichtsrat) Kauf 15.000 EUR 0,852 EUR 12.783,00
05.10.2017 Stefan Thies (Aufsichtsrat) Kauf 10.279 EUR 0,844 EUR 8.678,68
05.10.2017 Stefan Thies (Aufsichtsrat) Kauf 1.304 EUR 0,843 EUR 1.099,27

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Aktionäre der 3U HOLDING AG nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung der Gesellschaft wahr, deren Leitung satzungsgemäß der Vorsitzende des Aufsichtsrats übernimmt. Die ordentliche Hauptversammlung findet einmal jährlich statt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Die Anteilseigner können ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung entweder selbst ausüben oder durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben lassen. Die Aktionäre haben zudem die Möglichkeit, ihre Stimmen - ohne Bevollmächtigung eines Vertreters - schriftlich durch Briefwahl abzugeben. Auf der Website der Gesellschaft stehen den Aktionären frühzeitig alle Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung zur Verfügung. Außerdem besteht die Möglichkeit, per Infoline oder E-Mail Fragen an die Mitarbeiter der Investor-Relations-Abteilung zu richten.

Transparenz durch hohe Informationsqualität

Unser Dialog mit dem Kapitalmarkt folgt dem Anspruch, alle Zielgruppen umfassend, gleichberechtigt und zeitnah zu informieren und dabei bewertungsrelevante Fakten in möglichst hoher Qualität bereitzustellen.

Die Präsentationen, die vor Analysten und Investoren gehalten werden, sind sehr zeitnah auf der Internetseite frei einsehbar. Dort stellt der Bereich Investor Relations auch umfangreiche Daten und Fakten zur Verfügung, die Analysten und Anleger unterstützen, unsere Geschäfte und deren Wertperspektiven besser zu verstehen und zu bewerten.

Über die wiederkehrenden Termine wie das Datum der Hauptversammlung oder die Veröffentlichungstermine der Zwischenberichte unterrichten wir in einem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht, in den Zwischenberichten sowie auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht ist.

Über aktuelle Entwicklungen im Konzern informiert ebenfalls unsere Internetseite. Dort werden im Bereich Investor Relations/IR-News und Presse sämtliche Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen der 3U HOLDING AG in deutscher und englischer Sprache publiziert.

Die Satzung der Gesellschaft ist auf der Website ebenso abrufbar wie die Konzernabschlüsse, Zwischenberichte und Informationen zur Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Alle Interessierten können sich auf der Internetseite zudem in einen IR-Verteiler eintragen, der sie stets aktuell über Neuigkeiten aus dem Konzern informiert.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die aktuelle Erklärung des Vorstands der 3U HOLDING AG zur Unternehmensführung nach § 289 f bzw. § 315 d ist auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad Investor Relations/Corporate Governance/Erklärung zur Unternehmensführung allgemein und dauerhaft zugänglich. In der Erklärung werden die relevanten Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Regelungen hinaus angewendet werden, erläutert. Des Weiteren wird die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat beschrieben und die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrats dargestellt.

Vergütungsbericht

Ausführungen zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats finden sich im Vergütungsbericht des zusammengefassten Lageberichts, der sowohl Teil des zusammengefassten Lageberichts als auch Teil der Erklärung zur Unternehmensführung ist.

Die folgenden Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder waren zum 31. Dezember 2017 am Kapital der Gesellschaft wie folgt beteiligt:

Name Funktion Stückzahl Prozent
Michael Schmidt Sprecher des Vorstands 8.999.995 Aktien 25,49 %
Andreas Odenbreit Vorstand 20.500 Aktien 0,06 %
Ralf Thoenes Vorsitzender des Aufsichtsrats 25.000 Aktien 0,07 %
Stefan Thies Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats 23.583 Aktien 0,07 %
Jürgen Beck-Bazlen Aufsichtsrat 1.515.000 Aktien 4,29 %

Die 3U Aktie

Die 3U Aktie im Überblick

International Securities Identification Number (ISIN) DE0005167902
Wertpapierkennnummer (WKN) 516790
Börsenkürzel UUU
Transparenzlevel Prime Standard
Designated Sponsor BankM — Repräsentanz der Fintech Group Bank AG
Erstnotiz 26. November 1999
Grundkapital in EUR zum 31. Dezember 2017 EUR 35.314.016,00
Anzahl der Aktien zum 31. Dezember 2017 35.314.016
Börsenkurs zum Jahresende 2017* EUR 0,885
Höchstkurs im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017* EUR 0,930 (28. April 2017)
Tiefstkurs im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017* EUR 0,621 (3. Januar 2017)
Marktkapitalisierung am 31. Dezember 2017 EUR 31.252.904,16
Ergebnis pro Aktie per 31. Dezember 2017 EUR 0,03
*Auf Xetra  

Die Aktien der 3U HOLDING AG sind nennwertlose Inhaber-Stammaktien und im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Neben dem Handel in Frankfurt auf Xetra und Parkett wird die Aktie auch im Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, München und Stuttgart und Tradegate gehandelt.

Allgemeine Marktentwicklung

Die Aktienhausse an den Aktienmärkten hielt auch im Jahr 2017 an, angeführt von einer erneut starken Wall Street. Die internationalen Börsen fingen schon im Januar an zu steigen und setzten diese Aufwärtsbewegung bis zum Jahresende ohne größere Rückschläge fort. Der Aktienmarkt in Deutschland — maßgeblich geprägt durch die DAX-Werte — verzeichnete bis Mitte Juni einen starken Anstieg um danach bis Ende August zu konsolidieren. Anschließend konnten die Kurse in den letzten vier Monaten wieder zulegen, so dass zum Jahresende wieder ein Kursgewinn von rund 15 % in den Büchern stand.

Die Niedrigzinspolitik aller wesentlicher Notenbanken, erfreuliche Wirtschaftsdaten, moderate Energiepreise und die sich abzeichnende Steuerentlastung für amerikanische Unternehmen wurden von den Anlegern stärker gewichtet als die zunehmenden Ängste vor der Zinswende und den weiterhin bestehenden geopolitischen Konflikten, vor allem im Nahen Osten und mit Nordkorea.

Entwicklung der 3U Aktie

Die 3U-Aktie legte einen sehr starken Jahresauftakt hin. Schon Ende Januar konnte ein Anstieg um rund ein Drittel erreicht werden. Im weiteren Verlauf des Jahres wurde das Kursniveau gehalten bis im September der Aktienkurs etwas zurückkam. Unterstützt durch die Aktienkäufe der Aufsichtsräte hellte sich die Stimmung im vierten Quartal wieder auf. Durch die wohlwollend aufgenommenen positiven Geschäftszahlen zum dritten Quartal erreichte die Aktiennotiz wieder die Jahreshöchststände, die sie bis zum Jahresende verteidigte.

Ausgehend von EUR 0,621 zum Jahresanfang legte die 3U-Aktie unter nicht unerheblichen Schwankungen bis zum Ende der Berichtsperiode um rund EUR 0,26 zu, was einem Anstieg von fast 43 % entspricht.

Der Prime All Share Index entwickelte sich analog der anderen deutschen Indizes. Von dem Jahresendstand 2016 bei 4.502,82 Punkten ausgehend, stieg er bis Mitte Juni um ca. 15 % um bis zum Jahresende unter erhöhter Volatilität auf diesem Niveau bei 5.187,48 Punkten zu schließen.

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Investor Relations

Der Dialog mit unseren Aktionären hat für uns einen hohen Stellenwert. Während des gesamten Geschäftsjahres steht der Bereich Investor Relations allen Kapitalmarktteilnehmern für gehaltvolle Informationen zur Verfügung und verfolgt dabei eine umfassende Kapitalmarktbetreuung, die sich an den Grundsätzen Aktualität, Kontinuität, Glaubwürdigkeit und Gleichbehandlung orientiert.

Die festen Termine für die reguläre Berichterstattung setzen den Rahmen für die Kapitalmarktkommunikation. Den Jahresauftakt bildet dabei die Veröffentlichung des Konzernabschlusses für das vorangegangene Geschäftsjahr. Die wichtigsten Konzernkennzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie eine Prognose für das Folgejahr werden gegebenenfalls im Vorwege veröffentlicht.

Jeweils knapp sechs Wochen nach Quartalsende informiert die 3U HOLDING AG den Kapitalmarkt über das abgelaufene Quartal. Die zugehörigen Informationen stehen auf den Investor-Relations-Seiten der Website der 3U HOLDING AG zur Verfügung.

Zwischen den Berichten versorgt 3U seine Aktionäre mit einem Newsletter, in dem wesentliche Entwicklungen und Ereignisse innerhalb des Konzerns erörtert werden.

Wir haben in 2017 diverse Gelegenheiten ergriffen, über den Geschäftsverlauf zu informieren, die Attraktivität unserer Aktie hervorzuheben und unser Unternehmen in Einzelgesprächen vorzustellen. Mit unseren Aktionären besteht ein intensiver, regelmäßiger Dialog.

Aktuell sind die Privatanleger die bedeutendste Aktionärsgruppe der 3U HOLDING AG. Mittelfristig sollen auch institutionelle Investoren wieder verstärkt zum Aktionärskreis der 3U HOLDING AG zählen. Als zentrale und praktische Anlaufstelle stehen für alle Aktionäre die Investor-Relations-Seiten der 3U HOLDING AG im Internet zur Verfügung. Der Internetauftritt wird laufend modernisiert und aktualisiert und bietet unter anderem Erläuterungen zur Strategie und zur Geschäftsentwicklung, alle aktuellen Publikationen sowie ein Geschäftsberichtsarchiv, das bis zur Gründung der 3U HOLDING AG im Jahr 1999 zurückreicht.

Darüber hinaus besteht die Option, direkten Kontakt mit dem Bereich Investor Relations aufzunehmen. Bei der jährlichen Hauptversammlung haben alle Aktionäre die Möglichkeit, sich ein Bild von der 3U HOLDING AG zu machen und den Vorstand live zu erleben. Während der Hauptversammlung steht der Bereich Investor Relations für Gespräche mit den Anlegern vor Ort bereit.

Die Liquidität der 3U-Aktie hat im Vergleich zum Vorjahr wieder stark zugenommen. Die Anzahl der im Tagesdurchschnitt in Frankfurt am Main gehandelten 3U-Aktien vergrößerte sich in 2017 auf knapp 27.000 Stück, nachdem im selben Zeitraum des Jahres 2016 täglich durchschnittlich nur rund 12.000 3U-Aktien gehandelt wurden.

Zusammengefasster Lagebericht

Grundlagen

Geschäftsmodell

Die 3U HOLDING AG steht als operative Management- und Beteiligungsholding an der Spitze des 3U Konzerns. Sie steuert und überwacht alle wesentlichen Aktivitäten innerhalb des Konzerns. Die Festlegung der Konzernstrategie sowie die Steuerung der Entwicklung des 3U Konzerns gehört zu ihren Aufgaben. Sie ist verantwortlich für das Rechnungswesen und Controlling im 3U Konzern und betreibt außerdem das konzernweite Risiko- und Chancenmanagement sowie die Bereiche Recht, Investor Relations und Unternehmenskommunikation. Die 3U HOLDING AG übernimmt auch die Allokation der finanziellen Mittel, zum Beispiel für Investitionen oder Akquisitionen. Ihr obliegen die Personalpolitik, die Personalentwicklung und die Betreuung der obersten Führungsebene des Konzerns. Die Vorstände der 3U HOLDING AG übernehmen die operative Verantwortung in Personalunion auch als Geschäftsführer von Tochtergesellschaften.

Der ursprünglich aus der Telekommunikationsbranche stammende 3U Konzern hat sich in den zurückliegenden Geschäftsjahren deutlich weiter entwickelt. Das Kerngeschäft des Konzerns bilden heute die Segmente ITK (Informations- und Telekommunikationstechnik), Erneuerbare Energien und SHK (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik).

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des 3U Konzerns liegt überwiegend in Deutschland sowie in den europäischen Nachbarländern.

Das Segment ITK umfasst die Aktivitäten Voice Retail, Voice Business und Data Center Services & Operation. Unter Voice Retail werden die Produkte offenes Call-by-Call, Preselection und Callthrough angeboten. Die Produkte Voice Terminierung (Wholesale, Resale) und Mehrwertdienste werden unter Voice Business zusammengefasst. Hinter den Data Center Services & Operation stehen die Produkte Colocation, Infrastructure as a Service (IaaS), TK-Dienste sowie der Betrieb von Netzen und technischen Anlagen. Außerdem umfasst dieses Segment die Entwicklung, den Vertrieb und Betrieb von cloudbasierten CRM- und ERP-Lösungen und den Handel mit IT-Lizenzen.

Im Segment Erneuerbare Energien deckt der 3U Konzern im Wesentlichen die Projektentwicklung im Bereich der Windkraft und die Stromerzeugung mit eigenen Anlagen unter Verwendung von Wind- und Sonnenenergie ab.

Neben der Montage von Komponenten der Gebäudeklimatisierung gehört zu dem Segment SHK der Vertrieb von Produkten des Bereichs Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik an Großhändler, Handwerker und Selberbauer. Dieser Vertrieb erfolgt im Wesentlichen über konzerneigene Onlineshops.

Steuerungssystem

Aufbau und Organisation des 3U Konzerns unterliegen einer kontinuierlichen Überprüfung und Verbesserung. Fortlaufende Anpassungen der Organisationsstrukturen gewährleisten hierbei eindeutige Zuständigkeiten. Damit werden Verantwortlichkeiten innerhalb des Überwachungs-, Planungs- und Steuerungssystems klar definiert. Das Überwachungs- und Planungssystem besteht im Wesentlichen aus dem monatlichen Management-Informations-Berichtswesen und dem Risiko-Reporting. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Abstimmungen zwischen Vorstand und Geschäftsführern der Tochtergesellschaften sowie eine monatliche Forecast-/Liquiditätsentwicklung.

Das Steuerungssystem orientiert sich an Umsatzplanungen und an Zielsetzungen für EBITDA und Konzernergebnis für die jeweils folgenden zwölf Monate. Die Planung für die beiden darauf folgenden Geschäftsjahre erfolgt auf der Grundlage der Detailplanung des ersten Planjahres. Die Annahmen für die Umsatzplanung werden auf den jeweiligen Unternehmensebenen analysiert; auf Marktebene fließen Regulierungsvorhaben, Kapitalmarktaussichten und Branchentrends ein. Ergebnisrelevante Veränderungen werden in Form einer Sofortberichterstattung direkt zwischen Vorstand und Geschäftsführern kommuniziert. Die Organisationsstrukturen und die Elemente des Steuerungssystems bilden somit einen ganzheitlichen Mechanis mus zwischen strategischen und operativen Unternehmensebenen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2017 gekennzeichnet durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Das preisereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (DeStatis) im Jahr 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen. In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP ebenfalls deutlich gestiegen: 2016 um 1,9 % und 2015 um 1,7 %. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von +1,3 % lag.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2017 von knapp 44,3 Mio. Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das ist der höchste Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Nach ersten Berechnungen waren im Jahr 2017 rund 638.000 Personen oder 1,5 % mehr erwerbstätig als ein Jahr zuvor. Das entspricht der höchsten Zunahme seit dem Jahr 2007. Dieser Anstieg resultiert aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Eine höhere Erwerbsbeteiligung sowie die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland glichen altersbedingte demografische Effekte aus.

Die Zahl der Erwerbslosen nach der Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ging 2017 um 79.000 Personen oder 4,5 % zurück. Das ergaben erste Schätzungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung. Der Anteil der Erwerbslosen an der Gesamtzahl der Erwerbspersonen lag im Jahresdurchschnitt 2017 bei 3,7 %. Die Erwerbslosenquote hat sich damit seit ihrem Höchststand im Jahr 2005 von 10,3 % mehr als halbiert und war 2017 so niedrig wie noch nie seit 1991.

Entwicklung des Finanzmarktes

Laut Statistischem Bundesamt erhöhten sich die Verbraucherpreise in Deutschland um 1,8 % im Jahresdurchschnitt 2017 gegenüber 2016 und damit stärker als in den letzten vier Jahren. Von 2014 bis 2016 hatten die Jahresteuerungsraten sogar jeweils unterhalb von einem Prozent gelegen. Für den deutlichen Anstieg der Jahresteuerungsrate 2017 waren maßgeblich die Energiepreise verantwortlich: Energie verteuerte sich 2017 gegenüber 2016 um 3,1 %, nach Preisrückgängen in den letzten drei Jahren.

Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte den Hauptrefinanzierungssatz auf den aktuellen Stand von 0,00 % am 16. März 2016. Die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe verblieb im Jahre 2017 auf sehr niedrigem Niveau. Anfang des Jahres lag die Rendite bei 0,19 %. Sie stieg dann bis Mitte Februar auf 0,37 % um danach am 24. Februar wieder bis auf 0,19 % zu fallen. Nach einem erneuten Anstieg im März bis 0,48 % wurde dann am 18. April das Jahrestief von 0,15 % erreicht. Im weiteren Verlauf des Jahres stieg die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe unter Schwankungen bis zum Jahresende auf 0,43 %.

Der Dax beendete das Börsenjahr 2017 bei einem Stand von 12.917,64 Punkten, was einem Zuwachs von 12,5 % entspricht. Noch besser entwickelte sich der MDax, der 18,1 % zulegen konnte. An der Spitze der deutschen Indizes stand der TecDax, der im Jahresverlauf um 39,6 % stieg.

Entwicklung der Rahmenbedingungen im Segment ITK

Der Telekommunikationsmarkt in Deutschland

Die Preise für Telekommunikationsdienstleistungen im Festnetz, Internet und Mobilfunk haben für die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2017 im Schnitt erneut unter denen des Vorjahres gelegen. Der Verbraucherpreisindex für Telekommunikationsdienstleistungen lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (DeStatis) im Jahresdurchschnitt 2017 um 0,9 % unter dem Niveau des Jahres 2016.

Telefondienstleistungen im Festnetz/Internet waren im Jahr 2017 um 1,5 % preiswerter als 2016. Dieser Rückgang ist insbesondere auf den Wettbewerb bei den Komplettangeboten (Telefon- und DSL-Anschluss, Telefon-Flatrate, Internet-Flatrate) zurückzuführen. Das mobile Telefonieren verbilligte sich im Jahresdurchschnitt 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 %.

Laut einer Studie des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und Dialog Consult zum Telekommunikationsmarkt 2017 war der Gesamtumsatz der TK-Dienste im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 % gefallen. Von den Gesamtumsätzen in Höhe von rund EUR 58,8 Mrd., die 2017 in Deutschland mit Telekommunikationsdiensten erzielt wurden, entfielen EUR 32,6 Mrd. (55,4 %) auf Festnetze und EUR 26,2 Mrd. (44,6 %) auf die Mobilfunknetze. Der Umsatz des Gesamtmarktes fiel damit zum zehnten Mal in den letzten zwölf Jahren.

Entwicklung des Gesamtmarktes und der Teilmärkte für Telekommunikationsdienste (Außenumsätze in EUR Mrd.)

(Inkl. Sprach- und Internetdienste, Datendienste, Interconnection, Mietleitungen, Inhalte, Endgeräte und Verteilung von TV- Inhalten, die von Netzbetreibern und deren Vertriebspartnern abgesetzt werden.)

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Während der Umsatz der Wettbewerber insgesamt im Festnetz um 2,9 % auf EUR 13,5 Mrd. zurückging und der der Deutschen Telekom leicht um 1,4 % auf EUR 13,6 Mrd. sank, legten die Kabelnetzbetreiber um EUR 0,2 Mrd. auf EUR 5,5 Mrd. zu. Die Deutsche Telekom behält im reinen TK-Festnetzmarkt (ohne Kabelnetzbetreiber) mit 50,2 % Umsatzanteil ihre Stellung als marktbeherrschender Anbieter. Bezieht man die Kabelnetzbetreiber mit ein, kommt der Ex-Monopolist immer noch auf 41,7 % des im Festnetz erzielten Umsatzes.

Weiterhin rückläufig ist auch die Zahl der Telefonie-Minuten. Das gesamte Telefonie-Sprachvolumen ist seit 2012 mit durchschnittlich 1,1% pro Jahr leicht rückläufig. Die Sprachtelefonie wird trotz einer weiten Verbreitung von Sprach-Flatrates mittlerweile durch andere Kommunikationsformen wie das Instant-Messaging substituiert. Dabei schrumpft in 2017 das Festnetzsprachvolumen von 360 auf 345 Mio. Minuten pro Tag (–4,2 %) und das Mobilfunksprachvolumen leicht von 310 auf 309 Mio. Minuten pro Tag (–0,3 %).

Festnetz-Telefonie in Deutschland

2017 telefonierten die Kunden der Wettbewerber der Deutschen Telekom durchschnittlich rund 5,6 Mrd. Minuten monatlich im Festnetz (2016: 5,8 Mrd.). Seit einigen Jahren nehmen die Sprachminuten, die von den Wettbewerbern vermittelt werden, kontinuierlich ab. Entsprechend ist auch der Anteil von Call-by-Call und Preselection weiter zurückgegangen. Im Jahr 2017 telefonierten die Nutzer dieser Dienste ca. 0,3 Mrd. Minuten im Monat, dies entspricht einem Sprach-Minutenvolumen von 5,4 % bei den Wettbewerbern. Das Minuten-Volumen von Call-by-Call ist zwar weiter rückläufig, die Nutzung der Sparvorwahlen nimmt bezogen auf die potenziellen Nutzer (Telekom-Anschluss, keine Flatrates) mit 68,2 Minuten pro Anschluss und Tag jedoch leicht zu.

Gesamtmarkt Wettbewerber Sprachdienste aus Festnetzen in Deutschland nach Verbindungsminuten

(Gesamtmarkt inkl. Orts-, Nah-, Fern-, Auslands- und Mobilfunkverbindungen; in Mrd. Minuten pro Monat)

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Betrachtet man jedoch nur die Festnetzanschlüsse der Deutschen Telekom ohne Flatrate-Tarif, hat sich das über Verbindungsnetzbetreiberauswahl generierte Sprachvolumen in den vergangenen Jahren stabilisiert.

Sprachminuten mittels Verbindungsnetzbetreiberauswahl pro Telekom-Festnetzanschluss ohne Flatrate-Tarif

(Gesamtmarkt inkl. Orts-, Nah-, Fern-, Auslands- und Mobilfunkverbindungen; in Minuten pro Monat)

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Bei den Umsätzen mit Auskunfts- und Mehrwertdiensten erreichen alle Wettbewerber zusammen EUR 229 Mio. und damit 54,0 % des Gesamtumsatzes in Höhe von EUR 424 Mio. Die Umsätze mit Servicerufnummern nehmen damit auch 2017 ein weiteres Mal ab (–3,4 %). Diese Entwicklung ist zum einen dem zunehmenden Informationsangebot im (weitgehend kostenfreien) Internet und zum anderen dem zunehmenden Aufkommen von Chat-Angeboten auf den Webseiten der Dienstleister zur direkten Kontaktaufnahme geschuldet.

Umsätze mit Servicenummern

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Die Wettbewerber erzielen mehr als die Hälfte ihrer Umsätze (52,6 %) mit geographischen und 0800-Service-Rufnummern.

Der Umsatzrückgang ergibt sich trotz der in diesem Jahr sogar leicht steigenden Verbindungsminuten zu Auskunfts- und Mehrwertdiensten der Deutsche Telekom-Wettbewerber. 155 Mio. Minuten verbuchen die alternativen Anbieter hier pro Monat. Immer häufiger nutzen die Verbraucher geographische Servicerufnummern, die von den Wettbewerbern betrieben werden. 100 Mio. Minuten pro Monat und damit 64,5 % entfallen auf sie. Die Nutzung der 0180-Nummerngasse geht leicht zurück — minus 2 Mio. Minuten. Die Zahlen für 0800-Servicerufnummern bei den Wettbewerbern gehen von 46 auf 44 Mio. Minuten pro Monat zurück (–4,4 %). Die übrigen Rufnummerngassen machen zusammen nur 3 Mio. oder 1,9 % der Verbindungsminuten aus.

Der Rechenzentrumsmarkt in Deutschland

Die Bedeutung von Rechenzentren für die Wirtschaft hat in der Vergangenheit stark zugenommen. Vor allem die mobile Internetnutzung ist nur durch eine leistungsfähige Rechenzentrumsinfrastruktur möglich, da viele Anwendungen und Daten nicht mehr auf den Endgeräten, sondern zentral in Rechenzentren betrieben und gespeichert werden.

Deutschland gilt als der drittgrößte Rechenzentrumsmarkt weltweit und der größte in Europa. Zu den Standortvorteilen zählen Rechtssicherheit und Datenschutz, eine leistungsfähige Anbindung an Internetknoten sowie eine zuverlässige Energieversorgung. Allerdings fallen in Deutschland auch vergleichsweise hohe Kosten für Energie und Personal an, bei einem gleichzeitig spürbaren Fachkräftemangel für IT-Experten. Jedoch liegt das Wachstum des Rechenzentrumsmarktes in Deutschland nur auf dem durchschnittlichen Niveau in Europa; vor allem im Vergleich zu skandinavischen Ländern und den Niederlanden verliert Deutschland deutlich Marktanteile.

Die Kapazitäten in den deutschen Rechenzentren wachsen, wie nahezu überall in der Welt, deutlich. Durch die zunehmende Digitalisierung und Trends wie Cloud Computing, Industrie 4.0 und Big Data nehmen die Bedarfe an zentraler Rechen- und Speicherleistung ständig zu. Die Zahl der Server in den deutschen Rechenzentren hat sich nach Berechnungen von Borderstep auf Basis der Verkaufszahlen des Marktforschungsinstituts Techconsult zwischen 2013 und 2016 um 18 % auf ca. 1,9 Mio. erhöht. Nimmt man die Server hinzu, die außerhalb von Rechenzentren betrieben werden, so gab es im Jahr 2016 ca. 2,3 Mio. Server in Deutschland. Die IT-Fläche in den Rechenzentren Deutschlands betrug im Jahr 2017 gut 2 Mio. Quadratmeter. Wie in der Vergangenheit wuchs vor allem die Zahl der größeren Rechenzentren. Der bisherige Trend des Rückgangs der Zahl der kleineren Rechenzentren scheint allerdings gestoppt worden zu sein. In der Kategorie Serverraum hat die Zahl der Rechenzentren seit 2013 sogar um ca. 10 % deutlich zugenommen.

Rechenzentrumskategorie Anzahl der Rechenzentren in Deutschland
2007 2013 2017
Serverschrank (3–10 m2) 33.700 30.500 30.500
Serverraum (11–100 m2) 18.100 18.100 19.900
Kleines Rechenzentrum (101–500 m2) 1.700 2.150 2.500
Mittleres Rechenzentrum (501–5.000 m2) 210 280 330
Großes Rechenzentrum (über 5.000 m2) 45 70 90

Quelle: Borderstep 2017

Für das Wachstum und den Wandel in der Struktur der Rechenzentren sind insbesondere drei Trends verantwortlich. Zum ersten nimmt die Nutzung von Cloud Rechenzentren mehr und mehr zu. Zweiter Trend sind stark wachsende Colocation Rechenzentren. Als dritter Trend ist aktuell ein deutliches Wachstum der Rechenzentrumskapazitäten von mittelständischen Unternehmen z.B. des Maschinenbaus festzustellen. Dieser Trend wird sich in Zukunft voraussichtlich mit zunehmender Durchsetzung von Industrie-4.0-Technologien noch verstärken.

Cloud Computing in Deutschland

Die Frage, ob die Cloud genutzt wird, stellt sich für viele Unternehmen nicht mehr. Für 80 % der deutschen Mittelständler wird das Cloud Computing künftig eine tragende Säule ihrer IT-Strategie sein, laut einer aktuellen Studie von Crisp Research.

Die Zukunft gehört dabei eindeutig der Hybrid-Cloud beziehungsweise der Multi-Cloud. Dagegen verliert die heute noch von vielen favorisierte Public Cloud bis 2020 deutlich an Bedeutung. Nicht einmal 20 % glauben, dass diese Cloud-Form im B2B-Bereich dann noch eine große Rolle spielt. Eine komplett untergeordnete Rolle kommt der Private Cloud zu.

Cloud Computing ist eine Basistechnologie für die digitale Transformation. Die Technologie schafft enorme Effizienzgewinne und ist in der digitalen Wirtschaft sehr häufig die Basis neuer Geschäftsmodelle. Cloud Computing bezeichnet aus Sicht der Anwender die bedarfsgerechte Nutzung von IT-Leistungen wie Speicherplatz, Rechenkapazitäten oder Software über Datennetze. Das Datennetz kann ein unternehmens- bzw. organisationsinternes Intranet (Private Cloud Computing) oder das öffentliche Internet (Public Cloud Computing) sein.

Ein Blick auf die Budget-Zahlen zeigt, dass sich die Geschwindigkeit hinsichtlich der Cloud-Transformation in den Unternehmen noch erhöhen wird. Im Schnitt werden 41 % des IT-Budgets für den Aufbau, Betrieb und die Weiterentwicklung von Cloud-Computing-Technologien genutzt. In 37 % der Unternehmen sind sogar mehr als 50 % des IT-Budgets für Cloud Computing vorgesehen.

Unter dem Strich, so das Fazit der Crisp-Research-Studie, kommt langfristig kein Unternehmen ohne die Cloud-Technologie aus und schon heute versuchen die IT-Abteilungen und Unternehmen, die Übergangsphase dank vergleichsweise hoher Budgets möglichst schnell zu überwinden.

Erneuerbare Energien in Deutschland

Die Sicherstellung einer zuverlässigen, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Energieversorgung ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Deutschland hat weltweit eine Vorreiterrolle übernommen und sich besonders ehrgeizige Ziele bei der Vermeidung von Treibhausgasen gesetzt. Es ist das erklärte Ziel, bis zum Jahr 2050 mindestens einen Anteil von 80% erneuerbare Energien an der Stromversorgung zu erreichen. Mit dem Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz — EEG) wurde ein Zwischenziel definiert, nachdem der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 35 % und danach kontinuierlich weiter erhöht werden soll.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland schreitet weiter voran, jedoch nicht mehr mit den Wachstumsraten der Vergangenheit. Für den starken Zuwachs der erneuerbaren Energien im Jahr 2017 verglichen mit dem Vorjahr waren neben dem moderaten Zubau an Kapazitäten vor allem die deutlich höheren durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten und die damit einhergehende höhere Windstromerzeugung verantwortlich.

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben Daten zur Stromerzeugung in Deutschland im Jahr 2017 vorgelegt. Danach lag die Stromproduktion aus Solar- und Windenergieanlagen mit 142 Terawattstunden (TWh) in Summe erstmals vor Braunkohle, Steinkohle oder Kernkraft. Die Windenergie wurde zur zweitstärksten Energiequelle nach der Braunkohle. Der Anteil aller erneuerbaren Energiequellen an der öffentlichen Nettostromerzeugung lag bei ca. 38 %.

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Photovoltaikanlagen speisten im Jahr 2017 etwa 38,4 TWh in das öffentliche Netz ein. Die Produktion hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 0,4 TWh bzw. 1 % erhöht, lag aber noch unter dem Wert von 2015 (38,7 TWh).

Die Windenergie produzierte im Jahr 2017 ca. 103,6 TWh und lag dabei mehr als 30 % über der Produktion des Vorjahrs (78,6 TWh). Die Windenergie lag damit erstmals als zweitstärkste Energiequelle vor der Steinkohle und der Kernenergie, aber noch hinter der Braunkohle.

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Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017) wurde zuletzt am 17. Juli 2017 geändert. Ziel des Gesetzes ist es, die EEG-Umlage stabil zu halten und damit die Bezahlbarkeit von Strom sowie gleichzeitig die Versorgungssicherheit sicherzustellen.

Mit dem EEG 2017 wurde die Phase der Technologieförderung mit politisch festgesetzten Preisen beendet und durch wettbewerbliche Ausschreibungen ersetzt. Die Vergütung des erneuerbaren Stroms wird nun über Ausschreibungen geregelt. Damit wird die Höhe der Förderung vom Markt festgelegt. Das sichert den kontinuierlichen Ausbau der erneuerbaren Energien und kann die Förderkosten senken, sofern es genug Wettbewerb gibt.

Die durch das EEG vorgegebenen Rahmenbedingungen führen dazu, dass die 3U HOLDING AG ebenso wie die meisten anderen professionellen Investoren in Deutschland sich fast vollständig aus dem PV-Anlagenbau zurückgezogen haben. Windenergieprojekte sollten dagegen nach wie vor ein besseres Chancen-/Risikoprofil aufweisen.

Jedoch ist auch im Bereich der Windenergieprojekte der Wettbewerb durch die Ausschreibungsrunden nochmals intensiviert worden. Dies führt zu sinkenden Einspeisevergütungen, aber auch zur Beschleunigung der technischen Weiterentwicklung und damit zu sinkenden Gestehungskosten bei der Stromerzeugung.

Entwicklung des SHK-Marktes

Im deutschen SHK-Handwerk waren im Jahr 2016 in mehr als 51.000 Handwerksbetrieben über 365.000 Mitarbeiter beschäftigt. Aufgrund der guten (Bau-)Konjunktur dürfte diese Anzahl in 2017 erneut gestiegen sein.

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Die Kernthemen im SHK-Handwerk sind „Demografie“ und „Energiewende“. Konkret geht es um altersgerechtes Bauen und um effizientes Heizen.

So hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit berechnet, dass in Deutschland bis zum Jahr 2030 zusätzlich 2,9 Mio. altersgerechte Wohnungen mit einem Investitionsvolumen von rund EUR 50 Mrd. benötigt werden. Das Bad ist dabei einer der Schlüsselwohnbereiche für ein selbstständiges Wohnen im Alter in den eigenen vier Wänden.

Der Erfolg der Energiewende hängt ganz wesentlich vom Wärmemarkt und Effizienzsteigerungen bei Heizungssystemen ab. Rund zwei Drittel der Heizungsanlagen sind technisch veraltet. Würde dieser veraltete Bestand energetisch modernisiert, könnten rund 15 % des deutschen Endenergieverbrauchs eingespart werden.

Die gesamte Haus- und Gebäudetechnikbranche profitiert von dem weiterhin positiven Wirtschaftswachstum und der stabilen Baukonjunktur in Deutschland. Aufgrund des hohen Durchschnittsalters der Heizungen im Bestand wird der Ersatzbedarf für die Heizungswirtschaft auch in Zukunft einen Großteil der Nachfrage ausmachen.

Dazu leistet auch die Klimapolitik der Bundesregierung einen wichtigen Beitrag: Seit 2014 besteht im Rahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV) Austauschpflicht für über 30 Jahre alte Heizungen. Zudem bieten die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zahlreiche Programme an, die die Nutzung erneuerbarer Energien fördern und die Energieeffizienz beim Heizen steigern sollen.

Damit gehen die stärksten Wachstumsimpulse weiterhin vom Sanierungs-, Kundendienst und Wartungsgeschäft in den Segmenten Bäder und Heizungen aus.

Führende Marktforscher gehen davon aus, dass der Onlinehandel im SHK-Bereich weiter zunehmen wird, da die derzeit noch relativ geringe Onlinekaufaffinität auch durch den Generationenwechsel im Handwerk sich deutlich verändern wird.

Geschäftsverlauf

Die wichtigsten Ereignisse des Geschäftsjahres 2017 im Überblick

ITK

Weiterhin hohe Marge im Produktbereich Telefonie

Erwartungsgemäß schrumpfte der Call-by-Call-Markt auch im Geschäftsjahr 2017. Es ist damit zu rechnen, dass diese Entwicklung sich weiter fortsetzt. Trotzdem lassen sich im Produktbereich Telefonie erfreuliche Entwicklungen feststellen. Rückläufige Erträge im Call-by-Call-Geschäft können durch Erträge aus Telefonieprodukten für Geschäftskunden teilweise kompensiert werden. Darüber hinaus konnte durch einen kontinuierlichen Optimierungs- sowie Verbesserungsprozess die erzielte Marge weiter gesteigert werden.

weclapp weiter auf Erfolgskurs: Auszeichnung zum ERP-System des Jahres und hohes Kundenwachstum

Auch in 2017 wurde weclapp vom Center for Enterprise Research für das ERP-System des Jahres 2017 ausgezeichnet. In diesem Jahr konnte weclapp in der Kategorie „Cloudbasierte ERP-Systeme“ den Sieg erringen. Einhergehend mit der Auszeichnung ist die Nachfrage nach dem weclapp ERP-System im Geschäftsjahr kontinuierlich gestiegen.

Die gute Performance und hohe Qualität des weclapp-Leistungsportfolios überzeugt immer mehr Kunden. Nachdem im abgelaufenen Jahr schon weit über 1.500 Kunden weclapp nutzten, hält die starke Nachfrage unvermindert an. Besonders erfreulich ist außerdem, dass zum weclapp-Kundenstamm zunehmend Unternehmen mit größerer Mitarbeiterzahl gehören. Damit steigt die Nachfrage nach Lizenzen überproportional. Neben der weiterhin positiven Kundenentwicklung hat sich insbesondere das Ergebnis aus dem weclapp ERP-System gravierend verbessert und trägt heute zum positiven Konzernergebnis bei.

Erneuerbare Energien

Das Geschäftsjahr 2017 ist geprägt von den Einnahmen aus dem Verkauf des Windparks Schlenzer und guten Winderträgen.

Verkauf des Windparks Schlenzer

Der Verkauf von Windparks besitzt große Bedeutung für die Ertragslage des 3U Konzerns. Besonders erfreulich wirkte sich im vergangenen Jahr daher die realisierte Veräußerung des Windparks Schlenzer aus.

Dieses von der 3U ENERGY PE GmbH entwickelte Windparkprojekt besteht aus zwei Windenergieanlagen von General Electric mit jeweils einer Nennleistung von 2,75 MW, einer Nabenhöhe von 139 m und einem Rotordurchmesser von 120 m.

Winderträge

Obwohl wir mit den Erträgen aus der Windenergie nach dem ersten Halbjahr 2017 noch hinter den prognostizierten Werten zurücklagen, konnten wir aufgrund einer sehr guten Entwicklung im vierten Quartal die ursprünglich geplanten Bandbreiten noch erreichen.

Insbesondere der in 2014 erworbene Windpark Langendorf mit einer elektrischen Nennleistung von 22,5 MW hat im Geschäftsjahr 2017 die Erwartungen übertroffen.

SHK

Onlinehandel Selfio erreicht kontinuierlich neue Umsatzrekorde

Im Segment SHK profitiert 3U von den weiterhin guten Rahmenbedingungen, die im Wesentlichen durch die rege Bauwirtschaft und die steigende Nutzung des Vertriebswegs Onlinehandel geprägt sind. Die Umsätze im Onlinehandel können kontinuierlich gesteigert werden. Neben dem ständigen Ausbau des Produkt- und Leistungsportfolios ist es vor allem auch die Vielzahl zufriedener Kunden, die immer wieder bei Selfio einkaufen. Neue Wege in der Marketingstrategie haben dazu geführt, dass Selfio im Markt noch besser wahrgenommen wird.

Ertragslage*

Konzernumsatz

Der Konzernumsatz ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 3,15 Mio. von EUR 43,74 Mio. auf EUR 46,89 Mio. gestiegen. Insbesondere im Segment Erneuerbare Energien aber auch im Segment SHK konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Wesentlichen Einfluss auf den Konzernumsatz hatte dabei der Verkauf des Windparks Schlenzer. Rückläufig war lediglich der Umsatz im Segment ITK. Im Segment ITK wurden 27,9 % (Vorjahr: 39,0 %) der Umsatzerlöse erzielt, im Segment Erneuerbare Energien waren es 20,8 % (Vorjahr: 11,3 %) und im Segment SHK 50,2 % (Vorjahr: 49,7 %).

Die Bestandsveränderung steht auch im Geschäftsjahr 2017 im Zusammenhang mit der Windparkprojektentwicklung. Der Bestandsabbau aus der Projektveräußerung wird durch den Bestandsaufbau bei weiteren Windparkprojektentwicklungen in der Bestandsveränderung des Segments Erneuerbare Energien weitestgehend, aber nicht vollständig kompensiert.

Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verringert. Insbesondere in Relation zum Umsatz ist der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in den Segmenten deutlich gesunken. Der Anteil des Materialaufwands am Umsatz beträgt in den Segmenten 53,7 %, während es im Vorjahreszeitraum 60,8 % der Umsatzerlöse waren. An dieser Reduzierung hatte der Verkauf des Windparks einen wesentlichen Anteil. Die anderen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen.

EBITDA

Das EBITDA hat sich gegenüber dem Vorjahr nochmals verbessert. Betrug das EBITDA im Vorjahr EUR 4,70 Mio., konnte im Geschäftsjahr 2017 ein EBITDA in Höhe von EUR 6,67 Mio. erzielt werden. Zur Steigerung des EBITDA gegenüber dem Vorjahr konnten der geringere Personalaufwand und die Veräußerung des Windparks Schlenzer beitragen, während die höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen entgegengesetzt wirkten. In diesen Aufwendungen ist auch eine notwendige Wertberichtigung auf eine Darlehensforderung aus dem ehemaligen Bereich Solarthermie enthalten.

Konzernergebnis

Das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2017 liegt mit EUR 1,07 Mio. um EUR 0,43 Mio. über dem Konzernergebnis des Vorjahres (EUR 0,64 Mio.). Ohne die Wertberichtigung auf die Darlehensforderung im Segment Erneuerbare Energien hätte sich das Konzernergebnis um weitere rund EUR 0,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Es besteht weiterhin ein niedriges allgemeines Zinsniveau. Daraus resultiert auch, dass sich das Zinsniveau innerhalb des verzinslichen Fremdkapitals des 3U Konzerns in dem zurückliegenden Geschäftsjahr nicht wesentlich verändert hat. In der Folge hat sich auch das negative Finanzergebnis gegenüber dem Vergleichszeitraum trotz höherem Fremdkapital nicht wesentlich verändert.

Der Steueraufwand des Geschäftsjahres 2017 belief sich auf EUR 0,70 Mio. und lag damit um EUR 1,29 Mio. über dem Niveau des Vergleichszeitraums (Steuerertrag im Vorjahr: EUR 0,59 Mio.). Einen wesentlichen Einfluss hatte dabei die Auflösung aktiver latenter Steuern im Zusammenhang mit der Realisierung von Zwischengewinnen durch den Verkauf des Windparks Schlenzer. Im Vorjahr hatte die Bildung latenter Steuern aufgrund der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge zu einem Steuerertrag geführt.

* Hinweis:

Bei den im Nachfolgenden dargestellten Verteilungen über die einzelnen Quartale ist zu beachten, dass die einzelnen Quartalszahlen keiner Prüfung unterlegen haben.

Das den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zugerechnete Ergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um EUR 0,09 Mio. Insbesondere im Segment ITK haben die nicht beherrschenden Gesellschafter von der positiven Geschäftsentwicklung profitiert.

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Der internen Berichterstattung folgend, weist der Konzern die Segmente ITK, Erneuerbare Energien und SHK sowie den Bereich Holding/Konsolidierung aus.

Im Folgenden werden die Segmente mit ihren intersegmentären Umsätzen dargestellt. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag — soweit Organschaftsverhältnisse zur 3U HOLDING AG bestehen — vom Organträger, der 3U HOLDING AG, getragen werden.

Segment ITK (Informations- und Telekommunikationstechnik)

Segmentumsatz

Der Umsatz im Segment ITK reduzierte sich im Geschäftsjahr 2017 nochmals gegenüber dem Vorjahr von EUR 16,95 Mio. auf EUR 13,10 Mio. Der Umsatzrückgang resultiert dabei aus dem Bereich Telefonie, während in den Bereichen der cloudbasierten Lösungen der Umsatz deutlich ausgeweitet werden konnte.

Auch die weitere prozentuale Margensteigerung in diesem Segment resultiert wie im Vorjahr zu großen Teilen aus der erfolgreichen Entwicklung im Bereich der cloudbasierten Lösungen sowie des Handels mit IT-Lizenzen. Aber auch der Bereich Telefonie trägt zu einem erheblichen Teil zur Marge in diesem Segment bei.

Der Umsatz im Bereich Voice Retail sank aufgrund der weiterhin mengen- und preisbedingten rückläufigen Entwicklung in der Festnetztelefonie von EUR 3,99 Mio. auf EUR 3,11 Mio. Die Umsätze im Bereich Voice Business Customer reduzierten sich von EUR 9,09 Mio. auf EUR 5,72 Mio. Im Bereich Data Center Services & Operation konnte im Geschäftsjahr 2017 ein Umsatz von EUR 1,63 Mio. (Vorjahr: EUR 1,79 Mio.) erzielt werden. In den Bereichen der cloudbasierten Lösungen konnte der Umsatz mit EUR 1,91 Mio. (Vorjahr: EUR 1,03 Mio.) erneut nahezu verdoppelt werden.

EBITDA

Unter Berücksichtigung der geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen und des gegenüber dem Vorjahr reduzierten Personalaufwands ergibt sich ein leichter Rückgang im EBITDA von EUR 1,73 Mio. im Vorjahr auf EUR 1,69 Mio. Im Geschäftsjahr 2017 haben die cloudbasierten Lösungen bereits mit EUR 0,36 Mio. (Vorjahr: EUR –0,12 Mio.) zum EBITDA des Segments beigetragen.

Segmentergebnis

Das Ergebnis des Segments ITK erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr von EUR 1,22 Mio. um EUR 0,17 Mio. auf EUR 1,39 Mio. Die Bildung latenter Steuern aufgrund der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge und dem damit verbundenen Steuerertrag haben zu dieser positiven Ergebnisentwicklung beigetragen.

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Segment Erneuerbare Energien

Segmentumsatz

Im Segment Erneuerbare Energien konnte der Umsatz von EUR 4,92 Mio. im Vorjahr deutlich übertroffen werden. Zu dem Anstieg des Umsatzes auf EUR 9,74 Mio. im Geschäftsjahr 2017 hat insbesondere der Verkauf des Windparks Schlenzer mit rund EUR 3,80 Mio. beigetragen. Auch die Einspeisevergütungen aus der Stromerzeugung im Bereich der Windkraft haben sich im Geschäftsjahr 2017 positiv entwickelt.

EBITDA

Das EBITDA erhöhte sich von EUR 3,71 Mio. im Vorjahr auf EUR 6,24 Mio. im Geschäftsjahr 2017. Die negative Bestandsveränderung ergibt sich als Saldo aus dem Bestandsaufbau im Rahmen der weiteren Projektentwicklung und dem Bestandsabbau durch die Veräußerung des Windparks Schlenzer. Im Geschäftsjahr 2017 wurden EUR 0,95 Mio. in die weitere Projektentwicklung investiert. Der Personalaufwand verringerte sich leicht gegenüber dem Vorjahr. In dem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Wertberichtigungen auf Forderungen aus den ehemaligen Aktivitäten im Bereich Solarthermie mit EUR 0,51 Mio. enthalten.

Segmentergebnis

Das Segmentergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,68 Mio. von EUR 1,17 Mio. auf EUR 1,85 Mio. erhöht. Negativ hat sich dabei die Auflösung aktiver latenter Steuern im Zusammenhang mit der Realisierung von Zwischengewinnen durch den Verkauf des Windparks Schlenzer ausgewirkt.

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Segment SHK (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik)

Segmentumsatz

Im Segment SHK konnte der Umsatz von EUR 21,64 Mio. auf EUR 23,55 Mio. gesteigert werden. Dieser Umsatzanstieg um EUR 1,91 Mio. bzw. 8,8 % (Vorjahr: 3,5 %) konnte damit gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Bei leicht geringeren Umsätzen im Bereich der Montage von Komponenten der Gebäudeklimatisierung konnten die Umsätze im Bereich des Onlinehandels deutlich ausgebaut werden. In diesem Bereich erzielte der 3U Konzern im Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von EUR 2,82 Mio. bzw. 21,9 %. Dabei ist insgesamt die Materialaufwandsquote im Segment SHK von 69,2 % auf 74,4 % gestiegen.

EBITDA

Das EBITDA verschlechterte sich von EUR 1,24 Mio. im Vorjahr auf EUR 0,66 Mio. im Geschäftsjahr 2017. Dieser Rückgang des EBITDA resultiert aus den geringeren margenreichen Umsätzen im Bereich der Montage und der bewussten Umsatzfokussierung zur Ausweitung der Marktdurchdringung im Bereich des Onlinehandels. Die geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten bei nahezu unveränderten Personalaufwendungen diese Entwicklung nur teilweise kompensieren.

Segmentergebnis

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat sich das Segmentergebnis um EUR 0,43 Mio. auf EUR 0,32 Mio. verschlechtert. Damit konnte in diesem Segment trotz der erheblichen Wachstumsanstrengungen und der damit verbundenen Kosten auch weiterhin ein positives Ergebnis erreicht werden.

Der Steueraufwand des Geschäftsjahres 2017 belief sich auf EUR 0,11 Mio. und lag damit um EUR 0,10 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres.

Das den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zugerechnete Ergebnis beträgt EUR 0,07 Mio. (Vorjahr: EUR 0,10 Mio.).

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Holding/Konsolidierung

Unter Holding/Konsolidierung sind sowohl die Holding-Aktivitäten als auch die erforderliche Konzernkonsolidierung zusammengefasst.

Umsatz

Unter Holding/Konsolidierung wird im Berichtszeitraum ein Umsatz von EUR 0,50 Mio. (Vorjahr: EUR 0,23 Mio.) ausgewiesen. Dieser setzt sich aus den Umsätzen der Holding in Höhe von EUR 2,30 Mio. (Vorjahr: EUR 2,28 Mio.) und aus den Umsatzkonsolidierungen in Höhe von EUR –1,80 Mio. (Vorjahr: EUR –2,05 Mio.) zusammen. Diese Umsatzkonsolidierungen resultieren vor allem aus der Konsolidierung der intersegmentären Umsätze sowie aus der Konsolidierung konzerninterner Dienstleistungen.

EBITDA

Das EBITDA beträgt EUR –1,91 Mio. (Vorjahr: EUR –1,99 Mio.) und wird maßgeblich durch die Personalkosten in Höhe von EUR 2,70 Mio. (Vorjahr: EUR 2,64 Mio.) und durch die sonstigen betrieblichen Erträge/Aufwendungen beeinflusst. Während sich die Personalkosten im Bereich der Holding geringfügig erhöhten, konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sowohl die Mitarbeiter aus dem strategischen Beteiligungsmanagement als auch aus dem Bereich Finanzen, Personal und Recht sowie aus den konzernübergreifenden Marketingressourcen der Muttergesellschaft zugeordnet sind. Mit diesen Ressourcen trägt die Holding insbesondere zur strategischen Weiterentwicklung der Tochtergesellschaften bei.

Ergebnis

Das Ergebnis aus diesem Bereich ist für den Konzern mit EUR –2,50 Mio. negativ und bewegt sich damit auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: EUR –2,49 Mio.).

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Finanzlage

Kapitalstruktur

Im Geschäftsjahr 2017 hat der Konzern Auszahlungen für Investitionen im Saldo in Höhe von EUR 0,81 Mio. (Vorjahr: EUR 10,85 Mio.) getätigt. Die Auszahlungen betrafen insbesondere Investitionen in die Rechenzentrums-, IT- und Telekommunikations-Infrastruktur und in die Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

Wesentliche Liquiditätszuflüsse wurden im Rahmen der Veräußerung des Windparks Schlenzer und der damit im Zusammenhang stehenden Realisierung der Erträge aus der Windkraftprojektentwicklung generiert.

Die Finanzmittel legt die 3U HOLDING AG ausschließlich in Tages- und kurzfristigen Festgeldanlagen bei der Baden-Württembergischen Bank, der Sparkasse Marburg-Biedenkopf und der Deutschen Kreditbank AG an.

Gegenüber dem 31. Dezember 2016 haben sich die liquiden und liquiditätsnahen Mittel zum 31. Dezember 2017 um EUR 0,40 Mio. von EUR 11,67 Mio. auf EUR 11,27 Mio. verringert. Insbesondere planmäßige Tilgungen von Finanzkrediten haben dazu geführt, dass die deutliche Verbesserung im Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit nicht zu einem Aufbau der Liquidität beitragen konnte.

Die 3U HOLDING AG verfügt weiterhin über eine solide Eigenkapitalquote. Aufgrund der deutlich geringeren Bilanzsumme und aufgrund des Anstiegs der absoluten Höhe des Eigenkapitals ist die Eigenkapitalquote mit 49,20 % gegenüber dem Vorjahr (40,89 %) gestiegen. Der Fremdkapitalanteil beträgt 50,80 % gegenüber 59,11 % zum Vorjahreszeitpunkt.

Der Gewinn des Geschäftsjahres 2017 in Höhe von EUR 1,21 Mio. (inkl. des auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallenden Ergebnisses) hat zu einer Erhöhung des Eigenkapitals beigetragen. Gegenläufig haben sich nur die Auszahlungen an die Aktionäre der 3U HOLDING AG im Rahmen der Dividendenzahlung und an die nicht beherrschenden Gesellschafter in Form von Gewinnausschüttungen ausgewirkt.

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Investitionen

Im Geschäftsjahr 2017 wurden im Konzern Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in Sachanlagen sowie Anlageimmobilien in Höhe von EUR 0,81 Mio. (Vorjahr: EUR 10,85 Mio.) getätigt.

Im Segment ITK wurden EUR 0,22 Mio. (Vorjahr: EUR 0,37 Mio.) investiert. Die Investitionen im Segment Erneuerbare Energien betrugen EUR 0,36 Mio. nach 10,12 Mio. im Vorjahr. Die Investitionen des Vorjahres betrafen im Wesentlichen die Investitionen in den Windpark Lüdersdorf. Im Segment SHK bewegten sich die Investitionen mit EUR 0,03 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres. Die Investitionen in das Anlagevermögen der Holding in Höhe von EUR 0,20 Mio. im Berichtsjahr 2017 (Vorjahr: EUR 0,28 Mio.) sind überwiegend in IT-Hardware geflossen.

Für das Geschäftsjahr 2018 sind Investitionen in Höhe von rund EUR 22,26 Mio. in die bestehenden Geschäftsfelder eingeplant. Hiervon werden EUR 0,40 Mio. im Segment ITK, im Segment Erneuerbare Energien EUR 20,00 Mio., im Segment SHK EUR 0,07 Mio. und EUR 1,79 Mio. bei der Holding investiert werden. Im Segment Erneuerbare Energien sind für diese Investitionen übliche Projektfinanzierungen mit einem Eigenkapitalanteil von 20 bis 30 % vorgesehen.

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Liquidität

Der operative Cashflow lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei EUR 6,65 Mio. (Vorjahr: EUR –1,71 Mio.). Wesentlichen Einfluss auf diese Entwicklung hatte das positive Periodenergebnis, erhöht um Abschreibungen des Geschäftsjahres. Diese wurden im Gegensatz zum Vorjahr nicht durch den Mittelabfluss im Zusammenhang mit dem deutlichen Aufbau der Vorräte im Rahmen der Windkraftprojektentwicklung kompensiert. In den Vorräten hatten sich im Vorjahr insbesondere die Investitionen in den Windpark Schlenzer niedergeschlagen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist geprägt durch die Investitionen in Sachanlagen und den Liquiditätsabflüssen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Projektgesellschaft für den Windpark Schlenzer. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR –1,18 Mio. (Vorjahr: EUR –10,58 Mio.) liegt um EUR 9,4 Mio. über dem des Vorjahres.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist mit EUR –5,40 Mio. (Vorjahr: EUR 16,27 Mio.) deutlich negativ. Dies resultiert im Wesentlichen aus den Auszahlungen aus der planmäßigen Darlehenstilgung und aus den Auszahlungen an die Aktionäre der 3U HOLDING AG sowie an die nicht beherrschenden Gesellschafter.

Die Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war im 3U Konzern im Berichtszeitraum jederzeit gegeben und ist auch für 2018 gewährleistet. Die Liquiditätslage stellt sich zum 31. Dezember 2017 zufriedenstellend dar. Die zur Mitte des Jahres 2018 auslaufende Zwischenfinanzierung für die Rechenzentrumsimmobilie in Hannover in Höhe von EUR 4,0 Mio. soll verlängert bzw. neu abgeschlossen werden.

Die nachstehende Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderung der flüssigen Mittel und ist in Anlehnung an die im Konzernabschluss dargestellte Kapitalflussrechnung (ohne Korrektur des Finanzmittelfonds) aufgestellt.

Kapitalflussrechnung
(in TEUR)
2017 2016
Cashflow 66 3.973
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 6.646 -1.712
Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit –1.178 -10.580
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit –5.402 16.265
Konsolidierungskreisbedingte Veränderungen 0 1
Davon als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte ausgewiesen -469 0
Veränderungen der flüssigen Mittel -403 3.974
Flüssige Mittel am Jahresanfang* 11.672 7.698
Flüssige Mittel am Jahresende** 11.269 11.672
* Inkl. als Sicherheit hinterlegte Festgelder bzw. Gelder mit Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 4.344 (1. Januar 2016: TEUR 3.232) ** Inkl. als Sicherheit hinterlegte Festgelder bzw. Gelder mit Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 3.094 (31. Dezember 2016: TEUR 4.344)    

Vermögenslage

Überblick Bilanzpositionen 31.12.2017 31.12.2016
TEUR % TEUR %
Langfristige Vermögenswerte 48.268 59,4 61.678 64,4
Anlagevermögen 46.534 57,3 58.918 61,5
Latente Steuern 1.459 1,8 1.833 1,9
Sonstige Vermögenswerte 275 0,3 927 1,0
Kurzfristige Vermögenswerte 22.813 28,1 34.084 35,6
Vorräte 5.947 7,3 14.797 15,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.288 5,3 4.710 4,9
Sonstige Vermögenswerte 1.309 1,6 2.905 3,0
Liquide Mittel 11.269 13,9 11.672 12,2
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 10.157 12,5 0 0,0
Aktiva 81.238 100,0 95.762 100,0
Langfristige Passiva 56.778 69,7 76.461 79,8
Eigenkapital der Aktionäre der 3U HOLDING AG 41.174 50,7 40.530 42,3
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter –1.208 -1,5 -1.372 -1,4
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 16.812 20,5 37.303 38,9
Kurzfristige Passiva 15.647 19,3 19.301 20,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.124 3,9 4.560 4,8
Sonstige kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 12.523 15,4 14.741 15,4
Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen 8.813 11,0 0 0,0
Passiva 81.238 100,0 95.762 100,0

Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2017 beträgt EUR 81,24 Mio. (Vorjahr: EUR 95,76 Mio.) und ist damit um EUR 14,52 Mio. geringer als im Vorjahr. Die Ursachen für die Veränderungen gegenüber dem 31. Dezember 2016 liegt im Wesentlichen in dem durch die Veräußerung des Windparks Schlenzer geringeren Vorratsvermögen. Hinzu kommen planmäßigen Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens bei nur geringer Investitionstätigkeit.

Das Anlagevermögen in Höhe von EUR 46,53 Mio. (Vorjahr: EUR 58,92 Mio.) enthält im Wesentlichen die immateriellen Vermögenswerte (EUR 1,62 Mio. bzw. EUR 2,31 Mio. im Vorjahr) und die Sachanlagen (EUR 37,29 Mio. bzw. EUR 48,73 Mio. im Vorjahr) sowie die Anlage immobilien in Höhe von EUR 7,46 Mio. (Vorjahr: EUR 7,72 Mio.). Diese betreffen in 2017 ebenso wie im Vorjahr die zur Vermietung vorgesehenen Teile der Liegenschaften in Adelebsen und Hannover. Der Rückgang des Anlagevermögens resultiert im Wesentlichen aus der Umgliederung der Vermögenswerte des Windparks Lüdersdorf unter den zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten.

Die kurzfristigen Vermögenswerte liegen zum 31. Dezember 2017 mit EUR 22,81 Mio. (Vorjahr: EUR 34,08 Mio.) um EUR 11,27 Mio. unter denen des Vorjahres. Der Anteil der liquiden Mittel an den kurzfristigen Vermögenswerten beträgt im Geschäftsjahr 2017 49,40% (Vorjahr: 34,24%). Der Rückgang der Vorräte resultiert überwiegend aus der Veräußerung des Windparks Schlenzer. Entgegengesetzt hat sich in den Vorräten die weitere Windparkprojektentwicklung ausgewirkt. Weitere wesentliche Veränderungen der kurzfristigen Vermögenswerte ergaben sich bei den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten. Diese waren im Vorjahr geprägt durch hohe Umsatzsteuererstattungsansprüche im Zusammenhang mit der Errichtung des Windparks Schlenzer.

Unter den zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten wird im Geschäftsjahr 2017 der Windpark Lüdersdorf als Veräußerungsgruppe mit seinen Vermögenswerten ausgewiesen. Ebenso werden die damit in Zusammenhang stehenden Schulden gesondert ausgewiesen. Die Summe der zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte beträgt zum 31. Dezember 2017 EUR 10,16 Mio. (Vorjahr: EUR 0,00 Mio.).

Auf der Passivseite haben sich neben der Erhöhung des Eigenkapitals wesentliche Veränderungen bei den lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ergeben. Diese Veränderung resultiert aus der Veräußerung des Windparks Schlenzer und dem damit verbundenen Abgang von Verbindlichkeiten sowie aus der Umgliederung der Verbindlichkeiten des Windparks Lüdersdorf unter die Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen.

Bestandteil der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind auch die Darlehen im Zusammenhang mit der Finanzierung der Immobilie in Hannover. Im Geschäftsjahr 2017 wurden zwei Zwischenfinanzierungen für die Immobilie in Hannover über EUR 4,00 Mio. abgeschlossen. Die erste Zwischenfinanzierung hatte eine Laufzeit bis zum 31. August 2017. Die zweite Zwischenfinanzierung ist befristet bis zum 29. Juni 2018. Der Erwerb der Immobilie wurde ursprünglich durch ein Darlehen in Höhe von EUR 6,00 Mio. (Stand zum 31. Dezember 2016: EUR 5,18 Mio.) finanziert. Dieses Darlehen wurde im Geschäftsjahr 2017 planmäßig getilgt.

Die Summe der Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen beträgt zum 31. Dezember 2017 EUR 8,81 Mio. (Vorjahr: EUR 0,00 Mio.). Diese betreffen ausschließlich den Windpark Lüdersdorf.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage und insbesondere die derzeitige Entwicklung des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts wie im Vorjahr insgesamt als zufriedenstellend. Es besteht aus Sicht des Vorstandes weiterhin Potenzial, um die positive Entwicklung fortzusetzen und die Lage des Konzerns weiter zu verbessern.

Im Berichtszeitraum verbesserten sich gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr das operative Ergebnis (EBITDA) und insbesondere das Konzernergebnis deutlich. Auch die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden die insgesamt für diesen Zeitraum gesteckten Konzernziele erreicht.

Das Segment ITK entwickelte sich auch im Geschäftsjahr 2017 insgesamt erfreulich und konnte die Planung weitestgehend erreichen. Lediglich die Umsatzerlöse lagen um rund EUR 2,2 Mio. niedriger als geplant. Gegenüber der Planung konnten das EBITDA und Ergebnis vor Ergebnisabführung nahezu erreicht werden. Der in dieser Größenordnung ungeplante Umsatzrückgang im Bereich Telefonie konnte durch die planmäßigen Zuwächse im Bereich der Cloud-Lösungen nicht vollständig kompensiert werden.

Das Segment Erneuerbare Energien konnte die Planzahlen im Geschäftsjahr 2017 deutlich übertreffen. Der Umsatz fiel um rund EUR 2,2 Mio., das EBITDA um rund EUR 0,9 Mio. und das Ergebnis um rund EUR 0,8 Mio. besser aus als geplant. Vor allem der Verkauf des Windparks Schlenzer führte zu dieser Übererfüllung der geplanten Werte. Negativ haben sich lediglich die nicht geplanten Wertberichtigungen im Zusammenhang mit dem ehemaligen Bereich Solarthermie ausgewirkt.

Das Segment SHK konnte die Planzahlen im Geschäftsjahr 2017 nicht ganz erreichen. Der Umsatz fiel um rund EUR 1,1 Mio. niedriger aus als geplant. Dabei konnte im Onlinehandel der geplante Umsatz erreicht werden. Die Umsatzabweichung hat auch dazu geführt, dass das EBITDA-Ziel um EUR 0,9 Mio. verfehlt wurde. Diese Planabweichung hat sich auch im Ergebnis des Segments niedergeschlagen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Unsere konzernweit gültigen finanziellen Leistungsindikatoren verwenden wir, um Ziele zu setzen, Erfolg zu messen und die variable Vergütung der Führungskräfte festzulegen. Die für uns bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und das Ergebnis nach Steuern.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden von der regelmäßigen Berichterstattung nicht erfasst. Abstimmung und Steuerung erfolgen hier zwischen Vorstand und verantwortlichen Führungskräften in direkter Absprache.

Hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind die Voraussetzung dafür, den Erfolg eines Unternehmens langfristig zu sichern. Verantwortungsvolle Personalentwicklung und stetige Verbesserung spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Deshalb ist die nachhaltige Entwicklung und gezielte Förderung der Potenziale aller Mitarbeiter die Kernaufgabe des Personalmanagements des Unternehmens. Durch eine gezielte Personalentwicklung will der Konzern seine Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen und dadurch die Identifikation der Mitarbeiter mit dem 3U Konzern und ihr Engagement für dessen Ziele weiter steigern.

Mitarbeiter*

Der 3U Konzern beschäftigte am Bilanzstichtag 152 Mitarbeiter (Vorjahr: 149). Im Jahresdurchschnitt waren es 152 (Vorjahr: 147). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter gliedert sich wie folgt auf die einzelnen Bereiche:

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Von den 182 Beschäftigten (inkl. Vorstand, Teilzeitkräften und Aushilfen), die insgesamt zum Bilanzstichtag (zum 31. Dezember 2016: 171) im Konzern arbeiteten, waren 51 Personen weiblich; das entspricht einem Anteil von 28 % (2016: 28 %). Die Altersstruktur im Konzern ist über alle Altersstufen verteilt : 27 % (2016: 25 %) der Mitarbeiter sind unter 30 Jahre alt, 28 % (2016: 30 %) sind zwischen 30 und 40 Jahre alt, 29 % (2016: 30 %) zwischen 40 und 50 Jahre alt und 16 % (2016: 15 %) der Mit arbeiter sind über 50 Jahre alt. Das Durchschnittsalter im Konzern beträgt 39 Jahre (2016: 39 Jahre).

Unsere Mitarbeiter tragen mit ihren Ideen entscheidend zu mehr Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit bei. Deshalb wird ein kooperatives und kommunikationsförderndes Klima im Konzern begünstigt, da alle Mitarbeiter motiviert werden, Vorschläge zur Optimierung der Produkte und Arbeitsabläufe, zu Synergien und sonstigen Verbesserungen im Konzern zu machen. Das Vergütungssystem ist je nach Tätigkeit in feste und variable Anteile gegliedert, damit überdurchschnittliche Leistungen auch entsprechend honoriert werden können.

Gesundheit der Mitarbeiter fördern

Wir verstehen Gesundheit nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als psychisches, körperliches und soziales Wohlbefinden. Um die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu bewahren und zu fördern, haben wir gezielt Maßnahmen im Konzern umgesetzt. So unterstützt der Konzern die Gesundheitsvorsorge seiner Mitarbeiter. Die Mitarbeiter haben darüber hinaus die Möglichkeit, an internen und externen Schulungs- und Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen. Die Verbundenheit mit 3U wird durch eine Reihe von Maßnahmen gestärkt, bei denen soziale Aspekte im Vordergrund stehen.

Die Sicherheit am Arbeitsplatz wird durch entsprechende Schulungsmaßnahmen erhöht. Wie schon in den Vorjahren nahm auch im Geschäftsjahr 2017 kein Mitarbeiter durch einen Unfall am Arbeitsplatz nennenswert Schaden.

Die Krankheitstage pro Mitarbeiter im 3U Konzern lagen in 2017 mit 13,5 Tagen deutlich über dem Vorjahreswert (9,5 Tage) und auch dem bundesdeutschen Durchschnitt, der laut Statistischem Bundesamt (2016) bei 10,8 Tagen liegt. Einige langfristige Erkrankungen im Segment SHK, auf das insgesamt über 60 % der Krankheitstage entfallen, sind hierfür im Wesentlichen ursächlich.

Unternehmensverantwortung

Auswirkungen unseres Geschäfts auf die Umwelt

Die Wahrnehmung der unternehmerischen Verantwortung ist wesentlicher Bestandteil unserer Konzernstrategie. Wir berücksichtigen systematisch die verschiedenen Belange unserer Stakeholder und verringern die Auswirkungen unseres Geschäfts auf die Umwelt. Dabei suchen wir die Balance zwischen ökonomischen Zielen und gesellschaftlicher Verantwortung. Mit unserem verstärkten Engagement für erneuerbare Energien und dem Ausbau des Segments SHK durch effiziente Lösungen zur Energievermeidung investieren wir aktiv in den Umweltschutz und zeigen damit gesellschaftliches Engagement. Auch in den übrigen Konzernbereichen setzen wir verstärkt auf die Nutzung regenerativer Energien. Wir versuchen, Umweltaspekte beim Einkauf von Produkten und Dienstleistungen zu berücksichtigen.

3U HOLDING AG

Die 3U HOLDING AG steht als operative Management- und Beteiligungsholding an der Spitze des 3U Konzerns. Sie steuert und überwacht alle wesentlichen Aktivitäten innerhalb des Konzerns. Die Festlegung der Konzernstrategie sowie die Steuerung der Entwicklung des 3U Konzerns gehört zu ihren Aufgaben. Sie ist verantwortlich für das Rechnungswesen und Controlling im 3U Konzern und betreibt außerdem das konzernweite Risiko- und Chancenmanagement sowie die Bereiche Recht, Investor Relations und Unternehmenskommunikation. Die 3U HOLDING AG übernimmt auch die Allokation der finanziellen Mittel, zum Beispiel für Investitionen oder Akquisitionen. Ihr obliegen die Personalpolitik, die Personalentwicklung und die Betreuung der oberen Führungsebene des Konzerns. Die Vorstände der 3U HOLDING AG übernehmen die operative Verantwortung in Personalunion auch als Geschäftsführer von Tochtergesellschaften.

Die 3U HOLDING AG beachtet bei der Aufstellung des Jahresabschlusses hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG). Sie erstellt den Jahresabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich auf den Einzelabschluss der 3U HOLDING AG. In einzelnen Fällen sind bestimmte Geschäftsvorfälle im Konzernabschluss gemäß IFRS anders abgebildet worden.

Analyse des Jahresabschlusses

Ertragslage

Der Gesamtumsatz der 3U HOLDING AG betrug in 2017 EUR 2,69 Mio. (Vorjahr: EUR 2,67 Mio.). Die Umsätze beinhalten im Wesentlichen Managementleistungen für Tochtergesellschaften und Beteiligungen der 3U HOLDING AG sowie Erträge aus Vermietung und Verpachtung.

Die betrieblichen Aufwendungen stehen insbesondere im Zusammenhang mit der Management- und Beteiligungsfunktion der Gesellschaft. Dementsprechend wird das Ergebnis im Wesentlichen durch die allgemeinen Verwaltungskosten, die sonstigen betrieblichen Erträge sowie das Finanzergebnis geprägt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Versicherungsentschädigungen und Schadenersatzleistungen und Erträge für Sachbezüge von Mitarbeitern in Höhe von insgesamt EUR 0,16 Mio. (Vorjahr: im Wesentlichen Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von EUR 5,98 Mio.) enthalten. Für die Mitarbeiter und den Vorstand der 3U HOLDING AG fiel ein Personalaufwand in Höhe von EUR 2,70 Mio. nach EUR 2,64 Mio. im Vorjahr an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen IC-Dienstleistungen, Wertberichtigungen auf Forderungen, Instandhaltungs- und Raumkosten, Abschluss- und Prüfungskosten, Kfz-Kosten, steuerliche und sonstige Beratungskosten sowie Aufsichtsratsvergütungen.

Das Finanzergebnis in Höhe von EUR 1,75 Mio. (Vorjahr: EUR 1,62 Mio.) resultiert aus Erträgen aus Beteiligungen in Höhe von EUR 0,61 Mio. (Vorjahr: EUR 1,21 Mio.), Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen von EUR 1,22 Mio. (Vorjahr: EUR 1,78 Mio.) sowie aus einem positiven Zinsergebnis in Höhe von EUR 0,26 Mio. (Vorjahr: EUR 0,35 Mio.). Ursächlich für das Beteiligungsergebnis sind die erzielten Gewinne der Tochtergesellschaften in den Geschäftsbereichen ITK, Erneuerbare Energien und SHK. Entgegen dem Vorjahr sind der 3U HOLDING AG Aufwendungen aus der Verlustübernahme in Höhe von EUR 0,34 Mio. entstanden. Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz von Tochtergesellschaften vorgenommen (Vorjahr: EUR 1,73 Mio.).

Vor allem aufgrund der notwendigen Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von EUR 0,65 Mio. (Vorjahr: EUR 0,47 Mio.) und den geringeren verbuchten Erträgen aus Beteiligungen sowie der Ergebnisabführung von Tochtergesellschaften fiel das Jahresergebnis mit EUR –1,64 Mio. schlechter aus als geplant. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Jahresergebnis der 3U HOLDING AG deutlich vermindert. Dabei haben die im Vorjahr erzielten Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen eine erhebliche Rolle gespielt.

Finanzlage

Zum Bilanzstichtag hat die 3U HOLDING AG ihren Tochtergesellschaften zum Auf-/Ausbau ihrer Geschäftstätigkeiten kurzfristige Darlehen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von EUR 26,63 Mio. (Vorjahr: EUR 29,58 Mio.) ausgereicht. Von diesen Darlehen sind zum 31. Dezember 2017 EUR 6,57 Mio. (Vorjahr: EUR 6,00 Mio.) wertberichtigt. Im Geschäftsjahr 2017 wurde die Wertberichtigung auf die Forderung gegen die 3U Euro Energy Systems GmbH nochmals erhöht.

Die vorhandenen liquiden und liquiditätsnahen Mittel betrugen am 31. Dezember 2017 EUR 4,27 Mio. (Vorjahr: EUR 2,29 Mio.). Insgesamt ergab sich eine Erhöhung der liquiden und liquiditätsnahen Mittel in Höhe von EUR 1,98 Mio. Das Festgeld guthaben ist — wie im Vorjahr — mit EUR 1,50 Mio. als Sicherheit für eigene Kreditlinien verpfändet. Diese sind per 31. Dezember 2017 im Rahmen eines Avalkredits in Höhe von TEUR 940 (Vorjahr: TEUR 598) in Anspruch genommen.

Die Tilgungen von kurzfristigen Darlehen durch die Tochtergesellschaften 3U ENERGY AG, weclapp GmbH, RISIMA Consulting GmbH und ClimaLevel Energiesysteme GmbH gegenüber der 3U HOLDING AG haben zur Verbesserung der Finanzlage der 3U HOLDING AG beigetragen.

Das zum 1. Mai 2017 ausgelaufene Darlehen aus dem Erwerb der Immobilie in Hannover wurde im Geschäftsjahr 2017 über einen Betrag von EUR 4,0 Mio. mit einer Laufzeit bis zum 29. Juni 2018 neu abgeschlossen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der 3U HOLDING AG belief sich zum 31. Dezember 2017 auf EUR 61,38 Mio. (Vorjahr: EUR 64,56 Mio.) und hat sich damit geringfügig um 4,9 % vermindert.

Die Finanzanlagen haben sich mit EUR 12,44 Mio. (Vorjahr: EUR 12,44 Mio.) gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Der Anteil an der Bilanzsumme stieg leicht auf 20,3 % (Vorjahr: 19,3 %).

Das Umlaufvermögen inklusive aktiver Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 26,76 Mio. (Vorjahr: EUR 29,29 Mio.) lag bei 43,6 % (Vorjahr: 45,4 %) der Bilanzsumme. Wesentlicher Bestandteil dieses Postens sind die konzerninternen kurzfristigen Ausleihungen mit einem Buchwert in Höhe von EUR 20,06 Mio. (Vorjahr: EUR 23,62 Mio.). Zu dieser Veränderung hat insbesondere die Tilgung von Darlehen durch die 3U ENERGY AG beigetragen. Die vorhandenen liquiden und liquiditätsnahen Mittel sind um EUR 1,98 Mio. auf EUR 4,27 Mio. (Vorjahr: EUR 2,29 Mio.) gestiegen.

Das Eigenkapital betrug EUR 46,85 Mio. (Vorjahr: EUR 48,82 Mio.). Die Eigenkapitalquote beträgt im Jahr 2017 damit 76,3 % (Vorjahr: 75,6 %).

Innerhalb der Verbindlichkeiten haben sich die Bankverbindlichkeiten aufgrund von Tilgungsleistungen auf EUR 6,44 Mio. (Vorjahr: EUR 7,79 Mio.) vermindert.

Gesamtaussage

Die Vermögens- und Finanzlage ist weiterhin zufriedenstellend. Jedoch ist der Vorstand mit der Entwicklung der Ertragslage nicht zufrieden. Insbesondere die Beteiligungserträge und die Ergebnisse aus der Ergebnisabführung von Tochtergesellschaften sind unter den Erwartungen geblieben. Die 3U HOLDING AG war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und dies ist auch für 2018 gewährleistet. Die Vermögens lage ist insbesondere aufgrund der weiterhin sehr guten Eigenkapitalquote nach wie vor als zufriedenstellend zu bezeichnen.

Nachtragsbericht

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Risikobericht

Risikomanagementsystem der 3U HOLDING AG

Unternehmerisches Handeln ist stets mit Risiken verbunden. Ein bewusstes Eingehen von Risiken zugunsten des unternehmerischen Erfolgs ist unumgänglich und sinnvoll. Der 3U Konzern setzt sich mit allen Risiken und Chancen systematisch auseinander und verfolgt dabei einerseits das Ziel, kontrolliert und bewusst Risiken zu erkennen und zu steuern, und andererseits die sich bietenden Chancen zu nutzen. Die Risikopolitik des 3U Konzerns legt daher das gewünschte Verhältnis zwischen Risiken und Chancen fest und ist eng verknüpft mit den strategischen Unternehmenszielen. Das Risiko- und Chancenmanagementsystem der 3U HOLDING AG trägt den Namen „3U-RICH“. Im Rahmen des Risikomanagements werden in den regelmäßigen Reportings durch den Risikomanager in erster Linie nur Risiken betrachtet. Chancen werden insbesondere in den Risikoinventuren der einzelnen Gesellschaften identifiziert und dokumentiert. Eine umfassendere Analyse und Auswertung erfolgt jedoch durch den Vorstand und die Geschäftsführung der jeweiligen Gesellschaften im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung.

Das Risikomanagement dient der Sicherung der Unternehmensziele, des Unternehmenserfolges und der Senkung der Risikokosten. Um eine optimale Unternehmenssteuerung zu erzielen, und um den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden, verfügt der Vorstand über ein für die Größe der Gesellschaft angemessenes Risikomanagementsystem. Dieses konzernweite Risikomanagementsystem umfasst neben dem Mutterunternehmen auch alle Tochtergesellschaften. Daher ist die systematische Auseinandersetzung mit potenziellen Chancen und Risiken sowie der risikobewusste Umgang mit diesen ein zentraler Ausdruck unserer Zukunftssicherung und -gestaltung in diesem dynamischen Marktumfeld.

Das Risikomanagementsystem wird den sich ändernden Rahmenbedingungen entsprechend angepasst und unterliegt einer kontinuierlichen Weiterentwicklung, um sicherzustellen, dass neben den internen Veränderungen auch externe Faktoren, wie z. B. Gesetzesänderungen, berücksichtigt werden.

Im Hinblick auf eine optimale Berichterstattung werden im Risikomanagementsystem der 3U HOLDING AG die wesentlichen Risiken von allen Tochtergesellschaften methodisch einheitlich reportet. Zusätzlich werden in den einzelnen Gesellschaften vorhandene spezifische Risiken von diesen bewertet.

Das Risikomanagementsystem der 3U HOLDING AG entspricht den gesetzlichen Anforderungen.

Der 3U Konzern hat im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses die Themen Compliance, Rechnungslegungsprozess und IKS in das Risikomanagementsystem eingebunden. Dabei orientiert sich die 3U an dem international anerkannten Standard COSO ERM, soweit die Unternehmensführung die dort beschriebene Vorgehensweise für angemessen hält. Vorstand und Aufsichtsrat des 3U Konzerns verdeutlichen damit die Bedeutung der Corporate Governance, die für eine verantwortungsbewusste und auf langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens steht.

Risikomanagementstrategie

Abgeleitet aus den Unternehmenszielen legt der Vorstand eine Risikostrategie fest, in der die grundlegenden Rahmenbedingungen für das Risikomanagementsystem vorgegeben werden. Darauf basierend werden strategische Maßnahmen zur Zielerreichung erarbeitet und abgeleitet. Ziel ist nicht die Vermeidung aller potenziellen Risiken, sondern die Schaffung von Handlungsspielräumen unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit des Konzerns, die aufgrund einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge ein bewusstes Eingehen von Risiken ermöglichen.

Verantwortungs- und Reportingkonzept

Das vom Vorstand des 3U Konzerns für den gesamten Konzern eingeführte Risikomanagementsystem hat sich als effizient bewährt. Alle Mitarbeiter des Konzerns sind angehalten, sich im Rahmen der ihnen übertragenen Aufgaben und Verantwortungen risikobewusst zu verhalten. Unmittelbar verantwortlich für die Früherkennung und Steuerung von Risiken sind die jeweiligen operativen Risikoverantwortlichen. Regelmäßige Schulungen tragen dazu bei, dass sich alle Mitarbeiter der Vorgaben und der Systematik bewusst sind.

Mit Unterstützung der professionellen Risikomanagementsoftware r2c der Schleupen AG können die Prozess- und Arbeitsabläufe im Risikomanagement innerhalb des Konzerns im Hinblick auf Effektivität und Effizienz des Systems zunehmend weiter verbessert werden. Die Software unterstützt sowohl die Risikoverantwortlichen als auch den Risikomanager in der Bewertung und Steuerung der Risiken in allen Konzerngesellschaften.

Die Gesamtverantwortung für die Funktionsfähigkeit und Effektivität des Risikomanagementsystems obliegt dem Vorstand des 3U Konzerns. Dieser wird regelmäßig durch den Risikomanager im Rahmen von standardisierten Reportings über die aktuelle Risiko situation und deren mögliche zukünftige Entwicklung informiert. Neben dem Vorstand erhält auch der Aufsichtsrat des 3U Konzerns unmittelbar durch den Risikomanager des Konzerns dieses standardisierte Reporting. Die Geschäftsführer der einzelnen Tochter unternehmen sind verpflichtet, sich über einen Zugriff auf die Risikomanagementsoftware fortlaufend über die Risikolage in ihren Gesellschaften zu informieren. Durch den Einsatz der Risikomanagementsoftware besteht ein hoher Detaillierungsgrad in der Berichterstattung. Der Vorstand entscheidet nach Rücksprache mit dem Risikomanager und ggf. den Risikoverantwortlichen über die Vorlagen aus dem Risikomanagement und veranlasst erforderliche Maßnahmen, basierend auf aktuellen Risikoannahmen. Darüber hinaus informiert er regelmäßig den Aufsichtsrat über diese Risiko entwicklung und die veranlassten Maßnahmen.

Über die Effizienz und Effektivität der Prozesse im Risikomanagementsystem sowie die Einhaltung der Regelungen und Richtlinien wird dem Aufsichtsrat mindestens zwei Mal jährlich im Rahmen von Konsultations- und Auditprozessen im Beisein des Risikomanagers Bericht erstattet. Dabei werden auch die Themen Rechnungslegungsprozess, IKS und Compliancemanagement berücksichtigt, so dass der Aufsichtsrat dadurch die Überwachungspflichten gem. § 107 Abs. 3 S. 2 AktG systematisch erfüllt.

Methodik des Risikomanagementsystems

In dem Risikomanagementsystem der 3U HOLDING AG werden in Risikoinventuren teilweise bis hinunter auf Abteilungsebene der einzelnen Tochterunternehmen die Chancen und Risiken des 3U Konzerns so vollständig wie ökonomisch sinnvoll erfasst, um entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Entwicklungen so früh wie möglich zu identifizieren und aussichtsreiche Entwicklungen zu erkennen. Die dabei identifizierten Risiken und Chancen werden nach möglichen Schadenshöhen/Ergebniserwartungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten bewertet. Die Steuerung bzw. Behandlung dieser Risiken und Chancen erfolgt auf zwei Wegen.

Für die im Rahmen dieser Risikoinventur identifizierten Risiken werden Indikatoren mit Messwerten und zugehörigen Schwellenwerten festgelegt, die geeignet sind, eine Überwachung und Bewertung der Risiken zu ermöglichen. Die ständige Beobachtung und Bewertung erfolgt durch die dezentralen Risikoverantwortlichen und den zentralen Risikomanager anhand operativer und finanzieller Kennzahlen und sind Bestandteil des Reportings.

Chancen werden im Rahmen der jeweiligen Unternehmensstrategie gesteuert und sind derzeit nicht Bestandteil des laufenden Reportings.

Im Berichtsjahr wurde die systematische Dokumentation von identifizierten Chancen aus den Risikoinventuren fortgesetzt. Obwohl Chancen untrennbar mit Risiken zusammenhängen, unterscheiden sich deren Charakteristika aber von denen der Risiken, was einen differenzierteren Umgang erforderlich macht (Chancen können sich z. B. nur dann auszahlen, wenn sie auch wahrgenommen und bewusst genutzt werden und benötigen in der Regel einen längeren Zeitraum, um sich zu entwickeln und realisieren zu lassen). Daher werden die identifizierten Chancen nicht wie die Risiken mittels der Software bewertet, sondern regelmäßig überprüft und Maßnahmen ggf. angepasst.

Festlegung des Risikoverständnisses

Das Risiko ist die Möglichkeit einer negativen Abweichung des tatsächlichen Ergebnisses vom erwarteten Ergebnis (Unternehmensziel). Hierbei besteht die Gefahr, dass unerwünschte Ereignisse eintreten (Vermögensverlust bzw. Ertragsminderung) oder die Gefahr, dass erwünschte Ereignisse nicht eintreten (verpasste Chancen).

Abgrenzung der Begriffe Brutto- und Nettorisiko

Die Bewertung der identifizierten Risiken im Rahmen der Risikoinventuren erfolgt über die Methodik der sogenannten Brutto-bzw. Nettorisiken. Bei der Bestimmung der Bruttorisiken werden die kompensierenden Kontrollen der Risikobegrenzung und -steuerung zunächst nicht berücksichtigt. Als kompensierende Kontrollen werden Maßnahmen definiert, die ein Risiko vermeiden, vermindern oder verlagern. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Risiken auf einem vertretbaren Niveau zu akzeptieren, sofern eine weitere Reduktion nicht wirtschaftlich ist.

Eine reine Betrachtung der Bruttorisiken ist deshalb notwendig, da bei einer reinen Nettobetrachtung die Gefahr besteht, dass aktuell gut kontrollierte, jedoch grundsätzlich bestandsgefährdende Risiken nicht fortlaufend und zeitnah überwacht werden. Dies könnte dazu führen, dass Veränderungen in den Prozessen und daraus eventuell resultierende Risiken nicht rechtzeitig erkannt werden.

Basis für das operative Risikomanagement sind die verbleibenden Nettorisiken. Sie resultieren, wenn die bestehenden kompensierenden Kontrollen in der Risikobetrachtung Berücksichtigung finden.

Die Bruttorisiken werden durch die internen Kontrollen zu Nettorisiken (Restrisiken)

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Die Risikobewertungen werden sowohl der Brutto- als auch der Nettorisiken in den Kategorien Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit mit Hilfe von Kennzahlen durchgeführt.

Für die Eintrittswahrscheinlichkeit sind folgende Kennzahlen vergeben:

(1) Unwahrscheinlich - Geringer als 25%
(2) Gering - Mindestens 25% und kleiner 50%
(3) Mittel - Mindestens 50% und kleiner 75%
(4) Hoch - Mindestens 75% und kleiner 95%
(5) Fast sicher - Mindestens 95% bis 100%

Die Schadenshöhen werden auf Einzelgesellschaftsebene für jede Gesellschaft individuell festgelegt. Einzelne Risiken werden auf Konzernebene aggregiert und gemäß einem Bewertungsschema kategorisiert.

Die Schadenshöhen der Risiken im Konzern orientieren sich am gezeichneten Kapital 3U HOLDING AG. Die Kennzahlen werden unterschiedlichen Schadenshöhen (Auswirkungen/Schaden) zugeordnet:

(1) Unbedeutend - das gezeichnete Kapital wird weniger als 5% bzw. EUR 1,76 Mio. verbraucht
(2) Gering - das gezeichnete Kapital wird zu mindestens 5% und weniger 10% bzw. EUR 1,76 Mio. und EUR 3,52 Mio. verbraucht
(3) Spürbar - das gezeichnete Kapital zu mindestens 10% und weniger 25% bzw. EUR 3,52 Mio. und EUR 8,8 Mio. verbraucht
(4) Kritisch - das gezeichnete Kapital wird zu mindestens 25% und weniger 50 % bzw. EUR 8,8 Mio. und EUR 17,6 Mio. verbraucht
(5) Existentiell - das gezeichnete Kapital wird zu mindestens 50% bzw. EUR 17,6 Mio. bestandsgefährdend oder vollständig verbraucht

Aus der Multiplikation der Kennzahlen für Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit lässt sich eine Einteilung in vier Risikoklassen ableiten.

Risikoklassen

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Die Risikoklasse 1 ist dabei die höchste Kategorie und die sich darin befindlichen Risiken sind möglicherweise bestandsgefährdend. Alle in den Risikoinventuren identifizierten Risiken werden gesteuert. Dabei unterscheiden sich die eingesetzten Maßnahmen in Ihrem Umfang. Ausnahmen sind allerdings im Einzelfall möglich. Dies ist dann durch den Vorstand zu genehmigen. Dazu gehört beispielsweise die Herausnahme eines Risikos aus der Steuerung, wenn im Rahmen des monatlichen Reportings über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten die Bewertung in der Risikoklasse 4 liegt.

Im Anschluss an die Risikoinventuren werden die ermittelten Kennzahlen in die Software übertragen. Im Rahmen des Reportings werden die Kennzahlen und die Klassen anhand der quantitativen Bewertung in Schadenshöhe in Euro und Eintrittswahrscheinlichkeit in Prozent dargestellt. Aus der Multiplikation dieser beiden Größen ergibt sich dann ein Erwartungswert in Euro. Dieser ist wiederum übertragbar in die Darstellung der Risikoklassen.

Um die Verständlichkeit zu erhöhen und die Auswirkungen besser zu erläutern, sind in der folgenden Darstellung ausgewählte wesentliche Brutto-Risiken des Konzerns auf Segment-Ebene in ihrer Netto-Betrachtung qualitativ aufgeführt.

Risiken Eintrittswahrscheinlichkeit Schadenshöhe Risikoklasse Veränderung gegenüber dem Vorjahr
Operative Risiken        
Segment ITK Gering Gering 4
Segment Erneuerbare Energien Unwahrscheinlich Unbedeutend 4
Segment SHK Gering Unbedeutend 4
Strategische Risiken        
Segment ITK Mittel Gering 3
Segment Erneuerbare Energien Gering Spürbar 3
Segment SHK Unwahrscheinlich Spürbar 4
Regulatorische Risiken        
Segment ITK Mittel Gering 3
Segment Erneuerbare Energien Mittel Gering 3
Segment SHK Mittel Unbedeutend 4
Finanzielle Risiken        
Segment ITK Mittel Gering 3
Segment Erneuerbare Energien Gering Spürbar 3
Segment SHK Mittel Unbedeutend 4
→ Unverändert ↓ Gesunken ↑ Gestiegen        

Risiken

Die wesentlichen aktuellen und zukünftigen Risiken im Konzern

Aus der Gesamtheit der für den Konzern identifizierten Risiken werden nachfolgend die wesentlichen Risiken in den einzelnen Segmenten genannt, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Einzelgesellschaften und aggregiert die des 3U Konzerns bei einem potenziellen Eintritt wesentlich beeinflussen könnten.

Die Risiken in den Segmenten ITK und Erneuerbare Energien waren auch im Berichtsjahr 2017 diejenigen Risiken mit dem höchsten Risikopotenzial in Bezug auf Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Dies liegt daran, dass die Erwartungswerte im Hinblick auf die Schadenshöhen bei Eintritt eines Risikos in diesen beiden Segmenten deutlich über den Erwartungswerten der Schadenshöhe bei Eintritt eines Risikos im Segment SHK oder anderer Risiken, die mittelbar oder unmittelbar auf den 3U Konzern wirken, lagen. In den Risikoinventuren der schon im Vorjahr im Konzern befindlichen Gesellschaften wurden überwiegend die Risiken aus den zurückliegenden Risikoinventuren bestätigt, lediglich die Ausprägung in Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit variiert. Die Variierung berücksichtigt dabei die geänderten Markt- bzw. operativen Bedingungen. Aber auch neue Risiken und Risikoszenarien wurden identifiziert und bewertet.

Werden durch den Konzern Investitionen in neue Gesellschaften getätigt, werden diese einer Risikoinventur unterzogen, um gesellschaftsspezifische Risiken zu identifizieren und zu bewerten und anschließend in das Konzernsystem und -reporting zu integrieren.

Allgemeine wirtschaftliche Risiken in den Segmenten

Es sind einzelne Risiken in allen Segmenten des Konzerns zu erkennen, deren Identifizierung, Bewertung und Steuerung über die Segmentgrenzen hinaus erforderlich waren. Dazu gehören neben operativen auch strategische Risiken. Die operativen Risiken konzentrieren sich in allen Unternehmenssegmenten auf Vertragsverpflichtungen, mögliche Ausfälle und Schäden an den technischen Systemen, auf das Personal und die Aufrechterhaltung der Geschäftsprozesse. Die strategischen Risiken beziehen sich u.a. auf die Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Jedes betriebswirtschaftliche Handeln eines Unternehmens basiert auf Verträgen, u. a. mit Geschäftspartnern. Nahezu alle Teile der Organisationsstruktur im Konzern sind davon betroffen. Vertragsrisiken bestehen z. B. in der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben bei der Vertragsgestaltung, der Einhaltung von Vertragsfristen und in der Vertragsdurchsetzung mit Geschäftspartnern.

Der Konzern steuert dieses Risiko in Form eines Vertragsmanagements durch die konzerninterne Rechtsabteilung. Darüber hinaus werden bei der Auswahl von Geschäftspartnern spezifische Kriterien geprüft und bewertet. Die Dienstleistungen des Segments ITK basieren im Wesentlichen auf Softwareanwendungen sowie auf Informations- und Telekommunikationstechnologien. Auch in den Segmenten Erneuerbare Energien und SHK ist der Einsatz dieser Technologien von großer Bedeutung. Wesentlich für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs und die Durchführung kritischer Prozesse sind deshalb die IT-Verfügbarkeit und die IT-Infrastruktur. Entsprechende Systemredundanzen, zeitnahe Ersatzinvestitionen und regelmäßige Wartungen halten dieses Risiko auf marktüblichem Niveau. Diesen IT-Risiken begegnet der 3U Konzern unter anderem dadurch, dass sich die Ausrichtung des Informationssicherheitsmanagementsystems an der ISO 27001 orientiert.

In allen Unternehmensteilen des 3U Konzerns wird hoch qualifiziertes Personal benötigt. Das Fehlen oder der Verlust von notwendigem Wissen bzw. von notwendigen Fähigkeiten und Erfahrungen innerhalb der Schlüsselpositionen dieser Unternehmen könnte das Erreichen der jeweiligen Unternehmensziele gefährden. Daher wird das Personalmanagement aller Unternehmensteile zentral über die 3U HOLDING gesteuert. Entsprechend der Planung werden geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht und eingestellt bzw. bereits vorhandenes Personal über eine Nachfolgeplanung qualifiziert. Die Beachtung allgemein üblicher Grundsätze der Mitarbeiterführung bildet die Basis für ein gutes Betriebsklima. Mitarbeiterführung und Mitarbeiterentwicklung bilden die Grundlage einer positiven Unternehmenskultur. Darüber hinaus wird zum Beispiel durch ein leistungsorientiertes Vergütungssystem sowie interne und externe Schulungsmaßnahmen eine hohe Loyalität und Verbundenheit der qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Unternehmen erreicht. Diese Maßnahmen greifen auch, wenn aufgrund von Beteiligungen und Übernahme von Gesellschaften durch die 3U HOLDING Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neu in den Konzern integriert werden.

Um die Konzernziele erreichen zu können, müssen diese mit den Geschäftsprozessen und der damit verbundenen Produktivität des Konzerns abgestimmt sein. Dies gilt auch für Gesellschaften, die durch Kauf oder Beteiligung der 3U in die Konzernstrukturen integriert werden. Der Einsatz von modernen Methoden im Qualitäts- und Prozessmanagement unterstützt die kontinuierliche Verbesserung auch in diesem Bereich. Zusätzlich muss die vertikale oder horizontale Kommunikation innerhalb des Unternehmens effizient sein und sich im Einklang mit den übertragenen Verantwortlichkeiten oder festgelegten Maßnahmen befinden.

Grundlagen, die dies sicherstellen sollen, bilden sowohl Arbeits- und Verfahrensanweisungen wie auch Funktionsbeschreibungen und Richtlinien, die regelmäßig, auch im Rahmen des Qualitätsmanagements, überprüft und ggf. aktualisiert werden.

Ein effektiver und effizienter Ablauf in allen Geschäftsprozessen vermindert auch das Risiko einer mangelnden Kundenzufriedenheit.

Compliancemanagement

Das Compliancemanagement ist Teil des konzernweiten Risikomanagementsystems. Um die immer anspruchsvoller werdenden Anforderungen und Erwartungen erfüllen zu können und die sich ergebenden Risiken weiter zu vermindern, wurde das Compliancemanagement kontinuierlich optimiert. Wesentliche Bestandteile des Compliancemanagements bilden ein Wertemanagementsystem, ein „Whistleblowing“-Prozess sowie weitere aufbau- und ablauforganisatorische Regelungen. Regelmäßig finden Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen im Hinblick auf einzuhaltende Regeln und Vorgaben statt.

Risiken aus der Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen

Risiken aus der Regulierung und Änderung von gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Bereichen Telekommunikation/IT und besonders erneuerbare Energien werden für die gegenwärtigen Segmente und zukünftigen Beteiligungen des 3U Konzerns auch weiterhin bestehen. Besonders die Diskussionen im Hinblick auf die Förderung erneuerbarer Energien haben im Markt für Verunsicherung gesorgt. Im Berichtsjahr konnte die 3U mit der Entwicklung von Windparkprojekten zwar einen wichtigen Schritt im Bereich Erneuerbare-Energien-Projekte machen, eine sachgerechte und nachhaltige Planung von Großprojekten in diesem Segment wird jedoch durch fortdauernde Änderungen der gesetzlichen Grundlagen, wie bspw. durch das ab 2017 eingeführte Ausschreibungsmodell, erschwert. Die Entwicklungen werden durch den Konzern intensiv beobachtet, um zeitnah reagieren zu können.

Risiken aus dem Segment ITK

Aufgrund des stark sinkenden Anteils des Produktsegments Call-by-Call verschieben sich im Segment ITK die Risiken in Richtung der anderen Produktgruppen. Den seit längerem bekannten Risiken im Call-by-Call-Markt wie Flatrates, der Substitution des Festnetzes durch Mobilfunk und möglichen regulatorischen Eingriffen durch Behörden begegnet das Segment ITK unter anderem durch ein aktives Tarifmanagementsystem und mit der Optimierung der Verbindungswege. Darüber hinaus fokussiert man sich auf profitable Produkte im Geschäftskundenbereich (Wholesale und Mehrwertdienste) und nutzt Möglichkeiten der Netzoptimierung sowie weitere neue Produkte (z.B. Rechenzentren). Hier liegen die Risiken weniger in regulatorischen Risiken, sondern mehr in allgemeinen Kunden- und Lieferantenbeziehungen (B2B). In dem Zusammenhang stellt eine mögliche Störung der angebotenen Netzdienste ein großes Risiko dar, welchem durch den Ausbau und die Redundanz der Netzinfrastruktur und der dazu gehörenden Prozesse entgegengewirkt wurde. Ein durch die zunehmende Digitalisierung steigendes Risiko ist die Sicherheit im Netz, welches erhöhte Anforderungen an die überwachungstechnische Ausstattung (aktives Monitoring und Sperrsysteme) stellt.

Die Cloud-Aktivitäten operieren in einem dynamischen Marktumfeld mit innovativen Lösungen. Hier besteht das Risiko, dass Anforderungen und Entwicklungen nicht rechtzeitig erkannt und umgesetzt werden. Daher wird der Markt sehr genau beobachtet und wenn es wirtschaftlich vertretbar und angemessen ist, werden die Lösungen entsprechend angepasst. So konnte auch 2017 das Geschäftsmodell weiterentwickelt werden. Die Anzahl der Anwender der Cloud-Produkte steigt stetig an. Hier besteht das Risiko einer fehlenden Kunden zufriedenheit insbesondere aufgrund von unterschiedlichsten Erwartungen. Durch Einsatz einer regelmäßigen Qualitätsprüfung und durch engen Kontakt mit den Kunden wird diesem Risiko begegnet. Um den Risiken einer nichtmarktkonformen Produktentwicklung entgegenzuwirken, werden vermehrt Gespräche mit strategischen Partnern und Finanzinvestoren geführt, um das Wachstum und die Expansion in neue Märkte voranzutreiben.

Risiken aus dem Segment Erneuerbare Energien

Neben den allgemeinen Risiken im Konzern bestehen in diesem Segment gesetzliche/regulatorische Risiken sowie Risiken im Umgang mit Lieferanten und Kunden. Die Diskussionen über die staatliche Förderung erneuerbarer Energien haben auch zur Verunsicherung der Verbraucher und Versorger und damit verbundener geringer Planungssicherheit beigetragen. Die Unsicherheit im ab 2017 geltenden Ausschreibungsmodell im Bereich der Windkraftprojektentwicklung beschleunigt die aktuell stattfindende Marktkonsolidierung. Mit der Entwicklung von Projekten im Bereich Windkraftanlagen versucht der 3U Konzern die Chancen, die sich in diesem Markt bieten, konsequent zu nutzen. Gut geplante Erneuerbare-Energien-Projekte erfordern zwar hohe Investitionssummen, bieten aber auch eine relativ hohe Wertsicherheit. Die Realisierung solcher Großprojekte beinhaltet auch gesetzliche und genehmigungsrechtliche Risiken, z. B. baurechtliche Auflagen. Diesen Risiken begegnet die 3U HOLDING AG u. a. durch den Einsatz von qualifiziertem internem und externem Personal. Die gesellschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklungen werden durch den Konzern intensiv beobachtet, um zeitnah reagieren zu können.

Mit seinem Geschäftsmodell war der 3U Konzern schon bisher von der sinkenden Vergütung gemäß EEG betroffen. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017 (EEG 2017) wurde der gesetzliche Anspruch auf eine EEG-Förderung durch ein Auktionsverfahren abgelöst. Das von der Bundesnetzagentur durchgeführte Gebotsverfahren bestimmt mit dem Zuschlag auch die konkrete Förderhöhe für die jeweilige Anlage. Das Verfahren gilt für alle Anlagen, die nach dem 1. Januar 2017 genehmigt werden. Diesen speziellen Heraus forderungen in diesem Teilbereich der erneuerbaren Energien begegnet der 3U Konzern mit verstärkter Konzentration auf individuelle Wettbewerbsvorteile, sofern sich die Risiken nicht durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen reduzieren lassen.

Risiken aus dem Segment SHK

Risiken im Umgang mit Lieferanten und Kunden, wie z. B. Lieferanten- und Forderungsausfall oder Veränderungen in den Einkaufs- und Verkaufspreisen, werden durch das Lieferanten- und Forderungsmanagement gesteuert. Zahlungsausfälle zu vermeiden, offene Forderungen an Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen möglichst ohne Ausfälle einzutreiben und die gesamten Bereiche des Kreditmanagements, des Konditionenmanagements und auch des Debitorenmanagements sind die Aufgaben des Forderungsmanagements im weitesten Sinne. Im engeren Sinne bezeichnet das Forderungsmanagement das Eintreiben offener Zahlungen aus Lieferungen, Leistungen und Krediten, die bereits in Verzug geraten sind. Das Forderungsmanagement sichtet, ordnet, registriert und organisiert die offenen Zahlungen und sorgt dafür, dass bei Zahlungsverzug der Rechnungsempfänger rechtzeitig, umfassend und wirkungsvoll an seine Vertragspflichten aus dem Abverkauf von Waren oder Leistungen erinnert wird. Im Auftrag des Rechnungsstellers übernimmt das Forderungsmanagement die Abwicklung des Zahlungsverkehrs zwischen Unternehmen und Kunden. Damit sichert ein professionelles Forderungsmanagement die fortlaufende Liquidität der Unternehmen. Durch die regelmäßige Durchführung umfassender Lieferantenbeurteilungen und -bewertungen wird das Risikopotenzial in diesem Bereich ebenfalls reduziert.

Finanzrisiken

Der 3U Konzern ist als am Markt präsentes Unternehmen diversen Risiken ausgesetzt. Daher ist es ein zentrales Ziel der Unternehmensführung, die Steuerung und Verminderung von Finanzrisiken im Hinblick auf die Schaffung verlässlicher Planungen zu erreichen.

Wesentliche Risiken betreffen bei möglicher Unterschreitung der geplanten Ergebnisse die Kapitalausstattung und Finanzierungskraft, da eine geringe Eigenkapitalausstattung zu einer eingeschränkten Handlungsfähigkeit der Gesellschaft führen kann, dies insbesondere bei Akquisitionen und bei Abschluss von Anschluss- oder Neufinanzierungen.

Ein weiteres wichtiges Finanzrisiko ist das Risiko der Konzentration des Umsatzes auf einen oder wenige wesentliche Kunden. Dieses Risiko korreliert mit dem Ausfallrisiko, d. h. dem Risiko, dass ein Vertragspartner einer finanziellen Transaktion nicht in der Lage sein wird, seine Verpflichtungen zu erfüllen und der 3U Konzern damit finanziellen Verlusten ausgesetzt ist. Werden durch den 3U Konzern Auslandsgeschäfte getätigt, werden in diesem Zusammenhang Währungsrisiken einer intensiveren Betrachtung und Analyse unterzogen und - wenn ökonomisch sinnvoll - auch Kurssicherungsgeschäfte vorgenommen. Darüber hinaus zählen der Aktienkurs, der Einkauf, die Liquidität sowie die Markt- und Zinsänderungen zu den wesentlichen Bereichen, in denen finanzielle Risiken auftreten könnten.

Dem möglichen Eintreten dieser potenziellen Risiken wird durch ein konzernweit implementiertes Forderungs- und Liquiditätsmanagement entgegengewirkt, welches sicherstellt, dass jederzeit ausreichend Liquidität für das operative Geschäft zur Verfügung steht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden messbare Erfolge im Management des Ausfall- und Zinsänderungsrisikos erzielt, u.a. durch die Unterstützung externer Dienstleister und Geschäftspartner mit entsprechender Expertise.

Derivative Finanzinstrumente werden im 3U Konzern nur zur Absicherung des Grundgeschäfts verwendet. Bevor derivative Finanzinstrumente zum Einsatz kommen, werden sorgfältige Risikoanalysen und -bewertungen durchgeführt, um durch adäquate Maßnahmen das Risiko potenzial zu minimieren.

Die 3U HOLDING AG hat eine nahezu ambivalente Haltung zu dem aktuell niedrigen Zinsniveau. Auf der einen Seite ist sie davon negativ betroffen, da sie ihre liquiden Mittel ausschließlich in Sichteinlagen und festverzinslichen kurzfristigen Anlagen investiert hat und dadurch aktuell nur geringe Zinseinnahmen generiert. Gleichzeitig nutzte die 3U das niedrige Zinsniveau, um sich langfristiges Fremdkapital zu attraktiven Zinssätzen zu sichern. Da das niedrige Zinsniveau in Deutschland vorerst Bestand haben sollte, plant 3U bei zukünftigen Investitionen in den Ausbau bestehender sowie bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder vermehrt Fremdkapital einzusetzen.

Einschätzung des Managements zur Gesamtrisikosituation

Von den dargestellten wesentlichen Risiken kann heute und auch in der Zukunft potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des 3U Konzerns ausgehen. Unsere wesentlichen Herausforderungen umfassen insbesondere die regulatorischen Rahmenbedingungen und den intensiven Wettbewerb. Die Veränderungen in der Risikoentwicklung aller Segmente haben Maßnahmen seitens des Vorstands erforderlich gemacht. Unser Risikomanagementsystem in Verbindung mit weiteren Planungssystemen und Reports ermöglicht das frühzeitige Erkennen von möglichen Risiken und unterstützt in der Folge bei der Risikosteuerung. Dennoch können zukünftig aufgrund fehlerhafter Annahmen Risiken auftreten, die dann von den Unternehmenserwartungen abweichen und sogar den Fortbestand des 3U Konzerns in einem überschaubaren Zeitraum gefährden könnten.

Chancenbericht

Im 3U Konzern werden Chancen und Risiken systematisch identifiziert und ausgewertet. Potenzielle Chancen werden im Rahmen der Risikoinventuren der einzelnen Gesellschaften erörtert und dokumentiert, um hierdurch auch potenzielle Risiken erkennen und abgrenzen zu können. Die weitergehende Analyse und Beurteilung von Chancen sowie mögliche Maßnahmen obliegen dem Vorstand und der Geschäftsführung der jeweiligen Gesellschaften im Rahmen ihrer Unternehmensstrategie.

Da Chancen auch immer mit Risiken einhergehen, ist es sinnvoll, Risiken und Chancen, wo möglich, immer gemeinsam zu betrachten, um unter einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge potenzielle Gewinnchancen bewusst und kontrolliert nutzen zu können. Im Folgenden sind die wesentlichen Chancen, die innerhalb der einzelnen Segmente identifiziert wurden, dargestellt.

Segment ITK

Grundsätzlich gehen die Umsätze und Deckungsbeiträge im Call-by-Call-Geschäft und insgesamt im Bereich Voice Retail zurück. Zwar ist der 3U Konzern auch von dieser Entwicklung betroffen, konnte aufgrund seiner Strategie aber weiterhin bedeutende Margen in diesem Bereich erzielen. Insbesondere kann durch eine hohe Prozessautomatisierung, aktives Tarifmanagement sowie Nutzung der Einkaufssynergien aus dem Bereich Voice Business der Rückgang der Margen im Call-by-Call-Geschäft stark verlangsamt werden.

Wenngleich davon ausgegangen werden muss, dass die Umsätze im klassischen Voice-Retail-Bereich auch langfristig weiter sinken werden, bergen neue Produkte im Bereich Data Center Services & Operation profitable Chancen für das Segment ITK. Die Rechenzentren in Hannover und Berlin bieten langfristig bedeutendes und stabiles Ertragspotenzial.

Im Bereich Voice Business führt eine kontinuierliche Optimierung der Technologieplattform zur Kostensenkung bei gleichzeitiger Flexibilitätssteigerung. Damit besteht die Chance, die Deckungsbeiträge und die Umsätze in diesem Bereich zu steigern.

Der 3U Konzern hat seine Aktivitäten im Bereich Cloud Computing im Geschäftsjahr 2017 weiter ausgebaut und die Vermarktung der Business Apps der weclapp Suite vorangetrieben. Die positive Geschäftsentwicklung setzte sich fort. Mittelfristig ist von einer stetig weiter ansteigenden Nutzerzahl der weclapp Suite auszugehen. Eine Expansion in neue Märkte durch die Unterstützung strategischer Partner und Finanzinvestoren wird weiterhin angestrebt.

Segment Erneuerbare Energien

Der Solarpark Adelebsen produzierte das ganze Jahr über Strom zu den im EEG festgelegten Vergütungssätzen. Seit August 2014 nutzt der Solarpark die Chance der gesetzlichen Förderung der Direktvermarktung und hat dazu einen Vertrag mit der E.ON Energie Deutschland GmbH abgeschlossen.

Ein wichtiger strategischer Meilenstein auf dem Weg zum Ausbau des Bereichs Erneuerbare-Energien-Projekte war im Geschäftsjahr 2014 der Kauf von Windparkprojekten sowie der Erwerb eines bestehenden Windparks mit 15 Windkraftanlagen. Die Windparkprojektentwicklung umfasst ein umfangreiches Windparkprojektportfolio. Aktuell befinden sich die Windparkprojektentwicklungen in unterschiedlichen Stadien. Neben Veräußerungen von fertigen Windparks wird 3U aller Voraussicht nach Zusatzerträge durch den selektiven Verkauf von Projekten in früheren Projektphasen generieren. Die 3U HOLDING AG behält sich neben den verschiedenen Verkaufsmöglichkeiten von Windparkprojekten zudem die Option vor, fertiggestellte Windkraftanlagen selbst im Rahmen ihres Engagements im Bereich Erneuerbare Energien zu betreiben und somit zusätzlichen Cashflow zu generieren. Somit könnte sich hier ein erhebliches Gewinnpotenzial ergeben, sowohl aus dem Betrieb bzw. Verkauf von fertigen Windkraftanlagen als auch aus dem selektiven Verkauf von Projektentwicklungen.

Chancen ergeben sich aus dem Ausschreibungsverfahren des EEG 2017 daraus, dass kleinere Projektentwickler die durch die notwendigen Sicherheitsleistungen zusätzlich erhöhten Vorfinanzierungskosten nicht tragen können und ansonsten lukrative Projekte günstig veräußern.

Mit der Entwicklung und der Errichtung der beiden Windparks Lüdersdorf und Schlenzer hat die 3U HOLDING AG die ersten vier Windkraftanlagen errichtet. Insgesamt verfügen diese Anlagen über eine elektrische Leistung von 12,1 MW. Neben dem Eigenbetrieb von Anlagen im 3U Konzern und der Erzielung von Einspeisevergütungen gemäß EEG, besteht bei Windparkprojekten die Möglichkeit der Vereinnahmung hoher einmaliger Erträge durch die Veräußerung von eigenentwickelten Windparkprojekten.

Segment SHK

Im Onlinehandel konnte die in den letzten Jahren erreichte Position weiter ausgebaut und zusätzliche Marktanteile gewonnen werden. Dazu trug auch die Erweiterung des Produktportfolios um bspw. ein vergrößertes Pumpensortiment, Pelletöfen, dezentrale Lüftungsgeräte und Rohrinstallationssysteme sowie das Fußbodenheizung-Trockenestrichsystem bei. Auch die verbesserte Kundenfreundlichkeit (z. B. längere Servicezeiten und erweiterte Zahlungsmöglichkeiten) sowie die hervorragenden Kundenbewertungen über Trusted Shops eröffnen die Chance für ein überdurchschnittliches Wachstum und so darf von einer weiteren überaus positiven Entwicklung in den kommenden Jahren ausgegangen werden.

Außerdem sind wir im Bereich Heizen, Kühlen, Lüften (HKL) als Anbieter von Einkaufs- und Logistikdienstleistungen für die technische Gebäudeausstattung sowie als Produktions- und Handelsunternehmen für den Großhandel tätig. Das aktuelle Produktportfolio umfasst Produkte für Fußbodenheizung/Heizung, kontrollierte Wohnraumlüftung, Sanitär, Solar, Energie- und Wärmegewinnung sowie Wärmespeicherung und Wärmeversorgung. Zudem wurde im Jahr 2014 mit der Produktion kaschierter Ware, einer Grundkomponente im Bereich der Fußbodenheizung, begonnen. Mit dem Trockenestrichsystem ClimaTE 25 vertreiben wir ein im Konzern entwickeltes Renovierungssystem, das die hohe Kompetenz der 3U in der Flächentemperierung unterstreicht.

Durch die zentrale Steuerung des Einkaufs können wir ein höheres Einkaufsvolumen generieren, als dies den Einzelgesellschaften möglich wäre. In der Folge lassen sich günstigere Einkaufskonditionen realisieren, welche an die Kunden weitergegeben werden können und sich damit die Chance ergibt, überdurchschnittlich Marktanteile gewinnen zu können.

Darüber hinaus entwickelt und vertreibt der 3U Konzern Flächenheiz- bzw. Kühlsysteme. Diese zeichnen sich durch hohe Verarbeitungsqualität und Komfort sowie ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aus. Damit entstehen positive Vermarktungsmöglichkeiten mit entsprechenden Ertragspotenzialen.

Prognosebericht

Konjunkturausblick

Vor allem aufgrund der Steuerreform in den USA verbessern sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Wachstumsaussichten nicht nur für die USA, sondern auch für Deutschland und die gesamte Weltwirtschaft. In dem im Januar 2018 aktualisierten Ausblick erhöhte der Fonds seine Konjunkturprognosen für die globale Wirtschaft.

Sie wird demnach in diesem und im kommenden Jahr um jeweils 3,9% zulegen. Das wären je 0,2 Prozentpunkte mehr als bislang vorausgesagt. Die Erwartungen für die USA wurden für 2018 um 0,4 Prozentpunkte auf 2,7 % und für 2019 um 0,6 Prozentpunkte auf 2,5 % nach oben angepasst. Für Deutschland hob der IWF seine bisherigen Prognosen ebenfalls kräftig an, und zwar um je einen halben Prozentpunkt auf 2,3 % in 2018 und 2,0 % im Jahr 2019.

Laut der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute wird die Zahl der Erwerbstätigen 2018 um 1,1 % und 2019 um 0,9 % zulegen, nach einem Plus von 1,5 % in 2017. Die registrierte Arbeitslosigkeit wird aber weiterhin in geringerem Maße zurückgehen, als die Beschäftigung steigt. Ursachen hierfür sind die zunehmende Erwerbsbeteiligung insbesondere von Frauen und Älteren und die sich fortsetzende Zuwanderung. Hinzu kommt, dass die in den vergangenen Jahren nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge nach Abschluss von Asylverfahren und Qualifizierungsmaßnahmen vermehrt dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die Arbeitslosenquote wird daher voraussichtlich von 5,7 % in 2017 auf 5,5 % im laufenden Jahr und 5,2 % im Jahr 2019 sinken.

Nach einem Zuwachs der Erwerbstätigenzahl um 650.000 in 2017 soll sich diese Zahl um weitere 480.000 in 2018 und 390.000 Personen in 2019 erhöhen.

Die Bundesregierung hat in ihrem im Januar 2018 veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht die Inflationsprognose für 2018 leicht angehoben. Sie geht nunmehr von 1,7 % aus, nachdem sie im Herbst 2017 noch 1,6 % erwartet hatte. Die Energiepreise prägen auch die zukünftige Preisentwicklung. Auf der anderen Seite verbilligt die Aufwertung des Euros viele Importgüter. Ein leichter Preisdruck könnte aus dem Inland kommen, wenn höhere Personalkosten zu höheren Produktpreisen führen.

Ausblick ITK

Der Umsatz in den Wirtschaftsbereichen Informationstechnologie und Telekommunikation hat nach Berechnungen der Bitkom Research GmbH in 2017 erstmals die Marke von EUR 160 Mrd. (+1,9 %) übersprungen. Die IT-Umsätze stiegen laut der jüngsten Prognose um 3,4 % auf EUR 85,8 Mrd. Das größte Wachstum verzeichneten dabei die Geschäfte im Software-Segment mit einem Anstieg um 6,3 % auf knapp EUR 23,0 Mrd.

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Für 2018 erwartet der Bitkom für den ITK-Gesamtmarkt ein weiteres Wachstum, jedoch nur um moderate 1,3 % auf EUR 162,9 Mrd.

Während die stetig zunehmenden Datenvolumina auch zukünftig für weiteres Wachstum in der Branche sorgen werden, sind die Aussichten für den Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste in Deutschland verhalten. In der Telekommunikationsbranche herrscht ein Verdrängungsmarkt, der von Innovationen und technischem Fortschritt geprägt wird, aber vor allem auch aufgrund der ausgeprägten Konkurrenzsituation durch weiteren Preisverfall gekennzeichnet ist.

Staatliche Eingriffe — sowohl national als auch von der EU initiiert — haben einen erheblichen Einfluss auf die von der 3U besetzten Nischenmärkte. Darüber hinaus schrumpft der Call-by-Call-Markt seit vielen Jahren und hat heute nur noch einen kleinen Bruchteil des Volumens vergangener Jahre. Eine mittelfristige Marktprognose ist in diesem Marktumfeld sehr schwierig. Wie in den Vorjahren auch wird der Telekommunikationsmarkt nach Prognosen des Branchenverbands VATM im Wesentlichen stagnieren; evtl. kann ein Zuwachs von 0,5–1,0 % erzielt werden. Vor diesem Hintergrund rechnet der Vorstand in diesem Geschäftsbereich für das Geschäftsjahr 2018 mit einer weiterhin rückläufigen Entwicklung analog zum übrigen Markt.

Auch für die Zukunft kann im Trend mit steigenden Investitionen bei Rechenzentren gerechnet werden. Die Kapazitäten in den deutschen Rechenzentren wachsen deutlich. Damit liegt Deutschland im internationalen Trend. Durch die zunehmende Digitalisierung und Trends wie Cloud Computing, Industrie 4.0 und Big Data nehmen die Bedarfe an zentraler Rechen- und Speicherleistung ständig zu. Da in diesem Markt Größenvorteile eine wichtige Rolle spielen, ist eine Konsolidierung auf Anbieterseite absehbar. Diesen Markt adressiert der 3U Konzern mit seinem Leistungsportfolio DCS (Data Center Services). Als relativ kleiner Anbieter verfolgen wir die Entwicklung in diesem Markt sehr intensiv und werden uns den Marktverhältnissen entsprechend anpassen.

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Der 3U Konzern wird weiterhin die Strategie verfolgen, im Bereich Telefonie profitable Nischen zu identifizieren und wenn möglich zu besetzen. Das Marktumfeld bleibt weiterhin sehr umkämpft. Inwieweit neue Angebote z. B. durch die Terminierung und die Mehrwertdienste die rückläufigen Umsätze und die damit einhergehenden geringeren Erträge aus dem Call-by-Call- und Call-through-Geschäft kompensieren können, ist schwer zu prognostizieren.

Mit dem Thema Cloud Computing wird ein vielversprechender Markt adressiert. Beim Cloud Computing werden IT-Leistungen bedarfsgerecht und flexibel in Echtzeit als Service über das Internet bereitgestellt und nach Nutzung abgerechnet. Im Cloud Computing fließen verschiedene technische Verbesserungsinnovationen zusammen und erzeugen das Potenzial für eine Basisinnovation im Business. Kostenreduktion, Kostenstrukturveränderungen und Kostenvariabilisierung, Flexibilität und vollkommen neue Geschäftsmodelle sind dafür wichtige Argumente. Cloud Computing verändert die gesamte Informationswirtschaft, ihre Technologien und ihr Geschäft und somit auch die Beziehungen zwischen Anbietern und Kunden nachhaltig. Mit einer schnellen Akzeptanz von Cloud Computing in der Wirtschaft sinkt der Bedarf an technischer Infrastruktur-Expertise. Für Software-Anbieter verschiebt sich das klassische Lizenzgeschäft in Richtung „Software as a Service“ (SaaS).

Für die Anwender hat Cloud Computing viele Vorteile. So werden z. B. aus Investitionen variable Kosten. Es ist absehbar, dass in wenigen Jahren nahezu alle Unternehmen Cloud Computing nutzen werden — zumindest ergänzend.

Cloud Computing, Software as a Service, DCS und IT-Services werden von Marktexperten gute Wachstumsaussichten bescheinigt. In diesen Geschäftsfeldern erwartet der Vorstand der 3U HOLDING AG 2018 weiter steigende Umsätze, während die Umsätze im klassischen Geschäftsfeld Telefonie weiter zurückgehen werden.

Insgesamt rechnet der Vorstand im Segment ITK mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau und einem ebenfalls nahezu unveränderten EBITDA und Ergebnis. Ab 2019 sollen die neueren Geschäftsbereiche wieder für einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg im Segment ITK sorgen.

Ausblick Erneuerbare Energien

Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland wird kontinuierlich vorangetrieben. Es besteht ein breiter politischer Konsens darüber, dass der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Deutschland bis zum Jahr 2025 auf mindestens 40–45 % steigen soll; für 2030 wird eine Zielmarke von 65 % angestrebt. Mit dem Segment Erneuerbare Energien nimmt der Konzern an dem voranschreitenden Wandel in der Energieerzeugung zur Nachhaltigkeit und dem Trend zum ressourcen schonenden Energieeinsatz teil.

Der Konzern plant weitere EE-Projekte zu realisieren. Die Rahmenbedingungen werden in diesem Geschäftsfeld maßgeblich durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bestimmt, dass zuletzt im Juli 2017 novelliert wurde. Es erfolgte eine grundsätzliche Umstellung der Fördermechanismen von festen Einspeisevergütungen pro Kilowattstunde (kWh) installierter Leistung auf ein Ausschreibungssystem, bei dem der Zuschlag im Rahmen eines Preiswettbewerbs ermittelt wird. Gleichzeitig soll damit auch der Zubau mit geplanten jährlichen Zuwachsraten gemessen in Megawatt (MW) gezielter gesteuert werden.

Im Zusammenhang mit dem neuen Ausschreibungsverfahren für Strom aus Windenergieanlagen erfuhren Bürgerenergiegesellschaften gewisse Erleichterungen, die es ermöglichten, dass z. B. lokale Genossenschaften und Kommunen die Energiewende mitgestalten.

Insgesamt sollen für Windparks an Land etwa jährlich 2.800 MW ausgeschrieben werden. Der jährliche Zubau im Bereich Photovoltaik soll bei 2.500 MW pro Jahr liegen, wobei davon maximal 600 MW über große Solaranlagen realisiert werden sollen.

Die relative Bedeutung der Windenergie innerhalb der erneuerbaren Energien wird damit weiter zunehmen. Die Zahl der Windenergieanlagen in Deutschland ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. 2017 wurden 1.792 neue Windenergieanlagen an Land mit einer Gesamtleistung von 5.333 MW neu gebaut; damit war es das bisher ausbaustärkste Jahr. Im Vergleich zu 2016 war dies eine Steigerung von 15 %. Zum Ende des Jahres 2017 waren 28.675 Windenergieanlagen an Land am Netz.

3U konzentriert sich mit dem Ausbau seiner Windkraftaktivitäten — dies betrifft sowohl Planung & Projektierung als auch Investitionen in Windparks und deren Betrieb — auf einen Bereich, der aktuell ein gutes Chancen-/Risiko-Profil aufweist. Die weitere Entwicklung in diesem Bereich hängt von verschiedenen Faktoren ab, die heute schwer zu prognostizieren sind. Wir verfolgen die Aktivitäten aller relevanten Marktteilnehmer sehr genau und werden uns entsprechend positionieren.

Während das Projektgeschäft relativ volatil ist, werden durch die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sehr gut planbare Umsätze und Ergebnisbeiträge erzielt. Insgesamt rechnet der Vorstand in diesem Segment für 2018 trotz eines Umsatzrückgangs mit einem erheblichen Ergebniswachstum. Verkäufe oder Zukäufe in diesem Segment haben einen erheblichen Einfluss auf die Finanzkennzahlen dieses Segments und erschweren eine genaue Prognose.

Ausblick SHK

Erfreulich entwickeln sich weiterhin die Aktivitäten rund um das Thema Heizen, Kühlen und Lüften von Gebäuden. Eine Reihe wichtiger Faktoren haben hier einen positiven Einfluss. Zum einen bleibt die Baukonjunktur auf absehbare Zeit auf einem hohen Niveau und sorgt damit für eine steigende Nachfrage bei Neuinstallationen im Bereich SHK. Darüber hinaus verlangt der deutsche Gesetzgeber zunehmend einen effizienteren Umgang mit Energie. Dies führt zu einer erheblichen Nachfrage nach Ersatzinvestitionen vor allem auch im Geschäftsbereich Heizung und Klimatisierung. Zu guter Letzt profitieren wir in diesem Segment auch von der Nachfrageverschiebung Richtung Onlinehandel. Aktuell wird in Deutschland nur ein kleiner Teil der Produkte aus dem SHK-Bereich online nachgefragt. Jedoch wächst dieser Anteil sehr stark. Mit unseren Onlinehandelsaktivitäten sind wir vielversprechend aufgestellt, um von diesem Trend zu profitieren.

Während u. a. ein größeres Produktangebot und damit einhergehender Anpassungsbedarf bei der Bestellabwicklung, inkl. Lager-,Logistik- und Versandprozessen zu niedrigeren Margen in 2017 führten, soll das Segment im laufenden Jahr wieder deutlich höhere Margen erzielen. Daher rechnet der Vorstand für 2018 mit einem erneut starken Umsatzwachstum dieser Aktivitäten und mit einem überproportional steigenden EBITDA und Ergebnis.

Ausblick 3U HOLDING AG

Das Ergebnis der 3U HOLDING AG als operative Management- und Beteiligungsholding wird maßgeblich durch die Verwaltungskosten und das Finanzergebnis beeinflusst. Die Verwaltungskosten der 3U HOLDING AG sollen im Geschäftsjahr 2018 leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen. Das Finanzergebnis ist neben anfallenden Zinsaufwendungen stark abhängig von den Erträgen aus Ausschüttungen und aus Gewinnabführungsverträgen beziehungsweise Aufwendungen aus Verlustübernahmen. Insbesondere Wertansätze von Beteiligungen und Wertberichtigungen auf Ausleihungen an Tochtergesellschaften können erheblichen Einfluss auf das Jahresergebnis 2018 haben. Insgesamt wird beim Finanzergebnis von einer leichten Steigerung gegenüber einem um die Abschreibungen bereinigten Finanzergebnis des Jahres 2017 ausgegangen. Insgesamt wird im Geschäftsjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr mit einem leichten Ergebnisrückgang gerechnet.

Strategische Ausrichtung

Für den Konzern steht die nachhaltige operative Profitabilität in den einzelnen Segmenten im Vordergrund. In den letzten Jahren haben wir uns kontinuierlich verbessert und auch in 2017 große Fortschritte erzielt.

Im Segment ITK planen wir in 2018 das Umsatz- und Ertragsniveau des Jahres 2017 zu verteidigen. Die erwarteten Rückgänge im Geschäftsbereich Telefonie werden zunehmend durch die neueren Geschäftsfelder aufgefangen und werden diese zukünftig sogar überkompensieren.

Im Segment SHK planen wir ein deutliches organisches Wachstum. Sollten sich entsprechende Opportunitäten ergeben, werden wir Chancen des anorganischen Wachstums ergreifen. Mit unserer innovativen Produktpalette und den stetig wachsenden Onlinehandelsaktivitäten, unterstützt durch die eigenen Logistikaktivitäten, sind wir hier sehr gut aufgestellt.

Unsere Strategie im Segment Erneuerbare Energien sieht grundsätzlich auch anorganisches Wachstum vor. Durch die aktuellen Marktbedingungen wird es sicherlich zu einer weiteren Konsolidierung im Markt kommen. Ob bzw. welche Chancen sich dadurch für die 3U ergeben, kann nicht seriös prognostiziert werden. Wir verfolgen die Entwicklung jedoch sehr aufmerksam.

Der 3U Konzern bleibt seiner Beteiligungsstrategie treu, erfolgreiche Geschäftsteile langfristig auszubauen, und diese bei entsprechender Nachfrage zu attraktiven Konditionen zu veräußern.

Ausblick 3U Konzern

Durch den in den letzten Jahren betriebenen Ausbau der erfolgreichen Geschäftsfelder verfügt der 3U Konzern heute über drei profitable Segmente. Während aktuell und auch zukünftig rund 50 % des Konzernumsatzes in dem Segment SHK erzielt werden, fällt der dazugehörige Ergebnisanteil aufgrund niedrigerer Margen geringer aus als in den beiden Segmenten Erneuerbare Energien und SHK. Die kontinuierliche Ertragsstärke des Segments ITK und die zunehmende Bedeutung der Segmente Erneuerbare Energien und SHK stimmen den Vorstand der 3U HOLDING AG zuversichtlich, die folgend formulierten Ziele zu erreichen.

Für das Geschäftsjahr 2018 sind Investitionen in Höhe von rund EUR 22,26 Mio. in die bestehenden Geschäftsfelder eingeplant. Hiervon werden EUR 0,40 Mio. im Segment ITK, im Segment Erneuerbare Energien EUR 20,00 Mio., im Segment SHK EUR 0,07 Mio. und EUR 1,79 Mio. bei der Holding investiert werden.

Für das Geschäftsjahr 2018 rechnet der Vorstand mit einer moderaten Umsatzsteigerung und einer deutlichen Ergebnissteigerung gegenüber 2017 und bekräftigt seine im Dezember 2017 veröffentlichte Prognose. Danach soll in 2018 der Umsatz zwischen EUR 46 Mio. und EUR 50 Mio., das EBITDA zwischen EUR 6,5 Mio. und EUR 8,5 Mio. und das Konzernergebnis zwischen EUR 1,0 Mio. und EUR 2,0 Mio. liegen.

Diese Prognose ist geprägt von unterschiedlichen Erwartungen für die einzelnen Segmente. Im Segment ITK soll das Umsatz- und Ergebnisniveau des Jahres 2017 gehalten werden. Der sich sehr erfreulich entwickelnde Geschäftsbereich Cloud Computing kompensiert zunehmend den rückläufigen Geschäftsbereich Telefonie und sollte in den Folgejahren zu einem erneuten Wachstum im Segment ITK führen. Das Segment Erneuerbare Energien wird wesentlich durch die Windpark-Aktivitäten geprägt. Hier wird nach dem Verkauf eines Windparks im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 auch im laufenden Jahr mit einem Windparkverkauf gerechnet. Außerdem sollen die Erzeugungskapazitäten durch den Erwerb von Bestandsprojekten ausgebaut werden. Im Segment SHK rechnet die 3U HOLDING mit einer Fortsetzung des Umsatzwachstums, bei gleichzeitiger Erhöhung der Marge. Zu dieser Entwicklung trägt vor allem die Expansion des Online-Handels bei.

Der anteilige oder vollständige Verkauf von Geschäftsteilen gehört zum Unternehmenszweck der 3U HOLDING AG und kann zu Sondereffekten führen. Darüber hinaus verfolgt die 3U HOLDING AG auch das Ziel, durch Akquisitionen anorganisch zu wachsen. Sich hieraus ergebende Effekte sind jedoch nur begrenzt planbar.

Ziel aller Aktivitäten ist es, den Wert des 3U Konzerns für die Aktionäre, aber auch für die Mitarbeiter nachhaltig zu steigern. Der Erfolg dieser Anstrengungen soll sich in einem positiven Kursverlauf der 3U-Aktie widerspiegeln. Im Zusammenhang mit den hier dargestellten Einschätzungen und Erwartungen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen zukünftigen Ereignisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

Der Rechnungslegungsprozess wird für alle Konzerngesellschaften weitestgehend zentral in der Finanzabteilung der Holding realisiert. Dadurch unterliegen alle Gesellschaften im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess einer einheitlichen Prozess- und Risikobetrachtung.

Das implementierte interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess soll durch geeignete Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen die Einhaltung von Regelwerken, Vorschriften und Gesetzen gewährleisten, um die Ordnungsmäßigkeit, Verlässlichkeit und Vollständigkeit in der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung unter Berücksichtigung möglicher Risiken sicherzustellen. Grundlagen, die dies sicherstellen sollen, bilden sowohl Arbeits- und Verfahrensanweisungen, wie auch Funktionsbeschreibungen und Richtlinien, die regelmäßig überprüft und ggf. aktualisiert werden. Dazu gehören z. B. eine Bilanzierungsrichtlinie, Kontierungsanweisungen sowie die Unterstützung durch externe Berater. Im Berichtsjahr wurde der Rechnungslegungsprozess umfassend analysiert, weiter optimiert und auch in der Dokumentation weiterentwickelt. Das interne Kontrollsystem besteht aus internen Steuerungs- und Überwachungsfunktionen, die entweder in Prozessabläufen integriert sind oder davon unabhängig durchgeführt werden. Integriert sind beispielsweise die Trennung von Verwaltungs- und Genehmigungsfunktionen auf unterschiedliche Mitarbeiter sowie klare Verantwortlichkeiten im Rahmen der regelmäßigen Prüfungen („Vier-Augen-Prinzip“). Prozessunabhängige Prüfungen und Kontrollen werden beispielsweise durch den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Überwachungspflichten oder durch das Risikomanagementteam anhand definierter Prüfroutinen durchgeführt. Die eingesetzten Kontrollmechanismen laufen teilweise automatisiert in den eingesetzten Buchhaltungs-Softwaresystemen ab, damit die Wirtschaftlichkeit der Arbeitsabläufe nicht beeinträchtigt wird. Die eingesetzten IT-Systeme sind durch ein Berechtigungskonzept gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Ferner überprüft der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahres- und Konzernabschlussprüfung die eingesetzten IT-Systeme und deren Anwendungen.

Neue gesetzliche Regelwerke sowie die Änderungen bestehender Regularien im Hinblick auf die Rechnungslegung und die dadurch entstehenden Risiken werden unmittelbar auf ihre Auswirkungen für den 3U Konzern untersucht, um ggf. geeignete Maßnahmen zu treffen.

Die implementierten internen Kontrollen resultieren aus der Identifizierung eines Risikos an dieser Stelle des Rechnungslegungsprozesses. Dieses Risiko kann verschiedener Herkunft sein, unter anderem aufgrund gesetzlicher Vorgaben. Das Zusammen wirken von Risiko- und Compliancemanagement und internem Kontrollsystem wird im Rechnungslegungsprozess besonders deutlich und wird daher im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ständig optimiert.

Die Funktionen in allen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses sind zugeordnet und dokumentiert. Das implementierte und kontinuierlich weiter entwickelte Risikomanagementsystem mit den Komponenten Compliance und internes Kontrollsystem kann bei menschlichem Fehlverhalten, z. B. durch fehlerhafte Kontrollen oder kriminelle Handlungen durch Innentäter, eine vollständige Sicherheit und Richtigkeit der Konzernrechnungslegung dennoch nicht gewährleisten.

Sonstige Angaben

Übernahmerelevante Angaben

Übernahmerechtliche Angaben nach § 289a bzw. § 315a HGB

Bestellung und Abberufung des Vorstands und Satzungsänderungen

Der Vorstand wird nach §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Änderungen der Satzung richten sich grundsätzlich nach §§ 179, 133 AktG. Nach §13 Abs. 2 der Satzung i.V.m. §179 Abs. 2 S.2 AktG werden jedoch Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt. Falls das Aktiengesetz außerdem zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt, soweit gesetzlich zulässig, die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals.

Grundkapital und Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Das Grundkapital setzt sich zusammen aus 35.314.016 nennwertlosen auf den Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Jede Aktie vermittelt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften.

Für weitergehende Informationen verweisen wir auf den Anhang unter 6.8.

Am Kapital der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2017 wie folgt beteiligt:

Name Funktion Stückzahl Prozent
Michael Schmidt Sprecher des Vorstands 8.999.995 Aktien 25,49 %
Andreas Odenbreit Vorstand 20.500 Aktien 0,06 %
Ralf Thoenes Vorsitzender des Aufsichtsrats 25.000 Aktien 0,07 %
Stefan Thies Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats 23.583 Aktien 0,07 %
Jürgen Beck-Bazlen Aufsichtsrat 1.515.000 Aktien 4,29 %
Bestand eigene Aktien   2.183.640 Aktien 6,18 %

Nach § 3 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 26. August 2019 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 7.062.803,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre nur in den folgenden Fällen ganz oder teilweise ausschließen: 1. bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft oder mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen) sowie zum Zweck der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften; 2. soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheinen und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandelrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde; 3. für Spitzenbeträge; 4. bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals werden Aktien, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden sowie Aktien, auf die ein Wandlungsrecht oder Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht oder Optionspflicht aufgrund von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen besteht, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. §§ 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, angerechnet. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Nach § 3 Abs. 5 der Satzung wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 3.531.401,00, eingeteilt in bis zu 3.531.401 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016/I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Optionsrechten, welche die Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 ausgegeben hat, von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Die neuen Inhaberaktien nehmen vom Beginn desjenigen Geschäftsjahres, für das bei Ausübung des Optionsrechts noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Gewinns gefasst wurde, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen.

Für Mitglieder des Vorstands bestehen für den Fall eines Übernahmeangebots für die 3U HOLDING AG keine Vereinbarungen.

Aktiengeschäfte

Nach Maßgabe des Art. 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) NR. 596/2014 haben Personen, die bei der 3U HOLDING AG Führungsaufgaben wahrnehmen, eigene Geschäfte mit Aktien der 3U HOLDING AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten, insbesondere Derivaten, der 3U HOLDING AG und der BaFin mitzuteilen. Diese Verpflichtung obliegt auch Personen, die mit einer der vorgenannten Personen in einer engen Beziehung stehen, soweit die Gesamtsumme der Geschäfte einer Person mit Führungsaufgaben und der mit dieser Person in einer engen Beziehung stehenden Personen insgesamt einen Betrag von EUR 5.000,00 bis zum Ende des Kalenderjahres erreicht. Der 3U HOLDING AG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr folgende Geschäfte gemeldet:

Datum der Transaktion Meldepflichtiger Geschäftsart Stückzahl Kurs
in EUR
Gesamtvolumen
in EUR
18.01.2017 Jürgen Beck-Bazlen (Aufsichtsrat) Kauf 150.000 EUR 0,630 EUR 94.500,00
19.01.2017 Jürgen Beck-Bazlen (Aufsichtsrat) Kauf 20.000 EUR 0,660 EUR 13.190,64
23.01.2017 Jürgen Beck-Bazlen (Aufsichtsrat) Kauf 30.000 EUR 0,700 EUR 21.007,40
24.03.2017 Jürgen Beck-Bazlen (Aufsichtsrat) Kauf 50.000 EUR 0,797 EUR 39.841,54
29.09.2017 Jürgen Beck-Bazlen (Aufsichtsrat) Kauf 60.000 EUR 0,798 EUR 47.906,66
02.10.2017 Jürgen Beck-Bazlen (Aufsichtsrat) Kauf 60.000 EUR 0,822 EUR 49.344,59
04.10.2017 Jürgen Beck-Bazlen (Aufsichtsrat) Kauf 15.000 EUR 0,852 EUR 12.783,00
05.10.2017 Stefan Thies (Aufsichtsrat) Kauf 10.279 EUR 0,844 EUR 8.678,68
05.10.2017 Stefan Thies (Aufsichtsrat) Kauf 1.304 EUR 0,843 EUR 1.099,27

Sämtliche Aktiengeschäfte wurden auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad „Investor Relations/Directors’ Dealings“ veröffentlicht.

Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f bzw. § 315d HGB)

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG haben eine Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f bzw. § 315d abgegeben und diese auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad „Investor Relations/Corporate Governance“ allgemein und dauerhaft zugänglich gemacht.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütungen der 3U HOLDING AG zur Anwendung kommen, und erläutert die Höhe und Struktur der Vergütung. Der Vergütungsbericht wird auf der Basis der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erstellt und beinhaltet ferner die Angaben, die gemäß Handelsgesetzbuch, erweitert durch das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG), erforderlich sind.

Vergütung des Vorstands

Die Struktur und die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Dabei orientiert er sich an dem am 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG).

Alle Vorstandsmitglieder der 3U HOLDING AG erhalten ein jährliches festes Grundgehalt (Fixum), welches in monatlichen Raten ausgezahlt wird. Daneben erhalten alle Vorstandsmitglieder eine variable erfolgsabhängige Vergütung (erfolgsbezogene Komponente). Die erfolgsabhängige Vergütung setzt sich aus einem quantitativen Teilziel und einem qualitativen Teilziel zusammen. Bei der quantitativen Teilzielerreichung wird durch den Aufsichtsrat im Berichtsjahr vorrangig der testierte Wert der EBIT- bzw. EBT-Leistung des Konzerns im Verhältnis zu dem budgetierten Wert bewertet; außerordentliche Entwicklungen können dabei berücksichtigt werden. Im Rahmen der qualitativen Zielerreichung bewertet der Aufsichtsrat die Abarbeitung prioritärer Aufgaben des Vorstands sowie die Erfüllung vom Aufsichtsrat gesetzter persönlicher Ziele des Vorstands. Der Aufsichtsrat legt jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres Zielvorgaben unter Berücksichtigung der Lage des Konzerns fest.

Darüber hinaus können den Vorstandsmitgliedern Aktienoptionen im Rahmen von Aktienoptionsplänen gewährt werden. Die Gewährung von Aktienoptionen verfolgt das Ziel, den Beitrag des Vorstands (und auch der übrigen Mitarbeiter des 3U Konzerns) zur Steigerung des Unternehmenswerts zu honorieren und den langfristigen Unternehmenserfolg zu fördern.

Ein Teil der erfolgsabhängigen Vergütung eines Geschäftsjahres wird unter dem Vorbehalt gezahlt, dass der Vorstand die Geschäfte der Gesellschaft auch in den auf das betreffende Geschäftsjahr folgenden zwei Geschäftsjahren nachhaltig führt. Bei der Nachhaltigkeit werden insbesondere die Stabilität der Entwicklung des Konzerns und der Beteiligungsstruktur berücksichtigt. Der Aufsichtsrat bewertet die Nachhaltigkeit in den beiden auf das Geschäftsjahr folgenden Jahren und wird die unter Vorbehalt gezahlten Teilbeträge der erfolgsabhängigen Vergütung zurückfordern, wenn die Nachhaltigkeit der Unternehmensführung nicht gewährleistet ist.

Der Aufsichtsrat ist im Sinne des § 87 Abs. 2 Satz 1 AktG berechtigt, die Bezüge des Vorstands auf die angemessene Höhe herabzusetzen, sofern sich die Lage der Gesellschaft nach der Festsetzung der Bezüge verschlechtert und die Weitergewährung der vereinbarten Bezüge unbillig für die Gesellschaft wäre. Dies gilt auch für die Gewährung etwaiger Aktienoptionen.

Wird die Bestellung zum Vorstandsmitglied im Laufe eines Geschäftsjahres gem. §84 Abs. 3 AktG aus wichtigem Grund widerrufen, besteht für dieses Geschäftsjahr sowie für etwaig weitere Geschäftsjahre bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages des Vorstands kein Anspruch auf eine erfolgsabhängige Vergütung.

Den Vorstandsmitgliedern wurden keine Pensionszusagen gegeben. Die Vergütungen der Vorstandsmitglieder sind nachfolgend, aufgeteilt nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten, individualisiert ausgewiesen.

Wert der gewährten Zuwendungen für das Berichtsjahr 2017

Gewährte Zuwendungen
(in TEUR)
Michael Schmidt Sprecher des Vorstands
2017 2017 (Min.) 2017 (Max.) 2016
Festvergütung 300 300 300 300
Nebenleistungen 9 9 9 17
Zwischensumme 309 309 309 317
Einjährige variable Vergütung 100 0 300 50
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0
Summe 409 309 609 367
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 409 309 609 367
Gewährte Zuwendungen
(in TEUR)
Andreas Odenbreit Vorstand
2017 2017 (Min.) 2017 (Max.) 2016
Festvergütung 150 150 150 140
Nebenleistungen 20 20 20 20
Zwischensumme 170 170 170 160
Einjährige variable Vergütung 50 0 50 18
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0
Summe 220 170 220 178
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 220 170 220 178
Gewährte Zuwendungen
(in TEUR)
Christoph Hellrung Vorstand
2017 2017 (Min.) 2017 (Max.) 2016
Festvergütung 150 150 150 140
Nebenleistungen 25 25 25 24
Zwischensumme 175 175 175 164
Einjährige variable Vergütung 50 0 50 18
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0
Summe 225 175 225 182
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 225 175 225 182

Zufluss für das Berichtsjahr 2017

Zufluss
(in TEUR)
Michael Schmidt Sprecher des Vorstands Andreas Odenbreit Vorstand
2017 2016 2017 2016
Festvergütung 300 300 150 140
Nebenleistungen 17 17 20 20
Zwischensumme 317 317 170 160
Einjährige variable Vergütung 75 75 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0
Summe 392 392 170 160
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 392 392 170 160
Zufluss
(in TEUR)
Christoph Hellrung Vorstand Vorstand gesamt
2017 2016 2017 2016
Festvergütung 150 140 600 580
Nebenleistungen 25 24 62 61
Zwischensumme 175 164 662 641
Einjährige variable Vergütung 0 0 75 75
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0
Summe 175 164 737 716
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 175 164 737 716

Außerdem haben für das Vorjahr Herr Andreas Odenbreit TEUR 18 und Herr Christoph Hellrung TEUR 18 im Berichtsjahr und im Vorjahr als einjährige variable Vergütung erhalten. Herr Michael Schmidt hat im Berichtsjahr TEUR 25 für das Vorjahr zurückgezahlt und im Vorjahr für 2015 TEUR 75 als einjährige variable Vergütung erhalten.

Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten wurden von der 3U HOLDING AG gezahlt. Die Tochtergesellschaften haben keine Bezüge gezahlt.

Aktienoptionsplan 2011

Bis zum Ende der Laufzeit des Aktienoptionsplans 2011 am 6. Februar 2016 wurden keine Optionsrechte ausgeübt. Die Aktienoptionen sind damit vollständig verfallen.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 9 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste jährliche Grundvergütung in Höhe von EUR 5.000,00, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Doppelte und der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungen erhält.

Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine Tantieme in Höhe von EUR 1.000,00 je EUR 0,01 Dividende, die über EUR 0,05 je Stückaktie hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird sowie eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene jährliche Vergütung in Höhe von EUR 1.000,00 je EUR 100.000,00 Ergebnis vor Steuern im Konzernabschluss der Gesellschaft („EBT“), welches das durchschnittliche Ergebnis vor Steuern in Konzernabschluss („EBT“) für die jeweils drei vorangegangenen Geschäftsjahre übersteigt. Die Gesamtvergütung beträgt jedoch höchstens für den Vorsitzenden EUR 50.000,00, für seinen Stellvertreter EUR 37.500,00 und für die übrigen Aufsichtsratsmitglieder EUR 25.000,00. Außerdem erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung, an der es teilnimmt, ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 2.500,00. Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die auf ihre Vergütung und Auslagen anfallende Umsatzsteuer.

Die Aufsichtsratsvergütungen für 2017 betrugen TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 166). Für 2017 wurde eine erfolgs abhängige Vergütung in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 90) zurückgestellt.

Name Fixe Vergütung
in TEUR
Sitzungsgelder
in TEUR
2017 2016 2017 2016
Ralf Thoenes (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 10 10 15 18
Stefan Thies (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) 8 8 15 18
Jürgen Beck-Bazlen 5 5 15 18
Summe* 23 23 45 53*
Name Erfolgsabhängige Vergütung
in TEUR
Vergütung gesamt
in TEUR
2017 2016 2017 2016
Ralf Thoenes (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 40 40 65 68
Stefan Thies (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) 30 30 53 56
Jürgen Beck-Bazlen 20 20 40 43
Summe* 90 90 158 166*
*Rundungsbedingte Abweichungen in der Summenzeile        

Außerdem erhalten die Aufsichtsräte eine Erstattung ihrer Reisekosten und der sonstigen Auslagen. Im Geschäftsjahr 2017 haben Herr Thoenes in Höhe von TEUR 2,4 (Vorjahr: TEUR 2,5), Herr Thies in Höhe von TEUR 0,8 (Vorjahr: TEUR 1,1) und Herr Beck-Bazlen in Höhe von TEUR 0,8 (Vorjahr: TEUR 2,0) Erstattungen für ihre Auslagen erhalten. Herr Thoenes hat für das Geschäftsjahr 2017 außerdem Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 9) erhalten.

Die Rechtsanwaltssozietät Altenburger Rechtsanwälte, deren Partner der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Thoenes ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für ihre Beratungsleistungen und Auslagenerstattungen für den 3U Konzern insgesamt TEUR 4,9 (Vorjahr: TEUR 11,1) zzgl. Umsatzsteuer erhalten. Diese wurden vollständig für die 3U ENERGY AG erbracht (Vorjahr: TEUR 10,6 für die 3U ENERGY AG und TEUR 0,5 für die ClimaLevel Energie systeme GmbH).

Konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme

Aktuell gibt es im 3U Konzern kein aktives Aktienoptionsprogramm.

Bis zum Ende der Laufzeit des Aktienoptionsplans 2011 am 6. Februar 2016 wurden keine Optionsrechte ausgeübt. Die im Rahmen des Aktienoptionsplans ausgegebenen 4.602.500 Aktien optionen sind damit vollständig verfallen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Marburg, den 15. März 2018

Der Vorstand

Michael Schmidt

Christoph Hellrung

Andreas Odenbreit

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017

Bilanz

Aktiva

3U Konzern
(in TEUR)
Konzernanhang 31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte   48.268 61.678
Immaterielle Vermögenswerte [2.3.7] [2.3.8] [2.3.14] [6.1.1] 1.623 2.308
Sachanlagen [2.3.9] [2.3.22] [6.1.2] 37.292 48.728
Anlageimmobilien [2.3.10] [6.1.3] 7.462 7.723
Übrige Finanzanlagen [6.1.4] 144 144
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen [6.1.4] 13 15
Latente Steuern [2.3.17] [6.2] 1.459 1.833
Sonstige langfristige Vermögenswerte [6.1.4] 275 927
Kurzfristige Vermögenswerte   22.813 34.084
Vorräte [2.3.15] [6.3] 5.947 14.797
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen [2.3.12] [6.4] [6.12] 4.288 4.710
Ertragsteuerforderungen [6.5] 380 323
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte [6.5] 929 2.582
Liquide Mittel [2.3.12] [6.6] [6.12] 11.269 11.672
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte [6.7] 10.157 0
Aktiva gesamt   81.238 95.762

Passiva

     
3U Konzern
(in TEUR)
Konzernanhang 31.12.2017 31.12.2016
Eigenkapital [6.8] 39.966 39.158
Gezeichnetes Kapital (bedingtes Kapital TEUR 3.531 / 31. Dezember 2016: TEUR 3.531) [6.8.1] 35.314 35.314
Eigene Anteile [2.3.19] [6.8.1] –2.184 –2.184
Kapitalrücklage   10.345 10.345
Gewinnrücklage   –844 –719
Sonstige Eigenkapitalpositionen   0 -35
Ergebnisvortrag   –2.522 -2.835
Konzernergebnis   1.065 644
Summe Eigenkapital der Aktionäre der 3U HOLDING AG   41.174 40.530
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter [6.8.4] –1.208 -1.372
Langfristige Schulden   16.812 37.303
Langfristige Rückstellungen [2.3.16] [6.11] 716 826
Langfristige Finanzverbindlichkeiten [6.9] 14.947 35.417
Latente Steuern [2.3.17] [6.2] 938 840
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten [6.9] 211 220
Kurzfristige Schulden   15.647 19.301
Kurzfristige Rückstellungen [2.3.16] [6.11] 320 326
Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten [6.10] 623 715
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten [6.9] 7.069 9.419
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen [2.3.12] [6.12] 3.124 4.560
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten [2.3.12] [2.3.18] [6.10] [6.12] 4.511 4.281
Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen [6.17] 8.813 0
Passiva gesamt   81.238 95.762

Gewinn- und Verlustrechnung

3U Konzern
(in TEUR)
Konzernanhang Geschäftsjahr 1.1.–31.12.
2017 2016
Umsatzerlöse [2.3.1] [5.1] 46.886 43.740
Andere Erträge [5.2] 1.701 1.398
Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Leistungen [5.3] –487 -794
Andere aktivierte Eigenleistungen [5.4] 0 2.504
Materialaufwand [5.5] –24.878 -26.405
Rohergebnis   23.222 20.443
Personalaufwand [5.6] –9.479 -9.599
Sonstige betriebliche Aufwendungen [5.7] –7.069 -6.141
EBITDA   6.674 4.703
Abschreibungen [2.3.8] [2.3.9] [5.8] –3.685 -3.650
EBIT   2.989 1.053
Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden [5.9] 1 3
Übriges Finanzergebnis [2.3.4] [2.3.5] [5.9] –1.088 -951
EBT   1.902 105
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag [2.3.6] [5.10] –697 586
Ergebnis vor Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter   1.205 691
Periodenergebnis   1.205 691
Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend   140 47
Davon Konzernergebnis   1.065 644
Ergebnis je Aktie (in EUR) [2.2.5] [5.11] 0,03 0,02

Gesamtergebnisrechnung

3U Konzern
(in TEUR)
1.1.–31.12
2017 2016
Periodenergebnis 1.205 691
Davon auf Aktionäre der 3U HOLDING AG entfallend 1.065 644
Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend 140 47
Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen, die zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können    
Währungskursdifferenzen 0 0
Darauf entfallende latente Steuern 0 0
Sicherungsinstrumente 37 64
Darauf entfallende latente Steuern –2 -26
  35 38
Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können 0 0
Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrags 35 38
Gesamtes Periodenergebnis 1.240 729
Davon auf Aktionäre der 3U HOLDING AG entfallend 1.100 682
Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend 140 47

Eigenkapitalveränderungsrechnung

3U Konzern
(in TEUR)
Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile Kapitalrücklage Gewinn- rücklage Sonstige Eigenkapitalpositionen
Konzernanhang [Ziffer 6.8.1 und 6.8.4] Währungsdifferenzen Sicherungs- instrumente
Stand 1.1.2016 35.314 –2.184 10.345 -719 0 -73
Umbuchung Ergebnis 2015 0 0 0 0 0 0
Gesamtergebnis 2016 0 0 0 0 0 38
Einzahlungen durch/Auszahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2016 35.314 –2.184 10.345 -719 0 -35
3U Konzern
(in TEUR)
Ergebnisvortrag Periodenergebnis der Aktionäre der 3U HOLDING AG Eigenkapital der Aktionäre der 3U HOLDING AG Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Summe Eigenkapital
Stand 1.1.2016 –2.056 –821 39.806 –1.237 38.569
Umbuchung Ergebnis 2015 –779 821 42 -42 0
Gesamtergebnis 2016 0 644 682 47 729
Einzahlungen durch/Auszahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter 0 0 0 -140 -140
Stand 31.12.2016 –2.835 644 40.530 –1.372 39.158
3U Konzern
(in TEUR)
Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile Kapitalrücklage Gewinnrücklage Sonstige Eigenkapitalpositionen
Konzernanhang [Ziffer 6.8.1 und 6.8.4] Währungsdifferenzen Sicherungs- instrumente
Stand 1.1.2017 35.314 –2.184 10.345 –719 0 –35
Umbuchung Ergebnis 2016 0 0 0 0 0 0
Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2016 0 0 0 0 0 0
Gesamtergebnis 2017 0 0 0 0 0 35
Einzahlungen durch/Auszahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter 0 0 0 0 0 0
Veränderung durch Anteilsaufstockung 0 0 0 -125 0 0
Stand 31.12.2017 35.314 –2.184 10.345 –844 0 0
3U Konzern
(in TEUR)
Ergebnisvortrag Periodenergebnis der Aktionäre der 3U HOLDING AG Eigenkapital der Aktionäre der 3U HOLDING AG Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Summe Eigenkapital
Stand 1.1.2017 –2.835 644 40.530 –1.372 39.158
Umbuchung Ergebnis 2016 644 -644 0 0 0
Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2016 –331 0 –331 0 –331
Gesamtergebnis 2017 0 1.065 1.100 140 1.240
Einzahlungen durch/Auszahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter 0 0 0 -101 -101
Veränderung durch Anteilsaufstockung 0 0 -125 125 0
Stand 31.12.2017 –2.522 1.065 41.174 –1.208 39.966

Kapitalflussrechnung

3U Konzern
(in TEUR)
Konzernanhang 1.1.–31.12
[Ziffer 2.2.3 und 7] 2017 2016
Periodenergebnis 1.205 691
+/– Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens   3.685 3.650
+/– Zunahme/Abnahme der Rückstellungen   124 85
–/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens   4 -31
–/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   478 -5.797
+/– Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   1.761 1.043
+/– Veränderung sonstige Vermögenswerte   –920 -863
+/– Veränderung sonstige Verbindlichkeiten   350 39
+/– Veränderung Steuerforderungen/-schulden inkl. latente Steuern   324 -584
+/– Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen   –365 55
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 6.646 -1.712
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens   8 61
– Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen   –648 -9.560
– Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen   –164 -998
– Auszahlungen für Investitionen in Anlageimmobilien   0 -83
– Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten   –45 0
+ Zahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung von Tochtergesellschaften   1 0
- Zahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung von Tochtergesellschaften   -330 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –1.178 -10.580
– Auszahlungen an Unternehmenseigner und nicht beherrschende Gesellschafter (Dividenden, Eigenkapitalrückzahlungen, Erwerb eigener Anteile, andere Ausschüttungen)   -432 -140
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten   8.355 19.944
– Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten   –13.325 -3.539
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –5.402 16.265
Summe der Cashflows 66 3.973
+/– Verfügungsbeschränkungen im Finanzmittelfonds   1.250 -1.112
+/– Konsolidierungsbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds   0 1
+/– Davon als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte ausgewiesen   –469 0
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode   7.328 4.466
Finanzmittelfonds am Ende der Periode   8.175 7.328
Gesamte Veränderung des Finanzmittelfonds   847 2.862

Anhang

1 Allgemeine Angaben über den Konzern

Die 3U HOLDING AG (nachfolgend auch als 3U oder Gesellschaft bezeichnet) mit Sitz in Marburg ist die Muttergesellschaft des 3U Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Marburg unter HRB 4680 eingetragen.

Die Geschäftstätigkeit der 3U und ihrer Tochtergesellschaften umfasst die Verwaltung eigenen Vermögens, den Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an in- und ausländischen Unternehmen sowie die Bereitstellung von Telekommunikationsdienstleistungen und IT-Leistungen im Segment ITK. Die Aktivitäten im Bereich Erneuerbare Energien und im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik werden in den Segmenten Erneuerbare Energien und SHK dargestellt.

Die Anschrift der Gesellschaft lautet: Frauenbergstraße 31-33, 35039 Marburg.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Grundsätze der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss umfasst die 3U HOLDING AG und deren Tochterunternehmen. Der Konzernabschluss der 3U HOLDING AG wurde im Geschäftsjahr 2017 in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards Board (IASB) — den International Financial Reporting Standards (IFRS) — aufgestellt. Dabei wurden die zum 31. Dezember 2017 anzuwendenden IFRS beachtet sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Committee (IFRIC) angewendet. Der Konzernabschluss enthält alle Informationen, die gemäß den von der Europäischen Union (EU) übernommenen IFRS sowie aufgrund der zusätzlichen Anforderungen nach § 315e Abs. 1 HGB erforderlich sind. Sofern bestimmte Verlautbarungen vorzeitig angewendet wurden, wird hierauf gesondert hingewiesen.

Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Konzernanhang grundsätzlich detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung werden die Veränderungen des Eigenkapitals sowie die Gesamtergebnisrechnung gezeigt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss der 3U HOLDING AG vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der 3U HOLDING AG wurden gemäß §315a HGB aufgestellt und werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Betragsangaben im Konzernabschluss erfolgen in Tausend Euro (TEUR) und wurden auf volle TEUR gerundet. Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen in Höhe von rund +/- einer Einheit (TEUR, % usw.) auftreten.

Die Konzerngesellschaften führen ihre Bücher und Unterlagen nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) und erstellen gesonderte Abschlüsse nach den jeweiligen lokalen Bestimmungen.

Das Geschäftsjahr der 3U HOLDING AG sowie aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Neu angewandte Rechnungslegungsverlautbarungen

3U berücksichtigte alle vom IASB herausgegebenen Standards und Interpretationen, die zum 31. Dezember 2017 in Kraft waren und in EU-Recht übernommen wurden.

Erstmalig angewendet wurden die folgenden Standards:

Jährliche Verbesserungen der IFRS (AIP): Zyklus 2014–2016 (1. Januar 2017)*

Änderungen an IAS 12: „Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste“ (1. Januar 2017)*

Änderungen an IAS 7: „Angabeinitiative“ (1. Januar 2017)*

Aus der Erstanwendung dieser Standards und Interpretationen haben sich nach Einschätzung des Vorstands keine Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

* Anzuwenden für Geschäftsjahre, die an oder ab dem angegebenen Datum beginnen

Die nachfolgenden vom IASB veröffentlichten und in EU-Recht übernommenen Rechnungslegungsverlautbarungen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden von 3U nicht vorzeitig angewendet:

IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“ (1. Januar 2018)*

IFRS 9 „Finanzinstrumente“ (1. Januar 2018)*

IFRS 16: „Leasingverhältnisse“ (1. Januar 2019)*

Klarstellung zu IFRS 15: „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“ (1. Januar 2018)*

Änderungen an IFRS 4: „Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge“ (1. Januar 2018)*

Die einzelnen Auswirkungen der Änderungen werden von der Muttergesellschaft 3U HOLDING AG für den Konzern geprüft. Wesentliche Veränderungen werden gegenwärtig nicht gesehen.

Mit IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“ wird die Erfassung von Umsatzerlösen neu geregelt. Nach IFRS 15 soll die Erfassung von Umsatzerlösen die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen an den Kunden mit dem Betrag abbilden, der der Gegenleistung entspricht, die das Unternehmen für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhält. Die Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter erhält. Im 3U Konzern werden sich aus der Erstanwendung dieses Standards keine nennenswerten Änderungen hinsichtlich der Höhe der Umsatzerlöse sowie hinsichtlich des Zeitpunktes der Umsatzrealisierung ergeben. Im 3U Konzern bestehende Fertigungsaufträge erfüllen grundsätzlich die Voraussetzungen für eine zeitraumbezogene Realisierung von Umsatzerlösen. Änderungen wird es lediglich durch zusätzliche quantitative und qualitative Angaben geben.

Durch IFRS 9 „Finanzinstrumente“ wurde ein einheitlicher Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten eingeführt. Aus der Anwendung des IFRS 9 werden keine wesentlichen Auswirkungen für den 3U-Konzern erwartet. Finanzinstrumente, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden können, sind im 3U-Konzern nicht zu erwarten. Wesentliche Auswirkungen des neuen Wertminderungsmodells des IFRS 9 auf die Wertberichtigung von Finanzinstrumenten werden nicht erwartet.

Insbesondere bei der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ können sich Veränderungen ergeben, die einen deutlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Sämtliche mögliche Leasingverhältnisse wurden untersucht, um eine zutreffende Einordnung und Bewertung vornehmen zu können. Neben den Kfz-Leasingverträgen sind dies insbesondere unterschiedlichste Verträge hinsichtlich der Pacht von Grundstücken im Bereich der Windparks.

Aus der Erstanwendung dieses Standards werden sich spürbare Auswirkungen auf die Bilanz sowie auf die Gewinn- und Verlustrechnung ergeben. Insbesondere durch die Aktivierung der Nutzungsrechte sowie der aus Passivierung der damit im Zusammenhang stehenden Leasingverbindlichkeiten würde sich die Bilanzsumme der 3U HOLDING AG zum 31. Dezember 2017 um rund EUR 3,8 Mio. erhöhen. Ebenso würden sich eine Verminderung des sonstigen betrieblichen Aufwands sowie eine Erhöhung der Abschreibungen und der Zinsaufwendungen in vergleichbarer Höhe ergeben. Dies ergäbe auf Basis der Konzernzahlen zum 31. Dezember 2017 ein um rund EUR 0,6 Mio. verbessertes EBITDA.

Die kürzlich umgesetzten Rechnungslegungsverlautbarungen sowie die Verlautbarungen, die noch nicht umgesetzt wurden, haben nach den von der Gesellschaft vorgenommenen Untersuchungen keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss von 3U.

Der IASB hat eine Reihe weiterer Verlautbarungen veröffentlicht, die allerdings noch nicht in EU-Recht überführt wurden.

IFRS 14 „Regulatorische Abgrenzungsposten“ (Die Europäische Kommission hat beschlossen, das Übernahmeverfahren dieses Zwischenstandards auszulassen und stattdessen den finalen Stand abzuwarten.)

Änderungen an IFRS 10 und IAS 28: „Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem Assoziierten Unternehmen oder Joint Venture“ (Auf unbestimmte Zeit verschoben)*

Änderungen an IFRS 2: „Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung“ (1. Januar 2018)*

Jährliche Verbesserungen der IFRS (AIP) — Zyklus 2014–2016 (1. Januar 2018/1. Januar 2017)*

IFRIC Interpretation 22: „Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlter Gegenleistungen“ (1. Januar 2018)*

Änderungen an IAS 40: „Übertragung von als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“ (1. Januar 2018)*

IFRS 17: „Versicherungsverträge“ (1. Januar 2021)*

IFRIC 23: „Unsicherheiten bezüglich der ertragssteuerlichen Behandlung“ (1. Januar 2019)*

Änderungen an IFRS 9: „Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung“ (1. Januar 2019)*

Änderungen an IAS 28: „Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures“ (1. Januar 2019)*

Jährliche Verbesserungen der IFRS (AIP) - Zyklus 2015–2017 (1. Januar 2019)*

Die einzelnen Auswirkungen der Änderungen werden von der Muttergesellschaft 3U HOLDING AG für den Konzern geprüft. Insbesondere aus dem Standard IFRS 17 und den IFRIC 22 und 23 erwarten wir keine spürbaren Auswirkungen.

*Anzuwenden für Geschäftsjahre, die an oder ab dem angegebenen Datum beginnen

2.2 Grundsätze der Konsolidierung

2.2.1 Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

In dem für das Geschäftsjahr 2017 aufgestellten Konzernabschluss sind neben der 3U HOLDING AG 23 (Vorjahr: 23) in- und ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die 3U HOLDING AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt und bei denen die 3U HOLDING AG das Beteiligungsunternehmen beherrscht. Beherrschung durch die 3U HOLDING AG liegt nach IFRS 10 vor, wenn die folgenden Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind:

die 3U HOLDING AG übt über das Tochterunternehmen Macht aus;

die 3U HOLDING AG ist schwankenden Renditen aus seiner Beteiligung ausgesetzt;

die 3U HOLDING AG beeinflusst die Renditen aufgrund seiner Macht der Höhe nach.

14 (Vorjahr: 12) Tochterunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowohl einzeln als auch gemeinsam von untergeordneter Bedeutung ist, werden nicht konsolidiert. Hierbei handelt es sich um bisher nicht oder nicht mehr aktive Gesellschaften. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet und innerhalb der langfristigen Vermögenswerte ausgewiesen.

Ein Unternehmenszusammenschluss liegt vor, wenn die 3U HOLDING AG die Beherrschung über ein anderes Unternehmen erlangt. Entsprechend den Regeln der IFRS liegt dem Unternehmenszusammenschluss (Kapitalkonsolidierung) die Erwerbsmethode (Neubewertungsmethode) zugrunde. Die Anschaffungskosten eines erworbenen Tochterunternehmens bemessen sich nach dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung, also der Summe aus hingegebenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden. Anschaffungsnebenkosten werden grundsätzlich als Aufwand erfasst. Die Anschaffungskosten werden auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verteilt. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und Schulden werden in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den vom Mutterunternehmen übernommenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der ansatzfähigen Vermögenswerten und Schulden wird als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) angesetzt.

Die Erstkonsolidierung erfolgt mit Wirkung von dem Tag an, an dem die 3U HOLDING AG direkt oder indirekt in ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Tochtergesellschaft eintritt. Nicht beherrschenden Gesellschaftern (non-controlling interests) zustehende Beträge werden im Eigenkapital getrennt ausgewiesen.

Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens bleiben bis zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet. Sofern erforderlich, werden die Bilanzierungsgrundsätze von Tochterunternehmen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze der 3U HOLDING AG angepasst.

Die Einbeziehung von Tochterunternehmen endet zu dem Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung nicht mehr gegeben ist oder der Einfluss des Tochterunternehmens auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen den konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert.

Transaktionen über den weiteren Kauf oder Verkauf von Eigenkapitalanteilen mit anderen Gesellschaftern, die den beherrschenden Einfluss der 3U HOLDING AG nicht berühren, führen zu keiner Veränderung des Goodwills. Die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen oder erhaltenen Gegenleistung und dem auf die betreffenden nicht beherrschenden Anteile entfallenden Buchwert des Eigenkapitals ist erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital zu verrechnen.

Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens sowie anderer Ereignisse, die zu einer Entkonsolidierung führen, werden die bis dahin einbezogenen Vermögenswerte und Schulden sowie ein zugeordneter Goodwill mit dem Veräußerungserlös verrechnet.

IFRS11 unterscheidet grundsätzlich zwei Arten von gemeinsamen Vereinbarungen:

gemeinschaftliche Tätigkeit;

Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture).

Ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) ist eine gemeinsame Vereinbarung, bei der die Parteien gemeinschaftliche Beherrschung ausüben und Rechte am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmens innehaben.

Eine gemeinschaftliche Tätigkeit liegt vor, wenn zwei oder mehr Unternehmen eine Vereinbarung treffen, bei der sie unmittelbar Rechte aus den Vermögenswerten und Pflichten aus den Verbindlichkeiten haben.

Die Bilanzierung der Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) erfolgt unter Verwendung der Equity-Methode gemäß IAS 28.

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf welches der Konzern durch die Möglichkeit der Mitwirkung an dessen finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen maßgeblich Einfluss nehmen kann und das weder ein Tochterunternehmen noch ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) des Konzerns darstellt.

Die Ergebnisse zu Beteiligungen von assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode gemäß IAS 28 einbezogen.

Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen werden mit den historischen Anschaffungskosten bilanziert und an im Nachgang des Erwerbs entstehende Änderungen des Konzernanteils am Reinvermögen des Gemeinschaftsunternehmens oder assoziierten Unternehmens angepasst sowie um Wertminderungen der einzelnen Anteile verringert. Entspricht oder übersteigt der Anteil an den Verlusten eines Gemeinschaftsunternehmens bzw. eines assoziierten Unternehmens den Wert des Beteiligungsbuchwertes dieses Unternehmens, erfasst 3U keine weiteren Verlustanteile, es sei denn, 3U ist entsprechende Verpflichtungen eingegangen.

2.2.2 Fremdwährungsumrechnung

Die Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Auslandsgesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung der Tochtergesellschaften ist die lokale Währung des jeweiligen Landes, in dem die Gesellschaft ihren Sitz hat. Demgemäß werden Vermögenswerte und Schulden, die in Fremdwährung in den Bilanzen der ausländischen Tochtergesellschaften bilanziert werden, zu dem jeweiligen Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen erfolgt zu den Jahresdurchschnittskursen. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung des Eigenkapitals zum historischen Kurs und zum Stichtagskurs ergibt, wird gemäß IAS 21 als erfolgsneutrale Veränderung des Eigenkapitals ausgewiesen.

In den Einzelabschlüssen werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Buchung des Geschäftsvorfalls bewertet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -Verluste aus der Bewertung von Finanzinstrumenten sowie von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten werden ergebniswirksam berücksichtigt.

Die Umrechnungskurse für Fremdwährungen stellen sich wie folgt dar:

Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag (1 EUR in Fremdwährungseinheiten) Jahresdurchschnittskurs (1 EUR in Fremdwährungseinheiten)
2017 2016 2017 2016
Währung CHF 1,1702 1,0739 1,1117 1,0902
Währung USD 1,1993 1,0541 1,1297 1,1069

Im Geschäftsjahr 2017 ergaben sich im Saldo Aufwendungen aus Wechselkursänderungen bei Fremdwährungsgeschäften in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: Gewinn TEUR 0). Die Erfassung innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen.

2.2.3 Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des 3U Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit (indirekte Methode), aus dem Investitionsbereich und aus dem Finanzierungsbereich unterschieden.

Bei der erstmaligen Einbeziehung von Tochterunternehmen werden nur die tatsächlichen Zahlungsströme in der Kapitalflussrechnung gezeigt. Der liquiditätswirksame Betrag aus dem Kauf oder Verkauf von Unternehmen wird als Mittelabfluss/-zufluss aus der Investitionstätigkeit erfasst. Die Summe der Cashflows aus dem Erwerb und der Veräußerung von Tochterunternehmen oder sonstigen Geschäftseinheiten wird gesondert dargestellt und als Investitionstätigkeit klassifiziert.

2.2.4 Verwendung von Schätzwerten und Annahmen

Die Aufstellung der Jahresabschlüsse in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die Beträge in den Aktiva und Passiva, den Anhangsangaben und der Gewinn- und Verlustrechnung beeinflussen. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer und der Restwerte von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Bewertung von Forderungen, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Werthaltigkeitstests und der Bildung von Rückstellungen. Außerdem bestehen Schätzungsunsicherheiten im Hinblick auf den Ansatz latenter Steuern. Die Schätzungen des Managements beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Erforderliche Anpassungen erfolgen gemäß IAS 8.

Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen.

Aus der Geschäftstätigkeit des 3U Konzerns resultieren verschiedene Rechtsstreitigkeiten. Diese werden regelmäßig geprüft, um die erforderlichen Rückstellungen für wahrscheinliche Ansprüche einschließlich der geschätzten Rechtskosten zu bewerten. Im Hinblick auf die Ungewissheit über den Ausgang dieser Verfahren besteht die Möglichkeit einer negativen Beeinflussung der künftigen operativen Ergebnisse.

Die 3U ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nichtfinanzieller Vermögenswerte vorliegen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderungen überprüft. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.

2.2.5 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem Gewinn, der jeweils den Aktionären der 3U zugerechnet werden kann, bzw. dem Gewinn (nach Steuern), dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahrs ausstehenden Aktien. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) berechnet 3U unter der Annahme, dass alle potenziell verwässernden Wertpapiere und Vergütungspläne, die auf Wertpapieren basieren, umgewandelt bzw. ausgeübt werden. Derzeit besteht wie im Vorjahr keine Verwässerung.

2.3 Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

2.3.1 Grundzüge der Umsatzrealisierung

Die Umsatzerlöse enthalten sämtliche Erlöse, die aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des 3U Konzerns resultieren. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen. Sie werden entsprechend der Leistungserbringung erfasst. Dabei wird grundsätzlich zwischen zeitpunkt- und zeitraumbezogenen Leistungsverpflichtungen unterschieden.

Die Umsatzerlöse im Segment ITK resultieren aus der Tätigkeit als Festnetzanbieter mit eigenem Übertragungsnetz und eigener Vermittlungstechnik sowie aus Leistungen im Zusammenhang mit den eigenen Rechenzentren. Außerdem umfasst dieses Segment die Umsatzerlöse aus dem Vertrieb und Betrieb von cloud-basierten CRM- und ERP-Lösungen sowie aus dem IT-Lizenzhandel.

Im Segment Erneuerbare Energien wurden die externen Umsätze mit der Planung und Entwicklung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien sowie aus der Stromproduktion mit eigenen Anlagen erwirtschaftet.

Im Segment SHK resultierten die Umsätze aus der Vermarktung von Produkten des Bereichs Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie aus der Montage von Komponenten der Gebäudeklimatisierung.

Umsatzerlöse im Bereich Holding/Konsolidierung werden außerdem aus der Vermietung von Immobilien erzielt.

Umsatzerlöse aus zeitpunktbezogenen Leistungsverpflichtungen werden erfasst, sobald die Leistung vollständig erbracht wurde und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem Unternehmen zufließt.

Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen und Dienstleistungsverträgen (Werkleistungen) werden als zeitraumbezogene Leistungsverpflichtung nach Maßgabe des Leistungsfortschritts realisiert. Der Leistungsfortschritt bzw. Fertigstellungsgrad wird in der Regel durch das Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten bestimmt (Cost-to-Cost-Methode). Der Ausweis der Aufträge erfolgt aktivisch unter den „Vertraglichen Vermögenswerten“ bzw. bei drohendem Verlust passivisch unter den „Vertraglichen Schulden“. Soweit Anzahlungen die kumulierte Leistung übersteigen, erfolgt der Ausweis passivisch unter den Verbindlichkeiten. Sonstige Verträge auf Basis von Festpreisen werden ebenfalls zeitraumbezogen über die Laufzeit des Vertrags linear erfasst.

Erlöse, die nicht mit dem operativen Geschäft in Verbindung stehen, werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

2.3.2 Gesamtkosten

Die Gesamtkosten umfassen alle im Berichtsjahr angefallenen Kosten.

2.3.3 Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden bei Anfall in der Gewinn- und Verlustrechnung aufwandswirksam erfasst. Erst kurz vor Marktreife ist die technologische Realisierbarkeit des Produkts erreicht. In der Phase bis zur technologischen Realisierbarkeit sind die Prozesse zwischen Forschungs- und Entwicklungsphasen iterativ eng vernetzt. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, die nach dem Erreichen der technologischen Realisierbarkeit entstehen, sind unwesentlich. Im Geschäftsjahr 2017 sind Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von EUR 0,5 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.) im Konzern entstanden.

2.3.4 Zinserträge

Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Einzahlungen über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert dieses Vermögenswertes abgezinst werden.

2.3.5 Zinsaufwendungen

Entsprechend den Regelungen des IAS 23 werden Zinsaufwendungen für qualifizierte Vermögenswerte, wenn deren Herstellung einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt, als Teil der Herstellungskosten aktiviert. Im Geschäftsjahr 2017 wurden Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 0,0 Mio. aktiviert. Im Vorjahr wurden Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 0,1 Mio. aktiviert (Zinssatz: 1,25 bis 2,45 %).

Zinsaufwendungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Auszahlungen über die Laufzeit der finanziellen Schulden auf den Nettobuchwert dieser Schulden abgezinst werden.

2.3.6 Ertragsteuern

Ertragsteuern werden gemäß IAS 12 nach der Verbindlichkeitenmethode bilanziert. Als Ertragsteuern werden die steuerlichen Aufwendungen und Erstattungen erfasst, die vom Einkommen und vom Ertrag abhängig sind.

Laufende Steuern werden für die geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst. Die latenten Steuern umfassen zu erwartende Steuerzahlungen oder -erstattungen aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen sowie aus der Nutzung von Verlustvorträgen und aus Konsolidierungsbuchungen. Der aktivierte Goodwill führt nicht zu latenten Steuern. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden mit den zukünftig gültigen Steuersätzen bewertet, wobei Steuersatzänderungen grundsätzlich erst zum Zeitpunkt des effektiven Inkrafttretens der Gesetzesänderung berücksichtigt werden. Soweit die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern in Zukunft nicht hinreichend wahrscheinlich erscheint, erfolgt kein Ansatz.

2.3.7 Geschäfts- oder Firmenwert

Die aus der Kapitalkonsolidierung abgeleiteten Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben. Bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich und darüber hinaus bei Vorliegen von Anzeichen für Wertminderungen auf den wirtschaftlichen Nutzen und auf Wertminderungen überprüft (Impairment-Test) und im Falle einer eingetretenen Wertminderung auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.14 verwiesen.

2.3.8 Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 („Intangible Assets“) aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Die Bewertung der immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen und Wertminderungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter der Position Abschreibungen ausgewiesen.

Die Abschreibungen von abnutzbaren immateriellen Vermögenswerten erfolgen grundsätzlich über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren.

Nutzungsrechte für Grundstücke, auf denen Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien errichtet wurden, werden über die vertraglich vereinbarte Nutzungszeit abgeschrieben.

Die unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen Telekommunikationslizenzen werden über zehn Jahre abgeschrieben. Softwarelizenzen für Übertragungs- und IT-Technik werden über drei bis zehn Jahre abgeschrieben.

Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.14 verwiesen.

2.3.9 Sachanlagen

Sachanlagen werden gemäß IAS 16 auf Basis der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Wenn Sachanlagen veräußert werden oder ausscheiden, werden ihre Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen aus der Bilanz eliminiert und der aus einem Verkauf resultierende Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis einschließlich Anschaffungsnebenkosten und nachträglicher Anschaffungskosten sowie den Barwert von Rückbauverpflichtungen. Finanzierungskosten nach IAS 23 werden in die Kosten der Anlagegüter einbezogen.

Abschreibungen werden über die nachfolgenden geschätzten Nutzungsdauern unter Beachtung eines Restbuchwertes linear berechnet und unter der Position Abschreibungen ausgewiesen:

Gebäude 25-40 Jahre Vermittlungstechnik 5 Jahre
Energieerzeugungsanlagen 10-25 Jahre Übertragungstechnik 5-8 Jahre
Betriebsausstattung 4 Jahre Mietereinbauten Laufzeit des Mietvertrages
Geschäftsausstattung 3-13 Jahre

Auf Grund und Boden sowie grundstücksgleiche Rechte werden keine planmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

Die verwendeten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden in jeder Periode überprüft, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Gegenständen des Sachanlagevermögens übereinstimmen. Sind die Anschaffungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage wesentlich -gemessen an den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten - setzt 3U diese Komponenten einzeln an und schreibt diese ab.

Die Kosten für Rückbauverpflichtungen wurden mit der Entstehung der Verpflichtung bei Vertragsabschluss je Standort individuell bewertet und aktiviert; sie werden jährlich auf Aktualität überprüft und erforderlichenfalls angepasst.

Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.14 verwiesen.

2.3.10 Anlageimmobilien

Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Wertsteigerungen gehalten und weder in der Produktion noch für Verwaltungszwecke eingesetzt werden, werden gesondert unter den Anlageimmobilien ausgewiesen. Die Bewertung dieser als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Abschreibungen werden über die nachfolgenden geschätzten Nutzungsdauern linear berechnet:

Gebäude 25-40 Jahre

Auf Grund und Boden sowie grundstücksgleiche Rechte werden keine planmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.14 verwiesen.

2.3.11 Fremdkapitalkosten

Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.5 verwiesen.

2.3.12 Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als Kredite und Forderungen und als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Gesellschaft legt die Klassifizierung ihrer finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres. Nach dem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Gewinne oder Verluste erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuern über das Gesamtergebnis im Eigenkapital erfasst werden. Zu dem Zeitpunkt, an dem die Finanzinvestition ausgebucht oder an dem eine Wertminderung der Finanzinvestition festgestellt wird, wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. In den Geschäftsjahren 2016 und 2017 waren keine zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte im Bestand.

Abweichend hiervon werden Beteiligungen nicht zum Zeitwert bewertet, da dieser nicht zuverlässig ermittelbar ist. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, d. h. zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Finanzielle Vermögenswerte, die als Kredite und Forderungen klassifiziert wurden, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich der möglichen Wertminderungen bewertet, wobei das Unternehmen die Effektivzinsmethode anwendet. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst.

In der Bilanz enthaltene sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte umfassen sonstige kurzfristige Forderungen. Die Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt und, soweit Risiken bereits eingetreten sind, einzelwertberichtigt.

Auf Basis einer konzerneinheitlichen Altersstrukturierung werden pauschalierte Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Fremdwährungsforderungen werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Wechselkursbedingte Wertänderungen werden erfolgswirksam erfasst.

Liquide Mittel

Liquide Mittel (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) umfassen alle liquiditätsnahen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. der Anlage eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Darin enthalten sind Festgelder, die als Sicherheiten hinterlegt sind. Diese sind nicht Bestandteil des Finanzmittelfonds und werden in der Kapitalflussrechnung herausgerechnet.

Wertminderungen bei Finanzinstrumenten

Liegen bei finanziellen Vermögenswerten der Kategorien Kredite und Forderungen objektive, substanzielle Anzeichen für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsmittelflüsse, die mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden, übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird eine Wertminderung in Höhe der Differenz vorgenommen. Hinweise auf Wertminderung sind u.a. eine wesentliche Verschlechterung der Bonität, eine besondere Vertragsverletzung, die hohe Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder einer anderen Form der finanziellen Restrukturierung des Schuldners oder das Verschwinden eines aktiven Marktes. Soweit Risiken bereits eingetreten sind, erfolgt eine Einzelwertberichtigung. Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene Wertminderungen werden entsprechende Zuschreibungen - nicht jedoch über die Anschaffungskosten hinaus - getätigt.

Ausbuchung

Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten betreffen originäre Verbindlichkeiten. Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn 3U eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem Barwert der Miet- bzw. Leasingraten angesetzt. In den Folgeperioden führen die in den Miet- und Leasingraten enthaltenen Tilgungsanteile zu einer Verminderung der Verbindlichkeit.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

2.3.13 Leasingverhältnisse

Ein Leasingverhältnis wird gemäß IAS17 als Finance Lease eingestuft, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Die Klassifizierung von Leasingverhältnissen ist daher von dem wirtschaftlichen Gehalt der Vereinbarung und nicht von einer bestimmten formalen Vertragsform abhängig.

Im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltene Vermögenswerte werden erstmalig als Vermögenswerte des Konzerns zu ihrem beizulegenden Zeitwert zu Beginn des Leasingverhältnisses oder, falls dieser niedriger ist, zum Barwert der Mindestleasingzahlungen erfasst. Die Abschreibung erfolgt über die Leasingvertragslaufzeit oder die kürzere Nutzungsdauer des Leasingvermögenswertes. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird innerhalb der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasingverhältnissen gezeigt.

Die Leasingzahlungen werden so in Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Mietzahlungen aus Operating Leasingverhältnissen werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzenverlauf für den Leasingnehmer.

2.3.14 Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte

3U überprüft den Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) mindestens einmal jährlich auf mögliche Wertminderung in Übereinstimmung mit den Konzern-Bilanzierungsvorschriften. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der dem Goodwill zugeordnet wurde, ist mit Schätzungen des Managements verbunden. Die Gesellschaft bestimmt diese Werte mit Bewertungsmethoden, die auf diskontierten Zahlungsströmen (Cashflows) basieren. Diesen diskontierten Cashflows liegen Drei-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf der besten, vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige Entwicklungen. Cashflows jenseits der Planungsperiode werden ohne Wachstumsraten extrapoliert. Dabei wurden Aufwendungen und Erträge, die aus Erweiterungsinvestitionen resultieren, nicht berücksichtigt.

Im Rahmen der Überprüfung auf Wertminderung wird der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene Goodwill jeder einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet, die voraussichtlich von den Synergien aus dem Zusammenschluss profitiert. Wertminderungen des Goodwills dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Goodwills, ist die darüber hinausgehende Wertminderung durch anteilige Minderung von Buchwerten der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte zu erfassen.

Die Goodwills wurden im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen innerhalb der Segmente Erneuerbare Energien und SHK ermittelt. Die in Vorjahren entstandenen Goodwills sind den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten „Onlineshop“, Projektentwicklung und Gewinnung von Windenergie zugeordnet.

Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte des Unternehmens werden zumindest an jedem Bilanzstichtag einer Überprüfung unterzogen, um festzustellen, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes ermittelt, um die Höhe des entsprechenden Wertminderungsaufwands, falls vorhanden, zu bestimmen. Erzielt der Vermögenswert keine Zahlungsmittelzuflüsse, die unabhängig von anderen Vermögenswerten sind, erfolgt die Ermittlung des erzielbaren Betrags für den einzelnen Vermögenswert auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört.

Liegt der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes (oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit) unter seinem Buchwert, ist dieser auf den erzielbaren Betrag abzuschreiben. Der Wertminderungsaufwand ist sofort ergebniswirksam zu erfassen. Soweit Wertaufholungen nach IAS 36 geboten sind, werden sie ergebniswirksam erfasst.

Zugeschrieben wird auf den neu festgestellten erzielbaren Betrag. Es wird jedoch höchstens bis zu dem Betrag zugeschrieben, der sich als Buchwert ergeben würde, wenn zuvor keine Abwertung stattgefunden hätte.

Langfristige Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten, die in einer einzigen Transaktion veräußert werden (Veräußerungsgruppe), die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden, werden einschließlich der damit im Zusammenhang stehenden Schulden grundsätzlich zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Auf zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte werden keine planmäßigen Abschreibungen mehr vorgenommen.

2.3.15 Vorräte

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden grundsätzlich im Rahmen der Einzelbewertung oder nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Kosten und produktionsbezogene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder eine erhebliche Lagerdauer ergeben, werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

2.3.16 Rückstellungen

Die Rückstellungen werden gebildet, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten aus einem Ereignis der Vergangenheit besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des künftigen Mittelabflusses zuverlässig geschätzt werden kann. Die Höhe der Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten richtet sich danach, wie der Vorstand den Ausgang des Streites aufgrund der zum Bilanzstichtag bekannten Fakten nach bestem Wissen und Gewissen beurteilt. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem voraussichtlichen auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.3.17 Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 („Income Taxes“) für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerbilanziellen Werten von Aktiva und Passiva und den Werten der einzelnen Bilanzposten gemäß IFRS gebildet. Latente Steueransprüche werden in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Die Grundlage bildet dabei die aus der vom Management genehmigten Drei-Jahres-Planung abgeleitete Prognose des zu versteuernden Ergebnisses. Die Beurteilung und Bewertung der aktiven latenten Steuern wird an jedem Bilanzstichtag unter Berücksichtigung aktueller Einschätzungen gemäß IAS 12.37 und IAS 12.56 erneut überprüft.

Latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge werden in dem Umfang aktiviert, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen zukünftig ausreichend zu versteuerndes Einkommen erzielen wird.

Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. zukünftig anzuwenden sind. Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, soweit sie Ertragsteuern betreffen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und der Konzern beabsichtigt, den Ausgleich seiner laufenden Steueransprüche und Steuerschulden auf Nettobasis vorzunehmen.

2.3.18 Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern sowie übrige sonstige Verbindlichkeiten. Sie werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem Rückzahlungsbetrag, gegebenenfalls abgezinst, angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs bewertet.

2.3.19 Erwerb eigener Aktien

Eigene Aktien werden als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen. Bei Rückerwerb von eigenen Aktien werden die gesamten Anschaffungskosten der eigenen Anteile in einer Summe vom Eigenkapital abgezogen (one-line-adjustment).

2.3.20 Mitarbeiterbeteiligungsprogramm

Der Konzern gewährt dem Vorstand und den Mitarbeitern aktienkursorientierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente. Die Vergütung durch Eigenkapitalinstrumente wird zum Zusagezeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der zum Zusagezeitpunkt bestimmte beizulegende Zeitwert der aktienkursorientierten Vergütungen durch Eigenkapitalinstrumente wird linear über die Sperrperiode bzw. Wartefrist aufwandswirksam und in der Kapitalrücklage erfasst. Dies geschieht auf der Grundlage der konzerninternen Schätzung der Aktienanzahl, die zu einer Zusatzvergütung berechtigt.

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern seine Schätzungen bzgl. der Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die unverfallbar werden. Die Auswirkungen der Schätzungsänderungen werden, sofern vorhanden, über den verbleibenden Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit erfolgswirksam erfasst.

Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 wurden keine Optionsrechte ausgeübt. Die Aktienoptionen sind damit in 2016 vollständig verfallen.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine weiteren Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.

2.3.21 Vergleichszahlen

Soweit erforderlich werden Vergleichszahlen angepasst, um die Vergleichbarkeit mit dem laufenden Jahr aufgrund von Ausweisänderungen wiederherzustellen.

2.3.22 Zeitwertermittlung

Der beizulegende Zeitwert wird als der Preis definiert, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.

Die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts betrifft jeweils einen bestimmten Vermögenswert bzw. eine bestimmte Schuld. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts werden folglich die Merkmale des betreffenden Vermögenswerts bzw. der betreffenden Schuld berücksichtigt, die ein Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld am Bemessungsstichtag berücksichtigen würde. Solche Merkmale schließen unter anderem Folgendes ein:

a)

Zustand und Standort des Vermögenswerts und

b)

Verkaufs- und Nutzungsbeschränkung bei dem Vermögenswert.

Mit dem Ziel der Erhöhung der Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts und den damit verbundenen Angaben wird eine Bemessungshierarchie festgelegt (sog. „Fair-Value-Hierarchie“). Diese Hierarchie teilt die in den Bewertungstechniken zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten Inputfaktoren in drei Stufen ein. Im Rahmen der Bemessungshierarchie wird in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierten (nicht berichtigten) Preisen (Inputfaktoren auf Stufe 1) die höchste Priorität eingeräumt, während nicht beobachtbare Inputfaktoren die niedrigste Priorität erhalten (Inputfaktoren auf Stufe 3).

Inputfaktoren auf Stufe 2 sind andere als die auf Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind.

3 Konsolidierungskreis

Im Wege der Vollkonsolidierung einbezogene Tochtergesellschaften:

Firma Sitz Land Anteil der 3U HOLDING AG*
010017 Telecom GmbH Marburg Deutschland 100%
3U ENERGY AG** Marburg Deutschland 99,998%
3U ENERGY PE GmbH Kloster Lehnin Deutschland 99,998%
3U Euro Energy Systems GmbH** Marburg Deutschland 99,996%
3U TELECOM GmbH Marburg Deutschland 100%
3U TELECOM GmbH Wien Österreich 100%
ClimaLevel Energiesysteme GmbH Köln Deutschland 75%
Discount Telecom S&V GmbH Marburg Deutschland 100%
Exacor GmbH Marburg Deutschland 100%
fon4U Telecom GmbH Marburg Deutschland 100%
Immowerker GmbH** Marburg Deutschland 100%
LineCall Telecom GmbH Marburg Deutschland 100%
Märkische Windkraft 110 GmbH & Co. KG** Kloster Lehnin Deutschland 99,998%
OneTel Telecommunication GmbH Marburg Deutschland 100%
PELIA Gebäudesysteme GmbH Montabaur Deutschland 100%
Repowering Sachsen-Anhalt GmbH Marburg Deutschland 99,998%
RISIMA Consulting GmbH Marburg Deutschland 100%
Selfio GmbH Linz am Rhein Deutschland 100%
Solarpark Adelebsen GmbH** Adelebsen Deutschland 100%
weclapp GmbH** Marburg Deutschland 74,9998%
Windpark Havelland Projekt I GmbH & Co. KG**/*** Kloster Lehnin Deutschland 99,998%
Windpark Langendorf GmbH & Co. KG** Marburg Deutschland 99,998%
Windpark Langendorf Verwaltungsgesellschaft mbH Marburg Deutschland 99,998%

*An den Gesellschaften ist die 3U HOLDING AG mittelbar oder unmittelbar beteiligt.

**Es bestehen Beschränkungen hinsichtlich von Darlehenstilgungen bzw. Ergebnisausschüttungen aufgrund einer Patronatserklärung bzw. Rangrücktrittserklärung seitens der Muttergesellschaft oder aufgrund von Kapitaldienstbestimmungen in Darlehensverträgen. Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 6.9 verwiesen.

***Die Gesellschaft wurde am 31. August 2017 entkonsolidiert.

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Gegenüber dem 31. Dezember 2016 hat sich die im Nachfolgenden dargestellte Veränderung im Konsolidierungskreis ergeben.

Im Zuge der Veräußerung des Windparks Schlenzer wurde die Projektgesellschaft Windpark Havelland Projekt I GmbH & Co. KG zum 31. August 2017 entkonsolidiert.

Zum 31. Dezember 2017 werden neben der 3U HOLDING AG 22 (31. Dezember 2016: 23) in- und ausländische Tochtergesellschaften in den Konsolidierungskreis einbezogen, bei denen die 3U HOLDING AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte bzw. über die Möglichkeit zur Kontrolle verfügt.

14 (31. Dezember 2016: 12) Tochterunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowohl einzeln als auch gemeinsam von untergeordneter Bedeutung ist, werden nicht konsolidiert. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um nicht aktive Gesellschaften. Sie werden zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bewertet und innerhalb der langfristigen Vermögenswerte ausgewiesen.

Gemeinschaftsunternehmen

Nach der „at equity“-Methode einbezogene Gemeinschaftsunternehmen:

Firma Sitz Land Anteil der 3U HOLDING AG*
Spider Telecom GmbH Marburg Deutschland 50%
*An der Gesellschaft ist die 3U HOLDING AG unmittelbar beteiligt.      

Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 6.1.4 verwiesen.

Übrige Finanzanlagen

Die Windkraft Lüdersdorf II GmbH & Co. OHG ist eine Gesellschaft zur Errichtung und Unterhaltung der Infrastruktur eines Windparkprojektes mit mehreren Betreibergesellschaften. Die Gesellschaft übt keine weitere Geschäftstätigkeit aus.

Die übrigen Gesellschaften üben keine bzw. noch keine wesentliche Geschäftstätigkeit aus. Der Einfluss dieser Gesellschaften auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist sowohl einzeln als auch gemeinsam von untergeordneter Bedeutung.

Firma Sitz Land Anteil der 3U HOLDING AG* Währung Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres 2017
3U DYNAMICS GmbH Marburg Deutschland 100% EUR 48.648,78 –313,60
3U MOBILE GmbH Marburg Deutschland 100% EUR 8.686,45 –502,49
ACARA Telecom GmbH Marburg Deutschland 100% EUR 17.534,48 –312,40
Calefa GmbH Montabaur Deutschland 100% EUR 16.046,51 –337,15
EEPB Erneuerbare Energien Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH Marburg Deutschland 100% EUR 58.063,95 353,86
Märkische Windkraft 89 GmbH & Co. KG Berlin Deutschland 99,998% EUR –6.335,60 –3.600,71
Märkische Windkraft 112 GmbH & Co. KG Kloster Lehnin Deutschland 99,998% EUR –7.432,82 –4.763,27
Triast GmbH in Liquidation Kreuzlingen Schweiz 100% CHF 4.854,86 0,00
Windkraft Lüdersdorf II GmbH & Co. OHG*** Potsdam Deutschland 39,992% EUR 2.246.366,03 –19.431,23
Windpark DBF GmbH Marburg Deutschland 100% EUR 5.424,36 –312,40
Windpark Havelland Projekt II GmbH & Co. KG Kloster Lehnin Deutschland 99,998% EUR –1.961,20 –1.618,00
Windpark Merzdorfer Heide I GmbH & Co. KG Kloster Lehnin Deutschland 99,998% EUR –4.152,40 –3.244,00
Windpark Merzdorfer Heide II GmbH & Co. KG Kloster Lehnin Deutschland 99,998% EUR –800,00 -18,00
Windpark Ruppin Projekt GmbH & Co. KG Kloster Lehnin Deutschland 99,998% EUR –676,00 –44,00
Windpark Ruppin Projekt 2 GmbH & Co. KG Berlin Deutschland 99,998% EUR –329,22 –329,22
*An den Gesellschaften ist die 3U HOLDING AG mittelbar oder unmittelbar beteiligt. **Jahresabschluss 2016            

Die myFairPartner Limited, London, an der die 3U HOLDING AG mit 20 % beteiligt war, wurde in 2017 gelöscht.

4 Segmentberichterstattung

Entsprechend den Regeln des IFRS 8, Geschäftssegmente, stellt die Segementberichterstattung der 3U HOLDING AG auf den „Management Approach“ in Bezug auf die Segment-Identifikation ab.

Die Informationen, die regelmäßig Vorstand und Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt werden, sind demnach als maßgeblich für die Segmentdarstellung zu betrachten.

Gemäß der internen Berichterstattung weist die 3U in ihrer Segmentberichterstattung die Segmente ITK, Erneuerbare Energien, SHK sowie zusätzlich den Bereich Holding/Konsolidierung aus.

Das Segment ITK umfasst die Aktivitäten Voice Retail, Voice Business und Data Center Services & Operation sowie die Entwicklung, den Vertrieb und Betrieb von cloudbasierten CRM- und ERP-Lösungen und den Handel mit IT-Lizenzen.

Im Segment Erneuerbare Energien deckt der 3U Konzern im Wesentlichen die Projektentwicklung im Bereich der Windkraft und die Stromerzeugung mit eigenen Anlagen unter Verwendung von Wind- und Sonnenenergie ab.

Neben der Montage von Komponenten der Gebäudeklimatisierung gehört zu dem Segment SHK der Vertrieb von Produkten des Bereichs Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik an Großhändler, Handwerker und Selberbauer. Dieser Vertrieb erfolgt im Wesentlichen über konzerneigene Onlineshops.

Neben den zuvor beschriebenen Segmenten werden unter Holding/Konsolidierung sowohl die Holding-Aktivitäten als auch die erforderlichen Konzernkonsolidierungsbuchungen zusammengefasst.

Der Ausweis in der Segmentberichterstattung erfolgt nach Intra-Segment-Konsolidierung, während die Inter-Segment-Konsolidierung auf der Holding-Ebene erfolgt.

Eine ausführliche Beschreibung der Segmente und ihrer Entwicklung findet sich im zusammengefassten Lagebericht unter der Darstellung des Geschäftsverlaufs.

Segmentberichterstattung 2017 1.1.-31.12.2017
(in TEUR)
ITK Erneuerbare Energien SHK Zwischensumme Holding/Konsolidierung Konzern
Gesamter Umsatz 15.736 9.784 37.558 63.078 495 63.573
Innenumsatz (Intrasegmenterlöse) –2.633 -42 –14.012 –16.687 0 –16.687
Segment-/Konzernumsatz 13.103 9.742 23.546 46.391 495 46.886
Andere Erträge 418 792 220 1.430 271 1.701
Bestandsveränderung 0 –517 30 –487 0 487
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 0 0 0 0 0
Materialaufwand –6.999 -409 –17.518 –24.926 48 –24.878
Rohergebnis 6.522 9.608 6.278 22.408 814 23.222
Personalaufwand –3.195 -552 –3.031 –6.778 –2.701 –9.479
Sonstige betriebliche Aufwendungen –1.636 –2.815 –2.591 –7.042 -27 –7.069
EBITDA 1.691 6.241 656 8.588 –1.914 6.674
Abschreibungen -355 –2.381 -105 –2.841 -844 –3.685
EBIT 1.336 3.860 551 5.747 –2.758 2.989
Finanzergebnis* –48 –1.254 -48 –1.350 263 –1.087
Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden** 0 0 0 0 1 1
Übriges Finanzergebnis -48 –1.254 -48 –1.350 262 –1.088
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 166 –755 -108 -697 0 -697
Periodenergebnis* 1.454 1.851 395 3.700 –2.495 1.205
Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend -68 0 72 140 0 140
Segmentergebnis*/Konzernergebnis 1.386 1.851 323 3.560 –2.495 1.065
*Vor Ergebnisabführung **Die Buchwerte der „at equity“ bilanzierten Unternehmen betrugen zum 31. Dezember 2017 TEUR 13 und wurden dem Bereich Holding zugeordnet.            
Segmentberichterstattung 2016 1.1.-31.12.2016
(in TEUR)
ITK Erneuerbare Energien SHK Zwischensumme Holding/Konsolidierung Konzern
Gesamter Umsatz 19.718 11.696 32.794 64.208 233 64.441
Innenumsatz (Intrasegmenterlöse) -2.764 -6.780 -11.157 -20.701 0 -20.701
Segment-/Konzernumsatz 16.954 4.916 21.637 43.507 233 43.740
Andere Erträge 498 409 291 1.198 200 1.398
Bestandsveränderung 0 –811 17 –794 0 –794
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 2.500 0 2.500 4 2.504
Materialaufwand -10.456 -1.026 -14.973 -26.455 50 -26.405
Rohergebnis 6.996 5.988 6.972 19.956 487 20.443
Personalaufwand -3.324 -618 -3.018 -6.960 -2.639 -9.599
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.939 -1.659 -2.710 -6.308 167 -6.141
EBITDA 1.733 3.711 1.244 6.688 -1.985 4.703
Abschreibungen -366 -2.303 -139 -2.808 -842 -3.650
EBIT 1.367 1.408 1.105 3.880 -2.827 1.053
Finanzergebnis* –91 -1.138 -51 -1.280 332 -948
Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden** 0 0 0 0 3 3
Übriges Finanzergebnis -91 -1.138 -51 -1.280 329 -951
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -113 902 -206 583 3 586
Periodenergebnis* 1.163 1.172 848 3.183 -2.492 691
Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend -55 0 102 47 0 47
Segmentergebnis*/Konzernergebnis 1.218 1.172 746 3.136 –2.492 644
*Vor Ergebnisabführung **Die Buchwerte der „at equity“ bilanzierten Unternehmen betrugen zum 31. Dezember 2016 TEUR 15 und wurden dem Bereich Holding zugeordnet.            

Der Vorstand der 3U legt als wesentliche Erfolgsgröße für den Geschäftserfolg eines Segments den Segmentumsatz mit den intersegmentären Umsätzen, das EBITDA und das Segmentergebnis vor Ergebnisabführung fest, da diese aus seiner Sicht ausschlaggebend für den Segmenterfolg sind. Dabei ist zu beachten, dass die Steuern vom Einkommen und Ertrag - soweit Organschaftsverhältnisse mit der 3U HOLDING AG bestehen - vom Organträger, der 3U HOLDING AG getragen werden.

Für den 3U Konzern ergaben sich folgende Cashflow-Kenngrößen:

Cashflow-Kenngrößen 2017 (in TEUR) 1.1.-31.12.2017 ITK Erneuerbare Energien SHK Holding/Konsolidierung Konzern
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 297 3.345 -251 3.255 6.646
Cashflow aus Investitionstätigkeit -220 –730 -29 -199 –1.178
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -156 –3.713 -455 –1.078 –5.402
Cashflow-Kenngrößen 2016 (in TEUR) 1.1.-31.12.2016 ITK Erneuerbare Energien SHK Holding/Konsolidierung Konzern
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 1.673 -4.797 1.899 -487 -1.712
Cashflow aus Investitionstätigkeit -176 -10.113 -76 -215 -10.580
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -634 16.653 -452 698 16.265

Zum Zwecke der Überwachung der Ertragskraft und der Verteilung von Ressourcen zwischen den Segmenten beobachtet der Vorstand die Vermögenswerte, die dem einzelnen Segment zugeordnet sind. Die liquiden Mittel werden keinem Segment zugerechnet.

(In TEUR) 31.12.2017 31.12.2016
Vermögenswerte    
Segment ITK 10.138 10.872
Segment Erneuerbare Energien 38.531 51.411
Segment SHK 5.247 4.751
Holding/Konsolidierung 16.053 17.056
Summe Segmentvermögen 69.969 84.090
Nicht zugeordnete Vermögenswerte 11.269 11.672
Summe konsolidierte Vermögenswerte 81.238 95.762
Schulden    
Segment ITK 9.311 10.717
Segment Erneuerbare Energien 49.362 65.467
Segment SHK 5.427 5.530
Holding/Konsolidierung –22.828 -25.110
Summe Segmentschulden 41.272 56.604
Überleitung (Eigenkapital/Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) 39.966 39.158
Summe konsolidierte Schulden/Eigenkapital 81.238 95.762

Bei der Segmentberichterstattung wurden die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt. Die Dienstleistungen zwischen den Segmenten werden marktüblich unter Beachtung des Fremdvergleichsgrundsatzes anhand von gruppenweit einheitlichen Verrechnungspreismodellen abgerechnet. Im Wesentlichen kommt die Cost-Plus-Methode zur Anwendung. Verwaltungsleistungen werden als Kostenumlage berechnet.

Es sind in 2017 langfristige Vermögenswerte mit einem Buchwert von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 0) im Ausland gelegen.

(In TEUR) Abschreibungen Investitionen
2017 2016 2017 2016
Segment ITK 355 366 224 372
Segment Erneuerbare Energien 2.381 2.303 356 10.117
Segment SHK 105 139 33 82
Holding/Konsolidierung 844 842 200 281
Summe 3.685 3.650 813 10.852

Umsatzerlöse der Hauptdienstleistungen

(In TEUR) 2017 2016
Bereiche des Segments ITK    
Voice Retail 3.109 3.990
Voice Business Customer 5.724 9.091
Data Center Services & Operation 1.628 1.791
IT-Services/Cloud-Anwendungen 1.909 1.032
Consulting/IT-Security/IT-Lizenzhandel 733 1.050
Summe Segment ITK 13.103 16.954
Bereiche des Segments Erneuerbare Energien    
Wind 8.052 3.014
Photovoltaik 1.679 1.891
Sonstiges 11 11
Summe Segment Erneuerbare Energien 9.742 4.916
Bereiche des Segments SHK    
Heizen, Kühlen, Lüften 23.545 21.637
Summe Segment SHK 23.545 21.637

Der 3U Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr im Segment ITK mit dem größten Kunden einen Umsatzanteil in Höhe von TEUR 3.750 bzw. 8,0% (Vorjahr: TEUR 5.898 bzw. 13,5 %) erzielt.

Geografische Informationen zu den Umsatzerlösen

(In TEUR) 2017 2016
ITK 13.103 16.954
Davon Inland 10.158 13.395
Davon Ausland 2.945 3.559
Erneuerbare Energien 9.742 4.916
Davon Inland 8.814 4.228
Davon Ausland 929 688
SHK 23.545 21.637
Davon Inland 21.467 19.716
Davon Ausland 2.078 1.922

Die Zuordnung erfolgte für In- und Ausland nach dem Ort der Lieferung bzw. der sonstigen Leistung.

Die Umsätze im Ausland wurden im Wesentlichen in den im Nachfolgenden aufgeführten Ländern erzielt.

(In TEUR) 2017 2016
Österreich 1.574 1.370
Belgien 1.168 107
Dänemark 956 705
Schweiz 954 2.439

5 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Umsatzerlöse

Die aus der Tätigkeit als Telekommunikationsanbieter erzielten Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen. Die Erfassung des Ertrages erfolgt durch Abrechnung im Anschluss an die Erbringung der Telekommunikationsdienstleistungen. Die Erträge aus bereitgestellten oder gehandelten IT-Lizenzen werden im Voraus berechnet und über den Leistungszeitraum abgegrenzt.

Im Segment Erneuerbare Energien erfolgt die Erfassung des Ertrages aus der Energieerzeugung und Einspeisung durch Abrechnung im Anschluss an die Erbringung der jeweiligen Leistung. Die aus der Planung und Errichtung von Anlagen zur Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien erzielten Umsatzerlöse werden ebenfalls ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Im Segment SHK werden die Umsatzerlöse aus dem Vertrieb von Komponenten aus dem Bereich Sanitär, Heizen und Kühlen sowie mit sonstigen Produkten ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen. Die Erfassung des Ertrages erfolgt durch Abrechnung im Anschluss an die Erbringung der Leistungen.

Erlöse aus der Installation von Heiz- und Klimasystemen werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad (Cost-to-Cost-Methode) vereinnahmt und als Umsatzerlöse ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Diese betreffen in 2017 Erlöse in Höhe von TEUR 6.385 (Vorjahr: TEUR 6.400).

Die kumulierten Kosten der am Stichtag noch laufenden Fertigungsaufträge betragen TEUR 286 (Vorjahr: TEUR 983), die kumulierten ausgewiesenen Gewinne und Verluste TEUR 126 (Vorjahr: TEUR 479).

Die Erlöse aus der Vermietung von Immobilien werden in der Regel monatlich zu Monatsbeginn vereinnahmt.

Die Konzernumsatzerlöse mit Dritten setzen sich aus den Segmenten zusammen, welche in der Segmentberichterstattung dargestellt sind.

Aufteilung der Umsatzerlöse

(In TEUR) 2017 2016
Dienstleistungen 11.030 15.516
Telefondienstleistungen/DCS 10.460 14.197
IT-Services 63 31
Consulting/IT-Security 0 130
Montage- und Installationsdienstleistungen 0 201
Sonstige 506 957
Verkauf von Gütern 34.010 27.225
Energie und Photovoltaik 9.720 5.082
Heizen, Kühlen, Lüften 23.545 21.405
IT-Lizenzen 733 728
Sonstige Produkte 12 10
Lizenzgebühren 1.846 999
Lizenzen (Cloud-Anwendungen) 1.846 999
Summe Konzern 46.886 43.740

5.2 Andere Erträge

Die Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

(In TEUR) 2017 2016
Einspeisevergütung aus Windparks im Vorratsvermögen 617 0
Sachbezüge PKW-Nutzung und sonstige Sachbezüge 328 361
Periodenfremde Erträge 164 125
Erträge aus der Verminderung von Wertberichtigungen 141 362
Versicherungsentschädigungen 80 133
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und von Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 62 123
Erträge aus Anlagenabgängen 3 50
Erträge aus Währungsumrechnungen 0 2
Erträge aus der Entkonsolidierung 0 0
Übrige 306 242
Summe 1.701 1.398

Den Erträgen aus der Verminderung von Wertberichtigungen stehen Aufwendungen aus Forderungsverlusten und aus Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber.

5.3 Bestandsveränderungen

Die Bestandsveränderungen in Höhe von TEUR -487 (Vorjahr: TEUR –794) umfassen im Wesentlichen fertige und unfertige Leistungen im Segment Erneuerbare Energien. Dies betrifft insbesondere Projektentwicklungen im Bereich Windkraft.

5.4 Aktivierte Eigenleistungen

Die aktivierten Eigenleistungen betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.504) und betreffen im Wesentlichen Eigenleistungen im Bereich Erneuerbare Energien und dort insbesondere in der Projektentwicklung.

5.5 Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich im Wesentlichen aus Kosten für Verbindungsleistungen und Netzwerkkosten sowie den Kosten für Rohmaterial und Handelswaren sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen im Bereich Erneuerbare Energien zusammen:

(In TEUR) 2017 2016
Materialaufwand/Wareneinsatz SHK 15.714 13.074
Verbindungsleistungen 4.881 7.851
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.189 2.379
Netzwerkkosten 1.120 1.510
Aufwendungen Lizenzhandel 507 500
Projektleistungen Erneuerbare Energien 336 941
Kosten der Zusammenschaltung 131 150
Gesamt 24.878 26.405

5.6 Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

(In TEUR) 2017 2016
Löhne und Gehälter 7.975 8.128
Sozialabgaben 1.353 1.310
Übriger Personalaufwand 151 161
Gesamt 9.479 9.599

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (Basis: Kopfzahl) betrug:

Segment 2017 2016
ITK 61 55
Erneuerbare Energien 12 11
SHK 70 68
Holding 28 28
Gesamt 171 162

Die Sozialabgaben beinhalten neben den Arbeitgeberbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Krankenversicherung auch Aufwendungen für Ausgleichsabgaben und Beiträge zur Berufsgenossenschaft. Der Aufwand für Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung betrug insgesamt TEUR 594 (Vorjahr: TEUR 582). Leistungsorientierte Pensionszusagen wurden nicht gegeben.

5.7 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Posten enthalten:

(In TEUR) 2017 2016
Werbe- und Bewirtungskosten sowie Verkaufsprovisionen 1.077 1.049
Instandhaltung 987 847
Raumkosten/Mietaufwand 687 532
Reise- und Fahrzeugkosten 687 687
Wertberichtigungen auf Forderungen 621 272
Aufwand Entkonsolidierung 353 0
Versicherungen 317 282
Finanzierungskosten/Nebenkosten Geldverkehr 281 228
Abschluss- und Prüfungskosten 236 244
Sonstige Beratungskosten 208 176
Telefon-/Versandkosten 168 187
Technische Beratungskosten 149 254
Forderungsverluste 147 118
EDV-Kosten 143 106
Sonstige Steuern 113 75
Periodenfremde Aufwendungen 89 338
Rechtsberatungs- und Gerichtskosten 66 71
Beiträge, Gebühren und Spenden 58 65
Übrige 682 610
Summe 7.069 6.141

In den übrigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 2) enthalten.

5.8 Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betragen TEUR 3.685 (Vorjahr: TEUR 3.650). Die Abschreibungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig verändert.

5.9 Finanzergebnis

In diesen Posten werden Zinsen aus Kontokorrent- und Darlehenskonten sowie die Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, ausgewiesen.

(In TEUR) 2017 2016
Zinsen und ähnliche Erträge 40 86
Zinserträge 40 86
Zinsaufwendungen für Finanzverbindlichkeiten –1.128 -1.018
Zinsaufwendungen –1.128 -1.018
Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 1 3
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -19
Gesamt –1.087 -948

5.10 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Ertragsteuern sind sowohl die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

(In TEUR) 2017 2016
Laufende Ertragsteueraufwendungen 226 637
Latente Steuern 471 -1.223
Gesamt 697 -586

Die 3U HOLDING AG und ihre deutschen Tochtergesellschaften unterliegen der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer. Im Geschäftsjahr 2017 galt für Gewinne ein Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich 5,5% Solidaritätszuschlag. Die Gewerbe steuer betrug in 2017 in Marburg ca. 14 % des Gewerbeertrags. Der Ertragsteuersatz im Konzern (Muttergesellschaft) beträgt 29,825 % (im Vorjahr 29,825 %).

Der verwendete Steuersatz für die ausländischen Gesellschaften beträgt für Österreich 25 %.

Die direkt im Eigenkapital erfassten aktiven latenten Steuern auf Sicherungsinstrumente betrugen im Geschäftsjahr TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2).

Mit Wirkung zum 1. Januar 2005 hat die 3U HOLDING AG mit der LineCall Telecom GmbH und der fon4U Telecom GmbH Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen. Die Ergebnisabführungsverträge wurden in der außer ordentlichen Hauptversammlung vom 15. November 2005 beschlossen und im Dezember 2005 im Handelsregister eingetragen.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2007 hat die 3U HOLDING AG als herrschendes Unternehmen mit 3U TELECOM GmbH, 010017 Telecom GmbH und Discount Telecom S&V GmbH einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Nach Zustimmung der Hauptversammlung wurden diese Ergebnisabführungsverträge Ende 2007 im Handelsregister eingetragen.

Die Ergebnisabführungsverträge wurden in 2014 den steuerrechtlichen Anforderungen entsprechend angepasst. Die Eintragungen im Handelsregister erfolgten Ende 2014.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 hat die 3U ENERGY AG als herrschendes Unternehmen mit der 3U ENERGY PE GmbH einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Nach Zustimmung der Hauptversammlung der 3U ENERGY AG wurde dieser Ergebnisabführungsvertrag Ende 2015 im Handelsregister eingetragen.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 hat die 3U HOLDING AG als herrschendes Unternehmen mit der Selfio GmbH einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Nach Zustimmung der Hauptversammlung der 3U HOLDING AG wurde dieser Ergebnisabführungsvertrag Ende 2016 im Handelsregister eingetragen.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 hat die 3U HOLDING AG als herrschendes Unternehmen mit der PELIA Gebäudesysteme GmbH einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Nach Zustimmung der Hauptversammlung der 3U HOLDING AG wurde dieser Ergebnisabführungsvertrag Mitte 2017 im Handelsregister eingetragen.

Die folgende Übersicht beinhaltet gemäß IAS 12.81 eine Überleitungsrechnung zwischen dem Steueraufwand, der sich rechnerisch bei Anwendung der deutschen Steuersätze auf das ausgewiesene Jahresergebnis vor Steuern ergibt und dem tatsächlichen Steueraufwand in dem vorliegenden Konzernabschluss:

Überleitungsrechnung 2017
TEUR
2017
%
2016
TEUR
2016
%
Ergebnis vor Steuern 1.902 100,0 105 100,0
Ertragsteuersatz (29,825 %; Vorjahr: 29,825 %)        
Rechnerischer Steueraufwand/-ertrag 567 29,8 31 29,5
Nicht abziehbare Ausgaben/steuerfreie Einnahmen 28 1,4 44 41,9
Effekte aus Wertberichtigung latenter Steuern/Nichtansatz latenter Steuern auf Verlustvorträge 47 2,5 -203 -193,3
Nutzung steuerlicher Verlustvorträge, im Vorjahr kein Ansatz -86 -4,5 -452 -430,5
Effekt aus Steuersatzdifferenzen ausländischer Steuerhoheiten 5 0,3 0 0,0
Abweichungen aus unterschiedlichen Gewerbesteuerhebesätzen -18 -1,0 2 1,9
Effekte aus Entkonsolidierung 105 5,5 0 0,0
Effekte aus Steuersatzänderungen 5 0,3 -41 -39,0
Aperiodische Steuereffekte 47 2,5 28 26,7
Übrige -3 -0,2 5 4,8
Effektiver Steueraufwand 697 36,6 -586 -558,1

5.11 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie entspricht dem Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten und dem Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten, die jeweils den Stammaktionären der 3U HOLDING AG zugerechnet werden können, bzw. dem Gewinn (nach Steuern), dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres ausstehenden Aktien.

Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf den folgenden Daten:

2017 2016
Basis für das Ergebnis je Aktie (auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallender Anteil in TEUR) 1.065 644
Anzahl der Aktien (in Stück)    
Stand 1. Januar* 33.130.376 33.130.376
Stand 31. Dezember 33.130.376 33.130.376
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Stammaktien für das Ergebnis 33.130.376 33.130.376
Ergebnis je Aktie (in EUR)* 0,03 0,02
*Weder im Geschäftsjahr 2017 noch im Geschäftsjahr 2016 gab es Effekte, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses führen könnten.    

6 Angaben zur Bilanz

6.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres werden im Konzernanlagespiegel (Anlage zum Anhang) gesondert dargestellt.

6.1.1 Immaterielle Vermögenswerte

Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

(In TEUR) 31.12.2017 31.12.2016
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.020 1.705
Geschäfts- oder Firmenwert 603 603
Gesamt 1.623 2.308

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach der linearen Methode bewertet. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Nutzungsrechte für Grundstücke und Softwarelizenzen für Übertragungs- und IT-Technik. Wir verweisen zu den Abschreibungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Nutzungsrechte für Grundstücke wurden über die vertraglich geregelte Laufzeit abgeschrieben.

Im Rahmen der Anschaffung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „Onlineshop“ wurde ein Goodwill in Höhe von TEUR 170 ermittelt. Dieser ist nach der Neustrukturierung der Segmente dem Segment SHK zugeordnet. Ebenso wurde im Rahmen der Erwerbe der Aufwind & ORBIS Havelland GmbH & Co. KG zusammen mit der Aufwind & ORBIS Havelland Verwaltungs-GmbH (nach erfolgter Anwachsung 3U ENERGY PE GmbH) ein Goodwill in Höhe von TEUR 411 sowie der Windpark Langendorf GmbH & Co. KG mit der Komplementär-GmbH zusammen mit der Repowering Sachsen-Anhalt GmbH ein Goodwill in Höhe von TEUR 22 aufgedeckt und dem Segment Erneuerbare Energien zugeordnet.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden im Rahmen der Wertminderungstests die Nutzungswerte (value in use) ermittelt, welche in sämtlichen Fällen die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten überstiegen haben, so dass Wertminderungen auf die Goodwills im Geschäftsjahr 2017 und auch bisher nicht zu erfassen waren.

Für die Berechnung der Nutzungswerte sind die wesentlichen Annahmen bei dem Onlineshop der Anstieg der Umsatzerlöse, der sich auf die Wachstumsraten der Vergangenheit sowie auf verfügbare Markstudien stützt. Die Annahme der Umsätze in der Projektentwicklung basiert auf den bisher vorliegenden Angeboten für einzelne Windparkprojekte sowie auf bekannten Angeboten anderer Projektentwickler. Außerdem wird erwartet, dass die notwendigen Genehmigungen für die geplanten Windparkprojekte erteilt werden. Die Umsätze im Windpark Langendorf wurden auf Basis der gesicherten EEG-Vergütung und einer Verfügbarkeit von mindestens 97 % ermittelt.

Bei der Ermittlung der Nutzungswerte zum 31. Dezember 2017 wurde ein gewichteter Kapitalkostensatz vor Steuern (WACC) von 9,12 % (Vorjahr: 8,51 %) für die zahlungsmittelgenerierende Einheit „Onlineshop“, 6,28% (Vorjahr: 14,23%) für die Projektentwicklung (3U ENERGY PE GmbH) und 5,16 % (Vorjahr: 7,74 %) für die Gewinnung von Windenergie (Windpark Langendorf GmbH & Co. KG) herangezogen. Wachstumsraten wuden in dem Kapitalkostensatz nicht angesetzt. Änderungen der zentralen Annahmen können grundsätzlich einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte haben. Nach heutiger Einschätzung ist nicht zu erwarten, dass die Nutzungswerte der zahlungsmittel generierenden Einheiten unter deren Buchwerten liegen. Wir verweisen auch auf unsere Ausführungen unter 2.3.14.

6.1.2 Sachanlagevermögen

Die Buchwerte des Sachanlagevermögens sind dem Konzernanlagespiegel zu entnehmen.

Der im Geschäftsjahr 2016 neu errichtete Windpark Lüdersdorf wurde im Wesentlichen unter den technischen Anlagen und Maschinen ausgewiesen und wird in 2017 unter den zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten gezeigt. Die im Geschäftsjahr 2014 erworbenen Windkraftanlagen des Windparks Langendorf wurden unter den technischen Anlagen und Maschinen ausgewiesen. Das damit im Zusammenhang stehende Grundstück für das Umspannwerk des Windparks Langendorf wurde unter den Grundstücken und Bauten aktiviert. Der Solarpark Adelebsen wird mit allen technischen Komponenten unter den technischen Anlagen und Maschinen ausgewiesen, während das Grundstück, auf dem die Freiflächen anlage des Solarparks errichtet wurde, unter den Grundstücken und Bauten gezeigt wird.

6.1.3 Anlageimmobilien

Unter den Anlageimmobilien werden grundsätzlich die Anlageimmobilien ausgewiesen, die nicht oder nur unwesentlich eigenbetrieblich genutzt werden. Zu diesen Immobilien zählen die Rechenzentrumsimmobilie in Hannover mit ihrem nicht eigenbetrieblich genutzten Teil und die Gewerbeimmobilie in Adelebsen. Für die Gewerbeimmobilie in Adelebsen wurde lediglich der Teil, auf dem die Freiflächenanlage des Solarparks errichtet wurde, nicht als Anlageimmobilie ausgewiesen. Die Gebäude und das übrige Grundstück werden unter den Anlageimmobilien gezeigt. Die Rechenzentrumsimmobilie in Hannover, welche im Geschäftsjahr 2014 erworben wurde, besteht aus zwei Gebäuden. Das nicht eigenbetrieblich genutzte Gebäude wird unter den Anlageimmobilien ausgewiesen. Das andere Gebäude wird unter den Sachanlagen gezeigt.

Die Miet- und Pachterträge aus Anlageimmobilien betrugen im Geschäftsjahr 2017 TEUR 647 (Vorjahr: TEUR 606). Operative Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2017 für die Anlageimmobilien in Höhe von TEUR 122 (Vorjahr: TEUR 94) entstanden. Davon entfallen TEUR 122 (Vorjahr: TEUR 94) auf vermietete Anlageimmobilien und TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) auf Immobilien, mit denen während des Geschäftsjahres 2017 bzw. 2016 keine Mieteinnahmen erzielt wurden.

Die Bewertung der Anlageimmobilien erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten. Einzelheiten sind in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens dargestellt. Die Zeitwerte dieser Anlageimmobilien betrugen zum 31. Dezember 2017 TEUR 9.741 (Vorjahr: TEUR 9.994). Im Berichtsjahr sind nachträgliche Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 82) angefallen.

Die Zeitwerte (Fair-Value-Hierarchiestufe 3) wurden auf Basis der Ertragswertmethode durch einen unabhängigen Gutachter (Zertifizierter Sachverständiger für Immobilienbewertung) ermittelt. Hierbei wurden folgende Annahmen getroffen:

2017 2016
Adelebsen Hannover Adelebsen Hannover
Bodenwertverzinsung/Liegenschaftszinssatz 6,62% 6,00% 6,62 % 5,57%
Bewirtschaftungskosten 19,00% 21,00% 19,00% 21,00%
Restnutzungsdauer der Gebäude 30 Jahre 35 Jahre 31 Jahre 36 Jahre
Abgabefreier Bodenrichtwert 23,00 EUR/m2 153,50 EUR/m2 23,00 EUR/m2 154,50 EUR/m2

6.1.4 Finanzanlagen und sonstige langfristige Vermögensgegenstände

Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Zum 31. Dezember 2017 wurde die Spider Telecom GmbH, Marburg, nach der Equity-Methode bilanziert. Über die Spider Telecom GmbH werden wesentliche Deckungsbeiträge für den Telefonienetzbetrieb erwirtschaftet. Die zusammenfassende Finanzinformation nach IFRS für diese Beteiligung stellt sich wie folgt dar:

Spider Telecom GmbH

Spider Telecom GmbH
(in TEUR)
31.12.2017 31.12.2016
Summe kurzfristige Vermögenswerte 159 547
Summe langfristige Vermögenswerte 0 0
Summe kurzfristige Schulden 122 453
Summe langfristige Schulden 0 0
Abschreibungen 0 0
Zinserträge 2 3
Zinsaufwand 0 0
Steuern 5 29
Umsatzerlöse 447 835
Gewinn/Verlust (-) nach Steuern 12 69

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind in den kurzfristigen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 389) enthalten. In den kurzfristigen Schulden sind Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Langfristige Finanzverbindlichkeiten bestanden weder zum 31. Dezember 2017 noch zum 31. Dezember 2016.

Bilanzstichtag der Gesellschaft ist der 31. Dezember 2017 bzw. der 31. Dezember 2016.

Die Spider Telecom GmbH hat mit ihrem weiteren Gesellschafter einen Leistungsverrechnungsvertrag geschlossen. Im Geschäftsjahr wurden auf der Grundlage dieses Vertrags Leistungen in Höhe von TEUR 191 (Vorjahr: TEUR 360) verrechnet.

Der Wertansatz für dieses nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen hat sich wie folgt entwickelt:

Wertansatz
(in TEUR)
2017 2016
Stand am 1. Januar 15 19
Vereinnahmte Gewinnausschüttung 3 6
Anteiliges Jahresergebnis 1 2
Stand am 31. Dezember 13 15

Es bestehen keine Beschränkungen der Fähigkeit des Gemeinschaftsunternehmens, Finanzmittel in Form von Bardividenden oder Darlehens- oder Vorschusstilgungen an den Anteilseigner zu transferieren.

Eventualverbindlichkeiten oder Kapitalverpflichtungen bestehen gegenüber diesen Unternehmen nicht.

Übrige Finanzanlagen

Unter den übrigen Finanzanlagen werden die Projekt-Vorratsgesellschaften aus dem Bereich der Windparkprojektentwicklung sowie sonstige Gesellschaften, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowohl einzeln als auch gemeinsam von untergeordneter Bedeutung ist, ausgewiesen. Die myFairPartner Limited mit Sitz in London wurde im Mai 2017 nach erfolgter Liquidation gelöscht und wird seitdem nicht mehr unter den Finanzanlagen geführt.

Sonstige langfristige Vermögenswerte

Ausleihungen

Seit dem 1. Januar 2015 besteht ein Darlehensvertrag mit einer Laufzeit von 48 Monaten und einer Verzinsung in Höhe von 2,5 %. Das Darlehen ist durch Sicherungsübereignung von Anlage- und Vorratsvermögen gesichert. Der Saldo des Darlehens beträgt zum 31. Dezember 2017 TEUR 784 (Vorjahr: TEUR 826). Im Geschäftsjahr 2017 wurde der Darlehensbuchwert durch weitere Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt TEUR 486 an den Wert der Sicherheiten angepasst.

6.1.5 Finanzierungsleasing

Im 3U Konzern bestehen Finanzierungsleasingverträge, bei denen der 3U Konzern Leasingnehmer ist, im Wesentlichen für IT-Hardware, die über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben werden. Die Nettobuchwerte der bilanzierten Vermögenswerte betragen zum Bilanzstichtag TEUR 130 (Vorjahr: TEUR 171). Die Verpflichtungen für Mindestleasingzahlungen aus diesen Leasingverhältnissen betragen insgesamt TEUR 151 (Vorjahr: TEUR 204). Von diesem Betrag sind TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 53) bis zu einem Jahr und TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 151) länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren sowie TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) länger als fünf Jahren fällig. Unter Berücksichtigung eines Zinsanteils von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 6) beträgt der Barwert der Mindestleasingzahlungen TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 198). Der Zinsanteil ist mit TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 3) innerhalb eines Jahres fällig.

6.1.6 Operating Leasing

Im 3U Konzern bestehen Verträge im Rahmen von Operating Leasing, bei denen der 3U Konzern Leasingnehmer ist, im Wesentlichen für Kfz-Leasing und Leasing von technischen Büroausstattungen sowie Miete für Gebäude und Windparkflächen. Die Verpflichtungen für Mindestleasingzahlungen aus diesen Leasingverhältnissen betragen insgesamt TEUR 4.909 (Vorjahr: TEUR 5.187). Von diesem Betrag sind TEUR 663 (Vorjahr: TEUR 770) bis zu einem Jahr und TEUR 1.201 (Vorjahr: TEUR 1.215) länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren sowie TEUR 3.044 (Vorjahr: TEUR 3.202) länger als fünf Jahren fällig. Der Aufwand aus dem Operating Leasing beträgt im Jahr 2017 TEUR 797 (Vorjahr: TEUR 770).

Es bestehen Verlängerungsoptionen bei den Windparkflächen von fünf Jahren. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Verlängerungs- oder Kaufoptionen.

Als Leasinggeber hat der 3U Konzern Immobilienleasingverträge abgeschlossen. Die Mindestleasingzahlungen aus diesen Leasingverhältnissen betragen insgesamt TEUR 426 (Vorjahr: TEUR 626). Von diesem Betrag sind TEUR 334 (Vorjahr: TEUR 339) innerhalb eines Jahres und TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 287) länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren sowie TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) länger als fünf Jahre fällig.

Es bestehen Verlängerungsoptionen im Rahmen der Gebäudemiete seitens der Mieter.

6.2 Latente Steuern

Latente Steuern wurden unter Berücksichtigung der temporären Unterschiede nach der Verbindlichkeitsmethode gemäß IAS12 berechnet.

Die 3U HOLDING AG nimmt die nach IAS 12 gebotene Saldierung vor, wonach Aktiv- und Passivposten aus latenten Steuern saldiert auszuweisen sind, wenn diese aufrechenbar (für das betreffende Steuersubjekt) gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Im Berichtsjahr wurden passive latente Steuern mit aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 932 (Vorjahr: TEUR 538) saldiert.

Die aktiven und passiven latenten Steuern setzten sich zu den Bilanzstichtagen wie folgt zusammen:

Latente Steuern
(in TEUR)
31.12.2017 31.12.2016
Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 0 218 0 205
Sachanlagen 483 1.524 534 1.051
Vorräte 9 0 656 0
Sonstige Aktiva 302 54 101 29
Rückstellungen 80 46 103 36
Verbindlichkeiten 11 28 53 57
Verlustvorträge 1.506 0 924 0
Zwischensumme 2.391 1.870 2.371 1.378
Saldierung 932 932 538 538
Gesamt 1.459 938 1.833 840

Zeitlich unbegrenzt nutzbare Verlustvorträge, für die in der Konzernbilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, betragen unter Berücksichtigung der landesrechtlichen steuerlichen Vorschriften insgesamt TEUR 27.624 (Vorjahr: TEUR 27.784) für Körperschaftsteuer bzw. TEUR 29.342 (Vorjahr: TEUR 29.291) für Gewerbesteuer und betreffen im Wesentlichen die Verlustvorträge bei den im Aufbau befindlichen oder inaktiven Gesellschaften sowie bei der 3U HOLDING AG.

Zum Bilanzstichtag bestehen steuerpflichtige temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 172 (Vorjahr: TEUR 184), auf welche keine latenten Steuern passiviert worden sind, da weder Veräußerungen noch Gewinnausschüttungen geplant sind.

Im Organkreis der 3U ENERGY AG wurden in 2017 latente Steuern in Höhe von TEUR 577 (Vorjahr: TEUR 878) angesetzt, deren Realisierung von künftigen zu versteuernden Ergebnissen abhängt, die höher als die Ergebniseffekte aus der Auflösung bestehender passiver latenter Steuern sind. Der Organkreis hatte in 2017 ein negatives zu versteuerndes Ergebnis erzielt. Aufgrund der Änderung des Geschäftsmodells durch die Einstellung der defizitären Aktivitäten verbunden mit der Ausrichtung auf das Windparkgeschäft wird in künftigen Geschäftsjahren mit dem Erzielen ausreichender steuerpflichtiger Gewinne gerechnet.

In der weclapp GmbH wurden in 2017 latente Steuern in Höhe von TEUR 193 angesetzt, deren Realisierung ausschließlich von künftig zu versteuernden Ergebnissen abhängt. Die Gesellschaft hatte 2016 ein negatives zu versteuerndes Ergebnis erzielt. Mit der kontinuierlichen Ausweitung der Kunden/Nutzer wurde in 2017 ein positives zu versteuerndes Ergebnis erreicht. Aufgrund geplanter weiterer positiver Ergebnisse im Detailplanungszeitraum wurden die aktiven latenten Steuern als werthaltig angesehen.

6.3 Vorräte

Die Vorräte setzten sich wie folgt zusammen:

(In TEUR) 31.12.2017 31.12.2016
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 233 227
Unfertige Leistungen 4.229 13.292
Fertige Leistungen und Waren 1.485 1.278
Gesamt 5.947 14.797

Mit dem Nettoveräußerungswert sind Vorräte in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) angesetzt worden. Zuschreibungen sind weder im Jahr 2017 noch im Jahr 2016 erfolgt.

Unter den unfertigen Leistungen werden die Windparkprojektentwicklungen des Konzerns ausgewiesen.

Im Vorjahr wurden im Rahmen der Finanzierung für den Windpark Schlenzer die im Vorratsvermögen ausgewiesene Windparkprojektentwicklung sowie die entsprechenden Grundstücksrechte mit einem Buchwert von TEUR 10.008 sicherungsübereignet. Im Geschäftsjahr 2017 bestanden keine Sicherungsübereignungen.

6.4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

(In TEUR) 31. 12. 2017 31. 12. 2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 5.437 5.571
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 145 64
Wertberichtigungen –1.294 -925
Gesamt 4.288 4.710

In Abhängigkeit von der Altersstruktur der Forderungen werden konzerneinheitlich Wertberichtigungen auf die Forderungen vorgenommen.

Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen betreffen die noch nicht teilabgerechneten Forderungen aus Planungsleistungen und Materialbereitstellungen für kundenspezifische Aufträge zur Installation von Heiz- und Kühlsystemen. Anzahlungen darauf wurden keine erhalten.

Sicherheitseinbehalte für laufende Aufträge bestanden zum 31. Dezember 2017 in Höhe von TEUR 183 (Vorjahr: TEUR 118).

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als ein Jahr oder aufgrund der Mitteilung eines Inkassounternehmens uneinbringlich sind oder mit deren Ausfall mit ganz überwiegender Wahrscheinlichkeit gerechnet werden muss, nimmt der Konzern eine Wertminderung in voller Höhe vor. Das Vorgehen ist durch Erfahrungen aus der Vergangenheit belegt, wonach bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als ein Jahr sind, grundsätzlich nicht mehr mit einem Zufluss gerechnet werden kann.

Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Es besteht keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos, da der Kundenbestand bei den nicht wertberichtigten Forderungen breit ist. Entsprechend ist der Vorstand der Überzeugung, dass keine über die bereits erfassten Wertminderungen hinausgehende Risikovorsorge notwendig ist.

In den Wertminderungen sind einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.294 (Vorjahr: TEUR 925) gegenüber Schuldnern berücksichtigt, über deren Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, die älter als ein Jahr sind bzw. mit deren Ausfall mit ganz überwiegender Wahrscheinlichkeit gerechnet werden muss. Die erfasste Wertminderung resultiert aus der Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert des erwarteten Liquidationserlöses.

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

Die wichtigsten finanziellen Vermögenswerte des Konzerns sind Bankguthaben und Kassenbestände, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Das Ausfallrisiko des Konzerns resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich inklusive der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die auf den Vergangenheitserfahrungen des Managements und Schätzungen des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds des Unternehmens basieren. Das Ausfallrisiko bei den liquiden Mitteln ist beschränkt, da diese in der Regel bei Banken gehalten werden, denen internationale Rating-Agenturen hohe Kreditwürdigkeit bescheinigt haben.

6.5 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte und kurzfristige Ertragsteuerforderungen

Diese setzen sich wie folgt zusammen:

(In TEUR) 31.12.2017 31.12.2016
Forderungen aus Steuererstattungen 505 1.828
Kautionen 0 0
Vorauszahlungen 264 236
Sonstiges 540 841
Gesamt 1.309 2.905

In den Forderungen aus Steuererstattungen sind Ertragsteuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 380 (Vorjahr: TEUR 323) enthalten.

In den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen, welche nicht konsolidiert worden sind oder mit denen ein assoziiertes Beteiligungsverhältnis besteht, wie folgt enthalten:

(In TEUR) 31.12.2017 31.12.2016
Sonstige Forderungen 116 111
Wertberichtigungen -69 -38
Gesamt 47 73

Der Buchwert der sonstigen Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

Für Ausführungen zum Ausfallrisiko wird auf 8.2 verwiesen.

6.6 Liquide Mittel

Der Posten liquide Mittel beinhaltet Festgelder, Guthaben bei Banken und Kassenbestände mit einer ursprünglichen Fälligkeit von drei Monaten oder weniger. Der Buchwert dieser Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

Für Ausführungen zum Ausfallrisiko wird auf 8.2 verwiesen.

6.7 Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte und die damit im Zusammenhang stehenden Schulden

Unter den zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten wird im Geschäftsjahr 2017 der Windpark Lüdersdorf als Veräußerungsgruppe mit seinen Vermögenwerten ausgewiesen. Ebenso werden die damit in Zusammenhang stehenden Schulden gesondert ausgewiesen. Grundsätzlich werden die Vermögenswerte und Schulden dem Segment Erneuerbare Energien zugeordnet.

(In TEUR) 31.12.2017 31.12.2016
Vermögenswerte    
Immaterielle Vermögenswerte 666 0
Sachanlagen 8.834 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 9 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 179 0
Liquide Mittel 469 0
Vermögenswerte gesamt 10.157 0
Schulden    
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 8.599 0
Langfristige Rückstellungen 125 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 85 0
Vermögenswerte gesamt 8.813 0

Mit Vertrag vom 29. September 2017 wurde der Green City Energy AG eine Option auf den Erwerb der Geschäftsanteile an der Märkischen Windkraft 110 GmbH & Co. KG (Windpark Lüdersdorf II) eingeräumt. Die Option kann durch die Green City Energy AG grundsätzlich im Zeitraum vom 1. Mai 2018 bis zum 30. Juni 2018 ausgeübt werden, unter bestimmten Bedingungen steht der Gesellschaft ein weiterer Ausübungszeitraum vom 1. September 2018 bis zum 30. September 2018 zu.

6.8 Eigenkapital

6.8.1 Gezeichnetes Kapital

Das begebene Grundkapital setzt sich seit dem 27. November 2012 zusammen aus 35.314.016 nennwertlosen, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00 je Aktie. Das gesamte Grundkapital ist voll erbracht.

Die Gesellschaft verfügt nur über eine Klasse von Aktien. Diese gewährleisten keinen festen Gewinnanspruch. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus den §§12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG.

Genehmigtes Kapital

Im Rahmen der Hauptversammlung am 27. August 2014 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 26. August 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu EUR 7.062.803,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ausgeschlossen werden kann.

Bedingtes Kapital

Die Gesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital in Höhe von EUR 3.531.401,00 (Vorjahr: EUR 4.684.224,00). Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 wurde das bis dahin bestehende bedingte Kapital aufgehoben. Das bedingte Kapital diente der Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft. Im Rahmen des Aktienoptions programms 2011 wurden bis zum 30. November 2011 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben; zur Hauptversammlung am 25. Mai 2016 waren sämtliche Optionsrechte verfallen.

Ebenfalls mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 3.531.401,00 bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Optionsrechte ausgegeben werden und die Bezugsberechtigten von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen.

Rücklagen

Die Gesellschaft bilanziert zum 31. Dezember 2017 eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 10.345 (Vorjahr: TEUR 10.345) sowie eine Gewinnrücklage in Höhe von TEUR –844 (Vorjahr: TEUR –719). Im Zusammenhang mit der Übernahme von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter entwickelte sich die Gewinnrücklage negativ.

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 10.345 (Vorjahr: TEUR 10.345) enthält das Aufgeld gegenüber dem Nominalbetrag aus der Ausgabe von Aktien der 3U HOLDING AG in Höhe von TEUR 21.499 (Vorjahr: TEUR 21.499).

Eigene Anteile

Die eigenen Anteile haben sich wie folgt entwickelt:

(In Stück) 2017 2016
Stand 1. Januar 2.183.640 2.183.640
Erwerb eigene Anteile 0 0
Stand 31. Dezember 2.183.640 2.183.640

Dividendenzahlungen

Für das Geschäftsjahr 2016 wurde eine Dividende in Höhe von EUR 0,01 je gewinnbezugsberechtigtem Anteil ausgeschüttet (insgesamt TEUR 331). Für das Geschäftsjahr 2017 schlagen Vorstand und der Aufsichtsrat vor, je gewinnbezugsberechtigtem Anteil EUR 0,02 auszuschütten. Die gesamte Dividendenzahlung würde gemäß diesem Vorschlag TEUR 662 betragen.

6.8.2 Aktienrückkaufprogramme

Der Vorstand der 3U HOLDING AG hat auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 erteilten Ermächtigung beschlossen, in der Zeit vom 1. Mai 2013 bis längstens zum 30. Mai 2017 bis zu 10 % der eigenen Aktien (bis zu Stück 3.531.401 Aktien) über die Börse zurückzukaufen. Die Aktien können zu allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 vorgesehenen Zwecken verwendet werden. Im Rahmen des am 2. Mai 2013 begonnenen Aktienrückkaufprogramms wurden bis zum 30. Mai 2017 2.183.640 Aktien (Vorjahr: 2.183.640 Aktien) zu einem Durchschnittskurs von knapp EUR 0,57 zurückgekauft; das entspricht 6,18 % des Grundkapitals von EUR 35.314.016,00.

6.8.3 Mitarbeiterbeteiligungsprogamm

Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 wurden insgesamt 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben. Bis zum Ende der Laufzeit des Aktienoptionsplans 2011 am 6. Februar 2016 wurden keine Optionsrechte ausgeübt. Die Aktienoptionen sind damit vollständig verfallen. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.

Die Entwicklung der Aktienoptionen stellt sich wie folgt dar:

(In Stück) 2017 2016
Stand 1. Januar 0 2.762.500
Ausgegeben 0 0
Verfallen 0 2.762.500
Stand 31. Dezember 0 0

6.8.4 Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Die Kapitalanteile nicht beherrschender Gesellschafter betragen TEUR 1.208 (Vorjahr: TEUR –1.372).

Die Kapitalanteile nicht beherrschender Gesellschafter teilen sich auf die einzelnen Konzerngesellschaften wie folgt auf:

(In TEUR) 31.12.2017 31.12.2016
ClimaLevel Energiesysteme GmbH 79 108
RISIMA Consulting GmbH 0 -125
weclapp GmbH –1.287 -1.355
Summe –1.208 -1.372

Die Übernahme der Geschäftsanteile der nicht beherrschenden Gesellschafter an der RISIMA Consulting GmbH durch die 3U HOLDING AG im Geschäftsjahr 2017 führte zu einer Verminderung des Eigenkapitals der 3U HOLDING AG um TEUR 125.

Bei den Gesellschaften mit wesentlichen Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter ergeben sich nachfolgende Finanzkennzahlen:

weclapp GmbH

31.12.2017 31.12.2016
Anteil in % 25,0002 25,0002
Umsatz in TEUR 1.911 1.033
EBITDA in TEUR 358 -124
Vermögen in TEUR 492 459
Schulden in TEUR 5.639 5.879
Gesamt Cashflow in TEUR 28 23
Ergebnisanteil nicht beherrschender Gesellschafter 68 -55

ClimaLevel Energiesysteme GmbH

31.12.2017 31.12.2016
Anteil in % 25,0 25,0
Umsatz in TEUR 6.248 6.849
EBITDA in TEUR 449 632
Vermögen in TEUR 1.456 1.662
Schulden in TEUR 1.138 1.228
Gesamt Cashflow in TEUR -136 167
Ergebnisanteil nicht beherrschender Gesellschafter 72 102

Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Betrag von TEUR 101 (Vorjahr: TEUR 36) an die nicht beherrschenden Gesellschafter ausgeschüttet und ein Betrag von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 48) in den Ergebnisvortrag umgebucht.

RISIMA Consulting GmbH

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter wurden zu Beginn des Jahres 2017 übernommen.

31.12.2016
Anteil in % 25,0
Umsatz in TEUR 1.129
EBITDA in TEUR 128
Vermögen in TEUR 547
Schulden in TEUR 933
Gesamt Cashflow in TEUR 8
Ergebnisanteil nicht beherrschender Gesellschafter* 0

*Vereinbarung im Rahmen des in 2017 abgeschlossenen Anteilskaufs

6.9 Finanzverbindlichkeiten und sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um langfristige Bankdarlehen, die für die Finanzierung von Immobilien, Solarparks und Windparks abgeschlossen wurden.

Ein Darlehen für den Standort Marburg valutiert mit TEUR 1.350 (Vorjahr: TEUR 1.463). Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Dezember 2029. Das Darlehen ist mit Grundschulden in Höhe von EUR 2,25 Mio. besichert.

Zwei Darlehen mit je TEUR 750 wurden zur Finanzierung des Immobilienerwerbs in Montabaur abgeschlossen. Die Darlehen haben eine Laufzeit bis zum 30. Mai 2027 und sind mit Grundschulden in Höhe von je TEUR 750 besichert. Die Darlehen valutieren zum 31. Dezember 2017 mit je TEUR 528 (Vorjahr: TEUR 578).

Für die Immobilie in Linz am Rhein wurde ein Darlehen in Höhe von TEUR 300 abgeschlossen und durch eine Grundschuld in gleicher Höhe besichert. Das Darlehen valutiert mit TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 138) und hat eine Laufzeit bis zum 30. Oktober 2027.

Im Geschäftsjahr 2014 wurde die Finanzierung des Solarparks Adelebsen über TEUR 14.141 abgerufen. Das Darlehen hat eine Laufzeit von 18 Jahren und ist durch die Abtretung des Anspruchs aus der Stromeinspeisung, durch Raumsicherungsübereignung der PV-Anlage und durch Eintragung beschränkter persönlicher Dienstbarkeiten im Grundbuch gesichert. Das Darlehen valutiert zum 31. Dezember 2017 mit TEUR 10.886 (Vorjahr: TEUR 11.717). Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Fremdfinanzierung des Solarparks durch Aufnahme eines weiteren Darlehens über TEUR 1.000 mit identischem Laufzeitende erhöht. Die Sicherung dieses Darlehens erfolgt über die für das ursprüngliche Darlehen gestellten Sicherheiten. Das Darlehen valutiert zum 31. Dezember 2017 mit TEUR 867 (Vorjahr: TEUR 933). Im Rahmen der beiden Darlehen wurde außerdem ein Guthaben in Höhe von TEUR 694 (Vorjahr: TEUR 694) auf einem Kapitaldienstreservekonto verpfändet.

Der Erwerb der Immobilie in Hannover wurde durch ein Darlehen in Höhe von TEUR 6.000 finanziert. Das Darlehen hatte eine Laufzeit bis zum 1. Mai 2017 und valutierte zum 31. Dezember 2016 mit TEUR 5.175. Es war durch Grundschulden in Höhe von TEUR 6.000 besichert. Darüber hinaus wurden die Rechte und Ansprüche aus den Miet- und Pachtverträgen für diese Immobilie abgetreten. Im Zusammenhang mit dieser Darlehensgewährung besteht eine Verpflichtung zur Einhaltung von Finanzkennzahlen (financial covenants); bei Nichteinhaltung dieser Kennzahlen hat die Bank das Recht, weitere Sicherheiten anzufordern bzw. das Darlehen zu kündigen. Die Überprüfung dieser Kennzahlen erfolgte auf 12-Monatsbasis zum 30. Juni 2017 und zum 31. Dezember 2017 und bestätigte deren Einhaltung. Als weitere Sicherheit dient das Guthaben in Höhe von TEUR 1.500, welches im Rahmen der Kreditlinie verpfändet wurde. Im Geschäftsjahr 2017 wurden zwei Zwischenfinanzierungen für die Immobilie über TEUR 4.000 abgeschlossen. Die erste Zwischenfinanzierung hatte eine Laufzeit bis zum 31. August 2017. Die zweite Zwischenfinanzierung ist befristet bis zum 29. Juni 2018. Die Sicherheiten aus dem Ursprungsdarlehen wurden jeweils auf die Zwischenfinanzierungen übertragen.

Im Geschäftsjahr 2015 wurde die Finanzierung für den Erwerb des Windparks Langendorf in Höhe von TEUR 9.000 abgerufen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Dezember 2019 und valutiert am 31. Dezember 2017 mit TEUR 3.533 (Vorjahr: TEUR 5.300). Es ist durch die Abtretung des Anspruchs aus der Stromeinspeisung, durch Raumsicherungsübereignung der 15 Windenergieanlagen, durch Eintragung beschränkter persönlicher Dienstbarkeiten im Grundbuch und durch Eintragung einer Grundschuld in Höhe von TEUR 100 gesichert. Im Rahmen dieses Darlehens wurde außerdem ein Guthaben in Höhe von TEUR 900 auf einem Kapitaldienstreservekonto verpfändet.

Für die langfristige Finanzierung des Windparks Lüdersdorf wurde ein Darlehensvertrag über einen Gesamtdarlehensbetrag von EUR 8,9 Mio. abgeschlossen, der zum 31. Dezember 2016 noch nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Das inzwischen vollständig abgerufene Darlehen valutiert am 31. Dezember 2017 mit TEUR 8.599 (Vorjahr: TEUR 8.503) und hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2034. Es ist durch die Abtretung des Anspruchs aus der Stromeinspeisung und durch Raumsicherungsübereignung der Windenergieanlagen gesichert.

Der Windpark Schlenzer wurde ebenfalls durch eine langfristige Fremdkapitalaufnahme in Höhe von insgesamt EUR 9,3 Mio. finanziert. Die Finanzierung bestand aus zwei Darlehen mit einer Laufzeit jeweils bis zum 30. September 2034. Sie waren durch die Abtretung des Anspruchs aus der Stromeinspeisung und durch Raumsicherungsübereignung der Windenergieanlagen gesichert. Die Darlehen wurden im Geschäftsjahr 2016 vollständig abgerufen. Die daraus erlangten und bis zum 31. Dezember 2016 nicht verwendeten finanziellen Mittel unterlagen in Höhe von TEUR 1.229 einer Verfügungsbeschränkung und konnten nur in dem Rahmen eingesetzt werden, wie Abrechnungen der Lieferanten der Windparkprojektgesellschaft vorlagen. Die Darlehen valutierten am 31. Dezember 2016 mit TEUR 9.251. Außerdem wurde im Rahmen der Umsatzsteuervorfinanzierung für den Windpark ein Terminkredit in Höhe von TEUR 951 mit einer Laufzeit bis zum 1. Januar 2017 abgeschlossen. Sämtliche Darlehen sind im Rahmen der Veräußerung des Windparks Schlenzer aus dem Konzern ausgeschieden.

Unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wird der Teil der Darlehen ausgewiesen, der innerhalb eines Jahres fällig ist.

Darüber hinaus besteht eine Kreditlinie in Höhe von EUR 1,5 Mio., die per 31. Dezember 2017 im Rahmen eines Avalkredits durch Bürgschaften in Höhe von TEUR 940 (Vorjahr: TEUR 598) in Anspruch genommen ist. Diese Kreditlinie ist durch Hinterlegung von EUR 1,5 Mio. Festgeldern besichert. Dieses Festgeld dient außerdem als Sicherheit für das Darlehen für die Immobilie in Hannover.

Von den Darlehensverbindlichkeiten sind zum 31. Dezember fällig:

(In TEUR) 31.12.2017 31.12.2016
Innerhalb eines Jahres 7.444 9.313
Zwischen ein und fünf Jahren 8.370 12.392
Nach fünf Jahren 14.563 22.876
Gesamt 30.377 44.581

Die Darlehen werden mit Zinssätzen zwischen 1,89% und 3,85 % p. a. verzinst.

Unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wird außerdem die von der EEPB Erneuerbare Energien Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH im Vorjahr gewährte Ausleihung in Höhe von TEUR 55 ausgewiesen.

In den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten wird auch der langfristige Anteil der Verpflichtungen aus dem IT-Lizenzhandel ausgewiesen (TEUR 211, Vorjahr: TEUR 220).

6.10 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten

Diese setzen sich wie folgt zusammen:

(In TEUR) 31.12.2017 31.12.2016
Verpflichtungen zur Kaufpreiszahlung/-erstattung 1.760 1.447
Sonstige Steuern 283 683
Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 134 158
Personalverpflichtungen 620 503
Ertragsteuern 623 715
Sonstige Verbindlichkeiten 1.714 1.490
Gesamt 5.134 4.996

Die Verpflichtung zur Kaufpreiszahlung betrifft den Restkaufpreis aus dem Erwerb des Windparks Langendorf, die Verpflichtung zur Zahlung einer nachträglichen Kaufpreisanpassung aus dem Erwerb der Windparkprojektentwicklungen sowie eine nachträgliche Kaufpreisanpassung aus der Veräußerung des Windparks Schlenzer. Die Fälligkeitsvoraussetzungen waren in Höhe der ausgewiesenen Beträge zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 ebenso wie zum 31. Dezember 2016 noch nicht erfüllt.

Die Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter enthalten überwiegend Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen.

6.11 Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

(In TEUR) 31.12.2017 Kurzfristig 31.12.2017 Langfristig 31.12.2016 Kurzfristig 31.12.2016 Langfristig
Rückbauverpflichtungen 0 716 0 826
Prozessrisiken 15 0 0 0
Übrige 305 0 326 0
Gesamt 320 716 326 826

Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:

(In TEUR) Stand 1.1.2017 Inanspruchnahme Auflösung/ Abgang Aufzinsung Zuführung Stand 31.12.2017
Rückbauverpflichtungen 826 0 237 11 116 716
Prozessrisiken 0 0 0 0 15 15
Übrige 326 233 18 0 230 305
Gesamt 1.152 233 255 11 361 1.036

Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen sind langfristiger Natur und wurden gebildet für die Wiederherstellung des Urzustandes von diversen Technikstandorten und Windparkgrundstücken. Die Auflösung/der Abgang betrifft den Abgang der Rückbauverpflichtungen im Rahmen der Veräußerung des Windparks Schlenzer (TEUR 114) und den Ausweis unter den Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen für den Windpark Lüdersdorf (TEUR 123).

Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Jahresabschlusskosten.

6.12 Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Aufgliederung der bilanziellen Buchwerte nach den Bewertungskategorien des IAS 39/IFRS 7.8

2017
(in TEUR)
Ausleihungen Liquide Mittel Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen Sonstige finanzielle Vermögenswerte Verbindlichkeiten
Kredite und Forderungen 0 11.269 4.288 1.204 0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 0 0 0 0 29.862
Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zu Zeitwerten bewertet werden 0 0 0 0 0
Derivative mit Hedgebeziehung 0 0 0 0 0
Gesamt 0 11.269 4.288 1.204 29.862
2016
(in TEUR)
Ausleihungen Liquide Mittel Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen Sonstige finanzielle Vermögenswerte Verbindlichkeiten
Kredite und Forderungen 0 11.672 4.710 3.509 0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 0 0 0 0 53.897
Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zu Zeitwerten bewertet werden 0 0 0 0 0
Derivative mit Hedgebeziehung 0 0 0 0 37
Gesamt 0 11.672 4.710 3.509 53.934

Der beizulegende Zeitwert von Ausleihungen, liquiden Mitteln, von kurzfristigen Forderungen und von Verbindlichkeiten entspricht in etwa dem Buchwert. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente bzw. deren marktübliche Verzinsung.

Die Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz sind entsprechend einer dreistufigen Hierarchie zu klassifizieren. Die Hierarchie ergibt sich nach Art und Qualität der beizulegenden Zeitwerte (Marktpreise). Folgende Stufen existieren:

1. Stufe: öffentlich bekannte Marktpreise für das betreffende Finanzinstrument (z. B. Börsenpreise).

2. Stufe: Marktpreise, welche nicht allgemein zugänglich sind und eventuell von Preisen für ähnliche Finanzinstrumente oder unterlegten Gütern hergeleitet werden.

3. Stufe: Preise, die nicht auf Marktdaten beruhen.

Der Zeitwert des abgeschlossenen Zinsswaps wurde wie im Vorjahr entsprechend Stufe 2 ermittelt. Die Bewertung erfolgt auf der Basis von Marktdaten am Bewertungsstichtag und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle. Für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert fließen bei den Zinsswaps marktbeobachtbare Zinskurven sowie Volatilitäten aktiver Märkte ein.

Die Verbindlichkeiten gliedern sich in langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 15.885 (Vorjahr: TEUR 35.637) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 14.704 (Vorjahr: TEUR 18.260). Der Gesamtzinsaufwand/-ertrag aus den finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zu Zeitwerten bewertet werden, betrug im Geschäftsjahr 2017 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Die Nettoverluste aufgrund von Abwertungen wegen möglicher Ausfallrisiken einschließlich Veränderung von Wertberichtigung aus Krediten und Forderungen betrugen TEUR 621 (Vorjahr: TEUR 272).

Hinsichtlich finanzieller Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, lagen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen einer potenziellen Wertminderung vor.

Das maximale Ausfallrisiko aller finanziellen Vermögenswerte ergibt sich aus deren Buchwerten, für Ausführungen hierzu verweisen wir auf 6.4 bzw. 6.5.

Die überfälligen nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 144 (Vorjahr: TEUR 169) sind in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 17) älter als zwölf Monate bzw. in Höhe von TEUR 0,3 (Vorjahr: TEUR 1,1) zwischen sechs und zwölf Monate alt. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte die überfällig und nicht wertberichtigt sind, sind sowohl in 2017 (TEUR 78) als auch in 2016 (TEUR 78) in voller Höhe älter als zwölf Monate.

Weder bei finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, noch bei finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zu Zeitwerten bewertet werden, ergaben sich im Berichtsjahr und im Vorjahr Nettogewinne/-verluste.

Es wird ebenfalls auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.12 verwiesen.

Im Segment ITK bestehen Nettingvereinbarungen, die dazu berechtigen, zum Zahlungszeitpunkt finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten zu saldieren. Zum 31. Dezember 2017 bestehen finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 473 (Vorjahr: TEUR 821) (Betrag nach Saldierung: TEUR 336/Vorjahr: TEUR 547) und finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 573 (Vorjahr: TEUR 482) (Betrag nach Saldierung: TEUR 436/Vorjahr: TEUR 208), die einer Nettingvereinbarung unterliegen und die zum Bilanzstichtag nicht saldiert wurden.

Gewährte Sicherheiten bestehen grundsätzlich für Finanzverbindlichkeiten und werden unter Punkt 6.9 erläutert.

6.13 Haftungsverhältnisse sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am 31. Dezember bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

(In TEUR) 31.12.2017 31.12.2016
Bis zu einem Jahr 745 816
Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 1.237 1.352
Länger als fünf Jahre 3.044 3.202
Gesamt 5.026 5.370

Das in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen innerhalb eines Jahres enthaltene Bestellobligo beträgt TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 64).

In diesen Verpflichtungen sind insbesondere die Verpflichtungen aus den langfristigen Grundstückspachtverträgen, die im Rahmen des Betriebs der Windparks notwendig sind, enthalten. Die übrigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Mietverträge für Büroräume, Technikflächen, technische Geräte und PKWs aus Punkt 6.1.6. Die betreffenden Verträge haben eine Restlaufzeit von 1 bis 10 Jahren.

Für die Besicherung der eigenen Kreditlinie der 3U besteht wie im Vorjahr eine Verfügungsbeschränkung in Höhe von EUR 1,5 Mio. (hinterlegte Sicherheiten). Ebenfalls bestehen Verfügungsbeschränkungen für Kapitaldienstreservekonten im Zusammenhang mit der Finanzierung des Solarparks Adelebsen in Höhe von EUR 0,69 Mio. (Vorjahr: EUR 0,69 Mio.) und für den Windpark Langendorf in Höhe von EUR 0,90 Mio. (Vorjahr: EUR 0,90 Mio.).

Die 3U HOLDING AG hat zugunsten der nicht vollkonsolidierten Tochtergesellschaften 3U DYNAMICS GmbH und 3U MOBILE GmbH jeweils eine bis zum 31. März 2018 befristete Patronatserklärung abgegeben. In dieser übernimmt die 3U HOLDING AG die uneingeschränkte Verpflichtung, die Gesellschaften finanziell so auszustatten, dass sie jederzeit und vollumfänglich zur fristgemäßen Erfüllung ihrer Verpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern in der Lage ist.

6.14 Rechtsstreitigkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Aus der Geschäftstätigkeit des 3U Konzerns resultieren verschiedene Rechtsstreitigkeiten. Im Hinblick auf die Ungewissheit über den Ausgang dieser Verfahren besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer negativen Beeinflussung der künftigen operativen Ergebnisse. Zum 31. Dezember 2017 wurden Rückstellungen für offene Rechtsstreite in einer Gesamthöhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 0) gebildet.

7 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Festgeldern, Bankguthaben und Kassenbeständen zusammen.

(In TEUR) 31.12.2017 31.12.2016
Festgelder 1.500 1.500
Guthaben bei Banken und Kassenbestände 9.769 10.172
Liquide Mittel gesamt 11.269 11.672
Abzüglich als Sicherheit hinterlegte Guthaben/bzw. Guthaben mit Verfügungsbeschränkungen 3.094 4.344
Finanzmittelfonds 8.175 7.328

Die Zahlungsströme werden unterteilt nach der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Für die Darstellung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit wurde die indirekte Ermittlungsmethode gewählt.

Nach der Bereinigung um zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und unter Berücksichtigung der Veränderung des Working Capitals erlangte der 3U Konzern aus laufender Geschäftstätigkeit einen Finanzmittelzufluss in Höhe von TEUR 6.646 (Vorjahr: Abfluss TEUR –1.712).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR –1.178 (Vorjahr: TEUR –10.580) und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR –5.402 (Vorjahr: TEUR 16.265). Wechselkursbedingte Änderungen haben sich wie im Vorjahr nicht ergeben.

Die liquiden Mittel, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, haben sich im Zusammenhang mit der Veräußerung des Windparks Schlenzer und dem Ausweis des Windparks Lüdersdorf als Veräußerungsgruppe vermindert.

In Summe ergibt sich eine zahlungswirksame Finanzmittelfondszunahme in Höhe von TEUR 847 (im Vorjahr: Zunahme TEUR 2.862).

Von den zum Periodenende ausgewiesenen liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 11.269 (Vorjahr: TEUR 11.672) unterliegen insgesamt TEUR 3.094 (Vorjahr: TEUR 4.345) einer Verfügungsbeschränkung. Diese werden offen von den liquiden Mitteln abgesetzt, sodass der Finanzmittelfonds entsprechend gemindert wird.

Den im Geschäftsjahr 2017 vereinnahmten Zinserträgen in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 86) stehen Zinszahlungen in Höhe von TEUR 1.127 (Vorjahr: TEUR 1.019) gegenüber.

Dividenden wurden im Geschäftsjahr 2017 in Höhe von EUR 0,01 pro Aktie (Vorjahr: keine) an die Anteilseigner der 3U HOLDING AG ausgezahlt/ausgeschüttet.

Für den Verkauf/Erwerb von Anteilen an Tochtergesellschaften sind dem Konzern liquide Mittel in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) zugeflossen und TEUR 375 (Vorjahr: TEUR 0) abgeflossen. Die Kauf- bzw. Verkaufspreise wurden in liquiden Mitteln geleistet bzw. sind bei Fälligkeit in liquiden Mitteln zu leisten.

Die Finanzmittelzu- und -abflüsse setzen sich wie folgt zusammen:

(In TEUR) 2017 2016
Zufluss Abfluss Saldo Zufluss Abfluss Saldo
Erwerb 0 45 45 0 0 0
Verkauf 1 330 329 0 0 0
Gesamt 1 375 374 0 0 0

Aus der Entkonsolidierung von Tochtergesellschaften ergibt sich wie im Vorjahr keine Veränderung des Finanzmittelfonds.

In 2017 sind im Saldo Ertragsteuern in Höhe von TEUR 375 gezahlt worden (Vorjahr: TEUR 435).

Die Veränderung der Finanzverbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

Veränderung der Finanzverbindlichkeiten
(in TEUR)
31.12.2016 Zahlungswirksame Veränderungen Zahlungswirksame Veränderungen 31.12.2017
Veräußerung Veräußerungsgruppe
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 35.417 –3.191 –9.300 –8.075 14.851
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 9.419 –1.877 0 –524 7.018
Leasingverbindlichkeiten 198 –51 0 0 147
Summe der Schulden aus Finanzierungstätigkeit 45.034 –5.119 –9.300 –8.599 22.016

In den als Veräußerungsgruppe ausgewiesenen Vermögenswerten sind liquide Mittel in Höhe von TEUR 469 enthalten. Davon unterliegen TEUR 307 Verfügungsbeschränkungen.

8 Sonstige Angaben

8.1 Kapitalmanagement

Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Als Zielgröße ist dabei die Eigenkapitalquote definiert. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können.

Das bilanzielle Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum 31. Dezember 2017 bzw. 2016:

31.12.2017 31.12.2016 Veränderung
Eigenkapital in TEUR 39.966 39.158  
Eigenkapital in % vom Gesamtkapital 49,20 40,89% +8,31%-Punkte
Fremdkapital in TEUR 41.272 56.604  
Fremdkapital in % vom Gesamtkapital 50,80 59,11% -8,31%-Punkte
Gesamtkapital (Eigenkapital plus Fremdkapital) in TEUR 81.238 95.762  

Das Eigenkapital umfasst das gesamte Kapital, die Rücklagen des Konzerns und die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter. Das Fremdkapital ist definiert als lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, Rückstellungen und übrige Verbindlichkeiten.

8.2 Finanzrisiken

Der 3U Konzern ist aufgrund der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nur geringen Zinsänderungs- und Kreditrisiken ausgesetzt, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Im Rahmen des Auslandsgeschäftes ist der 3U Konzern auch Währungsrisiken ausgesetzt, die einen entsprechenden Einfluss haben können. Soweit erforderlich steuert er die Risiken auch mithilfe derivativer Finanzinstrumente. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzern haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente abgeschlossen.

Im Folgenden wird auf die einzelnen Risiken sowie das Risikomanagement eingegangen.

Fremdwährungsrisiko

Währungsrisiken bestehen insbesondere, wenn Forderungen, Schulden, Zahlungsmittel und geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden.

Der 3U Konzern übt seine Geschäftstätigkeit überwiegend im Inland aus und fakturiert in EUR. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung haben für den Konzern weiter an Bedeutung verloren, so dass grundsätzlich nur geringe Fremdwährungsrisiken bestehen. Es besteht hierzu eine Richtlinie, um die Risiken z. B. durch Termingeschäfte abzusichern. Darin ist festgelegt, dass diese Geschäfte währungsbetrags- und fristkongruent abgeschlossen werden.

Zum 31. Dezember 2017 bestanden wie im Vorjahr keine Devisentermingeschäfte.

Der Buchwert der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Schulden des Konzerns am Stichtag 31. Dezember 2017 entfällt auf die Aktivitäten des Segments ITK und lautet wie folgt:

Vermögen: TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 22)
Schulden: TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0)

Ausfallrisiko

Ein Kreditrisiko besteht für 3U dahingehend, dass der Wert der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Minimierung der Kreditrisiken werden Geschäfte nur mit Schuldnern guter Bonität bzw. unter Einhaltung von vorgegebenen Risikolimits abgeschlossen.

Die Ausfallrisiken bewegen sich im marktüblichen Rahmen: eine angemessene Bildung von Wertberichtigungen trägt dem Rechnung. Der Konzern ist keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei oder einer Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Der Konzern definiert Vertragsparteien als solche mit ähnlichen Merkmalen, wenn es sich hierbei um nahestehende Unternehmen handelt.

Die Einzelwertberichtigung überfälliger Forderungen erfolgt überwiegend in Abhängigkeit von der Altersstruktur der Forderungen mit unterschiedlichen Bewertungsabschlägen, die im Wesentlichen aus den Erfolgsquoten abgeleitet werden. Forderungen, die mehr als 365 Tage überfällig sind, sind erfahrungsgemäß nicht mehr einbringlich und werden zu 100 % wertberichtigt.

Liquiditäts-/Neufinanzierungsrisiko

Das Liquiditätsrisiko des 3U Konzerns besteht grundsätzlich darin, dass der Konzern möglicherweise seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Im Jahr 2017 haben sich die Liquiditätsreserven des Konzerns weitestgehend konstant entwickelt. Die Rückführung von Darlehen wurde durch den positiven Geschäftsverlauf kompensiert. Im Zusammenhang mit der Rechenzentrums-Immobilie in Hannover wurde das zum 31. Dezember 2016 bestehende Darlehen planmäßig getilgt. Dabei ist das Finanzierungsvolumen für diesen Standort um rund EUR 1,2 Mio. reduziert worden. Die Zwischenfinanzierung soll Mitte 2018 durch eine längerfristige Finanzierung abgelöst werden. Zur Überwachung und Steuerung der Liquidität werden konzernweit Finanzplanungs instrumente eingesetzt. Der Planungshorizont erstreckt sich auf ein Jahr.

Der Konzern kann Kreditlinien in Anspruch nehmen. Als Avalkredit wurden zum Bilanzstichtag TEUR 940 (Vorjahr: TEUR 598) im Rahmen von Bankbürgschaften in Anspruch genommen.

3U erwartet, dass sie ihre sonstigen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann. Des Weiteren geht 3U davon aus, dass sich das gegenwärtige Verhältnis des Fremdkapitals zum Eigenkapital durch Abschluss der Anschlussfinanzierung in Hannover und der damit verbundenen Aufnahme von weiteren Fremdmitteln zugunsten des Fremdkapitals verschieben wird.

Zinsänderungsrisiko

Bei den verzinslichen Schulden der 3U sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Ein variabel verzinsliches Darlehen aus 2016 wurde aufgrund eines derivativen Finanzinstruments (Cashflow Hedge) festverzinslich. Durch den Abschluss des Zinsswaps wurde die variable Verzinsung eines Bankdarlehens in eine feste Verzinsung in Höhe von 1,09 % p. a. transformiert. Es handelte sich um ein Mikro-Hedge mit einer hohen Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung, da die risikobestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen (critical-term-match). Das im Rahmen der Cashflow-Risikoabsicherung abgesicherte Grundgeschäft war zum Bilanzstichtag vollständig getilgt (Vorjahr: EUR 5,18 Mio.) und das Sicherungsgeschäft ausgelaufen. Der beizulegende Zeitwert des Zinsswaps betrug zum 31. Dezember 2016 TEUR –37. Marktzinsänderungen würden sich nur dann auswirken, wenn die originären Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Daher wurde auf Sensitivitätsanalysen i. S. d. IFRS 7.40 verzichtet.

Das Risiko steigender Zinsen aus Bankdarlehen wird zeitnah überwacht.

8.3 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhalten die 3U HOLDING AG und ihre Tochtergesellschaften Geschäftsbeziehungen zu Gemeinschaftsunternehmen, die als nahestehende Unternehmen des Konzerns gelten. Hierbei handelt es sich um die Spider Telecom GmbH. Diese Geschäfte betreffen ausschließlich Liefer- und Leistungsbeziehungen mit diesen nahestehenden Unternehmen. Sie wurden zu Bedingungen vorgenommen, die unter den Konzernunternehmen vertraglich vereinbart und marktkonform sind. Hierbei kam die Kostenaufschlagsmethode zur Anwendung.

Kurzfristige Forderungen zu diesen Unternehmen bestanden bei Tochtergesellschaften der 3U HOLDING AG zum 31. Dezember 2017 in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 38) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 71). Bei der 3U HOLDING AG bestanden kurzfristige Forderungen zu diesen Unternehmen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Im Geschäftsjahr 2017 resultieren aus diesen Geschäftsbeziehungen bei Tochtergesellschaften der 3U HOLDING AG Erträge in Höhe von TEUR 234 (Vorjahr: TEUR 446) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Bei der 3U HOLDING AG betrugen diese Erträge TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 10) und Aufwendungen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Geschäfte mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen im Wesentlichen Liefer- und Leistungsbeziehungen, die zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen wurden und zu marktüblichen Konditionen erbrachte Beratungsleistungen. Diese Geschäfte wurden mit nahestehenden Personen/Unternehmen von Gesellschaften/Geschäftsführern von Tochtergesellschaften durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2017 betrifft dies Erträge in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 10) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 16). Zum 31. Dezember 2017 bestanden kurzfristige Forderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Sonstige Geschäfte mit nahestehenden Personen wurden nur in unbedeutendem Umfang und ebenfalls zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen.

Die 3U HOLDING AG hat zugunsten der nicht vollkonsolidierten Tochtergesellschaften 3U DYNAMICS GmbH und 3U MOBILE GmbH jeweils eine bis zum 31. März 2018 befristete Patronatserklärung abgegeben.

Von der EEPB Erneuerbare Energien Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH hat die 3U HOLDING AG ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 55) erhalten.

Außerdem bestehen Forderungen gegen einen Gesellschafter/Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 21).

Zu Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:

Michael Schmidt Lahntal Sprecher des Vorstands der 3U HOLDING AG
Andreas Odenbreit Marburg Vorstand der 3U HOLDING AG Aufsichtsratsmitglied der 3U ENERGY AG (seit 11. November 2016)
Christoph Hellrung Hattingen Vorstand der 3U HOLDING AG

Die in 2017 gewährten Gesamtbezüge des Vorstands betrugen TEUR 854 (Vorjahr: TEUR 727).

In der variablen Vergütung 2017 sind 33,33% bzw. 100 % der maximal möglichen variablen Vergütung für 2017 von TEUR 100 (Michael Schmidt), TEUR 50 (Andreas Odenbreit) bzw. TEUR 50 (Christoph Hellrung) enthalten.

Name Fixe Vergütung
(in TEUR)
Variable Vergütung
(in TEUR)
Vergütung gesamt
(in TEUR)
2017 2016 2017 2016 2017 2016
Michael Schmidt (Sprecher des Vorstands) 309 317 100 50 409 367
Andreas Odenbreit 170 160 50 18 220 178
Christoph Hellrung 175 164 50 18 225 182
Summe 654 641 200* 86** 854 727
*In Höhe von TEUR 75 bereits in 2017 gezahlt, der Restbetrag in Höhe von TEUR 125 ist kurzfristig fällig. **In Höhe von TEUR 75 in 2016 und in Höhe von TEUR 36 in 2017 gezahlt bzw. in Höhe von TEUR 25 erstattet.            

Im Geschäftsjahr 2011 wurden an die Mitglieder des Vorstands Aktienoptionen ausgegeben. Diese Aktienoptionen sind im Geschäftsjahr 2016 vollständig verfallen. Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine Aktienoptionen ausgegeben.

Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten bei der 3U HOLDING AG werden für die Zeit als Vorstand der Gesellschaft von der 3U HOLDING AG gezahlt. Die Tochtergesellschaften haben keine Bezüge gezahlt.

Es besteht eine bislang bis zum 31. Dezember 2017 befristete, bis zum 31. Dezember 2018 prolongierte, unverzinsliche Darlehensforderung gegen das Vorstandsmitglied Michael Schmidt in Höhe von TEUR 17.

Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat zum 31. Dezember 2017 in Stück:

Name Funktion Anzahl Aktien in Stück
Michael Schmidt Sprecher des Vorstands 8.999.995
Andreas Odenbreit Vorstand 20.500
Christoph Hellrung Vorstand 0
Ralf Thoenes Vorsitzender des Aufsichtsrats 25.000
Stefan Thies Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats 23.583
Jürgen Beck-Bazlen Aufsichtsrat 1.515.000

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr sowie im Vorjahr bestellt:

Ralf Thoenes Düsseldorf Rechtsanwalt in der Sozietät Altenburger in Düsseldorf Aufsichtsratsvorsitzender der 3U HOLDING AG Weitere Aufsichtsrats- oder Beiratsmandate: Aufsichtsratsvorsitzender der 3U ENERGY AG, Marburg
Stefan Thies Heinsberg Diplom-Kaufmann und Steuerberater in der Thies & Thies Steuerberatungsgesellschaft Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der 3U HOLDING AG
Jürgen Beck-Bazlen Ostfildern Bauphysiker, tätig in der EGS-plan Ingenieurgesellschaft für Energie-, Gebäude und Solartechnik mbH Aufsichtsratsmitglied der 3U HOLDING AG Weitere Aufsichtsrats- oder Beiratsmandate: Aufsichtsratsmitglied der Sanierungs- und Entwicklungsgesellschaft Ostfildern mbH, Ostfildern

Die Aufsichtsratsvergütungen für 2017 betrugen TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 166). Für 2017 wurde eine erfolgs abhängige Vergütung in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 90) zurückgestellt.

Name Fixe Vergütung
in TEUR
Sitzungsgelder
in TEUR
2017 2016 2017 2016
Ralf Thoenes (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 10 10 15 18
Stefan Thies (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) 8 8 15 18
Jürgen Beck-Bazlen 5 5 15 18
Summe* 23 23 45 53*
*Rundungsbedingte Abweichungen in der Summenzeile        
Name Erfolgsabhängige Vergütung
in TEUR
Vergütung gesamt
in TEUR
2017 2016 2017 2016
Ralf Thoenes (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 40 40 65 68
Stefan Thies (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) 30 30 53 56
Jürgen Beck-Bazlen 20 20 40 43
Summe* 90 90 158 166*
*Rundungsbedingte Abweichungen in der Summenzeile        

Außerdem erhalten die Aufsichtsräte eine Erstattung ihrer Reisekosten und der sonstigen Auslagen. Im Geschäftsjahr 2017 haben Herr Thoenes in Höhe von TEUR 2,4 (Vorjahr: TEUR 2,5), Herr Thies in Höhe von TEUR 0,8 (Vorjahr: TEUR 1,1) und Herr Beck-Bazlen in Höhe von TEUR 0,8 (Vorjahr: TEUR 2,0) Erstattungen für ihre Auslagen erhalten. Herr Thoenes hat für das Geschäftsjahr 2017 außerdem Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 9) erhalten.

Die Rechtsanwaltssozietät Altenburger Rechtsanwälte, deren Partner der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Thoenes ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für ihre Beratungsleistungen und Auslagenerstattungen für den 3U Konzern insgesamt TEUR 4,9 (Vorjahr: TEUR 11,1) zzgl. Umsatzsteuer erhalten. Diese wurden vollständig für die 3U ENERGY AG erbracht (Vorjahr: TEUR 10,6 für die 3U ENERGY AG und TEUR 0,5 für die ClimaLevel Energiesysteme GmbH).

Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht dargestellt.

8.4 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

8.5 Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar inkl. Nebenkosten des Abschlussprüfers BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beträgt für das Geschäftsjahr 2017:

Abschlussprüfungsleistungen TEUR 230* (Vorjahr: TEUR 235*)
Andere Bestätigungsleistungen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0)
Steuerberatungsleistungen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0)
Sonstige Leistungen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 9)
Gesamt TEUR 230 (Vorjahr: TEUR 244)
*Davon Nachberechnungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5)    

8.6 Erklärung gemäß §161 AktG zum Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG haben die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebenen Erklärungen abgegeben und dauerhaft zugänglich gemacht (www.3u.net).

8.7 Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Herr Michael Schmidt, Lahntal, hat mit Schreiben vom 28. November 2012 gemäß § 21 Abs. 1 des WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U HOLDING AG, Marburg, Deutschland, am 27. November 2012 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,49% (das entspricht 8.999.995 Stimmrechten) betragen hat.

Herr Jürgen Beck-Bazlen, Ostfildern, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 4. Februar 2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U HOLDING AG, Marburg, Deutschland am 2. Februar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,028 % (das entspricht 1.069.418 Stimmrechten) betragen hat.

Die 3U HOLDING AG hat gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mitgeteilt, dass ihr Anteil an eigenen Aktien am 29. April 2015 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,0088 % (das entspricht 1.768.793 Stimmrechten) betragen hat.

Herr Roland Thieme, Lahntal, hat uns gemäß § 26 Abs. 1 WpHG am 8. September 2017 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U HOLDING AG, Marburg, Deutschland am 7. September 2017 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,99 % (das entspricht 1.055.888 Stimmrechten) betragen hat.

Weitere Angaben

Die folgenden Gesellschaften der 3U HOLDING AG nehmen Befreiungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:

010017 Telecom GmbH, Marburg

3U TELECOM GmbH, Marburg

Discount Telecom S&V GmbH, Marburg

fon4U Telecom GmbH, Marburg

LineCall Telecom GmbH, Marburg

OneTel Telecommunication GmbH, Marburg

Die 3U HOLDING AG ist das oberste, beherrschende Unternehmen des 3U Konzerns.

Zeitpunkt der Freigabe des Abschlusses zur Veröffentlichung

Der Vorstand der 3U HOLDING AG hat den Konzernabschluss am 8. März 2018 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Nach Veröffentlichung kann der Abschluss nicht mehr geändert werden.

 

Marburg, den 15. März 2018

Der Vorstand

Michael Schmidt

Christoph Hellrung

Andreas Odenbreit

Anlage zum Anhang: Entwicklung des Anlagevermögens 2017

3U Konzern
(in TEUR)
Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2017 Zugänge Umbuchungen Abgänge Abgänge Veräußerungsgruppe Stand 31.12.2017
I. Immaterielle Vermögenswerte            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.050 164 27 2 703 5.536
2. Kundenstamm 331 0 0 0 0 331
3. Geschäfts- oder Firmenwert 616 0 0 0 0 616
Summe Immaterielle Vermögenswerte 6.997 164 27 2 703 6.483
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.434 0 0 0 0 17.434
2. Technische Anlagen und Maschinen 45.401 173 40 27 9.331 36.256
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.833 187 -40 12 0 2.968
4. Anlagen im Bau 259 288 -27 0 0 520
Summe Sachanlagen 65.927 648 -27 39 9.331 57.178
III. Anlageimmobilien            
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 8.580 -1 0 0 0 8.579
Summe Anlageimmobilien 8.580 -1 0 0 0 8.579
Summe Anlagevermögen 81.504 811 0 41 10.034 72.240
3U Konzern
(in TEUR)
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2017 Zugänge Umbuchungen Abgänge Abgänge Veräußerungsgruppe Stand 31.12.2017
I. Immaterielle Vermögenswerte            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.345 211 0 2 38 4.516
2. Kundenstamm 331 0 0 0 0 331
3. Geschäfts- oder Firmenwert 13 0 0 0 0 13
Summe Immaterielle Vermögenswerte 4.689 211 0 2 38 4.860
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.342 460 0 0 0 2.802
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.757 2.566 36 19 498 14.842
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.021 188 -36 10 0 2.163
4. Anlagen im Bau 79 0 0 0 0 79
Summe Sachanlagen 17.199 3.214 0 29 498 19.886
III. Anlageimmobilien            
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 857 260 0 0 0 1.117
Summe Anlageimmobilien 857 260 0 0 0 1.117
Summe Anlagevermögen 22.745 3.685 0 31 536 25.863
3U Konzern
(in TEUR)
Buchwerte
Stand 31.12.2017 Stand 31.12.2016
I. Immaterielle Vermögenswerte    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.020 1.705
2. Kundenstamm 0 0
3. Geschäfts- oder Firmenwert 603 603
Summe Immaterielle Vermögenswerte 1.623 2.308
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.632 15.092
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.414 32.644
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 805 812
4. Anlagen im Bau 441 180
Summe Sachanlagen 37.292 48.728
III. Anlageimmobilien    
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 7.462 7.723
Summe Anlageimmobilien 7.462 7.723
Summe Anlagevermögen 46.377 58.759

Anlage zum Anhang: Entwicklung des Anlagevermögens 2016

3U Konzern
(in TEUR)
Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2016 Zugänge Umbuchungen Abgänge Konzernkreisveränderungen Stand 31.12.2016
I. Immaterielle Vermögenswerte            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.052 998 0 0 0 6.050
2. Kundenstamm 331 0 0 0 0 331
3. Geschäfts- oder Firmenwert 616 0 0 0 0 616
Summe Immaterielle Vermögenswerte 5.999 998 0 0 0 6.997
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.376 58 0 0 0 17.434
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.847 9.558 0 4 0 45.401
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.855 129 0 151 0 2.833
4. Anlagen im Bau 232 27 0 0 0 259
Summe Sachanlagen 56.310 9.772 0 155 0 65.927
III. Anlageimmobilien            
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 8.498 82 0 0 0 8.580
Summe Anlageimmobilien 8.498 82 0 0 0 8.580
Summe Anlagevermögen 70.807 10.852 0 155 0 81.504
3U Konzern
(in TEUR)
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2016 Zugänge Umbuchungen Abgänge Konzernkreisveränderungen Stand 31.12.2016
I. Immaterielle Vermögenswerte            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.125 220 0 0 0 4.345
2. Kundenstamm 331 0 0 0 0 331
3. Geschäfts- oder Firmenwert 13 0 0 0 0 13
Summe Immaterielle Vermögenswerte 4.469 220 0 0 0 4.689
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.918 462 -38 0 0 2.342
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.275 2.483 0 1 0 12.757
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.961 184 0 124 0 2.021
4. Anlagen im Bau 0 41 38 0 0 79
Summe Sachanlagen 14.154 3.170 0 125 0 17.199
III. Anlageimmobilien            
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 597 260 0 0 0 857
Summe Anlageimmobilien 597 260 0 0 0 857
Summe Anlagevermögen 19.220 3.650 0 125 0 22.745
3U Konzern
(in TEUR)
Buchwerte
Stand 31.12.2016 Stand 31.12.2015
I. Immaterielle Vermögenswerte    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.705 927
2. Kundenstamm 0 0
3. Geschäfts- oder Firmenwert 603 603
Summe Immaterielle Vermögenswerte 2.308 1.530
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.092 15.458
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.644 25.572
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 812 894
4. Anlagen im Bau 180 232
Summe Sachanlagen 48.728 42.156
III. Anlageimmobilien    
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 7.723 7.901
Summe Anlageimmobilien 7.723 7.901
Summe Anlagevermögen 58.759 51.587

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die 3U Holding AG, Marburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES BERICHTES ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der 3U Holding AG, Marburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) — bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung sowie der Konzernsegmentberichtserstattung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden — geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der 3U Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die unter „Sonstige Informationen“ genannten Bestandteile des Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erstreckt sich nicht auf den Inhalt der unter „Sonstige Informationen“ genannten Bestandteile des Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Wir haben folgende Sachverhalte als besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:

BEWERTUNG DER LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE

Sachverhalt

Die 3U Holding AG weist im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 langfristige Vermögenswerte in Höhe von EUR 48,3 Mio. (59,4% der Bilanzsumme) aus. Die Marktkapitalisierung der 3U Holding AG lag am 31. Dezember 2017 mit EUR 31,3 Mio. unter dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Nettovermögen in Höhe von EUR 40,0 Mio.

Die 3U Holding AG führte daher anlassbezogen einen Werthaltigkeitstest (Impairment Test) gem. IAS 36.12 (d) zur Prüfung der Werthaltigkeit aller langfristigen Vermögenswerte im Konzern durch. Die Durchführung des Werthaltigkeitstests erfordert wesentliche Schätzungen über künftige Umsatzentwicklungen und Ergebnismargen und daraus resultierende Zahlungsmittelüberschüsse sowie Annahmen zur Festlegung des verwendeten Diskontierungszinssatzes und ist daher mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet.

Die Gesellschaft verwendet zur Durchführung des Werthaltigkeitstests Bewertungsmethoden, die auf diskontierten erwarteten Zahlungsströmen (Cashflows) basieren. Den erwarteten Cashflows liegen Drei-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Vorstand aufgestellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Planungen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter über künftige Entwicklungen. Erwartete Cashflows jenseits der Detailplanungsperiode werden mit Wachstumsraten fortgeschrieben.

Aufgrund der absoluten und relativen Bedeutung der langfristigen Vermögenswerte für den Konzernabschluss der 3U Holding AG und den mit der Bewertung verbundenen erheblichen Schätzungen liegt ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt vor.

Die Angaben der 3U Holding AG zur Bewertung der langfristigen Vermögenswerte sind in den Abschnitten „2.3.7 Geschäfts- oder Firmenwert“ bis „2.3.10 Anlageimmobilien“ (Seiten 9 bis 11 des Konzernanhangs) und in dem Abschnitt „2.3.17 Latente Steuern“ (Seite 15 des Konzernanhangs) enthalten; weitere Angaben hierzu finden sich in den Abschnitten „6.1 Anlagevermögen“ auf den Seiten 36 bis 40 des Konzernanhangs sowie im Abschnitt „6.2 Latente Steuern“ auf den Seiten 40 und 41 des Konzernanhangs. Die Angaben zum Werthaltigkeitstest sind im Abschnitt „2.3.14 Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte“ auf Seite 13 des Konzernanhangs sowie im Abschnitt „6.1.1 Immaterielle Vermögenswerte“ auf den Seiten 36 und 37 des Konzernanhangs enthalten.

Prüferische Reaktion

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die angewandte Methode der Durchführung des Werthaltigkeitstests mit den Erfordernissen des IAS 36 abgestimmt. Bei unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen und die Ermittlung der für die Diskontierung angesetzten gewichteten Kapitalkosten beurteilt. Die Angemessenheit der bei der Bewertung unterstellten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir unter anderem durch Abgleich dieser Annahmen mit den aktuellen Budgets aus der vom Vorstand erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Planung sowie durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Situation gewürdigt. Dabei haben wir auch anhand einer Analyse der Plan-Ist-Abweichungen in der Vergangenheit die Planungstreue der Gesellschaft beurteilt. Des Weiteren haben wir unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten die Vorgehensweise zur Ermittlung des Nutzungswerts beurteilt. Durch Sensitivitätsanalysen haben wir die Auswirkung von realistisch erscheinenden Veränderungen der Annahmen durch Veränderung von Wachstumsraten und geplanten Ergebnissen analysiert. Unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten haben wir das Berechnungsschema zur Ermittlung der gewichteten Kapitalkosten nachvollzogen und diese durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Kapitalkosten einer Peer Group auf Angemessenheit geprüft

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die in Abschnitt „Erklärung zur Unternehmensführung (§§ 289f bzw. 315d HGB)“ des Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns verwiesene, gesondert veröffentlichte Konzernerklärung zur Unternehmensführung

die im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns als nicht geprüft gesondert gekennzeichneten Informationen

die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie unseres Bestätigungsvermerks,

den Corporate Governance Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex und

die Versicherung nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB zum Konzernabschluss und die Versicherung nach § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN BERICHT ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten — falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES BERICHTES ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten — falschen Darstellungen ist, und ob der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher — beabsichtigter oder unbeabsichtigter — falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

ÜBRIGE ANGABEN GEMÄSS ARTIKEL 10 EU-APRVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 18. Mai 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 17. Oktober 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2008 als Konzernabschlussprüfer der 3U Holding AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Dieter Barhold.

 

Essen, 15. März 2018

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Thomas Semelka, Wirtschaftsprüfer

gez. Dieter Barhold, Wirtschaftsprüfer

WEITERE INFORMATIONEN

Finanzkalender

Hauptversammlung 2018

3. Mai 2018

Veröffentlichung Quartalsmitteilung 1/2018

9. Mai 2018

Teilnahme Frühjahrskonferenz (Frankfurt)

14.–16. Mai 2018

Veröffentlichung Halbjahresbericht 2018

15. August 2018

Veröffentlichung Quartalsbericht 3/2018

8. November 2018

Teilnahme Eigenkapitalforum (Frankfurt)

26.–28. November 2018

Kontakt

Hausanschrift

3U HOLDING AG

Frauenbergstraße 31-33

35039 Marburg

Deutschland

Postanschrift

3U HOLDING AG

Postfach 22 60

35010 Marburg

Deutschland

Investor Relations

Peter Alex

Tel.: +49 (0)6421 999-1200

Fax: +49 (0)6421 999-1222

ir@3u.net

www.3u.net

Glossar

Cashflow

Kennzahl zur Beurteilung der Finanz- und Ertragskraft eines Unternehmens. Der Cashflow wird ermittelt aus dem Zufluss und Abfluss von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-Äquivalenten aus der laufenden Geschäftstätigkeit (siehe Kapitalflussrechnung).

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Veränderung der flüssigen Mittel aus der eigentlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens (wie z. B. dem Verkauf der betrieblichen Leistungen, dem Einkauf von Material und Vorleistungen und den sonstigen operativen Auszahlungen) und aus anderen Tätigkeiten, die nicht den Investitions- oder Finanzierungstätigkeiten zuzuordnen sind.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Beinhaltet die Einzahlungen aus der Aufnahme bzw. die Auszahlungen für die Tilgung von Darlehen, sonstigen Bankverbindlichkeiten und Zinsverbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Mittelabflüsse für Dividendenzahlungen und Zu-/Abflüsse aus Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Auszahlungen für den Erwerb bzw. Einzahlungen aus der Veräußerung von immateriellem Anlagevermögen, Sachanlagevermögen und Finanzanlagevermögen sowie von Tochtergesellschaften.

Corporate Governance

Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften (Unternehmensführung) dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Der Kodex soll das deutsche Corporate Governance System transparent und nachvollziehbar machen. Er will das Vertrauen der internationalen und nationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften fördern.

EBIT

Ergebnis vor Steuern, Zinsergebnis und Anteilen anderer Gesellschafter (Earnings before Interest and Taxes).

EBITDA

Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis, Anteilen anderer Gesellschafter und Abschreibungen (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization).

EBT

Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter (Earnings before Taxes).

Eigenkapitalquote

Bilanzielles Eigenkapital dividiert durch Bilanzsumme (je höher die Kennzahl, desto geringer der Verschuldungsgrad).

Entsprechenserklärung

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach §161 AktG zur Umsetzung der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex.

Ergebnis je Aktie

Die Kennzahl gibt den Anteil des erwirtschafteten Konzernüberschusses bzw. Konzernfehlbetrages an, der auf eine einzelne Aktie entfällt. Die Kennzahl wird errechnet, indem man das Jahresergebnis (Konzernüberschuss/-fehlbetrag) durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der sich im Handel befindlichen Stammaktien dividiert.

Erneuerbare Energien

Sammelbegriff für die natürlichen Energievorkommen, die entweder auf permanent vorhandene oder auf sich in überschaubaren Zeiträumen von wenigen Generationen regenerierende Energieströme zurückzuführen sind. Dazu gehören: Wasserkraft (das heißt aus Lauf- und Speicherkraftwerken sowie den Pumpspeicherkraftwerken mit natürlichem Zufluss ohne die aus Pumpspeichern mit künstlichem Zufluss gewonnene Energie), Windenergie, Solarenergie, Umgebungswärme, Biomasse und Geothermie.

Free Float

Aktien im Streubesitz.

Holding

Der Begriff Holding (Kurzform für Holdinggesellschaft/Dachgesellschaft oder Holding-Organisation) umschreibt keine eigenständige Rechtsform, sondern eine in der Praxis etablierte Organisationsform der Muttergesellschaft von verbundenen Unternehmen.

IFRS

International Financial Reporting Standards (Rechnungslegungsgrundsätze)

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist der liquiditätsorientierte Teil des Rechnungswesens.

Es handelt sich hierbei um die wertmäßige Erfassung von Zahlungsströmen innerhalb eines Geschäftsjahres. Hierzu werden Einzahlungen und Auszahlungen in der jeweiligen Berichtsperiode gegenübergestellt und somit die Veränderung des Bestands an liquiden Mitteln erklärt.

Konsolidierung

Addition von Teilrechnungen zu einer Gesamtrechnung, z. B. von Einzelbilanzen der Konzernunternehmen zur Konzernbilanz.

Konsolidierungskreis

Gruppe der Tochterunternehmen eines Konzerns, die in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Latente Steuern

Künftige Steuerent- bzw. -belastungen, die entstehen, wenn Handelsbilanz- und Steuerbilanzansatz von Vermögens- und Schuldpositionen auseinanderfallen, der Unterschied sich jedoch im Zeitablauf wieder umkehrt (temporary differences). Mit dem Ansatz latenter Steuern wird der effektive, aus der Steuerbilanz resultierende Steueraufwand an das abweichende handelsrechtliche Ergebnis angepasst. Zusätzlich werden latente Steuern für die zukünftige Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Verrechnung möglich ist.

Marktkapitalisierung

Bezeichnung für den aktuellen Börsenwert eines Unternehmens.

Errechnet wird sie durch die Anzahl der Aktien multipliziert mit dem Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung liefert einen Anhaltspunkt für den Preis, der für sämtliche umlaufenden Aktien eines Unternehmens zu bezahlen bzw. zu realisieren wäre. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass größere Ankäufe/Verkäufe einer Aktie zu tendenziell steigenden/sinkenden Aktienkursen führen.

Risikomanagement

Systematische Vorgehensweise, um potenzielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten und Maßnahmen zur Risikohandhabung auszuwählen und umzusetzen.

Impressum

Herausgeber

3U HOLDING AG

Frauenbergstraße 31–33

35039 Marburg

Deutschland

Fotos

3U HOLDING AG (Titel)

Jürgen Laackman, Laackman Fotostudios Marburg,

www.psl-online.de (Seite 2)

Shutterstock Images LLC (Seite 18)

Publitek, Inc. dba Fotosearch (Seite 84, 168)

Schrift

Interstate von Tobias Frere-Jones

(Hersteller: The Font Bureau)

Druck

IRprint, Hamburg

© 2018 3U HOLDING AG, Marburg

Printed in Germany

Disclaimer

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der 3U HOLDING AG hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Die Begriffe „davon ausgehen“, „annehmen“, „einschätzen“, „erwarten“, „beabsichtigen“, „können“, „planen“, „projizieren“, „sollte“ und vergleichbare Ausdrücke dienen dazu, zukunftsbezogene Aussagen zu kennzeichnen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der 3U HOLDING AG liegen.

Faktoren, die eine Abweichung bewirken oder beeinflussen können, sind ohne Anspruch auf Vollständigkeit z. B.: die Entwicklung der Nachfrage nach unseren Diensten, Wettbewerbseinflüsse, einschließlich Preisdruck, technologische Veränderungen, regulatorische Maßnahmen, Risiken bei der Integration neu erworbener Unternehmen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sich die den Aussagen zu Grunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, können die tatsächlichen Ergebnisse der 3U HOLDING AG wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Das Unternehmen übernimmt keine Verpflichtung solche vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren.

Dieser Geschäftsbericht enthält eine Reihe von Kennzahlen, die nicht Bestandteil handelsrechtlicher Vorschriften und der International Financial Reporting Standards (IFRS) sind, wie z. B. EBT, EBIT, EBITDA und Investitionen (Capex). Diese Kennzahlen sind nicht als Ersatz für die Angaben der 3U HOLDING AG nach HGB oder IFRS zu verstehen. Es ist zu beachten, dass die Kennzahlen der 3U HOLDING AG, die nicht Bestandteil handelsrechtlicher und IFRS-Vorschriften sind, nur bedingt mit den entsprechenden Kennzahlen anderer Unternehmen vergleichbar sind.

3U Konzern*

3U HOLDING AG

ITK Erneuerbare Energien SHK
010017 Telecom GmbH Marburg, Deutschland 3U ENERGY AG Marburg, Deutschland ClimaLevel Energiesysteme GmbH Köln, Deutschland
3U TELECOM GmbH Marburg, Deutschland 3U ENERGY PE GmbH Kloster Lehnin, Deutschland Immowerker GmbH Marburg, Deutschland
3U TELECOM GmbH Wien, Österreich 3U Euro Energy Systems GmbH Marburg, Deutschland PELIA Gebäudesysteme GmbH Montabaur, Deutschland
Discount Telecom S&V GmbH Marburg, Deutschland Märkische Windkraft 110 GmbH & Co. KG Kloster Lehnin, Deutschland Selfio GmbH Linz am Rhein, Deutschland
Exacor GmbH Marburg, Deutschland Repowering Sachsen-Anhalt GmbH Marburg, Deutschland  
fon4U Telecom GmbH Marburg, Deutschland Solarpark Adelebsen GmbH Adelebsen, Deutschland  
LineCall Telecom GmbH Marburg, Deutschland Windpark Langendorf GmbH & Co. KG Marburg, Deutschland  
OneTel Telecommunication GmbH Marburg, Deutschland Windpark Langendorf Verwaltungsgesellschaft mbH Marburg, Deutschland  
RISIMA Consulting GmbH Marburg, Deutschland    
weclapp GmbH Marburg, Deutschland    

* Vollkonsolidierte Unternehmen