![]() 3U Holding AGMarburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018BilanzAktiva
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 20183U Holding AG, MarburgI. Allgemeine AngabenDie 3U Holding AG (nachfolgend auch als 3U oder Gesellschaft bezeichnet) mit Sitz in Marburg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Marburg unter HRB 4680 geführt. Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung von eigenem Vermögen, den Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an in- und ausländischen Unternehmen sowie die Erbringung von Geschäftsführungs- und Beratungsleistungen und sonstigen Dienstleistungen für Tochter- und Beteiligungsunternehmen und Dritte. Die Geschäftstätigkeit der 3U Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften umfasst die Vermögensverwaltung und die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich ITK (Informations- und Telekommunikationstechnik), Erneuerbare Energien sowie SHK (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik). Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des HGB und des AktG beachtet. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter teilweiser Ergebnisverwendung gemäß § 268 Abs. 1 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 264d HGB. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenErworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer für Software beträgt drei Jahre, Telekommunikationslizenzen werden über ihre Laufzeit abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Die Laufzeit, über welche die Abschreibung erfolgt, beträgt:
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei Vorliegen von voraussichtlich dauernden Wertminderungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 Abs. 3 HGB angesetzt. Bestehen die Gründe für eine Wertminderung nicht mehr, erfolgt eine Zuschreibung. Ausleihungen werden zu ihrem Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen sind bei risikobehafteten Posten gebildet worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei langfristigen Rückstellungen werden Preis- und Kostensteigerungen sowie notwendige Abzinsungen berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Zur periodengerechten Erfolgsermittlung wurden Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Im Falle einer Steuerentlastung wird entsprechend dem Aktivierungswahlrecht auf die Bilanzierung verzichtet. III. Angaben zur Bilanz1. AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) gesondert dargestellt. Im Sachanlagevermögen weist die Gesellschaft im Wesentlichen Geschäftsbauten aus. 2. FinanzanlagenNeben den Anteilen an verbundenen Unternehmen bzw. Beteiligungen werden in der folgenden Tabelle auch die indirekten Beteiligungen ausgewiesen:
1) Bei dieser Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der 3U Holding AG. 2) Tochterunternehmen von 16. 3) Tochterunternehmen von 23. 4) Tochterunternehmen von 15. 5) Bei dieser Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der 3U ENERGY AG. 6) Die Anteile werden von der Windpark Langendorf GmbH & Co. KG gehalten. 7) An der Windkraft Lüdersdorf II GmbH & Co. OHG, Potsdam, wird über die Märkische Windkraft 110 GmbH & Co. KG, Berlin, und der Märkische Windkraft 112 GmbH & Co. KG, Berlin, ein Anteil von 39,9992 % gehalten. Die angegebenen Werte betreffen den vorläufigen Abschluss 2017. Für das Geschäftsjahr 2018 liegen noch keine Finanzdaten vor. 3. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden mit den Verbindlichkeiten der einzelnen Gesellschaften verrechnet.
Die Forderungen aus Konzernverrechnungen betreffen auch die Zinsabgrenzungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 1.288 (i. Vj. TEUR 595) sind im Wesentlichen Forderungen aus Steuern in Höhe von TEUR 1.028 (i. Vj. TEUR 330) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Körperschaftsteuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 209 (i. V. TEUR 306), die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. 4. RechnungsabgrenzungspostenInnerhalb des zum 31.12.2018 ausgewiesenen Rechnungsabgrenzungspostens ist ein Disagio in Höhe von TEUR 49 (i. Vj. TEUR 53) ausgewiesen. Das Disagio hat seinen Ursprung in dem Darlehen zur Finanzierung des Neubaus der Konzernzentrale. 5. EigenkapitalDas begebene Grundkapital setzt sich seit dem 27. November 2012 zusammen aus 35.314.016 nennwertlosen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00 je Aktie. Das gesamte Grundkapital ist voll erbracht. Bedingtes KapitalDie Gesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital in Höhe von EUR 3.531.401,00 (i. Vj.: EUR 3.531.401,00). Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 und 3. Mai 2018 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 3.531.401,00 bedingt erhöht. Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft. Im Rahmen des Aktienoptionsplan 2018 wurden am 6. Dezember 2018 2.379.998 Aktienoptionen ausgegeben; zum Bilanzstichtag 31.12.2018 waren davon keine Aktienoptionen verfallen. Jedes Optionsrecht berechtigt zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis von EUR 1,24 je Aktie. Die Ausübung der Optionsrechte kann erstmals nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist innerhalb von acht Jahren, beginnend mit dem Tag der Ausgabe der Optionen, erfolgen. RücklagenDie Kapitalrücklage in Höhe von EUR 7.357.980,58 (i. Vj. EUR 7.357.980,58) enthält das Aufgeld gegenüber dem Nominalbetrag aus der Ausgabe von Aktien. Die anderen Gewinnrücklagen, EUR 4.698.881,57 (i. Vj.: EUR 5.698.881,57), enthalten die Einstellung des Eigenkapitalanteils aus dem unter-pari Erwerb eigener Aktien sowie die Zuschreibung auf einen Beteiligungsbuchwert bzw. auf Ausleihungen an Beteiligungen nach § 58 Abs. 2a AktG in Höhe von EUR 3.766.000,00 (i. Vj.: EUR 4.766.000,00). Im Geschäftsjahr 2018 wurde ein Betrag in Höhe von EUR 1.000.000,00 (i. Vj.: EUR 2.000.000,00) aus den anderen Gewinnrücklagen entnommen. Aktienoptionsplan 2018Der Aktienoptionsplan 2018 hat folgende Eckpunkte: Bezugsberechtigte sind:
Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2018 waren am 31. Dezember 2018 insgesamt 2.379.998 Aktienoptionen ausgegeben. Die Verteilung auf die einzelnen Gruppen sieht wie folgt aus:
Die Ausübung der Optionsrechte gemäß dem Aktienoptionsplan 2018 kann erstmals nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist innerhalb von acht Jahren, beginnend mit dem Tag der Ausgabe der Optionen, erfolgen. Die Optionsrechte dürfen nicht in der Zeit zwischen dem zehnten Tag des letzten Monats eines Quartals und dem Tag der nachfolgenden Bekanntgabe der (vorläufigen) Quartalsergebnisse, dem 1. Januar eines jeden Jahres und dem Tag der nachfolgenden Bekanntgabe des (vorläufigen) Jahresergebnisses sowie dem zehnten Tag des Monats vor Bekanntmachung der Einladungsbekanntmachung zur ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft und dem Tag der ordentlichen Hauptversammlung ausgeübt werden. Die Optionsrechte sind nicht übertragbar. Jedes Optionsrecht berechtigt zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis für die Optionsrechte entspricht dem Durchschnittskurs der Schlusskurse der Aktie an den 15 Handelstagen vor der Auflegung des Aktienoptionsprogramms am 6. Dezember 2018 in Höhe von EUR 1,03 zuzüglich eines Aufschlags von 20 % als Erfolgsziel. Der Ausübungspreis beträgt somit EUR 1,24 je Aktie. Von den im Rahmen dieses Programms ausgegebenen 2.379.998 Aktienoptionen waren zum Bilanzstichtag keine Aktienoptionen verfallen. Genehmigtes KapitalMit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. August 2014 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 26. August 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 7.062.803,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital), wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. AktienrückkaufprogrammDer Vorstand der 3U Holding AG hat im April 2013 auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 erteilten Ermächtigung beschlossen, in der Zeit vom 1. Mai 2013 bis längstens zum 30. Mai 2017 bis zu 10 % der eigenen Aktien (bis zu Stück 3.531.401 Aktien) über die Börse zurückzukaufen. Innerhalb der Laufzeit des Aktienrückkaufprogramms behält sich der Vorstand vor, im Einklang mit den einzuhaltenden rechtlichen Vorgaben den Rückkauf jederzeit auszusetzen und wieder aufzunehmen. Die Aktien konnten zu allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 vorgesehenen Zwecken verwendet werden. Im Rahmen des am 2. Mai 2013 begonnenen Aktienrückkaufprogramms wurden insgesamt 2.183.640 Aktien zu einem Durchschnittskurs von rund EUR 0,52 zurückgekauft; das entspricht 6,18 % des Grundkapitals von EUR 35.314.016,00. BilanzgewinnDer Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:
In der Hauptversammlung vom 3. Mai 2018 wurde beschlossen, eine Dividende in Höhe von EUR 662.607,52 aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 663.488,56 auszuschütten und den danach verbleibenden Gewinn in Höhe von EUR 881,04 auf neue Rechnung vorzutragen. 6. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten (TEUR 220; i. Vj. TEUR 250) und Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 98; i. Vj. TEUR 98) gebildet. Die Rückstellungen für Personalkosten enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Zahlungen an ausscheidende Mitarbeiter (TEUR 196; i. Vj. TEUR 0), für Tantieme und Prämien (TEUR 115; i. Vj. TEUR 175) sowie für Resturlaub und Überstunden (TEUR 42; i. Vj. TEUR 57). Es handelt sich jeweils um kurzfristige Rückstellungen. 7. Verbindlichkeiten (ohne verbundene Unternehmen)Die Verbindlichkeiten (ohne verbundene Unternehmen) setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben folgende Restlaufzeiten: Zum 31. Dezember 2018:
Zum 31. Dezember 2017:
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben folgende Restlaufzeiten: Zum 31. Dezember 2018:
Zum 31. Dezember 2017:
Alle übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Grundschulden in Höhe von TEUR 3.750 (i. Vj. TEUR 9.750) besichert. Das Festgeldguthaben der 3U Holding AG ist mit EUR 1,5 Mio. als Sicherheit für eigene Kreditlinien verpfändet. 8. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UnternehmenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden mit den Forderungen der einzelnen Gesellschaften verrechnet.
Die Verbindlichkeiten aus laufender Verrechnung beinhalten auch Zinsabgrenzungen. Die Verbindlichkeiten aus Darlehen bestehen gegenüber der LineCall Telecom GmbH mit TEUR 2.700 (i. Vj. TEUR 2.700), der OneTel Telecommunication GmbH mit TEUR 3.000 (i. Vj. TEUR 3.000), der Selfio GmbH TEUR 650 (i. Vj. TEUR 650), sowie der EEPB Erneuerbare Energien Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH TEUR 55 (i. Vj. TEUR 55). Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 9. RechnungsabgrenzungspostenDer zum 31.12.2018 ausgewiesene Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Schadenersatzleistungen für Reparaturarbeiten an einem Hallendach in Adelebsen. 10. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGHerr Michael Schmidt, Lahntal, hat mit Schreiben vom 28. November 2012 gemäß § 21 Abs. 1 des WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U Holding AG, Marburg, Deutschland, am 27. November 2012 die Schwelle von 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,49 % (das entspricht 8.999.995 Stimmrechten) betragen hat. Die 3U Holding AG hat gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mitgeteilt, dass ihr Anteil an eigenen Aktien am 29. April 2015 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,0088 % (das entspricht 1.768.793 Stimmrechte) betragen hat. Herr Jürgen Beck-Bazlen, Ostfilden, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 4. Februar 2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U Holding AG am 2. Februar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,028 % (das entspricht 1.069.418 Stimmrechten) betragen hat. 11. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGBa) gegenüber Dritten Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen für die Jahre:
Darüber hinaus besteht eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 1.500, die per 31. Dezember 2018 im Rahmen eines Avalkredits durch Bürgschaften in Höhe von TEUR 797 in Anspruch genommen ist. Diese Kreditlinie ist durch TEUR 1.500 Bankguthaben besichert. Im Rahmen des Verkaufs des Rechenzentrums in Hannover hat die 3U Holding AG eine Mietgarantie in Höhe von rund TEUR 600 gegenüber dem Erwerber abgegeben. Als Sicherheit für diese Mietgarantie wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 594 auf einem Sicherungskonto hinterlegt. Eine tatsächliche Inanspruchnahme aus der Mietgarantie ist nicht zu erwarten. b) gegenüber verbundenen Unternehmen Es bestehen Patronatserklärungen gegenüber den Tochtergesellschaften 3U Mobile GmbH, 3U ENERGY AG, 3U Euro Energy Systems GmbH, Immowerker GmbH, RISIMA Consulting GmbH und weclapp GmbH, die jeweils bis zum 31. März 2020 befristet sind. Außerdem besteht gegenüber der Tochtergesellschaft 3U DYNAMICS GmbH eine bis zum 31. März 2019 befristete Patronatserklärung. In den Patronatserklärungen gegenüber den Tochtergesellschaften garantiert die 3U Holding AG die Gesellschaften so auszustatten, dass sie ihren Verbindlichkeiten fristgerecht und vollumfänglich nachkommen können. Gemäß § 285 Nr. 27 HGB weisen wir darauf hin, dass sich diese Gesellschaften weiterhin im Auf- und Ausbau befinden sowie teilweise auch inaktiv sind, sodass wir aufgrund der aktuellen Planungen von einer Inanspruchnahme der 3U Holding AG nicht ausgehen. Mit Datum vom 28. Februar 2013 hat die 3U Holding AG zugunsten der Deutsche Kreditbank AG, Berlin, eine Rangrücktrittsvereinbarung mit der Solarpark Adelebsen GmbH abgeschlossen. Danach tritt die 3U Holding AG mit ihrer Forderung aus verzinslichen Darlehen gegen die Solarpark Adelebsen GmbH bis zu einem Betrag in Höhe von EUR 3.000.000,00 hinter sämtliche Forderungen einschließlich Tilgung, Verzinsung und Rückzahlung im Rang hinter sämtliche Forderungen aller bestehenden und zukünftigen Gläubiger der Solarpark Adelebsen GmbH zurück. Die vorgenannte Darlehensforderung kann nur aus zukünftigen Gewinnen, einem etwaigen Liquiditätsüberschuss oder aus einem die sonstigen Verbindlichkeiten der Solarpark Adelebsen GmbH übersteigenden, freien Vermögen beglichen werden, und zwar nach Befriedigung sämtlicher Gesellschaftsgläubiger im Sinne des § 39 Abs. 2 InsO und im gleichen Rang mit den Einlagerückgewähransprüchen der 3U Holding AG gegenüber der Solarpark Adelebsen GmbH im Sinne des § 199 Satz 2 InsO. Dieser Rangrücktritt bleibt unabhängig davon wirksam, ob ein Gesellschafterwechsel bei der Solarpark Adelebsen GmbH stattfindet und in welcher Rechtsform die Solarpark Adelebsen GmbH jeweils betrieben wird. Mit Nachtrag zur Rangrücktrittsvereinbarung vom 22. Februar 2016 wurde der Betrag der Rangrücktrittsvereinbarung auf EUR 2.000.000,00 reduziert. Außerdem hat die 3U Holding AG eine Zahlungsgarantie in Höhe von EUR 250.000,00 sowie Bürgschaften in Höhe von rund EUR 96.000,00 im Zusammenhang mit Liefer- und Leistungsbeziehungen Ihrer Tochtergesellschaften abgegeben. IV. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseBei den Umsatzerlösen des Berichtsjahres handelt es sich um Erträge aus Vermietung (TEUR 1.353; i. Vj. TEUR 1.486), von der 3U Holding AG erbrachte Managementleistungen (TEUR 1.123; i. Vj. TEUR 1.203) sowie aus der Stromeinspeisung ins öffentliche Netz (TEUR 6; i. Vj. TEUR 6). Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen (TEUR 2.603; i. Vj. TEUR 0), aus dem Verzicht auf den Anlagenrückbau des Solarparks in Adelebsen (TEUR 516; i. Vj. TEUR 0), Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 144; i. Vj. TEUR 0), Periodenfremde Erträge (TEUR 83; i. Vj. TEUR 2) aus Versicherungsentschädigungen und Schadenersatzleistungen (TEUR 48; i. Vj. TEUR 48), sowie aus Sachbezügen von Mitarbeitern (TEUR 134; i. Vj. TEUR 117) enthalten. MaterialaufwandDer Materialaufwand betrifft im Wesentlichen bezogene Leistungen im Rahmen der Vermietungstätigkeit sowie im Rahmen der erbrachten Managementleistungen. PersonalaufwandDurchschnittlich waren - ohne Vorstände - 29 Mitarbeiter (i. Vj. 28 Mitarbeiter) beschäftigt. Dabei handelt es sich um 3 (i. Vj. 3) leitende Angestellte und 26 (i. Vj. 25) übrige Angestellte. AbschreibungenDie Abschreibungen beinhalten Abschreibungen auf Geschäftsbauten (TEUR 590; i. Vj. TEUR 707), sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 104; i. Vj. TEUR 86), immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 47; i. Vj. TEUR 51). Bei den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände handelte es sich mit (TEUR 10; i. Vj. TEUR 0) um außerplanmäßige Abschreibungen. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen IC-Dienstleistungen (TEUR 452; i. Vj. TEUR 453), Instandhaltungs- und Raumkosten (TEUR 231; i. Vj. TEUR 196), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 202; i. Vj. TEUR 236), Abfindungszahlungen an ausscheidende Mitarbeiter (TEUR 196 i. Vj. TEUR 0), Kfz-Kosten (TEUR 159; i. Vj. TEUR 184), Steuerliche- und Sonstige Beratungskosten (TEUR 131; i. Vj. TEUR 75), Aufsichtsratsvergütung und Nebenleistungen (TEUR 134; i. Vj. TEUR 162), Kosten der Rechtsberatung (TEUR 34; i. Vj. TEUR 25), Kosten für Versicherungen (TEUR 123; i. Vj. TEUR 109), Umsatzsteuer für Vorjahre (TEUR 44; i. Vj. TEUR 14) sowie Einzelwertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 18; i. Vj. TEUR 629). ZinsergebnisWeder im aktuellen Berichtsjahr noch im Vorjahr ergaben sich Erträge und Aufwendungen aus der Ab- bzw. Aufzinsung. Abschreibungen auf FinanzanlagenIm Geschäftsjahr 2018 wurden Abschreibungen wegen vorübergehender Wertminderungen auf die Beteiligungen an der OneTel Telecommunication GmbH in Höhe von TEUR 1.075, an der 3U TELECOM GmbH, Wien, in Höhe von TEUR 100, an der 3U Mobile GmbH in Höhe von TEUR 1, an der ACARA Verwaltung GmbH in Höhe von TEUR 0,4 und an der Windpark DBF GmbH in Höhe von TEUR 1 durchgeführt. Im Vorjahr wurden keine Abschreibungen auf Beteiligungen vorgenommen. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
Periodenfremde Erträge und AufwendungenDie Gesellschaft weist im Jahresabschluss 2018 periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 83 (i. Vj. TEUR 2) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 40 (i. Vj. TEUR 18). Diese beinhalten im Wesentlichen Erstattungen von Erschließungsbeiträgen, Nachzahlungen an Versicherungen sowie Nachberechnungen von Mieten und Nebenkosten. Diese werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. Außergewöhnliche Erträge und AufwendungenDie Gesellschaft weist in den sonstigen betrieblichen Erträgen einen Ertrag aus der Veräußerung der Rechenzentrumsimmobilie in Hannover in Höhe von TEUR (TEUR 2.603; i. Vj. TEUR 0) aus. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außerdem Erträge aus dem Verzicht auf den Anlagenrückbau des Solarparks in Adelebsen (TEUR 516; i. Vj. TEUR 0), sowie aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von (TEUR 144; i. Vj. TEUR 0) enthalten. Im Geschäftsjahr sind in den Abschreibungen auf Finanzanlagen Abschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von TEUR 1.177 als außergewöhnlicher Aufwand enthalten. Im Vorjahr waren in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Aufwendungen aus Einzelwertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von (TEUR 629; 2018 TEUR 18) enthalten. V. Sonstige AngabenAufsichtsratZu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr sowie im Vorjahr bestellt:
Die Aufsichtsratsvergütungen für 2018 betragen insgesamt TEUR 130 (i. Vj.: TEUR 158). Für 2018 wurde eine erfolgsabhängige Vergütung von TEUR 54 (i. Vj.: TEUR 90) zurückgestellt.
* Rundungsbedingte Abweichungen in der Summenzeile Außerdem erhalten die Aufsichtsräte eine Erstattung ihrer Reisekosten und der sonstigen Auslagen. Im Geschäftsjahr 2018 haben Herr Thoenes in Höhe von TEUR 2,3 (i. Vj.: TEUR 2,4), Herr Thies in Höhe von TEUR 1,0 (i. Vj.: TEUR 0,8) und Herr Beck-Bazlen in Höhe von TEUR 1,5 (i. Vj.: TEUR 0,8) Erstattungen für ihre Auslagen erhalten. Herr Thoenes hat für das Geschäftsjahr 2018 außerdem Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 6 (i. Vj.: TEUR 6) erhalten. Es bestehen keine aktienbasierten Vergütungskomponenten für die Mitglieder des Aufsichtsrates. Die Rechtsanwaltssozietät Altenburger Rechtsanwälte, deren Partner der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Ralf Thoenes ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für ihre Beratungsleistungen und Auslagenerstattungen für den 3U Konzern insgesamt TEUR 10,2 (i. Vj.: TEUR 4,9) zzgl. USt. erhalten. Diese wurden mit TEUR 5,2 für die 3U ENERGY AG, mit TEUR 4,6 für die 3U TELECOM GmbH und mit TEUR 0,4 für die 3U Euro Energy Systems GmbH erbracht. Im Vorjahr wurden diese vollständig für die 3U ENERGY AG erbracht. Es bestehen weder von Seiten der 3U Holding AG noch von Dritten Zusagen für Pensionen, Abfindungen oder sonstige Versorgungsleistungen für die Mitglieder des Aufsichtsrates. Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns dargestellt. VorstandZu Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:
Die in 2018 gewährten Gesamtbezüge des Vorstands betrugen TEUR 841 (i. Vj.: TEUR 854).
* Fixe Vergütung inklusive Nebenleistungen **In Höhe von TEUR 75 bereits in 2018 gezahlt, ein Restbetrag in Höhe von TEUR 111 ist kurzfristig fällig. ***In Höhe von TEUR 75 bereits in 2017 gezahlt, ein Restbetrag in Höhe von TEUR 125 war zum 31.12.2017 kurzfristig fällig. Ein Teil der erfolgsabhängigen Vergütung eines Geschäftsjahres wird unter dem Vorbehalt gezahlt, dass der Vorstand die Geschäfte der Gesellschaft auch in den auf das betreffende Geschäftsjahr folgenden zwei Geschäftsjahren nachhaltig führt. Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten stammen aus der 3U Holding AG. Die Tochtergesellschaften haben keine Bezüge gezahlt. Bis zum 8. Juni 2018 bestand eine bis zum 31. Dezember 2018 befristete unverzinsliche Darlehensforderung gegen das Vorstandsmitglied Michael Schmidt in Höhe von TEUR 17. Dieses Darlehen wurde am 8 Juni 2018 vollständig getilgt. Es bestehen weder von Seiten der 3U Holding AG noch von Dritten Zusagen für Pensionen, Abfindungen oder sonstigen Versorgungsleistungen für die Mitglieder des Vorstandes. Aktienbesitz von Aufsichtsrat und Vorstand Angaben zum Aktienbesitz von Aufsichtsrat und Vorstand zum 31. Dezember 2018 in Stück:
Außerdem besitzen die Vorstandsmitglieder Michael Schmidt, Andreas Odenbreit und Christoph Hellrung jeweils 166.666 Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsplan 2018. Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate-Governance-KodexDer Vorstand und der Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Website der 3U Holding AG dauerhaft zugänglich gemacht. Honorar des AbschlussprüfersDie Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, erfolgen im Konzernabschluss der 3U Holding AG. Geschäfte mit nahestehenden PersonenIm Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind und zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind. Derivative FinanzinstrumenteZum 31.12.2018 bestehen wie im Vorjahr keine Derivativen Finanzinstrumente. NachtragsberichtEreignisse von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. ErgebnisverwendungsvorschlagWir schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.014.142,18 in Höhe von EUR 993.911,28 an die gewinnbezugsberechtigten Aktionäre der 3U HOLDING AG auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von EUR 20.230,90 auf neue Rechnung vorzutragen. KonzernabschlussDie 3U Holding AG, Marburg, stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2018 einen Konzernabschluss nach IFRS auf, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
Marburg, den 12. März 2019 Der Vorstand Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018Anlagenspiegel
Zusammengefasster LageberichtGrundlagenGeschäftsmodellDie 3U HOLDING AG steht als operative Management- und Beteiligungsholding an der Spitze des 3U Konzerns. Sie steuert und überwacht alle wesentlichen Aktivitäten innerhalb des Konzerns. Die Festlegung der Konzernstrategie sowie die Steuerung der Entwicklung des 3U Konzerns gehört zu ihren Aufgaben. Sie ist verantwortlich für das Rechnungswesen und Controlling im 3U Konzern und betreibt außerdem das konzernweite Risiko- und Chancenmanagement sowie die Bereiche Recht, Investor Relations und Unternehmenskommunikation. Die 3U HOLDING AG übernimmt auch die Allokation der finanziellen Mittel, zum Beispiel für Investitionen oder Akquisitionen. Ihr obliegen die Personalpolitik, die Personalentwicklung und die Betreuung der obersten Führungsebene des Konzerns. Die Vorstände der 3U HOLDING AG übernehmen die operative Verantwortung in Personalunion auch als Geschäftsführer von Tochtergesellschaften. Der ursprünglich aus der Telekommunikationsbranche stammende 3U Konzern hat sich in den zurückliegenden Geschäftsjahren deutlich weiterentwickelt. Das Kerngeschäft des Konzerns bilden heute die Segmente ITK (Informations- und Telekommunikationstechnik), Erneuerbare Energien und SHK (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik). Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des 3U Konzerns liegt überwiegend in Deutschland sowie in den europäischen Nachbarländern. Das Segment ITK umfasst die Entwicklung, den Vertrieb und Betrieb der cloudbasierten CRM- und ERP-Lösung weclapp und die Aktivitäten Voice Retail, Voice Business und Data Center Services & Operation. Unter Voice Retail werden die Produkte offenes Call-by-Call, Preselection und Callthrough angeboten. Die Produkte Voice Terminierung (Wholesale, Resale) und Mehrwertdienste werden unter Voice Business zusammengefasst. Hinter den Data Center Services & Operation stehen die Produkte Colocation, Infrastructure as a Service (IaaS), TK-Dienste sowie der Betrieb von Netzen und technischen Anlagen. Außerdem umfasst dieses Segment den Handel mit IT-Lizenzen. Im Segment Erneuerbare Energien deckt der 3U Konzern im Wesentlichen die Projektentwicklung im Bereich der Windkraft und die Stromerzeugung mit eigenen Anlagen unter Verwendung von Wind- und Sonnenenergie ab. Neben der Montage von Komponenten der Gebäudeklimatisierung gehört zu dem Segment SHK der Vertrieb von Produkten aus der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik an Großhändler, Handwerker und Selberbauer. Dieser Vertrieb erfolgt im Wesentlichen über konzerneigene Onlineshops. SteuerungssystemAufbau und Organisation des 3U Konzerns unterliegen einer kontinuierlichen Überprüfung und Verbesserung. Fortlaufende Anpassungen der Organisationsstrukturen gewährleisten hierbei eindeutige Zuständigkeiten. Damit werden Verantwortlichkeiten innerhalb des Überwachungs-, Planungs- und Steuerungssystems klar definiert. Das Überwachungs- und Planungssystem besteht im Wesentlichen aus dem monatlichen Management-Informations-Berichtswesen und dem Risiko-Reporting. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Abstimmungen zwischen Vorstand und Geschäftsführern der Tochtergesellschaften sowie eine monatliche Forecast-/Liquiditätsentwicklung. Das Steuerungssystem orientiert sich an Umsatzplanungen und an Zielsetzungen für EBITDA und Konzernergebnis für die jeweils folgenden zwölf Monate. Die Planung für die beiden darauf folgenden Geschäftsjahre erfolgt auf der Grundlage der Detailplanung des ersten Planjahres. Die Annahmen für die Umsatzplanung werden auf den jeweiligen Unternehmensebenen analysiert; auf Marktebene fließen Regulierungsvorhaben, Kapitalmarktaussichten und Branchentrends ein. Ergebnisrelevante Veränderungen werden in Form einer Sofortberichterstattung direkt zwischen Vorstand und Geschäftsführern kommuniziert. Die Organisationsstrukturen und die Elemente des Steuerungssystems bilden somit einen ganzheitlichen Mechanismus zwischen strategischen und operativen Unternehmensebenen. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenspezifische RahmenbedingungenEntwicklung des gesamtwirtschaftlichen UmfeldesNach Ansicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie kam die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal 2018 langsam wieder in Tritt. Der leichte Rückgang der Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2018 um 0,2% war wesentlich auf den Sondereffekt durch die Einführung des weltweit einheitlichen Testverfahrens zur Bestimmung des Kraftstoffverbrauchs und der Abgasemissionen in der Kfz-Industrie zurückzuführen. Dieser temporäre Sondereffekt lässt allmählich nach, aber ist zu Beginn des vierten Quartals in den Produktionsdaten noch deutlich spürbar. Unabhängig davon hat der Gegenwind aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld im Verlauf des Jahres 2018 merklich zugenommen. Die Handelskonflikte, Währungsturbulenzen von Schwellenländern sowie geopolitische Konflikte belasten die Weltwirtschaft und haben die allgemeine Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung erhöht. Durch die Verschiebung der Abstimmung des britischen Parlaments zum Brexit-Abkommen ist das Risiko eines ungeordneten Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union bis auf Weiteres nicht abgewendet. Andererseits wirken ab dem Jahreswechsel zusätzliche, durch die Politik beschlossene konjunkturelle Stimuli. Alles in allem dürfte sich die deutsche Wirtschaft in diesem schwierigeren Umfeld insgesamt gut behaupten. Ihre konjunkturelle Grunddynamik bleibt aufwärtsgerichtet, wenngleich abgeschwächt. Die gute Entwicklung des Arbeitsmarktes und kräftige Lohnzuwächse sorgen für günstige Rahmenbedingungen für den privaten Konsum. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv. Die Erwerbstätigkeit überschritt im vierten Quartal 2018 den Höchstwert von 45,1 Mio. Personen. Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften bleibt in vielen Sektoren sehr hoch, es gibt aber Anzeichen für eine etwas ruhigere Gangart. Die Zahl der Arbeitslosen nahm im November 2018 saisonbereinigt um 16.000 Personen ab und unterschritt damit die Marke von 2,2 Mio. Personen. Damit verringerte sich die Arbeitslosenquote auf 4,8 %. Entwicklung des FinanzmarktesLaut Statistischem Bundesamt erhöhten sich die Verbraucherpreise in Deutschland um 1,9 % im Jahresdurchschnitt 2018 gegenüber 2017 und damit etwas stärker als in den letzten Jahren. Von 2014 bis 2016 hatten die Jahresteuerungsraten sogar jeweils unterhalb von einem Prozent gelegen. Für den deutlichen Anstieg der Jahresteuerungsrate 2018 war maßgeblich der Anstieg der Preise für Wohnen und Energie verantwortlich. Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte den Hauptrefinanzierungssatz auf den aktuellen Stand von 0,00 % am 10. März 2016. Die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe verblieb im Jahre 2018 auf sehr niedrigem Niveau. Anfang des Jahres lag die Rendite bei 0,43 %. Sie stieg dann bis Anfang Februar auf 0,77 %, um danach im weiteren Jahresverlauf unter erheblichen Schwankungen auf einen Jahresendstand von 0,24 % zu fallen. Der DAX beendete das Börsenjahr 2018 bei einem Stand von 10.559 Punkten, was einem Verlust von fast 18 % seit Jahresanfang entspricht. Nicht besser entwickelten sich der MDAX und der SDAX, die ebenfalls starke Einbußen hinnehmen mussten. Entwicklung der Rahmenbedingungen im Segment ITKDer Telekommunikationsmarkt in DeutschlandDie Preise für Telekommunikationsdienstleistungen im Festnetz, Internet und Mobilfunk haben für die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2018 im Schnitt erneut unter denen des Vorjahres gelegen. Der Verbraucherpreisindex für Telekommunikationsdienstleistungen lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (DeStatis) im Jahresdurchschnitt 2018 um 0,7 % unter dem Niveau des Jahres 2017. Laut einer Studie des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und Dialog Consult zum Telekommunikationsmarkt 2018 ist der Umsatz der Telekommunikationsanbieter 2018 ähnlich hoch ausgefallen wie 2017. Lag der Gesamtumsatz mit TK-Diensten in Deutschland im Jahre 2017 bei EUR 59,3 Mrd., so waren es 2018 ca. EUR 59,4 Mrd. Dabei wird der Kabelmarkt weiter wachsen (+3,6% auf EUR 5,7 Mrd.), bei der Deutschen Telekom (-0,5% auf EUR 21,8 Mrd.) und den Wettbewerbern (EUR 31,9 Mrd. unverändert zum Vorjahr) blieben die Gesamtumsätze nahezu konstant. Ähnliches gilt für den Umsatz im Mobilfunkmarkt, der 2018 rund EUR 26,6 Mrd. (2017: EUR 26,5 Mrd.) umfasst - EUR 18,6 Mrd. (im Vorjahresvergleich +1,1 %) entfallen auf die Wettbewerber und EUR 8,0 Mrd. auf die Deutsche Telekom (-0,1 %). Zum ersten Mal macht der Umsatz mit Datenverkehr mit 53 % (EUR 14,1 Mrd.; 2017: EUR 13,2 Mrd., 49,8 %) mehr als die Hälfte des Mobilfunkumsatzes aus. Der Festnetzmarkt hatte 2018 mit einem Umsatz von EUR 32,8 Mrd. ein ähnliches Volumen wie im Vorjahr. Davon entfallen wie im Vorjahr EUR 13,8 Mrd. auf die Deutsche Telekom, während die Wettbewerber EUR 13,3 Mrd. verbuchen konnten (2017: EUR 13,5 Mrd./-1,5 %). Bei den Kabelnetzbetreibern setzt sich das Wachstum fort. Weiterhin rückläufig ist auch die Zahl der Telefonie-Minuten. Das gesamte Telefonie-Sprachvolumen ist seit 2012 mit durchschnittlich 1,8 % pro Jahr leicht rückläufig. Die Sprachtelefonie wird trotz einer weiten Verbreitung von Sprach-Flatrates mittlerweile durch andere Kommunikationsformen wie OTT-Telefonate (Instant-Messaging wie bspw. WhatsApp) substituiert. Dabei schrumpfte 2018 das Festnetzsprachvolumen von 340 auf 325 Mio. Minuten pro Tag (-4,4%) und das Mobilfunksprachvolumen leicht von 309 auf 306 Mio. Minuten pro Tag (-1,0%). Festnetz-Telefonie in Deutschland2018 telefonierten die Kunden der Wettbewerber der Deutschen Telekom durchschnittlich rund 5,3 Mrd. Minuten monatlich im Festnetz (2017: 5,5 Mrd.). Seit einigen Jahren nehmen die Sprachminuten, die von den Wettbewerbern vermittelt werden, kontinuierlich ab. Entsprechend ist auch der Anteil von Call-by-Call und Preselection weiter zurückgegangen. Im Jahr 2018 telefonierten die Nutzer dieser Dienste ca. 0,4 Mrd. Minuten im Monat, dies entspricht einem Sprach-Minutenvolumen von 7,5% bei den Wettbewerbern. Das Minuten-Volumen von Call-by-Call hat sich in jüngster Zeit bei ca. 0,4 Mrd. Minuten pro Monat stabilisiert. Gesamtmarkt Wettbewerber Sprachdienste aus Festnetzen in Deutschland nach VerbindungsminutenBetrachtet man jedoch nur die Festnetzanschlüsse der Deutschen Telekom ohne Flatrate-Tarif, nimmt die Nutzung der Sparvorwahlen bezogen auf die potenziellen Nutzer mit 88,6 Minuten pro Anschluss und Monat um 8,7% zu. Bei den Umsätzen mit Auskunfts- und Mehrwertdiensten erreichen alle Wettbewerber zusammen EUR 213 Mio. und damit 53,5% des Gesamtumsatzes in Höhe von EUR 398 Mio. Die Umsätze mit Servicerufnummern nehmen damit auch 2018 ein weiteres Mal ab (-4,3%). Diese Entwicklung ist zum einen dem zunehmenden Informationsangebot im (weitgehend kostenfreien) Internet und zum anderen dem zunehmenden Aufkommen von Chat-Angeboten auf den Webseiten der Dienstleister zur direkten Kontaktaufnahme geschuldet. Umsätze mit ServicenummernDie Wettbewerber erzielen mehr als die Hälfte ihrer Umsätze (56,3%) mit geographischen und 0800-Service-Rufnummern. Der Rechenzentrumsmarkt in DeutschlandDie Bedeutung von Rechenzentren nimmt weltweit immer weiter zu. Deutschland gilt weiterhin als der drittgrößte Rechenzentrumsmarkt weltweit und der größte in Europa. Zu den Standortvorteilen zählen Rechtssicherheit und Datenschutz, eine leistungsfähige Anbindung an Internetknoten sowie eine zuverlässige Energieversorgung. Allerdings fallen in Deutschland auch vergleichsweise hohe Kosten für Energie und Personal an, bei einem gleichzeitig spürbaren Fachkräftemangel für IT-Experten. Aktuell sprechen Experten geradezu von einem Boom beim Bau von Rechenzentren in Deutschland: Denn die sich weiter beschleunigende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft erfordert mehr und mehr zentrale Datenverarbeitungs- und Speicherkapazitäten in Rechenzentren. Auch das Bedürfnis vieler professioneller Anwender, die Daten im Inland zu speichern und zu verarbeiten, beschleunigt dieses Wachstum. Bereits in den Vorjahren hatte sich nach (zwischenzeitlich nicht erneut aktualisierten) Berechnungen von Borderstep die Zahl der Server in den deutschen Rechenzentren zwischen 2013 und 2016 um 18 % auf ca. 1,9 Mio. erhöht. Die IT-Fläche in den Rechenzentren Deutschlands betrug demzufolge im Jahr 2017 gut 2 Mio. Quadratmeter.
Quelle: Borderstep 2017 (Daten für 2018 liegen nicht vor) Cloud Computing in DeutschlandCloud Computing hat sich etabliert: Nach einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag der KPMG AG nutzten im Jahr 2017 zwei Drittel aller Unternehmen (66%) Rechenleistungen aus der Cloud. Weitere rund 21 % der Unternehmen plant oder diskutiert zumindest den Einsatz von Cloud Computing. Nur für eine kleine Minderheit der Unternehmen (ca. 13 %) spielt das Thema Cloud Computing keine Rolle. Cloud Computing ist eine Basistechnologie für die digitale Transformation. Die Technologie schafft enorme Effizienzgewinne und ist in der digitalen Wirtschaft sehr häufig die Basis neuer Geschäftsmodelle. Cloud Computing bezeichnet aus Sicht der Anwender die bedarfsgerechte Nutzung von IT-Leistungen wie beispielsweise Software, Speicherplatz oder Rechenleistung über Datennetze. Das Datennetz kann ein unternehmens- bzw. organisationsinternes Intranet (Private Cloud Computing) oder das öffentliche Internet (Public Cloud Computing) sein. So nutzte 2017 die Hälfte der Unternehmen (51 %) Private-Cloud-Anwendungen, fast ein Drittel (31 %) setzte auf Public-Cloud-Lösungen. Dabei ziehen immer mehr Unternehmen die Public Cloud in Betracht. War im Jahr 2016 für mehr als die Hälfte (55 %) die Public Cloud noch kein Thema, so sagten dies im Jahr 2017 nur noch 42 %. Sorge um die Datensicherheit ist auch ein Hauptgrund, weshalb ein Teil der Wirtschaft noch nicht auf die Public Cloud setzt. Fast zwei Drittel der Nichtnutzer (63 %) fürchten einen unberechtigten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten. Mehr als die Hälfte (56 %) hat Sorge, dass Daten in der Cloud verloren gingen. Jeder zweite Nichtnutzer (50 %) vermutet eine unklare Rechtslage. Unter dem Strich aber lässt die Skepsis gegenüber der Cloud in den Unternehmen etwas nach. Wer Cloud-Anwendungen nutzt oder damit plant, für den ist Datenschutz das Top-Kriterium, wenn es um die Auswahl eines Cloud- Dienstleisters geht. Praktisch alle Unternehmen (97 %) geben an, dass für sie die Konformität mit der Datenschutz-Grundverordnung bei Cloud-Lösungen unverzichtbar ist. Für Acht von Zehn (79 %) ist es essentiell, eine Ausstiegsstrategie bei Cloud-Angeboten zu haben. Drei Viertel (76 %) sagen, dass ihr Cloud-Anbieter seinen Hauptsitz in der EU haben muss. Festzuhalten bleibt, dass langfristig kaum ein Unternehmen ohne den Einsatz von Cloud-Technologie auskommen wird. ERP-Systeme in der CloudEnterprise-Resource-Planning (ERP) bezeichnet die unternehmerische Aufgabe, Ressourcen wie Kapital, Personal, Betriebsmittel, Material und Informations- und Kommunikationstechnik im Sinne des Unternehmenszwecks rechtzeitig und bedarfsgerecht zu planen und zu steuern. Gewährleistet werden sollen ein effizienter betrieblicher Wertschöpfungsprozess und eine stetig optimierte Steuerung der unternehmerischen und betrieblichen Abläufe. Cloudbasierte ERP-Systeme sind einige der wichtigsten Angebote im Cloud Computing. Während in der Vergangenheit sogenannte On-Premise-Lösungen, also basierend auf firmeneigenen Servern, den ERP-Markt dominierten, gewinnen cloudbasierte Lösungen zunehmend Marktanteile. Klassische ERP-Systeme sind komplexe, proprietäre Plattformen, deren Implementierung in der Vergangenheit meist ein Team von Beratern und Spezialisten erforderte. Und selbst dann war es oft unumgänglich, dass der Benutzer seine Geschäftsprozesse in einzelnen Details änderte, statt dass die Software sich an seine spezifischen Anforderungen anpasste. Solche Implementierungen waren naturgemäß langwierig und teuer. Mittlerweile trifft das nicht mehr unbedingt zu, vor allem weil Cloud Computing die Implementierung entschärft und ERP-Systeme auch für kleinere Firmen zugänglich gemacht hat. Es hat die Software-Bereitstellung stark vereinfacht, da Cloud-Anwendungen in der Regel kein geschultes internes IT-Personal erfordern und Wartungsaufgaben wie das Ausrollen von Updates und Patches entfallen. ERP-Systeme aus der Cloud haben viele Vorteile in Bezug auf Leistung und Funktionalität. Es kann auf eine eigene IT-Infrastruktur verzichtet werden. Die Installation ist i. d. R. sehr einfach. Das ERP-System kann sofort eingesetzt werden und es fällt kein zusätzlicher Aufwand für Wartungen an. Auch für die Installation von Updates fällt kein Aufwand an. Das cloudbasierte ERP kann durch zusätzliche Module jederzeit erweitert werden. Die Daten werden in der Cloud zentral abgespeichert. Darüber hinaus ermöglichen cloudbasierte ERP-Systeme zusätzliche Tools wie Gruppen, Foren und Chats, in denen sich Mitarbeiter austauschen können. Mit einem ERP-System aus der Cloud kann man alle Geschäftsprozesse stets im Blick behalten. Die ERP-Software ermöglicht eine bessere Planung, Koordination und Kontrolle der Prozesse. So werden die Abläufe im Unternehmen insgesamt effektiver und es werden Ressourcen geschont. Erneuerbare Energien in DeutschlandDie Sicherstellung einer zuverlässigen, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Energieversorgung ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Deutschland hat weltweit eine Vorreiterrolle übernommen und sich besonders ehrgeizige Ziele bei der Vermeidung von Treibhausgasen gesetzt. Im aktuellen Koalitionsvertrag wurde das Ziel vereinbart, den Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch auf 65 % zu erhöhen. Darüber hinaus gilt das Ziel, bis zum Jahr 2050 mindestens einen Anteil von 80 % erneuerbare Energien an der Stromversorgung zu erreichen. Mit dem Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG) wurde ein Zwischenziel definiert, demzufolge der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 35 % und danach kontinuierlich weiter erhöht werden soll. Im Jahr 2018 wurden aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse rund 219 Mrd. Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt (Vorjahr: rund 216 Mrd. kWh). Ursache für den deutlichen Anstieg waren der weitere Ausbau der Stromerzeugungskapazitäten, insbesondere bei der Windenergie und die hohe Sonneneinstrahlung. Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE erheben Daten zur Stromerzeugung in Deutschland. Danach lag die Stromproduktion aus Solar- und Windenergieanlagen 2017 zum ersten Mal in Summe vor Braunkohle, Steinkohle oder Kernkraft. Die Windenergie wurde zur zweitstärksten Energiequelle nach der Braunkohle. Der Anteil aller erneuerbaren Energiequellen an der öffentlichen Nettostromerzeugung liegt inzwischen bei über 40 %. Photovoltaikanlagen speisten im Jahr 2018 etwa 45,7 TWh in das öffentliche Netz ein. Die Produktion hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 6,3 TWh bzw. 16 % erhöht. Die Windenergie produzierte im Jahr 2018 ca. 111 TWh und lag dabei ca. 5,4 % über der Produktion des Vorjahrs. Die Windenergie lag damit erneut als zweitstärkste Energiequelle vor der Steinkohle und der Kernenergie, aber noch hinter der Braunkohle. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017) wurde zuletzt am 17. Dezember 2018 geändert. Ziel des Gesetzes ist es, die EEG-Umlage stabil zu halten und damit die Bezahlbarkeit von Strom sowie gleichzeitig die Versorgungssicherheit sicherzustellen. Mit dem EEG 2017 wurde die Phase der Technologieförderung mit politisch festgesetzten Preisen beendet und durch wettbewerbliche Ausschreibungen ersetzt. Die Vergütung des erneuerbaren Stroms wird nun über Ausschreibungen geregelt. Damit wird die Höhe der Förderung vom Markt festgelegt. Das sichert den kontinuierlichen Ausbau der erneuerbaren Energien und kann die Förderkosten senken, sofern es genug Wettbewerb gibt. Die durch das EEG vorgegebenen Rahmenbedingungen führen dazu, dass die 3U HOLDING AG ebenso wie die meisten anderen professionellen Investoren in Deutschland sich fast vollständig aus dem PV-Anlagenbau zurückgezogen haben. Windenergieprojekte sollten dagegen nach wie vor ein besseres Chancen-/Risikoprofil aufweisen. Entsprechend wird die Bedeutung der durch Solarenergie erzeugten Energie für den 3U Konzern zukünftig abnehmen, während die Bedeutung von Windenergieprojekten zunehmen wird. Deutschland ist von den klimatischen Rahmenbedingungen (Sonneneinstrahlung und Windintensität) ein nur sehr durchschnittlich attraktiver Standort für EEG-Projekte. Länder mit größeren Küstenabschnitten wie das Vereinigte Königreich, die skandinavischen Länder oder auch Frankreich und die Mittelmeeranrainer verfügen über ertragreichere Standorte. Gleichwohl sinken auch in Deutschland die Stromgestehungskosten aus erneuerbaren Energien, nicht zuletzt durch starke Preisrückgänge bei den Anlagenbauern. Entsprechend ist es absehbar, dass in den kommenden Jahren die ersten Projekte in Deutschland realisiert werden können, deren Stromgestehungskosten unterhalb der Kosten konventioneller Kraftwerke liegen werden. Eine starke Zunahme der weltweiten Stromgewinnung durch erneuerbare Energien ist spätestens dann zu erwarten. Entwicklung des SHK-MarktesDer SHK-Markt ist weiterhin auf Expansionskurs. In den letzten 10 Jahren konnte der Umsatz jedes Jahr gesteigert werden und lag 2017 rund 27 % höher als im Jahr 2008. Diese erfreuliche Entwicklung findet ihren Niederschlag auch in der Beschäftigungslage dieser Branche. Im deutschen SHK-Handwerk waren im Jahr 2017 in knapp 51.000 Handwerksbetriebe fast 370.000 Mitarbeiter beschäftigt. Aufgrund der guten (Bau-)Konjunktur dürfte diese Anzahl wie in den Vorjahren auch 2018 erneut gestiegen sein. Die Kernthemen im SHK-Handwerk sind "Demografie" und "Energiewende". Konkret geht es um altersgerechtes Bauen und um effizientes Heizen. So hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit berechnet, dass in Deutschland bis zum Jahr 2030 zusätzlich 2,9 Mio. altersgerechte Wohnungen mit einem Investitionsvolumen von rund EUR 50 Mrd. benötigt werden. Das Bad ist dabei einer der Schlüsselwohnbereiche für ein selbstständiges Wohnen im Alter in den eigenen vier Wänden. Der Erfolg der Energiewende hängt ganz wesentlich vom Wärmemarkt und Effizienzsteigerungen bei Heizungssystemen ab. Durch Modernisierung von Heizungssystemen in den privaten Haushalten konnte der Primärenergieverbrauch für Raumwärme in Deutschland zwischen 2008 und 2016 bereits um 9,2% gesenkt werden. Weitere Fortschritte sind politisch erwünscht und für die Privathaushalte wirtschaftlich vorteilhaft. Das lässt eine weiter stabile oder sogar steigende Nachfrage nach Produkten der Heizungs- und Klimatechnik erwarten. Die gesamte Haus- und Gebäudetechnikbranche profitiert von dem weiterhin positiven Wirtschaftswachstum und der stabilen Baukonjunktur in Deutschland. Aufgrund des hohen Durchschnittsalters der Heizungen im Bestand wird der Ersatzbedarf für die Heizungswirtschaft auch in Zukunft einen Großteil der Nachfrage ausmachen. Dazu leistet auch die Klimapolitik der Bundesregierung einen wichtigen Beitrag: Seit 2014 besteht im Rahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV) Austauschpflicht für über 30 Jahre alte Heizungen. Zudem bieten die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zahlreiche Programme an, die die Nutzung erneuerbarer Energien fördern und die Energieeffizienz beim Heizen steigern sollen. Damit gehen die stärksten Wachstumsimpulse weiterhin vom Sanierungs-, Kundendienst und Wartungsgeschäft in den Segmenten Bäder und Heizungen aus. Führende Marktforscher gehen davon aus, dass der Onlinehandel im SHK-Bereich weiter zunehmen wird, da die derzeit noch relativ geringe Onlinekaufaffinität auch durch den Generationenwechsel im Handwerk sich deutlich verändern wird. GeschäftsverlaufDie wichtigsten Ereignisse des Geschäftsjahres 2018 im Überblick ITKDas Wachstum der weclapp setzt sich ungebremst fort Keine Beteiligung im 3U Konzern entwickelt sich so dynamisch wie die weclapp. Im Geschäftsjahr 2018 fielen die Umsatzerlöse sogar etwas höher aus als geplant und konnten gegenüber dem Geschäftsjahr 2017 um EUR 1,12 Mio. gesteigert werden. Hierbei ist zu beachten, dass im aktuellen Geschäftsjahr weniger die Vertriebsaktivitäten im Vordergrund standen, sondern vielmehr der weitere Ausbau des ERP-Systems mit seiner innovativen Technologie, der intuitiven Nutzerführung und der damit verbundenen immer schnelleren Implementierung beim Kunden. Die weclapp hat in der Vergangenheit große Anstrengungen unternommen, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren und erntet nun die Früchte hieraus, wie sich am erfreulichen Anstieg der Beschäftigtenzahl ablesen lässt. Es gelingt der weclapp zunehmend größere Kunden für ihre Lösungen zu begeistern. Hierbei hilft die Wertschätzung, die der weclapp auch von wissenschaftlicher Seite entgegengebracht wird, ungemein. So konnte die weclapp kürzlich zum dritten Mal in Folge die Auszeichnung ERP-System des Jahres in der Kategorie cloudbasierte ERP-Systeme erringen. Durch den Ausbau der Funktionalitäten der Software und vor allem auch durch den Mitarbeiterzuwachs hat die weclapp die Voraussetzungen für exponentielles Wachstum geschaffen. Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Jahren die Wachstumsrate, die zuletzt beim Umsatz bei über 50 % lag, weiter deutlich gesteigert werden kann. Die Profitabilität wird sich dabei sogar überproportional entwickeln. Die weclapp ist damit auf dem besten Weg, ihr ambitioniertes Ziel, eines der führenden ERP-Systeme in der Cloud zu werden, zu erreichen. Erneuerbare EnergienWindpark Lüdersdorf wird nicht verkauft Mit dem Abschluss des Optionsvertrages mit der Green City AG im Geschäftsjahr 2017 zur Veräußerung des Windparks Lüdersdorf musste der Windpark als Veräußerungsgruppe gesondert in der Bilanz der 3U ausgewiesen werden. Gemäß den Regelungen der IFRS sind die Vermögenswerte ab diesem Zeitpunkt nicht mehr planmäßig abzuschreiben. Unerwartet wurde die 3U HOLDING AG von der Green City AG darüber unterrichtet, dass diese eine Gremienzustimmung für den Erwerb des Windparks nicht erhalten habe und den Nachtrag zum Optionsvertrag über die Veräußerung von 100 % der Geschäftsanteile der Märkischen Windkraft 110 GmbH & Co. KG (Windpark Lüdersdorf) nicht unterzeichnen werde. Damit verfällt die Option und der Windpark verbleibt im Portfolio der 3U HOLDING AG. Durch die vorerst erfolgte Aufgabe der Veräußerungsabsicht ist der Windpark nunmehr zu reklassifizieren und die ursprünglich ausgesetzten planmäßigen Abschreibungen sind nachzuholen. SHKOnlinehandel Selfio erreicht auch im Berichtsjahr kontinuierlich neue Umsatzrekorde Im Segment SHK profitiert 3U von den weiterhin guten Rahmenbedingungen, die im Wesentlichen durch die rege Bauwirtschaft und die steigende Nutzung des Vertriebswegs "Onlinehandel" geprägt sind. Die Umsätze im Onlinehandel konnten kontinuierlich gesteigert werden. Neben dem ständigen Ausbau des Produkt- und Leistungsportfolios ist es vor allem auch die Vielzahl zufriedener Kunden, die immer wieder bei Selfio einkaufen. Die fortlaufende Optimierung der Marketingstrategie trägt dazu bei, dass Selfio im Markt noch besser wahrgenommen wird. 3U HOLDING AGVerkauf der Rechenzentrumsimmobilie in Hannover Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2018 wurde die im März 2014 erworbene Rechenzentrumsimmobilie in Hannover veräußert. Der im Rahmen der Veräußerung erzielte Buchgewinn in Höhe von EUR 2,60 Mio. hatte einen entsprechend positiven Einfluss auf das EBITDA und Ergebnis der 3U HOLDING AG und des Gesamtkonzerns. Ertragslage*Konzernumsatz Der Konzernumsatz ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,09 Mio. von EUR 46,89 Mio. auf EUR 47,97 Mio. gestiegen. Insbesondere im Segment SHK aber auch im Segment ITK konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Wesentlichen Einfluss auf den Konzernumsatz hatte dabei der kontinuierliche Ausbau des Onlinehandels sowie die deutliche Ausweitung der Umsätze im Bereich der cloudbasierten Lösungen. Rückläufig war lediglich der Umsatz im Segment Erneuerbare Energien, der im Vorjahr maßgeblich durch den Verkauf des Windparks Schlenzer beeinflusst wurde. Im Segment ITK wurden 30,8 % (Vorjahr: 27,9 %) der Umsatzerlöse erzielt, im Segment Erneuerbare Energien waren es 13,1 % (Vorjahr: 20,8 %) und im Segment SHK 55,6% (Vorjahr: 50,2 %). Die Bestandsveränderung steht auch im Geschäftsjahr 2018 im Wesentlichen im Zusammenhang mit der weiteren Windparkprojektentwicklung. Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Insbesondere in Relation zum Umsatz ist der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in den Segmenten deutlich gestiegen. Der Anteil des Materialaufwands am Umsatz beträgt in den Segmenten 61,3 %, während es im Vorjahreszeitraum 53,7 % der Umsatzerlöse waren. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der stärkeren Gewichtung von Umsatzerlösen aus dem Segment SHK. Die anderen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr durch den Verkauf der Rechenzentrumsimmobilie in Hannover deutlich angestiegen. EBITDA Das EBITDA liegt weitestgehend auf dem Vorjahresniveau. Betrug das EBITDA im Vorjahr EUR 6,67 Mio., konnte im Geschäftsjahr 2018 ein EBITDA in Höhe von EUR 6,72 Mio. erzielt werden. Einen wesentlichen Beitrag leistete dabei der Verkauf der Rechenzentrumsimmobilie, die auch zu einer Steigerung des Rohergebnisses auf Konzernebene führte, während das Rohergebnis in den Segmenten rückläufig war. Im Vorjahr resultierte jedoch ein wesentlicher Beitrag zum Rohergebnis aus der Veräußerung des Windparks Schlenzer. Die Steigerung des Rohergebnisses wurde jedoch im Wesentlichen durch den Anstieg im Personalaufwand sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen kompensiert. Beide Anstiege stehen im unmittelbaren Zusammenhang mit der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten im Bereich der cloudbasierten Lösungen und im Onlinehandel. Konzernergebnis Das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2018 liegt mit EUR 1,93 Mio. um EUR 0,86 Mio. über dem Konzernergebnis des Vorjahres (EUR 1,07 Mio.). Im Vorjahr war das Konzernergebnis noch durch eine Wertberichtigung auf die Darlehensforderung im Segment Erneuerbare Energien in Höhe von rund EUR 0,5 Mio. belastet worden. *Hinweis: Bei den im Nachfolgenden dargestellten Verteilungen über die einzelnen Quartale ist zu beachten, dass die einzelnen Quartalszahlen keiner Prüfung unterlegen haben. Die deutliche Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten aufgrund der planmäßigen Tilgungen und der Veräußerung des Windparks Schlenzer Ende August 2017 und dem damit verbundenen Abgang von Finanzverbindlichkeiten haben zu einer deutlichen Verbesserung im Finanzergebnis gegenüber dem Vorjahr geführt. Der Steuerertrag des Geschäftsjahres 2018 belief sich auf EUR 0,32 Mio. und lag damit um EUR 1,02 Mio. über dem Niveau des Vergleichszeitraums (Steueraufwand im Vorjahr: EUR 0,70 Mio.). Einen wesentlichen Einfluss hatte dabei die Bildung aktiver latenter Steuern aufgrund der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge. Im Vorjahr war der Steueraufwand geprägt durch die Auflösung aktiver latenter Steuern im Zusammenhang mit der Realisierung von Zwischengewinnen durch den Verkauf des Windparks Schlenzer. Das den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zugerechnete Ergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um EUR 0,08 Mio. Insbesondere im Segment ITK haben die nicht beherrschenden Gesellschafter von der positiven Geschäftsentwicklung profitiert. Der internen Berichterstattung folgend, weist der Konzern die Segmente ITK, Erneuerbare Energien und SHK sowie den Bereich Holding/Konsolidierung aus. Im Folgenden werden die Segmente mit ihren intersegmentären Umsätzen dargestellt. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - soweit Organschaftsverhältnisse zur 3U HOLDING AG bestehen - vom Organträger, der 3U HOLDING AG, getragen werden. Segment ITK (Informations- und Telekommunikationstechnik)Segmentumsatz Der Umsatz im Segment ITK erhöhte sich im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr von EUR 13,10 Mio. auf EUR 14,78 Mio. Der Umsatzanstieg resultiert dabei sowohl aus dem Bereich Telefonie als auch aus dem Bereich der cloudbasierten Lösungen. In diesem Bereich konnte der Umsatz um mehr als 50 % gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet werden. Auch die weitere prozentuale Margensteigerung in diesem Segment resultiert wie in den Vorjahren zu großen Teilen aus der erfolgreichen Entwicklung im Bereich der cloudbasierten Lösungen sowie des Handels mit IT-Lizenzen. Aber auch der Bereich Telefonie trägt weiterhin zu einem erheblichen Teil zur Marge in diesem Segment bei. Der Umsatz im Bereich Voice Retail sank aufgrund der weiterhin mengen- und preisbedingten rückläufigen Entwicklung in der Festnetztelefonie von EUR 3,11 Mio. auf EUR 2,46 Mio. Die Umsätze im Bereich Voice Business Customer konnten hingegen von EUR 5,72 Mio. auf EUR 6,77 Mio. gesteigert werden. Im Bereich Data Center Services & Operation konnte im Geschäftsjahr 2018 ein Umsatz von EUR 1,74 Mio. (Vorjahr: EUR 1,63 Mio.) erzielt werden. In dem Bereich der cloudbasierten Lösungen konnte der Umsatz von EUR 1,91 Mio. auf EUR 3,03 Mio. gesteigert werden. EBITDA Die deutliche Margensteigerung wurde zum Teil durch höhere Personalaufwendungen und höhere sonstige betriebliche Aufwendungen aufgezehrt. Der Personalaufwand stieg insbesondere durch einen erheblichen Personalaufbau im Bereich der cloudbasierten Lösungen von EUR 3,20 Mio. auf EUR 3,80 Mio. Es verbleibt ein Anstieg des EBITDA in diesem Segment von EUR 1,69 Mio. auf EUR 1,90 Mio. im Berichtsjahr. Segmentergebnis Das Ergebnis des Segments ITK erhöhte sich im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr von EUR 1,39 Mio. um EUR 0,49 Mio. auf EUR 1,88 Mio. Die Bildung latenter Steuern aufgrund der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge und des damit verbundenen Steuerertrags haben auch im Berichtsjahr zu dieser positiven Ergebnisentwicklung beigetragen. Segment Erneuerbare EnergienSegmentumsatz Im Segment Erneuerbare Energien ging der Umsatz von EUR 9,74 Mio. im Vorjahr auf EUR 6,30 Mio. im Berichtsjahr zurück. Zu dem Rückgang des Umsatzes haben geringere Umsatzerlöse aus der Projektentwicklung sowie aus der Stromerzeugung von Bestandswindparks geführt. Gegenläufig haben sich die Umsätze aus der Stromerzeugung mit Photovoltaikanlagen entwickelt. Insbesondere im Solarpark Adelebsen konnten die Umsatzerlöse von EUR 1,68 Mio. im Vorjahr auf EUR 2,10 Mio. gesteigert werden. Bei der Stromerzeugung aus Windkraftanlagen sowie aus Photovoltaikanlagen resultierten die unterschiedlichen Entwicklungen jeweils aus den klimatischen Bedingungen des Jahres 2018. EBITDA Das EBITDA verringerte sich von EUR 6,24 Mio. im Vorjahr auf EUR 3,98 Mio. im Geschäftsjahr 2018. Im Geschäftsjahr 2018 wurden EUR 0,55 Mio. (Vorjahr: EUR 0,95 Mio.) in die weitere Projektentwicklung investiert. Der Personalaufwand verringerte sich leicht gegenüber dem Vorjahr. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist der Aufwand aus einer Vereinbarung zur Abgeltung von bestehenden Rückbauverpflichtungen zwischen dem Solarpark Adelebsen und der 3U HOLDING AG in Höhe von EUR 0,52 Mio. enthalten. Ohne diese konzerninterne Abgeltung wäre das EBITDA und insbesondere das Segmentergebnis im Segment Erneuerbare Energien deutlich besser ausgefallen. Im Vorjahr war in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Wertberichtigungen auf Forderungen aus den ehemaligen Aktivitäten im Bereich Solarthermie mit EUR 0,51 Mio. enthalten. Segmentergebnis Das Segmentergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um von EUR 1,85 Mio. auf EUR 0,02 Mio. vermindert. Negativ haben sich dabei die gegenüber dem Vorjahr fehlenden Umsatzerlöse aus der Projektentwicklung sowie die oben beschriebene konzerninterne Abgeltung ausgewirkt. Beides hat jedoch auch zu einer deutlichen Verminderung des Steueraufwands beigetragen. Segment SHK (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik)Segmentumsatz Im Segment SHK konnte der Umsatz von EUR 23,55 Mio. auf EUR 26,67 Mio. gesteigert werden. Dieser Umsatzanstieg um EUR 3,12 Mio. bzw. 13,25 % (Vorjahr: 8,8 %) konnte damit gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich gesteigert werden. Dabei resultiert der Anstieg aus dem Bereich des Onlinehandels und ebenso aus dem Bereich der Montage von Komponenten der Gebäudeklimatisierung. Dabei ist insgesamt die Materialaufwandsquote im Segment SHK von 74,4 % auf 76,9 % gestiegen. EBITDA Das EBITDA verschlechterte sich von EUR 0,66 Mio. im Vorjahr auf EUR 0,41 Mio. im Geschäftsjahr 2018. Dieser Rückgang des EBITDA resultiert aus den geringeren Margen im Bereich der Montage und der weiterhin bestehenden Umsatzfokussierung zur Ausweitung der Marktdurchdringung im Bereich des Onlinehandels. Die verbleibende positive Entwicklung im Rohergebnis wurde durch die höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen und höhere Personalaufwendungen überkompensiert. Beides trägt jedoch in erheblichem Maße zur weiteren Ausweitung des Geschäftsumfangs in diesem Segment bei und ist daher als Investition in diese Entwicklung zu verstehen. Segmentergebnis Trotz der erheblichen Wachstumsanstrengungen und der damit verbundenen Kosten erreichte das Segment SHK auch 2018 ein positives Ergebnis. Das Segmentergebnis ging von EUR 0,23 Mio. auf EUR 0,09 Mio. zurück. Der Steueraufwand des Geschäftsjahres 2018 belief sich auf EUR 0,10 Mio. und lag damit um EUR 0,01 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres. Das den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zugerechnete Ergebnis beträgt EUR 0,05 Mio. (Vorjahr: EUR 0,07 Mio.). Unter Holding/Konsolidierung sind sowohl die Holding-Aktivitäten als auch die erforderliche Konzernkonsolidierung zusammengefasst. Umsatz Unter Holding/Konsolidierung wird im Berichtszeitraum ein Umsatz von EUR 0,23 Mio. (Vorjahr: EUR 0,50 Mio.) ausgewiesen. Dieser setzt sich aus den Umsätzen der Holding in Höhe von EUR 2,14 Mio. (Vorjahr: EUR 2,30 Mio.) und aus den Umsatzkonsolidierungen in Höhe von EUR -1,91 Mio. (Vorjahr: EUR -1,80 Mio.) zusammen. Diese Umsatzkonsolidierungen resultieren vor allem aus der Konsolidierung der intersegmentären Umsätze sowie aus der Konsolidierung konzerninterner Dienstleistungen. Der Umsatzrückgang bei der Holding resultiert im Wesentlichen aus den geringeren Mieteinnahmen nach dem Verkauf der Rechenzentrumsimmobilie in Hannover. Dieser Rückgang konnte nur teilweise durch höhere Vermietungserlöse am Standort Adelebsen ausgeglichen werden. EBITDA Das EBITDA beträgt EUR 0,42 Mio. (Vorjahr: EUR -1,91 Mio.) und liegt damit deutlich im positiven Bereich. Es wird maßgeblich durch die Personalkosten in Höhe von EUR 2,80 Mio. (Vorjahr: EUR 2,70 Mio.) und durch die sonstigen betrieblichen Erträge/Aufwendungen beeinflusst. Ein wesentlicher EBITDA-Beitrag resultierte im Geschäftsjahr aus der Veräußerung der Rechenzentrumsimmobilie in Hannover. Dieser wird unter den anderen Erträgen ausgewiesen. Die Personalkosten im Bereich der Holding erhöhten sich geringfügig gegenüber dem Vorjahr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sowohl die Mitarbeiter aus dem strategischen Beteiligungsmanagement als auch aus dem Bereich Finanzen, Personal und Recht sowie aus den konzernübergreifenden Marketingressourcen der Muttergesellschaft zugeordnet sind. Mit diesen Ressourcen trägt die Holding insbesondere zur strategischen Weiterentwicklung der Tochtergesellschaften bei. Ergebnis Das Ergebnis aus diesem Bereich ist für den Konzern mit EUR -0,05 Mio. leicht negativ. Im Vorjahr hatte das Ergebnis aus diesem Bereich EUR -2,50 Mio. betragen. FinanzlageKapitalstruktur Im Geschäftsjahr 2018 hat der Konzern Auszahlungen für Investitionen des Geschäftsjahres im Saldo in Höhe von EUR 1,74 Mio. (Vorjahr: EUR 0,81 Mio.) getätigt. Die Auszahlungen betrafen wie im Vorjahr insbesondere Investitionen in die Rechenzentrums-, IT- und Telekommunikations-Infrastruktur und in die Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Wesentliche Liquiditätszuflüsse wurden im Rahmen der Veräußerung der Rechenzentrumsimmobilie in Hannover generiert. Die Finanzmittel legt die 3U HOLDING AG ausschließlich in Tages- und kurzfristigen Festgeldanlagen bei der Baden-Württembergischen Bank, der Sparkasse Marburg-Biedenkopf und der Deutschen Kreditbank AG an. Gegenüber dem 31. Dezember 2017 haben sich die liquiden und liquiditätsnahen Mittel zum 31. Dezember 2018 um EUR 1,03 Mio. von EUR 11,27 Mio. auf EUR 12,30 Mio. erhöht. Insbesondere planmäßige Tilgungen von Finanzkrediten haben dazu geführt, dass der mit EUR 8,11 Mio. positive Cashflow aus der Investitionstätigkeit nicht zu einem noch deutlicheren Aufbau der Liquidität beitragen konnte. Die 3U HOLDING AG verfügt weiterhin über eine solide Eigenkapitalquote. Aufgrund der deutlich geringeren Bilanzsumme und aufgrund des Anstiegs der absoluten Höhe des Eigenkapitals ist die Eigenkapitalquote mit 55,63 % gegenüber dem Vorjahr (49,20 %) weiter gestiegen. Der Fremdkapitalanteil beträgt 44,37 % gegenüber 50,80 % zum Vorjahreszeitpunkt. Der Gewinn des Geschäftsjahres 2018 in Höhe von EUR 2,15 Mio. (inkl. des auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallenden Ergebnisses) sowie die Zuführung zur Kapitalrücklage im Zusammenhang mit dem Aktienoptionsprogramm 2018 haben zu einer Erhöhung des Eigenkapitals beigetragen. Gegenläufig haben sich nur die Auszahlungen an die Aktionäre der 3U HOLDING AG im Rahmen der Dividendenzahlung und an die nicht beherrschenden Gesellschafter in Form von Gewinnausschüttungen ausgewirkt. Investitionen Im Geschäftsjahr 2018 wurden im Konzern Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in Sachanlagen sowie Anlageimmobilien in Höhe von EUR 1,74 Mio. (Vorjahr: EUR 0,81 Mio.) getätigt. Im Segment ITK wurden EUR 0,41 Mio. (Vorjahr: EUR 0,22 Mio.) investiert. Die Investitionen im Segment Erneuerbare Energien betrugen EUR 1,03 Mio. nach 0,36 Mio. im Vorjahr. Die Investitionen betrafen im Wesentlichen die Investitionen in den Windpark Klostermoor. Im Segment SHK bewegten sich die Investitionen mit EUR 0,08 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: EUR 0,03). Die Investitionen in das Anlagevermögen der Holding in Höhe von EUR 0,22 Mio. im Berichtsjahr 2018 (Vorjahr: EUR 0,20 Mio.) sind überwiegend in IT-Hard- und Software geflossen. Für das Geschäftsjahr 2019 sind Investitionen in Höhe von rund EUR 13,78 Mio. in die bestehenden Geschäftsfelder eingeplant. Hiervon werden EUR 0,26 Mio. im Segment ITK, im Segment Erneuerbare Energien EUR 12,45 Mio., im Segment SHK EUR 0,56 Mio. und EUR 0,50 Mio. bei der Holding investiert werden. Im Segment Erneuerbare Energien sind für diese Investitionen übliche Projektfinanzierungen mit einem Eigenkapitalanteil von 20 bis 30 % vorgesehen. Liquidität Der operative Cashflow lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei EUR 0,60 Mio. (Vorjahr: EUR 6,65 Mio.). Wesentlichen Einfluss auf diese Entwicklung hatte das positive Periodenergebnis, erhöht um Abschreibungen des Geschäftsjahres. Die Gewinne aus den Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens müssen aus dem Periodenergebnis herausgerechnet werden, da diese der Investitionstätigkeit zuzurechnen sind. Diese betreffen im Berichtsjahr 2018 im Wesentlichen die Gewinne aus der Veräußerung der Rechenzentrumsimmobilie in Hannover. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist geprägt durch die Investitionen in Sachanlagen und die Liquiditätszuflüsse aus der Veräußerung von Sachanlagevermögen und Anlageimmobilien im Zusammenhang mit der Veräußerung der Rechenzentrumsimmobilie. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR 8,11 Mio. (Vorjahr: EUR -1,18 Mio.) liegt um EUR 9,3 Mio. über dem des Vorjahres. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist mit EUR -8,16 Mio. (Vorjahr: EUR -5,40 Mio.) deutlich negativ. Dies resultiert im Wesentlichen aus den Auszahlungen für die planmäßigen Darlehenstilgungen sowie aus den Auszahlungen an die Aktionäre der 3U HOLDING AG und an die nicht beherrschenden Gesellschafter. Die Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war im 3U Konzern im Berichtszeitraum jederzeit gegeben und ist auch für 2019 gewährleistet. Die Liquiditätslage stellt sich zum 31. Dezember 2018 zufriedenstellend dar. Die zur Mitte des Jahres 2018 ausgelaufene Zwischenfinanzierung für die Rechenzentrumsimmobilie in Hannover in Höhe von EUR 4,0 Mio. wurde im Rahmen der Veräußerung der Immobilie planmäßig getilgt. Die nachstehende Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderung der flüssigen Mittel und ist in Anlehnung an die im Konzernabschluss dargestellte Kapitalflussrechnung (ohne Korrektur des Finanzmittelfonds) aufgestellt.
*Inkl. als Sicherheit hinterlegte Festgelder bzw. Gelder mit Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 3.094 (1. Januar 2017: TEUR 4.344) **Inkl. als Sicherheit hinterlegte Festgelder bzw. Gelder mit Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 3.923 (31. Dezember 2017: TEUR 3.094) Vermögenslage
Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2018 beträgt EUR 74,49 Mio. (Vorjahr: EUR 81,24 Mio.) und ist damit um EUR 6,75 Mio. geringer als im Vorjahr. Die Veränderungen gegenüber dem 31. Dezember 2017 sind im Wesentlichen durch die Veräußerung der Rechenzentrumsimmobilie in Hannover begründet. Hinzu kommen planmäßigen Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens bei nur geringer Investitionstätigkeit. Die Reklassifizierung des Windparks Lüdersdorf aus den zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten in kurz- und langfristige Vermögenswerte hatte dabei im Saldo keinen wesentlichen Einfluss auf die Bilanzsumme. Das Anlagevermögen in Höhe von EUR 46,08 Mio. (Vorjahr: EUR 46,53 Mio.) enthält im Wesentlichen die immateriellen Vermögenswerte (EUR 2,19 Mio. bzw. EUR 1,62 Mio. im Vorjahr) und die Sachanlagen (EUR 39,66 Mio. bzw. EUR 37,29 Mio. im Vorjahr) sowie die Anlageimmobilien in Höhe von EUR 4,11 Mio. (Vorjahr: EUR 7,46 Mio.). Diese betreffen in 2018 die zur Vermietung vorgesehenen Teile der Liegenschaften in Adelebsen und in Linz am Rhein. Im Gegensatz zum Vorjahr ist die Anlagenimmobilie in Hannover aufgrund der Veräußerung weggefallen. Neu hinzugekommen ist das seit August 2018 fremdvermietete Gebäude in Linz am Rhein. Dieses wurde bis zu diesem Zeitpunkt durch den Onlinehandel als Verwaltungsgebäude genutzt. Die kurzfristigen Vermögenswerte liegen zum 31. Dezember 2018 mit EUR 26,46 Mio. (Vorjahr: EUR 22,81 Mio.) um EUR 3,65 Mio. über denen des Vorjahres. Der Anteil der liquiden Mittel an den kurzfristigen Vermögenswerten beträgt im Geschäftsjahr 2018 46,50% (Vorjahr: 49,40 %). Wesentliche Veränderungen der kurzfristigen Vermögenswerte ergaben sich bei den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten. Diese sind im Geschäftsjahr geprägt durch hohe Umsatzsteuererstattungsansprüche im Bereich des Onlinehandels. Unter den zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten wurde im Geschäftsjahr 2017 der Windpark Lüdersdorf als Veräußerungsgruppe mit seinen Vermögenswerten ausgewiesen. Ebenso wurden die damit in Zusammenhang stehenden Schulden gesondert ausgewiesen. Mit der Reklassifizierung des Windparks Lüdersdorf entfällt im Berichtsjahr 2018 sowohl die Position unter den Vermögenswerten als auch unter den Schulden. Auf der Passivseite haben sich neben der Erhöhung des Eigenkapitals wesentliche Veränderungen bei den lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ergeben. Diese Veränderungen resultieren aus der Reklassifizierung der Verbindlichkeiten des Windparks Lüdersdorf und aus den planmäßigen Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten. Neue Finanzverbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr 2018 nicht begründet. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage und insbesondere die derzeitige Entwicklung des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts wie im Vorjahr insgesamt als zufriedenstellend. Es besteht aus Sicht des Vorstandes weiterhin Potenzial, um die positive Entwicklung fortzusetzen und die Lage des Konzerns weiter zu verbessern. Im Berichtszeitraum verbesserte sich gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr das Konzernergebnis deutlich, während das operative Ergebnis (EBITDA) nur leicht über dem Niveau des Vorjahres lag. Auch die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Dabei wurden gegenüber der Planung nicht realisierte Erlöse aus der Veräußerung des Windparks Lüdersdorf durch die Veräußerung der Rechenzentrumsimmobilie in Hannover in etwa ausgeglichen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden die insgesamt für diesen Zeitraum gesteckten Konzernziele erreicht. Das Segment ITK entwickelte sich auch im Geschäftsjahr 2018 sehr erfreulich und konnte die Planung durchgehend übertreffen. Die Umsatzerlöse lagen um rund EUR 1,1 Mio. höher als geplant. Gegenüber der Planung konnten das EBITDA und insbesondere das Ergebnis vor Ergebnisabführung deutlich übertroffen werden. Zu diesem Ergebnis konnte der Bereich der cloudbasierten Lösungen mit EUR 0,5 Mio. beitragen. Das Segment Erneuerbare Energien konnte die Planzahlen im Geschäftsjahr 2018 nicht erreichen. Der Umsatz fiel um rund EUR 0,6 Mio., das EBITDA um rund EUR 3,6 Mio. und das Ergebnis um rund EUR 2,9 Mio. geringer aus als geplant. Vor allem der geplante aber nicht vollzogene Verkauf des Windparks Lüdersdorf führte zu dieser Abweichung zu den geplanten Werten. Negativ hat sich außerdem die konzerninterne Abgeltung des Solarparks Adelebsen mit EUR 0,5 Mio. ausgewirkt. Auch das Segment SHK konnte die Planzahlen im Geschäftsjahr 2018 nicht erreichen. Der Umsatz fiel um rund EUR 0,5 Mio. niedriger aus als geplant. Dabei konnte insbesondere der Onlinehandel, bei einem deutlichen Umsatzanstieg, den geplanten Umsatz nicht ganz erreichen. Diese Umsatzabweichung hat auch dazu beigetragen, dass das EBITDA-Ziel um EUR 0,8 Mio. verfehlt wurde. Diese Planabweichung hat sich auch im Ergebnis des Segments niedergeschlagen. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenUnsere konzernweit gültigen finanziellen Leistungsindikatoren verwenden wir, um Ziele zu setzen, Erfolg zu messen und die variable Vergütung der Führungskräfte festzulegen. Die für uns bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und das Ergebnis nach Steuern. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden von der regelmäßigen Berichterstattung nicht erfasst. Abstimmung und Steuerung erfolgen hier zwischen Vorstand und verantwortlichen Führungskräften in direkter Absprache. Hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind die Voraussetzung dafür, den Erfolg eines Unternehmens langfristig zu sichern. Verantwortungsvolle Personalentwicklung und stetige Verbesserung spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Deshalb ist die nachhaltige Entwicklung und gezielte Förderung der Potenziale aller Mitarbeiter die Kernaufgabe des Personalmanagements des Unternehmens. Durch eine gezielte Personalentwicklung will der Konzern seine Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen und dadurch die Identifikation der Mitarbeiter mit dem 3U Konzern und ihr Engagement für dessen Ziele weiter steigern. Mitarbeiter Umgerechnet auf Vollzeitäquivalente beschäftigte der 3U Konzern am Bilanzstichtag 177 Mitarbeiter (Vorjahr: 152). Im Jahresdurchschnitt waren es 171 Mitarbeiter (Vorjahr: 152). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter gliedert sich wie folgt auf die einzelnen Bereiche:
Von den 210 Personen (inkl. Vorstand, Teilzeitkräfte und Aushilfen), die insgesamt zum Bilanzstichtag 2018 (31. Dezember 2017: 182) im Konzern arbeiteten, waren 56 Personen weiblich (2017: 51); das entspricht einem Anteil von 27 % (2017: 28%). Die Altersstruktur im Konzern ist über alle Altersstufen verteilt: 33 % (2017: 27 %) der Mitarbeiter sind unter 30 Jahre alt, 25 % (2017: 28 %) sind zwischen 30 und 40 Jahre alt, 25 % (2017: 29 %) zwischen 40 und 50 Jahre alt und 17 % (2017: 16 %) der Mitarbeiter sind über 50 Jahre alt. Das Durchschnittsalter im Konzern beträgt 38 Jahre (2017: 39 Jahre). Unsere Mitarbeiter tragen mit ihren Ideen entscheidend zu mehr Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit bei. Deshalb wird ein kooperatives und kommunikationsförderndes Klima im Konzern begünstigt, da alle Mitarbeiter motiviert werden, Vorschläge zur Optimierung der Produkte und Arbeitsabläufe, zu Synergien und sonstigen Verbesserungen im Konzern zu machen. Das Vergütungssystem ist je nach Tätigkeit in feste und variable Anteile gegliedert, damit überdurchschnittliche Leistungen auch entsprechend honoriert werden können. Gesundheit der Mitarbeiter fördern Wir verstehen Gesundheit nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als psychisches, körperliches und soziales Wohlbefinden. Um die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu bewahren und zu fördern, haben wir gezielt Maßnahmen im Konzern umgesetzt. So unterstützt der Konzern die Gesundheitsvorsorge seiner Mitarbeiter. Die Mitarbeiter haben darüber hinaus die Möglichkeit, an internen und externen Schulungs- und Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen. Die Verbundenheit mit 3U wird durch eine Reihe von Maßnahmen gestärkt, bei denen soziale Aspekte im Vordergrund stehen. Die Sicherheit am Arbeitsplatz wird durch entsprechende Schulungsmaßnahmen erhöht. Wie schon in den Vorjahren nahm auch im Geschäftsjahr 2018 kein Mitarbeiter durch einen Unfall am Arbeitsplatz nennenswert Schaden. Die Krankheitstage pro Mitarbeiter im 3U Konzern lagen 2018 mit 9,9 Tagen deutlich unter dem Vorjahreswert (13,5 Tage) und auch unter dem bundesdeutschen Durchschnitt, der laut einer Umfrage des AOK Bundesverbandes 2018 bei 12,1 Tagen lag. UnternehmensverantwortungAuswirkungen unseres Geschäfts auf die Umwelt Die Wahrnehmung der unternehmerischen Verantwortung ist wesentlicher Bestandteil unserer Konzernstrategie. Wir berücksichtigen systematisch die verschiedenen Belange unserer Stakeholder und verringern die Auswirkungen unseres Geschäfts auf die Umwelt. Dabei suchen wir die Balance zwischen ökonomischen Zielen und gesellschaftlicher Verantwortung. Mit unserem verstärkten Engagement für erneuerbare Energien und dem Ausbau des Segments SHK durch effiziente Lösungen zur Energievermeidung investieren wir aktiv in den Umweltschutz und zeigen damit gesellschaftliches Engagement. Auch in den übrigen Konzernbereichen setzen wir verstärkt auf die Nutzung regenerativer Energien. Wir versuchen, Umweltaspekte beim Einkauf von Produkten und Dienstleistungen zu berücksichtigen. 3U HOLDING AGDie 3U HOLDING AG steht als operative Management- und Beteiligungsholding an der Spitze des 3U Konzerns. Sie steuert und überwacht alle wesentlichen Aktivitäten innerhalb des Konzerns. Die Festlegung der Konzernstrategie sowie die Steuerung der Entwicklung des 3U Konzerns gehört zu ihren Aufgaben. Sie ist verantwortlich für das Rechnungswesen und Controlling im 3U Konzern und betreibt außerdem das konzernweite Risiko- und Chancenmanagement sowie die Bereiche Recht, Investor Relations und Unternehmenskommunikation. Die 3U HOLDING AG übernimmt auch die Allokation der finanziellen Mittel, zum Beispiel für Investitionen oder Akquisitionen. Ihr obliegen die Personalpolitik, die Personalentwicklung und die Betreuung der oberen Führungsebene des Konzerns. Die Vorstände der 3U HOLDING AG übernehmen die operative Verantwortung in Personalunion auch als Geschäftsführer von Tochtergesellschaften. Die 3U HOLDING AG beachtet bei der Aufstellung des Jahresabschlusses hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG). Sie erstellt den Jahresabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich auf den Einzelabschluss der 3U HOLDING AG. In einzelnen Fällen sind bestimmte Geschäftsvorfälle im Konzernabschluss gemäß IFRS anders abgebildet worden. Analyse des JahresabschlussesErtragslage Der Gesamtumsatz der 3U HOLDING AG betrug in 2018 EUR 2,48 Mio. (Vorjahr: EUR 2,69 Mio.). Die Umsätze beinhalten im Wesentlichen Managementleistungen für Tochtergesellschaften und Beteiligungen der 3U HOLDING AG sowie Erträge aus Vermietung und Verpachtung. Der Rückgang der Umsätze resultiert im Wesentlichen aus der Veräußerung der Rechenzentrumsimmobilie in Hannover. Diese geringeren Mieteinnahmen konnten durch höhere Erträge aus der Vermietung des Gleisanschlusses in Adelebsen nicht vollständig kompensiert werden. Die betrieblichen Aufwendungen stehen insbesondere im Zusammenhang mit der Management- und Beteiligungsfunktion der Gesellschaft. Dementsprechend wird das Ergebnis im Wesentlichen durch die allgemeinen Verwaltungskosten, die sonstigen betrieblichen Erträge sowie das Finanzergebnis geprägt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagen in Höhe von EUR 2,60 Mio. (Vorjahr: EUR 0,00 Mio.) enthalten. Diese betreffen die Erträge aus der Veräußerung der Rechenzentrumsimmobilie in Hannover. Im Geschäftsjahr 2018 wurde mit dem Solarpark Adelebsen eine Vereinbarung hinsichtlich des Verzichts auf den Rückbau der PV-Anlage gegen eine Einmalzahlung in Höhe von EUR 0,52 Mio. abgeschlossen. Dies führte ebenfalls zu einem sonstigen betrieblichen Ertrag bei der 3U HOLDING AG. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außerdem Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von EUR 0,14 Mio. (Vorjahr: EUR 0,00 Mio.), sowie Versicherungsentschädigungen und Schadenersatzleistungen und Erträge für Sachbezüge von Mitarbeitern enthalten. Für die Mitarbeiter und den Vorstand der 3U HOLDING AG fiel ein Personalaufwand in Höhe von EUR 2,78 Mio. nach EUR 2,70 Mio. im Vorjahr an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen IC-Dienstleistungen, Wertberichtigungen auf Forderungen, Instandhaltungs- und Raumkosten, Abschluss- und Prüfungskosten, Kfz-Kosten, steuerliche und sonstige Beratungskosten sowie Aufsichtsratsvergütungen. Das Finanzergebnis in Höhe von EUR 0,20 Mio. (Vorjahr: EUR 1,75 Mio.) resultiert aus Erträgen aus Beteiligungen in Höhe von EUR 0,58 Mio. (Vorjahr: EUR 0,61 Mio.), Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen von EUR 0,76 Mio. (Vorjahr: EUR 1,22 Mio.) sowie aus einem positiven Zinsergebnis in Höhe von EUR 0,33 Mio. (Vorjahr: EUR 0,26 Mio.). Ursächlich für das Beteiligungsergebnis sind die erzielten Gewinne der Tochtergesellschaften in den Geschäftsbereichen ITK, Erneuerbare Energien und SHK. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Aufwendungen aus der Verlustübernahme in Höhe von EUR 0,29 Mio. (Vorjahr: EUR 0,34 Mio.) leicht reduziert werden. Im Geschäftsjahr 2018 wurden außerdem außerplanmäßige Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz von Tochtergesellschaften in Höhe von EUR 1,18 Mio. (Vorjahr: EUR 0,00 Mio.) vorgenommen. Vor allem aufgrund der erzielten sonstigen betrieblichen Erträge aus der Veräußerung der Rechenzentrumsimmobilie in Hannover und aus der Vereinbarung mit dem Solarpark Adelebsen fiel das Jahresergebnis mit EUR 0,01 Mio. wesentlich besser aus als geplant. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Jahresergebnis der 3U HOLDING AG deutlich verbessert. Die positiven Effekte wurden jedoch durch die Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz bei Tochtergesellschaften deutlich abgeschwächt. Finanzlage Zum Bilanzstichtag hat die 3U HOLDING AG ihren Tochtergesellschaften zum Auf-/Ausbau ihrer Geschäftstätigkeiten kurzfristige Darlehen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von EUR 27,77 Mio. (Vorjahr: EUR 26,63 Mio.) ausgereicht. Von diesen Darlehen sind zum 31. Dezember 2018 EUR 6,57 Mio. (Vorjahr: EUR 6,57 Mio.) wertberichtigt. Im Geschäftsjahr 2018 wurde keine weitere Wertberichtigung vorgenommen. Die vorhandenen liquiden und liquiditätsnahen Mittel betrugen am 31. Dezember 2018 EUR 5,82 Mio. (Vorjahr: EUR 4,27 Mio.). Im Saldo ergab sich eine Erhöhung der liquiden und liquiditätsnahen Mittel in Höhe von EUR 1,55 Mio. Das Festgeldguthaben ist - wie im Vorjahr - mit EUR 1,50 Mio. als Sicherheit für eigene Kreditlinien verpfändet. Diese sind per 31. Dezember 2018 im Rahmen eines Avalkredits in Höhe von TEUR 797 (Vorjahr: TEUR 940) in Anspruch genommen. Insgesamt hat der Verkauf der Rechenzentrumsimmobilie in Hannover wesentlich zur Verbesserung der Finanzlage beigetragen. Tilgungen von kurzfristigen Darlehen durch die Tochtergesellschaften weclapp GmbH und RISIMA Consulting GmbH wurden durch die Ausreichung von weiteren Darlehensbeträgen an die Tochtergesellschaften 3U ENERGY AG, ClimaLevel Energiesysteme GmbH und 3U Euro Energy Systems GmbH überkompensiert. Neben der Verbesserung der vorgenannten Liquiditätslage konnte mit der Veräußerung der Rechenzentrumsimmobilie in Hannover das dafür bestehende Darlehen in Höhe von EUR 4,0 Mio. am 29. Juni 2018 planmäßig getilgt werden. Vermögenslage Die Bilanzsumme der 3U HOLDING AG belief sich zum 31. Dezember 2018 auf EUR 56,39 Mio. (Vorjahr: EUR 61,38 Mio.) und hat sich damit um 8,1 % vermindert. Wesentliche Ursache für diese Reduzierung ist die Veräußerung der Rechenzentrumsimmobilie in Hannover. Dies führte zusammen mit den laufenden Abschreibungen bei geringen Investitionen zu einer deutlichen Verminderung des Sachanlagevermögens auf EUR 13,90 Mio. (Vorjahr: EUR 22,08 Mio.). Die Finanzanlagen haben sich mit EUR 11,28 Mio. (Vorjahr: EUR 12,44 Mio.) gegenüber dem Vorjahr durch die Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz bei Tochtergesellschaften vermindert. Der Anteil an der Bilanzsumme ist mit 20,0 % (Vorjahr: 20,3 %) nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr. Das Umlaufvermögen inklusive aktiver Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 31,15 Mio. (Vorjahr: EUR 26,76 Mio.) lag bei 55,2 % (Vorjahr: 43,6 %) der Bilanzsumme. Wesentlicher Bestandteil dieses Postens sind die konzerninternen kurzfristigen Ausleihungen mit einem Buchwert in Höhe von EUR 21,20 Mio. (Vorjahr: EUR 20,06 Mio.). Zu dieser Veränderung hat insbesondere die Aufnahme von Darlehen durch die 3U Euro Energy Systems GmbH zur Finanzierung des Erwerbs des Windparks Klostermoor beigetragen. Die vorhandenen liquiden und liquiditätsnahen Mittel sind um EUR 1,55 Mio. auf EUR 5,82 Mio. (Vorjahr: EUR 4,27 Mio.) gestiegen. Das Eigenkapital betrug EUR 46,20 Mio. (Vorjahr: EUR 46,85 Mio.) und hat sich damit im Wesentlichen aufgrund der vorgenommenen Dividendenzahlung vermindert. Die Eigenkapitalquote beträgt aufgrund der vorgenannten Effekte zum 31. Dezember 2018 damit 81,9 % (Vorjahr: 76,3 %). Innerhalb der Verbindlichkeiten haben sich die Bankverbindlichkeiten aufgrund von Tilgungsleistungen auf EUR 2,20 Mio. (Vorjahr: EUR 6,44 Mio.) vermindert. Hierzu hat insbesondere die Darlehenstilgung im Zusammenhang mit dem Verkauf der Rechenzentrumsimmobilie beigetragen. Gesamtaussage Die Vermögens- und Finanzlage ist weiterhin zufriedenstellend. Jedoch ist der Vorstand mit der Entwicklung der Ertragslage nur eingeschränkt zufrieden. Zwar ist das Ergebnis insbesondere durch die Veräußerung der Rechenzentrumsimmobilie in Hannover wesentlich besser ausgefallen als geplant, so ist das Finanzergebnis durch die Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz bei Tochtergesellschaften doch unter den Erwartungen geblieben. Die 3U HOLDING AG war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und dies ist auch für 2019 gewährleistet. Die Vermögenslage ist insbesondere aufgrund der weiterhin sehr guten Eigenkapitalquote nach wie vor als zufriedenstellend zu bezeichnen. NachtragsberichtEreignisse von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. Risiko-, Chancen- und PrognoseberichtRisikoberichtRisikomanagementsystem der 3U HOLDING AG Unternehmerisches Handeln ist stets mit Risiken verbunden. Ein bewusstes Eingehen von Risiken zugunsten des unternehmerischen Erfolgs ist unumgänglich und sinnvoll. Der 3U Konzern setzt sich mit allen Risiken und Chancen systematisch auseinander und verfolgt dabei einerseits das Ziel, kontrolliert und bewusst Risiken zu erkennen und zu steuern, und andererseits die sich bietenden Chancen zu nutzen. Die Risikopolitik des 3U Konzerns legt daher das gewünschte Verhältnis zwischen Risiken und Chancen fest und verknüpft diese eng mit den strategischen Unternehmenszielen. Im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements werden regelmäßig durch Risikoeigner und Risikomanager einzelne Risiken betrachtet, bewertet und berichtet. Chancen hingegen werden insbesondere während der Risikoinventuren der einzelnen Gesellschaften identifiziert und dokumentiert. Im Rahmen der jährlichen Mittelfristplanung erfolgen außerdem umfassende Analysen und Auswertungen zu Risiken und Chancen durch die einzelnen Geschäftsführungen und den Vorstand. Das gesamte Risikomanagement mit seinen Prozessen, Dokumentationen und Berichten dient somit zur Absicherung der strategischen Unternehmensziele und zur Stärkung des Unternehmenserfolgs. Um eine optimale Unternehmens- und Risikosteuerung zu erzielen, verfügt der Vorstand über ein konzernadäquates Risikomanagementsystem, welches auch den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen entspricht. Dieses konzernweite Risikomanagementsystem umfasst alle Risiken nicht nur der Muttergesellschaft, sondern auch aller Tochtergesellschaften. Das Risikomanagementsystem passt sich permanent den sich ändernden Rahmenbedingungen an und unterliegt einer kontinuierlichen Weiterentwicklung, um sicherzustellen, dass neben den internen Veränderungen auch externe Faktoren, wie z. B. Gesetzesänderungen und Marktveränderungen, berücksichtigt werden. Darüber hinaus werden auch Methoden, Definitionen und Abläufe betrachtet und bei Bedarf an aktuelle Bindungen angepasst. So wurde das Risikomanagementsystem im letzten Jahr einem umfassenden Review unterzogen, was u. a. in einigen Bereichen zu neuen Definitionen und Begrifflichkeiten (z. B. Risikoklassen) geführt hat. Im Hinblick auf eine optimale Berichterstattung werden im Risikomanagementsystem der 3U HOLDING AG die wesentlichen Risiken von allen Tochtergesellschaften methodisch einheitlich reportet. Zusätzlich werden in den einzelnen Gesellschaften vorhandene spezifische Risiken von diesen bewertet und berichtet. Das Risikomanagementsystem der 3U HOLDING AG entspricht den gesetzlichen Anforderungen. Der 3U Konzern hat im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses die Themen Compliance, Rechnungslegungsprozess, IKS und Risikomanagement als eine Gesamtheit von einzelnen Systemen miteinander verbunden. Dabei orientiert sich der 3U Konzern an dem international anerkannten Standard COSO ERM, soweit die Unternehmensführung die dort beschriebene Vorgehensweise für angemessen hält. Vorstand und Aufsichtsrat des 3U Konzerns verdeutlichen damit die Bedeutung der Corporate Governance, die für eine verantwortungsbewusste und auf langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens steht. Risikomanagementstrategie Abgeleitet aus den Unternehmenszielen legt der Vorstand die Risikostrategie fest, in der die grundlegenden Rahmenbedingungen für das Risikomanagementsystem vorgegeben werden. Darauf basierend werden strategische und operative Maßnahmen zur Zielerreichung erarbeitet, abgeleitet und umgesetzt. Dabei gilt es nicht, alle potenziellen Risiken generell und umfassend zu verhindern, sondern Handlungsspielräume zu ermöglichen. Dieses kann nur planvoll, bewusst und zielgerichtet erfolgen, wenn man umfassende Kenntnisse über einzelne Risiken, Risikozusammenhänge und die Risikotragfähigkeit des Konzerns oder einzelner Konzernunternehmen hat. Verantwortungs- und Reportingkonzept Das schon seit geraumer Zeit vom Vorstand des 3U Konzerns für den gesamten Konzern eingeführte Risikomanagementsystem hat sich als effizient und zielgerichtet bewährt. Alle Mitarbeiter des Konzerns sind angehalten, sich im Rahmen der ihnen übertragenen Aufgaben und Verantwortungen risikobewusst zu verhalten. Unmittelbar verantwortlich für die Früherkennung und Steuerung von Risiken sind die jeweiligen operativen Risikoverantwortlichen bzw. Risikoeigner. Regelmäßige Informationen und aktualisierte Dokumentationen tragen dazu bei, dass sich alle Mitarbeiter der Vorgaben und der Systematik des Risikomanagements bewusst sind. Mit Unterstützung der professionellen Risikomanagementsoftware R2C der Schleupen AG werden die Prozess- und Arbeitsabläufe im Risikomanagement innerhalb des Konzerns im Hinblick auf Effektivität und Effizienz des Systems dokumentiert und weiter verbessert. Die Software unterstützt sowohl die Risikoverantwortlichen als auch den Risikomanager in der Bewertung und Steuerung der Risiken für alle Konzerngesellschaften. Die Gesamtverantwortung für die Funktionsfähigkeit und Effektivität des Risikomanagementsystems obliegt dem Vorstand des 3U Konzerns. Auch die Mitglieder des Vorstands sind als Risikoeigner aktive Nutzer der konzernweiten Risikomanagementsoftware R2C und sind somit jederzeit über aktuelle Veränderungen informiert. Darüber hinaus wird regelmäßig durch den Risikomanager im Rahmen des standardisierten Reportings über die aktuelle Risikosituation und deren mögliche zukünftige Entwicklung informiert. Neben dem Vorstand erhält auch der Aufsichtsrat des 3U Konzerns unmittelbar durch den Risikomanager des Konzerns dieses standardisierte Reporting. Die Geschäftsführer der einzelnen Tochterunternehmen sind verpflichtet, sich über einen Zugriff auf die Risikomanagementsoftware fortlaufend über die Risikolage in ihren Gesellschaften zu informieren. Durch den Einsatz der Risikomanagementsoftware besteht ein hoher Detaillierungsgrad in der Berichterstattung. Der Vorstand entscheidet nach Rücksprache mit dem Risikomanager und ggf. den Risikoverantwortlichen über die Vorlagen aus dem Risikomanagement und veranlasst erforderliche Maßnahmen, basierend auf aktuellen Risikoannahmen. Darüber hinaus informiert er regelmäßig den Aufsichtsrat über diese Risikoentwicklung und die veranlassten Maßnahmen. Über die Effizienz und Effektivität der Prozesse im Risikomanagementsystem sowie die Einhaltung der Regelungen und Richtlinien wird der Aufsichtsrat mindestens einmal jährlich durch den Risikomanager unterrichtet. Dabei wird auch über die weiteren Themen Rechnungslegungsprozess, IKS und Compliancemanagement berichtet, so dass der Aufsichtsrat dadurch die Überwachungspflichten gem. § 107 Abs. 3 S. 2 AktG systematisch erfüllen kann. Methodik des Risikomanagementsystems In dem Risikomanagementsystem der 3U HOLDING AG werden in regelmäßigen Gesprächen und Risikoinventuren bis hinunter auf Abteilungsebene und operative Arbeitsprozesse der einzelnen Tochterunternehmen die Chancen und Risiken des 3U Konzerns erfasst, um entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Entwicklungen so früh wie möglich zu identifizieren und aussichtsreiche Entwicklungen zu erkennen. Werden akute Risiken erkannt, werden diese ebenfalls in das System integriert und zum nächst möglichen Berichtszeitpunkt berichtet. Die dabei identifizierten Risiken und Chancen werden nach möglichen Schadenshöhen/Ergebniserwartungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten bewertet. Für die im Rahmen einer Risikoinventur oder bei akut identifizierten Risiken werden Indikatoren mit Messwerten und zugehörigen Schwellenwerten festgelegt, die geeignet sind, eine Überwachung und Bewertung der Risiken zu ermöglichen. Die ständige Beobachtung und Bewertung erfolgt durch die dezentralen Risikoverantwortlichen und den zentralen Risikomanager anhand operativer und finanzieller Kennzahlen und sind Bestandteil des regelmäßigen Reportings. Festlegung des Risikoverständnisses Das Risiko ist die Möglichkeit einer negativen Abweichung des tatsächlichen Ergebnisses vom erwarteten Ergebnis (Unternehmensziel). Hierbei besteht die Gefahr, dass unerwünschte Ereignisse eintreten (Vermögensverlust bzw. Ertragsminderung) oder die Gefahr, dass erwünschte Ereignisse nicht eintreten (verpasste Chancen). Abgrenzung der Begriffe Brutto- und Nettorisiko Die Bewertung der identifizierten Risiken im Rahmen der Risikoinventuren erfolgt über die Methodik der sogenannten Brutto- bzw. Nettorisiken. Bei der Bestimmung der Bruttorisiken werden die kompensierenden Kontrollen der Risikobegrenzung und -steuerung zunächst nicht berücksichtigt. Als kompensierende Kontrollen werden Maßnahmen definiert, die ein Risiko vermeiden, vermindern oder verlagern. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Risiken auf einem vertretbaren Niveau zu akzeptieren, sofern eine weitere Reduktion nicht wirtschaftlich ist. Eine reine Betrachtung der Bruttorisiken ist deshalb notwendig, da bei einer reinen Nettobetrachtung die Gefahr besteht, dass aktuell gut kontrollierte, jedoch grundsätzlich bestandsgefährdende Risiken nicht fortlaufend und zeitnah überwacht werden. Dies könnte dazu führen, dass Veränderungen in den Prozessen und daraus eventuell resultierende Risiken nicht rechtzeitig erkannt werden. Basis für das operative Risikomanagement sind die verbleibenden Nettorisiken. Sie resultieren, wenn die bestehenden kompensierenden Maßnahmen in der Risikobetrachtung Berücksichtigung finden. Die Bruttorisiken werden durch die internen Kontrollen zu Nettorisiken (Restrisiken) Die Risikobewertungen werden sowohl der Brutto- als auch der Nettorisiken in den Kategorien Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit mit Hilfe von Kennzahlen durchgeführt. Für die Eintrittswahrscheinlichkeit sind folgende Kennzahlen vergeben:
Die Schadenshöhen werden auf Einzelgesellschaftsebene für jede Gesellschaft individuell festgelegt. Einzelne Risiken werden auf Konzernebene aggregiert und gemäß einem Bewertungsschema kategorisiert. Im Rahmen der letztjährigen Überarbeitung des Risikomanagementsystems wurden die Spreizungen der einzelnen Eintrittswahrscheinlichkeitskategorien präzisiert. Waren diese vorher mit Ausnahme der gleich verbliebenen Kategorie "(5) Fast sicher" fast gleich verteilt, deckt die Kategorie "(3) Mittel" jetzt auch den mittleren Prozentbereich ab (vorher 50 % bis 75 %). Durch die neuen Spreizungen fiel es den Risikoeignern leichter, die passende Eintrittswahrscheinlichkeit zu schätzen und einer Kategorie eindeutig zuzuordnen. Signifikante Änderungen bei den Eintrittswahrscheinlichkeiten von bestehenden Risiken waren nicht zu verzeichnen. Die Schadenshöhen der Risiken im Konzern orientieren sich am gezeichneten Kapital der 3U HOLDING AG. Die Kennzahlen werden unterschiedlichen Schadenshöhen (Auswirkungen/Schaden) zugeordnet:
Aus der Multiplikation der Kennzahlen für Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit lässt sich eine Einteilung in vier Risikoklassen ableiten. Die Risikoklasse 1 ist dabei die höchste Kategorie und die sich darin befindlichen Risiken sind möglicherweise kritisch für den 3U Konzern. Alle identifizierten Risiken werden über Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe gesteuert. Dabei unterscheiden sich die eingesetzten Maßnahmen in ihrem Umfang. Ausnahmen sind allerdings im Einzelfall möglich. Dies ist dann durch den Vorstand zu genehmigen. Dazu gehört beispielsweise die Herausnahme eines Risikos aus der Steuerung, wenn im Rahmen des monatlichen Reportings über einen Zeit raum von mindestens sechs Monaten die Bewertung in der Risikoklasse 4 liegt. Im Anschluss an die Risikoinventuren werden die ermittelten Kennzahlen in die Software übertragen. Im Rahmen des regelmäßigen Reportings werden die Kennzahlen und die Klassen anhand der quantitativen Bewertung in Schadenshöhe in Euro und Eintrittswahrscheinlichkeit in Prozent dargestellt. Aus der Multiplikation dieser beiden Größen ergibt sich dann ein Erwartungswert in Euro. Dieser ist wiederum übertragbar in die Darstellung der Risikoklassen. Um die Verständlichkeit zu erhöhen und die Auswirkungen besser zu erläutern, sind in der folgenden Darstellung ausgewählte wesentliche Bruttorisiken des Konzerns auf Segment-Ebene in ihrer Netto-Betrachtung qualitativ aufgeführt. Wie im vorangehenden Schaubild dargestellt, ergeben sich aus den einzelnen Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen die Erwartungswerte, die den einzelnen Risikoklassen von 1 bis 4 zugeordnet werden. Die Pfeile zeigen die Veränderung der Risikoklasse im Vergleich zum Vorjahr an, ein steigender Pfeil meint dabei den Wechsel in eine risikoärmere Klasse.
Risiken Die wesentlichen aktuellen und zukünftigen Risiken im Konzern Aus der Gesamtheit der für den Konzern identifizierten Risiken werden nachfolgend die wesentlichen Risiken in den einzelnen Segmenten genannt, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Einzelgesellschaften und aggregiert die des 3U Konzerns bei einem potenziellen Eintritt wesentlich beeinflussen könnten. Die Risiken in den Segmenten ITK und Erneuerbare Energien waren auch im Berichtsjahr 2018 diejenigen Risiken mit dem höchsten Risikopotenzial in Bezug auf Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Dies liegt daran, dass die Erwartungswerte im Hinblick auf die Schadenshöhen bei Eintritt eines Risikos in diesen beiden Segmenten deutlich über den Erwartungswerten der Schadenshöhe bei Eintritt eines Risikos im Segment SHK oder anderer Risiken, die mittelbar oder unmittelbar auf den 3U Konzern wirken, lagen. In den Risikoinventuren der im Konzern befindlichen Gesellschaften wurden überwiegend die Risiken aus den zurück liegenden Risikoinventuren bestätigt, lediglich die Ausprägung in Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit variiert. Die Variierung berücksichtigt dabei die geänderten Markt- bzw. operativen Bedingungen. Aber auch neue Risiken und Risikoszenarien wurden identifiziert und bewertet, andere wurden z. B. aufgrund von Projektbeendigungen gelöscht. Werden durch Investitionen neue Gesellschaften in den 3U Konzern integriert, werden diese schnellstmöglich einer Risikoinventur unterzogen, um gesellschaftsspezifische Risiken zu identifizieren und zu bewerten. Diese Gesellschaften und Ihre Risiken werden dadurch automatisch Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. Allgemeine wirtschaftliche Risiken in den Segmenten Neben den unternehmens- bzw. segmentspezifischen Risiken, die sich aus dem Geschäftsumfeld und den individuellen Branchen der Unternehmen ergeben, gibt es viele Risiken, deren Identifizierung, Bewertung und Steuerung z. B. allgemein gültig und über die Segmentgrenzen hinaus erforderlich sind. Operative Risiken beziehen sich in allen Unternehmenssegmenten z. B. auf Vertragsverpflichtungen, mögliche Ausfälle und Schäden an den technischen Systemen sowie auf das Personal und die Aufrechterhaltung der Geschäftsprozesse. Strategische Risiken beziehen sich u. a. auf die Regulierung und Änderung von gesetzlichen Rahmenbedingungen. Jedes betriebswirtschaftliche Handeln eines Unternehmens basiert auf Verträgen, u. a. mit Geschäftspartnern. Nahezu alle Teile der Organisationsstruktur im Konzern sind davon betroffen. Vertragsrisiken bestehen z. B. in der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben bei der Vertragsgestaltung, der Einhaltung von Vertragsfristen und in der Vertragsdurchsetzung mit Geschäftspartnern. Der Konzern steuert dieses Risiko in Form eines Vertragsmanagements durch die konzerninterne Rechtsabteilung. Darüber hinaus werden bei der Auswahl von Geschäftspartnern spezifische Kriterien geprüft und bewertet. Die Dienstleistungen des Segments ITK basieren im Wesentlichen auf Softwareanwendungen sowie auf Informations- und Telekommunikationstechnologien. Auch in den Segmenten Erneuerbare Energien und SHK ist der Einsatz dieser Technologien von großer Bedeutung. Wesentlich für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs und die Durchführung kritischer Prozesse sind deshalb die IT-Verfügbarkeit und die IT-Infrastruktur. Entsprechende Systemredundanzen, zeitnahe Ersatzinvestitionen und regelmäßige Wartungen halten dieses Risiko auf marktüblichem Niveau. Diesen IT-Risiken begegnet der 3U Konzern unter anderem dadurch, dass sich die Ausrichtung des Informationssicherheitsmanagementsystems an der ISO 27001 orientiert. In allen Unternehmensteilen des 3U Konzerns wird hoch qualifiziertes Personal benötigt. Das Fehlen oder der Verlust von notwendigem Wissen bzw. von notwendigen Fähigkeiten und Erfahrungen innerhalb der Schlüsselpositionen dieser Unternehmen könnte das Erreichen der jeweiligen Unternehmensziele gefährden und die Möglichkeit beschränken, die sich bietenden Chancen zu realisieren. Daher wird das Personalmanagement aller Unternehmensteile zentral über die 3U HOLDING AG gesteuert. Entsprechend den in der Planung festgelegten Bedarfen werden geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht und eingestellt bzw. bereits vorhandenes Personal qualifiziert. Die Beachtung allgemein üblicher Grundsätze der Mitarbeiterführung bildet die Basis für ein gutes Betriebsklima. Mitarbeiterführung und Mitarbeiterentwicklung bilden die Grundlage einer positiven Unternehmenskultur. Darüber hinaus wird zum Beispiel durch ein leistungsorientiertes Vergütungssystem sowie interne und externe Schulungsmaßnahmen eine hohe Loyalität und Verbundenheit der qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Unternehmen erreicht, was sich in einer beständigen und langfristigen Betriebszugehörigkeit dieser Personen zeigt. Diese Maßnahmen greifen auch, wenn aufgrund von Beteiligungserwerben bzw. durch die Übernahme von Gesellschaften durch die 3U HOLDING AG qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und insbesondere Führungskräfte neu in den Konzern integriert werden. Um die Konzernziele erreichen zu können, müssen diese mit den Geschäftsprozessen und der damit verbundenen Produktivität des Konzerns abgestimmt sein. Dies gilt auch für Gesellschaften, die durch Kauf oder Beteiligung der 3U in die Konzernstrukturen integriert werden. Der Einsatz von modernen Methoden im Qualitäts- und Prozessmanagement unterstützt die kontinuierliche Verbesserung auch in diesem Bereich. Zusätzlich muss die vertikale oder horizontale Kommunikation innerhalb des Unternehmens effizient sein und sich im Einklang mit den übertragenen Verantwortlichkeiten oder festgelegten Maßnahmen befinden. Grundlagen, die dies sicherstellen sollen, bilden sowohl Arbeits- und Verfahrensanweisungen wie auch Funktionsbeschreibungen und Richtlinien, die regelmäßig, auch im Rahmen des Qualitätsmanagements, überprüft und ggf. aktualisiert werden. Compliancemanagement Das Compliancemanagement ist Teil des konzernweiten Risikomanagementsystems. Um die immer anspruchsvoller werdenden Anforderungen und Erwartungen erfüllen zu können und die sich ergebenden Risiken weiter zu vermindern, wurde das Compliancemanagement kontinuierlich weiter entwickelt. Wesentliche Bestandteile des Compliancemanagements bilden ein Wertemanagementsystem, ein "Whistleblowing"-Prozess sowie weitere aufbau- und ablauforganisatorische Regelungen. Regelmäßig finden Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen im Hinblick auf einzuhaltende Regeln und Vorgaben statt. Risiken aus der Regulierung und Änderung von gesetzlichen Rahmenbedingungen Risiken aus der Regulierung und Änderung von gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Bereichen ITK und insbesondere Erneuerbare Energien werden für die gegenwärtigen Segmente und zukünftigen Beteiligungen des 3U Konzerns auch weiterhin bestehen. Besonders die Diskussionen im Hinblick auf die finanzielle Förderung erneuerbarer Energien haben im Markt für Verunsicherung gesorgt. In der Vergangenheit konnte der 3U Konzern mit der Entwicklung von Windparkprojekten zwar einen wichtigen Schritt im Bereich Erneuerbare-Energien-Projekte machen, eine sachgerechte und nachhaltige Planung von Großprojekten in diesem Segment wird jedoch durch fortdauernde Änderungen der gesetzlichen Grundlagen, wie bspw. durch das ab 2017 eingeführte Ausschreibungsmodell, erschwert. Die Entwicklungen werden auch weiterhin durch den Konzern intensiv beobachtet, um zeitnah reagieren zu können. Risiken aus dem Segment ITK Aufgrund des stark sinkenden Anteils des Produktsegments Call-by-Call verschieben sich im Segment ITK die Risiken in Richtung anderer Produktgruppen und Unternehmensbereiche. Den seit längerem bekannten Risiken im Call-by-Call-Markt wie Flatrates, der Substitution des Festnetzes durch Mobilfunk und möglichen Eingriffen durch Regulierungsbehörden begegnet das Segment ITK unter anderem durch ein aktives Tarifmanagementsystem und der Optimierung der Verbindungswege. Darüber hinaus fokussiert man sich auf profitable Produkte im Geschäftskundenbereich (Wholesale und Mehrwertdienste), nutzt Möglichkeiten der Netzoptimierung sowie ergänzt das Geschäftsfeld mit kundenorientierten neuen Produkten (z. B. Rechenzentren). Hier liegen die Risiken weniger in regulatorischen Risiken, sondern mehr in allgemeinen Kunden- und Lieferantenbeziehungen (B2B). In dem Zusammenhang stellt eine mögliche Störung der angebotenen Netzdienste ein großes Risiko dar, welchem durch den Ausbau und die Redundanz der Netzinfrastruktur und der dazu gehörenden Prozesse entgegengewirkt wurde. Die bis jetzt erreichten Standards sind jedoch immer nur ein nächster Schritt in einem sich immer wieder weiter entwickelnden technischen und sicherheitsrelevantem Umfeld. So ist ein durch die zunehmende Digitalisierung permanent wandelndes Risiko die Verbesserung der Sicherheit im Netz, welches erhöhte Anforderungen an die überwachungstechnische Ausstattung (aktives Monitoring und Sperrsysteme) und an die Qualifikation der Mitarbeiter stellt. Die für das Segment ITK immer wichtiger werdenden Cloud-Aktivitäten bewegen sich in einem dynamischen Marktumfeld, welches kurzfristige, innovative und kundenbezogene Lösungen fordert. Hier besteht permanent das Risiko, dass die marktlichen Anforderungen und Entwicklungen nicht rechtzeitig erkannt und umgesetzt werden. Daher wird der Markt sehr genau beobachtet und Lösungen entsprechend den Anforderungen der Kunden angepasst. Der Erfolg dieser Bemühungen lässt sich an anhand der stetig steigenden Anzahl von Anwendern der Cloud-Produkte nachvollziehen. Das Risiko einer fehlenden Kundenzufriedenheit insbesondere aufgrund von unterschiedlichsten Erwartungen wird durch den Einsatz regelmäßiger Qualitätsprüfungen und durch engen Kontakt mit den Kunden begegnet. Um den Risiken einer nicht-marktkonformen Produktentwicklung entgegenzuwirken, werden vermehrt Gespräche mit strategischen Partnern und Finanzinvestoren geführt, um das Wachstum und die Expansion in neue Märkte voranzutreiben. Risiken aus dem Segment Erneuerbare Energien Neben den allgemeinen Risiken im Konzern bestehen in diesem Segment insbesondere gesetzliche und regulatorische Risiken sowie darüber hinaus Risiken im Umgang mit Lieferanten und Kunden. Die Diskussionen über die staatliche Förderung erneuerbarer Energien haben auch zur Verunsicherung der Verbraucher und Versorger und damit verbunden geringerer Planungssicherheit beigetragen. Mit der Entwicklung von Projekten im Bereich Windkraftanlagen versucht der 3U Konzern die Chancen, die sich in diesem Markt bieten, konsequent zu nutzen. Gut geplante Erneuerbare-Energien-Projekte erfordern zwar hohe Investitionssummen, bieten aber auch eine relativ hohe Wertsicherheit. Die Realisierung solcher Großprojekte beinhaltet auch gesetzliche und genehmigungsrechtliche Risiken, z. B. baurechtliche Auflagen. Diesen Risiken begegnet die 3U HOLDING AG u. a. durch den Einsatz von qualifiziertem internem und externem Personal sowie der Nutzung ausgewählter Spezialisten und Experten. Die gesellschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklungen werden durch den Konzern intensiv beobachtet und deren Möglichkeiten konsequent umgesetzt. Um die Risiken der aktuellen unsicheren Bedingungen zu begegnen, wendet sich der 3U Konzern wieder verstärkt bestehenden Anlagen zu, deren regulatorische Bedingungen stabil und bekannt sind und die nach sorgfältiger Analyse und Bewertung das Portfolio im Bereich der Erneuerbaren Energien ergänzen. Im Gegensatz zu neuen Anlagen liegt der Fokus der Analyse hier auf der technischen Qualität und nicht auf neuen regulatorischen Bedingungen. Risiken aus dem Segment SHK Die Risiken aus dem Segment SHK ergeben sich einerseits aus einer traditionellen und etablierten Branche und den herausfordernden Ansprüchen internetorientierter B2B- und insbesondere B2C-Kunden. Der Erfolg des Segments ergibt sich aus der Verbindung dieser beiden Welten und fordert auf beiden Seiten viel Fingerspitzengefühl und Kenntnis der Märkte. Dies wird durch qualifizierte Mitarbeiter erreicht, die sich mit Produkten und Märkten sehr gut auskennen und mit den Prozessen und Lieferketten bestens vertraut sind. Die Risiken zur Lieferfähigkeit und Lieferung werden durch eine qualifizierte Auswahl von geeigneten Lieferanten und Logistikern minimiert. Neue Produkte werden erst nach intensiven Marktanalysen und Konkurrenzbeobachtungen im sehr transparenten Onlineverkauf eingeführt ohne dass Risiken in hohe Lagerbestände oder Abhängigkeiten von Produzenten eingegangen werden müssen. Die in Onlinemärkten etablierten und auch von Kunden bevorzugten Zahlungsarten werden umfangreich angeboten. Durch diese zum weiten Teil risikoarmen Zahlungsmöglichkeiten wie Kreditkarte, Vorauskasse, PayPal oder Sofortüberweisung wird das Risiko von Forderungsausfällen und Kundenstreitigkeiten auf ein Minimum reduziert und zusätzlich werden die internen Arbeitsprozesse schlank und einfach gehalten. So können sich die Mitarbeiter auf die Kundenanforderungen konzentrieren - der Erfolg zeigt sich in stetig steigenden Kunden- und Umsatzzahlen. Finanzrisiken Der 3U Konzern ist als am Markt präsentes Unternehmen diversen Risiken ausgesetzt. Daher ist es ein zentrales Ziel der Unternehmensführung, die Steuerung und Verminderung von Finanzrisiken im Hinblick auf die Schaffung verlässlicher Planungen zu erreichen. Wesentliche Risiken betreffen bei möglicher Unterschreitung der geplanten Ergebnisse die Kapitalausstattung und Finanzierungskraft, da eine geringe Eigenkapitalausstattung zu einer eingeschränkten Handlungsfähigkeit der Gesellschaft führen kann, dies insbesondere bei Akquisitionen und bei Abschluss von Anschluss- oder Neufinanzierungen. Ein weiteres wichtiges Finanzrisiko ist das Risiko der Konzentration des Umsatzes auf einen oder wenige wesentliche Kunden. Dieses Risiko korreliert mit dem Ausfallrisiko, d. h. dem Risiko, dass ein Vertragspartner einer finanziellen Transaktion nicht in der Lage sein wird, seine Verpflichtungen zu erfüllen und der 3U Konzern damit finanziellen Verlusten ausgesetzt ist. Werden durch den 3U Konzern Auslandsgeschäfte getätigt, werden in diesem Zusammenhang Währungsrisiken einer intensiveren Betrachtung und Analyse unterzogen und - wenn ökonomisch sinnvoll - auch Kurssicherungsgeschäfte vorgenommen. Darüber hinaus zählen der Aktienkurs, der Einkauf, die Liquidität sowie die Markt- und Zinsänderungen zu den wesentlichen Bereichen, in denen finanzielle Risiken auftreten könnten. Dem möglichen Eintreten dieser potenziellen Risiken wird durch ein konzernweit implementiertes Forderungs- und Liquiditätsmanagement entgegengewirkt, welches sicherstellt, dass jederzeit ausreichend Liquidität für das operative Geschäft zur Verfügung steht. Das Forderungsmanagement wird durch abgesicherte Zahlungsarten wie Paypal oder Kreditkartenzahlungen sowie durch konsequente Anzahlungsanforderungen ergänzt. Für alle weiteren Fälle nutzt der 3U Konzern Inkassodienstleister sowie die bestehenden rechtliche Möglichkeiten. Forderungsausfälle werden außerdem in Teilbereichen durch Ausfallversicherungen abgedeckt. Derivative Finanzinstrumente werden im 3U Konzern nur zur Absicherung des Grundgeschäfts verwendet. Bevor derivative Finanzinstrumente zum Einsatz kommen, werden sorgfältige Risikoanalysen und -bewertungen durchgeführt, um durch adäquate Maßnahmen das Risikopotenzial zu minimieren. Die 3U HOLDING AG hat eine nahezu ambivalente Haltung zu dem aktuell niedrigen Zinsniveau. Auf der einen Seite ist sie davon negativ betroffen, da sie ihre liquiden Mittel ausschließlich in Sichteinlagen und festverzinslichen kurzfristigen Anlagen investiert hat und dadurch aktuell nur geringe Zinseinnahmen generiert. Gleichzeitig nutzte die 3U HOLDING AG das niedrige Zinsniveau, um sich langfristiges Fremdkapital zu attraktiven Zinssätzen zu sichern. Da das niedrige Zinsniveau in Deutschland vorerst Bestand haben sollte, ist geplant, bei zukünftigen Investitionen in den Ausbau bestehender Geschäftsfelder weiterhin Fremdkapital einzusetzen. Einschätzung des Managements zur Gesamtrisikosituation Von den dargestellten wesentlichen Risiken kann heute und auch in der Zukunft potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des 3U Konzerns ausgehen. Unsere wesentlichen Herausforderungen umfassen insbesondere die regulatorischen Rahmenbedingungen und den intensiven Wettbewerb. Die Veränderungen in der Risikoentwicklung aller Segmente haben Maßnahmen seitens des Vorstands erforderlich gemacht. Durch die Verbindung der vielfältigen Managementsysteme Risikomanagement, IKS, Prozessbeschreibungen, Compliance, Controlling und Planungsprozessen sowie dem regelmäßigen Berichtswesen ermöglicht das frühzeitige Erkennen und Steuern von potenziellen Risiken. Dieses schließt nicht aus, dass zukünftig aufgrund getroffener Annahmen Risiken auftreten, die von den Unternehmenserwartungen abweichen und die Entwicklung des 3U Konzerns wesentlich beeinträchtigen können. ChancenberichtWie auch Risiken werden Chancen im 3U Konzern systematisch identifiziert und ausgewertet. Potenzielle Chancen werden im Rahmen der Risikoinventuren der einzelnen Gesellschaften erörtert und dokumentiert. Die weitergehende Analyse und Beurteilung von Chancen sowie mögliche Maßnahmen obliegen dem Vorstand und der Geschäftsführung der jeweiligen Gesellschaften im Rahmen ihrer Unternehmensstrategie. Da Chancen auch immer mit Risiken einhergehen, ist es sinnvoll, Risiken und Chancen, wo möglich, immer gemeinsam zu betrachten, um unter einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge potenzielle Gewinnchancen bewusst und kontrolliert nutzen zu können. Im Folgenden sind die wesentlichen Chancen, die innerhalb der einzelnen Segmente identifiziert wurden, dargestellt. Segment ITK Grundsätzlich gehen die Umsätze und Deckungsbeiträge im Call-by-Call-Geschäft und insgesamt im Bereich Voice Retail zurück. Zwar ist der 3U Konzern auch von dieser Entwicklung betroffen, konnte aufgrund seiner Strategie aber weiterhin bedeutende Margen in diesem Bereich erzielen. Insbesondere kann durch eine hohe Prozessautomatisierung, aktives Tarifmanagement sowie Nutzung der Einkaufssynergien aus dem Bereich Voice Business der Rückgang der Margen im Call-by-Call-Geschäft stark verlangsamt werden. Wenngleich davon ausgegangen werden muss, dass die Umsätze im klassischen Voice-Retail-Bereich auch langfristig weiter sinken werden, bergen neue Produkte im Bereich Data Center Services & Operation profitable Chancen für das Segment ITK. Die Rechenzentren in Hannover und Berlin bieten langfristig bedeutendes und stabiles Ertragspotenzial. Im Bereich Voice Business führt eine hochaktuelle und extrem leistungsfähige Technologieplattform zur Kostensenkung bei gleichzeitiger Flexibilitätssteigerung. Damit besteht die Chance, die Deckungsbeiträge und die Umsätze in diesem Bereich zu steigern. Der Bereich Cloud Computing wächst weiter stark im Inland, wobei zukünftig die Expansion in andere Länder mit Hilfe von Vertriebs- und Finanzpartnern die Umsätze erheblich steigern soll. Die stetigen Auszeichnungen (ERP-System des Jahres) helfen darüber hinaus den Bekanntheitsgrad der Software zu erhöhen und die Einstellung von qualifiziertem und kundenorientiertem Personal verbessert die Leistungsfähigkeit von Organisation und Software. Segment Erneuerbare Energien Die aktuellen Diskussionen über die mittel- und langfristige Energieversorgung sowie die Abkehr von konventionellen Energieträgern (z. B. Kohleausstieg) stärken die Nachfrage nach Erneuerbaren Energien. Der 3U Konzern ist daher mit seinem Portfolio von neuen und älteren Bestandswindparks sowie einer großen Anzahl von potenziellen Projekten schon jetzt gut aufgestellt. Zusätzlich bieten sich vielfältige Chancen durch den geplanten Zukauf weiterer Bestandswindparks. Die Erfahrungen mit dem Betrieb und der Optimierung der bisherigen Windparks wird auch bei zukünftigen Projekten zu Effizienzverbesserungen und Synergieeffekten führen. Neben Veräußerungen von fertigen Windparks wird der 3U Konzern aller Voraussicht nach Zusatzerträge durch den selektiven Verkauf von Projekten in früheren Projektphasen generieren. Die 3U HOLDING AG behält sich neben den verschiedenen Verkaufsmöglichkeiten von Windparkprojekten zudem die Option offen, fertiggestellte Windkraftanlagen selbst im Rahmen ihres Engagements im Bereich Erneuerbare Energien zu betreiben und somit zusätzlichen Cashflow zu generieren. Somit könnte sich hier ein erhebliches Gewinnpotenzial ergeben, sowohl aus dem Betrieb bzw. Verkauf von fertigen Windkraftanlagen als auch aus dem selektiven Verkauf von Projektentwicklungen. Segment SHK Im Onlinehandel konnte die in den letzten Jahren erreichte Position weiter ausgebaut und zusätzliche Marktanteile gewonnen werden. Dazu trug auch die Erweiterung des Produktportfolios um bspw. Wasseraufbereitung, Pumpen, dezentrale Lüftungsgeräte und Rohrinstallationssysteme sowie das Fußbodenheizung-Trockenestrichsystem bei. Auch die verbesserte Kundenorientierung (z. B. längere Servicezeiten und erweiterte Zahlungsmöglichkeiten) sowie die hervorragenden Kundenbewertungen über Trusted Shops eröffnen die Chance für ein überdurchschnittliches Wachstum und so darf von einer weiteren überaus positiven Entwicklung in den kommenden Jahren ausgegangen werden. Außerdem sind wir im Bereich Heizen, Kühlen, Lüften (HKL) als Anbieter von Einkaufs- und Logistikdienstleistungen für die technische Gebäudeausstattung sowie als Produktions- und Handelsunternehmen für den Großhandel tätig. Das aktuelle Produktportfolio umfasst Produkte für Fußbodenheizung/Heizung, kontrollierte Wohnraumlüftung, Sanitär, Solar, Energie- und Wärmegewinnung sowie Wärmespeicherung und Wärmeversorgung. Mit dem Trockenestrichsystem ClimaTE 25 vertreiben wir ein im Konzern entwickeltes Renovierungssystem, das die hohe Kompetenz des 3U Konzerns in der Flächentemperierung unterstreicht. Aufgrund der sehr positiven Annahme des Produktes im Markt sind weiter steigende Umsätze zu erwarten. Durch die zentrale Steuerung des Einkaufs können wir ein höheres Einkaufsvolumen generieren, als dies den Einzelgesellschaften möglich wäre. In der Folge lassen sich günstigere Einkaufskonditionen realisieren, welche an die Kunden weitergegeben werden können und sich damit die Chance ergibt, überdurchschnittlich Marktanteile gewinnen zu können. PrognoseberichtKonjunkturausblick Das globale Wirtschaftswachstum hat sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) gegen Ende des Jahres 2018 abgeschwächt. Für das laufende und kommende Jahr bleibt der Währungsfonds trotz Anzeichen schwächerer Entwicklung in Asien und Europa für die Weltwirtschaft vorsichtig optimistisch und erwartet für 2019 ein Wachstum um 3,5 %, für 2020 soll es 3,6 % betragen. Risiken sieht das Gremium insbesondere für den Fall der Errichtung neuer Zollschranken, aus der Zinspolitik der Notenbanken sowie aus der weltweit hohen öffentlichen und privaten Verschuldung. Die Wachstumserwartungen für die USA liegen für 2019 unverändert bei 2,5 %; skeptischer ist der IWF für die Folgejahre, 2020 soll die US-Wirtschaft nur noch um 1,8 % wachsen. Die Annahmen für Deutschland wurden ebenfalls gesenkt. Schwächere Auslands- und Konsumnachfrage lassen die Konjunkturaussichten auf ein Plus von 1,3 % im Jahr 2019 und 1,6 % im Folgejahr schrumpfen. Der Sachverständigenrat der Bundesregierung spricht in diesem Zusammenhang von einer "konjunkturellen Normalisierung". Laut dessen Jahresgutachten 2018/2019 sollte die Zahl der Erwerbstätigen 2018 um 590.000 Personen ansteigen. Auch 2019 wird sie weiter zulegen, um 0,9 % auf voraussichtlich 45,3 Millionen. Dennoch stellt der Fachkräftemangel nach wie vor ein gravierendes Wachstumshemmnis dar. Die Arbeitslosenquote wird daher voraussichtlich weiter sinken von 5,2 % im Jahr 2018 auf 4,8 % im laufenden Jahr 2019. Die Bundesregierung hat in ihrem im Januar 2019 veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht die Inflationsprognose für 2019 leicht abgesenkt. Demzufolge dürfte der Anstieg des Verbraucherpreisniveaus in diesem Jahr mit 1,5 % geringer ausfallen als im Vorjahr. Aus Sicht der Bundesregierung werden sich die Bruttoanlageinvestitionen im Jahr 2019 um 2,4 % weiter spürbar erhöhen und damit stärker zunehmen als die gesamtwirtschaftliche Wirtschaftsleistung; das trifft auch für die Bauinvestitionen zu, die 2019 voraussichtlich um 2,9 % wachsen. Die anhaltend positive Investitionsneigung kann zu einem Nachfragewachstum vor allem in den Segmenten ITK und SHK des 3U Konzerns beitragen. Ausblick ITK Der Umsatz in den Wirtschaftsbereichen Informationstechnologie und Telekommunikation wuchs nach Berechnungen der Bitkom Research GmbH 2018 auf einen neuen Rekordstand von EUR 166,0 Mrd. und soll 2019 um weitere 1,5 % auf EUR 168,5 Mrd. ansteigen. Die IT-Umsätze stiegen 2018 laut der jüngsten Prognose um 3,1 % auf EUR 89,9 Mrd. Das größte Wachstum verzeichneten dabei die Geschäfte im Software-Segment mit einem Anstieg um 6,3 % auf EUR 24,4 Mrd. Während die stetig zunehmenden Datenvolumina auch zukünftig für weiteres Wachstum in der ITK-Branche sorgen werden, sind die Aussichten für den Markt für Telekommunikationsdienste in Deutschland verhalten. In der Telekommunikationsbranche herrscht ein Verdrängungsmarkt, der von Innovationen und technischem Fortschritt geprägt wird, aber vor allem auch aufgrund der ausgeprägten Konkurrenzsituation durch weiteren Preisverfall gekennzeichnet ist. Staatliche Eingriffe - sowohl national als auch von der EU initiiert - haben einen erheblichen Einfluss auf die von der 3U besetzten Nischenmärkte. Darüber hinaus schrumpft der Call-by-Call-Markt seit vielen Jahren und hat heute nur noch einen Bruchteil des Volumens vergangener Jahre. Der 3U Konzern wird weiterhin die Strategie verfolgen, im Bereich Telefonie profitable Nischen zu identifizieren und wenn möglich zu besetzen. Wir erwarten in diesem Geschäftsfeld jedoch insgesamt für 2019 und die Folgejahre rückläufige Umsätze. Bei Rechenzentren hingegen hält der Trend zum Outsourcing von Serverkapazität und -betrieb weiter an, was sich unter anderem an der laufenden Erweiterung der Rechenzentrumsflächen ablesen lässt. Als relativ kleiner Anbieter sind wir in der Lage, uns durch einen hohen Serviceanteil zu differenzieren und dank einem guten Preis-/Leistungsverhältnis neue Kunden zu gewinnen, insbesondere aus dem Mittelstand. Mit dem Thema Cloud Computing wird ein vielversprechender Markt adressiert. Beim Cloud Computing werden IT-Leistungen bedarfsgerecht und flexibel in Echtzeit als Service über das Internet bereitgestellt. Im Cloud Computing fließen verschiedene technische Verbesserungsinnovationen zusammen und ermöglichen den Nutzern effizientere Abläufe sowohl in der Administration als auch im Online-Kundenkontakt. Die Folge ist eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Sie können vollkommen neue Geschäftsmodelle auflegen, Kosten reduzieren und sich insgesamt flexibler aufstellen. Cloud Computing verändert die gesamte Informationswirtschaft, ihre Technologien und ihr Geschäft und somit auch die Beziehungen zwischen Anbietern und Kunden nachhaltig. Mit einer schnellen Akzeptanz von Cloud Computing in der Wirtschaft sinkt der Bedarf an technischer Infrastruktur-Expertise. Für Software-Anbieter verschiebt sich das klassische Lizenzgeschäft weltweit in Richtung "Software as a Service" (SaaS). Das Marktforschungsunternehmen LogicMonitor hat beispielsweise in einer Befragung von US-Unternehmen ermittelt, dass der Anteil der Geschäftsprozesse, der noch auf lokal installierten Programmen basiert ("On-Premises") bis Ende 2020 auf 27 % sinken wird. Die Befragten erwarten mehrheitlich, dass es nur fünf Jahre dauern wird, bis 95 % aller Geschäftsprozesse cloudbasiert abgewickelt werden. Wir erwarten eine vergleichbare Entwicklung auch in Deutschland. Die wachsende Nachfrage nach unseren Produkten bestätigt diese Annahme. Neben Cloud Computing und SaaS werden auch DCS und IT-Services von Marktexperten gute Wachstumsaussichten bescheinigt. In diesen Geschäftsfeldern des Segments ITK erwartet der Vorstand der 3U HOLDING AG 2019 weiter stark steigende Umsätze. Für 2019 rechnet der Vorstand im Segment ITK insgesamt aufgrund der beschriebenen Entwicklungen noch mit einem leicht rückläufigen Umsatz. Demgegenüber wird sich in diesem Segment das EBITDA deutlich verbessern, während mit einem Ergebnis leicht unter dem Vorjahrsniveau gerechnet wird. Trotz dem weiteren Personalaufbau für Softwareentwicklung, Marketing und Vertrieb in den neuen Geschäftsfeldern werden deren höhere Margen zu einer positiven Ertragsentwicklung führen. Ab 2020 sorgen sie dann nach derzeitiger Planung auch für einen deutlichen Umsatzanstieg im Segment ITK bei weiterer Ergebnisverbesserung. Ausblick Erneuerbare Energien Der Ausbau der erneuerbaren Energien kommt in Deutschland derzeit weniger stark voran als erwartet. Zwar stammen schon jetzt rund 40 % der Stromerzeugung in Deutschland aus erneuerbaren Energien, aber es besteht ein breiter politischer Konsens, dass es zusätzlicher Anstrengungen bedarf, um die deutschen Klimaziele zu erreichen. Mit seinem Segment Erneuerbare Energien und dem Schwerpunkt Windenergie an Land kann der Konzern zum Wandel in der Energieerzeugung zur Nachhaltigkeit und dem Trend zum ressourcenschonenden Energieeinsatz beitragen. 3U plant, weitere EE-Projekte zu realisieren und das eigene Portfolio an Windparks durch Zukäufe zu erweitern. Die Rahmenbedingungen für diese Vorhaben haben sich allerdings 2018 nicht verbessert. Der Bundesverband WindEnergie hat mitgeteilt, dass im vergangenen Jahr lediglich 743 Anlagen neu gebaut wurden mit einer Nennleistung von 2.402 MW. Das entspricht einem Rückgang um 55 % gegenüber 2017. Gründe sind insbesondere die immer schleppendere Erteilung von Genehmigungen durch die regionalen und lokalen Behörden und die zunehmende Zahl von Widersprüchen, welche die Projektierungsphasen häufig zusätzlich verlängern. Diese insgesamt schwächeren Umfeldbedingungen bieten uns andererseits aber auch Chancen. Insbesondere verbessern sich bei rückläufigem Wettbewerb um ausgeschriebene Projekte die Chancen für die Zuteilung neuer Entwicklungsvorhaben. Nach Einschätzung des Managements kann der geringere Wettbewerbsdruck auch zu besseren Deckungsbeiträgen führen. Die relative Bedeutung der Windenergie innerhalb der erneuerbaren Energien wird trotz des geringeren Wachstumstempos weiter zunehmen. Zum Ende des Jahres 2018 waren 29.213 Windenergieanlagen an Land am Netz mit einer kumulierten Nennleistung von 52,9 GW. Die Windenergie insgesamt sorgte 2018 für einen Anteil von mehr als 20 % an der gesamten Stromerzeugung und von 50,9 % an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (2017: 19,1 %, bzw. 50,4 %). 3U konzentriert sich mit dem Ausbau seiner Aktivitäten im Segment Erneuerbare Energien auf einen Markt, der trotz des schwierigen politischen Umfelds weitere Chancen bietet. Dies betrifft sowohl Planung und Projektierung als auch Investitionen in Wind- oder Photovoltaikparks und deren Betrieb. Die weitere Entwicklung in diesem Bereich hängt jedoch von verschiedenen externen Faktoren ab. Das Projektgeschäft ist derzeit relativ volatil, durch die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien werden hingegen sehr gut planbare Umsätze und Ergebnisbeiträge erzielt. Insgesamt rechnet der Vorstand in diesem Segment für 2019 mit einem deutlichen Umsatz-, EBITDA- und Ergebniswachstum. Verkäufe oder Zukäufe haben einen erheblichen Einfluss auf dessen Finanzkennzahlen und erschweren eine genaue Prognose. Ausblick SHK Erfreulich entwickeln sich weiterhin die Aktivitäten rund um das Thema Heizen, Kühlen und Lüften von Gebäuden. Eine Reihe wichtiger Faktoren haben hier einen positiven Einfluss. Zum einen bleibt die Baukonjunktur auf absehbare Zeit auf einem hohen Niveau und sorgt damit für eine steigende Nachfrage bei Neuinstallationen im Bereich SHK. Darüber hinaus verlangt der deutsche Gesetzgeber zunehmend einen effizienteren Umgang mit Energie. Dies führt zu einer erheblichen Nachfrage nach Ersatzinvestitionen vor allem auch im Geschäftsbereich Heizung und Klimatisierung. Zu guter Letzt profitieren wir in diesem Segment auch von der Nachfrageverschiebung Richtung Onlinehandel. Aktuell wird in Deutschland nur ein kleiner Teil der Produkte aus dem SHK-Bereich online nachgefragt. Jedoch wächst dieser Anteil sehr stark. Mit unseren Onlinehandelsaktivitäten sind wir vielversprechend aufgestellt, um von diesem Trend zu profitieren. Das Produkt- und Dienstleistungsangebot im Segment SHK wird weiter ausgebaut, aber auch Vertrieb und Logistikeinrichtungen und -prozesse müssen weiter an die steigende Nachfrage angepasst werden. Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand deutliches Umsatzwachstum in diesem Segment, leicht verbessertes EBITDA und ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Ausblick 3U HOLDING AG Das Ergebnis der 3U HOLDING AG als operative Management- und Beteiligungsholding wird maßgeblich durch die Verwaltungskosten und das Finanzergebnis beeinflusst. Die Verwaltungskosten der 3U HOLDING AG sollen im Geschäftsjahr 2019 leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Das Finanzergebnis ist neben anfallenden Zinsaufwendungen stark abhängig von den Erträgen aus Ausschüttungen und aus Gewinnabführungsverträgen beziehungsweise Aufwendungen aus Verlustübernahmen. Insbesondere Wertansätze von Beteiligungen und Wertberichtigungen auf Ausleihungen an Tochtergesellschaften können erheblichen Einfluss auf das Jahresergebnis 2019 haben. Insgesamt wird beim Finanzergebnis von einer wesentlichen Steigerung gegenüber dem des Jahres 2018 ausgegangen. Im Geschäftsjahr 2018 war das Ergebnis der 3U HOLDING AG von dem Gewinn aus der Veräußerung der Rechenzentrumsimmobilie in Hannover geprägt. Vergleichbare Erträge werden im Geschäftsjahr 2019 nicht erwartet. Entsprechend wird das Ergebnis der 3U HOLDING AG im Jahr 2019 deutlich negativ ausfallen. Strategische Ausrichtung Für den Konzern steht die nachhaltige operative Profitabilität in den einzelnen Segmenten im Vordergrund. In den letzten Jahren haben wir uns kontinuierlich verbessert und auch im Jahr 2018 große Fortschritte erzielt. Im Segment ITK werden wir im Jahr 2019 das Umsatzniveau des Jahres 2018 nicht erreichen. Der Umsatz wird vielmehr leicht rückläufig ausfallen. Die erwarteten Rückgänge im Geschäftsbereich Voice Retail werden noch nicht völlig durch das Wachstum in anderen Geschäftsfeldern aufgefangen. Der wieder höhere Anteil margenstärkeren Geschäfts, zum Beispiel im Cloud Computing, wird hingegen zu einem deutlichen Anstieg des EBITDA bei leicht niedrigerem Ergebnis führen. Unsere Strategie im Segment Erneuerbare Energien sieht grundsätzlich auch anorganisches Wachstum vor. Wir planen den weiteren Ausbau unseres Portfolios an Anlagen im Bestand und streben den Erwerb mindestens eines weiteren Bestandswindparks und gegebenenfalls auch von Photovoltaikanlagen an. Im Bereich der Projektentwicklung wird es aufgrund der aktuellen Marktbedingungen voraussichtlich zu einer weiteren Konsolidierung kommen. Diese Entwicklung verfolgen wir aufmerksam und werden sich bietende Chancen sorgfältig prüfen. Grundsätzlich planen wir auch vor diesem Hintergrund einen deutlichen Anstieg bei Umsatz, EBITDA und Ergebnis. Im Segment SHK planen wir ein deutliches organisches Umsatzwachstum, einen leichten Anstieg des EBITDA und ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Sollten sich entsprechende Opportunitäten ergeben, werden wir zudem Chancen des anorganischen Wachstums ergreifen. Mit unserer innovativen Produktpalette und dem stetig wachsenden Volumen im Onlinehandel, unterstützt durch die eigenen Logistikaktivitäten, sind wir hier sehr gut aufgestellt. Der 3U Konzern bleibt seiner Strategie treu, erfolgreiche Geschäftsteile langfristig auszubauen, und sie bei entsprechender Nachfrage zu attraktiven Konditionen zu veräußern. Das starke organische Wachstum der Geschäftsfelder Cloud Computing und Onlinehandel kann durch strategische Unternehmenszukäufe zusätzlich verstärkt werden. Auf diesem Wege lassen sich der jeweilige Kreis an Kunden und Geschäftspartnern oder auch das Leistungsangebot deutlich erweitern. Der Vorstand wird solche Möglichkeiten aktiv wahrnehmen, soweit der Erwerb wirtschaftlich vorteilhaft ist. Zur Finanzierung eines beschleunigten Wachstums wird auch die Option möglicher Börsengänge der Tochtergesellschaften weiter intensiv geprüft. Ausblick 3U Konzern Durch den in den letzten Jahren betriebenen Ausbau erfolgreicher neuer Geschäftsfelder verfügt der 3U Konzern heute über drei profitable Segmente. Er setzt seinen Kurs auf zunehmendes profitables Wachstum entschieden fort, optimiert seine Beteiligungsstruktur und die operativen Abläufe im Konzern und in den Beteiligungsgesellschaften. Für das Geschäftsjahr 2019 sind Investitionen in Höhe von rund EUR 13,78 Mio. in die bestehenden Geschäftsfelder geplant. Hiervon werden EUR 0,26 Mio. im Segment ITK, im Segment Erneuerbare Energien EUR 12,45 Mio., im Segment SHK EUR 0,56 Mio. und EUR 0,50 Mio. bei der Holding investiert werden. Insbesondere stärkt 3U sein Portfolio von Anlagen im Bereich Erneuerbare Energien zugunsten stabiler Cashflows in den Folgejahren. Effizienzsteigerung und Margenverbesserung bleiben zentrale Aufgaben des Managements auf allen Führungsebenen. Optimierungspotenziale sind identifiziert und werden konsequent genutzt. Die beschriebene Ausgangslage und die initiierten Vorhaben stimmen den Vorstand der 3U HOLDING AG zuversichtlich, die folgend formulierten Ziele zu erreichen. Für das Geschäftsjahr 2019 rechnet der Vorstand für den 3U Konzern mit einer deutlichen Umsatzsteigerung. Es sollen 2019 Umsatzerlöse im Bereich zwischen EUR 51,0 Mio. und EUR 55,0 Mio. erzielt werden. Es wird ein leicht höheres EBITDA zwischen EUR 7,0 Mio. und EUR 9,0 Mio. erwartet. Das Konzernergebnis wird aufgrund höherer Abschreibungen und höherem Steueraufwand zwischen EUR 1,0 Mio. und EUR 2,0 Mio. liegen. Diese Prognose ist geprägt von unterschiedlichen Erwartungen für die einzelnen Segmente. Im Segment ITK wird das Umsatzniveau des Jahres 2018 nicht ganz gehalten werden. Die Geschäftsentwicklung wird jedoch schon jetzt durch den Hauptwachstumstreiber Cloud Computing geprägt; dieser Trend wird sich in den Folgejahren noch deutlich verstärken. Das Segment Erneuerbare Energien wird wesentlich durch die Windpark-Aktivitäten charakterisiert. Hier wird nach dem Kauf eines Windparks im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 im laufenden Jahr mit einem Windparkverkauf gerechnet. Gleichzeitig sollen die Erzeugungskapazitäten durch den Erwerb von Bestandsparks - gegebenenfalls auch von Photovoltaikanlagen - weiter ausgebaut werden. Im Segment SHK rechnet die 3U HOLDING AG mit einer Fortsetzung des Umsatzwachstums, bei leicht verbesserter, aber unverändert niedriger Marge. Zum Wachstum trägt vor allem die Expansion des Onlinehandels bei. Der anteilige oder vollständige Verkauf von Geschäftsteilen gehört zum Unternehmenszweck der 3U HOLDING AG und kann zu Sondereffekten führen. Darüber hinaus verfolgt die 3U HOLDING AG auch das Ziel, durch Akquisitionen anorganisch zu wachsen. Sich hieraus ergebende Effekte sind jedoch nur begrenzt planbar. Ziel aller Aktivitäten ist es, den Wert des 3U Konzerns für die Aktionäre, aber auch für die Mitarbeiter nachhaltig zu steigern. Der Erfolg dieser Anstrengungen soll sich in einem positiven Kursverlauf der 3U-Aktie widerspiegeln. Im Zusammenhang mit den hier dargestellten Einschätzungen und Erwartungen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen zukünftigen Ereignisse wesentlich von den derzeitigen Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den RechnungslegungsprozessDer Rechnungslegungsprozess wird für alle Konzerngesellschaften weitestgehend zentral in der Finanzabteilung der 3U HOLDING AG realisiert. Dadurch unterliegen alle Gesellschaften im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess einer einheitlichen Prozess- und Risikobetrachtung. Das implementierte interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess soll durch geeignete Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen die Einhaltung von Regelwerken, Vorschriften und Gesetzen gewährleisten, um die Ordnungsmäßigkeit, Verlässlichkeit und Vollständigkeit in der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung unter Berücksichtigung möglicher Risiken sicherzustellen. Grundlagen, die dies sicherstellen sollen, bilden sowohl Arbeits- und Verfahrensanweisungen, wie auch Funktionsbeschreibungen und Richtlinien, die regelmäßig überprüft und ggf. aktualisiert werden. Dazu gehören z. B. eine Bilanzierungsrichtlinie, Kontierungsanweisungen sowie die Unterstützung durch externe Berater. Dabei wird der Rechnungslegungsprozess laufend analysiert, optimiert und auch in der Dokumentation weiterentwickelt. Das interne Kontrollsystem besteht aus internen Steuerungs- und Überwachungsfunktionen, die entweder in Prozessabläufen integriert sind oder davon unabhängig durchgeführt werden. Integriert sind beispielsweise die Trennung von Verwaltungs- und Genehmigungsfunktionen auf unterschiedliche Mitarbeiter sowie klare Verantwortlichkeiten im Rahmen der regelmäßigen Prüfungen ("Vier-Augen-Prinzip"). Prozessunabhängige Prüfungen und Kontrollen werden beispielsweise durch den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Überwachungspflichten oder durch das Risikomanagementteam anhand definierter Prüfroutinen durchgeführt. Die eingesetzten Kontrollmechanismen laufen teilweise automatisiert in den eingesetzten Buchhaltungs-Softwaresystemen ab, damit die Wirtschaftlichkeit der Arbeitsabläufe nicht beeinträchtigt wird. Die eingesetzten IT-Systeme sind durch ein Berechtigungskonzept gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Ferner überprüft der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahres- und Konzernabschlussprüfung die eingesetzten IT-Systeme und deren Anwendungen. Neue gesetzliche Regelwerke sowie die Änderungen bestehender Regularien im Hinblick auf die Rechnungslegung und die dadurch entstehenden Risiken werden unmittelbar auf ihre Auswirkungen für den 3U Konzern untersucht, um ggf. geeignete Maßnahmen zu treffen. Die implementierten internen Kontrollen resultieren aus der Identifizierung eines Risikos an dieser Stelle des Rechnungslegungsprozesses. Dieses Risiko kann verschiedener Herkunft sein, unter anderem aufgrund gesetzlicher Vorgaben. Das Zusammen wirken von Risiko- und Compliancemanagement und internem Kontrollsystem wird im Rechnungslegungsprozess besonders deutlich und wird daher im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ständig optimiert. Die Funktionen in allen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses sind zugeordnet und dokumentiert. Das implementierte und kontinuierlich weiterentwickelte Risikomanagementsystem mit den Komponenten Compliance und internes Kontrollsystem kann bei menschlichem Fehlverhalten, z. B. durch fehlerhafte Kontrollen oder kriminelle Handlungen durch Innentäter, eine vollständige Sicherheit und Richtigkeit der Konzernrechnungslegung dennoch nicht gewährleisten. Sonstige AngabenÜbernahmerelevante AngabenÜbernahmerechtliche Angaben nach § 289a bzw. § 315a HGB Bestellung und Abberufung des Vorstands und Satzungsänderungen Der Vorstand wird nach §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Änderungen der Satzung richten sich grundsätzlich nach §§ 179, 133 AktG. Nach § 13 Abs. 2 der Satzung i.V. m. § 179 Abs. 2 S. 2 AktG werden jedoch Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt. Falls das Aktiengesetz außerdem zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt, soweit gesetzlich zulässig, die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals. Grundkapital und Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Das Grundkapital setzt sich zusammen aus 35.314.016 nennwertlosen auf den Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Jede Aktie vermittelt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften. Für weitergehende Informationen verweisen wir auf den Anhang unter 6.8. Am Kapital der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2018 wie folgt beteiligt:
Nach § 3 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 26. August 2019 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 7.062.803,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre nur in den folgenden Fällen ganz oder teilweise ausschließen: 1. bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft oder mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen) sowie zum Zweck der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften; 2. soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheinen und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandelrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde; 3. für Spitzenbeträge; 4. bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals werden Aktien, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden sowie Aktien, auf die ein Wandlungsrecht oder Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht oder Optionspflicht aufgrund von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen besteht, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. §§ 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, angerechnet. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Nach § 3 Abs. 5 der Satzung wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 3.531.401,00, eingeteilt in bis zu 3.531.401 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016/I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Optionsrechten, welche die Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 und 3. Mai 2018 ausgegeben hat, von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Die neuen Inhaberaktien nehmen vom Beginn desjenigen Geschäftsjahres, für das bei Ausübung des Optionsrechts noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Gewinns gefasst wurde, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Für Mitglieder des Vorstands bestehen für den Fall eines Übernahmeangebots für die 3U HOLDING AG keine Vereinbarungen. Aktiengeschäfte Nach Maßgabe des Art. 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) NR. 596/2014 haben Personen, die bei der 3U HOLDING AG Führungsaufgaben wahrnehmen, eigene Geschäfte mit Aktien der 3U HOLDING AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten, insbesondere Derivaten, der 3U HOLDING AG und der BaFin mitzuteilen. Diese Verpflichtung obliegt auch Personen, die mit einer der vorgenannten Personen in einer engen Beziehung stehen, soweit die Gesamtsumme der Geschäfte einer Person mit Führungsaufgaben und der mit dieser Person in einer engen Beziehung stehenden Personen insgesamt einen Betrag von EUR 5.000,00 bis zum Ende des Kalenderjahres erreicht. Der 3U HOLDING AG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr folgende Geschäfte gemeldet:
Sämtliche Aktiengeschäfte wurden auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad "Investor Relations/Directors' Dealings" veröffentlicht. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f bzw. § 315d HGB)Der Vorstand und der Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG haben eine Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f bzw. § 315d HGB abgegeben und diese auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad "Investor Relations/Corporate Governance" allgemein und dauerhaft zugänglich gemacht. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütungen der 3U HOLDING AG zur Anwendung kommen, und erläutert die Höhe und Struktur der Vergütung. Der Vergütungsbericht wird auf der Basis der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erstellt und beinhaltet ferner die Angaben, die gemäß Handelsgesetzbuch, erweitert durch das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG), erforderlich sind. Vergütung des Vorstands Die Struktur und die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Dabei orientiert er sich an dem am 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG). Alle Vorstandsmitglieder der 3U HOLDING AG erhalten ein jährliches festes Grundgehalt (Fixum), welches in monatlichen Raten ausgezahlt wird. Daneben erhalten alle Vorstandsmitglieder eine variable erfolgsabhängige Vergütung (erfolgsbezogene Komponente). Die erfolgsabhängige Vergütung setzt sich aus einem quantitativen Teilziel und einem qualitativen Teilziel zusammen. Bei der quantitativen Teilzielerreichung wird durch den Aufsichtsrat im Berichtsjahr vorrangig der testierte Wert der EBIT- bzw. EBT-Leistung des Konzerns im Verhältnis zu dem budgetierten Wert bewertet; außerordentliche Entwicklungen können dabei berücksichtigt werden. Im Rahmen der qualitativen Zielerreichung bewertet der Aufsichtsrat die Abarbeitung prioritärer Aufgaben des Vorstands sowie die Erfüllung vom Aufsichtsrat gesetzter persönlicher Ziele des Vorstands. Der Aufsichtsrat legt jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres Zielvorgaben unter Berücksichtigung der Lage des Konzerns fest. Darüber hinaus können den Vorstandsmitgliedern Aktienoptionen im Rahmen von Aktienoptionsplänen gewährt werden. Die Gewährung von Aktienoptionen verfolgt das Ziel, den Beitrag des Vorstands (und auch der übrigen Mitarbeiter des 3U Konzerns) zur Steigerung des Unternehmenswerts zu honorieren und den langfristigen Unternehmenserfolg zu fördern. Ein Teil der erfolgsabhängigen Vergütung eines Geschäftsjahres wird unter dem Vorbehalt gezahlt, dass der Vorstand die Geschäfte der Gesellschaft auch in den auf das betreffende Geschäftsjahr folgenden zwei Geschäftsjahren nachhaltig führt. Bei der Nachhaltigkeit werden insbesondere die Stabilität der Entwicklung des Konzerns und der Beteiligungsstruktur berücksichtigt. Der Aufsichtsrat bewertet die Nachhaltigkeit in den beiden auf das Geschäftsjahr folgenden Jahren und wird die unter Vorbehalt gezahlten Teilbeträge der erfolgsabhängigen Vergütung zurückfordern, wenn die Nachhaltigkeit der Unternehmensführung nicht gewährleistet ist. Der Aufsichtsrat ist im Sinne des § 87 Abs. 2 Satz 1 AktG berechtigt, die Bezüge des Vorstands auf die angemessene Höhe herabzusetzen, sofern sich die Lage der Gesellschaft nach der Festsetzung der Bezüge verschlechtert und die Weitergewährung der vereinbarten Bezüge unbillig für die Gesellschaft wäre. Dies gilt auch für die Gewährung etwaiger Aktienoptionen. Wird die Bestellung zum Vorstandsmitglied im Laufe eines Geschäftsjahres gem. §84 Abs. 3 AktG aus wichtigem Grund widerrufen, besteht für dieses Geschäftsjahr sowie für etwaig weitere Geschäftsjahre bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages des Vorstands kein Anspruch auf eine erfolgsabhängige Vergütung. Den Vorstandsmitgliedern wurden keine Pensionszusagen gegeben. Die Vergütungen der Vorstandsmitglieder sind nachfolgend, aufgeteilt nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten, individualisiert ausgewiesen. Wert der gewährten Zuwendungen für das Berichtsjahr 2018
Zufluss für das Berichtsjahr 2018
Außerdem haben für das Vorjahr (2017) Herr Andreas Odenbreit TEUR 50 und Herr Christoph Hellrung TEUR 50 im Berichtsjahr (2018) erhalten; und im Vorjahr (2017) für das Jahr 2016 jeweils TEUR 18 als einjährige variable Vergütung erhalten. Herr Michael Schmidt hat im Berichtsjahr (2018) TEUR 25 für das Vorjahr (2017) als einjährige variable Vergütung erhalten; und im Vorjahr (2017) für das Jahr 2016 TEUR 25 zurückgezahlt. Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten wurden von der 3U HOLDING AG gezahlt. Die Tochtergesellschaften haben keine Bezüge gezahlt. Aktienoptionsplan 2018 Mit Beschlüssen vom 25. Mai 2016 und 3. Mai 2018 hat die Hauptversammlung ein bedingtes Kapital in Höhe von bis zu EUR 3.531.401,00 zur Ausgabe von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen eines Aktienoptionsplans geschaffen und den Vorstand entsprechend ermächtigt. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 6. Dezember 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Gebrauch gemacht und einen Aktienoptionsplan 2018 aufgelegt. Angaben zu Aktienoptionen zum 31. Dezember 2018 in Stück:
Die Aktienoptionen können erst nach Ablauf festgelegter Sperrfristen (Erdienungszeitraum) ausgeübt werden. Die 3U HOLDING AG ist berechtigt, die Ausübung von Optionsrechten in dem Umfang abzulehnen, wie deren Ausübung wegen außerordentlicher, nicht vorhergesehenen Entwicklungen zu einer unverhältnismäßig hohen Vergütung des Bezugsberechtigten führen würde. Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten wurden für die Zeit als Vorstand der Gesellschaft von der 3U HOLDING AG gezahlt. Die Tochtergesellschaften haben keine Bezüge gezahlt. Für Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung verweisen wir auf das Kapitel "Konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme". Vergütung des Aufsichtsrats Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 9 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste jährliche Grundvergütung in Höhe von EUR 5.000,00, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Doppelte und der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungen erhält. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine Tantieme in Höhe von EUR 1.000,00 je EUR 0,01 Dividende, die über EUR 0,05 je Stückaktie hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird sowie eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene jährliche Vergütung in Höhe von EUR 1.000,00 je EUR 100.000,00 Ergebnis vor Steuern im Konzernabschluss der Gesellschaft ("EBT"), welches das durchschnittliche Ergebnis vor Steuern in Konzernabschluss ("EBT") für die jeweils drei vorangegangenen Geschäftsjahre übersteigt. Die Gesamtvergütung beträgt jedoch höchstens für den Vorsitzenden EUR 50.000,00, für seinen Stellvertreter EUR 37.500,00 und für die übrigen Aufsichtsratsmitglieder EUR 25.000,00. Außerdem erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung, an der es teilnimmt, ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 2.500,00. Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die auf ihre Vergütung und Auslagen anfallende Umsatzsteuer. Die Aufsichtsratsvergütungen für 2018 betrugen TEUR 130 (Vorjahr: TEUR 158). Für 2018 wurde eine erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 90) zurückgestellt.
*Rundungsbedingte Abweichungen in der Summenzeile und in der Angabe Vergütung gesamt Außerdem erhalten die Aufsichtsräte eine Erstattung ihrer Reisekosten und der sonstigen Auslagen. Im Geschäftsjahr 2018 haben Herr Thoenes in Höhe von TEUR 2,3 (Vorjahr: TEUR 2,4), Herr Thies in Höhe von TEUR 1,0 (Vorjahr: TEUR 0,8) und Herr Beck-Bazlen in Höhe von TEUR 1,5 (Vorjahr: TEUR 0,8) Erstattungen für ihre Auslagen erhalten. Herr Thoenes hat für das Geschäftsjahr 2018 außerdem Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 6) erhalten. Die Rechtsanwaltssozietät Altenburger Rechtsanwälte, deren Partner der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Thoenes ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für ihre Beratungsleistungen und Auslagenerstattungen für den 3U Konzern insgesamt TEUR 10,2 (Vorjahr: TEUR 4,9) zzgl. Umsatzsteuer erhalten. Diese wurden mit TEUR 5,2 für die 3U ENERGY AG, mit TEUR 4,6 für die 3U TELECOM GmbH und mit TEUR 0,4 für die 3U Euro Energy Systems GmbH erbracht (Vorjahr: TEUR 4,9 für die 3U ENERGY AG). Konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme Mit Beschluss vom 25. Mai 2016 hat die Hauptversammlung ein bedingtes Kapital in Höhe von bis zu EUR 3.531.401,00 zur Ausgabe von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen eines Aktienoptionsplans geschaffen und den Vorstand entsprechend ermächtigt. Mit Beschluss vom 3. Mai 2018 hat die Hauptversammlung die Ermächtigung bis zum 24. Mai 2021 befristet und den Beschluss im Übrigen bestätigt. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 6. Dezember 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Gebrauch gemacht und einen Aktienoptionsplan 2018 aufgelegt. Aktienoptionsplan 2018 Der Aktienoptionsplan 2018 hat folgende Eckpunkte: Bezugsberechtigte sind:
Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2018 waren am 31. Dezember 2018 insgesamt 2.379.998 Aktienoptionen ausgegeben. Die Verteilung auf die einzelnen Gruppen sieht wie folgt aus:
Die Ausübung der Optionsrechte gemäß dem Aktienoptionsplan 2018 ist nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist innerhalb von acht Jahren, beginnend mit dem Tag der Ausgabe der Option, möglich. Die Optionsrechte dürfen nicht in der Zeit zwischen dem zehnten Tag des letzten Monats eines Quartals und dem Tag der nachfolgenden Bekanntgabe der (vorläufigen) Quartalsergebnisse, dem 1. Januar eines jeden Jahres und dem Tag der nachfolgenden Bekanntgabe des (vorläufigen) Jahresergebnisses sowie dem zehnten Tag des Monats vor Bekanntmachung der Einladungsbekanntmachung zur ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft und dem Tag der ordentlichen Hauptversammlung ausgeübt werden. Die Optionsrechte sind nicht übertragbar. Jedes Optionsrecht berechtigt zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis für die Optionsrechte entspricht dem Durchschnittskurs der Schlusskurse der Aktie an den 15 Handelstagen vor der Auflegung des Aktienoptionsprogramms am 6. Dezember 2018 in Höhe von EUR 1,03 zuzüglich eines Aufschlags von 20 % als Erfolgsziel. Der Ausübungspreis beträgt somit EUR 1,24 je Aktie. Die durch die Ausübung der Aktienoptionen erhaltenen Aktien darf der Bezugsberechtigte nur unter Beachtung der gesetzlichen Beschränkungen veräußern. Von den im Rahmen dieses Programms am 31. Dezember 2018 ausgegebenen 2.379.998 Aktienoptionen waren zum Bilanzstichtag keine verfallen. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die 3U Holding AG, Marburg Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der 3U Holding AG, Marburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der 3U Holding AG, Marburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die unter "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
Zu 1) Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Zu 2) Verkauf von Grundstücken
Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung zum 3. Mai 2018 zum Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 10. August 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2018 als Abschlussprüfer der 3U Holding AG, Marburg, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr WP/StB Martin Theis.
Bonn, 12. März 2019 Ebner Stolz GmbH & Co. KG Torsten Janßen, Wirtschaftsprüfer Martin Theis, Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen VertreterBilanzeid nach § 289 Abs. 1 S. 5 HGBWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzerlagebericht der 3U Holding AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Marburg, den 12. März 2019 Der Vorstand Michael Schmidt Christoph Hellrung Andreas Odenbreit Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, im Folgenden möchte ich Sie über die Arbeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2018 informieren: Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2018 die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere haben wir alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Mehrfach hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der Risikosituation des Unternehmens, der Liquiditätsplanung und der Eigenkapitalsituation auseinandergesetzt. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung für den Vorstand erforderlich war. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat auch zwischen den Gremiensitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand gestanden und sich über wesentliche Entwicklungen informiert. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nicht gegeben. Sitzungen und Teilnahme Im Geschäftsjahr 2018 haben insgesamt sieben Aufsichtsratssitzungen stattgefunden (11. Januar 2018, 15. März 2018, 3. Mai 2018, 23. August 2018, 18. Oktober 2018, 15. November 2018 und 13. Dezember 2018), in denen der Aufsichtsrat jeweils vollzählig vertreten war. Die Mitglieder des Vorstands haben an den Aufsichtsratssitzungen teilgenommen, soweit der Aufsichtsratsvorsitzende nichts anderes bestimmt hatte. Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern und hat keine Ausschüsse gebildet. Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden sowohl in Sitzungen als auch im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Sämtliche Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden ohne Gegenstimmen gefasst. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Aufsichtsrat mit dem Vorstand in intensivem Kontakt und hat sich über den Gang der Geschäfte sowie wesentliche Ereignisse informiert. Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit der strategischen Entwicklung und Ausrichtung des Konzerns befasst. Der Aufsichtsrat hat sich mit dem Vorstand zeitnah über notwendige Maßnahmen in den Tochtergesellschaften ausgetauscht und diese mit dem Vorstand kritisch erörtert. Ferner hat sich der Aufsichtsrat von dem Vorstand kontinuierlich über die Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung im Bereich Erneuerbare Energien unterrichten lassen und diese mit dem Vorstand erörtert. Wesentlicher Gegenstand der Erörterungen des Aufsichtsrats mit dem Vorstand sowie der internen Diskussionen im Aufsichtsrat war insbesondere auch die Umsatz-, Ergebnis- und Geschäftsentwicklung des Konzerns sowie die Finanzlage des Unternehmens. Wesentliche Entwicklungen in den verschiedenen Beteiligungsgesellschaften wurden erörtert. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand insbesondere Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Planwerten und definierten Zielen ausführlich erläutern und begründen. Im Rahmen der Erörterung der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns befasste sich der Aufsichtsrat mit den sich stetig verändernden Rahmenbedingungen vor allem für die Telefonie und Erneuerbare-Energien-Projekte und den damit verbundenen Anpassungsmaßnahmen. Im Mittelpunkt der Erörterungen standen dabei unter anderem Regulierungsentscheidungen der Bundesnetzagentur, Chancen und Risiken im Wholesale-Bereich sowie das Leistungsportfolio rund um die Rechenzentren. Intensiv wurden auch die Entwicklungen beim Cloud Computing sowie beim IT-Lizenzhandel beraten. Seine besondere Aufmerksamkeit richtete der Aufsichtsrat auf die starke Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Tochtergesellschaft weclapp GmbH. Eingehend beriet er die Planungen des Vorstands für ihre Marktpositionierung, ihre strategische Ausrichtung auf beschleunigtes organisches und anorganisches Wachstum, sowie auf Optionen zu dessen Finanzierung. Im Segment Erneuerbare Energien befasste sich der Aufsichtsrat mit Plänen zum Ausbau des Bereichs "Windparkprojekte". Verschiedene Optionen wurden gründlich geprüft und intensiv zwischen Aufsichtsrat und Vorstand erörtert. Sowohl die Windparkprojekte, die innerhalb der 3U ENERGY PE entwickelt werden, als auch der Kauf externer Windparks spielten in diesem Rahmen eine wichtige Rolle. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat insbesondere laufend über den Erwerb des Windparks Klostermoor und die trotz sorgfältiger Vorbereitung schließlich nicht zustande gekommene Veräußerung des Windparks Lüdersdorf. Die damit verbundenen Schritte und Maßnahmen wurden vom Aufsichtsrat gebilligt. Auch beriet der Aufsichtsrat mit dem Vorstand die Konsequenzen aus dem Vorhaben des Landes Brandenburg, für zwei Jahre die Genehmigung neuer Windkraftprojekte dort auszusetzen, wo Regionalpläne unwirksam wurden. Zu den Diskussionsschwerpunkten zählte darüber hinaus der Ausbau des Segments SHK (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik) und hier insbesondere die Entwicklung des Onlinehandels sowie die dort eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Margenverbesserung. Auch beriet der Aufsichtsrat auf Grundlage detaillierter Informationen durch den Vorstand zustimmend über die Veräußerung der Gewerbeimmobilie in Hannover. Gegenstände der Aufsichtsratssitzungen waren im Übrigen Compliance- und Corporate-Governance-Themen, und hier insbesondere die den Corporate-Governance-Grundsätzen entsprechende Effizienzprüfung des Aufsichtsrats. Der Deutsche Corporate Governance Kodex regt an, dass der Aufsichtsratsvorsitzende in angemessenem Rahmen bereit sein sollte, mit Investoren über aufsichtsratsspezifische Themen Gespräche zu führen. Dieser Aufgabe ist der Aufsichtsratsvorsitzende im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederholt nachgekommen und wird dies auch zukünftig im Rahmen seiner Möglichkeiten tun. Das Risikomanagement des Unternehmens war im Geschäftsjahr 2018 auch, neben der Prüfung durch den Aufsichtsrat, Gegenstand einer Überprüfung durch die mit der Prüfung der Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2017 beauftragte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen. Eine neuerliche Überprüfung nahm die mit der Prüfung der Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2018 beauftragte Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, vor. In beiden Fällen haben die Prüfungen bestätigt, dass der Vorstand der Gesellschaft die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen in geeigneter Weise ergriffen hat, und dass das bestehende Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Corporate Governance Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch im Berichtsjahr mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex beschäftigt. Im März 2019 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Entsprechenserklärung kann auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad "Investor Relations/Corporate Governance" dauerhaft eingesehen werden. Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 f HGB ist ebenfalls dort einzusehen. Darüber hinaus berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat im Corporate Governance Bericht und in der Erklärung zur Unternehmensführung über die Corporate Governance bei der 3U HOLDING AG. Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2018 Die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, wurde durch die Hauptversammlung am 3. Mai 2018 zum Abschlussprüfer gewählt und ist dementsprechend vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses beauftragt worden. Die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers hatte der Aufsichtsrat angefordert und mit Datum vom 19. März 2018 erhalten. Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der 3U HOLDING AG sowie der nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 sind vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die vorgenannten Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet und in der Bilanzsitzung am 19. März 2019 intensiv erörtert. Die verantwortlichen Abschlussprüfer berichteten in dieser Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 AktG den Jahresabschluss der 3U HOLDING AG, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht für die 3U HOLDING AG eingehend geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfung beider Abschlüsse durch den Abschlussprüfer zugestimmt und sowohl den Jahresabschluss der 3U HOLDING AG als auch den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihre Leistungen und ihr Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018.
Marburg, 19. März 2019 Der Aufsichtsrat Ralf Thoenes, Vorsitzender EntsprechenserklärungErklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der 3U HOLDING AG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 AktG. Die 3U HOLDING AG hat seit der letzten Entsprechenserklärung vom 14. März 2018 den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der derzeit geltenden Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 7. Februar 2017 mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen entsprochen und wird dies auch künftig tun:
Düsseldorf/Marburg, 12. März 2019 Für den Aufsichtsrat Ralf Thoenes Für den Vorstand Michael Schmidt |
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