Nexus AGVillingen-SchwenningenKonzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011Konzernlagebericht 2011Darstellung des Konzerns und des Geschäftsverlaufs1. Entwicklung des NEXUS-Konzerns im gesamtwirtschaftlichen und Branchenumfeld NEXUS ist ein Anbieter von IT-Lösungen für Krankenhäuser, Fachkliniken und Heime. Mit den Produktgruppen:
werden IT-Lösungen für Problemstellungen bei Kunden aus dem Bereich Gesundheitswesen angepasst und deren spezifische Prozesse abgebildet sowie spezifisch Serviceleistung erbracht. Die Softwarearchitektur ist modular, offen und serviceorientiert. Die Serviceorientierung der Produkte ermöglicht es, Funktionalitäten (Services) insbesondere in Fremdprodukten zu integrieren. Ebenso können auf diese Weise Bestandskunden neu akquirierter Unternehmen unmittelbar von Funktionsausweitungen profitieren. Die verschiedenen Module der Software-Lösungen werden sowohl zur Verbesserung der Verwaltungs-, Abrechnungs- und Behandlungsabläufe als auch zur Optimierung der Qualität der Dokumentation von Patientendaten eingesetzt. Die Zielsetzung unserer Produkte ist es, Kunden des Gesundheitswesens Instrumente anzubieten, mit denen sie ihre Geschäftsprozesse digitalisieren, beschleunigen und qualitativ verbessern können. IT-Serviceleistungen runden das Leistungsspektrum ab. Die NEXUS-Gruppe ist an den Standorten Villingen-Schwenningen, Aachen, Ismaning, Jena, Frankfurt (Main), Berlin, Hannover, Singen (Hohentwiel), Ratingen, Schwerzenbach (CH), Basel (CH), Baar (CH), Altishofen (CH), Lugano (CH), Wien (A), Bologna (I), Grenoble (F), Riyadh (SA) vertreten. Die strategische Ausrichtung der Gruppe wird maßgeblich von der NEXUS AG bestimmt. NEXUS liefert hauptsächlich an Kunden innerhalb des öffentlichen Gesundheitswesens im In- und Ausland mit Schwerpunkt in Deutschland, der Schweiz, Österreich und seit 2011 auch Frankreich. Daher ist die Auftragslage neben dem Wettbewerbsumfeld auch stark von den Budgetentwicklungen im Gesundheitswesen insbesondere in diesen vier Ländern und den Strukturveränderungen innerhalb der Krankenhäuser abhängig. Die NEXUS AG hat sich in den letzten Jahren — unabhängig von den Finanz- und Wirtschaftskrisen in 2008 und 2010 — weitgehend konjunkturunabhängig entwickelt. Die Auswirkungen der derzeitigen Schuldenkrise und die damit verbundenen Budgetkürzungen im öffentlichen Bereich auf das Geschäft der NEXUS AG können jedoch nicht endgültig eingeschätzt werden, da die Rahmenbedingungen — insbesondere die Finanzierung öffentlicher Projekte in den jeweiligen Ländern — sich sehr schnell ändern. Mit Unsicherheit behaftet sind die Entwicklungen auch in anderen Regionen. Durch die Umbrüche in der arabischen Welt haben sich die Umsätze der NEXUS in dieser Region stark reduziert und es ist unklar, wann sich die Lage normalisieren wird. Es scheint jedoch so, als würde der Themenbereich „Optimierungen im Gesundheitswesen durch moderne Informationssysteme" unabhängig von der jeweiligen Krise in fast alle Ländern weiter auf der Prioritätenliste bleiben und diese Projekte über längere Frist auch realisiert werden. Konzernumsatz in TEUR +19,4% im Vergleich zum Vorjahr ![]() Entwicklung des EBITDA in TEUR +13,9% im Vergleich zum Vorjahr ![]() Liquidität in TEUR +6,7% im Vergleich zum Vorjahr ![]() Branchentrends Wir sehen derzeit eine Reihe von neuen Entwicklungen in der Informationstechnologie, die auch in der Softwareindustrie zukunftsbestimmend sind: A. Mobil-zentrische Applikationen und Oberflächen: Die seit vielen Jahren üblichen Gestaltungen der Anwenderschnittstelle ändern sich derzeit. User Interfaces (UI) mit Fenstertechniken, Icons, Menüs und Mauszeigern werden von mobil-zentrischen Oberflächen abgelöst. Die beschreibenden Schlagworte der neuen Interfaces lauten heute Touch, Gesten, Sprache, Video und Suche. Auch die Applikationen selbst verändern sich. Bestimmend sind künftig fokussierte und einfache Apps, die sich zu einer komplexeren Lösung zusammenfügen lassen. Softwareanbieter sind gefordert, andere Interface-Gestaltungen zu realisieren und Applikationen auf verschiedenen Endgeräten optimal darzustellen. B. App Stores und Marktplätze: Die Marktforscher von Gartner erwartet für das Jahr 2014 mehr als 70 Milliarden Downloads von App Stores wie Apple oder Google. Während sich diese Geschäfte derzeit noch als rein endkundengetriebenes Geschäft darstellen, werden sich Anwendung und Angebot in den kommenden Jahren mehr und mehr im Geschäftsumfeld etablieren. Softwareanbieter im Geschäftsumfeld sind gefordert, App Stores als alternative Vermarktungsform zu etablieren. C. Media-Tablets als neue Form des „Mobile Computing": Der starke Anstieg der Anwendung mobiler Endgeräte und die damit verbundene Anpassung der Softwareanwendungen ist eine ganz wesentliche Entwicklung der letzten Zeit. Softwarehäuser sind herausgefordert, die verschiedenen Client-Typen mit ihren Applikationen gleichzeitig zu bedienen. Smartphones und Tablet-PCs werden eine größere Rolle einnehmen und müssen neben den bestehenden Clients bedient werden. D. Cloud Computing ist an der Schwelle, die meisten Branchen langfristig zu beeinflussen. Es steht derzeit jedoch noch in seiner Frühphase. 2012 werden viele große Provider Angebote auf den Markt bringen, die das Einrichten, Betreiben und Ausliefern von Cloud-Diensten fördern. Oracle, IBM und SAP haben große Vorhaben gestartet und auch Microsoft treibt die Cloud-Strategie voran. Unternehmen und Krankenhäuser analysieren zunehmend, welche Aufgaben sich in die Wolke verlagern lassen und in welchen Segmenten sie Private Clouds einrichten können. Hybride Modelle aus öffentlichen und privaten Installationen sowie das Sichern, Verwalten und Lenken des gesamten Cloud-Spektrums werden die beherrschenden Themen 2012 sein. E. Analytics der nächsten Generation: Analytics wird in drei Dimensionen wachsen:
Derzeit konzentrieren sich die Analytics-Anwendungen noch auf Entscheidungsunterstützung und Collaboration. Im nächsten Schritt wird es mehr Angebote für die Simulation, Prognose und Optimierung geben. F. In-Memory Computing: Flash-Speicher werden derzeit in Endkunden- und Unterhaltungsgeräten sowie in Embedded IT-Systemen zunehmend eingesetzt. Damit entsteht eine neue Schicht in der Speicher-Hierarchie der Server, die weniger Platz und Hitze sowie mehr Leistung ermöglicht. Die großen Speichermöglichkeiten bereiten den Boden für neue Anwendungen. In-Memory-Applikation-Plattformen umfassen
Für Software-Applikationen bietet die Erweiterung mit In-Memory-Basistechnologie die Möglichkeit, Transaktionsleistung zu verbessern und beispielsweise Daten-Analysen zu beschleunigen. G. Big Data: Big Data ist ein Synonym für eine ansteigende Datenmenge, die sich aus verschiedenen Quellen speist und in den kommenden Jahren weiter dynamisch wachsen wird. Datenmenge, Komplexität der Formate und Liefergeschwindigkeit der Datenverarbeitung überfordern künftig die traditionellen Data-Management-Verfahren; Intelligente Lösungen zur Speicherung, Analyse und Steuerung großer, verteilter Datenmengen werden mehr und mehr zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Eine wesentliche Implikation von Big Data ist, dass Anwender künftig nicht mehr in der Lage sind, alle sinnvollen Informationen in einem einzelnen Data Warehouse vorzuhalten. Logische Data Warehouses führen Information aus unterschiedlichen Quellen zusammen und werden herkömmliche Modelle ersetzen. Umsatz Segment Healthcare Software in TEUR +23,4% im Vergleich zum Vorjahr ![]() Ergebnis vor Ertragsteuern in TEUR +40,1% im Vergleich zum Vorjahr ![]() Entwicklung des Eigenkapitals in TEUR +10,2% im Vergleich zum Vorjahr ![]() Ausblick: Softwareinnovationen werden auch in den kommenden Jahren ein vorherrschendes Thema im Gesundheitswesen bleiben. Die oben skizzierten Trends stellen dabei wesentliche Entwicklungen dar, die in der Softwareentwicklung zu beachten sind. Insbesondere die Themen „mobil-zentrische Applikationen", „Oberflächen" und „Analytics der nächsten Generationen" werden maßgeblichen Einfluss auf die weitere Applikationsentwicklung der NEXUS haben. Vertriebs- und Marktentwicklung Die Vertriebs- und Marketingaktivitäten der NEXUS wurden in 2011 durch hohe Auftragseingänge und eine hohe Visibilität des Unternehmens auf den Kernmärkten honoriert. Insbesondere in der Schweiz und in Deutschland haben wir unsere Vertriebs- und Marketingaktivitäten stark ausgebaut. Mit konzernweit 153 Neukunden hat sich NEXUS im Neugeschäft erneut sehr gut positioniert. Das gilt insbesondere für den deutschen und Schweizer Markt. In Frankreich haben wir über eine Akquisition den Markteintritt begonnen und auch eine Reihe von Neukunden gewinnen können. Im Bereich der Gesamtsysteme haben sich 19 neue Krankenhäuser und Psychiatrien für unser NEXUS / KIS und NEXUS / HIS entschieden. Im Bereich der diagnostischen Systeme waren es 79 Neukunden, wovon sich 11 Neukunden für unsere Radiologiesysteme RIS und PACS entschieden haben. Mit 18 Neukunden im Qualitätsmanagement und 35 neuen Heimkunden waren auch diese Produktbereiche vertrieblich sehr erfolgreich. Produkt- und Unternehmensintegration In 2011 haben sich die Sparten der NEXUS nicht verändert. Nach wie vor ist das Geschäft in eigenständige Sparten gegliedert, die für ihre Produkt- und Marktaktivitäten im Rahmen der Konzernplanung verantwortlich zeichnen. Neben der Spartengliederung existiert auch eine Regionalgliederung, die sich im Wesentlichen auf die Länder Schweiz, Deutschland, Österreich und Frankreich bezieht. In 2011 wurden die Zentralfunktionen Controlling, Marketing und Entwicklung innerhalb der Gruppe weiter ausgebaut. Die NEXUS AG als wirtschaftliche Einheit kommt mehr und mehr in eine Holdingfunktion, da in ihr die Zentralfunktionen angesiedelt sind. Es wurden in 2011 einige wesentliche Investitionen in strategische Unternehmensbeteiligungen getätigt: Die NEXUS AG hat per 04. Mai 2011 die verbleibenden 20% Minderheitsanteile an der NEXUS Italia S.r.l., Italien in bar erworben. Durch den Kauf hält NEXUS nunmehr 100% an der Gesellschaft. Die NEXUS AG hat per 10. Mai 2011 62% der Aktien der Domis Consulting AG, Altishofen (CH), teilweise in bar und teilweise im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung durch die Ausgabe von NEXUS-Aktien erworben. Des Weiteren wurde über die ausstehenden 38% der Anteile ein Put-Call-Optionsvertrag geschlossen, der eine wechselseitige Option zum Kauf/Verkauf dieser Anteile in 2014 zu einem erfolgsabhängigen Kaufpreis vorsieht. Durch die Akquisition erweitert NEXUS das Softwareangebot um den Alten- und Pflegeheimsektor. Gleichzeitig konnten die bereits in den Krankenhäusern eingesetzten Module Finanzmanagement und Personalmanagement durch zusätzliche Personalressourcen gestärkt werden. Die NEXUS AG hat per 08. Juli 2011 100% der Anteile an der OPTIM S.A.S., Grenoble (F), in bar erworben. Der Kauf dient innerhalb der NEXUS-Gruppe der Komplettierung des Produktprogramms — insbesondere im Bereich der Sterilisation — und der Unterstützung des Markteintritts der NEXUS-Gruppe in Frankreich. Die NEXUS AG hat per 07. Oktober 2011 einen Beteiligungsanteil von 60% an der VEGA Software GmbH, Aachen, in bar erworben. 30% wurden von der NEXUS / CIS GmbH erworben und 30% von einem dritten Anteilseigner außerhalb des NEXUS-Konzerns. Durch den Erwerb strebt NEXUS eine stärkere Position im Bereich der Software für Altenheime in Deutschland an. Die NEXUS AG hat per 24. November 2011 die 8,51% Minderheitsanteile an der NEXUS / INOVIT GmbH in bar erworben. Durch den Kauf hält die NEXUS AG nunmehr 100% an der Gesellschaft. Wachstum und Ergebnisverbesserung Mit einem Umsatz von EUR 53,5 Mio. hat die NEXUS AG den Vorjahresumsatz von EUR 44,8 Mio. deutlich übertroffen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg von im Vorjahr EUR 3,3 Mio. auf jetzt EUR 4,6 Mio. an. Die Marktposition der NEXUS AG hat sich durch Neuaufträge insbesondere in Deutschland und in der Schweiz weiter verbessert. Der Umsatzschwerpunkt von NEXUS lag in 2011 weiterhin im Geschäftsbereich Healthcare Software. Der Bereich hat im Vergleich zum Vorjahr erneut eine deutliche Umsatzsteigerung erzielt. Innerhalb dieses Bereiches ist das internationale Geschäft 2011 auf 48,7% (Vorjahr 44,2%) des Gesamtumsatzes angestiegen. Damit stieg der internationale Anteil am Gesamtumsatz von 39,7% auf 45,1%. Der Anstieg im internationalen Geschäft ist insbesondere auf den Schweizer und den Liechtensteiner Markt konzentriert. In diesen Märkten wurde insgesamt ein Umsatz von TEUR 20.905 nach TEUR 14.598 im Vorjahr erzielt. In Deutschland wuchs das Geschäft um rund 8,8% und erreichte TEUR 29.385 nach TEUR 27.017 im Vorjahr. Die Begründung für das unterschiedliche Wachstumstempo in den Regionen ist neben dem Wechselkurs auch die erstmalige Konsolidierung der Domis Consulting AG für acht Monate, die insbesondere im Schweizer Markt aktiv ist. Umsatzeffekte aus der Konsolidierung sind in Höhe von TEUR 4.877 entstanden. Darin enthalten sind Umsätze im Bereich Finanzbuchhaltungs- und Personalsoftware, die von der NEXUS Schweiz GmbH an die Domis Consulting AG übertragen wurden. Anzahl der Mitarbeiter in der NEXUS-Gruppe jeweils zum 31.12.* ![]() Mitarbeiter-Struktur* ![]() 142 Entwicklung 131 Projektmanagement 93 Customer Care Center 48 Vertrieb/Marketing 32 Administration 36 IT-Projektmanagement Unsere größten Standorte ![]() Frankfurt (Main), Ismaning, Jena, Ratingen, Singen, Villingen-Schwenningen Wien (A) Altishofen (CH), Basel (CH), Walisellen (CH) Grenoble (F) Ebenfalls erstmals konsolidiert wurden die NEXUS / OPTIM S.A.S. mit Umsätzen von TEUR 1.211 für sechs Monate und die VEGA Software GmbH mit Umsätzen von TEUR 163 für drei Monate. Ohne die Erstkonsolidierung dieser Unternehmen wäre der Umsatz der NEXUS-Gruppe um TEUR 6.251 geringer ausgefallen, wobei dabei die Verlagerung von Geschäften auf die neuen Einheiten nicht berücksichtigt ist. Umsatzeffekte aus Währungskursschwankungen gegenüber dem 31. Dezember 2011 betrafen insbesondere den Schweizer Franken. Der Durchschnittskurs des Schweizer Franken in 2011 betrug EUR 1,23. In 2010 betrug er EUR 1,38. Der Umsatzeffekt aus den Währungskursänderungen betrug TEUR 1.750. Unsere Aktivitäten im Ausland sind eine wesentliche Komponente unseres Geschäftes. Wir investieren sehr intensiv in die Entwicklung von Produkten für ausländische Märkte und erwägen ggf. auch Unternehmensakquisitionen, um den Markteintritt zu erleichtern. Der Bereich Healthcare Service hat sich im Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahr negativ entwickelt. Hier hat ein Großkunde seine Aufträge reduziert, was im laufenden Jahr nicht kompensiert werden konnte. Die Steuerung unseres Wachstums sowie der Ertragslage erfolgte auf Basis der in den kurzfristigen Erfolgsrechnungen der Konzerntochtergesellschaften ausgewiesenen Kennzahlen zu Umsatz, Personal und EBIT. Produktentwicklung Das Jahr 2011 war durch die Entwicklungen an den Modulen „Medikation", „Patientenkurve" und „OP-System" sowie durch die Entwicklung von „NEXUS New Generation" geprägt. Erhebliche Mittel wurden in die Entwicklung diagnostischer Informationssysteme (NEXUS / DIS) investiert. Hier standen die neue Generation des Radiologiemoduls (NEXUS / RIS), das Intensivmedizinmodul (NEXUS / PDMS) sowie die neue geburtshilfliche Lösung (NEXUS / GEBURTSHILFE) im Vordergrund. Wesentliche Investitionen flossen weiterhin in die Entwicklung der internationalen Abrechnung (NEXUS / HOPSIS) und in den Bereich NEXUS / SWISSDRG. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Konzern hat hauptsächlich Leasingverträge für die Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. der EDV-Hardware) und die Dienstfahrzeuge abgeschlossen. Darüber hinaus bestehen Mietverträge und sonstige Vertragsverpflichtungen über Geschäftsräume. Der Zweck der Verträge ist die Finanzierung und Beschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen. Risiken könnten durch den Abschluss teurerer Anschlussverträge zu höheren Kosten nach dem Auslaufen dieser Verträge entstehen. Vorteile, die zu der Entscheidung zur Durchführung bzw. Beibehaltung dieser Geschäfte geführt haben, sind hauptsächlich in der für die Gesellschaft fehlenden Kapitalbindung bei der Beschaffung des betriebsnotwendigen Anlagevermögens zu sehen. Darüber hinaus ergeben sich durch die Leasingfinanzierung für die Gesellschaft kein Verwertungsrisiko und die Möglichkeit der kurzfristigen Sicherung des aktuellen technischen Entwicklungsstandes. 2. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die NEXUS-Gruppe hat in 2011 einen konsolidierten Umsatz von TEUR 53.534 nach EUR 44.823 in 2010 erwirtschaftet. Das bedeutet einen Umsatzanstieg von TEUR 8.711 (+19,4%). Das EBITDA 2011 erreichte TEUR 10.762 nach TEUR 9.449 in 2010 (+13,9%). Damit hat die NEXUS AG das 11. Jahr in Folge das EBITDA auf Jahresbasis verbessert. Maßgeblich für die Ergebnisverbesserung sind insbesondere die höheren Erlöse in den Produktbereichen NEXUS / CIS und NEXUS / CSO, NEXUS / DIS und NEXUS / HOSPIS. Das Periodenergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich von TEUR 3.308 im Vorjahr auf TEUR 4.636 (+40,1%). Abschreibungen auf Forderungen aufgrund dauerhafter Wertminderungen haben das Ergebnis mit TEUR 1.520 (Vorjahr: TEUR 570) belastet. Hierbei handelt es sich um Forderungen, die aus Projekten in Krisengebieten stammen und deren Realisierung zweifelhaft geworden ist. Die drei erstmals konsolidierten Gesellschaften haben zusammen ein EBITDA von TEUR 648 bzw. ein EBT von TEUR 252 erwirtschaftet. Der Konzernjahresüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 3.538) ebenfalls deutlich auf TEUR 4.695 verbessert (+32,7%). Aufgrund der positiven Ertragsentwicklung in nahezu allen Gesellschaften der NEXUS-Gruppe hat sich per Saldo ein positiver Steuerertrag durch die Nachaktivierung bisher nicht angesetzter steuerlicher Verlustvorträge ergeben. Bezogen auf die Segmentergebnisse ergab sich in 2011 ein positives Bild. Der Bereich Healthcare Software entwickelte sich weiter und erzielte ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von TEUR 3.254 nach einem EBIT von TEUR 2.946 im Vorjahr (+10,5%). Im Bereich Healthcare Service wurde das Ergebnis vor Steuern und Zinsen von TEUR 784 im Vorjahr auf TEUR 965 (+23,1%) in 2011 verbessert. Die Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 18.433 (Vorjahr: TEUR 12.793) sind nach den Ergebnissen unserer zum Bilanzstichtag durchgeführten Impairment-Tests in voller Höhe werthaltig. Für die übrigen immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 18.231 (Vorjahr: TEUR 17.044), die sich insbesondere aus eigenen Entwicklungen sowie erworbener Technologie und Kundenstamm zusammensetzen, lagen in 2011 keine Hinweise auf Wertminderungen vor. Die immateriellen Vermögenswerte einschließlich der Goodwills belaufen sich auf TEUR 36.664 (Vorjahr: TEUR 29.837) und damit auf 45,6% (Vorjahr: 43,7%) der Bilanzsumme. Insbesondere aufgrund der getätigten Unternehmenserwerbe sind die Geschäfts- und Firmenwerte im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.640 auf TEUR 18.433 gestiegen. Das Eigenkapital der NEXUS-Gruppe beträgt zum Stichtag TEUR 58.155 nach TEUR 52.796 im Vorjahr, was einer Eigenkapitalquote von 72,3% entspricht (Vorjahr: 77,3%). Die erhaltenen Anzahlungen sind gegenüber dem Vorjahr auf hohem Niveau geblieben und betragen TEUR 5.627 nach TEUR 5.392 im Vorjahr. Ursächlich hierfür sind insbesondere Kundenanzahlungen für Softwareprojekte. Das Barvermögen zuzüglich der als Liquiditätsreserve gehaltenen kurzfristigen Finanzanlagen ist um TEUR 1.392 gestiegen und beträgt per 31. Dezember 2011 TEUR 22.089 (Vorjahr: TEUR 20.697). Das entspricht 27,5% (Vorjahr: 30,3%) der Bilanzsumme. Die Forderungen haben sich weitgehend linear zum Geschäftsverlauf entwickelt und betragen zum 31. Dezember 2011 TEUR 14.364 nach TEUR 11.870 im Vorjahr (+21,0%). Der Mittelzu- und -abfluss wird anhand der Kapitalflussrechnung dargestellt. In 2011 entstand ein Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 10.995 nach TEUR 13.929 im Geschäftsjahr 2010 (-21,1%). Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug per Saldo TEUR 17.650 (Vorjahr: TEUR 4.988). Insbesondere die Investitionen in Unternehmenskäufe, Investitionen in eigene Entwicklungsleistungen und die Gewährung von Schuldscheindarlehen spiegeln sich hierin wider. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus dem Verkauf und Erwerb eigener Anteile. Gesamtaussage zur Lage des Konzerns Die NEXUS-Gruppe verfügt über ein attraktives Produktprogramm und stabile Kundenbeziehungen. Die derzeitigen Wachstumspläne können mit dem vorhandenen Barvermögen und der bestehenden Kapitalbasis realisiert werden. 3. Geschäftsverlauf der Unternehmensbereiche Geschäftsbereich Healthcare Software: Weiteres Wachstum und Neuaufträge Der Bereich Healthcare Software bietet selbst erstellte Softwareprodukte auf dem internationalen Markt für Institutionen des Gesundheitswesens an. Dieses Segment erzielte in 2011 einen (externen) Umsatz von TEUR 49.492 nach TEUR 40.119 im Vorjahr. Das bedeutet einen Anstieg von 23,4%. Das Wachstum dieses Bereiches ist insbesondere auf die gute Auftragsentwicklung im Bereich klinischer Informationssysteme (NEXUS / KIS) zurückzuführen. Geschäftsbereich Healthcare Service: Ergebnissteigerung bei Umsatzrückgang Der Geschäftsbereich Healthcare Service bietet IT-Servicedienstleistungen für Einrichtungen des Gesundheitswesens in Deutschland an. Der Bereich erzielte in 2011 einen (externen) Umsatz in Höhe von TEUR 4.042 nach TEUR 4.704 in 2010 (-14,1%). 4. Personalentwicklung Die Personalentwicklung ist im Markt klinischer Informationssysteme von besonderer Bedeutung. In diesem wissenskritischen Bereich, in dem medizinisches Wissen mit der Informatik zu einer kundenorientierten Lösung kombiniert werden muss, hängt der Erfolg von Entwicklungsvorhaben oder Kundenprojekten sehr häufig von Wissen und Ausbildung Einzelner ab. NEXUS legt daher auf strukturiertes und effizientes Personalmanagement großen Wert. Die Mitarbeiteranzahl und -struktur bei NEXUS hat sich bedingt durch Neueinstellungen und Unternehmenserwerbe weiter erhöht. Nach 371 Mitarbeitern im Vorjahr sind zum Stichtag 31. Dezember 2011 482 Mitarbeiter einschließlich Vorständen in der NEXUS-Gruppe beschäftigt. 5. Investitionen / Akquisitionen Es wurden in 2011 insgesamt fünf Investitionen in strategische Unternehmensbeteiligungen getätigt: Die NEXUS AG hat per 04. Mai 2011 die verbleibenden 20% Minderheitsanteile an der NEXUS Italia S.r.l. zu einem Gesamtbetrag von TEUR 20 in bar erworben. Durch den Kauf hält NEXUS nunmehr 100% an der Gesellschaft. Die NEXUS AG hat per 10. Mai 2011 62% der Aktien der Domis Consulting AG mit Ihrer 60%-Beteiligung an der Synergetics AG, beide Altishofen (Schweiz), durch Barzahlung von TEUR 2.910 und im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung durch die Ausgabe von insgesamt 134.000 Aktien der NEXUS AG zu einem Gesamtwert von TEUR 934 erworben. Des Weiteren wurde über die ausstehenden 38% der Anteile ein Put-Call-Optionsvertrag geschlossen, der eine wechselseitige Option zum Kauf/Verkauf dieser Anteile in 2014 zu einem erfolgsabhängigen Kaufpreis vorsieht. Durch die Akquisition erweitert NEXUS das Softwareangebot auf den Altenheimsektor. Gleichzeitig konnten die Module Finanzmanagement und Personalmanagement durch zusätzliche Personalressourcen gestärkt werden. Aus der erstmaligen Einbeziehung der in 2011 erworbenen Domis Consulting AG ergaben sich Umsätze mit Dritten von TEUR 4.877 sowie ein Beitrag zum Konzernjahresüberschuss von TEUR 177. Die NEXUS AG hat per 08. Juli 2011 100% der Anteile an der OPTIM S.A.S., Grenoble (F), zu einem Gesamtwert von TEUR 1.575 in bar erworben. Der Kauf dient innerhalb der NEXUS-Gruppe der Komplettierung des Produktprogramms — insbesondere im Bereich der Sterilisation — und der Unterstützung des Markteintritts der NEXUS-Gruppe in Frankreich. Aus der erstmaligen Einbeziehung der in 2011 erworbenen OPTIM S.A.S. ergaben sich Umsätze mit Dritten von TEUR 1.211 sowie ein Beitrag zum Konzernjahresüberschuss von TEUR 33. Die NEXUS AG hat per 07. Oktober 2011 einen Beteiligungsanteil von 60% an der VEGA Software GmbH, Aachen, zu einem Gesamtwert von TEUR 280 in bar erworben. 30% wurden von der NEXUS / CIS GmbH erworben und 30% von einem dritten Anteilseigner außerhalb des NEXUS Konzerns. Durch den Erwerb strebt NEXUS eine stärkere Position im Bereich der Software für Altenheim in Deutschland an. Aus der erstmaligen Einbeziehung der in 2011 erworbenen VEGA Software GmbH ergaben sich Umsätze mit Dritten von TEUR 163 sowie ein Beitrag zum Konzernjahresüberschuss von TEUR -11. Die NEXUS AG hat per 24. November 2011 die 8,51% Minderheitsanteile an der NEXUS / INOVIT GmbH zu einem Gesamtpreis von TEUR 86 in bar erworben. Durch den Kauf hält die NEXUS AG nunmehr 100% an der Gesellschaft. 6. Entwicklungsleistungen Die in 2011 neu aktivierten Entwicklungskosten sind gegenüber dem Vorjahr um 2,5% auf TEUR 4.475 (Vorjahr: TEUR 4.365) gestiegen. Die in 2011 aktivierten Entwicklungen beinhalten Leistungen, die im Zusammenhang mit „NEXUS New Generation", mit neuen Modulen der Produkte NEXUS / KIS, dem Klinikinformationssystem für somatische Häuser, NEXUS / PSYCHIATRIE, dem Gesamtsystem für Psychiatrien, NEXUS / RADIOLOGIE, dem integrierten Radiologie-Informations-System und PACS (Picture Archiving System), NEXUS / FRAUENHEILKUNDE, dem System für geburtshilfliche und Frauenheilkundelösungen erbracht wurden. Weiterhin wurde in die Produkte NEXUS / HEIM, dem Informationssystem für Alten- und Pflegeheime sowie NEXUS / FINANZ, dem ERP-System für Krankenhäuser investiert. In 2011 lag der Investitionsschwerpunkt insbesondere im Bereich NEXUS / HOSPIS, dem internationalen Abrechnungssystem der NEXUS-Gruppe sowie im neuen Radiologie-Informations-System (NEXUS / RIS). Für das Geschäftsjahr 2012 sind aktivierungsfähige Entwicklungsinvestitionen in Höhe von insgesamt rund TEUR 4.300 geplant. Der Konzern betreibt keine Forschung. Im Entwicklungsbereich waren im Berichtsjahr 142 Mitarbeiter (Vorjahr: 127 Mitarbeiter) beschäftigt. Insgesamt sind TEUR 11.818 (Vorjahr: TEUR 12.618) für Entwicklungskosten angefallen. Von den Umsätzen 2011 sind TEUR 10.490 (Vorjahr: TEUR 9.513) auf Lizenzeinnahmen entfallen. 7. Angaben zu Aktien, den Aktionären und den Organen der NEXUS AG insbesondere nach § 315 Abs. 4 HGB 7.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und Börsennotierung Die NEXUS AG ist an der Frankfurter Wertpapierbörse im Prime Standard unter der Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) 522090 gelistet. Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 14.305.150 besteht aus 14.305.150 Stückaktien zum rechnerischen Nennwert von jeweils EUR 1,00. Zu den aus Stückaktien vermittelten Rechten und Pflichten verweisen wir auf das Aktiengesetz (§§ 8 ff AktG). 7.2 Beschränkungen zu Aktien Soweit bekannt existieren keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. 7.3 Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital Folgende uns mitgeteilte direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital überschreiten 10 vom Hundert der Stimmrechte:
7.4 Inhaber von Aktien mit Sonderrechten Es existieren keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. 7.5 Art der Stimmrechtskontrolle im Fall von Arbeitnehmerbeteiligungen Bei den am Kapital beteiligten Arbeitnehmern existiert keine Trennung zwischen Stimmrecht und Aktie. Die Kontrollrechte können unmittelbar durch die Arbeitnehmer ausgeübt werden. 7.6 Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen Es existieren keine weitergehenden Satzungsbestimmungen zur Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern als die in den gesetzlich geltenden Vorschriften. Zudem sind keine wesentlichen Satzungsbestimmungen anzugeben, die von gesetzlichen Vorschriften und von dispositiven Vorschriften abweichen. 7.7 Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien Die Gesellschaft ist ermächtigt, eigene Aktien — bis zu 1.380.520 Stückaktien im rechnerischen Nennwert von je EUR 1,00 — zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 31. Mai 2015. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstandes über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebotes. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft ausgeübt werden, aber auch für ihre Rechnung durch Dritte durchgeführt werden. Erfolgt der Erwerb der Aktien direkt über die Börse, darf der gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Mittelwert der Schlusskurse im XETRA-Handel (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main für die Aktien der Gesellschaft während der letzten fünf Börsenhandelstage vor dem Erwerb der Aktien um nicht mehr als 10% überschreiten und um nicht mehr als 10% unterschreiten. Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot (oder eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes) an alle Aktionäre, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Mittelwert der Schlusskurse im XETRA-Handel (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main für die Aktien der Gesellschaft während der letzten fünf Börsenhandelstage vor Veröffentlichung des Kaufangebotes um nicht mehr als 10% überschreiten und um nicht mehr als 10% unterschreiten. Der Vorstand ist ermächtigt, die aufgrund der erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Er ist ferner ermächtigt, die aufgrund der erteilten Ermächtigung erworbenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates an Dritte im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder bei einem Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen anzubieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien ist insoweit ausgeschlossen. Die NEXUS AG hat in 2011 ein Aktienoptionsprogramm gestartet. Per 31. Dezember 2011 wurden insgesamt 3.872 Stück zu einem Durchschnittskurs von EUR 6,65 erworben. Genehmigtes Kapital Der Vorstand ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 31. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 6.902.600,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden nennwertloser Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2010). Die neuen Aktien können auch an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens ausgegeben werden. Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrates über die Bedingungen der Aktienausgabe. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:
Die Ermächtigung beträgt nach teilweiser Ausschöpfung durch eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 280.000,00 gegen Sacheinlage von 90% der Anteile an der Flexreport AG, Baar (CH), im Juli 2010 und nach teilweiser Ausschöpfung durch eine Kapitalerhöhung von TEUR 134.000,00 gegen Sacheinlage von 15,131% der Anteile an der Domis Consulting AG, Altishofen (CH), im September 2011 noch EUR 6.488.600,00. 7.8 Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. 7.9 Entschädigungsvereinbarungen Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht. 8. Erklärung zur Unternehmensführung sowie zur Entsprechenserklärung Die Erklärung zur Unternehmensführung sowie die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wurden auf der Unternehmenswebsite unter www.nexus-ag.de — Investor Relations — Corporate Governance veröffentlicht. 9. Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands wird bei der NEXUS AG vom Aufsichtsrat beschlossen. Das Vergütungssystem für den Vorstand basiert auf den Grundsätzen der Leistungs- und Ergebnisorientierung und besteht aus einer erfolgsunabhängigen Grundvergütung sowie aus erfolgsabhängigen Bestandteilen. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung eines jeden Vorstandsmitglieds bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung des Marktumfelds. Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft für ihre Organmitglieder eine Vermögenshaftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung). Die erfolgsunabhängige Grundvergütung besteht aus einem Fixum, ausbezahlt in zwölf Monatsraten und Sachbezügen, welche aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzungen bestehen. Als Maßnahme der betrieblichen Altersvorsorge werden zudem durch die Gesellschaft Einzahlungen in eine Lebensversicherung und eine Unterstützungskasse geleistet. Die erfolgsabhängigen Bestandteile enthalten eine jährlich wiederkehrende, an den geschäftlichen Erfolg gebundene Komponente und eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter in Form eines Bonus. Die jährlich wiederkehrende Komponente orientiert sich am EBIT des NEXUS-Konzerns bzw. Einhaltung der Planwerte. Die Komponente mit langfristiger Anreizwirkung ist an die Entwicklung des Aktienkurses der NEXUS AG gekoppelt. Die Gesamtbezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 18. Juni 2007 wird gemäß § 286 Abs. 5 HGB auf die individualisierte Angabe der Vorstandsgehälter für die Geschäftsjahre 2007 bis 2011 verzichtet. Es bestehen keine Zusagen an Vorstandsmitglieder über Vergütungen im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens. Am Bilanzstichtag waren keine Aktienoptionen mehr an die Vorstände ausgegeben. In 2008 wurde einem Vorstandsmitglied ein Darlehen in Höhe von TEUR 250 gewährt. Im Berichtsjahr erfolgte eine Tilgung in Höhe von TEUR 42. Zum 31. Dezember 2011 belaufen sich Darlehen und Zinsen auf TEUR 52. Am 30. April 2012 wird eine Schlussrate in Höhe von TEUR 52 fällig. Der Zinssatz für das gewährte Darlehen beträgt 4% p.a. Die Zinszahlungen sind zu den Tilgungsterminen fällig. Sicherheiten sind keine gestellt. 10. Vergütungen des Aufsichtsrats Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung der NEXUS AG festgelegt; sie ist in der Satzung der NEXUS AG geregelt. Die Vergütungen orientieren sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie am wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält eine jährliche Vergütung, die sich aus einer festen und einer variablen Vergütung zusammensetzt. Die feste Vergütung beträgt für den Aufsichtsratsvorsitzenden EUR 15.000 und für die anderen Aufsichtsratsmitglieder EUR 11.000. Daneben wird eine ergebnisabhängige, variable Vergütung gewährt, die für den Aufsichtsratsvorsitzenden maximal EUR 15.000 und für die anderen Aufsichtsratsmitglieder maximal EUR 5.000 beträgt. Für den Vorsitz in Ausschüssen werden weitere EUR 1.000 gewährt. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 112 (Vorjahr: TEUR 85). Der Aufsichtsratsvorsitzende erbringt neben seiner Aufsichtsratstätigkeit vereinzelt selbst oder über eine ihm nahestehende Gesellschaft Dienstleistungen für die NEXUS AG und rechnet diese nach marktüblichen Bedingungen ab. Im Jahr 2011 betrugen die hierfür als Aufwand angefallenen Dienstleistungshonorare im Konzern TEUR 102 (Vorjahr: TEUR 92). Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft für ihre Organmitglieder eine Vermögenshaftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung). 11. Risikomanagement sowie Risiko- und Chancenberichterstattung Die NEXUS AG hat ein den Verhältnissen angemessenes internes Kontrollsystem sowie Controlling-Instrumentarium und Risikomanagement implementiert. Neben einem intensiven Kosten- und Ergebnismanagement, das im Rahmen regelmäßiger Management- und Aufsichtsratssitzungen überwacht wird, besteht ein Risikomanagement-Handbuch. Entsprechend werden folgende Risikofelder vom Managementteam überwacht:
Die Berichterstattung, die Dokumentation und die Maßnahmenentwicklung sind im Risikohandbuch der NEXUS AG geregelt. Die Umsetzung wird periodisch vom Vorstand überprüft. In 2011 wurden zwei Risikoberichte von den verantwortlichen Stellen an den Vorstand gemeldet und von diesem bewertet. Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten werden zentral durch den Vorstand überwacht. Umsetzungsschwierigkeiten, insbesondere technischer Art, könnten bei den vorliegenden Großprojekten zu Pönalen oder Rückabwicklungen führen, die sich wiederum negativ auf die Ertragslage, aber auch auf die Marktreputation auswirken könnten. Zahlungsausfälle in Großprojekten durch Zahlungsschwierigkeiten oder Zahlungszurückhaltung der Kunden könnten zu Liquiditätsbelastungen für das Unternehmen führen, insbesondere wenn im Rahmen von Großprojekten erhebliche Vorleistungen erbracht wurden. Dieses Risiko wird soweit möglich durch die Vereinbarung von Anzahlungen reduziert. Ausfallrisiken bzw. Risiken, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, werden im Rahmen des Forderungsmanagements (bspw. Bonitätsprüfungen) aktiv gesteuert. Ausfallrisikokonzentrationen entstehen im Konzern temporär innerhalb von Großprojekten. Die maximale Risikohöhe ergibt sich aus dem Buchwert der aktivierten Forderungen. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen existieren aufgrund der vorhandenen Liquiditätsreserven und der sich zunehmend verstetigenden Einzahlungsflüsse derzeit nicht. Der Konzern ist bestrebt, über genügend Zahlungsmittel und zahlungsmitteläquivalente oder entsprechende unwiderrufliche Kreditlinien zu verfügen, um seine Verpflichtungen in den nächsten Jahren zu erfüllen. Des Weiteren steht der Gesellschaft genehmigtes Kapital für weitere Kapitalerhöhungen zur Verfügung. Risiken liegen auch in der Zeit- und Budgetplanung von Eigenentwicklungen, bei denen Abweichungen erhebliche Auswirkungen hinsichtlich der Vermarktung und der Kostenposition bedeuten können. Die Entwicklung der NEXUS AG hängt in starkem Umfang vom Wissen und der konzernweiten Leistungsbereitschaft der Belegschaft ab. Es besteht grundsätzlich das Risiko, durch Fluktuation Kompetenzen zu verlieren und Marktvorteile einzubüßen. Das Abwandern einer größeren Anzahl von Kern-Know-How-Trägern könnte zumindest kurzfristig zu erheblichen Schwierigkeiten in der operativen Geschäftsabwicklung führen. Zudem zeigt der Arbeitsmarkt seit Jahren einen Mangel an Fachkräften. Die Personalentwicklung ist wichtiger Bestandteil für eine vorausschauende und zuverlässige Sicherung unserer Personalressourcen. Bedeutende rechtliche Risiken sind derzeit nicht bekannt. Der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften wird verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt. Diese berichten ihre Ergebnisse monatlich an den Vorstand. Der Vorstand ist an den maßgeblichen Entscheidungen unmittelbar beteiligt. Für die Steuerung und Überwachung werden die Tochtergesellschaften hierzu nach Produkten bzw. Märkten in derzeit sechs Business Units zusammengefasst, die wiederum den beiden Segmenten Healthcare Software und Healthcare Services zugeordnet werden. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess hat zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung konzernweit sicherzustellen. Die laufende Buchhaltung der inländischen Tochterunternehmen wird dezentral geführt, während die Erstellung der handelsrechtlichen Jahresabschlüsse zum überwiegenden Teil zentral erfolgt. Die ausländischen Gesellschaften erstellen lokale Abschlüsse, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften oder bei Wesentlichkeit freiwillig geprüft werden. Die Erstellung des Konzernabschlusses sowie die erforderlichen Anpassungen der in- und ausländischen Einzelabschlüsse an die International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU verpflichtend anzuwenden sind, erfolgten zentral in Villingen-Schwenningen. Der Abschlusserstellungsprozess wird zentral durch den Leiter Finanzen sowie den Vorstand der NEXUS AG überwacht. Das Vier-Augen-Prinzip wird grundsätzlich gewahrt. Der Einkauf ist im Wesentlichen auftragsbezogen und in Abstimmung mit den zuständigen Projektmanagern organisiert. Zahlungsausgänge werden bei der NEXUS AG durch den Vorstand und bei den Tochtergesellschaften durch den jeweiligen Geschäftsführer genehmigt. Der Personalabrechnungsprozess erfolgt für die inländischen Gesellschaften zum überwiegenden Teil zentral in Villingen-Schwenningen und wird durch funktionsunabhängige Kontrollen überwacht. Zur Leistungserfassung der Entwicklungsabteilung wird eine Oracle-Datenbank verwendet. Die Steuerung wird durch eine Vierteljahresplanung vorgenommen. Die NEXUS-Gruppe nutzt eine ERP-Software (Enterprise Ressource Planning), mit der Informationen sowohl für Ablaufprozesse und interne Kontrollen als auch für Zwecke der Berichterstattung verfügbar gemacht werden. Darüber hinaus findet eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Finanzabteilungen der dezentralen Tochterunternehmen und der zentralen Konzernfinanzabteilung statt. Die Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems obliegt dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Das Unternehmen hat in erheblichem Umfang immaterielle Vermögenswerte in Form von Konzessionen / Patenten (TEUR 1.188), Geschäfts- oder Firmenwerten (TEUR 18.433), Technologie und Kundenstamm (TEUR 5.606) sowie Entwicklungskosten (TEUR 11.437) aktiviert. Zum Bilanzstichtag wurde eine Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte auf Basis des DCF-Verfahrens vorgenommen. Aufgrund der zukünftigen positiven Ergebniserwartungen besteht kein Abwertungsbedarf. Sofern die getroffenen Annahmen zukünftig nicht so eintreten, könnte sich ein Abwertungsbedarf bei den Geschäfts- und Firmenwerten und auch bei den übrigen immateriellen Vermögenswerten ergeben. Die NEXUS AG und ihre Tochtergesellschaften haben in erheblichem Umfang latente Steuern aus Verlustvorträgen aktiviert. Sollte nicht mehr zu erwarten sein, dass Gewinne zur Nutzung der Verlustvorträge erwirtschaftet werden, müsste der Ansatz ganz oder zum Teil reduziert werden. Sollten sich Steuergesetzgebungen zur Behandlung von Verlustvorträgen ändern, könnte es nötig werden, die aktivierten latenten Steuern ganz oder zum Teil zu reduzieren. NEXUS hält in wesentlichem Umfang Wertpapiere, die Zinsrisiken und Kursrisiken ausgesetzt sind und darum intensiv beobachtet werden und alternativen Anlageoptionen unterworfen sind. Aufgrund der volatilen Märkte für Wertpapiere existieren weiterhin Kurs- und Ausfallrisiken, die beobachtet und bewertet werden. Der Konzern hält wesentliche liquide Mittel in US-Dollar und Schweizer Franken, die Kursrisiken unterliegen. Währungsrisiken entstehen daneben insbesondere auch durch die in der Schweiz (Schweizer Franken) und im arabischen Raum (US Dollar) realisierten Umsätze und die daraus resultierenden Forderungen, die bis zur Zahlung Währungsschwankungen unterliegen. Den Einzahlungen in Schweizer Franken stehen in hohem Umfang Auszahlungen in Schweizer Franken gegenüber, so dass sich hier das Währungsrisiko netto vermindert. Zur Steuerung des Währungsrisikos wurde im Geschäftsjahr ein derivatives Finanzinstrument eingesetzt. Eine Sicherungsbeziehung bestand zum Stichtag nicht. Risiken zu Zahlungsstromschwankungen existieren aufgrund der Liquiditätsreserven und der sich zunehmend verstetigenden Einzahlungsflüsse nicht. Die Konsolidierung innerhalb der Branche der Anbieter für Klinikinformationssysteme in Deutschland, der Schweiz und Österreich setzte sich auch in 2011 fort. Weitere Akquisitionen hat die Compugroup AG, Koblenz durchgeführt. In England wurde das Unternehmen System C durch Cerner (USA) erworben. Größere Marktteilnehmer wie z.B. Siemens oder General Electric (USA) verfolgen weiterhin die Strategie, in der Branche medizinischer Informationssysteme zu wachsen. Aus unserer Sicht gibt es derzeit neben NEXUS vier Wettbewerber auf dem europäischen Markt, denen langfristiges Potenzial zugesprochen wird. Sollten sich trotz des segmentierten Marktes andere Anbieter als Standards durchsetzen, wird die Strategie der NEXUS-Gruppe als mittelständischer Anbieter mit internationaler Präsenz nicht erfolgreich sein. Durch die fortschreitende Konsolidierung ist weiterhin die Möglichkeit der Übernahme durch einen Wettbewerber gegeben. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld stellt nach wie vor ein Risiko dar. Insbesondere die Schuldenkrise führt in vielen europäischen öffentlichen Haushalten zu Budgetkürzungen, die sich auch auf die Finanzierung der öffentlichen Haushalte auswirkt. Weitere Ausgabenkürzungen im Gesundheitswesen und insbesondere bei den Krankenhäusern sind zu erwarten. Der neuesten Gartner-Prognose 2011 zufolge war weltweit für den Umsatz mit Unternehmens-Software mit einem Wachstum auf 267 Milliarden Dollar zu rechen. Das sind mehr als 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2012 werden lt. Prognose voraussichtlich mehr als 288 Milliarden Dollar erreicht. Bis zum Jahr 2016 rechnet Gartner sogar mit einem Umsatz von 310 Milliarden Dollar. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von sechs Prozent in den nächsten fünf Jahren. Auch wenn die Zahlen keinen unmittelbaren Aufschluss über die Investitionsbereitschaft von Einrichtungen im Gesundheitswesen geben, geht die NEXUS-Gruppe davon aus, dass sich die Zielgruppe somatischer und psychiatrischer Krankenhäuser, medizinischer Versorgungszentren, Reha-, Alten- und Pflegeheime ebenfalls dem Trend zunehmender Investitionen in Unternehmenssoftware weiter anschließen werden. Für NEXUS ergeben sich dabei erhebliche Chancen, ein überdurchschnittliches Wachstum zu erzielen. Unsere derzeitige Technologie- und Marktposition eröffnet uns die Möglichkeit, neue Kunden zu erschließen und die Marge zu verbessern. Die bisher installierte Kundenbasis ist hierfür eine ausgezeichnete Referenz. Unsere Technologiestrategie und unsere applikative Trennung zwischen einem klinischen und einem diagnostischen System findet am Markt zunehmend Aufmerksamkeit. Als Anbieter von Qualitätssoftware hat sich NEXUS am Markt einen sehr guten Ruf erarbeitet und gilt als stabiles, wachsendes Unternehmen. In den letzten drei Jahren galt dies insbesondere für den deutschen Markt, in dem die NEXUS-Gruppe mit dem Neuprodukt NEXUS / KIS wesentliche Aufträge gewinnen und damit andere etablierte Wettbewerber ablösen konnte. Es bleibt weiterhin unser Ziel, für definierte Kundengruppen und Regionen Marktführer zu bleiben bzw. zu werden und das Spektrum der Anwendungen in der medizinischen Informatik möglichst breit abzudecken. Unsere Konzernplanung zeigt auf, dass wir weitere Ergebnisverbesserungen und weiteres Umsatzwachstum für erzielbar halten. Darin beinhaltet sind Investitionen in die Internationalisierung unserer Produkte und in die Erweiterung unserer Produktpalette. Diese Investitionen können ggf. auch durch Beteiligungskäufe unterstützt werden. Wichtig für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der NEXUS AG einschließlich Tochtergesellschaften ist, dass neben einer Verbreiterung der installierten Softwarebasis die Wartungs- und Serviceerlöse weiter gesteigert werden können. Hierzu ist auch Voraussetzung, dass es in ausreichendem Umfang gelingt, auslaufende Wartungs- und Serviceverträge zu verlängern. Bei erhöhtem Anteil an Wartungserträgen und Erträgen aus Partnergeschäften kann sich die Erlösqualität weiter verbessern. 12. Ausblick — Chancen nutzen! Unser Ziel 2011 war es, in bestehenden Geschäftsgebieten unsere Position auszubauen und durch weitere Innovationen neue Märkte anzugehen. Diese Ziele haben wir sehr deutlich erreicht. Wichtig war dabei, dass wir bei lebhaftem Geschäft und steigendem Umsatz auch einen Anstieg in den Auftragseingängen gesehen haben. Nach wie vor wird NEXUS-Software in unseren Kernmärkten intensiv nachgefragt. Unsere Position auf dem KIS-Markt in Deutschland und der Schweiz hat sich weiter verstärkt und in den Teilmärkten der diagnostischen Systeme und der Qualitätsmanagement-Systeme haben wir unsere Stellung weiter kräftig ausgebaut. Wir gelten als flexibler und innovativer Partner der Krankenhäuser und unsere langfristige Ausrichtung wird am Markt honoriert. Maßgeblich für unseren Erfolg ist unsere sehr überzeugende Produktpalette. Mit den Produkten NEXUS / KIS und NEXUS / HIS setzen wir nicht nur hinsichtlich Anwenderfreundlichkeit neue Maßstäbe, sondern wir haben mittlerweile auch hinsichtlich des Funktionsumfangs das wohl kompletteste Produkt am Markt. Wir decken heute alle klinischen und administrativen Prozesse in Krankenhäusern vollständig ab und sind mit unserer Produktreihe für die diagnostischen Abteilungen (NEXUS / DIS) auch in den nachgelagerten Prozessen der Krankenhäuser sehr stark aufgestellt. Wir sind heute in der Lage, das „digitale Krankenhaus" aus einer Hand zu realisieren und auch Spezialprozesse mit Standard-Softwarekomponenten abzubilden. Wichtig ist: Wir haben diese Funktionsstärke mit dem Anspruch der „Einfachheit" für den Anwender realisiert, eine wichtige Voraussetzung für die Akzeptanz der Systeme in der Praxis. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht der positiven Gesamtsituation unseres Unternehmens erwarten wir für die Jahre 2012 und 2013 weiterhin steigende, positive Konzernergebnisse und weitere Umsatzsteigerungen. Es wird dabei darauf ankommen, dass wir die sich uns neu bietenden Gelegenheiten konsequent nutzen und weitere Märkte und Marktsegmente erschließen können. Insbesondere durch den Aufbau von weiteren Vertriebspartnern wollen wir neue Marktzugänge eröffnen und unsere Projektkapazitäten erhöhen. Daneben wird die Pflege unserer zahlreichen Bestandskunden einen immer wichtigeren Platz in unserer Strategie finden. Es gilt, unsere bereits bestehenden Kunden intensiv zu betreuen und für Neuprodukte und Erweiterungen der NEXUS-Gruppe zu begeistern. Wir sehen nach wie vor, dass wir uns in dem attraktiven Markt für medizinische Software sehr gut behaupten können und unsere Produkte ausgezeichnet platziert sind: In einem Markt, in dem es nur wenige erfolgreiche Lösungen und Projekte gibt, ist dies ein sehr starkes Moment. Aus diesem Grund werden wir in 2012 und voraussichtlich auch in den Folgejahren weiter signifikant in die Produktentwicklung investieren. Unsere Entwicklungsstrategie sieht vor, dass wir die Bereiche „New Generation" und „Einfachheit als Gestaltungskriterium" in den Vordergrund der Entwicklung stellen. Auch in 2012 halten wir die Option für Beteiligungskäufe offen. Insbesondere um Marktzugänge zu erleichtern oder uns technologisch zu komplettieren, suchen wir auch aktiv nach Gelegenheiten, Unternehmen zu akquirieren. Unsere Kapital- und Barmittelausstattung machen Investitionen in diesem Bereich möglich. Wir sind für das laufende Jahr 2012 optimistisch, müssen jedoch hinsichtlich der wirtschaftlichen Unsicherheiten in vielen Ländern vorsichtig bleiben. Die Lage der öffentlichen Haushalte ist in vielen Ländern sehr angespannt und es ist zu befürchten, dass es auch im Gesundheitswesen zu weiteren Investitionskürzungen kommen wird. Gleichzeitig ist es wichtig, die Wettbewerbssituation aufmerksam zu beobachten. Das Interesse großer Medizintechnikunternehmen an unserem Markt ist ungebrochen und wir müssen uns hinsichtlich Qualität und Entwicklungsgeschwindigkeit von diesen Anbietern auf Dauer differenzieren können. Als weiteres externes Risiko muss die zukünftige Wechselkursentwicklung des US Dollar und des Schweizer Franken gesehen werden. Wir haben uns in den vergangenen Jahren national und international einen hervorragenden Namen und eine aussichtsreiche Wettbewerbsposition erarbeitet. Die herausragende Technologieposition und die daraus folgende starke Kundenbasis sind die Grundlage unseres Erfolges. Die Stärke unserer Lösungen wird am Markt allgemein anerkannt und wir gelten als ausgesprochen innovativ und international ausgerichtet. Wir sind uns bewusst, dass unsere derzeitig gute Position eine Reihe von neuen Geschäftschancen in bestehenden und neuen Märkten ermöglicht. Diese Chancen wollen wir mit Entschiedenheit nutzen und unser Geschäft weiter deutlich nach vorne entwickeln. Wir sind überzeugt, dass bei unseren Bestandskunden die Nachfrage nach innovativen Lösungen zur Qualitätsverbesserung der medizinischen Versorgung und zur Kostenreduktion weiter ansteigen wird. Wir glauben auch, dass wir in der Lage sein werden, weitere internationale Kunden für unsere Software begeistern zu können. Wir sind insgesamt fest entschlossen, die Entwicklung der letzten Jahre durch agile Geschäftspolitik fortzusetzen und uns als bedeutenden europäischen Anbieter für innovative Softwarelösungen im Gesundheitswesen zu etablieren. Das NEXUS-Team wird für diese Ziele intensiv arbeiten und sich an ihnen messen lassen. 13. Nachtragsbericht In der Zeit nach dem Bilanzstichtag bis zur Aufstellung des Lageberichts sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die zu berichten ist.
Villingen-Schwenningen, den 14. März 2012 NEXUS AG Der Vorstand Dr. Ingo Behrendt Ralf Heilig Edgar Kuner Konzernbilanz zum 31.12.2011Aktiva scroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2011 - 31.12.2011scroll
Konzernumsatz 2003 — 2011 in Mio EUR ![]() Konzern-Gesamtergebnisrechnung vom 01.01.2011 - 31.12.2011scroll
Konzernkapitalflussrechnung vom 01.01.2011 - 31.12.2011scroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 01.01.2011 - 31.12.2011scroll
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Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20111. Allgemeine AngabenDer NEXUS-Konzern (nachfolgend NEXUS) entwickelt und vertreibt mit seinen Unternehmensbereichen „Healthcare Software" und „Healthcare Service" Soft- und Hardware-Lösungen und erbringt IT-Dienstleistungen insbesondere für Kunden des Gesundheitswesens. Der Konzern konzentriert sich im Bereich „Healthcare Software" auf Informationssysteme für Krankenhäuser, Psychiatrien, Rehabilitations- und Sozialeinrichtungen. Der Bereich „Healthcare Service" erbringt IT-Dienstleistungen für den IT-Betrieb insbesondere im Gesundheitswesen. Mutterunternehmen des Konzerns ist die NEXUS AG. Die NEXUS AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Nummer HRB 602434 eingetragen. Die NEXUS AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft und im Segment „Prime Standard" zugelassen. Zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 der NEXUS AG, Villingen-Schwenningen, wurde der vorliegende Anhang erstellt. Der zugrunde liegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand aufgestellt und am 13. März 2012 von diesem zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Die eingetragene Geschäftsadresse der NEXUS AG ist:
Auflistung der konsolidierten Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen scroll
1)
Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift bezüglich der Offenlegung nach § 264 Abs.
3 HGB. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.1 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß § 315a Abs. 1 HGB nach dem am Bilanzstichtag von der Europäischen Union verpflichtend übernommenen Regelwerk des International Accounting Standards Board (IASB) und den ergänzend zu berücksichtigenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt, er steht in Einklang mit den am Bilanzstichtag geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, einschließlich den noch in Kraft befindlichen International Accounting Standard (IAS) und den ergänzenden Interpretationen (IFRIC bzw. SIC). Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2011 zwingend anzuwendenden IFRS und IFRIC berücksichtigt. Noch nicht verpflichtend in Kraft getretene Standards und Interpretationen des IASB wurden nicht angewendet. Berichtswährung Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend (TEUR) gerundet. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss einbezogen sind — neben der NEXUS AG als Mutterunternehmen — alle operativ tätigen in- und ausländischen Tochterunternehmen, die von der NEXUS AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht werden. Drei assoziierte Unternehmen sowie ein Gemeinschaftsunternehmen wurden nach der Equity-Methode bilanziert. Konsolidierungsgrundsätze Alle zum 31. Dezember 2011 einbezogenen Gesellschaften erstellen ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember. Diese werden in einheitlich aufgestellte, konsolidierungsfähige Abschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, übergeleitet. Konzerninterne Geschäftsvorfälle werden im Anschluss eliminiert. Die in 2011 erworbenen Anteile an der Domis Consulting AG, Altishofen (CH), und der Synergetics AG, Altishofen (CH), wurden beginnend mit Mai 2011, die OPTIM S.A.S., Grenoble (FR), beginnend mit Juli 2011, die VEGA Software GmbH, Aachen, beginnend mit Oktober 2011 nach der Erwerbsmethode im Konzern konsolidiert. Im Konzernabschluss sind Aufwendungen und Erträge ab Mai, Juli bzw. Oktober 2011 enthalten. Das in 2008 mit einem saudi-arabischen Partner neu gegründete Joint Venture NEXUS / Arabia Ltd., Riyadh (Saudi-Arabien) hat in 2011 noch keine aktive Geschäftstätigkeit aufgenommen. Das Gemeinschaftsunternehmen wird nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Für Unternehmenskäufe wird die Erwerbsmethode verwendet. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt auf den Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung erlangt wurde. Dabei wird das ausgewiesene Eigenkapital der einbezogenen Unternehmen gegen die Beteiligungsbuchwerte aufgerechnet. Die Vermögenswerte sowie Schulden und Eventualschulden werden dabei mit ihren Zeitwerten angesetzt. Im Rahmen eines Identifikationsprozesses werden nach IFRS 3 bisher nicht bilanzierte, aber bilanzierungsfähige immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Zusätzlich sind auch Eventualschulden zu berücksichtigen. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS 3 aktiviert bzw. negative Unterschiedsbeträge nach nochmaliger Überprüfung der Wertansätze ertragswirksam vereinnahmt. Zukünftig anfallende Kaufpreiserhöhungen, deren Eintritt hinreichend wahrscheinlich sind, wurden bereits als bedingter Kaufpreis zum im Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert im Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und als Verbindlichkeit ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften sind im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gegeneinander verrechnet worden. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden Innenumsätze eliminiert. Eine Eliminierung der Zwischenergebnisse war aufgrund Unwesentlichkeit nicht vorzunehmen. Der Konzernjahresüberschuss ist als vollkonsolidiertes Periodenergebnis nach dem Gesamtkostenverfahren ermittelt, in der sämtliche Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen konsolidiert worden sind. Die Ergebnisanteile, die anderen Gesellschaftern zustehen, werden unterhalb des Konzernjahresüberschusses gesondert bzw. deren Anteile in der Bilanz als separate Position innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, erfolgt nach den Vorschriften von IAS 21. Die funktionale Währung ist bei allen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung. Die Bilanzen der Konzerngesellschaften in der Schweiz werden dementsprechend mit dem Stichtagskurs von 1,2165 CHF/ EUR (Vorjahr: 1,2525 CHF/ EUR), das Jahresergebnis mit dem Durchschnittskurs von 1,23273 CHF / EUR (Vorjahr: 1,38047 CHF/ EUR) und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Sich hieraus ergebende Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Gleiches gilt für Umrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung, soweit es sich bei den anzurechnenden Forderungen um Darlehen handelt, die gem. IAS 21.32 als Nettoinvestment in einem ausländischen Geschäftsbetrieb anzusehen sind. Alle übrigen Umrechnungsdifferenzen, die bei der Schuldenkonsolidierung anfallen, werden erfolgswirksam erfasst. 2.2 Änderungen der Bilanzierungsund Bewertungsmethoden Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Allerdings haben das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) die Anpassung bestehender Standards sowie einige neue Interpretationen verabschiedet. Alle für das Geschäftsjahr 2011 verpflichtend anzuwendenden International Accounting Standards (IAS) bzw. IFRS und IFRIC wurden berücksichtigt. Ab dem Geschäftsjahr 2011 erstmals verpflichtend anzuwendende Standards Amendments to IAS 32 Financial Instruments: Classification of Rights Issues: Die im Oktober 2009 veröffentlichten Änderungen regeln die Bilanzierung von Bezugsrechten, Optionen und Optionsscheinen beim Emittenten, die in einer anderen Währung als der funktionalen Währung des Emittenten denominiert sind. Bisher wurden solche Fälle als derivative Verbindlichkeiten bilanziert. Solche Bezugsrechte, die zu einem festgelegten Währungsbetrag anteilig an die bestehenden Anteilseigner eines Unternehmens ausgegeben werden, sind zukünftig als Eigenkapital zu klassifizieren. Die Währung, auf die der Ausübungspreis lautet, ist dabei unbeachtlich. Die Änderung ist erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen. Aus dieser Änderung des Standards ergaben sind keine Auswirkungen für NEXUS im Berichtsjahr. IAS 24 Related Party Disclosures (rev 2009): Durch die im November 2009 veröffentlichte Überarbeitung werden die Berichtspflichten von Unternehmen, an denen der Staat beteiligt ist, vereinfacht. Bestimmte Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen, die sich aus der Beteiligung des Staates an Privatunternehmen ergeben, sind von einigen im geänderten Standard genannten Angabepflichten ausgenommen. Die Änderung ist erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Es ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von NEXUS aufgrund der Überarbeitung von IAS 24. IFRIC 19 Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments: Die im November 2009 veröffentlichte Interpretation regelt die Bilanzierungsmethode bei einer teilweisen oder vollen Tilgung einer finanziellen Verbindlichkeit durch die Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten. Die Interpretation ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Es ergeben sich keine Auswirkungen aufgrund von IFRIC 19 im Konzernabschluss. Amendments to IFRIC 14 Prepayments of a Minimum Funding Requirement: Die im November 2009 veröffentlichte Änderung ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, und ist von Relevanz, wenn ein Unternehmen, das im Zusammenhang mit seinen Pensionsplänen Mindestdotierungsverpflichtungen unterliegt, Vorauszahlungen auf diese leistet, um diese Verpflichtungen zu erfüllen. Die Änderung der Interpretation ermöglicht es den Unternehmen, den Nutzen aus diesen Vorauszahlungen als Vermögenswert anzusetzen. Die Änderung an IFRIC 14 hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss von NEXUS. Improvements to IFRS (2010): Der im Mai 2010 durch das IASB im Rahmen des Annual Improvements Process veröffentlichte dritte Sammelstandard zu den jährlichen „Improvements to IFRS" wurde im Februar 2011 durch die EU übernommen. Durch diesen werden kleinere Änderungen an sechs Standards und einer Interpretation vorgenommen. Soweit im Einzelfall nicht anderes geregelt ist, sind die Änderungen auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Es ergeben sich durch die Anwendung der überarbeiteten Standards keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von NEXUS. Folgende Standards und Interpretationen waren im Berichtszeitraum noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewendet: Von der EU am Stichtag übernommen: Amendments to IFRS 7 Financial Instruments: Disclosures-Transfers of Financial Assets: Im November 2011 hat die Europäische Union die vom IASB im Oktober 2010 veröffentlichten Änderungen an IFRS 7 übernommen. Durch diese Änderungen wird den Nutzern von Finanzberichten ein besserer Einblick in Transaktionen zur Übertragung von finanziellen Vermögenswerten gewährt. Die Änderungen sind anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen, wobei eine frühere Anwendung zulässig ist. Vergleichsangaben im Jahr der Erstanwendung sind nicht erforderlich. Der Konzern erwartet derzeit keine wesentlichen Auswirkungen durch die Anwendung der Änderung auf die Darstellung zukünftiger Abschlüsse. Von der EU am Stichtag noch nicht übernommen: IFRS 9 Financial Instruments — Classification and Measurement: Die Veröffentlichung von IFRS 9 im November 2009 stellte die erste Phase des dreiteiligen IASB-Projekts zur vollständigen Überarbeitung der Bilanzierung von Finanzinstrumenten und somit des IAS 39 dar. IFRS 9 ändert die Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und basiert darauf, wie ein Unternehmen seine Finanzinstrumente steuert sowie auf der Art der vertraglichen Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert. Mit der Veröffentlichung der Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten im Oktober 2010 als Ergänzung von IFRS 9 wurde die Phase zur Klassifizierung und Bewertung des IASB-Projekts zur Ablösung von IAS 39 abgeschlossen. Nach diesen Vorschriften hat ein Unternehmen, das für die Bilanzierung seiner Finanzverbindlichkeiten die Fair Value-Option gewählt hat, den Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos resultiert, ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals und nicht ergebniswirksam zu erfassen. Die Erstanwendung von IFRS 9 wurde vom IASB im Dezember 2011 offiziell verschoben. Der Standard soll nun für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, verpflichtend anzuwenden sein, wobei eine frühzeitige Anwendung erlaubt ist. Der Konzern kann derzeit nicht abschließend beurteilen, welche Auswirkungen die Anwendung des Standards und der Ergänzung haben wird, sofern diese von der EU in dieser Form übernommen werden. Es zeichnet sich jedoch jetzt schon ab, dass die Bilanzierung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten von den Änderungen betroffen sein werden, da IFRS 9 die Erfassung von Gewinnen und Verlusten aus dem beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis in der Gesamtergebnisrechnung auch bei Wertminderungen zulässt, wenn diese aus Eigenkapitalinstrumenten stammen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. In der aktuellen Berichtsperiode wurden Wertminderungen in Höhe von TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 611) direkt ergebniswirksam erfasst. Amendments to IAS 12 Deferred Tax an Investment Property: Im Dezember 2010 hat das IASB eine Änderung an IAS 12 veröffentlicht. Diese erweitert IAS 12 um eine Ausnahme zur Bewertung latenter Steuerschulden oder -ansprüche aus zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Hierbei handelt es sich um die widerlegbare Vermutung, dass zum beizulegenden Zeitwert bewertete als Finanzinvestition gehaltene Immobilien vollständig durch Veräußerung realisiert werden. Durch die Ergänzung werden die Leitlinien des SIC 21 in IAS 12 integriert und SIC 21 demzufolge zurückgezogen. Die geänderte Fassung ist verpflichtend anzuwenden für am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnende Geschäftsjahre; eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist erlaubt. Derzeit wird nicht davon ausgegangen, dass die Änderung von IAS 12, sofern diese von der EU in dieser Form übernommen werden, wesentliche Auswirkungen auf NEXUS hat. IIFRS 10 Consolidated Financial Statements, IFRS 11 Joint Arrangements und IFRS 12 Disclosure of Interest in Other Entities: IFRS 10 ersetzt SIC 12 Consolidation — Special Purpose Entities und Teile des IAS 27 Consolidated and Separate Financial Statements und führt ein einheitlich anzuwendendes Konsolidierungsmodell zur Identifizierung des beherrschenden Einflusses ein, nach dem ein Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis eines Mutterunternehmens aufgenommen werden muss. Zudem gibt der Standard Hinweise zur Feststellung des beherrschenden Einflusses. IFRS 11 Joint Arrangements zielt auf eine stärkere Konzentration auf Ansprüche und Verpflichtungen bei Gemeinschaftsunternehmen ab und soll eine realitätsnähere bilanzielle Darstellung ermöglichen. Der Standard ersetzt SIC 13 Jointly Controlled Entities — Non-Monetary Contributions by Venturers sowie IAS 31 Interests in Joint Ventures und hebt damit die Quotenkonsolidierung auf. IFRS 12 fasst alle Angabepflichten zu Anteilen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten strukturierten Einheiten zusammen. Der neue Standard ersetzt die bisherigen Vorschriften in IAS 27 Consolidated and Separate Financial Statements, IAS 28 Investments in Associates, IAS 31 Interests in Joint Ventures und SIC 12 Consolidation — Special Purpose Entities. Der überarbeitete Standard IAS 27 Separate Financial Statements (2011) enthält nur noch Vorschriften zur Bilanzierung und zu Anhangsangaben von Anteilen an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, die für einen nach IFRS erstellten Einzelabschluss relevant sind. Der überarbeitete IAS 28 Investments in Associates and Joint Ventures (2011) regelt die Bilanzierung für Anteile an assoziierten Unternehmen sowie die Anforderungen für die Anwendung der Equity-Methode. Die neuen sowie angepassten Standards sind für Geschäftsjahre mit Beginn 1. Januar 2013 verpflichtend anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Derzeit kann noch nicht abschließend beurteilt werden, welche Auswirkungen die Änderungen, sofern diese von der EU in dieser Form übernommen werden, auf den NEXUS-Konzernabschluss haben mit Ausnahme von IFRS 11, da Gemeinschaftsunternehmen bereits nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden. IFRS 13 Fair Value Measurement: Der ebenfalls im Mai 2011 veröffentlichte IFRS 13 enthält Regelungen, wie der beizulegende Zeitwert bewertet wird, wenn ein anderer Standard die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorschreibt. Lediglich für IAS 17 und IFRS 2 wird es weiter eigene Regelungen geben. Der Fair Value nach IFRS 13 ist als exit price definiert, d.h. als Preis, der erzielt werden würde durch den Verkauf eines Vermögenswertes bzw. als Preis der gezahlt werden müsst, um eine Schuld zu übertragen. Wie derzeit aus der Fair Value-Bewertung finanzieller Vermögenswerte bekannt, wird ein 3-stufiges Hierachiesystem eingeführt, das bezüglich der Abhängigkeit von beobachtbaren Marktpreisen abgestuft ist. Die neue Fair Value-Bewertung kann gegenüber den bisherigen Vorschriften zu abweichenden Werten führen. Die Änderung tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist erlaubt. Der Konzern kann derzeit nicht abschließend beurteilen, welche Auswirkungen die Anwendung des Standards haben wird, sofern dieser von der EU in dieser Form übernommen wird. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Anwendung des neuen Standards zu erweiterten Anhangsangaben führen wird. IAS 19 Employee Benefits: Die im Juni 2011 veröffentlichten Änderungen an IAS 19 betreffen im Wesentlichen die Abschaffung der aufgeschobenen Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (sog. Korridormethode) zugunsten einer sofortigen Erfassung im sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals. Zudem werden derzeit die erwartenden Erträge des Planvermögens anhand der subjektiven Erwartungen des Managements über die Weiterentwicklung des Anlageportfolios ermittelt. Mit Anwendung des IAS 19 (revised 2011) ist nur noch eine typisierende Verzinsung des Planvermögens in Höhe des aktuellen Diskontierungssatzes der Pensionsverpflichtungen zulässig. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Es wird nicht erwartet, dass die Änderung von IAS 19, sofern diese von der EU in dieser Form übernommen werden, mit Ausnahme der erweiterten Anhangsangaben wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse von NEXUS haben wird. Amendments to IAS 1 Presentation of Items of Other Comprehensive Income: Im Juni 2011 hat das IASB Änderungen zu IAS 1 verabschiedet. Die Änderungen sollen die Darstellung von Posten des Other Comprehensive Incomes verbessern und zu einer Angleichung der Darstellung zwischen IFRS und US-GAAP führen. Die Posten des sonstigen Ergebnisses, die später in die Gewinn- und Verlustrechnung reklassifiziert werden (“recycling"), sind künftig separat von den Posten des sonstigen Ergebnisses darzustellen, die niemals reklassifiziert werden. Sofern die Posten brutto, d.h. ohne Saldierung mit Effekten aus latenten Steuern ausgewiesen werden, sind die latenten Steuern nunmehr nicht mehr in einer Summe auszuweisen, sondern den beiden Gruppen von Posten zuzuordnen. Die Erstanwendung des geänderten Standards ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. Der Konzern geht davon aus, dass die Anwendung der Änderungen, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung des Konzernabschlusses haben wird. Amendments to IAS 32 Financial Instruments: Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities und IFRS 7 Financial Instruments: Disclosures: Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities: Im Dezember 2011 wurden Änderungen an IAS 32 sowie IFRS 7 verabschiedet, mit denen die Saldierungsvorschriften für Finanzinstrumente klargestellt und bestehende Inkonsistenzen in der Auslegung der bestehenden Vorschriften beseitigt werden sollen. Die Änderungen von IFRS 7 führen darüber hinaus zu erweiterten Angabepflichten. Die Klarstellung ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, verpflichtend rückwirkend anzuwenden. Die durch die Änderung verlangten Zusatzangaben sind jedoch bereits für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013 verpflichtend rückwirkend anzuwenden. Es wird nicht erwartet, dass die Anwendung des überarbeiteten Standards, sofern dieser von der EU in dieser Form übernommen wird, wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss der NEXUS AG haben wird. 2.3 Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen Die wichtigsten Ermessensentscheidungen, zukunftsbezogener Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden im Folgenden erläutert. Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung des erzielbaren Betrages der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der Konzern darüber hinaus zum einen die künftigen Cash Flows schätzen als auch einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cash Flows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2011 betrug der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts TEUR 18.433 (Vorjahr: TEUR 12.793). Weitere Einzelheiten hierzu sind in der Anhangsangabe unter Punkt 4 zu finden. Bei Unternehmenserwerben identifizierter Kundenstamm und Technologie Der beizulegende Zeitwert von erworbenen Wartungsverträgen (Kundenstamm) und erworbener Technologie zum Zeitpunkt von Unternehmenserwerben wird auf Basis des geschätzten zukünftigen Nutzens, insbesondere aufgrund zukünftig erwarteter, mit einem angemessenen Zinssatz diskontierter Zahlungsüberschüsse, ermittelt und über die voraussichtliche Nutzungsdauer, auf Basis einer unterstellten jährlichen Abwanderung der Kunden, abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2011 belief sich der Wert von aktiviertem Kundenstamm und Technologien auf TEUR 5.606 (Vorjahr: TEUR 5.336). Entwicklungskosten Entwicklungskosten werden entsprechend der in der Anhangsangabe 2.4 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Für selbst geschaffene Entwicklungen ist zur Bestimmung von Abschreibungsart und -dauer der aktivierungspflichtigen Herstellungskosten der zukünftige Nutzenverlauf abzuschätzen. Nach bestmöglichen Schätzungen betrug der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten zum 31. Dezember 2011 TEUR 11.437 (Vorjahr: TEUR 11.027). Wertpapiere Der Bestand an Wertpapieren ist als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) klassifiziert. Entsprechend werden Kursverluste und Gewinne bis zur Veräußerung der Wertpapiere im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital eingestellt. Hiervon abweichend sind auch ohne Verkauf bis dahin im Eigenkapital geparkte Kursverluste bei Vorliegen objektiver Hinweise auf eine Wertminderung als Aufwand zu erfassen. Der notwendigen Einschätzung hierzu ist ein Ermessenspielraum immanent. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Wertpapierverluste von TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 611) aufgrund länger anhaltender Wertminderung als Aufwand erfasst. Aktive latente Steuern Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird und diese noch bestehen werden, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung auf der Grundlage des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Zum Bilanzstichtag bestehen im Inland Verlustvorträge in Höhe von TEUR 39.253 (Vorjahr: TEUR 46.476) bei der Körperschaftsteuer bzw. in Höhe von TEUR 37.704 (Vorjahr: TEUR 44.971) bei der Gewerbesteuer. Bei den ausländischen Konzernunternehmen belaufen sich die steuerlichen Verlustvorträge auf umgerechnet TEUR 5.394 (Vorjahr: TEUR 6.454). In dem Gesamtvolumen sind Verlustvorträge von TEUR 25.500 (Vorjahr: TEUR 32.362) enthalten, die als nicht nutzbar eingeschätzt worden sind. Davon sind TEUR 20.909 (Vorjahr: TEUR 28.291) zeitlich unbegrenzt vortragsfähig, während bei ausländischen Konzerngesellschaften TEUR 4.591 (Vorjahr: TEUR 4.071) ab dem Jahr 2013 verfallen. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangsangabe 8 und 25 dargestellt. Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn-und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2011 TEUR 1.884 (Vorjahr: TEUR 1.219). Weitere Einzelheiten hierzu sind in der Anhangsangabe 13 zu finden. 2.4 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Gliederung Die Vermögens- und Schuldposten in der Bilanz wurden entsprechend ihrer Fristigkeit gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Aufgrund des gestiegenen Umfangs der kurzfristigen Liquiditätsanlage in Wertpapieren und Schuldscheindarlehen werden diese zum besseren Einblick in die Vermögenslage gesondert in einem neuen Posten „Kurzfristige Finanzanlagen", statt wie bisher innerhalb des Bilanzpostens „sonstige finanzielle Vermögenswerte" ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen sind durch entsprechende Umgliederung von TEUR 2.122 Wertpapieren aus dem Posten „sonstige finanzielle Vermögenswerte" in den Posten „Kurzfristige Finanzanlagen" angepasst. Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente (finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten) im Sinne von IAS 32 und IAS 39 umfassen bestimmte Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Beteiligungen, Wertpapiere, liquide Mittel, kurzfristige Darlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie bestimmte auf vertraglichen Vereinbarungen beruhende sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Entsprechend IAS 39 werden finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in die folgenden Kategorien eingeteilt:
Bei der erstmaligen bilanziellen Erfassung werden diese finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, die dem Zeitwert der Gegenleistung unter Einbeziehung von Transaktionskosten entsprechen. Die Erfassung erfolgt grundsätzlich zum Handelstag. Die Folgebewertung variiert für die unterschiedlichen Kategorien finanzieller Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten und ist im Rahmen der Bilanzierungsmethoden der jeweiligen Bilanzposten beschrieben. Gewinne und Verluste aus Veränderungen des Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sind im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Dauerhafte Wertminderungen werden ergebniswirksam erfasst. Im abgelaufenen Jahr waren TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 611) im Aufwand zu erfassen. Der Konzern ist zwar auf internationaler Ebene, überwiegend jedoch im europäischen Raum geschäftstätig und daher nur eingeschränkt Marktrisiken aufgrund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt. Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente in beschränktem Umfang zur Absicherung der aus Absatzgeschäften erwarteten zukünftigen Cash Flows. Da für die verwendeten Sicherungsinstrumente kein Sicherungszusammenhang designiert ist, sind die aus der Veränderung des Fair Values dieser Währungsderivate resultierenden Kursgewinne und -verluste sofort erfolgswirksam im Konzernjahresüberschuss erfasst. In Bezug auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte wird zunächst festgestellt, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen bedeutsam sind, individuell und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen nicht bedeutsam sind, individuell oder gemeinsam besteht. Stellt der Konzern fest, dass für einen einzeln untersuchten finanziellen Vermögenswert, sei er bedeutsam oder nicht, kein objektiver Hinweis auf Wertminderung besteht, nimmt er den Vermögenswert in eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen auf und untersucht sie gemeinsam auf Wertminderung. Vermögenswerte, die einzeln auf Wertminderung untersucht werden und für die eine Wertberichtigung neu bzw. weiterhin erfasst wird, werden nicht in eine gemeinsame Wertminderungsbeurteilung einbezogen. Bestehen objektive Anhaltspunkte dafür, dass eine Wertminderung eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Wertminderungsverlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cash Flows. Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Immaterielle Vermögenswerte Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Immaterielle Vermögenswerte werden ausgewiesen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der dem Vermögenswert zuzuordnende künftige wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bemessen werden können. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich jeder kumulierten Abschreibung und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden mit Ausnahme von aktivierten Entwicklungskosten nicht aktiviert. Damit verbundene Kosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Für die immateriellen Vermögenswerte ist zunächst festzustellen, ob sie eine begrenzte oder unbestimmte Nutzungsdauer haben. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung untersucht, wann immer es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswertes geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen erfasst. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Werthaltigkeitstests durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswertes mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von einer unbestimmten Nutzungsdauer zur begrenzten Nutzungsdauer auf prospektiver Basis vorgenommen. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden aus den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten Wartungsverträge/Kundenstamm, Software, Technologien, Geschäfts- oder Firmenwert und Entwicklungskosten. a) Wartungsverträge, Kundenstamm Die Gesellschaft hat in Vorjahren sowie im abgelaufenen Jahr im Rahmen von Unternehmenserwerben Softwarepflegeverträge übernommen, die nach IFRS 3 als immaterielle Vermögenswerte jeweils zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert aktiviert wurden und entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Für die Kundenstämme wurde eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 10 Jahren unterstellt. Die Abschreibungsmethode entspricht dem erwarteten Verbrauch des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswertes. b) Software Software wird mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert ausgewiesen, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von 4 bis 6 Jahren linear abgeschrieben. c) Technologien Technologiebezogene Vermögenswerte beziehen sich auf Prozessund Entwicklungs-Know-How, das in Vorjahren und im abgelaufenen Jahr im Rahmen von Unternehmenserwerben erworben und gemäß IFRS 3 zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurde. Technologien stehen langfristig dem Konzern zur Verfügung und werden grundsätzlich über 10 Jahre linear abgeschrieben. d) Geschäfts- oder Firmenwert Der Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmens über den erworbenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden im Erwerbszeitpunkt wird als Geschäfts- oder Firmenwert bezeichnet und in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich oder dann auf Wertminderung getestet, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert gemindert sein könnte. Zum Zweck der Überprüfung, ob eine Wertminderung vorliegt, muss der Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, vom Übernahmetag an jeder der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen sollen, zugeordnet werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des Konzerns diesen Einheiten oder Gruppen von Einheiten bereits zugewiesen worden sind. Jede Einheit oder Gruppe von Einheiten, zu der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Konzerns dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird und ist nicht größer als ein Geschäftssegment, wie es gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente" festgelegt ist. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten), auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Liegt der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Die Wertminderung ist zunächst in voller Höhe dem Geschäfts- oder Firmenwert zuzuordnen. Eine darüber hinaus gehende Wertminderung wird anteilig den Buchwerten der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet. In den Fällen, in denen der Geschäfts- oder Firmenwert einen Teil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) darstellt und ein Teil des Geschäftsbereiches dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereiches bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung des Geschäftsbereiches einbezogen. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der auf diese Weise veräußert wird, wird auf der Grundlage des Verhältnisses des veräußerten Geschäftsbereiches zum nicht veräußerten Anteil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Ein außerplanmäßig abgeschriebener Goodwill wird nicht mehr zugeschrieben. e) Entwicklungskosten Entwicklungskosten werden als immaterieller Vermögenswert mit ihren Herstellungskosten aktiviert, sofern die nachfolgenden Voraussetzungen gegeben sind:
Falls diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, werden die Entwicklungskosten im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst. Im Fall der Aktivierung umfassen die Herstellungskosten alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Die Abschreibung erfolgt linear ab Fertigstellung über einen Zeitraum von 4 bis 6 Jahren. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Abschreibungen der Entwicklungskosten in den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten. Solange eine Nutzungsbereitschaft einer aktivierten Entwicklung noch nicht vorliegt oder Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen, wird der aktivierte Betrag der Entwicklungskosten einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibung und kumulierter Wertminderungen angesetzt. Die ursprünglichen Anschaffungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten von Sachanlagen umfassen die Aufwendungen, die durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Dienstleistungen für die Herstellung entstehen. Dazu gehören neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in welcher sie anfallen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter der Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Als Abschreibungsmethode wird die lineare Abschreibung verwendet. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer beträgt:
Die Buchwerte der Sachanlagen werden auf Wertminderungen überprüft, sobald Indikatoren dafür vorliegen, dass der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam im Konzernjahresüberschuss erfasst. Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst. Finanzanlagen Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und an einem Gemeinschaftsunternehmen werden gemäß IAS 28 bzw. für das Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) gem. IAS 31.38 entsprechend der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt und das weder ein Tochterunternehmen noch ein Joint Venture ist. Ein Joint Venture ist ein aufgrund vertraglicher Vereinbarung gemeinschaftlich von Partnerunternehmen geführtes Unternehmen. Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Unternehmens erfasst. Der mit einem Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Nach Anwendung der Equity-Methode stellt der Konzern fest, ob hinsichtlich der Nettoinvestition des Konzerns beim einbezogenen Unternehmen die Berücksichtigung eines zusätzlichen Wertminderungsaufwands erforderlich ist. Der Konzernjahresüberschuss enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmens. Unmittelbar im Eigenkapital des einbezogenen Unternehmens erfasste Änderungen werden vom Konzern in Höhe seines Anteils ebenfalls unmittelbar im Eigenkapital erfasst und — sofern erforderlich — in die Aufstellung über Veränderungen des Eigenkapitals aufgenommen. Der Bilanzstichtag der assoziierten Unternehmen und des Gemeinschaftsunternehmens entspricht dem des Konzerns. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für ähnliche Geschäftsvorfälle und Ereignisse der assoziierten Unternehmen, des Gemeinschaftsunternehmens und des Konzerns stimmen aus Sicht des Konzerns ohne wesentliche Abweichungen überein. Die sonstigen Finanzanlagen werden entsprechend IAS 39 zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Latente Steuern Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Latente Steuerschulden und -ansprüche werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruches ermöglicht. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst werden, werden ebenfalls dort erfasst. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. Vorräte Unter den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Handelswaren sowie unfertige und fertige Leistungen mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, die direkt dem Leistungserstellungsprozess zugeordnet werden können. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie dem Leistungserstellungsprozess zuzurechnen sind. Fremdkapitalzinsen sind nicht zu aktivieren, da keine qualifizierten Vermögenswerte vorliegen. Nicht veräußerbare Vorräte werden vollständig abgeschrieben. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Forderungen und sonstige Vermögenswerte Die Forderungen und die sonstigen Vermögenswerte, die in der Regel eine Laufzeit von 30-90 Tagen haben, werden mit dem ursprünglichen Rechnungsbetrag abzüglich einer Wertberichtigung für uneinbringliche Forderungen angesetzt. Eine Wertberichtigung wird vorgenommen, wenn ein objektiver substantieller Hinweis vorliegt, dass der Konzern nicht in der Lage sein wird, die Forderungen einzuziehen. Forderungen werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind. Wertpapiere Die Wertpapiere werden als „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" klassifiziert. Bei der erstmaligen Erfassung werden diese mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der gegebenen Gegenleistung entsprechen. Bei der erstmaligen Bewertung werden Transaktionskosten einbezogen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Wertpapiere mit ihrem beizulegenden Zeitwert ohne Abzug von beim Verkauf gegebenenfalls anfallenden Transaktionskosten bewertet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts basiert auf öffentlich notierten Preisen einer Wertpapierbörse. Die nicht realisierten Gewinne oder Verluste werden in der Aufstellung über die Veränderungen des Eigenkapitals im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst, bis der finanzielle Vermögenswert verkauft, eingezogen oder anderweitig abgegangen ist, oder bis eine Wertminderung für den finanziellen Vermögenswert festgestellt wurde, sodass zu diesem Zeitpunkt der zuvor im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasste, kumulierte Gewinn oder Verlust in den Konzernjahresüberschuss einzubeziehen ist. Liquide Mittel Liquide Mittel bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten. Wertminderung von langfristigen nicht finanziellen Vermögenswerten Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cash Flows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in der Position Abschreibungen erfasst. An jedem Berichtsstichtag wird mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Konzernjahresüberschuss zu erfassen. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwerts, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen. Aktienbasierte Vergütung Dem Vorstand wurden in 2011 Wertsteigerungsrechte gewährt, die nur in bar ausgeglichen werden können (sog. Transaktionen mit Barausgleich). Die Kosten, die aufgrund von Transaktionen mit Barausgleich entstehen, werden zunächst unter Anwendung eines Binominalmodells mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bewertet (zu Einzelheiten siehe 12. Eigenkapital und 36. Organe der Gesellschaft). Der beizulegende Zeitwert wird über den Zeitraum bis zum Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit erfolgswirksam unter Erfassung einer korrespondierenden Schuld verteilt. Die Schuld wird zu jedem Abschlussstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden in den Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer erfasst. Rückstellungen für Pensionen Der Konzern verfügt im Inland über drei Pensionspläne. Die Leistungen werden nicht über einen Fonds finanziert. Daneben bestehen in der Schweiz durch Planvermögen finanzierte Verpflichtungen aus dem Vorsorgewerk nach dem schweizerischen Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invaliditätsvorsorge (BVG). Die Aufwendungen für die im Rahmen der als leistungsorientierten Pläne zu beurteilenden gewährten Leistungen werden gesondert für jeden Plan unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (IAS 19) ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden nach Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Als biometrische Berechnungsgrundlagen (Sterblichkeit der Begünstigten, Invaliditätswahrscheinlichkeiten, Verheiratungswahrscheinlichkeiten im Todesfall) werden die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH zugrunde gelegt. Sonstige Rückstellungen Rückstellungen werden gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 mit der bestmöglichen Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich wären. Aufwandsrückstellungen werden nicht angesetzt. Resultiert aus dem Erfüllungszeitpunkt der Verpflichtung ein wesentlicher Zinseffekt, so wird die Rückstellung zum Barwert bilanziert. Die Erhöhung der Rückstellung im Zeitablauf wird unter den Finanzaufwendungen erfasst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn NEXUS eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich gegebenenfalls angefallenen Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Derivative Finanzinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertragliche Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten werden im Konzernabschluss solange nicht passiviert, bis eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist. Sie werden im Konzernanhang angegeben, sofern eine Inanspruchnahme nicht unwahrscheinlich ist. Umsatzrealisierung Die Umsätze des Konzerns stammen aus Softwarelizenzen und damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen, die die Unterstützung bei der Implementierung sowie Wartung und sonstige Dienstleistungen umfassen. In der Regel räumt die Gesellschaft ihren Kunden eine zeitlich unbegrenzte Nutzung der Software ein. Zusätzlich erzielt der Konzern Umsätze mit dem Verkauf von Hardware. Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an den Konzern fließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Die Realisierung der Lizenzumsätze erfolgt nach IAS 18 in Höhe der vereinbarten Lizenzgebühr. Die Realisierung erfolgt, wenn nichts anderes vertraglich vereinbart wird, mit Lieferung, da keine wesentlichen Modifikationen notwendig sind. Beratungsleistungen werden monatlich nach Aufwand in Rechnung gestellt. Wartungsleistungen werden ratierlich über den Leistungszeitraum realisiert. Umsatzerlöse, die im Zusammenhang mit Verträgen stehen, für die ein Festpreis vereinbart wurde, werden nach der Percentageof-Completion-Methode entsprechend dem Leistungsfortschritt realisiert, wenn die Höhe der gesamten Auftragserlöse verlässlich bemessen werden kann, es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen zufließen wird und die angefallenen und bis zur Fertigstellung noch erwarteten Kosten als auch der Grad der erreichten Fertigstellung verlässlich ermittelt werden können. Hierzu werden die bis zum Bilanzstichtag angefallenen Kosten (im Wesentlichen Personalkosten) ins Verhältnis zu den erwarteten Kosten laut Projektkalkulation gesetzt und so der Fertigstellungsgrad geschätzt. Ein erwarteter Verlust durch den Auftrag wird sofort als Aufwand erfasst. In Mehrkomponentenverträgen erfolgt die Umsatzrealisierung von Beratungs- oder anderen Leistungen i.d.R. unabhängig von der Realisierung der Softwareumsätze, da diese Leistungen für die Funktionen der Software als nicht wesentlich anzusehen sind. Erlöse für Beratungs- und andere Leistungen werden realisiert, sobald sie erbracht wurden. Die Realisierung erfolgt in der Regel auf der Basis von geleisteten und bewerteten Stunden und erstattungsfähigen Auslagen. Der Wert des Wartungselements bemisst sich nach den vertraglich fixierten Sätzen. Der Softwareanteil wird mit dem Residualwert realisiert. Aufwandsrealisierung Aufwendungen werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der der entsprechende Werteverzehr verursacht wurde. Finanzerträge Finanzerträge werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung erfasst. Finanzaufwendungen Aufwendungen für die Fremdkapitalüberlassung werden als Aufwand erfasst. Eine Aktivierung von Fremdkapitalzinsen gemäß IAS 23 erfolgt nicht, da keine qualifizierten Vermögenswerte vorliegen. Fremdwährungen Fremdwährungsgeschäfte werden in der Berichtswährung erfasst, indem der Fremdwährungsbetrag mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Umrechnungskurs zwischen Berichts- und Fremdwährung umgerechnet wird. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung monetärer Posten sowie aus der Stichtagsbewertung zu Kursen, die sich von den ursprünglich während der Periode erfassten unterscheiden, werden als Aufwand oder Ertrag in der Periode, in der sie entstanden sind, erfasst. Operating-Leasingverhältnis Ein Leasingverhältnis wird als Operating-Leasingverhältnis klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, bei dem Leasinggeber verbleiben. Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand im Konzernjahresüberschuss linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. 3. Unternehmenszusammenschlüsse Erwerb der Domis Consulting AG, Altishofen (Schweiz) Mit dem Kaufvertrag zum 10. Mai 2011 über 62% der Anteile an der Domis Consulting AG, Altishofen (CH) erweitert NEXUS im Gesundheitswesen konsequent die Produktkompetenz. Der Preis wurde hauptsächlich in bar entrichtet, ein Teil wurde über die Ausgabe von 134.000 Aktien bezahlt. Über die ausstehenden 38% ist ein Put-call-Optionsvertrag geschlossen worden. Die Domis Consulting AG ist mit 60% an der Synergetics AG in Altishofen beteiligt. In der Zeit zwischen dem 01. Februar 2014 und dem 31. Mai 2014 hat die NEXUS AG eine Call-Option über 38% der Anteile an der Domis Consulting AG (Option 1). In demselben Zeitfenster haben die Verkäufer analoge Put-Optionen. Für die Optionen werden keine Prämien vereinbart. Die Vertragsparteien werden darauf hinwirken, dass das ausschüttungsfähige Ergebnis der Geschäftsjahre 2011 bis 2013 an die Aktionäre der Domis Consulting AG vollständig ausgeschüttet wird. Bei Eintritt bestimmter Ereignisse (bis 31. Dezember 2013), hat die NEXUS AG das Recht, vorzeitig 18,5% der Anteile an der Domis Consulting AG zu erwerben (Option 2). Entsprechend hat ein Verkäufer eine analoge Put-Option. Der Kaufpreis für die Anteile ist abhängig vom durchschnittlichen, konsolidierten EBITA der Geschäftsjahre 2011 bis 2013. Gemäß IAS 32.23 ist die Verpflichtung, Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu kaufen, als Finanzverbindlichkeit mit dem erwarteten Kaufpreis auf Basis der Planung bilanziert worden. Der Höchstbetrag ist damit grundsätzlich unbegrenzt. Auch kann eine Bandbreite nicht verlässlich geschätzt werden. Dementsprechend werden keine Anteile nicht beherrschender Gesellschafter ausgewiesen. Der Kaufpreis setzt sich folglich aus dem in bar entrichteten Kaufpreis (TEUR 2.910), den zum Tageskurs bewerteten Aktien (TEUR 934) und dem bedingten Kaufpreis (TEUR 1.558) zusammen. Die Domis Consulting AG entwickelt vorrangig Softwarelösungen für Pflege- und geriatrische Einrichtungen und gilt als Marktführer dieses Segmentes in der Schweiz. Der Einstieg in die Langzeitpflege ist für NEXUS konsequent: Auf der einen Seite verlangen immer mehr deutsche Krankenhäuser, ihre angegliederten Alten- und Reha-Einrichtung im NEXUS / KIS abzubilden, auf der anderen Seite wird in Alten- und Reha-Einrichtungen zunehmend medizinische/ pflegerische Software eingesetzt, um den Qualitätsanforderungen gerecht zu werden. Mit der Akquisition von Domis und der technologischen Integration der Produkte werden beide Ziele erreicht. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden in der Bilanz mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt und stellen sich wie folgt dar: scroll
Die bei der Kaufpreisallokation identifizierten und bewerteten Vermögenswerte und Schulden bestehen im Wesentlichen aus Technologie (TEUR 784), Kundenbeziehungen (TEUR 240), Pensionsrückstellungen (TEUR 233), aktiven latenten Steuern (TEUR 28) und passiven latenten Steuern (TEUR 124) zum Erwerbszeitpunkt. Die Forderungen wurden mit ihrem Bruttowert angesetzt. Eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen, da mit einem vollständigen Zufluss der ausstehenden Forderungen gerechnet wird. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein Goodwill in Höhe von TEUR 4.744. Der Kauf dient im Wesentlichen der Technologieerweiterung im Konzern und zur Sicherung unserer Marktstellung in der Schweiz. Die neuen Mitarbeiter am Standort Altishofen bringen zudem erhebliche Expertise in diesem Bereich mit und sind für uns eine sinnvolle und willkommene Ergänzung unserer Mannschaft. Diese qualitativen Faktoren kommen nicht zuletzt im Firmenwert zum Ausdruck. Für das Jahr 2011 lag der Umsatz mit Dritten bei TEUR 4.877 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss bei TEUR 177. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEUR 42 sind ergebniswirksam erfasst. Erwerb der OPTIM S.A.S, Grenoble (Frankreich) Am 08. Juli 2011 hat NEXUS einen Kaufvertrag zum Erwerb von 100% der OPTIM S.A.S, Grenoble (Frankreich), unterzeichnet (umbenannt in NEXUS / OPTIM S.A.S.). Mit rund 26 Mitarbeitern entwickelt OPTIM vorrangig Softwarelösungen für die Bereiche OP- und Sterilisationsmanagement im Krankenhaus. OPTIM gilt als Marktführer dieser Segmente in Frankreich. Der Kaufpreis wurde in bar entrichtet. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden in der Bilanz mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt und stellen sich wie folgt dar: scroll
Die bei der Kaufpreisallokation identifizierten und bewerteten Vermögenswerte und Schulden bestehen im Wesentlichen aus Technologie (TEUR 336), Kundenbeziehungen (TEUR 139) und passiven latenten Steuern (TEUR 158) zum Erwerbszeitpunkt. Die Forderungen wurden mit ihrem Bruttowert angesetzt. Eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen, da mit einem vollständigen Zufluss der ausstehenden Forderungen gerechnet wird. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein Goodwill in Höhe von TEUR 454. Der Kauf dient im Wesentlichen der Technologieerweiterung im Konzern. Die neuen Mitarbeiter am Standort Grenoble bringen zudem erhebliche Expertise in diesem Bereich mit und sind für uns eine sinnvolle und willkommene Ergänzung unserer Mannschaft. Diese qualitativen Faktoren kommen nicht zuletzt im Firmenwert zum Ausdruck. Für das Jahr 2011 lag der Umsatz mit Dritten bei TEUR 1.211 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss bei TEUR 33. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEUR 33 sind ergebniswirksam erfasst. Erwerb der VEGA Software GmbH, Aachen (Deutschland) Die NEXUS AG hat am 07. Oktober 2011 60% der Anteile der VEGA Software GmbH, Aachen erworben. Bisher wurde die VEGA als 30%-ige Minderheitsbeteiligung der NEXUS / CIS GmbH at Equity im Konzern berücksichtigt. Diese Anteile wurden an die NEXUS AG verkauft. VEGA sitzt in Aachen und bietet Softwarelösungen in der Alten-, Jugend- und Behindertenhilfe, für die ambulante Pflege sowie für alle weiteren sozialen Einrichtungen. Der Kaufpreis wurde bar entrichtet. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden in der Bilanz mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt und stellen sich wie folgt dar: scroll
Bei der Neubewertung des Eigenkapitalanteils an dem erworbenen Unternehmen ist ein Ertrag von TEUR 133 entstanden, der in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Zeile Ergebnis aus at Equity bewerteten Beteiligungen ausgewiesen wird. Die bei der Kaufpreisallokation identifizierten und bewerteten Vermögenswerte und Schulden bestehen im Wesentlichen aus Technologie (TEUR 73), Kundenbeziehungen (TEUR 52) und passiven latenten Steuern (TEUR 39) zum Erwerbszeitpunkt. Die Forderungen wurden mit ihrem Bruttowert angesetzt. Eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen, da mit einem vollständigen Zufluss der ausstehenden Forderungen gerechnet wird. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein Goodwill in Höhe von TEUR 192. Der Kauf dient im Wesentlichen der Technologieerweiterung im Konzern. Die neuen Mitarbeiter am Standort Aachen bringen zudem erhebliche Expertise in diesem Bereich mit und sind für uns eine sinnvolle und willkommene Ergänzung unserer Mannschaft. Diese qualitativen Faktoren kommen nicht zuletzt im Firmenwert zum Ausdruck. Für das Jahr 2011 lag der Umsatz mit Dritten bei TEUR 163 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss bei TEUR -11. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEUR 7 sind ergebniswirksam erfasst. Hätten die Unternehmenszusammenschlüsse zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsatzerlöse auf TEUR 57.407 und der Konzernjahresüberschuss auf TEUR 4.381 belaufen. Daneben hat die NEXUS AG die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an der NEXUS Italia S.r.l. für TEUR 20 sowie an der NEXUS / INOVIT GmbH für TEUR 85 erworben. 4. Immaterielle Vermögenswerte Die immateriellen Vermögenswerte enthalten entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten. Des Weiteren werden im Zusammenhang mit den Erstkonsolidierungen der jeweiligen Unternehmenserwerbungen, die identifizierten immateriellen Vermögenswerte (Kundenstamm, Technologien und Entwicklungskosten) einschließlich der entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen. Die immateriellen Vermögenswerte unterliegen keinen Beschränkungen hinsichtlich der Verfügungsmöglichkeiten. Zum Stichtag bestehen an noch nicht fertiggestellter Software in Höhe von TEUR 2.261 (Vorjahr: TEUR 1.189) bei den Entwicklungskosten. Goodwill Im Rahmen eines jährlichen Impairment-Tests gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) werden jeweils zum 31. Dezember die Geschäfts- oder Firmenwerte, zur Überprüfung der Werthaltigkeit zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) zugeordnet. Die ZGE ist nach IAS 36.6 die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, welche durch die fortgeführte Nutzung Liquiditätszuflüsse erzeugt, die ihrerseits weitgehend unabhängig von den Geldzuflüssen anderer Vermögenswerte sind. Aufgrund der technischen und marktorientierten Zusammenführung der Konzernunternehmen und der damit verbundenen organisatorischen Bündelung der Tätigkeiten in den Business Units NEXUS / NCS (Systeme für Alten- und Behindertenpflege), NEXUS / DIS (Diagnostische Systeme), NEXUS / CIS (Clinical Information Systems) und OPTIM (OP- und Sterilisationsmanagementsysteme), NEXUS / CSO, NEXUS / QM, NEXUS / HOSPIS (CH) sowie NEXUS / HCS (Healthcare Services) werden diese als ZGE angesehen. Die Business Units NEXUS / CSO und NEXUS / HCS enthalten keinen bilanziellen Goodwill. Der erzielbare Betrag der übrigen fünf ZGE wurde zum Bilanzstichtag jeweils auf Basis der Berechnung eines Nutzungswertes ermittelt. Ein Abschreibungsbedarf ergab sich hiernach nicht. Die Berechnungen wurden auf der Grundlage von Cash Flow-Prognosen erstellt, die aus dem Budget für 2012 sowie dessen Fortschreibung für die beiden Folgejahre abgeleitet wurden. Der Detailplanungszeitraum umfasst somit unverändert drei Jahre. Der für die Cash Flow-Prognose verwendete Abzinsungssatz vor Steuern liegt je nach Risikoanalyse bei 7,0% für NEXUS / NCS, 7,0% (Vorjahr: 7,25%) für NEXUS / DIS, 8,0% (Vorjahr: 8,25%) für NEXUS / CIS und NEXUS / QM sowie 9,0% (Vorjahr: 9,25%) für NEXUS / HOSPIS. Im Detailplanungszeitraum wurde für Zwecke des Impairment-Tests ein organisches Wachstum von rund 15% für NEXUS / CIS und NEXUS / QM sowie von rund 5% für NEXUS / DIS, NEXUS / HOSPIS und NEXUS / NCS angenommen. Für die Extrapolation der Cash Flows nach dem Detailplanungszeitraum konnte vereinfachend eine Wachstumsrate von Null unterstellt werden, da sich kein Impairment ergab. Der so berechnete Nutzungswert basiert auf Prognosen, bei denen Schätzungsunsicherheiten bestehen. Wesentliche Unsicherheiten liegen in folgenden Positionen:
Gewinnmarge Die Gewinnmargen werden anhand durchschnittlicher Werte errechnet, die sich unter Berücksichtigung der Margen aus Vorjahren sowie einer deutlichen Ausweitung des Lizenzgeschäfts auf Basis teilweise schon abgeschlossener Verträge ergeben. Die Gewinnmargen werden zudem planerisch um die erwartete Effizienzsteigerung angepasst. Abzinsungssatz Der Abzinsungssatz spiegelt die Schätzung des Vorstands hinsichtlich der spezifischen Risiken der jeweiligen ZGE wider. Über diesen Zinssatz werden zukünftige Investitionsvorhaben beurteilt. Entwicklung der Marktanteile und Wartungserlöse Diese Annahmen sind von besonderer Bedeutung, da sich hier die Einschätzung widerspiegelt, wie sich die ZGEs im Vergleich zu ihren Wettbewerbern innerhalb des Planungshorizontes entwickeln werden. Dabei ist zu beachten, dass es sich nicht um klar umrissene Märkte handelt, sondern zu einem großen Teil auch um Projektgeschäfte, die eine klare Vergleichbarkeit nicht ermöglichen. Wachstumsraten in der Detailplanungsphase Den Wachstumsraten in der Detailplanungsphase liegen veröffentlichte branchenbezogene Marktforschungen zugrunde. Sie werden zusätzlich maßgeblich von der ZGE individuellen Einschätzung zukünftiger Potentiale beeinflusst. Diese Annahmen werden durch konkrete Vertriebs-, Entwicklungs- und Marketingpläne unterlegt. Der aktivierte Firmenwert der ZGE NEXUS / CIS von TEUR 4.744 ist durch die Übernahme der Anteile an der NEXUS / CIS GmbH, Singen, sowie der OPTIM S.A.S., Grenoble (Frankreich), der Firmenwert der ZGE NEXUS / HOSPIS von TEUR 3.048 beim Erwerb der NEXUS Schweiz GmbH, Schwerzenbach sowie der Flexreport AG, Baar, der Firmenwert der ZGE NEXUS / DIS von TEUR 4.707 aus den Unternehmenszusammenschlüssen mit NEXUS / GMT GmbH, Frankfurt a. M., NEXUS / Paschmann GmbH, Oberhausen und Medos AG, Langenselbold entstanden. Der Firmenwert der ZGE NEXUS / QM von TEUR 836 resultiert aus dem Kauf der NEXUS / HOLL GmbH, Ismaning. Der Firmenwert der ZGE NEXUS / NCS von TEUR 5.098 ist beim Kauf der Domis Consulting AG und der Synergetics AG, Altishofen (Schweiz), sowie der VEGA Software GmbH, Aachen, entstanden. Der Goodwill für die ZGE NEXUS / HOSPIS betrug zum Erstkonsolidierungszeitpunkt TEUR 2.473 und hat sich aufgrund von Wechselkursschwankungen auf TEUR 3.048 verändert. Der Firmenwert der ZGE NEXUS / NCS betrug zum Erstkonsolidierungszeitpunkt TEUR 4.936. Aufgrund der Wechselkursentwicklung der Schweizer Franken zum Jahresende hat sich der Goodwill auf TEUR 5.098 erhöht. Kundenstamm / Technologie Durch den Erwerb der Domis Consulting AG, Altishofen, wurde Technologie in Höhe von TEUR 784 sowie Kundenbeziehungen von TEUR 240 aktiviert. Beim Erwerb der OPTIM S.A.S., Grenoble, wurde Technologie in Höhe von TEUR 336 sowie Kundenbeziehungen von TEUR 139 aktiviert. Beim Erwerb der VEGA Software GmbH, Aachen, wurde Technologie in Höhe von TEUR 73 sowie Kundenbeziehungen von TEUR 52 aktiviert. Die Abschreibung erfolgt jeweils linear über 5 Jahre, der Kundenstamm über 10 Jahren, bzw. entsprechend des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen Nutzens. Bei den Unternehmenserwerben der Vorjahre wurden für den Erwerb der Flexreport AG, Baar (CH), Technologie in Höhe von TEUR 473 sowie Kundenbeziehungen von TEUR 54 aktiviert und über 10 Jahre linear bzw. entsprechend des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen Nutzens, abgeschrieben. Beim Erwerb der Healthcaresparte der EDS Information Business GmbH, Zürich, in 2009 wurden Technologie in Höhe von TEUR 784 sowie Kundenbeziehungen in Höhe von TEUR 248 aktiviert und über 10 Jahre linear bzw. entsprechend des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen Nutzens abgeschrieben. Beim Erwerb der Medos AG, Langenselbold in 2008 wurde Technologie in Höhe von TEUR 1.247 aktiviert und über 6 Jahre linear abgeschrieben sowie Kundenbeziehungen in Höhe von TEUR 467 (Kundenstamm), die über 10 Jahre entsprechend dem erwarteten Verbrauch des zukünftigen Nutzens abgeschrieben werden. Im Geschäftsjahr 2007 waren im Rahmen der Kaufpreisallokation der Erwerbe NEXUS / Paschmann GmbH, Oberhausen und NEXUS / HOLL GmbH, Ismaning Kundenbeziehungen (Kundenstamm) von TEUR 165 (Paschmann) bzw. TEUR 29 (Holl) identifiziert worden und werden seitdem über 10 Jahre entsprechend dem erwarten Verbrauch des zukünftigen Nutzens abgeschrieben. Weitere TEUR 709 für geistige Eigentumsrechte (Technologie) im Zusammenhang mit dem Erwerb von Paschmann sind 2007 zugegangen. Im Rahmen der Aufteilung der erworbenen Vermögenswerte waren für die NEXUS Schweiz GmbH, Schwerzenbach zum Erstkonsolidierungszeitpunkt in 2006 insgesamt TEUR 309 als Kundenbeziehungen zum Barwert (Kundenstamm) aktiviert worden, die über 10 Jahre entsprechend des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens abgeschrieben werden und TEUR 74 als geistige Eigentumsrechte (Technologie), die über 10 Jahre linear abgeschrieben werden. Im Rahmen der Aufteilung der erworbenen Vermögenswerte waren für die NEXUS / GMT GmbH im Geschäftsjahr 2005 insgesamt TEUR 535 als Kundenbeziehungen (Kundenstamm) aktiviert worden, die über 10 Jahre linear abgeschrieben werden, und TEUR 139 als geistige Eigentumsrechte (Technologie), die über 5 Jahre linear abgeschrieben werden. Im Rahmen der Aufteilung der erworbenen Vermögenswerte waren für die micom GmbH im Geschäftsjahr 2004 insgesamt TEUR 400 als Kundenbeziehungen (Kundenstamm) aktiviert worden, die über 7 Jahre linear abgeschrieben werden, und TEUR 1.875 als geistige Eigentumsrechte (Technologie), die über 15 Jahre linear abgeschrieben werden. Schließlich sind für insgesamt TEUR 939 in 2007 und 2008 geistige Eigentumsrechte (Technologie) in der Schweiz erworben worden. Sonstige Anschaffungskostenerhöhungen entfallen auf Währungskursdifferenzen. Entwicklungskosten Entwicklungskosten sind insoweit in Ansatz gebracht worden, soweit sie die in den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgeführten Kriterien erfüllen. Sie werden, sofern nicht für Grundlagenforschung oder nicht auftragsbezogen angefallen, im Geschäftsjahr des Anfalls aktiviert. Insgesamt wurden in 2011 Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 4.475 (Vorjahr: TEUR 4.365) aktiviert. Die Entwicklungskosten werden planmäßig linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der in Jahren vor 2010 aktivierten Entwicklungskosten beläuft sich auf einen Zeitraum von 4 Jahren. Im Berichtsjahr wurden TEUR 4.158 (Vorjahr: TEUR 3.965) abgeschrieben. Daneben sind rund TEUR 7.343 (Vorjahr: TEUR 8.253) nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten direkt im Aufwand erfasst. Konzessionen / Lizenzen Ausgewiesen wird insbesondere Fremdsoftware, die für eigene Zwecke genutzt wird. scroll
5. Sachanlagen Die Sachanlagen setzten sich überwiegend aus Betriebs- und Geschäftsausstattung zusammen und sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die gewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und zehn Jahren. Die Abschreibung erfolgte im abgelaufenen Geschäftsjahr wie im Vorjahr ausschließlich nach der linearen Methode. Siehe Tabelle nebenan. Die Sachanlagen unterliegen keinen Beschränkungen hinsichtlich der Verfügungsmöglichkeiten. Es gibt keine im Bau befindlichen Anlagen. 6. Finanzanlagen Die NEXUS AG hält zum 31. Dezember 2011, direkt oder indirekt, die Beteiligungen an der G.I.T.S. Gesundheitswesen IT- Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck, der Medidata GmbH, Berlin, der Palladium-med GmbH, Berlin, sowie das Joint Venture NEXUS Arabia Ltd., Riyadh. Die NEXUS Arabia Ltd. wird ihre aktive Geschäftstätigkeit erst in 2012 aufnehmen. Die indirekt gehaltenen Anteile an der VEGA Software GmbH, Aachen, wurden am 07. Oktober 2011 von der NEXUS AG gekauft. Durch zusätzlichen Erwerb von weiteren 30% wurde der Anteilsbesitz auf 60% erhöht, so dass die VEGA Software GmbH ab dem 01. Oktober 2011 voll konsolidiert wird. Die folgenden Tabellen enthalten die zusammengefassten Finanzinformationen über die drei (Vorjahr: vier) assoziierten Unternehmen des Konzerns sowie das Gemeinschaftsunternehmen, die alle at Equity konsolidiert werden: scroll
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7. Vorräte Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Im Berichtsjahr wurden keine (Vorjahr: TEUR 0) Wertminderungen bzw. Wertaufholungen (Vorjahr: TEUR 0) erfasst. Es gibt im laufenden Geschäftsjahr keine Vorräte, die zum Nettoveräußerungspreis bilanziert werden. Im Geschäftsjahr sind Vorräte in Höhe von TEUR 6.889 (Vorjahr: TEUR 6.269) als Aufwand erfasst worden. 8. Latente Steuern Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern wurde in Übereinstimmung mit IAS 12 vorgenommen. Die aktiven und passiven latenten Steuern gliedern sich nach ihrer Entstehungsursache wie folgt auf: scroll
Die Veränderung der latenten Steuern stellt sich wie folgt dar: scroll
Zum 31. Dezember 2011 waren keine passiven latenten Steuern auf nicht abgeführte Gewinne von Tochterunternehmen oder at Equity bewerteten Unternehmen erfasst, weil der Konzern davon ausgeht, dass in absehbarer Zukunft die bislang nicht ausgeschütteten Gewinne nicht ausgeschüttet werden. Zudem sind aufgrund des deutschen Steuersystems die im Falle einer Ausschüttung an das Mutterunternehmen resultierenden Steuern der Höhe nach für den Konzern unwesentlich. 9. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Zu den Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und deren Entwicklung wird auf unten stehende Tabelle verwiesen. Die Projektaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von TEUR 185 (Vorjahr: TEUR 825) werden aller Voraussicht nach innerhalb eines Jahres abgerechnet und auch fällig werden. scroll
Auf die überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen wurde keine Wertberichtigung vorgenommen, da keine wesentliche Veränderung der Kreditwürdigkeit der Schuldner festgestellt werden konnte und deshalb von einer Tilgung der ausstehenden Beträge ausgegangen wird. Für diese offenen Posten hält der Konzern keine Sicherheiten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden allesamt innerhalb eines Jahres fällig. Im Geschäftsjahr 2011 wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.520 (Vorjahr: TEUR 570) ausgebucht. Es hat keine Zahlungseingänge (Vorjahr: keine) auf ausgebuchte Forderungen gegeben. Der Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen unterscheidet sich nicht von ihrem Buchwert. Zum 31. Dezember 2011 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nennwert von TEUR 1.646 (Vorjahr: TEUR 1.931) wertgemindert. Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar: scroll
10. Sonstige finanzielle Vermögenswerte und kurzfristige Finanzanlagen Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte und kurzfristigen Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Der Zeitwert der sonstigen finanziellen Vermögenswerte unterscheidet sich nicht von ihrem Buchwert. In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 33) enthalten. Die Anschaffungskosten betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 49) und der Kurswert zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 33). Wertminderungen waren im Berichtszeitraum und Vorjahr nicht im Konzernjahresüberschuss zu erfassen. In den Vorjahren wurde im Eigenkapital eine Bewertungsrücklage für Finanzinstrumente gebildet, welche die kumulierten Gewinne und Verluste aus den als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten finanziellen Vermögenswerten abzüglich der darauf entfallenden latenten Steuern ausweist. Kurzfristige Finanzanlagen Die kurzfristigen Finanzanlagen stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar: scroll
Im Berichtszeitraum waren Wertminderungen in Höhe von TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 611) sowie Erträge von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 0) im Konzernjahresüberschuss zu erfassen. Die Schuldscheindarlehen haben in Höhe von EUR 6,0 Mio. eine Restlaufzeit von 42 Monaten und in Höhe von EUR 2,0 Mio von 16 Monaten. Daneben besteht eine sechsmonatige Kündigungsfrist. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden von NEXUS ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt, um Fremdwährungsrisiken abzusichern, die aus der Geschäftstätigkeit resultieren. Gemäß IAS 39 sind alle derivativen Finanzinstrumente zu ihrem Marktwert zum Abschlussstichtag zu bilanzieren, unabhängig von ihrem Verwendungszweck oder der Absicht, mit der sie gehalten werden. Die Gesellschaft designiert grundsätzlich keine derivativen Finanzinstrumente in eine Sicherungsbeziehung. Demzufolge werden alle Änderungen des Marktwertes von Devisentermingeschäften und Devisenoptionsgeschäften in der Periode der Änderung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2011 bestand ein Devisentermingeschäft hinsichtlich des Verkaufs von nominal Mio. CHF 2,0, das nach dem Barwertverfahren auf Basis der zum Bilanzstichtag anwendbaren Tages- und Ausübungskurse bewertet wird. 11. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte Die nicht finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Der Zeitwert der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte unterscheidet sich nicht von ihrem Buchwert. In den sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerten sind TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 0) Zuschüsse zu Entwicklungskosten bilanziert. Hiervon wurden TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 0) im Berichtsjahr erfolgswirksam erfasst. Weitere TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 0) werden passivisch abgegrenzt und linear über die Nutzungsdauer der bezuschussten, aktivierten Entwicklungskosten von fünf Jahren aufgelöst. Unerfüllte Bedingungen und andere Erfolgsunsicherheiten im Zusammenhang mit im Abschluss erfassten Beihilfen der öffentlichen Hand bestehen nicht. 12. Eigenkapital Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag TEUR 58.155 (Vorjahr: TEUR 52.796). Es wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie auf Punkt 3. Unternehmenszusammenschlüsse hingewiesen. a) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital ist seit dem 02. September 2011 in 14.305.150 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 eingeteilt. Es ist in Höhe von 14.299.750,00 eingezahlt. In Höhe von EUR 5.400,00 ist das Kapital eingefordert, aber noch nicht eingezahlt. Durch eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage hat sich das gezeichnete Kapital um EUR 134.000,00 (entspricht 134.000 Aktien) zu Lasten des genehmigten Kapitals 2010 erhöht. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Alle Aktien sind Stammaktien und gewähren die gleichen aktienrechtlich vorgesehenen Rechte. b) Eigene Anteile In der Hauptversammlung vom 19. Juni 2006 wurde die Gesellschaft bis zum 30. November 2007 ermächtigt, eigene Aktien bis zu einer Höhe von insgesamt 10% des Grundkapitals, d.h. bis zu 1.380.520 Stückaktien im rechnerischen Wert von EUR 1,00 zu erwerben. Hiervon hat die Gesellschaft in 2007 Gebrauch gemacht und 8.420 Stückaktien mit Anschaffungskosten von insgesamt TEUR 26 erworben, wovon im Berichtsjahr 2.100 Stückaktien wieder verkauft wurden. Durch ein im Dezember 2011 neu gestartetes Aktienrückkaufprogramm wurden bis zum Stichtag 3.872 Stückaktien erworben. Die eigenen Anteile werden mit den gesamten Anschaffungskosten in einer Summe offen vom Eigenkapital abgezogen (cost method). Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handelns in eigenen Aktien genutzt werden. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft ausgeübt werden, aber auch für Rechnung durch Dritte durchgeführt werden. Genehmigtes Kapital In der Hauptversammlung vom 14. Juni 2010 wurde die in der Hauptversammlung vom 27. Juni 2005 erteilte Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von EUR 6.860.000,00 neu gefasst. Der Vorstand wurde ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31. Mai 2015 einmal oder mehrmals um bis zu EUR 6.902.600,00 durch Ausgabe neuer, nennwertloser Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrates über die Bedingungen der Aktienausgabe. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:
Im Berichtszeitraum wurde eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage in Höhe von EUR 134.000,00 durchgeführt. Zum Bilanzstichtag war noch ein Genehmigtes Kapital in Höhe von EUR 6.488.600,00 (Vorjahr EUR 6.622.600,00) vorhanden. Bedingtes Kapital und Aktienoptionspläne (AOP) In der Hauptversammlung vom 19. Juni 2006 wurde ein bedingtes Kapital i.H. v. EUR 686.000,00 beschlossen. Dieses bedingte Kapital kann nur insoweit erhöht werden, wie Inhaber von Aktienoptionen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 19. Juni 2006 im Rahmen des Aktienoptionsprogrammes 2006 von der Gesellschaft ausgegeben werden, von ihrem Bezugsrecht bis zum 30. Mai 2011 Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt. Im Berichtszeitraum waren keine Bezugsrechte mehr ausübbar. Die Optionsrechte entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt: scroll
Langfristige variable Entgeltbestandteile Mit der Verlängerung der Dienstverträge für die Vorstandsmitglieder wurden ab dem Geschäftsjahr 2012 Bonuszahlungen vereinbart, die an die zukünftige Kursentwicklung der NEXUS-Aktie gekoppelt sind. Dabei wird eine Bonuszahlung an die Vorstandsmitglieder fällig, wenn eine Überschreitung zwischen dem errechneten Ausgangskurs zum 31. Dezember 2011 und dem Schlusskurs zum 31. Dezember 2014 erfolgt. Die Überschreitung und damit die Bonuszahlung erfolgen in Euro-Cent-Schritten. Für die Berechnung der Optionen werden in den Geschäftsjahren 2012-2014 geschätzte Kosten in Höhe von TEUR 53 anfallen. Im Geschäftsjahr 2011 war noch kein Aufwand für Wertsteigerungsrechte zu erfassen. Die Anzahl der virtuellen Optionen beläuft sich auf 100.000 Stück. Für die Berechnung der Kurse wurden 50 Kursfeststellungen pro Jahr über die Laufzeit von drei Jahren unterstellt. Gleichzeitig wurde ein risikoloser Zins in Abhängigkeit der Laufzeit von 1,25% für 2 Jahre und 3 Jahre und für 4 Jahre von 2,00% gewählt. Dabei wurden Dividenden abstrahiert. Die antizipierte Laufzeit der virtuellen Aktienoptionen basiert auf historischen Daten und aktuellen Erwartungen und entspricht nicht zwingend dem tatsächlich eintretenden Ausübungsverhalten der Berechtigten. Der erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von der historischen Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, wobei die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die erwartete Volatilität beträgt 19,7% p.a., der gewichtete durchschnittliche Aktienkurs EUR 6,43. c) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beinhaltet im Wesentlichen Aufgelder aus der in 2000 durchgeführten Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Börsengang der NEXUS AG, die Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe der Ausgabe neuer Aktien gegen Sachkapitaleinlage, sowie der Ausübung von Aktienoptionen von Vorständen, Mitgliedern der Geschäftsführung in Tochterunternehmen und Mitarbeitern der NEXUS-Gruppe. Die im Rahmen der Barkapitalerhöhung und der Kapitalerhöhung durch Sacheinlage angefallenen direkt zuordenbaren Aufwendungen wurden mit der Kapitalrücklage verrechnet. Außerdem wird der beizulegende Zeitwert der im Rahmen der Aktienoptionspläne ausgegebenen Aktien in der Position Kapitalrücklage berücksichtigt. Entsprechend § 150 AktG müssen die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage den zehnten Teil des Grundkapitals übersteigen, damit sie zum Ausgleich von Verlusten oder für eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln verwendet werden dürfen. Solange die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage zusammen nicht den zehnten Teil des Grundkapitals übersteigen, dürfen sie nur zum Ausgleich von Verlusten verwendet werden, soweit der Verlust nicht durch Gewinnvortrag bzw. Jahresüberschuss gedeckt ist und nicht durch Auflösung anderer Gewinnrücklagen ausgeglichen werden kann. Durch eine im Berichtsjahr durchgeführte Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage erhöhte sich die Kapitalrücklage um TEUR 771 (Vorjahr: TEUR 784). Im Vorjahr wurde der Bilanzverlust in Höhe von TEUR 21.712 mit der Kapitalrücklage verrechnet. d) Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung Die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung resultiert aus Differenzen, die bei der Umrechnung der Jahresabschlüsse von fünf ausländischen Tochtergesellschaften entstehen. e) Bewertungsrücklage für Finanzinstrumente Die Bewertungsrücklage für Finanzinstrumente enthält die kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert der als zur Veräußerung bestimmt klassifizierten finanziellen Vermögenswerte nach Verrechnung der latenten Steuern. Wertminderungen aus dem Vorjahr wurden in Höhe der zum Bilanzstichtag bestehenden Wertminderung, aufwandswirksam verbucht. f) Rücklage für Pensionen Die Rücklage für Pensionen enthält die finanzmathematischen kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach Verrechnung latenter Steuern. Kapitalmanagement Ziel des Kapitalmanagements ist die Erhaltung der finanziellen Substanz des Konzerns sowie die nachhaltige Sicherstellung der notwendigen finanziellen Flexibilität. Zur Messung der finanziellen Sicherheit des Konzerns wird auch die Eigenkapitalquote herangezogen. Dabei wird das in der Konzernbilanz ausgewiesene Eigenkapital ins Verhältnis zur Bilanzsumme gesetzt. Die Finanzierungsstruktur ist danach durch eine als konservativ zu bezeichnende Kapitalstruktur, in der die Eigenfinanzierung dominiert, geprägt. Zum Bilanzstichtag beträgt die Eigenkapitalquote 72,3% (im Vorjahr: 77,3%). Die Fremdfinanzierung erfolgt fast ausschließlich über Verbindlichkeiten, die aus dem operativen Geschäftsbetrieb resultieren, sowie in geringem Umfang über Pensionen. Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten bestehen nahezu nicht. 13. Pensionsverpflichtungen Die Rückstellungen wurden im Inland für die von der Forest Gesellschaft für Products & Services mbH zum 30. September 2000 übernommenen unmittelbaren Pensionsverpflichtungen (Direktzusagen) aus Einzelzusagen bei der NEXUS / IT GmbH SÜDOST, NEXUS / CCC GmbH und NEXUS / IT GmbH NORD gebildet. Bei den leistungsorientierten Plänen in der Schweiz handelt es sich um Vorsorgewerke nach dem schweizerischen Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG). Diese Pläne stellen sogenannte Vollversicherungen dar, bei denen wenigstens temporär sämtliche versicherungsmathematischen Risiken, einschließlich der Kapitalmarktrisiken, von einer Versicherungsgesellschaft getragen werden. Die Höhe der Leistungen der übernommenen Pensionszusagen richtet sich nach den Dienstjahren und dem jeweiligen Gehalt der bezugsberechtigten Personen. Die Rückstellung wird gebildet für zahlbare Leistungen in Form von Alters- und Invalidenrente sowie für Hinterbliebenengeld. Es handelt sich um unverfallbare Anwartschaften. Ein Planvermögen besteht nur für die Verpflichtungen in der Schweiz. Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigt Marktzinssätze sowie Lohn-, Gehalts- und Rententrends. In Deutschland wurden als biometrische Rechnungsgrundlagen, die Todesfallwahrscheinlichkeit, Invaliditätswahrscheinlichkeit und Verheiratungswahrscheinlichkeit im Todesfall enthalten, die Richttafeln 2005 G (Verlag Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln) zugrunde gelegt. In der Schweiz wurde der auf statistischen Zahlen der Jahre 2002 — 2004 beruhende Tarif BVG 2005 zugrunde gelegt. Um die sinkende Sterblichkeit und gleichzeitig gestiegene Invalidierungswahrscheinlichkeit zu berücksichtigen, wird der Tarif um 0,5% pro Jahr verstärkt. In 2011 beträgt die Verstärkung somit 3,0%. scroll
Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen und des Planvermögens stellen sich wie folgt dar: scroll
Die versicherungsmathematischen Verluste 2011 in Höhe von TEUR 471 wurden, nach Berücksichtigung latenter Steuern, im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital, bzw. soweit sie auf diese entfallen, in den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter erfasst. Die kumulierten versicherungsmathematischen Verluste sind mit TEUR 1.381 abzgl. latenter Steuern im Eigenkapital erfasst. Der Gesamtaufwand für leistungsorientierte Versorgungszusagen, der im Personalaufwand enthalten ist, setzt sich wie siehe unten zusammen: scroll
Die tatsächlichen Ergebnisse des Planvermögens belaufen sich auf TEUR 576 (Vorjahr: TEUR 426). Das Planvermögen entfällt ausschließlich auf die Schweizer Pläne und besteht aus den Ansprüchen gegen die Versorgungswerke. Die erwarteten Gesamterträge aus Planvermögen werden auf der Grundlage der zu diesem Zeitpunkt gängigen Marktpreise für den Zeitraum, über den die Verpflichtung erfüllt wird, berechnet. Die erfahrungsbedingten Verschätzungen der Pensionsverpflichtungen belaufen sich auf TEUR -698 (Vorjahr: TEUR 343), die des Planvermögens auf TEUR -1.015 (Vorjahre: TEUR 0). Für das laufende Geschäftsjahr werden Arbeitgeberbeiträge in das Planvermögen in Höhe von TEUR 581 erwartet. Der Barwert der Pensionsverpflichtungen und des Planvermögens hat sich in den vergangenen fünf Jahren wie folgt entwickelt: scroll
In Deutschland wird die gesetzliche Rentenversicherung als beitragsorientierter Versorgungsplan angesehen. Der für die gesetzliche Rentenversicherung erfasste Aufwand für die sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter hat für das abgelaufene Geschäftsjahr TEUR 1.283 (Vorjahr: TEUR 1.196) betragen. Daneben bestehen für Vorstandsmitglieder weitere beitragsorientierte Pläne aus Direktversicherungen, für die im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 31) angefallen sind. 14. Rückstellungen Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Rückstellungen für voraussichtliche Gewährleistungsverpflichtungen wurden auf der besten Schätzung der Geschäftsführung hinsichtlich des zukünftigen Abflusses von wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung aus Garantien des Konzerns gebildet. Mittlerweile wird diese Aufwandsschätzung innerhalb der einzelnen Projekte durchgeführt und ist ab dem Berichtsjahr als Nachlaufkosten in den noch zu erbringenden Leistungen enthalten. Die noch zu erbringenden Leistungen betreffen Risiken im Projektgeschäft aus drohenden Nachlaufkosten sowie ggf. Preisnachlässen, die auf Basis von Erfahrungswerten sowie der noch erwarteten Kosten berechnet werden. Für sie wird ein Verbrauch in 2012 erwartet. Die übrigen Rückstellungen verbrauchen sich erwartungsgemäß im kommenden Jahr. 15. Verbindlichkeiten scroll
Die Finanzverbindlichkeiten beinhalten Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 0). scroll
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 3.444 (Vorjahr: TEUR 2.536). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Der Gesamtbetrag ist innerhalb eines Jahres fällig. scroll
Die tatsächlichen Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zu Grunde gelegt, die am Bilanzstichtag im jeweiligen Land der Gesellschaft gelten. scroll
Die Realisierung von Umsatzerlösen für den Bereich Softwarepflege erfolgt über den Leistungszeitraum. Durch Abweichung des Leistungszeitraums vom Geschäftsjahr sind Erlösabgrenzungen notwendig. Die Erlösabgrenzung wird im folgenden Geschäftsjahr über den Leistungszeitraum erlöswirksam aufgelöst. Die wesentliche Erhöhung dieser Position resultiert aus vorgenommenen Erlösabgrenzungen bei den neu in den Konzern integrierten Gesellschaften. scroll
Die sonstigen nicht finanziellen Schulden beinhalten erhaltene Anzahlungen auf Kundenverträge und sonstige Steuern, insbesondere Umsatzsteuer-, Lohn- und Kirchensteuerzahlungsverpflichtungen, sowie Sozialabgaben. scroll
In der Position Sonstige wurden die wahrscheinlichen Kaufpreisverpflichtungen aus Put-Call-Optionen zum Erwerb restlicher Unternehmensanteile in Höhe von TEUR 1.814 (Vorjahr: TEUR 256) eingestellt. 16. Eventualverbindlichkeiten und sonstige Verpflichtungen 1) Gerichtliche Prozesse sowie Forderungen aus Rechtsstreitigkeiten, die sich im normalen Geschäftsverlauf ergeben, könnten in der Zukunft gegenüber den Konzerngesellschaften geltend gemacht werden. Die damit einhergehenden Risiken werden im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens analysiert. Obgleich das Ergebnis dieser Streitfälle nicht immer genau eingeschätzt werden kann, ist der Vorstand der Ansicht, dass sich hieraus keine wesentlichen Verpflichtungen ergeben werden. 2) Des Weiteren ergeben sich finanzielle Verpflichtungen aus der Anmietung von Büroräumen, dem Leasing von Fahrzeugen und aus anderen Verpflichtungen. Entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Leasingvereinbarungen sind die Leasingverhältnisse als Operating-Leasingverhältnisse zu klassifizieren. Die sich daraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Die Miet- und Leasingzahlungen des Geschäftsjahres betragen: scroll
Miet- und Leasingvereinbarung enthalten weder Verlängerungs- oder Kaufoptionen noch Preisanpassungsklauseln. Im Jahr 2011 sind nur Mindestleasingzahlungen enthalten. 17. Umsatzerlöse Die konsolidierten Umsatzerlöse sind in der nachfolgenden Übersicht nach Regionen und Geschäftsbereichen aufgegliedert: scroll
Davon entfielen auf: scroll
18. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen unter anderem Erträge aus der Ausbuchung von kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 201 (Vorjahr: TEUR 162), geldwerte Vorteile in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 23), der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen TEUR 294 (Vorjahr: TEUR 85), sowie Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 24). Im Berichtsjahr wurden Fremdwährungsgewinne in Höhe von TEUR 940 (Vorjahr: TEUR 741) erfolgswirksam erfasst. 19. Materialaufwand Der Materialaufwand stellt sich im Berichtszeitraum wie folgt dar: scroll
In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren befinden sich hauptsächlich Aufwendungen aus Hardwarekäufen, die zum Weiterverkauf bestimmt sind. Im Bereich der bezogenen Leistungen wurden überwiegend Leistungen im Zuge des Projektgeschäftes an Dritte vergeben. 20. Mitarbeiterzahl und Personalaufwand Im Jahresdurchschnitt waren in den einzelnen Geschäftsjahren die folgende Anzahl an Mitarbeitern und Auszubildenden beschäftigt: scroll
Die Personalkostenentwicklung stellt sich im Berichtszeitraum wie folgt dar: scroll
Im Personalaufwand betreffen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3) Aufwendungen für gewährte Aktienoptionen, die über den Erdienungszeitraum verteilt gemäß IFRS 2 erfasst werden. 21. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die übrigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Zuführungen zu Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.060 (Vorjahr: TEUR 1.455), Zuführungen zu Rückstellungen in Höhe von TEUR 220 (Vorjahr: TEUR 434), Währungskursverluste in Höhe von TEUR 758 (Vorjahr: TEUR 176) sowie Abschreibungen und Verluste von Forderungen in Höhe von TEUR 221 (Vorjahr: TEUR 372). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der vorstehenden Tabelle beinhalten die Vergütung der Prüfungsgesellschaft für den Konzernabschluss wie folgt: scroll
22. Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen Ausgewiesen werden die auf den NEXUS-Konzern entfallenden, anteiligen Jahresergebnisse der at Equity bewerteten Unternehmen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 0) und ein Ertrag in Höhe von TEUR 133 aus der Neubewertung der at Equity bewerteten Beteiligung an der VEGA Software GmbH, Aachen, im Rahmen der Erstkonsolidierung. 23. Finanzerträge Von den Finanzerträgen entfallen TEUR 168 (Vorjahr: TEUR 97) auf Erträge aus Wertpapieren und Schuldscheindarlehen, TEUR 159 (Vorjahr: TEUR 57) auf Zinserträge aus Bankguthaben, TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 8) auf Zinserträge gegenüber Organen der Gesellschaft, TEUR 21 (Vorjahr: 0) auf Erträge aus Zuschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens und TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 47) auf sonstige Zinsen und ähnliche Erträge. 24. Finanzaufwendungen Von den Finanzaufwendungen entfallen TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 611) auf Abschreibungen und Abgangsverluste auf Wertpapiere des Umlaufvermögens, TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 5) auf Zinsaufwendungen aus Bankverbindlichkeiten und TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 16) auf sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen. Im Berichtsjahr sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) an Fremdkapitalzinsen aktiviert worden. 25. Ertragsteuern Die Ertragsteuern setzen sich aus dem tatsächlichen Steueraufwand bzw. dem tatsächlichen Steuerertrag sowie dem latenten Steueraufwand bzw. latenten Steuerertrag zusammen. Die tatsächlichen Steuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden unter Anwendung der am Stichtag geltenden Steuergesetze mit den Beträgen bemessen, die voraussichtlich an die zuständigen Finanzbehörden abzuführen bzw. von ihnen einzufordern sind. Latente Steuerverbindlichkeiten bzw. -forderungen werden auf Basis der Steuergesetze, die am Stichtag Gültigkeit hatten, zu dem Steuersatz bewertet, der voraussichtlich in der Periode Gültigkeit hat, in der die Verbindlichkeit beglichen wird bzw. die Forderung fällig ist. In 2011 wurden auf Basis einer Fünfjahresplanung alle Verlustvorträge auf Ihre Werthaltigkeit überprüft. Dabei wurden aktive latente Steuern nur in der Höhe gebildet, inwieweit eine Realisierung durch zukünftige Gewinne möglich ist. Passive latente Steuern, die insbesondere durch die Aktivierung von Entwicklungskosten entstehen, werden als latente Steueraufwendungen passiviert oder wenn möglich mit aktivierten latenten Steuern verrechnet. Die auf das Ergebnis vor Ertragsteuern entfallenden Steuern teilen sich im Berichtsjahr auf tatsächliche und latente Ertragsteuern wie folgt auf: scroll
Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden im Inland die Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags und die Gewerbesteuer sowie im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Außerdem werden in diesem Posten Steuerabgrenzungen auf alle wesentlichen Unterschiedsbeträge zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz sowie ggf. auf Konsolidierungsmaßnahmen erfasst. Substanzielle Hinweise für die Realisierung der latenten Steueransprüche auf nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge, die höher sind als die Ergebniseffekte aus der Umkehrung bestehender zu versteuernder temporärer Differenzen ergeben sich aus:
Bei der Ermittlung der Steuersätze wurde für die Körperschaftsteuerbelastung ein Steuersatz von 15,0% zzgl. Solidaritätszuschlag angesetzt, für die Gewerbesteuer in Abhängigkeit von der Gemeinde ein Steuersatz zwischen 11,55% und 16,38%. Für die Berechnung der latenten Steuern wird ein für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer zusammengefasster Satz von durchschnittlich 28,4% (Vorjahr: 28,4%) verwendet. Der ausgewiesene Steueraufwand weicht vom erwarteten Steueraufwand ab, der sich bei Anwendung des nominalen Steuersatzes auf das Ergebnis nach IFRS von 28,4% (Vorjahr: 28,4%) ergeben hätte. Die Beziehung vom erwarteten Steueraufwand zum Steueraufwand, welcher sich aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ergibt, zeigt folgende Überleitungsrechnung: scroll
Die Steuern Vorjahre und sonstige Abweichungen resultieren in 2011 insbesondere aus den Feststellungen einer im Inland erfolgten steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre bis einschließlich 2009. 26. Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich mittels Division des den Aktionären zustehenden Konzernjahresüberschusses durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der während der Periode im Umlauf befindlichen Aktien. Zur Berechnung eines verwässerten Ergebnisses je Aktie wäre der den Aktionären zurechenbare Konzernjahresüberschuss sowie der gewichtete Durchschnitt der sich im Umlauf befindlichen Aktien um die Auswirkungen aller verwässernden potenziellen Aktien, welche durch Ausübung der ausgereichten Optionen entstehen, zu bereinigen. In 2011 wurden 0 (Vorjahr: 85.950) Optionsrechte ausgeübt. Von den in 2006 gewährten Optionen konnten 2011 keine Bezugsrechte mehr ausgeübt werden, so dass sich kein Verwässerungseffekt ergibt. Zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wurde eine durchschnittliche Anzahl der Aktien von Tsd. 14.208 (Vorjahr: Tsd. 13.952) zu Grunde gelegt. scroll
27. Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns der NEXUS AG im Berichtsjahr durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit strukturiert. Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ausgewiesen. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Währungseffekten bei den immateriellen Vermögenswerten. 28. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit In 2011 ist der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 10.995 von TEUR 13.929 gefallen. Im Vorjahr waren hohe Anzahlungen der Grund für den außerordentlich hohen Cash Flow. 29. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit ist mit TEUR -17.650 (Vorjahr: TEUR -4.988) deutlich negativer als im Vorjahr. Drei Unternehmenserwerbe und die Investitionen in immaterielles Anlagevermögen, insbesondere in Entwicklungsleistungen, bildeten auch 2011 den Schwerpunkt der Investitionstätigkeiten. Daneben wurden Auszahlungen in Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition durchgeführt. 30. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit ist vor allem auf den Erwerb und den Verkauf eigener Anteile zurückführen. 31. Finanzmittelbestand Der Finanzmittelbestand setzt sich aus liquiden Mitteln (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten), abzüglich Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen. 32. Berichterstattung nach Geschäftssegmenten Gemäß IFRS 8 sind die operativen Geschäftssegmente auf Basis der internen Steuerung und Berichterstattung abzugrenzen. Der Vorstand der NEXUS AG als oberster Entscheidungsträger im Konzern überwacht regelmäßig die Ertragskraft und trifft seine Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen auf Basis der Business Units NEXUS / CIS, NEXUS / CSO, NEXUS / DIS, NEXUS / HOSPIS, NEXUS / QM, NEXUS / NCS sowie NEXUS / HCS. Die Business Units bilden damit die operativen Segmente im Sinne von IFRS 8 ab. Die in den Konzernabschluss einbezogenen rechtlichen Einheiten werden jeweils vollständig einer Business Unit zugeordnet. Jede Business Unit besteht somit jeweils aus einer oder mehreren rechtlichen Einheiten. In den Business Units NEXUS / CIS, NEXUS / CSO, NEXUS / DIS, NEXUS / QM, NEXUS / HOSPIS (CH), NEXUS / NCS werden Softwarelösungen für das Gesundheitswesen im administrativen und im medizinischen Bereich entwickelt und vertrieben. Da die wirtschaftliche Entwicklung dieser Business Units auf externe Einflüsse gleichförmig reagiert, die angebotenen Produkte und Dienstleistungen ähnlich und der Leistungserstellungsprozess nahezu identisch ist, sowie außerdem die Kunden und Vertriebsmethoden sehr ähnlich bzw. identisch sind, werden diese sechs Business Units analog der internen Berichterstattung gem. IFRS 8 zu dem berichtspflichtigen Segment Healthcare Software zusammengefasst. Das Management steuert die Segmente über das betriebliche Segmentergebnis. Das nicht dem Berichtssegment Healthcare Software zugeordnete operative Segment NEXUS / HCS berichtet als eigenständig berichtspflichtiges Segment Healthcare Service. Die unter Healthcare Service zusammengefassten Gesellschaften werden einheitlich geführt. Unter dem Label NEXUS / CCC werden zentral Dienstleistungen und Lösungen für Hotline und Applikationssupport, Hardwareservices und -lösungen, Schnittstellenservices und -lösungen und externe Qualitätssicherung und Softwaredeployment angeboten. Unter dem Label NEXUS / IT werden von der Betriebsführung bis hin zur Betreuung der eingesetzten Software-Applikationen und dem Anwendersupport leitende Funktionen im täglichen Management der Klinik-IT erbracht. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der beiden berichtspflichtigen Segmente entsprechen den gleichen Rechnungslegungsmethoden wie die externe Berichterstattung. Transaktionen zwischen den Segmenten werden anhand marktüblicher Konditionen abgerechnet. Im Folgenden sind die Umsatzerlöse und Ergebnisse sowie das Segmentvermögen und die Segmentverbindlichkeiten der einzelnen berichtspflichtigen Segmente des Konzerns dargestellt: siehe nächste Seite. Die geografischen Segmente des Konzerns werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Verkäufe an die externen Kunden, die in den geografischen Segmenten angegeben werden, werden entsprechend dem geografischen Standort der Kunden den einzelnen Segmenten zugewiesen. Angaben zu den geografischen Segmenten machen wir folgende: scroll
Zum 31.12.2011 und zum 31.12.2010 wurden keine Kunden identifiziert, mit denen der Konzern jeweils mindestens 10% seiner Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielt hat. scroll
33. Finanzinstrumente Finanzrisikomanagement Der Konzern ist teilweise auf internationaler Ebene tätig, wodurch er Marktrisiken aufgrund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt ist. Der Konzern geht nicht davon aus, dass diese Risiken einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns haben können. Nachfolgende Ausführungen ergänzen die Ausführungen zu den im Lagebericht gemachten Angaben zu Risiken. Ausfallrisiken Finanzinstrumente, die für die Gesellschaft möglicherweise eine Konzentration des Ausfallsrisikos bewirken können, sind hauptsächlich Guthaben bei überwiegend renommierten Finanzinstituten in Deutschland und der Schweiz, verbriefte Schuldscheindarlehen und marktgängige Wertpapiere und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Gesellschaft lauten vorwiegend auf Euro, Schweizer Franken und US-Dollar. Bei den marktgängigen Wertpapieren handelt es sich um Rentenfonds. Die Gesellschaft überwacht fortlaufend ihre Positionen bei den Finanzinstituten, die ihre Vertragspartner bei den Finanzinstrumenten sind, sowie deren Bonität und kann kein Risiko der Nichterfüllung erkennen. Ausfallrisiken bzw. Risiken, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, werden mittels Verwendung von Kreditzusagen, Kreditlinien und anderer Kontrollverfahren im Rahmen des Forderungsmanagements (bspw. Bonitätsprüfungen) gesteuert. Im Konzern besteht zum Bilanzstichtag mit der Forderung gegen einen Kunden aus Saudi Arabien in Höhe von umgerechnet TEUR 756 eine exponierte Ausfallrisikokonzentration bei den Leistungsforderungen. Alle übrigen theoretischen Einzelrisiken im Bereich der Kundenforderungen liegen am Bilanzstichtag unter je EUR 0,5 Mio. und betreffen ganz überwiegend Forderungen gegen Einrichtungen des Gesundheitswesens in Deutschland und der Schweiz (Krankenhäuser, Kliniken, Spitale etc.). Zum 31. Dezember 2011 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nennwert von TEUR 1.646 (Vorjahr: TEUR 1.931) wertgemindert (vgl. 9. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen). Das Ausfallrisiko ist auf die Buchwerte begrenzt. Liquiditätsrisiken Sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Der Konzern ist bestrebt, über genügend Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente oder entsprechende Kreditlinien zu verfügen, um seine Verpflichtungen in den nächsten Jahren zu erfüllen. Des Weiteren steht der Gesellschaft genehmigtes Kapital im Betrag von TEUR 6.488 (Vorjahr: TEUR 6.622) für weitere Kapitalerhöhungen zur Verfügung. Mit der unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Darlehensforderung gegen einen Dritten in Höhe von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.) ergibt sich eine weitere wesentliche Risikokonzentration. Diese Darlehensforderung ist mit Grundschulden in Höhe von EUR 1,4 Mio. (3. Rang) gesichert. Ein Hinweis auf eine Wertminderung der Darlehensforderung liegt nicht vor. Die maximale Risikohöhe ergibt sich aus dem Buchwert der aktivierten Finanzinstrumente. Währungsrisiken Währungsrisiken entstehen durch die in der Schweiz, den USA sowie in anderen Regionen realisierten Umsätze in CHF, USD und SAR sowie den daraus resultierenden Forderungen, die bis zur Zahlung Währungsschwankungen unterliegen. Zinsrisiken Die NEXUS AG nimmt keine langfristigen Darlehen in Anspruch. Ein Cash Flow-Zinsrisiko besteht nicht. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Rentenfonds. Die Anlagen unterliegen einem Zins- bzw. einem Marktwertrisiko. Das Fair-Value-Risiko wird aufgrund der Klassifizierung der Wertpapiere — als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte — bis zu einer Veräußerung oder Wertminderung im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital in einer entsprechenden Bewertungsrücklage erfasst. Zeitwert Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Konzerns umfassen in erster Linie Schuldscheindarlehen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Kontokorrentkredite, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Der Buchwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente kommt seinem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zu Grunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe. Transaktionsrisiko Die NEXUS AG hat in 2011 45,1% des Umsatzes außerhalb des Euroraumes fakturiert (Vorjahr: 37,2%). Kosten fallen aufgrund unserer Aktivitäten in der Schweiz in Schweizer Franken an, jedoch nur in geringem Maße in US-Dollar. Zum 31. Dezember 2011 hatte der Konzern einen Bestand an USD in Höhe von TUSD 2.834 = TEUR 2.191 (31. Dezember 2010: TUSD 584 = TEUR 436) und einen Bestand an Schweizer Franken in Höhe von TCHF 1.753 = TEUR 1.442 (31. Dezember 2010: TCHF 1.199 = TEUR 958). Es bestanden zum 31. Dezember 2011 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung von TSAR 4.115 = TEUR 848 (31. Dezember 2010: TSAR 8.901 = TEUR 1.775) sowie TCHF 8.733 = TEUR 7.179 (31. Dezember 2010: TCHF 5.662 = TEUR 4.522). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2011 in fremder Währung betrugen TCHF 1.473 = TEUR 1.211 (31. Dezember 2010: TCHF 423 = TEUR 338); die Verbindlichkeiten in USD sind wie im Vorjahr nicht wesentlich. Zur Steuerung des Währungsrisikos werden derivative Finanzinstrumente als Devisentermingeschäfte eingesetzt. Eine Sicherungsbeziehung bestand zum Stichtag nicht. Basierend auf den Bilanzstichtagskursen der relevanten Währungen wurde der Ermittlung von Sensitivitäten eine hypothetische Veränderung der Wechselkursrelationen um jeweils zehn Prozent zugrunde gelegt. Wäre zum Abschlussstichtag der Euro gegenüber dem US-Dollar um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um TEUR 219 reduziert (erhöht) (Vorjahr: TEUR 44). Eine Aufwertung (Abwertung) des Saudi Arabischen Rial (SAR) gegenüber dem Euro um 10% würde das Konzernergebnis vor Steuern um TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 176) entlasten (belasten). Wären die Schweizer Franken (CHF) gegenüber dem Euro am Abschlussstichtag um 10% aufgewertet (abgewertet), würde sich ein um TEUR 597 (Vorjahr: TEUR 112) höheres (niedrigeres) Konzernergebnis vor Steuern ergeben. Translationsrisiko Der Sitz der Tochtergesellschaften NEXUS Schweiz GmbH (100%), NEXUS Medizinsoftware und Systeme AG (99,98%) und Flexreport AG (100%), Domis Consulting AG (100%), Synergetics AG (60%) sowie der Sitz der 50%-igen Beteiligung NEXUS / Arabia Ltd., Riyadh befinden sich außerhalb des Euroraums. Da die Berichtswährung des NEXUS-Konzerns der Euro ist, werden die Erträge und die Aufwendungen dieser Tochtergesellschaften im Rahmen der Konsolidierung in Euro umgerechnet. Änderungen der durchschnittlichen Wechselkurse von einer Berichtsperiode zur anderen können signifikante Umrechnungseffekte verursachen, zum Beispiel in Bezug auf die Umsatzerlöse, das Segmentergebnis und das Konzernergebnis. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten Die nachfolgende Tabelle (Seite 69 f.) gibt die Buchwerte nach Bewertungskategorie gemäß IAS 39 und die beizulegenden Zeitwerte nach Klassen von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten an. Die Nettogewinne der Kategorie FVTPL (HfT) werden unter der Position Sonstige betriebliche Erträge erfasst (TEUR 0, Vorjahr: TEUR 0). Nettoverluste werden in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst (TEUR -81 Vorjahr: TEUR 0). Die Nettogewinne / -verluste der Kategorie AfS beinhalten Minderungsverluste von TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 611), die in der Position Finanzaufwendungen erfasst werden. Gewinne werden unter Finanzerträgen ausgewiesen. Neben den im Konzernjahresüberschuss gebuchten Nettogewinnen / -verlusten aus AfS-Wertpapieren und at Equity bewerteten Beteiligungen sind in der Kategorie AfS noch im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasste Nettoverluste nach Abzug von latenten Steuern von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR -10) angefallen. Im Berichtsjahr wurden keine Wertminderungen (Vorjahr: aufgrund von Wertpapierveräußerungen TEUR 611) aus der Bewertungsrücklage für Finanzinstrumente aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Nettogewinne / -verluste der Kategorie loans and receivables beinhalten Minderungsverluste von TEUR -1.281 (Vorjahr: TEUR -1.519). Diese werden in der Position Sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Erträge aus Wertaufholungen in Höhe von TEUR 294 (Vorjahr: TEUR 85) werden unter Sonstige betriebliche Erträge erfasst. Nettogewinne / -verluste aus Finanzinstrumenten Die im Geschäftsjahr 2011 erfolgswirksam erfassten Nettogewinne / -verluste aus Finanzinstrumenten (nach Bewertungskategorie) lassen sich wie folgt zusammenfassen: scroll
Zinserträge / -aufwendungen aus Finanzinstrumenten Zinserträge / -aufwendungen aus Finanzinstrumenten, die nicht erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet wurden, fielen im Geschäftsjahr 2011 wie folgt an: scroll
Die Zinserträge betreffen mit TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 97) Finanzinstrumente der Kategorie AfS. Zinserträge auf wertgeminderte finanzielle Vermögenswerte betragen TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 97). Die folgende Übersicht stellt für die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente dar, auf welchen wesentlichen Parametern die Bewertung basiert. Die einzelnen Stufen sind gemäß IFRS 7 wie folgt definiert: Stufe 1: Bewertung mit auf aktiven Märkten notierten (unverändert übernommenen) Preisen für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Stufe 2: Bewertung für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit erfolgt entweder direkt (als Preis) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) auf Basis beobachtbarer Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen. Stufe 3: Bewertung auf Basis von Modellen mit nicht am Markt beobachtbaren Inputparametern. scroll
Erläuterung der Abkürzungen
FVTPL (HfT)
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten
(zu Handelszwecken gehalten) Für die Position Barmittel und Bankguthaben ist eine eigenständige Klasse zu bilden. Eine pauschale Zuordnung zu den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten oder zu den zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten ist nicht sachgerecht, da ein Ausweis zum Nominalwert erfolgt, wobei ausländische Sorten zum Tageskurs umgerechnet werden. Die Bewertung des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten steht somit nicht im Zusammenhang mit einer Kategorisierung nach IAS 39, weshalb keine Angabe des bilanziellen Wertansatzes nach Bewertungskategorie erfolgt. scroll
34. Haftungsverhältnisse Am 31. Dezember 2011 bestanden wie zum Vorjahresstichtag keine Haftungsverhältnisse. 35. Beziehung zu nahe stehenden Unternehmen und Personen Nahe stehende Unternehmen Die NEXUS AG ist das oberste Mutterunternehmen. Mit dem assoziierten Unternehmen G.I.T.S. Gesundheitswesen IT-Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck, wurde im Berichtszeitraum für den Konzern unbedeutende Transaktionen durchgeführt. Insgesamt wurden Verkäufe in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 60) und Käufe in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 76) getätigt. Zum Stichtag bestanden wie im Vorjahr keine offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Mit den assoziierten Unternehmen Medidata GmbH, Berlin, und Palladium-med GmbH, Berlin, gab es im Geschäftsjahr keinerlei Geschäftsvorfälle. Die Debes Consulting GmbH, Heiden (CH), erbringt Management Leistungen für eine Schweizer Tochtergesellschaft. Hier wurden im Geschäftsjahr Käufe in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 54) getätigt. Desweiteren bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 25). Die BRPS Invest AG, Pfäffikon (CH), erbringt im Wesentlichen Managementleistungen für eine Schweizer Tochtergesellschaft. Hier wurden im Geschäftsjahr Käufe in Höhe von TEUR 285 getätigt. Desweiteren bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1. Die Cdot AG, Wilen bei Wollerau (CH) bezieht Leistungen von einem Schweizer Tochterunternehmen. Hieraus bestanden zum Stichtag TEUR 9 an offenen Forderungen. Der Umsatz mit Leistungen im Geschäftsjahr beträgt TEUR 70. Verkäufe an und Käufe von nahe stehenden Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Nahestehende Personen Als Managementmitglieder in Schlüsselpositionen werden nur Managementmitglieder (Aufsichtsrat und Vorstand) der Konzernmuttergesellschafter NEXUS AG angesehen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erbringen neben ihrer Aufsichtsratstätigkeit vereinzelt selbst oder über ihnen nahe stehende Gesellschaften Dienstleistungen für den Konzern und rechnen diese nach marktüblichen Bedingungen ab. In 2011 betrugen die hierfür als Aufwand angefallenen Dienstleistungshonorare TEUR 102 (Vorjahr: TEUR 92). Am Bilanzstichtag waren hieraus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 11) offen. Daneben erbringen Konzernunternehmen Dienstleistungen an Aufsichtsratsmitglieder und rechnen diese nach marktüblichen Bedingungen ab. In 2011 betrugen die hierfür angefallenen Erlöse TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 119). Am Bilanzstichtag waren hieraus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 17) offen. Es bestehen, neben den bereits an dieser und anderen Stellen gemachten Angaben, keine weiteren berichtspflichtigen Beziehungen zu nahe stehenden Personen. Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Barzahlung beglichen. Für Forderungen oder Schulden gegen nahestehende Unternehmen bestehen keinerlei Garantien. Zum 31. Dezember 2011 hat der Konzern wie zum Vorjahresstichtag keine Wertberichtigung auf Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen und Personen gebildet. Die Notwendigkeit des Ansatzes einer Wertberichtigung wird jährlich überprüft, indem die Finanzlage des nahe stehenden Unternehmens und der Markt, in dem dieses tätig ist, überprüft werden. 36. Organe der Gesellschaft Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 112 (Vorjahr: TEUR 85). Der Vorstand:
Die Gesamtbezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Abfindungen wurden nicht bezahlt. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 18. Juni 2007 wird auf die individualisierte Angabe der Vorstandsgehälter verzichtet. Am Bilanzstichtag waren keine Aktienoptionen mehr an die Vorstände ausgegeben. Im Dezember 2011 wurde mit den Vorständen eine aktienbasierte Vergütung vereinbart. Sie besteht aus 100.000 virtuellen Aktienoptionen, die im Jahr 2015 fällig werden und auf der Kursentwicklung der Jahre 2012 bis 2014 basieren. Der beizulegende Zeitwert bei Gewährung beträgt TEUR 53. In 2008 wurde einem Vorstandsmitglied ein Darlehen in Höhe von TEUR 250 gewährt. Im Berichtsjahr erfolgte eine Tilgung von TEUR 42. Zinsen betrugen in 2011 TEUR 3. Zum 31. Dezember 2011 belaufen sich Darlehen und Zinsen auf TEUR 52. Am 30. April 2012 wird eine Schlussrate in Höhe von TEUR 52 fällig. Der Zinssatz für das gewährte Darlehen beträgt 4% p.a. Die Zinszahlungen sind zu den Tilgungsterminen fällig. Sicherheiten sind keine gestellt. 37. Directors" Holdings Im Geschäftsjahr 2011 hat sich die Anzahl der gehaltenen Aktien des Vorstandes und des Aufsichtsrates wie in der unteren Aufstellung dargestellt verändert. 38. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die zusätzliche Informationen zur Lage des Unternehmens zum Bilanzstichtag liefern, werden in der Bilanz berücksichtigt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die zu keinerlei Anpassung führen, gibt es nicht. 39. Erklärung gem. § 161 AktG zum deutschen Corporate Governance Kodex Der Vorstand und der Aufsichtsrat der NEXUS AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Unternehmenswebsite unter www.nexus-ag.de — Investor Relations — Corporate Governance dauerhaft zugänglich gemacht. scroll
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Villingen-Schwenningen, den 14. März 2012 NEXUS AG Der Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Nexus AG, Villingen-Schwenningen, aufgestellten Konzernabschluss — bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang — sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 14. März 2012 KPMG AG Philipp, Wirtschaftsprüfer Kern, Wirtschaftsprüferin |
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