NEXUS AG

Villingen-Schwenningen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Geschäftsbericht 2014

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat wurde im Geschäftsjahr 2014 durch den Vorstand regelmäßig durch schriftliche und mündliche Berichte über die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Risikosituation und insbesondere über wichtige Ereignisse zeitnah unterrichtet. Der Aufsichtsrat ist seiner Prüfungs- und Überwachungspflicht nachgekommen. Die dem Aufsichtsrat aufgrund der gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte wurden überprüft und mit dem Vorstand erörtert. Darüber hinaus wurden der Aufsichtsratsvorsitzende sowie dessen Stellvertreter laufend vom Vorstand über den Geschäftsverlauf informiert. Wie bisher sind derzeit Aufsichtsratsmitglieder die Herren Dr. Hans-Joachim König (Vorsitzender) , Prof. Dr. Ulrich Krystek (stellvertretender Vorsitzender) sowie die Herren Wolfgang Dörflinger, Matthias Gaebler, Erwin Hauser und Prof Dr. Alexander Pocsay.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014 vier ordentliche Sitzungen durchgeführt. In diesen hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit der laufenden Geschäftslage, der strategischen Weiterentwicklung sowie möglichen und tatsächlichen Unternehmensakquisitionen befasst. Hier wurden Chancen und Risiken von Akquisitionskandidaten intensiv diskutiert. Daneben wurden am 15. September 2014 und am 29. Oktober 2014 Aufsichtsratsbeschlüsse im Rahmen von Telefonkonferenzen gefasst, die die abschließende Genehmigung von zuvor in ordentlichen Aufsichtsratssitzungen grundsätzlich genehmigten Unternehmensakquisitionen zum Gegenstand hatten.

Der Aufsichtsrat hat sich in seiner Sitzung am 16. Dezember 2013 ausführlich mit der Thematik "Corporate Governance", insbesondere mit dem deutschen Corporate Governance Kodex befasst. Der Aufsichtsrat hat über die gemeinsame Entsprechungserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gemäß § 161 AktG Beschluss gefasst. Die Entsprechungserklärung ist im Internet unter www.nexus-ag.de wiedergegeben.

Kein Aufsichtsratsmitglied fehlte an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen. Der vom Aufsichtsrat gebildete Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2014 einmal.

Der Personalausschuss hat parallel zum Prüfungsausschuss im Geschäftsjahr 2014 einmal getagt und dem Aufsichtsrat den Abschluss konkreter Dienstverträge mit den derzeitigen Vorstandsmitgliedern für die Zeit ab 01. Januar 2015 vorgeschlagen, die sodann vom Aufsichtsrat zum Abschluss beschlossen wurden. Neben dem bestehenden Prüfungsausschuss und Personalausschuss bestanden im Geschäftsjahr 2014 keine weiteren Ausschüsse des Aufsichtsrats.

Der durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der NEXUS AG, der Lagebericht, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Freiburg i. Br., geprüft worden. Die KPMG AG ist durch Hauptversammlungsbeschluss vom 16. Mai 2014 zum Abschlussprüfer der NEXUS AG sowie des NEXUS-Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 bestellt worden und wurde demgemäß mit der vorstehenden Prüfung beauftragt. Die Abschlussprüfer haben keine Einwände erhoben und dies in den uneingeschränkten Bestätigungsvermerken bestätigt. Die Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte lagen dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor, sie wurden von Prüfungsausschuss und vom Aufsichtsrat jeweils eingehend geprüft und in der Prüfungsausschusssitzung und der Sitzung des Aufsichtsrats am 20. März / 23. März 2015 ausführlich besprochen. An der Prüfungsausschusssitzung und der Sitzung des Aufsichtsrats am 20. März / 23. März 2015 nahm auch der Abschlussprüfer teil, dieser berichtete über wesentliche Ergebnisse der Prüfung und stand für weitere Erläuterungen zur Verfügung.

Auf Basis der Prüfung des Prüfungsausschusses und seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat durch Beschluss vom 20. März / 23. März 2015 dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfung zugestimmt. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Prüfungsausschusses und der Prüfung durch den Aufsichtsrat haben sich keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der NEXUS AG sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht durch Beschluss vom 23. März 2015 festgestellt bzw. gebilligt.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand des Unternehmens für ihre Leistung und ihr hohes Engagement in der NEXUS AG und allen verbundenen Unternehmen. Außerdem gratuliert der Aufsichtsrat an dieser Stelle zum wiederholt erfolgreichen Geschäftsjahr.

 

Villingen-Schwenningen, 23. März 2015

Dr. Hans-Joachim König, Aufsichtsratsvorsitzender

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014

Grundlagen des Konzerns1)

Geschäftsmodell

NEXUS entwickelt, vertreibt und wartet Softwarelösungen für Krankenhäuser, Fachkliniken und Pflegeheime. Mit den Produktgruppen

NEXUS / KIS: Komplettinformationssystem für somatische Häuser

NEXUS / PSYCHIATRIE: Komplettinformationssystem für psychiatrische Häuser

NEXUS / HEIM: Komplettinformationssystem für Altenheime und Altenheimketten

NEXUS / REHA: Komplettinformationssystem für Rehabilitations-Einrichtungen

NEXUS / HOSPIS: Administratives Komplettinformationssystem für Schweizer Spitäler

NEXUS / DIS: Interdisziplinäres diagnostisches Informationssystem

NEXUS / FRAUENHEILKUNDE: Informationssystem für geburtshilfliche Einrichtungen und Frauenheilkunde

NEXUS / PATHOLOGIE: Informationssystem für pathologische und zytologische Einrichtungen

NEXUS / RADIOLOGIE: Radiologie-Informations- (RIS) und Bildsystem (PACS) für radiologische Abteilungen und Praxen

NEXUS / INFORMATIONSTORE: Management-Informations-Systeme für Krankenhäuser

NEXUS / QM: Informationssysteme für das Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen

NEXUS / SPM: Informationssysteme für Sterilisationsprozesse im Krankenhaus

NEXUS / IS: Integrationsserver für das Schnittstellenmanagement für Krankenhaus-Informations-Systeme in Krankenhäusern

NEXUS / IT: Outsourcing Lösungen im Gesundheitswesen

Clinic WinData: Informationssysteme für die medizinische Fachbefundung und Geräteintegration

ASS.TEC: Prozess- und HR-Beratung im SAP-Umfeld

Asebis: Die Spitex-Komplettlösung für den Schweizer Markt

PEGASOS: Archivierung und Prozessmanagement im Gesundheitswesen

E-med: Webbasiertes klinisches Informationssystem für französische Gesundheitseinrichtungen

werden IT-Lösungen für Problemstellungen bei Kunden des Gesundheitswesens angepasst und deren spezifische Prozesse abgebildet sowie Serviceleistung erbracht. NEXUS vertreibt die Softwarelösungen, installiert sie beim Kunden und übernimmt die Pflege der Lösungen im Sinne der Weiterentwicklung und Beratung.

Die Softwarearchitektur ist modular, offen und serviceorientiert. Die Serviceorientierung der Produkte ermöglicht es, Funktionalitäten (Services) auch in Fremdprodukte zu integrieren. Ebenso können auf diese Weise Bestandskunden neu akquirierter Unternehmen unmittelbar von Funktionsausweitungen profitieren.

Die verschiedenen Module der Software-Lösungen werden sowohl zur Verbesserung der Verwaltungs-, Abrechnungs- und Behandlungsabläufe als auch zur Optimierung der Qualität der Dokumentation von Patientendaten eingesetzt. Die Zielsetzung unserer Produkte ist es, Kunden des Gesundheitswesens Instrumente anzubieten, mit denen sie ihre Geschäftsprozesse digitalisieren, beschleunigen und qualitativ verbessern können. IT-Outsourcing-Lösungen runden das Leistungsspektrum ab.

Die NEXUS-Gruppe ist an den Standorten Villingen-Schwenningen, Aachen, Berlin, Böblingen, Erlangen, Frankfurt (Main) , Hannover, Ismaning, Jena, Ratingen, Singen (Hohentwiel) , Wien (A) , Wallisellen (CH) , Altishofen (CH) , Basel (CH) , Lugano (CH) , Luzern (CH) , Grenoble (F) , Creuzier-le-Neuf (F) vertreten. Die strategische Ausrichtung der Gruppe wird maßgeblich von der NEXUS AG bestimmt.

1) Auf Grund von Fehlerkorrekturen gemäß IAS 8.41 ff. wurden die Vergleichszahlen angepasst (siehe auch Anhang Note 2.3) .

Steuerungssystem

Die NEXUS-Gruppe ist in zwei Segmente ("Healthcare Software" und "Healthcare Services") und innerhalb der Segmente in verschiedene Tochtergesellschaften (Geschäftsgebiete) untergliedert. Jedes Geschäftsgebiet verfügt über ein eigenständiges Geschäftsmodell. Grundlage der Geschäftsgebietsstrategie sind die Produktprogramm-, Markt-, Technologie- und Vertriebsstrategien der Gesamtgruppe. Die Steuerung der Segmente und Geschäftsgebiete erfolgt über die Messung von insgesamt 3 einheitlichen Kennzahlen (nach lokalen Rechnungslegungsstandards) : "Umsatz", "Ergebnis vor Steuern" und "Relative Marktposition". Unter "Relativer Marktposition" verstehen wir die Entwicklung eines Segmentes oder Geschäftsgebietes relativ zu den wesentlichen Wettbewerbern, gemessen an der Anzahl gewonnener Ausschreibungen, soweit diese Informationen vorliegen. Die Kennzahlen werden quartalsweise vom Vorstand überprüft.

Forschung und Entwicklung

Die NEXUS-Gruppe betreibt keine Forschung sondern nur Softwareentwicklung. In 2014 wurden Entwicklungsaufwendungen insbesondere für die Produkte NEXUS / HIS, NEXUS / KIS sowie für die NEXUS / KIS ng. getätigt. Weitere Ergänzungsprodukte wurden neu entwickelt und unmittelbar in den Markt eingeführt. Die Entwicklung der Next Generation Software wird innerhalb der Entwicklung der NEXUS AG betrieben, ist auch organisatorisch in der NEXUS AG enthalten und wird durch die Etablierung einer eigenen Entwicklungsgruppe unterstützt.

In 2014 wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 4.687 aktiviert (Vj: TEUR 4.514) . Darüber hinaus sind Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 1.781 aus Unternehmenserwerben zugegangen. Die in 2014 aktivierten Entwicklungen beinhalten neben den oben genannten Neuprodukten auch Leistungen, die im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der bestehenden NEXUS-Produkte stehen.

Für das Geschäftsjahr 2015 sind aktivierungsfähige Entwicklungsinvestitionen in Höhe von rund TEUR 4.300 geplant. Im Entwicklungsbereich waren zum Ende des Berichtsjahres 223 Mitarbeiter (Vj: 210 Mitarbeiter) beschäftigt. Insgesamt sind TEUR 12.884 (Vj: TEUR 11.540) an Entwicklungskosten angefallen. Von den Umsätzen 2014 sind TEUR 14.985 (Vj: TEUR 13.862) auf Lizenzeinnahmen entfallen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

NEXUS liefert hauptsächlich an Kunden innerhalb des öffentlichen Gesundheitswesens im In- und Ausland mit Schwerpunkt in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Frankreich. Daher ist die Auftragslage neben dem Wettbewerbsumfeld auch stark von den Budgetentwicklungen und den Strukturveränderungen im Gesundheitswesen abhängig. Eine unmittelbare Abhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen ist jedoch nicht gegeben. Langfristig kann die Krise der öffentlichen Staatsfinanzen in vielen europäischen Ländern jedoch zu einer Reduktion der Wachstumserwartungen der NEXUS-Gruppe führen. Eine gesicherte Prognose dieser Entwicklungen lässt sich derzeit nicht stellen, da die Rahmenbedingungen - insbesondere die Entwicklung der öffentlichen Haushalte in den jeweiligen Ländern - sich sehr schnell ändern. Mit Unsicherheit behaftet sind die Entwicklungen auch in anderen Regionen.

Es bestätigt sich jedoch, dass "Optimierungen der Gesundheitseinrichtungen durch moderne Informationssysteme" auch in Krisenzeiten ein fester Punkt auf der Prioritätenliste des Gesundheitswesens fast aller Länder bleibt.

Technologietrends

Die Beobachtung informationstechnologischer Trends und Entwicklungen ist für die Strategie der NEXUS von herausragender Bedeutung. In 2015 sehen wir deutliche Änderungen des technologischen Umfeldes, die von Bedeutung für unsere Technologiestrategie sind:

Trend: "Computing Everywhere"

Nutzer können heute in fast jeder täglichen Situation auf Rechnerleistungen zurückgreifen. Computerzugang ist in diesem Sinne überall verfügbar. Nutzer setzen dabei weiter auf mobile Geräte unterschiedlicher Arten. Nach Gartner (2014) verlieren Anbieter dabei "zunehmend die Kontrolle über die Endgeräte beim Nutzer" und müssen sich stärker mit User-Experience-Design und dem Nutzungskontext ihrer Apps und Software auseinandersetzen und darüber differenzieren. Das gilt auch in Krankenhäusern. Große Teile der Belegschaft nutzen ihre eigenen mobilen Geräte oder werden vom Arbeitgeber mit mobilen Geräten ausgestattet. Es zeigt sich, dass mobile Endgeräte sich dabei weiter diversifizieren und weitere Formen, Interaktionsmöglichkeiten und Nutzerkontexte entstehen. NEXUS muss diesen Trend aufnehmen sich auf neue Nutzer-Modelle im Produktspektrum und innerhalb der eigenen Mobillösungen einstellen.

Trend: "Mobile Apps"

Dabei wird die Bedeutung mobiler Apps nach Ansicht vieler Experte weiter wachsen. Der "Mobile Health Market Report 13-17" geht von einem globalen Marktvolumen in 2012 von 1,3 Mrd. US$ für mobile Healthcare Apps aus und prognostiziert einen starken Anstieg in den nächsten Jahren. Klassische Software-Programme geraten weiter unter Druck, ihr Markt schrumpft. Die derzeit den Markt noch bestimmenden nativen Apps werden nach Auffassung vieler Experten langfristig durch Web-Apps ersetzt. Web-Apps sind in der modernen Form in der Lage, native Apps auch in komplexeren und kontextabhängigen Aufgaben zu ersetzen. NEXUS setzt mit einer eigenen Mobil-Lösung auf diesen Trend und sieht darin ein stark wachsendes Geschäftsfeld im Softwaremarkt des Gesundheitswesens.

Die Bedeutung des Internets und die Vernetzung der Systeme,
Menschen und Maschinen zeigen sich in einer Reihe von nachhaltigen Trends, die NEXUS beobachtet:

Trend: "Das Internet der Dinge"

Das "Internet of things" wird den menschlichen Alltag in den nächsten Jahren noch stärker durchziehen als bisher. Bis zum Jahr 2020 sollen laut Gartner weltweit über 25 Milliarden Geräte im Internet der Dinge vernetzt sein. Vor allem die Auto- und die Unterhaltungsindustrie sollen das Wachstum antreiben. Nicht nur Dinge werden zukünftig vernetzt sein, sondern auch Menschen, Informationen und Orte. In der zukünftigen Technologiegestaltung gilt es über die Vernetzung von Dingen, wie z.B. Autos, Fernseher oder Sensoren hinaus zu denken, um alle Potenziale zu erschließen. NEXUS kann diesen Trend nutzen und Neuentwicklungen im Zusammenspiel zwischen den medizinischen Geräten und der Patientensoftware realisieren.

Trend: "Intelligente Maschinen"

Geräte und Maschinen entwickeln sich in Bezug auf "Intelligenz" sehr dynamisch. Schon heute gibt es autonome Fahrzeuge, versierte Roboter oder virtuelle Assistenten. In Zukunft werden wir noch deutlich mehr dieser "smarten" Helfer sehen - egal, ob sie den Alltag erleichtern oder die Kombination aus Kontextsensitivität, Datenanalyse und autonomem Handeln die unternehmensinternen Prozesse verbessert. "Die Ära der intelligenten Maschinen wird die disruptivste in der Geschichte der IT sein.", prophezeit Gartner. NEXUS wird diese Entwicklung beobachten und abschätzen, ob sich in der medizinischen Behandlung Themen, wie z.B. die Datenerfassungen, Warnhinweise oder Behandlungspläne stärker automatisieren lassen.

Trend: "Kontextbasierte Systeme"

In diesem Zusammenhang werden die Systeme auch kontextueller sein und damit auch die Anwendungssoftware betreffen. Immer mehr Menschen nutzen vernetzte Systeme, die Informationen mit Hilfe von Sensoren zusammentragen, dazulernen und die Nutzer so besser durch ihren Alltag begleiten können. Die Basis, auf der diese Systeme arbeiten, sind Informationen, welche durch unterschiedlichste Quellen oder Sensoren zur Verfügung gestellt werden. Mit Hilfe dieser Informationen werden Schlüsse über den Kontext gezogen. Der ermittelte Kontext wird von der Anwendung verwendet, um ihr Verhalten anzupassen. Laut Gartner wird dieses Nutzungsverhalten in Zukunft noch zunehmen. Derzeitig verfügbare Systeme konzentrieren sich auf den Ortsaspekt und realisieren ortsabhängige Dienste. Location based services (LBS) sind jedoch nur ein Spezialfall. Komplexere kontextabhängige Systeme könnten in der Entwicklung von medizinischen Anwendungen Bedeutung erlangen.

Neue Trends in der Systementwicklung stehen gleichermaßen im Fokus unseres technologischen Screenings:

Trend: "Web-Scale IT"

Herkömmliche Software-Architekturen und Entwicklungsplattformen gehören immer mehr der Vergangenheit an. Unternehmen benötigen für ihre internen Prozesse eher eigene, hochgradig flexible und skalierbare Infrastrukturen. Die großen Internet Unternehmen (Amazon, Google und Facebook) haben hier Beispiele geliefert. Der Weg zu skalierbaren Webanwendungen führt in den meisten Fällen über sogenannte DevOps (Development and Operations) - also die Synchronisierung von Anwendungsentwicklung und IT-Betrieb. Diese Methode ermöglicht eine deutlich schnellere und direktere Systementwicklung als bisher.

Trend: "Software-Defined Applications and Infrastructure"

In eine ähnliche Richtung entwickelt sich die IT-Infrastruktur. Hier wird mehr und mehr von "softwaredefinierten Strukturen" gesprochen. Traditionelle infrastruktur-zentrische Daten-Center, die auf die Bereitstellung von Hardware, Netzwerk und Speicher ausgerichtet sind, werden zunehmend in software- bzw. prozess-zentrische Strukturen verwandelt. In solchen Strukturen geht es nur noch um die Applikationsanforderungen und nicht mehr um die Infrastruktur an sich. Unternehmen definieren Softwareapplikationen und die benötigten Hardware-Ressourcen und gruppieren die Anforderungen, um eine "logische Applikation" zu erstellen. Wir sehen derzeit in der Krankenhaus-Landschaft, dass die Forderungen nach softwaredefinierten Strukturen zunehmen. Krankenhäuser wollen eine höhere Flexibilität und sind finanziell und personell nicht mehr bereit oder in der Lage größere Infrastrukturen aufzubauen oder vorzuhalten.

Trend: "Cloud Computing"

Cloud-Dienste etablieren sich mehr und mehr, sowohl als Anwendungen für Privatnutzer als auch als IT-Lösung für Unternehmen. Laut dem Bitkom steigt der Umsatz mit Cloud-Diensten bis zum Jahr 2016 voraussichtlich auf 20,1 Milliarden Euro. Auch Krankenhäuser analysieren zunehmend, welche Aufgaben in die Cloud zu verlagern sind. Dabei diversifiziert sich das Cloud-Angebot weiter: Themen wie Hybride Cloud (Zusammenwachsen von persönlicher Cloud und externer privater Clouds) nehmen zu. Angebote z.B. für private Infrastrukturen als Service (IaaS) werden entstehen. Auch Cloud / Client Architekturen werden laut Gartner eine größere Rolle spielen. Die Cloud wird bei Unternehmen auch in den nächsten Jahren weiter ein zentrales Thema bleiben, nicht zuletzt, weil sie eine wichtige Säule des "Ubiquitous" Computing darstellt. Vor allem die Synchronisation von Inhalten über verschiedene Endgeräte hinweg ist eine Baustelle, mit der viele Anbieter entsprechender Software sich noch eingehend beschäftigen müssen. NEXUS hat das Thema Cloud Computing in den letzten Jahren stark forciert und eine Reihe erfolgreicher Projekte umgesetzt.

Trend: "Neue Formen der Datenanalyse"

Datenanalyse durch Big Data ist ein Synonym für die stetig ansteigende Datenmenge, die sich aus verschiedenen Quellen speist und in den kommenden Jahren weiter dynamisch wachsen wird. Datenmenge, Komplexität der Formate und Liefergeschwindigkeit der Datenverarbeitung überfordern künftig die traditionellen Data-Management-Verfahren; intelligente Lösungen zur Speicherung, Analyse und Steuerung großer, verteilter Datenmengen werden mehr und mehr zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Eine wesentliche Implikation von Big Data ist, dass Anwender künftig nicht mehr in der Lage sind, alle sinnvollen Informationen in einem einzelnen Data Warehouse vorzuhalten. Logische Data Warehouses führen Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammen und werden herkömmliche Modelle ersetzen. Vor allem in den Kundenbeziehungen und der Produktentwicklung versprechen sich Unternehmen Vorteile von Big Data. Der Big Data-Trend erhält laut Gartner dabei einen neuen Fokus und wird zukünftig mehr auf die Methoden und Ansätze der Datenanalyse konzentriert werden. NEXUS wird gemeinsam mit ihren Kunden die Möglichkeiten der Datenanalyse, gerade auch im Hinblick auf die Wirksamkeit von Medikamenten und Therapien analysieren. Die große Datenmenge in den NEXUS-Systemen bietet hierfür eine interessante Basis.

Trend: "Risikobasierte Sicherheits- und Schutzmaßnahmen"

Die Erkenntnis, dass es im Netz keine allumfassende Sicherheit gibt, ist im letzten Jahr allen sehr deutlich geworden. Genauso wie die Tatsache, dass man im Versuch, diese zu etablieren, Fortschritte verhindert. Gartner sieht die Zukunft im Bereich Web Security daher auf der Ebene der Anwendungsentwicklung: "Segmente und Firewalls reichen nicht mehr aus; jede App muss ich-bewusste und selbstschützende Funktionalitäten aufweisen." Dieser Trend hat für NEXUS in der Applikationsentwicklung von medizinischen Anwendungen eine besondere Bedeutung. Die Sicherheitsanforderungen an den Umgang mit Patientendaten werden steigen und damit die Herausforderung an unsere Schutzmaßnahmen in der Software-Architektur.

Ausblick:

NEXUS sieht in Bereichen der Mobilität, Cloud Computing und dem Wandel der Plattformen die wesentlichen Entwicklungen der nächsten Jahre. Damit stehen bedeutende Bausteine der derzeitigen IT-Landschaft im Wandel. Für NEXUS als Lieferant von innovativen Softwarelösungen ist es wesentlich, die oben beschrieben Entwicklungen zu beurteilen und die eigenen Entwicklungsvorhaben danach auszurichten.

Wettbewerbsumfeld

Der Markt für Softwaresysteme im medizinischen Bereich zeichnet sich weiterhin durch hohe Wettbewerbsintensität und durch starke Anbieterkonzentration aus.

Das gilt sowohl für Deutschland als auch für Frankreich, England, Holland, Italien und für weitere europäische Länder. In 2014 wurde der deutsche Teil der iSOFT Gruppe, die iSOFT Health GmbH, an einen lokalen Anbieter von Radiologieleistungen verkauft. Ebenfalls in 2014 hat der amerikanische Anbieter von Gesundheitslösungen Cerner Corp. die weltweiten Healthcare Software-Aktivitäten der Siemens AG übernommen. Das amerikanische Unternehmen Mc Kesson hat in 2014 seine Softwareaktivitäten in Europa an das amerikanische Private Equity-Unternehmen Symphony Technology Group veräußert.

Die zahlreichen Veränderungen im Wettbewerbsumfeld weisen auf die hohe Dynamik in unserem Markt hin. Aus unserer Sicht gibt es derzeit neben NEXUS nur noch wenige Wettbewerber auf dem europäischen Markt, denen langfristiges Potenzial zugesprochen wird. Wir gehen noch von weiteren Veränderungen im Wettbewerbsumfeld aus.

Geschäftsverlauf

Vertriebs- und Marktentwicklung

Die Positionierung der NEXUS im Gesundheitswesen ist mittlerweile klar kommuniziert und die Auftragserfolge der letzten Jahre haben zu einem hohen Bekanntheitsgrad des Unternehmens geführt. Den weiteren Ausbau der Vertriebsaktivitäten haben wir auch in 2014 nachhaltig verfolgt und konnten steigende Umsätze realisieren.

Auch in der Neukundenakquisition waren die NEXUS AG und ihre Tochtergesellschaften in 2014 erneut sehr erfolgreich. Das gilt insbesondere für die Kernmärkte Deutschland und die Schweiz sowie für Frankreich.

Neukunden wurden im Bereich der Gesamtsysteme NEXUS / KIS und NEXUS / HIS aber auch in den diagnostischen Produktbereichen und im Qualitätsmanagement gewonnen. Hervorzuheben ist die Konzerngesellschaft E&L medical systems GmbH, die eine sehr deutliche Auftragseingangssteigerung verzeichnen konnte.

Produkt- und Unternehmensintegration

In 2014 haben sich die Unternehmenssegmente der NEXUS nicht verändert. Nach wie vor ist das Geschäft in eigenständige Geschäftsgebiete gegliedert, die für ihre Produkt- und Marktaktivitäten im Rahmen der Konzernplanung verantwortlich zeichnen. Neben der Spartengliederung existiert auch eine Regionalgliederung, die sich im Wesentlichen auf die Länder Schweiz, Deutschland, Österreich und Frankreich bezieht.

In 2014 wurden die Zentralfunktionen Controlling, Marketing und Entwicklung innerhalb der Gruppe weiter ausgebaut.

In 2014 wurden auch einige Veränderungen in der Beteiligungsstruktur vorgenommen:

Die NEXUS AG hat am 08. September 2014 51 % der Anteile an der proLohn GmbH, Singen Hohentwiel, erworben.

Die NEXUS AG hat am 24. September 2014 93 % der Anteile an der Marabu EDV-Beratung und -Service GmbH, Berlin, erworben. Über die verbleibenden 7 % bestehen ein Forward und eine Put-Option. Die Gesellschaft wurde unter Anwendung der anticipated-acquisition-method vollständig in den Konzernabschluss einbezogen.

Die NEXUS / OPTIM S.A.S, Grenoble (F) , hat zum 30. Oktober 2014 100 % der Anteile an der CS3I S.A.S., Creuzier-le-Neuf (F) , erworben.

Wachstum und Ergebnis

Mit einem Umsatz von EUR 80,1 Mio. hat die NEXUS-Gruppe den Vorjahresumsatz von EUR 73,3 Mio. deutlich übertroffen. Das Ergebnis vor Steuern stieg von EUR 6,7 Mio. im Vorjahr (angepasst) auf jetzt EUR 8,2 Mio. an. Die Marktposition der NEXUS-Gruppe hat sich durch Neuaufträge insbesondere in Deutschland, der Schweiz und Frankreich weiter verbessert. Die Vorjahresprognose wurde erreicht, sogar leicht übertroffen.

Der Umsatzschwerpunkt von NEXUS lag in 2014 weiterhin im Geschäftsbereich Healthcare-Software. Der Bereich hat im Vergleich zum Vorjahr erneut eine deutliche Umsatzsteigerung um rund EUR 5,5 Mio. auf EUR 70,4 Mio. erzielt. Der internationale Anteil am Geschäft betrug 2014 38,4 % (Vj: 42,8 %) des Gesamtumsatzes. Unsere Aktivitäten im Ausland sind eine wesentliche Komponente unseres Geschäftes. Wir investieren sehr intensiv in die Entwicklung von Produkten für ausländische Märkte und erwägen ggf. auch Unternehmensakquisitionen, um den Markteintritt zu erleichtern. Das internationale Geschäft ist derzeit insbesondere auf den schweizer, den französischen und den österreichischen Markt konzentriert. Umsatzeffekte aus Währungsschwankungen gegenüber dem 31. Dezember 2013 betrafen insbesondere den Schweizer Franken. Der Durchschnittskurs des Schweizer Franken in 2014 war EUR 1,22, in 2013 betrug er EUR 1,23. Der Umsatzeffekt aus den Währungskursänderungen betrug in 2014 TEUR -246 (Vj: TEUR 506) .

In Deutschland wuchs das Geschäft um rund 17,9 % und erreichte einen Umsatz in Höhe von TEUR 49.381 nach TEUR 41.885.

Durch die erstmalige Konsolidierung der proLohn GmbH, Singen, der Marabu EDV-Beratung und Service GmbH, Berlin, und der CS3I S.A.S., Creuzier-le-Neuf (F) , wurden zusätzliche Umsatzeffekte in Höhe von TEUR 2.245 konsolidiert. Ohne die Erstkonsolidierung dieser Unternehmen wäre der Umsatz der NEXUS-Gruppe um den gleichen Betrag geringer ausgefallen.

Die Steuerung unseres Wachstums sowie der Ertragslage erfolgte auf Basis der in den kurzfristigen Erfolgsrechnungen der Konzerntochtergesellschaften ausgewiesenen Kennzahlen zu "Umsatz", "Ergebnis vor Steuern" und "relative Marktposition".

Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die NEXUS-Gruppe hat in 2014 einen konsolidierten Umsatz von TEUR 80.147 nach TEUR 73.263 in 2013 erwirtschaftet. Das bedeutet ein Umsatzanstieg von TEUR 6.884 (+9,4 %) . Der Anstieg im Personalaufwand von TEUR 40.955 (angepasst) auf TEUR 43.598 resultiert aus dem Anstieg der Mitarbeiterzahlen. Aufgrund der Erhöhungen von fremdbezogenen Leistungen im Bereich der Softwarepflege und Lizenzen ist der Materialaufwand von TEUR 13.815 auf TEUR 15.519 gestiegen. Der Nettoeffekt aus der Anpassung von bedingten Kaufpreisen hat das Ergebnis in Höhe von TEUR 329 belastet. Das EBITDA 2014 erreichte TEUR 15.044 nach TEUR 13.618 in 2013 (angepasst) (+10,5 %) . Damit hat die NEXUS-Gruppe das 14. Jahr in Folge das EBITDA auf Jahresbasis verbessert. Maßgeblich für die Ergebnisverbesserung sind insbesondere die höheren Ergebnisse in den Produktbereichen NEXUS / CIS und NEXUS / CSO, NEXUS / DIS sowie der E&L medical systems GmbH. Das Periodenergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich von TEUR 6.698 im Vorjahr (angepasst) auf TEUR 8.243 (+23,1 %) . Abschreibungen fielen in Höhe von TEUR 7.013 (Vj: TEUR 7.078) an. Hierbei handelt es sich in der Hauptsache um planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten, Technologien und Kundenstamm. Die erstmals konsolidierten Gesellschaften haben zusammen ein EBT von TEUR 248 erwirtschaftet.

Der Konzernjahresüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 6.840 angepasst) ebenfalls deutlich auf TEUR 8.108 verbessert (+18,5 %) . Der Steueraufwand stieg trotz der Nachaktivierung bisher nicht angesetzter steuerlicher Verlustvorträge aufgrund der positiven Ertragsentwicklung in nahezu allen Gesellschaften der NEXUS-Gruppe. Bezogen auf die Segmentergebnisse ergab sich in 2014 ein gemischtes Bild. Der Bereich Healthcare Software entwickelte sich weiter stark und erzielte ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von TEUR 7.700 nach einem EBIT von TEUR 5.801 im Vorjahr (angepasst) (+32,8 %) . Im Bereich Healthcare Service reduzierte sich das Ergebnis vor Steuern und Zinsen in 2014 von TEUR 739 im Vorjahr auf TEUR 331 (-55,2 %) .

Die Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 27.976 (Vj: TEUR 24.476 angepasst) sind nach den Ergebnissen unserer zum Bilanzstichtag durchgeführten Impairment-Tests in voller Höhe werthaltig. Für die übrigen immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 27.996 (Vj: TEUR 23.813) , die sich insbesondere aus eigenen aktivierten Entwicklungen sowie erworbener Technologie und Kundenstamm zusammensetzen, lagen in 2014 keine Hinweise auf Wertminderungen vor. Die immateriellen Vermögenswerte einschließlich der Goodwills belaufen sich auf TEUR 55.972 (Vj: TEUR 48.289 angepasst) und damit auf 51,7 % (Vj: 47,9 %) der Bilanzsumme.

Das Eigenkapital der NEXUS-Gruppe beträgt zum Stichtag TEUR 75.812 nach TEUR 71.495 im Vorjahr (angepasst) , was einer Eigenkapitalquote von 70,1 % entspricht (Vj: 71,0 %) . In 2014 wurde eine Dividende von 12 Cent pro Aktie (EUR 1.808.225,04) an die Aktionäre ausgezahlt.

Die erhaltenen Anzahlungen, welche insbesondere Kundenanzahlungen für Softwareprojekte darstellen, sind gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 2.178 nach TEUR 5.641 im Vorjahr gesunken.

Das Barvermögen zuzüglich der als Liquiditätsreserve gehaltenen Wertpapiere und Schuldscheindarlehen ist um TEUR 1.226 gesunken und beträgt per 31. Dezember 2014 TEUR 22.578 (Vj: TEUR 23.804) . Das entspricht 20,9 % (Vj: 23,3 %) der Bilanzsumme. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind trotz des stark gestiegenen Geschäftsvolumens auf Vorjahresniveau geblieben und betragen zum 31. Dezember 2014 TEUR 19.275 nach TEUR 19.320 im Vorjahr.

Der Mittelzu- und -abfluss wird anhand der Kapitalflussrechnung dargestellt. In 2014 entstand ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 11.594 nach TEUR 10.544 im Geschäftsjahr 2013 (+10,0 %) . Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug per Saldo TEUR -11.750 (Vj: TEUR -3.687) . Insbesondere die Investitionen in Unternehmenskäufe sowie Investitionen in eigene Entwicklungsleistungen spiegeln sich hierin wider.

Im Segment Healthcare Software wurden insgesamt TEUR 5.636 und im Bereich Healthcare Service TEUR 523 investiert. Die Beteiligungserwerbe der Marabu EDV-Beratung und -Service GmbH, Berlin, und der CS3I S.A.S., Creuzier-le-Neuf (F) , wurden dem Segment Healthcare Software zugeordnet. Die Zuordnung des Beteiligungserwerbs der proLohn GmbH, Singen Hohentwiel, fand im Segment Healthcare Services statt.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -1.626 (Vj: -3.920) resultiert aus Dividendenzahlungen (TEUR 1.808, Vj: TEUR 1.657) , dem Verkauf eigener Anteile (TEUR 70; Vj: TEUR 28) . Zum Stichtag wurden zugesagte Kreditlinien nur in Höhe der Bankverbindlichkeiten TEUR 268 (Vj: TEUR 195) genutzt.

Investitionen / Akquisitionen

Es wurden in 2014 folgende Veränderungen in der Beteiligungsstruktur umgesetzt:

Die NEXUS AG hat am 08. September 2014 51 % der Anteile an der ProLohn GmbH, Singen Hohentwiel, erworben. Der Kaufpreis in Höhe von TEUR 170 wurde in bar entrichtet.

Die NEXUS AG hat am 24. September 2014 93 % der Anteile an der Marabu EDV-Beratung und -Service GmbH, Berlin, zu einem in bar entrichteter Kaufpreis in Höhe von TEUR 1.860 erworben. Über die verbleibenden 7 % bestehen ein Forward mit einem in 2015 bar zu entrichtenden Kaufpreis in Höhe von TEUR 700 und eine Put-Option mit einem bedingten Kaufpreis in Höhe von TEUR 116. Die Gesellschaft wurde unter Anwendung der anticipated-acquisition-method vollständig in den Konzernabschluss einbezogen.

Die NEXUS / OPTIM S.A.S, Grenoble (F) , hat zum 30. Oktober 2014 100 % der Anteile an der CS3I S.A.S., Creuzier-le-Neuf (F) , erworben. Der Kaufpreis setzt sich aus einem in bar entrichteten Kaufpreis (TEUR 3.000) und einem bedingten Kaufpreis (TEUR 1.081) zusammen.

Sonstige Finanzielle Verpflichtungen

Der Konzern hat hauptsächlich Leasingverträge für die Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. der EDV-Hardware) und die Dienstfahrzeuge abgeschlossen. Darüber hinaus bestehen Mietverträge und sonstige Vertragsverpflichtungen über Geschäftsräume. Der Zweck der Verträge ist die Finanzierung und Beschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen. Risiken könnten durch den Abschluss teurerer Anschlussverträge zu höheren Kosten nach dem Auslaufen dieser Verträge entstehen.

Vorteile, die zu der Entscheidung zur Durchführung bzw. Beibehaltung dieser Geschäfte geführt haben, sind hauptsächlich in der für die Gesellschaft fehlenden Kapitalbindung bei der Beschaffung des betriebsnotwendigen Anlagevermögens zu sehen. Darüber hinaus ergeben sich durch die Leasingfinanzierung für die Gesellschaft kein Verwertungsrisiko und die Möglichkeit der kurzfristigen Sicherung des aktuellen technischen Entwicklungsstandes.

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das NEXUS-Finanzmanagement zielt darauf ab, die finanzielle Stabilität und die Flexibilität des Unternehmens sicher zu stellen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital kommt dabei eine wesentliche Rolle zu. Die Kapitalstruktur der NEXUS-Gruppe besteht zu 70,1 % aus Eigenkapital und zu 19,0 % aus kurzfristigem Fremdkapital. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die dem operativen Geschäft zuzuordnen sind. Zur Liquiditätssteuerung wird der Konzern weitgehend zentral über die NEXUS AG finanziert.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren (Kennzahlen) der NEXUS-Gruppe, Umsatz und Ergebnis vor Steuern haben sich in der Gesamtgruppe positiv entwickelt. Im Segment "Healthcare Software" sind die Kennzahlen Umsatz und Ergebnis vor Steuern und im Segment "Healthcare Service" ist der Umsatz gestiegen. Der nicht finanzielle Leistungsindikator "relative Marktposition" ist ebenfalls gestiegen, nachdem der Umsatzanstieg der NEXUS-Gruppe über dem durchschnittlichen Anstieg der Marktunternehmen liegt und nach der internen Analyse der NEXUS in den einzelnen Geschäftsgebieten mehr Ausschreibungen gewonnen wurden als dies bei den wesentlichen Wettbewerbern der Fall war.

Geschäftsverlauf der Unternehmensbereiche

Geschäftsbereich Healthcare Software: Wachstum und Innovation

Der Bereich Healthcare Software bietet selbst erstellte Softwareprodukte auf dem nationalen und internationalen Markt für Institutionen des Gesundheitswesens an. Dieses Segment erzielte in 2014 einen (externen) Umsatz von TEUR 70.442 nach TEUR 64.940 im Vorjahr. Das bedeutet einen Anstieg von 8,5 %. Das Wachstum dieses Bereiches ist insbesondere auf die gute Auftragsentwicklung im Bereich klinischer Informationssysteme (NEXUS / KIS) zurückzuführen.

Geschäftsbereich Healthcare Service: Stabilität und Innovation

Der Geschäftsbereich Healthcare Service bietet IT-Outsourcing-Leistungen für Einrichtungen des Gesundheitswesens in Deutschland an. Der Bereich erzielte in 2014 einen (externen) Umsatz in Höhe von TEUR 9.705 nach TEUR 8.323 in 2013 (+ 16,6 %) . Der Bereich hat sich weiter stabilisiert und strebt an, durch weitere Innovationen die Ergebnisqualität des Geschäftsbereichs Healthcare Software zu erreichen.

Personal

Die Personalentwicklung ist im Markt klinischer Informationssysteme von besonderer Bedeutung. In diesem wissenskritischen Bereich, in dem medizinisches Wissen mit der Informatik zu einer kundenorientierten Lösung kombiniert werden muss, hängt der Erfolg von Entwicklungsvorhaben oder Kundenprojekten sehr häufig vom Wissen und der Ausbildung Einzelner ab. NEXUS legt daher auf strukturiertes und effizientes Personalmanagement großen Wert. Die Mitarbeiteranzahl und -struktur bei NEXUS hat sich bedingt durch Neueinstellungen und Unternehmenserwerbe weiter erhöht. Nach 644 Mitarbeitern im Vorjahr sind zum Stichtag 31. Dezember 2014 insgesamt 662 Mitarbeiter einschließlich Vorständen in der NEXUS-Gruppe beschäftigt.

Gesamtaussage zur Lage des Konzerns

NEXUS hat sich in 2014 hinsichtlich sämtlicher Leistungsindikatoren positiv entwickelt. NEXUS verfügt über ein attraktives Produktprogramm, eine gute Marktposition in den Kernmärkten und stabile Kundenbeziehungen. Weiteres Wachstum kann durch Eigenfinanzierung realisiert werden.

Nachtragsbericht

Es haben folgende berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag stattgefunden:

Die NEXUS AG hat zum 09. Februar 2015 100 % der Anteile der quCare Solutions B.V., Nieuwegein (Niederlande) , erworben. Der Kaufpreis in Höhe von TEUR 18.435 wurde in bar entrichtet.

Der Vorstand der NEXUS AG hat am 26. Februar 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine Kapitalerhöhung beschlossen. Unter Ausnutzung des zur Verfügung stehenden genehmigten Kapitals wurde unter Ausschluss des Bezugsrechts das Grundkapital der NEXUS AG von bisher EUR 15.105.150 um EUR 630.515 (4,2 %) auf EUR 15.735.665 gegen Bareinlage durch Ausgabe von 630.515 auf den Inhaber lautende Stückaktien erhöht. Durch die Platzierung bei Investoren wurden brutto 8,8 Mio. EUR erzielt. Der Ausgabepreis betrug 13,95 EUR.

Chancen- und Risikobericht

Das unternehmerische Handeln der NEXUS-Gruppe ist mit Risiken und Chancen verbunden. Zur frühzeitigen Erkennung, Bewertung und zum richtigen Umgang mit Chancen und Risiken hat die NEXUS AG einen Risikosteuerungs- und Kontrollsystem eingeführt. Das System umfasst die NEXUS AG inklusive aller mehrheitlich gehaltenen Tochtergesellschaften und liegt in der Verantwortung des Vorstands und der Geschäftsführer der Tochtergesellschaften.

Darüber hinaus ist die NEXUS-Gruppe mit kurz-, mittel- und langfristigen strategischen und operativen Risiken konfrontiert, die sich auf Veränderungen und Fehlern innerhalb des Umfeldes, der Branche, der innerbetrieblichen Management- und Leistungsprozesse oder des finanzwirtschaftlichen Umfelds beziehen.

Risikomanagement

Die NEXUS hat ein den Verhältnissen angemessenes internes Kontrollsystem sowie Controlling-Instrumentarium und Risikomanagement implementiert. Neben einem intensiven Kosten- und Ergebnismanagement, das im Rahmen regelmäßiger Management- und Aufsichtsratssitzungen überwacht wird, besteht ein Risikomanagement-Handbuch. Entsprechend werden folgende Chancen- und Risikofelder vom Managementteam überwacht:

Kundenprojekte

Entwicklungsprojekte

Mangelnde Marktakzeptanz von Produkten

Abwanderung von Know-How-Trägern

Rechtliche Auseinandersetzungen

Entwicklung von Tochter- und Beteiligungsgesellschaften

Die Berichterstattung, die Dokumentation und die Maßnahmenentwicklung sind im Risikohandbuch der NEXUS AG geregelt. Die Umsetzung wird periodisch vom Vorstand überprüft. In 2014 wurden fünf Risikoberichte von den verantwortlichen Stellen an den Vorstand gemeldet und von diesem bewertet.

Der Einkauf ist im Wesentlichen auftragsbezogen und in Abstimmung mit den zuständigen Projektmanagern organisiert. Zahlungsausgänge werden bei der NEXUS AG durch den Vorstand und bei den Tochtergesellschaften durch den jeweiligen Geschäftsführer genehmigt. Der Personalabrechnungsprozess erfolgt für die inländischen Gesellschaften zum überwiegenden Teil zentral in Villingen-Schwenningen und wird durch funktionsunabhängige Kontrollen überwacht.

Zur Leistungserfassung der Entwicklungsabteilung wird eine Oracle-Datenbank verwendet. Die Steuerung wird durch eine Vierteljahresplanung vorgenommen. Die NEXUS-Gruppe nutzt eine ERP-Software (Enterprise Ressource Planning) , mit der Informationen sowohl für Ablaufprozesse und interne Kontrollen als auch für Zwecke der Berichterstattung verfügbar gemacht werden. Darüber hinaus findet eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Finanzabteilungen der dezentralen Tochterunternehmen und der zentralen Konzernfinanzabteilung statt.

Der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften wird verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt. Diese berichten ihre Ergebnisse monatlich an den Vorstand. Der Vorstand ist an den maßgeblichen Entscheidungen unmittelbar beteiligt. Für die Steuerung und Überwachung werden die Tochtergesellschaften hierzu nach Produkten bzw. Märkten in derzeit sieben Business Units zusammengefasst, die wiederum den beiden Segmenten Healthcare Software und Healthcare Services zugeordnet werden.

Die Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems obliegt dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.

Risiken und Chancen

Markt- und Branchenrisiken

Wesentliche Risiken und Chancen, die eine deutliche Veränderung der wirtschaftlichen Lage bei NEXUS hervorrufen könnten, liegen im Markt- und Branchenumfeld. Die NEXUS-Gruppe erwirtschaftet ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen aus dem Verkauf von Softwarelizenzen und Dienstleistungen für das Gesundheitswesen in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Frankreich. Das derzeitige gesamtwirtschaftliche Umfeld stellt nach wie vor ein Risiko dar. Insbesondere die schwachen Wachstumswerte in Europa führen in vielen europäischen öffentlichen Haushalten zu Budgetkürzungen, die sich auch auf die Finanzierung der öffentlichen Investitionen auswirkt. Weitere Ausgabenkürzungen im Gesundheitswesen und insbesondere bei den Krankenhäusern sind zu erwarten.

Gartner hat seine Prognose für das Wachstum der weltweiten IT-Ausgaben für 2014 nach unten korrigiert. Statt 3,2 % erwartet das Institut nur noch ein Plus von 2,1 %. Das stärkste Wachstum ist nach wie vor im Bereich der Unternehmenssoftware zu finden. Laut dem Markforschungsinstitut IDC stieg die Nachfrage in diesem Segment 2014 um 5,5 % auf 369 Mrd. US$. Frost und Sullivan gehen in einer aktuellen Studie von einem Wachstum im EHR (Electronic Health Record) - Markt in Europa von jährlich 10 % bis 2020 aus.

Auch wenn die Zahlen keinen unmittelbaren Aufschluss über die Investitionsbereitschaft von Einrichtungen im Gesundheitswesen geben, geht die NEXUS-Gruppe davon aus, dass sich die Zielgruppe somatischer und psychiatrischer Krankenhäuser, medizinischer Versorgungszentren, Reha-, Alten- und Pflegeheime ebenfalls dem Trend zunehmender Investitionen in Unternehmenssoftware weiter anschließen werden. Für NEXUS ergeben sich dabei erhebliche Chancen, ein überdurchschnittliches Wachstum zu erzielen.

Unsere derzeitige Technologie- und Marktposition eröffnet uns die Möglichkeit, neue Kunden zu erschließen und die Marge zu verbessern. Die bisher installierte Kundenbasis ist hierfür eine ausgezeichnete Referenz. Unsere Technologiestrategie und unsere applikative Trennung zwischen einem klinischen und einem diagnostischen System findet am Markt zunehmend Aufmerksamkeit. Als Anbieter von Qualitätssoftware hat sich NEXUS am Markt einen sehr guten Ruf erarbeitet und gilt als stabiles, wachsendes Unternehmen. In den letzten Jahren galt dies insbesondere für den deutschen Markt, in dem die NEXUS-Gruppe mit dem Neuprodukt NEXUS / KIS wesentliche Aufträge gewinnen und damit andere etablierte Wettbewerber ablösen konnte.

Sollten sich trotz des segmentierten Marktes andere Anbieter als Standards durchsetzen, wird die Strategie der NEXUS-Gruppe als mittelständischer Anbieter mit internationaler Präsenz nicht erfolgreich sein. Durch die fortschreitende Konsolidierung ist weiterhin die Möglichkeit der Übernahme durch einen Wettbewerber gegeben.

Leistungswirtschaftliche Risiken und sonstige Risiken

Strategische Risiken:

Risiken können auch aus strategischen Unternehmensentscheidungen resultieren, die kurzfristig und langfristig grundsätzlich das Chancen- und Risikopotential der NEXUS verändern.

Vermarktungs- und Vertriebsrisiken:

Die NEXUS bearbeitet die unterschiedlichen Märkte mit unterschiedlichen Vertriebsmodellen. Aufgrund der hohen Komplexität der Produkte ist die Vermarktung sehr anspruchsvoll. Der Verlust von Partnern, Mitarbeitern oder Vertriebsmittlern ist ein Risiko, das die Ertragssituation beeinflussen könnte. Wichtig für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der NEXUS AG einschließlich Tochtergesellschaften ist, dass neben einer Verbreiterung der installierten Softwarebasis die Wartungs- und Serviceerlöse weiter gesteigert werden können. Hierzu ist auch Voraussetzung, dass es in ausreichendem Umfang gelingt, auslaufende Wartungs- und Serviceverträge zu verlängern. Bei erhöhtem Anteil an Wartungserträgen und Erträgen aus Partnergeschäften kann sich die Erlösqualität weiter verbessern.

Projektrisiken:

Umsetzungsschwierigkeiten, insbesondere technischer Art, könnten bei den vorliegenden Großprojekten zu Pönalen oder Rückabwicklungen führen, die sich wiederum negativ auf die Ertragslage, aber auch auf die Marktreputation auswirken könnten. Zahlungsausfälle in Großprojekten durch Zahlungsschwierigkeiten oder Zahlungszurückhaltung der Kunden könnten zu Liquiditätsbelastungen für das Unternehmen führen, insbesondere wenn im Rahmen von Großprojekten erhebliche Vorleistungen erbracht wurden. Dieses Risiko wird soweit möglich durch die Vereinbarung von Anzahlungen reduziert. Ausfallrisiken bzw. Risiken, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, werden im Rahmen des Forderungsmanagements (bspw. Bonitätsprüfungen) aktiv gesteuert. Ausfallrisikokonzentrationen entstehen im Konzern temporär innerhalb von Großprojekten. Die maximale Risikohöhe ergibt sich aus dem Buchwert der aktivierten Forderungen und ggf. aus Schadensersatz- oder Haftungsansprüchen. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen existieren aufgrund der vorhandenen Liquiditätsreserven und der sich zunehmend verstetigenden Einzahlungsflüsse derzeit nicht.

Produktrisiken:

Es besteht ein Risiko, dass der von NEXUS erreichte Innovationsvorsprung durch Wettbewerbsinnovationen verloren geht und dadurch Marktanteile verloren gehen. Risiken liegen auch in der Zeit- und Budgetplanung sowie in der Gestaltung und in der Qualität von Eigenentwicklungen, bei denen Abweichungen von der Marktspezifikation erhebliche Auswirkungen hinsichtlich der Vermarktung und der Kostenposition bedeuten können. In der Softwareentwicklung werden außerdem teilweise Drittprodukte eingesetzt, bei deren Verlust oder bei mangelnder Qualität der Technologie es zu Verzögerungen der eigenen Softwareauslieferung kommen. Die NEXUS-Gruppe begegnet diesen Risiken mit jährlichen qualitätsgeprüften Releases, die einen vordefinierten Qualitätsmanagement-Prozess durchlaufen.

Risiken in der Belegschaft:

Die Entwicklung der NEXUS hängt in starkem Umfang vom Wissen und der konzernweiten Leistungsbereitschaft der Belegschaft ab. Es besteht grundsätzlich das Risiko, durch Fluktuation Kompetenzen zu verlieren und Marktvorteile einzubüßen. Das Abwandern einer größeren Anzahl von Kern-Know-How-Trägern könnte zumindest kurzfristig zu erheblichen Schwierigkeiten in der operativen Geschäftsabwicklung führen. Zudem zeigt der Arbeitsmarkt seit Jahren einen Mangel an Fachkräften. Die NEXUS begegnet diesem Risiko mit aktiver Personalentwicklung, die ein wichtiger Bestandteil für eine vorausschauende und zuverlässige Sicherung unserer Personalressourcen darstellt. Bedeutende rechtliche Risiken sind derzeit nicht bekannt.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten und finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzinstrumente bestehen im Wesentlichen aus Leistungsforderungen und -verbindlichkeiten. Da die Kunden der NEXUS-Gruppe überwiegend in öffentlicher Trägerschaft sind, ist das Ausfallrisiko innerhalb der Leistungsforderungen als gering einzuschätzen.

NEXUS verfügt in erheblichem Umfang über immaterielle Vermögenswerte in Form von Konzessionen / Patenten (TEUR 784; Vj: TEUR 772) , Geschäfts- oder Firmenwerten (TEUR 27.976; Vj: TEUR 24.476 angepasst) , Technologie und Kundenstamm (TEUR 7.333; Vj: TEUR 7.643) , Marke (TEUR 3.232; Vj: TEUR 2.039) sowie Entwicklungskosten (TEUR 16.647; Vj: TEUR 13.358) , die in der Bilanz aktiviert sind. Zum Bilanzstichtag wurde eine Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte auf Basis des DCF-Verfahrens vorgenommen. Aufgrund der zukünftigen positiven Ergebniserwartungen besteht kein Abwertungsbedarf. Sofern die getroffenen Annahmen zukünftig nicht so eintreten, könnte sich ein Abwertungsbedarf bei den Geschäfts- und Firmenwerten und auch bei den übrigen immateriellen Vermögenswerten ergeben.

Die NEXUS AG und ihre Tochtergesellschaften haben in erheblichem Umfang latente Steuern aus Verlustvorträgen aktiviert. Sollte nicht mehr zu erwarten sein, dass Gewinne zur Nutzung der Verlustvorträge erwirtschaftet werden, müsste der Ansatz ganz oder zum Teil reduziert werden. Sollten sich Steuergesetzgebungen zur Behandlung von Verlustvorträgen ändern, könnte es nötig werden, die aktivierten latenten Steuern ganz oder zum Teil zu reduzieren.

NEXUS hält Wertpapiere, die Zinsrisiken und Kursrisiken ausgesetzt sind und darum intensiv beobachtet werden und alternativen Anlageoptionen unterworfen sind. Aufgrund der volatilen Märkte für Wertpapiere existieren weiterhin Kurs- und Ausfallrisiken, die beobachtet und bewertet werden. Der Konzern hält wesentliche liquide Mittel in Schweizer Franken, die Kursrisiken unterliegen. Währungsrisiken entstehen daneben insbesondere auch durch die in der Schweiz (Schweizer Franken) realisierten Umsätze und die daraus resultierenden Forderungen, die bis zur Zahlung Währungsschwankungen unterliegen. Den Einzahlungen in Schweizer Franken stehen in hohem Umfang Auszahlungen in Schweizer Franken gegenüber, so dass sich hier das Währungsrisiko netto vermindert. Eine Sicherungsbeziehung bestand zum Stichtag nicht. Risiken zu Zahlungsstromschwankungen existieren aufgrund der Liquiditätsreserven und der sich zunehmend verstetigenden Einzahlungsflüsse nicht.

Die Entscheidung über den Einsatz und die Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten werden zentral durch den Vorstand überwacht.

Der Konzern ist bestrebt, über genügend Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente oder entsprechende unwiderrufliche Kreditlinien zu verfügen, um seine Verpflichtungen in den nächsten Jahren zu erfüllen. Des Weiteren steht der Gesellschaft genehmigtes Kapital für weitere Kapitalerhöhungen zur Verfügung.

Aus bedingten Kaufpreisen im Rahmen von Unternehmenserwerben können sich Effekte aus Änderungen der vertragsrelevanten Faktoren ergeben.

Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem hat im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung konzernweit sicherzustellen. Die laufende Buchhaltung der inländischen Tochterunternehmen wird dezentral geführt, während die Erstellung der handelsrechtlichen Jahresabschlüsse zum überwiegenden Teil zentral erfolgt. Die ausländischen Gesellschaften erstellen lokale Abschlüsse, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften oder bei Wesentlichkeit freiwillig geprüft werden. Die Erstellung des Konzernabschlusses sowie die erforderlichen Anpassungen der in- und ausländischen Einzelabschlüsse an die International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU verpflichtend anzuwenden sind, erfolgten zentral in Villingen-Schwenningen. Der Abschlusserstellungsprozess wird zentral durch den Leiter Finanzen sowie den Vorstand der NEXUS AG überwacht. Das Vier-Augen-Prinzip wird grundsätzlich gewahrt.

Übernahmerelevante Angaben

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und Börsennotierung

Die NEXUS AG ist an der Frankfurter Wertpapierbörse im Prime Standard unter der Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) 522090 gelistet. Das gezeichnete Kapital zum 31. Dezember 2014 in Höhe von EUR 15.105.150 setzt sich wie folgt zusammen: Stammaktien: 15.105.150 Stück zum rechnerischen Wert von jeweils EUR 1,00. Zu den aus Stückaktien vermittelten Rechten und Pflichten verweisen wir auf das Aktiengesetz (§§ 8 ff. AktG) . Zum Stichtag sind 15.079.290 Aktien ausgegeben.

Beschränkungen zu Aktien

Soweit bekannt existieren keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital

Folgende uns mitgeteilte direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital überschreiten 10 von Hundert der Stimmrechte:

GUB Wagniskapital GmbH & Co. KGaA, Schwäbisch Hall, Deutschland: 13,02 % indirekte Beteiligungen:

Essential Invest GmbH & Co. KGaA, Schwäbisch Hall, Deutschland: 13,02 %

Essential Management GmbH, Rorschacherberg, Deutschland: 13,02 %

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es existieren keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Art der Stimmrechtskontrolle im Fall von Arbeitnehmerbeteiligungen

Bei den am Kapital beteiligten Arbeitnehmern existiert keine Trennung zwischen Stimmrecht und Aktie. Die Kontrollrechte können unmittelbar durch die Arbeitnehmer ausgeübt werden.

Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen

Es existieren keine weitergehenden Satzungsbestimmungen zur Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern als die in den gesetzlich geltenden Vorschriften. Zudem sind keine wesentlichen Satzungsbestimmungen anzugeben, die von gesetzlichen Vorschriften und von dispositiven Vorschriften abweichen.

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien

Die Gesellschaft ist ermächtigt, eigene Aktien - bis zu 1.380.520 Stückaktien im rechnerischen Nennwert von je EUR 1,00 - zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 31. Mai 2015. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstandes über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebotes. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft ausgeübt werden, aber auch für ihre Rechnung durch Dritte durchgeführt werden.

Erfolgt der Erwerb der Aktien direkt über die Börse, darf der gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Mittelwert der Schlusskurse im XETRA-Handel (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main für die Aktien der Gesellschaft während der letzten fünf Börsenhandelstage vor dem Erwerb der Aktien um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot (oder eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes) an alle Aktionäre, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Mittelwert der Schlusskurse im XETRA-Handel (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main für die Aktien der Gesellschaft während der letzten fünf Börsenhandelstage vor Veröffentlichung des Kaufangebotes um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.

Der Vorstand ist ermächtigt, die aufgrund der erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Er ist ferner ermächtigt, die aufgrund der erteilten Ermächtigung erworbenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates an Dritte im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder bei einem Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen anzubieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien ist insoweit ausgeschlossen. Die NEXUS AG hat in 2011 ein Aktienrückkaufprogramm gestartet. Per 31. Dezember 2014 wurden insgesamt 32.788 Stück zu einem Durchschnittskurs von EUR 7,62 erworben.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 30. April 2017 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 7.152.575 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital) . Die neuen Aktien können auch an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens ausgegeben werden. Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Bedingungen der Aktienausgabe. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:

a) für Spitzenbeträge,

b) zur Ausgabe neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens,

c) zur Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen,

d) zur Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Feststellung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nichtwesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des zum Zeitpunkt der Eintragung dieser Ermächtigung im Handelsregister vorhandenen Grundkapitals (EUR 14.305.150) und - kumulativ - 10 % des zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals ist der anteilige Betrag am Grundkapital abzusetzen, der auf neue oder zurückerworbene Aktien entfällt, die seit der Eintragung dieser Ermächtigung im Handelsregister unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/ oder Wandlungsrechte aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und/oder Wandlungspflichten aus Wandelschuldverschreibungen beziehen, die seit der Eintragung dieser Ermächtigungen im Handelsregister in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind. Die Ermächtigung beträgt nach teilweiser Ausschöpfung durch eine Barkapitalerhöhung in Höhe von TEUR 800 im November 2012 noch EUR 6.352.575 (Vj: EUR 6.352.575) .

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft wird um EUR 1.400.000 durch Ausgabe von bis zu 1.400.000 auf den Inhaber lautender Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,00 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012) . Das bedingte Kapital dient der Sicherung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung der NEXUS AG vom 23. Mai 2012 gegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Aktienoptionen ausgegeben werden und die Inhaber dieser Aktienoptionen von ihrem Bezugsrecht auf Aktien Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots stehen

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Entschädigungsvereinbarungen

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands

Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands wird bei der NEXUS AG vom Aufsichtsrat beschlossen. Das Vergütungssystem für den Vorstand basiert auf den Grundsätzen der Leistungs- und Ergebnisorientierung und besteht aus einer erfolgsunabhängigen Grundvergütung sowie aus erfolgsabhängigen Bestandteilen. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung eines jeden Vorstandsmitglieds bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung des Marktumfelds. Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft für ihre Organmitglieder eine Vermögenshaftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) .

Die erfolgsunabhängige Grundvergütung besteht aus einem Fixum, ausbezahlt in zwölf Monatsraten und Sachbezügen, welche aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzungen bestehen. Als Maßnahme der betrieblichen Altersvorsorge werden zudem durch die Gesellschaft Einzahlungen in eine Lebensversicherung und eine Unterstützungskasse geleistet.

Die erfolgsabhängigen Bestandteile enthalten eine jährlich wiederkehrende, an den geschäftlichen Erfolg gebundene Komponente und eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter in Form eines Bonus. Die jährlich wiederkehrende Komponente orientiert sich am EBIT des NEXUS-Konzerns bzw. der Einhaltung der Planwerte. Die Komponente mit langfristiger Anreizwirkung ist an die Entwicklung des Aktienkurses der NEXUS AG gekoppelt.

Dem Vorstand gehörten zum 31. Dezember 2014 folgende Personen an:

Dr. Ingo Behrendt, Vorstandsvorsitzender

Ralf Heilig, Vertriebsvorstand

Edgar Kuner, Entwicklungsvorstand

Die Basisbezüge setzen sich wie folgt zusammen:

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Gehaltskomponenten 2014
TEUR
2013
TEUR
Erfolgsunabhängige Komponente 622 622
a) Kurzfristig fällige Leistungen 597 597
b) Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 25 25
Erfolgsabhängige Komponente ohne langfristige Anreizwirkung 350 350
Summe 972 972

Der Vorstand erzielte im Geschäftsjahr Basisbezüge in Höhe von TEUR 972 (Vj: TEUR 972) . Darüber hinaus wurden 2014 Aktienbonifikationen in Form von insgesamt 11.650 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen NEXUS-Stückaktien gewährt, die in 2015 fällig werden und auf der Kursentwicklung vom 4. Quartal 2013 zum 4. Quartal 2014 beruhen. Der Wert der Aktien betrug im Zeitpunkt der Gewährung TEUR 140. Zusätzlich wurde im Mai 2014 mit den Vorständen eine aktienbasierte Vergütung vereinbart. Sie besteht aus maximal 160.000 echten Aktien, die über die Laufzeit jährlich fällig werden und auf der Kursentwicklung der Jahre 2015 bis 2017 basieren. Der Wert der Aktien betrug im Zeitpunkt der Gewährung TEUR 788.

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 wird gemäß § 286 Abs. 5 HGB auf die individualisierte Angabe der Vorstandsgehälter für die Geschäftsjahre 2012 bis 2016 verzichtet.

Es bestehen keine Zusagen an Vorstandsmitglieder über Vergütungen im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens.

Im Dezember 2011 wurde mit den Vorständen eine aktienbasierte Vergütung vereinbart. Sie besteht aus 100.000 virtuellen Aktienoptionen, die im Jahr 2015 fällig werden und auf der Kursentwicklung der Jahre 2012 bis 2014 basieren. Die Gesamtvergütung aus diesen Aktienoptionen für die Jahre 2012-2014 beträgt TEUR 544 und ist als kurzfristige Verbindlichkeit passiviert.

Vergütungen des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung der NEXUS AG festgelegt; sie ist in der Satzung der NEXUS AG geregelt. Die Vergütungen orientieren sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie am wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält eine jährliche Vergütung, die sich aus einer festen und einer variablen Vergütung zusammensetzt. Die feste Vergütung beträgt für den Aufsichtsratsvorsitzenden EUR 15.000 und für die anderen Aufsichtsratsmitglieder EUR 11.000. Daneben wird eine ergebnisabhängige, variable Vergütung gewährt, die für den Aufsichtsratsvorsitzenden maximal EUR 15.000 und für die anderen Aufsichtsratsmitglieder maximal EUR 5.000 beträgt. Für den Vorsitz in Ausschüssen werden weitere EUR 1.000 gewährt.

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

Dr. jur. Hans-Joachim König, Singen, Vorsitzender

Prof. Dr. Ulrich Krystek, Hofheim, stellv. Vorsitzender

Diplom-Betriebswirt (FH) Wolfgang Dörflinger, Konstanz

Prof. Dr. Alexander Pocsay, St. Ingbert

Erwin Hauser, Kaufmann, Blumberg

Matthias Gaebler, Stuttgart

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 112 (Vj: TEUR 115) . Der Aufsichtsratsvorsitzende erbringt neben seiner Aufsichtsratstätigkeit vereinzelt selbst oder über eine ihm nahestehende Gesellschaft Dienstleistungen für die NEXUS AG und rechnet diese nach marktüblichen Bedingungen ab. In 2014 betrugen die hierfür als Aufwand angefallenen Dienstleistungshonorare TEUR 116 (Vj: TEUR 73) . Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft für ihre Organmitglieder eine Vermögenshaftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) .

Erklärung zur Unternehmensführung und zur Entsprechenserklärung

Die Erklärung zur Unternehmensführung sowie die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wurden auf der Unternehmenswebsite www.nexus-ag.de - Unternehmen - Investor Relations - Corporate Governance veröffentlicht.

Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und Risikosituation der NEXUS-Gruppe

Die NEXUS AG sowie alle ihre Tochtergesellschaften arbeiten nach einer einheitlichen Methode der Chancen- / Risikoanalyse und des Chancen- / Risikomanagements. Der Früherkennung von Risiken wird damit eine wesentliche Bedeutung beigemessen. Die Überwachung der Risiken durch eindeutige Kennzahlen (Umsatz, Ergebnis vor Steuern, relative Marktposition) ermöglicht eine klare Einschätzung über die Bedeutung.

Weder aus den Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition lässt sich derzeit erkennen, dass der Fortbestand des Unternehmens gefährdet ist. Gleichzeitig sieht das Management noch erhebliche Chancen zur Ausweitung des Umsatzes im Marktsegment der NEXUS-Gruppe.

Prognosebericht 2015

Die Investitionsbereitschaft der Krankenhäuser bleibt in Europa gedämpft und in unseren Kernmärkten sehen wir das Risiko, dass größere Investitionsentscheidungen immer weiter zurückgestellt werden. Auch in anderen Marktsegmenten, wie z.B. den Altenheimen oder den Rehabilitationseinrichtungen ist der Kostendruck hoch und Investitionsvorhaben werden teilweise nicht realisiert. Gesundheitseinrichtungen sind jedoch weiter gefordert, ihre Prozesse durch Software zu optimieren und Einsparpotentiale zu realisieren.

Die NEXUS-Gruppe hat aufgrund ihrer breiten Produktpalette und ihrer klaren Positionierung die Möglichkeit, auch in einem schwierigen Marktumfeld Umsatzwachstum zu erzielen.

Unsere Konzernplanung für 2015 im Segment "Healthcare Service" zeigt, dass wir in allen Leistungskennziffern weiter leicht steigende Werte erwarten. Die gilt für das Ergebnis vor Steuern und für den Umsatz. Gleichermaßen erwarten wir eine Verbesserung in der relativen Marktposition in den relevanten Märkten.

Innerhalb des Segmentes "Healthcare Software" (vor Neuerwerb quCare Solutions B.V. (NL) ) sehen wir eine ähnliche Entwicklung in Umsatz, Ergebnis und in unserer Marktposition.

Durch die Integration der quCare Solutions B.V. (NL) wird eine deutliche Steigerung von Umsatz, Ergebnis vor Steuern und relativer Marktposition erwartet. Wir haben 100 % der Anteile an dem Unternehmen nach dem Bilanzstichtag (31. Dezember 2014) erworben. Der Umsatz des Unternehmens lag in 2013/2014 bei ca. EUR 15 Mio. Wir planen gemeinsam mit der quCare unsere Aktivitäten auf dem niederländischen Markt stark auszuweiten und unsere Marktstellung zu verbessern. Für die NEXUS bedeutet dieser Unternehmenserwerb einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einem führenden europäischen E-Health-Anbieter.

In den Prognosen sind Investitionen in die Internationalisierung und Erweiterungen unserer Produktpalette enthalten. Diese Investitionen können ggf. auch durch weitere Beteiligungskäufe unterstützt werden. Es bleibt weiterhin unser Ziel, unsere Position als europaweit tätiger Komplettanbieter in der Gesundheitsinformatik deutlich auszubauen.

 

Villingen-Schwenningen, den 23. März 2015

NEXUS AG

Der Vorstand

Dr. Ingo Behrendt

Ralf Heilig

Edgar Kuner

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva

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  Anhang 31.12.2014
TEUR
angepasst1)
TEUR
angepasst1) 01.01.2013
TEUR
Langfristige Vermögenswerte        
Geschäfts- oder Firmenwerte1) 4 27.976 24.476 23.982
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4 27.996 23.813 24.267
Sachanlagen 5 2.241 1.864 1.925
Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen 6 34 43 43
Aktive latente Steuern 8/25 4.828 3.697 4.174
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 10 400 84 131
Summe langfristige Vermögenswerte   63.475 53.977 54.522
Kurzfristige Vermögenswerte        
Vorräte 7 589 283 414
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 9 19.275 19.320 19.144
Ertragsteuerforderungen   675 404 509
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 11 1.029 1.436 1.153
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 10 568 1.497 1.129
Kurzfristige Finanzanlagen 10 9.218 8.142 10.145
Barmittel und Bankguthaben   13.360 15.662 12.906
Summe kurzfristige Vermögenswerte   44.714 46.744 45.400
Bilanzsumme   108.189 100.721 99.922

Passiva

       
  Anhang 31.12.2014
TEUR
angepasst1) 31.12.2013
TEUR
angepasst1) 01.01.2013
TEUR
Eigenkapital 12      
Gezeichnetes Kapital   15.105 15.105 15.105
Kapitalrücklage   25.980 25.780 25.757
Gewinnvortrag1)   30.705 25.293 21.594
Konzernjahresüberschuss1)   8.279 7.221 6.094
Kumuliertes übriges Konzernergebnis1)   -3.074 -1.088 -517
Eigene Anteile   -280 -290 -296
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital   76.715 72.021 67.737
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter   -903 -526 -118
Summe Eigenkapital   75.812 71.495 67.619
Langfristige Schulden        
Pensionsverpflichtungen 13 5.987 3.371 2.597
Passive latente Steuern 8/25 3.517 2.564 3.840
Finanzverbindlichkeiten 15 15 43 0
Sonstige finanzielle Schulden1) 15 2.288 2.383 4.279
Summe langfristige Schulden   11.807 8.361 10.716
Kurzfristige Schulden        
Rückstellungen1) 14 1.291 916 1.315
Finanzverbindlichkeiten 15 253 152 385
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15 4.890 4.011 4.079
Ertragsteuerverbindlichkeiten 15 996 754 513
Erlösabgrenzung 15 985 4.344 3.569
Sonstige nicht-finanzielle Schulden 15 4.991 6.462 8.132
Sonstige finanzielle Schulden 15 7.164 4.226 3.594
Summe kurzfristige Schulden   20.570 20.865 21.587
Bilanzsumme   108.189 100.721 99.922

1) Es wird auf Note 2.3 verwiesen.

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2014 bis 31.12.2014

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  Anhang 2014
TEUR
angepasst1) 2013
TEUR
Umsatzerlöse 17 80.147 73.263
Aktivierte Entwicklungsleistungen   4.687 4.514
Sonstige betriebliche Erträge1) 18 1.869 2.413
Materialaufwand einschließlich bezogene Leistungen 19 15.519 13.815
Personalaufwand1) 20 43.598 40.955
Abschreibungen   7.013 7.078
Sonstige betriebliche Aufwendungen 21 12.542 11.802
Betriebsergebnis   8.031 6.540
Ergebnis aus at Equity bewerteten Beteiligungen 22 3 0
Finanzerträge 23 287 221
Finanzaufwendungen 24 79 63
Ergebnis vor Ertragsteuern   8.243 6.698
Ertragsteuern 25 135 -142
Konzernjahresüberschuss   8.108 6.840
vom Konzernjahresüberschuss entfallen auf:      
• Aktionäre der NEXUS AG1)   8.279 7.221
• Anteile nicht beherrschender Gesellschafter   -171 -381
Konzernjahresüberschuss je Aktie      
gewogener Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd.)   15.072 15.065
• unverwässert1) 26 0,55 0,48
• verwässert1) 26 0,55 0,48

1) Es wird auf Note 2.3 verwiesen.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung vom 01.01.2014 bis 31.12.2014

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  2014
TEUR
angepasst1) 2013
TEUR
Konzernjahresüberschuss1) 8.108 6.840
Sonstiges Ergebnis    
Posten, die nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden    
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (nach Ertragsteuern) -2.962 -8
Steuereffekt 390 -18
  -2.572 -26
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wurden oder werden können    
Währungsumrechnungsdifferenzen 393 -572
  393 -572
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -2.179 -598
Gesamtergebnis der Periode 5.929 6.242
Vom Gesamtergebnis der Periode entfallen auf:    
• Aktionäre der NEXUS AG 6.292 6.650
• Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -363 -408

1) Es wird auf Note 2.3 verwiesen.

Konzern-Kapitalflussrechnung vom 01.01.2014 bis 31.12.2014

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  Anhang 2014
TEUR
angepasst1) 2013
TEUR
1. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 28    
Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern1)   8.243 6.698
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 4/5 7.013 7.078
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge   -2.428 -386
Zunahme / Abnahme der Vorräte 7 -231 172
Gewinn / Verlust aus dem Abgang des Anlagevermögens   81 -60
Zunahme / Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind   1.540 375
Zunahme und Abnahme der Rückstellungen 13/14 2.327 -1.724
Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind1)   -5.146 -1.737
Gezahlte Zinsen   -79 -63
Erhaltene Zinsen   293 226
Geleistete Ertragsteuerzahlungen   -41 -63
Erhaltene Ertragsteuerzahlungen   22 28
    11.594 10.544
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit 29    
Auszahlungen für Investitionen in das Immaterielle und Sachanlagevermögen 4/5 -6.159 -5.343
Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens   61 0
Unternehmenserwerb nach Abzug der erworbenen Zahlungsmittel 3 -4.576 -347
Aus- / Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzmitteldisposition 33 -1.076 2.003
    -11.750 -3.687
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 30    
Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen   140 0
Dividendenauszahlung   -1.808 -1.657
Anteilserwerb für bereits vollkonsolidierte Gesellschaften 3 0 -2.334
Verkauf eigener Anteile   70 28
Aus- / Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Krediten 15 -28 43
    -1.626 -3.920
4. Finanzmittelbestand am Ende der Periode      
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands (Summe aus 1 + 2 + 3)   -1.782 2.937
Veränderung der kumulierten Währungskursdifferenzen   -76 52
Änderungen im Konsolidierungskreis   -545 0
Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres   15.510 12.521
    13.107 15.510
5. Zusammensetzung des Finanzmittelbestands      
Liquide Mittel   13.360 15.662
Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten   -253 -152
    13.107 15.510

1) Es wird auf Note 2.3 verwiesen.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
vom 01.01.2014 bis 31.12.2014

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  Gezeichnetes
Kapital
TEUR
Kapital-
rücklagen
TEUR
Eigenkapital-
differenz aus
Währungs-
umrechnung
TEUR
Bewertungs-
rücklage für
Kaufpreis-
verbindlichketen1)
TEUR
Rücklage für
Pensionen
TEUR
Gewinn-
vortrag
TEUR
Konzerneigenkapital zum 01.01.2013 15.105 25.757 1.076 -310 -1.593 22.398
Anpassungen IAS 8.411)       310   -804
Konzerneigenkapital zum 01.01.2013 angepasst 15.105 25.757 1.076 0 -1.593 21.594
Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2012 in den Konzerngewinnvortrag           6.094
Summe des direkt ins Eigenkapital erfassten Ergebnisses     -572   1  
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 2013 0 0 -572 0 1 0
Konzernjahresüberschuss 31. Dezember 2013            
Anpassungen IAS 8.411)            
Gesamtergebnis der Periode 0 0 -572 0 1 0
Dividendenzahlungen           -1.657
Kaufpreisanpassungen           -1.048
Kauf / Verkauf eigener Anteile   23        
Konzerneigenkapital zum 31.12.2013 15.105 25.780 504 0 -1.592 24.983
Anpassungen IAS 8.411)           310
Konzerneigenkapital zum 31.12.2013 angepasst 15.105 25.780 504 0 -1.592 25.293
Konzerneigenkapital zum 01.01.2014 15.105 25.780 504 0 -1.592 25.293
Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2013 in den Konzerngewinnvortrag           7.221
Finanzmathematische Gewinne und Verluste         -2.744  
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern         365  
Währungsdifferenzen     393      
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 2014 0 0 393 0 -2.380 0
Konzernjahresüberschuss 2014            
Gesamtergebnis der Periode 0 0 393 0 -2.160 0
Dividendenzahlung           -1.808
Kauf / Verkauf eigener Anteile   60        
Aktienbasierte Vergütung   140        
Erwerb eines Tochterunternehmens mit nicht beherrschenden Anteilen            
Konzerneigenkapital zum 31.12.2014 15.105 25.980 897 0 -3.971 30.705
scroll
  Jahres-
überschuss
TEUR
Eigene
Anteile
TEUR
Auf die Anteilseigner
des Mutter-
unternehmens
entfallendes
Eigenkapital
TEUR
Anteile nicht
beherrschender
Gesellschafter
TEUR
Gesamtsumme
Eigenkapital1)
TEUR
Genehmigtes
Kapital
TEUR
Konzerneigenkapital zum 01.01.2013 6.094 -296 68.231 -118 68.113 6.353
Anpassungen IAS 8.411)     -494   -494  
Konzerneigenkapital zum 01.01.2013 angepasst 6.094 -296 67.737 -118 67.619 6.353
Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2012 in den Konzerngewinnvortrag -6.094   0   0  
Summe des direkt ins Eigenkapital erfassten Ergebnisses     -571 -27 -598  
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 2013 0 0 -571 -27 -598 0
Konzernjahresüberschuss 31. Dezember 2013 7.601   7.601 -381 7.220  
Anpassungen IAS 8.411) -380   -380   -380  
Gesamtergebnis der Periode 7.221 0 6.650 -408 6.242 0
Dividendenzahlungen     -1.657   -1.657  
Kaufpreisanpassungen     -1.048   -1.048  
Kauf / Verkauf eigener Anteile   5 28   28  
Konzerneigenkapital zum 31.12.2013 7.221 -290 71.711 -526 71.185 6.353
Anpassungen IAS 8.411)     310   310  
Konzerneigenkapital zum 31.12.2013 angepasst 7.221 -290 72.021 -526 71.495 6.353
Konzerneigenkapital zum 01.01.2014 7.221 -290 72.021 -526 71.495 6.353
Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2013 in den Konzerngewinnvortrag -7.221   0   0  
Finanzmathematische Gewinne und Verluste     -2.745 -218 -2.962  
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern     365 25 390  
Währungsdifferenzen     393   393  
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 2014 0 0 -1.987 -192 -2.179 0
Konzernjahresüberschuss 2014 8.279   8.279 -171 8.108  
Gesamtergebnis der Periode 8.279 0 6.292 -363 5.929 0
Dividendenzahlung     -1.808   -1.808  
Kauf / Verkauf eigener Anteile   10 70   70  
Aktienbasierte Vergütung     140   140  
Erwerb eines Tochterunternehmens mit nicht beherrschenden Anteilen     0 13 13  
Konzerneigenkapital zum 31.12.2014 8.279 -280 76.715 -903 75.812 6.353

1) Es wird auf Note 2.3 verwiesen.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014

1. Allgemeine Angaben

Der NEXUS-Konzern (nachfolgend NEXUS) entwickelt und vertreibt mit seinen Unternehmensbereichen "Healthcare Software" und "Healthcare Service" Soft- und Hardware-Lösungen und erbringt IT-Dienstleistungen insbesondere für Kunden des Gesundheitswesens. Der Konzern konzentriert sich im Bereich "Healthcare Software" auf Informationssysteme für Krankenhäuser, Psychiatrien, Rehabilitations- und Sozialeinrichtungen. Der Bereich "Healthcare Service" erbringt IT-Dienstleistungen für den IT-Betrieb insbesondere im Gesundheitswesen. Mutterunternehmen des Konzerns ist die NEXUS AG.

Die NEXUS AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Nummer HRB 602434 eingetragen. Die NEXUS AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft und im Segment "Prime Standard" zugelassen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand aufgestellt und am 19. März 2015 von diesem zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Die Veröffentlichung erfolgt nach Prüfung und Billigung durch den Aufsichtsrat am 24. März 2015.

Die eingetragene Geschäftsadresse der NEXUS AG ist: Auf der Steig 6, 78052 Villingen-Schwenningen, Deutschland.

Auflistung der konsolidierten Tochter- und assoziierten Unternehmen

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    31.12.2014 31.12.2013
Vollkonsolidierung Land Anteil am Kapital
in %
NEXUS Digitale Dokumentationssysteme Projektentwicklungsges.m.b.H., Wien Österreich 100,00 100,00
NEXUS / IS GmbH (vormals: NEXUS / CCC GmbH) , Villingen-Schwenningen Deutschland 100,00 100,00
NEXUS . IT GmbH SÜDOST, Singen Hohentwiel Deutschland 50,20 50,20
NEXUS . IT GmbH NORD, Villingen-Schwenningen1) Deutschland 100,00 100,00
NEXUS Medizinsoftware und Systeme AG, Altishofen Schweiz 99,98 99,98
syseca informatik ag, Luzern Schweiz 100,00 100,00
NEXUS / INOVIT GmbH, Ismaning Deutschland 100,00 100,00
NEXUS / CIS GmbH, Singen Hohentwiel Deutschland 100,00 100,00
NEXUS / DIS GmbH, Frankfurt am Main1) Deutschland 100,00 100,00
NEXUS Schweiz GmbH, Schwerzenbach2) Schweiz 100,00 100,00
NEXUS / QM GmbH, Ismaning1) Deutschland 100,00 100,00
NEXUS / REHA GmbH, Villingen-Schwenningen Deutschland 100,00 100,00
Flexreport AG, Wallisellen Schweiz 100,00 100,00
NEXUS / CSO GmbH, Villingen-Schwenningen1) Deutschland 100,00 100,00
VEGA Software GmbH, Aachen Deutschland 60,00 60,00
Domis Consulting AG, Altishofen Schweiz 100,00 100,00
Synergetics AG, Altishofen3) Schweiz 60,00 60,00
NEXUS / OPTIM S.A.S., Grenoble Frankreich 100,00 100,00
E&L medical systems GmbH, Erlangen4) Deutschland 100,00 100,00
ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH, Villingen-Schwenningen Deutschland 100,00 100,00
proLohn GmbH, Singen Deutschland 51,00 0,00
Marabu EDV-Beratung und -Service GmbH, Berlin5) Deutschland 100,00 0,00
CS3I S.A.S., Creuzier-le-Neuf Frankreich 100,00 0,00
Equity-Konsolidierung      
G.I.T.S. Gesundheitswesen IT-Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck Deutschland 49,00 49,00
Medidata GmbH, Berlin Deutschland 25,00 25,00
Palladium-med GmbH, Berlin Deutschland 20,00 20,00

1) Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB.
2) Die Anteile werden indirekt über die NEXUS Medizinsoftware und Systeme AG, Altishofen, gehalten.
3) Die Anteile werden indirekt über die Domis Consulting AG, Altishofen, gehalten.
4) Gesellschaftsrechtlicher Anteil beträgt nur 95 %. Über die restlichen 5 % bestehen Put-Call-Optionen.
5) Gesellschaftsrechtlicher Anteil beträgt nur 93 %. Über die restlichen 7 % bestehen Forwards- und Optionsverträge.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß § 315a Abs. 1 HGB nach dem am Bilanzstichtag von der Europäischen Union verpflichtend übernommenen Regelwerk des International Accounting Standards Board (IASB) und den ergänzend zu berücksichtigenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt, er steht in Einklang mit den am Bilanzstichtag geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS) , wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, einschließlich den noch in Kraft befindlichen International Accounting Standard (IAS) und den ergänzenden Interpretationen (IFRIC bzw. SIC) . Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2014 zwingend anzuwendenden IFRS und IFRIC berücksichtigt. Noch nicht verpflichtend in Kraft getretene Standards und Interpretationen des IASB wurden nicht angewendet.

Berichtswährung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend (TEUR) gerundet.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss einbezogen sind - neben der NEXUS AG als Mutterunternehmen - alle operativ tätigen in- und ausländischen Tochterunternehmen, die von der NEXUS AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht werden. Drei assoziierte Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bilanziert.

Konsolidierungsgrundsätze

Alle zum 31. Dezember 2014 einbezogenen Gesellschaften erstellen ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember. Diese werden in einheitlich aufgestellte, konsolidierungsfähige Abschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) , wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, übergeleitet. Konzerninterne Geschäftsvorfälle werden im Anschluss eliminiert.

Für Unternehmenskäufe wird die Erwerbsmethode verwendet. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt auf den Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung erlangt wurde. Dabei wird das ausgewiesene Eigenkapital der einbezogenen Unternehmen gegen die Beteiligungsbuchwerte aufgerechnet. Die Vermögenswerte sowie Schulden und Eventualschulden werden dabei mit ihren Zeitwerten angesetzt. Im Rahmen eines Identifikationsprozesses werden nach IFRS 3 bisher nicht bilanzierte, aber bilanzierungsfähige immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Zusätzlich sind auch Eventualschulden zu berücksichtigen. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS 3 aktiviert bzw. negative Unterschiedsbeträge nach nochmaliger Überprüfung der Wertansätze ertragswirksam vereinnahmt. Zukünftig anfallende Kaufpreiserhöhungen, deren Eintritt hinreichend wahrscheinlich ist, wurden bereits als bedingter Kaufpreis zum im Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert im Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und als Verbindlichkeit ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften sind im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gegeneinander verrechnet worden. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden Innenumsätze eliminiert. Eine Eliminierung der Zwischenergebnisse war aufgrund Unwesentlichkeit nicht vorzunehmen.

Der Konzernjahresüberschuss ist als vollkonsolidiertes Periodenergebnis nach dem Gesamtkostenverfahren ermittelt, in der sämtliche Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen konsolidiert worden sind.

Die Ergebnisanteile, die anderen Gesellschaftern zustehen, werden unterhalb des Konzernjahresüberschusses gesondert bzw. deren Anteile in der Bilanz als separate Position innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, erfolgt nach den Vorschriften von IAS 21. Die funktionale Währung ist bei allen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung. Die Bilanzen der Konzerngesellschaften in der Schweiz werden dementsprechend mit dem Stichtagskurs von 1,2024 CHF / EUR (Vj: 1,2269 CHF / EUR) , das Jahresergebnis mit dem Durchschnittskurs von 1,2146 CHF / EUR (Vj: 1,23091 CHF / EUR) und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Sich hieraus ergebende Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Gleiches gilt für Umrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung, soweit es sich bei den anzurechnenden Forderungen um Darlehen handelt, die gemäß IAS 21.32 als Nettoinvestment in einem ausländischen Geschäftsbetrieb anzusehen sind. Alle übrigen Umrechnungsdifferenzen, die bei der Schuldenkonsolidierung anfallen, werden erfolgswirksam erfasst.

2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Allerdings haben das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) die Anpassung bestehender Standards sowie einige neue Interpretationen verabschiedet. Alle für das Geschäftsjahr 2014 verpflichtend anzuwendenden International Accounting Standards (IAS) bzw. IFRS und IFRIC wurden berücksichtigt. In der nachfolgenden Tabelle sind die neuen oder geänderten Standards oder Interpretationen dargestellt, die durch die NEXUS im Geschäftsjahr angewendet wurden oder zulässigerweise noch nicht angewendet wurden.

Neue, derzeit gültige Anforderungen

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Standard/Interpretation Titel des Standards/der Interpretation bzw. des Amendments Anzuwenden für Geschäftsjahre ab Auswirkungen auf den NEXUS-Konzernabschluss
IFRS 10 Konzernabschlüsse 1. Januar 2014 Siehe unten
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen 1. Januar 2014 Siehe unten
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 1. Januar 2014 Keine nennenswerten Auswirkungen
Amendments to IFRS 10, IFRS 11 and IFRS 12 Übergangsvorschriften 1. Januar 2014 Keine nennenswerten Auswirkungen
Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 27 Investmentgesellschaften 1. Januar 2014 Keine nennenswerten Auswirkungen
Amendments to IAS 27 Einzelabschlüsse 1. Januar 2014 Keine nennenswerten Auswirkungen
Amendments to IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 1. Januar 2014 Keine nennenswerten Auswirkungen
Amendments to IAS 32 Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden 1. Januar 2014 Keine nennenswerten Auswirkungen
Amendments to IAS 36 Angaben zum erzielbaren Betrag nicht-finanzieller Vermögenswerte 1. Januar 2014 Keine nennenswerten Auswirkungen
Amendments to IAS 39 Novation von Derivaten und Fortführung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften 1. Januar 2014 Keine nennenswerten Auswirkungen

IFRS 10 - Konzernabschlüsse

Mit diesem Standard wird der Begriff der Beherrschung ("control") neu und umfassend definiert. Beherrscht ein Unternehmen ein anderes Unternehmen, hat das Mutterunternehmen das Tochterunternehmen zu konsolidieren. Nach dem neuen Konzept ist Beherrschung gegeben, wenn das potentielle Mutterunternehmen die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderer Rechte über das potentielle Tochterunternehmen hat, es an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann.

Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. IFRS 10 ist - mit bestimmten Ausnahmen - retrospektiv anzuwenden.

Der neue Standard hat keine nennenswerten Auswirkungen auf den NEXUS-Konzern.

IFRS 11 - Gemeinsame Vereinbarungen

Mit IFRS 11 wird die Bilanzierung von gemeinsamen Vereinbarungen (Joint Arrangements) neu geregelt. Nach dem neuen Konzept ist zu entscheiden, ob eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) oder ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) vorliegt. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit liegt vor, wenn die gemeinschaftlich beherrschenden Parteien unmittelbare Rechte an den Vermögenswerten und Verpflichtungen für die Verbindlichkeiten haben. Die einzelnen Rechte und Verpflichtungen werden anteilig im Konzernabschluss bilanziert. In einem Gemeinschaftsunternehmen haben die gemeinschaftlich beherrschenden Parteien dagegen Rechte am Nettovermögen. Dieses Recht wird durch Anwendung der Equity-Methode im Konzernabschluss abgebildet, das Wahlrecht zur quotalen Einbeziehung in den Konzernabschluss entfällt somit.

Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Für den Übergang z.B. von der Quotenkonsolidierung auf die Equity-Methode bestehen spezifische Übergangsvorschriften.

Da der NEXUS-Konzern derzeit keine Gemeinschaftsunternehmen in den Konzernabschluss einbezieht, führt die Anwendung des IFRS 11 in Verbindung mit dem geänderten IAS 28 zu keiner Änderung der Konzern-GuV-Struktur.

Zukünftige Anforderungen

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Standard/Interpretation Titel des Standards/der Interpretation bzw. des Amendments Anzuwenden für Geschäftsjahre ab1) Auswirkungen auf den NEXUS-Konzernabschluss
EU Endorsement ist bis zum 31. Dezember 2014 erfolgt      
IFRIC 21 Abgaben 1. Juli 2014 Auswirkung noch zu bestimmen
Improvements to IFRS 2011 - 2013 Änderungen zu IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40 1. Januar 2015 Auswirkung noch zu bestimmen
EU Endorsement ist bis Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt      
Amendments to IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 1. Juli 2014 Auswirkung noch zu bestimmen
Improvements to IFRS 2010 - 2012 Änderungen zu IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38 1. Juli 2014 Auswirkung noch zu bestimmen
EU Endorsement ist noch ausstehend      
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 1. Januar 2016 Keine nennenswerte Auswirkung
Amendments to IFRS 10, IFRS 12; IAS 28 Anwenung der Ausnahmevorschrift zur Konsolidierung 1. Januar 2016 Keine nennenswerte Auswirkung
Amendments to IFRS 10 and IAS 28 Veräußerung oder Einlage von Vermögenswerten in assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen 1. Januar 2016 Keine nennenswerte Auswirkung
Amendments to IFRS 11 Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten 1. Januar 2016 Keine nennenswerte Auswirkung
Amendments to IAS 16 und IAS 38 Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden 1. Januar 2016 Auswirkung noch zu bestimmen
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Januar 2017 Auswirkung noch zu bestimmen
Amendments to IAS 16 und IAS 41 Landwirtschaft: Fruchttragende Gewächse 1. Januar 2016 Keine nennenswerte Auswirkung
Amendments to IAS 27 Equity-Methode in Einzelabschlüssen 1. Januar 2016 Auswirkung noch zu bestimmen
Improvements to IFRS 2012 - 2014 Änderungen zu IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34 1. Januar 2016 Auswirkung noch zu bestimmen
Amendments to IAS 1 Anhangangaben 1. Januar 2016 Auswirkung noch zu bestimmen
IFRS 9 Finanzinstrumente 1. Januar 2018 Auswirkung noch zu bestimmen

1) Die NEXUS plant die erstmalige Anwendung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben.

IFRS 15 - Umsatzrealisierung

Mit diesem Standard werden die bisherigen Standards und Interpretationen, IAS 11 Fertigungsaufträge und IAS 18 Umsatzerlöse sowie die Interpretationen IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme, IFRIC 15 Verträge über die Errichtung von Immobilien, IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden und SIC 31 Umsatzerlöse - Tausch von Werbedienstleistungen, die bislang Regelungen zur Umsatzrealisierung enthielten, zusammengeführt. IFRS 15 ist branchenübergreifend auf sämtliche Umsatztransaktionen anzuwenden und enthält ein prinzipienorientiertes fünfstufiges Modell. Künftig erfolgt die Umsatzrealisierung bei Übergang der Kontrolle an den Gütern oder Dienstleistungen auf den Kunden.

Die Übertragung von Chancen und Risiken stellt nur noch einen Indikator dar. Darüber hinaus sind explizite Regelungen zu Mehrkomponentengeschäften in IFRS 15 und neue Leitlinien enthalten, die regeln, ob Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Zudem werden für variable Erlöse neue Erlösschwellen eingeführt.

Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig und wird empfohlen. Das EU-Endorsement steht noch aus.

Der NEXUS-Konzern ist dabei, die Auswirkungen aus der Änderung des Standards zu ermitteln. Derzeit kann noch keine verlässliche Angabe gemacht werden, ob und welche Auswirkungen sich ergeben werden.

2.3 Fehlerkorrektur gemäß IAS 8.41 ff.

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung DPR e.V. (DPR) hat den Konzernabschluss der NEXUS AG für das Geschäftsjahr 2012 einer anlassunabhängigen Stichprobenprüfung unterzogen. Gemäß den Feststellungen der DPR waren im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 bei zwei Unternehmenserwerben aus den Jahren 2011 und 2012, im Rahmen der Purchase Price Allocation gebildeten Firmenwerte und Kaufpreisverflichtungen zu hoch ausgewiesen, sowie eine Wertänderung aus finanziellen Verbindlichkeiten aus Put-/ Call-Optionsverträgen falsch im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2013 wurden wie folgt nach IAS 8 korrigiert.

Wertänderungen finanzieller Verbindlichkeiten aus Put/Call-Optionsverträgen zum Erwerb nicht beherrschender Anteile aus einem Unternehmenserwerb, für den nach der antizipierten Erwerbsmethode ein Vollerwerb unterstellt wurde, waren im Geschäftsjahr 2012 in Höhe von TEUR 310 im kumulierten übrigen Konzernergebnis falsch ausgewiesen. Da es sich unseren Erachtens nach um keinen wesentlichen Fehler i.S. des IAS 8.41/42 handelt, und der Fehler bereits in 2013 erkannt wurde, erfolgte bereits eine Korrektur in laufender Rechnung im Abschluss zum 31. Dezember 2013. Da es das erklärte Ziel der NEXUS ist, sämtliche Anmerkungen der DPR umzusetzen, haben wir auch diese im Sinne IAS 8.41 ff. retrospektiv korrigiert.

Bei zwei Unternehmenswerten in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 wurden die Mehrheit der Anteile gekauft und gleichzeitig Put-/Call-Optionen zum zukünftigen Erwerb der verbliebenen Anteile vereinbart. Bei der Ermittlung der zu erwartenden Auszahlung wurde eine separate Transaktion gemäß IFRS 3.51 in Verbindung mit IFRS 3.52 (b) und IFRS 3 Anhang B55 für die Folgeperioden nicht berücksichtigt, so dass zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt und zum 31.12.2012 die Kaufpreisverbindlichkeit und entsprechend die Geschäfts- oder Firmenwerte der Firma DOMIS Consulting AG um TEUR 400 und der Firma E&L medical systems GmbH um TEUR 845 zu hoch ausgewiesen waren.

Wertänderungen Put-/Call-Optionen

Für im Rahmen von Unternehmenserwerben, die mittels der antizipierten Erwerbsmethode abgebildet werden, abgeschlossene Put-/Call-Optionen werden Wertänderungen des bedingten Kaufpreises im Eigenkapital (Gewinnvortrag) erfasst. Im Geschäftsjahr 2012 wurden die Wertänderungen aus einer Put-/Call-Option anstatt im Gewinnvortrag im sonstigen Ergebnis erfasst. Dies wurde im Geschäftsjahr 2013 in laufender Rechnung korrigiert.

Unternehmenswert DOMIS Consulting AG

Zum Erwerbszeitpunkt und zum 31. Dezember 2012 waren die Kaufpreisverbindlichkeiten und entsprechend der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 400 zu hoch ausgewiesen. In dieser Höhe liegt eine separate Transaktion gemäß IFRS 3.51 in Verbindung mit IFRS 3.52 (b) und IFRS 3 Anhang B55 vor.

Diese Transaktion ist eine langfristig fällige Leistung iSd. IAS 19.153 ff. Die entsprechende Verbindlichkeit ist gemäß IAS 19.153 ff. ratierlich aufzubauen und gemäß IAS 19.156 im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Bis zum 31. Dezember 2012 war der gesamte Betrag ergebniswirksam zu erfassen, so dass zum 01. Januar 2013 der Gewinnvortrag entsprechend zu korrigieren war.

Unternehmenswert E&L medical systems GmbH

Zum Erwerbszeitpunkt und zum 31. Dezember 2012 waren die Kaufpreisverbindlichkeiten und entsprechend der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 845 zu hoch ausgewiesen. In dieser Höhe liegt eine als separate Transaktion gemäß IFRS 3.51 in Verbindung mit IFRS 3.52 (b) und IFRS 3 Anhang B55 vor.

Diese Transaktion ist eine langfristig fällige Leistung iSd. IAS 19.153 ff. Die entsprechende Verbindlichkeit ist gemäß IAS 19.153 ff. ratierlich aufzubauen und gemäß IAS 19.156 im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Auf das Geschäftsjahr 2012 entfällt ein anteiliger Aufwand in Höhe von TEUR 94.

Aus der Fortentwicklung der Transaktion gemäß IAS 19 ergibt sich ein zusätzlicher Aufwand im Geschäftsjahr 2013 in Höhe von TEUR 380.

In der nachfolgenden Tabelle sind die Auswirkungen der Änderungen der Fehlerkorrekturen gemäß IAS 8.41 ff. dargestellt.

Auswirkungen der Änderungen der Fehlerkorrektur gemäß IAS 8.41 ff.

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  wie zuvor
berichtet
TEUR
Wertänderungen
Put-/Call-
Optionen
TEUR
Unternehmenswert
DOMIS
Consulting
AG
TEUR
Unternehmenswert
E&L medical
systems GmbH
TEUR
angepasst
TEUR
Konzernbilanz zum 1. Januar 2013          
Geschäfts- oder Firmenwert 25.227   -400 -845 23.982
Gewinnvortrag -22.398 310 400 94 -21.594
Konzernjahresüberschuss -6.094       -6.094
Kumuliertes übriges Konzernergebnis 827 -310     517
Sonstige finanzielle Schulden -5.030     751 -4.279
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2013          
Geschäfts- oder Firmenwert 25.721   -400 -845 24.476
Gewinnvortrag -25.787   400 94 -25.293
Konzernjahresüberschuss -7.601     380 -7.221
Kumuliertes übriges Konzernergebnis 1.088       1.088
Sonstige finanzielle Schulden -2.754     371 -2.383
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2013 bis zum 31.12.2013          
Sonstige betriebliche Erträge 2.424     -11 2.413
Personalaufwand -40.586     -369 -40.955
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2013 bis zum 31.12.2013          
Veränderung Fair Value Kaufpreisverbindlichkeit 310 -310     0

Das Ergebnis je Aktie verringerte sich dadurch im Geschäftsjahr 2013 um EUR 0,02 auf EUR 0,48.

2.4 Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Die wichtigsten Ermessensentscheidungen, zukunftsbezogene Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden im Folgenden erläutert.

Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung des erzielbaren Betrages der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen die Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind.

Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der Konzern darüber hinaus zum einen die künftigen Cashflows schätzen als auch einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.

Bei Unternehmenserwerben identifizierter Kundenstamm und Technologie

Der beizulegende Zeitwert von erworbenen Wartungsverträgen (Kundenstamm) und erworbener Technologie zum Zeitpunkt von Unternehmenserwerben wird auf Basis des geschätzten zukünftigen Nutzens, insbesondere aufgrund zukünftig erwarteter, mit einem angemessenen Zinssatz diskontierter Zahlungsüberschüsse, ermittelt und über die voraussichtliche Nutzungsdauer, auf Basis einer unterstellten jährlichen Abwanderung der Kunden, abgeschrieben.

Bei Unternehmenserwerben identifizierte Markenrechte

Der beizulegende Zeitwert von erworbenen Markenrechten wird auf Basis der Lizenzpreisanalogiemethode ermittelt. Dabei wird der Wert des immateriellen Vermögenswertes als Barwert ersparter Lizenzzahlungen berechnet. Hierzu wird ermittelt, welche marktüblichen Lizenzzahlungen fiktiv zu entrichten wären, wenn sich der betreffende immaterielle Vermögenswert im Eigentum eines Dritten befände. Die fiktiven Nachsteuer-Lizenzzahlungen werden mit einem angemessenen Zinssatz auf den Bewertungsstichtag diskontiert.

Entwicklungskosten

Die Entwicklungskosten werden entsprechend der in der Anhangsangabe 2.5 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Für selbst geschaffene Entwicklungen ist zur Bestimmung von Abschreibungsart und -dauer der aktivierungspflichtigen Herstellungskosten der zukünftige Nutzenverlauf abzuschätzen.

Wertpapiere

Der Bestand an Wertpapieren ist als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) klassifiziert. Entsprechend werden Kursverluste und Gewinne bis zur Veräußerung der Wertpapiere im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital eingestellt. Hiervon abweichend sind auch ohne Verkauf bis dahin im Eigenkapital geparkte Kursverluste bei Vorliegen objektiver Hinweise auf eine Wertminderung als Aufwand zu erfassen. Der notwendigen Einschätzung hierzu ist ein Ermessenspielraum immanent.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird und diese noch bestehen werden, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung auf der Grundlage des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.

2.5 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Gliederung

Die Vermögens- und Schuldposten in der Bilanz wurden entsprechend ihrer Fristigkeit gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente (finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten) im Sinne von IAS 32 und IAS 39 umfassen bestimmte Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Beteiligungen, Wertpapiere, liquide Mittel, kurzfristige Darlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie bestimmte auf vertraglichen Vereinbarungen beruhende sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Entsprechend IAS 39 werden finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in die folgenden Kategorien eingeteilt:

a) Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (FLAC) ,

b) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten (FVTPL (HfT) ) (zu Handelszwecken gehalten) ,

c) zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) und

d) vom NEXUS-Konzern ausgereichte Kredite und Forderungen (LaR) .

Die Fair Value Option wird nicht verwendet. Bei der erstmaligen bilanziellen Erfassung werden diese finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten mit ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Die Erfassung erfolgt grundsätzlich zum Handelstag. Die Folgebewertung variiert für die unterschiedlichen Kategorien finanzieller Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten und ist im Rahmen der Bilanzierungsmethoden der jeweiligen Bilanzposten beschrieben. In die Position zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden Eigenkapitalinstrumente, insbesondere Wertpapiere, eingestuft. Gewinne und Verluste aus Veränderungen des Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sind im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Der Konzern ist zwar auf internationaler Ebene, überwiegend jedoch im europäischen Raum geschäftstätig und daher nur eingeschränkt Marktrisiken aufgrund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt. In Bezug auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte wird zunächst festgestellt, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen bedeutsam sind, individuell und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen nicht bedeutsam sind, individuell oder gemeinsam besteht. Indikatoren sind hier insbesondere Zahlungsverzögerungen. Stellt der Konzern fest, dass für einen einzeln untersuchten finanziellen Vermögenswert, kein objektiver Hinweis auf Wertminderung besteht, nimmt er den Vermögenswert in eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen auf und untersucht sie gemeinsam auf Wertminderung. Vermögenswerte, die einzeln auf Wertminderung untersucht werden und für die eine Wertberichtigung neu bzw. weiterhin erfasst wird, werden nicht in eine gemeinsame Wertminderungsbeurteilung einbezogen. Bestehen objektive Anhaltspunkte dafür, dass eine Wertminderung eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Wertminderungsverlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows.

Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Bei endgültigem Ausfall erfolgt eine Ausbuchung des Vermögenswerts bei gleichzeitigem Verbrauch des Wertberichtigungskontos.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Immaterielle Vermögenswerte werden ausgewiesen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der dem Vermögenswert zuzuordnende künftige wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bemessen werden können. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich jeder kumulierten Abschreibung und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden mit Ausnahme von aktivierten Entwicklungskosten nicht aktiviert. Damit verbundene Kosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Für die immateriellen Vermögenswerte ist zunächst festzustellen, ob sie eine begrenzte oder unbestimmte Nutzungsdauer haben. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung untersucht. Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswertes geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen erfasst. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich Werthaltigkeitstests durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswertes mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von einer unbestimmten Nutzungsdauer zur begrenzten Nutzungsdauer auf prospektiver Basis vorgenommen. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden aus den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten Wartungsverträge/Kundenstamm, Marken, Software, Technologien, Geschäfts- oder Firmenwert und Entwicklungskosten.

a) Wartungsverträge, Kundenstamm

Die Gesellschaft hat in Vorjahren sowie im abgelaufenen Jahr im Rahmen von Unternehmenserwerben Softwarepflegeverträge übernommen. Für die Kundenstämme wurde eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 10 Jahren unterstellt. Die Abschreibungsmethode entspricht dem erwarteten Verbrauch des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswertes.

b) Software

Software wird mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert ausgewiesen. Software wird über einen Zeitraum von 4 bis 6 Jahren linear abgeschrieben.

c) Technologien

Technologiebezogene Vermögenswerte beziehen sich auf Prozess- und Entwicklungs-Know-How, das in Vorjahren und im abgelaufenen Jahr im Rahmen von Unternehmenserwerben erworben wurde. Technologien stehen langfristig dem Konzern zur Verfügung und werden grundsätzlich über 10 Jahre linear abgeschrieben.

d) Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmens über den erworbenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden im Erwerbszeitpunkt wird als Geschäfts- oder Firmenwert bezeichnet und in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt. Zum Zweck der Überprüfung, ob eine Wertminderung vorliegt, muss der Geschäfts- oder Firmenwert, vom Übernahmetag an jeder der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen sollen, zugeordnet werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des Konzerns diesen Einheiten oder Gruppen von Einheiten bereits zugewiesen worden sind. Jede Einheit oder Gruppe von Einheiten, zu der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Konzerns dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird und ist nicht größer als ein Geschäftssegment, wie es gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente" festgelegt ist. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) , auf die sich ein Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Liegt der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Die Wertminderung ist zunächst in voller Höhe dem Geschäfts- oder Firmenwert zuzuordnen. Eine darüber hinaus gehende Wertminderung wird anteilig den Buchwerten der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet. In den Fällen, in denen ein Geschäfts- oder Firmenwert einen Teil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit darstellt und ein Teil des Geschäftsbereiches dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereiches bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung des Geschäftsbereiches einbezogen. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der auf diese Weise veräußert wird, wird auf der Grundlage des Verhältnisses des veräußerten Geschäftsbereiches zum nicht-veräußerten Anteil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Ein wertgeminderter Goodwill wird nicht mehr zugeschrieben.

e) Marken

Die Bewertung einer Marke stützt sich auf die Verbreitung und die Nutzung innerhalb unterschiedlicher Informationssysteme am Markt und beruht auf der Markenstärke und der Verbreitung innerhalb der Zielgruppe. Sie erfolgt anhand eines kapitalwertorientierten Verfahrens auf Basis einer 5-Jahresplanung des Managements, auf Basis des Geschäftsjahres 2014. Aufbauend auf diesem Geschäftsjahr werden die Erlöse mit einer konstanten Wachstumsrate kalkuliert. Sie steht dem Konzern unbegrenzt zur Verfügung und wird daher nicht abgeschrieben. Der Wertansatz wird mindestens einmal jährlich auf Wertminderung getestet, ob Sachverhalte darauf hindeuten, dass der Buchwert gemindert sein könnte.

f) Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden als immaterieller Vermögenswert mit ihren Herstellungskosten aktiviert, sofern die Voraussetzungen gemäß IAS 38.57 kumuliert gegeben sind. Falls diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, werden die Entwicklungskosten im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst. Im Fall der Aktivierung umfassen die Herstellungskosten alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Die Abschreibung erfolgt linear ab Fertigstellung über einen Zeitraum von 4 bis 6 Jahren. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Abschreibungen der Entwicklungskosten in den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten. Solange eine Nutzungsbereitschaft einer aktivierten Entwicklung noch nicht vorliegt oder Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen, wird der aktivierte Betrag der Entwicklungskosten einmal jährlich auf Wertminderung überprüft.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibung und kumulierter Wertminderungen angesetzt. Die ursprünglichen Anschaffungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten von Sachanlagen umfassen die Aufwendungen, die durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Dienstleistungen für die Herstellung entstehen. Dazu gehören neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in welcher sie anfallen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter der Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Als Abschreibungsmethode wird die lineare Abschreibung verwendet.

Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer beträgt:

1. bei Mietereinbauten: 5 bis 10 Jahre

2. bei Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 8 Jahre.

Die Buchwerte der Sachanlagen werden auf Wertminderungen überprüft, sobald Indikatoren dafür vorliegen, dass der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert erfolgswirksam im Konzernjahresüberschuss erfasst. Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Finanzanlagen

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gemäß IAS 28 entsprechend der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt und das weder ein Tochterunternehmen noch ein Joint Venture ist. Ein Joint Venture ist ein aufgrund vertraglicher Vereinbarung gemeinschaftlich von Partnerunternehmen geführtes Unternehmen. Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Unternehmens erfasst. Der mit einem Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Nach Anwendung der Equity-Methode stellt der Konzern fest, ob hinsichtlich der Nettoinvestition des Konzerns beim einbezogenen Unternehmen die Berücksichtigung eines zusätzlichen Wertminderungsaufwands erforderlich ist. Der Konzernjahresüberschuss enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmens. Unmittelbar im Eigenkapital des einbezogenen Unternehmens erfasste Änderungen werden vom Konzern in Höhe seines Anteils ebenfalls unmittelbar im Eigenkapital erfasst und -sofern erforderlich - in die Aufstellung über Veränderungen des Eigenkapitals aufgenommen. Der Bilanzstichtag der assoziierten Unternehmen entspricht dem des Konzerns. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für ähnliche Geschäftsvorfälle und Ereignisse der assoziierten Unternehmen und des Konzerns stimmen aus Sicht des Konzerns ohne wesentliche Abweichungen überein. Die sonstigen Finanzanlagen werden entsprechend IAS 39 zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Latente Steuerschulden und -ansprüche werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:

eine latente Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts sowie

eine latente Steuerschuld bzw. ein latenter Steueranspruch aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das bilanzielle Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, dürfen nicht angesetzt werden.

Latente Steuerschulden aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, Zweigniederlassungen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures stehen, dürfen nicht angesetzt werden, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften nur in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Dies gilt ebenfalls für latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, Zweigniederlassungen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures im Zusammenhang stehen.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruches ermöglicht. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst werden, werden ebenfalls dort erfasst. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.

Vorräte

Unter den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Handelswaren sowie unfertige und fertige Leistungen mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, die direkt dem Leistungserstellungsprozess zugeordnet werden können. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie dem Leistungserstellungsprozess zuzurechnen sind. Fremdkapitalzinsen sind nicht zu aktivieren, da keine qualifizierten Vermögenswerte vorliegen. Nicht veräußerbare Vorräte werden vollständig abgeschrieben. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und die sonstigen Vermögenswerte, die in der Regel eine Laufzeit von 30 - 90 Tagen haben, werden mit dem ursprünglichen Rechnungsbetrag abzüglich einer Wertberichtigung für uneinbringliche Forderungen angesetzt. Eine Wertberichtigung wird vorgenommen, wenn ein objektiver substantieller Hinweis vorliegt, dass der Konzern nicht in der Lage sein wird, die Forderungen einzuziehen. Forderungen werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind.

Schuldscheindarlehen

Das Schuldscheindarlehen wurde im Juli 2011 abgeschlossen. Es hat eine Laufzeit von vier Jahren, ist endfällig und variabel verzinslich. Die Verzinsung richtet sich jeweils nach dem 6 Monats-Euribor zzgl. eines steigenden Aufschlags. Im April 2014 wurde ein weiteres Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen, kündbar mit einer dreimonatigen Frist jeweils zum Quartalsende. Die Verzinsung richtet sich nach dem 3 Monats-Euribor.

Wertpapiere

Die Wertpapiere werden als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" klassifiziert. Bei der erstmaligen Erfassung werden diese mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der gegebenen Gegenleistung entsprechen. Bei der erstmaligen Bewertung werden Transaktionskosten einbezogen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Wertpapiere mit ihrem beizulegenden Zeitwert ohne Abzug von beim Verkauf gegebenenfalls anfallenden Transaktionskosten bewertet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts basiert auf öffentlich notierten Preisen einer Wertpapierbörse. Die nicht realisierten Gewinne oder Verluste werden in der Aufstellung über die Veränderungen des Eigenkapitals im sonstigen Ergebnis erfasst, bis der finanzielle Vermögenswert verkauft, eingezogen oder anderweitig abgegangen ist, oder bis eine Wertminderung für den finanziellen Vermögenswert festgestellt wurde, sodass zu diesem Zeitpunkt der zuvor im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasste, kumulierte Gewinn oder Verlust in den Konzernjahresüberschuss einzubeziehen ist. Wertminderungen werden ergebniswirksam erfasst.

Liquide Mittel

Liquide Mittel bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten. Diese haben eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten und erfüllen die Voraussetzungen nach IAS 7.7.

Wertminderung von langfristigen nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in der Position Abschreibungen erfasst. An jedem Berichtsstichtag wird mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte geprüft , ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Konzernjahresüberschuss zu erfahren. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwerts, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.

Aktienbasierte Vergütung

Dem Vorstand wurden in 2011 Wertsteigerungsrechte gewährt, die nur in bar ausgeglichen werden können (sog. Transaktionen mit Barausgleich) . Die Kosten, die aufgrund von Transaktionen mit Barausgleich entstehen, werden zunächst unter Anwendung eines Binominalmodells mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird über den Zeitraum bis zum Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit erfolgswirksam unter Erfassung einer korrespondierenden Schuld verteilt. Die Schuld wird zu jedem Abschlussstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden in den Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer erfasst.

Im Mai 2014 mit den Vorständen eine aktienbasierte Vergütung vereinbart, die in echten Aktien ausgeglichen wird. Sie besteht aus max. 160.000 echten Aktien, die über die Laufzeit jährlich fällig werden und auf der Kursentwicklung der Jahre 2015 bis 2017 basieren. Die Kosten, die aufgrund von anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrument entstehen, werden unter Anwendung eines Marktpreismodells mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bewertet. Der so ermittelte Betrag wird über den Erdienungszeitraum erfolgswirksam ratierlich in der Kapitalrücklage erfasst.

Behandlung von Put-Call-Optionen

Für im Rahmen von Unternehmenswerben, die mittels der Anticipated-Acquisition-Methode abgebildet werden, abgeschlossene Put-Call-Optionen werden Wertänderungen des bedingten Kaufpreises im Eigenkapital (Gewinnvortrag) erfasst.

Rückstellungen für Pensionen

Der Konzern verfügt im Inland über vier Pensionspläne. Die Leistungen werden nicht - mit Ausnahme einer Gesellschaft - über einen Fonds finanziert. Daneben bestehen in der Schweiz durch Planvermögen finanzierte Verpflichtungen aus dem Vorsorgewerk nach dem schweizerischen Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invaliditätsvorsorge (BVG) . Die Aufwendungen für die im Rahmen der als leistungsorientierte Pläne zu beurteilenden gewährten Leistungen werden gesondert für jeden Plan unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (IAS 19) ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden nach Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Als biometrische Berechnungsgrundlagen (Sterblichkeit der Begünstigten, Invaliditätswahrscheinlichkeiten, Verheiratungswahrscheinlichkeiten im Todesfall) werden die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH zugrunde gelegt.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 mit der bestmöglichen Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich wären. Aufwandsrückstellungen werden nicht angesetzt. Resultiert aus dem Erfüllungszeitpunkt der Verpflichtung ein wesentlicher Zinseffekt, so wird die Rückstellung zum Barwert bilanziert. Die Erhöhung der Rückstellung im Zeitablauf wird unter den Finanzaufwendungen erfasst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn NEXUS eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich gegebenenfalls angefallenen Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertragliche Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist.

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten werden im Konzernabschluss solange nicht passiviert, bis eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist. Sie werden im Konzernanhang angegeben, sofern eine Inanspruchnahme nicht unwahrscheinlich ist.

Umsatzrealisierung

Die Umsätze des Konzerns stammen aus Softwarelizenzen und damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen, die die Unterstützung bei der Implementierung sowie Wartung und sonstige Dienstleistungen umfassen. In der Regel räumt die Gesellschaft ihren Kunden eine zeitlich unbegrenzte Nutzung der Software ein. Zusätzlich erzielt der Konzern Umsätze mit dem Verkauf von Hardware. Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an den Konzern fließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.

Die Realisierung der Lizenzumsätze erfolgt nach IAS 18 in Höhe der vereinbarten Lizenzgebühr. Die Realisierung erfolgt, wenn nichts anderes vertraglich vereinbart wird, mit Lieferung, da keine wesentlichen Modifikationen notwendig sind. Beratungsleistungen werden monatlich nach Aufwand in Rechnung gestellt. Wartungsleistungen werden ratierlich über den Leistungszeitraum realisiert.

Umsatzerlöse, die im Zusammenhang mit Verträgen stehen, für die ein Festpreis vereinbart wurde, werden nach der Percentage-of-Completion-Methode entsprechend dem Leistungsfortschritt realisiert. Hierzu werden die bis zum Bilanzstichtag angefallenen Kosten ins Verhältnis zu den erwarteten Kosten laut Projektkalkulation gesetzt und so der Fertigstellungsgrad geschätzt. Ein erwarteter Verlust durch den Auftrag wird sofort als Aufwand erfasst. In Mehrkomponentenverträgen erfolgt die Umsatzrealisierung von Beratungs- oder anderen Leistungen i.d.R. unabhängig von der Realisierung der Softwareumsätze, da diese Leistungen für die Funktionen der Software als nicht wesentlich anzusehen sind. Erlöse für Beratungs- und andere Leistungen werden realisiert, sobald sie erbracht wurden. Die Realisierung erfolgt in der Regel auf der Basis von geleisteten und bewerteten Stunden und erstattungsfähigen Auslagen. Der Wert des Wartungselements bemisst sich nach den vertraglich fixierten Sätzen. Der Softwareanteil wird mit dem Residualwert realisiert.

Aufwandsrealisierung

Aufwendungen werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der der entsprechende Werteverzehr verursacht wurde.

Finanzerträge

Finanzerträge werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung erfasst.

Finanzaufwendungen

Aufwendungen für die Fremdkapitalüberlassung werden als Aufwand erfasst. Eine Aktivierung von Fremdkapitalzinsen gemäß IAS 23 erfolgt nicht, da keine qualifizierten Vermögenswerte vorliegen.

Fremdwährungen

Fremdwährungsgeschäfte werden in der Berichtswährung erfasst, indem der Fremdwährungsbetrag mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Umrechnungskurs zwischen Berichts- und Fremdwährung umgerechnet wird. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung monetärer Posten sowie aus der Stichtagsbewertung zu Kursen, die sich von den ursprünglich während der Periode erfassten unterscheiden, werden als Aufwand oder Ertrag in der Periode, in der sie entstanden sind, erfasst.

Operating-Leasingverhältnis

Ein Leasingverhältnis wird als Operating-Leasingverhältnis klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, bei dem Leasinggeber verbleiben. Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand im Konzernjahresüberschuss linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.

3. Unternehmenszusammenschlüsse

Erwerb der proLohn GmbH, Singen/Hohentwiel

Durch den Erwerb am 08. September 2014 über 51 % der Anteile an der proLohn GmbH in Singen, hat die NEXUS AG das Engagement im Bereich SAP-ERP Beratung weiter ausgebaut.

Als Kaufpreis wurden TEUR 170 in bar entrichtet.

Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden in der Bilanz mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt und stellen sich wie folgt dar:

scroll
Vermögenswerte / Schulden proLohn GmbH, Singen Beizulegender Zeitwert
zum Erwerbszeitpunkt
EUR
Immaterielle Vermögenswerte 92.476,88
Sachanlagen 6.930,00
Sonstige Vermögenswerte 185.756,66
Forderungen 267.939,91
  553.103,45
Passive latente Steuern 23.179,00
Sonstige Rückstellungen 1.930,00
Verbindlichkeiten 553.664,94
  578.773,94
Nettovermögen zum 01.09.2014 -25.670,49
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete  
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 12.578,54
Goodwill 183.091,95
Anschaffungskosten gesamt 170.000,00
Die Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen  
in bar entrichteter Kaufpreis 170.000,00
Anschaffungskosten gesamt 170.000,00
Entwicklung der Zahlungsmittel aus dieser Akquisition ergibt sich wie folgt  
in bar entrichteter Kaufpreis 170.000,00
erworbene Zahlungsmittel 0,00
Abfluss von Zahlungsmitteln 170.000,00

Die bei der Kaufpreisallokation identifizierten und bewerteten Vermögenswerte und Schulden bestehen im Wesentlichen aus Kundenbeziehungen (TEUR 23) und Technologie (TEUR 59) zum Erwerbszeitpunkt. Die Forderungen wurden mit ihrem Bruttowert angesetzt. Eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen, da mit einem vollständigen Zufluss der ausstehenden Forderungen gerechnet wird. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein Goodwill in Höhe von TEUR 183. Der Anteil des Eigenkapitals, der auf die Minderheiten entfällt, beträgt TEUR 13.

Für das Jahr 2014 lagen der Umsatz mit Dritten bei TEUR 485 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss bei TEUR -17. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEUR 17 sind ergebniswirksam erfasst.

Hätte der Unternehmenserwerb zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsatzerlöse auf TEUR 1.186 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss TEUR 23 belaufen.

Erwerb der Marabu EDV-Beratung und - Service GmbH, Berlin

Am 24. September 2014 hat NEXUS 93 % der Anteile an der Marabu EDV-Beratung und -Service GmbH, Berlin, erworben. Die Marabu EDV-Beratung und -Service GmbH ist mit rund 40 Mitarbeitern und einem Umsatz von ca. 2,9 Mio. EUR im Bereich der Entwicklung von Lösungen für die Archivierungsprozesse tätig. NEXUS stärkt mit PEGASOS ihr Portfolio im Bereich der klinischen Informations-Systeme für Krankenhäuser, für Heime und Reha-Einrichtungen (NEXUS / CIS) und erweitert die diagnostischen Abteilungssysteme (NEXUS / DIS) um eine Archivierungslösung.

Der Kaufpreis wurde in Höhe von TEUR 1.860 in bar entrichtetet. Über die ausstehenden 7 % sind ein Forward- und ein Optionsvertrag geschlossen worden. Gemäß IAS 32.23 ist die Verpflichtung, Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu kaufen, als Finanzverbindlichkeit mit dem erwarteten Kaufpreis bilanziert worden. Im Rahmen des Erwerbs ergibt sich eine gesondert zu bilanzierende separate Transkation im Sinne des IFRS 3. B54 f. Diese Transaktion ist eine langfristig fällige Leistung im Sinne des IAS 19.153 ff. Die entsprechende Verbindlichkeit ist gemäß IAS 19.153 ff. ratierlich aufzubauen und gemäß IAS 19.156 im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Die im Berichtsjahr hierfür erfasste Finanzverbindlichkeit beträgt TEUR 23.

Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden in der Bilanz mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt und stellen sich wie folgt dar:

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Vermögenswerte / Schulden Marabu EDV-Beratung und -Service GmbH, Berlin Beizulegender Zeitwert
zum Erwerbszeitpunkt
EUR
Kassenbestand 380.337,42
Immaterielle Vermögenswerte 2.035.745,41
Sachanlagen 22.062,12
Vorräte 33.470,67
Sonstige Vermögenswerte 59.194,02
Forderungen 154.637,97
  2.685.447,61
Passive latente Steuern 613.295,00
Sonstige Rückstellungen 138.615,43
Verbindlichkeiten 830.896,10
  1.582.806,53
Nettovermögen zum 01.10.2014 1.102.641,08
Goodwill 1.573.326,24
Anschaffungskosten gesamt 2.675.967,32
Die Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen  
in bar entrichteter Kaufpreis 1.860.000,00
noch in bar zu entrichtender Kaufpreis 700.000,00
bedingter Kaufpreis 115.967,32
Anschaffungskosten gesamt 2.675.967,32
Entwicklung der Zahlungsmittel aus dieser Akquisition ergibt sich wie folgt  
in bar entrichteter Kaufpreis 1.860.000,00
erworbene Zahlungsmittel 380.337,42
Abfluss von Zahlungsmitteln 1.479.662,58

Die bei der Kaufpreisallokation identifizierten und bewerteten Vermögenswerte und Schulden bestehen im Wesentlichen aus Technologie (TEUR 681) , Kundenbeziehungen (TEUR 752) und einer Marke (TEUR 599) zum Erwerbszeitpunkt. Die Forderungen wurden mit ihrem Bruttowert angesetzt. Eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen, da mit einem vollständigen Zufluss der ausstehenden Forderungen gerechnet wird. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein Goodwill in Höhe von TEUR 1.573.

Für das Jahr 2014 lagen der Umsatz mit Dritten bei TEUR 1.243 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss bei TEUR 235. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEUR 40 sind ergebniswirksam erfasst.

Hätte der Unternehmenserwerb zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsatzerlöse auf TEUR 2.893 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss TEUR -69 belaufen.

Erwerb der 100 % der CS3I, S.A.S., Creuzier-le-Neuf (F)

Die NEXUS AG, Villingen-Schwenningen, hat zum 30. Oktober 2014 alle Anteile an der CS3I S.A.S, Creuzier-le-Neuf (F) erworben. Mit rund 35 Mitarbeitern ist das Unternehmen Marktführer für klinische Informationssysteme in französischen Privatkliniken. Schwerpunkt der Softwarelösung e-med ist eine übergreifende Patientenakte, die auf die Spezialanforderungen privater Kliniken ausgerichtet ist. NEXUS stärkt mit CS3I die Marktpräsenz in Frankreich und erhöht den Marktanteil insbesondere im Bereich der privaten Kliniken. Schon heute ist die französische Tochtergesellschaft NEXUS / OPTIM im Bereich der OP- und Sterilisationssysteme sehr stark in französischen Privatkliniken vertreten.

Der Kaufpreis setzt sich aus dem in bar entrichten Kaufpreis (TEUR 3.000) und einem bedingten Kaufpreis (TEUR 1.081) zusammen.

Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden in der Bilanz mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt und stellen sich wie folgt dar:

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Vermögenswerte / Schulden CS3I S.A.S. Creuzier-le-Neuf (F) Beizulegender Zeitwert
zum Erwerbszeitpunkt
EUR
Kassenbestand 74.272,00
Immaterielle Vermögenswerte 3.287.772,66
Sachanlagen 59.880,00
Finanzanlagen 193,00
Sonstige Vermögenswerte 247.293,00
Forderungen 1.170.394,00
  4.887.707,66
Passive latente Steuern 383.116,00
Sonstige Rückstellungen 7.210,00
Verbindlichkeiten 1.965.860,43
  2.356.186,43
Nettovermögen zum 01.11.2014 2.531.521,23
Goodwill 1.549.651,81
Anschaffungskosten gesamt 4.081.173,04
Die Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen  
in bar entrichteter Kaufpreis 3.000.000,00
bedingter Kaufpreis 1.081.173,04
Anschaffungskosten gesamt 4.081.173,04
Entwicklung der Zahlungsmittel aus dieser Akquisition ergibt sich wie folgt  
in bar entrichteter Kaufpreis 3.000.000,00
erworbene Zahlungsmittel 74.272,00
Abfluss von Zahlungsmitteln 2.925.728,00

Die bei der Kaufpreisallokation identifizierten und bewerteten Vermögenswerte und Schulden bestehen im Wesentlichen aus Kundenbeziehungen (TEUR 565) und einer Marke (TEUR 584) zum Erwerbszeitpunkt. Die Forderungen wurden mit ihrem Bruttowert angesetzt. Eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen, da mit einem vollständigen Zufluss der ausstehenden Forderungen gerechnet wird. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein Goodwill in Höhe von TEUR 1.550.

Für das Jahr 2014 lagen der Umsatz mit Dritten bei TEUR 517 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss bei TEUR 79. Die Anschaffungsnebenkosten sind ergebniswirksam erfasst.

Hätte der Unternehmenserwerb zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsatzerlöse auf TEUR 2.568 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss TEUR 86 belaufen.

Erwerb 100 % der Anteile an der quCare Solutions B.V., Nieuwegein (NL) , nach dem Bilanzstichtag

Die NEXUS AG, Villingen-Schwenningen, hat mit Kaufvertrag vom 09. Februar 2015 100 % der Anteile an der quCare Solutions B.V. (NL) erworben. Die erworbene Gesellschaft konzentriert sich auf die Entwicklung, den Vertrieb, die Implementierung und Wartung von IT-Systemen für Krankenhäuser und psychiatrische Einrichtungen. Das Produktportfolio umfasst die Krankenhausinformationssysteme (xCare und xmCare) , eine elektronische Patientenakte, ein Produkt die Unterstützung der elektronischen Aufzeichnungen (eForms) und eine Lösung für die Lebensmittellogistik (Foodcare) . Mit rund 120 Mitarbeitern wurden im Geschäftsjahr 2013/2014 ca. EUR 15 Millionen Umsatz erzielt.

Die NEXUS erwartet signifikante Synergien durch die Integration der quCare in die NEXUS-Gruppe und den damit verbundenen Markteintritt in den Niederlanden. quCare wird durch die Erweiterung des Produktspektrum und die Integration weiterer NEXUS-Software-Module zum einem Komplettabieter für E-Health-Lösungen. Das Unternehmen wird zukünftig administrative, klinische und diagnostische Lösungen aus einer Hand anbieten können.

Die nach IFRS 3 B 64(h) - (m) , (q) in Verbindung mit IFRS 3 B 66 vorzunehmenden Angaben können aufgrund der zeitlichen Nähe des Erwerbszeitpunkts zum Abschlussstichtag , der noch nicht vorliegenden Eröffnungsbilanz, sowie der noch zu bestimmenden Werte für den Kundenstamm, der Technologie, der Marke, Pensionsverpflichtungen und den verbleibenden Geschäfts- oder Firmenwert, noch nicht gemacht werden. Durch den Erwerb sind Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 14.084, die sich aus Kaufpreis TEUR 18.435, Transaktionskosten TEUR 49 und erworbenen Zahlungsmitteln von TEUR 4.400 zusammensetzen, abgeflossen. Die Gesellschaft hat ein abweichendes Geschäftsjahr vom 01. April - 31. März Die Erstkonsolidierung erfolgt zum 01. Februar 2015.

Anpassung des bedingten Kaufpreises der E&L medical systems GmbH

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der E&L medical systems GmbH, Erlangen wurde im Geschäftsjahr 2012 ein bedingter Kaufpreis in Höhe von TEUR 2.915 passiviert. Aufgrund der veränderten Wachstumsprognose dieser Gesellschaft war es im Geschäftsjahr 2013 erforderlich, den bilanzierten bedingten Kaufpreis um TEUR 711 auf TEUR 2.204 ertragswirksam anzupassen. Bedingt durch anlassunabhängige Prüfung der DPR wurde die Restkaufpreisverpflichtung zum 31. Dezember 2014 auf TEUR 2.055 erhöht und eine Verbindlichkeit gem. IAS 19 von TEUR 1.030 gebildet. Für beide Transaktionen wurden im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 1.252 aufwandswirksam verbucht (siehe Note 2.3) .

Anpassung des bedingten Kaufpreises der syseca informatik ag

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der syseca informatik ag, Luzern, wurde im Geschäftsjahr 2013 ein bedingter Kaufpreis in Höhe von TEUR 395 passiviert. Aufgrund der veränderten Wachstumsprognose dieser Gesellschaft war es im Geschäftsjahr 2014 erforderlich, den bilanzierten bedingten Kaufpreis in Höhe von TEUR 356 ergebniswirksam aufzulösen.

4. Immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwerte

Im Rahmen eines jährlichen Impairment-Tests gemäß IAS 36 werden jeweils zum 31. Dezember die Geschäfts- oder Firmenwerte, zur Überprüfung der Werthaltigkeit zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) zugeordnet. Die nachfolgende Tabelle stellt die ZGE sowie die relevanten Annahmen und Parameter dar:

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    Organisches Wachtum in % im Detailplanungszeitraum von 3 Jahren1) Abzinsungssatz in % vor Steuern für Cashflow-Prognose Geschäfts- oder Firmenwert
(in TEUR)
Zahlungsmittelgenerierende Einheit Zuzuordnendes Unternehmen 2014 2013 2014 2013 angepasst3) 2014
NCS (Systeme für Alten- und Behindertenpflege) Domis Consulting AG3) 10 10 7,94 8,73 6.467
  Synergetics AG          
  VEGA Software GmbH          
  syseca informatik ag          
  NEXUS / REHA GmbH          
DIS (Diagnostische Ssysteme) NEXUS / DIS GmbH 10 10 7,94 8,73 4.707
  NEXUS / INOVIT GmbH          
CIS (Clinical Information Systems) NEXUS / CIS GmbH 10 10 7,94 8,73 10.612
  NEXUS / OPTIM S.A.S.          
  E&L medical systems GmbH3)          
  Marabu EDV-Beratung und Service GmbH          
PAT.INT NEXUS Schweiz GmbH 0 0 7,94 8,73 3.084
  Flexreport AG          
QM NEXUS / QM GmbH 3 3 7,94 8,73 836
HCS (Healthcare Services) ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH 0 0 7,94 8,73 720
  NEXUS / IS GmbH          
  NEXUS . IT GmbH SÜDOST          
  NEXUS . IT GmbH NORD          
  proLohn GmbH          
  NEXUS / CSO GmbH          
CSO2 ) CS3I S.A.S. 3 - 7,94 - 1.550
Summe           27.976
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    Geschäfts- oder Firmenwert
(in TEUR)
Marke
(in TEUR)
Zahlungsmittelgenerierende Einheit Zuzuordnendes Unternehmen angepasst3) 2013 2014 2013
NCS (Systeme für Alten- und Behindertenpflege) Domis Consulting AG3) 6.334 472 462
  Synergetics AG      
  VEGA Software GmbH      
  syseca informatik ag      
  NEXUS / REHA GmbH      
DIS (Diagnostische Ssysteme) NEXUS / DIS GmbH 4.707 0 0
  NEXUS / INOVIT GmbH      
CIS (Clinical Information Systems) NEXUS / CIS GmbH 9.039 2.176 1.577
  NEXUS / OPTIM S.A.S.      
  E&L medical systems GmbH3)      
  Marabu EDV-Beratung und Service GmbH      
PAT.INT NEXUS Schweiz GmbH 3.023 0 0
  Flexreport AG      
QM NEXUS / QM GmbH 836 0 0
HCS (Healthcare Services) ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH 537 0 0
  NEXUS / IS GmbH      
  NEXUS . IT GmbH SÜDOST      
  NEXUS . IT GmbH NORD      
  proLohn GmbH      
  NEXUS / CSO GmbH      
CSO2) CS3I S.A.S. - 584 -
Summe   24.476 3.232 2.039

1) Für die Extrapolation der Cashflows nach dem Detailplanungszeitraum wurde eine Wachstumsrate von Null unterstellt.
2) Die im Geschäftsjahr 2014 erworbene CS3I S.A.S ist der CGU CSO zuzuordnen. Im Vorjahr bestand in dieser CGU kein bilanzieller Geschäfts- oder Firmenwert, weshalb ein Impairment Test nicht notwendig war.
3) Es wird auf Note 2.3 verwiesen.

Der erzielbare Betrag wurde zum Bilanzstichtag jeweils auf der Basis der Berechnung eines Nutzungswertes ermittelt. Ein Abschreibungsbedarf ergab sich hiernach nicht.

Der berechnete Nutzungswert basiert auf Prognosen, bei denen Schätzungsunsicherheiten bestehen. Wesentliche Unsicherheiten liegen in folgenden Positionen:

a.) Gewinnmarge

Die Gewinnmarge wird anhand durchschnittlicher Werte errechnet, die sich unter Berücksichtigung der Margen aus Vorjahren sowie einer Ausweitung des Lizenzgeschäfts auf Basis schon abgeschlossener Verträge ergeben. Die Gewinnmargen werden zudem planerisch um die erwartete Effizienzsteigerung angepasst.

b.) Abzinsungssatz

Der Abzinsungssatz spiegelt die Schätzung des Vorstands hinsichtlich der spezifischen Risiken der jeweiligen ZGE wider. Über diesen Zinssatz werden zukünftige Investitionsvorhaben beurteilt.

c.) Entwicklung der Marktanteile und Wartungserlöse

Diese Annahmen sind von besonderer Bedeutung, da sich hier die Einschätzung widerspiegelt, wie sich die ZGEs im Vergleich zu ihren Wettbewerbern innerhalb des Planungshorizontes entwickeln werden. Dabei ist zu beachten, dass es sich nicht um klar umrissene Märkte handelt, sondern zu einem großen Teil auch um Projektgeschäfte, die eine klare Vergleichbarkeit nicht ermöglichen.

d.) Wachstumsraten in der Detailplanungsphase

Den Wachstumsraten in der Detailplanungsphase liegen veröffentlichte branchenbezogene Marktforschungen zugrunde. Sie werden zusätzlich maßgeblich von der ZGE individuellen Einschätzung zukünftiger Potentiale beeinflusst. Diese Annahmen werden durch konkrete Vertriebs-, Entwicklungs- und Marketingpläne unterlegt.

e.) Sensitivitätsanalyse

In einer Sensitivitätsbetrachtung wurden des Weiteren wesentliche Parameter des Werthaltigkeitstests im Rahmen einer möglichen Entwicklung in vernünftigem Ermessen verändert. Die Erhöhung des Abzinsungssatzes um 25 Basispunkte oder eine Verringerung der relevanten Cashflows um 5 % führten zu keiner Notwendigkeit für eine Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Kundenstamm / Technologie / Marke

Durch den Erwerb der proLohn GmbH wurden Kundenbeziehungen in Höhe von TEUR 23 und Technologie / Marke in Höhe von TEUR 59 aktiviert.

Durch den Erwerb der Marabu EDV-Beratung und -Service GmbH wurden Kundenbeziehungen in Höhe von TEUR 752 und Technologie / Marke in Höhe von TEUR 1.280 aktiviert.

Durch den Erwerb der CS3I S.A.S. wurden Kundenbeziehungen in Höhe von TEUR 565 und Technologie / Marke in Höhe von TEUR 584 aktiviert.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten sind insoweit in Ansatz gebracht worden, soweit sie die in den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgeführten Kriterien erfüllen. Sie werden, sofern nicht für Grundlagenforschung oder nicht auftragsbezogen angefallen, im Geschäftsjahr des Anfalls aktiviert. Insgesamt wurden in 2014 Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 4.687 (Vj: TEUR 4.514) aktiviert. Die Entwicklungskosten werden planmäßig linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Im Berichtsjahr wurden TEUR 3.787 (Vj: TEUR 3.845) abgeschrieben.

Zum Stichtag bestehen noch nicht fertiggestellte Software in Höhe von TEUR 2.411 (Vj: TEUR 1.558) bei den Entwicklungskosten.

Konzessionen / Lizenzen

Ausgewiesen wird insbesondere Fremdsoftware, die für eigene Zwecke genutzt wird.

5. Sachanlagen

Die Sachanlagen setzten sich überwiegend aus Betriebs und Geschäftsausstattung zusammen und sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Siehe Anlagenspiegel. Die Sachanlagen unterliegen keinen Beschränkungen hinsichtlich der Verfügungsmöglichkeiten. Es gibt keine im Bau befindlichen Anlagen.

6. Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen

Die NEXUS AG hält zum 31. Dezember 2014 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen, die alle at Equity konsolidiert werden:

Assoziierte Unternehmen

G.I.T.S. Gesundheitswesen IT-Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck

Medidata GmbH, Berlin

Palladium-med GmbH, Berlin

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  2014
TEUR
2013
TEUR
Anteil an der Bilanz der Beteiligungen    
Kurzfristige Vermögenswerte 52 51
Langfristige Vermögenswerte 8 8
Kurzfristige Schulden -18 -20
Anteiliges Reinvermögen 42 39
Anteil an den Erlösen und dem Gewinn der Beteiligungen    
Erlöse 115 115
Gewinn 3 0
Buchwert der Beteiligung 34 43

Entwicklung des Anlagevermögens 2014

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  Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anlagevermögen angepasst1)
01.01.2014
TEUR
Zugänge aus Unternehmens-
zusammenschlüssen des Konzernkreises
TEUR
Umgliederung
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände      
Konzessionen / Patente 4.444 372 -3
Geschäfts- / Firmenwerte1) 24.653 3.306 0
Entwicklungskosten 34.349 1.781 581
Kundenstamm / Technologie 16.432 2.080 -578
Marke 2.039 1.183 0
  81.917 8.722 0
Sachanlagen      
Mietereinbauten 673 0 0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.081 0 0
  6.754 0 0
Gesamt 88.671 8.722 0
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  Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anlagevermögen Währungs-
änderungen
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2014
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen / Patente 21 132 127 4.839
Geschäfts- / Firmenwerte1) 194 0 0 28.153
Entwicklungskosten 86 4.687 0 41.484
Kundenstamm / Technologie 76 0 0 18.010
Marke 10 0 0 3.232
  387 4.819 127 95.717
Sachanlagen        
Mietereinbauten 2 115 445 345
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41 1.225 684 6.663
  43 1.340 1.129 7.008
Gesamt 429 6.159 1.257 102.725
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  Kumulierte Abschreibungen
Anlagevermögen 01.01.2014
TEUR
Währungs-
änderungen
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2014
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen / Patente 3.672 14 488 119 4.055
Geschäfts- / Firmenwerte1) 177 0 0 0 177
Entwicklungskosten 20.990 60 3.787 0 24.837
Kundenstamm / Technologie 8.788 57 1.832 0 10.677
Marke 0 0 0 0 0
  33.627 130 6.107 119 39.746
Sachanlagen          
Mietereinbauten 520 1 45 476 90
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.370 30 861 584 4.677
  4.890 31 906 1.060 4.767
Gesamt 38.517 161 7.013 1.179 44.512
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  Buchwerte
Anlagevermögen 31.12.2014
TEUR
angepasst1)
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen / Patente 784 772
Geschäfts- / Firmenwerte1) 27.976 24.476
Entwicklungskosten 16.647 13.359
Kundenstamm / Technologie 7.333 7.644
Marke 3.232 2.039
  55.972 48.290
Sachanlagen    
Mietereinbauten 255 153
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.986 1.711
  2.241 1.864
Gesamt 58.213 50.154

1) Es wird auf Note 2.3 verwiesen.

7. Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

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  31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 164 82
Unfertige Leistungen 100 0
Waren 325 201
  589 283

Im Berichtsjahr wurden keine (Vj: TEUR 0) Wertminderungen bzw. Wertaufholungen (Vj: TEUR 0) erfasst. Es gibt im laufenden Geschäftsjahr keine Vorräte, die zum Nettoveräußerungspreis bilanziert werden. Im Geschäftsjahr sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 10.142 (Vj: TEUR 8.762) als Aufwand erfasst worden.

8. Latente Steuern

Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern wurde in Übereinstimmung mit IAS 12 vorgenommen. Die aktiven und passiven latenten Steuern gliedern sich nach ihrer Entstehungsursache wie folgt auf:

Zum 31. Dezember 2014 waren keine passiven latenten Steuern auf nicht abgeführte Gewinne von Tochterunternehmen oder at Equity bewerteten Unternehmen erfasst, weil der Konzern davon ausgeht, dass in absehbarer Zukunft die bislang nicht ausgeschütteten Gewinne nicht ausgeschüttet werden. Zudem sind aufgrund des deutschen Steuersystems die im Falle einer Ausschüttung an das Mutterunternehmen resultierenden Steuern der Höhe nach für den Konzern unwesentlich.

Zum Bilanzstichtag bestehen im Inland Verlustvorträge in Höhe von TEUR 27.918 (Vj: TEUR 31.740) bei der Körperschaftsteuer bzw. in Höhe von TEUR 26.756 (Vj: TEUR 30.319) bei der Gewerbesteuer. Bei den ausländischen Konzernunternehmen sind steuerlichen Verlustvorträge in Höhe von TEUR 269 entstanden (Vj: TEUR 0) . In dem Gesamtvolumen sind Verlustvorträge von TEUR 7.709 (Vj: TEUR 20.771) enthalten, die als nicht nutzbar eingeschätzt worden sind (Körperschaftsteuer TEUR 4.029 (Vj: TEUR 10.841) , Gewerbesteuer TEUR 3.411 (Vj: TEUR 9.930) , ausländische Ertragsteuern TEUR 269 (Vj: TEUR 0) . Davon sind TEUR 7.440 (Vj: TEUR 20.771) zeitlich unbegrenzt vortragsfähig.

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  Konzern-Bilanz Konzern-GuV
  31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Latenter Steueranspruch        
Steuerliche Verlustvorträge 6.998 6.109 889 576
Bewertungsunterschiede Pensionen 799 476 -65 24
Bewertungsunterschiede Wertpapiere 0 0 0 -132
  7.797 6.585 824 468
Verrechnung mit latenten Steuerschulden -2.969 -2.888 -824 -468
Latenter Steueranspruch gesamt 4.828 3.697 0 0
Latente Steuerschuld        
Entwicklungskosten 3.086 2.712 -374 -199
Bewertungsunterschiede Forderungen 55 74 19 -15
Technologie / Know-how 3.301 2.586 296 450
Projektaufträge 0 42 42 155
Rückstellungen 44 38 -6 25
Sonstige Währungseffekte 0 0 0 0
  6.486 5.452 -23 416
Davon verrechnet mit latenten Steuerforderungen -2.969 -2.888 824 468
Latente Steuerschuld gesamt 3.517 2.564 801 884
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  2014
TEUR
2013
TEUR
Ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern 801 884
Im sonstigen Ergebnis erfasste Anpassung der latenten Steuern im Rahmen der Rücklage für Pensionen 393 -18
Im sonstigen Ergebnis erfasste Anpassung der latenten Steuern aus Währungsumrechnung 2 15
Im sonstigen Ergebnis erfasste Bildung latenter Steuern im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen -1.019 -82
Veränderung Bilanzposten latente Steuern 177 799

9. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

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  31.12.2014
  Kurzfristig (< 1 Jahr)
TEUR
Langfristig (> 1 Jahr)
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.165 0
Forderungen gegen at Equity bewertete Unternehmen 18 0
Sonstige Forderungen 92 0
Summe 19.275 0
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  31.12.2013
  Kurzfristig (< 1 Jahr)
TEUR
Langfristig (> 1 Jahr)
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.133 0
Forderungen gegen at Equity bewertete Unternehmen 30 0
Projektaufträge mit einem aktivischen Saldo gegenüber Kunden 147 0
Sonstige Forderungen 10 0
Summe 19.320 0

Zu den Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und deren Entwicklung wird auf unten stehende Tabelle verwiesen. Die Projektaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden (Summe der für die noch nicht abgeschlossenen Fertigungsaufträge angefallenen Aufwendungen und erfassten Gewinne, abzüglich der erfassten Verluste) betragen TEUR 0 (Vj: TEUR 147) .

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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Bruttowerte) 31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
weder wertgemindert noch überfällig 9.589 11.263
nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig    
< 30 Tage 3.733 2.600
30 - 120 Tage 1.905 1.929
120 - 180 Tage 427 620
180 - 360 Tage 1.464 979
> 360 Tage 1.971 1.328
einzelwertberichtigt zum Restbuchwert 76 414
Buchwert 19.165 19.133

Auf die überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen wurde keine Wertberichtigung vorgenommen, da keine wesentliche Veränderung der Kreditwürdigkeit der Schuldner festgestellt werden konnte und deshalb von einer Tilgung der ausstehenden Beträge ausgegangen wird. Für diese offenen Posten hält der Konzern keine Sicherheiten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden allesamt innerhalb eines Jahres fällig.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 138 (Vj: TEUR 230) ausgebucht. Es hat keine Zahlungseingänge (Vj: keine) auf ausgebuchte Forderungen gegeben. Der Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen unterscheidet sich nicht von ihrem Buchwert. Zum 31. Dezember 2014 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nennwert von TEUR 1.478 (Vj: TEUR 1.973) wertgemindert. Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

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Entwicklung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2014
TEUR
2013
TEUR
Stand 1. Januar 1.559 1.581
Aufwandswirksame Zuführungen 512 408
Verbrauch -465 -325
Auflösung -204 -105
Stand 31. Dezember 1.402 1.559

10. Sonstige finanzielle Vermögenswerte und kurzfristige Finanzanlagen

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte und kurzfristigen Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

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  31.12.2014
  Kurzfristig (< 1 Jahr)
TEUR
Langfristig (> 1 Jahr)
TEUR
Sonstige finanzielle Vermögenswerte    
Aus Zinsen 4 0
Aus Darlehen an Mitarbeiter und Dritte 74 20
Aus Sonstige 490 380
Summe sonstige finanzielle Vermögenswerte 568 400
Kurzfristige Finanzanlagen    
Wertpapiere 2.218 0
Schuldscheindarlehen 7.000 0
Summe kurzfristige Finanzanlagen 9.218 0
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  31.12.2013
  Kurzfristig (< 1 Jahr)
TEUR
Langfristig (> 1 Jahr)
TEUR
Sonstige finanzielle Vermögenswerte    
Aus Zinsen 4 0
Aus Darlehen an Mitarbeiter und Dritte 585 23
Aus Sonstige 908 61
Summe sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.497 84
Kurzfristige Finanzanlagen    
Wertpapiere 2.142 0
Schuldscheindarlehen 6.000 0
Summe kurzfristige Finanzanlagen 8.142 0

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Der Zeitwert der sonstigen finanziellen Vermögenswerte unterscheidet sich nicht von ihrem Buchwert. Wertberichtigungen waren im Berichtszeitraum in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 40) zu erfassen. In den Vorjahren wurde im Eigenkapital eine Bewertungsrücklage für Finanzinstrumente gebildet, welche die kumulierten Gewinne und Verluste aus den als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten finanziellen Vermögenswerten abzüglich der darauf entfallenden latenten Steuern ausweist.

Kurzfristige Finanzanlagen

Die kurzfristigen Finanzanlagen stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

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  31.12.2014
  Anschaffungskosten
TEUR
Zeitwert
TEUR
Wertpapiere    
Rentenfonds 2.733 2.218
Schuldscheindarlehen 7.000 7.000
Summe 9.733 9.218
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  31.12.2013
  Anschaffungskosten
TEUR
Zeitwert
TEUR
Wertpapiere    
Rentenfonds 2.733 2.142
Schuldscheindarlehen 6.000 6.000
Summe 8.733 8.142

Im Berichtszeitraum waren Wertminderungen in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 3) sowie Erträge von TEUR 76 (Vj: TEUR 0) zu erfassen.

Zum 31. Dezember 2014 bestanden analog zum Vorjahr keine derivativen Finanzinstrumente.

11. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte

Die nicht finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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  31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Umsatzsteuer 227 146
Geleistete Anzahlungen 25 74
Lohn- und Gehaltsvorschüsse 26 17
Forderungen i.R.d. sozialen Sicherheit 331 719
Aktive Rechnungsabgrenzung 420 480
Summe nicht finanzielle Vermögenswerte 1.029 1.436

Der Zeitwert der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte unterscheidet sich nicht von ihrem Buchwert. Unerfüllte Bedingungen und andere Erfolgsunsicherheiten im Zusammenhang mit im Abschluss erfassten Beihilfen der öffentlichen Hand bestehen nicht.

12. Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag TEUR 75.812 (Vj: TEUR 71.495 angepasst) . Es wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie auf Note 3. Unternehmenszusammenschlüsse hingewiesen.

a) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2014 15.105.150 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 eingeteilt und in voller Höhe eingezahlt. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Alle Aktien sind Stammaktien und gewähren die gleichen aktienrechtlich vorgesehenen Rechte.

b) Eigene Anteile

In der Hauptversammlung vom 19. Juni 2006 wurde die Gesellschaft bis zum 30. November 2007 ermächtigt, eigene Aktien bis zu einer Höhe von insgesamt 10 % des Grundkapitals, d.h. bis zu 1.380.520 Stückaktien im rechnerischen Wert von EUR 1,00 zu erwerben. Hiervon hat die Gesellschaft in 2007 Gebrauch gemacht und 8.420 Stückaktien mit Anschaffungskosten von insgesamt TEUR 26 erworben, wovon in 2011 2.100 Stückaktien und in 2012 weitere 2.500 Stückaktien wieder verkauft wurden. Durch ein im Dezember 2011 neu gestartetes Aktienrückkaufprogramm wurden in 2011 3.872 Stückaktien mit Anschaffungskosten von insgesamt TEUR 26 und bis zum 31. Dezember 2012 33.916 weitere Stückaktien mit Anschaffungskosten von insgesamt TEUR 252 erworben sowie im Geschäftsjahr 2013 5.000 Stückaktien zu TEUR 28 veräußert. Im Geschäftsjahr 2014 wurden 10.748 Stückaktien mit Anschaffungskosten von insgesamt TEUR 70 verkauft. Die eigenen Anteile werden mit den gesamten Anschaffungskosten in einer Summe offen vom Eigenkapital abgezogen (cost method) . Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handelns in eigenen Aktien genutzt werden. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft ausgeübt werden, aber auch für Rechnung durch Dritte durchgeführt werden.

Genehmigtes Kapital

In der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 wurde die in der Hauptversammlung vom 14. Juni 2010 erteilte Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von EUR 6.902.600,00 neu gefasst. Der Vorstand wurde ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. April 2017 einmal oder mehrmals um bis zu EUR 7.152.575,00 durch Ausgabe neuer, nennwertloser Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und / oder Sacheinlagen, zu erhöhen. Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrates über die Bedingungen der Aktienausgabe. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:

a) für Spitzenbeträge

b) für eine Ausgabe an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens

c) für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen

d) bei Kapitalerhöhung gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Feststellung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des zum Zeitpunkt der Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals werden Aktien, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gem. §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sowie Aktien, auf die ein Wandlungsrecht oder Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht oder Optionsausübungspflicht aufgrund von Option- und/oder Wandelschuldverschreibungen besteht, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. § 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG aus gegeben worden sind, angerechnet.

Zum Bilanzstichtag war noch ein Genehmigtes Kapital in Höhe von EUR 6.352.575,00 (Vj: EUR 6.352.575,00) vorhanden.

Bedingtes Kapital und Aktienoptionspläne (AOP)

Das bedingte Kapital III und das bedingte Kapital IV wurden in der Hauptversammlung am 23. Mai 2012 aufgehoben. Die im Zusammenhang mit dem bedingten Kapital ausgegebenen Aktienoptionen sind verfallen. Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 23. Mai 2012 wurde bedingtes Kapital in Höhe von EUR 1.400.000,00 geschaffen (Bedingtes Kapital 2012) . Das Grundkapital ist entsprechend zur Durchführung eines Aktienoptionsprogramms um EUR 1.400.000,00 auf den Inhaber lautender Stückaktien bedingt erhöht (AOP 2012) .

Vorstandsbonus für zukünftige Kursentwicklung

Mit der Verlängerung der Dienstverträge für die Vorstandsmitglieder wurden ab dem Geschäftsjahr 2012 Bonuszahlungen vereinbart, die an die zukünftige Kursentwicklung der NEXUS-Aktie gekoppelt sind. Dabei wird eine Bonuszahlung an die Vorstandsmitglieder fällig, wenn eine Überschreitung zwischen dem errechneten Ausgangskurs zum 31. Dezember 2011 und dem Schlusskurs zum 31. Dezember 2014 erfolgt. Die Überschreitung und damit die Bonuszahlung erfolgen in Euro-Cent Schritten. Für diese virtuellen Optionen sind in den Geschäftsjahren 2012 - 2014 Kosten in Höhe von TEUR 544 angefallen. Im Geschäftsjahr 2014 war ein Aufwand für Wertsteigerungsrechte in Höhe von TEUR 389 zu erfassen. Die Anzahl der virtuellen Optionen beläuft sich auf 100.000 Stück.

Zusätzlich wurden im Mai 2014 Übergangsvereinbarungen mit den Vorständen vereinbart, die eine Gewährung von insgesamt 11.650 Aktien, die in 2015 fällig werden, vorsehen und auf der Kursentwicklung vom 4. Quartal 2013 zum 4. Quartal 2014 beruhen. Der Wert der Aktien betrug im Zeitpunkt der Gewährung 141 TEUR.

Im Mai 2014 mit den Vorständen eine aktienbasierte Vergütung vereinbart. Sie besteht aus maximal 160.000 echten Aktien, die über die Laufzeit jährlich fällig werden und auf der Kursentwicklung der Jahre 2015 bis 2017 basieren. Der Wert der Aktien betrug im Zeitpunkt der Gewährung TEUR 788.

c) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet im Wesentlichen Aufgelder aus der in 2000 durchgeführten Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Börsengang der NEXUS AG, die Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe der Ausgabe neuer Aktien gegen Sach- und Barkapitaleinlagen sowie der Ausübung von Aktienoptionen von Vorständen, Mitgliedern der Geschäftsführung in Tochterunternehmen und Mitarbeitern der NEXUS-Gruppe. Die im Rahmen der Barkapitalerhöhung und der Kapitalerhöhung durch Sacheinlage angefallenen direkt zuordenbaren Aufwendungen wurden mit der Kapitalrücklage verrechnet. Außerdem wird der beizulegende Zeitwert der im Rahmen der Aktienoptionspläne ausgegebenen Aktien in der Position Kapitalrücklage berücksichtigt. Entsprechend § 150 AktG müssen die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage den zehnten Teil des Grundkapitals übersteigen, damit sie zum Ausgleich von Verlusten oder für eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln verwendet werden dürfen. Solange die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage zusammen nicht den zehnten Teil des Grundkapitals übersteigen, dürfen sie nur zum Ausgleich von Verlusten verwendet werden, soweit der Verlust nicht durch Gewinnvortrag bzw. Jahresüberschuss gedeckt ist und nicht durch Auflösung anderer Gewinnrücklagen ausgeglichen werden kann.

Durch den Verkauf von 10.748 eigenen Anteilen und durch die in 2014 dem Vorstand gewährten Aktien um EUR 140.504,50 hat sich die Kapitalrücklage erhöht. Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 25.980 (Vj: TEUR 25.780) .

d) Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung

Die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung resultiert aus Differenzen, die bei der Umrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften entstehen.

f) Bewertungsrücklage für Finanzinstrumente

Die Bewertungsrücklage für Finanzinstrumente enthält die kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert der als zur Veräußerung bestimmt klassifizierten finanziellen Vermögenswerte nach Verrechnung der latenten Steuern.

g) Rücklage für Pensionen

Die Rücklage für Pensionen enthält die finanzmathematischen kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach Verrechnung latenter Steuern.

Kapitalmanagement

Ziel des Kapitalmanagements ist die Erhaltung der finanziellen Substanz des Konzerns sowie die nachhaltige Sicherstellung der notwendigen finanziellen Flexibilität. Zur Messung der finanziellen Sicherheit des Konzerns wird auch die Eigenkapitalquote herangezogen. Dabei wird das in der Konzernbilanz ausgewiesene Eigenkapital ins Verhältnis zur Bilanzsumme gesetzt. Die Finanzierungsstruktur ist danach durch eine als konservativ zu bezeichnende Kapitalstruktur, in der die Eigenfinanzierung dominiert, geprägt. Zum Bilanzstichtag beträgt die Eigenkapitalquote 70,1 % (Vj: 71,0 %) . Die Fremdfinanzierung erfolgt fast ausschließlich über Verbindlichkeiten, die aus dem operativen Geschäftsbetrieb resultieren, sowie in geringem Umfang über Pensionen. Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten bestehen nahezu nicht.

Im Mai 2014 wurde eine Dividende in Höhe von EUR 0,12 auf die 15.068.542 Stück Dividendenberechtigten, auf den Inhaber lautenden, Stückaktien bezahlt.

13. Pensionsverpflichtungen

Die Rückstellungen wurden für die von der Forest Gesellschaft für Products & Services mbH zum 30. September 2000 übernommenen unmittelbaren Pensionsverpflichtungen (Direktzusagen) bei der NEXUS . IT GmbH SÜDOST, NEXUS / IS GmbH (vormals: NEXUS / CCC GmbH) , NEXUS . IT GmbH NORD und für die übernommenen Pensionsverpflichtungen bei der ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH gebildet. Bei den leistungsorientierten Plänen in der Schweiz handelt es sich um Vorsorgewerke nach dem schweizerischen Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen und Invalidenvorsorge (BVG) . Diese Pläne stellen sogenannte Vollversicherungen dar, bei denen wenigstens temporär sämtliche versicherungsmathematischen Risiken, einschließlich der Kapitalmarktrisiken, von einer Versicherungsgesellschaft getragen werden.

Die Höhe der Leistungen der übernommenen Pensionszusagen richtet sich nach den Dienstjahren und dem jeweiligen Gehalt der bezugsberechtigten Personen. Die Rückstellung wird gebildet für zahlbare Leistungen in Form von Alters und Invalidenrente sowie für Hinterbliebenengeld. Es handelt sich um unverfallbare Anwartschaften. Ein Planvermögen besteht nur für die Verpflichtungen in der Schweiz sowie für eine Gesellschaft in Deutschland.

Diese leistungsorientierten Pläne belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Markt-(Anlage) Risiko.

Finanzierung

Während die inländischen Pensionsverpflichtungen, ausgenommen ASS.TEC, durch das Unternehmen finanziert werden, werden die Verpflichtungen in der Schweiz und bei der ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH über Versicherungsunternehmen verwaltet und finanziert. Die Finanzierungsanforderungen basieren auf versicherungsmathematischen Bewertungsrahmenkonzepten.

Bewertungsgrundlagen

Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigt Marktzinssätze sowie Lohn-, Gehalts- und Rententrends. In Deutschland wurden als biometrische Rechnungsgrundlagen, die Todesfallwahrscheinlichkeit, Invaliditätswahrscheinlichkeit und Verheiratungswahrscheinlichkeit im Todesfall enthalten, die Richttafeln 2005 G (Verlag Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln) zugrunde gelegt. In der Schweiz wurde der auf statistischen Zahlen der Jahre 2005 - 2009 beruhende Tarif BVG 2010 zugrunde gelegt.

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  20151)
%
2014
%
2013
%
Rechnungszinsfuß (D) 2,0 2,0 3,0
Rechnungszinsfuß (CH) 0,8 0,8 2,0
Durchschnittliche Fluktuationsrate (D) 5,0 5,0 5,0
Durchschnittliche Fluktuationsrate (CH) 15,0 15,0 15,0
Lohn- und Gehaltstrend (D) 0,0 0,0 0,0
Lohn- und Gehaltstrend (CH) 0,3 0,3 1,0
jährliche Anhebung laufender Renten (D) 1,8 1,8 2,0
jährliche Anhebung laufender Renten (CH) 0,0 0,0 0,0

1) Grundlagen für die Sensitivitätsanalyse

Am 31. Dezember 2014 lag die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung im Inland bei 16 Jahren (Vj: 15 Jahre) und in der Schweiz bei 13 Jahren (Vj: 6 Jahre) .

Veränderung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Verpflichtung

Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen und des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:

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  2014
TEUR
2013
TEUR
Barwert der Verpflichtungen zu Beginn des Berichtszeitraums 21.390 16.979
Erfasst im Gewinn oder Verlust    
Laufender Dienstzeitaufwand 1.095 735
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -867 117
Zinsaufwand 447 358
Erfasst im sonstigen Ergebnis    
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus    
• demografischen Annahmen 0 754
• finanziellen Annahmen 1.803 -593
• erfahrungsbedingter Berichtigung 1.249 -271
Währungsänderungen 416 -257
Sonstiges    
Zugang Pensionsverpflichtungen 0 3.883
Gezahlte Leistungen und Abgänge -4.774 -936
Beiträge Arbeitnehmer 644 621
  21.403 21.390
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  2014
TEUR
2013
TEUR
Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Berichtszeitraums 18.019 14.382
Erfasst im Gewinn oder Verlust    
Zinserträge 374 299
Erfasst im sonstigen Ergebnis    
Zugang Planvermögen Schweiz 0 3.417
Erträge aus Planvermögen ohne Zinserträge 117 -148
Währungsänderungen 365 -230
Sonstiges    
Beiträge Arbeitgeber 646 591
Beiträge Arbeitnehmer 644 621
Kapitalauszahlungen und Abgänge -4.750 -913
Zeitwert des Planvermögens zum Ende des Berichtszeitraums 15.415 18.019
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  2014
TEUR
2013
TEUR
Barwert der extern finanzierten Verpflichtungen 20.421 20.511
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 15.415 18.019
Unterdeckung 5.006 2.492
Barwert der intern finanzierten Verpflichtungen 981 879
Finanzierungsstatus 5.987 3.371
Bilanzierte Pensionsverpflichtungen 5.987 3.371
Davon Ausweis als Pensionsrückstellungen 5.987 3.371

Die Verpflichtung teilt sich wie folgt auf die Teilnehmergruppen auf:

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  2014
TEUR
2013
TEUR
Aktive Mitarbeiter 4.795 2.447
Unverfallbar Ausgeschiedene 422 348
Rentner 771 576
  5.988 3.371

Im Laufe des Jahres 2014 wurden die Pensionsverträge einer Reihe von Arbeitnehmern in der Schweiz angepasst, um neue gesetzliche Anforderungen in diesem Land bezüglich des Pensionsalters zu berücksichtigen. Als Ergebnis der Ergänzung des Plans verringerte sich die leistungsorientierte Verpflichtung des Konzerns um TEUR 867 (31. Dezember 2013: Erhöhung um TEUR 117) . Ein korrespondierender Ertrag aus nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand wurde im Laufe des Jahres 2014 im Gewinn oder Verlust erfasst.

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste 2014 in Höhe von TEUR 2.962 wurden, nach Berücksichtigung latenter Steuern, im sonstigen Ergebnis erfasst. Die kumulierten versicherungsmathematischen Verluste sind mit TEUR 5.078 abzgl. latenter Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Gesamtaufwand für leistungsorientierte Versorgungszusagen, der im Personalaufwand enthalten ist, setzt sich wie unten aufgeführt zusammen:

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  2014
TEUR
2013
TEUR
Laufender und nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1.095 852
Zinsaufwand 447 358
Zinserträge aus Planvermögen -374 -299
Nettopensionsaufwand 1.168 911

Die tatsächlichen Ergebnisse des Planvermögens belaufen sich auf TEUR -491 (Vj: TEUR -151) . Das Planvermögen entfällt auf die Schweizer Pläne sowie auf die ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH und besteht aus den Ansprüchen gegen Versorgungswerke.

Das Planvermögen setzt sich in der Schweiz und in Deutschland wie folgt zusammen:

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  2014
TEUR
2013
TEUR
Anleihen 10.267 10.336
Immobilien 1.599 2.462
Aktien 317 1.730
Flüssige Mittel und Festgelder 515 796
Sonstiges 2.717 2.695
Summe 15.415 18.019

Die erfahrungsbedingten Berichtigungen der Pensionsverpflichtungen belaufen sich auf TEUR 1.249 (Vj: TEUR 422) , die des Planvermögens auf TEUR 117 (Vj: TEUR -148) .

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  2014
TEUR
2013
TEUR
2012
TEUR
2011
TEUR
2010
TEUR
Barwert der Pensionsverpflichtungen 21.403 21.390 16.979 15.138 10.789
Zeitwert des Planvermögens -15.415 -18.019 -14.382 -13.253 -9.570
Planfehlbetrag 5.988 3.371 2.597 1.885 1.219
Erfahrungsbedingte Anpassungen der Pensionsverpflichtungen 1.249 422 41 -698 343
Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens 117 -148 -10 -1.015 0

In Deutschland wird die gesetzliche Rentenversicherung als beitragsorientierter Versorgungsplan angesehen. Der für die gesetzliche Rentenversicherung erfasste Aufwand für die sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter hat für das abgelaufene Geschäftsjahr TEUR 1.979 (Vj: TEUR 2.011) betragen. Daneben bestehen für Vorstandsmitglieder weitere beitragsorientierte Pläne aus Direktversicherungen, für die im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 25 (Vj: TEUR 25) angefallen sind.

Sensitivitätsanalyse

Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachstehenden Beträgen beeinflusst.

Wir gehen davon aus, dass die Faktoren Fluktuation und Sterblichkeit aufgrund der Duration der wesentlichen Verpflichtungen keiner wesentlichen Volatilität unterliegt. Daher wird auf eine Sensitivitätsanalyse an dieser Stelle verzichtet.

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Veränderung der Verpflichtung 2014
TEUR
2013
TEUR
Aktuelle Annahme per 31.12.2014    
Gesamte Verpflichtung 21.403 21.390
Extern finanzierte Verpflichtung 20.421 20.511
Intern finanzierte Verpflichtung 982 879
Diskontierungszinssatz +0,5 % -950 -992
Diskontierungszinssatz -0,5 % 1.060 1.101
Lohnsteigerungsrate +0,5 %1) 211 96
Lohnsteigerungsrate -0,25 %1) -175 -93
Rententrend +0,5 %2) 71 60
Rententrend -0,5 %2) -70 -55

1) Aufgrund der Annahme der jährlichen Lohnsteigerungen im Inland mit 0 %, betrifft die Sensivitätsanalyse in Bezug auf die Lohnsteigerungsrate nur die schweizerischen extern finanzierten Verpflichtungen.
2) Aufgrund der Annahme der jährlichen Anhebung der Renten in der Schweiz mit 0 %, betrifft die Sensivitätsanalyse in Bezug auf den Rententrend nur die inländischen Verpflichtungen.

Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der nach dem Plan erwarteten Cashflows nicht berücksichtigt, liefert sie einen Näherungswert für die Sensitivität der dargestellten Annahmen.

Für das Geschäftsjahr 2015 werden ein Pensionsaufwand in Höhe von TEUR 731, ein Barwert der Verpflichtung in Höhe von TEUR 22.106 sowie ein Zeitwert des Planvermögens in Höhe von TEUR 14.539 prognostiziert.

Vom Arbeitgeber direkt bezahlte Versorgungsleistungen werden in Höhe von TEUR 538 erwartet.

Die erwarteten Beiträge zum Planvermögen für 2015 belaufen sich auf TEUR 538.

14. Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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  Stand 01.01.2014
TEUR
Verbrauch 2014
TEUR
Auflösung 2014
TEUR
Zuführung 2014
TEUR
Stand 31.12.2014
TEUR
Noch zu erbringende Leistungen 542 390 73 1.012 1.091
Übrige Rückstellungen 374 0 175 1 200
  916 390 248 1.013 1.291

Die noch zu erbringenden Leistungen betreffen Risiken im Projektgeschäft aus drohenden Nachlaufkosten sowie ggf. Preisnachlässen, die auf Basis von Erfahrungswerten sowie der noch erwarteten Kosten berechnet werden. Für sie wird ein Verbrauch in 2015 erwartet. Die übrigen Rückstellungen verbrauchen sich erwartungsgemäß im kommenden Jahr.

15. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich bzgl. der Fälligkeiten wie folgt zusammen:

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  31.12.2014
  Kurzfristig (< 1 Jahr)
TEUR
Langfristig (> 1 Jahr)
TEUR
Finanzverbindlichkeiten 253 15
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.890 0
Ertragsteuerverbindlichkeit 996 0
Erlösabgrenzung 985 0
Sonstige nicht finanzielle Schulden 4.991 0
• Erhaltene Anzahlungen 2.178 0
• Sonstige Steuern 2.813 0
Sonstige finanzielle Schulden 7.164 2.288
• Aus Verpflichtungen für Gehaltsverbindlichkeiten 1.347 0
• Sonstige 5.817 2.288
  19.279 2.303
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  31.12.2013 angepasst1)
  Kurzfristig (< 1 Jahr)
TEUR
Langfristig (> 1 Jahr)
TEUR
Finanzverbindlichkeiten 152 43
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.011 0
Ertragsteuerverbindlichkeit 754 0
Erlösabgrenzung 4.344 0
Sonstige nicht finanzielle Schulden 6.462 0
• Erhaltene Anzahlungen 5.641 0
• Sonstige Steuern 821 0
Sonstige finanzielle Schulden1) 4.226 2.383
• Aus Verpflichtungen für Gehaltsverbindlichkeiten 1.002 0
• Sonstige 3.224 2.383
  19.949 2.426

1) Es wird auf Note 2.3 verwiesen.

Die Finanzverbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten betreffen die tatsächlichen Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden. Sie sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zu Grunde gelegt, die am Bilanzstichtag im jeweiligen Land der Gesellschaft gelten.

Erlösabgrenzungen sind notwendig, wenn der Leistungszeitraum bzgl. der Realisierung von Umsatzerlösen für den Bereich der Softwarepflege vom Geschäftsjahr abweicht. Die Erlösabgrenzung wird im folgenden Geschäftsjahr über den Leistungszeitraum erlöswirksam aufgelöst.

Die sonstigen nicht finanziellen Schulden beinhalten erhaltene Anzahlungen auf Kundenverträge und sonstige Steuern (Umsatz-, Lohn- und Kirchensteuer sowie Sozialabgaben) .

In der Position Sonstige wurden die wahrscheinlichen Kaufpreisverpflichtungen aus bedingten Kaufpreisen zum Erwerb restlicher Unternehmensanteile und aus separaten Transaktionen in Höhe von TEUR 5.020 (Vj: TEUR 3.933) eingestellt.

16. Eventualverbindlichkeiten und sonstige Verpflichtungen

1) Gerichtliche Prozesse sowie Forderungen aus Rechtsstreitigkeiten, die sich im normalen Geschäftsverlauf ergeben, könnten in der Zukunft gegenüber den Konzerngesellschaften geltend gemacht werden. Die damit einhergehenden Risiken werden im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens analysiert. Obgleich das Ergebnis dieser Streitfälle nicht immer genau eingeschätzt werden kann, ist der Vorstand der Ansicht, dass sich hieraus keine wesentlichen Verpflichtungen ergeben werden.

2) Des Weiteren ergeben sich finanzielle Verpflichtungen aus der Anmietung von Büroräumen, dem Leasing von Fahrzeugen und aus anderen Verpflichtungen. Entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Leasingvereinbarungen sind die Leasingverhältnisse als Operating - Leasingverhältnisse zu klassifizieren. Die sich daraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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31.12.2014 2015
TEUR
2016 bis 2019
TEUR
ab 2020
TEUR
Mieten 1.542 5.050 829
Leasing 1.077 1.448 0
  2.619 5.498 829
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31.12.2013 2014
TEUR
2015 bis 2018
TEUR
ab 2019
TEUR
Mieten 1.471 3.205 341
Leasing 797 833 0
  2.268 4.038 341

Die Miet- und Leasingzahlungen des Geschäftsjahres betragen:

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  2014
TEUR
2013
TEUR
Mieten 1.687 1.464
Leasing 1.178 945
  2.865 2.409

Miet- und Leasingvereinbarung enthalten weder Verlängerungs- oder Kaufoptionen noch Preisanpassungsklauseln. Im Jahr 2014 sind nur Mindestleasingzahlungen enthalten.

17. Umsatzerlöse

Die konsolidierten Umsatzerlöse sind in der nachfolgenden Übersicht nach Regionen und Geschäftsbereichen aufgegliedert:

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  Healthcare Software
  2014 2013
  TEUR % TEUR %
Deutschland 40.225 57,1 34.123 52,5
Schweiz / Liechtenstein 24.500 34,8 24.737 38,1
Frankreich 3.079 4,4 3.031 4,7
Österreich 1.739 2,5 1.895 2,9
andere Regionen 899 1,2 1.154 1,8
Gesamt 70.442 100,0 64.940 100,0
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  Healthcare Service
  2014 2013
  TEUR % TEUR %
Deutschland 9.156 94,3 7.762 93,3
Schweiz / Liechtenstein 126 1,3 72 0,9
Österreich 4 0,0 107 1,3
andere Regionen 419 4,4 382 4,5
Gesamt 9.705 100,0 8.323 100,0

Davon entfielen auf:

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  2014 2013
  TEUR % TEUR %
Dienstleistungen 58.612 73,1 52.834 72,1
Lizenzen 14.985 18,7 13.862 18,9
Lieferungen 6.550 8,2 6.567 9,0
Gesamt 80.147 100,0 73.263 100,0

Die im Berichtsjahr nach der PoC-Methode erfassten Umsatzerlöse aus langfristiger abgeschlossener Auftragsfertigung belaufen sich auf TEUR 43.687 (Vj: TEUR 39.618) .

18. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen vor allem Erträge aus Kaufpreisanpassungen in Höhe von TEUR 357 (Vj: TEUR 1.151) , geldwerte Vorteile in Höhe von TEUR 344 (Vj: TEUR 227) , Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 248 (Vj: TEUR 13) , Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 204 (Vj: TEUR 105) , Erträge aus der Ausbuchung von kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 204 (Vj: TEUR 125) , Fremdwährungsgewinne in Höhe von TEUR 47 (Vj: TEUR 74) sowie Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 21 (Vj: TEUR 33) .

19. Materialaufwand und Aufwendungen für bezogene Leistungen

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  2014
TEUR
2013
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 10.142 8.762
Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.377 5.053
  15.519 13.815

In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren befinden sich hauptsächlich Aufwendungen aus Hardwarekäufen, die zum Weiterverkauf bestimmt sind. Im Bereich der bezogenen Leistungen wurden überwiegend Leistungen im Zuge des Projektgeschäftes an Dritte vergeben.

20. Mitarbeiterzahl und Personalaufwand

Im Jahresdurchschnitt waren in den einzelnen Geschäftsjahren die folgende Anzahl an Mitarbeitern und Auszubildenden beschäftigt:

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  2014 2013
Angestellte 674 620
leitende Angestellte 16 13
  690 633

Die Personalkostenentwicklung stellt sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

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  2014
TEUR
angepasst1) 2013
TEUR
Löhne und Gehälter11 37.454 34.632
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 6.144 6.323
  43.598 40.955

1) Es wird auf Note 2.3 verwiesen.

Im Personalaufwand betreffen TEUR 529 (Vj: TEUR 115) Aufwendungen für aktienbasierte Vergütung, die über den Erdienungszeitraum verteilt gemäß IFRS 2 erfasst werden.

21. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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  2014
TEUR
2013
TEUR
Betriebskosten 3.953 3.547
Vertriebskosten 2.758 2.943
Verwaltungskosten 3.493 2.971
Übrige betriebliche Aufwendungen 2.298 2.308
sonstige Steuern 40 33
  12.542 11.802

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen aus Kaufpreisanpassungen TEUR 685 (Vj: TEUR 1.334) , Zuführungen zu Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 512 (Vj: TEUR 408) , Zuführungen zu Rückstellungen in Höhe von TEUR 193 (Vj: TEUR 1) , Abschreibungen und Verluste von Forderungen in Höhe von TEUR 138 (Vj: TEUR 230) , Verluste aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 81 (Vj: TEUR 51) sowie Währungskursverluste in Höhe von TEUR 49 (Vj: TEUR 114) . Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der vorstehenden Tabelle beinhalten die Vergütung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Prüfung des Konzernabschlusses wie folgt:

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  2014
TEUR
2013
TEUR
Abschlussprüfung (Einzel- und Konzernabschluss) 143 134
Steuerberatungsleistungen 43 41
  168 175

Im Geschäftsjahr 2014 sind nachträglich TEUR 0 (Vj: TEUR 25) für die Jahresabschlussprüfung des vorangegangenen Geschäftsjahres angefallen.

22. Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen

Ausgewiesen werden die auf den NEXUS-Konzern entfallenden, anteiligen Jahresergebnisse der at Equity bewerteten Unternehmen in Höhe von TEUR 3 (Vj: TEUR 0) sowie Aufwendungen aus der Abschreibung eines at Equity bewerteten Unternehmens in Höhe von TEUR 13 (Vj: TEUR 0) .

23. Finanzerträge

Von den Finanzerträgen entfallen TEUR 148 (Vj: TEUR 120) auf Erträge aus Wertpapieren, TEUR 76 (Vj: TEUR 0) auf Erträge aus Zuschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens, TEUR 62 (Vj: TEUR 69) auf Zinserträge aus Bankguthaben und TEUR 1 (Vj: TEUR 32) auf sonstige Zinsen und ähnliche Erträge.

24. Finanzaufwendungen

Von den Finanzaufwendungen entfallen TEUR 59 (Vj: TEUR 43) auf Zinsaufwendungen aus Bankverbindlichkeiten, TEUR 20 (Vj: TEUR 17) auf sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen und TEUR 0 (Vj: TEUR 3) auf Abschreibungen und Abgangsverluste auf Wertpapiere des Umlaufvermögens.

25. Ertragsteuern

Die Ertragsteuern setzen sich aus dem tatsächlichen Steueraufwand bzw. dem tatsächlichen Steuerertrag sowie dem latenten Steueraufwand bzw. latenten Steuerertrag zusammen. Die tatsächlichen Steuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden unter Anwendung der am Stichtag geltenden Steuergesetze mit den Beträgen bemessen, die voraussichtlich an die zuständigen Finanzbehörden abzuführen bzw. von ihnen einzufordern sind. Latente Steuerverbindlichkeiten bzw. -forderungen werden auf Basis der Steuergesetze, die am Stichtag Gültigkeit hatten, zu dem Steuersatz bewertet, der voraussichtlich in der Periode Gültigkeit hat, in der die Verbindlichkeit beglichen wird bzw. die Forderung fällig ist. In 2014 wurden auf Basis einer Fünfjahresplanung alle Verlustvorträge auf Ihre Werthaltigkeit überprüft. Dabei wurden aktive latente Steuern nur in der Höhe gebildet, inwieweit eine Realisierung durch zukünftige Gewinne möglich ist. Passive latente Steuern, die insbesondere durch die Aktivierung von Entwicklungskosten entstehen, werden als latente Steueraufwendungen passiviert oder wenn möglich mit aktivierten latenten Steuern verrechnet. Die auf das Ergebnis vor Ertragsteuern entfallenden Steuern teilen sich im Berichtsjahr auf tatsächliche und latente Ertragsteuern wie folgt auf:

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  2014
TEUR
2013
TEUR
Laufender Steueraufwand -935 -742
• laufendes Jahr -906 -730
• Vorjahre -28 -12
Latente Steuererträge 801 884
• Entstehung / Umkehrung latenter Differenzen 801 884
  -134 142

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden im Inland die Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags und die Gewerbesteuer sowie im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Außerdem werden in diesem Posten Steuerabgrenzungen auf alle wesentlichen Unterschiedsbeträge zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz sowie ggf. auf Konsolidierungsmaßnahmen erfasst. Substanzielle Hinweise für die Realisierung der latenten Steueransprüche auf nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge, die höher sind als die Ergebniseffekte aus der Umkehrung bestehender zu versteuernder temporärer Differenzen ergeben sich aus:

Der stetigen Ergebnisverbesserung des Kerngeschäftes,

dem sich erhöhenden Wartungsvolumen,

der Planung der zur NEXUS-Gruppe gehörenden Einzelgesellschaften.

Bei der Ermittlung der Steuersätze wurde im Inland für die Körperschaftsteuerbelastung ein Steuersatz von 15,0 % zzgl. Solidaritätszuschlag, also in Summe 15,825 %, angesetzt, für die Gewerbesteuer in Abhängigkeit von der Gemeinde ein Steuersatz zwischen 11,55 % und 16,64 %. Im Ausland betragen die Ertragssteuersätze zwischen 12,2 % und 33,3 %. Der ausgewiesene Steueraufwand weicht vom erwarteten Steueraufwand ab, der sich bei Anwendung des nominalen Steuersatzes der NEXUS AG von 28,4 % (Vj: 28,4 %) auf das Ergebnis nach IFRS ergeben hätte. Die Beziehung vom erwarteten Steueraufwand zum Steueraufwand, welcher sich aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ergibt, zeigt folgende Überleitungsrechnung:

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  2014
TEUR
angepasst1) 2013
TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern1) 8.243 6.698
Erwarteter Steueraufwand 28,4 % (Vj: 28,4 %) 1) -2.341 -1.902
Veränderung nicht aktivierter latenter Steuern auf Verlustvorträge 2.412 1.893
Steuersatzdifferenzen bei Tochtergesellschaften 101 278
Abweichungen aus steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen -99 -83
Steuern Vorjahre und sonstige Abweichungen -207 44
Steueraufwand (Vj: Steuerertrag) lt. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung -134 142

1) Es wird auf Note 2.3 verwiesen.

26. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich mittels Division des den Aktionären zustehenden Konzernjahresüberschusses durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der während der Periode im Umlauf befindlichen Aktien. Zur Berechnung eines verwässerten Ergebnisses je Aktie wäre der den Aktionären zurechenbare Konzernjahresüberschuss sowie der gewichtete Durchschnitt der sich im Umlauf befindlichen Aktien um die Auswirkungen aller verwässernden potenziellen Aktien, welche durch Ausübung der ausgereichten Optionen entstehen, zu bereinigen.

In 2014 bestanden keine Bezugsrechte aus Aktienoptionsprogrammen, so dass sich kein Verwässerungseffekt ergibt. Zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wurde eine durchschnittliche Anzahl der Aktien von Tsd. 15.072 (Vj: Tsd. 15.065) zu Grunde gelegt.

An dieser Stelle wird auf die Note 38.2 verwiesen.

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  2014 angepasst1) 2013
Konzernjahresüberschuss (Anteil Gruppe) in TEUR1) 8.279 7.221
Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd.) 15.072 15.065
Ergebnis je Aktie in EUR1) (unverwässert und verwässert) 0,55 0,48

1) Es wird auf Note 2.3 verwiesen.

Der gewichtete Durchschnitt der Stammaktien für das Geschäftsjahr 2014 ermittelt sich wie folgt:

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  Stammaktien eigene Anteile Summe Stammaktien
Januar 15.068.542   15.063.542
Februar 15.068.542   15.068.542
März 15.068.542   15.068.542
April 15.068.542   15.068.542
Mai 15.068.542 1.000 15.069.542
Juni 15.069.542   15.069.542
Juli 15.069.542 3.488 15.073.030
August 15.073.030   15.073.030
September 15.073.030   15.073.030
Oktober 15.073.030   15.073.030
November 15.073.030 3.000 15.076.030
Dezember 15.076.030 3.260 15.079.290
  Summe 10.784 180.860.692
  Durchschnitt   15.071.724

Der gewichtete Durchschnitt der Stammaktien für das Geschäftsjahr 2013 ermittelt sich wie folgt:

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  Stammaktien eigene Anteile Summe Stammaktien
Januar 15.063.542   15.063.542
Februar 15.063.542   15.063.542
März 15.063.542   15.063.542
April 15.063.542   15.063.542
Mai 15.063.542   15.063.542
Juni 15.063.542   15.063.542
Juli 15.063.542   15.063.542
August 15.063.542   15.063.542
September 15.063.542 3.000 15.066.542
Oktober 15.066.542   15.066.542
November 15.066.542   15.066.542
Dezember 15.066.542 2.000 15.068.542
  Summe 5.000 180.776.504
  Durchschnitt   15.064.709

27. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns der NEXUS AG im Berichtsjahr durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit strukturiert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ausgewiesen.

28. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

In 2014 ist der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 10.544 auf TEUR 11.594 gestiegen. Im Wesentlichen hat sich hierin die im sonstigen Ergebnis erfassten finanzmathematischen Verluste sowie der Aufbau der Rückstellungen und der Abbau von Verbindlichkeiten niedergeschlagen.

29. Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist mit TEUR -11.750 (Vj: TEUR -3.687) deutlich höher als im Vorjahr. Drei Unternehmenserwerbe und die Investitionen in das immaterielles Anlagevermögen sowie die Investition in kurzfristige Finanzanlagen bildeten im Geschäftsjahr den Schwerpunkt der Investitionstätigkeiten.

30. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -1.626 (Vj: TEUR -3.920) wurde im Geschäftsjahr im Wesentlichen durch die Zahlung von Dividenden TEUR 1.808 (Vj: TEUR 1.657) an unsere Aktionäre beeinflusst.

31. Finanzmittelbestand

Der Finanzmittelbestand setzt sich aus liquiden Mitteln (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) , abzüglich Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen.

32. Segmentierung nach Geschäftsbereichen

Gemäß IFRS 8 sind die operativen Geschäftssegmente auf Basis der internen Steuerung und Berichterstattung abzugrenzen. Der Vorstand der NEXUS AG als oberster Entscheidungsträger im Konzern überwacht regelmäßig die Ertragskraft und trifft seine Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen auf Basis der Business Units NEXUS / CIS, NEXUS / CSO, NEXUS / DIS, NEXUS / PAT.INT, NEXUS / QM, NEXUS / NCS sowie NEXUS / HCS. Die Business Units bilden damit die operativen Segmente im Sinne von IFRS 8 ab. Die in den Konzernabschluss einbezogenen rechtlichen Einheiten werden jeweils vollständig einer Business Unit zugeordnet. Jede Business Unit besteht somit jeweils aus einer oder mehreren rechtlichen Einheiten.

In den Business Units NEXUS / CIS, NEXUS / CSO, NEXUS / DIS, NEXUS / QM, NEXUS / PAT.INT, NEXUS / NCS werden Softwarelösungen für das Gesundheitswesen im administrativen und im medizinischen Bereich entwickelt und vertrieben. Die wirtschaftliche Entwicklung dieser Business Units reagiert gleichförmig auf externe Einflüsse. Ferner sind die angebotenen Produkte und Dienstleistungen, der Leistungserstellungsprozess, die Kunden und Vertriebsmethoden nahezu identisch bzw. ähnlich. Aus den genannten Gründen werden diese sechs Business Units in dem berichtspflichtigen Segment Healthcare Software zusammengefasst.

Das Management steuert die Segmente über das betriebliche Segmentergebnis und den Segmentumsatz.

Das nicht dem Berichtssegment Healthcare Software zugeordnete operative Segment NEXUS / HCS berichtet als eigenständig berichtspflichtiges Segment Healthcare Service. Die unter Healthcare Service zusammengefassten Gesellschaften werden einheitlich geführt. Unter dem Label NEXUS / IS (vormals: NEXUS / CCC) werden zentral Dienstleistungen und Lösungen für Schnittstellen des Produktes Integrationsserver angeboten. Unter dem Label NEXUS / IT werden von der Betriebsführung bis hin zur Betreuung der eingesetzten Software-Applikationen und dem Anwendersupport leitende Funktionen im täglichen Management der Klinik-IT erbracht. Unter dem Label ASS.TEC GmbH werden schwerpunktmäßig EDV-gestützte Prozessberatungen inklusive SAP-Beratungen angeboten. Unter dem Label proLohn GmbH werden schwerpunktmäßig SAP-Beratungen angeboten. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der beiden berichtspflichtigen Segmente entsprechen den gleichen Rechnungslegungsmethoden wie die externe Berichterstattung. Transaktionen zwischen den Segmenten werden anhand marktüblicher Konditionen abgerechnet.

Im Folgenden sind die Umsatzerlöse und Ergebnisse sowie das Segmentvermögen und die Segmentverbindlichkeiten der einzelnen berichtspflichtigen Segmente des Konzerns dargestellt: siehe vorherige Seite.

Die geografischen Segmente des Konzerns werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Verkäufe an externe Kunden, die in den geografischen Segmenten angegeben werden, werden entsprechend dem geografischen Standort der Kunden den einzelnen Segmenten zugewiesen.

Angaben zu den geografischen Segmenten machen wir folgende:

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  2014
TEUR
angepasst1) 2013
TEUR
Umsätze    
Deutschland 49.381 41.885
Schweiz / Liechtenstein 24.626 24.809
Frankreich 3.079 3.031
Österreich 1.743 2.002
andere Regionen 1.318 1.536
  80.147 73.263
Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen)    
Deutschland1) 39.597 35.973
Schweiz1) 12.624 13.045
Frankreich 5.990 1.131
Österreich 2 4
  58.213 50.153

1) Es wird auf Note 2.3 verwiesen.

33. Finanzinstrumente

Der Konzern ist teilweise auf internationaler Ebene tätig, wodurch er Marktrisiken aufgrund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt ist. Der Konzern geht nicht davon aus, dass diese Risiken einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns haben können. Nachfolgende Ausführungen ergänzen die Ausführungen zu den im Lagebericht gemachten Angaben zu Risiken.

Ausfallrisiken

Finanzinstrumente, die für die Gesellschaft möglicherweise eine Konzentration des Ausfallsrisikos bewirken können, sind hauptsächlich Guthaben bei ganz überwiegend renommierten Finanzinstituten in Deutschland und der Schweiz, marktgängige Wertpapiere und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Gesellschaft lauten vorwiegend auf Euro, Schweizer Franken und US-Dollar. Bei den marktgängigen Wertpapieren handelt es sich um Rentenfonds. Die Gesellschaft überwacht fortlaufend ihre Positionen bei den Finanzinstituten, die ihre Vertragspartner bei den Finanzinstrumenten sind, sowie deren Bonität und kann kein Risiko der Nichterfüllung erkennen. Ausfallrisiken bzw. Risiken, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, werden mittels Verwendung von Kreditlinien und anderer Kontrollverfahren im Rahmen des Forderungsmanagements (bspw. Bonitätsprüfungen) gesteuert. Im Konzern besteht zum Bilanzstichtag kein konzentriertes Ausfallrisiko von Einzelforderungen größer EUR 1 Mio. Zum 31. Dezember 2014 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nennwert von TEUR 1.478 (Vj: TEUR 1.973) wertgemindert.

Das Ausfallrisiko ist auf die Buchwerte (TEUR 29.086; Vj: TEUR 29.104) begrenzt.

Liquiditätsrisiken

Der Konzern ist bestrebt, über genügend Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente oder entsprechende Kreditlinien zu verfügen, um seine Verpflichtungen in den nächsten Jahren zu erfüllen. Des Weiteren steht der Gesellschaft genehmigtes Kapital im Betrag von TEUR 6.353 (Vj: TEUR 6.353) für weitere Kapitalerhöhungen zur Verfügung.

Im Konzern bestehen keine wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die nachstehende Tabelle zeigt wie sich die nicht diskontierten Cashflows aus den originären finanziellen Verbindlichkeiten auf die Liquiditätssituation des Konzern auswirken, und stellt diese den Buchwerten gegenüber. Negative Wertangaben entsprechen einem Finanzmittelzufluss. Mit signifikant hiervon abweichenden Zahlungsströmen (Fristen oder Beträge) wird nicht gerechnet.

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Berichterstattung nach Geschäftssegmenten Healthcare Software Healthcare Service Konsolidierung
  2014
TEUR
angepasst1) 2013
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
Erträge            
Umsätze mit Dritten 70.442 64.940 9.705 8.323    
• Dienstleistungen 52.761 47.301 5.851 5.533    
• Lizenzen 13.846 13.502 1.139 360    
• Lieferungen 3.836 4.137 2.714 2.430    
Umsätze zwischen den Segmenten 32 384 2.229 4.981 -2.261 -5.365
Segmentumsätze 70.474 65.324 11.934 13.304 -2.261 -5.365
Betriebliches Segmentergebnis1) 7.700 5.801 331 739    
Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen            
Finanzerträge            
Finanzaufwendungen            
Ergebnis vor Ertragsteuern1)            
Ertragsteuern            
Konzernjahresüberschuss1)            
Davon entfallen auf:            
• Akionäre der NEXUS AG1)            
• Anteile nicht beherrschender Gesellschafter            
Segmentvermögen1) 83.988 74.539 3.309 3.360    
Finanzanlagen            
Sonstige Vermögenswerte            
Aktive latente Steuern            
Ertragsteuerforderungen            
Barmittel und Bankguthaben            
Gesamt Vermögen            
Segmentschulden1) 21.774 22.992 3.009 1.900    
Finanzverbindlichkeiten            
Ertragsteuerverbindlichkeiten            
Sonstige Steuerverbindlichkeiten            
Passive latente Steuern            
Gesamt Verbindlichkeiten            
Investitionen 5.636 5.109 523 233    
Abschreibungen 6.586 6.703 427 375    
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Berichterstattung nach Geschäftssegmenten Konzern
  2014
TEUR
angepasst1) 2013
TEUR
Erträge    
Umsätze mit Dritten 80.147 73.263
• Dienstleistungen 58.612 52.834
• Lizenzen 14.985 13.862
• Lieferungen 6.550 6.567
Umsätze zwischen den Segmenten 0 0
Segmentumsätze 80.147 73.263
Betriebliches Segmentergebnis1) 8.031 6.540
Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen 3 0
Finanzerträge 287 221
Finanzaufwendungen -79 -63
Ergebnis vor Ertragsteuern1) 8.243 6.698
Ertragsteuern -135 142
Konzernjahresüberschuss1) 8.108 6.840
Davon entfallen auf:    
• Akionäre der NEXUS AG1) 8.279 7.221
• Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -171 -381
Segmentvermögen1) 87.296 77.899
Finanzanlagen 34 43
Sonstige Vermögenswerte 1.996 3.017
Aktive latente Steuern 4.828 3.697
Ertragsteuerforderungen 675 404
Barmittel und Bankguthaben 13.360 15.662
Gesamt Vermögen 108.189 100.721
Segmentschulden1) 24.783 24.892
Finanzverbindlichkeiten 268 195
Ertragsteuerverbindlichkeiten 996 754
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 2.813 821
Passive latente Steuern 3.517 2.564
Gesamt Verbindlichkeiten 32.377 29.226
Investitionen 6.159 5.342
Abschreibungen 7.013 7.078

1) Es wird auf Note 2.3 verwiesen.

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  Buchwerte Cashflows Cashflows Cashflows
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2014 (Vorjahr1) )
TEUR
Innerhalb 1 Jahr (Vorjahr)
TEUR
Innerhalb 1 bis 5 Jahren (Vorjahr1) )
TEUR
Nach mehr als 5 Jahren (Vorjahr)
TEUR
Finanzverbindlichkeiten 268 (195) 253 (152) 15 (43) 0 (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.890 (4.011) 4.890 (4.011) 0 (0) 0 (0)
Sonstige1) 10.448 (7.363) 8.160 (4.980) 2.288 (2.383) 0 (0)
Summe 15.606 (11.569) 13.303 (9.143) 2.303 (2.426) 0 (0)

1) Es wird auf Note 2.3 verwiesen.

Währungsrisiken

Währungsrisiken entstehen durch die in der Schweiz, den USA sowie anderen Regionen realisierten Umsätze in CHF und USD sowie den daraus resultierenden Forderungen, die bis zur Zahlung Währungsschwankungen unterliegen.

Zinsrisiken

Die NEXUS nimmt keine langfristigen Darlehen in Anspruch. Ein Cashflow-Zinsrisiko besteht nicht. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Rentenfonds. Die Anlagen unterliegen einem Zins- bzw. einem Marktwertrisiko. Das Fair-Value-Risiko wird aufgrund der Klassifizierung der Wertpapiere - als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - bis zu einer Veräußerung oder Wertminderung im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital in einer entsprechenden Bewertungsrücklage erfasst.

Zeitwert

Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Konzerns umfassen in erster Linie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Kontokorrentkredite, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Der Buchwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente kommt seinem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zu Grunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

Transaktionsrisiko

Die NEXUS hat in 2014 32,4 % des Umsatzes außerhalb des Euroraumes fakturiert (Vj: 40,1 %) . Kosten fallen aufgrund unserer Aktivitäten in der Schweiz in Schweizer Franken an, jedoch nur in geringem Maße in US Dollar. Zum 31. Dezember 2014 hatte der Konzern einen Bestand an USD in Höhe von TUSD 20 = TEUR 16 (31. Dezember 2013: TUSD 129 = TEUR 94) und einen Bestand an Schweizer Franken in Höhe von TCHF 5.318 = TEUR 4.423 (31. Dezember 2013: TCHF 5.558 = TEUR 4.530) . Es bestanden zum 31. Dezember 2014 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung von TUSD 0 = TEUR 0 (31. Dezember 2013: TUSD 50 = TEUR 36) sowie TNOK 385 = TEUR 43 (31. Dezember 2013: TNOK 142 = TEUR 17) sowie TCHF 8.811 = TEUR 7.328 (31. Dezember 2013: TCHF 7.471 = TEUR 6.089) . Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2014 in fremder Währung betrugen TCHF 3.087 = TEUR 2.567 (31. Dezember 2013: TCHF 1.728 = TEUR 1.409) ; die Verbindlichkeiten in USD sind wie im Vorjahr nicht wesentlich. Eine Sicherungsbeziehung bestand zum Stichtag nicht. Basierend auf den Bilanzstichtagskursen der relevanten Währungen wurde der Ermittlung von Sensitivitäten eine hypothetische Veränderung der Wechselkursrelationen um jeweils zehn Prozent zugrunde gelegt. Wäre zum Abschlussstichtag der Euro gegenüber dem US Dollar um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um TEUR 2 reduziert (erhöht) (Vj: TEUR 13) . Eine Aufwertung (Abwertung) des Schweizer Franken (CHF) gegenüber dem Euro am Abschlussstichtag um 10 % würde ein um TEUR 476 (Vj: TEUR 468) höheres (niedrigeres) Konzernergebnis vor Steuern ergeben.

Translationsrisiko

Der Sitz der Tochtergesellschaften NEXUS Schweiz GmbH (100 %) , NEXUS Medizinsoftware und Systeme AG (99,98 %) , Flexreport AG (100 %) , Domis Consulting AG (100 %) , Synergetics AG (60 %) sowie syseca informatik ag (100 %) befinden sich außerhalb des Euroraums. Da die Berichtswährung des NEXUS-Konzerns der Euro ist, werden die Erträge und die Aufwendungen dieser Tochtergesellschaften im Rahmen der Konsolidierung in Euro umgerechnet. Änderungen der durchschnittlichen Wechselkurse von einer Berichtsperiode zur anderen können signifikante Umrechnungseffekte verursachen, zum Beispiel in Bezug auf die Umsatzerlöse, das Segmentergebnis und das Konzernergebnis.

Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle gibt die Buchwerte nach Bewertungskategorie gemäß IAS 39 und die beizulegenden Zeitwerte nach Klassen von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten an. Die Nettogewinne der Kategorie FVTPL (HfT) werden unter der Position Sonstige betriebliche Erträge erfasst. Die Nettogewinne / -verluste der Kategorie AfS beinhalten einen Erhöhungsgewinn von TEUR 76 (Vj: Minderungsverlust TEUR 3) , die in der Position Finanzerträge erfasst werden. Verluste werden unter den Finanzaufwendungen ausgewiesen.

Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Wertminderungen aus der Bewertungsrücklage für Finanzinstrumente aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Nettogewinne / -verluste der Kategorie loans and receivables beinhalten Minderungsverluste von TEUR -650 (Vj: TEUR -541) . Diese werden in der Position Sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Erträge aus Wertaufholungen in Höhe von TEUR 204 (Vj: TEUR 105) werden unter sonstige betriebliche Erträge erfasst.

Nettogewinne/ -verluste aus Finanzinstrumenten

Die im Geschäftsjahr erfassten Nettogewinne/ -verluste aus Finanzinstrumenten (nach Bewertungskategorie) lassen sich wie folgt zusammenfassen:

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  2014
TEUR
2013
TEUR
FVTPL (HfT) 0 0
Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten 0 0
AfS 76 -3
Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes von Wertpapieren 76 -3
LaR 123 -957
Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes von Forderungen 123 -957
  199 -960

Zinserträge/-aufwendungen aus Finanzinstrumenten

Zinserträge/-aufwendungen aus Finanzinstrumenten, die nicht erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet wurden, fielen im Geschäftsjahr 2014 wie folgt an:

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Zinserträge / -aufwendungen aus Finanzinstrumenten 2014
TEUR
2013
TEUR
Zinserträge 287 221
Zinsaufwendungen 79 63
  208 158

Die Zinserträge betreffen mit TEUR 95 (Vj: TEUR 80) Finanzinstrumente der Kategorie AfS. Die folgende Übersicht stellt für die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente dar, auf welchen wesentlichen Parametern die Bewertung basiert. Die einzelnen Stufen sind gemäß IFRS 7 wie folgt definiert:

Stufe 1: Bewertung mit auf aktiven Märkten notierten (unverändert übernommenen) Preisen für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Stufe 2: Bewertungen für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit erfolgt entweder direkt (als Preis) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) auf Basis beobachtbarer Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen.

Stufe 3: Bewertung auf Basis von Modellen mit nicht am Markt beobachtbaren Inputparametern.

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  31. Dezember 2014
  Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte 2.218 0 0 2.218
Wertpapiere 2.218 0 0 2.218
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  31. Dezember 2013
  Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte 2.142 0 0 2.142
Wertpapiere 2.142 0 0 2.142

Erläuterung der Abkürzungen

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FVTPL (HfT) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten (zu Handelszwecken gehalten)
AfS zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
LaR Kredite und Forderungen.
FLAC finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden

Für die Position Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten ist eine eigenständige Klasse zu bilden. Eine pauschale Zuordnung zu den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten oder zu den zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten ist nicht sachgerecht, da ein Ausweis zum Nominalwert erfolgt, wobei ausländische Sorten zum Tageskurs umgerechnet werden. Die Bewertung des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten steht somit nicht im Zusammenhang mit einer Kategorisierung nach IAS 39, weshalb keine Angabe des bilanziellen Wertansatzes nach Bewertungskategorie erfolgt. Bezüglich der Schuldscheindarlehen weichen die Zeitwerte nicht wesentlich von den Buchwerten ab, da diese halbjährlich gekündigt werden können, variabel verzinslich sind und zum Nominalwert erstattet werden.

34. Haftungsverhältnisse

Am 31. Dezember 2014 bestanden wie zum Vorjahresstichtag keine Haftungsverhältnisse.

35. Beziehung zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Nahe stehende Unternehmen

Die NEXUS AG ist das oberste Mutterunternehmen. Mit dem assoziierten Unternehmen G.I.T.S. Gesundheitswesen IT- Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck, wurden im Berichtszeitraum für den Konzern unbedeutende Transaktionen durchgeführt. Insgesamt wurden Verkäufe in Höhe von TEUR 72 (Vj: TEUR 60) und keine Käufe getätigt. Zum Stichtag bestanden offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 18 (Vj: TEUR 30) und wie im Vorjahr keine offenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Mit dem assoziierten Unternehmen Palladium-med GmbH, Berlin, wurden Verkäufe in Höhe von TEUR 21 (Vj: TEUR 21) und Käufe in Höhe von TEUR 64 (Vj: TEUR 53) getätigt. Zum Stichtag bestanden offene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6 (Vj: TEUR 12) und wie im Vorjahr keine offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Mit dem assoziierten Unternehmen Medidata GmbH, Berlin, gab es im Geschäftsjahr keinerlei Geschäftsvorfälle.

Nahestehende Personen

Als Managementmitglieder in Schlüsselpositionen werden nur Managementmitglieder (Aufsichtsrat und Vorstand) der Konzernmuttergesellschafter NEXUS AG angesehen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erbringen neben ihrer Aufsichtsratstätigkeit vereinzelt selbst oder über ihnen nahestehende Gesellschaften Dienstleistungen für den Konzern und rechnen diese nach marktüblichen Bedingungen ab. In 2014 betrugen die hierfür als Aufwand angefallenen Dienstleistungshonorare TEUR 116 (Vj: TEUR 73) . Am Bilanzstichtag waren hieraus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 30 (Vj: TEUR 3) offen. Daneben erbringen Konzernunternehmen Dienstleistungen an Aufsichtsratsmitglieder und rechnen diese nach marktüblichen Bedingungen ab. In 2014 betrugen die hierfür angefallenen Erlöse TEUR 68 (Vj: TEUR 101) . Am Bilanzstichtag waren hieraus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8 (Vj: TEUR 21) offen. Es bestehen, neben den bereits an dieser und anderen Stellen gemachten Angaben, keine weiteren berichtspflichtigen Beziehungen zu nahe stehenden Personen.

Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Barzahlung beglichen. Für Forderungen oder Schulden gegen nahestehende Unternehmen bestehen keinerlei Garantien. Zum 31. Dezember 2014 hat der Konzern wie zum Vorjahresstichtag keine Wertberichtigung auf Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen und Personen gebildet. Die Notwendigkeit des Ansatzes einer Wertberichtigung wird jährlich überprüft, indem die Finanzlage des nahe stehenden Unternehmens und der Markt, in dem dieses tätig ist, überprüft werden.

36. Organe der Gesellschaft

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

Dr. jur. Hans-Joachim König, Singen; Vorsitzender

Prof. Dr. Ulrich Krystek, Hofheim; stellv. Vorsitzender

Diplom-Betriebswirt (FH) Wolfgang Dörflinger, Konstanz

Dipl.-oec. Matthias Gaebler, Stuttgart

Erwin Hauser, Kaufmann, Blumberg

Prof. Dr. Alexander Pocsay, St. Ingbert

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 112 (Vj: TEUR 115) .

Der Vorstand:

Dr. Ingo Behrendt, Konstanz, Vorstandsvorsitzender

Dipl.-Betriebswirt Ralf Heilig, Kreuzlingen (CH) , Vertriebsvorstand

Dipl.- Ing. Edgar Kuner, St. Georgen, Entwicklungsvorstand

Die Gesamtbezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:

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Gehaltskomponenten 2014
TEUR
2013
TEUR
Erfolgsunabhängige Komponenten 622 622
a) Kurzfristig fällige Leistungen 597 597
b) Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 25 25
Erfolgsabhängige Komponente ohne langfristige Anreizwirkung 350 350
Summe 972 972

Der Vorstand erzielte im Geschäftsjahr Basisbezüge in Höhe von TEUR 972 (Vj: TEUR 972) . Darüber hinaus wurden 2014 Aktienbonifikationen in Form von insgesamt 11.650 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen NEXUS-Stückaktien gewährt, die in 2015 fällig werden und auf der Kursentwicklung vom 4. Quartal 2013 zum 4. Quartal 2014 beruhen. Der Wert der Aktien betrug im Zeitpunkt der Gewährung TEUR 140. Zusätzlich wurde im Mai 2014 mit den Vorständen eine aktienbasierte Vergütung vereinbart. Sie besteht aus maximal 160.000 echten Aktien, die über die Laufzeit jährlich fällig werden und auf der Kursentwicklung der Jahre 2015 bis 2017 basieren. Der Wert der Aktien betrug im Zeitpunkt der Gewährung TEUR 788.

Der Zeitwert wurde anhand eines Marktpreismodells unter Berücksichtigung der zukünftig erwarteten Dividende auf Basis von 67.000 Aktien zu einem gewichteten Durchschnitt von 11,73 EUR je Aktie ermittelt.

Im Dezember 2011 wurde mit den Vorständen eine aktienbasierte Vergütung vereinbart. Sie besteht aus 100.000 virtuellen Aktienoptionen, die im Jahr 2015 fällig werden und auf der Kursentwicklung der Jahre 2012 bis 2014 basieren. Die Gesamtvergütung aus diesen Aktienoptionen für die Jahre 2012-2014 beträgt TEUR 544 und ist als Rückstellung passiviert.

Abfindungen wurden nicht bezahlt. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 wird gemäß § 286 Abs. 5 HGB auf die individualisierte Angabe der Vorstandsgehälter für die Geschäftsjahre 2012 bis 2016 verzichtet.

37. Director's Holdings

lm Geschäftsjahr 2014 hat sich die Anzahl der gehaltenen Aktien des Vorstandes und des Aufsichtsrates wie in der Tabelle dargestellt nicht verändert.

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Aufsichtsrat Anzahl gehaltener Aktien Anzahl Optionen
Dr. jur. Hans-Joachim König 101.239 Vorjahr (101.239) 0 Vorjahr (0)
Prof. Dr. Alexander Pocsay 121.500 Vorjahr (121.500) 0 Vorjahr (0)
Erwin Hauser 15.000 Vorjahr (15.000) 0 Vorjahr (0)
Prof. Dr. Ulrich Krystek 0 Vorjahr (0) 0 Vorjahr (0)
Wolfgang Dörflinger (Diplom-Betriebswirt FH) 0 Vorjahr (0) 0 Vorjahr (0)
Matthias Gaebler 0 Vorjahr (0) 0 Vorjahr (0)
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Vorstand Anzahl gehaltener Aktien Anzahl Optionen
Dr. Ingo Behrendt (Dipl. Inf. Wiss. (MBA) ) 112.000 Vorjahr (112.000) 0 Vorjahr (0)
Ralf Heilig (Dipl. Betriebswirt (MBA) ) 135.350 Vorjahr (135.350) 0 Vorjahr (0)
Edgar Kuner (Dipl. Ingenieur) 248.051 Vorjahr (248.051) 0 Vorjahr (0)

38. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es haben folgende berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag stattgefunden:

1. Die NEXUS AG hat zum 09. Februar 2015 100 % der Anteile der quCare Solutions B.V., Nieuwegein (NL) , erworben. Der Kaufpreis in Höhe von TEUR 18.435 wurde in bar entrichtet.

2. Der Vorstand der NEXUS AG hat am 26. Februar 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine Kapitalerhöhung beschlossen. Unter Ausnutzung des zur Verfügung stehenden genehmigten Kapitals soll unter Ausschluss des Bezugsrechts das Grundkapital der NEXUS AG von bisher EUR 15.105.150 um EUR 630.515 (4,2 %) auf EUR 15.735.665 gegen Bareinlage durch Ausgabe von 630.515 auf den Inhaber lautende Stückaktien erhöht werden. Durch die Platzierung bei Investoren wurden brutto EUR 8,8 Mio. erzielt. Der Ausgabepreis betrug EUR 13,95.

39. Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der NEXUS AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Unternehmenswebsite unter www.nexus-ag.de - Investor Relations -Corporate Governance dauerhaft zugänglich gemacht.

Villingen-Schwenningen, den 23. März 2015

NEXUS AG

Der Vorstand

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Zum 31.12.2014
in TEUR
Klasse gemäß IFRS 7.6 Beizulegender Zeitwert Buchwert   Bilanzieller Wertansatz nach Bewertungskategorie IAS 39
  Bewertung zum 31.12.2014 zum 31.12.2014 FVTPL (HfT) AfS LaR
Aktiva            
Wertpapiere zum beizulegenden Zeitwert 2.218 2.218 - 2.218 -
Schuldscheindarlehen zu fortgeführten Anschaffungskosten 7.000 7.000 - - 7.000
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten - - 13.360 - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 19.165 19.165 - - 19.165
Forderungen gegen at Equity bewertete Unternehmen zu fortgeführten Anschaffungskosten 18 18 - - 18
Sonstige Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 92 92 - - 92
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 697 697 - - 697
    29.190 42.550 - 2.218 26.972
Passiva            
Finanzverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 268 268 - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 4.890 4.890 - - -
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 9.452 9.452 - - -
    14.610 14.610 - - -
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Zum 31.12.2014 in TEUR Bilanzieller Wertansatz
nach Bewertungskategorie IAS 39 FLAC
Aktiva  
Wertpapiere -
Schuldscheindarlehen -
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -
Forderungen gegen at Equity bewertete Unternehmen -
Sonstige Forderungen -
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte -
  -
Passiva  
Finanzverbindlichkeiten 268
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.890
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 9.452
  14.610
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Zum 31.12.2013
in TEUR
Klasse gemäß IFRS 7.6 angepasst1) Beizulegender Zeitwert angepasst1 Buchwert   Bilanzieller Wertansatz nach Bewertungskategorie IAS 39
  Bewertung zum 31.12.2013 zum 31.12.2013 FVTPL (HfT) AfS LaR
Aktiva            
Wertpapiere zum beizulegenden Zeitwert 2.142 2.142 - 2.142 -
Schuldscheindarlehen zu fortgeführten Anschaffungskosten 6.000 6.000 - - 6.000
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten - - 15.662 - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 19.133 19.133 - - 19.133
Forderungen gegen at Equity bewertete Unternehmen zu fortgeführten Anschaffungskosten 30 30 - - 30
Projektaufträge mit einem aktivischen Saldo gegenüber Kunden zu fortgeführten Anschaffungskosten 147 147 - - 147
Sonstige Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 10 10 - - 10
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.581 1.581 - - 1.581
    29.043 44.705 - 2.142 26.901
Passiva            
Finanzverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 195 195 - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 4.011 4.011 - - -
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten1) zu fortgeführten Anschaffungskosten 6.609 6.609 - - -
    10.815 10.815 - - -
scroll
Zum 31.12.2013 in TEUR Bilanzieller Wertansatz
nach Bewertungskategorie
IAS 39 angepasst1
Aktiva  
Wertpapiere -
Schuldscheindarlehen -
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -
Forderungen gegen at Equity bewertete Unternehmen -
Projektaufträge mit einem aktivischen Saldo gegenüber Kunden -
Sonstige Forderungen -
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte -
  -
Passiva  
Finanzverbindlichkeiten 195
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.011
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten1) 6.609
  10.815

1) Es wird auf Note 2.3 verwiesen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Villingen-Schwenningen, den 23. März 2015

NEXUS AG

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der NEXUS AG aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Freiburg im Breisgau, den 23. März 2015

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Brantner, Wirtschaftsprüfer

Laubert, Wirtschaftsprüfer

nexus/ag

NEXUS AG, Auf der Steig 6, D-78052 Villingen-Schwenningen

Telefon +49 (0) 7721 8482-0, Fax +49 (0) 7721 8482-888

www.nexus-ag.de, info@nexus-ag.de