Nexus AG

Villingen-Schwenningen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat wurde im Geschäftsjahr 2015 durch den Vorstand regelmäßig durch schriftliche und mündliche Berichte über die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Risikosituation und insbesondere über wichtige Ereignisse zeitnah unterrichtet. Der Aufsichtsrat ist seiner Prüfungs- und Überwachungspflicht nachgekommen. Die dem Aufsichtsrat aufgrund der gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte wurden überprüft und mit dem Vorstand erörtert. Darüber hinaus wurden der Aufsichtsratsvorsitzende sowie dessen Stellvertreter laufend vom Vorstand über den Geschäftsverlauf informiert.

Im Geschäftsjahr 2015 waren bis zum Ablauf der Hauptversammlung am 18. Mai 2015 die Herren Dr. Hans-Joachim König (Vorsitzender), Prof. Dr. Ulrich Krystek (stellvertretender Vorsitzender), Wolfgang Dörflinger, Matthias Gaebler, Erwin Hauser und Prof. Dr. Alexander Pocsay Mitglieder des Aufsichtsrats. Nach der Neuwahl durch die Hauptversammlung vom 18. Mai 2015 sind derzeit Aufsichtsratsmitglieder die Herren Dr. Hans-Joachim König (Vorsitzender), Prof. Dr. Ulrich Krystek (stellvertretender Vorsitzender) sowie Wolfgang Dörflinger, Gerald Glasauer, Prof. Dr. Alexander Pocsay und Frau Prof. Dr. Felicia Rosenthal.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 am 20. März 2015, 18. Mai 2015, 25. September 2015 und 16. Dezember 2015 vier ordentliche Sitzungen durchgeführt; die Aufsichtsratssitzung vom 20. März 2015 wurde im Rahmen einer Telefonkonferenz am 23.März 2015 fortgesetzt und zum Abschluss gebracht. In diesen hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit der laufenden Geschäftslage, der strategischen Weiterentwicklung sowie möglichen und tatsächlichen Unternehmensakquisitionen befasst. Hier wurden Chancen und Risiken von Akquisitionskandidaten intensiv diskutiert. Daneben wurden am 22. Januar 2015 und am 26. Februar 2015 Aufsichtsratssitzungen im Rahmen von Telefonkonferenzen durchgeführt und Aufsichtsratsbeschlüsse betreffend der Durchführung von Unternehmensakquisitionen und der Ausnutzung genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts gefasst.

Der Aufsichtsrat hat sich in seiner Sitzung am 16. Dezember 2015 ausführlich mit der Thematik „Corporate Governance“, insbesondere mit dem deutschen Corporate Governance Kodex befasst. Der Aufsichtsrat hat über die gemeinsame Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gemäß § 161 AktG Beschluss gefasst. Die Entsprechenserklärung ist im Internet unter www.nexus-ag.de wiedergegeben.

Kein Aufsichtsratsmitglied fehlte an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen. Der vom Aufsichtsrat gebildete Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2015 einmal.

In der Aufsichtsratssitzung vom 20. März 2015 hat sich der Aufsichtsrat im Hinblick auf die Vorschläge zur Neuwahl des Aufsichtsrats bzw. der Aufsichtratsmitglieder zugleich als Nominierungsausschuss gem. Ziff. 5.3.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex konstituiert.

Der Aufsichtsrat hat nach seiner Neuwahl wiederum einen Prüfungsausschuss und Personalausschuss konstituiert, dem jeweils drei Aufsichtsratsmitglieder angehören.

Neben den genannten Ausschüssen bestanden im Geschäftsjahr 2015 keine weiteren Ausschüsse des Aufsichtsrats.

In seiner Aufsichtsratssitzung vom 25. September 2015 hat der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der hierzu bestehenden gesetzlichen Bestimmungen (siehe § 111 Abs. 5 AktG) die Zielgröße für den Frauenanteil für den Aufsichtsrat auf 17 % und die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand auf 0 % festgesetzt, wobei die Zielgrößenfestsetzung jeweils bis zum 30. Juni 2017 befristet ist. Vor dem Hintergrund, dass die Amtszeit der am 18. Mai 2015 neu gewählten Aufsichtsratsmitglieder erst mit Ablauf der Hauptversammlung im Geschäftsjahr 2019 endet und vor dem Hintergrund, dass alle derzeitigen Vorstandsmitglieder bis zum 31. Dezember 2017 bestellt sind, ergibt sich derzeit kein weiterer Handlungsbedarf.

Der durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der NEXUS AG, der Lagebericht, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Freiburg i. Br., geprüft worden. Die KPMG AG ist durch Hauptversammlungsbeschluss vom 18. Mai 2015 zum Abschlussprüfer der NEXUS AG sowie des NEXUS-Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 bestellt worden und wurde demgemäß mit der vorstehenden Prüfung beauftragt. Die Abschlussprüfer haben keine Einwände erhoben und dies in den uneingeschränkten Bestätigungsvermerken bestätigt. Die Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte lagen dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor, sie wurden vom Prüfungsausschuss und vom Aufsichtsrat jeweils eingehend geprüft und in der Prüfungsausschusssitzung und der Sitzung des Aufsichtsrats am 21. März 2016 ausführlich besprochen. An der Prüfungsausschusssitzung und der Sitzung des Aufsichtsrats am 21. März 2016 nahm auch der Abschlussprüfer teil, dieser berichtete über wesentliche Ergebnisse der Prüfung und stand für weitere Erläuterungen zur Verfügung.

Auf Basis der Prüfung des Prüfungsausschusses und seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat durch Beschluss vom 21. März 2016 dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfung zugestimmt. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Prüfungsausschusses und der Prüfung durch den Aufsichtsrat haben sich keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der NEXUS AG sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht durch Beschluss vom 21. März 2016 festgestellt bzw. gebilligt.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand des Unternehmens für ihre Leistung und ihr hohes Engagement in der NEXUS AG und allen verbundenen Unternehmen. Außerdem gratuliert der Aufsichtsrat an dieser Stelle zum wiederholt erfolgreichen Geschäftsjahr.

 

Villingen-Schwenningen, 21. März 2016

Dr. Hans-Joachim König, Aufsichtsratsvorsitzender

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell

Die NEXUS-Gruppe entwickelt, vertreibt und wartet Softwarelösungen für Krankenhäuser, Fachkliniken und Pflegeheime. Alle Softwarelösungen zielen darauf ab, dass die Gesundheitseinrichtungen ihre Prozesse effizienter abwickeln können und die Mitarbeiter mehr Zeit für Patienten zur Verfügung haben. NEXUS entwickelt diese Softwarelösungen, indem Know-how und Ideen von Kunden und eigenen Mitarbeitern zusammengebracht werden. NEXUS kann dabei auf ein umfangreiches Expertenwissen aus unterschiedlichen europäischen Ländern und einer Vielzahl von Einrichtungen zurückgreifen. Die derzeitigen Produktgruppen sind:

NEXUS / KIS: Komplettinformationssystem für somatische Häuser in Deutschland

NEXUS / PSYCHIATRIE: Komplettinformationssystem für psychiatrische Häuser

NEXUS / HEIM: Komplettinformationssystem für Altenheime und Altenheimketten

NEXUS / REHA: Komplettinformationssystem für Rehabilitations-Einrichtungen

NEXUS / HOSPIS: Administratives Komplettinformationssystem für Schweizer Spitäler

NEXUS / DIS: Interdisziplinäres diagnostisches Informationssystem

NEXUS / FRAUENHEILKUNDE: Informationssystem für geburtshilfliche Einrichtungen und Frauenheilkunde

NEXUS / PATHOLOGIE: Informationssystem für pathologische und zytologische Einrichtungen

NEXUS / RADIOLOGIE: Radiologie-Informations- (RIS) und Bildsystem (PACS) für radiologische Abteilungen und Praxen

NEXUS / INFORMATIONSTORE: Management-Informations-Systeme für Krankenhäuser

NEXUS / QM: Informationssysteme für das Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen

NEXUS / SPM: Informationssystem für Sterilisationsprozesse im Krankenhaus

NEXUS / IS: Integrationsserver für das Schnittstellenmanagement für Krankenhausinformationssysteme in Krankenhäusern

NEXUS / IT: Outsourcing Lösungen im Gesundheitswesen

Clinic WinData: Informationssysteme für die medizinische Fachbefundung und Geräteintegration

ASS.TEC: Prozess- und HR-Beratung im SAP-Umfeld

Asebis: Die Spitex-Komplettlösung für den Schweizer Markt

PEGASOS: Archivierung und Prozessmanagement im Gesundheitswesen

Emed: Webbasiertes klinisches Informationssystem für französische Gesundheitseinrichtungen

NEXUS / xCare: Komplettinformationssystem für somatische und psychiatrische Häuser in den Niederlanden

NEXUS vertreibt die Softwarelösungen, installiert sie beim Kunden und übernimmt die Pflege der Lösungen im Sinne der Weiterentwicklung und Beratung und betreibt die Software, wenn es gewünscht wird.

Die Softwarearchitektur ist modular, offen und serviceorientiert. Die Serviceorientierung der Produkte ermöglicht es, Funktionalitäten (Services) auch in Fremdprodukte zu integrieren. Ebenso können auf diese Weise Bestandskunden neu akquirierter Unternehmen unmittelbar von Funktionsausweitungen profitieren.

Die verschiedenen Module der Software-Lösungen werden sowohl zur Verbesserung der Verwaltungs-, Abrechnungs- und Behandlungsabläufe als auch zur Optimierung der Qualität der Dokumentation von Patientendaten eingesetzt. Die Zielsetzung unserer Produkte ist es, Kunden des Gesundheitswesens Instrumente anzubieten, mit denen sie ihre Geschäftsprozesse digitalisieren, beschleunigen und qualitativ verbessern können. IT-Serviceleistungen runden das Leistungsspektrum ab.

Die NEXUS-Gruppe ist an den Standorten Villingen-Schwenningen, Aachen, Berlin, Böblingen, Erlangen, Frankfurt (Main), Hannover, Ismaning, Jena, Ratingen, Singen (Hohentwiel), Wien (AT), Wallisellen (CH), Altishofen (CH), Basel (CH), Lugano (CH), Luzern (CH), Grenoble (F), Creuzier-le-Neuf (F), Nieuwegein (NL) vertreten. Die strategische Ausrichtung der Gruppe wird maßgeblich von der NEXUS AG bestimmt.

Steuerungssystem

Die NEXUS-Gruppe ist in zwei Segmente („Healthcare Software" und „Healthcare Service") und innerhalb der Segmente in verschiedene Geschäftsgebiete untergliedert. Jedes Geschäftsgebiet verfügt über ein eigenständiges Geschäftsmodell. Grundlage der Geschäftsgebietsstrategie sind die Produktprogramm-, Markt-, Technologie- und Vertriebsstrategien der Gesamtgruppe. Die Steuerung der Segmente und Geschäftsgebiete erfolgt über die Messung von insgesamt 3 einheitlichen Kennzahlen (nach lokalen Rechnungslegungsstandards): „Umsatz", „Ergebnis vor Steuern" und „Relative Marktposition". Unter „Relativer Marktposition" verstehen wir die Entwicklung eines Segmentes oder Geschäftsgebietes gemessen anhand der Unternehmensentwicklung im Vergleich zu den relevanten Wettbewerbern, soweit diese Informationen vorliegen. Die Kennzahlen werden quartalsweise vom Vorstand überprüft.

Forschung und Entwicklung

Die NEXUS-Gruppe betreibt keine Forschung sondern nur Softwareentwicklung. In 2015 wurden Entwicklungsaufwendungen insbesondere für die Produkte NEXUS / HIS, NEXUS / KIS sowie für die NEXUS / KIS.ng, NEXUS / RADIOLOGIE, xCare, Emed und mobile Apps getätigt. Weitere Ergänzungsprodukte wurden neu entwickelt und unmittelbar in den Markt eingeführt. Die NEXT GENERATION-Software wird innerhalb der NEXUS AG entwickelt und durch die Etablierung einer eigenen Entwicklungsgruppe unterstützt.

In 2015 wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 5.288 aktiviert (Vj: TEUR 4.687). Die in 2015 aktivierten Entwicklungen beinhalten neben den oben genannten Neuprodukten auch Leistungen, die im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der bestehenden NEXUS-Produkte stehen.

Für das Geschäftsjahr 2016 sind aktivierungsfähige Entwicklungsinvestitionen in Höhe von rund TEUR 5.300 geplant. Im Entwicklungsbereich waren zum Ende des Berichtsjahres 287 Mitarbeiter (Vj: 223 Mitarbeiter) beschäftigt. Insgesamt sind TEUR 18.118 (Vj: TEUR 12.884) an Entwicklungskosten angefallen. Von den Umsätzen 2015 sind TEUR 16.676 (Vj: TEUR 14.985) auf Lizenzerträge entfallen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

NEXUS liefert hauptsächlich an Kunden innerhalb des öffentlichen Gesundheitswesens im In- und Ausland mit Schwerpunkt in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich und Österreich. Die Auftragslage hängt vom Wettbewerbsumfeld sowie von den Budgetentwicklungen und den Strukturveränderungen im Gesundheitswesen der einzelnen Länder ab. Eine unmittelbare Abhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen ist jedoch nicht gegeben. Langfristig kann die Krise der öffentlichen Staatsfinanzen in vielen europäischen Ländern jedoch zu einer Reduktion der Wachstumserwartungen der NEXUS-Gruppe führen. Eine gesicherte Prognose dieser Entwicklungen lässt sich derzeit nicht stellen, da die Rahmenbedingungen - insbesondere die Entwicklung der öffentlichen Haushalte in den jeweiligen Ländern - sich sehr schnell ändern. Mit Unsicherheit behaftet sind die Entwicklungen auch in anderen Regionen.

Es bestätigt sich jedoch, dass „Optimierungen im Gesundheitswesen durch moderne Informationssysteme" auch in Krisenzeiten ein fester Punkt auf der Prioritätenliste des Gesundheitswesens fast aller Länder bleibt.

Technologietrends

Die Beobachtung informationstechnologischer Trends und Entwicklungen ist für die Strategie der NEXUS von herausragender Bedeutung. Die von Gartner im Oktober vorgestellten Technologietrends (s. auch Gartner Report „Top 10 Strategic Technology Trends for 2016: At a Glance.") bieten dabei einen guten Orientierungsrahmen. Nach Gartner sind in 2016 folgende Trends für unsere Branche bedeutsam:

Trend: Diverse Endgeräte

Derzeit setzt sich ein zunehmender Endgeräte-Mix durch: Smartphones und „iPads“, „Wearables“, klassische Consumer-Geräte oder „Devices für das vernetzte Zuhause" sowie Geräte im Zusammenhang mit dem „Internet der Dinge" gehören dazu. Das Zusammenführen dieser Geräte auf eine einheitliche Plattform wird wohl der nächste Schritt sein, um die Informationen sinnvoll zu bündeln. Und es wird die Aufgabe von Anbietern von Services und Gadgets, die Interoperabilität dieser Geräte sicherzustellen und ein starkes Wachstumsfeld der IT-Branche.

Trend: Neue Nutzer-Welten

Die Wahrnehmung von IT-Welten geht zunehmend in Richtung „Augmented Reality“ und „virtuelle Welten". Nutzer orientieren sich mehr und mehr in diese Erlebnis- und Anwendungswelt. Derzeit bestehen jedoch noch vielfältige Medienbrüche zwischen den unterschiedlichen Geräten, Technologien und Orten. Eine lückenlose Umgebung, über Geräte und Orte hinweg, in der Anwender in den virtuellen Welten bleiben, steht noch aus. Anbieter werden sich zukünftig differenzieren können, wenn sie diese Grenzen aufheben und bspw. zwischen dem Fahrzeug, den Haushaltsgeräten, Büroanwendungen und sogar Fabriken eine einheitliche Nutzerwelt ermöglichen. Unter den unabhängigen Software-Anbietern werden sich nach Gartner bis 2018 diejenigen durchsetzen, die diese Medienbrüche am besten schließen können.

Trend: 3D-Druck mit neuen Anwendungen

Es wird derzeit davon ausgegangen, dass der 3D-Druck weit über derzeitige Anwendungen (z.B. Ersatzteile für Maschinen) hinaus Einsatz finden wird. Es wird über biologisches Material wie etwa menschlicher Haut, die per 3D-Druck hergestellt werden kann, diskutiert. Die Anwendungsbreite und Geschwindigkeit des 3D-Drucks wird dabei weiter steigen. Gartner erwartet im Segment „3D-druckfähige Materialien" bis 2019 ein jährliches Wachstum von 64 %.

Trend: Informationen über Vieles

Das Zusammenfließen der Informationsarten wird ein weiterer Schwerpunkt. Über Text-, Audio- und Videodaten hinaus werden Daten von Sensoren oder aus Kontexten zukünftig mit verknüpft. Isoliert gehaltene Informationen werden heute noch nicht in nützliche Zusammenhänge gesetzt. Fortschritte in semantischen Tools, wie z.B. grafische Datenbanken oder andere Analysemethoden könnten helfen, Bedeutung aus dem Datenchaos verschiedener Kontexte zu erhalten.

Trend: Lernfähige Sicherheits-Architekturen

Die Komplexität und Intensität der digitalen Kommunikation führt bei Unternehmen zu immer höherer Angreifbarkeit durch die „Hacker-Industrie". Reine parameter- oder rollenbezogene Sicherungssysteme sind für Cloud-Anwendungen und integrierte Wertschöpfungsketten zwischen Kunden, Partnern und Lieferanten unzureichend. Themen wie „Application Self Protection" und „User Behaviour Analytics" werden immer größere Bedeutung erlangen.

Trend: Zunehmend lernende Maschinen

Smarte Maschinen werden das klassische Computing und Informationsmanagement hinter sich lassen und mittels „Deep Neural Nets (DNN)" selbständig lernen können. Die großen Datenmengen und die Zunahme der Informationskomplexität lässt die manuelle Klassifikation und Analyse von Informationen zunehmend unmöglich erscheinen. DNNs automatisieren diese Vorgänge und ermöglichen es software- und hardwarebasierten Systemen, selbständig zu lernen. Die Analyse kleinster Details und genereller Trends wird kombiniert und führt zu immer intelligenterer Informationsverarbeitung.

Trend: Autonome Agenten

Während die Weiterentwicklung von autonomen Maschinen und Robotern viel Aufmerksamkeit erhält, erscheint der Trend zu „Softwarebasierten Smart Machines (Autonome Agenten)" wesentlich fundamentaler. Virtual Personal Assistant (VPAs), wie bspw. Apple's „Siri" oder Google's „Now“ werden ständig intelligenter und entwickeln sich zum wesentlichen „Interface" für den Nutzer. Menues werden durch Sprache ersetzt und Anwender verwenden zur Bedienung von Apps nur noch Sprache. In den kommenden fünf Jahren wird eine Post-App-Welt entstehen, in der solche intelligenten „Autonomen Agenten" eine große Rolle spielen; sie werden aber einen noch deutlich längeren Zeitraum benötigen, um sich ganz durchzusetzen.

Trend: System-Architekturen der nächsten Generation

Das Zusammenspiel der vielen Endgeräte und „Smart Machines“ stellen ganz neue Anforderungen an Systemarchitekturen. Nach Gartner werden ultra-effiziente, neuro-morphologische Architekturen benötigt, die das Zusammenspiel all der Hardware (stationär und mobile) und den Daten von Sensoren und aus anderen Quellen ermöglichen sollen. Diese Architekturen ähneln in ihrer Funktionsweise eher dem menschlichen Gehirn und ermöglichen lernende Systeme. Als Basis-Technologie wird verstärkt auf Field-Programmable Gate Arrays (FPGAs) und GPUs (grafikprozessorbeschleunigte Berechnung) gesetzt. Damit können Leistungsbereiche von über einem Teraflop erreicht werden.

Trend: App- und Micro-Services-Architekturen

Auch in den Architekturen der stationären Anwendungssysteme ergeben sich deutliche Entwicklungen. Monolithische, lineare Anwendungs-Designs (z.B. 3-Schicht Architekturen) werden schrittweise von weniger integrierten App- und Service-Architekturen abgelöst. Ziel ist es mit mehr Flexibilität „Web-Scale Performance“ also hochgradig flexible und skalierbare Infrastrukturen zu ermöglichen. Genutzt werden dafür sogenannte „Microservice-Architekturen“, die in verteilten Systemen „Disciplined Agile Delivery“ (DAD) und „Scalable Deployment“ besser unterstützen. Containern kommt bei der Implementierung von Microservice-Architekturen eine wesentliche Rolle zu.

Trend: Plattformen für „Das Internet der Dinge (IoT)“

Das „Internet der Dinge" wird den menschlichen Alltag in den nächsten Jahren noch stärker durchziehen als bisher. Bis zum Jahr 2020 sollen laut Gartner weltweit über 21 Milliarden Geräte im Internet der Dinge vernetzt sein. Die nötigen Plattformen zur übergreifenden Kommunikation existieren derzeit noch nicht und werden ein wesentlicher Teil der weiteren Entwicklung sein.

Ausblick:

NEXUS sieht in Bereichen Mobilität, Neue Architekturen, Autonome Agenten und Sicherheits-Architekturen die wesentlichen Entwicklungen der nächsten Jahre. Damit stehen erneut wesentliche Bausteine der derzeitigen IT-Landschaft im Wandel. Für NEXUS als Lieferant von innovativen Softwarelösungen ist es von wesentlicher Bedeutung, die oben beschriebenen Entwicklungen zu beurteilen und die eigenen Entwicklungsvorhaben danach auszurichten. Mit unserer neuen NEXT GENERATION-Technologie kommen wir vielen der oben beschriebenen Entwicklungen bereits entgegen und bereiten uns auf weitere Technologiesprünge vor.

Wettbewerbsumfeld

Der Markt für Softwaresysteme im medizinischen Bereich zeichnet sich weiterhin durch hohe Wettbewerbsintensität und durch starke Anbieterkonzentration aus.

Die Konsolidierung innerhalb unserer Branche setzt sich weiter fort. Das gilt sowohl für Deutschland als auch für Frankreich, England, Niederlande, Italien und für weitere europäische Länder. In 2014 wurde eine Vielzahl von Unternehmen unserer Branche übernommen. So wurde der deutsche Teil der iSOFT Gruppe, die iSOFT Health GmbH, an einen lokalen Anbieter von Radiologieleistungen verkauft. Ebenfalls in 2014 hat der amerikanische Anbieter von Gesundheitslösungen Cerner Corp. die weltweiten Healthcare Software-Aktivitäten der Siemens AG übernommen. Das amerikanische Unternehmen McKesson hat in 2014 seine Software-Aktivitäten in Europa an das amerikanische Private Equity-Unternehmen Symphony Technology Group veräußert. In 2015 hat die NEXUS AG den niederländischen Teil dieser ehemaligen McKesson-Aktivitäten übernommen. Ebenfalls in 2015 hat der Gesundheitskonzern Asklepios Kliniken GmbH 40 % der Anteile der Meierhofer AG, München, übernommen. Daneben sind noch weitere kleinere Unternehmen von der Compugroup AG und der AGFA AG übernommen worden.

Die zahlreichen Veränderungen im Wettbewerbsumfeld weisen auf die hohe Dynamik in unserem Markt hin. Aus unserer Sicht gibt es derzeit neben NEXUS nur noch wenige Wettbewerber auf dem europäischen Markt, denen langfristiges Potenzial zugesprochen wird. Wir gehen noch von weiteren Veränderungen im Wettbewerbsumfeld aus.

Geschäftsverlauf

Vertriebs- und Marktentwicklung

Die Positionierung der NEXUS als Lösungsanbieter im europäischen Gesundheitswesen ist mittlerweile klar kommuniziert und die Auftragserfolge der letzten Jahre haben zu einem hohen Bekanntheitsgrad des Unternehmens geführt. Den weiteren Ausbau der europäischen Aktivitäten haben wir auch in 2015 nachhaltig verfolgt und konnten steigende Umsätze realisieren.

In einem eher verunsicherten Markt waren die Gesellschaften der NEXUS-Gruppe in 2015 auch vertrieblich sehr erfolgreich. Das gilt insbesondere für die Kernmärkte Deutschland und die Schweiz sowie für Frankreich und die Niederlande.

Neukunden wurden im Bereich der Gesamtsysteme NEXUS / KIS und NEXUS / HIS aber auch in den diagnostischen Produktbereichen und im Qualitätsmanagement gewonnen. Hervorzuheben sind das NEXUS / RIS sowie die Produkte CWD und PEGASOS, die eine sehr deutliche Auftragseingangssteigerung verzeichnen konnten.

Produkt- und Unternehmensintegration

In 2015 haben sich die Unternehmenssegmente der NEXUS nicht verändert. Nach wie vor ist das Geschäft in eigenständige Geschäftsgebiete gegliedert, die für ihre Produkt- und Marktaktivitäten im Rahmen der Konzernplanung verantwortlich sind. Neben der Spartengliederung existiert auch eine Regionalgliederung, die sich im Wesentlichen auf die Länder Schweiz, Deutschland, Österreich, Niederlande und Frankreich bezieht.

In 2015 wurden die Zentralfunktionen Controlling, Marketing und Entwicklung innerhalb der Gruppe weiter ausgebaut.

In 2015 wurden auch einige Veränderungen in der Beteiligungsstruktur vorgenommen:

Die NEXUS AG hat zum 09. Februar 2015 100 % der Anteile der quCare Solutions B.V. (firmiert zu: NEXUS Nederland B. V.), Nieuwegein (Niederlande), erworben. Der Kaufpreis in Höhe von TEUR 18.486 wurde in Höhe von TEUR 18.435 in bar entrichtet.

Die NEXUS AG hat zum 30. Juni 2015 weitere 2,5 % der Anteile der Marabu EDV-Beratung und -Services GmbH, Berlin, erworben. Der Kaufpreis in Höhe von TEUR 700 wurde in bar entrichtet.

Am 10. März 2015 hat die NEXUS AG die restlichen 5 % der Anteile an der E&L medical systems GmbH, Erlangen, erworben. Der Kaufpreis in Höhe von TEUR 2.055 wurde in bar entrichtet.

Wachstum und Ergebnis

Mit einem Umsatz von EUR 97,3 Mio. hat die NEXUS-Gruppe den Vorjahresumsatz von EUR 80,2 Mio. deutlich übertroffen. Das Ergebnis vor Steuern stieg von EUR 8,2 Mio. im Vorjahr auf jetzt EUR 9,6 Mio. an. Die Marktposition der NEXUS-Gruppe hat sich durch Neuaufträge - insbesondere in Deutschland, Niederlande und Frankreich - weiter verbessert.

Der Umsatzschwerpunkt von NEXUS lag in 2015 weiterhin im Geschäftsbereich Healthcare Software. Der Bereich hat im Vergleich zum Vorjahr erneut eine deutliche Umsatzsteigerung um rund EUR 19,1 Mio. auf EUR 89,5 Mio. erzielt.

Der internationale Anteil am Geschäft betrug 2015 49,8 % (Vj: 38,4 %) des Gesamtumsatzes. Unsere Aktivitäten im Ausland sind eine wesentliche Komponente unseres Geschäftes. Wir investieren sehr intensiv in die Entwicklung von Produkten für ausländische Märkte und erwägen ggf. auch Unternehmensakquisitionen, um den Markteintritt zu erleichtern. Das internationale Geschäft ist derzeit insbesondere auf den schweizer, den niederländischen, den französischen und den österreichischen Markt konzentriert. Umsatzeffekte aus Währungsschwankungen gegenüber dem 31. Dezember 2015 betrafen insbesondere den Schweizer Franken. Der Durchschnittskurs des Schweizer Franken lag in 2015 bei EUR 1,08 (Vj: EUR 1,22). Der Umsatzeffekt aus den Währungskursänderungen betrug in 2015 TEUR 2.986 (Vj: TEUR -246).

In Deutschland sank das Geschäft um rund 1,2 % und erreichte einen Umsatz in Höhe von TEUR 48.804 nach TEUR 49.381. Hauptgrund war die Konzentration auf das internationale Geschäft und die Reduktion von Hardwareumsätzen.

Durch den Erwerb der NEXUS Nederland wurden zusätzliche Umsatzeffekte in Höhe von TEUR 14.636 erzielt. Ohne die Erstkonsolidierung der NEXUS Nederland wäre der Umsatz der NEXUS-Gruppe entsprechend geringer ausgefallen. In diesem Wert sind jedoch auch die Umsätze mit NEXUS-Produkten eingerechnet.

Die Steuerung unseres Wachstums sowie der Ertragslage erfolgte auf Basis der in den kurzfristigen Erfolgsrechnungen der Geschäftsgebiete ausgewiesenen Kennzahlen „Umsatz", „Ergebnis vor Steuern" und „relative Marktposition".

Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die NEXUS-Gruppe hat in 2015 einen konsolidierten Umsatz von TEUR 97.269 nach TEUR 80.147 in 2014 erwirtschaftet. Das bedeutet ein Umsatzanstieg von TEUR 17.122 (+21,4 %). Der Anstieg im Personalaufwand von TEUR 43.598 auf TEUR 56.476 resultiert aus dem Anstieg der Mitarbeiterzahlen. Der Materialaufwand von TEUR 15.825 ist gegenüber dem Vorjahr kaum verändert (Vj: TEUR 15.519), da der Schwerpunkt des Umsatzanstiegs in den Bereichen der eigenen Softwarelizenzen und Wartungserlöse lag. Das EBITDA 2015 erreichte TEUR 18.884 nach TEUR 15.044 in 2015 (+25,5 %). Damit hat die NEXUS-Gruppe das 15. Jahr in Folge das EBITDA auf Jahresbasis verbessert. Maßgeblich für die Ergebnisverbesserung sind insbesondere die erstmalige Integration der NEXUS Nederland, die höheren Ergebnisse in den Produktbereichen NEXUS / CIS und NEXUS / CSO sowie NEXUS / DIS. Das Periodenergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich von TEUR 8.243 im Vorjahr auf TEUR 9.612 (+16,6 %). Abschreibungen fielen in Höhe von TEUR 9.243 (Vj: TEUR 7.013) an. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten, Technologien und Kundenstamm. Die erstmals konsolidierte Gesellschaft NEXUS Nederland hat ein EBT von TEUR 91 (vor Konsolidierung) erwirtschaftet.

Der Konzernjahresüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 8.108) auf TEUR 7.777 reduziert (-4,1 %). Grund für diesen Rückgang sind vor allem die stark gestiegenen Ertragsteueraufwendungen. Vom Steueraufwand von TEUR 1.835 (Vj: TEUR 135) resultieren TEUR 298 (Vj: Steuerertrag TEUR 801) aus latenten Steuern und TEUR 1.537 (Vj: TEUR 935) aus Steuerverpflichtungen gegenüber Finanzämtern.

Die Ergebnisse innerhalb der Bereiche haben sich sehr unterschiedlich entwickelt. Der Bereich Healthcare Software hat sich weiter stark entwickelt und ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von TEUR 8.797 nach einem EBIT von TEUR 7.700 im Vorjahr (+12,5 %) erzielt. Im Bereich Healthcare Service verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern und Zinsen in 2015 sehr deutlich von TEUR 331 im Vorjahr auf TEUR 843 (+154,7 %). Die Vorjahresprognose für den Geschäftsbereich Healthcare Software wurde für alle drei Leistungskennziffern erreicht. Für den Geschäftsbereich Healthcare Service wurden im Vorjahr in allen drei Leistungskennziffern leicht steigende Werte prognostiziert. Die Umsatzerlöse liegen jedoch entgegen der Prognose mit TEUR 7.748 unter dem Vorjahr, das Ergebnis vor Steuern hingegen ist auf TEUR 843 stark angestiegen. Der gesunkene Umsatz resultiert vor allem aus nicht eingetretenen, aber prognostizierten Hardwareerlösen. Der Anstieg im Ergebnis ist vor allem auf Kostensenkungsmaßnahmen zurückzuführen.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 39.126 (Vj: TEUR 27.976) sind nach den Ergebnissen unserer zum Bilanzstichtag durchgeführten Impairment-Tests in voller Höhe werthaltig. Für die übrigen immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 36.000 (Vj: TEUR 27.996), die sich insbesondere aus eigenen aktivierten Entwicklungen sowie erworbener Technologie und Kundenstamm zusammensetzen, lagen in 2015 keine Hinweise auf Wertminderungen vor. Die immateriellen Vermögenswerte einschließlich der Goodwills belaufen sich auf TEUR 75.126 (Vj: TEUR 55.972) und damit auf 57,9 % (Vj: 51,7 %) der Bilanzsumme.

Aufgrund der Endfälligkeit von Schuldscheindarlehen (TEUR 6.000) sind die kurzfristigen Finanzanlagen gegenüber dem Vorjahr von TEUR 9.218 auf TEUR 2.744 gesunken.

Das Eigenkapital der NEXUS-Gruppe beträgt zum Stichtag TEUR 89.060 nach TEUR 75.812 im Vorjahr, was einer Eigenkapitalquote von 68,7 % entspricht (Vj: 70,1 %). In 2015 wurde eine Dividende von 13 Cent pro Aktie (EUR 1.961.227,45) an die Aktionäre ausgezahlt.

Die Pensionsverpflichtungen sind aufgrund der Erstkonsolidierung der quCare Solutions B.V., Nieuwegein, sowie geänderter Bewertungsparameter auf TEUR 10.815 (Vj: TEUR 5.987) zum Stichtag angestiegen.

Die erhaltenen Anzahlungen (sonstige nicht-finanzielle Schulden), welche i insbesondere Kundenanzahlungen für Softwareprojekte darstellen, sind gegenüber dem Vorjahr von TEUR 2.178 auf TEUR 6.679 gestiegen.

Das Barvermögen zuzüglich der als Liquiditätsreserve gehaltenen Wertpapiere und Schuldscheindarlehen beträgt per 31. Dezember 2015 TEUR 20.943 (Vj: TEUR 22.578). Das entspricht 16,1 % (Vj: 20,9 %) der Bilanzsumme. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind trotz des stark gestiegenen Geschäftsvolumens nur leicht gestiegen (5,9 %) und betragen zum 31. Dezember 2015 TEUR 20.411 nach TEUR 19.275 im Vorjahr.

Der Mittelzu- und -abfluss wird anhand der Kapitalflussrechnung dargestellt. In 2015 entstand ein Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 18.145 nach TEUR 11.594 im Geschäftsjahr 2014 (+56,5 %). Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug per Saldo TEUR -16.745 (Vj: TEUR -11.750) und resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb der NEXUS Nederland.

Im Segment Healthcare Software wurden insgesamt TEUR 9.062 (Vj: TEUR 5.636) und im Bereich Healthcare Service TEUR 181 (Vj: TEUR 523) investiert. Die NEXUS Nederland wurde dem Segment Healthcare Software zugeordnet.

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR +3.190 (Vj: TEUR -1.626) resultiert aus Dividendenzahlungen (TEUR 1.961, Vj: TEUR 1.808), der Ausgabe neuer Aktien im Rahmen einer Barkapitalerhöhung (brutto EUR 8,8 Mio; Vj: EUR 0 Mio.) und dem Verkauf eigener Anteile (TEUR 243; Vj: TEUR 70). Zum Stichtag wurden zugesagte Kreditlinien in Höhe

von EUR 15 Mio. nicht genutzt (Vj: TEUR 268).

Investitionen / Akquisitionen

Neben den im Abschnitt „Produkt- und Unternehmensintegration" dargestellten Unternehmensbeteiligungen wurde in 2015 in den Erwerb eines Grundstücks und Gebäude in Donaueschingen investiert. Der Einzug ist in 2016 geplant. Zum Stichtag wurden TEUR 1.944 investiert.

Sonstige Finanzielle Verpflichtungen

Der Konzern hat hauptsächlich Leasingverträge für die Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. der EDV-Hardware) und die Dienstfahrzeuge abgeschlossen. Darüber hinaus bestehen Mietverträge und sonstige Vertragsverpflichtungen über Geschäftsräume. Der Zweck der Verträge ist die Finanzierung und Beschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen. Risiken könnten durch den Abschluss teurerer Anschlussverträge zu höheren Kosten nach dem Auslaufen dieser Verträge entstehen.

Vorteile, die zu der Entscheidung zur Durchführung bzw. Beibehaltung dieser Geschäfte geführt haben, sind hauptsächlich in der für die Gesellschaft fehlenden Kapitalbindung bei der Beschaffung des betriebsnotwendigen Anlagevermögens zu sehen. Darüber hinaus ergeben sich durch die Leasingfinanzierung für die Gesellschaft kein Verwertungsrisiko und die Möglichkeit der kurzfristigen Sicherung des aktuellen technischen Entwicklungsstandes.

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das NEXUS-Finanzmanagement zielt darauf ab, die finanzielle Stabilität und die Flexibilität des Unternehmens sicher zu stellen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital kommt dabei eine wesentliche Rolle zu. Die Kapitalstruktur der NEXUS-Gruppe besteht zu 68,7 % aus Eigenkapital und zu 18,1 % aus kurzfristigem Fremdkapital. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltene Anzahlungen, die dem operativen Geschäft zuzuordnen sind. Zur Liquiditätssteuerung wird der Konzern weitgehend zentral über die NEXUS AG finanziert.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren (Kennzahlen) der NEXUS-Gruppe, Umsatz und Ergebnis vor Steuern haben sich in der Gruppe positiv entwickelt. Im Segment „Healthcare Software" sind die Kennzahlen Umsatz und Ergebnis vor Steuern sehr deutlich gestiegen. Im Segment „Healthcare Service" ist der Umsatz gesunken und das Ergebnis vor Steuern gestiegen. Der nicht finanzielle Leistungsindikator „relative Marktposition" ist ebenfalls gestiegen, nachdem der Umsatzanstieg der NEXUS-Gruppe im wichtigen Segment „Healthcare Software" über dem durchschnittlichen Anstieg der wesentlichen Wettbewerber liegt.

Geschäftsverlauf der Unternehmensbereiche

Geschäftsbereich Healthcare Software: Wachstum und Innovation

Der Bereich Healthcare Software bietet selbst erstellte Softwareprodukte auf dem nationalen und internationalen Markt für Institutionen des Gesundheitswesens an. Dieses Segment erzielte in 2015 einen (externen) Umsatz von TEUR 89.521 nach TEUR 70.442 im Vorjahr. Das bedeutet einen Anstieg von 27,1 %. Das Wachstum dieses Bereiches ist insbesondere auf die gute Auftragsentwicklung im Bereich klinischer Informationssysteme (NEXUS / KIS) und des Bereiches NEXUS / DIS zurückzuführen.

Geschäftsbereich Healthcare Service: Stabilität und Innovation

Der Geschäftsbereich Healthcare Service bietet IT-Outsourcing-Leistungen für Einrichtungen des Gesundheitswesens in Deutschland an. Der Bereich erzielte in 2015 einen (externen) Umsatz in Höhe von TEUR 7.748 nach TEUR 9.705 in 2014 (-20,2 %). Der Bereich hat das Geschäftsfeld Hardware weiter reduziert und die Ergebnisqualität des Geschäftsbereichs verbessert.

Personal

Die Personalentwicklung ist im Markt klinischer Informationssysteme von besonderer Bedeutung. In diesem wissenskritischen Bereich, in dem medizinisches Wissen mit der Informatik zu einer kundenorientierten Lösung kombiniert werden muss, hängt der Erfolg von Entwicklungsvorhaben oder Kundenprojekten sehr häufig vom Wissen und der Ausbildung Einzelner ab. NEXUS legt daher auf strukturiertes und effizientes Personalmanagement großen Wert. Die Mitarbeiteranzahl und -struktur bei NEXUS hat sich bedingt durch Neueinstellungen und Unternehmenserwerbe weiter erhöht. Nach 662 Mitarbeitern im Vorjahr sind zum Stichtag 31. Dezember 2015 insgesamt 830 Mitarbeiter einschließlich Vorständen in der NEXUS-Gruppe beschäftigt.

Gesamtaussage zur Lage des Konzerns

NEXUS hat sich in 2015 hinsichtlich sämtlicher Leistungsindikatoren positiv entwickelt. NEXUS verfügt über ein attraktives Produktprogramm, eine gute Marktposition in den Kernmärkten und stabile Kundenbeziehungen. Weiteres Wachstum kann durch Eigenfinanzierung realisiert werden.

Nachtragsbericht

Es haben sich keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag stattgefunden.

Chancen und Risikobericht

Das unternehmerische Handeln der NEXUS-Gruppe ist mit Risiken und Chancen verbunden. Zur frühzeitigen Erkennung, Bewertung und zum richtigen Umgang mit Chancen und Risiken hat die NEXUS AG ein Risikosteuerungs- und Kontrollsystem eingeführt. Das System umfasst die NEXUS AG inklusive aller mehrheitlich gehaltenen Tochtergesellschaften und liegt in der Verantwortung des Vorstands und der Geschäftsführer der Tochtergesellschaften.

Darüber hinaus ist die NEXUS-Gruppe mit kurz-, mittel- und langfristigen strategischen und operativen Risiken konfrontiert, die sich auf Veränderungen und Fehler innerhalb des Umfeldes, der Branche, der innerbetrieblichen Management- und Leistungsprozesse oder des finanzwirtschaftlichen Umfelds beziehen.

Risikomanagement

Die NEXUS hat ein den Verhältnissen angemessenes internes Kontrollsystem sowie Controlling-Instrumentarium und Risikomanagement implementiert. Neben einem intensiven Kosten- und Ergebnismanagement, das im Rahmen regelmäßiger Management- und Aufsichtsratssitzungen überwacht wird, besteht ein Risikomanagement-Handbuch. Entsprechend werden folgende Chancen- und Risikofelder vom Managementteam überwacht:

Kundenprojekte

Entwicklungsprojekte

Mangelnde Marktakzeptanz von Produkten

Abwanderung von Know-how-Trägern

Rechtliche Auseinandersetzungen

Entwicklung von Tochter- und Beteiligungsgesellschaften

Die Berichterstattung, die Dokumentation und die Maßnahmenentwicklung sind im Risikohandbuch der NEXUS AG geregelt. Die Umsetzung wird periodisch vom Vorstand überprüft. In 2015 wurden sechs Risikoberichte von den verantwortlichen Stellen an den Vorstand gemeldet und von diesem bewertet.

Der Einkauf ist im Wesentlichen auftragsbezogen und in Abstimmung mit den zuständigen Projektmanagern organisiert. Zahlungsausgänge werden bei der NEXUS AG durch den Vorstand und bei den Tochtergesellschaften durch den jeweiligen Geschäftsführer genehmigt. Der Personalabrechnungsprozess erfolgt für die inländischen Gesellschaften zum überwiegenden Teil zentral in Villingen-Schwenningen und wird durch funktionsunabhängige Kontrollen überwacht.

Zur Leistungserfassung der Entwicklungsabteilung wird eine Oracle-Datenbank verwendet. Die Steuerung wird durch eine Vierteljahresplanung vorgenommen. Die NEXUS-Gruppe nutzt eine ERP-Software (Enterprise Ressource Planning), mit der Informationen sowohl für Ablaufprozesse und interne Kontrollen als auch für Zwecke der Berichterstattung verfügbar gemacht werden. Darüber hinaus findet eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Finanzabteilungen der dezentralen Tochterunternehmen und der zentralen Konzernfinanzabteilung statt.

Der wirtschaftlichen Entwicklung der Geschäftsbereiche wird verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt. Diese berichten ihre Ergebnisse monatlich an den Vorstand. Der Vorstand ist an den maßgeblichen Entscheidungen unmittelbar beteiligt. Für die Steuerung und Überwachung werden die Tochtergesellschaften hierzu nach Produkten bzw. Märkten in derzeit sieben Business Units zusammengefasst, die wiederum den beiden Segmenten „Healthcare Software" und „Healthcare Services" zugeordnet werden.

Die Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems obliegt dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.

Risiken und Chancen

Markt- und Branchenrisiken

Wesentliche Risiken und Chancen, die eine deutliche Veränderung der wirtschaftlichen Lage bei NEXUS hervorrufen könnten, liegen im Markt und Branchenumfeld. Die NEXUS-Gruppe erwirtschaftet ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen aus dem Verkauf von Softwarelizenzen und Dienstleistungen für das Gesundheitswesen in Deutschland, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden und Frankreich. Das derzeitige gesamtwirtschaftliche Umfeld stellt nach wie vor ein Risiko dar. Insbesondere die schwachen Wachstumswerte in Europa führen in vielen europäischen öffentlichen Haushalten zu Budgetkürzungen, die sich auch auf die Finanzierung der öffentlichen Investitionen auswirken. Weitere Ausgabenkürzungen im Gesundheitswesen und insbesondere bei den Krankenhäusern sind zu erwarten.

Gartner hat seine Prognose für das Wachstum der weltweiten IT-Ausgaben für 2016 mit 0,6 % angegeben. Starkes Wachstum ist nach wie vor im Bereich der Unternehmenssoftware zu finden. Laut dem Markforschungsinstitut IDC stieg die Nachfrage in diesem Segment 2014 um 5,5 % auf 369 Mrd. US$. Frost und Sullivan gehen in einer aktuellen Studie von einem Wachstum im EHR (Electronic Health Record) Markt in Europa von 10 % bis 2020 aus.

Auch wenn die Zahlen keinen unmittelbaren Aufschluss über die Investitionsbereitschaft von Einrichtungen im Gesundheitswesen geben, geht die NEXUS-Gruppe davon aus, dass sich die Zielgruppe somatischer und psychiatrischer Krankenhäuser, medizinischer Versorgungszentren, Reha-, Alten- und Pflegeheime ebenfalls dem Trend zunehmender Investitionen in Unternehmenssoftware weiter anschließen wird. Für NEXUS ergeben sich dabei erhebliche Chancen, ein überdurchschnittliches Wachstum zu erzielen.

Unsere derzeitige Technologie- und Marktposition eröffnet uns die Möglichkeit, neue Kunden zu erschließen und die Marge zu verbessern. Die bisher installierte Kundenbasis ist hierfür eine ausgezeichnete Referenz. Unsere Technologiestrategie und unsere applikative Trennung zwischen einem klinischen und einem diagnostischen System findet am Markt zunehmend Aufmerksamkeit. Als Anbieter von Qualitätssoftware hat sich NEXUS am Markt einen sehr guten Ruf erarbeitet und gilt als stabiles, wachsendes Unternehmen. In den letzten Jahren galt dies insbesondere für den deutschen Markt, in dem die NEXUS-Gruppe mit dem Neuprodukt NEXUS / KIS wesentliche Aufträge gewinnen und damit andere etablierte Wettbewerber ablösen konnte.

Sollten sich trotz des segmentierten Marktes andere Anbieter als Standards durchsetzen, wird die Strategie der NEXUS-Gruppe als mittelständischer Anbieter mit internationaler Präsenz nicht erfolgreich sein. Durch die fortschreitende Konsolidierung ist weiterhin die Möglichkeit der Übernahme durch einen Wettbewerber gegeben.

Leistungswirtschaftliche Risiken und sonstige Risiken

Strategische Risiken: Risiken können auch aus strategischen Unternehmensentscheidungen resultieren, die kurzfristig und langfristig grundsätzlich das Chancen- und Risikopotential der NEXUS verändern.

Vermarktungs- und Vertriebsrisiken: Die NEXUS bearbeitet die unterschiedlichen Märkte mit unterschiedlichen Vertriebsmodellen. Aufgrund der hohen Komplexität der Produkte ist die Vermarktung sehr anspruchsvoll. Der Verlust von Partnern, Mitarbeitern oder Vertriebsmittlern ist ein Risiko, das die Ertragssituation beeinflussen könnte. Wichtig für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der NEXUS-Gruppe ist, dass neben einer Verbreiterung der installierten Softwarebasis die Wartungs- und Serviceerlöse weiter gesteigert werden können. Hierzu ist auch Voraussetzung, dass es in ausreichendem Umfang gelingt, auslaufende Wartungs- und Serviceverträge zu verlängern. Bei erhöhtem Anteil an Wartungserträgen und Erträgen aus Partnergeschäften kann sich die Erlösqualität weiter verbessern.

Projektrisiken: Umsetzungsschwierigkeiten, insbesondere technischer Art, könnten bei den vorliegenden Großprojekten zu Pönalen oder Rückabwicklungen führen, die sich wiederum negativ auf die Ertragslage, aber auch auf die Marktreputation auswirken könnten. Zahlungsausfälle in Großprojekten durch Zahlungsschwierigkeiten oder Zahlungszurückhaltung der Kunden könnten zu Liquiditätsbelastungen für das Unternehmen führen, insbesondere wenn im Rahmen von Großprojekten erhebliche Vorleistungen erbracht wurden. Dieses Risiko wird soweit möglich durch die Vereinbarung von Anzahlungen reduziert. Ausfallrisiken bzw. Risiken, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, werden im Rahmen des Forderungsmanagements (bspw. Bonitätsprüfungen) aktiv gesteuert. Ausfallrisikokonzentrationen entstehen im Konzern temporär innerhalb von Großprojekten. Die maximale Risikohöhe ergibt sich aus dem Buchwert der aktivierten Forderungen und ggf. aus Schadensersatz- oder Haftungsansprüchen. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen existieren aufgrund der vorhandenen Liquiditätsreserven und der sich zunehmend verstetigenden Einzahlungsflüsse derzeit nicht.

Produktrisiken: Es besteht ein Risiko, dass der von NEXUS erreichte Innovationsvorsprung durch Wettbewerbsinnovationen verloren geht und dadurch Marktanteile verloren gehen. Risiken liegen auch in der Zeit- und Budgetplanung sowie in der Gestaltung und in der Qualität von Eigenentwicklungen, bei denen Abweichungen von der Marktspezifikation erhebliche Auswirkungen hinsichtlich der Vermarktung und der Kostenposition bedeuten können. In der Softwareentwicklung werden außerdem teilweise Drittprodukte eingesetzt, bei deren Verlust oder bei mangelnder Qualität der Technologie es zu Verzögerungen der eigenen Softwareauslieferung kommen. Die NEXUS-Gruppe begegnet diesen Risiken mit jährlichen Qualitätsgeprüften Releases, die einen vordefinierten Qualitätsmanagement-Prozess durchlaufen.

Risiken in der Belegschaft: Die Entwicklung der NEXUS hängt in starkem Umfang vom Wissen und der konzernweiten Leistungsbereitschaft der Belegschaft ab. Es besteht grundsätzlich das Risiko, durch Fluktuation Kompetenzen zu verlieren und Marktvorteile einzubüßen. Das Abwandern einer größeren Anzahl von Kern-Know-how-Trägern könnte zumindest kurzfristig zu erheblichen Schwierigkeiten in der operativen Geschäftsabwicklung führen. Zudem zeigt der Arbeitsmarkt seit Jahren einen Mangel an Fachkräften. Die NEXUS begegnet diesem Risiko mit aktiver Personalentwicklung, die ein wichtiger Bestandteil für eine vorausschauende und zuverlässige Sicherung unserer Personalressourcen darstellt.

Bedeutende rechtliche Risiken sind derzeit nicht bekannt.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten und finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzinstrumente bestehen im Wesentlichen aus Leistungsforderungen und -verbindlichkeiten. Da die Kunden der NEXUS-Gruppe überwiegend in öffentlicher Trägerschaft sind, ist das Ausfallrisiko innerhalb der Leistungsforderungen als gering einzuschätzen.

NEXUS verfügt in erheblichem Umfang über immaterielle Vermögenswerte in Form von Konzessionen / Patenten (TEUR 834; Vj: TEUR 784), Geschäfts- oder Firmenwerten (TEUR 39.126; Vj: TEUR 27.976), Technologie und Kundenstamm (TEUR 10.105; Vj: TEUR 7.333), Marke (TEUR 7.589; Vj: TEUR 3.232) sowie Entwicklungskosten (TEUR 17.472; Vj: TEUR 16.647), die in der Bilanz aktiviert sind. Zum Bilanzstichtag wurde eine Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte und Marken auf Basis des DCF-Verfahrens vorgenommen. Aufgrund der zukünftigen positiven Ergebniserwartungen besteht kein Abwertungsbedarf. Sofern die getroffenen Annahmen zukünftig nicht so eintreten, könnte sich ein Abwertungsbedarf bei den Geschäfts- oder Firmenwerten und auch bei den übrigen immateriellen Vermögenswerten ergeben.

Die NEXUS AG und ihre Tochtergesellschaften haben in erheblichem Umfang latente Steuern auf Verlustvorträge aktiviert. Sollte nicht mehr zu erwarten sein, dass Gewinne zur Nutzung der Verlustvorträge erwirtschaftet werden, müsste der Ansatz ganz oder zum Teil reduziert werden. Sollten sich Steuergesetzgebungen zur Behandlung von Verlustvorträgen ändern, könnte es nötig werden, die aktivierten latenten Steuern ganz oder zum Teil zu reduzieren.

NEXUS hält Wertpapiere, die Zinsrisiken und Kursrisiken ausgesetzt sind und darum intensiv beobachtet werden und alternativen Anlageoptionen unterworfen sind. Aufgrund der volatilen Märkte für Wertpapiere existieren weiterhin Kurs- und Ausfallrisiken, die beobachtet und bewertet werden. Der Konzern hält wesentliche liquide Mittel in Schweizer Franken, die Kursrisiken unterliegen. Währungsrisiken entstehen daneben insbesondere auch durch die in der Schweiz (Schweizer Franken) realisierten Umsätze und die daraus resultierenden Forderungen, die bis zur Zahlung Währungsschwankungen unterliegen. Den Einzahlungen in Schweizer Franken stehen in hohem Umfang Auszahlungen in Schweizer Franken gegenüber, so dass sich hier das Währungsrisiko netto vermindert. Eine Sicherungsbeziehung bestand zum Stichtag nicht. Risiken zu Zahlungsstromschwankungen existieren aufgrund der Liquiditätsreserven und der sich zunehmend verstetigenden Einzahlungsflüsse nicht.

Die Entscheidung über den Einsatz und die Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten werden zentral durch den Vorstand der NEXUS AG überwacht.

Der Konzern ist bestrebt, über genügend Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente oder entsprechende unwiderrufliche Kreditlinien zu verfügen, um seine Verpflichtungen in den nächsten Jahren zu erfüllen. Des Weiteren steht der Gesellschaft genehmigtes Kapital für weitere Kapitalerhöhungen zur Verfügung.

Aus bedingten Kaufpreisen im Rahmen von Unternehmenserwerben können sich Effekte aus Änderungen der vertragsrelevanten Faktoren ergeben.

Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem hat im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung konzernweit sicherzustellen. Die laufende Buchhaltung der inländischen Tochterunternehmen wird dezentral geführt, während die Erstellung der handelsrechtlichen Jahresabschlüsse zum überwiegenden Teil zentral erfolgt. Die ausländischen Gesellschaften erstellen lokale Abschlüsse, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften oder bei Wesentlichkeit freiwillig geprüft werden. Die Erstellung des Konzernabschlusses sowie die erforderlichen Anpassungen der in- und ausländischen Einzelabschlüsse an die International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU verpflichtend anzuwenden sind, erfolgten zentral in Villingen-Schwenningen. Der Abschlusserstellungsprozess wird zentral durch den Leiter Finanzen sowie den Vorstand der NEXUS AG überwacht. Das Vier-Augen-Prinzip wird grundsätzlich gewahrt.

Übernahmerelevante Angaben

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und Börsennotierung

Die NEXUS AG ist an der Frankfurter Wertpapierbörse im Prime Standard unter der Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) 522090 gelistet. Der Vorstand der NEXUS AG hat am 26. Februar 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine Kapitalerhöhung beschlossen. Unter Ausnutzung des zur Verfügung stehenden genehmigten Kapitals wurde unter Ausschluss des Bezugsrechts das Grundkapital der NEXUS AG von bisher EUR 15.105.150 um EUR 630.515 (4,2 %) auf EUR 15.735.665 gegen Bareinlage durch Ausgabe von 630.515 auf den Inhaber lautende Stückaktien erhöht. Durch die Platzierung bei Investoren wurden brutto EUR 8,8 Mio. erzielt. Der Ausgabepreis betrug EUR 13,95. Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 15.735.665 setzt sich wie folgt zusammen: Stammaktien: 15.735.665 Stück zum rechnerischen Wert von jeweils EUR 1,00. Zu den aus Stückaktien vermittelten Rechten und Pflichten verweisen wir auf das Aktiengesetz (§§ 8 ff AktG). Zum Stichtag sind 15.730.905 Aktien ausgegeben.

Beschränkungen zu Aktien

Soweit bekannt existieren keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital

Folgende uns mitgeteilte direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital überschreiten am

31. Dezember 2015 zehn von Hundert der Stimmrechte:

GUB Wagniskapital GmbH & Co. KGaA, Schwäbisch Hall, Deutschland: 13,02 %

indirekte Beteiligungen: GUB Unternehmensbeteiligungen GmbH & Co. KGaA, Schwäbisch Hall, Deutschland (13,02 %), GUB Management GmbH, Rorschacherberg, Schweiz (13,02 %).

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es existieren keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Art der Stimmrechtskontrolle im Fall von Arbeitnehmerbeteiligungen

Bei den am Kapital beteiligten Arbeitnehmern existiert keine Trennung zwischen Stimmrecht und Aktie. Die Kontrollrechte können unmittelbar durch die Arbeitnehmer ausgeübt werden.

Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen

Es existieren keine weitergehenden Satzungsbestimmungen zur Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern als die in den gesetzlich geltenden Vorschriften. Zudem sind keine wesentlichen Satzungsbestimmungen anzugeben, die von gesetzlichen Vorschriften und von dispositiven Vorschriften abweichen.

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien

Die Hauptversammlung der NEXUS AG hat mit Beschluss vom 18. Mai 2015 den Vorstand ermächtigt, bis zum 30. April 2020 eigene Aktien bis zu einer Höhe von insgesamt 10 % des Grundkapitals, das bei Einberufung der Hauptversammlung vorhanden war, d.h. maximal bis zu 1.573.566 Stückaktien mit rechnerischem Nennwert von je EUR 1,00, zu erwerben. Der Vorstand ist im Rahmen der Ermächtigung ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre im Falle der Verwendung der eigenen Aktien nach Maßgabe der näheren Bestimmungen des am 7. April 2015 im Bundesanzeiger veröffentlichen Punkt 7 der Tagesordnung der Hauptversammlung der NEXUS AG auszuschließen. Die bis dahin bestehende Ermächtigung vom 14. Juni 2010 wurde damit aufgehoben.

Der Vorstand ist ermächtigt, die aufgrund der erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Er ist ferner ermächtigt, die aufgrund der erteilten Ermächtigung erworbenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates an Dritte im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder bei einem Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen anzubieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien ist insoweit ausgeschlossen. Die NEXUS AG hat in 2011 ein Aktienrückkaufprogramm gestartet. Per 31. Dezember 2015 wurden insgesamt 32.788 Stück zu einem Durchschnittskurs von EUR 7,62 erworben.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 30. April 2017 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 7.152.575 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Die neuen Aktien können auch an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens ausgegeben werden. Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Bedingungen der Aktienausgabe. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:

a)

für Spitzenbeträge,

b)

zur Ausgabe neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens,

c)

zur Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen,

d)

zur Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien

e)

den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Feststellung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des zum Zeitpunkt der Eintragung dieser Ermächtigung im Handelsregister vorhandenen Grundkapitals (EUR 14.305.150,00) und - kumulativ - 10 % des zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals ist der anteilige Betrag am Grundkapital abzusetzen, der auf neue oder zurückerworbene Aktien entfällt, die seit der Eintragung dieser Ermächtigung im Handelsregister unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte aus Options- und/ oder Wandelschuldverschreibungen und/oder Wandlungspflichten aus Wandelschuldverschreibungen beziehen, die seit der Eintragung dieser Ermächtigungen im Handelsregister in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind. Die Ermächtigung beträgt nach teilweiser Ausschöpfung durch eine Barkapitalerhöhung in 2012 in Höhe von 800.000,00 sowie eine Barkapitalerhöhung in 2015 in Höhe von 630.515,00 noch EUR 5.722.060,00.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft wird um EUR 1.400.000,00 durch Ausgabe von bis zu 1.400.000 auf den Inhaber lautender Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,00 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012). Das bedingte Kapital dient der Sicherung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen, die auf Grund der Ermächtigung der Hauptversammlung der NEXUS AG vom 23. Mai 2012 gegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Aktienoptionen ausgegeben werden und die Inhaber dieser Aktienoptionen von ihrem Bezugsrecht auf Aktien Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots stehen

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Entschädigungsvereinbarungen

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands

Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands wird bei der NEXUS AG vom Aufsichtsrat beschlossen. Das Vergütungssystem für den Vorstand basiert auf den Grundsätzen der Leistungs- und Ergebnisorientierung und besteht aus einer erfolgsunabhängigen Grundvergütung sowie aus erfolgsabhängigen Bestandteilen. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung eines jeden Vorstandsmitglieds bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung des Marktumfelds. Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft für ihre Organmitglieder eine Vermögenshaftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung).

Die erfolgsunabhängige Grundvergütung besteht aus einem Fixum, ausbezahlt in zwölf Monatsraten und Sachbezügen, welche aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzungen bestehen. Als Maßnahme der betrieblichen Altersvorsorge werden zudem durch die Gesellschaft Einzahlungen in eine Lebensversicherung und eine Unterstützungskasse geleistet.

Die erfolgsabhängigen Bestandteile enthalten eine jährlich wiederkehrende, an den geschäftlichen Erfolg gebundene Komponente und eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter in Form eines Bonus. Die jährlich wiederkehrende Komponente orientiert sich am EBIT des NEXUS-Konzerns bzw. der Einhaltung der Planwerte. Die Komponente mit langfristiger Anreizwirkung ist an die Entwicklung des Aktienkurses der NEXUS AG gekoppelt. Dem Vorstand gehörten zum 31. Dezember 2015 folgende Personen an:

Dr. Ingo Behrendt, Vorstandsvorsitzender

Ralf Heilig, Vertriebsvorstand

Edgar Kuner, Entwicklungsvorstand

Die Basisbezüge setzen sich wie folgt zusammen:

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Gehaltskomponenten (in TEUR) 2015 2014
Erfolgsunabhängige Komponenten 663 622
a) Kurzfristig fällig Leistungen 638 597
b) Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 25 25
Erfolgsabhängige Komponenten ohne langfristige Anreizwirkungen 350 350
Summe 1.013 972

Der Vorstand erzielte im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von TEUR 1.013 (Vj: TEUR 972). Darin enthalten sind TEUR 25 (Vj: TEUR 25) für die Altersversorgung des Vorstands. Im Mai 2014 wurde mit den Vorständen eine aktienbasierte Vergütung vereinbart. Sie besteht in Abhängigkeit der Unternehmenswertsteigerung aus maximal 160.000 Aktien, die über die Laufzeit jährlich fällig werden und auf der Kursentwicklung der Jahre 2015 bis 2017 basieren (AOP 2015-2017). Der beizulegende Zeitwert betrug im Zeitpunkt der Gewährung TEUR 788.

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 wird gemäß § 286 Abs. 5 HGB auf die individualisierte Angabe der Vorstandsgehälter für die Geschäftsjahre 2012 bis 2016 verzichtet.

Es bestehen keine Zusagen an Vorstandsmitglieder über Vergütungen im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens.

Vergütungen des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung der NEXUS AG festgelegt; sie ist in der Satzung der NEXUS AG geregelt. Die Vergütungen orientieren sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie am wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält eine jährliche Vergütung, die sich aus einer festen und einer variablen Vergütung zusammensetzt. Die feste Vergütung beträgt für den Aufsichtsratsvorsitzenden EUR 15.000 und für die anderen Aufsichtsratsmitglieder EUR 11.000. Daneben wird eine ergebnisabhängige, variable Vergütung gewährt, die für den Aufsichtsratsvorsitzenden maximal EUR 15.000 und für die anderen Aufsichtsratsmitglieder maximal EUR 5.000 beträgt. Für den Vorsitz in Ausschüssen werden weitere EUR 1.000 gewährt.

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

Dr. jur. Hans-Joachim König, Singen, Vorsitzender

Prof. Dr. Ulrich Krystek, Hofheim, stellv. Vorsitzender

Diplom-Betriebswirt (FH) Wolfgang Dörflinger, Konstanz

Prof. Dr. Alexander Pocsay, St. Ingbert

Matthias Gaebler, Stuttgart (bis zum 18. Mai 2015)

Erwin Hauser, Kaufmann, Blumberg (bis zum 18. Mai 2015)

Gerald Glasauer, Betriebswirt, Schwäbisch Hall (ab dem 18. Mai 2015)

Prof. Dr. med. Felicia M. Rosenthal, Freiburg (ab dem 18. Mai 2015)

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 112 (Vj: TEUR 112). Der Aufsichtsratsvorsitzende erbringt neben seiner Aufsichtsratstätigkeit vereinzelt selbst oder über eine ihm nahestehende Gesellschaft Dienstleistungen für die NEXUS AG und rechnet diese nach marktüblichen Bedingungen ab. In 2015 betrugen die hierfür als Aufwand angefallenen Dienstleistungshonorare TEUR 99 (Vj: TEUR 116). Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft für ihre Organmitglieder eine Vermögenshaftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung).

Erklärung zur Unternehmensführung und zur Entsprechenserklärung

Die Erklärung zur Unternehmensführung sowie die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wurden auf der Unternehmenswebsite www.nexus-ag.de - Unternehmen - Investor Relations - Corporate Governance veröffentlicht.

Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und Risikosituation der NEXUS-Gruppe

Die NEXUS AG sowie alle ihre Tochtergesellschaften arbeiten nach einer einheitlichen Methode der Chancen-/ Risikoanalyse und des Chancen-/ Risikomanagements. Der Früherkennung von Risiken wird damit eine wesentliche Bedeutung beigemessen. Die Überwachung der Risiken durch eindeutige Kennzahlen (Umsatz, Ergebnis vor Steuern, relative Marktposition) ermöglicht eine klare Einschätzung über die Bedeutung.

Weder aus den Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition lässt sich derzeit erkennen, dass der Fortbestand des Unternehmens gefährdet ist. Gleichzeitig sieht das Management noch erhebliche Chancen zur Ausweitung des Umsatzes im Marktsegment der NEXUS-Gruppe.

Prognosebericht 2016

Es ist derzeit keine nachhaltige Änderung der Investitionsbereitschaft der Krankenhäuser in Europa zu erkennen. In unseren Kernmärkten sehen wir das Risiko, dass größere Investitionsentscheidungen zurückgestellt werden. Gesundheitseinrichtungen sind jedoch weiter gefordert, ihre Prozesse durch Software zu optimieren und Einsparpotentiale zu realisieren. Wir konnten in 2015 erkennen, dass Kunden insbesondere bei den Themen „Anwender-Support" und „Leistungs-Outsourcing" zu mehr Engagement bereit sind.

Die NEXUS-Gruppe hat aufgrund ihrer klaren Positionierung die Möglichkeit, auch in einem schwierigen Marktumfeld Umsatzwachstum zu erzielen. Dennoch haben wir in 2016 eine Reihe von Herausforderungen, die wir lösen müssen, um die gewohnten Steigerungsraten weiter zu erreichen. Zum einem muss die Integration der jüngst getätigten Unternehmensakquisitionen weiterhin positiv verlaufen, zum anderen werden wir unsere ganze Energie in die Realisierung unseres NEXT / NEXUS-Programms investieren. Wie schnell sich hier der Erfolg in messbaren Zahlen einstellt, wird noch zu zeigen sein. Davon unabhängig erwarten wir in unserer Planung 2016 in allen Leistungskennziffern leicht steigende Werte. Dies gilt für den Umsatz und das Ergebnis vor Steuern. Gleichermaßen erwarten wir eine leichte Verbesserung in der relativen Marktposition in den relevanten Märkten. Diese Prognose gilt für die Segmente „Healthcare Software" und „Healthcare Service". Darin beinhaltet sind Investitionen in die Internationalisierung und Erweiterungen unserer Produktpalette. Diese Investitionen können ggf. auch durch Akquisitionen unterstützt werden.

Es bleibt weiterhin das Ziel der NEXUS-Gruppe für definierte Kundengruppen und Regionen Marktführer zu bleiben bzw. zu werden. Weiterhin ist es unser Ziel, ein breites Spektrum an Anwendungen in der medizinischen Informatik abzudecken.

 

Villingen-Schwenningen, 21. März 2016

NEXUS AG

Der Vorstand

Dr. Ingo Behrendt

Ralf Heilig

Edgar Kuner

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015

Aktiva

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Anhang 31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 4 39.126 27.976
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4 36.000 27.996
Sachanlagen 5 4.901 2.241
Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen 6 31 34
Aktive latente Steuern 8/25 4.123 4.828
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 10 297 400
Summe langfristige Vermögenswerte 84.478 63.475
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 7 706 589
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 9 20.411 19.275
Ertragsteuerforderungen 702 675
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 11 2.126 1.029
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 10 325 568
Kurzfristige Finanzanlagen 10 2.744 9.218
Barmittel und Bankguthaben 18.199 13.360
Summe kurzfristige Vermögenswerte 45.213 44.714
Bilanzsumme 129.691 108.189

Passiva

Anhang 31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
Eigenkapital 12
Gezeichnetes Kapital 15.736 15.105
Kapitalrücklage 34.044 25.980
Gewinnvortrag 37.034 30.705
Konzernjahresüberschuss 7.583 8.279
Kumuliertes übriges Konzernergebnis - 5.042 - 3.074
Eigene Anteile - 37 - 280
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 89.318 76.715
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter - 258 - 903
Summe Eigenkapital 89.060 75.812
Langfristige Schulden
Pensionsverpflichtungen 13 10.815 5.987
Passive latente Steuern 8/25 5.111 3.517
Finanzverbindlichkeiten 15 0 15
Sonstige finanzielle Schulden 15 1.206 2.288
Summe langfristige Schulden 17.132 11.807
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen 14 938 1.291
Finanzverbindlichkeiten 15 14 253
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15 4.795 4.890
Ertragsteuerverbindlichkeiten 15 2.414 996
Erlösabgrenzung 15 3.185 985
Sonstige nicht-finanzielle Schulden 15 8.805 4.991
Sonstige finanzielle Schulden 15 3.348 7.164
Summe kurzfristige Schulden 23.499 20.570
Bilanzsumme 129.691 108.189

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015

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Anhang 2015
TEUR
2014
TEUR
Umsatzerlöse 17 97.269 80.147
Aktivierte Entwicklungsleistungen 5.288 4.687
Sonstige betriebliche Erträge 18 2.117 1.869
Materialaufwand einschließlich bezogene Leistungen 19 15.825 15.519
Personalaufwand 20 56.476 43.598
Abschreibungen 9.243 7.013
Sonstige betriebliche Aufwendungen 21 13.490 12.542
Betriebsergebnis 9.640 8.031
Ergebnis aus at Equity bewerteten Beteiligungen 22 - 3 3
Finanzerträge 23 149 287
Finanzaufwendungen 24 174 79
Ergebnis vor Ertragsteuern 9.612 8.243
Ertragsteuern 25 1.835 135
Konzernjahresüberschuss 7.777 8.108
Vom Konzernjahresüberschuss entfallen auf:
- Aktionäre der NEXUS AG 7.583 8.279
- Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 194 - 171
Konzernjahresüberschuss je Aktie
Gewogener Durchschnitt (unverwässert / verwässert) der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd.) 15.618 / 15.662 15.072 / 15.072
Unverwässert / verwässert 26 0,49 / 0,48 0,55 / 0,55

Konzern-Gesamtergebnisrechnung vom 01.01.2015 bis 31.12.2015

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2015
TEUR
2014
TEUR
Konzernjahresüberschuss 7.777 8.108
Sonstiges Ergebnis
Posten, die nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - 3.180 - 2.962
Steuereffekt 330 390
- 2.850 - 2.572
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wurden oder werden können
Währungsumrechnungsdifferenzen 1.194 393
1.194 393
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - 1.656 - 2.179
Gesamtergebnis der Periode 6.121 5.929
Vom Gesamtergebnis der Periode entfallen auf:
• Aktionäre der NEXUS AG 5.626 6.292
• Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 495 - 363

Konzern-Kapitalflussrechnung vom 01.01.2015 bis 31.12.2015

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Anhang 2015
TEUR
2014
TEUR
1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 28
Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern 9.612 8.243
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen 4 / 5 9.243 7.013
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) - 4.659 - 2.428
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte 7 - 117 - 231
Gewinn (-) / Verlust (+) aus Anlagen- und Wertpapierabgängen - 201 81
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen und sonstige Vermögenswerte aus laufender Geschäftstätigkeit 6.060 1.540
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen soweit nicht im sonstigen Ergebnis erfasst 13 / 14 3.642 2.327
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit - 5.221 - 5.146
Gezahlte Zinsen (-) - 166 - 79
Erhaltene Zinsen (+) 153 293
Gezahlte Ertragsteuern (-) - 881 - 41
Erhaltene Ertragsteuern (+) 680 22
18.145 11.594
2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit 29
Auszahlungen (-) für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 4 / 5 - 9.243 - 6.159
Einzahlungen (+) aus Anlagenabgängen 0 61
Auszahlungen (-) für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel 3 - 13.976 - 4.576
Auszahlung (-) / Einzahlungen (+) aus dem Erwerb / Abgang von kurzfristigen Finanzanlagen 33 6.474 - 1.076
- 16.745 - 11.750
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 30
Einzahlungen (+) durch Ausgabe neuer Aktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung 8.695 0
Auszahlungen (-) von Dividenden - 1.961 - 1.808
Auszahlungen (-) für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen für bereits konsolidierte Unternehmen 3 - 3.787 0
Einzahlungen (+) aus dem Verkauf eigener Anteile 243 70
Auszahlungen (-) / Einzahlungen (+) aus der Aufnahme von langfristigen Krediten 15 0 - 28
Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen 0 140
3.190 - 1.626
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands (Summe aus 1 + 2 + 3) 4.590 - 1.782
Wechselkursbedingte Veränderungen des Bestands an Finanzmitteln 488 - 76
Konsolidierungsbedingte Veränderungen 0 - 545
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 13.107 15.510
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 18.185 13.107
Zusammensetzung des Finanzmittelbestands
Liquide Mittel 18.185 13.360
Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten 0 - 253
18.185 13.107

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 01.01.2015 bis 31.12.2015

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Gezeichnetes Kapital
Kapital-
rücklagen
Eigenkapital-
differenz aus der Währungs-
umrechnung
Rücklage für Pensionen
Gewinnvortrag
Jahresüberschuss
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Konzerneigenkapital zum 01.01.2014 15.105 25.780 504 - 1.592 25.293 7.221
Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2013 in den Konzerngewinnvortrag 7.221 - 7.221
Finanzmathematische Gewinne und Verluste - 2.744
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 365
Währungsdifferenzen 393
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 2014 0 0 393 - 2.380 0 0
Konzernjahresüberschuss 2014 8.279
Gesamtergebnis der Periode 0 0 393 - 2.380 0 8.279
Dividendenzahlung - 1.808
Kauf / Verkauf eigener Anteile 60
Aktienbasierte Vergütung 140
Erwerb eines Tochterunternehmens mit nicht beherrschenden Anteilen
Konzerneigenkapital zum 31.12.2014 15.105 25.980 897 - 3.971 30.705 8.279
Konzerneigenkapital zum 01.01.2015 15.105 25.980 897 - 3.971 30.705 8.279
Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2014 in den Konzerngewinnvortrag 8.279 - 8.279
Finanzmathematische Gewinne und Verluste - 3.580
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 381
Währungsdifferenzen 1.688 - 457 11
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 2015 0 0 1.688 - 3.656 11 0
Konzernjahresüberschuss 2015 7.583
Gesamtergebnis der Periode 0 0 1.688 - 3.656 11 7.583
Dividendenzahlung - 1.961
Kauf / Verkauf eigener Anteile 58
Aktienbasierte Vergütung 262
Kapitalerhöhung 631 7.966
Veränderung in der Kapitalrücklage und den Eigenen Anteilen - 222
Konzerneigenkapital zum 31.12.2015 15.736 34.044 2.585 - 7.627 37.034 7.583
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Eigene Anteile
Auf die Anteilseigner des Mutter-
unternehmens entfallendes Eigenkapital
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Gesamtsumme Eigenkapital
genehmigtes Kapital
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Konzerneigenkapital zum 01.01.2014 - 290 72.021 - 526 71.495 6.353
Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2013 in den Konzerngewinnvortrag 0 0
Finanzmathematische Gewinne und Verluste - 2.745 - 218 - 2.962
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 365 25 390
Währungsdifferenzen 393 393
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 2014 0 - 1.987 - 192 - 2.179
Konzernjahresüberschuss 2014 8.279 - 171 8.108
Gesamtergebnis der Periode 0 6.292 - 363 5.929
Dividendenzahlung - 1.808 - 1.808
Kauf / Verkauf eigener Anteile 10 70 70
Aktienbasierte Vergütung 140 140
Erwerb eines Tochterunternehmens mit nicht beherrschenden Anteilen 0 13 13
Konzerneigenkapital zum 31.12.2014 - 280 76.715 - 903 75.812 6.353
Konzerneigenkapital zum 01.01.2015 - 280 76.715 - 903 75.812 6.353
Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2014 in den Konzerngewinnvortrag 0 0
Finanzmathematische Gewinne und Verluste - 3.580 400 - 3.180
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 381 - 51 330
Währungsdifferenzen 1.242 - 48 1.194
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 2015 0 - 1.957 301 - 1.656
Konzernjahresüberschuss 2015 7.583 194 7.777
Gesamtergebnis der Periode 0 5.626 495 6.121
Dividendenzahlung - 1.961 - 1.961
Kauf / Verkauf eigener Anteile 21 79 79
Aktienbasierte Vergütung 262 262
Kapitalerhöhung 8.597 8.597 - 631
Veränderung in der Kapitalrücklage und den Eigenen Anteilen 222 0 150 150
Konzerneigenkapital zum 31.12.2015 - 37 89.318 - 258 89.060 5.722

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2015

1. Allgemeine Angaben

Der NEXUS-Konzern (nachfolgend NEXUS) entwickelt und vertreibt mit seinen Unternehmensbereichen „Healthcare Software" und „Healthcare Service" Soft- und Hardware-Lösungen und erbringt IT-Dienstleistungen insbesondere für Kunden des Gesundheitswesens. Der Konzern konzentriert sich im Bereich „Healthcare Software" auf Informationssysteme für Krankenhäuser, Psychiatrien, Rehabilitations- und Sozialeinrichtungen. Der Bereich „Healthcare Service" erbringt IT-Dienstleistungen für den IT-Betrieb insbesondere im Gesundheitswesen. Mutterunternehmen des Konzerns ist die NEXUS AG.

Die NEXUS AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Nummer HRB 602434 eingetragen. Die NEXUS AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft und im Segment „Prime Standard" zugelassen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand aufgestellt und am 18. März 2016 von diesem zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Die Veröffentlichung erfolgt nach Prüfung und Billigung durch den Aufsichtsrat am 22. März 2016.

Die eingetragene Geschäftsadresse der NEXUS AG ist:

Auf der Steig 6, 78052 Villingen-Schwenningen, Deutschland.

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Auflistung der konsolidierten Tochter- und assoziierten Unternehmen Vollkonsolidierung Land 31.12.2015 31.12.2014
Anteil am Kapital in %
NEXUS Digitale Dokumentationssysteme Projektentwicklungsges.m.b.H., Wien Österreich 100,00 100,00
NEXUS / Deutschland GmbH (vormals: nexus/is GmbH), Villingen-Schwenningen 1) Deutschland 100,00 100,00
NEXUS . IT GmbH SÜDOST, Singen Hohentwiel Deutschland 50,20 50,20
NEXUS/CMS GmbH (vormals: NEXUS . IT GmbH NORD), Villingen-Schwenningen 1) Deutschland 100,00 100,00
NEXUS Medizinsoftware und Systeme AG, Altishofen Schweiz 99,98 99,98
syseca informatik ag, Luzern Schweiz 100,00 100,00
NEXUS/INOVIT GmbH, Ismaning Deutschland 100,00 100,00
NEXUS/CIS GmbH, Singen Hohentwiel Deutschland 100,00 100,00
NEXUS/DIS GmbH, Frankfurt am Main 1) Deutschland 100,00 100,00
NEXUS Schweiz GmbH, Schwerzenbach 2) Schweiz 100,00 100,00
NEXUS/QM GmbH, Ismaning 1) Deutschland 100,00 100,00
NEXUS / REHA GmbH, Villingen-Schwennigen Deutschland 100,00 100,00
Flexreport AG, Wallisellen Schweiz 100,00 100,00
NEXUS/CSO GmbH, Villingen-Schwenningen1) Deutschland 100,00 100,00
VEGA Software GmbH, Aachen Deutschland 60,00 60,00
Domis Consulting AG, Altishofen Schweiz 100,00 100,00
Synergetics AG, Altishofen 3) Schweiz 60,00 60,00
NEXUS / OPTIM S.A.S., Grenoble Frankreich 100,00 100,00
E&L medical systems GmbH, Erlangen 1) Deutschland 100,00 100,00
ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH, Villingen-Schwenningen Deutschland 100,00 100,00
proLohn GmbH, Singen Deutschland 51,00 51,00
Marabu EDV-Beratung und -Service GmbH, Berlin 4) Deutschland 100,00 100,00
CS3I S.A.S., Creuzier-le-Neuf 5) Frankreich 100,00 100,00
NEXUS Nederland B.V., Nieuwegein Niederlande 100,00 -
Equity-Konsolidierung
G.I.T.S. Gesundheitswesen IT-Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck Deutschland 49,00 49,00
Medidata GmbH, Berlin Deutschland 0,00 25,00
Palladium-med GmbH, Berlin Deutschland 20,00 20,00

1) Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB.
2) Die Anteile werden indirekt über die NEXUS Medizinsoftware und Systeme AG, Altishofen, gehalten.
3) Die Anteile werden indirekt über die Domis Consulting AG, Altishofen, gehalten.
4) Gesellschaftsrechtlicher Anteil beträgt nur 95,5 %. Über die restlichen 4,5 % besteht ein Optionsvertrag.
5) Die Anteile werden indirekt über die NEXUS / OPTIM S.A.S., Grenoble, gehalten.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß § 315a Abs. 1 HGB nach dem am Bilanzstichtag von der Europäischen Union verpflichtend übernommenen Regelwerk des International Accounting Standards Board (IASB) und den ergänzend zu berücksichtigenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt, er steht in Einklang mit den am Bilanzstichtag geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, einschließlich den noch in Kraft befindlichen International Accounting Standard (IAS) und den ergänzenden Interpretationen (IFRIC bzw. SIC). Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2015 zwingend anzuwendenden IFRS und IFRIC berücksichtigt. Noch nicht verpflichtend in Kraft getretene Standards und Interpretationen des IASB wurden nicht angewendet.

Berichtswährung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend (TEUR) gerundet.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss einbezogen sind - neben der NEXUS AG als Mutterunternehmen - alle operativ tätigen in- und ausländischen Tochterunternehmen, die von der NEXUS AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht werden. Zwei assoziierte Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bilanziert.

Konsolidierungsgrundsätze

Alle zum 31. Dezember 2015 einbezogenen Gesellschaften erstellen ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember. Diese werden in einheitlich aufgestellte, konsolidierungsfähige Abschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, übergeleitet. Konzern interne Geschäftsvorfälle werden im Anschluss eliminiert.

Für Unternehmenskäufe wird die Erwerbsmethode verwendet. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt auf den Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung erlangt wurde. Dabei wird das ausgewiesene Eigenkapital der einbezogenen Unternehmen gegen die Beteiligungsbuchwerte aufgerechnet. Die Vermögenswerte sowie Schulden und Eventualschulden werden dabei mit ihren Zeitwerten angesetzt. Im Rahmen eines Identifikationsprozesses werden nach IFRS 3 bisher nicht bilanzierte, aber bilanzierungsfähige immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Zusätzlich sind auch Eventualschulden zu berücksichtigen. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS 3 aktiviert bzw. negative Unterschiedsbeträge nach nochmaliger Überprüfung der Wertansätze ertragswirksam vereinnahmt. Zukünftig anfallende Kaufpreiserhöhungen, deren Eintritt hinreichend wahrscheinlich ist, wurden bereits als bedingter Kaufpreis zum im Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert im Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und als Verbindlichkeit ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften sind im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gegeneinander verrechnet worden. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden Innenumsätze eliminiert. Eine Eliminierung der Zwischenergebnisse war aufgrund Unwesentlichkeit nicht vorzunehmen.

Der Konzernjahresüberschuss ist als vollkonsolidiertes Periodenergebnis nach dem Gesamtkostenverfahren ermittelt, in der sämtliche Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen konsolidiert worden sind.

Die Ergebnisanteile, die anderen Gesellschaftern zustehen, werden unterhalb des Konzernjahresüberschusses gesondert bzw. deren Anteile in der Bilanz als separate Position innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, erfolgt nach den Vorschriften von IAS 21. Die funktionale Währung ist bei allen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung. Die Bilanzen der Konzerngesellschaften in der Schweiz werden dementsprechend mit dem Stichtagskurs von 1,0892 CHF / EUR (Vj: 1,2024 CHF / EUR), das Jahresergebnis mit dem Durchschnittskurs von 1,0808 CHF / EUR (Vj: 1,2146 CHF / EUR) und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Sich hieraus ergebende Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Gleiches gilt für Umrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung, soweit es sich bei den anzurechnenden Forderungen um Darlehen handelt, die gemäß IAS 21.32 als Nettoinvestment in einem ausländischen Geschäftsbetrieb anzusehen sind. Alle übrigen Umrechnungsdifferenzen, die bei der Schuldenkonsolidierung anfallen, werden erfolgswirksam erfasst.

2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Allerdings haben das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) die Anpassung bestehender Standards sowie einige neue Interpretationen verabschiedet. Alle für das Geschäftsjahr 2015 verpflichtend anzuwendenden International Accounting Standards (IAS) bzw. IFRS und IFRIC wurden berücksichtigt. In der nachfolgenden Tabelle sind die neuen oder geänderten Standards oder Interpretationen dargestellt, die durch die NEXUS im Geschäftsjahr angewendet oder zulässigerweise noch nicht angewendet wurden.

Neue, derzeit gültige Anforderungen

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Standard/Interpretation Titel des Standards/der Interpretation bzw. des Amendments Anzuwenden für Geschäftsjahre ab Auswirkungen auf den NEXUS-Konzernabschluss
IFRIC 21 Abgaben 17. Juni 2014 Siehe unten
Improvements to IFRS 2011-2013 Amendments to IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 and IAS 40 1. Januar 2015 Siehe unten

IFRIC 21 - Abgaben

IFRIC 21 ist eine Interpretation zu IAS 37. Geklärt wird vor allem die Frage, wann eine gegenwärtige Verpflichtung bei durch die öffentliche Hand erhobenen Abgaben entsteht und eine Rückstellung oder Verbindlichkeit anzusetzen ist. Nicht in den Anwendungsbereich der Interpretation fallen insbesondere Strafzahlungen und Abgaben, die aus öffentlichrechtlichen Verträgen resultieren oder in den Regelungsbereich eines anderen IFRS fallen, zum Beispiel IAS 12. Nach IFRIC 21 ist ein Schuldposten für Abgaben anzusetzen, wenn das di< Abgabepflicht auslösende Ereignis eintritt. Dieses auslösende Ereignis, das die Verpflichtung begründet, ergibt sich wiederum aus dem Wortlaut der zugrundeliegenden Norm. Deren Formulierung ist insofern ausschlaggebend für die Bilanzierung.

Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 17. Juni 2014 beginnen.

Der neue Standard hat keine nennenswerten Auswirkungen auf den NEXUS-Konzern.

Improvements to IFRS 2011 - 2013

Im Rahmen des annual improvement project wurden Änderungen an vier Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS wird eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht. Betroffen sind die Standards IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40.

Die überarbeiteten Standards sind erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen.

Die neuen Standards haben keine nennenswerten Auswirkungen auf den NEXUS-Konzern.

Zukünftige Anforderungen

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Standard/Interpretation Titel des Standards/der Interpretation bzw. des Amendments Anzuwenden für Geschäftsjahre ab 1) Auswirkungen auf den NEXUS-Konzernabschluss
EU Endorsement ist bis Erstellung des Konzerabschlusses erfolgt
Amendments to IFRS 11 Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten 1. Januar 2016 Keine nennenswerte Auswirkung
Amendments to IAS 1 Anhangangaben 1. Januar 2016 Keine nennenswerte Auswirkung
Amendments to IAS 16 and IAS 38 Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden 1. Januar 2016 Keine nennenswerte Auswirkung
Amendments to IAS 16 and IAS 41 Landwirtschaft: Fruchttragende Gewächse 1. Januar 2016 Keine Auswirkungen
Amendments to IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 1. Februar 2015 Auswirkung noch zu bestimmen
Amendments to IAS 27 Equity Methode in separaten Abschlüssen 1. Januar 2016 Keine Auswirkungen
Improvements to IFRS 2010 - 2012 Änderungen zu IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38 1. Februar 2015 Auswirkung noch zu bestimmen
Improvements to IFRS 2012 - 2014 Änderungen zu IFRS 5, IFRS 7, IAS 19, IAS 34 1. Januar 2016 Auswirkung noch zu bestimmen
EU Endorsement ist noch ausstehend
IFRS 9 Finanzinstrumente 1. Januar 2018 Auswirkung noch zu bestimmen
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Januar 2018 Auswirkung noch zu bestimmen
IFRS 16 Leasing 1. Januar 2019 Auswirkung noch zu bestimmen
Amendments to IFRS 10 and IAS 28 Veräußerung oder Einlage von Vermögenswerten in assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen Am 17. Dezember 2015 hat das IASB beschlossen, den Erstanwendungszeitpunkt dieses Änderungsstandards auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Keine nennenswerte Auswirkung
Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 28 Investmentgesellschaften: Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht 1. Januar 2016 Keine nennenswerte Auswirkung
Amendments to IAS 7 Anhangsangaben zur Kapitalflussrechnung 1. Januar 2017 Keine nennenswerte Auswirkung
Amendments to IAS 12 Bilanzierung von latenten Steuern bei Verlustvorträgen 1. Januar 2017 Keine nennenswerte Auswirkung

1) Die NEXUS plant die erstmalige Anwendung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben.

IFRS 9 - Finanzinstrumente

Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39.

IFRS 9 ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig.

Der NEXUS-Konzern ist dabei, die Auswirkungen aus der Änderung des Standards zu ermitteln. Derzeit kann noch keine verlässliche Angabe gemacht werden, ob und welche Auswirkungen sich ergeben werden.

IFRS 15 - Umsatzrealisierung

IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 Umsatzerlöse, IAS 11 Fertigungsaufträge und IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme.

IFRS 15 ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig.

Der NEXUS-Konzern ist dabei, die Auswirkungen aus der Änderung des Standards zu ermitteln. Derzeit kann noch keine verlässliche Angabe gemacht werden, ob und welche Auswirkungen sich ergeben werden.

2.3 Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Die wichtigsten Ermessensentscheidungen, zukunftsbezogene Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden im Folgenden erläutert.

Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung des erzielbaren Betrages der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen die Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind.

Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der Konzern darüber hinaus zum einen die künftigen Cash Flows schätzen als auch einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cash Flows zu ermitteln.

Bei Unternehmenserwerben identifizierter Kundenstamm und Technologie

Der beizulegende Zeitwert von erworbenen Wartungsverträgen (Kundenstamm) und erworbener Technologie zum Zeitpunkt von Unternehmenserwerben wird auf Basis des geschätzten zukünftigen Nutzens, insbesondere aufgrund zukünftig erwarteter, mit einem angemessenen Zinssatz diskontierter Zahlungsüberschüsse, ermittelt und über die voraussichtliche Nutzungsdauer, auf Basis einer unterstellten jährlichen Abwanderung der Kunden, abgeschrieben.

Bei Unternehmenserwerben identifizierten Markenrechten

Der beizulegende Zeitwert von erworbenen Markenrechten wird auf Basis der Lizenzpreisanalogiemethode ermittelt. Dabei wird der Wert des immateriellen Vermögenswertes als Barwert ersparter Lizenzzahlungen berechnet. Hierzu wird ermittelt, welche marktüblichen Lizenzzahlungen fiktiv zu entrichten wären, wenn sich der betreffende immaterielle Vermögenswert im Eigentum eines Dritten befände. Die fiktiven Nachsteuer-Lizenzzahlungen werden mit einem angemessenen Zinssatz auf den Bewertungsstichtag diskontiert.

Bei Unternehmenserwerben vertraglich vereinbarte bedingte Kaufpreise

Zum Zeitpunkt von Unternehmenserwerben können bedingte Kaufpreise mit dem Verkäufer vertraglich vereinbart werden. Der beizulegende Zeitwert (Stufe 3) wird auf Basis der geplanten Umsätze und Ergebnisse berechnet und anhand der Wachstumsprognose jährlich neu ermittelt. Dieser Wert wird über seine Laufzeit mit einem angemessenen Zinssatz diskontiert.

Entwicklungskosten

Die Entwicklungskosten werden entsprechend der in der Anhangsangabe 2.4 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Für selbst geschaffene Entwicklungen ist zur Bestimmung von Abschreibungsart und -dauer der aktivierungspflichtigen Herstellungskosten der zukünftige Nutzenverlauf abzuschätzen.

Wertpapiere

Der Bestand an Wertpapieren ist als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) klassifiziert. Entsprechend werden Kursverluste und Gewinne bis zur Veräußerung der Wertpapiere im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital eingestellt. Hiervon abweichend sind auch ohne Verkauf bis dahin im Eigenkapital geparkte Kursverluste bei Vorliegen objektiver Hinweise auf eine Wertminderung als Aufwand zu erfassen. Der notwendigen Einschätzung hierzu ist ein Ermessenspielraum immanent.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird und diese noch bestehen werden, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung auf der Grundlage des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.

2.4 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Gliederung

Die Vermögens- und Schuldposten in der Bilanz wurden entsprechend ihrer Fristigkeit gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente (finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten) im Sinne von IAS 32 und IAS 39 umfassen bestimmte Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Beteiligungen, Wertpapiere, liquide Mittel, kurzfristige Darlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie bestimmte auf vertraglichen Vereinbarungen beruhende sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Entsprechend IAS 39 werden finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in die folgenden Kategorien eingeteilt:

a)

Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (FLAC),

b)

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten (FVTPL (HfT)) (zu Handelszwecken gehalten),

c)

zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) und

d)

vom NEXUS-Konzern ausgereichte Kredite und Forderungen (LaR).

Die Fair Value Option wird nicht verwendet. Bei der erstmaligen bilanziellen Erfassung werden diese finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten mit ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Die Erfassung erfolgt grundsätzlich zum Handelstag. Die Folgebewertung variiert für die unterschiedlichen Kategorien finanzieller Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten und ist im Rahmen der Bilanzierungsmethoden der jeweiligen Bilanzposten beschrieben. In die Position zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden Eigenkapitalinstrumente, insbesondere Wertpapiere, eingestuft. Gewinne und Verluste aus Veränderungen des Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sind im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Der Konzern ist zwar auf internationaler Ebene, überwiegend jedoch im europäischen Raum geschäftstätig und daher nur eingeschränkt Marktrisiken aufgrund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt. In Bezug auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte wird zunächst festgestellt, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen bedeutsam sind, individuell und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen nicht bedeutsam sind, individuell oder gemeinsam besteht. Indikatoren sind hier insbesondere Zahlungsverzögerungen. Stellt der Konzern fest, dass für einen einzeln untersuchten finanziellen Vermögenswert, kein objektiver Hinweis auf Wertminderung besteht, nimmt er den Vermögenswert in eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen auf und untersucht sie gemeinsam auf Wertminderung. Vermögenswerte, die einzeln auf Wertminderung untersucht werden und für die eine Wertberichtigung neu bzw. weiterhin erfasst wird, werden nicht in eine gemeinsame Wertminderungsbeurteilung einbezogen. Bestehen objektive Anhaltspunkte dafür, dass eine Wertminderung eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Wertminderungsverlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cash Flows.

Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Bei endgültigem Ausfall erfolgt eine Ausbuchung des Vermögenswerts bei gleichzeitigem Verbrauch des Wertberichtigungskontos.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Immaterielle Vermögenswerte werden ausgewiesen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der dem Vermögenswert zuzuordnende künftige wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bemessen werden können. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich jeder kumulierten Abschreibung und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden mit Ausnahme von aktivierten Entwicklungskosten nicht aktiviert. Damit verbundene Kosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Für die immateriellen Vermögenswerte ist zunächst festzustellen, ob sie eine begrenzte oder unbestimmte Nutzungsdauer haben. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung untersucht. Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswertes geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen erfasst. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich Werthaltigkeitstests durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswertes mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von einer unbestimmten Nutzungsdauer zur begrenzten Nutzungsdauer auf prospektiver Basis vorgenommen. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden aus den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten Wartungsverträge/Kundenstamm, Marken, Software, Technologien, Geschäfts- oder Firmenwert und Entwicklungskosten.

a) Wartungsverträge, Kundenstamm

Die Gesellschaft hat in Vorjahren sowie im abgelaufenen Jahr im Rahmen von Unternehmenserwerben Softwarepflegeverträge übernommen. Für die Kundenstämme wurde eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 10 Jahren unterstellt. Die Abschreibungsmethode entspricht dem erwarteten Verbrauch des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswertes.

b) Software

Software wird mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert ausgewiesen. Software wird über einen Zeitraum von 4 bis 6 Jahren linear abgeschrieben.

c) Technologien

Technologiebezogene Vermögenswerte beziehen sich auf Prozess- und Entwicklungs-Know-how, das in Vorjahren und im abgelaufenen Jahr im Rahmen von Unternehmenserwerben erworben wurde. Technologien stehen langfristig dem Konzern zur Verfügung und werden grundsätzlich über 10 Jahre linear abgeschrieben.

d) Geschäfts- oder Firmenwert

Der Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmens über den erworbenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden im Erwerbszeitpunkt wird als Geschäfts- oder Firmenwert bezeichnet und in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt. Zum Zweck der Überprüfung, ob eine Wertminderung vorliegt, muss der Geschäfts- oder Firmenwert, vom Übernahmetag an jeder der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen sollen, zugeordnet werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des Konzerns diesen Einheiten oder Gruppen von Einheiten bereits zugewiesen worden sind. Jede Einheit oder Gruppe von Einheiten, zu der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Konzerns dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird und ist nicht größer als ein Geschäftssegment, wie es gemäß IFRS 8 „Geschäftssegmente" festgelegt ist. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten), auf die sich ein Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Liegt der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Die Wertminderung ist zunächst in voller Höhe dem Geschäfts- oder Firmenwert zuzuordnen. Eine darüber hinaus gehende Wertminderung wird anteilig den Buchwerten der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet. In den Fällen, in denen ein Geschäfts- oder Firmenwert einen Teil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit darstellt und ein Teil des Geschäftsbereiches dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereiches bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung des Geschäftsbereiches einbezogen. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der auf diese Weise veräußert wird, wird auf der Grundlage des Verhältnisses des veräußerten Geschäftsbereiches zum nichtveräußerten Anteil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Ein wertgeminderter Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht mehr zugeschrieben.

e) Marken

Die Bewertung einer Marke stützt sich auf die Verbreitung und die Nutzung innerhalb unterschiedlicher Informationssysteme am Markt und beruht auf der Markenstärke und der Verbreitung innerhalb der Zielgruppe. Sie erfolgt anhand eines kapitalwertorientierten Verfahrens auf Basis einer 5-Jahresplanung des Managements, auf Basis des Geschäftsjahres 2015. Aufbauend auf diesem Geschäftsjahr werden die Erlöse mit einer konstanten Wachstumsrate kalkuliert. Sie steht dem Konzern unbegrenzt zur Verfügung und wird daher nicht abgeschrieben. Der Wertansatz wird mindestens einmal jährlich auf Wertminderung getestet, ob Sachverhalte darauf hindeuten, dass der Buchwert gemindert sein könnte.

f) Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden als immaterieller Vermögenswert mit ihren Herstellungskosten aktiviert, sofern die Voraussetzungen gemäß IAS 38.57 kumuliert gegeben sind. Falls diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, werden die Entwicklungskosten im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst. Im Fall der Aktivierung umfassen die Herstellungskosten alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Die Abschreibung erfolgt linear ab Fertigstellung über einen Zeitraum von 4 bis 6 Jahren. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Abschreibungen der Entwicklungskosten in den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten. Solange eine Nutzungsbereitschaft einer aktivierten Entwicklung noch nicht vorliegt oder Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen, wird der aktivierte Betrag der Entwicklungskosten einmal jährlich auf Wertminderung überprüft.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibung und kumulierter Wertminderungen angesetzt. Die ursprünglichen Anschaffungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten von Sachanlagen umfassen die Aufwendungen, die durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Dienstleistungen für die Herstellung entstehen. Dazu gehören neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in welcher sie anfallen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter der Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Als Abschreibungsmethode wird die lineare Abschreibung verwendet.

Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer beträgt:

1.

bei Mietereinbauten: 5 bis 10 Jahre

2.

bei Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 8 Jahre.

Die Buchwerte der Sachanlagen werden auf Wertminderungen überprüft, sobald Indikatoren dafür vorliegen, dass der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert erfolgswirksam im Konzernjahresüberschuss erfasst. Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Finanzanlagen

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gemäß IAS 28 entsprechend der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt und das weder ein Tochterunternehmen noch ein Joint Venture ist. Ein Joint Venture ist ein aufgrund vertraglicher Vereinbarung gemeinschaftlich von Partnerunternehmen geführtes Unternehmen. Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Unternehmens erfasst. Der mit einem Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Nach Anwendung der Equity-Methode stellt der Konzern fest, ob hinsichtlich der Nettoinvestition des Konzerns beim einbezogenen Unternehmen die Berücksichtigung eines zusätzlichen Wertminderungsaufwands erforderlich ist. Der Konzernjahresüberschuss enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmens. Unmittelbar im Eigenkapital des einbezogenen Unternehmens erfasste Änderungen werden vom Konzern in Höhe seines Anteils ebenfalls unmittelbar im Eigenkapital erfasst und - sofern erforderlich - in die Aufstellung über Veränderungen des Eigenkapitals aufgenommen. Der Bilanzstichtag der assoziierten Unternehmen entspricht dem des Konzerns. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für ähnliche Geschäftsvorfälle und Ereignisse der assoziierten Unternehmen und des Konzerns stimmen aus Sicht des Konzerns ohne wesentliche Abweichungen überein. Die sonstigen Finanzanlagen werden entsprechend IAS 39 zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Latente Steuerschulden und -ansprüche werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:

eine latente Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts sowie

eine latente Steuerschuld bzw. ein latenter Steueranspruch aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das bilanzielle Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, dürfen nicht angesetzt werden.

Latente Steuerschulden aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, Zweigniederlassungen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures stehen, dürfen nicht angesetzt werden, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften nur in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Dies gilt ebenfalls für latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, Zweigniederlassungen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures im Zusammenhang stehen.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruches ermöglicht. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst werden, werden ebenfalls dort erfasst. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.

Vorräte

Unter den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Handelswaren sowie unfertige und fertige Leistungen mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, die direkt dem Leistungserstellungsprozess zugeordnet werden können. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie dem Leistungserstellungsprozess zuzurechnen sind. Fremdkapitalzinsen sind nicht zu aktivieren, da keine qualifizierten Vermögenswerte vorliegen. Nicht veräußerbare Vorräte werden vollständig abgeschrieben. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und die sonstigen Vermögenswerte, die in der Regel eine Laufzeit von 30-90 Tagen haben, werden mit dem ursprünglichen Rechnungsbetrag abzüglich einer Wertberichtigung für uneinbringliche Forderungen angesetzt. Eine Wertberichtigung wird vorgenommen, wenn ein objektiver substantieller Hinweis vorliegt, dass der Konzern nicht in der Lage sein wird, die Forderungen einzuziehen. Forderungen werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind.

Schuldscheindarlehen

Im April 2014 wurde ein Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen, kündbar mit einer dreimonatigen Frist jeweils zum Quartalsende. Die Verzinsung richtet sich nach dem 3 Monats-Euribor.

Wertpapiere

Die Wertpapiere werden als „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" klassifiziert. Bei der erstmaligen Erfassung werden diese mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der gegebenen Gegenleistung entsprechen. Bei der erstmaligen Bewertung werden Transaktionskosten einbezogen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Wertpapiere mit ihrem beizulegenden Zeitwert ohne Abzug von beim Verkauf gegebenenfalls anfallenden Transaktionskosten bewertet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts basiert auf öffentlich notierten Preisen einer Wertpapierbörse. Die nicht realisierten Gewinne oder Verluste werden in der Aufstellung über die Veränderungen des Eigenkapitals im sonstigen Ergebnis erfasst, bis der finanzielle Vermögenswert verkauft, eingezogen oder anderweitig abgegangen ist, oder bis eine Wertminderung für den finanziellen Vermögenswert festgestellt wurde, sodass zu diesem Zeitpunkt der zuvor im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasste, kumulierte Gewinn oder Verlust in den Konzernjahresüberschuss einzubeziehen ist. Wertminderungen werden ergebniswirksam erfasst.

Liquide Mittel

Liquide Mittel bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten. Diese haben eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten und erfüllen die Voraussetzungen nach IAS 7.7.

Wertminderung von langfristigen nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cash Flows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in der Position Abschreibungen erfasst. An jedem Berichtsstichtag wird mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Konzernjahresüberschuss zu erfahren. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwerts, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.

Aktienbasierte Vergütung

Im Mai 2014 wurde mit den Vorständen eine aktienbasierte Vergütung vereinbart, die in echten Aktien ausgeglichen wird. Sie besteht aus max. 160.000 echten Aktien, die über die Laufzeit jährlich fällig werden und auf der Kursentwicklung der Jahre 2015 bis 2017 basieren. Die Aufwendungen, die aufgrund von anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrument entstehen, werden unter Anwendung eines Marktpreismodells mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bewertet. Der so ermittelte Betrag wird über den Erdienungszeitraum erfolgswirksam ratierlich in der Kapitalrücklage erfasst.

Behandlung von Optionen

Für im Rahmen von Unternehmenswerben, die mittels der Anticipated-Acquisition-Methode abgebildet werden, abgeschlossene Optionen werden Wertänderungen des bedingten Kaufpreises erfolgswirksam erfasst.

Rückstellungen für Pensionen

Der Konzern verfügt im Inland über vier Pensionspläne. Die Leistungen werden nicht - mit Ausnahme einer Gesellschaft - über einen Fonds finanziert. Daneben bestehen in der Schweiz durch Planvermögen finanzierte Verpflichtungen aus dem Vorsorgewerk nach dem schweizerischen Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invaliditätsvorsorge (BVG). In den Niederlanden besteht eine durch Planvermögen finanzierte privatrechtliche Verpflichtung.

Die Aufwendungen für die im Rahmen der als leistungsorientierte Pläne zu beurteilenden gewährten Leistungen werden gesondert für jeden Plan unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (IAS 19) ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden nach Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Als biometrische Berechnungsgrundlagen (Sterblichkeit der Begünstigten, Invaliditätswahrscheinlichkeiten, Verheiratungswahrscheinlichkeiten im Todesfall) werden die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH zugrunde gelegt.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 mit der bestmöglichen Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich wären. Aufwandsrückstellungen werden nicht angesetzt. Resultiert aus dem Erfüllungszeitpunkt der Verpflichtung ein wesentlicher Zinseffekt, so wird die Rückstellung zum Barwert bilanziert. Die Erhöhung der Rückstellung im Zeitablauf wird unter den Finanzaufwendungen erfasst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn NEXUS eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich gegebenenfalls angefallenen Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertragliche Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist.

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten werden im Konzernabschluss solange nicht passiviert, bis eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist. Sie werden im Konzernanhang angegeben, sofern eine Inanspruchnahme nicht unwahrscheinlich ist.

Umsatzrealisierung

Die Umsätze des Konzerns stammen aus Softwarelizenzen und damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen, die die Unterstützung bei der Implementierung sowie Wartung und sonstige Dienstleistungen umfassen. In der Regel räumt die Gesellschaft ihren Kunden eine zeitlich unbegrenzte Nutzung der Software ein. Zusätzlich erzielt der Konzern Umsätze mit dem Verkauf von Hardware. Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an den Konzern fließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.

Die Realisierung der Lizenzumsätze erfolgt nach IAS 18 in Höhe der vereinbarten Lizenzgebühr. Die Realisierung erfolgt, wenn nichts anderes vertraglich vereinbart wird, mit Lieferung, da keine wesentlichen Modifikationen notwendig sind. Beratungsleistungen werden monatlich nach Aufwand in Rechnung gestellt. Wartungsleistungen werden ratierlich über den Leistungszeitraum realisiert.

Aufwandsrealisierung

Aufwendungen werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der der entsprechende Werteverzehr verursacht wurde.

Finanzerträge

Finanzerträge werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung erfasst.

Finanzaufwendungen

Aufwendungen für die Fremdkapitalüberlassung werden als Aufwand erfasst. Eine Aktivierung von Fremdkapitalzinsen gemäß IAS 23 erfolgt nicht, da keine qualifizierten Vermögenswerte vorliegen.

Fremdwährungen

Fremdwährungsgeschäfte werden in der Berichtswährung erfasst, indem der Fremdwährungsbetrag mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Umrechnungskurs zwischen Berichts- und Fremdwährung umgerechnet wird. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung monetärer Posten sowie aus der Stichtagsbewertung zu Kursen, die sich von den ursprünglich während der Periode erfassten unterscheiden, werden als Aufwand oder Ertrag in der Periode, in der sie entstanden sind, erfasst.

Operating-Leasingverhältnis

Ein Leasingverhältnis wird als Operating-Leasingverhältnis klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, bei dem Leasinggeber verbleiben. Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand im Konzernjahresüberschuss linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.

3. Unternehmenszusammenschlüsse

Erwerb der quCare Solutions B.V., Nieuwegein (NL)

Durch den Erwerb am 09. Februar 2015 über 100 % der Anteile an der quCare Solutions B.V., Nieuwegein (NL), hat die NEXUS AG in den niederländischen Markt expandiert.

Der Kaufpreis in Höhe von TEUR 18.486 wurde in Höhe von TEUR 18.435 in bar entrichtet.

Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden in der Bilanz mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt und stellen sich wie folgt dar:

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Vermögenswerte / Schulden quCare Solutions B.V., Nieuwegein Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
EUR
Kassenbestand 4.491.112,92
Immaterielle Vermögenswerte 9.992.766,18
Sachanlagen 449.391,00
Aktive latente Steuern 208.301,00
Sonstige Vermögenswerte 789.442,00
Forderungen 6.271.689,00
22.202.702,10
Passive latente Steuern 2.498.192,00
Pensionsrückstellungen 833.203,00
Verbindlichkeiten 10.521.004,88
13.852.399,88
Nettovermögen zum 01.02.2015 8.350.302,22
Goodwill 10.135.947,78
Anschaffungskosten gesamt 18.486.250,00
Die Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen
In bar entrichteter Kaufpreis 18.435.000,00
Noch zu entrichtender Kaufpreis 51.250,00
Anschaffungskosten gesamt 18.486.250,00
Entwicklung der Zahlungsmittel aus dieser Akquisition ergibt sich wie folgt
In bar entrichteter Kaufpreis 18.435.000,00
Erworbene Zahlungsmittel 4.491.112,92
Abfluss von Zahlungsmitteln 13.943.887,08

Die bei der Kaufpreisallokation identifizierten und bewerteten Vermögenswerte und Schulden bestehen im Wesentlichen aus Marke (TEUR 4.308), Technologie (TEUR 2.852) und Kundenbeziehungen (TEUR 2.833) zum Erwerbszeitpunkt. Die Forderungen wurden mit ihrem Bruttowert angesetzt. Eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen, da mit einem vollständigen Zufluss der ausstehenden Forderungen gerechnet wird. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 10.136.

Für das Jahr 2015 lagen der Umsatz mit Dritten ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt bei TEUR 14.636 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss bei TEUR 221. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEUR 64 sind ergebniswirksam erfasst.

Hätte der Unternehmenserwerb zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsatzerlöse auf TEUR 15.694 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss TEUR 220 belaufen.

Anpassung des bedingten Kaufpreises der CS3I S.A.S., Creuzier-le-Neuf (F)

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der CS3I S.A.S., Creuzier-le-Neuf (F) betrug zum 31. Dezember 2014 der bedingte Kaufpreis TEUR 1.081. Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Änderungen in der Wachstumsprognose. Aufgrund der Aufzinsung ergibt sich zum 31. Dezember 2015 ein bedingter Kaufpreis von TEUR 1.090.

Anpassung des bedingten Kaufpreises der E&L medical systems GmbH, Erlangen

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der E&L medical systems GmbH, Erlangen betrug zum 31. Dezember 2014 der bedingte Kaufpreis TEUR 2.055 und eine Verbindlichkeit gem. IAS 19 in Höhe von TEUR 1.030. Am 10. März 2015 hat die NEXUS AG die restlichen 5 % der Anteile an der E&L medical systems GmbH, Erlangen, erworben. Es erfolgte eine Auszahlung in Höhe von TEUR 3.085 in bar. Hier sind TEUR 4 Anschaffungsnebenkosten entstanden. Somit beträgt der bedingte Kaufpreis zum 31. Dezember 2015 TEUR 0.

Anpassung des bedingten Kaufpreises der Marabu EDV-Beratung und -Service GmbH, Berlin

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Marabu EDV-Beratung und -Service GmbH, Berlin wurde im Geschäftsjahr 2014 ein bedingter Kaufpreis in Höhe von TEUR 116 passiviert. Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Änderungen in der Wachstumsprognose, weshalb eine Anpassung des bedingten Kaufpreises nicht erforderlich war.

Anpassung des bedingten Kaufpreises der syseca informatik ag, Luzern (CH)

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der syseca informatik ag, Luzern (CH) betrug zum 31. Dezember 2014 der bedingte Kaufpreis TEUR 38. Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Änderungen in der Wachstumsprognose, weshalb eine Anpassung des bedingten Kaufpreises nicht erforderlich war.

4. Immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwerte

Im Rahmen eines jährlichen Impairment-Tests gemäß IAS 36 werden jeweils zum 31. Dezember die Geschäfts- oder Firmenwerte, zur Überprüfung der Werthaltigkeit zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) zugeordnet. Die nachfolgende Tabelle stellt die ZGE sowie die relevanten Annahmen und Parameter dar.

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Zahlungsmittelgenerierende Einheit Zuzuordnendes Unternehmen Organisches Wachtum in % im Detailplanungszeitraum von 3 Jahren1) Abzinsungssatz in % vor Steuern für Cash Flow-Prognose Geschäfts- oder Firmenwert
(in TEUR)
Marke
(in TEUR)
2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014
NCS (Systeme für Alten- und Behindertenpflege) Domis Consulting AG Synergetics AG VEGA Software GmbH syseca informatik ag NEXUS / REHA GmbH 10 10 7,14 7,94 7.1 61 6.467 521 472
DIS (Diagnostische Systeme) NEXUS / DIS GmbH NEXUS / INOVIT GmbH 10 10 7,14 7,94 4.707 4.707 0 0
CIS (Clinical Information Systems) NEXUS / CIS GmbH NEXUS / OPTIM S.A.S. E&L medical systems GmbH Marabu EDV-Beratung und Service GmbH 10 10 7,14 7,94 10.612 10.612 2.176 2.176
PAT. INT NEXUS Schweiz GmbH Flexreport AG 0 0 7,14 7,94 3.404 3.084 0 0
QM NEXUS / QM GmbH 10 3 7,14 7,94 836 836 0 0
HCS (Healthcare Services) ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH NEXUS / Deutschland GmbH NEXUS . IT GmbH SÜDOST NEXUS / CMS GmbH proLohn GmbH 0 0 7,14 7,94 720 720 0 0
CSO NEXUS / CSO GmbH CS3I S.A.S. 3 3 7,14 7,94 1.550 1.550 584 584
CCS (Clinical Care Solutions)2) NEXUS Nederland B.V. 3 7,14 10.136 4.308 -
Summe 39.126 27.976 7.589 3.232

1) Für die Extrapolation der Cash Flows nach dem Detailplanungszeitraum wurde eine Wachstumsrate von Null unterstellt.
2) Die im Geschäftsjahr 2015 erworbene quCare Solutions B.V. (firmiert zu: NEXUS Nederland B.V.) ist der neu gebildeten CGU CCS (Clinical Care Solutions) zuzuordnen.

Der erzielbare Betrag wurde zum Bilanzstichtag jeweils auf der Basis der Berechnung eines Nutzungswertes ermittelt. Ein Abschreibungsbedarf ergab sich hiernach nicht.

Der berechnete Nutzungswert basiert auf Prognosen, bei denen Schätzungsunsicherheiten bestehen. Wesentliche Unsicherheiten liegen in folgenden Positionen:

a) Gewinnmarge

Die Gewinnmarge wird anhand durchschnittlicher Werte errechnet, die sich unter Berücksichtigung der Margen aus Vorjahren sowie einer Ausweitung des Lizenzgeschäfts auf Basis schon abgeschlossener Verträge ergeben. Die Gewinnmargen werden zudem planerisch um die erwartete Effizienzsteigerung angepasst.

b) Abzinsungssatz

Der Abzinsungssatz der jeweiligen ZGE wird über einen einheitlichen WACC (Weighted Average Cost of Capital) definiert.

c) Entwicklung der Marktanteile und Wartungserlöse

Diese Annahmen sind von besonderer Bedeutung, da sich hier die Einschätzung widerspiegelt, wie sich die ZGEs im Vergleich zu ihren Wettbewerbern innerhalb des Planungshorizontes entwickeln werden. Dabei ist zu beachten, dass es sich nicht um klar umrissene Märkte handelt, sondern zu einem großen Teil auch um Projektgeschäfte, die eine klare Vergleichbarkeit nicht ermöglichen.

d) Wachstumsraten in der Detailplanungsphase

Den Wachstumsraten in der Detailplanungsphase liegen veröffentlichte branchenbezogene Marktforschungen zugrunde. Sie werden zusätzlich maßgeblich von der ZGE individuellen Einschätzung zukünftiger Potentiale beeinflusst. Hier werden auch die spezifischen Risiken der jeweiligen ZGE berücksichtigt. Diese Annahmen werden durch konkrete Vertriebs-, Entwicklungs- und Marketingpläne unterlegt.

e) Sensitivitätsanalyse

In einer Sensitivitätsbetrachtung wurden des Weiteren wesentliche Parameter des Werthaltigkeitstests im Rahmen einer möglichen Entwicklung in vernünftigem Ermessen verändert. Die Erhöhung des Abzinsungssatzes um 25 Basispunkte und eine Verringerung der relevanten Cash Flows um 5 % führten zu keiner Notwendigkeit für eine Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Kundenstamm / Technologie / Marke

Durch den Erwerb der quCare Solutions B.V. wurden Kundenstamm / Technologie in Höhe von TEUR 5.685 und Marke in Höhe von TEUR 4.308 aktiviert.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten sind in Ansatz gebracht worden, soweit sie die in den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgeführten Kriterien erfüllen. Sie werden, sofern nicht für Grundlagenforschung oder nicht auftragsbezogen angefallen, im Geschäftsjahr des Anfalls aktiviert. Insgesamt wurden in 2015 Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 5.288 (Vj: TEUR 4.687) aktiviert. Die Entwicklungskosten werden planmäßig linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Im Berichtsjahr wurden TEUR 4.742 (Vj: TEUR 3.787) abgeschrieben.

Zum Stichtag besteht noch nicht fertiggestellte Software in Höhe von TEUR 3.496 (Vj: TEUR 2.411) bei den Entwicklungskosten.

Konzessionen / Patente

Ausgewiesen wird insbesondere Fremdsoftware, die für eigene Zwecke genutzt wird.

5. Sachanlagen

Die Sachanlagen setzen sich aus Betriebs- und Geschäftsausstattungen, Grundstücke und Gebäude sowie Anlagen im Bau zusammen. Die Sachanlagen unterliegen keinen Beschränkungen hinsichtlich der Verfügungsmöglichkeiten.

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

6. Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen

Die NEXUS AG hält zum 31. Dezember 2015 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen, die alle at Equity konsolidiert werden:

Assoziierte Unternehmen

G.I.T.S. Gesundheitswesen IT-Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck

Palladium-med GmbH, Berlin

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2015
TEUR
2014
TEUR
Anteil an der Bilanz der Beteiligungen
Kurzfristige Vermögenswerte 38 52
Langfristige Vermögenswerte 9 8
Kurzfristige Schulden - 7 - 18
Anteiliges Reinvermögen 40 42
Anteil an den Erlösen und dem Gewinn der Beteiligungen
Erlöse 103 115
Gewinn - 3 3
Buchwert der Beteiligung 31 34

Entwicklung des Anlagevermögens 2015

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Anlagevermögen Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2015
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen des Konzernkreises
Währungsänderungen
Zugänge
Abgänge
31.12.2015
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen / Patente 4.839 109 66 275 18 5.271
Geschäfts- / Firmenwerte 28.153 10.136 1.014 0 0 39.303
Entwicklungskosten 41.484 0 612 5.288 2.563 44.821
Kundenstamm / Technologie 18.010 5.685 389 0 505 23.579
Marke 3.232 4.308 49 0 0 7.589
95.718 20.238 2.130 5.563 3.086 120.563
Sachanlagen
Mietereinbauten 345 0 10 112 17 450
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.663 341 177 1.624 1.498 7.307
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0 0 0 1.265 0 1.265
Anlagen im Bau 0 0 0 679 0 679
7.008 341 187 3.680 1.515 9.701
Gesamt 102.726 20.579 2.317 9.243 4.601 130.264
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Anlagevermögen Kumulierte Abschreibungen
01.01.2015
Währungsänderungen
Zugänge
Abgänge
31.12.2015
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen / Patente 4.055 42 353 13 4.437
Geschäfts- / Firmenwerte 177 0 0 0 177
Entwicklungskosten 24.837 333 4.742 2.563 27.349
Kundenstamm / Technologie 10.677 315 2.987 505 13.474
Marke 0 0 0 0 0
39.746 690 8.082 3.081 45.437
Sachanlagen
Mietereinbauten 90 3 56 17 132
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.677 188 1.105 1.302 4.668
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0 0 0 0 0
Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
4.767 191 1.161 1.319 4.800
Gesamt 44.513 881 9.243 4.400 50.237
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Anlagevermögen Buchwerte
31.12.2015
31.12.2014
TEUR TEUR
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen / Patente 834 784
Geschäfts- / Firmenwerte 39.126 27.976
Entwicklungskosten 17.472 16.647
Kundenstamm / Technologie 10.105 7.333
Marke 7.589 3.232
75.126 55.972
Sachanlagen
Mietereinbauten 318 255
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.639 1.986
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.265 0
Anlagen im Bau 679 0
4.901 2.241
Gesamt 80.027 58.213

7. Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22 164
Unfertige Leistungen 0 100
Waren 684 325
706 589

Im Berichtsjahr wurden keine Wertminderungen bzw. Wertaufholungen (Vj: TEUR 0) erfasst. Es gibt im laufenden Geschäftsjahr keine Vorräte, die zum Nettoveräußerungspreis bilanziert werden. Im Geschäftsjahr sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 11.595 (Vj: TEUR 10.142) als Aufwand erfasst worden.

8. Latente Steuern

Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern wurde in Übereinstimmung mit IAS 12 vorgenommen. Die aktiven und passiven latenten Steuern gliedern sich nach ihrer Entstehungsursache wie folgt auf: siehe nächste Seite.

Zum 31. Dezember 2015 waren keine passiven latenten Steuern auf nicht abgeführte Gewinne von Tochterunternehmen oder at Equity bewerteten Unternehmen erfasst, weil der Konzern davon ausgeht, dass in absehbarer Zukunft die bislang nicht ausgeschütteten Gewinne nicht ausgeschüttet werden. Zudem sind aufgrund des deutschen Steuersystems die im Falle einer Ausschüttung an das Mutterunternehmen resultierenden Steuern der Höhe nach für den Konzern unwesentlich.

Zum Bilanzstichtag bestehen im Inland Verlustvorträge in Höhe von TEUR 22.326 (Vj: TEUR 27.918) bei der Körperschaftsteuer bzw. in Höhe von TEUR 20.809 (Vj: TEUR 26.756) bei der Gewerbesteuer. Bei den ausländischen Konzernunternehmen sind steuerlichen Verlustvorträge in Höhe von TEUR 258 entstanden (Vj: TEUR 269). In dem Gesamtvolumen sind Verlustvorträge von TEUR 4.991 (Vj: TEUR 7.709) enthalten, die als nicht nutzbar eingeschätzt worden sind (Körperschaftsteuer TEUR 2.601 (Vj: TEUR 4.029), Gewerbesteuer TEUR 2.132 (Vj: TEUR 3.411), ausländische Ertragsteuern TEUR 258 (Vj: TEUR 269)). Davon sind TEUR 4.733 (Vj: TEUR 7.440) zeitlich unbegrenzt vortragsfähig.

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Konzern-Bilanz Konzern-GuV
31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
Latenter Steueranspruch
Steuerliche Verlustvorträge 5.645 6.998 - 1.353 889
Bewertungsunterschiede Pensionen 1.462 799 147 - 65
Bewertungsunterschiede Wertpapiere 134 0 134 0
7.241 7.797 - 1.072 824
Verrechnung mit latenten Steuerschulden - 3.118 - 2.969 1.072 - 824
Latenter Steueranspruch gesamt 4.123 4.828 0 0
Latente Steuerschuld
Entwicklungskosten 3.220 3.086 - 134 - 374
Bewertungsunterschiede Forderungen 66 55 - 9 19
Technologie / Know-how 4.940 3.301 877 296
Projektaufträge 0 0 0 42
Rückstellungen 3 44 41 - 6
8.229 6.486 775 - 23
Davon verrechnet mit latenten Steuerforderungen - 3.118 - 2.969 - 1.072 824
Latente Steuerschuld gesamt 5.111 3.517 - 297 801
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2015
TEUR
2014
TEUR
Ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern - 297 801
Im sonstigen Ergebnis erfasste Anpassung der latenten Steuern im Rahmen der Rücklage für Pensionen 330 393
Im sonstigen Ergebnis erfasste Anpassung der latenten Steuern aus Währungsumrechnung - 42 2
Bildung latenter Steuern im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen - 2.290 - 1.019
Veränderung Bilanzposten latente Steuern - 2.299 177

9. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2015
Kurzfristig (< 1 Jahr)
TEUR
Langfristig (> 1 Jahr)
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.359 0
Forderungen gegen at Equity bewertete Unternehmen 4 0
Sonstige Forderungen 48 0
Summe 20.411 0
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31.12.2014
Kurzfristig (< 1 Jahr)
TEUR
Langfristig (> 1 Jahr)
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.165 0
Forderungen gegen at Equity bewertete Unternehmen 18 0
Sonstige Forderungen 92 0
Summe 19.275 0

Zu den Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und deren Entwicklung wird auf nachfolgende Tabelle verwiesen.

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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Bruttowerte) 31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
weder wertgemindert noch überfällig 8.599 9.589
nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
< 30 Tage 6.728 3.733
30-120 Tage 2.307 1.905
120-180 Tage 1.109 427
180-360 Tage 1.261 1.464
>360 Tage 208 1.971
einzelwertberichtigt zum Restbuchwert 147 76
Buchwert 20.359 19.165

Auf die überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen wurde keine Wertberichtigung vorgenommen, da keine wesentliche Veränderung der Kreditwürdigkeit der Schuldner festgestellt werden konnte und deshalb von einer Tilgung der ausstehenden Beträge ausgegangen wird. Für diese offenen Posten hält der Konzern keine Sicherheiten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden allesamt innerhalb eines Jahres fällig.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 144 (Vj: TEUR 138) ausgebucht. Es hat keine Zahlungseingänge (Vj: keine) auf ausgebuchte Forderungen gegeben. Der Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen unterscheidet sich nicht von ihrem Buchwert. Zum 31. Dezember 2015 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nennwert von TEUR 1.943 (Vj: TEUR 1.478) wertgemindert. Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

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Entwicklung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2015
TEUR
2014
TEUR
Stand 1. Januar 1.402 1.559
Aufwandswirksame Zuführungen 648 512
Verbrauch - 114 - 465
Auflösung - 140 - 204
Stand 31. Dezember 1.796 1.402

10. Sonstige finanzielle Vermögenswerte und kurzfristige Finanzanlagen

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte und kurzfristigen Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2015
Kurzfristig (< 1 Jahr)
TEUR
Langfristig (> 1 Jahr)
TEUR
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Aus Zinsen 2 0
Aus Darlehen an Mitarbeiter und Dritte 22 0
Aus Sonstige 301 297
Summe sonstige finanzielle Vermögenswerte 325 297
Kurzfristige Finanzanlagen
Wertpapiere 1.744 0
Schuldscheindarlehen 1.000 0
Summe kurzfristige Finanzanlagen 2.744 0
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31.12.2014
Kurzfristig (< 1 Jahr)
TEUR
Langfristig (> 1 Jahr)
TEUR
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Aus Zinsen 4 0
Aus Darlehen an Mitarbeiter und Dritte 74 20
Aus Sonstige 490 380
Summe sonstige finanzielle Vermögenswerte 568 400
Kurzfristige Finanzanlagen
Wertpapiere 2.218 0
Schuldscheindarlehen 7.000 0
Summe kurzfristige Finanzanlagen 9.218 0

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Der Zeitwert der sonstigen finanziellen Vermögenswerte unterscheidet sich nicht von ihrem Buchwert. Wertberichtigungen waren im Berichtszeitraum keine (Vj: TEUR 0) zu erfassen.

Kurzfristige Finanzanlagen

Die kurzfristigen Finanzanlagen stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

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31.12.2015
Anschaffungskosten
TEUR
Zeitwert
TEUR
Wertpapiere
Rentenfonds 2.014 1.744
Schuldscheindarlehen 1.000 1.000
Summe 3.014 2.744
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31.12.2014
Anschaffungskosten
TEUR
Zeitwert
TEUR
Wertpapiere
Rentenfonds 2.733 2.218
Schuldscheindarlehen 7.000 7.000
Summe 9.733 9.218

Im Berichtszeitraum waren Wertminderungen in Höhe von TEUR 79 (Vj: TEUR 0) sowie Erträge von TEUR 0 (Vj: TEUR 76) zu erfassen.

Zum 31. Dezember 2015 bestanden analog zum Vorjahr keine derivativen Finanzinstrumente.

11. Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte

Die nicht-finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
Umsatzsteuer 196 227
Geleistete Anzahlungen 23 25
Lohn- und Gehaltsvorschüsse 10 26
Forderungen i.R.d. sozialen Sicherheit 352 331
Aktive Rechnungsabgrenzung 1.545 420
Summe nicht-finanzielle Vermögenswerte 2.126 1.029

Der Zeitwert der sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte unterscheidet sich nicht von ihrem Buchwert. Unerfüllte Bedingungen und andere Erfolgsunsicherheiten im Zusammenhang mit im Abschluss erfassten Beihilfen der öffentlichen Hand bestehen nicht.

12. Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag TEUR 89.060 (Vj: TEUR 75.812). Es wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung hingewiesen.

a) Gezeichnetes Kapital

Der Vorstand der NEXUS AG hat am 26. Februar 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine Kapitalerhöhung beschlossen. Unter Ausnutzung des zur Verfügung stehenden genehmigten Kapitals wurde unter Ausschluss des Bezugsrechts das Grundkapital der NEXUS AG von bisher EUR 15.105.150 um EUR 630.515 (4,2 %) auf EUR 15.735.665 gegen Bareinlage durch Ausgabe von 630.515 auf den Inhaber lautende Stückaktien erhöht. Durch die Platzierung bei Investoren wurde brutto EUR 8,8 Mio. erzielt. Der Ausgabepreis betrug EUR 13,95.

Das gezeichnete Kapital zum 31. Dezember 2015 beträgt 15.735.665 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien, welche mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 eingeteilt und in voller Höhe eingezahlt sind. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Alle Aktien sind Stammaktien und gewähren die gleichen aktienrechtlich vorgesehenen Rechte.

b) Eigene Anteile

In der Hauptversammlung vom 19. Juni 2006 wurde die Gesellschaft bis zum 30. November 2007 ermächtigt, eigene Aktien bis zu einer Höhe von insgesamt 10 % des Grundkapitals, d.h. bis zu 1.380.520 Stückaktien im rechnerischen Wert von EUR 1,00 zu erwerben. Hiervon hat die Gesellschaft in 2007 Gebrauch gemacht und 8.420 Stückaktien mit Anschaffungskosten von insgesamt TEUR 26 erworben, wovon in 2011 2.100 Stückaktien und in 2012 weitere 2.500 Stückaktien wieder verkauft wurden. Durch ein im Dezember 2011 neu gestartetes Aktienrückkaufprogramm wurden in 2011 3.872 Stückaktien mit Anschaffungskosten von insgesamt TEUR 26 und bis zum 31. Dezember 2012 33.916 weitere Stückaktien mit Anschaffungskosten von insgesamt TEUR 252 erworben sowie im Geschäftsjahr 2013 5.000 Stückaktien zu TEUR 28 veräußert. Im Geschäftsjahr 2014 wurden 10.748 Stückaktien mit Anschaffungskosten von insgesamt TEUR 70 veräußert. Die Hauptversammlung der NEXUS AG hat mit Beschluss vom 18. Mai 2015 den Vorstand ermächtigt, bis zum 30. April 2020 eigene Aktien bis zu einer Höhe von insgesamt 10 % des Grundkapitals, das bei Einberufung der Hauptversammlung vorhanden war, d.h. maximal bis zu 1.573.566 Stückaktien mit rechnerischem Nennwert von je EUR 1,00, zu erwerben. Die bis dahin bestehende Ermächtigung wurde damit aufgehoben. Im Geschäftsjahr 2015 wurden 9.600 eigene Anteile an Mitarbeiter verkauft. Der Veräußerungspreis betrug insgesamt EUR 67.724,81. Darüber hinaus wurden 11.500 eigene Anteile an den Vorstand ausgegeben. Die eigenen Anteile werden mit den gesamten Anschaffungskosten in einer Summe offen vom Eigenkapital abgezogen (cost method). Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handelns in eigenen Aktien genutzt werden. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft ausgeübt werden, aber auch für Rechnung durch Dritte durchgeführt werden.

Genehmigtes Kapital

In der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 wurde die in der Hauptversammlung vom 14. Juni 2010 erteilte Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von EUR 6.902.600,00 neu gefasst. Der Vorstand wurde ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. April 2017 einmal oder mehrmals um bis zu EUR 7.152.575,00 durch Ausgabe neuer, nennwertloser Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und / oder Sacheinlagen, zu erhöhen. Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrates über die Bedingungen der Aktienausgabe. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:

a)

für Spitzenbeträge,

b)

für eine Ausgabe an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens

c)

für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen

d)

bei Kapitalerhöhung gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Feststellung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des zum Zeitpunkt der Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals werden Aktien, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gem. §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sowie Aktien, auf die ein Wandlungsrecht oder Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht oder Optionsausübungspflicht aufgrund von Option- und/oder Wandelschuldverschreibungen besteht, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. § 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, angerechnet.

Die Ermächtigung beträgt nach teilweiser Ausschöpfung durch eine Barkapitalerhöhung in 2012 in Höhe von EUR 800.000,00 sowie eine Barkapitalerhöhung in 2015 in Höhe von EUR 630.515,00 noch EUR 5.722.060,00 (Vj: EUR 6.352.575,00).

Bedingtes Kapital und Aktienoptionspläne (AOP)

Das bedingte Kapital III und das bedingte Kapital IV wurden in der Hauptversammlung am 23. Mai 2012 aufgehoben. Die im Zusammenhang mit dem bedingten Kapital ausgegebenen Aktienoptionen sind verfallen. Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 23. Mai 2012 wurde bedingtes Kapital in Höhe von EUR 1.400.000,00 geschaffen (Bedingtes Kapital 2012). Das Grundkapital ist entsprechend zur Durchführung eines Aktienoptionsprogramms um EUR 1.400.000,00 auf den Inhaber lautender Stückaktien bedingt erhöht (AOP 2012).

Vorstandsbonus für zukünftige Kursentwicklung

Zusätzlich wurde im Mai 2014 mit den Vorständen eine aktienbasierte Vergütung vereinbart. Sie besteht in Abhängigkeit der Unternehmenswertsteigerung aus maximal 160.000 Aktien, die über die Laufzeit jährlich fällig werden und auf der Kursentwicklung der Jahre 2015 bis 2017 basieren. Der beizulegende Zeitwert dieser Vergütungskomponente betrug im Zeitpunkt der Gewährung TEUR 788. Im Geschäftsjahr 2015 wurden 263 TEUR ergebniswirksam in die Kapitalrücklage gebucht.

c) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet im Wesentlichen Aufgelder aus der in 2000 durchgeführten Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Börsengang der NEXUS AG, die Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe der Ausgabe neuer Aktien gegen Sach- und Barkapitaleinlagen sowie der Ausübung von Aktienoptionen von Vorständen, Mitgliedern der Geschäftsführung in Tochterunternehmen und Mitarbeitern der NEXUS-Gruppe. Die im Rahmen der Barkapitalerhöhung und der Kapitalerhöhung durch Sacheinlage angefallenen direkt zuordenbaren Aufwendungen wurden mit der Kapitalrücklage verrechnet. Außerdem wird der beizulegende Zeitwert der im Rahmen der Aktienoptionspläne ausgegebenen Aktien in der Position Kapitalrücklage berücksichtigt.

Entsprechend § 150 AktG müssen die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage den zehnten Teil des Grundkapitals übersteigen, damit sie zum Ausgleich von Verlusten oder für eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln verwendet werden dürfen. Solange die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage zusammen nicht den zehnten Teil des Grundkapitals übersteigen, dürfen sie nur zum Ausgleich von Verlusten verwendet werden, soweit der Verlust nicht durch Gewinnvortrag bzw. Jahresüberschuss gedeckt ist und nicht durch Auflösung anderer Gewinnrücklagen ausgeglichen werden kann.

Durch die Kapitalerhöhung am 26. Februar 2015 sowie den Verkauf von 21.100 eigenen Anteilen und durch die in 2015 dem Vorstand gewährten Aktien hat sich die Kapitalrücklage um TEUR 8.064 erhöht. Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 34.044 (Vj: TEUR 25.980).

d) Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung

Die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung resultiert aus Differenzen, die bei der Umrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften entstehen.

e) Rücklage für Pensionen

Die Rücklage für Pensionen enthält die finanzmathematischen kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach Verrechnung latenter Steuern.

Kapitalmanagement

Ziel des Kapitalmanagements ist die Erhaltung der finanziellen Substanz des Konzerns sowie die nachhaltige Sicherstellung der notwendigen finanziellen Flexibilität. Zur Messung der finanziellen Sicherheit des Konzerns wird auch die Eigenkapitalquote herangezogen. Dabei wird das in der Konzernbilanz ausgewiesene Eigenkapital ins Verhältnis zur Bilanzsumme gesetzt. Die Finanzierungsstruktur ist danach durch eine als konservativ zu bezeichnende Kapitalstruktur, in der die Eigenfinanzierung dominiert, geprägt. Zum Bilanzstichtag beträgt die Eigenkapitalquote 68,7 % (Vj: 70,1 %). Die Fremdfinanzierung erfolgt fast ausschließlich über Verbindlichkeiten, die aus dem operativen Geschäftsbetrieb resultieren, sowie über Pensionen. Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten bestehen nahezu nicht.

Im Mai 2015 wurde eine Dividende in Höhe von EUR 0,13 auf die 15.086.365 Stück Dividendenberechtigten, auf den Inhaber lautenden, Stückaktien bezahlt.

13. Pensionsverpflichtungen

Die Rückstellungen wurden für die von der Forest Gesellschaft für Products & Services mbH zum 30. September 2000 übernommenen unmittelbaren Pensionsverpflichtungen (Direktzusagen) bei der NEXUS IT GmbH SÜDOST, NEXUS Deutschland GmbH (vormals: NEXUS / IS GmbH), NEXUS CMS GmbH (vormals: NEXUS . IT GmbH NORD) und für die übernommenen Pensionsverpflichtungen bei der ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH sowie der NEXUS Nederland B.V. gebildet. Bei den leistungsorientierten Plänen in der Schweiz handelt es sich um Vorsorgewerke nach dem schweizerischen Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen und Invalidenvorsorge (BVG). Diese Pläne stellen sogenannte Vollversicherungen dar, bei denen wenigstens temporär sämtliche versicherungsmathematischen Risiken, einschließlich der Kapitalmarktrisiken, von einer Versicherungsgesellschaft getragen werden. In den Niederlanden besteht eine durch Planvermögen finanzierte privatrechtliche Verpflichtung.

Die Höhe der Leistungen der übernommenen Pensionszusagen richtet sich nach den Dienstjahren und dem jeweiligen Gehalt der bezugsberechtigten Personen. Die Rückstellung wird gebildet für zahlbare Leistungen in Form von Alters- und Invalidenrente sowie für Hinterbliebenengeld. Es handelt sich um unverfallbare Anwartschaften. Ein Planvermögen besteht für die Verpflichtungen in der Schweiz, für eine Gesellschaft in Deutschland sowie in den Niederlanden.

Diese leistungsorientierten Pläne belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Markt-(Anlage) Risiko.

Finanzierung

Während die inländischen Pensionsverpflichtungen, ausgenommen ASS.TEC, durch das Unternehmen finanziert werden, werden die Verpflichtungen in den Niederlanden und der Schweiz und bei der ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH über Versicherungsunternehmen verwaltet und finanziert. Die Finanzierungsanforderungen basieren auf versicherungsmathematischen Bewertungsrahmenkonzepten.

Bewertungsgrundlagen

Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigt Marktzinssätze sowie Lohn-, Gehalts- und Rententrends. In Deutschland wurden als biometrische Rechnungsgrundlagen, die Todesfallwahrscheinlichkeit, Invaliditätswahrscheinlichkeit und Verheiratungswahrscheinlichkeit im Todesfall enthalten, die Richttafeln 2005 G (Verlag Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln) zugrunde gelegt. In der Schweiz wurde der auf statistischen Zahlen der Jahre 2005 - 2009 beruhende Tarif BVG 2010 zugrunde gelegt. In den Niederlanden wurde die AG Prognosetafel 2014 with mortality experience adjustments zugrunde gelegt.

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2016 1) % 2015 % 2014 %
Rechnungszinsfuß (D) 2,2 2,2 2,0
Rechnungszinsfuß (NL) 2,4 2,4 -
Rechnungszinsfuß (CH) 0,5 0,5 0,8
Durchschnittliche Fluktuationsrate (D) 5,0 5,0 5,0
Durchschnittliche Fluktuationsrate (NL) 0,0 0,0 -
Durchschnittliche Fluktuationsrate (CH) 2) 2 - 20 % 2 - 20 % 15,0
Lohn- und Gehaltstrend (D) 0,0 0,0 0,0
Lohn- und Gehaltstrend (NL) 0,5 0,5 -
Lohn- und Gehaltstrend (CH) 0,5 0,5 0,3
jährliche Anhebung laufender Renten (D) 1,5 1,5 1,8
jährliche Anhebung laufender Renten (NL) 0,0 0,0 -
jährliche Anhebung laufender Renten (CH) 0,0 0,0 0,0

1) Grundlagen für die Sensitivitätsanalyse
2) Die Annamhe zur Austrittswahrscheinlichkeit wurde von fix 15 % auf eine altersabhängige Abstufung angepasst. Diese beträgt ab Alter 17 20 % und wird dann stufenweise abgesenkt, bis ab Alter 56 die Austrittswahrscheinlichkeit 2 % beträgt.

Am 31. Dezember 2015 lag die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung im Inland bei 15 Jahren (Vj: 16 Jahre), in den Niederlanden bei 28 Jahren und in der Schweiz bei 18 Jahren (Vj: 13 Jahre).

Veränderung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Verpflichtung

Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen und des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:

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2015
TEUR
2014
TEUR
Barwert der Verpflichtungen zu Beginn des Berichtszeitraums 21.403 21.390
Erfasst im Gewinn oder Verlust
Laufender Dienstzeitaufwand 1.899 1.095
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - 328 - 867
Zinsaufwand 426 447
Erfasst im sonstigen Ergebnis
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus
● demografischen Annahmen 2.728 0
● finanziellen Annahmen - 1.219 1.803
● erfahrungsbedingter Berichtigung - 433 1.249
Währungsänderungen 2.113 416
Sonstiges
Zugang Pensionsverpflichtungen 13.405 0
Gezahlte Leistungen und Abgänge - 1.723 - 4.774
Beiträge Arbeitnehmer 910 644
39.181 21.403
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2015
TEUR
2014
TEUR
Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Berichtszeitraums 15.415 18.019
Erfasst im Gewinn oder Verlust
Zinserträge 339 374
Erfasst im sonstigen Ergebnis
Erträge aus Planvermögen ohne Zinserträge - 2.104 117
Währungsänderungen 1.594 365
Sonstiges
Zugang Planvermögen 12.572 0
Beiträge Arbeitgeber 1.333 646
Beiträge Arbeitnehmer 910 644
Kapitalauszahlungen und Abgänge - 1.693 - 4.750
Zeitwert des Planvermögens zum Ende des Berichtszeitraums 28.366 15.415
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2015
TEUR
2014
TEUR
Barwert der extern finanzierten Verpflichtungen 38.241 20.421
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 28.366 15.415
Unterdeckung 9.875 5.006
Barwert der intern finanzierten Verpflichtungen 940 981
Finanzierungsstatus 10.815 5.987
Bilanzierte Pensionsverpflichtungen 10.815 5.987
Davon Ausweis als Pensionsrückstellungen 10.815 5.987

Die Verpflichtung teilt sich wie folgt auf die Teilnehmergruppen auf:

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2015
TEUR
2014
TEUR
Aktive Mitarbeiter 9.653 4.795
Unverfallbar Ausgeschiedene 469 422
Rentner 693 771
10.815 5.988

Im Laufe des Jahres 2015 wurden die Pensionsverträge einer Reihe von Arbeitnehmern in der Schweiz angepasst, um neue gesetzliche Anforderungen in diesem Land bezüglich des Pensionsalters zu berücksichtigen. Als Ergebnis der Ergänzung des Plans verringerte sich die leistungsorientierte Verpflichtung des Konzerns um 328 TEUR (31. Dezember 2014: Minderung um 867 TEUR). Ein korrespondieren der Ertrag aus nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand wurde im Laufe des Jahres 2015 im Gewinn oder Verlust erfasst.

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste 2015 in Höhe von TEUR 3.180 wurden, nach Berücksichtigung latenter Steuern, im sonstigen Ergebnis erfasst. Die kumulierten versicherungsmathematischen Verluste sind mit TEUR 8.779 abzgl. latenter Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Gesamtaufwand für leistungsorientierte Versorgungszusagen, der im Personalaufwand enthalten ist, setzt sich wie unten aufgeführt zusammen:

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2015
TEUR
2014
TEUR
Laufender und nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1.899 1.095
Zinsaufwand 426 447
Zinserträge aus Planvermögen - 339 - 374
Nettopensionsaufwand 1.986 1.168

Die tatsächlichen Ergebnisse des Planvermögens belaufen sich auf TEUR 1.765 (Vj: TEUR -491). Das Planvermögen entfällt auf die Schweizer Pläne sowie auf die NEXUS Nederland B.V. und die ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH und besteht aus den Ansprüchen gegen Versorgungswerke.

Das Planvermögen setzt sich in den Niederlanden, der Schweiz und in Deutschland wie folgt zusammen.

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2015
TEUR
2014
TEUR
Anleihen 13.582 10.267
Immobilien 2.059 1.599
Aktien 579 317
Flüssige Mittel und Festgelder - 153 515
Sonstiges 12.299 2.717
Summe 28.366 15.415

Die erfahrungsbedingten Berichtigungen der Pensionsverpflichtungen belaufen sich auf TEUR -433 (Vj: TEUR 1.249), die des Planvermögens auf TEUR -2.104 (Vj: TEUR 117).

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2015
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
2012
TEUR
2011
TEUR
Barwert der Pensionsverpflichtungen 39.181 21.403 21.390 16.979 15.138
Zeitwert des Planvermögens - 28.366 - 15.415 - 18.019 - 14.382 - 13.253
Planfehlbetrag 10.815 5.988 3.371 2.597 1.885
Erfahrungsbedingte Anpassungen der Pensionsverpflichtungen - 433 1.249 422 41 - 698
Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens - 2.104 117 - 148 - 10 - 1.015

In Deutschland wird die gesetzliche Rentenversicherung als beitragsorientierter Versorgungsplan angesehen. Der für die gesetzliche Rentenversicherung erfasste Aufwand für die sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter hat für das abgelaufene Geschäftsjahr TEUR 2.341 (Vj: TEUR 1.979) betragen. Daneben bestehen für Vorstandsmitglieder weitere beitragsorientierte Pläne aus Direktversicherungen, für die im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 25 (Vj: TEUR 25) angefallen sind.

Sensitivitätsanalyse

Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachstehenden Beträgen beeinflusst.

Wir gehen davon aus, dass die Faktoren Fluktuation und Sterblichkeit aufgrund der Duration der wesentlichen Verpflichtungen keiner wesentlichen Volatilität unterliegt. Daher wird auf eine Sensitivitätsanalyse an dieser Stelle verzichtet.

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Veränderung der Verpflichtung 2015
TEUR
2014
TEUR
Aktuelle Annahme per 31.12.2015
Gesamte Verpflichtung 39.181 21.403
Extern finanzierte Verpflichtung 38.241 20.421
Intern finanzierte Verpflichtung 940 982
Diskontierungszinssatz +0,5 PP - 3.308 - 950
Diskontierungszinssatz -0,5 PP 3.763 1.060
Lohnsteigerungsrate +0,5 PP 1) 926 211
Lohnsteigerungsrate -0,5 PP 1) - 885 - 175
Rententrend +0,5 PP 2) 63 71
Rententrend -0,5 PP 2) - 66 - 70

PP = Prozentpunkte
1) Aufgrund der Annahme der jährlichen Lohnsteigerungen im Inland mit 0 %, betrifft die Sensitivitätsanalyse in Bezug auf die Lohnsteigerungsrate nur die niederländischen und schweizerischen extern finanzierten Verpflichtungen.
2) Aufgrund der Annahme der jährlichen Anhebung der Renten in der Schweiz und den Niederlanden mit 0 %, betrifft die Sensitivitätsanalyse in Bezug auf den Rententrend nur die inländischen Verpflichtungen.

Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der nach dem Plan erwarteten Cash Flows nicht berücksichtigt, liefert sie einen Näherungswert für die Sensitivität der dargestellten Annahmen. Die Auswirkungen auf die erwarteten Cash Flows in den Folgeperioden aus den internen finanziellen Verpflichtungen sind von untergeordneter Bedeutung.

Für das Geschäftsjahr 2016 werden ein Pensionsaufwand in Höhe von TEUR 2.283, ein Barwert der Verpflichtung in Höhe von TEUR 42.501 sowie ein Zeitwert des Planvermögens in Höhe von TEUR 30.061 prognostiziert.

Vom Arbeitgeber direkt bezahlte Versorgungsleistungen werden in Höhe von TEUR 38 erwartet.

Die erwarteten Beiträge zum Planvermögen für 2016 belaufen sich auf TEUR 1.370.

14. Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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Stand 01.01.2015
TEUR
Verbrauch 2015
TEUR
Auflösung 2015
TEUR
Zuführung 2015
TEUR
Stand 31.12.2015
TEUR
Noch zu erbringende Leistungen 1.091 607 173 420 731
Übrige Rückstellungen 200 200 0 207 207
1.291 807 173 627 938

Die noch zu erbringenden Leistungen betreffen Risiken im Projektgeschäft aus drohenden Nachlaufkosten sowie ggf. Preisnachlässen, die auf Basis von Erfahrungswerten sowie der noch erwarteten Kosten berechnet werden. Für sie wird ein Verbrauch in 2016 erwartet. Die übrigen Rückstellungen verbrauchen sich erwartungsgemäß im kommenden Jahr.

15. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich bzgl. der Fälligkeiten wie folgt zusammen:

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31.12.2015
Kurzfristig (< 1 Jahr)
TEUR
Langfristig (> 1 Jahr)
TEUR
Finanzverbindlichkeiten 14 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.795 0
Ertragsteuerverbindlichkeit 2.414 0
Erlösabgrenzung 3.185 0
Sonstige nicht-finanzielle Schulden 8.805 0
- Erhaltene Anzahlungen 6.679 0
- Sonstige Steuern 2.126 0
Sonstige finanzielle Schulden 3.348 1.206
Aus Verpflichtungen für Gehaltsverbindlichkeiten 1.267 0
- Sonstige 2.081 1.206
Summe 22.561 1.206
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31.12.2014
Kurzfristig (< 1 Jahr)
TEUR
Langfristig (> 1 Jahr)
TEUR
Finanzverbindlichkeiten 253 15
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.890 0
Ertragsteuerverbindlichkeit 996 0
Erlösabgrenzung 985 0
Sonstige nicht-finanzielle Schulden 4.991 0
- Erhaltene Anzahlungen 2.178 0
- Sonstige Steuern 2.813 0
Sonstige finanzielle Schulden 7.164 2.288
Aus Verpflichtungen für Gehaltsverbindlichkeiten 1.347 0
- Sonstige 5.817 2.288
Summe 19.279 2.303

Die Finanzverbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten betreffen die tatsächlichen Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden. Sie sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zu Grunde gelegt, die am Bilanzstichtag im jeweiligen Land der Gesellschaft gelten.

Erlösabgrenzungen sind notwendig, wenn der Leistungszeitraum bzgl. der Realisierung von Umsatzerlösen für den Bereich der Softwarepflege vom Geschäftsjahr abweicht. Die Erlösabgrenzung wird im folgenden Geschäftsjahr über den Leistungszeitraum erlöswirksam aufgelöst.

Die sonstigen nicht-finanziellen Schulden beinhalten erhaltene Anzahlungen auf Kundenverträge und sonstige Steuern (Umsatz-, Lohn- und Kirchensteuer sowie Sozialabgaben).

In der Position Sonstige wurden die wahrscheinlichen Kaufpreisverpflichtungen aus bedingten Kaufpreise (Ermittlung Siehe Note3) zum Erwerb restlicher Unternehmensanteile in Höhe von TEUR 1.244 (Vj: TEUR 5.020) eingestellt und entwickelt sich wie folgt:

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TEUR
Stand der bedingten Kaufpreise zum 1. Januar 2015 3.290
Abgänge aufgrund von Auszahlungen des bedingten Kaufpreises der E&L medical systems GmbH - 2.055
Zugänge aufgrund der Aufzinsung des bedingten Kaufpreises der CS3I S.A.S. 9
Stand der bedingten Kaufpreise zum 31. Dezember 2015 1.244

16. Eventualverbindlichkeiten und sonstige Verpflichtungen

1) Gerichtliche Prozesse sowie Forderungen aus Rechtsstreitigkeiten, die sich im normalen Geschäftsverlauf ergeben, könnten in der Zukunft gegenüber den Konzerngesellschaften geltend gemacht werden. Die damit einhergehenden Risiken werden im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens analysiert. Obgleich das Ergebnis dieser Streitfälle nicht immer genau eingeschätzt werden kann, ist der Vorstand der Ansicht, dass sich hieraus keine wesentlichen Verpflichtungen ergeben werden.

Eventualverbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 99 aus Gewährleistungsverpflichtungen.

2) Des Weiteren ergeben sich finanzielle Verpflichtungen aus der Anmietung von Büroräumen, dem Leasing von Fahrzeugen und aus anderen Verpflichtungen. Entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Leasingvereinbarungen sind die Leasingverhältnisse als Operating-Leasingverhältnisse zu klassifizieren. Die sich daraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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31.12.2015 2016
TEUR
2017 bis 2020
TEUR
ab 2021
TEUR
Mieten 1.692 3.742 263
Leasing 1.574 1.926 0
3.266 5.668 263
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31.12.2014 2015
TEUR
2016 bis 2019
TEUR
ab 2020
TEUR
Mieten 1.542 5.050 829
Leasing 1.077 1.448 0
2.619 6.498 829

Die Miet- und Leasingzahlungen des Geschäftsjahres betragen:

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2015
TEUR
2014
TEUR
Mieten 1.542 1.687
Leasing 935 1.178
2.477 2.865

Miet- und Leasingvereinbarung enthalten weder Verlängerungs- oder Kaufoptionen noch Preisanpassungsklauseln. Im Jahr 2015 sind nur Mindestleasingzahlungen enthalten.

17. Umsatzerlöse

Die konsolidierten Umsatzerlöse sind in der nachfolgenden Übersicht nach Regionen und Geschäftsbereichen aufgegliedert.

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Healthcare Software
2015 2014
TEUR % TEUR %
Deutschland 41.596 46,5 40.225 57,1
Schweiz / Liechtenstein 25.314 28,3 24.500 34,8
Niederlande 14.753 16,5 0 0,0
Frankreich 5.237 5,8 3.079 4,4
Österreich 1.903 2,1 1.739 2,5
Andere Regionen 718 0,8 899 1,2
Gesamt 89.521 100,0 70.442 100,0
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Healthcare Service
2015 2014
TEUR % TEUR %
Deutschland 7.208 93,0 9.156 94,3
Schweiz / Liechtenstein 387 5,0 126 1,3
Österreich 0 0,0 4 0,0
Andere Regionen 153 2,0 419 4,4
Gesamt 7.748 100,0 9.705 100,0

Davon entfielen auf:

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2015 2014
TEUR % TEUR %
Dienstleistungen 75.442 77,6 58.612 73,1
Lizenzen 16.676 17,1 14.985 18,7
Lieferungen 5.151 5,3 6.550 8,2
Gesamt 97.269 100,0 80.147 100,0

18. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen vor allem Erträge aus Fremdwährungsgewinnen in Höhe von TEUR 789 (Vj: TEUR 47); geldwerte Vorteile in Höhe von TEUR 348 (Vj: TEUR 344), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 173 (Vj: TEUR 248), Erträge aus der Ausbuchung von kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 149 (Vj: TEUR 204), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 140 (Vj: TEUR 204), Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 40 (Vj: TEUR 21) sowie Kaufpreisanpassungen in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 357).

19. Materialaufwand und Aufwendungen für bezogene Leistungen

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2015
TEUR
2014
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 11.595 10.142
Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.230 5.377
15.825 15.519

In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren befinden sich hauptsächlich Aufwendungen aus Lizenz- und Hardwarekäufen, die zum Weiterverkauf bestimmt sind. Im Bereich der bezogenen Leistungen wurden überwiegend Leistungen im Zuge des Projektgeschäftes an Dritte vergeben.

20. Mitarbeiterzahl und Personalaufwand

Im Jahresdurchschnitt waren in den einzelnen Geschäftsjahren die folgende Anzahl an Mitarbeitern und Auszubildenden beschäftigt:

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2015 2014
Angestellte 808 674
Leitende Angestellte 16 16
824 690

Die Personalkostenentwicklung stellt sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

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2015
TEUR
2014
TEUR
Löhne und Gehälter 48.242 37.454
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 8.234 6.144
56.476 43.598

Im Personalaufwand betreffen TEUR 263 (Vj: TEUR 529) Aufwendungen für aktienbasierte Vergütung, die über den Erdienungszeitraum verteilt gemäß IFRS 2 erfasst werden.

21. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2015
TEUR
2014
TEUR
Betriebskosten 4.846 3.953
Vertriebskosten 3.098 2.758
Verwaltungskosten 4.121 3.493
Übrige betriebliche Aufwendungen 1.425 2.298
Sonstige Steuern 0 40
13.490 12.542

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Zuführungen zu Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 648 (Vj: TEUR 512), Währungskursverluste in Höhe von TEUR 192 (Vj: TEUR 49), Abschreibungen und Verluste von Forderungen in Höhe von TEUR 144 (Vj: TEUR 138), Zuführungen zu Rückstellungen in Höhe von TEUR 29 (Vj: TEUR 193), Aufwendungen aus Kaufpreisanpassungen in Höhe von TEUR 9 (Vj: TEUR 685) sowie Verluste aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 81). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der vorstehenden Tabelle beinhalten die Vergütung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Prüfung des Konzernabschlusses wie folgt:

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2015
TEUR
2014
TEUR
Abschlussprüfung (Einzel- und Konzernabschluss) 142 143
Steuerberatungsleistungen 20 43
Sonstige Prüfungsleistungen 82 0
244 186

Im Geschäftsjahr 2015 (Vj: TEUR 0) wurden keine Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung des vorangegangenen Geschäftsjahres nachbelastet.

22. Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen

Ausgewiesen werden die auf den NEXUS-Konzern entfallenden, anteiligen Jahresergebnisse der at Equity bewerteten Unternehmen in Höhe von TEUR -3 (Vj: TEUR 3). Aufwendungen aus der Abschreibung an einem at Equity bewerteten Unternehmen sind im Geschäftsjahr nicht angefallen (Vj: TEUR 13).

23. Finanzerträge

Von den Finanzerträgen (149 TEUR; Vj: TEUR 287) entfallen TEUR 108 (Vj: TEUR 148) auf Erträge aus Wertpapieren, TEUR 38 (Vj: TEUR 62) auf Zinserträge aus Bankguthaben sowie TEUR 3 (Vj: TEUR 1) auf sonstige Zinsen und ähnliche Erträge und TEUR 0 (Vj: TEUR 76) auf Erträge aus Zuschreibungen aus Wertpapiere des Umlaufvermögens.

24. Finanzaufwendungen

Von den Finanzaufwendungen (TEUR 174; Vj: TEUR 79) entfallen TEUR 87 (Vj: TEUR 0) auf Abschreibungen und Abgangsverluste auf Wertpapiere des Umlaufvermögens, TEUR 83 (Vj: TEUR 20) auf sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen und TEUR 4 (Vj: TEUR 59) auf Zinsaufwendungen aus Bankverbindlichkeiten.

25. Ertragsteuern

Die Ertragsteuern setzen sich aus dem tatsächlichen Steueraufwand bzw. dem tatsächlichen Steuerertrag sowie dem latenten Steueraufwand bzw. latenten Steuerertrag zusammen. Die tatsächlichen Steuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden unter Anwendung der am Stichtag geltenden Steuergesetze mit den Beträgen bemessen, die voraussichtlich an die zuständigen Finanzbehörden abzuführen bzw. von ihnen einzufordern sind. Latente Steuerverbindlichkeiten bzw. -forderungen werden auf Basis der Steuergesetze, die am Stichtag Gültigkeit hatten, zu dem Steuersatz bewertet, der voraussichtlich in der Periode Gültigkeit hat, in der die Verbindlichkeit beglichen wird bzw. die Forderung fällig ist. In 2015 wurden auf Basis einer Fünfjahresplanung alle Verlustvorträge auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Dabei wurden aktive latente Steuern nur in der Höhe gebildet, inwieweit eine Realisierung durch zukünftige Gewinne möglich ist. Passive latente Steuern, die insbesondere durch die Aktivierung von Entwicklungskosten entstehen, werden als latente Steueraufwendungen passiviert oder wenn möglich mit aktivierten latenten Steuern verrechnet. Die auf das Ergebnis vor Ertragsteuern entfallenden Steuern teilen sich im Berichtsjahr auf tatsächliche und latente Ertragsteuern wie folgt auf:

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2015
TEUR
2014
TEUR
Laufender Steueraufwand - 1.538 - 935
- Laufendes Jahr - 1.367 - 906
- Vorjahre - 171 - 28
Latente Steueraufwendungen / -erträge - 297 801
- Entstehung / Umkehrung latenter Differenzen - 297 801
- 1.835 - 134

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden im Inland die Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags und die Gewerbesteuer sowie im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Außerdem werden in diesem Posten Steuerabgrenzungen auf alle wesentlichen Unterschiedsbeträge zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz sowie ggf. auf Konsolidierungsmaßnahmen erfasst. Substanzielle Hinweise für die Realisierung der latenten Steueransprüche auf nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge, die höher sind als die Ergebniseffekte aus der Umkehrung bestehender zu versteuernder temporärer Differenzen ergeben sich aus:

den stetigen Ergebnisverbesserungen des Kerngeschäftes,

dem sich erhöhenden Wartungsvolumen,

der Planung der zur NEXUS-Gruppe gehörenden Einzelgesellschaften.

Bei der Ermittlung der Steuersätze wurde im Inland für die Körperschaftsteuerbelastung ein Steuersatz von 15,0 % zzgl. Solidaritätszuschlag, also in Summe 15,825 %, angesetzt, für die Gewerbesteuer in Abhängigkeit von der Gemeinde ein Steuersatz zwischen 11,55 % und 16,6 %. Im Ausland betragen die Ertragsteuersätze zwischen 12,2 % und 33,3 %. Der ausgewiesene Steueraufwand weicht vom erwarteten Steueraufwand ab, der sich bei Anwendung des nominalen Steuersatzes der NEXUS AG von 30,3 % (Vj: 28,4 %) auf das Ergebnis nach IFRS ergeben hätte. Im Geschäftsjahr wurde ein Steuersatz unter Berücksichtigung der individuellen Gewerbesteuerhebesätze der Organgesellschaften berechnet. Die Beziehung vom erwarteten Steueraufwand zum Steueraufwand, welcher sich aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ergibt, zeigt folgende Überleitungsrechnung:

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2015
TEUR
2014
TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 9.612 8.243
Erwarteter Steueraufwand 30,3 % (Vj: 28,4 %) - 2.911 - 2.341
Veränderung nicht aktivierter latenter Steuern auf Verlustvorträge 524 2.412
Steuersatzdifferenzen bei Tochtergesellschaften 326 101
Abweichungen aus steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen 63 - 99
Steuern Vorjahre und sonstige Abweichungen 163 - 207
Steueraufwand lt. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung - 1.835 - 134

26. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich mittels Division des den Aktionären zustehenden Konzernjahresüberschusses durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der während der Periode im Umlauf befindlichen Aktien. Zur Berechnung eines verwässerten Ergebnisses je Aktie wäre der den Aktionären zurechenbare Konzernjahresüberschuss sowie der gewichtete Durchschnitt der sich im Umlauf befindlichen Aktien um die Auswirkungen aller verwässernden potenziellen Aktien, welche durch Ausübung der ausgereichten Optionen entstehen, zu bereinigen.

Aus dem Aktienoptionsprogramm (AOP 2015-2017) ist zum 31. Dezember 2015 ein Anspruch aus der Ausgabe von Aktien in Höhe von 43.500 Aktien entstanden. Damit wurde zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie eine durchschnittliche Anzahl der Aktien von Tsd. 15.662 (Vj: Tsd. 15.072) zu Grunde gelegt.

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2015 2014
Konzernjahresüberschuss (Anteil Gruppe' in TEUR 7.583 8.279
Unverwässert Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd.) 15.618 15.072
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert) 0,49 0,55
Verwässert Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd.) 15.662 15.072
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert' 0,48 0,55

Der gewichtete Durchschnitt der Stammaktien (unverwässert und verwässert) für das Geschäftsjahr 2015 ermittelt sich wie folgt:

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Stammaktien Stammaktien aus Kapitalerhöhung Eigene Anteile S Summe Stammaktien
Januar 15.079.290 15.079.290
Februar 15.079.290 630.515 15.709.805
März 15.709.805 7.075 15.716.880
April 15.716.880 15.716.880
Mai 15.716.880 15.716.880
Juni 15.716.880 15.716.880
Juli 15.716.880 15.716.880
August 15.716.880 15.716.880
September 15.716.880 600 15.717.480
Oktober 15.717.480 352 15.717.832
November 15.717.832 15.717.832
Dezember 15.717.832 13.073 15.730.832
Summe 630.515 21.100 187.974.424
Durchschnitt (unverwässert) 15.618.063
Auswirkung aus dem AOP 2015-2017 43.500
Durchschnitt(verwässert) 15.661.563

Der gewichtete Durchschnitt der Stammaktien für das Geschäftsjahr 2014 ermittelt sich wie folgt:

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Stammaktien Eigene Anteile Summe Stammaktien
Januar 15.068.542 15.068.542
Februar 15.068.542 15.068.542
März 15.068.542 15.068.542
April 15.068.542 15.068.542
Mai 15.068.542 1.000 15.069.542
Juni 15.069.542 15.069.542
Juli 15.069.542 3.488 15.073.030
August 15.073.030 15.073.030
September 15.073.030 15.073.030
Oktober 15.073.030 15.073.030
November 15.073.030 3.000 15.076.030
Dezember 15.076.030 3.260 15.079.290
Summe 10.748 180.860.692
Durchschnitt 15.071.724

27. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns der NEXUS AG im Berichtsjahr durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit strukturiert. Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ausgewiesen.

28. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

In 2015 ist der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 11.594 auf TEUR 18.145 gestiegen. Im Wesentlichen hat sich hierin das Konzernergebnis, die Abschreibungen sowie die Reduzierung der Forderungen und sonstige Vermögenswerten niedergeschlagen.

29. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit ist mit TEUR -16.745 (Vj: TEUR -11.750) deutlich höher als im Vorjahr. Die Auszahlungen für den Unternehmenserwerb der quCare Solutions B.V., die Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen sowie dem Grundstücks- und Gebäudeerwerb in Donaueschingen und die Einzahlung aus dem Abgang der kurzfristigen Finanzanlagen bildeten im Geschäftsjahr den Schwerpunkt der Investitionstätigkeiten.

30. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 3.190 (Vj: TEUR -1.626) wurde im Geschäftsjahr im Wesentlichen durch die Einzahlungen von TEUR 8.695 (netto) aus der Kapitalerhöhung, die Auszahlungen von TEUR 3.787 für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen für bereits konsolidierte Unternehmen sowie die Zahlung von Dividenden TEUR 1.961 (Vj: TEUR 1.808) an unsere Aktionäre beeinflusst.

31. Finanzmittelbestand

Der Finanzmittelbestand setzt sich aus liquiden Mitteln (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten), abzüglich Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen.

32. Segmentierung nach Geschäftsbereichen

Gemäß IFRS 8 sind die operativen Geschäftssegmente auf Basis der internen Steuerung und Berichterstattung abzugrenzen. Der Vorstand der NEXUS AG als oberster Entscheidungsträger im Konzern überwacht regelmäßig die Ertragskraft und trifft seine Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen auf Basis der Business Units NEXUS / CIS, NEXUS / CSO, NEXUS / DIS, NEXUS / PAT. INT, NEXUS / QM, NEXUS / NCS, NEXUS / CCS (NEXUS Clinical Care Solutions) sowie NEXUS / HCS. Die Business Units bilden damit die operativen Segmente im Sinne von IFRS 8 ab. Die in den Konzernabschluss einbezogenen rechtlichen Einheiten werden jeweils vollständig einer Business Unit zugeordnet. Jede Business Unit besteht somit jeweils aus einer oder mehreren rechtlichen Einheiten.

In den Business Units NEXUS / CIS, NEXUS / CSO, NEXUS / DIS, NEXUS / QM, NEXUS / PAT. INT, NEXUS / NCS und NEXUS / CCS werden Softwarelösungen für das Gesundheitswesen im administrativen und im medizinischen Bereich entwickelt und vertrieben. Die wirtschaftliche Entwicklung dieser Business Units reagiert gleichförmig auf externe Einflüsse. Ferner sind die angebotenen Produkte und Dienstleistungen, der Leistungserstellungsprozess, die Kunden und Vertriebsmethoden nahezu identisch bzw. ähnlich. Aus den genannten Gründen werden diese sieben Business Units in dem berichtspflichtigen Segment Healthcare Software zusammengefasst.

Das Management steuert die Segmente über das betriebliche Segmentergebnis und den Segmentumsatz.

Das nicht dem Berichtssegment Healthcare Software zugeordnete operative Segment NEXUS / HCS berichtet als eigenständig berichtspflichtiges Segment Healthcare Service. Die unter Healthcare Service zusammengefassten Gesellschaften werden einheitlich geführt. Unter dem Label NEXUS / BRD (vormals: NEXUS / IS) werden zentral Dienstleistungen und Lösungen für Schnittstellen des Produktes Integrationsserver angeboten. Unter dem Label NEXUS / IT werden von der Betriebsführung bis hin zur Betreuung der eingesetzten Software-Applikationen und dem Anwendersupport leitende Funktionen im täglichen Management der Klinik-IT erbracht. Unter dem Label ASS.TEC GmbH werden schwerpunktmäßig EDV-gestützte Prozessberatungen inklusive SAP-Beratungen angeboten. Unter dem Label ProLohn GmbH werden schwerpunktmäßig SAP-Beratungen angeboten. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der beiden berichtspflichtigen Segmente entsprechen den gleichen Rechnungslegungsmethoden wie die externe Berichterstattung. Transaktionen zwischen den Segmenten werden anhand marktüblicher Konditionen abgerechnet.

Im Folgenden sind die Umsatzerlöse und Ergebnisse sowie das Segmentvermögen und die Segmentverbindlichkeiten der einzelnen berichtspflichtigen Segmente des Konzerns dargestellt: siehe nächste Seite.

Die geografischen Segmente des Konzerns werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Verkäufe an externe Kunden, die in den geografischen Segmenten angegeben werden, werden entsprechend dem geografischen Standort der Kunden den einzelnen Segmenten zugewiesen.

Angaben zu den geografischen Segmenten machen wir folgende:

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2015
TEUR
2014
TEUR
Umsätze
Deutschland 48.804 49.381
Schweiz / Liechtenstein 25.701 24.626
Niederlande 14.753 0
Frankreich 5.237 3.079
Österreich 1.903 1.743
andere Regionen 871 1.318
97.269 80.147
Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen)
Deutschland 40.579 39.597
Niederlande 19.833 0
Schweiz 13.715 12.624
Frankreich 5.899 5.990
Österreich 1 2
80.027 58.213
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Berichterstattung nach Geschäftssegmenten Healthcare Software Healthcare Service Konsolidierung Konzern
2015
TEUR
2014
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
Erträge
Umsätze mit Dritten 89.521 70.442 7.748 9.705 97.269 80.147
- Dienstleistungen 69.110 52.761 6.333 5.851 75.443 58.612
- Lizenzen 15.971 13.846 705 1.139 16.676 14.985
- Lieferungen 4.440 3.836 710 2.714 5.150 6.550
Umsätze zwischen den Segmenten 108 32 2.158 2.229 - 2.266 - 2.261 0 0
Segmentumsätze 89.629 70.474 9.906 11.934 - 2.266 - 2.261 97.269 80.147
Betriebliches Segmentergebnis 8.797 7.700 843 331 9.640 8.031
Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen - 3 3
Finanzerträge 149 287
Finanzaufwendungen - 174 - 79
Ergebnis vor Ertragsteuern 9.612 8.243
Ertragsteuern - 1.835 - 135
Konzernjahresüberschuss 7.777 8.108
Davon entfallen auf:
- Akionäre der NEXUS AG 7.583 8.279
- Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 194 - 171
Segmentvermögen 100.636 83.988 3.252 3.309 103.888 87.296
Finanzanlagen 31 34
Sonstige Vermögenswerte 2.748 1.996
Aktive latente Steuern 4.123 4.828
Ertragsteuerforderungen 702 675
Barmittel und Bankguthaben 18.199 13.360
Gesamt Vermögen 129.691 108.189
Segmentschulden 28.627 21.774 2.339 3.009 30.966 24.783
Finanzverbindlichkeiten 14 268
Ertragsteuerverbindlichkeiten 2.414 996
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 2.126 2.813
Passive latente Steuern 5.111 3.517
Gesamt Verbindlichkeiten 40.631 32.377
Investitionen 9.062 5.636 181 523 9.243 6.159
Abschreibungen 8.881 6.586 362 427 9.243 7.013

33. Finanzinstrumente

Der Konzern ist teilweise auf internationaler Ebene tätig, wodurch er Marktrisiken aufgrund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt ist. Der Konzern geht nicht davon aus, dass diese Risiken einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns haben können. Nachfolgende Ausführungen ergänzen die Ausführungen zu den im Lagebericht gemachten Angaben zu Risiken.

Ausfallrisiken

Finanzinstrumente, die für die Gesellschaft möglicherweise eine Konzentration des Ausfallsrisikos bewirken können, sind hauptsächlich Guthaben bei ganz überwiegend renommierten Finanzinstituten in Deutschland und der Schweiz, marktgängige Wertpapiere und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Gesellschaft lauten vorwiegend auf Euro, Schweizer Franken und US-Dollar. Bei den marktgängigen Wertpapieren handelt es sich um Rentenfonds. Die Gesellschaft überwacht fortlaufend ihre Positionen bei den Finanzinstituten, die ihre Vertragspartner bei den Finanzinstrumenten sind, sowie deren Bonität und kann kein Risiko der Nichterfüllung erkennen. Ausfallrisiken bzw. Risiken, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, werden mittels Verwendung von Kreditlinien und anderer Kontrollverfahren im Rahmen des Forderungsmanagements (bspw. Bonitätsprüfungen) gesteuert. Im Konzern besteht zum Bilanzstichtag kein konzentriertes Ausfallrisiko von Einzelforderungen größer EUR 1 Mio. Zum 31. Dezember 2015 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nennwert von TEUR 1.943 (Vj: TEUR 1.478) wertgemindert.

Das Ausfallrisiko ist auf die Buchwerte (TEUR 23.777; Vj: TEUR 29.086) begrenzt.

Liquiditätsrisiken

Der Konzern ist bestrebt, über genügend Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente oder entsprechende Kreditlinien zu verfügen, um seine Verpflichtungen in den nächsten Jahren zu erfüllen. Des Weiteren steht der Gesellschaft genehmigtes Kapital im Betrag von TEUR 5.722 (Vj: TEUR 6.353) für weitere Kapitalerhöhungen zur Verfügung.

Im Konzern bestehen keine wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die nachstehende Tabelle zeigt wie sich die nicht diskontierten Cash Flows aus den originären finanziellen Verbindlichkeiten auf die Liquiditätssituation des Konzerns auswirken und stellt diese den Buchwerten gegenüber. Negative Wertangaben entsprechen einem Finanzmittelzufluss. Mit signifikant hiervon abweichenden Zahlungsströmen (Fristen oder Beträge) wird nicht gerechnet.

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Originäre finanzielle Verbindlichkeiten Buchwerte 31.12.2015 (Vorjahr)
TEUR
Cash Flows Innerhalb 1 Jahr (Vorjahr)
TEUR
Cash Flows Innerhalb 1 bis 5 Jahren (Vorjahr)
TEUR
Cash Flows Nach mehr als 5 Jahren (Vorjahr)
TEUR
Finanzverbindlichkeiten 14 14 0 0
(268) (253) (15) (0)
Verbindlichkeiten 4.795 4.795 0 0
aus Lieferungen und Leistungen (4.890) (4.890) (0) (0)
12.463 11.257 1.206 0
Sonstige (10.448) (8.160) (2.288) (0)
17.272 16.066 1.206 0
Summe (15.606) (13.303) (2.303) (0)

Währungsrisiken

Währungsrisiken entstehen durch die in der Schweiz, den USA sowie anderen Regionen realisierten Umsätze in CHF und USD sowie den daraus resultierenden Forderungen, die bis zur Zahlung Währungsschwankungen unterliegen.

Zinsrisiken

Die NEXUS nimmt keine langfristigen Darlehen in Anspruch. Ein Cash Flow-Zinsrisiko besteht nicht. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Rentenfonds. Die Anlagen unterliegen einem Zins- bzw. einem Marktwertrisiko. Das Fair-Value-Risiko wird aufgrund der Klassifizierung der Wertpapiere - als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - bis zu einer Veräußerung oder Wertminderung im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital in einer entsprechenden Bewertungsrücklage erfasst.

Zeitwert

Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Konzerns umfassen in erster Linie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Kontokorrentkredite, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Der Buchwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente kommt seinem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zu Grunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

Transaktionsrisiko

Die NEXUS hat in 2015 27,3 % des Umsatzes außerhalb des Euroraumes fakturiert (Vj: 32,4 %). Kosten fallen aufgrund unserer Aktivitäten in der Schweiz in Schweizer Franken an, jedoch nur in geringem Maße in US Dollar. Zum 31. Dezember 2015 hatte der Konzern einen Bestand an USD in Höhe von TUSD 0 = TEUR 0 (31. Dezember 2014: TUSD 20 = TEUR 16) und einen Bestand an Schweizer Franken in Höhe von TCHF 5.944 = TEUR 5.458 (31. Dezember 2014: TCHF 5.318 = TEUR 4.423). Es bestanden zum 31. Dezember 2015 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung von TNOK 55 = TEUR 6 (31. Dezember 2014: TNOK 385 = TEUR 43) sowie TCHF 3.407 = TEUR 3.128 (31. Dezember 2014: TCHF 8.811 = TEUR 7.328). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum 31.12.2015 in fremder Währung betrugen TCHF 977 = TEUR 897 (31. Dezember 2014: TCHF 3.087 = TEUR 2.567); die Verbindlichkeiten in USD sind wie im Vorjahr nicht wesentlich. Eine Sicherungsbeziehung bestand zum Stichtag nicht. Basierend auf den Bilanzstichtagskursen der relevanten Währungen wurde der Ermittlung von Sensitivitäten eine hypothetische Veränderung der Wechselkursrelationen um jeweils zehn Prozent zugrunde gelegt. Wäre zum Abschlussstichtag der Euro gegenüber dem US Dollar um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um TEUR 0 (Vj: TEUR 2) reduziert (erhöht). Eine Aufwertung (Abwertung) des Schweizer Franken (CHF) gegenüber dem Euro am Abschlussstichtag um 10 % würde ein um TEUR 223 (Vj: TEUR 476) höheres (niedrigeres) Konzernergebnis vor Steuern ergeben.

Translationsrisiko

Der Sitz der Tochtergesellschaften NEXUS Schweiz GmbH (100 %), NEXUS Medizinsoftware und Systeme AG (99,98 %), Flexreport AG (100 %), Domis Consulting AG (100 %), Synergetics AG (60 %) sowie syseca informatik ag (100 %) befinden sich außerhalb des Euroraums. Da die Berichtswährung des NEXUS-Konzerns der Euro ist, werden die Erträge und die Aufwendungen dieser Tochtergesellschaften im Rahmen der Konsolidierung in Euro umgerechnet. Änderungen der durchschnittlichen Wechselkurse von einer Berichtsperiode zur anderen können signifikante Umrechnungseffekte verursachen, zum Beispiel in Bezug auf die Umsatzerlöse, das Segmentergebnis und das Konzernergebnis.

Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle gibt die Buchwerte nach Bewertungskategorie gemäß IAS 39 und die beizulegenden Zeitwerte nach Klassen von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten an. Die Nettogewinne der Kategorie FVTPL (HfT) werden unter der Position Sonstige betriebliche Erträge erfasst. Die Nettogewinne / -verluste der Kategorie AfS beinhalten Wertminderungen von TEUR 79 (Vj: Erhöhungsgewinn TEUR 76), die in der Position Finanzaufwendungen erfasst werden. Gewinne werden unter den Finanzerträgen ausgewiesen.

Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Wertminderungen aus der Bewertungsrücklage für Finanzinstrumente aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Nettogewinne / -verluste der Kategorie loans and receivables beinhalten Minderungsverluste von TEUR -792 (Vj: TEUR -650). Diese werden in der Position Sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Erträge aus Wertaufholungen in Höhe von TEUR 140 (Vj: TEUR 204) werden unter sonstige betriebliche Erträge erfasst.

Nettogewinne / -verluste aus Finanzinstrumenten

Die im Geschäftsjahr erfassten Nettogewinne / -verluste aus Finanzinstrumenten (nach Bewertungskategorie) lassen sich wie folgt zusammenfassen:

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2015
EUR
2014
TEUR
FVTPL (HfT) 0 0
Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten 0 0
AfS - 79 76
Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes von Wertpapieren - 79 76
LaR - 262 123
Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes von Forderungen - 262 123
- 341 199

Zinserträge / -aufwendungen aus Finanzinstrumenten

Zinserträge / -aufwendungen aus Finanzinstrumenten, die nicht erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet wurden, fielen im Geschäftsjahr 2015 wie folgt an:

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Zinserträge / -aufwendungen aus Finanzinstrumenten 2015
TEUR
2014
TEUR
Zinserträge 149 287
Zinsaufwendungen 174 79
- 25 208

Die Zinserträge betreffen mit TEUR 82 (Vj: TEUR 95) Finanzinstrumente der Kategorie AfS. Die Zinsaufwendungen betreffen mit TEUR 79 Finanzinstrumente der Kategorie AfS.

Die folgende Übersicht stellt für die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente dar, auf welchen wesentlichen Parametern die Bewertung basiert. Die einzelnen Stufen sind gemäß IFRS 7 wie folgt definiert:

Stufe 1: Bewertung mit auf aktiven Märkten notierten (unverändert übernommenen) Preisen für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Stufe 2: Bewertungen für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit erfolgt entweder direkt (als Preis) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) auf Basis beobachtbarer Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen.

Stufe 3: Bewertung auf Basis von Modellen mit nicht am Markt beobachtbaren Inputparametern.

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31. Dezember 2015
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte 1.744 0 0 1.744
Wertpapiere 1.744 0 0 1.744
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31. Dezember 2014
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte 2.218 0 0 2.218
Wertpapiere 2.218 0 0 2.218

Erläuterung der Abkürzungen

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FVTPL (HfT) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten (zu Handelszwecken gehalten)
AfS zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
LaR Kredite und Forderungen
FLAC finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden

Für die Position Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten ist eine eigenständige Klasse zu bilden. Eine pauschale Zuordnung zu den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten oder zu den zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten ist nicht sachgerecht, da ein Ausweis zum Nominalwert erfolgt, wobei ausländische Sorten zum Tageskurs umgerechnet werden. Die Bewertung des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten steht somit nicht im Zusammenhang mit einer Kategorisierung nach IAS 39, weshalb keine Angabe des bilanziellen Wertansatzes nach Bewertungskategorie erfolgt. Bezüglich der Schuldscheindarlehen weichen die Zeitwerte nicht wesentlich von den Buchwerten ab, da diese halbjährlich gekündigt werden können, variabel verzinslich sind und zum Nominalwert erstattet werden.

34. Haftungsverhältnisse

Am 31. Dezember 2015 bestanden wie zum Vorjahresstichtag keine Haftungsverhältnisse.

35. Beziehung zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Nahe stehende Unternehmen

Die NEXUS AG ist das oberste Mutterunternehmen. Mit dem assoziierten Unternehmen G.I.T.S. Gesundheitswesen IT- Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck, wurden im Berichtszeitraum für den Konzern unbedeutende Transaktionen durchgeführt. Insgesamt wurden Verkäufe in Höhe von TEUR 60 (Vj: TEUR 72) und keine Käufe getätigt. Zum Stichtag bestanden offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 18) und wie im Vorjahr keine offenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Mit dem assoziierten Unternehmen Palladium-med GmbH, Berlin, wurden Verkäufe in Höhe von TEUR 24 (Vj: TEUR 21) und Käufe in Höhe von TEUR 11 (Vj: TEUR 64) getätigt. Zum Stichtag bestanden offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4 (Vj: TEUR 0) und offene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 6).

Nahestehende Personen

Als Managementmitglieder in Schlüsselpositionen werden nur Managementmitglieder (Aufsichtsrat und Vorstand) der Konzernmuttergesellschafter NEXUS AG angesehen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erbringen neben ihrer Aufsichtsratstätigkeit vereinzelt selbst oder über ihnen nahestehende Gesellschaften Dienstleistungen für den Konzern und rechnen diese nach marktüblichen Bedingungen ab. In 2015 betrugen die hierfür als Aufwand angefallenen Dienstleistungshonorare TEUR 99 (Vj: TEUR 116). Am Bilanzstichtag waren hieraus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2 (Vj: TEUR 30) offen. Daneben erbringen Konzernunternehmen Dienstleistungen an Aufsichtsratsmitglieder und rechnen diese nach marktüblichen Bedingungen ab. In 2015 betrugen die hierfür angefallenen Erlöse TEUR 75 (Vj: TEUR 68). Am Bilanzstichtag waren hieraus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 14 (Vj: TEUR 8) offen. Es bestehen, neben den bereits an dieser und anderen Stellen gemachten Angaben, keine weiteren berichtspflichtigen Beziehungen zu nahe stehenden Personen.

Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Barzahlung beglichen. Für Forderungen oder Schulden gegen nahestehende Unternehmen bestehen keinerlei Garantien. Zum 31. Dezember 2015 hat der Konzern wie zum Vorjahresstichtag keine Wertberichtigung auf Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen und Personen gebildet. Die Notwendigkeit des Ansatzes einer Wertberichtigung wird jährlich überprüft, indem die Finanzlage des nahe stehenden Unternehmens und der Markt, in dem dieses tätig ist, überprüft werden.

36. Organe der Gesellschaft

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

Dr. jur. Hans-Joachim König, Singen; Vorsitzender

Prof. Dr. Ulrich Krystek, Hofheim; stellv. Vorsitzender

Diplom-Betriebswirt (FH) Wolfgang Dörflinger, Konstanz

Prof. Dr. Alexander Pocsay, St. Ingbert

Dipl.-oec. Matthias Gaebler, Stuttgart (bis 18. Mai 2015)

Erwin Hauser, Kaufmann, Blumberg (bis 18. Mai 2015)

Gerald Glausauer, Betriebswirt, Schwäbisch Hall (ab 18. Mai 2015)

Prof. Dr. med. Felicia M. Rosenthal, Freiburg (ab 18. Mai 2015)

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 112 (Vj: TEUR 112).

Der Vorstand:

Dr. Ingo Behrendt, Konstanz, Vorstandsvorsitzender

Dipl.-Betriebswirt Ralf Heilig, Kreuzlingen (CH), Vertriebsvorstand

Dipl.- Ing. Edgar Kuner, St. Georgen, Entwicklungsvorstand

Die Gesamtbezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:

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Gehaltskomponenten 2015
TEUR
2014
TEUR
Erfolgsunabhängige Komponenten 633 622
a) Kurzfristig fällige Leistungen 638 597
b) Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 25 25
Erfolgsabhängige Komponente ohne langfristige Anreizwirkung 350 350
Summe 1.013 972

Der Vorstand erzielte im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von TEUR 1.013 (Vj: TEUR 972). Darin enthalten sind TEUR 25 (Vj: TEUR 25) für die Altersversorgung des Vorstands. Im Mai 2014 wurde mit den Vorständen eine aktienbasierte Vergütung vereinbart. Sie besteht in Abhängigkeit der Unternehmenswertsteigerung aus maximal 160.000 Aktien, die über die Laufzeit jährlich fällig werden und auf der Kursentwicklung der Jahre 2015 bis 2017 basieren (AOP 2015-2017). Der beizulegende Zeitwert betrug im Zeitpunkt der Gewährung TEUR 788. Der Zeitwert wurde anhand eines Marktpreismodells unter Berücksichtigung der zukünftig erwarteten Dividende auf Basis von 67.000 Aktien zu einem gewichteten Durchschnitt von 11,73 EUR je Aktie ermittelt.

Das AOP 2012-2014 kam in 2015 zur Auszahlung in Höhe von TEUR 544.

Die Übergangsvereinbarung vom Mai 2014, die eine Gewährung von 11.650 Aktien beinhaltete und deren Wert sich zum Zeitpunkt der Gewährung auf TEUR 140 belief, wurde im Geschäftsjahr mit der Ausgabe von 11.500 Aktien an die Vorstände abgegolten.

Abfindungen wurden nicht bezahlt. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 wird gemäß § 286 Abs. 5 HGB auf die individualisierte Angabe der Vorstandsgehälter für die Geschäftsjahre 2012 bis 2016 verzichtet.

37. Director's Holdings

lm Geschäftsjahr 2015 hat sich die Anzahl der gehaltenen Aktien des Vorstandes und des Aufsichtsrates wie in der Tabelle dargestellt verändert.

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Aufsichtsrat Anzahl gehaltener Aktien Anzahl Optionen
Dr. jur. Hans-Joachim König 89.900 Vorjahr (101.239) 0 Vorjahr (0)
Prof. Dr. Alexander Pocsay 121.500 Vorjahr (121.500) 0 Vorjahr (0)
Erwin Hauser (bis 18. Mai 2015) 15.000 Vorjahr (15.000) 0 Vorjahr (0)
Prof. Dr. Ulrich Krystek 0 Vorjahr (0) 0 Vorjahr (0)
Wolfgang Dörflinger (Diplom-Betriebswirt FH) 0 Vorjahr (0) 0 Vorjahr (0)
Matthias Gaebler (bis 18. Mai 2015) 0 Vorjahr (0) 0 Vorjahr (0)
Gerald Glasauer (ab 18. Mai 2015) 0 Vorjahr (-) 0 Vorjahr (-)
Prof. Dr. med Felicia M. Rosenthal (ab 18. Mai 2015) 315 Vorjahr (-) 0 Vorjahr (-)
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Vorstand Anzahl gehaltener Aktien Anzahl Optionen
Dr. Ingo Behrendt (Dipl. Inf. Wiss. (MBA)) 111.900 Vorjahr (112.000) 0 Vorjahr (0)
Ralf Heilig (Dipl. Betriebswirt (MBA)) 137.650 Vorjahr (135.350) 0 Vorjahr (0)
Edgar Kuner (Dipl. Ingenieur) 250.351 Vorjahr (248.051) 0 Vorjahr (0)

38. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben nicht stattgefunden.

39. Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der NEXUS AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Unternehmenswebsite unter www.nexus-ag.de - Unternehmen - Investor Relations - Corporate Governance dauerhaft zugänglich gemacht.

 

Villingen-Schwenningen, 21. März 2016

NEXUS AG

Der Vorstand

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Zum 31.12.2015 in TEUR Klasse gemäß IFRS 7.6 Bewertung Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2015 Buchwert zum 31.12.2015 Bilanzieller Wertansatz nach Bewertungskategorie IAS 39
FVTPL (HfT) AfS LaR FLAC
Aktiva
Wertpapiere zum beizulegenden Zeitwert 1.744 1.744 - 1.744 - -
Schuldscheindarlehen zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.000 1.000 - - 1.000 -
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten - - 18.199 - - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 20.359 20.359 - - 20.359 -
Forderungen gegen at Equity bewertete Unternehmen zu fortgeführten Anschaffungskosten 4 4 - - 4 -
Sonstige Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 48 48 - - 48 -
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 622 622 - - 622 -
23.777 41.976 - 1.744 22.033 -
Passiva
Finanzverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 14 14 - - - 14
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 4.795 4.795 - - - 4.795
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 1 zu fortgeführten Anschaffungskosten 12.463 12.463 - - - 12.463
17.272 17.272 _ _ _ 17.272

1) In dieser Position sind bedingte Kaufpreise in Höhe von TEUR 1.244 (Vj: 3.290 TEUR) enthalten, die zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3 bewertet wurden (siehe Note 15). Der beizulegende Zeitwert entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten.

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Zum 31.12.2014 in TEUR Klasse gemäß IFRS 7.6 Bewertung Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2014 Buchwert zum 31.12.2014 Bilanzieller Wertansatz nach Bewertungskategorie IAS 39
FVTPL (HfT) AfS LaR FLAC
Aktiva
Wertpapiere zum beizulegenden Zeitwert 2.218 2.218 - 2.218 - -
Schuldscheindarlehen zu fortgeführten Anschaffungskosten 7.000 7.000 - - 7.000 -
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten - - 13.360 - - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 19.165 19.165 - - 19.165 -
Forderungen gegen at Equity bewertete Unternehmen zu fortgeführten Anschaffungskosten 18 18 - - 18 -
Sonstige Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 92 92 - - 92 -
Sonstige originäre finanzielle
Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 697 697 - - 697 -
29.190 42.550 - 2.218 26.972 -
Passiva
Finanzverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 268 268 - - - 268
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 4.890 4.890 - - - 4.890
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten1) zu fortgeführten Anschaffungskosten 9.452 9.452 - - - 9.452
14.610 14.610 - - 14.610

1 In dieser Position sind bedingte Kaufpreise in Höhe von TEUR 1.244 (Vj: 3.290 TEUR) enthalten, die zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3 bewertet wurden (siehe Note 15). Der beizulegende Zeitwert entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Villingen-Schwenningen, 21. März 2016

NEXUS AG

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Nexus AG aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Freiburg im Breisgau, 21. März 2016

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Brantner, Wirtschaftsprüfer

Lustig, Wirtschaftsprüferin