Nexus AG

Villingen-Schwenningen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht 2016

Grundlagen und allgemeine Angaben der NEXUS AG

Geschäftsmodell

Die NEXUS AG hat im Wesentlichen die Holdingfunktion der NEXUS-Gruppe inne. Deshalb schlagen sich die Chancen und Risiken aus Sicht der NEXUS-Gruppe unmittelbar bei der NEXUS AG nieder. Daher erfolgt die Lageberichterstattung im Wesentlichen aus Sicht der NEXUS-Gruppe.

Die NEXUS entwickelt, vertreibt und wartet Softwarelösungen für Krankenhäuser, Fachkliniken und Pflegeheime. Alle Softwarelösungen zielen darauf ab, dass die Gesundheitseinrichtungen ihre Prozesse effizienter abwickeln können und die Mitarbeiter mehr Zeit für Patienten zur Verfügung haben. NEXUS entwickelt diese Softwarelösungen, indem Know-how und Ideen von Kunden und eigenen Mitarbeitern zusammengebracht werden. NEXUS kann dabei auf ein umfangreiches Expertenwissen aus unterschiedlichen europäischen Ländern und einer Vielzahl von Einrichtungen zurückgreifen. Die derzeitigen Produktgruppen sind:

NEXUS / KIS: Komplettinformationssystem für somatische Häuser in Deutschland

NEXUS / PSYCHIATRIE: Komplettinformationssystem für psychiatrische Häuser

NEXUS / HEIM: Komplettinformationssystem für Altenheime und Altenheimketten

NEXUS / REHA: Komplettinformationssystem für Rehabilitations-Einrichtungen

NEXUS / HOSPIS: Administratives Komplettinformationssystem für Schweizer Spitäler

NEXUS / DIS: Interdisziplinäres diagnostisches Informationssystem

NEXUS / FRAUENHEILKUNDE: Informationssystem für geburtshilfliche Einrichtungen und Frauenheilkunde

NEXUS / PATHOLOGIE: Informationssystem für pathologische und zytologische Einrichtungen

NEXUS / RADIOLOGIE: Radiologie-Informations- (RIS) und Bildsystem (PACS) für radiologische Abteilungen und Praxen

NEXUS / INFORMATIONSTORE: Management-Informations-Systeme für Krankenhäuser

NEXUS / QM: Informationssysteme für das Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen

NEXUS / SPM: Informationssystem für Sterilisationsprozesse im Krankenhaus

NEXUS / IS: Integrationsserver für das Schnittstellenmanagement für Krankenhausinformationssysteme in Krankenhäusern

NEXUS / IT: Outsourcing Lösungen im Gesundheitswesen

Clinic WinData: Informationssysteme für die medizinische Fachbefundung und Geräteintegration

ASS.TEC: Prozess- und HR-Beratung im SAP-Umfeld

Asebis: Die Spitex-Komplettlösung für den Schweizer Markt

PEGASOS: Archivierung und Prozessmanagement im Gesundheitswesen

Emed: Webbasiertes klinisches Informationssystem für französische Gesundheitseinrichtungen

NEXUS / xCare: Komplettinformationssystem für somatische und psychiatrische Häuser in den Niederlanden

TESIS: Komplettinformationssystem für somatische Häuser in Katalonien (Spanien)

TESISVITA: Komplettinformationssystem für Invitro-Kliniken

NEXUS / SWITSPOT: Softwarelösungen zur Ergänzung des SAP Personalmanagements

EUROSDS: Sterilgut-Dokumentation und Instrumentenmanagementsysteme

NEXUS vertreibt die Softwarelösungen, installiert sie beim Kunden und übernimmt die Pflege der Lösungen im Sinne der Weiterentwicklung und Beratung und betreibt die Software, wenn es gewünscht wird.

Die Softwarearchitektur ist modular, offen und serviceorientiert. Die Serviceorientierung der Produkte ermöglicht es, Funktionalitäten (Services) auch in Fremdprodukte zu integrieren. Ebenso können auf diese Weise Bestandskunden neu akquirierter Unternehmen unmittelbar von Funktionsausweitungen profitieren.

Die verschiedenen Module der Software-Lösungen werden sowohl zur Verbesserung der Verwaltungs-, Abrechnungs- und Behandlungsabläufe als auch zur Optimierung der Qualität der Dokumentation von Patientendaten eingesetzt. Die Zielsetzung unserer Produkte ist es, Kunden des Gesundheitswesens Instrumente anzubieten, mit denen sie ihre Geschäftsprozesse digitalisieren, beschleunigen und qualitativ verbessern können. IT-Serviceleistungen runden das Leistungsspektrum ab.

Die NEXUS-Gruppe ist an den Standorten Donaueschingen, Aachen, Berlin, Böblingen, Erlangen, Frankfurt (Main), Hannover, Ismaning, Jena, Kassel, Neckarsulm, Ratingen, Singen (Hohentwiel), Wien (A), Wallisellen (CH), Altishofen (CH), Basel (CH), Lugano (CH), Luzern (CH), Grenoble (F), Creuzier-le-Neuf (F), Nieuwegein (NL) sowie Sabadell (ES) vertreten. Die strategische Ausrichtung der Gruppe wird maßgeblich von der NEXUS AG bestimmt.

Steuerungssystem

Die NEXUS-Gruppe ist in zwei Segmente („Healthcare Software“ und „Healthcare Services“) und innerhalb der Segmente in verschiedene Tochtergesellschaften (Geschäftsgebiete) untergliedert. Jedes Geschäftsgebiet verfügt über ein eigenständiges Geschäftsmodell. Grundlage der Geschäftsgebietsstrategie sind die Produktprogramm-, Markt-, Technologie- und Vertriebsstrategien der Gesamtgruppe. Die Steuerung der Segmente und Geschäftsgebiete erfolgt über die Messung von insgesamt 3 einheitlichen Kennzahlen (nach lokalen Rechnungslegungsstandards vor BilRUG): „Umsatz“, „Ergebnis vor Steuern“ und „Relative Marktposition“. Unter „Relativer Marktposition“ verstehen wir die Entwicklung eines Segmentes oder Geschäftsgebietes gemessen anhand der Unternehmensentwicklung im Vergleich zu den relevanten Wettbewerbern, soweit diese Informationen vorliegen. Die Kennzahlen werden quartalsweise vom Vorstand überprüft.

Forschung und Entwicklung

Die NEXUS-Gruppe betreibt keine Forschung, sondern nur Softwareentwicklung. In 2016 wurden Entwicklungsaufwendungen insbesondere für die Produkte NEXUS / HIS, NEXUS / KIS sowie für die NEXUS / KIS.ng, NEXUS / RADIOLOGIE, xCare, Emed und mobile Apps getätigt. Weitere Ergänzungsprodukte wurden neu entwickelt und unmittelbar in den Markt eingeführt. Die Next Generation-Software wird innerhalb der NEXUS AG entwickelt und durch die Etablierung einer eigenen Entwicklungsgruppe unterstützt.

Die eigenen Entwicklungsinvestitionen der NEXUS AG wurden im handelsrechtlichen Einzelabschluss in Höhe von TEUR 506 aktiviert (Vj: TEUR 355). Insgesamt sind TEUR 1.245 (Vj: TEUR 1.267) für Entwicklungskosten angefallen. Von den Umsätzen 2016 sind TEUR 1.142 (Vj: TEUR 849) auf die Veräußerung von Softwarelizenzen entfallen. Die Abschreibungen auf eigene Entwicklungskosten betragen TEUR 493 (Vj: TEUR 504).

Die nexus/cso GmbH hat auf eigenes Risiko für die NEXUS AG Entwicklungen in Höhe von TEUR 691 (Vj: TEUR 385) erstellt und an die NEXUS AG fakturiert. Diese wurden unter den immateriellen Vermögenswerten aktiviert. Die in 2016 aktivierten Entwicklungen beinhalten neben den oben genannten Neuprodukten auch Leistungen, die im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der bestehenden NEXUS-Produkte stehen.

Für das Geschäftsjahr 2017 sind weitere Entwicklungsinvestitionen – in ähnlicher Höhe wie im Geschäftsjahr 2016 - geplant.

Im Entwicklungsbereich waren 11 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2016 beschäftigt (Vj: 9 Mitarbeiter).

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

NEXUS liefert hauptsächlich an Kunden innerhalb des öffentlichen Gesundheitswesens im In- und Ausland mit Schwerpunkt in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich, Spanien und Österreich. Die Auftragslage hängt vom Wettbewerbsumfeld sowie von den Budgetentwicklungen und den Strukturveränderungen im Gesundheitswesen der einzelnen Länder ab. Eine unmittelbare Abhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen ist jedoch nicht gegeben. Langfristig könnte eine Verschärfung der Krise der öffentlichen Staatsfinanzen in europäischen Ländern jedoch zu einer Reduktion der Wachstumserwartungen der NEXUS-Gruppe führen. Eine gesicherte Prognose dieser Entwicklungen lässt sich derzeit nicht stellen.

Es bestätigt sich jedoch, dass „Optimierungen im Gesundheitswesen durch moderne Informationssysteme“ auch in Krisenzeiten ein fester Punkt auf der Prioritätenliste des Gesundheitswesens fast aller Länder bleibt.

Technologietrends

Die Beobachtung informationstechnologischer Trends und Entwicklungen ist für die Strategie der NEXUS von herausragender Bedeutung. Die regelmäßig veröffentlichten Technologietrends der jeweiligen Jahre (z.B. Gartner Report „Top 10 Strategic Technology Trends for 2017, October 2016) bieten dabei einen guten Orientierungsrahmen.

Für NEXUS haben wir die folgenden 5 Trends für uns als bedeutsam eingestuft:

Trend I: Künstliche Intelligenz (KI):Mit Technologien und Techniken der künstlichen Intelligenz ergeben sich neue Möglichkeiten, die weite über die traditionellen regelbasierten Algorithmen hinausgehen. Die neuen Softwaregenerationen verstehen, lernen und adaptieren sich und operieren vollständig autonom. NEXUS hat in 2016 begonnen, die ersten KI-Funktionen in die Software zu implementieren und zu testen.

Trend II: Intelligent Apps, wie beispielsweise virtuelle persönliche Assistenten, werden zu den Anwendungsbereichen der Künstlichen Intelligenz gehören. Gerade der Aspekt der „lernenden Systeme“ ist wichtig, um den Anwendern immer bessere Ergebnisse zu liefern. Im Arztberuf sind vielfältige Anwendungen denkbar und NEXUS arbeitet in ersten Bereichen an der Umsetzung.

Trend III: „Mesh App and Service Architecture” (MASA):Architekturen”, die multiple Anwender in multiplen Rollen mit multiplen Geräten über multiple Kommunikationsnetzwerke verbinden sind von zunehmender Bedeutung. MASA ermöglicht es den Anwendern über Mobile-, Web, Desktop oder IoT-Anwendungen hinweg zu arbeiten, ohne den Wechsel der Plattform mitzubekommen. In medizinischen Anwendungen sehen wir in diesen Architekturen in der „Mobilen Welt“ und in der „Kommunikation mit den Medizingeräten“ erhebliches Potential.

Trend IV: Neue “Input/Output Verfahren: Die Nutzung von neuen Input-Output-Verfahren sind im Entstehen und werden Audio, Video, Touch, Geschmack, Geruch und andere sensorische Kanäle nutzen und zusammenführen. Dadurch wird die Kommunikation zu den und von den Systemen reichhaltiger und intuitiver. Für NEXUS ist dieser Bereich zur Unterstützung der Arzt-Patienten-Kommunikation von Bedeutung.

Trend V: Lernfähige Sicherheits-Architekturen: Künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge und die Intensität der digitalen Kommunikation führt bei unseren Kunden zu immer höherer Angreifbarkeit durch die „Hacker-Industrie“. Reine parameter- oder rollenbezogene Sicherungssysteme sind für Cloud-Anwendungen und integrierte Wertschöpfungsketten zwischen Kunden, Partnern und Lieferanten unzureichend. Themen wie „Application Self Protection“ und „User Behaviour Analytics“ aber auch „endpoint protection und „vulnerability management“ gewinnen zunehmend an Bedeutung und sind fester Bestandteil der NEXUS Applikationsentwicklung.

Ausblick:

NEXUS sieht in den Bereichen „Künstliche Intelligenz“, „Mobilität“ und „neue Architekturen“ wesentliche Entwicklungen der nächsten Jahre. Für NEXUS als Lieferant von innovativen Softwarelösungen ist es von wesentlicher Bedeutung, die oben beschriebenen Entwicklungen zu beurteilen und die eigenen Entwicklungsvorhaben danach auszurichten. Wir sind mit der neuen NEXT GENERATION-Technologie in vielen der oben beschriebenen Entwicklungen bereits aktiv. Wir werden darüber hinaus die Themen „KI“ und „neue Architekturen“ stark in der Vordergrund unserer Entwicklungen bringen und neue Produkte in diesen Bereichen anbieten.

Wettbewerbsumfeld

Der Markt für Softwaresysteme im medizinischen Bereich zeichnet sich weiterhin durch hohe Wettbewerbsintensität und durch starke Anbieterkonzentration aus.

Die Konsolidierung innerhalb unserer Branche ist in 2016 nicht in gleicher Geschwindigkeit fortgeschritten. Nachdem in 2014 und 2015 eine Vielzahl von Unternehmen unserer Branche übernommen wurde, ist in 2016 nur der Zusammenschluss der italienischen Dedalus Gruppe mit der ebenfalls italienischen NOEMA-Life Gruppe bekannt geworden.

Nach wie vor ist aber von weiteren Veränderungen im Wettbewerbsumfeld auszugehen. Aus unserer Sicht gibt es derzeit neben NEXUS nur noch wenige Wettbewerber auf dem europäischen Markt, denen langfristiges Potential zugesprochen wird.

Geschäftsverlauf

Vertriebs- und Marktentwicklung

Die Positionierung der NEXUS als Lösungsanbieter im europäischen Gesundheitswesen ist mittlerweile klar kommuniziert und die Auftragserfolge sowie die Anzahl an Installationen haben zu einem hohen Bekanntheitsgrad des Unternehmens geführt. Den weiteren Ausbau der europäischen Aktivitäten haben wir auch in 2016 nachhaltig verfolgt und konnten steigende Umsätze realisieren.

In derzeit eher zurückhaltenden Märkten waren die Gesellschaften der NEXUS-Gruppe in 2016 vertrieblich sehr erfolgreich. Das gilt insbesondere für die Kernmärkte Deutschland und die Schweiz sowie für Frankreich und die Niederlande.

Neukunden wurden im vergangenen Jahr insbesondere in den diagnostischen Produktbereichen und im Qualitätsmanagement gewonnen. Hervorzuheben sind das NEXUS / RIS, NEXUS / FRAUENHEILKUNDE sowie die Produkte CWD und PEGASOS, die eine sehr deutliche Auftragseingangssteigerung verzeichnen konnten. Sehr positiv hat sich das Service-Geschäft entwickelt und im Bereich der Gesamtsysteme NEXUS / KIS und NEXUS / HIS, Emed und Xcare konnten wir einige wesentliche Aufträge gewinnen.

Produkt- und Unternehmensintegration

In 2016 haben sich die Unternehmenssegmente der NEXUS nicht verändert. Nach wie vor ist das Geschäft in eigenständige Geschäftsgebiete gegliedert, die für ihre Produkt- und Marktaktivitäten im Rahmen der Konzernplanung verantwortlich sind. Neben der Spartengliederung existiert auch eine Regionalgliederung, die sich im Wesentlichen auf die Länder Schweiz, Deutschland, Österreich, Niederlande, Frankreich und seit 2016 auch Spanien bezieht.

In 2016 wurden die Zentralfunktionen Controlling, Marketing und Entwicklung innerhalb der Gruppe weiter ausgebaut.

In 2016 wurden auch einige Veränderungen in der Beteiligungsstruktur vorgenommen:

Die NEXUS AG hat zum 4. Mai 2016 90,0 % der Anteile der switspot Verwaltungs GmbH, Neckarsulm, erworben. Der Kaufpreis in Höhe von TEUR 1.112 wurde in bar entrichtet.

Am 26. Juli 2016 hat die NEXUS AG 90,0 % der Anteile an der SISINF SL, Sabadell / Spanien, erworben. Der Kaufpreis in Höhe von TEUR 2.000 wurde in Höhe von TEUR 1.800 in bar entrichtet. Zum 31. Dezember 2016 bestand eine noch zu zahlende Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von TEUR 200.

Die NEXUS AG hat zum 5. September 2016 100,0 % der Anteile an der IBH Datentechnik GmbH, Kassel, erworben. Der Kaufpreis in Höhe von TEUR 6.061 wurde in Höhe von TEUR 4.029 in bar entrichtet. Zum 31. Dezember 2016 bestand eine noch zu zahlende Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von TEUR 2.032.

Wachstum und Ergebnis

Auf Grund der neuen Umsatzerlösdefinition durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) liegt eine eingeschränkte Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen vor.

Im Prognosebericht 2016 des Lageberichts zum Geschäftsjahr 2015 wurde eine starke Ertrags- bzw. Umsatzsteigerung prognostiziert. Im Einklang mit der dortigen Prognose hat sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2016 stark erhöht. Hintergrund war – bereinigt um BilRUG-Effekte – ein Anstieg im Bereich der Outsourcingerlöse und Erlöse im Lizenzgeschäft. Das Ergebnis ist entgegen der Vorjahresprognose leicht gegenüber dem Vorjahr gesunken. Hintergrund sind zum einen die niedrigeren Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen, zum anderen der erhöhte Personalaufwand.

Mit einem Umsatz von TEUR 8.248 nach TEUR 4.635 im Vorjahr ist der Umsatz um 77,9 % höher. Hintergrund des deutlich höheren Umsatzes sind die gestiegenen Outsourcing- und Lizenzerlöse bei Großkunden der Gesellschaft. Bei Anwendung der neuen Umsatzerlösdefinition gemäß § 277 HGB i.d.F. BilRUG auf das Vorjahr ergäbe sich ein TEUR 919 höherer Umsatz. Aufgrund der geringeren Ergebnisabführungserträge ist das Ergebnis vor Steuern auf TEUR 5.103 (Vj: TEUR 5.307) leicht gesunken. Das Ergebnis nach Steuern beträgt TEUR 4.500 (Vj: TEUR 4.905).

Der Umsatzschwerpunkt der NEXUS AG lag in 2016 in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz in Deutschland um rund TEUR 2.644 auf TEUR 5.755 gestiegen. Im internationalen Geschäft wurden TEUR 62 nach TEUR 194 erwirtschaftet (-68,0 %). Für die NEXUS-Gruppe bleibt das internationale Geschäft eine wesentliche Komponente. NEXUS investiert sehr intensiv in die Entwicklung von Produkten für ausländische Märkte und tätigt ggf. auch Unternehmens-akquisitionen, um den Markteintritt zu erleichtern. Das internationale Geschäft ist insbesondere auf den schweizer, den französischen, den niederländischen, den österreichischen und den spanischen Markt konzentriert.

Umsatzeffekte aus Währungsschwankungen gegenüber dem 31. Dezember 2015 betrafen insbesondere den Schweizer Franken. Der Durchschnittskurs des Schweizer Franken lag in 2016 bei EUR 1,09 (Vj: EUR 1,08). In 2016 ergaben sich keine Umsatzeffekte aus den Währungskursänderungen (Vj: TEUR 17).

Die Steuerung unseres Wachstums sowie der Ertragslage erfolgte auf Basis der in der internen kurzfristigen Erfolgsrechnung ausgewiesenen Kennzahlen zu „Umsatz“, „Ergebnis vor Steuern“ und „relative Marktposition“.

Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die NEXUS AG hat in 2016 einen Umsatz von TEUR 8.248 nach TEUR 4.635 (vor BilRUG) in 2015 erwirtschaftet. Das bedeutet eine Umsatzerhöhung von TEUR 3.613 (77,9 %). Aufgrund der Anwendung der neuen Umsatzerlösdefinition gemäß § 277 HGB i.d.F. BilRUG sind im Geschäftsjahr Umsätze in Höhe von TEUR 1.554 enthalten, entsprechend niedriger sind die sonstigen betrieblichen Erträge.

Das Periodenergebnis vor Steuern (EBT) hat sich von TEUR 5.307 im Vorjahr auf TEUR 5.103 (-3,8 %) verringert.

Die Wartungserträge erreichten TEUR 1.751 nach TEUR 1.407 im Vorjahr. Der Wartungsbereich macht damit einen Anteil von rund 21,2 % am Gesamtumsatz aus.

Die Dienstleistungs- und Outsourcing-Erlöse sind mit TEUR 3.715 deutlich höher als im Vorjahr (2015: TEUR 2.253). Die Lizenzerlöse waren mit TEUR 1.142 nach TEUR 849 ebenfalls höher als im Vorjahr. Die übrigen Umsatzerlöse betrugen TEUR 1.554 (Vj: TEUR 64; Vj inkl. BilRUG-Effekt: TEUR 983).

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 280 (Vj: TEUR 1.415, vor BilRUG) setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 45 (Vj: TEUR 1.063) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 6; Vj: TEUR 21) zusammen.

Der Materialaufwand in Höhe von TEUR 5.184 (Vj: TEUR 3.662) hat sich aufgrund des gestiegenen Umsatzes ebenfalls erhöht. Dies resultiert vor allem aus Aufwendungen für bezogene Leistungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.524 (Vj: TEUR 2.246). Bei Anwendung der neuen Umsatzerlösdefinition gemäß § 277 HGB i.d.F. BilRUG auf das Vorjahr ergäbe sich ein TEUR 116 höherer Materialaufwand, entsprechend niedriger wären die sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Im Bereich des Personalaufwands (TEUR 3.135; Vj: TEUR 2.476) ist eine Erhöhung des Aufwands um TEUR 659 zu verzeichnen. Die Erhöhung resultiert vor allem aus personalbezogenen Rückstellungseffekten.

Abschreibungen auf Sachanlagen sowie immaterielle Vermögensgegenstände fielen in Höhe von TEUR 1.400 (Vj: TEUR 1.517) an. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.046 liegen unterhalb des Vorjahresniveaus (Vj: TEUR 2.397). Die Reduktion ist vor allem auf die Kapitalbeschaffungskosten in 2015 von ca. TEUR 200 aufgrund der am 26. Februar 2015 durchgeführten Kapitalerhöhung zurückzuführen. Darüber hinaus gab es Einsparungseffekte bei den Raumkosten von TEUR 76 durch den Umzug der Konzernzentrale von Villingen-Schwenningen nach Donaueschingen.

Der Jahresüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 4.902) auf TEUR 4.496 verringert (‑8,3 %). Die Reduzierung resultiert vor allem aus geringeren Ergebnisabführungserträgen und Beteiligungserträgen, höheren Personal- sowie höheren Steueraufwendungen.

Die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 4.068 (Vj: TEUR 4.093) setzen sich im Wesentlichen aus eigenen aktivierten Entwicklungen sowie aus Entwicklungen - erstellt innerhalb der NEXUS-Gruppe - zusammen. Im Berichtsjahr lagen keine Hinweise auf Wertminderungen vor. Die immateriellen Vermögenswerte belaufen sich damit auf 4,5 % (Vj: 5,0%) der Bilanzsumme.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen sind trotz des höheren Geschäftsvolumens zum 31. Dezember 2016 auf TEUR 9.571 (Vj: TEUR 12.300) gesunken. Die Verringerung ist auf Darlehensrückzahlungen von Tochtergesellschaften sowie Zahlungen von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen.

Das Barvermögen zuzüglich der als Liquiditätsreserve gehaltenen Wertpapiere ist per 31. Dezember 2016 von TEUR 4.609 aufgrund der Mittelabflüsse für die getätigte Akquisitionen, der Investition in Grundstücke und Gebäude und der Ausschüttung der Dividende auf TEUR 3.611 gesunken. Das Barvermögen entspricht 4,0 % (Vj: 5,6 %) der Bilanzsumme.

Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag TEUR 68.257 nach TEUR 66.250 im Vorjahr, was einer Eigenkapitalquote von 75,3 % entspricht (Vj: 80,8 %). In 2016 wurde eine Dividende von EUR 0,14 auf die 15.731.385 Stück dividendenberechtigten und auf den Inhaber lautenden Stückaktien (EUR 2.202.393,90) an die Aktionäre ausbezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen liegen mit TEUR 1.678 über dem Vorjahresniveau (TEUR 841). Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen (TEUR 604; Vj: TEUR 0) aufgrund Rückkaufverpflichtung eigener Anteile, Rückstellungen für Tantiemen und Boni für Mitarbeiter (TEUR 467; Vj: TEUR 395), Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 112; Vj: TEUR 112), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 156, Vj. TEUR 8) und projektbezogene Nachlaufkosten (TEUR 27; Vj: TEUR 32).

Die erhaltenen Anzahlungen betragen TEUR 2.150 (Vj: TEUR 2.556). Ursächlich hierfür sind insbesondere Kundenanzahlungen für Softwareprojekte.

Der Mittelzu- und -abfluss wird anhand der Kapitalflussrechnung dargestellt. In 2016 entstand ein Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 10.405 (Vj: TEUR 5.644), welcher sich aus dem Periodenergebnis, den Abschreibungen, der Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva und Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und andere Passiva zusammensetzt. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug per Saldo TEUR -13.201 (Vj: TEUR -21.985). Insbesondere die Investitionen in Unternehmenskäufe sowie Investitionen in den Neubau der Unternehmenszentrale in Donaueschingen spiegeln sich hierin wider. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR 1.834; Vj: TEUR 17.809) resultiert im Geschäftsjahr im Wesentlichen aus der Darlehenstilgung der Tochtergesellschaften. Gegenläufig hierzu sind die Auszahlung der Dividende sowie der Kauf eigener Anteile.

Kapitalflussrechnung nach DRS 21

für die Zeit vom 01.01 bis 31.12.2016 und 2015

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(in TEUR) 2016 2015
1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit    
Periodenergebnis (vor außerordentlichen Posten) 4.496 4.901
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen 1.400 1.518
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen 560 -348
Sonstige zahlungswirksame Aufwendungen (+) und Erträge (-) -29 -148
Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 7 0
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva, aus laufender Geschäftstätigkeit 2.435 -134
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, aus laufender Geschäftstätigkeit 1.374 -320
Zinsaufwendungen (+) / -erträge (-) -78 -55
Ertragsteueraufwendungen (+) / -erträge (-) 604 402
Ertragsteuerzahlungen (+) / (-) -364 -172
  10.405 5.644
2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit    
Auszahlungen (-) für Investitionen in das    
- immaterielle Anlagevermögen -1.212 -902
- Sachanlagevermögen -3.090 -2.146
- Finanzanlagevermögen -9.055 -22.439
Auszahlung (-) / Einzahlungen (+) aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 3.392
Erhaltene Zinsen (+) 156 110
  -13.201 -21.985
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit    
Einzahlungen (+) durch Ausgabe neuer Aktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung 0 8.796
Auszahlungen (-) von Dividenden -2.202 -1.961
Einzahlungen (+) aus dem Verkauf eigener Anteile 89 79
Auszahlungen (-) /Einzahlungen (+) aus der Gewährung/Tilgung von Kreditenan verbundene Unternehmen 4.253 10.895
Auszahlungen (-) aus dem Kauf eigene Anteile -296 0
Gezahlte Zinsen (-) -10 0
  1.834 17.809
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands (Summe aus 1 + 2 + 3) -963 1.468
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 1.864 396
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 901 1.864
Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen: 31.12.2016 31.12.2015
Kasse 2 3
Guthaben bei Kreditinstituten 899 1.861
  901 1.864

Investitionen /Akquisitionen

Zur Veränderung der Beteiligungsstruktur der NEXUS AG wird auf Abschnitt „Produkt- und Unternehmensintegration“ auf Seite 6 verwiesen.

Im Geschäftsjahr erfolgten weitere wesentliche Investitionen in den Aus- und Umbau einer Immobilie in Donaueschingen, die den Standort in Villingen-Schwenningen abgelöst hat. Bislang wurden TEUR 4.415 (davon im Vj: TEUR 1.944) investiert.

Weitere wesentliche Investitionen waren der Erwerb von Softwareentwicklungen im Konzern, bei denen das Herstellerrisiko bei den Tochtergesellschaften lag. Die Auftragsentwicklungen durch die nexus/cso GmbH betrugen TEUR 691 (Vj: TEUR 385). Für die Erstellung eigener Software wurden TEUR 506 (Vj: TEUR 355) investiert.

Sonstige Finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat hauptsächlich Leasingverträge für die Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. der EDV-Hardware) und die Dienstfahrzeuge abgeschlossen. Darüber hinaus bestehen Mietverträge, sonstige Vertragsverpflichtungen über Geschäftsräume und sonstige Kaufverträge. Der Zweck der Verträge ist die Finanzierung und Beschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen. In 2016 sind hierfür insgesamt Betriebsaufwendungen in Höhe von TEUR 184 (Vj: TEUR 257) entstanden.

Risiken könnten durch den Abschluss teurerer Anschlussverträge zu höheren Kosten nach Auslaufen dieser Verträge entstehen.

Vorteile, die zu der Entscheidung zur Durchführung bzw. Beibehaltung dieser Geschäfte geführt haben, sind hauptsächlich in der für die Gesellschaft fehlenden Kapitalbindung bei der Beschaffung des betriebsnotwendigen Anlagevermögens zu sehen. Darüber hinaus ergeben sich durch die Leasingfinanzierung für die Gesellschaft kein Verwertungsrisiko und die Möglichkeit der kurzfristigen Sicherung des aktuellen technischen Entwicklungsstandes.

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das NEXUS Finanzmanagement zielt darauf ab, die finanzielle Stabilität und die Flexibilität des Unternehmens sicher zu stellen. Einer starken Eigenkapitalbasis kommt dabei die wesentliche Rolle zu. Die Kapitalstruktur der NEXUS AG besteht zu 75,3 % aus Eigenkapital und zu 24,7 % aus kurzfristigem Fremdkapital. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und erhaltene Anzahlungen.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Der finanzielle Leistungsindikator der NEXUS AG „Umsatz“ ist gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen. Das „Ergebnis vor Steuern“ hat sich hingegen negativ entwickelt. Der nicht finanzielle Leistungsindikator „relative Marktposition“ ist nach der internen Analyse der NEXUS ebenfalls gestiegen, nachdem der Umsatzanstieg der NEXUS-Gruppe über dem durchschnittlichen Anstieg der wesentlichen Wettbewerber liegt.

Geschäftsverlauf der Unternehmensbereiche

Geschäftsbereich Healthcare Software

Der Bereich Healthcare Software bietet selbst erstellte Softwareprodukte auf dem nationalen und internationalen Markt für Institutionen des Gesundheitswesens an. Dieses Segment erzielte in 2016 einen (externen) Umsatz von TEUR 817 nach TEUR 38 im Vorjahr. Die Erhöhung ist auf gestiegene Lizenzerlöse bei einem Großkunden zurückzuführen.

Geschäftsbereich Healthcare Service

Der Geschäftsbereich Healthcare Service bietet IT-Servicedienstleistungen für Einrichtungen des Gesundheitswesens in Deutschland an. Der Bereich erzielte in 2016 einen (externen) Umsatz in Höhe von TEUR 3.654 nach TEUR 2.222 in 2015. Die Erhöhung resultiert vor allem aus höheren Outsourcing- und Dienstleistungsumsätzen im Projektgeschäft.

Personal

Die Personalentwicklung ist im Markt klinischer Informationssysteme von besonderer Bedeutung. In diesem wissenskritischen Bereich, in dem medizinisches Wissen mit der Informatik zu einer kundenorientierten Lösung kombiniert werden muss, hängt der Erfolg von Entwicklungsvorhaben oder Kundenprojekten sehr häufig vom Wissen und der Ausbildung Einzelner ab. Die NEXUS AG legt daher auf strukturiertes und effizientes Personalmanagement großen Wert. Der Personalbestand der NEXUS AG zum Stichtag liegt bei 26 Mitarbeitern (Vj: 23 Mitarbeiter) zuzüglich 3 Vorstandsmitglieder (Vj: 3).

Gesamtaussage zur Lage der NEXUS AG

Die NEXUS AG hat sich bis auf das Ergebnis vor Steuern in 2016 hinsichtlich der beiden anderen Leistungsindikatoren positiv entwickelt. NEXUS verfügt über ein attraktives Produktprogramm, eine gute Marktposition in den Kernmärkten und stabile Kundenbeziehungen. Weiteres Wachstum kann durch Eigenfinanzierung generiert werden.

Chancen und Risikobericht

Das unternehmerische Handeln der NEXUS-Gruppe ist mit Risiken und Chancen verbunden. Zur frühzeitigen Erkennung, Bewertung und zum richtigen Umgang mit Chancen und Risiken hat die NEXUS AG ein Risikosteuerungs- und Kontrollsystem eingeführt. Das System umfasst die NEXUS AG inklusive aller mehrheitlich gehaltenen Tochtergesellschaften und liegt in der Verantwortung des Vorstands und der Geschäftsführer der Tochtergesellschaften.

Darüber hinaus ist die NEXUS-Gruppe mit kurz-, mittel- und langfristigen strategischen und operativen Risiken konfrontiert, die sich auf Veränderungen und Fehler innerhalb des Umfeldes, der Branche, der innerbetrieblichen Management- und Leistungsprozesse oder des finanzwirtschaftlichen Umfelds beziehen.

Risikomanagement

Die NEXUS hat ein den Verhältnissen angemessenes internes Kontrollsystem sowie Controlling-Instrumentarium und Risikomanagement implementiert. Neben einem intensiven Kosten- und Ergebnismanagement, das im Rahmen regelmäßiger Management- und Aufsichtsratssitzungen überwacht wird, besteht ein Risikomanagement-Handbuch. Entsprechend werden folgende Chancen- und Risikofelder vom Managementteam überwacht:

Kundenprojekte

Entwicklungsprojekte

Mangelnde Marktakzeptanz von Produkten

Abwanderung von Know-How-Trägern

Prozessrisiken

Entwicklung von Tochtergesellschaften und Profitcentern

IT-Sicherheit und ‑verfügbarkeit

Reputation

Regulatorische Risiken

Die Berichterstattung, die Dokumentation und die Maßnahmenentwicklung sind im Risikohandbuch der NEXUS AG geregelt. Die Umsetzung wird periodisch vom Vorstand überprüft. In 2016 wurden drei Risikoberichte von den verantwortlichen Stellen an den Vorstand gemeldet und von diesem bewertet.

Der Einkauf ist im Wesentlichen auftragsbezogen und in Abstimmung mit den zuständigen Projektmanagern organisiert. Zahlungsausgänge werden bei der NEXUS AG durch den Vorstand und bei den Tochtergesellschaften durch den jeweiligen Geschäftsführer genehmigt. Der Personalabrechnungsprozess erfolgt für die inländischen Gesellschaften zum überwiegenden Teil zentral in Donaueschingen und wird durch funktionsunabhängige Kontrollen überwacht.

Zur Leistungserfassung der Entwicklungsabteilung wird eine Oracle-Datenbank verwendet. Die Steuerung wird durch eine Vierteljahresplanung vorgenommen. Die NEXUS-Gruppe nutzt eine ERP-Software (Enterprise Ressource Planning), mit der Informationen sowohl für Ablaufprozesse und interne Kontrollen als auch für Zwecke der Berichterstattung verfügbar gemacht werden. Darüber hinaus findet eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Finanzabteilungen der dezentralen Tochterunternehmen und der zentralen Konzernfinanzabteilung statt.

Der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften wird verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt. Diese berichten ihre Ergebnisse monatlich an den Vorstand. Der Vorstand ist an den maßgeblichen Entscheidungen unmittelbar beteiligt. Für die Steuerung und Überwachung werden die Tochtergesellschaften hierzu nach Produkten bzw. Märkten in derzeit sieben Business Units zusammengefasst, die wiederum den beiden Segmenten „Healthcare Software“ und „Healthcare Services“ zugeordnet werden.

Die Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems obliegt dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.

Risiken und Chancen

Markt- und Branchenrisiken

Wesentliche Risiken und Chancen, die eine deutliche Veränderung der wirtschaftlichen Lage bei NEXUS hervorrufen könnten, liegen im Markt und Branchenumfeld. Die NEXUS-Gruppe erwirtschaftet ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen aus dem Verkauf von Softwarelizenzen und Dienstleistungen für das Gesundheitswesen in Deutschland, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, Frankreich und Spanien. Das derzeitige gesamtwirtschaftliche Umfeld stellt nach wie vor ein Risiko dar. Insbesondere die schwachen Wachstumswerte in Europa führen in vielen europäischen öffentlichen Haushalten zu Budgetkürzungen, die sich auch auf die Finanzierung der öffentlichen Investitionen auswirken. Weitere Ausgabenkürzungen im Gesundheitswesen und insbesondere bei den Krankenhäusern sind zu erwarten.

Gartner hat seine Prognose für das Wachstum der weltweiten IT-Ausgaben für 2017 mit 2,9 % angegeben. Starkes Wachstum ist nach wie vor im Bereich der Unternehmenssoftware zu finden. Gartner rechnet in diesem Segment in 2017 mit einem Anstieg um 7,2 %. Frost und Sullivan gehen in einer aktuellen Studie von einem Wachstum im EHR (Electronic Health Record) Markt in Europa von 10 % bis 2020 aus.

Auch wenn die Zahlen keinen unmittelbaren Aufschluss über die Investitionsbereitschaft von Einrichtungen im Gesundheitswesen geben, geht die NEXUS-Gruppe davon aus, dass sich die Zielgruppe somatischer und psychiatrischer Krankenhäuser, medizinischer Versorgungszentren, Reha-, Alten- und Pflegeheime ebenfalls dem Trend zunehmender Investitionen in Unternehmens-software weiter anschließen wird. Für NEXUS ergeben sich dabei erhebliche Chancen, ein überdurchschnittliches Wachstum zu erzielen.

Unsere derzeitige Technologie- und Marktposition eröffnet uns die Möglichkeit, neue Kunden zu erschließen und die Marge zu verbessern. Die bisher installierte Kundenbasis ist hierfür eine ausgezeichnete Referenz. Unsere Technologiestrategie und unsere applikative Trennung zwischen einem klinischen und einem diagnostischen System findet am Markt zunehmend Aufmerksamkeit. Als Anbieter von Qualitätssoftware hat sich NEXUS am Markt einen sehr guten Ruf erarbeitet und gilt als stabiles, wachsendes Unternehmen. In den letzten Jahren galt dies insbesondere für den deutschen Markt, in dem die NEXUS-Gruppe mit dem Neuprodukt NEXUS / KIS wesentliche Aufträge gewinnen und damit andere etablierte Wettbewerber ablösen konnte.

Sollten sich trotz des segmentierten Marktes andere Anbieter als Standard durchsetzen, wird die Strategie der NEXUS-Gruppe als mittelständischer Anbieter mit internationaler Präsenz nicht erfolgreich sein. Durch die fortschreitende Konsolidierung ist weiterhin die Möglichkeit der Übernahme durch einen Wettbewerber gegeben.

Leistungswirtschaftliche Risiken und sonstige Risiken

Strategische Risiken: Risiken können auch aus strategischen Unternehmensentscheidungen resultieren, die kurzfristig und langfristig grundsätzlich das Chancen- und Risikopotential der NEXUS verändern.

Vermarktungs- und Vertriebsrisiken: Die NEXUS bearbeitet die unterschiedlichen Märkte mit unterschiedlichen Vertriebsmodellen. Aufgrund der hohen Komplexität der Produkte ist die Vermarktung sehr anspruchsvoll. Der Verlust von Partnern, Mitarbeitern oder Vertriebsmittlern ist ein Risiko, das die Ertragssituation beeinflussen könnte. Wichtig für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der NEXUS AG einschließlich Tochtergesellschaften ist, dass neben einer Verbreiterung der installierten Softwarebasis die Wartungs- und Serviceerlöse weiter gesteigert werden können. Hierzu ist auch Voraussetzung, dass es in ausreichendem Umfang gelingt, auslaufende Wartungs- und Serviceverträge zu verlängern. Bei erhöhtem Anteil an Wartungserträgen und Erträgen aus Partnergeschäften kann sich die Erlösqualität weiter verbessern.

Projektrisiken: Umsetzungsschwierigkeiten, insbesondere technischer Art, könnten bei den vorliegenden Großprojekten zu Pönalen oder Rückabwicklungen führen, die sich wiederum negativ auf die Ertragslage, aber auch auf die Marktreputation auswirken könnten. Zahlungsausfälle in Großprojekten durch Zahlungsschwierigkeiten oder Zahlungszurückhaltung der Kunden könnten zu Liquiditätsbelastungen für das Unternehmen führen, insbesondere wenn im Rahmen von Großprojekten erhebliche Vorleistungen erbracht wurden. Dieses Risiko wird soweit möglich durch die Vereinbarung von Anzahlungen reduziert. Ausfallrisiken bzw. Risiken, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, werden im Rahmen des Forderungs-managements (bspw. Bonitätsprüfungen) aktiv gesteuert. Ausfallrisikokonzentrationen entstehen im Konzern temporär innerhalb von Großprojekten. Die maximale Risikohöhe ergibt sich aus dem Buchwert der aktivierten Forderungen und ggf. aus Schadensersatz- oder Haftungsansprüchen. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen existieren aufgrund der vorhandenen Liquiditätsreserven und der sich zunehmend verstetigenden Einzahlungsflüsse derzeit nicht.

Produktrisiken: Es besteht ein Risiko, dass der von NEXUS erreichte Innovationsvorsprung durch Wettbewerbsinnovationen verloren geht und dadurch Marktanteile verloren gehen. Risiken liegen auch in der Zeit- und Budgetplanung sowie in der Gestaltung und in der Qualität von Eigenentwicklungen, bei denen Abweichungen von der Marktspezifikation erhebliche Auswirkungen hinsichtlich der Vermarktung und der Kostenposition bedeuten können. In der Softwareentwicklung werden außerdem teilweise Drittprodukte eingesetzt, bei deren Verlust oder bei mangelnder Qualität der Technologie es zu Verzögerungen der eigenen Softwareauslieferung kommen. Die NEXUS-Gruppe begegnet diesen Risiken mit jährlichen qualitätsgeprüften Releases, die einen vordefinierten Qualitätsmanagement-Prozess durchlaufen.

Risiken in der Belegschaft: Die Entwicklung der NEXUS hängt in starkem Umfang vom Wissen und der konzernweiten Leistungsbereitschaft der Belegschaft ab. Es besteht grundsätzlich das Risiko, durch Fluktuation Kompetenzen zu verlieren und Marktvorteile einzubüßen. Das Abwandern einer größeren Anzahl von Kern-Know-How-Trägern könnte zumindest kurzfristig zu erheblichen Schwierigkeiten in der operativen Geschäftsabwicklung führen. Zudem zeigt der Arbeitsmarkt seit Jahren einen Mangel an Fachkräften. Die NEXUS begegnet diesem Risiko mit aktiver Personalentwicklung, die ein wichtiger Bestandteil für eine vorausschauende und zuverlässige Sicherung unserer Personalressourcen darstellt.

Bedeutende rechtliche Risiken sind derzeit nicht bekannt.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten und finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzinstrumente bestehen im Wesentlichen aus Leistungsforderungen und -verbindlichkeiten. Da die Kunden der NEXUS-Gruppe überwiegend in öffentlicher Trägerschaft sind, ist das Ausfallrisiko innerhalb der Leistungsforderungen als gering einzuschätzen.

NEXUS hält Wertpapiere, die Zinsrisiken und Kursrisiken ausgesetzt sind und darum intensiv beobachtet werden und alternativen Anlageoptionen unterworfen sind. Aufgrund der volatilen Märkte für Wertpapiere existieren weiterhin Kurs- und Ausfallrisiken, die beobachtet und bewertet werden. Der Konzern hält wesentliche liquide Mittel in Schweizer Franken, die Kursrisiken unterliegen. Währungsrisiken entstehen insbesondere durch die in der Schweiz (Schweizer Franken) realisierten Umsätze und die daraus resultierenden Forderungen, die bis zur Zahlung Währungsschwankungen unterliegen. Den Einzahlungen in Schweizer Franken stehen in wesentlicher Höhe Auszahlungen in Schweizer Franken gegenüber, so dass sich hier das Währungsrisiko netto vermindert. Eine Sicherungsbeziehung bestand zum Stichtag nicht. Risiken zu Zahlungsstromschwankungen existieren aufgrund der Liquiditätsreserven und der sich zunehmend verstetigenden Einzahlungsflüsse nicht.

Die NEXUS AG hält zum Bilanzstichtag Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 67.625 nach TEUR 58.370 im Vorjahr. Der Anstieg ist aufgrund der nachfolgenden Unternehmenskäufen entstanden: Die NEXUS AG hat zum 4. Mai 2016 90,0 % der Anteile der switspot Verwaltungs GmbH, Neckarsulm, erworben. Der Kaufpreis in Höhe von TEUR 1.112 wurde in bar entrichtet. Hier wurden TEUR 15 Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Darüber hinaus hat die NEXUS AG am 26. Juli 2016 90,0 % der Anteile an der SISINF SL, Sabadell / Spanien, erworben. Der Kaufpreis betrug TEUR 2.000. Hier sind Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEUR 25 aktiviert. Die NEXUS AG hat zum 5. September 2016 100,0 % der Anteile an der IBH Datentechnik GmbH, Kassel, erworben. Der Kaufpreis in Höhe von TEUR 6.061 wurde in Höhe von TEUR 4.029 in bar entrichtet. Hier wurden TEUR 35 Anschaffungsnebenkosten aktiviert.

Die Gesellschaft hat Forderungen gegenüber den Tochtergesellschaften in Form von Darlehen mit überwiegend unbestimmter Laufzeit über insgesamt TEUR 1.555 (Vj: TEUR 2.504) inklusive abgegrenzter Zinsen gewährt. Die Darlehen dienen insbesondere der Vorfinanzierung von Entwicklungskosten in den Tochtergesellschaften.

Zum Bilanzstichtag wurde eine Überprüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungsbuchwerte sowie der Darlehensforderungen auf Basis eines Ertragswertverfahrens vorgenommen. Aufgrund der zukünftigen positiven Ergebniserwartungen besteht kein Abwertungsbedarf. Sofern die für die Bewertung getroffenen Annahmen zukünftig nicht so eintreten, könnte sich ein zusätzlicher Abwertungsbedarf bei den Beteiligungsansätzen sowie bei den Darlehensforderungen ergeben, wenn die Buchwerte nicht durch einen etwaigen Liquidationserlös gedeckt wären.

Die Wertpapiere wurden zum Bilanzstichtag mit dem unter den Anschaffungskosten liegenden niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Je nach Entwicklung der Finanzmärkte können zukünftig weitere Abwertungen, aber auch Zuschreibungen notwendig werden.

Der Auftragsbestand und gute Auftragsaussichten im internationalen und nationalen Geschäft lassen die Planung als realistisch erscheinen. Als Risiko muss die Wechselkursentwicklung des Schweizer Franken gesehen werden, da die NEXUS AG einen Teil des Umsatzes in der Schweiz realisiert.

Wichtig für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der NEXUS AG einschließlich Tochtergesellschaften ist auch, dass neben einer Verbreiterung der installierten Softwarebasis die Wartungs- und Serviceerlöse weiter gesteigert werden können. Hierzu ist auch Voraussetzung, dass es in ausreichendem Umfang gelingt, auslaufende Wartungs- und Serviceverträge zu verlängern.

Die Entscheidung über den Einsatz und die Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten werden zentral durch den Vorstand überwacht.

Der Konzern ist bestrebt, über genügend Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente oder entsprechende unwiderrufliche Kreditlinien zu verfügen, um seine Verpflichtungen in den nächsten Jahren zu erfüllen. Des Weiteren steht der Gesellschaft genehmigtes Kapital für weitere Kapitalerhöhungen zur Verfügung

Angaben zu Aktien, den Aktionären und den Organen der NEXUS AG insbesondere nach § 298 Abs. 4 HGB / Übernahmerelevante Angaben

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und Börsennotierung

Die NEXUS AG ist an der Frankfurter Wertpapierbörse im Prime Standard unter der Wertpapier- Kenn-Nummer (WKN) 522090 gelistet. Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 15.735.665 setzt sich wie folgt zusammen: Stammaktien: 15.735.665 Stück zum rechnerischen Wert von jeweils EUR 1,00. Zu den aus Stückaktien vermittelten Rechten und Pflichten verweisen wir auf das Aktiengesetz (§§ 8 ff. AktG). Zum Stichtag sind 15.719.693 Aktien ausgegeben.

Beschränkungen zu Aktien

Soweit bekannt existieren keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital

Uns wurden keine direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital mit über 10 von Hundert der Stimmrechte mitgeteilt.

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es existieren keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Art der Stimmrechtskontrolle im Fall von Arbeitnehmerbeteiligungen

Bei den am Kapital beteiligten Arbeitnehmern existiert keine Trennung zwischen Stimmrecht und Aktie. Die Kontrollrechte können unmittelbar durch die Arbeitnehmer ausgeübt werden.

Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen

Es existieren keine weitergehenden Satzungsbestimmungen zur Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern als die in den gesetzlich geltenden Vorschriften. Zudem sind keine wesentlichen Satzungsbestimmungen anzugeben, die von gesetzlichen Vorschriften und von dispositiven Vorschriften abweichen.

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien

Die Hauptversammlung der NEXUS AG hat mit Beschluss vom 18. Mai 2015 den Vorstand ermächtigt, bis zum 30. April 2020 eigene Aktien bis zu einer Höhe von insgesamt 10 % des Grundkapitals, das bei Einberufung der Hauptversammlung vorhanden war, d.h. maximal bis zu 1.573.566 Stückaktien mit rechnerischem Nennwert von je EUR 1,00, zu erwerben. Der Vorstand ist im Rahmen der Ermächtigung ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre im Falle der Verwendung der eigenen Aktien nach Maßgabe der näheren Bestimmungen des am 7. April 2015 im Bundesanzeiger veröffentlichen Punkt 7 der Tagesordnung der Hauptversammlung der NEXUS AG auszuschließen. Die bis dahin bestehende Ermächtigung vom 14. Juni 2010 wurde damit aufgehoben.

Der Vorstand ist ermächtigt, die aufgrund der erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Er ist ferner ermächtigt, die aufgrund der erteilten Ermächtigung erworbenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates an Dritte im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder bei einem Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen anzubieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien ist insoweit ausgeschlossen. Die NEXUS AG hat in 2016 ein Aktienrückkaufprogramm gestartet.

Der Vorstand der NEXUS AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 25. Oktober 2016 beschlossen, von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. Mai 2015 zum Erwerb bis zu 200.000 Stück eigener Aktien (das entspricht 1,27 % vom Grundkapital) der Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG Gebrauch zu machen. Die Ermächtigung ist auf den Zeitraum bis zum 30. April 2020 und auf einen Umfang von bis zu 10% des Grundkapitals beschränkt. Aus diesem Aktienrückkaufprogramm wurden bis zum 31. Dezember 2016 16.056 Stück eigene Anteile (= EUR 16.056 Grundkapital) erworben. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 0,1 %.

Per 31. Dezember 2016 wurden insgesamt 16.056 Stück zu einem Durchschnittskurs von EUR 18,47 erworben.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 30. April 2021 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 3.000.000,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die neuen Aktien können auch an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens ausgegeben werden. Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Bedingungen der Aktienausgabe. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:

a) für Spitzenbeträge,

b) zur Ausgabe neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens,

c) zur Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen,

d) zur Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Feststellung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des zum Zeitpunkt der Eintragung dieser Ermächtigung im Handelsregister vorhandenen Grundkapitals (EUR 15.735.665,00) und – kumulativ – 10 % des zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals ist der anteilige Betrag am Grundkapital abzusetzen, der auf neue oder zurückerworbene Aktien entfällt, die seit der Eintragung dieser Ermächtigung im Handelsregister unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und/oder Wandlungspflichten aus Wandelschuldverschreibungen beziehen, die seit der Eintragung dieser Ermächtigungen im Handelsregister in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft wird um EUR 1.400.000,00 durch Ausgabe von bis zu 1.400.000 auf den Inhaber lautender Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,00 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012). Das bedingte Kapital dient der Sicherung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen, die auf Grund der Ermächtigung der Hauptversammlung der NEXUS AG vom 23. Mai 2012 gegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Aktienoptionen ausgegeben werden und die Inhaber dieser Aktienoptionen von ihrem Bezugsrecht auf Aktien Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots stehen

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Entschädigungsvereinbarungen

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands

Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands wird bei der NEXUS AG vom Aufsichtsrat beschlossen. Das Vergütungssystem für den Vorstand basiert auf den Grundsätzen der Leistungs- und Ergebnisorientierung und besteht aus einer erfolgsunabhängigen Grundvergütung sowie aus erfolgsabhängigen Bestandteilen. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung eines jeden Vorstandsmitglieds bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung des Marktumfelds. Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft für ihre Organmitglieder eine Vermögenshaftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung).

Die erfolgsunabhängige Grundvergütung besteht aus einem Fixum, ausbezahlt in zwölf Monatsraten und Sachbezügen, welche aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzungen bestehen. Als Maßnahme der betrieblichen Altersvorsorge werden zudem durch die Gesellschaft Einzahlungen in eine Lebensversicherung und eine Unterstützungskasse geleistet.

Die erfolgsabhängigen Bestandteile enthalten eine jährlich wiederkehrende, an den geschäftlichen Erfolg gebundene Komponente und eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter in Form eines Bonus. Die jährlich wiederkehrende Komponente orientiert sich am EBIT des NEXUS-Konzerns bzw. der Einhaltung der Planwerte. Die Komponente mit langfristiger Anreizwirkung ist an die Entwicklung des Aktienkurses der NEXUS AG gekoppelt. Dem Vorstand gehörten zum 31. Dezember 2016 folgende Personen an:

Dr. Ingo Behrendt, Vorstandsvorsitzender

Ralf Heilig, Vertriebsvorstand

Edgar Kuner, Entwicklungsvorstand

Der Vorstand erzielte im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von TEUR 1.019 (Vj: TEUR 969). Darin enthalten sind TEUR 25 (Vj: TEUR 25) für die Altersversorgung des Vorstands.

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 wird gemäß § 286 Abs. 5 HGB auf die individualisierte Angabe der Vorstandsgehälter für die Geschäftsjahre 2012 bis 2016 verzichtet.

Es bestehen keine Zusagen an Vorstandsmitglieder über Vergütungen im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens.

Vergütungen des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung der NEXUS AG festgelegt; sie ist in der Satzung der NEXUS AG geregelt. Die Vergütungen orientieren sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie am wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält eine jährliche Vergütung, die sich aus einer festen und einer variablen Vergütung zusammensetzt. Die feste Vergütung beträgt für den Aufsichtsratsvorsitzenden EUR 15.000 und für die anderen Aufsichtsratsmitglieder EUR 11.000. Daneben wird eine ergebnisabhängige, variable Vergütung gewährt, die für den Aufsichtsratsvorsitzenden maximal EUR 15.000 und für die anderen Aufsichtsratsmitglieder maximal EUR 5.000 beträgt. Für den Vorsitz in Ausschüssen werden weitere EUR 1.000 gewährt.

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

Dr. jur. Hans-Joachim König, Singen, Vorsitzender

Prof. Dr. Ulrich Krystek, Berlin, stellv. Vorsitzender

Diplom-Betriebswirt (FH) Wolfgang Dörflinger, Konstanz

Prof. Dr. Alexander Pocsay, St. Ingbert

Gerald Glasauer, Betriebswirt, Fichtenberg

Prof. Dr. med. Felicia M. Rosenthal, Freiburg

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 112 (Vj: TEUR 112). Der Aufsichtsratsvorsitzende erbringt neben seiner Aufsichtsratstätigkeit vereinzelt selbst oder über eine ihm nahestehende Gesellschaft Dienstleistungen für die NEXUS AG und rechnet diese nach marktüblichen Bedingungen ab. In 2016 betrugen die hierfür als Aufwand angefallenen Dienstleistungshonorare TEUR 69 (Vj: TEUR 99). Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft für ihre Organmitglieder eine Vermögenshaftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung).

Erklärung zur Unternehmensführung und zur Entsprechenserklärung

Die Erklärung zur Unternehmensführung sowie die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wurden auf der Unternehmenswebsite www.nexus-ag.de – Unternehmen – Investor Relations – Corporate Governance veröffentlicht.

Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und Risikosituation der NEXUS-Gruppe und der NEXUS AG

Die NEXUS AG sowie alle ihre Tochtergesellschaften arbeiten nach einer einheitlichen Methode der Chancen-/Risikoanalyse und des Chancen-/Risikomanagements. Der Früherkennung von Risiken wird damit eine wesentliche Bedeutung beigemessen. Die Überwachung der Risiken durch eindeutige Kennzahlen (Umsatz, Ergebnis vor Steuern, relative Marktposition) ermöglicht eine klare Einschätzung über die Bedeutung.

Weder aus den Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition lässt sich derzeit erkennen, dass der Fortbestand des Unternehmens gefährdet ist. Gleichzeitig sieht das Management noch erhebliche Chancen zur Ausweitung des Umsatzes im Marktsegment der NEXUS AG.

Prognosebericht 2017

Wir sehen derzeit eine ansteigende Bereitschaft der Krankenhäuser in Europa in digitalen Technologien zu investieren. Bestehende Systeme werden ausgebaut und Service-Strukturen für die Anwender verbessert. Trotz dieses Trends sehen wir noch nicht, dass es bei den Krankenhäusern die Bereitschaft gibt, Systeme abzulösen, denen kein Weiterentwicklungspotential zugeschrieben wird. Hier ist der Markt insgesamt noch sehr verhalten. Dabei gilt es mehr und mehr, dass Gesundheitseinrichtungen gefordert sind, ihre Prozesse durch Software zu optimieren und Einsparpotentiale zu realisieren. Wir gehen daher davon aus, dass Altsysteme in den nächsten Jahren zunehmend abgelöst werden.

Aufgrund unserer klaren Positionierung sind wir in der Lage, auch in einem schwierigen Marktumfeld Umsatzwachstum zu erzielen. Das konnten wir in den letzten Jahren immer wieder belegen. Wir werden uns in 2017 dennoch einer Reihe von Herausforderungen stellen müssen, um die gewohnten Steigerungsraten weiter zu erreichen. Dazu gehört die Integration der jüngst getätigten Unternehmensakquisitionen genauso, wie die weitere Umsetzung des NEXT / NEXUS-Programms. Hinzu kommen die Internationalisierung unseres Produktprogramms und die konzernweite Produktvereinheitlichung.

Wie schnell sich für diese Maßnahmen messbaren Zahlen einstellen, kann aus heutiger Sicht nicht klar belegt werden. Davon unabhängig erwarten wir in unserer Planung 2017 in allen Leistungskennziffern leicht steigende Werte. Dies gilt für den Umsatz und das Ergebnis vor Steuern. Gleichermaßen erwarten wir eine leichte Verbesserung in der relativen Marktposition in den relevanten Märkten. Diese Prognose gilt für die Segmente „Healthcare Software“ und „Healthcare Service“. Darin beinhaltet sind Investitionen in die Internationalisierung und Erweiterungen unserer Produktpalette. Diese Investitionen können ggf. auch durch Akquisitionen unterstützt werden.

Die NEXUS AG plant insbesondere aufgrund von Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften für 2017 Ertragssteigerungen leicht über Vorjahresniveau. Weitere Investitionen werden in die Erschließung internationaler Märkte, die Produktentwicklung und den Kauf weiterer Unternehmen fließen.

 

Villingen-Schwenningen, den 20. März 2017

NEXUS AG

Der Vorstand

Dr. Ingo Behrendt

Ralf Heilig

Edgar Kuner

Bilanz

Aktiva

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31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Anlagevermögen 76.824.759,44 64.674.974,14
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.068.155,19 4.093.293,21
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 948.953,85 895.458,89
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.119.201,34 3.197.834,32
II. Sachanlagen 5.127.072,80 2.206.567,05
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.279.208,80 1.264.720,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 445.004,00 262.989,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.402.860,00 678.858,05
III. Finanzanlagen 67.629.531,45 58.375.113,88
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 67.624.531,45 58.370.113,88
2. Beteiligungen 5.000,00 5.000,00
B. Umlaufvermögen 13.783.038,71 17.260.536,61
I. Vorräte 455,00 889,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 455,00 889,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.171.672,87 13.651.125,17
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.082.336,48 1.130.472,76
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.668.775,84 11.169.405,27
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.420.560,55 1.351.247,14
III. Wertpapiere 1.709.525,00 1.744.187,50
1. sonstige Wertpapiere 1.709.525,00 1.744.187,50
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 901.385,84 1.864.334,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.204,32 24.656,50
Summe Aktiva 90.610.002,47 81.960.167,25

Passiva

   
  31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Eigenkapital 68.256.828,36 66.250.336,83
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 15.719.693,00 15.730.905,00
II. Kapitalrücklage 36.435.997,56 36.711.877,11
III. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 3.681.924,39 3.681.924,39
1. andere Gewinnrücklagen 3.681.924,39 3.681.924,39
IV. Bilanzgewinn 12.419.213,41 10.125.630,33
B. Rückstellungen 2.023.421,76 1.207.123,40
1. Steuerrückstellungen 345.786,57 366.530,50
2. sonstige Rückstellungen 1.677.635,19 840.592,90
C. Verbindlichkeiten 20.329.752,35 14.502.707,02
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.150.220,50 2.555.830,06
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 328.700,72 342.231,61
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.451.576,42 10.967.312,33
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.399.254,71 637.333,02
Summe Passiva 90.610.002,47 81.960.167,25

Gewinn- und Verlustrechnung

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1.1.2016 - 31.12.2016
EUR
1.1.2015 - 31.12.2015
EUR
1. Ergebnis nach Steuern 4.500.071,53 4.905.144,13
a) Betriebsergebnis -2.730.188,79 -3.646.212,51
Rohergebnis 3.850.206,04 2.742.715,41
Gesamtleistung 8.753.626,14 4.990.028,70
Umsatzerlöse 8.247.665,76 4.635.446,03
andere aktivierte Eigenleistungen 505.960,38 354.582,67
sonstige betriebliche Erträge 280.149,13 1.414.918,77
Materialaufwand 5.183.569,23 3.662.232,06
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.165.782,90 1.186.683,20
Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.017.786,33 2.475.548,86
Personalaufwand 3.135.160,89 2.475.526,22
Löhne und Gehälter 2.871.750,94 2.246.236,66
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 263.409,95 229.289,56
Abschreibungen 1.399.671,13 1.516.502,78
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.399.671,13 1.516.502,78
sonstige betriebliche Aufwendungen 2.045.562,81 2.396.898,92
b) Finanz- und Beteiligungsergebnis 7.833.300,09 8.953.292,74
Erträge aus Beteiligungen 916.203,98 1.147.578,61
auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 6.909.523,59 7.744.557,69
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00  
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 121.585,13 172.652,51
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 34.662,50 78.543,75
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 79.350,11 32.952,32
c) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 603.039,77 401.936,10
2. sonstige Steuern 4.094,55 3.410,00
Jahresüberschuss 4.495.976,98 4.901.734,13

Anhang Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 3 Satz 2 HGB).

Auf Grund der neuen Umsatzerlösdefinition durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) liegt eine eingeschränkte Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen vor.

Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Freiburg i. Br. im Handelsregister unter HRB 602434 geführt.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren erweitert um „Erträge aus Ergebnisabführungen“.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenständesind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer sowie bei Vorliegen einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Die Herstellungskosten enthalten alle aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile sowie angemessene Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Es wird nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Es kommt die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr Abgang wird im Zugangsjahr unterstellt.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert bzw. zu dem niedrigeren beizulegendem Wert angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch einen pauschalen Abschlag berücksichtigt.

Die sonstigen Wertpapiere wurden nach § 253 Abs. 4 HGB zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Werten, die sich aus dem Börsen- oder dem Marktpreis am Abschlussstichtag ergeben, angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Währungsforderungen und-verbindlichkeiten sind zum Zeitwert ohne Beschränkung auf die Anschaffungskosten angesetzt. Für die Umrechnung wird der Devisenkassamittelkurs verwendet. Bei Restlaufzeiten von über einem Jahr wurde zum Anschaffungskurs oder zum ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern werden ab dem 1. Januar 2010 für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen ermittelt. Verlust- und Zinsvorträge sind berücksichtigungsfähig, wenn eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von fünf Jahren genutzt werden kann. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Nexus AG von aktuell 30,37 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird entsprechend dem Aktivierungswahlrecht auf die Bilanzierung verzichtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz stellt sich wie folgt dar:

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Währung Eigenkapital zum 31.12.2016 in TLW Kapitalanteile
%
Ergebnis des Geschäftsjahres in TLW
nexus/cis GmbH, Singen Hohentwiel EUR 15.424 100,00 2.269
nexus / reha GmbH, Donaueschingen EUR -169 100,00 -125
syseca informatik ag, Altishofen (Schweiz) CHF 823 100,00 302
nexus/dis GmbH, Frankfurt am Main EUR 4.582 100,00 560
NEXUS . IT GmbH SÜDOST, Singen Hohentwiel EUR -187 50,20 325
Nexus Deutschland GmbH, Donaueschingen EUR 299 100,00 273
nexus/ cms GmbH, Donaueschingen EUR 48 100,00 23
nexus/inovit GmbH, Ismaning EUR 4.945 100,00 1.046
nexus/qm GmbH, Ismaning EUR 553 100,00 458
nexus/cso GmbH, Donaueschingen EUR 3.272 100,00 3.247
VEGA Software GmbH, Aachen EUR -363 60,00 62
NEXUS Schweiz GmbH, Wallisellen (Schweiz) 1) CHF 4.728 100,00 232
NEXUS Medizinsoftware und Systeme AG, Altishofen (Schweiz) CHF 686 99,98 154
Domis Consulting AG, Altishofen (Schweiz) CHF 1.588 100,00 1.166
Synergetics AG, Altishofen (Schweiz) 2) CHF 623 60,00 258
Flexreport AG, Altishofen (Schweiz) CHF 200 100,00 134
NEXUS Digitale Dokumentationssysteme Projektentwicklungsges.m.b.H., Wien (Österreich) EUR 1.759 100,00 120
NEXUS / OPTIM SAS, Grenoble (Frankreich) EUR 1.285 100,00 55
G.I.T.S. Gesundheitswesen IT-Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck EUR 79 49,00 7
Palladium-med GmbH, Berlin EUR 19 20,00 -5
E&L medical systems GmbH, Erlangen EUR 4.462 100,00 2.408
ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH, Donaueschingen EUR 805 100,00 113
ProLohn GmbH, Singen Hohentwiel EUR -3 51,00 80
Marabu EDV-Beratung und -Service GmbH, Berlin EUR 1.393 95,50 588
CS3I SAS, Creuzier-le-Neuf (Frankreich) 3) EUR 2.138 100,00 -107
NEXUS Nederland Holding B.V., Nieuwegein (Niederlande) EUR 6.534 100,00 -375
Nexus Nederland B.V., Nieuwegein (Niederlande) 4) EUR 4.798 100,00 1.157
nexus / switspot GmbH, Neckarsulm EUR 143 90,00 211
NEXUS SISINF SL, Sabadell (Spanien) EUR 681 90,00 -196
IBH Datentechnik GmbH, Kassel EUR 999 100,00 742

1) Die Anteile werden indirekt über die NEXUS Medizinsoftware und Systeme AG, Altishofen (Schweiz), gehalten.

2) Die Anteile werden indirekt über die Domis Consulting AG, Altishofen (Schweiz), gehalten.

3) Die Anteile werden indirekt über die NEXUS / OPTIM SAS, Grenoble (Frankreich), gehalten.

4) Die Anteile werden indirekt über die NEXUS Nederland Holding B.V., Nieuwegein (Niederlande), gehalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Forderungen (Vj: TEUR 24) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen vier (Vj: vier) Darlehen mit unbestimmter Laufzeit über insgesamt TEUR 1.241 (Vj: TEUR 2.504) inklusive Zinsen, ein (Vj: null) Darlehen mit einer Laufzeit von 1-5 Jahren über TEUR 314 (Vj: TEUR 0) inklusive Zinsen, sowie den Salden aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 45 (Vj: TEUR 920). Daneben bestehen Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von TEUR 6.910 (Vj: TEUR 7.745).

Die Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Eine Abschreibung von TEUR 35 (Vj: TEUR 79) ist im Geschäftsjahr enthalten.

Die Gesellschaft hat latente Steuern auf Verlustvorträge und Unterschiedsbeträge zwischen der Steuer- und Handelsbilanz berechnet. Für die Körperschaftsteuer wurde ein Steuersatz von 15 % und für den Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftssteuer berücksichtigt. Bei der Gewerbesteuer wurden ein Gewerbesteuermessbetrag von 3,5 % und ein Hebesatz von 408 % für den Organkreis verwendet. Die Unterschiedsbeträge zwischen Steuer- und Handelsbilanz basieren im Wesentlichen auf steuerlich abweichenden Ansätzen für die steuerrechtlich nicht aktivierbaren, selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände. Hieraus ergeben sich passive latente Steuern, die auf Grund der Saldierung mit den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge in der Bilanz nicht angesetzt worden sind. Für einen darüber hinaus sich ergebenden Überhang aktiver latenter Steuern aus der in den nächsten fünf Jahren zu erwartenden Verlustverrechnung ist das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht ausgeübt worden. Die Verlustvorträge betragen zum Bilanzstichtag bezüglich der Körperschaftsteuer TEUR 6.333 und bezüglich der Gewerbesteuer TEUR 5.616.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt im Geschäftsjahr TEUR 15.736 (Vj: TEUR 15.736). Das gezeichnete Kapital besteht ausschließlich aus 15.735.665 (Vj: 15.735.665) auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien.

Im November des Geschäftsjahres 2007 wurden im Rahmen einer Ermächtigung 8.420 eigene Anteile (= EUR 8.420,00 Grundkapital) erworben. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 0,06 %.

Durch die Hauptversammlung vom 14. Juni 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals – maximal bis zu 1.380.520 Stückaktien mit rechnerischem Nennwert von je EUR 1,00 – zu erwerben. Der Vorstand konnte mit Zustimmung des Aufsichtsrates ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss die erworbenen eigenen Aktien einziehen oder Dritten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder bei Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen anbieten. Die Ermächtigung galt bis zum 31. Mai 2015.

Im Dezember des Geschäftsjahres 2011 wurden im Rahmen dieser Ermächtigung 3.872 eigene Anteile (= EUR 3.872,00 Grundkapital) und in 2012 weitere 33.916 eigene Anteile (= EUR 33.916,00 Grundkapital) erworben. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 0,3 %. Hierdurch hat sich die Ermächtigung auf 1.342.732 Stückaktien reduziert.

Im Juni des Geschäftsjahres 2011 wurden 2.100 eigene Anteile (= EUR 2.100,00 Grundkapital) sowie im Oktober 2012 weitere 2.500 eigene Anteile (= EUR 2.500,00 Grundkapital) an Mitarbeiter verkauft. Ferner wurden im September 2013 weitere 3.000 eigene Anteile(= EUR 3.000,00 Grundkapital) und im Dezember 2013 weitere 2.000 eigene Anteile (= EUR 2.000,00 Grundkapital) an Mitarbeiter verkauft. 10.748 eigene Anteile (= EUR 10.748 Grundkapital) wurden in 2014 verkauft.

Die Hauptversammlung der Nexus AG hat mit Beschluss vom 18. Mai 2015 den Vorstand ermächtigt, bis zum 30. April 2020 eigene Aktien bis zu einer Höhe von insgesamt 10% des Grundkapitals, das bei Einberufung der Hauptversammlung vorhanden war, d.h. maximal bis zu 1.573.566 Stückaktien mit rechnerischem Nennwert von je EUR 1,00, zu erwerben. Der Vorstand ist im Rahmen der Ermächtigung ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre im Falle der Verwendung der eigenen Aktien nach Maßgabe der näheren Bestimmungen des am 7. April 2015 im Bundesanzeiger veröffentlichen Punkt 7 der Tagesordnung der Hauptversammlung der Nexus AG auszuschließen. Die bis dahin bestehende Ermächtigung vom 14. Juni 2010 wurde damit aufgehoben.

Der Vorstand der NEXUS AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 25. Oktober 2016 beschlossen, von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. Mai 2015 zum Erwerb bis zu 200.000 Stück eigener Aktien (das entspricht 1,27 % vom Grundkapital) der Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG Gebrauch zu machen. Die Ermächtigung ist auf den Zeitraum bis zum 30. April 2020 und auf einen Umfang von bis zu 10% des Grundkapitals beschränkt. Aus diesem Aktienrückkaufprogramm wurden bis zum 31. Dezember 2016 16.056 Stück eigene Anteile (= EUR 16.056 Grundkapital) erworben. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 0,1 %.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden 4.844 eigene Anteile (= EUR 4.844 Grundkapital; Anteil am Grundkapital 0,03 %) an Mitarbeiter verkauft. Der Veräußerungspreis betrug insgesamt EUR 88.515,44, der Erlös aus dem Verkauf (EUR 83.671,44) wurde der Kapitalrücklage zugeführt.

Der rechnerische Wert der eigenen Anteile in Höhe von EUR 15.972 (Anteil am Grundkapital 0,10 %) ist offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt worden. Das ausgegebene gezeichnete Kapital beträgt somit EUR 15.719.693,00.

In der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 wurde die in der Hauptversammlung vom 14. Juni 2010 erteilte Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von EUR 6.902.600,00 neu gefasst. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. April 2017 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu EUR 7.152.575,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Die Ermächtigung beträgt nach teilweiser Ausschöpfung durch eine Barkapitalerhöhung in 2012 in Höhe von EUR 800.000,00 sowie eine Barkapitalerhöhung in 2015 in Höhe von EUR 630.515 noch EUR 5.722.060,00.

In der Hauptversammlung vom 13. Mai 2016 wurde die in der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 erteilte Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von EUR 7.152.575,00 neu gefasst. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. April 2021 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 3.000.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die bis dahin bestehende Ermächtigung vom 23. Mai 2012 wurde damit aufgehoben.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 23. Mai 2012 wurde bedingtes Kapital in Höhe von EUR 1.400.000,00 geschaffen (Bedingtes Kapital 2012). Das Grundkapital ist entsprechend zur Durchführung eines Aktienoptionsprogramms um 1.400.000 auf den Inhaber lautender Stückaktien bedingt erhöht.

Kapitalrücklage

Durch die Ausgabe von 4.844 Stück eigenen Anteilen hat sich die Kapitalrücklage um EUR 83.671,44 erhöht. Durch den Rückkauf von 16.056 Stück eigene Anteile hat sich die Kapitalrücklage um EUR 279.953,77 verringert. Durch dem Vorstand gewährte Aktien (AOP 2015) hat sich die Kapitalrücklage um TEUR 524 erhöht und um TEUR 605 verringert. Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 36.436 (Vj: TEUR 36.712).

Gewinnrücklage

Zum Bilanzstichtag beträgt die Gewinnrücklage EUR 3.681.924,39.

Bilanzgewinn

Von dem zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 10.125.630,33 wurden EUR 2.202.393,90 in Form einer Dividende von je EUR 0,14 auf die 15.731.385 Stück dividendenberechtigten auf den Inhaber lautenden Stückaktien ausbezahlt. Der verbleibende Betrag von EUR 7.923.236,43 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Da die Dividende für das Geschäftsjahr 2015 in vollem Umfang aus dem steuerlichen Einlagekonto im Sinne des § 27 des Körperschaftsteuergesetzes (nicht in das Nennkapital geleistete Einlagen) geleistet wurde, erfolgte kein Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag. Bei inländischen Aktionären unterliegt die Dividende nicht der Besteuerung. Eine Steuererstattungs- oder Steueranrechnungsmöglichkeit ist mit der Dividende nicht verbunden. Die Ausschüttung mindert nach Auffassung der deutschen Finanzverwaltung die steuerlichen Anschaffungskosten der Aktien.

Veröffentlichungen gemäß § 25 Absatz 1 WpHG

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aktionäre, die uns mitgeteilt haben, dass sie im Geschäftsjahr die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% und 75% unterschritten, erreicht oder überschritten haben:

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Datum 1) Aktionär, Sitz Schwellenwert in % überschritten Schwellenwert in % unterschritten Anteil in % Gehaltene Stimmrechte
30.06.2016 Fidelity Funds SICAV, Luxembrug (Luxemburg)   3,00 2,93 461.577
19.04.2016 Danske Bank A/S, Kopenhagen (Dänemark)   3,00 2,68 (2,68) 421.592 (421.592)3
11.02.2016 Fidelity Investment Trust, Boston, Massachusetts (USA) 5,00   7,26 1.142.000
11.02.2016 FMR LLC, Wilmington, Delaware (USA) 5,00   9,32 (9,32) 1.467.030 (1.467.030)3
11.02.2016 GUB Wagniskapital GmbH & Co. KGaA, Schwäbisch-Hall   10,00 6,35 (6,35) 1.000.000 (1.000.000)3
08.02.2016 FMR LLC, Wilmington, Delaware (USA) 3,00   3,16 (3,16) 496.630 (496.630)3
26.01.2016 Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main   3,00 2,80 (2,80) 440.747 (440.747)3
16.10.2015 Burkart Beteiligungsgesellschaft mbH, Singen   3,00 und 5,00 0,00 0
16.10.2015 Burkart Verwaltung GmbH, Singen   3,00 und 5,00 0,00 0
16.10.2015 Nikolai Burkart, Deutschland   3,00 und 5,00 0,00 0
11.09.2015 Allianz Global Investor GmbH3, Frankfurt am Main 3,00   3,46 545.000
09.06.2015 FIL Holdings (UK) Limited3, Hildenborough (UK)   5,00 4,68 736.116
09.06.2015 FIL Investments International3, Hildenborough (UK)   5,00 4,68 736.116
09.06.2015 FIL Limited3, Hamilton (Bermuda)   5,00 4,68 736.116
04.03.2015 Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA, Frankfurt am Main   3,00 0,00 2.501
02.03.2015 Invesco Ltd.3, Hamilton (Bermuda)   3,00 2,98 469.453
31.10.2014 FPM Funds, Luxemburg (Luxemburg)   3,00 2,95 445.000
30.10.2014 Allianz Global Investor Europe GmbH, Frankfurt am Main 3,00   3,13 (1,95)3 473.500 (295.000)3
12.06.2014 Mellinckrodt 2 SICAV, Luxemburg-Strassen (Luxemburg)   3,00 2,98 450.000
20.12.2013 Mellinckrodt 1 SICAV-FIS, Luxemburg-Strassen (Luxemburg)   3,00 0,00 0
24.10.2013 Invesco Limited2, Atlanta (USA) 3,00   3,84 580.361
28.05.2013 Grandeur Peak Global Advisors LLC, Wilmington (USA) 3,00   3,26 492.958
26.11.2012 GUB Unternehmensbeteiligung GmbH & Co. KGaA2, Schwäbisch-Hall   15,00 13,02 1.967.176
26.11.2012 GUB Management GmbH2, Rohrschacherberg (CH)   15,00 13,02 1.967.176
26.11.2012 GUB Wagniskapital GmbH & Co. KGaA, Schwäbisch-Hall   15,00 13,02 1.967.176
09.11.2012 Hauck & Aufhäuser KGaA, Frankfurt am Main   5,00 0,00 1
23.01.2012 DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main   3,00 2,33 333.879
19.01.2011 Argos Funds SICAV2, Luxemburg (Luxemburg)   5,00 4,95 697.763
20.05.2008 Argos Investment Managers S.A.2, Genf (CH 5,00   5,51 761.000
21.04.2008 cominvest Asset Management GmbH2, Frankfurt am Main   3,00 1,52 210.001

1) Es ist das Datum der Veränderung des Schwellenwerts dargestellt.

2) mittelbar gehaltene Anteile

3) Die in Klammern stehenden Anteile sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Ausschüttungssperre

Zum 31. Dezember 2016 unterliegt nach § 268 Abs. 8 HGB ein Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 949 (Vj: TEUR 895) der Ausschüttungssperre, sofern die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens den insgesamt angesetzten Beträgen abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern entsprechen. Der Betrag betrifft die zum Bilanzstichtag aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 949.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für Verpflichtungen gegenüber dem Personal, ausstehende Rechnungen, Abschluss- und Prüfungskosten, Nachlaufkosten sowie Aufsichtsratsvergütungen. Langfristige Rückstellungen bestehen nicht. In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen in Höhe von TEUR 604 (Vj: TEUR 0) für die Rückkaufverpflichtung eigener Anteile enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten belaufen sich insgesamt auf TEUR 20.330 (Vj: TEUR 14.503). Diese setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehend aus acht Darlehen (Vj: sieben) mit unbestimmter Laufzeit inklusive abgegrenzter Zinsen über insgesamt TEUR 14.497 (Vj: TEUR 10.177) sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 955 (Vj: TEUR 791) zusammen.

Sämtliche Verbindlichkeiten im Berichtsjahr sowie im Vorjahr sind innerhalb eines Jahres zur Rückzahlung fällig.

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat hauptsächlich Leasingverträge für die Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. der EDV-Hardware) und die Dienstfahrzeuge abgeschlossen. Darüber hinaus bestehen Mietverträge und sonstige Vertragsverpflichtungen über Geschäftsräume. Im Jahr 2016 sind hierfür insgesamt Betriebsaufwendungen in Höhe von TEUR 184 (Vj: TEUR 257) entstanden.

Der Zweck der Verträge ist die Finanzierung und Beschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen.

Die finanziellen Verpflichtungen aus diesen Verträgen belaufen sich auf:

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2017
TEUR
2018 bis 2021
TEUR
ab 2022
TEUR
Leasingverträge      
Kfz 32 25 0
Büroausstattung 21 84 0
Mietverträge      
Geschäftsräume 1 4 0
Summe 54 113 0

Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf TEUR 167. Bestellobligo für Sachanlagen aus dem Aus- und Umbau des in 2015 erworbenen Grundstücks und Gebäudes in Donaueschingen besteht in Höhe von TEUR 520.

Risiken könnten durch den Abschluss teurerer Anschlussverträge zu höheren Kosten nach dem Auslaufen dieser Verträge entstehen.

Vorteile, die zu der Entscheidung zur Durchführung bzw. Beibehaltung dieser Geschäfte geführt haben, sind hauptsächlich in der für die Gesellschaft fehlenden Kapitalbindung bei der Beschaffung des betriebsnotwendigen Anlagevermögens zu sehen. Darüber hinaus ergeben sich durch die Leasingfinanzierung für die Gesellschaft kein Verwertungsrisiko und die Möglichkeit der kurzfristigen Sicherung des aktuellen technischen Entwicklungsstandes.

Aus abgeschlossenen Unternehmenserwerben bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.482.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

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Umsatzerlöse 2016
TEUR
% 2015
TEUR
%
Nach Leistungen        
Pflege Software 1.751 21,2 1.407 30,4
Softwarelizenzen (Verkauf) 1.142 13,8 849 18,3
Hardwareverkauf 32 0,4 19 0,4
Dienstleistungen 3.715 45,0 2.253 48,6
Reisekosten 53 0,7 43 1,0
Sonstige Erlöse 1.555 18,9 64 1,4
  8.248 100,0 4.635 100,0
Nach Regionen        
Inland 5.755 69,7 3.111 67,1
Ausland 62 0,8 194 4,2
Verbund 2.431 29,5 1.330 28,7
  8.248 100,0 4.635 100,0

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit wurden im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr die Outsourcingerlöse (bisher in „Sonstige Erlöse) der Position „Dienstleistungen“ zugeordnet.

Bei Anwendung der neuen Umsatzerlösdefinition gemäß § 277 HGB i.d.F. BilRUG auf das Vorjahr ergäbe sich ein TEUR 919 höherer Umsatz.

Entwicklungskosten / Andere aktivierte Eigenleistungen

Die Entwicklungskosten betragen TEUR 1.245 (Vj: TEUR 1.267). Hiervon sind im Berichtsjahr TEUR 506 (Vj: TEUR 355) für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände als Eigenleistungen aktiviert worden.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 6 (Vj: TEUR 21) enthalten. Diese resultieren vollumfänglich aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (Vj: TEUR 21). Zudem sind Erträge aus Währungsdifferenzen TEUR 1 (Vj: TEUR 140) enthalten.

Bei Anwendung der neuen Umsatzerlösdefinition gemäß § 277 HGB i.d.F. BilRUG auf das Vorjahr ergäben sich um TEUR 919 niedrigere sonstige betriebliche Erträge.

Materialaufwand / Bezogene Leistungen

In den bezogenen Leistungen sind im Wesentlichen Leistungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.524 (Vj: TEUR 2.246) für Projektunterstützung enthalten.

Bei Anwendung der neuen Umsatzerlösdefinition gemäß § 277 HGB i.d.F. BilRUG auf das Vorjahr ergäbe sich ein TEUR 116 höherer Materialaufwand.

P ersonalaufwand

Im Personalaufwand sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 262 enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 86 (Vj: TEUR 39) enthalten. Diese bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen für Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 94 (Vj: TEUR 51), Aufwendungen aus der Veränderung von Rückstellungen TEUR -8 (Vj: TEUR -14). Zudem sind Aufsichtsratvergütungen in Höhe von TEUR 112 (Vj: TEUR 112) enthalten. Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen sind im Geschäftsjahr keine angefallen (Vj: TEUR 23).

Bei Anwendung der neuen Umsatzerlösdefinition gemäß § 277 HGB i.d.F. BilRUG auf das Vorjahr ergäben sich um TEUR 116 niedrigere sonstige betriebliche Aufwendungen.

Honorare des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangangabe des Konzernabschlusses der Nexus AG enthalten.

Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Darin enthalten sind Abschreibungen auf Wertpapiere in Höhe von TEUR 35 (Vj: TEUR 79).

Erträge aus Ergebnisabführungen

Im Berichtsjahr bestanden Ergebnisabführungsverträge mit der nexus/cso GmbH, der nexus/dis GmbH, der nexus/qm GmbH, der nexus/cms GmbH, der Nexus Deutschland GmbH sowie der E&L medical systems GmbH.

Vorschlag über die Verwendung des Jahresergebnisses

Es wird vorgeschlagen vom Bilanzgewinn 2016 2.357.953,95 EUR auszuschütten. Dies entspricht einer Dividende in Höhe von 0,15 EUR pro dividendenberechtigte auf den Inhaber lautende Stückaktie. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 10.061.259,46 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

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2016
Anzahl
2015
Anzahl
Technische Angestellte 12,08 10,00
Kaufmännische Angestellte 15,35 14,33
Summe 27,43 24,33

Vorstand

Zum Vorstand waren im Geschäftsjahr 2016 bestellt die Herren:

Dr. Ingo Behrendt, Dipl.-Inf. Wiss., MBA (Vorsitzender)

Ralf Heilig, Dipl.-Betriebswirt, MBA (Vertriebsvorstand)

Edgar Kuner, Dipl.-Ingenieur (Entwicklungsvorstand).

Herr Dr. Ingo Behrendt ist außerdem Geschäftsführer der Nexus Medizinsoftware und Systeme AG, Altishofen (Schweiz), NEXUS Schweiz GmbH, Wallisellen (Schweiz), sowie der NEXUS SISINF SL, Sabadell (Spanien). Herr Ralf Heilig ist außerdem Geschäftsführer der nexus/cso GmbH, Donaueschingen, der nexus / reha GmbH, Donaueschingen, der Flexreport AG, Altishofen (Schweiz), und der NEXUS Nederland B.V., Nieuwegein (Niederlande).

Der Vorstand erzielte im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von TEUR 1.019 (Vj: TEUR 969). Darin enthalten sind TEUR 25 (Vj: TEUR 25) für die Altersversorgung des Vorstands. Im Mai 2014 wurde mit den Vorständen eine aktienbasierte Vergütung vereinbart. Sie besteht in Abhängigkeit der Unternehmenswertsteigerung aus maximal 160.000 Aktien, die über die Laufzeit jährlich fällig werden und auf der Kursentwicklung der Jahre 2015 bis 2017 basieren (AOP 2015-2017).

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 wird gemäß § 286 Abs. 5 HGB auf die individualisierte Angabe der Vorstandsgehälter für die Geschäftsjahre 2012 bis 2016 verzichtet.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern. Ihm gehören an:

Dr. jur. Hans-Joachim König (Vorsitzender), Rechtsanwalt

Prof. Dr. Ulrich Krystek (stellvertretender Vorsitzender), Professor für Betriebswirtschaftslehre an der FH Worms und der TU Berlin

Diplom-Betriebswirt (FH) Wolfgang Dörflinger, Kaufmann

Prof. Dr. Alexander Pocsay, Managementberater

Gerald Glasauer, Betriebswirt

Prof. Dr. med. Felicia M. Rosenthal, Geschäftsführerin CellGenix GmbH

Das Aufsichtsratsmitglied Dr. Hans-Joachim König ist außerdem im Aufsichtsrat bei folgenden Gesellschaften:

Volksbank Donau-Neckar eG, Tuttlingen (Aufsichtsratsvorsitzender)

Maico Holding GmbH, Villingen-Schwenningen (Aufsichtsratsvorsitzender)

Rafi GmbH & Co. KG Elektrotechnische Spezialfabrik, Ravensburg (Aufsichtsratsvorsitzender)

GiroSolution AG, Frickingen (bis 21. Dezember 2016)

Das Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr. Alexander Pocsay ist außerdem Aufsichtsrat bei folgenden Gesellschaften:

KoTel AG, Neunkirchen

e-Consult AG, Saarbrücken

inexio Informationstechnologie und Telekommunikation KGaA, Saarlouis (bis 9. Januar 2017)

IMC information multimedia communicatin AG, Saarbrücken

Compiricus AG, Düsseldorf

Testfabrik Consulting + Solutions AG, Saarbrücken (bis 22. Januar 2016)

Das Aufsichtsratsmitglied Gerald Glasauer ist außerdem Aufsichtsrat bei folgenden Gesellschaften:

Delegate Software AG, Sarnen, Schweiz (Aufsichtsratsvorsitzender)

Medi-Globe Corp. Achenmühle (bis 15. März 2016)

Natural Dental Implants AG, Berlin (stellvertretender Vorsitzender)

Speedlab AG, Cham, Schweiz

Co-Venture NDI Genossenschaft, Rohrschacherberg, Schweiz (seit 01. Januar 2016)

Das Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr. med. Felicia M. Rosenthal ist außerdem im Kontrollgremium bei der folgenden Gesellschaft:

S-F-X-Holding GmbH, Freiburg

Der Aufsichtsrat erhielt im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von TEUR 112 (Vj: TEUR 112).

Nahestehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Nexus AG Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Nexus AG unterliegen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden insbesondere mit Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen abgeschlossen. Es handelt sich vor allem um Miet-, Dienstleistungs- und Finanzierungsgeschäfte. Sofern für derartige Geschäfte ein entsprechender Markt besteht, werden sie regelmäßig zu auf dem jeweiligen Markt üblichen Konditionen abgeschlossen.

Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bedeutung sind.

Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex

Die Nexus AG hat für 2016 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite www.nexus-ag.de unter Unternehmen – Investor Relations – Corporate Governance dauerhaft zugänglich gemacht.

 

Villingen-Schwenningen, 20. März 2017

Der Vorstand

Dr. Ingo Behrendt

Ralf Heilig

Edgar Kuner

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2016

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Anschaffungs- und Herstellkosten
01.01.2016
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
31.12.2016
EUR
A. Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbst geschaffene Rechte und Werte 2.113.586,29 547.474,94 0,00 0,00 2.661.061,23
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 6.880.216,45 690.776,74 0,00 0,00 7.570.993,19
  8.993.802,74 1.238.251,68 0,00 0,00 10.232.054,42
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 1.264.720,00 1.034.621,47 0,00 0,00 2.299.341,47
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.114.480,66 304.807,76 196.312,52 0,00 1.222.975,90
3. Anlagen im Bau 678.858,05 1.724.001,95 0,00 0,00 2.402.860,00
  3.058.058,71 3.063.431,18 196.312,52 0,00 5.925.177,37
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 58.370.113,88 9.254.417,57 0,00 0,00 67.624.531,45
2. Beteiligungen 17.500,00 0,00 0,00 0,00 17.500,00
3. Sonstige Ausleihungen 40.000,00 0,00 0,00 0,00 40.000,00
  58.427.613,88 9.254.417,57 0,00 0,00 67.682.031,45
  70.479.475,33 13.556.100,43 196.312,52 0,00 83.839.263,24
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Kumulierte Abschreibungen
01.01.2016
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2016
EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene Rechte und Werte 1.218.127,40 493.979,98 0,00 1.712.107,38
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 3.682.382,13 769.409,72 0,00 4.451.791,85
  4.900.509,53 1.263.389,70 0,00 6.163.699,23
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 20.132,67 0,00 20.132,67
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 851.491,66 116.148,76 189.668,52 777.971,90
3. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  851.491,66 136.281,43 189.668,52 798.104,57
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 12.500,00 0,00 0,00 12.500,00
3. Sonstige Ausleihungen 40.000,00 0,00 0,00 40.000,00
  52.500,00 0,00 0,00 52.500,00
  5.804.501,19 1.399.671,13 189.668,52 7.014.503,80
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Buchwerte
31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene Rechte und Werte 948.953,85 895.458,89
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 3.119.201,34 3.197.834,32
  4.068.155,19 4.093.293,21
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 2.279.208,80 1.264.720,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 445.004,00 26.989,00
3. Anlagen im Bau 2.402.860,00 678.858,05
  5.127.072,80 2.206.567,05
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 67.624.531,45 58.370.113,88
2. Beteiligungen 5.000,00 5.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
  67.629.531,45 58.375.113,88
  76.824.759,44 64.674.974,14

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat wurde im Geschäftsjahr 2016 durch den Vorstand regelmäßig durch schriftliche und mündliche Berichte über die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Risikosituation und insbesondere über wichtige Ereignisse zeitnah unterrichtet. Der Aufsichtsrat ist seiner Prüfungs- und Überwachungspflicht nachgekommen. Die dem Aufsichtsrat, aufgrund der gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen, zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte wurden überprüft und mit dem Vorstand erörtert. Darüber hinaus wurden der Aufsichtsratsvorsitzende sowie dessen Stellvertreter laufend vom Vorstand über den Geschäftsverlauf informiert.

Im Geschäftsjahr 2016 waren durchgängig die Herren Dr. Hans-Joachim König (Vorsitzender), Prof. Dr. Ulrich Krystek (stellvertretender Vorsitzender), Wolfgang Dörflinger, Gerald Glasauer, Prof. Dr. Alexander Pocsay und Frau Prof. Dr. Felicia Rosenthal Mitglieder des Aufsichtsrats.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016 am 21.03.2016, 12.05.2016, 23.09.2016 und 16.12.2016 vier ordentliche Sitzungen durchgeführt. Daneben wurden am 03.05.2016, 25.07.2016, 31.08.2016 und 25.10.2016 Aufsichtsratssitzungen im Rahmen von Telefonkonferenzen durchgeführt und Aufsichtsratsbeschlüsse betreffend die Durchführung von Unternehmensakquisitionen sowie betreffend die Begründung und Durchführung eines Aktienrückkaufprogrammes gefasst.

Der Aufsichtsrat hat sich in seiner Sitzung am 16.12.2016 ausführlich mit der Thematik „Corporate Governance“, insbesondere mit dem deutschen Corporate Governance Kodex befasst. Der Aufsichtsrat hat über die gemeinsame Entsprechungserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gemäß § 161 AktG Beschluss gefasst. Die Entsprechungserklärung ist im Internet unter www.nexus-ag.de wiedergegeben. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat sich intensiv mit der Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB) befasst.

Kein Aufsichtsratsmitglied fehlte an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen. Der vom Aufsichtsrat gebildete Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2016 einmal.

Neben den genannten Ausschüssen bestanden im Geschäftsjahr 2016 keine weiteren Ausschüsse des Aufsichtsrats.

Der durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der NEXUS AG, der Lagebericht, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Freiburg i. Br., geprüft worden. Die KPMG AG ist durch Hauptversammlungsbeschluss vom 13.05.2016 zum Abschlussprüfer der NEXUS AG sowie des NEXUS-Konzerns für das Geschäftsjahr 2016 bestellt worden und wurde demgemäß mit der vorstehenden Prüfung beauftragt. Die Abschlussprüfer haben keine Einwände erhoben und dies in den uneingeschränkten Bestätigungsvermerken bestätigt. Die Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte lagen dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor, sie wurden vom Prüfungsausschuss und vom Aufsichtsrat jeweils eingehend geprüft und in der Prüfungsausschusssitzung und der Sitzung des Aufsichtsrats am 20.03.2017 ausführlich besprochen. An der Prüfungsausschusssitzung und der Sitzung des Aufsichtsrats am 20.03.2017 nahm auch der Abschlussprüfer teil, dieser berichtete über wesentliche Ergebnisse der Prüfung und stand für weitere Erläuterungen zur Verfügung.

Auf Basis der Prüfung des Prüfungsausschusses und seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat durch Beschluss vom 20.03.2017 dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfung zugestimmt. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Prüfungsausschusses und der Prüfung durch den Aufsichtsrat haben sich keine Beanstandungen ergeben.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der NEXUS AG sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht durch Beschluss vom 20.03.2017 festgestellt bzw. gebilligt.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand des Unternehmens für ihre Leistung und ihr hohes Engagement in der NEXUS AG und allen verbundenen Unternehmen. Außerdem gratuliert der Aufsichtsrat an dieser Stelle zum wiederholt Erfolgreichen Geschäftsjahr.

 

Villingen-Schwenningen, 20.03.2017

Dr. Hans-Joachim König, Aufsichtsratsvorsitzender

„Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Nexus AG, Villingen-Schwenningen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Freiburg im Breisgau, den 20. März 2017

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Brantner, Wirtschaftsprüfer

Ziemann, Wirtschaftsprüferin