Nexus AG

Donaueschingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Bericht des Aufsichtsrats

Dr. Hans-Joachim König

AUFSICHTSRATVORSITZENDER

Der Aufsichtsrat wurde im Geschäftsjahr 2018 durch den Vorstand regelmäßig durch schriftliche und mündliche Berichte über die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Risikosituation und insbesondere über wichtige Ereignisse zeitnah unterrichtet. Der Aufsichtsrat ist seiner Prüfungs- und Überwachungspflicht nachgekommen. Die dem Aufsichtsrat aufgrund der gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte wurden überprüft und mit dem Vorstand erörtert. Darüber hinaus wurden der Aufsichtsratsvorsitzende sowie dessen Stellvertreter laufend vom Vorstand über den Geschäftsverlauf informiert.

Im Geschäftsjahr 2018 waren durchgängig die Herren Dr. Hans-Joachim König (Vorsitzender), Prof. Dr. Ulrich Krystek (stellvertretender Vorsitzender), Wolfgang Dörflinger, Gerald Glasauer, Prof. Dr. Alexander Pocsay und Frau Prof. Dr. Felicia Rosenthal Mitglieder des Aufsichtsrats.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2018 am 05.03.2018, 27.04.2018, 20.09.2018 und 18.12.2018 vier ordentliche Sitzungen durchgeführt. Daneben wurden am 29.05.2018 und 11.06.2018 Aufsichtsratssitzungen im Rahmen von Telefonkonferenzen durchgeführt und Aufsichtsratsbeschlüsse betreffend der Durchführung von Unternehmensakquisitionen gefasst.

Der Aufsichtsrat hat sich in seiner Sitzung am 18.12.2018 ausführlich mit der Thematik "Corporate Governance", insbesondere mit dem deutschen Corporate Governance Kodex, befasst. Der Aufsichtsrat hat über die gemeinsame Entsprechungserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gemäß § 161 AktG Beschluss gefasst.

Die Entsprechungserklärung ist im Internet unter www.nexus-ag.de wiedergegeben. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat sich intensiv mit der Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB) befasst. Kein Aufsichtsratsmitglied fehlte an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen. Der vom Aufsichtsrat gebildete Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2018 einmal. Der Personalausschuss führte keine eigene Sitzung durch.

Neben den genannten Ausschüssen bestanden im Geschäftsjahr 2018 keine weiteren Ausschüsse des Aufsichtsrats.

Der durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der NEXUS AG, der Lagebericht, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfergesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft worden. Die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, ist durch Hauptversammlungsbeschluss vom 27.04.2018 zum Abschlussprüfer der NEXUS AG sowie des NEXUS-Konzerns für das Geschäftsjahr 2018 bestellt worden und wurde demgemäß mit der vorstehenden Prüfung beauftragt. Die Abschlussprüfer haben keine Einwände erhoben und dies in den uneingeschränkten Bestätigungsvermerken bestätigt. Die Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte lagen dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor, sie wurden vom Prüfungsausschuss und vom Aufsichtsrat jeweils eingehend geprüft und in der Prüfungsausschusssitzung und der Sitzung des Aufsichtsrats am 26.02.2019 ausführlich besprochen. An der Prüfungsausschusssitzung und der Sitzung des Aufsichtsrats am 26.02.2019 nahm auch der Abschlussprüfer teil, dieser berichtete über wesentliche Ergebnisse der Prüfung und stand für weitere Erläuterungen zur Verfügung.

Auf Basis der Prüfung des Prüfungsausschusses und seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat nach weiteren Erörterungen durch Beschluss vom 04.03.2019 dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfung zugestimmt.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Prüfungsausschusses und der Prüfung durch den Aufsichtsrat haben sich keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der NEXUS AG sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht durch Beschluss vom 04.03.2019 festgestellt bzw. gebilligt.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand des Unternehmens für ihre Leistung und ihr hohes Engagement in der NEXUS AG und allen verbundenen Unternehmen. Außerdem gratuliert der Aufsichtsrat an dieser Stelle zum wiederholt erfolgreichen Geschäftsjahr.

 

Donaueschingen, 04. März 2019

Dr. Hans-Joachim König, Aufsichtsratsvorsitzender

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Geschäftsmodell

Die NEXUS-Gruppe entwickelt, vertreibt und wartet Softwarelösungen für Krankenhäuser, Rehaeinrichtungen, Fachkliniken und Pflegeheime. Alle Softwarelösungen zielen darauf ab, dass die Gesundheitseinrichtungen ihre Prozesse effizienter abwickeln können und die Mitarbeiter mehr Zeit für Patienten zur Verfügung haben. NEXUS entwickelt Softwarelösungen, indem Know-how und Ideen von Kunden und eigenen Mitarbeitern zusammengebracht werden. NEXUS kann dabei auf ein umfangreiches Expertenwissen aus unterschiedlichen europäischen Ländern und einer Vielzahl von Einrichtungen zurückgreifen. NEXUS bietet folgende Produktgruppen an:

NEXUS / KISNG: Komplett-Informationssystem für somatische Häuser in Deutschland

NEXUS / PSYCHIATRIE: Komplett-Informationssystem für psychiatrische Häuser

NEXUS / ESKULAP: Komplett-Informationssystem für somatische und psychiatrische Häuser in Polen

NEXUS / HEIM: Komplett-Informationssystem für Altenheime und Altenheimketten

NEXUS / EPD: Komplett-Informationssystem für somatische und psychiatrische Häuser in den Niederlanden

TESIS: Komplett-Informationssystem für somatische Häuser in Katalonien (Spanien)

NEXUS / VITA und TESIS VITA: Komplett-Informationssystem für In-vitro-Kliniken

Emed: Webbasiertes klinisches Informationssystem für französische Gesundheitseinrichtungen

NEXUS / REHA: Komplett-Informationssystem für Rehabilitationseinrichtungen

NEXUS / PAT (CH): Administratives Komplett-Informationssystem für Schweizer Spitäler

NEXUS / SWISSLAB: Premium Labor-Informationssystem

NEXUS / LAURIS: Auftragskommunikation in der Diagnostik

NEXUS / PATHOLOGIE UND NEXUS / ZYTOLOGIE: Informationssystem für pathologische und zytologische Einrichtungen

NEXUS / RADIOLOGIE: Radiologie-Informations- (RIS) und Bildsystem (PACS) für radiologische Abteilungen und Praxen

CHILI: PACS- und Teleradiologie-Lösungen

NEXUS / FRAUENKLINIK: Informationssystem für geburtshilfliche Einrichtungen und Frauenkliniken

astraia: Spezialbefundung in der Geburtshilfe und Gynäkologie

NEXUS / INFORMATIONSTORE: Management-Informationssysteme für Krankenhäuser

NEXUS / QM: Informationssysteme für das Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen

NEXUS / AEMP, NEXUS / SPM und EuroSDS: Informationssystem für Sterilisationsprozesse im Krankenhaus

NEXUS / INTEGRATIONSERVER: Schnittstellenmanagement für Krankenhaus-Informationssysteme

NEXUS / SPEZIALBEFUNDUNG und Clinic WinData (CWD): Informationssysteme für die medizinische Fachbefundung und Geräteintegration

NEXUS / AMBULANTE PFLEGE und asebis: Die Spitex-Komplettlösung für den Schweizer Markt

NEXUS / ARCHIV und NEXUS / PEGASOS: Archivierung und Prozessmanagement im Gesundheitswesen

NEXUS / SWITSPOT: Softwarelösungen zur Ergänzung des SAP-Personalmanagements

NEXUS / ASS.TEC: Prozess- und HR-Beratung im SAP-Umfeld

highsystemNET: Das Life-Cycle-Client-Management der NEXUS

CREATIV OM: Das CRM für Non-Profit-Organisationen und Gesundheitseinrichtungen

NEXUS / CLOUD IT: Outsourcing-Lösungen im Gesundheitswesen

NEXUS vermarktet Softwarelösungen, installiert sie beim Kunden und übernimmt die Pflege der Lösungen im Sinne der Weiterentwicklung und Beratung. Bei Bedarf betreibt NEXUS die Software auf in eigenen oder gemieteten Rechenzentren und übernimmt die Gesamtbetreuung für den Kunden.

Die NEXUS-Softwarearchitektur ist modular, offen und serviceorientiert. Die Serviceorientierung der Produkte ermöglicht es, Funktionalitäten (Services) auch in Fremdprodukte zu integrieren. Ebenso können auf diese Weise Bestandskunden neu akquirierter Unternehmen unmittelbar von Funktionsausweitungen profitieren.

Die verschiedenen Module der Software-Lösungen werden sowohl zur Verbesserung der Verwaltungs-, Abrechnungs- und Behandlungsabläufe, als auch zur Optimierung der Qualität der Dokumentation von Patientendaten eingesetzt. Die Zielsetzung unserer Produkte ist es, Kunden des Gesundheitswesens Instrumente anzubieten, mit denen sie ihre Geschäftsprozesse digitalisieren, beschleunigen und qualitativ verbessern können. IT-Serviceleistungen runden das Leistungsspektrum ab.

Die NEXUS-Gruppe ist an den Standorten Donaueschingen, Berlin, Dossenheim, Erlangen, Frankfurt (Main), Hannover, Magdeburg, Ismaning, München, Jena, Kassel, Neckarsulm, Ratingen, Münster, Singen (Hohentwiel), Wien (AT), Wallisellen (CH), Widnau (CH), Altishofen (CH), Basel (CH), Lugano (CH), Zürich (CH), Grenoble (F), Creuzier-le-Neuf (F), Nieuwegein (NL) sowie Sabadell (ES) und Posen (PL) vertreten. Die strategische Ausrichtung der Gruppe wird maßgeblich von der NEXUS AG bestimmt.

Steuerungssystem

Die NEXUS-Gruppe ist in zwei Segmente ("Healthcare Software" und "Healthcare Service") und innerhalb der Segmente in verschiedene Geschäftsgebiete untergliedert. Jedes Geschäftsgebiet verfügt über ein eigenständiges Geschäftsmodell. Grundlage der Geschäftsgebietsstrategie sind die Produktprogramm-, Markt-, Technologie- und Vertriebsstrategien der Gesamtgruppe. Die Steuerung der Segmente und Geschäftsgebiete erfolgt über die Messung von insgesamt drei einheitlichen Kennzahlen (nach lokalen Rechnungslegungsstandards): "Umsatz", "Ergebnis vor Steuern" und "Relative Marktposition". Unter "Relativer Marktposition" verstehen wir die Entwicklung eines Segmentes oder Geschäftsgebietes, gemessen anhand der Unternehmensentwicklung im Vergleich zu den relevanten Wettbewerbern, soweit diese Informationen vorliegen. Die Kennzahlen werden quartalsweise vom Vorstand überprüft.

Forschung und Entwicklung

Die NEXUS-Gruppe betreibt keine Forschung, sondern nur Softwareentwicklung. In 2018 wurden Entwicklungsaufwendungen insbesondere für die Produktgruppen NEXUS / HIS, NEXUS / KIS sowie für NEXUS / KISNG, NEXUS / RADIOLOGIE, CWD, Emed und mobile Apps getätigt. Weitere Ergänzungsprodukte wurden neu entwickelt und unmittelbar in den Markt eingeführt. Die NEXT GENERATION-Software wird innerhalb der NEXUS AG entwickelt und durch die Etablierung einer eigenen Entwicklungsgruppe unterstützt.

In 2018 wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 4.130 aktiviert (Vj: TEUR 5.058). Die in 2018 aktivierten Entwicklungen beinhalten Entwicklungen für die oben genannten Neuprodukte.

Für das Geschäftsjahr 2019 sind aktivierungsfähige Entwicklungsinvestitionen in Höhe von rund TEUR 4.200 geplant. Im Entwicklungsbereich waren zum Ende des Berichtsjahres 414 Mitarbeiter (Vj: 314 Mitarbeiter) beschäftigt. Insgesamt sind TEUR 22.688 (Vj: TEUR 21.171) an Entwicklungskosten angefallen. Von den Umsätzen 2018 sind TEUR 21.384 (Vj: TEUR 20.938) auf eigene und fremde Lizenzerträge entfallen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

NEXUS liefert hauptsächlich an Kunden innerhalb des öffentlichen Gesundheitswesens im In- und Ausland mit Schwerpunkt in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich, Spanien und Österreich. Die Auftragslage hängt vom Wettbewerbsumfeld sowie von den Budgetentwicklungen und den Strukturveränderungen im Gesundheitswesen der einzelnen Länder ab. Eine unmittelbare Abhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen ist jedoch nicht gegeben. Langfristig könnte eine Krise der öffentlichen Staatsfinanzen in europäischen Ländern jedoch zu einer Reduktion der Wachstumserwartungen der NEXUS-Gruppe führen. Eine gesicherte Prognose dieser Entwicklungen lässt sich derzeit nicht stellen. Es bestätigt sich jedoch, dass "Optimierungen im Gesundheitswesen durch moderne Informationssysteme" auch in Krisenzeiten ein fester Punkt auf der Prioritätenliste des Gesundheitswesens fast aller Länder bleibt.

Technologietrends

Die Beobachtung informationstechnologischer Trends und Entwicklungen ist für die Strategie der NEXUS von herausragender Bedeutung. Die regelmäßig veröffentlichten Technologietrends der jeweiligen Jahre (z.B. Gartner Report "IT Trends 2019", Crisp Research, IT Trends 2019 für CIOs von Forrester) bieten dabei einen guten Orientierungsrahmen.

Für NEXUS haben wir die folgenden sieben Trends als bedeutsam eingestuft:

Trend I: Künstliche Intelligenz (KI) - Der Sprung von der Nischentechnik zum breiten Einsatz

KI als technologischer Haupttrend der letzten Jahre nimmt weiter deutlich Fahrt auf und nutzt nunmehr Techniken und Technologien, die weit über die traditionellen regelbasierten Algorithmen hinausgehen. "Bereits heute wird KI eingesetzt, um Krankheiten effizienter zu diagnostizieren, Medikamente zu entwickeln, Behandlungen zu personalisieren und sogar Gene zu editieren. Hier scheinen wir am Punkt einer exponentiellen Entwicklung zu stehen: Je mehr wir unsere medizinischen Daten digitalisieren und vereinheitlichen, desto mehr können wir KI dazu nutzen, relevante Muster zu finden - Muster, mit denen wir in komplexen Analyseprozessen präzise und kostengünstige Entscheidungen treffen können." 1) Ein anderer Einsatzbereich der künstlichen Intelligenz liegt im Softwareentwicklungsprozess selbst. Verschiedene Funktionen der "Anwendungsentwicklung", des "Data Science" und des "Testens" werden durch KI zunehmend automatisiert. Nach Ansicht Gartners werden bis 2022 mindestens 40 Prozent der Projekte zur Entwicklung neuer Anwendungen KI-Entwickler mit in ihrem Team haben. Hier werden wir bald auch in den Bereich "Machine Learning" kommen, das heißt, der Fähigkeit einer künstlichen Intelligenz, eigenständig in die Systementwicklung einzugreifen und sich durch Erfahrungen zu verbessern. NEXUS engagiert sich mit KI-Entwicklungsprojekten sowohl in der Automatisierung von Softwareentwicklung als auch in der medizinischen Entscheidungsunterstützung.

1) Vgl. Data Revenue GmbH: Künstliche Intelligenz in der Medizin, URL: https://www.datarevenue.com/de/usecases/kuenstliche-intelligenz-in-der-medizin(Stand: 21. Februar 2019); leicht modifiziert

Trend II: Mobile Computing und "intelligent Apps and Analytics"

Mobile Anwendungen verbreiten sich immer schneller in Gesundheitseinrichtungen. "Intelligent Apps and Analytics", wie beispielsweise virtuelle persönliche Assistenten, sind ein fester Bestandteil mobiler Anwendungen und werden zu den Anwendungsbereichen der künstlichen Intelligenz zugerechnet. Jede App, jede Anwendung wird laut Gartner zukünftig KI-Komponenten enthalten. Intelligente Layer zwischen Menschen und Systemen entstehen, die auch die Art, wie in Krankenhäusern gearbeitet wird, verändern wird. Gerade im Arztberuf sind solche Anwendungen sehr gut möglich. NEXUS bezieht diese Möglichkeiten bereits heute in das Produktdesign der eigenen NEXUS / MOBILE-Apps mit ein.

Trend III: Edge Computing wird in cloudbasierten Plattformen wichtiger

In den letzten Jahren haben sich die Public- und Private Clouds auch im Gesundheitswesen stark verbreitet. Der Trend zu cloudbasierten Plattformen (PaaS), über die sich neue Technologien flexibler und skalierfähiger erschließen, hat sich auch 2018 weiter verstärkt. Eine Erweiterung dieser Cloud-Trends kommt über Edge Computing in die Architekturdiskussion. Edge Computing erweitert das zentrale Cloud-Konzept um eine dezentrale, hardwarebezogene Komponente. Edge-Computing-Devices können kleine Controller in Sensoren sein, Ein-Platinen-PCs, die nahe an den Medizingeräte stehen, oder Mini-Data-Center in Krankenhausabteilungen. Die Rechenleistung steht da zur Verfügung, wo sie für Analysen gebraucht wird, was vor allem wichtig für Echtzeitanwendungen ist, weil sonst die Laufzeiten zu lang sind. IDC schätzt, dass bis 2021 über 90 % der Unternehmen "Multiple Cloud Services und Plattformen" verwenden werden und 80 % der Applikationen Micro-Services und Cloud-Funktionen nutzen werden. 2) NEXUS sieht den Trend als anhaltend an und hat in 2018 weiter in Cloud-Infrastruktur und Container-Technologie investiert. Die Erweiterung um Edge Computing wird in einigen datenintensiven Bereichen erprobt.

2) Vgl. IDC Central Europe GmbH: IDC Studie: Multi Cloud in deutschen Unternehmen auf dem Vormarsch, 2020 kommt der große Durchbruch (27. September 2018), URL: https://idc.de/de/ueber-idc/press-center/66042-idc-studie-multi-cloud-in-deutschen-unternehmen-auf-dem-vormarsch-2020-kommt-der-gro-e-durchbruch (Abruf: 21. Februar 2019); leicht modifiziert.

Trend IV: Datenschutz und digitale Ethik

Digitale Ethik und die persönliche Privatsphäre stehen zunehmend im Fokus der IT-Diskussionen und stellen für Personen und Organisationen eine Herausforderung dar. Menschen sorgen sich darum, wie Unternehmen im öffentlichen und privaten Sektor mit ihren Daten umgehen. Insbesondere Krankenhäuser müssen die Kritik proaktiv angehen und Lösungen anbieten, um Beschwerden, Klagen oder Strafen entgegen zu wirken. NEXUS hat bereits erste Produkte vorgesellt (NEXUS / DSGVO), durch die Datenschutz und Datensicherheit erleichtert werden. Wir werden diese Themen weiter im Fokus der Produktentwicklung behalten.

Trend V: Neue Interaktionsmöglichkeiten in "Smart Spaces"

Unter Smart Spaces werden "intelligente Räume" verstanden in denen - physisch oder digital - Menschen und technologiegestützte Systeme in offenen, vernetzten, koordinierten und intelligenten Ökosystemen interagieren. Menschen, Prozesse, Dienstleistungen und Dinge kommunizieren in einem "intelligenten Raum" und schaffen für Problemlösungen ein immersives, interaktives und automatisiertes Erlebnis. Dieser Trend entspricht Ansätzen wie Smart Cities oder Smart Homes. NEXUS sieht hier Möglichkeiten, Klinikpersonal Räume zu bieten, in denen komplexe Problemstellungen gelöst werden können.

Trend VI: Legacy-Systeme: "Wrap & Trap" als Strategie

Die Weiterentwicklung bzw. Auflösung monolithischer Legacy-Systeme erhält auch im Krankenhaus zunehmend Bedeutung. In vielen Häusern ist ein Großteil der verfügbaren Ressourcen an Legacy-Systeme gebunden und schrittweise Veränderungen sind zu komplex oder zu langsam, um die Anforderungen an die Digitalisierung zu erfüllen. Der IT-Trend geht daher stark in Richtung "Wrap & Trap". Unter "Wrap & Trap" verstehen wir die Herausnahme einzelner Funktionalitäten aus den Altsystemen und deren Integration in eine moderne Micro-Service-orientierte IT-Architektur. Abgekapselt lassen sich damit bewährte Systeme gerade für stark regulierte Bereiche weiter betreiben (z.B. die Abrechnung, das Patientenmanagement) und neue Architekturen ausbauen. NEXUS hat die "Wrap & Trap"-Methode als Strategie definiert, um erworbene Systeme zu modernisieren oder um gemeinsam mit Krankenhäusern Modernisierungsstrategien umzusetzen.

Trend VII: Virtuelle Datenplattformen und sekundäre Datennutzung

Es gibt heute in Krankenhäusern sehr viele Daten, die unabhängig vom Krankenhaus-Informationssystem (KIS) in unterschiedlichen Silos, unterschiedlichen Fachabteilungen und unterschiedlichen Formaten und Datenbanken gelagert werden. Für eine 360-Grad-Sicht auf den Patienten müssen aber alle verfügbaren Daten in der jeweils benötigen Form konsolidiert und zusammengefügt werden. Virtuelle, geteilte Datenplattformen integrieren sämtliche Datenquellen, dienen als Datendrehscheibe für alle Klinikprozesse und ermöglichen so die flexible Nutzung der Daten. Wir arbeiten hier insbesondere an der Weiterentwicklung einer diagnostischen Datenplattform, die den Nutzern sämtliche patientenbezogenen diagnostischen Befunde als Rohdaten zur Verfügung stellt. Aufgrund unserer breiten diagnostischen Aufstellung in vielen Krankenhäusern haben wir für diese Anwendung beste Voraussetzungen. Damit verbunden ist die Möglichkeit der sekundären Datennutzung, also die Nutzung von Daten über den ursprünglichen Zweck hinaus. Gerade für Studien, Forschungen und Entwicklungen können medizinische Daten von großem Wert sein. Die sekundäre Datennutzung wird 2019 deutlich aktiver diskutiert, auch wenn der Datenschutz hier eine besondere Herausforderung darstellt.

Ausblick:

Trendverfolgung ist für uns sehr wichtig, um unsere Entwicklungsprioritäten regelmäßig zu prüfen. In 2019 sehen wir erneut im Trendthema "Künstliche Intelligenz" große Möglichkeiten. Insbesondere in unserer Sparte "Diagnostische Informationssysteme" ergeben sich zahlreiche Anwendungsoptionen, die jedoch noch Zeit bis zur Marktreife benötigen. Gleiches gilt für den Aufbau einer virtuellen diagnostischen Datenplattform, die als Ergänzung zur KIS-Sichtweise auf Patienten sehr bedeutsam werden kann. Visionärere Bereiche wie "Smart Spaces" und "Edge Computing" verfolgen wir in einzelnen prototypischen Entwicklungsprojekten. Mit der NEXT GENERATION-Technologie vermarkten wir die Themen "Mobile Computing", "Wrap and Trap" und "Datenschutz und digitale Ethik" bereits aktiv.

Wettbewerbsumfeld

Der Markt für Softwaresysteme im medizinischen Bereich zeichnet sich weiterhin durch hohe Wettbewerbsintensität und durch starke Anbieterkonzentration aus. Die Konsolidierung innerhalb unserer Branche ist auch in 2018 nicht weiter fortgeschritten. Nur einzelne kleinere Übernahmen sind uns im europäischen Markt bekannt geworden. NEXUS gehört dabei zu den aktiven Konsolidierern am Markt. Es ist zu vermuten, dass neue Wettbewerber auf den interessanten europäischen Markt drängen werden. Nach wie vor ist von weiteren Veränderungen im Wettbewerbsumfeld auszugehen. Aus unserer Sicht gibt es derzeit neben NEXUS nur noch wenige Wettbewerber auf dem europäischen Markt, denen langfristiges Potential zugesprochen wird.

Geschäftsverlauf

Vertriebs- und Marktentwicklung

Die Positionierung der NEXUS, als Lösungsanbieter im europäischen Gesundheitswesen, gelingt zunehmend. Unsere Auftragserfolge, unsere Firmenkäufe und somit die Anzahl an Installationen haben zu einem hohen Bekanntheitsgrad des Unternehmens geführt. Den weiteren Ausbau der europäischen Aktivitäten haben wir auch in 2018 nachhaltig verfolgt und konnten steigende Umsätze realisieren.

In derzeit eher zurückhaltenden Märkten waren die Gesellschaften der NEXUS-Gruppe in 2018 erneut vertrieblich sehr erfolgreich. Das gilt insbesondere für die Kernmärkte Deutschland, Schweiz, Niederlande, Frankreich und Polen.

Neukunden wurden im vergangenen Jahr in allen Produktbereichen gewonnen. Hervorzuheben sind die Produkte NEXUS / ESKULAP, NEXUS / ENDOSKOPIE (E&L), CHILI PACS, NEXUS / FRAUENKLINIK und NEXUS / PEGASOS. Bei allen konnte eine sehr deutliche Auftragseingangssteigerung verzeichnet werden.

Produkt- und Unternehmensintegration

In 2018 haben sich die Unternehmenssegmente der NEXUS nicht verändert. Nach wie vor ist das Geschäft in eigenständige Geschäftsgebiete gegliedert, die für ihre Produkt- und Marktaktivitäten im Rahmen der Konzernplanung verantwortlich sind.

In 2018 wurden die Zentralfunktionen Controlling, Compliance, Marketing und Entwicklung innerhalb der Gruppe weiter ausgebaut.

In 2018 wurden auch einige Veränderungen in der Beteiligungsstruktur vorgenommen:

Die NEXUS AG hat zum 09. Januar 2018 55,0 % der Anteile der MedHub sp. z o.o., Posen (Polen), erworben. Über die restlichen 45,0 % der Anteile besteht ein Optionsvertrag.

Die NEXUS AG hat am 28. März 2018 die restlichen 4,5 % Anteile aus dem bestehenden Optionsvertrag an der bereits vorhandenen Tochtergesellschaft NEXUS / MARABU GmbH, Berlin (vormals: Marabu EDV-Beratung und -Service GmbH, Berlin) erworben.

NEXUS hat am 28. März 2018 einen Put- und Call-Optionsvertrag über 32,54 % der Chili GmbH, Dossenheim, abgeschlossen.

Die NEXUS AG hat am 23. April 2018 die restlichen 49,0 % Anteil an der bereits vorhanden Tochtergesellschaft ProLohn GmbH, Singen, erworben. Die ProLohn GmbH, Singen, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 08. Mai 2018 auf die nexus / switspot GmbH, Neckarsulm, per 01. Januar 2018 verschmolzen.

Mit Abtretungsvertrag vom 09. Mai 2018 hat die NEXUS Medizinsoftware und Systeme AG, Altishofen, sämtliche Anteil an der NEXUS Schweiz GmbH, Altishofen, zum 01. Januar 2018 an die Domis Consulting AG, Altishofen, abgetreten.

Die NEXUS Schweiz GmbH, Altishofen, sowie die syseca informatik ag, Altishofen, wurden mit Fusionsvertrag vom 04. Juni 2018 auf die Domis Consulting AG, Altishofen, per 01. Januar 2018 verschmolzen. Die Domis Consulting AG, Altishofen, wurde zum 21. Juni 2018 in die NEXUS Schweiz AG, Altishofen, umfirmiert.

Am 05. Juni 2018 hat die NEXUS AG 61,0 % der Anteile an der ASTRAIA Software GmbH, München erworben. Über die restlichen 39,0 % der Anteile besteht ein Optionsvertrag.

Am 13. Juni 2018 hat NEXUS 80,0 % der Anteile an der Creativ Software AG, Widnau, erworben. Über die restlichen 20,0 % der Anteile besteht ein Optionsvertrag.

Mit Kaufvertrag vom 11. Oktober 2018 hat die NEXUS AG mit Wirkung zum 30. November 2018 100,0 % der Anteile an der Swisslab DITS GmbH, Berlin, erworben.

Die NEXUS / INOVIT GmbH, Ismaning, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 20. November 2017 auf die NEXUS / DIS GmbH, Frankfurt am Main, per 01. Januar 2018 verschmolzen.

Die Palladium-med GmbH, Berlin, wurde per Gesellschafterbeschluss vom 18. Dezember 2018 zum 31. Dezember 2018 aufgelöst.

Wachstum und Ergebnis

Das Ergebnis des Jahres war insgesamt erfreulich. Im Einklang mit der Vorjahresprognose, in der von leicht steigenden Werten in Umsatz, Ergebnis vor Steuern sowie relativer Marktposition ausgegangen wurde, konnten bei allen Leistungskennziffern steigende Werte erreicht werden. Der Umsatz stieg deutlich von EUR 119,1 Mio. auf EUR 136,5 Mio. in 2018 und das Ergebnis vor Steuern erreichte einen deutlichen Anstieg von EUR 13,3 Mio. auf EUR 14,9 Mio. Die Marktposition der NEXUS-Gruppe hat sich durch Neuaufträge - insbesondere in Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und Frankreich - und durch die Unternehmensakquisitionen weiter verbessert.

Der Umsatzschwerpunkt von NEXUS lag in 2018 weiterhin im Geschäftsbereich Healthcare Software. Der Bereich hat im Vergleich zum Vorjahr erneut eine deutliche Umsatzsteigerung um rund EUR 18,0 Mio. auf EUR 125,9 Mio. erzielt. Im Geschäftsbereich Healthcare Service sank der Umsatz leicht von EUR 11,1 Mio. auf EUR 10,6 Mio.

Der internationale Anteil am Geschäft betrug 2018 46,0 % (Vj: 44,4 %) des Gesamtumsatzes. Unsere Aktivitäten im Ausland sind eine wesentliche Komponente unseres Geschäfts. Wir investieren sehr intensiv in die Entwicklung von Produkten für ausländische Märkte und erwägen ggf. auch Unternehmensakquisitionen, um den Markteintritt zu erleichtern. Das internationale Geschäft ist derzeit insbesondere auf den Schweizer, den niederländischen, den französischen, den österreichischen, den spanischen und den polnischen Markt konzentriert.

Umsatzeffekte aus Währungsschwankungen gegenüber dem 31. Dezember 2018 betrafen insbesondere den Schweizer Franken. Der Durchschnittskurs des Schweizer Franken lag in 2018 bei EUR 1,15 (Vj: EUR 1,11). Der Umsatzeffekt aus den Währungskursänderungen betrug in 2018 TEUR -1.064 (Vj: TEUR -520).

In Deutschland stieg der Umsatz 2018 um rund 11,4 % an und erreichte TEUR 73.700 nach TEUR 66.178. Hauptgründe waren die Neuaufträge im Inland. Durch die Unternehmenserwerbe im Geschäftsjahr wurden zusätzliche Umsatzeffekte in Höhe von TEUR 3.697 erzielt. Ohne die Erstkonsolidierung dieser Unternehmen wäre der Umsatz der NEXUS-Gruppe entsprechend geringer ausgefallen.

Die Steuerung unseres Wachstums sowie der Ertragslage erfolgte auf Basis der in den kurzfristigen Erfolgsrechnungen der Geschäftsgebiete ausgewiesenen Kennzahlen "Umsatz", "Ergebnis vor Steuern" und "relative Marktposition".

Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die NEXUS-Gruppe hat in 2018 einen deutlich erhöhten konsolidierten Umsatz von TEUR 136.469 nach TEUR 119.083 in 2017 erwirtschaftet. Das bedeutet einen Umsatzanstieg von TEUR 17.386 (+14,6 %). Die aktivierten Eigenleistungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 4.130 (Vj: TEUR 5.058). Der Anstieg im Personalaufwand von TEUR 67.549 auf TEUR 76.392 (+13,1 %) resultiert aus dem Anstieg der Mitarbeiterzahlen. Der Materialaufwand von TEUR 23.044 ist gegenüber dem Vorjahr (TEUR 19.364) um 19,0 % gestiegen. Das EBITDA 2018 erreichte TEUR 26.708 nach TEUR 23.718 in 2017 (+12,6 %). Das Periodenergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich von TEUR 13.282 im Vorjahr auf TEUR 14.929 (+12,4 %). Abschreibungen fielen in Höhe von TEUR 11.527 (Vj: TEUR 10.402) an. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten, Technologien und Kundenbeziehungen. Die erstmalige Konsolidierung der im Geschäftsjahr erworbenen Unternehmen hat in Summe zu einer EBT-Steigerung von TEUR 2.063 geführt.

Der Konzernjahresüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 10.156) auf TEUR 10.996 erhöht (+8,3 %). Grund für diesen Anstieg sind die deutlich höheren Umsatzerlöse und die daraus resultierenden Skaleneffekte. Belastend wirkte die höhere Steuerquote, die von 23,5 % auf 26,3 % gestiegen ist.

Die Ergebnisse innerhalb der Bereiche haben sich sehr unterschiedlich entwickelt. Der Bereich Healthcare Software hat das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von TEUR 13.930 nach einem EBIT von TEUR 12.030 im Vorjahr (+15,8 %) sehr deutlich verbessert und damit die Vorjahresprognose (deutlich steigende Werte von Umsatz und Ergebnis vor Steuern sowie leichte Verbesserungen in der relativen Marktposition) erreicht. Im Bereich Healthcare Service wurde ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen in Höhe von TEUR 1.251 (2017: TEUR 1.289; -3,0 %) erzielt. Der Umsatz sowie das Ergebnis vor Steuern haben sich aufgrund von Projektverzögerungen sowie den übergreifenden Themen "DSGVO" und "Probleme bei der Personalbeschaffung" leicht rückläufig entwickelt und damit die Vorjahresprognose nicht erreicht. Im laufenden Jahr 2018 wurde der Bereich inhaltlich konsolidiert und neu ausgerichtet.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die Marken mit unbestimmter Nutzungsdauer in Höhe von TEUR 82.229 (Vj: TEUR 60.475) sind nach den Ergebnissen unserer, zum Bilanzstichtag durchgeführten, Impairment-Tests in voller Höhe werthaltig. Für die übrigen immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 29.842 (Vj: TEUR 35.804), die sich insbesondere aus eigenen aktivierten Entwicklungen sowie erworbener Technologie und Kundenbeziehungen zusammensetzen, lagen in 2018 keine Hinweise auf Wertminderungen vor. Die immateriellen Vermögenswerte einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts belaufen sich auf TEUR 112.071 (Vj: TEUR 85.118) und damit auf 52,9 % (Vj: 56,3 %) der Bilanzsumme.

Die kurzfristigen Finanzanlagen sind gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.849 auf TEUR 1.586 gesunken.

Das Eigenkapital der NEXUS-Gruppe beträgt zum Stichtag TEUR 108.325 nach TEUR 103.009 im Vorjahr, was einer Eigenkapitalquote von 51,2 % entspricht (Vj: 68,1 %). In 2018 wurde eine Dividende von 16 Cent pro Aktie (EUR 2.518.907,68) an die Aktionäre ausgezahlt.

Die Vertragsverbindlichkeiten gemäß IFRS 15 in Höhe von TEUR 5.399 (01. Januar 2018 nach IFRS 15: TEUR 6.290) betreffen im Wesentlichen die von Kunden erhaltenen Anzahlungen für Softwareprojekte.

Das Barvermögen zuzüglich der als Liquiditätsreserve gehaltenen Wertpapiere betrug per 31. Dezember 2018 TEUR 27.016 (Vj: TEUR 28.385). Das entspricht 12,8 % (Vj: 18,8 %) der Bilanzsumme. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich aufgrund des stark gestiegenen Geschäftsvolumens um 19,8 % erhöht und betragen zum 31. Dezember 2018 TEUR 25.980 nach TEUR 21.686 im Vorjahr. Darüber hinaus bestehen zum Stichtag aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.399 (Vj: TEUR 1.429).

Der Mittelzu- und -abfluss wird anhand der Kapitalflussrechnung dargestellt. In 2018 lag der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit bei TEUR 20.241 und damit leicht unter dem Cash Flow des Vorjahres (TEUR 21.677) (-6,6 %). Aufgrund der höheren Forderungsbestände konnte der starke Vorjahres-Cash Flow nicht ganz gehalten werden. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug per Saldo TEUR -18.743 (Vj: TEUR -9.416) und resultierte vor allem aus höheren Auszahlungen für Unternehmenserwerbe sowie Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei TEUR -2.859; (Vj: TEUR -2.133) und beinhaltet vor allem Dividendenzahlung, Einzahlungen und Auszahlungen für den Verkauf und Kauf eigener Anteile.

Im Segment Healthcare Software wurden insgesamt TEUR 7.351 (Vj: TEUR 7.768) und im Bereich Healthcare Service TEUR 303 (Vj: TEUR 320) investiert. Die im Geschäftsjahr 2018 erworbenen Unternehmen NEXUS POLSKA sp. z o.o., ASTRAIA Software GmbH, Creativ Software AG und Swisslab DITS GmbH wurden dem Bereich Healthcare Software zugeordnet.

Investitionen / Akquisitionen

Neben den im Abschnitt "Produkt- und Unternehmensintegration" dargestellten Unternehmensbeteiligungen wurden in 2018 in den Aufbau von IT-Rechenzentren an den Unternehmensstandorten Donaueschingen und Frankfurt am Main ca. TEUR 977 investiert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Konzern hat hauptsächlich Leasingverträge für die Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. der EDV-Hardware) und die Dienstfahrzeuge abgeschlossen. Darüber hinaus bestehen Mietverträge und sonstige Vertragsverpflichtungen über Geschäftsräume. Der Zweck der Verträge ist die Finanzierung und Beschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen. Risiken könnten durch den Abschluss teurerer Anschlussverträge zu höheren Kosten nach dem Auslaufen dieser Verträge entstehen.

Vorteile, die zu der Entscheidung zur Durchführung bzw. Beibehaltung dieser Geschäfte geführt haben, sind hauptsächlich in der für die Gesellschaft fehlenden Kapitalbindung bei der Beschaffung des betriebsnotwendigen Anlagevermögens zu sehen. Darüber hinaus ergibt sich durch die Leasingfinanzierung für die Gesellschaft kein Verwertungsrisiko und die Möglichkeit der kurzfristigen Sicherung des aktuellen technischen Entwicklungsstandes.

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das NEXUS-Finanzmanagement zielt darauf ab, die finanzielle Stabilität und die Flexibilität des Unternehmens sicher zu stellen. Einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital kommt dabei eine wesentliche Rolle zu. Die Kapitalstruktur der NEXUS-Gruppe besteht zu 51,2 % aus Eigenkapital und zu 31,2 % aus kurzfristigem Fremdkapital. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsverbindlichkeiten sowie die sonstigen finanziellen Schulden. Zur Liquiditätssteuerung wird der Konzern weitgehend zentral über die NEXUS AG finanziert.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren (Kennzahlen) der NEXUS-Gruppe, "Umsatz" und "Ergebnis vor Steuern", haben sich in der Gruppe positiv entwickelt. Im Segment Healthcare Software sind die Kennzahlen "Umsatz" und "Ergebnis vor Steuern" deutlich gestiegen. Im Segment Healthcare Service sind "Umsatz" und "Ergebnis vor Steuern" leicht gesunken. Der nicht finanzielle Leistungsindikator "relative Marktposition" ist jeweils leicht gestiegen.

Geschäftsverlauf der Unternehmensbereiche

Geschäftsbereich Healthcare Software:

Wachstum und Innovation

Der Bereich Healthcare Software bietet selbst erstellte Softwareprodukte auf dem nationalen und internationalen Markt für Institutionen des Gesundheitswesens an. Dieses Segment erzielte in 2018 einen (externen) Umsatz von TEUR 125.904 nach TEUR 107.954 im Vorjahr. Das bedeutet einen Anstieg von 16,6 %. Insbesondere die Nachfrage nach neuen Produkten und Servicedienstleistungen im Bereich der klinischen Informationssysteme (NEXUS / KIS) und der diagnostischen Informationssysteme (NEXUS / DIS) hat zu diesem Wachstum geführt.

Geschäftsbereich Healthcare Service:

Konsolidierung und Neuausrichtung

Der Geschäftsbereich Healthcare Service bietet IT-Outsourcing-Leistungen für Einrichtungen des Gesundheitswesens in Deutschland an. Der Bereich erzielte in 2018 einen (externen) Umsatz in Höhe von TEUR 10.565 nach TEUR 11.129 in 2017 (-5,1 %). Der Bereich hatte im laufenden Jahr mit Organisations- und Projektproblemen zu kämpfen, die zu Projektverzögerungen geführt haben. Die übergreifenden Themen "DSGVO" und "Probleme bei der Personalbeschaffung" wirken in diesem Bereich besonders belastend. Im laufenden Jahr wurde der Bereich inhaltlich konsolidiert und neu ausgerichtet.

Personal

Die Personalentwicklung ist im Markt klinischer Informationssysteme von besonderer Bedeutung. In diesem wissenskritischen Bereich, in dem medizinisches Wissen mit der Informatik zu einer kundenorientierten Lösung kombiniert werden muss, hängt der Erfolg von Entwicklungsvorhaben oder Kundenprojekten sehr häufig vom Wissen und der Ausbildung Einzelner ab. NEXUS legt daher auf strukturiertes und effizientes Personalmanagement großen Wert. Die Mitarbeiteranzahl und -struktur bei NEXUS hat sich bedingt durch Neueinstellungen und Unternehmenserwerbe weiter erhöht. Nach 975 Mitarbeitern im Vorjahr sind im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 1.280 Mitarbeiter in der NEXUS-Gruppe beschäftigt.

Gesamtaussage zur Lage des Konzerns

NEXUS hat sich in 2018 hinsichtlich sämtlicher Leistungsindikatoren positiv entwickelt. NEXUS verfügt über ein attraktives Produktprogramm, eine gute Marktposition in den Kernmärkten und stabile Kundenbeziehungen. Weiteres Wachstum kann durch Eigenfinanzierung realisiert werden.

Chancen- und Risikobericht

Das unternehmerische Handeln der NEXUS-Gruppe ist mit Risiken und Chancen verbunden. Zur frühzeitigen Erkennung, Bewertung und zum richtigen Umgang mit Chancen und Risiken hat die NEXUS AG ein Risikosteuerungs- und Kontrollsystem eingeführt. Das System umfasst die NEXUS AG inklusive aller mehrheitlich gehaltenen Tochtergesellschaften und liegt in der Verantwortung des Vorstands und der Geschäftsführer der Tochtergesellschaften.

Darüber hinaus ist die NEXUS-Gruppe mit kurz-, mittel- und langfristigen strategischen und operativen Risiken konfrontiert, die sich auf Veränderungen und Fehler innerhalb des Umfeldes, der Branche, der innerbetrieblichen Management- und Leistungsprozesse oder des finanzwirtschaftlichen Umfelds beziehen.

Risikomanagement

NEXUS hat ein, den Verhältnissen angemessenes, internes Kontrollsystem sowie Controlling-Instrumentarium und Risikomanagement implementiert. Neben einem intensiven Kosten- und Ergebnismanagement, das im Rahmen regelmäßiger Management- und Aufsichtsratssitzungen überwacht wird, besteht ein Risikomanagement-Handbuch. Entsprechend werden folgende Chancen- und Risikofelder vom Management-Team überwacht:

Kundenprojekte

Entwicklungsprojekte

Mangelnde Marktakzeptanz von Produkten

Abwanderung von Know-how-Trägern

Prozessrisiken

Entwicklung von Tochter- und Beteiligungsgesellschaften

IT-Sicherheit und -verfügbarkeit

Reputation

Regulatorische Risiken

Fraud-Risiko

Datensicherheit und Datenschutz

Die Berichterstattung, die Dokumentation und die Maßnahmenentwicklung sind im Risikohandbuch der NEXUS AG geregelt. Die Umsetzung wird periodisch vom Vorstand überprüft. In 2018 wurden fünf Risikoberichte von den verantwortlichen Stellen an den Vorstand gemeldet und von diesem bewertet.

Der Einkauf ist im Wesentlichen auftragsbezogen und in Abstimmung mit den zuständigen Projektmanagern organisiert. Zahlungsausgänge werden bei der NEXUS AG durch den Vorstand und bei den Tochtergesellschaften durch den jeweiligen Geschäftsführer genehmigt. Der Personalabrechnungsprozess erfolgt für die inländischen Gesellschaften zum überwiegenden Teil zentral in Donaueschingen und wird durch funktionsunabhängige Kontrollen überwacht.

Zur Leistungserfassung der Entwicklungsabteilung wird eine Oracle-Datenbank verwendet. Die Steuerung wird durch eine Vierteljahresplanung vorgenommen. Die NEXUS-Gruppe nutzt eine ERP-Software (Enterprise Ressource Planning), mit der Informationen, sowohl für Ablaufprozesse und interne Kontrollen, als auch für Zwecke der Berichterstattung, verfügbar gemacht werden. Darüber hinaus findet eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Finanzabteilungen der dezentralen Tochterunternehmen und der zentralen Konzernfinanzabteilung statt.

Der wirtschaftlichen Entwicklung der Geschäftsbereiche wird verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt. Diese berichten ihre Ergebnisse monatlich an den Vorstand. Der Vorstand ist an den maßgeblichen Entscheidungen unmittelbar beteiligt. Für die Steuerung und Überwachung werden die Tochtergesellschaften hierzu nach Produkten bzw. Märkten zusammengefasst, die wiederum den beiden Segmenten Healthcare Software und Healthcare Services zugeordnet werden.

Die Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems obliegt dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.

Risiken und Chancen

Markt- und Branchenrisiken

Wesentliche Risiken und Chancen, die eine deutliche Veränderung der wirtschaftlichen Lage bei NEXUS hervorrufen könnten, liegen im Markt und Branchenumfeld. Die NEXUS-Gruppe erwirtschaftet ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen aus dem Verkauf von Softwarelizenzen und Dienstleistungen für das Gesundheitswesen in Deutschland, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, Frankreich, Polen und Spanien. Das derzeitige gesamtwirtschaftliche Umfeld ist stabil und insbesondere in Deutschland sind die öffentlichen Haushalte nicht angespannt. In vielen europäischen öffentlichen Haushalten werden jedoch weitere Budgetkürzungen diskutiert, die sich auch auf die Finanzierung der öffentlichen Investitionen auswirken. Dazu gehören in den europäischen Ländern auch das Gesundheitswesen und insbesondere die Krankenhäuser.

Gartner hat seine Prognose für das Wachstum der weltweiten IT-Ausgaben für 2019 mit 3,2 % angegeben. Frost und Sullivan geben in einer aktuellen Studie 2019 an, dass die IT-Ausgaben in europäischen Krankenhäusern in den nächsten drei Jahren weiter steigen werden. Allein in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien werden mehr als 6,0 Mrd. USD für Informationstechnologie im Gesundheitswesen ausgegeben. Die Einspareffekte werden ebenfalls als hoch eingeschätzt. Nach einer Studie von Mc. Kinsey & Company (10/2018) können durch den Einsatz digitaler Technologien im deutschen Gesundheitswesen bis zu EUR 34 Mrd. jährlich eingespart werden. Dies entspricht rund 12 % der gesamten jährlichen Gesundheits- und Versorgungskosten von zuletzt EUR 290 Mrd.

Auch wenn die Zahlen keinen unmittelbaren Aufschluss über die individuelle Investitionsbereitschaft von Einrichtungen im Gesundheitswesen geben, geht die NEXUS-Gruppe davon aus, dass sich die Zielgruppe somatischer und psychiatrischer Krankenhäuser, medizinischer Versorgungszentren, Reha-, Alten- und Pflegeheime ebenfalls dem Trend zunehmender Investitionen in IT- und Software-Lösungen weiter anschließen werden. Für NEXUS ergeben sich dabei erhebliche Chancen, ein überdurchschnittliches Wachstum zu erzielen.

Unsere derzeitige Technologie- und Marktposition eröffnet uns die Möglichkeit, neue Kunden zu erschließen und die Marge zu verbessern. Die bisher installierte Kundenbasis ist hierfür eine ausgezeichnete Referenz. Unsere Technologiestrategie und unsere applikative Trennung zwischen einem klinischen und einem diagnostischen System findet am Markt zunehmend Aufmerksamkeit. Als Anbieter von Qualitätssoftware hat sich NEXUS am Markt einen sehr guten Ruf erarbeitet und gilt als stabiles, wachsendes Unternehmen. In den letzten Jahren galt dies insbesondere für den deutschen, französischen, niederländischen und polnischen Markt (seit 2018), in denen die NEXUS-Gruppe mit dem NEXUS / KISNG wesentliche Aufträge gewinnen und damit andere etablierte Wettbewerber ablösen konnte.

Sollten sich trotz des segmentierten Marktes andere Anbieter als Standard durchsetzen, wird die Strategie der NEXUS-Gruppe als mittelständischer Anbieter mit internationaler Präsenz nicht erfolgreich sein. Durch die fortschreitende Konsolidierung ist weiterhin die Möglichkeit der Übernahme durch einen Wettbewerber gegeben.

Strategische Risiken

Risiken können auch aus strategischen Unternehmensentscheidungen resultieren, die kurzfristig und langfristig grundsätzlich das Chancen- und Risikopotential der NEXUS verändern.

Vermarktungs- und Vertriebsrisiken

Die NEXUS bearbeitet die unterschiedlichen Märkte mit unterschiedlichen Vertriebsmodellen. Aufgrund der hohen Komplexität der Produkte ist die Vermarktung sehr anspruchsvoll. Der Verlust von Partnern, Mitarbeitern oder Vertriebsmittlern ist ein Risiko, das die Ertragssituation beeinflussen könnte. Wichtig für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der NEXUS AG einschließlich der Tochtergesellschaften ist, dass neben einer Verbreiterung der installierten Softwarebasis die Wartungs- und Serviceerlöse weiter gesteigert werden können. Hierzu ist auch Voraussetzung, dass es in ausreichendem Umfang gelingt, auslaufende Wartungs- und Serviceverträge zu verlängern. Bei erhöhtem Anteil an Wartungserträgen und Erträgen aus Partnergeschäften kann sich die Erlösqualität weiter verbessern.

Projektrisiken

Umsetzungsschwierigkeiten, insbesondere technischer Art, könnten bei den vorliegenden Großprojekten zu Pönalen oder Rückabwicklungen führen, die sich wiederum negativ auf die Ertragslage, aber auch auf die Marktreputation auswirken könnten. Zahlungsausfälle in Großprojekten durch Zahlungsschwierigkeiten oder Zahlungszurückhaltung der Kunden könnten zu Liquiditätsbelastungen für das Unternehmen führen, insbesondere wenn im Rahmen von Großprojekten erhebliche Vorleistungen erbracht wurden. Dieses Risiko wird soweit möglich durch die Vereinbarung von Anzahlungen reduziert. Ausfallrisiken bzw. Risiken, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, werden im Rahmen des Forderungsmanagements (bspw. Bonitätsprüfungen) aktiv gesteuert. Ausfallrisikokonzentrationen entstehen im Konzern temporär innerhalb von Großprojekten. Die maximale Risikohöhe ergibt sich aus dem Buchwert der aktivierten Forderungen und ggf. aus Schadensersatz- oder Haftungsansprüchen. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen existieren aufgrund der vorhandenen Liquiditätsreserven und der sich zunehmend verstetigenden Einzahlungsflüsse derzeit nicht.

Produktrisiken

Es besteht ein Risiko, dass der von NEXUS erreichte Innovationsvorsprung durch Wettbewerbsinnovationen verloren geht und dadurch Marktanteile verloren gehen. Risiken liegen auch in der Zeit- und Budgetplanung sowie in der Gestaltung und in der Qualität von Eigenentwicklungen, bei denen Abweichungen von der Marktspezifikation erhebliche Auswirkungen hinsichtlich der Vermarktung und der Kostenposition bedeuten können. In der Softwareentwicklung werden außerdem teilweise Drittprodukte eingesetzt, bei deren Verlust oder bei mangelnder Qualität der Technologie es zu Verzögerungen der eigenen Softwareauslieferung kommen. Die NEXUS-Gruppe begegnet diesen Risiken mit jährlichen qualitätsgeprüften Releases, die einen vordefinierten Qualitätsmanagement-Prozess durchlaufen.

Risiken in der Belegschaft

Die Entwicklung der NEXUS hängt in starkem Umfang vom Wissen und der konzernweiten Leistungsbereitschaft der Belegschaft ab. Es besteht grundsätzlich das Risiko, durch Fluktuation Kompetenzen zu verlieren und Marktvorteile einzubüßen. Das Abwandern einer größeren Anzahl von Kern-Know-How-Trägern könnte zumindest kurzfristig zu erheblichen Schwierigkeiten in der operativen Geschäftsabwicklung führen. Zudem zeigt der Arbeitsmarkt seit Jahren einen Mangel an Fachkräften. Die NEXUS begegnet diesem Risiko mit aktiver Personalentwicklung, die ein wichtiger Bestandteil für eine vorausschauende und zuverlässige Sicherung unserer Personalressourcen darstellt.

Rechtliche Risiken

Bedeutende rechtliche Risiken sind derzeit nicht bekannt.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten und finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzinstrumente bestehen im Wesentlichen aus Leistungsforderungen und -verbindlichkeiten. Da die Kunden der NEXUS-Gruppe überwiegend in öffentlicher Trägerschaft sind, ist das Ausfallrisiko innerhalb der Leistungsforderungen als gering einzuschätzen.

NEXUS verfügt in erheblichem Umfang über immaterielle Vermögenswerte in Form von Konzessionen / Patenten (TEUR 1.070; Vj: TEUR 732), Geschäfts- oder Firmenwerten (TEUR 73.462; Vj: TEUR 49.314), Technologie und Kundenbeziehungen (TEUR 13.313; Vj: TEUR 9.394), Marken (TEUR 8.767; Vj: TEUR 8.749) sowie Entwicklungskosten (TEUR 15.459; Vj: TEUR 16.929), die in der Bilanz aktiviert sind. Zum Bilanzstichtag wurde eine Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Marken mit unbestimmter Nutzungsdauer auf Basis des DCF-Verfahrens vorgenommen. Aufgrund der zukünftigen positiven Ergebniserwartungen besteht kein Abwertungsbedarf. Sofern die getroffenen Annahmen zukünftig nicht so eintreten, könnte sich ein Abwertungsbedarf bei den Geschäfts- oder Firmenwerten und auch bei den übrigen immateriellen Vermögenswerten ergeben.

Die NEXUS AG und ihre Tochtergesellschaften haben nach wie vor latente Steuern auf Verlustvorträge aktiviert. Sollte nicht mehr zu erwarten sein, dass Gewinne zur Nutzung der Verlustvorträge erwirtschaftet werden, müsste der Ansatz ganz oder zum Teil reduziert werden. Sollten sich Steuergesetzgebungen zur Behandlung von Verlustvorträgen ändern, könnte es nötig werden, die aktivierten latenten Steuern ganz oder zum Teil zu reduzieren.

NEXUS hält Wertpapiere, die Zinsrisiken und Kursrisiken ausgesetzt sind und darum intensiv beobachtet werden. Aufgrund der volatilen Märkte für Wertpapiere existieren weiterhin Kurs- und Ausfallrisiken, die beobachtet und bewertet werden. Der Konzern hält wesentliche liquide Mittel in Schweizer Franken, die Kursrisiken unterliegen.

Währungsrisiken entstehen insbesondere auch durch die in der Schweiz (Schweizer Franken) realisierten Umsätze und die daraus resultierenden Forderungen, die bis zur Zahlung Währungsschwankungen unterliegen. Den Einzahlungen in Schweizer Franken stehen in hohem Umfang Auszahlungen in Schweizer Franken gegenüber, so dass sich hier das Währungsrisiko netto vermindert. Eine Sicherungsbeziehung bestand zum Stichtag nicht. Liquiditätsrisiken existieren aufgrund der Liquiditätsreserven und der sich zunehmend verstetigenden Einzahlungsflüsse nicht.

Die Entscheidung über den Einsatz und die Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten werden zentral durch den Vorstand der NEXUS AG überwacht.

Der Konzern ist bestrebt, über genügend Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente oder entsprechende unwiderrufliche Kreditlinien zu verfügen, um seine Verpflichtungen in den nächsten Jahren zu erfüllen. Des Weiteren steht der Gesellschaft genehmigtes Kapital für weitere Kapitalerhöhungen zur Verfügung.

Aus zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlungen im Rahmen von Unternehmenserwerben können sich Effekte aus Änderungen der vertragsrelevanten Faktoren ergeben.

Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem hat im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung konzernweit sicherzustellen. Die laufende Buchhaltung der inländischen Tochterunternehmen wird dezentral geführt, während die Erstellung der handelsrechtlichen Jahresabschlüsse zum überwiegenden Teil zentral erfolgt. Die ausländischen Gesellschaften erstellen lokale Abschlüsse, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften oder bei Wesentlichkeit freiwillig geprüft werden. Die Erstellung des Konzernabschlusses sowie die erforderlichen Anpassungen der in- und ausländischen Einzelabschlüsse an die International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU verpflichtend anzuwenden sind, erfolgten zentral in Donaueschingen. Der Abschlusserstellungsprozess wird zentral durch den Leiter Finanzen sowie den Vorstand der NEXUS AG überwacht. Das Vier-Augen-Prinzip wird grundsätzlich gewahrt.

Übernahmerelevante Angaben

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und Börsennotierung

Die NEXUS AG ist an der Frankfurter Wertpapierbörse im Prime Standard unter der Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) 522090 gelistet. Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 15.752.231 setzt sich wie folgt zusammen: Stammaktien: 15.752.231 Stück zum rechnerischen Wert von jeweils EUR 1,00. Zu den aus Stückaktien vermittelten Rechten und Pflichten verweisen wir auf das Aktiengesetz (§§ 8 ff. AktG). Zum Stichtag sind 15.712.846 Aktien ausgegeben.

In teilweiser Ausnutzung der am 13. Mai 2016 von der Hauptversammlung der NEXUS AG beschlossenen Ermächtigung für die Zeit bis zum 30. April 2021 zur Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 3.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 3.000.000 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital 2016 / I) hat der Vorstand am 14. Juli 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom gleichen Tag beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre - zugunsten der Arbeitnehmer der NEXUS AG und verbundener Unternehmen der NEXUS AG - von EUR 15.735.665,00 um bis zu EUR 25.000,00 auf EUR 15.760.665,00 durch Ausgabe von bis zu 25.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem auf sie entfallenden Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von je EUR 1,- und mit Gewinnberechtigung ab dem 1. Januar 2017 zu erhöhen. Das Grundkapital hat sich um EUR 16.566,00 auf EUR 15.752.231,00 erhöht. Somit beträgt das genehmigte Kapital 2016 / I nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 2.983.434,00.

Beschränkungen zu Aktien

Soweit bekannt existieren keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital

Uns wurden keine direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital mit über 10 von Hundert der Stimmrechte mitgeteilt.

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es existieren keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Art der Stimmrechtskontrolle im Fall von Arbeitnehmerbeteiligungen

Bei den am Kapital beteiligten Arbeitnehmern existiert keine Trennung zwischen Stimmrecht und Aktie. Die Kontrollrechte können unmittelbar durch die Arbeitnehmer ausgeübt werden.

Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen

Es existieren keine weitergehenden Satzungsbestimmungen zur Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern als die in den gesetzlich geltenden Vorschriften. Zudem sind keine wesentlichen Satzungsbestimmungen anzugeben, die von gesetzlichen Vorschriften und von dispositiven Vorschriften abweichen.

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen (Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien)

Die Hauptversammlung der NEXUS AG hat mit Beschluss vom 12. Mai 2017 den Vorstand ermächtigt, bis zum 30. April 2022 eigene Aktien bis zu einer Höhe von insgesamt 10 % des Grundkapitals, das bei Einberufung der Hauptversammlung vorhanden war, d.h. maximal bis zu 1.573.566 Stückaktien mit rechnerischem Nennwert von je EUR 1,00, zu erwerben. Der Vorstand ist im Rahmen der Ermächtigung ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre im Falle der Verwendung der eigenen Aktien nach Maßgabe der näheren Bestimmungen des am 17. Mai 2017 im Bundesanzeiger veröffentlichen Punkt 7 der Tagesordnung der Hauptversammlung der NEXUS AG auszuschließen.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, die aufgrund der erteilten Ermächtigung erworbenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates an Dritte im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder bei einem Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen anzubieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien ist insoweit ausgeschlossen.

Die NEXUS AG hat in 2016 ein Aktienrückkaufprogramm gestartet. Der Vorstand der NEXUS AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 25. Oktober 2016 beschlossen, von der Ermächtigung zum Erwerb bis zu 200.000 Stück eigener Aktien (das entspricht 1,27 % vom Grundkapital) der Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG Gebrauch zu machen. Die Ermächtigung ist auf den Zeitraum bis zum 30. April 2020 und auf einen Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals beschränkt. Aus diesem Aktienrückkaufprogramm wurden bis zum 31. Dezember 2018 78.956 Stück (Vj: 26.377 Stück) eigene Anteile (= EUR 78.956 Grundkapital; Vj: EUR 26.377 Grundkapital) erworben. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 0,5 % (Vj: 0,1 %).

Per 31. Dezember 2018 wurden insgesamt 78.956 Stück zu einem Durchschnittskurs von EUR 23,79 erworben.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 30. April 2021 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 3.000.000,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die neuen Aktien können auch an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens ausgegeben werden. Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Bedingungen der Aktienausgabe. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:

a) für Spitzenbeträge,

b) zur Ausgabe neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens,

c) zur Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen,

d) zur Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Feststellung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des zum Zeitpunkt der Eintragung dieser Ermächtigung im Handelsregister vorhandenen Grundkapitals (EUR 15.735.665,00) und - kumulativ - 10 % des zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals ist der anteilige Betrag am Grundkapital abzusetzen, der auf neue oder zurückerworbene Aktien entfällt, die seit der Eintragung dieser Ermächtigung im Handelsregister unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/ oder Wandlungsrechte aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und/oder Wandlungspflichten aus Wandelschuldverschreibungen beziehen, die seit der Eintragung dieser Ermächtigungen im Handelsregister in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft wird um EUR 1.400.000,00 durch Ausgabe von bis zu 1.400.000 auf den Inhaber lautender Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,00 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012). Das bedingte Kapital dient der Sicherung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen, die auf Grund der Ermächtigung der Hauptversammlung der NEXUS AG vom 23. Mai 2012 gegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Aktienoptionen ausgegeben werden und die Inhaber dieser Aktienoptionen von ihrem Bezugsrecht auf Aktien Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots stehen

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Entschädigungsvereinbarungen

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands

Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands wird bei der NEXUS AG vom Aufsichtsrat beschlossen. Das Vergütungssystem für den Vorstand basiert auf den Grundsätzen der Leistungs- und Ergebnisorientierung und besteht aus einer erfolgsunabhängigen Grundvergütung sowie aus erfolgsabhängigen Bestandteilen. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung eines jeden Vorstandsmitglieds bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung des Marktumfelds. Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft für ihre Organmitglieder eine Vermögenshaftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung).

Die erfolgsunabhängige Grundvergütung besteht aus einem Fixum, ausbezahlt in zwölf Monatsraten und Sachbezügen, welche aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzungen bestehen. Als Maßnahme der betrieblichen Altersvorsorge werden zudem durch die Gesellschaft Einzahlungen in eine Lebensversicherung und eine Unterstützungskasse geleistet.

Die erfolgsabhängigen Bestandteile enthalten eine jährlich wiederkehrende, an den geschäftlichen Erfolg gebundene Komponente und eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter in Form eines Bonus. Die jährlich wiederkehrende Komponente orientiert sich am EBIT des NEXUS-Konzerns. Die Komponente mit langfristiger Anreizwirkung ist an die Entwicklung des Unternehmensergebnisses (EBITDA) über drei Jahre (2018-2020) gekoppelt. Die Inanspruchnahme dieses Bonus kann entweder in Form einer Barauszahlung oder durch die Ausgabe von Aktien der NEXUS AG erfolgen.

Dem Vorstand gehörten zum 31. Dezember 2018 folgende Personen an:

Dr. Ingo Behrendt, Vorstandsvorsitzender

Ralf Heilig, Vertriebsvorstand

Edgar Kuner, Entwicklungsvorstand

Vergütungsbericht

Im Mai 2014 wurde mit den Vorständen eine aktienbasierte Vergütung vereinbart. Sie besteht in Abhängigkeit der Unternehmenswertsteigerung aus maximal 160.000 Aktien, die über die Laufzeit jährlich fällig werden und auf der Kursentwicklung der Jahre 2015 bis 2017 basieren (AOP 2015-2017). Der beizulegende Zeitwert betrug im Zeitpunkt der Gewährung TEUR 788. Zum 31. Dezember 2017 stehen den Vorständen aufgrund der Unternehmenswertsteigerung 160.000 Aktien zu. Da diese aus eigenen Aktien zu erfüllen sind, die noch zurückzukaufen sind, wurden die Ansprüche gestundet.

Im Januar bzw. Mai 2018 wurden mit den Vorständen neue Verträge vereinbart, die aus der Festvergütung sowie einer kurzfristigen und einer langfristigen variablen Vergütung für die Jahre 2018-2020 bestehen.

Es bestehen keine Zusagen an Vorstandsmitglieder über Vergütungen im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens.

Die Vorstandsvergütung stellt sich wie folgt dar:

scroll
Zufluss
(in TEUR)
Dr. Ingo Behrendt Vorstandsvorsitzender
2017 2018 2018 (Min) 2018 (Max)
Festvergütung 307 322 322 322
Nebenleistungen 12 12 12 12
Summe 319 334 334 334
Einjährige variable Vergütung 250 250 0 250
Mehrjährige variable Vergütung
LIP 2015-2017 1) 0 245 0 0
Summe 250 495 0 250
Versorgungsaufwand 18 18 18 18
Gesamtvergütung 587 847 352 602
scroll
Zufluss
(in TEUR)
Ralf Heilig Vertriebsvorstand
2017 2018 2018 (Min) 2018 (Max)
Festvergütung 170 180 180 180
Nebenleistungen 14 14 14 14
Summe 184 194 194 194
Einjährige variable Vergütung 80 80 0 80
Mehrjährige variable Vergütung
LIP 2015-2017 1) 0 245 0 0
Summe 80 325 0 80
Versorgungsaufwand 6 6 6 6
Gesamtvergütung 270 525 200 280
scroll
Zufluss
(in TEUR)
Edgar Kuner Entwicklungsvorstand
2017 2018 2018 (Min) 2018 (Max)
Festvergütung 160 170 170 170
Nebenleistungen 9 9 9 9
Summe 169 179 179 179
Einjährige variable Vergütung 70 70 0 70
Mehrjährige variable Vergütung
LIP 2015-2017 1) 0 245 0 0
Summe 70 315 0 70
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 239 494 179 249

1) Am 6. März 2018 wurden jedem Vorstandsmitglied jeweils 10.000 Stück Aktien aus den eigenen Anteilen der NEXUS AG ausgegeben.

scroll
Gewährungen in 2018
(in TEUR)
Dr. Ingo Behrendt Vorstandsvorsitzender
2017 2018 2018 (Min) 2018 (Max)
Festvergütung 307 322 322 322
Nebenleistungen 12 12 12 12
Summe 319 334 334 334
Einjährige variable Vergütung 250 260 0 260
Mehrjährige variable Vergütung
LIP 2018-2020 1) 0 101 0 0
Summe 250 361 0 260
Versorgungsaufwand 18 18 18 18
Gesamtvergütung 587 713 352 612
scroll
Gewährungen in 2018
(in TEUR)
Ralf Heilig Vertriebsvorstand
2017 2018 2018 (Min) 2018 (Max)
Festvergütung 170 180 180 180
Nebenleistungen 14 14 14 14
Summe 184 194 194 194
Einjährige variable Vergütung 80 80 0 80
Mehrjährige variable Vergütung
LIP 2018-2020 1) 0 45 0 0
Summe 80 125 0 80
Versorgungsaufwand 6 6 6 6
Gesamtvergütung 270 325 200 280
scroll
Gewährungen in 2018
(in TEUR)
Edgar Kuner Entwicklungsvorstand
2017 2018 2018 (Min) 2018 (Max)
Festvergütung 160 170 170 170
Nebenleistungen 9 9 9 9
Summe 169 179 179 179
Einjährige variable Vergütung 70 80 0 80
Mehrjährige variable Vergütung
LIP 2018-2020 1) 0 45 0 0
Summe 70 125 0 80
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 239 304 179 259

Vergütungen des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung der NEXUS AG festgelegt; sie ist in der Satzung der NEXUS AG geregelt. Die Vergütungen orientieren sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie am wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält eine jährliche Vergütung, die sich aus einer festen und einer variablen Vergütung zusammensetzt. Die feste Vergütung beträgt für den Aufsichtsratsvorsitzenden EUR 15.000 und für die anderen Aufsichtsratsmitglieder EUR 11.000. Daneben wird eine ergebnisabhängige, variable Vergütung gewährt, die für den Aufsichtsratsvorsitzenden maximal EUR 15.000 und für die anderen Aufsichtsratsmitglieder maximal EUR 5.000 beträgt. Für den Vorsitz in Ausschüssen werden weitere EUR 1.000 gewährt.

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

Dr. jur. Hans-Joachim König, Singen, Vorsitzender

Prof. Dr. Ulrich Krystek, Berlin, stellv. Vorsitzender

Diplom-Betriebswirt (FH) Wolfgang Dörflinger, Konstanz

Prof. Dr. Alexander Pocsay, St. Ingbert

Gerald Glasauer, Betriebswirt, Obersulm

Prof. Dr. med. Felicia M. Rosenthal, Freiburg

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 112 (Vj: TEUR 112). Der Aufsichtsratsvorsitzende erbringt neben seiner Aufsichtsratstätigkeit vereinzelt selbst oder über eine ihm nahestehende Gesellschaft Dienstleistungen für die NEXUS AG und rechnet diese nach marktüblichen Bedingungen ab. In 2018 betrugen die hierfür als Aufwand angefallenen Dienstleistungshonorare TEUR 121 (Vj: TEUR 72). Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft für ihre Organmitglieder eine Vermögenshaftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung).

(Konzern-)Erklärung zur Unternehmensführung und zur Entsprechenserklärung

Die Erklärung zur Unternehmensführung, die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wurde auf der Unternehmenswebsite www.nexus-ag.de - Unternehmen - Investor Relations - Corporate Governance veröffentlicht.

Gesonderter nichtfinanzieller (Konzern-) Bericht

Der gesonderte nichtfinanzielle (Konzern-) Bericht gemäß §§ 315b-315c HGB und §§ 289c-289e HGB wurde auf der Unternehmenswebsite www.nexus-ag.de - Unternehmen - Investor Relations - Nichtfinanzielle (Konzern-) Bericht veröffentlicht.

Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und Risikosituation der NEXUS-Gruppe

Die NEXUS AG sowie alle ihre Tochtergesellschaften arbeiten nach einer einheitlichen Methode der Chancen-/Risikoanalyse und des Chancen-/Risikomanagements. Der Früherkennung von Risiken wird damit eine wesentliche Bedeutung beigemessen. Die Überwachung der Risiken durch eindeutige Kennzahlen (Umsatz, Ergebnis vor Steuern, relative Marktposition) ermöglicht eine klare Einschätzung über die Bedeutung.

Weder aus den Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition lässt sich derzeit erkennen, dass der Fortbestand des Unternehmens gefährdet ist. Gleichzeitig sieht das Management noch erhebliche Chancen zur Ausweitung des Umsatzes im Marktsegment der NEXUS-Gruppe.

Prognosebericht 2019

Das Gesundheitswesen in vielen Ländern befindet sich in einer grundsätzlichen digitalen Transformationsphase. In den meisten europäischen Staaten hat dieses Thema eine hohe wirtschaftliche und politische Bedeutung. Das Bewusstsein, dass Europa hier hinter anderen Regionen zurückfällt, wächst in der öffentlichen Wahrnehmung. Daher steigen Budgets für IT und in vielen Häusern werden weitreichende Digitalisierungskonzepte erarbeitet. Getrübt wird diese an sich sehr positive Entwicklung nur von den fehlenden Potentialen in den Krankenhäusern zur Umsetzung. Es mangelt in den meisten Einrichtungen an Personal und Organisationskraft, um die ehrgeizigen Digitalisierungsziele zu realisieren. Daher sehen wir derzeit noch keine sprunghaft ansteigende Nachfrage nach neuen Lösungen. Die Bereitschaft, Systeme abzulösen, denen kein Weiterentwicklungspotential zugeschrieben wird, ist nach wie vor gering.

Einige Entwicklungen erhöhen jedoch den Druck auf die Gesundheitseinrichtungen zu einem rascheren Wandel. Insbesondere die Patienten stellen Forderungen nach digitaler Kommunikation und Datenübernahmen und zeigen wenig Verständnis für organisatorische Hürden. Patienten drohen zu innovativeren Anbietern (Tele-Health-Anbieter) abzuwandern und verursachen daher wirtschaftlichen Druck auf die bisherigen Dienstleister. Positiv ist, dass die Transformation zu Cloud-Lösungen und eine starke Orientierung an Micro-Services die Umsetzung neuer technologischer Lösungen erleichtert.

Trotz dieser gemischten Ausgangslage ist die NEXUS auch für 2019 wieder optimistisch. Durch unser modernes Produktportfolio und die Cross-Selling-Potentiale, die wir bei unseren zahlreichen Bestandkunden haben, waren wir bisher in der Lage, auch in einem weniger dynamischen Marktumfeld Wachstum zu erzielen. Wir wollen diese Entwicklung auch in 2019 fortsetzen. Gerade die Einführung unserer NEXUS / NEXT GENERATION-Software, aber auch die Integration der jüngst getätigten Unternehmensakquisitionen, lassen uns optimistisch auf das nächste Jahr blicken. Auch für 2019 schätzen wir die Aufwendungen der Integration als deutlich geringer ein, als die erwarteten Synergien der Zusammenarbeit.

Unter Berücksichtigung der bereits in 2018 neu erworbenen Unternehmen erwarten wir in unserer Planung für die NEXUS-Gruppe im Segment "Healthcare Software" deutliche Steigerungen im Umsatz und im Bereich "Healthcare Service" aufgrund der Strategieänderung geringere Umsätze. Insgesamt sehen wir für 2019 in allen finanziellen Leistungskennziffern weiter leicht steigende Werte. Dies gilt für Umsatz und Ergebnis vor Steuern. Eine leichte Verbesserung in der relativen Marktposition in den relevanten Märkten geht damit einher. Die Planung berücksichtig weitere Investitionen in Internationalisierung sowie eine Erweiterung unserer Produktpalette. Sollten sich in 2019 wesentliche Änderungen in der konsolidierten Gruppe ergeben, kann dies zu einer Änderung der Planung führen.

 

Donaueschingen, den 04. März 2019

NEXUS AG

Der Vorstand

Dr. Ingo Behrendt

Ralf Heilig

Edgar Kuner

Konzernbilanz zum 31.12.2018 und 31.12.2017

Aktiva

scroll
ANHANG 31.12.2018
TEUR
31.12.2017
TEUR
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Geschäfts- oder Firmenwerte 4 73.462 49.314
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4 38.609 35.804
Sachanlagen 5 10.378 9.407
Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen 6 26 31
Aktive latente Steuern 8/25 3.860 2.169
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 10 156 225
Summe langfristige Vermögenswerte 126.491 96.950
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vorräte 7 536 574
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 9 25.980 21.686
Vertragsvermögenswerte 9 1.007 -
Ertragsteuerforderungen 1.511 783
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 11 1.918 2.196
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 10 27.249 705
Kurzfristige Finanzanlagen 10 1.586 1.849
Barmittel und Bankguthaben 25.430 26.536
Summe kurzfristige Vermögenswerte 85.217 54.329
Bilanzsumme 211.708 151.279

PASSIVA

ANHANG 31.12.2018
TEUR
31.12.2017
TEUR
EIGENKAPITAL 12
Gezeichnetes Kapital 15.752 15.752
Kapitalrücklage 34.166 34.953
Gewinnrücklage 52.182 48.202
Konzernjahresüberschuss 10.921 9.832
Kumuliertes übriges Konzernergebnis -4.640 -6.204
Eigene Anteile -759 -419
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 107.622 102.116
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 703 893
Summe Eigenkapital 108.325 103.009
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Pensionsverpflichtungen 13 10.838 10.515
Passive latente Steuern 8/25 7.219 6.236
Sonstige finanzielle Schulden 15 19.358 5.148
Summe langfristige Schulden 37.415 21.899
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Rückstellungen 14 13.128 2.240
Finanzverbindlichkeiten 15 9.000 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15 7.070 5.607
Ertragsteuerverbindlichkeiten 15 1.615 1.126
Erlösabgrenzung 15 4.660 2.391
Sonstige nicht-finanzielle Schulden 15 3.111 7.625
Vertragsverbindlichkeiten 15 5.399 -
Sonstige finanzielle Schulden 15 21.985 7.382
Summe kurzfristige Schulden 65.968 26.371
Bilanzsumme 211.708 151.279

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2018 und 2017

scroll
Anhang 2018
TEUR
2017
TEUR
Umsatzerlöse 17 136.469 119.083
Aktivierte Entwicklungsleistungen 4.130 5.058
Sonstige betriebliche Erträge 18 4.783 2.560
Materialaufwand einschließlich bezogene Leistungen 19 23.044 19.364
Personalaufwand 20 76.392 67.549
Abschreibungen 11.527 10.402
Sonstige betriebliche Aufwendungen 21 19.238 16.067
BETRIEBSERGEBNIS 15.181 13.319
Ergebnis aus at Equity bewerteten Beteiligungen 22 0 -3
Finanzerträge 23 38 77
Finanzaufwendungen 24 290 111
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 14.929 13.282
Ertragsteuern 25 3.933 3.126
KONZERNJAHRESÜBERSCHUSS 10.996 10.156
Vom Konzernjahresüberschuss entfallen auf:
- Aktionäre der NEXUS AG 10.921 9.832
- Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 75 324
KONZERNÜBERSCHUSS JE AKTIE
Gewogener Durchschnitt (unverwässert / verwässert) der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd.) 15.733 / 15.733 15.719 / 15.879
Unverwässert / verwässert 26 0,69 / 0,69 0,63 / 0,62

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG VOM 01.01.2018 BIS 31.12.2018 UND 2017

scroll
2018
TEUR
2017
TEUR
Konzernjahresüberschuss 10.996 10.156
SONSTIGES ERGEBNIS
POSTEN, DIE NIE IN DEN GEWINN ODER VERLUST UMGEGLIEDERT WERDEN
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 1.422 554
Steuereffekt -247 -157
POSTEN, DIE IN DEN GEWINN ODER VERLUST UMGEGLIEDERT WURDEN ODER WERDEN KÖNNEN
Währungsumrechnungsdifferenzen 401 -1.868
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 1.576 -1.471
GESAMTERGEBNIS DER PERIODE 12.572 8.685
Vom Gesamtergebnis der Periode entfallen auf:
- Aktionäre der NEXUS AG 12.485 8.383
- Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 87 302

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 01.01. BIS 31.12.2018 UND 2017

scroll
ANHANG 2018
TEUR
2017
TEUR
1. CASH FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 28
Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern 14.929 13.282
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen 4/5 11.527 10.402
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) 1.085 -3.512
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte 7 658 642
Gewinn (-) / Verlust (+) aus Anlagen- und Wertpapierabgängen -79 161
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen und sonstige Vermögenswerte aus laufender Geschäftstätigkeit -1.104 2.062
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen soweit nicht im sonstigen Ergebnis erfasst 13/14 -2.550 -488
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit -381 1.114
Gezahlte Zinsen (-) -95 -61
Erhaltene Zinsen (+) 38 77
Gezahlte Ertragsteuern (-) -4.327 -2.020
Erhaltene Ertragsteuern (+) 540 18
20.241 21.677
2. CASH FLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT 29
Auszahlungen (-) für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 4/5 -7.654 -8.088
Auszahlungen (-) für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel 3 -9.510 -2.405
Auszahlungen (-) für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen für bereits konsolidierte Unternehmen -1.579 0
Auszahlungen (-) / Einzahlungen (+) aus dem Erwerb / Abgang von kurzfristigen Finanzanlagen 33 0 1.077
-18.743 -9.416
3. CASH FLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT 30
Einzahlungen (+) durch Ausgabe neuer Aktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung 0 400
Auszahlungen (-) von Dividenden -2.519 -2.358
Auszahlungen (-) aus dem Kauf eigener Anteile -1.345 -239
Einzahlungen (+) aus dem Verkauf eigener Anteile 1.005 64
-2.859 -2.133
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands (Summe aus 1 + 2 + 3) -1.361 10.128
Wechselkursbedingte Veränderungen des Bestands an Finanzmitteln 255 485
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 26.536 15.923
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 25.430 26.536
ZUSAMMENSETZUNG DES FINANZMITTELBESTANDS
Liquide Mittel 25.430 26.536
Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten 0 0
25.430 26.536

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG VOM 01.01.2018 BIS 31.12.2018

scroll
Gezeichnetes Kapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Gewinnrücklage
TEUR
Jahresüberschuss
TEUR
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
TEUR
Rücklage für Pensionen
TEUR
KONZERNEIGENKAPITAL ZUM 01.01.2017 15.736 34.307 42.414 8.146 2.827 -7.582
Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2016 in den Konzerngewinnvortrag 8.146 -8.146
Finanzmathematische Gewinne und Verluste 549
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern -156
Währungsdifferenzen -1.938 96
SONSTIGES ERGEBNIS NACH STEUERN 0 0 0 0 -1.938 489
Konzernjahresüberschuss 2017 9.832
GESAMTERGEBNIS DER PERIODE 0 0 0 9.832 -1.938 489
Dividendenzahlung -2.358
Kauf eigener Anteile
Verkauf eigener Anteile
Kapitalerhöhung 16 384
Zugang Minderheiten
Aktienbasierte Vergütung 262
KONZERNEIGENKAPITAL ZUM 31.12.2017 15.752 34.953 48.202 9.832 889 -7.093
KONZERNEIGENKAPITAL ZUM 01.01.2018 15.752 34.953 48.202 9.832 889 -7.093
Anpassung aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 -103
Anpassung aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 6
ANGEPASSTES KONZERNEIGENKAPITAL ZUM 01.01.2018 15.752 34.953 48.105 9.832 889 -7.093
Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2017 in den Konzerngewinnvortrag 9.832 -9.832
Finanzmathematische Gewinne und Verluste 1.421
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern -247
Währungsdifferenzen 242 148
SONSTIGES ERGEBNIS NACH STEUERN 0 0 0 0 242 1.322
Konzernjahresüberschuss 2018 10.921
GESAMTERGEBNIS DER PERIODE 0 0 0 10.921 242 1.322
Dividendenzahlung -2.519
Kauf eigener Anteile
Verkauf eigener Anteile
Zugang Minderheiten -3.236
Aktienbasierte Vergütung -787
KONZERNEIGENKAPITAL ZUM 31.12.2018 15.752 34.166 52.182 10.921 1.131 -5.771
scroll
Eigene Anteile
TEUR
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital
TEUR
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
TEUR
Gesamtsumme Eigenkapital
TEUR
Genehmigtes Kapital
TEUR
KONZERNEIGENKAPITAL ZUM 01.01.2017 -244 95.604 198 95.802 3.000
Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2016 in den Konzerngewinnvortrag 0 0
Finanzmathematische Gewinne und Verluste 549 5 554
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern -156 -1 -157
Währungsdifferenzen -1.842 -26 -1.868
SONSTIGES ERGEBNIS NACH STEUERN 0 -1.449 -22 -1.471 0
Konzernjahresüberschuss 2017 9.832 324 10.156
GESAMTERGEBNIS DER PERIODE 0 8.383 302 8.685 0
Dividendenzahlung -2.358 -2.358
Kauf eigener Anteile -239 -239 -239
Verkauf eigener Anteile 64 64 64
Kapitalerhöhung 400 400 -16
Zugang Minderheiten 0 393 393
Aktienbasierte Vergütung 262 262
KONZERNEIGENKAPITAL ZUM 31.12.2017 -419 102.116 893 103.009 2.984
KONZERNEIGENKAPITAL ZUM 01.01.2018 -419 102.116 893 103.009 2.984
Anpassung aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 -103 0 -103
Anpassung aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 6 0 6
ANGEPASSTES KONZERNEIGENKAPITAL ZUM 01.01.2018 -419 102.019 893 102.912 2.984
Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2017 in den Konzerngewinnvortrag 0 0
Finanzmathematische Gewinne und Verluste 1.421 1 1.422
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern -247 0 -247
Währungsdifferenzen 390 11 401
SONSTIGES ERGEBNIS NACH STEUERN 0 1.564 12 1.576 0
Konzernjahresüberschuss 2018 10.921 75 10.996
GESAMTERGEBNIS DER PERIODE 0 12.485 87 12.572 0
Dividendenzahlung -2.519 -2.519
Kauf eigener Anteile -1.345 -1.345 -1.345
Verkauf eigener Anteile 1.005 1.005 0 1.005
Zugang Minderheiten -3.236 -277 -3.513
Aktienbasierte Vergütung 0 -787 -787
KONZERNEIGENKAPITAL ZUM 31.12.2018 -759 107.622 703 108.325 2.984

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018

1. Allgemeine Angaben

Der NEXUS-Konzern (nachfolgend NEXUS) entwickelt und vertreibt mit seinen Unternehmensbereichen "Healthcare Software" und "Healthcare Service" Soft- und Hardware-Lösungen und erbringt IT-Dienstleistungen insbesondere für Kunden des Gesundheitswesens. Der Konzern konzentriert sich im Bereich "Healthcare Software" auf Informationssysteme für Krankenhäuser, Psychiatrien, Rehabilitations- und Sozialeinrichtungen. Der Bereich "Healthcare Service" erbringt IT-Dienstleistungen für den IT-Betrieb insbesondere im Gesundheitswesen. Mutterunternehmen des Konzerns ist die NEXUS AG.

Die NEXUS AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Nummer HRB 602434 eingetragen. Die NEXUS AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft und im Segment "Prime Standard" zugelassen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand aufgestellt und am 04. März 2019 von diesem zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Die Veröffentlichung erfolgt nach Prüfung und Billigung durch den Aufsichtsrat am 05. März 2019.

Sitz der Gesellschaft der NEXUS AG ist:

Irmastraße 1, 78166 Donaueschingen, Deutschland

scroll
Auflistung der konsolidierten Tochter- Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen 31.12.2018 31.12.2017
Vollkonsolidierung Land Anteil am Kapital
in %
NEXUS Digitale Dokumentationssysteme Projektentwicklungsges.m.b.H., Wien Österreich 100,00 100,00
NEXUS / Deutschland GmbH, Donaueschingen 1) Deutschland 100,00 100,00
NEXUS . IT GmbH SÜDOST, Singen Hohentwiel Deutschland 50,20 50,20
NEXUS / CLOUD IT GmbH, Donaueschingen (vormals: nexus/cms GmbH, Donaueschingen 1) Deutschland 100,00 100,00
NEXUS Medizinsoftware und Systeme AG, Altishofen Schweiz 100,00 100,00
syseca informatik ag, Luzern 2) Schweiz - 100,00
NEXUS / INOVIT GmbH, Ismaning 3) Deutschland - 100,00
NEXUS / CIS GmbH, Donaueschingen 1) Deutschland 100,00 100,00
NEXUS / DIS GmbH, Frankfurt am Main 1) Deutschland 100,00 100,00
NEXUS Schweiz GmbH, Schwerzenbach 2);4) Schweiz - 100,00
NEXUS / QM GmbH, Singen 1) Deutschland 100,00 100,00
NEXUS / REHA GmbH, Donaueschingen Deutschland 100,00 100,00
NEXUS / CSO GmbH, Donaueschingen 1) Deutschland 100,00 100,00
VEGA Software GmbH, Frankfurt am Main Deutschland 100,00 100,00
NEXUS Schweiz AG, Altishofen (vormals: Domis Consulting AG, Altishofen) 5) Schweiz 100,00 100,00
Synergetics AG, Altishofen 6) Schweiz 60,00 60,00
NEXUS / OPTIM S.A.S., Grenoble Frankreich 100,00 100,00
E&L medical systems GmbH, Erlangen 1) Deutschland 100,00 100,00
NEXUS / ASS.TEC GmbH, Donaueschingen (vormals: ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH, Donaueschingen) 7) Deutschland 100,00 100,00
ProLohn GmbH, Singen 8) Deutschland - 51,00
NEXUS / MARABU GmbH, Berlin (vormals: Marabu EDV-Beratung und -Service GmbH, Berlin) 9) Deutschland 100,00 100,00
CS3I S.A.S., Creuzier-le-Neuf 10) Frankreich 100,00 100,00
NEXUS Nederland B.V., Nieuwegein Niederlande 100,00 100,00
nexus / switspot GmbH, Neckarsulm 11) Deutschland 100,00 100,00
NEXUS SISINF SL, Sabadell 11) Spanien 100,00 100,00
IBH Datentechnik GmbH, Kassel Deutschland 100,00 100,00
CHILI GmbH, Dossenheim 12) Deutschland 83,73 51,19
highsystem ag, Zürich 13) Schweiz 95,00 95,00
NEXUS POLSKA sp. z o.o., Posen 14) Polen 100,00 -
ASTRAIA Software GmbH, München 15) Deutschland 100,00 -
Creativ Software AG, Widnau 16) Schweiz 100,00 -
Swisslab DITS GmbH, Berlin Deutschland 100,00 -
Equity-Konsolidierung
G.I.T.S. Gesundheitswesen IT-Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck Deutschland 49,00 49,00
Palladium-med GmbH, Berlin 17) Deutschland - 20,00

1) Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB.

2) Die NEXUS Schweiz GmbH, Altishofen, sowie die syseca informatik ag, Altishofen, wurde mit Fusionsvertrag vom 04. Juni 2018 auf die Domis Consulting AG, Altishofen, per 01. Januar 2018 verschmolzen. Die Domis Consulting AG, Altishofen, wurde zum 21. Juni 2018 in die NEXUS Schweiz AG, Altishofen, umfirmiert.

3) Die NEXUS / INOVIT GmbH, Ismaning, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 20. November 2017 auf die NEXUS / DIS GmbH, Frankfurt am Main, per 01. Januar 2018 verschmolzen.

4) Mit Abtretungsvertrag vom 09. Mai 2018 hat die NEXUS Medizinsoftware und Systeme AG, Altishofen, 100,0 % ihrer Anteile an der NEXUS Schweiz GmbH, Altishofen, zum 01. Januar 2018 an die Domis Consulting AG, Altishofen, abgetreten.

5) Die Domis Consulting AG, Altishofen, wurde zum 21. Juni 2018 in die NEXUS Schweiz AG, Altishofen, umfirmiert.

6) Die Anteile werden indirekt über die NEXUS Schweiz AG, Altishofen (vormals: Domis Consulting AG, Altishofen) gehalten.

7) Die ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH, Donaueschingen, wurde zum 31. Oktober 2018 in NEXUS / ASS.TEC GmbH, Donaueschingen, umfimiert.

8) Die NEXUS AG hat am 23. April 2018 die restlichen 49,0 % Anteil an der bereits vorhanden Tochtergesellschaft ProLohn GmbH, Singen, erworben. Die ProLohn GmbH, Singen, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 08. Mai 2018 auf die nexus / switspot GmbH, Neckarsulm, per 01. Januar 2018 verschmolzen.

9) Die NEXUS AG hat am 28. März 2018 die restlichen 4,5 % Anteile aus dem bestehenden Optionsvertrag erworben. Zum 31.12.2017: Gesellschaftsrechtlicher Anteil beträgt nur 95,5 %. Über die restlichen 4,5 % der Anteile besteht ein Optionsvertrag. Die Marabu EDV-Beratung und -Service GmbH, Berlin, wurde zum 12. November 2018 in NEXUS / MARABU GmbH, Berlin, umfirmiert.

10) Anteile werden indirekt über die NEXUS / OPTIM S.A.S., Grenoble, gehalten.

11) Gesellschaftsrechtlicher Anteil beträgt nur 90,0 %. Über die restlichen 10,0 % der Anteile besteht ein Optionsvertrag.

12) Gesellschaftsrechtlicher Anteil beträgt nur 51,19 %. Über die restlichen 32,54 % der Anteile besteht ein Optionsvertrag.

13) Die Anteile werden indirekt über die NEXUS Schweiz AG, Altishofen, (vormals: Domis Consulting AG, Altishofen) gehalten. Der gesellschaftsrechtliche Anteil beträgt nur 80,0 %. Über weitere 15,0 % der Anteile besteht ein Optionsvertrag.

14) Gesellschaftsrechtlicher Anteil beträgt nur 55,0 %. Über die restlichen 45,0 % der Anteile besteht ein Optionsvertrag. Die MedHub sp. z o.o., Posen, wurde zum 10. August 2018 in NEXUS POLSKA sp. z o.o., Posen, umfirmiert.

15) Gesellschaftsrechtlicher Anteil beträgt nur 61,0 %. Über die restlichen 39,0 % der Anteile besteht ein Optionsvertrag.

16) Gesellschaftsrechtlicher Anteil beträgt nur 80,0 %. Über die restlichen 20,0 % der Anteile besteht ein Optionsvertrag.

17) Die Palladium-med GmbH, Berlin, wurde per Gesellschafterbeschluss vom 18. Dezember 2018 zum 31. Dezember 2018 aufgelöst.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß § 315e Abs. 1 HGB nach dem am Bilanzstichtag von der Europäischen Union verpflichtend übernommenen Regelwerk des International Accounting Standards Board (IASB) und den ergänzend zu berücksichtigenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt, er steht in Einklang mit den am Bilanzstichtag geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, einschließlich den noch in Kraft befindlichen International Accounting Standard (IAS) und den ergänzenden Interpretationen (IFRIC bzw. SIC). Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2018 zwingend anzuwendenden IFRS und IFRIC berücksichtigt. Noch nicht verpflichtend in Kraft getretene Standards und Interpretationen des IASB wurden nicht angewendet.

Berichtswährung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend (TEUR) gerundet.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss einbezogen sind - neben der NEXUS AG als Mutterunternehmen - alle operativ tätigen in- und ausländischen Tochterunternehmen, die von der NEXUS AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht werden. Zum Bilanzstichtag wurde ein assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.

Konsolidierungsgrundsätze

Alle zum 31. Dezember 2018 einbezogenen Gesellschaften erstellen ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember. Diese werden in einheitlich aufgestellte, konsolidierungsfähige Abschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, übergeleitet. Konzerninterne Geschäftsvorfälle werden im Anschluss eliminiert.

Für Unternehmenskäufe wird die Erwerbsmethode verwendet. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt auf den Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung erlangt wurde. Dabei wird das ausgewiesene Eigenkapital der einbezogenen Unternehmen gegen die Beteiligungsbuchwerte aufgerechnet. Die Vermögenswerte sowie Schulden und Eventualschulden werden dabei mit ihren Zeitwerten angesetzt. Im Rahmen eines Identifikationsprozesses werden nach IFRS 3 bisher nicht bilanzierte, aber bilanzierungsfähige immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Zusätzlich sind auch Eventualschulden zu berücksichtigen. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS 3 aktiviert bzw. negative Unterschiedsbeträge nach nochmaliger Überprüfung der Wertansätze ertragswirksam vereinnahmt. Zukünftig anfallende Kaufpreiserhöhungen, deren Eintritt hinreichend wahrscheinlich ist, werden als zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlungen zum im Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert im Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und als Verbindlichkeit ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften sind im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gegeneinander verrechnet worden. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden Innenumsätze eliminiert. Eine Eliminierung der Zwischenergebnisse wurde - soweit anwendbar - vorgenommen.

Der Konzernjahresüberschuss ist als vollkonsolidiertes Periodenergebnis nach dem Gesamtkostenverfahren ermittelt, indem sämtliche Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen konsolidiert worden sind.

Die Ergebnisanteile, die anderen Gesellschaftern zustehen, werden unterhalb des Konzernjahresüberschusses gesondert bzw. deren Anteile in der Bilanz als separate Position innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, erfolgt nach den Vorschriften von IAS 21. Die funktionale Währung ist bei allen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung. Die Bilanzen der Konzerngesellschaften in der Schweiz werden dementsprechend mit dem Stichtagskurs von 1,1266 CHF / EUR (Vj: 1,1693 CHF / EUR), das Jahresergebnis mit dem Durchschnittskurs von 1,1550 CHF / EUR (Vj: 1,1117 CHF / EUR) und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Die Bilanz der Konzerngesellschaft in Polen wird dementsprechend mit dem Stichtagskurs von 4,2981 PLN / EUR, das Jahresergebnis mit dem Durchschnittskurs von 4,2618 PLN / EUR und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Sich hieraus ergebende Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Gleiches gilt für Umrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung, soweit es sich bei den anzurechnenden Forderungen um Darlehen handelt, die gemäß IAS 21.32 als Nettoinvestment in einem ausländischen Geschäftsbetrieb anzusehen sind. Alle übrigen Umrechnungsdifferenzen, die bei der Schuldenkonsolidierung anfallen, werden erfolgswirksam erfasst.

2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Allerdings haben das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) die Anpassung bestehender Standards sowie einige neue Interpretationen verabschiedet. Alle für das Geschäftsjahr 2018 verpflichtend anzuwendende International Accounting Standards (IAS) bzw. IFRS und IFRIC wurden berücksichtigt. In der nachfolgenden Tabelle sind die neuen oder geänderten Standards oder Interpretationen dargestellt, die durch die NEXUS im Geschäftsjahr angewendet wurden oder zulässigerweise noch nicht angewendet wurden.

Neue, derzeit gültige Anforderungen

scroll
Standard / Interpretation Titel des Standards / der Interpretation bzw. des Amendments Anzuwenden für Geschäftsjahre ab Auswirkungen auf den NEXUS-Konzernabschluss
Amendments to IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen 1. Januar 2018 Keine Auswirkungen
IFRS 9 Finanzinstrumente 1. Januar 2018 Siehe unten
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Januar 2018 Siehe unten
Amendments to IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge 1. Januar 2018 Keine Auswirkungen
Amendments to IFRS 15 Klarstellungen zum IFRS 15 1. Januar 2018 Siehe unten
Amendments to IAS 40 Übertragung von als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 1. Januar 2018 Keine Auswirkungen
Improvements to IFRS 2014 - 2016 Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 1. Januar 2018 Keine Auswirkungen
IFRIC 22 Transaktion in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen 1. Januar 2018 Keine Auswirkungen

Zukünftige Anforderungen

scroll
Standard / Interpretation Titel des Standards / der Interpretation bzw. des Amendments Anzuwenden für Geschäftsjahre ab1) Auswirkungen auf den NEXUS-Konzernabschluss
EU Endorsement ist bis zum Datum der Freigabe zur Veröffentlichung erfolgt
IFRS 16 Leasing 1. Januar 2019 Siehe unten
Amendments to IAS 28 Gemeinschaftsunternehmen 1. Januar 2019 Keine Auswirkungen
Amendments to IFRS 9 Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung 1. Januar 2019 Keine Auswirkungen
IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich ertragsteuerlicher Behandlung 1. Januar 2019 Keine Auswirkungen
EU Endorsement ist noch ausstehend
IFRS 17 Versicherungsverträge 1. Januar 2021 Keine Auswirkungen
Improvements to IFRS 2015 - 2017 Änderungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23 1. Januar 2019 Keine Auswirkungen
Amendments to IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer: Planänderung, -kürzung oder -abgeltung 1. Januar 2020 Auswirkungen noch zu bestimmen
Amend. Verweise Rahmenkonzept IFRS Aktualisierung der Verweise auf das Rahmenkonzept IFRS 1. Januar 2020 Auswirkungen noch zu bestimmen
Amendments to IFRS 3 Definition eines Geschäftsbetriebes 1. Januar 2020 Keine Auswirkungen
Amendments to IAS 1 und IAS 8 Definition von Wesentlichkeit 1. Januar 2020 Auswirkungen noch zu bestimmen

1) Die NEXUS plant die erstmalige Anwendung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben.

IFRS 9 - Finanzinstrumente

Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39. Der Konzern wendet das Wahlrecht der modifizierten retrospektiven Methode an, d. h. eine Anpassung der Vergleichsperiode erfolgt nicht. Etwaige Umstellungseffekte werden kumuliert in den Gewinnrücklagen erfasst.

Für den Erstanwendungszeitpunkt 1. Januar 2018 haben sich folgende Effekte ergeben:

scroll
Bewertungskategorie nach IAS 39 Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwerte nach IAS 39 zum 31.12.2017 Neuklassifizierung
Aktiva
Wertpapiere AfS FVOCI 1.849 -1.849
Wertpapiere FVTPL (HfT) FVTPL - 1.849
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten - AC 26.536 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR AC 21.686 -
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte LaR AC 930 -
51.001 -
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC AC 5.607 -
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten FLAC AC 20.155 -
25.762 -
scroll
Neubewertung Buchwerte nach IFRS 9 01.01.2018 Auswirkung auf die Gewinnrücklage
Aktiva
Wertpapiere - - -
Wertpapiere - 1.849 -
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten -27 26.509 -27
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -73 21.613 -73
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte -3 927 -3
-103 50.898 -103
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 5.607
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten - 20.155
- 25.762

IFRS 15 - Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden / Amendments to IFRS 15

Der Konzern wendet IFRS 15 zum 1. Januar 2018 an. Der Anwendung ging ein konzernweites Implementierungsprojekt für die Bilanzierung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden voraus. IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 Umsatzerlöse, IAS 11 Fertigungsaufträge und IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme. Der Konzern hat sich dazu entschieden, beim Übergang auf IFRS 15 die modifizierte retrospektive Methode, nach der die kumulierten Anpassungsbeträge zum 1. Januar 2018 erfasst werden, in seinem Konzernabschluss anzuwenden.

Für den Erstanwendungszeitpunkt 1. Januar 2018 haben sich folgende Effekte ergeben:

scroll
Buchwerte nach IAS 18 / IAS 11 zum 31.12.2017 Neuklassifizierung Neubewertung Buchwerte nach IFRS 15 zum 01.01.2018 Auswirkung auf Gewinnrücklagen
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte
Vertragsvermögenswerte - - 121 121 121
Passiva
Sonstige nicht finanzielle Schulden 7.625 -6.175 - 1.450 -
Vertragsverbindlichkeiten - 6.175 115 6.290 -115
Eigenkapital
Gewinnrücklage 48.202 - 6 48.208 -

Die Vertragsvermögenswerte betreffen im Wesentlichen die Ansprüche des Konzerns auf Gegenleistung für abgeschlossene, aber zum Stichtag noch nicht abgerechnete Leistungen aus Auftragsfertigungen von Krankenhausinformationssystemen. Die Vertragsvermögenswerte werden in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert, wenn die Rechte vorbehaltlos werden. Dies geschieht in der Regel, wenn der Konzern eine Rechnung an den Kunden ausstellt.

Die Vertragsverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die von Kunden erhaltenen Anzahlungen für Softwarelizenzen. Sofern für den gleichen Kunden Vertragsvermögenswerte und Verbindlichkeiten bestehen, werden diese miteinander verrechnet.

Leistungsverpflichtungen und Methoden der Erlöserfassung

Der Umsatz wird auf Grundlage der in einem Vertrag mit einem Kunden festgelegten Gegenleistung gemessen. Der Konzern erfasst Erlöse, wenn er die Verfügungsgewalt über ein Gut oder Dienstleistung an einen Kunden überträgt.

IFRS 16 - Leasingverhältnisse

Das IASB veröffentlichte am 13. Januar 2016 den neuen Standard IFRS 16 (Leasingverhältnisse). IFRS 16 löst die bisherige Klassifizierung von Leasingverträgen auf Leasingnehmerseite in Operating- und Finance-Leasing-Verhältnisse ab. Stattdessen führt IFRS 16 ein einheitliches Bilanzierungsmodell ein, nach dem Leasingnehmer verpflichtet sind, für Leasingverträge mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten Vermögenswerte für das Nutzungsrecht und Leasingverbindlichkeiten anzusetzen. Dies führt dazu, dass bisher nicht bilanzierte Leasingverhältnisse künftig - weitgehend vergleichbar mit der heutigen Bilanzierung von Finance-Leasing-Verhältnissen - bilanziell zu erfassen sind. IFRS 16 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig, wenn IFRS 15 bereits angewendet wird. Die NEXUS AG wird den Standard für das kommende Geschäftsjahr beginnend am 1. Januar 2019 anwenden. Die Erstanwendung des IFRS 16 wird nach der modifizierten retrospektiven Methode erfolgen; die Vergleichszahlen der Vorjahresperioden werden nicht angepasst. Für Leasinggegenstände von geringem Wert und für kurzfristige Leasingverhältnisse (weniger als 12 Monate) wird von den Anwendungserleichterungen Gebrauch gemacht.

Die NEXUS AG hat im Jahr 2018 ein konzernübergreifendes Projekt zur Implementierung des neuen Standards aufgesetzt. Im Rahmen einer umfassenden softwaregestützten Vertragsanalyse wurde der Gesamtumfang der nach IFRS 16 zu bewertenden Verträge identifiziert und nach der Vertragsart geclustert und nach entsprechender Vertragslaufzeit aufgeteilt. Es wurden folgende Vertragsarten identifiziert:

Mietverträge für Kraftfahrzeuge

Mietverträge für Bürogebäude und Parkplätze

Mietverträge für Hardware und Software

Die identifizierten Leasingverhältnisse nach IFRS 16 werden im Jahr 2019 folgende Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben:

Die Erstanwendung des IFRS 16 führt zu einer Erhöhung der Leasingverbindlichkeiten um etwa EUR 14,3 - 14,7 Millionen, sowie zu einem entsprechenden Anstieg des Anlagevermögens in Höhe von EUR 13,5 - 14,0 Millionen als Folge des zu aktivierenden Nutzungsrechts. Die Bilanzsumme erhöht sich entsprechend um diese Werte, die Eigenkapitalquote wird sich dadurch um ca. 3 Prozentpunkte verringern. Der Nettoverschuldungsgrad wird sich dementsprechend erhöhen.

Anstatt im Gewinn- und Verlustrechnungsposten sonstiger betrieblicher Aufwand werden die Leasingaufwendungen in den Abschreibungen in Höhe von EUR 4,0 bis 4,3 Millionen und rund EUR 0,2 bis 0,3 Millionen im Zinsaufwand erfasst. Dies führt zu einer deutlichen EBITDA Verbesserung von EUR 4,2 bis 4,6 Millionen.

In der Kapitalflussrechnung ist der Tilgungsanteil der Leasingzahlungen im Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit zu erfassen, Zinszahlungen hingegen im Cash-Flow der laufenden Geschäftstätigkeit. Der Cash-Flow der laufenden Geschäftstätigkeit verbessert sich dadurch um EUR 4,3 bis 4,7 Millionen.

2.3 Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Die wichtigsten Ermessensentscheidungen, zukunftsbezogene Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden im Folgenden erläutert.

Wertminderung der immateriellen Vermögenswerte

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte, Marken mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie die noch nicht zur Nutzung bereiten Entwicklungskosten wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung des erzielbaren Betrages der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen diese immateriellen Vermögenswerte zugeordnet sind.

Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der Konzern darüber hinaus zum einen die künftigen Cash Flows schätzen als auch einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cash Flows zu ermitteln.

Bei Unternehmenserwerben identifizierter Kundenbeziehungen und Technologie

Der beizulegende Zeitwert von erworbenen Wartungsverträgen (Kundenbeziehungen) zum Zeitpunkt von Unternehmenserwerben wird auf Basis des geschätzten zukünftigen Nutzens, insbesondere aufgrund zukünftig erwarteter, mit einem angemessenen Zinssatz diskontierter Zahlungsüberschüsse, ermittelt und über die voraussichtliche Nutzungsdauer, auf Basis einer unterstellten jährlichen Abwanderung der Kunden, abgeschrieben. Der beizulegende Zeitwert von erworbener Technologie zum Zeitpunkt von Unternehmenserwerben wird auf Basis eines kostenorientierten Verfahrens ermittelt und über die vorraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Bei Unternehmenserwerben identifizierte Markenrechte

Der beizulegende Zeitwert von erworbenen Markenrechten wird auf Basis der Lizenzpreisanalogiemethode ermittelt. Dabei wird der Wert des immateriellen Vermögenswerts als Barwert ersparter Lizenzzahlungen berechnet. Hierzu wird ermittelt, welche marktüblichen Lizenzzahlungen fiktiv zu entrichten wären, wenn sich der betreffende immaterielle Vermögenswert im Eigentum eines Dritten befände. Die fiktiven Nachsteuer-Lizenzzahlungen werden mit einem angemessenen Zinssatz auf den Bewertungsstichtag diskontiert.

Bei Unternehmenserwerben vertraglich vereinbarte zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlungen

Zum Zeitpunkt von Unternehmenserwerben können zukünftig erwartete Kaufpreiszahlungen mit dem Verkäufer vertraglich vereinbart werden. Der beizulegende Zeitwert (Fair Value Hierarchie Stufe 3) wird auf Basis der geplanten Umsätze und / oder Ergebnisse berechnet und anhand der Wachstumsprognose jährlich neu ermittelt. Dieser Wert wird über seine Laufzeit mit einem angemessenen Zinssatz diskontiert.

Bei Unternehmenserwerben nicht beherrschende Anteile

Die Bestandteile der nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen zum Erwerbszeitpunkt werden zum entsprechenden Anteil der gegenwärtigen Eigentumsinstrumente an den für identifizierten Nettovermögen des erworbenen Unternehmens angesetzten Beträgen bewertet.

Entwicklungskosten

Die Entwicklungskosten werden entsprechend der in der Anhangangabe 2.4 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Für selbst geschaffene Entwicklungen ist zur Bestimmung von Abschreibungsart und -dauer der aktivierungspflichtigen Herstellungskosten der zukünftige Nutzenverlauf abzuschätzen.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird und diese noch bestehen werden, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung auf der Grundlage des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.

2.4 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Gliederung

Die Vermögens- und Schuldposten in der Bilanz wurden entsprechend ihrer Fristigkeit gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente (finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten) im Sinne von IAS 32 und IFRS 9 (im Vorjahr gem. IAS 39) umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Beteiligungen, Wertpapiere, liquide Mittel, kurzfristige Darlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie bestimmte auf vertraglichen Vereinbarungen beruhende sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Nach IFRS 9 bestehen drei Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte:

zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Die Klassifizierung nach IFRS 9 ist abhängig von der Erfüllung der Zahlungsstromkriterien, nachdem die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich aus Zins und Tilgung bestehen sowie von der Erfüllung des Geschäftsmodellkriteriums, bei dem die Klassifizierung in Abhängigkeit der Steuerung der finanziellen Vermögenswerte zur Generierung von Zahlungsströmen erfolgt.

Im Vorjahr wurden die Finanzinstrumente gemäß IAS 39 in die folgenden Kategorien eingeteilt:

a) Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (FLAC),

b) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten (FVTPL (HfT)) (zu Handelszwecken gehalten),

c) zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) und

d) vom NEXUS-Konzern ausgereichte Kredite und Forderungen (LaR).

Sowohl nach IFRS 9 als auch nach IAS 39 wird bei der erstmaligen Erfassung eines Finanzinstrumentes dieses mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem Zeitwert der gegebenen Gegenleistung entsprechen. Transaktionskosten werden mit einbezogen, sofern es sich nicht um ein erfolgswirksam zum Zeitwert bilanziertes Finanzinstrument handelt. Bei erstmaligem Ansatz erfolgt auch die Einstufung in eine der oben genannten Bewertungskategorien.

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte und finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft wurden. Finanzielle Vermögenswerte, die für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden, erfüllen nicht die Zahlungsstrom- und Geschäftsmodellbedingungen und dürfen daher nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Schulden werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust, einschließlich aus Zinsen und Dividenden, wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente sind nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten bzw. Vermögenswerte, die nicht zur Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert designiert wurden. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerte erfüllen kumuliert folgende Bedingungen:

das Finanzinstrument wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Ziel es ist, das Finanzinstrument zu halten, um daraus vertragliche Zahlungsströme zu generieren und die vertraglichen Bedingungen führen an bereits festgelegten Terminen zu Zahlungsströmen, die ausschließlich aus Zins und Tilgung betreffend den Nominalbetrag bestehen.

Der Konzern ist zwar auf internationaler Ebene, überwiegend jedoch im europäischen Raum geschäftstätig und daher nur eingeschränkt Marktrisiken aufgrund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt. Mit IFRS 9 wurde das bisherige "Incurred Loss Model" nach IAS 39, das auf erkennbaren Ausfallrisiken bei "Krediten und Forderungen" beruhte, durch das "Expected Credit Loss Model" abgelöst, das auf erwarteten Verlusten basiert. Das neue Wertminderungsmodell ist auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte, auf Vertragsvermögenswerte und Schuldinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, anzuwenden. Grundsätzlich kommt es mit dem neuen Wertminderungsmodell zu einer früheren Erfassung der Risikovorsorge.

Nach IFRS 9 werden allen erwarteten Kreditverlusten bei den zuvor genannten Vermögenswerten durch die Vornahme von Wertminderungen Rechnung getragen. Hierzu wird das nach IFRS 9 vorgegebene allgemeine Modell (drei Stufen-Modell, beginnend mit dem "12 month expected credit loss") verwendet bzw. das vereinfachte Modell (zwei Stufen-Modell) bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten. Im vereinfachten Modell wird die Wertminderung für die gesamte Laufzeit berechnet ("lifetime expected credit loss"). Unter IAS 39 ist eine Wertminderung solcher Vermögenswerte erst erfolgt, wenn erkennbare Ausfallrisiken vorlagen.

Die Wertminderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zur Bewertung der erwarteten Verluste werden angemessene und belastbare Informationen herangezogen, die mit vertretbarem Aufwand zur Verfügung gestellt werden können. Die Ausfallrisiken werden, sofern verfügbar, anhand externer Bonitätsratings sowie historischen Ausfallraten bestimmt. Zu jedem Stichtag werden finanzielle Vermögenswerte dahingehend untersucht, ob es eine Verschlechterung der Kreditqualität gab, die eine Änderung der Einstufung zu Folge haben. Siehe dazu auch Ausführungen unter 9.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswerts, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Immaterielle Vermögenswerte werden ausgewiesen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der dem Vermögenswert zuzuordnende künftige wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Herstellungskosten des Vermögenswerts zuverlässig bemessen werden können. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich jeder kumulierten Abschreibung und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden mit Ausnahme von aktivierten Entwicklungskosten nicht aktiviert. Damit verbundene Kosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Für die immateriellen Vermögenswerte ist zunächst festzustellen, ob sie eine begrenzte oder unbestimmte Nutzungsdauer haben. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung untersucht. Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen erfasst. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich Werthaltigkeitstests durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist.

Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von einer unbestimmten Nutzungsdauer zur begrenzten Nutzungsdauer auf prospektiver Basis vorgenommen. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden aus den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten Wartungsverträge/Kundenbeziehungen, Marken, Software, Technologien, Geschäfts- oder Firmenwerte und aktivierte Entwicklungskosten.

a) Wartungsverträge, Kundenbeziehungen

Die Gesellschaft hat in Vorjahren sowie im abgelaufenen Jahr im Rahmen von Unternehmenserwerben Softwarepflegeverträge übernommen. Für die Kundenbeziehungen wurde eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 10 Jahren unterstellt. Die Abschreibungsmethode entspricht dem erwarteten Verbrauch des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts.

b) Software

Software wird mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert ausgewiesen. Software wird über einen Zeitraum von 4 bis 6 Jahren linear abgeschrieben.

c) Technologien

Technologiebezogene Vermögenswerte beziehen sich auf Prozess- und Entwicklungs-Know-How, das in Vorjahren und im abgelaufenen Jahr im Rahmen von Unternehmenserwerben erworben wurde. Technologien stehen langfristig dem Konzern zur Verfügung und werden grundsätzlich über 5 Jahre linear abgeschrieben.

d) Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmens über den erworbenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden im Erwerbszeitpunkt wird als Geschäfts- oder Firmenwert bezeichnet und in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt. Zum Zweck der Überprüfung, ob eine Wertminderung vorliegt, muss der Geschäfts- oder Firmenwert, vom Übernahmetag an einer der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen sollen, zugeordnet werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des Konzerns diesen Einheiten oder Gruppen von Einheiten bereits zugewiesen worden sind. Jede Einheit oder Gruppe von Einheiten, zu der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Konzerns dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird und ist nicht größer als ein Geschäftssegment, wie es gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente" festgelegt ist. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten), auf die sich ein Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Liegt der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Die Wertminderung ist zunächst in voller Höhe dem Geschäfts- oder Firmenwert zuzuordnen. Eine darüber hinaus gehende Wertminderung wird anteilig den Buchwerten der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet. In den Fällen, in denen ein Geschäfts- oder Firmenwert einen Teil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit darstellt und ein Teil des Geschäftsbereiches dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereiches bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung des Geschäftsbereiches einbezogen. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der auf diese Weise veräußert wird, wird auf der Grundlage des Verhältnisses des veräußerten Geschäftsbereiches zum nichtveräußerten Anteil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Ein wertgeminderter Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht mehr zugeschrieben.

e) Marken

Die Bewertung einer Marke stützt sich auf die Verbreitung und die Nutzung innerhalb unterschiedlicher Informationssysteme am Markt und beruht auf der Markenstärke und der Verbreitung innerhalb der Zielgruppe. Sie erfolgt anhand eines kapitalwertorientierten Verfahrens auf Basis einer 3-Jahresplanung des Managements, auf Basis des Geschäftsjahres in dem der Erwerb erfolgte. Aufbauend auf diesem Geschäftsjahr werden die Erlöse mit einer konstanten Wachstumsrate kalkuliert. Sie steht dem Konzern unbegrenzt zur Verfügung und wird daher nicht abgeschrieben. Der Wertansatz wird mindestens einmal jährlich auf Wertminderung getestet.

f) Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden als immaterieller Vermögenswert mit ihren Herstellungskosten aktiviert, sofern die Voraussetzungen gemäß IAS 38.57 kumuliert gegeben sind. Falls diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, werden die Entwicklungskosten im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst. Im Fall der Aktivierung umfassen die Herstellungskosten alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Die Abschreibung erfolgt linear ab Fertigstellung über einen Zeitraum von 4 bis 6 Jahren. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Abschreibungen der Entwicklungskosten in den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten. Solange eine Nutzungsbereitschaft einer aktivierten Entwicklung noch nicht vorliegt oder Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen, wird der aktivierte Betrag der Entwicklungskosten einmal jährlich auf Wertminderung überprüft.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibung und kumulierter Wertminderungen angesetzt. Die ursprünglichen Anschaffungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten von Sachanlagen umfassen die Aufwendungen, die durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Dienstleistungen für die Herstellung entstehen. Dazu gehören neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in welcher sie anfallen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter der Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Als Abschreibungsmethode wird die lineare Abschreibung verwendet.

Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer beträgt:

1. bei Bauten: 20 bis 33 Jahre

2. bei Mietereinbauten: 5 bis 10 Jahre

3. bei Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 8 Jahre

Die Buchwerte der Sachanlagen werden auf Wertminderungen überprüft, sobald Indikatoren dafür vorliegen, dass der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Finanzanlagen

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gemäß IAS 28 entsprechend der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt und das weder ein Tochterunternehmen noch ein Joint Venture ist. Ein Joint Venture ist ein aufgrundvertraglicher Vereinbarung gemeinschaftlich von Partnerunternehmen geführtes Unternehmen. Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Unternehmens erfasst. Der mit einem assoziierten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Nach Anwendung der Equity-Methode stellt der Konzern fest, ob hinsichtlich der Nettoinvestition des Konzerns beim einbezogenen Unternehmen die Berücksichtigung eines zusätzlichen Wertminderungsaufwands erforderlich ist. Der Konzernjahresüberschuss enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmens. Unmittelbar im Eigenkapital des einbezogenen Unternehmens erfasste Änderungen werden vom Konzern in Höhe seines Anteils ebenfalls unmittelbar im Eigenkapital erfasst und - sofern erforderlich - in die Aufstellung über Veränderungen des Eigenkapitals aufgenommen. Der Bilanzstichtag der assoziierten Unternehmen entspricht dem des Konzerns. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für ähnliche Geschäftsvorfälle und Ereignisse der assoziierten Unternehmen und des Konzerns stimmen aus Sicht des Konzerns ohne wesentliche Abweichungen überein. Die Anteile an at equity bewerteten Unternehmen werden gemäß IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Methode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Latente Steuerschulden und -ansprüche werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:

eine latente Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts sowie

eine latente Steuerschuld bzw. ein latenter Steueranspruch aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das bilanzielle Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Latente Steuerschulden aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, Zweigniederlassungen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften nur in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Dies gilt ebenfalls für latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, Zweigniederlassungen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures im Zusammenhang stehen.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruches ermöglicht. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst werden, werden ebenfalls dort erfasst. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.

Vorräte

Unter den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Handelswaren sowie unfertige und fertige Leistungen mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, die direkt dem Leistungserstellungsprozess zugeordnet werden können. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie dem Leistungserstellungsprozess zuzurechnen sind. Fremdkapitalzinsen sind nicht zu aktivieren, da keine qualifizierten Vermögenswerte vorliegen. Nicht veräußerbare Vorräte werden vollständig abgeschrieben. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden gemäß IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (Vj LAR nach IAS 39). Die Vermögenswerte werden mit dem Ziel gehalten, die daraus resultierenden vertraglichen Zahlungsströme zu generieren. Die vertraglichen Bedingungen führen an bereits festgelegten Terminen zu Zahlungsströmen, die ausschließlich aus Zins und Tilgung betreffend den Nominalbetrag bestehen.

Vertragsvermögenswerte

Die Vertragsvermögenswerte betreffen im Wesentlichen die Ansprüche des Konzerns auf Gegenleistung für abgeschlossene, aber zum Stichtag noch nicht abgerechnete Leistungen aus Auftragsfertigungen von Krankenhausinformationssystemen. Die Vertragsvermögenswerte werden in die Forderungen umgegliedert, wenn die Rechte vorbehaltlos werden. Dies geschieht in der Regel, wenn der Konzern eine Rechnung an den Kunden ausstellt.

Wertpapiere

Die Wertpapiere werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Bei der erstmaligen Erfassung werden diese mit ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Wertpapiere mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und die Veränderungen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts basiert auf öffentlich notierten Preisen einer Wertpapierbörse

Wertminderungen

Nach IFRS 9 wird allen erwarteten Kreditverlusten bei den zuvor genannten Vermögenswerten durch die Vornahme von Wertminderungen Rechnung getragen. Hierzu wird das nach IFRS 9 vorgegebene allgemeine Modell (drei Stufen-Modell, beginnend mit dem "12 Monats expected credit loss") verwendet bzw. das vereinfachte Modell (zwei Stufen-Modell) bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten. Im vereinfachten Modell wird die Wertminderung für die gesamte Laufzeit berechnet ("lifetime expected credit loss"). Unter IAS 39 ist eine Wertminderung solcher Vermögenswerte erst erfolgt, wenn erkennbare Ausfallrisiken vorlagen.

Liquide Mittel

Liquide Mittel bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten. Diese haben eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten und erfüllen die Voraussetzungen nach IAS 7.7.

Der Konzern wendet das allgemeine Modell nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste bei den Liquiden Mitteln zu bemessen; dem zufolge werden die erwarteten Kreditverluste für die 12 Monats-Periode herangezogen. Siehe dazu auch Anschnitt 31.

Wertminderung von langfristigen nicht-finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cash Flows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in der Position Abschreibungen erfasst. An jedem Berichtsstichtag wird mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Konzernjahresüberschuss zu erfahren. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwerts, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.

Behandlung von Optionen

Optionen bestehen ausschließlich in Form von Put-, Call-Optionen im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben in Bezug auf die Aufstockung bereits beherrschender Anteile. Die bilanzielle Abbildung erfolgt im Rahmen eines antizipierten Erwerbs gemäß IFRS 3.

Rückstellungen für Pensionen

Der Konzern verfügt im Inland über sieben Pensionspläne. Die Leistungen werden nicht - mit Ausnahme einer Gesellschaft - über einen Fonds finanziert. Daneben bestehen in der Schweiz durch Planvermögen finanzierte Verpflichtungen aus dem Vorsorgewerk nach dem schweizerischen Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invaliditätsvorsorge (BVG). Die Aufwendungen für die im Rahmen der als leistungsorientierte Pläne zu beurteilenden gewährten Leistungen werden gesondert für jeden Plan unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (IAS 19) ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden nach Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Als biometrische Berechnungsgrundlagen (Sterblichkeit der Begünstigten, Invaliditätswahrscheinlichkeiten, Verheiratungswahrscheinlichkeiten im Todesfall) werden in Deutschland die Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH zugrunde gelegt. In der Schweiz wurde der auf statistischen Zahlen der Jahre 2010 - 2014 beruhende Tarif BVG 2015 zugrunde gelegt. In den Niederlanden wurde die AG Prognosetafel 2016 with mortality experience adjustments zugrunde gelegt.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 mit der bestmöglichen Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich wären. Aufwandsrückstellungen werden nicht angesetzt. Resultiert aus dem Erfüllungszeitpunkt der Verpflichtung ein wesentlicher Zinseffekt, so wird die Rückstellung zum Barwert bilanziert. Die Erhöhung der Rückstellung im Zeitablauf wird unter den Finanzaufwendungen erfasst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn NEXUS eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich gegebenenfalls angefallenen Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertragliche Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist.

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten werden im Konzernabschluss solange nicht passiviert, bis eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist. Sie werden im Konzernanhang angegeben, sofern eine Inanspruchnahme nicht unwahrscheinlich ist.

Umsatzrealisierung

Die Umsatzerlöse des Konzerns stammen aus Softwarelizenzen und damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen, die die Unterstützung bei der Implementierung sowie Wartung und sonstige Dienstleistungen umfassen. In der Regel räumt die Gesellschaft ihren Kunden eine zeitlich unbegrenzte Nutzung der Software ein. Zusätzlich erzielt der Konzern Umsätze mit dem Verkauf von Hardware. Erlöse aus der Lieferung von Waren und Rechten werden im Einklang mit IFRS 15 erfasst, wenn die übernommene Leistungsverpflichtung durch Übergang der Verfügungsmacht auf den Kunden erbracht wurde, der Zufluss der Gegenleistung wahrscheinlich und der Betrag verlässlich zu bestimmen ist. Erlöse aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistungen erbracht wurden und der Kunde den wesentlichen Nutzen daraus vereinnahmen kann. Eine Erlösrealisierung findet nicht statt, sofern wesentliche Risiken hinsichtlich des Erhalts der Gegenleistung bzw. einer potentiellen Warenrückgabe bestehen. Die NEXUS-Gruppe weist seine Umsatzerlöse unter Abzug von Erlösschmälerungen aus.

Aus Werkverträgen resultierende Erlöse und Aufwendungen werden nach der Percentage-of-Completion Methode entsprechend IFRS 15 bilanziert. Hiernach werden die Erlöse entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt zum Abschlussstichtag geschätzten Auftragskosten. Nach der Percentage-of-Completion Methode bilanzierte Werkverträge werden am Abschlussstichtag entsprechend mit ihren angefallenen Auftragskosten zuzüglich des sich aus dem erreichten Fertigstellungsgrad ergebenden anteiligen Gewinns bewertetet. Bilanziell werden die generierten Erlöse aus Fertigungsaufträgen abzüglich erhaltener Anzahlungen nach IFRS 15 in den Vertragsvermögenswerten erfasst. Änderungen in den beauftragten Leistungen werden nur dann im Rahmen eines bestehenden Fertigungsauftrags berücksichtigt, sofern eine Akzeptanz seitens des Kunden als wahrscheinlich gesehen wird und eine Einschätzung der Höhe verlässlich vorgenommen werden kann. Sofern sich das Ergebnis eines Werksvertrags nicht hinreichend sicher abschätzen lässt, werden die wahrscheinlich erzielbaren Umsätze zumindest bis zur Höhe der angefallenen Kosten erfasst. Auftragskosten werden für die Periode als Aufwand ausgewiesen, in der sie anfallen. Die Erlösrealisierung aus Verträgen, die mehrere Vertragselemente enthalten (Mehrkomponentenverträge), findet statt, wenn das jeweilige Vertragselement geliefert oder erbracht worden ist und basiert auf den objektiv feststellbaren relativen Einzelveräußerungspreisen der einzelnen Vertragselemente.

Im Folgenden werden die Hauptumsatzarten und ihre Realisierung dargestellt:

Softwarelizenzen:

Hierunter fallen Umsatzerlöse aus Softwarelizenzverkäufen, die in der Regel einmalig vergütet werden. Die Lizenz berechtigt zur dauerhaften Nutzung der Software. Die Lizenzgebühr ist vertraglich fixiert und löst keine künftigen Lizenzzahlungen oder nutzungsabhängigen Abrechnungen aus. Nach IFRS 15 ist die zugrundeliegende Lizenz entscheidend. Das Nutzungsrecht fließt dem Kunden zu einem definierten Zeitpunkt zu, was zu einer zeitpunktbezogenen Umsatzrealisierung führt. Die Erlösrealisierung von Softwarekomponenten im Rahmen von Werkverträgen, erfolgt entsprechend dem Fertigstellungsgrad des Projektes (Percentage-of-Completion).

Softwarepflege:

Hierunter fallen Umsatzerlöse aus Verträgen, die dem Kunden Zugang zu neuen Versionen von Softwareprodukten geben, nachdem diese ausgeliefert wurden. Diese Aktualisierungen dienen der Fehlerbehebung, der Verbesserung der Leistung und weiterer Eigenschaften, aber auch der Anpassung an geänderte Rahmenbedingungen. Das Softwarepflegevertragsverhältnis beinhaltet des Weiteren einen Hotline-Support. Der in diesem Zusammenhang entstehende Umsatzerlös wird zeitraumbezogen erfasst.

Dienstleistungen:

Umsätze aus Dienstleistungen, die auf Stundenbasis oder zu vertraglich vereinbarten Festpreisen vergütet werden, fallen unter die Umsatzart Dienstleistungen. Die im Kundenauftrag durchgeführten Tätigkeiten umfassen z. B. Projektmanagement, Analysen, Schulungen, Systemkonfiguration sowie kundenbezogene Programmierung. Für die zu erbringenden Dienstleistungen, welche auf Stundenbasis vergütet werden, erfolgt die Erlösrealisierung mit Vollendung der Dienstleistung.

Die Erlösrealisierung von Dienstleistungskomponenten im Rahmen von Werkverträgen und sonstigen Dienstleistungsverträgen erfolgt entsprechend dem Fertigstellungsgrad des Projektes (Percentage-of-Completion).

Hardware:

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Hardware- und Infrastrukturkomponenten umfassen zum Beispiel PCs, Server, Monitore, Drucker, Switches, Racks, Netzwerkkomponenten, etc. Diese Erlöse werden sofort bei Erbringung der Leistungsverpflichtung durch Auslieferung der Hardwarekomponenten realisiert.

Ausnahmen hiervon bilden im Rahmen von Werksverträgen vertraglich fixierte Hardwarekomponenten, welche im Gesamtprojekt entsprechend dem Fertigstellungsgrad (Percentage-of-Completion) realisiert werden.

Finanzerträge

Finanzerträge werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung erfasst.

Finanzaufwendungen

Aufwendungen für die Fremdkapitalüberlassung werden als Aufwand erfasst. Eine Aktivierung von Fremdkapitalzinsen gemäß IAS 23 erfolgt nicht, da keine qualifizierten Vermögenswerte vorliegen.

Fremdwährungen

Fremdwährungsgeschäfte werden in der Berichtswährung erfasst, indem der Fremdwährungsbetrag mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Umrechnungskurs zwischen Berichts- und Fremdwährung umgerechnet wird. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung monetärer Posten sowie aus der Stichtagsbewertung zu Kursen, die sich von den ursprünglich während der Periode erfassten unterscheiden, werden als Aufwand oder Ertrag in der Periode, in der sie entstanden sind, erfasst.

Operating-Leasingverhältnis

Ein Leasingverhältnis wird als Operating-Leasingverhältnis klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, bei dem Leasinggeber verbleiben. Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.

3. Unternehmenszusammenschlüsse

Erwerb der MedHub sp. z o.o., Posen, Polen

Mit mehr als 90 Mitarbeitern und mehr als 120 Krankenhauskunden gehört die MedHub sp. z o.o. zu den Top 3 der Anbieter von medizinischer Software in Polen. MedHub sp. z o.o. ist anerkannter Marktführer im Bereich der elektronischen Patientenakten einschließlich Pharmazie- und Laborlösungen. Durch den Erwerb am 09. Januar 2018 über 55,00 % der Anteile an MedHub sp. z o.o. (seit 10. August 2018 NEXUS POLSKA sp. z o.o), Posen, hat NEXUS ihre internationale Marktstellung in Polen aufgebaut und einen weiteren Schritt auf dem Weg zum führenden europäischen E-Health-Unternehmen gemacht.

Als Kaufpreis wurden TPLN 14.509 in bar entrichtet. Über die weiteren 45,00 % der Anteile besteht ein Put- und Call-Optionsver trag. Gemäß IAS 32.23 ist die Verpflichtung, Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu kaufen, als Finanzverbindlichkeit mit dem erwarteten Kaufpreis bilanziert worden. Die zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TPLN 22.551 stellt den Zeitwert dar. Sie ist in der Höhe unbegrenzt. Bei Nichterfüllung des geplanten EBITDA kann in Folgeperioden eine ertragswirksame Auflösung notwendig sein.

Die bei der Kaufpreisallokation identifizierten und bewerteten Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen aus Kundenbeziehungen (TPLN 4.017) und Technologie (TPLN 3.507) zum Erwerbszeitpunkt. Die Forderungen wurden mit ihrem Bruttowert angesetzt. Eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen, da mit einem vollständigen Zufluss der ausstehenden Forderungen gerechnet wird. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TPLN 31.383. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert hauptsächlich aus den Fähigkeiten und der fachlichen Begabung der Belegschaft der NEXUS POLSKA sp. z o.o., sowie den erwarteten Synergien aus der Eingliederung des Unternehmens in das bestehende Softwaregeschäft des Konzerns. Von dem erfassten Geschäfts- oder Firmenwert ist voraussichtlich nichts für Steuerzwecke abzugsfähig.

Für das Jahr 2018 lagen der Umsatz mit Dritten ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt, den 01. Januar 2018, bei TEUR 6.886 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss bei TEUR 382. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEUR 88 sind ergebniswirksam erfasst.

Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden in der Bilanz mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt und stellen sich wie folgt dar:

scroll
Vermögenswerte / Schulden NEXUS POLSKA sp. z o.o., Posen Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
PLN1)
Kassenbestand 27.770,72
Immaterielle Vermögenswerte 9.498.856,39
Sachanlagen 277.905,62
Vorräte 314.958,00
Aktive latente Steuern 360.181,86
Sonstige Vermögenswerte 331.671,52
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.901.424,38
15.712.768,49
Sonstige Rückstellungen 1.168.226,93
Passive latente Steuern 1.429.480,00
Verbindlichkeiten 7.437.824,74
10.035.531,67
Nettovermögen zum Erwerbszeitpunkt 5.677.236,82
Geschäfts- oder Firmenwert 31.383.031,88
Anschaffungskosten gesamt 37.060.268,70
Die Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen
In bar entrichteter Kaufpreis 14.509.343,05
Noch zu entrichtender Kaufpreis 22.550.925,65
Anschaffungskosten gesamt 37.060.268,70
Entwicklung der Zahlungsmittel aus dieser Akquisition ergibt sich wie folgt
In bar entrichteter Kaufpreis 14.509.343,05
Erworbene Zahlungsmittel 27.770,72
Abfluss von Zahlungsmitteln 14.481.572,33

1) Zum Erstkonsolidierungszeitpunkt ist ein Umrechnungskurs von 4,1760 PLN / EUR heranzuziehen.

Erwerb der Creativ Software AG, Widnau, Schweiz

Durch den Erwerb am 13. Juni 2018 über 80,00 % der Anteile an der Creativ Software AG, Widnau, integriert NEXUS ein modernes Customer Relationship Management (CRM) für Kliniken und Spendenorganisationen in ihr Softwareangebot. Gesundheitseinrichtungen werden damit in die Lage versetzt, die Kommunikation mit Patienten und Einweisern zu professionalisieren und zu automatisieren. Das gilt auch für die Kommunikation mit Spendern, die zunehmend für die Finanzierung von Investitionen von Bedeutung sind.

Als Kaufpreis wurden TCHF 9.405 in bar entrichtet. Über die weiteren 20,0 % der Anteile besteht ein Put- und Call-Optionsvertrag. Gemäß IAS 32.23 ist die Verpflichtung, Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu kaufen, als Finanzverbindlichkeit mit dem erwarteten Kaufpreis bilanziert worden. Die zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TCHF 3.715 stellt den Zeitwert dar. Sie ist in der Höhe unbegrenzt. Bei Nichterfüllung des geplanten EBITA kann in Folgeperioden eine ertragswirksame Auflösung notwendig sein.

Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden in der Bilanz mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt und stellen sich wie folgt dar:

scroll
Vermögenswerte / Schulden Creativ Software AG, Widnau Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
CHF1)
Kassenbestand 2.281.674,97
Immaterielle Vermögenswerte 2.634.247,39
Sachanlagen 172.212,50
Aktive latente Steuern 186.997,00
Sonstige Vermögenswerte 2.273.708,15
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 757.596,32
8.306.436,33
Passive latente Steuern 471.078,00
Pensionsrückstellungen 1.074.693,00
Verbindlichkeiten 1.954.031,49
3.499.802,49
Nettovermögen zum Erwerbszeitpunkt 4.806.633,84
Geschäfts- oder Firmenwert 8.312.521,26
Anschaffungskosten gesamt 13.119.155,10
Die Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen
In bar entrichteter Kaufpreis 9.404.600,29
Noch zu entrichtender Kaufpreis 3.714.554,81
Anschaffungskosten gesamt 13.119.155,10
Entwicklung der Zahlungsmittel aus dieser Akquisition ergibt sich wie folgt
In bar entrichteter Kaufpreis 9.404.600,29
Erworbene Zahlungsmittel 2.281.674,97
Abfluss von Zahlungsmitteln 7.122.925,32

1) Zum Erstkonsolidierungszeitpunkt ist ein Umrechnungskurs von 1,1518 CHF / EUR heranzuziehen.

Die bei der Kaufpreisallokation identifizierten und bewerteten Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen aus Kundenbeziehungen (TCHF 1.272) und Technologie (TCHF 1.342) zum Erwerbszeitpunkt. Die Forderungen wurden mit ihrem Bruttowert angesetzt. Eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen, da mit einem vollständigen Zufluss der ausstehenden Forderungen gerechnet wird. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TCHF 8.313. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert hauptsächlich aus den Fähigkeiten und der fachlichen Begabung der Belegschaft der Creativ Software AG sowie den erwarteten Synergien aus der Eingliederung des Unternehmens in das bestehende Softwaregeschäft des Konzerns. Von dem erfassten Geschäfts- oder Firmenwert ist voraussichtlich nichts für Steuerzwecke abzugsfähig.

Für das Jahr 2018 lagen der Umsatz mit Dritten ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt bei TCHF 2.420 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss bei TCHF 412. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TCHF 11 sind ergebniswirksam erfasst.

Hätte der Unternehmenserwerb zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsatzerlöse auf TCHF 4.306 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss auf TCHF 635 belaufen.

Erwerb der ASTRAIA Software GmbH, München

Am 05. Juni 2018 hat die NEXUS AG 61,00 % der Anteile an der ASTRAIA Software GmbH, München, erworben. Durch den Erwerb verstärkt NEXUS ihre internationale Marktstellung im Bereich der Frauenheilkunde und erweitert das Produkt NEXUS / FRAUENKLINIK um eine global führende Software der Ultraschalldiagnostik. Das Produkt ist in mehr als 25 Landessprachen verfügbar und installiert. In der Produktentwicklung gilt die ASTRAIA Software GmbH als globaler Innovationsführer in diesem speziellen diagnostischen Bereich.

Als Kaufpreis wurden TEUR 2.476 in bar entrichtet. Über die weiteren 39,0 % der Anteile besteht ein Put- und Call-Optionsvertrag. Gemäß IAS 32.23 ist die Verpflichtung, Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu kaufen, als Finanzverbindlichkeit mit dem erwarteten Kaufpreis bilanziert worden. Die zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 2.497 stellt den Zeitwert dar. Sie ist in der Höhe unbegrenzt. Bei Nichterfüllung des geplanten EBIT kann in Folgeperioden eine ertragswirksame Auflösung notwendig sein.

Die bei der Kaufpreisallokation identifizierten und bewerteten Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen aus Kundenbeziehungen (TEUR 238) und Technologie (TEUR 73) zum Erwerbszeitpunkt. Die Forderungen wurden mit ihrem Bruttowert angesetzt. Eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen, da mit einem vollständigen Zufluss der ausstehenden Forderungen gerechnet wird. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 4.523. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert hauptsächlich aus den Fähigkeiten und der fachlichen Begabung der Belegschaft der ASTRAIA Software GmbH sowie den erwarteten Synergien aus der Eingliederung des Unternehmens in das bestehende Softwaregeschäft des Konzerns. Von dem erfassten Geschäfts- oder Firmenwert ist voraussichtlich nichts für Steuerzwecke abzugsfähig.

Für das Jahr 2018 lagen der Umsatz mit Dritten ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt bei TEUR 1.307 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss bei TEUR 153. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEUR 19 sind ergebniswirksam erfasst.

Hätte der Unternehmenserwerb zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsatzerlöse auf TEUR 2.230 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss auf TEUR 178 belaufen.

scroll
Vermögenswerte / Schulden ASTRAIA Software GmbH, München Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
EUR
Kassenbestand 357.018,18
Immaterielle Vermögenswerte 329.106,61
Sachanlagen 13.109,87
Sonstige Vermögenswerte 13.060,41
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 378.388,44
1.090.683,51
Passive latente Steuern 102.602,00
Sonstige Rückstellungen 123.150,00
Verbindlichkeiten 415.475,28
641.227,28
Nettovermögen zum Erwerbszeitpunkt 449.456,23
Geschäfts- oder Firmenwert 4.523.056,26
Anschaffungskosten gesamt 4.972.512,49
Die Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen
In bar entrichteter Kaufpreis 2.475.978,64
Noch zu entrichtender Kaufpreis 2.496.533,85
Anschaffungskosten gesamt 4.972.512,49
Entwicklung der Zahlungsmittel aus dieser Akquisition ergibt sich wie folgt
In bar entrichteter Kaufpreis 2.475.978,64
Erworbene Zahlungsmittel 357.018,18
Abfluss von Zahlungsmitteln 2.118.960,46

Erwerb der Swisslab DITS GmbH, Berlin

NEXUS hat mit Kaufvertrag vom 11. Oktober 2018 zum 30. November 2018 100,00 % der Swisslab DITS GmbH, Berlin, erworben. Ziel dieser Transaktion ist es, die bestehenden Labor-Lösungen für bestehende und neue Kunden innovativ weiterzuentwickeln und durch neue Produktintegration den Kundennutzen weiter zu erhöhen. NEXUS wird damit das diagnostische Produktspektrum vervollständigen. Kunden können das moderne Krankenhaus Informationssystem von NEXUS mit einem vollständigen diagnostischen Lösungsportfolio kombinieren.

Als Kaufpreis wurden EUR 1,00 in bar entrichtet. Zudem wurde ein fester Ergänzungskaufpreis zum 31. Dezember 2021 über TEUR 2.500 vereinbart. Die zukünftige feste Kaufpreiszahlung wurde zum Zeitwert in Höhe von TEUR 2.479 bilanziert. Weiterhin wurden Anschaffungskosten aufgrund einer Rückzahlungsverpflichtung gegenüber dem Anteilsverkäufer in Höhe von TEUR 5.911 aktiviert.

Die bei der Kaufpreisallokation identifizierten und bewerteten Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen aus Kundenbeziehungen (TEUR 450)und Technologie (TEUR 2.215) sowie einer Schuld zur Erfüllung der originären Leistungsverpflichtung (TEUR 6.500) zum Erwerbszeitpunkt. Die originäre Leistungsverpflichtung wurde im Dezember 2018 zur Neutralisierung korrespondierender Aufwendungen in Höhe von TEUR 500 ergebniswirksam reduziert. Der Ausweis ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 4.495. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert hauptsächlich aus den Fähigkeiten und der fachlichen Begabung der Belegschaft der Swisslab DITS GmbH, sowie den erwarteten Synergien aus der Eingliederung des Unternehmens in das bestehende Softwaregeschäft des Konzerns. Von dem erfassten Geschäfts- oder Firmenwert ist voraussichtlich nichts für Steuerzwecke abzugsfähig.

Für das Jahr 2018 lagen der Umsatz mit Dritten ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt bei TEUR 2.390 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss bereinigt um Einmaleffekte bei TEUR 352. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEUR 76 sind ergebniswirksam erfasst.

Auf Grund von Sondereffekten aus der Restrukturierung im Geschäftsjahr 2018 sind verlässliche Aussagen, wenn der Unternehmenserwerb zum Jahresbeginn stattgefunden hätte, zum Umsatz und Ergebnis nicht möglich.

scroll
Vermögenswerte / Schulden Swisslab DITS GmbH, Berlin Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
EUR
Kassenbestand 2.261.985,40
Immaterielle Vermögenswerte 2.827.708,38
Sachanlagen 372.131,28
Sonstige Vermögenswerte 26.060.537,37
Vorräte 532.608,24
Aktive latente Steuern 2.599.625,00
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.035.671,18
35.690.266,85
Passive latente Steuern 813.905,00
Pensionsrückstellungen 210.302,00
Sonstige Rückstellungen 12.324.422,70
Verbindlichkeiten 18.446.289,12
31.794.918,82
Nettovermögen zum Erwerbszeitpunkt 3.895.348,03
Geschäfts- oder Firmenwert 4.494.728,37
Anschaffungskosten gesamt 8.390.076,40
Die Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen
In bar entrichteter Kaufpreis 1,00
Targeted Cash Amount 1) 5.910.721,42
Noch zu entrichtender Kaufpreis 2.479.353,98
Anschaffungskosten gesamt 8.390.076,40
Entwicklung der Zahlungsmittel aus dieser Akquisition ergibt sich wie folgt
In bar entrichteter Kaufpreis 1,00
Erworbene Zahlungsmittel 2.261.985,40
Abfluss von Zahlungsmitteln 2.261.984,40

1) Im Rahmen des Unternehmenserwerbs wurde ein geplantes Targeted Cash Amount (Obergrenze) definiert. Zum Erwerbszeitpunkt 30. November 2018 überstieg der Cash-Anspruch gegenüber dem Anteilsverkäufer das Targeted Cash Amount gemäß der definierten Berechnungsformel um TEUR 5.911. Dies führte zu zusätzlichen Anschaffungskosten in gleicher Höhe. Damit belaufen sich die Brutto-Anschaffungskosten auf TEUR 8.390. Die Netto-Anschaffungskosten, exkl. der zusätzlich erworbenen Liquidität, betragen TEUR 2.479.

Erwerb weiterer Anteile an der Chili GmbH, Dossenheim

NEXUS hat am 28. März 2018 einen Put- und Call-Optionsvertrag über 32,54 % der Chili GmbH, Dossenheim, abgeschlossen. Gemäß IAS 32.23 ist die Verpflichtung, Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu kaufen, als Finanzverbindlichkeit mit dem erwarteten Kaufpreis bilanziert worden. Die zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 3.350 stellt den Zeitwert dar. Bei Nichterfüllung des geplanten EBIT kann in Folgeperioden eine ertragswirksame Auflösung notwendig sein. Auf die zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung wurde eine Kaufpreisvorauszahlung von TEUR 1.150 geleistet.

Anpassung der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlung der NEXUS / MARABU GmbH, Berlin

Die zum 31. Dezember 2017 bilanzierte zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 72 wurde mit Kaufvertrag vom 28. März 2018 über die restlichen 4,5 % der Anteile an der NEXUS / MARABU GmbH, Berlin in bar entrichtet.

Anpassung der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlung der NEXUS SISINF SL, Sabadell

Die zum 31. Dezember 2017 bilanzierte zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 1.189 wurde im Geschäftsjahr 2018 ergebniswirksam aufgelöst. Somit ergibt sich zum Stichtag keine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung.

Anpassung der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlung der IBH Datentechnik GmbH, Kassel

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der IBH Datentechnik GmbH, Kassel, wurde im Geschäftsjahr 2016 eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 2.039 passiviert. Im Geschäftsjahr 2017 wurde diese aufgrund der Aufzinsung um TEUR 27 erhöht. Im Geschäftsjahr 2018 wurde diese aufgrund der Aufzinsung um weitere TEUR 20 erhöht. Somit ergibt sich zum Stichtag eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 2.086.

Anpassung der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlung der nexus / switspot GmbH, Neckarsulm

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der nexus / switspot GmbH, Neckarsulm, wurde im Geschäftsjahr 2016 eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 1.177 passiviert. Im Geschäftsjahr 2017 wurde diese aufgrund der Aufzinsung um TEUR 12 erhöht. Im Geschäftsjahr 2018 wurde diese aufgrund der Aufzinsung um weitere TEUR 12 erhöht. Somit ergibt sich zum Stichtag eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 1.201.

Anpassung der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlung der highsystem ag, Zürich

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der highsystem ag, Zürich, wurde im Geschäftsjahr 2017 eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TCHF 723 passiviert. Im Geschäftsjahr 2017 wurde diese aufgrund der Aufzinsung um TCHF 2 erhöht. Im Geschäftsjahr 2018 wurde diese aufgrund der Aufzinsung um weitere TCHF 7 erhöht. Somit ergibt sich zum Stichtag eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung nach Währungskurseffekten in Höhe von TEUR 650.

Anpassung der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlung der NEXUS POLSKA sp. z o.o., Posen

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der NEXUS POLSKA sp. z o.o., Posen, wurde im Geschäftsjahr 2018 eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TPLN 22.551 passiviert. Im Geschäftsjahr 2018 wurde diese aufgrund der Aufzinsung um TPLN 106 erhöht. Somit ergibt sich zum Stichtag eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung nach Währungskurseffekten in Höhe von TEUR 5.425.

Anpassung der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlung der Creativ Software AG, Widnau

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Creativ Software AG, Widnau, wurde im Geschäftsjahr 2018 eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TCHF 3.715 passiviert. Im Geschäftsjahr 2018 wurde diese aufgrund der Aufzinsung um TCHF 10 erhöht. Somit ergibt sich zum Stichtag eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung nach Währungskurseffekten in Höhe von TEUR 3.306.

Anpassung der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlung der ASTRAIA Software GmbH, München

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der ASTRAIA Software GmbH, München, wurde im Geschäftsjahr 2018 eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 2.497 passiviert. Im Geschäftsjahr 2018 wurde diese aufgrund der Aufzinsung um TEUR 4 erhöht. Somit ergibt sich zum Stichtag eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 2.501.

4. Immaterielle Vermögenswerte

Im Geschäftsjahr 2018 wurden die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) aufgrund eine Änderung in der internen Steuerungs- und Berichtsebene des Managements neu festgelegt. Die neu definierten ZGE stellen nach dem Management Approach die niedrigste Leistungsebene dar, nach der für interne Führungszwecke gesteuert wird.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Im Rahmen eines jährlichen Impairment-Tests gemäß IAS 36 werden jeweils zum 31. Dezember die Geschäfts- oder Firmenwerte, zur Überprüfung der Werthaltigkeit zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) zugeordnet. Die nachfolgende Tabelle stellt die ZGE sowie die relevanten Annahmen und Parameter dar. Der erzielbare Betrag wurde zum Bilanzstichtag jeweils auf der Basis der Berechnung eines Nutzungswertes ermittelt. Ein Abschreibungsbedarf ergab sich hiernach nicht. Der berechnete Nutzungswert basiert auf Prognosen, bei denen Schätzungsunsicherheiten bestehen. Wesentliche Unsicherheiten liegen in folgenden Positionen:

a) Gewinnmarge

Die Gewinnmarge wird anhand durchschnittlicher Werte errechnet, die sich unter Berücksichtigung der Margen aus Vorjahren sowie einer Ausweitung des Lizenzgeschäfts auf Basis schon abgeschlossener Verträge ergeben. Die Gewinnmargen werden zudem planerisch um die erwartete Effizienzsteigerung angepasst.

b) Abzinsungssatz

Der Abzinsungssatz der jeweiligen ZGE wird über einen einheitlichen WACC (Weighted Average Cost of Capital) definiert.

c) Entwicklung der Marktanteile und Wartungserlöse

Diese Annahmen sind von besonderer Bedeutung, da sich hier die Einschätzung widerspiegelt, wie sich die ZGEs im Vergleich zu ihren Wettbewerbern innerhalb des Planungshorizontes entwickeln werden. Dabei ist zu beachten, dass es sich nicht um klar umrissene Märkte handelt, sondern zu einem großen Teil auch um Projektgeschäfte, die eine klare Vergleichbarkeit nicht ermöglichen.

d) Detailplanungsphase

Den Wachstumsraten in der Detailplanungsphase liegen veröffentlichte branchenbezogene Marktforschungen zugrunde. Sie werden zusätzlich maßgeblich von der ZGE individuellen Einschätzung zukünftiger Potentiale beeinflusst. Hier werden auch die spezifischen Risiken der jeweiligen ZGE berücksichtigt. Diese Annahmen werden durch konkrete Vertriebs-, Entwicklungs- und Marketingpläne unterlegt.

e) Sensitivitätsanalyse

In einer Sensitivitätsbetrachtung wurden des Weiteren wesentliche Parameter des Werthaltigkeitstests im Rahmen einer möglichen Entwicklung in vernünftigem Ermessen verändert. Die Erhöhung des Abzinsungssatzes um 25 Basispunkte und eine Verringerung der relevanten Cash Flows um 5 % führten zu keiner Notwendigkeit für eine Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte.

scroll
Zahlungsmittelgenerierende Einheit Zuzuordnendes Unternehmen Organisches Wachstum in % Detailplanungszeitraum von 3 Jahren1) Abzinsungssatz in % vor Steuern für Cash-Flow-Prognose
2018 2017 2018 2017
NEXUS / DE (Deutschland) NEXUS / CIS GmbH NEXUS / MARABU GmbH NEXUS / QM GmbH VEGA Software GmbH NEXUS / Deutschland GmbH Swisslab DITS GmbH IBH Datentechnik GmbH NEXUS AG 6 10 10,2 10,67
NEXUS / DIS (Diagnostische Systeme) NEXUS / DIS GmbH E&L medical systems GmbH CHILI GmbH ASTRAIA Software GmbH 5 3 10,31 10,78
NEXUS / ROE (Rest of Europe) NEXUS Schweiz AG NEXUS Nederland B.V. NEXUS Digitale Dokumentationssysteme Projektentwicklungsges.m.b.H NEXUS / OPTIM S.A.S. CS3I S.A.S. NEXUS / CSO GmbH NEXUS / REHA GmbH NEXUS Medizinsoftware und Systeme AG NEXUS SISINF SL NEXUS POLSKA sp. z o.o. 6 3 8,96 9,36
NEXUS / CMS (Consulting & Managed Services) NEXUS / ASS.TEC GmbH NEXUS . IT GmbH Südost NEXUS / CLOUD IT GmbH nexus / switspot GmbH 1 3 9,83 10,28
scroll
Zahlungsmittelgenerierende Einheit Zuzuordnendes Unternehmen Geschäfts- oder Firmenwert
(in TEUR)
2018 2017
NEXUS / DE (Deutschland) NEXUS / CIS GmbH NEXUS / MARABU GmbH NEXUS / QM GmbH VEGA Software GmbH NEXUS / Deutschland GmbH Swisslab DITS GmbH IBH Datentechnik GmbH NEXUS AG 15.036 10.541
NEXUS / DIS (Diagnostische Systeme) NEXUS / DIS GmbH E&L medical systems GmbH CHILI GmbH ASTRAIA Software GmbH 14.520 9.997
NEXUS / ROE (Rest of Europe) NEXUS Schweiz AG NEXUS Nederland B.V. NEXUS Digitale Dokumentationssysteme Projektentwicklungsges.m.b.H NEXUS / OPTIM S.A.S. CS3I S.A.S. NEXUS / CSO GmbH NEXUS / REHA GmbH NEXUS Medizinsoftware und Systeme AG NEXUS SISINF SL NEXUS POLSKA sp. z o.o. 41.053 25.923
NEXUS / CMS (Consulting & Managed Services) NEXUS / ASS.TEC GmbH NEXUS . IT GmbH Südost NEXUS / CLOUD IT GmbH nexus / switspot GmbH 2.853 2.853
73.462 49.314

1) Für die Extrapolation der Cash Flows nach dem Detailplanungszeitraum wurde eine Wachstumsrate von Null unterstellt.

5. Sachanlagen

Die Sachanlagen setzen sich überwiegend aus, Grundstücke und Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Anlagen im Bau zusammen. Die Sachanlagen unterliegen keinen Beschränkungen hinsichtlich der Verfügungsmöglichkeiten.

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS 2018

scroll
Anschaffungs- und Herstellungskostenn
01.01.2018
TEUR
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen des Konzernkreises
TEUR
Währungsänderungen
TEUR
Zugänge
TEUR
Umgliederung
TEUR
Abgänge
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen / Patente 5.711 672 1 340 0 434
Geschäfts- oder Firmenwerte 49.491 23.751 397 0 0 0
Entwicklungskosten 51.821 0 116 4.130 0 0
Kundenbeziehungen / Technologie 25.187 7.046 124 0 0 0
Marke 8.749 0 18 0 0 0
140.959 31.469 656 4.470 0 434
Sachanlagen
Mietereinbauten 979 0 3 52 0 10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.748 601 60 3.049 0 2.787
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 4.478 0 0 68 0 0
Anlagen im Bau 804 0 0 15 0 0
15.009 601 63 3.184 0 2.797
Gesamt 155.968 32.070 719 7.654 0 3.231
scroll
Anschaffungs- und Herstellungskostenn 31.12.2018
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen / Patente 6.290
Geschäfts- oder Firmenwerte 73.639
Entwicklungskosten 56.067
Kundenbeziehungen / Technologie 32.357
Marke 8.767
177.120
Sachanlagen
Mietereinbauten 1.024
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.671
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 4.546
Anlagen im Bau 819
16.060
Gesamt 193.180
scroll
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2018
TEUR
Währungsänderungen
TEUR
Zugänge
TEUR
Umgliederung
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2018
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen / Patente 4.979 13 599 0 371 5.220
Geschäfts- oder Firmenwerte 177 0 0 0 0 177
Entwicklungskosten 34.892 97 5.619 0 0 40.608
Kundenbeziehungen / Technologie 15.793 98 3.153 0 0 19.044
Marke 0 0 0 0 0 0
55.841 208 9.371 0 371 65.049
Sachanlagen
Mietereinbauten 314 3 125 0 6 436
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.192 60 1.925 0 2.133 5.044
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 96 0 106 0 0 202
Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
5.602 63 2.156 0 2.139 5.682
Gesamt 61.443 271 11.527 0 2.510 70.731
scroll
Buchwerte
31.12.2018
TEUR
31.12.2017
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen / Patente 1.070 732
Geschäfts- oder Firmenwerte 73.462 49.314
Entwicklungskosten 15.459 1) 16.929
Kundenbeziehungen / Technologie 13.313 9.394
Marke 8.767 8.749
112.071 85.118
Sachanlagen
Mietereinbauten 588 665
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.627 3.556
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 4.344 4.382
Anlagen im Bau 819 804
10.378 9.407
Gesamt 122.449 94.525

1) Davon noch nicht zur Nutzung bereite Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 0.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS 2017

scroll
Anschaffungs- und Herstellungskostenn
01.01.2017
TEUR
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen des Konzernkreises
TEUR
Währungsänderungen
TEUR
Zugänge
TEUR
Umgliederung
TEUR
Abgänge
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen / Patente 5.449 23 -64 386 0 83
Geschäfts- oder Firmenwerte 47.128 3.333 -970 0 0 0
Entwicklungskosten 47.782 0 -286 5.058 0 733
Kundenbeziehungen / Technologie 23.873 2.058 -283 0 0 461
Marke 8.792 0 -43 0 0 0
133.024 5.414 -1.646 5.444 0 1.277
Sachanlagen
Mietereinbauten 793 69 -3 111 140 131
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.044 56 -132 1.669 135 1.024
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.290 0 0 804 1.384 0
Anlagen im Bau 2.403 0 0 60 -1.659 0
13.530 125 -135 2.644 0 1.155
Gesamt 146.554 5.539 -1.781 8.088 0 2.432
scroll
Anschaffungs- und Herstellungskostenn 31.12.2017
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen / Patente 5.711
Geschäfts- oder Firmenwerte 49.491
Entwicklungskosten 51.821
Kundenbeziehungen / Technologie 25.187
Marke 8.749
140.959
Sachanlagen
Mietereinbauten 979
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.748
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 4.478
Anlagen im Bau 804
15.009
Gesamt 155.968
scroll
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2017
TEUR
Währungsänderungen
TEUR
Zugänge
TEUR
Umgliederung
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2017
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen / Patente 4.738 -61 383 0 81 4.979
Geschäfts- oder Firmenwerte 177 0 0 0 0 177
Entwicklungskosten 30.248 -219 5.596 0 733 34.892
Kundenbeziehungen / Technologie 13.742 -247 2.759 0 461 15.793
Marke 0 0 0 0 0 0
48.905 -527 8.738 0 1.275 55.841
Sachanlagen
Mietereinbauten 219 -6 104 125 128 314
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.793 -82 1.474 -125 868 5.192
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 10 0 86 0 0 96
Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
5.022 -88 1.664 0 996 5.602
Gesamt 53.927 -615 10.402 0 2.271 61.443
scroll
Buchwerte
31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen / Patente 732 711
Geschäfts- oder Firmenwerte 49.314 46.951
Entwicklungskosten 16.929 1) 17.534
Kundenbeziehungen / Technologie 9.394 10.131
Marke 8.749 8.792
85.118 84.119
Sachanlagen
Mietereinbauten 665 574
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.556 3.251
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 4.382 2.280
Anlagen im Bau 804 2.403
9.407 8.508
Gesamt 94.525 92.627

1) Davon noch nicht zur Nutzung bereite Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 2.241.

6. Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen

Die NEXUS AG hält zum 31. Dezember 2018 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen, die alle at Equity konsolidiert werden:

Assoziierte Unternehmen

G.I.T.S. Gesundheitswesen IT-Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck (49,00 %)

scroll
2018
TEUR
2017
TEUR
Anteil an der Bilanz der Beteiligungen
Kurzfristige Vermögenswerte 43 66
Kurzfristige Schulden -3 -26
Anteiliges Reinvermögen 40 40
Anteil an den Erlösen und dem Gewinn der Beteiligungen
Erlöse 68 83
Gewinn 0 -3
Veränderungen der Beteiligungen
Abgang Beteiligungsbuchwert Palladium-med GmbH, Berlin -5 -
Buchwert der Beteiligung 26 31

7. Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

scroll
31.12.2018
TEUR
31.12.2017
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 95 76
Waren 441 498
536 574

Im Berichtsjahr wurden keine Wertminderungen bzw. Wertaufholungen (Vj: TEUR 0) erfasst. Es gibt im laufenden Geschäftsjahr keine Vorräte, die zum Nettoveräußerungspreis bilanziert werden. Im Geschäftsjahr sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 12.432 (Vj: TEUR 11.809) als Aufwand erfasst worden.

8. Latente Steuern

Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern wurde in Übereinstimmung mit IAS 12 vorgenommen. Die aktiven und passiven latenten Steuern gliedern sich nach ihrer Entstehungsursache wie folgt auf: siehe Tabelle.

Zum 31. Dezember 2018 waren keine passiven latenten Steuern auf nicht abgeführte Gewinne von Tochterunternehmen oder at Equity bewerteten Unternehmen erfasst, weil der Konzern davon ausgeht, dass in absehbarer Zukunft die bislang nicht ausgeschütteten Gewinne nicht ausgeschüttet werden. Zudem sind aufgrund des deutschen Steuersystems die im Falle einer Ausschüttung an das Mutterunternehmen resultierenden Steuern der Höhe nach für den Konzern unwesentlich.

Zum Bilanzstichtag bestehen im Inland Verlustvorträge in Höhe von TEUR 6.086 (Vj: TEUR 10.336) bei der Körperschaftsteuer bzw. in Höhe von TEUR 5.730 (Vj: TEUR 9.278) bei der Gewerbesteuer. Diese Verlustvorträge beinhalten die Ergebnisse einer im Geschäftsjahr 2018 durchgeführten Betriebsprüfung für Geschäftsjahre bis einschließlich 2015. Bei den ausländischen Konzernunternehmen sind steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 103 (Vj: TEUR 227) vorhanden. In dem Gesamtvolumen in Höhe von TEUR 11.919 (Vj: TEUR 19.841) sind Verlustvorträge von TEUR 1.027 (Vj: TEUR 1.621) enthalten, die als nicht nutzbar eingeschätzt worden sind (Körperschaftsteuer TEUR 527 (Vj: TEUR 827), Gewerbesteuer TEUR 501 (Vj: TEUR 794). Davon sind TEUR 1.027 (Vj: TEUR 1.621) zeitlich unbegrenzt vortragsfähig.

scroll
Konzern-Bilanz Konzern-GuV
31.12.2018
TEUR
31.12.2017
TEUR
2018
TEUR
2017
TEUR
Latenter Steueranspruch
Steuerliche Verlustvorträge 1.717 2.880 -1.124 -1.638
Bewertungsunterschiede steuerlicher Geschäfts- oder Firmenwerte 77 24 -4 -4
Bewertungsunterschiede Pensionen 2.399 1.349 48 -258
Bewertungsunterschiede Rückstellungen 2.119 171 -61 147
Bewertungsunterschiede Wertpapiere 131 157 -27 3
6.443 4.581 -1.168 -1.750
Verrechnung mit latenten Steuerschulden -2.583 -2.412 1.168 1.750
Latenter Steueranspruch gesamt 3.860 2.169 0 0
Latente Steuerschuld
Entwicklungskosten 3.863 3.702 -225 -69
Bewertungsunterschiede Forderungen 84 73 16 -11
Technologie / Know-how 5.744 4.869 774 782
Rückstellungen 111 0 -49 0
Rückstellungen 0 4 0 0
9.802 8.648 516 702
Davon verrechnet mit latenten Steuerforderungen -2.583 -2.412 -1.168 -1.750
Latente Steuerschuld gesamt 7.219 6.236 -652 -1.048
scroll
2018
TEUR
2017
TEUR
Ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern -652 -1.048
Im sonstigen Ergebnis erfasste Anpassung der latenten Steuern im Rahmen der Rücklage für Pensionen -247 -157
Im sonstigen Ergebnis erfasste Anpassung der latenten Steuern aus Währungsumrechnung 437 96
Bildung latenter Steuern im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen 1.170 -415
Veränderung Bilanzposten latente Steuern 708 -1.524

9. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Vertragsvermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Vertragsvermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

scroll
31.12.2018
Kurzfristig (< 1 Jahr)
TEUR
Langfristig (>1 Jahr)
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25.371 609
Vertragsvermögenswerte 1.007 0
Summe 26.378 609
scroll
31.12.2017
Kurzfristig (< 1 Jahr)
TEUR
Langfristig (>1 Jahr)
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.439 1.247
Sonstige Forderungen 0 0
Summe 20.439 1.247

Der Konzern wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen; dem zufolge werden für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen. Das Ausfallrisiko ist nicht versichert. Die Anpassung der Wertminderungsermittlung zum 1. Januar 2018 hat zu einer Reduzierung der Gewinnrücklagen des Konzerns geführt, die Erhöhung der Risikovorsorge beträgt TEUR 73. Die nachfolgende Tabelle stellt den Erstanwendungseffekt nach IFRS 9 zum 1. Januar 2018 dar:

scroll
TEUR
Wertminderungen zum 31. Dezember 2017 nach IAS 39 2.779
Zusätzliche Wertminderungen zum 1. Januar 2018 auf Forderungen aus Lieferung und Leistungen 1) 12
Wertminderungen zum 1. Januar 2018 nach IFRS 9 2.852

1) Damit verbunden ergibt sich ein latenter Steuerertrag von TEUR 22.

Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale und Überfälligkeitstage in einer Wertminderungsmatrix zusammengefasst. Ausfallrisiko-Einstufungen werden dabei mittels qualitativer und quantitativer Faktoren definiert. Ausfallrisiken innerhalb jeder Ausfallrisiko-Einstufung wurden anhand der geografischen Lage sowie Überfälligkeitstage klassifiziert. Für jede Klasse wird eine Kreditausfallrate für den erwarteten Kreditverlust berechnet, die auf dem Ausfallstatus und den Kreditverlusten der letzten drei Jahre basiert. Um die Unterschiede zwischen den wirtschaftlichen Bedingungen zum Zeitpunkt der Sammlung der historischen Daten, den derzeitigen Bedingungen und der Sicht des Konzerns auf die wirtschaftlichen Bedingungen über die erwartete Laufzeit der Forderungen widerzuspiegeln, wird diese um eine Einschätzung der Branchenentwicklung ergänzt. Zu jedem Stichtag werden finanzielle Vermögenswerte dahingehend untersucht, ob es eine Verschlechterung der Kreditqualität gab, die eine Änderung der Einstufung zu Folge haben. Forderungen mit einer Überfälligkeit größer 90 Tage werden in die Klasse 2 eingeteilt. Hier wird von einem mittleren Kreditausfallrisiko ausgegangen. Als Ausfallereignis und Einstufung in Stufe 3, gilt als widerlegbare Vermutung, eine Fälligkeit von mehr als 180 Tagen.

Ausstehende Forderungen werden kontinuierlich lokal überwacht, um festzustellen, ob objektive Hinweise vorliegen, dass die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in ihrer Bonität beeinträchtigt sind. Der gesamte Forderungsbestand wurde einer Zeitwertanalyse unterzogen, die bei der Beurteilung unterstützt, ob es eine Verschlechterung der Kreditqualität gab, die zu einer Änderung der Einstufung von Stufe 2 in Stufe 3 nach IFRS 9 nach dem expected credit loss Modell führt. Die erwarteten Ausfallrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden direkt wertberichtigt, wenn der Konzern nach angemessener Einschätzung nicht davon ausgeht, dass die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ganz oder teilweise realisierbar sind. Anhaltspunkte, dass keine hinreichende Erwartung der Realisierung besteht, ist u. a. das Ausbleiben vertraglicher Zahlungen über einen Zeitraum von mehr als 180 Tagen nach Fälligkeit in Abhängigkeit der Kreditrisikomerkmale. Dies ist gleichbedeutend mit einem Transfer der Forderung aus Stufe 2 in Stufe 3 nach IFRS 9. Diese Vorgehensweise basiert auf vergangenen Erfahrungen bei der Realisierung der Forderungen aus Lieferung und Leistungen. Der Konzern erwartet keine signifikante Einziehung des abgeschriebenen Betrags. Abgeschriebene finanzielle Vermögenswerte können dennoch Vollstreckungsmaßnahmen zur Einziehung überfälliger Forderungen unterliegen, um in Einklang mit der Konzernrichtlinie zu handeln.

Entwicklung der Wertminderungsmatrix zum 31. Dezember 2018:

scroll
Einstufungen Verlustrate
in %
Buchwerte
TEUR
Wertberichtigungen
TEUR
Geringes Risiko - Klasse 1 (Grundsätzlich 0-90 Tage) 0,33 24.466 81
Mittleres Risiko - Klasse 2 (Grundsätzlich 90-180 Tage) 5,29 1.935 102
Verlust - Klasse 3 (Grundsätzlich größer 180 Tage) 84,02 4.811 4.042
31.212 4.225

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Klasse 1 sind Forderungen aus Vertragsvermögenswerten in Höhe von TEUR 1.007 aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 15 enthalten.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 126 (Vj: TEUR 205) ausgebucht. Es hat keine Zahlungseingänge (Vj: keine) auf ausgebuchte Forderungen gegeben. Der Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen unterscheidet sich nicht von ihrem Buchwert. Zum 31. Dezember 2018 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 4.225 (Vj im Nennwert von TEUR 2.914) wertgemindert.

Die Überleitung der Wertminderungen nach IFRS 9 vom 1. Januar 2018 zum 31. Dezember 2018 stellt sich wie folgt dar:

scroll
TEUR
Wertminderungen zum 1. Januar 2018 2.852
Veränderung der Wertminderungen für Finanzinstrumente der Klasse 1 (=Stufe 2) 12
Veränderung der Wertminderungen für Finanzinstrumente mit erhöhtem Ausfallrisiko der Klasse 2 (=Stufe 2) 24
Veränderung der Wertminderungen für Finanzinstrumente, für die objektive Hinweise auf Wertminderungen vorliegen - Klasse 3 (=Stufe 3) 1.337
Wertminderungen zum 31. Dezember 2018 4.225

Die Forderungen aus Lieferung und Leistungen haben sich im Rahmen des Wachstums der operativen Geschäftstätigkeit um TEUR 4.294 erhöht. Im Rahmen dieses Anstiegs kam es auch zu einer Erhöhung der Wertberichtigungen.

scroll
Entwicklung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR
Stand 1. Januar 2017 2.172
Aufwandswirksame Zuführungen 1.128
Verbrauch -174
Auflösung -347
Stand 31. Dezember 2017 2.779
IFRS 9 Anpassungseffekt 73
Stand 1. Januar 2018 2.852

Im Vorjahresvergleich stellten sich die Fälligkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar:

scroll
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Bruttowerte) 31.12.2017
TEUR
weder wertgemindert noch überfällig 9.522
nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
< 30 Tage 6.919
30-120 Tage 1.784
120-180 Tage 671
180-360 Tage 1.858
> 360 Tage 797
einzelwertberichtigt zum Restbuchwert 135
Buchwert 21.686

Für die im Vorjahr weder wertgeminderten noch überfälligen Forderungen bestanden keine Anzeichen, dass die Gläubiger ihren Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht nachkommen werden. Daher wurde nach IAS 39 keine Wertminderung gebildet.

10. Sonstige finanzielle Vermögenswerte und kurzfristige Finanzanlagen

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte und kurzfristigen Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll
31.12.2018
Kurzfristig (< 1 Jahr)
TEUR
Langfristig (>1 Jahr)
TEUR
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Aus Darlehen an Mitarbeiter und Dritte 362 0
Aus Sonstige 26.887 156
Summe sonstige finanzielle Vermögenswerte 27.249 156
Kurzfristige Finanzanlagen
Wertpapiere 1.586 0
Summe kurzfristige Finanzanlagen 1.586 0
scroll
31.12.2017
Kurzfristig (< 1 Jahr)
TEUR
Langfristig (>1 Jahr)
TEUR
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Aus Zinsen 2 0
Aus Darlehen an Mitarbeiter und Dritte 8 79
Aus Sonstige 695 146
Summe sonstige finanzielle Vermögenswerte 705 225
Kurzfristige Finanzanlagen
Wertpapiere 1.849 0
Summe kurzfristige Finanzanlagen 1.849 0

In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind zum 31. Dezember 2018 Ansprüche aus einem in der Vergangenheit bestehenden Ergebnisabführungsvertrag, der zwischen dem Anteilsverkäufer und der Swisslab DITS GmbH bestand, in Höhe von TEUR 25.927 enthalten.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Kreditrisiko

Die Kreditqualität von finanziellen Vermögenswerten, sowohl überfällige als auch nicht überfällige, wird bestimmt durch die Bezugnahme auf externe Bonitätsratings (wenn verfügbar) oder historische Erfahrungen über Ausfallquoten. Die Bonität der finanziellen Vermögenswerte ist gegeben. Es bestehen keine weiteren Sicherheiten oder sonstige Kreditverbesserungsmaßnahmen, welche das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten mindern würden.

Der Zeitwert der sonstigen finanziellen Vermögenswerte unterscheidet sich nicht von ihrem Buchwert. Zum 31. Dezember 2018 bestehen Wertberichtigungen nach dem expected credit loss modell (erwartete Kreditverluste) entsprechend IFRS 9 in Höhe von TEUR 27 (Vj: TEUR 58) erfasst.

Der Konzern wendet das allgemeine Modell nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen; dem zufolge werden für alle sonstigen finanziellen Vermögenswerte die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste innerhalb von 12 Monaten herangezogen. Das Ausfallrisiko ist nicht versichert. Die Anpassung der Wertminderungsermittlung zum 1. Januar 2018 hat zu einer Reduzierung der Gewinnrücklagen des Konzerns geführt, die Erhöhung der Risikovorsorge beträgt TEUR 3. Die nachfolgende Tabelle stellt den Erstanwendungseffekt nach IFRS 9 zum 1. Januar 2018 dar.

scroll
TEUR
Wertminderungen zum 31. Dezember 2017 nach IAS 39 58
Zusätzliche Wertminderungen zum 1. Januar 2018 auf sonstige finanzielle Vermögenswerte und kurzfristige Finanzanlagen 1) 3
Wertminderungen zum 1. Januar 2018 nach IFRS 9 61

1) Damit verbunden ergibt sich ein latenter Steuerertrag von TEUR 1.

Die Überleitung der Wer tminderungen nach IFRS 9 vom 1. Januar 2018 zum 31. Dezember 2018 stellt sich wie folgt dar:

scroll
TEUR
Wertminderungen zum 1. Januar 2018 61
Veränderung der Wertminderungen für Finanzinstrumente der Klasse 1 24
Veränderung der Wertminderungen für Finanzinstrumente mit signifikant erhöhtem Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz der Klasse 2 0
Veränderung der Wertminderungen für Finanzinstrumente, für die objektive Hinweise auf Wertminderungen vorliegen der Klasse 3 -58
Wertminderungen zum 31. Dezember 2018 27

Der ausstehende Vertragswert von finanziellen Vermögenswerten, die 2018 abgeschrieben wurden, für die aber noch Beitreibungsverfahren laufen, beträgt TEUR 0.

Kurzfristige Finanzanlagen

Die kurzfristigen Finanzanlagen stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

scroll
31.12.2018
Anschaffungskosten
TEUR
Zeitwert
TEUR
Wertpapiere
Rentenfonds 2.014 1.586
Summe 2.014 1.586
scroll
31.12.2017
Anschaffungskosten
TEUR
Zeitwert
TEUR
Wertpapiere
Rentenfonds 2.158 1.849
Summe 2.158 1.849

Im Berichtszeitraum waren Wertminderungen in Höhe von TEUR 119 (Vj: TEUR 7) sowie Zinserträge aus Wertpapieren von TEUR 34 (Vj: Zinserträge aus Wertpapieren und einer Namensschuldverschreibung TEUR 56) erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

Zum 31. Dezember 2018 bestanden analog zum Vorjahr keine derivativen Finanzinstrumente.

11. Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte

Die nicht-finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

scroll
31.12.2018
TEUR
31.12.2017
TEUR
Aktive Rechnungsabgrenzung 1.399 1.429
Forderungen i.R.d. sozialen Sicherheit 235 314
Geleistete Anzahlungen 222 258
Umsatzsteuer 47 159
Lohn- und Gehaltsvorschüsse 15 36
Summe nicht-finanzielle Vermögenswerte 1.918 2.196

Der Zeitwert der sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte unterscheidet sich nicht von ihrem Buchwert. Unerfüllte Bedingungen und andere Erfolgsunsicherheiten im Zusammenhang mit im Abschluss erfassten Beihilfen der öffentlichen Hand bestehen nicht.

12. Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag TEUR 108.325 (Vj: TEUR 103.009). Es wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung hingewiesen.

a) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2018 15.752.231 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 eingeteilt und in voller Höhe eingezahlt. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Alle Aktien sind Stammaktien und gewähren die gleichen aktienrechtlich vorgesehenen Rechte.

In teilweiser Ausnutzung der am 13. Mai 2016 von der Hauptversammlung der NEXUS AG beschlossenen Ermächtigung für die Zeit bis zum 30. April 2021 zur Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 3.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 3.000.000 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital 2016 / I) hat der Vorstand am 14.07.2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom gleichen Tag beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre - zugunsten der Arbeitnehmer der NEXUS AG und verbundener Unternehmen der NEXUS AG - von EUR 15.735.665,00 um bis zu EUR 25.000,00 auf EUR 15.760.665,00 durch Ausgabe von bis zu 25.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem auf sie entfallenden Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von je EUR 1,00 und mit Gewinnberechtigung ab dem 1. Januar 2017 zu erhöhen. Die Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg (HRB 602434) erfolgte am 27.10.2017. Das Grundkapital hat sich um EUR 16.566,00 auf EUR 15.752.231,00 erhöht. Somit beträgt das genehmigte Kapital 2016 / I nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 2.983.434,00. Der Veräußerungspreis betrug insgesamt EUR 400.068,90, der Erlös aus dem Verkauf (EUR 383.502,90) wurde der Kapitalrücklage zugeführt.

b) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet im Wesentlichen Aufgelder aus der im Geschäftsjahr 2000 durchgeführten Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Börsengang der NEXUS AG, die Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe der Ausgabe neuer Aktien gegen Sach- und Barkapitaleinlagen sowie der Ausübung von Aktienoptionen von Vorständen, Mitgliedern der Geschäftsführung in Tochterunternehmen und Mitarbeitern der NEXUS-Gruppe. Die im Rahmen der Barkapitalerhöhung und der Kapitalerhöhung durch Sacheinlage angefallenen, direkt zuordenbaren Aufwendungen wurden mit der Kapitalrücklage verrechnet. Außerdem wird der beizulegende Zeitwert, der im Rahmen der Aktienoptionspläne ausgegebenen Aktien in dem Posten Kapitalrücklage berücksichtigt.

Die Kapitalrücklage hat sich durch die aktienbasierte Vergütung um TEUR 787 verringert.

c) Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklage beinhaltet den Gewinnvortrag, die anderen Gewinnrücklagen sowie die gesetzliche Rücklage.

Entsprechend § 150 AktG müssen die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage den zehnten Teil des Grundkapitals übersteigen, damit sie zum Ausgleich von Verlusten oder für eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln verwendet werden dürfen. Solange die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage zusammen nicht den zehnten Teil des Grundkapitals übersteigen, dürfen sie nur zum Ausgleich von Verlusten verwendet werden, soweit der Verlust nicht durch Gewinnvortrag bzw. Jahresüberschuss gedeckt ist und nicht durch Auflösung anderer Gewinnrücklagen ausgeglichen werden kann.

d) Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung

Die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung resultiert aus Differenzen, die bei der Umrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften entstehen.

e) Rücklage für Pensionen

Die Rücklage für Pensionen enthält die finanzmathematisch kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach Verrechnung latenter Steuern.

f) Eigene Anteile

Die eigenen Anteile haben sich zum Stichtag wie folgt entwickelt: siehe nachfolgende Tabelle.

Die eigenen Anteile werden mit den gesamten Anschaffungskosten in einer Summe offen vom Eigenkapital abgezogen (cost method). Zum 31. Dezember 2018 beträgt der Wert der eigenen Anteile nach der cost method TEUR 759. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien verwendet werden.

g) Genehmigtes Kapital

In der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 wurde die in der Hauptversammlung vom 14. Juni 2010 erteilte Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von EUR 6.902.600,00 neu gefasst. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. April 2017 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu EUR 7.152.575,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Die Ermächtigung betrug nach teilweiser Ausschöpfung durch eine Barkapitalerhöhung in 2012 in Höhe von EUR 800.000,00 sowie eine Barkapitalerhöhung in 2015 in Höhe von EUR 630.515,00 noch EUR 5.722.060,00.

In der Hauptversammlung vom 13. Mai 2016 wurde die in der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 erteilte Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von EUR 7.152.575,00 neu gefasst. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. April 2021 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 3.000.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die erteilte Ermächtigung vom 23. Mai 2012 wurde damit aufgehoben. Die Ermächtigung betrug nach teilweiser Ausschöpfung durch eine Barkapitalerhöhung in 2017 in Höhe von EUR 16.566,00 noch EUR 2.983.434,00.

Bedingtes Kapital und Aktienoptionspläne (AOP)

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 23. Mai 2012 wurde bedingtes Kapital in Höhe von EUR 1.400.000,00 geschaffen (Bedingtes Kapital 2012). Das Grundkapital ist entsprechend zur Durchführung eines Aktienoptionsprogramms um EUR 1.400.000,00 auf den Inhaber lautender Stückaktien bedingt erhöht.

scroll
Erteilung der Ermächtigung in der Hauptversammlung vom ... Ermächtigung gültig bis zum ... Maximales Rückkaufvolumen von höchstens 10 % des Grundkapitals (in Stückaktien) Geschäftsjahr der Transaktion Rückkauf (+) / Ausgabe (-) (in Stückaktien)
Bestand 01.01.2016 4.760
18. Mai 2015 30. April 2020 1.573.566 2016 -4.844
2016 16.056 1)
2017 -1.100
2017 2.699 1)
12. Mai 2017 30. April 2022 1.573.566 2017 -1.637
2017 7.622 1)
2018 -36.750
2018 52.579 1)
Bestand 31.12.2018 39.385

1) Der Rückkauf erfolgte durch ein Aktienrückkaufprogramm, welches der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 25. Oktober 2016 beschlossen hat. Im Geschäftsjahr 2016 wurden 16.056 Stückaktien zu Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 296 erworben. Im Geschäftsjahr 2017 wurden 10.321 Stückaktien zu Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 240 erworben. Im Geschäftsjahr 2018 wurden 52.579 Stückaktien zu Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 1.345 erworben.

Vorstandsbonus für zukünftige Kursentwicklung

Zusätzlich wurde im Mai 2014 mit den Vorständen eine aktienbasierte Vergütung vereinbart. Sie besteht in Abhängigkeit der Unternehmenswertsteigerung aus maximal 160.000 Aktien, die über die Laufzeit jährlich fällig werden und auf der Kursentwicklung der Jahre 2015 bis 2017 basieren. Der beizulegende Zeitwert dieser Vergütungskomponente betrug im Zeitpunkt der Gewährung TEUR 788. Die Kapitalrücklage hat sich durch die aktienbasierte Vergütung um TEUR 787 verringert.

Kapitalmanagement

Ziel des Kapitalmanagements ist die Erhaltung der finanziellen Substanz des Konzerns sowie die nachhaltige Sicherstellung der notwendigen finanziellen Flexibilität. Zur Messung der finanziellen Sicherheit des Konzerns wird auch die Eigenkapitalquote herangezogen. Dabei wird das in der Konzernbilanz ausgewiesene Eigenkapital ins Verhältnis zur Bilanzsumme gesetzt. Die Finanzierungsstruktur ist danach durch eine als konservativ zu bezeichnende Kapitalstruktur, in der die Eigenfinanzierung dominiert, geprägt. Zum Bilanzstichtag beträgt die Eigenkapitalquote 51,2 % (Vj: 68,1 %). Die Fremdfinanzierung erfolgt fast ausschließlich über Verbindlichkeiten, die aus dem operativen Geschäftsbetrieb resultieren, sowie in geringem Umfang über Pensionen. Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten bestehen nicht.

Im Mai 2018 wurde eine Dividende in Höhe von EUR 0,16 auf die 15.743.173 Stück Dividendenberechtigten, auf den Inhaber lautenden, Stückaktien bezahlt. Für das Geschäftsjahr 2018 wird eine Dividendenausschüttung in Höhe von EUR 0,17 pro dividendenberechtigte, auf den Inhaber lautende Stückaktie vorgeschlagen.

13. Pensionsverpflichtungen

Die Rückstellungen wurden für die von der Forest Gesellschaft für Products & Services mbH zum 30. September 2000 übernommenen unmittelbaren Pensionsverpflichtungen (Direktzusagen) bei der NEXUS. IT GmbH SÜDOST, NEXUS Deutschland GmbH, NEXUS / CLOUD IT GmbH und für die übernommenen Pensionsverpflichtungen bei der NEXUS / ASS.TEC GmbH und der Swisslab DITS GmbH gebildet. Bei den leistungsorientierten Plänen in der Schweiz handelt es sich um Vorsorgewerke nach dem schweizerischen Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG). Diese Pläne stellen sogenannte Vollversicherungen dar, bei denen wenigstens temporär sämtliche versicherungsmathematischen Risiken, einschließlich der Kapitalmarktrisiken, von einer Versicherungsgesellschaft getragen werden.

In den Niederlanden ist der Vertrag über den leistungsorientierten Versorgungsplan zum 31. Dezember 2017 ausgelaufen und wurde in diesem Zusammenhang ab dem 01. Januar 2018 zu einen beitragsorientierten Versorgungsplan geändert. Aufgrund der Änderung des Versorgungsplan besteht zum Stichtag eine Pensionsverpflichtung, der in gleicher Höhe ein Planvermögen gegenübersteht.

Die Höhe der Leistungen der übernommenen Pensionszusagen richtet sich nach den Dienstjahren und dem jeweiligen Gehalt der bezugsberechtigten Personen. Die Rückstellung wird gebildet für zahlbare Leistungen in Form von Alters- und Invalidenrente sowie für Hinterbliebenengeld. Es handelt sich um unverfallbare Anwartschaften. Ein Planvermögen besteht für die Verpflichtungen in der Schweiz, für zwei Gesellschaften in Deutschland sowie in den Niederlanden.

Diese leistungsorientierten Pläne belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Markt-(Anlage-) Risiko.

Finanzierung

Während die inländischen Pensionsverpflichtungen, ausgenommen NEXUS / ASS.TECGmbH und Swisslab DITS GmbH, durch das Unternehmen finanziert werden, werden die Verpflichtungen in den Niederlanden und der Schweiz sowie bei der NEXUS / ASS.TEC GmbH und der Swisslab DITS GmbH über Versicherungsunternehmen verwaltet und finanziert. Die Finanzierungsanforderungen basieren auf versicherungsmathematischen Bewertungsrahmenkonzepten.

Bewertungsgrundlagen

Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigt Marktzinssätze sowie Lohn-, Gehalts- und Rententrends. In Deutschland wurden als biometrische Rechnungsgrundlagen die Todesfallwahrscheinlichkeit, Invaliditätswahrscheinlichkeit und Verheiratungswahrscheinlichkeit im Todesfall gemäß den Richttafeln 2018 (Verlag Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln) zugrunde gelegt. In der Schweiz wurde der auf statistischen Zahlen der Jahre 2010 - 2014 beruhende Tarif BVG 2015 zugrunde gelegt. In den Niederlanden wurde die AG Prognosetafel 2018 with mortality experienceadjustments zugrunde gelegt.

scroll
20191)
%
2018
%
2017
%
Rechnungszinsfuß (D) 1,94 1,94 1,93
Rechnungszinsfuß (NL) 2,4 2,4 2,3
Rechnungszinsfuß (CH) 1,1 1,1 0,7
Durchschnittliche Fluktuationsrate (D) 5,0 5,0 5,0
Durchschnittliche Fluktuationsrate (NL) 0,0 0,0 0,0
Durchschnittliche Fluktuationsrate (CH) 2) 1,3-28,5 1,3-28,5 1,3-28,5
Lohn- und Gehaltstrend (D) 1,29 1,29 0,0
Lohn- und Gehaltstrend (NL) 0,0 0,0 1,0
Lohn- und Gehaltstrend (CH) 0,5 0,5 0,5
jährliche Anhebung laufender Renten (D) 1,29 1,29 1,5
jährliche Anhebung laufender Renten (NL) 0,0 0,0 0,0
jährliche Anhebung laufender Renten (CH) 0,0 0,0 0,0

1) Grundlagen für die Sensitivitätsanalyse

2) Die Annahme zur Austrittswahrscheinlichkeit umfasst eine altersabhängige Abstufung.

Diese beträgt ab Alter 20 28,5 % und wird dann stufenweise abgesenkt, bis ab Alter 60 die Austrittswahrscheinlichkeit 1,3 % beträgt.

Am 31. Dezember 2018 lag die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung im Inland bei 18 Jahren (Vj: 15 Jahre), in den Niederlanden bei 25 Jahren (Vj: 26 Jahre) und in der Schweiz bei 19 Jahren (Vj: 21 Jahre).

Veränderung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Verpflichtungen

Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen und des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:

scroll
2018
TEUR
2017
TEUR
Barwert der Verpflichtungen zu Beginn des Berichtszeitraums 44.001 45.105
Erfasst im Gewinn oder Verlust
Laufender Dienstzeitaufwand 995 2.307
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 -1.618
Zinsaufwand 607 513
Erfasst im sonstigen Ergebnis
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus
- demografischen Annahmen -156 0
- finanziellen Annahmen -2.178 -993
- erfahrungsbedingter Berichtigung 324 749
Währungsänderungen 1.011 -2.220
Sonstiges
Zugang Pensionsverpflichtungen 5.133 1.034
Gezahlte Leistungen und Abgänge -849 -1.521
Beiträge Arbeitnehmer 818 878
Verwaltungskosten -286 -233
51.118 44.001
scroll
2018
TEUR
2017
TEUR
Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Berichtszeitraums 33.486 33.531
Erfasst im Gewinn oder Verlust
Zinserträge 518 437
Erfasst im sonstigen Ergebnis
Erträge aus Planvermögen ohne Zinserträge -589 309
Währungsänderungen 649 -1.461
Sonstiges
Zugang Planvermögen 3.969 649
Beiträge Arbeitgeber 844 875
Beiträge Arbeitnehmer 818 878
Kapitalauszahlungen 886 -1.485
Verwaltungskosten -301 -247
Zeitwert des Planvermögens zum Ende des Berichtszeitraums 40.280 33.486
scroll
2018
TEUR
2017
TEUR
Barwert der extern finanzierten Verpflichtungen 50.011 43.092
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 40.280 33.486
Unterdeckung 9.731 9.606
Barwert der intern finanzierten Verpflichtungen 1.107 909
Finanzierungsstatus 10.838 10.515
Bilanzierte Pensionsverpflichtungen 10.838 10.515
Davon Ausweis als Pensionsrückstellungen 10.838 10.515

Die Verpflichtung teilt sich wie folgt auf die Teilnehmergruppen auf:

scroll
2018
TEUR
2017
TEUR
Aktive Mitarbeiter 9.895 9.568
Unverfallbar Ausgeschiedene 224 252
Rentner 719 695
10.838 10.515

Die versicherungsmathematischen Gewinne (-) und Verluste (+) 2018 in Höhe von TEUR -1.422 wurden, vor Berücksichtigung latenter Steuern, im sonstigen Ergebnis erfasst. Die kumulierten versicherungsmathematischen Verluste sind mit TEUR 6.886 abzgl. latenter Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Gesamtaufwand für leistungsorientierte Versorgungszusagen, der im Personalaufwand enthalten ist, setzt sich wie unten aufgeführt zusammen:

scroll
2018
TEUR
2017
TEUR
Laufender und nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 995 689
Zinsaufwand 607 513
Zinserträge aus Planvermögen -518 -437
Verwaltungskosten 16 16
Nettopensionsaufwand 1.100 781

Die tatsächlichen Ergebnisse des Planvermögens belaufen sich auf TEUR 71 (Vj: TEUR -746). Das Planvermögen entfällt auf die Schweizer Pläne sowie auf die NEXUS Nederland B.V., die NEXUS / ASS.TEC GmbH und die Swisslab DITS GmbH und besteht aus den Ansprüchen gegen Versorgungswerke.

Das Planvermögen setzt sich in den Niederlanden, der Schweiz und in Deutschland wie folgt zusammen:

scroll
2018
TEUR
2017
TEUR
Anleihen 19.653 12.225
Immobilien 3.188 3.146
Aktien 7.044 670
Flüssige Mittel und Festgelder 688 -686
Sonstiges 9.707 18.131
Summe 40.280 33.486
scroll
2018
TEUR
2017
TEUR
2016
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
Barwert der Pensionsverpflichtungen 51.118 44.001 45.105 39.181 21.403
Zeitwert des Planvermögens 40.280 33.486 -33.531 -28.366 -15.415
Planfehlbetrag 10.838 10.515 11.574 10.815 5.988
Erfahrungsbedingte Anpassungen der Pensionsverpflichtungen 324 749 1.688 -433 1.249
Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens -589 309 2.648 -2.104 117

Die erfahrungsbedingten Berichtigungen der Pensionsverpflichtungen belaufen sich auf TEUR 324 (Vj: TEUR 748), die des Planvermögens auf TEUR -589 (Vj: TEUR 309). In Deutschland wird die gesetzliche Rentenversicherung als beitragsorientierter Versorgungsplan angesehen. Der für die gesetzliche Rentenversicherung erfasste Aufwand für die sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter hat für das abgelaufene Geschäftsjahr TEUR 3.904 (Vj: TEUR 2.777) betragen. Daneben bestehen für Vorstandsmitglieder weitere beitragsorientierte Pläne aus Direktversicherungen, für die im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 25 (Vj: TEUR 25) angefallen sind.

Sensitivitätsanalyse

Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachstehenden Beträgen beeinflusst. Wir gehen davon aus, dass die Faktoren Fluktuation und Sterblichkeit aufgrund der Duration der wesentlichen Verpflichtungen keiner wesentlichen Volatilität unterliegt. Daher wird auf eine Sensitivitätsanalyse an dieser Stelle verzichtet.

scroll
Veränderung der Verpflichtung 2018
TEUR
2017
TEUR
Aktuelle Annahme per 31. Dezember
Gesamte Verpflichtung 51.118 44.001
Extern finanzierte Verpflichtung 50.011 43.092
Intern finanzierte Verpflichtung 1.107 909
Diskontierungszinssatz +0,5 PP -4.707 -4.561
Diskontierungszinssatz -0,5 PP 4.887 5.333
Lohnsteigerungsrate +0,5 PP 1) 653 637
Lohnsteigerungsrate -0,5 PP 1) -680 -649
Lohnsteigerungsrate +0,5 PP 2) -203 0
Lohnsteigerungsrate -0,5 PP 2) -263 0
Rententrend +0,5 PP 3) -162 58
Rententrend -0,5 PP 3) -300 -54

PP = Prozentpunkte

1) Aufgrund der Annahme der jährlichen Lohnsteigerungen im Inland mit 0 % (mit Ausnahme Swisslab DITS GmbH, Berlin), betreffen die Beträge in Bezug auf die Lohnsteigerungsrate nur die niederländischen und schweizerischen extern finanzierten Verpflichtungen.

2) Die Beträge betreffen nur die Pensionsverpflichtungen der Swisslab DITS GmbH, Berlin.

3) Aufgrund der Annahme der jährlichen Anhebung der Renten in der Schweiz und den Niederlanden mit 0 %, betrifft die Sensitivitätsanalyse in Bezug auf den Rententrend nur die inländischen Verpflichtungen.

Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der nach dem Plan erwarteten Cashflows nicht berücksichtigt, liefert sie einen Näherungswert für die Sensitivität der dargestellten Annahmen. Die Auswirkungen auf die erwarteten Cash Flows in den Folgeperioden aus den internen finanziellen Verpflichtungen sind von untergeordneter Bedeutung.

Für das Geschäftsjahr 2019 werden ein Pensionsaufwand in Höhe von TEUR 1.521, ein Barwert der Verpflichtung in Höhe von TEUR 53.623 sowie ein Zeitwert des Planvermögens in Höhe von TEUR 42.781 prognostiziert.

Vom Arbeitgeber direkt bezahlte Versorgungsleistungen werden in Höhe von TEUR 58 erwartet.

Die erwarteten Beiträge zum Planvermögen für 2019 belaufen sich auf TEUR 121.

14. Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll
Stand 01.01.2018
TEUR
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen des Konzernkreises
TEUR
Währungsänderungen
TEUR
Noch zu erbringende Leistungen 1.766 1.138 55
Übrige Rückstellungen 474 10.432 1
2.240 11.570 56
scroll
Verbrauch 2018
TEUR
Auflösung 2018
TEUR
Zuführung 2018
TEUR
Stand 31.12.2018
TEUR
Noch zu erbringende Leistungen 1.643 16 1.150 2.450
Übrige Rückstellungen 231 77 79 10.678
1.874 93 1.229 13.128

Die noch zu erbringenden Leistungen betreffen Risiken im Projektgeschäft aus drohenden Nachlaufkosten, die auf Basis von Erfahrungswerten sowie der noch erwarteten Kosten berechnet werden. Für sie wird ein Verbrauch in 2019 erwartet. Die übrigen Rückstellungen verbrauchen sich erwartungsgemäß im kommenden Jahr. Die Zugänge der übrigen Rückstellungen aus Unternehmenszusammenschlüssen in Höhe von TEUR 10.432 resultieren im Wesentlichen aus gebildeten Rückstellungen für Restrukturierungen der Swisslab DITS GmbH, Berlin.

15. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich bzgl. der Fälligkeiten wie folgt zusammen:

scroll
31.12.2018
Kurzfristig (< 1 Jahr)
TEUR
Langfristig (>1 Jahr)
TEUR
Finanzverbindlichkeiten 1) 9.000 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.070 0
Ertragsteuerverbindlichkeit 1.615 0
Erlösabgrenzung 4.660 0
Sonstige nicht-finanzielle Schulden 3.111 0
- Sonstige Steuern 3.111 0
Vertragsverbindlichkeiten 5.399 0
Sonstige finanzielle Schulden 21.985 19.358
- Aus Verpflichtungen für Gehaltsverbindlichkeiten 3.266 0
- Sonstige 18.719 19.358
Summe 52.840 19.358

1) Im Rahmen des Unternehmenserwerbs der Swisslab DITS GmbH, Berlin, wurde eine Finanzverbindlichkeit in Form eines kurzfristigen Darlehens in Höhe von TEUR 9.000 gegenüber dem Anteilsverkäufer übernommen.

scroll
31.12.2017
Kurzfristig (< 1 Jahr)
TEUR
Langfristig (>1 Jahr)
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.607 0
Ertragsteuerverbindlichkeit 1.126 0
Erlösabgrenzung 2.391 0
Sonstige nicht-finanzielle Schulden 7.625 0
- Erhaltene Anzahlungen 6.175 0
- Sonstige Steuern 1.450 0
Sonstige finanzielle Schulden 7.382 5.148
- Aus Verpflichtungen für Gehaltsverbindlichkeiten 2.598 0
- Sonstige 4.784 5.148
Summe 24.131 5.148

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten betreffen die tatsächlichen Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden. Sie sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zu Grunde gelegt, die am Bilanzstichtag im jeweiligen Land der Gesellschaft gelten.

Erlösabgrenzungen sind notwendig, wenn der Leistungszeitraum bzgl. der Realisierung von Umsatzerlösen für den Bereich der Softwarepflege vom Geschäftsjahr abweicht. Die Erlösabgrenzung wird im folgenden Geschäftsjahr über den Leistungszeitraum erlöswirksam aufgelöst.

Die sonstigen nicht-finanziellen Schulden beinhalten sonstige Steuern (Umsatz-, Lohn- und Kirchensteuer sowie Sozialabgaben).

Die Vertragsverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die von Kunden erhaltenen Anzahlungen.

In dem Posten Sonstige wurden die wahrscheinlichen Kaufpreisverpflichtungen aus zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlungen (Ermittlung siehe Note 3) zum Erwerb restlicher Unternehmensanteile in Höhe von TEUR 25.767 (Vj: TEUR 5.145) eingestellt und entwickelt sich wie folgt:

scroll
TEUR
Stand der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlungen zum 1. Januar 2018 5.145
Abgang aufgrund der Auszahlung der verbleibenden Kaufpreisverbindlichkeit der NEXUS / MARABU GmbH -72
Abgang aufgrund der Nicht-Erreichung der erforderlichen Kriterien zur Auszahlung der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlung der NEXUS SISINF SL -1.189
Zugänge aufgrund Aufzinsung 62
- nexus / switspot GmbH 12
- IBH Datentechnik GmbH 20
- highsystem ag 1) 30
Zugänge aufgrund von Unternehmenserwerben 2) 21.821
- Chili GmbH 2.200
- MedHub sp. z o.o. 5.425
- Creativ Software AG 3.306
- ASTRAIA Software GmbH 2.500
- Swisslab DITS GmbH 8.390
Stand der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlungen zum 31. Dezember 2018 25.767

1) inklusive der Währungskurseffekte

2) inklusive der Aufzinsung zum 31. Dezember 2018

In den erwarteten Kaufpreiszahlungen sind TEUR 7.112 kurzfristig.

16. Eventualverbindlichkeiten und sonstige Verpflichtungen

1) Gerichtliche Prozesse sowie Forderungen aus Rechtsstreitigkeiten, die sich im normalen Geschäftsverlauf ergeben, könnten in der Zukunft gegenüber den Konzerngesellschaften geltend gemacht werden. Die damit einhergehenden Risiken werden im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens analysiert. Obgleich das Ergebnis dieser Streitfälle nicht immer genau eingeschätzt werden kann, ist der Vorstand der Ansicht, dass sich hieraus keine wesentlichen Verpflichtungen ergeben werden.

Eventualverbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 478 (Vj: TEUR 99) aus Gewährleistungsverpflichtungen.

2. Des Weiteren ergeben sich finanzielle Verpflichtungen aus der Anmietung von Büroräumen, dem Leasing von Fahrzeugen und aus anderen Verpflichtungen. Entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Leasingvereinbarungen sind die Leasingverhältnisse als Operating-Leasingverhältnisse zu klassifizieren.

Die sich daraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

scroll
31.12.2018 2019
TEUR
2020-2023
TEUR
ab 2024
TEUR
Mieten 3.090 7.619 906
Leasing 1.505 1.846 0
4.595 9.465 906
scroll
31.12.2017 2018
TEUR
2019-2022
TEUR
ab 2023
TEUR
Mieten 2.164 5.266 309
Leasing 1.357 1.639 22
3.521 6.905 331

Die Miet- und Leasingzahlungen des Geschäftsjahres betragen:

scroll
2018
TEUR
2017
TEUR
Mieten 3.421 2.051
Leasing 1.419 1.476
4.840 3.527

Miet- und Leasingvereinbarungen enthalten weder Kaufoptionen noch Preisanpassungsklauseln. Enthaltene Verlängerungsoptionen werden mit hinreichender Sicherheit nicht vom Leasingnehmer ausgeübt. Im Jahr 2018 sind nur Mindestleasingzahlungen enthalten.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen darüber hinaus nicht (Vj: TEUR 105 in Form von Bestellobligo für Sachanlagen aus dem Aus- und Umbau des in 2015 erworbenen Grundstücks und Gebäudes in Donaueschingen).

17. Umsatzerlöse

Die konsolidierten Umsatzerlöse sind in der nachfolgenden Übersicht nach Regionen und Geschäftsbereichen aufgegliedert:

scroll
Healthcare Software
2018 2017
TEUR % TEUR %
Deutschland 63.703 50,6 55.664 51,6
Schweiz / Liechtenstein 29.307 23,3 28.052 26,0
Niederlande 14.231 11,3 14.037 13,0
Polen 6.898 5,5 0 0,0
Frankreich 5.542 4,4 5.165 4,8
Österreich 2.143 1,7 2.186 2,0
Andere Regionen 4.080 3,2 2.850 2,6
Gesamt 125.904 100,0 107.954 100,0
scroll
Healthcare Service
2018 2017
TEUR % TEUR %
Deutschland 9.997 94,6 10.514 94,5
Schweiz / Liechtenstein 374 3,5 395 3,5
Österreich 7 0,1 44 0,5
Andere Regionen 187 1,8 176 1,5
Gesamt 10.565 100,0 11.129 100,0

Davon entfielen auf:

scroll
2018 2017
TEUR % TEUR %
Dienstleistungen und Softwarepflege 108.001 79,1 92.907 78,0
Lizenzen 21.384 15,7 20.938 17,6
Lieferungen 7.084 5,2 5.238 4,4
Gesamt 136.469 100,0 119.083 100,0

Zu den einzelnen Umsatzerlösarten und deren Realisierung wird auf die Ausführungen in 2.4, Abschnitt "Umsatzrealisierung", verwiesen.

18. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen vor allem geldwerte Vorteile in Höhe von TEUR 1.269 (Vj: TEUR 1.273), Erträge aus Kaufpreisanpassungen in Höhe von TEUR 1.189 (Vj: TEUR 56), Erträge aus der Ausbuchung von kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 603 (Vj: TEUR 178), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 605 (Vj: TEUR 347), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 93 (Vj: TEUR 15), Gewinne aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 79 (Vj: TEUR 161), Erträge aus Fremdwährungsgewinne in Höhe von TEUR 71 (Vj: TEUR 184), sowie Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 17 (Vj: TEUR 4).

19. Materialaufwand und Aufwendungen für bezogene Leistungen

scroll
2018
TEUR
2017
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 12.432 11.809
Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.612 7.555
23.044 19.364

In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren befinden sich hauptsächlich Aufwendungen aus Lizenz- und Hardwarekäufen, die zum Weiterverkauf bestimmt sind. Im Bereich der bezogenen Leistungen wurden überwiegend Leistungen im Zuge des Projektgeschäftes an Dritte vergeben.

20. Mitarbeiterzahl und Personalaufwand

Im Jahresdurchschnitt waren in den einzelnen Geschäftsjahren die folgende Anzahl an Mitarbeitern und Auszubildenden beschäftigt:

scroll
2018 2017
Angestellte 1.253 949
Leitende Angestellte 27 26
1.280 975

Die Personalkostenentwicklung stellt sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

scroll
2018
TEUR
2017
TEUR
Löhne und Gehälter 63.667 57.526
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 12.725 10.023
76.392 67.549

21. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll
2018
TEUR
2017
TEUR
Betriebskosten 5.694 5.077
Vertriebskosten 3.892 3.575
Verwaltungskosten 5.445 4.163
Übrige betriebliche Aufwendungen 4.207 3.252
19.238 16.067

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Zuführungen zu Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 2.464 (Vj: TEUR 1.128), Abschreibungen und Verluste von Forderungen in Höhe von TEUR 126 (Vj: TEUR 205), Zuführungen zu Rückstellungen in Höhe von TEUR 79 (Vj: TEUR 474) sowie Währungskursverluste in Höhe von TEUR 65 (Vj: TEUR 257). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der vorstehenden Tabelle beinhalten die Vergütung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Prüfung des Konzernabschlusses wie folgt:

scroll
2018
TEUR
2017
TEUR
Abschlussprüfung (Einzel- und Konzernabschluss) 138 151
Sonstige Abschlussprüfungsleistungen 35 26
Sonstige Leistungen 10 0
183 177

Das Honorar für sonstige Leistungen betrifft betriebswirtschaftliche Beratungsleistungen. Im Geschäftsjahr 2018 sind TEUR 0 (Vj: TEUR 15) nachträglich für die Konzernabschlussprüfung des vorangegangenen Geschäftsjahres angefallen. Neben dem Konzernabschluss wurde durch den Abschlussprüfer auch der Jahresabschluss der NEXUS AG geprüft und eine freiwillige Jahresabschlussprüfung bei einem Tochterunternehmen durchgeführt. Ferner wurde eine weitere gesetzliche Abschlussprüfungsleistung bei einem weiteren Tochterunternehmen erbracht.

22. Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen

Ausgewiesen werden die auf den NEXUS-Konzern entfallenden, anteiligen Jahresergebnisse der at Equity bewerteten Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR -3). Aufwendungen aus der Abschreibung an einem at Equity bewerteten Unternehmen sind im Geschäftsjahr nicht angefallen (Vj: TEUR 0). Aufgrund der Auflösung der Palladium-med GmbH, Berlin, erfolgte ein Abgang von TEUR 5 des Beteiligungsbuchwerts.

23. Finanzerträge

Von den Finanzerträgen (TEUR 38; Vj: TEUR 77) entfallen TEUR 34 (Vj: TEUR 56) auf Erträge aus Wertpapieren, TEUR 0 (Vj: TEUR 3) auf Zinserträge aus Bankguthaben sowie TEUR 4 (Vj: TEUR 18) auf sonstige Zinsen und ähnliche Erträge. Im Geschäftsjahr gab es - wie im Vorjahr - keine Erträge aus Zuschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens.

24. Finanzaufwendungen

Von den Finanzaufwendungen TEUR 290 (Vj: TEUR 111) entfallen TEUR 5 (Vj: TEUR 7) auf Zinsaufwendungen aus Bankverbindlichkeiten, TEUR 119 (Vj: TEUR 8) auf Abschreibungen und Abgangsverluste auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie TEUR 166 (Vj: TEUR 96) auf sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen.

25. Ertragsteuern

Die Ertragsteuern setzen sich aus dem tatsächlichen Steueraufwand bzw. dem tatsächlichen Steuerertrag sowie dem latenten Steueraufwand bzw. latenten Steuerertrag zusammen. Die tatsächlichen Steuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden unter Anwendung der am Stichtag geltenden Steuergesetze mit den Beträgen bemessen, die voraussichtlich an die zuständigen Finanzbehörden abzuführen bzw. von ihnen einzufordern sind. Latente Steuerverbindlichkeiten bzw. -forderungen werden auf Basis der Steuergesetze, die am Stichtag Gültigkeit hatten, zu dem Steuersatz bewertet, der voraussichtlich in der Periode Gültigkeit hat, in der die Verbindlichkeit beglichen wird bzw. die Forderung fällig ist. In 2018 wurden auf Basis einer Fünfjahresplanung alle Verlustvorträge auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Dabei wurden aktive latente Steuern nur in der Höhe gebildet, inwieweit eine Realisierung durch zukünftige Gewinne möglich ist. Passive latente Steuern, die insbesondere durch die Aktivierung von Entwicklungskosten sowie Kundenbeziehungen / Technologie entstehen, werden als latente Steueraufwendungen passiviert oder wenn möglich mit aktivierten latenten Steuern verrechnet. Die auf das Ergebnis vor Ertragsteuern entfallenden Steuern teilen sich im Berichtsjahr auf tatsächliche und latente Ertragsteuern wie folgt auf:

scroll
2018
TEUR
2017
TEUR
Laufender Steueraufwand -3.282 -2.079
- Laufendes Jahr -3.425 -2.269
- Vorjahre 143 190
Latente Steueraufwendungen / -erträge -651 -1.047
- Entstehung / Umkehrung latenter Differenzen -651 -1.047
-3.933 -3.126

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden im Inland die Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags und die Gewerbesteuer sowie im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Außerdem werden in diesem Posten Steuerabgrenzungen auf alle wesentlichen Unterschiedsbeträge zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz sowie ggf. auf Konsolidierungsmaßnahmen erfasst. Substanzielle Hinweise für die Realisierung der latenten Steueransprüche auf nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge, die höher sind als die Ergebniseffekte aus der Umkehrung bestehender zu versteuernder temporärer Differenzen ergeben sich aus:

den stetigen Ergebnisverbesserungen des Kerngeschäftes,

dem sich erhöhenden Wartungsvolumen,

der Planung der zur NEXUS-Gruppe gehörenden Einzelgesellschaften.

Bei der Ermittlung der Steuersätze wurde im Inland für die Körperschaftsteuerbelastung ein Steuersatz von 15,0 % zzgl. Solidaritätszuschlag, also in Summe 15,825 %, angesetzt, für die Gewerbesteuer in Abhängigkeit von der Gemeinde ein Steuersatz zwischen 11,56 % und 16,64 %. Im Ausland betragen die Ertragsteuersätze zwischen 17,0 % und 28,0 %. Der ausgewiesene Steueraufwand weicht vom erwarteten Steueraufwand ab, der sich bei Anwendung des nominalen Steuersatzes der NEXUS AG von 30,54 % (Vj: 30,77 %) auf das Ergebnis nach IFRS ergeben hätte. Die Beziehung vom erwarteten Steueraufwand zum Steueraufwand, welcher sich aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ergibt, zeigt folgende Überleitungsrechnung:

scroll
2018
TEUR
2017
TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 14.929 13.282
Erwarteter Steueraufwand 30,54 % (Vj: 30,77 %) -4.559 -4.086
Veränderung nicht aktivierter latenter Steuern auf Verlustvorträge -145 252
Steuersatzdifferenzen bei Tochtergesellschaften 593 552
Abweichungen aus steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen -90 -24
Steuern Vorjahre und sonstige Abweichungen 268 179
Steueraufwand lt. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung -3.933 -3.127
Tatsächlicher Steueraufwand (in %) 26,3 23,5

26. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich mittels Division des den Aktionären zustehenden Konzernjahresüberschusses durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der während der Periode im Umlauf befindlichen Aktien. Zur Berechnung eines verwässerten Ergebnisses je Aktie wäre der den Aktionären zurechenbare Konzernjahresüberschuss sowie der gewichtete Durchschnitt, der sich im Umlauf befindlichen Aktien um die Auswirkungen aller verwässernden potenziellen Aktien, welche durch Ausübung der ausgereichten Optionen entstehen, zu bereinigen.

Zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wurde eine durchschnittliche Anzahl der Aktien von Tsd. 15.733 (Vj: Tsd 15.742) zu Grunde gelegt.

scroll
2018 2017
Konzernjahresüberschuss (Anteil Gruppe) in TEUR 10.921 9.832
Unverwässert Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd.) 15.733 15.719
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert) 0,69 0,63
Verwässert Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd.) 15.733 15.742
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert) 0,69 0,62

Der gewichtete Durchschnitt der Stammaktien (unverwässert und verwässert) für die Geschäftsjahre 2018 und 2017 ermittelt sich wie folgt:

scroll
Stammaktien Rückkauf (-) eigener Anteile
2018 2017 2018 2017
Januar 15.728.675 15.719.693 3.557 2.699
Februar 15.725.118 15.716.994 11.945
März 15.713.173 15.716.994 0
April 15.743.173 15.718.094 0
Mai 15.743.173 15.718.094 1.839
Juni 15.742.276 15.718.094 2.480
Juli 15.743.030 15.718.094 3.173
August 15.740.459 15.718.094 4.200
September 15.737.801 15.718.094 3.517
Oktober 15.734.284 15.718.094 8.635
November 15.726.079 15.734.810 11.439 5.435
Dezember 15.714.640 15.730.862 1.794 2.187
Summe 52.579 10.321
Durchschnitt (unverwässert)
Auswirkung der Aktien aus dem AOP 2015-2017
Durchschnitt (verwässert)
scroll
Ausgabe (+) eigener Anteile Summe Stammaktien
2018 2017 2018 2017
Januar 15.725.118 15.716.994
Februar 15.713.173 15.716.994
März 30.000 1.100 15.743.173 15.718.094
April 15.743.173 15.718.094
Mai 942 15.742.276 15.718.094
Juni 3.234 15.743.030 15.718.094
Juli 602 15.740.459 15.718.094
August 1.542 15.737.801 15.718.094
September 0 15.734.284 15.718.094
Oktober 430 150 15.726.079 15.734.810 1)
November 0 1.487 15.714.640 15.730.862
Dezember 0 15.712.846 15.728.675
Summe 36.750 2.737 188.776.052 188.654.993
Durchschnitt (unverwässert) 15.733.273 15.718.876
Auswirkung der Aktien aus dem AOP 2015-2017 - 23.556
Durchschnitt (verwässert) 15.733.273 15.742.432

1) 2017: Erhöhung der Stammaktien um 16.566 Stück Aktien aus einer Kapitalerhöhung.

27. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns der NEXUS AG im Berichtsjahr durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit strukturiert. Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ausgewiesen.

28. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

In 2018 ist der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 21.677 auf TEUR 20.241 gesunken. Im Wesentlichen ist der Rückgang auf die Veränderungen der Rückstellungen und den gezahlten Ertragsteuern zurückzuführen.

29. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit liegt bei TEUR -18.743 (Vj: TEUR -9.416). Die Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen sowie Auszahlungen für die erworbenen Unternehmen und die Erhöhung der Anteile an bereits beherrschenden Tochtergesellschaften bildeten den Schwerpunkt der Investitionstätigkeiten.

30. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -2.859 (Vj: TEUR -2.133) wurde im Geschäftsjahr im Wesentlichen durch die Zahlung von Dividenden TEUR 2.519 (Vj: TEUR 2.358) an unsere Aktionäre, Auszahlungen für den Kauf eigener Anteile von TEUR 1.345 (Vj: TEUR 239) beeinflusst. Dem stehen Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Anteile von TEUR 1.005 gegenüber.

31. Finanzmittelbestand

Der Finanzmittelbestand setzt sich aus liquiden Mitteln (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten), abzüglich Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen.

Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2018 über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 25.430 (2017: TEUR 26.536). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden bei Banken und Finanzinstituten hinterlegt, die im Rahmen der Bonitätseinstufungen der Deutschen Bundesbank und der im Eurosystem zugelassenen externen Ratingagenturen als Investment Grade eingestuft werden. Die geschätzte Wertberichtigung auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurde auf Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider. Der Konzern nimmt an, dass seine Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf Grundlage der externen Ratings der Banken und Finanzinstitute ein geringes Ausfallrisiko aufweisen. Der Konzern hat für die Ermittlung der erwarteten Verluste für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die Ausfallwahrscheinlichkeit der von der Deutschen Bundesbank und der im Eurosystem zugelassenen externen Ratingagenturen zugrunde gelegt. Bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 hat der Konzern zum 31. Dezember 2018 eine Wertminderung in Höhe von TEUR 26 gebildet.

Der Konzern wendet das allgemeine Modell nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen; dem zufolge werden die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen. Das Ausfallrisiko ist nicht versichert. Die Anpassung der Wertminderungsermittlung zum 1. Januar 2018 hat zu einer Reduzierung der Gewinnrücklagen des Konzerns geführt, die Erhöhung der Risikovorsorge beträgt TEUR 27.

scroll
TEUR
Wertminderungen zum 31. Dezember 2017 nach IAS 39 -
Wertminderungen zum 1. Januar 2018 auf Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente 27
Wertminderungen zum 1. Januar 2018 nach IFRS 9 27
scroll
Entwicklung der Wertberichtigung auf Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente TEUR
Wertminderungen zum 1. Januar 2018 nach IFRS 9 27
Veränderung der Wertminderungen für Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente -1
Wertminderungen zum 31. Dezember 2018 nach IFRS 9 26

32. Segmentierung nach Geschäftsbereichen

Gemäß IFRS 8 sind die operativen Geschäftssegmente auf Basis der internen Steuerung und Berichterstattung abzugrenzen. Der Vorstand der NEXUS AG als oberster Entscheidungsträger im Konzern überwacht regelmäßig die Ertragskraft und trifft seine Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen auf Basis der Business Units NEXUS Deutschland, NEXUS Rest of Europe, NEXUS / DIS und NEXUS / CMS. Die Business Units bilden damit die operativen Segmente im Sinne von IFRS 8 ab. Die in den Konzernabschluss einbezogenen rechtlichen Einheiten werden jeweils vollständig einer Business Unit zugeordnet. Jede Business Unit besteht somit jeweils aus einer oder mehreren rechtlichen Einheiten.

In den Business Units NEXUS / DE (Deutschland), NEXUS / DIS (Diagnostische Systeme) und NEXUS / ROE (Rest of Europe) werden Softwarelösungen für das Gesundheitswesen im administrativen und im medizinischen Bereich entwickelt und vertrieben. Die wirtschaftliche Entwicklung dieser Business Units reagiert gleichförmig auf externe Einflüsse. Ferner sind die angebotenen Produkte und Dienstleistungen, der Leistungserstellungsprozess, die Kunden und Vertriebsmethoden nahezu identisch bzw. ähnlich. Aus den genannten Gründen werden diese drei Business Units in dem berichtspflichtigen Segment Healthcare Software zusammengefasst.

Das Management steuert die Segmente über das betriebliche Segmentergebnis und den Segmentumsatz.

Das nicht dem Berichtssegment Healthcare Software zugeordnete operative Segment NEXUS / CMS (Consulting & Managed Services) berichtet als eigenständig berichtspflichtiges Segment Healthcare Service. Die unter Healthcare Service zusammengefassten Gesellschaften werden einheitlich geführt. Unter dem Label NEXUS / Cloud werden von der Betriebsführung bis hin zur Betreuung der eingesetzten Software-Applikationen und dem Anwendersupport leitende Funktionen im täglichen Management der Klinik-IT erbracht. Unter dem Label NEXUS / ASS.TEC GmbH werden schwerpunktmäßig EDV-gestützte Prozessberatungen inklusive SAP-Beratungen angeboten. Unter dem Label nexus/switspot GmbH werden schwerpunktmäßig SAP-HCM-Beratungen angeboten. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der beiden berichtspflichtigen Segmente entsprechen den gleichen Rechnungslegungsmethoden wie die externe Berichterstattung. Transaktionen zwischen den Segmenten werden anhand marktüblicher Konditionen abgerechnet.

Im Folgenden sind die Umsatzerlöse und Ergebnisse sowie das Segmentvermögen und die Segmentverbindlichkeiten der einzelnen berichtspflichtigen Segmente des Konzerns nachfolgend dargestellt.

Die geografischen Segmente des Konzerns werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Verkäufe an externe Kunden, die in den geografischen Segmenten angegeben werden, werden entsprechend dem geografischen Standort der Kunden den einzelnen Segmenten zugewiesen.

Angaben zu den geografischen Segmenten machen wir folgende:

scroll
2018
TEUR
2017
TEUR
Umsätze
Deutschland 73.700 66.178
Schweiz / Liechtenstein 29.681 28.447
Niederlande 14.231 14.037
Polen 6.898 0
Frankreich 5.542 5.165
Österreich 2.150 2.230
andere Regionen 4.267 3.026
136.469 119.083
Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen)
Deutschland 64.393 53.521
Niederlande 17.354 18.045
Schweiz 24.323 14.905
Polen 9.186 0
Frankreich 4.397 5.081
Spanien 2.793 2.971
Österreich 3 2
122.449 94.525

33. Finanzinstrumente

Der Konzern ist teilweise auf internationaler Ebene tätig, wodurch er Marktrisiken aufgrund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt ist. Der Konzern geht nicht davon aus, dass diese Risiken einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns haben können. Nachfolgende Ausführungen ergänzen die Ausführungen zu den im Lagebericht gemachten Angaben zu Risiken.

Ausfallrisiken

Finanzinstrumente, die für die Gesellschaft möglicherweise eine Konzentration des Ausfallsrisikos bewirken können, sind hauptsächlich Guthaben bei ganz überwiegend renommierten Finanzinstituten in Deutschland, der Schweiz sowie in den Niederlanden, marktgängige Wertpapiere und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Gesellschaft lauten vorwiegend auf Euro und Schweizer Franken. Bei den marktgängigen Wertpapieren handelt es sich um Rentenfonds. Die Gesellschaft überwacht fortlaufend ihre Positionen bei den Finanzinstituten, die ihre Vertragspartner bei den Finanzinstrumenten sind, sowie deren Bonität und kann kein Risiko der Nichterfüllung erkennen. Ausfallrisiken bzw. Risiken, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, werden mittels Verwendung von Kreditlinien und anderer Kontrollverfahren im Rahmen des Forderungsmanagements (bspw. Bonitätsprüfungen) gesteuert. Im Konzern besteht zum Bilanzstichtag (Vj: keine Einzelforderung größer EUR 1 Mio) ein konzentriertes Ausfallrisiko einer Einzelforderung in Höhe von TEUR 25.927 im Zusammenhang mit dem Erwerb der Swisslab DITS GmbH. Zum 31. Dezember 2018 wurde eine Risikovorsorge für Forderungen aus Lieferungen nach IFRS 9 in Höhe von TEUR 4.225 gebildet (Vj: Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nennwert von TEUR 2.914). Das Ausfallrisiko ist auf die Buchwerte (TEUR 31.212; Vj: TEUR 24.465) begrenzt.

Liquiditätsrisiken

Der Konzern ist bestrebt, über genügend Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente oder entsprechende Kreditlinien zu verfügen, um seine Verpflichtungen in den nächsten Jahren zu erfüllen. Des Weiteren steht der Gesellschaft genehmigtes Kapital im Betrag von TEUR 2.983 (Vj: TEUR 2.983) für weitere Kapitalerhöhungen zur Verfügung.

Im Konzern bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die nachstehende Tabelle zeigt wie sich die nicht diskontierten Cash Flows aus den originären finanziellen Verbindlichkeiten auf die Liquiditätssituation des Konzerns auswirken, und stellt diese den Buchwerten gegenüber. Negative Wertangaben entsprechen einem Finanzmittelzufluss. Mit signifikant hiervon abweichenden Zahlungsströmen (Fristen oder Beträge) wird nicht gerechnet.

scroll
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten Buchwerte 31.12.2018 (Vorjahr)
TEUR
Cash Flows Innerhalb 1 Jahr (Vorjahr)
TEUR
Cash Flows Innerhalb 1 bis 5 Jahren (Vorjahr)
TEUR
Cash Flows Nach mehr als 5 Jahren (Vorjahr)
TEUR
Finanzverbindlichkeiten 9.000 9.000 0 0
(0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.070 7.070 0 0
(5.607) (5.607) (0) (0)
Sonstige 34.964 16.308 18.656 0
(13.896) (8.823) (5.073) (0)
Summe 51.034 32.378 18.656 0
(19.503) (14.430) (5.073) (0)

Währungsrisiken

Währungsrisiken entstehen durch die in der Schweiz, den USA sowie anderen Regionen realisierten Umsätze in CHF, NOK, GBP, PLN und USD sowie den daraus resultierenden Forderungen, die bis zur Zahlung Währungsschwankungen unterliegen.

Zinsrisiken

Die NEXUS nimmt keine langfristigen Darlehen in Anspruch. Ein Cash Flow-Zinsrisiko besteht nicht. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Rentenfonds. Die Anlagen unterliegen einem Zins- bzw. einem Marktwertrisiko. Das Fair-Value-Risiko wird aufgrund der Klassifizierung der Wertpapiere - als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete, Finanzinstrumente - in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Zeitwert

Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Konzerns umfassen in erster Linie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Kontokorrentkredite, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Der Buchwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente kommt seinem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zu Grunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

Transaktionsrisiko

Die NEXUS hat in 2018 29,9 % des Umsatzes außerhalb des Euroraumes fakturiert (Vj: 26,4 %). Kosten fallen aufgrund unserer Aktivitäten in der Schweiz in Schweizer Franken, in Polen in polnischen Zloty an, jedoch nur in geringem Maße in norwegischen Kronen und britischem Pfund. Zum 31. Dezember 2018 hatte der Konzern einen Bestand an Schweizer Franken in Höhe von TCHF 9.492 = TEUR 8.425 (31. Dezember 2017: TCHF 8.727 = TEUR 7.464) und einen Bestand an PLN in Höhe von TPLN 1.256 = TEUR 292 (31. Dezember 2017: TPLN 0 = TEUR 0).

Es bestanden zum 31. Dezember 2018 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung von TNOK 64 = TEUR 6 (31. Dezember 2017: TNOK 20 = TEUR 2), TPLN 12.636 = TEUR 2.940 (31. Dezember 2017: TPLN 0 = TEUR 0), TGBP 105 = TEUR 117 (31. Dezember 2017: TGBP 0 = TEUR 0) sowie TCHF 3.260 = TEUR 2.894 (31. Dezember 2017: TCHF 2.871 = TEUR 2.455).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum 31.12.2018 in fremder Währung betrugen TCHF 1.700 = TEUR 1.509 (31. Dezember 2017: TCHF 980 = TEUR 838), TGBP 10 = TEUR 11 (31. Dezember 2017: TGBP 0 = TEUR 0), TPLN 10.442 = TEUR 2.433 (31. Dezember 2017: TPLN 0 = TEUR 0) sowie TGBP 105 = TEUR 117 (31. Dezember 2017: TGBP 0 = TEUR 0). Eine Sicherungsbeziehung bestand zum Stichtag nicht. Basierend auf den Bilanzstichtagskursen der relevanten Währungen wurde der Ermittlung von Sensitivitäten eine hypothetische Veränderung der Wechselkursrelationen um jeweils zehn Prozent zugrunde gelegt.

Wäre zum Abschlussstichtag der Euro gegenüber den norwegischen Kronen um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um TEUR 1 (Vj: TEUR 0) reduziert (erhöht). Wäre zum Abschlussstichtag der Euro gegenüber dem britischen Pfund um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um TEUR 11 (Vj: TEUR 0) reduziert (erhöht). Wäre zum Abschlussstichtag der Euro gegenüber dem polnischen Zloty um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um TEUR 80 (Vj: TEUR 0) reduziert (erhöht). Eine Aufwertung (Abwertung) des Schweizer Franken (CHF) gegenüber dem Euro am Abschlussstichtag um 10 % würde ein um TEUR 981 (Vj: TEUR 162) höheres (niedrigeres) Konzernergebnis vor Steuern ergeben.

Translationsrisiko

Der Sitz der Tochtergesellschaften NEXUS Medizinsoftware und Systeme AG (100,00 %,Vj: 100,00 %), NEXUS Schweiz AG (100,00 %), Synergetics AG (60,00 %), Creativ Software AG (80,00 %) sowie highsystem ag (95,00 %), NEXUS POLSKA sp. z o.o. (100,00 %) befinden sich außerhalb des Euroraums. Da die Berichtswährung des NEXUS-Konzerns der Euro ist, werden die Erträge und die Aufwendungen dieser Tochtergesellschaften im Rahmen der Konsolidierung in Euro umgerechnet. Änderungen der durchschnittlichen Wechselkurse von einer Berichtsperiode zur anderen können signifikante Umrechnungseffekte verursachen, zum Beispiel in Bezug auf die Umsatzerlöse, das Segmentergebnis und das Konzernergebnis.

Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle gibt die Buchwerte nach Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 und die beizulegenden Zeitwerte nach Klassen von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten an. Die Nettogewinne der Kategorie FVTPL beinhalten Wertminderungen von TEUR 119 (Vj: Wertminderungen TEUR 7), die in der Position Finanzaufwendungen erfasst werden. Gewinne werden unter den Finanzerträgen ausgewiesen.

Die Nettogewinne / -verluste der Kategorie AC beinhalten Verluste aus Wertminderungen von TEUR -2.464 (Vj: TEUR -1.333). Diese werden in der Position Sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Erträge aus Wertaufholungen in Höhe von TEUR 605 (Vj: TEUR 347) werden unter sonstige betriebliche Erträge erfasst.

Nettogewinne / -verluste aus Finanzinstrumenten

Die im Geschäftsjahr erfassten Nettogewinne / -verluste aus Finanzinstrumenten (nach Bewertungskategorie) lassen sich wie folgt zusammenfassen:

scroll
2018
TEUR
FVTPL (Vj: FVTPL (HfT)) -119
Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes von von Wertpapieren 1) -119
AC (Vj: LaR) -1.469
Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes der Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten -1.469
-1.588

1) Die Wertpapiere sind in 2018 der Kategorie FVTPL zugeordnet (im Vorjahr gemäß IAS 39 als AfS erfolgsneutral).

scroll
2017
TEUR
FVTPL (HfT) 0
Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten 0
AfS -7
Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes von Wertpapieren -1.149
LaR -1.149
Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes von Forderungen -1.149
-1.156

Finanzerträge / -aufwendungen aus Finanzinstrumenten

Finanzerträge / -aufwendungen aus Finanzinstrumenten, die nicht erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet wurden, fielen im Geschäftsjahr 2018 wie folgt an:

scroll
Finanzerträge / -aufwendungen aus Finanzinstrumenten 2018
TEUR
2017
TEUR
Zinserträge 38 77
Zinsaufwendungen 290 111
-252 -34

Die Finanzerträge betreffen mit TEUR 34 (Vj: Kategorie AfS TEUR 56) Finanzinstrumente der Kategorie FVTPL. Die Finanzaufwendungen betreffen mit TEUR 171 (Vj: Kategorie LaR TEUR 7) Finanzinstrumente der Kategorie AC. Darüber hinaus enthalten die Finanzaufwendungen TEUR 119 (Vj: TEUR 5) Abschreibungen auf Wertpapiere.

scroll
Berichterstattung nach Geschäftssegmenten Healthcare Software Healthcare Service
2018
TEUR
2017
TEUR
2018
TEUR
2017
TEUR
Erträge
Umsätze mit Dritten 125.904 107.954 10.565 11.129
- Dienstleistungen 98.434 82.658 9.567 10.249
- Lizenzen 20.728 20.224 656 715
- Lieferungen 6.742 5.072 342 165
Umsätze zwischen den Segmenten 139 60 5.224 2.931
Segmentumsätze 126.043 108.014 15.789 14.060
Betriebliches Segmentergebnis 13.930 12.030 1.251 1.289
Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen
Finanzerträge 37 74 1 3
Finanzaufwendungen -279 -104 -11 -7
Ergebnis vor Ertragsteuern
Ertragsteuern
Konzernjahresüberschuss
Davon entfallen auf:
- Akionäre der NEXUS AG
- Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Segmentvermögen 145.256 112.670 6.302 5.964
Finanzanlagen
Sonstige Vermögenswerte
Aktive latente Steuern
Ertragsteuerforderungen
Barmittel und Bankguthaben
Gesamt Vermögen
Segmentschulden 78.848 35.772 2.041 2.745
Finanzverbindlichkeiten
Ertragsteuerverbindlichkeiten
Erlösabgrenzung
Passive latente Steuern
Gesamt Verbindlichkeiten
Investitionen 7.351 7.768 303 320
Abschreibungen 11.136 10.006 391 396
scroll
Berichterstattung nach Geschäftssegmenten Konsolidierung Konzern
2018
TEUR
2017
TEUR
2018
TEUR
2017
TEUR
Erträge
Umsätze mit Dritten 136.469 119.083
- Dienstleistungen 108.001 92.907
- Lizenzen 21.384 20.939
- Lieferungen 7.084 5.238
Umsätze zwischen den Segmenten -5.363 -2.991 0 0
Segmentumsätze -5.363 -2.991 136.469 119.083
Betriebliches Segmentergebnis 15.181 13.319
Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen 0 -3
Finanzerträge 38 77
Finanzaufwendungen -290 -111
Ergebnis vor Ertragsteuern 14.929 13.282
Ertragsteuern -3.933 -3.126
Konzernjahresüberschuss 10.996 10.156
Davon entfallen auf:
- Akionäre der NEXUS AG 10.921 9.832
- Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 75 324
Segmentvermögen 151.558 118.634
Finanzanlagen 26 31
Sonstige Vermögenswerte 29.323 3.126
Aktive latente Steuern 3.860 2.169
Ertragsteuerforderungen 1.511 783
Barmittel und Bankguthaben 25.430 26.536
Gesamt Vermögen 211.708 151.279
Segmentschulden 80.889 38.517
Finanzverbindlichkeiten 9.000 0
Ertragsteuerverbindlichkeiten 1.615 1.126
Erlösabgrenzung 4.660 2.391
Passive latente Steuern 7.219 6.236
Gesamt Verbindlichkeiten 103.383 48.270
Investitionen 7.654 8.088
Abschreibungen 11.527 10.402
scroll
Zum 31.12.2018
in TEUR
Bewertungskategorie nach IAS 39 Bewertung Bewertungskategorie nach IFRS 9 Bewertung Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2018 Buchwert zum 31.12.2018
Aktiva
Wertpapiere zum beizulegenden Zeitwert zum beizulegenden Zeitwert 1.586 1.586
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten zu fortgeführten Anschaffungskosten zu fortgeführten Anschaffungskosten 25.430 25.430
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten zu fortgeführten Anschaffungskosten 25.980 25.980
Vertragsvermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.007 1.007
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten zu fortgeführten Anschaffungskosten 27.405 27.405
81.408 81.408
Passiva
Finanzverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten zu fortgeführten Anschaffungskosten 9.000 9.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten zu fortgeführten Anschaffungskosten 7.070 7.070
Vertragsverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten zu fortgeführten Anschaffungskosten 5.399 5.399
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 1) zu fortgeführten Anschaffungskosten zu fortgeführten Anschaffungskosten 41.343 41.343
62.812 62.812
scroll
Zum 31.12.2018
in TEUR
Bilanzieller Wertansatz nach Bewertungskategorie IAS 39
FVTPL (HfT) AC
Aktiva
Wertpapiere 1.586 -
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten - 25.430
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 25.980
Vertragsvermögenswerte - 1.007
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte - 27.405
1.586 79.822
Passiva
Finanzverbindlichkeiten - 9.000
Vertragsverbindlichkeiten - 7.070
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 5.399
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 1) - 41.343
- 62.812
scroll
Zum 31.12.2017
in TEUR
Klasse gemäß IFRS 7.6 Bewertung Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2017 Buchwert zum 31.12.2017
Aktiva
Wertpapiere zum beizulegenden Zeitwert 1.849 1.849
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten - - 26.536
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 21.686 21.686
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 930 930
24.465 51.001
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 5.607 5.607
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten1) zu fortgeführten Anschaffungskosten 20.155 20.155
25.762 25.762
scroll
Zum 31.12.2017
in TEUR
Bilanzieller Wertansatz nach Bewertungskategorie IAS 39
FVTPL (HfT) AfS LaR FLAC
Aktiva
Wertpapiere - 1.849 - -
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten - - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - - 21.686 -
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte - - 930 -
- 1.849 22.616 -
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - - 5.607
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten1) - - - 20.155
- - - 25.762

1) In dieser Position sind bedingte Kaufpreise in Höhe von TEUR 19.856 (Vj: TEUR 5.145) enthalten, die zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3 bewertet wurden (siehe Note 15). Der beizulegende Zeitwert entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten.

Die folgende Übersicht stellt für die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente dar, auf welchen wesentlichen Parametern die Bewertung basiert. Die einzelnen Stufen sind gemäß IFRS 7 wie folgt definiert:

Stufe 1: Bewertung mit auf aktiven Märkten notierten (unverändert übernommenen) Preisen für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Stufe 2: Bewertungen für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit erfolgt entweder direkt (als Preis) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) auf Basis beobachtbarer Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen.

Stufe 3: Bewertung auf Basis von Modellen mit nicht am Markt beobachtbaren Inputparametern.

scroll
31. Dezember 2018 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte 1.586 0 0 1.586
Wertpapiere 1.586 0 0 1.586
scroll
31. Dezember 2017 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte 1.849 0 0 1.849
Wertpapiere 1.849 0 0 1.849

Erläuterung der Abkürzungen

scroll
FVTPL (HfT) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten (zu Handelszwecken gehalten)
AfS zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
LaR Kredite und Forderungen
FLAC finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden

34. Haftungsverhältnisse

Am 31. Dezember 2018 bestanden wie zum Vorjahresstichtag keine Haftungsverhältnisse.

35. Beziehung zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Unternehmen

Die NEXUS AG ist das oberste Mutterunternehmen. Mit dem assoziierten Unternehmen G.I.T.S. Gesundheitswesen IT-Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck, wurden im Berichtszeitraum für den Konzern unbedeutende Transaktionen durchgeführt. Insgesamt wurden Verkäufe in Höhe von TEUR 55 (Vj: TEUR 60) und keine Käufe getätigt. Zum Stichtag bestanden, wie im Vorjahr, keine offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und, wie im Vorjahr, keine offenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Mit der Palladium-med GmbH, Berlin, die zum 31. Dezember 2018 aufgelöst wurde (Vorjahr: Assoziiertes Unternehmen) wurden Verkäufe in Höhe von TEUR 16 (Vj: TEUR 5) und keine Käufe getätigt. Zum Stichtag bestanden offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4 (Vj: TEUR 4) und, wie im Vorjahr, keine offenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrund der Auflösung der Palladium-med GmbH, Berlin, erfolgte ein Abgang von TEUR 5 des Beteiligungsbuchwerts.

Nahestehende Personen

Als Managementmitglieder in Schlüsselpositionen werden nur Managementmitglieder (Aufsichtsrat und Vorstand) der Konzernmuttergesellschaft der NEXUS AG angesehen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erbringen neben ihrer Aufsichtsratstätigkeit vereinzelt selbst oder über ihnen nahestehende Gesellschaften Dienstleistungen für den Konzern und rechnen diese nach marktüblichen Bedingungen ab. In 2018 betrugen die hierfür als Aufwand angefallenen Dienstleistungshonorare TEUR 121 (Vj: TEUR 72). Am Bilanzstichtag waren hieraus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 2) offen. Daneben erbringen Konzernunternehmen Dienstleistungen an Aufsichtsratsmitglieder und rechnen diese nach marktüblichen Bedingungen ab. In 2018 betrugen die hierfür angefallenen Erlöse TEUR 85 (Vj: TEUR 99). Am Bilanzstichtag waren hieraus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 24 (Vj: TEUR 14) offen. Es bestehen, neben den bereits an dieser und anderen Stellen gemachten Angaben, keine weiteren berichtspflichtigen Beziehungen zu nahestehenden Personen.

Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Barzahlung beglichen. Für Forderungen oder Schulden gegen nahestehende Unternehmen bestehen keinerlei Garantien. Zum 31. Dezember 2018 hat der Konzern, wie zum Vorjahresstichtag, keine Wertberichtigung auf Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen gebildet. Die Notwendigkeit des Ansatzes einer Wertberichtigung wird jährlich überprüft, indem die Finanzlage des nahestehenden Unternehmens und der Markt, in dem dieses tätig ist, überprüft werden.

36. Organe der Gesellschaft

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

Dr. jur. Hans-Joachim König, Singen; Vorsitzender

Prof. Dr. Ulrich Krystek, Berlin; stellv. Vorsitzender

Diplom-Betriebswirt (FH) Wolfgang Dörflinger, Konstanz

Prof. Dr. Alexander Pocsay, St. Ingbert

Gerald Glausauer, Betriebswirt, Obersulm

Prof. Dr. med. Felicia M. Rosenthal, Freiburg

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 112 (Vj: TEUR 112).

Der Vorstand:

Dr. Ingo Behrendt, Konstanz, Vorstandsvorsitzender

Dipl.-Betriebswirt Ralf Heilig, Kreuzlingen (CH), Vertriebsvorstand

Dipl.- Ing. Edgar Kuner, St. Georgen, Entwicklungsvorstand

Die Gesamtbezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:

scroll
Gehaltskomponenten 2018
TEUR
2017
TEUR
Erfolgsunabhängige Komponenten 707 672
a) Kurzfristig Leistungen 682 647
b) Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 25 25
Erfolgsunabhängige Komponente ohne langfristige Anreizwirkung 420 400
Erfolgsabhängige Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung 191 0
Summe 1.318 1.072

Die dem Vorstand gewährten Bezüge betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.318 (Vj: TEUR 1.072). Darin enthalten sind TEUR 25 (Vj: TEUR 25) für die Altersversorgung des Vorstands.

37. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben nicht stattgefunden.

38. Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der NEXUS AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Unternehmenswebsite unter www.nexus-ag.de - Investor Relations - Corporate Governance dauerhaft zugänglich gemacht.

 

Donaueschingen, den 04. März 2019

NEXUS AG

Der Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Donaueschingen, den 04. März 2019

NEXUS AG

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Nexus AG, Donaueschingen

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der NEXUS AG, Donaueschingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der NEXUS AG, Donaueschingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Den auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichten gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-) Bericht sowie die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichte (Konzern-) Erklärung zur Unternehmensführung, auf die jeweils im Konzernlagebericht in Abschnitt "Gesonderter nichtfinanzieller (Konzern-) Bericht" bzw. "(Konzern-) Erklärung zur Unternehmensführung und zur Entsprechenserklärung" verwiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1.

Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

2.

Erwerb und Erstkonsolidierung der NEXUS POLSKA sp. z o.o., der ASTRAIA Software GmbH, der Creativ Software AG und der Swisslab DITS GmbH

3.

Realisierung der Umsatzerlöse aus Dienstleistungen und Softwarepflege sowie Lizenzen

Zu 1. Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

a) Das Risiko für den Abschluss

In dem Konzernabschluss der NEXUS AG wird unter dem Bilanzposten "Geschäfts- oder Firmenwerte" insgesamt ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 73,5 Mio. ausgewiesen. Dies entspricht 34,7 % der Konzernbilanzsumme. Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Bilanzstichtag des jeweiligen Geschäftsjahres von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest (sog. Impairment Test) unterzogen.

Der jährliche Wertminderungstest für die Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf Basis eines Bewertungsmodells nach dem Discounted Cashflow-Verfahren auf Ebene der jeweils niedrigsten Stufe der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Liegt der Buchwert der Geschäfts- und Firmenwerte über dem erzielbaren Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, ergibt sich ein Abwertungsbedarf. Zu den Erläuterungen hinsichtlich der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie zum Impairmenttest verweisen wir auf die Abschnitte 2.4 und 4 des Konzernanhangs.

Die Ermittlung auf Basis des Discounted Cashflow-Verfahrens ist komplex und das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse aus der erwarteten Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten während des Planungszeitraums sowie von der Bestimmung des verwendeten Abzinsungssatzes abhängig.

Vor diesem Hintergrund besteht das Risiko für den Abschluss, dass ein zum Abschlussstichtag bestehender Wertminderungsbedarf nicht erkannt wird. Insofern war dieser Sachverhalt aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen

Zur Beurteilung der Angemessenheit der Planungsannahmen haben wir im Rahmen von Gesprächen mit dem Vorstand und den Planungsverantwortlichen ein Verständnis über den Planungsprozess und entsprechender Kontrollen erlangt. Die im Rahmen des Wertminderungstests verwendeten Planwerte haben wir mit der vom Vorstand erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Unternehmensplanung verglichen.

Die Verlässlichkeit der Unternehmensplanung wurde anhand eines retrospektiven Plan-Ist-Vergleiches zwischen den Planzahlen, die der Bewertung im Vorjahr zugrunde lagen, und dem tatsächlichen Eintritt im Geschäftsjahr 2018 beurteilt. Soweit bedeutsame Abweichungen zu verzeichnen waren, wurden diese mit den verantwortlichen Mitarbeitern der NEXUS AG auf ihre Relevanz für den vorliegenden Abschluss erörtert.

Die Berechnungsmethode der Gesellschaft sowie die verwendeten wesentlichen Parameter, zu denen u. a. der Diskontierungssatz ("Weighted Average Cost of Capital"), die Marktrisikoprämie, der Betafaktor sowie der Wachstumsabschlag zählen, haben wir unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten auf Angemessenheit beurteilt.

Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen.

Zudem haben wir überprüft, ob der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis der zu berücksichtigenden Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag sachgerecht ermittelt wurde.

Die von der Gesellschaft durchgeführten Sensitivitätsanalysen für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die eine Veränderung des Diskontierungssatzes bzw. der Zahlungsmittelzuflüsse umfassen, haben wir im Hinblick auf die Aussagekraft nachvollzogen und die rechnerische Richtigkeit beurteilt.

Die Berechnungsmethode der NEXUS AG zur Durchführung der Werthaltigkeitsprüfungen halten wir für sachgerecht um einen potenziell notwendigen Abwertungsbedarf zu ermitteln. Die angewandten Bewertungsparameter und -annahmen erscheinen insgesamt nachvollziehbar und angemessen und stimmen mit unseren Erwartungen überein.

Zu 2. Erwerb und Erstkonsolidierung der NEXUS POLSKA sp. zo.o., der ASTRAIA Software GmbH, der Creativ Software AG und der Swisslab DITS GmbH

a) Das Risiko für den Abschluss

Im Geschäftsjahr 2018 hat die NEXUS Gruppe vier Unternehmen mehrheitlich erworben, darunter die NEXUS POLSKA sp. z o.o. (55 % der Anteile), die ASTRAIA Software GmbH (61 % der Anteile), die Creativ Software AG (80 % der Anteile) und die Swisslab DITS GmbH (100 % der Anteile). Bei der NEXUS POLSKA sp. z o.o. beinhaltet der Kaufvertrag eine Put-/Call-Optionskomponente über den Erwerb der verbleibenden 45 % der Anteile; bei der ASTRAIA Software GmbH besteht ebenfalls eine Put-/Call-Optionskomponente über den Erwerb der verbleibenden 39 % der Anteile und bei der Creativ Software AG über den Erwerb der verbleibenden 20 % der Anteile.

Die Summe der Kaufpreise für die vier Anteilserwerbe betrug (umgerechnet) EUR 33,6 Mio., die Summe des jeweils ermittelten Goodwills betrug (umgerechnet) EUR 23,7 Mio.

Im Rahmen der Kaufpreisallokation sind die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zu identifizieren und anhand ermessensbehafteter Annahmen zu bewerten. Weitere ermessensbehaftete Schätzungen ergeben sich in Bezug auf die zukünftig erwarteten Kaufpreiszahlungen im Zusammenhang mit den Put-/Call-Optionskomponenten.

Zu den Erläuterungen hinsichtlich der im Berichtsjahr neu erworbenen Unternehmen verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernanhang unter Abschnitt 3 "Unternehmenszusammenschlüsse".

Vor dem Hintergrund der Komplexität der zugrundeliegenden Vertragswerke und des hohen Ermessenspielraums besteht das Risiko für den Abschluss, dass die erworbenen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden nicht sachgerecht identifiziert und bewertet werden. Dies gilt analog für die zukünftig zu erwartenden Kaufpreisverbindlichkeiten und die sich im Rahmen der Kaufpreisallokation ergebende Residualgröße Goodwill. Insofern waren diese Sachverhalte aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns zunächst mit den Regelungen der zugrunde liegenden Kaufverträge auseinandergesetzt. Anschließend haben wir das Konzept der NEXUS AG zur vollständigen und sachgerechten Identifizierung und Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden sowie zur sachgerechten Ermittlung der zukünftig erwarteten Kaufpreiszahlungen beurteilt. Die Beurteilung des Konzepts (Bewertungsmodelle und Parameter) zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der identifizierten Vermögenswerte und Schulden und der zukünftig erwarteten Kaufpreiszahlungen erfolgte unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten.

Nachdem wir das Konzept als angemessen beurteilt haben, haben wir geprüft, ob die Identifizierung und Bewertung entsprechend dem von der NEXUS AG entwickelten Konzept erfolgt ist.

Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden im Wesentlichen immaterielle Vermögenswerte wie Technologie und Kundenbeziehungen identifiziert. Die Annahmen zum Bestehen von Kundenbeziehungen und Technologie haben wir anhand der Vertragsunterlagen, weiteren vorgelegten Unterlagen sowie durch Gespräche mit dem Vorstand und den für die Erstellung der Kaufpreisallokationen verantwortlichen Mitarbeitern der NEXUS AG verifiziert.

Anschließend haben wir überprüft, ob die auf dieser Basis ermittelten Werte sachgerecht in der Konzernbilanz abgebildet wurden.

Wir halten das Konzept der NEXUS AG zur Identifizierung und Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden sowie zur Bewertung der zukünftig erwarteten Kaufpreiszahlungen für geeignet, eine sachgerechte Abbildung im Konzernabschluss zu ermöglichen. Die von der Gesellschaft verwendeten Annahmen sind angemessen.

Zu 3. Realisierung der Umsatzerlöse aus Dienstleistungen und Softwarepflege sowie Lizenzen

a) Das Risiko für den Abschluss

Die Gruppe erzielt die wesentlichen Umsatzerlöse aus Dienstleistungen und Softwarepflege sowie aus dem Lizenzverkauf von Softwareprodukten an Kunden. Mit diesen Umsatzarten wurden im Berichtsjahr EUR 129,4 Mio. der insgesamt erzielten Umsatzerlöse (EUR 136,5 Mio.) erreicht.

Die Umsatzerlöse aus dem Lizenzverkauf werden entsprechend IFRS 15 dann realisiert, wenn die übernommene Leistungsverpflichtung (Lieferung der Lizenz) durch Übergang der Verfügungsmacht auf den Kunden erbracht wurde, der Zufluss der Gegenleistung wahrscheinlich und der Betrag verlässlich bestimmbar ist. Die den Dienstleistungen zugerechneten Umsatzerlöse werden erfasst, sobald die Leistungen erbracht wurden und der Kunde den wesentlichen Nutzen daraus vereinnahmen kann. Die Umsatzerlöse aus der Softwarepflege sind anteilig zeitraumbezogen über die Vertragsdauer zu realisieren.

Die Gruppe bietet den Kunden Kombinationen ihrer Leistungen im Rahmen von Mehrkomponentenverträgen an.

Soweit die Leistungen in Mehrkomponentenverträgen keinen kundenspezifischen Werkvertrag (Fertigungsauftrag) im Sinne des IFRS 15 darstellen, realisiert die Gruppe den jeweiligen Umsatz, wenn das entsprechende Vertragselement geliefert oder erbracht wurde. Bei Mehrkomponentenverträgen, die kundenspezifische Werkverträge betreffen, erfolgt die Umsatzrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad des Projektes (sog. Percentage of completion Methode).

Zu den Erläuterungen hinsichtlich der Umsatzrealisierung der NEXUS Gruppe verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernanhang unter Abschnitt 2.4 zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Die Methode der Umsatzrealisierung nach IFRS 15 basiert auf Schätzungen. Zudem besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Realisierung der Umsatzerlöse nicht periodengerecht erfolgt. Vor diesem Hintergrund waren diese Sachverhalte aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen

Wir haben die Übereinstimmung der von der NEXUS Gruppe angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen für die Realisierung von Umsatzerlösen mit den Regelungen des IFRS 15 gewürdigt.

Ferner haben wir das Kontrollumfeld in Bezug auf die Erfassung der Umsatzerlöse für die unterschiedlichen Leistungsverpflichtungen sowie die korrekte und periodengerechte Umsatzrealisierung untersucht. Innerhalb der NEXUS Gruppe wurden zum Halbjahr 2018 wesentliche automatisierte Kontrollen im Bereich der Umsatzrealisierung eingeführt. Im Rahmen der Prüfung der Wirksamkeit der Kontrollen ergaben sich keine signifikanten Einwendungen. Da diese Kontrollen unterjährig eingeführt wurden und somit nicht das ganze Berichtsjahr eingesetzt wurden, haben wir neben der Prüfung des Internen Kontrollsystems vermehrt aussagebezogene Prüfungshandlungen für die im ersten Halbjahr des Berichtsjahres erzielten Umsatzerlöse durchgeführt.

Die Auswahl der Umsatzerlöse erfolgte auf Basis einer geschichteten Zufallsauswahl, sodass dadurch sowohl die größten Umsätze als auch Umsätze in geringerer Höhe aus den jeweils definierten Schichten herangezogen wurden. Für diese Auswahl haben wir uns die vertraglichen Grundlagen, die entsprechenden Leistungsnachweise (Nachweise für den Übergang der Verfügungsmacht auf den Kunden) und die an den Kunden gestellten Rechnungen vorlegen lassen. Auf dieser Basis haben wir die korrekte und periodengerechte Umsatzrealisierung geprüft.

Darüber hinaus haben wir auf Basis der Informationen von den verantwortlichen Mitarbeitern der NEXUS AG (Rechnungswesen) Werkverträge identifiziert. Bei diesen haben wir sowohl die Voraussetzungen für die zeitpunkt- bzw. zeitraumbezogene Umsatzrealisierung überprüft als auch die angemessene Bestimmung des Fertigstellungsgrades nach der Percentage of completion Methode.

Zudem haben wir bzgl. ausgewählter Umsatztransaktionen analytische Prüfungshandlungen zu den Umsatzerlösen durchgeführt und auf Basis einer geschichteten Zufallsauswahl externe Saldenbestätigungen von den jeweiligen Kunden eingeholt, um die von der NEXUS Gruppe bilanzierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag (und damit die entsprechenden Umsatzerlöse) verifizieren zu können. Bei Differenzen oder fehlendem Rücklauf haben wir alternative Prüfungsnachweise (z. B. Zahlungseingänge auf Bankkontoauszügen) eingeholt. Um die periodengerechte Realisierung zum Jahresende sicherzustellen, haben wir auf Basis einer bewussten Auswahl (größte Beträge) Rechnungen und Leistungsnachweise von den im Dezember 2018 und Januar 2019 erfassten Umsätzen geprüft (sog. cut off Prüfung).

Wir halten die von der NEXUS Gruppe ausgeübten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Realisierung von Umsatzerlösen für geeignet, eine sachgerechte Abbildung im Konzernabschluss zu ermöglichen. Zudem konnten wir uns davon überzeugen, dass die eingerichteten Prozesse und Kontrollen geeignet sind, um eine sachgerechte Realisierung der Umsatzerlöse zu ermöglichen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

den auf der Internetseite des Konzerns veröffentlichten gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-) Bericht, auf den in Abschnitt "Gesonderter nichtfinanzieller (Konzern-) Bericht" des Konzernlageberichts hingewiesen wird,

die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichte (Konzern-) Erklärung zur Unternehmensführung, auf die im Konzernlagebericht in Abschnitt "(Konzern-) Erklärung zur Unternehmensführung und zur Entsprechenserklärung" verwiesen wird,

die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks und

die Versicherung nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB zum Konzernabschluss und die Versicherung nach § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum Konzernlagebericht.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des Konzernlageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 27. April 2018 als Abschluss- und Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 28. Mai 2018 vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses der NEXUS AG, Donaueschingen, beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2018 als Konzernabschlussprüfer der NEXUS AG, Donaueschingen, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau Klaudija Held.

 

Stuttgart, 4. März 2019

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Christoph Eppinger, Wirtschaftsprüfer

Klaudija Held, Wirtschaftsprüferin