![]() NFON AGMünchenHalbjahresbericht 2019Grundlagen des KonzernsGeschäftsmodellDie NFON AG (kurz: "NFON") mit Hauptsitz in München wurde 2007 gegründet und ist der
einzige paneuropäische Anbieter von Telefonanlagen aus der Cloud. NFON zählt über
30.000 Unternehmen in 15 europäischen Ländern zu seinen Kunden. NFON ist dabei mit
eigenen Gesellschaften in Deutschland, Österreich, Großbritannien, Spanien, Italien
und Frankreich vertreten. Darüber hinaus verfügt sie über ein großes Partnernetzwerk,
über das der Vertrieb in den übrigen Ländern erfolgt. Den Umsatz generiert NFON im Wesentlichen mit der Erbringung cloudbasierter Telekommunikationsdienstleistungen
für Unternehmenskunden. Dabei wird den Kunden die notwendige Vermittlungsdienstleistung
aus der Cloud in den NFON-Rechenzentren über die sogenannte Cloud PBX (Private Branch
Exchange oder Cloud-Telefonanlage) zur Verfügung gestellt, sodass diese auf die herkömmliche
Telefonanlage in den eigenen Räumlichkeiten verzichten können. Der Kunde zahlt in
der Regel zunächst eine einmalige Aktivierungsgebühr je Nebenstelle, zudem wird je
genutzter Nebenstelle eine monatliche Bereitstellungsgebühr berechnet. Darüber hinaus
kann NFON den Telefonanschluss ersetzen, sodass der Kunde die Gebühren für sämtlichen
Telefonverkehr an NFON entrichtet. NFON wiederum bezieht diese Leistung von verschiedenen
Carriern. Seit November 2018 bietet die NFON AG mit "Cloudya" erstmalig ein europaweites
und homogenes Tarifmodell an, das die mit dem Telefonsystem verbundenen Kernfunktionen
wie Telefonkonferenzräume, automatische Anrufweiterleitung (ACD) oder automatische
Weiterleitung von Anrufen an die zuständige Person abdeckt. Darüber hinaus bietet
NFON seinen mehr als 30.000 Kunden Premium-Dienste an. Bei Bedarf verkauft NFON auch
die Endgeräte bzw. die entsprechende Software (Telefone, Softclients für PCs und Smartphones),
die die Gesellschaft von mehreren Herstellern bezieht, und stellt ggf. einen Internetzugang
auf Reselling-Basis zur Verfügung. Die NFON unterteilt ihre Umsätze in wiederkehrende und nicht wiederkehrende Umsätze.
Zu den wiederkehrenden Umsätzen zählen Monatsgebühren für die Cloud PBX, SIP-Trunk-Channel,
laufende Gesprächsgebühren und SDSL-Monatsgebühren (Symmetric Digital Subscriber Line
ist eine DSL-Zugangstechnik zu einem öffentlichen digitalen Netzwerk) sowie Premium-Lösungen
wie Neorecording und Ncontact. Dagegen sind nicht wiederkehrende Umsätze einmalige
Umsätze aus dem Verkauf von Hardware, Einrichtungsgebühren der Cloud PBX oder Einrichtungsgebühren
für SDSL. Der Vertrieb erfolgt über fünf Kanäle mit einem klaren Fokus auf den indirekten Partnervertrieb.![]() Allgemeine MarktcharakteristikDer europäische Markt für Geschäftstelefonie lässt sich grob in vier Bereiche unterteilen. Europäischer Markt für Businesstelefonie![]() On-premise (PBX) umfasst die klassische vor Ort installierte Telefonanlage (Hard-
oder Software), die vom Eigentümer betrieben wird. Mit Hosted PBX beginnt der Bereich
der IP-basierten Telefonanlage, die zwar noch im Eigentum des Nutzers ist (private),
aber nicht mehr in den eigenen Räumlichkeiten steht und von einem Dritten betreut
werden kann. Davon unterschieden ist der Bereich der Cloud-PBX. Damit wird ein öffentliches
Angebot beschrieben, welches jeder, beliebig reproduzierbar, nutzen kann (public).
Dieser Bereich unterteilt sich wiederum in verschiedene Formen der Cloud-PBX. Multi-Instance / Multi-Tenant: Es wird für jeden Nutzer (Tenant) eine eigene Plattform
(Instanz) aufgebaut. Multi-Instance / Multi-Tenant (n:n)![]() Single-Instance / Multi-Tenant: Verschiedene Nutzer (Tenant), nutzen nur eine Plattform
(Instanz). Single-Instance / Multi-Tenant (1:n)![]() Ziele und StrategienAls Marktführer in Deutschland verfügt die NFON AG bereits über eine starke Position
im international hoch fragmentierten Markt der Cloud-Telefonie. Mit seiner auf fünf
Wachstumsvektoren basierenden Strategie verfolgt der Konzern das klar definierte Ziel,
die Nummer 1 für Cloud-Telefonie in Europa zu werden. scroll
Ausbau und Weiterentwicklung der Kundenbasis in bestehenden MärktenFür die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens ist zum einen die Nutzung von Cross-
und Upselling-Potenzialen in der bestehenden Kundenbasis und zum anderen die konsequent
fortgeführte Gewinnung neuer Kunden eine wesentliche strategische Komponente. Dies
setzt eine verstärkte Wahrnehmung der Marke NFON und der Cloud-Telefonie-lösungen
voraus. Zu diesem Zweck erhöht NFON die Marketing- und Vertriebsaktivitäten deutlich. In dem sehr fragmentierten Telekommunikationsmarkt darf die Bedeutung einer Marke,
die die Produktvorteile eines reinen B2B-Produktes für den Kunden deutlich erkennen
lässt, nicht unterschätzt werden. Dies macht einen differenzierten und echten Multi-Channel-Marketing-Ansatz
notwendig und bedeutet, eine äußerst gezielte B2B-Kommunikation, insbesondere für
die NFON-Premium-Lösungen, mit einer breiteren Zielgruppenkommunikation zu kombinieren.
NFON zielt auf drei Hauptzielgruppen:
Darüber hinaus gilt es, sowohl das bestehende Partnernetzwerk permanent zu optimieren
und zu vergrößern als auch, in Ergänzung zu den Marketingaktivitäten, die Reichweite
des Vertriebs deutlich zu erhöhen und so die drei Hauptzielgruppen über die passenden
Vertriebskanäle fokussiert anzusprechen und zu gewinnen. Roll-out innovativer UCaaS-FunktionenEin wichtiger Baustein in der Wachstumsstrategie der NFON ist der Roll-out innovativer
UCaaS-Funktionen und damit verbunden die Fortentwicklung der NFON zu einem Unified-Communication-as-a-Service-Unternehmen.
Mit der Einführung des neuen NFON-Kernprodukts Cloudya im November 2018 hat NFON bereits
einen wesentlichen Meilenstein ihrer Wachstumsstrategie erreicht. Cloudya ist die
Grundlage für weitere Funktionalitäten, Technologien und Services, die die NFON-Plattform
in Zukunft bereichern werden. Insofern fließen substanzielle Investitionen nicht nur
in die Verbesserungen der bestehenden Lösungen, sondern insbesondere in das Design
und die Entwicklung neuer Produkte und neuer Dienstleistungen. Mit der Entwicklung
und Einführung von Cloudya ist NFON der erste wichtige Schritt in der Umstellung zur
Unified-Communication-as-a-Service (UCaaS) gelungen. Cloudya ist die Basis für alle
weiteren Entwicklungen in Richtung der Collaboration-Möglichkeiten. Entwicklung offener APIsDie Entwicklung offener APIs, d. h. die Entwicklung von Programmschnittstellen, ermöglicht
die Einbindung der NFON-Cloud-Telefonielösungen in Service- und Dienstleistungslösungen
von Drittanbietern und eröffnet darüber hinaus mit dem Angebot einer Communication-Platform-as-a-Service
einen weiteren möglichen zukünftigen Geschäftsbereich für NFON. Gezielt weiter in ganz Europa wachsenNFON war zu Beginn des Jahres in 14 europäischen Ländern, so in Deutschland, Großbritannien,
Österreich, Spanien und Italien mit eigenen Tochtergesellschaften und in den übrigen
Ländern über ein Händlernetzwerk, vertreten. Die aktuellen Marktbedingungen in den
europäischen Ländern und die disruptiven Veränderungen im Bereich der Cloud-Telefonie
bieten genau die richtigen Bedingungen, weiter in Europa zu expandieren. Nach Italien hat NFON am 23. März 2019 eine weitere Tochtergesellschaft in Frankreich,
die NFON France S.A.S, gegründet und damit das zum Börsengang gesetzte Ziel der weiteren
Expansion in Italien und Frankreich abgeschlossen. Dem Markteintrittsmodell der NFON
folgend wurde zunächst ein Team von Vertriebs- und Servicemitarbeitern aufgebaut.
Diese konzentrieren sich jetzt auf den Aufbau des Partnernetzwerkes. Konsolidierungschancen in stark fragmentierten Cloud-PBX-MärktenDer europäische Cloud-PBX-Markt ist hoch fragmentiert. NFON plant, eine aktive Rolle
in der zunehmenden Konsolidierung des Marktes einzunehmen. Hier bieten sich NFON attraktive
Chancen, sowohl Wettbewerber sehr gezielt und nach festgelegten Kriterien zu akquirieren
als auch Unternehmen mit passenden, attraktiven Technologien in Ergänzung zum bereits
bestehenden NFON-Produkt- und Lösungsportfolio zu übernehmen. Im März 2019 hat die
NFON AG entsprechend die Deutsche Telefon Standard GmbH, Mainz (vormals Deutsche Telefon
Standard AG, Mainz; im Folgenden DTS), übernommen. Des Weiteren hat die NFON AG im
Juli 2019 eine Optionsanleihe ausgegeben, um die für weitere mögliche Akquisitionen
nötigen finanziellen Mittel kurzfristig zur Verfügung zu haben. Mit diesem strategischen
Vorgehen unterstreicht das Unternehmen seinen Führungsanspruch im europäischen Cloud-Kommunikations-Markt. OrganisationKonzernstruktur und StandortDie Konzernstruktur zum 30. Juni 2019 wird in der nachfolgenden Übersicht dargestellt. ![]() Leitung und KontrolleDie Vorstände arbeiten eng mit den nationalen Führungskräften und den Geschäftsführern
der ausländischen Tochtergesellschaften zusammen. Ein vierköpfiger Aufsichtsrat überwacht
die Tätigkeit des Vorstands und berät diesen. Seit dem vergangenen Geschäftsjahr ergänzen
Dr. Rupert Doehner (stellvertretender Vorsitzender), Ralf Grüßhaber und Angelique
Werner den Aufsichtsratsvorsitzenden Rainer Christian Koppitz. MitarbeiterDie Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 30. Juni 2019 im Vorjahresvergleich
verteilte sich wie folgt auf die Regionen und Bereiche: scroll
scroll
SteuerungssystemDer Vorstand der NFON AG hat für die Steuerung der Gruppe ein internes Managementsystem
eingeführt, das in der folgenden Grafik wiedergegeben ist: ![]() WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche Entwicklung in EuropaDer Trend gedrosselter Wirtschaftsaktivitäten in Europa setzte sich auch zu Beginn 2019 fort. Gründe sind die weltweit verschärften Finanzierungsbedingungen, ungelöste Handelsspannungen und als Folge eine außergewöhnliche Schwäche im verarbeitenden Gewerbe. Das Wachstum des europäischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) wird deshalb für 2019 bei 1,2 % erwartet. Einer weiteren Verlangsamung nach 1,9 % im Jahr 2018 folgt 2020 jedoch voraussichtlich wieder ein leichter Anstieg auf 1,5 %. Wichtige Grundlagen für nachhaltiges Wachstum bleiben bestehen. Die Binnennachfrage zeigt sich konstant. Das Beschäftigungswachstum setzt sich, wenn auch etwas abgeschwächt, fort. Der Euroraum profitiert weiterhin von steigenden Löhnen, gedämpfter Inflation und der Finanzpolitik der Europäischen Zentralbank.1 Nach einer starken Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im deutschen Heimatmarkt der NFON AG im zweiten Halbjahr 2018 und Anfang 2019, sehen auch die Aussichten für den Rest des Jahres wenig positiv aus und die Prognose für das reale BIP-Wachstum wurde im Vergleich zum Frühjahr nach unten korrigiert. Insbesondere im zweiten Quartal scheint die Wirtschaftstätigkeit zurückgegangen zu sein. Ein Teil davon spiegelt eine statistische "Amortisation" für die Wachstumskraft des ersten Quartals wider, während sich die Abkühlung der gesamtwirtschaftlichen Stimmung in den letzten Monaten verstärkt hat. Die deutschen Exporteure befürchten auch, dass eine Eskalation des Protektionismus das Vertrauen der Unternehmen weltweit belasten und damit die globale Investitionsnachfrage dämpfen könnte. Insgesamt wird nun ein Anstieg des realen BIP um 0,5 % im Jahr 2019 und um 1,4 % in 2020 prognostiziert, etwas weniger als noch im Frühjahr erwartet wurde. Der Ifo-Geschäftsklima-index, ein wichtiger Indikator für die deutsche Konjunktur, zeigt eine anhaltend negative Entwicklung. Der Index ist im August 2019 erneut gesunken, liegt jedoch immer noch stark über seinem langfristigen Durchschnitt.2 Im größten Auslandsmarkt der NFON AG, dem Vereinigten Königreich (UK), hat sich das Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr verlangsamt und bleibt voraussichtlich gedämpft. Die anhaltende Unsicherheit über die zukünftigen Beziehungen zum Euroraum führt zu verhaltenen Unternehmensinvestitionen. Gleichzeitig schwächt sich die Auslandsnachfrage ab. Die Entwicklung der Beschäftigtenzahl wird stabil erwartet. Das führt zu einem erwarteten Gesamtwachstum von 1,3 % des BIP in UK für das Jahr 2019. Angesichts des laufenden Ratifizierungsprozesses des Austrittsabkommens basiert die Prognose für 2019 jedoch auf einer rein technischen Annahme des Status quo in Bezug auf die Handelsbeziehungen zwischen der EU27 und dem Vereinigten Königreich.3 Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition der NFON-GruppeDie NFON AG ist als Anbieter ausschließlich im stark fragmentierten europäischen Markt
für Cloud-Telefonanlagen tätig. In ihrem Heimatmarkt Deutschland verfügt die NFON
AG, bezogen auf die durch die MZA 2017 und Cavell 2018 veröffentlichten Daten sowie
eigener Einschätzung, über einen Marktanteil von über 25 % und ist somit Marktführer.
Der europaweite Vertrieb erfolgt ergänzend zum Vertrieb in Deutschland über eigene
Tochtergesellschaften in Großbritannien, Österreich, Spanien, Italien und Frankreich
sowie über ein dichtes Partnernetzwerk von über 2.000 Partnern. Die NFON-Gruppe profitiert
auch im Geschäftsjahr 2019 von dem anhaltenden Trend hin zu cloudbasierten Lösungen
für Telefonanlagen. Uber die Vertriebskanäle können dabei Kunden aller Größenordnungen
an die Cloud-Telefonanlage angebunden werden. Der Kundenschwerpunkt liegt zweifelsohne
im klein- und mittelständischen Segment. In der Entwicklung des europäischen Marktes für Telefonanlagen ist - in Fortsetzung
des Trends der Vorjahre - eine klare Entwicklung weg von den klassischen Vor-Ort-Telefonanlagen
(PBX - Private Branche Exchange) hin zu den Hosted- oder Cloud-Telefonanlagen zu beobachten.
Das hat aus Sicht der Gesellschaft verschiedene Gründe. Zwei wesentliche seien hier
genannt:
1
Quelle: European Economic Forecast, Spring 2019 (European Commission, Mai 2019) Insgesamt wurde der europäische Gesamtmarkt aller Telefonanlagennebenstellen (On-Premise
und Cloud) zum Ende des letzten Geschäftsjahres (2018) auf ca. 135 Mio. geschätzt.
Bezogen auf die Gesamtentwicklung des Marktes wird dabei mit einer jährlichen durchschnittlichen
Wachstumsrate (CAGR) von rund 16 % gerechnet, sodass sich bis etwa 2023 die Anzahl
der Cloud-Seats auf rund 26 bis 30 Mio. im europäischen Markt erhöht haben könnte.
Im Vergleich zum nordamerikanischen Markt, der in der Regel wesentliche Technologie-Trends
vorwegnimmt, zeigt sich das enorme Marktpotenzial. Mit einer Durchdringungsrate von
22 % Ende 2018 ist Nordamerika fast doppelt so weit wie Kontinentaleuropa. Dabei ist
zu erwarten, dass Kontinentaleuropa in etwa fünf Jahren die jetzige Durchdringungsrate
Nordamerikas erreicht hat. Cloud-PBX-Durchdringung in Europa![]() Cloud-PBX-Durchdringung weltweit![]() Quelle: Cavell Report 2018 Wesentliche Cloud-PBX-Märkte der NFON AGDeutschlandDas schnelle Wachstum des Cloud-Marktes zeigt die Akzeptanz von Cloud Computing in
Deutschland. Laut Cloud Monitor 2018 nutzen zwei von drei Unternehmen in Deutschland
Cloud Computing-Lösungen in ihrem Unternehmen. Die Akzeptanz von Cloud-Diensten im
öffentlichen Sektor ist nicht so hoch wie im privaten Sektor. Noch immer herrscht
Skepsis gegenüber öffentlichen und hybriden Cloud-Diensten. Bis 2023 ist mit einem
CAGR von rund 23 % zu rechnen. UKIm vergangenen Jahr ist der britische Cloud Communications-Markt um mehr als 700.000
Nutzer gewachsen. Cavell schätzt, dass die Durchdringung der Cloud Services ca. 18
% des Marktes erreicht hat, wobei das Benutzerwachstum im Small Business am stärksten
ist, aber nun in allen Bereichen Wachstum zu verzeichnen ist. Darüber hinaus nehmen
die M&A-Aktivitäten zu. Ein Beispiel ist die Übernahme von DeanOne durch den englischen
Wettbewerber Gamma Telecom Ltd. ÖsterreichDer Markt ist seit 2017 um rund 30 % gewachsen. Cavell prognostiziert, dass dieses
Wachstum bis Ende 2019 kontinuierlich auf 33 % steigen wird. Bis 2023 schätzt Cavell
eine CAGR von 31 %. FrankreichIn Frankreich gibt es ca. 1 Mio. Nutzer von Cloud Communications. Seit 2017 ist der
Markt um etwa 18 % gewachsen. Cavell prognostiziert, dass sich dieses Wachstum in
den nächsten 12 Monaten auf rund 22 % erhöhen wird. Zudem prognostizieren die Marktforscher,
dass der Markt um mehr als 2 Millionen Nutzer wachsen wird, was einem CAGR von 26
% in den nächsten fünf Jahren entspricht. ItalienDer italienische Markt zählt zusammen mit Österreich zu den kleineren Märkten der
NFON-Gruppe. Dennoch ist Italien ein vielversprechender Markt. Cavell prognostiziert,
dass sich das Wachstum in den nächsten 12 Monaten auf 40 % beschleunigen wird. Es
wird erwartet, dass der Markt in den nächsten fünf Jahren um bis zu 1,3 Millionen
Nutzer (CAGR: 35 %) auf eine Gesamtnutzerbasis von 1,7 Millionen im Jahr 2023 wächst. Darstellung des GeschäftsverlaufsInsgesamt entwickelt sich die NFON AG gemäß ihrer Anfang März 2019 veröffentlichten
Prognose für das Gesamtjahr 2019 und zeigt vor allem im hohen Anteil der wiederkehrenden
Umsätze am Gesamtumsatz die Nachhaltigkeit des von der NFON betriebenen Geschäfts.
Seit dem 01. März 2019 wird die im März 2019 zu 100 % übernommene DTS voll konsolidiert
und trug erstmals im zweiten Quartal vollumfänglich zum Umsatz der NFON bei. Aufgrund
der gegenüber dem NFON-Geschäft niedrigeren Preise des DTS-Geschäfts sank der ARPU
(durchschnittlicher Umsatz pro Nutzer) im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr leicht;
gegenüber dem ersten Quartal 2019 hingegen entwickelte sich der ARPU im zweiten Quartal
2019 stabil. Daneben beinhaltet die Entwicklung einen Mixeffekt, der sich aus dem
sehr erfolgreichen Geschäft der NFON mit den Wholesale-Partnern ergibt, die ihre verkauften
Sprachminuten nicht über NFON beziehen und somit einen unterdurchschnittlichen ARPU
generieren. Zukünftig wird der zunehmende Verkauf von Premium-Lösungen, mit denen
NFON zusätzliche ARPU-Beiträge generieren kann, diesem Trend entgegenwirken. Mit 27,7 % beschleunigte sich das Umsatzwachstum deutlich gegenüber dem ersten Halbjahr
2018 (21,7 %). Dagegen lag der Anteil der wiederkehrenden Umsätze am Gesamtumsatz
mit 85,2 % (erstes Halbjahr 2018: 79,9 %) deutlich oberhalb der für das Gesamtjahr
2019 prognostizierten Spanne zwischen 75 % und 80 %. Die Steigerung der Anzahl der Seats um 41,8 % im Vergleich zum 30. Juni 2018 entspricht
den Erwartungen und lag deutlich über dem Vorjahreswert. Im Vergleichszeitraum 2018
hatte sich die Anzahl der Seats um 30 % erhöht. Die im Vorjahr begonnene Umsetzung der Wachstumsstrategie wurde im Berichtszeitraum
fortgeführt. So wurde die DTS erfolgreich übernommen und in die NFON-Gruppe integriert.
Zudem wurde mit der Gründung der eigenen Tochtergesellschaften in Italien und Frankreich
die weitere Expansion begonnen. Infolge der Strategieumsetzung stiegen die Aufwendungen
vor allem in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Personal, Vertrieb und
Marketing. Die erhöhten Aufwendungen spiegeln sich entsprechend in der Entwicklung
des EBITDA wider. Bereinigt um die Aufwendungen für den Erwerb der DTS, die im Zusammenhang
mit dem im Vorjahr erfolgten Börsengang gewährten Retention-Boni und die Belastungen
aufgrund anteilsbasierter Vergütung wies NFON ein negatives EBITDA von 2,6 Mio. EUR
aus (erstes Halbjahr 2018: 0,1 Mio. EUR). ErtragslageEntwicklung wesentlicher Positionen der Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
KonzernumsatzDas Umsatzwachstum in den ersten sechs Monaten in Höhe von 27,7 % beruhte vorwiegend
auf der erfolgreichen Akquise neuer Kunden sowie einem Anstieg der installierten Nebenstellen
(Seats) innerhalb des bestehenden Kundenstamms, insbesondere in Deutschland, UK und
Österreich. Italien und Frankreich trugen im Berichtszeitraum noch nicht zur Umsatzentwicklung
bei. Hinzu kamen für vier Monate die Umsätze der seit dem 01. März 2019 vollkonsolidierten
DTS. Darüber hinaus resultiert ein Teil des Umsatzwachstums aus dem verstärkten Vertrieb
des erweiterten Produktportfolios, welches sowohl bei neuen Kunden als auch in der
bestehenden Kundenbasis vertrieben wird. Insgesamt hat sich das Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr deutlich beschleunigt,
insbesondere die wiederkehrenden Umsätze zeigten eine sehr positive Entwicklung. Mit
36,1 % stiegen diese überproportional zum Gesamtumsatz an und liegen damit weit über
dem durchschnittlichen Marktwachstum im Europäischen Raum. Trotz des dynamischen Umsatzwachstums
liegt die Entwicklung am unteren Ende des Erwartungskorridors der NFON für diesen
Zeitraum. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die zeitliche Verzögerung beim Onboarding
von Großkundenprojekten. Insgesamt ist festzustellen, dass die konjunkturellen Eintrübungen
aktuell zu einer Zurückhaltung im Investitionsverhalten führen. Die Auswirkungen der
genannten Faktoren betreffen sowohl die wiederkehrenden als auch die nicht wiederkehrenden
Umsätze. Zwar erwartet NFON Nachholeffekte im zweiten Halbjahr bei der Umsetzung der
Großkundenprojekte, dennoch beeinflusst der leicht schwächere Zuwachs der Seats im
ersten Halbjahr die Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr und damit die Umsatzerlöse
des gesamten Jahres 2019. Anteil wiederkehrender Umsätze deutlich über prognostizierter Spanne:Wiederkehrende / nicht-wiederkehrende Umsätze![]() Die wiederkehrenden Umsätze setzen sich im Wesentlichen aus der monatlichen Zahlung
einer festen Lizenzgebühr pro Seat zuzüglich einer festen oder volumenabhängigen Gebühr
für die Nutzung von Sprachtelefonie pro Seat oder SIP-Trunk zusammen. Der für die
Entwicklung der Umsätze typische kumulative Effekt, bezogen auf die im Jahresverlauf
hinzugewonnenen Nebenstellen (Seats), wird durch die Entwicklung der in den einzelnen
Quartalen des Berichtszeitraums erwirtschafteten wiederkehrenden Umsätze deutlich.
Zu den nicht wiederkehrenden Umsätzen zählen unter anderem Umsätze aus dem Verkauf
von Endgeräten (Telefone, Softclients für PCs und Smartphones) und der einmaligen
Aktivierungsgebühr pro Nebenstelle bei Erstanschluss. Der Rückgang der nicht wiederkehrenden
Umsätze im Vergleich zur Vorjahresperiode (-5,7 %) erklärt sich insbesondere durch
den geringeren Umsatz mit Endgeräten im Zuge der oben dargestellten Verzögerungen
bei der Umsetzung von Großkundenprojekten. Die Gesamtanzahl der Seats beträgt zum 30. Juni 2019 408.393 und liegt damit um 41,8
% höher als zum 30. Juni 2018. Die Entwicklung belegt den zunehmenden Bedarf an Cloud-Telefonanlagen
im Bereich der Geschäftskunden. Zugleich unterstreicht sie den hohen Zufriedenheitsgrad
der sehr loyalen NFON-Kunden. Erstmalig wurden die Seats der Deutschen Telefon Standard
GmbH integriert. Dies ist eine gute Basis für eine weitere, zu erwartende Beschleunigung
des Umsatzwachstums im zweiten Halbjahr 2019. Erwartungsgemäße Entwicklung des Seatwachstums:Seatentwicklung![]() Die NFON nutzt den durchschnittlichen wiederkehrenden. Umsatz über alle Leistungen,
Vertriebskanäle und Länder pro Nutzer (Seat), den sogenannten "ARPU" (Average Revenue
Per User), um die operative Leistung des laufenden Geschäfts aus dem Kerngeschäft
der NFON AG, der Cloud Telefonie, zu messen. Aufgrund der erstmaligen Konsolidierung der DTS sieht die NFON AG die Notwendigkeit,
den bisher genutzten Leistungsindikator ARPU näher zu spezifizieren. Mit der Akquisition
der DTS hat die NFON AG zusätzliches Potenzial zur Erhöhung der Seat-Basis erworben.
Diese Seat-Basis ergibt sich nicht nur aus der Gewinnung neuer Cloud-Telefonie-Nutzer,
sondern auch aus der potenziellen Umwandlung der bestehenden SIP-Trunk-Channels in
Seats, die bis zur Umwandlung nicht zu den Seats gerechnet werden. Für den Fall der
Umwandlung ändert sich die Lizenzgebühr, nicht aber die Nutzung der Sprachminuten. Der ARPU berechnet sich aus dem Quotienten des durchschnittlichen wiederkehrenden
Umsatzes von Seats und SIP-Trunks pro Monat abzüglich der wiederkehrenden Umsätze
aus den SIP-Trunk-Lizenzgebühren in Relation zu der durchschnittlichen Anzahl an Seats
pro Monat einschließlich der Umsätze und Seats von Kunden, die in Vertragsbeziehungen
mit den Wholesale-Partnern der NFON stehen. Die sich sehr erfolgreich entwickelnde Partnerschaft mit den Wholesale-Partnern nimmt
zugleich einen maßgeblichen Einfluss auf die ARPU-Entwicklung. Zum einen werden hier
aufgrund der hohen Anzahl an verkauften Nebenstellen rabattierte Preise vereinbart,
zum anderen beziehen diese Partner teilweise die Sprachminuten nicht über NFON. In
Summe werden mit dem wachsenden Anteil an Nebenstellen, die über Wholesale-Partner
abgerechnet werden, im Durchschnitt geringere ARPUs generiert. Auch die erstmalige
Konsolidierung der DTS zeigt sich im Jahresvergleich in einem leichten Abschlag auf
den blended ARPU, da die DTS ihre Seats im mittleren Preissegment anbietet. Im Vergleich
zum Vorjahreswert von 10,05 EUR (gleicher Wert nach alter und neuer Ermittlungsmethode)
lag der ARPU im ersten Halbjahr 2019 bei 9,76 EUR. Zukünftig wird der zunehmende Verkauf
von Premium-Lösungen, mit denen NFON zusätzliche ARPU-Beiträge generieren kann, diesem
Trend entgegenwirken. Erste Erfolge zeigten sich bereits 2019: Gegenüber dem ersten
Quartal 2019 entwickelte sich der ARPU im zweiten Quartal stabil. Erwartungsgemäße Entwicklung des durchschnittlichen ARPU:ARPU in EUR pro Monat![]() Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres enthalten mit 0,7 Mio. EUR von Altgesellschaftern
erstattete Boni, die infolge des Börsengangs in 2018 an den Vorstand ausgezahlt wurden.
Diese waren entsprechend im Personalaufwand des Vorjahres enthalten. MaterialaufwandIn der Berichtsperiode stieg der Materialaufwand von 5,4 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum
unterproportional zum Umsatz um 11,7 % auf 6,0 Mio. EUR. Hieraus resultiert eine gegenüber
dem Vergleichszeitraum geringere Materialaufwandsquote von 23,0 % (Vorjahr: 26,3 %).
Sie verhält sich planungskonform innerhalb der regulären Schwankungsbreite. Die positive
Entwicklung resultiert aus dem hohen Anteil wiederkehrender Umsätze, welche gegenüber
den nicht wiederkehrenden Umsätzen eine deutlich höhere Marge haben. PersonalaufwandIm Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl an Mitarbeitern zum Stichtag 30. Juni 2019
um 67,5 % von 216 auf 362. Zum einen wurde Personal insbesondere im Vertriebsbereich
aufgebaut. Zum anderen erhöhte sich der Personalbestand durch die Integration der
DTS im März 2019 sowie durch die im Berichtszeitraum neu gegründeten Gesellschaften
in Italien und Frankreich. Der dennoch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,1 Mio.
EUR niedrigere Personalaufwand in der Berichtsperiode von 12,0 Mio. EUR erklärt sich
insbesondere durch den im Vorjahr erfassten Einmaleffekt aus einer zu keinem Zeitpunkt
cashwirksamen anteilsbasierten Vergütung in Höhe von 3,6 Mio. EUR sowie im Vorjahr
gewährte Boni von insgesamt 1,3 Mio. EUR. Darüber hinaus wurden die Personalkosten
im Berichtszeitraum erstmalig durch die Aktivierung von Entwicklungskosten in der
NFON AG (im ersten Halbjahr 2019 um 0,6 Mio. EUR) entlastet, welche erst in den nächsten
Jahren über Abschreibungen die Ertragslage beeinflussen werden. Die anteilsbasierte Vergütung beruhte auf in Vorjahren mit den Vorständen getroffenen
Vereinbarungen, für die mit den Altaktionären eine Schuldübernahme abgeschlossen wurde
und welche aufgrund einer im Zusammenhang mit dem Börsengang abgeschlossenen Bonusvereinbarung
verfallen sind. Infolgedessen wurde und wird der Betrag zu keinem Zeitpunkt auszahlungswirksam,
musste aber im ersten Halbjahr 2018 nach IFRS 2 in voller Höhe aufwandswirksam in
der Kapitalrücklage erfasst werden. Im Berichtszeitraum wurden Aufwendungen in Höhe
von 0,3 Mio. EUR im Zusammenhang mit einem Anfang 2019 implementierten Mitarbeiter-Aktienoptionsprogramm
sowie 0,2 EUR Mio. Boni im Zusammenhang mit einem Retention-Programm für Führungskräfte
erfasst. Hinsichtlich der im Vorjahr erfassten Vorstandsboni im Zusammenhang mit dem
IPO wird auf die Ausführungen zu den sonstigen betrieblichen Erträgen verwiesen. Bereinigt um diese Einmaleffekte (Adjustments), erhöhten sich die Personalkosten im
Vorjahresvergleich um 42,0 % von 8,1 Mio. EUR auf 11,4 Mio. EUR. Dies entspricht einer
bereinigten Personalaufwandsquote gemessen am Umsatz von 43,4 % im ersten Halbjahr
2019 nach 39,1 % im Vorjahreszeitraum. Diese moderate Erhöhung steht mit dem Personalaufbau
zur Sicherung unserer Wachstumsstrategie im Zusammenhang. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich in den ersten sechs Monaten
2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 12,2 Mio. EUR (Vorjahr: 9,6 Mio. EUR). Das
liegt im Wesentlichen an den erhöhten Aufwendungen für Marketing und den infolge des
erhöhten Umsatzes gestiegenen Aufwendungen für Vertriebsprovisionen sowie an der Tatsache,
dass mit Konsolidierung der DTS nun die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einer
weiteren Tochtergesellschaft enthalten sind. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des ersten Halbjahres
2019 Kosten in Höhe von 0.6Mio. EUR, die im Zuge der Akquisition der DTS zum 01.März
2019 zu tragen waren. Im Vorjahr waren Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Börsengang
in Höhe von 2,4 Mio. EUR enthalten. Bereinigt um diese Einmaleffekte (Adjustments), erhöhten sich die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen im ersten Halbjahr 2019 um 19,4 % auf 11,6 Mio. EUR. Dies entspricht
einer bereinigten Quote gemessen am Umsatz von 44,0 % nach 34,8 % im Vorjahreszeitraum. MarketingaufwandPlanmäßig hat die NFON auch in den ersten sechs Monaten 2019 weiter in Marketing investiert
und setzte im ersten Halbjahr unter anderem eine Marketingoffensive mit Schaltung
von TV-Spots um. Der Marketingaufwand erhöhte sich im Zuge dessen gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 71,6 % auf 3,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR). VertriebsaufwandDer Vertriebsaufwand erhöhte sich im Berichtszeitraum 2019 auf 3,0 Mio. EUR (Vorjahr:
2,1 Mio. EUR). Gemessen am Umsatz entspricht dies einer gegenüber dem Vorjahreszeitraum
von 10,1 % auf 11,4 % nahezu konstanten Quote. Im Vertriebsaufwand enthalten sind
dabei vor allem Provisionsausschüttungen an die Vertriebspartner der NFON AG, welche
prozentual an den Umsätzen beteiligt werden. Planmäßige AbschreibungenDie planmäßigen Abschreibungen betragen im Berichtszeitraum 1,4 Mio. EUR und liegen
damit um 1,1 Mio. EUR über denen im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Ursächlich hierfür
ist vor allem die erstmalige Anwendung des IFRS 16 im Berichtszeitraum, wodurch Aufwendungen
im Zusammenhang mit bestimmten Miet- bzw. Leasingverträgen (für Büroräume und Fahrzeuge)
nicht wie bislang im sonstigen betrieblichen Aufwand, sondern infolge der Aktivierung
der entsprechenden Miet- bzw. Leasingobjekte in den planmäßigen Abschreibungen enthalten
sind. Die planmäßigen Abschreibungen haben sich in diesem Zusammenhang um 0,7 Mio.
EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr erhöht. Des Weiteren ist in den Abschreibungen die planmäßige Abschreibung des im Rahmen der
DTS-Kaufpreisallokation erfassten Kundenstamms mit 0,1 Mio. EUR enthalten. EBITDA, EBIT, Konzerngewinn / -verlustscroll
VermögenslageDie Bilanzsumme der NFON Gruppe stieg insbesondere aufgrund der bilanziellen Auswirkungen
des Erwerbs der DTS sowie aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 von 51,3
Mio. EUR zum 31. Dezember 2018 auf 64,4 Mio. EUR zum 30. Juni 2019. Zum 30. Juni 2019 betrug das Grundkapital der NFON AG 14,1 Mio. EUR, eingeteilt in
14.091.554 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag. Das Eigenkapital
ist zum 30. Juni 2019 im Vergleich zum 31. Dezember 2018 um 2,5 Mio EUR auf 41,1 Mio.
EUR gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Periodenergebnis
von 5,5 Mio. EUR. Gegenläufig wirkte sich die im Zusammenhang mit dem DTS-Erwerb erfolgte
Kapitalerhöhung aus. Erwerb DTSDie aus dem Erwerb der DTS resultierenden stillen Reserven wurden zum 30. Juni 2019
mit 12,1 Mio. EUR im Geschäfts- oder Firmenwert sowie mit 5,0 Mio. EUR im Kundenstamm
erfasst. Daneben sind in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten stille Lasten
in Höhe von 0,3 Mio. EUR bilanziert. Auswirkungen IFRS 16NFON wendet seit 01. Januar 2019 die neuen Regelungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen
gemäß IFRS 16 an. Leasingnehmer müssen nach diesen Regelungen für grundsätzlich alle
Leasingverhältnisse Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten erfassen, die bei
NFON seit dem 01. Januar 2019 im Sachanlagevermögen und als Finanzverbindlichkeiten
bilanziell erfasst werden. Für weitere Einzelheiten wird auf die Ausführungen in den
Notes, Abschnitt 3 "Auswirkungen neuer Standards zur Rechnungslegung und Interpretationen"
verwiesen. Im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Ertragslage wird daneben auf die Ausführungen
zu den planmäßigen Abschreibungen verwiesen. FinanzlageIm Berichtszeitraum gab es keine Liquiditätsengpässe. Sämtlichen Zahlungsverpflichtungen
wurde fristgerecht nachgekommen. Zum Bilanzstichtag bestanden liquide Mittel in Höhe
von 26,9 Mio. EUR. Zur Finanzierung nutzte die NFON AG in den ersten sechs Monaten 2019 in erster Linie
die Einnahmen aus dem Börsengang sowie Kreditvereinbarungen mit Kreditinstituten. Im ersten Quartal 2019 wurde eine bestehende Kontokorrentlinie in Höhe von 4 Mio.
EUR aufgelöst und durch eine Akquisitionskreditlinie in Höhe von 10 Mio. EUR ersetzt,
welche im Zuge der Akquisition der DTS nahezu ausgeschöpft wurde. InvestitionenIm Berichtszeitraum wurden sämtliche Anteile an der DTS für 17,2 Mio. EUR erworben.
Die im Berichtszeitraum getätigten Investitionen in das Sachanlagevermögen von insgesamt
1,0 Mio. EUR flossen vor allem in die IT-Infrastruktur und dienten außerdem dem Aufbau
der neuen Landesgesellschaften in Italien und Frankreich. Die Investitionen für immaterielle
Vermögensgegenstände betreffen vor allem aktivierte F&E-Aktivitäten. NachtragsberichtMit Datum vom 01. Juli 2019 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen,
eine Optionsanleihe im Nennbetrag von 5,0 Mio. EUR ("Anleihe") im Rahmen einer Privatplatzierung
an die Active Ownership Fund SICAV-FIS SCS, Luxemburg, auszugeben. Für eine Laufzeit
bis einschließlich 02. Januar 2020 wird die Anleihe mit 6,00 % p. a. verzinst. Die
Anleihe wird zusammen mit einem von der NFON AG begebenen Optionsschein ausgegeben.
Der Optionsschein berechtigt den Inhaber zum Bezug von 964.015 Inhaber-Stammaktien
aus bedingtem Kapital der NFON AG mit einem Anteil des auf jede Aktie entfallenden
Grundkapitals von 1,00 EUR je Aktie. Der Ausübungspreis je Aktie beträgt 11,00 EUR.
Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen. Risiko- und ChancenberichtIm Geschäftsbericht 2018 hat die NFON AG Risiken und Chancen ausführlich erläutert.
Darüber hinaus sind derzeit keine weiteren Risiken und Chancen erkennbar. PrognoseberichtEin weiterhin stabiles gesamtwirtschaftliches Umfeld vorausgesetzt, rechnet NFON,
wenn auch eher am unteren Ende, mit dem Erreichen der prognostizierten Wachstumsrate
zwischen 40 % und 45 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der wiederkehrenden Umsätze
wird aus heutiger Sicht am oberen Ende, wenn nicht sogar noch oberhalb der prognostizierten
Spanne von 75 % bis 80 % liegen. Ursächlich für die Konkretisierung der ursprünglichen
Einschätzung sind die im Abschnitt Konzernumsatz erläuterten Faktoren. Hinsichtlich
der bei den Kunden betriebenen Seats plant NFON im Gesamtjahr 2019 weiterhin mit einem
Wachstum in Höhe von mindestens 45 %. Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnungfür die Zeit vom 01.01. bis 30.06.2019scroll
Konzernbilanzzum 30.06.2019scroll
scroll
Konzern-Kapitalflussrechnungfür die Zeit vom 01.01. bis 30.06.2019scroll
scroll
Die Auszahlungen für den Erwerb der DTS berücksichtigen bei der DTS zum Erwerbszeitpunkt
vorliegende negative Cash-Bestände von 565 TEUR. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten zum 30. Juni 2019 Bankguthaben
in Höhe von 338 TEUR (31.12.2018: 339 TEUR), über die NFON nicht frei verfügen kann,
da es sich um zu hinterlegende Sicherheitsleistungen von Kunden mit schlechter Bonität
handelt. Sämtliche Einschränkungen sind im Hinblick auf die zeitliche Komponente als
kurzfristig einzustufen. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungzum 30.06.2019scroll
scroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungzum 30.06.2018scroll
scroll
ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS1. Grundlagen der RechnungslegungDer verkürzte Konzernzwischenabschluss für das erste Halbjahr 2019 und ausgewählte
Anhangsangaben bilden die Geschäftstätigkeit der NFON AG (das "Unternehmen") und seiner
Tochterunternehmen (zusammen "NFON", "Konzern" oder "NFON Gruppe") für den Zeitraum
vom 01. Januar 2019 bis zum 30. Juni 2019 ab. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss
wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34, also den International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB)
veröffentlicht und von der Europäischen Union (EU) übernommen wurden, aufgestellt
und basiert grundsätzlich auf den gleichen Bilanzierungsmethoden, die im Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2018 Anwendung gefunden haben. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss
enthält jedoch nicht alle Informationen und Angaben, die in einem Konzernabschluss
notwendig sind, und sollte deshalb in Verbindung mit dem Konzernabschluss der NFON
AG zum 31. Dezember 2018 gelesen werden. Änderungen, die sich aus der Erstanwendung
von IFRS 16 ergeben, werden in Abschnitt 3 dargestellt. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019 wurde vom Konzernabschlussprüfer,
der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, weder geprüft noch einer prüferischen
Durchsicht unterzogen. Er wurde vom Vorstand am 23. August 2019 zur Veröffentlichung
freigegeben. Der Konzernzwischenabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt, der die funktionale Währung
und die Berichtswährung der NFON AG darstellt. Sofern nicht anders angegeben, sind
alle Werte im Konzernabschluss und in den zugehörigen Anhangangaben auf die nächsten
Tausend Euro (TEUR) gerundet. Daher können in den Tabellen im Konzernanhang Rundungsdifferenzen
auftreten. Die Konzernbilanz wird gemäß IAS 1 in kurz- und langfristiges Vermögen bzw. Verbindlichkeiten
gegliedert. Die Konzern-GuV wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Für weitere Informationen zu den im Einzelnen angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
wird auf den NFON-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 verwiesen. In den Zwischenabschluss werden erstmalig die im Berichtszeitraum erworbene Deutsche
Telefon Standard GmbH, Mainz, sowie die neu gegründete NFON France SAS, Paris, die
im Berichtszeitraum ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen hat, einbezogen. Die NFON Gruppe erbringt Cloud-Telefon-Dienste für eine nutzerfreundliche und effektive
Kommunikation für Kunden an allen Standorten und für alle Mitarbeiter, jederzeit und
über unterschiedliche Geräte wie Smartphones, Tablets, PCs und Festnetztelefone. Der
Konzern ist in verschiedenen europäischen Ländern tätig, insbesondere in Deutschland,
Österreich, dem Vereinigten Königreich und Spanien. Das Unternehmen hat seinen Sitz
in der Machtlfinger Straße 7, 81379 München und ist im Handelsregister des Amtsgerichts
München unter HRB 168022 eingetragen. Das Unternehmen ist eine Aktiengesellschaft
nach deutschem Recht. VergleichsinformationenDer Konzernhalbjahresabschluss enthält Beträge zu den bzw. für die Perioden zum 30.
Juni 2019 im Vergleich zum 30. Juni 2018. Die Konzernbilanz zum 30. Juni 2019 wurde
mit der Konzernbilanz zum Abschlussstichtag, dem 31. Dezember 2018, verglichen. 2. Änderungen des KonsolidierungskreisesMit Datum vom 01. März 2019 hat der Konzern sämtliche Anteile an der DTS, Mainz (DTS),
übernommen. Dem Erwerb voraus ging der am 06. Februar 2019 unterzeichnete Kauf- und
Einbringungsvertrag hinsichtlich des Erwerbs der Anteile an der DTS. NFON finanziert
rund 17 Mio. EUR des Kaufpreises für die DTS aus Teilen der Einnahmen aus dem Börsengang
2018 sowie aus Fremdkapital. Darüber hinaus werden die Altaktionäre der DTS durch
die Ausgabe neuer Aktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit einem Gesamtvolumen von
rund 2,5 Mio. EUR aus genehmigtem Kapital an der NFON beteiligt. Hierzu wurde das
Grundkapital der NFON um 284.738 Aktien erhöht; das Grundkapital beläuft sich nach
Kapitalerhöhung auf 14.091.554 EUR und wird in 14.091.554 Aktien ohne Nennbetrag eingeteilt. Die vorläufige Kaufpreisallokation im Zusammenhang mit dem DTS-Erwerb stellt sich
wie folgt dar: scroll
Der beizulegende Zeitwert der immateriellen Vermögenswerte enthält aufgedeckte stille
Reserven im Zusammenhang mit dem Kundenstamm (5.013 TEUR) sowie dem Goodwill (12.065
TEUR). Der Berechnung des vorläufigen Kundenstamms liegt eine Nutzungsdauer von 20
Jahren zugrunde. Die den Kundenstamm betreffenden passiven latenten Steuern in Höhe
von 1.481 TEUR werden mit aktiven latenten Steuern in Höhe von 1.481 TEUR verrechnet.
In den sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten wurden im Rahmen der Transaktion
erworbene stille Lasten von 270 TEUR aufgedeckt. Der zur erfassende Goodwill basiert
auf den mit der Akquisition verbundenen künftigen Synergieeffekten. Entsprechend unserer
Erwartungen ist der im Konzernabschluss zu erfassende Goodwill steuerlich nicht abzugsfähig. Saisonale Einflüsse auf die GeschäftstätigkeitDas Geschäftsmodell der NFON AG ist kaum von saisonalen Gegebenheiten betroffen, da
das Kerngeschäft vorrangig im Geschäftskundenbereich aktiv ist. Darüber hinaus basiert
das Geschäftsmodell zu einem sehr großen Anteil auf über das Jahr gleichbleibenden,
monatlich wiederkehrenden Erlösen. 3. Auswirkungen neuer Standards zur Rechnungslegung und InterpretationenMit Ausnahme der Anwendung der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 werden im vorliegenden
Halbjahresfinanzbericht die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses
zum 31. Dezember 2018 unverändert fortgeführt. In 2019 erstmals verpflichtend anzuwendende Standards und InterpretationenFolgende Standards und Interpretationen waren im Berichtszeitraum erstmalig anzuwenden: scroll
Neue noch nicht angewendete Standards und InterpretationenDas IASB und das IFRIC haben im Jahr 2019 und in den Vorjahren weitere Standards und
Interpretationen verabschiedet, die jedoch für das Geschäftsjahr 2019 noch nicht verpflichtend
anzuwenden sind. Die Anwendung erfordert zudem teilweise noch die Übernahme in europäisches
Recht. scroll
Auswirkungen IFRS 16NFON wendet seit dem 01. Januar 2019 die neuen Regelungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen
gemäß IFRS 16 (Leasingverhältnisse) an. Leasingnehmer müssen nach diesen Regelungen
für grundsätzlich alle Leasingverhältnisse ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit
erfassen. Hieraus resultieren seit dem 01. Januar 2019 zu bilanzierende Nutzungsrechte
im Sachanlagevermögen sowie als Finanzverbindlichkeiten zu bilanzierende Leasingverbindlichkeiten. Eine Analyse durch den Konzern hat ergeben, dass es sich bei den zukünftig zu bilanzierenden
Leasingverhältnissen im Wesentlichen um Büromietverträge sowie Fuhrparkleasing handelt.
NFON hat für diese Verträge Nutzungsrechte aktiviert und entsprechende Finanzverbindlichkeiten
angesetzt. Grundlage hierfür bildete die modifizierte retrospektive Methode. Die Anschaffungskosten
eines Nutzungsrechts berechnen sich als Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen.
Das Nutzungsrecht wird linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer
und erwarteter Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben. Der erstmalige Ansatz der
Leasingverbindlichkeiten berechnet sich als Barwert der künftigen Leasingzahlungen.
Jede Leasingzahlung wird in Tilgung und Finanzierungsaufwendungen aufgeteilt. In der
Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit aufgezinst und erfolgsneutral
um die geleisteten Leasingzahlungen reduziert. Bei der erstmaligen Anwendung wurde von den Vereinfachungsoptionen Gebrauch gemacht,
kurzfristige sowie geringwertige Leasingverhältnisse von der Aktivierung als Nutzungsrecht
auszuschließen. In der Konzern-Kapitalflussrechnung werden im ersten Halbjahr 2019 Zahlungen aus IFRS
16 in Höhe von 640 TEUR als Zahlungsmittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen,
die nach der bisherigen Bilanzierung nach IAS 17 als Zahlungsmittelabfluss aus operativer
Tätigkeit ausgewiesen worden wären. Im Zusammenhang mit der Anwendung des IFRS 16 werden zum 30. Juni 2019 im Sachanlagevermögen
Nutzungsrechte für Immobilien von 4.951 TEUR (01.01.2019: 4.043 TEUR) sowie für Fahrzeuge
von 340 TEUR (01.01.2019: 312 TEUR) ausgewiesen. Auf der Passivseite wurden entsprechend
langfristige Finanzverbindlichkeiten von 3.712 TEUR (01.01.2019: 3.219 TEUR) für Immobilien
und von 136 TEUR (01.01.2019: 163 TEUR) für Fahrzeuge sowie kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
von 1.291 TEUR (01.01.2019: 825 TEUR) für Immobilien und von 162 TEUR (01.01.2019:
150 TEUR) für Fahrzeuge erfasst. Die entsprechenden Effekte in der Gewinn- und Verlustrechnung sind mit 652 TEUR in
den planmäßigen Abschreibungen sowie mit 43 TEUR in den Zinsaufwendungen erfasst.
Das EBITDA wurde um 641 TEUR entlastet. 4. Immaterielle VermögenswerteUnter den immateriellen Vermögenswerten werden - aufgrund der Möglichkeit, den entsprechenden
Aufwand nun verlässlich schätzen zu können - zum Bilanzstichtag erstmalig aktivierte
Entwicklungskosten im Zusammenhang mit den von der NFON AG angebotenen Produktplattformen
in Höhe von 792 TEUR ausgewiesen. Da die entsprechenden Produkte noch nicht fertiggestellt
bzw. noch nicht am Markt gelauncht wurden, werden noch keine Abschreibungen erfasst. 5. Verzinsliches FremdkapitalDie Finanzverbindlichkeiten umfassen die folgenden Positionen: scroll
AkquisitionsdarlehenIm ersten Quartal 2019 hat der Konzern eine bestehende Kontokorrentlinie in Höhe von
4 Mio. EUR aufgelöst und durch eine Akquisitionskreditlinie in Höhe von 10 Mio. EUR
ersetzt, welche im Zuge der Akquisition der DTS nahezu ausgeschöpft wurde. Die Kreditlinie
ist beidseitig jederzeit kündbar. Der Zinssatz von 4 % bei Inanspruchnahme zum Zeitpunkt
des Vertragsabschlusses ist variabel und ändert sich bei Veränderungen des monatlichen
Durchschnitts des 3-Monats-EURIBOR. Die Bereitstellungsprovision beträgt 1 %. 6. EigenkapitalDas Eigenkapital ist zum 30. Juni 2019 im Vergleich zum 31. Dezember 2018 um 2.523
TEUR auf 41.112 TEUR gesunken. Der Rückgang resultiert vor allem aus dem negativen
Periodenergebnis von 5.473 TEUR. Gegensätzlich wirkte die im Zusammenhang mit dem
DTS-Erwerb erfolgte Kapitalerhöhung. Dabei hat sich das gezeichnete Kapital zum 30.
Juni 2019 um 285 TEUR und die Kapitalrücklage um 2.215 TEUR erhöht. Aufgrund bestehender anteilsbasierter Vergütungsvereinbarungen hat sich die Kapitalrücklage
außerdem um 306 TEUR erhöht. Der entsprechende Aufwand wurde im Personalaufwand erfasst. 7. FinanzinstrumenteEinstufungen und beizulegende ZeitwerteDie folgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einschließlich ihrer Stufe in der Bemessungshierarchie
dar. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn
der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. scroll
scroll
1
ohne Angabe des beizulegenden Zeitwerts, da dieser annähernd dem Buchwert entspricht scroll
scroll
1
ohne Angabe des beizulegenden Zeitwerts, da dieser annähernd dem Buchwert entspricht Der Konzern erfasste in seiner Gesamtergebnisrechnung keine wesentlichen Nettogewinne
bzw. Nettoverluste aus finanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten. Bewertungstechniken zur Bestimmung des Fair ValuesDie Fair Values werden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen
und nach marktgängigen Bewertungsmethoden bewertet. Die Fair Values der verzinslichen
Darlehen des Konzerns werden mittels der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Dabei
wird ein Abzinsungssatz zugrunde gelegt, der den Fremdfinanzierungszinssatz von NFON
zum Ende des Berichtszeitraums widerspiegelt. Umgruppierungen zwischen den HierarchiestufenInnerhalb der ersten sechs Monate in 2019 wurden keine Reklassifizierungen zwischen
den einzelnen Hierarchiestufen vorgenommen. FinanzrisikomanagementIm Geschäftsbericht für das Jahr 2018 sind alle Risiken ausgeführt, welche erheblich
nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
sowie Reputation haben können. Im Berichtszeitraum bis zum 30. Juni 2019 wurden keine
weiteren bedeutsamen Finanzrisiken identifiziert. 8. Haftungsverhältnisse, Eventual-verbindlichkeiten und -verpflichtungenIm April 2017 schloss das Unternehmen eine Vereinbarung über eine Garantie des Mutterunternehmens
ab, wonach die NFON AG als Garantiegeber einem ihrer Partner, British Telecommunications
plc, eine Garantie für alle vom Tochterunternehmen NFON UK zu leistenden Zahlungen
gibt. Der Konzern kann im Zuge seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und dem Abschluss
seiner Vereinbarungen aus den letzten Jahren mit diversen Partnern in Rechtsstreitigkeiten,
Schadenersatzansprüche sowie behördliche und regulatorische Verfahren verwickelt werden.
In diesen Fällen bildet der Konzern eine Rückstellung für diese Angelegenheiten, wenn
es wahrscheinlich ist, dass ein Verlust entstanden ist und die Höhe des Verlusts mit
hinreichender Sicherheit geschätzt werden kann. In der Bilanz zum 30. Juni 2019 sind
keine Rückstellungen dieser Art enthalten. 9. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie gemäß der folgenden Tabelle zeigt das Ergebnis aus dem fortzuführenden
Geschäft: scroll
scroll
scroll
10. UmsatzerlöseIn der folgenden Tabelle werden die Umsatzerlöse nach Segmenten nach wiederkehrenden
und nicht wiederkehrenden Umsätzen aus Produkten / Dienstleistungen aufgegliedert: scroll
Der im Gegensatz zur Entwicklung zu den nicht wiederkehrenden Umsatzerlösen deutliche
Anstieg der wiederkehrenden Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2019 resultiert im Wesentlichen
aus der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ausgeweiteten Customer Base. Die wiederkehrenden
Umsätze setzen sich im Wesentlichen aus der monatlichen Zahlung einer festen Lizenzgebühr
pro Seat zuzüglich einer festen oder volumenabhängigen Gebühr für die Nutzung von
Sprachtelefonie der Kundenbasis an Seats und SIP-Trunks zusammen. Zu den nicht wiederkehrenden
Umsätzen zählen unter anderem Umsätze aus dem Verkauf von Endgeräten (Telefone, Softclients
für PCs und Smart-phones) und der einmaligen Aktivierungsgebühr pro Nebenstelle bei
Erstanschluss. Der Rückgang der nicht wiederkehrenden Umsätze im Vergleich zur Vorjahresperiode
erklärt sich insbesondere durch den geringeren Umsatz mit Endgeräten. Die NFON AG wendet die Regelungen des IFRS 15 seit der Umstellung auf IFRS im Geschäftsjahr
2015 an. Die im Zusammenhang mit IFRS 15 zu erfassenden vertraglichen Vermögensgegenstände
(30.06.2019: 173,9 TEUR; 31.12.2018: 210,0 TEUR), zusätzliche Kosten bei der Anbahnung
eines Vertrags (30.06.2019: 155,6 TEUR; 31.12.2018: 124,0 TEUR) sowie vertragliche
Verbindlichkeiten (30.06.2019: 95,0 TEUR; 31.12.2018: 18,3 TEUR) werden unter den
sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerten (kurzfristig) bzw. den sonstigen nicht
finanziellen Verbindlichkeiten (kurzfristig) erfasst. 11. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge 111,7 TEUR (H1 2018: 898,1 TEUR) enthalten mit
137,8 TEUR vor allem verrechnete sonstige Sachbezüge von Mitarbeitern. Die im Vorjahr
infolge des Börsengangs an den Vorstand gezahlten Boni wurden von Altgesellschaftern
getragen. Diese Erstattung ist in Höhe von 740 TEUR im Vorjahr in den sonstigen betrieblichen
Erträgen enthalten. Der entsprechende Aufwand war im Personalaufwand erfasst. 12. Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1.645 TEUR höheren Marketingaufwendungen
stehen insbesondere mit gezielten Maßnahmen zur Erhöhung der Bekanntheit der Marke
"NFON" im Zusammenhang. Der Anstieg bei den Verkäuferprovisionen resultiert aus dem
gestiegenen Umsatzvolumen. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des ersten Halbjahres
2019 Kosten in Höhe von 0,6 Mio. EUR, die im Zuge der Akquisition der DTS zum 01.
März 2019 zu tragen waren. Im Vorjahr waren Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Börsengang
in Höhe von 2,4 Mio. EUR enthalten. Trotz der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 im Berichtszeitraum und der damit verbundenen
Entlastung der Mietaufwendungen (vgl. hierzu Ausführungen unter Abschnitt 3) liegen
die Mietaufwendungen im Berichtszeitraum mit 376 TEUR nur leicht unter denen des Vergleichszeitraums
(519 TEUR). Dies liegt vor allem an den Mietaufwendungen für die neuen Büroräume in
Italien und Frankreich, die aufgrund der Inanspruchnahme der Vereinfachungsoption,
kurzfristige Leasingverhältnisse von der Anwendung des IFRS 16 auszuschließen, als
solche in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst werden. Daneben sind in
den Mietaufwendungen die Mietnebenkosten enthalten, die insbesondere aufgrund neuer
Büroräume in Berlin und Mainz sowie aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der Büroräume
der DTS gegenüber dem Vergleichszeitraum gestiegen sind. 13. AbschreibungenDie planmäßigen Abschreibungen betragen im Berichtszeitraum 1.351 TEUR und liegen
damit um 1.043 TEUR über denen im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Ursächlich hierfür
ist vor allem die erstmalige Anwendung des IFRS 16 im Berichtszeitraum. Hierzu verweisen
wir auf die Ausführungen unter Abschnitt 3 "Auswirkungen neuer Standards zur Rechnungslegung
und Interpretationen". Des Weiteren ist in den Abschreibungen die planmäßige Abschreibung des im Rahmen der
DTS-Kaufpreisallokation erfassten Kundenstamms mit 85 TEUR enthalten. 14. Anteilsbasierte VergütungAnfang 2019 wurde ein Aktienoptionsplan (beschlossen durch die Hauptversammlung am
09. April 2018 - "Aktienoptionsplan 2018") aufgesetzt, auf dessen Basis Mitarbeitern
in Schlüsselpositionen des Konzerns Aktienoptionen zugeteilt wurden. Die Kosten aus der Gewährung von Eigenkapitalinstrumenten und Wertsteigerungsrechten
an Mitarbeiter werden im Konzern mit dem beizulegenden Zeitwert dieser Eigenkapitalinstrumente
und Wertsteigerungsrechte zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bzw. zum Bilanzstichtag bewertet.
Zur Schätzung des beizulegenden Zeitwerts muss für die Gewährung von Eigenkapitalinstrumenten
und Wertsteigerungsrechten ein geeignetes Bewertungsverfahren bestimmt werden; dieses
ist abhängig von den Bedingungen der Gewährung. Weiterhin ist die Festlegung verschiedener
Parameter wie z. B. der voraussichtlichen Optionslaufzeit, Volatilität und Dividendenrendite
erforderlich. Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2018 waren 645.229 Aktienoptionen gewährt. In diesem Zusammenhang
wurden im Berichtszeitraum 306 TEUR im Personalaufwand (Gegenposition: Kapitalrücklage)
erfasst. Zum 30. Juni 2018 waren in Vorjahren sowie im ersten Quartal des Vorjahres-Berichtszeitraums
für Vorstände abgeschlossene anteilsbasierte Vergütungspläne erfasst, für die mit
den Altaktionären eine Schuldübernahme vereinbart wurde. Deren Auszahlung hing sowohl
am Eintritt eines Exits als auch an der Erreichung eines bestimmten Prozentsatzes
von (bestehenden) Anteilen, welche im Falle eines Exits auf neue Anteilseigner übergehen
hätten müssen. Letztere Bedingung wurde beim IPO im Mai 2018 nicht erreicht. Insofern
kam und kommt es (auch zukünftig) aus diesen Vergütungsplänen zu keiner Auszahlung.
Ohnehin wären entsprechende Bonuszahlungen von den Altgesellschaftern übernommen worden,
was netto zu keinem Cash-Abfluss bei der Gesellschaft geführt hätte. Nichtsdestotrotz
waren entsprechend den Vorgaben des IFRS 2 die bei der Erstbewertung der Vergütungsprogramme
festgelegten Parameter der Bilanzierung weiterhin zugrunde zu legen und bis zum Ende
der Vesting-Periode (im Jahr 2021) aufwandswirksam Beträge der Kapitalrücklage zuzuführen. Eine im Zusammenhang mit dem Börsengang mit den Vorständen abgeschlossene Bonus-Vereinbarung
mit der Bedingung, dass die Ansprüche aus den in Vorjahren abgeschlossenen anteilsbasierten
Vergütungsvereinbarungen verfallen, war als "Cancellation" im Sinne des IFRS 2 der
in Vorjahren sowie im ersten Quartal des Berichtszeitraums abgeschlossenen anteilsbasierten
Vergütungsvereinbarungen zu werten. Infolgedessen mussten im Hinblick auf diese Vergütungspläne
die zum Zeitpunkt der Cancellation verbliebenen Beträge, welche ursprünglich geplant
über die im Geschäftsjahr 2021 endende Vesting-Periode der Kapitalrücklage hätten
zugeführt werden müssen, vollumfänglich in der Berichtsperiode bilanziert werden (sogenanntes
"accelerated vesting"). In diesem Zusammenhang waren im Personalaufwand in der Vorjahresperiode
3.551 TEUR erfasst. 15. ErtragsteuernDer Steueraufwand von 73 TEUR für das erste Halbjahr 2019 wurde gemäß IAS 34 auf Basis
der durchschnittlichen jährlichen Konzernsteuerquote ermittelt. Die erwartete Konzernsteuerquote
wurde aufgrundlage der steuerlichen Planung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Der Steueraufwand im zweiten Quartal 2019 berücksichtigt Anpassungen in der konzerninternen
Leistungsverrechnung. 16. Salden und Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und PersonenMutterunternehmen und beherrschendes UnternehmenDas oberste beherrschende Unternehmen des Konzerns ist die NFON AG. Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Vorstands und des AufsichtsratsDie folgende Übersicht zeigt die Mitglieder des Vorstands: scroll
Die Mitglieder des Vorstands erhielten folgende Vergütung: scroll
Die Vergütung des Vorstands beinhaltet Gehälter, in Sachwerten gewährte Bezüge, aktienbasierte
Vergütungen sowie Bonuszahlungen. Im Vorjahr enthielt die kurzfristige Vergütung Bonuszahlungen
in Höhe von 740 TEUR die von den Alt-Gesellschaftern (Gesellschafter vor IPO) erstattet
wurden. Die entsprechende Entlastung der Aufwendungen ist in den sonstigen betrieblichen
Erträgen enthalten. Hinsichtlich der anteilsbasierten Vergütung des Vorjahres wird
auf die Ausführungen unter "14. Anteilsbasierte Vergütung" verwiesen. Dem Aufsichtsrat der NFON AG gehörten zum 30. Juni 2019 folgende vier Mitglieder an: scroll
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten folgende Vergütung: scroll
Die Vergütung des Aufsichtsrats wird als sonstige kurzfristige Verbindlichkeit und
unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats bzw. ihnen nahestehende Personen haben
Positionen in anderen Unternehmen inne, die dazu führen, dass sie diese Unternehmen
beherrschen oder einen wesentlichen Einfluss auf diese Unternehmen ausüben. Mehrere dieser Unternehmen haben im Berichtszeitraum Geschäfte mit dem Konzern getätigt.
Die Bedingungen dieser Geschäfte waren nicht vorteilhafter als diejenigen, die bei
ähnlichen Geschäften mit fremden Dritten zugrunde gelegt wurden oder zugrunde gelegt
worden wären. Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen oder ihnen nahestehende Unternehmen
und Personen können von Zeit zu Zeit Waren und Dienstleistungen vom Konzern kaufen
oder dem Konzern Waren und Dienstleistungen verkaufen. Diese Käufe werden zu den gleichen
Bedingungen getätigt wie diejenigen, die mit anderen Lieferanten oder Kunden eingegangen
werden, und sind gemäß dem Vorstehenden unter "Andere Geschäftsvorfälle mit nahestehenden
Unternehmen und Personen" erfasst. Andere Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und PersonenDie folgende Tabelle stellt die Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und
Personen mit Ausnahme der Vergütung von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats
dar: scroll
Alle Geschäftsvorfälle mit diesen nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu
marktüblichen Bedingungen abgeschlossen und sind innerhalb von zwei Monaten nach dem
Abschlussstichtag zu begleichen. Der Posten "Verkauf von Waren und Dienstleistungen und sonstige Erträge" beinhaltet
cloudbasierte Dienstleistungen, die nahestehenden Unternehmen und Personen zu den
gleichen Bedingungen wie anderen Kunden des Konzerns erbracht wurden. Der Posten "Käufe
von Waren und Dienstleistungen und sonstige Aufwendungen" beinhaltet im Wesentlichen
den Einkauf von Waren und Dienstleistungen von Unternehmen, die von nahestehenden
Personen und Unternehmen beherrscht werden. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen haben sich
zum 30. Juni 2019 gegenüber dem 31. Dezember 2018 nicht wesentlich verändert. 17. SegmentinformationenGemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichterstattung abzugrenzen,
die regelmäßig von den Hauptentscheidungsträgern, dem Vorstandsvorsitzenden (CEO),
der Gesellschaft im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen
auf die Segmente und der Bewertung ihrer Ertragskraft überprüft wird. Grundlage für
die Entscheidung, welche Informationen berichtet werden, ist die interne Organisations-
und Managementstruktur sowie die Struktur der internen Finanzberichterstattung. Im
Zuge der routinemäßigen Managementberichterstattung erhält und prüft der CEO Finanzinformationen. Die ausgewiesenen Segmentergebnisse beinhalten die Beträge solcher Posten, die einem
Segment direkt zugeordnet werden können, und die Beträge solcher Posten, die sich
sinnvollerweise einem Segment zuweisen lassen. Die Segmentberichterstattung beinhaltet
keine segmentinternen Verkäufe. Sie beinhaltet segmentinterne Leistungsverrechnungen.
Die Unternehmensleitung bewertet die Performance in erster Linie auf der Grundlage
der in der Managementberichterstattung ausgewiesenen Informationen zu Umsatzerlösen
und EBITDA. Das EBITDA ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und planmäßigen Abschreibungen. Die Segmentstruktur des Konzerns stellt dar, wie die Unternehmensleitung derzeit Finanzentscheidungen
trifft und Ressourcen zuweist. Gegenüber dem Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2018
wurde die Ermittlung und Darstellung der Segmentberichterstattung modifiziert. Zum
30. Juni 2018 wurden die Segmente nach lokalen Rechnungslegungsstandards dargestellt.
Erstmalig zum Halbjahresabschluss 2019 werden die Segmente nach IFRS dargestellt.
Die Werte aus dem ersten Halbjahr 2018 wurden entsprechend angepasst. Der Konzern umfasst sieben Geschäftssegmente, welche nachfolgend separat als berichtspflichtige
Segmente dargestellt sind. Die sieben Geschäftssegmente sind NFON AG, DTS, nfon GmbH,
NFON UK Ltd., NFON Iberia SL, NFON Italia S.R.L. und NFON France. Nachgehend werden die Segmentinformationen für die Aktivitäten im ersten Halbjahr
2019 dargestellt. Umsatzerlöse und EBITDA nach berichtspflichtigen Segmentenscroll
Die Umsatzerlöse nach berichtspflichtigen Segmenten gemäß der vorstehenden Tabelle
entsprechen den Umsatzerlösen mit externen Kunden und basieren auf IFRS. Interne Rechnungsstellungen
werden bei den Segmenten als Be- und Entlastung der Kosten dargestellt und sind nicht
in den Umsätzen enthalten. Hierbei sind die betriebswirtschaftlichen Kostenverrechnungen
im EBITDA enthalten, während steuerliche Verrechnungspreisanforderungen außerhalb
des EBITDA dargestellt werden. scroll
Die interne Berichterstattung basiert auf IFRS. Sondereffekte der Periode, die als
außerordentlich angesehen werden, werden im berichteten EBITDA bereinigt. Die Überleitungseffekte im ersten Halbjahr 2019 in Höhe von 1.145 TEUR entfallen mit
1.154 TEUR auf in der internen Berichterstattung bereinigte Sondereffekte aus den
Kosten der Akquisition der Deutschen Telefon Standard mit 577 TEUR, eine Anfang Juli
2019 ausgegebene Optionsanleihe mit 49 TEUR sowie die aufwandswirksame Erfassung von
Retention-Boni und Share Based Payments mit 528 TEUR. Effekte aus der Konsolidierung
und Währungsumrechnung sind mit 9 TEUR enthalten. Im ersten Halbjahr 2018 betraf der Überleitungseffekt in Höhe von 6.536 TEUR vor allem
in der internen Berichterstattung bereinigte Sondereffekte in Höhe von 6.186 TEUR
aus den Kosten des Börsenganges mit 1.915 TEUR und der aufwandswirksamen Erfassung
von Retention-Boni sowie Share Based Payments mit 4.270 TEUR. Auf Konsolidierungseffekte
und Währungseffekte entfallen 350 TEUR. Informationen zu geografischen BereichenDie nachfolgenden Tabellen stellen die Umsatzerlöse und die langfristigen Vermögenswerte
nach einzelnen Ländern dar. Die geografische Zuordnung der Umsatzerlöse und Vermögenswerte
basiert auf dem Sitz der Unternehmen in den jeweiligen Ländern. Umsatz mit externen Kundenscroll
Langfristige VermögenswerteDie nachfolgende Tabelle stellt die langfristigen Vermögenswerte mit Ausnahme von
Finanzinstrumenten und latenten Steuern dar. scroll
18. Ereignisse nach dem BilanzstichtagMit Datum vom 01. Juli 2019 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen,
eine Optionsanleihe im Nennbetrag von 5.000 TEUR ("Anleihe") im Rahmen einer Privatplatzierung
an die Active Ownership Fund SICAV-FIS SCS, Luxemburg, auszugeben. Für eine Laufzeit
bis einschließlich 02. Januar 2020 wird die Anleihe mit 6,00 % p. a. verzinst. Die
Anleihe wird zusammen mit einem von der NFON AG begebenen Optionsschein ausgegeben.
Der Optionsschein berechtigt den Inhaber zum Bezug von 964.015 Inhaber-Stammaktien
aus bedingtem Kapital der NFON AG mit einem Anteil des auf jede Aktie entfallenden
Grundkapitals von 1,00 EUR je Aktie. Der Ausübungspreis je Aktie beträgt 11,00 EUR.
Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen. München, 23. August 2019 scroll
Weitere InformationenVersicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. München, 23. August 2019 scroll
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||