NFON AGMünchenHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023ZWISCHENLAGEBERICHTGrundlagen des KonzernsGeschäftsmodell des KonzernsDie NFON AG (kurz: "NFON" und gemeinsam mit ihren
Tochtergesellschaften "NFON Gruppe") mit Hauptsitz in
München wurde 2007 gegründet und ist Anbieter von
integrierter Cloud-Businesskommunikation in Europa. NFON
zählt über 50.000 Unternehmen in 15
europäischen Ländern zu ihren Kunden und ist als
Telekommunikationsunternehmen mit eigenen Gesellschaften in
Deutschland, Österreich, Großbritannien,
Spanien, Italien, Frankreich, Polen und Portugal vertreten.
Darüber H1naus verfügt NFON über ein
großes Partnernetzwerk von über 3.000 Partnern,
über das der Vertrieb in den übrigen Ländern
erfolgt.
Ihren Umsatz generiert die NFON Gruppe im Wesentlichen
mit cloudbasierten Telekommunikationsdienstleistungen
für Unternehmenskunden. Zusätzlich baut NFON das
Produktportfolio in den Bereichen der Unified
Communications & Collaboration, z. B. durch Meet &
Share, Integration for Microsoft Teams oder durch
Business-Applikationen aus (zu den Begriffen Unified
Communications & Collaboration bzw.
Business-Applikationen siehe Erläuterungen in
Abschnitt Allgemeine Marktcharakteristik).
NFON bietet Leistungen in den folgenden Bereichen an:
BusinesskommunikationAngebot von Telefonie, Videoanrufen, Screen-Sharing einschließlich der dazugehörigen Hardware-KomponentenIntegrationDie Cloud-Telefonanlage von NFON wird in bestehende
Systeme, Geschäftsprozesse und Arbeitsabläufe auf
Seiten der Kunden integriert.
KundenkontaktProdukte zur Optimierung des KundenkontaktesEnablementNFON bereitet Unternehmen auf die Cloud vor und stellt
ihnen die richtige Infrastruktur zur Verfügung.
NFON unterscheidet zwischen wiederkehrenden und nicht
wiederkehrenden Umsätzen. Zu den wiederkehrenden
Umsätzen zählen Monatsgebühren für alle
Produkte und Lösungen sowie laufende
Gesprächsgebühren und SDSL-Monatsgebühren.
Dagegen sind nicht wiederkehrende Umsätze einmalige
Umsätze aus dem Verkauf von Hardware,
Einrichtungsgebühren der Cloud-PBX und sonstiger
Produkte, z. B. Contact Center Hub,
Einrichtungsgebühren für SDSL oder
Consultingdienstleistungen.
Vertriebskanäle
Der Vertrieb erfolgt über fünf Kanäle,
wobei der klare Fokus auf dem Vertrieb über Dealer
Partner/Handelspartner liegt.
Direkter Vertrieb: Der direkte Vertrieb unterstützt
im Wesentlichen die Vertriebspartner von NFON in
Verkaufsgesprächen und bei technisch komplexen
Angeboten (sog. Direct Touch Support). In ausgewählten
Fällen übernimmt NFON den Direktvertrieb.
Dealer Partner / Handelspartner: Der Handelspartner
verfügt über eine eigene Kundenbasis und gewinnt
neue Kunden H1nzu, an die er die NFON Produkte und
Lösungen vertreibt. Für diese Kunden
übernimmt der Handelspartner den Service. NFON
übernimmt die Lieferung der vertraglich vereinbarten
Leistungen.
Distributoren: Die Distributoren verfügen über
ein eigenes Händlernetz und üben eine
Zwischenfunktion zwischen Händler und Hersteller bzw.
Dienstleister aus, indem sie das jeweilige Produkt in das
eigene Händlernetzwerk vermitteln. In der Regel
vermarkten sie die Dienstleistungen von NFON nicht selbst.
Wholesale-Partner / Großhandelspartner: Um den
Ausbau der Kundenbasis zu beschleunigen, schließt
NFON Vertriebsvereinbarungen mit Großhandelspartnern
ab. Im Rahmen dieser Vereinbarungen stellt NFON die
Dienstleistungen auf WH1te-Label-Basis zur Verfügung.
In diesen Fällen vermarkten die Wholesale-Partner die
Dienstleistungen von NFON unter ihren eigenen Marken oder
als Co-Branding unter ihrer eigenen Marke und der NFON
Marke an Endkunden. Zwischen den Kunden der
Wholesale-Partner und NFON besteht keine direkte
Vertragsbeziehung. Innerhalb der Gruppe der
Wholesale-Partner wird noch zwischen Partnern, die
Sprachminuten beziehen oder nicht, unterscH1eden.
Wholesale-Distributoren: Wholesale-Distributoren
verfügen über weitere Wholesale-Partner bzw. ein
eigenes Netz an Großhandelspartnern, über das
die Dienstleistungen von NFON vertrieben werden.
Allgemeine MarktcharakteristikWährend zu Beginn der 2000er-Jahre noch eine
schrittweise Evolution der Kommunikation in Richtung
IP-Telefonie stattfand, beschleunigte sich diese in den
2010er-Jahren erheblich durch die Einführung der
Cloud-PBX-Technologie und der damit verbundenen
as-a-Service Verfügbarkeit von
Geschäftstelefonie. Angetrieben durch die
COVID-19-Pandemie und die wachsende Veränderung des
Arbeitsalltags zur New Work wuchs und wächst dieser
Teilbereich der Businesskommunikation mehr und mehr mit
anderen Lösungsbereichen innerhalb von Unternehmen
zusammen: Die Vernetzung von Menschen, MascH1nen, Prozessen
und Services wird immer umfassender. Verfügbare und
verlässliche Informationen sind H1erbei zum
wichtigsten Erfolgsfaktor geworden. Der schnelle Zugriff
auf alle relevanten Informationen ist Voraussetzung
für wichtige Businessentscheidungen. Insofern
entwickelten sich parallel zu den Märkten für
Geschäftstelefonie, Kollaboration und
Videokommunikation die Märkte für
Businessapplikationen, Contact-Center-Lösungen und
Communications Platforms.
Markt für integrierte Businesskommunikation entstehtDas Bedürfnis Menschen, MascH1nen, Prozesse und
Services zu vernetzen, verstärkt das Bestreben der
Unternehmen nach integrierten Lösungen. Waren
Kollaboration und Videokommunikation anfänglich
getrennte Lösungen mit getrennten Märkten,
fusionierten Kollaboration und Videokommunikation und
schließlich auch der Markt für
Geschäftstelefonie zum Markt der sogenannten "Unified
Communications & Collaboration" (UCC). Zugleich
entwickelten sich die Märkte für
Businessapplikationen, Contact-Center-Lösungen und
Communications Platforms und bildeten gemeinsame
Schnittstellen aus. Damit wachsen die Märkte für
UCC, Businessapplikationen, Contact-Center-Lösungen
und Communications Platforms immer weiter zum Markt der
integrierten Businesskommunikation zusammen.
Mehr Infos zu diesem Thema finden Sie im
Geschäftsbericht 2022.
Communications Platforms as a Service ein weiterer Teil des Marktes für integrierte BusinesskommunikationNach und nach dringt auch der Markt für
Communications Platforms as a Service (CPaaS) in die
Märkte für UCC, Businessapplikationen und
Contact-Center-Lösungen ein und wird zum Bestandteil
des Marktes für integrierte Businesskommunikation.
H1erbei handelt es sich um ein Cloud-basiertes
Bereitstellungsmodell, das es Unternehmen ermöglicht,
Geschäftsanwendungen durch den Einsatz von
Programmschnittstellen (API) um
Echtzeit-Kommunikationsfunktionen wie Sprache, Video und
Messaging zu erweitern. CPaaS wird zum einen von
Organisationen eingesetzt, die Kommunikation in ihre
Geschäftsanwendungen einbetten wollen, zum anderen von
Cloud-Providern und -Entwicklern, die ihren Anwendungen und
Diensten Kommunikationsfunktionen H1nzufügen
möchten.
Kommunikationslösungen werden zunehmend integrierterDas Spektrum an Kommunikationslösungen für
Unternehmen wird mit diesen Entwicklungen zunehmend
integrierter und komplexer: So gibt es in allen Bereichen
der Unified-Communication-Lösungen und Anbieter, die
spezialisierte Anwendungsfälle abbilden können.
Zugleich schafft die Integration all dieser Lösungen
mit anderen Prozessen und Lösungen aus dem Bereich der
Contact-Center-Lösungen und der Businessapplikationen
innerhalb eines Unternehmens bzw. der IT-Infrastruktur
dieses Unternehmens einen spürbaren Mehrwert für
Unternehmen. Mit dem Ergebnis, dass sich Kundenerfahrungen
durch gut ausgeführte Integration deutlich verbessern
lassen und interne Prozesse wesentlich effizienter
gestaltet und automatisiert werden können.
Weiter Informationen finden sich im Kapitel Wesentliche
Absatzmärkte und Wettbewerbsposition sowie im
Geschäftsbericht 2022.
Regulatorische RahmenbedingungenSeit der Liberalisierung und Harmonisierung des
deutschen Telekommunikationsrechts (1989) unterliegen die
Erbringung von Telekommunikationsdiensten und der Betrieb
von Telekommunikationsnetzwerken dem
Telekommunikationsgesetz ("TKG", ursprüngliche Fassung
vom 25. Juli 1996, letzte Neufassung vom 22. Juni 2004,
letzte Änderung vom 19. Juni 2020) sowie bestimmten,
das Telekommunikationsgesetz ergänzenden Vorschriften.
Damit unterliegt auch NFON den Bestimmungen des TKG. Die
für die Regulierung des deutschen
Telekommunikationsmarktes zuständige Behörde ist
die Bundesnetzagentur (BNetzA). Vergleichbare
Regulierungsbehörden, zu denen auch die
Europäische Kommission zählt, finden sich
ebenfalls in den übrigen europäischen
Ländern. Die Erbringung von Telekommunikationsdiensten
in der Europäischen Union erfordert keine Lizenz einer
Regulierungsbehörde. Als kommerzielle Anbieterin von
öffentlich zugänglichen
Telekommunikationsdiensten muss NFON der BNetzA die
Aufnahme, jede Änderung und die Beendigung der
Geschäftstätigkeit mitteilen. Daneben finden sich
im TKG auch Melde- und Informationspflichten in Bezug
auf Sicherheitsvorfälle mit beträchtlichen
Auswirkungen auf den Netzbetrieb oder die Diensterbringung
sowie für den Fall einer Verletzung des Schutzes
personenbezogener Daten, denen die NFON entsprechend
nachkommt. Regulierungsbehörden wie die BNetzA
können der Gesellschaft Verpflichtungen in Bezug auf
die Erbringung der angebotenen Dienstleistung auferlegen.
Da NFON im Rahmen ihrer gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit Daten erhebt, speichert und
nutzt, unterliegt die Gesellschaft zudem den
Datenschutzgesetzen und -Vorschriften von Bundes-, Landes-
und ausländischen Regierungsbehörden.
OrganisationKonzernstruktur und StandorteDie Konzernstruktur zum 30. Juni 2023 wird in der
nachfolgenden Übersicht dargestellt. Die Aufteilung
nach Segmenten entspricht den einzelnen, vollkonsolidierten
Gesellschaften der NFON Gruppe.
Konzernstruktur und Standorte
Leitung und KontrolleDer Vorstand der NFON AG arbeiten eng mit den weiteren
Führungskräften der gesamten NFON Gruppe
zusammen. Ein vierköpfiger Aufsichtsrat überwacht
die Tätigkeit des Vorstands und berät diesen.
MitarbeitendeDie Situation für Unternehmen mit einem
ausgeprägten Fokus auf Software-Entwickler hat sich
auch gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich
geändert und bleibt schwierig. Damit bleibt
insbesondere die Besetzung offener F&E-Stellen eine
Herausforderung für Unternehmen wie NFON. Um die
gewünschten Fachkräfte zu gewinnen, hat NFON
bereits 2019 zu den klassischen
Rekrutierungsmaßnahmen Initiativen entwickelt und
realisiert.
Ziele und StrategieDie Wachstumsstrategie der NFON Gruppe steht auf drei
Säulen: Produktwachstum, Ausbau zur Best-in-Class
Channel-Organisation sowie Beschleunigung des Wachstums
durch Partnerschaften und Allianzen. Diese werden im
Folgenden erläutert:
1. ProduktwachstumEines der primären Ziele von NFON ist es, ihr
Kernangebot weiter zu verbessern und die Kundenanzahl zu
steigern. Im Fokus der Entwicklung stehen H1erbei die
Cloud-PBX/Voice- und Integrations-FäH1gkeiten der
Kommunikationsplattform. Das Unternehmen will sich H1erbei
auf die Verbesserung des Kundenerlebnisses, der sogenannten
User Experience [UX] und den Ausbau der Funktionen für
große Unternehmen (Enterprise PBX-Funktionen)
konzentrieren. Damit will NFON den für das Unternehmen
adressierbaren Markt der Plattform vergrößern.
Darüber H1naus plant NFON eine Erweiterung bzw.
Vertiefung der Integration in andere Geschäftsprozesse
und -Systeme wie CRM- oder ERP-Lösungen. Dieses
Vorgehen ermöglicht zudem die stärkere
Fokussierung auf spezielle Branchen bzw. Industriefelder.
Für diese Branchen entwickelt NFON spezielle und
integrierte Lösungen. Neben den Angeboten für die
Hotellerie, in denen NFON bereits aktiv ist, gehören
der Bereich Handel und Logistik, Gesundheitswesen sowie der
Öffentliche Sektor zu Bereichen, in denen NFON seine
Aktivitäten verstärken wird.
Neben diesen tieferen Integrationen in die
Unternehmensprozesse liegt der Fokus insbesondere auch auf
der Integration in bzw. von Microsoft Teams. Angebote zur
Erweiterung von Teams zur vollwertigen Telefonie- bzw.
Kommunikationslösung sowie die Integration der
NFON-Plattform in Microsoft in verscH1edenen Varianten
ermöglichen eine breite Abdeckung des Marktbedarfs.
Bei einem zu erwartenden hohen Wachstum von Microsoft Teams
als Kollaborations-Lösung ist eine führende
Position in diesem Segment ein wichtiger Baustein für
das Wachstum.
Neben der Erweiterung der Möglichkeiten und
Zielgruppen der Kernplattform plant NFON einen weiteren
Ausbau des Bereichs Contact Center as a Service (CCaaS), um
sich in diesem noch jungen Markt weiter zu etablieren. Ein
Ausbau der bestehenden Integrationen H1n zu offenen
Schnittstellen (API) zur tieferen Integration von weiteren
Applikationen bzw. Nutzung von NFON als Anbieter in
Drittlösungenschafft die Grundlage auch für
weiteres mittel- und langfristiges Wachstum.
2. Ausbau zur Best-in-Class Channel-OrganisationDer indirekte Vertrieb über Partner und Reseller
(Channel) ist insbesondere im europäischen IT-Umfeld
ein entscheidender Erfolgsfaktor. Aus diesem Grund legt
NFON weiterH1n den größten Fokus auf den Auf-
und Ausbau eines hervorragenden Channels und einer
herausragenden Channel-Infrastruktur.
Um dies zu erreichen, hat NFON 2022 das internationale
Partnerprogramm NGAGE ausgerollt. Mit NGAGE will NFON
attraktiver für neue Partner werden. Insgesamt wurde
das Partnerprogramm für den Partner klarer und
transparenter strukturiert, so dass jeder Partner genau die
Dienstleistungen und Tools zur Partnerentwicklung und die
finanziellen Vorteile kennt. Partner können sich
innerhalb von drei Stufen - Silber, Gold, Platinum
-entwickeln. Jede Stufe beinhaltet definierte Zielvorgaben
und entsprechende Provisionssätze. Ergänzend hat
NFON eine neue Partner-Management-Plattform entwickelt, die
kontinuierlich ausgerollt und mit weiteren Features
erweitert wird. Mit dieser Plattform soll sowohl die
Kommunikation verbessert als auch das effiziente Management
der Kundenbeziehungen ermöglicht werden. Darüber
H1naus sollen zusätzlich zu den Partnern aus der
Telekommunikation verstärkt Partner aus dem IT-Segment
H1nzugewonnen werden.
3. Wachstum durch Partnerschaften und AllianzenNeben der eigenständigen Weiterentwicklung der
Produkte sowie des Ausbaus des Channels sieht NFON starkes
Wachstumspotenzial im Bereich der strategischen
Partnerschaften in drei Bereichen:
a. Technologische Partnerschaften: In einem kompetitiven
und enorm innovativen Umfeld ist wenig sinnvoll, jegliche
Innovation selbst zu entwickeln. Daher setzt NFON vermehrt
auf die Partnerschaft mit anderen Anbietern, um die
Innovationskraft weiter zu verstärken.
b. Partnerschaften in Vertrieb und Distribution: Auf dem
Fundament bestehender Partnerschaften wie beispielsweise
mit Telefónica Deutschland oder der Deutschen
Telekom will NFON weitere Partnerschaften auf- bzw.
ausbauen und so insbesondere im Bereich Enterprise und
Verticals sowie in der integrierten Businesskommunikation
weiterwachsen.
c. Allianzen und strategische Partnerschaften: Über
Allianzen und strategische Partnerschaften, wie etwa mit
dem italienischen Unternehmen Meetecho, kann NFON sich
Technologien oder Marktpositionen sichern.
Neben diesen Wachstumsaktivitäten sondiert NFON den
Markt für M&A-Aktivitäten sowohl im Bereich
der Technologie als auch im Sinne der Konsolidierung im
Bereich der Kommunikationslösungen.
Flankierend zu den drei auf Umsatzwachstum bezogenen
strategischen Säulen verfolgt NFON verstärkt das
Ziel der Profitabilität. H1erzu wurden bereits im
zweiten Halbjahr 2022 entsprechende
profitabilitätssteigernde Maßnahmen
durchgeführt. 2023 kommen in diesem Sinne noch
Maßnahmen zur Prozessverbesserung H1nzu.
Darüber H1naus hat sich der Vorstand
ausdrücklich dem im doppelten Sinne nachhaltigen
Wachstum verschrieben. Damit sieht sich der Vorstand auch
strategisch dem Ziel verpflichtet, die Bedürfnisse der
heutigen Generation zu erfüllen, ohne die
FäH1gkeit zukünftiger Generationen, ihre eigenen
Bedürfnisse zu erfüllen, zu beeinträchtigen.
Details zu den vom Vorstand gesetzten
Nachhaltigkeitszielen, -maßnahmen und -kennzahlen
finden sich in der auf der Unternehmenswebsite
veröffentlichten nichtfinanziellen Erklärung Mit
einer gezielten Erweiterung des Produktportfolios, dem
Ausbau zur führenden Channel-Position sowie selektiven
strategischen Partnerschaften bei einer klaren
Profitabilitätsstrategie sieht NFON sich gut
positioniert, in den nächsten Jahren zu einem
führenden Anbieter für integrierte
Businesskommunikation in Europa zu werden.
SteuerungSteuerungssystemeDie Steuerung der NFON Gruppe erfolgt über folgende
Leistungsindikatoren:
scrollen
Mit diesen Leistungsindikatoren ist sichergestellt, dass
das Unternehmen, die für das Erreichen der
Wachstumsziele definierten Maßnahmen analysieren und
steuern sowie den Erfolg messen kann.
Der Vorstand der NFON AG hat für die Steuerung der
Gruppe ein internes Managementsystem eingeführt, das
in der folgenden Grafik wiedergegeben ist:
Internes Managementsystem der NFON AG
Finanzielle und nicht-finanzielle LeistungsindikatorenÜbersicht
1 über die Entwicklung der finanziellen und
nicht finanziellen Leistungsindikatoren mit entsprechender
Hervorhebung der bedeutsamsten Leistungsindikatoren:
scrollen
1 Sofern nicht anders angegeben, sind alle Werte
im Konzernabschluss und in den zugehörigen
Anhangangaben gerundet. Daher können in den Tabellen
Rundungsdifferenzen auftreten.
WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche Entwicklung in Europa und DeutschlandNach einer Abschwächung der Weltkonjunktur im
Verlauf des Jahres 2022 haben sich die wesentlichen
Faktoren im ersten Halbjahr 2023 wieder deutlich
verbessert. Neben sinkenden Energiepreisen trugen dem
Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) zufolge
CH1nas Abkehr von der Null-Covid-Politik sowie ein
Rückgang der Lieferengpässe dazu bei, dass die
Weltkonjunktur wieder Tritt fassen konnte.
1 Insbesondere unternehmensseitig hellte sich
aufgrund eines geringeren Inflationsdrucks und der
nachlassenden Einschränkungen bei den Lieferketten die
Stimmung auf. Trotz der Abschwächung einiger
wirtschaftlicher Hemmfaktoren und einem spürbaren
Anstieg der Weltproduktion zum Jahresbeginn 2023, zeichnet
sich allerdings noch kein nachhaltiger Aufschwung ab.
1 Gehemmt wird die Weltwirtschaft weiterH1n von
der restriktiven Geldpolitik der Notenbanken, die zu
deutlich höheren Finanzierungskosten führt und
die Investitionsbereitschaft in der Wirtschaft bremst. Auch
die wirtschaftlichen Unsicherheiten durch den
Russland-Ukraine-Krieg sind nach wie vor ein belastendes
Element.
1
Für den Euroraum rechnet das IfW im weiteren
Jahresverlauf 2023 und im Jahr 2024 mit einer
allmählichen Verstärkung der Konjunktur.
Insgesamt wird das Bruttoinlandsprodukt demnach im
laufenden Jahr um 0,6 % und im Jahr 2024 um 1,7% zulegen.
Für Deutschland, dem Heimatmarkt der NFON AG, wird
H1ngegen im Jahr 2023 ein BIP-Rückgang um 0,2%
prognostiziert. Im kommenden Jahr 2024 erwarten die
Ökonomen dann ein Wirtschaftswachstum um 1,9 %.
Für Großbritannien, größter
Auslandsmarkt der NFON AG, wird ein Anstieg des BIPs um 0,4
% in diesem Jahr und um 1,2 % im Jahr 2024 erwartet.
1
Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition der NFON GruppeAls Anbieter von Cloud-Telefonanlagen ist N FON auf eben
diesem Markt aktiv und bedient darüber H1naus auch die
Märkte für Unified Communications &
Collaboration sowie Contact Center und
Businessapplikationen. Die Marktdynamik macht dabei die
Fokussierung auf die Integration der verscH1edenen
Kommunikationskanäle immer notwendiger .
Geografisch sieht NFON nach wie vor Europa als ihren
Kernmarkt an. Mit der auch in Europa zunehmenden
Durchdringung von Cloud-Produkten und -Dienstleistungen
beschleunigt sich die Digitalisierung und damit das
Wachstumspotenzial. Dabei muss beachtet werden, dass die
Durchdringungsrate von Cloud-Produkten und
-Dienstleistungen über alle Produkte und Länder
H1nweg nach wie vor sehr unterscH1edlich ist. NFON
konzentriert sich primär auf Märkte mit
geringerer Cloud-Penetration, da dort höhere
Wachstumschancen und ein weniger dichtes Wettbewerbsumfeld
zu erwarten sind.
Markt für Cloud-Telefonie
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| in Mio. EUR | H1 2023 | H1 2022 | Veränderung in % | Q2 2023 (3M) | Q2 2022 (3M) | Veränderung in % |
| Umsatzerlöse | 41,2 | 40,1 | 2,7 % | 20,4 | 19,8 | 2,9 % |
| davon wiederkehrend | 38,4 | 36,5 | 5,1 % | 19,0 | 18,2 | 4,9 % |
| davon nicht wiederkehrend | 2,8 | 3,6 | -21,6 % | 1,3 | 1,7 | -19,2 % |
| Materialkosten | -6,6 | -7,3 | 9,0 % | -3,2 | -3,5 | 7,5 % |
| Rohertrag | 34,6 | 32,8 | 5,3 % | 17,2 | 16,3 | 5,1 % |
| Sonstige betriebliche Erträge | 0,5 | 0,4 | 0,5 % | 0,3 | 0,2 | 31,0 % |
| Personalaufwand | -18,3 | -19,7 | 7,1 % | -9,5 | -10,5 | 9,5 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -14,3 | -17,8 | 19,6 % | -7,4 | -9,9 | 25,1 % |
| EBITDA | 2,4 | -4,1 | n.a. | 0,5 | -3,8 | n.a. |
| Adj. EBITDA | 3,4 | -1,5 | n.a. | 1,4 | -2,0 | n.a. |
| Abschreibungen und Wertminderungen | -3,5 | -2,7 | -32,7 % | -1,8 | -1,3 | -32,5 % |
| EBIT | -1,1 | -6,8 | 83,5 % | -1,2 | -5,1 | 76,1 % |
| Nettozinsaufwand | -0,1 | -0,1 | 16,6 % | 0,0 | -0,1 | 56,2 % |
| Ertragssteueraufwand | 0,0 | -0,4 | 91,2 % | 0,0 | -0,2 | 94,5 % |
| Latenter Steuerertrag | 0,0 | 0,2 | n.a. | 0,0 | 0,1 | n.a. |
| Konzernverlust | -1,3 | -7,1 | 82,2 % | -1,3 | -5,3 | 75,6 % |
Der Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2023 steigerte sich
gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 2,7%
auf 41,2 Mio. EUR. Dabei erhöhten sich die
wiederkehrenden Umsatzerlöse gegenüber dem ersten
Halbjahr 2022 überproportional zum Gesamtumsatz um
5,1% auf 38,4 Mio. EUR. Diese Entwicklung beruht vorwiegend
auf der Akquise neuer Kunden und einem Anstieg der
installierten Nebenstellen (Seats) innerhalb des
bestehenden Kundenstamms, insbesondere in Deutschland,
Österreich und Italien.
Des Weiteren resultiert ein Teil des Umsatzwachstums aus
dem Vertrieb des erweiterten Produktportfolios (Premium
Solutions), welches sowohl bei neuen Kunden als auch in die
bestehende Kundenbasis verkauft wird.
Die wiederkehrenden Umsätze setzen sich im
Wesentlichen aus der monatlichen Zahlung fester
Lizenzgebühren pro Seat zuzüglich einer festen
oder volumenabhängigen Gebühr für die
Nutzung von Sprachtelefonie pro Seat oder SIP-Trunk
zusammen.
Die nicht wiederkehrenden Umsätze bestehen
hauptsächlich aus dem Verkauf von Hardware sowie
Aktivierungsgebühren für Nebenstellen und Premium
Solutions und haben sich im Berichtszeitraum im Vergleich
zum Vergleichszeitraum vor allem infolge
rückläufiger Hardwareverkäufe um 22% auf 2,8
Mio. EUR reduziert.
Der für die Entwicklung der Umsätze typische
kumulative Effekt, bezogen auf die im Jahresverlauf
H1nzugewonnenen Nebenstellen (Seats), wird durch die
Entwicklung der in den einzelnen Quartalen des
Berichtszeitraums erwirtschafteten wiederkehrenden
Umsätze deutlich.
Die Entwicklung der Seats belegt den anhaltend
zunehmenden Bedarf an Cloud-Telefonanlagen im Bereich der
Geschäftskunden. Der hohe Zufriedenheitsgrad unserer
sehr loyalen NFON-Kunden unterstreicht die Qualität
von Produkt und Service und wirkt unterstützend. Die
Churn-Rate liegt bei weiterH1n niedrigen rund 0,7% pro
Monat (Hl 2022: 0,5%). Der leichte Anstieg der Rate
gegenüber dem Vorjahreszeitraum geht auf eine geplante
Nachvertragsabwanderung eines Großkunden zurück.
Im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 entwickelte sich
der ARPU leicht rückläufig, jedoch im Vergleich
zum Gesamtjahr 2022 auf einem gleichbleibenden Niveau.
Gegenüber dem Vorjahresberichtszeitraum ist ein
Rückgang von 9,82 EUR (Hl 2022) auf 9,72 EUR (Hl 2023)
festzustellen.
Im Vergleich zu 2022 sind die sonstigen betrieblichen
Erträge im 6-Monatszeitraum 2023 stabil geblieben (H1
2022: 0,4 Mio. EUR; H1 2023: 0,5 Mio. EUR). Wesentlicher
Bestandteil der sonstigen betrieblichen Erträge sind
Erträge im Zusammenhang mit verrechneten
Sachbezügen an Mitarbeiter.
Trotz gestiegener Umsatzerlöse sank in der
Berichtsperiode der Materialaufwand von 7,3 Mio. EUR im
Vorjahreszeitraum um 9,0% auf 6,6 Mio. EUR. Diese
Entwicklung beruht vor allem auf dem Rückgang der
nicht wiederkehrenden Umsätze, insbesondere im
Zusammenhang mit niedrigmargigen Hardwareverkäufen.
H1eraus resultiert eine gegenüber dem
Vergleichszeitraum geringere Materialaufwandsquote von
16,0% (H1 2022:18,1%). Sie verhält sich
planungskonform innerhalb der regulären
Schwankungsbreite.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fiel im
Berichtszeitraum 2023 die durchschnittliche Anzahl an
Mitarbeitenden von 504 auf 451 Diese Verringerung steht im
Einklang mit dem strategischen Ziel des profitablen
Wachstums.
Im Berichtszeitraum fielen Aufwendungen aus dem
Aktienoptionsprogramm in Höhe von 13 TEUR an (H1 2022:
342 TEUR). Im Personalaufwand des Berichtszeitraums sind
außerdem Aufwendungen im Zusammenhang mit der
Fokussierung der konzernweiten Aktivitäten von 0,2
Mio. EUR (H1 2022: 0,3 Mio. EUR) enthalten. Im Zuge der
Reorganisation des Top Managements fielen rund 0,6 Mio. EUR
(H1 2022: 0,0 Mio. EUR) an. Die um diese Aufwendungen
bereinigten Personalkosten betrugen 17,6 Mio. EUR (H1 2022:
19,1 Mio. EUR) und verringerten sich im Vorjahresvergleich
damit um 8,1%. Dies entspricht einer bereinigten
Personalaufwandsquote, von 42,7% im ersten Halbjahr 2023
nach im Vorjahreszeitraum.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im
ersten Halbjahr 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 3,5 Mio. EUR auf 14,3 Mio. EUR (Hl 2022:17,8 Mio. EUR).
Im aktuellen Berichtszeitraum waren dabei
Verwaltungskosten in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Hl 2022:
0,0 Mio. EUR) enthalten. Diese Aufwendungen werden als
Einmaleffekte (Adjustments) klassifiziert.
Bereinigt um die Einmaleffekte, sanken die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen in den ersten sechs Monaten 2023
um 10,8% auf 14,0 Mio. EUR (Hl 2022:15,7 Mio. EUR). Dies
entspricht einer bereinigten Quote gemessen am Umsatz von
34,1% nach 39,2% im Vorjahreszeitraum.
Im ersten Halbjahr 2023 betrugen die
Marketingaufwendungen 1,9 Mio. EUR, was eine Verringerung
gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 61,5 % darstellt
(Hl 2022 5,0 Mio. EUR). Die Kosteneinsparung ist Teil der
Strategie mit der NFON dasangestrebte profitable Wachstum
erreichen will. Wir setzen auf gezieltes und effizientes
Marketing dort, wo wir Marktpotenzial sehen und legen den
Fokus auf den indirekten Vertrieb.
Der Vertriebsaufwand erhöhte sich im
Berichtszeitraum auf 5,8 Mio. EUR (H1 2022: 5,3 Mio. EUR).
Im Vertriebsaufwand enthalten sind vor allem
Provisionsausschüttungen an die Vertriebspartner der
NFON AG, welche prozentual an den Umsätzen beteiligt
werden. Die Quote von Vertriebsaufwand zum Umsatz betrug in
den ersten sechs Monaten 2023 14,2% nach 13,2% im
Vorjahresvergleichszeitraum. Dies resultiert vor allem aus
dem gestiegenen Volumen der Partnerumsätze.
Im ersten Halbjahr 2023 erhöhten sich die
Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,9
Mio. EUR auf 3,5 Mio. EUR (H1 2022: 2,7 Mio. EUR). Diese
Steigerung beruht im Wesentlichen auf der Fertigstellung
verscH1edener Entwicklungsprojekte im zweiten Halbjahr 2022
und dem damit verbundenen Start der planmäßigen
Abschreibungen.
Der Nettozinsaufwand (Zinsen und ähnliche
Erträge abzüglich Zinsen und ähnlichen
Aufwendungen) belief sich im aktuellen Berichtszeitraum wie
im Vorjahr auf 0,1 Mio. EUR. Im Berichtszeitraum waren
keine Darlehen bzw. Kreditlinien beansprucht.
| in Mio. EUR | H1 2023 | H1 2022 | Veränderung in % | Q2 (3M) 2023 | Q2 (3M) 2022 | Veränderung in % |
| EBITDA | 2,4 | -4,1 | n.a. | 0,5 | -3,8 | n.a. |
| Adjustments Personalaufwand: | ||||||
| Stock Options / ESOPS | 0,0 | 0,3 | -96,3 % | 0,0 | 0,2 | -99,7 % |
| Fokussierung der konzernweiten Aktivitäten | 0,2 | 0,3 | -41,8 % | 0,0 | 0,2 | n.a. |
| Reorganisation Top Management | 0,6 | 0,0 | n.a. | 0,6 | 0,0 | n.a. |
| Adjustments sonstiger betrieblicher Aufwand: | ||||||
| Aufwand für M&A | 0,0 | 1,2 | n.a. | 0,0 | 0,6 | n.a. |
| Rebranding | 0,0 | 0,8 | n.a. | 0,0 | 0,8 | n.a. |
| Verwaltungskosten | 0,3 | 0,0 | n.a. | 0,3 | 0,0 | n.a. |
| Summe Adjustments 1 | 1,0 | 2,7 | -62,4 % | 0,8 | 1,8 | -52,7 % |
| EBITDA adjusted | 3,4 | -1,5 | n.a. | 1,4 | -2,0 | n.a. |
| EBIT | -1,1 | -6,8 | 83,5 % | -1,2 | -5,1 | 76,1 % |
| Konzernverlust | -1,3 | -7,1 | 82,2 % | -1,3 | -5,3 | 75,6 % |
| Konzernverlust adjusted | -0,3 | -4,4 | 94,1 % | -0,4 | -3,5 | 87,4 % |
Der Anstieg der immateriellen Vermögenswerte auf
35,3 Mio. EUR zum 30. Juni 2023 (31.12.2022: 34,0 Mio. EUR)
resultiert vor allem aus der Aktivierung von
Entwicklungsprojekten im Zusammenhang mit neuen Produkten
bzw. neuen Features für bestehende Produkte, sowie der
Entwicklung bzw. dem Customizing des neuen Business Support
Systems (BSS). Die aktivierten Kosten für sich in
Entwicklung befindliche Produkte oder bereits
fertigentwickelte Produkte betragen zum Bilanzstichtag 12,7
Mio. EUR (31.12.2022: 11,4 Mio. EUR), für das
Customizing des BSS 5,8 Mio. EUR (31.12.2022: 5,4 Mio.
EUR).
Das Sachanlagevermögen hat sich zum 30. Juni 2023
gegenüber dem 31. Dezember 2022 (8,7 Mio. EUR) um 0,6
Mio. EUR auf 8,1 Mio. EUR verringert. Diese Entwicklung
begründet sich insbesondere durch die im
Berichtszeitraum erfassten planmäßigen
Abschreibungen auf angeschaffte Hardware sowie die
aktivierten Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen.
Die Bankguthaben haben sich zum Stichtag 30. Juni 2023
im Vergleich zum 31. Dezember 2022 um 2,1 Mio. EUR auf 11,1
Mio. EUR verringert. Dem positiven operativen Cash-Flow in
Höhe von 2,3 Mio. EUR standen u.a. Investitionen in
immaterielle Vermögensgegenstände von rund 3,2
Mio. EUR gegenüber. Darüber H1naus fielen
Auszahlungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR im Zusammenhang
mit Leasingverträgen (IFRS 16) an. Das Eigenkapital
sank zum 30. Juni 2022 im Vergleich zum 31. Dezember 2022
(47,8 Mio. EUR) um 1,1 Mio. Euro auf 46,7 Mio. EUR. Dies
steht insbesondere mit dem negativen Periodenergebnis von
1,3 Mio. EUR im Zusammenhang. Die Rücklage für
Währungsumrechnung hat sich zum Bilanzstichtag
gegenüber dem 31. Dezember 2022 um 0,2 Mio. EUR
erhöht.
Stichtagsbedingt haben sich die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen von 4,2 Mio. EUR zum 31.
Dezember 2022 auf 6,0 Mio. EUR zum 30. Juni 2023 deutlich
erhöht.
Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
beliefen sich zum 30. Juni 2023 in Summe auf 5,7 Mio. EUR
(31.12.2022: 5,9 Mio. EUR). Mit Datum vom 22. Dezember 2021
wurde mit der Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) ein
Geldmarktkreditrahmenvertrag in Höhe von 5,0 Mio. EUR
mit einer Laufzeit bis zum 30. November 2026 abgeschlossen.
Zum 30. Juni 2023 wurden aus dieser Kreditlinie keine
Mittel beansprucht.
Nach dem 30. Juni 2023 ergaben sich keine Sachverhalte,
die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage haben könnten.
Im Juli 2023 wurde die Managementebene der NFON AG neu
ausgerichtet und das C-Level um neue Verantwortungsbereiche
erweitert. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, den Vertrag
mit Jan-Peter Koopmann nicht zu verlängern und die
Vorstandsposition des CH1ef Technology Officer neu zu
besetzen. Um die Umsetzung geplanter Änderungen
bestmöglich zu unterstützen, hat Jan-Peter
Koopmann die umgehende Freistellung vorgeschlagen, was vom
Aufsichtsrat der NFON AG akzeptiert wurde. Die Position des
CH1ef Financial Officer wird künftig Patrik Heider,
seit Mai 2023 CH1ef Executive Officer der NFON AG, in
Personalunion übernehmen. Die Funktion des CH1ef
Marketing Officer wird in das Sales-Department integriert.
Die Position wird nicht neu besetzt. Im Zuge dessen wurden
die Positionen des CH1ef Product Officer, CH1ef Commercial
Officer und CH1ef Sales Officer geschaffen, um den Kunden
ein erstklassiges und innovatives Produktportfolio
anzubieten. Die personelle Neuausrichtung folgt dem Ziel,
die NFON AG mit Blick auf die Zukunft kontinuierlich
nachhaltig profitabel zu entwickeln.
Im Geschäftsbericht 2022© hat die NFON AG
Risiken und Chancen ausführlich erläutert. Zum
Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts haben
sich keine Änderungen im Vergleich zum Risiko- und
Chancenbericht 2022 ergeben.
Mehr Infos zu diesem Thema finden Sie im
Geschäftsbericht 2022.
Die Prognose basiert auf dem Kenntnisstand bis zum 30.
Juni 2023 unter Berücksichtigung der für die NFON
Gruppe dargestellten Chancen und Risiken. Durch die
für die NFON Gruppe dargestellten Chancen und Risiken
kann es zu einer Abweichung zwischen den Plandaten und den
Werten, die am Jahresende tatsächlich erreicht werden,
kommen. WeiterH1n können sich Abweichungen aus den
für die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen
vorgenommenen Annahmen ergeben. Es wird auch auf die
Ausführungen im Risiko- und Chancenbericht und im
Prognosebericht im Finanzbericht zum 31. Dezember 2022
verwiesen. Diese hatten zum 30. Juni 2023 unveränderte
Gültigkeit.
Für das Jahr 2023 plant das Unternehmen
unverändert mit einem Wachstum der wiederkehrenden
Umsätze im mittleren bis oberen einstelligen
Prozentbereich. Entsprechend plant das Unternehmen mit
einem Anteil der wiederkehrenden Umsätze am
Gesamtumsatz von >88%. Bislang wurde für das
Geschäftsjahr 2023 ein bereinigtes EBITDA über 4
Mio. Euro prognostiziert. Angesichts der bisherigen
positiven Geschäftsentwicklung sowie der anhaltend
positiven Aussichten für das dritte und vierte Quartal
2023 erwartet der Vorstand nun für das aktuelle
Geschäftsjahr ein bereingtes EBITDA zwischen 6 Mio.
EUR und 7 Mio. EUR.
| in TEUR | 30.6.2023 | 31.12.2022 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Sachanlagen | 8.134 | 8.736 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 35.349 | 34.045 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 672 | 672 |
| Aktive latente Steuern | 271 | 262 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 512 | 420 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 44.937 | 44.135 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 109 | 87 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 11.330 | 9.276 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 390 | 390 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 3.012 | 2.314 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 11.097 | 13.218 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 25.938 | 25.285 |
| Summe Aktiva | 70.875 | 69.420 |
| in TEUR | 30.6.2023 | 31.12.2022 |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 16.561 | 16.561 |
| Kapitalrücklage | 109.098 | 109.086 |
| Verlustvortrag | -79.661 | -78.404 |
| Rücklage für Währungsumrechnung | 709 | 558 |
| Summe Eigenkapital | 46.707 | 47.801 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 4.184 | 4.051 |
| Sonstige nicht finanzielle langfristige Verbindlichkeiten | 672 | 693 |
| Passive latente Steuern | 2.491 | 2.476 |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten | 7.347 | 7.220 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.967 | 4.205 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 2.771 | 2.310 |
| Kurzfristige Ertragssteuerverbindlichkeiten | 285 | 259 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.508 | 1.811 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 6.290 | 5.814 |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten | 16.820 | 14.400 |
| Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten | 70.875 | 69.420 |
| in TEUR | H1 2023 | H1 2022 | Q2 2023 (3M) | Q2 2022 (3M) |
| Umsatzerlöse | 41.179 | 40.089 | 20.393 | 19.826 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 451 | 449 | 279 | 213 |
| Materialaufwand | -6.602 | -7.251 | -3.236 | -3.497 |
| Personalaufwand | -18.332 | -19.736 | -9.508 | -10.503 |
| Planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen | -3.521 | -2.654 | -1.772 | -1.338 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -14.283 | -17.773 | -7.393 | -9.870 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | -13 | 102 | 10 | 89 |
| Sonstiger Steueraufwand | -6 | -10 | -3 | -5 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Zinsergebnis und Ertragsteuern | -1.126 | -6.784 | -1.230 | -5.085 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 44 | 0 | 38 | 0 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -128 | -100 | -70 | -73 |
| Zinsergebnis | -84 | -100 | -32 | -73 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -1.209 | -6.885 | -1.262 | -5.157 |
| Ertragsteueraufwand | -37 | -416 | -12 | -224 |
| Latenter Steueraufwand (im Vorjahr: Steuerertrag) | -11 | 236 | -11 | 119 |
| Nettoverlust | -1.257 | -7.065 | -1.285 | -5.262 |
| Zurechenbar: | ||||
| den Anteilseignern des Mutterunternehmens | -1.257 | -7.065 | -1.285 | -5.262 |
| nicht beherrschenden Anteilen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis (das in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden kann) | 151 | -100 | 104 | -68 |
| Steuern auf das sonstige Ergebnis (das in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden kann) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 151 | -100 | 104 | -68 |
| Gesamtergebnis | -1.107 | -7.165 | -1.181 | -5.330 |
| Zurechenbar: | ||||
| den Anteilseignern des Mutterunternehmens | -1.107 | -7.165 | -1.181 | -5.330 |
| nicht beherrschenden Anteilen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Nettoverlust je Aktie, unverwässert | -0,08 | -0,43 | -0,08 | -0,32 |
| Nettoverlust je Aktie, verwässert | -0,08 | -0,42 | -0,08 | -0,31 |
| in TEUR | Hl1 2023 | Hl1 2022 |
| 1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| Ergebnis nach Steuern | -1.257 | -7.065 |
| Anpassungen zur Überleitung des Ergebnisses zum Mittelabfluss | ||
| Ertragsteuern | 48 | 181 |
| Zinserträge (-aufwendungen), netto | 84 | 100 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 3.521 | 2.654 |
| Wertberichtigungen auf Forcierungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forcierungen | 13 | -102 |
| Anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente | 13 | 342 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge (Aufwendungen) | 31 | -65 |
| Veränderungen bei: | ||
| Vorräte | -22 | -12 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forcierungen | -2.797 | 203 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 2.182 | 945 |
| Rückstellungen | 462 | -603 |
| Auswirkungen von Wechselkursänderungen | 151 | -100 |
| Erträge aus der Veräußerung von Anlagevermögen | 0 | -4 |
| Gezahlte Zinsen | -35 | -27 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -52 | -60 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 2.340 | -3.612 |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 0 | 56 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | -253 | -787 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -3.188 | -4.572 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -3.441 | -5.303 |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Auszahlungen für Leasing (IFRS16) | -1.024 | -1.063 |
| Sonstige Auszahlungen | -3 | 2 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -1.027 | -1.061 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -2.129 | -9.976 |
| Auswirkungen von Wechselkursveränderungen auf die Liquidität | 8 | -23 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode | 13.218 | 27.670 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Periode | 11.097 | 17.670 |
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
enthalten zum 30. Juni 2023 Bankguthaben in Höhe von
303 TEUR (31.12.2022: 316 TEUR) über die NFON nicht
frei verfügen kann, da es sich um zu H1nterlegende
Sicherheitsleistungen von Kunden mit schlechter
Bonität handelt.
| Den Eigentümern des Unternehmens zurechenbar | ||||||
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Rücklage für Währungsumrechnung | Verlustvortrag | Summe Eigenkapital | Nicht beherrschende Anteile |
| Stand zum 1. Januar 2023 | 16.561 | 109.086 | 558 | -78.404 | 47.801 | 0 |
| Gesamtergebnis in der Periode | ||||||
| Verlust (Gewinn) in der Periode | 0 | 0 | 0 | -1.257 | -1.257 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode | 0 | 0 | 151 | 0 | 151 | 0 |
| Summe Gesamtergebnis in der Periode | 0 | 0 | 151 | -1.257 | -1.107 | 0 |
| Geschäftsvorfälle mit Eigentümern des Unternehmens | ||||||
| Anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente | 0 | 13 | 0 | 0 | 13 | 0 |
| Summe Geschäftsvorfälle mit Eigentümern des Unternehmens | 0 | 13 | 0 | 0 | 13 | 0 |
| Stand zum 30. Juni 2023 | 16.561 | 109.099 | 708 | -79.661 | 46.707 | 0 |
| in TEUR | Summe |
| Stand zum 1. Januar 2023 | 47.801 |
| Gesamtergebnis in der Periode | |
| Verlust (Gewinn) in der Periode | -1.257 |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode | 151 |
| Summe Gesamtergebnis in der Periode | -1.107 |
| Geschäftsvorfälle mit Eigentümern des Unternehmens | |
| Anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente | 13 |
| Summe Geschäftsvorfälle mit Eigentümern des Unternehmens | 13 |
| Stand zum 30. Juni 2023 | 46.707 |
| Den Eigentümern des Unternehmens zurechenbar | ||||||
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Rücklage für Währungsumrechnung | Verlustvortrag | Summe Eigenkapital | Nicht beherrschende Anteile |
| Stand zum 1. Januar 2022 | 16.561 | 108.600 | 891 | -62.822 | 63.231 | 0 |
| Gesamtergebnis in der Periode | ||||||
| Verlust (Gewinn) in der Periode | 0 | 0 | 0 | -7.065 | -7.065 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode | 0 | 0 | -100 | 0 | -100 | 0 |
| Summe Gesamtergebnis in der Periode | 0 | 0 | -100 | -7.065 | -7.165 | 0 |
| Geschäftsvorfälle mit Eigentümern des Unternehmens | ||||||
| Anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente | 0 | 342 | 0 | 0 | 342 | 0 |
| Summe Geschäftsvorfälle mit Eigentümern des Unternehmens | 0 | 342 | 0 | 0 | 342 | 0 |
| Stand zum 30. Juni 2022 | 16.561 | 108.942 | 792 | -69.887 | 56.408 | 0 |
| in TEUR | Summe |
| Stand zum 1. Januar 2022 | 63.231 |
| Gesamtergebnis in der Periode | |
| Verlust (Gewinn) in der Periode | -7.065 |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode | -100 |
| Summe Gesamtergebnis in der Periode | -7.165 |
| Geschäftsvorfälle mit Eigentümern des Unternehmens | |
| Anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente | 342 |
| Summe Geschäftsvorfälle mit Eigentümern des Unternehmens | 342 |
| Stand zum 30. Juni 2022 | 56.408 |
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss für das
erste Halbjahr 2023 mit ausgewählten Anhangangaben
bilden die Geschäftstätigkeit der NFON AG (das
"Unternehmen") und seiner Tochterunternehmen (zusammen
"NFON", "Konzern" oder "NFON Gruppe") für den Zeitraum
vom 1. Januar 2023 bis zum 30. Juni 2023 ab. Der
verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde in
Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34, also
den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie
sie vom International Accounting Standards Board (IASB)
veröffentlicht und von der Europäischen Union
(EU) übernommen wurden, aufgestellt und basiert
grundsätzlich auf den gleichen Bilanzierungsmethoden,
die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 Anwendung
gefunden haben. Der verkürzte
Konzern-Zwischenabschluss enthält jedoch nicht alle
Informationen und Angaben, die im Konzernabschluss
notwendig sind, und sollte deshalb in Verbindung mit dem
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 gelesen werden.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni
2023 wurde vom Konzernabschlussprüfer, der KPMG AG,
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, weder
geprüft noch einer prüferischen Durchsicht
unterzogen. Er wurde vom Vorstand am 24. August 2023 zur
Veröffentlichung freigegeben.
Der Konzernzwischenabschluss ist in Euro (EUR)
aufgestellt, der die funktionale Währung und die
Berichtswährung der NFON AG darstellt. Sofern nicht
anders angegeben, sind alle Werte im Konzernabschluss und
in den zugehörigen Anhangangaben auf die nächsten
Tausend Euro (TEUR) gerundet. Daher können in den
Tabellen im Konzernanhang Rundungsdifferenzen auftreten.
Die Konzernbilanz wird gemäß IAS 1 in kurz-
und langfristiges Vermögen beziehungsweise
Verbindlichkeiten gegliedert. Die Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren
erstellt.
Für weitere Informationen zu den im Einzelnen
angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf
den Konzernabschluss der NFON AG zum 31. Dezember 2022
verwiesen.
Vor dem H1ntergrund der hohen Inflation, des hohen
Zinsniveaus und des anhaltenden Ukraine-Konflikts hat sich
der Konzern eingehend mit den daraus resultierenden Risiken
und die Auswirkungen auf die Bilanzierung, z. B. in Form
der Anpassung von Schätzungen, auseinandergesetzt und
festgestellt, dass derzeit keine diesbezüglichen
Anpassungen vorzunehmen sind.
Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren
auf Prämissen, die zum Bilanzstichtag Gültigkeit
hatten. Die tatsächlichen Werte können von den
getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn
sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den
Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln.
NFON ist Anbieter von sprachzentrierter
Business-Kommunikation in Europa, zählt über
50.000 Unternehmen in 15 europäischen Ländern zu
ihren Kunden und ist mit eigenen Gesellschaften in
Deutschland, Österreich, Großbritannien,
Spanien, Italien, Frankreich, Polen und Portugal vertreten.
Darüber H1naus verfügt NFON über ein
großes Partnernetzwerk, über das der Vertrieb in
den übrigen Ländern erfolgt.
Das Unternehmen hat seinen Sitz in der Machtlfinger
Straße 7, 81379 München, und ist im
Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB
168022 eingetragen. Das Unternehmen ist eine
Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und ist in
Deutschland registriert. Der Hauptsitz der
Geschäftstätigkeit ist in München.
Der Konzernzwischenabschluss enthält Beträge
für die Periode vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2023
bzw. zum 30. Juni 2023 im Vergleich zum Zeitraum 1. Januar
2022 bis 30. Juni 2022 bzw. zum 30. Juni 2022. Die Werte in
der Konzernbilanz zum 30. Juni 2023 wurden mit denen der
Konzernbilanz zum letzten Abschlussstichtag, dem 31.
Dezember 2022, verglichen.
Saisonale und sonstige Einflüsse auf die
Geschäftstätigkeit Das Geschäftsmodell der
NFON AG ist kaum von saisonalen Gegebenheiten betroffen, da
das Kerngeschäft vorrangig im
Geschäftskundenbereich -der verscH1edenen Branchen
abdeckt und ganzjährig relativ gleichmäßige
Umsätze generiert -aktiv ist. Darüber H1naus
basiert das Geschäftsmodell zu einem sehr großen
Anteil auf monatlich wiederkehrenden Erlösen.
Im vorliegenden Halbjahresfinanzbericht werden die
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des
Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022 unverändert
fortgeführt.
Aus in der Berichtsperiode erstmals anzuwendenden
Standards ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf
die Rechnungslegungsmethoden des Konzerns. Ebenso ergab
sich daraus keine Notwendigkeit rückwirkender
Anpassungen.
NFON wendet neue Standards prinzipiell erstmals ab dem
Zeitpunkt der erstmaligen verpflichtenden Anwendung an.
Die immateriellen Vermögenswerte betragen zum 30.
Juni 2023 35.349 TEUR (31.12.2022: 34.045 TEUR). Im
Vergleich zum 31. Dezember 2022 haben sich die aktivierten
Aufwendungen für das Software-Customizing,
insbesondere im Zusammenhang mit dem neuen Business Support
System (BSS) um 420 TEUR auf 5.776 TEUR erhöht.
Im Zusammenhang mit der Entwicklung von neuen Produkten
bzw. neuen Features für bestehende Produkte sind zum
30. Juni 2023 Entwicklungskosten von 12.673 TEUR
(31.12.2022: 11.397 TEUR) unter den immateriellen
Vermögenswerten erfasst. Im Berichtszeitraum wurden
dabei 2.408 TEUR als Zugänge erfasst.
Die Finanzverbindlichkeiten umfassen die folgenden
Positionen:
| in TEUR | 30.6.2023 | 31.12.2022 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | ||
| Leasingverbindlichkeiten | 4.184 | 4.051 |
| Summe langfristige Finanzverbindlichkeiten | 4.184 | 4.051 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | ||
| Leasingverbindlichkeiten | 1.508 | 1.811 |
| Summe kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.508 | 1.811 |
| Summe Finanzverbindlichkeiten | 5.692 | 5.862 |
Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen mit
1.243 TEUR (31.12.2022: 1.583 TEUR) gemietete
Büroräume, mit 251 TEUR (31.12.2022: 214 TEUR)
geleaste Fahrzeuge und mit 14 TEUR (31.12.2022: 14 TEUR)
geleaste Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die
langfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen mit 3.881
TEUR (31.12.2022: 3.844 TEUR) gemietete
Büroräume, mit 260 TEUR (31.12.2022: 157 TEUR)
geleaste Fahrzeuge und mit 39 TEUR (31.12.2022: 46 TEUR)
geleaste Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Mit Datum vom 22. Dezember 2021 wurde mit der Bank
für Tirol und Vorarlberg (BTV) ein
Geldmarktkreditrahmenvertrag in Höhe von 5.000 TEUR
mit einer Laufzeit bis zum 30. November 2026 abgeschlossen.
Der für ein Jahr anzuwendende Zinssatz basiert auf dem
laufzeitäquivalenten EURIBOR zuzüglich einer
Marge. Die Marge beträgt bis zum 30. Juni 2022 3,0%.
Ab dem 1. Juli 2022 richtet sich die Marge nach dem EBITDA
des vorangegangenen Geschäftsjahres und beträgt
zwischen 2,25 % und 3,0 %. Für den Fall, dass der
EURIBOR kleiner Null ist, gilt ein EURIBOR in Höhe von
Null als vereinbart. Auf den nicht abgerufenen Betrag des
Kreditrahmens sind 35% der anwendbaren Marge für die
Bereitstellung zu zahlen. Entsprechend dem Kreditvertrag
sind bestimmte Finanzkennzahlen von NFON einzuhalten. Zum
30. Juni 2023 wurden aus dieser Kreditlinie keine Mittel
beansprucht.
Das Eigenkapital ist zum 30. Juni 2023 im Vergleich zum
31. Dezember 2022 um 1.094 TEUR auf 46.707 TEUR gesunken.
Dies steht insbesondere mit dem negativen Periodenergebnis
von 1.257 TEUR im Zusammenhang.
Aufgrund bestehender anteilsbasierter
Vergütungsvereinbarungen hat sich die
Kapitalrücklage um 13 TEUR erhöht. Der
entsprechende Aufwand wurde im Personalaufwand erfasst. Die
Rücklage für Währungsumrechnung hat sich zum
Bilanzstichtag gegenüber dem 31. Dezember 2022 um 151
TEUR erhöht.
Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte und
beizulegenden Zeitwerte der finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
einschließlich ihrer Stufe in der
BemessungsH1erarcH1e dar. Sie enthält keine
Informationen zum beizulegenden Zeitwert für
finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die
nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der
Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den
beizulegenden Zeitwert darstellt.
| 30. Juni 2023 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert (H1erarcH1estufen) | ||||
| in TEUR | Beizulegender Zeitwert (Fair Value) | Buchwert | Summe Buchwert | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Finanzielle Vermögenswerte, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 | 11.330 | 11.330 | - | - | - | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1 | 390 | 390 | - | - | - | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1 | 11.097 | 11.097 | - | - | - | |
| Summe finanzielle Vermögenswerte, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | 22.817 | 22.817 | - | - | - | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | ||||||
| Leasingverbindlichkeiten (IFRS 16) | 5.692 | 5.692 | - | - | - | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1 | 5.967 | 5.967 | - | - | - | |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | 11.659 | 11.659 | - | - | - | |
| 30. Juni 2023 | Beizulegender Zeitwert (H1erarcH1estufen) |
| in TEUR | Summe |
| Finanzielle Vermögenswerte, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1 | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1 | - |
| Summe finanzielle Vermögenswerte, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | |
| Leasingverbindlichkeiten (IFRS 16) | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1 | - |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | - |
1 Ohne Angabe des beizulegenden Zeitwerts, da
dieser annähernd dem Buchwert entspricht.
| 31. Dezember 2022 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert (H1erarcH1estufen) | ||||
| in TEUR | Beizulegender Zeitwert (Fair Value) | Buchwert | Summe Buchwert | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Finanzielle Vermögenswerte, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 | 9.276 | 9.276 | - | - | - | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1 | 390 | 390 | - | - | - | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1 | 13.218 | 13.218 | - | - | - | |
| Summe finanzielle Vermögenswerte, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | 22.884 | 22.884 | - | - | - | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1 | 4.205 | 4.205 | - | - | - | |
| Leasingverbindlichkeiten 1 | 5.862 | 5.862 | - | - | - | |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | 10.067 | 10.067 | - | - | - | |
| 31. Dezember 2022 | Beizulegender Zeitwert (H1erarcH1estufen) |
| in TEUR | Summe |
| Finanzielle Vermögenswerte, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1 | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1 | - |
| Summe finanzielle Vermögenswerte, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1 | - |
| Leasingverbindlichkeiten 1 | - |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | - |
1 Ohne Angabe des beizulegenden Zeitwerts, da
dieser annähernd dem Buchwert entspricht.
Der Konzern erfasste in seiner Gesamtergebnisrechnung
keine wesentlichen Nettogewinne bzw. Nettoverluste aus
finanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten.
Die Fair Values werden auf Basis der am Bilanzstichtag
zur Verfügung stehenden Marktinformationen und nach
marktgängigen Bewertungsmethoden bewertet. Die Fair
Values der verzinslichen Darlehen des Konzerns werden
mittels der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Dabei
wird ein Abzinsungssatz zugrunde gelegt, der den
Fremdfinanzierungszinssatz von N FON zum Ende des
Berichtszeitraums widerspiegelt.
Innerhalb der ersten sechs Monate 2023 wurden keine
Reklassifizierungen zwischen den einzelnen H1erarcH1estufen
vorgenommen.
Im Geschäftsbericht für das Jahr 2022 sowie im
Zwischenlagebericht für das erste Halbjahr 2023 sind
alle Risiken ausgeführt, welche erheblich nachteilige
Auswirkungen auf die Geschäfts-, Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage sowie Reputation der NFON Gruppe
haben können.
Es haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2022 keine
wesentlichen Veränderungen ergeben.
In der folgenden Tabelle werden die Umsatzerlöse
sowohl nach Segmenten als auch nach wiederkehrenden und
nicht wiederkehrenden Umsätzen von
Produkten/Dienstleistungen aufgegliedert.
| in TEUR | H1 2023 | H1 2022 |
| Produkt/Dienstleistung | ||
| Wiederkehrende Umsätze | ||
| NFON AG | 22.158 | 20.954 |
| Deutsche Telefon Standard GmbH | 8.133 | 7.854 |
| NFON GmbH | 3.604 | 3.153 |
| NFON Ltd. | 3.475 | 3.790 |
| NFON Iberia S.L. | 249 | 185 |
| NFON ITALIA S.R.L | 439 | 301 |
| NFON France | 166 | 135 |
| NFON Polska zoo | 171 | 169 |
| Summe wiederkehrende Umsätze nach Segmenten | 38.395 | 36.540 |
| Wiederkehrende Konzernumsatzerlöse | 38.395 | 36.540 |
| Nicht wieclerkehrencle Umsätze | ||
| NFON AG | 1.098 | 1.850 |
| Deutsche Telefon Standard GmbH | 422 | 560 |
| NFON GmbH | 674 | 602 |
| NFON Ltd. | 400 | 321 |
| NFON Iberia S.L. | 1 | 11 |
| NFON ITALIA S.R.L. | 168 | 136 |
| NFON France | 11 | 18 |
| NFON Polska zoo | 10 | 11 |
| Nicht wiederkehrende Umsätze nach Segmenten | 2.784 | 3.549 |
| Nicht wiederkehrende Konzernumsatzerlöse | 2.784 | 3.549 |
| Konzernumsatzerlöse | 41.179 | 40.089 |
Die im Gegensatz zur Entwicklung der nicht
wiederkehrenden Umsatzerlöse angestiegenen
wiederkehrenden Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2023
resultieren im Wesentlichen aus der im Vergleich zum
Vergleichszeitraum ausgeweiteten Customer Base. Die
wiederkehrenden Umsätze setzen sich im Wesentlichen
aus der monatlichen Zahlung einer festen Lizenzgebühr
pro Seat zuzüglich einer festen oder
volumenabhängigen Gebühr für die Nutzung von
Sprachtelefonie der Kundenbasis an Seats und SIP-Trunks
zusammen. Zu den nicht wiederkehrenden Umsätzen
zählen u.a. Umsätze aus dem Verkauf von
Endgeräten (Telefone, Softclients für PCs und
Smartphones) und der einmaligen Aktivierungsgebühr pro
Nebenstelle bei Erstanschluss.
Die im Zusammenhang mit IFRS15 zu erfassenden
vertraglichen Vermögensgegenstände (30.6.2023: 48
TEUR; 31.12.2022: 70 TEUR) sowie vertragliche
Verbindlichkeiten (30.6.2023: 224 TEUR; 31.12.2022: 336
TEUR) werden unter den sonstigen nichtfinanziellen
Vermögenswerten (kurzfristig) bzw. den sonstigen nicht
finanziellen Verbindlichkeiten (kurzfristig) erfasst.
Die sonstigen betrieblichen Erträge 451 TEUR (H1
2022: 449 TEUR) enthalten mit 231 TEUR (H1 2022: 231 TEUR)
vor allem Erträge im Zusammenhang mit verrechneten
sonstigen Sachbezügen von Mitarbeitern.
| in TEUR | H1 2023 | H1 2022 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
| Verkäuferprovision | 5.832 | 5.305 |
| Sonstige Personalkosten | 1.938 | 2.034 |
| Marketingaufwendungen | 1.934 | 5.029 |
| EDV-Kosten | 1.745 | 1.230 |
| Beratungsaufwendungen | 1.077 | 2.182 |
| Mietaufwendungen | 617 | 601 |
| Sonstige Verwaltungskosten | 420 | 833 |
| Support | 191 | 230 |
| Externe Entwicklungskosten | 5 | 7 |
| Sonstige Aufwendungen | 524 | 323 |
| Summe sonstige betriebliche Aufwendungen | 14.283 | 17.773 |
Der Anstieg der Verkäuferprovisionen von 5.305 TEUR
im ersten Halbjahr 2022 auf 5.832 TEUR im Berichtszeitraum
steht vor allem mit dem gegenüber der
Vorjahresvergleichsperiode gestiegenen Umsatzvolumen im
ersten Halbjahr 2023 in Verbindung.
In Vorjahren wurden Aktienoptionspläne (beschlossen
durch die Hauptversammlungen am 9. April 2018 -
"Aktienoptionsplan 2018" und am 24. Juni
2021-"Aktienoptionsplan 2021") aufgesetzt, auf dessen Basis
Mitarbeitende in Schlüsselpositionen des Konzerns
Aktienoptionen zugeteilt wurden.
Die Kosten aus der Gewährung von
Eigenkapitalinstrumenten und Wertsteigerungsrechten an
Mitarbeitende werden im Konzern mit dem beizulegenden
Zeitwert dieser Eigenkapitalinstrumente und
Wertsteigerungsrechte zum Zeitpunkt ihrer Gewährung
bewertet. Zur Schätzung des beizulegenden Zeitwerts
muss für die Gewährung von
Eigenkapitalinstrumenten und Wertsteigerungsrechten ein
geeignetes Bewertungsverfahren bestimmt werden; dieses ist
abhängig von den Bedingungen der Gewährung.
WeiterH1n ist die Festlegung verscH1edener Parameter, wie
z. B. der voraussichtlichen Optionslaufzeit,
Volatilität und Dividendenrendite erforderlich.
Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2023 waren brutto 1.119.229
(30.6.2022: 1.119.229) Aktienoptionen gewährt. In
diesem Zusammenhang wurden im Berichtszeitraum 13 TEUR
(Vorjahreszeitraum: 342 TEUR) im Personalaufwand
(Gegenposition: Kapitalrücklage) erfasst.
Der Steueraufwand von 48 TEUR für das erste
Halbjahr 2023 (H1 2022: 181 TEUR) wurde gemäß
IAS 34 auf Basis der bestmöglichen Schätzung des
durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes
ermittelt. Der erwartete Ertragsteuersatz wurde auf
Grundlage der steuerlichen Planung für das gesamte
Geschäftsjahr ermittelt.
Die folgende Übersicht zeigt die Mitglieder des
Vorstands:
| in TEUR | Wohnort | Funktion und Beruf | Externe Mandate |
| Patrik Heider (seit dem 26. Juni 2023) | München | CEO, Dipl. Kaufm. (FH) | n.a. |
| Dr. Klaus von Rottkay (bis zum 26. Juni 2023) | München | CEO, promovierter Physiker | n.a |
| Jan-Peter Koopmann (bis zum 26. Juni 2023) | Nackenheim | CTO, Dipl. Wirtschaftsinformatiker | n.a. |
Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf
Basis der internen Berichterstattung abzugrenzen, die
regelmäßig vom Hauptentscheidungsträgern,
dem Vorstandsvorsitzenden (CEO), der Gesellschaft im
H1nblick auf Entscheidungen über die Verteilung von
Ressourcen auf die Segmente und der Bewertung ihrer
Ertragskraft überprüft wird. Grundlage für
die Entscheidung, welche Informationen berichtet werden,
ist die interne Organisations- und Managementstruktur sowie
die Struktur der internen Finanzberichterstattung. Im Zuge
der routinemäßigen Managementberichterstattung
erhält und prüft der CEO die Finanzinformationen.
Die Unternehmensleitung bewertet die Performance in
erster Linie auf der Grundlage der in der
Managementberichterstattung ausgewiesenen Informationen zu
Umsatzerlösen und Contribution Margin 2. Die
Contribution Margin 2 entspricht EBITDA bereinigt um die
indirekten Intercompany-Leistungsverrechnungen. Das EBITDA
ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen
gemäß IFRS. Sondereffekte der Periode, die als
außerordentlich angesehen werden, werden im
berichteten EBITDA bereinigt.
Die Umsatzerlöse nach berichtspflichtigen Segmenten
entsprechen den Umsatzerlösen mit externen Kunden und
basieren auf IFRS. Rechnungsstellungen zwischen
Konzerngesellschaften werden bei den Segmenten als Be- und
Entlastung der Kosten dargestellt und sind nicht in den
Umsätzen enthalten. H1erbei sind die
betriebswirtschaftlichen Kostenverrechnungen in der
Contribution Margin 2 enthalten, während steuerliche
Verrechnungspreisanforderungen außerhalb der
Contribution Margin 2 dargestellt werden.
Der Konzern umfasst acht Geschäftssegmente, welche
nachfolgend separat als Segmente dargestellt sind. Die acht
Geschäftssegmente sind NFON AG, Deutsche Telefon
Standard GmbH, NFON GmbH, NFON UK Ltd, NFON Iberia SL, NFON
Italia S.R.L., NFON France und NFON Polska zoo. Im Vorjahr
wurde NFON Polska zoo noch zusammen mit dem Segment NFON
GmbH ausgewiesen. Ab 2023 wird NFON Polska zoo aufgrund der
selbständigen operativen Tätigkeit als eigenes
Segment ausgewiesen. Das Vorjahr wurde so angepasst, dass
dieses der aktuellen Segmentierung entspricht.
| in TEUR | H1 2023 | H1 2022 |
| Umsatzerlöse | ||
| NFON AG | 23.256 | 22.805 |
| Deutsche Telefon Standard GmbH | 8.554 | 8.453 |
| NFON GmbH | 4.279 | 3.755 |
| NFON UK Ltd. | 3.875 | 4.111 |
| NFON Iberia SL | 250 | 196 |
| NFON ITALIA S.R.L | 607 | 437 |
| NFON Polska zoo | 181 | 180 |
| NFON France | 177 | 153 |
| Summe der Umsatzerlöse der berichtspflichtigen Segmente | 41.179 | 40.090 |
| Überleitung | 0 | -1 |
| Summe Konzernerlöse | 41.179 | 40.089 |
| Contribution Margin 2 | ||
| NFON AG | 1.794 | -248 |
| Deutsche Telefon Standard GmbH | 2.297 | 2.225 |
| NFON GmbH | 493 | -494 |
| NFON UK Ltd. | -183 | -588 |
| NFON Iberia SL | -69 | -637 |
| NFON ITALIA S.R.L. | -744 | -915 |
| NFON France | -113 | -504 |
| NFON Polska zoo | -223 | -265 |
| Summe Contribution Margin 2 der berichtspflichtigen Segmente | 3.252 | -1.460 |
| Sonstige Segmente | 102 | 31 |
| Überleitung | -959 | -2.701 |
| Konzern-EBITDA | 2.395 | -4.130 |
| H1nzurechnung: | ||
| Abschreibungen | -3.521 | -2.654 |
| Nettozinserträge/-aufwend ungen | -84 | -100 |
| Ertragsteueraufwand | -48 | -181 |
| Konzern-Jahresergebnis | -1.257 | -7.065 |
Die Überleitungseffekte zum 30. Juni 2023 in
Höhe von -959 TEUR entfallen mit -999 TEUR vor allem
auf in der internen Berichterstattung bereinigte
Sondereffekte, sowie Konsolidierungseffekte in Höhe
von 20 TEUR.
Die Überleitungseffekte zum 30. Juni 2022 in
Höhe von -2.701 TEUR entfallen mit -2.598 TEUR vor
allem auf in der internen Berichterstattung bereinigte
Sondereffekte, sowie Konsolidierungseffekte in Höhe
von -103 TEUR.
Die nachfolgenden Tabellen stellen die Umsatzerlöse
und die langfristigen Vermögenswerte nach einzelnen
Ländern dar. Die geografische Zuordnung der
Umsatzerlöse und Vermögenswerte basiert auf dem
Sitz der Unternehmen in den jeweiligen Ländern.
| in TEUR | H1 2023 | H1 2022 |
| Umsatzerlöse | ||
| Deutschland | 31.225 | 30.749 |
| Österreich | 4.279 | 3.755 |
| Vereinigtes Königreich | 3.875 | 4.111 |
| Spanien | 250 | 196 |
| Italien | 607 | 437 |
| Frankreich | 181 | 153 |
| Polen | 177 | 180 |
| Sonstige Länder | 585 | 508 |
| Summe Konzernerlöse | 41.179 | 40.089 |
Die nachfolgende Tabelle stellt die langfristigen
Vermögenswerte der berichtspflichtigen Segmente mit
Ausnahme von Finanzinstrumenten und latenten Steuern dar.
| in TEUR | 30.6.2023 | 31.12.2022 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Deutschland | 42.660 | 41.965 |
| Portugal | 284 | 352 |
| Vereinigtes Königreich | 403 | 206 |
| Österreich | 325 | 339 |
| Polen | 225 | 238 |
| Italien | 80 | 78 |
| Spanien | 15 | 21 |
| Frankreich | 1 | 2 |
| Summe langfristiges Vermögen | 43.993 | 43.201 |
Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen.
Solche Transaktionen haben sich nicht wesentlich im
Vergleich zum Vorjahr verändert.
Nach dem 30. Juni 2023 ergaben sich keine Sachverhalte,
die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage haben könnten.
München, 24. August 2023
Patrik Heider
CEO
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Halbjahresfinanzberichterstattung der
Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
München, 24. August 2023
Patrik Heider
CEO