NFON AGMünchenHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.202402 KonzernzwischenlageberichtWirtschaftsberichtWichtige EreignisseZum 1. Januar 2024 übernahm Andreas Wesselmann die
Position des Chief Technology Officers (CTO) der NFON AG
und somit auch die des zweiten Vorstands neben Patrik
Heider, Chief Executive Officer (CEO) der NFON AG. Mit der
Ernennung von Merano Mettbach zum Chief Revenue Officer, im
Juni 2024, setzt NFON den eingeschlagenen
Transformationsprozess weiter fort und vereint Vertrieb und
Marketing in der neu geschaffenen Position.
Am 7. März 2024 veröffentlichte NFON
vorläufige Ergebnisse für das Geschäftsjahr
2023 auf Basis vorläufiger, ungeprüfter Zahlen
und vermeldete, dass die Profitabilitätsziele für
2023 übertroffen wurden und sich der profitable
Wachstumskurs im Transformationsjahr 2024 weiter fortsetzt.
Der vollständig testierte Bericht für das
Geschäftsjahr 2023 wurde am 25. April 2024
veröffentlicht. Am 23. Mai 2024 veröffentlicht
NFON die Ergebnisse für das erste Quartal. Alle
Berichte stehen auf der Website von NFON im Bereich
Investor Relations zum Download zur Verfügung.
Die ordentliche Hauptversammlung für das
Geschäftsjahr 2023 wurde am 28. Juni 2024 abgehalten.
Zahlreiche Aktionär:innen fanden sich in der
Börse München zum persönlichen Austausch mit
dem Vorstand der NFON AG ein. Das vertretene Grundkapital
lag bei 82,12 %. Allen Tagesordnungspunkten wurde mit
großer Mehrheit zugestimmt. Die Abstimmungsergebnisse
zur ordentlichen Hauptversammlung 2024 stehen auf der
Website von NFON im Bereich Investor
Relations/Hauptversamm-lung zum Download zur
Verfügung.
Die im Rahmen des Transformationsprozesses Ende April
2024 initiierte Verschmelzung der Deutschen Telefon
Standard GmbH (zum 30. Juni 2024 noch als 100%ige
Tochtergesellschaft geführt) auf die NFON AG wurde am
11. Juli 2024 in das Handelsregister eingetragen. Weitere
Informationen dazu finden sich im Nachtragsbericht.
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche Entwicklung in Europa, Deutschland und wesentlichen AuslandsmärktenNach einer Abschwächung der Weltkonjunktur im
Verlauf des Jahres 2023 haben sich die wesentlichen
Faktoren im ersten Halbjahr 2024 wieder moderat verbessert.
Sinkende Energiepreise und die Erholung des Welthandels
trugen laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft
(IfW) dazu bei, dass die Weltwirtschaft wieder Tritt fassen
konnte. Die Stimmung hellt sich vordergründig aufgrund
steigender Reallöhne und der allmählichen
Lockerung der Geldpolitik auf. Trotz dieser positiven
Entwicklungen zeichnet sich jedoch noch kein nachhaltiger
Aufschwung ab. Gehemmt wird die Weltwirtschaft weiterhin
durch die noch relativ restriktive Geldpolitik der
Notenbanken, die zu höheren Finanzierungskosten
führt und die Investitionsbereitschaft bremst.
Für den Euroraum rechnet das IfW Kiel im weiteren
Jahresverlauf 2024 mit einem moderaten Wachstum der
Konjunktur. Insgesamt wird das Bruttoinlandsprodukt demnach
im laufenden Jahr um 1,2 % zulegen.
1 Für Deutschland, den Heimatmarkt von
NFON, wird hingegen im Jahr 2024 nur ein BIP-Wachstum von
0,2% prognostiziert, was auf strukturelle Schwächen
und politische Unsicherheiten zurückzuführen ist.
Die Prognose für 2025 erwartet ein stärkeres
Wachstum um 1,1 %.
2 Weitere wichtige Regionen für NFON sind
Österreich und Großbritannien. Für
Österreich wird für 2024 laut Konjunkturradar der
Wirtschaftskammer Österreich ein Wirtschaftswachstum
von 0,3 % erwartet.
3 Für Großbritannien hingegen
erwartet die Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ein Wachstum von 0,4
% im Jahr 2024 und 1,0 % im Jahr 2025.
4
1
https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/277fbd37-1384-4b1c-b36f-bb4ea65009bc-KKB_114_2024-Q2_Welt_DE_V2.pdf
Darstellung des Geschäftsverlaufsscrollen
Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslageNFON hat im ersten Halbjahr 2024 seinen Wachstumskurs
fortgesetzt. Durch die Erhöhung des Anteils der
margenstarken wiederkehrenden Umsatzerlöse stieg der
Rohertrag stärker als die Umsatzerlöse.
Im Zuge der Weiterführung der Strategie des
nachhaltig profitablen Wachstums haben sich die
Personalkosten und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
gegenüber dem Vorjahreszeitraum verringert. Bei den
Personalkosten betrifft das insbesondere die Bereiche
Vertrieb und Support, bei den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen insbesondere die Kostenarten Marketing,
IT-Kosten, Freelancer und allgemeine Verwaltungskosten. Die
Personalkosten und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
beinhalten im bisherigen Geschäftsjahr 0,5 Mio. EUR an
Sondereffekten gegenüber 0,8 Mio. EUR im
vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Weitere Informationen
finden sich im Kapitel Ertrags- und Aufwandspositionen.
Umsatzsteigerung, ein höherer Rohertrag sowie
Kostensenkungen im Bereich Personalaufwand und sonstige
betriebliche Aufwendungen führten im ersten Halbjahr
2024 dazu, dass das unbereinigte EBITDA mit 5,0 Mio. EUR
und das bereinigte EBITDA mit 5,5 Mio. EUR deutlich positiv
und gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode
verbessert ausfiel. Auch das EBIT verbesserte sich aus den
genannten Gründen auf 1,0 Mio. EUR.
Konzernumsatz- und KonzernseatentwicklungDer Umsatz ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum
moderat um 3,3 % gestiegen. NFON gelang es, den Umsatz zu
steigern, indem neue Kunden akquiriert, zusätzliche
Nebenstellen (Seats) innerhalb des bestehenden
Kundenstamms, insbesondere in Deutschland, Österreich
und Großbritannien, aktiviert sowie bestehenden
Kunden erweiterte Produkte (Premium Solutions) angeboten
wurden. Gegenläufig wirkten sich die gegenüber
dem Vorjahr deutlich verringerten Umsätze im Bereich
Hardware aus.
Hoher Anteil wiederkehrender Umsätze
Die wiederkehrenden Umsätze setzen sich im
Wesentlichen aus der monatlichen Zahlung einer festen
Lizenzgebühr pro Seat zuzüglich einer festen oder
volumenabhängigen Gebühr für die Nutzung von
Sprachminuten pro Seat oder SIP-Trunk zusammen. Zu den
nicht wiederkehrenden Umsätzen zählen unter
anderem Umsätze aus dem Verkauf von Endgeräten
(Telefone, Softclients für PCs und Smartphones) und
der einmaligen Aktivierungsgebühr pro Nebenstelle bei
Erstanschluss.
Vor allem die wiederkehrenden Umsätze zeigten im
ersten Halbjahr 2024 eine positive Entwicklung. Mit 4,4%
stiegen diese im Berichtszeitraum gegenüber der
vergleichbaren Vorjahresperiode überproportional zum
Gesamtumsatz an. Die Verringerung der nicht wiederkehrenden
Umsätze im Vergleich zur vergleichbaren
Vorjahresperiode (-12,3%) ist vor allem auf das deutliche
Absinken der Hardwareverkäufe
zurückzuführen, unter anderem bedingt durch einen
Nachfragerückgang gepaart mit einem kompetitiven
Marktumfeld.
Gesamtzahl der Seats wächst
Im ersten Halbjahr 2024 gelang es NFON, neue Kunden zu
akquirieren und somit die Anzahl der Seats gegenüber
dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 3,8 % zu steigern.
Die Seatentwicklung zeigt sich positiv, blieb jedoch hinter
den Erwartungen zurück. Die anhaltend niedrige
Kündigungsrate (Churn-Rate) von rund 0,5 % pro Monat
(H1 2023: 0,7 %) unterstreicht die Qualität von
Produkt und Service und garantiert kontinuierliche
wiederkehrende Einnahmen.
Umsatz- und Seatentwicklung nach SegmentenDer NFON-Konzern umfasst insgesamt neun
Geschäftssegmente. Die Aufteilung nach Segmenten
entspricht den einzelnen Ländergesellschaften von
NFON, denen im Geschäftsjahr 2024 zwei Gesellschaften
in Deutschland (NFON AG, Deutsche Telefon Standard GmbH)
und jeweils eine Tochtergesellschaft in Österreich
(NFON GmbH), im Vereinigten Königreich (NFON UK Ltd.),
in Spanien (NFON Iberia SL), Frankreich (NFON France SAS),
Italien (NFON Italia S.r.l.), Polen (NFON Polska Sp. z
o.o.) und Portugal (NFON Developments Lda.)
angehörten.
Davon sind acht Geschäftssegmente mit externen
Umsätzen, die nachfolgend separat als
berichtspflichtige Segmente dargestellt sind. Die
Tochtergesellschaft in Portugal dient ausschließlich
der Erbringung von Entwicklungsleistungen (Software) und
erzielt dauerhaft keine Umsätze außerhalb des
Konzerns. Außer der deutschen Aktiengesellschaft, die
auch für die Forschung und Entwicklung zuständig
ist, fungieren die übrigen Tochtergesellschaften in
ihren Heimatmärkten im Wesentlichen als
eigenständige Vertriebsgesellschaften. Die Deutsche
Telefon Standard GmbH erbringt jedoch weiterhin
Entwicklungsleistungen für die Instandhaltung der
eigenen Produkte und seit 2021 für das
NFON-Produktportfolio.
Die generierten Umsatzerlöse des gesamten
NFON-Konzerns im ersten Halbjahr mit externen Kunden teilen
sich wie folgt auf die einzelnen Ländergesellschaften
auf und werden nach IFRS-Rechnungslegungsvorschriften
berichtet:
Die wiederkehrenden Umsatzerlöse der NFON AG
erhöhten sich von 38,4 Mio. EUR auf 40,1 Mio. EUR.
Deutlich geringere Hardwareverkäufe wirkten
dämpfend auf die Entwicklung der nicht wiederkehrenden
Erlöse, die sich insgesamt um 0,3 Mio. EUR
verringerten.
Bei der Deutschen Telefon Standard GmbH konnten vor
allem die Erlöse im Zusammenhang mit PBX und SIP-Trunk
gesteigert werden.
Überdurchschnittlich entwickelten sich die
Umsatzerlöse der Segmente Großbritannien (+9,1
%), Österreich (+6,5 %) und Polen (+33,4 %).
Das Umsatzwachstum der NFON Italia S.r.l. erhöhte
sich nur leicht um 1,7% auf 0,6 Mio. EUR. Die
wiederkehrenden Umsätze stiegen zwar um 21,7%, jedoch
wirkten sich geringe Hardwareverkäufe auch hier
dämpfend auf die Entwicklung der Umsatzerlöse
aus.
Die Geschäftstätigkeit in den Segmenten NFON
Iberia SL und NFON France SAS wird auch im Jahr 2024 auf
einem niedrigen Niveau fortgeführt. Die
Umsatzerlöse der NFON Iberia SL verringerten sich um
6,9 %, wohingegen NFON France SAS die Umsatzerlöse um
15,4 % steigern konnte.
Seats in den Segmentenscrollen
Entwicklung durchschnittlicher Umsatz pro NutzerNFON erfasst den durchschnittlichen wiederkehrenden
Umsatz über alle Leistungen, Vertriebskanäle und
Länder pro Nutzer beziehungsweise Seat, den
sogenannten blended Average Revenue per User (ARPU), um die
operative Leistung pro Nebenstelle zu messen. Signifikanten
Einfluss auf den blended ARPU haben die durchschnittlich
verkauften Sprachminuten pro Seat. Diese sind
gegenüber den Jahren 2020 und 2021 der
Covid-19-Pandemie leicht gesunken. Um den blended ARPU zu
stabilisieren, wurden im dritten Quartal 2022 und zweiten
Quartal 2024 für ausgewählte Produkte und
Kundenkohorten die Preise erhöht. Durch diese
Maßnahme liegt der blended ARPU im ersten Halbjahr
2024, trotz des Effekts aus der Entwicklung der
Sprachminuten, über dem des ersten Halbjahrs 2023.
Stabiler blended ARPU
Ertrags- und AufwandspositionenSonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten
sich zum 30. Juni 2024 auf 0,3 Mio. EUR (30. Juni 2023: 0,5
Mio. EUR), insbesondere aufgrund einer geringeren
Mitarbeitendenanzahl und dadurch gesunkener Sachbezüge
(Jobrad, private Nutzung von Firmenwagen).
MaterialaufwandIm ersten Halbjahr 2024 blieb der Materialaufwand
gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode konstant
bei 6,6 Mio. EUR. Weiter zurückgehende
Hardwareverkäufe haben zu einer
Materialaufwandsreduktion geführt, steigende
Erlöse hingegen zu einer Erhöhung, sodass sich
diese beiden Effekte absolut aufgehoben haben. Insgesamt
sank die Materialaufwandsquote gegenüber dem Vorjahr
auf 15,5% (Vorjahreszeitraum: 16,0 %).
PersonalaufwandIm Vergleich zum Vorjahr sank im Berichtsjahr die
durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitenden (natürliche
Personen) auf 412 (Vorjahreszeitraum: 451). In der Folge
verringerte sich der Personalaufwand auf 17,4 Mio. EUR
(Vorjahreszeitraum: 18,3 Mio. EUR).
Im Berichtszeitraum wurden Aufwendungen in Höhe von
0,1 Mio. EUR im Rahmen der Verschmelzung und Integration
der Deutschen Telefon Standard GmbH erfasst. Darüber
hinaus wurden Aufwendungen in Höhe von 40 TEUR
(Vorjahreszeitraum: 13 TEUR) im Zusammenhang mit einem
Aktienoptionsprogramm für Mitarbeitende erfasst.
Bereinigt um diese Einmaleffekte (Sondereffekte),
verringerten sich die Personalkosten im
Vorjahresperiodenvergleich auf 17,3 Mio. EUR
(Vorjahreszeitraum: 17,6 Mio. EUR). Dies entspricht einer
am Umsatz gemessenen bereinigten Personalaufwandsquote von
40,7% (Vorjahreszeitraum: 42,7 %).
Sonstige betriebliche Aufwendungen inklusive Marketing- und VertriebsaufwandIm ersten Halbjahr 2024 konnten wir die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen weiter von 14,3 Mio. EUR (30.
Juni 2023) auf 13,7 Mio. EUR reduzieren. Dies wird
insbesondere in den Kostenarten Marketing, IT-Kosten sowie
Freelancer sichtbar. Demgegenüber sind aufgrund von
M&A-Aktivitäten die Rechts- und Beratungskosten
sowie aufgrund des Umsatzwachstums die
Provisionsausschüttungen an die NFON-Vertriebspartner
angestiegen. Die Quote von Vertriebsaufwand zum Umsatz
betrug im ersten Halbjahr 2024 14,1 % nach 14,2 % im
Vorjahresvergleichszeitraum.
Im ersten Halbjahr 2024 fielen folgende als
Einmaleffekte klassifizierte sonstige betriebliche
Aufwendungen an: 0,3 Mio. EUR für
M&A-Aktivitäten sowie 0,1 Mio. EUR für die
Verschmelzung und Integration der Deutschen Telefon
Standard GmbH.
Bereinigt um diese Einmaleffekte, sanken die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen im ersten Halbjahr 2024 auf 13,4
Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 14,0 Mio. EUR). Dies
entspricht einer gemessen am Umsatz bereinigten Quote von
31,4 % nach 34,1 % im Vorjahreszeitraum.
AbschreibungenIm ersten Halbjahr 2024 stiegen die Abschreibungen auf
3,9 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 3,5 Mio. EUR). Der Anstieg
ist insbesondere auf höhere Abschreibungen im Rahmen
von selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerten
zurückzuführen.
ZinsergebnisDer Nettozinsaufwand (Zinsen und ähnliche
Aufwendungen abzüglich Zinsen und ähnlicher
Erträge) belief sich im ersten Halbjahr 2024 auf 0,1
Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 0,1 Mio. EUR). Dabei stehen
höhere Zinsaufwendungen für Gebäude- und
Fahrzeugleasing höheren Zinseinnahmen aus Festgeld
gegenüber.
Ertragsteueraufwand/-ertragDer Ertragsteueraufwand in Höhe von 0,5 Mio. EUR
setzt sich im Wesentlichen aus laufendem Steueraufwand vom
Einkommen und vom Ertrag zusammen.
scrollen
Umsatzsteigerung, ein höherer Rohertrag sowie
Kostensenkungen im Bereich Personalaufwand und sonstige
betriebliche Aufwendungen führten im ersten Halbjahr
2024 dazu, dass das unbereinigte EBITDA mit 5,0 Mio. EUR
und das bereinigte EBITDA mit 5,5 Mio. EUR deutlich positiv
und gegenüber dem ersten Halbjahr 2023 verbessert
ausfiel. Auch das EBIT verbesserte sich aus den genannten
Gründen auf 1,1 Mio. EUR.
Vermögens- und Finanzlage und InvestitionenDer Rückgang der immateriellen Vermögenswerte
auf 34,2 Mio. EUR zum 30. Juni 2024 (31. Dezember 2023:
35,4 Mio. EUR) resultiert aus den höheren
Abschreibungen der noch zum 31. Dezember 2023 aktivierten
Entwicklungsprojekte im Zusammenhang mit neuen Produkten
beziehungsweise neuen Features für bestehende
Produkte. Die aktivierten Kosten für in Entwicklung
befindliche Produkte oder bereits fertig entwickelte
Produkte betragen zum Bilanzstichtag 30. Juni 2024 12,8
Mio. EUR (31. Dezember 2023: 13,4 Mio. EUR), für das
Customizing des Business Support Systems (BSS) 5,1 Mio. EUR
(31. Dezember 2023: 5,5 Mio. EUR).
Zum 30. Juni 2024 wurden vor allem Investitionen in
Entwicklungsaktivitäten vorgenommen, die zum Teil in
Höhe von 1,3 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 4,3 Mio.
EUR) aktiviert wurden. Diese wurden unter den immateriellen
Vermögenswerten erfasst. Die im Berichtszeitraum
getätigten Investitionen in Höhe von 0,3 Mio. EUR
in das Sachanlagevermögen flossen vor allem in die
IT-Infrastruktur.
Das Sachanlagevermögen hat sich zum 30. Juni 2024
gegenüber dem 31. Dezember 2023 (11,6 Mio. EUR) um 0,9
Mio. EUR auf 10,7 Mio. EUR verringert. Diese Entwicklung
begründet sich insbesondere durch die im
Berichtszeitraum erfassten planmäßigen
Abschreibungen auf angeschaffte Hardware.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind
stichtagsbedingt um 1,2 Mio. EUR auf 10,2 Mio. EUR
gegenüber dem 31. Dezember 2023 gestiegen.
Die Bankguthaben haben sich zum Stichtag 30. Juni 2024
im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 1,3 Mio. EUR auf 13,5
Mio. EUR erhöht.
Das Eigenkapital stieg zum 30. Juni 2024 im Vergleich
zum 31. Dezember 2023 (47,2 Mio. EUR) um 0,7 Mio. EUR auf
47,9 Mio. EUR an. Dies steht insbesondere mit dem positiven
Periodenergebnis von 0,5 Mio. EUR im Zusammenhang. Die
Rücklage für Währungsumrechnung hat sich zum
Bilanzstichtag gegenüber dem 31. Dezember 2023 um 0,2
Mio. EUR erhöht.
Stichtagsbedingt haben sich die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen von 5,0 Mio. EUR zum 31.
Dezember 2023 auf 5,1 Mio. EUR zum 30. Juni 2024 leicht
erhöht.
Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
beliefen sich zum 30. Juni 2024 in Summe auf 9,4 Mio. EUR
(31. Dezember 2023: 9,9 Mio. EUR).
Mit Datum vom 22. Dezember 2021 wurde mit der Bank
für Tirol und Vorarlberg (BTV) ein
Geldmarktkreditrahmenvertrag in Höhe von 5,0 Mio. EUR
mit einer Laufzeit bis zum 30. November 2026 abgeschlossen.
Zum 30. Juni 2024 wurden aus dieser Kreditlinie keine
Mittel beansprucht.
Der operative Cashflow ist zum 30. Juni 2024 auf +3,7
Mio. EUR (30. Juni 2023: +2,3 Mio. EUR) angestiegen. Dies
ist im Wesentlichen auf die positive Entwicklung der
Ertragslage zurückzuführen. Das Ergebnis vor
Steuern hat sich von -1,3 Mio. EUR zum 30. Juni 2023 auf
+0,5 Mio. EUR zum 30. Juni 2024 verbessert. Der Anstieg der
sonstigen Forderungen und Vermögenswerte wirkte sich
mit 0,8 Mio. EUR Cashflow-mindernd aus. Der Rückgang
der sonstigen Rückstellungen um 0,3 Mio. EUR steht im
Wesentlichen im Zusammenhang mit dem weiteren Verbrauch der
im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für
Neuausrichtung des Top-Managements, was sich negativ auf
den operativen Cashflow auswirkte. Aus
Wechselkursänderungen verzeichnete NFON im
Berichtszeitraum einen Ertrag von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr:
0,2 Mio. EUR), der im Wesentlichen aus der Umrechnung von
GBP und EUR in der englischen Tochtergesellschaft stammt.
Die Erträge dort stammen in erster Linie aus der
Bewertung von Intercompany-Darlehen und
Intercompany-Verrechnungen.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit von rund
-1,6 Mio. EUR resultierte aus der Investition in
immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,3 Mio.
EUR, die auf Entwicklungsprojekte zurückzuführen
sind. Darüber hinaus wurden Investitionen in das
Sachanlagevermögen in Höhe von 0,3 Mio. EUR
getätigt, die im Wesentlichen aus IT-Infrastruktur und
Hardware bestanden.
Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten
in Höhe von 0,8 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen
aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten.
Chancen- und RisikoberichtChancen- und RisikomanagementIm Geschäftsbericht 2023 hat die NFON AG Risiken
und Chancen ausführlich erläutert. Zum Zeitpunkt
der Veröffentlichung dieses Berichts haben sich keine
Änderungen im Vergleich zum Risiko- und Chancenbericht
2023 ergeben.
NachtragsberichtNach dem Bilanzstichtag ergaben sich keine Sachverhalte,
die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage zum 30. Juni 2024 haben:
Verschmelzung der Deutschen Telefon Standard GmbH vollzogenDie im Rahmen des Transformationsprozesses Ende April
2024 initiierte Verschmelzung der Deutschen Telefon
Standard GmbH auf die NFON AG wurde am 11. Juli 2024 in das
Handelsregister eingetragen. Damit ist die Verschmelzung
erfolgreich vollzogen und die NFON AG tritt in die
vollständige Rechtsnachfolge der Deutschen Telefon
Standard GmbH ein.
Die Verschmelzung und Integration der Deutschen Telefon
Standard GmbH ist ein weiterer Meilenstein für NFON
auf dem Weg zu nachhaltig profitablem Wachstum. NFON
stärkt mit diesem Schritt das Geschäft im
deutschen Markt und schafft ein einheitliches
Produktsortiment, das das Unternehmen in die Lage versetzt,
zukünftig weitere Synergien zu heben und
Effizienzsteigerungen zu generieren.
NFON AG übernimmt mit botario GmbH einen Spezialisten für KI-basierte KommunikationslösungenDie NFON AG übernimmt mit Wirkung vom 21. August
2024 die botario GmbH aus Bremen. Die botario GmbH hat sich
auf künstliche Intelligenz (KI) für
Kommunikationslösungen spezialisiert. Mit einem
starken Fokus auf Sprachverarbeitung und Automatisierung
bietet botario maßgeschneiderte KI-Plattformen, die
Unternehmen dabei unterstützen, ihre
Geschäftsprozesse zu optimieren und ihre
Kommunikationsabläufe zu automatisieren. Die
Übernahme der botario GmbH erfolgt im Rahmen der
Transformation von NFON und stärkt die Ausrichtung hin
zu einem Anbieter von KI-basierten
Businesskommunikationslösungen. Der Kaufpreis für
die botario GmbH beläuft sich auf einen niedrigen
zweistelligen Millionen-Euro-Betrag (cash- und debt-free),
wobei bei Signing eine Teilbarzahlung sowie eine
dreijährige Earn-out-Periode vereinbart wurden, die an
die künftige Entwicklung der zu erwerbenden
Gesellschaft anknüpft. Über die weiteren Details
des Kaufvertrags wurde Stillschweigen vereinbart. 2023
erzielte die botario GmbH rund 2,1 Mio. EUR Umsatz bei
einer EBITDA-Marge von rund 30 %.
PrognoseberichtDie Prognose basiert auf dem Kenntnisstand bis zum 30.
Juni 2024 unter Berücksichtigung der für den
NFON-Konzern dargestellten Chancen und Risiken. Durch die
für den NFON-Konzern dargestellten Chancen und Risiken
kann es zu einer Abweichung zwischen den Plandaten und den
Werten, die am Jahresende tatsächlich erreicht werden,
kommen. Weiterhin können sich Abweichungen aus den
für die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen
vorgenommenen Annahmen ergeben. Es wird auch auf die
Ausführungen in den Kapiteln "Gesamtwirtschaftliche
und branchenbezogene Rahmenbedingungen", "Chancen- und
Risikobericht" sowie "Prognosebericht" im
Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2023 verwiesen.
Diese hatten zum 30. Juni 2024 unveränderte
Gültigkeit.
Erwartete Entwicklung der bedeutsamsten LeistungsindikatorenFür das Jahr 2024 erwarten wir weiterhin die
Entwicklung unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren wie
folgt:
Prognose 2024scrollen
03 Verkürzter KonzernzwischenabschlussKonzernbilanzzum 30. Juni 2024Aktivascrollen
Passivascrollen
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnungfür die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2024scrollen
Konzern-Kapitalflussrechnungfür die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2024scrollen
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungzum 30. Juni 2024scrollen
scrollen
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungzum 31. Dezember 2023scrollen
scrollen
Ausgewählte Anhangangaben1. Grundlagen der RechnungslegungÜbersicht zum UnternehmenNFON ist Anbieter von sprachzentrierter
Businesskommunikation in Europa, zählt über
55.000 Unternehmen in 18 europäischen Ländern zu
seinen Kunden und ist mit eigenen Gesellschaften in
Deutschland, Österreich, im Vereinigten
Königreich, in Spanien, Italien, Frankreich, Polen und
Portugal vertreten. Darüber hinaus verfügt NFON
über ein großes Partnernetzwerk, über das
der Vertrieb in den übrigen Ländern erfolgt.
Die NFON AG hat ihren Sitz in der Zielstattstraße
36, 81379 München, und ist im Handelsregister des
Amtsgerichts München unter HRB 168022 eingetragen. Das
Unternehmen ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem
Recht und ist in Deutschland registriert. Der Hauptsitz der
Geschäftstätigkeit ist in München.
Verkürzter KonzernzwischenabschlussDer verkürzte Konzernzwischenabschluss für das
erste Halbjahr 2024 mit ausgewählten Anhangangaben
bildet die Geschäftstätigkeit des NFON-Konzerns
(im Folgenden: "wir", "NFON", "das Unternehmen", "der
Konzern", "der NFON-Konzern") für den Zeitraum vom 1.
Januar 2024 bis zum 30. Juni 2024 ab. Der verkürzte
Konzernzwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit
den Vorschriften des IAS 34, also den International
Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie vom
International Accounting Standards Board (IASB)
veröffentlicht und von der Europäischen Union
(EU) übernommen wurden, unter Berücksichtigung
der Auslegung des International Financial Reporting
Interpretations Committee (IFRIC), aufgestellt und basiert
grundsätzlich auf den gleichen Bilanzierungsmethoden,
die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 Anwendung
gefunden haben. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss
enthält jedoch nicht alle Informationen und Angaben,
die im Konzernabschluss notwendig sind, und sollte deshalb
in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember
2023 gelesen werden.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni
2024 wurde vom Konzernabschlussprüfer, der KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, weder
geprüft noch einer prüferischen Durchsicht
unterzogen. Er wurde vom Vorstand am 21. August 2024 zur
Veröffentlichung freigegeben.
WährungDer Konzernzwischenabschluss ist in Euro (EUR)
aufgestellt, der die funktionale Währung und die
Berichtswährung der NFON AG darstellt. Sofern nicht
anders angegeben, sind alle Werte im Konzernabschluss und
in den zugehörigen Anhangangaben kaufmännisch auf
die nächsten tausend Euro (TEUR) gerundet. Daher
können in den Tabellen im Konzernanhang
Rundungsdifferenzen auftreten.
SonstigesDie Konzernbilanz wird gemäß IAS 1 in kurz-
und langfristiges Vermögen beziehungsweise kurz- und
langfristige Verbindlichkeiten gegliedert. Die
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem
Gesamtkostenverfahren erstellt.
Für weitere Informationen zu den im Einzelnen
angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf
den Konzernabschluss der NFON AG zum 31. Dezember 2023
verwiesen.
Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren
auf Prämissen, die zum Bilanzstichtag Gültigkeit
hatten. Die tatsächlichen Werte können von den
getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn
sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den
Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln.
VergleichsinformationenDer Konzernzwischenabschluss enthält Beträge
für die Periode vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2024
beziehungsweise zum 30. Juni 2024 im Vergleich zum Zeitraum
1. Januar 2023 bis 30. Juni 2023 beziehungsweise zum 30.
Juni 2023. Die Werte in der Konzernbilanz zum 30. Juni 2024
wurden mit denen der Konzernbilanz zum letzten
Abschlussstichtag, dem 31. Dezember 2023, verglichen.
Saisonale und sonstige Einflüsse auf die GeschäftstätigkeitDas Geschäftsmodell der NFON AG ist kaum von
saisonalen Gegebenheiten betroffen, da das
Kerngeschäft vorrangig im Geschäftskundenbereich
- der verschiedene Branchen abdeckt und ganzjährig
relativ gleichmäßige Umsätze generiert -
aktiv ist. Darüber hinaus basiert das
Geschäftsmodell zu einem sehr großen Teil auf
monatlich wiederkehrenden Erlösen.
2. Auswirkungen neuer Standards zur Rechnungslegung und InterpretationenIm vorliegenden Halbjahresfinanzbericht werden die
Bilan-zierungs- und Bewertungsmethoden des
Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 unverändert
fortgeführt.
Aus in der Berichtsperiode erstmals anzuwendenden
Standards ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf
die Rechnungslegungsmethoden des Konzerns. Ebenso ergab
sich daraus keine Notwendigkeit rückwirkender
Anpassungen.
NFON wendet neue Standards prinzipiell erstmals ab dem
Zeitpunkt der erstmaligen verpflichtenden Anwendung an.
3. Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte betragen zum 30.
Juni 2024 34.221 TEUR (31. Dezember 2023: 35.433 TEUR).
Im Zusammenhang mit der Entwicklung von neuen Produkten
beziehungsweise neuen Features für bestehende Produkte
sind zum 30. Juni 2024 Entwicklungskosten von 12.812 TEUR
(31. Dezember 2023: 13.410 TEUR) unter den immateriellen
Vermögenswerten erfasst. Im Berichtszeitraum wurden
dabei 1.228 TEUR als Zugänge erfasst.
4. Verzinsliches FremdkapitalDie Finanzverbindlichkeiten umfassen die folgenden
Positionen:
Verzinsliches Fremdkapitalscrollen
LeasingverbindlichkeitenDie kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen mit
1.331 TEUR (31. Dezember 2023: 1.068 TEUR) gemietete
Büroräume, mit 303 TEUR (31. Dezember 2023: 331
TEUR) gel easte Fahrzeuge und mit 20 TEUR (31. Dezember
2023: 19 TEUR) geleaste Betriebs- und
Geschäftsausstattung und Fahrräder. Die
langfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen mit 7.453
TEUR (31. Dezember 2023: 8.064 TEUR) gemietete
Büroräume, mit 305 TEUR (31. Dezember 2023: 379
TEUR) geleaste Fahrzeuge und mit 34 TEUR (31. Dezember
2023: 40 TEUR) geleaste Betriebs- und
Geschäftsausstattung und Fahrräder.
KreditfazilitätMit Datum vom 22. Dezember 2021 wurde mit der Bank
für Tirol und Vorarlberg (BTV) ein
Geldmarktkreditrahmenvertrag in Höhe von 5.000 TEUR
mit einer Laufzeit bis zum 30. November 2026 abgeschlossen.
Der Zinssatz basiert auf dem laufzeitäquivalenten
(abhängig vom Zeitpunkt der Beanspruchung) EURIBOR
zuzüglich einer Marge. Ab dem 1. Juli 2022 richtet
sich die Marge nach dem EBITDA des vorangegangenen
Geschäftsjahres und beträgt zwischen 2,25 % und
3,0 %. Für den Fall, dass der EURIBOR kleiner null
ist, gilt ein EURIBOR in Höhe von null als vereinbart.
Auf den nicht abgerufenen Betrag des Kreditrahmens sind 35
% der anwendbaren Marge für die Bereitstellung zu
zahlen. Entsprechend dem Kreditvertrag sind bestimmte
Finanzkennzahlen von NFON einzuhalten. Zum 30. Juni 2024
wurden aus dieser Kreditlinie keine Mittel beansprucht.
5. EigenkapitalDas Eigenkapital ist zum 30. Juni 2024 im Vergleich zum
31. Dezember 2023 um 757 TEUR auf 47.912 TEUR gestiegen.
Dies steht insbesondere mit dem positiven Periodenergebnis
von 538 TEUR im Zusammenhang.
Aufgrund bestehender anteilsbasierter
Vergütungsvereinbarungen hat sich die
Kapitalrücklage um 40 TEUR erhöht. Der
entsprechende Aufwand wurde im Personalaufwand erfasst. Die
Rücklage für Währungsumrechnung hat sich zum
Bilanzstichtag gegenüber dem 31. Dezember 2023 um 179
TEUR erhöht.
6. FinanzinstrumenteEinstufungen und beizulegende ZeitwerteDie folgende Tabelle stellt die Buchwerte und
beizulegenden Zeitwerte der finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
einschließlich ihrer Stufe in der
Bemessungshierarchie dar. Sie enthält keine
Informationen zum beizulegenden Zeitwert für
finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die
nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der
Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den
beizulegenden Zeitwert darstellt.
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* Ohne Angabe des beizulegenden Zeitwerts, da
dieser annähernd dem Buchwert entspricht.
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* Ohne Angabe des beizulegenden Zeitwerts, da
dieser annähernd dem Buchwert entspricht.
Der Konzern erfasste in seiner Gesamtergebnisrechnung
keine wesentlichen Nettogewinne oder Nettoverluste aus
finanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten.
Im Berichtszeitraum ist - ebenso wie im Vorjahr - kein nach
der Effektivzinsmethode im Zusammenhang mit zu
fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertenden
finanziellen Verbindlichkeiten berechneter Zinsaufwand im
Finanzergebnis enthalten.
Bewertungstechniken zur Bestimmung des beizulegenden ZeitwertsDie beizulegenden Zeitwerte werden auf Basis der am
Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden
Marktinformationen und nach marktgängigen
Bewertungsmethoden bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte
der verzinslichen Darlehen des Konzerns werden mittels der
Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Dabei wird ein
Abzinsungssatz zugrunde gelegt, der den
Finanzierungszinssatz von NFON zum Ende des
Berichtszeitraums widerspiegelt.
Umgruppierungen zwischen den HierarchiestufenInnerhalb der ersten sechs Monate 2024 wurden keine
Reklassifizierungen zwischen den einzelnen Hierarchiestufen
vorgenommen.
FinanzrisikomanagementIm Geschäftsbericht für das Jahr 2023 sowie im
Zwischenlagebericht für das erste Halbjahr 2024 sind
alle Risiken ausgeführt, die erheblich nachteilige
Auswirkungen auf die Geschäfts-, Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage sowie Reputation des NFON-Konzerns
haben können.
7. Haftungsverhältnisse, Eventualverbindlichkeiten und -verpflichtungenEs haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2023 keine
wesentlichen Veränderungen ergeben.
8. UmsatzerlöseIn der folgenden Tabelle werden die Umsatzerlöse
nach Segmenten nach wiederkehrenden und nicht
wiederkehrenden Produkten / Dienstleistungen aufgegliedert.
Sämtliche Umsatzerlöse resultieren im
Berichtszeitraum - wie auch im Vorjahr - aus Verträgen
mit Kunden.
scrollen
Die im Gegensatz zur Entwicklung der nicht
wiederkehrenden Umsatzerlöse angestiegenen
wiederkehrenden Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2024
resultieren im Wesentlichen aus der im Vergleich zum
Vergleichszeitraum ausgeweiteten Customer Base. Die
wiederkehrenden Umsätze setzen sich im Wesentlichen
aus der monatlichen Zahlung einer festen Lizenzgebühr
pro Seat zuzüglich einer festen oder
volumenabhängigen Gebühr für die Nutzung von
Sprachtelefonie der Kundenbasis an Seats und SIP-Trunks
zusammen. Zu den nicht wiederkehrenden Umsätzen
zählen unter anderem Umsätze aus dem Verkauf von
Endgeräten (Telefone, Softclients für PCs und
Smartphones) und der einmaligen Aktivierungsgebühr pro
Nebenstelle bei Erstanschluss.
Die im Zusammenhang mit IFRS 15 zu erfassenden
vertraglichen Vermögensgegenstände (30. Juni
2024: 55 TEUR; 31. Dezember 2023: 56 TEUR) sowie
vertraglichen Verbindlichkeiten (30. Juni 2024: 237 TEUR;
31. Dezember 2023: 352 TEUR) werden unter den sonstigen
nichtfinanziellen Vermögenswerten (kurzfristig)
beziehungsweise den sonstigen nichtfinanziellen
Verbindlichkeiten (kurzfristig) erfasst.
9. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe
von 250 TEUR (H1 2023: 451 TEUR) enthalten mit 183 TEUR (H1
2023: 231 TEUR) vor allem Erträge im Zusammenhang mit
verrechneten sonstigen Sachbezügen von Mitarbeitenden.
10. Sonstige betriebliche Aufwendungenscrollen
Der Anstieg der Verkäuferprovisionen von 5.832 TEUR
im ersten Halbjahr 2023 auf 5.983 TEUR im Berichtszeitraum
steht vor allem mit dem gegenüber der
Vorjahresvergleichsperiode gestiegenen Umsatzvolumen im
ersten Halbjahr 2024 in Verbindung.
11. Anteilsbasierte VergütungenNFON hat im Berichtsjahr und in Vorjahren Aktienoptionen
an die Mitglieder des Vorstands der NFON AG (Gruppe 1) und
an Geschäftsführer verbundener Unternehmen
(Gruppe 2) sowie an ausgewählte Mitarbeitende der NFON
AG (Gruppe 3) und verbundener Unternehmen (Gruppe 4)
(Aktienoptionsplan 2018, Aktienoptionsplan 2021 und
Aktienoptionsplan 2023) ausgegeben.
Für den Aktienoptionsplan 2023 (entsprechend dem
Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2023) gilt die
folgende Aufteilung: Die Bezugsberechtigten der Gruppe 1
erhalten zusammen höchstens 250.000 der Aktienoptionen
und der hieraus resultierenden Bezugsrechte. Die
Bezugsberechtigten der Gruppe 2 erhalten zusammen
höchstens 100.000 der Aktienoptionen und der hieraus
resultierenden Bezugsrechte.
In Vorjahren wurden Aktienoptionspläne (beschlossen
durch die Hauptversammlungen am 9. April 2018 -
"Aktienoptionsplan 2018", am 24. Juni 2021 -
"Aktienoptionsplan 2021" und am 30. Juni 2023 -
"Aktienoptionsplan 2023") aufgesetzt, auf deren Basis
Mitarbeitenden in Schlüsselpositionen des Konzerns
Aktienoptionen zugeteilt wurden.
Die Kosten aus der Gewährung von
Eigenkapitalinstrumenten und Wertsteigerungsrechten an
Mitarbeitende werden im Konzern mit dem beizulegenden
Zeitwert dieser Eigenkapitalinstrumente und
Wertsteigerungsrechte zum Zeitpunkt ihrer Gewährung
beziehungsweise zum Bilanzstichtag bewertet. Zur
Schätzung des beizulegenden Zeitwerts wird für
die Gewährung von Eigenkapitalinstrumenten und
Wertsteigerungsrechten ein geeignetes Bewertungsverfahren
bestimmt; dieses ist abhängig von den Bedingungen der
Gewährung. Weiterhin sind die Festlegung der
voraussichtlichen Optionslaufzeit, Volatilität und
Dividendenrendite, Annahmen zur Fluktuation des
begünstigten Personenkreises sowie weitere Annahmen
erforderlich.
Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2024 waren brutto 1.512.729
(30. Juni 2023: 1.119.229) Aktienoptionen gewährt. In
diesem Zusammenhang wurden im Berichtszeitraum 40 TEUR
(Vorjahreszeitraum: 13 TEUR) im Personalaufwand
(Gegenposition: Kapitalrücklage) erfasst.
12. ErtragsteuernDer Steueraufwand von 477 TEUR für das erste
Halbjahr 2024 (H1 2023: 48 TEUR) wurde gemäß IAS
34 auf Basis der bestmöglichen Schätzung des
durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes
ermittelt. Der erwartete Ertragsteuersatz wurde auf
Grundlage der steuerlichen Planung für das gesamte
Geschäftsjahr ermittelt.
13. SegmentinformationenGemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf
Basis der internen Berichterstattung abzugrenzen, die
regelmäßig von den
Hauptentscheidungsträgern, dem Vorstandsvorsitzenden
(CEO), der Gesellschaft im Hinblick auf Entscheidungen
über die Verteilung von Ressourcen auf die Segmente
und die Bewertung ihrer Ertragskraft überprüft
werden. Grundlage für die Entscheidung, welche
Informationen berichtet werden, sind die interne
Organisations- und Managementstruktur sowie die Struktur
der internen Finanzberichterstattung. Im Zuge der
routinemäßigen Managementberichterstattung
erhält und prüft der CEO Finanzinformationen.
Die Unternehmensleitung bewertet die Performance in
erster Linie auf der Grundlage der in der
Managementberichterstattung ausgewiesenen Informationen zu
Umsatzerlösen und Contribution Margin 2. Die
Contribution Margin 2 entspricht dem EBITDA, bereinigt um
die indirekten Intercompany-Leistungsverrechnungen. Das
EBITDA ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen
gemäß IFRS. Sondereffekte der Periode, die als
außerordentlich angesehen werden, werden im
berichteten EBITDA bereinigt.
Die Umsatzerlöse nach berichtspflichtigen Segmenten
entsprechen den Umsatzerlösen mit externen Kunden und
basieren auf IFRS. Rechnungsstellungen zwischen
Konzerngesellschaften werden bei den Segmenten als Be- und
Entlastung der Kosten dargestellt und sind nicht in den
Umsätzen enthalten. Hierbei sind die
betriebswirtschaftlichen Kostenverrechnungen in der
Contribution Margin 2 enthalten, während steuerliche
Verrechnungspreisanforderungen außerhalb der
Contribution Margin 2 dargestellt werden. Der NFON-Konzern
umfasst insgesamt neun Geschäftssegmente. Davon sind
acht Geschäftssegmente mit externen Umsätzen, die
nachfolgend separat als berichtspflichtige Segmente
dargestellt sind. Die acht Geschäftssegmente sind NFON
AG, Deutsche Telefon Standard GmbH, NFON GmbH, NFON UK
Ltd., NFON Iberia SL, NFON Italia S.r.l., NFON France SAS
und NFON Polska Sp. z o.o.
Umsatzerlöse und Contribution Margin 2 nach berichtspflichtigen Segmentenscrollen
scrollen
Die interne Berichterstattung basiert auf IFRS und einem
bereinigten EBITDA. Für das bereinigte EBITDA werden
nicht operative Kosten und einmalige Aufwendungen
("Sondereffekte") aus dem EBITDA herausgerechnet.
Die Überleitungseffekte zum 30. Juni 2024 in
Höhe von -427 TEUR entfallen vor allem mit -473 TEUR
auf in der internen Berichterstattung bereinigte
Sondereffekte sowie Konsolidierungseffekte in Höhe von
46 TEUR.
Die Überleitungseffekte zum 30. Juni 2023 in
Höhe von -959 TEUR entfallen mit -999 TEUR vor allem
auf in der internen Berichterstattung bereinigte
Sondereffekte sowie Konsolidierungseffekte in Höhe von
40 TEUR.
Informationen zu geografischen BereichenDie nachfolgenden Tabellen stellen die Umsatzerlöse
und die langfristigen Vermögenswerte nach einzelnen
Ländern dar. Die geografische Zuordnung der
Umsatzerlöse und Vermögenswerte basiert auf dem
Sitz der Unternehmen in den jeweiligen Ländern.
Umsatz mit externen Kundenscrollen
Langfristige VermögenswerteDie nachfolgende Tabelle stellt die langfristigen
Vermögenswerte mit Ausnahme von Finanzinstrumenten,
Anteilen an assoziierten Unternehmen und latenten Steuern
dar.
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14. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen.
Solche Transaktionen haben sich nicht wesentlich zum
Vorjahr verändert.
15. Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach dem Bilanzstichtag ergaben sich keine Sachverhalte,
die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage zum 30. Juni 2024 haben:
Mit Handelsregistereintragung vom 11. Juli 2024 wurde
die 100%ige Tochtergesellschaft Deutsche Telefon Standard
GmbH auf die NFON AG verschmolzen. Aus der Verschmelzung
ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den
Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2024.
Mit notariell beurkundetem Kaufvertrag vom 21. August
2024 übernimmt die NFON AG die botario GmbH mit Sitz
in Bremen. Die botario GmbH hat sich auf künstliche
Intelligenz (KI) für Kommunikationslösungen
spezialisiert. Der Kaufpreis für die botario GmbH
beläuft sich auf einen niedrigen zweistelligen
Millionen-Euro-Betrag (cash- und debt-free), wobei bei
Signing eine Teilbarzahlung sowie eine dreijährige
Earn-out-Periode vereinbart wurden, die an die
künftige Entwicklung der botario GmbH anknüpft.
Die Teilbarzahlung bei Signing wird durch die Aufnahme von
Fremdkapital sowie den Einsatz von eigenen liquiden Mitteln
geleistet. Es ist geplant, die Akquisition zeitnah
abzuschließen. Die botario GmbH wird ab
Kontrollerwerb in den Konzernabschluss der NFON AG
einbezogen.
Im Jahr 2023 erzielte die botario GmbH rund 2,1 Mio. EUR
Umsatz bei einer EBITDA-Marge von rund 30 %.
München, 21. August 2024
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04 Weitere InformationenVersicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Halbjahresfinanzberichterstattung der
Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbliebenen Geschäftsjahr beschrieben sind.
München, den 22. August 2024
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