![]() VSE AktiengesellschaftSaarbrückenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015 und TätigkeitsabschlussLagebericht der VSE AG für das Geschäftsjahr 20151 Grundlagen der GesellschaftDie VSE AG ist seit über 100 Jahren mit dem Saarland eng verwurzelt. An dem Unternehmen mit Sitz in Saarbrücken sind die RWE, das Saarland, Landkreise, Städte und Gemeinden des Saarlandes bzw. deren Stadt- und Gemeindewerke sowie die EdF beteiligt. Die Anbindung an den RWE-Konzern sichert dem Unternehmen im europäischen Wettbewerb auf den Energiemärkten alle Vorteile eines Global Players. Gleichzeitig steuert VSE AG als regionaler Energieversorger eigenverantwortlich das operative Geschäft in der Region. Kerngeschäft ist die Energieversorgung. Die VSE AG ist gemeinsam mit industriellen Partnern Stromerzeuger am Standort Ensdorf und betreibt mit überwiegend kommunalen Partnern regenerative Erzeugungsanlagen. Sie ist Stromlieferant für Stadt- und Gemeindewerke sowie große Industriekunden. Darüber hinaus erbringt die VSE AG für ihre Partnerunternehmen und Dritte qualifizierte technische und kaufmännische Dienstleistungen. Die VSE Verteilnetz betreibt im Saarland ein umfangreiches Hochspannungsnetz. Die VSE AG hat sich von einem einst reinen Stromversorger zu einer starken Unternehmensgruppe entwickelt, die vorrangig in Südwestdeutschland und Luxemburg tätig ist. Dazu hat sie ihr Know-how gemeinsam mit Partnern aus der Region gebündelt: Für Strom, Gas und Wasser in der energis GmbH, für Telekommunikation in der artelis S. A., für Energiedienstleistungen und technische Services in der FAMIS GmbH, für IT- und Abrechnungsdienstleistungen in der prego services GmbH, sowie für Energie- und Zählerdienstleistungen in der VOLTARIS GmbH. Darüber hinaus ist die VSE an weiteren Unternehmen beteiligt. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der RWE AG zum 31. Dezember 2015 einbezogen. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Konjunkturelle Entwicklung Die globale Wirtschaftsleistung stieg 2015 nach ersten Schätzungen um ca. 2,5 % über das Vorjahresniveau an. Das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone dürfte sich im vergangenen Jahr, insbesondere aufgrund der niedrigen Zinsen, der Abwertung des Euros und des gefallenen Ölpreises, voraussichtlich um rund 1,5 % erhöht haben. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland, der größten Volkswirtschaft des Währungsgebiets, wird wahrscheinlich im Jahresvergleich um ca. 1,7 % gestiegen sein. Dabei hatte insbesondere der private Konsum einen positiven Einfluss. Die Konjunktur an der Saar hat sich zum Jahresende hin wieder gefestigt. Hinter dieser Aufwärtsbewegung steht vor allem die Industrie, die wie im Vorjahr von einem starken Export bei einem schwächeren Euro profitiert. 2.2 Witterung Die Witterung spielt für die Energienachfrage und für die regenerative Erzeugung unseres Unternehmens eine wesentliche Rolle. Im vergangenen Jahr lagen die Temperaturen in Deutschland im Mittel insgesamt unter den Werten des Vorjahres, jedoch oberhalb des langjährigen Mittelwertes. Das Windaufkommen befand sich 2015 über dem Vorjahreswert und dem langjährigen Mittel. Die solare Einstrahlung lag im Jahresverlauf knapp über der des Vorjahres, sowie leicht oberhalb der Einstrahlung des langfristigen Mittels. 2.3 Ertragslage Leistungsindikatoren Zur Steuerung der Unternehmensaktivität nutzt die VSE AG verschiedene Kennzahlen. Als finanzielle Leistungsindikatoren dienen insbesondere das betriebliche Ergebnis nach IFRS sowie die Investitionen nach IFRS. Als nicht finanzieller Leistungsindikator dient u.a. der LTIF-Wert (Lost Time Incident Frequency). Umsatzerlöse gestiegen bei erhöhter Strom- und Gasabgabe Die konjunkturelle Entwicklung hat zu einer erhöhten Energienachfrage bei Industrieunternehmen und Weiterverteilern geführt. Insgesamt ist die Stromabgabe im Berichtsjahr von 8.297 GWh auf 10.779 GWh gestiegen. Durch die Ausweitung der Aktivitäten im Gasbereich und die erfolgreiche Gewinnung von neuen Kunden ist die Gasabgabe von 3.152 GWh auf 6.548 GWh gestiegen. Unsere Dienstleistungsangebote an Weiterverteiler und Industriekunden im Bereich des Portfoliomanagements werden am Markt weiterhin gut angenommen. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Geschäftstätigkeiten lag in der Vermarktung von Minutenreserven und Sekundärreserveleistungen für Erzeugungsanlagen in Form eines Poolmodells. Das Geschäftsmodell zur Assetoptimierung im Gas- und Strombereich wurde wie die Direktvermarktung regenerativer Energien weiter ausgebaut. Insgesamt sind damit die Umsatzerlöse, bei fallendem Preisniveau im Energiebereich, auf 737,5 Mio. € (Vorjahr 606,7 Mio. €) gestiegen. Materialaufwand steigt bei verminderten spezifischen Bezugskosten Der Materialaufwand ist - entsprechend der Umsatzsteigerung - insgesamt von 535,4 Mio. € auf 669,4 Mio. € gestiegen. Im Kraftwerk Ensdorf wurde überwiegend Importkohle bei rückläufigen Börsenpreisen eingesetzt. Personalaufwand Der Personalaufwand lag mit 23,8 Mio. € um rd. 1,0 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Bei nahezu konstantem Mitarbeiterstand resultiert die Verminderung im Wesentlichen aus der Entwicklung der Vorsorge für die betriebliche Altersversorgung. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren wesentlich durch Vorsorgen für Personalanpassungs- und Überleitungsmaßnahmen, sowie Prozessrisiken beeinflusst. Beteiligungs- und Zinsergebnis Das gegenüber dem Vorjahr verminderte Beteiligungsergebnis (- 0,6 Mio. €) resultiert bei steigenden Beteiligungserträgen im Wesentlichen aus einer höheren Verlustübernahme der VSE Verteilnetz GmbH. Das Zinsergebnis verminderte sich um rd. 6,7 Mio. €. Es ist in hohem Maße durch den Finanzierungsanteil der Pensionsverpflichtungen beeinflusst, der die Zinsentwicklung an den Kapitalmärkten widerspiegelt. Erträge aus Wertpapieren Durch Umschichtungen innerhalb der Wertpapier-Spezialfonds sowie dem Verkauf von Wertpapieren wurden einmalig Gewinne von insgesamt rd. 37,8 Mio € realisiert. Jahresüberschuss und Ausschüttung Bei einem Jahresüberschuss von 51,7 Mio. € (Vorjahr 21,9 Mio. €) schlägt der Vorstand für das Geschäftsjahr 2015 eine Ausschüttung von 22,0 Mio. € (Vorjahr 22,0 Mio. €) an die Anteilseigner und eine Einstellung in die freie Gewinnrücklage in Höhe von 29,65 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) vor. Die Eigenkapitalrentabilität beträgt 34,8 % (Vorjahr 14,7 %). 2.4 Vermögenslage Sachinvestitionen Die Sachinvestitionen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 6,8 Mio. € (Vorjahr 7,7 Mio. €). Der Schwerpunkt lag dabei im weiteren Ausbau der Netze sowie in der Erneuerung und dem Neubau von Umspannanlagen. Finanzanlagen Die Finanzanlagen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Mio. €. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus Umschichtungen innerhalb des Wertpapierfonds und der Wiederanlage der daraus realisierten Gewinne sowie einer Ausleihung an ein verbundenes Unternehmen und gegenläufig dem Verkauf von Wertpapieren zur Finanzierung der Auslagerung von Pensionsverpflichtungen der VSE Verteilnetz GmbH in einen Treuhand-Fond (Contractual Trust Arrangement). Die Bilanzsumme ist mit 600,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen (607,0 Mio. €). Der Anteil des Anlagevermögens beträgt 79,8 % (Vorjahr 80,5 %) der Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote ist von 28,1 % auf 33,3 % gestiegen. Die Passivseite ist geprägt durch die Entwicklungen im Finanzbereich sowie bei den Rückstellungen. 2.5 Finanzlage Die VSE AG ist in das Cash-Management der RWE AG einbezogen; die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit sichergestellt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag bei 25,6 Mio. € (Vorjahr 28,8 Mio. €). Im Rahmen der Investitions- und Finanzierungstätigkeit sind per Saldo Mittel in Höhe von 10,5 Mio. € (Vorjahr 1,5 Mio. €) abgeflossen. Dabei belief sich die Dividendenzahlung unverändert auf 22,0 Mio. €. 2.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Personal Die VSE AG beschäftigte im Jahresdurchschnitt 271,5 (Vorjahr 274) Mitarbeiter. Die Aus- und Fortbildung hat in der VSE AG weiterhin einen hohen Stellenwert. In Ensdorf wird ein eigenes Aus- und Fortbildungszentrum betrieben. Insgesamt stehen 16 (Vorjahr 19) junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis. Die Ausbildungsquote liegt damit bei rund 5,6 % (Vorjahr 6,5 %). Im Rahmen der gesetzlich geforderten Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils auf Managementebenen innerhalb des RWE-Konzerns, wird die VSE AG in 2015 eine Quote von mindestens 15,8 % aufweisen. Umweltschutz Das Ziel der VSE AG, gemeinsam mit ihren Beteiligungsgesellschaften Ökonomie und Ökologie nachhaltig zum Wohle der Region in Einklang zu bringen, hat weiterhin hohe Priorität. Die bestehenden Umweltmanagementsysteme werden kontinuierlich fortentwickelt. Die VSE AG engagiert sich auch weiterhin in den verschiedensten Institutionen und Arbeitsgemeinschaften im Saarland zur Förderung von regenerativen Energien und energieeffizienten Technologien. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Höchste Priorität gilt der Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Arbeitsplatz unter Berücksichtigung der rechtlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen. Die VSE AG ermittelt, bewertet und kontrolliert neben den Umweltauswirkungen auch andere Gefährdungen und Risiken, die mit der Arbeit verbunden sind. Dabei werden alle erforderlichen Vorkehrungen getroffen, um Verletzungen und Erkrankungen der Mitarbeiter und Dritter zu vermeiden. Die Beschaffenheit der technischen Anlagen im Betriebsbereich wird permanent dem Stand der Sicherheitstechnik angepasst. Gleichzeitig steht die VSE AG mit ihrem großen Erfahrungsschatz auf dem Feld der Arbeitssicherheit ihren Partnerunternehmen mit Rat und Tat zur Seite. Angefangen beim gesamten Thema Arbeitsschutz über die Beratung zu rechtlichen Grundlagen bis hin zur Einführung von Managementsystemen und technischem Sicherheitsmanagement. Ein starkes Augenmerk legt die VSE AG auch weiterhin auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter durch die Angebote im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Mit dem Ziel der Vereinbarkeit von Beruf und Familie werden verstärkt flexible Arbeitszeitmodelle umgesetzt und vielfältige Kinderbetreuungsmöglichkeiten angeboten und unterstützt. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement der VSE AG hat gemeinsam mit Fachleuten zahlreiche Maßnahmen entwickelt, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der VSE-Gruppe gesund und fit bleiben. Das Angebot reicht von der gesunden Ernährung in den VSE-eigenen Kantinen über sportliche Aktivitäten beispielsweise im eigenen Fitnessraum und über gesundheitsbildende Maßnahmen bis hin zu Fachvorträgen. Ziel ist es, den Mitarbeitern Denkanstöße zu geben, um selbst initiativ zu werden. 3 NachtragsberichtFür die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine berichtspflichtigen Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Eine Option zur Übernahme von 37,45 % der Anteile an der FAMIS GmbH, Saarbrücken, wurde im Januar 2016 ausgeübt. 4 Bericht zu verbundenen UnternehmenDie RWE Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen, ist mit einem Anteil von 50,00 % plus 1 Aktie mehrheitlich unmittelbar an der VSE AG beteiligt. Gemäß § 312 AktG hat die VSE AG einen gesonderten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Wiedergabe der Schlusserklärung aus dem Abhängigkeitsbericht „Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden." 5 Chancen- und RisikoberichtRisikomanagement Dem vorausschauenden Management von Risiken und Chancen messen wir nach wie vor eine hohe Bedeutung zu. Die vorhandenen Risiken sowohl bei VSE AG als auch bei den wesentlichen Beteiligungsgesellschaften sind erfasst und werden kontinuierlich überwacht. Die Risikobetrachtung wird regelmäßig aktualisiert. So kann das Risikomanagement zur Erreichung der strategischen Ziele beitragen. Darüber hinaus ist die Gesellschaft in das Risikofrüherkennungssystem der RWE AG, Essen, einbezogen. Ein verstärktes Augenmerk wird auch weiterhin auf Marktrisiken liegen, die sich aus veränderten Energiemärkten ergeben. Die Folgewirkungen aus dem weiterhin forcierten Ausbau der Erzeugungskapazitäten regenerativer Energien werden auch in Zukunft unsere erhöhte Aufmerksamkeit erfordern. Darüber hinaus gilt es den energiewirtschaftlichen Ordnungsrahmen zu beobachten und dessen Einfluss auf unsere Wertschöpfungsstufen Erzeugung, Netze und Vertrieb sowie den Dienstleistungssektor rechtzeitig zu bewerten. Wesentliche Risiken Aufgrund des nachhaltig niedrigen Zinsniveaus werden weiterhin erhöhte bilanzielle Belastungen aus den Pensionsverpflichtungen erwartet. Der wirtschaftliche Weiterbetrieb des Kraftwerks Ensdorf hängt stark von der Weiterentwicklung der energiepolitischen Rahmenbedingungen sowie der technischen Verfügbarkeit der Anlagen ab. Entsprechende Vorsorgen belasten das Ergebnis. Nach gegenwärtigem Kenntnisstand sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden. Wesentliche Chancen Die VSE AG sieht Chancen für ihre Entwicklung im Wesentlichen im konsequenten Ausbau ihres Dienstleistungsportfolios im gesamten Energiebereich sowie in der konsequenten Umsetzung weiterer Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Verwendung von Finanzinstrumenten Bei der VSE AG bestehen Finanzinstrumente im Wesentlichen in Form von Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Liefer-/Leistungsverkehr und Finanzbereich sowie in Form von Finanzanlagen. Im Bereich der Forderungen und Verbindlichkeiten können aufgrund der Geschäftstätigkeit Preisänderungsrisiken, die für die Lage oder die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung sind, weitgehend ausgeschlossen werden. Ausfallrisiken wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Daneben werden im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Forward-Kontrakte (Termingeschäfte) hinsichtlich der Energiebeschaffung abgeschlossen. Dies erfolgt im Rahmen sog. Back-to-back-Geschäfte, so dass die Gesellschaft keine offenen Positionen hat bzw. keine Spekulationsgeschäfte eingeht. 6 Angaben gem. § 6b Abs. 7 EnWG zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWGDie VSE AG übt die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung", „andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors", „andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors" sowie „Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors" aus. Für die Tätigkeit „Elektrizitätsverteilung" wird ein Tätigkeitsabschluss nach den Vorschriften des § 6b Abs. 3 EnWG und den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Im Jahr 2007 ist im Rahmen des sog. Legal Unbundling die VSE Verteilnetz GmbH gegründet worden. Die VSE AG verpachtet seit diesem Zeitpunkt das Elektrizitätsverteilnetz an die VSE Verteilnetz GmbH, woraus entsprechende Erlöse erzielt werden. Die wesentlichen Kosten dieses Tätigkeitsbereichs ergeben sich aus Abschreibungen auf das Verteilnetz. Die wesentlichen Aktiv- und Passivposten sowie Aufwendungen und Erträge werden den einzelnen Tätigkeiten im Wesentlichen auf Basis von Einzelkonten oder anhand von Profit Centern direkt zugeordnet. In den Fällen, in denen dies nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden wäre, erfolgt die Zurechnung grundsätzlich nach sachbezogenen Umlageschlüsseln, die eine sachgerechte Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeiten ermöglichen. Der Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung weist für das Berichtsjahr ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 5,8 Mio. € aus. 7 PrognoseberichtKonjunktur Nach ersten Prognosen wird die globale Wirtschaftsleistung 2016 voraussichtlich um etwa 2,5 % steigen. Die konjunkturelle Erholung des Euro-Raums dürfte sich im Prognosezeitraum voraussichtlich fortsetzen und das Bruttoinlandsprodukt somit um rund 1,5 % steigen. Vergleichbar dazu scheinen die Perspektiven für die deutsche Volkswirtschaft zu sein: Nach einem Wachstum von 1,7 % im vergangenen Jahr hält der Sachverständigenrat auch für 2016 einen Anstieg der Wirtschaftsleistung im Bereich von 1,6 % für möglich. Stimulierende Impulse werden insbesondere durch die robuste Beschäftigungssituation und die gestiegenen verfügbaren Einkommen erwartet, die den privaten Konsum weiter ansteigen lassen sollten. Strom- und Gasnachfrage Nachdem die Temperaturen in der Heizperiode des Jahres 2015 deutlich über dem langjährigen Mittel lagen, wird für 2016 mit normalen Temperaturen für den witterungsabhängigen Strom- und Gasverbrauch gerechnet. Der konjunkturabhängige Teil der Strom- und Gasnachfrage sollte aufgrund der Wirtschaftswachstumsaussichten das Vorjahresniveau überschreiten. Energiepreise Der Markt erwartet für 2016 eine fallende Entwicklung der Energiepreise. Sowohl im Spitzenlast- wie auch im Grundlastbereich geben die Marktpreise auf niedrigem Niveau weiter nach. Der Wettbewerb im Strom- und Gasgeschäft wird sich weiterhin verschärfen, gleichwohl strebt die VSE AG eine Steigerung der Strom- und Gasabgabe in 2016 an. Kraftwerk Ensdorf Die Situation des Steinkohle-Kraftwerks Ensdorf ist weiterhin angespannt. Die marktseitigen Rahmenbedingungen setzen einem wirtschaftlichen Weiterbetrieb weiterhin enge Grenzen. Trotz bereits erreichter hoher Flexibilisierung der Fahrweise, kann das Kraftwerk nur noch in Spitzenlastzeiten wirtschaftlich betrieben werden. Obwohl weiterhin leicht fallende Preise im internationalen Handel von Primärenergieträgern erwartet werden, wird der Margendruck, bei steigenden Preisen für CO2-Zertifikate, anhalten. Die Weiterentwicklung der energiepolitischen Rahmenbedingungen sowie die technische Verfügbarkeit der Anlagen werden für die Zukunft des Kraftwerks von entscheidender Bedeutung sein. Regenerative Energien Die VSE AG richtet auch weiterhin ein verstärktes Augenmerk auf neue Projekte zur regenerativen Energieerzeugung. Windparkprojekte mit hoher Realisierungswahrscheinlichkeit sind bereits in Bearbeitung und sollen im kommenden Jahr umgesetzt werden. Sonstiges Dem Ausbau der kerngeschäftsunterstützenden Tätigkeiten kommt auch weiterhin eine hohe Bedeutung zu. Ebenso wird die VSE AG die Möglichkeiten eines leistungsstarken Glasfasernetzes weiter nutzen und dessen Ausbau verstärkt vorantreiben. Durch nachhaltige Investitionen in die regenerative Energieerzeugung sowie die Beteiligung an innovativen Projekten zur weiteren Förderung erneuerbarer Energien, trägt die VSE AG ihrer Verantwortung in der Region Rechnung. Unsere Strategie der Kooperationen mit regionalen Partnern werden wir nach wie vor weiter verfolgen, um die Chancen aus Synergie- und Einsparpotenzialen zu nutzen. Gesamtprognose Die VSE AG geht davon aus, auch in den kommenden Jahren moderat zu wachsen, weiterhin gute Ergebnisse zu erwirtschaften und somit eine angemessene Dividende für die Aktionäre sicherstellen zu können. Für das Jahr 2016 wird ein positiver Jahresüberschuss prognostiziert, der sich aber aufgrund der einmaligen Ergebniseffekte des Jahres 2015 sowie den erwarteten Zinsbelastungen aus den Pensionsrückstellungen deutlich unter diesem Niveau bewegen wird. Aufgrund dieses Jahresüberschusses und den bestehenden Gewinnrücklagen wird eine Dividende in Höhe von 17,5 Mio. € dargestellt werden können.
Saarbrücken, den 27. Januar 2016 VSE Aktiengesellschaft Dr.-Ing. Gabriöl Clemens Dr. jur. Hanno Dornseifer Bilanz der VSE AG zum 31.12.2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung der VSE AG vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang zum Jahresabschluss der VSE AG zum 31.12.2015Die RWE Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen, ist mit Mehrheit (50,0 % plus 1 Aktie) unmittelbar an der VSE AG beteiligt. Deren Alleinaktionärin RWE AG, Essen, ist Kraft Zurechnung mittelbar beteiligt. Die Bekanntmachung gemäß § 20 Abs. 4 AktG ist erfolgt. Der Jahresabschluss der VSE AG wird in den Konzernabschluss der RWE AG, Essen, (als größten Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. VSE ist somit gemäß § 291 HGB von der Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der für das Geschäftsjahr gültigen Fassung wurden beachtet. Gleiches gilt für rechtsformspezifische Vorschriften aus dem Aktiengesetz. Aktiva Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und auf ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten; letztere beinhalten neben den Einzelkosten auch angemessene Gemeinkosten; Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen worden. Soweit steuerlich zulässig, werden die Sachanlagen unter Berücksichtigung des Übergangs zur linearen Abschreibung zum günstigsten Zeitpunkt, planmäßig degressiv abgeschrieben. Auf Sachanlagen, die seit 2010 angeschafft oder hergestellt wurden, erfolgt die planmäßige Abschreibung linear. Die Bemessung der Abschreibung orientiert sich an der planmäßigen Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes. Vermögenswerte mit Anschaffungskosten von bis zu 150 € werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. Alle anderen Vermögenswerte werden über die planmäßige Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten, ggf. zu niedrigeren Kurswerten, bewertet. Die Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt und ggf. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Ausleihungen werden mit dem Nominalwert bilanziert und werden in Einzelfällen auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Vorräte einschließlich der Kohlevorräte sind im Wesentlichen zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert; die im Vorratsvermögen ausgewiesenen anlagebezogenen Reserveteile des Kraftwerks Ensdorf werden über die Restnutzungsdauer des Kraftwerks abgeschrieben. Weitere Lagermaterialien werden in Abhängigkeit der Lagerverweildauer abgewertet. Von der Deutschen Emissionshandelsstelle des Umweltbundesamtes wurden der VSE AG für den Betrieb des Blocks 1 im Kraftwerk Ensdorf für den Zeitraum 2008 - 2012 insgesamt rd. 2,446 Mio. Kohlendioxid-Emissionsberechtigungen zugeteilt. Diese Berechtigungen wurden mit einem Erinnerungswert von 1 € im Umlaufvermögen aktiviert. Für die Rückgabeverpflichtung wurde in gleicher Höhe ein entsprechender Passivposten als Sonderposten eingestellt. Entgeltlich erworbene Emissionsberechtigungen sind mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten oder gegebenenfalls mit dem niedrigeren Börsenhandelswert an der EEX Leipzig bewertet. Zum 31.12.2015 befinden sich sowohl entgeltliche wie auch unentgeltliche Emissionsberechtigungen im Bestand. Die Forderungen sind mit dem Nennwert angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen Wertberichtigungen vorzunehmen sind. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen ausreichend bemessenen Abschlag Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Schadensersatzansprüche gegenüber Versicherungen sind in Höhe der bisher angefallenen Aufwendungen unter Berücksichtigung eines Selbstbehalts angesetzt. Es sind keine Forderungen in Fremdwährungen enthalten. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstitute sind zum Nennwert bilanziert. Bei der Berechnung der latenten Steuern auf temporäre Differenzen wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 29,48 % sowie bei den steuerlichen Verlustvorträgen der jeweils individuelle Steuersatz angesetzt. Passive latente Steuern aus den nur steuerlich zulässigen Wertansätzen wie degressive Abschreibung auf Zugänge im Anlagevermögen 2015 sowie steuerlich vorgenommene Sonderabschreibungen, wurden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze der Pensionsrückstellungen, Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen verrechnet. Über den Saldierungsbereich mit den passiven latenten Steuern hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts nicht aktiviert. Der vollständige Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB befindet sich in einer nachfolgenden Aufstellung. Passiva VSE AG nimmt das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB in Anspruch. Seit dem 1. Januar 2010 werden keine neuen Sonderposten mit Rücklageanteil gebildet. Zuschüsse Dritter zu Investitionen werden als Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen passiviert und abschreibungskonform verrechnet. Steuerrechtliche Sonderabschreibungen auf das Anlagevermögen sind als Sonderposten mit Rücklageanteil ausgewiesen; sie werden ebenfalls abschreibungskonform aufgelöst. Die Pensionsrückstellungen werden nach der PuC-Methode (Projected Unit Credit) aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten gebildet. Die Diskontierung erfolgt mit dem Marktzinssatz für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 3,89 % (4,54 %). Eine Dynamisierung der Renten mit 1,5 % (1,5 %) und ein Gehaltstrend von 2,35 % (2,35 %) wurden berücksichtigt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2005 von Klaus Heubeck verwendet. Die Freistellungsverpflichtung der VSE AG für Pensionen und Deputate übergeleiteter Mitarbeiter in die VSE Verteilnetz GmbH wurde in 2015 in beiderseitigem Einvernehmen aufgehoben und ein Betrag von 56,6 Mio. € auf das Treuhandverrechnungskonto des CTA-Treuhänders der VSE Verteilnetz GmbH gezahlt. Die Steuerrückstellungen enthalten - neben einer allgemeinen Vorsorge - die noch ausstehenden Abschlusszahlungen. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Der Wertansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung geschätzter künftiger Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank im Oktober des laufenden Geschäftsjahres veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre laufzeitadäquat abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Es sind keine Verbindlichkeiten in Fremdwährungen enthalten. Die als Rechnungsabgrenzungsposten passivierten Baukostenzuschüsse von Kunden werden ratierlich über einen Zeitraum von 20 Jahren zu Gunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Die passivierten Dienstleistungen für das Portfoliomanagement werden ratierlich über drei Jahre zu Gunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen ist in einer nachfolgenden Aufstellung dargestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände Bei den Zugängen von 0,6 Mio. € (0,1 Mio. €) handelt es sich im Wesentlichen um den Erwerb von neuer Software. Sachanlagen Die Investitionen in Sachanlagen belaufen sich auf 6,8 Mio. € (7,7 Mio. €) und betreffen im Wesentlichen den Ausbau der Netze sowie die Erneuerung der Umspannanlage in Dillingen und den Neubau der Umspannanlage in Saarwellingen. Finanzanlagen Die Zugänge zu den Finanzanlagen betragen insgesamt 65,1 Mio. € (13,2 Mio. €). Hiervon entfallen 6,6 Mio. € (0,0 Mio. €) auf Anteile an verbundene Unternehmen und 27,3 Mio. € (0,0 Mio. €) auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen, 0,3 Mio. € (3,0 Mio. €) auf Anteile an Beteiligungen und 0,3 Mio. € (0,3 Mio. €) auf Ausleihungen an Beteiligungen, sowie 30,6 Mio. € (9,9 Mio. €) auf Wertpapiere. Diesen Zugängen stehen Abgänge in Höhe von 72,0 Mio. € (7,7 Mio. €) entgegen, die im Wesentlichen mit 71,8 Mio. € (7,4 Mio. €) die Wertpapiere betreffen. Die Anschaffungskosten der Ausleihungen betreffen mit 53,1 Mio. € (25,8 Mio. €) Ausleihungen an verbundene Unternehmen, mit 1,8 Mio. € (1,5 Mio. €) Ausleihungen an Beteiligungen sowie sonstige Ausleihungen mit 0,4 Mio. € (0,5 Mio. €) für Arbeitgeber-Baudarlehen. Vorräte
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen Leistungen betreffen im Wesentlichen die weiter zu berechnenden Kosten aus IT-Projekten. Für strittige Weiterverrechnungen bestehen Wertberichtigungen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen 0,8 Mio. € (0,8 Mio. €) auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen 9,7 Mio. € (15,6 Mio. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen 12,7 Mio. € (12,4 Mio. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in den sonstigen Vermögensgegenständen mit 5,4 Mio. € (7,0 Mio. €) enthalten. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Die Guthaben bei Kreditinstituten sind als Festgeld angelegt. Seit dem 01.07.2002 ist VSE AG in das Finanzclearing-System der RWE AG, Essen, einbezogen. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital beträgt unverändert 40.960.000,00 € und ist eingeteilt in 800.000 auf Namen lautende Stückaktien. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage entspricht dem Aufgeld der Kapitalerhöhung aus dem Jahr 1962 zuzüglich der Wiedereinlage aus dem "Schütt-aus-hol-zurück-Verfahren" in 1994 und 2001. Die Kapitalrücklage beläuft sich unverändert auf 77.906.274,35 €. Gewinnrücklage Die freien Gewinnrücklagen betragen unverändert zum Vorjahr 29.500.345,02 €. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:
Sonderposten
Die nur steuerrechtlich zulässigen Abschreibungen beinhalten Beträge nach § 6 b EStG. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen u. a. Frühpensionsvereinbarungen, ausstehende Rechnungen, Strompreisgutschriften, Prozessrisiken und den Kraftwerksbereich. Verbindlichkeiten
Grundpfandrechtliche Sicherheiten für Verbindlichkeiten bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 11,1 Mio. € (12,5 Mio. €), die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, mit 3,5 Mio. € (3,3 Mio. €) Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von größer fünf Jahren bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten ausschließlich Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzung weisen wir unter anderem von Kunden erhaltene Baukostenzuschüsse aus. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Bei der VSE AG werden derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Preisänderungsrisiken eingesetzt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Commodity-Swaps im Bereich Kohle und dazugehörige USD-Devisentermingeschäfte. Durch konzerneinheitliche Richtlinien sind Nutzung, Kontrolle und Verantwortlichkeiten klar geregelt. Die derivativen Finanzinstrumente sind Bestandteil einer Bewertungseinheit aus der Vermarktung der Stromerzeugung aus Block 1 des Kraftwerks in Ensdorf. Hierbei werden die Sicherungsinstrumente (Kohleswaps und Devisentermingeschäfte) gemeinsam mit dem Grundgeschäft (vermarktete Strommengen) in einer Micro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Aus derzeitiger Sicht findet die Bewertungseinheit zum Bilanzstichtag letztmalig Anwendung, da zukünftig keine feste Vermarktung der Stromerzeugung des Kraftwerks in Ensdorf mehr vorgenommen wird. Entsprechend werden die Geschäfte in 2016 abgewickelt. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheit erfolgt anhand der sog. Einfrierungsmethode. Die prospektive Wirksamkeitsmessung erfolgt mit Hilfe eines qualitativen Vergleichs der wesentlichen Parameter der Geschäfte. Grund- und Sicherungsgeschäfte haben eine negative Korrelation, so dass sich die Marktwertentwicklungen zukünftig ausgleichen. Die derivativen Finanzinstrumente haben am Bilanzstichtag einen negativen Marktwert von ca. 0,5 Mio €, der aufgrund der Bewertungseinheit nicht bilanziert wird. Haftungsverhältnisse Die VSE AG haftet im Rahmen von vertraglichen Vereinbarungen in Höhe von 35,4 Mio. € (35,3 Mio. €) für Pensionszusagen an Mitarbeiter, die zu anderen Unternehmen der VSE-Gruppe übergeleitet wurden. Mit einer Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis ist derzeit nicht zu rechnen. Gegenüber der Energie-Service-Saar GmbH besteht eine Patronatserklärung in Höhe von 0,9 Mio. €. Mit einer Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis ist derzeit nicht zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Miet- und Leasinggeschäften belaufen sich zum Abschlussstichtag auf rund 0,4 Mio. € (0,5 Mio. €). Im Rahmen des Investitions- und Instandhaltungsprogramms besteht ein Bestellobligo in Höhe von 1,0 Mio. € (2,1 Mio. €). Für die bereits abgeschlossenen Kohleswaps und Devisentermingeschäfte besteht eine finanzielle Verpflichtung in Höhe von 1,1 Mio. € (11,7 Mio. €). Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Im Berichtsjahr ist der Gesamtumsatz auf 737,5 Mio. € (606,7 Mio. €) gestiegen. Die vereinnahmte Ökosteuer wurde wiederum unter den Umsatzerlösen ausgewiesen und die abgeführten Beträge abgesetzt. Auf den Stromverkauf entfallen 453,4 Mio. € (403,4 Mio. €), der Gasverkauf liegt bei 162,1 Mio. € (85,0 Mio. €). Die restlichen 122,0 Mio. € (118,2 Mio. €) verteilen sich auf Vergütungen für Geschäftsbesorgung und Betriebsführung, Pachten und Anlagenmitbenutzung sowie auf Erträge aus der zeitanteiligen Auflösung von erhaltenen Baukostenzuschüssen. In den Umsatzerlösen sind auch Erlöse aus Vorjahren enthalten. Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Es handelt sich u. a. um Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen, Gewinnen aus dem Abgang von Anlagevermögen, Mieteinnahmen und Kostenerstattungen sowie dem Verkauf von Verschmutzungszertifikaten. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil sind in Höhe von 37 T€ (109 T€) enthalten. Weiterhin beinhaltet dieser Posten periodenfremde Erträge in Höhe von 1,6 Mio. € (1,7 Mio. €). Materialaufwand
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten als wesentliche Posten die Strom- und Gasbezugskosten sowie die Brennstoffkosten. Die bezogenen Leistungen setzen sich zum größten Teil aus Fremdleistungen für Betriebs- und Unterhaltungsarbeiten zusammen. Personalaufwand
In 2015 ergab sich zum Bilanzstichtag folgende Struktur der Beschäftigten:
Darüber hinaus bestanden 16 (19) Ausbildungsverhältnisse. Weiterhin bestehen 18 (19) befristete Anstellungsverhältnisse. Im Jahresdurchschnitt betrug die Mitarbeiterstärke insgesamt 271,5 (274). Abschreibungen Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände können der Aufstellung über das Anlagevermögen (Anlagengitter) entnommen werden. Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten beinhaltet neben den Aufwendungen für die allgemeinen Betriebs- und Verwaltungskosten, Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen, Geschäftsbesorgungsvergütungen, Aufwendungen für Beraterleistungen sowie Abschreibungen auf Forderungen. Es sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0,1 Mio. € (3,0 Mio. €) enthalten. Erträge aus Beteiligungen Hiervon betreffen 18,5 Mio. € (17,1 Mio. €) Beteiligungserträge von verbundenen Unternehmen. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens Es handelt sich um ein Wertpapier des Umlaufvermögens. Für das Geschäftsjahr erfolgte eine Abschreibung in Höhe von 0,2 Mio. € (0,0 Mio. €). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Es handelt sich unter anderem um Zinsen aus Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie aus dem Finanzclearing. Sie betrafen mit 0,1 Mio. € (0,1 Mio. €) verbundene Unternehmen. Aufwendungen aus Verlustübernahmen Sie betreffen im Wesentlichen den Verlust 2015 der VSE Verteilnetz GmbH. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen betreffen mit 19,8 Mio. € (14,1 Mio. €) den Zinsaufwand aus der Pensionsrückstellung. Darin verrechnet ist der Zinsaufwand für die übergeleiteten Mitarbeiter in die VSE Verteilnetz GmbH. 0,1 Mio. € (0,2 Mio. €) Zinsen sind gegenüber verbundenen Unternehmen angefallen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Dieser Posten enthält im Berichtsjahr periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von 2,3 Mio. € (0,0 Mio. €). Angaben nach § 6b EnWG Geschäfte größeren Umfangs, die mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen der VSE AG getätigt wurden Im Geschäftsjahr wurden Geschäfte größeren Umfangs, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung sind, mit verbundenen Unternehmen auf Grund folgender Verträge getätigt:
Angaben über die Zuordnungsregeln Grundsätzlich werden für die einzelnen Tätigkeitsbereiche getrennte Konten geführt. Soweit eine direkte Zuordnung von Konten zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden wäre, erfolgt folgende Schlüsselung:
Entwicklung des Anlagevermögens 2015 - HGB
Aufstellung des Anteilsbesitzes der VSE AG zum 31.12.2015
1)
Geschäftsjahr 2014 Aufsichtsrat
Vorstand
Sonstige AngabenDie in den Vorjahren allein nach steuerrechtlichen Vorschriften vorgenommenen Abschreibungen haben sich im Berichtsjahr mit rund 37 T€ (109 T€) erhöhend auf das Jahresergebnis ausgewirkt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind in einer besonderen Anlage aufgeführt. Die Bezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder einschließlich ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Berichtsjahr auf 0,31 Mio. € (0,31 Mio. €). Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr 0,27 Mio. € (0,28 Mio. €). Für ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 2,8 Mio. € (2,7 Mio. €) gebildet. Für das Geschäftsjahr wurde eine Anzahl von 34.449 Performance Shares mit einem Zuteilungswert von je 5,05 € ausgegeben. Die Schutz- bzw. Befreiungsklauseln gemäß § 286 (4) HGB und § 285 (17) HGB wurden in Anspruch genommen.
Saarbrücken, den 27. Januar 2016 VSE Aktiengesellschaft Dr.-Ing. Gabriöl Clemens Dr. jur. Hanno Dornseifer Bilanz der ElektrizitätsverteilungAKTIVA in Euro
Anmerkung: Es bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Gewinn- und Verlustrechnung Elektrizitätsverteilung
Entwicklung des Anlagevermögens des Tätigkeitsbereichs Elektrizitätsverteilung im Geschäftsjahr 2015
Soweit steuerlich zulässig, werden die Sachanlagen unter Berücksichtigung des Übergangs zur linearen Abschreibung zum günstigsten Zeitpunkt, planmäßig degressiv abgeschrieben. Auf Sachanlagen die seit 2010 angeschafft oder hergestellt wurden, erfolgt die planmäßige Abschreibung linear. Die Bemessung der Abschreibung orientiert sich an der planmäßigen Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes. Vermögenswerte mit Anschaffungskosten von bis zu 150 € werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. Alle anderen Vermögenswerte werden über die planmäßige Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Änderung der Spartenzuordnung bei den Anschaffungs- und Herstellkosten sowie den Abschreibungen ergibt sich aus einer Überprüfung des Altanlagevermögens und der damit verbundenen Neuzuordnung. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der VSE Aktiengesellschaft, Saarbrücken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.
Saarbrücken, den 2. Februar 2015 PricewaterhouseCoopers Joachim Demmer, Wirtschaftsprüfer ppa. Jörg Vogelgesang, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2015Der Aufsichtsrat der VSE AG hat während des Geschäftsjahres 2015 seine ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Verpflichtungen wahrgenommen und die Geschäftsführung durch den Vorstand der Gesellschaft laufend überwacht. Er ist vom Vorstand regelmäßig über den Gang der Geschäfte und die beabsichtigte Geschäftspolitik, über grundsätzliche Fragen der zukünftigen Geschäftsführung, über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle ausführlich schriftlich und mündlich unterrichtet worden, hat mit dem Vorstand hierüber eingehend beraten und die erforderlichen Entscheidungen getroffen. Im Geschäftsjahr 2015 haben vier Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Schwerpunkte der Beratungen waren:
Auch außerhalb der Sitzungen hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand Fragen der Geschäftsführung, der geschäftspolitischen Ausrichtung, der Unternehmensplanung und der strategischen Ziele sowie wichtige Einzelvorgänge besprochen. Der Aufsichtsrat fasste ferner im schriftlichen Umlaufverfahren einen Beschluss zur Zusatzvereinbarung zu einem Darlehensvertrag zwischen VSE AG und energis GmbH. Das Präsidium des Aufsichtsrates hat im Berichtsjahr einmal getagt und die Entscheidungen über personelle Angelegenheiten des Vorstands vorbereitet. Darüber hinaus fasste das Präsidium einen Beschluss im Rahmen eines schriftlichen Verfahrens. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem in der Hauptversammlung am 27. April 2015 gewählten und aufgrund des Beschlusses des Aufsichtsrats vom 27. April 2015 beauftragten Abschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Saarbrücken, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Bericht des Abschlussprüfers, der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Bericht des Aufsichtsrats sind dem Aufsichtsrat durch den Aufsichtsratsvorsitzenden rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 22. Februar 2016 ausgehändigt und in der Sitzung umfassend erörtert worden. Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahresabschluss teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Außerdem stand er für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfung zugestimmt. Er hat seinerseits den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 gebilligt, der damit festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverwendung schließt er sich an. Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und in Ordnung befunden. Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht gemäß § 313 Abs. 3 AktG mit folgendem Vermerk versehen: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts. Die Herren Dr. Zschiedrich und Winkel haben Ihre Mandate jeweils zum Ablauf der Hauptversammlung am 27. April 2015 niedergelegt. Als Nachfolger wurden die Herren Bernd Böddeling und Carl-Ernst Giesting in den Aufsichtsrat mir Wirkung ab dem 27. April 2015 gewählt. Ferner hat mit Schreiben vom 9. Februar 2015 Herr Klaus Bouillon sein Mandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Als Nachfolger wurde Herr Peter Klär, Bürgermeister St. Wendel, mit Wirkung zum 1. Juni 2015 in den Aufsichtsrat gewählt. Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern für ihre wertvolle Mitarbeit. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, den Betriebsräten und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der VSE-Gruppe für die im Geschäftsjahr 2015 geleistete Arbeit seinen Dank und seine Anerkennung aus.
Saarbrücken, den 22. Februar 2016
DER AUFSICHTSRAT Dr. Bernd Widera, Vorsitzender GewinnverwendungsvorschlagEs wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
Saarbrücken, den 22. Februar 2016 VSE AKTIENGESELLSCHAFT Dr. Clemens Dr. Dornseifer Zu Punkt 2 der TO: „Verwendung des Bilanzgewinns" Die Hauptversammlung beschließt gemäß § 119 Abs. 1 Nr. 2 und § 58 Abs. 2 bis 4 AktG über die Verwendung des gesamten Bilanzgewinns. Der Vorsitzende stellt den folgenden Beschlussvorschlag über die Normaldividende, die Einstellung in die freie Gewinnrücklage und die Verwendung eines Restbetrages als Gewinnvortrag zur Abstimmung: "Die Hauptversammlung beschließt, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2015 von 51.689.972,29 Euro in Höhe von 22.000.000,00 Euro als Dividende (53,7 % Dividende auf das gezeichnete Kapital von 40.960.000,00 Euro) auszuschütten, 29.650.000,00 Euro in die freie Gewinnrücklage einzustellen und den Restbetrag in Höhe von 39.972,29 Euro auf neue Rechnung vorzutragen." Dem Beschlussvorschlag wird einstimmig zugestimmt. Der Vorsitzende verkündet den Beschluss. |
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