OVB Holding AGKölnHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024OVB am KapitalmarktZum Jahresende 2023 ging der Deutsche Aktienindex (DAX) mit einem Punktestand von 16.752 aus dem Handel. Damit verzeichnete der Leitindex über das abgelaufene Gesamtjahr eine positive Performance von 20,3 Prozent. In den ersten drei Monaten 2024 erklomm der DAX neue Rekordhöhen und beendete das erste Quartal mit einer Schlusskurs-Bestmarke von 18.492 Punkten. Im zweiten Quartal fiel der Dax noch einmal unter die Marke von 18.000 Punkten. Ab Mai folgte dann eine zunehmende Dynamik, um am 15. Mai mit einer Notierung von 18.869 Punkten eine neue historische Bestmarke zu erzielen. Schlussendlich stand der DAX Ende Juni bei 18.235 Punkten, womit der Deutsche Leitindex gegenüber dem Jahresanfang um 8,9 Prozent zugelegt hat. Treibende Faktoren für die Aktienkursentwicklungen waren im ersten Halbjahr 2024 die sich abschwächende Inflation, Perspektiven auf Zinssenkungen und die Hoffnung, dass die deutsche Wirtschaft ihren Tiefpunkt erreicht hat und zur Erholung ansetzt.
Die Aktie der OVB Holding AG ging zum Jahresultimo 2023 mit einem Kurs von 18,80 Euro aus dem Handel. In den ersten drei Monaten 2024 lag die Bandbreite der Notierung zwischen 18,30 Euro und 20,40 Euro. Zum Ende des ersten Quartals notierte die Aktie bei 19,80 Euro. Ab April war dann eine längere Phase der Seitwärtsbewegung zu beobachten, ehe die Aktie im Juni einen starken Anstieg erfuhr und am 12. Juni mit einem Schlusskurs von 21,40 Euro ihre bisher höchste Notierung in diesem Geschäftsjahr erreichte. Zum Ende des Quartals gab der Kurs wieder nach, sodass die Aktie zum Zwischenbilanzstichtag des vorliegenden Berichts bei 19,50 Euro notierte. Die Aktien der OVB Holding AG befinden sich zu lediglich 3,0 Prozent im Streubesitz, was das Handelsvolumen eng begrenzt und die Aussagekraft des Aktienkurses stark einschränkt.
Aktionärsstruktur der OVB Holding AG per 30.06.2024 Wie schon im Geschäftsjahr 2023 fand auch in diesem Jahr die Hauptversammlung der OVB Holding AG in physischer Präsenz statt. Austragungsort am 12. Juni 2024 war das Dorint Hotel am Heumarkt in Köln. In seiner Rede resümierte CEO Mario Freis das erfolgreich abgeschlossene Geschäftsjahr sowie den guten Start in das erste Quartal. Darüber hinaus ging der Vorstandsvorsitzende auf weitere Details zur Unternehmensstrategie »OVB Excellence 2027« ein. Die Aktionär*innen stimmten allen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu – darunter auch der Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,90 Euro pro Aktie. Insgesamt entspricht dies einer Ausschüttungssumme von 12,83 Mio. Euro. Konzernzwischenlagebericht der OVB Holding AG
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Reales BIP |
Verbraucherpreise |
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2023 |
2024f |
2025f |
2023 |
2024f |
2025f |
|
|
Kroatien |
2,8 |
3,0 |
2,7 |
8,4 |
3,7 |
2,2 |
|
Polen |
0,2 |
3,1 |
3,5 |
11,4 |
5,0 |
5,0 |
|
Rumänien |
2,1 |
2,8 |
3,6 |
10,4 |
6,0 |
4,0 |
|
Slowakei |
1,1 |
2,1 |
2,6 |
11,0 |
3,6 |
3,9 |
|
Slowenien |
1,6 |
2,0 |
2,5 |
7,4 |
2,7 |
2,0 |
|
Tschechien |
-0,4 |
0,7 |
2,0 |
10,7 |
2,1 |
2,0 |
|
Ukraine |
5,0 |
3,2 |
6,5 |
12,9 |
6,4 |
7,6 |
|
Ungarn |
-0,9 |
2,2 |
3,3 |
17,1 |
3,7 |
3,5 |
|
Eurozone |
0,5 |
0,9 |
1,5 |
5,4 |
2,4 |
2,1 |
|
Deutschland |
-0,2 |
0,2 |
1,3 |
6,0 |
2,4 |
2,0 |
|
Belgien |
1,5 |
1,2 |
1,2 |
2,3 |
3,6 |
2,0 |
|
Frankreich |
1,1 |
0,9 |
1,3 |
5,7 |
2,4 |
1,8 |
|
Griechenland |
2,0 |
2,0 |
1,9 |
4,2 |
2,7 |
2,1 |
|
Italien |
0,9 |
0,7 |
0,9 |
5,9 |
1,7 |
2,0 |
|
Österreich |
-0,7 |
0,4 |
1,6 |
7,7 |
3,9 |
2,8 |
|
Schweiz |
0,8 |
1,3 |
1,4 |
2,1 |
1,5 |
1,2 |
|
Spanien |
2,5 |
2,4 |
2,1 |
3,4 |
2,7 |
2,4 |
|
Arbeitslosenquote in % |
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2023 |
2024f |
2025f |
|
|
Kroatien |
6,2 |
5,8 |
5,5 |
|
Polen |
2,8 |
2,9 |
3,0 |
|
Rumänien |
5,6 |
5,6 |
5,4 |
|
Slowakei |
5,8 |
5,9 |
5,9 |
|
Slowenien |
3,7 |
3,7 |
3,8 |
|
Tschechien |
2,6 |
2,6 |
2,5 |
|
Ukraine |
19,1 |
14,5 |
13,8 |
|
Ungarn |
4,1 |
4,4 |
4,2 |
|
Eurozone |
6,5 |
6,6 |
6,4 |
|
Deutschland |
3,0 |
3,3 |
3,1 |
|
Belgien |
5,5 |
5,5 |
5,5 |
|
Frankreich |
7,4 |
7,4 |
7,0 |
|
Griechenland |
10,9 |
9,4 |
8,7 |
|
Italien |
7,7 |
7,8 |
8,0 |
|
Österreich |
5,1 |
5,4 |
5,2 |
|
Schweiz |
2,0 |
2,3 |
2,4 |
|
Spanien |
12,1 |
11,6 |
11,3 |
f = forecast (Prognose); * = Angabe der Veränderung der Verbraucherpreise als jährlicher
Durchschnitt
Quelle: IWF World Economic Outlook (April 2024, Juli 2024)
In Bezug auf die Inflation ist ein weiterer Rückgang zu erwarten, auch wenn sich das Tempo des Inflationsabbaus in den großen Volkswirtschaften in diesem und im nächsten Jahr verlangsamen wird. Eine überdurchschnittliche Inflation bei den Dienstleistungspreisen wird derzeit durch eine stärkere Disinflation bei den Warenpreisen gemildert. In der Eurozone soll die Teuerungsrate im Jahr 2024 auf 2,4 Prozent und im Jahr 2025 auf 2,1 Prozent zurückgehen. Die Preissteigerungen in Deutschland werden sich nach Angaben des IWF auf ebenfalls 2,4 Prozent im Jahr 2024 und 2,0 Prozent in 2025 verringern.
Die Zentralbanken auf der ganzen Welt haben in Reaktion auf die hohen Inflationsraten Zinserhöhungen in die Wege geleitet. So hatte die EZB seit dem Sommer 2022 in zehn aufeinander folgenden Schritten die Leitzinssätze erhöht. Mit Beschluss vom 6. Juni 2024 hat der EZB-Rat unter Berücksichtigung der jüngsten Entwicklungen mit deutlich verbesserten Inflationsaussichten nun erstmalig wieder eine Senkung der Leitzinsen um jeweils 25 Basispunkte beschlossen. Der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität liegen nun bei 4,25 Prozent, 4,50 Prozent bzw. 3,75 Prozent. Der IWF geht davon aus, dass die geldpolitischen Zinssätze der wichtigsten Zentralbanken in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 weiter sinken werden, wobei die Geschwindigkeit aufgrund der verschiedenen Inflationsbedingungen lokal unterschiedlich ausgeprägt sein wird.
Die Lage am Arbeitsmarkt zeigt sich nach wie vor robust.
Für private Haushalte führen die hohen Teuerungsraten dazu, dass nach Abzug lebensnotwendiger Ausgaben weniger Geld für die Absicherung und Vorsorge zur Verfügung steht. Insbesondere einkommensschwächere Personengruppen verfügen nicht mehr über die Ressourcen, um neue Verträge abzuschließen. Die angespannte finanzielle Situation kann auch zur Stornierung von bestehenden Verträgen führen.
Auf der anderen Seite lösen die ausgeweiteten Risiken im politischen und wirtschaftlichen Umfeld einen erheblich erhöhten Willen der privaten Haushalte zur finanziellen Vorsorge und Absicherung aus und der Beratungsbedarf steigt. Außerdem sind sich Anleger zunehmend der Bedeutung der Altersvorsorge bewusst. Nachgefragt werden vor allem Direktinvestitionen in Fonds und fondsgebundene Lebens- bzw. Rentenversicherungen. Die OVB bietet dabei eine große Produktvielfalt, von chancenreichen Investments bis hin zu eher sicherheitsorientierten Kapitalanlagen. Die selbstständigen Finanzvermittler*innen der OVB können jedem Anleger bzw. jeder Anlegerin ein für die persönliche Situation und Risikoneigung passendes Angebot zusammenstellen.
Zusätzlich sieht OVB in vielen Ländern ein erhebliches Wachstum bei Produkten, die biometrische Risiken wie Tod, Invalidität, Krankheit oder Pflegebedürftigkeit abdecken. Darüber hinaus legt eine wachsende Zahl von Anleger*innen Wert auf nachhaltige Investitionen, die ökologische oder soziale Zielsetzungen mittelbar oder unmittelbar unterstützen.
OVB ist der Überzeugung, dass der Bedarf an themenübergreifend kompetenter und umfassender persönlicher Beratung in allen Finanzfragen steigt: Das Produktangebot ist für private Haushalte kaum überschaubar, staatliche Förderungsmodalitäten sind nur schwer verständlich. Zudem müssen einmal getroffene Finanzentscheidungen mit Blick auf sich verändernde Bedürfnisse und Lebenssituationen aber auch wegen sich verändernder Marktgegebenheiten regelmäßig überprüft und ggf. angepasst werden.
Damit bietet der Markt der privaten Absicherung und Vorsorge weiterhin langfristiges Marktpotenzial und gute Wachstumschancen.
Der OVB Konzern erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten 2024 Erträge aus Vermittlungen in Höhe von 198,6 Mio. Euro. Dies entspricht einem Wachstum von 16,5 Prozent gegenüber 170,6 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2023. Die deutliche Steigerung basierte auf Wachstum in allen drei operativen Segmenten.
Zusammensetzung des Neugeschäfts
1-6/2024 (1-6/2023 )
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Fondsgebundene Vorsorgeprodukte |
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Staatlich geförderte Vorsorgeprodukte |
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Bausparen/Finanzierungen |
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Sach-, Unfall- und
Rechtsschutzversicherungen |
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Krankenversicherungen |
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Investmentfonds |
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Sonstige Vorsorgeprodukte |
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Immobilien |
Ende Juni 2024 betreute OVB in 16 Ländern Europas 4,60 Millionen Kundinnen und Kunden (Vorjahr: 4,41 Millionen Kund*innen), was eine Steigerung von 4,3 Prozent bedeutet.
Die Gesamtzahl der für OVB tätigen Finanzvermittlerinnen und Finanzvermittler erhöhte sich von 5.806 zum Vorjahresstichtag um 3,4 Prozent auf 6.005 Finanzvermittlerinnen und Finanzvermittler zum 30. Juni 2024.
Im ersten Halbjahr 2024 hat sich die Zusammensetzung des Neugeschäfts gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht verändert. Die Produktgruppe der fondsgebundenen Vorsorgeprodukte ging von 36,4 Prozent auf 31,8 Prozent zurück. Grund für die Abnahme war das ausgesprochen hohe Niveau im ersten Halbjahr 2023 – insbesondere wegen dem letztjährigen starken Anstieg im Segment Mittel- und Osteuropa. Den zweithöchsten Beitrag zum Neugeschäft lieferten sonstige Vorsorgeprodukte, die nach 25,9 Prozent im Vorjahr in den ersten sechs Monaten 2024 einen Anteil von 24,9 Prozent hatten. Im Gegenzug steuerten Sach-, Unfall- und Rechtsschutzversicherungen 17,8 Prozent zum Neugeschäft bei, nach 15,9 Prozent im Vergleichszeitraum. Staatlich geförderte Vorsorgeprodukte erhöhten sich von 7,9 Prozent auf 9,0 Prozent und Investmentfonds legten von 5,6 Prozent auf 7,8 Prozent zu. Auch der Bereich Bausparen / Finanzierungen steigerte seinen Anteil am Neugeschäft von 5,9 Prozent auf 6,4 Prozent. Krankenversicherungen gingen von 2,4 Prozent auf 2,2 Prozent zurück. Das Immobiliengeschäft blieb auf einem kaum veränderten, niedrigen Niveau.
Mittel- und Osteuropa
Im Segment Mittel- und Osteuropa stiegen die Erträge aus Vermittlungen deutlich von 95,1 Mio. Euro um 16,5 Prozent auf 110,9 Mio. Euro. Alle Ländermärkte der Zielregion trugen zu diesem Umsatzanstieg bei. Die Zahl der für OVB tätigen Finanzvermittler*innen wuchs von 3.581 zum Vorjahresstichtag um 5,4 Prozent auf 3.776 Finanzvermittler*innen zum 30. Juni 2024. Die OVB Finanzvermittler*innen betreuten 3,19 Millionen Kunden*innen (Vorjahr: 3,04 Millionen Kund*innen), was einem Wachstum von 5,1 Prozent entspricht.
Nachgefragteste Produktgruppe im Segment Mittel- und Osteuropa waren sonstige Vorsorgeprodukte, die ihren Anteil am Neugeschäft von 31,3 Prozent auf 32,4 Prozent ausbauten. Fondsgebundene Vorsorgeprodukte verringerten ihren Beitrag von 39,0 Prozent auf 29,5 Prozent im Berichtszeitraum. Sach-, Unfall- und Rechtsschutzversicherungen steigerten sich von 16,1 Prozent auf 19,8 Prozent.
Deutschland
Im Segment Deutschland konnte OVB die Erträge aus Vermittlungen auf 30,0 Mio. Euro erhöhen. Im Vergleich zu 27,7 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten 2023 bedeutet dies einen Zuwachs um 8,2 Prozent. Mit 1.092 Finanzvermittler*innen waren zum Stichtag 30. Juni 2024 insgesamt 6,3 Prozent weniger Vermittler*innen in Deutschland für OVB tätig als ein Jahr zuvor (Vorjahr: 1.165 Vermittler*innen). Die Zahl der aktiv betreuten Kund*innen belief sich zum 30. Juni 2024 auf 600.064 gegenüber 613.813 Kund*innen im Vergleichszeitraum.
Fondsgebundene Vorsorgeprodukte erhöhten ihren Anteil am Neugeschäft von 30,7 Prozent auf 32,7 Prozent. Einen Beitrag von 12,8 Prozent leisteten sowohl sonstige Vorsorgeprodukte (Vorjahr: 13,0 Prozent) als auch Sach-, Unfall-, und Rechtsschutzversicherungen (Vorjahr: 14,4 Prozent). Die Produktgruppe Bausparen / Finanzierungen ging von 13,2 Prozent auf 11,8 Prozent zurück, Investmentfonds erhöhten ihren Anteil am Neugeschäft auf 11,7 Prozent (Vorjahr: 8,6 Prozent). Staatlich geförderte Vorsorgeprodukte landeten bei 10,8 Prozent (Vorjahr: 12,2 Prozent) und Krankenversicherungen bei 7,3 Prozent (Vorjahr: 7,8 Prozent).
Süd- und Westeuropa
Im Berichtszeitraum verzeichnete das Segment Süd- und Westeuropa einen deutlichen Anstieg der Erträge aus Vermittlungen um 21,1 Prozent auf 57,8 Mio. Euro (Vorjahr: 47,7 Mio. Euro). Die Zahl der Finanzvermittler*innen erhöhte sich von 1.060 um 7,3 Prozent auf 1.137 Finanzvermittler*innen. Sie betreuten in den sieben Ländern des Segments insgesamt 807.136 Kund*innen, gegenüber 757.584 per 30. Juni 2023. Dies entspricht einem Zuwachs von 6,5 Prozent.
Einen starken Zuwachs im ersten Halbjahr 2024 verzeichneten fondsgebundene Vorsorgeprodukte mit 37,0 Prozent (Vorjahr: 31,5 Prozent). Auch staatlich geförderte Vorsorgeprodukte trugen mit einem Anstieg auf 28,6 Prozent einen höheren Anteil zum Neugeschäft bei (Vorjahr 25,8 Prozent). Sach-, Unfall-, und Rechtsschutzversicherungen leisteten einen Beitrag von 15,0 Prozent (Vorjahr: 16,0 Prozent). Sonstige Vorsorgeprodukte gingen auf 11,6 Prozent zurück (Vorjahr: 18,0 Prozent).
Im ersten Halbjahr 2024 erwirtschaftete der OVB Konzern Erträge aus Vermittlungen in Höhe von 198,6 Mio. Euro. Verglichen mit den ersten sechs Monaten 2023, in denen OVB Erträge aus Vermittlungen Höhe von 170,6 Mio. Euro erzielt hatte, entspricht dies einem deutlichen Zuwachs von 16,5 Prozent.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 5,6 Mio. Euro, nach 7,0 Mio. Euro im Vorjahr. Ursächlich hierfür waren geringere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, geringere Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie geringere Erträge aus der Währungsumrechnung.
Die Aufwendungen für Vermittlungen nahmen von 113,5 Mio. Euro um 18,1 Prozent auf 134,1 Mio. Euro zu. Durch den planmäßigen Personalausbau sowie marktbedingte Gehaltsanpassungen erhöhte sich der Personalaufwand für die Angestellten des Konzerns um 8,4 Prozent, von 24,7 Mio. Euro auf 26,8 Mio. Euro. Die Abschreibungen betrugen im ersten Halbjahr 2024 insgesamt 4,8 Mio. Euro gegenüber 4,1 Mio. Euro im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen legten um 3,0 Prozent von 28,3 Mio. Euro auf 29,2 Mio. Euro zu.
Insgesamt erzielte der OVB Konzern in den ersten sechs Monaten 2024 einen sehr starken Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) um 35,7 Prozent auf 9,3 Mio. Euro (Vorjahr: 6,8 Mio. Euro). Dabei stieg das EBIT des Segments Mittel- und Osteuropa von 8,3 Mio. Euro um 27,5 Prozent auf 10,5 Mio. Euro. Das operative Ergebnis im Segment Süd- und Westeuropa verbesserte sich noch deutlicher von 1,6 Mio. Euro auf 2,6 Mio. Euro, was einem Zuwachs um 63,3 Prozent entspricht. Aufgrund geringerer sonstiger betrieblicher Erträge ging das EBIT im Segment Deutschland von 2,4 Mio. Euro auf 1,8 Mio. Euro zurück.
Das negative operative Ergebnis der Zentralbereiche einschließlich Konsolidierungseffekte lag im Berichtszeitraum bei 5,7 Mio. Euro nach 5,4 Mio. Euro im Vorjahr. Die EBIT-Marge stieg im OVB Konzern von 4,0 Prozent im ersten Halbjahr 2023 auf 4,7 Prozent in den ersten sechs Monaten 2024. Bedingt durch deutlich höhere Finanzerträge verbesserte sich das Finanzergebnis von 1,2 Mio. Euro um 2,2 Mio. Euro auf 3,4 Mio. Euro.
Die Ertragsteuern erhöhten sich von 2,5 Mio. Euro auf 3,4 Mio. Euro. Somit beträgt das Konzernergebnis nach Anteil anderer Gesellschafter 9,2 Mio. Euro und liegt damit 73,8 Prozent über dem Vorjahreswert von 5,3 Mio. Euro. Demzufolge stieg das Ergebnis je Aktie von 0,37 Euro auf 0,65 Euro – jeweils berechnet auf Basis von 14.251.314 Stückaktien.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich im ersten Halbjahr 2024 gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode von 4,1 Mio. Euro auf 18,4 Mio. Euro. Diese Entwicklung ist unter anderem auf die deutlich höheren Erträge aus Vermittlungen und damit auch das deutlich gestiegene operative Ergebnis zurückzuführen.
Nachdem der Cashflow aus Investitionstätigkeit in den ersten sechs Monaten 2023 mit 3,5 Mio. Euro im positiven Bereich lag, betrug dieser im Berichtszeitraum -9,7 Mio. Euro. Grund hierfür waren zum einen die geringeren Einzahlungen aus Abgängen von Wertpapieren und übrigen kurzfristigen Kapitalanlagen, die bei 12,8 Mio. Euro gegenüber 20,4 Mio. Euro im Vorjahr lagen, sowie die gleichzeitig höheren Auszahlungen für Investitionen in Wertpapiere und übrige kurzfristige Kapitalanlagen. Diese betrugen 19,0 Mio. Euro, nach 14,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Darüber hinaus waren auch die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen mit 2,4 Mio. Euro deutlich über dem Wert von 0,6 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten 2023.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wies in den ersten sechs Monaten einen Mittelabfluss von 14,2 Mio. Euro auf (Vorjahr: 14,3 Mio. Euro). Maßgeblich war in beiden Jahren die gezahlte Dividende in Höhe von 12,8 Mio. Euro. Neben den Dividenden fielen Auszahlungen für den Tilgungsanteil und für den Zinsanteil der Leasingverbindlichkeit aus Finanzierungstätigkeiten an.
Insgesamt liegt der Finanzmittelbestand der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 bei 67,0 Mio. Euro gegenüber 75,1 Mio. Euro zum Zwischenbilanzstichtag des Vorjahres.
Zum Zwischenbilanzstichtag des vorliegenden Berichts belief sich die Bilanzsumme der OVB Holding AG auf 275,7 Mio. Euro, gegenüber 273,0 Mio. Euro zum Jahresultimo 2023.
Auf der Aktivseite erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte von 39,6 Mio. Euro um 2,0 Prozent auf 40,3 Mio. Euro. Insbesondere die Sachanlagen stiegen deutlich von 5,1 Mio. Euro um 27,6 Prozent auf 6,5 Mio. Euro. Die immateriellen Vermögenswerte nahmen von 17,3 Mio. Euro auf 17,5 Mio. Euro und die aktiven latenten Steuern von 6,0 Mio. Euro auf 6,1 Mio. Euro zu. Demgegenüber verringerten sich die Nutzungsrechte an Leasingobjekten um 9,1 Prozent von 10,8 Mio. Euro auf 9,9 Mio. Euro. Die Finanzanlagen sanken leicht von 0,4 Mio. Euro auf 0,3 Mio. Euro.
Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 2,0 Mio. Euro von 233,4 Mio. Euro auf 235,4 Mio. Euro. Dabei erhöhte sich die Position Wertpapiere und übrige Kapitalanlagen von 48,0 Mio. Euro um 16,2 Prozent auf 55,7 Mio. Euro sowie die Position Forderungen und sonstige Vermögenswerte um 8,2 Prozent von 57,7 Mio. Euro auf 62,4 Mio. Euro. Gegenläufig entwickelten sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die von 72,8 Mio. Euro um 5,8 Mio. Euro auf 67,0 Mio. Euro zurückgingen, sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich von 53,0 Mio. Euro auf 48,6 Mio. Euro reduzierten.
Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital der Gesellschaft von 95,7 Mio. Euro um 3,8 Prozent auf 92,0 Mio. Euro. Ursache war vor allem die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2023 im Juni 2024, wodurch sich der Bilanzgewinn von 27,5 Mio. Euro auf 23,9 Mio. Euro reduzierte. Die Eigenkapitalquote liegt damit bei 33,4 Prozent nach 35,1 Prozent zum Jahresultimo 2023.
Die langfristigen Schulden gingen von 11,2 Mio. Euro auf 10,2 Mio. Euro zurück. Ausschlaggebend waren andere Verbindlichkeiten, die sich von 8,9 Mio. Euro auf 8,0 Mio. Euro reduzierten. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen weiterhin nicht.
Mit 173,5 Mio. Euro stiegen die kurzfristigen Schulden um 4,4 Prozent an. Die anderen Rückstellungen nahmen von 71,0 Mio. Euro auf 77,1 Mio. Euro zu und die anderen Verbindlichkeiten stiegen von 67,1 Mio. Euro auf 71,3 Mio. Euro. Dagegen verminderten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 26,0 Mio. Euro um 2,9 Mio. Euro auf 23,1 Mio. Euro.
Der OVB Konzern beschäftigte im Berichtszeitraum durchschnittlich 780 Angestellte (Vorjahr: 746 Angestellte) in der Holding, in den Hauptverwaltungen der Landesgesellschaften und in den Servicegesellschaften, die den Konzern steuern und verwalten.
Die Mitarbeitenden unterstützen die für OVB tätigen selbstständigen Finanzvermittlerinnen und Finanzvermittler, indem sie u. a. für die serviceorientierte Abwicklung sämtlicher Kernprozesse und die notwendige technische Infrastruktur sorgen, Schulungen durchführen, verkaufsfördernde Maßnahmen entwickeln und realisieren, administrative Aufgaben erfüllen und bei der Einhaltung regulatorischer Anforderungen Hilfestellung geben.
Vorgänge und Ereignisse, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des OVB Konzerns von Bedeutung wären, sind nach dem 30. Juni 2024 nicht eingetreten.
OVB ist weiterhin in Wachstumsmärkten tätig. Fundamentale Trends – wie beispielsweise die demografische Entwicklung in Europa – machen eine zunehmende private Absicherung und Vorsorge notwendig. In einem auch für private Haushalte herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld, gewinnt die persönliche Beratung zusätzlich an Bedeutung.
Die aktuelle Lage in der Ukraine stellt nach wie vor für OVB ein Risiko dar. Die weitere Entwicklung der kriegerischen Auseinandersetzungen ist räumlich und zeitlich nicht abzuschätzen. Direkt betrifft der Krieg die Kund*innen, Finanzvermittler*innen, Innendienstmitarbeiter*innen und Partnergesellschaften von OVB, die seit 2007 in der Ukraine tätig ist. Die direkten Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des OVB Konzerns sind sehr begrenzt.
Indirekt hat der Krieg jedoch auch Auswirkungen auf die internationale Wirtschaftsentwicklung, die Einkommens- und Beschäftigungslage der privaten Haushalte und auf die Finanzmärkte, was wiederum negative Effekte auf die Geschäftstätigkeit von OVB in Europa verursachen kann. Insbesondere sinkende Realeinkommen durch branchenspezifische Preissteigerungen, vor allem im Bereich Energie, schränken den finanziellen Spielraum der Menschen ein, mit der Folge, dass weniger Finanzprodukte nachgefragt beziehungsweise bedient werden könnten.
Auch jenseits der Ukraine wachsen die geopolitischen Herausforderungen. Am 7. Oktober 2023 hat die Terrororganisation Hamas Israel angegriffen. Die kriegerische Auseinandersetzung in der Region hält seitdem an und es ist nicht absehbar, wie sich die Lage im Nahen Osten weiterentwickeln, bzw. ob es zu einer weiteren Ausdehnung des Konflikts kommen wird.
Da die Region unter anderem eine hohe Bedeutung als Energielieferant besitzt, kann ein andauernder Krieg zu Preissteigerungen führen und damit auch wirtschaftlich Europa treffen, was ebenso Folgen für Unternehmen wie OVB und seine Kund*innen haben könnte.
Darüber hinaus beeinflussen steuer- und sozialpolitische Rahmenbedingungen, Entwicklungen am Kapitalmarkt und vielfältige regulatorische Neuerungen das Geschäft von OVB und ihrer Produktpartner. Gleichzeitig versteht OVB derartige Anpassungen der Rahmenbedingungen auch als Chance, die Qualität ihrer Dienstleistungen weiter zu verbessern.
Zuletzt hatte die Europäische Kommission am 24. Mai 2023 ihren Entwurf zur Kleinanlegerstrategie vorgelegt. Ein Provisionsverbot ist darin – wie zwischenzeitlich diskutiert – nicht mehr enthalten. Aufgrund der im Juni 2024 stattgefundenen Neuwahlen des EU-Parlaments wird eine Entscheidung frühestens in der nun beginnenden Legislaturperiode erwartet. OVB befindet sich weiterhin im engen Austausch mit Branchenverbänden und analysiert die im Entwurf vorgeschlagenen Transparenzvorschriften und Regelungen für den Vertrieb von Finanzprodukten.
Die OVB ist sich der Cyberrisiken bewusst, die ihre IT-basierten Prozesse negativ beeinflussen und zu Systemausfällen führen können. Diese können die operative Leistungsfähigkeit einzelner Geschäftsbereiche oder des gesamten Konzerns einschränken. Um diese Risiken zu minimieren, hat OVB entsprechende Maßnahmen zur Cybersicherheit ergriffen und umgesetzt, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit ihrer IT-Systeme zu gewährleisten. Darüber hinaus nutzt OVB neue Technologien, um ihre IT-Infrastruktur zu optimieren oder die Transaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen. Diese Technologien bieten nicht nur Möglichkeiten zur Prävention von Cyberrisiken, sondern auch zur Steigerung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von Vertriebs- und Arbeitsweisen. OVB verfügt über eine klare Strategie und ein robustes Management für den Einsatz neuer Technologien, um potenzielle Sicherheitslücken oder Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden.
Das Risikomanagementsystem von OVB und das eingesetzte Reporting tragen wesentlich dazu bei, dass die Gesamtrisiken im Konzern transparent sind und gesteuert werden. Das Risikomanagement- und -controllingsystem wird ständig weiterentwickelt, um die Transparenz der eingegangenen Risiken zu erhöhen und die Risikosteuerungsmöglichkeiten weiter zu verbessern.
Seit der Aufstellung des Konzernabschlusses 2023 haben sich die Chancen und Risiken nicht grundlegend verändert. Diese sind im Geschäftsbericht 2023 ausführlich dargestellt, insbesondere in dem Kapitel »Chancen- und Risikobericht«.
Ausblick
Eine wesentliche Stärke des OVB Konzerns ist die breite internationale Aufstellung über aktuell 16 europäische Länder hinweg. Insgesamt bleiben die Marktbedingungen herausfordernd. Trotz des hohen Bedarfs für eigenverantwortliche Absicherung und Vorsorge ist nicht auszuschließen, dass Kund*innen bei langfristigen Anlageentscheidungen zurückhaltender agieren – gerade vor dem Hintergrund der nach wie vor hohen Inflationsraten. OVB wird den eingeschlagenen Wachstumskurs weiterverfolgen und dabei einen weiteren Ausbau der Zahl der Finanzvermittler*innen und Kund*innen anstreben.
Die langfristigen Geschäftspotenziale im Markt für private Absicherung und Vorsorge bestehen unverändert fort. Vor dem Hintergrund weiterer Veränderungen im Umfeld, in den Märkten und bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen der Geschäftstätigkeit hat OVB im vergangenen Geschäftsjahr ihre mittelfristige Wachstumsstrategie »OVB Excellence 2027« mit dem Ziel des nachhaltigen Ausbaus der Vertriebsorganisation sowie der Ausweitung der Kundenbasis vorgestellt.
OVB geht grundsätzlich davon aus, in allen Segmenten in 2024 Wachstum erzielen zu können. Um den aktuell bestehenden Unsicherheiten in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Rechnung zu tragen, sieht OVB für das Geschäftsjahr 2024 im Konzern bei den Erträgen aus Vermittlungen eine Bandbreite von 380 bis 395 Mio. Euro. Vor dem Hintergrund der mit der neuen Strategie verbundenen Aufwendungen wird ein operatives Ergebnis zwischen 18 und 21 Mio. Euro erwartet.
Köln, den 29. Juli 2024
Mario Freis
CEO
Frank Burow
CFO
Heinrich Fritzlar
COO
der OVB Holding AG nach IFRS zum 30. Juni 2024
Aktiva
|
in TEUR |
30.06.2024 |
31.12.2023 |
|
A. Langfristige Vermögenswerte |
||
|
Immaterielle Vermögenswerte |
17.484 |
17.277 |
|
Nutzungsrechte an Leasingobjekten |
9.851 |
10.836 |
|
Sachanlagen |
6.520 |
5.109 |
|
Finanzanlagen |
343 |
375 |
|
Aktive latente Steuern |
6.145 |
5.974 |
|
40.343 |
39.571 |
|
|
B. Kurzfristige Vermögenswerte |
||
|
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
48.639 |
53.028 |
|
Forderungen und sonstige Vermögenswerte |
62.413 |
57.698 |
|
Forderungen aus Ertragsteuern |
1.574 |
1.880 |
|
Wertpapiere und übrige Kapitalanlagen |
55.741 |
47.954 |
|
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
67.005 |
72.832 |
|
235.372 |
233.392 |
|
|
Summe der Vermögenswerte |
275.715 |
272.963 |
Passiva
|
in TEUR |
30.06.2024 |
31.12.2023 |
|
A. Eigenkapital |
||
|
Gezeichnetes Kapital |
14.251 |
14.251 |
|
Kapitalrücklage |
39.342 |
39.342 |
|
Eigene Anteile |
0 |
0 |
|
Gewinnrücklagen |
13.573 |
13.573 |
|
Sonstige Rücklagen |
208 |
391 |
|
Anteile anderer Gesellschafter |
773 |
660 |
|
Bilanzgewinn |
23.883 |
27.481 |
|
92.030 |
95.698 |
|
|
B. Langfristige Schulden |
||
|
Rückstellungen |
1.022 |
1.073 |
|
Andere Verbindlichkeiten |
8.046 |
8.933 |
|
Passive latente Steuern |
1.124 |
1.149 |
|
10.192 |
11.155 |
|
|
C. Kurzfristige Schulden |
||
|
Steuerrückstellungen |
823 |
1.282 |
|
Andere Rückstellungen |
77.122 |
70.994 |
|
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern |
1.139 |
716 |
|
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
23.088 |
25.994 |
|
Andere Verbindlichkeiten |
71.321 |
67.124 |
|
173.493 |
166.110 |
|
|
Summe Eigenkapital und Schulden |
275.715 |
272.963 |
der OVB Holding AG nach IFRS für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2024
|
in TEUR |
01.04. – |
01.04. – |
01.01. – |
01.01. – |
|
Erträge aus Vermittlungen |
101.836 |
87.178 |
198.642 |
170.573 |
|
Sonstige betriebliche Erträge |
2.728 |
2.774 |
5.568 |
6.976 |
|
Gesamtertrag |
104.564 |
89.952 |
204.210 |
177.549 |
|
Aufwendungen für Vermittlungen |
-69.405 |
-58.240 |
-134.131 |
-113.540 |
|
Personalaufwand |
-13.249 |
-12.369 |
-26.776 |
-24.703 |
|
Abschreibungen |
-2.473 |
-2.140 |
-4.831 |
-4.123 |
|
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
-14.394 |
-13.453 |
-29.176 |
-28.334 |
|
Operatives Ergebnis (EBIT) |
5.043 |
3.750 |
9.296 |
6.849 |
|
Finanzerträge |
1.881 |
860 |
3.731 |
1.432 |
|
Finanzaufwendungen |
-186 |
-109 |
-306 |
-203 |
|
Finanzergebnis |
1.695 |
751 |
3.425 |
1.229 |
|
Konzernergebnis vor Ertragsteuern |
6.738 |
4.501 |
12.721 |
8.078 |
|
Ertragsteuern |
-1.827 |
-1.413 |
-3.380 |
-2.544 |
|
Konzernergebnis |
4.911 |
3.088 |
9.341 |
5.534 |
|
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter |
-70 |
-120 |
-113 |
-223 |
|
Konzernergebnis nach Anteil anderer Gesellschafter |
4.841 |
2.968 |
9.228 |
5.311 |
|
Ergebnis je Aktie unverwässert/verwässert in EUR |
0,34 |
0,21 |
0,65 |
0,37 |
der OVB Holding AG nach IFRS für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2024
|
in TEUR |
01.04. – |
01.04. – |
01.01. – |
01.01. – |
|
Konzernergebnis |
4.911 |
3.088 |
9.341 |
5.534 |
|
Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten |
-21 |
16 |
-110 |
54 |
|
Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung |
-1 |
93 |
-73 |
213 |
|
Sonstiges Ergebnis, das anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird |
-22 |
109 |
-183 |
267 |
|
Gesamtergebnis vor Anteil anderer Gesellschafter |
4.889 |
3.197 |
9.158 |
5.801 |
|
Gesamtergebnis anderer Gesellschafter |
-70 |
-120 |
-113 |
-223 |
|
Gesamtergebnis |
4.819 |
3.077 |
9.045 |
5.578 |
der OVB Holding AG nach IFRS für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2024
|
in TEUR |
01.01. – |
01.01. – |
|
Konzernergebnis vor Ertragsteuern |
12.721 |
8.078 |
|
+/- Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen und Wertaufholungen auf Gegenstände des Anlagevermögens |
4.831 |
4.123 |
|
- Finanzergebnis |
-3.425 |
-1.229 |
|
-/+ Unrealisierte Währungsgewinne/-verluste |
258 |
-940 |
|
+/- Zuführung/Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen |
579 |
-297 |
|
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge |
346 |
79 |
|
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen |
6.077 |
1.897 |
|
+/- Ergebnis aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen |
-59 |
-4 |
|
+/- Abnahme/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva |
-905 |
-5.730 |
|
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva |
1.289 |
1.778 |
|
- Gezahlte Ertragsteuern |
-3.308 |
-3.655 |
|
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit |
18.404 |
4.100 |
|
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und des immateriellen Anlagevermögens |
90 |
29 |
|
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens |
92 |
68 |
|
+ Einzahlungen aus Abgängen von Wertpapieren und übrigen kurzfristigen Kapitalanlagen |
12.826 |
20.388 |
|
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen |
-2.427 |
-625 |
|
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen |
-2.790 |
-2.994 |
|
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen |
-60 |
-25 |
|
- Auszahlungen für Investitionen in Wertpapiere und übrige kurzfristige Kapitalanlagen |
-18.977 |
-14.448 |
|
+ Übrige Finanzerträge |
196 |
9 |
|
+ Erhaltene Zinsen |
1.326 |
1.134 |
|
= Cashflow aus Investitionstätigkeit |
-9.724 |
3.536 |
|
- Gezahlte Dividenden |
-12.826 |
-12.826 |
|
- Auszahlungen für den Tilgungsanteil der Leasingverbindlichkeit aus Finanzierungstätigkeiten |
-1.215 |
-1.273 |
|
- Auszahlungen für den Zinsanteil der Leasingverbindlichkeit aus Finanzierungstätigkeiten |
-189 |
-164 |
|
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit |
-14.230 |
-14.263 |
|
Gesamtübersicht: |
||
|
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit |
18.404 |
4.100 |
|
Cashflow aus Investitionstätigkeit |
-9.724 |
3.536 |
|
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit |
-14.230 |
-14.263 |
|
= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands |
-5.550 |
-6.627 |
|
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands |
-277 |
1.084 |
|
+ Finanzmittelbestand zum Ende des Vorjahres |
72.832 |
80.644 |
|
= Finanzmittelbestand zum Ende der Periode |
67.005 |
75.101 |
der OVB Holding AG nach IFRS zum 30. Juni 2024
|
in TEUR |
Gezeichnetes Kapital |
Kapital- |
Gesetzliche Rücklage |
Andere
Gewinn- |
Neubewertungs- |
Rücklage aus Rückstellungen für Pensionen |
|
Stand 31.12.2023 |
14.251 |
39.342 |
2.576 |
10.997 |
-204 |
462 |
|
Konzerngewinn |
||||||
|
Eigene Anteile |
||||||
|
Kapitalmaßnahmen |
||||||
|
Gezahlte Dividenden |
||||||
|
Veränderung der Neubewertungsrücklage |
-110 |
|||||
|
Einstellung in andere Rücklagen |
||||||
|
Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung |
||||||
|
Neubewertungseffekt aus Rückstellungen für Pensionen |
||||||
|
Konzernergebnis |
||||||
|
Stand 30.06.2024 |
14.251 |
39.342 |
2.576 |
10.997 |
-314 |
462 |
|
in TEUR |
Latente Steuern auf nicht realisierte Gewinne/Verluste |
Rücklage aus
Währungs- |
Summe im Eigenkapital erfasster Ergebnisse |
Gewinn- |
Konzernergebnis nach Anteil anderer Gesellschafter |
Gesamt- |
|
Stand 31.12.2023 |
-84 |
217 |
13.166 |
14.315 |
||
|
Konzerngewinn |
14.315 |
-14.315 |
||||
|
Eigene Anteile |
||||||
|
Kapitalmaßnahmen |
||||||
|
Gezahlte Dividenden |
-12.826 |
|||||
|
Veränderung der Neubewertungsrücklage |
-110 |
-110 |
||||
|
Einstellung in andere Rücklagen |
||||||
|
Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung |
-73 |
-73 |
-73 |
|||
|
Neubewertungseffekt aus Rückstellungen für Pensionen |
||||||
|
Konzernergebnis |
9.228 |
9.228 |
||||
|
Stand 30.06.2024 |
-84 |
144 |
-183 |
14.655 |
9.228 |
9.045 |
|
in TEUR |
Eigenkapital der Aktionäre der OVB Holding AG |
Anteil anderer Gesellschafter |
Gesamt |
|
Stand 31.12.2023 |
95.038 |
660 |
95.698 |
|
Konzerngewinn |
|||
|
Eigene Anteile |
|||
|
Kapitalmaßnahmen |
|||
|
Gezahlte Dividenden |
-12.826 |
-12.826 |
|
|
Veränderung der Neubewertungsrücklage |
-110 |
-110 |
|
|
Einstellung in andere Rücklagen |
|||
|
Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung |
-73 |
-73 |
|
|
Neubewertungseffekt aus Rückstellungen für Pensionen |
|||
|
Konzernergebnis |
9.228 |
113 |
9.341 |
|
Stand 30.06.2024 |
91.257 |
773 |
92.030 |
der OVB Holding AG nach IFRS zum 30. Juni 2023
|
in TEUR |
Gezeichnetes Kapital |
Kapital- |
Gesetzliche Rücklage |
Andere
Gewinn- |
Neubewertungs- |
Rücklage aus Rückstellungen für Pensionen |
|
Stand 31.12.2022 |
14.251 |
39.342 |
2.576 |
11.132 |
-308 |
-82 |
|
Konzerngewinn |
||||||
|
Eigene Anteile |
||||||
|
Kapitalmaßnahmen |
||||||
|
Gezahlte Dividenden |
||||||
|
Veränderung der Neubewertungsrücklage |
54 |
|||||
|
Einstellung in andere Rücklagen |
-135 |
|||||
|
Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung |
||||||
|
Neubewertungseffekt aus Rückstellungen für Pensionen |
||||||
|
Konzernergebnis |
||||||
|
Stand 30.06.2023 |
14.251 |
39.342 |
2.576 |
10.997 |
-254 |
-82 |
|
in TEUR |
Latente Steuern auf nicht realisierte Gewinne/Verluste |
Rücklage aus
Währungs- |
Summe im Eigenkapital erfasster Ergebnisse |
Gewinn- |
Konzernergebnis nach Anteil anderer Gesellschafter |
Gesamt- |
|
Stand 31.12.2022 |
56 |
177 |
11.186 |
14.671 |
||
|
Konzerngewinn |
14.671 |
-14.671 |
||||
|
Eigene Anteile |
||||||
|
Kapitalmaßnahmen |
||||||
|
Gezahlte Dividenden |
-12.826 |
|||||
|
Veränderung der Neubewertungsrücklage |
54 |
54 |
||||
|
Einstellung in andere Rücklagen |
135 |
|||||
|
Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung |
213 |
213 |
213 |
|||
|
Neubewertungseffekt aus Rückstellungen für Pensionen |
||||||
|
Konzernergebnis |
5.311 |
5.311 |
||||
|
Stand 30.06.2023 |
56 |
390 |
267 |
13.166 |
5.311 |
5.578 |
|
in TEUR |
Eigenkapital der Aktionäre der OVB Holding AG |
Anteil anderer Gesellschafter |
Gesamt |
|
Stand 31.12.2022 |
93.001 |
513 |
93.514 |
|
Konzerngewinn |
|||
|
Eigene Anteile |
|||
|
Kapitalmaßnahmen |
|||
|
Gezahlte Dividenden |
-12.826 |
-12.826 |
|
|
Veränderung der Neubewertungsrücklage |
54 |
54 |
|
|
Einstellung in andere Rücklagen |
|||
|
Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung |
213 |
213 |
|
|
Neubewertungseffekt aus Rückstellungen für Pensionen |
|||
|
Konzernergebnis |
5.311 |
223 |
5.534 |
|
Stand 30.06.2023 |
85.753 |
736 |
86.489 |
1. Allgemeine Angaben zum OVB Konzern
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss für das erste Halbjahr 2024 wird durch heutigen Beschluss des Vorstands zur Veröffentlichung freigegeben.
Die Muttergesellschaft des OVB Konzerns (nachfolgend OVB) ist die OVB Holding AG, Köln. Beim Amtsgericht Köln, Reichenspergerplatz 1, 50670 Köln, wird sie im Handelsregister unter der Nummer HRB 34649 geführt. Die Geschäftsanschrift der OVB Holding AG lautet Heumarkt 1, 50667 Köln.
2. Rechnungslegungsgrundsätze
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss für das erste Halbjahr 2024 wurde gemäß IAS 34 »Zwischenberichterstattung« unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) und International Accounting Standards (IAS), wie sie in der EU anzuwenden sind und wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden, aufgestellt und ist in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 zu lesen.
Für die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses wurden, soweit nicht anders angegeben, die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sowie die Standards, die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 angewandt und veröffentlicht wurden, unverändert übernommen.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (TEUR) gerundet dargestellt. Aufgrund der Darstellung in vollen TEUR Beträgen können vereinzelt Rundungsdifferenzen bei der Addition der dargestellten Einzelwerte auftreten.
Im Rahmen der Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses gemäß IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.
Weitere Informationen zu Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten sind dem Kapitel 4.4 Ermessensspielräume des Konzern-Anhangs zum 31. Dezember 2023 zu entnehmen.
Im Berichtsjahr 2024 sind erstmals folgende neue Standards verpflichtend anzuwenden:
IAS 1 Darstellung des Abschlusses (Änderungen)
Für den Ausweis von Schulden enthält der Standard zukünftig eine Klarstellung bezüglich der Klassifizierung von Schulden in kurz- oder langfristig. Die Änderung ist ab dem 1. Januar 2024 anzuwenden. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben sich hieraus keine.
IAS 7 Kapitalflussrechnungen / IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben (Änderungen)
Um klare Vorgaben hinsichtlich qualitativer und quantitativer Informationen in Verbindung mit Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten zu schaffen, gab der IASB Änderungen zu IAS 7 und IFRS 7 bekannt. Die Anpassungen betreffen die Definition von Merkmalen einer Vereinbarung, für die Anhangangaben geleistet werden müssen, sowie zusätzliche Anhangangaben, die in Verbindung mit Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen offen zu legen sind. Die Änderungen sind ab dem 1. Januar 2024 anzuwenden. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben sich hieraus keine.
IFRS 16 Leasingverhältnisse (Änderungen)
Zur Klarstellung der Folgebewertung von Leasingverbindlichkeiten bei Sale-and-Leaseback-Transaktionen verlautbarte der IASB Änderungen zu IFRS 16. Diese sehen vor, dass der Verkäufer-Leasingnehmer die Leasingverbindlichkeiten so zu bilanzieren hat, dass keine Gewinne oder Verluste realisiert werden, die im Zusammenhang mit dem Verkauf des zurückbehaltenen Nutzungsrechts stehen. Die Änderungen sind ab dem 1. Januar 2024 anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig war. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben sich hieraus keine.
Die nachfolgenden Standards sind vom IASB verabschiedet und vorbehaltlich des noch ausstehenden Endorsement-Verfahrens erst in späteren Berichtsjahren anzuwenden:
IAS 21 Wechselkurse (Änderungen)
Es gibt eine Ergänzung, wie Wechselkurse bestimmt werden können, bei denen es eine mangelnde Umtauschbarkeit gibt. Wenn eine Währung zum Bewertungszeitpunkt nicht umtauschbar ist, schätzt das Unternehmen den Stichtagskurs als den Kurs, der für eine ordnungsgemäße Transaktion zwischen Marktteilnehmern gegolten hätte und der die vorherrschenden wirtschaftlichen Bedingungen getreu widerspiegeln würde. Das Unternehmen stellt zusätzlich Informationen zur Verfügung, die es den Abschlussadressaten ermöglichen, zu beurteilen, wie sich der Mangel an Umtauschbarkeit einer Währung auf die finanzielle Leistung, finanzielle Lage und Cashflows des Unternehmens auswirkt bzw. voraussichtlich auswirken wird.
Die Änderungen sind für jährliche Berichtsperioden ab dem 1. Januar 2025 anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig ist. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben sich hieraus keine.
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben / IFRS 9 Finanzinstrumente (Änderungen)
Um die Verständlichkeit der Vorschriften des IFRS 9 zu verbessern, veröffentlichte der IASB Änderungen an der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten. Neben der Möglichkeit der Ausbuchung einer durch elektronischen Zahlungsverkehr erfüllten finanziellen Verbindlichkeit vor dem Erfüllungstag, beinhalten die Änderungen Klar- und Hilfestellungen bei der Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten. Des Weiteren wurden Angabepflichten für Eigenkapitalinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, definiert.
Die Änderungen sind ab dem 1. Januar 2026 anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig ist. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben sich hieraus keine.
IFRS 18 Darstellung und Angaben im Abschluss
Zur Erhöhung der Vergleichbarkeit und Transparenz der Berichterstattung verlautbarte der IASB den Standard IFRS 18 Darstellung und Angaben im Abschluss, der den bisherigen IAS 1 ersetzen soll. Während der Großteil des IAS 1 übernommen wurde, beinhaltet der IFRS 18 zudem definierte Zwischensummen und Kategorien in der Gewinn- und Verlustrechnung, Anforderungen zur Aggregation und Disaggregation sowie Vorgaben zur Einführung und Angabe von durch die Unternehmensleitung definierten Erfolgskennzahlen.
Der neue Standard ist ab dem 1. Januar 2027 anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig ist. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben sich hieraus keine.
IFRS 19 Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben
Mit Veröffentlichung des IFRS 19 wurde Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit geboten, ihren lokalen Abschluss nach den IFRS-Rechnungslegungsstandards mit reduzierten Angabevorschriften zu erstellen. Der neue Standard legt fest, dass Tochterunternehmen, die nicht öffentlich rechenschaftspflichtig sind und deren Mutterunternehmen IFRS-konforme Abschlüsse erstellen, die reduzierten Angabevorschriften anwenden können. Die Unternehmen sind jedoch weiterhin verpflichtet die vollständigen IFRS-Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis einzuhalten.
Der neue Standard kann ab dem 1. Januar 2027 angewandt werden, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig ist. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben sich hieraus keine.
2.1 Finanzinstrumente
In der Konzernbilanz werden finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erst dann erfasst, wenn eine Gesellschaft des OVB Konzerns hinsichtlich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments zur Vertragspartei wird. Die Erfassung erfolgt somit am Handelstag.
Die Einteilung in die Bewertungsklassen erfolgt nach der Bestimmung des Geschäftsmodells, im Rahmen dessen die vertraglichen Zahlungsströme vereinnahmt werden sowie nach Prüfung der Zahlungsstrombedingung mittels SPPI-Tests (Solely-Payments-of-Principal-and-Interest). Die Finanzinstrumente des OVB Konzerns lassen sich wie folgt klassifizieren:
Fortgeführte Anschaffungskosten (AC)
Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten (Geschäftsmodell: Halten und Zahlungsstrombedingungen: unschädlich) bewertet werden, werden bei Zugang grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden bei Zugang mit dem gemäß IFRS 15 ermittelten Betrag angesetzt. Soweit im Rahmen der Folgebewertung zukünftige Wertminderungen antizipiert werden und diese nicht unwesentlich sind, werden diese im Wertansatz berücksichtigt. Nach erstmaliger Erfassung werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten folgebewertet. Dies ist der Betrag, mit dem ein finanzieller Vermögenswert bei der erstmaligen Erfassung bewertet wurde, abzüglich Tilgungen, zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisierung einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglich angesetzten Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode sowie abzüglich der Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL)
Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (entweder Geschäftsmodell: nicht Halten oder Zahlungsstrombedingungen: schädlich) bewertet werden, werden bei Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Gewinne oder Verluste, die aus der Folgebewertung resultieren, sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI)
Schuldinstrumente (Geschäftsmodell: Halten und Verkaufen und Zahlungsstrombedingungen: unschädlich) und Eigenkapitalinstrumente (per Designation), die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden bei Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Gewinne oder Verluste, die aus der Folgebewertung resultieren, sind erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Bei Abgang von Schuldinstrumenten sind die in der Neubewertungsrücklage enthaltenen Gewinne oder Verluste erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Bei Eigenkapitalinstrumenten erfolgt keine erfolgswirksame Umgliederung der Neubewertungsrücklage, sondern eine neutrale Umbuchung innerhalb des Eigenkapitals. Zinseinnahmen, Wertberichtigungen sowie Währungsgewinne/-verluste der Schuldinstrumente werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Rechtsansprüche auf Dividenden der Eigenkapitalinstrumente werden ebenfalls erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst.
2.2 Wertminderungen und -aufholungen bei finanziellen Vermögenswerten
Zu jedem Bilanzstichtag werden bei der Wertberichtigung finanzieller Vermögenswerte/Vertragsvermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, erwartete Kreditverluste (Expected Credit Losses) berücksichtigt. Dabei werden die Barwerte klassischer Ausfallszenarien mit der entsprechenden Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert. Zur Abzinsung wird der ursprüngliche Effektivzinssatz verwendet.
Stufentransfer
Bei erstmaliger Beurteilung der zukünftigen Kreditausfälle entspricht die Wertminderung den erwarteten Kreditausfällen innerhalb der nächsten zwölf Monate. Stellt sich zu einem späteren Bilanzstichtag ein signifikanter Anstieg des Kreditrisikos im Vergleich zur erstmaligen Beurteilung ein, entspricht die Wertminderung den erwarteten Kreditausfällen innerhalb der gesamten Restlaufzeit des Vermögenswertes.
Vereinfachte Vorgehensweise
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente werden die erwarteten Kreditausfälle zusammen für eine Klasse von Vermögenswerten mit gleichen Kreditrisikomerkmalen auf kollektiver Basis ermittelt und gemäß IFRS 9.5.5.15 auf Laufzeitbasis als Risikovorsorgeposten angesetzt.
2.3 Umsatzrealisierung
OVB erfasst Umsatzerlöse grundsätzlich nach Erbringung der vereinbarten Dienstleistung für den Kunden bzw. die Kundin (Erfüllung der Leistungsverpflichtung). Sofern Unsicherheiten bei der erfolgswirksamen Vereinnahmung bestehen, erfolgt die Umsatzrealisierung nach Wegfall der Unsicherheiten und somit spätestens zum Zeitpunkt des tatsächlichen Zahlungszuflusses der Provision an OVB. Für das Risiko etwaiger Rückerstattungen von Provisionen an die Produktpartner infolge von Vertragsstornierungen/Nichteinlösungen werden basierend auf historischen Erfahrungswerten entsprechende Rückstellungen gebildet (Stornorisikorückstellung). Die Veränderung der Stornorisikorückstellung erfolgt zu Lasten wie auch zu Gunsten der Umsatzerlöse. Angesichts eventueller Rückvergütungen bereits erhaltener Provisionen im Stornierungsfall handelt es sich bei den Umsatzerlösen gemäß IFRS 15 um variable Gegenleistungen, die der Höhe nach mit Unsicherheit behaftet sind.
Die auf nachlaufende Provisionen entfallenden Umsatzerlöse werden als Vertragsvermögenswert im Posten »Forderungen und sonstige Vermögenswerte« erfasst. Die Schätzung der nachlaufenden Provisionen erfolgt auf Basis des wahrscheinlichsten Betrages und in Höhe, in der eine signifikante Stornierung der gebuchten Erlöse hochunwahrscheinlich ist. Korrespondierende Aufwendungen für Vermittlungen, die zukünftig an Finanzvermittler*innen weitergegeben werden, sind in den Rückstellungen aus nachlaufenden Provisionen enthalten.
Als Umsatzerlöse erfasst OVB Abschlussprovisionen, Bestandspflegeprovisionen und Dynamikprovisionen.
Die OVB erhält Abschlussprovisionen für die erfolgreiche Vermittlung eines Versicherungsvertrages. Die Abrechnung erfolgt entweder diskontiert, teildiskontiert oder ratierlich. Bei den teildiskontierten und ratierlich zufließenden Abschlussprovisionen kommt es in den Sparten Fondsgebundene Vorsorgeprodukte, sonstige Vorsorgeprodukte, Sach- und Unfallversicherung und Rechtsschutz, Investmentfonds und Krankenversicherungen zu einer früheren zeitpunktbezogenen Erfassung der Umsatzerlöse für den Teil, der auf die erfolgreiche Vermittlung des Vertrages entfällt, jedoch erst in späteren Berichtsperioden abgerechnet wird, dabei werden Annahmen hinsichtlich der voraussichtlichen Laufzeit getroffen, unter Berücksichtigung zukünftiger Vertragsstornierungen.
Bestandspflegeprovision erhält OVB aus der Bestandspflege von Verträgen für eine kontinuierliche Betreuung des Versicherungsnehmers bzw. der Versicherungsnehmerin. Die Leistung wird demnach über einen Zeitraum erbracht, was dazu führt, dass Umsatzerlöse diesbezüglich über die Zeit zu realisieren sind.
Dynamikprovision erhält OVB für Beitragserhöhungen während der Vertragslaufzeit. Dynamikprovisionen werden zeitpunktbezogen erfasst, wenn die Widerrufsfrist des Versicherungsnehmers bzw. der Versicherungsnehmerin bezogen auf die Beitragserhöhung abgelaufen ist.
OVB tritt als Prinzipal und die Finanzvermittler*innen als Mehrfachagenten/Makler auf.
3. Veränderungen des Konsolidierungskreises
Ein Unternehmenszusammenschluss liegt vor, wenn OVB durch eine Transaktion oder ein anderes Ereignis Beherrschung über ein oder mehrere Unternehmen erlangt. Bei sämtlichen Unternehmenszusammenschlüssen ist die Erwerbsmethode anzuwenden. Die Anschaffungskosten eines erworbenen Tochterunternehmens bemessen sich nach dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung, d.h. der Summe aus übertragenen Vermögenswerten, übernommenen Schulden, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumenten und bedingten Gegenleistungen. Anschaffungsnebenkosten werden grundsätzlich als Aufwand erfasst. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden, unabhängig von der Beteiligungshöhe von OVB, in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde. Der Wertansatz eines etwaigen Geschäfts- oder Firmenwerts wird durch den positiven Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten des Erwerbs abzüglich des beizulegenden Zeitwerts der erworbenen Nettovermögenswerte bestimmt.
Im ersten Quartal 2024 erfolgte die Entkonsolidierung der OVB Informatikai Kft., Budapest. Im Februar 2024 wurde die Gesellschaft mit Beschluss des Handelsgerichts Budapest liquidiert. Das Entkonsolidierungsergebnis von TEUR 40 betrifft Währungseffekte aus dem OCI und wird im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst.
Internationale Konflikte stellen im Jahr 2024 nach wie vor eine Herausforderung dar. Zum Krieg in der Ukraine, der nun schon mehr als zwei Jahre andauert, kam mit dem Angriff der radikalislamischen Hamas auf Israel ein neuer Krieg im Nahen Osten hinzu, was zu globalen Beeinträchtigungen von Lieferketten sowie erhöhten Rohstoffpreisen führt.
Die Weltwirtschaft zeigt sich trotz der geopolitischen Krisen sowie der anhaltend hohen Inflation und den gestiegenen Zinsen sehr resilient. Die OVB hat aus diesem Grund die Vorsorgemaßnahmen des 31. Dezember 2023 an die sich insgesamt verbesserten makroökonomischen Rahmenbedingungen angeglichen bzw. gesenkt. Dies hatte im ersten Halbjahr 2024 die nachfolgenden Auswirkungen auf die genannten Bilanzpositionen.
Stornorisiken
Aufgrund der aktuellen makroökonomischen Entwicklung ist von keinem signifikanten Risiko höherer Vertragsstornierungen auszugehen, das einen erhöhenden Einfluss auf die Rückstellung für Stornorisiken bewirken würde (31. Dezember 2023: EUR 0,8 Mio.).
Vertragsvermögenswert
Der Vertragsvermögenswert abzüglich der Rückstellungen aus nachlaufenden Provisionen (IFRS 15) wird zum 30. Juni 2024 weiterhin nicht mehr durch die zusätzlichen Vorsorgemaßnahmen verringert (31. Dezember 2023: EUR 0,1 Mio.).
Weitere nach IAS 34 berichtspflichtige Ereignisse (z. B. für die Geschäftstätigkeit ungewöhnliche Sachverhalte, eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen, Aufgabe von Geschäftsbereichen) sind nicht zu berichten.
1. Finanzanlagen
|
in TEUR |
30.06.2024 |
31.12.2023 |
|
|
Finanzanlagen |
AC |
343 |
375 |
AC = Amortized Cost (Fortgeführte Anschaffungskosten)
Die Finanzanlagen betreffen Ausleihungen an Innendienstmitarbeiter*innen und selbstständige Finanzvermittler*innen mit Laufzeiten über einem Jahr, die zu einem marktüblichen Zins ausgegeben wurden.
2. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
|
in TEUR |
30.06.2024 |
31.12.2023 |
|
Forderungen |
16.385 |
17.991 |
|
Sonstige Vermögenswerte |
8.239 |
5.725 |
|
Vertragsvermögenswert (IFRS 15) |
37.789 |
33.982 |
|
62.413 |
57.698 |
3. Wertpapiere und übrige Kapitalanlagen
|
in TEUR |
30.06.2024 |
31.12.2023 |
|
|
Wertpapiere |
FVPL |
22.623 |
19.232 |
|
Wertpapiere |
FVOCI |
17.356 |
17.466 |
|
Übrige Kapitalanlagen |
AC |
15.762 |
11.256 |
|
55.741 |
47.954 |
AC = Amortized Cost (Fortgeführte Anschaffungskosten) / FVPL = Fair Value through Profit or Loss (Ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert) / FVOCI = Fair Value through Other Comprehensive Income (Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert)
4. Finanzmittelbestand
Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Finanzmittelbestand wie folgt zusammen:
|
in TEUR |
30.06.2024 |
31.12.2023 |
|
Zahlungsmittel |
11 |
14 |
|
Zahlungsmitteläquivalente |
66.994 |
72.818 |
|
67.005 |
72.832 |
Zahlungsmittel sind die Kassenbestände der Konzerngesellschaften am Quartalsstichtag in inländischer Währung und in ausländischen Währungen umgerechnet in Euro.
Zahlungsmitteläquivalente sind Vermögenswerte, die sofort in Zahlungsmittel umgetauscht werden können. Sie beinhalten Bankbestände in inländischer Währung und in ausländischen Währungen mit einer Laufzeit von nicht mehr als drei Monaten, Schecks und Wertzeichen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, Fremdwährungen werden zum Stichtagskurs in Euro bewertet.
5. Grundkapital
Unverändert zum 31. Dezember 2023 beträgt das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der OVB Holding AG EUR 14.251.314,00. Es ist eingeteilt in 14.251.314 nennwertlose Inhaberstammaktien (Stückaktien).
6. Dividende
Die ausschüttungsfähigen Beträge beziehen sich auf den Bilanzgewinn der OVB Holding AG, der gemäß deutschem Handelsrecht ermittelt wird.
Die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2023 der OVB Holding AG erfolgte durch die ordentliche Hauptversammlung am 12. Juni 2024.
Der Anspruch der Aktionäre auf die Dividende in Höhe von TEUR 12.826 wurde am 17. Juni 2024 fällig. Die Dividende entspricht EUR 0,90 je Stückaktie (Vorjahr: EUR 0,90 EUR je Stückaktie):
|
in TEUR |
2023 |
2022 |
|
Verteilung an die Aktionäre |
12.826 |
12.826 |
|
Gewinnvortrag |
7.956 |
7.896 |
|
Bilanzgewinn |
20.782 |
20.722 |
7. Eigene Aktien
Zum Berichtsstichtag hielt die OVB Holding AG keine eigenen Aktien. In der Zeit zwischen dem Quartalsstichtag und der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses haben keine Transaktionen mit eigenen Stammaktien oder Bezugsrechten für eigene Stammaktien stattgefunden.
Die Hauptversammlung der OVB Holding AG vom 10. Juni 2020 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, in der Zeit vom 11. Juni 2020 bis zum 9. Juni 2025 einmal oder mehrmals auf den Inhaber lautende Aktien der Gesellschaft bis zu einer Gesamtzahl von 300.000 Stück zu erwerben. Die aufgrund dieses Beschlusses erworbenen Aktien können auch eingezogen werden.
8. Andere Rückstellungen
|
in TEUR |
30.06.2024 |
31.12.2023 |
|
1. Stornorisiken |
20.692 |
20.183 |
|
2. Nicht abgerechnete Verbindlichkeiten |
25.151 |
21.421 |
|
3. Rechtsstreite |
2.008 |
2.015 |
|
4. Rückstellungen aus nachlaufenden Provisionen (IFRS 15) |
25.565 |
22.899 |
|
73.416 |
66.518 |
|
|
5. Übrige |
||
|
- Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmer*innen |
2.521 |
3.079 |
|
- Jahresabschluss-/Prüfungskosten |
528 |
559 |
|
- Übrige Verpflichtungen |
657 |
838 |
|
3.706 |
4.476 |
|
|
77.122 |
70.994 |
Zu 1. Stornorisiken
Stornorisiken beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für erwartete Provisionsrückforderungen seitens der Produktpartner.
Zu 2. Nicht abgerechnete Verbindlichkeiten
Die nicht abgerechneten Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen noch nicht abgerechnete Provisionen der Finanzvermittler*innen.
Zu 3. Rechtsstreite
Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bestehen im Wesentlichen aufgrund von rechtlichen Auseinandersetzungen mit Kund*innen und ehemaligen Finanzvermittler*innen. Das zeitliche Ende sowie die exakte Höhe des Abflusses von wirtschaftlichem Nutzen dieser Auseinandersetzungen sind ungewiss.
Zu 4. Rückstellungen aus nachlaufenden Provisionen
Die Rückstellungen aus nachlaufenden Provisionen werden für noch nicht an Finanzvermittler*innen weitergegebene Provisionen gebildet.
Zu 5. Übrige
Unter den übrigen Rückstellungen wurden alle Rückstellungen erfasst, die nicht zu den obigen Unterpositionen zuzuordnen sind.
9. Andere Verbindlichkeiten langfristig
|
in TEUR |
30.06.2024 |
31.12.2023 |
|
Langfristige Leasingverbindlichkeiten |
8.046 |
8.933 |
Langfristige Leasingverbindlichkeiten resultieren aus der Anwendung des IFRS 16.
10. Andere Verbindlichkeiten kurzfristig
|
in TEUR |
30.06.2024 |
31.12.2023 |
|
1. Einbehaltene Sicherheiten |
58.544 |
55.461 |
|
2. Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern |
1.974 |
2.066 |
|
3. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmer*innen |
3.471 |
3.289 |
|
4. Verbindlichkeiten gegenüber Produktpartnern |
2.930 |
2.680 |
|
5. Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten |
2.439 |
2.437 |
|
6. Übrige Verbindlichkeiten |
1.963 |
1.191 |
|
71.321 |
67.124 |
Zu 1. Einbehaltene Sicherheiten
Zu den einbehaltenen Sicherheiten zählen die Stornoreserveeinbehalte der Finanzvermittler*innen. Diese werden zur Abdeckung erwarteter Provisionsrückforderungen einbehalten.
Zu 2. Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern
Als Steuerverbindlichkeiten werden nur tatsächliche sonstige Steuerverbindlichkeiten ausgewiesen, die exakt ermittelt werden können bzw. für die Steuerbescheide vorliegen.
Zu 3. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmer*innen
Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer*innen für erbrachte Arbeitsleistungen, wie z. B. Urlaubsgeld, Tantiemen oder Prämien und Leistungen an Arbeitnehmer*innen anlässlich der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, werden mit dem erwarteten Erfüllungsbetrag erfasst.
Zu 4. Verbindlichkeiten gegenüber Produktpartnern
Verbindlichkeiten gegenüber Produktpartnern, die nicht verbundene Unternehmen sind, resultieren in der Regel aus Provisionsrückbelastungen und werden von OVB im Geschäftsverlauf kurzfristig bezahlt. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert.
Zu 5. Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten resultieren aus der Anwendung des IFRS 16.
Zu 6. Übrige Verbindlichkeiten
Unter den übrigen Verbindlichkeiten wurden alle Verbindlichkeiten erfasst, die nicht zu den obigen Unterpositionen zuzuordnen sind. Die Position beinhaltet im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Sozialabgaben und passive Rechnungsabgrenzungen.
1. Erträge aus Vermittlungen
|
in TEUR |
01.01. – |
01.01. – |
|
1. Abschlussprovisionen |
158.119 |
130.910 |
|
2. Bestandspflegeprovisionen |
29.085 |
27.696 |
|
3. Dynamikprovisionen |
3.430 |
3.749 |
|
4. Übrige Erträge aus Vermittlungen |
8.008 |
8.218 |
|
198.642 |
170.573 |
Zu 1. Abschlussprovisionen
Abschlussprovisionen resultieren aus der erfolgreichen Vermittlung verschiedener Finanzprodukte.
Zu 2. Bestandspflegeprovisionen
Bestandspflegeprovisionen resultieren aus der kontinuierlichen Betreuung von Verträgen des Versicherungsnehmers bzw. der Versicherungsnehmerin und werden nach Leistungserbringung vereinnahmt.
Zu 3. Dynamikprovisionen
Dynamikprovisionen resultieren aus dynamischen Beitragsanpassungen von Versicherungsverträgen während der Vertragslaufzeit.
Zu 4. Übrige Erträge aus Vermittlungen
Unter den übrigen Erträgen aus Vermittlungen werden Erträge aus Vermittlungen erfasst, die aus Bonifikationen und anderen umsatzbezogenen Leistungen der Produktpartner sowie Veränderungen der Stornorisikorückstellungen resultieren.
In den Erträgen aus Vermittlungen sind Erträge aus nachlaufenden Provisionen in Höhe von TEUR 3.973 (Vorjahr: TEUR 2.329) enthalten, die aus einer früheren Realisierung von teildiskontierten und ratierlichen Abschlussprovisionen resultieren.
2. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Erstattungen von Finanzvermittler*innen für Seminarteilnahmen, Auflösungen von Rückstellungen, Kostenerstattungen vom Vertrieb und von Partnergesellschaften, Erträge aus verjährten Verbindlichkeiten, sowie alle anderen betrieblichen Erträge, die nicht als Erträge aus Vermittlungen zu erfassen sind.
|
in TEUR |
01.01. – |
01.01. – |
|
Sonstige betriebliche Erträge |
5.568 |
6.976 |
3. Aufwendungen für Vermittlungen
Unter den Aufwendungen für Vermittlungen werden alle direkten Leistungen an die Finanzvermittler*innen erfasst. Dabei werden als laufende Provisionen alle direkt leistungsabhängigen Provisionen, d.h. Abschluss-, Bestandspflege- und Dynamikprovisionen ausgewiesen. Als sonstige Provisionen werden alle anderen Provisionen berücksichtigt, die mit einer Zweckbestimmung, z. B. andere erfolgsabhängige Vergütungen, gegeben werden.
|
in TEUR |
01.01. – |
01.01. – |
|
Laufende Provisionen |
-121.076 |
-102.825 |
|
Sonstige Provisionen |
-13.055 |
-10.715 |
|
-134.131 |
-113.540 |
4. Personalaufwand
|
in TEUR |
01.01. – |
01.01. – |
|
Löhne und Gehälter |
-21.849 |
-20.150 |
|
Soziale Abgaben |
-4.541 |
-4.183 |
|
Aufwendungen für Altersversorgung |
-386 |
-370 |
|
-26.776 |
-24.703 |
5. Abschreibungen
|
in TEUR |
01.01. – |
01.01. – |
|
Abschreibungen auf immaterielles Vermögen |
-2.543 |
-1.901 |
|
Abschreibungen auf Nutzungsrechte |
-1.318 |
-1.285 |
|
Abschreibungen auf Sachanlagen |
-970 |
-937 |
|
-4.831 |
-4.123 |
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
|
in TEUR |
01.01. – |
01.01. – |
|
Vertriebsaufwendungen |
-10.723 |
-11.299 |
|
Verwaltungsaufwendungen |
-14.211 |
-13.632 |
|
Ertragsunabhängige Steuern |
-3.508 |
-2.691 |
|
Übrige Betriebsaufwendungen |
-734 |
-712 |
|
-29.176 |
-28.334 |
7. Finanzergebnis
|
in TEUR |
01.01. – |
01.01. – |
|
Finanzerträge |
||
|
Zinsen und ähnliche Erträge |
1.630 |
1.213 |
|
Erträge aus Wertpapieren |
196 |
9 |
|
Wertaufholungen auf Kapitalanlagen |
1.905 |
210 |
|
3.731 |
1.432 |
|
|
Finanzaufwendungen |
||
|
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
-189 |
-164 |
|
Aufwendungen aus Kapitalanlagen |
-117 |
-39 |
|
-306 |
-203 |
|
|
Finanzergebnis |
3.425 |
1.229 |
8. Ertragsteuern
Die Berechnung der tatsächlichen und der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Ertragsteuersätzen. Die tatsächlichen Ertragsteuern wurden auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Die latenten Steuern wurden mit dem voraussichtlich zukünftig geltenden Steuersatz berechnet.
Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands setzen sich in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt zusammen:
|
in TEUR |
01.01. – |
01.01. – |
|
Tatsächliche Ertragsteuern |
-3.568 |
-2.785 |
|
Latente Ertragsteuern |
188 |
241 |
|
-3.380 |
-2.544 |
9. Ergebnis je Aktie
Die Berechnung des unverwässerten/verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf den folgenden Daten:
|
in TEUR |
01.01. – |
01.01. – |
|
Ergebnis der Berichtsperiode nach Anteil anderer Gesellschafter |
||
|
Basis für das unverwässerte/verwässerte Ergebnis je Aktie (auf die Aktionäre des Mutterunternehmens entfallender Anteil am Ergebnis der Berichtsperiode) |
9.228 |
5.311 |
|
Anzahl der Aktien |
||
|
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Aktien für das unverwässerte/verwässerte Ergebnis je Aktie |
14.251.314 |
14.251.314 |
|
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR |
0,65 |
0,37 |
Die wesentliche Geschäftstätigkeit der operativen Gesellschaften der OVB besteht in der Beratung von Kund*innen bei der Gestaltung ihrer Finanzen und damit verbunden in der Vermittlung verschiedener Finanzprodukte von Versicherungen, Banken, Bausparkassen und anderen Unternehmen. Eine Untergliederung der Betreuung der Kund*innen nach Produktarten ist sinnvoll nicht möglich. Innerhalb der Konzerngesellschaften lassen sich unterscheidbare, auf Konzernebene wesentliche Teilaktivitäten nicht identifizieren. Insbesondere die Darstellung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ist nicht auf der Grundlage der vermittelten Produkte möglich. Daher sind die einzelnen Gesellschaften jeweils als Ein-Produkt-Unternehmen zu qualifizieren. Die Segmentierung erfolgt demnach ausschließlich nach geografischen Gesichtspunkten, da auch das interne Reporting an die Unternehmensleitung sowie die Unternehmenssteuerung ausschließlich nach diesen Kriterien erfolgen. Hierbei stellen die vermittelnden Konzerngesellschaften operative Segmente im Sinne des IFRS 8 dar, die in drei berichtspflichtige Segmente aggregiert wurden. Alle nicht operativ vermittelnden Gesellschaften stellen das Segment »Zentralbereiche« dar. Hierbei wurden die Aggregationskriterien des IFRS 8.12 berücksichtigt. Das interne Reporting an die Unternehmensleitung ist, in Übereinstimmung mit den IFRS, eine verdichtete Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung, die in erweiterter Form in der Segmentberichterstattung dargestellt wird. Das Ergebnis der Gesellschaften wird von der Unternehmensleitung getrennt überwacht, um die Ertragskraft messen und beurteilen zu können. In der Darstellung der Segmentberichterstattung wurde gemäß IFRS 8.23 auf die Darstellung des Segmentvermögens und der Segmentverbindlichkeiten verzichtet, da diese nicht Bestandteil des internen Reportings sind.
Das Segment »Mittel- und Osteuropa« umfasst: OVB Vermögensberatung A.P.K. Kft., Budapest; OVB Allfinanz, a.s., Prag; OVB Allfinanz Slovensko a.s., Bratislava; OVB Allfinanz Polska Społka Finansowa Sp. z o. o., Warschau; OVB Allfinanz Romania Broker de Asigurare S.R.L., Cluj; OVB Imofinanz S.R.L., Cluj; OVB Allfinanz Croatia d.o.o., Zagreb; OVB Allfinanz Zastupanje d.o.o., Zagreb; TOB OVB Allfinanz Ukraine, Kiew, und OVB Allfinanz SI, zavarovalno zastopniška družba, d.o.o., Ljubljana. Einen wesentlichen Beitrag an den Erträgen aus Vermittlungen des Segments »Mittel- und Osteuropa« erwirtschaften die OVB Allfinanz, a.s., Prag, mit TEUR 31.888 (Vorjahr: TEUR 27.284), die OVB Allfinanz Slovensko a.s., Bratislava, mit TEUR 28.313 (Vorjahr: TEUR 25.299) und die OVB Vermögensberatung A.P.K. Kft., Budapest, mit TEUR 20.821 (Vorjahr: TEUR 16.856).
Zum Segment »Deutschland« zählen: OVB Vermögensberatung AG, Köln; Advesto GmbH, Köln, und Eurenta Holding GmbH, Köln. Die Erträge aus Vermittlungen werden in diesem Segment hauptsächlich durch die OVB Vermögensberatung AG, Köln, erwirtschaftet.
Im Segment »Süd- und Westeuropa« sind folgende Gesellschaften enthalten: OVB Allfinanzvermittlungs GmbH, Wals bei Salzburg; OVB Vermögensberatung (Schweiz) AG, Hünenberg; OVB Consulenza Patrimoniale SRL, Verona; OVB Allfinanz España S.A., Madrid; OVB (Hellas) Allfinanz Vermittlungs GmbH & Co. KG, Bankprodukte, Athen; OVB Hellas Allfinanz Vermittlungs GmbH, Athen; OVB Conseils en patrimoine France Sarl., Straßburg; Eurenta Hellas Monoprosopi EPE Asfalistiki Praktores, Athen und Willemot Bijzonder Verzekeringsbestuur NV, Gent. Im Vorjahr war Verzekeringskantoor Louis Vanheule BVBA, Dendermonde, enthalten, die im dritten Quartal 2023 auf die Willemot Bijzonder Verzekeringsbestuur NV, Gent, verschmolzen wurde. Einen wesentlichen Beitrag an den Erträgen aus Vermittlungen des Segments »Süd- und Westeuropa« erwirtschafte die OVB Allfinanz España S.A., Madrid, mit TEUR 20.302 (Vorjahr: TEUR 15.637).
Im Segment »Zentralbereiche« werden zusammengefasst: OVB Holding AG, Köln; Nord-Soft EDV-Unternehmensberatung GmbH, Horst; Nord-Soft Datenservice GmbH, Horst; OVB Informatikai Kft., Budapest (liquidiert am 7. Februar 2024). Die Gesellschaften des Segments »Zentralbereiche« vermitteln keine Produkte, sondern sind überwiegend mit Dienstleistungen für den OVB Konzern tätig. Das Leistungsspektrum umfasst dabei insbesondere Management- und Beratungsleistungen, Software und IT-Services sowie Marketingdienstleistungen.
Die einzelnen Segmente in der Segmentberichterstattung werden vor intersegmentärer Zwischenergebniseliminierung sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung dargestellt. Konzerninterne Dividendenausschüttungen werden nicht berücksichtigt. Die Überleitung der Segmentwerte zu den Konzerndaten wird unmittelbar in der Konsolidierungsspalte der Segmentberichterstattung vorgenommen. Ansatz, Ausweis und Bewertung der konsolidierten Werte in der Segmentberichterstattung stimmen mit den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung sowie den in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellten Werten überein. Bei Konzernumlagen wird auf die angefallenen Einzelkosten ein Gemeinkostenzuschlag erhoben.
der OVB Holding AG nach IFRS für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2024
|
in TEUR |
Mittel- und Osteuropa |
Deutsch- |
Süd- und
West- |
Zentral- |
Konsoli- |
Konsoli- |
|
Segmenterträge |
||||||
|
Erträge mit Dritten |
||||||
|
- Erträge aus Vermittlungen |
110.851 |
29.984 |
57.807 |
0 |
0 |
198.642 |
|
- Abschlussprovisionen |
96.118 |
18.540 |
43.461 |
0 |
0 |
158.119 |
|
- Bestandspflegeprovisionen |
8.581 |
9.565 |
10.939 |
0 |
0 |
29.085 |
|
- Dynamikprovisionen |
787 |
1.535 |
1.108 |
0 |
0 |
3.430 |
|
- übrige Erträge aus Vermittlungen |
5.365 |
344 |
2.299 |
0 |
0 |
8.008 |
|
Sonstige betriebliche Erträge |
1.427 |
1.426 |
1.670 |
1.274 |
-229 |
5.568 |
|
Erträge mit anderen Segmenten |
2 |
478 |
0 |
11.602 |
-12.082 |
0 |
|
Summe Segmenterträge |
112.280 |
31.888 |
59.477 |
12.876 |
-12.311 |
204.210 |
|
Segmentaufwendungen |
||||||
|
Aufwendungen für Vermittlungen |
||||||
|
- Laufende Provisionen |
-69.448 |
-18.331 |
-33.297 |
0 |
0 |
-121.076 |
|
- Sonstige Provisionen |
-7.048 |
-1.625 |
-4.382 |
0 |
0 |
-13.055 |
|
Personalaufwand |
-7.237 |
-3.809 |
-7.743 |
-7.987 |
0 |
-26.776 |
|
Abschreibungen |
-1.288 |
-487 |
-1.095 |
-1.961 |
0 |
-4.831 |
|
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
-16.722 |
-5.803 |
-10.311 |
-8.508 |
12.168 |
-29.176 |
|
Summe Segmentaufwendungen |
-101.743 |
-30.055 |
-56.828 |
-18.456 |
12.168 |
-194.914 |
|
Operatives Ergebnis (EBIT) |
10.537 |
1.833 |
2.649 |
-5.580 |
-143 |
9.296 |
|
Zinserträge |
792 |
399 |
166 |
281 |
-8 |
1.630 |
|
Zinsaufwendungen |
-100 |
-58 |
-37 |
-2 |
8 |
-189 |
|
Sonstiges Finanzergebnis |
0 |
882 |
36 |
1.066 |
0 |
1.984 |
|
Ergebnis vor Steuern (EBT) |
11.229 |
3.056 |
2.814 |
-4.235 |
-143 |
12.721 |
|
Ertragsteuern |
-2.278 |
0 |
-1.009 |
-93 |
0 |
-3.380 |
|
Anteile anderer Gesellschafter |
0 |
0 |
0 |
-113 |
0 |
-113 |
|
Segmentergebnis |
8.951 |
3.056 |
1.805 |
-4.441 |
-143 |
9.228 |
|
Zusätzliche Angaben |
||||||
|
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
1.493 |
163 |
856 |
2.705 |
0 |
5.217 |
|
Wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen (-) und Erträge (+) |
561 |
220 |
-659 |
-24 |
0 |
98 |
|
Wertminderungs-/Fair-Value-Aufwand nach IFRS 9 |
-207 |
-264 |
-643 |
-172 |
-1 |
-1.287 |
|
Wertaufholung/Fair-Value-Zuschreibung nach IFRS 9 |
205 |
1.026 |
138 |
1.067 |
-22 |
2.414 |
der OVB Holding AG nach IFRS für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2023
|
in TEUR |
Mittel- und Osteuropa |
Deutsch- |
Süd- und
West- |
Zentral- |
Konsoli- |
Konsoli- |
|
Segmenterträge |
||||||
|
Erträge mit Dritten |
||||||
|
- Erträge aus Vermittlungen |
95.130 |
27.706 |
47.737 |
0 |
0 |
170.573 |
|
- Abschlussprovisionen |
81.569 |
16.034 |
33.307 |
0 |
0 |
130.910 |
|
- Bestandspflegeprovisionen |
7.894 |
9.420 |
10.382 |
0 |
0 |
27.696 |
|
- Dynamikprovisionen |
899 |
1.636 |
1.214 |
0 |
0 |
3.749 |
|
- übrige Erträge aus Vermittlungen |
4.768 |
616 |
2.834 |
0 |
0 |
8.218 |
|
Sonstige betriebliche Erträge |
1.422 |
1.985 |
1.748 |
2.200 |
-379 |
6.976 |
|
Erträge mit anderen Segmenten |
0 |
478 |
0 |
9.012 |
-9.490 |
0 |
|
Summe Segmenterträge |
96.552 |
30.169 |
49.485 |
11.212 |
-9.869 |
177.549 |
|
Segmentaufwendungen |
||||||
|
Aufwendungen für Vermittlungen |
||||||
|
- Laufende Provisionen |
-59.402 |
-16.438 |
-26.985 |
0 |
0 |
-102.825 |
|
- Sonstige Provisionen |
-5.862 |
-1.380 |
-3.473 |
0 |
0 |
-10.715 |
|
Personalaufwand |
-6.866 |
-3.869 |
-6.940 |
-7.028 |
0 |
-24.703 |
|
Abschreibungen |
-1.088 |
-480 |
-1.052 |
-1.503 |
0 |
-4.123 |
|
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
-15.070 |
-5.617 |
-9.413 |
-7.967 |
9.733 |
-28.334 |
|
Summe Segmentaufwendungen |
-88.288 |
-27.784 |
-47.863 |
-16.498 |
9.733 |
-170.700 |
|
Operatives Ergebnis (EBIT) |
8.264 |
2.385 |
1.622 |
-5.286 |
-136 |
6.849 |
|
Zinserträge |
858 |
162 |
31 |
165 |
-3 |
1.213 |
|
Zinsaufwendungen |
-76 |
-60 |
-30 |
-1 |
3 |
-164 |
|
Sonstiges Finanzergebnis |
0 |
151 |
23 |
6 |
0 |
180 |
|
Ergebnis vor Steuern (EBT) |
9.046 |
2.638 |
1.646 |
-5.116 |
-136 |
8.078 |
|
Ertragsteuern |
-1.608 |
-12 |
-754 |
-170 |
0 |
-2.544 |
|
Anteile anderer Gesellschafter |
0 |
0 |
0 |
-223 |
0 |
-223 |
|
Segmentergebnis |
7.438 |
2.626 |
892 |
-5.509 |
-136 |
5.311 |
|
Zusätzliche Angaben |
||||||
|
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
1.150 |
63 |
1.061 |
1.345 |
0 |
3.619 |
|
Wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen (-) und Erträge (+) |
821 |
429 |
418 |
0 |
0 |
1.668 |
|
Wertminderungs-/Fair-Value-Aufwand nach IFRS 9 |
-596 |
-264 |
-370 |
-104 |
0 |
-1.334 |
|
Wertaufholung/Fair-Value-Zuschreibung nach IFRS 9 |
217 |
890 |
217 |
18 |
0 |
1.342 |
1. Angaben zu Leasingverhältnissen
Die Nutzungsrechte an Leasingobjekten betragen zum 30. Juni 2024 TEUR 9.851 (31. Dezember 2023: TEUR 10.836). Die korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten betragen insgesamt TEUR 10.485 (31. Dezember 2023: TEUR 11.370) und werden in der Bilanz je nach Fälligkeit entweder als langfristige (TEUR 8.046 / 31. Dezember 2023: TEUR 8.933) oder kurzfristige (TEUR 2.439 / 31. Dezember 2023: TEUR 2.437) Schulden klassifiziert. Der Ausweis erfolgt jeweils unter der Position »Andere Verbindlichkeiten«.
Die von OVB in Anspruch genommenen Leasingverträge betreffen im Wesentlichen Immobilienmieten, Fahrzeugleasing sowie Büroausstattungen.
Die Entwicklung des Nutzungsrechts, getrennt nach Klassen der zugrundeliegenden Vermögenswerte, stellt sich wie folgt dar:
|
in TEUR |
01.01.2024 |
Zugänge |
Abgänge |
Abschreibungen |
Währungs- |
30.06.2024 |
|
Software |
18 |
0 |
0 |
-8 |
0 |
10 |
|
Grundstücke und Bauten |
9.772 |
210 |
0 |
-1.061 |
-38 |
8.883 |
|
Maschinen, Geräte, Mobiliar, Fahrzeuge, Sonstige |
988 |
181 |
-20 |
-236 |
0 |
913 |
|
EDV-Anlagen |
58 |
0 |
0 |
-13 |
0 |
45 |
|
10.836 |
391 |
-20 |
-1.318 |
-38 |
9.851 |
|
in TEUR |
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Abschreibungen |
Währungs- |
31.12.2023 |
|
Software |
0 |
34 |
0 |
-16 |
0 |
18 |
|
Grundstücke und Bauten |
9.036 |
2.894 |
-88 |
-2.055 |
-15 |
9.772 |
|
Maschinen, Geräte, Mobiliar, Fahrzeuge, Sonstige |
787 |
681 |
-33 |
-447 |
0 |
988 |
|
EDV-Anlagen |
51 |
34 |
0 |
-25 |
-2 |
58 |
|
9.874 |
3.643 |
-121 |
-2.543 |
-17 |
10.836 |
Die Entwicklung der gesamten korrespondierenden Leasingverbindlichkeit stellt sich wie folgt dar:
|
in TEUR |
2024 |
2023 |
|
Stand Leasingverbindlichkeit am 1. Januar |
11.370 |
10.251 |
|
Auszahlungen Tilgungsanteil (Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit) |
-1.215 |
-1.273 |
|
Zugänge |
391 |
1.647 |
|
Abgänge |
-21 |
-22 |
|
Zinsaufwendungen |
179 |
155 |
|
Auszahlungen Zinsanteil (Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit) |
-179 |
-155 |
|
Währungsdifferenzen |
-40 |
29 |
|
Stand Leasingverbindlichkeit am 30. Juni |
10.485 |
10.632 |
Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten betragen TEUR 179 (Vorjahr: TEUR 155) und werden unter sonstige Finanzaufwendungen ausgewiesen.
Der Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit unter zwölf Monaten beträgt TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 58) und wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Der Aufwand für Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert beträgt TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 19) und wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Die Fälligkeiten der nicht abgezinsten Leasingverbindlichkeiten zum 30. Juni 2024 stellen sich wie folgt dar:
|
in TEUR |
Unter 3 Monate |
3–6 Monate |
6–12 Monate |
1–3 Jahre |
|
718 |
715 |
1.317 |
4.332 |
|
in TEUR |
3–5 Jahre |
Über 5 Jahre |
Gesamt |
|
3.083 |
1.220 |
11.385 |
Die Fälligkeiten der nicht abgezinsten Leasingverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 stellen sich wie folgt dar:
|
in TEUR |
Unter 3 Monate |
3–6 Monate |
6–12 Monate |
1–3 Jahre |
|
700 |
691 |
1.381 |
4.415 |
|
in TEUR |
3–5 Jahre |
Über 5 Jahre |
Gesamt |
|
3.517 |
1.716 |
12.420 |
Aus Unterleasingverträgen wurden Erträge in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 29) erzielt.
Die Fälligkeiten der erwarteten Leasingeinzahlungen aus Unterleasing stellen sich wie folgt dar:
|
in TEUR |
1 Jahr |
2 Jahre |
3 Jahre |
4 Jahre |
|
42 |
29 |
29 |
29 |
|
in TEUR |
5 Jahre |
Über 5 Jahre |
Gesamt |
|
29 |
0 |
158 |
Zum 30. Juni 2024 liegen keine Verlängerungsoptionen vor, aus deren wahrscheinlicher Ausübung Zahlungsmittelabflüsse in den kommenden Berichtsperioden resultieren werden.
2. Eventualverbindlichkeiten
Die OVB Holding AG und einige ihrer Tochtergesellschaften haben Bürgschaften und Haftungsübernahmen für Finanzvermittler*innen abgegeben, die sich aus der normalen Geschäftstätigkeit ergeben. Sofern aus diesen Geschäftsvorfällen Verpflichtungen resultieren, deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann, sind diese Risiken in den anderen Rückstellungen berücksichtigt. Wesentliche Veränderungen im Vergleich zum 31. Dezember 2023 haben sich nicht ergeben.
Einige Konzerngesellschaften sind gegenwärtig in verschiedene Rechtsstreitigkeiten verwickelt, die sich aus der normalen Geschäftstätigkeit, hauptsächlich im Zusammenhang mit der Abwicklung der Vermittlung durch Finanzvermittler*innen, ergeben.
Das Management vertritt die Ansicht, dass eventuellen Forderungen aus diesen Bürgschaften, Haftungsübernahmen und Rechtsstreitigkeiten bereits ausreichend durch die Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen wurde und sich darüber hinaus keine wesentlichen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns ergeben.
Im Vermittlungsgeschäft der OVB besteht das inhärente Risiko, dass die Zusammenarbeit mit selbstständigen Finanzvermittler*innen von Steuerbehörden oder Sozialversicherungsträgern in nicht selbstständige Arbeit umgedeutet werden könnte, was die Zahlung steuer- und sozialversicherungsrechtlicher Abgaben durch OVB nach sich ziehen würde. OVB hat dieses Risiko stetig im Fokus, kann aber aufgrund der sich lokal ggf. ändernden Rechtslage nicht vollends ausschließen, dass sich hieraus nachträgliche Forderungen an OVB ergeben. Ohne dass OVB aktuell nennenswerte Rechtsstreite hierzu führt, könnten sich aus heutiger Sicht in einer der Landesgesellschaften rückwirkende Zahlungen von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen in Höhe von bis zu EUR 6,1 Mio. ergeben. Das Management geht aufgrund vorliegender rechtlicher Stellungnahmen davon aus, dass eine Inanspruchnahme von OVB nicht wahrscheinlich ist.
3. Arbeitnehmer*innen
Der OVB Konzern beschäftigte im ersten Halbjahr 2024 durchschnittlich insgesamt 780 kaufmännische Arbeitnehmer*innen (31. Dezember 2023: 751), davon 68 in leitender Funktion (31. Dezember 2023: 68).
4. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Mit den nahestehenden Unternehmen der SIGNAL IDUNA Gruppe, des Baloise Konzerns und des Generali Konzerns hat OVB Verträge über die Vermittlung von Finanzprodukten geschlossen.
Wesentliche Anteilseigner sind zum 30. Juni 2024 Unternehmen
| ― |
der SIGNAL IDUNA Gruppe, |
| ― |
des Baloise Konzerns und |
| ― |
des Generali Konzerns. |
Die SIGNAL IDUNA Gruppe stellt einen Gleichordnungsvertragskonzern dar. Die Obergesellschaften des Gleichordnungsvertragskonzerns sind:
| ― |
SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G., Dortmund |
| ― |
SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg |
| ― |
SIGNAL IDUNA Unfallversicherung a. G., Dortmund |
Die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg, hielt zum 30. Juni 2024 Aktien der OVB Holding AG, die 31,67 Prozent der Stimmrechte gewährten. Die SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G., Dortmund, hielt zum 30. Juni 2024 Aktien der OVB Holding AG, die 21,27 Prozent der Stimmrechte gewährten. Aus Verträgen mit Unternehmen der SIGNAL IDUNA Gruppe wurden im ersten Halbjahr 2024 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 19.869 (Vorjahr: TEUR 16.548) erzielt. Es bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 1.590 (31. Dezember 2023: TEUR 3.543).
In der Position Wertpapiere und übrige Kapitalanlagen sind Wertpapiere der SIGNAL IDUNA Gruppe in Höhe von TEUR 0 (31. Dezember 2023: TEUR 1.376) enthalten.
Die Baloise Beteiligungsholding GmbH, Hamburg, hielt zum 30. Juni 2024 Aktien der OVB Holding AG, die 32,57 Prozent der Stimmrechte gewährten. Diese Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen des Baloise Konzerns, dessen Mutterunternehmen die Bâloise Holding AG, Basel, ist. Aus Verträgen mit dem Baloise Konzern wurden im ersten Halbjahr 2024 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 9.142 (Vorjahr: TEUR 9.386) im Wesentlichen im Segment Deutschland erzielt. Es bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 3.755 (31. Dezember 2023: TEUR 3.466) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 437 (31. Dezember 2023: TEUR 0).
In der Position Wertpapiere und übrige Kapitalanlagen sind Wertpapiere der Bâloise Holding AG in Höhe von TEUR 762 (31. Dezember 2023: TEUR 740) enthalten.
Die Generali CEE Holding B.V., Amsterdam, Niederlande, hielt zum 30. Juni 2024 Aktien der OVB Holding AG, die 11,48 Prozent der Stimmrechte gewährten. Die Gesellschaft ist ein Unternehmen des Generali Konzerns, dessen Muttergesellschaft die Assicurazioni Generali S.p.A., Triest, Italien, ist. Aus Verträgen mit dem Generali Konzern wurden im ersten Halbjahr 2024 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 16.510 (Vorjahr: TEUR 13.919) erzielt. Es bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 3.030 (31. Dezember 2023: TEUR 6.573) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 46 (31. Dezember 2023: TEUR 0).
Die Bedingungen der mit nahestehenden Unternehmen und Personen geschlossenen Vermittlungsverträge sind mit den Bedingungen vergleichbar, die OVB in Verträgen mit Anbietern von Finanzprodukten vereinbart hat, die keine nahestehenden Unternehmen und Personen sind.
Die zum 30. Juni 2024 bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Zahlung beglichen. Für Forderungen oder Verbindlichkeiten gegen nahestehende Unternehmen bestehen keine Garantien.
5. Ereignisse nach der Berichtsperiode
Nach Bilanzstichtag erhielt OVB die Nachricht, dass ein Produktpartner, mit dem OVB Vertragsbeziehungen in den Ländern Spanien, Italien, Belgien und Frankreich unterhält, von der zuständigen Aufsichtsbehörde Commissariat aux Assurances („CAA“) in Luxemburg mit speziellen Maßnahmen belegt wurde. Diese aufsichtsrechtlichen Maßnahmen wurden von der CAA ergriffen, nachdem die CAA darüber informiert wurde, dass der Produktpartner die Kapitalanforderungen gemäß Solvency II nicht mehr erfüllt (d.h. Eigenmittel liegen unter den Schwellenwerten der Mindestkapitalanforderung (MCR) und der Solvenzkapitalanforderung (SCR) gemäß den luxemburgischen gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Bestimmungen zur Umsetzung von Solvency II). Gemäß den luxemburgischen Durchführungsbestimmungen zu Solvency II (Artikel 125 des luxemburgischen Gesetzes über den Versicherungssektor) muss der Produktpartner innerhalb eines Monats nach der Feststellung einen realistischen kurzfristigen Finanzierungsplan zur Genehmigung der CAA vorlegen, um innerhalb von drei Monaten die Situation und mindestens die Höhe der Mindestkapitalanforderung wiederherzustellen. Liegt kein kurzfristiger realistischer Finanzierungsplan vor oder hält der Produktpartner den von der CAA genehmigten Plan nicht ein, kann die CAA über den Entzug der Versicherungslizenz des Produktpartners entscheiden. In dem derzeitigen Stadium kommt die aufsichtsrechtliche Maßnahme der CAA nicht einem ordentlichen Insolvenzverfahren gleich. Der Produktpartner wird jedoch durch die aufsichtsrechtliche Maßnahme daran gehindert, vertragliche Leistungen zu erbringen, um eine faire Behandlung der Versicherungsnehmer*innen und Begünstigten zu gewährleisten.
Die aktuell antizipierten Auswirkungen für die OVB wurden in der aktualisierten Prognose für das Geschäftsjahr 2024 berücksichtigt.
6. Angaben zum Vorstand und zum Aufsichtsrat
Vorstandsmitglieder der OVB Holding AG:
| ― |
Mario Freis, Vorsitzender des Vorstands |
| ― |
Frank Burow, Vorstand Finanzen |
| ― |
Heinrich Fritzlar, Vorstand Operations |
Aufsichtsratsmitglieder der OVB Holding AG:
| ― |
Michael Johnigk (Vorsitzender des Aufsichtsrats); Diplom-Kaufmann i. R., zuvor Mitglied der Vorstände der SIGNAL IDUNA Gruppe, Dortmund/Hamburg |
| ― |
Dr. Thomas A. Lange (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats und Vorsitzender des Prüfungsausschusses); Vorsitzender des Vorstands der NATIONAL-BANK AG, Essen |
| ― |
Markus Jost (Vorsitzender des Nominierungs- und Vergütungsausschusses); Diplomierter Experte für Rechnungslegung und Controlling, selbstständig, zuvor Mitglied des Vorstands der Basler Versicherungen, Bad Homburg/ Hamburg |
| ― |
Sascha Bassir; Vorstandsmitglied der Baloise Vertriebsservice AG, Hamburg, 2. Vorsitzender der Deutscher Ring Unterstützungskasse e. V., Rosenheim, und geschäftsführender Vorstand der Gilde Unterstützungskasse e. V., Rosenheim |
| ― |
Roman Juráš; Vorstandsvorsitzender der Generali Česká pojišťovna, a.s., Prag, Tschechien, und Country Manager für die Geschäftstätigkeit der Generali in Tschechien und der Slowakei |
| ― |
Torsten Uhlig; Mitglied des Vorstands der SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G. (Dortmund), SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg, SIGNAL IDUNA Unfallversicherung a. G., Dortmund, SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft, Dortmund, sowie der SIGNAL IDUNA Holding Aktiengesellschaft, Dortmund |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Köln, den 29. Juli 2024
Mario Freis
CEO
Frank Burow
CFO
Heinrich Fritzlar
COO
An die OVB Holding AG, Köln
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2024 – bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2024 der OVB Holding AG, Köln, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht nach den IFRS für die Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Dem Auftrag, in dessen Erfüllung wir vorstehend benannte Leistungen für die OVB Holding AG erbracht haben, lagen die Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüferinnen, Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2024 (Anlage 2) zugrunde. Durch Kenntnisnahme und Nutzung der in diesem Bericht enthaltenen Informationen bestätigt der Empfänger, die dort getroffenen Regelungen (einschließlich der Haftungsregelung unter Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen) zur Kenntnis genommen zu haben, und erkennt deren Geltung im Verhältnis zu uns an.
Düsseldorf, den 30. Juli 2024
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Möllenkamp
Wirtschaftsprüfer
Klitsch
Wirtschaftsprüfer