InterFace AGUnterhachingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016der InterFace AG f1. Geschäft und Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2016 Die InterFace AG bietet Dienstleistungen im Feld der Informationstechnologie an. Das Leistungsangebot der InterFace AG umfasst mehrere fachliche Schwerpunkte: · IT-Governance Projektmanagement und Projektcoaching, Service-, Qualitäts- und IT-Sicherheitsmanagement sowie Analyse, Design, Implementierung und Optimierung von IT-Prozessen mit besonderem Augenmerk auf Aspekten des Veränderungsmanagements · IT-Rechenzentrum Unterstützung beim Aufbau und Betrieb von großen Rechenzentren mit den Schwerpunkten Virtualisierungs-, Speicher- und Hochverfügbarkeitslösungen sowie Datenmanagement · IT-Softwareentwicklung Anforderungsanalyse, Architektur, Design, Implementierung, Pflege und Wartung von Software-Anwendungen, agile Softwareentwicklungsmethoden und spezielle Lösungen für die Dokumentenerzeugung - IT-Arbeitsplatz Sicherstellen der Arbeitsfähigkeit durch intelligentes und professionelles Arbeitsplatzmanagement. Strategie, Konzeption, Umsetzung, Betrieb. Sourcing, Provider-, Roll-out- und Release- Management. Gestaltung, Durchführung und Bewertung von Ausschreibungen Die Kunden der InterFace AG sind überwiegend Großunternehmen und Behörden, die IT-Lösungen im unternehmenskritischen Einsatz haben und sich so den Anforderungen eines modernen „Enterprise Computing“ stellen müssen. Die InterFace AG beliefert Endkunden und große Technologielieferanten und Systemintegratoren, welche die Zulieferung der InterFace AG zum Eigenbedarf nutzen oder, integriert in ihre Leistungserbringung, an Endkunden weitergeben. Die Firmenzentrale der InterFace AG befindet sich in Unterhaching bei München; daneben unterhält die InterFace AG seit 2008 eine Geschäftsstelle in Nürnberg, seit 2011 die Geschäftsstelle „Rhein.Ruhr“ in Duisburg, seit 2014 die Geschäftsstelle in Stuttgart und seit 2016 eine weitere Geschäftsstelle in Ingolstadt. Unsere Dienstleistung erbringen wir bundesweit. Das Leitbild der InterFace AG beinhaltet, sich nicht auf die Rolle des Lieferanten von Profilen („Body Leasing“ und „Expert Placement") zu reduzieren. Ziel ist es, Aufgaben ganzheitlich durch Teams mit besonderem Know-how zu übernehmen. Dies bedeutet aber nicht in jedem Fall die gesamte Lieferung „aus einer Hand“. Vielmehr werden Wissenstransfer und „Coaching“ des Kunden und dessen Projekte immer relevanter. Die Wettbewerbssituation stellt sich für die InterFace AG ambivalent dar. Als kleineres und flexibles Unternehmen sehen wir uns gegenüber größeren Mitbewerbern nicht grundsätzlich im Nachteil. Die gewählte Marktstrategie, den Kunden ein strukturiertes Dienstleistungsangebot mit sich ergänzenden Schwerpunkten anzubieten, ist erfolgreich. Die Möglichkeit, Teilleistungen fallweise in ein erweitertes Angebot zu integrieren, stellt einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Unternehmen ähnlicher Größenordnung dar. Die Ergänzung des eigenen Leistungsangebots durch Leistungselemente aus Unternehmen der IF-Group und aus einem wachsenden Partnernetzwerk gewinnt stetig an Bedeutung. Die Ziele für das Jahr 2016 wurden nicht erreicht. Wie bereits im Vorjahr berichtet, ging ein Großprojekt zum Jahresabschluss 2015 zu Ende. Auch bei einigen Großkunden der Automobilbranche waren Neubeauftragungen unter anderem durch die Abgasaffäre verzögert oder wurden nicht beauftragt. Des Weiteren waren erhebliche Investitionen in neue Geschäftsideen rund um das Themengebiet der Digitalen Transformation mit entsprechendem Personalaufbau und Ausbildungen notwendig. Die ursprünglichen Ziele für das Jahr 2016 bei Umsatz und Umsatzrendite konnten daher nicht erreicht werden. Den gesetzlichen Auflagen beim Umweltschutz ist das Unternehmen immer gefolgt. Dies gilt für die Beseitigung von Altlasten ebenso wie z.B. für die empfohlene Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel. Die durch unsere erfolgreiche ISO-9001-Zertifizierung seit 2003 etablierte Beschreibung und Verbesserung unserer internen und externen Prozesse wurde auch in 2016 im Rahmen einer umfassenden Systembewertung und Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) erfolgreich fortgeführt. 2. IF-Group Die InterFace AG beabsichtigt weiter zu wachsen. Für das Kern-Unternehmen InterFace AG wird dabei ein nachhaltiges und kontinuierliches Wachstum angestrebt. Hier wollen wir uns auf unsere zentralen Erfolgsthemen und deren Weiterentwicklung konzentrieren. Weitere, unser Leistungsangebot ergänzende IT-Themen können, wo erfolgversprechend, auch im Rahmen von Beteiligungsunternehmen realisiert werden. Die komplementären Leistungsangebote werden in einem Unternehmensverbund, der „IF-Group“ gebündelt, dies gestützt durch Beteiligungsverhältnisse und abgestimmte Marketingkommunikation. Die grundsätzliche unternehmerische Eigenständigkeit soll dabei erhalten bleiben. Zum 31.12.2016 verfügt die InterFace AG über drei Beteiligungsunternehmen: die IF-Blueprint AG, die IF-Localization GmbH sowie die IF-TECH AG. Die IF-Group wurde in 2016 nicht erweitert. 3. Ertragslage Die Gesamtleistung der InterFace AG war mit T€ 18.444 in 2016 gegenüber T€ 24.565 in 2015 rückläufig. Das Ergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringer ausgefallen. Die personellen und administrativen Investitionen in die digitale Transformation des Unternehmens und die Entwicklung neuer Geschäftsbereiche belasten das Ergebnis. Der Jahresüberschuss beträgt nach T€ 1.047 im Jahr 2015 T€ 363 im Jahr 2016. Die wichtigsten Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:
Der Personalbestand der InterFace AG zum 31.12.2016 beträgt einschließlich Vorstand insgesamt 146 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vierzehn Mitarbeiter/innen sind teilzeittätig. Das Unternehmen beschäftigt zum Stichtag achtzehn Werkstudenten und einen Auszubildenden:
Umgerechnet auf „Vollzeitäquivalente“ beträgt der Personalbestand – ohne die Mitglieder des Vorstands und Werkstudenten – zum Stichtag 114 Mitarbeiter/innen (2015: 109; 2014: 104). 2016 wurden – ohne die Mitglieder des Vorstands – insgesamt 235.100 Arbeitsstunden (einschließlich Urlaub, Krankheit, sonstige Fehlzeiten) erbracht (2015: 214.550; 2014: 197.954). Die InterFace AG als Dienstleistungsunternehmen stützt sich auf einen Kernbestand von Festangestellten. Bei Unterauftragnehmern kooperiert das Unternehmen mit Freiberuflern oder regionalen Klein- und Mittelunternehmen. Eine wesentliche Lieferantenabhängigkeit ist nicht gegeben. Wir gehen davon aus, dass mittelfristig der Anteil der Leistungserbringung durch externe Consultants weiterhin rückläufig sein wird, da die Kunden mittlerweile mehr Problembewusstsein für die Risiken von Scheinselbständigkeit und verdeckter Arbeitnehmerüberlassung entwickeln. In diesem Rahmen werden wir auch in Zukunft unsere seit 1997 geltende und ab 2007 unbefristet erteilte „Erlaubnis zur gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung“ nutzen. 4. Finanzlage a) Die Investitionen in das Anlagevermögen im Jahr 2016 betrugen T€ 331. b) Die Finanzierung des Unternehmens erfolgte wie auch in den vorangegangenen Jahren planmäßig durch Eigenkapital. Die wichtigsten Kennzahlen zur Kapitalstruktur und Finanzierung stellen sich wie folgt dar:
Das Finanzmanagement des Unternehmens folgt immer dem Grundsatz der kaufmännischen Umsicht. Vorrangige Zielsetzung ist es, eine weitgehende Unabhängigkeit von dritter Seite zu gewährleisten und auch für absehbare Risikoszenarien ausreichende Liquidität vorzuhalten. Alle Ausgaben zur Geschäftsentwicklung werden vom Vorstand sorgfältig geprüft und verantwortlich beschlossen. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend freie Mittel aus Rücklagen. Besondere Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben sind weder geplant noch nötig, ebenso keine weiteren Kapitalmaßnahmen. Die zugesagten Überziehungskredite in Höhe von T€ 240 werden – seit Jahren – nicht in Anspruch genommen. Kapitalanlagen in Höhe von insgesamt T€ 155 sichern Ansprüche von Arbeitnehmern aus Langzeitarbeitskonten ab. Im Übrigen bestehen außer den bei Festgeldanlagen üblichen Bindungen keine Beschränkungen, die die Verfügbarkeit von Finanzmitteln beeinträchtigen könnten. Neben den normalen kurzfristigen Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen, aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Steuern und Abgaben hat das Unternehmen keine wesentlichen Verbindlichkeiten. Subventionen wurden nicht in Anspruch genommen; damit verbundene Auflagen bestehen daher nicht. Ebenso sind aufgrund der Beschaffungsstrategie keine wesentlichen Leasingverpflichtungen vorhanden. 5. Vermögenslage Wesentliche Abweichungen bei der Vermögenslage gegenüber dem Vorjahr sind nicht vorhanden; die notwendigen Ersatzinvestitionen in 2016 betrafen insbesondere den Fuhrpark sowie Hardware. Der Mietvertrag für das von der InterFace AG gemietete Gebäude in Unterhaching hat eine Laufzeit bis 31. März 2023. Zurzeit nutzt die InterFace AG circa 75% der gemieteten Flächen selbst, der Rest ist untervermietet. Die Büroräume am Standort Duisburg sind bis 31. März 2019, jene am Standort Nürnberg bis 31. Januar 2018 angemietet; der Mietvertrag am Standort Stuttgart hat eine Laufzeit bis 14.07.2020. Die Büroräume in Ingolstadt wurden zum 31.08.2017 gekündigt. Insgesamt wird die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Berichterstattung als sehr positiv beurteilt. 6. Risikobericht Die Risikomanagementziele der Gesellschaft sind darauf ausgerichtet, Risiken zu identifizieren, diese zu analysieren, zu bewerten und zu steuern. Als Risiko wird hierbei die Möglichkeit von negativen Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft angesehen. Hierzu hat die InterFace AG im Rahmen ihrer gesetzlichen Verpflichtung nach § 91 Abs. 2 AktG ein dem Geschäftsumfang angemessenes Risikofrüherkennungssystem eingerichtet. Schon vor der ISO-Zertifizierung im Jahr 2003 verfügte das Unternehmen über ein eigenes Risikofrüherkennungssystem. Dieses System wurde weiter ausgebaut und ist jetzt Teil der ISO-Prozess-Beschreibungen. Maßnahmen zur Absicherung der Compliance des Unternehmens sind seit 2009 in das zertifizierte Qualitätsmanagement des Unternehmens integriert. Der Kundenstamm der InterFace AG ist diversifiziert. Gewisse Abhängigkeiten von einzelnen Großkunden sind nicht von der Hand zu weisen, aber im Rahmen der bestehenden Risikostrategie weiterhin beherrschbar. Die InterFace AG steht mit einem sich nach thematischer Ausrichtung und Form der Leistungserbringung ergänzendem Dienstleistungsangebot vergleichsweise flexibel im Markt. Trotz der Entwicklung hin zu immer längeren Zahlungszielen gerade bei Großunternehmen sind aufgrund der guten Kapitalausstattung keine konkreten finanzwirtschaftlichen Risiken ersichtlich, wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotenziale sind derzeit nicht zu erkennen. Risiken der Änderung von Verkaufspreisen sind permanent vorhanden; der Preisdruck im Markt ist für Unternehmen wie die InterFace AG unverändert hoch. Aufgrund der Kundenstruktur (Behörden bzw. Kunden mit guter Bonität) sind derzeit keine wesentlichen Ausfallrisiken im Debitorenbereich zu verzeichnen; auf eine Debitorenversicherung konnte deshalb verzichtet werden. Rechtliche Bestandgefährdungsrisiken wie Bürgschaften für Dritte oder Patronatserklärungen sind nicht vorhanden, ebenso wie sonstige Haftungsgefahren und Schadensersatzansprüche unwahrscheinlich sind. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. 7. Prognosebericht Aussagen über Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft enthalten Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit, liegen. Vorausschauende Aussagen beruhen somit auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der InterFace AG liegen, können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen wesentlich – sowohl positiv als auch negativ – von denen abweichen, wie sie hier als erwartet angesehen werden. Solche Ungewissheiten ergeben sich neben anderem insbesondere aufgrund folgender Faktoren: Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage, Einführung konkurrierender Geschäftsfelder durch andere Unternehmen, fehlende Akzeptanz neuer Geschäftsfelder, unerwartete Forderungsausfälle von Großkunden. Der Vorstand der InterFace AG blickt verhalten optimistisch in die Zukunft. Mit unserem Leistungsangebot liegen wir gut im Markt. Das Unternehmen hat ein hohes Ansehen, der Bekanntheitsgrad steigt stetig, uns wird viel Vertrauen entgegen gebracht. Die guten Kontakte zu Partnern und Kunden erweitern sich laufend. So verfügen wir über ein wertvolles Potenzial für eine künftige Zusammenarbeit. Es gibt auch Hemmnisse; die Entwicklung am Arbeitsmarkt und der Nachfragemarkt entwickeln sich widersprüchlich. Die Anzahl der Bewerber steigt, allerdings erfüllen die Bewerber häufig trotz guter formaler Qualifikation nicht unsere Anforderungen. Auch die Gehaltsstrukturen sind nicht immer stimmig, die Zusammenhänge zwischen Ausbildung, Gehalt und erzielbaren Stundensätzen sind nicht immer rational nachvollziehbar. Ein besonderes Anliegen ist der InterFace AG die Pflege und Weiterentwicklung einer unterscheidenden, personal orientierten und nachhaltigen Unternehmenskultur. Diese ist gerade in einem Markt, in dem wirklich qualifizierte Mitarbeiter gesucht werden, von zentraler Bedeutung. Anstrengungen hier sind oftmals mit Investitionen verbunden, da notwendige Freiräume zumindest kurzfristig Arbeitszeit kosten und Einbußen beim Umsatz bedeuten. Grundsätzlich zeigt sich ein verstärktes Anliegen von Mitarbeitern, Beruf und Privatleben in ein ausgeglichenes Verhältnis zu bringen. Ein Symptom ist, dass Mitarbeiterinnen wie Mitarbeiter in wesentlich höherem Maße als bislang Elternzeit in Anspruch nehmen. Auch zeigt sich wachsender Bedarf an Zeit für Pflege- und Betreuung von Kindern und älteren Angehöriger. Insgesamt steigt so die Nachfrage nach reduzierter oder individuell gestaltbarer Arbeitszeit. Entscheidendes Element einer differenzierenden Unternehmenskultur ist auch das hohe Gewicht, das die InterFace AG auf die kontinuierliche Weiterbildung, eine umfassende persönliche Entwicklung und ein stets am State-of-the Art ausgerichteten fachliches Zertifizierungsniveau ihrer Mitarbeiter legt. So lagen in 2016 die Ausgaben für Qualifikationsentwicklung wieder auf dem hohen Stand des Vorjahres. Die stabile Aktionärssituation erlaubt dem Management der InterFace AG ein kontinuierliches und nachhaltiges Arbeiten. Unter diesen Rahmenbedingungen blicken wir trotz manch schwieriger Randbedingungen grundsätzlich vertrauensvoll in die Zukunft. Auch mit diesen InterFace-spezifischen Stärken sind wir uns der massiven Risiken der allgemeinen, nach wie vor volatilen Wirtschaftslage bewusst. Unser besonderes Augenmerk gilt hier der Automobilbranche aufgrund des Abgasskandals. Auch Schlüsselkunden der InterFace AG sind derzeit nicht im Stande, langfristige Geschäftsprognosen abzugeben und eine längerfristig stabile Planungsperspektive zu ermöglichen. Die Zukunft kann von Faktoren abhängig sein, die außerhalb des Einflussbereichs der InterFace AG liegen. Dank einer guten Vorsorgepolitik, der hohen Reputation des Unternehmens bei seinen Kunden sowie auf verschiedenen Ebenen angelegter (wirtschaftlicher und struktureller) Reserven ist das Unternehmen unseres Erachtens auch für schwierige Zeiten mit eventuell disruptiven Ereignissen, soweit wie möglich, gerüstet. Zusammenfassend wird die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft für das Jahr 2017 wie folgt beurteilt: Der Vorstand der InterFace AG geht verhalten optimistisch in das Jahr 2017. Wir gehen davon aus, dass in 2017 sowohl die Umsätze als auch die Umsatzrendite über dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Außerdem erwarten wir, eine angemessene Umsatzrendite erzielen zu können.
Unterhaching, den 17. Februar 2017 gez. Paul Schuster gez. Maximilian Buchberger gez. Dr. Christof Stierlen Bilanz zum 31.12.2016Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis zum 31.12.2016
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die InterFace AG hat ihren Sitz in Unterhaching und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB 126682) eingetragen. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetztes (BilRUG). Die Bilanz entspricht in der Gliederung § 266 Abs. 2 und 3 HGB; für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wird die Darstellung des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse sind aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG nicht vergleichbar. Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 24.512 ergeben. Die auf den vorangegangenen Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. II. Angaben zur Bilanz (1) Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer (bzw. beim Altbestand) degressiver Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen über die planmäßigen Nutzungsdauern. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungswerten bis zu EUR 150,00 werden als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von EUR 150,00 bis einschließlich EUR 410,00 werden analog § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben (handelsrechtliche Vereinfachungsregelung). Bei der Entwicklung des Anlagevermögens sind die tatsächlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten ausgewiesen. Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen beteiligt:
*) Bilanzstichtag 30.06.2016 Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus nachstehendem Anlagespiegel ersichtlich: Anlagenspiegel
(2) Umlaufvermögen Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten, die Bewertung der unfertigen Leistungen zu Herstellungskosten und die Bewertung der geleisteten Anzahlungen zum Nominalwert. Die Bewertung der Forderungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nominalwert. So weit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen von den Forderungen abgesetzt. Bei den Forderungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Wertpapiere, die verpfändet sind und ausschließlich der Erfüllung von langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, sind mit diesen Schulden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechnet worden. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 0) enthalten. In den Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3 (Vj. TEUR 2) enthalten. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalbetrag angesetzt. (3) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzung enthält vorausbezahlte Rechnungen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. (4) Grundkapital Das Grundkapital ist mit EUR 1.500.000,00 ausgewiesen. Sämtliche ausgegebenen Anteile sind in voller Höhe einbezahlt. Das Grundkapital ist eingeteilt in 928.830 nennwertlose Stückaktien; es handelt sich um Namensaktien. (5) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beläuft sich unverändert auf TEUR 27. (6) Gesetzliche Rücklagen Die gesetzlichen Rücklagen sind unter Berücksichtigung der bestehenden Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB unter Beachtung des § 150 Abs. 2 AktG in vorgeschriebener Höhe voll dotiert. (7) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um die zukünftigen Zahlungsverpflichtungen abzudecken.
Die von der Gesellschaft gebildeten Rückstellungen für Langzeitarbeitszeitkonten mit einem Erfüllungsbetrag von TEUR 130 wurden mit dem zuzuordnenden Deckungsvermögen der Position der an die Mitarbeiter verpfändeten Wertpapiere in den Rückstellungen verrechnet. Die Anschaffungskosten dieses Deckungsvermögens betrugen TEUR 130, der verrechnete beizulegende Zeitwert TEUR 130. Die beizulegenden Zeitwerte des Deckungsvermögens entsprechen den Kurswerten der Wertpapiere zum 31.12.2016. (8) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Eine Besicherung von Verbindlichkeiten besteht zum 31.12.2016 wie im Vorjahr ebenfalls nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit TEUR 72 (Vj. TEUR 63) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. (9) Passive Rechnungsabgrenzung Die Rechnungsabgrenzung enthält vorausbezahlte Rechnungen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. III. Sonstige Angaben (10) Mitarbeiter Die Zahl der Beschäftigten betrug im Jahresdurchschnitt (ohne die Mitarbeiter, die als Volontäre beschäftigt sind, und ohne die Vorstandsmitglieder):
Angestellte (11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in folgender Höhe: Mietverträge Büroräume:
Die Beträge betreffen im Wesentlichen die Gebäudemiete Unterhaching (Laufzeit bis 31.03.2023). Leasingverträge KFZ:
(12) Organe der Gesellschaft Aufsichtsrat Prof. Dr. Dr. h. c. Manfred Broy, Hochschullehrer i.R., Oberhaching - Vorsitzender des Aufsichtsrats - Prof. Dr. Kathrin Möslein, Hochschullehrerin, Nürnberg - stellvertretende Vorsitzende - Dipl.-Math. Univ. Roland M. Dürre, Unternehmer, Neubiberg Vorstand Paul Schuster - Sprecher des Vorstands - Dipl. Phys. Univ. Taufkirchen Maximilian Buchberger Informations-Elektroniker Gauting Dr. Christof Stierlen Dipl.-Kaufmann Univ. Eichenau (13) Bezüge des Aufsichtsrats Für die Mitglieder des Aufsichtsrats sind im Jahresabschluss 2016 Vergütungen in Höhe von TEUR 54 (Vj. TEUR 45) berücksichtigt. (14) Anteilsbesitz Zum Abschlussstichtag hält die Belras AG, Schweiz, einen Anteil von 28,89 % an der InterFace AG. (15) Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. (16) Gewinnverwendungsvorschlag Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn von EUR 2.183.551,44 einen Betrag in Höhe von EUR 185.766,00 auszuschütten; dies entspricht einer Ausschüttung von EUR 0,20 pro Stückaktie. Der verbleibende Betrag von EUR 1.997.785,44 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Unterhaching, den 17. Februar 2017 Der Vorstand gez. Paul Schuster gez. Maximilian Buchberger gez. Dr. Christof Stierlen Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der InterFace AG, Unterhaching, für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Jahresabschluss entspricht nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der InterFace AG, Unterhaching, und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 20. Februar 2017 Dr. Fritz Kesel & Partner OHG Lutz Weigell, Wirtschaftsprüfer ppa. Lars Dörries, Wirtschaftsprüfer Hinweis gemäß § 328 Abs. 1a S. 2 HGBVorstehend offengelegter Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss zum 31.12.2016. ErgebnisverwendungsbeschlussDer Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 15.05.2017 entspricht dem Ergebnisverwednungsvorschlag. Feststellung des JahresabschlussesVorstehender Jahresabschluss wurde am 03.03.2017 durch den Aufsichtsrat gebilligt und damit festgestellt. Bericht des AufsichtsratesBericht des Aufsichtsrates der InterFace Aktiengesellschaft, Unterhaching Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 die ihm gesetzlich und satzungsmäßig zukommenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung der InterFace AG laufend überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand in seinen Sitzungen und anhand regelmäßiger schriftlicher und mündlicher Berichte über die Geschäftsentwicklung der InterFace AG informieren lassen. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat bei wichtigen Einzelfragen beratend mitgewirkt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der als Abschlussprüfer bestellten Dr. Fritz Kesel & Partner OHG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft worden. Die Abschlussprüfer haben den Bestätigungsvermerk in uneingeschränkter Form erteilt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis dieser Prüfung zustimmend an. Aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2016 von EUR 2.183.551,44 sollen EUR 185.766,00 ausgeschüttet werden; dies entspricht einer Ausschüttung von EUR 0,20 pro Stückaktie. Der verbleibende Betrag von EUR 1.997.785,44 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Der Aufsichtsrat schließt sich diesem Gewinnverwendungsvorschlag an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Er hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der InterFace AG für die erfolgreiche Arbeit und das Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Unterhaching, den 3. März 2017 Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy, Vorsitzender des Aufsichtsrates |
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