Altech Advanced Materials AGFrankfurt am MainHalbjahresfinanzbericht 2021Liebe Aktionäre, Wirtschaft und Gesellschaft befinden sich in einem grundlegenden Wandel. Erderwärmung, Klimaverschiebungen und die daraus resultierenden Konsequenzen bewegen uns alle. Im Zentrum der industriepolitischen Bemühungen steht eine möglichst schnelle und umfassende Dekarbonisierung der Energieerzeugung. Von herausragender Bedeutung ist hier die Weiterentwicklung der Batterietechnik, die der Elektromobilität durch sinkende Preise und höhere Effizienz zum Durchbruch verhelfen soll. Einen entscheidenden Beitrag kann hierbei unsere Advanced Materials AG (AAM) im Zusammenspiel mit den anderen Partnern der Altech-Gruppe liefern. Ganz besonders in den letzten sechs Monaten konnten wir die Altech Advanced Materials AG ("AAM") im sich schnell entwickelnden Bereich der Lithium-Ionen-Batterien als werdender Lösungsanbieter positionieren. Dazu hatte AAM eine 25%-Beteiligung an der in Dresden ansässigen Altech Industries Germany AG ("AIG") im Dezember 2020 erworben. Die verbleibenden 75% werden von einem unserem Großaktionär und Partner, der Altech Chemicals Limited ("ATC"), Australien, gehalten. AIG hält die exklusiven Rechte in der Europäischen Union für eine innovative und bahnbrechende Aluminiumoxid-Beschichtungstechnologie, die für die Anwendung in Lithium-Ionen-Batterie-Anodenmaterialien wie Graphit und Silizium vorgesehen ist. Im Februar dieses Jahres startete AIG eine Machbarkeitsstudie für den Bau einer Beschichtungsanlage für Batteriematerialien in Sachsen bekannt, wo das Unternehmen eine Option auf den Erwerb eines ~14Ha großen Industriegeländes im Industriepark Schwarze Pumpe besitzt. Aktuell wurde ein Büro und eine Werkshalle im Gründerzentrum von Schwarze Pumpe "DOCK3" angemietet, um einen sofortigen Start dieser europäischen Batteriematerialien-Strategie zu ermöglichen. Das zu erwartende Wachstum der europäischen Batterieherstellung im Zusammenspiel mit dem Potential der Altech-Beschichtungstechnologie für Anoden haben zweifellos das Potential sowohl AIG als auch AAM einen enormen Wachstumsschub zu verleihen. Sie, unsere lieben Aktionäre, haben uns bei der weiteren Umsetzung der Strategie, nämlich der 25%-igen Co-Finanzierung von AIG sowie der Zahlung der von ATC gestundeten Kaufpreisraten aus dem Anteilserwerb durch ihre Partizipation in der mit Eintragung am 5. August 2021 durchgeführten Kapitalerhöhung von rund 3,1 Mio. EUR, unterstützt. Für das von Ihnen entgegengebrachte Vertrauen bedanken wir uns an dieser Stelle nochmals ausdrücklich. Darüber hinaus konnte AAM seine Option auf den Erwerb einer Beteiligung von bis zu 49 % an einer Produktionsanlage für hochreines Aluminiumoxid (HPA) in Malaysia um 12 Monate bis Juli 2022 verlängern. Partner für dieses Projekt sind die deutsche staatliche KfW IPEX-Bank, die SMS group GmbH, die Mitsubishi Corporation und das australische Unternehmen Altech Chemicals Ltd. Der Bau der HPA-Anlage hat begonnen und wurde im Juni 2020 pausiert, bis das Gesamtfinanzierungspaket abgeschlossen ist und sich die COVID-19-Situation stabilisiert hat. Mit dieser Beteiligungsoption sichert sich AMM die Möglichkeit zur langfristigen Partizipation an der Produktion und Anwendung von nachhaltig erzeugtem HPA, welches in vielen unterschiedlichen weiteren technologischen Schlüsselbereichen wie beispielsweise in der Energiespeicherung, Mobilfunktechnik und dem weiterhin schnell wachsenden Markt für LEDs, Anwendung findet. Beschichtung von Lithium-Ionen-Batterie-Anodenmaterialien mit Aluminiumoxid - die TechnologieAltech Chemicals Australia Pty Ltd, Australien, ("Altech"), eine 100%ige Tochtergesellschaft von ATC, hat eine Technologie zur Nanobeschichtung aus hochreinem Aluminiumoxid ("HPA") für Graphit- und Siliziumpartikel, die typischer Weise in Lithium-Ionen-Batterien Anwendung findet, entwickelt. Die Anwendung von Aluminiumoxid beschichteten Graphit- und Siliziumpartikeln in einer Lithium-Ionen-Batterieanode wird industrieweit als Lösung für eine längere Batterielebensdauer, Steigerung der Energiedichte und eine höhere Batterieleistung durch Reduzierung der Verlustkapazität im ersten Ladezyklus angesehen. HPA wird üblicherweise für die Beschichtung von Separator-Folien in der Lithium-Ionen Batterie verwendet, da mit Aluminiumoxid beschichtete Separatoren die Batterieleistung, Haltbarkeit und Gesamtsicherheit verbessern. Darüber hinaus entwickelt sich jedoch nun die Verwendung für Aluminiumoxid innerhalb der Lithium-Ionen-Batterie-Anode aufgrund der positiven Auswirkungen, die mit Aluminiumoxid beschichtete Graphitpartikel auf die Batterielebensdauer und Batterieleistung haben. AIG, an der die Altech Advanced Materials AG mit 25% beteiligt ist, hält die exklusiven Nutzungsrechte dieser Technologie sowohl für die Herstellung wie den Vertrieb in der europäischen Union. Aluminiumoxidbeschichtung von GraphitAnoden von Lithium-Ionen-Batterien bestehen typischerweise aus Graphit. In einer Lithium-Ionen-Batterie entstehen Lithium-Ionen-Verluste durch die Bildung einer inaktiven Grenzschicht, die sich während des ersten Batterieladezykluses bildet und zu weiteren Lithium-Ionen-Verlusten mit jedem nachfolgenden Lade-Entlade-Zyklus führt. Typischerweise gehen etwa 8-10% der Lithium-Ionen während der Erstladung der Batterie verloren und stehen für den Batteriebetrieb nicht mehr zur Verfügung. Dieser "Erstzyklus-Kapazitätsverlust" ist eine allgemein anerkannte, aber noch kaum gelöste Herausforderung wiederaufladbarer Lithium-Ionen-Batterien. Altech befindet sich in der Entwicklung seiner Nano-Aluminiumoxid-Beschichtungstechnologie, von der erwartet wird, dass sie den coulombschen Wirkungsgrad (cbW) (insbesondere den cbW im ersten Zyklus), die Zyklenstabilität und damit die Lebensdauer, die Energiedichte und die Schnellladefähigkeit der Batterie verbessert (Abbildungen 1 und 2). Leistungsvergleiche im Altech Labor mit herkömmlichen Batteriehalbzellen zeigen vielversprechende Ergebnisse für die mit Altechs Aluminiumoxid beschichtetem Anodengraphit ausgestatteten Zellen. Silizium - Das Anodenmaterial der ZukunftDie Ausweitung der Anwendung der Graphitbeschichtungstechnologie auf die Beschichtung von Siliziumpartikeln stellt für Altech einen bedeutenden Durchbruch dar. Insbesondere im Zusammenhang mit einer kürzlich veröffentlichten Erklärung des US-Elektrofahrzeugherstellers Tesla, der sich das Ziel gesetzt hat, den Siliziumgehalt in seinen Batterien zu erhöhen, um stufenweise Verbesserungen der Batterieenergiedichte und -lebensdauer zu erreichen. Silizium hat gegenüber Graphit einen erheblichen Vorteil für die Verwendung in Lithium-Ionen-Batterieanoden, da es im Vergleich zu Graphit über die zehnfache theoretische Energiespeicherkapazität verfügt. Die technischen Herausforderungen für die Verwendung von Silizium sind jedoch immens und umfassen eine Partikelvolumenausdehnung von bis zu 300 % bei Energiezufuhr (laden) und einen sehr großen (>30%) "Lithiumverlust im ersten Zyklus" (entladen). In der Industrie wird davon ausgegangen, dass die Ummantelung, also die Beschichtung von Siliziumpartikeln durch das Aufbringen einer Nano dünnen Schicht von Aluminiumoxid, diese Probleme lösen kann und ein "Game Changer" auf dem Weg zu einer höheren Energiedichte von Lithium-Ionen-Batterien, einer längeren Lebensdauer und damit höherer Gesamtleistung darstellt. Erfolgspotential mit anspruchsvoller Silizium Aluminiumoxid BeschichtungBis jetzt hat es sich als sehr schwierig erwiesen, eine kostengünstige und konsistente Aluminiumoxid Nanobeschichtung auf Anodenmaterialien wie Silizium und Graphit in Lithium-Ionen-Batteriequalität zu realisieren. Im Fall von Silizium weisen die Partikel einzigartige Eigenschaften auf, die es erforderlich machten, dass Altech seine Beschichtungstechnologie aus Aluminiumoxid sorgfältig an die gewünschte Schichtdünne und Gleichmäßigkeit anpasst. Wie unter dem Mikroskop beobachtbar (Abbildung 3), war Altech erfolgreich in der Lage, am äußeren Rand des Siliziumpartikels eine gleichmäßige Schicht aus Aluminiumoxid aufzubringen und so eine perfekte Ummantelung des Siliziumpartikels zu erreichen. Auch hier zeigen die von Altech durchgeführten Leistungstests der neuesten Batteriehalbzellen vielversprechende Ergebnisse für die beschichteten Siliziumanoden im Vergleich zu den unbeschichteten. Die potenzielle Auswirkung auf die Batterielebensdauer und den Energieerhalt durch eine Erhöhung der Menge an metallurgischem Silizium in der Lithium-Ionen-Batterieanode, ist in Abbildung 4 dargestellt. Aus der Sicht des Verbrauchers führt ein höherer Anteil von Silizium in der Batterie von Elektrofahrzeugen zu einer erhöhten km Fahrleistung je Ladevorgang (Abbildung 5). Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Kostensenkung für Batterie- und Autohersteller sowie auf die Akzeptanz der Verbraucher. Patent angemeldet, um die Beschichtungstechnologie von Altech zu schützenIm Juni 2021 hat Altech bei den australischen Behörden ein Patent für seine Erfindung: "Dem Verfahren zur Beschichtung von Anodenaktivmaterialien mit Aluminiumoxid" angemeldet. Dieses Patent beschreibt Altechs Technologie für aluminiumoxidhaltige Beschichtungen. Die Aluminiumoxidbeschichtung von Anodenmaterialien wie Graphit und Silizium würde als künstliche Festelektrolytgrenzfläche (SEI=Solid Electrolyte Interface) dienen, von der erwartet wird, dass sie Lithiumionenverluste während jedes Lade- und Entladezyklus einer wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Batterie (z.B. in Elektrofahrzeugen) reduziert und auch die Lebensdauer und Batteriegesamtleistung verbessert (siehe oben: Abbildung 2 und 4). Im Rahmen einer vorvertraglichen Vereinbarung zwischen Altech, ATC und AIG besitzt AIG die exklusiven EU-Rechte zur Nutzung der Beschichtungstechnologie von Altech. Machbarkeitsstudie für deutsches Anodenverbundwerkstoffwerk in ArbeitWie bereits erwähnt führt AIG aktuell ein Machbarkeitsstudie (PFS=Pre Feasibility Study) für den Bau einer HPA-Beschichtungsanlage für Batteriematerialien durch, in deren Rahmen auch bereits die entsprechenden Räumlichkeiten für eine erste Testanlage in Schwarze Pumpe bezogen wurden. Das PFS bewertet eine erste Phase (Phase-1) mit einer jährlichen Anlagenkapazität von 10.000 Tonnen für die Beschichtung von Graphit in Anodenqualität unter Anwendung der Aluminiumoxid-Beschichtungstechnologie von Altech. Die geplante Beschichtungsanlage wird so ausgelegt sein, dass in Zukunft der Bau zusätzlicher Materialbeschichtungskapazitäten, wie einer Siliziumbeschichtungsanlage und/oder einer zusätzlichen Graphitbeschichtungskapazität, ermöglicht wird. Die geplante Kapazität wurde aus einer Prognose der Produktionskapazität von europäischen Lithium-Ionen-Batteriewerken abgeleitet, die bis 2030 auf ~600 GWh/a (Gigawattstunden pro Jahr) geschätzt wird (Abbildung 6). Der Industriepark Schwarze Pumpe liegt im Nordosten Sachsens und ist durch die vorhandene Infrastruktur wie Netzstrom und Erdgas, Schiene und Straße gut erschlossen. Der Gewerbepark ist 120 km von Berlin und 78 km von Dresden entfernt. In der PFS wird die Nutzung von 100 % erneuerbarem Strom aus dem lokalen Stromnetz und einer geringen Menge eigenen Solarstroms berücksichtigt. Die Anlagenplanung zielt auf den Status eines grünen Projektes ab und es ist geplant, dass das Projekt nach Abschluss der Studie vom Zentrum für internationale Klima- und Umweltforschung (CICERO), Norwegen, geprüft und zertifiziert wird. Zusammenarbeit mit hochwertigen europäischen PartnernATC und AIG haben Kooperationsvereinbarungen mit führenden europäischen Graphit- und Siliziumunternehmen abgeschlossen. Am 9. November 2020 unterzeichnete ATC eine Kooperationsvereinbarung mit Ferroglobe, einem führenden Siliziumhersteller, um bei der Entwicklung eines hochkapazitiven, langlebigen Siliziumanoden-Aktivmaterials für den Einsatz in Lithium-Ionen-Batterien (Li-Ionen) zusammenzuarbeiten. Am 29. April 2021 haben ATC und AIG einen Kooperationsvertrag mit der SGL Carbon SE aus Deutschland, Europas führendem Graphithersteller, abgeschlossen. Darüber hinaus führt Altech mit einigen der führenden Batterieherstellern Europas entsprechende Gespräche über eine mögliche Kooperation. Die HPA Wachstumschance - EuropaDas Nachfragewachstum nach 4N HPA (99.99% hochreinem Aluminiumoxid) wird durch die Entwicklungen auf dem Elektrofahrzeugmarkt in Europa getrieben. Die in Europa bereits im Bau befindliche Produktionskapazität für Lithium-Ionen-Batteriezellen beläuft sich bis 2030 auf ca. 600 kWh Jahresleistung (siehe Abbildung 6). Angetrieben von den europäischen Giga-Fabriken wird die prognostizierte Graphitnachfrage voraussichtlich 600.000 Tonnen pro Jahr erreichen (siehe Abbildung 7). Eine Etablierung von HPA als Beschichtungsmaterial für Anodenpartikel (Graphit und Silizium) würde einen robusten Bedarf und Nachfragewachstum für HPA und Anodenverbundmaterial nach sich ziehen. Wir freuen uns Sie als Aktionär zu haben und hoffen, dass Sie uns auf unserem weiteren Weg auch weiterhin begleiten und unterstützen wollen. Sollten Sie Fragen haben, wenden sie sich bitte an info@altechdavancedmaterials.com.
Heidelberg, den 17. August 2021 Altech Advanced Materials AG gez.
Iggy Tan
gez.
Uwe Ahrens
gez.
Hansjörg Plaggemars
ALTECH
ADVANCED MATERIALS AG, FRANKFURT AM MAIN
|
| • |
AAM das Recht hat sich mit mindestens 10% (für einen anteiligen Betrag von 20,4 Mio. USD) bis zu einem direkten HPA-Projektanteil von höchstens 49% für 100 Mio. USD durch Übernahme von Anteilen an Altech zu beteiligen; |
| • |
AAM verpflichtet ist, die erworbenen Anteile 6 Jahre nach Projektstart (definiert als "Project Financial Close", wenn also die Gesamtfinanzierung für das Projekt steht) an ATC auf Basis einer festgelegten Rendite von 15% p.a. zu verkaufen; |
| • |
ATC das Recht erhält, den Rückkauf der erworbenen Anteile an Altech Australia auf gleicher Basis innerhalb von 6 Jahren vorzeitig von AAM zu verlangen, |
| • |
AAM ihre Rückverkaufsverpflichtung gegen Zahlung einer Gebühr von 10.000,- USD jederzeit kündigen kann und damit ihre HPA-Projektbeteiligung behält. |
Die AAM ist kontinuierlich dabei ihre Kapitalbeschaffungsstrategie umzusetzen, um diese Investitionen finanzieren zu können. Letztlich sieht der aktuelle Investitionsplan vor: (i) Finanzierung des AIG-Anteils sowie der Mitfinanzierungsverpflichtung gegenüber der AIG für das Batteriebeschichtungsmaterial-Projekt und (ii) Finanzierung der Beteiligung an Altech. Hierfür wurde mit Eintragung im Handelsregister am 5. August 2021 die von der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 20. Mai 2021 beschlossene Kapitalerhöhung im Umfang von rund 3,1 Mio. EUR durchgeführt. Es ist geplant nach Erreichen gewisser Milestones im Projektverlauf weitere Kapitalbeschaffungsmaßnahmen umzusetzen.
3. Unternehmenssteuerung
Die Unternehmenssteuerung findet auf Basis einer monatlichen integrierten Planungsrechnung bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Cashflow Rechnung statt. Als wesentliche Kennzahlen und bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren sind die Liquiditätsentwicklung sowie das Ergebnis zu nennen. Die Kostenstruktur wird fortlaufend eng vom Vorstand gesteuert und überwacht. Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft wird auf monatlicher Basis das integrierte Reporting zur Verfügung gestellt.
Vermögenslage
|
TEUR |
30.06.2021 |
31.12.2020 |
+ / - |
|
Vermögen |
|||
|
Anlagevermögen |
5.062 |
5.017 |
45 |
|
Sonstige Vermögensgegenstände |
502 |
503 |
-1 |
|
Flüssige Mittel |
86 |
391 |
-305 |
|
Übrige Aktiva |
3 |
9 |
-6 |
|
5.652 |
5.919 |
-267 |
|
|
Kapital |
|||
|
Eigenkapital |
495 |
972 |
-477 |
|
Rückstellungen |
166 |
52 |
114 |
|
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
45 |
0 |
45 |
|
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
109 |
107 |
2 |
|
Sonstige Verbindlichkeiten |
4.837 |
4.788 |
49 |
|
5.652 |
5.919 |
-267 |
Die Vermögenslage weist im Wesentlichen Finanzanlagen in Höhe von TEUR 5.062 (Vorjahr 31.12.2020, zukünftig "VJ": TEUR 5.017) aus. Diese setzen sich, wie auch im Vorjahr, zusammen aus der Beteiligung an der AIG in Höhe von TEUR 5.000 und Ausleihungen an die AIG die gegenüber dem Vorjahr von TEUR 17 um TEUR 45 auf TEUR 62 gestiegen sind. Wesentlicher Bestandteil der sonstige Vermögensgegenstände von TEUR 502 (VJ: TEUR 503) ist die HPA-Projektoption in Höhe von TEUR 500 (VJ: TEUR 500).
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 166 (VJ: TEUR 52) setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Kosten im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung (TEUR 119; VJ: TEUR 21), Rückstellungen für Abschluss und Prüfungskosten (TEUR 17; VJ: TEUR 25) sowie Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütung (TEUR 25; VJ: 0) zusammen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Darlehen seitens eines Gesellschafters.
Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich von TEUR 4.788 zum 31. Dezember 2020 um TEUR 49 auf TEUR 4.837 zum 30. Juni 2020 erhöht, und bestehen im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten gegenüber der ATC aus dem Kauf des 25% Geschäftsanteils an der AIG. Der Kaufpreis wurde in Höhe TEUR 5.000.000 vereinbart, wobei ein Teilbetrag von TEUR 250 sofort fällig war. Der verbleibende Kaufpreis in Höhe von TEUR 4.750 wird in drei Raten zu je TEUR 1.583 fällig. Vertraglich vorgesehen waren Teilzahlungen jeweils am 1. Dezember 2021, 2022 und 2023. Die AAM hat mit ATC im 1. Halbjahr 2021 eine Stundungsvereinbarung abgeschlossen, dass die im Zusammenhang mit dem Erwerb des 25%-Anteils an der AIG ausstehenden Kaufpreisraten inklusive Zinsen sowie die Einzahlungsverpflichtungen in die AIG für zwei Jahre gestundet werden, solange nicht ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen. Die Verbindlichkeit wird mit 3% p.a. verzinst, Zinsstichtage sind jeweils der 31. März, 30. Juni, 30. September und 30. Dezember eines Jahres. Als Sicherung für die Verbindlichkeit wurde der erworbene 25%-Anteil an ATC verpfändet.
Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 5.919 zum 31. Dezember 2020 auf TEUR 5.652 zum 30. Juni 2021 reduziert. Die Bilanz zum 30. Juni 2021 weist ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 495 (Vorjahr: TEUR 972) aus. Auf der Hauptversammlung am 20. Mai 2021 wurde der Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals gemäß § 92 Abs. 1 AktG angezeigt. Es besteht ein Bilanzverlust in Höhe von TEUR 2.186 (Vorjahr: TEUR 1.710).
Die auf der Hauptversammlung vom 20. Mai 2021 beschlossene Kapitalerhöhung wurde im Umfang von EUR 3.068.948,00 mit Eintragung am 5. August 2021 in das zuständige Handelsregister durchgeführt. Damit beträgt das Grundkapital der Gesellschaft EUR 5.650.000,00.
Ertragslage
|
TEUR |
01.01. -
|
01.01. -
|
+ / - |
|
Sonstige betriebliche Erträge |
0 |
20 |
-20 |
|
Personalaufwand |
-96 |
-75 |
-22 |
|
Sonstiger Betriebsaufwand |
-307 |
-323 |
16 |
|
Betrieblicher Aufwand |
-403 |
-398 |
-6 |
|
Betriebsergebnis |
-403 |
-378 |
-26 |
|
Abschreibungen |
0 |
-2 |
1 |
|
Zinsergebnis |
-73 |
-3 |
-71 |
|
Finanzergebnis |
-73 |
-4 |
-69 |
|
Jahresergebnis vor Steuern |
-477 |
-382 |
-95 |
|
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
0 |
0 |
0 |
|
Jahresergebnis |
-477 |
-382 |
-95 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Kosten für Rechts- und Beratungskoten in Höhe von TEUR 131 (VZ: TEUR 117), Kosten im Zusammenhang mit einem der Vorstandmitglieder in Höhe von TEUR 60 (VZ: TEUR 50), Aufsichtsratvergütungen in Höhe von TEUR 44 (VZ: TEUR 44), Kosten für Kapitalmarktnotiz und -kommunikation in Höhe von TEUR 41 (VZ: TEUR 54) sowie Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 20 (VZ: TEUR 12).
Finanzlage
|
TEUR |
01.01. -
|
01.01. -
|
+ / - |
|
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit |
-187 |
-662 |
475 |
|
Cashflow aus der Investitionstätigkeit |
-45 |
228 |
-273 |
|
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit |
-73 |
-3 |
-71 |
|
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds |
-305 |
-437 |
131 |
|
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode |
391 |
618 |
-227 |
|
Finanzmittelfonds am Ende der Periode |
86 |
182 |
-96 |
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -187 (VZ: TEUR -662).
Dieser resultiert aus dem Halbjahresergebnis von TEUR -477, zzgl. der Zunahme der Rückstellungen von TEUR 114, zzgl. der Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände und sonstigen Aktiva von TEUR 7, zzgl. der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Passiva von TEUR 96 sowie zzgl. den Zinsaufwendungen aus der AIG Anteilsfinanzierung von TEUR 73.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten beträgt TEUR -45 (VZ: TEUR 228) und beruht auf Ausleihungen an die AIG.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten beträgt TEUR -73 (VZ: TEUR -3) und beruht im Wesentlichen auf Zinsen aus der AIG Anteilsfinanzierung. Die Kapitalerhöhung wurde erst nach dem Bilanzstichtag durchgeführt und berührt daher nicht den Cash-Flow im Berichtszeitraums.
Es haben sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 keine wesentlichen Veränderungen mit Blick die Chancen- und Risikolage gegenüber dem 31. Dezember 2020 ergeben.
Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand
Nach § 120a Abs. 1 AktG beschließt die Hauptversammlung einer börsennotierten Gesellschaft mindestens alle vier Jahre über die Billigung des vom Aufsichtsrat vorgelegten Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder, ebenso bei jeder wesentlichen Änderung des Vergütungssystems.
Das vom Aufsichtsrat am 22. April 2021 beschlossene Vergütungssystem für die Vorstände wurde von der Hauptversammlung vom 20. Mai 2021 gebilligt. Das vorliegende Vergütungssystem gilt für die Vergütung aller Vorstandsmitglieder der Ming Le Sport AG ab dem 1. Mai 2021.
Kernpunkte des Vergütungssystems der AAM für die Vorstandsmitglieder:
| • |
Feste, monatlich zahlbare Grundvergütung (2/3) von bis zu EUR 140.000,00 p.a., und |
| • |
erfolgsabhängige variable Vergütungskomponente in Form eines Bonus (1/3) von bis zu EUR 70.000,00 p.a., und |
Maximalvergütung: EUR 210.000,00 p.a.
Grundzüge des Vergütungssystems für den Aufsichtsrat
Nach § 113 Abs. 3 Satz 1 AktG ist bei börsennotierten Gesellschaften mindestens alle vier Jahre über die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder Beschluss zu fassen.
Das nachfolgende Vergütungssystem für die Mitglieder des Aufsichtsrates wurde von der Hauptversammlung am 22. Juli 2021 mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen und entsprechend § 14 der Satzung in Bestätigung des Beschlusses vom 15. Januar 2020 über Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates wie folgt festgesetzt.
Grundzüge
| • |
Das Vergütungssystem trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder Rechnung. |
| • |
Für Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des jeweiligen Geschäftsjahres angehören, wird die Vergütung zeitanteilig gewährt. |
| • |
Eine variable Vergütung wird nicht gewährt. |
| • |
Daneben werden Auslagen, die mit der Aufsichtsratstätigkeit zusammenhängen, erstattet. |
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält jährlich TEUR 3 und alle anderen Mitglieder TEUR 2. Zusätzlich wurde beschlossen, dass der Aufsichtsrat mindestens zwei Ausschüsse bilden soll, den Prüfungsausschuss und den Industrieausschuss. Für die Teilnahme in dem Prüfungsausschuss wird zusätzlich eine jährliche Nettovergütung von TEUR 5 gewährt. Für die Teilnahme in dem Industrieausschuss wird zusätzlich eine jährliche Nettovergütung von TEUR 22 gewährt. Etwaige andere zu bildende Ausschüsse sind mit der beschlossenen Vergütung abgegolten. Die Vergütung ist regulär am Jahresende fällig und zahlbar. Aufsichtsratsmitgliedern werden die bei der Erfüllung ihrer Pflichten entstandenen Auslagen erstattet.
Der Vorstand ging im Prognosebericht des letzten Jahresabschlusses für das Jahr 2021 von einem Verlust von rund 900 TEUR aus. Auf Basis des Halbjahresergebnisses hält der Vorstand unverändert an der Prognose für das Geschäftsjahr 2021 fest.
Heidelberg, den 17. August 2021
gez.
Iggy Tan
(Vorstand)
gez.
Uwe Ahrens
(Vorstand)
gez.
Hansjörg Plaggemars
(Vorstand)
AKTIVA
|
30.06.2021 |
31.12.2020 |
||
|
EUR |
EUR |
EUR |
|
|
A. Anlagevermögen |
|||
|
I. Finanzanlagen |
|||
|
1. Beteiligungen |
5.000.00,00 |
5.000.00,00 |
|
|
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
61.750,00 |
5.061.750,00 |
16.763,77 |
|
B. Umlaufvermögen |
|||
|
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
|||
|
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
1,00 |
1,00 |
|
|
2. Sonstige Vermögensgegenstände |
502.030,87 |
502.031,87 |
502.780,87 |
|
II. Wertpapiere |
|||
|
1. Sonstige Wertpapiere |
2.720,00 |
3.050,00 |
|
|
III. Guthaben bei Kreditinstituten |
85.792,97 |
391.182,62 |
|
|
590.544,84 |
897.014,49 |
||
|
C. Rechnungsabgrenzungsposten |
0,00 |
5.479,00 |
|
|
5.652.294,84 |
5.919.257,26 |
PASSIVA
|
30.06.2021 |
31.12.2020 |
||
|
EUR |
EUR |
EUR |
|
|
A. Eigenkapital |
|||
|
I. Gezeichnetes Kapital |
2.581.052,00 |
2.581.052,00 |
|
|
II. Kapitalrücklage |
100.350,00 |
100.350,00 |
|
|
III. Bilanzverlust |
-2.186.379,20 |
-1.709.604,28 |
|
|
495.022,80 |
971.797,72 |
||
|
B. Rückstellungen |
|||
|
1. Sonstige Rückstellungen |
165.943,28 |
52.141,80 |
|
|
C. Verbindlichkeiten |
|||
|
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
45.050,04 |
398,17 |
|
|
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
109.207,67 |
102.027,40 |
|
|
3. Sonstige Verbindlichkeiten
|
4.837.071,05 |
4.788.092,17 |
|
|
4.991.328,76 |
4.895.317,74 |
||
|
5.652.294,84 |
5.919.257,26 |
|
01.01.2021
|
01.01.2020
|
||
|
EUR |
EUR |
||
|
1. Sonstige betriebliche Erträge |
88,50 |
20.370,62 |
|
|
2. Personalaufwand |
|||
|
a) Löhne und Gehälter |
-91.147,83 |
-71.800,00 |
|
|
b) soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung,
|
-5.090,63 |
-96.238,46 |
-2.714,64 |
|
3. Sonstige betriebliche
Aufwendungen
|
-307.250,29 |
-323.392,92 |
|
|
4. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens |
-330,00 |
-1.535,00 |
|
|
5. Zinsen und ähnliche
Aufwendungen
|
-73.044,67 |
-2.524,41 |
|
|
6. Ergebnis nach Steuern |
-476.774,92 |
-381.596,35 |
|
|
7. Jahresfehlbetrag |
-476.774,92 |
-381.596,35 |
|
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8. Verlustvortrag aus dem Vorjahr |
-1.709.604,28 |
-1.091.872,89 |
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9. Bilanzverlust |
-2.186.379,20 |
-1.473.469,24 |
Die Altech Advanced Materials ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in Frankfurt und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRB 118874 eingetragen.
Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2021 betrug das eingetragene Stammkapital der Gesellschaft 2.581.052. Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag im Regulierten Markt im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Kennnummer ISIN DE000A2LQUJ6 mit 1.577.552 nennwertlosen, auf den Namen lautende Stückaktien gelistet. 1.003.500 Aktien der insgesamt 2.581.052 auf den Namen lautenden Stückaktien waren zum Abschlussstichtag noch nicht zum Börsenhandel zugelassen. Entsprechend gilt die Gesellschaft zum Bilanzstichtag als eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 264d HGB.
Mit Eintragung der Kapitalerhöhung im Handelsregister am 5. August 2021 beträgt des eingetragene Stammkapital der Gesellschaft 5.650.000 EUR und mit Genehmigung des Wertpapierprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen ("BaFin") am 10. August 2021 und der Notierungsaufnahme der 4.072.48 nennwertlosen, auf den Namen lautende Stückaktien am 16. August 2021 werden alle 5.650.000 Aktien der Gesellschaft zum Berichtserstellungszeitpunkt unter der ISIN DE000A2LQUJ6 im General Standard der Frankfurter Börse gehandelt.
Der Halbjahresfinanzbericht der Altech Advanced Materials AG, Frankfurt, für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 wurde auf der Grundlage der handelsrechtlichen Ansatz-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften erstellt. Ergänzend dazu sind die Bestimmungen des Aktiengesetzes ("AktG") maßgebend.
Die Gliederung und der Ausweis der Posten der Bilanz entsprechenden Vorschriften für große Kapitalgesellschaften (§ 266 HGB).
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewendet.
Die im Halbjahresabschluss der Altech Advanced Materials AG für die zum 30. Juni 2021 endende Berichtsperiode angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 unverändert.
Beteiligungen bestehen unverändert zum Jahresabschluss 2020 aus dem am 22. Dezember 2020 erworbenen 25%-Anteil an der Altech Industries Germany GmbH, Dresden.
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 62 (VJ: TEUR 17) aus einer Gesellschafterdarlehensforderung gegen AIG. Die Konditionen sind unverändert zum Jahresabschluss 2020.
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag EUR 2.581.052,00. Das Grundkapital ist eingeteilt in 2.581.052 nennwertlose auf den Namen lautende Stückaktien. Zum 30. Juni 2021 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital von EUR 495 aus.
Die auf der Hauptversammlung vom 20. Mai 2021 beschlossene Kapitalerhöhung wurde im Umfang von EUR 3.068.948,00 mit Eintragung am 5. August 2021 in das zuständige Handelsregister durchgeführt. Damit beträgt das Grundkapital der Gesellschaft EUR 5.650.000,00.
Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 166 (VJ: TEUR 52) setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Kosten im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung (TEUR 119), Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütung (TEUR 25) sowie Rückstellungen für Abschluss und Prüfungskosten (TEUR 17) zusammen.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Deutsche Balaton AG in Höhe von TEUR 109. Für diese wurde mit 2. Nachtrag zur Massekreditvereinbarung vom 29. Februar 2016 eine Stundungsvereinbarung bis zum 30. Juni 2027 mit Nachbesserung vereinbart.
Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich von TEUR 4.788 zum 31. Dezember 2020 um TEUR 49 auf TEUR 4.837 zum 30. Juni 2021 erhöht und bestehen im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten gegenüber ATC aus dem Kauf des 25% Geschäftsanteils an der AIG.
Die Verbindlichkeit aus der offenen Kaufpreisforderung der ATC wird in drei Raten zu je TEUR 1.583 jeweils am 1. Dezember 2021, 2022 und 2023 zur Zahlung fällig. Die AAM hat mit ATC im 1. Halbjahr 2021 eine Stundungsvereinbarung abgeschlossen, dass die im Zusammenhang mit dem Erwerb des 25%-Anteils an der AIG ausstehenden Kaufpreisraten inklusive Zinsen sowie die Einzahlungsverpflichtungen in die AIG für zwei Jahre gestundet werden, solange nicht ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen. Die Verbindlichkeit wird mit 3% p.a. verzinst. Zinsstichtage sind jeweils der 31. März, 30. Juni, 30. September und 30. Dezember eines Jahres. Als Sicherung für die Verbindlichkeit aus den Ratenzahlungen wurde der erworbene 25%-Anteil an ATC verpfändet.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 307) setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Kosten für Rechtsberatung (TEUR 131), Kosten im Zusammenhang mit einem der Vorstandmitglieder (TEUR 60), Aufsichtsratvergütungen (TEUR 44), Kosten für Kapitalmarktnotiz und -kommunikation (TEUR 41) sowie Abschluss- und Prüfungskosten von (TEUR 20).
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (TEUR 73) setzen sich im Wesentlichen zusammen aus den Zinsen für die Finanzierung des AIG Anteils gegenüber der ATC (TEUR 71).
1. Mitarbeiter
Zum 30. Juni 2021 beschäftigte die Gesellschaft zwei Mitarbeiter in Teilzeit.
2. Haftungsverhältnisse oder sonstige finanzielle Verpflichtungen
Haftungsverhältnisse oder sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz angegeben sind, bestehen zum Bilanzstichtag nicht.
3. Mitteilungen nach dem Aktiengesetz bzw. Wertpapierhandelsgesetz
Bezüglich der historischen Stimmrechtsmitteilungen wird auf den vollständigen veröffentlichten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 verwiesen. Im Berichtszeitraum gingen keine Stimmrechtsmitteilungen ein.
4. Angaben nach § 115 Absatz (5) WpHG
Der vorliegende Halbjahresabschluss mit Lagebericht der Gesellschaft wurde keiner prüferischen Durchsicht oder Abschlussprüfung unterzogen.
5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 20. Mai 2021 hat die ordentliche Hauptversammlung Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen. Es wird auf die entsprechenden Ausführungen im Zwischenlagebericht unter Abschnitt "D. Veränderungen und Informationen zu den Organen und Vergütungssystemen" verwiesen.
Mit Eintragung der Kapitalerhöhung im Handelsregister am 5. August 2021 war die Kapitalerhöhung auf Basis des Hauptversammlungsbeschlusses vom 20. Mai 2021 im Umfang von EUR 3.068.948,00 durchgeführt und das eingetragene Stammkapital der Gesellschaft beträgt 5.650.000 EUR. Mit Genehmigung des Wertpapierprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen ("BaFin") am 10. August 2021 und der Notierungsaufnahme der 4.072.48 nennwertlosen, auf den Namen lautende Stückaktien am 16. August 2021 wurden alle 5.650.000 Aktien der Gesellschaft unter der ISIN DE000A2LQUJ6 im General Standard der Frankfurter Börse gehandelt.
Weitere wesentliche Ereignisse haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben.
Heidelberg, den 17. August 2021
gez.
Iggy Tan
(Vorstand)
gez.
Uwe Ahrens
(Vorstand)
gez.
Hansjörg Plaggemars
(Vorstand)
Erklärung der gesetzlichen Vertreter der Altech Advanced Materials AG, Frankfurt, gemäß § 115 WpHG für das 1. Halbjahr 2021:
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass der gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Zwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind."
Heidelberg, den 17. August 2021
gez.
Iggy Tan
(Vorstand)
gez.
Uwe Ahrens
(Vorstand)
gez.
Hansjörg Plaggemars
(Vorstand)