![]() Pfeiffer Vacuum Technology AGAßlarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015IV. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015Das Ergebnis der Pfeiffer Vacuum Technology AG wird im Wesentlichen durch die Ergebnisabführung der Pfeiffer Vacuum GmbH, Aßlar, geprägt. Diese ist im Geschäftsjahr 2015 deutlich um 16,0 Mio. € von 32,8 Mio. € auf 48,8 Mio. € gestiegen. Darüber hinaus hat sich bei der Pfeiffer Vacuum Technology AG eine reduzierte Steuerquote positiv auf die Entwicklung der Ertragslage ausgewirkt. Im Ergebnis liegt der Jahresüberschuss der Pfeiffer Vacuum Technology AG im Geschäftsjahr 2015 mit 38,8 Mio. € deutlich um 11,4 Mio. € über dem Vorjahreswert von 27,4 Mio. €. Die Ertragslage bleibt damit weiterhin überdurchschnittlich gut. Auch die Vermögens- und die Finanzlage sind nach wie vor ausgezeichnet. Trotz Zahlung einer hohen Dividende an die Aktionäre wurden auch Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückgeführt. Die Eigenkapitalquote ist weiter gestiegen und betrug 90,7 % zum 31. Dezember 2015 (Vorjahr: 86,9 %). Grundlagen des UnternehmensDie Pfeiffer Vacuum Technology AG (nachfolgend "Pfeiffer Vacuum") ist eine deutsche Aktiengesellschaft mit Sitz in Aßlar. Seit 15. April 1998 besteht ein Listing an der Deutschen Börse. Zum 31. Dezember 2015 belief sich die Zahl der Tochtergesellschaften der Pfeiffer Vacuum Technology AG auf 20 Gesellschaften (Vorjahr: 22). Eine Konzerngesellschaft wurde im Jahresverlauf 2015 liquidiert, eine weitere wurde auf eine bestehende Konzerngesellschaft verschmolzen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Konzernstruktur zum 31. Dezember 2015 im Detail: Pfeiffer Vacuum Konzernstruktur (zum 31. Dezember 2015)scroll
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Umbenannt; vormals: adixen Vacuum Products
SAS Eine zentrale Rolle nimmt die Pfeiffer Vacuum GmbH, Aßlar, ein. In dieser Gesellschaft sind die Produktion für alle Pfeiffer Vacuum Produkte und der Vertrieb für Deutschland sowie das zentrale Beteiligungsmanagement organisiert. Die Gesellschaft beschäftigt per 31. Dezember 2015 insgesamt 725 Mitarbeiter (Vorjahr: 695). Auf die Pfeiffer Vacuum SAS (im Berichtsjahr umbenannt, vormals adixen Vacuum Products SAS), Annecy, Frankreich, entfällt ebenfalls eine wesentliche Rolle. Die Gesellschaft beschäftigt zum Jahresende 630 Mitarbeiter (Vorjahr: 600) und ist die zentrale Produktionsstätte für die adixen Produkte und zuständig für den Vertrieb in Frankreich. Die weiteren Gesellschaften sind rechtlich selbstständige Kapitalgesellschaften, die überwiegend Vertriebsaufgaben wahrnehmen. Darüber hinaus sind die Trinos Vakuum-Systeme GmbH, adixen Vacuum Technology Korea Co. Ltd. und die adixen Manufacturing Romania S.r.l. mit der Fertigung und Montage eigener Produkte betraut. Rechtlich sind diese Gesellschaften im Wesentlichen in einer mit der deutschen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) vergleichbaren Rechtsform organisiert. RahmenbedingungenGesamtwirtschaftWeltwirtschaftDie weltwirtschaftliche Dynamik blieb 2015 schwach. Wie schon in den Vorjahren wurden die Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung nicht erfüllt. Prognosen wurden daher sukzessive nach unten angepasst - gesamtwirtschaftlich sowie in wichtigen Industriebranchen. War der Internationale Währungsfonds (IWF) im Oktober 2014 noch von einem globalen Wachstum von nominal 3,8 % ausgegangen, dürfte der tatsächliche Zuwachs nur 3,1 % betragen haben (Vorjahr: 3,3 %). In den Schwellen- und Entwicklungsländern hat sich das Wachstum voraussichtlich auf 4,0 % abgeschwächt (Vorjahr: 4,4 %). In den Industrieländern erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt um durchschnittlich 1,9 %. EuropaIm Euroraum hat sich die Wirtschaft im Laufe des Jahres 2015 weiter erholt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 1,5 % (Vorjahr: 0,8 %). Die Wirtschaft profitierte insbesondere von der Erhöhung der privaten Konsumausgaben. Trotz historisch niedriger Zinsen und einer leicht verbesserten Unternehmensstimmung entwickelten sich die Investitionen weiter schwach. Die Exportwirtschaft hatte leichten Rückenwind durch einen schwächeren Euro-Wechselkurs. Der gesamtwirtschaftliche Erholungsprozess machte in Irland, Portugal, Spanien und Italien weiter Fortschritte. Die abermalige Zuspitzung der Krise in Griechenland war 2015 ein dominantes Thema. Die griechische Wirtschaft rutschte erneut in die Rezession. Mit einem stabilen Auftakt startete die deutsche Konjunktur in das Jahr 2015. Das Wirtschaftswachstum verlief bis zum Ende des Jahres stetig, sodass das Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt um insgesamt 1,7 % wuchs (Vorjahr: 1,4 %). Auch in 2015 kamen die stärksten Impulse vom Konsum. Die privaten Haushalte steigerten ihre Ausgaben um 1,9 %, die staatlichen Konsumausgaben waren um 2,1 % höher als im Vorjahr. Im historischen Vergleich spiegelten die Ausrüstungsinvestitionen mit plus 3,6 % in Anbetracht der guten Konjunktur und der niedrigen Zinsen eine wenig dynamische Entwicklung wider. Die Zahl der Erwerbstätigen ist bedingt durch Zuwanderung sowie einen leichten Abbau der Arbeitslosigkeit gestiegen und erreichte im Jahresdurchschnitt mit rund 43 Millionen Personen (plus 0,8 %) einen erneuten Höchststand. USADie US-Wirtschaft entwickelte sich 2015 weiter robust. Das Wachstum der Wirtschaftsleistung um real 2,5 % war wieder in starkem Maße konsumgetrieben (Vorjahr: 2,2 %). Die Arbeitslosenquote sank auf 5 % (Vorjahr: 5,8 %). Zum Jahresende erhöhte die US-Notenbank erstmals nach sieben Jahren geringfügig den Leitzins. AsienJapans Wirtschaftsleistung konnte trotz expansiver Finanzpolitik nur um 0,6 % erhöht werden (Vorjahr: 0,9 %). Der private Konsum war schwach und auch die Exporte belasteten das gesamtwirtschaftliche Ergebnis. Sorgen bereitete 2015 immer wieder die schwächelnde Konjunktur in China. Der von der chinesischen Regierung betriebene Prozess des "new normal", d.h. weniger export- und investitionsgetriebenes Wachstum, stattdessen mehr Wachstum durch Konsum und Dienstleistungen, wurde fortgesetzt und führte abermals zu einem geringeren gesamtwirtschaftlichen Zuwachs. Nach offiziellen Angaben expandierte die chinesische Wirtschaft um 6,9 % (Vorjahr: 7,4 %). Das ist immer noch klar über dem Weltdurchschnitt, allerdings weit entfernt von früheren Zuwachsraten und geht mit einem deutlich verminderten Anstieg bei der Industrieproduktion einher. Dynamischer entwickelte sich Indien (+ 7,3 % versus 5,8 % im Vorjahr), das unter dem neuen Regierungschef einen Aufschwung erlebt. Maschinenbau- und VakuumbrancheDas Jahr 2015 blieb für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau hinter den ursprünglich gehegten Erwartungen zurück. Statt des noch im Herbst 2014 von den Volkswirten des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) prognostizierten realen Produktionswachstums in der Größenordnung von 2 % konnte die Produktion ihr Vorjahresniveau lediglich halten, was der im Sommer 2015 revidierten Prognose entspricht. Der nominale Produktionswert beläuft sich für 2015 auf rund 199 Mrd. Euro. Die Exporte von Maschinen und Anlagen erreichten ein Volumen von 155 Mrd. Euro. Das entspricht einem nominalen Plus von 2,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Deutliche Zuwächse gab es für die Exporte in die EU-Partnerländer (+ 6 %), nach Zentral- und Südasien (+ 10 %) und nach Nordamerika (+ 12 %). Die Maschinenausfuhren ins Sonstige Europa, nach Afrika, nach Ostasien, nach Südostasien und nach Australien waren dagegen rückläufig. Die Zahl der Beschäftigten betrug im Dezember 2015 rund 1.010.000 Personen. Das entspricht einem Plus von 0,2 % oder einem Zuwachs von rund 2.000 Beschäftigten im Vergleich zum Dezember 2014. Der Auftragseingang übertraf 2015 sein Vorjahresniveau um 1 % (Vorjahr: ebenfalls 1 %). Dieser Zuwachs gilt gleichermaßen für die Inlands- sowie für die Auslandsnachfrage. Bei den Auslandsorders gab es eine starke Spreizung: Während die Bestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern ihr Vorjahresniveau um 3 % verfehlten, konnten die Aufträge aus den Euro-Ländern um 15 % zulegen. Vakuumtechnologie kommt in sehr vielen Industriezweigen zum Einsatz. Dementsprechend ist auch die Vakuumbranche vor dem Hintergrund der weltweiten konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Daraus ergab sich im Berichtszeitraum erneut eine insgesamt leicht rückläufige Entwicklung. Innerhalb der für die Vakuumindustrie wichtigen Marktsegmente bestanden jedoch erhebliche Unterschiede. So zeigte die zyklische Halbleiterindustrie, nach rückläufigem Trend in den Jahren 2012 und 2013 sowie ersten verhaltenen positiven Indikationen im Jahr 2014, im abgelaufenen Jahr wieder zunehmende Investitionsbereitschaft. Eine gleichsam positive Entwicklung konnte im Jahr 2015 im Bereich Analytik verzeichnet werden. Ebenfalls vergleichsweise positiv stellte sich die Situation in den Bereichen Industrie und Beschichtung dar. Demgegenüber blieb der Bereich Forschung & Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslageDie Haupttätigkeit der Pfeiffer Vacuum Technology AG ist die Holdingfunktion, das Cash-Management für die deutsche Tochtergesellschaft in Aßlar, die Finanzierungsfunktion für den konzernweiten Liquiditätsbedarf sowie die Vermietung der Gebäude an die Pfeiffer Vacuum GmbH in Aßlar. Der bestehende Ergebnisabführungsvertrag mit der Tochtergesellschaft Pfeiffer Vacuum GmbH beeinflusst das Ergebnis der Gesellschaft wesentlich. Der Jahresüberschuss der Pfeiffer Vacuum Technology AG liegt mit 38,8 Mio. € wesentlich über dem Vorjahreswert von 27,4 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg um 11,4 Mio. € oder 41,6 % und spiegelt damit die im letztjährigen Prognosebericht formulierte deutliche Verbesserung der Gewinnsituation wider. Maßgeblich beeinflusst wird dieses Ergebnis wie im Vorjahr durch die Ergebnisabführung der Pfeiffer Vacuum GmbH in Höhe von 48,8 Mio. € (Vorjahr: 32,8 Mio. €). Trotz des sehr deutlichen Anstiegs verlief die Entwicklung der Pfeiffer Vacuum GmbH im Jahr 2015 erwartungsgemäß. Die Geschäftsentwicklung der Pfeiffer Vacuum GmbH im Jahr 2015 war insgesamt durch einen deutlich gestiegenen Umsatz sowie einen Anstieg der Beteiligungserträge um 12,4 Mio. € gekennzeichnet. Während in Deutschland die Umsätze nur leicht über dem Vorjahresniveau lagen, kamen starke Wachstumsimpulse insbesondere aus den USA und aus Asien. Hier konnten Umsatzzuwächse von 34,1 % beziehungsweise 16,7 % erreicht werden. Ebenfalls erfreulich entwickelten sich die Umsätze in Europa, wo eine Steigerungsrate von 12,1 % zu verzeichnen war. Der erwartete deutliche Umsatzanstieg wurde damit erreicht. Umsatz nach Regionen (in T€)scroll
Die Betrachtung der Umsatzentwicklung der Pfeiffer Vacuum GmbH nach Produkten zeigt auch im Jahr 2015 wieder ein heterogenes Bild. Sehr gut entwickelte sich der Bereich Turbopumpen mit einem Anstieg um 21,7 Mio. € oder 24,2 %. Ebenfalls erfreulich verlief die Entwicklung bei den Vorpumpen, für die ein Anstieg 14,2 % zu verzeichnen war. Dem gegenüber ist der Umsatz mit Instrumenten und Komponenten erneut zurückgegangen ist (-3,0 Mio. €). Auch der Umsatz im Systemgeschäft lag unter dem Vorjahreswert, während im Service leichte Zuwächse erreicht wurden. Umsatz nach Produkten (in T€)scroll
Auf den Jahresüberschuss der Pfeiffer Vacuum Technology AG haben sich darüber hinaus die Personalaufwendungen (2,6 Mio. € nach 2,7 Mio. € im Vorjahr) und das Finanzergebnis von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) ausgewirkt. Nach der Abberufung eines Vorstandsmitglieds gegen Ende des Vorjahres ist der Aufwand für Löhne und Gehälter als ein Bestandteil der Personalaufwendungen erwartungsgemäß gesunken, während die Altersvorsorgeaufwendungen leicht gestiegen sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind überwiegend bedingt durch ein strategischen Beratungsprojekt in der zweiten Jahreshälfte 2015 von 2,4 Mio. € im Vorjahr auf 3,8 Mio. € gestiegen. Wiederum gesunken sind die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens und sonstigen Zinserträge als Folge eines geringeren Volumens im Rahmen der konzernweiten Finanzierungsfunktion (1,1 Mio. € im Vergleich zu 1,5 Mio. € im Vorjahr). Demgegenüber sind auch die Zinsaufwendungen von 0,9 Mio. € im Vorjahr auf 0,6 Mio. € zurückgegangen. Mit 26,9 % liegt die Steuerquote unter dem Niveau des Jahres 2014 (28,8 %). Aufgrund des höheren Ergebnisses sind die Steueraufwendungen allerdings von 9,3 Mio. € auf 12,2 Mio. € gestiegen. Parallel zur Entwicklung des Steueraufwands ist auch die von der Organgesellschaft erhobene Steuerumlage um 1,3 Mio. € von 4,5 Mio. € auf 5,8 Mio. € gestiegen. Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2015 insgesamt 255,1 Mio. € (Vorjahr: 251,6 Mio. €). Dieser Anstieg wurde ganz wesentlich durch den Anstieg der Guthaben bei Kreditinstituten um 6,6 Mio. € auf 40,0 Mio. € verursacht, dem erneut von 24,0 Mio. € auf 20,7 Mio. € reduzierte Ausleihungen an verbundene Unternehmen (-3,3 Mio. €) gegenüberstehen. Die Entwicklung der Guthaben bei Kreditinstituten ist einerseits durch die Dividendenzahlung und die Rückzahlung von Bankverbindlichkeiten und anderseits durch die von der Pfeiffer Vacuum GmbH zugeflossene Liquidität sowie die Zuflüsse aus den erhaltenen Rückzahlungen von Ausleihungen bedingt. Auf der Passivseite ist der Anstieg der Bilanzsumme im Wesentlichen im Eigenkapital und gegenläufig bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erkennbar. Nach 30,0 Mio. € im Vorjahr beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31. Dezember 2015 nunmehr auf 20,0 Mio. € (davon 10,0 Mio. € kurzfristig). Dies entspricht einem Rückgang um 10,0 Mio. €. Die zum 31. Dezember 2015 bestehende freie Kreditlinie belief sich auf 38,6 Mio. € (Vorjahr: 27,2 Mio. €). Mit 231,3 Mio. € lag das Eigenkapital zum 31. Dezember 2015 um 12,7 Mio. € über dem Vorjahreswert von 218,6 Mio. €. Die Eigenkapitalquote ist erneut gestiegen und lag bei hervorragenden 90,7 % (Vorjahr: 86,9 %). Die weiteren Positionen auf der Passivseite zeigten zum Ende des Geschäftsjahres 2015 keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Gesamtaussage zum GeschäftsverlaufDie Geschäftsentwicklung im Jahr 2015 folgte grundsätzlich den weltweiten Konjunktur- und Branchentrends. Sehr erfreuliche Umsatzzuwächse haben wir in den USA und in Asien erzielt, ganz wesentlich beeinflusst durch unsere starke Position in der analytischen Industrie. Einhergehend mit der deutlich verbesserten Umsatzentwicklung in der Pfeiffer Vacuum GmbH ist auch der Ertrag aus der Gewinnabführung deutlich gestiegen. Dementsprechend weist auch die Pfeiffer Vacuum Technology AG mit einem signifikant gestiegenen Jahresergebnis eine deutlich verbesserte Gewinnsituation auf, obwohl bereits im Vorjahr ein weit überdurchschnittliches Ergebnis erzielt worden war. Auch die Eigenkapitalquote wurde gegenüber einem bereits sehr guten Vorjahr nochmals gesteigert, und die Liquiditätssituation hat es uns wiederum ermöglicht, neben der Finanzierung des operativen Geschäfts innerhalb des Konzerns die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu reduzieren und eine wiederum hohe Dividende an die Aktionäre auszuschütten, ohne an unsere Grenzen zu stoßen. Wir bleiben damit für die zukünftigen Herausforderungen bestens vorbereitet. Bericht nach § 289 Abs. 4 HGB ("Bericht zur Übernahmesituation")Das gezeichnete Kapital der Pfeiffer Vacuum Technology AG beläuft sich zum 31. Dezember 2015 unverändert auf 25.261 T € und besteht aus insgesamt 9.867.659 nennwertlosen Stückaktien. Es existieren und existierten keine unterschiedlichen Aktiengattungen, sodass alle Aktien die gleichen Rechte, insbesondere die gleichen Stimm- und Dividendenbezugsrechte, verbriefen. Dementsprechend beträgt der rechnerische Anteil am gezeichneten Kapital jeweils 2,56 €. Zum 31. Dezember 2015 hatten Dr. Karl Busch, Frau Ayhan Busch, Frau Ayla Busch, Herr Sa-mi Busch und Herr Kaya Busch, alle Deutschland, insgesamt 27,19 % der Stimmrechte der Gesellschaft. Die Anteile werden mittelbar über die Pangea GmbH, Maulburg, Deutschland, und weitere rechtlich selbstständige Einheiten der familiengeführten Busch-Gruppe gehalten und den genannten Personen zugerechnet. Weitere Anteilseigner mit einer Beteiligungsquote größer 10 % bestanden zum 31. Dezember 2015 nach unserem Kenntnisstand nicht. Zum 31. Dezember 2014 gab es keine Anteilseigner mit einer Beteiligungsquote größer 10 %. Satzungsänderungen können von der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der bei der Hauptversammlung anwesenden Stimmen beschlossen werden, es sei denn, das Gesetz schreibt zwingend eine größere Mehrheit vor. Nach unserer Kenntnis bestehen keine Beschränkungen die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend. Gemäß der Satzung der Gesellschaft und §§ 84, 85 AktG werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2011 ist der Vorstand ermächtigt, das gezeichnete Kapital um bis zu 12.630.603,24 € oder 4.933.829 Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen. Diese Ermächtigung gilt bis zum 25. Mai 2016 und bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Mai 2014 ist der Vorstand ermächtigt, Teilschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten, Genussrechten und Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000,00 € zu begeben und den Inhabern Wandlungsrechte auf bis zu 2.466.914 Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 6.315.299,84 € zu gewähren. Diese Ermächtigung gilt bis zum 21. Mai 2019 und bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats. Auf der Hauptversammlung am 21. Mai 2015 haben die Aktionäre den Vorstand zum Rückkauf eigener Aktien entsprechend § 71 Abs. 1 Nr.8 AktG ermächtigt. Diese Ermächtigung erstreckt sich auf einen Rückkauf eines anteiligen Betrags vom Grundkapital von bis zu 2.526.120,70 € (986.766 Aktien entsprechend 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung), bedarf zur Ausübung der Zustimmung des Aufsichtsrats und ist gültig bis zum 20. Mai 2020. Zum 31. Dezember 2015 werden unverändert zum Vorjahr keine eigenen Aktien gehalten. Weitere Besonderheiten, auf die im Rahmen von § 289 Abs. 4 HGB einzugehen wäre, bestehen nicht. Bericht nach § 289 Abs. 5 HGBDa die Pfeiffer Vacuum Technology AG eine kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB ist, sind gemäß § 289 Abs. 5 HGB die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Die Zielsetzung des Internen Kontrollsystems des Rechnungslegungsprozesses ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der identifizierten Risiken ein regelkonformer Jahresabschluss erstellt wird. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle Bereiche eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Rechnungslegung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
Corporate Governance Bericht / Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGBDie im Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) enthaltenen Empfehlungen und Anregungen sind bereits seit vielen Jahren fester Bestandteil unserer Unternehmensführung und Unternehmenskultur. Sowohl die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat als auch eine hohe Transparenz bei der Unternehmenskommunikation und bei der Rechnungslegung sind seit jeher Grundprinzipien. Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat richten ihre Tätigkeit an diesen Prinzipien aus. Wesentliche Anpassungen an den Kodex waren und sind somit nicht notwendig. Vorstand und Aufsichtsrat der Pfeiffer Vacuum Technology AG haben im November 2015 die nach § 161 AktG erforderliche Entsprechenserklärung für das Jahr abgegeben. Sie wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft (www.pfeiffer-vacuum.de) dauerhaft zugänglich gemacht. Die Pfeiffer Vacuum Technology AG entspricht sämtlichen Empfehlungen des DCGK in der Fassung vom Mai 2015 mit der folgenden Ausnahme:
Aktionäre und HauptversammlungDie Hauptversammlung ist das höchste Organ der Gesellschaft. Auf der Hauptversammlung haben die Aktionäre die Möglichkeit, ihr Stimmrecht selbst auszuüben oder durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben zu lassen. Die Aktionäre treffen auf der Hauptversammlung wesentliche Entscheidungen, etwa über die Gewinnverwendung, die Änderung der Satzung oder die Zustimmung zu Aktienrückkaufprogrammen. Alle für die Hauptversammlung wesentlichen Informationen und Dokumente werden den Aktionären rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Die Tagesordnung und eine Erläuterung der Teilnahmebedingungen sowie die Rechte der Aktionäre werden in der Regel eineinhalb Monate vor dem Hauptversammlungstermin bekannt gegeben. Alle Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung stehen auch über unsere Internetseite zur Verfügung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, auf elektronischem Wege Fragen an die Mitarbeiter unserer Investor-Relations-Abteilung zu richten. Mit unserem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten sowie auf unseren Internetseiten veröffentlicht wird, informieren wir Aktionäre und Interessenten während des Jahres über wesentliche Termine, Veröffentlichungen und Ereignisse. Außerdem stehen wir durch unsere aktive Investor-Relations-Tätigkeit in enger Verbindung mit unseren Aktionären. Darüber hinaus besteht jederzeit die Möglichkeit, sich mit Fragen an das Unternehmen zu wenden. VorstandSeit Ende 2014 besteht der Vorstand aus Diplom-Betriebswirt Manfred Bender (Vorstandsvorsitzender) und Diplom-Ingenieur Dr. Matthias Wiemer. Die Vorstandsressorts sind wie folgt aufgeteilt: scroll
Die Vorstandsmitglieder sind für die Weiterentwicklung und die Strategie des Unternehmens verantwortlich. Sie sind des Weiteren stark in das tägliche Geschehen im Unternehmen eingebunden und tragen operative Verantwortung. Bei Ausübung der Vorstandsfunktion gilt das Vier-Augen-Prinzip: Wesentliche Entscheidungen werden stets gemeinsam getroffen. Bei persönlichen Ausgaben wie beispielsweise Spesen ist die Zustimmung eines anderen Vorstandsmitglieds erforderlich. Neben der täglichen engen Zusammenarbeit und gegenseitigen Information findet 14-tägig eine Vorstandssitzung statt. Es wird ein Protokoll verfasst, von dem der Aufsichtsratsvorsitzende eine Kopie erhält. Der Vorstand arbeitet ausschließlich für Pfeiffer Vacuum. Darüber hinaus gehören die Mitglieder des Vorstands verschiedenen Kontrollgremien diverser Konzerngesellschaften an. Daneben ist Manfred Bender Mitglied des Aufsichtsrats der Volksbank Heuchelheim eG, Heuchelheim, Deutschland, und wurde darüber hinaus im Dezember 2015 in den Aufsichtsrat der Schunk GmbH, Heuchelheim, gewählt (Beginn der Amtszeit im März 2016). AufsichtsratEntsprechend den gesetzlichen Vorgaben und der Satzung der Pfeiffer Vacuum Technology AG besteht der Aufsichtsrat aus insgesamt sechs Personen. Vier Personen repräsentieren die Anteilseigner, zwei Personen die Beschäftigten der Gesellschaft. Im Jahr 2015 gab es keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat. Er setzt sich wie folgt zusammen:
Alle Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner wurden im Mai 2011 durch die Hauptversammlung für eine Amtszeit von fünf Jahren wiedergewählt. Für die Wahl unterbreitet der Nominierungsausschuss dem Aufsichtsrat einen Wahlvorschlag. Bei der Auswahl der Kandidaten wird darauf geachtet, dass dem Aufsichtsrat jederzeit Mitglieder angehören, die über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen und hinreichend unabhängig sind. Dabei werden auch die internationale Geschäftstätigkeit des Konzerns und potenzielle Interessenkonflikte berücksichtigt. Der Aufsichtsrat hat folgende konkrete Ziele seiner Zusammensetzung festgelegt: berufliche Vielfalt (zumindest aus den Bereichen Wirtschaft, Technologie und Recht), Internationalität durch im Ausland erworbene Berufserfahrung, Vermeidung potenzieller Interessenkonflikte durch Ausschluss von Nähebeziehungen zu Wettbewerbern sowie eine Altersgrenze bei Beginn der Amtszeit in Höhe des gesetzlichen Rentenalters. Diese Ziele wurden bisher berücksichtigt, und dies ist auch bei zukünftigen Wahlvorschlägen beabsichtigt. An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Berichtszeitraum keine Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, gezahlt bzw. gewährt. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten nicht auf. Schließlich sieht die Geschäftsordnung für den Vorstand vor, dass der Aufsichtsrat bei wesentlichen Geschäftsvorfällen seine Zustimmung erteilen muss. Nach der Empfehlung des DCGK gehören nicht mehr als zwei ehemalige Vorstandsmitglieder dem Aufsichtsrat von Pfeiffer Vacuum an. Ferner prüft der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit seiner Mitglieder. Dafür hat er Grundsätze für die Beurteilung der Unabhängigkeit festgelegt, die sich insbesondere am Kodex orientieren. Nach diesen Grundsätzen ist die Mehrheit der gegenwärtigen Aufsichtsratsmitglieder als unabhängig anzusehen, sodass eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands gewährleistet ist. Die Einrichtung eines Prüfungsausschusses (Audit Committee) ist bei Pfeiffer Vacuum eine lange geübte Praxis. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Götz Timmerbeil, ist als Wirtschaftsprüfer hervorragend qualifiziert, die Tätigkeiten des Prüfungsausschusses, insbesondere Fragen zur Rechnungslegung, zur Compliance und zum Risikomanagementsystem, zu verantworten. Aufgabe des Nominierungsausschusses ist es, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Weitere Ausschüsse des Aufsichtsrats sind der Vorstandsausschuss und der Verwaltungsausschuss. In der Vergangenheit beriet der Vorstandsausschuss im Detail die Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder, bevor sie - entsprechend den Vorgaben des DCGK - vom gesamten Aufsichtsrat beschlossen wurden. Die Festlegung der Vorstandsvergütung erfolgt unter Beachtung der Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung. Der Verwaltungsausschuss befasst sich insbesondere mit durch den Aufsichtsrat zustimmungspflichtigen Geschäften und mit Verträgen mit Aufsichtsratsmitgliedern. Die Zuordnung der Mitglieder des Aufsichtsrats zu den einzelnen Ausschüssen ergibt sich aus nachfolgender Übersicht: Personelle Zusammensetzung der Aufsichtsratsausschüssescroll
Die folgenden Mitglieder übten weitere Mandate aus. Sofern nicht anders angegeben handelt es sich dabei um Aufsichtsratsmandate.
Die Gesellschaft hat für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) abgeschlossen. Zusammenarbeit Vorstand und AufsichtsratEine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ist eine wesentliche Voraussetzung für eine gute Corporate Governance und dient dem Wohl der Gesellschaft. In diesem Zusammenhang finden vierteljährlich Aufsichtsratssitzungen statt, bei denen die Vorstände ausführlich über den Verlauf des operativen Geschäftsberichten. Gegebenenfalls erläutern auch weitere Führungskräfte die aktuellen Themen ihrer jeweiligen Verantwortungsgebiete. Bei Bedarf werden darüber hinaus außerordentliche Sitzungen abgehalten. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat durch ein monatliches Berichtswesen über die allgemeine Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage. VergütungsberichtIm nachfolgenden Abschnitt wird die Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats erläutert. Vergütung des VorstandsDie Vorstandsvergütung wurde vom gesamten Aufsichtsrat verabschiedet und besteht aus einem fixen und einem variablen Teil sowie aus Sachbezügen (Dienstwagen, Unfallversicherung). Der variable Anteil ist grundsätzlich abhängig vom Ergebnis vor Steuern des Konzerns. Im Jahr 2015 betrug das Fixum 380 T€ für Manfred Bender und 290 T€ für Dr. Matthias Wiemer. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste variable Anteil betrug im Jahr 2015 für Manfred Bender 550 T€ und 370 T€ für Dr. Matthias Wiemer. Sachbezüge fielen in Höhe von 16 T€ beziehungsweise 24 T€ an. Somit beträgt die Vergütung für Manfred Bender im Jahr 2015 insgesamt 946 T€ (Vorjahr: 792 T€) und für Dr. Matthias Wiemer 684 T€ (Vorjahr: 569 T€). Nach einer Gesamtvergütung der zuvor genannten aktiven Vorstandsmitglieder von 1.361 T€ im Jahr 2014 beträgt die diesbezügliche Gesamtvergütung im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.630 T€. Die für das Geschäftsjahr 2014 im Jahr 2015 gezahlte kurzfristige variable Vergütung belief sich auf 383 T€ für Herrn Manfred Bender und auf 255 T€ für Dr. Matthias Wiemer; diese Beträge sind im Jahr 2015 ergebnisneutral zu Lasten einer im Vorjahr gebildeten Rückstellung abgeflossen. Der variable Anteil besteht in einer Tantieme, die der Aufsichtsrat festlegt. Der Aufsichtsrat kann durch Ermessensausübung verhindern, dass außerordentliche Entwicklungen zu unangemessenen Ausschlägen der variablen Vergütung führen. Die Entwicklung der Tantieme orientiert sich an der Entwicklung des Konzernerfolgs und am Ergebnis vor Steuern. Die Tantieme wird jedoch einem Nachhaltigkeitsvorbehalt unterworfen. Dies bedeutet: Steigt der Erfolg des Konzerns im Bemessungsjahr gegenüber dem Durchschnitt der beiden Vorjahre, ist der Erfolg im Bemessungsjahr bewiesenermaßen nur in Höhe dieses Durchschnitts der beiden Vorjahreserfolge nachhaltig, die Tantieme insoweit also verdient und fällig. In Höhe des darüber hinausgehenden Teils ist die Nachhaltigkeit jedoch noch nicht bewiesen. Deshalb wird von der Tantieme, soweit sie sich an diesem übersteigenden Teil orientiert, nur ein kleinerer Teil mit Feststellung des Jahresabschlusses des Bemessungsjahres fällig (sogenannter Kurzzeitanreiz oder Short Term Incentive). Der größere Teil (sogenannter Langzeitanreiz oder Long Term Incentive) wird dagegen erst zwei Jahre später fällig, und zwar in voller Höhe nur dann, wenn der durchschnittliche Erfolg dieser zwei Folgejahre mindestens so hoch ist wie der durchschnittliche Erfolg der beiden Vorjahre. Fällt er darunter, reduziert sich der Langzeitanreiz entsprechend. Durch diesen Nachhaltigkeitsvorbehalt soll die Honorierung von sogenannten "Strohfeuern" zu Lasten nachhaltiger Ertragskraft vermieden werden. Für Manfred Bender besteht eine Versorgungszusage in Höhe von unverändert 60 % des letzten Fixgehaltes. Für Dr. Matthias Wiemer besteht eine Versorgungszusage in Höhe von unverändert 40 % des letzten Fixgehaltes. In diesem Zusammenhang wurden im Jahr 2015 Nettopensionsaufwendungen nach IFRS in Höhe von 281 T€ (Manfred Bender) beziehungsweise 227 T€ (Dr. Matthias Wiemer) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (Vorjahr: 209 T€ und 170 T€). Darüber hinaus bestehen Versorgungszusagen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern. Die auf diesen Personenkreis entfallenden Nettopensionsaufwendungen des Jahres belaufen sich auf 60 T€ (Vorjahr: 64 T€). Nach 140 T€ im Jahr 2014 wurde im aktuellen Jahr insgesamt eine Zuführung zum Pfeiffer Vacuum Trust e. V. in Höhe von 267 T€ vorgenommen. Die für Vorstandsmitglieder und ehemalige Vorstandsmitglieder bestehende Nettopensionsverpflichtung beträgt somit 4.675 T€ (Vorjahr: 5.660 T€). Die laufenden Pensionen im Jahr 2015 betrugen unverändert 345 T€. Bis zur Abberufung im Jahr 2014 erhielt Frau Nathalie Benedikt fixe Bezüge in Höhe von 183 T€ und Sachbezüge in Höhe von 15 T€. Im Zusammenhang mit der Beendigung der Tätigkeit wurden keinerlei besondere Leistungen gewährt oder Zusagen erteilt. Vergütung des AufsichtsratsDie Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine fixe Vergütung, die von der Hauptversammlung festgelegt wird. Im Jahr 2011 stimmte die Hauptversammlung einer Erhöhung der Aufsichtsratsvergütung zu. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats sowie die Verteilung auf die einzelnen Mitglieder haben sich daher im Vergleich zum Jahr 2014 nicht verändert. Im Jahr 2015 erhielt Dr. Michael Oltmanns eine Vergütung von 75 T€, während Götz Timmerbeil 50 T€ erhielt. Helmut Bernhardt, Manfred Gath, Wilfried Glaum und Dr. Wolfgang Lust erhielten jeweils 25 T€. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats in den Jahren 2014 und 2015 betrug damit jeweils 225 T€. Sofern Aufsichtsratsmitglieder während eines Geschäftsjahres neu gewählt werden oder ausscheiden, wird die Vergütung zeitanteilig gezahlt. NegativaussageÜber die genannten Vergütungsbestandteile hinaus gab es im Berichtsjahr keine weiteren Leistungen an Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder. Insbesondere wurden keine Aktienoptionen gewährt, keine Darlehensansprüche begründet und keine Haftungszusagen ausgesprochen. Ebenfalls bestehen keine besonderen Vereinbarungen im Zusammenhang mit der Beendigung der Vorstands- oder Aufsichtsratstätigkeit. TransparenzDer Anspruch, allen Zielgruppen die gleichen Informationen zum gleichen Zeitpunkt zeitnah zur Verfügung zu stellen, hat in unserer Unternehmenskommunikation einen hohen Stellenwert. Dies äußert sich unter anderem darin, dass alle wesentlichen Informationen in deutscher und englischer Sprache herausgegeben werden. Anteilseigner und Interessenten können sich über das Internet direkt über aktuelle Entwicklungen im Konzern informieren. Sämtliche Ad-hoc-Mitteilungen der Pfeiffer Vacuum Technology AG werden auf der Internetseite der Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Der Erwerb und die Veräußerung von Pfeiffer Vacuum Aktien durch die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats werden gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz unverzüglich europaweit und auch über die Internetseite unter www.pfeiffer-vacuum.de veröffentlicht. In diesem Zusammenhang haben Herr Manfred Bender (Vorstandsvorsitzender) im Geschäftsjahr 2014 insgesamt 1.700 Aktien, Herr Dr. Matthias Wiemer (Mitglied des Vorstands) 1.000 Aktien und Herr Götz Timmerbeil (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) 100 Aktien der Gesellschaft erworben. Im Jahr 2015 haben keine diesbezüglichen Transaktionen stattgefunden. Die Beteiligungsquote der Organmitglieder an der Gesellschaft lag per 31. Dezember 2015 unverändert bei 0,1 %. GleichbehandlungDer Aufsichtsrat hat entsprechend § 111 Abs. 5 AktG einen Frauenanteil von jeweils 0 - 30 % für den Aufsichtsrat und den Vorstand festgelegt. Die Umsetzung dieser Quote ist bis zum 30. Juni 2017 vorgesehen. Der Aufsichtsrat hält die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht unverändert nicht für ein Merkmal, das eine Kandidatin beziehungsweise einen Kandidaten für eine bestimmte Position besonders qualifizieren würde und lässt dieses Kriterium deshalb bei der Auswahl der geeignetsten Kandidatin bzw. des geeignetsten Kandidaten unberücksichtigt. Folglich wurde auch die Bandbreite für die diesbezügliche Quote weit gewählt. Die Regelung in § 76 Abs. 4 AktG bezieht sich auf die Führungsebenen ausschließlich in der Pfeiffer Vacuum Technology AG. Aufgrund ihrer Holdingfunktion hat diese Gesellschaft nur wenige Mitarbeiter und es bestehen keine weiteren Führungsebenen. Rechnungslegung und AbschlussprüfungEntsprechend den gesetzlichen Regelungen werden der Konzernabschluss von Pfeiffer Vacuum und die Quartalsfinanzberichte in Übereinstimmung mit den aktuell gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Der Einzelabschluss der Pfeiffer Vacuum Technology AG als oberste Konzerngesellschaft wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (hGb) erstellt. Der vorliegende Jahresabschluss wurde entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2015 durch die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn, Deutschland, geprüft. Die Ernst & Young GmbH ist auch Abschlussprüfer für den Konzernabschluss der Pfeiffer Vacuum Technology AG. Mit dem Abschlussprüfer wurde vereinbart, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über Ausschluss- oder Befangenheitsgründe, die während der Prüfung auftreten, unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Der Abschlussprüfer soll auch über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich berichten. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren beziehungsweise im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der vom Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind. Chancen und RisikoberichtUnternehmerisches Handeln dient dazu, den Unternehmenswert durch das gezielte Ausnutzen von identifizierten Chancen zu erhöhen. Untrennbar damit verbunden ist das Eingehen von Risiken. Das von uns eingesetzte Chancen- und Risikomanagementsystem dient der Optimierung des Verhältnisses von Risiken und Chancen im Sinne eines nachhaltigen Geschäftserfolgs. Um dies zu gewährleisten, setzen wir geeignete Instrumente wie ein entsprechendes Handbuch beziehungsweise eine Risikoinventur zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Steuerung ein und entwickeln diese weiter. Die Chancen und Risiken werden nachfolgend auf Basis einer Bruttodarstellung erläutert. RisikomanagementsystemDas Risikomanagementsystem von Pfeiffer Vacuum bezieht alle Konzernebenen ein. Das System wird in einem für alle Mitarbeiter zugänglichen Risikohandbuch beschrieben, welches nach Bedarf aktualisiert wird. Unsere flache Hierarchie und die schnellen Kommunikationswege helfen, Risiken auf jeder Unternehmensebene rasch zu erkennen und ihnen mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen. Der eingesetzte Risikobeauftragte überwacht die korrekte Durchführung des Risikomanagements und die vollständige Risikoinventur. Die Risikoinventur wird in der Konzernzentrale durch die Bereichsleiter und in den Tochtergesellschaften durch deren Geschäftsführer durchgeführt. Durch die Zusammenführung aller Inventuren auf einer aggregierten Ebene ergibt sich ein differenziertes Gesamtbild der Risikolage des Konzerns. Risikoinventuren werden im Bedarfsfall unterjährig aktualisiert, wobei wir neben der konkreten Beschreibung der Risiken auch den möglichen quantitativen Einfluss auf das Betriebsergebnis, die Eintrittswahrscheinlichkeit und geeignete Gegenmaßnahmen bestimmen. Am Jahresende wird eine vollständige Risikoinventur erstellt, die sowohl vom Risikobeauftragten als auch vom Vorstand überprüft wird. Innerhalb der einzelnen Marktsegmente haben wir darüber hinaus die Bereiche des Risikomanagements definiert und die nötigen Verfahrensabläufe sowie Frühwarn- und Überwachungssysteme etabliert. Das monatliche Konzernberichtswesen unterstützt das Risikomanagement mit vielfältigen Kennzahlen und Berichten, die dem Vorstand und dem Aufsichtsrat als wesentliche Grundlage dienen, regelmäßig über die laufenden Geschäfte zu beraten. Auch der monatlich stattfindende Führungskreis und die monatlichen Telefonkonferenzen sind fest eingerichtete Gremien, die den Bereichsleitern und unseren Tochtergesellschaften die Möglichkeit geben, sich über potenzielle Risiken und deren Behandlung mit dem Vorstand auszutauschen. Neben dem monatlichen Berichtswesen unterstützt uns unser internes Kontrollsystem (IKS) dabei, Risiken in den täglich ablaufenden Prozessen aufzudecken und so möglichen Fehlentwicklungen vorzubeugen. Hierbei werden vor allem Prozesse überprüft, die einen wesentlichen Einfluss auf das Finanzergebnis von Pfeiffer Vacuum haben. Regelmäßig durchgeführte Kontrollen beugen daher menschlichem Versagen, Systemfehlern und Verstößen gegen die internen Vorschriften vor. Risikomanagement in Bezug auf die KonzernrechnungslegungNeben dem allgemeinen Risikomanagement unterstützt das IKS insbesondere das Risikomanagement in Bezug auf die Konzernrechnungslegung. Um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung zu gewährleisten, existieren bei Pfeiffer Vacuum interne Richtlinien und Organisationsanweisungen, die konzernweit Anwendung finden und regelmäßig aktualisiert werden. Um die Regelungen immer konform mit aktuellen Gesetzen und Vorschriften zu halten, arbeiten unsere internen Experten fallbezogen auch mit externen Ansprechpartnern zusammen. So können wir sichergehen, dass unsere Rechnungslegung den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nach IFRS entspricht. Unser IKS identifiziert die Prozesse, welche auf die Rechnungslegung einen wesentlichen Einfluss haben. Die Risiken dieser Prozesse werden aufgedeckt und bewertet. Außerdem werden geeignete Maßnahmen benannt, um Fehler zu vermeiden, und es werden entsprechende Kontrollen installiert. Dazu gehören zum Beispiel das Vier-Augen-Prinzip oder auch die Gewährleistung einer optimalen Datenqualität durch die Nutzung eines einheitlichen Konsolidierungswerkzeugs. ChancenmanagementsystemDas Chancenmanagement von Pfeiffer Vacuum ist eng mit dem Risikomanagement verknüpft, da viele Risiken auch eine Chance bergen, die es gegebenenfalls auszunutzen gilt. Deswegen werden die Risiken der Risikoinventur gleichzeitig auf mögliche Chancen untersucht, woraus sich eine Korrelation ergibt. Ob die möglichen Chancen oder Risiken überwiegen, wird von uns in umfassenden Entscheidungsprozessen analysiert, sodass wir nur Risiken eingehen, die kontrollierbar scheinen und durch die sich bietenden Chancen kompensiert werden. Um explizit auch die branchen- und gesamtwirtschaftlichen Chancen optimal nutzen zu können, führen wir Markt- und Wettbewerbsanalysen durch. Dadurch erhalten wir einen guten Überblick, um durch die gezielte Nutzung unserer Potenziale unseren Marktanteil weiter auszubauen. Der enge Kontakt zu unseren Kunden hilft uns außerdem dabei, Trends frühzeitig zu erkennen und somit Veränderungen am Markt aktiv zu gestalten. Auch unser ausgeprägtes Berichtswesen deckt mit Abweichungsanalysen und Entwicklungsprognosen Möglichkeiten in unserer regionalen Struktur auf. Mit unserem weltweit aufgestellten Vertriebsnetz können wir diese Chancen schnell und zielgerichtet ergreifen. RisikoklassifizierungDie Risikoklassifizierung der im Folgenden dargestellten Risiken erfolgt entsprechend einer Matrix unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der potentiellen Auswirkung auf das Betriebsergebnis. RisikenGesamtwirtschaft (Risikoklasse: niedrig)Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir von den weltweiten konjunkturellen Entwicklungen abhängig. Einem Rückgang des weltweiten Wirtschaftswachstums kann sich auch Pfeiffer Vacuum nicht entziehen und muss mit unmittelbaren Einflüssen auf Umsatz und Ergebnis rechnen. Die regionale und marktsegmentbezogene Umsatzverteilung ist bei Pfeiffer Vacuum jedoch ausgewogen und führt zu einem Ausgleich im Gesamtgefüge von Umsätzen in wirtschaftlich schwachen und wirtschaftlich wachsenden Märkten und Industrien. Denn es sind selten alle Regionen und Marktsegmente in gleichem Ausmaß von einer sich verschlechternden wirtschaftlichen Entwicklung betroffen. Trotz der sich insgesamt kompensierenden Entwicklungen können sich Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg einzelner Segmente ergeben. Der Umsatzanteil im Halbleitermarkt ist signifikant und Pfeiffer Vacuum unterliegt somit stärker dessen Schwankungen. Das Management des konjunkturellen Risikos umfasst im Wesentlichen die Steuerung der Kapazitäten und Kosten. Flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen es uns, die Produktionskapazitäten schnell an die Entwicklung der Auftragslage anzupassen. Marktsegmente (Risikoklasse: mittel)Eng mit den weltweiten konjunkturellen Entwicklungen verbunden sind die Umsätze in den einzelnen Marktsegmenten und Produktkategorien von Pfeiffer Vacuum. So ist beispielsweise der Forschungs- & Entwicklungsmarkt abhängig von staatlichen Ausgaben und Schwerpunkten bei Forschungsprojekten. Der Halbleitermarkt verfolgt seine eigene Zyklizität, die in Boomphasen große Chancen, in Schwächephasen starke Risiken birgt. Der Beschichtungsmarkt ist eng an Entwicklungen in der Fotovoltaikindustrie geknüpft. Mit den Trends in den einzelnen Marktsegmenten geht auch die Entwicklung in den Produktkategorien einher. So werden kleinere Turbopumpen und Analyseinstrumente eher in der Analytik benötigt, die tendenziell frühzyklisch reagiert. Vorpumpen kommen in einer größeren Anzahl im Halbleitermarkt zum Einsatz wie auch in den sonstigen Industrien, die mit den Entwicklungen im Maschinenbau allgemein konform gehen. Um den Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Marktsegmenten und Produkten zu begegnen, legt Pfeiffer Vacuum sehr viel Wert auf seine breite Aufstellung. Dies war einer der wesentlichen Gründe für den Erwerb von adixen. adixen hat einen weitaus höheren Umsatzanteil in der Halbleiterindustrie, was sowohl eine Chance als auch ein Risiko aufgrund der zyklischen Entwicklung dieser Industrie birgt. Die Strategie von Pfeiffer Vacuum zur Abschwächung dieses Risikos besteht darin, auf unseren Vertriebswegen auch die Produkte von adixen verstärkt in anderen Industrien zu vermarkten und so den Umsatzanteil der Halbleiterindustrie zu senken. Darüber hinaus schätzen wir, dass der Halbleitermarkt zukünftig über die Zyklen hinaus stark wachsen wird. Akquisition und Integration (Risikoklasse: niedrig)Die Integration von Unternehmen in einen Konzern stellt immer eine besondere Herausforderung dar. Um bestmöglich auszuschließen, dass sich die mit einem Erwerb verbundenen Erwartungen nicht vollumfänglich erfüllen, werden im Vorfeld eines Unternehmenserwerbs detaillierte Prüfungen in Form einer Due Diligence durchgeführt. Dabei werden insbesondere rechtliche Verhältnisse, technische Ausstattung, Produktionsplanung und aktuelle sowie erwartete finanzwirtschaftliche Situationen der Zielgesellschaft analysiert. Um rechtliche und finanzwirtschaftliche Risiken zu minimieren, wird bei Vorbereitung und bei Durchführung des Erwerbs auf renommierte Anwalts- und Prüfungsgesellschaften als Berater zurückgegriffen, die langjährige Erfahrungen mit Akquisitionen in der entsprechenden Größenordnung vorweisen können. Insgesamt wird damit sichergestellt, dass alle Aspekte des Unternehmenserwerbs berücksichtigt wurden. Auch können hieraus Erkenntnisse über mögliche Synergien aus der Akquisition abgeleitet werden. Damit wird das Risiko von unvorhergesehenen Entwicklungen deutlich reduziert. Ganz ausgeschlossen werden kann dieses Risiko allerdings nicht, da eine erfolgreiche Akquisition von vielen weiteren Faktoren abhängig ist. Gleiches gilt auch für eine sich an eine Akquisition anschließende Integration. Um integrationsbedingte Risiken zu begrenzen werden bewährte Pfeiffer Vacuum Richtlinien, die einen strukturierten und erfolgreichen Geschäftsbetrieb sicherstellen, in neu erworbenen Gesellschaften implementiert. Des Weiteren werden neu erworbene Gesellschaften bereits unmittelbar nach Erwerb in das Reporting der Pfeiffer Vacuum Gruppe integriert, um eine gezielte Steuerung der einzelnen Gesellschaften zu ermöglichen. Hierzu gehören neben umfangreichen Berichten auch monatliche Telefonkonferenzen und regelmäßige Sitzungen vor Ort in den einzelnen Ländern. Des Weiteren wird das standardisierte Risikomanagementsystem bei allen neuen Konzernunternehmen installiert. Das Risiko der Intransparenz wird somit eliminiert. Technologie (Risikoklasse: mittel)Sowohl Produkte als auch Dienstleistungen, die den Kundenbedürfnissen nicht entsprechen, führen unmittelbar zu Umsatzrückgängen und damit zum Verlust von Marktanteilen und Reputation. Daher zählen für Pfeiffer Vacuum eine unzureichende Innovationsfähigkeit und der Qualitätsverlust bei Produkten und Service zu den wesentlichen Risikofaktoren. Durch stetigen Kundenkontakt und die daraus resultierende Marktnähe wirken wir diesen Risiken entgegen. Die Erkenntnisse über die Bedürfnisse unserer Kunden ermöglichen uns, bedarfsgerechte Produkte zu entwickeln und anzubieten. Auf diese Weise bauen wir unsere Wettbewerbsposition sowie unseren Bekanntheitsgrad weiter aus. Durch unsere Entwicklungsinvestitionen werden wir auch in Zukunft dem Risiko mangelnder Innovation entgegenwirken. Darüber hinaus ist die Einhaltung hoher Qualitätsstandards für uns von größter Bedeutung. Die Zertifizierung nach ISO 9001:2008 erfolgte erstmals im Jahr 1995 und wurde seitdem ohne Unterbrechung erteilt. Beschaffung und Produktion (Risikoklasse: niedrig)Auf dem Beschaffungsmarkt bestehen Risiken insbesondere in Form von Lieferengpässen und Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten. Stillstandszeiten sind als wesentliches Risiko aus produktionstechnischer Sicht zu sehen. Lieferengpässen und Lieferantenabhängigkeiten wirken wir in erster Linie mit der fortdauernden Prüfung alternativer Lieferanten entgegen. Erwarteten Marktknappheiten im Bereich der Rohstoffe, zum Beispiel bei Stahl und Aluminium, wird durch langfristige Rahmenkontrakte begegnet. Für Stillstandszeiten als Folge von zum Beispiel Feuer-, Unwetter- oder Hochwasserschäden bestehen Betriebsunterbrechungsversicherungen. Technisch bedingte Stillstandszeiten werden durch den Einsatz von qualifizierten Technikern und modernen Produktionsmaschinen auf ein geringes Maß reduziert. Zur Vermeidung von Stillstandszeiten tragen auch regelmäßige Wartung und vorbeugende Instandhaltung des Maschinenparks bei. Personal (Risikoklasse: niedrig)Als Anbieter für Vakuumlösungen, also einem Spezialgebiet im Maschinenbau, sind wir auf den hohen Qualifizierungsgrad unserer Mitarbeiter und ihr Engagement angewiesen. Dem Risiko des Verlusts dieser Mitarbeiter beziehungsweise der mangelnden Rekrutierungsmöglichkeit von geeignetem Nachwuchs begegnen wir mit verschiedenen Maßnahmen. Eine weiterhin geringe Fluktuationsrate belegt die Akzeptanz bei unseren Mitarbeitern. Informationstechnologie (Risikoklasse: niedrig)Durch die softwaregestützte Abbildung der Geschäftsprozesse unterliegen die Unternehmensdaten von Pfeiffer Vacuum einem allgemeinen informationstechnischen Risiko. Hierzu gehören vor allem die Gefahren von Systemausfällen, Datenverlusten, Viren- oder Hackerangriffen, die zu einer Unterbrechung der Geschäftstätigkeit führen können. Die Gefahr von Datenverlusten wird durch die tägliche Sicherung unserer kompletten Unternehmensdaten auf ein Minimum reduziert. Insbesondere unsere Unternehmensdatenbank, mit der Produktion, Materialwirtschaft, Auftragsabwicklung, Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung abgewickelt werden, unterliegt einem hohen Sicherheitsstandard. Alle von unseren Mitarbeitern innerhalb der Serverumgebung erstellten Dateien werden ebenfalls täglich gesichert. Die Aufbewahrung der Datensicherung erfolgt an sicheren, gegen Brand geschützten Orten. Systemausfallzeiten werden durch den Einsatz eines eigenen Supportteams auf ein geringes Maß reduziert. Auch gegen die Gefahr von Computerviren und Hackerangriffen schützt das Unternehmen die Hard- und Software durch regelmäßig aktualisierte Virenscanner und moderne Firewalls. Währungskurse (Risikoklasse: niedrig)Aufgrund der ausgeprägten internationalen Aktivitäten und des damit verbundenen hohen Exportanteils unterliegen wir einem Fremdwährungsrisiko. Hinsichtlich der Steuerung der Fremdwährungsrisiken ist zu unterscheiden: Für die konzerninternen US-Dollar Umsätze führt das Unternehmen ein aktives Währungsmanagement durch. Mit dem Ziel, Kurseinflüsse auf die zukünftigen US-Dollar-Umsätze zu minimieren, werden auch Devisentermingeschäfte und -optionen abgeschlossen. Darüber hinaus ergibt sich in einigen Gesellschaften ein Bewertungsrisiko zum Bilanzstichtag aus den konzerninternen Fremdwährungsforderungen. Sowohl Gewinne und Verluste aus realisierten Devisentermin- und -optionsgeschäften als auch die Bewertungsergebnisse aus den Fremdwährungsforderungen sind in gewissem Umfang steuerbar. Diese schlagen sich in der Gewinn- und Verlustrechnung nieder. Neben den Kursrisiken aus dem US-Dollar bestehen für Pfeiffer Vacuum in geringerem Umfang Währungsrisiken aus der Kursentwicklung des koreanischen Won. Liquiditätslage (Risikoklasse: niedrig)Unabhängig von der konjunkturellen Lage besteht immer ein Risiko in der Zahlungsunfähigkeit eines Kunden (Forderungsausfallrisiko). Liquiditätsrisiken bestehen ganz allgemein darin, den erforderlichen Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht nachkommen zu können. Durch das von Pfeiffer Vacuum seit langem betriebene konsequente Forderungsmanagement und die Überwachung des Zahlungsverhaltens der Kunden werden Bonitätsrisiken und damit Forderungsausfälle minimiert. Darüber hinaus ist die Abhängigkeit von einzelnen Kunden begrenzt. Zum Jahresende 2015 existiert unverändert zu den Vorjahren keine Nettoverschuldung, sodass es weiterhin genügend Reserven gibt, um auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten den Fortbestand des Unternehmens zu gewährleisten. Aus dem operativen Geschäft werden ausreichend liquide Mittel generiert, um weiter aus eigener Kraft zu wachsen. Rechtliche Risiken (Risikoklasse: niedrig)Die internationale Geschäftstätigkeit von Pfeiffer Vacuum führt dazu, dass das Unternehmen verschiedenen rechtlichen Risiken ausgesetzt ist. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Bereiche nationale und internationale Vertragsgestaltung und Besteuerung. Aus diesen Bereichen können sich unmittelbare Auswirkungen auf die Ertrags- oder die Vermögenslage ergeben. Die Minimierung des Risikos aus Liefer- und Leistungsverträgen erfolgt grundsätzlich über die Verwendung von standardisierten Auftrags- und Geschäftsbedingungen. Bei besonderen Verträgen erfolgt die Prüfung des Vertragswerks zunächst unternehmensintern und gegebenenfalls unter Hinzuziehung eines externen Rechtsberaters. Das zur Beurteilung des täglichen Geschäfts erforderliche Fachwissen wird durch unsere qualifizierten Mitarbeiter eingebracht. Bei komplexen Fragestellungen der nationalen und internationalen Besteuerung bedienen wir uns der Hilfe externer Steuerberater. Derzeit bestehen keinerlei Rechtsstreitigkeiten, deren Ausgang sich in nennenswertem Umfang auf die Ertrags- oder Vermögenslage auswirken könnte. ChancenGesamtwirtschaftliche und branchenspezifische ChancenDie weltweite konjunkturelle Entwicklung wird nach wie vor geprägt von der wirtschaftlichen Situation in Asien, allen voran China. Von dieser Entwicklung können wir auch durch die fortgesetzte Ausweitung der Präsenz in dieser Region profitieren. Unsere Position in den USA ist weiterhin gut und auch hier wird eine im Vergleich zu Europa positive konjunkturelle Entwicklung erwartet. Unsere gute Aufstellung hier eröffnet uns die Möglichkeit, auch an diesem Trend partizipieren zu können. Ähnliches gilt für Deutschland, wo derzeit für das Jahr 2016 eine deutliche konjunkturelle Verbesserung erwartet wird. Die bereits mehrfach angesprochene Zyklizität der Halbleiterindustrie stellt Chance und Risiko zugleich dar. TechnologieDurch die langjährige Erfahrung ist Pfeiffer Vacuum sehr erfolgreich darin, marktgerechte und qualitativ hochwertige Produkte zu entwickeln und diese im Markt einzuführen. Basis hierfür ist die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kunden, die uns in die Lage versetzt, die Anforderungen der Kunden zu antizipieren und damit einen Zeitvorteil gegenüber den Mitbewerbern zu erzielen. Mit innovativen Produkten und der stetigen Erweiterung des Produktportfolios bestehen Möglichkeiten, die existierenden Märkte besser zu bedienen, und Chancen, zusätzliches Umsatzvolumen durch den Zugewinn von Marktanteilen zu generieren. Dadurch können wir unseren Kunden ein breiteres Produktspektrum anbieten. VertriebEs war schon immer ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil des Unternehmens, unabhängig von einzelnen Regionen, Produkten oder Märkten zu sein. Daher sehen wir auch weiterhin im Ausbau unseres Vertriebsnetzes eine Chance, um unseren Marktanteil zu erhöhen. Die weltweit agierenden Vertriebsmannschaften sind miteinander vernetzt und es bestehen einheitliche Pfeiffer Vacuum Verkaufsregeln. Hinzu kommen regelmäßige Schulungen für das permanent ergänzte Produktspektrum, sodass der Vertrieb in der Lage ist, die Chancen auf höheren Umsatz bei bestehenden wie auch bei Neukunden zu nutzen. Produktion und LogistikWir haben in den letzten Geschäftsjahren durch die Optimierung der Produktions- und Logistikprozesse die Grundlage geschaffen, unsere Ertragslage weiter zu verbessern. Auch zukünftig sehen wir dadurch eine Chance, unseren Kunden noch schneller qualitativ hochwertige Lösungen bieten zu können. Die Materialflüsse der Fertigung sind konsequent auf moderne Logistikprozesse ausgerichtet. Durch die Reorganisation und die grundlegende Modernisierung der Fertigungen wurden zusätzliche Produktivitätssteigerungen erreicht. Als Lösungsanbieter stellen wir so die Anforderungen unserer Kunden in den Mittelpunkt. Durch die Organisation der Fertigungen richten wir uns nun noch mehr nach den Bedürfnissen unserer Kunden als nach strikten Planungsvorgaben. Darüber hinaus erhöhen hochmoderne Lagersysteme und der standardisierte Produktversand die Effizienz. Wir sind uns sicher, dass das Zusammenspiel dieser Modernisierungsmaßnahmen uns auch zukünftig dabei helfen wird, die Durchlaufzeiten zu reduzieren. Insgesamt bestehen bei Pfeiffer Vacuum drei größere Produktionsstandorte in Aßlar, Göttingen und Annecy. PersonalDie Entwicklung von marktgerechten neuen Produkten, die permanente Verbesserung der bestehenden Produktpalette, die hohe Präzision der Produktionsprozesse, der Vertrieb unserer Produkte in einem technisch extrem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld und die Verwaltung eines international tätigen, börsennotierten Konzerns erfordern einen hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeiterstamm. Wir nutzen daher die Chance, bestehende Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden und gleichzeitig für neue Mitarbeiter ein interessanter Arbeitgeber zu sein. Bei Pfeiffer Vacuum sind seit Jahren attraktive Vergütungskonzepte installiert. Wir sehen uns bestens gerüstet, den Bedarf an qualifizierten Fachkräften und Hochschulabsolventen auch zukünftig decken zu können und Leistungsträger an das Unternehmen zu binden - beides unabdingbare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens. Gesamtaussage zum RisikomanagementsystemWir sind der Auffassung, dass das eingerichtete Risikomanagementsystem geeignet ist, die vorhandenen Risiken zu erkennen, zu analysieren und zu quantifizieren, um diese adäquat zu steuern. Unser Abschlussprüfer hat das Risikomanagementsystem im Rahmen der Jahresabschlussprüfung einer Prüfung unterzogen. Es gab keine Beanstandungen. Obwohl die Anzahl der dargestellten Risiken höher ist als die der identifizierten Chancen, schätzt Pfeiffer Vacuum die Verteilung von Risiken und Chancen als insgesamt ausgewogen ein. Dies gilt insbesondere auch, weil sich der wirtschaftliche Erfolg des Konzerns auf eine Vielzahl von Produkten für verschiedene Branchen stützt. Da sich die verschiedenen Branchen in ihrer Struktur und in ihren Konjunkturzyklen unterscheiden, trägt diese Diversifikation zu einer Risikominderung bei. Weder für das Berichtsjahr noch für die folgenden Jahre sind den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken erkennbar. RatingDie Pfeiffer Vacuum Technology AG unterliegt keinem offiziellen Rating nach Moody's, Standard & Poor's oder ähnlichen Standards. Nachtragsbericht und AusblickNachtragsberichtWesentliche Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfeldes haben sich seit Beginn des Geschäftsjahres 2016 nicht ergeben. AusblickAllgemeine wirtschaftliche EntwicklungFür 2016 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein moderates weltwirtschaftliches Wachstum von 3,4 %. Die entsprechende Zahl für 2015 hat 3,8 % betragen. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer in Summe wird - trotz der weiteren Wachstumsverlangsamung in China - ein leicht höheres Wachstum vorhergesagt. Die Hoffnungen ruhen hier auf Indien, Südostasien (ASEAN) und Afrika. Russland und Brasilien dürften auch 2016 nicht aus ihren Rezessionen herauskommen. Allerdings wird für Russland eine deutlich kleinere Minusrate als im Vorjahr prognostiziert. Für Brasiliens Wirtschaft wird nur eine marginale Besserung erwartet. In den Industrieländern dürfte sich das moderate Wachstum leicht beschleunigt fortsetzen. Möglich werden soll dies durch eine leichte Belebung in Japan, der Eurozone und Kanada. Sowohl die USA als auch das Vereinigte Königreich sollen ihr solides Wachstumstempo von 2015 beibehalten können. Für 2016 rechnet der Sachverständigenrat für Deutschland mit einer Zuwachsrate des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 1,6 %. Weiterhin wird mit einem starken privaten Konsum gerechnet, der zum Anstieg des Bruttoinlandsprodukts beiträgt. Die Beschäftigung dürfte in 2016 voraussichtlich um 300.000 Personen ansteigen. Die Erwartung an die Entwicklung der Bruttoanlageinvestitionen fällt mit 2,7 % eher niedrig aus. Insgesamt ist davon auszugehen, dass sich die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen unserer Geschäftssegmente regional unterschiedlich entwickeln. MaschinenbauDie VDMA-Volkswirte rechnen für 2016 damit, dass das Produktionsniveau des Vorjahres trotz negativer Einflüsse seitens der weltweiten Nachfrage gehalten werden kann. Der Verfall vieler Rohstoffpreise regt zwar die Konjunktur in den Verbraucherländern an. Doch sind die Preise inzwischen so stark gefallen, dass dies einigen Förderländern inzwischen Probleme bereitet und sie ihre Investitionen daher herunterfahren. Die starke Abwertung des Euro hat in der Eurozone zunächst zwar ebenfalls wie ein Konjunkturpaket gewirkt. Allmählich haben sich aber die Warenströme an die veränderten Wechselkursverhältnisse angepasst. Eine Kehrseite dieser Entwicklung wird sichtbar: Das verarbeitende Gewerbe in den USA leidet unter dem hohen Dollarkurs. Das gilt nicht nur für deren Exporte, sondern auch für den Absatz auf dem amerikanischen Markt. Das trübt die Investitionsfreude der lokalen Industrie. Von den weiterhin niedrigen Zinsen erhofft sich der VDMA keine nennenswerten weiteren expansiven Effekte für die Investitionen. Geopolitische Unruhen und Krisenherde sowie das Fehlen eines klaren Wachstumstrends sorgen für eine vorsichtige Haltung vieler potenzieller Investoren weltweit. In einer ganzen Reihe bedeutender Entwicklungs- und Schwellenländer, die in den vergangenen Jahren für ein hohes Exportwachstum im deutschen Maschinen- und Anlagenbau gesorgt haben, wird das Wachstum vermutlich leicht zurückgehen. Hier ist sogar teilweise mit Minusraten zu rechnen. Für die BRIC-Staaten sieht der VDMA beispielweise nur noch für Indien zunehmende Maschinenimporte aus Deutschland. Der OECD-Frühindikator gilt als verlässlicher Indikator für den Maschinenbau in der EU und zeichnet demgegenüber ein optimistischeres Bild. Mit einem Vorlauf von rund sechs Monaten vermag er, die zukünftige Entwicklung der Maschinenproduktion anzuzeigen. Aktuell signalisiert er positive Entwicklungen, da er Ende 2015 für die Eurozone durchschnittlich bei Werten um 100,6 (Vorjahr: 100,5) lag und somit eine leichte Expansion signalisierte. Dieser positive Trend sollte sich im Laufe des ersten Halbjahres 2016 verstärkt förderlich auf die EU-Maschinenproduktion auswirken. Im Jahr 2015 lag der Auftragseingang im Bereich "Kompressoren und Vakuumpumpen" 1,0 % über dem Vorjahresniveau. Zum Vergleich: Für den Maschinenbau insgesamt lagen Auftragseingang und Umsatz lediglich leicht über dem Niveau des Vorjahres. Für 2016 geht der Verband von einer branchenweiten Umsatzstagnation aus. UmsatzentwicklungBisher gibt es kunden- und industriespezifische Anzeichen für ein weiterhin starkes Niveau im Jahr 2016.Die Auftragsreichweite beträgt unverändert etwa zwei Monate. Deshalb sollten aus dem Auftragseingang zum Jahresende 2015 keine Rückschlüsse auf den zu erwartenden Gesamtjahresumsatz gezogen werden. Aus den zuvor genannten Gründen und auch angesichts der skizzierten makroökonomischen Prognosen - sowohl der Weltkonjunktur als auch der Maschinenbaubranche - wird bei Pfeiffer Vacuum 2016 mit einem deutlichen Umsatzanstieg gerechnet. ErgebnisentwicklungDie Ergebnisentwicklung im laufenden Geschäftsjahr wird nach wie vor von der Umsatzerwartung für das Jahr 2016 getragen. Fortgesetzte operative Optimierungsmaßnahmen und die aus der erwarteten Umsatzverbesserung resultierenden Skalenerträge sollten folglich auch zu einer deutlichen Verbesserung der Gewinnsituation im Jahr 2016 beitragen. DividendePfeiffer Vacuum ist bekanntermaßen ein dividendenstarker Titel am deutschen Aktienmarkt. Dieser Philosophie möchte das Unternehmen treu bleiben. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung daher vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 3,20 € je Aktie (Vorjahr: 2,65 € je Aktie) auszuschütten. Mit einem Ausschüttungsvolumen von rund 31,6 Mio. € würden damit rund 75 % des Konzerngewinns an die Anteilseigner ausgezahlt. Ausschüttungsquote, Dividende je Aktie und Dividendenrenditescroll
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(vorgeschlagene) Ausschüttung im Verhältnis
zum Konzernergebnis nach Steuern des jeweiligen Jahres Die Aussagen im Prognosebericht wurden auf der Basis von Annahmen über die zukünftige gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung getroffen. Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen im Nachhinein als unzutreffend erweisen. Wir haben unsere Position als hochprofitables Unternehmen im Jahr 2015 weiter verbessert. Gleichwohl sind wir aufgrund der im Jahr 2015 initiierten Projekte und der diesbezüglich erreichten Erfolge zuversichtlich, sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis weiter wachsen zu können. Unsere gut ausgebildeten, motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hierfür eine hervorragende und unabdingbare Voraussetzung.
Aßlar, den 29. Februar 2016 Pfeiffer Vacuum Technology AG Der Vorstand Manfred Bender Dr. Matthias Wiemer I. Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva scroll
II. Gewinn- und Verlustrechnung für 2015scroll
III. Anhang für das Geschäftsjahr 2015Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben, die in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung beziehungsweise wahlweise im Anhang zu erfolgen haben, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. 1. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1.1 AnlagevermögenDas Sachanlagevermögen und erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Die Finanzanlagen in Form von Anteilsrechten sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden im Anlagevermögen bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen vorgenommen und im Finanzanlagevermögen gegebenenfalls auch bei vorübergehenden Wertminderungen. Bei Wegfall des Wertminderungsgrundes erfolgen entsprechende Zuschreibungen. 1.2 UmlaufvermögenForderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu ihren Nennwerten oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. In den flüssigen Mitteln sind Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten enthalten. Sie sind zum Nennwert angesetzt. 1.3 Aktive latente SteuernAktive latente Steuern resultieren aus temporären und quasi-permanenten Bewertungsunterschieden zwischen der handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bewertung der Pensionen, des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögensgegenstände. Die Berechnung erfolgt grundsätzlich unter Verwendung eines Steuersatzes von 28,8 %, die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt jedoch in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechtes. 1.4 Rückstellungen und VerbindlichkeitenDie Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und werden jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist (einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Dem Ansatz der Pensionsverpflichtungen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde. Die Bewertung erfolgt nach der projizierten Einmalbetragsmethode (Projected Unit Credit-Methode) unter Berücksichtigung erwarteter zukünftiger Gehalts- und Rentensteigerungen sowie Fluktuationsraten. Die Diskontierung erfolgt nach Maßgabe des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren und unter Verwendung der im Jahr 2005 veröffentlichten "Richttafeln 2005 G" von Prof. Heubeck. Auf Grund der handelsrechtlichen Saldierungspflicht mit dem zu Marktwerten bewerteten Deckungsvermögen (Vermögensgegenstände im Pfeiffer Vacuum Trust e.V., die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen) wird in der Bilanz lediglich die Nettopensionsverpflichtung ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt ein saldierter Ausweis der Erträge aus dem Deckungsvermögen und den Aufwendungen aus der veränderten Abzinsung der Pensionsverpflichtung. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 1.5 WährungsumrechnungAuf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 2. Bilanzerläuterungen2.1 Aktiva2.1.1 AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in Anlage 1 des Anhangs dargestellt. 2.1.2 Anteile an verbundenen UnternehmenDie unmittelbaren und mittelbaren Anteile an verbundenen Unternehmen sind in Anlage 2 des Anhangs dargestellt. Im Berichtsjahr ist die Pfeiffer Vacuum Brasil Ltda., Brasilien, nach erfolgter Liquidation als unmittelbare und mittelbare Beteiligung abgegangen. Darüber hinaus wurde im Berichtszeitraum die adixen Manufacturing Korea Co. Ltd., Südkorea, auf die adixen Vacuum Technology Korea Co. Ltd., Südkorea, verschmolzen. 2.1.3 Ausleihungen an verbundene UnternehmenDie zum 31. Dezember 2015 bilanzierten Ausleihungen (T€ 20.736) bestehen gegen verschiedene Gesellschaften aus dem adixen-Geschäftsbereich und der Trinos Vakuum-Systeme GmbH und haben sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 23.966) als Folge von Rückzahlungen deutlich verringert. Die Ausleihungen werden marktüblich verzinst. 2.1.4 Sondervermögen Pension TrustNach dem Inkrafttreten des BilMoG erfolgt ein saldierter Ausweis der Vermögensgegenstände im Pfeiffer Vacuum Trust e.V. mit den Pensionsverpflichtungen der Gesellschaft, da diese Vermögensgegenstände als Deckungsvermögen zu klassifizieren sind. Im Berichtsjahr wird dementsprechend nur noch eine Nettopensionsverpflichtung ausgewiesen. 2.1.5 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeZum Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 34.515 (Vorjahr: T€ 30.920). Dieser Betrag beinhaltet im Wesentlichen Forderungen aus Gewinnabführung gegen die Pfeiffer Vacuum GmbH und Forderungen aufgrund Weiterbelastung der Gewerbesteuer ebenfalls an die Pfeiffer Vacuum GmbH. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen Finanzbehörden aus Rückerstattungsansprüchen aus Ertragsteuern (T€ 2.284; Vorjahr: T€ 5.256) sowie Kaufpreisminderungsansprüche gegen den Veräußerer des adixen-Geschäftsbereichs. Es bestehen Beträge in Höhe von T€ 130 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: T€ 254). 2.2 Passiva2.2.1 Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital der Pfeiffer Vacuum Technology AG beträgt zum 31. Dezember 2015 unverändert T€ 25.261. Die Aktien lauten auf den Inhaber und sind eingeteilt in 9.867.659 Stückaktien. Der auf die einzelnen Aktien entfallende rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt € 2,56. 2.2.2 Eigene AktienAuf der Hauptversammlung am 21. Mai 2015 haben die Aktionäre den Vorstand zum Rückkauf eigener Aktien entsprechend § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt. Diese Ermächtigung erstreckt sich auf einen Rückkauf eines anteiligen Betrags vom Grundkapital von bis zu € 2.526.120,70 (986.766 Aktien entsprechend 10 % des Grundkapitals im Zeitpunkt der Beschlussfassung), bedarf zur Ausübung der Zustimmung des Aufsichtsrats und ist gültig bis zum 20. Mai 2020. 2.2.3 Genehmigtes KapitalMit Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2011 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt € 12.630.603,24, das sind rund 50 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals, zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Bei Aktienausgaben gegen Sacheinlagen wird der Vorstand ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu einem Betrag von € 2.526.120,70, das entspricht 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals, auszuschließen. Wird das Grundkapital gegen Bareinlagen erhöht, ist den Aktionären ein Bezugsrecht zu gewähren. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Der Vorstand ist auch ermächtigt das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, um bis zu einem anteiligen Betrag von € 500.000,00 neue Aktien an Mitarbeiter der Gesellschaft und der mit ihr verbundenen Unternehmen auszugeben. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. 2.2.4 Bedingtes KapitalGemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Mai 2014 ist der Vorstand ermächtigt, Teilschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten, Genussrechten und Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) im Gesamtnennbetrag von bis zu € 200.000.000,00 zu begeben und den Inhabern Wandlungsrechte auf bis zu 2.466.914 Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu € 6.315.299,84 zu gewähren. Diese Ermächtigung gilt bis zum 21. Mai 2019 und bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats. 2.2.5 KapitalrücklageDie Kapitalrücklage in Höhe von T€ 99.677 zum 31. Dezember 2015 hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. 2.2.6 BilanzgewinnVom Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von T€ 93.676 wurden gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2015 insgesamt T€ 26.149 ausgeschüttet. Der Restbetrag von T€ 67.527 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses in Höhe von T€ 38.812 ergibt sich somit ein Bilanzgewinn in Höhe von T€ 106.339. 2.2.7 Rückstellungen für PensionenNach der durch BilMoG ab dem Jahr 2010 zwingend erforderlichen Saldierung der Pensionsverpflichtungen mit dem zugehörigen Deckungsvermögen werden zum 31. Dezember 2015 Nettopensionsverpflichtungen von T€ 1.720 (Vorjahr: T€ 1.389) ausgewiesen. Diese Position setzt sich aus dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen von T€ 9.368 und dem Marktwert des Deckungsvermögens von T€ 7.648 zusammen (Vorjahr: T€ 8.614 beziehungsweise T€ 7.225). Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen T€ 7.673 (Vorjahr: T€ 7.246). Seit dem Jahr 2015 werden in den Rückstellungen für Pensionen neben den einzelvertraglichen Zusagen an die Vorstandsmitglieder auch Verpflichtungen aus Versorgungszusagen an Mitarbeiter der Gesellschaft ausgewiesen. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2015 wurden ein Rechnungszinsfuß von 3,89 % (Vorjahr: 4,53 %), eine Gehaltsdynamik von unverändert 3,00 %, ein Rententrend von unverändert 2,00 % und eine Fluktuationsrate von unverändert 2,00 % berücksichtigt. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgte auf Basis festgestellter Börsen- oder Marktpreise zum Jahresende. 2.2.8 Sonstige RückstellungenVon den sonstigen Rückstellungen entfallen T€ 1.331 auf Personalangelegenheiten (Vorjahr: T€ 1.050), T€ 175 auf Jahresabschlusskosten (Vorjahr: T€ 210) und T€ 355 auf fehlende Eingangsrechnungen (Vorjahr: T€ 83). 2.2.9 VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und die Besicherungen sind in Anlage 3 des Anhangs dargestellt. 2.3 Sonstige Angaben zur Bilanz2.3.1 Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGBDie Pfeiffer Vacuum Technology AG haftet für Avalkredite diverser Tochtergesellschaften in Höhe von T€ 1.437 (Vorjahr: T€ 1.867). Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Avalkrediten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tochtergesellschaften als gering eingeschätzt. 2.3.2 Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 135 (Vorjahr: T€ 135). 3. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Darstellung der Ergebnisrechnung erfolgt unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde den Besonderheiten der Gesellschaft angepasst, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen. 3.1 Erträge aus ErgebnisabführungsvertragDie Erträge aus Ergebnisabführungsvertrag betreffen ausschließlich die Pfeiffer Vacuum GmbH, Aßlar. 3.2 Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen die Mieterträge (T€ 2.105; Vorjahr: T€ 2.105) und Weiterbelastungen von Kosten (T€ 1.322; Vorjahr: T€ 1.243) an die Pfeiffer Vacuum GmbH enthalten. Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind t€ 27 (Vorjahr: T€ 82) anderen Geschäftsjahren zuzurechnen. Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen T€ 10 auf Währungsumrechnungsgewinne (Vorjahr: T€ 3). 3.3 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten (T€ 1.565; Vorjahr: T€ 128), Dienstleistungskosten durch Dritte (T€ 628; Vorjahr: T€ 915), Bankspesen (T€ 568; Vorjahr: T€ 6), Leistungen für Abschlussprüfung (T€ 440; Vorjahr: T€ 477), Aufsichtsratsvergütung (T€ 225; Vorjahr: T€ 225), Reiseaufwendungen (T€ 117; Vorjahr T€ 184), Beitragszahlungen (T€ 75; Vorjahr: T€ 114) und Fremdinstandhaltungskosten durch Dritte (T€ 43; Vorjahr: T€ 207). Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen T€ 2 auf Währungsumrechnungsverluste (Vorjahr: T€ 2). 3.4 Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeUnter dem Posten Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sind Erträge aus Abzinsung in Höhe von T€ 16 (Vorjahr: T€ 21) enthalten. Die im Vorjahr unter diesem Posten ausgewiesenen Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens werden im Berichtsjahr gesondert unter dem Posten Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens aufgeführt. Der Vorjahreswert wurde aus Gründen der Vergleichbarkeit entsprechend umgegliedert. 3.5 Zinsen und ähnliche AufwendungenEntsprechend den gesetzlichen Vorgaben erfolgte in der Gewinn- und Verlustrechnung eine Saldierung der Aufwendungen aus Abzinsungen mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen. Bei Aufwendungen aus Abzinsungen in Höhe von T€ 383 (Vorjahr: T€ 381) und Erträgen aus dem Deckungsvermögen von T€ 151 (Vorjahr: T€ 459) sind per Saldo T€ 232 in den Zinsaufwendungen enthalten (Vorjahr: T€ 78 in den Zinsen und ähnlichen Erträgen). 3.6 Steuern vom Einkommen und vom ErtragZusammensetzung des Steueraufwands (in T€)scroll
An die Pfeiffer Vacuum GmbH wurden davon T€ 5.800 weiterbelastet (Vorjahr: T€ 4.450). Im Steueraufwand enthalten sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 34 als Folge von Steuernachzahlungen für Vorjahre (Vorjahr: T€ 200 periodenfremde Erträge als Folge von Steuerrückerstattungen für Vorjahre). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. 4. Sonstige Angaben4.1 VorstandDem Vorstand der Gesellschaft gehörten zum 31. Dezember 2015 folgende Herren an: Manfred Bender (Vorsitzender), Diplom-Betriebswirt Dr. Matthias Wiemer, Diplom-Ingenieur Die Zusammensetzung der Vorstandsressorts wird im Corporate Governance Bericht als Bestandteil des Lageberichts erläutert. Die Bezüge der zuvor genannten aktiven Vorstandsmitglieder beliefen sich auf T€ 1.630 (Vorjahr: T€ 1.361). Die für das Geschäftsjahr 2014 im Jahr 2015 gezahlte kurzfristige variable Vergütung belief sich auf T€ 638; dieser Betrag ist im Jahr 2015 ergebnisneutral zu Lasten einer im Vorjahr gebildeten Rückstellung abgeflossen. Von den Gesamtbezügen, den zusätzlichen Pensionsaufwendungen sowie den Reisekosten wurden in 2015 unverändert insgesamt T€ 1.200 an Tochterunternehmen weiterbelastet. Für Mitglieder des Vorstands ist eine Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 4.106 (Vorjahr: T€ 3.358) gebildet. Die Vergütung des Vorstands wird detailliert im Lagebericht erläutert. Die laufenden Pensionszahlungen an ehemalige Vorstandsmitglieder im Jahr 2015 belaufen sich erneut auf T€ 345. Die für diesen Personenkreis gebildete Rückstellung beläuft sich nach T€ 5.256 Ende 2014 auf T€ 5.203 zum 31. Dezember 2015 (vor Saldierung mit dem Deckungsvermögen). Die Mitglieder des Vorstands gehören den Kontrollgremien diverser Konzerngesellschaften an. Darüber hinaus gehörte Herr Manfred Bender während des Jahres 2015 dem Aufsichtsrat der Volksbank Heuchelheim eG, Heuchelheim, Deutschland, an und wurde im Dezember 2015 in den Aufsichtsrat der Schunk GmbH, Heuchelheim, gewählt (Beginn der Amtszeit im März 2016). Mit Wirkung vom 3. November 2014 hat der Aufsichtsrat Frau Nathalie Benedikt als Vorstand abberufen. Im Jahr 2015 wurden dementsprechend keine weiteren Bezüge erfasst. Die angefallene fixe Vergütung im Jahr 2014 betrug T€ 198 (einschließlich T€ 15 Sachbezüge). Die für das Geschäftsjahr 2013 im Jahr 2014 gezahlte kurzfristige variable Vergütung belief sich auf T€ 171; dieser Betrag ist im Jahr 2014 ergebnisneutral zu Lasten einer im Vorjahr gebildeten Rückstellung abgeflossen. Im Zusammenhang mit der Beendigung der Tätigkeit wurden keinerlei besondere Leistungen gewährt oder Zusagen erteilt. 4.2 AufsichtsratEntsprechend §§ 96 Abs. 1, 101 Abs. 1 AktG, § 4 Drittelbeteiligungsgesetz 2004 und § 9 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht der Aufsichtsrat aus vier von den Anteilseignern und zwei von der Belegschaft gewählten Mitgliedern. Der Aufsichtsrat bestand im Jahr 2015 unverändert aus folgenden Personen:
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Berichtszeitraum Bezüge in Höhe von unverändert T€ 225. Die Vergütung des Aufsichtsrats wird detailliert im Lagebericht erläutert. Dr. Michael Oltmanns übte im Berichtsjahr folgende weitere Aufsichtsratsmandate aus:
Götz Timmerbeil übte im Berichtsjahr folgende weitere Aufsichtsratsmandate aus:
Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats gehören nur dem Aufsichtsrat der Pfeiffer Vacuum Technology AG, Aßlar, an. 4.3 MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2015 beschäftigte die Gesellschaft durchschnitt lich drei Mitarbeiter (Vorjahr: ein Mitarbeiter). 4.4 GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von T€ 106.339 eine Dividende in Höhe von T€ 31.577 auszuschütten und den restlichen Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Dies entspricht einer Ausschüttung von € 3,20 je Stückaktie. 4.5 KonzernabschlussDie Pfeiffer Vacuum Technology AG stellt einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen nach International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, auf. Die Gesellschaften, die in Anlage 2 des Anhangs dargestellt werden, sind in diesen Abschluss einbezogen. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. 4.6 Ergebnisabführungsvertrag zwischen Pfeiffer Vacuum Technology AG und Pfeiffer Vacuum GmbHIm August 2002 hat die Pfeiffer Vacuum Technology AG einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Pfeiffer Vacuum GmbH (als Organgesellschaft) geschlossen. Die Pfeiffer Vacuum Technology AG hat im Jahresabschluss 2015 eine Gewinnübernahme von der Pfeiffer Vacuum GmbH in Höhe von T€ 48.768 in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Erträgen aus Ergebnisabführungsvertrag ausgewiesen (Vorjahr: T€ 32.835). 4.7 Angaben zum AktienbesitzDie relevanten Angaben zum Aktienbesitz sind in Anlage 4 des Anhangs dargestellt. 4.8 Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate Governance KodexNach § 161 Aktiengesetz haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechungserklärung für das Jahr 2015 im November 2015 abgegeben und den Aktionären auf ihrer Internetseite www.pfeiffer-vacuum.de und im Geschäftsbericht dauerhaft zugänglich gemacht. Die Erklärung entspricht bis auf eine Abweichung den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex. 4.9 Honorar für den AbschlussprüferDas im Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB wird im Anhang zum Konzernabschluss der Pfeiffer Vacuum Technology AG ausgewiesen.
Aßlar, den 29. Februar 2016 Pfeiffer Vacuum Technology AG Der Vorstand Manfred Bender Dr. Matthias Wiemer Anlagevermögenscroll
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B eteiligungenUnmittelbare Beteiligungscroll
Werte basieren auf International Financial Reporting Standards (IFRS)
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Nicht in den Konzernabschluss einbezogen Mittelbare Beteiligungscroll
Werte basieren auf International Financial Reporting Standards (IFRS)
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Im Januar 2016 umbenannt in Pfeiffer Vacuum
Romania S.r.l. Verbindlichkeitenspiegel in T€scroll
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Veröffentlichungen nach § 26 (1) WpHGscroll
Veröffentlichungen nach § 26 (1) WpHGscroll
1: Inhalt der Veröffentlichung1. Angaben zum EmittentenPfeiffer Vacuum Technology AG Berliner Str. 43 35614 Asslar Deutschland 2. Grund der Mittelungscroll
3. Angaben zum Mitteilungspflichtigenscroll
4. Namen der Aktionäremit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3. Norges Bank 5. Datum der Schwellenberührung20.01.2016 6. Gesamtstimmrechtrechtsanteilescroll
7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständena. Stimmrechte §§ 21,22 WpHG)scroll
b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr.1 WpHGscroll
b.2. Instrumente i.S.d.§ 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHGscroll
8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigenscroll
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9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG) scroll
Veröffentlichungen nach § 26 (1) WpHGscroll
Im Umlauf befindliche Aktien per 31. Dezember 2015: 9.867.659 VII. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Pfeiffer Vacuum Technology AG, Aßlar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Eschborn/Frankfurt am Main, 29. Februar 2016 Ernst & Young GmbH Bösser, Wirtschaftsprüfer Hillebrand, Wirtschaftsprüfer VIII. Versicherung der gesetzlichen Vertreter 2015Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Asslar, den 29. Februar 2016 Der Vorstand Manfred Bender Dr. Matthias Wiemer Dr. Michael Oltmanns, Aufsichtsratsvorsitzender V. Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns 2015Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn von Euro 106.339.332,50 wie folgt zu verwenden: scroll
Die Dividende ist am 25. Mai 2016 zahlbar. Der Gewinnvorschlag berücksichtigt, dass die Gesellschaft derzeit keine eigenen Aktien hält, die gemäß § 71 b AktG nicht dividendenberechtigt wären. Bis zur Hauptversammlung kann sich durch den Erwerb eigener Aktien die Zahl der dividendenberechtigten Aktien vermindern. In diesem Fall wird bei unveränderter Ausschüttung von 3,20 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Beschlussvorschlag über die Gewinnverwendung unterbreitet werden. VI. Bericht des Aufsichtsrats 2015Sehr geehrte Aktionäre, das Geschäftsjahr 2015 war im mitteleuropäischen und amerikanischen Raum geprägt von einer robusten Wirtschaft, in anderen Teilen der Welt, insbesondere in China, von der Sorge um wirtschaftliche Abkühlung. In dieser Gemengelage konnte Pfeiffer Vacuum nach einem schwachen Vorjahr wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren. Diese positive Entwicklung konnte erfreulicherweise in allen Marktsegmenten beobachtet werden. Ungeachtet dessen wurde das alle Bereiche des Unternehmens umfassende Optimierungsprogramm "GaP (Growth and Profitability) 2017" konsequent vorangetrieben. Zudem führte der unerwartet starke Auftragseingang bei bestimmten Turbopumpen zu Produktionsengpässen, die Kapazitätsausweitungen erforderlich machten. Das Gesamtergebnis des Pfeiffer Vacuum Konzerns im Geschäftsjahr 2015 kann sich sehen lassen. Gleichwohl ist der Aufsichtsrat überzeugt, dass durch die konsequente Umsetzung des Optimierungsprogramms GaP 2017 weitere Verbesserungen möglich sind. Während des Geschäftsjahrs 2015 hat sich der Aufsichtsrat in neun Sitzungen über die aktuelle Lage der Gesellschaft und des Konzerns informiert und diese mit dem Vorstand eingehend erörtert. Diese Aufsichtsratssitzungen fanden am 18. Februar, 16. März, 4. Mai, 21. Mai, 3. August, 5. Oktober, 13. Oktober, 2. November und 9. November jeweils in Asslar statt. Neben den Informationen aus den Aufsichtsratssitzungen erhielten alle Aufsichtsratsmitglieder detaillierte Monats- und Quartalsberichte zur Lage der Gesellschaft und der Vorsitzende des Aufsichtsrats zusätzlich die Protokolle aller Vorstandssitzungen. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen hat sich der Vorsitzende in Gesprächen mit dem Vorstand ständig über die wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Der Aufsichtsrat war bei allen Sitzungen vollzählig. Der Aufsichtsrat hat einen Vorstandsausschuss, einen Verwaltungsausschuss, einen Nominierungsausschuss und einen Prüfungsausschuss. Der Vorstandsausschuss tagte am 16. März und 1. November. Sitzungen des Prüfungsausschusses fanden am 16. März und 2. November statt. Der Prüfungsausschuss stand zudem in regelmäßigem Kontakt mit dem Abschlussprüfer und hat mit diesem den Ablauf der Prüfung, die Prüfungsschwerpunkte sowie besondere Fragen der Prüfung besprochen und entschieden. Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen waren neben dem allgemeinen Geschäftsgang und der strategischen Ausrichtung des Unternehmens vor allem die Maßnahmen zur Profitabilitäts- und Effizienzsteigerung des Gesamtunternehmens im Rahmen des Projektes GaP 2017. Schwerpunkte waren ferner die Optimierung und Kapazitätsausweitung im Bereich Fertigung, die IT-Infrastruktur der Pfeiffer Vacuum Gruppe, die neue, marktsegmentorientierte Organisationsstruktur der Gruppe sowie die Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil in Vorstand und Aufsichtsrat. Weitere Schwerpunkte waren schließlich die mögliche, aber nicht umgesetzte Akquisition eines Unternehmens sowie die Stimmrechtsmitteilungen durch die Busch Gruppe aus Maulburg. Der Aufsichtsrat hat alle ihm nach Gesetz, Satzung und Deutschem Corporate Governance Kodex zugewiesenen Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung der Gesellschaft sorgfältig und uneingeschränkt überwacht. Die durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich von 1998 (KonTraG) vorgegebenen Anforderungen an ein Risikomanagement sind gemeinsam mit dem Vorstand ausführlich besprochen worden. Der Aufsichtsrat hat sich wiederholt davon überzeugt, dass die versicherbaren Risiken ausreichend versichert sind und dass die betrieblichen, finanziellen und vertraglichen Risiken durch organisatorische Abläufe und Genehmigungsverfahren kontrolliert sind. Es existiert ein detailliertes Berichtswesen für die Gesellschaft und den Konzern, das einer kontinuierlichen Pflege und Weiterentwicklung unterworfen ist. In den operativen Einheiten sind alle Mitarbeiter gegenüber potenziellen Risiken sensibilisiert und zu entsprechender Berichterstattung angehalten. Dem Prüfungsausschuss ebenso wie dem Gesamtaufsichtsrat wurden die aktuellen Fragestellungen des Risikomanagements erläutert. Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde im Aufsichtsrat eingehend erörtert. Vorstand und Aufsichtsrat erkennen den Deutschen Corporate Governance Kodex - mit einer Ausnahme - als für das Unternehmen und die Unternehmensführung verbindlich an. Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG konnte rechtzeitig vor Geschäftsjahresende von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben werden. Im Zusammenhang mit einer guten Corporate Governance hat sich der Aufsichtsrat auch detailliert mit seiner eigenen Effizienz beschäftigt und sie mit einem insgesamt positiven Ergebnis überprüft. In den Aufsichtsratssitzungen sowie in Einzelgesprächen haben Aufsichtsrat und Vorstand auch die strategische Ausrichtung und Planung des Unternehmens eingehend beraten. Der Aufsichtsrat hat sodann das Budget für das Geschäftsjahr 2016 mit dem Vorstand diskutiert und verabschiedet. Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2015 wurde die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn, beauftragt, den Jahresabschluss und den nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellten Konzernabschluss der Gesellschaft sowie, soweit gesetzlich vorgeschrieben, der Tochtergesellschaften zu prüfen. Gemäß § 315 a HGB wurde auf einen Konzernabschluss nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuches verzichtet. Der Prüfungsausschuss hat mit dem Abschlussprüfer u. a. folgende Prüfungsschwerpunkte festgelegt:
Der vom Vorstand erstellte Jahresabschluss nebst Lagebericht sowie der Konzernabschluss nach IFRS nebst Konzernlagebericht, jeweils für das Geschäftsjahr 2015, sind vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Jahresabschlüsse, die Lageberichte sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vorgelegen. Sie wurden in der Bilanzsitzung des Prüfungsausschusses sowie in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 14. März 2016 ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer hat an beiden Sitzungen teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung, insbesondere zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem, berichtet sowie für ergänzende Fragen des Aufsichtsrats zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat hat dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers nach eingehender eigener Prüfung zugestimmt. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Konzernabschluss erhoben. Er hat Jahresabschluss und Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand dessen Vorschlag zur Ausschüttung einer Dividende eingehend diskutiert und sich sodann dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen. Der Aufsichtsrat möchte dem Vorstand, dem Betriebsrat und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihren Einsatz im Geschäftsjahr 2015 herzlich danken.
Asslar, den 14. März 2016
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