Pfeiffer Vacuum Technology AGAßlarQuartalsfinanzbericht zum 31.03.2021Inhaltsverzeichnis Die wichtigsten Kennzahlen Unternehmensprofil Die Aktie Zwischenlagebericht des Pfeiffer Vacuum Konzerns Zwischenabschluss des Pfeiffer Vacuum Konzerns Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-Eigenkapitalentwicklung Konzern-Cash-Flow-Rechnung Anhang zum Konzernzwischenabschluss Weitere Informationen Die wichtigsten Kennzahlen scrollen
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Der vorliegende Quartalsfinanzbericht wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die Ermittlung aller Prozentwerte erfolgte auf der Basis von T€-Zahlen. Der Quartalsfinanzbericht zum 31. März 2021 ist nicht von einem Wirtschaftsprüfer geprüft und wurde auch keiner prüferischen Durchsicht unterzogen. Unternehmensprofil Pfeiffer Vacuum - ein Name, der für innovative Lösungen, hoch technologische und zuverlässige Produkte sowie einen erstklassigen Service steht. Seit über 130 Jahren setzen wir damit Maßstäbe in der Vakuumtechnik. Ein besonderer Meilenstein war die Erfindung der Turbopumpe vor mehr als 50 Jahren in unserem Hause. Nach wie vor sind wir dank unseres Know-hows Technologie- und Weltmarktführer auf diesem Gebiet. Dies spiegelt sich nicht zuletzt in der soliden Ertragsstärke wider. Unser umfassendes Leistungs- und Lieferprogramm reicht von Vakuumpumpen über Mess- und Analysegeräte bis hin zu komplexen Vakuumsystemen. Dabei spielt die Qualität immer die entscheidende Rolle: Produkte von Pfeiffer Vacuum werden durch enge Kooperation mit Kunden aus unterschiedlichen Branchen, kontinuierliche Entwicklungsarbeit und viel Engagement unserer Mitarbeiter permanent optimiert. Das wird auch in Zukunft so sein! Pfeiffer Vacuum scrollen
Mehr Informationen unter group.pfeiffer-vacuum.com/de/. Die Aktie Die Aktien der Pfeiffer Vacuum Technology AG werden seit dem 15. April 1998 an der Deutschen Börse in Frankfurt gehandelt. Pfeiffer Vacuum erfüllt die hohen Transparenzanforderungen des Prime Standard und ist seit Beginn ununterbrochen im TecDAX, dem Index der 30 wichtigsten Technologiewerte der Frankfurter Wertpapierbörse. Stammdaten der Pfeiffer Vacuum Aktie scrollen
Im ersten Quartal 2021 entwickelte sich die Pfeiffer Vacuum Aktie etwas schwächer als der TecDAX. Ein Eröffnungskurs am 4. Januar 2021 von 158,80 € und ein Schlusskurs am 31. März 2021 von 155,00 € bedeuten einen Rückgang um 2,4 %. Der Höchstkurs im 1. Quartal 2021 lag bei 192,80 € und wurde am 14. Januar 2021 erreicht. Am 30. März 2021 lag der Kurs bei 151,40 € und markierte damit den niedrigsten Kurs in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres. Im gleichen Zeitraum stieg der TecDAX, ausgehend von 3.229 Punkten am 4. Januar 2021 und mit 3.395 Punkten am 31. März 2021, um 5,1% an. Pfeiffer Vacuum hat auch im Jahr 2020 zum wiederholten Mal eine Dividende an die Anteilseigner ausgeschüttet (1,25 € je Aktie für 2019). Für das Geschäftsjahr 2020 werden Vorstand und Aufsichtsrat der kommenden Hauptversammlung am 12. Mai 2021 eine Dividende von 1,60 € je Aktie vorschlagen. Dies würde eine Ausschüttungsquote von 50,0 % des Konzernergebnisses bedeuten. Unverändert im Vergleich zum 31. Dezember 2020 beträgt der Streubesitz (Freefloat) zum 31. März 2021 nach unserem Kenntnisstand 37,04 %. Zwischenlagebericht des Pfeiffer Vacuum Konzerns Mit Umsatzerlösen von 191,7 Mio. € im ersten Quartal 2021 erreichte das Unternehmen einen Rekordwert in der Unternehmensgeschichte und übertraf damit das Umsatzvolumen der vergleichbaren Vorjahresperiode in Höhe von 153,3 Mio. € deutlich. Dies ist - im Vergleich zu anderen Zweigen des Maschinenbaus - ein hervorragendes Ergebnis und wurde vor allem durch Umsätze mit unseren Kunden in der Halbleiterindustrie ermöglicht. Aber auch die weiteren Marktbereiche haben grundsätzlich zu dieser Entwicklung beigetragen. Damit setzte sich die positive Entwicklung des vierten Quartals 2020 mit einer nochmals erhöhten Dynamik fort. Im ersten Quartal verzeichnete Pfeiffer Vacuum außerdem einen sehr starken Auftragseingang von 233,9 Mio. €, woraus sich trotz des Rekordumsatzes eine hohe Book-to-Bill-Ratio von 1,22 ergibt. Die starke Umsatzentwicklung und daraus resultierende Skaleneffekte, Produktivitätsverluste infolge der COVID-19 Situation, die Verschiebung zwischen Kunden und Produkten und die Belastungen aus dem starken Euro im Verhältnis zu anderen für den Konzern wesentlichen Währungen, insbesondere im Verhältnis zum US-Dollar, haben in der Folge die Entwicklung des Bruttoergebnisses und der Bruttomarge beeinflusst. So ist das Bruttoergebnis um 11,9 Mio. € auf 65,2 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 53,3 Mio. €). Die entsprechende Bruttomarge lag in den ersten drei Monaten 2021 bei 34,0 %, nachdem im Vorjahr eine Bruttomarge von 34,7 % erreicht wurde. Die weiteren betrieblichen Kosten zeigten im Vergleich zur Umsatzentwicklung unterproportionale Anstiege und lagen teilweise nur minimal über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen verzeichnete mit 2,6 Mio. € einen Anstieg um 2,0 Mio. € gegenüber dem Resultat des Vorjahres (Vorjahr: 0,6 Mio. €). Insgesamt lag das Betriebsergebnis im ersten Quartal 2021 mit 22,6 Mio. € um 9,8 Mio. € deutlich über dem Vorjahresniveau von 12,8 Mio. €. Die Betriebsergebnismarge, also das Verhältnis von Betriebsergebnis und Umsatz, ist ebenfalls deutlich von 8,4% in 2020 auf 11,8% im ersten Quartal 2021 gestiegen - trotz der Effekte aus Währungsänderungen, die die Betriebsergebnismarge mit 2 Prozentpunkten belastet haben. Bei gleichbleibenden Nettofinanzaufwendungen und einer leicht gesunkenen Steuerquote ist das Ergebnis nach Steuern von 8,9 Mio. € auf 15,9 Mio. € gestiegen. Das Ergebnis je Aktie lag mit 1,61 € im ersten Quartal 2021 ebenfalls über dem Vorjahreswert von 0,90 €. COVID-19, gesamtwirtschaftliches Umfeld und Situation bei Pfeiffer Vacuum Die Auswirkungen von COVID-19 bleiben eine große Herausforderung. Unverändert ist die weltweite ökonomische Entwicklung weiterhin durch die Folgen der Einschränkungen im öffentlichen Leben belastet. Trotz der sehr erfreulichen Entwicklung des ersten Quartals 2021 sind die finalen Auswirkungen dieser Rezession derzeit noch nicht abschätzbar, und wir beobachten die Nachfrageentwicklung sehr genau. Während in Asien und den USA infolge der weitgehend erfolgreichen Pandemiebekämpfung eine Rückkehr zur Normalität möglich wird, zeigen sich in Kontinentaleuropa weiterhin erhebliche Unsicherheiten in Bezug auf die weitere Entwicklung. Von all diesen Zuständen ist auch die Vakuumbranche betroffen. Die höchste Priorität für Pfeiffer Vacuum in dieser Zeit bleibt die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter und die Erfüllung der Anforderungen unserer Kunden. Die getroffenen Maßnahmen sind weiterhin zielführend. Seit Beginn der Pandemie fertigen und versenden alle 10 Produktionsstandorte unsere Produkte, und die Serviceorganisation arbeitet unter hohen Sicherheitsvorkehrungen auch beim Kunden vor Ort. Während Pfeiffer Vacuum bisher die Herausforderungen in der Lieferantenkette bewältigen konnte, wird die Gesellschaft auch zukünftig mögliche Störungen des Betriebsablaufs sorgfältig analysieren und adressieren. Was der Gesellschaft in dieser herausfordernden Situation zusätzlich hilft ist die solide Vermögens- und Liquiditätslage. Bereits seit langem weist der Konzern starke Bilanzstrukturen mit einer hohen Eigenkapitalquote aus und hat konservative Ansätze zur Finanzierung des Tagesgeschäfts und der notwendigen Investitionen angewendet. Unverändert sehen wir daher keine Liquiditätsrisiken aus der COVID-19 Situation. Geschäftstätigkeit Unser Geschäftsfeld erstreckt sich auf Entwicklung, Produktion, Verkauf und Wartung von Vakuumpumpen, Vakuummess-/Analysegeräten und Komponenten sowie Vakuumanlagen und Dichtheitsprüfsysteme. Umsatz Nachfolgend erläutern wir den im ersten Vierteljahr 2021 und 2020 erzielten Umsatz nach Segmenten, Regionen und Märkten. Umsatz nach Segmenten Die Tochtergesellschaften in den einzelnen Ländern sind rechtlich selbstständig, haben eigene Geschäftsleitungen und sind für Vertrieb und Service zuständig. Einige Einheiten in der Gruppe erfüllen darüber hinaus Produktionsfunktionen. Das gesamte Produktportfolio wird in allen Vertriebsgesellschaften angeboten. Die Steuerung und die Überwachung der Geschäftsentwicklung durch die Geschäftsleitung im Konzern erfolgen auf Ebene der einzelnen Gesellschaften. Die Segmentberichterstattung ist daher gesellschaftsbezogen. Aufgrund der gleichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, des gleichen Produktportfolios, gleicher Absatzmärkte, gleicher Kostenstrukturen und gleicher Vertriebswege werden die Vertriebstochtergesellschaften in Europa und Asien grundsätzlich zu jeweils einem Segment "Übriges Europa" beziehungsweise "Übriges Asien" zusammengefasst. Davon abweichend werden die produzierenden Einheiten in Deutschland, Frankreich, in den USA und Südkorea als jeweils eigenes Segment dargestellt. Ursächlich hierfür sind die abweichenden Funktionen dieser Einheiten insbesondere resultierend aus der jeweils vorhandenen Produktionsfunktion. Damit sind die Voraussetzungen für eine Zusammenfassung mit weiteren operativen Segmenten nicht gegeben. Die rein vertriebsorientierte Einheit in den USA wird demnach ebenfalls gesondert geführt. Alle operativen Segmente, die einzeln oder insgesamt nicht berichtspflichtig sind und die keinem anderen Segment zugeordnet werden können, sind in der Gruppe "Alle Sonstigen" zusammengefasst. Umsatz nach Segmenten scrollen
Die Analyse der Umsätze der ersten drei Monate 2021 zeigt, dass sich die insgesamt sehr erfreuliche Umsatzentwicklung auch in allen Segmenten widerspiegelt und damit breit angelegt ist. Der wesentliche Treiber der Entwicklung war die Nachfragedynamik in der Halbleiterindustrie. Bei der Umsatzentwicklung der Segmente USA (Vertrieb) und USA (Produktion) ist zu berücksichtigen, dass diese durch die Schwäche des US-Dollar erheblich belastet wurde. Die nachfolgende Grafik zeigt die nach wie vor ausgeglichene Verteilung der Konzernumsätze nach Segmenten.
Umsatz nach Regionen Als zusätzliche Information sind die Umsätze nach Regionen in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst. Diese enthält alle Umsätze in einer bestimmten Region, unabhängig davon, welche Gesellschaft aus dem Pfeiffer Vacuum Konzern den Umsatz erzielt hat. Umsatz nach Regionen scrollen
Die hohe Nachfragedynamik in der Halbleiterindustrie hat sich regional insbesondere in Asien ausgewirkt und so den deutlichen Umsatzanstieg um 29,8 Mio. € oder 58,5 % maßgeblich beeinflusst. Auch innerhalb Europas war die Nachfrage aus der Halbleiterindustrie für die Umsatzentwicklung mitentscheidend, hier aber flankiert von einem soliden Wachstum in den anderen Märkten. Dem gegenüber waren die Umsatzerlöse in Nord- und Südamerika leicht rückläufig. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass der für die Entwicklung dieser Region wesentliche US-Dollar im ersten Quartal 2021 deutlich schwächer war als im Vorjahresquartal und so die Entwicklung mit 4,4 Mio. € belastet. In US-Dollar ist der Umsatz auch in dieser Region gestiegen. Die Verteilung der Umsätze nach Regionen ist weiterhin ausgewogen.
Umsatz nach Märkten Umsatz nach Märkten scrollen
Um Ressourcen und das dedizierte Know-how zu bündeln und um mehr Wachstum in den jeweiligen Bereichen zu erzielen, wurde zu Beginn des Jahres 2021 die bisherige Marktsegmentorganisation in den Bereichen Industrie, Beschichtung und Halbleiter in die beiden neuen Bereiche "Industrie" und "Halbleiter und Zukunftstechnologien" überführt. In diesem Zusammenhang erfolgte auch die Neuzuordnung der zu-gehörigen Kunden und Umsatzerlöse. Diese neue Zuordnung wurde auch in der Darstellung der Umsatzerlöse nach Märkten reflektiert. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. Wie bereits erwähnt, haben sich insbesondere die Umsätze im Bereich Halbleiter positiv dargestellt und damit auch die Entwicklung im neuen Bereich Halbleiter und Zukunftstechnologien geprägt. Insgesamt sind im ersten Quartal 2021 aber auch bei den Umsätzen mit Kunden aus dem Marktsegment Analytik, Industrie und F&E erfreuliche Zuwächse zu verzeichnen. Die Umsatzverteilung nach Märkten stellt sich wie folgt dar:
Auftragseingang und Auftragsbestand Der Auftragseingang im ersten Quartal 2021 belief sich auf erfreuliche 233,9 Mio. € und stellt ebenfalls einen Rekordwert in der Unternehmensgeschichte dar. Nach 172,9 Mio. € im 1. Quartal des Vorjahres bedeutet dies eine Erhöhung um 61,0 Mio. € oder 35,3 %. Im Vergleich zum unmittelbar vorhergehenden vierten Quartal 2020 (170,0 Mio. €) bedeutet dies einen Anstieg um 63,9 Mio. €. Die Book-to-Bill-Ratio, das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, lag per 31. März 2021 bei 1,22 (Q1/2020: 1,13). Der Auftragsbestand stieg von 123,3 Mio. € per 31. Dezember 2020 auf 165,5 Mio. € zum 31. März 2021. Dies entspricht einem Anstieg um 42,2 Mio. €. Aufträge fließen nur dann in den Auftragsbestand ein, wenn diesen verbindliche Verträge zu Grunde liegen. Der Wert des Auftragsbestandes sollte nicht zur Prognose zukünftiger Umsatz- und Auftragsvolumina benutzt werden. Umsatzkosten, Bruttoergebnis und Bruttomarge Nach Umsatzkosten in Höhe von 100,1 Mio. € im ersten Quartal 2020 liegen die Umsatzkosten in den ersten drei Monaten 2021 bei 126,5 Mio. €. Dies entspricht einer Erhöhung um 26,4 Mio. € oder 26,4 %. Das Bruttoergebnis lag im ersten Quartal 2021 bei 65,2 Mio. €; das entspricht einer Erhöhung von 11,9 Mio. € oder 22,3 % im Vergleich zum ersten Quartal 2020 (53,3 Mio. €). Die Bruttomarge, das Verhältnis von Bruttoergebnis zu Umsatz, sank von 34,7 % auf 34,0 %. Wesentliche Ursache hierfür war neben den Belastungen der Bruttomarge infolge des Produkt-Kunden-Mixes auch der im Vergleich zum Vorjahr deutliche stärke Wechselkurs des Euro, insbesondere gegenüber dem US-Dollar. Die positiven Skaleneffekte aus der erfreulichen Umsatzentwicklung wurden damit leicht überkompensiert. Vertriebs- und Marketingkosten Die Vertriebs- und Marketingkosten in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres betrugen 20,6 Mio. € und sind im Vergleich zum Vorjahr (18,0 Mio. €) um 2,6 Mio. € gestiegen. Damit liegt der Anteil des Vertriebs- und Marketingkosten am Umsatz bei 10,7 % (Vorjahr: 11,8 %). Verwaltungs- und allgemeine Kosten Nach 15,3 Mio. € im ersten Quartal 2020 sind die Verwaltungs- und allgemeinen Kosten auf 15,6 Mio. € im Jahr 2021 gestiegen. Die Quote in Relation zum Umsatz lag nach 10,0 % im Vorjahr aktuell bei 8,1 %. Forschungs- und Entwicklungskosten Mit 9,0 Mio. € im ersten Quartal 2021 lagen die Kosten für Forschung und Entwicklung um 1,3 Mio. € über dem Niveau des Vergleichsquartals im Jahr 2020 (7,7 Mio. €). Die F&E-Quote, also die Relation zwischen Forschungs- und Entwicklungskosten und Umsatz, sank dadurch leicht von 5,0 % auf 4,7 %. Wir werden die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf einem hohen Niveau halten und weiterhin investieren, um uns auch in Zukunft auf dem Weltmarkt behaupten zu können, Marktanteile auszubauen und neue Märkte zu erschließen. Alle Aufwendungen für Forschung und Entwicklung fließen erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen betrug im ersten Quartal 2021 insgesamt 2,6 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €). In den Beträgen des Jahres 2021 sind im Wesentlichen ergebniswirksam vereinnahmte Aufwandszuschüsse in Höhe von 1,0 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €) und Nettowährungsgewinne von 1,4 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) enthalten. Im Vorjahr war der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen darüber hinaus durch Wertminderungsaufwendung für den auf die Region Italien allokierten Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) in Höhe von 0,4 Mio. € belastet. Betriebsergebnis Nach 12,8 Mio. € im ersten Quartal 2020 ist das Betriebsergebnis in den ersten drei Monaten 2021 um 9,8 Mio. € auf 22,6 Mio. € gestiegen. Das entspricht einer deutlichen Steigerung um 76,4 %. Die Betriebsergebnismarge, das Verhältnis von Betriebsergebnis und Umsatz, stieg nach 8,4 % in den ersten drei Monaten 2020 auf 11,8 % im ersten Quartal 2021. Bei einer im Vorjahresvergleich leicht rückläufigen Bruttomarge waren Skaleneffekte als Folge der nur unterproportional gestiegenen Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie die F&E-Kosten für die erfreuliche Entwicklung wesentlich. Darüber hinaus hat auch das verbesserte Währungsergebnis zu diesem Anstieg beigetragen, während der im Vorjahresvergleich deutlich stärkere Euro die Betriebsergebnismarge mit 2 Prozentpunkten erheblich belastet hat. Finanzergebnis Unverändert blieb das Nettofinanzergebnis mit -0,2 Mio. € im ersten Quartal 2021 auf dem Stand des Vorjahresquartals (-0,2 Mio. €). Steuern von Einkommen und Ertrag Mit 29,0 % lag die Steuerquote in den ersten drei Monaten des aktuellen Jahres leicht um 0,9 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vorjahres (29,9 %). Der Rückgang resultiert insbesondere aus den steuerlich unbeachtlichen Wertminderungsaufwendungen des Vorjahres. Ergebnis nach Steuern / Ergebnis je Aktie Das Ergebnis nach Steuern in den ersten drei Monaten 2021 lag bei 15,9 Mio. €. Nach einem Vorjahreswert von 8,9 Mio. € bedeutet dies einen deutlichen Zuwachs um 7,0 Mio. € oder 79,9 %. Die Umsatzrendite nach Steuern belief sich nach 5,8 % im ersten Quartal 2020 auf 8,2 %. Mit 1,61 € ist das Ergebnis je Aktie in den ersten drei Monaten 2021 im Vergleich zum Vorjahr (0,90 €) um 78,9 % gestiegen. Vermögenslage Die Bilanzsumme des Pfeiffer Vacuum Konzerns ist um 46,5 Mio. € oder 7,0 % von 661,8 Mio. € zum 31. Dezember 2020 auf 708,3 Mio. € zum 31. März 2021 gestiegen. Auf der Aktivseite der Bilanz hat ein Anstieg der Vorräte von 133,3 Mio. € auf 136,8 Mio. € und besonders der umsatzbedingte deutliche Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 83,6 Mio. € auf 114,8 Mio. € sowie der Anstieg der Zahlungsmittel von 122,9 Mio. € auf 130,2 Mio. € zu dieser Veränderung beigetragen. Am 31. März 2021 belief sich das Konzerneigenkapital auf 414,8 Mio. € und lag damit um 23,1 Mio. € über dem Wert zum Schluss des vergangenen Geschäftsjahres (391,7 Mio. €). Die Eigenkapitalquote betrug 58,6 % zum 31. März 2021 (31. Dezember 2020: 59,2 %). Cash-Flow Mit 13,7 Mio. € lag der operative Cash-Flow im ersten Quartal 2021 um 11,4 Mio. € über dem Wert der vergleichbaren Vorjahresperiode (2,3 Mio. €). Insbesondere das gestiegene Ergebnis nach Steuern (+7,0 Mio. €) und die gestiegenen Verbindlich-keiten haben diese positive Entwicklung bestimmt. Gegenläufig wirkte sich der umsatzbedingte Anstieg der Forderungen auf den operativen Cash-Flow im ersten Quartal 2021 aus. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit in den ersten drei Monaten 2021 betrug 5,1 Mio. €. Dieser Rückgang um 2,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahresniveau von 7,5 Mio. € ist durch die niedrigeren Investitionsauszahlungen im aktuellen Quartal begründet. Der Tilgungsanteil von Leasingzahlungen (1,6 Mio. €) war unverändert zum Vorjahr die wesentliche Bestimmungsgröße für den Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit von insgesamt 1,6 Mio. € im ersten Quartal 2021 (Vorjahr: 1,4 Mio. €). Unter Berücksichtigung der Währungseffekte von 0,3 Mio. € betrug der Mittelzufluss insgesamt 7,3 Mio. € (Vorjahr: Mittelabfluss von 7,3 Mio. €) und führte zu einem Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf 130,2 Mio. €. Mitarbeiter Per 31. März 2021 beschäftigte die Gesellschaft 3.303 Mitarbeiter, davon 1.097 in Deutschland und 2.206 in anderen Ländern. 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Chancen- und Risikobericht Im Lauf der ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2021 haben sich weder dem Grunde noch der Höhe nach wesentliche Veränderungen zu den im Geschäftsbericht für das Jahr 2020 dargestellten Chancen und Risiken ergeben. Der Geschäftsbericht ist im Internet unter group.pfeiffer-vacuum.com/de/ verfügbar. Durch die COVID-19 Situation haben sich jedoch bereits im Jahr 2020 die möglichen Auswirkungen aus den erläuterten Chancen- und Risiken geändert. Diese Auswirkungen lassen sich allerdings auch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Pfeiffer Vacuum Konzern beurteilen. Die Situation bleibt insgesamt unklar, insbesondere was die Dauer der staatlichen Einschränkungen für das öffentliche Leben angeht. Damit bleibt auch die wirtschaftliche Situation weltweit weiterhin sehr angespannt, auch wenn erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung erkennbar sind. Eines unserer Ziele ist es, die globalen wirtschaftlichen Aktivitäten bestmöglich fortsetzen. An allen Pfeiffer Vacuum Standorten wurden frühzeitig Sicherheits- und Notfallpläne aufgestellt. Der Konzern verfügt derzeit über ausreichende Produktionskapazitäten, um die Nachfrage der Kunden zu befriedigen. Durch die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen und das unverändert hohe Engagement sowie die Disziplin unserer Mitarbeiter im Umgang mit den Sicherheits-vorkehrungen ist es uns bisher möglich, zu produzieren und somit unsere Kunden mit Lösungen zu versorgen. Ziel ist es, diesen Zustand auch weiterhin zu gewährleisten. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfeldes haben sich nach dem Ende des 1. Quartals 2021 nicht ergeben. Ausblick Ausgehend von den starken Ergebnissen des ersten Quartals 2021, dem Rekordauftragseingang sowie der anhaltenden Erholung in allen Marktsegmenten, rechnet Pfeiffer Vacuum mit erheblichen Verbesserungen beim jährlichen Umsatzwachstum sowie bei der Entwicklung der EBIT-Marge im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Sowohl das Umsatzwachstum als auch die EBIT-Marge sollen bei über 10 % liegen (Geschäftsjahr 2020: Umsatzwachstum von -2,2 %; EBIT-Marge von 7,3 %). Der Vorstand erwartet ein starkes erstes Halbjahr 2021 und eine leichte Abschwächung der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte 2021 aufgrund von Quartalsschwankungen und einer normalisierten Nachfragesituation. Zwischenabschluss des Pfeiffer Vacuum KonzernsKonzern-Gewinn- und Verlustrechnung (nicht auditiert)scrollen
Siehe auch die beigefügten Erläuterungen zum Zwischenabschluss. Konzern-Gesamtergebnisrechnung (nicht auditiert) scrollen
Siehe auch die beigefügten Erläuterungen zum Zwischenabschluss. Konzernbilanz (nicht auditiert)AKTIVA scrollen
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Siehe auch die beigefügten Erläuterungen zum Zwischenabschluss. Konzern-Eigenkapitalentwicklung (nicht auditiert)scrollen
Siehe auch die beigefügten Erläuterungen zum Zwischenabschluss. Konzern-Cash-Flow Rechnung (nicht auditiert) scrollen
Siehe auch die beigefügten Erläuterungen zum Zwischenabschluss. Anhang zum Konzernzwischenabschluss (nicht auditiert)1. Konzern und Grundlagen der Darstellung Die Pfeiffer Vacuum Technology AG mit Sitz in der Berliner Straße 43, 35614 Asslar, Deutschland, ist Mutterunternehmen im Pfeiffer Vacuum Konzern (kurz "Gesellschaft" oder "Pfeiffer Vacuum"). Die Pfeiffer Vacuum Technology AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und beim Amtsgericht Wetzlar unter der Nummer HRB 44 in das Handelsregister eingetragen. Sie ist im Prime Standard der Deutschen Börse in Frankfurt am Main notiert und wird im TecDAX geführt. Pfeiffer Vacuum ist einer der führenden Komplettanbieter von Vakuumtechnik und liefert kundenspezifische Lösungen für die unterschiedlichsten Anforderungen bei der Erzeugung, Steuerung und Messung von Vakuum. Zu den Produkten gehören Turbopumpen, ein Spektrum an Vorpumpen wie Drehschieber-, Wälzkolben- und Trockene Pumpen, komplette Pumpstände, kundenspezifische Vakuumsysteme, Vakuumkammern und Komponenten. Die Gesellschaft vertreibt ihre Produkte über ein dichtes Netz von eigenen Vertriebsgesellschaften und freien Handelsvertretungen. An jedem wichtigen Industriestandort der Welt gibt es außerdem Servicestandorte. Die Hauptmärkte der Gesellschaft liegen in Europa, den USA und Asien. Der Konzernabschluss der Pfeiffer Vacuum Technology AG wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Auslegungen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Hierin eingeschlossen sind die noch gültigen International Accounting Standards (IAS), die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC). Der vorliegende Konzernzwischenabschluss ("Zwischenabschluss") von Pfeiffer Vacuum wird in Euro (€) aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, erfolgt die Darstellung in Tausend € (T€). Aus rechentechnischen Gründen können in den in diesem Abschluss dargestellten Informationen Rundungsdifferenzen auftreten. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei der Erstellung des Zwischenabschlusses zum 31. März 2021 wurde IAS 34 "Interim Financial Reporting" angewendet. Dabei fanden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 Anwendung. Wir verweisen daher auf die ausführliche Darstellung dieser Grundsätze im Anhang zum Konzernabschluss 2020, der im Internet unter group.pfeiffer-vacuum.com zur Verfügung steht. Die der Bilanzierung und Bewertung zugrunde liegenden Schätzungen und Ermessensentscheidungen können Auswirkungen auf die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden am Stichtag sowie auf die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode haben. Aufgrund der derzeit unabsehbaren Folgen der COVID-19 Situation unterliegen diese Schätzungen und Ermessensentscheidungen einer erhöhten Unsicherheit. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen und Ermessensentscheidungen abweichen; Veränderungen können einen wesentlichen Einfluss auf den Zwischenabschluss haben. Bei der Aktualisierung der Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden zum Bilanzstichtag verfügbare Informationen über die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung sowie länderspezifische staatliche Maßnahmen, insbesondere bei der Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte, berücksichtigt. Des Weiteren wurde eine Aktualisierung der Bewertung von Rückstellungen sowie der verlustfreien Bewertung des Vorratsvermögens unter Berücksichtigung der erwarteten Auswirkungen der COVID-19 Situation vorgenommen. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss haben sich dabei nicht ergeben. Die Nutzung von verschiedenen staatlichen Hilfsmaßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19 Situation (etwa Kurzarbeit, Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen, Zuschüsse) führte insgesamt zu einem Effekt im Betriebsergebnis von 0,2 Mio. € und ist in verschiedenen Zeilen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. 3. Immaterielle Vermögenswerte Die immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: Immaterielle Vermögenswerte scrollen
4. Sachanlagen Die Sachanlagen (einschließlich der Nutzungsrechte aus Miet- und Leasingverträgen) setzen sich wie folgt zusammen: Sachanlagen scrollen
5. Vorräte Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen: Vorräte scrollen
6. Finanzielle Verbindlichkeiten Die Finanziellen Verbindlichkeiten weisen folgende Zusammensetzung auf: Finanzielle Verbindlichkeiten scrollen
7. Pensionen Die Aufwendungen für die Pensionspläne teilen sich wie folgt auf: Aufwendungen für alle Pensionspläne scrollen
8. Gewährleistungen Die Rückstellungen für Gewährleistungen entwickelten sich wie folgt: Rückstellungen für Gewährleistungen scrollen
9. Steuern von Einkommen und Ertrag Die Steuerquote der Gesellschaft für das Ergebnis nach Steuern für das erste Quartal 2021 betrug 29,0 % und lag damit leicht unter dem Wert der Vergleichsperiode (2020: 29,9 %). 10. GewinnverwendungsvorschlagDer gemeinsame Gewinnverwendungsvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat sieht vor, der kommenden Hauptversammlung am 12. Mai 2021 eine Dividende von 1,60 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2020 vorzuschlagen. Damit würden insgesamt 15,8 Mio. € an die Aktionäre ausgeschüttet. 11. Ergebnis je Aktie Die folgende Tabelle erläutert die Ermittlung des Ergebnisses je Aktie: Ergebnis je Aktie scrollen
12. Segmentberichterstattung Segmentberichterstattung zum 31. März 2021 (in T €) scrollen
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1 langfristige Vermögenswerte ohne
Finanzinstrumente, latente Steuern und Vorauszahlungen
für Pensions-Fonds
Segmentberichterstattung zum 31. März 2020 (in T €) scrollen
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1 langfristige Vermögenswerte ohne
Finanzinstrumente, latente Steuern und Vorauszahlungen
für Pensions-Fonds
13. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen Im Rahmen der Erstellung des konsolidierten Zwischenabschlusses wurden alle Transaktionen zwischen den Konzerngesellschaften eliminiert. Alle übrigen Geschäfte mit nahestehenden Personen sind für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzern von untergeordneter Bedeutung.
Asslar, 4. Mai 2021 Pfeiffer Vacuum Technology AG Der Vorstand Dr. Britta Giesen Wolfgang Ehrk Weitere Informationen Finanzkalender 2021 scrollen
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Kontakt Investor Relations Heide Erickson Berliner Straße 43 35614 Asslar Deutschland T +49 6441 802-1360 F +49 6441 802-1365 Heide.Erickson@pfeiffer-vacuum.de group.pfeiffer-vacuum.com |
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