![]() PNE WIND AGCuxhavenHalbjahresfinanzbericht und Bericht über das zweite Quartal 2017PNE WIND AG, CuxhavenHalbjahresfinanzbericht und Bericht über das zweite Quartal 2017Verkürzter Konzernzwischenlagebericht für das erste Halbjahr 20171. Politische RahmenbedingungenDie politischen Rahmenbedingungen haben sich gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht
2016 in den folgenden Ländern verändert. DeutschlandWindenergie-Onshore (EEG 2017)In Deutschland hat das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2017 zu Veränderungen der
Rahmenbedingungen geführt. Das neugefasste Gesetz trat zum 1. Januar 2017 in Kraft.
Auch im EEG 2017 gilt weiterhin die Vorgabe, den Anteil des Stroms aus Erneuerbaren
Energien an der Stromerzeugung von derzeit ca. 33 Prozent bis zum Jahr 2025 auf 40
bis 45 Prozent und bis zum Jahr 2035 auf 55 bis 60 Prozent auszubauen. Im Jahr 2050
soll der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung mindestens 80 Prozent
betragen. Seit 2017 wird die Förderung für Erneuerbare-Energien-Anlagen über Ausschreibungen
ermittelt. Dabei werden für Windparks an Land in den Jahren 2017, 2018 und 2019 jeweils
2.800 Megawatt (MW) ausgeschrieben. Anschließend ist eine Erhöhung der jährlichen
Ausschreibungsmenge auf 2.900 MW brutto vorgesehen. Repowering-Projekte sind in das
Ausschreibungsvolumen einbezogen. Windparks an Land, die bis Ende 2016 eine Genehmigung erhalten haben und in 2017 oder
2018 in Betrieb genommen werden, können noch die gesetzlich festgelegte Vergütung
erhalten (Übergangsregel des EEG 2014). Dies nutzen die Unternehmen der PNE WIND-Gruppe
mit verschiedenen Windparks. Aufgrund fehlender, aber notwendiger Investitionen in das Übertragungsnetz wurde der
Windenergieausbau in sogenannten Netzengpass-Regionen in Norddeutschland vorübergehend
auf jährlich 958 MW pro Jahr begrenzt. Windenergie-Offshore - Windenergie-auf-See-Gesetz (WindSeeG)In Kraft getreten ist auch das Windenergie-auf-See-Gesetz (WindSeeG). Bei der Windenergie
auf See hält der Gesetzgeber an dem Ausbauziel von 15 GW bis zum Jahr 2030 fest. Um
dieses Ziel zu erreichen, sieht das neue Gesetz in den Jahren 2021 und 2022 einen
Zubau von 500 MW und anschließend ein jährliches Zubauvolumen von 700 MW bis 2025
vor, das ab 2026 bis 2030 auf bis zu 900 MW ausgeweitet werden soll. Windparks auf See, die bis Ende 2020 in Betrieb genommen werden, können noch die gesetzlich
festgelegte Vergütung beziehen (Übergangsregel des EEG 2014). Für Offshore-Windparks, die nach 2020 in Betrieb gehen, sieht das Gesetz, ein Ausschreibungssystem
vor. Die Einführung dieses Systems erfolgt in zwei Schritten: Offshore-Windparks,
welche zwischen 2021 und 2025 in Betrieb genommen werden sollen, haben über zwei Ausschreibungsrunden
in 2017 und 2018 im Umfang von jeweils 1.550 MW die Möglichkeit, eine staatliche Förderung
zu erhalten. Teilnehmen dürfen an diesem sogenannten Übergangssystem Windparks, für
die vor dem 1. August 2016 nach der Seeanlagenverordnung eine Genehmigung erteilt
worden ist oder ein Plan festgestellt wurde bzw. ein Erörterungstermin nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz
durchgeführt worden ist. Das von der PNE WIND AG entwickelte und bereits verkaufte
Projekt "Gode Wind 3" hat in der ersten Ausschreibung einen Zuschlag erhalten. Nach Ablauf dieses Übergangssystems sollen Flächen im Rahmen der Umstellung auf das
"zentrale Modell" künftig staatlich voruntersucht und ausgeschrieben werden. TürkeiDer Windenergiemarkt in der Türkei basiert auf einem System von staatlich garantierten
Einspeisevergütungen. Daneben wurde 2013 ein Lizensierungsverfahren für Netzeinspeisekapazitäten
vorgestellt, welches die Zugänge zu den einzelnen Netzeinspeisepunkten im Rahmen eines
Auktionsverfahrens ermöglicht. Erste regionale Auktionsrunden sind im Juni 2017 durchgeführt
worden. Die Ergebnisse zeigen einen großen Wettbewerb um die Vorlizenzen. 2. UnternehmensstrukturDie Änderungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegenüber dem
31. Dezember 2016 werden im verkürzten Konzernanhang unter 3. Konsolidierungskreis
erläutert. 3. Allgemeine RechnungslegungsgrundsätzeIm Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2017 zum 30. Juni
2017 wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2016. Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt.
Der Steueraufwand wird in der PNE WIND-Gruppe basierend auf einer Schätzung des in
den jeweiligen Gesellschaften zu versteuernden Einkommens ermittelt. 4. Organisation und MitarbeiterIm Konzern der PNE WIND AG waren zum 30. Juni 2017 insgesamt 359 Personen (im Vorjahr:
360) beschäftigt. Die Mitarbeiter der Beteiligungsunternehmen sind in dieser Zahl
enthalten. 5. Überblick GeschäftstätigkeitTeilbereich Windkraft onshoreDie Entwicklung und Realisierung von Windpark-Projekten an Land (onshore) wurde im
ersten Halbjahr 2017 sowohl in Deutschland als auch in den Auslandsmärkten kontinuierlich
fortgeführt. Überblick über die Onshore-Projektaktivitäten der PNE WIND-Gruppe per 30. Juni 2017
in MW: scroll
Phase I - II = Erkundung und Entwicklung Phase III = Planung Phase IV = Errichtung bis Übergabe DeutschlandIn Deutschland bearbeitete die PNE WIND-Gruppe zum Ende des zweiten Quartals 2017
Onshore-Windparkprojekte mit einer Nennleistung von rund 1.434 MW in den verschiedenen
Phasen der Projektentwicklung. Von diesen befanden sich zum Ende des zweiten Quartals 2017 Windparks mit einer Nennleistung
von rund 53 MW in Bau. Dabei handelt es sich um Windpark-Projekte, die noch in 2016
die erforderlichen Genehmigungen erhielten und daher nicht an Ausschreibungsverfahren
teilnehmen mussten. Die Windparks "Kührstedt-Alfstedt" (rd. 43 MW) in Niedersachsen
sowie "Kirchengel" (9,9 MW) in Thüringen sollen noch im laufenden Geschäftsjahr komplett
fertig gestellt und in Betrieb genommen werden. Abgeschlossen werden konnte der Bau des Repoweringprojektes "Windpark Altenbruch"
(Niedersachsen), in dem die beiden letzten Windenergieanlagen mit einer Nennleistung
von zusammen 6 MW errichtet und in Betrieb genommen wurden. Im Windpark "Kirchengel
I" (Thüringen) wurden zwei Windenergieanlagen mit zusammen 6,6 MW Nennleistung fertig
gestellt. Eine weitere befindet sich noch in Bau. Im Berichtszeitraum wurden Projektrechte im Volumen von 17,4 MW an Projektpartner
veräußert. Projektrechte im Volumen von 8 MW hat PNE WIND von Projektpartnern übernommen. AuslandsmärkteAuch im Ausland wurde von der PNE WIND-Gruppe das Kerngeschäft der Projektentwicklung
kontinuierlich weitergeführt. Gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2016 gab
es folgende Veränderungen: FrankreichIn Frankreich befanden sich zum Ende des ersten Halbjahres 2017 drei Windparks mit
einer Nennleistung von rund 41 MW in Bau. Für einen dieser Windparks mit einer Nennleistung
von 9 MW erfolgte der Baubeginn im zweiten Quartal. Die beiden anderen Windparks gehören
zum Umfang eines Rahmenvertrages für französische Windparks, der Anfang 2016 mit John
Laing Investments Ltd. abgeschlossen wurde. Teilbereich Windkraft offshoreIm Berichtszeitraum konnte ein weiterer großer Erfolg im Offshore-Bereich erreicht
werden: Das in der Nordsee gelegene Offshore-Windpark-Projekt "Atlantis I" wurde im
Januar 2017 an den schwedischen Energiekonzern Vattenfall veräußert. Das Projekt "Atlantis
I" wurde nach Zahlung eines Betrages im unteren zweistelligen Millionenbereich übergeben.
Über Meilensteinzahlungen profitiert PNE WIND zusätzlich an einer weiteren Wertsteigerung
des Projekts infolge der Weiterentwicklung durch Vattenfall. Wie schon bei den bereits
früher veräußerten Offshore-Projekten "Borkum Riffgrund" und "Gode Wind" soll PNE
WIND auch bei "Atlantis I" langfristig als Dienstleister an der weiteren Entwicklung
des Offshore-Windpark-Projekts beteiligt bleiben und damit auch hier seine ausgeprägte
Expertise einbringen. PNE WIND hatte "Atlantis I" in 2013 erworben und seitdem kontinuierlich weiter entwickelt.
Damit konnten die Rahmendaten so verändert werden, dass in dem Projekt 73 Windenergieanlagen
der Multi-Megawattklasse errichtet werden können. Das Projekt befindet sich in der
Nordsee, etwa 84 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum im Gebiet der Ausschließlichen
Wirtschaftszone der Bundesrepublik Deutschland. Die hohe Kompetenz des Offshore-Bereichs von PNE WIND zeigt sich in sichtbaren Erfolgen
auf See: Bei der ersten deutschen Ausschreibung für Offshore-Windparks erhielt das
von der PNE WIND AG entwickelte Projekt "Gode Wind 3" als eines von vier Projekten
einen Zuschlag. Drei vom Offshore-Bereich entwickelte und nach der Genehmigung veräußerte Windparks
auf See wurden inzwischen von den Käufern errichtet und in Betrieb genommen: "Borkum
Riffgrund 1" sowie "Gode Wind" 1 und 2 mit zusammen 894 MW Nennleistung erzeugen auf
der Nordsee umweltfreundlichen Strom. Für das ebenfalls von PNE WIND entwickelte und
veräußerte Projekt "Borkum Riffgrund 2" hat DONG Energy als Käufer in 2016 die Entscheidung
zur Finanzierung und zum voraussichtlichen Bau in 2019 getroffen. Überblick über die Referenzen des Offshore-Bereiches der PNE WIND AG per 30. Juni
2017: Verkaufte Projektescroll
Phase 1 = Projektfindungsphase Phase 2 = Antragskonferenz erfolgt Phase 3 = Erörterungstermin
erfolgt Phase 4 = Genehmigung bzw. Planfeststellungsbeschluss erteilt Phase 5 = Zusage des Netzanschlusses erfolgt Phase 6 = Investitionsentscheidungen erfolgt Phase 7 = im Bau Phase 8 = in Betrieb Davon bereits fertiggestellte Projektescroll
Durch die 2016 beschlossenen Änderungen des EEG und das neue Windenergie-auf-See-Gesetz
(WindSeeG) haben sich die Risiken für weitere Offshore-Projekte, die von der PNE WIND
AG entwickelt werden, zum Jahresende 2016 deutlich erhöht. Seitdem hat es keine weiteren
Veränderungen gegeben. Durch die vorgenannten Gesetzesänderungen kann die Realisierung
der Projekte deutlich verzögert oder vollkommen verhindert werden. Die PNE WIND AG
bereitete zum Ende des Berichtszeitraums weiterhin eine Verfassungsbeschwerde gegen
Teile des Windenergie-auf-See-Gesetzes vor. Laut zweier Rechtsgutachten sind Teile
des WindSeeG verfassungswidrig. Insbesondere werden durch das Gesetz gutgläubig getätigte
Investitionen ohne Entschädigungsvorschrift durch eine verfassungsrechtlich unzulässige
Rückwirkung entwertet. Basierend auf dieser Einschätzung ist der Vorstand der PNE
WIND AG weiterhin der Auffassung, dass das Gesetz in der vom Bundestag beschlossenen
Fassung in diesen Teilen verfassungswidrig ist und keinen Bestand haben wird. Darüber
hinaus geht der Vorstand davon aus, dass eine Verfassungsbeschwerde mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit zumindest einen Ersatz des der PNE WIND AG entstandenen Schadens
und damit einer Erstattung der bereits angefallenen Aufwendungen zur Folge hätte.
Die Verfassungsbeschwerde wurde nach Ende des Berichtszeitraums Ende Juli 2017 eingereicht. Unabhängig vom Windenergie-auf-See-Gesetz sowie von möglichem Schadensersatz und einer
Verfassungswidrigkeit des Gesetzes entwickelt die PNE WIND AG seit einiger Zeit Lösungen
für eine alternative Verwendung der gegebenenfalls betroffenen Offshore-Gebiete. Im Offshore-Bereich prüft die PNE WIND AG derzeit auch Möglichkeiten zur Erzeugung
von anderen Energieträgern wie etwa Wasserstoff auf See. Hierzu werden grundlegende
Berechnungen und Untersuchungen durchgeführt, auf deren Basis bei positiver Perspektive
mögliche weitergehende Projektaktivitäten stattfinden können. Offshore gesamtDie Kompetenz in der Entwicklung von Offshore-Windparks zeigt sich in den Offshore-Referenzen:
Drei von der PNE WIND AG entwickelte und verkaufte Offshore-Projekte wurden von den
Käufern mit 175 Windenergieanlagen und einer Nennleistung von 894 MW bereits errichtet
und in Betrieb genommen. PNE WIND ist in den verkauften Projekten als Dienstleister
aktiv. Segment StromerzeugungIm Segment Stromerzeugung sind alle Aktivitäten von Konzernunternehmen gebündelt,
die unmittelbar mit der Erzeugung von Elektrizität aus erneuerbaren Energien befasst
sind. Dieser Bereich beinhaltet unter anderem die von der PNE WIND AG selbst betriebenen
Windparks "Laubuseschbach", "Gerdau-Schwienau" und "Pülfringen", das 142 MW-Windpark-Portfolio
(als At-Equity Unternehmen bzw. über die Beteiligungsergebnisse) sowie die PNE Biomasse
GmbH, die per Geschäftsbesorgungsvertrag das Personal für das Holzheizkraftwerk in
Silbitz stellt, welches ebenfalls in diesem Segment erfasst wird. Außerdem umfasst
das Segment Anteile an Kommanditgesellschaften, in denen künftige Onshore-Windpark-Projekte
umgesetzt werden sollen. Bis zum erfolgreichen Verkauf von Windparks und der Übergabe an die Betreiber werden
im Segment Stromerzeugung im Rahmen der Segmentberichterstattung laufende Einnahmen
dieser Windparks ausgewiesen. Die PNE WIND AG hatte den an der Betreibergesellschaft des HKW Silbitz beteiligten
Kommanditisten vertraglich zugesagt, deren Kommanditanteile Anfang 2017 zu einem Preis
in Höhe von 110 Prozent des Nominalbetrags zurück zu erwerben. Im Januar 2017 ist
die PNE WIND AG dieser vertraglichen Zusage nachgekommen und hat die Anteile an der
HKW Silbitz GmbH & Co. KG zu einem Preis von rund 7,5 Mio. Euro übernommen. Das Segment Stromerzeugung hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 ein EBIT
von 0,3 Mio. Euro (im Vorjahr 3,8 Mio. Euro) erreicht. Im Vorjahr war das 142 MW-Windpark-Portfolio
mit seinen Ergebnisbeiträgen im Segment Stromerzeugung zum Halbjahr noch enthalten
und macht somit den entscheidenden Unterschied zum diesjährigen Halbjahres-EBIT-Ergebnis
aus. VeränderungenGegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2016 gab es im operativen Bereich darüber hinaus
keine weiteren wesentlichen Änderungen. Zu Änderungen im regulatorischen Rahmen gelten
die Aussagen im Kapitel "Politische Rahmenbedingungen". 6. WirtschaftsberichtDie im Folgenden aufgeführten Zahlen wurden für den Konzern nach IFRS ermittelt und
dargestellt. Die Zahlen im Text und in den Tabellen wurden kaufmännisch gerundet, geringfügige
Rundungsdifferenzen sind jedoch möglich. a. Umsatz und ErtragslageGesamtleistung / Umsatz![]() Der PNE WIND AG-Konzern erzielte gemäß IFRS im ersten Halbjahr 2017 eine Gesamtleistung
von 50,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 61,1 Mio. Euro). Davon entfallen 39,5 Mio. Euro auf
Umsatzerlöse (im Vorjahr: 44,8 Mio. Euro), 8,3 Mio. Euro auf Bestandsveränderungen
(im Vorjahr: 12,2 Mio. Euro) sowie 2,2 Mio. Euro auf sonstige betriebliche Erträge
(im Vorjahr: 4,1 Mio. Euro). Im Vorjahr waren die Gesamtleistung, Umsatzerlöse und
Bestandsveränderungen höher als im ersten Halbjahr 2017, da aufgrund der Endphase
des Portfolio-Aufbaus im Vorjahr die MW-Anzahl der in Betrieb genommenen, mit Bau
befindlichen oder veräußerten Windparks höher war. Die Aktivitäten des Konzerns in der Projektentwicklung im In- und Ausland, onshore
wie offshore, spiegeln sich auch in den Aufwandspositionen wider. Der Konzern-Gesamtleistung
steht ein Materialaufwand von 28,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 32,4 Mio. Euro) gegenüber.
Somit liegt die Materialaufwandsquote im Konzern im Bereich des Vorjahreswerts. Der Personalaufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 12,1 Mio. Euro im Konzern
und reduzierte sich damit im Vergleich zum Wert der Vorjahresperiode (13,1 Mio. Euro).
In der Vorjahresperiode wurde im ersten Halbjahr die Mitarbeiterzahl reduziert, dies
führte zum Teil zu zusätzlichen Kosten wie z. B. zu Abfindungen etc.. Die Auswirkungen
der Mitarbeiterreduzierung führten daher erst im 1. Halbjahr 2017 vollständig zu einer
Reduzierung der Personalkosten. Die Mitarbeiteranzahl per 30. Juni 2017 im Konzern
belief sich auf 359 Personen (per 30. Juni 2016: 360 Mitarbeiter). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Konzern in Höhe von 11,0 Mio. Euro (im
Vorjahr: 11,0 Mio. Euro) sind auf dem Niveau des Vorjahreswertes und gliedern sich
im Wesentlichen auf in Aufwendungen aus Rechts- und Beratungskosten, Werbe- und Reisekosten,
Versicherungen und Beiträge, Reparatur- und Instandhaltungsaufwand, im Wesentlichen
beim Holzheizkraftwerk "Silbitz" sowie bei den Windparks "Gerdau-Schwienau" und "Pülfringen",
sowie Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen. Die Abschreibungen reduzierten sich um 2,8 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum
auf 3,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 6,0 Mio. Euro). Im Wesentlichen sind die Abschreibungen
beim Holzheizkraftwerk Silbitz sowie bei den im Konzern konsolidierten Projekten "Gerdau-Schwienau"
und "Pülfringen" angefallen. Die Reduzierung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere
aus den nicht mehr im Konzern angefallenen laufenden Abschreibungen der Portfolio-Projekte,
welche Ende 2016 verkauft wurden. Die Zinsaufwendungen reduzierten sich im Konzern gegenüber dem Vorjahreszeitraum von
8,4 Mio. Euro auf 5,3 Mio. Euro. Im Wesentlichen sind die Zinsen und ähnliche Aufwendungen
aufgrund der nicht mehr im Konzern vorhandenen Projektfinanzierungen des im letzten
Jahr verkauften Windpark-Portfolios gesunken. EBIT und EPS![]() Auf Konzernebene wurde im Berichtszeitraum ein Betriebsergebnis (EBIT) von -5,0 Mio.
Euro (im Vorjahr: -1,4 Mio. Euro) und ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von -9,7
Mio. Euro (im Vorjahr: -9,5 Mio. Euro) erzielt. Die negativen Ergebnisse im ersten
Halbjahr 2017 stehen wesentlich im Zusammenhang mit dem Aufbau des europäischen Windparkportfolios
im Eigenbesitz (im Vorjahr war ebenfalls ein Zusammenhang zu dem damals im Aufbau
befindlichen Windpark-Portfolio gegeben). Die in diesem Portfolio im ersten Halbjahr
2017 aufgelaufenen - auf Konzernebene eliminierten -Gewinne vor Steuern betragen rund
4,5 Mio. Euro (die auf Konzernebene eliminierten Gewinne vor Steuern betrugen im Vorjahr,
bezogen auf das damalige Windparkportfolio, rund 2,5 Mio. Euro). Das Konzern-Ergebnis nach Minderheitenanteilen belief sich auf -6,5 Mio. Euro (im
Vorjahr: -7,8 Mio. Euro). Das unverwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie belief sich
auf -0,08 Euro (im Vorjahr: -0,10 Euro) und das verwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie
auf -0,08 Euro (im Vorjahr: -0,10 Euro). Aufgrund des negativen Geschäftsergebnisses und der im Berichtszeitraum durchgeführten
Dividendenzahlung in Höhe von 9,2 Mio. Euro reduzierte sich der Bilanzgewinn im Konzern
im Berichtszeitraum auf 61,2 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 76,9 Mio. Euro). Bei den im Konzern konsolidierten Tochtergesellschaften wurden im Berichtszeitraum
die wesentlichen Umsätze aus Managementvergütung und Serviceleistungen in Höhe von
3,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,7 Mio. Euro), aus Umspannwerknutzungsentgelt in Höhe
von 1,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,3 Mio. Euro) und aus Stromverkaufserlösen im Bereich
Stromerzeugung in Höhe von 3,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 12,2 Mio. Euro) erzielt. Die
Umsatzreduzierung im Bereich Stromerzeugung gegenüber dem Vorjahr ist darin begründet,
dass ein großer Teil des 142 MW-Windpark-Portfolios, welches Ende 2016 verkauft wurde,
im ersten Halbjahr 2016 bereits im laufenden Betrieb war und somit wesentlich zu den
Umsatzerlösen des Bereichs Stromerzeugung beigetragen hat. Der Teil-Konzern WKN AG wurde nach IFRS mit folgenden Werten (vor Konsolidierungseffekten)
in den Konzern der PNE WIND AG einbezogen: scroll
In den Ergebnissen des Konzerns spiegeln sich u.a. die Vorleistungen für die Weiterentwicklung
der Projektpipeline im In- und Ausland für On- und Offshore-Projekte wider. Die Vorleistungen
für in- und ausländische Projekte, die sich derzeit in der Realisierung befinden,
werden im Konzern konsolidiert und haben auf Konzernebene noch nicht zu Ergebnissen
geführt. Die bisher aufgelaufenen - auf Konzernebene eliminierten - Gewinne vor Steuern
betragen zum 30. Juni 2017 rund 4,5 Mio. Euro. b. Finanzlage / LiquiditätÜber die Liquiditätssituation und die finanzielle Lage des Konzerns gibt die Kapitalflussrechnung
Aufschluss. Zum 30. Juni 2017 standen den Konzernunternehmen eine Liquidität und Kreditlinien
für Projektzwischenfinanzierungen sowie freie Konsortial-Betriebsmittellinien in Höhe
von zusammen 174,8 Mio. Euro zur Verfügung, die in Höhe von 0,1 Mio. Euro an Kreditinstitute
verpfändet ist (im Vorjahr: 89,0 Mio. Euro, davon 3,9 Mio. Euro verpfändet). Die zur Verfügung stehende Liquidität gliedert sich auf in
Die PNE WIND AG und WKN AG verfügen zudem zusammen über eine Avalkredit-Fazilität
für Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsavale in Höhe von 10,0 Mio. Euro (Inanspruchnahme
per 30. Juni 2017: 0,5 Mio. Euro). Erläuterung:Die PNE WIND-Gruppe verfügt über einen Betriebsmittel-Konsortialkredit über 10 Mio.
Euro und eine Avalkreditfazilität in Höhe von 10 Mio. Euro. Der Konsortialkredit und
die Avalkredit-Fazilität haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017. Beide Kreditlinien enthalten Verpflichtungen zur Einhaltung von Finanzkennzahlen,
die bei Nichteinhaltung einen Kündigungsgrund zugunsten der Kreditgeber darstellen.
Zum 30. Juni 2017 wurden alle Finanzkennzahlen von der PNE WIND-Gruppe eingehalten. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
in Höhe von -37,2 Mio. Euro (im Vorjahr: -40,4 Mio. Euro) war im Wesentlichen geprägt
Beim Cash Flow aus der Investitionstätigkeit wurden im Berichtszeitraum Ein- bzw.
Auszahlungen für Investitionen in das Konzernanlagevermögen sowie aus Verkäufen von
konsolidierten Einheiten in Höhe von in Summe 8,0 Mio. Euro (im Vorjahr: in Summe
-0,4 Mio. Euro) erhalten bzw. getätigt. Die Investitionen in Sachanlagen bezogen sich
im Wesentlichen auf Investitionen in Umspannwerke für die in der Realisierung befindlichen
Windparkprojekte. Die Investitionen in konsolidierte Einheiten in Höhe von 7,5 Mio.
Euro betreffen den Kauf der Anteile an dem Holzheizkraftwerk "Silbitz". Der Verkauf
der Anteile an der PNE WIND Atlantis I GmbH und die damit zusammenhängende Rückzahlung
der Gesellschafterdarlehen führen zu einer Einzahlung aus Verkäufen von konsolidierten
Einheiten in Höhe von 18,1 Mio. Euro. Im Berichtszeitraum war der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 3,6
Mio. Euro (im Vorjahr: -5,8 Mio. Euro) im Wesentlichen geprägt durch
Im Berichtszeitraum gab es keine Wandlung von Teilschuldverschreibungen aus der Wandelanleihe
2014/2019. Zum Stichtag 30. Juni 2017 betrug das Grundkapital der PNE WIND AG somit
76.556.026,00 Euro. Zum Stichtag 30. Juni 2017 verfügte der Konzern über einen Finanzmittelfonds in Höhe
von insgesamt 122,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 39,4 Mio. Euro). c. Vermögenslagescroll
Zum Stichtag betrug die Konzern-Bilanzsumme der PNE WIND AG insgesamt 403,2 Mio. Euro.
Damit verringerte sich der Wert um rund 6,7 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember
2016. BILANZ AKTIVA![]() Die langfristigen Vermögenswerte nahmen insgesamt von 142,2 Mio. Euro zum Jahresende
2016 auf aktuell 144,2 Mio. Euro zu. Zum 30. Juni 2017 summierten sich die immateriellen
Vermögenswerte auf 67,1 Mio. Euro und blieben damit ungefähr auf dem Stand vom 31.
Dezember 2016. Die mit Abstand größten Einzelposten dieser Position sind dabei die
Firmenwerte im Segment Projektierung Windkraft in Höhe von 63,4 Mio. Euro (davon Projektierung
von Windkraftanlagen PNE 23,0 Mio. Euro und Projektierung von Windkraftanlagen WKN
40,2 Mio. Euro). Im selben Zeitraum verringerten sich die Sachanlagen um 1,1 Mio.
Euro auf 38,1 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 39,2 Mio. Euro). Hierunter fallen im Wesentlichen
Grundstücke und Bauten (11,8 Mio. Euro ohne Grundstücke und Bauten von "Silbitz"),
im Besitz oder im Bau befindliche Umspannwerke (12,0 Mio. Euro) sowie die technischen
Anlagen und Maschinen des Holzheizkraftwerks "Silbitz" (3,6 Mio. Euro inklusive Grundstücke
und Bauten in Höhe von 2,8 Mio. Euro) und der Windparks "Gerdau und Pülfringen" (6,7
Mio. Euro). Bei den kurzfristigen Vermögenswerten war im Berichtszeitraum ein Rückgang von 289,8
Mio. Euro (31. Dezember 2016) auf 259,0 Mio. Euro per 30. Juni 2017 zu verzeichnen.
Im Wesentlichen ist diese Veränderung auf die Reduzierung der Zahlungsmittel (-25,6
Mio. Euro) und des Vorratsvermögens (-6,6 Mio. Euro) zurückzuführen. Von den kurzfristigen
Vermögenswerten entfallen 8,6 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(31. Dezember 2016: 13,2 Mio. Euro). Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen reduzierten sich von 105,0
Mio. Euro (31. Dezember 2016) auf 95,5 Mio. Euro. Im Wesentlichen ist die Reduzierung
auf den Abgang der Vorräte des Offshore Projekts Atlantis I im Rahmen des Verkaufs
des Projekts im 1. Quartal 2017 zurückzuführen. Die unfertigen Leistungen gliedern sich im Wesentlichen wie folgt auf
Die in den Vorratsbeständen enthaltenen geleisteten Anzahlungen für im Bau befindliche
Onshore-Projekte haben sich von 7,9 Mio. Euro um 2,8 Mio. Euro auf 10,7 Mio. Euro
verändert. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 122,1 Mio. Euro zum 30.
Juni 2017 (per 31. Dezember 2016: 147,7 Mio. Euro). scroll
BILANZ PASSIVA![]() Auf der Passivseite verringerte sich das Konzerneigenkapital von 229,4 Mio. Euro (31.
Dezember 2016) auf 212,0 Mio. Euro zum 30. Juni 2017. Bedingt war diese Entwicklung
im Wesentlichen durch das Ergebnis des Konzerns und die Dividendenausschüttung im
Juni 2017. Die Eigenkapitalquote des Konzerns betrug zum 30. Juni 2017 ca. 53 Prozent
(per 31. Dezember 2016: ca. 53 Prozent) und die Fremdkapitalquote ca. 47 Prozent (per
31. Dezember 2016: ca. 47 Prozent). Der Rückgang der Rückstellungen ist insbesondere auf die Veräußerung des Projekts
Atlantis I und den damit einhergehenden Abgang der Rückstellungen für eine variable
Kaufpreisverpflichtung zurückzuführen. Die langfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich von 119,9 Mio. Euro Ende 2016
auf 28,0 Mio. Euro. Die Position besteht hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten
in Höhe von 25,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2016: 116,5 Mio. Euro). Zum 31. Dezember
2016 befand sich noch die Verbindlichkeit aus der im Mai und September 2013 begebenen
Unternehmensanleihe in Höhe von 100,0 Mio. Euro unter den langfristigen Verbindlichkeiten.
Aufgrund der Fälligkeit Ende Mai 2018 wird diese jetzt unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten
ausgewiesen. In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ist die im Geschäftsjahr
2014 ausgegebene Wandelanleihe 2014/2019 mit 6,6 Mio. Euro enthalten. Darüber hinaus
sind langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Volumen von 18,3
Mio. Euro (per 31. Dezember 2016: 11,3 Mio. Euro) enthalten. Im Wesentlichen sind in den Kreditverbindlichkeiten (langfristig und kurzfristig)
enthalten:
Am 30. Juni 2017 betrug die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien der PNE WIND AG 76.556.026
Stück. Es gab keine Veränderung der Aktienzahl gegenüber dem 31. Dezember 2016 (76.556.026
Stück). Im ersten Halbjahr 2017 veränderten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 53,6
Mio. Euro (31. Dezember 2016) auf 141,1 Mio. Euro, im Wesentlichen durch den jetzigen
Ausweis der 100 Mio. Euro Unternehmensanleihe unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich von 15,7 Mio.
Euro (31. Dezember 2016) auf 12,3 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel betrug die Nettoverschuldung (per 31. Dezember
2016: Nettoliquidität) (nach DVFA - Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset
Management) am 30. Juni 2017 somit -11,0 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 20,1 Mio. Euro). 7. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenEs haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2016 keine wesentlichen Änderungen mit Ausnahme
der Bestellung von Herrn Dr. Kruse, Herrn Egger und Herrn Schuhbauer ergeben. 8. Entwicklung und InnovationenForschungs- und Entwicklungsaktivitäten fanden im Konzern der PNE WIND AG im Berichtszeitraum
nicht statt. 9. Wesentliche Ereignisse nach Ende des BerichtszeitraumsNach Ende des Berichtszeitraums wurde im Juli 2017 das US-amerikanische Windparkprojekt
"Vivaldi" veräußert. Die Windkraft Nord USA Inc., ein Unternehmen des Husumer Projektentwicklers
und mehrheitlich zur PNE WIND-Gruppe gehörenden WKN AG, hat die Projektrechte am US-Windenergievorhaben
"Vivaldi Springtime" an die Pattern Energy Group 2 LP ("Pattern Development") verkauft.
Pattern Development ist eines der führenden Unternehmen in der Entwicklung von Erneuerbaren-Energien-
und Stromnetz-Projekten. In seiner langen Geschichte im Windenergiesektor hat Pattern
Development bislang Windprojekte mit über 4.000 Megawatt entwickelt, finanziert und
in Betrieb genommen. Die Rechte des 80 Megawatt-Projektes Vivaldi Springtime im US-Bundesstaat Montana
wurden baureif inklusive des Power-Purchase-Agreements (PPA / Stromabnahmevertrag)
und des Netzanschlusses an Pattern Development verkauft. Vivaldi Springtime ist nach
US-Recht eine sogenannte "qualifizierte Anlage" und genießt somit als Erneuerbare-Energien-Anlage
einen Abnahmevorrang. Der Baubeginn ist für 2017 geplant, die Inbetriebnahme soll Mitte 2018 erfolgen. Die
Vertragspartner haben darüber hinaus eine Option für eine Erweiterung des Projektes
vereinbart. 10. Risiko- und ChancenberichtInformationen zu Chancen und Risiken der PNE WIND AG finden sich im Kapital "Risiko-
und Chancenbericht" des Geschäftsberichts 2016, der auf der Internetseite der Gesellschaft
unter www.pnewind.com verfügbar ist. Der Vorstand hat im Laufe der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2017 darüber
hinaus keine wesentlichen Ergänzungen oder Veränderungen zu den im Geschäftsbericht
zum Geschäftsjahr 2016 dargestellten Risiken festgestellt. 11. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf unserer Internetseite www.pnewind.com
im Bereich "Investor Relations" unter Corporate Governance veröffentlicht und kann
dort heruntergeladen werden. 12. Ausblick / PrognoseDie PNE WIND-Gruppe ist ein international auf drei Kontinenten tätiger Windkraft-Pionier
aus Deutschland und einer der erfahrensten On- und Offshore-Windpark-Projektierer.
Das Unternehmen vereint wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischer Verantwortung. Dabei
bearbeitet es die gesamte Wertschöpfungskette rund um Windparks von der Entwicklung,
Projektierung, Realisierung und dem Vertrieb über den Betrieb von Windparks bis hin
zum Repowering - also dem Ersatz älterer Windenergieanlagen durch neue auf dem aktuellen
Stand der Technik. Wir wollen Projekte mit einer hohen Qualität, die internationale Standards erfüllt
und eine gesicherte Projekt-Finanzierung auf internationalem Niveau möglich macht,
entwickeln. Möglich ist eine solche Projekt-Qualität durch die Sicherstellung der
Prognose für den Projektzeitplan und den Kostenrahmen von der Entwicklung bis zur
Inbetriebnahme. Die Effektivität über die gesamte Wertschöpfungskette soll jedoch weiter gesteigert
werden, um eine Senkung der Projektkosten zu erreichen. Zusätzlich gilt es, neue Zukunftsmärkte
in Wachstumsregionen zu erschließen und eine Optimierung der Wertschöpfungskette vor
allem im Dienstleistungsbereich, dem Betriebsmanagement für Windparks und Umspannwerke,
zu erreichen. Nach dem erfolgreichen Aufbau und Verkauf eines Windpark-Portfolios im vergangenen
Jahr verfolgen wir das Ziel, bis 2019/2020 ein europäisches Portfolio mit Windparks
von insgesamt über 200 MW zu realisieren und dabei auch die eigenen Stromerzeugungskapazitäten
weiter aufzubauen. Das Portfolio soll vorrangig Windparks in Deutschland und Frankreich
umfassen, die sich bereits in der Entwicklung befinden. Mit dem Bau der ersten deutschen
Windparks wurde bereits im ersten Halbjahr 2017 begonnen. Der Aufbau des neuen Portfolios
kann durch selbstentwickelte Windpark-Projekte, den Zukauf von Altwindparks zum späteren
Repowering und den verstärkten Ankauf von teilentwickelten Projekten erfolgen. Die für diese Planungen erforderlichen Anfangsinvestitionen werden sich auf die Ergebnisse
des Geschäftsjahres 2017 auswirken. Für 2017 erwartet der Vorstand daher unverändert
ein Konzern-EBIT im Bereich von 0 bis 15 Mio. Euro. Trotz der notwendigen Investitionen
in die Zukunft erwarten wir also auch im Jahre 2017 positive Ergebnisse. Cuxhaven, 9. August 2017 PNE WIND AG, Vorstand Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2017KONZERN GESAMTERGEBNISRECHNUNG (IFRS)scroll
KONZERN-BILANZ (IFRS)Aktivascroll
Passivascroll
KAPITALFLUSSRECHNUNG KONZERN (IFRS)scroll
Ergänzende Angaben: Der Wert des Finanzmittelfonds entspricht zum 30. Juni der Bilanzposition
"Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente". KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL (IFRS)scroll
scroll
Verkürzter Konzernanhang der PNE WIND AG, Cuxhaven, für die ersten sechs Monate 20171. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2017 der PNE WIND
AG und ihrer Tochtergesellschaften ist nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt,
wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Vom IASB verabschiedete neue
Standards werden grundsätzlich ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens angewendet, wie
sie in der EU zu berücksichtigen sind. Im Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2017 zum 30. Juni
2017 wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2016. Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt.
Der Steueraufwand wird in der PNE WIND-Gruppe basierend auf einer Schätzung des in
den jeweiligen Gesellschaften zu versteuernden Einkommens ermittelt. Das verwässerte
Ergebnis pro Aktie berücksichtigt gemäß IAS 33 die potentiellen Aktien aus den Wandelanleihen. 2. FinanzinstrumenteIm Laufe der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2017 sind keine wesentlichen
Ergänzungen oder Veränderungen zu den im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2016
aufgeführten Werten aufgetreten. Die nachfolgenden Tabellen zeigen, unter Angabe der Kategorien, die Buchwerte und
beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten. scroll
LaR = Kredite und Forderungen AfS = zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte enthalten nicht börsennotierte
Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht zuverlässig bestimmbar
waren und die daher am 30. Juni 2017 in Höhe von TEUR 1.874 (31. Dezember 2016: TEUR
1.118) zu Anschaffungskosten bewertet worden sind. Für sie bestand am Bilanzstichtag
keine Verkaufsabsicht. Die Finanzverbindlichkeiten betreffen Wandelschuldverschreibungen, Anleihen, Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten sowie sonstige Finanzverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte der in den Tabellen aufgeführten Finanzinstrumente wurden
analog zum 31. Dezember 2016 auf Basis der am Stichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen
und der nachstehend dargestellten Methoden und Annahmen ermittelt. In der aktuellen
Berichtsperiode wurden wie in der Vergleichsperiode keine Umgliederungen zwischen
den Hierarchiestufen vorgenommen. scroll
FLHfT = Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten FLAC = Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 3. KonsolidierungskreisDie Unternehmensstruktur hat sich im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem 31. Dezember
2016 durch die erstmalige Einbeziehung von Gesellschaften und die Entkonsolidierung
von veräußerten Gesellschaften verändert. Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften erstmalig in den Konzernkreis einbezogen: PNE WIND Middle East GmbH, Cuxhaven (100 Prozent), PNE WIND West Europe GmbH, Cuxhaven (100 Prozent), PNE WIND West Europe Verwaltungs GmbH, Cuxhaven (100 Prozent), PNE WIND Türkei HoldCo I GmbH, Cuxhaven (100 Prozent). Es handelt sich hierbei um vor kurzem durch die PNE-Gruppe gegründete Gesellschaften.
Wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben sich aus
diesen Vorgängen zum 30. Juni 2017 nicht ergeben. Im Berichtszeitraum ist folgende Gesellschaft bzw. sind Anteile an der Gesellschaft
veräußert worden: 100% der Anteile an der PNE WIND Atlantis I GmbH, Cuxhaven (Abgang aus dem Segment
Projektierung von Windkraftanlagen). Die Zahlung für die Gesellschaftsanteile inkl. der Rückführung der Gesellschafterdarlehen
belief sich auf rund 18,1 Mio. Euro. Zusätzlich wurde durch den Käufer eine bei Verkauf
der Anteile zu leistende Zahlung aus dem damaligen Kaufvertrag mit dem vorherigen
Eigentümer geleistet. Über Meilensteinzahlungen profitiert PNE WIND AG zusätzlich
an einer weiteren Wertsteigerung des Projekts infolge der Weiterentwicklung durch
den Käufer. Durch die Entkonsolidierung der PNE WIND Atlantis I GmbH sind Vermögenswerte aus dem
Konzern in Höhe von insgesamt rd. 22,1 Mio. Euro, die im Wesentlichen aus den aktivierten
Leistungen des Projekts (Unfertige Erzeugnisse) bestanden, sowie Schulden und Rückstellungen
aus dem Konzern in Höhe von rd. 8,6 Mio. Euro zzgl. der Gesellschafterdarlehen in
Höhe von 14,9 Mio. Euro abgegangen. Aus der Entkonsolidierung der Gesellschaft ergab
sich ein Ertrag von rund 1,3 Mio. Euro. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung
der Gesellschaft betrug rd. 3,3 Mio. Euro zzgl. der Rückführung der Gesellschafterdarlehen
(zusammen rd. 18,1 Mio. Euro). Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel
der Gesellschaft betrugen TEUR 1. Der Veräußerungsgewinn ist in den Umsatzerlösen
im Konzern enthalten. Zudem wurden zum 30. Juni 2017 die Gesellschaften Ukrainische Windenergie Management
GmbH, Husum, und New Energy Association International GmbH, Husum, die keine Geschäftstätigkeit
mehr haben, aufgrund der untergeordneten Bedeutung entkonsolidiert (Abgang aus dem
Segment Projektierung von Windkraftanlagen). Aus der Entkonsolidierung der Gesellschaften
haben sich keine wesentlichen Effekte ergeben. 4. Wesentliche Ereignisse nach Ende des BerichtszeitraumsHinsichtlich der wesentlichen Ereignisse nach Ende des Berichtzeitraums verweisen
wir auf Tz. 9 des Konzernzwischenlageberichts. SEGMENTBERICHTERSTATTUNGDie Ermittlung und Darstellung der Segmentberichterstattung zum 30. Juni 2017 hat
sich lediglich in der Zusammensetzung der einzelnen Segmente geändert. Das Segment "Projektierung von Windkraftanlagen" wurde um die erstmalig konsolidierte
Gesellschaften PNE WIND Middle East GmbH, PNE WIND West Europe GmbH, PNE WIND West
Europe Verwaltungs GmbH und die PNE WIND Türkei HoldCo I GmbH erweitert. Weiterhin
wurden mit dem Verkauf der Anteile die PNE WIND Atlantis I GmbH sowie aufgrund der
nunmehr untergeordneten Bedeutung die Gesellschaften Ukrainische Windenergie Management
GmbH und New Energy Association International GmbH entkonsolidiert (bisher im Segment
"Projektierung von Windkraftanlagen" enthalten). Für weitere Details zur Segmentberichterstattung verweisen wir auf den Geschäftsbericht
2016. Den Werten per 30. Juni 2017 sind die Werte per 30. Juni 2016 bzw. beim Segmentvermögen/Segmentschulden
die Werte vom 31. Dezember 2016 gegenübergestellt. scroll
Cuxhaven, 9. August 2017 PNE WIND AG, Vorstand Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die PNE WIND AG, CuxhavenWir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus verkürzter Gesamtergebnisrechnung,
verkürzter Bilanz, verkürzter Kapitalflussrechnung, verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung,
verkürzter Segmentberichterstattung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben
- und den Konzernzwischenlagebericht der PNE WIND AG, Cuxhaven, für den Zeitraum vom
1. Januar bis 30. Juni 2017, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach §
37w Abs. 2 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den International Financial Reporting Standards
(IFRS) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des
Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften
des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe
ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und zu dem Konzernzwischenlagebericht
auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
der PNE WIND AG, Cuxhaven, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der
Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden
ist. Hamburg, den 9. August 2017 Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. PNE WIND AG, Vorstand Markus Lesser Jörg Klowat Kurt Stürken |
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