PNE AG

Cuxhaven

Halbjahresfinanzbericht 2019

Halbjahresfinanzbericht und Bericht über das zweite Quartal 2019

Konzernzwischenlagebericht für das erste Halbjahr 2019

1. Politische Rahmenbedingungen

Die politischen Rahmenbedingungen haben sich gegenüber der Darstellung im Konzernlagebericht 2018 nicht wesentlich verändert.

Insgesamt befinden sich die internationalen Märkte weiterhin in einem Wandel, an den sich die Aktivitäten der PNE-Gruppe anpassen müssen, um Risiken zu minimieren und neue Chancen zu nutzen. Während die Rahmenbedingungen für den Ausbau der Windenergie in Ungarn, Bulgarien und Rumänien schwierig bleiben, sind sie in Frankreich, Schweden und Polen besser geworden. Für den wirtschaftlichen Ausbau der Photovoltaik sind die Rahmenbedingungen in ausgewählten Märkten gegeben. Der Vorstand ist zuversichtlich, durch die erweiterte Unternehmensstrategie und weitere Internationalisierung unter anderem in Europa sowie auf neuen Märkten in Lateinamerika die Unternehmensentwicklung positiv voranbringen zu können.

2. Unternehmensstruktur

Die Änderungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegenüber dem 31. Dezember 2018 werden im verkürzten Konzernanhang unter 3. Konsolidierungskreis erläutert.

3. Allgemeine Rechnungslegungsgrundsätze

Im Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2019 zum 30. Juni 2019 wurde erstmalig der neue Rechnungslegungsstandard "IFRS 16 Leasingverhältnisse" angewendet. Darüber hinaus wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018.

Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt. Der Steueraulwand wird in der PNE-Gruppe basierend auf einer Schätzung des in den jeweiligen Gesellschaften zu versteuernden Einkommens ermittelt.

4. Organisation und Mitarbeiter

Im Konzern der PNE AG waren zum 30. Juni 2019 insgesamt 386 Personen (im Vorjahr: 366) inkl. Vorstände beschäftigt. Die Mitarbeiter der Beteiligungsunternehmen sind in dieser Zahl enthalten.

5. Überblick Geschäftstätigkeit

Zusammenfassung der operativen Entwicklung

Das operative Geschäft der PNE-Gruppe war im ersten Halbjahr 2019 geprägt von der Entwicklung, Realisierung und dem Verkauf von Windparkprojekten an Land in Deutschland, Schweden, Polen, Italien und Frankreich. Besonders bemerkenswert ist im Berichtszeitraum der Verkauf von Projekten in Schweden und Polen mit zusammen 245 MW, für die PNE im Auftrag der Käufer das Baumanagement übernehmen und sie später im Betrieb betreuen wird. Darüber hinaus wurden in Italien die Rechte an Projekten mit zusammen 44,4 MW Nennleistung veräußert.

Fertiggestellt und in Betrieb genommen wurden im ersten Halbjahr vier Windparkprojekte mit zusammen 72,5 MW in Deutschland, Frankreich und Schweden.

Aufgrund der Fertigstellung von Projekten hat sich die Nennleistung der im Eigenbetrieb befindlichen Windparks auf 83,4 MW erhöht. Davon sind Windparks mit zusammen 71,3 MW für das im Aufbau befindliche "Windparkportfolio 2020" vorgesehen. Weitere befinden sich im Bau und in den Genehmigungsverfahren.

In Bau befanden sich zum 30. Juni 2019 in Deutschland, Polen und Schweden sieben Windparks. In diesen werden insgesamt 92 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von zusammen 331,7 MW errichtet. Vier dieser Projekte (290,4 MW) wurden bereits verkauft. Für diese ist PNE im Rahmen des Baumanagements als Dienstleister für die Käufer tätig.

Bereits im ersten Quartal 2019 hat PNE die Geschäftstätigkeit durch den Eintritt in den Markt in Panama ausgeweitet. In Panama wurden fünf Projekte übernommen, die sich zum Teil bereits in einer sehr fortgeschrittenen Phase der Entwicklung befinden. Wesentliche Schritte zum Erreichen der Genehmigungen sind für die Mehrheit der Projekte bereits erfüllt. PNE sieht gute Chancen, von Panama aus auch in anderen Märkten in Mittel- und Südamerika tätig zu werden.

Weiter ausgebaut wurde die Kompetenz bei Dienstleistungen rund um Windenergieanlagen. Das Konzernunternehmen "MEB Safety Services GmbH" übernahm im ersten Quartal 2019 Materialbestände und Personal der "argus GmbH", die auf Dienstleistungen bei der Hinderniskennzeichnung von Windenergieanlagen spezialisiert ist.

Neuordnung der Segmente

Die strategische Erweiterung des Geschäftsmodells mittels des Konzepts "Scale up" hat Auswirkungen auch auf die Segmente und die Segmentberichterstattung. Die bisherigen zwei Segmente "Projektierung von Windkraftanlagen" und "Stromerzeugung" sind auf jetzt drei erweitert worden: "Projektentwicklung", "Services" und "Stromerzeugung". Das bisherige Segment "Projektierung von Windkraftanlagen" wurde aufgeteilt, und die beiden Segmente "Projektentwicklung" und "Services" sind daraus neu entstanden.

Aufgrund der Neugestaltung der Segmentstruktur im Konzern sind die Werte der Segmente (siehe u. A. Segmentberichterstattung) mit dem Vorjahr nur noch teilweise vergleichbar.

Segment Projektentwicklung

Teilbereich Windenergie an Land

Die Entwicklung und Realisierung von Windparkprojekten an Land wurde im ersten Halbjahr 2019 sowohl in Deutschland als auch in den Auslandsmärkten kontinuierlich fortgeführt.

Überblick über den Stand der Projektaktivitäten Windenergie an Land der PNE-Gruppe per 30. Juni 2019 in MW:

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Land I-II III IV Total MW
Deutschland 1.325 262 41 1.628
Bulgarien 121 0 0 121
Frankreich 296 226 0 522
Großbritannien 43 0 0 43
Italien 40 0 0 40
Kanada 505 0 0 505
Panama 352 0 0 352
Polen 92 0 0 92
Rumänien 54 102 0 156
Südafrika 230 30 0 260
Schweden 0 59 0 59
Türkei 629 71 0 700
Ungarn 0 42 0 42
USA 266 166 0 432
Total 3.953 958 41 4.952


Phase I - II = Erkundung und Entwicklung

Phase III = Planung

Phase IV = Errichtung bis Übergabe

Deutschland

In Deutschland bearbeitete die PNE-Gruppe zum 30. Juni 2019 Windparks mit einer Nennleistung von rund 1.628 MW in den verschiedenen Phasen der Projektentwicklung. Davon befanden sich zum Ende des Berichtszeitraums die Windparks "Kittlitz" (20,7 MW), "Neuenwalde" (7,2 MW) sowie "Wölsickendorf" (16,8 MW) in Bau. Im Projekt "Kittlitz" wurde eine der Windenergieanlagen verkauft, die von uns für den Käufer errichtet wird. Die Windparks in Bau haben vorher erfolgreich die Ausschreibungen durchlaufen.

Zwei Projekte konnten im Berichtszeitraum fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. Dies sind die Windparks "Gerdau-Repowering" (Niedersachsen) mit sechs Windenergieanlagen (21,6 MW) und "Schlenzer" (Brandenburg) mit zwei Windenergieanlagen (6,5 MW). Diese Windparks werden seitdem im Rahmen des "Windparkportfolios 2020" zunächst im Eigenbetrieb betrieben.

Auslandsmärkte

Auch im Ausland hat die PNE-Gruppe das Kerngeschäft der Projektentwicklung kontinuierlich weitergeführt. Gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2018 gab es in den Auslandsmärkten folgende Veränderungen:

Panama

Im Februar 2019 ist PNE in den lateinamerikanischen Markt für Erneuerbare Energien eingetreten. Panama soll das Eingangstor des PNE-Konzerns für die Entwicklung des Geschäftes in dieser Region werden. Im Rahmen der strategischen Erweiterung des Geschäftsmodells mittels des Konzepts "Scale up" hat PNE die Erschließung ausländischer Märkte als einen der wichtigen Eckpfeiler der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung definiert.

Über Tochtergesellschaften wurden in Panama fünf Projekte von der innoVent Central America S.A., Panama, einer Tochtergesellschaft der innoVent GmbH in Varel, Deutschland, übernommen. Zum Teil befinden sich die Projekte bereits in einer sehr fortgeschrittenen Phase der Entwicklung. Sie werden von uns jetzt optimiert und weiterentwickelt.

PNE setzt in Panama auf den sich entwickelnden Markt für Erneuerbare Energien. Die Vermarktung des in den Projekten nach der Inbetriebnahme erzeugten Stroms soll über privatrechtliche direkte Stromlieferungsverträge (PPA) erfolgen.

Frankreich

Weiterhin erfolgreich ist die PNE-Gruppe auf dem französischen Markt mit einer eigenen Projektpipeline von rund 522 MW. Abgeschlossen wurde der Bau des bereits früher veräußerten Windparks "Laperriere", mit acht Windenergieanlagen (19,2 MW).

Schweden

In Schweden konnte bereits im ersten Quartal 2019 das von der PNE-Gruppe entwickelte und in 2017 veräußerte Windparkprojekt "Laxaskogen" (25,2 MW) komplett errichtet und in Betrieb genommen werden. Die Bauphase wurde von PNE im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages mit dem Käufer des Windparks betreut.

Im zweiten Quartal wurde das Projekt "Malarberget" (113 MW) veräußert. Im Auftrag des Käufers wird PNE für den Windpark das Baumanagement übernehmen und ihn anschließend in der Betriebsphase weiter betreuen.

Polen

In Polen wurde innerhalb weniger Monate der zweite Projekterfolg erreicht. Nachdem Ende 2018 das Projekt "Barwice" (42 MW) veräußert werden konnte, war dies im Berichtszeitraum für das Windparkprojekt "Jasna" (132 MW) der Fall. Auch für dieses Projekt hat PNE im Auftrag des Käufers das Baumanagement übernommen und wird den Windpark anschließend in der Betriebsphase weiter betreuen.

USA

In den USA wurden die Rechte an dem von PNE entwickelten Windparkprojekt "Burleigh" veräußert. Das Projekt "Burleigh" befindet sich im amerikanischen Bundesstaat North Dakota. Es umfasste Landpachtverträge von über 15.000 Hektar mit privaten Landbesitzern. Das Projekt befand sich zudem in der Warteposition für den Netzanschluss für 298 MW.

Teilbereich Windenergie auf See

Die hohe Kompetenz der PNE-Projektentwicklung auf See führt zu sichtbaren Erfolgen: PNE konnte in den vergangenen Jahren bereits acht Windparkprojekte auf See nach der Entwicklung veräußern. Hierzu gehören die Projekte "Atlantis I", "Borkum Riffgrund" und "Gode Wind". PNE ist weiterhin für die veräußerten Projekte als Dienstleister tätig.

Vier von PNE entwickelte und nach der Genehmigung veräußerte Windparks auf See wurden bereits von den Käufern errichtet und in Betrieb genommen: "Borkum Riffgrund 1", "Gode Wind 1" sowie "Gode Wind 2" und zuletzt in 2019 "Borkum Riffgrund 2" mit zusammen 1.344 MW Nennleistung.

Im Bereich Windenergie auf See prüft PNE auch Möglichkeiten zur Erzeugung von anderen Energieträgern wie etwa Wasserstoff.

PNE prüft weiterhin die Möglichkeit des Einstiegs in die Entwicklung von Meereswindparks vor den Küsten der USA. Die US-amerikanische Meeresenergiebehörde "United States Bureau of Ocean Energy Management (BOEM)" arbeitet derzeit daran, weitere Flächen für Windparks auf See in den bundesstaatlich kontrollierten Küstengewässern zu verpachten. In 2018 wurde eine Ausschreibung für drei Flächen vor der US-amerikanischen Ostküste (Massachussetts) durchgeführt. Diese endete mit Zuschlägen für Gebote von zusammen 405 Mio. US-Dollar. Dies belegt den Wert von Windprojekten auf See vor der US-Küste und zeigt, dass sich dieser Markt künftig weiter entwickeln wird. PNE beteiligte sich nach erfolgreicher Präqualifikation als eines von elf Unternehmen an der Ausschreibung. Derzeit bereitet PNE sich auf zukünftige Ausschreibungen vor.

Teilbereich Photovoltaik

Photovoltaik ist in den vergangenen Jahren immer kostengünstiger und damit auch in der Stromerzeugung marktfähiger geworden. Die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Photovoltaikprojekten sind zudem in vielen Ländern gegeben. Daher ist die Entwicklung von Photovoltaikprojekten Bestandteil der strategischen Erweiterung des Geschäftsmodells. Derzeit werden zahlreiche Märkte konkret geprüft. Besonderes Augenmerk liegt dabei zunächst auf Deutschland, Frankreich und Rumänien sowie weiteren internationalen Märkten.

Das Segment "Projektentwicklung" hat im ersten Halbjahr 2019 ein EBITDA von 13,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 8,3 Mio. Euro) und ein EBIT von 12,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 7,4 Mio. Euro) erreicht.

Segment Services

Im Segment Services wird künftig zusammenfassend über Dienstleistungen berichtet. Hierzu zählen unter anderem technisches und kaufmännisches Betriebsmanagement, Baumanagement, Umspannwerksdienstleistungen, Windmessungen, Finanzierungs- und

Stromvermarktungsdienstleistungen.

Das internationale Geschäft des Betriebsmanagement wurde im Berichtszeitraum durch Aktivitäten in Frankreich, Schweden und Polen ausgeweitet.

Im schwedischen Windpark "Laxaskogen", der von PNE entwickelt und verkauft wurde, haben Konzernunternehmen bis zur Inbetriebnahme Dienstleistungen im Baumanagement erbracht. Mit diesem Projekt setzte PNE einmal mehr erfolgreich die Strategie um, den Anteil von Dienstleistungen zu erhöhen. Dies soll bei dem im zweiten Quartal 2019 verkauften schwedischen Projekt "Malarberget" ebenfalls erfolgen. Auch für die polnischen Projekte "Barwice" und "Jasna", die von Konzernunternehmen entwickelt, erfolgreich durch die Ausschreibung geführt und verkauft ("Barwice" Ende 2018, "Jasna" im April 2019) wurden, ist die Übernahme von Dienstleistungen während der Bau- und der Betriebsphase vertraglich gesichert.

Das Segment "Services" hat im ersten Halbjahr 2019 ein EBITDA von 2,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,2 Mio. Euro) und ein EBIT von 0,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) erreicht.

Segment Stromerzeugung

Im Segment Stromerzeugung sind alle Aktivitäten von Konzernunternehmen gebündelt, die unmittelbar mit der Erzeugung von Elektrizität aus sauberen Energien befasst sind. Dieser Bereich beinhaltet im Wesentlichen die von PNE selbst betriebenen Windparks "Laubuseschbach", "Gerdau-Repowering", "Pülfringen", "Erfeld", "Kührstedt-Alfstedt" und "Schlenzer" mit einer Nennleistung von zusammen rund 83,4 MW sowie das Holzheizkraftwerk in Silbitz mit rund 5,6 MW. Außerdem umfasst das Segment Anteile an Kommanditgesellschaften, in denen künftige Projekte umgesetzt werden sollen.

Bis zum erfolgreichen Verkauf von Windparks und der Übergabe an die Betreiber werden im Segment "Stromerzeugung" im Rahmen der Segmentberichterstattung laufende Einnahmen dieser Projekte ausgewiesen.

Das Segment "Stromerzeugung" hat im ersten Halbjahr 2019 ein EBITDA von 6,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 4,7 Mio. Euro) und ein EBIT von 2,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,5 Mio. Euro) erzielt.

Veränderungen

Gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2018 gab es im operativen Bereich darüber hinaus keine weiteren wesentlichen Änderungen.

6. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die im Folgenden aufgeführten Zahlen wurden für den Konzern nach IFRS ermittelt und dargestellt. Für die Konzern-Finanzinformationen über das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 zum 30. Juni 2019 wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, mit Ausnahme der erstmaligen Anwendung des nachfolgenden IFRS-Standards, angewandt wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018.

Die Zahlen im Text und in den Grafiken wurden kaufmännisch gerundet, geringfügige Rundungsdifferenzen sind jedoch möglich. Die Angaben und Zahlen zu den Segmenten sind aufgrund der Neugestaltung der Segmente nur noch teilweise mit dem Vorjahr vergleichbar.

IFRS 16 Leasingverhältnisse

IFRS 16 regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen und ersetzt den Vorgängerstandard IAS 17. Nach dem neuen Standard besteht nunmehr eine grundsätzliche Bilanzierungspflicht von Rechten und Pflichten aus Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer. Demzufolge bilanzieren Leasingnehmer künftig das Nutzungsrecht aus einem Leasinggegenstand (sog. right-of-use asset) sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit. Es handelt sich bei den "Leasingverhältnissen" im PNE-Konzern u.A. um Leasingverträge (z.B. KfZ-Leasing), Mietverträge (z.B. für das Gebäude in Husum) und Pachtverträge (z.B. im Zusammenhang mit dem "Windparkportfolio 2020").

Die PNE-Gruppe hat erstmalig zum 1. Januar 2019 unter Anwendung der modifiziert retrospektiven Übergangsmethode Leasingverhältnisse nach den Vorgaben des IFRS 16 bilanziert. Aufgrund der erstmaligen Erfassung der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten, die in den Bilanzpositionen "kurzfristige und langfristige Finanzverbindlichkeiten" ausgewiesen werden, in gleicher Höhe hat sich die Bilanzsumme um rund 42,5 Mio. Euro zum 30. Juni 2019 erhöht. Der Anstieg der Finanzschulden wirkt sich negativ auf die Nettoliquidität der PNE-Gruppe aus. Aufgrund der Erhöhung der Bilanzsumme durch die erstmalige Anwendung des IFRS 16, bei fast gleichgebliebenem Eigenkapital gegenüber dem 31. Dezember 2018, reduziert sich die Eigenkapitalquote im Konzern um rund 3 bis 4 Prozent. Im Gegensatz zur bisherigen Vorgehensweise, nach der Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse vollständig im operativen Ergebnis gezeigt wurden, werden nach IFRS 16 nur noch die Abschreibungen auf die Nutzungsrechte dem operativen Ergebnis zugerechnet (im Berichtszeitraum: 1,6 Mio. Euro). Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen (im Berichtszeitraum: 0,5 Mio. Euro). Auf Basis der zum 1. Januar 2019 bestehenden Leasingverhältnisse hat sich im operativen Ergebnis (Konzern-EBIT) des Berichtszeitraums eine Verbesserung im Bereich von rund 0,3 Mio. Euro ergeben. Auf das Ergebnis vor Steuern (EBT) hat sich eine Verschlechterung von -0,2 Mio. Euro ergeben. In diesen Positionen der Gesamtergebnisrechnung ist dadurch ein Vergleich mit dem Vorjahr nur teilweise möglich.

Veränderte Segmentberichterstattung

Die Ermittlung und Darstellung der Segmentberichterstattung zum 30. Juni 2019 hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2018 verändert.

Die strategische Erweiterung des Geschäftsmodells mittels des Konzepts "Scale up" hat Auswirkungen auch auf die Segmente und die Segmentberichterstattung. Die Segmente sind auf jetzt drei erweitert worden: "Projektentwicklung", "Services" und "Stromerzeugung".

Im Segment "Projektentwicklung" wird über die Teilbereiche Windkraft an Land national und international, Windkraft auf See national und international, Photovoltaikprojekte national und international sowie weitere Projekte berichtet.

Im Segment "Services" wird zusammenfassend über Dienstleistungen berichtet. Hierzu zählen unter anderem technisches und kaufmännisches Betriebsmanagement, Baumanagement, Umspannwerksdienstleistungen, Windmessungen, Finanzierungs- und Stromvermarktungsdienstleistungen.

Im Segment "Stromerzeugung" bleiben wie bisher alle Aktivitäten von Konzernunternehmen gebündelt, die unmittelbar mit der Erzeugung von Elektrizität aus sauberen Energien befasst sind.

a. Ertragslage

Gesamtleistung / Umsatz

Der PNE-Konzern erzielte gemäß IFRS in den ersten sechs Monaten 2019 eine Gesamtleistung von 85,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 38,2 Mio. Euro). Davon entfallen 65,6 Mio. Euro auf Umsatzerlöse (im Vorjahr: 28,4 Mio. Euro), 18,8 Mio. Euro auf Bestandsveränderungen (im Vorjahr: 6,2 Mio. Euro) sowie 1,2 Mio. Euro auf sonstige betriebliche Erträge (im Vorjahr: 3,5 Mio. Euro).

Gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 wurden im Berichtszeitraum 2019 Projekte mit größeren MW-Zahlen verkauft, was im Wesentlichen zu der Umsatzsteigerung im Konzern geführt hat.

Im ersten Halbjahr 2019 wurden:

Im Segment "Projektentwicklung" interne Umsätze von 34,3 Mio. Euro u.A. für Generalunternehmer- und Projektentwicklungsleistungen für die eigenen Windparks "Gerdau-Repowering" und "Schlenzer" sowie externe Umsätze von 50,6 Mio. Euro u.A. aus Projektverkäufen in Polen, Schweden und den USA, aus vertraglichen Meilensteinzahlungen von im In- und Ausland bereits in 2018 verkauften Windparkprojekten, z.B. in Frankeich, sowie von Projektentwicklungs- und Generalunternehmerleistungen bei aktuellen Windparkprojekten im Ausland abgerechnet. Die "echte" Leistung des Segments "Projektentwicklung" zeigt sich bei der Betrachtung der Nennleistung der Projekte, die fertiggestellt, veräußert oder mit deren Bau begonnen wurde. Diese summierte sich in 2019 auf rund 404 MW (im Vorjahr: rund 104 MW). Bei einem angenommenen mittleren Investitionsvolumen von rund 1,4 bis 1,8 Mio. Euro pro installiertem MW Nennleistung für Windenergieprojekte wurden damit Investitionen von rund 565 bis 727 Mio. Euro (im Vorjahr: 145 bis 186 Mio. Euro) initiiert.

im Segment "Services" externe Umsätze von 7,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 4,6 Mio. Euro) abgerechnet. Die Wesentlichen Umsätze wurden aus kaufmännischem und technischem Betriebsmanagement und aus Umspannwerksdienstleistungen erzielt.

im Segment "Stromerzeugung" im Berichtszeitraum rund 7,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 6,7 Mio. Euro) an externen Umsätzen erzielt. Im Wesentlichen entfielen diese Umsätze auf die Stromerlöse des "Windparkportfolios 2020" im Eigenbestand (5,0 Mio. Euro) sowie auf die Umsätze des HKW Silbitz (1,9 Mio. Euro). Ein wesentlicher Grund für die höheren Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist, dass die Anzahl der bereits seit 1. Januar 2019 im Eigenbetrieb befindlichen Windenergieanlagen größer war als im Vorjahr am 1. Januar 2018 und daher in 2019 eine höhere Strommenge produziert werden konnte.

Im 1. Halbjahr 2019 wurden die erbrachten Leistungen für die im Eigenbesitz befindlichen Windparkprojekte "Gerdau-Repowering" und "Schlenzer" über die Bestandsveränderungen gezeigt, was die Erhöhung des Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erklärt.

Der Aufwand für das Personal stieg im Konzern gegenüber dem Vorjahr aufgrund der im Vergleich höheren Mitarbeiterzahl (386 Mitarbeiter inkl. Vorstände per 30. Juni 2019 gegenüber 366 Mitarbeiter inkl. Vorstände per 30. Juni 2018) und der gestiegenen Gehälter für qualifiziertes Personal an. Die Erhöhung der Mitarbeiterzahl erfolgt im Rahmen der Anpassung der Organisation an die neue Strategie, die der Konzern mit dem "Scale-up"-Konzept verfolgt.

Die erstmalige Anwendung des "IFRS 16 Leasingverhältnisse" hat Auswirkungen auf die Werte der Abschreibungen, sonstigen betrieblichen Aufwendungen und des Zinsaufwands in der Gesamtergebnisrechnung. Im ersten Halbjahr 2019 wurden sonstige betriebliche Aufwendungen von rund 1,9 Mio. Euro an Leasingaufwendungen aufgrund des IFRS 16-Standards nicht ausgewiesen, dafür wurden rund 1,6 Mio. Euro Abschreibungen und rund 0,5 Mio. Euro Zinsaufwand in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 8,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 8,3 Mio. Euro) liegen im Konzern geringfügig unter dem Vorjahreswert und gliedern sich im Wesentlichen auf in Aufwendungen aus Rechts- und Beratungskosten, Werbe- und Reisekosten, Versicherungen und Beiträge, Reparatur- und Instandhaltungsaufwand (im Wesentlichen beim Holzheizkraftwerk "Silbitz" sowie bei den Windparks des "Windparkportfolios 2020").

Die Abschreibungen erhöhten sich um 0,9 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 5,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 4,7 Mio. Euro). Im Wesentlichen sind die Abschreibungen im Segment "Stromerzeugung" beim Holzheizkraftwerk "Silbitz" sowie bei den im Konzern konsolidierten Projekten des "Windparkportfolios 2020" angefallen. Der höhere Wert gegenüber dem Vorjahreswert liegt im Wesentlichen an der Anwendung des "IFRS 16 Leasingverhältnisse" (siehe Erläuterung bei der Einleitung zur "Vermögens-, Finanz- und Ertragslage").

Beeinflusst wurden die operative Leistung und die Ergebnissituation des Konzerns durch den Aufbau des "Windparkportfolios 2020", da durch den Aufbau des Portfolios komplette oder teilweise Verkäufe an konzernexterne Dritte zeitlich nach hinten verschoben werden und damit im Konzern auch das Ergebnis aus diesen Verkäufen. Die in dem "Windparkportfolio 2020" bisher aufgelaufenen - auf Konzernebene eliminierten - Gewinne vor Steuern betrugen nach unserer bisherigen Berechnung kumuliert 26,0 Mio. Euro seit 2017. Diese Gewinne werden zum Zeitpunkt eines Verkaufs des "Windparkportfolios 2020" in der Gesamtergebnisrechnung realisiert.

EBIT und EPS

Auf Konzernebene wurden im Berichtszeitraum, ohne die zeitlich nach hinten verschobenen Ergebnisse aus dem Aufbau des "Windparkportfolios 2020", folgende Ergebnisse erzielt:

ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA = EBIT zzgl. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, Nutzungsrechte sowie auf Geschäfts- oder Firmenwerte) in Höhe von 18,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 8,7 Mio. Euro),

ein Betriebsergebnis (EBIT = entspricht dem in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Wert in der Zeile "Betriebsergebnis") von 12,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 4,1 Mio. Euro).

Das Konzern-Ergebnis nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter belief sich auf 3,4 Mio. Euro (im Vorjahr: -0,3 Mio. Euro). Das unverwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,05 Euro (im Vorjahr: 0,00 Euro) und das verwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie auf 0,04 Euro (im Vorjahr: 0,00 Euro).

Aufgrund des Halbjahresergebnisses in Höhe von rund 3,4 Mio. Euro und der im Berichtszeitraum durchgeführten Dividendenzahlung in Höhe von rund 3,0 Mio. Euro wird ein Bilanzgewinn im Konzern zum Ende des Berichtszeitraums von rund 77,9 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 77,5 Mio. Euro) ausgewiesen.

b. Vermögens- und Finanzlage

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30.06.2019 31.12.2018

Mio. EUR Mio. EUR
Aktiva

Summe der langfristigen Vermögenswerte 245,8 179,7
Immaterielle Vermögenswerte 64,8 65,1
Sachanlagen 118,1 96,1
Nutzungsrechte 42,5 0,0
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 2,0 2,0
Latente Steuern 18,4 16,5
Summe der kurzfristigen Vermögenswerte 276,1 272,9
Vorräte 106,5 117,3
Forderungen, sonstige Vermögenswerte und Steuerforderungen 29,6 26,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 140,0 129,1
Bilanzsumme 521,9 452,6


Zum Stichtag betrug die Konzern-Bilanzsumme der PNE AG insgesamt 521,9 Mio. Euro. Damit erhöhte sich der Wert um rund 15,3 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember 2018.

BILANZ AKTIVA

Die langfristigen Vermögenswerte nahmen insgesamt von 179,7 Mio. Euro zum Jahresende 2018 auf aktuell 245,8 Mio. Euro zu. Der wesentliche Grund für die Zunahme liegt in der Erstanwendung des "IFRS 16 Leasingverhältnisse". Zum 30. Juni 2019 werden aufgrund der Anwendung des IFRS 16 rund 42,5 Mio. Euro an Nutzungsrechten (31. Dezember 2018: 0,0 Mio. Euro) unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Zum 30. Juni 2019 summierten sich die immateriellen Vermögenswerte auf 64,8 Mio. Euro, welche die Firmenwerte enthalten, und blieben damit ungefähr auf dem Stand vom 31. Dezember 2018.

Im selben Zeitraum erhöhten sich die Sachanlagen um 22,0 Mio. Euro auf 118,1 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 96,1 Mio. Euro). Im Wesentlichen ist die Veränderung auf die Umgliederung des Vorratsvermögens des Windparkprojekts "Gerdau-Repowering" mit Fertigstellung in das Sachanlagevermögen zurückzuführen.

Erläuterung:

Da die Windparks in Eigenbesitz unabhängig von ihrer aktuellen oder künftigen Gesellschafterstruktur selbst betrieben und zur Stromerzeugung genutzt wurden, erfolgte der Ausweis der Windparks ab dem Zeitpunkt der Veräußerung im Konzern als Anlagevermögen. Die Umgliederung aus dem Konzernvorratsvermögen in das Konzernanlagevermögen erfolgte dabei ohne Berührung der Gesamtergebnisrechnung und führte dementsprechend zu keiner Verringerung der Bestandsveränderung.

Unter die Sachanlagen fallen im Wesentlichen:

Grundstücke und Bauten (11,2 Mio. Euro ohne Grundstücke und Bauten von "Silbitz"),

im Besitz oder im Bau befindliche Umspannwerke (13,1 Mio. Euro),

die technischen Anlagen und Maschinen der im eigenen Besitz befindlichen Windparks "Pülfringen und Erfeld" (0,9 Mio. Euro), "Gerdau-Repowering" (28,3 Mio. Euro), "KührstedtAlfstedt" (58,2 Mio. Euro) sowie das HKW "Silbitz" (3,0 Mio. Euro inkl. Grundstücke und Bauten in Höhe von 2,7 Mio. Euro).

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte veränderten sich im Berichtszeitraum kaum und betrugen zum Ende des ersten Halbjahres 2019 rund 2,0 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 2,0 Mio. Euro).

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten war im Berichtszeitraum eine Erhöhung von 272,9 Mio. Euro (31. Dezember 2018) auf 276,1 Mio. Euro per 30. Juni 2019 zu verzeichnen. Im Wesentlichen ist diese Veränderung auf den Abbau des Vorratsvermögens (-10,8 Mio. Euro) bei gleichzeitiger Erhöhung von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (+3,1 Mio. Euro) und Zahlungsmitteln (+10,9 Mio. Euro) zurückzuführen. Von den kurzfristigen Vermögenswerten entfallen 18,2 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31. Dezember 2018: 6,4 Mio. Euro).

Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen verringerten sich von 90,0 Mio. Euro (31. Dezember 2018) auf 84,1 Mio. Euro. Die Reduzierung der Vorräte ist im Wesentlichen auf die Umgliederung des Vorratsvermögens des Windparks "Gerdau-Repowering" in das Anlagevermögen zurückzuführen. Die im Konzern getätigten Investitionen für die im Bau befindlichen Projekte an Land und für die Weiterentwicklung der Projektpipelines On- und Offshore im In- und Ausland führten dazu, dass sich die unfertigen Leistungen nur um rund 5,9 Mio. Euro reduzierten.

Die unfertigen Leistungen gliedern sich im Wesentlichen wie folgt auf:

Projekte auf See (15,8 Mio. Euro),

Projekte an Land / national (48,0 Mio. Euro),

Projekte an Land / international (20,3 Mio. Euro).

Im Übrigen haben sich die unter den Vorräten ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen für im Bau befindliche Projekte an Land von 27,2 Mio. Euro um -5,0 Mio. Euro auf 22,2 Mio. Euro verändert.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 140,0 Mio. Euro zum 30. Juni 2019, die in Höhe von 4,3 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet waren (per 31. Dezember 2018: 129,1 Mio. Euro, davon 10,0 Mio. Euro verpfändet).

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30.06.2019 31.12.2018

Mio. EUR Mio. EUR
Passiva

Eigenkapital 217,4 216,3
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 0,8 0,8
Rückstellungen 7,2 9,2
Langfristige Verbindlichkeiten 186,7 140,1
Kurzfristige Verbindlichkeiten 90,4 67,7
Abgegrenzte Umsatzerlöse 19,4 18,5
Bilanzsumme 521,9 452,6


BILANZ PASSIVA

Das Konzerneigenkapital erhöhte sich zum 30. Juni 2019 geringfügig von 216,3 Mio. Euro (31. Dezember 2018) auf 217,4 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote des Konzerns betrug zum 30. Juni 2019 rund 42 Prozent (per 31. Dezember 2018: rund 48 Prozent). Die Verschlechterung der Eigenkapitalquote bei positivem Konzernergebnis ist im Wesentlichen auf die Bilanzsummenerhöhung durch die erstmalige Anwendung des "IFRS 16 Leasingverhältnisse" zurückzuführen (Auswirkungen rund 3 - 4 Prozentpunkte) .

Am 30. Juni 2019 betrug das Grundkapital der PNE AG 76.559.742,00 Euro (aufgeteilt in 76.559.742 Aktien). Das Grundkapital hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2018 (76.557.803,00 Euro) aufgrund der Wandlung von Teilschuldverschreibungen aus der Wandelanleihe 2014/2019 um 1.939,00 Euro verändert.

Die langfristigen Verbindlichkeiten veränderten sich von 140,1 Mio. Euro (31. Dezember 2018) auf 186,7 Mio. Euro. Die Position besteht hauptsächlich aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 183,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2018: 136,7 Mio. Euro). Im Wesentlichen ist die Veränderung auf die erstmalige Anwendung des "IFRS 16 Leasingverhältnisse" zurückzuführen. Aufgrund der Anwendung des IFRS 16 werden rund 41,2 Mio. Euro Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen unter den langfristigen Verbindlichkeiten und rund 1,5 Mio. Euro unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2019 (31. Dezember 2018: jeweils 0,0 Mio. Euro) ausgewiesen.

In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ist neben den erläuterten Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen die im Geschäftsjahr 2018 platzierte Anleihe 2018/2023 mit einem Buchwert von 48,7 Mio. Euro enthalten. Nach IFRS werden die Transaktionskosten mit den Verbindlichkeiten aus der Anleihe verrechnet und über die Laufzeit der Anleihe als "Zinsaufwand" wieder erfasst. Darüber hinaus sind langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Volumen von 89,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2018: 86,1 Mio. Euro) enthalten. Die wesentlichsten langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen die "non-recourse" Projektfinanzierungen des "Windparkportfolios 2020".

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 veränderten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 67,7 Mio. Euro (31. Dezember 2018) auf 90,4 Mio. Euro. Die in dieser Position enthaltenen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich aufgrund der Aufnahme von Zwischenfinanzierungen für Windparks an Land von 18,3 Mio. Euro (31. Dezember 2018) auf 44,8 Mio. Euro. Im Berichtszeitraum veränderten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen des normalen operativen Geschäfts von 14,9 Mio. Euro (31. Dezember 2018) auf 15,2 Mio. Euro.

Es wurden "non-recourse" Finanzierungen in Höhe von rund 28,1 Mio. Euro sowie rund 3,7 Mio. Euro aus der vorhandenen Projekteigenkapitalzwischenfinanzierungslinie im ersten Halbjahr aufgenommen und trugen zu den oben geschilderten Veränderungen bei den kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bei.

Im Wesentlichen sind in den Kreditverbindlichkeiten (lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten) enthalten:

die Finanzierung des Gebäudes der PNE AG am Unternehmenssitz in Cuxhaven (valutiert per 30. Juni 2019: 2,3 Mio. Euro, davon langfristig 2,1 Mio. Euro),

die "non-recourse" Projektfinanzierung des Windparks "Pülfringen" (valutiert per 30. Juni 2019: 1,6 Mio. Euro, davon langfristig 1,2 Mio. Euro),

die "non-recourse" Projektfinanzierung des Windparks "Gerdau-Repowering" (valutiert per 30. Juni 2019: 22,7 Mio. Euro, davon langfristig 20,9 Mio. Euro),

die "non-recourse" Projektfinanzierungen der Windparks "Kührstedt-Alfstedt", "KührstedtAlfstedt A" und "Kührstedt-Alfstedt B" (valutiert per 30. Juni 2019: 61,2 Mio. Euro, davon langfristig 55,0 Mio. Euro),

die anteilige Eigenkapitalzwischenfinanzierung der Windparks im "Portfolio 2020" (valutiert per 30. Juni 2019: 12,3 Mio. Euro, davon langfristig 12,1 Mio. Euro),

die "non-recourse" Projektzwischenfinanzierung des Windparks "Kittlitz III" (valutiert per 30. Juni 2019: 8,9 Mio. Euro, davon langfristig 0,0 Mio. Euro) und

die "non-recourse" Projektzwischenfinanzierung des Windparks "Wölsickendorf" (valutiert per 30. Juni 2019: 16,3 Mio. Euro, davon langfristig 0,0 Mio. Euro).

Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel betrug die Nettoverschuldung (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten) am 30 Juni 2019 rund -97,3 Mio. Euro (31. Dezember 2018: -33,7 Mio. Euro). Die erstmalige Anwendung des "IFRS 16 Leasingverhältnisse" führt zum 30. Juni 2019 zu einer Verschlechterung der Nettoverschuldung von rund 42,6 Mio. Euro.

Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Lage des Konzerns gibt die Kapitalflussrechnung Aufschluss. Zum 30. Juni 2019 standen den Konzernunternehmen eine Liquidität und Kreditlinien für Projektzwischenfinanzierungen in Höhe von zusammen 163,7 Mio. Euro zur Verfügung, die in Höhe von 4,3 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist (im Vorjahr: 117,7 Mio. Euro, davon 2,1 Mio. Euro verpfändet).

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 140,0 Mio. Euro zum 30. Juni 2019, die in Höhe von 4,3 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet waren (per 31. Dezember 2018: 129,1 Mio. Euro, davon 10,0 Mio. Euro verpfändet).

Weiterhin standen den Konzerngesellschaften Liquidität aus noch nicht in Anspruch genommenen

Betriebsmittellinien in Höhe von 2,3 Mio. Euro,

Projekteigenkapitalzwischenfinanzierungslinien in Höhe von 12,7 Mio. Euro und

Projektfremdkapitalzwischenfinanzierungen in Höhe von 8,7 Mio. Euro

per 30. Juni 2019 zur Verfügung.

Die PNE AG und die WKN GmbH verfügten zum 30. Juni 2019 über Linien für Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsavale in Höhe von 23,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2018: 23,3 Mio. Euro). Die Linien für Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsavale waren per 30. Juni 2019 mit 3,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2018: 3,9 Mio. Euro) in Anspruch genommen.

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -13,8 Mio. Euro (im Vorjahr: -36,4 Mio. Euro) war im Wesentlichen geprägt

von dem Konzernergebnis des Berichtzeitraums,

von den Ausgaben für die Umsetzung der Portfolioprojekte, der Weiterentwicklung der Projektpipeline und der in der Realisierung befindlichen Windparkprojekte, welche sich in den Vorräten abzeichnen und im Wesentlichen durch Projektfinanzierungen finanziert wurden (siehe auch Cashflow aus Finanzierungstätigkeit).

Beim Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurden im Berichtszeitraum Aus- bzw. Einzahlungen für Investitionen in das Konzernanlagevermögen in Höhe von in Summe -0,7 Mio. Euro (im Vorjahr: -1,4 Mio. Euro) erhalten bzw. getätigt. Die Investitionen in Sachanlagen bezogen sich im Wesentlichen auf Investitionen in Umspannwerke für die in der Realisierung befindlichen Windparkprojekte.

Im Berichtszeitraum war der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 25,5 Mio. Euro (im Vorjahr: -41,3 Mio. Euro) im Wesentlichen geprägt durch

die Inanspruchnahme von Bankkrediten in Höhe von 31,9 Mio. Euro, die im Wesentlichen zur Windparkprojektfinanzierungen verwendet wurden,

die Tilgung von Kreditverbindlichkeiten in Höhe von -1,7 Mio. Euro,

dem Ausweis von Leasingzahlungen in Höhe von -1,6 Mio. Euro und

die Dividendenzahlung in Höhe von -3,0 Mio. Euro.

7. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Es haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2018 keine wesentlichen Änderungen ergeben.

8. Entwicklung und Innovationen

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten fanden im Konzern der PNE AG im Berichtszeitraum nicht statt.

9. Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums

Wesentliche Ereignisse mit Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hat es nach Ende des Berichtszeitraums nicht gegeben.

10. Risiko- und Chancenbericht

Informationen zu Chancen und Risiken von PNE AG finden sich im Kapitel "Risiko- und Chancenbericht" des Konzernlageberichts im Geschäftsbericht 2018, der auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.pne-ag.com verfügbar ist.

Der Vorstand hat im Laufe der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2019 darüber hinaus keine wesentlichen Ergänzungen oder Veränderungen zu den im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2018 dargestellten Risiken festgestellt.

11. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f bzw. 315d HGB)

Die mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB ist auf unserer Internetseite www.pne-ag.com im Bereich "Investor Relations" unter "Corporate Governance" veröffentlicht und kann dort heruntergeladen werden.

12. Ausblick / Prognose

Die PNE-Gruppe vereint als international tätiger und als einer der erfahrensten Projektierer von Windparks an Land und auf See wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischer Verantwortung. Wir bearbeiten bisher die Wertschöpfungskette von der Entwicklung, Projektierung, Realisierung und dem Vertrieb über den Betrieb von Windparks und Umspannwerken bis hin zum Repowering - also dem Ersatz älterer Windenergieanlagen durch neue auf dem aktuellen Stand der Technik. Die dabei erworbenen Kompetenzen bieten wir auch Dritten als Dienstleistung an. Diese Öffnung gegenüber Kunden ist Bestandteil der strategischen Ausrichtung zu einem Anbieter von Lösungen für saubere Energien -einem "Clean Energy Solution Provider".

Wir wollen Projekte entwickeln, deren hohe Qualität internationale Standards erfüllt und eine gesicherte Projektfinanzierung auf internationalem Niveau möglich macht. Erreicht wird eine solche Projektqualität durch die Sicherstellung der Prognose für den Projektzeitplan und den Kostenrahmen von der Entwicklung bis zur Inbetriebnahme.

Nach dem erfolgreichen Aufbau und Verkauf eines ersten Windparkportfolios verfolgen wir das Ziel, bis 2020 ein neues europäisches Portfolio mit Windparks von insgesamt bis zu max. 200 MW zu realisieren ("Windparkportfolio 2020"). Bis der Aufbau des neuen Portfolios abgeschlossen ist, werden fertiggestellte Windparks in einer Tochtergesellschaft gebündelt, um durch den Stromverkauf laufende Erträge zu erzielen.

Darüber hinaus ist die Verbindung von Kraftwerken mit sauberen Energien und Speichertechnologien ein Zukunftsthema. Wir haben daher die strategische Ausrichtung der Unternehmensgruppe im Zuge der Umsetzung unserer Strategie mittels des Konzepts "Scale up" erweitert. Das operative Geschäft wird neu ausgerichtet und die Aktivitäten werden national wie international auf eine deutlich breitere Basis gestellt. Ziel ist es, PNE vom Spezialisten für Windparks zum breit aufgestellten Anbieter von Lösungen für saubere Energien weiterzuentwickeln. Grundzüge dieser erweiterten Strategie eines "Clean Energy Solution Provider" sind die Ausweitung des Service-Angebots und die Erschließung neuer Märkte sowie Technologien.

Wir reagieren mit der neuen strategischen Ausrichtung auf Veränderungen in den Märkten der sauberen Energien. Während saubere Energien weltweit in den kommenden Jahren dynamisch wachsen werden, sind in einzelnen, etablierten Märkten gegenläufige Entwicklungen zu beobachten. Förderungen für Windenergie werden gekürzt, Vergütungssysteme auf Ausschreibungen (zunehmend werden Stromabnahmeverträge von Einzelunternehmen ausgeschrieben) oder andere Marktmechanismen umgestellt und der Zubau der Windenergie in manchen Ländern dadurch begrenzt. Das verschärft den Wettbewerbsdruck. Die Optimierung der Kosten rund um ein Projekt gewinnt daher immer mehr an Bedeutung. Dabei haben wir auch Photovoltaikprojekte und Hybridlösungen sowie Speichertechnologien im Blick.

Damit minimieren wir Marktrisiken, eröffnen PNE neue Potenziale und Märkte und werden mittelfristig vor allem die bisher volatilen Ergebnisse verstetigen. Nach einer Übergangsphase, in der mit Investitionen die Weichen zur Umsetzung des Konzepts "Scale up" gestellt werden, soll dies bis 2023 zu einem Anstieg des durchschnittlichen operativen Ergebnisses (EBIT) führen.

Für das Geschäftsjahr 2019 bestätigen wir unsere Guidance: Wir werden zwar weitere Vorleistungen im unteren einstelligen Millionenbereich für die strategische Erweiterung des Geschäftsmodells und die Vorbereitung des Eintritts in neue Märkte haben, rechnen aber dennoch mit einem deutlich positiven EBITDA im Konzern in Höhe von 25 bis 30 Mio. Euro und mit einem EBIT in Höhe von 15 bis 20 Mio. Euro. In diesen Werten sind keine Gewinne aus Projekten berücksichtigt, die in 2019 für das im Aufbau befindliche "Windparkportfolio 2020" errichtet werden sollen.


Cuxhaven, 7. August 2019
PNE AG, Vorstand

Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (IFRS)

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Alle Angaben in T€ II. Quartal II. Quartal Periode Periode
(Rundungsdifferenzen möglich) 01.04.2019 -30.06.2019 01.04.2018 -30.06.2018 01.01.2019 -30.06.2019 01.01.2018 -30.06.2018
1. Umsatzerlöse 37.669 17.469 65.636 28.412
Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen 2. Erzeugnissen 3.768 2.042 18.827 6.223
3. Sonstige betriebliche Erträge -204 2.947 1.166 3.524
4. Gesamtleistung 41.233 f
22.458
¥
85.629
r
38.159
5. Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen -17.625 -4.052 -44.534 -7.799
6. Personalaufwand -7.943 -7.754 -14.407 -13.345
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen, Nutzungsrechte und 7. langfristige finanzielle Vermögenswerte -2.998 -2.366 -5.597 -4.685
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.049 -4.039 -8.211 -8.277
9. Betriebsergebnis 8.618 4.247 ¥
12.880
4.053
Erträge aus Beteiligungen und assoziierten 10. Unternehmen 5 -4 18 7
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 58 82 130 163
Aufwendungen aus Verlustübernahme von 12. assoziierten Unternehmen 45 -9 -13 -22
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.807 -2.301 -6.776 -6.110
14. Ergebnis vor Steuern 3.919 2.015 6.239 -1.909
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.194 1.032 -1.764 1.577
16. Sonstige Steuern -85 -121 -177 -143
17. Ergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen 2.640 2.926 ¥
4.299
-475
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am 18. Ergebnis 897 223 947 -201
19. Konzernergebnis 1.743 2.703 ¥
3.353
-274
Ergebnis pro Aktie (unverwässert), in EUR 0,02 0,04 0,05 0,00
Ergebnis pro Aktie (verwässert), in EUR 0,02 0,04 0,04 0,00
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (unverwässert), in Mio. 74,4 76,6 74,4 76,6
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (verwässert), in Mio. 76,6 78,7 76,6 78,7
19. Konzernergebnis 1.743 2.703 3.353 -274
Übriges Ergebnis / Posten, die möglicherweise zukünftig in die Gewinn- und Verlust-rechnung umgegliedert werden



20. Währungsdifferenzen -560 353 -251 17
21. Sonstige 0 0 0 0
22. Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) -560 353 -251 17
23. Gesamtergebnis der Periode 2.080 3.279 4.048 -458
Zurechnung des Konzernergebnisses der Periode



Anteilseigner der Muttergesellschaft 1.743 2.703 3.352 -274
Anteile anderer Gesellschafter am Konzernergebnis 897 223 947 -201

2.640 2.926 4.299 -475
Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode



Anteilseigner der Muttergesellschaft 1.183 3.056 3.101 -257
Anteile anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis 897 223 947 -201

2.080 3.279 4.048 -458


KONZERNBILANZ (IFRS)

Aktiva

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per 30.06.2019 per 31.12.2018
(Rundungsdifferenzen möglich) T€ T€
Immaterielle Vermögenswerte 64.845 65.053
Sachanlagen 118.077 96.130
Nutzungsrechte 42.452 0
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.955 1.991
Latente Steuern 18.384 16.549
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 245.713 179.723
Vorräte 106.544 117.343
Forderungen, sonstige Vermögenswerte und Steuerforderungen 29.565 26.469
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 140.029 129.071
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 276.138 272.883
Aktiva, gesamt 521.851 452.606


Passiva

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per 30.06.2019 per 31.12.2018
(Rundungsdifferenzen möglich) T€ T€
Gezeichnetes Kapital 76.560 76.558
Kapitalrücklage 82.295 82.292
Eigene Anteile -5.803 -5.803
Gewinnrücklagen 51 51
Fremdwährungsrücklage -636 -385
Konzernbilanzgewinn 77.877 77.499
Nicht beherrschende Anteile -12.991 -13.938
Eigenkapital, gesamt 217.352 216.275
Sonstige Rückstellungen 1.060 1.060
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 785 808
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 183.283 136.655
Latente Steuerverbindlichkeiten 3.483 3.464
Langfristige Schulden, gesamt 188.611 141.987
Steuerrückstellungen 3.481 5.306
Sonstige Rückstellungen 2.646 2.828
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 54.090 26.131
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.167 14.945
Sonstige Verbindlichkeiten und Steuerverbindlichkeiten 40.504 45.133
Kurzfristige Schulden, gesamt 115.888 94.343
Passiva, gesamt 521.851 452.606


KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (IFRS) für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni

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2019 2018

T€ T€
Konzernergebnis 4.299 -475
-/+ Ertragsteuerertrag/-aufwand 1.764 -1.577
-/+ Gezahlte/erhaltene Ertragsteuern -4.922 -840
-/+ Zinserträge und Zinsaufwendungen 6.647 5.947
- Gezahlte Zinsen -3.606 -4.984
+ Erhaltene Zinsen 130 163
Abschreibungen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des +/- Anlagevermögens, Sachanlagen, Nutzungsrechte und langfristige finanzielle Vermögenswerte 5.597 4.684
+/- Zu-/Abnahme der Rückstellungen -2.006 -1.372
+/- Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -248 57
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus der Endkonsolidierung 350 0
+/- Ab-/Zunahme der Vorräte sowie anderer Aktiva -8.415 -23.624
Ab-/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Teilgewinnrealisierung -8.709 -744
Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -4.719 -13.589
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -13.839 -36.354
+ Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten 0 0
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 203 0
- Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte -948 -1.380
+ Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen 0 -10
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -745 -1.390
+ Einzahlungen aus der Ausgabe von Anleihen 0 50.000
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 31.850 20.070
- Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen 0 -100.000
- Auszahlungen für Transaktionskosten bei der Ausgabe von Anleihen 0 -1.650
- Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 0 -2.004
- Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -1.706 -4.701
- Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -1.629 0
- Auszahlung für Dividende -2.975 -3.062
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 25.540 -41.347
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 10.956 -79.091
+ Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds 2 0
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 129.071 193.985
Finanzmittelfonds am Ende der Periode * 140.029 114.894
* davon als Sicherheit verpfändet 4.283 2.141


Ergänzende Angaben: Der Wert des Finanzmittelfonds entspricht zum 30. Juni der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente".

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG (IFRS)

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Alle Angaben in T€ (Rundungsdifferenzen möglich) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile Gewinnrücklagen Fremd-währungsrücklage Konzernbilanzergebnis
Stand am 1. Januar 2018 76.556 82.288 0 51 -908 84.911
Periodenergebnis 0 0 0 0 0 -274
Sonstiges Ergebnis 0 0
0 17 0
Gesamtperiodenergebnis 01-06/2018 0 0 0 0 17 -274
Dividende 0 0 0 0 0 -3.062
Veränderung im Rahmen der Beteiligungserhöhung an der WKN GmbH 0 0 0 0 0 0
Stand am 30. Juni 2018 76.556 82.288 0 51 -891 81.575
Stand am 1. Januar 2019 76.558 82.292 -5.803 51 -385 77.499
Periodenergebnis 0 0 0 0 0 3.353
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 -251 0
Gesamtperiodenergebnis 01-06/2019 0 0 0 0 -251 3.353
Dividende 0 0 0 0 0 -2.975
Wandlung der Wandelanleihe 2014/2019 2 4 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0 0
Stand am 30. Juni 2019 76.560 82.295 -5.803 51 -636 77.877


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Alle Angaben in T€ (Rundungsdifferenzen möglich) Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital gesamt
Stand am 1. Januar 2018 242.898 -7.679 235.219
Periodenergebnis -274 -201 -475
Sonstiges Ergebnis 17 0 17
Gesamtperiodenergebnis 01-06/2018 -257 -201 -458
Dividende -3.062 0 -3.062
Veränderung im Rahmen der Beteiligungserhöhung an der WKN GmbH 0 -2.000 -2.000
Stand am 30. Juni 2018 239.579 -9.880 229.699
Stand am 1. Januar 2019 230.211 -13.938 216.273
Periodenergebnis 3.353 947 4.300
Sonstiges Ergebnis -251 0 -251
Gesamtperiodenergebnis 01-06/2019 3.102 947 4.049
Dividende -2.975 0 -2.975
Wandlung der Wandelanleihe 2014/2019 6 0 6
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Stand am 30. Juni 2019 230.345 -12.991 217.353


Verkürzter Konzernanhang der PNE AG, Cuxhaven, für die ersten sechs Monate 2019

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2019 der PNE AG und ihrer Tochtergesellschaften ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Vom IASB verabschiedete neue Standards werden grundsätzlich ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens angewendet, wie sie in der EU zu berücksichtigen sind.

Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt. Der Steueraufwand wird in der PNE-Gruppe basierend auf einer Schätzung des in den jeweiligen Gesellschaften zu versteuernden Einkommens ermittelt. Das verwässerte Ergebnis pro Aktie berücksichtigt gemäß IAS 33 die potentiellen Aktien aus den Wandelanleihen.

Im Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2019 zum 30. Juni 2019 wurde der neue Standard "IFRS 16 Leasingverhältnisse" erstmalig angewendet. Darüber hinaus wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018.

IFRS 16 Leasingverhältnisse

IFRS 16 regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen und ersetzt den Vorgängerstandard IAS 17. Nach dem neuen Standard besteht nunmehr eine grundsätzliche Bilanzierungspflicht von Rechten und Pflichten aus Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer. Demzufolge bilanzieren Leasingnehmer künftig das Nutzungsrecht aus einem Leasinggegenstand (sog. right-of-use asset) sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit. Es handelt sich bei den "Leasingverhältnissen" im PNE-Konzern u.A. um Leasingverträge (z.B. KfZ-Leasing), Mietverträge (z.B. für das Gebäude in Husum) und Pachtverträge (z.B. im Zusammenhang mit dem "Windparkportfolio 2020").

Die PNE-Gruppe hat erstmalig zum 1. Januar 2019 unter Anwendung der modifiziert retrospektiven Übergangsmethode Leasingverhältnisse nach den Vorgaben des IFRS 16 bilanziert. Aufgrund der erstmaligen Erfassung der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten, die in den Bilanzpositionen "kurzfristige und langfristige Finanzverbindlichkeiten" ausgewiesen werden, in gleicher Höhe hat sich die Bilanzsumme um rund 42,5 Mio. Euro zum 30. Juni 2019 erhöht. Der Anstieg der Finanzschulden wirkt sich negativ auf die Nettoliquidität der PNE-Gruppe aus. Aufgrund der Erhöhung der Bilanzsumme durch die erstmalige Anwendung des IFRS 16, bei fast gleichgebliebenem Eigenkapital gegenüber dem 31. Dezember 2018, reduziert sich die Eigenkapitalquote im Konzern um rund 3 bis 4 Prozent. Im Gegensatz zur bisherigen Vorgehensweise, nach der Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse vollständig im operativen Ergebnis gezeigt wurden, werden nach IFRS 16 nur noch die Abschreibungen auf die Nutzungsrechte dem operativen Ergebnis zugerechnet (im Berichtszeitraum: 1,6 Mio. Euro). Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen (im Berichtszeitraum: 0,5 Mio. Euro). Auf Basis der zum 1. Januar 2019 bestehenden Leasingverhältnisse hat sich im operativen Ergebnis (Konzern-EBIT) des Berichtszeitraums eine Verbesserung im Bereich von rund 0,3 Mio. Euro ergeben. Auf das Ergebnis vor Steuern (EBT) hat sich eine Verschlechterung von -0,2 Mio. Euro ergeben. In diesen Positionen der Gesamtergebnisrechnung ist dadurch ein Vergleich mit dem Vorjahr nur teilweise möglich.

2. Finanzinstrumente

Im Laufe der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2019 sind keine wesentlichen Ergänzungen oder Veränderungen im Konzernzwischenlagebericht für das erste Halbjahr 2019 zu den im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 aufgeführten Werten aufgetreten.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen, unter Angabe der Kategorien, die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten.

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Kategorie gem. Gesamt Fair Value
Per 30.06.2019 IFRS 9 TEUR TEUR
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte


Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 140.029 140.029
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 18.223 18.223
Kurzfristige sonstige Darlehensforderung AC 45 45
Forderungen gegen verbundene Unternehmen AC 187 187
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen und solchen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht AC 157 157
Langfristige finanzielle Vermögenswerte


Anteile an verbundenen Unternehmen FVOCI 31 31
Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht FVOCI 1.266 1.266
Sonstige Ausleihungen AC 178 178
Sonstige langfristige Darlehensforderungen AC 27 27


160.143 160.143
Summe AC
158.846 158.846
Summe FVOCI
1.297 1.297
Per 31.12.2018


Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte


Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 129.071 129.071
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 6.355 6.355
Kurzfristige sonstige Darlehensforderung AC 2.321 2.321
Forderungen gegen verbundene Unternehmen AC 4.234 4.234
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen und solchen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht AC 156 156
Langfristige finanzielle Vermögenswerte


Anteile an verbundenen Unternehmen FVOCI 65 65
Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht FVOCI 1.266 1.266
Sonstige Ausleihungen AC 178 178
Sonstige langfristige Darlehensforderungen AC 27 27


143.672 143.672
Summe AC
142.342 142.342
Summe FVOCI
1.331 1.331


AC = zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

FVOCI = zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Wertänderung im OCI)

Die in die Kategorie "FVOCI" eingestuften Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden in Höhe von TEUR 1.297 (31. Dezember 2018: TEUR 1.331) zu Anschaffungskosten, welche eine geeignete Schätzung des Fair Values darstellen, bewertet. Nettoergebnisse und Dividenden entfallen aktuell auf die Kategorie "FVOCI" nicht. Für sie bestand am Bilanzstichtag keine Verkaufsabsicht.

Bei den finanziellen Vermögenswerten der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" (AC) entsprechen die Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd den beizulegenden Zeitwerten.

Der Ausweis der Finanzverbindlichkeiten betrifft ausgegebene Wandelschuldverschreibungen und Unternehmensanleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, sonstige Finanzverbindlichkeiten sowie Derivate.

Die beizulegenden Zeitwerte der in den Tabellen aufgeführten Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Stichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert wird in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente bestimmt. In der aktuellen Berichtsperiode wurden wie in der Vergleichsperiode keine Umgliederungen zwischen den Hierarchiestufen vorgenommen.

Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der sonstigen Finanzverbindlichkeiten werden aktuelle Zinssätze herangezogen, zu denen vergleichbare Darlehen mit identischen Fristigkeiten zum Bilanzstichtag hätten aufgenommen werden können.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Anleihen basiert auf beobachtbaren Preisnotierungen zum Bilanzstichtag.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps basierte auf Forward-Zinssätzen (beobachtbare Zinsstrukturkurven am Bilanzstichtag) und den geschätzten kontrahierten Zinssätzen, welche anhand der Zinsstrukturkurve zum Stichtag diskontiert werden.

Es wird angenommen, dass bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Finanzverbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Restlaufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen.

Die nachstehende Tabelle analysiert die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns in die jeweiligen Laufzeitbänder:

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Kategorie gem. gesamt bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Fair Value

IFRS 9 in TEUR in TEUR in TEUR in TEUR in TEUR
Per 30.06.2019





Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 15.167 15.167 0 0 15.167
Festverzinslich





Anleihen AC 55.215 6.511 48.704 0 57.598
Verb. gegenüber Kreditinstituten AC 98.108 8.719 31.506 57.883 98.632
Sonstige Finanzverbindlichkeiten AC 1.057 1.057 0 0 1.057
Variabel verzinslich





Verb. gegenüber Kreditinstituten AC 36.049 36.049 0 0 36.049
Derivate





Zinsswap FVPL 4.298 274 1.096 2.928 4.298


209.894 67.777 81.306 60.811 212.801
Per 31.12.2018





Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 14.945 14.945 0 0 14.945
Festverzinslich





Anleihen AC 55.009 6.460 48.549 0 56.983
Verb. gegenüber Kreditinstituten AC 94.352 8.204 27.510 58.638 95.826
Sonstige Finanzverbindlichkeiten AC 1.478 1.057 275 146 1.478
Variabel verzinslich





Verb. gegenüber Kreditinstituten AC 10.085 10.085 0 0 10.085
Derivate





Zinsswap FVPL 1.209 76 302 831 1.209


177.078 40.827 76.636 59.615 180.526


AC = zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
FVPL = erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet

3. Konsolidierungskreis

Die Unternehmensstruktur hat sich im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem 31. Dezember 2018 verändert.

Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften erstmalig in den Konzernkreis einbezogen:

Pure New Energy LATAM S.A., Panama-Stadt, Panama (100 Prozent), Segment "Projektentwicklung", (Gegründet),

WKN Windpark Wölsickendorf GmbH & Co. KG, Husum (100 Prozent), Segment "Projektentwicklung", (Gegründet),

PNE Power Generation, Cuxhaven (100 Prozent), Segment "Stromerzeugung", (Gegründet).

Es handelt sich hierbei um vor kurzem durch die PNE-Gruppe gegründete Gesellschaften bzw. bisher inaktive Gesellschaften. Wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben sich aus diesen Vorgängen zum 30. Juni 2019 nicht ergeben.

Im Berichtszeitraum wurde folgende Gesellschaft bzw. Anteile an der Gesellschaft veräußert:

Aero-Tanna s.r.l., Cantania/Sizilien, Italien, (100 Prozent), Abgang aus dem Segment "Projektentwicklung".

Durch die Entkonsolidierung der Aero-Tanna s.r.l. sind Vermögenswerte aus dem Konzern in Höhe von insgesamt rund 1,9 Mio. Euro, die im Wesentlichen aus den Projektrechten bestanden, sowie Schulden und Rückstellungen aus dem Konzern in Höhe von rund 1,5 Mio. Euro inkl. der Gesellschafterdarlehen in Höhe von rund 1,5 Mio. Euro abgegangen. Aus der Entkonsolidierung der Gesellschaft ergab sich ein Verlust von rund -0,4 Mio. Euro. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaft betrug rund 1,5 Mio. Euro, inkl. der Rückführung der Gesellschafterdarlehen. Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel der Gesellschaft betrugen rd. TEUR 2.

4. Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums

Hinsichtlich der wesentlichen Ereignisse nach Ende des Berichtzeitraums verweisen wir den Konzernzwischenlagebericht.

KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG (IFRS)

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(Rundungsdifferenzen möglich) Projektierung Services Stromerzeugung Konsolidierung PNE AG Konzern

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2019 2019 2019 2019 2019

2018 2018 2018 2018 2018
Umsatzerlöse extern 50.579 7.393 7.665 0 65.636

17.127 4.609 6.676 0 28.412
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 34.268 225 515 -35.008 0

9.809 647 281 -10.737 0
Bestandsveränderungen -11.091 0 0 29.918 18.827

3.960 0 0 2.263 6.223
Sonstige betriebliche Erträge 872 182 112 0 1.166

2.556 97 871 0 3.524
Gesamtleistung 74.628 7.800 8.291 -5.091 85.629

33.453 5.352 7.828 -8.474 38.159
Abschreibungen -1.160 -1.393 -3.044 0 -5.597

-922 -609 -3.154 0 -4.685
Betriebsergebnis 12.149 656 2.944 -2.869 12.880

7.391 1.611 1.516 -6.465 4.053
Zinsen und ähnliche Erträge 2.536 232 27 -2.665 130

2.800 109 0 -2.746 163
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.398 -226 -2.818 2.665 -6.776

-7.173 -20 -1.661 2.746 -6.108
Steueraufwand und -ertrag -2.825 -43 244 861 -1.764

-498 -69 204 1.939 1.576
Investitionen 610 172 166 0 948

2.556 556 282 0 3.394
Segmentvermögen 517.168 36.815 175.231 -207.363 521.851

509.738 24.618 112.260 -213.238 433.378
Segmentschulden 352.493 33.540 155.403 -236.938 304.498

328.312 21.724 101.656 -248.013 203.679
Segmenteigenkapital 164.675 3.275 19.828 29.575 217.353

181.426 2.894 10.604 34.775 229.699


Seit dem 1. Januar 2019 stellt sich der Konzern nach den Segmenten "Projektentwicklung", "Services" und "Stromerzeugung" auf. So können wir die neuen Strukturen des Konzerns klarer darstellen.

Den Werten per 30. Juni 2019 sind die Werte per 30. Juni 2018 bzw. beim Segmentvermögen/Segmentschulden die Werte vom 31. Dezember 2018 gegenübergestellt. Aufgrund der Neugestaltung der Segmentstruktur im Konzern sind die Werte mit dem Vorjahr nur noch teilweise vergleichbar.


Cuxhaven, 7. August 2019

PNE AG, Vorstand

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die PNE AG, Cuxhaven

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus verkürzter Bilanz zum 30. Juni 2019, verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Kapitalflussrechnung, verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung, verkürzter Segmentberichterstattung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der PNE AG, Cuxhaven, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2019, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach haben wir die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss der PNE AG, Cuxhaven, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Ohne unser Urteil einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass die mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefasste Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB, auf die im Konzernzwischenlagebericht hingewiesen wird, nicht inhaltlich geprüft ist.


Hamburg, den 6. August 2019

Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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(Christian Dinter) (Dr. Arno Probst)
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer


Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.


PNE AG, Vorstand

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Markus Lesser
Jörg Klowat
Kurt Stürken