PNE AGCuxhavenHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 20221. Überblick GeschäftstätigkeitZusammenfassungDas operative Geschäft der PNE-Gruppe im
Windbereich war im ersten Halbjahr 2022 von der Entwicklung
und Realisierung von Windparks an Land in verschiedenen
Ländern geprägt.
Weltweit bearbeitete die PNE-Gruppe zum Ende des zweiten
Quartals 2022 Windparks mit einer Nennleistung von rund
6.647 MW (Q2 2021: 5.679 MW). Davon befanden sich allein in
Deutschland Windparks mit einer Nennleistung von rund 1.949
MW (Q2 2021: 1.882 MW) in den verschiedenen Phasen der
Projektentwicklung.
Zum Ende des Berichtzeitraums befanden sich in
Deutschland, Frankreich, Polen und Schweden elf
Windprojekte mit einer Nennleistung von 246,5 MW im Bau.
Davon ist PNE in bereits verkauften Projekten mit rund
122,9 MW als Dienstleister für die Käufer
tätig.
Acht Windparks entstehen mit einer Nennleistung von
133,7 MW in Deutschland, von denen wiederum sechs Projekte
mit einer Nennleistung von insgesamt rund 123,6 MW für
den Eigenbetrieb vorgesehen sind. Bei den verbleibenden
Projekten handelt es sich um zwei Dienstleistungsprojekte
mit einer Nennleistung von insgesamt rund 10,1 MW.
Fertiggestellt und in Betrieb genommen wurden die
deutschen Windparks "Wahlsdorf" (19,4 MW) in Brandenburg
und "Gnutz I" (8,4 MW) in Schleswig-Holstein sowie der
polnische Windpark "Krzecin" (19,2 MW). Die beiden
deutschen Windparks sind in den Eigenbetrieb
übernommen worden.
Für den Windpark "Chantonnay" mit einer
Nennleistung von rund 9 MW konnte PNE die Projektrechte
veräußern.
Dem Ziel, den Eigenbetrieb von Windparks kräftig
auszubauen und bis Ende 2023 ein Windparkportfolio im
Eigenbestand mit bis zu 500 MW zu erreichen, sind wir
erneut nähergekommen. Am 30. Juni 2022 hatte PNE
Windparks mit einer installierten Nennleistung von rund 261
MW im Eigenbetrieb. Weitere Projekte befinden sich in Bau.
Basis für den künftigen weiteren Ausbau ist die
gut gefüllte Projektpipeline, denn PNE entwickelt
derzeit national und international Windparks an Land mit
einem Volumen von 6.647 MW in unterschiedlichen Phasen der
Projektentwicklung. Einzelne Projekte, insbesondere im
Ausland, werden auch weiterhin in die Vermarktung gehen.
Als Bestandshalter ist die PNE AG zunehmend
abhängig vom Windangebot. Mit steigender MW-Zahl im
eigenen Portfolio wirken sich volatile Windangebote auf die
Finanzkennzahlen des Segments "Stromerzeugung" und damit
auch auf die Finanzkennzahlen des Konzerns aus. Das erste
Halbjahr 2022 zeichnete sich durch ein im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum verbessertes Windangebot aus, was in
Kombination mit der erhöhten Anzahl in Betrieb
befindlicher Windkraftanlagen sowie den höheren
Strompreisen im Segment "Stromerzeugung" zu positiven
Abweichungen von den Vergleichswerten gegenüber dem
Vorjahr führte.
Noch immer ist das Marktumfeld von PNE durch die
Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt. Aufgrund
der bisherigen Erfahrungen konnte sich das Unternehmen auf
diese Herausforderungen einstellen, um Mitarbeiter zu
schützen und die Realisierung von Projekten und
Lieferungen zu sichern. Dennoch waren und sind die
Auswirkungen auf die Lieferketten der Hersteller zu
spüren, was sich in längeren Lieferzeiten
niederschlägt. Hinzu kommen die gestiegenen
Rohstoffpreise, die zu einem Anstieg der Preise für
Windenergieanlagen geführt haben. PNE geht aber davon
aus, dass die steigenden Preise durch höhere
Strompreise und effizientere Anlagen teilweise oder ganz
kompensiert werden können. Die gute
Liquiditätsposition lässt der Gesellschaft
genügend Spielraum, um auch längerfristigen
Einschränkungen gut begegnen zu können.
SegmentberichterstattungDie Ermittlung und Darstellung der
Segmentberichterstattung zum 30. Juni 2022 hat sich
gegenüber dem 31. Dezember 2021 nicht verändert.
Segment "Projektentwicklung"Im Segment "Projektentwicklung" wird über die
Teilbereiche Windkraft an Land national und international,
Windkraft auf See national und international,
Photovoltaikprojekte national und international sowie
weitere Projekte berichtet.
Teilbereich Windenergie an Land und PhotovoltaikDie Entwicklung und Realisierung von Windparks an Land
und Photovoltaikprojekten wurde im ersten Halbjahr 2022 in
Deutschland und den Auslandsmärkten kontinuierlich
fortgeführt und ausgebaut.
Überblick über den Stand der
Projektaktivitäten Windenergie an Land der PNE-Gruppe
per 30. Juni 2022 in MW:
scrollen
Phase I - II = Erkundung und Entwicklung
Überblick über den Stand der
Projektaktivitäten Photovoltaik der PNE-Gruppe per 30.
Juni 2022 in MWp:
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Phase I - II = Erkundung und Entwicklung
Windenergie an Land und Photovoltaik nationalIn Deutschland bearbeitete die PNE-Gruppe zum Ende des
zweiten Quartals 2022 Windparks mit einer Nennleistung von
rund 1.949 MW (Q2 2021: 1.882 MW) in den verschiedenen
Phasen der Projektentwicklung. Darüber hinaus befanden
sich Photovoltaik-projekte mit 441 MWp in der Entwicklung.
Fertiggestellt und in Betrieb genommen wurden die
deutschen Windparks "Wahlsdorf" (19,4 MW) in Brandenburg
und "Gnutz I" (8,4 MW) in Schleswig-Holstein. Beide
Projekte sind in den Eigenbetrieb übernommen worden.
Zum Ende des Berichtszeitraums befanden sich in
Deutschland acht Windparks mit einer Nennleistung von 133,7
MW in Bau, von denen sechs Projekte mit einer Nennleistung
von rund 123,6 MW für den Eigenbetrieb vorgesehen
sind, sowie zwei Dienstleistungsprojekte mit einer
Nennleistung von insgesamt rund 10,1 MW.
Begonnen wurde im Berichtszeitraum mit dem Bau von vier
der acht in Deutschland im Bau befindlichen Windparks.
Diese haben eine Gesamtnennleistung von rund 58,4 MW. Zwei
dieser Projekte sind für den Eigenbetrieb vorgesehen
und haben eine Gesamtnennleistung von rund 48,3 MW.
Darüber hinaus erhielt PNE in der ersten
Jahreshälfte 2022 die Genehmigungen für einen
weiteren deutschen Windpark mit einer Nennleistung von 11,6
MW.
Windenergie an Land und Photovoltaik internationalAuch im Ausland wurde von der PNE-Gruppe das
Kerngeschäft der Projektentwicklung und -realisierung
von Windenergie und Photovoltaik erfolgreich
fortgeführt. So hatte die PNE-Gruppe in den
Auslandsmärkten zum Ende des zweiten Quartals 2022
Windparks mit einer Nennleistung von rund 4.698 MW in den
verschiedenen Phasen der Projektentwicklung. Darüber
hinaus befanden sich am Ende des Berichtszeitraums in den
Auslandsmärkten Photovoltaikprojekte mit 1.967 MWp (im
Vorjahr: 574 MWp) in der Entwicklung.
In Frankreich, Polen und Schweden befanden sich zum 30.
Juni 2022 drei Windparks mit einer Nennleistung von
insgesamt 112,8 MW in Bau. In diesen Projekten ist PNE als
Dienstleister für die Käufer tätig.
Gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht
2021 bzw. im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht
2021 gab es in den Auslandsmärkten folgende
Veränderungen:
FrankreichFür den Windpark "Chantonnay" mit einer
Nennleistung von 9,0 MW konnte PNE die Projektrechte
veräußern. Das Windenergieprojekt "Nanteuil" mit
einer geplanten Nennleistung von 13,2 MW, bei dem PNE als
Dienstleister für den Käufer tätig ist,
befindet sich seit Juli 2021 im Bau. Die Inbetriebnahme der
sechs Windenergieanlagen ist für November 2022
geplant.
GroßbritannienIm Berichtszeitraum bearbeitete PNE weiterhin den
schottischen Windpark "Sallachy", der 2015 trotz
weitreichender Unterstützung von Gemeinden und
Politikern vom Energieminister abgelehnt worden war. Der
Bau des Windparks "Sallachy" mit einer Nennleistung von
rund 42,9 MW wurde nunmehr im April 2022 genehmigt.
PolenIn Polen wurde der Windpark "Krzecin" (19,2 MW)
fertiggestellt und in Betrieb genommen.
Teilbereich Windenergie auf SeeWindenergie auf See nationalDie hohe Kompetenz der PNE-Projektentwicklung auf See
zeigt sich daran, dass in den vergangenen Jahren bereits
acht Windparkprojekte auf See nach der Entwicklung
veräußert werden konnten. Das
Windenergie-auf-See-Gesetz sieht die Planungen
künftiger Projekte zentral durch das Bundesamt
für Seeschifffahrt und Hydrografie vor. In Kombination
mit dem eingeführten Ausschreibungssystem stellt dies
für PNE eine hohe Hürde für künftige
Projektentwicklungen in deutschen Gewässern dar.
Im Bereich Windenergie auf See prüft die PNE-Gruppe
auch Möglichkeiten zur Erzeugung von anderen
Energieträgern wie etwa Wasserstoff auf See. Hierzu
werden grundlegende Berechnungen und Untersuchungen
durchgeführt, auf deren Basis bei positiver
Perspektive mögliche weitergehende
Projektaktivitäten stattfinden können.
Windenergie auf See internationalIm Berichtszeitraum wurden weitere Anstrengungen zum
Einstieg in die Entwicklung von Meereswindparks im Ausland
unternommen. Insbesondere werden derzeit in Vietnam die
Möglichkeiten zur Projektierung von Windparks auf See
geprüft. Dazu wurde ein Büro in Ho-Chi-Minh-Stadt
eröffnet.
In Vietnam wird der erforderliche Ausbau des nationalen
Stromnetzes in Netzentwicklungsplänen (Power
Development Plans -"PDPs") festgelegt. Die Aufnahme in den
PDP ist für jedes Projekt die Grundlage weiterer
Genehmigungen. In den neuesten Entwurf des PDP8 hat sich
PNE mit einem Offshore-Projekt mit bis zu 2.000 MW
möglicher Gesamtleistung eingebracht. Dabei handelt es
um ein Offshore-Windkraftwerk in drei Bauabschnitten, wovon
rund 700 MW in der ersten Phase realisiert werden sollen.
Mit der Veröffentlichung des PDP8 wird im Verlauf des
Jahres 2022 gerechnet. Der Power Development Plan wird in
regelmäßigen zeitlichen Abständen
fortgeschrieben.
AllgemeinIm Segment "Projektentwicklung" wurden im ersten
Halbjahr 2022 die im Bau befindlichen Projekte
weiterbearbeitet und die Wind- und PV-Pipeline
weiterentwickelt. Da zum Jahresende 2021 die
Projektentwicklungsleistungen für die im Bau
befindlichen Projekte abgerechnet werden konnten und aus
den Generalunternehmerleistungen für diese Projekte
der wesentliche Teil der Umsätze und Ergebnisse erst
zum Zeitpunkt des Aufbaus und der Inbetriebnahme der
Windkraftanlagen entstehen, werden die Zahlen des Segments
"Projektentwicklung" die aktuelle Leistung des Segments im
zweiten Halbjahr deutlicher aufzeigen. Die aktuelle
COVID-19-Pandemie hat auf die Geschäftstätigkeit
des Segments "Projektentwicklung" Auswirkungen in Form von
zeitlichen Projektverschiebungen gehabt. Diese
Verschiebungen hatten nur geringe Auswirkung auf die
Ergebnisse des Segments "Projektentwicklung" im
Berichtszeitraum. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass
dies im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 zu
Ergebnisverschiebungen im Segment "Projektentwicklung" und
im Konzern von 2022 nach 2023 führen könnte.
Das Segment "Projektentwicklung" hat im ersten Halbjahr
2022
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Segment "Services"Im Segment "Services" wird zusammenfassend über
Dienstleistungen berichtet. Hierzu zählen unter
anderem technisches und kaufmännisches
Betriebsmanagement, technische Inspektionen und
Prüfungen, Baumanagement,
Umspannwerksdienstleistungen, Windplanungen,
Stromvermarktungsmanagement und ähnliche
Dienstleistungen.
Das internationale Geschäft des Betriebsmanagements
und der technischen Inspektionen und Prüfungen wurde
im ersten Halbjahr 2022 in den Märkten Schweden und
Polen mit zusätzlichen Dienstleistungen ausgeweitet
und um den Markt Litauen erweitert. Kennzeichnend für
diese Aktivitäten ist, dass es sich hierbei nicht um
von der PNE entwickelte Projekte handelt, sondern dass
neben dem Kernmarkt Deutschland nunmehr auch erfolgreich in
diesen Märkten Dienstleistungen an Drittkunden
verkauft werden.
In den polnischen Windparks "Kuslin" und "Krzecin" sowie
dem schwedischen Windpark "Hultema", die von PNE entwickelt
und verkauft wurden, haben Konzernunternehmen im ersten
Halbjahr 2022 bis zur Inbetriebnahme Dienstleistungen im
Baumanagement erbracht und sollen auch in der folgenden
Betriebsphase weitere Dienstleistungen
(Betriebsführung & technische Inspektionen)
übernehmen. Mit diesen Projekten setzt die PNE-Gruppe
weiterhin erfolgreich die Strategie um, neben der
Projektentwicklung auch Dienstleistungen über den
gesamten Lebenszyklus in diesen Projekten zu erbringen.
Die Nachfrage nach Transaktionsberatung inklusive der
Vermittlung von Stromabnahmeverträgen (PPAs) für
ausgeförderte Anlagen sowie nach
Vermarktungslösungen hinsichtlich kurzfristiger
Absicherungsprodukte für Projekte innerhalb des
Marktprämienmodells bleibt vor dem Hintergrund der
gegenwärtig hohen Marktpreise hoch. Entsprechend
konnten im ersten Halbjahr Stromvermarktungslösungen
für weitere zehn externe Windparks mit einer
Gesamtleistung von 94,3 MW vermittelt werden.
Über die Tochtergesellschaft energy consult
Prüfgesellschaft GmbH bietet die PNE-Gruppe jetzt
effiziente und hochqualitative drohnenbasierte visuelle
Inspektionen und Blitzschutzprüfungen an den
Rotorblättern von Windenergieanlagen an. Dies erfolgt
mit eigener Drohne und eigenem Personal, da bei der
ausgewählten Lösung erstmals keine
spezialisierten Piloten mehr erforderlich sind. Die
Stillstandszeit der Anlagen und damit auch der
Ertragsausfall für den Betreiber lassen sich auf diese
Weise halbieren, da die Rotorblatt-Inspektionen mit denen
am Maschinenhaus und Turm kombiniert werden können.
Dabei setzt insbesondere die berührungslose
Blitzschutzmessung neue Maßstäbe im Markt.
Obwohl im Segment "Services" im ersten Halbjahr 2022
eine höhere Gesamtleistung gegenüber dem
Vorjahreszeitraum erbracht werden konnte, fiel das EBITDA
und EBIT geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Dies ist im
Wesentlichen begründet durch höhere
Personalkosten aufgrund zusätzlicher Mitarbeiter (+19
Mitarbeiter gegenüber dem 30. Juni 2021).
Die anhaltende COVID-19-Krise hat auf die
Geschäftstätigkeit des Segments "Services" nur
geringfügige Auswirkungen gehabt, da der
größte Teil der Auftragslage im Servicesegment
auf Basis von langfristigen Serviceaufträgen erfolgt.
Das Segment "Services" hat im ersten Halbjahr 2022
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Segment "Stromerzeugung"Im Segment "Stromerzeugung" sind alle Aktivitäten
von Konzernunternehmen gebündelt, die unmittelbar mit
der Erzeugung von Elektrizität aus sauberen Energien
befasst sind.
Dieser Bereich beinhaltet im Wesentlichen die von PNE
selbst betriebenen Windparks mit einer Nennleistung von
derzeit rund 261 MW (zum 30. Juni 2021: rund 151,6 MW)
sowie das Holzheizkraftwerk in Silbitz mit rund 5,6 MW.
Außerdem umfasst das Segment Anteile an
Kommanditgesellschaften, in denen künftige Projekte
umgesetzt werden sollen.
Bis zum erfolgreichen Verkauf von Windparks und der
Übergabe an die Betreiber werden im Segment
"Stromerzeugung" im Rahmen der Segmentberichterstattung
laufende Einnahmen dieser Projekte ausgewiesen.
Die saisonale Windverteilung bei gleichbleibenden
Abschreibungen und Kosten pro Quartal führt von
Quartal zu Quartal dazu, dass in windstarken Quartalen sehr
positive Ergebnisse und in windschwachen Quartalen leicht
negative bis leicht positive Ergebnisse in Windparks
erzielt werden. Im ersten Halbjahr 2022 entspricht die
Erzeugung annähernd dem langjährigen Mittel der
Windergebnisse, sodass durch die erhöhte Anzahl in
Betrieb befindlicher Windkraftanlagen sowie den
höheren Strompreisen gegenüber dem
Vorjahreszeitraum im Segment "Stromerzeugung" Ergebnisse
über den Prognosen erwirtschaftet wurden.
Die anhaltende COVID-19-Krise hat auf die
Geschäftstätigkeit des Segments "Stromerzeugung"
keine Auswirkungen gehabt. Allerdings hat der Ukraine-Krieg
mit der damit einhergehenden potenziellen Gasmangellage zu
einer starken Erhöhung der Strompreise geführt,
die sich auch im Ergebnis widerspiegelt.
Das Segment "Stromerzeugung" hat im ersten Halbjahr 2022
scrollen
2. UnternehmensstrukturDie Änderungen der in den Konzernabschluss
einbezogenen Unternehmen gegenüber dem 31. Dezember
2021 werden im verkürzten Konzernanhang unter "3.
Konsolidierungskreis" erläutert.
Gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2021 gab es im
operativen Bereich darüber hinaus keine weiteren
wesentlichen Änderungen.
3. Organisation und MitarbeiterIm Konzern der PNE AG waren zum 30. Juni 2022 insgesamt
499 Personen (im Vorjahr: 458) einschließlich der
Vorstände beschäftigt.
Von den Konzernmitarbeitern waren 181 Personen (im
Vorjahr: 182 Personen) direkt bei der PNE AG und 318
Personen (im Vorjahr: 276 Personen) bei den
Tochtergesellschaften der PNE AG beschäftigt.
Aufgeteilt auf das In- und Ausland sind
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4. Allgemeine RechnungslegungsgrundsätzeIm Finanzbericht über die ersten sechs Monate des
Geschäftsjahres 2022 zum 30. Juni 2022 wurden die
gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt
wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021. Die seit 1.
Januar 2022 geänderten IFRS Standards haben für
den Halbjahresabschluss keine Relevanz.
Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit
den Vorschriften des IAS 34 erstellt. Der Steueraufwand
wird in der PNE-Gruppe basierend auf einer Schätzung
des in den jeweiligen Gesellschaften zu versteuernden
Einkommen ermittelt.
5. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie Zahlen im Text und in den Grafiken wurden
kaufmännisch gerundet, geringfügige
Rundungsdifferenzen sind jedoch möglich.
Bei der Umsatz- und Ertragslage sind den Werten per 30.
Juni 2022 die Werte per 30. Juni 2021 bzw. bei der
Vermögens- und Finanzlage die Werte vom 31. Dezember
2021 gegenübergestellt.
a. Umsatz und ErtragslageDer PNE-Konzern erzielte gemäß IFRS in den
ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022 eine
Gesamtleistung von 105,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 93,9 Mio.
Euro). Davon entfallen 52,1 Mio. Euro auf Umsatzerlöse
(im Vorjahr: 40,7 Mio. Euro), 50,5 Mio. Euro auf
Bestandsveränderungen (im Vorjahr: 52,0 Mio. Euro)
sowie 2,6 Mio. Euro auf sonstige betriebliche Erträge
(im Vorjahr: 1,2 Mio. Euro).
In den ersten sechs Monaten 2022 wurden:
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Der Anstieg der Umsätze gegenüber dem
Vorjahreszeitraum ist u. a. begründet in den
zusätzlichen Dienstleistungen im Baumanagementbereich
bei bereits veräußerten Projekten und dem
Anstieg der zu betreuenden Erneuerbare-Energien-Projekte im
kaufmännischen und technischen Betriebsmanagement.
Bemerkenswert ist dabei, dass ein signifikanter Teil der
internen Leistungen / Umsätze zur Vermeidung von
externen Kosten im Konzern führte.
scrollen
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2022, wie auch im Vorjahr, wurden die erbrachten Leistungen
für die im Eigenbesitz befindlichen Projekte über
die Bestandsveränderungen gezeigt.
Erläuterung:Da die Windparks in Eigenbesitz unabhängig von
ihrer aktuellen oder künftigen Gesellschafterstruktur
selbst betrieben und zur Stromerzeugung genutzt wurden,
erfolgte der Ausweis der Windparks ab dem Zeitpunkt der
Veräußerung im Konzern gem. IAS 16 als
Anlagevermögen. Die Umgliederung aus dem
Konzernvorratsvermögen in das
Konzernanlagevermögen erfolgt dabei ohne
Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung und
führt dementsprechend zu keiner Veränderung der
Gewinn- und Verlustrechnungsposition "Erhöhung /
Verminderung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen und
Leistungen".
In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden u.
a. die Auflösung von Rückstellungen im
Zusammenhang mit dem Bau von Windparkprojekten,
Einzelwertberichtigungen und Weiterberechnungen abgebildet.
Die Aktivitäten des Konzerns in der
Projektentwicklung im In- und Ausland, an Land wie auf See,
spiegeln sich auch in den Aufwandspositionen wider. Der
Konzern-Gesamtleistung steht ein Materialaufwand von 57,8
Mio. Euro (im Vorjahr: 53,9 Mio. Euro) gegenüber. Im
Vergleich zum Vorjahr hat sich die Materialaufwandsquote
(Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) im
Konzern von 57 Prozent auf 55 Prozent nur geringfügig
verändert.
Der Personalaufwand belief sich in den ersten sechs
Monaten des Geschäftsjahres 2022 auf 19,0 Mio. Euro im
Konzern und stieg gegenüber dem Wert der
Vorjahresperiode (18,2 Mio. Euro) um 0,8 Mio. Euro an. Die
Mitarbeiteranzahl per 30. Juni 2022 ist im Konzern auf 499
Personen angestiegen (per 30. Juni 2021: 458 Mitarbeiter).
Im ersten Halbjahr 2022 waren im Durchschnitt im Konzern
498 Personen (im Vorjahr: 459 Personen) beschäftigt.
In diesen Zahlen ist der Vorstand mit zwei Mitgliedern (im
Vorjahr: zwei Mitglieder) enthalten. Die Erhöhung der
Mitarbeiterzahl erfolgt im Rahmen der Anpassung der
Organisation an die neue Strategie, die der Konzern mit dem
"Scale up"-Programm verfolgt. Ein weiterer Grund für
den Anstieg des Personalaufwands sind die gestiegenen
Einstiegsgehälter und die variablen Vergütungen
für Mitarbeiter, die für qualifiziertes Personal
marktüblich bezahlt werden müssen.
Der Personalaufwand verteilt sich auf die Segmente wie
folgt:
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Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
des Anlagevermögens, Sachanlagen und Nutzungsrechte
erhöhten sich um 2,4 Mio. Euro gegenüber dem
Vorjahreszeitraum auf 13,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 11,0 Mio.
Euro). Die Erhöhung lag im Wesentlichen an der
durchschnittlich höheren Anzahl an Windenergieanlagen
im Konzern (Segment "Stromerzeugung") gegenüber dem
Vorjahreszeitraum. Die Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen,
Nutzungsrechte und langfristige finanzielle
Vermögensgegenstände verteilen sich auf die
Segmente wie folgt:
scrollen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im
Wesentlichen in Bezug mit dem weiteren Aufbau und dem
laufenden Betrieb der im Konzern befindlichen Windparks und
dem HKW Silbitz zu sehen. Die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen veränderten sich gegenüber dem
Vorjahreszeitraum von 8,5 Mio. Euro auf 10,9 Mio. Euro.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, vor
Konsolidierungseffekten, verteilen sich auf die Segmente
wie folgt:
scrollen
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge
veränderten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum
von 3,8 Mio. Euro auf 23,1 Mio. Euro. Im Wesentlichen liegt
die Veränderung an der Bewertung der abgeschlossenen
Zins-SWAPs im Rahmen der Projektfinanzierungen. Steigende
Marktzinsen führen bei einer Bewertung der Zins-SWAPs
zu einem Zinsertrag, welcher im Berichtszeitraum 2022 in
Höhe von 15,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 3,5 Mio. Euro) im
Konzern (Segment "Stromerzeugung") verbucht wurde. Zudem
wurde im Berichtszeitraum aufgrund der notwendigen
Folgebewertung der Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten ein Ertrag in Höhe von 7,5 Mio. Euro
(im Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) erfolgswirksam in den sonstigen
Zinsen und ähnlichen Erträgen erfasst. Hierbei
handelt es sich um einen außergewöhnlich hohen
Effekt, der auf den starken Anstieg des Zinsniveaus
insbesondere infolge des Ukraine-Kriegs und der zunehmenden
Inflation in den letzten Monaten zurückzuführen
ist. Aufgrund dieses Anstiegs mussten die Annahmen zu den
bisher erwarteten Zins-Zahlungsströmen nach Ablauf der
Zinsbindungsperiode angepasst werden. Für die Zeit
nach Ablauf der Zinsbindungsperiode wurden daher
entsprechend höhere Zinszahlungen veranschlagt. Zudem
wurde der erwartete Effektivzins an die Markterwartungen
angepasst. Obwohl sich zwar die ermittelten Zinssätze
für die variablen Zahlungsströme und die
Abzinsung in vergleichbarem Ausmaß ändern, kommt
es in der teilweise noch bis zu neun Jahren andauernden
Zinsbindungsperiode zu keiner Änderung der
tatsächlichen Zahlungsströme. Aufgrund der
Änderung des Effektivzinssatzes werden jedoch auch
diese vergleichsweise niedrigen Zahlungsströme bis zum
Ablauf der Zinsbindung mit dem neuen, deutlich höheren
ermittelten Effektivzins abgezinst. Dieser Effekt
führt im Wesentlichen zu dem zum 30. Juni 2022
auszuweisenden Ertrag. In der Folge werden über die
verbleibende Laufzeit der Darlehen entsprechend höhere
Zinsaufwendungen, als bislang angenommen, erfasst werden,
die sich auf Basis der Effektivzinsmethode berechnen. Diese
ermittelten Zinsaufwendungen entsprechen nicht den
tatsächlichen Zinszahlungen, die insbesondere
während der Zinsbindungsperiode noch deutlich
unterhalb des zu erfassenden Aufwandes liegen können.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen
veränderten sich im Konzern gegenüber dem
Vorjahreszeitraum von 4,2 Mio. Euro auf 7,4 Mio. Euro. Im
Berichtszeitraum 2022 führten Bewertungen von
einzelnen Zins-SWAPs zu einem Zinsaufwand von 1,0 Mio. Euro
(im Vorjahr: 0,0 Mio. Euro). Die Zinsen und ähnlichen
Aufwendungen fielen im Wesentlichen an im Zusammenhang mit
scrollen
Erläuterung:Bei finanziellen Verbindlichkeiten, deren Verzinsung zu
besonderen Konditionen abgeschlossen wurde (z. B. aufgrund
von KfW-Förderungen) ist der Marktzins zu verwenden,
der für ein vergleichbares Instrument ähnlicher
Bonitätsbeurteilung gelten würde. Die Differenz
wird nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit
des zugrunde liegenden Instruments verteilt. Der
Effektivzinssatz ist der Zinssatz, mit dem die
geschätzten künftigen Ein- und Auszahlungen
über die erwartete Laufzeit auf den Nettobuchwert
abgezinst werden. Mittels der Effektivzinsmethode werden
durch Amortisation Zinserträge bzw. -aufwendungen auf
der Basis sämtlicher erwarteter Zahlungsströme
über die Laufzeit der finanziellen Verbindlichkeit
verteilt. Die Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgt
nach vollständiger Inanspruchnahme der vereinbarten
Finanzierung und nach Inbetriebnahme der dadurch
finanzierten Projekte. Folgebewertungen werden unter
Anwendungen der Effektivzinsmethode im Konzern
durchgeführt, wenn sich bei den im Konzern
regelmäßig stattfindenden
Überprüfungen der Markterwartungen ergibt, dass
sich diese wesentlich verändert haben.
Es wurden Werte ("stille Reserven") geschaffen, die
nicht sofort erkennbar sind. Diese stehen im Zusammenhang
mit dem Aufbau unseres Windparkportfolios im Eigenbesitz.
Aufgrund der Investitionen in eigene Windparkprojekte sind
von der Gesellschaft auf Konzernebene Gewinne vor Steuern
eliminiert worden, die die Gesellschaft als "stille
Reserven" definiert. Diese "stillen Reserven" entsprechen
somit den im Rahmen der Konzernabschlusserstellung
eliminierten Zwischengewinnen aus der
Veräußerung der Windparks zwischen
Gesellschaften des Konsolidierungskreises. Ob diese Gewinne
bei einem Verkauf in der Zukunft auch so wie aktuell
kalkuliert erzielt werden können, hängt davon ab,
dass die unterstellten Marktbedingungen der
Projektkalkulationen (z. B. Renditeerwartung der
Investoren) sich nicht verändern. Die geschaffenen
Werte ("stille Reserven") aus den konzerneigenen Projekten
werden über die Nutzungsdauer der Projekte nach und
nach, durch die geringere Abschreibungsbemessungsgrundlage
im Konzern, aufgedeckt. Diese Aufdeckung der Werte ("stille
Reserven") führt über die Laufzeit zu
Ergebnisverbesserungen und entsprechend in der Höhe
der Aufdeckung zu einer Verbesserung der
Konzern-Eigenkapitalquote. Die bisherige Aufdeckung der
Werte beträgt bis zum 30. Juni 2022 insgesamt 12,6
Mio. Euro, davon wurden im Berichtszeitraum 3,9 Mio. Euro
(im Vorjahreszeitraum: 1,7 Mio. Euro) aufgedeckt. Aufgrund
der Investitionen in eigene Projekte sind im
Berichtszeitraum 6,0 Mio. Euro ( i m Vorjahreszeitraum:
20,4 Mio. Euro) an Gewinnen vor Steuern eliminiert worden.
Somit bestehen auf Konzernebene per 30. Juni 2022 "stille
Reserven" in Höhe von insgesamt 136,8 Mio. Euro (im
Vorjahr: 100,3 Mio. Euro) (unter Berücksichtigung der
Aufdeckung der "stillen Reserven").
Im Konzern wurde ein Steueraufwand von 9,7 Mio. Euro im
Geschäftsjahr ausgewiesen (im Vorjahr: 1,1 Mio. Euro).
Auf Konzernebene wurden in den ersten sechs Monaten des
Geschäftsjahres 2022, ohne die zeitlich nach hinten
verschobenen Ergebnisse aus dem Aufbau eines
Windparkportfolios, folgende Ergebnisse erzielt:
scrollen
Das Konzern-Ergebnis nach Anteilen nicht beherrschender
Gesellschafter am Ergebnis belief sich auf 10,4 Mio. Euro
(im Vorjahr: 1,0 Mio. Euro). Das unverwässerte
Konzern-Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,14 Euro (im
Vorjahr: 0,01 Euro) und das verwässerte
Konzern-Ergebnis je Aktie auf 0,14 Euro (im Vorjahr: 0,01
Euro).
Unter Berücksichtigung des
Geschäftsergebnisses und der Dividendenzahlung
veränderte sich der Bilanzgewinn im Konzern im
Berichtszeitraum auf 77,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021:
73,4 Mio. Euro).
b. FinanzlageDas Finanzmanagement der PNE AG und des PNE-Konzerns ist
darauf ausgerichtet, ausreichend Liquidität
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Die Finanzierung erfolgt dabei auf Ebene der jeweiligen
Projektgesellschaften in Form von Darlehen sowie auf Ebene
der PNE AG u. a. durch die Emission von Anleihen.
Derivative Finanzinstrumente wie Zins-SWAPs werden in der
Regel nur auf Ebene der Projektgesellschaften eingesetzt,
um Zinsrisiken variabel verzinslicher Darlehen abzusichern.
Zum 30. Juni 2022 bestanden derivative Finanzinstrumente in
Bezug auf mehrere Projektfinanzierungen der Windparks im
Konzern.
Über die Liquiditätssituation und die
finanzielle Lage des Konzerns gibt die Kapitalflussrechnung
Aufschluss. Zum 30. Juni 2022 stand den Konzernunternehmen
eine Liquidität inkl. Kreditlinien für
Projektzwischenfinanzierungen in Höhe von 241,9 Mio.
Euro zur Verfügung, die in Höhe von 2,9 Mio. Euro
an Kreditinstitute verpfändet ist (per 31. Dezember
2021: 228,0 Mio. Euro, davon 1,9 Mio. Euro
verpfändet).
Die zur Verfügung stehende Liquidität gliedert
sich auf in
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Für weitere Eigenkapitalzwischenfinanzierungen von
Projekten besteht eine Vereinbarung (Letter of Intent) mit
einer Bank in Höhe von bis zu 27,1 Mio. Euro, auf
deren Basis jeweils nach Inbetriebnahme der Projekte
gesonderte Eigenkapitalzwischenfinanzierungen abgeschlossen
werden können. Per 30. Juni 2022 waren davon bereits
17,3 Mio. Euro in Anspruch genommen worden.
Der Konzern verfügt zum 30. Juni 2022 über
Betriebsmittellinien in Höhe von 15,1 Mio. Euro (per
31. Dezember 2021: 15,1 Mio. Euro) und Linien für
Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsavale
(ohne von Banken gewährte Avallinien in Zusammenhang
mit laufenden Projektfinanzierungen) in Höhe von 40,0
Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 34,2 Mio. Euro). Die
Betriebsmittellinien waren per 30. Juni 2022 mit 0,6 Mio.
Euro (per 31. Dezember 2021: 0,0 Mio. Euro) in Anspruch
genommen und die Linien für Gewährleistungs- und
Vertragserfüllungsavale waren per 30. Juni 2022 mit
8,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 4,8 Mio. Euro) in
Anspruch genommen.
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Cashflow
aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe
von 1,6 Mio. Euro (im Vorjahr: -38,8 Mio. Euro) war im
Wesentlichen geprägt
scrollen
Beim Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurden
im Berichtszeitraum Aus- und Einzahlungen für
Investitionen in das Konzernanlagevermögen und die
immateriellen Vermögenswerte in Höhe von in Summe
-52,3 Mio. Euro (im Vorjahr in Summe: -23,2 Mio. Euro)
getätigt. Die Investitionen in Sachanlagen bezogen
sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs
2022 und im Vorjahresberichtszeitraum im Wesentlichen auf
Investitionen für die Umsetzung der Windparks für
das im Aufbau befindliche Windparkportfolio (Segment
"Stromerzeugung") und in Umspannwerke für diese
Windparkprojekte (Segment "Services").
Im Berichtszeitraum war der Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit in Höhe von 61,8 Mio. Euro
(im Vorjahr: 67,3 Mio. Euro) im Wesentlichen geprägt
durch
scrollen
c. VermögenslageAktivascrollen
Zum Stichtag betrug die Konzernbilanzsumme der PNE AG
insgesamt 882,8 Mio. Euro. Damit hat sich der Wert um rund
6,8 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember 2021 (827,0 Mio.
Euro) verändert.
Die langfristigen Vermögenswerte nahmen insgesamt
von 463,5 Mio. Euro zum Jahresende 2021 auf aktuell 504,7
Mio. Euro zu.
Zum 30. Juni 2022 summierten sich die immateriellen
Vermögenswerte auf 63,8 Mio. Euro, welche im
Wesentlichen die Firmenwerte in Höhe von 63,3 Mio.
Euro (per 31. Dezember 2021: 63,3 Mio. Euro) enthalten, und
blieben damit ungefähr auf dem Stand vom 31. Dezember
2021. Die Firmenwerte verteilen sich per 30. Juni 2022 auf
die Segmente wie folgt:
scrollen
Im selben Zeitraum veränderten sich die Sachanlagen
um 27,5 Mio. Euro auf 301,0 Mio. Euro (31. Dezember 2021:
273,5 Mio. Euro). Hierunter fallen im Wesentlichen
scrollen
Die Veränderung der Sachanlagen ist im Wesentlichen
auf das "wachsende" Windparkportfolio bei einhergehenden
Abschreibungen auf die Sachanlagen der Windparks und die
Anwendung der Effektivzinsmethode aufgrund von
KfW-Förderungen zurückzuführen.
Erläuterung:Bei finanziellen Verbindlichkeiten, deren Verzinsung zu
besonderen Konditionen abgeschlossen wurde (z. B. aufgrund
von KfW-Förderungen), ist der Marktzins zu verwenden,
der für ein vergleichbares Instrument ähnlicher
Bonitätsbeurteilung gelten würde. Die Differenz
wird nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit
des zugrunde liegenden Instruments verteilt. Die Anwendung
der Effektivzinsmethode erfolgt nach vollständiger
Inanspruchnahme der vereinbarten Finanzierung und nach
Inbetriebnahme der dadurch finanzierten Projekte.
Entsprechend erfolgt zu diesem Zeitpunkt eine Verrechnung
mit den Anschaffungskosten der durch die Finanzierung
hergestellten Windkraftanlagen. Dies veränderte das
Sachanlagevermögen bis einschließlich 30. Juni
2022 in Höhe von -29,8 Mio. Euro und die ausgewiesenen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in
Höhe von -37,3 Mio. Euro. Der Differenzbetrag
resultiert aus der Folgebewertung der finanziellen
Verbindlichkeiten (siehe dazu "Zinsen und ähnliche
Erträge" unter dem Punkt "Umsatz und Ertragslage").
IFRS 16 regelt die Bilanzierung von
Leasingverhältnissen. Nach dem Standard besteht eine
grundsätzliche Bilanzierungspflicht von Rechten und
Pflichten aus Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer.
Demzufolge bilanzieren Leasingnehmer das Nutzungsrecht aus
einem Leasinggegenstand (sog. right-of-use asset) entweder
im Anlagevermögen unter der Bilanzposition
"Nutzungsrechte" (langfristige Vermögenswerte wie z.
B. Windparks im Eigenbetrieb oder für den Eigenbetrieb
geplante Windparks) oder unter der Bilanzposition
"Vorräte" (kurzfristige Vermögenswerte wie z. B.
Windparkprojekte, die während oder nach dem Bau
verkauft werden sollen). Es handelt sich bei den
"Nutzungsrechten" im PNE-Konzern u. a. um Rechte aus
Leasingverträgen (z. B. Kfz-Leasing),
Mietverträgen (z. B. für das Gebäude in
Husum) und Pachtverträgen (z. B. im Zusammenhang mit
den Windparks im eigenen Bestand oder Windparks im Bau).
Zum 30. Juni 2022 wurden im Konzern right-of-use assets
unter den Nutzungsrechten des Anlagevermögens in
Höhe von 69,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 64,7
Mio. Euro) ausgewiesen. Die Nutzungsrechte verteilen sich
per 30. Juni 2022 auf die Segmente wie folgt:
scrollen
Für alle im Anwendungsbereich von IAS 36 liegenden
Vermögenswerte (insb. immaterielle Vermögenswerte
(IAS 38), Geschäftsoder Firmenwerte (IFRS 3),
Sachanlagen (IAS 16) sowie als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien, die zu Anschaffungskosten bewertet werden (IAS
40)) hat der Bilanzierende zu jedem Abschlussstichtag
einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt (triggering event)
für eine Wertminderung (impairment loss) vorliegt.
Obgleich die durch die COVID-19-Pandemie bedingten
Auswirkungen auf die Wirtschaft auch gewisse Implikationen
für die PNE AG mit sich bringen, ergeben sich nach
Ansicht des Vorstands keine Hinweise darauf, dass die
Werthaltigkeit der ausgewiesenen Geschäfts- oder
Firmenwerte zum 30. Juni 2022 gemindert sein könnte.
Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte haben
sich zum 30. Juni 2022 von 2,6 Mio. Euro (per 31. Dezember
2021) auf 12,4 Mio. Euro erhöht. In dieser Position
sind die anteiligen langfristigen Darlehensforderungen aus
den im Konzern (Segment "Stromerzeugung") getätigten
SWAP-Geschäften mit 9,9 Mio. Euro (per 31. Dezember
2021: 1,0 Mio. Euro) enthalten. Weitere anteilige
Darlehensforderungen aus den SWAP-Geschäften sind in
Höhe von 0,6 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 0,1
Mio. Euro) in den kurzfristigen Vermögenswerten
(Forderungen und sonstige Vermögenswerte) enthalten.
Bei den kurzfristigen Vermögenswerten war im
Berichtszeitraum eine Veränderung von 363,5 Mio. Euro
(31. Dezember 2021) auf 378,1 Mio. Euro per 30. Juni 2022
zu verzeichnen. Im Wesentlichen ist diese Veränderung
auf den Anstieg der Liquiden Mittel
zurückzuführen. Von den kurzfristigen
Vermögenswerten entfallen 25,4 Mio. Euro auf
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31. Dezember
2021: 29,5 Mio. Euro), die im Wesentlichen aus
Projektabrechnungen für Projektentwicklungs- und
Generalunternehmerleistungen für Windparks und
Meilensteinforderungen stammen.
Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen
Leistungen veränderten sich nicht wesentlich
gegenüber dem 31. Dezember 2021 und betrugen weiterhin
122,5 Mio. Euro. Die Vorräte spiegeln im Wesentlichen
die Weiterentwicklung der Pipeline und die in Umsetzung
befindlichen Windparkprojekte wider.
Die unfertigen Leistungen gliedern sich im Wesentlichen
wie folgt auf:
scrollen
In den Vorräten waren zum 30. Juni 2022
right-of-use assets in Höhe von 34,8 Mio. Euro
ausgewiesen (per 31. Dezember 2021: 42,1 Mio. Euro), die
dem Segment "Stromerzeugung" zuzurechnen sind.
Die in den Vorratsbeständen befindlichen
geleisteten Anzahlungen für im Bau befindliche
Onshore-Projekte haben sich von 40,9 Mio. Euro um 0,7 Mio.
Euro auf 41,6 Mio. Euro verändert.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
betrugen 160,7 Mio. Euro zum 30. Juni 2022, die in
Höhe von 2,9 Mio. Euro an Kreditinstitute
verpfändet sind (per 31. Dezember 2021: 149,6 Mio.
Euro, davon 1,9 Mio. Euro verpfändet).
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
verteilten sich per 30. Juni 2022 auf die Segmente wie
folgt:
scrollen
Die im Segment "Stromerzeugung" ausgewiesenen
Zahlungsmittel sind zum Teil bereits abgerufene
Projektfinanzierungsmittel, welche zum weiteren Aufbau der
Projekte benötigt werden.
Passivascrollen
Das Konzerneigenkapital veränderte sich zum 30.
Juni 2022 von 221,8 Mio. Euro (31. Dezember 2021) auf 225,5
Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote des Konzerns betrug zum
30. Juni 2022 rund 26 Prozent (per 31. Dezember 2021: rund
27 Prozent).
Am 30. Juni 2022 betrug die Gesamtzahl der Aktien der
PNE AG 76.603.334 Stück (per 31. Dezember 2021:
76.603.334 Stück). Der Bestand an eigenen Aktien hat
sich im Berichtszeitraum nicht verändert und betrug
266.803 Aktien per 30. Juni 2022.
Die langfristigen Verbindlichkeiten veränderten
sich laut Bilanz von 495,2 Mio. Euro (31. Dezember 2021)
auf 524,9 Mio. Euro. Die Position besteht laut Bilanz
hauptsächlich aus langfristigen
Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 513,2 Mio. Euro
(per 31. Dezember 2021: 488,8 Mio. Euro).
Im Berichtszeitraum hat die PNE AG eine Anleihe
2022/2027 mit einem Volumen von 55,0 Mio. Euro am Markt
platziert. Im Rahmen der Platzierung der Anleihe 2022/2027
bestand für die Anleihegläubiger der Anleihe
2018/2023 die Möglichkeit, die bisherige Anleihe gegen
die neue Anleihe umzutauschen. Dieses Angebot wurde in
Höhe von 32.073.000,00 Euro von den
Anleihegläubigern genutzt. Für die restlichen
Anleihen 2018/2023 in Höhe von 17.927.000,00 Euro hat
die PNE AG am 29. Juni 2022 von ihrem Recht Gebrauch
gemacht, sämtliche der noch ausstehenden Anleihen
2018/2023 unter Einhaltung der Mindestkündigungsfrist
von 30 Tagen sowie der Höchstkündigungsfrist von
60 Tagen vorzeitig mit Wirkung zum 29. Juli 2022 zu
kündigen. Somit werden sich die kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten im Juli 2022 um den aktuellen Wert
der Anleihe 2018/2023 in Höhe von rd. 17,9 Mio. Euro
reduzieren.
In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind im
Wesentlichen:
scrollen
Die wesentlichen langfristigen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten betreffen "non-recourse"
Projektfinanzierungen von Windparkprojekten, die im eigenen
Bestand gehalten werden (Segment "Stromerzeugung").
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
verteilen sich per 30. Juni 2022 auf die Segmente wie
folgt:
scrollen
Im Wesentlichen aufgrund des IFRS 16
"Leasingverhältnisse" werden rund 107,9 Mio. Euro (per
31. Dezember 2021: 103,7 Mio. Euro) Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen unter den langfristigen
Verbindlichkeiten und rund 5,7 Mio. Euro (per 31. Dezember
2021: 6,9 Mio. Euro) unter den kurzfristigen
Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2022 ausgewiesen.
Die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen
teilen sich per 30. Juni 2022 auf die Segmente wie folgt
auf:
scrollen
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2022 veränderten sich die kurzfristigen
Verbindlichkeiten von 77,4 Mio. Euro (31. Dezember 2021)
auf 94,6 Mio. Euro. Die in dieser Position enthaltenen
kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten veränderten sich von 21,3 Mio. Euro
(31. Dezember 2021) auf 26,6 Mio. Euro. Die im Juni
gekündigte und im Juli zurück zu zahlende Anleihe
2018/2023 ist per 30. Juli 2022 mit einem Wert von 17,9
Mio. Euro in den kurzfristigen Verbindlichkeiten
abgebildet. Im Berichtszeitraum veränderten sich die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 34,4
Mio. Euro (31. Dezember 2021) auf 35,2 Mio. Euro, die im
Wesentlichen von Subunternehmern aus Projektabrechnungen
für Windparks stammen und zum größten Teil
zum Zeitpunkt des Eingangs der den Verbindlichkeiten
gegenüberstehenden Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen gegenüber den Windparkgesellschaften
ausgeglichen werden sollen.
Es wurden "non-recourse" Finanzierungen in Höhe von
rund 47,1 Mio. Euro und rund 11,0 Mio. Euro aus der
vorhandenen Projekteigenkapitalzwischenfinanzierungslinie
im Berichtszeitraum 2022 aufgenommen sowie die vorhandene
Betriebsmittellinie in Höhe von 0,6 Mio. Euro in
Anspruch genommen und trugen so zu den oben geschilderten
Veränderungen bei den kurz- und langfristigen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bei.
Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel betrug
die Nettoverschuldung (Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente abzüglich der kurz- und
langfristigen Finanzverbindlichkeiten) am 30. Juni 2022
somit -403,9 Mio. Euro (31. Dezember 2021:
Nettoverschuldung -368,8 Mio. Euro).
6. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenEs haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2021 keine
wesentlichen Änderungen ergeben.
7. Entwicklung und InnovationenForschungs- und Entwicklungsaktivitäten
außerhalb des operativen Geschäftszwecks
"Projektentwicklung" fanden im Konzern der PNE AG im
Berichtszeitraum nicht statt.
8. Wesentliche Ereignisse nach Ende des BerichtszeitraumsWesentliche Ereignisse mit Auswirkung auf die Ertrags-,
Finanz- und Vermögenslage hat es, mit Ausnahme des im
Bericht beschriebenen Rückkaufs der Anleihe 2018/2023
und dem Mehrheitserwerb von 51 Prozent an der Coliaenergia
ESPAÑA (KOLYA), nach Ende des Berichtszeitraums
nicht gegeben.
9. Risiko- und ChancenberichtInformationen zu Chancen und Risiken von PNE AG finden
sich im Kapital "Risiko- und Chancenbericht" des
Geschäftsberichts 2021 bzw. dem zusammengefassten
Lage- und Konzernlagebericht, der auf der Internetseite der
Gesellschaft unter www.pne-ag.com verfügbar ist.
Aufgrund der Ukraine-Krise, der instabilen Lieferketten
sowie der Auswirkungen der anhaltenden COVID-19-Pandemie
besteht das Risiko, dass es im operativen Geschäft zu
Verschiebungen von Projektrechtsverkäufen und
Projektumsetzungen von 2022 nach 2023 kommen kann. Ebenso
führen diese Risiken zu hohen bzw. steigenden
Rohstoffpreisen, die zu einer höheren Bepreisung von
Windenergieanlagen, Modulen und sonstigen Gewerken
führen. Diese Risiken können aber durch die
Chance von höheren Strompreisen teilweise kompensiert
werden.
Alle erkennbaren Risiken aus dem aktuell anspruchsvollen
Marktumfeld, das noch immer von den Auswirkungen der
COVID-19-Pandemie, hohen Rohstoffpreisen instabilen
Lieferketten und geopolitischen Unsicherheiten geprägt
ist werden von der Gesellschaft laufend hinsichtlich
möglicher Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage sowie dem Wohlergehen der
Mitarbeiter abgewogen und sind in diesen
Halbjahresfinanzbericht bzw. den Ausblick eingeflossen.
Der Vorstand hat im Laufe der ersten sechs Monate des
Geschäftsjahres 2022 darüber hinaus keine
wesentlichen Ergänzungen oder Veränderungen zu
den im Geschäftsbericht bzw. dem zusammengefassten
Lage- und Konzernlagebericht für das
Geschäftsjahr 2021 dargestellten Risiken festgestellt.
10. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f bzw. § 315d HGB)Die mit der Erklärung zur Unternehmensführung
nach § 289f HGB zusammengefasste Erklärung zur
Unternehmensführung nach § 315d HGB ist auf
unserer Internetseite www.pne-ag.com im Bereich "Investor
Relations" unter Corporate Governance veröffentlicht
und kann dort heruntergeladen werden.
11. Ausblick / PrognoseDie PNE AG ist ein Anbieter von Lösungen im Bereich
der sauberen Energien - ein Clean Energy Solutions Provider
- für Märkte und Branchen regional, national und
international. Kernkompetenzen sind die Projektierung und
der Betrieb von Erneuerbare-Energien-Projekten.
Darüber hinaus wird die Speicherung von Erneuerbaren
und die Power-to-X-Technologie vorangetrieben. Mit den
entwickelten und betriebenen Projekten leistet die
PNE-Gruppe einen wichtigen Beitrag, um klimaschädliche
Emissionen zu vermeiden, und sorgt mit ihren
Full-Service-Leistungen in den Bereichen Windenergie und
Photovoltaik dafür, dass der Ausbau sauberer Energien
einen Schritt schneller vorankommt - für ein besseres
Klima weltweit. Damit verfolgt die PNE-Gruppe konsequent
das Ziel einer sicheren, nachhaltigen und profitablen
Energieversorgung, die zu 100 Prozent aus Erneuerbaren
Energien gespeist wird.
Mit dem "Scale up"-Programm treibt die PNE-Gruppe ihre
strategische Weiterentwicklung vom Windparkprojektierer zu
einem Clean Energy Solutions Provider seit 2017
kontinuierlich voran. Mit dieser Strategie reagiert die
PNE-Gruppe auf Veränderungen in den Märkten der
sauberen Energien. Die Expertise aus der erfolgreichen
Entwicklung, Projektierung und Realisierung von Windparks
an Land und auf See wurde auf weitere Felder
übertragen. Das operative Geschäft wurde national
wie international auf eine deutlich breitere Basis
gestellt, um PNE vom Spezialisten für Windprojekte
auch zum Spezialisten von Photovoltaikprojekten und zum
breit aufgestellten Anbieter von Lösungen für
saubere Energien zu etablieren. Wesentliche Elemente der
Strategie sind die Ausweitung des Service-Angebots und die
Erschließung neuer Märkte sowie Technologien.
Ein zentraler Bestandteil des "Scale up"-Programms ist
der angestrebte Ausbau des eigenen Portfolios auf bis zu
500 MW bis Ende 2023. Dies soll zusammen mit dem Ausbau des
Dienstleistungsgeschäfts dazu beitragen, den Anteil an
stetigen Erträgen weiter zu erhöhen. Mit dieser
breiteren Aufstellung werden Marktrisiken minimiert, neue
Potenziale und Märkte eröffnet und mittelfristig
vor allem die in der Vergangenheit volatilen Ergebnisse
verstetigt. So gewinnt das PNE-Geschäftsmodell
kontinuierlich an Stabilität und
Zukunftsfähigkeit. Auf diese Weise hat die PNE-Gruppe
eine völlig neue Größenordnung erreicht und
möchte auch in Zukunft weiter wachsen. So wird PNE
für Investoren und Partner immer wertvoller und bietet
dabei auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern langfristig
attraktive Perspektiven.
Die nachfolgenden Prognosen beruhen auf den Ergebnissen
aus der Umsetzung der operativ geplanten Projekte im In-
und Ausland (Onshore, Offshore, Photovoltaik), aus dem
Dienstleistungs- und Servicegeschäft sowie aus dem
Stromerzeugungsgeschäft.
Im Geschäftsjahr 2022 werden wir wie in den
Vorjahren weitere Vorleistungen im unteren einstelligen
Millionenbereich für die strategische Erweiterung des
Geschäftsmodells erbringen. Wir bestätigen
weiterhin unsere Guidance des Geschäftsjahres 2022 mit
einem positiven EBITDA im Konzern in Höhe von 20 bis
30 Mio. Euro. Aufgrund der erwähnten Ukraine-Krise,
der instabilen Lieferketten sowie der Auswirkungen der
anhaltenden COVID-19-Pandemie könnte es jedoch im
operativen Geschäft zu Verschiebungen von
Projektrechtsverkäufen und Projektumsetzungen von 2022
nach 2023 kommen. Ebenso führen diese zu hohen bzw.
steigenden Rohstoffpreisen, die zu einer höheren
Bepreisung von Windenergieanlagen, Modulen und sonstigen
Gewerken führen. Diese können teilweise jedoch
durch höhere Strompreise kompensiert werden.
Cuxhaven, 10. August 2022
PNE AG, Vorstand
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (IFRS)scrollen
VERKÜRZTE KONZERNBILANZ (IFRS)Aktivascrollen
Passivascrollen
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (IFRS) für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juniscrollen
Ergänzende Angaben: Der Wert des Finanzmittelfonds
entspricht zum 30. Juni der Bilanzposition "Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente".
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG (IFRS)scrollen
scrollen
VERKÜRZTER KONZERNANHANG DER PNE AG, CUXHAVEN, FÜR DIE ERSTEN SECHS MONATE 20221. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Finanzbericht über die ersten sechs Monate des
Geschäftsjahres 2022 der PNE AG und ihrer
Tochtergesellschaften ist nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS) des International Accounting
Standards Board (IASB) aufgestellt, wie sie in der
Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Vom IASB
verabschiedete neue Standards werden grundsätzlich ab
dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens angewendet, wie sie in
der EU zu berücksichtigen sind.
Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit
den Vorschriften des IAS 34 erstellt. Der Steueraufwand
wird in der PNE-Gruppe basierend auf einer Schätzung
des in den jeweiligen Gesellschaften zu versteuernden
Einkommen ermittelt.
Für alle im Anwendungsbereich von IAS 36 liegenden
Vermögenswerte (insb. immaterielle Vermögenswerte
(IAS 38), Geschäftsoder Firmenwerte (IFRS 3),
Sachanlagen (IAS 16) sowie als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien, die zu Anschaffungskosten bewertet werden (IAS
40)) hat der Bilanzierende zu jedem
Abschlussstichtag einzuschätzen, ob ein
Anhaltspunkt (triggering event) für eine Wertminderung
(impairment loss) vorliegt. Obgleich die durch COVID 19
bedingten Auswirkungen auf die Wirtschaft auch gewisse
Implikationen für die PNE AG mit sich bringen, ergeben
sich nach Ansicht des Vorstands keine Hinweise darauf, dass
die Werthaltigkeit der ausgewiesenen Vermögenswerte
zum 30. Juni 2022 gemindert sein könnte.
Im Finanzbericht über die ersten sechs Monate des
Geschäftsjahres 2022 zum 30. Juni 2022 wurden die
gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt
wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021. Die seit 1.
Januar 2022 geänderten IFRS Standards haben für
den Halbjahresabschluss keine Relevanz.
2. FinanzinstrumenteIm Laufe der ersten sechs Monate des
Geschäftsjahres 2022 sind keine wesentlichen
Ergänzungen oder Veränderungen im
Konzernzwischenlagebericht für das erste Halbjahr 2022
zu den im Konzernlagebericht für das
Geschäftsjahr 2021 aufgeführten Werten
aufgetreten.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen, unter Angabe der
Kategorien, die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der
finanziellen Vermögenswerte und finanziellen
Verbindlichkeiten.
scrollen
AC = zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Die in die Kategorie "FVOCI" eingestuften Anteile an
verbundenen Unternehmen sowie Anteile an Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden in
Höhe von 1.683 Tsd. Euro (31. Dezember 2021: 1.450
Tsd. Euro) zu Anschaffungskosten, welche eine geeignete
Schätzung des Fair Values darstellen, bewertet.
Nettoergebnisse und Dividenden entfallen aktuell auf die
Kategorie "FVOCI" nicht. Für sie bestand am
Bilanzstichtag keine Verkaufsabsicht.
Bei den finanziellen Vermögenswerten der Kategorie
"zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" (AC)
entsprechen die Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd
den beizulegenden Zeitwerten.
Der Ausweis der Finanzverbindlichkeiten betrifft
Unternehmensanleihen, Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten, sonstige Finanzverbindlichkeiten,
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen sowie
Derivate.
Die Buchwerte der Finanzverbindlichkeiten weisen
folgende Restlaufzeiten auf bzw. haben den folgenden
beizulegenden Zeitwert:
scrollen
AC = zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Die beizulegenden Zeitwerte der in den Tabellen
aufgeführten Finanzinstrumente wurden auf Basis der am
Stichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen
ermittelt. Der beizulegende Zeitwert wird in
Übereinstimmung mit allgemein anerkannten
Bewertungsmodellen basierend auf
Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von
beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche
Instrumente bestimmt. In der aktuellen Berichtsperiode
wurden wie in der Vergleichsperiode keine Umgliederungen
zwischen den Hierarchiestufen vorgenommen.
Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der
sonstigen Finanzverbindlichkeiten werden aktuelle
Zinssätze herangezogen, zu denen vergleichbare
Darlehen mit identischen Fristigkeiten zum Bilanzstichtag
hätten aufgenommen werden können.
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Anleihen
basiert auf beobachtbaren Preisnotierungen zum
Bilanzstichtag.
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der
Zins-SWAPs basiert auf Forward-Zinssätzen
(beobachtbare Zinsstrukturkurven am Bilanzstichtag) und den
geschätzten kontrahierten Zinssätzen, welche
anhand der Zinsstrukturkurve zum Stichtag diskontiert
werden.
Es wird angenommen, dass bei Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen und den sonstigen
Finanzverbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte
aufgrund der kurzen Restlaufzeiten den Buchwerten dieser
Finanzinstrumente entsprechen.
Die nachstehende Tabelle analysiert die finanziellen
Verbindlichkeiten des Konzerns in die jeweiligen
Laufzeitbänder:
scrollen
Die Tabelle analysiert die finanziellen
Verbindlichkeiten des Konzerns in die jeweiligen
Laufzeitbänder, basierend auf ihren vertraglichen
Laufzeiten für:
(a) alle nicht derivativen finanziellen
Verbindlichkeiten und
(b) alle derivativen Finanzinstrumente, die auf
Nettobasis abgerechnet werden und deren vertragliche
Fälligkeiten wesentlich für ein Verständnis
des zeitlichen Anfalls der Cashflows sind.
Bei den in der Tabelle ausgewiesenen Beträgen
handelt es sich um die vertraglichen nicht abgezinsten
Cashflows. Innerhalb von zwölf Monaten fällige
Salden entsprechen deren Buchwerten, da der Einfluss der
Abzinsung nicht signifikant ist. Bei Zins-SWAPs wurden die
Cashflows unter Verwendung der Terminzinssätze
geschätzt, die am Ende der Berichtsperiode galten.
3. KonsolidierungskreisDie Unternehmensstruktur hat sich im ersten Halbjahr
2022 gegenüber dem 31. Dezember 2021 verändert.
Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften
erstmalig in den Konzernkreis einbezogen:
scrollen
Eine Umgliederung von Tochterunternehmen von "Nicht
einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher
Bedeutung" zur Vollkonsolidierung wird generell
vorgenommen, sobald klar ist, dass die geschäftliche
Tätigkeit oder die Projektierungs- / Umsetzungsphase
in naher Zukunft beginnt.
Aus den Umgliederungen ergaben sich keine wesentlichen
Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
4. Wesentliche Ereignisse nach Ende des BerichtszeitraumsHinsichtlich der wesentlichen Ereignisse nach Ende des
Berichtszeitraums verweisen wir auf den
Konzernzwischenlagebericht.
KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG (IFRS)scrollen
scrollen
Den Werten per 30. Juni 2022 sind die Werte per 30. Juni
2021 bzw. beim Segmentvermögen / Segmentschulden die
Werte vom 31. Dezember 2021 gegenübergestellt.
Cuxhaven, 10. August 2022
PNE AG, Vorstand
BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHTAn die PNE AG, Cuxhaven
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -
bestehend aus der verkürzten Bilanz zum 30. Juni 2022,
der verkürzten Gesamtergebnisrechnung, der
verkürzten Kapitalflussrechnung, der verkürzten
Eigenkapitalveränderungsrechnung, der verkürzten
Segmentberichterstattung sowie ausgewählten
erläuternden Anhangangaben - und den
Konzernzwischenlagebericht der PNE AG, Cuxhaven, für
den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2022, die
Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115
WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Aufstellung des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS) für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem
Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach haben
wir die prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft sowie auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss der PNE AG, Cuxhaven, in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU
anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Ohne unser Urteil einzuschränken, weisen wir darauf
hin, dass wir die mit der Erklärung zur
Unternehmensführung nach § 289f HGB
zusammengefasste Konzernerklärung zur
Unternehmensführung nach § 315d HGB, auf die im
Konzernzwischenlagebericht hingewiesen wird, nicht unserer
prüferischen Durchsicht unterzogen haben.
Des Weiteren weisen wir darauf hin, dass die im
verkürzten Konzernzwischenabschluss und
Konzernzwischenlagebericht separat dargestellten
quartalsbezogenen Angaben sowie die sich hierauf
beziehenden Erläuterungen nicht Gegenstand unserer
prüferischen Durchsicht waren.
Hamburg, den 10. August 2022
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Halbjahres-finanzberichterstattung der
Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
PNE AG, Vorstand
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