PNE AG

Cuxhaven

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

für die PNE AG war das Geschäftsjahr 2022 erfolgreich. Den Herausforderungen des Ukraine-Kriegs und der nach wie vor herrschenden Corona-Pandemie ist das Unternehmen erfolgreich begegnet. Das aus dem Geschäftsverlauf resultierende positive Konzernergebnis (EBITDA) ist aus diesem Grund besonders erfreulich. Hervorzuheben ist auch die Aufnahme in den SDAX im Juni und eine ausgesprochen gute Entwicklung des Aktienkurses. Kein Unternehmen der DAX-Familie hat im Jahr 2022 gemäß Aussage von FOCUS online besser performt. Operativ hat sich die PNE AG durch die kontinuierliche Realisierung von Windparkprojekten, den Ausbau des Eigenbetriebs von Windparks, die verstärkte Entwicklung von Photovoltaikprojekten in mehreren Ländern sowie durch die Ausweitung des Angebots an Dienstleistungen rund um Projekte mit sauberer Energie weiterentwickelt. Wichtige operative Erfolge waren die Verkäufe von Wind- und Photovoltaikprojekten, aber auch die Fertigstellung verschiedener Windparks sowohl in Deutschland als auch im Ausland. Intern hat der Vorstand die neuen Strukturen weiterentwickelt, um die Erweiterung des Geschäftsmodells zügig voranzubringen.

Der Vorstand mit seinem Vorsitzenden Markus Lesser und Finanzvorstand Jörg Klowat hat darüber hinaus an der Umsetzung der erweiterten Strategie der Unternehmensgruppe gearbeitet. Die strategische Ausrichtung wurde mit "Scale up 2.0" weiter auf Wachstumskurs gebracht und mit weiteren Zielen bis 2027 gefüllt. Dazu gehört der deutliche Ausbau des Portfolios von Windparks und PV-Anlagen im Eigenbetrieb, durch den die unabhängige Stromproduktion (IPP) strategisch immer größere Bedeutung erreicht. Darüber hinaus zählen dazu die verstärkte Entwicklung von Photovoltaikprojekten in Spanien, Deutschland, Rumänien und den USA, die Ausweitung des Dienstleistungsbereichs sowie die Entwicklung von Power-to-X-Lösungen. Ebenso wurden dabei interne Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und der noch effektiveren Zusammenarbeit auf den Weg gebracht. Dazu gehören unter anderem die Implementierung von Managementschulungen der Führungskräfte, die weitere Vereinheitlichung von Prozessen, Einführung von neuen Prozesssteuerungssystemen und die Kommunikation eines unternehmensweit gültigen Erfolgsbildes, das Leitlinien für den Umgang inner- aber auch außerbetrieblich festlegt.

Auf der erfolgreichen Basis der Entwicklung von Windparkprojekten, die weiterhin Kerngeschäft sind, hat sich die PNE AG zu einem Anbieter von Lösungen für saubere Energien, einem "Clean Energy Solutions Provider" entwickelt.

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2022 zu insgesamt elf ordentlichen Sitzungen zusammengetreten, und zwar am 19. Januar (persönlich /​ Videokonferenz), 11. März (Videokonferenz), 16. März (persönlich), 25. März (Videokonferenz), 17. Mai (persönlich /​ Videokonferenz), 18. Mai (persönlich /​ Videokonferenz), 22. September (persönlich), 23. September (persönlich), 21. Oktober (Videokonferenz), 21. November (Videokonferenz) und 7. Dezember 2021 (persönlich /​ Videokonferenz). Die Aufsichtsratsmitglieder haben mit Ausnahme von Alberto Donzelli, Marc van't Noordende und Christoph Oppenauer an allen Sitzungen teilgenommen. Alberto Donzelli war bei zwei Sitzungen, Marc van't Noordende war bei einer Sitzung und Christoph Oppenauer war ebenfalls bei einer Sitzung verhindert.

Ein Schwerpunkt der Tätigkeiten des Aufsichtsrats im Jahr 2022 war der kontinuierliche Informationsaustausch mit dem Vorstand zu Fragen der Unternehmensführung in den Zeiten der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs, insbesondere die Entwicklung auf den Energiemärkten und deren mögliche Auswirkungen auf das Unternehmen.

Der Aufsichtsrat verfügt, der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) entsprechend, über eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder. Der Aufsichtsrat hat sich bestätigen lassen, dass alle amtierenden Mitglieder unabhängig sind.

Im Mai 2022 hat der Aufsichtsrat gemäß § 111 Abs. 5 Satz 1 AktG die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2026 entscheidet, auf 2/​7 festgelegt. Das Ziel, dass Frauen 2/​7 der Aufsichtsratsmitglieder stellen sollen, war mit der Zusammensetzung des Aufsichtsrats erreicht.

Die Hauptversammlung am 18. Mai 2022 fand entsprechend der gesetzlichen Sonderregelungen aufgrund der Corona-Pandemie in digitaler Form ohne physische Präsenz der Aktionäre oder ihrer Bevollmächtigten statt. Die Hauptversammlung beschloss, die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder von sechs auf sieben zu erhöhen. In der Hauptversammlung wurden Christoph Oppenauer und Marcel Egger erneut in den Aufsichtsrat gewählt. Die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder Christoph Oppenauer und Marcel Egger erfolgte jeweils für die Zeit bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2026 beschließt. Roberta Benedetti und Marc van't Noordende wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt. Die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder Roberta Benedetti und Marc van't Noordende erfolgte jeweils für die Zeit bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2026 beschließt. Florian Schuhbauer schied mit Beendigung der Hauptversammlung am 18. Mai 2022 aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder erfolgte mit großer Mehrheit. Die Hauptversammlung beschloss die Entlastung aller Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2021. Um eine effiziente Wahrnehmung seiner Aufgaben sicherzustellen, hat der Aufsichtsrat einen Personalausschuss, einen Nominierungsausschuss, einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) und einen Sonderausschuss (Verkaufsprozess MSIP) eingerichtet.

Der Personalausschuss tagte jeweils gemeinsam mit dem Nominierungsausschuss. Sie traten im Geschäftsjahr 2022 am 15. März (persönlich), 28. März (Videokonferenz) und 6. Dezember 2022 (persönlich/​Videokonferenz) zu insgesamt drei Sitzungen zusammen. Sämtliche Ausschussmitglieder haben jeweils an den Sitzungen teilgenommen.

Themen der Sitzungen waren unter anderem

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die Zielvereinbarungen der Vorstandsmitglieder,

das Vergütungssystem sowie die Vorbereitung der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütungsberichte,

die Organisationsstruktur zur Unterstützung des strategischen Programms "Scale up",

die Erarbeitung von Vorschlägen für die Wahlen zum Aufsichtsrat.

Das Audit Committee trat am 15. März (persönlich), 6. Mai (Videokonferenz), 8. August (Videokonferenz) und 7. November 2022 (Videokonferenz) zu insgesamt vier Sitzungen zusammen. Sämtliche Ausschussmitglieder haben jeweils an den Sitzungen teilgenommen. Gegenstand dieser Sitzungen waren die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021, die Erörterung des Halbjahresfinanzberichts und der Quartalsmitteilungen des Jahres 2022 sowie diesbezügliche Empfehlungen an den Aufsichtsrat, entsprechende Beschlüsse zu fassen.

Der Sonderausschuss (Verkaufsprozess MSIP) tagte im Geschäftsjahr 2022 am 5. Dezember 2022 (Videokonferenz). Sämtliche Ausschussmitglieder haben an der Sitzung teilgenommen. Der Sonderausschuss befasste sich mit dem von Morgan Stanley bzw. der Photon Management GmbH beabsichtigten vollständigen Verkauf der von der Photon Management GmbH an der Gesellschaft gehaltenen Beteiligung. Der gebildete Sonderausschuss hatte die Aufgabe, den Vorstand während des Prozesses beratend zur Seite zu stehen sowie dem Gesamtaufsichtsrat zu berichten.

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig durch schriftliche und in seinen Sitzungen durch schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands zeitnah und umfassend über die aktuelle Geschäftsentwicklung und über die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft sowie über die geplante Geschäftspolitik und weitere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, speziell in der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, informiert. Vorstand und Aufsichtsrat haben über diese Themenkomplexe ausführlich beraten. Der Aufsichtsrat hat zusätzlich Einsicht in die Bücher, Schriften und Vermögensaufstellungen genommen und diese geprüft. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auch auf der künftigen Liquiditätsplanung und der Finanzierungsstruktur der PNE AG und des Konzerns. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat über seinen Vorsitzenden regelmäßig in Einzelgesprächen vom Vorstand informieren lassen.

Der Aufsichtsrat hat die aufgrund von Bestimmungen des Gesetzes, der Satzung und der Geschäftsordnung des Vorstands zustimmungspflichtigen Geschäfte und Maßnahmen eingehend geprüft und im Wege der Beschlussfassung entschieden.

Schwerpunkte der Tätigkeit und Themenstellungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2022 waren:

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die Berichterstattung und die Beratungen über den Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021,

die Entwicklung auf den Energiemärkten insbesondere aufgrund der Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine,

die Vorbereitung der Hauptversammlung vom 18. Mai 2022 einschließlich der Beschlussfassung darüber, diese als virtuelle Hauptversammlung durchzuführen,

die Verabschiedung der Vergütungsberichte für Vorstand und Aufsichtsrat, die der Hauptversammlung vom 18. Mai 2022 zur Billigung vorgelegt wurden,

der stetige Informationsaustausch mit dem Vorstand hinsichtlich der Unternehmensführung in Zeiten der Corona-Pandemie,

die mittelfristige Unternehmensplanung der PNE-Gruppe,

die Berichterstattung über die Entwicklung der laufenden und geplanten Geschäfte,

die Berichterstattung und Beratung bezüglich der unternehmensstrategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und der Analyse der Aktionärsstruktur,

die Beratung über Auswirkungen, die sich aus den Veränderungen der Märkte für Erneuerbare Energien ergeben,

die Festlegung der für eine erfolgsabhängige Vergütung der Vorstandsmitglieder maßgeblichen Ziele,

die Beschlussfassung über die Abgabe der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex.

Besonders befasste sich der Aufsichtsrat dabei mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens und der künftigen Ausrichtung des Geschäftsmodells.

Interessenkonflikte von Mitgliedern des Vorstands sowie des Aufsichtsrats sind im Berichtsjahr weder angezeigt worden noch erkennbar aufgetreten.

Der Aufsichtsrat verabschiedete weiterhin die Entsprechenserklärung.

Der Jahresabschluss der PNE AG, der Konzernabschluss sowie die Berichte über die Lage der PNE AG und des Konzerns sind vom Vorstand zeitnah aufgestellt worden. Der von der Hauptversammlung am 18. Mai 2022 gewählte Abschlussprüfer, die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, hat diese zusammen mit der Buchführung geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk zum Jahresabschluss und zum Konzernabschluss sowie zum zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht erteilt.

Der Vorstand hat zusätzlich einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen verfasst und zusammen mit dem vom Abschlussprüfer erstellten Prüfungsbericht dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den folgenden Vermerk für den Bericht erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

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1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Den Auftrag zur Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2022 hat der Aufsichtsrat nach Vorliegen der erforderlichen Unabhängigkeitserklärung am 21. November 2022 erteilt.

Der Aufsichtsrat hat dem Abschlussprüfer Schwerpunktthemen für die Abschlussprüfung der PNE AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2022 vorgegeben.

Der Jahresabschluss für die PNE AG, der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht 2022 der PNE AG, der Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen und die Prüfberichte des Abschlussprüfers lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 15. März 2023 vor. Die Unterlagen wurden in der Sitzung des Audit Committee am 14. März 2023 sowie in der Bilanzsitzung von den Mitgliedern des Aufsichtsrats umfassend geprüft und erörtert. Der Vorsitzende des Audit Committee hat dem Gesamtaufsichtsrat in der Bilanzsitzung einen Bericht über die Behandlung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie des Berichts über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nebst dessen Prüfbericht im Prüfungsausschuss gegeben. Vertreter des Abschlussprüfers haben an der Sitzung über die Berichterstattung zum Abschluss teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen berichtet und gingen dabei insbesondere auf die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) und die vorgenommenen Prüfungshandlungen ein. Es bestanden keine Einwände. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden im Anschluss an die Berichterstattung vom Vorstand und dem Abschlussprüfer vollständig beantwortet. Der Aufsichtsrat hat nach eigener umfassender Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts und des Berichts über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (einschließlich der Schlusserklärung des Vorstands) sowie auf Basis der Empfehlungen des Prüfungsausschusses dem Ergebnis der Prüfungen durch den Abschlussprüfer zugestimmt.

Der Aufsichtsrat billigt daher den zum 31. Dezember 2022 aufgestellten Jahresabschluss der PNE AG und den zum 31. Dezember 2022 aufgestellten Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Den Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung hat der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der Interessen der Gesellschaft und der Aktionäre geprüft und sich diesem angeschlossen. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat auch der Schlusserklärung des Vorstands im Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen angeschlossen.

Die Regeln und Hindernisse, die eine Übernahme und Ausübung von Kontrolle der Gesellschaft durch Dritte erschweren können, sind vom Aufsichtsrat überprüft und bewertet worden. Der Aufsichtsrat hält insoweit keine Änderungen für erforderlich.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der PNE AG für ihre besonders engagierte, verantwortungsvolle und erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2022.

 

Cuxhaven, 15. März 2023

Per Hornung Pedersen

Zusammengefasster Lage- und Konzernlagebericht

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Die Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem 31. Dezember 2021 durch die erstmalige Einbeziehung von Gesellschaften und die Entkonsolidierung von veräußerten Gesellschaften verändert. Nähere Informationen hierzu finden sich im Konzernanhang unter dem Kapitel "Konsolidierungskreis".

1.1 Geschäftsmodell

Die international tätige PNE-Gruppe ist Betreiber von Projekten im Bereich der Erneuerbaren Energien an Land (Eigenbestandsportfolio) und einer der langjährigsten Projektierer von Projekten für saubere Energien an Land und auf See. Ende 2022 ist die PNE-Gruppe in 14 Ländern auf vier Kontinenten operativtätig.

Der Schwerpunkt liegt auf Windenergie- und Photovoltaikprojekten. Dabei vereint sich wirtschaftlicher Erfolg mit ökologischer Verantwortung. Die entwickelten Projekte werden an externe Kunden verkauft oder in das stark wachsende Portfolio von Windparks im Eigenbetrieb übernommen. Die PNE-Gruppe bearbeitet die Wertschöpfungskette von der Entwicklung, Projektierung, Finanzierung, Realisierung und dem Vertrieb über den Betrieb von sauberen Kraftwerken, die Wind, Sonne und Speicher nutzen, sowie Umspannwerken bis hin zum Repowering - also dem Ersatz älterer Windenergieanlagen durch neue auf dem aktuellen Stand der Technik. So definieren sich auch die Produkte: Projektentwicklung Windenergie, Projektentwicklung Photovoltaik und Projektentwicklung Hybridlösungen. Dabei beschäftigt sich die PNE-Gruppe auch mit der Entwicklung von Power-to-X-Lösungen.

Neben der Projektentwicklung steht ein breites Angebot von Dienstleistungen für Projekte sowie rund um die Lieferung von sauberem Strom für Kunden zur Verfügung. Zu diesen Dienstleistungen zählen u. a. technisches und kaufmännisches Betriebsmanagement, technische Inspektion und Prüfungen, Baumanagement, Netz- und Umspannwerksdienstleistungen, Windplanungen und Windmessungen, Stromvermarktungsmanagement, Energy Supply Services und ähnliche Dienstleistungen. Hier ist PNE ein starker Partner der Kunden über den gesamten Lebenszyklus von Wind- und Photovoltaikparks. Dies ist Bestandteil der strategischen Ausrichtung zu einem Anbieter von Lösungen für saubere Energien - einem "Clean Energy Solutions Provider".

Nach dem seit Jahren erfolgreichen Aufbau von Windparks für den Verkauf an Kunden arbeitet die PNE-Gruppe aktuell daran, vorerst bis Ende 2023 ein Portfolio mit Windparks mit bis zu 500 MW im Bau und Betrieb zu entwickeln. Die fertiggestellten Windparks werden im Eigenbetrieb gehalten, um durch den Stromverkauf laufende Erträge und langfristig positive operative Ergebnisse zu erzielen.

1.2 Ziele und Strategie

Die PNE-Gruppe baut das Eigenbestandsportfolio sowie die Produkte und Dienstleistungen kontinuierlich aus. Dabei liegt der Fokus im Rahmen der "Scale up 2.0"-Strategie verstärkt auf dem Ausbau bei Technologien, Märkten und dem deutlich erweiterten Dienstleistungsangebot sowie dem verstärkten Ausbau eines Portfolios mit bis zu 1.500 MW/​MWp in Bau oder Betrieb für den Eigenbestand bis Ende 2027. Mit dieser strategischen Ausrichtung will der Vorstand sowohl eine Verbesserung als auch eine Verstetigung der im Projektgeschäft naturgemäß sehr volatilen Ergebnisse erreichen. Dies ist vor allem am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zu messen, da aufgrund der Bündelung von Windparks zu Portfolien kontinuierlich Projekte bis zu einem möglichen Verkauf im Eigenbetrieb gehalten und der Eigenbetrieb von Projekten weiter ausgebaut wird. Die PNE AG hat mit wesentlichen Gesellschaften des Konzerns Ergebnisabführungsverträge geschlossen, sodass hohe Beteiligungsergebnisse bei der PNE AG ausgewiesen werden. Daher wird intern für die PNE AG das Ergebnis vor Steuern (EBT) als Steuerungsgröße verwendet. Eine weitere Kenngröße zur Erreichung der Ziele ist der Bestand an nationalen und internationalen Projekten in der Bearbeitung ("Projektpipeline"), der stetig ausgebaut werden soll. Gemessen wird der Erfolg auch daran, wie es der PNE-Gruppe gelingt, in neue Märkte und in neue Technologien einzusteigen und dort das Geschäftsmodell umzusetzen. Schließlich ist der Ausbau der angebotenen Dienstleistungen ein wichtiger Meilenstein für das Erreichen der Unternehmensziele.

1.3 Steuerungssystem

Die Steuerung der PNE-Gruppe erfolgt über regelmäßige Erörterungen zwischen dem Vorstand und den Unternehmenseinheiten. Das interne Steuerungssystem umfasst alle Unternehmensbereiche. So können kurze Reaktionszeiten auf Veränderungen in allen Bereichen und auf allen Entscheidungsebenen der PNE-Gruppe gewährleistet werden. Bei wesentlichen ergebnisrelevanten Veränderungen wird unverzüglich an den Vorstand berichtet. Vorstandssitzungen finden regelmäßig statt.

Ausgangspunkt für die Steuerung des Gesamtkonzerns bzw. der Unternehmenseinheiten sind die Zielvorgaben des Vorstands, die sich aus Vision, Mission und der Gesamtstrategie der PNE-Gruppe ableiten. Ein wesentliches Instrument für die Umsetzung der Ziele und Vorgaben ist die Gesamtheit an internen Regelungen der PNE-Gruppe.

Die Unternehmenseinheiten berichten monatlich über aktuelle Entwicklungen bzw. Zielabweichungen. Darüber hinaus werden operative Frühindikatoren kontinuierlich analysiert.

Zwischen Vorstand und den Geschäftsbereichen findet regelmäßig ein Austausch statt, bei dem ein Überblick über die jeweils aktuelle Markt- und Projektsituation gegeben wird. Darüber hinaus werden im Verlauf des Jahres u. a. Schwerpunktthemen wie die Festlegung der Strategie und deren systematische Umsetzung im Rahmen der Jahres- und Mittelfristplanung sowie die Zielvereinbarung und Zielerreichung diskutiert.

Die Steuerung der Aktivitäten der operativen Einheiten erfolgt auf Basis der genannten Steuerungskennzahlen; dabei kommt vorrangig der Ergebnisgröße EBITDA vor dem Hintergrund des Portfolioaufbaus eine besondere Bedeutung zu, da dies aus Sicht des Vorstands die geeignete Größe zur Beurteilung der Ertragskraft der PNE-Gruppe ist. Weiterhin wird als nichtfinanzielle Steuerungsgröße im Konzern die Projektpipeline (siehe "Überblick über den Stand der Projektaktivitäten an Land der PNE-Gruppe in MW und MWp") verwendet. Auf der Basis der Steuerungskennzahlen im Konzern mit dem EBITDA (Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) zzgl. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf Geschäfts- oder Firmenwerte) und der Projektpipeline sowie bei der PNE AG mit dem EBT (Ergebnis vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern) erfolgt in der PNE-Gruppe und der PNE AG der Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtaussage des Vorstands

Im Jahr 2022 hat sich der Geschäftsverlauf erfreulich positiv entwickelt.

Dem Ziel, den Eigenbetrieb von Windparks kräftig auszubauen und bis Ende 2023 ein Windparkportfolio im Eigenbestand mit bis zu 500 Megawatt in Bau oder in Betrieb zu erreichen, ist die PNE-Gruppe erneut nähergekommen. Mit dem Aufbau des Windparkportfolios im Eigenbesitz auf 318,9 MW (per 31. Dezember 2021: 233,2 MW) ist das Portfolio in 2022 um 85,7 MW angewachsen.

Entsprechend dem Claim "pure new energy" hat sich die PNE-Gruppe über die Windenergie hinaus zu einem breit aufgestellten Anbieter von Lösungen für saubere Energien, einem sogenannten "Clean Energy Solutions Provider", weiterentwickelt. Zusätzlich zum Kerngeschäft, der Projektierung von Windparks an Land und auf See, wurde die Entwicklung von Photovoltaikprojekten national und international ausgeweitet sowie Lösungen im Power-to-X-Bereich konzipiert.

Die Segmentberichterstattung der drei Segmente "Projektentwicklung", "Stromerzeugung" und "Services" spiegelt den gegenwärtigen Stand der Konzernaktivitäten wider.

Die Guidance für das Konzern-EBITDA von 20 bis 30 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2022 wurde übertroffen. Im Konzern wurde für das Geschäftsjahr 2022 ein EBITDA von rund 35,4 Mio. Euro (im Vorjahr: rund 32,7 Mio. Euro) erzielt.

Das Ziel "Projektpipeline" bestand darin, die Zahlen der Projektpipeline für Windenergie an Land und Photovoltaik auch im Geschäftsjahr 2022 im Konzern mindestens konstant zu halten. Es konnte trotz der Realisierung und den Verkäufen von Projekten ein Ausbau erreicht werden, da die "Pipeline", also der Bestand von Windpark- und Photovoltaikprojekten in den verschiedenen Phasen der Entwicklung, bis Ende 2022 (MW bzw. MWp) gegenüber dem Vorjahr bei der Windenergie an Land von 5.706 MW um 1.881 MW auf 7.587 MW und bei der Photovoltaik von 1.210 MWp um 3.086 MWp auf 4.296 MWp gesteigert werden konnte.

Auf Einzelebene der PNE AG wurde im Geschäftsjahr 2022 die Jahresguidance, es war ein positives EBT im mittleren zweistelligen Millionenbereich geplant, mit einem erzielten EBT-Ergebnis von rund 37,6 Mio. Euro (im Vorjahr: rund 76,2 Mio. Euro) erreicht.

2.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Erneuerbare Energien und dabei vor allem Windenergie und Photovoltaik haben sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Stütze der Stromerzeugung entwickelt. Seit 2000 hat die kumulierte installierte Leistung Erneuerbarer Energien kontinuierlich zugenommen. Dies zeigt sich vor allem an der Entwicklung der Windenergie und der Photovoltaik. Nach Angaben der International Renewable Energy Agency (IRENA) 1 hat sich die weltweit installierte Nennleistung Erneuerbarer Energien im Zeitraum von 2012 bis 2021 sehr positiv entwickelt. In diesem Zeitraum stieg die weltweit installierte Kapazität der Windenergie demnach von 266.918 MW auf 824.874 MW und die der Photovoltaik von 104.312 MWp auf 849.473 MWp. Der Zubau dauerte auch in 2022 an. Für Deutschland hat die Bundesregierung im Koalitionsvertrag deutlich erhöhte Ausbauziele für Photovoltaik sowie Windenergie an Land und auf See festgelegt, sodass der Ausbau in Deutschland anhalten dürfte. Für Windenergie an Land sollen zwei Prozent der Landesflächen ausgewiesen werden. Die Kapazitäten der Windenergie auf See sollen auf mindestens 30 GW bis 2030, auf 40 GW bis 2035 und auf 70 GW bis 2045 gesteigert werden. Das Ausbauziel für Photovoltaik wurde auf rund 215 GWp bis zum Jahr 2030 festgelegt.

1 Renewable Capacity Statistics 2022

Der deutsche Windenergiemarkt verzeichnete 2022 gegenüber den Vorjahren einen Zuwachs von 25 Prozent beim Zubau an Land. Auf See wurden 47 Windenergieanlagen zugebaut, im Jahr 2021 gab es überhaupt keinen Offshore-Zubau. Ende des Jahres waren Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt rund 66.242 MW (im Vorjahr: 63.924 MW) in Betrieb - davon 58.106 MW (im Vorjahr: 56.130 MW) an Land (onshore) und weitere 8.136 MW (im Vorjahr: 7.794 MW) auf See (offshore). 551 Windenergieanlagen (im Vorjahr: 484) mit einer Nennleistung von 2.403 MW (im Vorjahr: 1.925 MW) wurden an Land neu in Betrieb genommen. Gleichzeitig wurden an Land 246 (im Vorjahr: 233) alte Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 266 MW (im Vorjahr: 230 MW) abgebaut. 2

2 Deutsche WindGuard: Status des Windenergieausbaus an Land in Deutschland 2022/​ Status des Offshore-Windenergieausbaus in Deutschland 2022

Der deutsche Photovoltaikmarkt verzeichnete 2022 gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg beim Zubau: Rund 374.000 Photovoltaikanlagen (im Vorjahr: 240.000) mit einer Nennleistung von 7,2 GWp (im Vorjahr: 5,2 GWp) wurden in Betrieb genommen.

Um auf den globalen Märkten optimal positioniert zu sein, konzentriert sich die PNE-Gruppe auf die Entwicklung, die Errichtung sowie den Verkauf und den Betrieb von Windparks und Photovoltaikparks in ausgewählten Kernmärkten. Darüber hinaus werden erste Hybridprojekte entwickelt, in denen Wind und Photovoltaik kombiniert werden sollen.

2.3 Politische Rahmenbedingungen

Weltweit hat die Energiekrise im Jahr 2022 zu einer Beschleunigung des Ausbaus Erneuerbarer Energien geführt. Viele Länder streben eine Energiesouveränität an und forcieren den Ausbau der sauberen Energie, um die Abhängigkeit von Energieimporten zu steigenden Preisen für fossile Brennstoffe zu verringern. Laut aktuellem Bericht über den Erneuerbaren-Sektor erwartet die IEA (International Energy Agency) in ihrer Basis-Prognose für den Zeitraum von 2022 bis 2027 einen Anstieg der weltweiten Stromerzeugungskapazität aus Erneuerbaren Energien um 2.400 Gigawatt (GW). Das entspräche einem Anstieg von 30 Prozent über der Wachstumsprognose vor einem Jahr. Erneuerbare Energien werden laut dem Bericht in den nächsten fünf Jahren über 90 Prozent des weltweiten Ausbaus im Stromsektor ausmachen. Der weltweit hohe Energiebedarf hat zeitgleich auch den Kohleverbrauch im Jahr 2022 zu neuen Höchstständen getrieben. Dabei waren die europäischen Länder mit ihrer erhöhten Nachfrage nach fossilen Brennstoffen ein wesentlicher Treiber.

Auch in 2022 haben sich die PNE-Märkte unterschiedlich entwickelt, wobei laut IEA-Bericht die Photovoltaik sowie Onshore-Windkraft in den meisten Ländern zu den günstigsten Optionen für die Stromerzeugung zählen. In den USA beispielsweise zeigt die Prognose für das Wachstum regenerativer Energien nach oben, zumal die USA sehr zügig politische Regulierungen und Marktreformen als Reaktion auf die Energiekrise eingeführt haben. Die europäischen Staaten, die bei der Einführung von Reformen zum beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren bisher eher verhalten waren, kündigten auf der Weltklimakonferenz in Davos Anfang des Jahres 2023 den sogenannten Industrieplan Europa an, mit dem die EU-Kommissarin Europa zum Cleantech-Weltmarktführer machen möchte. Damit sollen Genehmigungen für neue Windenergie- und Photovoltaikanlagen zügiger bewilligt und die Modernisierung bestehender Anlagen beschleunigt werden.

EU-Ziele

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und sein Einfluss auf die Energiemärkte hat das vergangene Jahr stark geprägt. Aufgrund enorm gestiegener Gaspreise stieg der Strompreis im Laufe des Jahres dramatisch an. Mit dem Ziel, die fossile Abhängigkeit von Russland im Energiesektor zu beenden, brachten die EU in Ergänzung zum European Green Deal etliche Gesetzesvorhaben und das Repower EU-Paket auf den Weg, mit dem die Klimaschutzambitionen in Europa verstärkt werden sollen. So werden im Jahr 2023 u. a. neue Regelungen für die Genehmigung von Erneuerbaren Energien als Teil der Reform der Erneuerbare-Energien-Richtlinie verhandelt.

Am 30.12.2022 trat eine EU-Notfallverordnung in Kraft, die den dringend notwendigen beschleunigten Ausbau von sauberen Energieprojekten in allen EU-Staaten unterstützen soll. Mit dieser Verordnung gilt das öffentliche Interesse der Erneuerbaren Energien seit Ende 2022 EU-weit. Zur Beschleunigung von Repoweringprojekten sieht die Verordnung eine Genehmigungsfrist von maximal sechs Monaten vor. Ein weiterer Meilenstein für den beschleunigten Ausbau wurde in diese Verordnung von Deutschland eingebracht. Mitgliedstaaten erhalten damit die Möglichkeit, die artenschutzrechtlichen Prüfungen im Genehmigungsverfahren von Erneuerbare-Energien-Projekten zu vereinfachen. In ausgewiesenen Erneuerbare-Energien-Gebieten (renewable acceleration areas) kann demnach für den Zeitraum der Gültigkeit der EU-Verordnung auf die Umweltverträglichkeitsprüfung und die Artenschutzprüfung im Genehmigungsverfahren verzichtet werden, sofern bei Ausweisung der geeigneten Flächen eine strategische Umweltprüfung erfolgt ist. Die EU-Notfallverordnung hat eine Gültigkeit von 18 Monaten.

Angesichts der Turbulenzen an den Energiemärkten im Jahr 2022 hat die EU im vergangenen Jahr aber auch Maßnahmen auf den Weg gebracht, die den europäischen Weg des Green Deals betreffen. So wurde beispielsweise die Beendigung fossiler Subventionen aus EU-Geldern unterbrochen und einige Staaten haben auf der anderen Seite als eine Reaktion auf die steigenden Preise den Kohleausstieg verschoben oder ganz rückgängig gemacht.

In Folge der starken Preisanstiege an den Energiemärkten begann im dritten Quartal 2022 die Diskussion über einen Systemwechsel an den Energiemärkten, u. a. über eine Entkoppelung des Strompreises vom Erdgaspreis und die Abschöpfung von sogenannten "Zufallsgewinnen" durch die stark gestiegenen Preise an den Energiemärkten. Am 6. Oktoberwurden die EU-Mitgliedsstaaten mittels einer EU-Verordnung dazu verpflichtet, eine Obergrenze für Markterlöse einzuführen und die Einnahmen der Erzeuger an die Endkunden zurückzugeben, um eine Entlastung für Haushalte und Unternehmen zu schaffen. Dabei sind gemäß EU-Verordnung Erdgas- und Steinkohlekraftwerke von der Abschöpfung ausgeschlossen. Auf Basis dieser Verordnung wurde in Deutschland Ende 2022 das sogenannte Strompreisbremsengesetz eingeführt. Dieses Gesetz regelt die Abschöpfung von Mehrerlösen von Stromerzeugern in Höhe von 90 Prozent ab einem festgelegten Referenzwert. Diese Maßnahme gilt erst einmal für einen Zeitraum ab dem 1. Dezember 2022 bis zum 30. Juni 2023. Eine Verlängerung ist höchstens bis zum 30. April 2024 möglich. Weiterhin wurden auf europäischer Ebene angesichts der fossilen Energiepreise weitere Maßnahmen verabschiedet, wie beispielsweise Einsparverpflichtungen für fossiles Gas und Strom, eine einmalige Übergewinnsteuer für fossile Unternehmen in Höhe von 33 Prozent und Mindestfüllmengen für Gasspeicher.

Neben den oben genannten Notfallmaßnahmen wurde zwischenzeitlich die Hälfte der insgesamt 19 Energie- und Klimagesetze aus dem Fit for 55-Klimaschutzpaket der EU abgeschlossen. So werden zum Beispiel ab 2035 keine PKW und leichte Nutzfahrzeuge mit einem fossilen Verbrennungsmotor zugelassen, ein neues Kohlenstoffsenkungsziel wird das europäische Klimaziel für 2030 noch weiter verschärfen und das EU-Emissionshandelssystem wird um mehrere Sektoren (z. B. Schifffahrt und Müllverbrennungsanlagen) und Emissionskategorien (z. B. Nicht-CO 2 -Emissionen des Luftverkehrs) ausgeweitet.

Deutschland

Windenergie an Land (onshore)

Die Bundesregierung hat einen Fokus für die Legislaturperiode auf Klimaschutz und Energiewende gelegt. Die Bundesregierung stellt sich der großen Aufgabe, das Land wirtschaftlich sinnvoll und zügig im Rahmen der Klimavereinbarungen zu führen und voranzubringen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien, wie Windenergie und Photovoltaik, hat dabei ebenso wie die Entwicklung der Wasserstofftechnologie hohe Priorität und wird stark beschleunigt. Dazu soll auch die erhebliche Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren zählen.

Zu Beginn des Jahres 2022 hat der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, eine Bestandsaufnahme der deutschen Klimaschutzbemühungen vorgestellt und auf dieser Basis ein Sofortprogramm mit konkreten politischen Maßnahmen zur Beschleunigung der Energiewende bereits ab dem zweiten Quartal 2022 vorgestellt. Die hier maßgeblichen Gesetze - u. a. das Wind-an-Land-Gesetz, das Windenergieflächenbedarfsgesetz und das Energiesicherungsgesetz - sind seit 2022 in Kraft beziehungsweise formell angekündigt und wie auch das EEG 2023 zum 1. Januar 2023 in Kraft getreten. Im Zentrum der konkreten Maßnahmen steht eine deutliche Erhöhung und Beschleunigung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien, insbesondere mit Blick auf die Planungs- und Genehmigungsverfahren, sowie die Bereitstellung der notwendigen Flächen, speziell der Windenergie an Land.

Die die Bundesregierung tragenden Parteien haben die Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren Energien festgeschrieben. Für Windenergie an Land sollen zwei Prozent der Landesflächen ausgewiesen werden. Die Kapazitäten für Windenergie an Land sollen auf mindestens 115 GW bis 2030 und für die Offshore-Windenergie auf 30 GW erheblich gesteigert werden. Das Ausbauziel für Photovoltaik wurde auf 215 GWp bis zum Jahr 2030 festgelegt. Bis 2030 sollen 80 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus Erneuerbaren Energien gedeckt sein; bis zum Jahr 2045 soll die Klimaneutralität erreicht sein.

Diese bundespolitische Ausrichtung auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien kann sich positiv auf das Geschäftsmodell der PNE-Gruppe wie auch auf die gesamte Branche auswirken.

Für Windenergie an Land gab es im Jahr 2022 vier Ausschreibungsrunden mit einem Volumen von insgesamt 4.572 MW (im Vorjahr: 4.235 MW), wobei allein bei der ersten Ausschreibung des Jahres 2022 eine marginale Überzeichnung von 28 MW vorlag; die weiteren drei Ausschreibungen waren signifikant unterzeichnet. Für das Jahr 2023 wurde das Ausschreibungsvolumen auf 12.840 MW deutlich erhöht.

Windenergie auf See (offshore)

Den gesetzlichen Rahmen für den Ausbau der Windenergie auf See setzt in Deutschland das im Jahr 2022 novellierte Windenergie-auf-See-Gesetz. Die festgelegten Ausbauziele von 20 Gigawatt (GW) bis 2030 und 40 GW bis 2040 wurden darin auf mindestens 30 GW bis 2030, auf 40 GW bis 2035 und auf 70 GW bis 2045 erhöht. Das Gesetz trat am 1. Januar 2023 in Kraft.

Mit der nach Umsetzung des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts durch den Gesetzgeber geschaffenen Ausgleichsregelung nach § 10a WindSeeG erwartet PNE unverändert Erstattungen für in der Vergangenheit bereits erbrachte Projektierungsleistungen, die sich dann in der Zukunft entsprechend positiv auf die Konzernzahlen auswirken können.

Photovoltaik

Das Ziel für den Ausbau von Photovoltaikanlagen ist im geltenden Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2021) auf 100 GWp im Jahr 2030 festgelegt. Die Bundesregierung hat dieses Volumen mit dem EEG 2023 auf rund 215 GWp erhöht.

Frankreich

Frankreich unterstützt weiterhin den zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Im Zuge der französischen Förderregelungen für Strom aus Erneuerbaren Energien genehmigte die Europäische Kommission im Juli 2021 die neue französische Ausschreibung für den Zeitraum 2021 bis 2026 für Erneuerbare Energien an Land.

Frankreich hat seine Netzbetreiber und Verwaltungen angewiesen, die beschleunigte Einführung der fortschrittlichsten Wind- und Photovoltaikprojekte bis zum Winter zu unterstützen, da Gas und vor allem Strom aus dem Kernkraftwerkspark des Landes knapp sind. Weitere Sofortmaßnahmen zielen darauf ab, die Inbetriebnahme von Windkraftprojekten, die bis Ende 2024 am Netz sein sollen, zu gewährleisten. Ihnen soll insbesondere die Möglichkeit eingeräumt werden, vor Aktivierung ihrer CfD (Contract for Difference) Tarife übergangsweise auf dem Markt zu verkaufen.

Ende 2022 wurde im Parlament ein sogenanntes Erneuerbare-Energien-Beschleunigungsgesetz debattiert, um eine schnelle Prüfungsphase zu erreichen und die Akzeptanz vor Ort zu erhöhen.

Ende September 2022 waren in Frankreich 20,4 Gigawatt (GW) Windenergie einschließlich des ersten Offshore-Windparks (0,48 GW) und 15,8 GWp Photovoltaikanlagen am Netz.

Das Gesetz zur Energie- und Klimaprogrammierung soll bis Juli 2023 verabschiedet werden, um ein Jahrzehnt des Übergangs einzuleiten.

Großbritannien

In Großbritannien wird Strom aus Windenergie direkt an der Strombörse vermarktet. Zusätzliche Ausgleichszahlungen werden durch Ausschreibungen vergeben. Besonders windstarke Standorte sind heute bereits ohne Förderung wettbewerbsfähig zur konventionellen Stromerzeugung.

Italien

Seit 2012 besteht die verpflichtende Direktvermarktung mit einer zusätzlichen Förderung, die durch Ausschreibungen vergeben wird. Der nationale Energie- und Klimaplan der italienischen Regierung (PNIEC) sieht vor, den Anteil der sauberen Energien an der Stromerzeugung bis 2030 auf 55 Prozent auszubauen. Dieser wurde auch von der aktuellen Regierung fast unverändert übernommen. Es sind weitere Ausschreibungen für Windenergie- und Photovoltaikprojekte geplant. Darüber hinaus sind auch direkte Stromabnahmeverträge (PPAs) mit Unternehmen zu attraktiven Konditionen möglich.

Kanada

In Kanada sind die regulatorischen Anforderungen an das Genehmigungsverfahren für die Errichtung von Windenergieanlagen vielfältig und in den einzelnen kanadischen Provinzen unterschiedlich geregelt. Dabei beziehen sich die Genehmigungsprozesse hauptsächlich auf Baulandpolitik, umweltrelevante Themen sowie den Netzanschluss. Provinzübergreifend wird der Markt für saubere Energien durch die von der kanadischen Bundesregierung eingeführte CO 2 -Besteuerung sowie durch die im November 2022 eingeführte Investment Tax Credit Steuerpolitik angetrieben.

Auch die klimapolitischen Verträge, an die sich die kanadische Regierung international zuletzt im Rahmen der United Nations Climate Change Conference (COP27) gebunden hat, erhöhen die Bedeutung der Erneuerbaren Energien in Kanada.

Panama

Panama hat sich, auf der Grundlage des Gesetzes 8 vom 25. März 2015 und des Nationalen Energieplans 2015-2050, ein Ziel für die Erzeugung aus Erneuerbaren Energien (ohne Hydro) bis zum Jahr 2050 gegeben. Bis 2030 sollen Solar-, Wind- und Biomassequellen 20 Prozent der Stromerzeugungskapazität des Landes und 30 Prozent bis 2050 ausmachen. Panamas Ziel ist es, mithilfe der Erneuerbaren Energien eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu erreichen.

Um die Erreichung dieser Ziele zu unterstützen, hat Panama steuerliche Anreize für Bau, Betrieb und Wartung von Erneuerbare-Energien-Projekte geschaffen.

Polen

In Polen wird der Ausbau Erneuerbarer Energien durch Ausschreibungen reguliert. Die EU-Vorgaben für den Klimaschutz und die volkswirtschaftlichen Perspektiven sprechen für einen weiteren Ausbau der sauberen Energien in Polen. Es wird eine Veränderung der Genehmigungsverfahren erwartet, die diesen Ausbau fördern soll.

Die Polish Energy Policy 2040 (PEP2040) sieht einen Ausbau von Photovoltaikanlagen bis zum Jahr 2030 von rund 16 GWp vor. Im Jahr 2022 waren bereits Photovoltaikanlagen mit rund 10 GWp am Netz.

Rumänien

Die rumänische Regierung hat das Ziel formuliert, bis 2030 einen Anteil an Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von fast 31 Prozent zu erreichen - eine weitere Erhöhung gemäß EU-Vorgaben ist im Gespräch und wird voraussichtlich 2023 auf 38 Prozent angepasst. Um dieses Ziel zu erreichen, wird derzeit über ein Ausschreibungsverfahren diskutiert, in dem die Differenz zwischen dem Ausschreibungspreis und dem Marktpreis für Strom aus Erneuerbaren Energien ausgeglichen wird ("CfD Ausschreibung"). Dies soll noch Ende 2023 umgesetzt sein. Der freie Abschluss von PPAs ist seit Anfang 2022 möglich. Steigender Energiebedarf und ein gutes Wirtschaftswachstum lassen höhere Strompreise erwarten. Dies würde ein erhebliches Potenzial für die Erneuerbaren Energien bedeuten.

Schweden

Die Vergütung bei schwedischen Windparkprojekten erfolgt im Wesentlichen auf reinen Strommarkterlösen. Eine Direktvermarktung von Ökostrom über Stromlieferverträge, sogenannte Corporate PPAs, ist in Schweden zulässig und sehr gut etabliert. Die neue schwedische Regierung unterstützt den weiteren Ausbau der Windenergie.

Spanien

In Spanien handelt es sich um einen "High Volume" Markt, der sowohl Chancen im Bereich Wind und Solar eröffnet, aber auch einen langfristigen Ansatz in Richtung Wasserstoff, Asset Management sowie Repowering vorhält. In Spanien verfügen die Erneuerbaren Energien über einen starken Rückhalt bei Bevölkerung und Politik. Der Markt ist noch attraktiv für einen Markteintritt, denn die von der spanischen Regierung vorgegebenen Ausbauziele der Erneuerbaren Energien sind hoch. Zudem soll das Stromnetz bis 2030 respektive 2050 massiv ausgebaut werden. Eine Vielzahl von Offtake Möglichkeiten sowie ein etablierter PPA-Markt runden das Bild positiv ab. Spanien verfügt über einen starken Bankensektor und liegt mit einem A-Fitch Rating im oberen Drittel auf der Länderskala im weltweiten Vergleich.

Südafrika

Mit dem "Renewable Energy Independent Power Producer Programme" (REIPPP) hat die Regierung ein Ausschreibungssystem eingeführt, in dem langfristige Stromabnahmeverträge versteigert werden. In 2019 hat die Regierung den "Integrated Ressource Plan" (IRP 2019) verabschiedet, in dem von 2022 bis 2030 jährlich 1.600 MW installierte Leistung durch Windenergieanlagen vorgesehen sind. Die ersten Ausschreibungen unter dem IRP 2019 fanden in den Jahren 2021 und 2022 statt.

Türkei

Der Windenergiemarkt in der Türkei basiert auf einem System von staatlich garantierten Einspeisevergütungen und Ausschreibungen. Daneben wurde 2013 ein Lizensierungsverfahren für Netzeinspeisekapazitäten vorgestellt, das die Zugänge zu den einzelnen Netzeinspeisepunkten im Rahmen eines Auktionsverfahrens ermöglicht.

2017 wurden zwei Ausschreibungen für Windenergie durchgeführt mit einem Volumen von 3.000 MW (YEKDEM-Ausschreibung) und 1.000 MW (YEKA-Ausschreibung). PNE erhielt dabei in einer regionalen Ausschreibung mit 260 MW den Zuschlag für ein 71-MW-Projekt. Zusätzliche Ausschreibungen für Windenergie an Land und auf See im Bereich YEKA sind vorgesehen, wobei die Zeitpunkte noch nicht offiziell bekanntgegeben wurden. Darüber hinaus ist die Regierung dabei, den Corporate-PPA-Markt einzuführen. Dies würde PNE den Weg öffnen, ohne Ausschreibungen Projekte zu entwickeln.

PNE sieht weiterhin gute Gründe dafür, dass die Türkei Erneuerbare Energien und dabei insbesondere die Windenergie fördern und schnell ausbauen wird. Die Regierung sieht die Nutzung Erneuerbarer Energien als ein wichtiges Instrument zur Reduzierung des Außenhandelsdefizits und der Abhängigkeit von Öl und Gas. Die Vorbereitung weiterer Ausschreibungen für saubere Energien durch die türkischen Behörden stärkt diese Einschätzung.

USA

Der politische Rahmen für Erneuerbare Energien in den USA hat sich 2022 mit der Verabschiedung des "Inflation Reduction Act" deutlich verändert. Der umfangreiche Gesetzentwurf enthält 369 Milliarden US-Dollar für Klima- und Saubere-Energien-Programme sowie einige wichtige Bestimmungen, die ein günstigeres Umfeld für die Branche der Erneuerbaren Energien schaffen. Er bietet zum ersten Mal eine stabile Struktur für Zukunftsplanung und Investitionen. Die beiden wichtigsten Förderprogramme der Regierung, die Produktionssteuergutschrift (Production Tax Credit, PTC) und die Investitionssteuergutschrift (Investment Tax Credit, ITC), werden für Wind- und Solarprojekte verlängert, die bis 2035 mit dem Bau beginnen, und wurden auf eigenständige Speicherprojekte ausgeweitet. Eine neue Steuergutschriftenregelung wurde geschaffen, um die Einführung von grünem Wasserstoff zu unterstützen. Das Gesetz enthält auch 2 Milliarden US-Dollar in Form von Darlehen für neue Übertragungseinrichtungen, eine wichtige Voraussetzung, um die prognostizierten 525 bis 550 GW an neuer sauberer Stromerzeugung bis 2030 zu erreichen.

Die Nachfrage nach sauberer Energie wird weiterhin von den staatlichen Standards für Erneuerbare Energien angetrieben, die vorschreiben, dass die Energie-Versorger einen bestimmten Prozentsatz an Energie aus erneuerbaren Quellen erzeugen müssen. Auch wenn es als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine einige Anpassungen beim Zeitplan für die Stilllegung von Kohlekraftwerken (und Kernkraftwerken) gegeben hat, bleibt der allgemeine Trend zur Ablösung insbesondere der Kohle positiv. Der Ruf der Unternehmen nach Erneuerbaren Energien ist nach wie vor ein wichtiger Faktor, angeführt von finanziellen Erwägungen und starken ESG-Verpflichtungen (Environmental, Social and Governance).

Vietnam

Vietnam zeigt ein besonderes politisches Interesse an Erneuerbaren Energien, verursacht und verstärkt durch Versorgungsengpässe und einen steigenden Energiebedarf. Die politischen Ziele der Fünfjahrespläne für Windenergie sehen einen kontinuierlichen Ausbau vor. Der erzeugte Strom muss von den staatlichen Energieversorgern abgenommen und entsprechend der Einspeisetarife vergütet werden.

Der erforderliche Ausbau des nationalen Stromnetzes wird in Netzentwicklungsplänen (Power Development Plans - "PDPs") festgelegt. Die Aufnahme in den PDP ist für jedes Projekt die Grundlage weiterer Genehmigungen. Für den neuesten PDP8 hat sich PNE mit einem Offshore-Projekt mit bis zu 2.000 MW möglicher Gesamtleistung beworben. Mit der Veröffentlichung des PDP wird im Jahr 2023 gerechnet.

Einschätzung zur Marktentwicklung

Insgesamt befinden sich die internationalen Märkte weiterhin in einem Wandel, an den sich die Aktivitäten der PNE-Gruppe anpassen müssen, um Risiken zu minimieren und neue Chancen zu erarbeiten. Insgesamt gesehen sind die Rahmenbedingungen für den Ausbau der Windenergie vor dem Hintergrund der jüngsten Weltklimakonferenz in Scharm asch-Schaich (Ägypten) positiv zu werten. Für den wirtschaftlichen Ausbau der Photovoltaik sind die Rahmenbedingungen in ausgewählten Märkten wie Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Rumänien und den USA gegeben. Der Vorstand ist zuversichtlich, durch die erweiterte Unternehmensstrategie und weitere Internationalisierung u. a. in Europa und auf neuen Märkten, wie zum Beispiel in Lateinamerika und Vietnam, die Unternehmensentwicklung positiv voranbringen zu können.

2.4 Geschäftsverlauf

Zusammenfassung der operativen Entwicklung

Das operative Geschäft der PNE-Gruppe war im Geschäftsjahr 2022 von der Entwicklung, der Realisierung und dem Betrieb von Windparks an Land sowie dem weiteren Aufbau der Entwicklung von Photovoltaikprojekten in verschiedenen Ländern geprägt. Darüber hinaus wurde der Eigenbetrieb von Windenergieanlagen deutlich ausgebaut und damit ein eigener Beitrag zu einer umweltschonenden Stromerzeugung zu ökonomisch nachhaltigen Bedingungen geleistet.

Das operative Geschäft ist aufgeteilt in die Segmente "Projektentwicklung", "Stromerzeugung" und "Services".

In 2022 war das Marktumfeld von PNE durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und den Folgen des Ukraine-Kriegs geprägt. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen konnte sich das Unternehmen auf diese Herausforderungen einstellen, um Mitarbeiter gegen Corona-Ansteckungen zu schützen und die Realisierung von Projekten und Lieferungen zu sichern. Dennoch waren und sind die Auswirkungen auf die Lieferketten der Hersteller zu spüren, was sich in längeren Lieferzeiten niederschlägt. Hinzu kommen die gestiegenen Rohstoffpreise, die zu einem Anstieg der Preise für Windenergieanlagen geführt haben. Die steigenden Preise konnten bisher durch höhere Strompreise und effizientere Anlagen teilweise oder ganz kompensiert werden. Darüber hinaus wurden Umspannwerke und Kabel projektunabhängig für zukünftige Projekte bestellt, um Preise und Lieferzeiten zu sichern. Die gute Liquiditätsposition lässt der Gesellschaft genügend Spielraum, um auch längerfristigen Einschränkungen gut begegnen zu können.

Insgesamt hat die PNE-Gruppe im Berichtszeitraum Windpark-und Photovoltaikprojekte mit rund 481,9 MW /​ MWp (im Vorjahr: 1.076,1 MW /​ MWp) fertiggestellt, verkauft oder mit deren Bau begonnen. Für den französischen Windpark "Chantonnay" mit einer Nennleistung von rund 9 MW und den italienischen Windpark "Castellani" mit einer Nennleistung von 39,6 MW konnte PNE die Projektrechte veräußern.

Im Berichtszeitraum erhielt PNE insgesamt Genehmigungen für zehn Windpark- und Photovoltaikprojekte mit einer Leistung von rund 225,5 MW/​MWp. Trotz der Realisierung und der Verkäufe von Projekten konnte die "Pipeline", also der Bestand von Windpark- und Photovoltaikprojekten in den verschiedenen Phasen der Entwicklung, gegenüber dem Vorjahr bei der Windenergie von 5.706 MW um 1.881 MW auf 7.587 MW und bei der Photovoltaik von 1.210 MWp um 3.086 MWp auf 4.296 MWp erheblich gesteigert werden. Damit umfasst die Projektpipeline eine Rekordhöhe von 11.883 MW /​ MWp (per 31. Dezember 2021: 6.916 MW /​ MWp) und sichert damit die weitere Entwicklung des Unternehmens mittel- und langfristig ab.

Aufgrund der Fertigstellung und Übernahme weiterer Windparks hat sich die Nennleistung der im Eigenbetrieb befindlichen Windparks im Berichtszeitraum auf 318,9 MW (im Vorjahr: 233,2 MW) erhöht. Weitere Windparks für das eigene Portfolio sind in Bau und in den Genehmigungsverfahren.

In Bau befanden sich zum 31. Dezember 2022 in Deutschland und Schweden sieben Windparks (per 31. Dezember 2021: zehn Windparks). In diesen Windparks werden insgesamt 27 Windenergieanlagen (im Vorjahr: 63) mit einer Nennleistung von zusammen 154,6 MW (im Vorjahr: 235,1 MW) errichtet. Zwei dieser Projekte mit 66,6 MW wurden bereits verkauft. Für diese ist PNE im Rahmen des Baumanagements als Dienstleister tätig.

Die PNE AG ist als Bestandshalter vermehrt abhängig vom Windangebot, aber auch von der Entwicklung des Strompreises. Mit steigender Nennleistung im eigenen Portfolio wirken sich verändernde Windangebote auf die Finanzkennzahlen des Segments "Stromerzeugung" und damit auch auf die Finanzkennzahlen des Konzerns aus. Im Vergleich zum Vorjahresberichtszeitraum war im Jahr 2022 ein verbessertes Windangebot zu verzeichnen, was in Kombination mit der erhöhten Anzahl in Betrieb befindlicher Windenergieanlagen sowie den höheren Strompreisen im Segment "Stromerzeugung" zu einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahr führte.

Die Entwicklung von nationalen und internationalen Photovoltaikprojekten konnte im Berichtszeitraum erneut deutlich ausgeweitet werden. U. a. wurde dies auch durch die Übernahme von 51 Prozent an der spanischen Gesellschaft Coliaenergia ESPANA, S.L. (KOLYA) erreicht. Die Projektpipeline umfasst PV-Projekte mit einer Nennleistung von 4.296 MWp (im Vorjahr: 1.210 MWp).

Mit Verträgen für das Betriebsmanagement von Windparks in Deutschland, Frankreich, Polen und Schweden sowie Durchführung von Windmessungen, technischen Inspektionen und Prüfungen weltweit sind die zur PNE-Gruppe gehörenden Dienstleistungen international aufgestellt. Insgesamt umfasst das betreute Auftragsvolumen der PNE derzeit Windparks im In- und Ausland mit mehr als 2.500 MW (im Vorjahr: 2.000 MW) Nennleistung. Weiterhin wurden im Jahr 2022 über 2.500 (im Vorjahr: 1.500) Inspektionen und Prüfungen national und international durchgeführt.

Es wurden auch Werte ("stille Reserven") geschaffen, die nicht sofort erkennbar sind. Aufgrund der Investitionen in eigene Windparkprojekte sind von der Gesellschaft auf Konzernebene Gewinne vor Steuern eliminiert worden, die die Gesellschaft als "stille Reserven" definiert. Diese "stillen Reserven" entsprechen somit den im Rahmen der Konzernabschlusserstellung eliminierten Zwischengewinnen aus der Veräußerung der Windparks zwischen Gesellschaften des Konsolidierungskreises. Ob diese Gewinne bei einem Verkauf in der Zukunft auch so wie aktuell kalkuliert erzielt werden können, hängt davon ab, dass sich die unterstellten Marktbedingungen der Projektkalkulationen (z. B. Renditeerwartung der Investoren) nicht verändern (siehe dazu auch die Ausführungen im Kapitel 8 "Risiko- und Chancenbericht"). Die geschaffenen Werte ("stille Reserven") aus den konzerneigenen Projekten werden über die Nutzungsdauer der Projekte nach und nach, durch die geringere Abschreibungsbemessungsgrundlage im Konzern, aufgedeckt. Diese Aufdeckung der Werte ("stille Reserven") führt über die Laufzeit zu Ergebnisverbesserungen und entsprechend in der Höhe der Aufdeckung zu einer Verbesserung der Konzern-Eigenkapitalquote. Die bisherige Aufdeckung der Werte beträgt bis zum 31. Dezember 2022 insgesamt 17,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 8,7 Mio. Euro), davon wurden im Berichtszeitraum 8,5 Mio. Euro (im Vorjahreszeitraum: 4,0 Mio. Euro) aufgedeckt. Aufgrund der Investitionen in eigene Projekte sind im Berichtszeitraum 42,5 Mio. Euro (im Vorjahreszeitraum: 53,0 Mio. Euro) an Gewinnen vor Steuern eliminiert worden. Somit bestehen auf Konzernebene per 31. Dezember 2022 "stille Reserven" in Höhe von insgesamt 177,1 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 134,6 Mio. Euro) (unter Berücksichtigung der Aufdeckung der "stillen Reserven").

Die erfolgreichen operativen Tätigkeiten, unter Berücksichtigung des Aufbaus des Portfolios im Eigenbestand, führten zu einem Konzern-EBITDA von rund 35,4 Mio. Euro (im Vorjahr: rund 32,7 Mio. Euro). Die Guidance für das Konzern-EBITDA (20 bis 30 Mio. Euro) für das Geschäftsjahr 2022 wurde erreicht (siehe Erläuterungen im Abschnitt 2.5 "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage").

Auf Einzelebene der PNE AG wurde im Geschäftsjahr 2022 ein EBT-Ergebnis von rund 37,6 Mio. Euro (im Vorjahr: rund 76,2 Mio. Euro) ausgewiesen.

Die Entwicklung der Segmente im Einzelnen

Die nachfolgenden Ergebnisse der Segmente sind vor Konsolidierungen auf Konzernebene dargestellt.

Segment "Projektentwicklung"

Im Segment "Projektentwicklung" wird über die Teilbereiche Windkraft an Land national und international, Windkraft auf See national und international, Photovoltaikprojekte national und international sowie weitere Projekte berichtet.

Windenergie und Photovoltaik an Land

Obwohl die durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg bedingten Auswirkungen auf die Wirtschaft auch gewisse Implikationen für die PNE AG mit sich bringen, konnte die Entwicklung und Realisierung von Windpark- und Photovoltaikprojekten an Land im Geschäftsjahr 2022, sowohl in Deutschland als auch in den Auslandsmärkten, in denen die PNE-Gruppe über Tochtergesellschaften oder Joint Ventures tätig ist, kontinuierlich fortgeführt werden. Trotz laufender Realisierung und dem Verkauf von Projekten wurde die Projektpipeline bei der Windenergie an Land, also der Bestand an Projekten, an denen die PNE-Gruppe arbeitet, auf 7.587 MW (im Vorjahr: 5.706 MW) und die Projektpipeline bei Photovoltaik auf 4.296 MWp (im Vorjahr: 1.210 MWp) ausgeweitet.

Photovoltaik ist in den vergangenen Jahren immer kostengünstiger, effizienter und damit auch in der Stromerzeugung marktfähiger geworden. Die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Photovoltaikprojekten sind zudem in vielen Ländern gegeben. Daher ist die Entwicklung von Photovoltaikprojekten Bestandteil der strategischen Ausrichtung des Geschäftsmodells der PNE-Gruppe. Derzeit werden neue Märkte konkret geprüft und Sicherungen von Rechten in bereits ausgewählten Märkten vorgenommen.

Überblick über den Stand der Projektaktivitäten Windenergie an Land der PNE-Gruppe per 31. Dezember 2022 in MW:

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Land Phase I - II Phase III Phase IV Total MW Verkauft /​ Dienstleister
Deutschland 1.348 587 89 2.024 7
Frankreich 325 197 0 522 0
Großbritannien 0 43 0 43 0
Italien 0 0 0 0 0
Kanada 505 0 0 505 0
Panama 224 60 0 284 0
Polen 838 0 0 838 0
Rumänien 0 0 0 0 103
Südafrika 1.722 30 0 1.752 140
Schweden 300 0 0 300 60
Spanien 184 0 0 184 43
Türkei 629 71 0 700 0
USA 266 169 0 435 0
Total 6.341 1.157 89 7.587 353

Phase I - II = Erkundung und Entwicklung

Phase III = Planung

Phase IV = Errichtung bis Übergabe

Verkauft /​ Dienstleister = Diese Spalte führt bereits verkaufte Projekte auf, in denen die PNE aktuell Baumanagementleistungen erbringt.

Überblick über den Stand der Projektaktivitäten Photovoltaik der PNE-Gruppe per 31. Dezember 2022 in MWp:

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Land Phase I - II Phase III Phase IV Total MWp Verkauft /​ Dienstleister
Deutschland 437 0 0 437 0
Frankreich 142 0 0 142 0
Italien 140 0 0 140 0
Kanada 154 0 0 154 0
Polen 308 0 0 308 0
Rumänien 503 62 0 565 0
USA 700 0 0 700 0
Südafrika 988 0 0 988 0
Spanien 863 0 0 863 840
Total 4.234 62 0 4.296 840

Phase I - II = Erkundung und Entwicklung

Phase III = Planung

Phase IV = Errichtung bis Übergabe

Verkauft /​ Dienstleister = Diese Spalte führt bereits verkaufte Projekte auf, in denen die PNE aktuell Baumanagementleistungen erbringt.

Windenergie an Land und Photovoltaik national

In Deutschland bearbeitete die PNE-Gruppe zum 31. Dezember 2022 Windparks mit einer Nennleistung von rund 2.024 MW (im Vorjahr: 1.907 MW) in den verschiedenen Phasen der Projektentwicklung.

Fertiggestellt wurden im Berichtszeitraum die deutschen Windparks "Groß Oesingen" (32,4 MW), "Kuhstedt II" (22,0 MW), "Adensen West" (3,5 MW) und "Adensen Ost" (3,5 MW) in Niedersachen, "Wahlsdorf" (19,4 MW) in Brandenburg und "Gnutz I" (8,4 MW) in SchleswigHolstein. Bis auf das Projekt "Adensen West", das als Dienstleistung für einen Kunden gebaut wurde, sind die deutschen Windparks in den Eigenbetrieb übernommen worden.

Deutliche Fortschritte gibt es auch beim Aufbau des eigenen Windparkportfolios im Konzern. Aufgrund der Inbetriebnahme und der Übernahme von Windparks vergrößerte sich das Portfolio deutlich auf 318,9 MW (im Vorjahr: 233,2 MW).

Zum Ende des Berichtszeitraums befanden sich in Deutschland fünf Windparks mit einer Nennleistung von 89,0 MW und ein Dienstleistungsprojekt mit einer Nennleistung von 6,6 MW in Bau.

Darüber hinaus erhielt PNE im letzten Quartal 2022 die Genehmigungen nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) für zwei weitere Windparks in Deutschland mit einer möglichen Nennleistung von 84,6 MW.

Die Entwicklung von Photovoltaikprojekten wurde verstärkt, sodass zum Ende des Berichtszeitraums in Deutschland Projekte mit einer Gesamtleistung von 437 MWp bearbeitet wurden.

Photovoltaik und Windenergie an Land international

Auch im Ausland wurde von der PNE-Gruppe das Kerngeschäft der Projektentwicklung und -realisierung von Windenergie und Photovoltaik erfolgreich fortgeführt. So hatte die PNE-Gruppe in den Auslandsmärkten zum Ende des Geschäftsjahres 2022 Windparks mit einer Nennleistung von rund 5.563 MW in den verschiedenen Phasen der Projektentwicklung. Darüber hinaus befanden sich am Ende des Berichtszeitraums in den Auslandsmärkten Photovoltaikprojekte mit 3.859 MWp (im Vorjahr: 798 MWp) in der Entwicklung.

Frankreich

Zum 31. Dezember 2022 wurden in Frankreich Projekte mit einer geplanten Nennleistung von rund 522 MW (im Vorjahr: 530 MW) in verschiedenen Phasen der Projektentwicklung bearbeitet. Damit wurde der Bestand an Projekten in der Entwicklung auf hohem Niveau gehalten. In Frankreich schloss das Unternehmen im ersten Quartal den Verkauf eines Windparks mit drei Turbinen und einer Nennleistung von 9,0 MW erfolgreich ab. Ein weiterer verkaufter Windpark mit 13,2 MW ging im vierten Quartal ans Netz. Zudem wurden im zweiten beziehungsweise vierten Quartal 2022 die Genehmigungen für zwei weitere Projekte (11,7 und 9,4 MW) erreicht.

Zusätzlich befinden sich in Frankreich Photovoltaikprojekte mit einer Leistung von rund 142 MWp in der Entwicklung.

Großbritannien

Im Berichtszeitraum bearbeitete PNE weiterhin den schottischen Windpark "Sallachy", der 2015 trotz weitreichender Unterstützung von Gemeinden und Politikern vom Energieminister abgelehnt worden war. Der Bau des Windparks "Sallachy" mit einer Nennleistung von rund 42,9 MW wurde nunmehr im Geschäftsjahr 2022 genehmigt.

Italien

Nach dem erfolgten Verkauf der früher entwickelten Rechte an Windparkprojekten konzentriert sich die PNE-Gruppe in Italien jetzt auf die Entwicklung von Photovoltaikprojekten. Hintergrund dieser neuen Ausrichtung waren die nur schleppenden Ausschreibungen für Windparks. Der Markt wird daher weiter als schwierig eingeschätzt. Die Entwicklung von Photovoltaikprojekten verlief 2022 weiterhin sehr zügig. Zum 31. Dezember 2022 befanden sich bereits Projekte mit rund 140 MWp in der Entwicklung. Damit ist der Markteinstieg geglückt.

Kanada

In Kanada wurde nach positiven Marktuntersuchungen die Projektentwicklung in weitere Provinzen ausgeweitet. Es werden Windenergie- und Photovoltaikprojekte entwickelt, die zukünftig in Ausschreibungen eingebracht werden sollen oder Strom an den freien Markt verkaufen können.

Die PNE-Gruppe arbeitet an mehreren Windenergie- und Photovoltaikprojekten, die sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium befinden. Auch werden Projektansätze zur Direktversorgung von Industrieunternehmen verfolgt. Hervorgehend aus der im August 2022 zwischen Deutschland und Kanada unterzeichneten Energiepartnerschaft, werden Geschäftsmöglichkeiten für PNE in diesem Kontext untersucht. Zum 31. Dezember 2022 befanden sich bereits Windprojekte mit rund 505 MW und Photovoltaikprojekte mit rund 154 MWp in der Entwicklung.

Panama

PNE ist 2019 in den lateinamerikanischen Markt für Erneuerbare Energien eingetreten. Über Tochtergesellschaften wurden in Panama fünf Windenergieprojekte übernommen. Sie werden seitdem weiterentwickelt und optimiert. Projekte mit insgesamt bis zu 60 MW befinden sich bereits in einer sehr fortgeschrittenen Phase der Entwicklung.

PNE setzt in Panama auf den sich entwickelnden Markt für Erneuerbare Energien. Die Vermarktung des Stroms soll über die Strommarktbörse erfolgen.

Polen

Der Bau der Projekte "Krzecin" und "Kuslin" (zusammen 58,8 MW) wurde mit Erreichen der jeweiligen Konzessionen erfolgreich abgeschlossen.

In Polen konnte auch im Jahr 2022 die Projektentwicklung im Windbereich weiter vorangetrieben werden. So befanden sich zum 31. Dezember 2022 Projekte mit rund 838 MW in der Entwicklung (im Vorjahr: 404 MW).

Die Entwicklung von Photovoltaikprojekten wurde ebenfalls intensiviert. Zum Ende des Berichtszeitraums wurden Projekte mit rund 308 MWp (im Vorjahr: 98 MWp) bearbeitet.

Rumänien

PNE in Rumänien hat sich im Berichtszeitraum auf die Entwicklung von Photovoltaikprojekten konzentriert. Dabei konnte 2022 die Pipeline weiter erfolgreich ausgebaut werden. Zum 31. Dezember 2022 befanden sich Projekte mit rund 565 MWp in der Entwicklung (im Vorjahr: 112 MWp). Projekte mit insgesamt bis zu 62 MWp befinden sich bereits in einer sehr fortgeschrittenen Phase der Entwicklung.

Schweden

Im Berichtszeitraum wurde der Bau des Windparks "Hultema" mit einer Nennleistung von rund 60,0 MW weiter vorangetrieben. Dieser Windpark wurde bereits veräußert und wird während der Bauphase von der PNE-Gruppe im Auftrag des Käufers betreut. Die Inbetriebnahme ist für das erste Halbjahr 2023 vorgesehen.

In Schweden wurden zum Ende des Jahres 2022 Windparkprojekte mit einer Nennleistung von 300 MW entwickelt.

Spanien

In Spanien wurde im Juli ein Anteil von 51,0 Prozent an der Coliaenergia ESPANA, S.L. (KOLYA) übernommen.

Zum Ende des Jahres 2022 wurden Photovoltaikprojekte mit einer Nennleistung von 863 MWp sowie Windparkprojekte von 184 MW entwickelt. Zudem war die KOLYA als Dienstleister für Photovoltaikprojekte von 840 MWp und für Windparkprojekte von 43 MW tätig.

Südafrika

In Südafrika wurden am 31. Dezember 2022 Windparkprojekte mit bis zu 1.752 MW Nennleistung (im Vorjahr: 660 MW) in unterschiedlichen Phasen der Projektentwicklung bearbeitet.

Die Entwicklung der Photovoltaikprojekte schreitet ebenfalls voran. Zum Ende des Berichtszeitraums befanden sich Projekte mit rund 988 MWp in der Entwicklung (im Vorjahr: 105 MWp).

Türkei

In der Türkei bearbeitet die PNE-Gruppe wie im Vorjahr Windparkprojekte mit einer zu installierenden Nennleistung von 700 MW in verschiedenen Projektierungsphasen.

Ende 2017 führte der staatliche Netzbetreiber TEIAS den zweiten Teil einer Ausschreibung von 3.000 MW-Windkapazität durch. In der Ausschreibung erhielt PNE für das Projekt "Köseler" (71,4 MW) einen Zuschlag. Im August 2018 hat PNE die Vorlizenz von der Energieregulierungsbehörde EPDK erhalten. Damit wurden Einspeisekapazität und das Projektgebiet gesichert. Aufgrund einer Radarthematik bei "Köseler" wurde der Wechsel zum alternativen Projektstandort "Kayislar" beantragt und von den zuständigen Behörden genehmigt. Die Frist für die Projektentwicklung bis zum Erreichen der Baureife wurde entsprechend verlängert.

Ziel ist es weiterhin, den PNE-Projektbestand in Vorbereitung der Teilnahme an zukünftigen Ausschreibungen weiterzuentwickeln und entsprechende Vorlizenzanträge zu stellen. Darüber hinaus wird das Genehmigungsverfahren für das Projekt "Köseler /​ Kayislar" weiterhin verfolgt.

USA

Auf dem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt hat PNE eine Diversifizierungsstrategie verfolgt und sich auf dem Markt durch seinen Multitechnologie-Ansatz hervorgetan. Die Projekte, die sich in verschiedenen Entwicklungsstadien befinden, umfassen Windkraft, PV-Anlagen, Speicherkraftwerke und Hybridanlagen. Als Reaktion auf die Nachfrage und die sich bietenden Möglichkeiten macht Photovoltaik nun einen größeren Anteil am Projektmix aus. Im Vorgriff auf die sich künftig ändernde Marktdynamik enthält jedes Projekt als Option eine Strategie zur Einbeziehung von grünem Wasserstoff.

Die Pipeline ist erheblich auf über 1,1 GW/​GWp angewachsen und ist auch geografisch breit gefächert. Der strategische Schwerpunkt liegt auf Gebieten, in denen die Nachfrage nach erneuerbaren Energien langfristig stark ist. Neben den generellen Herausforderungen, die bei jeder Genehmigung und Umsetzung eines Projekts bestehen, spielen dabei auch spezifische Gegebenheiten in den USA eine wesentliche Rolle. Die Maßnahmen der Regierung bedeuten auch, dass der Ausbau des Stromnetzes im erheblichen Maße vorgenommen werden muss. So bestehen sehr hohe Finanzierungsanforderungen für die Teilnahme an Ausschreibungen zum Netzanschluss, welche die Investitionssummen der Projekte überschreiten können. Margen werden zum guten Teil mit fertig gebauten Projekten durch die Risikominimierung erzielt und liegen weniger in der Projektentwicklung. Außerdem verlangen auch die künftigen Abnehmer des später mit einem Projekt erzeugten Stroms äußerst umfassende vertragliche Absicherungen. Vor diesem Hintergrund ist PNE jüngst in grundsätzliche Überlegungen zur Perspektive des US-Geschäfts eingetreten, was auch die Möglichkeit eines Verkaufs dieses Geschäfts insgesamt einschließt.

Projektentwicklung von Windenergie und Photovoltaik an Land gesamt

Insgesamt bearbeiteten die Unternehmen der PNE-Gruppe zum 31. Dezember 2022 in Deutschland sowie in den Auslandsmärkten, in denen sie mit Tochtergesellschaften oder über Joint Ventures tätig sind, Windparkprojekte mit rund 7.587 MW (im Vorjahr: 5.706 MW) zu errichtender Nennleistung in unterschiedlichen Phasen des mehrjährigen Entwicklungsprozesses. Bei der Photovoltaik wurde die Projektpipeline auf 4.296 MWp (im Vorjahr: 1.210 MWp) ausgebaut. Dies ist die Basis der künftigen Entwicklung im Bereich Windenergie an Land. Darüber hinaus ist die PNE-Gruppe in bereits verkauften Projekten mit 353 MW als Dienstleister tätig.

Windenergie auf See

Windenergie auf See national

Die hohe Kompetenz der PNE-Projektentwicklung auf See zeigt sich daran, dass in den vergangenen Jahren bereits acht Windparkprojekte auf See nach der Entwicklung veräußert werden konnten. Hierzu gehören die Projekte "Atlantis I" sowie Projekte der Projektcluster "Borkum Riffgrund" und "Gode Wind".

Vier von PNE entwickelte und nach der Genehmigung veräußerte Windparks auf See wurden inzwischen von den Käufern errichtet und in Betrieb genommen: "Borkum Riffgrund 1", "Gode Wind 1" sowie "Gode Wind 2" und zuletzt in 2019 "Borkum Riffgrund 2" mit zusammen 1.344 MW Nennleistung.

Seit 2017 regelt das Windenergie-auf-See-Gesetz die Planung künftiger Projekte und stellt in Kombination mit dem eingeführten Ausschreibungssystem für PNE eine hohe Hürde für künftige Projektentwicklungen in deutschen Gewässern dar.

Im Bereich Windenergie auf See prüft die PNE-Gruppe auch Möglichkeiten zur Erzeugung von anderen Energieträgern wie etwa Wasserstoff auf See. Hierzu werden grundlegende Berechnungen und Untersuchungen durchgeführt, auf deren Basis bei positiver Perspektive mögliche weitergehende Projektaktivitäten stattfinden können.

Windenergie auf See international

Im Berichtszeitraum wurden weitere Anstrengungen zum Einstieg in die Entwicklung von Meereswindparks im Ausland unternommen. Insbesondere werden derzeit in Vietnam die Möglichkeiten zur Projektierung von Windparks auf See geprüft. Dazu wurde ein Büro in Ho-Chi-Minh-Stadt eröffnet.

In Vietnam wird der erforderliche Ausbau des nationalen Stromnetzes in Netzentwicklungsplänen (Power Development Plans -"PDPs") festgelegt. Die Aufnahme in den PDP ist für jedes Projekt die Grundlage weiterer Genehmigungen. Für den neuesten PDP8 hat sich PNE mit einem Offshore-Projekt mit bis zu 2.000 MW möglicher Gesamtleistung beworben. Die Veröffentlichung des PDP8 hat sich verschoben. Damit wird jetzt im Jahr 2023 gerechnet. Unabhängig davon konnte auf Ebene der für die zukünftige Einspeisung der Energie vorgesehenen Provinz eine Absichtserklärung unterzeichnet werden.

Im Berichtszeitraum wurden weitere Anstrengungen zum Einstieg in die Entwicklung von Meereswindparks in der Größe von 1.000 MW im Baltikum unternommen. Dabei konnte ein erster Projektansatz identifiziert werden. Dieser sieht eine 50-Prozent-Beteiligung an einem Projekt in Lettland vor, welches sich in einer frühen Entwicklungsphase befindet. Anfang Januar 2023 konnten hierzu die entsprechenden Verträge abgeschlossen werden.

Ergebnisse des Segments "Projektentwicklung"

Die oben aufgeführten operativen Leistungen führten im Segment "Projektentwicklung" im Berichtszeitraum 2022 zu den positiven Ergebnissen. Die aktuelle Corona-Pandemie hat auf die Geschäftstätigkeit des Segments "Projektentwicklung" Auswirkungen in Form von zeitlichen Projektverschiebungen gehabt. Diese Verschiebungen hatten nur geringe Auswirkung auf die Ergebnisse des Segments "Projektentwicklung" im Berichtszeitraum.

Das Segment "Projektentwicklung" hat im Geschäftsjahr 2022

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eine Gesamtleistung von 210,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 267,5 Mio. Euro),

ein EBITDA von 26,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 62,7 Mio. Euro) und

ein EBIT von 24,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 60,2 Mio. Euro) erreicht.

Segment "Stromerzeugung"

Im Segment "Stromerzeugung" sind alle Aktivitäten von Konzernunternehmen gebündelt, die unmittelbar mit der Erzeugung von Elektrizität aus sauberen Energien befasst sind.

Dieser Bereich beinhaltet im Wesentlichen die von der PNE-Gruppe selbst betriebenen Windparks mit einer Nennleistung von derzeit rund 318,9 MW (im Vorjahr: rund 233,2 MW) sowie das Holzheizkraftwerk in Silbitz mit rund 5,6 MW. Außerdem umfasst das Segment Anteile an Kommanditgesellschaften, in denen künftige Projekte umgesetzt werden sollen.

Bis zum erfolgreichen Verkauf von Windparks und der Übergabe an die Betreiber werden im Segment "Stromerzeugung" im Rahmen der Segmentberichterstattung laufende Einnahmen dieser Projekte ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden im Vergleich zum langjährigen Mittel schwächere Windergebnisse verzeichnet. Das Windangebot schwankt von Jahr zu Jahr. PNE-Projekte im Eigenbestand sind auf Basis von zwei unabhängigen Windgutachten kalkuliert. Diese Windprognosen beziehen sich auf einen mittleren jährlichen Wert, der im Laufe von 20 Jahren mit einer definierten Wahrscheinlichkeit erreicht wird. Das heißt statistisch gesehen gleichen sich Unterschreitungen und Übererfüllung von Windangeboten im Laufe der Betriebszeit aus. Dem gegenüber stand jedoch die für die Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien positive Entwicklung der Strompreise. Diese lagen im Jahr 2022 deutlich über den Prognosen, sowohl für die Windparks, die nach der geförderten Direktvermarktung nach EEG vermarktet werden, als auch teilweise für die Windparks, die vor dem Jahr 2022 eine Fixpreisvereinbarung beziehungsweise ein PPA (Power Purchase Agreement) abgeschlossen haben. Diese Preiseffekte konnten die fehlenden Erzeugungsmengen im Jahr 2022 mehr als überkompensieren. Zu berücksichtigen ist, dass das von der Bundesregierung verabschiedete Gesetz zur Abschöpfung der "Zufallsgewinne" (StromPBG) im Dezember 2022 umgesetzt wurde. Dies führte zu einer "Gewinn-Abschöpfung", bezogen auf die Konzernportfoliogesellschaften, von rd. 1,5 Mio. Euro.

Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Abschreibungen im Segment "Stromerzeugung" aufgrund der höheren Zahl an im Betrieb befindlichen MW.

Die anhaltende Corona-Krise hat auf die Geschäftstätigkeit des Segments "Stromerzeugung" keine Auswirkungen gehabt. Allerdings hat der Ukraine-Krieg mit der damit einhergehenden potenziellen Gasmangellage zu einer starken Erhöhung der Strompreise geführt, die sich positiv auch im Ergebnis widerspiegelt. Zudem gab es negative Auswirkungen auf die Lieferketten der Hersteller und Service Provider.

Ergebnisse des Segments "Stromerzeugung"

Das Segment "Stromerzeugung" hat im Geschäftsjahr 2022

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eine Gesamtleistung von 73,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 33,0 Mio. Euro),

ein EBITDA von 57,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 23,1 Mio. Euro) und

ein EBIT von 34,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 5,3 Mio. Euro) erzielt.

Segment "Services"

Im Segment "Services" wird zusammenfassend über Dienstleistungen berichtet. Hierzu zählen u. a. technisches und kaufmännisches Betriebsmanagement von Windparks und Umspannwerken, technische Inspektionen und Prüfungen, Baumanagement, Wind & Sites Services, Stromvermarktungsmanagement und sonstige Dienstleistungen.

In den polnischen Windparks "Kuslin" und "Krzecin", dem französischen Windpark "Nanteuil" sowie dem schwedischen Windpark "Hultema", die von PNE entwickelt und verkauft wurden, haben Konzernunternehmen im Geschäftsjahr 2022 bis zur Inbetriebnahme Dienstleistungen im Baumanagement erbracht und übernehmen in der folgenden Betriebsphase weitere Dienstleistungen (Betriebsführung & Technische Inspektionen).

Mit diesen Projekten setzt die PNE-Gruppe weiterhin erfolgreich die Strategie um, neben der Projektentwicklung auch Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus in diesen Projekten zu erbringen.

Durch weitere signifikante Auftragseingänge von Drittkunden, sowohl im Kernmarkt Deutschland als auch international in Schweden, Polen und Litauen, wurde die Unabhängigkeit im Betriebsmanagement durch von PNE entwickelte Projekte weiterentwickelt.

Der Bereich Wind & Sites Services konnte im Geschäftsjahr 2022 die Marktpräsenz weiter ausbauen und wurde zunehmend für Windmessungen inklusive darauf basierender Ertragsgutachten beauftragt. Darüber hinaus konnte eine über 100-prozentige Steigerung der Durchführung von LiDAR-Verifikationen am eigenen 200m-Windmessmast erzielt werden. Der gemäß EEG geforderte Standortgütenachweis nach 5, 10 bzw. 15 Betriebsjahren von Windenergieanlagen kann seit 2022 von Wind & Sites Services nach akkreditierten Standard durchgeführt werden. Der Bereich ist damit eines von neun akkreditierten Prüflaboren, die bei der Fördergesellschaft für Windenergie für die Anwendung der Technischen Richtlinie Nummer 10 gelistet sind.

Die Nachfrage nach Transaktionsberatung inklusive der Vermittlung von Stromabnahmeverträgen (PPAs) für ausgeförderte Anlagen sowie nach Vermarktungslösungen hinsichtlich kurzfristiger Absicherungsprodukte für Projekte innerhalb des Marktprämienmodells bleibt vor dem Hintergrund der gegenwärtig hohen Marktpreise hoch. Entsprechend konnten im Geschäftsjahr 2022 Stromvermarktungslösungen für weitere 26 externe Windparks mit einer Gesamtleistung von 300 MW vermittelt werden. Dämpfend wirkte hier zuletzt die hohe regulatorische Unsicherheit rund um die Einführung der Strompreisbremse bzw. der Erlösabschöpfungssystematik.

Im Bereich der technischen Inspektionen und Prüfungen konnte durch den Abschluss eines bedeutenden Rahmenvertrages mit einem Großkunden eine nachhaltige Grundauslastung erzielt werden. Weiterhin, über die Tochtergesellschaft energy consult Prüfgesellschaft GmbH, bietet die PNE-Gruppe jetzt in diesem Bereich effiziente und hochqualitative drohnenbasierte visuelle Inspektionen und Blitzschutzprüfungen an den Rotorblättern von Windenergieanlagen an. Dies erfolgt mit eigener Drohne und eigenem Personal, da bei der ausgewählten Lösung erstmals keine spezialisierten Piloten mehr erforderlich sind. Die Stillstandszeit der Anlagen und damit auch der Ertragsausfall für den Betreiber lassen sich auf diese Weise halbieren, da die Rotorblatt-Inspektionen mit Inspektionen am Maschinenhaus und Turm kombiniert werden können. Dabei setzt insbesondere die berührungslose Blitzschutzmessung neue Maßstäbe im Markt.

Generell hat das Segment "Services" seinen geplanten Beitrag zum Ergebnis trotz einer angespannten Personalsituation erfüllen können. Daraus ergibt sich auch die größte Herausforderung für das weitere Wachstum in 2023, welche die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal darstellt.

Ergebnisse des Segments "Services"

Das Segment "Services" hat im Geschäftsjahr 2022

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eine Gesamtleistung von 25,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 21,9 Mio. Euro),

ein EBITDA von 6,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 5,1 Mio. Euro) und

ein EBIT von 2,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,9 Mio. Euro) erreicht.

2.5 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Zahlen im Text und in den Tabellen wurden kaufmännisch gerundet, geringfügige Rundungsdifferenzen sind jedoch möglich.

2.5.1 Ertragslage

Entwicklung im Konzern

Der PNE-Konzern erzielte gemäß IFRS im Geschäftsjahr 2022 eine Gesamtleistung von 243,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 252,0 Mio. Euro). Davon entfallen 126,2 Mio. Euro auf Umsatzerlöse (im Vorjahr: 117,7 Mio. Euro), 111,7 Mio. Euro auf Bestandsveränderungen (im Vorjahr: 129,8 Mio. Euro) sowie 5,5 Mio. Euro auf sonstige betriebliche Erträge (im Vorjahr: 4,5 Mio. Euro).

Die Veränderung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Umsatzart im Projektgeschäft und die gestiegenen Umsatzerlöse aus dem Segment "Stromerzeugung", aufgrund der höheren Anzahl in Betrieb befindlicher Windenergieanlagen, zurückzuführen. Verkauft der Konzern seine Projekte "Turn-Key", also schlüsselfertig, dann wird ein hoher Umsatz, auch aufgrund des Einkaufs von Windenergieanlagen, erzielt. Beim Verkauf von Projektrechten werden im Konzern im Verhältnis zum "Turn-Key"-Umsatz hingegen nur niedrige Umsätze erzielt. Insbesondere in internationalen Märkten wird der Verkauf von Projektrechten aus Gründen der Risikominimierung bevorzugt angewandt. Die operativen Ergebnisse liegen bei beiden Verkaufsarten aber dicht beieinander, da die wesentliche Leistung der Konzerngesellschaften in der Projektentwicklungsleistung liegt. Zudem wirkt sich die Realisierung von Windparks für das eigene Portfolio auf die Umsatzerlöse aus, da auf Konzernebene diese Umsätze nicht ausgewiesen werden. Bei der Betrachtung der Nennleistung der Projekte im Konzern, die fertiggestellt, veräußert oder mit deren Bau begonnen wurde, summiert sich das initiierte Investitionsvolumen in 2022, bei 481,9 MW Windenergieprojekten und einem angenommenen mittleren Investitionsvolumen von rund 1,4 bis 1,8 Mio. Euro pro installierte MW-Nennleistung für Windenergieprojekte, auf rund 0,7 bis 0,9 Mrd. Euro.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden:

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im Segment "Projektentwicklung" interne Umsätze an ein anderes Segment von 177,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 168,2 Mio. Euro) u. a. für Generalunternehmer- und Projektentwicklungsleistungen für die eigenen Windparks sowie externe Umsätze von 34,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 68,9 Mio. Euro) u. a. aus dem Projektverkauf in Frankreich und aus Generalunternehmerleistungen in Polen erzielt.

im Segment "Stromerzeugung" im Berichtszeitraum 73,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 31,7 Mio. Euro) an externen Umsätzen erzielt. Im Wesentlichen entfielen diese Umsätze auf Windparks im Eigenbestand in Höhe von 66,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 27,9 Mio. Euro) sowie auf die Umsätze des HKW "Silbitz" mit 6,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 3,8 Mio. Euro). Ein wesentlicher Grund für die höheren Umsätze ist, dass im Berichtszeitraum 2022 eine höhere Anzahl in Betrieb befindlicher Windenergieanlagen Strom erzeugten sowie höhere Strompreise gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielt werden konnten.

im Segment "Services" externe Umsätze von 18,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 17,1 Mio. Euro) und interne Umsätze von 5,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 4,1 Mio. Euro) abgerechnet.

Die wesentlichen Umsätze wurden

aus kaufmännischem und technischem Betriebsmanagement,

aus Baumanagementdienstleistungen,

aus Windplanungsleistungen /​ Windmessungen,

aus Stromvermarktungsmanagement,

aus Dienstleistungen im Bereich Service, Wartung und Prüfung von Betriebsmitteln, Schulungen für Fachkräfte und dem Service für Arbeiten an z. B.Hindernisbefeuerungssystemen sowie

aus Umspannwerksdienstleistungen erzielt.

Der Anstieg der Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist u. a. begründet in den zusätzlichen Dienstleistungen im Baumanagementbereich bei bereits veräußerten Projekten und dem Anstieg der zu betreuenden Erneuerbare-Energien-Projekte im kaufmännischen und technischen Betriebsmanagement.

Bemerkenswert ist dabei, dass ein signifikanter Teil der internen Leistungen /​ Umsätze zur Vermeidung von externen Kosten im Konzern führte.

Im Geschäftsjahr 2022, wie auch im Vorjahr, wurden die erbrachten Leistungen für die im Eigenbesitz befindlichen Projekte über die Bestandsveränderungen gezeigt.

Erläuterung: Da die Windparks in Eigenbesitz unabhängig von ihrer aktuellen oder künftigen Gesellschafterstruktur selbst betrieben und zur Stromerzeugung genutzt wurden, erfolgte der Ausweis der Windparks ab dem Zeitpunkt der Veräußerung im Konzern gem. IAS 16 als Anlagevermögen. Die Umgliederung aus dem Konzernvorratsvermögen in das Konzernanlagevermögen erfolgt dabei ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung und führt dementsprechend zu keiner Veränderung der Gewinn- und Verlustrechnungsposition "Erhöhung/​Verminderung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen".

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden u. a. die Auflösung von Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Bau von Windparkprojekten, Einzelwertberichtigungen und Weiterberechnungen abgebildet.

Die Aktivitäten des Konzerns in der Projektentwicklung im In- und Ausland, an Land wie auf See, spiegeln sich auch in den Aufwandspositionen wider. Der Konzern-Gesamtleistung steht ein Materialaufwand von 137,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 161,6 Mio. Euro) gegenüber. Die im Vergleich zum Vorjahr von 64 Prozent auf 56 Prozent veränderte Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) im Konzern liegt u. a. darin begründet, wie Projekte im Geschäftsjahr verkauft wurden, entweder als "Turn-Key"-Projekt (hoher Materialaufwand) oder als Projektrecht (niedriger Materialaufwand) (siehe dazu auch die Erläuterung zu der Erhöhung der Umsatzerlöse). Negativ auf die Materialaufwandsquote wirkt sich die Umsetzung der Windparks für das eigene Portfolio aus, da in der Gesamtleistung des Konzerns nur die Aktivierung der externen Herstellkosten und keine Gewinne aus diesen Projektumsetzungen enthalten sind. Positiv auf die Materialaufwandsquote im Konzern wirken sich dagegen die steigenden Umsatzerlöse aus den im Konzern befindlichen eigenen Windparks aus. Bei den laufenden Windparks betreffen die wesentlichen Aufwandspositionen die laufenden Abschreibungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Somit sind in diesen Gesellschaften sehr niedrige Materialaufwandsquoten zu erwarten.

Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf 42,6 Mio. Euro im Konzern und stieg gegenüber dem Wert der Vorjahresperiode (38,5 Mio. Euro) um 4,1 Mio. Euro an. Die Mitarbeiteranzahl per 31. Dezember 2022 ist im Konzern auf 544 Personen angestiegen (per 31. Dezember 2021: 491 Mitarbeiter). Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern 514 Personen (im Vorjahr: 470 Personen) beschäftigt. In diesen Zahlen ist der Vorstand mit 2 Mitgliedern (im Vorjahr: 2 Mitglieder) enthalten. Die Erhöhung der Mitarbeiterzahl erfolgt im Rahmen der Strategie, die der Konzern mit dem "Scale up"-Programm verfolgt. Ein weiterer Grund für den Anstieg des Personalaufwands sind die gestiegenen Einstiegsgehälter und die variablen Vergütungen für Mitarbeiter, die für qualifiziertes Personal marktüblich bezahlt werden müssen.

Der Personalaufwand verteilt sich auf die Segmente wie folgt:

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"Projektentwicklung" mit 30,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 27,7 Mio. Euro),

"Stromerzeugung" mit 1,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,1 Mio. Euro) und

"Services" mit 11,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 9,7 Mio. Euro).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen und Nutzungsrechte erhöhten sich um 5,8 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 29,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 23,4 Mio. Euro). Die Erhöhung lag im Wesentlichen an der durchschnittlich höheren Anzahl an Windenergieanlagen im Konzern (Segment "Stromerzeugung") gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen und Nutzungsrechte verteilen sich auf die Segmente wie folgt:

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"Projektentwicklung" mit 2,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,4 Mio. Euro),

"Stromerzeugung" mit 23,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 17,8 Mio. Euro) und

"Services" mit 3,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 3,2 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Konzern in Höhe von 28,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 19,3 Mio. Euro) liegen im Konzern über dem Vorjahreswert und gliedern sich im Wesentlichen auf in:

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in Mio. Euro 2022 2021
Reparatur und Instandhaltung 5,2 4,4
Rechts- und Beratungsaufwand 4,3 3,6
Miet-, Pacht-, Leasingaufwand und Mietnebenkosten 3,7 1,2
Werbe- und Reisekostenaufwand 2,7 1,6
Kraftfahrzeugkosten 1,8 1,6
Erlösabschöpfung (StromPBG) 1,5 0,0
Versicherungen und Beiträge 1,5 1,3
Abschluss- und Prüfungskosten inkl. Steuerberatung und externe Buchführung 1,2 1,2
EDV-Kosten 1,1 0,9
Periodenfremde Aufwendungen 0,5 0,4
Aufsichtsratsvergütung 0,4 0,4
Zuführung zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen 0,3 0,0
Verluste aus Anlagenabgängen 0,0 0,3

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, vor Konsolidierungseffekten, verteilen sich auf die Segmente wie folgt:

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"Projektentwicklung" mit 16,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 12,1 Mio. Euro),

"Stromerzeugung" mit 12,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 8,1 Mio Euro) und

"Services" mit 3,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,8 Mio. Euro).

Mit dem weiteren Aufbau und dem laufenden Betrieb der im Konzern befindlichen Windparks, den Repoweringprojekten "Papenrode" und "Helenenberg" sowie dem HKW "Silbitz" (Segment "Stromerzeugung") erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen vor allem in dem Posten "Reparatur und Instandhaltungsaufwand" sowie bei "Miet-, Pacht-, Leasingaufwand und Mietnebenkosten". Bei den "Miet-, Pacht-, Leasingaufwand und Mietnebenkosten" ist die Steigerung im Wesentlichen wegen der variablen Pachtvergütungen in Verbindung mit den hohen Stromerlösen, die im Geschäftsjahr 2022 von den laufenden operativen Windparks und dem HKW Silbitz erzielt wurden, zu betrachten. Aufgrund des Gesetzes zur Einführung einer Strompreisbremse (StromPBG) wurden Aufwendungen in Höhe von rd. 1,5 Mio. Euro im Konzern verbucht.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge veränderten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 4,4 Mio. Euro auf 33,8 Mio. Euro. Im Wesentlichen liegt die Veränderung an der Bewertung der abgeschlossenen Zins-SWAPs im Rahmen der Projektfinanzierungen. Steigende Marktzinsen führen bei einer Bewertung der Zins-SWAPs zu einem Zinsertrag, welcher im Berichtszeitraum 2022 in Höhe von 17,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 3,5 Mio. Euro) im Konzern (Segment "Stromerzeugung") verbucht wurde. Zudem wurde im Berichtszeitraum aufgrund der notwendigen Folgebewertung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ein Ertrag in Höhe von 14,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) erfolgswirksam in den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen erfasst. Hierbei handelt es sich um einen außergewöhnlich hohen Effekt, der auf den starken Anstieg des Zinsniveaus insbesondere infolge des Ukraine-Kriegs und der zunehmenden Inflation in den letzten Monaten zurückzuführen ist. Aufgrund dieses Anstiegs mussten die Annahmen zu den bisher erwarteten Zins-Zahlungsströmen nach Ablauf der Zinsbindungsperioden angepasst werden. Für die Zeit nach Ablauf der Zinsbindungsperiode wurden daher entsprechend höhere Zinszahlungen veranschlagt. Zudem wurde der erwartete Effektivzins an die Markterwartungen angepasst. Obwohl sich zwar die ermittelten Zinssätze für die variablen Zahlungsströme und die Abzinsung in vergleichbarem Ausmaß ändern, kommt es in der teilweise noch bis zu neun Jahren andauernden Zinsbindungsperiode zu keiner Änderung der tatsächlichen Zahlungsströme. Aufgrund der Änderung des Effektivzinssatzes werden jedoch auch diese vergleichsweise niedrigen Zahlungsströme bis zum Ablauf der Zinsbindung mit dem neuen, deutlich höheren ermittelten Effektivzins abgezinst. Dieser Effekt führt im Wesentlichen zu dem auszuweisenden Ertrag. In der Folge werden über die verbleibende Laufzeit der Darlehen entsprechend höhere Zinsaufwendungen, als bislang angenommen, erfasst werden, die sich auf Basis der Effektivzinsmethode berechnen. Diese ermittelten Zinsaufwendungen entsprechen nicht den tatsächlichen Zinszahlungen, die insbesondere während der Zinsbindungsperiode noch deutlich unterhalb des zu erfassenden Aufwandes liegen können.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen veränderten sich im Konzern gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 10,8 Mio. Euro auf 16,2 Mio. Euro. Im Berichtszeitraum 2022 führten Bewertungen von einzelnen Zins-SWAPs zu einem Zinsaufwand von 1,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,9 Mio. Euro). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen fielen im Wesentlichen an im Zusammenhang mit

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der Anleihe 2018 /​ 2023 (1,6 Mio. Euro),

der Anleihe 2022 /​ 2027 (1,4 Mio. Euro),

den Eigen- und Fremdfinanzierungen von Windparkprojekten und von den Portfolio GmbHs (6,1 Mio. Euro),

der Anwendung des IFRS 16 "Leasing" (2,0 Mio. Euro),

der Bewertung der abgeschlossenen Zins-SWAPs im Rahmen der Projektfinanzierungen von Windparkprojekten (1,2 Mio. Euro) und

sonstigen Themen wie z. B. der Gebäudefinanzierung am Stammsitz in Cuxhaven oder Effektivverzinsungen von finanziellen Verbindlichkeiten (1,1 Mio. Euro).

Erläuterung: Bei finanziellen Verbindlichkeiten, deren Verzinsung zu besonderen Konditionen abgeschlossen wurde (z. B. aufgrund von KfW-Förderungen) ist der Marktzins zu verwenden, der für ein vergleichbares Instrument ähnlicher Bonitätsbeurteilung gelten würde. Die Differenz wird nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des zugrunde liegenden Instruments verteilt. Der Effektivzinssatz ist der Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit auf den Nettobuchwert abgezinst werden. Mittels der Effektivzinsmethode werden durch Amortisation Zinserträge bzw. -aufwendungen auf der Basis sämtlicher erwarteter Zahlungsströme über die Laufzeit der finanziellen Verbindlichkeit verteilt. Die Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgt nach vollständiger Inanspruchnahme der vereinbarten Finanzierung und nach Inbetriebnahme der dadurch finanzierten Projekte. Folgebewertungen werden unter Anwendungen der Effektivzinsmethode im Konzern durchgeführt, wenn sich bei den im Konzern regelmäßig stattfindenden Überprüfungen der Markterwartungen ergibt, dass sich diese wesentlich verändert haben.

Im Konzern wurde ein Steueraufwand in Höhe von 9,6 Mio. Euro im Geschäftsjahr ausgewiesen (im Vorjahr ein Steuerertrag in Höhe von 21,8 Mio. Euro). Der Steuerertrag im Vorjahr kam im Wesentlichen zustande durch die Bildung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge.

Auf Konzernebene wurden im Geschäftsjahr 2022 folgende Ergebnisse erzielt:

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ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA = EBIT zzgl. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte sowie auf Geschäfts- oder Firmenwerte) in Höhe von 35,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 32,7 Mio. Euro),

ein Betriebsergebnis (EBIT = entspricht dem in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Wert in der Zeile "Betriebsergebnis") von 6,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 9,3 Mio. Euro).

Das Konzern-Ergebnis nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Ergebnis belief sich auf 14,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 25,1 Mio. Euro). Das unverwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,20 Euro (im Vorjahr: 0,33 Euro) und das verwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie auf 0,20 Euro (im Vorjahr: 0,33 Euro).

Unter Berücksichtigung des Geschäftsergebnisses und der Dividendenausschüttung veränderte sich der Bilanzgewinn im Konzern im Berichtszeitraum auf 81,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 73,4 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr 2022 wurde eine Dividende in Höhe von 6,1 Mio. Euro aus dem vorhandenen Bilanzgewinn ausgeschüttet.

Entwicklung in der PNE AG
(Zahlen nach HGB-Einzelabschluss)

Von der Gesamtleistung im Konzern entfielen auf die PNE AG 147,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 104,4 Mio. Euro). Die Gesamtleistung der PNE AG setzt sich aus Umsatzerlösen in Höhe von 148,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 89,0 Mio. Euro), aus Bestandsveränderungen in Höhe von -3,6 Mio. Euro (im Vorjahr: -1,5 Mio. Euro) und aus sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 2,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 16,9 Mio. Euro) zusammen.

Die Umsätze wurden wie im Vorjahr im Wesentlichen aus "Turn-Key"-Projektumsetzungen bzw. -verkäufen erzielt.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden die Auflösung von Rückstellungen und sonstige Erträge wie z. B. Gutschriften, Weiterberechnungen und Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen sowie im Vorjahr Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen erfasst.

Die Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen beinhalten im Vorjahr die eingegangene Meilensteinzahlung aus dem früheren Verkauf des Offshore-Projekts "Gode Wind 4" in Höhe von 15,0 Mio. Euro.

Im Einzelabschluss der PNE AG betrug der Materialaufwand im abgelaufenen Geschäftsjahr 106,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 46,2 Mio. Euro). Der Materialaufwand setzt sich im Wesentlichen aus den Kosten für die Windenergieanlagen und den Baukosten für die Infrastrukturleistungen der umgesetzten bzw. im Bau befindlichen Windparkprojekte zusammen.

Im Einzelabschluss der PNE AG belief sich der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2022 auf 18,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 16,5 Mio. Euro). Die Mitarbeiteranzahl per 31. Dezember 2022 hat sich in der PNE AG auf 188 Personen verändert (per 31. Dezember 2021: 190 Mitarbeiter). In den Personalzahlen ist der Vorstand mit 2 Mitgliedern (im Vorjahr: 2 Mitglieder) enthalten.

Im Einzelabschluss der PNE AG belief sich der sonstige betriebliche Aufwand im Geschäftsjahr 2022 auf 12,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 13,6 Mio. Euro).

Die PNE AG wies im Geschäftsjahr 2022 ein Ergebnis vor Steuern von 37,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 76,2 Mio. Euro) aus.

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen veränderten sich gegenüber dem Vorjahr von 46,8 Mio. Euro auf 26,1 Mio. Euro. Zurückzuführen ist diese Veränderung im Wesentlichen auf den Gewinnabführungsvertrag mit der WKN GmbH, auf Basis dessen ein Gewinn der WKN GmbH von rund 23,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 44,4 Mio. Euro) der PNE AG zugerechnet wurde.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen veränderten sich bei der PNE AG gegenüber dem Vorjahr und betrugen 3,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,6 Mio. Euro) und sind im Wesentlichen für die Zinsen der Anleihe 2018 /​ 2023 und der Anleihe 2022 /​ 2027 angefallen.

Zum 31. Dezember 2022 belief sich der Bilanzgewinn der PNE AG auf 251,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 231,1 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss der PNE AG belief sich auf 26,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 81,2 Mio. Euro). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie der Einzelgesellschaft lag bei 0,35 Euro (im Vorjahr: 1,06 Euro) und das verwässerte Ergebnis je Aktie der Einzelgesellschaft bei 0,35 Euro (im Vorjahr: 1,06 Euro).

2.5.2 Finanzlage

Die Zahlen im Text und in den Tabellen wurden kaufmännisch gerundet, geringfügige Rundungsdifferenzen sind jedoch möglich.

Entwicklung im Konzern

Das Finanzmanagement der PNE AG und des PNE-Konzerns ist darauf ausgerichtet, ausreichend Liquidität

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für die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit bereitzustellen,

um die Voraussetzungen zur Umsetzung der Strategie zu schaffen sowie

um den Risiken aus dem Projektgeschäft zu begegnen.

Die Finanzierung erfolgt dabei auf Ebene der jeweiligen Projektgesellschaften in Form von Darlehen sowie auf Ebene der PNE AG u. a. durch die Emission von Anleihen. Derivative Finanzinstrumente wie Zins-SWAPs werden in der Regel nur auf Ebene der Projektgesellschaften eingesetzt, um Zinsrisiken variabel verzinslicher Darlehen abzusichern. Zum 31. Dezember 2022 bestanden derivative Finanzinstrumente in Bezug auf mehrere Projektfinanzierungen der Windparks im Konzern.

Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Lage des Konzerns gibt die Kapitalflussrechnung Aufschluss. Zum 31. Dezember 2022 stand den Konzernunternehmen eine Liquidität inkl. Kreditlinien für Projektzwischenfinanzierungen in Höhe von 168,7 Mio. Euro zur Verfügung, die in Höhe von 2,1 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist (per 31. Dezember 2021: 228,0 Mio. Euro, davon 1,9 Mio. Euro verpfändet).

Die zur Verfügung stehende Liquidität gliedert sich auf in

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Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 121,6 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 149,6 Mio. Euro),

zur Verfügung stehende freie Betriebsmittellinien in Höhe von 12,1 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 15,1 Mio. Euro) und

zur Verfügung stehende freie Projektfremdkapitalzwischenfinanzierungen in Höhe von 35,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 63,3 Mio. Euro).

Für weitere Eigenkapitalzwischenfinanzierungen von Projekten besteht eine Vereinbarung (Letter of Intent) mit einer Bank in Höhe von bis zu 27,1 Mio. Euro, auf dessen Basis jeweils nach Inbetriebnahme der Projekte gesonderte Eigenkapitalzwischenfinanzierungen abgeschlossen werden können. Per 31. Dezember 2022 waren davon 23,1 Mio. Euro in Anspruch genommen worden.

Der Konzern verfügt zum 31. Dezember 2022 über Betriebsmittellinien in Höhe von 15,1 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 15,1 Mio. Euro) und Linien für Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsavale (ohne von Banken gewährte Avallinien in Zusammenhang mit laufenden Projektfinanzierungen) in Höhe von 40,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 34,2 Mio. Euro). Die Betriebsmittellinie war per 31. Dezember 2022 mit 3,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 0,0 Mio. Euro) in Anspruch genommen und die Linien für Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsavale waren per 31. Dezember 2022 mit 6,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 4,8 Mio. Euro) in Anspruch genommen.

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -9,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 23,8 Mio. Euro) war im Wesentlichen geprägt

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von dem Konzern-Ergebnis des Berichtjahres,

von der Weiterentwicklung der Projektpipeline und der Realisierung von Windparkprojekten, welche sich in den Veränderungen bei den Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten abzeichnen und im Wesentlichen durch Projektzwischenfinanzierungen finanziert wurden (siehe auch Cashflow aus Finanzierungstätigkeit).

Beim Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurden im Berichtszeitraum Aus- und Einzahlungen für Investitionen in das Konzernsachanlagevermögen, die langfristigen finanziellen Vermögenswerte und die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von in Summe -98,1 Mio. Euro (im Vorjahr in Summe: -82,0 Mio. Euro) getätigt. Die Investitionen in Sachanlagen bezogen sich im Geschäftsjahr 2022 und im Vorjahr im Wesentlichen auf Investitionen für die Umsetzung der Windparks für das im Aufbau befindliche Windparkportfolio (Segment "Stromerzeugung") und in Umspannwerke für diese Windparkprojekte (Segment "Services").

Ein- und Auszahlungen aus Verkäufen und Käufen von Finanzanlagen oder konsolidierten Einheiten wurden im Berichtszeitraum in Höhe von in Summe -2,5 Mio. Euro getätigt (im Vorjahr: in Summe 30,3 Mio. Euro). Die wesentlichen Auszahlungen stammen aus dem Kaufpreis für 51,00 %o der Anteile an der Coliaenergia ESPANA, S.L. (2,0 Mio. Euro) (im Vorjahr: Einzahlungen aus den Anteilsverkäufen an polnischen und rumänischen Windparkgesellschaften).

Im Berichtszeitraum war der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 79,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 112,0 Mio. Euro) im Wesentlichen geprägt durch

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die Inanspruchnahme von Bankkrediten in Höhe von 111,2 Mio. Euro, die im Wesentlichen zur Projektfinanzierung der Windparkprojekte im Eigenbestand verwendet wurden,

die Tilgung von Kreditverbindlichkeiten in Höhe von 21,7 Mio. Euro,

die Ausgabe der Anleihe 2022 /​ 2027 in Höhe von 55,0 Mio. Euro bei Transaktionskosten in Höhe von 1,3 Mio. Euro sowie der vollständigen Tilgung der Anleihe 2018/​2023 in Höhe von 50,0 Mio. Euro,

die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten (nach IFRS 16 als Auszahlung im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit darzustellen) in Höhe von 7,8 Mio. Euro und

die Dividendenzahlung in Höhe von 6,1 Mio. Euro.

Zum Stichtag 31. Dezember 2022 betrug das Grundkapital der PNE AG 76.603.334,00 Euro (per 31. Dezember 2021: 76.603.334,00 Euro).

Zum Stichtag 31. Dezember 2022 verfügte der Konzern über einen Finanzmittelfonds in Höhe von insgesamt 121,6 Mio. Euro, der in Höhe von 2,1 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist (per 31. Dezember 2021: 149,6 Mio. Euro, davon 1,9 Mio. Euro verpfändet).

Entwicklung in der PNE AG

Der PNE AG stand zum 31. Dezember 2022 eine Liquidität in Höhe von 60,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 87,3 Mio. Euro, davon 0,7 Mio. Euro verpfändet) zur Verfügung, die in Höhe von 1,2 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist.

Die Finanzlage der PNE AG war im Geschäftsjahr 2022 insbesondere geprägt

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durch den positiven Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 38,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 26,4 Mio. Euro), im Wesentlichen aufgrund der Zinseinnahmen und der erhaltenen Gewinnabführungen aus dem Vorjahr sowie

durch den negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -61,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 11,1 Mio. Euro), welcher im Wesentlichen auf die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen ist und

durch den negativen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -3,3 Mio. Euro (im Vorjahr: -9,3 Mio. Euro), der auf die Dividendenzahlung, die Tilgung von Finanzkrediten und Zinszahlungen zurückzuführen ist.

Die Ermittlung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde mittels der indirekten Methode und die Ermittlung der Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit wurde nach der direkten Methode vorgenommen.

2.5.3 Vermögenslage

Entwicklung im Konzern

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in Mio. Euro 31.12.2022 31.12.2021
Aktiva
Summe der langfristigen Vermögenswerte 585,4 463,5
Immaterielle Vermögenswerte 64,9 64,0
Sachanlagen 353,7 273,5
Nutzungsrechte 87,3 64,7
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 14,2 2,6
Latente Steuern 65,3 58,7
Summe der kurzfristigen Vermögenswerte 334,9 363,5
Vorräte 147,4 163,7
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 63,9 49,5
Steuerforderungen 2,0 0,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 121,6 149,6
Bilanzsumme 920,3 827,0

Zum Stichtag betrug die Konzern-Bilanzsumme insgesamt 920,3 Mio. Euro. Damit hat sich der Wert um rund 11 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember 2021 (827,0 Mio. Euro) verändert.

Die langfristigen Vermögenswerte nahmen insgesamt von 463,5 Mio. Euro zum Jahresende 2021 auf aktuell 585,4 Mio. Euro zu.

Zum 31. Dezember 2022 summierten sich die immateriellen Vermögenswerte auf 64,9 Mio. Euro, welche im Wesentlichen die Firmenwerte in Höhe von 64,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 63,3 Mio. Euro) enthalten. Die Veränderung der Firmenwerte stammt aus dem Anteilskauf von 51 Prozent an der Coliaenergia ESPANA, S.L. und deren Erstkonsolidierung im Konzern. Die Firmenwerte verteilen sich per 31. Dezember 2022 auf die Segmente wie folgt:

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Projektentwicklung": 54,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 52,9 Mio. Euro),

"Stromerzeugung": 0,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 0,0 Mio. Euro) und

"Services": 10,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 10,4 Mio. Euro).

Im selben Zeitraum veränderten sich die Sachanlagen um 80,2 Mio. Euro auf 353,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 273,5 Mio. Euro). Hierunter fallen im Wesentlichen

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Grundstücke und Bauten: 13,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 13,0 Mio. Euro),

im Besitz oder im Bau befindliche Umspannwerke: 18,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 18,6 Mio. Euro),

die technischen Anlagen und Maschinen der im eigenen Besitz befindlichen Windparks: 305,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 234,9 Mio. Euro) und

andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 5,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 4,1 Mio. Euro).

Die Veränderung der Sachanlagen ist im Wesentlichen auf das "wachsende" Windparkportfolio bei einhergehenden Abschreibungen auf die Sachanlagen der Windparks und die Anwendung der Effektivzinsmethode aufgrund von KfW-Förderungen zurückzuführen.

Erläuterung: Bei finanziellen Verbindlichkeiten, deren Verzinsung zu besonderen Konditionen abgeschlossen wurde (z. B. aufgrund von KfW-Förderungen), ist der Marktzins zu verwenden, der für ein vergleichbares Instrument ähnlicher Bonitätsbeurteilung gelten würde. Die Differenz wird nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des zugrunde liegenden Instruments verteilt. Die Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgt nach vollständiger Inanspruchnahme de rvereinbarten Finanzierung und nach Inbetriebnahme der dadurch finanzierten Projekte. Entsprechend erfolgt zu diesem Zeitpunkt eine Verrechnung mit den Anschaffungskosten der durch die Finanzierung hergestellten Windenergieanlagen. Dies veränderte das Sachanlagevermögen bis einschließlich 31. Dezember 2022 in Höhe von -46,6 Mio. Euro und die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von -54,8 Mio. Euro. Der Differenzbetrag resultiert aus der Folgebewertung der finanziellen Verbindlichkeiten (siehe dazu "Zinsen und ähnliche Erträge" unter dem Punkt "Umsatz und Ertragslage").

IFRS 16 regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Nach dem Standard besteht eine grundsätzliche Bilanzierungspflicht von Rechten und Pflichten aus Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer. Demzufolge bilanzieren Leasingnehmer das Nutzungsrecht aus einem Leasinggegenstand (sog. Right-of-use asset) entweder im Anlagevermögen unter der Bilanzposition "Nutzungsrechte" (langfristige Vermögenswerte wie z. B. Windparks im Eigenbetrieb oder für den Eigenbetrieb geplante Windparks) oder unter der Bilanzposition "Vorräte" (kurzfristige Vermögenswerte wie z. B. Windparkprojekte, die während oder nach dem Bau verkauft werden sollen). Es handelt sich bei den "Nutzungsrechten" im PNE-Konzern u. a. um Rechte aus Leasingverträgen (z. B. KfZ-Leasing), Mietverträgen (z. B. für das Gebäude in Husum) und Pachtverträgen (z. B. im Zusammenhang mit den Windparks im eigenen Bestand oder Windparks im Bau). Zum 31. Dezember 2022 wurden im Konzern right-of-use assets unter den Nutzungsrechten des Anlagevermögens in Höhe von 87,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 64,7 Mio. Euro) ausgewiesen.

Die Nutzungsrechte verteilen sich per 31. Dezember 2022 auf die Segmente wie folgt:

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"Projektentwicklung": 10,5 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 9,7 Mio. Euro),

"Stromerzeugung": 71,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 49,7 Mio. Euro) und

"Services": 5,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 5,3 Mio. Euro).

Für alle im Anwendungsbereich von IAS 36 liegenden Vermögenswerte (insb. Immaterielle Vermögenswerte (IAS 38), Geschäfts- oder Firmenwerte (IFRS 3), Sachanlagen (IAS 16) sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die zu Anschaffungskosten bewertet werden (IAS 40)), hat der Bilanzierende zu jedem Abschlussstichtag einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt (triggering event) für eine Wertminderung (impairment loss) vorliegt. Obgleich die durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg bedingten Auswirkungen auf die Wirtschaft auch gewisse Implikationen für die PNE AG mit sich bringen, ergeben sich nach Ansicht des Vorstands keine Hinweise darauf, dass die Werthaltigkeit der ausgewiesenen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2022 gemindert sein könnte.

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte haben sich zum 31. Dezember 2022 auf 14,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 2,6 Mio. Euro) erhöht. In dieser Position sind die anteiligen langfristigen Darlehensforderungen aus den im Konzern (Segment "Stromerzeugung") getätigten SWAP-Geschäften mit 12,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 0,5 Mio. Euro) enthalten. Weitere anteilige Darlehensforderungen aus den SWAP-Geschäften sind in Höhe von 0,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 0,0 Mio. Euro) in den kurzfristigen Vermögenswerten (Forderungen und sonstige Vermögenswerte) enthalten.

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten war im Berichtszeitraum eine Veränderung von 363,5 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021) auf 334,9 Mio. Euro per 31. Dezember 2022 zu verzeichnen. Im Wesentlichen ist diese Veränderung auf den Rückgang der liquiden Mittel und Vorräte zurückzuführen. Von den kurzfristigen Vermögenswerten entfallen 38,1 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (per 31. Dezember 2021: 29,5 Mio. Euro), die im Wesentlichen aus Projektabrechnungen für Projektentwicklungs- und Generalunternehmerleistungen für Windparks und Meilensteinforderungen zum Jahresende stammen.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen veränderten sich von 122,5 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021) auf 110,1 Mio. Euro. Die Verringerung der Vorräte ist im Wesentlichen auf die im Konzern getätigte Umsetzung der eigenen Windparkprojekte zurückzuführen.

Die unfertigen Leistungen gliedern sich im Wesentlichen wie folgt auf:

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Projekte an Land /​ national: 83,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 100,4 Mio. Euro),

Projekte an Land /​international: 26,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 22,1 Mio. Euro).

In den Vorräten waren zum 31. Dezember 2022 right-of-use assets in Höhe von 18,2 Mio. Euro ausgewiesen (per 31. Dezember 2021: 42,1 Mio. Euro), die dem Segment "Stromerzeugung" zuzurechnen sind.

Die in den Vorratsbeständen befindlichen geleisteten Anzahlungen für im Bau befindliche Onshore-Projekte haben sich von 40,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021) um 3,9 Mio. Euro auf 37,0 Mio. Euro verändert.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 121,6 Mio. Euro zum 31. Dezember 2022, die in Höhe von 2,1 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet sind (per 31. Dezember 2021: 149,6 Mio. Euro, davon 1,9 Mio. Euro verpfändet).

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verteilten sich per 31. Dezember 2022 auf die Segmente wie folgt:

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"Projektentwicklung": 76,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 126,2 Mio. Euro),

"Stromerzeugung": 43,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 22,3 Mio. Euro) und

"Services": 1,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 1,1 Mio. Euro).

Die im Segment "Stromerzeugung" ausgewiesenen Zahlungsmittel sind zum Teil bereits abgerufene Projektfinanzierungsmittel, welche zum weiteren Aufbau der Projekte benötigt werden.

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in Mio. Euro 31.12.2022 31.12.2021
Passiva
Eigenkapital 232,2 221,8
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 0,6 0,7
Rückstellungen 9,8 6,7
Langfristige Verbindlichkeiten 547,7 495,2
Kurzfristige Verbindlichkeiten 101,5 77,4
Abgegrenzte Umsatzerlöse 28,5 25,2
Bilanzsumme 920,3 827,0

Das Konzern-Eigenkapital veränderte sich zum 31. Dezember 2022 von 221,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021) auf 232,2 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote des Konzerns betrug zum 31. Dezember 2022 rund 25 Prozent (per 31. Dezember 2021: rund 27 Prozent).

Der Bestand an eigenen Aktien hat sich im Berichtszeitraum nicht verändert und betrug 266.803 Aktien per 31. Dezember 2022.

Die langfristigen Verbindlichkeiten veränderten sich von 495,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021) auf 547,7 Mio. Euro. Die Position besteht hauptsächlich aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 530,6 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 488,8 Mio. Euro).

Im Berichtszeitraum hat die PNE AG eine Anleihe 2022/​2027 mit einem Volumen von 55,0 Mio. Euro am Markt platziert. Im Rahmen der Platzierung der Anleihe 2022 /​ 2027 bestand für die Anleihegläubiger der Anleihe 2018 /​ 2023 die Möglichkeit, die bisherige Anleihe gegen die neue Anleihe umzutauschen. Dieses Angebot wurde in Höhe von 32.073.000,00 Euro von den Anleihegläubigern genutzt. Für die restlichen Anleihen 2018 /​ 2023 in Höhe von 17.927.000,00 Euro hat die PNE AG am 29. Juni 2022 von ihrem Recht Gebrauch gemacht, sämtliche der noch ausstehenden Anleihen 2018/​2023 unter Einhaltung der Mindestkündigungsfrist von 30 Tagen sowie der Höchstkündigungsfrist von 60 Tagen vorzeitig mit Wirkung zum 29. Juli 2022 zu kündigen. Die Rückzahlung der ausstehenden Anleihen 2018 /​ 2023 erfolgte am 1. August 2022.

In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind im Wesentlichen

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die im Geschäftsjahr 2018 platzierte Anleihe 2018 /​ 2023 mit einem Buchwert von 0,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 49,5 Mio. Euro),

die im Geschäftsjahr 2022 platzierte Anleihe 2022 /​ 2027 mit einem Buchwert von 53,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 0,0 Mio. Euro),

langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Volumen von 363,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 330,4 Mio. Euro) und

Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen in Höhe von 111,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 103,7 Mio. Euro) enthalten.

Die wesentlichen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen "non-recourse" Projektfinanzierungen von Windparkprojekten, die im eigenen Bestand gehalten werden (Segment "Stromerzeugung").

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verteilen sich per 31. Dezember 2022 auf die Segmente wie folgt:

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"Projektentwicklung": 12,3 Mio. Euro (davon langfristig 8,0 Mio. Euro),

"Stromerzeugung": 386,9 Mio. Euro (davon langfristig 355,8 Mio. Euro),

"Services": 0,0 Mio. Euro (davon langfristig 0,0 Mio. Euro).

Im Wesentlichen aufgrund des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" werden rund 111,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 103,7 Mio. Euro) Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen unter den langfristigen Verbindlichkeiten und rund 5,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 6,9 Mio. Euro) unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen teilen sich per 31. Dezember 2022 auf die Segmente wie folgt auf:

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"Projektentwicklung": 11,1 Mio. Euro (davon langfristig 9,6 Mio. Euro),

"Stromerzeugung": 99,7 Mio. Euro (davon langfristig 96,1 Mio. Euro),

"Services": 6,2 Mio. Euro (davon langfristig 5,4 Mio. Euro).

Im Geschäftsjahr 2022 veränderten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 77,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021) auf 101,5 Mio. Euro. Die in dieser Position enthaltenen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten veränderten sich von 21,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021) auf 35,4 Mio. Euro. Im Berichtszeitraum veränderten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 34,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021) auf 44,6 Mio. Euro, die im Wesentlichen von Subunternehmern aus Projektabrechnungen für Windparks zum Jahresende stammen und zum größten Teil zum Zeitpunkt des Eingangs der den Verbindlichkeiten gegenüberstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den Windparkgesellschaften ausgeglichen werden sollen.

Es wurden "non-recourse" Finanzierungen in Höhe von rund 91,2 Mio. Euro sowie rund 16,7 Mio. Euro aus der vorhandenen Projekteigenkapitalzwischenfinanzierungslinie im Berichtszeitraum 2022 aufgenommen und trugen zu den oben geschilderten Veränderungen bei den kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bei.

Im Wesentlichen sind in den Kreditverbindlichkeiten (lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten) enthalten:

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in Mio. Euro Valutiert per 31.12.2022 davon langfristig 31.12.2022
Non-recourse Projektfinanzierungen von Windparks 408,6 334,1
Eigenkapitalzwischenfinanzierungen von Windparkportfolios 38,7 26,8
Konsortiallinie PNE AG /​ WKN GmbH 3,0 0,0
Sonstige Kredite (u. a. Finanzierung Firmensitz in Cuxhaven) 3,7 3,7

Die Projektfinanzierungen sind teilweise durch öffentliche KfW-Darlehen erfolgt, die teilweise zu einem Zinssatz unter dem Marktzinssatz gewährt wurden. Die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert und dem Nominalwert der Darlehen in Höhe von 54,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022) wurde mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der entsprechenden Vermögenswerte saldiert und wird über die Nutzungsdauer dieser Vermögenswerte erfolgswirksam erfasst.

Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel betrug die Nettoverschuldung (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten) am 31. Dezember 2022 somit -451,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: Nettoverschuldung -368,8 Mio. Euro).

Entwicklung in der PNE AG

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in Mio. Euro 31.12.2022 31.12.2021
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,2 0,1
Sachanlagen 9,4 9,7
Finanzanlagen 156,9 142,7
Vorräte 49,2 54,1
Forderungen und sonstige Aktiva 234,3 184,8
Flüssige Mittel 60,7 87,3
Aktive latente Steuern 3,5 10,1
Bilanzsumme 514,2 488,8

Das Anlagevermögen setzt sich zusammen aus den immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 0,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 0,1 Mio. Euro), den Sachanlagen in Höhe von 9,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 9,7 Mio. Euro) und den Finanzanlagen in Höhe von 156,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 142,7 Mio. Euro).

Die Veränderungen bei den Finanzanlagen beruhen im Wesentlichen auf

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Einzahlungen in die Kapitalrücklage der PNE Portfolio 2 GmbH zur Einzahlung von Eigenkapital in Windparkprojekte (16,4 Mio. Euro) und

der Rückzahlung aus der Kapitalrücklage der PNE WIND West Europe GmbH (-1,5 Mio. Euro).

Das Umlaufvermögen setzt sich zusammen aus den Vorräten in Höhe von 49,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 54,1 Mio. Euro), davon unfertige Erzeugnisse in Höhe von 14,1 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 17,7 Mio. Euro) und geleistete Anzahlungen in Höhe von 35,1 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 36,4 Mio. Euro) sowie den Forderungen und sonstigen Aktiva in Höhe von 234,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 184,8 Mio. Euro). Von den Forderungen und sonstigen Aktiva entfallen wiederum 2,1 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (per 31. Dezember 2021: 1,9 Mio. Euro), 224,9 Mio. Euro auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen (per 31. Dezember 2021: 176,1 Mio. Euro) und 7,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 6,4 Mio. Euro) auf sonstige Vermögensgegenstände.

Auf der Aktivseite sind darüber hinaus aktive latente Steuern von 3,5 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 10,1 Mio. Euro), im Wesentlichen aus der Nutzung von Verlustvorträgen, enthalten.

Der Anstieg bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegt im Wesentlichen an Darlehensvergaben an Windparkprojektgesellschaften sowie an in Rechnung gestellten jedoch zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeglichenen Projektentwicklungsleistungen.

Die Barmittel beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf 60,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 87,3 Mio. Euro).

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in Mio. Euro 31.12.2022 31.12.2021
Passiva
Eigenkapital 387,0 366,6
Sonderposten für Investitionszuschüsse 0,6 0,7
Rückstellungen 24,3 18,4
Verbindlichkeiten 102,3 103,1
Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 0,0
Bilanzsumme 514,2 488,8

Das Eigenkapital der PNE AG belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2022 auf 387,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 366,6 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote der PNE AG betrug zum 31. Dezember 2022 rund 75 Prozent (per 31. Dezember 2021: rund 75 Prozent). Das Eigenkapital veränderte sich aufgrund des Jahresüberschusses (26,6 Mio. Euro) und durch die Dividendenzahlung im Geschäftsjahr 2022 (-6,1 Mio. Euro).

Am 31. Dezember 2022 betrug die Gesamtzahl der Aktien der PNE AG 76.603.334 Stück (per 31. Dezember 2021: 76.603.334 Stück). Zum 31. Dezember 2022 hielt die Gesellschaft 266.803 (im Vorjahr: 266.803) eigene Aktien, die sie im Jahr 2018 unter Ausnutzung der seinerzeit bestehenden Ermächtigung auf der Grundlage eines an alle Aktionäre gerichteten Aktienrückkaufangebots erworben hat.

Die wesentlichen Positionen auf der Passivseite betreffen die Verbindlichkeiten in Höhe von 102,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 103,1 Mio. Euro). Diese gliedern sich in

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die im Geschäftsjahr 2018 platzierte Anleihe 2018 /​ 2023 mit einem Buchwert von 0,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 50,0 Mio. Euro),

die im Geschäftsjahr 2022 platzierte Anleihe 2022 /​ 2027 mit einem Buchwert von 55,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 0,0 Mio. Euro),

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 6,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 3,6 Mio. Euro),

erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 30,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 38,2 Mio. Euro),

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 1,1 Mio. Euro),

die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 6,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 8,7 Mio. Euro) sowie

sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 1,7 Mio. Euro (per 31.Dezember 2021: 1,6 Mio. Euro).

Die wesentlichen Rückstellungen betreffen ausstehende Rechnungen in Verbindung mit Windparkprojekten in Höhe von 18,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 12,7 Mio. Euro) sowie Rückstellungen für variable Vergütungen der Vorstände und leitenden Mitarbeiter in Höhe von 3,5 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 3,1 Mio. Euro).

3. VERTRIEB UND MARKETING

Der Vertrieb der Erneuerbaren-Energien-Kraftwerke, die an Land errichtet werden, stützt sich erfolgreich auf den Direktverkauf an Einzel- und Großinvestoren. Mit diesem Direktvertrieb hat PNE seit Jahren positive Erfahrungen und wird diesen bewährten Vertriebsweg daher auch weiterhin verfolgen.

Auch im Dienstleistungsbereich ist der Direktvertrieb ein Geschäftsmodell, das an Bedeutung gewinnt. Die zunehmend breitere Aufstellung der PNE-Gruppe in diesem Segment erfordert größere Anstrengungen, um die Kunden direkt zu erreichen und über eigene Angebote zu informieren. Dies erfolgt im Wesentlichen über die Darstellung des Dienstleistungsangebotes auf Internetseiten, per Social Media sowie auf Messen. Auch klassische Anzeigenwerbung und gedruckte Produktinformationen zählen dazu. Die PNE AG hat sich frühzeitig den Dienstleistungen als Produkt gewidmet und bietet beispielsweise als Vermittler passgenaue PPA-Modelle (PPA = Power Purchase Agreement) für die Stromvermarktung außerhalb des EEG an. Diese sind insbesondere interessant für Windenergieanlagen, die aus der Fixvergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Förderung) herausfallen.

PNE sieht hier künftig weiteres Potenzial für Neugeschäft, da die EEG-Förderung für zahlreiche alte Windparks ausläuft und damit die Vermittlung von PPAs für externe Windparks benötigt wird.

4. ENTWICKLUNG UND INNOVATIONEN

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten außerhalb des operativen Geschäftszwecks "Projektentwicklung" fanden im Konzern der PNE AG im Berichtszeitraum nicht statt.

5. MITARBEITER

Im Konzern waren im Geschäftsjahr 2022 im Jahresdurchschnitt einschließlich der Vorstände 514 Personen (im Vorjahr: 470) beschäftigt. Von diesen Mitarbeitern (einschließlich Vorstände und Auszubildende) waren im Jahresdurchschnitt 186 (im Vorjahr: 182) Mitarbeiter bei der PNE AG beschäftigt.

Zum 31. Dezember 2022 waren im Konzern einschließlich der Vorstände 544 Personen beschäftigt (per 31. Dezember 2021: 491 Personen). Von den Konzernmitarbeitern waren

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188 Mitarbeiter (per 31. Dezember 2021: 190 Mitarbeiter) direkt bei PNE AG und

356 Mitarbeiter (per 31. Dezember 2021: 301 Mitarbeiter) bei den Tochtergesellschaften der PNE AG

beschäftigt.

Aufgeteilt auf das In- und Ausland sind

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429 Mitarbeiter (per 31. Dezember 2021: 393 Mitarbeiter) bei inländischen und

115 Mitarbeiter (per 31. Dezember 2021: 98 Mitarbeiter) bei ausländischen Gesellschaften des Konzerns

beschäftigt.

Die vorhandene Mitarbeiterzahl wird laufend überprüft, um für die weitere Entwicklung des Konzerns vorbereitet zu sein.

6. IMMATERIELLE UNTERNEHMENSWERTE /​ NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

Der Kampf gegen den Klimawandel stellt eine der größten Herausforderungen unserer Zeit dar. Mit allen Aktivitäten rund um die Entwicklung, den Betrieb und Service von Erneuerbare-Energien-Kraftwerken trägt die PNE-Gruppe seit rund drei Jahrzehnten maßgeblich dazu bei, eine effiziente und nachhaltige Stromerzeugung zu sichern und die Folgen des Klimawandels zu begrenzen. Die Vision ist eine klimaneutrale Energieversorgung weltweit. Nachhaltigkeit steht somit naturgemäß im Mittelpunkt des Geschäftsmodells der PNE und ist in allen Geschäftsbereichen tief verankert.

Der Erfolg bei der Entwicklung von Windparkprojekten an Land und auf See und von Photovoltaikprojekten an Land basiert wesentlich auf dem Wissen und den Erfahrungen langjähriger qualifizierter Mitarbeiter sowie einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit allen an einem Projekt Beteiligten. Dies gilt auch für den Eigenbetrieb von Anlagen im Bereich der Erneuerbaren Energien. Dabei sind die Mitarbeiter besonders gefordert: Ihre Kreativität und individuelles Vorgehen sind häufig die Schlüssel zur Lösung der oft komplexen Fragestellungen während der Entwicklung und des Betriebs eines Wind- oder Photovoltaikparks. Der Wert eines Projektes, von dem dann wieder der unternehmerische Erfolg der PNE AG und des Konzerns abhängt, wird im Wesentlichen in der Planungsphase bis zum Erreichen der Genehmigung geschaffen. Ebenso hängt der Unternehmenserfolg vom sicheren und professionellen Betrieb von Projekten im Bereich der Erneuerbaren Energien ab. Hierzu kann die PNE-Gruppe auf die Fähigkeiten und Erfahrungen der in der Regel langjährig im Unternehmen tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückgreifen. Sie verfügen nicht nur über eine hervorragende Expertise in der Branche, sondern sind darüber hinaus auch sehr gut vernetzt. So wird sichergestellt, dass in allen Phasen der Entwicklung, Realisierung und Vermarktung aber auch beim Betrieb von Windpark- oder Photovoltaikprojekten auf hohe Fachkompetenz vertraut werden kann.

Darüber hinaus legt PNE großen Wert darauf, dass die Potenziale der Mitarbeiter durch eine effektive interne Organisation und ein hohes Maß an Eigenverantwortung optimal genutzt werden können. Regelmäßige Bewertungen der Mitarbeiter und ihrer Aufgaben ermöglichen es, leistungsorientiert und auf die jeweiligen Aufgaben speziell zugeschnittene Anforderungsprofile immer wieder anzupassen. Auf diese Weise können hohe Standards in den unterschiedlichen Aufgabenbereichen erreicht und gehalten werden. Durch die Sicherstellung der Qualifizierung und Weiterbildung der Mitarbeiter sowie die laufende Optimierung der Verfahrensprozesse soll die Expertise und Effizienz weiter gestärkt werden. Wichtig sind PNE zudem der Erfahrungsaustausch und die Stärkung der internen standortübergreifenden Kommunikation, die im Konzern mittels einer Software zur effizienteren Teamkommunikation sowie einer Mitarbeiter-App ermöglicht wird.

Aus der Praxis heraus hat PNE langjährige Erfahrungen in der Projektentwicklung in Prozesse überführt, die es ermöglichen, zielgerichtet und intensiv von der Standortakquisition über die schlüsselfertige Errichtung und den Betrieb von Windparks bis hin zum Ersatz alter Windenergieanlagen durch moderne, das sogenannte Repowering, alle Phasen der Windparkprojektierung erfolgreich zu planen, durchzuführen und abzuschließen.

Bei der internationalen Expansion und der strategischen Erweiterung des Geschäftsmodells um andere saubere Energien, Speichertechnologien und Power-to-X-Lösungen weiß PNE um die große Bedeutung erfahrener Partner. Daher gilt der Grundsatz, dass PNE möglichst nur dann in neue Märkte eintritt, wenn dies gemeinsam mit dort gut vernetzten Partnern erfolgen kann. Auch hier gilt der Grundsatz der fachlich-qualifizierten und von Vertrauen getragenen Zusammenarbeit mit den Projektpartnern und an einem Projekt Beteiligten.

ESG-Strategie und -Management

Nachhaltigkeit ist Teil des Kerngeschäfts von PNE und fest im Unternehmen verankert. Als "Clean Energy Solutions Provider" leistet PNE einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und fördert den Einsatz von Erneuerbaren Energien. Das nachhaltige Geschäftsmodell in den Bereichen Windenergie, Photovoltaik, Speicherlösungen und Power-to-X-Technologie mit Fokus auf Wasserstoff ist für PNE zugleich Anspruch und Verpflichtung. Gleichzeitig bekennt sich PNE zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Im Geschäftsalltag werden neben ökonomischen Interessen auch umweltbezogene, soziale und gesellschaftliche Belange berücksichtigt. PNE ist bestrebt, nachhaltigen Wert für Kunden, Mitarbeiter, Investoren und Lieferanten, für lokale Gemeinden und für den Planeten zu schaffen.

Handlungsfelder und wesentliche Themen

Mit der entwickelten ESG-Strategie (Environment, Social, Governance) leistet die PNE-Gruppe ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. In den fünf Handlungsfeldern "Governance", "Wertschöpfungskette", "Beschäftigte", "Umwelt" und "Gesellschaftliche Verantwortung" wurden elf wesentliche Themen identifiziert. Diese spiegeln wider, an welcher Stelle die PNE-Gruppe durch ihre Geschäftstätigkeiten eine Auswirkung auf die Umwelt, die Menschen oder die Gesellschaft hat oder wo ESG-relevante Themen den Geschäftserfolg langfristig beeinflussen.

Zur Bestimmung der wesentlichen Themen wurde ein mehrstufiger Prozess durchgeführt und zunächst ein umfangreicher Themenkatalog erstellt. Dieser beinhaltet branchenrelevante Fragestellungen, Anforderungen gesetzlicher Vorgaben, Aspekte gängiger Rahmenwerke und Themen, die Wettbewerber identifiziert haben. Der Katalog wurde im nächsten Schritt weiter zu übergeordneten Themenfeldern verdichtet. Im Anschluss wurden diese durch PNEs Führungskräfte und Mitarbeitende verschiedener Fachbereiche bewertet und priorisiert. Die Ergebnisse wurden in eine Wesentlichkeitsmatrix überführt.

PNE verfolgt einen strategischen, ganzheitlichen und integrierten Ansatz: Alle Tätigkeiten erfolgen transparent und faktenorientiert. ESG wird in die Kernprozesse integriert und klar definierte Maßnahmen zur Zielerreichung systematisch umgesetzt. Das übergeordnete Ziel ist, eine Wertsteigerung für alle Stakeholder und das Unternehmen zu erreichen.

Governance

Eine gute Unternehmensführung und Compliance sind für PNE selbstverständlich und fest im täglichen Handeln verankert. PNE ist davon überzeugt, dass das Unternehmen ohne verbindliche Vorgaben sowie regelkonformes und integres Verhalten nicht erfolgreich sein kann. PNE erwartet die Einhaltung von geltenden Gesetzen sowie internen Regelungen, den Respekt von ethischen Grundwerten und ein nachhaltiges Handeln von den eigenen Mitarbeitern sowie den beauftragten Geschäftspartnern und Lieferanten. Als Grundlage hierfür gelten der PNE-Verhaltenskodex, die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und entlang der Wertschöpfungskette die Geschäftspartnerrichtlinie. Regelwidriges Verhalten ist nicht nur unvereinbar mit den Werten der PNE-Gruppe, sondern kann zudem zu großem finanziellem Schaden führen und die Reputation gefährden.

Compliance wird erreicht durch ein offenes und vertrauensvolles Arbeitsklima und ein effizientes, auf die Bedürfnisse der PNE zugeschnittenes Compliance-Management-System, das durch den Compliance Officer und Compliance-Beauftragte in den Teilbereichen des PNE-Konzerns koordiniert wird. Etwaige Verstöße gegen den Verhaltenskodex oder PNE-Richtlinien wie beispielsweise zum Antikorruptionsrecht, Kartellrecht oder zum Insiderrecht können über ein Hinweisgebersystem anonym gemeldet werden.

In 2021 wurde ein "Erfolgsbild" für die gesamte PNE-Gruppe entwickelt. Es stellt dar, wie PNE als Unternehmen auf Basis gemeinsamer Ziele und Werte handeln will. Begleitend wurden Fokusmaßnahmen entwickelt, die eine tiefe Verankerung des "Erfolgsbilds" in das tägliche Geschäft ermöglichen sollen. Zu den Maßnahmen gehören beispielsweise die Umsetzung von Führungsstandards, die Verbesserung unseres Ressourcenmanagements sowie eine kontinuierliche Prozessoptimierung.

Als Projektierer von Windparks sowie Photovoltaikanlagen und Anbieter von Lösungen für saubere Energien hat der transparente Dialog mit den Anspruchsgruppen von PNE eine besonders hohe Bedeutung. So ist PNE beispielsweise im Rahmen von Genehmigungsverfahren, Umweltverträglichkeitsprüfungen oder Bürgerbeteiligungen stets im engen Austausch mit ihren Stakeholdern. Der Dialog ermöglicht es, Trends frühzeitig zu erkennen, neue Partnerschaften einzugehen und eine breite Akzeptanz für die Projekte der PNE-Gruppe zu verankern.

Wertschöpfungskette

PNE übernimmt Verantwortung für die Wertschöpfungskette und achtet auf eine nachhaltige Zusammenarbeit mit seinen Geschäftspartnern. Dazu gehören die Auswahl und Bewertung der Lieferanten nach hohen Umwelt- und Sozialkriterien, der Bezug von nachhaltigeren Einsatzstoffen und Produkten sowie der regionale Einkauf zur Förderung der Wertschöpfung vor Ort. Als ein international agierendes Unternehmen ist die Achtung der Menschenrechte eine Grundbedingung für unsere Geschäftsaktivitäten. PNE lehnt jegliche Form von Kinder-, Zwangs- oder Pflichtarbeit, Menschenhandel oder moderner Sklaverei ab und setzt sich für ein soziales und faires Miteinander innerhalb ihrer Wertschöpfungskette ein.

Besonders wichtig ist PNE auch, den ökologischen Fußabdruck ihrer Projekte und Dienstleistungen so gering wie möglich zu halten. Aus diesem Grund werden die Anlagen für ihre Windparks bevorzugt von Lieferanten bezogen, die nach dem Umweltmanagementsystem ISO 14001 zertifiziert sind. Eine möglichst regionale Beschaffung reduziert lange Transportwege und die damit verbundenen CO 2 -Emissionen.

Beschäftigte

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wertvollste Ressource von PNE. Ihre Kompetenz, Motivation, Loyalität und Einsatzfreude ermöglichen es dem Unternehmen, langfristig erfolgreich am Markt zu sein und stetig zu wachsen. Die PNE-Gruppe möchte ein erstklassiger Arbeitgebersein und stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Dabei wird großer Wert auf die berufliche Förderung der Beschäftigten und die chancengleiche Entwicklung ihrer Potenziale gelegt. Mit zahlreichen Initiativen und Programmen - von Talent- und Personalentwicklungsprogrammen bis zum Coaching von Führungskräften - fördert PNE ihre Mitarbeitenden. Damit sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kurzbis mittelfristig dazu befähigt werden, Schlüsselpositionen im PNE-Konzern zu übernehmen. Im Rahmen einer systematischen Personalentwicklung werden interne Potenzialträger identifiziert, über die Karrieremöglichkeiten gesprochen und gemeinsam im Rahmen individueller Entwicklungspläne die nächsten Schritte festgelegt. Außerdem wird ein wertschätzendes, attraktives, sicheres und gesundheitsförderndes Arbeitsumfeld geschaffen.

Über die PNE Academy und systematische Onboarding-, Qualifizierungs- und Trainingsmaßnahmen wird der Rahmen geschaffen, in dem Lernen und Weiterbildung für die Mitarbeitenden der PNE-Gruppe zum Arbeitsalltag gehört. Eine Kultur des lebenslangen Lernens basiert auf verbindlichen Basisschulungen zu klassischen Themen wie Compliance und Arbeitssicherheit, spezifischen Trainings für bestimmte Mitarbeitergruppen wie den Bereich Einkauf oder Vertrieb und individuellen Lernangeboten für die eigenverantwortliche Weiterbildung. Die PNE Academy umfasst eine Reihe von Schulungen, die von internen Experten zu den verschiedenen Geschäftsbereichen und wichtigen organisatorischen Themen durchgeführt werden. So wird es allen ermöglicht, sich gleichzeitig kontinuierlich weiterzuentwickeln, die strategische Agenda in ihrer täglichen Arbeit mit Leben zu füllen und damit zum langfristigen Erfolg der PNE-Gruppe beizutragen.

Umwelt

Für PNE als "Clean Energy Solutions Provider" sind der Klimaschutz und die konsequente Nutzung regenerativer Energien die zentralen Anliegen. Mit den von PNE entwickelten und betriebenen Projekten leistet die PNE-Gruppe einen wichtigen Beitrag, um klimaschädliche Emissionen zu vermeiden und die Energiewende voranzutreiben. Mit den von uns projektierten und betriebenen Windparks und den künftigen Projekten für saubere Energien leisten wir national wie international einen erheblichen Beitrag zur Verminderung von klimaschädlichen Abgasen und damit zum Schutz von Menschen, Umwelt und Natur. Die Stromerzeugung aus sauberen Energien wie der Windenergie oder der Photovoltaik leistet jedoch nicht nur positive Umweltbeiträge, sondern trägt auch dazu bei, die begrenzten Vorräte fossiler Energieträger zu schonen. Volkswirtschaftlich wirkt sich positiv aus, dass die Stromerzeugung verstärkt aus Erneuerbaren Energien erfolgt und damit teure Importe von Energieträgern vermindert und vermieden werden. Die Wertschöpfung findet dort statt, wo Strom aus sauberen Energien erzeugt wird. Somit sichern die von uns projektierten und in Betrieb genommenen Projekte eine ökologisch sinnvolle und ökonomisch richtige Stromerzeugung.

PNE sorgt mit ihren Full-Service-Leistungen in den Bereichen Windenergie und Photovoltaik dafür, dass der Ausbau sauberer Energien einen Schritt schneller vorankommt - für ein besseres Klima weltweit. Damit verfolgt PNE konsequent das Ziel einer sicheren, nachhaltigen und profitablen Energieversorgung, die zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien gespeist wird.

PNE fördert innerhalb ihrer Wertschöpfung den schonenden und effizienten Umgang mit Ressourcen, wirkt an Umwelt- und artenschutzrechtlichen Studien mit und führt Energieeffizienzmaßnahmen an ihren Standorten durch. Übergeordnetes Ziel ist es, die Umweltbelastungen der Geschäftstätigkeit zu verringern, um den Einfluss auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten.

Ein gesellschaftlich oft diskutiertes Thema beim Bau Erneuerbarer-Energien-Anlagen ist der Eingriff in den Naturhaushalt. Die PNE-Gruppe achtet konstant darauf, ihren Einfluss auf die Qualität und Vielfalt der Lebensräume von Tieren und Pflanzen zu minimieren und gleichzeitig die Biodiversität bei durch PNE projektierten Windparks und Photovoltaikanlagen zu fördern.

Auch an ihren Standorten setzt sich die PNE-Gruppe für den Schutz der Umwelt ein. In ihrer Dienstwagenrichtlinie hat PNE zuletzt eine Sonderregelung für Elektro- und Hybridfahrzeuge aufgenommen. In Zukunft soll die Nutzung fossiler Brennstoffe für die PNE-Fahrzeuge reduziert und möglichst weitestgehend vermieden werden. Die neue Richtlinie sieht Vorteile für die Nutzung von Elektromobilität vor, mit dem Ziel, die CO 2 -Emissionen der Dienstwagenflotte zu reduzieren.

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2022 2021
Projekte fertiggestellt, verkauft oder im Bau (in MW/​MWp) 481,9 1.076,1
Windparks in der Entwicklung (in MW) 7.587 5.706
PV-Projekte in der Entwicklung (in MWp) 4.296 1.210
Windparks im Eigenbetrieb (in MW) 318,9 233,2
Grüner Strom mit eigenem Portfolio erzeugt (in GWh p.a.) 509 295
Tonnen CO 2 eingespart (p. a.) * ~345.000 ~200.000

* PNE-Schätzung

Gesellschaftliche Verantwortung

Gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen und die klimaneutrale Energieversorgung nachhaltig zu gestalten, gehört zum unternehmerischen Selbstverständnis von PNE. Mit ihrem Geschäftsmodell fördert PNE die Entwicklung innovativer Energiesysteme, setzt sich für den Einsatz neuer Technologien ein und unterstützt die regionale Wertschöpfung. Die PNE-Gruppe sieht sich als Partner der Kommunen an ihren Standorten, bietet sichere und attraktive Arbeitsplätze und fördert die kontinuierliche Ausbildung und Qualifizierung junger Menschen vor Ort. PNE möchte ihren Beitrag als guter "Corporate Citizen" zu einem sozialen, kulturellen und ökologischen Miteinander leisten, vor allem in den Ländern und an den Standorten, wo PNE selbst aktiv ist. Aus diesem Grund unterstützt PNE in Form von Spenden diverse Sportvereine, soziale und kulturelle Einrichtungen oder auch gemeinnützige Projekte vor Ort.

Wichtig ist außerdem die Pflege des in vielen Jahren aufgebauten Netzwerkes von Partnern und Unterstützern unseres Geschäftes. Da die Windparkprojektierung ebenso wie die Entwicklung von Photovoltaikprojekten im Wesentlichen auf politischen Rahmenbedingungen basiert, arbeiten wir eng und intensiv mit Branchenverbänden zusammen und pflegen den ständigen Dialog. Den direkten Dialog suchen und pflegen die Projektverantwortlichen von PNE auch mit allen an einem Vorhaben Beteiligten, von den Grundeigentümern und Anliegern über die Kommunalpolitik bis hin zu den beteiligten Behörden.

Die PNE-Gruppe hat ihr Engagement auf Ebene der Bürgerbeteiligungen weiter intensiviert. PNE übernimmt die Entwicklung, Planung und Errichtung von Bürgerwindparks und unterstützt darüber hinaus bei der Finanzierung und Betriebsführung der Anlagen. Zusätzlich zur Planung und Umsetzung der Windparkprojekte unterstützt PNE die Menschen vor Ort mit zusätzlichen Förderungen verschiedenster Art. PNE plant ganzheitliche, nachhaltige Zukunftsprojekte (u. a. Speicherlösungskonzepte, Sektorenkopplungsprojekte), fördert lokale Institutionen oder unterstützen das örtliche Bildungsangebot durch beispielsweise den Bau eines Energielehrpfades.

UN Sustainable Development Goals

Die Sustainable Development Goals (SDGs) sind 17 konkrete Ziele, die sich die Vereinten Nationen gesetzt haben, um die Welt zu einem nachhaltigeren und gerechteren Ort zu machen. Die SDGs umfassen Bereiche wie die Armutsbekämpfung, den Schutz des Planeten, die Sicherung des Friedens und die Förderung des Wohlstands für alle Menschen. Bis zum Jahr 2030 sollen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft gemeinsam an der Umsetzung dieser Ziele arbeiten.

Als international agierendes Unternehmen mit rund 500 Beschäftigten ist sich PNE seiner Verantwortung bewusst und unterstützt die SDGs. Im Rahmen der ESG-Strategie wurden aktuell sechs Ziele identifiziert, bei denen die PNE-Gruppe als "Clean Energy Solutions Provider" einen besonders erfolgsversprechenden Beitrag leisten kann.

7. NACHTRAGSBERICHT

Der Nachtragsbericht zu den wesentlichen Auswirkungen nach Ende des Berichtszeitraums findet sich im Konzernanhang unter X. Sonstige Angaben "8. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag".

8. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des IKS /​ RMS der Muttergesellschaft und des Gesamtkonzerns

Internes Kontrollsystem (IKS)

Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden.

Im Rahmen des IKS werden die einzelnen Funktionsbereiche der Gesellschaft und des Konzerns einer sorgfältigen Analyse unterzogen und entsprechend der Wahrscheinlichkeit und der Möglichkeit eines Schadenseintritts bewertet.

Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen bzw. den vorgenommenen Bewertungen haben wir den Aufbau der einzelnen Einheiten organisiert. Daneben haben wir die Arbeitsabläufe an die gewonnenen Erkenntnisse angepasst. Beispielsweise achten wir auf eine konsequente Trennung von unvereinbaren Tätigkeiten, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus legen wir besonderen Wert auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Gleichzeitig haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut.

Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des IKS finden in allen Funktionsbereichen der Muttergesellschaft und des Gesamtkonzerns Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des IKS stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.

Neben diesen im System implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte überwacht.

Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess ist es, sicherzustellen, dass die Rechnungslegung einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung und den International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie (konzern)internen Richtlinien erfolgt und dadurch den Adressaten des Konzern- und des Einzelabschlusses zutreffende und verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt werden. Hierfür hat PNE ein rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, das alle dafür relevanten Leitlinien, Verfahren und Maßnahmen umfasst.

Das interne Kontrollsystem besteht aus den Bereichen Steuerung und Überwachung.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat (hier insbesondere der Prüfungsausschuss) sind mit prozessunabhängigen Prüfungsmaßnahmen in das interne Überwachungssystem eingebunden.

Für spezielle fachliche Fragestellungen und komplexe Bilanzierungssachverhalte fungiert das Konzernrechnungswesen als zentraler Ansprechpartner. Falls erforderlich, wird auf externe Sachverständige (Wirtschaftsprüfer, qualifizierte Gutachter etc.) zurückgegriffen.

Darüber hinaus werden die rechnungslegungsbezogenen Kontrollen durch das Controlling des Konzerns durchgeführt. Alle Posten und wesentlichen Konten der Gewinn- und Verlustrechnungen, der Bilanzen des Konzernabschlusses und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden in regelmäßigen Abständen auf Richtigkeit und Plausibilität überprüft. In Abhängigkeit davon, wie die rechnungslegungsbezogenen Daten durch das Rechnungswesen erstellt werden, erfolgen die Kontrollen monatlich oder quartalsweise.

Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagementsystem ist Bestandteil des Risikomanagements des Konzerns. Die für die Richtigkeit der rechnungslegungsbezogenen Daten relevanten Risiken werden von dem für den Risikobereich Finanzen zuständigen Risikobeauftragten überwacht und quartalsweise vom Risikomanagementgremium identifiziert, dokumentiert und beurteilt. Geeignete Maßnahmen zum Monitoring sowie zur Risikooptimierung von rechnungslegungsbezogenen Risiken sind durch das Risikomanagement des Konzerns eingerichtet.

Risikomanagement

Die Risikopolitik des Konzerns und der Gesellschaft ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand des Konzerns sowie der Gesellschaft zu sichern und gleichzeitig deren Werte systematisch und kontinuierlich zu steigern. Das Risikomanagement ist weitgehend in die vorhandene Unternehmensorganisation integriert. Damit können Doppeltätigkeiten und parallele Organisations-, Entscheidungs- und Berichtsstrukturen vermieden werden. So wird auch sichergestellt, dass die wesentlichen Risiken regelmäßig in den Führungsebenen behandelt werden.

Es können sich, je nach Wahrnehmung und Positionierung des Risikos, unterschiedliche Risikostrategien und daraus abgeleitet spezifische Gegenmaßnahmen ergeben. Grundsätzlich basiert die Risikostrategie auf einer Bewertung der Risiken und der mit ihnen verbundenen Chancen.

Risikoabwägungen sind grundsätzlich Bestandteil unserer Geschäftsentscheidungen. Dabei sind wir bemüht, das Eingehen von bestandsgefährdenden Risiken zu vermeiden. In den Kernkompetenzfeldern des Konzerns und der Gesellschaft gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Dabei sorgen wir dafür, dass angemessene Gegenmaßnahmen ergriffen und umgesetzt werden. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- und/​oder Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen - soweit dies möglich ist - vermieden. Hinzu kommt, dass es sich bei einem großen Teil der Risiken um projekt- und/​oder regionenspezifische Risiken handelt, die überwiegend dezentral in den jeweiligen Abteilungen und Bereichen behandelt und - sofern es sich um wesentliche Risiken handelt -auch an den Vorstand berichtet werden.

Im "Risikomanagementhandbuch" hat der Konzern die Rahmenbedingungen für ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagementsystem formuliert. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die systematische Identifikation, Dokumentation, Bewertung, Steuerung und Berichterstattung von Risiken ab. Dabei werden unter Beachtung klar definierter Kategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten, der bedeutenden assoziierten Unternehmen sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe quantitativ bewertet. Die Risiken bewerten wir zunächst, ohne die derzeit durchgeführten Gegenmaßnahmen zu berücksichtigen (Bruttobewertung). Anschließend wird im Rahmen der Nettobewertung das Restrisiko unter Berücksichtigung der bestehenden Gegenmaßnahmen betrachtet. Die Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es auch, bei Bedarf Maßnahmen zur weiteren Vermeidung, Reduzierung und Absicherung von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren sowie deren Umsetzung sicherzustellen.

Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert. Die einzelnen Risiken werden im Rahmen der internen Risikoberichterstattung innerhalb des Konzerns anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung klassifiziert. Für den PNE-Konzern wurden folgende qualitative und quantitative Grenzen für die Klassifizierung der Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten abgeleitet. Die Bezugsgröße der Auswirkungsklassen ist das EBITDA.

Klassifizierung der Eintrittswahrscheinlichkeit

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Bezeichnung Minimum
(%)
Maximum
(%)
Mittelwert
(%)
Sehr gering 0 5 3
Gering 5 20 13
Mittel 20 50 35
Hoch 50 100 75

Klassifizierung nach Auswirkungsgrad

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in Tsd. Euro Minimum Maximum Mittelwert
Niedrig 500 1.000 750
Moderat 1.000 3.000 2.000
Wesentlich 3.000 10.000 6.500
Gravierend 10.000 100.000 55.000

Durch die Bestimmung der Wahrscheinlichkeits- und Auswirkungsgrenzen erfolgt eine Einteilung der Risiken nach Ampelfunktion in rote, gelbe und grüne Bereiche. Von dieser Einteilung werden der grundsätzliche Handlungsbedarf sowie die Berichterstattung an die Unternehmensführung abgeleitet.

Risikomatrix

(Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungsklassen)

Die Gesamtrisikoposition ermitteln wir unter Heranziehung geeigneter quantitativer Verfahren (Monte-Carlo-Simulation|. Auf diese Weise wird eine Häufigkeitsverteilung und damit eine realistische Bandbreite der zukünftigen Cashflows, Gewinne und Erträge aufgezeigt, also die Planungssicherheit bzw. der Umfang möglicher Planabweichungen dargestellt.

Die Ableitung der Risikotragfähigkeit erfolgt bei der PNE AG durch eine Gegenüberstellung der ermittelten, aggregierten Gesamtrisikoposition mit geeigneten Risikodeckungsmassen, welche der PNE AG zur Abdeckung von möglichen Ergebnis- und Liquiditätswirkungen ihrer Risiken zur Verfügung stehen. Bei Bedarf werden im Rahmen der Analyse relevante Financial Covenants entsprechend berücksichtigt.

Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht. Das zentrale Risikomanagement berichtet regelmäßig über die identifizierten Risiken an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten.

Insgesamt ist das Risikomanagement in die routinemäßigen Prozesse des Unternehmens integriert. Das Reporting erfolgt von der Mitarbeiterebene bis in den Vorstand. Mögliche Risiken werden somit bereits auf der Arbeitsebene erkannt und zeitnah in den Teams, Abteilungen und Bereichen diskutiert und bewertet. Gegebenenfalls werden auf dieser Ebene bereits Maßnahmen zum Umgang mit den jeweiligen Risiken beschlossen. Sofern nötig, werden die Fragen zum Umgang mit den Risiken dem Vorstand oder von diesem dem Aufsichtsrat vorgelegt. Bei grundlegenden und bereichsübergreifenden Risiken werden zudem Arbeitsgruppen aus unternehmensinternen Experten gebildet, um in regelmäßigen Abstimmungen oder nach Bedarf Lösungen für solche Fragestellungen zu erarbeiten.

Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der (Konzern-|Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch werden frühzeitig wichtige Informationen über potenziell mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung /​ Auflösung von Rückstellungen gewonnen.

In regelmäßigen Zeitabständen werden auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements sowie die dazugehörigen Kontrollsysteme kontrolliert und entsprechend angepasst. Aufgrund der besonderen Bedeutung einer vorbildlichen Handlungsweise in allen geschäftlichen Belangen werden verantwortliche Mitarbeiter gezielt in Fragen des Riskmanagements geschult.

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder IKS noch RMS absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der damit verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht greifen oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.

Wir sind der Meinung, dass wir über ein angemessenes und wirksames Risikomanagementsystem verfügen.

Aktuell werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses insbesondere die folgenden Einzelrisiken intensiv verfolgt:

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Die Auswirkungen eines möglichen Verkaufs der Aktien durch die Photon Management GmbH mit dem Risiko eines Übernahmeangebotes eines neuen Investors. Dies könnte zur Ausübungsmöglichkeit von Kündigungsrechten von Finanzierungsverträgen führen, falls aufgrund eines Kontrollwechsels von 50 Prozent die Schwellenwerte überschritten werden.

Risiken, die sich aus laufenden Betriebsprüfungen ergebenkönnen.

Mögliche Risiken, die sich aus fehlenden Netzkapazitäten im In- und Ausland ergeben können.

Mögliche technische Risiken, die sich aus dem Eigenbetrieb von Windparks ergeben und die daraus erwarteten Ergebnisse negativ beeinflussen könnten.

Einen besonderen Stellenwert haben die Bemühungen um die Einhaltung der Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex in der jeweils gültigen Fassung. Risiken können sich jedoch aus der Nichteinhaltung der Regeln und der internen Richtlinien durch Einzelne ergeben.

Einschätzung von Risiken und Chancen

Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotenzial der Risiken nach Einschätzung des Vorstands, mit Ausnahme der im nachfolgenden Text erwähnten Veränderungen, gegenüber dem 31. Dezember 2021 nicht wesentlich verändert. Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Konzerns und der PNE AG sind aus Sicht des Vorstands angesichts der weltweiten Entwicklung des Klimaschutzes und des Ausbaus der Wind- und Photovoltaikenergie sowie der gut gefüllten Projektpipeline für Windenergie-und Photovoltaikprojekte gut. Somit ist nach Einschätzung des Vorstands auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Auf Grundlage der positiven wirtschaftlichen Lage per 31. Dezember 2022 stellt kein Einzelrisiko eine wesentliche Gefahr für den Konzern dar, auch wenn das Risiko aus der Betriebsprüfung bei derWKN GmbH finanzielle Auswirkungen im oberen einstelligen oder die Ausübung von Kündigungsrechten von Finanzierungsverträgen (aufgrund eines Kontrollwechsels bei über 50 Prozent Aktienanteilsbesitz) bis im unteren zweistelligen Bereich haben könnte, folglich als mittel klassifiziert werden. Auch hat sich das Geschäftsmodell und die Aufstellung der PNE AG als weitestgehend resistent gegen die Corona-Pandemie und die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs dargestellt. Somit sind aus Sicht des Vorstands bestandsgefährdende Risiken aktuell nicht ersichtlich.

Es besteht ein Risiko "Offshoreprojektierung in Deutschland". Im Senatsbeschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 30. Juni 2020 wurde bestätigt, dass Teile des WindSeeG verfassungswidrig sind und mit der Umsetzung des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts durch den Gesetzgeber im Sinne des WindSeeG 2020 die PNE Erstattungen für bereits erbrachte Projektierungsleistungen zu erwarten hat. Das Bundesverfassungsgericht hat mit Beschluss vom 18. Januar 2022 die Verfassungsbeschwerde von Tochtergesellschaften der PNE AG und weiterer Projektentwickler gegen die unzureichende Ausgleichsregelung des § 10a WindSeeG (Az. 1 BvR778/​21) ohne nähere Begründung nicht zur Entscheidung angenommen. Mit der Nichtannahme hat das Bundesverfassungsgericht keine Entscheidung zur Frage getroffen, ob die Ausgestaltung des Entschädigungsanspruchs in § 10a WindSeeG mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Die betroffenen Tochtergesellschaften der PNE AG haben fristgerecht bereits Anträge auf Entschädigung nach § 10a WindSeeG gestellt und mit Schreiben vom 25. Januar 2023 entsprechende Feststellungsbescheide des BSH erhalten.

Die Bescheide sind noch nicht rechtskräftig und die betroffenen Tochtergesellschaften prüfen zurzeit das weitere Vorgehen. Da die Höhe der Ausgleichszahlungen des Bundes nach § 10a WindSeeG, es wird ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag avisiert, hinter dem zurückbleiben, was die PNE AG für adäquat hält, behält sie bzw. ihre betroffenen Tochtergesellschaften sich vor, dagegen vor den zuständigen Verwaltungsgerichten vorzugehen. Im Rahmen dieser Verfahren kann auch die Verfassungsmäßigkeit des § 10a WindSeeG überprüft werden. Insgesamt erwartet die PNE aufgrund der Ausgleichsregelung des § 10a WindSeeG Erstattungen für in der Vergangenheit bereits erbrachte Projektierungsleistungen, die sich dann in der Zukunft entsprechend positiv auf die Konzernzahlen auswirken können.

Für das von der PNE AG verkaufte Offshore-Windparkprojekt "Atlantis I" besteht lediglich das Risiko der ausstehenden Meilensteinzahlung aus dem Projektverkauf. Auf Grundlage des Windenergie-auf-See-Gesetzes und der Ausbauziele der Bundesregierung für Windenergie auf See schätzt die PNE-Gruppe mit hoher Wahrscheinlichkeit die Realisierung des Projekts "Atlantis I" ein und damit geht der Vorstand aus heutiger Sicht davon aus, dass daraus noch die erwartete Meilensteinzahlung der PNE AG zufließt.

Allgemeine Faktoren

Der Konzern und mit ihm die konsolidierten Einzelgesellschaften sind durch die Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, die nicht vom unternehmerischen Handeln zu trennen sind. Durch das interne Risikomanagementsystem minimiert die Gesellschaft die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken und geht sie nur dann ein, wenn ein entsprechender Mehrwert für das Unternehmen bei beherrschbarem Risiko geschaffen werden kann. Risikomanagement ist ein kontinuierlicher Prozess. Aufbauend auf der Analyse der vorhandenen Kernprozesse erfolgt eine Bewertung der erfassten Risiken. Die Risikoberichterstattung an den Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt regelmäßig. Sofern im Folgenden nicht anders angegeben, hat sich die Einschätzung der jeweiligen Risiken gegenüber dem 31. Dezember 2021 nicht wesentlich geändert. Mit der Umsetzung der strategischen Erweiterung des Geschäftsmodells auch auf weitere saubere Energien und Speichertechnologien sowie die Ausweitung des Eigenbetriebs von Projekten können sich weitere Risiken ergeben.

Allgemeine Erläuterung zur Einschätzung der Risiken

Sofern im Folgenden nicht anders angegeben, wird das jeweilige Risiko mit einer sehr geringen bis geringen Eintrittswahrscheinlichkeit sowie einer niedrigen bis moderaten Auswirkung auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE AG und des Konzerns eingestuft. Der Eintritt eines solchen Risikos wäre mit Auswirkungen von 1 bis 3 Mio. Euro auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verbunden. Diese Risiken würden nach der Risikoklassifizierung mit gering bis mittel einzustufen sein. Die wesentlichen Risiken sind jeweils am Anfang der Kapitel beschrieben.

Risiken aus operativer Tätigkeit

Ein typisches Risiko ist das Genehmigungsrisiko von Projekten in etablierten und auch neuen Märkten. Bei zeitlichen Verzögerungen der Genehmigungen, bei negativen Ergebnissen von Ausschreibungen oder wenn sich durch marktbasierte Fördermechanismen das Angebot-Nachfrageverhältnis wesentlich verschiebt, können sich Verschiebungen in den Liquiditätsflüssen, höhere Anzahlungserfordernisse und Ausfälle von geplanten Mittelrückflüssen ergeben. Außerdem können Projekte in diesen Fällen unwirtschaftlich werden, was zu Ausbuchungen von bereits aktivierten unfertigen Erzeugnissen führen kann. Neben dem Vorratsvermögen kann dieses Risiko auch die Werthaltigkeit der Forderungen betreffen. Risiken bestehen für Bilanzwerte für Projekte an Land und auf See im In- und Ausland, wenn Projekte unwirtschaftlich werden bzw. eine Realisierung nicht möglich sein sollte. Die operativen Chancen in der Projektierung von Windparks an Land und auf See bzw. Photovoltaikanlagen an Land können jedoch nur realisiert werden, wenn solche unternehmerischen Risiken in Kauf genommen werden.

Zeitliche Verzögerungen können sich in der Projektumsetzung u. a. wegen der notwendigen intensiven Umweltverträglichkeitsprüfungen, des ungewissen Zeitpunkts der Erteilung von Genehmigungen und Netzanschlusszusagen, möglicher Widersprüche /​ Klagen gegen bereits erteilte Genehmigungen oder durch Verbandsklagen, der rechtzeitigen Verfügbarkeit von Windenergieanlagen oder Photovoltaikpanels oder der rechtzeitigen Verfügbarkeit sonstiger für die Errichtung eines Wind- oder Photovoltaikparks erforderlicher Voraussetzungen und Komponenten ergeben. Durch ein umfangreiches Projektcontrolling versucht die Gesellschaft, diesen komplexen Anforderungen zeitgerecht Rechnung zu tragen.

Die Zahl der für die Errichtung von "Saubere-Energien-Projekten" geeigneten Standorte in Deutschland ist begrenzt. Dies kann in Zukunft zu einem verstärkten Wettbewerb um diese Standorte und damit erhöhten Akquisitionskosten sowie zu höheren Betriebskosten, wie z. B. Nutzungsentschädigungen, führen, die den erzielbaren Deckungsbeitrag entsprechend mindern würden.

Im Zuge der Projektrealisierung bleibt die Gesellschaft darauf angewiesen, den aus zukünftig entstehenden oder zukünftig fällig werdenden Verbindlichkeiten resultierenden Kapitalbedarf zu decken. Außerdem könnte weiterer Kapitalbedarf entstehen, wenn und soweit die PNE AG aus von ihr unmittelbar oder mittelbar gegebenen Bürgschaften oder vergleichbaren Zusagen in Anspruch genommen werden sollte oder sich sonstige in diesem Abschnitt beschriebene Risiken realisieren sollten.

Ein Risiko für die künftige Entwicklung liegt - wie bei allen Unternehmen, die Projekte mit sauberen Energien entwickeln -im Bereich der Finanzierung und des Vertriebs von Projekten. Um dem zu begegnen, hat PNE bereits seit mehreren Jahren auf den Vertriebsweg "Einzel- und Großinvestoren" sowie außerdem auf den Aufbau und Vertrieb von Portfolien mit Windparks, die bereits in Betrieb genommen wurden, gesetzt. Negative Auswirkungen steigender Zinssätze auf die Projektvermarktung können jedoch nicht ausgeschlossen werden, da steigende Zinsen eine Erhöhung der Projektkosten zur Folge haben. Zudem können steigende Kapitalmarktzinsen gleichzeitig zu sinkenden Verkaufspreisen führen, da die Anforderungen der Einzel- und Großinvestoren an eine Projektverzinsung in diesem Fall steigen dürften. Weiterhin könnten sich bei einer Finanzkrise und einer daraus resultierenden Zurückhaltung der Banken Projektfinanzierungen für die Projektrealisierung als Risiko darstellen.

Ein Lieferantenrisiko im Bereich Windenergieanlagen ergibt sich aus der weltweiten Nachfrage im Verhältnis zu den vorhandenen Kapazitäten. Lieferengpässe bei steigender internationaler Nachfrage sind in 2022 eingetreten und können auch in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Solche Lieferengpässe könnten zu verzögerter Realisierung und zu erhöhten Preisen in der Beschaffung von Windparkprojekten führen. Die Gesellschaft legt daher großen Wert auf den möglichst frühzeitigen Abschluss von Lieferverträgen mit namhaften Herstellern von Windenergieanlagen sowie Zulieferern (z. B. Fundamente) und die Vereinbarung der fristgerechten Lieferung. Dies gilt auch für den Bereich Photovoltaik, wobei hier geringere Lieferantenrisiken bestehen. Länderspezifische und saisonale Modulengpässe beispielsweise sind größtenteils bekannt und hängen im Wesentlichen von Anlagengröße und verfügbarer Zeit zur baulichen Fertigstellung ab.

In der PNE-Gruppe gibt es Joint-Venture-Gesellschaften, die Auslandsaktivitäten bereits eingegangen sind oder künftig gegebenenfalls eingehen werden und daher Risiken darstellen können. Es besteht das Risiko, dass die Zusammenarbeit mit Partnern bereits bestehender Joint Ventures scheitert, etwa im Falle des Ausstiegs eines Joint-Venture-Partners mit der Folge, dass die Beziehungen und Kenntnisse des Joint-Venture-Partners über den betreffenden Auslandsmarkt nicht mehr genutzt werden können oder es zum Stillstand oder Scheitern bereits begonnener ausländischer Windparkprojekte kommt. Auch könnte es - insbesondere dann, wenn sich die von dem Joint-Venture-Unternehmen bearbeiteten Projekte nicht wie zunächst geplant realisieren lassen - zu Rechtsstreitigkeiten mit dem Joint-Venture-Partner kommen. Dies könnte zur Folge haben, dass in der Bilanz der PNE-Gruppe Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz bzw. auf das Vorratsvermögen der betreffenden Joint-Venture-Gesellschaft erfolgen müssen. All dies kann die Tätigkeit der Gesellschaft in dem betreffenden Auslandsmarkt deutlich erschweren und im ungünstigsten Fall sogar zu einem vollständigen Scheitern der Aktivität in diesem Land führen.

Die Bewertung von Projekten zur Nutzung Erneuerbarer Energien ist u. a. von der Einschätzung der künftigen Entwicklung der Strompreise in den Zielmärkten abhängig. Veränderungen in der Strompreisentwicklung können zu Veränderungen der Marktsituation führen.

Es bestehen Risiken aus dem Eigenbetrieb von Wind- und Photovoltaikparks. Für die Ertragslage eines Wind- oder Photovoltaikparks sind das standortspezifische Windaufkommen bzw. die Sonnenstunden die ausschlaggebenden Größen. Neben den bekannten jahreszeitlichen Schwankungen können diese auch über die Jahre auftreten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich aufgrund von mehreren wind- oder sonnenschwachen Jahren die Wirtschaftlichkeit eines Projekts nachhaltig verschlechtert. Dieses Risiko hat im Hinblick auf das Segment "Stromerzeugung" eine besondere Relevanz. Mindererträge durch schwache Wind- oder Sonnenjahre wirken sich hier unmittelbar auf die Einnahmen- und Ergebnissituation im Segment "Stromerzeugung" und im Konzern aus. Diesem Risiko wird Rechnung getragen, indem entsprechende Sicherheitsabschläge in den Cashflow-Rechnungen der Wind- und Photovoltaikparks über die Gesamtlaufzeit eingeplant werden.

Weitere Gründe zur Verringerung der Ertragslage können nachträgliche Umweltauflagen im laufenden Betrieb und mögliche Klagen sein. Sollten die Auswirkungen größer sein als die geplanten Sicherheitsabschläge, dann könnte dies Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns haben.

PNE veröffentlicht Prognosen für die Unternehmensziele des Konzerns. Diese Prognosen sind auf Basis der Planung des Konzerns getroffen worden. Sollten sich Planungsannahmen im Zeitverlauf ändern, könnte dies dazu führen, dass die veröffentlichte Prognose nicht erreicht wird. Die Verfehlung einer veröffentlichten Prognose könnte für die Gesellschaft bzw. den Aktienkurs nachteilige Auswirkungen haben.

Die in der Bilanz enthaltenen Firmenwerte müssen zum Ende eines jeden Jahres mittels eines Impairmenttests auf ihre Werthaltigkeit überprüft werden. Sollte sich in der Zukunft ein Impairment ergeben, hätte dies Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns.

Es besteht das Risiko, dass sich aus nachträglichen Prüfungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) andere als die vom Vorstand angesetzten und vom Wirtschaftsprüfer geprüften Bewertungsansätze für Bilanzwerte für rückwirkende und damit einhergehend möglicherweise für zukünftige Bilanzstichtage ergeben. Dies könnte Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns haben.

Zins-, Finanzierungs- und Währungsrisiken

Der Konzern ist Zinsrisiken ausgesetzt, da die Konzernunternehmen Finanzmittel zu festen und variablen Zinssätzen aufnehmen. Das Risiko wird durch den Konzern gesteuert, indem ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Mittelaufnahmen eingehalten wird. Dies erfolgt unter Verwendung von Zins-SWAPs. Die Sicherungsmaßnahmen werden regelmäßig beurteilt, um sie auf die Zinserwartung und die gewünschte Risikobereitschaft abzustimmen. Danach werden dann die Sicherungsstrategien ausgewählt.

Der Konzern vergibt kurz- und langfristige Darlehen. Alle vergebenen Darlehen werden mit einem festen Zinssatz ausgestattet. Dies gilt auch für die Darlehen an assoziierte Unternehmen sowie an Gemeinschaftsunternehmen, so dass für die Darlehenslaufzeiten mit keinen materiellen Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft zu rechnen ist.

Aus der Ausgabe der Anleihe 2022 /​ 2027 und den in den Anleihebedingungen enthaltenen Covenants zur Eigenkapitalquote kann es aufgrund der Nichteinhaltung der Covenants zu erhöhten Zinszahlungen vor fristgemäßem Ablauf der Anleihe kommen. Die Anleihe wird im Juni 2027 zur Rückzahlung fällig.

Zum Ende des Berichtszeitraums hielt die von dem US-Unternehmen Morgan Stanley kontrollierte Photon Management GmbH mehr als 30 Prozent der Aktien (Stimmrechte) der PNE AG, aber weniger als 50 Prozent. Würde ein Investor über 50 Prozent der Aktien erwerben, hätte dies weitere Kündigungsmöglichkeiten der Darlehensgeber unter Kreditverträgen zur Fremdfinanzierung zur Folge.

Der Konzern ist aus seinem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt. Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten Rechnung getragen. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei originären Finanzinstrumenten werden verschiedene Sicherungsmaßnahmen getroffen, wie z. B. die Einholung von Sicherheiten und Bürgschaften, wenn dies aufgrund von Bonitätsprüfungen angemessen erscheint.

Der PNE-Gruppe zur Verfügung gestellte Finanzierungsmittel unterliegen teilweise einer variablen Verzinsung, die überwiegend an den 3-Monats-EURIBOR gekoppelt sind. Die Gesellschaften haben sich nur teilweise gegen steigende kurzfristige Zinsen abgesichert.

Der PNE-Gruppe zur Verfügung stehende liquide Mittel könnten zukünftig teilweise einer negativen Verzinsung auf den Bankkonten der Gesellschaften unterliegen. Die Gesellschaften versuchen, eine negative Verzinsung durch Geldanlagen im kurz- und mittelfristigen Anlagebereich, welche zum Teil keine negative Verzinsung mit sich bringen, zu vermeiden.

Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherzustellen, wird eine revolvierende Liquiditätsplanung erstellt, welche die Liquiditätszuflüsse und Liquiditätsabflüsse sowohl auf kurzfristige als auch auf mittel- und langfristige Sicht abbildet. Liquiditätsrisiken, das operative Geschäft unterjährig finanzieren zu können, bestehen insbesondere, wenn sich Closings bei Projektverkäufen im Rahmen des Direktverkaufs an externe Investoren verzögern sollten.

Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Zum Jahresende bestehen kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Konzern, die aus Sicht der Gesellschaft zu keinem wesentlichen Risiko führen.

Aus den Projekten im internationalen Bereich können sich mittel- und langfristig Währungsrisiken ergeben. Im operativen Bereich resultieren Fremdwährungsrisiken vorrangig daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als dem Euro abgewickelt werden können. Im Investitionsbereich können sich Fremdwährungsrisiken im Wesentlichen aus dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen ergeben. Die Konzerngesellschaften versuchen, soweit möglich Transaktionen in Euro abzuwickeln. Sollte dies nicht möglich sein, ist geplant, soweit möglich und wirtschaftlich, die Absicherung wesentlicher konzernexterner Fremdwährungsgeschäfte durch Währungssicherungsgeschäfte rechtzeitig vor dem Zeitpunkt der jeweiligen Transaktionen vorzunehmen.

Politische Risiken /​ Marktrisiken

Unkalkulierbare Risiken können auch von außen in den Markt getragen werden. Hierzu zählen insbesondere plötzliche Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland oder den Auslandsmärkten der PNE. Der Vorstand der PNE AG ist der Ansicht, dass Wind- und Photovoltaikparks zu den aktuell gültigen oder in Ausschreibungen zu erzielenden Vergütungen und gesetzlichen Rahmenbedingungen wirtschaftlich projektiert und betrieben werden können. Dennoch werden die Rahmenbedingungen in den Ländern, in denen PNE tätig ist oder zukünftig sein möchte, kontinuierlich überprüft, um auf mögliche Veränderungen zeitnah reagieren und somit Risiken mindern zu können.

Im Rahmen der Ausschreibungsverfahren nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz sowie nach anderen vergleichbaren Verfahren im Ausland besteht stets das Risiko, in den jeweiligen Ausschreibungsrunden keinen Zuschlag zu erhalten. Das kann dazu führen, dass die betroffenen Projekte nicht oder nicht in dem geplanten Zeitrahmen realisiert werden kann. Dadurch wären die bis dahin entstandenen Projektentwicklungskosten umsonst aufgewendet worden. Diesem Risiko wirkt die PNE AG durch genaue Beobachtung des Marktumfeldes und daraus abgeleitete Kalkulationen der Gebote entgegen.

Die politischen Risiken und die Marktrisiken im Ausland können Auswirkungen auf die geplanten Projektrealisierungen in den nächsten Jahren haben. Die PNE AG und ihre Tochtergesellschaften beobachten die aktuellen Entwicklungen im Ausland intensiv, um mögliche Veränderungen der Marktlage oder der politischen Ausrichtung frühzeitig erkennen und rechtzeitig Maßnahmen einleiten zu können. Bei abrupten Änderungen der Vergütungssysteme sowie bei gesetzgeberischen rückwirkenden Eingriffen können sich aufgrund der mehrjährigen Projektentwicklungszyklen gleichwohl Risiken für die PNE-Gruppe verwirklichen.

Zu den politischen Risiken zählen auch Risiken, die sich aus Kriegshandlungen ergeben können. Diese können grundsätzlich vielfältige Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung, die globalen Lieferketten sowie Rohstoffpreise haben. Aus dem aktuellen Konflikt in der Ukraine ergeben sich keine direkten Risiken für die PNE AG, da keine Geschäftsaktivitäten in oder mit Russland bzw. in oder mit der Ukraine bestehen.

Gesundheitliche Risiken

Gesundheitliche Risiken wie Epidemien oder Pandemien (aktuell die Corona-Pandemie) können sich auf das operative Geschäft auswirken, indem sie zu Verzögerungen in Genehmigungsprozessen und bei der Projektrealisierung führen. Dies kann in Extremfällen durch Verzögerungen zum Verlust von Genehmigungen oder Ausschreibungszuschlägen führen. Aktuell erwartet die Gesellschaft allerdings nur zeitliche Verzögerungen von geplanten Projekten und damit Verschiebungen innerhalb des Jahres 2023 oder von einem Jahr in das nächste Jahr (2023 nach 2024). Sollten solche Ereignisse erhebliche Auswirkungen auf die allgemeine Wirtschafts- und Finanzsituation haben, kann dies zudem auch zu einem Investorenrisiko und höheren Renditeanforderungen von Investoren führen.

Konkret hat die Gesellschaft von verschiedenen Herstellern von Windenergieanlagen Mitteilungen erhalten, dass sich die Lieferung von Windenergieanlagen oder Ersatzteilen verschieben könnte.

Der Konzern ist derzeit finanziell so gut aufgestellt, dass eventuelle Verzögerungen oder Ausfälle von Einnahmen keinen wesentlichen Einfluss auf die kurz- und mittelfristige Fortführung der Geschäftstätigkeit (going concern) hätten. Eine mögliche Auswirkung auf die Konzern-Guidance für das Jahr 2023 könnte jedoch bei Verschiebung von Projektverkäufen (Segment "Projektentwicklung") oder Einnahmeverschiebungen im Segment "Services" nicht ausgeschlossen werden.

Die Gesellschaft informiert sich laufend über vorhandene oder bevorstehende gesundheitliche Risiken und reagiert auf mögliche Auswirkungen für die Mitarbeiter. U. a. besteht die Möglichkeit des "mobilen" Arbeitens. In Einzelfällen können Reisen in Länder mit hoher Ansteckungsgefahr untersagt und die Anordnung, große Menschenmassen zu meiden, erlassen werden.

Alle erkennbaren Risiken aus dem aktuell weltweit vorhandenen Corona-Virus werden von der Gesellschaft weiterhin laufend hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie dem Wohlergehen der Mitarbeiter abgewogen und sind in den Jahresabschluss bzw. den Ausblick eingeflossen.

Rechtliche und Compliance-Risiken

Alle erkennbaren rechtlichen Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Dazu zählen auch Risiken aus noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren.

Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften und interne Richtlinien können die Reputation von PNE beschädigen und dem Unternehmen erheblichen Schaden zufügen, z. B. in Form von Haftungsrisiken, Geldbußen oder strafrechtlichen Sanktionen. Der PNE-Konzern wirkt diesem Risiko mit seinem Compliance-System entgegen, insbesondere durch die kontinuierliche Beobachtung der rechtlichen Anforderungen, durch regelmäßige Anpassung der Compliance-Richtlinien und durch Schulungen der Mitarbeiter.

Steuerliche Risiken

Es bestehen steuerliche Risiken aus der körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerlichen Außenprüfung bei der WKN GmbH für die Jahre 2010 bis 2013 und 2014 bis 2016. Darüber hinaus wurde eine Betriebsprüfung für die Jahre 2017 bis 2020 angekündigt. Die Veranlagungen der Jahre 2010 bis 2013 auf Basis der abgeschlossenen Betriebsprüfung sind noch nicht rechtskräftig. Auf Basis der Gespräche zwischen der Geschäftsführung der WKN GmbH sowie deren Steuerberatern auf der einen Seite und der Finanzbehörde auf der anderen Seite bestehen unterschiedliche Sichtweisen in Bezug auf die steuerliche Berücksichtigung einzelner Sachverhalte der Jahre 2010 bis 2013. Entsprechende Einsprüche gegen wesentliche Teile der Körperschaft- und Gewerbesteuerveranlagungen wurden eingelegt. Eine Aussetzung der Vollziehung wurde seitens der Finanzbehörde gewährt. Die Betriebsprüfung der Jahre 2014 bis 2016 läuft noch. Mögliche Feststellungen der Betriebsprüfung 2010 bis 2013 könnten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WKN GmbH und des PNE-Konzerns im einstelligen Millionenbereich haben. Auf Basis des aktuellen Erkenntnisstands geht der Vorstand der PNE AG weiterhin davon aus, dass die steuerliche Abbildung der Sachverhalte zutreffend erfolgt ist. Für einzelne ausgewählte Sachverhalte, die im Rahmen der Betriebsprüfung aufgegriffen wurden, wurden die Steuern gezahlt. Für den wirtschaftlich überwiegenden Teil der im Rahmen der Betriebsprüfung 2010 bis 2013 aufgegriffenen Sachverhalte sieht der Vorstand dagegen unverändert keinen Anlass, in der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022 eine Rückstellung zu erfassen. Selbst bei Bildung einer Rückstellung in Höhe über alle Sachverhalte der Betriebsprüfung würde dies keine Auswirkung auf die veröffentlichte Guidance für das Geschäftsjahr 2022 haben, da mögliche Ergebnisauswirkungen im Steuer- und Zinsaufwand und damit außerhalb des EBITDAs ausgewiesen werden würden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird weiterhin als gering angesehen, die Auswirkung bei einem Eintritt als wesentlich. Der Eintritt eines solchen Risikos wäre mit Auswirkungen von bis zu weiteren 7 Mio. Euro, neben den bereits getätigten Rückstellungen, auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verbunden. Das Risiko ist daher im Sinne der Definition des Risikomanagements mit "mittel" zu klassifizieren.

Die PNE AG und ihre Tochter- sowie sonstige Konzerngesellschaften sind derzeit in Ländern auf vier Kontinenten tätig und unterliegen damit vielfältigen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen in diesen Bereichen können zu einem höheren Steueraufwand und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem können Änderungen der steuerlichen Gesetze und Regelungen auch Einfluss auf Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowie die aktiven und passiven latenten Steuern haben. PNE agiert in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen, die unterschiedlich ausgelegt werden könnten. Zukünftige Auslegungen und Entwicklungen steuerlicher Gesetze und Regelungen könnten Steuerverbindlichkeiten, Rentabilität und Geschäftsbetrieb beeinflussen. Um diese Risiken zu minimieren, wird konzernübergreifend laufend mit länderspezifischen Steuerberatern zusammengearbeitet und die aktuelle Steuersituation analysiert.

Informationstechnische Risiken

Die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen, Daten und Systemen ist durch zunehmende Cyberkriminalität gefährdet. Aus diesem Grund bauen wir unsere technischen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor unbeabsichtigtem Datenverlust, Datendiebstahl und allen Formen der Cyberkriminalität kontinuierlich weiter aus. Als organisatorische Maßnahme werden unsere Mitarbeiter dahingehend geschult, mögliche Bedrohungen und Sicherheitslücken zu erkennen und zu schließen. Im Rahmen unserer Prozessüberwachung werden sowohl die technischen als auch die organisatorischen Maßnahmen kontinuierlich auf deren Wirksamkeit geprüft.

Wir stufen das Risiko des materiellen Schadens und des Datenverlustes durch Cyberkriminalität als mittleres Risiko ein.

Personelle Risiken

Es wird immer schwieriger, neue Mitarbeiter in der erforderlichen Zahl und mit den erforderlichen Qualifikationen zu finden. Außerdem steigen die Erwartungen an das Gehalt, insbesondere bei hochqualifizierten Personen, was die Personalgewinnung und das langfristige Halten der Mitarbeiter teurer macht. Der PNE-Konzern wirkt diesem Risiko durch die Nutzung von erfahrenen Dienstleistern im Bereich der Personalgewinnung entgegen sowie durch das Angebot von Arbeitszeitmodellen und anderen Angeboten, die die emotionale Bindung und die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen positiv beeinflussen können.

Chancen

Als Projektierer von Windparks an Land und auf See sowie von Photovoltaikparks an Land agiert PNE in einem internationalen Wachstumsmarkt. Unabhängige Studien gehen aufgrund der Endlichkeit der fossilen Energieträger, dem Zwang zur Verminderung von Klimaschadstoffen sowie dem Bedarf an sicheren, umweltfreundlichen Energiequellen von weiterhin hohen Zuwachsraten bei der Windenergie und der Photovoltaik in den kommenden Jahren aus. Der erfolgreiche Verlauf der Weltklimakonferenzen zuletzt 2021 in Glasgow zeigt, dass die Notwendigkeit einer Energiewende weltweit erkannt worden ist. Die Unternehmen in der PNE-Gruppe verfügen aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit im Markt über die Voraussetzungen und die Erfahrungen, um von dieser Entwicklung langfristig zu profitieren.

Die ständige Weiterentwicklung des Geschäftsmodells setzte die PNE AG u. a. mit Tochtergesellschaften fort, in denen bis Ende 2022 bereits fertiggestellte und in Betrieb genommene Windparks an Land mit einer Gesamtleistung von rund 318,9 MW gebündelt wurden. PNE bleibt vorerst direkt beteiligt und profitiert somit von künftigen Erträgen sowie dem Betriebsmanagement.

Besondere Chancen liegen in den Auslandsaktivitäten des Konzerns sowie in möglichen neuen Märkten und in der Erweiterung des Geschäftsmodells auf weitere saubere Energien und Speichertechnologien sowie neue Märkte. PNE ist bereits in einer Reihe attraktiver Wachstumsmärkte tätig. Dabei erfolgt die Expansion primär in Länder mit stabilen politischen Rahmenbedingungen und mit verlässlichen Vergütungs- und Förderregeln oder auch in Länder mit einem vergleichsweise hohen Marktpotenzial. Dazu zählen neue Märkte mit einem stark steigenden Strombedarf. Um die jeweiligen örtlichen Bedingungen hinreichend zu berücksichtigen, erfolgt der Markteintritt vielfach in Kooperation mit einem lokalen Partner. Diese Art der Internationalisierung hat sich als kosteneffiziente und Erfolg versprechende Strategie bewährt. Auch künftig wird PNE diesen bewährten Weg der selektiven Auslandsexpansion weiterverfolgen und vorhandene Marktchancen entschlossen nutzen.

Die Kernkompetenz von PNE liegt in der Projektentwicklung, dem Bau und dem Betrieb sowie Repowering von Windparks und der Projektentwicklung von Photovoltaikanlagen auf hohem internationalem Niveau. Diese Kompetenz kann auch in weiteren Auslandsmärkten mit Ausbaupotenzial genutzt werden. Solche Märkte werden daher kontinuierlich beobachtet und die Chancen für einen Markteintritt sorgfältig geprüft.

Neben den Chancen der Internationalisierung stehen die Perspektiven, die der etablierte deutsche Markt für Windenergie sowohl an Land wie auch auf See und für Photovoltaik an Land weiterhin bietet. Die Klimaziele der Bundesregierung und die Notwendigkeit zur Erhöhung der Versorgungssicherheit erfordern den beschleunigten Ausbau von Erneuerbare-Energien-Projekten an Land wie auf See. PNE zeichnet sich dadurch aus, dass sie bereits sechs Windparkprojekte auf See durch den gesamten Genehmigungsprozess beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie führte. Vier dieser Windparks sind von den Käufern bereits komplett errichtet und in Betrieb genommen worden. In der Projektentwicklung auf See wurde seit Jahren eine hohe Kompetenz entwickelt, die auch auf internationale Märkte übertragen werden kann. Daher prüfen wir die Möglichkeiten der Entwicklung von Windparks auf See auch in anderen Ländern.

Im Windenergiemarkt bieten sich vielfältige Perspektiven für die Erbringung von Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus von Windparks. Diese Chancen nutzt die PNE-Gruppe in wachsendem Umfang und versteht sich dabei als verlässlicher Partner der Entwickler und Betreiber von Windparks. Dieser Bereich der Dienstleistungen wurde zielstrebig weiter ausgebaut. Ein Schwerpunkt liegt beim technischen und kaufmännischen Betriebsmanagement von Windparks und Umspannwerken. Darüber hinaus werden u. a. Dienstleistungen im Baumanagement, bei Windmessungen, im Stromvermarktungsmanagement und weiteren Bereichen rund um die Planung, den Bau und den Betrieb von Windenergieanlagen erbracht.

Das internationale Geschäft des Betriebsmanagements wurde in 2022 in den Märkten Frankreich, Polen und Schweden ausgeweitet, dabei wurden weitere Verträge unabhängig von der Konzernprojektpipeline gewonnen. Weiter ausgebaut wurde ebenfalls die Kompetenz bei Dienstleistungen rund um Saubere-Energien-Projekte. Dabei wurden sowohl weitere strukturelle Voraussetzungen geschaffen als auch der Integrationsprozess der einzelnen Bereiche zum Life Cycle Services Provider weiter erfolgreich fortgesetzt. Eine Fortsetzung dieses erfolgreichen Wachstums unabhängig von der eigenen Projektentwicklung zeichnet sich bereits ab.

Steigende Strompreise können sich auch auf die von der PNE-Gruppe angebotenen Dienstleistungen, wie etwa Stromabnahmeverträge (PPA), positiv auswirken, wobei etwaige staatliche Erlösabschöpfungen den positiven Effekt wiederum schmälern.

Der aktuelle Konflikt in der Ukraine könnte die Bestrebungen westlicher Regierungen, die Energieversorgung unabhängig von (unsicheren) Energieimporten zu gestalten, weiter erhöhen und beschleunigen. Dies hätte positive Auswirkungen auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland und Europa.

Optimierte Strategie

Die seit langem erfolgreiche Tätigkeit in diesen Geschäftsfeldern ist die gute Basis für eine strategische Optimierung der Konzernaktivitäten.

Weltweit wächst die Nachfrage nach sauberen Energien und einer gesicherten Stromversorgung. Diesen Entwicklungen trägt PNE mit einer Ausweitung des operativen Geschäfts Rechnung und nutzt als "Clean Energy Solutions Provider" die Chancen aus der Wandlung der Märkte. Die strategische Weiterentwicklung umfasst nahezu die gesamte Wertschöpfungskette der sauberen Erneuerbaren Energien. Aufbauend auf den umfangreichen Erfahrungen aus der erfolgreichen Entwicklung, Projektierung und Realisierung von Windparks an Land und auf See sowie von Photovoltaikanlagen werden auch Projekte und Lösungen zur Planung, Errichtung und zum Betrieb von Kraftwerken für saubere Energien entwickelt und realisiert.

Projektentwicklung und Portfolio

Projektentwicklung bleibt das Kerngeschäft. Dazu zählen u. a. die Entwicklung von Qualitätsprojekten in der Windenergie und der Photovoltaik, der erfolgreiche Aufbau eines eigenen Bestands an Wind- und PV-Parks und technologieübergreifende Projekte.

Technologien

Neben der Windenergie und Photovoltaik sollen künftig auch Speicherung und Power-to-X wesentliche Bausteine der Unternehmensstrategie sein. Damit wird der Einstieg in die Segmente Mobilität und Wärme aus sauberen Energien (Sektorenkopplung) geplant. Dazu gehört auch die Entwicklung von Power-to-X-Projekten u. a. bei der Erzeugung von Wasserstoff. In der Verbindung von Windparks, Photovoltaikanlagen und Speichern will PNE künftig auch Kraftwerke und Insellösungen, also autarke saubere Energieanlagen, die unabhängig vom Stromnetz sind, entwickeln.

Dienstleistungen

Zusätzliche Dienstleistungen etwa beim Betriebsmanagement und weitere Finanzierungslösungen für Projekte der sauberen Energien stehen ebenfalls für eine Ausweitung der Aktivitäten von PNE. Auch anorganisches Wachstum durch Kooperationen, Beteiligungen oder Übernahmen von Unternehmen aus derService-, der Photovoltaik-, der Batterie- und Speicherbranche ist möglich.

Die Optimierung von Windparks steht ebenso auf der Agenda wie Dienstleistungen für Projekte auf See, die Ausweitung des Betriebsmanagements für Windparks und Umspannwerke auch auf Photovoltaikprojekte und der Aufbau von technologieübergreifendem Know-how.

Zusätzlich soll ein weiteres Margenpotenzial durch die Optimierung der Vermarktung von Strom und Gas aus sauberen Energien erschlossen werden. Erste Abschlüsse von Stromlieferverträgen (Power Purchase Agreements - PPAs) wurden für eigene Windparks sowie für Kunden bereits getätigt.

Umsetzung /​ Smart Development

PNE verfügt über erfahrene und spezialisierte Mitarbeiter, um die Strategie umzusetzen. Mit einem integrierten Projektansatz werden bereits Geschäftsmöglichkeiten mit neuen Produkten sowie in neuen Märkten entwickelt. Dabei sollen verschiedene saubere Energien und Speichertechnologien kombiniert, der Eintritt sowie der Austritt in neue Märkte beschleunigt, die Zeitspanne bis zu einem Projekterfolg verkürzt und hohe Vorleistungen in Projekten vermieden werden.

Risikominimierung und neue Potenziale

Mit dieser Strategie minimiert PNE Marktrisiken und eröffnet neue Wachstumspotenziale. Dies soll mittelfristig zu einem signifikanten Anstieg des EBITDA und zu einer weiteren Verstetigung der Ergebnisse führen.

Stellungnahme zur Angemessenheit und Wirksamkeit des gesamten internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems

Der Vorstand hat sich gemäß der Empfehlungen des DCGK 20222 ausführlich mit der Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems auseinandergesetzt und keine wesentlichen Beanstandungen festgestellt.

9. PROGNOSEBERICHT

Die PNE AG ist ein Anbieter von Lösungen im Bereich der sauberen Energien - ein "Clean Energy Solutions Provider" - für Märkte und Branchen regional, national und international. Kernkompetenzen sind die Projektierung und der Betrieb von Erneuerbare-Energien-Projekten. Darüber hinaus wird die Speicherung von Erneuerbaren und die Power-to-X-Technologie vorangetrieben. Mit den entwickelten und betriebenen Projekten leistet die PNE-Gruppe einen wichtigen Beitrag, um klimaschädliche Emissionen zu vermeiden, und sorgt mit ihren Full-Service-Leistungen in den Bereichen Windenergie und Photovoltaik dafür, dass der Ausbau sauberer Energien einen Schritt schneller vorankommt - für ein besseres Klima weltweit. Damit verfolgt die PNE-Gruppe konsequent das Ziel einer sicheren, nachhaltigen und profitablen Energieversorgung, die zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien gespeist wird.

Mit dem "Scale up"-Programm treibt die PNE-Gruppe ihre strategische Weiterentwicklung vom Windparkprojektierer zu einem "Clean Energy Solutions Provider" seit 2017 kontinuierlich voran. Mit dieser Strategie reagiert die PNE-Gruppe auf Veränderungen in den Märkten der sauberen Energien. Die Expertise aus der erfolgreichen Entwicklung, Projektierung und Realisierung von Windparks an Land und auf See wurde auf weitere Felder übertragen. Das operative Geschäft wurde national wie international auf eine deutlich breitere Basis gestellt, um PNE vom Spezialisten für Windprojekte auch zum Spezialisten von Photovoltaikprojekten und zum breit aufgestellten Anbieter von Lösungen für saubere Energien zu etablieren. Wesentliche Elemente der Strategie sind die Ausweitung des Service-Angebots und die Erschließung neuer Märkte sowie Technologien.

Ein zentraler Bestandteil des "Scale up"-Programms ist der angestrebte Ausbau des eigenen Portfolios auf bis zu 500 MW/​ MWp bis Ende 2023. Dies soll zusammen mit dem Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts dazu beitragen, den Anteil an stetigen Erträgen weiter zu erhöhen. Mit dieser breiteren Aufstellung werden Marktrisiken minimiert, neue Potenziale und Märkte eröffnet und mittelfristig vor allem die in der Vergangenheit volatilen Ergebnisse verstetigt. So gewinnt das PNE-Geschäftsmodell kontinuierlich an Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Auf diese Weise hat die PNE-Gruppe eine völlig neue Größenordnung erreicht und möchte auch in Zukunft weiter wachsen. So wird PNE für Investoren und Partner immer wertvoller und bietet dabei auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern langfristig attraktive Perspektiven.

Mit "Scale up 2.0" hat PNE diese erfolgreiche Strategie in 2022 weiterentwickelt und die Weichen für eine Phase beschleunigten Wachstums gestellt. Die definierten Mittelfristziele sehen den Ausbau des Eigenbetriebsportfolios auf 1.500 MW/​MWp, das Wachstum der Projektpipeline auf mehr als 20 GW/​GWp sowie die Steigerung des Konzern-EBITDA auf mehr als 150 Mio. Euro bis Ende 2027 vor.

Die nachfolgenden Prognosen beruhen auf den Ergebnissen aus der Umsetzung der operativ geplanten Projekte im In- und Ausland (Onshore, Offshore, Photovoltaik), aus dem Dienstleistungs- und Servicegeschäft sowie aus dem Stromerzeugungsgeschäft.

Im Geschäftsjahr 2023 werden wir wie in den Vorjahren weitere Vorleistungen im unteren einstelligen Millionenbereich für die strategische Erweiterung des Geschäftsmodells erbringen. Der Vorstand rechnet für die Guidance des Geschäftsjahres 2023 mit einem positiven EBITDA im Konzern in Höhe von 30 bis 40 Mio. Euro. Aufgrund des Ukraine-Kriegs, der instabilen Lieferketten sowie der Auswirkungen der anhaltenden Corona-Pandemie könnte es jedoch im operativen Geschäft zu Verschiebungen von Projektrechtsverkäufen und Projektumsetzungen von 2023 nach 2024 kommen. Ebenso führen diese zu hohen bzw. steigenden Rohstoffpreisen, die zu einer höheren Bepreisung von Windenergieanlagen, Modulen und sonstigen Gewerken führen. Diese können teilweise jedoch durch eine höhere gesetzliche Vergütung kompensiert werden.

Die Zahlen der Projektpipeline für Windenergie an Land (per 31. Dezember 2022: rund 7,6 GW) und Photovoltaik (per 31. Dezember 2022: rund 4,3 GWp) sollen auch im Geschäftsjahr 2023 im Konzern mindestens gegenüber dem 31. Dezember 2022 konstant gehalten werden.

Die PNE AG steuert die operativen Einheiten auf Basis des EBT. Die PNE AG erwartet auf Grundlage der geplanten operativen Projektentwicklungen für das Geschäftsjahr 2023 auf EBT-Basis (Ergebnis vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern) ein positives Ergebnis im mittleren zweistelligen Millionenbereich. In diesem Ergebnis sind auch die geplanten Ergebnisse aus den Ergebnisabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften (u. a. der WKN GmbH) enthalten.

10. SONSTIGE ANGABEN

10.1 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Angaben zu Beziehungen mit "nahestehenden Personen" finden sich im Konzernanhang unter "X. Sonstige Angaben" Punkt 3.

10.2 Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f bzw. § 315d HGB)

Die mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB ist auf unserer Internetseite www.pne-ag.com im Bereich "Investor Relations" unter Corporate Governance veröffentlicht und kann dort heruntergeladen werden.

10.3 Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der die folgende Schlusserklärung enthält: "Wir erklären, dass bei der PNE AG im Geschäftsjahr 2022 keine berichtspflichtigen Vorgänge in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen vorgelegen haben."

10.4 Ergänzende Angaben nach § 289a HGB und § 315a HGB (Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz)

Kapitalverhältnisse

Die PNE AG hat zum 31. Dezember 2022 insgesamt 76.603.334 Namensaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro ausgegeben. Am 31. Dezember 2022 betrug der Anteil nicht meldepflichtiger Aktienbestände (weniger als 3 Prozent des Grundkapitals) rund 43,2 Prozent. Von zwei Aktionären (Morgan Stanley /​ Photon Management GmbH sowie Active Ownership Fund SCS) bestand zum Stichtag 31. Dezember 2022 die Meldung einer Beteiligung von mehr als 10 Prozent der Stimmrechte.

Die Aktien der Gesellschaft unterliegen nur in den gesetzlich geregelten Fällen und nicht satzungsgemäß Beschränkungen bezüglich des Stimmrechts oder der Übertragung. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht vorhanden. Eine Stimmrechtskontrolle durch die Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital ist nicht gegeben.

Aktionärsrechte und -pflichten

Dem Aktionär stehen Vermögens- und Verwaltungsrechte zu.

Zu den Vermögensrechten gehören nach § 58 Abs. 4 AktG das Recht auf Teilhabe am Gewinn und nach § 271 AktG am Liquidationserlös sowie nach § 186 AktG das Bezugsrecht auf Aktien bei Kapitalerhöhung.

Zu den Verwaltungsrechten gehören das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen und das Recht, auf dieser zu reden, Fragen und Anträge zu stellen sowie die Stimmrechte auszuüben.

Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Die Satzung der Gesellschaft enthält keine über § 84 AktG hinausgehenden Regelungen.

Die Änderung der Satzung bedarf gemäß § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Gemäß § 15 Abs. 2 der Satzung werden Beschlüsse der Hauptversammlung, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Somit bedarf auch die Änderung der Satzung gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 15 Absatz 2 der Satzung in der Regel eines Beschlusses der Hauptversammlung mit einer einfachen Stimmenmehrheit; in bestimmten Fällen ist allerdings eine Stimmenmehrheit von 75 Prozent für die Änderung der Satzung erforderlich.

Zu Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, ist gemäß § 10 Abs. 7 der Satzung der Aufsichtsrat berechtigt.

Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Die Hauptversammlung vom 22. Mai 2019 hat den Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, bis zum 21. Mai 2024 einmalig oder mehrmals eigene Aktien der Gesellschaft im Umfang von insgesamt bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der betreffenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals oder - falls dieser Betrag geringer ist - des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu einem oder mehreren zulässigen Zwecken im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen zu erwerben. Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die die Gesellschaft bereits erworben hat und die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 Prozent des Grundkapitals entfallen. Der Erwerb kann dabei durch die Gesellschaft, durch abhängige oder im Besitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder durch auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte durchgeführt werden, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen, insbesondere gemäß § 71 Absatz 2 AktG, vorliegen. Gemäß der Ermächtigung erfolgt der Erwerb nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Einladung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder mittels Einräumung von Andienungsrechten. Dabei darf bei einem Erwerb über die Börse der Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion im XETRA-Handelssystem (oder in einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen Nachfolgesystem) ermittelten Börsenkurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse am Tag der Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb um nicht mehr als 10 Prozent über- oder unterschreiten. Bei einem Erwerb auf der Grundlage eines öffentlichen Kaufangebots darf der Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den nicht gewichteten durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im XETRA-Handelssystem (oder in einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten drei Börsenhandelstagen vor erstmaliger Veröffentlichung des Angebots nicht mehr als 10 Prozent über- oder unterschreiten. Im Falle der öffentlichen Einladung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder eines Erwerbs durch Einräumung von Andienungsrechten darf der Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den nicht gewichteten durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im XETRA-Handelssystem (oder in einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei letzten Börsenhandelstagen vor dem Tag der Annahme der Verkaufsangebote bzw. dem Tag der Einräumung von Andienungsrechten um nicht mehr als 10 Prozent über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines öffentlichen Kaufangebots oder der öffentlichen Einladung an Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder nach der Einräumung von Andienungsrechten erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so können das Angebot, die Einladung zur Abgabe von Verkaufsangeboten bzw. die Andienungsrechte angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Schlusskurs im XETRA-Handelssystem am letzten Börsentag vor der Veröffentlichung der Anpassung abgestellt; die 10-Prozent-Grenze für das Über- oder Unterschreiten ist auf diesen Betrag anzuwenden. Das Volumen eines öffentlichen Kaufangebots oder einer öffentlichen Einladung zur Abgabe von Verkaufsangeboten (zusammen "Öffentliches Erwerbsangebot") kann begrenzt werden. Sofern die Gesamtzahl, der auf ein öffentliches Erwerbsangebot angedienten Aktien, dessen Volumen überschreitet, kann der Erwerb nach dem Verhältnis der angedienten Aktien (Andienungsquoten) erfolgen; darüber hinaus können eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen (bis zu 50 Aktien je Aktionär) sowie zur Vermeidung rechnerischer Bruchteile von Aktien eine Rundung nach kaufmännischen Grundsätzen vorgesehen werden. Etwaige weitergehende Andienungsrechte der Aktionäre nach Maßgabe der Beteiligungsquoten sind ausgeschlossen. Auch im Fall der Einräumung von Andienungsrechten kann deren Gesamtvolumen begrenzt werden. Werden den Aktionären zum Zwecke des Erwerbs Andienungsrechte eingeräumt, so werden diese den Aktionären im Verhältnis zu ihrem Aktienbesitz entsprechend der Relation des Volumens der von der Gesellschaft zurückzukaufenden Aktien zum ausstehenden Grundkapital zugeteilt. Bruchteile von Andienungsrechten müssen nicht zugeteilt werden; für diesen Fall werden etwaige Teilandienungsrechte ausgeschlossen. Die nähere Ausgestaltung des jeweiligen Erwerbs, insbesondere eines etwaigen Kaufangebots oder einer Einladung zur Abgabe von Verkaufsangeboten bestimmt der Vorstand. Dies gilt auch für die Ausgestaltung etwaiger Andienungsrechte, insbesondere hinsichtlich der Laufzeit und ggf. ihrer Handelbarkeit. Dabei sind auch kapitalmarktrechtliche und sonstige gesetzliche Beschränkungen und Anforderungen zu beachten.

Der Vorstand ist außerdem ermächtigt, die aufgrund der vorstehend beschriebenen oder einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen Aktien zu folgenden Zwecken zu verwenden: Die Aktien können über die Börse oder mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes durch ein öffentliches Angebot an alle Aktionäre im Verhältnis ihrer Beteiligungsquote veräußert werden. Im Falle eines öffentlichen Angebots an alle Aktionäre kann das Bezugsrecht für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden. Ferner können die Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats anderweitig gegen Zahlung eines Barkaufpreises je Aktie veräußert werden, der den Börsenpreis der börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der auf die Anzahl der unter dieser Ermächtigung insgesamt veräußerten Aktien entfallene anteilige Betrag des Grundkapitals darf zudem 10 Prozent des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreiten. Außerdem können erworbene eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch gegen Sachleistung, insbesondere als (Teil-)Gegenleistung beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen von Unternehmen oder von sonstigen Vermögensgegenständen, einschließlich von Rechten und Forderungen - auch gegen die Gesellschaft -, oder von Ansprüchen auf den Erwerb von Vermögensgegenständen, oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen, angeboten und übertragen werden. Des Weiteren können erworbene eigene Aktien zur Bedienung von Erwerbsrechten auf Aktien der Gesellschaft aus oder im Zusammenhang mit von der Gesellschaft oder einer unmittelbaren oder mittelbaren 100-prozentigen Beteiligungsgesellschaft ausgegebenen Schuldverschreibungen mit Wandlungs- und/​oder Optionsrechten verwendet werden. Ferner können erworbene eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung erfolgt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann allerdings gemäß § 237 Absatz 3 Nr. 3 AktG abweichend bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Absatz 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall gemäß § 237 Absatz 3 Nr. 3, zweiter Halbsatz, AktG ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen. Alle vorgenannten Ermächtigungen zur Veräußerung oder anderweitigen Verwendung bzw. zur Einziehung erworbener eigener Aktien können einmal oder mehrmals, ganz oder auch in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde insoweit ausgeschlossen, wie eigene Aktien gemäß den vorstehend beschriebenen Ermächtigungen verwendet werden.

Darüber hinaus hat die Hauptversammlung vom 22. Mai 2019 den Aufsichtsrat der Gesellschaft ermächtigt, aufgrund der vorstehend beschriebenen Ermächtigung oder aufgrund früherer Ermächtigungen erworbene eigene Aktien unter Wahrung des Gebots der Angemessenheit der Vergütung dazu zu verwenden, die Aktien gegenwärtigen und/​oder zukünftigen Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft im Rahmen des rechtlich Zulässigen als Vergütungsbestandteil in Form einer Aktientantieme zuzusagen oder zu übertragen. Dies muss mit der Maßgabe erfolgen, dass die weitere Übertragung der Aktien durch das jeweilige Mitglied des Vorstands binnen einer Frist von mindestens vier Jahren ab der Zusage bzw. Übertragung (Sperrfrist) ebenso wenig zulässig ist wie die Eingehung von Sicherungsgeschäften, durch die das wirtschaftliche Risiko aus dem Kursverlauf für den Zeitraum der Sperrfrist teilweise oder vollständig auf Dritte übertragen wird. Bei der Zusage bzw. Übertragung ist für Aktien jeweils der aktuelle Börsenkurs - auf der Grundlage einer vom Aufsichtsrat zu bestimmenden zeitnahen Durchschnittsbetrachtung - zugrunde zu legen. Auch diese Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder auch in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden. Ebenso ist das Bezugsrecht der Aktionäre insoweit ausgeschlossen, wie eigene Aktien gemäß dieser dem Aufsichtsrat erteilten Ermächtigung verwendet werden.

Im Berichtszeitraum haben weder der Vorstand noch der Aufsichtsrat von der durch die Hauptversammlung am 22. Mai 2019 erteilten Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien Gebrauch gemacht.

Zum 31. Dezember 2022 hielt die Gesellschaft 266.803 (im Vorjahr: 266.803) eigene Aktien, die sie im Jahr 2018 unter Ausnutzung der seinerzeit bestehenden Ermächtigung auf der Grundlage eines an alle Aktionäre gerichteten Aktienrückkaufangebots erworben hat.

Die Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 hatte den Vorstand der Gesellschaft bis zum 30. Mai 2022 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- und /​ oder Optionsschuldverschreibungen (zusammen "Schuldverschreibungen") auszugeben. Die Schuldverschreibungen konnten nach dieser Ermächtigung einen Gesamtnennbetrag von bis zu 80.000.000,00 Euro und eine Laufzeit von längstens 20 Jahre haben. Den Inhabern oder Gläubigern der Schuldverschreibungen konnten Wandlungs- und /​ oder Optionsrechte auf insgesamt bis zu 20.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft entsprechend einem anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von 20.000.000,00 Euro eingeräumt werden. Gleichzeitig wurde das Grundkapital der Gesellschaft um weitere bis zu 20.000.000,00 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017). Von der im Rahmen des Bedingten Kapitals 2017 erteilten Ermächtigung, die mit Ablauf des 30. Mai 2022 ersatzlos ausgelaufen ist, hat der Vorstand im Berichtszeitraum keinen Gebrauch gemacht.

Darüber hinaus wurde der Vorstand mit Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Mai 2022 durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und/​oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 38.250.000,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017). Auch von dieser Ermächtigung, die ebenfalls mit Ablauf des 30. Mai 2022 ersatzlos ausgelaufen ist, hat der Vorstand im Berichtszeitraum keinen Gebrauch gemacht.

Zum 31. Dezember 2022 bestand somit bei der Gesellschaft keine Ermächtigung über ein Genehmigtes Kapital.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, sowie Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind

Unternehmensanleihe 2022 /​ 2027

Tritt ein Kontrollwechsel ein, hat jeder Anleihegläubiger nach Maßgabe der Anleihebedingungen das Recht, von der PNE AG als Emittentin die vorzeitige Rückzahlung seiner Schuldverschreibungen zu verlangen. Ein Kontrollwechsel gilt in diesem Zusammenhang dann als eingetreten, wenn die Emittentin davon Kenntnis erlangt hat, dass eine Person oder eine gemeinsam handelnde Gruppe von Personen im Sinne von § 2 Abs. 5 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes der rechtliche oder wirtschaftliche Eigentümer einer solchen Anzahl von Aktien der Emittentin geworden ist, auf die 50 Prozent oder mehr der Stimmrechte entfallen. Ein solcher Kontrollwechsel im Sinne der Anleihebedingungen ist bei der PNE AG im Berichtsjahr nicht eingetreten.

IKB Darlehensverträge mit der PNE WIND West Europe GmbH, der PNE Portfolio 2 GmbH und der PNE Power Generation GmbH

Tritt ein Kontrollwechsel im Sinne der Verträge ein, hat die IKB Deutsche Industriebank AG als Darlehensgeberin nach Maßgabe der Darlehensverträge das Recht, den jeweiligen Darlehensvertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist aus wichtigem Grund zu kündigen. Kontrollwechsel meint nach den Verträgen, dass die PNE AG als Bürge des jeweiligen Darlehensvertrags nicht mehr direkt oder indirekt die Mehrheit der Geschäftsanteile oder der Stimmrechte am Darlehensnehmer hält oder dass Morgan Stanley nicht mehr direkt oder indirekt mindestens 30,1 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der PNE AG hält, es sei denn keine natürliche oder juristische Person hält mehr 30,1 Prozent der stimmberechtigten Aktien der PNE AG.

Fremdfinanzierungsverträge Windparkprojekte und Avallinien im Konzern

Ein Kontrollwechsel im Sinne der Verträge bei Überschreitung der Grenze von 50 Prozent eröffnet den Kreditgebern unter bestimmten Fremdfinanzierungsverträgen für Windparkprojekte und Bürgschaftslinien der PNE AG und WKN GmbH ein Kündigungsrecht.

Weitere Vereinbarungen

Darüber hinaus haben weder die PNE AG noch die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften weitere wesentliche Vereinbarungen getroffen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft steht den Vorstandsmitgliedern ein Sonderkündigungsrecht zu, das sie für die zwei auf den Eintritt des Kontrollwechsels folgenden Monate (den Monat, in dem der Kontrollwechsel eintritt, dabei nicht mitgerechnet) mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende ausüben können. Ein zur Ausübung des Sonderkündigungsrechts berechtigender Kontrollwechsel tritt ein, wenn ein Dritter der Gesellschaft nach § 33 WpHG mitteilt, dass er 50 Prozent der Stimmrechte an der Gesellschaft erreicht oder überschritten hat. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht den Vorstandsmitgliedern das Festgehalt gemäß dem jeweiligen Anstellungsvertrag für die restliche Vertragslaufzeit zu; es ist mit Vertragsbeendigung ohne Abzinsung in einem Betrag auszuzahlen. Erfolgt ein Kontrollwechsel, so steht den Vorstandsmitgliedern im Falle der Ausübung des Sonderkündigungsrechts außerdem eine Sonderprämie in Höhe von 100 Prozent der zu erwartenden Tantieme bis Vertragsende zu. Die zu leistenden Zahlungen an die Vorstandsmitglieder sind jedoch in jedem Fall auf 150 Prozent des Abfindungs-Caps (die zweifache Höhe der von dem jeweiligen Vorstandsmitglied im letzten vollen Geschäftsjahr - einschließlich der in diesem Geschäftsjahr geleisteten Tantiemezahlungen für vorangegangene Geschäftsjahre - tatsächlich zugeflossene Gesamtvergütung zzgl. der für langfristige Tantiemeanteile gebildeten Rückstellungen /​ Verbindlichkeiten) begrenzt.

 

Cuxhaven, 15. März 2023

Der Vorstand

KONZERN-GESAMTERGEBNIS-RECHNUNG (IFRS) für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

der PNE AG, Cuxhaven

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in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) Anhang 2022 2021
1. Umsatzerlöse VI.1. 126.171 117.728
2. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen V.5. 111.671 129.819
3. Sonstige betriebliche Erträge VI.2. 5.504 4.480
4. Gesamtleistung 243.346 252.027
5. Materialaufwand -137.315 -161.554
6. Personalaufwand VI.3. -42.561 -38.499
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen und Nutzungsrechte IV.2. /​ V.1. /​ V.2. /​ V.12. -29.221 -23.389
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen VI.4. -28.051 -19.294
9. Wertminderungsaufwand Geschäfts- oder Firmenwerte IV.3. /​ V.1. -26 -26
10. Betriebsergebnis 6.173 9.265
11. Erträge aus Beteiligungen 150 135
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge VI.5. 33.797 4.414
13. Erträge von assoziierten Unternehmen 60 27
14. Abschreibungen auf Finanzanlagen -125 0
15. Aufwendungen aus Verlustübernahme von assoziierten Unternehmen -24 -24
16. Zinsen und ähnliche Aufwendungen VI.6. -16.169 -10.790
17. Ergebnis vor Steuern 23.862 3.028
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag VI.7. -9.627 21.848
19. Sonstige Steuern -141 -212
20. Konzernjahresüberschuss vor nicht beherrschenden Anteilen 14.094 24.664
21. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Ergebnis V.8. -809 -463
22. Konzernjahresüberschuss 14.903 25.127
in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) Anhang 2022 2021
Übriges Ergebnis /​ Posten, die möglicherweise zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
23. Währungsdifferenzen 3.344 -417
24. Sonstige -91 0
25. Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) 3.254 -417
26. Gesamtergebnis der Periode 17.348 24.247
Zurechnung des Konzernjahresergebnisses der Periode
Anteilseigner der Muttergesellschaft 14.903 25.127
Anteile anderer Gesellschafter am Konzernjahresergebnis -809 -463
14.094 24.664
Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode
Anteilseigner der Muttergesellschaft 18.156 24.710
Anteile anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis -809 -463
- 17.348 24.247
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (unverwässert) (in 1.000) VI.8. 76.337 76.337
Unverwässertes Ergebnis je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft (in Euro) 0,20 0,33
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (verwässert) (in 1.000) VI.8. 76.337 76.337
Verwässertes Ergebnis je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft (in Euro) 0,20 0,33

KONZERNBILANZ (IFRS) zum 31. Dezember 2022

der PNE AG, Cuxhaven

Aktiva

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in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) Anhang Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte IV.1. /​ IV.3. /​ V.1.
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 462 689
2. Geschäfts- oder Firmenwert 64.396 63.275
64.858 63.964
II. Sachanlagen IV.2. /​ IV.3./​V.2.
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.172 13.032
2. Technische Anlagen und Maschinen 324.534 253.849
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.907 4.142
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.184 2.499
353.798 273.523
III. Nutzungsrechte IV.4. /​ V.3. 87.333 64.732
IV. Langfristige finanzielle Vermögenswerte IV.5./​V.4.
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 474 242
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 515 461
3. Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 804 1.208
4. Sonstige Ausleihungen 424 188
5. Sonstige langfristige Darlehensforderungen 11.986 499
14.203 2.598
V. Latente Steuern IV.6./​VI.7. 65.309 58.713
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte IV.7./​V.5. 147.371 163.711
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte IV.9./​V.6.
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 38.152 29.492
2. Kurzfristige sonstige Darlehensforderungen 90 1.204
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.673 6.000
4. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen und solche, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 221 162
5. Übrige Vermögenswerte 15.751 12.595
63.888 49.453
III. Steuerforderungen 1.993 680
IV. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente IV.8. 121.582 149.625
920.336 827.000

Passiva

in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) Anhang Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
A. Eigenkapital V.7.
I. Gezeichnetes Kapital 76.603 76.603
II. Kapitalrücklage 82.953 82.953
III. Eigene Anteile -707 -707
IV. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 5 5
2. Andere Gewinnrücklagen 46 46
51 51
V. Fremdwährungsrücklage -3.036 -3.109
VI. Konzernbilanzgewinn 81.886 73.384
VII. Nicht beherrschende Anteile V.8. -5.590 -7.382
232.160 221.793
B. Langfristige Schulden
I. Sonstige Rückstellungen IV.10. /​ V11. 0 0
II. Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand IV.12. /​ V.9. 620 667
III. Langfristige Finanzverbindlichkeiten IV.11. /​ V.12.
1. Anleihen 53.754 49.521
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 363.848 330.421
3. Sonstige Finanzverbindlichkeiten 1.761 5.124
4. Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 111.207 103.719
530.571 488.784
IV. Latente Steuerverbindlichkeiten IV.6./​VI.7. 17.134 6.454
C. Kurzfristige Schulden
I. Steuerrückstellungen V.10. 3.782 1.549
II. Sonstige Rückstellungen IV.10. /​ V.11. 6.047 5.198
III. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten IV.11. /​ V.12.
1. Anleihen 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.356 21.332
3. Sonstige Finanzverbindlichkeiten 1.078 1.426
4. Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 5.803 6.862
42.238 29.620
IV. Sonstige Verbindlichkeiten IV.11. /​ V.13.
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 44.572 34.398
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 333 290
3. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen und solchen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 646 923
4. Abgegrenzte Umsatzerlöse 28.548 25.189
5. Abgegrenzte Verbindlichkeiten 7.373 6.849
6. Übrige Verbindlichkeiten 6.281 5.250
87.754 72.899
V. Steuerverbindlichkeiten 30 38
920.336 827.000

KONZERN-KAPITALFLUSS-RECHNUNG (IFRS) für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2022

der PNE AG, Cuxhaven

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in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) Anhang 2022 2021
Konzernjahresergebnis 14.094 24.664
-/​+ Ertragsteuerertrag /​ -aufwand VI.7. 9.627 -21.848
-/​+ Gezahlte /​ Erhaltene Ertragsteuern -5.678 -4.918
-/​+ Zinserträge und -aufwendungen VI.5. /​VI.6. -17.628 6.376
- Gezahlte Zinsen -8.867 -6.556
+ Erhaltene Zinsen 642 309
+/​- Abschreibungen /​ Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen, Nutzungsrechte und langfristige finanzielle Vermögenswerte 29.371 23.415
+/​- Zunahme /​ Abnahme der Rückstellungen V.10. 3.110 2.219
-/​+ Zahlungsunwirksame Erträge /​ Aufwendungen 64 -527
- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus der Endkonsolidierung III.2. 145 425
+/​- Abnahme /​ Zunahme der Vorräte sowie anderer Aktiva IV.7. /​V.5. -39.170 -85.384
+/​- Abnahme /​ Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Teilgewinnrealisierung IV.7. /​ IV.9. /​V.3./​V.6. 20.248 41.549
+/​- Zunahme /​ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva IV.11. /​ V.11./​V.12. -14.968 44.052
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -9.011 23.778
+ Einzahlungen aus Abgängen der immateriellen Vermögenswerte 0 1
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 12 525
+ Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 0 3
+ Einzahlungen aus Verkäufen von konsolidierten Einheiten III.2. 3 30.447
- Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte V.1. /​ V.2. -95.637 -112.828
- Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -455 -139
- Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Einheiten -2.003 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -98.080 -81.991
+ Einzahlungen aus der Ausgabe von Anleihen 55.000 0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten V.12. 111.167 143.699
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen -50.000 0
- Auszahlungen für Transaktionskosten bei der Ausgabe von Anleihen -1.314 0
- Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten V.12. -21.717 -21.520
- Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -7.828 -7.152
- Auszahlung für Dividende -6.107 -3.053
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 79.201 111.974
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -27.891 53.761
+ Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds -153 -15.754
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode IV.8. /​VII.1. 149.625 111.618
Finanzmittelfonds am Ende der Periode * IV.8. /​VII.1. 121.582 149.625
* davon als Sicherheit verpfändet V.12. 2.123 1.858

KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG (IFRS) für das Geschäftsjahr 2022

der PNE AG, Cuxhaven

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in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile Gewinnrücklagen
Stand zum 1.1.2021 76.603 82.953 -707 51
Konzernjahresergebnis 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0
Gesamtergebnis 2021 0 0 0 0
Dividende 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2021 76.603 82.953 -707 51
Erstmalige Anwendung von IAS 29 wegen "Türkei" 0 0 0 0
Stand zum 1.1.2022 76.603 82.953 -707 51
Konzernjahresergebnis 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0
Gesamtergebnis 2022 0 0 0 0
Dividende 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 76.603 82.953 -707 51
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in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) Fremdwährungsrücklage Konzernbilanzergebnis
Stand zum 1.1.2021 -2.692 51.425
Konzernjahresergebnis 0 25.127
Sonstiges Ergebnis -417 0
Gesamtergebnis 2021 -417 25.127
Dividende 0 -3.053
Sonstige Veränderungen 0 -115
Stand zum 31.12.2021 -3.109 73.384
Erstmalige Anwendung von IAS 29 wegen "Türkei" -3.272 0
Stand zum 1.1.2022 -6.381 73.384
Konzernjahresergebnis 0 14.903
Sonstiges Ergebnis 3.344 -91
Gesamtergebnis 2022 3.344 14.812
Dividende 0 -6.107
Sonstige Veränderungen 0 -203
Stand zum 31.12.2022 -3.036 81.886
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in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital gesamt
Stand zum 1.1.2021 207.634 -7.070 200.564
Konzernjahresergebnis 25.127 -463 24.664
Sonstiges Ergebnis -417 0 -417
Gesamtergebnis 2021 24.710 -463 24.247
Dividende -3.053 0 -3.053
Sonstige Veränderungen -115 151 36
Stand zum 31.12.2021 229.175 -7.382 221.793
Erstmalige Anwendung von IAS 29 wegen "Türkei" -3.272 0 -3.272
Stand zum 1.1.2022 225.903 -7.382 218.521
Konzernjahresergebnis 14.903 -809 14.094
Sonstiges Ergebnis 3.254 0 3.254
Gesamtergebnis 2022 18.157 -809 17.348
Dividende -6.107 0 -6.107
Sonstige Veränderungen -203 2.601 2.398
Stand zum 31.12.2022 237.750 -5.590 232.160

ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS (IFRS) für das Geschäftsjahr 2022

der PNE AG, Cuxhaven

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Anschaffungs- /​ Herstellungskosten
in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) Stand am 1.1.2022 Veränderungen des Konsolidierungskreises Zugänge Umgliederungen Abgänge Währungsdifferenzen
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.622 0 222 0 54 -3
2. Geschäfts- oder Firmenwert 147.765 0 1.147 0 0 0
157.387 0 1.369 0 54 -3
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.357 0 643 0 0 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 321.100 0 85.107 4.739 2 5
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.204 2 3.146 0 235 8
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.502 0 7.686 0 4 0
354.163 2 96.581 4.739 241 14
III. Nutzungsrechte
Nutzungsrechte (IFRS 16) 76.631 0 3.630 26.485 1.205 0
76.631 0 3.630 26.485 1.205 0
IV. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.913 14 219 0 0 0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 628 0 179 0 0 0
3. Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.266 0 0 0 404 0
4. Sonstige Ausleihungen 226 0 236 0 0 0
9.033 14 634 0 405 0
597.214 16 102.214 31.224 1.903 11
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Anschaffungs- /​ Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) Stand am 31.12.2022 Stand am 1.1.2022 Zugänge Abgänge Währungsdifferenzen Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.788 8.934 447 54 -2 9.325
2. Geschäfts- oder Firmenwert 148.912 84.490 26 0 0 84.516
158.700 93.423 473 54 -2 93.841
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.000 8.325 503 0 0 8.827
2. Technische Anlagen und Maschinen 410.948 67.250 19.165 2 0 86.414
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.125 5.061 1.377 223 3 6.218
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.185 4 0 4 0 0
455.258 80.640 21.045 229 3 101.460
III. Nutzungsrechte
Nutzungsrechte (IFRS 16) 105.542 11.899 6.310 0 0 18.209
105.542 11.899 6.310 0 0 18.209
IV. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.146 6.672 0 0 0 6.672
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 806 166 125 0 0 291
3. Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 862 58 0 0 0 58
4. Sonstige Ausleihungen 462 38 0 0 0 38
9.275 6.934 125 0 0 7.059
728.776 192.897 27.953 282 2 220.569
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Buchwerte
in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 462 689
2. Geschäfts- oder Firmenwert 64.396 63.275
64.858 63.964
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.172 13.032
2. Technische Anlagen und Maschinen 324.534 253.849
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.907 4.142
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.184 2.499
353.798 273.523
III. Nutzungsrechte
Nutzungsrechte (IFRS 16) 87.333 64.732
87.333 64.732
IV. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 474 242
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 515 461
3. Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 804 1.208
4. Sonstige Ausleihungen 424 188
2.217 2.099
508.206 404.317

ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS (IFRS) für das Geschäftsjahr 2021

der PNE AG, Cuxhaven

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Anschaffungs- /​ Herstellungskosten
in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) Stand am 1.1.2021 Veränderungen des Konsolidierungskreises Zugänge Umgliederungen Abgänge Währungsdifferenzen
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.538 -1 123 0 35 -3
2. Geschäfts- oder Firmenwert 147.765 0 0 0 0 0
157.303 -1 123 0 35 -3
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.317 -19 59 0 0 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 211.792 0 55.202 54.984 887 9
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.082 0 2.585 0 478 15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.071 -329 5.573 -5.717 94 -1
243.262 -348 63.419 49.266 1.458 23
III. Nutzungsrechte
Nutzungsrechte (IFRS 16) 45.395 0 18.245 14.235 1.243 0
45.395 0 18.245 14.235 1.243 0
IV. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.823 322 130 0 360 -1
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 601 0 27 0 1 0
3. Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.266 0 0 0 0 0
4. Sonstige Ausleihungen 216 0 10 0 0 0
8.905 322 167 0 361 -1
454.865 -27 81.954 63.501 3.097 18
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Anschaffungs- /​ Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) Stand am 31.12.2021 Stand am 1.1.2021 Zugänge Abgänge Währungsdifferenzen Stand am 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.622 8.510 460 34 -2 8.934
2. Geschäfts- oder Firmenwert 147.765 84.464 26 0 0 84.490
157.387 92.974 486 34 -2 93.423
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.357 7.821 504 0 0 8.325
2. Technische Anlagen und Maschinen 321.100 54.677 13.029 459 3 67.250
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.204 4.419 1.104 468 6 5.061
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.502 3 8 8 1 4
354.163 66.921 14.645 935 9 80.640
III. Nutzungsrechte
Nutzungsrechte (IFRS 16) 76.631 6.269 5.630 0 0 11.899
76.631 6.269 5.630 0 0 11.899
IV. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.913 6.708 0 36 0 6.672
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 628 166 0 0 0 166
3. Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.266 58 0 0 0 58
4. Sonstige Ausleihungen 226 38 0 0 0 38
9.033 6.969 0 36 0 6.934
597.214 173.133 20.761 1.004 8 192.897
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Buchwerte
in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 689 1.029
2. Geschäfts- oder Firmenwert 63.275 63.301
63.964 64.330
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.032 13.496
2. Technische Anlagen und Maschinen 253.849 157.115
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.142 2.663
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.499 3.068
273.523 176.341
III. Nutzungsrechte
Nutzungsrechte (IFRS 16) 64.732 39.125
64.732 39.125
IV. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 242 115
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 461 434
3. Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.208 1.208
4. Sonstige Ausleihungen 188 178
2.099 1.936
404.317 281.732

KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG (IFRS) für das Geschäftsjahr 2022

der PNE AG, Cuxhaven

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Projektentwicklung Services Stromerzeugung
in Tsd. Euro
(Rundungsdifferenzen möglich) 2022 2021 2022 2021 2022 2021
Umsatzerlöse extern 34.661 68.933 18.399 17.142 73.111 31.653
Umsatzerlöse intern 177.239 168.197 5.888 4.120 301 240
Bestandsveränderungen -6.336 27.553 0 0 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 5.097 2.782 1.112 607 355 1.091
Gesamtleistung 210.661 267.465 25.399 21.869 73.767 32.984
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 26.790 62.666 6.086 5.073 57.744 23.125
Abschreibungen 2.482 2.426 3.495 3.180 23.270 17.810
Betriebsergebnis 24.308 60.240 2.591 1.893 34.475 5.315
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.879 6.365 551 450 33.260 4.154
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -12.233 -8.241 -954 -680 -11.873 -8.423
Steueraufwand und -ertrag 9.971 -4.385 662 504 16.758 329
Investitionen 2.932 4.738 12.112 5.406 83.051 102.823
Segmentvermögen 639.731 613.232 60.136 55.650 723.584 581.821
Segmentschulden 380.101 345.448 46.257 42.447 619.794 526.343
Segmenteigenkapital 259.630 267.785 13.879 13.203 103.790 55.478
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Konsolidierung PNE AG Konzern
in Tsd. Euro
(Rundungsdifferenzen möglich) 2022 2021 2022 2021
Umsatzerlöse extern 0 0 126.171 117.728
Umsatzerlöse intern -183.427 -172.557 0 0
Bestandsveränderungen 118.007 102.266 111.671 129.819
Sonstige betriebliche Erträge -1.060 0 5.504 4.480
Gesamtleistung -66.480 -70.291 243.346 252.027
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen -55.200 -58.184 35.420 32.680
Abschreibungen 0 0 29.247 23.415
Betriebsergebnis -55.200 -58.184 6.173 9.265
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge -8.891 -6.554 33.798 4.415
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.891 6.554 -16.169 -10.790
Steueraufwand und -ertrag -17.763 -18.296 9.627 -21.848
Investitionen 0 0 98.095 112.967
Segmentvermögen -503.115 -423.703 920.335 827.000
Segmentschulden -357.976 -309.030 688.175 605.207
Segmenteigenkapital -145.139 -114.673 232.160 221.793

AUFSTELLUNG DER IN DEN KONZERNABSCHLUSS EINBEZOGENEN GESELLSCHAFTEN UND AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES zum 31. Dezember 2022

der PNE AG, Cuxhaven

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Gesellschaft Sitz Beteiligungsquote vorjahr
(%)
Beteiligungsquote
(%)
I. Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften
1 PNE WIND Betriebsführungs GmbH Cuxhaven 100,00 100,00
2 PNE Biomasse GmbH Cuxhaven 100,00 100,00
3 PNE WIND Netzprojekt GmbH Cuxhaven 100,00 100,00
4 PNE WIND Laubuseschbach GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
5 PNE WIND Grundstücks GmbH Cuxhaven 100,00 100,00
6 PNE Erneuerbare Energien Offshore II GmbH Cuxhaven 100,00 100,00
7 PNE WIND Atlantis II GmbH Cuxhaven 100,00 100,00
8 PNE WIND Atlantis III GmbH Cuxhaven 100,00 100,00
9 PNE WIND Verwaltungs GmbH Cuxhaven 100,00 100,00
10 energy consult GmbH Cuxhaven 100,00 100,00
11 energy consult Prüfgesellschaft GmbH Husum 100,00 100,00
12 PNE WIND Park Kührstedt-Alfstedt A GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
13 PNE WIND Park Kührstedt-Alfstedt GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
14 PNE WIND Park Schlenzer GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
15 PNE WIND Park Wahlsdorf GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
16 PNE WIND Park XVI GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
17 PNE WIND Park XIX GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
18 PNE WIND Park Calau II B GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
19 PNE WIND Ausland GmbH Cuxhaven 100,00 100,00
20 PNE USA Inc. Chicago, USA 100,00 100,00
21 PNE Development LLC Chicago, USA 100,00 100,00
22 Chilocco WIND FARM LLC Chicago, USA 100,00 100,00
23 PNE Solar USA LLC Chicago, USA 100,00 100,00
24 Gladstone New Energy LLC New Mexico, USA 100,00 100,00
25 PNE Canada Inc. New Brunswick, Kanada 100,00 100,00
26 PNE WIND Yenilenebilir Enerjiler Ltd. Ankara, Türkei 100,00 100,00
27 PNE WIND Elektrik Üretim Ltd. Ankara, Türkei 100,00 100,00
28 PNE WIND Bati Rüzgari Elektrik Üretim Ltd. Ankara, Türkei 100,00 100,00
29 PNE WIND Güney Rüzgari Elektrik Üretim Ltd. Ankara, Türkei 100,00 100,00
30 PNE WIND Kuzey Rüzgari Elektrik Üretim Ltd. Ankara, Türkei 100,00 100,00
31 S.C. PNE WIND Romania Energy Holding S.R.L Bukarest, Rumänien 100,00 100,00
32 PNE WIND Bulgaria EOOD Sofia, Bulgarien 100,00 100,00
33 PNE Santa Cruz GmbH Cuxhaven 100,00 100,00
34 PNE Central America I GmbH Cuxhaven 100,00 100,00
35 Pure New Energy LATAM S.A. Panama Stadt, Panama 100,00 100,00
36 Santa Cruz Wind S.A. Panama Stadt, Panama 100,00 100,00
37 Altiplano Power S.A. Panama Stadt, Panama 100,00 100,00
38 Los Pinos Power S.A. Panama Stadt, Panama 100,00 100,00
39 Las Honduras S.A. Panama Stadt, Panama 100,00 100,00
40 Los Manglares Power S.A. Panama Stadt, Panama 100,00 100,00
41 HKW Silbitz GmbH & Co. KG Silbitz 100,00 100,00
42 WKN GmbH Husum 100,00 100,00
43 Windkraft Nord USA, Inc. Chicago, USA 100,00 100,00
44 WKN Italia s.r.l. Catania /​ Sizilien, Italien 100,00 100,00
45 Aero Sol s.r.l Catania /​ Sizilien, Italien 100,00 100,00
46 ATS Energia s.r.l. Torremaggiore /​ Foggia, Italien 70,00 70,00
47 WKN France S.A.S.U. Nantes, Frankreich 100,00 100,00
48 Sevivon Sp. z o.o. Koszalin, Polen 100,00 100,00
49 VKS Vindkraft Sverige AB Motala, Schweden 80,00 80,00
50 WKN Windcurrent SA (Pty) Ltd. Wilderness, Südafrika 80,00 80,00
51 NordStrom New Energy GmbH Husum 100,00 100,00
52 NordStrom Solar GmbH Husum 100,00 100,00
53 BGZ Fondsverwaltung GmbH Husum 100,00 100,00
54 WKN Sallachy Ltd. Glasgow, Großbritannien 100,00 100,00
55 Windpark Gerdau-Schwienau GmbH & Co. KG Cuxhaven 91,03 91,03
56 Windpark Pülfringen GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
57 PNE WIND West Europe GmbH Husum 100,00 100,00
58 PNE WIND West Europe Verwaltungs GmbH Husum 100,00 100,00
59 PNE Power Generation GmbH Cuxhaven 100,00 100,00
60 PNE WIND Türkei HoldCo I GmbH Cuxhaven 100,00 100,00
61 Pavana GmbH Husum 100,00 100,00
62 MEB Safety Services GmbH Bremen 100,00 100,00
63 WKN WERTEWIND GmbH Husum 100,00 100,00
64 WKN Windpark Kittlitz III GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
65 WKN Wertewind Betriebsgesellschaft mbH Husum 100,00 100,00
66 WKN Wertewind Verwaltungs GmbH Husum 100,00 100,00
67 WKN WERTEWIND Windpark Langstedt GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
68 WKN WERTEWIND Windpark Lentföhrden GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
69 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Kleinbüllesheim KG Husum 100,00 100,00
70 PNE WIND Park XVIII GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
71 WKN Wertewind Bürgerbeteiligungsgesellschaft mbH Husum 100,00 100,00
72 WKN Wertewind Bürgerprojekt GmbH Husum 100,00 100,00
73 PNE WIND Park XVII GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
74 SAS Parc Eolien d'Ermenonville de la Grande Nantes, Frankreich 100,00 100,00
75 PNE Sverige AB Malmö, Schweden 100,00 100,00
76 Sachsenkraft Plus GmbH Dresden 50,50 50,50
77 WKN Windpark Zahrenholz GmbH und Co. KG Husum 100,00 100,00
78 PNE WIND Park XXIV GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
79 PNE WIND Park XXV GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
80 PNE WIND Park XXVII GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
81 PNE WIND Park XXIX GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
82 WKN WERTEWIND Windpark Gnutz Eins GmbH Co. KG Husum 100,00 100,00
83 WKN WERTEWIND Windpark Holstentor GmbH Co. KG Husum 100,00 100,00
84 Energy Consult Polska Sp.z.o.o. Koszalin, Polen 100,00 100,00
85 Energy Consult Sverige AB Malmö, Schweden 100,00 100,00
86 PNE RO PV Holding S.R.L. Bukarest, Rumänien 80,00 80,00
87 PNE RO PV NAZ S.R.L. Bukarest, Rumänien 80,00 80,00
88 PNE Portfolio 2 GmbH Husum 100,00 100,00
89 PNE Portfolio 2 Verwaltungs GmbH Husum 100,00 100,00
90 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Hamwarde KG Husum 100,00 100,00
91 Pavana Polska Sp.z o.o. (vorher Sevivon Renewables 6 Sp. z o.o) Koszalin, Polen 100,00 100,00
92 PNE WIND Park XXVIII GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
93 PNE WIND Park XXXI GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
94 Coliaenergia ESPANA, S.L. Albacete, Spanien 0,00 51,00
95 Garmo Renovables 2020 IV, S.L. Albacete, Spanien 0,00 100,00
96 Garmo Renovables 2020 V, S.L. Albacete, Spanien 0,00 100,00
97 Garmo Renovables 2020 I, S.L. Albacete, Spanien 0,00 51,00
98 Garmo Renovables 2020 III, S.L. Albacete, Spanien 0,00 50,00
99 PNE Offshore Ausland GmbH Cuxhaven 0,00 100,00
100 PNE WIND Park XXII GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
101 PNE Windpark Papenrode Repowering GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
102 WKN WERTEWIND WP Heidmoor GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
II. Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Gesellschaften
1 PNE WIND Infrastruktur Calau II GmbH Cuxhaven 25,00 25,00
2 PNE WIND Park III GmbH & Co. KG Cuxhaven 25,00 25,00
3 Windpark Altenbruch GmbH Cuxhaven 50,00 50,00
III. Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung
1 Pilger Wind Farm Inc. New Brunswick, Kanada 100,00 100,00
2 Climax Wind Farm Inc. New Brunswick, Kanada 100,00 100,00
3 Watson Wind Farm Inc. New Brunswick, Kanada 100,00 100,00
4 Wadena Wind Farm Inc. New Brunswick, Kanada 100,00 100,00
5 Eston Wind Farm Inc. New Brunswick, Kanada 100,00 100,00
6 Whiska Wind Farm Inc. New Brunswick, Kanada 100,00 100,00
7 PNE RO Solar 3 SRL Bukarest, Rumänien 80,00 80,00
8 PNE RO Sunrise 4 SRL Bukarest, Rumänien 80,00 80,00
9 PNE RO Sungate 5 SRL Bukarest, Rumänien 80,00 80,00
10 PNE RO SUNLIGHT 6 SRL Bukarest, Rumänien 80,00 80,00
11 PNE RO SUNSET 7 SRL Bukarest, Rumänien 80,00 80,00
12 PNE RO SUNLAND 8 SRL Bukarest, Rumänien 100,00 100,00
13 PNE RO SUNSPOT 9 SRL Bukarest, Rumänien 0,00 100,00
14 PNE RO SUN ENERGY 10 SRL Bukarest, Rumänien 0,00 100,00
15 PNE RO Sun POWER 11 SRL Bukarest, Rumänien 0,00 100,00
16 PNE RO SUNRAY12 SRL Bukarest, Rumänien 0,00 100,00
17 Netzanschluss Genthin GbR Nielebock 52,00 52,00
18 ATS Energia PE Valle s.r.l. Torremaggiore /​ Foggia, Italien 52,00 52,00
19 WKN PE Piombino s.r.l. Catania /​ Sizilien, Italien 74,90 74,90
20 WKN PE Polidon s.r.l. Catania /​ Sizilien, Italien 100,00 100,00
21 SAS la Haie Perron Nantes, Frankreich 100,00 100,00
22 SAS Parc Eolien de La Fosse Descroix Nantes, Frankreich 100,00 100,00
23 SAS Parc Eolien de Pierre-Morains Nantes, Frankreich 100,00 100,00
24 SAS Parc Eolien de Vill'Aire Nantes, Frankreich 100,00 100,00
25 SAS Parc Eolien des Hauts Poiriers Nantes, Frankreich 100,00 100,00
26 Parc Eolien de Monts de Chalus S.A.S.U. Nantes, Frankreich 100,00 100,00
27 SAS Parc Eolien de la Cote des Moulins Nantes, Frankreich 100,00 100,00
28 SAS Parc Eolin de la Coutanciere Nantes, Frankreich 100,00 100,00
29 AIRE PARC S.A.S.U. Nantes, Frankreich 100,00 100,00
30 PARC EOLIEN DE CHABROL S.A.S.U. Nantes, Frankreich 100,00 100,00
31 PARC EOLIEN DE LA VALLEE BLEUE S.A.S.U. Nantes, Frankreich 100,00 100,00
32 PARC EOLIEN DE L'ARGONNE MEUSIENNE S.A.S.U. Nantes, Frankreich 100,00 100,00
33 PARC EOLIEN DE SAINT-AUBIN-DU-PLAIN S.A.S.U. Nantes, Frankreich 100,00 100,00
34 PARC EOLIEN DES CHAUMES CARREES S.A.S.U. Nantes, Frankreich 100,00 100,00
35 PARC EOLIEN DE SAINT PALAIS S.A.S.U. Nantes, Frankreich 100,00 100,00
36 Windfarm Polska IV Sp. z o.o. Koszalin, Polen 100,00 100,00
37 Windfarm Polska V Sp. z o.o. Koszalin, Polen 100,00 100,00
38 Windfarm Zomar Sp. z o.o. Koszalin, Polen 57,00 74,00
39 PV Krzecin Sp. zo.o. Koszalin, Polen 100,00 100,00
40 Sevivon Windpark 3 Sp.z o.o Koszalin, Polen 100,00 100,00
41 Sevivon Windpark 4 Sp.z o.o Koszalin, Polen 100,00 100,00
42 Res Project 1 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
43 Res Project 2 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
44 Res Project 3 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
45 Res Project 4 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
46 Res Project 5 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
47 Res Project 6 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
48 Res Project 7 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
49 Res Project 8 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
50 Res Project 9 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
51 Res Project 10 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
52 Res Project 11 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
53 Res Project 12 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
54 Res Project 13 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
55 Res Project 14 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
56 Res Project 15 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
57 Res Project 16 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
58 Res Project 17 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
59 Res Project 18 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
60 Res Project 19 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
61 Res Project 20 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
62 Res Project 21 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
63 Res Project 22 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 0,00 100,00
64 SEVIVON Renewables 1 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 100,00 100,00
65 SEVIVON Renewables 2 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 100,00 100,00
66 SEVIVON Renewables 3 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 100,00 100,00
67 SEVIVON Renewables 4 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 100,00 100,00
68 SEVIVON Renewables 7 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 100,00 100,00
69 SEVIVON Renewables 8 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 100,00 100,00
70 SEVIVON Renewables 9 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 100,00 100,00
71 SEVIVON Renewables 10 Sp.z o.o. Koszalin, Polen 100,00 100,00
72 Vindpark Odensvi i Köping AB Motala, Schweden 80,00 80,00
73 Vindpark Västerlisa i Norrtälje AB Motala, Schweden 80,00 80,00
74 Vindpark Sjönnebol i Säffle AB Motala, Schweden 80,00 80,00
75 Vindpark Tronserud i Bengtsfors AB Motala, Schweden 80,00 80,00
76 Banna Ba Pifhu Wind Farm (Pty) Ltd. Wilderness, Südafrika 100,00 100,00
77 Highlands North Wind Energy Facility (RF) (PTY) Ltd. Wilderness, Südafrika 100,00 100,00
78 Highlands South Wind Energy Facility (RF) (PTY) Ltd. Wilderness, Südafrika 100,00 100,00
79 Highlands Central Wind Energy Facility (RF) (PTY) Ltd. Wilderness, Südafrika 100,00 100,00
80 Paulputs Wind Energy Facility South (RF) (Pty) Ltd. Wilderness, Südafrika 100,00 100,00
81 Paulputs Wind Energy Facility North (RF) (Pty) Ltd. Wilderness, Südafrika 100,00 100,00
82 Soutrivier Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd Wilderness, Südafrika 100,00 100,00
83 Kwezi Solar PV (RF) Pty Ltd (vormals: Taaibos Wind Energy Facility (RF) (PTY) Ltd.) Wilderness, Südafrika 100,00 100,00
84 Canopus Wind Energy Facility (RF) (PTY) Ltd. Wilderness, Südafrika 100,00 100,00
85 Doringbaai Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd) Wilderness, Südafrika 100,00 100,00
86 Bonsmara Solar PV (RF) (Pty) Ltd Wilderness, Südafrika 100,00 100,00
87 Lengana Solar PV (RF) (PTY) Ltd. Wilderness, Südafrika 0,00 100,00
88 Brandberg Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd Wilderness, Südafrika 0,00 100,00
89 Khauta West Solar PV (RF) (Pty) Ltd Wilderness, Südafrika 0,00 100,00
90 Taaibos North Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd Wilderness, Südafrika 0,00 100,00
91 Khauta e Nyane Solar PV (RF) (Pty) Ltd Wilderness, Südafrika 0,00 100,00
92 Soutrivier Central Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd Wilderness, Südafrika 0,00 100,00
93 Khauta North Solar PV (RF) (Pty) Ltd Wilderness, Südafrika 0,00 100,00
94 Soutrivier South Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd Wilderness, Südafrika 0,00 100,00
95 Soutrivier North Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd Wilderness, Südafrika 0,00 100,00
96 Taaibos South Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd Wilderness, Südafrika 0,00 100,00
97 Khauta South Solar PV (RF) (Pty) Ltd Wilderness, Südafrika 0,00 100,00
98 WKN Turkey GmbH Husum 100,00 100,00
99 WKN Windkraft Nord Beteiligungs-GmbH Husum 100,00 100,00
100 Windpark Meerhof Verwaltungsgesellschaft mbH Husum 100,00 100,00
101 Zukunftsenergien Beteiligungs-GmbH Husum 100,00 100,00
102 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Immenrode KG Husum 100,00 100,00
103 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Weinstraße II KG Husum 100,00 100,00
104 WKN Windpark Beerfelde GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
105 WKN Windpark Zinndorf II GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
106 WKN Windpark Zinndorf III GmbH & Co. KG Husum 0,00 100,00
107 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Bebensee KG Husum 100,00 100,00
108 WKN Windpark Lütau GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
109 WKN Windpark Großenehrich GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
110 WKN Windpark Cornberg GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
111 WKN Windpark Karstädt IV GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
112 WKN Windpark Parum Dümmer GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
113 WKN WERTEWIND Windpark Gnutz Zwei GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
114 WKN WERTEWIND Windpark Gnutz Drei GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
115 WKN WERTEWIND Windpark Gresse GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
116 WKN Windpark Woltersdorf II GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
117 WKN Windpark Neu Benthen GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
118 NordStrom Beteiligungsgesellschaft mbH Husum 100,00 100,00
119 REE GmbH Husum 100,00 100,00
120 GREENWIND GmbH Husum 100,00 100,00
121 EWEG Europäische Windenergie Entwicklungsgesellschaft mbH Husum 100,00 100,00
122 Innovative Wind Concepts GmbH Husum 100,00 100,00
123 WKN Portfoliomanagement I GmbH Husum 100,00 100,00
124 WKN Windpark Gebstedt GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
125 WKN Windpark Stuvenborn GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00
126 PNE WIND Park Nordleda A GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
127 PNE WIND Park Nordleda B GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
128 PNE WIND Park XIV GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
129 PNE WIND Park XV GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
130 PNE WIND Park XX GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
131 PNE WIND Park XXI GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
132 PNE WIND Park XXIII GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
133 PNE Windpark Gardelegen Repowering GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
134 PNE Windpark Großer Mittelberg GmbH & co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
135 PNE Windpark Herzhausen GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
136 PNE Windpark Schellin Repowering I GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
137 PNE Windpark Seelow-Repowering GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
138 PNE Windpark Odensachsen GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00
139 PNE Windpark SundernAllendorf GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00
140 PNE Windpark Welsche Lied GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00
141 PNE Windpark Mümling-Grumbach GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00
142 PNE Solar Park I GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
143 PNE Solar Park II GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00
144 PNE Solar Park III GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00
145 Solar PV 1 S.r.l. Mailand, Italien 100,00 100,00
146 Solar PV 2 S.r.l. Mailand, Italien 100,00 100,00
147 Solar PV 3 S.r.l. Mailand, Italien 100,00 100,00
148 Solar PV 4 S.r.l. Mailand, Italien 100,00 100,00
149 Solar PV 5 S.r.l. Mailand, Italien 0,00 100,00
150 Solar PV 6 S.r.l. Mailand, Italien 0,00 100,00
151 Solar PV 7 S.r.l. Mailand, Italien 0,00 100,00
152 Solar PV 8 S.r.l. Mailand, Italien 0,00 100,00
153 POCRI Energy S.A. Ciudad de Panama, Panama 100,00 100,00
154 ANTÖN Energy S.A. Ciudad de Panama, Panama 100,00 100,00
155 EL COCO Energy S.A. Ciudad de Panama, Panama 100,00 100,00
156 EL ENCANTO Energy S.A. Ciudad de Panama, Panama 100,00 100,00
157 Red Butte Solar LLC Chicago, USA 0,00 100,00
158 Mountain City Solar LLC Chicago, USA 0,00 100,00
159 Market Lake Solar LLC Idaho, USA 0,00 100,00
IV. Nicht einbezogene assoziierte Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung
1 Windpark Köhlen GmbH Oldenburg 50,00 50,00
2 Elbe-Weser-Windkraft GmbH Cuxhaven 50,00 50,00
3 EVN Energieversorgung Nord GmbH & Co. KG Husum 50,00 50,00
4 Windpark Gebstedt GmbH & Co. KG Husum 50,00 50,00
5 Quantec Operations energy consult GmbH Husum 40,00 40,00
6 MERMA ALMODOVAR S.L. Albacete, Spanien 0,00 33,33
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Gesellschaft Eigenkapital
Tsd. Euro
Jahresergebnis Tsd. Euro
I. Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften
1 PNE WIND Betriebsführungs GmbH 1.009 19 1
2 PNE Biomasse GmbH 250 -8 1
3 PNE WIND Netzprojekt GmbH 866 0 1,3
4 PNE WIND Laubuseschbach GmbH & Co. KG 26 121 1
5 PNE WIND Grundstücks GmbH 226 18 1
6 PNE Erneuerbare Energien Offshore II GmbH 3 -17 1
7 PNE WIND Atlantis II GmbH -21 -5 1
8 PNE WIND Atlantis III GmbH -21 -5 1
9 PNE WIND Verwaltungs GmbH 119 22 1
10 energy consult GmbH 332 01,3
11 energy consult Prüfgesellschaft GmbH 172 01,7
12 PNE WIND Park Kührstedt-Alfstedt A GmbH & Co. KG 12.749 1.354 1
13 PNE WIND Park Kührstedt-Alfstedt GmbH & Co. KG 6.928 1.111 1
14 PNE WIND Park Schlenzer GmbH & Co. KG 1.927 197 1
15 PNE WIND Park Wahlsdorf GmbH & Co. KG 11.703 1.413 1
16 PNE WIND Park XVI GmbH & Co. KG 1.663 773 1
17 PNE WIND Park XIX GmbH & Co. KG 9.034 1.002 1
18 PNE WIND Park Calau II B GmbH & Co. KG -39 -5 1
19 PNE WIND Ausland GmbH -6.510 -990 1
20 PNE USA Inc. -27.620 -8.675 1
21 PNE Development LLC -2.056 -332 1
22 Chilocco WIND FARM LLC -674 -95 1
23 PNE Solar USA LLC -3.096 -794 1
24 Gladstone New Energy LLC -443 0 1
25 PNE Canada Inc. 1.722 -1.203 1
26 PNE WIND Yenilenebilir Enerjiler Ltd. -220 -480 1
27 PNE WIND Elektrik Üretim Ltd. -3.715 -1.095 1
28 PNE WIND Bati Rüzgari Elektrik Üretim Ltd. -709 -376 1
29 PNE WIND Güney Rüzgari Elektrik Üretim Ltd. -701 -326 1
30 PNE WIND Kuzey Rüzgari Elektrik Üretim Ltd. -750 -370 1
31 S.C. PNE WIND Romania Energy Holding S.R.L -3.513 -541 1
32 PNE WIND Bulgaria EOOD 46 -10 1
33 PNE Santa Cruz GmbH 107 3 1
34 PNE Central America I GmbH 103 4 1
35 Pure New Energy LATAM S.A. -700 -303 1
36 Santa Cruz Wind S.A. -1.496 -442 1
37 Altiplano Power S.A. -243 -15 1
38 Los Pinos Power S.A. -292 -17 1
39 Las Honduras S.A. -35 -8 1
40 Los Manglares Power S.A. -45 -9 1
41 HKW Silbitz GmbH & Co. KG 4.345 2.290 1
42 WKN GmbH 62.546 0 1,3
43 Windkraft Nord USA, Inc. -315 -18 1
44 WKN Italia s.r.l. -688 -981 1
45 Aero Sol s.r.l 12 -63 1
46 ATS Energia s.r.l. 70 -61 1
47 WKN France S.A.S.U. 4.135 -496 1
48 Sevivon Sp. z o.o. -28.534 -4.697 1
49 VKS Vindkraft Sverige AB 432 -654 1
50 WKN Windcurrent SA (Pty) Ltd. -3.677 -2.964 1
51 NordStrom New Energy GmbH 823 0 1,4
52 NordStrom Solar GmbH 565 15 1
53 BGZ Fondsverwaltung GmbH 207 0 1,4
54 WKN Sallachy Ltd. -1.607 -561 1
55 Windpark Gerdau-Schwienau GmbH & Co. KG -116 -16 1
56 Windpark Pülfringen GmbH & Co. KG -3.090 145 1
57 PNE WIND West Europe GmbH 31.052 -1.003 1
58 PNE WIND West Europe Verwaltungs GmbH 22 2 1
59 PNE Power Generation GmbH 1.916 -1.344 1
60 PNE WIND Türkei HoldCo I GmbH 3.347 3 1
61 Pavana GmbH 1.670 377 1
62 MEB Safety Services GmbH 72 109 1,7
63 WKN WERTEWIND GmbH 10.183 -32 1
64 WKN Windpark Kittlitz III GmbH & Co. KG 7.615 554 1
65 WKN Wertewind Betriebsgesellschaft mbH 8.547 -1.182 1
66 WKN Wertewind Verwaltungs GmbH 11 -8 1
67 WKN WERTEWIND Windpark Langstedt GmbH & Co. KG 5.951 1.496 1
68 WKN WERTEWIND Windpark Lentföhrden GmbH & Co. KG 4.030 1.700 1
69 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Kleinbüllesheim KG 2.056 362 1
70 PNE WIND Park XVIII GmbH & Co. KG -3 4 1
71 WKN Wertewind Bürgerbeteiligungsgesellschaft mbH 18 -3 1
72 WKN Wertewind Bürgerprojekt GmbH 18 -3 1
73 PNE WIND Park XVII GmbH & Co. KG 10.093 949 1
74 SAS Parc Eolien d'Ermenonville de la Grande 796 37 1
75 PNE Sverige AB 85 -913 1
76 Sachsenkraft Plus GmbH 183 -143 1
77 WKN Windpark Zahrenholz GmbH und Co. KG 10.034 484 1
78 PNE WIND Park XXIV GmbH & Co. KG 10.094 1.857 1
79 PNE WIND Park XXV GmbH & Co. KG -1 2 1
80 PNE WIND Park XXVII GmbH & Co. KG -35 -30 1
81 PNE WIND Park XXIX GmbH & Co. KG 2.430 109 1
82 WKN WERTEWIND Windpark Gnutz Eins GmbH Co. KG 3.098 922 1
83 WKN WERTEWIND Windpark Holstentor GmbH Co. KG 6.026 1.090 1
84 Energy Consult Polska Sp.z.o.o. 105 103 1
85 Energy Consult Sverige AB 10 -115 1
86 PNE RO PV Holding S.R.L. 3.007 3.566 1
87 PNE RO PV NAZ S.R.L. -127 -66 1
88 PNE Portfolio 2 GmbH 21.935 -979 1
89 PNE Portfolio 2 Verwaltungs GmbH 20 -1 1
90 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Hamwarde KG -4 -1 1
91 Pavana Polska Sp.z o.o. (vorher Sevivon Renewables 6 Sp. z o.o) 13 14 1
92 PNE WIND Park XXVIII GmbH & Co. KG -3 2 1
93 PNE WIND Park XXXI GmbH & Co. KG -3 -4 1
94 Coliaenergia ESPANA, S.L. -229 -413 1
95 Garmo Renovables 2020 IV, S.L. 91 -3 1
96 Garmo Renovables 2020 V, S.L. 4 -3 1
97 Garmo Renovables 2020 I, S.L. -4 -2 1
98 Garmo Renovables 2020 III, S.L. -32 -28 1
99 PNE Offshore Ausland GmbH 96 -4 1
100 PNE WIND Park XXII GmbH & Co. KG -4 -4 1
101 PNE Windpark Papenrode Repowering GmbH & Co. KG -3 -4 1
102 WKN WERTEWIND WP Heidmoor GmbH & Co. KG -5 -6 1
II. Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Gesellschaften
1 PNE WIND Infrastruktur Calau II GmbH 11 -2 1
2 PNE WIND Park III GmbH & Co. KG 17 27 1
3 Windpark Altenbruch GmbH 1.076 -18 1
III. Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung
1 Pilger Wind Farm Inc. k. A. k. A. 5
2 Climax Wind Farm Inc. k. A. k. A. 5
3 Watson Wind Farm Inc. k. A. k. A. 5
4 Wadena Wind Farm Inc. k. A. k. A. 5
5 Eston Wind Farm Inc. k. A. k. A. 5
6 Whiska Wind Farm Inc. k. A. k. A. 5
7 PNE RO Solar 3 SRL k. A. k. A. 5
8 PNE RO Sunrise 4 SRL k. A. k. A. 5
9 PNE RO Sungate 5 SRL k. A. k. A. 5
10 PNE RO SUNLIGHT 6 SRL k. A. k. A. 5
11 PNE RO SUNSET 7 SRL k. A. k. A. 5
12 PNE RO SUNLAND 8 SRL k. A. k. A. 5
13 PNE RO SUNSPOT 9 SRL k. A. k. A. 5
14 PNE RO SUN ENERGY 10 SRL k. A. k. A. 5
15 PNE RO Sun POWER 11 SRL k. A. k. A. 5
16 PNE RO SUNRAY12 SRL k. A. k. A. 5
17 Netzanschluss Genthin GbR 10 36 2
18 ATS Energia PE Valle s.r.l. -4 -8 6
19 WKN PE Piombino s.r.l. 15 -8 6
20 WKN PE Polidon s.r.l. 15 -8 6
21 SAS la Haie Perron -86 -8 6
22 SAS Parc Eolien de La Fosse Descroix -27 -7 6
23 SAS Parc Eolien de Pierre-Morains -39 -15 6
24 SAS Parc Eolien de Vill'Aire -27 -7 6
25 SAS Parc Eolien des Hauts Poiriers -27 -6 6
26 Parc Eolien de Monts de Chalus S.A.S.U. -125 -103 6
27 SAS Parc Eolien de la Cote des Moulins -45 -8 6
28 SAS Parc Eolin de la Coutanciere -53 -16 6
29 AIRE PARC S.A.S.U. -25 -9 6
30 PARC EOLIEN DE CHABROL S.A.S.U. -20 -6 6
31 PARC EOLIEN DE LA VALLEE BLEUE S.A.S.U. -21 -7 6
32 PARC EOLIEN DE L'ARGONNE MEUSIENNE S.A.S.U. -20 -6 6
33 PARC EOLIEN DE SAINT-AUBIN-DU-PLAIN S.A.S.U. -20 -6 6
34 PARC EOLIEN DES CHAUMES CARREES S.A.S.U. -121 -100 6
35 PARC EOLIEN DE SAINT PALAIS S.A.S.U. -14 -7 6
36 Windfarm Polska IV Sp. z o.o. -435 -74 6
37 Windfarm Polska V Sp. z o.o. -220 -22 6
38 Windfarm Zomar Sp. z o.o. k. A. k. A. 5
39 PV Krzecin Sp. zo.o. -16 -4 6
40 Sevivon Windpark 3 Sp.z o.o -19 -9 6
41 Sevivon Windpark 4 Sp.z o.o -15 -7 6
42 Res Project 1 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
43 Res Project 2 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
44 Res Project 3 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
45 Res Project 4 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
46 Res Project 5 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
47 Res Project 6 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
48 Res Project 7 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
49 Res Project 8 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
50 Res Project 9 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
51 Res Project 10 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
52 Res Project 11 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
53 Res Project 12 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
54 Res Project 13 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
55 Res Project 14 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
56 Res Project 15 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
57 Res Project 16 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
58 Res Project 17 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
59 Res Project 18 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
60 Res Project 19 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
61 Res Project 20 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
62 Res Project 21 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
63 Res Project 22 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
64 SEVIVON Renewables 1 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
65 SEVIVON Renewables 2 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
66 SEVIVON Renewables 3 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
67 SEVIVON Renewables 4 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
68 SEVIVON Renewables 7 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
69 SEVIVON Renewables 8 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
70 SEVIVON Renewables 9 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
71 SEVIVON Renewables 10 Sp.z o.o. k. A. k. A. 5
72 Vindpark Odensvi i Köping AB k. A. k. A. 5
73 Vindpark Västerlisa i Norrtälje AB k. A. k. A. 5
74 Vindpark Sjönnebol i Säffle AB k. A. k. A. 5
75 Vindpark Tronserud i Bengtsfors AB k. A. k. A. 5
76 Banna Ba Pifhu Wind Farm (Pty) Ltd. k. A. k. A. 5
77 Highlands North Wind Energy Facility (RF) (PTY) Ltd. k. A. k. A. 5
78 Highlands South Wind Energy Facility (RF) (PTY) Ltd. k. A. k. A. 5
79 Highlands Central Wind Energy Facility (RF) (PTY) Ltd. k. A. k. A. 5
80 Paulputs Wind Energy Facility South (RF) (Pty) Ltd. k. A. k. A. 5
81 Paulputs Wind Energy Facility North (RF) (Pty) Ltd. k. A. k. A. 5
82 Soutrivier Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd k. A. k. A. 5
83 Kwezi Solar PV (RF) Pty Ltd (vormals: Taaibos Wind Energy Facility (RF) (PTY) Ltd.) k. A. k. A. 5
84 Canopus Wind Energy Facility (RF) (PTY) Ltd. k. A. k. A. 5
85 Doringbaai Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd) k. A. k. A. 5
86 Bonsmara Solar PV (RF) (Pty) Ltd k. A. k. A. 5
87 Lengana Solar PV (RF) (PTY) Ltd. k. A. k. A. 5
88 Brandberg Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd k. A. k. A. 5
89 Khauta West Solar PV (RF) (Pty) Ltd k. A. k. A. 5
90 Taaibos North Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd k. A. k. A. 5
91 Khauta e Nyane Solar PV (RF) (Pty) Ltd k. A. k. A. 5
92 Soutrivier Central Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd k. A. k. A. 5
93 Khauta North Solar PV (RF) (Pty) Ltd k. A. k. A. 5
94 Soutrivier South Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd k. A. k. A. 5
95 Soutrivier North Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd k. A. k. A. 5
96 Taaibos South Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd k. A. k. A. 5
97 Khauta South Solar PV (RF) (Pty) Ltd k. A. k. A. 5
98 WKN Turkey GmbH -427 -16 6
99 WKN Windkraft Nord Beteiligungs-GmbH 53 27 6
100 Windpark Meerhof Verwaltungsgesellschaft mbH 23 2 6
101 Zukunftsenergien Beteiligungs-GmbH 0 -1 6
102 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Immenrode KG k. A. k. A. 5
103 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Weinstraße II KG k. A. k. A. 5
104 WKN Windpark Beerfelde GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
105 WKN Windpark Zinndorf II GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
106 WKN Windpark Zinndorf III GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
107 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Bebensee KG -5 -6 1
108 WKN Windpark Lütau GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
109 WKN Windpark Großenehrich GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
110 WKN Windpark Cornberg GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
111 WKN Windpark Karstädt IV GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
112 WKN Windpark Parum Dümmer GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
113 WKN WERTEWIND Windpark Gnutz Zwei GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
114 WKN WERTEWIND Windpark Gnutz Drei GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
115 WKN WERTEWIND Windpark Gresse GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
116 WKN Windpark Woltersdorf II GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
117 WKN Windpark Neu Benthen GmbH & Co. KG -6 -5 1
118 NordStrom Beteiligungsgesellschaft mbH 53 3 6
119 REE GmbH 74 3 6
120 GREENWIND GmbH 49 1 6
121 EWEG Europäische Windenergie Entwicklungsgesellschaft mbH 18 0 6
122 Innovative Wind Concepts GmbH k. A. k. A. 5
123 WKN Portfoliomanagement I GmbH 209 13 6
124 WKN Windpark Gebstedt GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
125 WKN Windpark Stuvenborn GmbH & Co. KG -5 -6 1
126 PNE WIND Park Nordleda A GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
127 PNE WIND Park Nordleda B GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
128 PNE WIND Park XIV GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
129 PNE WIND Park XV GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
130 PNE WIND Park XX GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
131 PNE WIND Park XXI GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
132 PNE WIND Park XXIII GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
133 PNE Windpark Gardelegen Repowering GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
134 PNE Windpark Großer Mittelberg GmbH & co. KG k. A. k. A. 5
135 PNE Windpark Herzhausen GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
136 PNE Windpark Schellin Repowering I GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
137 PNE Windpark Seelow-Repowering GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
138 PNE Windpark Odensachsen GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
139 PNE Windpark SundernAllendorf GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
140 PNE Windpark Welsche Lied GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
141 PNE Windpark Mümling-Grumbach GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
142 PNE Solar Park I GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
143 PNE Solar Park II GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
144 PNE Solar Park III GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
145 Solar PV 1 S.r.l. k. A. k. A. 5
146 Solar PV 2 S.r.l. k. A. k. A. 5
147 Solar PV 3 S.r.l. k. A. k. A. 5
148 Solar PV 4 S.r.l. k. A. k. A. 5
149 Solar PV 5 S.r.l. k. A. k. A. 5
150 Solar PV 6 S.r.l. k. A. k. A. 5
151 Solar PV 7 S.r.l. k. A. k. A. 5
152 Solar PV 8 S.r.l. k. A. k. A. 5
153 POCRI Energy S.A. k. A. k. A. 5
154 ANTÖN Energy S.A. k. A. k. A. 5
155 EL COCO Energy S.A. k. A. k. A. 5
156 EL ENCANTO Energy S.A. k. A. k. A. 5
157 Red Butte Solar LLC k. A. k. A. 5
158 Mountain City Solar LLC k. A. k. A. 5
159 Market Lake Solar LLC k. A. k. A. 5
IV. Nicht einbezogene assoziierte Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung
1 Windpark Köhlen GmbH 1.351 -54 2
2 Elbe-Weser-Windkraft GmbH 5 -3 2
3 EVN Energieversorgung Nord GmbH & Co. KG -324 -11 6
4 Windpark Gebstedt GmbH & Co. KG k. A. k. A. 5
5 Quantec Operations energy consult GmbH 93 25 2
6 MERMA ALMODOVAR S.L. 4 -2 2
scrollen
Gesellschaft Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
I. Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften
1 PNE WIND Betriebsführungs GmbH 31.12.98
2 PNE Biomasse GmbH 23.04.00
3 PNE WIND Netzprojekt GmbH 01.01.02
4 PNE WIND Laubuseschbach GmbH & Co. KG 29.12.04
5 PNE WIND Grundstücks GmbH 01.12.00
6 PNE Erneuerbare Energien Offshore II GmbH 24.11.16
7 PNE WIND Atlantis II GmbH 18.06.13
8 PNE WIND Atlantis III GmbH 18.06.13
9 PNE WIND Verwaltungs GmbH 21.11.12
10 energy consult GmbH 11.12.13
11 energy consult Prüfgesellschaft GmbH 11.08.17
12 PNE WIND Park Kührstedt-Alfstedt A GmbH & Co. KG 01.04.13
13 PNE WIND Park Kührstedt-Alfstedt GmbH & Co. KG 31.03.17
14 PNE WIND Park Schlenzer GmbH & Co. KG 25.04.18
15 PNE WIND Park Wahlsdorf GmbH & Co. KG 25.04.18
16 PNE WIND Park XVI GmbH & Co. KG 01.07.19
17 PNE WIND Park XIX GmbH & Co. KG 01.04.18
18 PNE WIND Park Calau II B GmbH & Co. KG 01.04.13
19 PNE WIND Ausland GmbH 16.11.07
20 PNE USA Inc. 27.10.08
21 PNE Development LLC 29.07.11
22 Chilocco WIND FARM LLC 01.10.12
23 PNE Solar USA LLC 01.01.19
24 Gladstone New Energy LLC 01.01.19
25 PNE Canada Inc. 26.01.10
26 PNE WIND Yenilenebilir Enerjiler Ltd. 08.12.17
27 PNE WIND Elektrik Üretim Ltd. 20.02.15
28 PNE WIND Bati Rüzgari Elektrik Üretim Ltd. 16.09.15
29 PNE WIND Güney Rüzgari Elektrik Üretim Ltd. 16.09.15
30 PNE WIND Kuzey Rüzgari Elektrik Üretim Ltd. 10.10.16
31 S.C. PNE WIND Romania Energy Holding S.R.L 10.05.12
32 PNE WIND Bulgaria EOOD 09.11.10
33 PNE Santa Cruz GmbH 09.08.18
34 PNE Central America I GmbH 04.07.18
35 Pure New Energy LATAM S.A. 01.01.19
36 Santa Cruz Wind S.A. 01.10.19
37 Altiplano Power S.A. 01.10.19
38 Los Pinos Power S.A. 01.10.19
39 Las Honduras S.A. 01.10.19
40 Los Manglares Power S.A. 01.10.19
41 HKW Silbitz GmbH & Co. KG 01.09.09
42 WKN GmbH 04.07.13
43 Windkraft Nord USA, Inc. 04.07.13
44 WKN Italia s.r.l. 04.07.13
45 Aero Sol s.r.l 04.07.13
46 ATS Energia s.r.l. 04.07.13
47 WKN France S.A.S.U. 04.07.13
48 Sevivon Sp. z o.o. 04.07.13
49 VKS Vindkraft Sverige AB 04.07.13
50 WKN Windcurrent SA (Pty) Ltd. 04.07.13
51 NordStrom New Energy GmbH 04.07.13
52 NordStrom Solar GmbH 04.07.13
53 BGZ Fondsverwaltung GmbH 04.07.13
54 WKN Sallachy Ltd. 01.07.15
55 Windpark Gerdau-Schwienau GmbH & Co. KG 01.10.16
56 Windpark Pülfringen GmbH & Co. KG 01.10.16
57 PNE WIND West Europe GmbH 12.06.17
58 PNE WIND West Europe Verwaltungs GmbH 10.07.17
59 PNE Power Generation GmbH 01.01.19
60 PNE WIND Türkei HoldCo I GmbH 30.05.17
61 Pavana GmbH 30.09.17
62 MEB Safety Services GmbH 01.11.18
63 WKN WERTEWIND GmbH 30.06.18
64 WKN Windpark Kittlitz III GmbH & Co. KG 01.07.18
65 WKN Wertewind Betriebsgesellschaft mbH 30.03.20
66 WKN Wertewind Verwaltungs GmbH 30.03.20
67 WKN WERTEWIND Windpark Langstedt GmbH & Co. KG 30.03.20
68 WKN WERTEWIND Windpark Lentföhrden GmbH & Co. KG 30.03.20
69 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Kleinbüllesheim KG 30.03.20
70 PNE WIND Park XVIII GmbH & Co. KG 30.03.20
71 WKN Wertewind Bürgerbeteiligungsgesellschaft mbH 30.06.20
72 WKN Wertewind Bürgerprojekt GmbH 30.06.20
73 PNE WIND Park XVII GmbH & Co. KG 31.08.20
74 SAS Parc Eolien d'Ermenonville de la Grande 30.09.20
75 PNE Sverige AB 30.09.20
76 Sachsenkraft Plus GmbH 20.11.20
77 WKN Windpark Zahrenholz GmbH und Co. KG 01.12.20
78 PNE WIND Park XXIV GmbH & Co. KG 01.04.21
79 PNE WIND Park XXV GmbH & Co. KG 01.07.21
80 PNE WIND Park XXVII GmbH & Co. KG 01.07.21
81 PNE WIND Park XXIX GmbH & Co. KG 01.04.21
82 WKN WERTEWIND Windpark Gnutz Eins GmbH Co. KG 01.04.21
83 WKN WERTEWIND Windpark Holstentor GmbH Co. KG 01.01.21
84 Energy Consult Polska Sp.z.o.o. 01.07.21
85 Energy Consult Sverige AB 01.07.21
86 PNE RO PV Holding S.R.L. 30.09.21
87 PNE RO PV NAZ S.R.L. 30.09.21
88 PNE Portfolio 2 GmbH 14.10.21
89 PNE Portfolio 2 Verwaltungs GmbH 15.11.21
90 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Hamwarde KG 01.12.21
91 Pavana Polska Sp.z o.o. (vorher Sevivon Renewables 6 Sp. z o.o) 01.04.22
92 PNE WIND Park XXVIII GmbH & Co. KG 01.04.22
93 PNE WIND Park XXXI GmbH & Co. KG 01.04.22
94 Coliaenergia ESPANA, S.L. 01.07.22
95 Garmo Renovables 2020 IV, S.L. 01.07.22
96 Garmo Renovables 2020 V, S.L. 01.07.22
97 Garmo Renovables 2020 I, S.L. 01.07.22
98 Garmo Renovables 2020 III, S.L. 01.07.22
99 PNE Offshore Ausland GmbH 01.07.22
100 PNE WIND Park XXII GmbH & Co. KG 01.07.22
101 PNE Windpark Papenrode Repowering GmbH & Co. KG 01.10.22
102 WKN WERTEWIND WP Heidmoor GmbH & Co. KG 01.10.22
II. Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Gesellschaften
1 PNE WIND Infrastruktur Calau II GmbH 01.04.13
2 PNE WIND Park III GmbH & Co. KG 01.04.13
3 Windpark Altenbruch GmbH 01.10.16
III. Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung
1 Pilger Wind Farm Inc.
2 Climax Wind Farm Inc.
3 Watson Wind Farm Inc.
4 Wadena Wind Farm Inc.
5 Eston Wind Farm Inc.
6 Whiska Wind Farm Inc.
7 PNE RO Solar 3 SRL
8 PNE RO Sunrise 4 SRL
9 PNE RO Sungate 5 SRL
10 PNE RO SUNLIGHT 6 SRL
11 PNE RO SUNSET 7 SRL
12 PNE RO SUNLAND 8 SRL
13 PNE RO SUNSPOT 9 SRL
14 PNE RO SUN ENERGY 10 SRL
15 PNE RO Sun POWER 11 SRL
16 PNE RO SUNRAY12 SRL
17 Netzanschluss Genthin GbR
18 ATS Energia PE Valle s.r.l.
19 WKN PE Piombino s.r.l.
20 WKN PE Polidon s.r.l.
21 SAS la Haie Perron
22 SAS Parc Eolien de La Fosse Descroix
23 SAS Parc Eolien de Pierre-Morains
24 SAS Parc Eolien de Vill'Aire
25 SAS Parc Eolien des Hauts Poiriers
26 Parc Eolien de Monts de Chalus S.A.S.U.
27 SAS Parc Eolien de la Cote des Moulins
28 SAS Parc Eolin de la Coutanciere
29 AIRE PARC S.A.S.U.
30 PARC EOLIEN DE CHABROL S.A.S.U.
31 PARC EOLIEN DE LA VALLEE BLEUE S.A.S.U.
32 PARC EOLIEN DE L'ARGONNE MEUSIENNE S.A.S.U.
33 PARC EOLIEN DE SAINT-AUBIN-DU-PLAIN S.A.S.U.
34 PARC EOLIEN DES CHAUMES CARREES S.A.S.U.
35 PARC EOLIEN DE SAINT PALAIS S.A.S.U.
36 Windfarm Polska IV Sp. z o.o.
37 Windfarm Polska V Sp. z o.o.
38 Windfarm Zomar Sp. z o.o.
39 PV Krzecin Sp. zo.o.
40 Sevivon Windpark 3 Sp.z o.o
41 Sevivon Windpark 4 Sp.z o.o
42 Res Project 1 Sp.z o.o.
43 Res Project 2 Sp.z o.o.
44 Res Project 3 Sp.z o.o.
45 Res Project 4 Sp.z o.o.
46 Res Project 5 Sp.z o.o.
47 Res Project 6 Sp.z o.o.
48 Res Project 7 Sp.z o.o.
49 Res Project 8 Sp.z o.o.
50 Res Project 9 Sp.z o.o.
51 Res Project 10 Sp.z o.o.
52 Res Project 11 Sp.z o.o.
53 Res Project 12 Sp.z o.o.
54 Res Project 13 Sp.z o.o.
55 Res Project 14 Sp.z o.o.
56 Res Project 15 Sp.z o.o.
57 Res Project 16 Sp.z o.o.
58 Res Project 17 Sp.z o.o.
59 Res Project 18 Sp.z o.o.
60 Res Project 19 Sp.z o.o.
61 Res Project 20 Sp.z o.o.
62 Res Project 21 Sp.z o.o.
63 Res Project 22 Sp.z o.o.
64 SEVIVON Renewables 1 Sp.z o.o.
65 SEVIVON Renewables 2 Sp.z o.o.
66 SEVIVON Renewables 3 Sp.z o.o.
67 SEVIVON Renewables 4 Sp.z o.o.
68 SEVIVON Renewables 7 Sp.z o.o.
69 SEVIVON Renewables 8 Sp.z o.o.
70 SEVIVON Renewables 9 Sp.z o.o.
71 SEVIVON Renewables 10 Sp.z o.o.
72 Vindpark Odensvi i Köping AB
73 Vindpark Västerlisa i Norrtälje AB
74 Vindpark Sjönnebol i Säffle AB
75 Vindpark Tronserud i Bengtsfors AB
76 Banna Ba Pifhu Wind Farm (Pty) Ltd.
77 Highlands North Wind Energy Facility (RF) (PTY) Ltd.
78 Highlands South Wind Energy Facility (RF) (PTY) Ltd.
79 Highlands Central Wind Energy Facility (RF) (PTY) Ltd.
80 Paulputs Wind Energy Facility South (RF) (Pty) Ltd.
81 Paulputs Wind Energy Facility North (RF) (Pty) Ltd.
82 Soutrivier Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd
83 Kwezi Solar PV (RF) Pty Ltd (vormals: Taaibos Wind Energy Facility (RF) (PTY) Ltd.)
84 Canopus Wind Energy Facility (RF) (PTY) Ltd.
85 Doringbaai Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd)
86 Bonsmara Solar PV (RF) (Pty) Ltd
87 Lengana Solar PV (RF) (PTY) Ltd.
88 Brandberg Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd
89 Khauta West Solar PV (RF) (Pty) Ltd
90 Taaibos North Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd
91 Khauta e Nyane Solar PV (RF) (Pty) Ltd
92 Soutrivier Central Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd
93 Khauta North Solar PV (RF) (Pty) Ltd
94 Soutrivier South Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd
95 Soutrivier North Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd
96 Taaibos South Wind Energy Facility (RF) (Pty) Ltd
97 Khauta South Solar PV (RF) (Pty) Ltd
98 WKN Turkey GmbH
99 WKN Windkraft Nord Beteiligungs-GmbH
100 Windpark Meerhof Verwaltungsgesellschaft mbH
101 Zukunftsenergien Beteiligungs-GmbH
102 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Immenrode KG
103 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Weinstraße II KG
104 WKN Windpark Beerfelde GmbH & Co. KG
105 WKN Windpark Zinndorf II GmbH & Co. KG
106 WKN Windpark Zinndorf III GmbH & Co. KG
107 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Bebensee KG
108 WKN Windpark Lütau GmbH & Co. KG
109 WKN Windpark Großenehrich GmbH & Co. KG
110 WKN Windpark Cornberg GmbH & Co. KG
111 WKN Windpark Karstädt IV GmbH & Co. KG
112 WKN Windpark Parum Dümmer GmbH & Co. KG
113 WKN WERTEWIND Windpark Gnutz Zwei GmbH & Co. KG
114 WKN WERTEWIND Windpark Gnutz Drei GmbH & Co. KG
115 WKN WERTEWIND Windpark Gresse GmbH & Co. KG
116 WKN Windpark Woltersdorf II GmbH & Co. KG
117 WKN Windpark Neu Benthen GmbH & Co. KG
118 NordStrom Beteiligungsgesellschaft mbH
119 REE GmbH
120 GREENWIND GmbH
121 EWEG Europäische Windenergie Entwicklungsgesellschaft mbH
122 Innovative Wind Concepts GmbH
123 WKN Portfoliomanagement I GmbH
124 WKN Windpark Gebstedt GmbH & Co. KG
125 WKN Windpark Stuvenborn GmbH & Co. KG
126 PNE WIND Park Nordleda A GmbH & Co. KG
127 PNE WIND Park Nordleda B GmbH & Co. KG
128 PNE WIND Park XIV GmbH & Co. KG
129 PNE WIND Park XV GmbH & Co. KG
130 PNE WIND Park XX GmbH & Co. KG
131 PNE WIND Park XXI GmbH & Co. KG
132 PNE WIND Park XXIII GmbH & Co. KG
133 PNE Windpark Gardelegen Repowering GmbH & Co. KG
134 PNE Windpark Großer Mittelberg GmbH & co. KG
135 PNE Windpark Herzhausen GmbH & Co. KG
136 PNE Windpark Schellin Repowering I GmbH & Co. KG
137 PNE Windpark Seelow-Repowering GmbH & Co. KG
138 PNE Windpark Odensachsen GmbH & Co. KG
139 PNE Windpark SundernAllendorf GmbH & Co. KG
140 PNE Windpark Welsche Lied GmbH & Co. KG
141 PNE Windpark Mümling-Grumbach GmbH & Co. KG
142 PNE Solar Park I GmbH & Co. KG
143 PNE Solar Park II GmbH & Co. KG
144 PNE Solar Park III GmbH & Co. KG
145 Solar PV 1 S.r.l.
146 Solar PV 2 S.r.l.
147 Solar PV 3 S.r.l.
148 Solar PV 4 S.r.l.
149 Solar PV 5 S.r.l.
150 Solar PV 6 S.r.l.
151 Solar PV 7 S.r.l.
152 Solar PV 8 S.r.l.
153 POCRI Energy S.A.
154 ANTÖN Energy S.A.
155 EL COCO Energy S.A.
156 EL ENCANTO Energy S.A.
157 Red Butte Solar LLC
158 Mountain City Solar LLC
159 Market Lake Solar LLC
IV. Nicht einbezogene assoziierte Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung
1 Windpark Köhlen GmbH
2 Elbe-Weser-Windkraft GmbH
3 EVN Energieversorgung Nord GmbH & Co. KG
4 Windpark Gebstedt GmbH & Co. KG
5 Quantec Operations energy consult GmbH
6 MERMA ALMODOVAR S.L.

1 Gem. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022
2 Gem. vorläufigem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022
3 Nach Ergebnisabführung an PNE AG
4 Nach Ergebnisabführung an WKN GmbH
5 Bisher keine Aufnahme des operativen Geschäftsbetriebs
6 Gem. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021
7 Nach Ergebnisabführung an Energy Consult GmbH

KONZERNANHANG

der PNE AG, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr 2022

I. HANDELSREGISTER UND GEGENSTAND DES UNTERNEHMENS

Die PNE AG (im Folgenden auch "Gesellschaft") hat ihren Sitz in Cuxhaven, Peter-Henlein-Straße 2-4, Deutschland. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 110360 in das Handelsregister beim Amtsgericht Tostedt eingetragen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft umfassten im Berichtsjahr im Wesentlichen die Projektierung, Errichtung und den Betrieb von Windparks und Umspannwerken zur Stromerzeugung, die Entwicklung von Photovoltaikparks sowie den Service von Windkraftanlagen und weiteren Servicedienstleistungen rund um Erneuerbare-Energien-Projekte.

II. ALLGEMEINE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

1. Going Concern

Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Auf Risiken, die den Bestand des Unternehmens möglicherweise gefährden könnten, wird im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Gesellschaft eingegangen.

2. Konzernabschluss

Der Konzernabschluss der PNE AG wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Vom IASB verabschiedete neue Standards werden grundsätzlich ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens angewendet, wie sie in der EU zu berücksichtigen sind.

Soweit nichts anderes angegeben ist, wird der vorstehende Konzernabschluss in Euro (Euro) aufgestellt und grundsätzlich auf Tausend Euro (Tsd. Euro) gerundet. Aufgrund dieser Rundungen kann es bei Darstellungen innerhalb dieses IFRS-Konzernanhangs möglich sein, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren.

Der Konzernabschluss entspricht den Anforderungen des § 315e Abs. 1 HGB.

Dem Konzernabschluss liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt. Davon ausgenommen sind einzelne Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt wurden.

Der vom Vorstand zum 31. Dezember 2022 aufgestellte Konzernabschluss und zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht wurde in der Vorstandssitzung am 6. März 2023 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

Der zum 31. Dezember 2022 aufgestellte Konzernabschluss wird beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht.

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2022 die nachfolgend aufgeführten Änderungen von IFRS-Standards erstmalig angewendet. Hieraus haben sich - sofern nicht unter der Tabelle anders beschrieben -keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben.

scrollen
Standard /​ Interpretation Datum des EU-Endorsement Anwendungspflicht in der EU
Änderungen an IFRS 3: Unternehmenszusammenschlüsse - Verweis auf das Rahmenkonzept 28. Juni 2021 1. Januar 2022
Änderungen an IAS 16: Sachanlagen - Erlöse vor der beabsichtigten Nutzung 28. Juni 2021 1. Januar 2022
Änderungen an IAS 37: Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen - Belastende Verträge - Kosten für die Erfüllung eines Vertrages 28. Juni 2021 1. Januar 2022
Jährlicher Verbesserungsprozess (Zyklus 2018 - 2020): Änderungen an IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41 28. Juni 2021 1. Januar 2022

Im Geschäftsjahr 2022 wurden folgende vom IASB bereits verabschiedete neue bzw. geänderte, teilweise von der EU noch nicht übernommene Rechnungslegungsnormen, nicht berücksichtigt, weil eine Verpflichtung zur Anwendung noch nicht gegeben war:

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Standard /​ Interpretation Datum des EU-Endorsement (vorr.) Anwendungspflicht in der EU
Änderungen an IAS 1 (Januar 2021): Darstellung des Abschlusses - Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig Noch nicht übernommen 1. Januar 2024
Änderungen an IAS 1 (Oktober 2022): Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen Noch nicht übernommen 1. Januar 2024
Änderungen an IFRS 16 (September 2022): Leasingverbindlichkeit bei Sale-and-leaseback Transaktionen Noch nicht übernommen 1. Januar 2024
IFRS 17, Änderungen an IFRS 17 (Juni 2020): Versicherungsverträge 19. November 2021 1. Januar 2023
IFRS 17, Änderungen an IFRS 17 (Dezember 2021): Versicherungsverträge: Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen 8. September 2022 1. Januar 2023
Änderungen an IAS 1, IFRS Practice Statement 2: Offenlegung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2. März 2022 1. Januar 2023
Änderungen an IAS 8: Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler - Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen 2. März 2022 1. Januar 2023
Änderungen an IAS 12: Ertragsteuern - Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen 11. August 2022 1. Januar 2023

Die Anwendungspflicht in der EU stellt dabei den Zeitpunkt dar, in dem die neue Rechnungslegungsvorschrift voraussichtlich erstmals bei der PNE AG berücksichtigt wird. Der Konzern wendete keinen neuen Standard, keine neue Interpretation oder Änderung an einem Standard vorzeitig in 2022 an.

Auf eine weitere detaillierte Darstellung von neuen oder geänderten Standards bzw. Interpretationen wird im Folgenden verzichtet, da die Auswirkungen aus ihrer erstmaligen Anwendung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns voraussichtlich von untergeordneter Bedeutung sein werden.

III. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

1. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden im Wege der Vollkonsolidierung alle Unternehmen einbezogen, überwelche die Konzernobergesellschaft die Beherrschung ausübt. Beherrschung eines Beteiligungsunternehmens ist dann gegeben, wenn ein Investor schwankenden Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. In den Konsolidierungskreis werden auch Windpark- und Photovoltaikbetreibergesellschaften, die aufgrund dieser Kriterien vom Mutterunternehmen oder damit verbundenen Unternehmen beherrscht werden, einbezogen.

Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften erstmalig in den Konzernkreis einbezogen (in Klammern Erstkonsolidierungszeitpunkt, Anteilshöhe und Segmentzuordnung):

1. Coliaenergia ESPANA, S.L., Albacete (51 Prozent), (Erstkonso. zum 1. Juli 2022), Segment "Projektentwicklung", (Gekauft),

2. Garmo Renovables 2020 IV, S.L., Albacete (100 Prozent), (Erstkonso. zum 1. Juli 2022), Segment "Projektentwicklung", (Gekauft),

3. Garmo Renovables 2020 V, S.L., Albacete (100 Prozent), (Erstkonso. zum 1. Juli 2022), Segment "Projektentwicklung", (Gekauft),

4. Garmo Renovables 2020 I, S.L., Albacete (51 Prozent), (Erstkonso. zum 1. Juli 2022), Segment "Projektentwicklung", (Gekauft),

5. Garmo Renovables 2020 III, S.L., Albacete (50 Prozent), (Erstkonso. zum 1. Juli 2022), Segment "Projektentwicklung", (Gekauft),

6. PNE Offshore Ausland GmbH , Cuxhaven (100 Prozent), (Erstkonso. zum 1. Juli 2022), Segment "Projektentwicklung", (Gegründet),

7. PNE WIND Park XXII GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent), (Erstkonso. zum 1. Juli 2022), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),

8. PNE WIND Park XXVIII GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent), (Erstkonso. zum 1. April 2022), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),

9. PNE WIND Park XXXI GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent), (Erstkonso. zum 1. April 2022), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),

10. PNE Windpark Papenrode Repowering GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent), (Erstkonso. zum 1. Oktober 2022), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),

11. WKN WERTEWIND Windpark HeidmoorGmbH & Co. KG, Husum (100 Prozent), (Erstkonso. zum 1. Oktober 2022), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),

12. Pavana Polska Sp.z.o.o. (vorher Sevivon Renewables 6 Sp.z.o.o.), Koszalin, Polen (100 Prozent), (Erstkonso. zum 1. April 2022), Segment "Services", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung").

Gegenstand der Unternehmen Nr. 1-5 ist die Errichtung und der Betrieb von Photovoltaik- und Windkraftanlagen in Form von Photovoltaik- oder Windparks sowie die Veräußerung der elektrischen Energie.

Gegenstand des Unternehmens Nr. 6 ist die Ausübung der Tätigkeit einer geschäftsleitenden Holding für den Offshore-Energiebereich im Ausland, insbesondere die Gründung, der Erwerb und die Verwaltung von im Energie- und Umweltbereich tätigen Unternehmen sowie die Entwicklung und Projektierung von Anlagen der Energie- und Umwelttechnik aus Erneuerbaren Energien, insbesondere von Windparks auf See.

Gegenstand der Unternehmen Nr. 7-11 ist die Errichtung und der Betrieb von Windkraftanlagen in Form von Windparks sowie die Veräußerung der elektrischen Energie.

Gegenstand des Unternehmens Nr. 12 ist die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Erneuerbaren Energien im Ausland sowie sämtliche mit den vorbezeichneten Leistungen in unmittelbarerem oder mittelbarem Zusammenhang stehende Geschäfte, die dem Zweck der Gesellschaft dienlich sein könnten.

Mit dem Kauf der Anteile an dem Unternehmen Nr. 1 wurden langfristige Vermögenswerte in Höhe von 0,0 Mio. Euro, kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 0,2 Mio. Euro, davon Zahlungsmittel in Höhe von 0,0 Mio. Euro, Schulden in Höhe von 0,4 Mio. Euro und passive latente Steuern in Höhe von 0,0 Mio. Euro erstmalig in den Konzern aufgenommen.

Der Kaufpreis der Anteile an dem Unternehmen Nr. 1 betrug 3,9 Mio. Euro. Dieser setzt sich zusammen aus einer Barkomponente in Höhe von 2,0 Mio. Euro und weitere Earn-Out-Kaufpreiszahlungen. Die weiteren Earn-Out-Kaufpreiszahlungen, die an definierte Entwicklungsziele der vorhandenen Projektpipeline geknüpft sind, können in der Zukunft zu weiteren Zahlungen führen und wurden mit dem beizulegenden Zeitwert von 1,9 Mio. Euro berücksichtigt. Die Transaktionskosten des Erwerbs der Anteile der Unternehmen Nr. 1-5 betrugen insgesamt 0,2 Mio. Euro im Geschäftsjahr. Der Betrag in Höhe von 0,2 Mio. Euro wurde im Geschäftsjahr 2022 unter "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" als Aufwand erfasst.

Aus dem Erwerb der Anteile der Coliaenergia ESPANA, S.L. ergab sich aus der vorläufigen Kaufpreisallokation ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 1.147 Tsd. Euro. Die Ermittlung ist wie folgt:

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in Tsd. Euro
Kaufpreis für 51,00 % der Anteile an der Coliaenergia ESPANA, S.L. 3.860
Abzgl. beizulegende Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden (100 %) -5.320
Anteile Minderheiten (49,00 %) 2.607
Geschäfts- oder Firmenwert 1.147

Der Geschäfts- oder Firmenwert beruht auf Synergien mit dem Projektentwicklungsgeschäft der PNE AG und den übernommenen Mitarbeitern. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.

Der Anteil Minderheiten ermittelt sich wie folgt:

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in Tsd. Euro
Anteil Minderheiten (übernommene Buchwerte) -29
Anteil Minderheiten (Anpassung an beizulegende Zeitwerte) 3.765
Anteil Minderheiten (latente Steuern) -1.130
Summe 2.607

Mit dem Kauf der Anteile an dem Unternehmen Nr. 1 wurden ebenfalls die Unternehmen Nr. 2-5 erstmalig als Tochtergesellschaften des Unternehmens Nr. 1 in den Konzern einbezogen.

Mit der Konsolidierung der Unternehmen Nr. 1-5 im Konzern, wurden langfristige Vermögenswerte in Höhe von 1,2 Mio. Euro, kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 8,1 Mio. Euro (Buchwert 0,4 Mio. Euro, davon Zahlungsmittel in Höhe von 0,1 Mio. Euro), Schulden in Höhe von 3,6 Mio. Euro und passive latente Steuern in Höhe von 2,4 Mio. Euro (Buchwert 0,1 Mio. Euro) aufgenommen.

Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden der Unternehmen Nr. 1-5 sind mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von kapitalwertorientierten Verfahren. Dabei werden die Barwerte aus künftigen Leistungen bzw. Cashflows abgeleitet. Die Erstkonsolidierung gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" erfolgte zum 26. Juli 2022 unter Anwendung der Erwerbsmethode nach der Partial-Goodwill Methode.

Der Erwerb der Anteile der Unternehmen Nr. 1-5 hat zu einem Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 1,9 Mio. Euro im Geschäftsjahr geführt:

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in Tsd. Euro
Anschaffungskosten des Anteilserwerbs 3.860
Erfassung einer kurzfristigen Kaufpreisverbindlichkeit -1.857
Aus Zahlungsmitteln bestehender Teil des Kaufpreises 2.003
Mit dem Anteilserwerb erworbene Zahlungsmittel -61
Tatsächlicher Zahlungsmittelabfluss 1.942

Eine Umgliederung von Tochterunternehmen von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung" zur Vollkonsolidierung wird generell vorgenommen, sobald klar ist, dass die geschäftliche Tätigkeit oder die Projektierungs- /​ Umsetzungsphase in naher Zukunft beginnt.

Die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Unternehmen Nr. 1-12 waren zum Erstkonsolidierungszeitpunkt für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unwesentlich.

Im Berichtszeitraum veränderte sich keine Anteilsquote bei Gesellschaften, die in den Konzernkreis einbezogen werden bzw. im Vorjahr einbezogen wurden.

Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften, die in den Konzern einbezogen wurden, liquidiert:

1. PNE WIND Central States LCC, Minnesota, USA, (100 Prozent), bisher Segment "Projektentwicklung",

2. Underwood Windfarm LCC, Minnesota, USA, (100 Prozent), bisher Segment "Projektentwicklung",

3. Butte Windfarm LCC, Minnesota, USA, (100 Prozent), bisher Segment "Projektentwicklung",

4. Burleigh Wind LLC, Chicago, USA, (100 Prozent), bisher Segment "Projektentwicklung".

Aus der Liquidation ergab sich keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Danach umfasst der Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2022 neben der PNE AG die weiteren in der "Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften" unter Punkt I "Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften" und unter Punkt II "Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen assoziierten Gesellschaften" aufgeführten Unternehmen.

Gesellschaften, die nicht im Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2022 einbezogen wurden, sind in der "Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften und Aufstellung des Anteilsbesitzes" unter dem Punkt III "Nicht einbezogene Unternehmen aufgrund unwesentlicher Bedeutung" und Punkt IV "Nicht einbezogene assoziierte Unternehmen aufgrund unwesentlicher Bedeutung" aufgeführt.

2. Anteilsveräußerungen

Im Berichtszeitraum sind folgende Gesellschaften bzw. Anteile an der Gesellschaft veräußert worden:

1.100 Prozent der Anteile an der PNE WIND Park XXX GmbH & Co. KG, Cuxhaven (Abgang aus dem Segment "Stromerzeugung").

Der Verkaufspreis für 100 Prozent der Gesellschaftsanteile an der aufgeführten Gesellschaft betrug 0,0 Mio. Euro.

Durch die Endkonsolidierung der Gesellschaft sind Vermögenswerte aus dem Konzern in Höhe von insgesamt rund 7,7 Mio. Euro sowie Schulden und Rückstellungen aus dem Konzern in Höhe von rund 7,5 Mio. Euro abgegangen. Aus dem erhaltenen Entgelt und der Endkonsolidierung der Gesellschaft ergab sich ein Verlust von rund 0,1 Mio. Euro. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaften betrug rund 0,0 Mio. Euro. Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel der Gesellschaft betrugen rund 0,2 Mio. Euro. Der Veräußerungsverlust ist im Materialaufwand im Konzern enthalten.

Im Rahmen des Verkaufs von Projektgesellschaften sind bestehende Projektfinanzierungen Bestandteil des Kaufvertrages.

3. Konsolidierungsmethoden

Grundlage für den Konzernabschluss sind die zum 31. Dezember 2022 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten, teilweise von Abschlussprüfern testierten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften.

Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses mit dem auf das Mutterunternehmen entfallende anteilige Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt. Das Eigenkapital ermittelt sich dabei als Saldo der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden im Erwerbszeitpunkt (vollständige Neubewertung).

Nicht beherrschende Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem entsprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet. Werden Beteiligungsquoten bereits konsolidierter Unternehmen (ohne Kontrollerlangung oder Kontrollverlust) erweitert oder reduziert, erfolgt dies ergebnisneutral zu Gunsten bzw. zu Lasten der nicht beherrschenden Anteile innerhalb des Eigenkapitals.

Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens und alle zugehörigen, nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus. Jeder entstehende Gewinn oder Verlust wird im Gewinn oder Verlust erfasst. Jeder zurückbehaltene Anteil an dem ehemaligen Tochterunternehmen wird zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung bewertet.

Die Anteile des Konzerns an nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen umfassen Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen.

Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Bei assoziierten Unternehmen übt der Konzern in der Regel aufgrund eines Anteilsbesitzes zwischen 20 Prozent und 50 Prozent einen maßgeblichen Einfluss aus. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine Vereinbarung, über die der Konzern die gemeinschaftliche Führung ausübt, wobei er Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzt, anstatt Rechte an deren Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden zu haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich festgelegte, gemeinsame Ausübung einer Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten gemeinschaftlich erfolgen.

Bei Beteiligungen, die at-equity in den Konzernabschluss einbezogen sind, wird der Buchwert jährlich um die dem Konzern-Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden einschließlich außerplanmäßiger Abschreibungen eines Geschäfts- oder Firmenwerts im Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen berücksichtigt. Zwischengesellschaftliche Gewinne und Verluste waren bei diesen Gesellschaften unbedeutend.

Wesentliche konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den zu konsolidierenden Gesellschaften werden eliminiert. Zwischenergebnisse werden, soweit sie wesentlich sind, eliminiert und bei der Steuerabgrenzung berücksichtigt.

IV. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Rechnungslegung erfolgt bei sämtlichen Gesellschaften des Konzerns originär nach den national geltenden gesetzlichen Vorschriften sowie den, diese ergänzenden Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung.

Die Abschlüsse aller einbezogenen Unternehmen werden auf der Basis einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einbezogen. Die entsprechend den jeweils geltenden Vorschriften erstellten Jahresabschlüsse (HB I) werden in IFRS-konforme Jahresabschlüsse (HB II) übergeleitet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften wurden gegenüber dem Vorjahr, unter der Anwendung der Änderungen an IFRS-Standards (siehe Abschnitt II.1.), unverändert angewandt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Verlautbarungen des IASB erfordert bei einigen Positionen, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf die Höhe und den Ausweis bilanzierter Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken.

Annahmen und Schätzungen beziehen sich insbesondere auf die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern bei den Sachanlagen (siehe Abschnitt V.2.), die Bewertung des Vorratsvermögens (siehe Abschnitt V.5.), die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen (siehe Abschnitt V.10.), die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen bei latenten Steuern (siehe Abschnitt VI.7.) sowie die Festlegung von Cashflows, Wachstumsraten und Diskontierungsfaktoren im Zusammenhang mit Wertminderungsprüfungen der Geschäfts- oder Firmenwerte (siehe Abschnitt V.1.).

Die verwendeten Annahmen und Schätzungen beziehen sich auf Erfahrungswerte, die während der zurückliegenden Geschäftstätigkeit des PNE-Konzerns gesammelt werden konnten, und orientieren sich an im jeweiligen Markt öffentlich zugänglichen relevanten Erwartungen. Somit können die verwendeten Annahmen und Schätzungen grundsätzlich nicht von allgemeinen Markterwartungen und damit bei zukunftsorientierten Werten am Markt ablesbaren Preisentwicklungen abweichen. Das maximale Risiko einer vollständigen Wertabweichung wird durch die jeweiligen bilanzierten Buchwerte der immateriellen und materiellen sowie finanziellen Vermögenswerte repräsentiert. Für eine Darstellung der durch die verwendeten Annahmen und Schätzungen hervorgerufenen historischen Wertentwicklung der Vermögenswerte wird insbesondere auf den Anlagenspiegel verwiesen.

Die tatsächlich eintretenden Werte und Wertentwicklungen können jedoch von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.

1. Immaterielle Vermögenswerte

Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen werden zu Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Aufgrund ihrer endlich bestimmbaren Nutzungsdauer werden sie um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt in der Regel zwei bis vier Jahre. Soweit notwendig, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen, die bei späterem dauerhaftem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht wird. Außerplanmäßige Wertkorrekturen (Minderungen und Mehrungen) waren im Berichtsjahr nicht erforderlich.

Nach IFRS 3 werden Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung nicht planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen nach IAS 36 ("impairment only approach") vorgenommen.

2. Sachanlagen

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten gemäß IAS 16 abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibung bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß IAS 36 waren nicht erforderlich.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wie folgt abgeschrieben:

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in Jahren
Gebäude einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10

Wesentliche Restwerte waren bei der Bemessung der Abschreibungshöhe nicht zu berücksichtigen.

Fremdkapitalkosten werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordneten Fremdkapitalkosten werden aktiviert.

3. Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

Zu jedem Bilanzstichtag wird beurteilt, ob Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf für in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar bzw. ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswertes vorgeschrieben, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang des eventuell erforderlichen Wertminderungsaufwands zu ermitteln. Ist die Beurteilung der Werthaltigkeit einzelner Vermögenswerte individuell nicht möglich, werden zusammen eingesetzte Vermögenswerte zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zusammengefasst, auf deren Ebene Zahlungsströme abschätzbar sind. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Wert aus dem Zeitwert eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten zukünftigen Zahlungsströme aus diesem Vermögenswert bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter Zugrundelegung eines risikoadjustierten Abzinsungssatzes vor Steuern auf den Barwert abgezinst. Ergebniswirksam erfasste Abwertungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter der Position "Wertminderungsaufwand Geschäfts- oder Firmenwerte" ausgewiesen.

Eine ertragswirksame Korrektur einer in früheren Jahren für einen Vermögenswert aufwandswirksam erfassten Wertminderung wird vorgenommen (mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte), wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Wertminderung nicht mehr besteht oder sich verringert haben könnte. Die Wertaufholung wird als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Werterhöhung beziehungsweise Verringerung der Wertminderung eines Vermögenswertes wird jedoch nur insoweit erfasst, wie sie den Buchwert nicht übersteigt, der sich unter Berücksichtigung der Abschreibungseffekte ergeben hätte, wenn in den vorherigen Jahren keine Wertminderung erfasst worden wäre. Wertaufholungen auf Abschreibungen, die im Rahmen von Wertminderungsprüfungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst wurden, dürfen nicht vorgenommen werden.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmaljährlich zum 31. Dezember oder dann auf Wertminderung getestet, wenn Anzeichen vorliegen, dass der Buchwert gemindert sein könnte. Eine eventuelle Wertminderung wird sofort aufwandswirksam als Bestandteil der Abschreibungen erfasst.

Zur Ermittlung eines eventuellen Wertminderungsbedarfs auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie auf immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, mit dem erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verglichen.

Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens wird der zurechenbare Betrag des Geschäfts- oder Firmenwertes in die Berechnung des Gewinns oder Verlusts aus der Veräußerung einbezogen.

4. Leasingverträge

Ein Leasingverhältnis stellt gemäß IFRS 16 eine Vereinbarung dar, bei welcher der Leasinggeber dem Leasingnehmer für einen vereinbarten Zeitraum die Kontrolle der Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes gegen Zahlung eines Entgelts überträgt. PNE setzt als Leasingnehmer grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse ein Nutzungsrecht am Leasingobjekt und eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit an. Bei PNE werden die Anwendungserleichterungen für Leasinggegenstände von geringem Wert sowie für kurzfristige Leasingverträge (zwölf Monate oder weniger, außer Immobilien) in Anspruch genommen. PNE wendet den Standard nicht für Leasingverhältnisse an, die immaterielle Vermögenswerte zum Gegenstand haben. Die Leasingraten der Leasingverhältnisse, für die PNE die Anwendungserleichterungen in Anspruch nimmt, werden entsprechend der Anwendungserleichterungen linear als Leasingaufwand erfasst.

Die Leasingverbindlichkeit bemisst sich als der Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen. In der Bewertung der Leasingverbindlichkeit sind fixe Leasingzahlungen abzüglich zu erhaltender Leasinganreize enthalten, sowie Leasingzahlungen, die von einem Index oder einer (Zins-)Rate abhängig sind. Es sind außerdem zu erwartende Zahlungen im Zusammenhang mit Restwertgarantien und Zahlungen aufgrund von als hinreichend sicher eingeschätzten Kaufoptionen sowie Leasingzahlungen aufgrund hinreichend sicherer Inanspruchnahme von Verlängerungs- und Kündigungsoptionen berücksichtigt. Zur Ermittlung des Barwerts wird, sofern möglich, der den Leasingverträgen zugrunde liegende Zinssatz verwendet. Liegt dieser Zinssatz nicht vor - bei PNE ist dies in der Regel der Fall -, so wird der Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers verwendet. Die Bestimmung des Grenzfremdkapitalzinssatzes erfolgt nach dem sogenannten build-up Ansatz, indem der risikofreie Zinssatz den Ausgangspunkt bildet und um das Kreditrisiko des Leasingnehmers angepasst wird. Weitere Anpassungen betreffen solche für die Laufzeit des Leasingverhältnisses und die Währung des Leasingvertrages. Die Leasingverbindlichkeiten werden je nach Fälligkeit unter den langfristigen und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die Folgebewertung der Leasingverbindlichkeiten erfolgt nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten, das heißt die Leasingraten werden in Tilgungs- und Zinszahlungen aufgeteilt. Der Zinsanteil wird im Finanzierungsaufwand ausgewiesen.

Die Höhe des Nutzungsrechts entspricht im Zugangszeitpunkt grundsätzlich der Höhe der Verbindlichkeit. Abweichungen können durch die Berücksichtigung anfänglich geleisteter Kosten im Zusammenhang mit der Erlangung des Leasingvertrages, bereits vor dem Leasingbeginn erfolgter Vorauszahlungen und erhaltener Leasinganreize sowie etwaiger Rückbaukosten resultieren. Die Nutzungsrechte werden auf der Aktivseite unter "III. Nutzungsrechte" ausgewiesen und zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Sofern es sich um Leasingverbindlichkeiten im Zusammenhang mit einem Wind- oder Photovoltaikprojekt in der Umsetzung handelt, werden die Nutzungsrechte bis zur Fertigstellung des Projekts unter den Vorräten ausgewiesen. Die planmäßige Abschreibung der Nutzungsrechte erfolgt linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit. Wenn die Ausübung einer Kaufoption als hinreichend sicher eingeschätzt wird, erfolgt die Abschreibung über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswertes.

Verträge können sowohl Leasing- als auch Nichtleasingkomponenten beinhalten. PNE ordnet den Transaktionspreis diesen Komponenten auf Basis ihrer relativen Einzelpreise zu. Eine Ausnahme stellen Leasingverträge über Fahrzeuge dar. In diesem Fällen macht PNE von dem Wahlrecht Gebrauch, keine Aufteilung zwischen Leasing- und Nichtleasingkomponenten vorzunehmen, sondern den Vertrag im Ganzen als Leasingvertrag zu bilanzieren.

PNE ist möglichen zukünftigen Steigerungen variabler Leasingzahlungen ausgesetzt, die sich aus einer Änderung eines Indexes oder einer (Zins-)Rate ergeben können. Diese möglichen Änderungen der Leasingraten sind bis zu deren Wirksamwerden nicht in der Leasingverbindlichkeit berücksichtigt. Sobald sich Änderungen eines Indexes oder einer (Zins-)Rate auf die Leasingraten auswirken, wird die Leasingverbindlichkeit angepasst.

Verlängerungs- und Kündigungsoptionen werden bei der Bestimmung der Laufzeit dann berücksichtigt, wenn die Ausübung der Optionen als hinreichend sicher beurteilt wird. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten am Bereitstellungsdatum werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen bzw. Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Eine Neubeurteilung der ursprünglich getroffenen Einschätzung erfolgt dann, wenn ein wesentliches Ereignis oder eine wesentliche Änderung der Umstände eintritt und wenn dies die bisherige Beurteilung beeinflussen kann, sofern das wesentliche Ereignis oder die Änderung der Umstände im Einflussbereich des Leasingnehmers liegt. Die Beurteilung wird spätestens überprüft, wenn eine Verlängerungsoption tatsächlich ausgeübt (oder nicht ausgeübt) wird.

PNE tritt im Rahmen der Untervermietung eines Büro- und Verwaltungsgebäudes als Leasinggeber auf. Insgesamt 15 Untermieter haben rund 45 Prozent der Nutzfläche des Gebäudes gemietet. Bei den Untermietern handelt es sich um fünf Unternehmen der PNE-Gruppe, zwei der WKN-Gruppe sowie acht konzernfremde Unternehmen.

Die Leasingverhältnisse, bei denen PNE als Untervermieter Leasinggeber ist, werden gemäß den Anforderungen in IFRS 16 in Operating- und Finanzierungsleasing klassifiziert. Dabei liegt Finanzierungsleasing vor, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum bzw. dem bei PNE vorhandenen Nutzungsrecht verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Bei Finanzierungsleasingverträgen wird am Bereitstellungstag anstelle des Nutzungsrechts eine Forderung in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis erfasst. Die Nettoinvestition in das Leasingverhältnis entspricht der Summe aus den Leasingzahlungen an PNE und einem etwaigen nicht garantierten Restwert, abgezinst mit dem Leasingzinssatz, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt, oder, falls dieser nicht vorliegt, mit dem Zinssatz aus dem Hauptleasingverhältnis. Die Folgebewertung erfolgt mit der Effektivzinsmethode. Die Leasingzahlungen an PNE werden zu diesem Zweck in Zinsertrag (ausgewiesen im Finanzertrag) und Tilgungen der Leasingforderung aufgeteilt. Bei Operating-Leasingverträgen wird das Nutzungsrecht weiter durch PNE bilanziert.

5. Langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte werden überwiegend zu Anschaffungskosten angesetzt, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert, da es sich um Investitionen in Eigenkapitalinstrumente handelt, für die kein notierter Marktpreis zur Verfügung steht.

Die Ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert angesetzt.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden at-equity in den Konzern einbezogen.

Aus den assoziierten Unternehmen resultieren Aufwendungen aus der Verlustübernahme in Höhe von 24 Tsd. Euro (im Vorjahr: 24 Tsd. Euro) und Erträge in Höhe von 60 Tsd. Euro (im Vorjahr: 27 Tsd. Euro).

6. Latente Steuern

Latente Steuern werden nach der "liability method" entsprechend IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzernabschluss angesetzt. Für die steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wird keine latente Steuerschuld angesetzt.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden sind aufgrund der zum Bilanzstichtag gültigen Gesetze und Verordnungen berechnet. Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden grundsätzlich mit den landesspezifischen Steuersätzen für die einzelnen Konzernunternehmen ermittelt.

Ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge wird in dem Umfang aktiviert, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges, zu versteuerndes Einkommen zur Verrechnung zur Verfügung stehen wird.

Aktive und passive latente Steuern werden in der Konzernbilanz saldiert ausgewiesen, sofern ein einklagbares Recht besteht, tatsächliche Steuerschulden aufzurechnen und die latenten Steuern sich auf dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde beziehen.

7. Vorräte

Die Vorräte werden grundsätzlich mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- und Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Darüber hinaus werden die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordneten Fremdkapitalkosten aktiviert. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Veräußerungserlös abzüglich geschätzter Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Vertriebskosten.

8. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten.

9. Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte setzen sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehensforderungen, erworbenen Eigenkapitaltiteln, Zahlungsmitteln bzw. Zahlungsmitteläquivalenten sowie ggf. Derivaten mit positiven beizulegenden Zeitwerten zusammen.

Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden nach der Methode der Bilanzierung zum Handelstag bilanziert, das heißt zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eingegangen ist.

Die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt jeweils auf Basis des Geschäftsmodells und der Charakteristika der Zahlungsströme. Der Konzern stuft seine finanziellen Vermögenswerte grundsätzlich in die folgenden Bewertungskategorien ein:

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Amortized Cost (AC): Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden und bei denen diese Zahlungsströme ausschließlich Zins-und Tilgungszahlungen darstellen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Fair Value through OCI (FVOCI): Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme und zur Veräußerung der finanziellen Vermögenswerte gehalten werden und bei denen die Zahlungsströme ausschließlich Zins-und Tilgungszahlungen darstellen, werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Veränderungen des Buchwerts werden im sonstigen Ergebnis ausgewiesen, mit Ausnahme der Wertminderungserträge oder -aufwendungen.

Fair Value through Profit or Loss (FVPL): Vermögenswerte, welche die Kriterien der Kategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" oder "FVOCI" nicht erfüllen, werden in der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" bewertet.

Für nicht zu Handelszwecken gehaltene Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, übt der Konzern das Wahlrecht aus, diese unwiderruflich erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) zu bewerten. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um strategische Finanzinvestitionen und der Konzern hält diese Klassifizierung für aussagekräftiger. Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen im beizulegenden Zeitwert werden zum Zeitpunkt der Ausgliederung nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Die in die Kategorie FVOCI eingestuften Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden zu Anschaffungskosten bewertet, da diese eine geeignete Schätzung des FairValues darstellen. Für sie bestand am Bilanzstichtag keine Verkaufsabsicht.

Für zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Vermögenswerte wird eine bilanzielle Vorsorge für erwartete Kreditverluste erfasst.

Der Konzern wendet für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen; demzufolge werden für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen. Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale und Überfälligkeitstage zusammengefasst.

Die erwarteten Verlustquoten resultieren aus den Zahlungsprofilen der Umsätze über eine Periode von 36 Monaten vor dem 31. Dezember 2022 bzw. dem 1. Januar 2022 und den entsprechenden historischen Ausfällen in diesen Perioden. Die historischen Verlustquoten werden angepasst, um aktuelle und zukunftsorientierte Informationen zu makroökonomischen Faktoren abzubilden, die sich auf die Fähigkeit der Kunden auswirken, die Forderungen begleichen zu können.

Ist nach angemessener Einschätzung keine Realisierbarkeit mehr gegeben, werden Forderungen aus Lieferungen ausgebucht. Als Indikatoren für diese Einschätzung zählen u. a. das Versäumnis eines Schuldners, sich zu einem Rückzahlungsplan gegenüber dem Konzern zu verpflichten oder für mehr als 30 Tage Zahlungsverzug vertragliche Zahlungen zu leisten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen aus dem Projektierungsgeschäft und aus den Service-Gesellschaften. Die Forderungen aus dem Projektierungsgeschäft weisen Verlustquoten von Null auf, da ein Verkauf eines Windparks lediglich an Investoren mit einer gesicherten Eigenkapital- bzw. Fremdkapitalausstattung über die gesamte Laufzeit des Parks erfolgt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von Service-Gesellschaften sind die Verlustquoten sehr gering.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gelten als "mit geringem Ausfallrisiko behaftet"; daher wurde die in der Periode erfasste Wertberichtigung auf die erwarteten 12-Monats-Kreditverluste begrenzt. Instrumente gelten als "mit geringem Ausfallrisiko behaftet", wenn das Risiko der Nichterfüllung gering ist und der Emittent jederzeit in der Lage ist, seine vertraglichen Zahlungsverpflichtungen kurzfristig zu erfüllen.

PNE berücksichtigt bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten die Ausfallwahrscheinlichkeit zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes von Vermögenswerten und stets das Vorliegen einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos. Um zu beurteilen, ob sich das Ausfallrisiko signifikant erhöht hat, wird das Ausfallrisiko für den Vermögenswert am Abschlussstichtag mit selbigem zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes verglichen. Bei diesem Vergleich werden angemessene und belastbare zukunftsorientierte Informationen berücksichtigt. Insbesondere werden interne (und ggf. externe) Bonitätsbewertungen, tatsächliche oder erwartete signifikante Änderungen der Ertragslage des Kreditnehmers sowie signifikante Erhöhungen des Ausfallrisikos bei anderen Finanzinstrumenten desselben Kreditnehmers als Indikatoren herangezogen.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen wurden.

Zinserträge werden periodengerecht unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode abgegrenzt.

Die finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich aus Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sonstigen Finanzverbindlichkeiten sowie Derivaten mit negativen beizulegenden Zeitwerten zusammen.

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, soweit sie nicht zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden, wie z. B. Derivate mit negativem beizulegendem Zeitwert oder Verbindlichkeiten für bedingte Gegenleistungen im Rahmen von Unternehmenserwerben.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente können nach der Bedeutung der in ihre Bewertungen einfließenden Faktoren und Informationen klassifiziert und in (Bewertungs-)Stufen eingeordnet werden. Die Einordnung eines Finanzinstruments in eine Stufe erfolgt nach der Bedeutung seiner Inputfaktoren für die Gesamtbewertung und zwar nach der niedrigsten Stufe, deren Input für die Bewertung als Ganzes erheblich ist. Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren Inputfaktoren:

Stufe 1 - die auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten (unverändert übernommenen) Preise

Stufe 2 - Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt in Ableitung von Preisen) beobachten lassen

Stufe 3 - nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren)

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes sämtlicher in der Konzernbilanz erfassten und in diesem Anhang erläuterten Finanzinstrumente beruht auf Informations- und Inputfaktoren der oben umschriebenen Stufe 2. Durch die Verwendung beobachtbarer Marktparameter weicht die Bewertung nicht von allgemeinen Marktannahmen ab. Die beizulegenden Zeitwerte in der Stufe 2 wurden in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsverfahren bestimmt.

Weitere erfasste Finanzinstrumente verfügen weder über an Märkten notierte Preise noch über vergleichbare Transaktionen, die zu ihrer verlässlichen Wertermittlung herangezogen werden könnten, sodass sie zu ihren (historischen) Anschaffungskosten ausgewiesen werden.

Im Einzelnen verweisen wir auf die Erläuterungen zu den jeweiligen Bilanzpositionen.

10. Rückstellungen

Rückstellungen werden für sämtliche externen Verpflichtungen gebildet, soweit die Inanspruchnahme eher wahrscheinlich ist und die Höhe der Rückstellung zuverlässig geschätzt werden kann. Daneben werden Drohverlustrückstellungen für sog. "onerous contracts" entsprechend der Vorschriften von IAS 37 gebildet.

Bei der Bewertung der Rückstellung wird der wahrscheinlichste Wert, bei einer Bandbreite unterschiedlicher Werte deren Erwartungswert angesetzt. Die Ermittlung und Bewertung erfolgen, sofern möglich, anhand vertraglicher Vereinbarungen; ansonsten basieren die Berechnungen auf Erfahrungen aus der Vergangenheit und Schätzungen des Vorstands.

Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert angesetzt, die Abzinsung erfolgt mit Marktzinssätzen, die dem Risiko und dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen.

Der Konzern verfügt neben gesetzlichen Pensionsverpflichtungen in sehr geringem Umfang über betriebliche Pensionspläne in Form von beitragsorientierten Zusagen. Zahlungen für beitragsorientierte Zusagen werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst.

Rückstellungen für erwartete Belastungen aus Rückbauverpflichtungen stellen Bestandteile der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dazugehöriger Vermögenswerte dar. Die Bildung der Rückstellung ist insofern bei der Erstbewertung erfolgsneutral vorzunehmen.

11. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn des Leasingverhältnisses mit dem Barwert der künftigen Leasingraten während der unkündbaren Grundmietzeit bilanziert.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich zu marktgerechten Konditionen verzinst.

Eventualverbindlichkeiten sind nicht in der Bilanz ausgewiesen. Eventualverbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Bürgschaften; eine Aufstellung der am Bilanzstichtag bestehenden Eventualverbindlichkeiten erfolgt unter Gliederungspunkt X.2.

12. Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden im Zeitpunkt des Zuflusses mit dem Nominalbetrag erfolgsneutral in einem separaten Posten erfasst und entsprechend den Abschreibungen der geförderten Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst.

13. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

14. Umsatzerlöse

PNE realisiert Umsatzerlöse, wenn die Verfügungsgewalt über abgrenzbare Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden übergeht, das heißt wenn dieser die Fähigkeit besitzt, die Nutzung der übertragenen Güter oder Dienstleistungen zu bestimmen und im Wesentlichen den verbleibenden Nutzen hieraus zieht. Dabei ist Voraussetzung, dass ein Vertrag mit durchsetzbaren Rechten und Pflichten besteht und der Erhalt der Gegenleistung wahrscheinlich ist. Die Umsatzerlöse entsprechen dem Transaktionspreis, zu dem PNE voraussichtlich berechtigt ist.

Variable Gegenleistungen sind im Transaktionspreis enthalten, wenn es hochwahrscheinlich ist, dass es nicht zu einer signifikanten Rücknahme der Umsatzerlöse kommt, sobald die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht. Der Betrag der variablen Gegenleistung wird entweder nach der Erwartungswertmethode oder mit dem wahrscheinlichsten Betrag ermittelt, abhängig davon, welcher Wert die variable Gegenleistung am zutreffendsten abschätzt.

Wenn der Zeitraum zwischen der Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen und dem Zahlungszeitpunkt zwölf Monate übersteigt und ein signifikanter Nutzen aus der Finanzierung für den Kunden oder PNE resultiert, wird die Gegenleistung um den Zeitwert des Geldes angepasst.

Enthalten Verträge mehrere Leistungsverpflichtungen, werden diese jeweils zu ihrem Einzelveräußerungspreis verkauft. Für jede Leistungsverpflichtung werden Umsatzerlöse entweder zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen bestimmten Zeitraum realisiert. Bei Vertragsabschluss wird bestimmt, ob die Umsatzrealisierung zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen bestimmten Zeitraum zu erfolgen hat.

Umsatzerlöse aus der Projektierung von Windkraft- und Photovoltaikanlagen (Segment "Projektentwicklung")

PNE projektiert und errichtet Windkraftanlagen an Land und auf See sowie Photovoltaikanlagen an Land. Umsatzerlöse aus der Errichtung von Windkraft- und Photovoltaikanlagen werden zeitraumbezogen realisiert, wenn eines der Kriterien des IFRS 15.35 erfüllt wird. In diesen Fällen werden Umsatzerlöse über einen bestimmten Zeitraum nach der Percentage-of-Completion-Methode (Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad) realisiert. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades basiert dabei auf den erbrachten Leistungen, die mit dem gesamten erwarteten Leistungsvolumen verglichen werden. Von Subunternehmern erbrachte Leistungen werden bei der Bestimmung des Fertigstellungsgrades berücksichtigt. Insgesamt wird der Fertigstellungsgrad projektindividuell anhand der erbrachten Leistungen ermittelt. Im Rahmen der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode ist die Einschätzung des Fertigstellungsgrades von besonderer Bedeutung; zudem kann sie Schätzungen hinsichtlich des Liefer- und Leistungsumfangs beinhalten, der zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen erforderlich ist, demnach können Schätzungsänderungen die Umsatzerlöse erhöhen oder mindern.

Wenn keines der Kriterien in IFRS 15.35 erfüllt ist, werden die Umsatzerlöse aus der Errichtung von Wind- und Photovoltaikparks zu dem Zeitpunkt realisiert, an dem die Verfügungsmacht über den Wind- bzw. Photovoltaikpark an den Kunden übergeht. Die Erlöse aus diesen Verkäufen werden in Höhe des im Vertrag festgelegten Preises erfasst.

Die Zahlung des Transaktionspreises ist sofort fällig, wenn der Kunde den Wind- bzw. Photovoltaikpark erwirbt und diesen bei Übergabe abnimmt.

Umsatzerlöse bei Dienstleistungen und aus Umspannwerkentgelten (Segment "Services")

PNE erbringt Dienstleistungen in Form von Management und Serviceleistungen für Windkraftanlagen. Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen werden linear über einen bestimmten Zeitraum realisiert. Erhaltene Vorauszahlungen (von max. einem Jahr) werden unter den Verbindlichkeiten im Posten abgegrenzte Umsatzerlöse ausgewiesen und linear aufgelöst. Beinhaltet ein Vertrag einen festen Stundensatz, werden die Erlöse in der Höhe erfasst, in der PNE einen Anspruch auf Rechnungstellung hat.

Umsätze aus Umspannwerken resultieren aus Umsätzen aus Umspannwerkanschlussentgelten sowie Umspannwerknutzungsentgelten.

Umspannwerkanschlussentgelte werden für einen Zeitraum von ca. 20 bis 25 Jahren vom Kunden im Voraus bezahlt und unter Berücksichtigung einer Finanzierungskomponente werden die Umsätze über die Vertragslaufzeit linear realisiert. Umsatzerlöse aus Umspannwerknutzungsentgelten werden in Höhe der vertraglich vereinbarten Beträge monatlich abgerechnet und erzielt.

Die Rechnungstellung und Zahlung für Umspannwerkanschlussentgelte erfolgt zum Großteil im Voraus für die gesamte Vertragslaufzeit. Der Ausweis dieser Vorauszahlungen erfolgt unter den Verbindlichkeiten als abgegrenzte Umsatzerlöse.

Für die Umspannwerknutzungsentgelte und die übrigen Dienstleistungen werden die Rechnungen gemäß den vertraglichen Bedingungen ausgestellt, dabei sehen die Zahlungsbedingungen üblicherweise marktübliche Standardzahlungsbedingungen innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungsstellung vor.

Umsatzerlöse aus Stromerzeugung (Segment "Stromerzeugung")

Der Konzern produziert Strom aus dem laufenden Betrieb von Windparks sowie eines Holzheizkraftwerks, speist diesen in Stromnetze ein und erhält dafür Umsatzerlöse.

Umsatzerlöse aus Stromlieferungen werden zeitraumbezogen anhand der outputbasierten Messmethode mengengenau laufend entsprechend der Leistungserbringung realisiert. Da der in Rechnung gestellte Betrag der Leistungserbringung entspricht, wendet PNE die Vereinfachungsregel an, die Umsätze in Höhe der in Rechnung gestellten Beträge zu erfassen.

Die Rechnungstellung an Kunden erfolgt gemäß den vertraglichen Bedingungen und sieht dabei üblicherweise marktübliche Standardzahlungsbedingungen innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungstellung vor.

15. Fremdwährungsumrechnung

Die in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Der Konzernabschluss wird in Euro erstellt, der Berichtswährung und funktionale Währung der Muttergesellschaft ist.

Transaktionen in Fremdwährung werden zum aktuellen Kurs am Tag der Transaktion in die jeweils funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Sonstige betriebliche Erträge" oder "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen aus zu erhaltenden bzw. zu zahlenden monetären Posten von bzw. an einen ausländischen Geschäftsbetrieb, deren Erfüllung weder geplant noch wahrscheinlich ist, welche Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sind und welche in der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen erfasst werden, werden bei Abgang der Nettoinvestition erfolgswirksam erfasst. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgt zu historischen Kursen.

Zur Aufstellung eines Konzernabschlusses sind die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Geschäftsbetriebe des Konzerns in Euro umzurechnen, wobei die am Bilanzstichtag gültigen Wechselkurse herangezogen werden. Erträge und Aufwendungen werden zum Durchschnittskurs der Periode umgerechnet. Die entstandenen Umrechnungsdifferenzen werden als Bestandteil des Eigenkapitals in die Rücklage aus der Währungsumrechnung eingestellt. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebes werden diese Beträge erfolgswirksam erfasst. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgt zu historischen Kursen.

Ein aus dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehender Geschäfts- oder Firmenwert sowie Anpassungen an die beizulegenden Zeitwerte werden als Vermögenswerte oder Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.

16. Hyperinflation

Die Türkei gilt seit dem 30. Juni 2022 als Hochinflationsland gemäß IAS 29. PNE wendet daher im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 für die einbezogenen Abschlüsse türkischer Tochterunternehmen erstmals IAS 29 an. Der aus der retrospektiven Erstanwendung des IAS 29 resultierende, im Eigenkapital erfasste Effekt zum 1. Januar 2022 betrug -3.272 Tsd. Euro. Aus der IAS-29-Anwendung ergab sich im Geschäftsjahr 2022 ein in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesener Gewinn aus der Nettoposition der monetären Posten in Höhe von 1.312 Tsd. Euro. Dabei wurde der Verbraucherpreisindex des Statistikinstituts der Türkei zur Adjustierung der Kaufkrafteffekte verwendet. Zum 1. Januar 2022 betrug dieser 687 Basispunkte und erhöhte sich zum 31. Dezember 2022 auf 1.128 Basispunkte. Die Vorjahreszahlen des Konzernabschlusses wurden in Übereinstimmung mit IAS 21 nicht angepasst.

V. BILANZ

Hinsichtlich der Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Werte des Anlagevermögens wird auf den Konzernanlagespiegel verwiesen. Hinsichtlich der Verfügungsbeschränkungen von Vermögenswerten des Anlagevermögens wird auf Punkt V.2. "Sachanlagevermögen" verwiesen.

1. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte betreffen mit 64.396 Tsd. Euro (im Vorjahr: 63.275 Tsd. Euro) Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften.

Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte

Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet.

Der künftig erzielbare Betrag wurde als beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Fair Value less cost to sell) definiert.

Zur Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Projektentwicklung" wurden die zukünftigen Cashflows aus detaillierten Planungen für die nächsten drei Jahre abgeleitet (Hierarchiestufe 3). Für den Zeitraum danach wurde kein Wachstumsabschlag berücksichtigt. Der für die Diskontierung der prognostizierten Cashflows verwendete durchschnittlich gewichtete Kapitalkostensatz vor Steuern beträgt für die Detailplanungsphase und für den anschließenden Zeitraum 11,75 Prozent (im Vorjahr: 8,26 Prozent).

Zur Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Services" wurden die zukünftigen Cashflows aus detaillierten Planungen für die nächsten drei Jahre abgeleitet (Hierarchiestufe 3). Für den Zeitraum danach wurde kein Wachstumsabschlag berücksichtigt. Der für die Diskontierung der prognostizierten Cashflows verwendete durchschnittlich gewichtete Kapitalkostensatz vor Steuern beträgt für die Detailplanungsphase und für den anschließenden Zeitraum 11,56 Prozent (im Vorjahr: 8,28 Prozent).

Zur Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Stromerzeugung" wurden die zukünftigen Cashflows aus detaillierten Planungen für die nächsten drei Jahre abgeleitet (Hierarchiestufe 3). Für den Zeitraum danach wurde eine kumulierte Planung über die jeweilige erwartete Restnutzungsdauer bis 2027 zugrunde gelegt. Der für die Diskontierung der prognostizierten Cashflows verwendete durchschnittlich gewichtete Kapitalkostensatz vor Steuern beträgt für die Detailplanungsphase und für den anschließenden Zeitraum 8,60 Prozent (im Vorjahr: 4,34 Prozent).

Wesentliche Grundannahmen für die Berechnung der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten der Geschäftseinheiten zum 31. Dezember 2022 und zum 31. Dezember 2021:

Projektentwicklung

Geplante Bruttogewinnmargen - Die Bruttogewinnmargen werden anhand der durchschnittlichen Bruttogewinnspannen, die in vorhergehenden Geschäftsjahren erzielt wurden, ermittelt und unter Berücksichtigung der erwarteten Effizienzsteigerung erhöht.

Zur Ermittlung des zukünftigen Cashflows werden von den so ermittelten Bruttogewinnen die zu erwartenden operativen Kosten abgezogen. Finanzierungskosten und Steuern bleiben unberücksichtigt. Der danach verbleibende Betrag stellt die Ausgangsbasis der Diskontierung dar.

Durchschnittlich gewichteter Kapitalkostensatz - Die Ermittlung der Eigenkapitalkosten erfolgte durch Anwendung des Capital Asset Pricing Models (CAPM). Die Kosten des Fremdkapitals vor Steuern wurden mit einem Zinssatz von 6,06 Prozent (im Vorjahr: 2,82 Prozent) angesetzt.

Ergebnis der Wertminderungstests und Sensitivitäten

Der erzielbare Betrag der CGU Laubuseschbach ("Stromerzeugung") (CGU - Cash Generating Unit - Zahlungsmittel generierende Einheit) liegt unterhalb des Buchwertes der Vermögenswerte der CGU, sodass eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 26 Tsd. Euro für diesen Windpark vorgenommen wurde.

Für die beiden CGUs "Projektentwicklung" und "Services" wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt. Für die CGU "Services" ist der Vorstand der Ansicht, dass keine vernünftige Veränderung der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung des erzielbaren Betrages basiert, zu einem Wertminderungsbedarf führen würde. Hinsichtlich der CGU "Projektentwicklung" schätzt der Vorstand, dass eine Veränderung des Zinssatzes um 3 Prozent dazu führen würde, dass die Summe der Buchwerte den erzielbaren Betrag der CGU um 6.451 Tsd. Euro übersteigt.

Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte, die den jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet wurden

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in Tsd. Euro Projektentwicklung 2022 Services 2022 Stromerzeugung 2022 Summe 2022
Buchwert des Geschäftsoder Firmenwertes 54.001 10.385 10 64.396
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in Tsd. Euro Projektentwicklung 2021 Services 2021 Stromerzeugung 2021 Summe 2021
Buchwert des Geschäftsoder Firmenwertes 52.854 10.385 36 63.275

2. Sachanlagen

Die Gesellschaft hat in den Geschäftsjahren seit 2017 Windparks in Eigenbesitz/​Portfolioprojekte gebaut und in Betrieb genommen. Diese Projekte wurden unabhängig von ihrer aktuellen oder künftigen Gesellschafterstruktur selbst betrieben und zur Stromerzeugung genutzt, daher erfolgte der Ausweis dieser Windparks ab dem Zeitpunkt der Veräußerung im Konzern gemäß IAS 16 als Anlagevermögen. Bis zur Entscheidung zur externen Veräußerung oder zum eigenen Betrieb erfolgte der Ausweis gemäß IAS 2 im Vorratsvermögen. Die Umgliederung aus dem Konzernvorratsvermögen in das Konzernanlagevermögen erfolgte dabei ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung und führte dementsprechend zu keiner Verringerung der Bestandsveränderung.

Die Finanzierungen der Windparkprojekte erfolgen teilweise durch öffentliche KfW-Darlehen. Diese Darlehen wurden im Rahmen des Erwerbs mit der Effektivzinsmethode bewertet. Die Differenz zwischen beizulegendem Zeitwert und Nominalwert der Darlehen von aktuell 54.819 Tsd. Euro (im Vorjahr: 12.820 Tsd. Euro) wird über die Laufzeit der Darlehen erfolgswirksam erfasst.

Verfügungsbeschränkungen bestehen wie im Vorjahr in Bezug auf das Verwaltungsgebäude inkl. Grundstück in Cuxhaven. Es besteht eine eingetragene Grundschuld in Höhe von 4.170 Tsd. Euro (im Vorjahr: 4.170 Tsd. Euro).

3. Nutzungsrechte

Die PNE-Gruppe hat Leasingverhältnisse nach den Vorgaben des IFRS 16 bilanziert. Aufgrund der Erfassung der Nutzungsrechte wird in der Bilanz per 31. Dezember 2022 ein Wert von 87.333 Tsd. Euro ausgewiesen (im Vorjahr: 64.732 Tsd. Euro). Zusätzlich werden per 31. Dezember 2022 weitere Nutzungsrechte in Höhe von 18.200 Tsd. Euro (im Vorjahr: 42.138 Tsd. Euro), während der Umsetzungsphase bis zur Fertigstellung der Projekte, unter den Vorräten ausgewiesen.

4. Langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte enthalten neben den Beteiligungen der Gesellschaft an assoziierten Unternehmen (inkl. Gemeinschaftsunternehmen) in Höhe von 515 Tsd. Euro (im Vorjahr: 461 Tsd. Euro) diejenigen Anteile an verbundenen Unternehmen, die wegen ihrer geringen Bedeutung nicht im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden, in Höhe von 474 Tsd. Euro (im Vorjahr: 242 Tsd. Euro). Die Beteiligungen sollen auf langfristige Sicht nicht veräußert werden. Darüber hinaus sind in dem Posten Ausleihungen in Höhe von 424 Tsd. Euro (im Vorjahr: 188 Tsd. Euro) enthalten. Des Weiteren werden in der Position "Sonstige langfristige Darlehensforderungen" die anteiligen langfristigen Darlehensforderungen aus den im Konzern (Segment "Stromerzeugung") getätigten SWAP-Geschäften mit 11.986 Tsd. Euro (per 31. Dezember 2021: 499 Tsd. Euro) ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden Wertminderungen in Höhe von 125 Tsd. Euro (im Vorjahr: 0 Tsd. Euro) auf langfristige finanzielle Vermögenswerte vorgenommen.

Zur Kategorisierung und Bewertung der Finanzinstrumente siehe Tz. IV.5.

Anteile an Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsunternehmen, weil auf der Basis von vertraglichen Vereinbarungen eine gemeinschaftliche Beherrschung gegeben ist.

Anteile an assoziierten Unternehmen sind in diesem Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert.

Die zusammenfassenden Finanzinformationen entsprechen den Beträgen der in Übereinstimmung mit den IFRS aufgestellten Abschlüsse der assoziierten Unternehmen (für Zwecke der Bilanzierung nach der Equity-Methode vom Konzern entsprechend angepasst).

Einzelheiten zur Windpark Altenbruch GmbH als wesentliches assoziiertes Unternehmen des Konzerns sind den folgenden Tabellen zu entnehmen:

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Assoziierte Unternehmen Hauptgeschäft Sitz Beteiligungs- und Stimmrechtsquote
31.12.2022 31.12.2021
Windpark Altenbruch GmbH Stromerzeugung aus Windenergie Cuxhaven 50 % 50 %

Überleitungsrechnung von den dargestellten zusammenfassenden Finanzinformationen zum Buchwert der Beteiligung an der Windpark Altenbruch GmbH im Konzernabschluss:

Windpark Altenbruch GmbH

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in Tsd. Euro 31.12.2022 31.12.2021
Nettoreinvermögen des Gemeinschaftsunternehmens 1.076 925
Beteiligungsquote des Konzerns 50 % 50 %
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
Erhaltene Dividende -32 -16
Buchwert der Konzernbeteiligung 506 447

Windpark Altenbruch GmbH

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in Tsd. Euro 31.12.2022 31.12.2021
Kurzfristige Vermögenswerte 318 162
Langfristige Vermögenswerte 770 770
Kurzfristige Schulden -12 -7
Langfristige Schulden 0 0

Windpark Altenbruch GmbH

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in Tsd. Euro 2022 2021
Umsatzerlöse 21 21
Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen -18 -10
Nachsteuerergebnis aus aufgegebenen Bereichen 0 0
Jahresergebnis -18 -10
Sonstiges Ergebnis 0 0
Gesamtergebnis -18 -10
Vom assoziierten Unternehmen erhaltene Dividende 32 16

Zusammengefasste Informationen für assoziierte Unternehmen, die einzeln unwesentlich sind:

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in Tsd. Euro 31.12.2022 31.12.2021
Summe der Buchwerte der Konzernanteile an diesen Unternehmen 9 15

5. Vorräte

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in Tsd. Euro 31.12.2022 31.12.2021
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 285 289
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 110.083 122.529
Fertige Erzeugnisse und Waren 2 2
Geleistete Anzahlungen 37.001 40.891
147.371 163.711

Die Gesellschaft hat in den Geschäftsjahren seit 2017 Windparks in Eigenbesitz/​ Portfolioprojekte gebaut und in Betrieb genommen. Diese Projekte wurden unabhängig von ihrer aktuellen oder künftigen Gesellschafterstruktur selbst betrieben und zur Stromerzeugung genutzt, daher erfolgte der Ausweis der Windparks ab dem Zeitpunkt der Veräußerung im Konzern gemäß IAS 16 als Anlagevermögen. Die Umgliederung der Assets erfolgte aus dem Konzernvorratsvermögen in das Konzernanlagevermögen.

Es werden per 31. Dezember 2022 Nutzungsrechte in Höhe von 18.200 Tsd. Euro (im Vorjahr: 42.138 Tsd. Euro) unter den Vorräten ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um Nutzungsrechte im Zusammenhang mit in der Umsetzungsphase befindlichen Wind- oder Photovoltaikprojekten. Diese Nutzungsrechte werden bis zur Fertigstellung der Projekte unter den Vorräten ausgewiesen und anschließend aus dem Konzernvorratsvermögen in die Konzernnutzungsrechte umgegliedert. Auf die Nutzungsrechte wurden Wertminderungen in Höhe von 1.418 Tsd. Euro vorgenommen, die in Analogie zu denen der im Anlagevermögen befindlichen Nutzungsrechte in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen und Nutzungsrechte ausgewiesen werden.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden darüber hinaus Wertminderungen der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert in Höhe von 8.264 Tsd. Euro (im Vorjahr: 5.041 Tsd. Euro) als Aufwand in den Bestandsveränderungen erfasst. Die Wertminderungen entfallen in Höhe von 3.296 Tsd. Euro (im Vorjahr: 110 Tsd. Euro) auf das Inland und in Höhe von 4.968 Tsd. Euro (im Vorjahr: 4.931 Tsd. Euro) auf das Ausland. Die Wertminderungen wurden im Wesentlichen vorgenommen, da Sachverhalte wie z. B. verlängerte Genehmigungszeiträume, Rechtsmittel gegen Projektvorhaben oder veränderte Rahmenbedingungen bezogen auf das jeweilige Projekt dazu geführt haben, dass einige Projekte nicht mehr zu den bisher kalkulierten Bedingungen wirtschaftlich umsetzbar sind und die vorhandenen Vermögenswerte wertberichtigt werden mussten.

Insgesamt wurden angefallene Kosten für Vorräte in Höhe von 111.671 Tsd. Euro (im Vorjahr: 129.819 Tsd. Euro) aufwandswirksam erfasst.

In den unfertigen Erzeugnissen und Leistungen sind Vermögenswerte in Höhe von 36.002 Tsd. Euro (im Vorjahr: 24.826 Tsd. Euro) enthalten, die voraussichtlich nach mehr als zwölf Monaten realisiert bzw. erfüllt werden.

Die unfertigen Leistungen gliedern sich im Wesentlichen wie folgt auf:

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Projekte an Land national: 83,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 100,4 Mio. Euro),

Projekte an Land international: 26,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 22,1 Mio. Euro).

Die unfertigen Leistungen veränderten sich im Rahmen der Umsetzung von Projekten von 122.529 Tsd. Euro (31. Dezember 2021) auf 110.083 Tsd. Euro.

6. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und darauf gebildeten Wertminderungen betreffen ausschließlich Forderungen aus Verträgen mit Kunden.

Eine Risikovorsorge für nicht wertgeminderte Forderungen (Stufe 2) wurde nicht gebildet, weil die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen gegenüber durchfinanzierten Wind- oder Photovoltaikparkbetreibergesellschaften (bei Forderungen aus der Projektierung oder Generalunternehmerschaft) oder laufenden Wind- oder Photovoltaikparks (bei Forderungen aus Dienstleistungen) mit laufenden Einnahmen bestehen.

An den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Eigentumsvorbehalte in geschäftsüblichem Umfang vereinbart, darüber hinaus wurden keine weiteren Sicherheiten vereinbart.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte umfassen die kurzfristigen sonstigen Darlehensforderungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen, assoziierte Unternehmen und solche, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Unter den kurzfristigen sonstigen Darlehensforderungen sind von der PNE AG und der WKN GmbH an veräußerte Windparkprojektgesellschaften ausgegebene Darlehen ausgewiesen.

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen, assoziierte Unternehmen und solche, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind kurzfristige sonstige finanzielle Forderungen, welche im Wesentlichen Darlehensforderungen umfassen, ausgewiesen.

Eine Risikovorsorge für nicht wertgeminderte Darlehen (Stufen 1 und 2) wurde nicht gebildet, da diese Darlehen gegenüber nicht konsolidierten durchfinanzierten Windparkbetreibergesellschaften bzw. Windparks mit laufenden Einnahmen bestehen. Bereits bestehende Wertminderungen auf Darlehen (Stufe 3) resultieren aus Änderungen in der Vergangenheit in den gesetzlichen Rahmenbedingungen bestimmter Länder, in denen die darlehensnehmenden Gesellschaften operieren, infolgedessen sich niedrigere als erwartete Einnahmen ergeben haben. Alle Wertminderungen wurden in vergangenen Perioden gebildet und es bestehen derzeit keine Anzeichen, dass ähnliche regulatorische Veränderungen, welche einen Wertminderungsbedarf bestehender Darlehen zur Folge hätten, eintreten könnten.

In den übrigen Vermögenswerten sind anteilige Darlehensforderungen aus den im Konzern (Segment "Stromerzeugung") getätigten SWAP-Geschäften in Höhe von 12,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 0,5 Mio. Euro) enthalten.

Es wurden keine Sicherheiten für die sonstigen finanziellen Vermögenswerte vereinbart.

Weitere Angaben zu finanziellen Vermögenswerten gem. IFRS 7

Die Kreditverluste der nach dem vereinfachten Wertminderungsmodell (Simplified Approach) bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der nach dem generellen Wertminderungsmodell (General Approach) bewerteten sonstigen finanziellen Vermögenswerte entwickelten sich wie folgt:

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General Approach
in Tsd. Euro Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Simplified Approach Gesamt
Stand 1.1.2021 - - 3.174 499 3.673
Transfer nach Stufe 1 - - - - -
Transfer nach Stufe 2 - - - - -
Transfer nach Stufe 3 - - - - -
Finanzielle Vermögenswerte, die in der Berichtsperiode ausgebucht wurden - - - - -
Wertberichtigungen - - - 41 41
Auflösungen - - - -74 -74
Stand 31.12.2021 /​ 1.1.2022 - - 3.174 466 3.640
Transfer nach Stufe 1 - - - - -
Transfer nach Stufe 2 - - - - -
Transfer nach Stufe 3 - - - - -
Finanzielle Vermögenswerte, die in der Berichtsperiode ausgebucht wurden - - - - -
Neu ausgereichte oder erworbene finanzielle Vermögenswerte - - - - -
Wertberichtigungen - - - 326 326
Auflösungen - - - -33 -33
Wechselkursbedingte und sonstige Veränderungen - - - - -
Stand 31.12.2022 - - 3.174 759 3.933

Die folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen finanziellen Vermögenswerte im Berichtsjahr dar.

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General Approach
in Tsd. Euro Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Simplified Approach Gesamt
Stand 1.1.2021 3.477 - 3.174 40.670 47.321
Transfer nach Stufe 1 - - - - -
Transfer nach Stufe 2 - - - - -
Transfer nach Stufe 3 - - - - 0
Neu ausgereichte oder erworbene und ausgebuchte finanz. Vermögenswerte 3.889 - - -10.712 -6.823
Wechselkursbedingte und sonstige Veränderungen - - - - -
Stand 31.12.2021 /​ 1.1.2022 7.366 - 3.174 29.958 40.498
Transfer nach Stufe 1 - - - - -
Transfer nach Stufe 2 - - - - -
Transfer nach Stufe 3 - - - - -
Neu ausgereichte oder erworbene und ausgebuchte finanz. Vermögenswerte 2.618 - - 8.953 11.571
Wechselkursbedingte und sonstige Veränderungen - - - - -
Stand 31.12.2022 9.984 - 3.174 38.911 52.069

Die Bruttobuchwerte der der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen finanziellen Vermögenswerte nach Ausfallrisiko-Ratingklassen stellen sich wie folgt dar:

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General Approach
in Tsd. Euro Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Simplified Approach
Ausfallrisiko Ratingklasse 1 9.984 - - 38.911
Ausfallrisiko Ratingklasse 2 - - - -
Ausfallrisiko Ratingklasse 3 - - 3.174 -
Gesamt 9.984 0 3.174 38.911

Finanzinstrumente mit der Ratingklasse 1 unterliegen keinem signifikanten Ausfallrisiko.

Finanzinstrumente mit der Ratingklasse 2 unterliegen einem erhöhten Ausfallrisikomanagement.

Finanzinstrumente mit der Ratingklasse 3 umfassen wertgeminderte Finanzinstrumente.

Die nachfolgende Tabelle zeigt, unter Angabe der Kategorien, die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte sämtlicher finanzieller Vermögenswerte:

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in Tsd. Euro Kategorie gem. IFRS 9 Gesamt Fair Value
Per 31.12.2022
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 121.582 121.582
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 38.152 38.152
Kurzfristige sonstige Darlehensforderungen AC 90 90
Forderungen gegen verbundenen Unternehmen AC 9.673 9.673
Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und solchen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht AC 221 221
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen FVOCI 474 474
Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht FVOCI 804 804
Sonstige Ausleihungen AC 424 424
Sonstige langfristige Darlehensforderungen AC 11.986 11.986
183.406 183.406
Summe AC 182.128 182.128
Summe FVOCI 1.278 1.278
Per 31.12.2021
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 149.625 149.625
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 29.492 29.492
Kurzfristige sonstige Darlehensforderungen AC 1.204 1.204
Forderungen gegen verbundene Unternehmen AC 6.000 6.000
Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und solchen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht AC 162 162
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen FVOCI 242 242
Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht FVOCI 1.208 1.208
Sonstige Ausleihungen AC 188 188
Sonstige langfristige Darlehensforderungen AC 499 499
188.620 188.620
Summe AC 187.170 187.170
Summe FVOCI 1.450 1.450

AC = zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

FVOCI = zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Wertänderung im OCI)

Die in die Kategorie FVOCI eingestuften Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden in Höhe von 1.278 Tsd. Euro (31. Dezember 2021: 1.450 Tsd. Euro) zu Anschaffungskosten, welche eine geeignete Schätzung des Fair Values darstellen, bewertet. Nettoergebnisse und Dividenden entfallen aktuell auf die Kategorie "FVOCI" nicht.

Bei den finanziellen Vermögenswerten der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" (AC) entsprechen die Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd den beizulegenden Zeitwerten. Nettoergebnisse entfallen auf diese in Höhe von 326 Tsd. Euro (im Vorjahr: 41 Tsd. Euro) auf Wertminderungen, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wurden, sowie in Höhe von 44 Tsd. Euro (im Vorjahr: 76 Tsd. Euro) auf Zinserträge, welche im Finanzergebnis ausgewiesen werden.

Übrige Vermögenswerte

Unter den übrigen Vermögenswerten sind im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen ausgewiesen.

7. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft zum 1. Januar 2022 betrug 76.603.334,00 Euro (im Vorjahr: 76.603.334,00 Euro), eingeteilt in 76.603.334 (im Vorjahr: 76.603.334) Namensstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie.

Im Berichtszeitraum hat sich das Grundkapital der Gesellschaft nicht verändert. Am Bilanzstichtag betrug das Grundkapital der Gesellschaft daher unverändert 76.603.334,00 Euro, eingeteilt in 76.603.334 Namensstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie.

Genehmigtes Kapital 2017

Die Hauptversammlung hatte den Vorstand mit Beschluss vom 31. Mai 2017 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Mai 2022 durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und /​ oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 38.250.000,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017).

Von dem Genehmigten Kapital 2017, das mangels erneuter Erteilung einer entsprechenden Ermächtigung am 30. Mai 2022 ersatzlos ausgelaufen ist, machte der Vorstand im Berichtszeitraum keinen Gebrauch.

Bedingtes Kapital 2017

Die Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 hatte darüber hinaus eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um weitere bis zu 20.000.000,00 Euro beschlossen (Bedingtes Kapital 2017) und zugleich den Vorstand bis zum 30. Mai 2022 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- und /​ oder Optionsschuldverschreibungen auszugeben.

Von der Ermächtigung über das Bedingte Kapital 2017, das mangels erneuter Erteilung einer entsprechenden Ermächtigung am 30. Mai 2022 ersatzlos ausgelaufen ist, hat der Vorstand im Berichtszeitraum keinen Gebrauch gemacht.

Eigene Anteile

Die Hauptversammlung vom 22. Mai 2019 hat den Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, bis zum 21. Mai 2024 einmalig oder mehrmals eigene Aktien der Gesellschaft im Umfang von insgesamt bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der betreffenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals oder - falls dieser Betrag geringer ist - des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkaptals zu einem oder mehreren zulässigen Zwecken im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen zu erwerben. Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die die Gesellschaft bereits erworben hat und die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 Prozent des Grundkapitals entfallen. Der Erwerb kann dabei durch die Gesellschaft, durch abhängige oder im Besitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder durch auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte durchgeführt werden, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen, insbesondere gemäß § 71 Absatz 2 AktG, vorliegen. Gemäß der Ermächtigung erfolgt der Erwerb nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Einladung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder mittels Einräumung von Andienungsrechten. Dabei darf bei einem Erwerb über die Börse der Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion im XETRA-Handelssystem (oder in einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen Nachfolgesystem) ermittelten Börsenkurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse am Tag der Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb um nicht mehr als 10 Prozent über- oder unterschreiten. Bei einem Erwerb auf der Grundlage eines öffentlichen Kaufangebots darf der Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den nicht gewichteten durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im XETRA-Handelssystem (oder in einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten drei Börsenhandelstagen vor erstmaliger Veröffentlichung des Angebots nicht mehr als 10 Prozent über- oder unterschreiten. Im Falle der öffentlichen Einladung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder eines Erwerbs durch Einräumung von Andienungsrechten darf der Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den nicht gewichteten durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im XETRA-Handelssystem (oder in einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei letzten Börsenhandelstagen vor dem Tag der Annahme der Verkaufsangebote bzw. dem Tag der Einräumung von Andienungsrechten um nicht mehr als 10 Prozent über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines öffentlichen Kaufangebots oder der öffentlichen Einladung an Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder nach der Einräumung von Andienungsrechten erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so können das Angebot, die Einladung zur Abgabe von Verkaufsangeboten bzw. die Andienungsrechte angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Schlusskurs im XETRA-Handelssystem am letzten Börsentag vor der Veröffentlichung der Anpassung abgestellt; die 10-Prozent-Grenze für das Über- oder Unterschreiten ist auf diesen Betrag anzuwenden. Das Volumen eines öffentlichen Kaufangebots oder einer öffentlichen Einladung zur Abgabe von Verkaufsangeboten (zusammen "Öffentliches Erwerbsangebot") kann begrenzt werden. Sofern die Gesamtzahl der auf ein öffentliches Erwerbsangebot angedienten Aktien dessen Volumen überschreitet, kann der Erwerb nach dem Verhältnis der angedienten Aktien (Andienungsquoten) erfolgen; darüber hinaus können eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen (bis zu 50 Aktien je Aktionär) sowie zur Vermeidung rechnerischer Bruchteile von Aktien eine Rundung nach kaufmännischen Grundsätzen vorgesehen werden. Etwaige weitergehende Andienungsrechte der Aktionäre nach Maßgabe der Beteiligungsquoten sind ausgeschlossen. Auch im Fall der Einräumung von Andienungsrechten kann deren Gesamtvolumen begrenzt werden. Werden den Aktionären zum Zwecke des Erwerbs Andienungsrechte eingeräumt, so werden diese den Aktionären im Verhältnis zu ihrem Aktienbesitz entsprechend der Relation des Volumens der von der Gesellschaft zurückzukaufenden Aktien zum ausstehenden Grundkapital zugeteilt. Bruchteile von Andienungsrechten müssen nicht zugeteilt werden; für diesen Fall werden etwaige Teilandienungsrechte ausgeschlossen. Die nähere Ausgestaltung des jeweiligen Erwerbs, insbesondere eines etwaigen Kaufangebots oder einer Einladung zur Abgabe von Verkaufsangeboten bestimmt der Vorstand. Dies gilt auch für die Ausgestaltung etwaiger Andienungsrechte, insbesondere hinsichtlich der Laufzeit und ggf. ihrer Handelbarkeit. Dabei sind auch kapitalmarktrechtliche und sonstige gesetzliche Beschränkungen und Anforderungen zu beachten.

Der Vorstand ist außerdem ermächtigt, die aufgrund der vorstehend beschriebenen oder einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen Aktien zu folgenden Zwecken zu verwenden: Die Aktien können über die Börse oder mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes durch ein öffentliches Angebot an alle Aktionäre im Verhältnis ihrer Beteiligungsquote veräußert werden. Im Falle eines öffentlichen Angebots an alle Aktionäre kann das Bezugsrecht für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden. Ferner können die Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats anderweitig gegen Zahlung eines Barkaufpreises je Aktie veräußert werden, der den Börsenpreis der börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der auf die Anzahl der unter dieser Ermächtigung insgesamt veräußerten Aktien entfallene anteilige Betrag des Grundkapitals darf zudem 10 Prozent des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreiten. Außerdem können erworbene eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch gegen Sachleistung, insbesondere als (Teil-)Gegenleistung beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen von Unternehmen oder von sonstigen Vermögensgegenständen, einschließlich von Rechten und Forderungen - auch gegen die Gesellschaft -, oder von Ansprüchen auf den Erwerb von Vermögensgegenständen, oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen, angeboten und übertragen werden. Des Weiteren können erworbene eigene Aktien zur Bedienung von Erwerbsrechten auf Aktien der Gesellschaft aus oder im Zusammenhang mit von der Gesellschaft oder einer unmittelbaren oder mittelbaren 100-prozentigen Beteiligungsgesellschaft ausgegebenen Schuldverschreibungen mit Wandlungs- und /​ oder Optionsrechten verwendet werden. Ferner können erworbene eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung erfolgt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann allerdings gemäß § 237 Absatz 3 Nr. 3 AktG abweichend bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Absatz 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall gemäß § 237 Absatz 3 Nr. 3, zweiter Halbsatz, AktG ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen. Alle vorgenannten Ermächtigungen zur Veräußerung oder anderweitigen Verwendung bzw. zur Einziehung erworbener eigener Aktien können einmal oder mehrmals, ganz oder auch in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde insoweit ausgeschlossen, wie eigene Aktien gemäß den vorstehend beschriebenen Ermächtigungen verwendet werden.

Darüber hinaus hat die Hauptversammlung vom 22. Mai 2019 den Aufsichtsrat der Gesellschaft ermächtigt, aufgrund der vorstehend beschriebenen Ermächtigung oder aufgrund früherer Ermächtigungen erworbene eigene Aktien unter Wahrung des Gebots der Angemessenheit der Vergütung dazu zu verwenden, die Aktien gegenwärtigen und /​ oder zukünftigen Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft im Rahmen des rechtlich Zulässigen als Vergütungsbestandteil in Form einer Aktientantieme zuzusagen oder zu übertragen. Dies muss mit der Maßgabe erfolgen, dass die weitere Übertragung der Aktien durch das jeweilige Mitglied des Vorstands binnen einer Frist von mindestens vier Jahren ab der Zusage bzw. Übertragung (Sperrfrist) ebenso wenig zulässig ist wie die Eingehung von Sicherungsgeschäften, durch die das wirtschaftliche Risiko aus dem Kursverlauf für den Zeitraum der Sperrfrist teilweise oder vollständig auf Dritte übertragen wird. Bei der Zusage bzw. Übertragung ist für Aktien jeweils der aktuelle Börsenkurs - auf der Grundlage einer vom Aufsichtsrat zu bestimmenden zeitnahen Durchschnittsbetrachtung - zugrunde zu legen. Auch diese Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder auch in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden. Ebenso ist das Bezugsrecht der Aktionäre insoweit ausgeschlossen, wie eigene Aktien gemäß dieser dem Aufsichtsrat erteilten Ermächtigung verwendet werden.

Im Berichtszeitraum haben weder der Vorstand noch der Aufsichtsrat von der durch die Hauptversammlung am 22. Mai 2019 erteilten Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien Gebrauch gemacht.

Zum 31. Dezember 2022 hielt die Gesellschaft 266.803 (im Vorjahr: 266.803) eigene Aktien, die sie im Jahr 2018 unter Ausnutzung der seinerzeit bestehenden Ermächtigung auf der Grundlage eines an alle Aktionäre gerichteten Aktienrückkaufangebots erworben hat. Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine eigenen Aktien verwendet.

Kapitalrücklage

In der Kapitalrücklage ist das Agio der ausgegebenen Aktien sowie der Eigenkapitalanteil der Wandelschuldverschreibungen enthalten. Im Geschäftsjahr 2022 veränderte sich die Kapitalrücklage nicht.

Fremdwährungsrücklage

In der Fremdwährungsrücklage sind Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der funktionalen Währung ausländischer Geschäftsbetriebe in die Berichtswährung des Konzerns enthalten.

Konzernbilanzergebnis

Im Konzernbilanzergebnis kumulieren sich die Gewinne und Verluste. Im Rahmen der Dividendenzahlung 2022 wurden aus dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der PNE AG ausgewiesenen Bilanzgewinn eine Dividende in Höhe von 3.053 Tsd. Euro (0,04 Euro je Aktie) sowie eine Sonderdividende in Höhe von 3.053 Tsd. Euro (0,04 Euro je Aktie) an die Aktionäre ausgeschüttet.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn der PNE AG in Höhe von 251.571.002,25 Euro eine Dividende in Höhe von 0,04 Euro sowie eine Sonderdividende in Höhe von 0,04 Euro für das Geschäftsjahr 2022 je dividendenberechtigter Stückaktie des Geschäftsjahres 2022 auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

8. Nicht beherrschende Anteile

Aus der Kapitalkonsolidierung von Gesellschaften sowie den Ergebnissen aus dem Geschäftsjahr 2022 und vergangenen Geschäftsjahren resultieren kumuliert "Nicht beherrschende Anteile" in Höhe von -5.590 Tsd. Euro (im Vorjahr: -7.382 Tsd. Euro).

Die nachfolgende Tabelle enthält Einzelheiten zu den nicht 100-prozentigen Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen.

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Name des Tochterunternehmens Sitz Beteiligungs- und Stimmrechtsquote der nicht beherrschenden Anteile Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn /​ Verlust Kumulierte nicht beherrschende Anteile
in Tsd. Euro 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022
WKN Teilkonzern
davon ATS Energia s.r.l. Italien 30,00 % 30,00 % -18 -7 -6.071
davon VKS Vindkraft Sverige Schweden 20,00 % 20,00 % -131 -148 484
davon WKN Windcurrent S.A. Südafrika 20,00 % 20,00 % -593 -306 -2.609
Coliaenergia ESPANA, S.L. Spanien 49,00 % 0,00 % 7 0 2.608
Sonstige -74 -2 -2
Gesamtsumme der nicht
beherrschenden Anteile -809 -463 -5.590
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Name des Tochterunternehmens Kumulierte nicht beherrschende Anteile
in Tsd. Euro 31.12.2021
WKN Teilkonzern
davon ATS Energia s.r.l. -6.052
davon VKS Vindkraft Sverige 615
davon WKN Windcurrent S.A. -2.017
Coliaenergia ESPANA, S.L. 0
Sonstige 72
Gesamtsumme der nicht
beherrschenden Anteile -7.382

Die zusammenfassenden Finanzinformationen hinsichtlich der Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen, sind nachfolgend angegeben. Die zusammenfassenden Finanzinformationen entsprechen den Beträgen vor konzerninternen Eliminierungen.

WKN Teilkonzern

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in Tsd. Euro 31.12.2022 31.12.2021
Kurzfristige Vermögenswerte 105.780 95.700
Langfristige Vermögenswerte 126.317 163.355
Kurzfristige Schulden 78.477 76.547
Langfristige Schulden 91.199 121.444
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 70.617 68.517
Nicht beherrschende Gesellschafter -8.196 -7.453

WKN Teilkonzern

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in Tsd. Euro 2022 2021
Gesamtleistung 81.765 176.647
Aufwendungen 80.260 181.394
Jahresergebnis 1.505 -4.747
davon:
Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallendes Jahresergebnis 2.247 -4.303
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallendes Jahresergebnis -742 -444
Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallendes Sonstiges Ergebnis 0 0
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallendes Sonstiges Ergebnis 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0
Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallendes Gesamtergebnis 2.247 -4.303
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallendes Gesamtergebnis -742 -444
Gesamtergebnis 1.505 -4.747

WKN Teilkonzern

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in Tsd. Euro 31.12.2022 31.12.2021
An die nicht beherrschenden Gesellschafter gezahlte Dividenden 0 0
Nettozahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit -1.183 53.890
Nettozahlungsströme aus Investitionstätigkeit -26.269 -91.610
Nettozahlungsströme aus Finanzierungstätigkeit 8.951 36.433
Nettozahlungsströme gesamt -18.501 -1.287

9. Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand

Die Gesellschaft hat seit dem Jahr 2000 Investitionszuschüsse in Höhe von insgesamt 1.746 Tsd. Euro für den Anbau eines Bürogebäudes, die Erweiterung des Geschäftsgebäudes und dessen Einrichtung erhalten.

Die Auflösung der Investitionszuschüsse orientiert sich an der Nutzungsdauer der zugrunde liegenden Vermögenswerte. Im Berichtsjahr wurde insgesamt ein Betrag in Höhe von 47 Tsd. Euro (im Vorjahr: 47 Tsd. Euro) aufgelöst.

10. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, die für abgelaufene Geschäftsjahre sowie für das Geschäftsjahr 2022 gebildet wurden.

Es bestehen steuerliche Risiken aus der körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerlichen Außenprüfung bei der WKN GmbH für die Jahre 2010 bis 2013 und 2014 bis 2016. Darüber hinaus wurde eine Betriebsprüfung für die Jahre 2017 bis 2020 angekündigt. Die Veranlagungen der Jahre 2010 bis 2013 auf Basis der abgeschlossenen Betriebsprüfung sind noch nicht rechtskräftig. Auf Basis der Gespräche zwischen der Geschäftsführung der WKN GmbH sowie deren Steuerberatern auf der einen Seite und der Finanzbehörde auf der anderen Seite bestehen unterschiedliche Sichtweisen in Bezug auf die steuerliche Berücksichtigung einzelner Sachverhalte der Jahre 2010 bis 2013. Entsprechende Einsprüche gegen wesentliche Teile der Körperschaft- und Gewerbesteuerveranlagungen wurden eingelegt. Eine Aussetzung der Vollziehung wurde seitens der Finanzbehörde gewährt. Die Betriebsprüfung der Jahre 2014 bis 2016 läuft noch. Mögliche Feststellungen der Betriebsprüfung 2010 bis 2013 könnten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WKN GmbH und des PNE-Konzerns im einstelligen Millionenbereich haben. Auf Basis des aktuellen Erkenntnisstands geht der Vorstand der PNE AG weiterhin davon aus, dass die steuerliche Abbildung der Sachverhalte zutreffend erfolgt ist. Für einzelne ausgewählte Sachverhalte, die im Rahmen der Betriebsprüfung aufgegriffen wurden, wurden die Steuern gezahlt. Für den wirtschaftlich überwiegenden Teil der im Rahmen der Betriebsprüfung 2010 bis 2013 aufgegriffenen Sachverhalte sieht der Vorstand dagegen unverändert keinen Anlass, in der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022 eine Rückstellung zu erfassen. Selbst bei Bildung einer Rückstellung in Höhe über alle Sachverhalte der Betriebsprüfung würde dies keine Auswirkung auf die veröffentlichte Guidance für das Geschäftsjahr 2022 haben, da mögliche Ergebnisauswirkungen im Steuer- und Zinsaufwand und damit außerhalb des EBITDAs ausgewiesen werden würden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird weiterhin als gering angesehen, die Auswirkung bei einem Eintritt als gravierend. Der Eintritt eines solchen Risikos wäre mit Auswirkungen von bis zu weiteren 7 Mio. Euro, neben den bereits getätigten Rückstellungen auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage verbunden. Das Risiko ist daher im Sinne der Definition des Risikomanagements mit "mittel" zu klassifizieren.

11. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

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in Tsd. Euro 1.1.2022 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2022
Prozesskosten 15 15 0 0 0
Übrige 5.183 478 791 2.133 6.047
5.198 493 791 2.133 6.047

Bei den übrigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückbauverpflichtungen, die auf die Windparks im Eigenbestand entfallen, und ansonsten um sonstige kurzfristige Rückstellungen.

12. Finanzverbindlichkeiten

Der Ausweis betrifft Unternehmensanleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, sonstige Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen sowie Derivate.

Die Buchwerte der Finanzverbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf bzw. haben den folgenden beizulegenden Zeitwert:

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in Tsd. Euro Kategorie gem. IFRS 9 Gesamt bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Fair Value
Per 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 44.572 44.572 0 0 44.572
Festverzinslich
Anleihen AC 53.754 0 53.754 0 55.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 396.198 32.350 132.902 230.947 451.017
Sonstige Finanzverbindlichkeiten AC 1.683 1.018 665 0 1.683
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen AC 117.010 5.803 20.500 90.708 117.010
Variabel verzinslich
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 3.006 3.006 0 0 3.006
Derivate
Zinsswap FVPL 1.156 60 240 856 1.156
617.380 86.809 208.061 322.510 673.445
Per 31.12.2021
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 34.398 34.398 0 0 34.398
Festverzinslich
Anleihen AC 49.521 0 49.521 0 50.250
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 351.711 21.290 101.543 228.878 364.531
Sonstige Finanzverbindlichkeiten AC 1.066 1.066 0 0 1.066
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen AC 110.580 6.862 18.809 84.909 110.580
Variabel verzinslich
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 42 42 0 0 42
Derivate
Zinsswap FVPL 5.484 360 1.431 3.693 5.484
552.801 64.017 171.304 317.480 566.350

AC = zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

FVPL = erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet

Die beizulegenden Zeitwerte der in den Tabellen aufgeführten Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten Methoden und Annahmen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert wird in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente bestimmt (Stufe 2). Im aktuellen Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine Umgliederungen zwischen den Hierarchiestufen vorgenommen.

Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der sonstigen Finanzverbindlichkeiten werden aktuelle Zinssätze herangezogen, zu denen vergleichbare Darlehen mit identischen Fristigkeiten zum Bilanzstichtag hätten aufgenommen werden können.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Anleihen basiert auf beobachtbaren Preisnotierungen zum Bilanzstichtag.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Zins-SWAPs basiert auf Forward-Zinssätzen (beobachtbare Zinsstrukturkurven am Bilanzstichtag) und den geschätzten kontrahierten Zinssätzen, welche anhand der Zinsstrukturkurve zum Stichtag diskontiert werden.

Es wird angenommen, dass bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Finanzverbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Restlaufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen.

Die Nettoergebnisse der finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bestehen ausschließlich aus Zinsen in Höhe von 9.117 Tsd. Euro (im Vorjahr: 6.321 Tsd. Euro), die im Finanzierungsaufwand enthalten sind.

Das Nettoergebnis der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzverbindlichkeiten resultiert aus der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von 1.156 Tsd. Euro (im Vorjahr: 5.484 Tsd. Euro). Der Ausweis erfolgt unter den Gewinn- und Verlustrechnungspositionen "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sowie "Zinsen und ähnliche Aufwendungen".

Die nachstehende Tabelle analysiert die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns in die jeweiligen Laufzeitbänder:

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in Tsd. Euro Summe vertragliche Cashflows bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Buchwert
Per 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 44.572 44.572 0 0 44.572
Anleihe 67.504 2.750 64.754 0 53.754
Verbindlichkeiten ggü Kreditinstituten 510.770 41.670 151.883 317.217 399.204
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 1.814 1.069 745 0 1.683
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 140.022 7.699 27.991 104.332 117.010
Zinsswap 1.156 60 240 856 1.156
765.838 97.820 245.613 422.405 617.380
Per 31.12.2021
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34.398 34.398 0 0 34.398
Anleihe 54.184 1.995 52.189 0 49.521
Verbindlichkeiten ggü Kreditinstituten 411.894 26.819 118.556 266.519 351.753
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 1.098 1.098 0 0 1.066
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 128.419 8.405 24.778 95.236 110.580
Zinsswap 5.484 360 1.431 3.693 5.484
635.476 73.074 196.954 365.448 552.801

Die Tabelle analysiert die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns in die jeweiligen Laufzeitbänder, basierend auf ihren vertraglichen Laufzeiten für:

(a) alle nicht derivativen finanziellen Verbindlichkeiten und

(b) derivative Finanzinstrumente, die auf Nettobasis abgerechnet werden und deren vertragliche Fälligkeiten wesentlich für ein Verständnis des zeitlichen Anfalls der Cashflows sind.

Bei den in der Tabelle ausgewiesenen Beträgen handelt es sich um die vertraglichen nicht abgezinsten Cashflows. Innerhalb von zwölf Monaten fällige Salden entsprechen deren Buchwerten, da der Einfluss der Abzinsung nicht signifikant ist. Bei Zins-SWAPs wurden die Cashflows unter Verwendung der Terminzinssätze geschätzt, die am Ende der Berichtsperiode galten.

Anleihen

Bei der Gesellschaft bestand im Berichtszeitraum die Unternehmensanleihe 2018 /​ 2023 sowie die Unternehmensanleihe 2022/​2027. Diese haben sich wie folgt entwickelt:

Anleihe 2018 /​ 2023

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in Tsd. Euro 2022 2021
Stand 1.1. 49.521 49.183
Ausgegeben 0 0
Aufzinsung 479 338
Zurückgezahlt 50.000 0
Stand 31.12. 0 49.521

Anleihe 2022 /​ 2027

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in Tsd. Euro 2022 2021
Stand 1.1. 0 0
Ausgegeben 53.687 0
Aufzinsung 68 0
Zurückgezahlt 0 0
Stand 31.12. 53.755 0
Gesamt 53.755 49.521

Unternehmensanleihe 2018 /​ 2023

Für die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells und des Aufbaus eines neuen europäischen Windparkportfolios, der Finanzierung von Investitionen zur Erweiterung der Wertschöpfungskette sowie zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung hatte die PNE AG im Mai 2018 eine mit 4 Prozent p. a. verzinsliche Unternehmensanleihe im Volumen von 50.000.000,00 Euro begeben. Die Schuldverschreibungen aus der Unternehmensanleihe 2018 /​ 2023 waren seit dem 2. Mai 2018 in den Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen.

Auf der Grundlage eines im Mai/​Juni 2022 durchgeführten öffentlichen Umtauschangebots an die Inhaber der Schuldverschreibungen aus der Unternehmensanleihe 2018 /​ 2023 hat die PNE AG angeboten, diese Schuldverschreibungen in Schuldverschreibungen aus der Unternehmensanleihe 2022/​2027 zu tauschen. Im Rahmen des Umtauschangebots vom 23. Mai 2022 bis 13. Juni 2022 wurden Schuldverschreibungen der Anleihe 2018 /​ 2023 im Gesamtnennbetrag von 32.073.000,00 Euro zum Umtausch eingereicht.

Mit Bekanntmachung vom 29. Juni 2022 hat die PNE AG gemäß § 4 Nr. 2 der Anleihebedingungen der Unternehmensanleihe 2018/​2023 von ihrem Recht Gebrauch gemacht, sämtliche der noch ausstehenden und nicht zum Umtausch eingereichten Schuldverschreibungen, die sich auf einen Gesamtnennbetrag von 17.927.000,00 Euro beliefen, vorzeitig mit Wirkung zum Ablauf des 29. Juli 2022 zu kündigen. Die Rückzahlung der noch ausstehenden Schuldverschreibungen aus der Unternehmensanleihe 2018/​2023 erfolgte am 1. August 2022 zu einem Betrag von 101 Prozent des Nennbetrags zzgl. aufgelaufener und noch nicht gezahlter Zinsen bis zum 31. Juli 2022 (einschließlich). Durch die Rückzahlung sind sämtliche Verbindlichkeiten der PNE AG aus der Unternehmensanleihe 2018/​2023 beglichen und Rechtsverhältnisse zwischen der emittentin und den anleihegläubigern bestehen im Zusammenhang mit der Unternehmensanleihe 2018 /​ 2023 nicht mehr.

Unternehmensanleihe 2022 /​ 2027

Zur Verbesserung ihrer Finanzierungsstrukturen und zur Finanzierung von Maßnahmen des externen und internen Wachstums sowie für allgemeine Geschäftszwecke hat die PNE AG im Juni 2022 eine Unternehmensanleihe im Volumen von 55 Mio. Euro begeben. Die Schuldverschreibungen aus der Unternehmensanleihe 2022/​2027 sind seit dem 23. Juni 2022 in den Freiverkehr (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen.

Die Schuldverschreibungen aus der Unternehmensanleihe 2022/​2027 werden mit Wirkung vom 23. Juni 2022 (einschließlich) bis zum 23. Juni 2027 (ausschließlich) bezogen auf ihren Nennbetrag mit 5 Prozent p. a. verzinst. Die Zinsen sind jährlich nachträglich jeweils am 23. Juni eines jeden Jahres zahlbar. Nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen kann sich der Zinssatz abhängig von der Eigenkapitalquote, die sich aus der Konzernbilanz der Gesellschaft ergibt, um 0,5 Prozentpunkte erhöhen.

Sofern nicht zuvor ganz oder teilweise zurückgezahlt oder angekauft und entwertet, ist die PNE AG verpflichtet, die Schuldverschreibungen am 23. Juni 2027 zum Nennbetrag zurückzuzahlen. Gemäß den Anleihebedingungen hat die PNE AG jedoch unter anderem das Recht, frühestens ab dem 23. Juni 2025 Schuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von mindestens 5 Mio. Euro vorzeitig zurückzuzahlen, wobei in einem solchen Fall der Rückzahlungsbetrag höher als der Nennbetrag ist.

Tritt ein Kontrollwechsel ein, hat jeder Anleihegläubiger nach Maßgabe der Anleihebedingungen das Recht, von der PNE AG als Emittentin die vorzeitige Rückzahlung seiner Schuldverschreibungen zu verlangen. Ein Kontrollwechsel gilt in diesem Zusammenhang dann als eingetreten, wenn die Emittentin davon Kenntnis erlangt hat, dass eine Person oder eine gemeinsam handelnde Gruppe von Personen im Sinne von § 2 Abs. 5 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes der rechtliche oder wirtschaftliche Eigentümer einer solchen Anzahl von Aktien der Emittentin geworden ist, auf die 50 Prozent oder mehr Stimmrechte entfallen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Zinssätze für die festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen zwischen 0,79 Prozent und 3,91 Prozent. Bei den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist das Unternehmen einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Zinssätze hierfür lagen 2022 von 2,85 Prozent bis zu 14,89 Prozent (Kontokorrentzinssatz). Die variablen Zinssätze werden in Abständen von weniger als einem Jahr angepasst. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben Laufzeiten bis 2042.

Von den valutierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten per 31. Dezember 2022 sind 451.017 Tsd. Euro (im Vorjahr: 364.479 Tsd. Euro) gesichert durch:

1. Eingetragene Grundschuld i.H.v. 4.170 Tsd. Euro sowie Abtretung der Mietansprüche bzgl. Objekt Peter-Henlein-Str. 2 - 4, Cuxhaven,

2. Sicherungsabtretung aller Rechte aus Verträgen im Zusammenhang mit dem Windpark Pülfringen sowie Abtretung aller Forderungen dieses Windparks,

3. Sicherungsabtretung aller Rechte aus Verträgen im Zusammenhang mit den Windparks Gerdau-Repowering, Kittlitz III, Kleinbüllesheim, Kührstedt A, Kührstedt B, Kührstedt Bederkesa, Neuenwalde und Schlenzer sowie Abtretung aller Forderungen dieser Windparks,

4. Sicherungsabtretung aller Rechte aus Verträgen im Zusammenhang mit den Windparks Adensen Ost, Boitzenhagen, Kuhstedt II und Zahrenholz sowie Abtretung aller Forderungen dieser Windparks,

5. Sicherungsabtretung aller Rechte aus Verträgen im Zusammenhang mit den Windparks Langstedt, Lentföhrden und Holstentor sowie Abtretung aller Forderungen dieser Windparks,

6. Sicherungsabtretung aller Rechte aus Verträgen im Zusammenhang mit den Windparks Gnutz 1, Groß Oesingen, Hamwarde, Mannsbach, Schenklengsfeld II, Schenklengsfeld II B und Wahlsdorf sowie Abtretung aller Forderungen dieser Windparks,

7. Sicherungsabtretung durch Verpfändung der Anteile der PNE Power Generation GmbH im Rahmen der anteiligen Eigenkapitalzwischenfinanzierung von Windkraftanlagen für ein Repowering,

8. Sicherungsabtretung durch einzelne Verpfändungen der Anteile der PNE WIND West Europe GmbH, der PNE Portfolio 2 GmbH und der WKN Wertewind Betriebsgesellschaft mbH im Rahmen der jeweiligen anteiligen Eigenkapitalzwischenfinanzierungen von Windparkportfolios.

Sicherungsgrund (Nr. zur Auflistung)

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in Tsd. Euro Valutierter Betrag 2022 Valutierter Betrag 2021
Windparks Adensen Ost, Boitzenhagen, Kuhstedt II und Zahrenholz (4) 134.844 93.257
Windparks Gnutz 1, Groß Oesingen, Hamwarde, Mannsbach, Schenklengsfeld II, Schenklengsfeld II B und Wahlsdorf (6) 107.357 64.113
Windparks Kührstedt A, Kührstedt B, Kührstedt Bederkesa, Kittlitz III, Gerdau Repowering, Neuenwalde, Schlenzer, Kleinbüllesheim (3) 106.953 115.007
Windparks Langstedt, Lentföhrden und Holstentor (5) 59.433 61.127
Eigenkapitalzwischenfinanzierung von Windparkportfolios (8) 36.196 22.966
Grundschuld für Firmensitz in Cuxhaven (1) 3.433 3.594
Sonstige Kreditlinien im Konzern 3.305 92
Eigenkapitalzwischenfinanzierung von Windkraftanlagen zum Repowering (7) 2.501 3.827
Windpark Pülfringen (2) 0 588

Zum 31. Dezember 2022 standen dem Konzern zudem

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Betriebsmittellinien in Höhe von 15,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 15,1 Mio. Euro) zur Verfügung, die per 31. Dezember 2022 mit 3,0 Mio. Euro in Anspruch genommen waren (im Vorjahr: 0,0 Mio. Euro),

Kreditlinien für Projektfremdkapitalfinanzierungen von 35,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 63,3 Mio. Euro) zur Verfügung.

Für weitere Eigenkapitalzwischenfinanzierungen von Projekten besteht eine Vereinbarung (Letter of Intent) mit einer Bank in Höhe von bis zu 27,1 Mio. Euro, auf dessen Basis jeweils nach Inbetriebnahme der Projekte gesonderte Eigenkapitalzwischenfinanzierungen abgeschlossen werden können. Per 31. Dezember 2022 waren davon bereits 23,1 Mio. Euro in Anspruch genommen worden.

Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2022 zudem über Linien für Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsavale (ohne von Banken gewährte Avallinien in Zusammenhang mit laufenden Projektfinanzierungen) in Höhe von 40,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 34,2 Mio. Euro). Die Linien für Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsavale waren per 31. Dezember 2022 mit 6,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 4,8 Mio. Euro) in Anspruch genommen.

Zum Bilanzstichtag lagen keine Verzugs- oder sonstigen Leistungsstörungen bei Zinsen oder Tilgung vor und es wird nicht von einer Inanspruchnahme der gegebenen Sicherheiten ausgegangen.

Sonstige Finanzverbindlichkeiten

Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten enthalten in Höhe von 1,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 5,5 Mio. Euro) Derivate (Zins-SWAPs).

Zum Bilanzstichtag lagen keine Verzugs- oder sonstigen Leistungsstörungen bei Zinsen oder Tilgung vor.

Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen

PNE wendet den Standard IFRS 16 Leasingverhältnisse seit dem 1. Januar 2019 an.

Buchwerte in Zusammenhang mit Leasingverhältnissen

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in Tsd. Euro 2022 2021
Erfasst in den Nutzungsrechten
Nutzungsrechte für Grundstücke,Bauten und ähnliche Vermögenswerte 86.048 63.339
Nutzungsrechte für Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.285 1.393
87.333 64.732
Erfasst in den Vorräten
Nutzungsrechte für Grundstücke, Bauten und ähnliche Vermögenswerte erfasst in den Vorräten 18.200 42.138
18.200 42.138
Erfasst in den Finanzverbindlichkeiten
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 111.207 103.719
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 5.803 6.862
117.010 110.580
Zuführungen zu den Nutzungsrechten
davon Nutzungsrechte für Grundstücke, Bauten und ähnliche Vermögenswerte 5.629 17.553
davon Nutzungsrechte für Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 788 701
davon Nutzungsrechte für Grundstücke, Bauten und ähnliche Vermögenswerte erfasst in den Vorräten 8.609 24.990
15.026 43.244

Aufwendungen und Erträge in Zusammenhang mit Leasingverhältnissen

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in Tsd. Euro 2022 2021
Planmäßige Abschreibungen auf Nutzungsrechte für Grundstücke, Bauten und ähnliche Vermögenswerte 5.413 4.608
Planmäßige Abschreibungen auf Nutzungsrechte für Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 897 1.022
Planmäßige Abschreibungen auf Nutzungsrechte für Grundstücke, Bauten und ähnliche Vermögenswerte erfasst in den Vorräten 1.418 2.654
Wertminderungen auf Nutzungsrechte 0 0
Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten 1.988 1.665
Aufwendungen 9.716 9.949
Erträge aus Unterleasing von Nutzungsrechten 361 365
Erträge 361 365
Die gesamten Auszahlungen für Leasing im Geschäftsjahr betrugen 7.828 7.152

Die Auszahlungen für Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten werden im Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten wird im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

PNE mietet verschiedene Bürogebäude sowie Grundstücke zum Betrieb von Windkraft- und Photovoltaikanlagen sowie Fahrzeuge. Mietverträge werden in der Regel für feste Zeiträume von zwei Jahre bis 25 Jahre unter der Berücksichtigung von, für den Betrieb von Windkraft- und Photovoltaikanlagen, üblichen Verlängerungsoptionen abgeschlossen.

Auswirkungen aufgrund der Corona-Pandemie in Form von Mieterleichterungen hat es im Berichtszeitraum nicht gegeben.

Überleitung von Schulden aus Finanzierungstätigkeit

Die nachfolgende Überleitungsrechnung stellt die Veränderungen zwischen Eröffnungsbilanzwert und Schlussbilanzwert von Schulden aus Finanzierungstätigkeit dar - sowohl zahlungswirksame als auch nicht zahlungswirksame Veränderungen.

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Nicht zahlungswirksame Veränderungen
in Tsd. Euro Eröffnungsbilanzwert per 1.1.2022 Cashflow (zahlungswirksame Veränderung) Erwerb von Unternehmen Änderungen des Fair Value Änderung aus Zinseffekt Übrige
Anleihen 49.521 5.000 - - 547 -1.314
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 351.753 89.152 299 - -41.999 -
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 6.549 -3.709 - - - -
Leasingverbindlichkeiten 110.580 -7.828 - - - 14.258
Schulden aus Finanzierungstätigkeit 518.403 82.615 299 0 -41.452 12.944
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in Tsd. Euro Schlussbilanzwert per 31.12.2022
Anleihen 53.754
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 399.205
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 2.840
Leasingverbindlichkeiten 117.010
Schulden aus Finanzierungstätigkeit 572.809
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Nicht zahlungswirksame Veränderungen
in Tsd. Euro Eröffnungsbilanzwert per 1.1.2021 Cashflow (zahlungswirksame Veränderung) Erwerb von Unternehmen Änderungen des Fair Value Änderung aus Zinseffekt Übrige
Anleihen 49.183 - - - 338 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 239.246 122.179 - - -9.672 -
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 8.681 -2.132 - - - -
Leasingverbindlichkeiten 75.014 -7.152 - - - 42.718
Schulden aus Finanzierungstätigkeit 372.124 112.895 0 0 -9.334 42.718
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in Tsd. Euro Schlussbilanzwert per 31.12.2021
Anleihen 49.521
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 351.753
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 6.549
Leasingverbindlichkeiten 110.580
Schulden aus Finanzierungstätigkeit 518.403

13. Sonstige Verbindlichkeiten

Abgegrenzte Umsatzerlöse

Der Posten in Höhe von 28.548 Tsd. Euro (im Vorjahr: 25.189 Tsd. Euro) resultiert im Wesentlichen aus von Windparkbetreibergesellschaften geleisteten Vorauszahlungen für die Nutzung von Umspannwerken. Diese abgegrenzten Umsatzerlöse entsprechen Vertragsverbindlichkeiten gem. IFRS 15 und werden über die Laufzeit der Nutzungsverträge (20 bis 25 Jahre) ertragswirksam aufgelöst.

Übrige Verbindlichkeiten

Unter den übrigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von rund 1,2 Mio. Euro (im Vorjahr: rund 2,0 Mio. Euro) enthalten.

14. Finanzinstrumente und Grundsätze des Risikomanagements

Der Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen.

Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich für Sicherungszwecke eingesetzt, das heißt für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Der Konzern wendet kein Hedge Accounting an.

Die Grundzüge der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Abteilung Finanzen und Controlling. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird. Die Grundsätze des Risikomanagements wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Risikokategorien im Sinne von IFRS 7

Kreditrisiko

Der Konzern ist aus seinem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt. Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten Rechnung getragen. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei originären Finanzinstrumenten werden verschiedene Sicherungsmaßnahmen getroffen, wie z. B. Einholung von Sicherheiten oder Bürgschaften, wenn dies aufgrund von Bonitätsprüfungen angemessen erscheint. Bei den weder überfälligen noch wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten wird das Ausfallrisiko als gering angesehen.

Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen (wie z. B. Aufrechnungsvereinbarungen) vor.

Liquiditätsrisiko

Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherzustellen, wird eine revolvierende Liquiditätsplanung erstellt, welche die Liquiditätszu- und Liquiditätsabflüsse sowohl auf kurzfristige als auch auf mittel- und langfristige Sicht abbildet.

Die Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten mit vertraglichen Restlaufzeiten ist unter Tz. V.12. Finanzverbindlichkeiten abgebildet.

Marktrisiko

Im Bereich der Marktpreisrisiken ist der Konzern Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt.

Währungsrisiken

Die Währungskursrisiken des Konzerns resultieren primär aus der operativen Tätigkeit und Investitionen. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cashflows des Konzerns wesentlich beeinflussen.

Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass bilanziell erfasste, aber auch geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung (Euro) abgewickelt werden.

Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Zum Jahresende bestehen kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Konzern, die aus Sicht der Gesellschaft zu keinem wesentlichen Risiko führen.

Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich resultieren im Wesentlichen aus dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen.

Zur Sicherung gegen wesentliche Fremdwährungsrisiken wird der Konzern bei Bedarf Devisenderivate in Form von Devisentermingeschäften und Devisenoptionsgeschäften einsetzen. Mittels dieser Devisenderivate werden die Zahlungen bis maximal ein Jahr im Voraus gesichert. Der Konzern war zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt. Sicherungsgeschäfte gegen Fremdwährungsrisiken waren zum Bilanzstichtag daher nicht abgeschlossen worden.

Gemäß IFRS 7 erstellt der Konzern Sensitivitätsanalysen in Bezug auf die Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Der Konzern ist aufgrund geringer Fremdwährungsvermögenswerte und -schulden keinem wesentlichen Währungsrisiko ausgesetzt. Andere, für den Konzern relevante Währungen als in Euro lagen in unwesentlichen Höhen zum Bilanzstichtag in amerikanischem Dollar vor.

Zinsrisiken

Der Konzern unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt der Konzern grundsätzlich Zinsderivate (Zins-SWAPs, Zinscaps) ein, um Zinsänderungsrisiken entgegenzuwirken.

Im Berichtsjahr wurden im Zusammenhang mit neu aufgenommenen Krediten Zins-SWAPs abgeschlossen, weil aus geschäftspolitischer Sicht der richtige Zeitpunkt für den Abschluss der Zins-SWAPs vorlag.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

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Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungen designiert sind, aus und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das Zinsergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2022 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, hätten sich keine Effekte in Bezug auf eine Neubewertungsrücklage im Eigenkapital ergeben. Darüber hinaus wäre das Zinsergebnis um 11 Tsd. Euro (im Vorjahr: 55 Tsd. Euro) niedriger /​ höher gewesen.

Sonstige Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage.

Zum 31. Dezember 2022 und 31. Dezember 2021 hatte die Gesellschaft keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand.

Risikokonzentrationen

Über die allgemeinen (Kapitalmarkt-)Marktrisiken hinaus, bestehen aus Sicht des Managements keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

Zeitwerte

Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Konzerns umfassen in erster Linie Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, Kontokorrentkredite und langfristige Darlehen.

Der Buchwert der Zahlungsmitteläquivalente sowie der Kontokorrentkredite kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den derzeit verfügbaren Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil.

In Abhängigkeit vom Marktwert am Bilanzstichtag werden derivative Finanzinstrumente als sonstiger Vermögenswert (bei positivem Marktwert) oder als sonstige Verbindlichkeit (bei negativem Marktwert) ausgewiesen.

Kapitalmanagement

Die Ziele des Kapitalmanagements der Gesellschaft liegen

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in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung,

in der Gewährleistung einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals sowie

in der Aufrechterhaltung einer optimalen, die Kapitalkosten möglichst geringhaltenden Kapitalstruktur.

Um die Kapitalstruktur aufrechtzuerhalten oder zu verändern, gibt die Gesellschaft je nach Erfordernis neue Anteile heraus, nimmt Verbindlichkeiten auf oder veräußert Vermögenswerte, um Verbindlichkeiten zu tilgen.

Die Überwachung der Kapitalstruktur erfolgt auf Basis des Verschuldungsgrades, berechnet aus dem Verhältnis von Nettofremdkapital zu Gesamtkapital. Das Nettofremdkapital setzt sich aus den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften, sonstige Finanzverbindlichkeiten) abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten zusammen. Das Gesamtkapital besteht aus dem Eigenkapital zuzüglich Nettofremdkapital.

Einzelne Gesellschaften des Segments "Stromerzeugung" unterliegen Vorgaben hinsichtlich ihrer Liquiditätsreserven durch Banken, die zwar bei der Überwachung der Kapitalstruktur berücksichtigt werden, in der Summe jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Kapitalstruktur und ihrer Verfügbarkeit auf Konzernebene haben.

Die Strategie der Gesellschaft besteht darin, einen Verschuldungsgrad von höchstens 70 bis 80 Prozent einzugehen, um weiterhin Zugang zu Fremdkapital zu vertretbaren Kosten durch Beibehaltung eines guten Kreditratings zu gewährleisten.

Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel betrug die Nettoverschuldung (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten) am 31. Dezember 2022 somit -451,2 Mio. Euro (31. Dezember 2021: Nettoverschuldung -368,8 Mio. Euro).

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in Tsd. Euro 31.12.2022 31.12.2021
Finanzschulden 572.809 518.403
./​. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 121.582 149.625
= Nettofremdkapital 451.227 368.778
+ Eigenkapital 232.147 221.793
= Gesamtkapital 683.374 590.571
Verschuldungsgrad 66,03 % 62,44 %

Die im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Strategie zur Überwachung der Kapitalstruktur hat insofern ihre Ziele weiterhin erreicht, als dass sowohl der Verschuldungsgrad nicht überschritten wurde sowie auch sämtliche externen Vorgaben der Liquiditätssicherung eingehalten wurden.

VI. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach den Produkt- und Leistungsbereichen im Konzern. Es erfolgten im Berichtszeitraum im Wesentlichen Umsätze aus den Segmenten "Projektentwicklung" (Projektierung von Wind- und Photovoltaikprojekten) und "Services" (Management und Serviceleistungen von Windkraft- und Photovoltaikanlagen sowie Umsätze aus Umspannwerknutzungsentgelt). Im Segment "Stromerzeugung" wurden im Wesentlichen Umsätze aus dem Verkauf von Strom aus dem laufenden Betrieb von Windparks und des Holzheizkraftwerks Silbitz erzielt.

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in Tsd. Euro 2022 2021
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 112.796 102.287
Sonstige Erlösquellen 13.375 15.441
Summe Umsatzerlöse 126.171 117.728

Der Konzern erwirtschaftet Erlöse aus der Übertragung von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen sowohl zeitraum- als auch zeitpunktbezogen in den folgenden wesentlichen Produkt- und Leistungsbereichen und geografischen Regionen:

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in Tsd. Euro 2022
Projektentwicklung
Inland Ausland Services Stromerzeugung Gesamt
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 4.425 16.861 18.399 73.111 112.796
Sonstige Erlöse 1.432 11.943 0 0 13.375
Umsatzerlöse 5.857 28.804 18.399 73.111 126.171
Zeitpunkt der Erlöserfassung
zu einem bestimmten Zeitpunkt 4.425 16.861 0 0 21.286
über einen bestimmten Zeitraum 0 0 18.399 73.111 91.510
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in Tsd. Euro 2021
Projektentwicklung
Inland Ausland Services Stromerzeugung Gesamt
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 1.325 52.167 17.142 31.653 102.287
Sonstige Erlöse 1.412 14.029 0 0 15.441
Umsatzerlöse 2.737 66.196 17.142 31.653 117.728
Zeitpunkt der Erlöserfassung
zu einem bestimmten Zeitpunkt 1.325 52.167 0 0 53.492
über einen bestimmten Zeitraum 0 0 17.142 31.653 48.795

Sonstige Erlösquellen beziehen sich insbesondere auf gem. IFRS 10 erfasste Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf von Anteilen an Unternehmen, welche im Projektierungsgeschäft tätig sind.

Vertraglich vereinbarte Umsatzvolumina aus Service- und Dienstleistungen, die zum 31. Dezember 2022 auf noch nicht erfüllte Leistungsverpflichtungen entfallen, werden unter Berücksichtigung erwarteter Erlösminderungen voraussichtlich wie folgt erfolgswirksam:

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in Tsd. Euro 2022 2021
Ausstehender Transaktionspreis zum 31. Dezember 68.116 65.780
davon erlöswirksam in bis zu 1 Jahr 6.266 6.845
davon erlöswirksam zwischen 1 und 5 Jahren 19.218 16.959
davon erlöswirksam in mehr als 5 Jahren 42.632 41.976

Die Veränderung der abgegrenzten Umsatzerlöse (Vertragsverbindlichkeiten) zwischen dem 1. Januar 2022 und 31. Dezember 2022 ist auf folgende Faktoren zurückzuführen:

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in Tsd. Euro 2022 2021
Vertragsverbindlichkeiten zum 1. Januar 25.189 21.965
Zuführung 5.108 4.805
Realisierter Umsatz des lfd. Jahres, der in den Vertragsverbindlichkeiten zum 1. Januar enthalten war -1.749 -1.581
Vertragsverbindlichkeiten zum 31. Dezember 28.548 25.189

Vertragsverbindlichkeiten ergeben sich im Wesentlichen aus von Windparkbetreibergesellschaften geleisteten Vorauszahlungen für die Nutzung von Umspannwerken und aus Vorauszahlungen für Service-Leistungen.

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen folgende Effekte enthalten:

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Versicherungsentschädigung im Wesentlichen in Verbindung mit Windparkprojekten und dem Holzheizkraftwerk Silbitz in Höhe von 85 Tsd. Euro (im Vorjahr: 750 Tsd. Euro).

Im Geschäftsjahr 2022 konnten abgegrenzte Verbindlichkeiten in Höhe von 296 Tsd. Euro (im Vorjahr: 452 Tsd. Euro) aufgelöst werden, da die Gründe zur Passivierung nicht mehr bestanden.

Die Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 33 Tsd. Euro (im Vorjahr: 74 Tsd. Euro).

Seit Juni 2022 wird die Türkei als Hochinflationsland im Sinne des IAS 29 eingestuft. Die Effekte aus der Kaufkraftanpassung der nicht-monetären Bilanzposten sowie der Posten der Gesamtergebnisrechnung werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Im Geschäftsjahr 2022 ergab sich ein positives Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten in Höhe von 1.312 Tsd. Euro.

3. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen

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in Tsd. Euro 2022 2021
Löhne und Gehälter 36.422 32.886
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 6.138 5.612
42.561 38.499
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 514 468
Personalaufwand je Mitarbeiter 83 82

Die Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne nach IAS 19 im Geschäftsjahr 2022 betrugen 2.064 Tsd. Euro (im Vorjahr: 1.927 Tsd. Euro).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen folgende Aufwendungen:

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in Tsd. Euro 2022 2021
Reparatur und Instandhaltung 5.169 4.424
Rechts- und Beratungsaufwand 4.346 3.601
Miet-, Pacht-, Leasingaufwand und Mietnebenkosten 3.699 1.203
Werbe- und Reisekostenaufwand 2.723 1.622
Kraftfahrzeugkosten 1.811 1.573
Erlösabschöpfung (StromPBG) 1.538 0
Versicherungen und Beiträge 1.463 1.293
Abschluss- und Prüfungskosten inkl. Steuerberatung und externe Buchführung 1.183 1.210
EDV-Kosten 1.147 852
Periodenfremde Aufwendungen 508 394
Aufsichtsratsvergütung 442 409
Zuführung zu Einzelwertberichtigungen auf Forderung 326 41
Verluste aus Anlagenabgängen 4 340

5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge veränderten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 4.415 Tsd. Euro auf 33.798 Tsd. Euro. Im Wesentlichen liegt die Veränderung an der Bewertung der abgeschlossenen Zins-SWAPs im Rahmen der Projektfinanzierungen. Steigende Marktzinsen führen bei einer Bewertung der Zins-SWAPs zu einem Zinsertrag, welcher im Berichtszeitraum 2022 in Höhe von 17.691 Tsd. Euro (im Vorjahr: 3.530 Tsd. Euro) im Konzern (Segment "Stromerzeugung") verbucht wurde. Zudem wurde im Berichtszeitraum aufgrund der notwendigen Folgebewertung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ein Ertrag in Höhe von 14.935 Tsd. Euro (im Vorjahr: 17 Tsd. Euro) erfolgswirksam in den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen erfasst. Hierbei handelt es sich um einen außergewöhnlich hohen Effekt, der auf den starken Anstieg des Zinsniveaus insbesondere infolge des Ukraine-Kriegs und der zunehmenden Inflation in den letzten Monaten zurückzuführen ist. Aufgrund dieses Anstiegs mussten die Annahmen zu den bisher erwarteten Zins-Zahlungsströmen nach Ablauf der Zinsbindungsperioden angepasst werden. Für die Zeit nach Ablauf der Zinsbindungsperiode wurden daher entsprechend höhere Zinszahlungen veranschlagt. Zudem wurde der erwartete Effektivzins an die Markterwartungen angepasst. Obwohl sich zwar die ermittelten Zinssätze für die variablen Zahlungsströme und die Abzinsung in vergleichbarem Ausmaß ändern, kommt es in der teilweise noch bis zu neun Jahren andauernden Zinsbindungsperiode zu keiner Änderung der tatsächlichen Zahlungsströme. Aufgrund der Änderung des Effektivzinssatzes werden jedoch auch diese vergleichsweise niedrigen Zahlungsströme bis zum Ablauf der Zinsbindung mit dem neuen, deutlich höheren ermittelten Effektivzins abgezinst. Dieser Effekt führt im Wesentlichen zu dem auszuweisenden Ertrag. In der Folge werden über die verbleibende Laufzeit der Darlehen entsprechend höhere Zinsaufwendungen als bislang angenommen erfasst werden, die sich auf Basis der Effektivzinsmethode berechnen. Diese ermittelten Zinsaufwendungen entsprechen nicht den tatsächlichen Zinszahlungen, die insbesondere während der Zinsbindungsperiode noch deutlich unterhalb des zu erfassenden Aufwandes liegen können.

Des Weiteren sind in den Zinserträgen Darlehens- und Kontokorrentzinsen in Höhe von 44 Tsd. Euro (im Vorjahr: 76 Tsd. Euro) enthalten.

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Wesentlichen

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Zinsen auf die Anleihe 2018 /​ 2023 von 1.617 Tsd. Euro (im Vorjahr: 1.987 Tsd. Euro),

Zinsen auf die Anleihe 2022 /​ 2027 von 1.439 Tsd. Euro (im Vorjahr: 0 Tsd. Euro),

Darlehens- und Kontokorrentzinsen mit rd. 6.061 Tsd. Euro (im Vorjahr: 4.334 Tsd. Euro),

die Aufzinsung der Transaktionskosten der Anleihen mit 547 Tsd. Euro (im Vorjahr: 338 Tsd. Euro),

Wertänderungen derivativer Finanzinstrumente (inkl. Wertänderungen aus unterjährig abgegangenen SWAPs) mit 1.156 Tsd. Euro (im Vorjahr: 891 Tsd. Euro),

Folgebewertung der Kreditverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 3.169 Tsd. Euro (im Vorjahr: 842 Tsd. Euro),

Aufzinsung IFRS 16 Leasingverbindlichkeiten mit 1.988 Tsd. Euro (im Vorjahr: 1.665 Tsd. Euro) enthalten.

7. Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand (im Vorjahr: Ertragsteuerertrag) setzt sich wie folgt zusammen:

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in Tsd. Euro 2022 2021
Laufende Steuern 7.904 5.977
Latente Steuern
aus Konsolidierungseffekten -12.811 -15.944
aus Einzelabschlüssen und HBII-Anpassungen 14.535 -11.881
1.724 -27.825
9.627 -21.848

Unter den laufenden Steueraufwendungen werden bei den inländischen Gesellschaften die Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer sowie bei den ausländischen Gesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen.

Für die inländischen Gesellschaften betrug die Körperschaftsteuer 15 Prozent, der Solidaritätszuschlag betrug unverändert 5,5 Prozent auf die Körperschaftsteuer. Unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer belief sich damit die Gesamtsteuerbelastung der inländischen Gesellschaften auf rund 30 Prozent.

Bei den Auslandsgesellschaften kommen die individuellen landesspezifischen Steuersätze zur Anwendung.

Wesentliche Änderungen des Steueraufwandes durch Änderung der jeweiligen nationalen Steuersätze ergaben sich nicht.

Zum Bilanzstichtag verfügte der Konzern über geschätzte steuerliche Verlustvorträge im Inland von ca. 25 Mio. Euro (im Vorjahr: ca. 49 Mio. Euro) sowie im Ausland von ca. 111 Mio. Euro (im Vorjahr: ca. 87 Mio. Euro) zur Verrechnung mit zukünftigen Gewinnen. Ein latenter Steueranspruch auf diese Verluste wurde in Höhe von 3,5 Mio. Euro erfasst (im Vorjahr: 10,0 Mio. Euro) und in Höhe von 0,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) wertberichtigt. Angesichts der Verlustsituation in der Vergangenheit (Ausland) sowie der Steuerfreiheit auf Teile der Verkäufe von Anteilen an Kapitalgesellschaften in Deutschland werden lediglich latente Steueransprüche auf Verlustvorträge in Höhe des Betrags aktiviert, der künftig sicher durch positive zu versteuernde Ergebnisdifferenzen realisiert werden kann. Die Verluste im Inland können für unbegrenzte Zeit vorgetragen werden. Für die wesentlichen Verluste in den USA gilt, dass die Verlustnutzung in den USA auf 12 bzw. 20 Jahre beschränkt ist. Für Verluste in Polen gilt eine zeitliche Beschränkung auf fünf Jahre. Auf Verlustvorträge im Inland von 11 Mio. Euro (im Vorjahr: 13 Mio. Euro) und im Ausland von 111 Mio. Euro (im Vorjahr: 87 Mio. Euro) sind keine latenten Steuern angesetzt worden.

Nachfolgende Tabelle zeigt eine Überleitung des rechnerischen auf den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steuerertrag:

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in Tsd. Euro 2022 2021
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 23.722 2.816
Steuersatz 30,0 % 30,0 %
Ertragsteuern - rechnerisch 7.117 845
Unterschiedlicher Steuersatz -430 334
Hinzurechnungen /​ Kürzungen (Gewerbesteuer) -607 -695
Bildung latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 0 -10.034
Nichtansatz von latenten Steuern 7.272 7.462
Nutzung von Verlustvorträgen -3.003 -8.678
Steuerfreie Veräußerungsgewinne und sonstige steuerfreie Erträge -2.695 -10.892
Periodenfremder Steueraufwand /​ -ertrag 265 506
Nichtabziehbare Aufwendungen -212 -77
Steuereffekte Organschaft 1.919 -620
Sonstige Konsolidierungseffekte 1 1
Ausgewiesene Steuern 9.627 -21.848

Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landesspezifischen Steuersätzen ermittelt. Da die Wesentlichen mit Steuerlatenzen behafteten Sachverhalte im Inland begründet sind, wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 30,0 Prozent (im Vorjahr: 30,0 Prozent) angenommen.

Steuerlatenzen aufgrund von Bewertungsunterschieden entstanden bei den folgenden Bilanzpositionen:

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31.12.2022 31.12.2021
in Tsd. Euro aktive latente Steuern passive latente Steuern aktive latente Steuern passive latente Steuern
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0 -6.462 20 -5.180
Vorräte 13.869 -3.948 8.789 -2.236
Sachanlagevermögen 58.661 -1.540 41.189 -1.549
Immaterielle Vermögenswerte 3.411 -76 2.406 -87
Übrige Aktiva 9 -3.834 0 0
Verbindlichkeiten 581 -16.819 1.628 -3.998
Sonstige Rückstellungen 866 0 1.243 0
77.397 -32.679 55.275 -13.049
Verlustvorträge 3.457 0 10.034 0
Übrige Konsolidierungseffekte inkl. Wertberichtigungen 0 0 0 0
80.854 -32.679 65.309 -13.049
Saldierungsfähiger Anteil -15.545 15.545 -6.596 6.596
Latente Steuern 65.309 -17.134 58.713 -6.454

8. Ergebnis je Aktie

Unverwässertes Ergebnis je Aktie

Die Anzahl der Aktien betrug im Jahresdurchschnitt 2022 insgesamt 76.337 Tausend Namensstückaktien (im Vorjahr: 76.337 Tausend Namensstückaktien).

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt damit 0,20 Euro je Aktie (im Vorjahr: 0,33 Euro je Aktie).

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2022 2021
Konzernergebnis (in Tsd. Euro) 14.903 25.127
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (in Tausend) 76.337 76.337
Ergebnis je Aktie (in Euro) 0,20 0,33

Verwässertes Ergebnis je Aktie

Das verwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich wie folgt:

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2022 2021
Konzernergebnis vor Eliminierung von Verwässerungseffekten (in Tsd. Euro) 14.903 25.127
- Zinsaufwendungen auf Wandelschuldverschreibung (in Tsd. Euro) 0 0
Ergebnis nach Eliminierung (in Tsd. Euro) 14.903 25.127
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien vor Verwässerungseffekten (in Tausend) 76.337 76.337
+ gewogener Durchschnitt wandelbarer Aktien (in Tausend) 0 0
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien nach Verwässerungseffekten (in Tausend) 76.337 76.337
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) 0,20 0,33

VII. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

In der Kapitalflussrechnung wird der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit nach der indirekten Methode und die Cashflows aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit nach der direkten Methode aufgestellt.

1. Finanzmittelfonds

Der Finanzmittelfonds entspricht der in der Bilanz ausgewiesenen Position "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente".

2. Überleitung zwischen Beträgen in der Kapitalflussrechnung und der Bilanz

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Zahlungsmittelbestand im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert hat. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer Tätigkeit, Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Auswirkungen von Veränderungen des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert.

In Übereinstimmung mit IAS 7 wird eine Überleitungsrechnung zwischen Eröffnungsbilanz- und Schlussbilanzwerten für Schulden aus Finanzierungstätigkeit aufgestellt und unter Gliederungspunkt "V. Bilanz 12. Finanzverbindlichkeiten" erläutert.

3. Nicht-zahlungswirksame Effekte

In der Kapitalflussrechnung werden in der Nettodarstellung 64 Tsd. Euro (im Vorjahr: -527 Tsd. Euro) als nicht-zahlungswirksame Effekte ausgewiesen. Dieser Wert setzt sich im Wesentlichen zusammen aus

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Währungsdifferenzen in Höhe von 73 Tsd. Euro (im Vorjahr: -417 Tsd. Euro) und

Sonstiges in Höhe von -9 Tsd. Euro (im Vorjahr: -110 Tsd. Euro).

Im Geschäftsjahr 2022 veränderten sich durch die Anwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" die bisher nicht zahlungswirksamen Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen um 6,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 35,6 Mio. Euro) auf 117,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 110,6 Mio. Euro) in der Bilanz.

VIII. ERLÄUTERUNGEN ZUR EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

Transaktionskosten

Es sind wie im Vorjahr keine wesentlichen Transaktionskosten entstanden.

IX. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Gesellschaft wurde auch im Geschäftsjahr 2022 über die Windenergie hinaus zu einem noch breiter aufgestellten Anbieter von Lösungen für saubere Energien weiterentwickelt. Zusätzlich zum Kerngeschäft der Projektierung von Windparks an Land und auf See wurde die Entwicklung von Photovoltaikprojekten an Land weiter ausgeweitet sowie weiter an Lösungen im Power-to-X-Bereich gearbeitet.

Die Voraussetzungen zur weiteren Umsetzung unserer Strategie "Scale up 2.0" wurden im Berichtszeitraum weiterentwickelt. Da die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat die Grundlage zur Bestimmung des Segmentberichtsformats der PNE AG bilden, besteht die Segmentberichterstattung aus den drei Segmenten "Projektentwicklung", "Stromerzeugung" und "Services". Dies spiegelt den gegenwärtigen Stand der Konzernaktivitäten wider.

Das operative Geschäft der PNE-Gruppe war im Geschäftsjahr 2022 weiterhin im Wesentlichen geprägt von der Windparkprojektierung sowie der strategischen Weiterentwicklung auch im Bereich Photovoltaik (Segment "Projektentwicklung") und dem weiteren Ausbau von Dienstleistungen (Segment "Services"). Darüber hinaus wird mit dem Eigenbetrieb von Windenergieanlagen eine umweltschonende Stromerzeugung zu ökonomisch nachhaltigen Bedingungen betrieben (Segment "Stromerzeugung").

Im Einzelnen umfassten die Geschäftsaktivitäten der PNE-Gruppe im Berichtsjahr in den einzelnen Segmenten im Wesentlichen die Projektierung, Errichtung und den Betrieb von Wind- und Photovoltaikparks und Umspannwerken zur Stromerzeugung sowie den Service von Erneuerbare-Energien-Anlagen und weiteren Servicedienstleistungen rund um Erneuerbare-Energien-Projekte sowie die Stromerzeugung.

In den Geschäftsjahren seit 2017 hat die Gesellschaft Windparks in Deutschland projektiert, errichtet und diese Windparks vorerst im eigenen Besitz gehalten. Da die Windparks in Eigenbesitz unabhängig von ihrer aktuellen oder künftigen Gesellschafterstruktur selbst betrieben und zur Stromerzeugung genutzt werden, erfolgte der Ausweis der Windparks ab dem Zeitpunkt der Veräußerung im Konzern im Segment "Stromerzeugung" (der Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist).

Den Geschäftsbeziehungen zwischen den Gesellschaften des PNE-Konzerns liegen grundsätzlich Preise zugrunde, die auch mit Dritten vereinbart werden. Die interne Berichterstattung, der die Segmentberichterstattung zugrunde liegt, basiert ausschließlich auf Werten der in diesem Konzernabschluss erläuterten IFRS-Rechnungslegung des Konzerns.

Die Umsatzerlöse mit externen Kunden der Segmente "Services" und "Stromerzeugung" und das Segmentvermögen der Segmente "Projektentwicklung", "Services" und "Stromerzeugung" entfallen im Wesentlichen auf Deutschland. In keinem Segment wurden Umsatzerlöse mit externen Kunden realisiert, die mehr als 10 Prozent der gesamten Umsatzerlöse betrugen.

Im Vorjahr wurden mit einem Kunden rund 43,6 Mio. Euro Umsätze generiert (Segment "Projektentwicklung"), welche dem Auslandsbereich zugeordnet wurden und mehr als 10 Prozent zum Konzernumsatz beigetragen hatten.

Langfristige Vermögenswerte werden regional wie folgt eingesetzt:

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in Tsd. Euro 31.12.2022 31.12.2021
Deutschland 517.897 402.982
Übrige Länder 2.295 1.835
520.192 404.817

Der Anteil am Periodenergebnis der assoziierten Unternehmen, die mit der at-equity Methode erfasst wurden, ist in Höhe von 60 Tsd. Euro (im Vorjahr: 27 Tsd. Euro) im Segment "Projektentwicklung" (im Vorjahr: Segment "Stromerzeugung") enthalten.

X. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse aus der Bereitstellung von Bürgschaften für:

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in Tsd. Euro 31.12.2022 31.12.2021
Diverse Windenergie- und Photovoltaikprojekte 144.179 104.702
Übrige 720 720
114.899 105.422

Die wesentlichen Haftungsverhältnisse in Höhe von 55,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 59,5 Mio. Euro) stehen im Zusammenhang mit Bürgschaften für Windkraftanlagenbestellungen und Projektfinanzierungen, welche sich während der Umsetzungsphase der Projekte reduzieren bzw. mit Fertigstellung der Projekte auslaufen. Eine Inanspruchnahme ist aus derzeitiger Sicht nicht zu erwarten.

Eine Inanspruchnahme aus den weiteren ausgegebenen Bürgschaften in Höhe von 59,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 46,0 Mio. Euro) ist ebenfalls aus derzeitiger Sicht nicht zu erwarten.

Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus dem Bestellobligo betreffend Windkraftanlagen in Höhe von netto 34,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 63,3 Mio. Euro). Das Bestellobligo ist in voller Höhe innerhalb der nächsten zwei Jahre fällig.

Weiterhin bestehen aus Zusammenarbeit bei der Projektentwicklung im Ausland sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 1,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,2 Mio. Euro).

Wesentliche Risiken aus diesen Geschäften werden nicht gesehen.

2. Annahmen des Managements über zukünftige Entwicklungen und andere Bewertungsunsicherheiten

Die international tätige PNE-Gruppe ist Betreiber von Projekten im Bereich der Erneuerbaren Energien an Land (Eigenbestandsportfolio) und einer der langjährigsten Projektierer von Projekten für saubere Energien an Land und auf See. Derzeit ist die PNE-Gruppe in 14 Ländern auf vier Kontinenten operativ tätig.

Der Schwerpunkt liegt auf Windenergie- und Photovoltaikprojekten. Dabei vereint sich wirtschaftlicher Erfolg mit ökologischer Verantwortung. Die entwickelten Projekte werden an externe Kunden verkauft oder in das stark wachsende Portfolio von Windparks im Eigenbetrieb übernommen. Die PNE-Gruppe bearbeitet die Wertschöpfungskette von der Entwicklung, Projektierung, Finanzierung, Realisierung und dem Vertrieb über den Betrieb von sauberen Kraftwerken, die Wind, Sonne und Speicher nutzen, sowie Umspannwerken bis hin zum Repowering - also dem Ersatz älterer Windenergieanlagen durch neue auf dem aktuellen Stand der Technik. So definieren sich auch die Produkte: Projektentwicklung Windenergie, Projektentwicklung Photovoltaik und Projektentwicklung Hybridlösungen. Dabei beschäftigt sich die PNE-Gruppe auch mit der Entwicklung von Power-to-X-Lösungen.

Erneuerbare Energien und dabei vor allem Windenergie und Photovoltaik haben sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Stütze der Stromerzeugung entwickelt. Der jährliche Kapazitätszuwachs ist in einigen der weltweit wichtigsten Volkswirtschaften höher als bei jeder anderen Art der Energieproduktion.

Neben der Projektentwicklung steht ein breites Angebot von Dienstleistungen für Projekte sowie rund um die Lieferung von sauberem Strom für Kunden zur Verfügung. Zu diesen Dienstleistungen zählen u. a. technisches und kaufmännisches Betriebsmanagement, technische Inspektion und Prüfungen, Baumanagement, Netz- und Umspannwerksdienstleistungen, Windplanungen und Windmessungen, Stromvermarktungsmanagement, Energy Supply Services und ähnliche Dienstleistungen. Hier ist PNE ein starker Partner der Kunden über den gesamten Lebenszyklus von Wind- und Photovoltaikparks. Dies ist Bestandteil der strategischen Ausrichtung zu einem Anbieter von Lösungen für saubere Energien - einem "Clean Energy Solutions Provider".

Nach dem seit Jahren erfolgreichen Aufbau von Windparks für den Verkauf an Kunden arbeitet die PNE-Gruppe aktuell daran, vorerst bis Ende 2023 ein Portfolio mit Windparks mit bis zu 500 MW im Eigenbestand zu entwickeln. Die fertiggestellten Windparks werden im Eigenbetrieb gehalten, um durch den Stromverkauf laufende Erträge und positive operative Ergebnisse zu erzielen.

Diese Entwicklungen belegen die Möglichkeiten von PNE. Um auf den globalen Märkten optimal positioniert zu sein, konzentriert sich die Gruppe auf die Entwicklung, die Errichtung sowie den Verkauf und den Betrieb von Windparks und Photovoltaikprojekten in ausgewählten Kernmärkten. Darüber hinaus werden erste Hybridprojekte entwickelt, in denen Wind und Photovoltaik parallel genutzt werden sollen.

Andererseits führen Marktveränderungen durch verschiedene politische Entwicklungen, aber auch durch den Einfluss der Corona-Pandemie auf die Volkswirtschaften, zu Unsicherheiten. Zu Details der Unsicherheiten zukünftiger Entwicklungen und den strategischen Zielen der PNE AG wird an dieser Stelle zusätzlich auf die Ausführungen in Punkt 8 "Risiko- und Chancenbericht" im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht verwiesen.

3. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Bezüglich der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der PNE AG und ihrer Tochterunternehmen verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes.

Die Vergütung und der Anteilsbesitz des Aufsichtsrats und der Vorstände sind unter Gliederungspunkt X.4. erläutert.

4. Angaben zum Aufsichtsrat und zum Vorstand

Aufsichtsrat

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Herr Per Hornung Pedersen, Hamburg, selbstständiger Unternehmensberater (Vorsitzender)

Herr Christoph Oppenauer, Frankfurt am Main, Asset Management Officer bei Morgan Stanley Infrastructure Partners, Frankfurt am Main (stellvertretender Vorsitzender)

Frau Dr. Susanna Zapreva, Hannover, Vorstandsvorsitzende der enercity AG, Hannover

Frau Roberta Benedetti, Mailand, Italien, selbstständige Unternehmensberaterin im Energiesektor (seit dem 18. Mai 2022)

Herr Marcel Egger, Apensen, Mitglied der Gruppengeschäftsführung der EUROGATE-Gruppe

Herr Alberto Donzelli, Executive Director /​ Managing Director bei Morgan Stanley Infrastructure Partners, London, Vereinigtes Königreich

Herr Marc van't Noordende, Operating Partner bei Morgan Stanley Infrastructure Partners, Amsterdam, Niederlande (seit dem 14. Juli 2022)

Herr Florian Schuhbauer, Frankfurt am Main, Geschäftsführer der Active Ownership Advisors GmbH, Frankfurt am Main, und der Active Ownership Capital S.a r.l., Luxemburg (bis zum 18. Mai 2022)

Herr Per Hornung Pedersen ist bzw. war noch bei den folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

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Suzlon Energy Ltd., Mumbai, Indien

Sea Tower AS, Oslo, Norwegen

Swire Energy Services, London, Vereinigtes Königreich

Herr Christoph Oppenauer ist bzw. war noch bei den folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

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Aufsichtsrat der VTG AG, Hamburg (bis zum 9. Dezember 2022)

Aufsichtsrat der Tele Columbus AG, Berlin

Frau Dr. Susanna Zapreva ist bzw. war noch bei den folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

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Gesellschafterausschuss der Thüga Holding GmbH & Co. KGaA, München

Aufsichtsrat Stadtwerke Garbsen GmbH, Garbsen

Aufsichtsrat Stadtwerke Wunstorf GmbH, Wunstorf

Aufsichtsrat der CropEnergies, Mannheim (seit dem 12. Juli 2022)

Frau Roberta Benedetti ist bzw. war noch bei den folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

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Verwaltungsratsmitglied, Societa Gasdotti Italia S.p.A., Mailand, Italien

Verwaltungsratsmitglied, Infrastrutture S.p.A., Mailand, Italien

Verwaltungsratsmitglied, Rubicon S.p.A., Mailand, Italien

Verwaltungsratsmitglied, REC Silicon ASA, Lysaker, Norwegen (seit dem 22. Dezember 2022)

Herr Marcel Egger ist bzw. war noch bei den folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

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Mitglied des Board of Directors (konzerninterne Mandate der EUROGATE-Gruppe) der:

NTB North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co, Bremerhaven

MSC Gate Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven

EUROGATE Container Terminal Limassol Limited, Limassol, Zypern

OOO Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland

Herr Alberto Donzelli ist bzw. war noch bei den folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

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Italgas Storage S.p.A., Verwaltungsratsmitglied, Mailand, Italien

AUC Group LLC, Board Member, Delaware, USA

Marlin Water Solutions Company, Board Member, Delaware, USA

Tarpon Water Solutions LTD, Board Member, British Virgin Islands, USA

Yellowfin Water Solutions Company, Board Member, Delaware, USA

Seven Seas Water Solutions USA LLC, Board Member, Delaware, USA

Larus Holding Limited, Board Member, Hamilton, Bermuda

Hoegh LNG Limited, Board Member, Hamilton, Bermuda

Hoegh LNG Partners LP, Board Member, Hamilton, Bermuda

Antwerp Holdco Limited, Board Member, London, Vereinigtes Königreich (bis zum 19. Juli 2022)

Antwerp Investments Limited, Board Member, London, Vereinigtes Königreich (bis zum 19. Juli 2022)

Antwerp Management Limited, Board Member, London, Vereinigtes Königreich (bis zum 19. Juli 2022)

North Haven Infrastructure Holdings III Ltd., Board Member, London, Vereinigtes Königreich (seit dem 25. August 2022)

North Haven Infrastructure Holdings IV Ltd., Board Member, London, Vereinigtes Königreich (seit dem 1. September 2022)

Herr Marc van't Noordende ist bzw. war noch bei den folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

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Aufsichtsratsvorsitzender Tele Columbus AG, Berlin

Aufsichtsratsmitglied VTG AG, Hamburg

Member of the Board, Italgas Storage S.p.A., Italien (bis zum 11. Dezember 2022)

Chairman of the Board, FastFiber SA, Portugal (bis zum 11. Dezember 2022)

Member of the Board, Continuum Green Energy Ltd, Singapur (bis zum 8. Juli 2022)

Chairman of the Supervisory Board, Berenschot BV, Niederlande (bis zum 8. Juli 2022)

Member of the Supervisory Board, ICE Endex Markets BV, Niederlande (bis zum 8. Juli 2022)

Die Gesamtvergütung an den Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022 rd. 442 Tsd. Euro (im Vorjahr: rd. 409 Tsd. Euro) betragen, davon rd. 380 Tsd. Euro (im Vorjahr: rd. 365 Tsd. Euro) fixe Vergütung und rd. 62 Tsd. Euro (im Vorjahr: rd. 44 Tsd. Euro) Sitzungsgelder.

Von den Mitgliedern des Aufsichtsrates hielt am 31. Dezember 2022 Herr Marcel Egger 4.500 Aktien der Gesellschaft.

Vorstand

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Herr Markus Lesser, Korschenbroich (Vorsitzender) (CEO)

Herr Jörg Klowat, Cuxhaven (CFO)

Die Mitglieder des Vorstandes erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2022 Gesamtbezüge (inkl. abgegrenzter Verbindlichkeiten für Tantiemen) bzw. es wurden Rückstellungen gebildet in Höhe von 2.099 Tsd. Euro (im Vorjahr: 2.097 Tsd. Euro). Dabei betrafen rd. 771 Tsd. Euro (im Vorjahr: rd. 769 Tsd. Euro) erfolgsunabhängige Vergütung inklusive Nebenleistungen. Darüber hinaus handelte es sich in Höhe von 1.328 Tsd. Euro (im Vorjahr: 1.328 Tsd. Euro) um teils lang- und teils kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung.

Die Vorstände der Gesellschaft halten am 31. Dezember 2022, wie zum Vorjahreszeitpunkt, keine Aktien der Gesellschaft.

Zusätzliche Angaben für deutsche Mutterunternehmen im IFRS Konzernabschluss gemäß § 315e Abs. 1 HGB

5. Honorare für den Konzern-Abschlussprüfer

Das Honorar des Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022 beträgt:

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in Tsd. Euro
Abschlussprüfungsleistungen (Einzel- und Konzernabschluss) 655 1)
Andere Bestätigungsleistungen 98
Sonstige Leistungen 14
767

1) Davon für das vorherige Geschäftsjahr: 19 Tsd. Euro

Das Honorar für Abschlussprüferleistungen der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft betraf vor allem die Prüfung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts sowie die freiwillige Jahresabschlussprüfung verschiedener Tochterunternehmen. Zudem erfolgte eine prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts.

Die sonstigen Leistungen betrafen vereinbarte Untersuchungshandlungen in Verbindung mit der projektbegleitenden Prüfung des Notfallmanagementsystems im Jahr 2022.

6. Deutscher Corporate Governance Kodex

Der Corporate Governance Kodex ist eine gesetzliche Richtlinie zur Leitung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften in Deutschland. Er fasst die international wie national anerkannten Standards für verantwortungsvolle Unternehmensführung zusammen. Ziel der Richtlinie ist es, das Vertrauen von Investoren, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in die deutsche Unternehmensführung zu fördern. Einmal jährlich müssen Vorstand und Aufsichtsrat eine Erklärung abgeben, in der sie erklären, inwieweit den Regeln des Corporate Governance Kodex entsprochen wird.

Die letzte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde im September 2022 abgegeben.

Die Entsprechenserklärung ist auf unserer Internetseite www.pne-ag.com im Bereich "Investor Relations" unter Corporate Governance veröffentlicht und kann dort heruntergeladen werden.

7. Angaben zum Personalbestand

Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

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in Tsd. Euro 2022 2021
Leitende Angestellte (ohne Vorstand PNE AG) 76 73
Angestellte 446 378
Gewerbliche Arbeitnehmer 20 17
542 468

8. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse mit wesentlicher Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz-und Vermögenslage hat es nach Ende des Berichtszeitraums nicht gegeben. Hinsichtlich der möglichen Auswirkungen durch die aktuelle Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg verweisen wir auf den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht (Kapitel 8 "Risiko- und Chancenbericht").

 

Cuxhaven, 15. März 2023

PNE AG

gez. Markus Lesser, Vorstandsvorsitzender

gez. Jörg Klowat, Vorstand

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

 

PNE AG

Vorstand

Markus Lesser

Jörg Klowat

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PNE AG, Cuxhaven

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der PNE AG, Cuxhaven, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Segmentberichterstattung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie den Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht der PNE AG, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefasste Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB, auf die im Abschnitt "10.2 Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f bzw. § 315d HGB)" des zusammengefassten Lagebericht Bezug genommen wird, die im Abschnitt "6. Immaterielle Unternehmenswerte /​ Nachhaltige Entwicklung" des zusammengefassten Lagebericht enthaltenen Ausführungen sowie die im Abschnitt "8. Risiko- und Chancenbericht" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene Stellungnahme der gesetzlichen Vertreter zur Angemessenheit und Wirksamkeit des gesamten internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf die Inhalte der oben genannten mit der Erklärung zur Unternehmensführung zusammengefassten Konzernerklärung zur Unternehmensführung, des Abschnitts "6. Immaterielle Unternehmenswerte /​ Nachhaltige Entwicklung" sowie der in Abschnitt "8. Risiko- und Chancenbericht" enthaltenen Stellungnahme der gesetzlichen Vertreter zur Angemessenheit und Wirksamkeit des gesamten internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/​2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1. Goodwill-Impairment-Test

2. Werthaltigkeit der Projektvorräte

3. Realisierung von Umsatzerlösen aus der Planung und Errichtung sowie dem Verkauf von Wind- und Solarparkprojekten

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:

a) Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht)

b) Prüferisches Vorgehen

1. Goodwill-Impairment-Test

a) Unter dem Bilanzposten "Immaterielle Vermögenswerte" werden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 64,4 Mio. (entspricht 7 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden jeweils zum 31. Dezember eines Geschäftsjahres einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) gemäß IAS 36 unterzogen. Bei diesen Werthaltigkeitstests werden die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten den erzielbaren Beträgen gegenübergestellt. Die Durchführung der Werthaltigkeitstests erfolgte durch einen von den gesetzlichen Vertretern der PNE AG beauftragten unabhängigen Sachverständigen, der gutachterliche Stellungnahmen nach den Grundsätzen der Stellungnahme zur Rechnungslegung IDW RS HFA 40 erstellt hat. Die Bewertungen erfolgten mittels Bewertungsmodellen nach dem Discounted Cashflow-Verfahren. Das Ergebnis dieser Bewertungen ist in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie der verwendeten Diskontierungszinssätze abhängig und daher mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund, der betragsmäßigen Bedeutung der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie aufgrund der Komplexität der zugrunde liegenden Bewertungsmodelle war dieser Sachverhalt aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Die Angaben der Gesellschaft zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in den Abschnitten "IV.1 Immaterielle Vermögenswerte", "IV.3 Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen" sowie "V.1 Immaterielle Vermögenswerte" des Konzernanhangs enthalten.

b) Zu Beginn unserer Prüfung des Goodwill-Impairment-Tests haben wir beurteilt, ob und inwiefern die Bewertungsprozesse des Unternehmens durch Schätzunsicherheit, Komplexität, Subjektivität oder sonstige inhärente Risikofaktoren beeinflusst werden. Im Rahmen unserer Prüfung des Sachverhalts haben wir auf unseren Kenntnissen und Prüfungsergebnissen aus Vorjahren aufgebaut. Zum Zwecke der Risikobeurteilung haben wir uns unter anderem ein Bild von der Planungstreue in der Vergangenheit gemacht. Wir haben die Aufbau- und Ablauforganisation im Hinblick auf die Angemessenheit und Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen bezüglich des Unternehmensplanungsprozesses überprüft. Dies betrifft insbesondere die regelmäßige Überprüfung der Liquidität sowie der Angemessenheit und Realisierbarkeit der Unternehmensplanung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durch die gesetzlichen Vertreter der PNE AG zwecks Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Wir haben die Werthaltigkeit des Goodwill als bedeutsames Risiko festgelegt. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Tätigkeit des von den gesetzlichen Vertretern der PNE AG beauftragten Sachverständigen verwertet. Dazu haben wir uns von der Kompetenz, den Fähigkeiten und der Objektivität des Sachverständigen überzeugt. Im Hinblick auf die Beurteilung der Angemessenheit der Annahmen, Verfahren und Modelle des Bewertungsverfahrens haben wir interne Spezialisten aus dem Bereich Valuation Services einbezogen, mit deren Unterstützung wir auch das methodische Vorgehen zur Durchführung der Werthaltigkeitstests und die bei der Bestimmung der verwendeten Diskontierungszinssätze herangezogenen Parameter einschließlich der durchschnittlichen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital") und die Berechnungsschemata beurteilt haben. Des Weiteren haben wir zur Beurteilung der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse einen Abgleich mit den aktuellen Planwerten aus der von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten und vom Aufsichtsrat genehmigten Dreijahresplanung vorgenommen und diese plausibilisiert. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten erzielbaren Betrags für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben können, haben wir ergänzend die von dem Mutterunternehmen erstellten Sensitivitätsanalysen beurteilt. Zudem haben wir sämtliche Protokolle von Sitzungen der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats eingesehen und die dort erfolgten Diskussionen und Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten in unsere Plausibilisierung einbezogen.

2. Werthaltigkeit der Projektvorräte

a) In dem Bilanzposten "Vorräte" sind unfertige Leistungen aus den in Entwicklung befindlichen Wind- und Solarparkprojekten in Höhe von EUR 110,1 Mio. (entspricht 12 % der Konzernbilanzsumme) enthalten. Hiervon entfallen EUR 83,3 Mio. auf Projektvorräte im Inland und 26,8 Mio. auf Projektvorräte im Ausland.

Der Erfolg der von der PNE-Gruppe projektierten Wind- und Solarparkprojekte ist insbesondere von der jeweiligen Einspeisevergütung abhängig, die die Rentabilität der Projekte in den einzelnen Ländern maßgeblich beeinflusst. Änderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen haben einen erheblichen Einfluss auf die Bewertung der bilanzierten unfertigen Leistungen. Darüber hinaus können Projekte aufgrund fehlender Genehmigungen, einer nicht erfolgreichen Teilnahme an Ausschreibungen zur Sicherung von Einspeisevergütungen und zeitlichen Verzögerungen unwirtschaftlich werden sowie zu Liquiditätsengpässen führen und die notwendigen Mittelrückflüsse gefährden. Hieraus ergeben sich jeweils Auswirkungen auf die Werthaltigkeit der Projektvorräte. Die Einschätzung der Werthaltigkeit der Wind- und Solarparkprojekte durch die gesetzlichen Vertreter der PNE AG ist in hohem Maße ermessenbehaftet.

Vor dem Hintergrund, der betragsmäßigen Bedeutung der unfertigen Leistungen sowie der in hohem Maße von den ermessenbehafteten Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter abhängigen Beurteilung der Werthaltigkeit war dieser Sachverhalt aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Die Angaben der Gesellschaft zu den betroffenen unfertigen Leistungen sind in den Abschnitten "IV.7 Vorräte" und "V.5 Vorräte" des Konzernanhangs enthalten. Darüber hinaus sind die Risiken in Bezug auf die Werthaltigkeit der unfertigen Leistungen in Abschnitt "8. Risiko- und Chancenbericht" und dort unter "Risiken aus operativer Tätigkeit" des zusammengefassten Lageberichts aufgeführt.

b) Zu Beginn unserer Prüfung der Werthaltigkeit der Projektvorräte haben wir beurteilt, ob und inwiefern die Bewertungsprozesse des Unternehmens durch Schätzunsicherheit, Komplexität, Subjektivität oder sonstige inhärente Risikofaktoren beeinflusst werden. Im Rahmen unserer Prüfung des Sachverhalts haben wir auf unseren Kenntnissen und Prüfungsergebnissen aus Vorjahren aufgebaut. Wir haben die Aufbau- und Ablauforganisation zur Vorratsbewertung im Hinblick auf die Angemessenheit und Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen überprüft. Dies betrifft insbesondere die regelmäßige Überprüfung der Werthaltigkeit der im Konzernabschluss ausgewiesenen Projektvorräte durch die gesetzlichen Vertreter.

Wir haben die Werthaltigkeit der Projektvorräte als bedeutsames Risiko festgelegt. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Werthaltigkeit der unfertigen Leistungen für Projektvorräte mit den gesetzlichen Vertretern der PNE AG sowie den gesetzlichen Vertretern der jeweiligen Konzernunternehmen diskutiert.

Weiterhin haben wir die Auskünfte der gesetzlichen Vertreter der PNE AG über die Realisierungsfähigkeit von Projekten in Stichproben auf Basis von durch Konzerngesellschaften erstellten Planungen und Projektkalkulationen beurteilt.

Wir haben ebenfalls sämtliche Protokolle von Sitzungen der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats sowie die Protokolle der regelmäßigen Besprechungen der Projektverantwortlichen hinsichtlich möglicher Hinweise auf einen Wertberichtigungsbedarf eingesehen.

3. Realisierung von Umsatzerlösen aus der Planung und Errichtung sowie dem Verkauf von Wind- und Solarparkprojekten

a) In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung werden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 126,2 Mio. ausgewiesen. Hiervon entfallen EUR 34,7 Mio. auf die Planung und Errichtung sowie den Verkauf von Wind- und Solarparkprojekten.

Da die Umsatzerlöse aus der Planung und Errichtung sowie dem Verkauf von Wind- und Solarparkprojekten teilweise aus komplexen vertraglichen Gestaltungen resultieren, handelt es sich im Rahmen unserer Prüfung um einen Sachverhalt von besonderer Bedeutung.

Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zu den Umsatzerlösen aus der Planung und Errichtung sowie dem Verkauf von Wind- und Solarparkprojekten sind in den Abschnitten "IV.14 Umsatzerlöse" und "VI.1 Umsatzerlöse" des Konzernanhangs enthalten.

b) Zu Beginn unserer Prüfung der Realisierung von Umsatzerlösen aus der Planung und Errichtung sowie dem Verkauf von Wind- und Solarparkprojektgesellschaften haben wir beurteilt, ob und inwiefern die Bewertungsprozesse des Unternehmens durch Schätzunsicherheit, Komplexität, Subjektivität oder sonstige inhärente Risikofaktoren beeinflusst werden. Im Rahmen unserer Prüfung der Umsatzerlöse haben wir auf Konzernebene, aufbauend auf unseren Erkenntnissen aus den Vorjahresabschlussprüfungen sowie des wirtschaftlichen und rechtlichen Umfelds der Gesellschaft, die Aufbau- und Ablauforganisation des Projektierungsprozesses im Hinblick auf Angemessenheit und Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen geprüft.

Dabei stand die Analyse der vertraglichen Grundlagen sowie von Vertragskonditionen vor dem Hintergrund der Erfüllung der Kriterien für die Umsatzrealisierung nach IFRS 15 für sämtliche wesentlichen Transaktionen im Mittelpunkt. Weiterhin wurde das Vorliegen der Kriterien zur zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung gewürdigt. Unsere Prüfungshandlungen erstreckten sich daher insbesondere auf die zugrunde liegenden Verträge, Rechnungen und Abnahmeprotokolle und sonstige Leistungs- und Zahlungsnachweise. Zudem haben wir besonders komplexe Sachverhalte unter Einbezug interner IFRS-Spezialisten im Hinblick auf die Abbildung im Konzernabschluss nach den Anforderungen der IFRS beurteilt. Ferner haben wir die diesbezüglichen Angaben im Konzernanhang auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

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den Bericht des Aufsichtsrats,

die mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefasste Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB, auf die im Abschnitt "10.2 Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f bzw. § 315d HGB") des zusammengefassten Lagebericht Bezug genommen wird,

den Abschnitt "6. Immaterielle Unternehmenswerte /​ Nachhaltige Entwicklung" im zusammengefassten Lagebericht,

die im Abschnitt "8. Risiko- und Chancenbericht" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene Stellungnahme der gesetzlichen Vertreter zur Angemessenheit und Wirksamkeit des gesamten internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems,

die Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB bzw. nach § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht und

alle übrigen Teile des veröffentlichten Geschäftsberichts,

aber nicht den Konzernabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben des zusammengefassten Lageberichts und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der mit der Erklärung zur Unternehmensführung zusammengefassten Konzernerklärung zur Unternehmensführung ist, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben des zusammengefassten Lageberichts oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und, sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei, die den SHA-256-Wert 73E02746B53B950991FD66E3B5C6BF9476F87A2D53334DE 1DA89B9A417122DC7 aufweist, enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daherweder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.

beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/​815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.

beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts ermöglichen.

beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/​815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 18. Mai 2022 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 21. November 2022 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2009 als Konzernabschlussprüfer der PNE AG, Cuxhaven, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

SONSTIGER SACHVERHALT - VERWENDUNG DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christian Dinter.

 

Hamburg, den 15. März 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Christian Dinter, Wirtschaftsprüfer

gez. Dr. Jan Fürwentsches, Wirtschaftsprüfer