PNE AG

Cuxhaven

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT
für das erste Halbjahr 2023

1. ÜBERBLICK GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Zusammenfassung

Die international tätige PNE-Gruppe ist Betreiber von Projekten im Bereich der Erneuerbaren Energien an Land (Eigenbestandsportfolio) und einer der langjährigsten Projektierer von Projekten für saubere Energien an Land und auf See. Die PNE-Gruppe ist in 15 Ländern auf vier Kontinenten operativ tätig.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt auf Windenergie- und Photovoltaikprojekten. Dabei vereint sich wirtschaftlicher Erfolg mit ökologischer Verantwortung. Die entwickelten Projekte werden an externe Kunden verkauft oder in das stark wachsende Portfolio von Windparks im Eigenbetrieb übernommen. Die PNE-Gruppe bearbeitet die Wertschöpfungskette von der Entwicklung, Projektierung, Finanzierung, Realisierung und dem Vertrieb über den Betrieb von sauberen Kraftwerken, die Wind, Sonne und Speicher nutzen, sowie Umspannwerken bis hin zum Repowering - also dem Ersatz älterer Windenergieanlagen durch neue auf dem aktuellen Stand der Technik. So definieren sich auch die Produkte: Projektentwicklung Windenergie, Projektentwicklung Photovoltaik und Projektentwicklung Hybridlösungen. Dabei beschäftigt sich die PNE-Gruppe auch mit der Entwicklung von Power-to-X-Lösungen.

Neben der Projektentwicklung steht ein breites Angebot von Dienstleistungen für Projekte sowie rund um die Lieferung von sauberem Strom für Kunden zur Verfügung. Zu diesen Dienstleistungen zählen u. a. technisches und kaufmännisches Betriebsmanagement, technische Inspektion und Prüfungen, Baumanagement, Netz- und Umspannwerksdienstleistungen, Windplanungen und Windmessungen, Stromvermarktungsmanagement, Energy Supply Services und ähnliche Dienstleistungen. Hier ist PNE ein starker Partner der Kunden über den gesamten Lebenszyklus von Windparks und Photovoltaikanlagen. Dies ist Bestandteil der strategischen Ausrichtung zu einem Anbieter von Lösungen für saubere Energien - einem "Clean Energy Solutions Provider".

Die Entwicklung von nationalen und internationalen Photovoltaikprojekten wurde im Berichtszeitraum fortgesetzt und erneut deutlich ausgeweitet.

Im ersten Halbjahr 2023 erhielt PNE in Deutschland insgesamt Genehmigungen für fünf Windparkprojekte mit einer Leistung von rund 124,4 MW. Von diesen rund 124,4 MW bekamen 69 MW bereits beim Mai-Tender einen Zuschlag. Die weiteren rund 55,4 MW sind für den August-Tender gemeldet. Die "Pipeline", also der Bestand von Windpark- und Photovoltaikprojekten in den verschiedenen Phasen der Entwicklung, konnte gegenüber dem Vorjahr bei der Windenergie an Land von 6.647 MW um 1.975 MW auf 8.622 MW und bei der Photovoltaik von 2.408 MWp um 3.060 MWp auf 5.468 MWp erheblich gesteigert werden. Hinzu kamen 2.500 MW an Projekten bei der Windenergie auf See. Damit umfasst die Projekt pipeline eine Rekordhöhe von 16.590 MW/​MWp (per 30. Juni 2022: 9.055 MW/​MWp) und sichert damit die weitere Entwicklung des Unternehmens mittel- und langfristig ab.

In Deutschland, Frankreich und Schweden befanden sich zum 30. Juni 2023 Windparks mit einer Nennleistung von insgesamt 183,1 MW (im Vorjahr: 246,5 MW) in Bau. Davon ist PNE in bereits verkauften Projekten mit 66,6 MW (im Vorjahr: 122,9 MW) als Dienstleister für die Käufer tätig.

Nach dem seit Jahren erfolgreichen Aufbau von Windparks für den Verkauf an Kunden sind wir dem Ziel, den Eigenbetrieb von Windparks kräftig auszubauen und bis Ende 2023 ein Windparkportfolio im Eigenbestand mit bis zu 500 MW im Betrieb oder im Bau zu erreichen, erneut nähergekommen. Am 30. Juni 2023 hatte PNE Windparks mit einer installierten Nennleistung von 346 MW (per 30. Juni 2022: 261 MW) im Eigenbetrieb. Projekte in Deutschland und insbesondere im Ausland werden auch weiterhin in die Vermarktung gehen.

Einige dieser Projekte von derzeit rund 308 MW werden somit zum Ziel von 500 MW im Eigenbetrieb bzw. im Bau zum Jahresende beitragen und andere Projekte könnten damit noch dieses oder nächstes Jahr verkauft werden. Die finale Zuordnung der Windparks zu Eigenbetrieb oder Verkauf wird erst nach der Inbetriebnahme der Windparks erfolgen.

Als Bestandshalter ist die PNE AG zunehmend abhängig vom Windangebot. Mit steigender MW-Zahl im eigenen Portfolio wirken sich volatile Windangebote auf die Finanzkennzahlen des Segments "Stromerzeugung" und damit auch auf die Finanzkennzahlen des Konzerns aus. Das erste Halbjahr 2023 zeichnete sich durch ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringeres Windangebot aus. Dennoch führten die erhöhte Anzahl in Betrieb befindlicher Windenergieanlagen im Segment "Stromerzeugung" zu positiven Abweichungen bei Umsatz und Gesamtleistung von den Vergleichswerten gegenüber dem Vorjahr.

Noch immer ist das Marktumfeld von PNE durch die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und der wachsenden Inflation mit steigenden Zinsen geprägt. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen konnte sich das Unternehmen auf diese Herausforderungen einstellen, um die Realisierung von Projekten und Lieferungen zu sichern.

Dennoch waren und sind die Auswirkungen auf die Lieferketten der Hersteller zu spüren, was sich in längeren Lieferzeiten niederschlägt. Hinzu kommen die gestiegenen Rohstoffpreise, die zu einem Anstieg der Preise für Windenergieanlagen geführt haben. PNE geht aber davon aus, dass die steigenden Preise durch höhere Strompreise, in Form von höheren gesetzlichen Einspeisetarifen bei den Ausschreibeverfahren und gehandelte Marktpreise über den gesetzlichen Einspeisetarifen, sowie effizientere Anlagen teilweise oder ganz kompensiert werden können. Die gute Liquiditätsposition lässt der Gesellschaft genügend Spielraum, um auch mittel- bis längerfristigen Einschränkungen gut begegnen zu können.

2. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Ermittlung und Darstellung der Segmentberichterstattung zum 30. Juni 2023 hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2022 nicht verändert.

Das operative Geschäft ist aufgeteilt in die Segmente "Projektentwicklung", "Stromerzeugung" und "Services".

Die Entwicklung der Segmente im Einzelnen

Die nachfolgenden Ergebnisse der Segmente sind vor Konsolidierungen auf Konzernebene dargestellt.

Segment "Projektentwicklung"

Im Segment "Projektentwicklung" wird über die Teilbereiche Windkraft an Land national und international, Windkraft auf See national und international, Photovoltaikprojekte national und international sowie weitere Projekte berichtet.

Windenergie und Photovoltaik an Land

Obwohl die durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die Nachwirkungen aus der Corona-Pandemie bedingten Auswirkungen auf die Wirtschaft auch gewisse Implikationen für die PNE AG mit sich bringen, konnte die Entwicklung und Realisierung von Windpark- und Photovoltaikprojekten an Land in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023, sowohl in Deutschland als auch in den Auslandsmärkten, in denen die PNE-Gruppe über Tochtergesellschaften oder Joint Ventures tätig ist, kontinuierlich fortgeführt werden. Die Projektpipeline wurde bei der Windenergie an Land, also der Bestand an Projekten, an denen die PNE-Gruppe arbeitet, auf 8.622 MW (im Vorjahr: 6.647 MW) und die Projektpipeline bei Photovoltaik auf 5.468 MWp (im Vorjahr: 2.408 MWp) ausgeweitet.

Photovoltaik ist in den vergangenen Jahren immer kostengünstiger, effizienter und damit auch in der Stromerzeugung marktfähiger geworden. Die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Photovoltaikprojekten sind zudem in vielen Ländern gegeben. Daher ist die Entwicklung von Photovoltaikprojekten Bestandteil der strategischen Ausrichtung des Geschäftsmodells der PNE-Gruppe. Derzeit werden neue Märkte konkret geprüft und Sicherungen von Rechten in bereits ausgewählten Märkten vorgenommen.

Überblick über den Stand der Projektaktivitäten Windenergie an Land der PNE-Gruppe per 30. Juni 2023 in MW:

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Land Phase I - II Phase III Phase IV Total MW Verkauft /​ Dienstleister
Deutschland 1.606 602 106 2.314 98
Frankreich 347 159 11 517 0
Großbritannien 0 43 0 43 0
Italien 0 0 0 0 0
Kanada 505 0 0 505 0
Panama 224 68 0 292 0
Polen 1.168 0 0 1.168 0
Rumänien 0 0 0 0 78
Südafrika 1.722 30 0 1.752 140
Schweden 400 0 0 400 60
Spanien 184 0 0 184 0
Türkei 629 71 0 700 0
USA 577 169 0 746 0
Total 7.362 1.142 117 8.622 376

Phase I - II = Erkundung und Entwicklung
Phase III = Planung
Phase IV = Errichtung bis Übergabe
Verkauft /​ Dienstleister = Bereits verkaufte Projekte, in denen PNE aktuell Baumanagementleistungen erbringt

Überblick über den Stand der Projektaktivitäten Photovoltaik der PNE-Gruppe per 30. Juni 2023 in MWp:

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Land Phase I - II Phase III Phase IV Total MWp Verkauft /​ Dienstleister
Deutschland 567 0 0 567 0
Frankreich 166 0 0 166 0
Italien 338 53 0 391 0
Kanada 341 0 0 341 0
Polen 365 0 0 365 0
Rumänien 436 62 0 498 208
USA 987 0 0 987 0
Südafrika 1.288 0 0 1.288 0
Spanien 863 3 0 866 582
Total 5.351 118 0 5.468 790

Phase I - II = Erkundung und Entwicklung
Phase III = Planung
Phase IV = Errichtung bis Übergabe
Verkauft /​ Dienstleister = Bereits verkaufte Projekte, in denen PNE aktuell Baumanagementleistungen erbringt

Windenergie und Photovoltaik an Land national

In Deutschland bearbeitete die PNE-Gruppe zum Ende des ersten Halbjahrs 2023 Windparks mit einer Nennleistung von rund 2.314 MW (im Vorjahr: 1.949 MW) in den verschiedenen Phasen der Projektentwicklung. Es befanden sich Photovoltaikprojekte mit einer Nennleistung von 567 MWp (im Vorjahr: 441 MWp) in der Entwicklung.

Fertiggestellt wurde im Berichtszeitraum der deutsche Windpark Mansbach (28,5 MW) in Hessen.

Zum Ende des Berichtszeitraums befanden sich in Deutschland sechs Windparks mit einer Nennleistung von 105,7 MW für den Eigenbetrieb oder den Verkauf und ein Dienstleistungsprojekt mit einer Nennleistung von 6,6 MW in Bau.

Darüber hinaus erhielt PNE im ersten Halbjahr 2023 die Genehmigungen nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) für fünf weitere Windparks in Deutschland mit einer möglichen Nennleistung von rund 124,4 MW. Die Windparks Heidmoor Bebensee I und Bebensee II sowie Gnutz II liegen in Schleswig-Holstein und der Windpark Sundern-Allerndorf in Nordrhein-Westfalen.

Windenergie und Photovoltaik an Land international Auch im Ausland wurde von der PNE-Gruppe das Kerngeschäft der Projektentwicklung und -realisierung von Windenergie und Photovoltaik erfolgreich fortgeführt. So hatte die PNE-Gruppe in den Auslandsmärkten zum Ende des ersten Halbjahres 2023 Windparks mit einer Nennleistung von rund 6.308 MW (im Vorjahr: 4.698 MW) in den verschiedenen Phasen der Projektentwicklung. Darüber hinaus befanden sich am Ende des Berichtszeitraums in den Auslandsmärkten Photovoltaikprojekte mit 4.901 MWp (im Vorjahr: 1.967 MWp) in der Entwicklung.

In Frankreich erhielt die PNE-Gruppe im ersten Halbjahr die Genehmigung für den Windpark "Vignory" mit einer Leistung von 14,4 MW.

In Rumänien hat die PNE-Gruppe im Berichtszeitraum fünf Photovoltaikprojekte mit einer Gesamtleistung von 208 MWp an den französischen Energiekonzern TotalEnergies verkauft. PNE betreut die Projekte weiter bis zum Ready-to-build-Status.

Projektentwicklung von Windenergie und Photovoltaik an Land gesamt

Insgesamt bearbeiteten die Unternehmen der PNE-Gruppe zum Ende des ersten Halbjahres in Deutschland sowie in den Auslandsmärkten, in denen sie mit Tochtergesellschaften oder über Joint Ventures tätig sind, Windparkprojekte mit rund 8.622 MW (im Vorjahr: 6.647 MW). Bei der Photovoltaik wurde die Projektpipeline auf 5.468 MWp (im Vorjahr: 2.408 MWp) ausgebaut. Darüber hinaus ist die PNE-Gruppe in bereits verkauften Windprojekten mit 376 MW und 790 MWp Photovoltaikprojekten als Dienstleister tätig. Dies ist die Basis der künftigen Entwicklung im Bereich Windenergie und Photovoltaik an Land.

Windenergie auf See

Windenergie auf See national

Die hohe Kompetenz der PNE-Projektentwicklung auf See zeigt sich daran, dass in den vergangenen Jahren bereits acht Windparkprojekte auf See nach der Entwicklung veräußert werden konnten. Hierzu gehören die Projekte "Atlantis I" sowie Projekte der Projektcluster "Borkum Riffgrund" und "Gode Wind".

Im Bereich Windenergie auf See prüft die PNE-Gruppe auch Möglichkeiten zur Erzeugung von anderen Energieträgern wie etwa Wasserstoff auf See. In diesem Zusammenhang wurde im zweiten Quartal 2023 ein Forschungsvorhaben zum Thema Wasserstofferzeugung mittels Offshore-Windenergie und dessen Transport abgeschlossen. Auf der Basis der Ergebnisse können bei positiver Perspektive mögliche weitergehende Projektaktivitäten im Bereich Offshore-Wind stattfinden.

Zwei Gesellschaften des Konzerns hatten in Vorjahren Verfassungsbeschwerde gegen das WindSeeG (Wind auf See Gesetz) eingereicht. Im Senatsbeschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 30. Juni 2020 wurde damals bestätigt, dass Teile des WindSeeG verfassungswidrig sind. Im Rahmen der Umsetzung des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts durch den Gesetzgeber im Sinne des WindSeeG 2020 haben nur diese zwei Tochtergesellschaften, mit Projekten in der Zone zwei, der PNE AG Erstattungen für bereits erbrachte Projektierungsleistungen zu erwarten. Die betroffenen Tochtergesellschaften der PNE AG haben fristgerecht Anträge auf Entschädigung nach § 10a WindSeeG gestellt und jeweils im ersten Halbjahr 2023 entsprechende Feststellungsbescheide des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erhalten. In der Zwischenzeit liegen die Kostenerstattungsbescheide des BSH über rund 2,5 Mio. Euro vor. Dieser Betrag führte im zweiten Quartal zu einem Ertrag im Konzern.

Die beiden betroffenen Tochtergesellschaften prüfen zurzeit das weitere Vorgehen. Die Höhe der Ausgleichszahlungen des Bundes nach § 10a WindSeeG bleiben hinter dem zurück, was die PNE AG für die erbrachten Entwicklungsleistungen für angemessen hält (einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag). Die PNE AG behält sich daher für die beiden betroffenen Tochtergesellschaften vor, die Kostenerstattungsbescheide verwaltungsgerichtlich überprüfen zu lassen. Im Rahmen dieser Verfahren kann auch die Verfassungsmäßigkeit des § 10a WindSeeG überprüft werden, z. B. durch einen Vorlagebeschluss der Verwaltungsgerichte an das Bundesverfassungsgericht. Insgesamt erwarten wir aufgrund der Ausgleichsregelung des § 10a WindSeeG weitere Erstattungen für in der Vergangenheit bereits erbrachte Projektierungsleistungen, die sich dann in der Zukunft entsprechend positiv auf die Konzernzahlen auswirken können.

Windenergie auf See international

Im Berichtszeitraum wurden weitere Anstrengungen zum Einstieg in die Entwicklung von Meereswindparks im Ausland unternommen.

In Vietnam bereiten wir die Projektierung von Windparks auf See vor. Das Projekt umfasst eine Größenordnung von 2.000 MW und soll in drei Phasen entwickelt werden.

Eine Absichtserklärung haben wir mit der für die zukünftige Einspeisung der Energie vorgesehenen Provinz unterzeichnet. Der zukünftige Projektverlauf hängt von der Weiterentwicklung regulatorischer Rahmenbedingungen ab.

Ein weiteres Projekt in der Größe von 1.000 MW sind wir mittels einer 50-Prozent-Beteiligung in Lettland angegangen. Es befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase. Hierzu wurde im Berichtszeitraum ein Joint Venture mit der schwedischen EOLUS gegründet. Der auf die PNE entfallende Anteil des Projekts liegt bei 500 MW.

Beide Projekte haben wir nun in die Projektpipeline aufgenommen.

Ergebnisse des Segments "Projektentwicklung"

Die oben aufgeführten operativen Leistungen führten im Segment "Projektentwicklung" im Berichtszeitraum 2023 zu den folgenden Ergebnissen.

Das Segment "Projektentwicklung" hat im ersten Halbjahr 2023

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eine Gesamtleistung von 96,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 71,4 Mio. Euro),

ein EBITDA von 9,6 Mio. Euro (im Vorjahr: -8,0 Mio. Euro) und

ein EBIT von 8,3 Mio. Euro (im Vorjahr: -9,1 Mio. Euro) erreicht.

Segment "Stromerzeugung"

Im Segment "Stromerzeugung" sind alle Aktivitäten von Konzernunternehmen gebündelt, die unmittelbar mit der Erzeugung von Elektrizität aus sauberen Energien befasst sind.

Dieser Bereich beinhaltet im Wesentlichen die von der PNE-Gruppe selbst betriebenen Windparks mit einer Nennleistung von derzeit rund 346 MW (per 30. Juni 2022: rund 261 MW) sowie das Holzheizkraftwerk in Silbitz mit rund 5,6 MW. Außerdem umfasst das Segment Anteile an Kommanditgesellschaften, in denen künftige Projekte umgesetzt werden sollen.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 wurden im Vergleich zum langjährigen Mittel schwächere Windergebnisse verzeichnet. Auch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wehte weniger Wind. Das Windangebot schwankt von Jahr zu Jahr. PNE-Projekte im Eigenbestand sind auf Basis von zwei unabhängigen Windgutachten kalkuliert. Diese Windprognosen beziehen sich auf einen mittleren jährlichen Wert, der im Laufe von üblicherweise 20 Jahren mit einer definierten Wahrscheinlichkeit erreicht wird. Das heißt, statistisch gesehen gleichen sich Unterschreitungen und Übererfüllung von Windangeboten im Laufe der Betriebszeit aus.

Ein weiterer Effekt zeigt sich aus der Entwicklung der Strompreise und des Inkrafttretens des Strompreisbremsegesetzes (StromPBG). Die Monatsmarktwerte für Strom aus Onshore-Anlagen lagen deutlich unter denen des ersten Halbjahres 2022. Hinzu kommt, dass durch das StromPBG der PPA-Markt (Power Purchase Agreement) nahezu zum Erliegen kam, sodass für die ersten sechs Monate kein neuer PPA bzw. keine neue Fixpreisvereinbarung abgeschlossen werden konnte. Liegen die aktuellen Monatsmarktwerte unter den prognostizierten /​ geplanten Preisen, können die im Vorjahr abgeschlossenen PPAs bzw. Fixpreisvereinbarungen dies teilweise kompensieren, da die gemäß StromPBG zu erfolgende Übererlösabschöpfung im laufenden Jahr nur einen geringen Effekt hat.

Die Rückstellungen für die Abschöpfung der Übererlöse gem. Strompreisbremsegesetz sind im Vergleich zum ersten Quartal 2023 reduziert worden. Die nach Inkrafttreten des Gesetzes im Dezember 2022 herrschende Unklarheit bezüglich der konkreten Auslegung und Berechnung der Übererlösabschöpfung konnte erst im zweiten Quartal, insbesondere durch die Bereitstellung des Berechnungstools der Übertragungsnetzbetreiber, überwiegend beseitigt werden. Dies führte zu einer Neubewertung der Rückstellung und einem positiven Ergebniseffekt (3,1 Mio. Euro) gegenüber dem ersten Quartal, vorwiegend durch die Berechnung der Abschöpfungsbeträge der PPA-vermarkteten Windparks bei Ausübung des entsprechenden Wahlrechts.

Eine Verlängerung der Anwendung des StromBPG über den 30. Juni 2023 hinaus ist vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) nicht in Anspruch genommen worden, sodass die Übererlösabschöpfung mit dem 30. Juni 2023 endet.

Im ersten Halbjahr 2023 erzeugten die Windparks der PNE-Gruppe 325 GWh Ökostrom (Q2 2022: 268 GWh). Der Umwelt blieben so 245.000 Tonnen an CO 2-Emissionen (Q2 2022: 173.000 Tonnen) erspart.

Aufgrund höherer Holzpreise für das Holzheizkraftwerk Silbitz erhöhten sich die Fremdleistungen im Segment "Stromerzeugung" gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 0,7 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro.

Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Abschreibungen im Segment "Stromerzeugung" aufgrund der höheren Zahl an im Betrieb befindlichen Windkraftanlagen und damit die MW-Zahl.

Mit der gestiegenen Zahl an im Betrieb befindlichen MW stiegen auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 4,5 Mio. Euro auf 6,1 Mio. Euro im Segment "Stromerzeugung".

Die nachfolgenden Ergebnisse sind zusammenfassend von der höheren Anzahl an MW im Betrieb bei schwächeren Windverhältnissen, niedrigeren Strompreisen und höheren Kosten beeinflusst.

Ergebnisse des Segments "Stromerzeugung"

Das Segment "Stromerzeugung" hat im ersten Halbjahr 2023

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eine Gesamtleistung von 37,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 35,5 Mio. Euro),

ein EBITDA von 28,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 29,8 Mio. Euro) und

ein EBIT von 15,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 19,2 Mio. Euro) erzielt.

Segment "Services"

Im Segment "Services" wird zusammenfassend über Dienstleistungen berichtet. Hierzu zählen u. a. technisches und kaufmännisches Betriebsmanagement von Windparks und Umspannwerken, technische Inspektionen und Prüfungen, Baumanagement, Wind & Sites Services, Stromvermarktungsmanagement und sonstige Dienstleistungen.

Die PNE-Gruppe setzt erfolgreich die Strategie um, neben der Projektentwicklung auch das Dienstleistungsportfolio über den gesamten Lebenszyklus von Wind- und PV-Projekten kontinuierlich zu erweitern und auszubauen.

Durch signifikante Auftragseingänge von Drittkunden, sowohl im Kernmarkt Deutschland als auch international in verschiedenen Märkten (u. a. des bisher größten externen Windparks in Polen mit 29 Windenergieanlagen und fast 100 MW), wurde die Unabhängigkeit im Betriebsmanagement durch von PNE entwickelten Projekten weiter deutlich reduziert und das laufzeitbedingte Ausscheiden alter Windparks kompensiert.

Die PNE-Gruppe bietet mittlerweile erfolgreich als technologischer Vorreiter gemeinsam mit einem Systemlieferanten effiziente und hochqualitative drohnenbasierte visuelle Inspektionen und Blitzschutzprüfungen an den Rotorblättern von Windenergieanlagen an.

Die PNE-Gruppe kann darüber hinaus auch seilzugangsbasierte Inspektionen und Dienstleistungen anbieten, die auch innerhalb von Rahmenverträgen mit Großkunden zum Tragen kommen.

Das Segment "Services" hat seinen geplanten Beitrag zum Halbjahresergebnis trotz einer angespannten Personalsituation erfüllen können und besitzt für die zweite Jahreshälfte schon jetzt einen stabilen Auftragsbestand quer über alle Gesellschaften. Weiterhin bleibt die größte Herausforderung in einem stark wachsenden Markt die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal zur Bereitstellung der Produkte und Dienstleistungen.

Ergebnisse des Segments "Services"

Das Segment "Services" hat im ersten Halbjahr 2023

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eine Gesamtleistung von 14,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 11,4 Mio. Euro),

ein EBITDA von 4,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 3,1 Mio. Euro) und

ein EBIT von 2,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,4 Mio. Euro) erreicht.

3. UNTERNEHMENSSTRUKTUR

Die Änderungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegenüber dem 31. Dezember 2022 werden im verkürzten Konzernanhang unter "3. Konsolidierungskreis" erläutert.

Gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2022 gab es im operativen Bereich darüber hinaus keine weiteren wesentlichen Änderungen.

4. ORGANISATION UND MITARBEITER

Im Konzern waren in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 einschließlich der Vorstände 584 Personen (im Vorjahr: 498) im Durchschnitt beschäftigt.

Zum 30. Juni 2023 waren im Konzern einschließlich der Vorstände 606 Personen beschäftigt (im Vorjahr: 499 Personen). Von den Konzernmitarbeitern waren

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218 Mitarbeiter (im Vorjahr: 181 Mitarbeiter) direkt bei PNE AG und

388 Mitarbeiter (im Vorjahr: 318 Mitarbeiter) bei den Tochtergesellschaften der PNE AG beschäftigt.

Aufgeteilt auf das In- und Ausland sind

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462 Mitarbeiter (im Vorjahr: 402 Mitarbeiter) bei inländischen und

144 Mitarbeiter (im Vorjahr: 97 Mitarbeiter) bei ausländischen Gesellschaften des Konzerns

beschäftigt.

Die vorhandene Mitarbeiterzahl wird laufend überprüft, um für die weitere Entwicklung des Konzerns vorbereitet zu sein.

5. ALLGEMEINE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

Im Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2023 zum 30. Juni 2023 wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022. Die seit 1. Januar 2023 geänderten IFRS-Standards haben für den Halbjahresabschluss keine Relevanz.

Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt. Der Steueraufwand wird in der PNE-Gruppe basierend auf einer Schätzung des in den jeweiligen Gesellschaften zu versteuernden Einkommens ermittelt.

6. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Die Zahlen im Text und in den Tabellen wurden kaufmännisch gerundet, geringfügige Rundungsdifferenzen sind jedoch möglich.

Bei der Ertragslage und teilweise bei der Finanzlage sind den Werten per 30. Juni 2023 die Werte per 30. Juni 2022 bzw. bei der Vermögenslage und teilweise bei der Finanzlage die Werte vom 31. Dezember 2022 gegenübergestellt.

a. Ertragslage

Der PNE-Konzern erzielte gemäß IFRS in den ersten sechs Monaten 2023 eine Gesamtleistung von 116,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 105,2 Mio. Euro). Davon entfallen 57,1 Mio. Euro auf Umsatzerlöse (im Vorjahr: 52,1 Mio. Euro), 54,0 Mio. Euro auf Bestandsveränderungen (im Vorjahr: 50,5 Mio. Euro) sowie 5,6 Mio. Euro auf sonstige betriebliche Erträge (im Vorjahr: 2,6 Mio. Euro).

Die Veränderung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Umsatzerlöse aus den Segmenten "Stromerzeugung", aufgrund der höheren Anzahl in Betrieb befindlicher Windenergieanlagen, und "Services" zurückzuführen.

In den ersten sechs Monaten 2023 wurden:

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im Segment "Projektentwicklung" interne Umsätze an ein anderes Segment von 65,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 59,9 Mio. Euro) u. a. für Generalunternehmer- und Projektentwicklungsleistungen sowie externe Umsätze von 11,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 8,7 Mio. Euro) u. a. aus Generalunternehmerleistungen in Polen und den Projektrechtsverkäufen in Rumänien erzielt. Die Umsätze im Segment "Projektentwicklung" kommen zum größten Teil immer erst im Laufe des zweiten Halbjahres, so werden im Moment Verkäufe an Externe in unseren internationalen Märkten vorbereitet, die sich dann in den letzten sechs Monaten 2023 im Umsatz des Segments zeigen werden. Zudem wird national nach Inbetriebnahme der Windparks analysiert werden, ob es wirtschaftlicher ist, den jeweiligen Windpark zu verkaufen oder in den Eigenbetrieb zu übernehmen.

im Segment "Stromerzeugung" im Berichtszeitraum 36,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 34,7 Mio. Euro) an externen Umsätzen erzielt. Im Wesentlichen entfielen diese Umsätze auf Windparks im Eigenbestand in Höhe von 34,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 31,8 Mio. Euro) sowie auf die Umsätze des HKW "Silbitz" mit 1,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,9 Mio. Euro). Ein wesentlicher Grund für die höheren Umsätze ist, dass im Berichtszeitraum 2023 eine höhere Anzahl in Betrieb befindlicher Windenergieanlagen Strom erzeugten. Das eigene Portfolio an Windkraftwerken ist zwar größer als im Vorjahr, das Windangebot war allerdings geringer als im Vorjahreszeitraum und auch die Strompreise sind in diesem Jahr niedriger, sodass der Unterschied zum Vorjahreszeitraum moderat ausfiel.

im Segment "Services" externe Umsätze von 9,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 8,7 Mio. Euro) und interne Umsätze von 5,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,0 Mio. Euro) abgerechnet. Die wesentlichen Umsätze wurden

aus kaufmännischem und technischem Betriebsmanagement,

aus Baumanagementdienstleistungen,

aus Windplanungsleistungen /​ Windmessungen,

aus Stromvermarktungsmanagement,

aus Dienstleistungen im Bereich Service, Wartung und Prüfung von Betriebsmitteln, Schulungen für Fachkräfte und dem Service für Arbeiten an z. B. Hindernisbefeuerungssystemen sowie

aus Umspannwerksdienstleistungen erzielt.

Der Anstieg der Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist u. a. begründet in den zusätzlichen Dienstleistungen im Baumanagementbereich bei bereits veräußerten Projekten und dem Anstieg der zu betreuenden Erneuerbare-Energien-Projekte im kaufmännischen und technischen Betriebsmanagement.

Erläuterung:

Da die Windparks in Eigenbesitz unabhängig von ihrer aktuellen oder künftigen Gesellschafterstruktur selbst betrieben und zur Stromerzeugung genutzt wurden, erfolgte der Ausweis der Windparks ab dem Zeitpunkt der Veräußerung im Konzern gem. IAS 16 als Anlagevermögen. Die Umgliederung aus dem Konzernvorratsvermögen in das Konzernanlagevermögen erfolgt dabei ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung und führt dementsprechend zu keiner Veränderung der Gewinn- und Verlustrechnungsposition "Erhöhung /​ Verminderung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen". Die Entscheidung, ob ein im Bau befindlicher Windpark an externe Investoren verkauft wird oder ob dieser in den Eigenbetrieb übernommen werden soll, erfolgt in der Regel erst nach der Inbetriebnahme des Windparks. Bei der Entscheidungsfindung sind die jeweiligen aktuellen wirtschaftlichen Projekt- und Marktbedingungen, aktuelle Investorenanfragen sowie die weitere strategische Ausrichtung in Verbindung mit der langfristigen Liquiditätsplanung des Konzerns zu berücksichtigen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden u. a. die Auflösung von Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Bau von Windparkprojekten, Einzelwertberichtigungen und Weiterberechnungen abgebildet.

Die Aktivitäten des Konzerns in der Projektentwicklung im In- und Ausland, an Land wie auf See, spiegeln sich auch in den Aufwandspositionen wider. Der Konzern-Gesamtleistung steht ein Materialaufwand von 61,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 57,8 Mio. Euro) gegenüber. Damit hat sich die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) im Vergleich zum Vorjahr von 55 Prozent auf 52 Prozent im Konzern verringert. Dies liegt u. a. darin begründet, wie Projekte im Berichtszeitraum verkauft wurden, entweder als "Turn-Key"-Projekt (hoher Materialaufwand) oder als Projektrecht (niedriger Materialaufwand). Negativ auf die Materialaufwandsquote wirkt sich die Umsetzung der Windparks für das eigene Portfolio aus, da in der Gesamtleistung des Konzerns keine Gewinne aus diesen Projektumsetzungen enthalten sind. Positiv auf die Materialaufwandsquote im Konzern wirken sich dagegen die steigenden Umsatzerlöse aus den im Konzern befindlichen eigenen Windparks aus. Bei den laufenden Windparks betreffen die wesentlichen Aufwandspositionen die laufenden Abschreibungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Somit sind in diesen Gesellschaften sehr niedrige Materialaufwandsquoten zu erwarten.

Der Personalaufwand belief sich in den ersten sechs Monaten 2023 auf 22,8 Mio. Euro im Konzern und stieg gegenüber dem Wert der Vorjahresperiode (19,0 Mio. Euro) um 3,8 Mio. Euro an. Die Mitarbeiteranzahl per 30. Juni 2023 ist im Konzern auf 606 Personen angestiegen (per 30. Juni 2022: 499 Mitarbeiter). In den ersten sechs Monaten 2023 waren im Konzern 584 Personen (im Vorjahr: 498 Personen) im Durchschnitt beschäftigt. In diesen Zahlen ist der Vorstand mit 2 Mitgliedern (im Vorjahr: 2 Mitglieder) enthalten. Die Erhöhung der Mitarbeiterzahl erfolgt im Rahmen der Strategie, die der Konzern mit dem "Scale up"-Programm verfolgt. Ein weiterer Grund für den Anstieg des Personalaufwands sind die gestiegenen Gehälter und die variablen Vergütungen für Mitarbeiter, die für qualifiziertes Personal marktüblich bezahlt werden müssen.

Der Personalaufwand verteilt sich auf die Segmente wie folgt:

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"Projektentwicklung" mit 16,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 13,9 Mio. Euro),

"Stromerzeugung" mit 0,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) und

"Services" mit 5,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 4,6 Mio. Euro).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen und Nutzungsrechte erhöhten sich um 2,8 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 16,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 13,4 Mio. Euro). Die Erhöhung lag im Wesentlichen an der durchschnittlich höheren Anzahl an Windenergieanlagen im Konzern (Segment "Stromerzeugung") gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen und Nutzungsrechte verteilen sich auf die Segmente wie folgt:

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"Projektentwicklung" mit 1,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,1 Mio. Euro),

"Stromerzeugung" mit 13,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 10,6 Mio. Euro) und

"Services" mit 1,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,7 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen in Bezug mit dem weiteren Aufbau und dem laufenden Betrieb der im Konzern befindlichen Windparks und dem HKW "Silbitz" zu sehen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen veränderten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 10,9 Mio. Euro auf 14,6 Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, vor Konsolidierungseffekten, verteilen sich auf die Segmente wie folgt:

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"Projektentwicklung" mit 10,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 6,7 Mio. Euro),

"Stromerzeugung" mit 6,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 4,5 Mio. Euro) und

"Services" mit 1,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,6 Mio. Euro).

Seit Juni 2022 wird die Türkei als Hochinflationsland im Sinne des IAS 29 eingestuft. Die Effekte aus der Kaufkraftanpassung der nicht-monetären Bilanzposten sowie der Posten der Gesamtergebnisrechnung werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Im ersten Halbjahr 2023 ergab sich ein negatives Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten in Höhe von 1.416 Tsd. Euro, welches im sonstigen betrieblichen Aufwand im Segment "Projektentwicklung" enthalten ist.

Mit dem weiteren Aufbau und dem laufenden Betrieb der im Konzern befindlichen Windparks, den laufenden Repoweringprojekten (Wind) sowie dem HKW "Silbitz" (Segment "Stromerzeugung")´erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen vor allem in dem Posten "Reparatur und Instandhaltungsaufwand" sowie bei "Miet-, Pacht-, Leasingaufwand und Mietnebenkosten".

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge veränderten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 23,1 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro. Im Wesentlichen liegt die Veränderung an der Bewertung der abgeschlossenen Zins-SWAPs im Rahmen der Projektfinanzierungen. Stark steigende Marktzinsen führten im Vorjahresberichtszeitraum bei einer Bewertung der Zins-SWAPs zu einem außergewöhnlichen hohen Zinsertrag in Höhe von 15,5 Mio. Euro (Segment "Stromerzeugung").

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen veränderten sich im Konzern gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 7,4 Mio. Euro auf 13,9 Mio. Euro. Im Berichtszeitraum 2023 führten Bewertungen von einzelnen Zins-SWAPs zu einem Zinsaufwand von 4,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,0 Mio. Euro). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen fielen im Wesentlichen an im Zusammenhang mit

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der Anleihe 2022 /​ 27 (1,4 Mio. Euro),

den Eigen- und Fremdfinanzierungen von Windparkprojekten und von den Portfolio GmbHs (3,8 Mio. Euro),

der Anwendung des IFRS 16 "Leasing" (0,8 Mio. Euro),

der Bewertung der abgeschlossenen Zins-SWAPs im Rahmen der Projektfinanzierungen von Windparkprojekten (4,0 Mio. Euro) und

sonstigen Themen wie z. B. der Gebäudefinanzierung am Stammsitz in Cuxhaven oder Effektivverzinsungen von finanziellen Verbindlichkeiten (3,9 Mio. Euro).

Erläuterung:

Bei finanziellen Verbindlichkeiten, deren Verzinsung zu besonderen Konditionen abgeschlossen wurde (z. B. aufgrund von KfW-Förderungen) ist der Marktzins zu verwenden, der für ein vergleichbares Instrument ähnlicher Bonitätsbeurteilung gelten würde. Die Differenz wird nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des zugrunde liegenden Instruments verteilt. Der Effektivzinssatz ist der Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit auf den Nettobuchwert abgezinst werden. Mittels der Effektivzinsmethode werden durch Amortisation Zinserträge bzw. -aufwendungen auf der Basis sämtlicher erwarteter Zahlungsströme über die Laufzeit der finanziellen Verbindlichkeit verteilt. Die Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgt nach vollständiger Inanspruchnahme der vereinbarten Finanzierung und nach Inbetriebnahme der dadurch finanzierten Projekte. Folgebewertungen werden unter Anwendungen der Effektivzinsmethode im Konzern durchgeführt, wenn sich bei den im Konzern regelmäßig stattfindenden Überprüfungen der Markterwartungen ergibt, dass sich diese wesentlich verändert haben.

Es wurden Werte ("stille Reserven") geschaffen, die nicht sofort erkennbar sind. Aufgrund der Investitionen in eigene Windparkprojekte sind von der Gesellschaft auf Konzernebene Gewinne vor Steuern eliminiert worden, die die Gesellschaft als "stille Reserven" definiert. Diese "stillen Reserven" entsprechen somit den im Rahmen der Konzernabschlusserstellung eliminierten Zwischengewinnen aus der Veräußerung der Windparks zwischen Gesellschaften des Konsolidierungskreises. Ob diese Gewinne bei einem Verkauf in der Zukunft auch so wie aktuell kalkuliert erzielt werden können, hängt davon ab, dass sich die unterstellten Marktbedingungen der Projektkalkulationen (z. B. Renditeerwartung der Investoren) nicht verändern. Die geschaffenen Werte ("stille Reserven") aus den konzerneigenen Projekten werden über die Nutzungsdauer der Projekte nach und nach, durch die geringere Abschreibungsbemessungsgrundlage im Konzern, aufgedeckt. Diese Aufdeckung der Werte ("stille Reserven") führt über die Laufzeit zu Ergebnisverbesserungen und entsprechend in der Höhe der Aufdeckung zu einer Verbesserung der Konzern-Eigenkapitalquote. Die bisherige Aufdeckung der Werte beträgt bis zum 30. Juni 2023 insgesamt 22,2 Mio. Euro, davon wurden im Berichtszeitraum 5,0 Mio. Euro (im Vorjahreszeitraum: 3,9 Mio. Euro) aufgedeckt. Aufgrund der Investitionen in eigene Projekte sind im Berichtszeitraum 22,5 Mio. Euro (im Vorjahreszeitraum: 6,0 Mio. Euro) an Gewinnen vor Steuern eliminiert worden. Somit bestehen auf Konzernebene per 30. Juni 2023 "stille Reserven" in Höhe von insgesamt 194,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 136,8 Mio. Euro) (unter Berücksichtigung der Aufdeckung der "stillen Reserven").

Im Konzern wurden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 3,2 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 ausgewiesen (im Vorjahr: 9,7 Mio. Euro).

Auf Konzernebene wurden in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 folgende Ergebnisse erzielt:

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ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA = EBIT zzgl. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte sowie auf Geschäfts- oder Firmenwerte) in Höhe von 18,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 17,5 Mio. Euro),

ein Betriebsergebnis (EBIT = entspricht dem in der Konzerngesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Wert in der Zeile "Betriebsergebnis") von 2,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 4,1 Mio. Euro).

Das Konzern-Ergebnis nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Ergebnis belief sich auf -14,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 10,4 Mio. Euro). Dies enthält außergewöhnliche Zinsaufwendungen aus Folgebewertungen der im Konzern befindlichen Zins-SWAPs und Kreditverbindlichkeiten in Höhe von 7,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 23,0 Mio. Euro Zinserträge), welche insbesondere zu dem unverwässerten Konzern-Ergebnis je Aktie von -0,18 Euro (im Vorjahr: 0,14 Euro) und verwässerten Konzern-Ergebnis je Aktie von -0,18 Euro (im Vorjahr: 0,14 Euro) führten.

Im Wesentlichen unter Berücksichtigung des Geschäftsergebnisses und der Dividendenausschüttung veränderte sich der Bilanzgewinn im Konzern im Berichtszeitraum auf 63,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 81,9 Mio. Euro). Im ersten Halbjahr 2023 wurde eine Dividende in Höhe von 6,1 Mio. Euro aus dem vorhandenen Bilanzgewinn ausgeschüttet.

b. Finanzlage

Das Finanzmanagement der PNE AG und des PNE-Konzerns ist darauf ausgerichtet, ausreichend Liquidität

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für die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit bereitzustellen,

um die Voraussetzungen zur Umsetzung der Strategie zu schaffen sowie

um den Risiken aus dem Projektgeschäft zu begegnen.

Die Finanzierung erfolgt dabei auf Ebene der jeweiligen Projektgesellschaften in Form von Darlehen sowie auf Ebene der PNE AG u. a. durch die Emission von Anleihen. Derivative Finanzinstrumente wie Zins-SWAPs werden in der Regel nur auf Ebene der Projektgesellschaften eingesetzt, um Zinsrisiken variabel verzinslicher Darlehen abzusichern. Zum 30. Juni 2023 bestanden derivative Finanzinstrumente in Bezug auf mehrere Projektfinanzierungen der Windparks im Konzern.

Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Lage des Konzerns gibt die Kapitalflussrechnung Aufschluss. Zum 30. Juni 2023 stand den Konzernunternehmen eine Liquidität inkl. Kreditlinien für Projektzwischenfinanzierungen in Höhe von 165,5 Mio. Euro zur Verfügung, die in Höhe von 3,6 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist (per 31. Dezember 2022: 168,7 Mio. Euro, davon 2,1 Mio. Euro verpfändet).

Die zur Verfügung stehende Liquidität gliedert sich auf in

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Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 104,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 121,6 Mio. Euro),

zur Verfügung stehende freie Betriebsmittellinien in Höhe von 4,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 12,1 Mio. Euro) und

zur Verfügung stehende freie Projektfremdkapitalzwischenfinanzierungen in Höhe von 55,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 35,0 Mio. Euro).

Der Konzern verfügt zum 30. Juni 2023 über Betriebsmittellinien in Höhe von 20,1 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 15,1 Mio. Euro) und Linien für Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsavale (ohne von Banken gewährte Avallinien in Zusammenhang mit laufenden Projektfinanzierungen) in Höhe von 38,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 40,0 Mio. Euro). Eine dieser Avallinien kann in Höhe von 15 Mio. Euro auch als Einkaufsvorfinanzierungslinie z. B. für Windkraftanlagen genutzt werden. Die Betriebsmittellinien waren per 30. Juni 2023 mit 15,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 3,0 Mio. Euro) und die Linien für Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsavale waren per 30. Juni 2023 mit 5,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 6,3 Mio. Euro) in Anspruch genommen.

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -43,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) war im Wesentlichen geprägt

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von dem Konzern-Ergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen des Berichtszeitraums,

von der Weiterentwicklung der Projektpipeline und der Realisierung von Windparkprojekten, welche sich in den Veränderungen bei den Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten abzeichnen und im Wesentlichen durch Projektzwischenfinanzierungen finanziert wurden (siehe auch Cashflow aus Finanzierungstätigkeit).

Beim Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurden im Berichtszeitraum Aus- und Einzahlungen für Investitionen in das Konzernsachanlagevermögen, die langfristigen finanziellen Vermögenswerte und die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von in Summe -15,9 Mio. Euro (im Vorjahr in Summe: -52,3 Mio. Euro) getätigt. Die Investitionen in Sachanlagen bezogen sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 und im Vorjahr im Wesentlichen auf Investitionen für die Umsetzung der Windparks für das im Aufbau befindliche Windparkportfolio (Segment "Stromerzeugung") und in Umspannwerke für diese Windparkprojekte (Segment "Services").

Auszahlungen aus Käufen von Finanzanlagen oder konsolidierten Einheiten wurden im Berichtszeitraum in Höhe von in Summe -0,5 Mio. Euro getätigt (im Vorjahr: in Summe -0,2 Mio. Euro). Die Auszahlung stammt aus dem Kaufpreis für 50,0 Prozent der Anteile an der Kurzeme Offshore SIA (Riga, Lettland).

Im Berichtszeitraum war der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 42,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 61,8 Mio. Euro) im Wesentlichen geprägt durch

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die Inanspruchnahme von Bankkrediten in Höhe von 69,2 Mio. Euro, die im Wesentlichen zur Projektfinanzierung der Windparkprojekte im Eigenbestand verwendet wurden,

die Tilgung von Kreditverbindlichkeiten in Höhe von 16,3 Mio. Euro,

die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten (nach IFRS 16 als Auszahlung im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit darzustellen) in Höhe von 4,3 Mio. Euro und

die Dividendenzahlung in Höhe von 6,1 Mio. Euro.

c. Vermögenslage

Aktiva

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in Mio. Euro 30.6.2023 31.12.2022
Summe der langfristigen Vermögenswerte 609,7 585,4
Immaterielle Vermögenswerte 64,7 64,9
Sachanlagen 371,8 353,7
Nutzungsrechte 90,3 87,3
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 13,5 14,2
Latente Steuern 69,4 65,3
Summe der kurzfristigen Vermögenswerte 329,2 334,9
Vorräte 163,4 147,4
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 59,3 63,9
Steuerforderungen 1,8 2,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 104,7 121,6
Bilanzsumme 938,9 920,3

Zum Stichtag betrug die Konzern-Bilanzsumme insgesamt 938,9 Mio. Euro. Damit hat sich der Wert um rund 2 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember 2022 (920,3 Mio. Euro) verändert.

Die langfristigen Vermögenswerte nahmen insgesamt von 585,4 Mio. Euro zum Jahresende 2022 auf aktuell 609,7 Mio. Euro zu.

Zum 30. Juni 2023 summierten sich die immateriellen Vermögenswerte auf 64,7 Mio. Euro, welche im Wesentlichen die Firmenwerte in Höhe von 64,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 64,4 Mio. Euro) enthalten. Die Firmenwerte verteilen sich per 31. Dezember 2022 auf die Segmente wie folgt:

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Projektentwicklung": 54,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 54,0 Mio. Euro),

"Stromerzeugung": 0,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 0,0 Mio. Euro) und

Services": 10,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 10,4 Mio. Euro).

Im selben Zeitraum veränderten sich die Sachanlagen um 18,1 Mio. Euro auf 371,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 353,7 Mio. Euro).

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Grundstücke und Bauten: 13,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 13,2 Mio. Euro),

im Besitz befindliche Umspannwerke: 20,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 18,9 Mio. Euro),

die technischen Anlagen und Maschinen der im eigenen Besitz befindlichen Windparks: 330,1 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 305,0 Mio. Euro) und

andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 7,6 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 5,9 Mio. Euro).

Die Veränderung der Sachanlagen ist im Wesentlichen auf das "wachsende" Windparkportfolio bei einhergehenden Abschreibungen auf die Sachanlagen der Windparks und die Anwendung der Effektivzinsmethode aufgrund von KfW-Förderungen zurückzuführen.

Erläuterung:

Bei finanziellen Verbindlichkeiten, deren Verzinsung zu besonderen Konditionen abgeschlossen wurde (z. B. aufgrund von KfW-Förderungen), ist der Marktzins zu verwenden, der für ein vergleichbares Instrument ähnlicher Bonitätsbeurteilung gelten würde. Die Differenz wird nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des zugrunde liegenden Instruments verteilt. Die Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgt nach vollständiger Inanspruchnahme der vereinbarten Finanzierung und nach Inbetriebnahme der dadurch finanzierten Projekte. Entsprechend erfolgt zu diesem Zeitpunkt eine Verrechnung mit den Anschaffungskosten der durch die Finanzierung hergestellten Windenergieanlagen.

IFRS 16 regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Nach dem Standard besteht eine grundsätzliche Bilanzierungspflicht von Rechten und Pflichten aus Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer. Demzufolge bilanzieren Leasingnehmer das Nutzungsrecht aus einem Leasinggegenstand (sog. right-of-use asset) entweder im Anlagevermögen unter der Bilanzposition "Nutzungsrechte" (langfristige Vermögenswerte wie z. B. Windparks im Eigenbetrieb) oder unter der Bilanzposition "Vorräte" (kurzfristige Vermögenswerte wie z. B. Windparkprojekte, die während oder nach dem Bau verkauft werden sollen). Es handelt sich bei den "Nutzungsrechten" im PNE-Konzern u. a. um Rechte aus Leasingverträgen (z. B. Kfz-Leasing), Mietverträgen (z. B. für das Gebäude in Husum) und Pachtverträgen (z. B. im Zusammenhang mit den Windparks im eigenen Bestand oder Windparks im Bau). Zum 30. Juni 2023 wurden im Konzern right-of-use assets unter den Nutzungsrechten des Anlagevermögens in Höhe von 90,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 87,3 Mio. Euro) ausgewiesen.

Die Nutzungsrechte verteilen sich per 30. Juni 2023 auf die Segmente wie folgt:

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"Projektentwicklung": 10,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 10,5 Mio. Euro),

"Stromerzeugung": 75,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 71,8 Mio. Euro) und

"Services": 4,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 5,0 Mio. Euro).

Für alle im Anwendungsbereich von IAS 36 liegenden Vermögenswerte (insb. Immaterielle Vermögenswerte (IAS 38), Geschäfts- oder Firmenwerte (IFRS 3), Sachanlagen (IAS 16) sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die zu Anschaffungskosten bewertet werden (IAS 40)), hat der Bilanzierende zu jedem Abschlussstichtag einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt (triggering event) für eine Wertminderung (impairment loss) vorliegt. Es ergeben sich nach Ansicht des Vorstands keine Hinweise darauf, dass die Werthaltigkeit der ausgewiesenen Vermögenswerte zum 30. Juni 2023 gemindert sein könnte.

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte haben sich zum 30. Juni 2023 auf 13,5 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 14,2 Mio. Euro) verringert. In dieser Position sind die anteiligen langfristigen Darlehensforderungen aus den im Konzern (Segment "Stromerzeugung") getätigten SWAP-Geschäften mit 10,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 12,0 Mio. Euro) enthalten. Weitere anteilige Darlehensforderungen aus den SWAP-Geschäften sind in Höhe von 0,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 0,8 Mio. Euro) in den kurzfristigen Vermögenswerten (Forderungen und sonstige Vermögenswerte) enthalten.

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten war im Berichtszeitraum eine Veränderung von 334,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022) auf 329,2 Mio. Euro per 30. Juni 2023 zu verzeichnen. Im Wesentlichen ist diese Veränderung auf den Rückgang der liquiden Mittel zurückzuführen. Von den kurzfristigen Vermögenswerten entfallen 24,0 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (per 31. Dezember 2022: 38,1 Mio. Euro), die im Wesentlichen aus Projektabrechnungen für Projektentwicklungs- und Generalunternehmerleistungen für Windparks und Meilensteinforderungen stammen.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen veränderten sich von 110,1 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022) auf 122,2 Mio. Euro. Die Erhöhung der Vorräte ist im Wesentlichen auf die im Konzern getätigten Entwicklungsleistungen zum Ausbau der Pipeline zurückzuführen.

Die unfertigen Leistungen gliedern sich im Wesentlichen wie folgt auf:

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Projekte an Land /​ national: 93,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 83,3 Mio. Euro),

Projekte an Land /​ international: 28,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 26,8 Mio. Euro).

In den Vorräten waren zum 30. Juni 2023 right-of-use assets in Höhe von 13,8 Mio. Euro ausgewiesen (per 31. Dezember 2022: 18,2 Mio. Euro), die dem Segment "Stromerzeugung" zuzurechnen sind.

Die in den Vorratsbeständen befindlichen geleisteten Anzahlungen für im Bau befindliche Onshore-Projekte haben sich von 37,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022) um 4,0 Mio. Euro auf 41,0 Mio. Euro verändert.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 104,7 Mio. Euro zum 30. Juni 2023, die in Höhe von 3,6 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet sind (per 31. Dezember 2022: 121,6 Mio. Euro, davon 2,1 Mio. Euro verpfändet).

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verteilten sich per 30. Juni 2023 auf die Segmente wie folgt:

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"Projektentwicklung": 44,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 76,7 Mio. Euro),

"Stromerzeugung": 57,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 43,7 Mio. Euro) und

"Services": 2,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 1,2 Mio. Euro).

Die im Segment "Stromerzeugung" ausgewiesenen Zahlungsmittel sind zum Teil bereits abgerufene Projektfinanzierungsmittel, welche zum weiteren Aufbau der Projekte benötigt werden.

Passiva

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in Mio. Euro 30.6.2023 31.12.2022
Eigenkapital 209,6 232,2
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 0,6 0,6
Rückstellungen 16,1 9,8
Langfristige Verbindlichkeiten 596,4 547,7
Kurzfristige Verbindlichkeiten 102,1 101,5
Abgegrenzte Umsatzerlöse 14,1 28,5
Bilanzsumme 938,9 920,3

Das Konzern-Eigenkapital veränderte sich zum 30. Juni 2023 von 232,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022) auf 209,6 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote des Konzerns betrug zmu 30. Juni 2023 rund 22 Prozent (per 31. Dezember 2022: rund 25 Prozent).

Zum Stichtag 30. Juni 2023 betrug das Grundkapital der PNE AG 76.603.334,00 Euro (per 31. Dezember 2022: 76.603.334,00 Euro).

Der Bestand an eigenen Aktien hat sich im Berichtszeitraum nicht verändert und betrug 266.803 Aktien per 30. Juni 2023.

Die langfristigen Verbindlichkeiten veränderten sich von 547,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022) auf 596,4 Mio. Euro. Die Position besteht hauptsächlich aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 580,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 530,6 Mio. Euro).

In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind im Wesentlichen

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die im Geschäftsjahr 2022 platzierte Anleihe 2022/​27 mit einem Buchwert von 53,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 53,8 Mio. Euro),

langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Volumen von 411,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 363,8 Mio. Euro) und

Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen in Höhe von 112,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 111,2 Mio. Euro) enthalten.

Die wesentlichen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen "non-recourse" Projektfinanzierungen von Windparkprojekten, die im eigenen Bestand gehalten werden (Segment "Stromerzeugung").

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verteilen sich per 30. Juni 2023 auf die Segmente wie folgt:

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"Projektentwicklung": 12,7 Mio. Euro (davon langfristig 7,2 Mio. Euro),

"Stromerzeugung": 438,6 Mio. Euro (davon langfristig 404,1 Mio. Euro),

"Services": 0,0 Mio. Euro (davon langfristig 0,0 Mio. Euro).

Im Wesentlichen aufgrund des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" werden rund 112,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 111,2 Mio. Euro) Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen unter den langfristigen Verbindlichkeiten und rund 6,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: 5,8 Mio. Euro) unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2023 ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen teilen sich per 30. Juni 2023 auf die Segmente wie folgt auf:

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"Projektentwicklung": 11,0 Mio. Euro (davon langfristig 9,6 Mio. Euro),

"Stromerzeugung": 99,6 Mio. Euro (davon langfristig 95,9 Mio. Euro),

"Services": 7,5 Mio. Euro (davon langfristig 6,5 Mio. Euro).

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 veränderten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 101,5 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022) auf 102,1 Mio. Euro. Die in dieser Position enthaltenen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten veränderten sich von 35,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022) auf 40,0 Mio. Euro. Im Berichtszeitraum veränderten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 44,6 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022) auf 42,5 Mio. Euro, die im Wesentlichen von Subunternehmern aus Projektabrechnungen für Windparks stammen und zum größten Teil zum Zeitpunkt des Eingangs der den Verbindlichkeiten gegenüberstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den Windparkgesellschaften ausgeglichen werden sollen.

Es wurden "non-recourse" Finanzierungen in Höhe von rund 58,4 Mio. Euro, rund 6,9 Mio. Euro aus der vorhandenen Projekteigenkapitalzwischenfinanzierungslinie und rund 4,0 Mio. Euro Betriebslinien im Berichtszeitraum 2023 aufgenommen bzw. in Anspruch genommen und trugen zu den oben geschilderten Veränderungen bei den kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bei.

Im Wesentlichen sind in den Kreditverbindlichkeiten (lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten) enthalten:

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in Mio. Euro Valutiert per 30.6.2023 davon langfristig 30.6.2023
Non-recourse Projektfinanzierungen von Windparks 456,3 432,4
Eigenkapitalzwischenfinanzierungen von Windparkportfolios 42,9 31,7
Betriebsmittellinien im Konzern 4,0 0,0
Sonstige Kredite (u. a. Finanzierung Firmensitz in Cuxhaven) 3,7 3,4

Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel betrug die Nettoverschuldung (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten) am 30. Juni 2023 somit - 523,1 Mio. Euro (per 31. Dezember 2022: Nettoverschuldung -451,2 Mio. Euro).

7. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Es haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2022 keine wesentlichen Änderungen ergeben.

8. ENTWICKLUNG UND INNOVATIONEN

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten außerhalb des operativen Geschäftszwecks "Projektentwicklung" fanden im Konzern der PNE AG im Berichtszeitraum nicht statt.

9. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH ENDE DES BERICHTSZEITRAUMS

Kauf von 51,0 Prozent an der Bitbloom Ltd (Bristol, UK)

Im Juli 2023 hat eine Tochtergesellschaft der PNE AG 51,0 Prozent der Anteile an dem britischen Digitalunternehmen Bitbloom Ltd erworben. Der Kaufpreis kann mit Meilensteinzahlungen, welche von der Erreichung von wirtschaftlichen Zielen in den nächsten Jahren abhängig sind, im unteren einstelligen Millionenbereich liegen.

Weitere wesentliche Ereignisse mit Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hat es nach Ende des Berichtszeitraums nicht gegeben.

10. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Informationen zu Chancen und Risiken von PNE AG finden sich im Kapital "Risiko- und Chancenbericht" des Geschäftsberichts 2022 bzw. dem zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht, der auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.pne-ag.com verfügbar ist.

Alle erkennbaren Risiken aus dem aktuell anspruchsvollen Marktumfeld, das noch immer von den Nachwirkungen der Corona-Pandemie, hohen Rohstoffpreisen, instabilen Lieferketten und geopolitischen Unsicherheiten geprägt ist, werden von der Gesellschaft laufend hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie dem Wohlergehen der Mitarbeiter abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. den Ausblick eingeflossen.

Der Vorstand hat im Laufe der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2023 darüber hinaus keine wesentlichen Ergänzungen oder Veränderungen zu den im Geschäftsbericht bzw. dem zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 dargestellten Risiken festgestellt.

11. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (§ 289F BZW. § 315D HGB)

Die mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB ist auf unserer Internetseite www.pne-ag.com im Bereich "Investor Relations" unter Corporate Governance veröffentlicht und kann dort heruntergeladen werden.

12. AUSBLICK /​ PROGNOSE

Die PNE AG ist ein Anbieter von Lösungen im Bereich der sauberen Energien - ein "Clean Energy Solutions Provider" - für Märkte und Branchen regional, national und international. Kernkompetenzen sind die Projektierung und der Betrieb von Erneuerbare-Energien Projekten. Darüber hinaus wird die Speicherung von Erneuerbaren und die Power-to-X-Technologie vorangetrieben. Mit den entwickelten und betriebenen Projekten leistet die PNE-Gruppe einen wichtigen Beitrag, um klimaschädliche Emissionen zu vermeiden, und sorgt mit ihren Full-Service-Leistungen in den Bereichen Windenergie und Photovoltaik dafür, dass der Ausbau sauberer Energien einen Schritt schneller vorankommt - für ein besseres Klima weltweit. Damit verfolgt die PNE-Gruppe konsequent das Ziel einer sicheren, nachhaltigen und profitablen Energieversorgung, die zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien gespeist wird.

Mit dem "Scale up"-Programm treibt die PNE-Gruppe ihre strategische Weiterentwicklung vom Windparkprojektierer zu einem "Clean Energy Solutions Provider" seit 2017 kontinuierlich voran. Mit dieser Strategie reagiert die PNE-Gruppe auf Veränderungen in den Märkten der sauberen Energien. Die Expertise aus der erfolgreichen Entwicklung, Projektierung und Realisierung von Windparks an Land und auf See wurde auf weitere Felder übertragen. Das operative Geschäft wurde national wie international auf eine deutlich breitere Basis gestellt, um PNE vom Spezialisten für Windprojekte auch zum Spezialisten von Photovoltaikprojekten und zum breit aufgestellten Anbieter von Lösungen für saubere Energien zu etablieren. Wesentliche Elemente der Strategie sind die Ausweitung des Service-Angebots und die Erschließung neuer Märkte sowie Technologien.

Ein zentraler Bestandteil des "Scale up"-Programms ist der angestrebte Ausbau des eigenen Portfolios auf bis zu 500 MW/​MWp in Betrieb bzw. im Bau befindliche Projekte bis Ende 2023. Dies soll zusammen mit dem Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts dazu beitragen, den Anteil an stetigen Erträgen weiter zu erhöhen. Mit dieser breiteren Aufstellung werden Marktrisiken minimiert, neue Potenziale und Märkte eröffnet und mittelfristig vor allem die in der Vergangenheit volatilen Ergebnisse verstetigt. So gewinnt das PNE-Geschäftsmodell kontinuierlich an Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Auf diese Weise hat die PNE-Gruppe eine völlig neue Größenordnung erreicht und möchte auch in Zukunft weiter wachsen. So wird PNE für Investoren und Partner immer wertvoller und bietet dabei auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern langfristig attraktive Perspektiven.

Mit "Scale up 2.0" hat PNE diese erfolgreiche Strategie in 2022 weiterentwickelt und die Weichen für eine Phase beschleunigten Wachstums gestellt. Die definierten Mittelfristziele sehen den Ausbau des Eigenbetriebsportfolios auf 1.500 MW/​MWp in Betrieb bzw. im Bau befindliche Projekte, weiterhin den Verkauf von Wind- und PV-Projekten national und international, das Wachstum der Projektpipeline auf mehr als 20 GW/​GWp sowie die Steigerung des Konzern-EBITDA auf mehr als 150 Mio. Euro bis Ende 2027 vor.

Die nachfolgenden Prognosen beruhen auf den Ergebnissen aus der Umsetzung der operativ geplanten Projekte sowie dem Ausbau der Pipelines im In- und Ausland (Onshore, Offshore, Photovoltaik), aus dem Dienstleistungs- und Servicegeschäft sowie aus dem Stromerzeugungsgeschäft.

Im Geschäftsjahr 2023 werden wir wie in den Vorjahren weitere Vorleistungen im unteren einstelligen Millionenbereich für die strategische Erweiterung des Geschäftsmodells erbringen. Der Vorstand rechnet weiterhin für die Guidance des Geschäftsjahres 2023 mit einem positiven EBITDA im Konzern in Höhe von 30 bis 40 Mio. Euro. Aufgrund des Ukraine-Kriegs, der instabilen Lieferketten sowie den Nachwirkungen der Corona-Pandemie könnte es jedoch im operativen Geschäft zu Verschiebungen von Projektrechtsverkäufen und Projektumsetzungen von 2023 nach 2024 kommen. Ebenso führen diese zu hohen bzw. steigenden Rohstoffpreisen, die zu einer höheren Bepreisung von Windenergieanlagen, Modulen und sonstigen Gewerken führen. Diese können teilweise jedoch durch eine höhere gesetzliche Vergütung bei den Ausschreibungen für die EEG-Vergütung kompensiert werden. Zudem besteht weiterhin das Ziel, dass die Zahlen der Projektpipeline für Windenergie an Land (per 31. Dezember 2022: rund 7,6 GW) und Photovoltaik (per 31. Dezember 2022: rund 4,3 GW) auch zum Jahresende 2023 im Konzern gegenüber dem 31. Dezember 2022 mindestens konstant gehalten werden.

Cuxhaven, 10. August 2023

PNE AG, Vorstand

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (IFRS)

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in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) 2. Quartal 1.4.2023 - 30.6.2023 2. Quartal 1.4.2022 - 30.6.2022 Periode 1.1.2023 - 30.6.2023 Periode 1.1.2022 - 30.6.2022
1. Umsatzerlöse 24.818 22.605 57.064 52.129
2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 43.092 42.995 54.000 50.450
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.439 1.666 5.620 2.628
4. Gesamtleistung 71.349 67.266 116.685 105.208
5. Materialaufwand /​ Aufwand für bezogene Leistungen -44.830 -49.129 -61.218 -57.833
6. Personalaufwand -12.515 -10.240 -22.772 -18.989
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens,
Sachanlagen, Nutzungsrechte und langfristige finanzielle Vermögenswerte
-8.405 -6.835 -16.178 -13.365
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.423 -6.161 -14.557 -10.897
9. Betriebsergebnis 1.176 -5.099 1.959 4.125
10. Erträge aus Beteiligungen und assoziierten Unternehmen 52 -9 161 59
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 163 16.435 523 23.065
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme von assoziierten Unternehmen 21 -5 -14 -14
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8.718 -4.243 -13.943 -7.384
14. Ergebnis vor Steuern -7.306 7.079 -11.313 19.851
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.325 -7.002 -3.197 -9.669
16. Sonstige Steuern -89 12 -441 -39
17. Ergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen -8.720 89 -14.951 10.143
18. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Ergebnis -498 -240 -900 -236
19. Konzernergebnis -8.222 329 -14.051 10.379
Ergebnis pro Aktie (unverwässert), in Euro -0,11 0,00 -0,18 0,14
Ergebnis pro Aktie (verwässert), in Euro -0,11 0,00 -0,18 0,14
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (unverwässert), in Mio. 76,3 76,3 76,3 76,3
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (verwässert), in Mio. 76,3 76,3 76,3 76,3
19. Konzernergebnis -8.222 329 -14.051 10.379
Übriges Ergebnis /​ Posten, die möglicherweise zukünftig in die Gewinn-
und Verlustrechnung umgegliedert werden
20. Währungsdifferenzen -2.006 -498 -3.122 -336
21. Sonstige 1.619 0 1.386 0
22. Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) -387 -498 -1.736 -336
23. Gesamtergebnis der Periode -9.107 -409 -16.687 9.807
Zurechnung des Konzernergebnisses der Periode
Anteilseigner der Muttergesellschaft -8.222 329 -14.051 10.379
Anteile anderer Gesellschafter am Konzernergebnis -498 -240 -900 -236
-8.720 89 -14.951 10.143
Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode
Anteilseigner der Muttergesellschaft -8.609 -169 -15.787 10.043
Anteile anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis -498 -240 -900 -236
-9.107 -409 -16.687 9.807

Die hier separat dargestellten quartalsbezogenen Angaben sowie die sich hierauf beziehenden Erläuterungen waren nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

VERKÜRZTE KONZERNBILANZ (IFRS)

Aktiva

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in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) per 30.6.2023 per 31.12.2022
Immaterielle Vermögenswerte 64.715 64.858
Sachanlagen 371.607 353.798
Nutzungsrechte 90.311 87.333
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 13.521 14.203
Latente Steuern 69.402 65.309
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 609.556 585.501
Vorräte 163.447 147.371
Forderungen, sonstige Vermögenswerte und Steuerforderungen 61.182 65.882
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 104.709 121.582
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 329.338 334.835
Aktiva, gesamt 938.894 920.336

Passiva

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in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) per 30.6.2023 per 31.12.2022
Gezeichnetes Kapital 76.603 76.603
Kapitalrücklage 82.953 82.953
Eigene Anteile -707 -707
Gewinnrücklagen 51 51
Fremdwährungsrücklage -6.158 -3.036
Konzernbilanzgewinn 63.161 81.886
Nicht beherrschende Anteile -6.302 -5.590
Eigenkapital, gesamt 209.601 232.160
Sonstige Rückstellungen 0 0
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 597 620
Langfristige Finanzverbindlichkeiten* 580.695 530.571
Latente Steuerverbindlichkeiten 15.660 17.134
Langfristige Schulden, gesamt 596.952 548.325
Steuerrückstellungen 9.246 3.782
Sonstige Rückstellungen 6.897 6.047
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 47.124 42.238
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 42.486 44.572
Sonstige Verbindlichkeiten und Steuerverbindlichkeiten 26.588 43.213
Kurzfristige Schulden, gesamt 132.341 139.851
Passiva, gesamt 938.894 920.336

* davon Verbindlichkeiten aus Anleihen 53.823 Tsd. Euro (per 31.12.2022: 53.754 Tsd. Euro)

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (IFRS) für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni

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in Tsd. Euro 2023 2022
Konzernergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen -14.951 10.143
- /​+ Ertragsteuerertrag /​ -aufwand 3.197 9.669
- /​+ Gezahlte /​ erhaltene Ertragsteuern -3.155 -3.913
- /​ + Zinserträge und Zinsaufwendungen 13.420 -15.681
- Gezahlte Zinsen -6.618 -4.743
+ Erhaltene Zinsen 457 115
+ /​ - Abschreibungen /​ Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen, Nutzungsrechte und langfristige finanzielle Vermögenswerte 16.178 13.365
+ /​ - Zu- /​ Abnahme der Rückstellungen 6.313 710
+ /​ - Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -1.278 -519
- /​ + Gewinn /​ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus der Endkonsolidierung 0 0
+ /​ - Ab- /​ Zunahme der Vorräte sowie anderer Aktiva -48.862 -28.241
+ /​ - Ab- /​ Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Teilgewinnrealisierung 14.201 21.323
+ /​ - Zu- /​ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -22.473 -671
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -43.571 1.557
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2.193 57
- Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte -17.551 -52.129
+ Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -500 -233
- Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Einheiten 0 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -15.858 -52.305
+ Einzahlungen aus der Ausgabe von Anleihen 0 55.000
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 69.200 58.627
- Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen 0 -32.073
- Auszahlungen für Transaktionskosten bei der Ausgabe von Anleihen 0 -1.273
- Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -16.317 -8.751
- Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -4.277 -3.645
- Auszahlung für Dividende -6.107 -6.107
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 42.499 61.778
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -16.930 11.030
+ Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds 57 0
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 121.582 149.625
Finanzmittelfonds am Ende der Periode* 104.709 160.655
* davon als Sicherheit verpfändet 3.562 2.911

Ergänzende Angaben: Der Wert des Finanzmittelfonds entspricht zum 30. Juni der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente"

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG (IFRS)

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in Tsd. Euro
(Rundungsdifferenzen möglich)
Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Eigene Anteile Gewinn-
rücklagen
Fremdwährungs-
rücklage
Konzernbilanz-
ergebnis
Stand am 31.12.2021 76.603 82.953 -707 51 -3.109 73.384
Erstmalige Anwendung IAS 29 wegen "Türkei" 0 0 0 0 -3.272 0
Stand am 1.1.2022 76.603 82.953 -707 51 -6.381 73.384
Periodenergebnis 0 0 0 0 0 10.379
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 -336 0
Gesamtperiodenergebnis 1.-6.2022 0 0 0 0 -336 10.379
Dividende 0 0 0 0 0 -6.107
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0 0
Stand am 30.6.2022 76.603 82.953 -707 51 -6.717 77.656
Stand am 1.1.2023 76.603 82.953 -707 51 -3.036 81.886
Periodenergebnis 0 0 0 0 0 -14.051
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 -3.122 1.386
Gesamtperiodenergebnis 1.-6.2023 0 0 0 0 -3.122 -12.665
Dividende 0 0 0 0 0 -6.107
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0 47
Stand am 30.6.2023 76.603 82.953 -707 51 -6.158 63.161
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in Tsd. Euro
(Rundungsdifferenzen möglich)
Eigenkapital vor nicht
beherrschenden Anteilen
Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital gesamt
Stand am 31.12.2021 229.175 -7.382 221.793
Erstmalige Anwendung IAS 29 wegen "Türkei" -3.272 0 -3.272
Stand am 1.1.2022 225.903 -7.382 218.521
Periodenergebnis 10.379 -236 10.143
Sonstiges Ergebnis -336 0 -336
Gesamtperiodenergebnis 1.-6.2022 10.043 -236 9.807
Dividende -6.107 0 -6.107
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Stand am 30.6.2022 229.840 -7.618 222.222
Stand am 1.1.2023 237.750 -5.590 232.160
Periodenergebnis -14.051 -900 -14.951
Sonstiges Ergebnis -1.736 0 -1.736
Gesamtperiodenergebnis 1.-6.2023 -15.787 -900 -16.687
Dividende -6.107 0 -6.107
Sonstige Veränderungen 47 188 235
Stand am 30.6.2023 215.903 -6.302 209.601

VERKÜRZTER KONZERNANHANG
der PNE AG, Cuxhaven, für die ersten sechs Monate 2023

1. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2023 der PNE AG und ihrer Tochtergesellschaften ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Vom IASB verabschiedete neue Standards werden grundsätzlich ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens angewendet, wie sie in der EU zu berücksichtigen sind.

Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt. Der Steueraufwand wird in der PNE-Gruppe basierend auf einer Schätzung des in den jeweiligen Gesellschaften zu versteuernden Einkommens ermittelt.

Für alle im Anwendungsbereich von IAS 36 liegenden Vermögenswerte (insb. Immaterielle Vermögenswerte (IAS 38), Geschäfts- oder Firmenwerte (IFRS 3), Sachanlagen (IAS 16) sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die zu Anschaffungskosten bewertet werden (IAS 40)) hat der Bilanzierende zu jedem Abschlussstichtag einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt (triggering event) für eine Wertminderung (impairment loss) vorliegt. Es ergeben sich nach Ansicht des Vorstands keine Hinweise darauf, dass die Werthaltigkeit der ausgewiesenen Vermögenswerte zum 30. Juni 2023 gemindert sein könnte.

Die Türkei gilt seit dem 30. Juni 2022 als Hochinflationsland gemäß IAS 29. PNE hat den IAS 29 erstmalig zum 31. Dezember 2022, retrograd zum 1. Januar 2022, angewendet und somit auch im Konzernabschluss zum 30. Juni 2023 für die einbezogenen Abschlüsse türkischer Tochterunternehmen. Aus der IAS-29-Anwendung ergab sich im Geschäftsjahr 2023 ein in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesener Verlust aus der Nettoposition der monetären Posten in Höhe von 1.416 Tsd. Euro. Dabei wurde der Verbraucherpreisindex des Statistikinstituts der Türkei zur Adjustierung der Kaufkrafteffekte verwendet. Zum 1. Januar 2023 betrug dieser 1.128 Basispunkte und erhöhte sich zum 30. Juni 2023 auf 1.352 Basispunkte. Die Vorjahreszahlen des Konzernabschlusses wurden in Übereinstimmung mit IAS 21 nicht angepasst.

Im Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2023 zum 30. Juni 2023 wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022. Die seit 1. Januar 2023 geänderten IFRS Standards haben für den Halbjahresabschluss keine Relevanz.

2. FINANZINSTRUMENTE

Im Laufe der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2023 sind keine wesentlichen Ergänzungen oder Veränderungen im Konzernzwischenlagebericht für das erste Halbjahr 2023 zu den im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 aufgeführten Werten aufgetreten.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen, unter Angabe der Kategorien, die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten.

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in Tsd. Euro Kategorie gem. IFRS 9 Gesamt Fair Value
Per 30.6.2023
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 104.709 104.709
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 23.976 23.976
Kurzfristige sonstige Darlehensforderungen AC 507 507
Forderungen gegen verbundene Unternehmen AC 13.590 13.590
Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen
und solchen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
AC 381 381
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen FVOCI 477 477
Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht FVOCI 800 800
Sonstige Ausleihungen AC 423 423
Sonstige langfristige Darlehensforderungen AC 10.679 10.679
155.542 155.542
Summe AC 154.265 154.265
Summe FVOCI 1.277 1.277
Per 31.12.2022
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 121.582 121.582
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 38.152 38.152
Kurzfristige sonstige Darlehensforderungen AC 90 90
Forderungen gegen verbundene Unternehmen AC 9.673 9.673
Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und solchen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
AC 221 221
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen FVOCI 474 474
Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht FVOCI 804 804
Sonstige Ausleihungen AC 424 424
Sonstige langfristige Darlehensforderungen AC 11.986 11.986
183.406 183.406
Summe AC 182.128 182.128
Summe FVOCI 1.278 1.278

AC = zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
FVOCI = zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Wertänderung im OCI)

Die in die Kategorie "FVOCI" eingestuften Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden in Höhe von 1.277 Tsd. Euro (31. Dezember 2022: 1.278 Tsd. Euro) zu Anschaffungskosten, welche eine geeignete Schätzung des Fair Values darstellen, bewertet. Nettoergebnisse und Dividenden entfallen aktuell auf die Kategorie "FVOCI" nicht. Für sie bestand am Bilanzstichtag keine Verkaufsabsicht.

Bei den finanziellen Vermögenswerten der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" (AC) entsprechen die Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd den beizulegenden Zeitwerten.

Der Ausweis der Finanzverbindlichkeiten betrifft Unternehmensanleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, sonstige Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen sowie Derivate.

Die Buchwerte der Finanzverbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf bzw. haben den folgenden beizulegenden Zeitwert:

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in Tsd. Euro Kategorie gem. IFRS 9 Gesamt bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Fair Value
Per 30.6.2023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 42.486 42.486 0 0 42.486
Festverzinslich
Anleihen AC 53.823 0 53.823 0 55.825
Verb. gegenüber Kreditinstituten AC 447.331 36.064 160.240 251.027 500.601
Sonstige Finanzverbindlichkeiten AC 875 744 125 7 875
Verb. aus Leasingverhältnissen AC 118.123 6.171 22.914 89.039 118.123
Variabel verzinslich
Verb. gegenüber Kreditinstituten AC 3.963 3.963 0 0 3.963
Derivate
Zinsswap FVPL 3.703 182 728 2.793 3.703
670.305 89.610 237.830 342.865 725.577
Per 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 44.572 44.572 0 0 44.572
Festverzinslich
Anleihen AC 53.754 0 53.754 0 55.000
Verb. gegenüber Kreditinstituten AC 396.198 32.350 132.902 230.947 451.017
Sonstige Finanzverbindlichkeiten AC 1.683 1.018 665 0 1.683
Verb. aus Leasingverhältnissen AC 117.010 5.803 20.500 90.708 117.010
Variabel verzinslich
Verb. gegenüber Kreditinstituten AC 3.006 3.006 0 0 3.006
Derivate
Zinsswap FVPL 1.156 60 240 856 1.156
617.380 86.809 208.061 322.510 673.445

AC = zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
FVPL = erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet

Die beizulegenden Zeitwerte der in den Tabellen aufgeführten Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Stichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert wird in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente bestimmt. In der aktuellen Berichtsperiode wurden wie in der Vergleichsperiode keine Umgliederungen zwischen den Hierarchiestufen vorgenommen.

Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der sonstigen Finanzverbindlichkeiten werden aktuelle Zinssätze herangezogen, zu denen vergleichbare Darlehen mit identischen Fristigkeiten zum Bilanzstichtag hätten aufgenommen werden können.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Anleihen basiert auf beobachtbaren Preisnotierungen zum Bilanzstichtag.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Zins-SWAPs basiert auf Forward-Zinssätzen (beobachtbare Zinsstrukturkurven am Bilanzstichtag) und den geschätzten kontrahierten Zinssätzen, welche anhand der Zinsstrukturkurve zum Stichtag diskontiert werden.

Es wird angenommen, dass bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Finanzverbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Restlaufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen.

Die nachstehende Tabelle analysiert die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns in die jeweiligen Laufzeitbänder:

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in Tsd. Euro Summe vertragliche Cashflows bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Buchwert
Per 30.6.2023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 42.486 42.486 0 0 42.486
Anleihe 64.823 2.750 62.073 0 53.823
Verb. gegenüber Kreditinstituten 565.471 46.273 180.283 338.915 451.294
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 918 770 141 7 875
Verb. aus Leasingverhältnissen 140.921 8.336 30.527 102.058 118.123
Zinsswap 3.703 182 728 2.793 3.703
818.322 100.797 273.751 443.774 670.305
Per 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 44.572 44.572 0 0 44.572
Anleihe 67.504 2.750 64.754 0 53.754
Verb. gegenüber Kreditinstituten 510.770 41.670 151.883 317.217 399.204
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 1.814 1.069 745 0 1.683
Verb. aus Leasingverhältnissen 140.022 7.699 27.991 104.332 117.010
Zinsswap 1.156 60 240 856 1.156
765.838 97.820 245.613 422.405 617.380

Die Tabelle analysiert die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns in die jeweiligen Laufzeitbänder, basierend auf ihren vertraglichen Laufzeiten für:

(a) alle nicht derivativen finanziellen Verbindlichkeiten und

(b) alle derivativen Finanzinstrumente, die auf Nettobasis abgerechnet werden und deren vertragliche Fälligkeiten wesentlich für ein Verständnis des zeitlichen Anfalls der Cashflows sind.

Bei den in der Tabelle ausgewiesenen Beträgen handelt es sich um die vertraglichen nicht abgezinsten Cashflows. Innerhalb von zwölf Monaten fällige Salden entsprechen deren Buchwerten, da der Einfluss der Abzinsung nicht signifikant ist. Bei Zins-SWAPs wurden die Cashflows unter Verwendung der Terminzinssätze geschätzt, die am Ende der Berichtsperiode galten.

3. KONSOLIDIERUNGSKREIS

Die Unternehmensstruktur hat sich im ersten Halbjahr 2023 gegenüber dem 31. Dezember 2022 verändert.

Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften erstmalig in den Konzernkreis einbezogen:

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1. PNE WIND Park XXIII GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent), (Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2023), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),

2. PNE Windpark Großer Mittelberg GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent), (Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2023), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),

3. PNE WIND Park XXI GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent), (Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2023), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),

4. WKN Windpark Stuvenborn GmbH & Co. KG, Husum (100 Prozent), (Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2023), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),

5. WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Bebensee KG, Husum (100 Prozent), (Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2023), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),

6. WKN WERTEWIND Windpark Gnutz Zwei GmbH & Co. KG, Husum (100 Prozent), (Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2023), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),

7. WKN Windpark Neu Benthen GmbH & Co. KG, Husum (100 Prozent), (Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2023), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),

8. PNE Offshore Lettland GmbH, Cuxhaven (100 Prozent), (Erstkonsolidierung zum 28. Februar 2023), Segment "Projektentwicklung", (Gegründet).

Eine Umgliederung von Tochterunternehmen von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung" zur Vollkonsolidierung wird generell vorgenommen, sobald klar ist, dass die geschäftliche Tätigkeit oder die Projektierungs- /​ Umsetzungsphase in naher Zukunft beginnt.

Die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Unternehmen Nr. 1-8 waren zum Erstkonsolidierungszeitpunkt für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unwesentlich.

Im Berichtszeitraum wurde folgende Gesellschaft, die in den Konzern einbezogen wurde, liquidiert:

Windkraft Nord USA Inc., Chicago, USA, (100 Prozent), bisher Segment "Projektentwicklung".

Aus der Liquidation ergab sich keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzern.

4. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH ENDE DES BERICHTSZEITRAUMS

Hinsichtlich der wesentlichen Ereignisse nach Ende des Berichtzeitraums verweisen wir auf den Konzernzwischenlagebericht.

KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG (IFRS)

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Projektentwicklung Stromerzeugung Services
in Tsd. Euro
(Rundungsdifferenzen möglich) 2023 2022 2023 2022 2023 2022
Umsatzerlöse extern 11.625 8.676 36.205 34.747 9.234 8.706
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 65.094 59.869 150 150 5.104 1.953
Bestandsveränderungen 14.854 1.579 0 0 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 4.530 1.288 690 562 400 778
Gesamtleistung 96.103 71.411 37.046 35.459 14.738 11.438
Ergebnis vor Steuern, Zinsen und
Abschreibungen (EBITDA)
9.586 -8.019 28.317 29.750 4.636 3.077
Abschreibungen -1.301 -1.071 -13.111 -10.591 -1.766 -1.703
Betriebsergebnis (EBIT) 8.285 -9.089 15.206 19.159 2.870 1.374
Zinsen und ähnliche Erträge 7.892 3.438 161 22.990 367 248
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8.733 -5.405 -12.583 -5.178 -524 -412
Steueraufwand und -ertrag -2.235 916 -873 -11.090 -821 -366
Investitionen 1.368 724 35.056 45.730 12.177 5.908
Segmentvermögen 601.798 639.731 784.574 723.584 69.295 60.136
Segmentschulden 379.402 380.101 666.010 619.794 52.077 46.257
Segmenteigenkapital 222.396 259.630 118.564 103.790 17.218 13.879
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Konsolidierung PNE AG Konzern
in Tsd. Euro
(Rundungsdifferenzen möglich) 2023 2022 2023 2022
Umsatzerlöse extern 0 0 57.064 52.129
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten -70.348 -61.972 0 0
Bestandsveränderungen 39.146 48.872 54.000 50.450
Sonstige betriebliche Erträge 0 0 5.620 2.628
Gesamtleistung -31.202 -13.100 116.685 105.208
Ergebnis vor Steuern, Zinsen und
Abschreibungen (EBITDA)
-24.402 -7.319 18.137 17.489
Abschreibungen 0 0 -16.178 -13.365
Betriebsergebnis (EBIT) -24.402 -7.319 1.959 4.125
Zinsen und ähnliche Erträge -7.897 -3.610 523 23.065
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.897 3.610 -13.943 -7.385
Steueraufwand und -ertrag 733 871 -3.197 -9.669
Investitionen 0 0 48.601 52.362
Segmentvermögen -516.774 -503.1 15 938.894 920.336
Segmentschulden -368.197 -357.976 729.292 688.176
Segmenteigenkapital -148.577 -145.139 209.601 232.160

Den Werten per 30. Juni 2023 sind die Werte per 30. Juni 2022 bzw. beim Segmentvermögen /​ Segmentschulden die Werte vom 31. Dezember 2022 gegenübergestellt.

Cuxhaven, 10. August 2023

PNE AG, Vorstand

BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT

An die PNE AG, Cuxhaven

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus der Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2023, der Bilanz zum 30. Juni 2023, der Kapitalflussrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der PNE AG, Cuxhaven, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2023, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach haben wir die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft sowie auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss der PNE AG, Cuxhaven, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Ohne unser Urteil einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass wir die zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung, auf die im Konzernzwischenlagebericht hingewiesen wird, nicht unserer prüferischen Durchsicht unterzogen haben.

Des Weiteren weisen wir darauf hin, dass die im verkürzten Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlageberichtseparat dargestellten quartalsbezogenen Angaben sowie die sich hierauf beziehenden Erläuterungen nicht Gegenstand unserer prüferischen Durchsicht waren.

Hamburg, den 10. August 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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(Dr. Jan Fürwentsches) (Niclas Terheyden)
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

PNE AG, Vorstand

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Markus Lesser Jörg Klowat