Ad-hoc | 13 April 1999 09:00
Ad hoc-Service: Progress-Werk Oberkirch
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PWO weiter im Aufwärtstrend
Im vergangenen Geschäftsjahr 1998 hat PWO Progress-Werk Oberkirch AG
den Umsatz um 21 % (i. V. 5) auf 229,3 Mio. DM (i. V. 188,8) gesteigert. Die-
ses Wachstum wurde überwiegend in den Kerngeschäftsfeldern mit der Au-
tomobilindustrie realisiert. Neben einer konjunkturbedingten Mengensteige-
rung trugen vor allem neue Produkte in den Bereichen Sicherheitskompo-
nenten sowie Karosserie und Fahrwerk zu dieser erfreulichen Entwicklung
bei. Der Blech- und Gerätebau konnte in etwa das Umsatzniveau des Vorjah-
res halten und einen positiven Ergebnisbeitrag leisten.
Im Jahresdurchschnitt 1998 beschäftigte PWO 837 Mitarbeiter, 12 % mehr
als im Vorjahr. Das operative Ergebnis sowie die Wertschöpfung pro Mitar-
beiter haben sich durch Umsatzwachstum und Produktivität weiter verbes-
sert. Der Cash-flow nach Steuern stieg um 26 % auf 20,4 Mio. DM (i. V. 16,2)
und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 36 % auf 12,5
Mio. DM (i. V. 9,1). Das Ergebnis berücksichtigt einen Gesamtbetrag von 6,0
Mio. DM für die Beseitigung der noch offenen Deckungslücke bei der Alters-
versorgung sowie einen Teil aus der Verpflichtung auf der Basis der neuen
Sterbetafeln. Der Jahresüberschuß erhöhte sich um 32 % auf 5,7 Mio. DM (i.
V. 4,3) bei einer Umsatzrendite von 2,5 % (i. V. 2,3). Um 38 % auf 45,22 DM
(i. V. 32,84) steigerte sich das DVFA-Ergebnis je 50 DM Aktie. Der Hauptver-
sammlung wird eine Dividende von 12 DM (i. V. 10) je 50 DM Aktie vorge-
schlagen.
Für Investitionen einschließlich der Anteilserhöhung an der kanadischen Be-
teiligung um 1,6 Mio. DM wurden 24 Mio. DM (i. V. 17) aufgewendet. Im Vor-
dergrund standen Erweiterungsinvestitionen in Bearbeitungs- und Montage-
anlagen im Zusammenhang mit neuen Projekten, eine Transferpresse und
ein neues Logistikzentrum. Die Abschreibungen beliefen sich auf 13,7 Mio.
DM (i. V. 11,7). Die Entwicklungskompetenz in den Kerngeschäftsfeldern
wurde weiter gestärkt. Der Aufwand für die Produkt- und Prozeßentwicklung
sowie den Prototypenbau und Versuch betrug 9,4 Mio. DM (i. V. 8,1). Dies
entspricht einem Anteil von 4,2 % vom Umsatz (i. V. 4,3).
Die geplante Restrukturierung und Neuausrichtung der Beteiligungsgesell-
schaft BRATTAN TOOL INDUSTRIES LTD. (BTIL) in Kitchener, Onta-
rio/Kanada, wurde intensiv vorangetrieben. Neben einer gezielten Verände-
rung in der Kunden- und Produktstruktur wurden die Organisation, Logistik,
Informations- und Berichtssysteme sowie technische Strukturen im Rahmen
der Konzernvereinheitlichung angepasst und das Qualitätsmanagementsy-
stem nach QS 9000 zertifiziert. Verwaltung, Entwicklung und Werkzeugbau
wurden in den 1996 bezogenen neuen Produktionsstandort verlagert und das
bisherige Stammwerk geschlossen. Der zentrale Standort bietet ausreichend
Expansionsmöglichkeiten. Der Personalbestand wurde um 70 auf 99 Mitar-
beiter zum 31.12.1998 reduziert. Der Umsatz lag bei 21,3 Mio. Can$. Die Ko-
sten der Restrukturierung führten zu einem Verlust von 1,2 Mio. Can$. Ob-
wohl die Veränderungen noch nicht vollständig abgeschlossen sind, wird für
1999 bei einem Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau ein ausgeglichenes Er-
gebnis erwartet. Zum 31.12.1999 erfolgt die vollständige Übernahme des
Unternehmens durch PWO. Eine Reihe erfolgversprechender Projekte, vor-
wiegend in Kooperation mit PWO, befinden sich in der Entwicklungs- bzw.
Serienvorbereitungsphase.
In den ersten 3 Monaten diesen Jahres ist der Umsatz bei PWO um 10 % auf
61,7 Mio. DM gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum angestiegen. Trotz
hoher Aufwendungen bei Neuanläufen von längerfristigen Großprojekten lag
das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit 4,3 Mio. DM leicht über
dem Vorjahr. Zum 31.03.1999 beschäftigte PWO unter Einbeziehung der
Auszubildenden 907 Mitarbeiter (i. V. 829). Dies entspricht einem Anstieg von
9 %.
Im Vergleich zu 1998 dürfte die konjunkturelle Entwicklung besonders im 2.
Halbjahr 1999 schwächer ausfallen. Aus diesem Grunde erwartet PWO nur
eine moderate Steigerung des Konzernumsatzes auf etwas mehr als 260
Mio. DM sowie eine weitere Ergebnisverbesserung. Zur Sicherstellung der
Wettbewerbsfähigkeit investiert PWO wieder überdurchschnittlich in moderne
Produktionsanlagen sowie in die Infrastruktur und baut die Produkt- und Pro-
zeßentwicklung weiter aus.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, über die
Umstellung der Aktien von Nennbetragsaktien auf Stückaktien sowie über die
Umstellung des Grundkapitals auf EURO zu beschließen. Der gute Ge-
schäftsverlauf hat auch dazu beigetragen, daß der Kurs der PWO-Aktie
schon seit letztem Jahr deutlich über dem M-DAX (als Benchmark-Index)
liegt.
Der Vorstand
PWO
PRESSEINFORMATION
zur Bilanz-Pressekonferenz am 13.04.1999
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PWO
Verfahrensanweisung
VA
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