Ad-hoc | 4 November 1999 08:35
Ad hoc-Service: Progress-Werk Oberkirch
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Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 1999
Umsatz und Ergebnis erreichen historische Höchstwerte bei PWO
Der Geschäftsverlauf der Progress-Werk Oberkirch AG entwickelt sich erwar-
tungsgemäß. Im Berichtszeitraum erhöhte sich die Gesamtleistung im Vergleich
zum Vorjahr um 4 % auf 179,1 Mio. DM. Der Umsatz wurde um 8 % auf 181
Mio. DM gesteigert. Der Bereich Zulieferteile/Systeme als Träger des Wachs-
tums erwirtschaftete 179,2 Mio. DM, was einer Steigerung von 9 % entspricht.
Die Segmente “Teile und Komponenten” sowie “Baugruppen und Subsysteme”
sind jeweils um 8 % gewachsen. Im Blech- und Gerätebau verminderte sich der
Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 47 % auf 1,8 Mio. DM. Aufgrund weiterer
Mittelkürzungen beim Öffentlichen Auftraggeber und der damit verbundenen
Verschiebung bzw. Streckung geplanter Beschaffungsmaßnahmen erwarten wir
für 1999 einen weiteren Umsatzrückgang in diesem Geschäftsbereich. Erfreu-
lich entwickelt sich der Auslandsumsatz. Die Exportquote lag im Berichtszeit-
raum bei 21 % (i. V. 16).
Die im ersten Halbjahr erbrachten hohen Vorleistungen in der Produkt- und
Prozessentwicklung sowie Serienvorbereitungen für Großaufträge wurden auch
im 3. Quartal in verminderter Form fortgesetzt. Durch Veränderungen im Pro-
duktmix mit höheren Zukaufsanteilen ist der Materialaufwand im Verhältnis zur
Gesamtleistung mit 46,6 % (i. V. 45,7) um 0,9 Punkte gestiegen. Der Personal-
aufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung verringerte sich gegenüber dem Vor-
jahr um 0,8 %-Punkte auf 34,6 %. Der niedrigere Aufwand für Altersversorgung
durch den Wegfall der Deckungslücke hat dabei besonderen Anteil. Der höhere
Personalbedarf bei Neuanläufen längerfristiger Großprojekte sowie die tarif-
liche Erhöhung wirkten sich dagegen belastend aus. Das Ergebnis der gewöhn-
lichen Geschäftstätigkeit erhöhte sich trotz der Mehraufwendungen um 3 % auf
10,6 Mio. DM. Der Jahresüberschuss steigerte sich um 12 % auf 5,5 Mio. DM.
Zum 30.09.1999 beschäftigte PWO 895 Mitarbeiter (i. V. 904). Dieser Bestand
enthält 107 Mitarbeiter (i. V. 181) mit zeitlich befristeten Verträgen und 52
(i. V. 46) Auszubildende.
Die laufenden Investitionen betrugen im Berichtszeitraum 14,2 Mio. DM (i. V.
19,4). Für das Gesamtjahr ist ein Investitionsvolumen einschließlich Finanzan-
lagen von ca. 26 Mio. DM geplant. Die Abschreibungen erhöhten sich auf 11
Mio. DM (i. V. 10,1).
Intensive Serienvorbereitungen und Serienanläufe von neuen, innovativen Pro-
dukten in den Bereichen Karosserie und Fahrwerk führen zu hohen Vorleistun-
gen. In diesem Jahr auslaufende Produkte mit einem Jahresumsatz von 50
Mio. DM werden durch neue Produkte mit einem Jahresvolumen von 60 Mio.
DM ersetzt.
Bei der Tochtergesellschaft BRATTAN TOOL INDUSTRIES LTD. in Kitchener,
Ontario/Kanada erwarten wir einen Umsatz für 1999 von 20 Mio. CAN$ mit
einem im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbesserten operativen Ergebnis.
Zum 31.12.1999 übernimmt PWO wie geplant die restlichen 28 % der Unter-
nehmensanteile.
Für das Gesamtjahr 1999 erwartet PWO eine Umsatzsteigerung von ca. 4 %.
Der Konzernumsatz einschließlich des kanadischen Tochterunternehmens wird
wie erwartet über 260 Mio. DM liegen. Das Ergebnis wird sich trotz der hohen
Vorleistungen für die Zukunftssicherung gegenüber dem Vorjahr weiter erhöhen.
Mit der Aufnahme der PWO-Aktie in das Qualitätssegment SMAX im August
hat sich der Aktienkurs deutlich erholt und entwickelte sich mit einer
Steigerung von mehr als 10 % deutlich besser als der Kursverlauf des SMAX.
Trotz des erfreulichen Anstiegs spricht man in Fachkreisen von einer deutlichen
Unterbewertung der Aktie. Das Kurs-/ Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt unter 6 und
die Dividendenrendite bei 3,5 %.
Oberkirch, im November 1999
Der Vorstand
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