Progress-Werk Oberkirch AG

Oberkirch

Konzernabschluss und Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Geschäftsbericht 2010

CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT

Die Corporate Governance der Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft entspricht den in der deutschen Wirtschaft üblichen Standards guter Unternehmensführung. Die Satzung der Gesellschaft enthält keine hiervon abweichenden Regelungen. Die Aktionärsrechte werden in vollem Umfang beachtet, alle Anteilseigner unterschiedslos behandelt. Freier Erwerb und freie Veräußerung der Aktien der Progress-Werk Oberkirch AG sind garantiert.

RECHTLICHER RAHMEN

Als Aktiengesellschaft deutschen Rechts unterliegt die Progress-Werk Oberkirch AG den entsprechenden gesetzlichen Vorschriften zu deren Leitung und Überwachung. Ihre Führungs- und Kontrollstruktur ist zweigeteilt. Sie setzt sich aus einem mindestens zweiköpfigen Vorstand und einem sechsköpfigen Aufsichtsrat zusammen. Der Aufsichtsrat wird gemäß dem Drittelbeteiligungsgesetz aus Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer gebildet. Er hat die gemäß seiner Geschäftsordnung vorgesehenen Ausschüsse eingerichtet und berichtet über deren Tätigkeit in seinem Bericht über das Geschäftsjahr.

Die operative Führung und strategische Entwicklung der Gesellschaft obliegt dem Vorstand in eigener Verantwortung, der darin vom Aufsichtsrat überwacht und beraten wird. Vorstand und Aufsichtsrat orientieren Führung und Überwachung der Gesellschaft am Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung. Die Entsprechenserklärung hierzu wurde auf der Internetseite der Gesellschaft unter der Adresse www.progress-werk.de im Bereich Investor Relations unter Corporate Governance veröffentlicht und ist am Ende dieses Berichts wiedergegeben. Ergänzende Ausführungen zur Corporate Governance enthält auch die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a Handelsgesetzbuch, die ebenfalls auf der vorgenannten Internetseite der Gesellschaft im Bereich Investor Relations unter Corporate Governance zugänglich ist.

CORPORATE-GOVERNANCE-PHILOSOPHIE

Zusätzlich zu den gesetzlichen Anforderungen und Börsenstandards für eine zeitnahe Berichterstattung unter Beachtung der gebotenen Gleichbehandlung aller Aktionäre (Geschäfts- und Quartalsberichte, Meldungen ad-hoc-pflichtiger Ereignisse, Directors' Dealings und meldepflichtige Veränderungen von Stimmrechtsanteilen, von denen die Gesellschaft Kenntnis erhält) fühlt sich der Vorstand einer umfassenden Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit verpflichtet.

Er hat daher die Kapitalmarktkommunikation in den letzten Jahren und auch im Geschäftsjahr 2010 weiter ausgebaut. So steht das Management auf Kapitalmarktkonferenzen Rede und Antwort, werden wichtige und für die Einschätzung der Perspektiven der Gesellschaft relevante Informationen zeitnah öffentlich gemacht. Alle Berichte und Meldungen werden im Internet unter www.progress-werk.de dokumentiert und veröffentlicht. Dort werden auch weitere Informationen - unter anderem zur Hauptversammlung, die Satzung der Gesellschaft sowie die beruflichen Tätigkeiten und weiteren Mandate der Mitglieder des Aufsichtsrats - zur Verfügung gestellt.

Der Vorstand fühlt sich den Aktionären der Gesellschaft in besonderer Weise verpflichtet. Als ihre Eigentümer stellen sie das Kapital für den Erhalt und den Ausbau der internationalen Marktposition der Progress-Werk Oberkirch AG zur Verfügung und handeln damit unternehmerisch.

Es ist daher das Ziel des Vorstands, die Wettbewerbskraft der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochtergesellschaften permanent zu stärken und gleichzeitig langfristig und nachhaltig eine möglichst attraktive Rendite auf das bereitgestellte Kapital zu erwirtschaften. Hierzu gehört auch die angemessene Begrenzung aller Risiken, die mit unternehmerischen Entscheidungen verbunden sind.

Deshalb hat die Gesellschaft ein modernes und effizientes Risikomanagement-System eingeführt, das sie regelmäßig auf seine Wirksamkeit hin überprüft. Der im Zuge der internationalen Expansion der Gesellschaft veränderten Risikolage entsprechend und unter Berücksichtigung der jeweiligen gesetzlichen Anforderungen wird das Risikomanagement-System ständig weiterentwickelt. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Überzeugung, dass die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft, das Erzielen einer attraktiven Eigenkapitalrendite zur Sicherung ihrer Finanzierung sowie der verantwortliche Umgang mit Risiken den Interessen auch der übrigen Stakeholder der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochtergesellschaften, insbesondere ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in bestem Sinne entsprechen.

Der Vorstand achtet bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt und strebt dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an.

ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Zum Wohle des Unternehmens arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat eng zusammen. Die Aufgaben der Organe und ihr Zusammenwirken wurden in jeweils eigenen Geschäftsordnungen unter Berücksichtigung des Deutschen Corporate Governance Kodex - soweit keine Abweichungen erklärt wurden - schriftlich niedergelegt. Dies betrifft insbesondere die Rechte und Pflichten der Organmitglieder und den Geschäftsverteilungsplan.

MANDATE DES VORSTANDS

Außerhalb des PWO-Konzerns nahm Karl M. Schmidhuber bis 31. März 2010 ein Mandat als Vorsitzender des Beirats der Beru-Eichenauer GmbH, Hatzenbühl, wahr. Bernd Bartmann wurde am 22. Juli 2010 zum Mitglied des Beirats der Sparkasse Offenburg/Ortenau ernannt. Dr. Winfried Blümel hat derzeit keine Mandate außerhalb des Konzerns übernommen.

Vertragslaufzeiten der Dienstverträge der Vorstandsmitglieder

Karl Schmidhuber: bis 17. Mai 2012

Bernd Bartmann: bis 31. Dezember 2012

Dr. Winfried Blümel: bis 18. April 2012

VERGÜTUNGSBERICHT

Vergütung des Vorstands

Der Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch AG vertritt seit vielen Jahren die Auffassung, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Löhnen und Gehältern der Belegschaft und der Vergütung des Vorstands zu wahren ist. Der Vorstand teilt diese Auffassung in vollem Umfang und aus eigener Überzeugung.

Bei PWO bestand daher auch in der schweren Rezession des Jahres 2009 kein Risiko einer unangemessenen Divergenz der durchschnittlichen Vergütung der Mitarbeiter und des Vorstands. Im Gegenteil, der Vorstand hatte prozentual wesentlich höhere Einkommensverluste hinzunehmen. Die Vorstandsvergütungen enthalten für das Jahr 2010 wieder variable Bestandteile, wie auch die Beschäftigten sowohl Weihnachtsgeld in voller Höhe als auch eine Gewinnbeteiligung erhalten. Allerdings mussten die Beschäftigten auf Teile des Urlaubsgeldes verzichten.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder beinhaltet sowohl fixe als auch variable, erfolgsabhängige Bestandteile. Darüber hinaus erhalten die Vorstandsmitglieder Sachbezüge sowie Altersversorgungszusagen.

Die variable Vergütung enthält jährlich wiederkehrende, an das Ergebnis nach Steuern gebundene Komponenten. Es ist in seiner absoluten Höhe begrenzt, sodass unangemessene Anstiege aufgrund außerordentlicher Entwicklungen in einzelnen Jahren ausgeschlossen sind. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, für den variablen Teil der Vorstandsvergütung bei nächster Gelegenheit eine mehrjährige Bemessungsgrundlage zu schaffen, und steht dazu in Gesprächen mit dem Vorstand.

Für das Geschäftsjahr 2010 betragen die Gesamtbezüge des Vorstands 1.313 TEUR (i. V. 648 TEUR). Aufgrund des negativen Jahresergebnisses des PWO-Konzerns war für das Geschäftsjahr 2009 keine variable Vergütung ausgezahlt worden. Für das Berichtsjahr wird im Hinblick auf die deutliche Ergebnisverbesserung wieder eine variable Vergütungskomponente in Höhe von 487 TEUR fällig. In Anerkennung der rezessionsbedingten Sonderbelastungen und als besonderer Anreiz für eine weitere erfolgreiche Tätigkeit wurde den Mitgliedern des Vorstands im Geschäftsjahr 2010 vom Aufsichtsrat zudem eine einmalige Sonderzahlung von 138 TEUR zugesprochen. Die Sachbezüge, insbesondere in Gestalt der Bezahlung von Versicherungsprämien sowie der Bereitstellung eines Dienstwagens, beliefen sich auf 69 TEUR (i. V. 67 TEUR).

Die Mitglieder des Vorstands sind außerdem in eine von der Gesellschaft unterhaltene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Organe und bestimmte Führungskräfte (D&O-Versicherung) einbezogen. Die D&O-Versicherung sieht einen Selbstbehalt von 10 Prozent des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der jährlichen festen Vergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds vor.

Zusätzlich haben die Mitglieder des Vorstands ab ihrer zweiten Amtszeit einen Anspruch auf Alters-, Invaliden- und Witwenrenten. Der individuelle Aufwand für Pensionen ist in der Tabelle "Vergütung des Vorstands" aufgeführt.

Altersrenten werden an Vorstandsmitglieder gezahlt, die entweder die Pensionsgrenze von derzeit 65 Jahren erreicht haben; oder sie werden vorzeitig - nach Ausscheiden aus der Gesellschaft- ab dem vollendeten 60. Lebensjahr gezahlt, sofern gleichzeitig eine Altersrente als Vollrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezogen wird.

Zur Gewährung der Altersrente müssen die Vorstandsmitglieder darüber hinaus bei Eintritt des Versorgungsfalls mindestens 3 Jahre (Wartezeit) ununterbrochen in den Diensten der Gesellschaft gestanden haben, es sei denn, vor Eintritt des Versorgungsfalls bestand bereits eine unverfallbare Rentenanwartschaft.

Die Höhe der monatlichen Altersrente eines Vorstandsmitglieds ist im Pensionsvertrag festgelegt. Die Höhe der vorzeitigen Altersrente errechnet sich aus dem Altersrentenbetrag, wobei sich dieser Betrag für die Dauer des Rentenbezugs um 0,25 Prozent pro Monat des vorzeitigen Rentenbeginns vor vollendetem 65. Lebensjahr kürzt. Die künftigen Altersbezüge der derzeitigen Vorstandsmitglieder werden entsprechend der Entwicklung der Lebenshaltungskosten für 4-Personen-Haushalte von Arbeitern und Angestellten mit mittlerem Einkommen gemäß Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden angepasst.

Für die künftigen Ansprüche der Vorstandsmitglieder auf Zahlung von Altersrente hat die Gesellschaft Pensionsrückstellungen gemäß IFRS gebildet. Im Berichtsjahr betrug die Zuführung zur Pensionsrückstellung für die aktiven Vorstandsmitglieder 201 TEUR (i. V. 182 TEUR). In diesem Betrag ist der sogenannte Dienstzeitaufwand (service cost) ohne Zinsaufwand (interest cost) berücksichtigt.

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und ihre Hinterbliebenen wurden im Berichtsjahr Pensionszahlungen in Höhe von 222 TEUR (i. V. 219 TEUR) geleistet. Die entsprechende Pensionsrückstellung beläuft sich zum 31. Dezember 2010 auf 1.966 TEUR (i. V. 1.962 TEUR).

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

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Karl M. Schmidhuber (Vorsitzender) Bernd Bartmann Dr. Winfried Blümel
TEUR 2010 2009 2010 2009 2010 2009
Jahresgrundgehalt 259 239 171 162 189 180
Sachbezüge 21 21 25 23 23 23
Erfolgsabhängige Tantieme 195 0 146 0 146 0
Sonstige Leistungen 54 0 42 0 42 0
Summe 529 260 384 185 400 203
AUFWAND FÜR PENSIONEN





Jahresbezug bei Eintritt des Pensionsfalls (Alter 65) Stand 31.12. 96 96 72 72 72 72
Zuführung zur Pensionsrückstellung HGB im Geschäftsjahr 164 95 84 46 66 35


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Gesamtbezüge des Vorstands
TEUR 2010 2009
Jahresgrundgehalt 619 581
Sachbezüge 69 67
Erfolgsabhängige Tantieme 487 0
Sonstige Leistungen 138 0
Summe 1.313 648
AUFWAND FÜR PENSIONEN

Jahresbezug bei Eintritt des Pensionsfalls (Alter 65) Stand 31.12. 240 240
Zuführung zur Pensionsrückstellung HGB im Geschäftsjahr 314 176


Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden keinem Vorstandsmitglied zugesagt. Auch hat kein Mitglied des Vorstands im Geschäftsjahr 2010 Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

Die individualisierten Vergütungen der Mitglieder des Vorstands sind in obiger Tabelle dargestellt.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 11 der Satzung der Progress-Werk Oberkirch AG niedergelegt. Die Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 hat eine Satzungsänderung betreffend die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder beschlossen. Diese nachfolgend wiedergegebene Regelung gilt ab Beginn des Geschäftsjahres 2010.

Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält für das Geschäftsjahr eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 20.000 EUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte und der Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung. Außerdem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede persönliche Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 500 EUR. Für mehrere Sitzungen, die an einem Tag stattfinden, wird das Sitzungsgeld nur einmal gezahlt.

Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern ihre Auslagen und die ihnen für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallende Umsatzsteuer. Die Vergütung wird mit Ablauf des Geschäftsjahres zur Zahlung fällig.

Auch die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in die von der Gesellschaft unterhaltene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Organe und bestimmte Führungskräfte (D&O-Versi-cherung) einbezogen. Die Prämien hierfür übernimmt die Gesellschaft. Dabei ist ein Selbstbehalt in Höhe der Hälfte der festen jährlichen Vergütung des Aufsichtsratsmitglieds vereinbart.

Die individualisierten Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats sind in der Tabelle auf Seite 25 dargestellt.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr keine Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder für von diesen außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat persönlich erbrachte Leistungen gezahlt.

VIELFALT IM VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat ist bestrebt, bei künftigen Berufungen von Vorstandsmitgliedern weiterhin auf Vielfalt zu achten, und strebt dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an.

Der Aufsichtsrat begrüßt darüber hinaus die Intention des Deutschen Corporate Governance Kodex, Regelungen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats zu benennen, und fühlt sich diesem Ziel verpflichtet. Da Neuwahlen der Anteilseignervertreter zum Aufsichtsrat erst in der Hauptversammlung 2013 anstehen, erscheint eine Nennung konkreter Ziele zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht sachgerecht.

ANTEILSBESITZ DER ORGANE

Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dr. jur. Klaus-Georg Hengstberger, hielt zum Ende des Geschäftsjahres 2010 über die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, deren Geschäftsführer er ist, 55,282 Prozent der ausstehenden Aktien der Progress-Werk Oberkirch AG. Auch im vergangenen Geschäftsjahr sind der Gesellschaft keine Transaktionen bekannt geworden, die nach § 15a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) meldepflichtig sind.

AKTIENOPTIONSPROGRAMME

In der Gesellschaft existierten im Geschäftsjahr 2010 und existieren auch derzeit keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

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Feste Vergütung Variable Vergütung Sitzungsgeld
TEUR 2010 2009 2010 2009 2010 2009
Dieter Maier, Vorsitzender 40 6 0 0 7 0
Dr. jur. Klaus-Georg Hengstberger, stv. Vorsitzender 30 5 0 0 7 0
Katja Hertwig 20 3 0 0 3 0
Herbert König 20 3 0 0 5 0
Ulrich Ruetz 20 3 0 0 4 0
Dr. Gerhard Wirth 20 3 0 0 4 0
Summe 150 23 0 0 28 0


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Gesamtbezüge des Aufsichtsrats
TEUR 2010 2009
Dieter Maier, Vorsitzender 47 6
Dr. jur. Klaus-Georg Hengstberger, stv. Vorsitzender 37 5
Katja Hertwig 23 3
Herbert König 25 3
Ulrich Ruetz 24 3
Dr. Gerhard Wirth 24 3
Summe 178 23


ENTSPRECHENSERKLÄRUNG NACH § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch AG erklären, dass die Gesellschaft den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprechen wird:

ZIFFER 3.8 | D&O-Versicherung

Für den Aufsichtsrat sieht die Satzung einen Selbstbehalt in Höhe der Hälfte der Festvergütung des Aufsichtsratsmitglieds vor. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass damit eine angemessene Regelung getroffen ist.

ZIFFER 5.3.3 | Nominierungsausschuss

Der Aufsichtsrat sieht für die Bildung eines Nominierungsausschusses keine Notwendigkeit. Da der Aufsichtsrat nur aus sechs Mitgliedern besteht, hält er es für sachgerecht, dass sich der gesamte Aufsichtsrat mit der Nominierung von Aufsichtsratskandidaten befasst.

ZIFFER 5.4.1 | Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat begrüßt die Intention des Kodex, Regelungen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats zu benennen, und fühlt sich diesem Ziel verpflichtet. Da Neuwahlen der Anteilseignervertreter zum Aufsichtsrat erst in der Hauptversammlung 2013 anstehen, erscheint eine Nennung konkreter Ziele zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht sachgerecht. Für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist derzeit keine Altersgrenze festgelegt. Die Gesellschaft wird auch künftig von der Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder absehen, da dies die Auswahl qualifizierter Kandidaten pauschal einschränken würde.

ZIFFER 5.4.6 | Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten nunmehr nach der Satzung eine feste Vergütung. Dies entspricht nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat am besten der Kontrollaufgabe des Aufsichtsrats. Für die Mitgliedschaft in Ausschüssen erhalten die Aufsichtsratsmitglieder über das in der Satzung vorgesehene Sitzungsgeld hinaus keine Vergütung.

Den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 (veröffentlicht am 2. Juli 2010) bzw. in der Fassung vom 18. Juni 2009 (veröffentlicht am 5. August 2009) wurde seit Abgabe der letzten Erklärung nach § 161 Aktiengesetz im Juni 2010 mit Ausnahme der erklärten Ziffern entsprochen.

Oberkirch, im Dezember 2010

Progress-Werk Oberkirch AG

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Der Aufsichtsrat Der Vorstand


LAGEBERICHT FÜR DEN PWO-KONZERN UND DIE PWO AG

Wir legen im Folgenden den zusammengefassten Lagebericht für die Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft sowie den Konzern über das Geschäftsjahr per 31. Dezember 2010 vor. Der Konzern bilanziert unverändert nach den internationalen Bilanzierungsstandards IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, die Progress-Werk Oberkirch AG bilanziert nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs. Die Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurden im Berichtsjahr erstmals umgesetzt.

Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises wird detailliert im Anhang des Jahresabschlusses dargestellt. Veränderungen des Konsolidierungskreises, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wesentlich beeinflusst haben, waren nicht zu verzeichnen.

UNTERNEHMENSPROFIL

PWO positioniert sich an der Spitze des Marktes, wenn es um anspruchsvolle Metallkomponenten und Subsysteme in den Bereichen Sicherheit und Komfort für die Automobilbranche geht. Über Marktzyklen hinweg weisen diese Bereiche einen nachhaltig überdurchschnittlichen Wachstumstrend auf, da die Nachfrage der Kfz-Käufer nach höherem Komfort und höherer Sicherheit in allen Fahrzeugklassen und allen Absatzregionen grundsätzlich ansteigt. Unter Einsatz unserer Kernkompetenzen in der komplexen Blechumformung sowie äußerst anspruchsvollen Verbindungstechnologien produzieren wir Komponenten und Subsysteme aus Stahl, Edelstahl und Aluminium in Großserienfertigung, zum Teil in Millionenstückzahlen. Dabei konzentrieren wir uns auf Bereiche, in denen unsere Produkte nicht oder nur zu deutlich höheren Kosten durch andere Materialien ersetzt werden könnten.

Mit unserer Innovationskraft haben wir den weltweit schnellsten Transferprozess in der komplexen Metallumformung entwickelt und uns bei tiefgezogenen Elektromotorengehäusen mit einer Jahresproduktion von rund 100 Mio. Gehäusen als führender Hersteller weltweit etabliert. Bei Lösungen auf der Basis hochfester Stähle, die zur Gewichts- und damit CO2-Redu-zierung immer stärker eingesetzt werden, haben wir uns sehr frühzeitig positioniert.

AUSGEWOGENE UMSATZVERTEILUNG

Umsatz im Geschäftsjahr 2010 (100 % = 264,2 Mio. EUR)

Jeweils rund ein Drittel des Umsatzes von PWO entfällt auf die Bereiche

Mechanische Komponenten für Elektrik und Elektronik

Sicherheitskomponenten für Airbag, Sitz und Lenkung

Strukturkomponenten und Subsysteme für Karosserie und Fahrwerk

Mit dieser Aufstellung sind wir weltweit der einzige Anbieter, der über eine derart breite Produktpalette verfügt und darüber hinaus die gesamte Wertschöpfungskette von der kundenbezogenen Entwicklung über den Werkzeugbau bis hin zur Serienfertigung abdeckt.

Die Komponenten der ersten beiden Bereiche, also rund zwei Drittel unseres Umsatzes, liefern wir überwiegend an internationale TIER-1-Zulieferer, die diese als Teil ihrer eigenen Systeme für zahlreiche Fahrzeugmodelle an verschiedene Hersteller liefern. Strukturkomponenten und Subsysteme für Karosserie und Fahrwerk werden hingegen in der Regel modellgebunden direkt an die Fahrzeughersteller geliefert. Die Anwendungsbreite erhöht sich aber auch hier durch die zunehmende Belieferung internationaler Plattformen, auf denen verschiedene Fahrzeugmodelle aufgebaut werden. Den wesentlichen Teil unserer Komponenten und Subsysteme liefern wir für das Premiumsegment der Automobilindustrie.

Aufgrund dieser Aufstellung sind wir nicht nur weitestgehend unabhängig vom Markterfolg einzelner Fahrzeugmodelle. Wir begrenzen darüber hinaus auch die Auslastungsrisiken, die bei Serienausläufen bestehen, da wir freiwerdende Produktionskapazitäten mit unterschiedlichen neuen Aufträgen füllen können.

Der Stammsitz des Konzerns liegt in Oberkirch, im Südwesten Deutschlands, und damit in einem der Zentren des deutschen Automobilbaus. Weltweit sind wir darüber hinaus mit eigenen Produktionsstandorten in China, Kanada, Mexiko und in der Tschechischen Republik präsent. Weitere Länder bzw. Regionen werden über Kooperationen abgedeckt. Im Konzern waren zum Ende des Berichtsjahres 2.079 Mitarbeiter beschäftigt.

STRATEGIE UND STEUERUNG

Unternehmensstrategie

Kundenzufriedenheit, Internationalisierung, Innovationen sowie kostenbewusste Führung in Verbindung mit aktiver Risikobegrenzung sind die Eckpfeiler unserer Strategie. So wollen wir auch künftig die Wettbewerbsstärke des Konzerns in der globalen Automobilindustrie kontinuierlich ausbauen und damit weiterhin stärker als die Automobilbranche insgesamt wachsen. Kundenzufriedenheit erreichen wir durch unsere international führende Innovationsfähigkeit bei Produktlösungen und ihren zugehörigen Produktionsprozessen, sodass Kundenanforderungen insbesondere hinsichtlich Funktion, Präzision, Gewicht, Preis und Termin erreicht oder übertroffen werden. Regelmäßig bringen wir richtungsweisende Innovationen in der modernen Großserienfertigung für die globale Automobilindustrie hervor.

Die Innovationskraft im Werkzeugbau stellt dabei den entscheidenden Faktor für Teilequalität, Produktionsgeschwindigkeit und die Integration nachgelagerter Bearbeitungsschritte in den Umformprozess dar. Unser interner Werkzeugbau stellt daher eines unserer wesentlichen Alleinstellungsmerkmale dar.

Darüber hinaus haben wir uns eine Reputation für langjährige, höchste Liefertreue in Null-Fehler-Qualität erarbeitet. In der Summe führen diese Qualitäten zu dauerhaften Kundenbeziehungen und öffnen uns den Zugang zu steigenden Auftragsvolumen.

Mit unserer Internationalisierungsstrategie haben wir inzwischen weltweite Lieferfähigkeit durch eigene Standorte und - in Ländern und Regionen, in denen das Marktvolumen in unserem Geschäft für den wirtschaftlichen Betrieb eines eigenen Standorts aktuell zu gering ist - durch Kooperationspartner erreicht. Damit haben wir uns nicht nur den Zugang zu neuen lokalen Märkten eröffnet, sondern auch zu Aufträgen, die ausschließlich an internationale Lieferanten ausgeschrieben werden. Letztere umfassen insbesondere großvolumige und lang laufende Plattformkonzepte, die nicht zuletzt auch wegen ihrer positiven Rückwirkung auf die Auslastung unserer etablierten Standorte in Deutschland und Kanada sehr attraktiv sind. Die Globalisierung hat dem Konzern in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen abverlangt. Inzwischen haben wir uns als strategischer globaler Partner unserer Kunden etabliert und uns damit von vielen Wettbewerbern weiter deutlich abgesetzt, denen nach der Krise noch mehr als davor die Ressourcen für eine Internationalisierung fehlen.

Kostenbewusste Führung sowie eine hohe Stringenz in der internen Steuerung der Prozesse gehören zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren in einer derart wettbewerbsintensiven Branche wie der Automobilindustrie, um die Ertragskraft des Konzerns dauerhaft zu sichern und auszubauen.

Unsere nachhaltig stabile EBIT-Marge von 6 bis 7 Prozent in den zehn Jahren vor der Krise und unsere schnelle Rückkehr auf eine EBIT-Marge, die 2010 - im ersten Jahr nach der Krise - schon wieder fast an dieses Niveau heranreicht, dokumentiert unsere Fähigkeit, mit dem Wettbewerbsdruck in unserer Branche auch in schwierigen Perioden langfristig erfolgreich umzugehen.

Zur aktiven Risikobegrenzung und Reduzierung der branchenüblichen Zyklik unseres Geschäfts setzen wir auf eine breite Auffächerung unserer Produktpalette, die uns von einzelnen Aufträgen und dem Erfolg einzelner Fahrzeugmodelle unabhängig macht. Zudem streben wir eine ausgewogene Umsatzstruktur aus einer Vielzahl kleinerer Aufträge und einzelner Großaufträge zur Sicherung der Auslastung bei gleichzeitiger Begrenzung der Risiken aus Nachfolgeaufträgen an. Insgesamt fertigen wir derzeit im Konzern über 1.000 verschiedene Komponenten. Nicht zuletzt dient unser internationales Standortportfolio dem Ausgleich unterschiedlicher Entwicklungen lokaler Märkte.

Unternehmenssteuerung

Der PWO-Konzern ist weltweit mit fünf Produktionsstandorten vertreten. Die Steuerung und Führung ist am Standort Oberkirch angesiedelt. Er bildet das Technologie- und Innovationszentrum des Konzerns. Hier werden die konzernweit gültigen Geschäftsprozesse entwickelt und verfeinert.

Der Konzern hat ein umfassendes PWO-Production-System implementiert, in dem alle internen Prozesse detailliert dokumentiert sind. Damit besteht die notwendige Transparenz, um Geschäftsprozesse gezielt steuern und nach den Grundsätzen des Lean Managements systematisch weiter optimieren zu können.

Auf Basis dieses Systems werden grundsätzlich alle Standorte konzernweit einheitlich gesteuert, die beiden jüngeren Gesellschaften in China und Mexiko jedoch angepasst an die technologischen Anforderungen ihrer lokalen Produktionsumfänge. Dies erleichtert die konzernweite Überwachung der Produktions- und Geschäftsprozesse. Darüber hinaus befinden sich unsere Standorte auch in einem permanenten internen Best-Practice-Wettbewerb in allen Bereichen der Geschäftsprozesse. Weltweit uneingeschränkt gilt unsere Null-Fehler-Philosophie, die im Rahmen des PWO-Production-Systems dokumentiert und überwacht wird.

Das System hat in den letzten Jahren in besonderer Weise zum Erfolg des Konzerns beigetragen, indem es die Feinsteuerung der Geschäftsprozesse sowohl im plötzlichen und sehr starken Einbruch in der zweiten Hälfte des Jahres 2008 ermöglichte als auch während der früher und stärker als erwarteten Geschäftsbelebung zu Beginn des Jahres 2010.

Unsere einzelnen Produktionsstandorte beliefern ihre jeweiligen regionalen Märkte. Der Standort Oberkirch produziert insbesondere für Westeuropa, der Standort in der Tschechischen Republik für Mittel- und Osteuropa, die Standorte in Kanada und Mexiko für den nördlichen bzw. südlichen NAFTA-Raum und der Standort in China für den dortigen lokalen Absatzmarkt.

Innerbetrieblich ist PWO entlang einer durchgehenden Wertschöpfungskette aufgestellt. Kundenbezogene Entwicklung, Werkzeugbau und Serienfertigung arbeiten gemeinsam in integrierten Teams von der Produktanfrage bis zum Anlauf der Serienproduktion. Auch während einer laufenden Produktion überwacht das jeweilige Team regelmäßig die Prozesse und entwickelt ständig Verbesserungen zur Steigerung von Produktivität und Qualität.

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Gesamtwirtschaft

Nach der schwersten Krise der Nachkriegszeit hat sich die Weltwirtschaft im Geschäftsjahr 2010 deutlich erholt. Das positive Gesamtbild fällt jedoch regional und branchenspezifisch sehr unterschiedlich aus. So hat der Aufschwung unter anderem in den USA, in Großbritannien und in Japan bisher kaum Fahrt aufgenommen. Zusätzlich zwingen die hoch defizitären öffentlichen Haushalte gerade diese und weitere Länder, einen finanzpolitischen Konsolidierungskurs zu fahren. Damit werden die bisherigen staatlichen Konjunkturimpulse häufig ins Gegenteil gekehrt.

Die deutsche Wirtschaft hat die konjunkturelle Talsohle hingegen nicht nur deutlich schneller überwunden, der Aufschwung hat sich im Zeitverlauf auch stark verbreitert und damit an Tragfähigkeit gewonnen. Deutschland befindet sich, so das Resümee der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten 2010, inmitten eines soliden Aufschwungs. Nach dem Exportboom und dem ausgangs der Rezession positiv wirkenden Lagerzyklus im verarbeitenden Gewerbe hat seit Jahresmitte 2010 auch die Binnenkonjunktur spürbar angezogen. Hierzu hat der während der Krise nur geringe Rückgang der Beschäftigung - Stichwort: staatlich geförderte Kurzarbeit - einen wesentlichen Beitrag geleistet. Zum Jahresbeginn 2011 tragen damit sowohl die privaten Konsumausgaben als auch die Unternehmensinvestitionen zum Wachstum bei, ohne dass die Exportdynamik wesentlich an Fahrt verloren hat. Die Institute heben hervor, dass die zugrunde liegenden Wachstumstreiber, nämlich die unverändert günstigen monetären Rahmenbedingungen und der robuste deutsche Arbeitsmarkt, weiterhin stimulierend auf die Wirtschaft wirken.

Automobilindustrie

Gestützt auf ihre Exportstärke und staatliche Anreize ("Umweltprämie") hat die deutsche Automobilindustrie nach dem allerdings sehr scharfen Einbruch während der Weltwirtschaftskrise im Jahresverlauf 2009 wieder deutlich zulegen können. Dieser Trend hat sich im Jahr 2010 fortgesetzt. Die Absatzerfolge der deutschen Automobilunternehmen sowohl auf ihren klassischen wie auch auf den neuen Auslandsmärkten konnten aufrechterhalten werden. Hinzu kam der ab Sommer deutlich anziehende deutsche Konsum, der die im ersten Halbjahr noch spürbaren inländischen Absatzeinbußen infolge des Auslaufens der Umweltprämie zunehmend kompensierte.

Im Dezember 2010 wurden, so der Verband der Automobilindustrie (VDA), mit 230.400 Pkw (+7 Prozent) erstmals seit einem Jahr in Deutschland wieder mehr Fahrzeuge als im Vorjahresmonat neu zugelassen. Die inländischen Bestelleingänge waren bereits seit September 2010 wieder im Plus, allein im Dezember stiegen sie um knapp 19 Prozent. Im Gesamtjahr 2010 wurden 2,9 Mio. Pkw neu zugelassen. Damit lag der Inlandsmarkt 2010 allerdings noch unter dem sehr hohen Vorjahresniveau (-23 Prozent). Wie erwähnt entwickelte sich die Nachfrage aus dem Ausland im Jahr 2010 hingegen anhaltend dynamisch: Die ausländischen Auftragseingänge sind um 20 Prozent gestiegen und der Export erhöhte sich um rund 24 Prozent auf gut 4,2 Mio. Pkw. Die Pkw-Inlandsfertigung der deutschen Hersteller stieg, getragen von diesen Exporterfolgen, 2010 insgesamt um 12 Prozent auf gut 5,5 Mio. Neuwagen.

Der inländische Marktanteil deutscher Konzernmarken legte 2010 auf rund 70 Prozent (2009: 66 Prozent) zu. Der Anteil von Pkw mit Dieselantrieb an den Neuzulassungen hat sich im Jahr 2010 um mehr als 11 Prozentpunkte auf 42 Prozent kräftig erhöht. Im Dezember lag der Dieselanteil sogar bei 46 Prozent. Von dieser Entwicklung profitieren vor allem die deutschen Konzernmarken -vier von fünf Diesel-Pkw, die 2010 in Deutschland neu zugelassen wurden, wurden von deutschen Herstellern produziert. Trotz des insgesamt rückläufigen Inlandsmarktes konnten die deutschen Hersteller im Jahr 2010 ihren Absatz von Diesel-Pkw um über 5 Prozent auf rund 970.000 Einheiten auch absolut steigern. Der "Diesel-Boom" stellt für PWO keine Herausforderung dar, da unser Produktportfolio unabhängig vom Antriebsstrang ist. Absatzeinbußen aufgrund von Verschiebungen seitens der Nachfrage zwischen unterschiedlichen Motortypen können damit nicht eintreten.

Das internationale Automobilgeschäft verzeichnete mit Ausnahme Europas - hier sind die Zulassungszahlen vor dem Hintergrund der zahlreichen, inzwischen ausgelaufenen Verkaufsförderprogramme des Vorjahres zu sehen - von Januar bis November 2010 auf vielen wichtigen Auslandsmärkten eine sehr dynamische Entwicklung. Dies zeigt die nachfolgende Tabelle.

ZULASSUNGSZAHLEN

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Anzahl Veränderung Jan. - Nov. 2010 gegenüber Vorjahr in %
Europa (EU27+EFTA)* 12.736.100 -5,1
Russland** 1.706.300 27,6
USA** 10.414.600 11,1
Japan 3.972.600 10,3
Brasilien** 2.967.700 8,7
Indien 2.193.100 31,5
China 10.169.600 36,6


* ohne Malta und Zypern;
** Light Vehicles. Quelle: VDA


Zulieferindustrie

Auch die Zulieferer profitierten 2010 von der dynamischen konjunkturellen Erholung und der damit einhergegangenen stark gestiegenen Nachfrage. In Einzelbereichen kam es aufgrund von in der Krise abgebauten Fertigungskapazitäten im vierten Quartal sogar zu leergefegten Lägern und vereinzelten Lieferengpässen. PWO hat über den gesamten jüngsten Zyklus hinweg jederzeit kontinuierlich und pünktlich geliefert.

Die letzten verfügbaren Indikatoren für Oktober 2010 zeigen für die Zulieferindustrie einen Anstieg des Auftragseingangsindex um 15,2 Punkte auf 110,9 Punkte gegenüber dem Vorjahresmonat. Die inländische Nachfrage kletterte von 105,1 in 2009 auf 117,6 Punkte in 2010. Die Auslandsnachfrage legte im Oktober um 2,9 Punkte auf 100,6 Punkte gegenüber dem Vormonatswert zu.

Ebenfalls im Oktober lag der vom Statistischen Bundesamt ermittelte arbeitstäglich bereinigte Fertigungsindex bei 110,3 Punkten und erreicht damit das höchste Niveau seit Juni 2008. Im Vergleichsmonat des Vorjahres hatte er noch bei 93,8 Zählern gelegen, dies entspricht einem Anstieg um 17,6 Prozent. Der Gesamtumsatz der Zuliefererindustrie stieg bis Oktober 2010 um 14 Prozent. Während das Inlandsgeschäft um 10 Prozent zulegte, steigerte sich der Auslandsabsatz um über ein Fünftel.

VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Umsatz- und Ertragsentwicklung

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Ausgewählte Daten der
Gewinn- und Verlustrechnung (in TEUR)
2010 in % der Gesamtleistung 2009 in % der Gesamtleistung
Umsatzerlöse 264.195 97,6 % 206.371 99,8 %
Gesamtleistung 270.714 100,0 % 206.752 100,0 %
Materialaufwand 140.828 52,0 % 112.067 54,2 %
Personalaufwand 77.023 28,5 % 67.065 32,4 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen 24.761 9,1 % 20.577 10,0 %
EBITDA 33.050 12,2 % 12.179 5,9 %
EBIT 16.007 5,9 % -4.949 -2,4 %
Periodenergebnis 6.459 2,4 % -8.949 -4,3 %
Durchschnittliche Aktienstückzahl (in Millionen) 2,50
2,50
Ergebnis je Aktie (EUR) 2,58
-3,58
Dividende je Aktie, ausgeschüttet (EUR; 2010 Vorschlag) 1,00
0,00


Der PWO-Konzern hat im Geschäftsjahr 2010 ein außergewöhnlich hohes Wachstum der Umsatzerlöse um 28,0 Prozent auf 264,2 Mio. EUR und der Gesamtleistung um 30,9 Prozent auf 270,7 Mio. EUR erzielt. Nach dem scharfen Absatzeinbruch im vierten Quartal 2008 und der nur schwachen Erholung in dem für den Konzern maßgeblichen Premiumsegment im Jahresverlauf 2009 verzeichnete die Automobilindustrie 2010 eine unerwartet frühe und starke Rückkehr der Nachfrage nach Premium-Fahrzeugen - getrieben insbesondere von den Exportmärkten.

Da die Bestände in der Lieferkette infolge der jüngsten Krise immer noch sehr niedrig waren, mussten diese schnell wieder aufgefüllt werden, sodass wir als Autozulieferer besonders stark und sehr früh im Jahr von der Zunahme der Nachfrage profitierten. Wir verzeichneten daher bereits ab dem ersten Quartal eine starke Geschäftsentwicklung, die das gesamte Jahr über anhielt.

2010 war damit eines der wenigen Jahre unserer Unternehmensgeschichte, in dem die durch die Branchenzyklik ausgelösten Veränderungen der Abrufzahlen der laufenden Serienproduktionen unsere Umsatzentwicklung stärker beeinflussten als die An- und Ausläufe von Aufträgen.

Die Werkzeugumsätze blieben mit 20,9 Mio. EUR (i. V. 27,1 Mio. EUR) deutlich unter dem Vorjahresniveau zurück, nachdem 2009 im Vorfeld der im Berichtsjahr angelaufenen neuen Serienproduktionen bereits ein hohes Volumen notwendiger Vorarbeiten im Werkzeugbereich abgearbeitet worden war. Entsprechend stiegen die höhermargigen Umsatzerlöse mit Komponenten und Systemen im Seriengeschäft sogar überproportional zum Konzernumsatz um 32,5 Prozent auf 230,4 Mio. EUR (i. V. 173,9 Mio. EUR).

Die deutlich erhöhte Auslastung im Berichtsjahr führte - wie in der Tabelle auf Seite 57 dargestellt - zu einer Verbesserung aller Kostenquoten und damit zu einem kräftigen Anstieg der Ertragsstärke des Konzerns. Die Materialaufwandsquote profitierte zusätzlich von einem veränderten Produktmix am Standort Oberkirch sowie stabileren Prozessen an den jüngeren Auslandsstandorten, die mit einem niedrigeren Materialverbrauch einhergingen. Des Weiteren führte eine stärkere Vernetzung im Konzern, insbesondere bei den Werkzeugen, zu einem Rückgang externer Leistungen. Der Trend zu verstärktem Insourcing zeigt sich neben den Werkzeugen auch bei Prototypenumfängen.

Auch die Personalaufwandsquote ermäßigte sich deutlich. Der absolute Anstieg des Aufwands resultierte im Wesentlichen aus den folgenden Effekten am Standort Oberkirch: Erfolgsbeteiligung für die Mitarbeiter, die 2009 entfallen war, Auslaufen der positiven Wirkung der Kurzarbeit sowie zusätzlicher Aufwand aufgrund der Tariferhöhung. Darüber hinaus haben wir an unseren internationalen Standorten, vor allem in Kanada, frühzeitig mit der Erhöhung der Mitarbeiterzahl im Hinblick auf die bevorstehenden großen Serienanläufe begonnen.

Bei der Betrachtung der Personalaufwandsquote ist ferner zu berücksichtigen, dass im Berichtsjahr am Standort Oberkirch aufgrund des in der zurückliegenden Krise geschlossenen Ergänzungstarifvertrags eine Reduzierung des Urlaubsgeldes erfolgte. Dieses wird in 2011 wieder voll ausbezahlt werden.

Die Abschreibungen lagen aufgrund des in 2010 relativ niedrigen Investitionsbedarfs und unserer weiterhin zurückhaltenden Investitionspolitik sogar absolut leicht unter dem Vorjahreswert. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ermäßigte sich etwas weniger deutlich als die der übrigen Aufwendungen, insbesondere weil wir wachstumsbedingt wieder deutlich mehr Zeitarbeitnehmer als im Vorjahr beschäftigt und zudem aufgeschobene Wartungs- und Reparaturarbeiten wieder voll durchgeführt haben.

UMSATZ UND EBIT BEREITS WIEDER AUF VORKRISENNIVEAU

Insgesamt belief sich das EBIT im Berichtsjahr auf 16,0 Mio. EUR (i. V. -4,9 Mio. EUR). Währungseffekte haben sich im Konzern mit einem nur niedrigen positiven Beitrag in Höhe von 0,6 Mio. EUR ausgewirkt. Wir haben damit auch ohne diese Effekte unser im August nach oben genommenes EBIT-Ziel für das Geschäftsjahr von rund 15 Mio. EUR erreicht.

Die Zinsbelastung erhöhte sich auf 6,2 Mio. EUR (i. V. 5,5 Mio. EUR). Die Steuerquote reduzierte sich auf erfreuliche 34,1 Prozent (i. V. Steuererstattung aufgrund negativer Vorsteuerergebnisse). Diese niedrige Steuerquote wurde bisher so nicht erwartet. Sie ergibt sich daraus, dass wir an unserem Standort in der Tschechischen Republik inzwischen Steuerguthaben anrechnen dürfen. Dies wird unsere Steuerquote über mehrere Jahre positiv beeinflussen.

Segmentberichterstattung

Entsprechend der Steuerung im Konzern stellen unsere Produktionsstandorte die Basis für die Segmentberichterstattung gegliedert nach Regionen dar. Die Segmente werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Entsprechend werden auch die Umsätze dieser Segmente nach dem Standort des Vermögens zugeordnet.

Lieferungen und Leistungen zwischen den einzelnen Standorten beinhalten im Wesentlichen Werkzeuge, die am Standort Valašské Meziříčí in der Tschechischen Republik für andere Standorte hergestellt werden. Auf Konzernebene werden diese konsolidiert.

Die Umsatzerlöse werden weiterhin in die drei strategischen Produktbereiche "Mechanische Komponenten für Elektrik und Elektronik", "Sicherheitskomponenten für Airbag, Sitz und Lenkung" sowie "Strukturkomponenten und Subsysteme für Karosserie und Fahrwerk" gegliedert. Die Entwicklung der Produktbereiche wird am Ende dieses Kapitels erläutert.

SEGMENT DEUTSCHLAND

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Ausgewählte Informationen
für das Segment Deutschland (in TEUR)
2010 in % der Gesamtleistung 2009 in % der Gesamtleistung
Außenumsätze 196.518 95,6 % 161.551 98,9 %
Gesamtleistung 205.552 100,0 % 163.425 100,0 %
EBITDA 28.921 14,1 % 12.672 7,8 %
EBIT 17.921 8,7 % 1.658 1,0 %
Periodenergebnis 10.319 5,0 % -1.182 -0,7 %


Der Hauptsitz des PWO-Konzerns wird im Segment Deutschland abgebildet. Hier ist die Muttergesellschaft Progress-Werk Oberkirch AG angesiedelt, die das operative Geschäft am Standort Oberkirch betreibt sowie die Strukturen der Konzernführung vorhält.

Die Zuwachsrate der Umsatzerlöse blieb in Deutschland etwas hinter der des Konzerns zurück, weil einige größere Serien planmäßig erst in der zweiten Jahreshälfte neu anliefen. Im Segment Deutschland erzielen wir weiterhin die wesentlichen Ergebnisbeiträge für den Konzern und die mit Abstand höchsten EBIT-Margen. So konnten wir im Berichtsjahr bereits wieder eine EBIT-Marge von 8,7 Prozent realisieren und damit an historische Bestmarken anknüpfen. Dabei ist allerdings, wie bereits erwähnt, zu berücksichtigen, dass 2010 aufgrund dem in der zurückliegenden Krise geschlossenen Ergänzungstarifvertrag eine Reduzierung des Urlaubsgeldes erfolgte. Dieses wird ab dem Geschäftsjahr 2011 wieder voll bezahlt.

Im Zuge des deutlichen Anstiegs der Auslastung haben sich im Segment Deutschland analog zur Entwicklung im Konzern fast alle Aufwandsquoten erwartungsgemäß verbessert. Anders als im Konzern stieg jedoch die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen leicht an - insbesondere weil wir wachstumsbedingt wieder deutlich mehr Zeitarbeitnehmer als im Vorjahr beschäftigt und zudem aufgeschobene Wartungs- und Reparaturarbeiten wieder voll durchgeführt haben. Die Zinsbelastung ermäßigte sich auf 3,2 Mio. EUR (i. V. 3,4 Mio. EUR). Nach Abzug von Steuern belief sich das Periodenergebnis auf 10,3 Mio. EUR (i. V. -1,2 Mio. EUR).

SEGMENT ÜBRIGES EUROPA

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Ausgewählte Informationen
für das Segment Übriges Europa (in TEUR)
2010 in % der Gesamtleistung 2009 in % der Gesamtleistung
Außenumsätze 25.631 83,6 % 17.304 82,2 %
Gesamtleistung 30.646 100,0 % 21.053 100,0 %
EBITDA 3.483 11,4 % 955 4,5 %
EBIT 1.390 4,5 % -894 -4,2 %
Periodenergebnis 798 2,6 % -1.700 -8,1 %


Unser Standort in der Tschechischen Republik, der im Segment Übriges Europa abgebildet wird, profitiert neben der gestiegenen Marktnachfrage weiterhin von neu an- und hochlaufenden Serienproduktionen und wächst damit stärker als der Konzern insgesamt. Dies ist umso erfreulicher, als auch an diesem Standort das Werkzeugvolumen mit 6,9 Mio. EUR (i. V. 9,0 Mio. EUR) deutlich rückläufig war.

Die gestiegene Auslastung bei inzwischen sehr stabilen Prozessen führte im Berichtsjahr zu einer erheblichen Verbesserung des EBIT. So belief sich das EBIT auf operativer Ebene, d. h. vor negativen Währungseffekten in Höhe von 0,8 Mio. EUR im Berichtsjahr auf 2,2 Mio. EUR. Im Vorjahr war vor negativen Währungseffekten in Höhe von 1,0 Mio. EUR noch ein ausgeglichenes EBIT erreicht worden. Aufgrund eines Steuerertrags im Zuge der Anrechnung von Steuerguthaben wurde ein Periodenergebnis in Höhe von 0,8 Mio. EUR (i. V. -1,7 Mio. EUR) erreicht.

Der Standort hat damit im Geschäftsjahr 2010 nicht nur wie erwartet erstmals signifikant zum EBIT des Konzerns beigetragen, sondern ist inzwischen auf gutem Weg, in den nächsten Jahren die durchschnittliche Marge des Konzerns zu übertreffen.

SEGMENT NAFTA-RAUM

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Ausgewählte Informationen
für das Segment NAFTA-Raum (in TEUR)
2010 in % der Gesamtleistung 2009 in % der Gesamtleistung
Außenumsätze 37.403 92,1 % 25.796 97,4 %
Gesamtleistung 40.592 100,0 % 26.475 100,0 %
EBITDA 1.275 3,1 % -768 -2,9 %
EBIT -1.990 -4,9 % -4.019 -15,2 %
Periodenergebnis -2.817 -6,9 % -3.999 -15,1 %


Im Segment NAFTA-Raum sind unsere beiden Standorte in Kanada und in Mexiko zusammengefasst. Beide Standorte profitierten im Berichtsjahr deutlich von den wieder gestiegenen Absatzzahlen der Automobilindustrie in Nordamerika und erzielten ein kräftiges Wachstum. Der kanadische Standort konnte damit im Berichtsjahr trotz erheblicher Vorleistungen für die großen Serienanläufe des Jahres 2011 eine deutliche Verlustreduzierung erzielen.

In Mexiko haben wir inzwischen eine signifikante Stabilisierung der Geschäftsprozesse erreicht, sodass der Standort im Geschäftsjahr 2010 eine Halbierung der operativen Verluste erreichen konnte. Diverse einmalige Aufwendungen für Abschreibungen, die das Vorjahr belastet hatten, sind im Berichtsjahr entfallen, aber durch zahlreiche Neuanläufe haben diverse Anlaufkosten noch spürbar belastet.

Die operative Entwicklung der beiden Standorte war damit im Berichtsjahr erfreulich. Das EBIT des Berichtsjahres hat jedoch auch von positiven Währungseffekten in Höhe von 0,4 Mio. EUR (i. V. negative Effekte: 0,6 Mio. EUR) profitiert. Das Periodenergebnis belief sich im Berichtsjahr auf -2,8 Mio. EUR (i. V. -4,0 Mio. EUR) .

SEGMENT ASIEN

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Ausgewählte Informationen
für das Segment Asien (in TEUR)
2010 in % der Gesamtleistung 2009 in % der Gesamtleistung
Außenumsätze 4.643 96,5 % 1.720 93,7 %
Gesamtleistung 4.813 100,0 % 1.835 100,0 %
EBITDA -668 -13,9 % -825 -45,0 %
EBIT -1.339 -27,8 % -1.123 -61,2 %
Periodenergebnis -1.884 -39,1 % -1.485 -80,9 %


Das Segment Asien stellt die Geschäftsentwicklung unseres Standorts in China dar. Aus unserem früheren Joint Venture haben wir uns wie berichtet Anfang 2009 mit dem Verkauf der Anteile an den Joint-Venture-Partner zurückgezogen. Der Standort befindet sich in der Aufbauphase und schreibt derzeit erwartungsgemäß noch Verluste.

Umsatzerlöse und Gesamtleistung sind im Berichtsjahr nicht nur wegen der boomenden Nachfrage in China deutlich gestiegen, sondern insbesondere auch, weil im Zuge des Aufbaus dieses Standorts sukzessive neue Serienproduktionen an- und hochlaufen.

Der Standort baut seine Anlaufverluste langsam ab. Nach Berücksichtigung des Ergebnisbeitrags aus der Veräußerung des Joint-Venture-Anteils in Höhe von 1,0 Mio. EUR in 2009 wird sichtbar, dass sich das operative Ergebnis im Berichtsjahr verbessert hat - und zwar auch nach Berücksichtigung positiver Währungseffekte in Höhe von 0,5 Mio. EUR (i. V. -0,1 Mio. EUR). Es wird jedoch noch bis 2013 dauern, bis der Standort bei Umsatzvolumen und Ertrag die in unserer Mittelfristplanung gesetzten Ziele erreicht.

AUSLANDSGESCHÄFT TRÄGT BEREITS 51 % ZUM GESAMTUMSATZ BEI

Umsatz im Geschäftsjahr 2010 (100 % = 264,2 Mio. EUR)

HÖHEPUNKT DER AUFBAUKOSTEN IM AUSLAND ÜBERSCHRITTEN

Finanz- und Vermögenslage sowie Investitionen

SOLIDE EIGENKAPITALAUSSTATTUNG UND WIEDER RÜCKLÄUFIGES GEARING

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr auf 223,5 Mio. EUR (i. V. 204,7 Mio. EUR). Dabei legten die Sachanlagen nur moderat zu, da wir zwar wieder höhere Investitionen als im Vorjahr realisiert haben, diese aber noch erheblich unterhalb früherer Größenordnungen lagen. Die Bilanzverlängerung resultierte insbesondere aus einer Ausweitung der kurzfristigen Vorräte und Forderungen, die sich aus dem Wachstum des laufenden Geschäfts ergaben.

Spiegelbildlich stiegen auf der Passivseite der Bilanz die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen deutlich an. Die Bankverbindlichkeiten blieben hingegen gegenüber dem Vorjahresstand insgesamt fast unverändert. Wir konnten damit unser kräftiges Wachstum aus eigener Kraft finanzieren. Gleichzeitig haben wir das aktuell niedrige Zinsniveau an den Kapitalmärkten genutzt und zugunsten längerer Laufzeiten umgeschichtet. Die kurzfristigen verzinslichen Darlehen ermäßigten sich daher auf 28,3 Mio. EUR (i. V. 34,9 Mio. EUR), während die langfristigen auf 58,8 Mio. EUR (i. V. 51,8 Mio. EUR) anstiegen.

Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital aufgrund der wieder verbesserten Ertragslage kräftig auf 69,0 Mio. EUR (i. V. 61,5 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote verbesserte sich leicht auf 30,9 Prozent (i. V. 30,0 Prozent). Das Gearing (Nettoverschuldung in Prozent des Eigenkapitals) ermäßigte sich auf 116 Prozent (i. V. 129 Prozent).

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Ausgewählte Informationen der Bilanz und der Cashflow-Rechnung (in TEUR) 2010 in % der Bilanzsumme 2009 in % der Bilanzsumme
Langfristige Vermögenswerte 116.422 52,1 % 110.215 53,9 %
Kurzfristige Vermögenswerte 107.037 47,9 % 94.449 46,1 %
Summe Eigenkapital 68.971 30,9 % 61.465 30,0 %
Langfristige Schulden 89.582 40,1 % 81.743 39,9 %
Kurzfristige Schulden 64.906 29,0 % 61.456 30,0 %
Bilanzsumme 223.459 100,0 % 204.664 100,0 %
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 24.840
6.008
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -16.849
-12.658
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7.055
10.858
Cashflow der Periode 936
4.208


Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vervierfachte sich im Geschäftsjahr 2010 auf 24,8 Mio. EUR (i. V. 6,0 Mio. EUR). Hierzu hat insbesondere das positive Periodenergebnis von 6,5 Mio. EUR beigetragen, nachdem im Vorjahr noch ein negatives Ergebnis von 8,9 Mio. EUR belastet hatte.

Für Investitionen flossen Mittel in Höhe von 16,8 Mio. EUR (i. V. 12,7 Mio. EUR) ab. Nach gezahlten und erhaltenen Zinsen von 4,6 Mio. EUR (i. V. 3,7 Mio. EUR) konnte im Berichtsjahr wieder ein positiver Free Cashflow von 3,4 Mio. EUR (i. V. -10,4 Mio. EUR) erzielt werden.

An unserem deutschen Standort wurden dabei wie im Vorjahr rund 9 Mio. EUR investiert. Der Anstieg des Volumens im Berichtsjahr resultierte aus höheren Investitionen an unserem tschechischen Standort sowie an den beiden Standorten im NAFTA-Raum, die wir alle drei auf große Serienanläufe in den nächsten Jahren vorbereiten. Der Standort in China hat sich im Berichtsjahr zunächst auf die Stabilisierung der jüngst aufgebauten Prozesse konzentriert, sodass das Investitionsvolumen hier unter dem Vorjahreswert blieb. Der weitere Ausbau wird in den nächsten Jahren entsprechend unserer Mittelfristplanung fortgesetzt.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ohne gezahlte Zinsen belief sich im Geschäftsjahr 2010 auf -2,4 Mio. EUR (i. V. 14,7 Mio. EUR) da, wie bereits erwähnt, Bankverbindlichkeiten per Saldo leicht zurückgeführt wurden, während sie im Vorjahr deutlich ausgeweitet worden waren.

Insgesamt ergab sich damit im Berichtsjahr eine zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und -äquivalente von 0,9 Mio. EUR (i. V. 4,2 Mio. EUR).

AUFTRAGSLAGE

Wir setzen zur Risikobegrenzung grundsätzlich auf eine breite Diversifikation unserer Auf-träge, sodass wir unabhängig vom Markterfolg einzelner Fahrzeugmodelle und unabhängig von der Vergabe von Großaufträgen für einzelne Produkte bleiben. Darüber hinaus streben wir zur Optimierung unserer Auslastung versetzte An- und Auslaufzeitpunkte der unterschiedlichen Serienproduktionen an.

Bei durchschnittlichen Laufzeiten der Aufträge von sechs bis acht Jahren ersetzen wir jedes Jahr rund 15 Prozent des Konzernumsatzes durch neue Aufträge. Die üblichen Lifetime-Volumina reichen dabei vom niedrigen einstelligen bis in den mittleren zweistelligen Millionenbereich. Aufgrund der langen Vorlaufzeiten in unserem Geschäft gewinnen wir derzeit bereits Aufträge, deren Produktionsstart für die zweite Jahreshälfte 2012 bzw. sogar erst für 2013 geplant ist.

Insgesamt waren wir auch 2010 bei für unsere Standorte wichtigen Ausschreibungen erfolgreich und konnten über das gesamte Spektrum unserer Produktlösungen hinweg Aufträge für neue Serienproduktionen erzielen.

Hierzu gehören inzwischen auch erste nennenswerte Volumina für Komponenten von Antrieben für Elektrofahrzeuge. Damit haben wir uns auch im Bereich dieser Zukunftstechnologie bereits erfolgreich positionieren können. Zu den besonderen Highlights zählte auch ein Auftrag für die Entwicklung und Produktion von Luftfederkomponenten für ein Premiummodell.

Im Berichtsjahr hat sich unsere Internationalisierungsstrategie erneut ausgezahlt: Für eine neue große Plattform eines europäischen Herstellers liefern künftig sowohl unser deutscher als auch unser tschechischer Standort Komponenten, die in der Summe ein signifikantes Auftragsvolumen ergeben. Auch an unserem mexikanischen Standort konnten wir weitere substanzielle Neuaufträge gewinnen, sodass im Konzern die Wachstumsziele bis 2013 mit bestehenden Aufträgen unterlegt sind. Erfolgreich waren wir auch bereits mit der Akquisition neuer Aufträge für die Entwicklung und Produktion von Querträgern in China. Produktionsstart wird in 2012 sein.

Insgesamt verzeichnen wir derzeit spürbar steigende Anfragen für weltweite Plattformen mit hohen Stückzahlen. Unsere globale Strategie hat damit bei unseren Kunden eine hohe Akzeptanz gefunden.

GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DES KONZERNS

Der PWO-Konzern hat die schneller als erwartete Rückkehr zu hohen Wachstumsraten im Berichtsjahr nicht zuletzt aufgrund der weitsichtigen Steuerung des Unternehmens in der zurückliegenden Krise mit dem Festhalten an der Stammbelegschaft ohne Schwierigkeiten bewältigt. Er hat damit seine Reputation als zuverlässiger Partner der Automobilindustrie erneut gestärkt.

Der Konzern steht nun am Beginn einer weiteren Periode starken Wachstums aus umfangreichen Serienanläufen in den Geschäftsjahren 2011 und 2012. Die weitreichende Internationalisierung des Konzerns in den vergangenen Jahren beginnt sich damit auszuzahlen. Dies gilt nicht nur für das Wachstum des Umsatzes, auch die Ergebnisse sollen sich stark verbessern, da die Anlaufverluste im Ausland ihren Höhepunkt überschritten haben. Gleiches gilt für die Investitionen an allen Standorten des Konzerns, sodass in den nächsten Jahren eine deutliche Verbesserung des Verhältnisses von Nettoverschuldung zu Eigenkapital zu erwarten ist.

Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um den Konzern in den nächsten Jahren in eine neue Größenordnung zu entwickeln und sowohl seine Ertragskraft als auch seine bilanzielle Stärke wesentlich zu verbessern.

MITARBEITER

STAMMBELEGSCHAFT AUCH WÄHREND DER KRISE GEHALTEN

Das kräftige Wachstum des Geschäftsjahres 2010 konnten wir ohne personelle Engpässe realisieren, denn wir haben in der Krise unsere Stammbelegschaft bewusst im Unternehmen gehalten und auf Entlassungen verzichtet. Kostensenkungen wurden durch Reduzierungen bei der Anzahl der Zeitarbeitnehmer und bei den Sachkosten erzielt.

Damit waren wir zu Beginn des Jahres 2010 - als das Wachstum in der Automobilindustrie früher und stärker als erwartet einsetzte - gut aufgestellt, um von Kurzarbeit zügig auf volle Leistung umzuschalten. Dank der hohen Flexibilität und Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter konnten wir unsere Produktionsmengen analog der schnell steigenden Serienabrufe unserer Kunden sukzessive steigern. Zusätzlich haben wir im Jahresverlauf auch wieder eine erhebliche Anzahl an Zeitarbeitnehmern eingestellt. Die Anzahl zusätzlich notwendiger Mitarbeiter, um die steigende Produktionsmenge realisieren zu können, blieb im Geschäftsjahr 2010 noch begrenzt. Im Wesentlichen haben wir an unseren Standorten in China, Kanada und in der Tschechischen Republik Mitarbeiter eingestellt, um über das hohe Wachstum des Berichtsjahres hinaus auch die absehbaren weiteren Zuwächse in 2011 vorzubereiten. So stieg die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern zum 31. Dezember 2010 auf 2.079 (i. V. 1.965) inklusive Auszubildende und auf 1.954 (i. V. 1.816) ohne Auszubildende. In China haben wir die Beschäftigtenzahl ohne Auszubildende um 34 auf 114 erhöht, in Kanada um 59 auf 165 und in der Tschechischen Republik um 37 auf 336.

Wir engagieren uns traditionell stark in der Ausbildung junger Menschen, um ihnen eine Chance für den Eintritt in das Berufsleben zu bieten und dem Konzern die Fachkräfte für das weitere Wachstum zu sichern. Nicht zuletzt im Hinblick auf die bevorstehende kräftige Expansion des Konzerns hatten wir im Geschäftsjahr 2008 - also vor der Krise - die Anzahl unserer Auszubildenden um knapp 40 Prozent erhöht. Inzwischen haben viele von ihnen ihre Ausbildung abgeschlossen, sodass die Anzahl der Auszubildenden im Konzern mit 125 zum 31. Dezember 2010 unter dem Vorjahreswert von 149 blieb. Sie lag damit jedoch immer noch auf dem Stand per 31. Dezember 2008.

Neben unserem Heimatstandort in Deutschland bieten wir auch an den internationalen Standorten Ausbildungsplätze an. Schwerpunkt bildet dabei China mit 11 Auszubildenden per 31. Dezember 2010, weil am dortigen Arbeitsmarkt keine Fachkräfte mit dem für unsere Produktionsverfahren notwendigem Kenntnisstand rekrutiert werden können.

Zusätzlich haben wir 2010 auch wieder verstärkt Budgets für die Weiterbildung freigegeben. Insgesamt haben wir im Berichtsjahr 2,3 Mio. EUR (i. V. 2,1 Mio. EUR) in Aus- und Weiterbildung investiert.

WEITERE INFORMATIONEN

Produkt- und Prozessinnovationen

Produkt- und Prozessinnovationen stellen einen zentralen Erfolgsfaktor für die Sicherung und den Ausbau der Wettbewerbsposition als Zulieferer der internationalen Automobilindustrie dar. Über das selbstverständliche Erfüllen der Funktionsanforderung an eine Komponente oder Baugruppe hinaus geht es darum, in den Ausschreibungen intelligente und kreative neue Produktdesigns aufzuzeigen, die zusätzlichen Mehrwert jenseits traditioneller Lösungen bieten.

Regelmäßig können wir hier durch Konzepte überzeugen, die den notwendigen Materialeinsatz substanziell vermindern, die Komplexität bestehender Lösungen reduzieren und bislang nachgelagerte Bearbeitungsschritte in einen vollautomatisierten Umformprozess integrieren oder sogar überflüssig machen. Immer wieder gelingen uns auch bahnbrechende Fortschritte, wenn wir beispielsweise für bestimmte Aufgabenstellungen erstmals überhaupt Lösungen im Rahmen der Blechumformung entwickeln und damit teurere Verfahren wie Schmieden oder Gießen ablösen können.

Bei solchen Lösungen profitieren wir von unserer umfassenden Expertise, die wir uns für die vielfältigen Anwendungen im Rahmen unserer breiten Produktpalette erarbeitet haben und die unsere einzigartige Marktstellung begründet.

Unser eigener Werkzeugbau ist dabei elementarer Bestandteil der realisierbaren Fertigungsprozesse. Im Werkzeug entscheiden sich sowohl die Präzision eines Produkts als auch die ohne Qualitätseinbußen erzielbare Geschwindigkeit des Produktionsprozesses. Um Komponenten herstellen zu können, deren wesentliche Funktionsmerkmale häufig Toleranzen von wenigen Hunderstel Millimetern erfordern, sind Werkzeuge notwendig, die selbst noch sehr viel präziser gebaut sein müssen als die Komponenten, für deren Herstellung sie eingesetzt werden.

Wir haben uns eine hohe Reputation für permanente Produkt- und Prozessinnovationen aufgebaut und empfehlen uns damit über den einzelnen Auftrag hinaus als Entwicklungspartner für künftige Aufgabenstellungen noch bevor ein Serienauftrag in die Ausschreibung geht. Aktuell erfolgreich waren wir dabei insbesondere im Bereich von Komponenten und Baugruppen aus hochfesten Stählen, die mit dem Ziel der Gewichts- und damit CO2-Reduzierung derzeit immer stärker eingesetzt werden.

Marketing und Vertrieb

Der wesentliche Fokus unserer Marketing- und Vertriebsanstrengungen richtet sich auf die Ausweitung unseres Umsatzes mit unseren bestehenden globalen Kunden, denn wir unterhalten heute bereits Kundenbeziehungen zu den für unser Geschäft wesentlichen OEMs sowie Tier-1- und Tier-2-Lieferanten in der Automobilindustrie. Für Nachfolgeaufträge laufender Serienproduktionen positionieren wir uns hier sehr frühzeitig.

Darüber hinaus generieren wir Wachstum insbesondere aus zwei Quellen: Zum einen vermarkten wir gezielt Lösungen aus Produktbereichen, die der jeweilige Kunde noch nicht von uns bezieht. Zum anderen setzen wir auf Wachstum durch Belieferung der internationalen Produktionsstätten unserer Kunden, die wir in der Vergangenheit mangels unserer fehlenden lokalen Präsenz noch nicht erreichen konnten. Da neue Serienaufträge immer erst beim Wechsel eines Fahrzeugmodells vergeben werden, liegen die wesentlichen Wachstumsimpulse aus unserer Internationalisierung der vergangenen Jahre erst noch vor uns.

Unsere jüngeren Standorte, insbesondere in China und Mexiko, haben zusätzlich noch das Potenzial, sich über den weiteren sukzessiven Ausbau ihrer technologischen Leistungsfähigkeit für Serienaufträge zu qualifizieren, die sie derzeit noch nicht übernehmen können. Daran arbeiten wir entlang der jeweiligen lokalen Marktperspektiven intensiv.

Chancen zur Gewinnung von Neukunden verfolgen wir selbstverständlich ebenfalls mit Nachdruck. Wachstum lässt sich hieraus jedoch in der Regel eher mittelfristig generieren, da zum einen die Vorlaufzeiten, um bei einem Neukunden überhaupt auf der Liste der potenziellen Lieferanten aufgenommen zu werden, lang sind. Zum anderen erwarten Kunden teilweise von Erst-Lieferanten Preise, die das Erreichen unserer Margenziele nicht zulassen. Aus solchen Ausschreibungen ziehen wir uns regelmäßig zurück. Entscheidende Alleinstellungsmerkmale von PWO im Vergleich zum Wettbewerb sind dabei über unsere Innovationskraft in der Produkt- und Prozessentwicklung hinaus, unsere Fähigkeit zur zuverlässigen Belieferung in hohen Stückzahlen, unsere Reputation für höchste Qualität über die gesamte Laufzeit einer Serienproduktion hinweg sowie unsere globale Präsenz.

Forschung und Entwicklung

PWO produziert ausschließlich im Kundenauftrag. Entsprechend entsteht auch das überwiegende Volumen der Entwicklungsaufwendungen im Rahmen von Kundenprojekten. Diese Aufwendungen werden von den Kunden entweder nach dem Erreichen definierter Entwicklungsabschnitte direkt vergütet oder über den Teilepreis im Laufe der Serienproduktion amortisiert.

Qualitätsmanagement

Null-Fehler-Qualität ist in der Automobilindustrie der gültige Maßstab für alle Produkte und Prozesse. Dennoch wird dieses Ziel im Industriedurchschnitt bei Weitem noch nicht erreicht.

Als Hersteller von Sicherheitskomponenten fühlt sich PWO diesem Qualitätsanspruch in besonderem Maße und unabhängig von den jeweiligen Kundenanforderungen verpflichtet. Ziel ist es, durch umfangreiche Qualitätssicherungskonzepte entlang der gesamten internen Wertschöpfungskette der Null-Fehler-Qualität in der Produktion so nahe wie möglich zu kommen.

Dies dient zugleich der Sicherung unserer Ertragskraft, da Fehlerkosten permanent reduziert werden. Durch integrierte, automatisierte Qualitätsprüfung stellen wir eine weitestgehende Null-Fehler-Qualität in der Belieferung unserer Kunden sicher. Damit setzen wir uns ebenfalls vom Wettbewerb ab.

Logistik und Beschaffung

Wir verarbeiten Stahl, Edelstahl und Aluminium und beschaffen unsere Rohstoffe auf den Weltmärkten. Die Beschaffung stellte bisher, auch bei vorübergehenden weltweiten Nachfragespitzen, kein substanzielles Problem dar. Jenseits von Standardqualitäten beziehen wir für einen wesentlichen Teil unserer Produkte Speziallegierungen, die unsere langjährigen Partner aus der europäischen Stahlindustrie an unsere internationalen Standorte liefern.

Zur Diversifikation der Beschaffung haben wir mit verschiedenen Lieferanten zeitlich gestaffelte Lieferverträge abgeschlossen. Verpflichtungen über Mindestabnahmemengen gehen wir dabei nicht ein. Die kurzfristige Disposition erfolgt auf Basis der Vorausschau der Abnahmemengen, die unsere Kunden uns avisieren. Geliefert wird an den mit dem Kunden vereinbarten Ort in der Regel in einem engen Zeitfenster von wenigen Tagen.

Bei Energie, die für den Umformprozess in erheblichen Mengen benötigt wird, ist eine Diversifikation der Lieferantenbasis kaum möglich. Beschaffungssicherheit ist hier jedoch in hohem Maße gegeben.

Corporate Responsibility

Wir verstehen uns als Corporate Citizen und leiten daraus die Verpflichtung verantwortungsvollen Handelns über die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen hinaus ab.

Ziel ist es, die Wechselbeziehungen mit Mitarbeitern, Kunden, Geschäftspartnern und dem gesellschaftlichen Umfeld insgesamt so zu gestalten, dass Belastungen aus unserer Geschäftstätigkeit vermieden oder begrenzt, soziale Belange berücksichtigt sowie die Umwelt und die natürlichen Ressourcen geschont werden. Dabei nehmen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung an unseren internationalen Standorten in gleichem Maße wie an unserem deutschen Heimatstandort wahr.

Unsere Anstrengungen erstrecken sich auch auf einen umfassenden Arbeitsschutz, der fortwährend überwacht und weiterentwickelt wird. Darüber hinaus pflegen wir eine Unternehmenskultur, die die Wertschätzung der Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt, und fördern ihr freiwilliges soziales Engagement.

Auch der Konzern selbst engagiert sich auf vielfältige Weise beispielsweise durch die finanzielle Unterstützung sozialer Initiativen, die Auftragsvergabe an Lebenshilfe-Einrichtungen oder durch Spenden. Nicht zuletzt richten sich unsere Anstrengungen auf einen möglichst weitgehenden Umweltschutz und erstrecken sich dabei auch auf eine permanente Reduzierung des notwendigen Einsatzes natürlicher Ressourcen je Produktionseinheit.

Wir streben auf diese Weise an, einen positiven Beitrag zum gesellschaftlichen Umfeld, in dem wir tätig sind, zu leisten. Damit entsprechen wir auch den Anforderungen unserer Kunden, die diese im Rahmen ihrer eigenen Corporate Responsibility an ihre Lieferkette stellen.

RISIKOBERICHT

Beschreibung der risikopolitischen Strategie

Ziel unserer risikopolitischen Strategie ist die Vermeidung und Begrenzung operativer Risiken, soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll. Risiken aus dem Finanzbereich, die sich nicht zwingend aus unserem operativen Geschäft ergeben, beispielsweise durch das Eingehen offener Positionen in Derivaten, werden vermieden. Entsprechend wird der Finanzbereich auch nicht als Profitcenter geführt.

Darüber hinaus haben wir unser Geschäftsmodell und unsere operativen Prozesse grundsätzlich im Sinne einer Begrenzung von Risiken aufgestellt und arbeiten fortwährend daran, diese Positionierung noch weiter zu verstärken:

Als Innovationsführer setzen wir Standards in unseren Produktbereichen anstatt ihnen zu folgen.

Als Qualitätsführer liefern wir weitestgehend Null-Fehler-Qualität und begrenzen so Risiken aus Produktmängeln.

Unsere breit diversifizierte Produktpalette macht uns weitgehend unabhängig von Nachfrageschwankungen in einzelnen Bereichen und vom Markterfolg einzelner Fahrzeugmodelle.

Wir setzen standardisierte Maschinen und Anlagen ein und haben standardisierte Prozesse etabliert. Deshalb verfügen wir über eine hohe Flexibilität zwischen allen Standorten, die eine optimierte Auslastung der Produktionskapazitäten ermöglicht, auch wenn sich unsere Auftragsstruktur im Zeitverlauf ändert.

Mit unserer weltweiten Aufstellung sind wir für immer mehr Kunden ein strategischer Partner und haben damit Zugang zu internationalen Aufträgen mit erheblichen positiven Umsatzeffekten auch für unseren etablierten deutschen Standort.

Der Aufbau von Standorten in Regionen mit nachhaltig hohem Outsourcing-Volumen begrenzt die Risiken einer strukturellen Unterauslastung unserer Kapazitäten.

Mit unserem traditionell hohen Engagement in der Aus- und Weiterbildung verfügen wir über Strukturen und Erfahrung, um einen wesentlichen Anteil unserer Fachkräfte intern zu entwickeln. Hierdurch haben wir unsere Unabhängigkeit vom Fachkräfteangebot des Arbeitsmarkts ausgebaut - sowohl in den entwickelten Märkten, wo tendenziell eher nachfragebedingte Engpässe möglich sein können, wie auch im Ausland, wo teilweise keine Facharbeiter mit den von uns benötigten Qualifikationen zur Verfügung stehen.

Unsere Lieferanten sehen wir als Kooperationspartner, mit denen wir langjährige Beziehungen pflegen. Dies ermöglicht stabile Prozesse aufzubauen, die kontinuierlich verbessert werden können.

Grundzüge des Risikomanagements von PWO

Das Risikomanagement-System von PWO hat sich in der zurückliegenden Krise erneut in vollem Umfang bewährt und seine Funktionsfähigkeit unter Beweis gestellt. Im Geschäftsjahr 2010 waren daher keine grundsätzlichen Veränderungen vorzunehmen. Die vom Vorstand formulierten Grundsätze wurden, soweit notwendig, weiterentwickelt und entsprechend in unserem Risikomanagement-Handbuch dokumentiert.

In diesem werden Risiken sowie ihre Behandlung systematisch erfasst, beschrieben und ausgewertet. Die "Risk-Owner" berichten dem Vorstand regelmäßig monatlich sowie unverzüglich, falls neue wesentliche Risiken erkennbar werden.

Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems wird intern regelmäßig überprüft. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen der Jahresabschlussprüfung die Wirksamkeit des Risikofrüherkennungs-Systems geprüft und in seiner Wirksamkeit bestätigt.

Das Risikomanagement-System wird konzernweit einheitlich - jedoch entsprechend des jeweiligen Entwicklungsstadiums unserer einzelnen Standorte - in unterschiedlichem Umfang angewendet. In vollem Umfang wird es in Deutschland, Kanada und der Tschechischen Republik umgesetzt. An unserem mexikanischen Standort haben wir 2007 mit der Einführung begonnen und inzwischen, angepasst an die individuelle Situation vor Ort, diverse zentrale Elemente eingeführt. Der Standort in China befindet sich in der Aufbauphase und realisiert noch niedrige Umsätze. Entsprechend sind die laufenden Geschäftsprozesse derzeit noch weniger komplex und können mit ausgewählten Bausteinen unseres Risikomanagement-Systems überwacht werden.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems

Als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB sind wir gemäß § 289 Abs. 5 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben.

Unter einem internen Kontrollsystem verstehen wir die durch das Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind

zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und der Aufdeckung von Vermögensschädigungen),

zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie

zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagement-System beinhaltet die Gesamtheit der organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind bei PWO folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagement-System im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess im Konzern. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle strategischen Einheiten eingebunden.

Die Bilanzierungsvorschriften im PWO-Konzern stellen die einheitliche Bilanzierung und Bewertung der einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen sicher. Den Richtlinien liegt unter anderem ein konzernweit einheitlicher Kontenrahmen zugrunde. Die Erfassung der Geschäftsvorfälle erfolgt bei den operativen Einheiten in einem einheitlichen, im Wesentlichen auf SAP basierenden Buchungssystem, das beispielsweise auch Plausibilitätskontrollen des Rechnungslegungsprozesses der strategischen Einheiten ermöglicht.

Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems sind in einem Handbuch niedergelegt, das in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst wird.

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess;

Monitoringkontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der strategischen Einheiten; hierzu gehören auch mehrmals jährliche Besuche der ausländischen Standorte durch den Finanzvorstand bzw. durch Führungskräfte der Muttergesellschaft;

präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen;

Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen;

Maßnahmen zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems, die u. a. auch einen intensiven und persönlichen Austausch zwischen den Führungskräften der Muttergesellschaft und der ausländischen Standorte beinhalten.

Veränderung der Risikosituation 2010

Die Risikosituation für den PWO-Konzern hat sich 2010 aufgrund des schnellen Nachfrageanstiegs insbesondere nach Premiumfahrzeugen erheblich entspannt. Die Risiken, die mit der zurückliegenden Krise einhergingen, bestehen inzwischen nicht mehr. Wesentliche neue Risiken sind andererseits nicht hinzugetreten. PWO ist bereits in der Vergangenheit häufig kräftig gewachsen und verfügt insofern genauso über langjährige Erfahrung im erfolgreichen Management von Wachstumsrisiken wie auch hinsichtlich branchentypischer Risiken der Automobilindustrie, die unverändert weiterbestehen.

Markt- und Auslastungsrisiken

Zu den Marktrisiken gehört die Sicherstellung einer ausreichenden Auslastung unserer Produktionsstandorte durch für unseren Maschinenpark geeignete Aufträge zu für unser kapitalintensives Geschäft notwendigen Margen.

In Phasen üblicher Schwankungen der Automobilindustrie wird unser Wachstum maßgeblich von der Differenz aus dem Auslauf bestehender sowie den An- und Hochläufen neuer Serienproduktionen bestimmt, die sich wiederum aus der Markteinführung neuer Fahrzeugmodelle unserer Kunden ergeben.

Bei bestehenden Aufträgen erstrecken sich die Markt- und Auslastungsrisiken in normalen Zyklen insbesondere auf Anlaufverschiebungen von Neuprojekten sowie auf Absatzschwankungen in der Serienproduktion durch Nachfrageschwankungen seitens des Endkunden. Durch unsere breite Produktpalette mit über 1.000 verschiedenen Komponenten und Baugruppen, die wir für den kundenindividuellen Bedarf produzieren, begegnen wir diesen Marktrisiken wirksam. Risiken aus Entwicklungsleistungen, die über den Teilepreis im Laufe der Serienproduktion amortisiert werden, bestehen darüber hinaus nicht.

In der jüngsten Krise haben wir zudem unsere Fähigkeit unter Beweis gestellt, auch mit historisch einmaligen Marktverhältnissen erfolgreich umgehen zu können. Darüber hinaus setzen wir auf eine permanente Steigerung der Flexibilität aller Geschäftsprozesse. Damit können wir auch kleinere Mengeneinheiten wirtschaftlich sinnvoll produzieren und so deutlich flexibler auf Nachfrageschwankungen reagieren.

Der Aufschwung im Geschäftsjahr 2010 ging im Premiumbereich mit einer deutlichen Verschiebung der Nachfragestruktur zugunsten der Schwellenländer wie insbesondere China einher, die nach Ansicht vieler Experten nachhaltig sein dürfte. Derzeit profitieren wir von diesem Trend stark, da der schnelle Nachfrageanstieg von unseren europäischen Kunden zu einem hohen Teil über den Export aus Europa heraus bedient wird und damit die Abrufe in unseren hiesigen Standorten steigen.

Für die Zukunft gehen wir davon aus, dass von den Fahrzeugherstellern noch stärker als bisher lokale Produktion im Ausland aufgebaut werden wird. Mit unseren jüngeren internationalen Standorten sind wir richtig aufgestellt, um die daraus entstehenden Wachstumschancen wahrnehmen zu können.

Aber auch für unsere etablierten Standorte in Deutschland und Kanada sehen wir keine dauerhaften strukturellen Auslastungsrisiken. Beide bedienen so große Automobilmärkte, dass wir auch künftig eine ausreichende Auslastung und zusätzlich auch Wachstum über Marktanteilsgewinne realisieren können. Dies gilt umso mehr als die Standorte über ein sehr breites Kompetenzspektrum im Produktbereich und einen gut aufgestellten Maschinenpark verfügen, sodass sie nicht auf Nachfolgeaufträge in einzelnen Teilsegmenten des Marktes angewiesen sind.

Unsere breite Aufstellung verhindert darüber hinaus eine Abhängigkeit von Großkunden, da sich die Umsätze mit einzelnen Konzernen der Automobilindustrie immer auf diverse vertraglich eigenständige Einzelprojekte mit jeweils eigenen Produkten, unterschiedlichen Laufzeiten und Volumina verteilen. Die Wahrscheinlichkeit des gleichzeitigen Ausfalls aller Projekte eines Kunden ist äußerst gering.

Bei Abbruch von Verträgen, die bezüglich definierter, von uns zu erbringender Leistungen Amortisationsvereinbarungen über die gesamte Vertragslaufzeit beinhalten, bestehen für die Kunden darüber hinaus Leistungsverpflichtungen. Auch projektspezifische Marktrisiken sind im Falle von Investitionen und Vorfinanzierungen von Leistungen im marktüblichen Rahmen vertraglich abgesichert.

Auch die permanente Zunahme des Wettbewerbsdrucks gehört zu den typischen Marktrisiken der Automobilzulieferindustrie. Als Innovationsführer realisieren wir für unsere Kunden einen quantifizierbaren Mehrwert. Darüber hinaus steigern wir permanent die Effizienz aller betrieblichen Prozesse. Unsere langjährig nachhaltig positive Entwicklung dokumentiert, dass wir in der Lage sind, diese Risiken erfolgreich zu beherrschen.

Leistungs- und Qualitätsrisiken

Zu den wesentlichen Risiken für den PWO-Konzern gehören Leistungs- und Qualitätsrisiken. Serienproduktion für die internationale Automobilindustrie bedeutet heute, die Anforderungen an höchste Prozesssicherheit und Qualität sowie Lieferzuverlässigkeit in der Großserie über viele Jahre hinweg dauerhaft erfüllen zu können.

Leistungsausfälle gegenüber dem Kunden führen nicht nur zu kurzfristigen monetären, sondern vor allem auch zu erheblichen Reputationsschäden, die die Position des Lieferanten bei den jährlichen Preisverhandlungen während der Laufzeit eines Auftrags sowie bei der Vergabe neuer Aufträge erheblich schwächen können.

Das Management von Leistungs- und Qualitätsrisiken ist daher ein integraler Bestandteil aller unserer Geschäftsprozesse. Im Rahmen des PWO-Production-Systems werden Verlauf und Stabilität unserer Prozesse dokumentiert, damit transparent gemacht und sind so einer permanenten systematischen Verbesserung zugänglich. Wir bauen zudem sukzessive die notwendigen Prozesse auf, um nicht nur Null-Fehler-Qualität zu liefern, sondern dies auch über den gesamten Produktionsprozess hinweg detailliert protokollieren und dem Kunden dokumentieren zu können. Damit setzen wir uns erneut deutlich vom Wettbewerb ab und untermauern unsere marktführende Position.

Zur Begrenzung von Störungen und Ausfällen in der Produktion führen wir vorbeugende Wartungen von Umformpressen, Schweiß- und Montageanlagen sowie Werkzeugen durch. Darüber hinaus streben wir an, ein Produkt immer auf mindestens zwei geeigneten Maschinen herstellen zu können, sodass eventuelle Maschinenstörungen aufgefangen werden können.

Das dargestellte Niveau an Leistungszuverlässigkeit und Produktqualität gilt es dabei nicht nur an unseren etablierten Standorten in Deutschland, der Tschechischen Republik und Kanada zu verfeinern, sondern sukzessive auch auf unsere jüngeren Standorte in China und Mexiko zu übertragen.

Insgesamt erfordern die Absatzmärkte dieser Länder jedoch heute noch nicht die hochkomplexen und vollautomatisierten Produktionsverfahren, wie sie an unseren anderen Standorten zum Einsatz kommen. Entsprechend bestehen größere zeitliche Spielräume im Produktionsprozess, was zur Risikobegrenzung beiträgt.

Risiken aus der internationalen Präsenz

Der Konzern ist seit mehreren Jahren global aufgestellt und will seine Globalisierung künftig noch weiter ausbauen. Die Standorte sind in Regionen positioniert, in denen zum einen unsere bestehenden Kunden Produktionsstätten aufgebaut haben und in denen sich aus bevorstehenden Modellwechseln für uns Wachstumschancen absehen lassen. Zum anderen bauen wir nur dort neue Produktionsstandorte auf, wo eine nachhaltig hohe Nachfrage nach unserem Leistungsangebot schon heute besteht. Damit begrenzen wir strukturelle Auslastungsrisiken.

Zur Risikobegrenzung und zur Vermeidung von Leerkapazitäten werden Investitionsentscheidungen zudem ausschließlich auf Basis vorliegender Aufträge getroffen. In China bestehen jedoch Risiken aus Vorlaufinvestitionen nicht nur für die Produktionsanlagen, sondern auch für die Infrastruktur, da wir diesen Standort neu aufgebaut haben. Entsprechend überwachen wir die Entwicklung hier sehr eng.

Leistungs- und Qualitätsrisiken an den internationalen Standorten begrenzen wir mit konzernweit einheitlichen Geschäfts- und Produktionsprozessen, die im Rahmen unseres PWO-Production-Systems dokumentiert und überwacht werden.

Zur Begrenzung von Führungsrisiken und für den Ausbau der technologischen Leistungsfähigkeit der jüngeren Standorte insbesondere in China und Mexiko haben wir zudem wesentliche Funktionen an den internationalen Standorten mit erfahrenen Mitarbeitern besetzt, die entweder von unserem deutschen Standort entsandt oder dort geschult wurden. Darüber hinaus bauen wir unsere Konzernsteuerungsfunktionen sukzessive weiter aus, um möglichen Risiken aus der internationalen Präsenz noch stärker entgegenzuwirken.

Forderungsrisiken

Wir beliefern internationale Automobilhersteller und ihre Zulieferer, die bereits über viele Jahrzehnte erfolgreich am Markt etabliert sind. Dies begrenzt unsere Forderungsrisiken grundsätzlich. Gleichzeitig verfolgen wir Marktentwicklungen und Kundenverhalten sehr eng, um frühzeitig potenzielle Warnsignale zu erkennen und nach Möglichkeit gegensteuern zu können. Als zusätzliche Absicherung haben wir eine Warenkreditversicherung abgeschlossen.

Auch im Ausland arbeiten wir im Wesentlichen mit bestehenden Kunden des Konzerns zusammen, mit denen sich eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt hat, sodass dort keine grundsätzlich höheren Risiken bestehen.

Bei der von uns gelieferten Null-Fehler-Qualität bleiben Forderungsrisiken daher ein begrenztes Problem. Dies hat auch die jüngste Krise erneut bestätigt, obwohl diese vielen Unternehmen in der Lieferkette erheblich zugesetzt hat. Im Falle von Problemen müssen alle beteiligten Partner konstruktive Lösungen finden und tun dies auch.

Finanzrisiken

Im Bereich der Finanzrisiken bestehen vor allem Finanzierungs-, Zins- und Währungsrisiken. Diese Risiken hatten in der Krise deutlich zugenommen. Die zum Teil sehr langfristigen Beziehungen zu unseren Bankpartnern haben sich jedoch bewährt, sodass unser Zugang zu ausreichenden Refinanzierungsmitteln nie in Zweifel stand. Inzwischen haben sich diese Risiken wieder normalisiert. Weder waren 2010 Engpässe bei der Vorfinanzierung der schnell steigenden Serienabrufe zu verzeichnen, noch sehen wir solche für die künftige Finanzierung unseres Wachstums.

Auch die Finanzierungsrisiken, die daraus entstehen können, dass Finanzinstitute ihre Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Anlage liquider Mittel sowie als Kontrahenten derivativer finanzieller Vermögenswerte nicht erfüllen, haben sich inzwischen wieder zurückgebildet. Dies gilt umso mehr, als wir auf sorgfältige Auswahl und Diversifizierung unserer Partner setzen.

Zinsrisiken werden durch eine angemessene Kombination aus kurz- und langfristigen Krediten begrenzt. Mit langfristigen Kundenaufträgen verbundene Investitionen werden grundsätzlich langfristig finanziert. Bei variabel verzinslichen Darlehen werden zusätzlich auch Zinsswaps eingesetzt.

Im Bereich der Währungsrisiken waren in den letzten Jahren insgesamt und unterjährig auch im Berichtsjahr deutlich gestiegene Volatilitäten zu verzeichnen, weil sich an den Devisenmärkten - ähnlich wie an den Rohstoffmärkten - verstärkt Finanzinvestoren engagieren. Wir gehen davon aus, dass auch für die Zukunft mit anhaltend hohen Volatilitäten zu rechnen ist. Zur Begrenzung von Währungsrisiken im operativen Geschäft schließen wir konzernweit auf Basis vergleichbarer Grundsätze Sicherungsgeschäfte ab. Darüber hinaus sind solche Risiken im Bereich der Beschaffung strukturell dadurch begrenzt, dass alle Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für die Standorte Oberkirch und Tschechien und - soweit besondere Stahlqualitäten und -legierungen in Nordamerika oder Asien nicht verfügbar sind - auch für diese Standorte in Europa eingekauft werden.

Entsprechend lauten auch unsere langfristigen Lieferverträge auf Euro. Die wesentlichen Währungsrisiken ergeben sich daher aus den in lokaler Währung zu bezahlenden Lohnsummen. Darüber hinaus bestehen jedoch auch innerhalb des Konzerns Darlehensbeziehungen, die zum Teil mit Währungsrisiken behaftet sind.

Am Standort in Kanada sind für den Konzern über die Wechselkursveränderungen zwischen dem Euro und dem kanadischen Dollar hinaus auch die Veränderungen zwischen dem kanadischen und dem US-Dollar von Bedeutung, da dieser Standort den gesamten nordamerikanischen Raum beliefert.

Beschaffungsrisiken

Zu den für unsere Produktionsprozesse notwendigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen gehören insbesondere Stahl sowie in deutlich geringerem Umfang Aluminium. Diese Metalle kaufen wir auf dem Weltmarkt ein, auf dessen Angebot und Preisbildung wir keinen Einfluss haben. Wir streben zwar grundsätzlich die Begrenzung von Beschaffungsrisiken durch langfristige Beziehungen mit unseren Lieferanten für alle wesentlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe an. Die früher üblichen langfristigen Rahmenverträge werden jedoch derzeit am Markt nicht mehr angeboten.

In der Vergangenheit waren keine Lieferengpässe bei unseren Vorprodukten zu verzeichnen. Preisanstiege über in unseren Kundenverträgen vertraglich vereinbarte Schwankungen hinaus konnten wir bisher entweder über Gleitklausen weitergeben oder wir sind auf dem Verhandlungswege mit unseren Kunden erfolgreich zu akzeptablen Lösungen gekommen. Umgekehrt geben wir auch fallende Preise weiter.

Für die Zukunft rechnen wir grundsätzlich mit weiteren Preissteigerungen, einer Zunahme der Preisvolatilitäten und schließen auch gelegentliche Angebotsverknappungen nicht aus. Dies dürfte insbesondere durch folgende Entwicklungen beeinflusst werden:

Steigende Belastungen in Deutschland im Zusammenhang mit der sogenannten "Ökosteuer" sowie der Umlage aus dem Gesetz für erneuerbare Energien.

Weiter zunehmende Nachfrage der Schwellenländer - wie insbesondere China und Indien -nach Metallen sowie langfristig steigende Erz- und Energiepreise, die die Stahlherstellung verteuern.

Zunahme der Spekulation von Finanzinvestoren an den Rohstoffmärkten. Diese hat sich zuletzt im Rahmen der stärkeren Regulierung des Finanzsektors weiter ausgeweitet. So ist inzwischen Banken unter anderem untersagt, ungedeckte Derivate zu handeln. Daraufhin haben sie den physischen Rohstoffhandel in ihrer Leistungspalette stark ausgebaut und in zusätzliche Rohstoffmärkte ausgeweitet.

Zunahme von Naturkatastrophen und Elementarereignissen.

Schadensrisiken

Gegen das Risiko von Schadensfällen sichern wir uns mit entsprechenden Versicherungen ab, deren Deckungssummen konzernweit laufend überprüft und, soweit erforderlich, angepasst werden. Eine ausreichende Absicherung ist damit jederzeit gewährleistet.

Darüber hinaus verfügen wir über ein Business-Continuity-Management, also ein unternehmensindividuelles Notfall- und Krisenmanagement zur systematischen Vorbereitung auf die Bewältigung unternehmenskritischer Notfallsituationen, das wir über den Standort Oberkirch hinaus sukzessive auch zur Beherrschung konzernweiter Risiken einsetzen werden.

IT-Risiken

PWO verfügt über eine umfassende, moderne IT-Infrastruktur in allen Konzernbereichen, die zu den laufenden Effizienzsteigerungen im Konzern substanziell beiträgt.

Zur Begrenzung von Risiken setzen wir am Markt erprobte Standardsoftware ein, die wir für unseren individuellen Bedarf laufend weiterentwickeln. Darüber hinaus überwachen wir unsere IT-Prozesse im Konzern permanent und umfassend durch hierauf spezialisierte Mitarbeiter, um die Funktionsfähigkeit der Systeme sicherzustellen und Risiken frühzeitig zu begegnen.

Gesamtaussage zur Risikosituation des PWO-Konzerns

Der PWO-Konzern ist derzeit keinen für die Geschäftstätigkeit untypischen Risiken ausgesetzt. Die typischen Risiken sind zudem derzeit weder besonders stark ausgeprägt noch sind in Einzelfällen substanzielle Belastungen erkennbar.

PWO ist darüber hinaus auch nach der zurückliegenden Krise bilanziell gesund. Der Konzern hat weiterhin eine solide Eigenkapitalquote und eine zwar hohe, aber vor dem Hintergrund der Ertragsperspektiven der nächsten Jahre noch gut vertretbare Nettoverschuldung.

Angesichts der mittlerweile langjährigen Erfahrung in der Steuerung eines internationalen Konzerns, der inzwischen erreichten deutlichen Stabilisierung der Geschäftsprozesse der jüngeren internationalen Standorte sowie der in den nächsten beiden Jahren hochlaufenden umfangreichen Aufträge ist die Risikosituation des Konzerns derzeit nicht nur als deutlich niedriger als in der jüngsten Krise, sondern auch als deutlich niedriger als in den Jahren zuvor einzuschätzen.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Corporate-Governance-Bericht dieses Geschäftsberichts (auf Seite 18 bis 26) enthält den Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil dieses Lageberichts.

VERÄNDERUNG IN DEN ORGANEN

Die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2010 nicht verändert.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289A HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung der Progress-Werk Oberkirch AG wurde auf der Internetseite der Gesellschaft unter dem Link www.progress-werk.de/corporate-governance.html veröffentlicht.

ANGABEN NACH § 289 ABSATZ 4 UND § 315 ABSATZ 4 HGB

Im Folgenden werden die nach den §§ 289 Absatz 4 und 315 Absatz 4 HGB erforderlichen Angaben dargestellt und erläutert.

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 7.500 TEUR und ist eingeteilt in 2.500.000 auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 3,00 EUR je Aktie. Alle Aktien lauten auf den Inhaber, sie sind mit identischen Rechten ausgestattet und gewähren in der Hauptversammlung jeweils eine Stimme.

Stimmrechtsbeschränkungen, Einschränkungen der Übertragungsmöglichkeiten, Vorzüge oder Sonderrechte mit Kontrollbefugnissen bestehen nicht. Auf die Regelungen des Aktiengesetzes über die mit dem Aktienbesitz verbundenen Rechte und Pflichten wird verwiesen. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die zwischen den Aktionären vereinbart wurden und die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Für den Fall eines Kontrollwechsels infolge einer Übernahme wurden, außer den in Kreditverträgen und Verträgen mit Kunden enthaltenen üblichen Sonderkündigungsrechten, keine weiteren Vereinbarungen getroffen. Auch gegenüber dem Vorstand und den Arbeitnehmern bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen.

Die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, hat uns eine Beteiligung an der Progress-Werk Oberkirch AG in Höhe von 55,282 Prozent angezeigt. Weitere Beteiligungen, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten, sind dem Vorstand nicht bekannt. Eine Beteiligung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Sinne des § 315 Absatz 4, Nr. 5 HGB besteht nicht.

Der Vorstand besteht gemäß Satzung aus zwei oder mehr Mitgliedern. Sie werden für höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit ist jeweils für höchstens fünf Jahre zulässig.

Der Aufsichtsrat entscheidet über die Anzahl der Vorstandsmitglieder, ihre Bestellung und den Widerruf ihrer Bestellung sowie den Abschluss, die Änderung und die Kündigung der mit den Vorstandsmitgliedern abzuschließenden Anstellungsverträge. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen. Die Ernennung sowie die Bestellung von Vorstandsmitgliedern kann er auch vor Ablauf der Amtszeit widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

Gemäß § 179 Absatz 1 und § 119 Absatz 1, Nr. 5 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Abweichend von § 179 Absatz 2, Satz 1 AktG sieht § 15 der Satzung vor, dass Beschlüsse zur Satzungsänderung durch die Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der Stimmen des bei der Beschlussfassung stimmberechtigten Grundkapitals gefasst werden können, soweit nicht nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften eine größere Mehrheit erforderlich ist. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen.

Ermächtigungen des Vorstands bezüglich Kapitalerhöhungen Genehmigtes Kapital I/2010

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 3.000.000,00 EUR zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um Spitzenbeträge auszugleichen oder um Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften auszugeben.

Genehmigtes Kapital II/2010

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 750.000,00 EUR zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um Spitzenbeträge auszugleichen.

Bedingtes Kapital 2010

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2015 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Options- oder Wandelanleihen (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 65.000.000,00 EUR auszugeben und den Inhabern von Optionsanleihen Optionsrechte bzw. den Inhabern von Wandelanleihen Wandlungsrechte für auf den Inhaber lautende Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 3.000.000,00 EUR nach näherer Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen zu gewähren.

Das Grundkapital ist daher insoweit um bis zu 3.000.000,00 EUR durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht, als die Inhaber der Schuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder ihre etwaigen Wandlungsverpflichtungen erfüllen.

Bei der Begebung von Schuldverschreibungen ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, sofern der Vorstand nach pflichtgemäßer Prüfung zur Auffassung gelangt, dass der Ausgabepreis der Schuldverschreibungen ihren nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen Methoden ermittelten hypothetischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet.

Diese Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts gilt für Schuldverschreibungen mit einem Options- oder Wandlungsrecht oder einer Wandlungspflicht in Bezug auf Aktien der Gesellschaft, auf die ein anteiliger Betrag des Grundkapitals entfällt, der insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals nicht übersteigen darf, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung.

NACHTRAGSBERICHT

Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die zu berichten wäre.

ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Über die Beziehungen zur Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, wurde ein Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt.

Der Bericht schließt wie in den Vorjahren unverändert mit der folgenden Erklärung: "Berichtspflichtige Vorgänge haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen."

PROGNOSEBERICHT

Wirtschaftliches Umfeld

Gesamtwirtschaft

Die Wirtschaftsforschungsinstitute entwickeln in ihrem Herbstgutachten 2010 ein gemischtes Bild der Weltwirtschaft. Zum einen verweisen sie auf die bestehenden Risiken: die konkrete Gefahr eines konjunkturellen Rückschlags in den USA, das hohe Inflationspotenzial aufgrund der deutlichen Überhitzung in China sowie die problematische Staatsverschuldung insbesondere im Euroraum.

Für Deutschland verbreiten sie hingegen Zuversicht und sprechen dem Land die konjunkturelle Lokomotivfunktion für Europa zu. So erwarten sie für 2010 eine Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,5 Prozent, der Sachverständigenrat hält sogar 3,7 Prozent für erreichbar. Für die 27 EU-Staaten wird hingegen insgesamt nur ein Wachstum von 1,6 Prozent und für den Euroraum eine Zunahme von 1,3 Prozent erwartet. Der Sachverständigenrat ist für den Euroraum sogar noch pessimistischer und erwartet hier nur einen BIP-Anstieg um 0,9 Prozent.

Die deutsche Konjunktur profitiert am Beginn des Jahres 2011 deutlich von ihrer Breite und Tragfähigkeit: Die Wachstumsrate der Produktion nimmt wegen der wenig veränderten Exportdynamik kaum ab, während gleichzeitig die Binnennachfrage durch den robusten Arbeitsmarkt stimuliert wird. Die Arbeitslosenquote befindet sich auf dem niedrigsten Stand seit dem Wiedervereinigungsboom Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Positiv wirken darüber hinaus die anhaltend günstigen monetären Rahmenbedingungen. Für 2011 erwarten die Institute und der Sachverständigenrat daher eine Fortsetzung des Aufschwungs in Deutschland mit einem Anstieg des realen BIP um 2,0 bzw. 2,2 Prozent. Der EU-27 wird mit einer Prognose von 1,4 Prozent von den Instituten auch 2011 eine deutlich geringere Dynamik unterstellt. Das Gleiche gilt für den Euroraum, hier sehen sie nur ein Wachstum von 1,3 Prozent.

Automobilindustrie

Der VDA sieht die deutsche Automobilwirtschaft im Jahr 2011 klar auf Wachstumskurs, der Auftragsbestand liege deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Nachdem in Deutschland 2010 rund 2,9 Mio. Pkw neu zugelassen worden waren, erwartet der Verband im Jahr 2011 einen Anstieg des inländischen Marktvolumens um 6,2 Prozent auf rund 3,1 Mio. Einheiten. Beim Pkw-Export rechnet der VDA mit neuen Rekordmarken. Entsprechend wird auch bei der Pkw-Inlandsproduktion eine deutliche Zunahme vorhergesagt. Nach 5,5 Mio. Einheiten in 2010 soll die Produktion um 5,5 Prozent auf 5,8 Mio. Einheiten zulegen und damit einen neuen Höchststand markieren.

Der Weltautomobilmarkt legte im Jahr 2010 um 8 Prozent auf knapp 60 Mio. Fahrzeuge zu und überschritt damit bereits wieder das vor der Weltwirtschaftskrise erreichte Niveau. Für 2011 geht der VDA von einem weiteren Wachstum um 8 Prozent auf 64,5 Mio. Fahrzeuge aus. Für die deutsche Automobilindustrie sind dies gute Vorzeichen: Nachdem sie ihre Pkw-Exporte im Jahr 2010 um 23 Prozent auf 4,2 Mio. Einheiten steigern konnten, dürften sie laut VDA 2011 um weitere 5 Prozent auf 4,4 Mio. Einheiten zulegen und damit auch hier ein neues Rekordniveau erreichen.

Die deutschen Marken haben in wichtigen Regionen Marktanteile hinzugewonnen. So konnten sie beispielsweise in den USA in den letzten fünf Jahren ihren Marktanteil bei Light Vehicles (Cars und Light Trucks) kontinuierlich um durchschnittlich 0,5 Prozentpunkte pro Jahr auf 7,6 Prozent steigern. Allein im Car-Bereich haben sie ihren Marktanteil auf 11,8 Prozent erhöht.

Gleichzeitig veränderten sich die Gewichte auf dem Weltautomobilmarkt mit hoher Geschwindigkeit. Der Anteil Chinas am Weltautomobilmarkt wird 2011 auf 19 Prozent zulegen, von 10 Prozent im Jahr 2008. Im Gegenzug verlieren die USA und Westeuropa in diesem Zeitraum jeweils 3 Prozentpunkte auf je 20 Prozent. Das dynamische Wachstum der internationalen Märkte kann damit von den deutschen Herstellern nicht allein durch Exporte bedient werden, notwendig ist auch die Fertigung vor Ort. Die deutschen Hersteller haben ihre Auslandsproduktion im Jahr 2010 um 17 Prozent auf 5,7 Mio. Pkw erhöht, eine Entwicklung, die sich fortsetzen wird und der PWO in den letzten Jahren schon frühzeitig Rechnung getragen hat.

Chancen und Risiken

Die im Risikobericht dargestellten Risiken für das Berichtsjahr gelten auch für das Geschäftsjahr 2011 und die Folgejahre. Wesentliche zusätzliche Risiken sind weder für den Konzern noch für die Segmente zu berücksichtigen.

PWO wird in den nächsten Jahren von dem An- und Hochlauf zahlreicher Serienproduktionen an allen Standorten profitieren. Dies sichert einerseits das künftige Wachstum ab, bedeutet aber andererseits insbesondere für die kleineren Standorte eine erhebliche Belastung im Anlaufmanagement. Wir sind jedoch zuversichtlich, die daraus möglicherweise resultierenden Kostenrisiken erfolgreich begrenzen zu können. Auch bei unseren jüngeren internationalen Standorten sehen wir vor dem Hintergrund ihres inzwischen erreichten Leistungsstands trotz ihres unverändert notwendigen weiteren Auf- und Ausbaus keine substanziellen zusätzlichen Risiken.

Die wesentlichen Chancen und Risiken resultieren daher aus der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft und der Nachfrage im Premiumsegment der Automobilindustrie. Einen erneuten erheblichen Abschwung sehen wir derzeit nicht. Eher gehen wir von zusätzlichen Chancen durch ein über unseren Erwartungen liegendes Wachstum aus.

Dies bedeutet jedoch andererseits, dass die Risiken von Materialpreiserhöhungen, die wir derzeit ohnehin erwarten, eher noch zunehmen könnten. Zudem müssten dann möglicherweise auch die notwendigen Anstrengungen zur Sicherstellung der zeitgerechten Versorgung aller Standorte mit Rohstoffen steigen. Ziel ist es, mit unseren Kunden bei Materialpreiserhöhungen wie in der Vergangenheit auch zu einvernehmlichen Lösungen zu kommen.

Ein weiteres sehr hohes weltwirtschaftliches Wachstum könnte darüber hinaus - da nicht alle Länder gleichermaßen daran partizipieren werden - die volkswirtschaftlichen Ungleichgewichte weiter erhöhen und so künftig zu noch stärkeren Volatilitäten an den Devisenmärkten beitragen. Die ohnehin bestehenden Währungsrisiken für den PWO-Konzern würden damit noch zunehmen.

Ausblick für den PWO-Konzern

Unser detaillierter Planungszeitraum reicht derzeit bis in das Geschäftsjahr 2012. Das bis dorthin geplante Wachstum ist an allen Standorten mit Aufträgen unterlegt. Aufgrund der langen Vorlaufzeiten in unserem Geschäft konzentrieren wir uns derzeit schon auf die Akquisition von Aufträgen für die Jahre danach.

In den nächsten beiden Jahren rechnen wir jeweils mit einem Wachstum der Umsatzerlöse um bis zu 15 Prozent auf rund 340 Mio. EUR in 2012. Dazu sollen alle Standorte beitragen, wobei sich der Schwerpunkt des Wachstums künftig auf unsere internationalen Standorte verschieben wird. Unser tschechischer Standort wird 2011 einen weiteren Wachstumssprung machen; danach wird sich das Expansionstempo auf Basis des heutigen Auftragsbestands sukzessive wieder ermäßigen. Die Standorte in Kanada und Mexiko sollen ihre Umsatzerlöse bis 2012 jeweils verdoppeln. In China erwarten wir aufgrund der erwähnten Vorlaufzeiten für 2011 ein noch moderates Wachstum und im Jahr danach eine Umsatzverdoppelung in den zweistelligen Millionenbereich.

Bezüglich der Ergebnisentwicklung erwarten wir am Standort Oberkirch in den nächsten Jahren - nach Wiederaufnahme der vollen tariflichen Sonderzahlungen ab 2011 - weiterhin eine hohe Profitabilität. Die internationalen Standorte sollen ihre Ertragskraft in den nächsten beiden Jahren kontinuierlich steigern, China wird seine Anlaufverluste im Planungszeitraum sukzessive abbauen. Insgesamt erwarten wir damit 2011 im Konzern einen Anstieg der EBIT-Marge auf 6,5 Prozent. 2012 soll sie kräftig in Richtung 8 Prozent steigen.

Dies basiert weiterhin auf eher zurückhaltenden Annahmen zu den weiteren Marktentwicklungen. Ein über unseren Erwartungen liegendes Wachstum würde einerseits zusätzliche Ertragspotenziale schaffen. Andererseits gilt es, in Perioden sehr hoher Zuwächse auch die weitere strategische Entwicklung unserer jüngeren Standorte neu abzuwägen und dann eventuell verstärkt in den Ausbau ihrer technologischen Leistungsfähigkeit zu investieren.

Das Periodenergebnis soll in den nächsten Jahren überproportional ansteigen. Hierzu wird zum einen der anhaltend positive Effekt aus der Anrechenbarkeit von Steuerguthaben an unserem tschechischen Standort beitragen. Zum anderen werden wir mit dem Erreichen nachhaltig positiver Zahlen an unserem mexikanischen Standort unsere dortigen Verlustvorträge nutzen können. Insgesamt erwarten wir einen sukzessiven Rückgang der Steuerquote auf unter 30 Prozent und entsprechend einen überproportionalen Anstieg des Periodenergebnisses.

Dies gibt Raum, um einerseits wieder entsprechende Dividendenzahlungen an unsere Aktionäre aufzunehmen und andererseits Mittel für weitere Investitionen und die Reduzierung der Nettoverschuldung zur Verfügung zu haben. Der Investitionsbedarf des Konzerns für die derzeit geplanten Aufträge liegt in der Größenordnung von gut 20 Mio. EUR pro Jahr und damit unter dem Niveau der Jahre vor der Krise, da ein wesentlicher Teil des Aufbaus im Ausland und auch umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen am Standort Oberkirch inzwischen abgeschlossen sind.

Wir streben daher an, zum einen zu unserer früheren Ausschüttungsquote von rund 30 Prozent des Periodenergebnisses im Konzern zurückzukehren und zum anderen parallel hierzu das Gearing des Konzerns durch Stärkung der Gewinnrücklagen und Tilgung der Nettoverschuldung deutlich zu reduzieren.

LAGEBERICHT FÜR DIE PROGRESS-WERK OBERKIRCH AG

Die Progress-Werk Oberkirch AG (die "AG") hat ihren Sitz in Oberkirch, Baden-Württemberg. Sie bildet den Stammsitz des Konzerns, ist dessen größter Produktionsstandort und zugleich Kompetenzzentrum für Produktentwicklung und Fertigungstechnologie sowie für das PWO-Production-System. Hier werden auch zentrale Konzernfunktionen wie insbesondere Marketing und Vertrieb, Finanzen, Controlling, Recht, IT und Personal koordiniert.

Die internationalen Standorte des Konzerns werden zur Risikobegrenzung eng durch den Standort Oberkirch geführt, insbesondere in den Bereichen Finanzen, Controlling und Recht. Im operativen Tagesgeschäft haben sie jedoch weitgehende eigene Zuständigkeiten.

Der Abschluss der AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt, der Konzernabschluss nach dem Regelwerk der IFRS. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Abschlusses 2010 der AG berücksichtigen erstmals die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes.

Die grundsätzlichen Aussagen des zusammengefassten Lageberichts für den PWO-Konzern und die PWO AG, vor allem zu Markt, Strategie und Steuerung sowie zu den Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit, gelten auch für die PWO AG. Die Entwicklung der Mitarbeiter ist in einem eigenen Kapitel auf Seite 68 dargestellt.

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Ausgewählte Daten der
Gewinn- und Verlustrechnung (in TEUR)
2010 in % der Gesamtleistung 2009 in % der Gesamtleistung
Umsatzerlöse 203.131 99,3 % 164.737 101,4 %
Gesamtleistung 204.614 100,0 % 162.459 100,0 %
Materialaufwand 103.315 50,5 % 87.093 53,6 %
Personalaufwand 61.161 29,9 % 55.267 34,0 %
Abschreibungen 10.219 5,0 % 9.785 6,0 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.132 7,9 % 12.872 7,9 %
Finanzergebnis -3.040 -1,5 % -6.400 -3,9 %
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 14.632 7,2 % -5.400 -3,3 %
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 9.770 4,8 % -5.219 -3,2 %
Bilanzgewinn 4.939 2,4 % 10 0,0 %


Analog der Entwicklung im Konzern verzeichnete die AG im Geschäftsjahr 2010 aufgrund des schnellen Nachfrageanstiegs insbesondere nach deutschen Premiummodellen einen sehr kräftigen Anstieg der Umsatzerlöse wie in der obigen Tabelle dargestellt. Die Zuwachsrate der Umsatzerlöse blieb in der AG etwas hinter der des Konzerns zurück, weil einige größere Serien planmäßig erst in der zweiten Jahreshälfte neu anliefen.

Im Hinblick auf die Profitabilität ist die AG weiterhin der mit deutlichem Abstand ertragsstärkste Standort im Konzern. Im Berichtsjahr wurde mit einer EBIT-Marge von 8,6 Prozent bereits wieder der Anschluss an historische Bestmarken gefunden. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass 2010 aufgrund des in der zurückliegenden Krise geschlossenen Ergänzungstarifvertrags eine Reduzierung des Urlaubsgeldes erfolgte; dieses wird ab dem Geschäftsjahr 2011 wieder voll ausbezahlt.

Im Zuge des deutlichen Anstiegs der Auslastung haben sich fast alle Aufwandsquoten erwartungsgemäß verbessert. Die Materialaufwandsquote war wegen eines veränderten Produktmixes sowie aufgrund nur geringfügig gestiegener bezogener Leistungen deutlich rückläufig. Zu Letzterem hat insbesondere das Insourcing von Leistungen im Werkzeug- und Prototypenbau beigetragen.

Auch die Personalaufwandsquote lag deutlich niedriger als im Vorjahr. Der absolute Anstieg des Aufwands resultierte im Wesentlichen aus den folgenden Effekten: Erfolgsbeteiligung für die Mitarbeiter, die 2009 entfallen war, Auslaufen der positiven Wirkung der Kurzarbeit sowie zusätzlicher Aufwand aufgrund der Tariferhöhung.

Die Abschreibungen blieben aufgrund des aktuell reduzierten Investitionsbedarfs auch absolut fast unverändert. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen lag auf Vorjahresniveau - insbesondere weil wir wachstumsbedingt wieder deutlich mehr Zeitarbeitnehmer als im Vorjahr beschäftigt und zudem bisher aufgeschobene Wartungs- und Reparaturarbeiten wieder voll durchgeführt haben.

Die Zinsbelastung erhöhte sich auf 3,7 Mio. EUR (i. V. 3,1 Mio. EUR), da im Zuge der weltweiten Finanzmarktkrise die von Banken geforderten Risikoprämien angestiegen sind. Abschreibungen auf Finanzanlagen, die das Vorjahresergebnis mit 3,4 Mio. EUR belastet hatten, fielen im Berichtsjahr nicht an.

Abzüglich einer Steuerbelastung von 30,8 Prozent (ohne die im außerordentlichen Ergebnis enthaltenen latenten Steuern) erzielte die PWO AG im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 9,8 Mio. EUR nach einem Fehlbetrag von 5,2 Mio. EUR im Vorjahr.

Die Bilanzsumme der PWO AG erhöhte sich im Berichtsjahr auf 169,6 Mio. EUR (i. V. 154,0 Mio. EUR). Während die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen aufgrund der aktuell nur moderaten Investitionen im Berichtsjahr absolut leicht rückläufig waren, stiegen insbesondere die Anteile an verbundenen Unternehmen im Zuge von Kapitalerhöhungen bei Tochtergesellschaften sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen deutlich. Beide Veränderungen resultierten aus der Erhöhung von Mitteln, die die AG Tochtergesellschaften für deren künftiges Wachstum zur Verfügung gestellt hat.

Auf der Passivseite verzeichneten wir im Berichtsjahr insbesondere ein steigendes Eigenkapital infolge der guten Ergebnisentwicklung der PWO AG. Entsprechend verbesserte sich die Eigenkapitalquote wieder auf erfreuliche 45,8 Prozent (i. V. 43,4 Prozent). Auch aufgrund der positiven Ertragslage legten die sonstigen Rückstellungen im Berichtsjahr deutlich zu - im Wesentlichen wegen höherer Dotierungen der Rückstellungen für die Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden gegenüber dem Vorjahresstand leicht zurückgeführt.

Im Hinblick auf die künftige Geschäftsentwicklung gelten die Aussagen zu den Chancen und Risiken im Prognosebericht des Konzerns grundsätzlich auch für die AG. Allerdings erwarten wir in der AG in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 ein gegenüber dem Konzern etwas geringeres Wachstum, da jenseits der aktuellen An- und Hochläufe der Großprojekte die weiteren Serienneuanläufe in geringerem Umfang die planmäßigen Serienausläufe übersteigen werden. Die Ertragskraft der AG soll hiervon jedoch nicht tangiert werden. Unverändert gehen wir davon aus, dass sie die wesentlichen Erträge des Konzerns erwirtschaftet und sowohl 2011 - trotz der Wiederaufnahme der Zahlung des Urlaubgeldes - als auch 2012 eine Marge im bisherigen langjährigen Konzerndurchschnitt von rund sieben Prozent realisieren wird.

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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Anhang Nr.
2010 2009


TEUR TEUR
6 Umsatzerlöse 264.195 206.371

Veränderung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen 4.288 -2.032
7 Andere aktivierte Eigenleistungen 2.231 2.413

Gesamtleistung 270.714 206.752
8 Sonstige betriebliche Erträge 4.948 5.136

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -127.388 -97.042

Aufwendungen für bezogene Leistungen -13.440 -15.025

Materialaufwand -140.828 -112.067

Löhne und Gehälter -64.158 -55.073

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -12.865 -11.992
9 Personalaufwand -77.023 -67.065

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen -17.043 -17.128
10 Sonstige betriebliche Aufwendungen -24.761 -20.577

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 16.007 -4.949

Finanzerträge 115 80
11 Finanzierungsaufwendungen -6.319 -5.581

Finanzergebnis -6.204 -5.501

Ergebnis vor Steuern (EBT) 9.803 -10.450
12 Ertragsteuern -3.344 1.501

Periodenergebnis* 6.459 -8.949
13 Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert = unverwässert), bezogen auf das den Anteilseignern der PWO AG zuzurechnende Ergebnis 2,58 -3,58


* Das Periodenergebnis entfällt in voller Höhe auf die Anteilseigner der PWO AG.


KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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2010 2009

TEUR TEUR
Periodenergebnis 6.459 -8.949
Sonstiges Ergebnis

Derivative Finanzinstrumente

Nettogewinne/-verluste aus der Absicherung von Cashflow-Hedges -487 3.385
Steuereffekt 211 -889
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten -276 2.496
Währungsumrechnung 1.323 1.313
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 1.047 3.809
Gesamtergebnis nach Steuern 7.506 -5.140


KONZERN-BILANZ

AKTIVA

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Anhang Nr.
2010 2009


TEUR TEUR

Grundstücke und Bauten 41.296 41.263

Technische Anlagen und Maschinen 43.200 43.446

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.699 6.368

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.211 6.084
14 Sachanlagen 102.406 97.161

Auftrags- und kundenbezogene Entwicklungsleistungen 2.657 1.778

Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.693 4.045

Geschäfts- oder Firmenwert 5.471 5.338

Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4 128
15 Immaterielle Vermögenswerte 11.825 11.289

Latente Steueransprüche 2.191 1.765

Langfristige Vermögenswerte 116.422 110.215

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.694 10.778

Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 19.713 15.203

Fertige Erzeugnisse 16.726 16.331
16 Vorräte 50.133 42.312

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 41.959 38.720

Sonstige Vermögenswerte 5.400 3.246

Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.493 1.535

Ertragsteuerforderungen 762 932
17 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 49.614 44.433
18 Zahlungsmittel 7.290 7.704

Kurzfristige Vermögenswerte 107.037 94.449

Bilanzsumme 223.459 204.664


PASSIVA

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Anhang Nr.
2010 2009


TEUR TEUR

Gezeichnetes Kapital 7.500 6.391

Kapitalrücklage 17.155 17.155

Gewinnrücklagen 42.847 37.773

Währungsdifferenzen 1.469 146
19 Summe Eigenkapital 68.971 61.465

Verzinsliche Darlehen 58.821 51.844

Pensionsrückstellungen 25.488 24.580

Sonstige Rückstellungen 4.714 4.565

Latente Steuerschulden 559 754

Langfristige Schulden 89.582 81.743

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.265 13.772

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.265 1.261

Verzinsliche Darlehen 28.326 34.948

Sonstige Verbindlichkeiten 9.987 8.593

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.996 1.532

Ertragsteuerschulden 1.707 0

Kurzfristiger Anteil Pensionsrückstellungen 1.360 1.350

Kurzfristige Schulden 64.906 61.456
20 Summe Schulden 154.488 143.199

Bilanzsumme 223.459 204.664


KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

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Auf die Anteilseigner der PWO AG entfallendes Eigenkapital




Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen
TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Währungsdifferenzen Cashflow-Hedge Summe Eigenkapital
Stand 1. Januar 2010 6.391 17.155 37.403 146 370 61.465
Periodenergebnis

6.459

6.459
Sonstiges Ergebnis


1.323 -276 1.047
Gesamtperiodenergebnis 6.391 17.155 43.862 1.469 94 68.971
Dividendenzahlung




0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 1.109
-1.109

0
Stand 31. Dezember 2010 7.500 17.155 42.753 1.469 94 68.971







Stand 1. Januar 2009 6.391 17.155 47.727 -1.167 -2.126 67.980
Periodenergebnis

-8.949

-8.949
Sonstiges Ergebnis


1.313 2.496 3.809
Gesamtperiodenergebnis 6.391 17.155 38.778 146 370 62.840
Dividendenzahlung

-1.375

-1.375
Stand 31. Dezember 2009 6.391 17.155 37.403 146 370 61.465


KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

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Anhang Nr.
2010 2009


TEUR TEUR

Periodenergebnis 6.459 -8.949

Abschreibungen/Zuschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 17.043 17.128
12 Ertragsteueraufwand/-erstattung 3.344 -1.501
11 Zinserträge und -aufwendungen 6.204 5.501

Veränderung des kurzfristigen Vermögens -13.688 3.171

Veränderung der langfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) -558 316

Veränderung der kurzfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) 8.752 -12.736
12 Gezahlte Ertragsteuern -1.936 755

Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -660 2.270

Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Sachanlagen -120 53

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 24.840 6.008
27 Erlöse aus dem Verkauf von Gesellschaften 0 716

Einzahlungen aus Anlagenabgängen von Sachanlagen 163 611

Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -15.301 -12.530

Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -1.711 -1.455

Cashflow aus der Investitionstätigkeit -16.849 -12.658
19 Auszahlungen für Dividenden 0 -1.375

Gezahlte Zinsen -4.655 -3.793

Erhaltene Zinsen 61 45

Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 10.589 25.468

Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -13.050 -9.487

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7.055 10.858

Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 936 4.208

Effekte aus Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 -65

Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -122 -31

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 3.491 -621

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 4.305 3.491
18 davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.290 7.704
20 davon jederzeit fällige Bankschulden -2.985 -4.213


ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMEN

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 3. März 2011 freigegeben und anschließend dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Die Progress-Werk Oberkirch AG (PWO) ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Oberkirch, Deutschland. Die Aktien werden auf XETRA, im amtlichen Handel in Frankfurt und Stuttgart sowie im Freiverkehr in Berlin-Bremen, Düsseldorf, Hamburg-Hannover und München gehandelt.

PWO positioniert sich an der Spitze des Marktes, wenn es um anspruchsvolle Metallkomponenten und Subsysteme in den Bereichen Sicherheit und Komfort für die Automobilbranche geht. Jeweils rund ein Drittel des Umsatzes entfällt auf die Produktbereiche: Mechanische Komponenten für Elektrik und Elektronik, Sicherheitskomponenten für Airbag, Sitz und Lenkung, Strukturkomponenten/Systeme für Karosserie und Fahrwerk.

RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN

1 | Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Der Konzernabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochterunternehmen wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente sowie Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Der Konzernabschluss ist in Tausend Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend (TEUR) auf- oder abgerundet.

2 | Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt vollkonsolidiert. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Rechnungslegungsmethoden für die gleiche Berichtsperiode aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt unter Anwendung der Erwerbsmethode (IFRS 3). Die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses werden auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen identifizierbaren Schulden und Eventualschulden entsprechend ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Eine verbleibende Differenz wird, soweit sie positiv ist, als Goodwill ausgewiesen bzw. soweit sie negativ ist, ertragswirksam vereinnahmt. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Schulden zwischen konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet (IAS 27). Für Konsolidierungsmaßnahmen mit ertragsteuerlichen Auswirkungen werden latente Steuern angesetzt.

Im Konzernabschluss sind 6 ausländische mittelbare und unmittelbare Unternehmen einbezogen. Die folgende Tabelle zeigt den Anteilsbesitz, das Eigenkapital und den Gewinn der konsolidierten Unternehmen:

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TEUR Kapitalanteil Jahresergebnis Eigenkapital
PWO Canada Inc., Kitchener, Ontario, Kanada 100 % -373 11.972
PWO UNITOOLS CZ a.s., Valašské Meziříčí, Tschechische Republik 100 % 798 8.934
PWO Holding Co., Ltd., Hongkong, China 100 % 253 -280
PWO High-Tech Metal Components (Suzhou) Co.,Ltd., Suzhou, China1) 100 % -2.110 5.392
PWO High-Tech Tool Trading (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou, China1) 100 % -27 96
PWO de México S.A. de C.V., Puebla, Mexiko2) 100 % -2.444 6.230


1) Mittelbare Beteiligung
2) Mittelbare Beteiligung über die PWO Canada Inc. in Höhe von 1 %


3 | Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden

Fremdwährungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet (IAS 21). Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Dabei wurden alle Bilanzposten des einbezogenen ausländischen Konzernunternehmens mit dem jeweiligen Devisenmittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns erfolgte mit dem Jahresdurchschnittskurs. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen. Differenzen werden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden im Periodenergebnis erfasst. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war.

Durch den Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehende Geschäfts- oder Firmenwerte und am beizulegenden Zeitwert ausgerichtete Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die aus dem Erwerb dieses ausländischen Geschäftsbetriebs resultieren, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet.

Für den Konzernabschluss wurden folgende Wechselkurse für die Währungsumrechnung verwendet:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs


31.12.2010 31.12.2009 2010 2009
China CNY 8,77 9,77 8,98 9,52
Hongkong HKD 10,34 11,09 10,31 10,80
Kanada CAD 1,33 1,50 1,37 1,59
Mexiko USD 1,33 1,43 1,33 1,39
Tschechische Republik CZK 25,18 26,41 25,29 26,45


Ertragsrealisierung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann, unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung oder zu beanspruchenden Gegenleistung unter Berücksichtigung vertraglich festgelegter Zahlungsbedingungen bewertet, wobei Steuern oder andere Abgaben unberücksichtigt bleiben. Der Konzern ist zu dem Schluss gekommen, dass er bei allen Umsatztransaktionen als Auftraggeber handelt.

Beim Verkauf von Erzeugnissen werden Erträge erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Erzeugnisse ein.

Zinserträge werden bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten anhand des Effektivzinssatzes erfasst. Dabei handelt es sich um den Kalkulationszinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments oder gegebenenfalls eine kürzere Periode exakt auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Verbindlichkeit abgezinst werden. Zinserträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil der Finanzerträge ausgewiesen.

Erträge aus Dividenden werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst. Erträge aus Operating-Leasingverhältnissen werden linear über die Laufzeit der Leasingverhältnisse erfasst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Zuwendungen für einen Vermögenswert werden in der Bilanz aktivisch abgesetzt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden als Ertrag erfasst.

Steuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der Konzern tätig ist und zu versteuerndes Einkommen erzielt.

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf zum Abschussstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem Steuerbilanzwert. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme eines steuerlich nicht abzugsfähigen Geschäftswerts und von temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das IFRS-Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden aktiviert, sofern damit gerechnet wird, dass diese genutzt werden können. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern gelten oder erwartet werden.

Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital erfasst.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Abschreibungen sind nach der linearen Methode ermittelt worden. Bestimmte Maschinen sowie auftragsbezogene Werkzeuge wurden in Abhängigkeit der im Berichtsjahr erzeugten Stückzahl, bezogen auf die in Auftrag gegebene bzw. geplante Gesamtstückzahl, leistungsbezogen abgeschrieben.

Leasingverhältnisse

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt, selbst wenn dieses Recht in einer Vereinbarung nicht ausdrücklich festgelegt ist.

Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übertragen werden, werden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem fixen und variablen Zinssatz verzinst wird. Leasinggegenstände werden über die Nutzungsdauer des Gegenstands abgeschrieben. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses jedoch nicht hinreichend sicher, wird der Leasinggegenstand über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben.

Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten sind Zinsen und sonstige Kosten, die einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital entstehen. Die während des Geschäftsjahres 2010 aktivierten Fremdkapitalkosten beliefen sich auf 0 TEUR (i. V. 72 TEUR).

Immaterielle Vermögenswerte

Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Immaterielle Vermögenswerte sind Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill), Patente, kundenbezogene Entwicklungsleistungen, Software, Kundenbeziehungen, Wettbewerbsverbote, Lizenzen und ähnliche Rechte. Der Konzern schreibt immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer auf den geschätzten Restbuchwert ab. Davon ausgenommen sind kundenbezogene Entwicklungsleistungen, die stückzahlbezogen abgeschrieben werden. Goodwill wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung überprüft. Der Konzern hat mit Ausnahme des Goodwills keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer identifiziert.

Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Ansatzkriterien von IAS 38 erfüllt sind. Nach der erstmaligen Aktivierung wird der Vermögenswert zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen geführt. Aktivierte Entwicklungskosten beinhalten alle direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten und werden über die geplante Produktlebensdauer (5 bis 7 Jahre) abgeschrieben. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten sind Bestandteil der Herstellungskosten und werden den Komponenten zugeordnet, durch die sie verursacht worden sind.

Ein Werthaltigkeitstest wird bei Geschäfts- oder Firmenwerten jährlich, bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei Sachanlagen nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte durchgeführt. Eine Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Cashflows, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag von Nettoveräußerungswert und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbaren Betrag abzüglich Veräußerungskosten. Der Nutzungswert wird auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der Nutzung und dem Abgang eines Vermögenswerts mit Hilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Die Cashflows werden aus der langfristigen Unternehmensplanung abgeleitet, die historische Entwicklungen sowie makroökonomische Trends berücksichtigt. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird grundsätzlich der Nutzungswert der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit herangezogen.

Die durch den Aufsichtsrat genehmigte langfristige Unternehmensplanung geht bis zum Ende des Detailplanungszeitraumes in 2013. Das Management plant für alle Einheiten mit deutlichen Umsatzsteigerungen, die insbesondere aus neuen Aufträgen sowie dem Ausbau von im Konzern bereits bestehenden Kundenbeziehungen kommen werden. Zudem wird aufgrund von Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen sowie der Verbesserung der Qualität der Materialeinsatz sinken. In dieser Folge werden auch die anteiligen Personalkosten zurückgehen. In Summe wird dadurch eine Steigerung des EBIT erreicht.

Wesentliche Annahmen, auf die die langfristige Unternehmensplanung sensibel reagiert, sind neben der Entwicklung der Absatzzahlen in der Automobilindustrie und der Rohstoffpreise die Steigerung der Produktivität. Diese Entwicklungen wurden aufgrund von Erfahrungen aus der Vergangenheit, auf Basis von öffentlich verfügbaren Daten sowie anhand von bestehenden Projektvereinbarungen, aber auch anhand von beschlossenen internen Maßnahmen bewertet und bestimmt.

Die Cashflows werden unter Anwendung risikoäquivalenter Kapitalisierungszinssätze (vor Steuern) auf den Bilanzstichtag abgezinst. Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills der PWO UNITOOLS CZ a.s. und PWO Canada Inc. wurde für die erste Phase ein Kapitalisierungszinssatz (WACC) von 10,79 % (i. V. 10,41 %) bzw. 15,26 % (i. V. 11,80 %) zugrunde gelegt. Die zweite Phase (ewige Rente) wurde mit einer Wachstumsrate von jeweils 1,0 % (i.V. 1,0 %) berechnet. Für die Ermittlung der Cashflows werden grundsätzlich die Wachstumsraten der betreffenden Automobilmärkte zugrunde gelegt.

Die getroffenen Annahmen unterliegen einer gewissen Sensitivität. Dass eine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des Nutzungswerts der für PWO UNITOOLS CZ a.s. und PWO Canada Inc. getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass die Buchwerte der Goodwills dieser Unternehmenseinheiten ihren erzielbaren Betrag wesentlich übersteigen könnte, halten wir für unwahrscheinlich, da die tatsächlich erzielbaren Beträge der Unternehmenseinheiten PWO UNITOOLS CZ a.s. und PWO Canada Inc. deren Buchwerte jeweils um 10.591 TEUR (i. V. 6.282 TEUR) bzw. um 4.410 TEUR (i. V. 3.043 TEUR) übersteigen.

Im Vorjahr wurde der Goodwill der Unternehmenseinheit PWO de México S.A. de C.V. nach Gegenüberstellung von Nutzungswert und Buchwert zum Bilanzstichtag in voller Höhe abgeschrieben, nachdem sich aufgrund der Wirtschaftskrise die Erwartungen in die Entwicklung des amerikanischen Automobilmarkts vorübergehend eingetrübt hatten.

Bei Entfall des Grundes für eine in Vorjahren erfasste außerplanmäßige Abschreibung erfolgt, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, eine Wertaufholung bis höchstens auf den fortgeführten Buchwert.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen (IAS 39). Sofern bei finanziellen Vermögenswerten Handels- und Erfüllungstag zeitlich auseinanderfallen können, ist für die erstmalige Bilanzierung der Erfüllungstag maßgeblich. Die erstmalige Bewertung eines Finanzinstruments erfolgt zu Anschaffungskosten, Transaktionskosten werden grundsätzlich einbezogen. In der Folge werden Finanz instrumente je nach Zuordnung zu den in IAS 39 vorgesehenen Kategorien entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. IAS 39 unterscheidet zwischen originären und derivativen Finanzinstrumenten.

Bei den originären Finanzinstrumenten handelt es sich insbesondere um Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, liquide Mittel, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Deren Bewertung erfolgt mit fortgeführten Anschaffungskosten. Bei den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, übrigen Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmitteln entspricht der Buchwert im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert.

PWO setzt zur Zins- und Währungsabsicherung devisenbezogene Derivate in Form von Zinsswaps, Währungsswaps, Optionen und Devisentermingeschäften ein. Diese werden bei Zugang und im Rahmen der Folgebewertung mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Bei derivativen Finanzinstrumenten, die nicht die Kriterien für eine Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfüllen, werden Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes sofort erfolgswirksam erfasst. Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen (Cashflow-Hedges), werden in Höhe des effektiven Teils im Eigenkapital erfolgsneutral abgegrenzt, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam erfasst wird. Mit Eintritt des gesicherten Grundgeschäfts erfolgt die ergebniswirksame Umbuchung aus dem Eigenkapital. Der beizulegende Zeitwert börsennotierter Derivate entspricht dem positiven oder negativen Marktwert. Liegen keine Marktwerte vor, werden diese mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wie z. B. Discounted-Cashflow-Modell oder Optionspreismodell.

Bei kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten stellt der Buchwert eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Zeitwerts dar. Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob objektive Hinweise bestehen, dass eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt.

Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte ("Financial Assets at Fair Value Through Profit or Loss") zu designieren, hat der Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.

Bei den finanziellen Verbindlichkeiten hat der Konzern von der Anwendung des Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten ("Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss") zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht.

Vorräte

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren realisierbaren Werten angesetzt. Abwertungen auf schwer verwertbare bzw. unbrauchbare Materialien wurden hierbei vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen und produktionsbezogene Verwaltungskosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Werkzeug- und Entwicklungsaufträge werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Hierbei wird eine verlustfreie Bewertung dergestalt vorgenommen, dass die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten maximal in Höhe des Verkaufspreises zuzüglich der über die Serienproduktion erzielbaren Erlöse angesetzt werden.

Erlöse werden realisiert, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übergehen.

Zahlungsmittel

Zahlungsmittel enthalten Kassenbestände und kurzfristige Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von unter 90 Tagen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) nach IAS 19 für den Konzernabschluss bewertet. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Methoden. Die erfolgswirksame Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste erfolgt erst dann, wenn die zu Beginn des Geschäftsjahres nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zehn Prozent des Barwerts der Verpflichtung zu Beginn des Geschäftsjahres übersteigen (Korridormethode).

Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Soweit Anwartschaften sofort nach Einführung oder Änderung eines Pensionsplans unverfallbar sind, ist der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand sofort erfolgswirksam zu erfassen.

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und dieser verlässlich geschätzt werden kann. Ist der Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen abgezinst.

Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung wahrscheinlich ist.

4 | Änderungen der Rechnungslegungsmethoden

Neue und geänderte Standards und Interpretationen

Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden, mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen mit Wirkung zum 1. Januar 2010:

IFRS 3 | Unternehmenszusammenschlüsse (überarbeitet) und IAS 27 | Konzern- und Einzelabschlüsse (überarbeitet)

IFRS 3 (überarbeitet) führt wesentliche Änderungen bezüglich der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen ein. Es ergeben sich Auswirkungen auf die Bewertung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss, die Bilanzierung von Transaktionskosten, die erstmalige Erfassung und die Folgebewertung einer bedingten Gegenleistung sowie sukzessive Unternehmenserwerbe. Diese Neuregelungen werden sich auf die Ansatzhöhe des Geschäfts- oder Firmenwerts, auf das Ergebnis der Berichtsperiode, in der ein Unternehmenszusammenschluss erfolgt, und auf künftige Ergebnisse auswirken.

IAS 27 (überarbeitet) schreibt vor, dass eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen, die nicht zum Verlust der Beherrschung führt, als Transaktionen mit Eigentümern in ihrer Eigenschaft als Eigentümer bilanziert wird. Aus einer solchen Transaktion kann daher weder ein Geschäfts- oder Firmenwert noch ein Gewinn oder Verlust resultieren. Außerdem werden Vorschriften zur Verteilung von Verlusten auf die Eigentümer des Mutterunternehmens und die Anteile ohne beherrschenden Einfluss und die Bilanzierungsregeln für Transaktionen, die zu einem Beherrschungsverlust führen, geändert. Die Neuregelungen aus IFRS 3 und IAS 27 wirken sich auf den Erwerb und den Verlust der Beherrschung an Tochterunternehmen und auf die Transaktionen mit Anteilen ohne beherrschenden Einfluss am oder nach dem 1. Januar 2010 aus. Diese Änderung wird prospektiv angewandt und hatte keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

IAS 39 | Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung - Geeignete Grundgeschäfte

Es wird klargestellt, dass es zulässig ist, lediglich einen Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflow-Schwankungen eines Finanzinstruments als Grundgeschäft zu designieren. Dies umfasst auch die Designation von Inflationsrisiken als gesichertes Risiko bzw. Teile davon in bestimmten Fällen. Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, da der Konzern keine derartigen Geschäfte eingegangen ist.

IFRIC 17 | Sachdividenden an Eigentümer

Diese Interpretation enthält Leitlinien zur Bilanzierung von Vereinbarungen, bei denen ein Unternehmen Sachausschüttungen an Eigentümer als Ausschüttung aus den Rücklagen oder als Dividenden vornimmt. Diese Interpretation hat keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Verbesserungen zu IFRS 2008 und 2009

Der IASB veröffentlichte im Mai 2008 und April 2009 zwei Sammelstandards zur Änderung verschiedener IFRS mit dem primären Ziel, Inkonsistenzen zu beseitigen und Formulierungen klarzustellen. Die Sammelstandards sehen für jeden geänderten IFRS eine eigene Übergangsregelung vor. Aus den nachfolgend aufgelisteten Neuregelungen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Rechnungslegungsmethoden und die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns:

IFRS 5 | Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche

Es wird klargestellt, dass bei der Klassifizierung eines Tochterunternehmens als zur Veräußerung gehalten, sämtliche Vermögenswerte und Schulden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden. Dies gilt selbst dann, wenn dem Unternehmen nach dem Veräußerungsgeschäft weiterhin Anteile ohne beherrschenden Einfluss am ehemaligen Tochterunternehmen verbleiben. Die Änderung wird prospektiv angewandt und wirkt sich nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus.

IFRS 5 | Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche

Es wird klargestellt, dass für langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, und aufgegebene Geschäftsbereiche allein die Angabepflichten des IFRS 5 einschlägig sind. Die in anderen IFRS vorgesehenen Angabepflichten sind nur dann zu beachten, wenn die jeweiligen Standards oder Interpretationen diese Angaben ausdrücklich für Vermögenswerte nach IFRS 5 und aufgegebene Geschäftsbereiche fordern. Diese Klarstellung führte zu keiner Änderung der Segmentberichterstattung.

IFRS 8 | Geschäftssegmente

Es wird klargestellt, dass Segmentvermögenswerte und Segmentschulden nur dann ausgewiesen werden müssen, wenn diese Vermögenswerte und Schulden der verantwortlichen Unternehmensinstanz regelmäßig gemeldet werden. Entsprechend der internen Steuerung des Konzerns stellen alle Standorte die Basis für die Segmentberichterstattung dar (siehe Anhangsangabe Nr. 28).

IAS 7 | Kapitalflussrechnung

Es wird festgestellt, dass lediglich solche Ausgaben, die zum Ansatz eines Vermögenswerts führen, als Cashflows aus der Investitionstätigkeit eingestuft werden können. Da 2010 kein Unternehmenszusammenschluss erfolgte, hat diese Änderung keine Auswirkungen auf die Kapitalflussrechnung.

IAS 36 | Wertminderung von Vermögenswerten

Diese Änderung stellt klar, dass eine zahlungsmittelgenerierende Einheit, zu der ein im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbener Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wird, nicht größer sein darf als ein Geschäftssegment i.S.v. IFRS 8 vor der Aggregation nach den dort genannten Kriterien. Die Änderung hat keine Auswirkungen auf den Konzern.

Aus den anderen nachfolgend aufgelisteten Neuregelungen in Verbesserungen zu IFRS ergaben sich keine Auswirkungen auf die Rechnungslegungsmethoden und die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns:

Veröffentlicht im April 2009

IFRS 2 | Anteilsbasierte Vergütung

IAS 1 | Darstellung des Abschlusses

IAS 17 | Leasingverhältnisse

IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer

IAS 34 | Zwischenberichterstattung

IAS 38 | Immaterielle Vermögenswerte

IAS 39 | Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung

IFRIC 9 | Neubeurteilung eingebetteter Derivate

IFRIC 16 | Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb

Veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards

Bis zum Datum der Veröffentlichung des Konzernabschlusses veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards werden nachfolgend aufgeführt. Diese Aufzählung bezieht sich auf veröffentlichte Standards und Interpretationen, bei denen der Konzern nach vernünftigem Ermessen von einer künftigen Anwendbarkeit ausgeht. Der Konzern beabsichtigt, diese Standards anzuwenden, wenn sie in Kraft treten.

IAS 12 | Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte (geändert)

Die Änderung von IAS 12 wurde im Dezember 2010 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnt. Die Änderung sieht vor, dass aktive und passive latente Steuern für bestimmte Vermögenswerte basierend auf der Annahme bewertet werden, dass der Buchwert dieser Vermögenswerte in voller Höhe durch Veräußerung realisiert wird. Aus der Änderung werden keine Auswirkungen für den Konzernabschluss erwartet.

IAS 24 | Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (geändert)

Der geänderte Standard ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, anzuwenden. Durch die Änderung wird die Definition von nahestehenden Unternehmen und Personen verdeutlicht, um die Feststellung solcher Beziehungen zu vereinfachen und Inkonsistenzen bei der Anwendung zu beseitigen. Der geänderte Standard führt eine teilweise Befreiung von den Angabepflichten für einer öffentlichen Stelle nahestehenden Unternehmen ein. Der Konzern erwartet keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Eine vorzeitige Anwendung ist sowohl für die Befreiungsvorschriften für einer öffentlichen Stelle nahestehenden Unternehmen als auch für den gesamten Standard zulässig.

IAS 32 | Finanzinstrumente: Darstellung - Klassifizierung von Bezugsrechten (geändert)

Der geänderte IAS 32 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen, anzuwenden. Dabei wird die Definition einer finanziellen Verbindlichkeit insofern geändert, als Bezugsrechte (und bestimmte Optionen oder Optionsscheine) dann als Eigenkapitalinstrumente zu klassifizieren sind, wenn solche Rechte zum Erwerb einer festen Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens zu einem festen Betrag in beliebiger Währung berechtigen und das Unternehmen sie anteilig allen gegenwärtigen Eigentümern derselben Klasse seiner nicht-derivativen Eigenkapitalinstrumente anbietet. Aus der Änderung werden keine Auswirkungen für den Konzernabschluss erwartet.

IFRS 7 | Angaben über die Übertragung von finanziellen Vermögenswerten (geändert)

Die Änderung von IFRS 7 wurde im Oktober 2010 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnt. Die Änderung bestimmt umfangreiche neue qualitative und quantitative Angaben über übertragene finanzielle Vermögenswerte, die nicht ausgebucht wurden, und über das zum Berichtsstichtag bestehende anhaltende Engagement bei übertragenen finanziellen Vermögenswerten. Der Konzern erwartet keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

IFRS 9 | Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung

IFRS 9 in seiner veröffentlichten Fassung spiegelt die erste Phase des IASB-Projekts zum Ersatz von IAS 39 wider und behandelt die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte, wie diese in IAS 39 definiert sind. Der Standard ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. In weiteren Phasen wird der IASB die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten, Sicherungsbeziehungen und Ausbuchungen behandeln. Der Abschluss dieses Projekts wird für Anfang 2011 erwartet. Die Anwendung der ersten Phase von IFRS 9 wird Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten des Konzerns haben. Um ein umfassendes Bild potenzieller Auswirkungen darzustellen, wird der Konzern die Auswirkung erst in Verbindung mit den anderen Phasen, sobald diese veröffentlicht sind, quantifizieren.

IFRIC 14 | Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen (geändert)

Der geänderte IFRIC 14 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, rückwirkend anzuwenden. Die Änderung enthält Leitlinien zur Bestimmung des erzielbaren Betrags eines Nettopensionsvermögenswerts. Die Änderung erlaubt es Unternehmen, die Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen als einen Vermögenswert zu behandeln. Aus der Änderung werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

IFRIC 19 | Ablösung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten

IFRIC 19 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen, anzuwenden. Die Interpretation stellt klar, dass die zur Tilgung einer finanziellen Verbindlichkeit an einen Gläubiger ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente als gezahltes Entgelt eingestuft werden. Die ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Falls dieser nicht verlässlich ermittelt werden kann, ist der Bewertung der beizulegende Zeitwert der getilgten Verbindlichkeit zugrunde zu legen. Gewinne und Verluste werden sofort erfolgswirksam erfasst. Die Anwendung dieser Interpretation wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

5 | Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der zum Ende der Berichtsperiode ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden auswirken. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die wichtigsten Ermessensentscheidungen, zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden in der Anhangsangabe Nr. 29 erläutert.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

6 | Umsatzerlöse

Die Aufteilung des Konzernumsatzes nach Standorten und Produktbereichen ist im Segmentbericht dargestellt (siehe Anhangsangabe Nr. 28).

7 | Aktivierte Eigenleistungen

Von den aktivierten Eigenleistungen entfallen 1.076 TEUR (i. V. 966 TEUR) auf aktivierungspflichtige Entwicklungskosten nach IAS 38. Bei diesen Entwicklungskosten handelt es sich insbesondere um Investitionen in die Entwicklung eines Modulträgers. Für dieses Projekt liegt seit 2008 der Serienauftrag vor.

8 | Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge stellen sich wie folgt dar:

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TEUR 2010 2009
Währungserträge 2.708 1.786
Erträge aus der Ausbuchung von abgegrenzten Schulden 387 588
Lizenzerträge 139 95
Übrige sonstige betriebliche Erträge 1.714 2.667
Summe 4.948 5.136


Aperiodische Erträge sind in Höhe von 594 TEUR (i. V. 1.085 TEUR) angefallen.

Die öffentliche Hand gewährte Zuwendungen in Höhe von 175 TEUR (i. V. 188 TEUR) für die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie für Ausbildungs- und Restrukturierungsmaßnahmen. Diese Zuwendungen wurden erfolgswirksam verbucht.

9 | Personalaufwand und Mitarbeiter

Personalaufwand

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TEUR 2010 2009
Löhne und Gehälter 64.158 55.073
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 12.865 11.992
Summe 77.023 67.065


Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt nach Beschäftigungsbereichen

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2010 2009
Entwicklung und Vertrieb 132 122
Produktion und Materialwirtschaft 1.176 1.125
Werkzeugzentrum 442 443
Verwaltung 125 117
Gesamt 1.875 1.807
Auszubildende 125 125


10 | Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2010 2009
Instandhaltungsaufwendungen 4.914 3.230
Kosten für Zeitarbeitnehmer 4.280 1.487
Ausgangsfrachten 2.869 2.397
Währungsaufwendungen 2.191 2.240
Aufwendungen für Mieten 1.001 760
Reisekosten 1.147 782
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 1.096 1.155
Versicherungsprämien 1.036 897
Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen 538 466
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.689 7.163
Summe 24.761 20.577


Aperiodische Aufwendungen fielen in Höhe von 260 TEUR (i. V. 133 TEUR) an.

11 | Finanzierungsaufwendungen

Die Finanzierungsaufwendungen setzen sich zusammen aus Zinsaufwendungen gegenüber Finanzinstituten in Höhe von 4.633 TEUR (i. V. 3.965 TEUR), Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.471 TEUR (i. V. 1.470 TEUR), Zinsaufwendungen aus Finanzierungsleasing in Höhe von 71 TEUR (i. V. 12 TEUR) sowie aus Zinsaufwendungen für Altersteilzeit in Höhe von 144 TEUR (i. V. 134 TEUR). Von den Zinsaufwendungen gegenüber Finanzinstituten haben finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, Zinsaufwendungen in Höhe von 4.046 TEUR (i. V. 3.640 TEUR) verursacht.

12 | Ertragsteuern

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2010 2009
Tatsächliche Steuern 3.723 -120
Latente Steuern -379 -1.381
Summe 3.344 -1.501


Für temporäre Differenzen auf einbehaltene Gewinne bei Tochtergesellschaften in Höhe von 3.117 TEUR (i. V. 3.093 TEUR) wurden keine latenten Steuern angesetzt, da diese Gewinne zum weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeit an den einzelnen Standorten eingesetzt werden sollen.

Die Unterschiede zwischen dem aufgrund des rechnerischen Steuersatzes erwarteten Ertragsteueraufwands und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand können der nachfolgenden Überleitungsrechnung entnommen werden. Dem angewandten Steuersatz liegt der inländische Ertragsteuersatz zugrunde.

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TEUR 2010 2009
Ergebnis vor Ertragsteuern 9.803 -10.450
Theoretischer Steueraufwand mit 27,38 % (i. V. 27,38 %) 2.684 -2.861
Veränderung des theoretischen Steueraufwands aufgrund von abweichenden Steuersätzen bei den ausländischen Gesellschaften -51 54
Steuererhöhung aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 178 103
Steuererhöhung (+) / -minderung (-) Vorjahre 134 -89
Steuereffekte aus zukünftigen Steuersatzänderungen 20 -113
Steuereffekte aus Steuerguthaben -821 0
Effekte aus nicht aktivierten Verlustvorträgen 1.205 1.366
Sonstige Effekte -5 39
Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.344 -1.501


Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten sind in der folgenden Übersicht dargestellt:

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Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
TEUR 2010 2009 2010 2009
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen 69 49 3.626 3.198
Sonstige Aktiva 442 398 398 567
Steuerliche Verlustvorträge 2.504 2.592 0 0
Steuerguthaben 821 0 0 0
Rückstellungen 1.575 1.623 0 0
Verbindlichkeiten 256 128 10 14
Zwischensumme 5.666 4.790 4.034 3.779
Saldierung -3.475 -3.025 -3.475 -3.025
Bestand laut Konzernbilanz 2.191 1.765 559 754


Für weitere Erläuterungen wird auf die Anhangsangabe Nr. 29 verwiesen.

13 | Ergebnis je Aktie

Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das auf die Anteilseigner der PWO AG zuzurechnende Ergebnis durch die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr insgesamt ausgegebenen Aktien geteilt. Maßnahmen, die zu Verwässerungseffekten führen, haben sich nicht ergeben.

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2010 2009
Ergebnis nach Steuern in TEUR 6.459 -8.949
Durchschnittliche Anzahl an Stückaktien 2.500.000 2.500.000
Ergebnis je Aktie in EUR 2,58 -3,58


ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

14 | Sachanlagen

Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage zum Anhang).

Folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern werden zugrunde gelegt:

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Jahre
Bauten 25 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 10
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14
EDV-Hardware 3 bis 5


15 | Immaterielle Vermögenswerte

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Software beträgt 3 bis 5 Jahre.

Die nach IAS 38 aktivierten Entwicklungsleistungen in Höhe von 2.657 TEUR (i. V. 1.778 TEUR) werden stückzahlbezogen abgeschrieben, sobald die Entwicklung abgeschlossen ist und die Produktion der Serienteile anläuft.

Der Restbuchwert der SAP-Software beträgt 2.010 TEUR (i. V. 2.489 TEUR). Der verbleibende Abschreibungszeitraum beträgt 3 bzw. 4 Jahre.

Am 31. Dezember 2010 beläuft sich der Goodwill von PWO UNITOOLS CZ a.s. auf 4.331 TEUR (i. V. 4.331 TEUR) und von PWO Canada Inc. auf 1.140 TEUR (i. V. 1.007 TEUR). Die Erhöhung bei PWO Canada ergibt sich aus geänderten Wechselkursrelationen.

16 | Vorräte

Von dem Gesamtbetrag der zum Stichtag bilanzierten Vorräte in Höhe von 50.133 TEUR (i. V. 42.312 TEUR) sind Werkzeugersatzteile in Höhe von 3.527 TEUR (i. V. 3.618 TEUR) zu ihrem Nettoveräußerungswert bilanziert. Im Geschäftsjahr wurde eine Wertberichtigung in Höhe von 268 TEUR (i. V. 267 TEUR) aufwandswirksam erfasst.

17 | Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Zum 31. Dezember 2010 bestehen Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen in Höhe von 1.328 TEUR (i. V. 2.096 TEUR). Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen beträgt vor den Wertberichtigungen 43.287 TEUR (i. V. 40.816 TEUR). Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

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TEUR 2010 2009
Stand Wertberichtigung am 01.01. 2.096 1.261
Zuführungen 344 873
Verbrauch -913 -41
Auflösungen -202 0
Währungsumrechnungseffekte 3 3
Stand Wertberichtigung am 31.12. 1.328 2.096


Die Wertminderungen, welche in Form von fallbezogenen Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung. Im Berichtsjahr betraf die Zuführung und damit die Erhöhung der Wertberichtigungen wenige Einzelfälle. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderung.

Von den sonstigen Vermögenswerten sind 138 TEUR (i. V. 123 TEUR) und von den Ertragsteuerforderungen 637 TEUR (i. V. 704 TEUR) als langfristig klassifiziert.

18 | Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel enthalten Kassenbestände und kurzfristige Guthaben bei Kreditinstituten. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für kurzfristig kündbare Guthaben verzinst. Zum 31. Dezember 2010 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien, für die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember 2010 in Höhe von 7.290 TEUR (i. V. 7.704 TEUR) aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

19 | Gezeichnetes Kapital und Rücklagen

Gezeichnetes Kapital

Die Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 hat eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln von 6.391 TEUR um 1.109 TEUR auf 7.500 TEUR durch Umwandlung eines Teilbetrags von 1.109 TEUR der in der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2009 ausgewiesenen anderen Gewinnrücklagen beschlossen.

Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2010 7.500 TEUR (i. V. 6.391 TEUR), eingeteilt in 2.500.000 Stückaktien.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 3.000.000,00 EUR gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I/2010).

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 750.000,00 EUR gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II/2010).

Die Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 3.000.000,00 EUR beschlossen (Bedingtes Kapital 2010).

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält Einstellungen aus dem Aufgeld.

Gewinnrücklagen und übriges Eigenkapital

Die Gewinnrücklagen enthalten die laufenden und die in Vorjahren von der PWO AG und einbezogenen Tochterunternehmen erwirtschafteten, noch nicht ausgeschütteten Gewinne.

Die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 1.469 TEUR (i. V. 146 TEUR) werden gesondert ausgewiesen.

Darüber hinaus wird der Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument zur Absicherung des Cashflows erfasst, der als effektive Absicherung ermittelt wird.

Vorgeschlagene und ausgeschüttete Dividenden

Die PWO AG weist zum 31. Dezember 2010 einen Bilanzgewinn in Höhe von 4.939.597,25 EUR aus. Die ausschüttbaren Beträge richten sich nach dem handelsrechtlichen Bilanzgewinn der PWO AG.

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der PWO AG wie folgt zu verwenden:

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EUR
Ausschüttung einer Dividende von 1,00 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie 2.500.000,00
Zuführung zu den anderen Gewinnrücklagen 2.400.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 39.597,25


Im Berichtsjahr wurde aufgrund der negativen Geschäftsentwicklung im Vorjahr keine Dividende für das Geschäftsjahr 2009 ausgezahlt.

Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG

Durch Mitteilung vom 15. Februar 2008 hat die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, eine Beteiligung von 55,282 % angezeigt.

Durch Mitteilung vom 21. Juli 2008 hat die Delta Lloyd Europees Deelnemingen Fonds NV, Amsterdam, Niederlande, eine Beteiligung von 3,05 % angezeigt.

Durch Mitteilung vom 15. Oktober 2008 hat die Delta Lloyd Europees Deelnemingen Fonds NV, Amsterdam, Niederlande, eine Beteiligung von 5,12 % angezeigt.

20 | Schulden

Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Versorgungsleistungen richten sich nach Entgelt und Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter. Die unmittelbaren und mittelbaren Verpflichtungen umfassen solche aus bereits laufenden Pensionen sowie Anwartschaften für zukünftig zu zahlende Pensionen und Altersruhegelder.

Der überwiegende Anteil der Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne betrifft die PWO AG. Auf PWO de México S.A. de C.V. entfällt ein Rückstellungsbetrag in Höhe von 136 TEUR (i. V. 106 TEUR).

Die Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) errechnet. Die Pensionsverpflichtungen werden dabei mit dem Barwert der am Bewertungsstichtag erdienten Pensionsansprüche unter Berücksichtigung wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten und Gehältern bilanziert.

Bei PWO Canada Inc. bestehen beitragsorientierte Versorgungspläne. Hieraus ergibt sich ein im Aufwand erfasster Betrag in Höhe von 55 TEUR (i. V. 33 TEUR).

Arbeitgeberbeiträge an die gesetzlichen Rentenversicherungsanstalten wurden in Höhe von 5.947 TEUR (i. V. 5.774 TEUR) geleistet.

Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen erfolgt unter folgenden versicherungsmathematischen Annahmen:

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2010 2009
Verzinsung 5,0 % 5,25 %
Fluktuationsrate 2,5 % 2,5 %
Zukünftiger Gehaltstrend < 40 Jahre 3,5 % 3,5 %
Zukünftiger Gehaltstrend > 40 Jahre 2,5 % 2,5 %
Zukünftige Pensionsanpassungen 2,0 % 2,0 %


Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen und der Ermittlung der Pensionskosten wird die Zehn-Prozent-Korridor-Regel angewendet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nicht berücksichtigt, soweit sie zehn Prozent des Verpflichtungsumfangs nicht übersteigen.

Es ergeben sich die nachstehenden Netto-Verpflichtungen:

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TEUR 2010 2009
Barwerte der Versorgungsansprüche 30.779 28.809
Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) -3.795 -2.708
Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -136 -171
Bilanzwerte zum 31.12. 26.848 25.930


Die Änderungen der Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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TEUR 2010 2009
Barwerte der Versorgungsansprüche am 01.01. 28.809 26.299
Zinsaufwand 1.471 1.470
Dienstzeitaufwand 681 606
Geleistete Rentenzahlungen -1.350 -1.325
Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) 1.105 1.731
davon erfahrungsbedingte Anpassungen 38 177
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 55 25
Fremdwährungsdifferenzen 8 3
Barwerte der Versorgungsansprüche am 31.12. 30.779 28.809


Der in der Bilanz erfasste Wert für Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entwickelt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt:

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TEUR 2010 2009
Bilanzwerte zum 01.01. 25.930 24.914
Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen 2.260 2.339
Geleistete Rentenzahlungen -1.350 -1.325
Fremdwährungsdifferenzen 8 3
Bilanzwerte zum 31.12. 26.848 25.930


Von den bilanzierten Pensionsrückstellungen sind 25.488 TEUR (i. V. 24.580 TEUR) langfristig und 1.360 TEUR (i. V. 1.350 TEUR) kurzfristig.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträge setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2010 2009
Dienstzeitaufwand 681 606
Zinsaufwand 1.471 1.470
Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) 18 0
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 90 263
Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen 2.260 2.339


Der Dienstzeitaufwand und die realisierten versicherungsmathematischen Verluste werden unter den Personalaufwendungen, der Zinsaufwand dagegen unter den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verpflichtungen für die laufende und die vorangegangenen Berichtsperioden:

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TEUR 2010 2009 2008 2007 2006
Barwerte der Versorgungsansprüche 30.779 28.809 26.300 25.654 27.948
Zeitwert des Planvermögens 0 0 0 0 0
Überschuss bzw. Fehlbetrag des Plans 30.779 28.809 26.300 25.654 27.948
Erfahrungsbedingte Anpassungen 38 177 -638 -104 -177


Der Betrag für die in der Berichtsperiode nach dem Bilanzstichtag in den Plan einzuzahlenden Beiträge ist 0 TEUR.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen beinhalten die notwendigen Beträge für Aufwendungen im Personalbereich und sonstige erkennbare Verpflichtungen und Risiken. Bei den in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen handelt es sich ausschließlich um Personalrückstellungen (Verpflichtungen für Altersteilzeit und Jubiläumszuwendungen). Es ist zu erwarten, dass der gesamte passivierte Betrag der Verpflichtungen für Altersteilzeit innerhalb von 5 Jahren nach dem Berichtsstichtag anfallen wird.

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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TEUR 2010 2009
Stand am 01.01. 4.565 3.631
Verbrauch -1.025 -769
Auflösung -67 0
Zuführung 1.241 1.703
davon Aufzinsung 156 140
Stand am 31.12. 4.714 4.565


Zuschüsse der Bundesagentur für Arbeit für im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen ausscheidende Mitarbeiter werden als sonstige Vermögenswerte in Höhe von 566 TEUR (i. V. 421 TEUR) bilanziert und nicht mit den Rückstellungen verrechnet.

Verzinsliche Darlehen

Von den verzinslichen Darlehen haben 28.326 TEUR (i. V. 34.948 TEUR) eine Laufzeit kleiner als ein Jahr und 5.910 TEUR (i. V. 7.588 TEUR) eine Laufzeit größer als fünf Jahre. Die Schulden gegenüber Kreditinstituten betragen 85.100 TEUR (i. V. 86.792 TEUR).

Die Darlehen wurden zu Zinssätzen zwischen 1,44 % und 6,97 % gewährt. Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten bestehen in Höhe von 2.985 TEUR (i. V. 4.213 TEUR).

Von den Schulden gegenüber Kreditinstituten sind 19.476 TEUR (i. V. 18.216 TEUR) durch Grundschulden und Hypotheken und 17.141 TEUR (i. V. 16.632 TEUR) durch Sicherungsübereignung von Sachanlagen gesichert. Darüber hinaus bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren.

Sonstige Verbindlichkeiten

Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind 615 TEUR (i. V. 769 TEUR) als langfristig klassifiziert.

Finanzierungs-Leasingverhältnisse und Mietkaufverträge

Für verschiedene technische Anlagen und Maschinen bestehen Finanzierungs-Leasingverhältnisse, die zum Teil Kaufoptionen des Leasinggebers enthalten. Die Vermögenswerte haben zum 31. Dezember 2010 einen Buchwert von 2.081 TEUR (i. V. 371 TEUR). Aufgrund der Gestaltung der Leasingvereinbarungen werden die Vermögenswerte gemäß IAS 17.28 abweichend von der Laufzeit des Leasingverhältnisses über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden:

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Mindestleasingzahlungen Barwert der Mindestleasingzahlungen
TEUR 2010 2009 2010 2009
Restlaufzeit bis 1 Jahr 486 0 387 0
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 1.481 0 1.261 0
Restlaufzeit > 5 Jahre 424 0 399 0
Summe Mindestleasingzahlungen 2.391 0 2.047 0
Abzüglich Zinsanteil -344 0 0 0
Barwert der Mindestleasingzahlungen 2.047 0 2.047 0


Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eine Avalbürgschaft zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben beträgt zum Stichtag 2.344 TEUR (i. V. 1.996 TEUR).

Zum 31. Dezember 2010 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen inklusive des Bestellobligos in Höhe von 13.387 TEUR (i. V. 6.968 TEUR). Davon entfallen nach der Fristigkeit auf die nächsten Geschäftsjahre:

Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasing- und Mietverträgen

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TEUR 2011 ff. 2010 ff.
Restlaufzeit bis 1 Jahr 1.157 970
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 1.136 368
Restlaufzeit > 5 Jahre 5 5
Summe 2.298 1.343


Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen (Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte)

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TEUR 2011 ff. 2010 ff.
Restlaufzeit bis 1 Jahr 10.948 5.493
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 141 132
Restlaufzeit > 5 Jahre 0 0
Summe 11.089 5.625


Die bestehenden Operating-Leasingverhältnisse enthalten teilweise Verlängerungs- und Kaufoptionen.

21 | Finanzrisikomanagement

Das Finanzrisikomanagement-System des Konzerns ist auf die Unsicherheiten aus der künftigen Entwicklung der Finanzmärkte ausgerichtet und hat die Minimierung nachteiliger Folgen für die finanzielle Leistungskraft des Konzerns zum Ziel. Das Risikomanagement-System wird federführend durch den Vorstand verantwortet, der die allgemeinen Grundsätze für das Risikomanagement vorgibt und die Vorgehensweise festlegt.

Nachfolgend werden die wesentlichen Risiken erläutert:

Kreditrisiko

Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei originären Finanzinstrumenten werden verschiedene Sicherungsmaßnahmen getroffen, z. B. intensives Forderungsmanagement und Kreditwürdigkeitsprüfungen aufgrund von Kreditauskünften und historischen Daten. Dem Kreditrisiko (Ausfallrisiko) finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

PWO beliefert ausschließlich etablierte internationale Automobilhersteller und ihre Zulieferer. Die renommierten Zulieferer sind dabei heute so eng in die gesamte Lieferkette eingebunden, dass die Branche bei einzelnen Problemfällen konstruktive Lösungen finden muss und findet. Als zusätzliche Absicherung wurde darüber hinaus eine Warenkreditversicherung abgeschlossen, die wesentliche Teile der Forderungen absichert.

Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln sowie dem Bestand an derivativen finanziellen Vermögenswerten ist der Konzern Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. PWO steuert die daraus entstehende Risikoposition durch Diversifizierung und sorgfältige Auswahl der Kontrahenten. Gegenwärtig sind keine liquiden Mittel oder derivativen finanziellen Vermögenswerte aufgrund von Ausfällen überfällig oder wertberichtigt.

Zum 31. Dezember 2010 entspricht das maximale Kreditrisiko der finanziellen Vermögens-werte bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente.

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Buchwert Buchwert
TEUR 2010 2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 41.959 38.720
Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Beziehung 1.493 1.535
Zahlungsmittel 7.290 7.704


Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen zum 31. Dezember 2010 stellt sich wie folgt dar:

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TEUR 2010 2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 41.959 38.720
davon weder überfällig noch wertgemindert 31.768 32.236
davon < 30 Tage überfällig (aber nicht wertgemindert) 5.835 3.674
davon > 30-90 Tage überfällig (aber nicht wertgemindert) 3.205 1.133
davon > 90-180 Tage überfällig (aber nicht wertgemindert) 1.005 927
davon > 180-360 Tage überfällig (aber nicht wertgemindert) 146 246
davon > 360 Tage überfällig (aber nicht wertgemindert) 0 504


Für nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen liegen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor. Zum Bilanzstichtag (bzw. zum Vorjahresstichtag) wurden keine neuen Konditionen ausgehandelt, da Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen ansonsten überfällig oder wertgemindert wären.

Liquiditätsrisiko

Für das laufende Geschäft stehen ausreichende Linien mehrerer Kreditinstitute zur Verfügung. Finanzierungsrisiken werden durch eine angemessene Kombination aus kurz- und langfristigen Krediten begrenzt. Mit langfristigen Kundenaufträgen verbundene Investitionen und Vorfinanzierungen von Leistungen werden grundsätzlich projektbezogen langfristig finanziert. Der Konzern hat über die Hälfte seiner Finanzierungen mit langfristigem Zeithorizont und zu festen Zinssätzen abgesichert. Soweit notwendig, werden zusätzlich derivative Zinssicherungen abgeschlossen.

Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeiten der undiskontierten Cashflows aus den finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns zum Bilanzstichtag:

31. Dezember 2010

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TEUR < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Schulden gegenüber Kreditinstituten 30.010 54.512 5.800 90.322
davon Tilgung 27.939 51.650 5.511 85.100
davon Zinszahlung 2.071 2.862 289 5.222
Schulden gegenüber Leasinggesellschaften 486 1.481 424 2.391
davon Tilgung 387 1.261 399 2.047
davon Zinszahlung 99 220 25 344
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 20.265 0 0 20.265
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung 141 1.098 147 1.386
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung 417 278 0 695


31. Dezember 2009

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TEUR < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Schulden gegenüber Kreditinstituten 36.906 48.257 8.194 93.357
davon Tilgung 34.948 44.256 7.588 86.792
davon Zinszahlung 1.958 4.001 606 6.565
Schulden gegenüber Leasinggesellschaften 0 0 0 0
davon Tilgung 0 0 0 0
davon Zinszahlung 0 0 0 0
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 13.772 0 0 13.772
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung 856 0 0 856
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung 487 233 0 720


Die in vorstehender Tabelle dargestellten Beträge der derivativen Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung entsprechen den undiskontierten Cashflows auf Brutto-Basis. Die nachfolgende Tabelle zeigt die entsprechende Überleitung dieser Beträge auf den Buchwert:

31. Dezember 2010

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TEUR < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Zufluss 1.505 15.297 1.802 18.604
Abfluss -1.646 -16.395 -1.949 -19.990
Saldo -141 -1.098 -147 -1.386
Mit dem entsprechenden Interbankensatz diskontiert -138 -1.003 -124 -1.265


31. Dezember 2009

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TEUR < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Zufluss 9.283 0 0 9.283
Abfluss -10.139 0 0 -10.139
Saldo -856 0 0 -856
Mit dem entsprechenden Interbankensatz diskontiert -856 0 0 -856


Zinsrisiko

Zur Beurteilung des Zinsänderungsrisikos sind die Finanzinstrumente gemäß IAS 32 grundsätzlich in solche mit fester und solche mit variabler Zinsbindung zu unterteilen. Zinsänderungsrisiken bestehen bei variabel verzinslichen Darlehen. Diesen Risiken wird mit Zins swaps begegnet. Zinsänderungsrisiken werden anhand von Sensitivitätsanalysen dargestellt (IFRS 7). Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar.

Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Währungsderivate bleiben aufgrund von Wesentlichkeitsüberlegungen in den Zinssensitivitätsanalysen unberücksichtigt.

PWO unterliegt an allen Standorten Zinsrisiken. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2010 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 89 TEUR (i. V. 101 TEUR) niedriger gewesen. Wenn das Marktzinsniveau um 100 Basispunkte geringer gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern zum 31. Dezember 2010 um 79 TEUR (i. V. 90 TEUR) höher gewesen.

Währungsrisiko

Unter Währungsrisiko wird das Risiko von wechselkursinduzierten Wertänderungen von Bilanzpositionen verstanden. Für jede Währung, die ein signifikantes Risiko für das Unternehmen darstellt, wird eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt, die auf folgenden Annahmen basiert:

Neben den Wechselkursen EUR/USD und EUR/CZK weist erstmalig der Wechselkurs EUR/ CAD zum Bilanzstichtag ein signifikantes Währungsrisiko für den Konzern auf.

Für die Sensitivitätsanalyse kommen alle monetären Finanzinstrumente des Konzerns in Frage, die nicht auf die funktionale Währung der jeweiligen Einzelgesellschaften lauten. Damit bleiben wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung (Translationsrisiko) unberücksichtigt.

Nach IFRS besteht kein Wechselkursrisiko bei Finanzinstrumenten, die nicht monetäre Posten sind, und bei Finanzinstrumenten, die auf die funktionale Währung lauten. Bei den derivativen Finanzinstrumenten werden demnach nur die Währungsderivate in die Sensitivitätsanalyse einbezogen, da sämtliche Zinsderivate keinem Währungsrisiko ausgesetzt sind. Die hypothetischen Effekte in der Gewinn- und Verlustrechnung und beim Eigenkapital für jeden originären Einzelposten, der in die Sensitivitätsanalyse eingeht, bestimmen sich durch Vergleich des Buchwerts (ermittelt anhand des Stichtagskurses) mit dem Umrechnungswert, der sich unter Heranziehung eines hypothetischen Wechselkurses ergibt.

Wenn der EUR gegenüber der CZK zum 31. Dezember 2010 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 539 TEUR (i. V. 599 TEUR) höher und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-Verluste) aus der Absicherung von Cashflow-Hedges um 756 TEUR (i. V. 926 TEUR) geringer gewesen. Wenn der EUR gegenüber der CZK zum 31. Dezember 2010 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 658 TEUR (i. V. 733 TEUR) niedriger und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow-Hedges um 755 TEUR (i. V. 926 TEUR) höher gewesen.

Wenn der EUR gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2010 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 249 TEUR (i. V. um 147 TEUR) und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-Verluste) aus der Absicherung von Cashflow-Hedges um 288 TEUR (i. V. 833 TEUR) geringer gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2010 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 305 TEUR (i. V. 179 TEUR) und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow-Hedges um 146 TEUR (i. V. 719 TEUR) höher gewesen.

Wenn der EUR gegenüber dem CAD zum 31. Dezember 2010 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 3 TEUR geringer und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-Verluste) aus der Absicherung von Cashflow-Hedges um 1.729 TEUR höher gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem CAD zum 31. Dezember 2010 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 3 TEUR höher und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-Verluste) aus der Absicherung von Cashflow-Hedges um 2.076 TEUR geringer gewesen.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechtzuerhalten. Zur Aufrechterhaltung der Kapitalstruktur können Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner vorgenommen oder neue Anteile ausgegeben werden. Die Kapitalüberwachung erfolgt über das Gearing Ratio, das dem Verhältnis von Netto-Finanzschulden zum Eigenkapital entspricht. Gemäß den konzerninternen Richtlinien liegt die Zielgröße des Gearing in der Bandbreite zwischen 60 % und 80 %. Zum 31. Dezember 2010 bzw. 31. Dezember 2009 wurden keine Änderungen der Ziele und Richtlinien vorgenommen. Die Netto-Finanzschulden umfassen verzinsliche Darlehen abzüglich Zahlungsmittel.

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TEUR 2010 2009
Verzinsliche Darlehen 87.147 86.792
Abzüglich Zahlungsmittel -7.290 -7.704
Netto-Finanzschulden 79.857 79.088
Summe Eigenkapital 68.971 61.465
Gearing Ratio 116 % 129 %


22 | Finanzinstrumente

Zum 31. Dezember 2010 sind folgende derivative Finanzinstrumente offen:

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TEUR Nominalbetrag Tilgung 2010 Restbetrag Festsatz p. a. Variabler Zins Laufzeit
Zinsswap 1.800 180 630 3,98 % 6-Monats-EURIBOR 2004 bis 2014
Zinsswap 900 180 90 3,86 % 6-Monats-EURIBOR 2006 bis 2011
Zinsswap 3.500 500 2.000 4,19 % 6-Monats-EURIBOR 2008 bis 2014
Zinsswap 3.000 0 3.000 1,84 % 3-Monats-EURIBOR 2009 bis 2011
Zinsswap 1.000 0 1.000 3,15 % 3-Monats-EURIBOR 2009 bis 2014
Zinsswap 1.000 0 1.000 3,15 % 3-Monats-EURIBOR 2009 bis 2014
Zinsswap 1.000 0 1.000 3,15 % 1-Monats-EURIBOR 2009 bis 2014
Zinsswap 1.000 0 1.000 1,97 % 3-Monats-EURIBOR 2010 bis 2013
Zinsswap 1.000 0 1.000 3,15 % 3-Monats-EURIBOR 2010 bis 2014
Zinsswap 1.000 0 1.000 2,19 % 3-Monats-EURIBOR 2010 bis 2015
Zinsswap 1.000 0 1.000 2,06 % 3-Monats-EURIBOR 2010 bis 2015
Zinsswap 1.506 0 1.506 3,84 % 3-Monats-USD-LIBOR 2008 bis 2011
Zinsswap 1.882 0 1.882 4,19 % 3-Monats-USD-LIBOR 2008 bis 2013
Zinsswap 2.786 0 2.786 5,22 % 6-Monats-USD-LIBOR 2009 bis 2011
Zinsswap 1.280 0 1.280 6,08 % 3-Monats-USD-LIBOR 2009 bis 2011
Zinsswap 1.787 243 894 3,85 % 6-Monats-CZK-PRIBOR 2007 bis 2014
Devisentermingeschäfte 46.766 0 46.766 - - 2011 bis 2016


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TEUR Marktwert
Zinsswap -28
Zinsswap -1
Zinsswap -104
Zinsswap -12
Zinsswap -47
Zinsswap -47
Zinsswap -50
Zinsswap -12
Zinsswap -45
Zinsswap -2
Zinsswap -6
Zinsswap -39
Zinsswap -135
Zinsswap -135
Zinsswap -37
Zinsswap -31
Devisentermingeschäfte 228*


* Anwendung von Hedge-Accounting


Die Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen, wurden unter Berücksichtigung von Steuereffekten in Höhe von 94 TEUR (i. V. 370 TEUR) direkt im Eigenkapital erfasst.

Im Rahmen des Hedge-Accounting wurden 22 TEUR (i. V. 1.041 TEUR) dem Eigenkapital entnommen und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatz verbucht. Von dieser Entnahme sind 0 TEUR (i. V. 0 TEUR) auf die Ineffektivität der Sicherungsbeziehung zurückzuführen.

Zum Bilanzstichtag wird davon ausgegangen, dass alle geplanten Transaktionen eintreten werden. Weiter wird erwartet, dass innerhalb der in vorstehender Tabelle angegebenen Laufzeit die abgesicherten Cashflows eintreten und sich auf die Gewinne und die Verluste auswirken werden.

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien und Klassen:

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Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert Fair Value
TEUR
2010 2009 2010 2009
AKTIVA




Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen LaR 41.959 38.720 41.959 38.720
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
1.493 1.535 1.493 1.535
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 1.493 1.535 1.493 1.535
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 0 0 0 0
davon Geldanlagen > 3 Monate LaR 0 0 0 0
Zahlungsmittel LaR 7.290 7.704 7.290 7.704
PASSIVA




Verzinsliche Darlehen
87.147 86.792 90.901 89.865
Schulden gegenüber Kreditinstituten FLAC 85.100 86.792 88.671 89.865
davon variabel verzinslich
42.098 43.943 42.098 43.943
davon festverzinslich
43.002 42.849 46.573 45.922
Schulden gegenüber Leasinggesellschaften n.a. 2.047 0 2.230 0
davon variabel verzinslich
107 0 107 0
davon festverzinslich
1.940 0 2.123 0
Schulden aus Lieferungen und Leistungen FLAC 20.265 13.772 20.265 13.772
Sonstige finanzielle Schulden
1.996 1.532 1.996 1.532
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 1.265 856 1.265 856
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 731 676 731 676
davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:




Loans and Receivables (LaR)
49.249 46.424 49.249 46.124
Financial Assets Held for Trading (FAHfT)
0 0 0 0
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC)
105.365 100.564 108.936 103.637
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT)
731 676 731 676


Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:

Stufe 1 | Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.

Stufe 2 | Verfahren bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind.

Stufe 3 | Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente:

31. Dezember 2010

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TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
AKTIVA



Sonstige finanzielle Vermögenswerte 0 1.493 0 1.493
davon Derivate mit Hedge-Beziehung 0 1.493 0 1.493
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung 0 0 0 0
PASSIVA



Sonstige finanzielle Schulden 0 1.996 0 1.996
davon Derivate mit Hedge-Beziehung 0 1.265 0 1.265
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung 0 731 0 731


31. Dezember 2009

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TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
AKTIVA



Sonstige finanzielle Vermögenswerte 0 1.535 0 1.535
davon Derivate mit Hedge-Beziehung 0 1.535 0 1.535
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung 0 0 0 0
PASSIVA



Sonstige finanzielle Schulden 0 1.532 0 1.532
davon Derivate mit Hedge-Beziehung 0 856 0 856
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung 0 676 0 676


Umbuchungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1 und Stufe 2 und Umbuchungen in oder aus Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3 wurden nicht vorgenommen.

Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert für die im Bestand befindlichen Finanzinstrumente sind folgende Gesamterträge und -aufwendungen entstanden:

Gesamterträge und -aufwendungen von Vermögenswerten bewertet zum beizulegenden Zeitwert:

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TEUR 2010 2009
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

Derivate ohne Hedge-Beziehung 0 0
Im Eigenkapital erfasst:

Derivate mit Hedge-Beziehung 658 1.520


Gesamterträge und -aufwendungen von Verbindlichkeiten bewertet zum beizulegenden Zeitwert:

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TEUR 2010 2009
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

Derivate ohne Hedge-Beziehung -55 -505
Im Eigenkapital erfasst:

Derivate mit Hedge-Beziehung -912 -65


Die Erträge beziehungsweise Aufwendungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von den Derivaten ohne Hedge-Beziehung werden im sonstigen betrieblichen Ertrag beziehungsweise im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen.

Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten dar (ohne derivative Finanzinstrumente, die in Hedge-Accounting einbezogen sind):

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TEUR 2010 2009
Loans and Receivables (LaR) -125 -935
davon aufgrund von Abgang 86 44
davon aufgrund von Neubewertung 0 0
davon aufgrund von Wertminderung/Wertaufholung -165 -841
davon aufgrund von Währungseffekten -46 -138



Financial Assets Held for Trading (FAHfT) 0 0
davon aufgrund von Abgang 0 0
davon aufgrund von Neubewertung 0 0



Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 585 658
davon aufgrund von Abgang 217 378
davon aufgrund von Neubewertung 0 0
davon aufgrund von Wertminderung/Wertaufholung 0 0
davon aufgrund von Währungseffekten 368 280



Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) -55 -190
davon aufgrund von Abgang 17 315
davon aufgrund von Neubewertung -72 -505


SONSTIGE ANGABEN

23 | Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten sind nicht angefallen. Von den kundenbezogenen Entwicklungskosten in Höhe von 7.175 TEUR (i. V. 6.765 TEUR) wurden 1.076 TEUR (i. V. 966 TEUR) in den immateriellen Vermögenswerten aktiviert.

24 | Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus einer fixen Grundvergütung und einem variablen Anteil zusammen. Für das Geschäftsjahr 2010 betrugen die kurzfristig fälligen Bezüge des Vorstands 1.313 TEUR (i. V. 648 TEUR). Hierin enthalten sind erfolgsbezogene Komponenten in Höhe von 487 TEUR (i. V. 0 TEUR) und sonstige Leistungen von 138 TEUR (i. V. 0 TEUR). Für die Mitglieder des Vorstands entstanden im Geschäftsjahr 2010 Dienstzeitaufwendungen für Pensionszusagen in Höhe von 201 TEUR (i. V. 182 TEUR).

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010 betrugen 178 TEUR (i. V. 23 TEUR).

Der Corporate-Governance-Bericht enthält den Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts.

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands der PWO AG und ihre Hinterbliebenen wurden Pensionszahlungen in Höhe von 222 TEUR (i. V. 219 TEUR) geleistet. Die entsprechende Pensionsrückstellung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 1.966 TEUR (i. V. 1.962 TEUR).

25 | Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2010 2009
Abschlussprüfung 157 222
Steuerberatungsleistungen 65 60
Summe 222 282


Im Berichtsjahr enthält das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer periodenfremde Aufwendungen von Höhe von 16 TEUR (i. V. 87 TEUR).

Weitere Bestätigungs- und Bewertungsleistungen wurden nicht in Anspruch genommen.

26 | Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Unternehmen und Personen des Konzerns sind das oberste Mutterunternehmen sowie der Vorstand und der Aufsichtsrat. Während des Geschäftsjahres gab es keine Geschäftsbeziehungen zwischen dem Konzern und dem obersten Mutterunternehmen. Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nahestehenden Personen bestanden nicht. Auf die Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht im Lagebericht wird verwiesen.

Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung der nahestehenden Personen des Konzerns umfasst die Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Corporate-Governance-Bericht enthält den Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts.

27 | Zusatzinformation zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme basierend auf IAS 7 dargestellt. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds beinhaltet die Zahlungsmittel und die jederzeit fälligen Bankschulden. Die jederzeit fälligen Bankschulden in Höhe von 2.985 TEUR (i. V. 4.213 TEUR) sind in der Bilanzposition "kurzfristige verzinsliche Darlehen" enthalten.

Im Vorjahr zeigt der Cashflow aus Investitionstätigkeit unter der Position "Erlöse aus dem Verkauf von Gesellschaften" mit 716 TEUR den aus der Veräußerung des Beteiligungsanteils am Joint Venture PWO & BMC Holding Co., Ltd., Hongkong, China, resultierenden Verkaufserlös.

28 | Segmentbericht

Entsprechend der internen Steuerung des Konzerns stellen die Produktionsstandorte die Basis für die Segmentberichterstattung dar. Der Hauptentscheidungsträger des Konzerns ist definiert als der Vorstand der PWO AG. Die Segmente werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Entsprechend werden auch die Umsätze dieser Segmente nach dem Standort des Vermögens zugeordnet. Die Aufteilung erfolgt in die Regionen Deutschland, Übriges Europa, NAFTA-Raum und Asien. Der NAFTA-Raum umfasst die Standorte Kanada und Mexiko.

Ergebnis, Vermögen, Schulden und Abschreibungen zwischen den einzelnen Segmenten werden in der Spalte "Konsolidierung" eliminiert. In dieser Spalte werden auch die nicht den einzelnen Segmenten zuordenbaren Positionen erfasst. Die Segmentdaten werden in Übereinstimmung mit den im Konzernabschluss angewandten Rechnungslegungsmethoden ermittelt.

Zum 31. Dezember 2010 bzw. 31. Dezember 2009 wurden keine Kunden identifiziert, mit denen der Konzern mindestens 10 % Umsatzerlöse erzielt hat.

Segmentinformationen nach Standorten

Geschäftsjahr 2010

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TEUR Deutschland Übriges Europa NAFTA- Raum Asien Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse gesamt 203.131 28.158 39.958 4.643 0 275.890
Innenumsätze -6.613 -2.527 -2.555 0 0 -11.695
Außenumsätze 196.518 25.631 37.403 4.643 0 264.195







Gesamtleistung 205.552 30.646 40.592 4.813 -10.889 270.714
Wesentliche Erträge 3.775 261 1.862 827 -1.777 4.948
Wesentliche Aufwendungen 180.406 27.424 41.179 6.308 -12.705 242.612
Abschreibungen 11.000 2.093 3.265 671 14 17.043
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 17.921 1.390 -1.990 -1.339 25 16.007







Zinsertrag 673 1 1 2 -562 115
Zinsaufwand 3.875 1.367 1.092 547 -562 6.319
Ergebnis vor Steuern (EBT) 14.719 24 -3.081 -1.884 25 9.803







Ertragsteuern 4.400 -774 -264 0 -18 3.344
Periodenergebnis 10.319 798 -2.817 -1.884 43 6.459







Vermögen 120.101 44.644 45.416 19.916 -6.618 223.459
davon langfristige Vermögenswerte 48.606 24.644 27.641 13.540 -200 114.231
Schulden 21.217 8.159 12.966 16.570 95.576 154.488
Investitionen 9.068 2.522 7.385 450 -158 19.267


Segmentinformationen nach Standorten

Geschäftsjahr 2009

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TEUR Deutschland Übriges Europa NAFTA- Raum Asien Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse gesamt 164.737 20.597 26.831 1.720 0 213.885
Innenumsätze -3.186 -3.293 -1.035 0 0 -7.514
Außenumsätze 161.551 17.304 25.796 1.720 0 206.371







Gesamtleistung 163.425 21.053 26.475 1.835 -6.036 206.752
Wesentliche Erträge 3.502 399 1.780 1.442 -1.987 5.136
Wesentliche Aufwendungen 154.255 20.497 29.023 4.102 -8.168 199.709
Abschreibungen 11.014 1.849 3.251 298 716 17.128
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 1.658 -894 -4.019 -1.123 -571 -4.949







Zinsertrag 115 3 61 1 -100 80
Zinsaufwand 3.468 1.197 653 363 -100 5.581
Ergebnis vor Steuern (EBT) -1.695 -2.088 -4.611 -1.485 -571 -10.450







Ertragsteuern -513 -388 -612 0 12 -1.501
Periodenergebnis -1.182 -1.700 -3.999 -1.485 -583 -8.949







Vermögen 121.720 38.666 33.419 17.322 -6.463 204.664
davon langfristige Vermögenswerte 50.737 24.214 21.312 12.372 -185 108.450
Schulden 16.595 5.807 7.346 12.493 100.958 143.199
Investitionen 9.028 414 1.514 3.486 -457 13.985


Das Segmentvermögen und die Segmentschulden entsprechen den Werten aus den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen. Wesentliche zahlungsunwirksame Posten in der Berichterstattung betreffen im Segment Deutschland eine Zuführung zu den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1.191 TEUR (i. V. 1.703 TEUR) und zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 887 TEUR (i. V. 989 TEUR). Im Vorjahr enthält das Segment NAFTA-Raum eine Abschreibung auf den Goodwill in Höhe von 698 TEUR.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Außenumsätze in die drei strategischen Produktbereiche. Die Produktbereiche sind im Konzernlagebericht, Kapitel "Unternehmensprofil", erläutert.

Segmentinformationen nach Produktbereichen

Umsatzerlöse

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TEUR 2010 2009
Mechanische Komponenten für Elektrik und Elektronik 93.299 67.090
Sicherheitskomponenten für Airbag, Sitz und Lenkung 90.496 79.223
Strukturkomponenten und Subsysteme für Karosserie und Fahrwerk 80.400 60.058
Summe 264.195 206.371


29 | Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der Konzern die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2010 betrug der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts 5.471 TEUR (i. V. 5.338 TEUR).

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuerguthaben in dem Maße erfasst, in dem es aufgrund der Steuerplanung wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge und Steuerguthaben tatsächlich genutzt werden können. Insgesamt waren zum 31. Dezember 2010 aktive latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 2.504 TEUR (i. V. 2.592 TEUR) und auf Steuerguthaben in Höhe von 821 TEUR (i. V. 0 TEUR) gebildet. Von den Verlustvorträgen entfallen auf die PWO AG 0 TEUR (i. V. 430 TEUR), PWO Canada Inc. 513 TEUR (i. V. 340 TEUR), PWO UNITOOLS CZ a.s. 1.053 TEUR (i. V. 1.117 TEUR) und auf PWO de México S.A. de C.V. 938 TEUR (i. V. 705 TEUR). Diese Unternehmenseinheiten haben in der laufenden bzw. in der vorhergehenden Periode einen Verlust erlitten. Die Steuerguthaben betreffen im Wesentlichen PWO UNITOOLS CZ a.s.

Aufgrund der geplanten Geschäftsentwicklung der Folgejahre wird von einer Werthaltigkeit der latenten Steueransprüche ausgegangen. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensentscheidung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Zum 31. Dezember 2010 belief sich der zum Stichtagskurs in Euro umgerechnete Wert der steuerlichen Verlustvorträge auf insgesamt 10.176 TEUR (i. V. 10.965 TEUR) und der nicht berücksichtigten, zeitlich begrenzt nutzungsfähigen Verlustvorträge auf 3.761 TEUR (i. V. 2.591 TEUR). Davon verfällt ein Betrag in Höhe von 800 TEUR im Jahr 2018, ein Betrag von 1.694 TEUR im Jahr 2019 und ein Betrag von 1.267 TEUR im Jahr 2020. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangsangabe Nr. 12 dargestellt.

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.

Entwicklungskosten werden entsprechend der dargestellten Rechnungslegungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Konzerns, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge trifft der Konzern Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus dem Projekt, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen Nutzens. Der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten betrug zum 31. Dezember 2010 2.657 TEUR (i. V. 1.778 TEUR). Dieser Betrag umfasst im Wesentlichen Investitionen in die Entwicklung eines Modulträgers. Für dieses Projekt liegt seit 2008 der Serienauftrag vor.

30 | Konzernbeziehungen

Der Konzernabschluss wird seinerseits in den Konzernabschluss der Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, als höchste Konzernspitze, einbezogen, welcher im elektronischen Bundesanzeiger einzusehen ist.

31 | Corporate Governance

Die im Dezember 2010 von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

32 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

Oberkirch, 3. März 2011

Der Vorstand

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Karl M. Schmidhuber Bernd Bartmann Dr. Winfried Blümel
(Vorsitzender)


ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS

ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS 31. DEZEMBER 2010

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
TEUR 01.01.2010 Zugänge Umbuchungen Abgänge Kursveränderung 31.12.2010
Grundstücke und Bauten 60.995 240 -169 343 2.074 62.797
Technische Anlagen und Maschinen 162.348 5.518 4.156 1.099 2.990 173.913
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.052 1.603 708 903 467 24.927
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.084 9.742 -4.695 0 80 11.211
Sachanlagen 252.479 17.103 0 2.345 5.611 272.848
Auftrags- und kundenbezogene Entwicklungsleistungen 1.808 1.076 0 0 0 2.884
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 10.671 1.088 0 0 53 11.812
Geschäfts- oder Firmenwert 6.536 0 0 0 185 6.721
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 865 0 0 0 67 932
Immaterielle Vermögenswerte 19.880 2.164 0 0 305 22.349
Anlagevermögen 272.359 19.267 0 2.345 5.916 295.197


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Abschreibungen
TEUR 01.01.2010 Zugänge Umbuchungen Abgänge Kursveränderung 31.12.2010
Grundstücke und Bauten 19.732 1.816 0 343 296 21.501
Technische Anlagen und Maschinen 118.902 11.279 0 1.089 1.621 130.713
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.684 2.153 0 870 261 18.228
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
Sachanlagen 155.318 15.248 0 2.302 2.178 170.442
Auftrags- und kundenbezogene Entwicklungsleistungen 30 197 0 0 0 227
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 6.626 1.464 0 0 29 8.119
Geschäfts- oder Firmenwert 1.198 0 0 0 52 1.250
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 737 134 0 0 57 928
Immaterielle Vermögenswerte 8.591 1.795 0 0 138 10.524
Anlagevermögen 163.909 17.043 0 2.302 2.316 180.966


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Buchwerte
TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Grundstücke und Bauten 41.296 41.263
Technische Anlagen und Maschinen 43.200 43.446
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.699 6.368
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.211 6.084
Sachanlagen 102.406 97.161
Auftrags- und kundenbezogene Entwicklungsleistungen 2.657 1.778
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.693 4.045
Geschäfts- oder Firmenwert 5.471 5.338
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4 128
Immaterielle Vermögenswerte 11.825 11.289
Anlagevermögen 114.231 108.450


ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS 31. DEZEMBER 2009

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
TEUR 01.01.2009 Zugänge Umbuchungen Abgänge Kursveränderung 31.12.2009
Grundstücke und Bauten 52.576 2.851 4.951 77 694 60.995
Technische Anlagen und Maschinen 155.260 4.010 2.788 1.969 2.259 162.348
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.607 1.492 268 544 229 23.052
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.095 4.177 -8.073 0 -115 6.084
Sachanlagen 239.538 12.530 -66 2.590 3.067 252.479
Auftrags- und kundenbezogene Entwicklungsleistungen 842 966 0 0 0 1.808
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 10.014 489 142 0 26 10.671
Geschäfts- oder Firmenwert 6.427 0 0 0 109 6.536
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 885 0 0 0 -20 865
Geleistete Anzahlungen 76 0 -76 0 0 0
Immaterielle Vermögenswerte 18.244 1.455 66 0 115 19.880
Anlagevermögen 257.782 13.985 0 2.590 3.182 272.359


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Abschreibungen
TEUR 01.01.2009 Zugänge Umbuchungen Abgänge Kursveränderung 31.12.2009
Grundstücke und Bauten 17.839 1.750 -6 61 210 19.732
Technische Anlagen und Maschinen 107.691 11.074 0 1.368 1.505 118.902
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.101 1.907 0 498 174 16.684
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
Sachanlagen 140.631 14.731 -6 1.927 1.889 155.318
Auftrags- und kundenbezogene Entwicklungsleistungen 0 30 0 0 0 30
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 5.180 1.417 6 0 23 6.626
Geschäfts- oder Firmenwert 519 698* 0 0 -19 1.198
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 502 252 0 0 -17 737
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
Immaterielle Vermögenswerte 6.201 2.397 6 0 -13 8.591
Anlagevermögen 146.832 17.128 0 1.927 1.876 163.909


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Buchwerte
TEUR 31.12.2009 31.12.2008
Grundstücke und Bauten 41.263 34.737
Technische Anlagen und Maschinen 43.446 47.569
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.368 6.506
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.084 10.095
Sachanlagen 97.161 98.907
Auftrags- und kundenbezogene Entwicklungsleistungen 1.778 842
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 4.045 4.834
Geschäfts- oder Firmenwert 5.338 5.908
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 128 383
Geleistete Anzahlungen 0 76
Immaterielle Vermögenswerte 11.289 12.043
Anlagevermögen 108.450 110.950


* Impairment Goodwill PWO de México S.A. de C.V.


BESTÄTIGUNGSVERMERK

Zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den von der Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft, Oberkirch, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Freiburg i. Br., 7. März 2011

Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Nietzer Ruby
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer


VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Oberkirch, 3. März 2011

Der Vorstand

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Karl M. Schmidhuber Bernd Bartmann Dr. Winfried Blümel
(Vorsitzender)


EINZELABSCHLUSS DER PWO AG 2010

Der Lagebericht der PWO AG und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010 sind nach § 315 Abs. 3 HGB zusammengefasst und im Geschäftsbericht 2010 veröffentlicht.

Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der PWO AG für das Geschäftsjahr 2010 werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der Jahresabschluss der PWO AG sowie der Geschäftsbericht 2010 stehen auch im Internet unter http://www.progress-werk.de/berichte2010.html und ab Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung 2011 unter http://progress-werk.de/hauptversammlung.html zur Verfügung.

BILANZ PWO AG

AKTIVA

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Anhang Nr.
2010 2009


TEUR TEUR

Auftrags- und kundenbezogene Entwicklungsleistungen 132 0

Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.102 3.643

Immaterielle Vermögensgegenstände 3.234 3.643

Grundstücke und Bauten 13.214 13.964

Technische Anlagen und Maschinen 17.579 18.072

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.036 3.622

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.061 5.234

Sachanlagen 38.890 40.892

Anteile an verbundenen Unternehmen 36.885 28.723

Ausleihungen an verbundene Unternehmen 18.608 10.587

Finanzanlagen 55.493 39.310
3 Anlagevermögen 97.617 83.845

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.166 6.980

Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 14.133 12.155

Fertige Erzeugnisse 10.696 11.453
4 Vorräte 31.995 30.588

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.919 29.524

Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.188 4.453

Sonstige Vermögensgegenstände 2.775 2.390
5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 34.882 36.367

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.305 3.038

Umlaufvermögen 71.182 69.993
6 Rechnungsabgrenzungsposten 130 180
10 Aktive latente Steuern 627 0

Bilanzsumme 169.556 154.018


PASSIVA

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Anhang Nr.
2010 2009


TEUR TEUR

Gezeichnetes Kapital 7.500 6.391

Kapitalrücklage 17.753 17.753

Gesetzliche Rücklage 204 204

Andere Gewinnrücklagen 47.250 42.500

Gewinnrücklagen 47.454 42.704

Bilanzgewinn 4.939 10
7 Eigenkapital 77.646 66.858

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 23.687 22.034

Steuerrückstellungen 1.707 0

Sonstige Rückstellungen 11.213 7.975
8 Rückstellungen 36.607 30.009

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 42.056 44.485

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 317

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.541 9.526

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 538 860

Sonstige Verbindlichkeiten 1.168 1.963
9 Verbindlichkeiten 55.303 57.151

Bilanzsumme 169.556 154.018


GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG PWO AG

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Anhang Nr.
2010 2009


TEUR TEUR
14 Umsatzerlöse 203.131 164.737

Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.222 -2.297
15 Andere aktivierte Eigenleistungen 261 19

Gesamtleistung 204.614 162.459
16 Sonstige betriebliche Erträge 3.885 3.558

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -84.659 -69.099

Aufwendungen für bezogene Leistungen -18.656 -17.994

Materialaufwand -103.315 -87.093

Löhne und Gehälter -50.882 -45.284

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -10.279 -9.983
17 Personalaufwand -61.161 -55.267

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -10.219 -9.785
18 Sonstige betriebliche Aufwendungen -16.132 -12.872
19 Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, 562 40

davon aus verbundenen Unternehmen 562 TEUR (i. V. 40 TEUR)


Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 112 75
20 Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -3.400
21 Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.714 -3.115

Finanzergebnis -3.040 -6.400

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 14.632 -5.400

Außerordentliche Erträge 214 0

Außerordentliche Aufwendungen -725 0
22 Außerordentliches Ergebnis -511 0
23 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.351 181

Jahresüberschuss (i. V. Jahresfehlbetrag) 9.770 -5.219

Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 10 1.479

Einstellung in andere Gewinnrücklagen (i. V. Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen) -4.841 3.750

Bilanzgewinn 4.939 10


ANHANG PWO AG

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

1 | Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Der Abschluss ist in Tausend Euro aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr durch die Anwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG), insbesondere in Bezug auf den Ansatz von Entwicklungsleistungen und latenten Steuern sowie der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen, geändert. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen wurde nicht vorgenommen.

2 | Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Dabei wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten der aktivierten Eigenleistungen sowohl die Einzelkosten als auch die notwendigen Fertigungsgemeinkosten zugrunde gelegt.

Bei den Sachanlagen sind die Abschreibungen teils nach der linearen, teils nach der degressiven Methode ermittelt worden. Bestimmte Maschinen sowie auftragsbezogene Werkzeuge wurden in Abhängigkeit der im Berichtsjahr erzeugten Stückzahl, bezogen auf die in Auftrag gegebene bzw. geplante Gesamtstückzahl, leistungsbezogen abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 150,00 EUR sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 150,00 EUR bis 1.000,00 EUR wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p. a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abwertungen auf schwer verwertbare bzw. unbrauchbare Materialien wurden vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Werkzeug- und Entwicklungsaufträge werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Hierbei wird eine verlustfreie Bewertung dergestalt vorgenommen, dass die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten maximal in Höhe des Verkaufspreises zuzüglich der über die Serienproduktion erzielbaren Erlöse angesetzt werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Fremdwährungspositionen sind verlustfrei bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch einen pauschalen Abschlag berücksichtigt. Das in den Rechnungsabgrenzungsposten aktivierte Disagio wurde planmäßig auf die Darlehenslaufzeit abgeschrieben.

Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) errechnet unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen entsprechend alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen werden mit dem Anschaffungskurs, höchstens aber mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Grundsätzlich werden Fremdwährungsverpflichtungen mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bzw. mit den niedrigeren Kursen am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

3 | Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage zum Anhang). Folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern werden zugrunde gelegt:

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Jahre
Bauten 25 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 10
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14
EDV- Hardware 3 bis 5


Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Software beträgt 3 bis 5 Jahre.

Die Finanzausleihungen an eine chinesische Tochtergesellschaft wurden in Ausübung des Bewertungswahlrechts nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB mit einem um 0,8 Mio. EUR über dem beizulegenden Wert liegenden Buchwert ausgewiesen. Eine außerplanmäßige Abschreibung ist unterblieben, weil sich die Gesellschaft im Aufbau befindet und damit ihre geplante Struktur noch nicht gegeben ist. Dadurch fallen in den ersten Jahren Anlaufverluste an. Aufgrund der genehmigten Investitionen wird die Gesellschaft ab 2013 einen positiven Cashflow haben. Damit ist die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer. Steuerliche Vorteile aufgrund der bisher entstandenen Verluste wurden nicht berücksichtigt.

4 | Vorräte

Der Vorratsbestand wurde größtenteils durch Stichprobeninventur sowie systemgestützte Werkstattinventur ermittelt. Daneben erfolgte die Erfassung durch körperliche Aufnahme zum Bilanzstichtag.

5 | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 5.188 TEUR (i. V. 4.453 TEUR).

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TEUR 2010 davon Restlaufzeit > 1 Jahr 2009 davon Restlaufzeit > 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.919 0 29.524 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.188 0 4.453 0
Sonstige Vermögensgegenstände 2.775 775 2.390 827
Summe 34.882 775 36.367 827


6 | Rechnungsabgrenzungsposten

Dieser Posten umfasst mit 130 TEUR (i. V. 180 TEUR) das Disagio aus der Aufnahme von Finanzschulden.

7 | Eigenkapital

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TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklage Andere Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Eigenkapital PWO AG
Stand am 01.01.2010 6.391 17.753 204 42.500 10 66.858
Dividendenausschüttung



0 0
Jahresüberschuss



9.770 9.770
Umstellungseffekt BilMoG latente Steuern


1.018
1.018
Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 1.109

-1.109
0
Einstellung in andere Gewinnrücklagen


4.841 -4.841 0
Stand am 31.12.2010 7.500 17.753 204 47.250 4.939 77.646


Gezeichnetes Kapital

Die Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 hat eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln von 6.391 TEUR um 1.109 TEUR auf 7.500 TEUR durch Umwandlung eines Teilbetrags von 1.109 TEUR der in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009 ausgewiesenen anderen Gewinnrücklagen beschlossen.

Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2010 7.500 TEUR (i. V. 6.391 TEUR), eingeteilt in 2.500.000 Stückaktien.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 3.000.000,00 EUR gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I/2010).

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 750.000,00 EUR gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II/2010).

Die Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 3.000.000,00 EUR beschlossen (Bedingtes Kapital 2010).

Gewinnrücklagen und übriges Eigenkapital

Aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 9.770 TEUR wurden 4.841 TEUR in andere Gewinnrücklagen eingestellt.

Im Bilanzgewinn in Höhe von 4.939 TEUR ist der Gewinnvortrag aus dem Jahr 2009 mit 10 TEUR enthalten. Im Übrigen wird auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns verwiesen.

Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG

Durch Mitteilung vom 15. Februar 2008 hat die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, eine Beteiligung von 55,282 % angezeigt.

Durch Mitteilung vom 21. Juli 2008 hat die Delta Lloyd Europees Deelnemingen Fonds NV, Amsterdam, Niederlande, eine Beteiligung von 3,05 % angezeigt.

Durch Mitteilung vom 15. Oktober 2008 hat die Delta Lloyd Europees Deelnemingen Fonds NV, Amsterdam, Niederlande, eine Beteiligung von 5,12 % angezeigt.

8 | Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) errechnet unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G. Der BilMoG-Übergangsbetrag in Höhe von 6.669 TEUR wird auf 15 Jahre verteilt. Davon sind 445 TEUR gebucht. Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen erfolgt unter folgenden versicherungsmathematischen Annahmen:

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2010
Verzinsung 5,17 %
Fluktuationsrate 2,5 %
Zukünftiger Gehaltstrend < 40 Jahre 3,5 %
Zukünftiger Gehaltstrend > 40 Jahre 2,5 %
Zukünftige Pensionsanpassungen 2,0 %


Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten die notwendigen Beträge für Aufwendungen im Personalbereich in Höhe von 8.926 TEUR (i. V. 6.169 TEUR) und sonstige erkennbare Verpflichtungen und Risiken, für die handelsrechtlich Rückstellungen gebildet werden können. Im Wesentlichen sind dies Rückstellungen für Erfolgsbeteiligungen, Altersteilzeit, Urlaubs- und Gleitzeitrückstellungen sowie Jubiläumszuwendungen.

9 | Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 15.770 TEUR (i. V. 15.770 TEUR) durch Grundschulden und 11.800 TEUR (i. V. 13.629 TEUR) durch Sicherungsübereignung gesichert. Darüber hinaus bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 538 TEUR (i. V. 860 TEUR).

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davon Restlaufzeit
TEUR 2010 < 1 Jahr > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 42.056 12.213 3.567
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.541 11.541 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 538 538 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.168 849 0
davon aus Steuern 573 573 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 96 34 0
Summe 55.303 25.141 3.567


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davon Restlaufzeit
TEUR 2009 < 1 Jahr > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 44.485 16.760 4.555
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 317 317 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.526 9.526 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 860 860 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.963 1.871 0
davon aus Steuern 1.574 1.574 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 123 31 0
Summe 57.151 29.334 4.555


10 | Latente Steuern

Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde der inländische Ertragssteuersatz von 28,08 % zugrunde gelegt. Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten sind in der folgenden Übersicht dargestellt:

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Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
TEUR 2010 2010
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen 13 37
Sonstige Aktiva 0 0
Steuerliche Verlustvorträge und Steuerguthaben 0 0
Rückstellungen 651 0
Verbindlichkeiten 0 0
Zwischensumme 664 37
Saldierung -37 -37
Bestand laut Bilanz 627 0


11 | Haftungsverhältnisse

Es bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von 40.135 TEUR (i. V. 42.845 TEUR) für Kreditverbindlichkeiten der PWO Canada Inc., PWO UNITOOLS CZ a.s., PWO High-Tech Metal Components (Suzhou) Co. Ltd. und PWO de Mexico S.A. de C.V. Derzeit ist kein Risiko der Inanspruchnahme erkennbar.

Eine Avalbürgschaft zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben beträgt zum Stichtag 2.344 TEUR (i. V. 1.996 TEUR).

12 | Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2010 betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen inklusive des Bestellobligos 7.643 TEUR (i. V. 2.582 TEUR).

Davon entfallen nach der Fristigkeit auf die nächsten Geschäftsjahre:

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davon Restlaufzeit
TEUR 2011 ff. < 1 Jahr > 5 Jahre
Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen 2.257 1.106 4
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 5.386 5.386 0
Summe 7.643 6.492 4


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davon Restlaufzeit
TEUR 2010 ff. < 1 Jahr > 5 Jahre
Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen 1.171 898 5
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 1.411 1.411 0
Summe 2.582 2.309 5


13 | Finanzinstrumente

PWO setzt zur Zins- und Währungsabsicherung derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften sowie zinsbezogene Derivate ein, die zum Marktwert bewertet werden. Die Zinsswaps sind in den sonstigen Rückstellungen erfasst. Eine Bewertungseinheit wurde nicht gebildet.

Zum 31. Dezember 2010 sind folgende derivative Finanzinstrumente offen:

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TEUR Nominalbetrag Tilgung 2010 Restbetrag Festsatz p.a. Variabler Zins Laufzeit
Zinsswap 1.800 180 630 3,98 % 6-Monats-EURIBOR 2004 bis 2014
Zinsswap 3.000 0 3.000 1,84 % 3-Monats-EURIBOR 2009 bis 2011
Zinsswap 1.000 0 1.000 3,15% 3-Monats-EURIBOR 2009 bis 2014
Zinsswap 1.000 0 1.000 3,15% 3-Monats-EURIBOR 2010 bis 2014
Zinsswap 1.000 0 1.000 3,15% 1-Monats-EURIBOR 2009 bis 2014
Zinsswap 1.000 0 1.000 1,97 % 3-Monats-EURIBOR 2010 bis 2013
Zinsswap 1.000 0 1.000 2,19% 3-Monats-EURIBOR 2010 bis 2015
Zinsswap 1.000 0 1.000 2,06 % 3-Monats-EURIBOR 2010 bis 2015
Devisentermingeschäft 24.655 0 24.655 - - 2011 bis 2016


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TEUR Marktwert
Zinsswap -28
Zinsswap -12
Zinsswap -47
Zinsswap -45
Zinsswap -50
Zinsswap -12
Zinsswap -2
Zinsswap -6
Devisentermingeschäft -1.114


Die Marktwerte der Finanzinstrumente sind nach der Discounted-Cash-Flow-Methode berechnet.

In den Finanzanlagen sind USD-Ausleihungen enthalten. Deren Buchwert beträgt 5.565 TEUR(i. V. 2.493 TEUR). Der entsprechende Marktwert lag zum 31. Dezember 2010 bei 5.436 TEUR (i. V. 2.384 TEUR). Eine Abschreibung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB wurde nicht vorgenommen, da sich die Wertminderung nur temporär auswirkt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

14 | Umsatzerlöse

Umsatzerlöse nach Standorten

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TEUR 2010 2009
Deutschland 133.522 111.300
Übriges Europa 44.681 41.540
Nordamerika 15.608 5.007
Andere Länder 9.320 6.890
Summe 203.131 164.737


Umsatzerlöse nach Produktbereichen

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TEUR 2010 2009
Mechanische Komponenten für Elektrik und Elektronik 81.212 62.288
Sicherheitskomponenten für Airbag, Sitz und Lenkung 65.315 58.583
Strukturkomponenten und Subsysteme für Karosserie und Fahrwerk 56.604 43.866
Summe 203.131 164.737


15 | Andere aktivierte Eigenleistungen

Bei den aktivierten Eigenleistungen handelt es sich überwiegend um Entwicklungsleistungen und Investitionen in Maschinen.

16 | Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten beinhaltet 684 TEUR (i. V. 1.021 TEUR) aperiodische Erträge. Es handelt sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erstattungen für Vorjahre etc.

17 | Personalaufwand und Mitarbeiter

Personalaufwand

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TEUR 2010 2009
Löhne und Gehälter 50.882 45.284
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 10.279 9.983
davon für Altersversorgung 1.127 1.350
Summe 61.161 55.267


Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt nach Beschäftigungsbereichen

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TEUR 2010 2009
Entwicklung und Vertrieb 92 87
Produktion und Materialwirtschaft 665 681
Werkzeugzentrum 228 225
Verwaltung 64 61
Gesamt 1.049 1.054
Auszubildende 109 107


18 | Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Ausgangsfrachten, Kosten für Leiharbeitskräfte, Miet- und Leasinggebühren, Instandhaltungsaufwendungen sowie darüber hinaus Aufwendungen für Rechts-, Prüfungs-, Beratungskosten, Fort- und Weiterbildung und Reisekosten. In den Aufwendungen sind auch die sonstigen Steuern in Höhe von 86 TEUR (i. V. 61 TEUR) enthalten. Aperiodische Aufwendungen fielen in Höhe von 126 TEUR (i. V. 94 TEUR) an.

19 | Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind in vollem Umfang gegenüber verbundenen Unternehmen erzielt worden.

20 | Abschreibungen auf Finanzanlagen

Im Vorjahr war eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert der PWO de Mexico S.A. de C.V. in Höhe von 3.400 TEUR ausgewiesen.

21 | Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von 1.471 TEUR (i. V. 1.262 TEUR) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

22 | Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis resultiert aus der geänderten Bewertung der Personalrückstellungen aufgrund der Neuregelungen des BilMoG. Im Wesentlichen enthalten die außerordentlichen Erträge latente Steuern und die außerordentlichen Aufwendungen Personalrückstellungen einschließlich Rückstellungen für Pensionen.

23 | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen zum weit überwiegenden Teil das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

In der Position enthalten sind aperiodische Aufwendungen in Höhe von 90 TEUR. Im Vorjahr wurden aperiodische Erträge in Höhe von 100 TEUR bilanziert.

SONSTIGE ANGABEN

24 | Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag der nach § 268 Abs. 8 HGB unterliegenden Ausschüttungssperre beträgt 759 TEUR. Der Betrag setzt sich zusammen aus der Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 132 TEUR sowie auf die Aktivierung latenter Steuern in Höhe von 627 TEUR.

25 | Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten sind nicht angefallen. Von den kundenbezogenen Entwicklungskosten in Höhe von 6.992 TEUR (i. V. 6.490 TEUR) wurden 138 TEUR (i. V. 0 TEUR) in den immateriellen Vermögenswerten aktiviert.

26 | Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus einer fixen Grundvergütung und einem variablen Anteil zusammen. Für das Geschäftsjahr 2010 betrugen die kurzfristig fälligen Bezüge des Vorstands 1.313 TEUR (i. V. 648 TEUR). Hierin enthalten sind erfolgsbezogene Komponenten in Höhe von 487 TEUR (i.V. 0 TEUR) und sonstige Leistungen von 138 TEUR (i. V. 0 TEUR).

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010 betrugen 178 TEUR (i.V. 23 TEUR).

Der Corporate-Governance-Bericht enthält den Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts.

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands der PWO AG und ihre Hinterbliebenen wurden Pensionszahlungen in Höhe von 222 TEUR (i. V. 219 TEUR) geleistet. Die entsprechende Pensionsrückstellung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 1.603 TEUR (i. V. 1.600 TEUR).

27 | Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2010 2009
Abschlussprüfung 157 222
Steuerberatungsleistungen 65 60
Summe 222 282


Im Berichtsjahr enthält das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 16 TEUR (i. V. 87 TEUR).

Weitere Bestätigungs- und Bewertungsleistungen wurden nicht in Anspruch genommen.

28 | Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen

Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nahe stehenden Personen lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht vor. Auf den Abhängigkeitsbericht und den Lagebericht wird verwiesen.

29 | Anteile an verbundenen Unternehmen

Die PWO AG ist zum 31. Dezember 2010 an folgenden Unternehmen beteiligt:

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TEUR Kapitalanteil Jahresergebnis Eigenkapital
PWO Canada Inc., Kitchener, Ontario, Kanada 100% -373 11.972
PWO UNITOOLS CZ a.s., Valašské Meziříčí, Tschechische Republik 100% 798 8.934
PWO Holding Co., Ltd., Hongkong, China 100% 253 -280
PWO High-Tech Metal Components (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou, China1) 100% -2.110 5.392
PWO High-Tech Tool Trading (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou, China1) 100% -27 96
PWO de Mexico S.A. de C.V., Puebla, Mexiko2) 100% -2.444 6.230


1) Mittelbare Beteiligung
2) Mittelbare Beteiligung über die PWO Canada Inc. in Höhe von 1 %


30 | Konzernabschluss

Der Konzernabschluss wird seinerseits in den Konzernabschluss der Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, als höchste Konzernspitze, einbezogen, welcher im elektronischen Bundesanzeiger einzusehen ist.

31 | Corporate Governance

Die im Dezember 2010 von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS PWO AG

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
TEUR 01.01.2010 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2010 01.01.2010
Auftrags- und kundenbezogene Entwicklungsleistungen 0 138 0 0 138 0
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 9.552 774 0 0 10.326 5.909
Immaterielle Vermögensgegenstände 9.552 912 0 0 10.464 5.909
Grundstücke und Bauten 31.857 28 0 0 31.885 17.893
Technische Anlagen und Maschinen 113.547 2.479 4.108 567 119.567 95.475
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.373 616 17 725 18.281 14.751
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.234 3.952 -4.125 0 5.061 0
Sachanlagen 169.011 7.075 0 1.292 174.794 128.119
Anteile an verbundenen Unternehmen 32.123 8.162 0 0 40.285 3.400
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 10.587 10.382 0 2.361 18.608 0
Finanzanlagen 42.710 18.544 0 2.361 58.893 3.400
Anlagevermögen 221.273 26.531 0 3.653 244.151 137.428


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Abschreibungen Buchwerte
TEUR Zugänge Abgänge 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009
Auftrags- und kundenbezogene Entwicklungsleistungen 6 0 6 132 0
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.315 0 7.224 3.102 3.643
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.321 0 7.230 3.234 3.643
Grundstücke und Bauten 778 0 18.671 13.214 13.964
Technische Anlagen und Maschinen 6.922 409 101.988 17.579 18.072
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.198 704 15.245 3.036 3.622
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 5.061 5.234
Sachanlagen 8.898 1.113 135.904 38.890 40.892
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 3.400 36.885 28.723
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 18.608 10.587
Finanzanlagen 0 0 3.400 55.493 39.310
Anlagevermögen 10.219 1.113 146.534 97.617 83.845


ORGANE DER GESELLSCHAFT

AUFSICHTSRAT

Dieter Maier,

Stuttgart

Vorsitzender des Aufsichtsrats

ehem. Mitglied des Vorstands der Baden-Württembergischen Bank AG,

Stuttgart

Weitere Mandate

Düker GmbH & Co. KGaA,

Karlstadt

Mitglied des Aufsichtsrats

Leitz GmbH & Co. KG,

Oberkochen

Vorsitzender des Beirats

Dr. jur. Klaus-Georg Hengstberger,

Böblingen

stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Geschäftsführer der Consult Invest

Beteiligungsberatungs-GmbH,

Böblingen

Weitere Mandate

Düker GmbH & Co. KGaA,

Karlstadt

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Katja Hertwig* ,

Durbach

Ausbilderin gewerblicher Bereich

Mitglied des Betriebsrats der PWO AG

Herbert König* ,

Renchen-Erlach

Industriekaufmann und

Vorsitzender des Betriebsrats der PWO AG

Ulrich Ruetz,

Ludwigsburg

ehem. Vorsitzender des Vorstands der BERU AG,

Ludwigsburg

Weitere Mandate

Düker GmbH & Co. KGaA,

Karlstadt

stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Sumida Corporation,

Tokio, Japan

Member of the Board

Weber-Hydraulik GmbH,

Güglingen

Vorsitzender des Beirats

Wüstenrot Holding AG,

Ludwigsburg

Mitglied des Aufsichtsrats

Wüstenrot & Württembergische AG,

Stuttgart

Mitglied des Aufsichtsrats

Dr. Gerhard Wirth,

Stuttgart

Rechtsanwalt, Partner der Sozietät

Gleiss Lutz

Weitere Mandate

Karl Danzer GmbH & Co. KG,

Reutlingen

Vorsitzender des Beirats

Düker GmbH & Co. KGaA,

Karlstadt

Mitglied des Aufsichtsrats

* Arbeitnehmervertreter


VORSTAND

Dipl.-Ing. Karl M. Schmidhuber,

Alzenau

Markt und Technologie

(Vorsitzender)

Weitere Mandate

Beru-Eichenauer GmbH,

Hatzenbühl

Vorsitzender des Beirats (bis 30.03.2010)

PWO Canada Inc.,

Kitchener, Ontario, Kanada

Director

PWO Holding Co., Ltd.,

Hongkong, China

Director

PWO High-Tech Metal Components

(Suzhou) Co., Ltd.,

Suzhou, China

Mitglied des Aufsichtsrats

PWO de Mexico S.A. de C.V.,

Puebla, Mexiko

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bernd Bartmann,

Offenburg

Kaufmännischer Bereich

Weitere Mandate

PWO Holding Co., Ltd.,

Hongkong, China

Director

PWO High-Tech Metal Components

(Suzhou) Co., Ltd.,

Suzhou, China

Mitglied des Aufsichtsrats

PWO UNITOOLS CZ a.s.,

Valašské Meziříčí,

Tschechische Republik

Mitglied des Aufsichtsrats

Sparkasse Offenburg/Ortenau,

Offenburg

Mitglied des Beirats (seit 22.07.2010)

Dr.-Ing. Winfried Blümel,

Oberkirch

Produktion und Materialwirtschaft

Weitere Mandate

PWO de Mexico S.A. de C.V.,

Puebla, Mexiko

Mitglied des Aufsichtsrats

PWO UNITOOLS CZ a.s.,

Valašské Meziříčí,

Tschechische Republik

Vorsitzender des Aufsichtsrats

GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den zum 31. Dezember 2010 ausgewiesenen Bilanzgewinn der PWO AG von 4.939.597,25 EUR wie folgt zu verwenden:

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Ausschüttung einer Dividende von 1,00 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie 2.500.000,00 EUR
Zuführung zu den anderen Gewinnrücklagen 2.400.000,00 EUR
Vortrag auf neue Rechnung 39.597,25 EUR


Der Gewinnverwendungsvorschlag berücksichtigt keine eigenen Aktien. Sollte die Gesellschaft im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns eigene Aktien halten, vermindert sich der auszuschüttende Betrag um den Dividendenteilbetrag, der auf die eigenen Aktien entfällt. Der Gewinnvortrag verändert sich gegenläufig um den gleichen Betrag.

Oberkirch, 3. März 2011

Der Vorstand

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Karl M. Schmidhuber Bernd Bartmann Dr. Winfried Blümel
(Vorsitzender)


BESTÄTIGUNGSVERMERK

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft, Oberkirch, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Freiburg i. Br., 7. März 2011

Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Nietzer Ruby
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer