Progress-Werk Oberkirch AGOberkirchKonzernabschluss und Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Geschäftsbericht 2010CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHTDie Corporate Governance der Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft
entspricht den in der deutschen Wirtschaft üblichen Standards guter
Unternehmensführung. Die Satzung der Gesellschaft enthält keine hiervon
abweichenden Regelungen. Die Aktionärsrechte werden in vollem Umfang
beachtet, alle Anteilseigner unterschiedslos behandelt. Freier Erwerb und
freie Veräußerung der Aktien der Progress-Werk Oberkirch AG sind
garantiert. RECHTLICHER RAHMENAls Aktiengesellschaft deutschen Rechts unterliegt die Progress-Werk
Oberkirch AG den entsprechenden gesetzlichen Vorschriften zu deren Leitung
und Überwachung. Ihre Führungs- und Kontrollstruktur ist zweigeteilt. Sie
setzt sich aus einem mindestens zweiköpfigen Vorstand und einem
sechsköpfigen Aufsichtsrat zusammen. Der Aufsichtsrat wird gemäß dem
Drittelbeteiligungsgesetz aus Vertretern der Anteilseigner und der
Arbeitnehmer gebildet. Er hat die gemäß seiner Geschäftsordnung vorgesehenen
Ausschüsse eingerichtet und berichtet über deren Tätigkeit in seinem Bericht
über das Geschäftsjahr. Die operative Führung und strategische Entwicklung der Gesellschaft
obliegt dem Vorstand in eigener Verantwortung, der darin vom Aufsichtsrat
überwacht und beraten wird. Vorstand und Aufsichtsrat orientieren Führung
und Überwachung der Gesellschaft am Deutschen Corporate Governance Kodex in
seiner jeweils aktuellen Fassung. Die Entsprechenserklärung hierzu wurde auf
der Internetseite der Gesellschaft unter der Adresse www.progress-werk.de im
Bereich Investor Relations unter Corporate Governance veröffentlicht und ist
am Ende dieses Berichts wiedergegeben. Ergänzende Ausführungen zur Corporate
Governance enthält auch die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a
Handelsgesetzbuch, die ebenfalls auf der vorgenannten Internetseite der
Gesellschaft im Bereich Investor Relations unter Corporate Governance
zugänglich ist. CORPORATE-GOVERNANCE-PHILOSOPHIEZusätzlich zu den gesetzlichen Anforderungen und Börsenstandards für eine
zeitnahe Berichterstattung unter Beachtung der gebotenen Gleichbehandlung
aller Aktionäre (Geschäfts- und Quartalsberichte, Meldungen
ad-hoc-pflichtiger Ereignisse, Directors' Dealings und meldepflichtige
Veränderungen von Stimmrechtsanteilen, von denen die Gesellschaft Kenntnis
erhält) fühlt sich der Vorstand einer umfassenden Kommunikation gegenüber
der Öffentlichkeit verpflichtet. Er hat daher die Kapitalmarktkommunikation in den letzten Jahren und auch
im Geschäftsjahr 2010 weiter ausgebaut. So steht das Management auf
Kapitalmarktkonferenzen Rede und Antwort, werden wichtige und für die
Einschätzung der Perspektiven der Gesellschaft relevante Informationen
zeitnah öffentlich gemacht. Alle Berichte und Meldungen werden im Internet
unter www.progress-werk.de dokumentiert und veröffentlicht. Dort werden auch
weitere Informationen - unter anderem zur Hauptversammlung, die Satzung der
Gesellschaft sowie die beruflichen Tätigkeiten und weiteren Mandate der
Mitglieder des Aufsichtsrats - zur Verfügung gestellt. Der Vorstand fühlt sich den Aktionären der Gesellschaft in besonderer
Weise verpflichtet. Als ihre Eigentümer stellen sie das Kapital für den
Erhalt und den Ausbau der internationalen Marktposition der Progress-Werk
Oberkirch AG zur Verfügung und handeln damit unternehmerisch. Es ist daher das Ziel des Vorstands, die Wettbewerbskraft der
Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochtergesellschaften permanent zu
stärken und gleichzeitig langfristig und nachhaltig eine möglichst
attraktive Rendite auf das bereitgestellte Kapital zu erwirtschaften. Hierzu
gehört auch die angemessene Begrenzung aller Risiken, die mit
unternehmerischen Entscheidungen verbunden sind. Deshalb hat die Gesellschaft ein modernes und effizientes
Risikomanagement-System eingeführt, das sie regelmäßig auf seine Wirksamkeit
hin überprüft. Der im Zuge der internationalen Expansion der Gesellschaft
veränderten Risikolage entsprechend und unter Berücksichtigung der
jeweiligen gesetzlichen Anforderungen wird das Risikomanagement-System
ständig weiterentwickelt. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Überzeugung,
dass die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft, das Erzielen
einer attraktiven Eigenkapitalrendite zur Sicherung ihrer Finanzierung sowie
der verantwortliche Umgang mit Risiken den Interessen auch der übrigen
Stakeholder der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochtergesellschaften,
insbesondere ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in bestem Sinne
entsprechen. Der Vorstand achtet bei der Besetzung von Führungsfunktionen im
Unternehmen auf Vielfalt und strebt dabei insbesondere eine angemessene
Berücksichtigung von Frauen an. ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRATZum Wohle des Unternehmens arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat eng
zusammen. Die Aufgaben der Organe und ihr Zusammenwirken wurden in jeweils
eigenen Geschäftsordnungen unter Berücksichtigung des Deutschen Corporate
Governance Kodex - soweit keine Abweichungen erklärt wurden - schriftlich
niedergelegt. Dies betrifft insbesondere die Rechte und Pflichten der
Organmitglieder und den Geschäftsverteilungsplan. MANDATE DES VORSTANDSAußerhalb des PWO-Konzerns nahm Karl M. Schmidhuber bis 31. März 2010 ein
Mandat als Vorsitzender des Beirats der Beru-Eichenauer GmbH, Hatzenbühl,
wahr. Bernd Bartmann wurde am 22. Juli 2010 zum Mitglied des Beirats der
Sparkasse Offenburg/Ortenau ernannt. Dr. Winfried Blümel hat derzeit keine
Mandate außerhalb des Konzerns übernommen. Vertragslaufzeiten der Dienstverträge der
Vorstandsmitglieder
VERGÜTUNGSBERICHTVergütung des VorstandsDer Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch AG vertritt seit vielen
Jahren die Auffassung, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Löhnen
und Gehältern der Belegschaft und der Vergütung des Vorstands zu wahren ist.
Der Vorstand teilt diese Auffassung in vollem Umfang und aus eigener
Überzeugung. Bei PWO bestand daher auch in der schweren Rezession des Jahres 2009 kein
Risiko einer unangemessenen Divergenz der durchschnittlichen Vergütung der
Mitarbeiter und des Vorstands. Im Gegenteil, der Vorstand hatte prozentual
wesentlich höhere Einkommensverluste hinzunehmen. Die Vorstandsvergütungen
enthalten für das Jahr 2010 wieder variable Bestandteile, wie auch die
Beschäftigten sowohl Weihnachtsgeld in voller Höhe als auch eine
Gewinnbeteiligung erhalten. Allerdings mussten die Beschäftigten auf Teile
des Urlaubsgeldes verzichten. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder beinhaltet sowohl fixe als auch
variable, erfolgsabhängige Bestandteile. Darüber hinaus erhalten die
Vorstandsmitglieder Sachbezüge sowie Altersversorgungszusagen. Die variable Vergütung enthält jährlich wiederkehrende, an das Ergebnis
nach Steuern gebundene Komponenten. Es ist in seiner absoluten Höhe
begrenzt, sodass unangemessene Anstiege aufgrund außerordentlicher
Entwicklungen in einzelnen Jahren ausgeschlossen sind. Der Aufsichtsrat
beabsichtigt, für den variablen Teil der Vorstandsvergütung bei nächster
Gelegenheit eine mehrjährige Bemessungsgrundlage zu schaffen, und steht dazu
in Gesprächen mit dem Vorstand. Für das Geschäftsjahr 2010 betragen die Gesamtbezüge des Vorstands 1.313
TEUR (i. V. 648 TEUR). Aufgrund des negativen Jahresergebnisses des
PWO-Konzerns war für das Geschäftsjahr 2009 keine variable Vergütung
ausgezahlt worden. Für das Berichtsjahr wird im Hinblick auf die deutliche
Ergebnisverbesserung wieder eine variable Vergütungskomponente in Höhe von
487 TEUR fällig. In Anerkennung der rezessionsbedingten Sonderbelastungen
und als besonderer Anreiz für eine weitere erfolgreiche Tätigkeit wurde den
Mitgliedern des Vorstands im Geschäftsjahr 2010 vom Aufsichtsrat zudem eine
einmalige Sonderzahlung von 138 TEUR zugesprochen. Die Sachbezüge,
insbesondere in Gestalt der Bezahlung von Versicherungsprämien sowie der
Bereitstellung eines Dienstwagens, beliefen sich auf 69 TEUR (i. V. 67
TEUR). Die Mitglieder des Vorstands sind außerdem in eine von der Gesellschaft
unterhaltene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Organe und
bestimmte Führungskräfte (D&O-Versicherung) einbezogen. Die
D&O-Versicherung sieht einen Selbstbehalt von 10 Prozent des Schadens
bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der jährlichen festen Vergütung des
jeweiligen Vorstandsmitglieds vor. Zusätzlich haben die Mitglieder des Vorstands ab ihrer zweiten Amtszeit
einen Anspruch auf Alters-, Invaliden- und Witwenrenten. Der individuelle
Aufwand für Pensionen ist in der Tabelle "Vergütung des Vorstands"
aufgeführt. Altersrenten werden an Vorstandsmitglieder gezahlt, die entweder die
Pensionsgrenze von derzeit 65 Jahren erreicht haben; oder sie werden
vorzeitig - nach Ausscheiden aus der Gesellschaft- ab dem vollendeten 60.
Lebensjahr gezahlt, sofern gleichzeitig eine Altersrente als Vollrente aus
der gesetzlichen Rentenversicherung bezogen wird. Zur Gewährung der Altersrente müssen die Vorstandsmitglieder darüber
hinaus bei Eintritt des Versorgungsfalls mindestens 3 Jahre (Wartezeit)
ununterbrochen in den Diensten der Gesellschaft gestanden haben, es sei
denn, vor Eintritt des Versorgungsfalls bestand bereits eine unverfallbare
Rentenanwartschaft. Die Höhe der monatlichen Altersrente eines Vorstandsmitglieds ist im
Pensionsvertrag festgelegt. Die Höhe der vorzeitigen Altersrente errechnet
sich aus dem Altersrentenbetrag, wobei sich dieser Betrag für die Dauer des
Rentenbezugs um 0,25 Prozent pro Monat des vorzeitigen Rentenbeginns vor
vollendetem 65. Lebensjahr kürzt. Die künftigen Altersbezüge der derzeitigen
Vorstandsmitglieder werden entsprechend der Entwicklung der
Lebenshaltungskosten für 4-Personen-Haushalte von Arbeitern und Angestellten
mit mittlerem Einkommen gemäß Angaben des Statistischen Bundesamts in
Wiesbaden angepasst. Für die künftigen Ansprüche der Vorstandsmitglieder auf Zahlung von
Altersrente hat die Gesellschaft Pensionsrückstellungen gemäß IFRS gebildet.
Im Berichtsjahr betrug die Zuführung zur Pensionsrückstellung für die
aktiven Vorstandsmitglieder 201 TEUR (i. V. 182 TEUR). In diesem Betrag ist
der sogenannte Dienstzeitaufwand (service cost) ohne Zinsaufwand (interest
cost) berücksichtigt. Für ehemalige Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und ihre
Hinterbliebenen wurden im Berichtsjahr Pensionszahlungen in Höhe von 222
TEUR (i. V. 219 TEUR) geleistet. Die entsprechende Pensionsrückstellung
beläuft sich zum 31. Dezember 2010 auf 1.966 TEUR (i. V. 1.962
TEUR). VERGÜTUNG DES VORSTANDSscroll
scroll
Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden
keinem Vorstandsmitglied zugesagt. Auch hat kein Mitglied des Vorstands im
Geschäftsjahr 2010 Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten
im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. Die individualisierten Vergütungen der Mitglieder des Vorstands sind in
obiger Tabelle dargestellt. Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 11 der Satzung
der Progress-Werk Oberkirch AG niedergelegt. Die Hauptversammlung vom 26.
Mai 2010 hat eine Satzungsänderung betreffend die Vergütung der
Aufsichtsratsmitglieder beschlossen. Diese nachfolgend wiedergegebene
Regelung gilt ab Beginn des Geschäftsjahres 2010. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält für das Geschäftsjahr eine feste
jährliche Vergütung in Höhe von 20.000 EUR. Der Vorsitzende des
Aufsichtsrats erhält das Doppelte und der Stellvertreter das Eineinhalbfache
dieser Vergütung. Außerdem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für
jede persönliche Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats und seiner
Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 500 EUR. Für mehrere Sitzungen, die an einem
Tag stattfinden, wird das Sitzungsgeld nur einmal gezahlt. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres
dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer
Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. Die Gesellschaft erstattet den
Aufsichtsratsmitgliedern ihre Auslagen und die ihnen für die
Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallende Umsatzsteuer. Die Vergütung wird
mit Ablauf des Geschäftsjahres zur Zahlung fällig. Auch die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in die von der Gesellschaft
unterhaltene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Organe und
bestimmte Führungskräfte (D&O-Versi-cherung) einbezogen. Die Prämien
hierfür übernimmt die Gesellschaft. Dabei ist ein Selbstbehalt in Höhe der
Hälfte der festen jährlichen Vergütung des Aufsichtsratsmitglieds
vereinbart. Die individualisierten Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats sind
in der Tabelle auf Seite 25 dargestellt. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr keine Vergütungen an
Aufsichtsratsmitglieder für von diesen außerhalb ihrer Tätigkeit im
Aufsichtsrat persönlich erbrachte Leistungen gezahlt. VIELFALT IM VORSTAND UND AUFSICHTSRATDer Aufsichtsrat ist bestrebt, bei künftigen Berufungen von
Vorstandsmitgliedern weiterhin auf Vielfalt zu achten, und strebt dabei
insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. Der Aufsichtsrat begrüßt darüber hinaus die Intention des Deutschen
Corporate Governance Kodex, Regelungen für die Zusammensetzung des
Aufsichtsrats zu benennen, und fühlt sich diesem Ziel verpflichtet. Da
Neuwahlen der Anteilseignervertreter zum Aufsichtsrat erst in der
Hauptversammlung 2013 anstehen, erscheint eine Nennung konkreter Ziele zum
jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht sachgerecht. ANTEILSBESITZ DER ORGANEDer stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dr. jur. Klaus-Georg
Hengstberger, hielt zum Ende des Geschäftsjahres 2010 über die Consult
Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, deren Geschäftsführer er ist,
55,282 Prozent der ausstehenden Aktien der Progress-Werk Oberkirch AG. Auch
im vergangenen Geschäftsjahr sind der Gesellschaft keine Transaktionen
bekannt geworden, die nach § 15a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG)
meldepflichtig sind. AKTIENOPTIONSPROGRAMMEIn der Gesellschaft existierten im Geschäftsjahr 2010 und existieren auch
derzeit keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte
Anreizsysteme. VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATSscroll
scroll
ENTSPRECHENSERKLÄRUNG NACH § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch AG erklären, dass
die Gesellschaft den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher
Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit den
nachfolgenden Ausnahmen entsprechen wird: ZIFFER 3.8 | D&O-VersicherungFür den Aufsichtsrat sieht die Satzung einen Selbstbehalt in Höhe der
Hälfte der Festvergütung des Aufsichtsratsmitglieds vor. Die Gesellschaft
ist der Auffassung, dass damit eine angemessene Regelung getroffen
ist. ZIFFER 5.3.3 | NominierungsausschussDer Aufsichtsrat sieht für die Bildung eines Nominierungsausschusses
keine Notwendigkeit. Da der Aufsichtsrat nur aus sechs Mitgliedern besteht,
hält er es für sachgerecht, dass sich der gesamte Aufsichtsrat mit der
Nominierung von Aufsichtsratskandidaten befasst. ZIFFER 5.4.1 | Zusammensetzung des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat begrüßt die Intention des Kodex, Regelungen für die
Zusammensetzung des Aufsichtsrats zu benennen, und fühlt sich diesem Ziel
verpflichtet. Da Neuwahlen der Anteilseignervertreter zum Aufsichtsrat erst
in der Hauptversammlung 2013 anstehen, erscheint eine Nennung konkreter
Ziele zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht sachgerecht. Für die
Mitglieder des Aufsichtsrats ist derzeit keine Altersgrenze festgelegt. Die
Gesellschaft wird auch künftig von der Festlegung einer Altersgrenze für
Aufsichtsratsmitglieder absehen, da dies die Auswahl qualifizierter
Kandidaten pauschal einschränken würde. ZIFFER 5.4.6 | Vergütung der AufsichtsratsmitgliederDie Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten nunmehr nach der Satzung eine
feste Vergütung. Dies entspricht nach Auffassung von Vorstand und
Aufsichtsrat am besten der Kontrollaufgabe des Aufsichtsrats. Für die
Mitgliedschaft in Ausschüssen erhalten die Aufsichtsratsmitglieder über das
in der Satzung vorgesehene Sitzungsgeld hinaus keine Vergütung. Den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance
Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 (veröffentlicht am 2. Juli 2010) bzw.
in der Fassung vom 18. Juni 2009 (veröffentlicht am 5. August 2009) wurde
seit Abgabe der letzten Erklärung nach § 161 Aktiengesetz im Juni 2010 mit
Ausnahme der erklärten Ziffern entsprochen. Oberkirch, im Dezember 2010 Progress-Werk Oberkirch AG scroll
LAGEBERICHT FÜR DEN PWO-KONZERN UND DIE PWO AGWir legen im Folgenden den zusammengefassten Lagebericht für die
Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft sowie den Konzern über das
Geschäftsjahr per 31. Dezember 2010 vor. Der Konzern bilanziert unverändert
nach den internationalen Bilanzierungsstandards IFRS, wie sie in der EU
anzuwenden sind, die Progress-Werk Oberkirch AG bilanziert nach den
Vorschriften des Handelsgesetzbuchs. Die Regelungen des
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurden im Berichtsjahr erstmals
umgesetzt. Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises wird detailliert im Anhang
des Jahresabschlusses dargestellt. Veränderungen des Konsolidierungskreises,
die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wesentlich beeinflusst haben,
waren nicht zu verzeichnen. UNTERNEHMENSPROFILPWO positioniert sich an der Spitze des Marktes, wenn es um
anspruchsvolle Metallkomponenten und Subsysteme in den Bereichen Sicherheit
und Komfort für die Automobilbranche geht. Über Marktzyklen hinweg weisen
diese Bereiche einen nachhaltig überdurchschnittlichen Wachstumstrend auf,
da die Nachfrage der Kfz-Käufer nach höherem Komfort und höherer Sicherheit
in allen Fahrzeugklassen und allen Absatzregionen grundsätzlich ansteigt.
Unter Einsatz unserer Kernkompetenzen in der komplexen Blechumformung sowie
äußerst anspruchsvollen Verbindungstechnologien produzieren wir Komponenten
und Subsysteme aus Stahl, Edelstahl und Aluminium in Großserienfertigung,
zum Teil in Millionenstückzahlen. Dabei konzentrieren wir uns auf Bereiche,
in denen unsere Produkte nicht oder nur zu deutlich höheren Kosten durch
andere Materialien ersetzt werden könnten. Mit unserer Innovationskraft haben wir den weltweit schnellsten
Transferprozess in der komplexen Metallumformung entwickelt und uns bei
tiefgezogenen Elektromotorengehäusen mit einer Jahresproduktion von rund 100
Mio. Gehäusen als führender Hersteller weltweit etabliert. Bei Lösungen auf
der Basis hochfester Stähle, die zur Gewichts- und damit CO2-Redu-zierung
immer stärker eingesetzt werden, haben wir uns sehr frühzeitig
positioniert. AUSGEWOGENE UMSATZVERTEILUNGUmsatz im Geschäftsjahr 2010 (100 % = 264,2 Mio. EUR)![]() Jeweils rund ein Drittel des Umsatzes von PWO entfällt auf die
Bereiche
Mit dieser Aufstellung sind wir weltweit der einzige Anbieter, der über
eine derart breite Produktpalette verfügt und darüber hinaus die gesamte
Wertschöpfungskette von der kundenbezogenen Entwicklung über den Werkzeugbau
bis hin zur Serienfertigung abdeckt. Die Komponenten der ersten beiden Bereiche, also rund zwei Drittel
unseres Umsatzes, liefern wir überwiegend an internationale
TIER-1-Zulieferer, die diese als Teil ihrer eigenen Systeme für zahlreiche
Fahrzeugmodelle an verschiedene Hersteller liefern. Strukturkomponenten und
Subsysteme für Karosserie und Fahrwerk werden hingegen in der Regel
modellgebunden direkt an die Fahrzeughersteller geliefert. Die
Anwendungsbreite erhöht sich aber auch hier durch die zunehmende Belieferung
internationaler Plattformen, auf denen verschiedene Fahrzeugmodelle
aufgebaut werden. Den wesentlichen Teil unserer Komponenten und Subsysteme
liefern wir für das Premiumsegment der Automobilindustrie. Aufgrund dieser Aufstellung sind wir nicht nur weitestgehend unabhängig
vom Markterfolg einzelner Fahrzeugmodelle. Wir begrenzen darüber hinaus auch
die Auslastungsrisiken, die bei Serienausläufen bestehen, da wir
freiwerdende Produktionskapazitäten mit unterschiedlichen neuen Aufträgen
füllen können. Der Stammsitz des Konzerns liegt in Oberkirch, im Südwesten Deutschlands,
und damit in einem der Zentren des deutschen Automobilbaus. Weltweit sind
wir darüber hinaus mit eigenen Produktionsstandorten in China, Kanada,
Mexiko und in der Tschechischen Republik präsent. Weitere Länder bzw.
Regionen werden über Kooperationen abgedeckt. Im Konzern waren zum Ende des
Berichtsjahres 2.079 Mitarbeiter beschäftigt. STRATEGIE UND STEUERUNGUnternehmensstrategieKundenzufriedenheit, Internationalisierung, Innovationen sowie
kostenbewusste Führung in Verbindung mit aktiver Risikobegrenzung sind die
Eckpfeiler unserer Strategie. So wollen wir auch künftig die
Wettbewerbsstärke des Konzerns in der globalen Automobilindustrie
kontinuierlich ausbauen und damit weiterhin stärker als die Automobilbranche
insgesamt wachsen. Kundenzufriedenheit erreichen wir durch unsere
international führende Innovationsfähigkeit bei Produktlösungen und ihren
zugehörigen Produktionsprozessen, sodass Kundenanforderungen insbesondere
hinsichtlich Funktion, Präzision, Gewicht, Preis und Termin erreicht oder
übertroffen werden. Regelmäßig bringen wir richtungsweisende Innovationen in
der modernen Großserienfertigung für die globale Automobilindustrie
hervor. Die Innovationskraft im Werkzeugbau stellt dabei den entscheidenden
Faktor für Teilequalität, Produktionsgeschwindigkeit und die Integration
nachgelagerter Bearbeitungsschritte in den Umformprozess dar. Unser interner
Werkzeugbau stellt daher eines unserer wesentlichen Alleinstellungsmerkmale
dar. Darüber hinaus haben wir uns eine Reputation für langjährige, höchste
Liefertreue in Null-Fehler-Qualität erarbeitet. In der Summe führen diese
Qualitäten zu dauerhaften Kundenbeziehungen und öffnen uns den Zugang zu
steigenden Auftragsvolumen. Mit unserer Internationalisierungsstrategie haben wir inzwischen
weltweite Lieferfähigkeit durch eigene Standorte und - in Ländern und
Regionen, in denen das Marktvolumen in unserem Geschäft für den
wirtschaftlichen Betrieb eines eigenen Standorts aktuell zu gering ist -
durch Kooperationspartner erreicht. Damit haben wir uns nicht nur den Zugang
zu neuen lokalen Märkten eröffnet, sondern auch zu Aufträgen, die
ausschließlich an internationale Lieferanten ausgeschrieben werden. Letztere
umfassen insbesondere großvolumige und lang laufende Plattformkonzepte, die
nicht zuletzt auch wegen ihrer positiven Rückwirkung auf die Auslastung
unserer etablierten Standorte in Deutschland und Kanada sehr attraktiv sind.
Die Globalisierung hat dem Konzern in den letzten Jahren erhebliche
Anstrengungen abverlangt. Inzwischen haben wir uns als strategischer
globaler Partner unserer Kunden etabliert und uns damit von vielen
Wettbewerbern weiter deutlich abgesetzt, denen nach der Krise noch mehr als
davor die Ressourcen für eine Internationalisierung fehlen. Kostenbewusste Führung sowie eine hohe Stringenz in der internen
Steuerung der Prozesse gehören zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren in einer
derart wettbewerbsintensiven Branche wie der Automobilindustrie, um die
Ertragskraft des Konzerns dauerhaft zu sichern und auszubauen. Unsere nachhaltig stabile EBIT-Marge von 6 bis 7 Prozent in den zehn
Jahren vor der Krise und unsere schnelle Rückkehr auf eine EBIT-Marge, die
2010 - im ersten Jahr nach der Krise - schon wieder fast an dieses Niveau
heranreicht, dokumentiert unsere Fähigkeit, mit dem Wettbewerbsdruck in
unserer Branche auch in schwierigen Perioden langfristig erfolgreich
umzugehen. Zur aktiven Risikobegrenzung und Reduzierung der branchenüblichen Zyklik
unseres Geschäfts setzen wir auf eine breite Auffächerung unserer
Produktpalette, die uns von einzelnen Aufträgen und dem Erfolg einzelner
Fahrzeugmodelle unabhängig macht. Zudem streben wir eine ausgewogene
Umsatzstruktur aus einer Vielzahl kleinerer Aufträge und einzelner
Großaufträge zur Sicherung der Auslastung bei gleichzeitiger Begrenzung der
Risiken aus Nachfolgeaufträgen an. Insgesamt fertigen wir derzeit im Konzern
über 1.000 verschiedene Komponenten. Nicht zuletzt dient unser
internationales Standortportfolio dem Ausgleich unterschiedlicher
Entwicklungen lokaler Märkte. UnternehmenssteuerungDer PWO-Konzern ist weltweit mit fünf Produktionsstandorten vertreten.
Die Steuerung und Führung ist am Standort Oberkirch angesiedelt. Er bildet
das Technologie- und Innovationszentrum des Konzerns. Hier werden die
konzernweit gültigen Geschäftsprozesse entwickelt und
verfeinert. Der Konzern hat ein umfassendes PWO-Production-System implementiert, in
dem alle internen Prozesse detailliert dokumentiert sind. Damit besteht die
notwendige Transparenz, um Geschäftsprozesse gezielt steuern und nach den
Grundsätzen des Lean Managements systematisch weiter optimieren zu
können. Auf Basis dieses Systems werden grundsätzlich alle Standorte konzernweit
einheitlich gesteuert, die beiden jüngeren Gesellschaften in China und
Mexiko jedoch angepasst an die technologischen Anforderungen ihrer lokalen
Produktionsumfänge. Dies erleichtert die konzernweite Überwachung der
Produktions- und Geschäftsprozesse. Darüber hinaus befinden sich unsere
Standorte auch in einem permanenten internen Best-Practice-Wettbewerb in
allen Bereichen der Geschäftsprozesse. Weltweit uneingeschränkt gilt unsere
Null-Fehler-Philosophie, die im Rahmen des PWO-Production-Systems
dokumentiert und überwacht wird. Das System hat in den letzten Jahren in besonderer Weise zum Erfolg des
Konzerns beigetragen, indem es die Feinsteuerung der Geschäftsprozesse
sowohl im plötzlichen und sehr starken Einbruch in der zweiten Hälfte des
Jahres 2008 ermöglichte als auch während der früher und stärker als
erwarteten Geschäftsbelebung zu Beginn des Jahres 2010. Unsere einzelnen Produktionsstandorte beliefern ihre jeweiligen
regionalen Märkte. Der Standort Oberkirch produziert insbesondere für
Westeuropa, der Standort in der Tschechischen Republik für Mittel- und
Osteuropa, die Standorte in Kanada und Mexiko für den nördlichen bzw.
südlichen NAFTA-Raum und der Standort in China für den dortigen lokalen
Absatzmarkt. Innerbetrieblich ist PWO entlang einer durchgehenden Wertschöpfungskette
aufgestellt. Kundenbezogene Entwicklung, Werkzeugbau und Serienfertigung
arbeiten gemeinsam in integrierten Teams von der Produktanfrage bis zum
Anlauf der Serienproduktion. Auch während einer laufenden Produktion
überwacht das jeweilige Team regelmäßig die Prozesse und entwickelt ständig
Verbesserungen zur Steigerung von Produktivität und Qualität. WIRTSCHAFTLICHES UMFELDGesamtwirtschaftNach der schwersten Krise der Nachkriegszeit hat sich die Weltwirtschaft
im Geschäftsjahr 2010 deutlich erholt. Das positive Gesamtbild fällt jedoch
regional und branchenspezifisch sehr unterschiedlich aus. So hat der
Aufschwung unter anderem in den USA, in Großbritannien und in Japan bisher
kaum Fahrt aufgenommen. Zusätzlich zwingen die hoch defizitären öffentlichen
Haushalte gerade diese und weitere Länder, einen finanzpolitischen
Konsolidierungskurs zu fahren. Damit werden die bisherigen staatlichen
Konjunkturimpulse häufig ins Gegenteil gekehrt. Die deutsche Wirtschaft hat die konjunkturelle Talsohle hingegen nicht
nur deutlich schneller überwunden, der Aufschwung hat sich im Zeitverlauf
auch stark verbreitert und damit an Tragfähigkeit gewonnen. Deutschland
befindet sich, so das Resümee der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute
in ihrem Herbstgutachten 2010, inmitten eines soliden Aufschwungs. Nach dem
Exportboom und dem ausgangs der Rezession positiv wirkenden Lagerzyklus im
verarbeitenden Gewerbe hat seit Jahresmitte 2010 auch die Binnenkonjunktur
spürbar angezogen. Hierzu hat der während der Krise nur geringe Rückgang der
Beschäftigung - Stichwort: staatlich geförderte Kurzarbeit - einen
wesentlichen Beitrag geleistet. Zum Jahresbeginn 2011 tragen damit sowohl
die privaten Konsumausgaben als auch die Unternehmensinvestitionen zum
Wachstum bei, ohne dass die Exportdynamik wesentlich an Fahrt verloren hat.
Die Institute heben hervor, dass die zugrunde liegenden Wachstumstreiber,
nämlich die unverändert günstigen monetären Rahmenbedingungen und der
robuste deutsche Arbeitsmarkt, weiterhin stimulierend auf die Wirtschaft
wirken. AutomobilindustrieGestützt auf ihre Exportstärke und staatliche Anreize ("Umweltprämie")
hat die deutsche Automobilindustrie nach dem allerdings sehr scharfen
Einbruch während der Weltwirtschaftskrise im Jahresverlauf 2009 wieder
deutlich zulegen können. Dieser Trend hat sich im Jahr 2010 fortgesetzt. Die
Absatzerfolge der deutschen Automobilunternehmen sowohl auf ihren
klassischen wie auch auf den neuen Auslandsmärkten konnten aufrechterhalten
werden. Hinzu kam der ab Sommer deutlich anziehende deutsche Konsum, der die
im ersten Halbjahr noch spürbaren inländischen Absatzeinbußen infolge des
Auslaufens der Umweltprämie zunehmend kompensierte. Im Dezember 2010 wurden, so der Verband der Automobilindustrie (VDA), mit
230.400 Pkw (+7 Prozent) erstmals seit einem Jahr in Deutschland wieder mehr
Fahrzeuge als im Vorjahresmonat neu zugelassen. Die inländischen
Bestelleingänge waren bereits seit September 2010 wieder im Plus, allein im
Dezember stiegen sie um knapp 19 Prozent. Im Gesamtjahr 2010 wurden 2,9 Mio.
Pkw neu zugelassen. Damit lag der Inlandsmarkt 2010 allerdings noch unter
dem sehr hohen Vorjahresniveau (-23 Prozent). Wie erwähnt entwickelte sich
die Nachfrage aus dem Ausland im Jahr 2010 hingegen anhaltend dynamisch: Die
ausländischen Auftragseingänge sind um 20 Prozent gestiegen und der Export
erhöhte sich um rund 24 Prozent auf gut 4,2 Mio. Pkw. Die
Pkw-Inlandsfertigung der deutschen Hersteller stieg, getragen von diesen
Exporterfolgen, 2010 insgesamt um 12 Prozent auf gut 5,5 Mio.
Neuwagen. Der inländische Marktanteil deutscher Konzernmarken legte 2010 auf rund
70 Prozent (2009: 66 Prozent) zu. Der Anteil von Pkw mit Dieselantrieb an
den Neuzulassungen hat sich im Jahr 2010 um mehr als 11 Prozentpunkte auf 42
Prozent kräftig erhöht. Im Dezember lag der Dieselanteil sogar bei 46
Prozent. Von dieser Entwicklung profitieren vor allem die deutschen
Konzernmarken -vier von fünf Diesel-Pkw, die 2010 in Deutschland neu
zugelassen wurden, wurden von deutschen Herstellern produziert. Trotz des
insgesamt rückläufigen Inlandsmarktes konnten die deutschen Hersteller im
Jahr 2010 ihren Absatz von Diesel-Pkw um über 5 Prozent auf rund 970.000
Einheiten auch absolut steigern. Der "Diesel-Boom" stellt für PWO keine
Herausforderung dar, da unser Produktportfolio unabhängig vom Antriebsstrang
ist. Absatzeinbußen aufgrund von Verschiebungen seitens der Nachfrage
zwischen unterschiedlichen Motortypen können damit nicht
eintreten. Das internationale Automobilgeschäft verzeichnete mit Ausnahme Europas -
hier sind die Zulassungszahlen vor dem Hintergrund der zahlreichen,
inzwischen ausgelaufenen Verkaufsförderprogramme des Vorjahres zu sehen -
von Januar bis November 2010 auf vielen wichtigen Auslandsmärkten eine sehr
dynamische Entwicklung. Dies zeigt die nachfolgende Tabelle. ZULASSUNGSZAHLENscroll
*
ohne Malta und Zypern;
ZulieferindustrieAuch die Zulieferer profitierten 2010 von der dynamischen konjunkturellen
Erholung und der damit einhergegangenen stark gestiegenen Nachfrage. In
Einzelbereichen kam es aufgrund von in der Krise abgebauten
Fertigungskapazitäten im vierten Quartal sogar zu leergefegten Lägern und
vereinzelten Lieferengpässen. PWO hat über den gesamten jüngsten Zyklus
hinweg jederzeit kontinuierlich und pünktlich geliefert. Die letzten verfügbaren Indikatoren für Oktober 2010 zeigen für die
Zulieferindustrie einen Anstieg des Auftragseingangsindex um 15,2 Punkte auf
110,9 Punkte gegenüber dem Vorjahresmonat. Die inländische Nachfrage
kletterte von 105,1 in 2009 auf 117,6 Punkte in 2010. Die Auslandsnachfrage
legte im Oktober um 2,9 Punkte auf 100,6 Punkte gegenüber dem Vormonatswert
zu. Ebenfalls im Oktober lag der vom Statistischen Bundesamt ermittelte
arbeitstäglich bereinigte Fertigungsindex bei 110,3 Punkten und erreicht
damit das höchste Niveau seit Juni 2008. Im Vergleichsmonat des Vorjahres
hatte er noch bei 93,8 Zählern gelegen, dies entspricht einem Anstieg um
17,6 Prozent. Der Gesamtumsatz der Zuliefererindustrie stieg bis Oktober
2010 um 14 Prozent. Während das Inlandsgeschäft um 10 Prozent zulegte,
steigerte sich der Auslandsabsatz um über ein Fünftel. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGEUmsatz- und Ertragsentwicklungscroll
Der PWO-Konzern hat im Geschäftsjahr 2010 ein außergewöhnlich hohes
Wachstum der Umsatzerlöse um 28,0 Prozent auf 264,2 Mio. EUR und der
Gesamtleistung um 30,9 Prozent auf 270,7 Mio. EUR erzielt. Nach dem scharfen
Absatzeinbruch im vierten Quartal 2008 und der nur schwachen Erholung in dem
für den Konzern maßgeblichen Premiumsegment im Jahresverlauf 2009
verzeichnete die Automobilindustrie 2010 eine unerwartet frühe und starke
Rückkehr der Nachfrage nach Premium-Fahrzeugen - getrieben insbesondere von
den Exportmärkten. Da die Bestände in der Lieferkette infolge der jüngsten Krise immer noch
sehr niedrig waren, mussten diese schnell wieder aufgefüllt werden, sodass
wir als Autozulieferer besonders stark und sehr früh im Jahr von der Zunahme
der Nachfrage profitierten. Wir verzeichneten daher bereits ab dem ersten
Quartal eine starke Geschäftsentwicklung, die das gesamte Jahr über
anhielt. 2010 war damit eines der wenigen Jahre unserer Unternehmensgeschichte, in
dem die durch die Branchenzyklik ausgelösten Veränderungen der Abrufzahlen
der laufenden Serienproduktionen unsere Umsatzentwicklung stärker
beeinflussten als die An- und Ausläufe von Aufträgen. Die Werkzeugumsätze blieben mit 20,9 Mio. EUR (i. V. 27,1 Mio. EUR)
deutlich unter dem Vorjahresniveau zurück, nachdem 2009 im Vorfeld der im
Berichtsjahr angelaufenen neuen Serienproduktionen bereits ein hohes Volumen
notwendiger Vorarbeiten im Werkzeugbereich abgearbeitet worden war.
Entsprechend stiegen die höhermargigen Umsatzerlöse mit Komponenten und
Systemen im Seriengeschäft sogar überproportional zum Konzernumsatz um 32,5
Prozent auf 230,4 Mio. EUR (i. V. 173,9 Mio. EUR). Die deutlich erhöhte Auslastung im Berichtsjahr führte - wie in der
Tabelle auf Seite 57 dargestellt - zu einer Verbesserung aller Kostenquoten
und damit zu einem kräftigen Anstieg der Ertragsstärke des Konzerns. Die
Materialaufwandsquote profitierte zusätzlich von einem veränderten
Produktmix am Standort Oberkirch sowie stabileren Prozessen an den jüngeren
Auslandsstandorten, die mit einem niedrigeren Materialverbrauch
einhergingen. Des Weiteren führte eine stärkere Vernetzung im Konzern,
insbesondere bei den Werkzeugen, zu einem Rückgang externer Leistungen. Der
Trend zu verstärktem Insourcing zeigt sich neben den Werkzeugen auch bei
Prototypenumfängen. Auch die Personalaufwandsquote ermäßigte sich deutlich. Der absolute
Anstieg des Aufwands resultierte im Wesentlichen aus den folgenden Effekten
am Standort Oberkirch: Erfolgsbeteiligung für die Mitarbeiter, die 2009
entfallen war, Auslaufen der positiven Wirkung der Kurzarbeit sowie
zusätzlicher Aufwand aufgrund der Tariferhöhung. Darüber hinaus haben wir an
unseren internationalen Standorten, vor allem in Kanada, frühzeitig mit der
Erhöhung der Mitarbeiterzahl im Hinblick auf die bevorstehenden großen
Serienanläufe begonnen. Bei der Betrachtung der Personalaufwandsquote ist ferner zu
berücksichtigen, dass im Berichtsjahr am Standort Oberkirch aufgrund des in
der zurückliegenden Krise geschlossenen Ergänzungstarifvertrags eine
Reduzierung des Urlaubsgeldes erfolgte. Dieses wird in 2011 wieder voll
ausbezahlt werden. Die Abschreibungen lagen aufgrund des in 2010 relativ niedrigen
Investitionsbedarfs und unserer weiterhin zurückhaltenden
Investitionspolitik sogar absolut leicht unter dem Vorjahreswert. Die Quote
der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ermäßigte sich etwas weniger
deutlich als die der übrigen Aufwendungen, insbesondere weil wir
wachstumsbedingt wieder deutlich mehr Zeitarbeitnehmer als im Vorjahr
beschäftigt und zudem aufgeschobene Wartungs- und Reparaturarbeiten wieder
voll durchgeführt haben. UMSATZ UND EBIT BEREITS WIEDER AUF VORKRISENNIVEAU![]() Insgesamt belief sich das EBIT im Berichtsjahr auf 16,0 Mio. EUR (i. V.
-4,9 Mio. EUR). Währungseffekte haben sich im Konzern mit einem nur
niedrigen positiven Beitrag in Höhe von 0,6 Mio. EUR ausgewirkt. Wir haben
damit auch ohne diese Effekte unser im August nach oben genommenes EBIT-Ziel
für das Geschäftsjahr von rund 15 Mio. EUR erreicht. Die Zinsbelastung erhöhte sich auf 6,2 Mio. EUR (i. V. 5,5 Mio. EUR). Die
Steuerquote reduzierte sich auf erfreuliche 34,1 Prozent (i. V.
Steuererstattung aufgrund negativer Vorsteuerergebnisse). Diese niedrige
Steuerquote wurde bisher so nicht erwartet. Sie ergibt sich daraus, dass wir
an unserem Standort in der Tschechischen Republik inzwischen Steuerguthaben
anrechnen dürfen. Dies wird unsere Steuerquote über mehrere Jahre positiv
beeinflussen. SegmentberichterstattungEntsprechend der Steuerung im Konzern stellen unsere Produktionsstandorte
die Basis für die Segmentberichterstattung gegliedert nach Regionen dar. Die
Segmente werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt.
Entsprechend werden auch die Umsätze dieser Segmente nach dem Standort des
Vermögens zugeordnet. Lieferungen und Leistungen zwischen den einzelnen Standorten beinhalten
im Wesentlichen Werkzeuge, die am Standort Valašské Meziříčí in der
Tschechischen Republik für andere Standorte hergestellt werden. Auf
Konzernebene werden diese konsolidiert. Die Umsatzerlöse werden weiterhin in die drei strategischen
Produktbereiche "Mechanische Komponenten für Elektrik und Elektronik",
"Sicherheitskomponenten für Airbag, Sitz und Lenkung" sowie
"Strukturkomponenten und Subsysteme für Karosserie und Fahrwerk" gegliedert.
Die Entwicklung der Produktbereiche wird am Ende dieses Kapitels
erläutert. SEGMENT DEUTSCHLANDscroll
Der Hauptsitz des PWO-Konzerns wird im Segment Deutschland abgebildet.
Hier ist die Muttergesellschaft Progress-Werk Oberkirch AG angesiedelt, die
das operative Geschäft am Standort Oberkirch betreibt sowie die Strukturen
der Konzernführung vorhält. Die Zuwachsrate der Umsatzerlöse blieb in Deutschland etwas hinter der
des Konzerns zurück, weil einige größere Serien planmäßig erst in der
zweiten Jahreshälfte neu anliefen. Im Segment Deutschland erzielen wir
weiterhin die wesentlichen Ergebnisbeiträge für den Konzern und die mit
Abstand höchsten EBIT-Margen. So konnten wir im Berichtsjahr bereits wieder
eine EBIT-Marge von 8,7 Prozent realisieren und damit an historische
Bestmarken anknüpfen. Dabei ist allerdings, wie bereits erwähnt, zu
berücksichtigen, dass 2010 aufgrund dem in der zurückliegenden Krise
geschlossenen Ergänzungstarifvertrag eine Reduzierung des Urlaubsgeldes
erfolgte. Dieses wird ab dem Geschäftsjahr 2011 wieder voll
bezahlt. Im Zuge des deutlichen Anstiegs der Auslastung haben sich im Segment
Deutschland analog zur Entwicklung im Konzern fast alle Aufwandsquoten
erwartungsgemäß verbessert. Anders als im Konzern stieg jedoch die Quote der
sonstigen betrieblichen Aufwendungen leicht an - insbesondere weil wir
wachstumsbedingt wieder deutlich mehr Zeitarbeitnehmer als im Vorjahr
beschäftigt und zudem aufgeschobene Wartungs- und Reparaturarbeiten wieder
voll durchgeführt haben. Die Zinsbelastung ermäßigte sich auf 3,2 Mio. EUR
(i. V. 3,4 Mio. EUR). Nach Abzug von Steuern belief sich das
Periodenergebnis auf 10,3 Mio. EUR (i. V. -1,2 Mio. EUR). SEGMENT ÜBRIGES EUROPAscroll
Unser Standort in der Tschechischen Republik, der im Segment Übriges
Europa abgebildet wird, profitiert neben der gestiegenen Marktnachfrage
weiterhin von neu an- und hochlaufenden Serienproduktionen und wächst damit
stärker als der Konzern insgesamt. Dies ist umso erfreulicher, als auch an
diesem Standort das Werkzeugvolumen mit 6,9 Mio. EUR (i. V. 9,0 Mio. EUR)
deutlich rückläufig war. Die gestiegene Auslastung bei inzwischen sehr stabilen Prozessen führte
im Berichtsjahr zu einer erheblichen Verbesserung des EBIT. So belief sich
das EBIT auf operativer Ebene, d. h. vor negativen Währungseffekten in Höhe
von 0,8 Mio. EUR im Berichtsjahr auf 2,2 Mio. EUR. Im Vorjahr war vor
negativen Währungseffekten in Höhe von 1,0 Mio. EUR noch ein ausgeglichenes
EBIT erreicht worden. Aufgrund eines Steuerertrags im Zuge der Anrechnung
von Steuerguthaben wurde ein Periodenergebnis in Höhe von 0,8 Mio. EUR (i.
V. -1,7 Mio. EUR) erreicht. Der Standort hat damit im Geschäftsjahr 2010 nicht nur wie erwartet
erstmals signifikant zum EBIT des Konzerns beigetragen, sondern ist
inzwischen auf gutem Weg, in den nächsten Jahren die durchschnittliche Marge
des Konzerns zu übertreffen. SEGMENT NAFTA-RAUMscroll
Im Segment NAFTA-Raum sind unsere beiden Standorte in Kanada und in
Mexiko zusammengefasst. Beide Standorte profitierten im Berichtsjahr
deutlich von den wieder gestiegenen Absatzzahlen der Automobilindustrie in
Nordamerika und erzielten ein kräftiges Wachstum. Der kanadische Standort
konnte damit im Berichtsjahr trotz erheblicher Vorleistungen für die großen
Serienanläufe des Jahres 2011 eine deutliche Verlustreduzierung
erzielen. In Mexiko haben wir inzwischen eine signifikante Stabilisierung der
Geschäftsprozesse erreicht, sodass der Standort im Geschäftsjahr 2010 eine
Halbierung der operativen Verluste erreichen konnte. Diverse einmalige
Aufwendungen für Abschreibungen, die das Vorjahr belastet hatten, sind im
Berichtsjahr entfallen, aber durch zahlreiche Neuanläufe haben diverse
Anlaufkosten noch spürbar belastet. Die operative Entwicklung der beiden Standorte war damit im Berichtsjahr
erfreulich. Das EBIT des Berichtsjahres hat jedoch auch von positiven
Währungseffekten in Höhe von 0,4 Mio. EUR (i. V. negative Effekte: 0,6 Mio.
EUR) profitiert. Das Periodenergebnis belief sich im Berichtsjahr auf -2,8
Mio. EUR (i. V. -4,0 Mio. EUR) . SEGMENT ASIENscroll
Das Segment Asien stellt die Geschäftsentwicklung unseres Standorts in
China dar. Aus unserem früheren Joint Venture haben wir uns wie berichtet
Anfang 2009 mit dem Verkauf der Anteile an den Joint-Venture-Partner
zurückgezogen. Der Standort befindet sich in der Aufbauphase und schreibt
derzeit erwartungsgemäß noch Verluste. Umsatzerlöse und Gesamtleistung sind im Berichtsjahr nicht nur wegen der
boomenden Nachfrage in China deutlich gestiegen, sondern insbesondere auch,
weil im Zuge des Aufbaus dieses Standorts sukzessive neue Serienproduktionen
an- und hochlaufen. Der Standort baut seine Anlaufverluste langsam ab. Nach Berücksichtigung
des Ergebnisbeitrags aus der Veräußerung des Joint-Venture-Anteils in Höhe
von 1,0 Mio. EUR in 2009 wird sichtbar, dass sich das operative Ergebnis im
Berichtsjahr verbessert hat - und zwar auch nach Berücksichtigung positiver
Währungseffekte in Höhe von 0,5 Mio. EUR (i. V. -0,1 Mio. EUR). Es wird
jedoch noch bis 2013 dauern, bis der Standort bei Umsatzvolumen und Ertrag
die in unserer Mittelfristplanung gesetzten Ziele erreicht. AUSLANDSGESCHÄFT TRÄGT BEREITS 51 % ZUM GESAMTUMSATZ BEIUmsatz im Geschäftsjahr 2010 (100 % = 264,2 Mio. EUR)![]() HÖHEPUNKT DER AUFBAUKOSTEN IM AUSLAND ÜBERSCHRITTEN![]() Finanz- und Vermögenslage sowie InvestitionenSOLIDE EIGENKAPITALAUSSTATTUNG UND WIEDER RÜCKLÄUFIGES GEARING![]() Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr auf 223,5 Mio. EUR (i. V.
204,7 Mio. EUR). Dabei legten die Sachanlagen nur moderat zu, da wir zwar
wieder höhere Investitionen als im Vorjahr realisiert haben, diese aber noch
erheblich unterhalb früherer Größenordnungen lagen. Die Bilanzverlängerung
resultierte insbesondere aus einer Ausweitung der kurzfristigen Vorräte und
Forderungen, die sich aus dem Wachstum des laufenden Geschäfts
ergaben. Spiegelbildlich stiegen auf der Passivseite der Bilanz die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen deutlich an. Die
Bankverbindlichkeiten blieben hingegen gegenüber dem Vorjahresstand
insgesamt fast unverändert. Wir konnten damit unser kräftiges Wachstum aus
eigener Kraft finanzieren. Gleichzeitig haben wir das aktuell niedrige
Zinsniveau an den Kapitalmärkten genutzt und zugunsten längerer Laufzeiten
umgeschichtet. Die kurzfristigen verzinslichen Darlehen ermäßigten sich
daher auf 28,3 Mio. EUR (i. V. 34,9 Mio. EUR), während die langfristigen auf
58,8 Mio. EUR (i. V. 51,8 Mio. EUR) anstiegen. Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital aufgrund der wieder
verbesserten Ertragslage kräftig auf 69,0 Mio. EUR (i. V. 61,5 Mio. EUR).
Die Eigenkapitalquote verbesserte sich leicht auf 30,9 Prozent (i. V. 30,0
Prozent). Das Gearing (Nettoverschuldung in Prozent des Eigenkapitals)
ermäßigte sich auf 116 Prozent (i. V. 129 Prozent). scroll
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vervierfachte sich im
Geschäftsjahr 2010 auf 24,8 Mio. EUR (i. V. 6,0 Mio. EUR). Hierzu hat
insbesondere das positive Periodenergebnis von 6,5 Mio. EUR beigetragen,
nachdem im Vorjahr noch ein negatives Ergebnis von 8,9 Mio. EUR belastet
hatte. Für Investitionen flossen Mittel in Höhe von 16,8 Mio. EUR (i. V. 12,7
Mio. EUR) ab. Nach gezahlten und erhaltenen Zinsen von 4,6 Mio. EUR (i. V.
3,7 Mio. EUR) konnte im Berichtsjahr wieder ein positiver Free Cashflow von
3,4 Mio. EUR (i. V. -10,4 Mio. EUR) erzielt werden. An unserem deutschen Standort wurden dabei wie im Vorjahr rund 9 Mio. EUR
investiert. Der Anstieg des Volumens im Berichtsjahr resultierte aus höheren
Investitionen an unserem tschechischen Standort sowie an den beiden
Standorten im NAFTA-Raum, die wir alle drei auf große Serienanläufe in den
nächsten Jahren vorbereiten. Der Standort in China hat sich im Berichtsjahr
zunächst auf die Stabilisierung der jüngst aufgebauten Prozesse
konzentriert, sodass das Investitionsvolumen hier unter dem Vorjahreswert
blieb. Der weitere Ausbau wird in den nächsten Jahren entsprechend unserer
Mittelfristplanung fortgesetzt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ohne gezahlte Zinsen belief
sich im Geschäftsjahr 2010 auf -2,4 Mio. EUR (i. V. 14,7 Mio. EUR) da, wie
bereits erwähnt, Bankverbindlichkeiten per Saldo leicht zurückgeführt
wurden, während sie im Vorjahr deutlich ausgeweitet worden
waren. Insgesamt ergab sich damit im Berichtsjahr eine zahlungswirksame
Veränderung der Zahlungsmittel und -äquivalente von 0,9 Mio. EUR (i. V. 4,2
Mio. EUR). AUFTRAGSLAGEWir setzen zur Risikobegrenzung grundsätzlich auf eine breite
Diversifikation unserer Auf-träge, sodass wir unabhängig vom Markterfolg
einzelner Fahrzeugmodelle und unabhängig von der Vergabe von Großaufträgen
für einzelne Produkte bleiben. Darüber hinaus streben wir zur Optimierung
unserer Auslastung versetzte An- und Auslaufzeitpunkte der unterschiedlichen
Serienproduktionen an. Bei durchschnittlichen Laufzeiten der Aufträge von sechs bis acht Jahren
ersetzen wir jedes Jahr rund 15 Prozent des Konzernumsatzes durch neue
Aufträge. Die üblichen Lifetime-Volumina reichen dabei vom niedrigen
einstelligen bis in den mittleren zweistelligen Millionenbereich. Aufgrund
der langen Vorlaufzeiten in unserem Geschäft gewinnen wir derzeit bereits
Aufträge, deren Produktionsstart für die zweite Jahreshälfte 2012 bzw. sogar
erst für 2013 geplant ist. Insgesamt waren wir auch 2010 bei für unsere Standorte wichtigen
Ausschreibungen erfolgreich und konnten über das gesamte Spektrum unserer
Produktlösungen hinweg Aufträge für neue Serienproduktionen
erzielen. Hierzu gehören inzwischen auch erste nennenswerte Volumina für
Komponenten von Antrieben für Elektrofahrzeuge. Damit haben wir uns auch im
Bereich dieser Zukunftstechnologie bereits erfolgreich positionieren können.
Zu den besonderen Highlights zählte auch ein Auftrag für die Entwicklung und
Produktion von Luftfederkomponenten für ein Premiummodell. Im Berichtsjahr hat sich unsere Internationalisierungsstrategie erneut
ausgezahlt: Für eine neue große Plattform eines europäischen Herstellers
liefern künftig sowohl unser deutscher als auch unser tschechischer Standort
Komponenten, die in der Summe ein signifikantes Auftragsvolumen ergeben.
Auch an unserem mexikanischen Standort konnten wir weitere substanzielle
Neuaufträge gewinnen, sodass im Konzern die Wachstumsziele bis 2013 mit
bestehenden Aufträgen unterlegt sind. Erfolgreich waren wir auch bereits mit
der Akquisition neuer Aufträge für die Entwicklung und Produktion von
Querträgern in China. Produktionsstart wird in 2012 sein. Insgesamt verzeichnen wir derzeit spürbar steigende Anfragen für
weltweite Plattformen mit hohen Stückzahlen. Unsere globale Strategie hat
damit bei unseren Kunden eine hohe Akzeptanz gefunden. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DES KONZERNSDer PWO-Konzern hat die schneller als erwartete Rückkehr zu hohen
Wachstumsraten im Berichtsjahr nicht zuletzt aufgrund der weitsichtigen
Steuerung des Unternehmens in der zurückliegenden Krise mit dem Festhalten
an der Stammbelegschaft ohne Schwierigkeiten bewältigt. Er hat damit seine
Reputation als zuverlässiger Partner der Automobilindustrie erneut
gestärkt. Der Konzern steht nun am Beginn einer weiteren Periode starken Wachstums
aus umfangreichen Serienanläufen in den Geschäftsjahren 2011 und 2012. Die
weitreichende Internationalisierung des Konzerns in den vergangenen Jahren
beginnt sich damit auszuzahlen. Dies gilt nicht nur für das Wachstum des
Umsatzes, auch die Ergebnisse sollen sich stark verbessern, da die
Anlaufverluste im Ausland ihren Höhepunkt überschritten haben. Gleiches gilt
für die Investitionen an allen Standorten des Konzerns, sodass in den
nächsten Jahren eine deutliche Verbesserung des Verhältnisses von
Nettoverschuldung zu Eigenkapital zu erwarten ist. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um den Konzern in den nächsten
Jahren in eine neue Größenordnung zu entwickeln und sowohl seine
Ertragskraft als auch seine bilanzielle Stärke wesentlich zu
verbessern. MITARBEITERSTAMMBELEGSCHAFT AUCH WÄHREND DER KRISE GEHALTEN![]() Das kräftige Wachstum des Geschäftsjahres 2010 konnten wir ohne
personelle Engpässe realisieren, denn wir haben in der Krise unsere
Stammbelegschaft bewusst im Unternehmen gehalten und auf Entlassungen
verzichtet. Kostensenkungen wurden durch Reduzierungen bei der Anzahl der
Zeitarbeitnehmer und bei den Sachkosten erzielt. Damit waren wir zu Beginn des Jahres 2010 - als das Wachstum in der
Automobilindustrie früher und stärker als erwartet einsetzte - gut
aufgestellt, um von Kurzarbeit zügig auf volle Leistung umzuschalten. Dank
der hohen Flexibilität und Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter konnten
wir unsere Produktionsmengen analog der schnell steigenden Serienabrufe
unserer Kunden sukzessive steigern. Zusätzlich haben wir im Jahresverlauf
auch wieder eine erhebliche Anzahl an Zeitarbeitnehmern eingestellt. Die
Anzahl zusätzlich notwendiger Mitarbeiter, um die steigende Produktionsmenge
realisieren zu können, blieb im Geschäftsjahr 2010 noch begrenzt. Im
Wesentlichen haben wir an unseren Standorten in China, Kanada und in der
Tschechischen Republik Mitarbeiter eingestellt, um über das hohe Wachstum
des Berichtsjahres hinaus auch die absehbaren weiteren Zuwächse in 2011
vorzubereiten. So stieg die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern zum 31.
Dezember 2010 auf 2.079 (i. V. 1.965) inklusive Auszubildende und auf 1.954
(i. V. 1.816) ohne Auszubildende. In China haben wir die Beschäftigtenzahl
ohne Auszubildende um 34 auf 114 erhöht, in Kanada um 59 auf 165 und in der
Tschechischen Republik um 37 auf 336. Wir engagieren uns traditionell stark in der Ausbildung junger Menschen,
um ihnen eine Chance für den Eintritt in das Berufsleben zu bieten und dem
Konzern die Fachkräfte für das weitere Wachstum zu sichern. Nicht zuletzt im
Hinblick auf die bevorstehende kräftige Expansion des Konzerns hatten wir im
Geschäftsjahr 2008 - also vor der Krise - die Anzahl unserer Auszubildenden
um knapp 40 Prozent erhöht. Inzwischen haben viele von ihnen ihre Ausbildung
abgeschlossen, sodass die Anzahl der Auszubildenden im Konzern mit 125 zum
31. Dezember 2010 unter dem Vorjahreswert von 149 blieb. Sie lag damit
jedoch immer noch auf dem Stand per 31. Dezember 2008. Neben unserem Heimatstandort in Deutschland bieten wir auch an den
internationalen Standorten Ausbildungsplätze an. Schwerpunkt bildet dabei
China mit 11 Auszubildenden per 31. Dezember 2010, weil am dortigen
Arbeitsmarkt keine Fachkräfte mit dem für unsere Produktionsverfahren
notwendigem Kenntnisstand rekrutiert werden können. Zusätzlich haben wir 2010 auch wieder verstärkt Budgets für die
Weiterbildung freigegeben. Insgesamt haben wir im Berichtsjahr 2,3 Mio. EUR
(i. V. 2,1 Mio. EUR) in Aus- und Weiterbildung investiert. WEITERE INFORMATIONENProdukt- und ProzessinnovationenProdukt- und Prozessinnovationen stellen einen zentralen Erfolgsfaktor
für die Sicherung und den Ausbau der Wettbewerbsposition als Zulieferer der
internationalen Automobilindustrie dar. Über das selbstverständliche
Erfüllen der Funktionsanforderung an eine Komponente oder Baugruppe hinaus
geht es darum, in den Ausschreibungen intelligente und kreative neue
Produktdesigns aufzuzeigen, die zusätzlichen Mehrwert jenseits
traditioneller Lösungen bieten. Regelmäßig können wir hier durch Konzepte überzeugen, die den notwendigen
Materialeinsatz substanziell vermindern, die Komplexität bestehender
Lösungen reduzieren und bislang nachgelagerte Bearbeitungsschritte in einen
vollautomatisierten Umformprozess integrieren oder sogar überflüssig machen.
Immer wieder gelingen uns auch bahnbrechende Fortschritte, wenn wir
beispielsweise für bestimmte Aufgabenstellungen erstmals überhaupt Lösungen
im Rahmen der Blechumformung entwickeln und damit teurere Verfahren wie
Schmieden oder Gießen ablösen können. Bei solchen Lösungen profitieren wir von unserer umfassenden Expertise,
die wir uns für die vielfältigen Anwendungen im Rahmen unserer breiten
Produktpalette erarbeitet haben und die unsere einzigartige Marktstellung
begründet. Unser eigener Werkzeugbau ist dabei elementarer Bestandteil der
realisierbaren Fertigungsprozesse. Im Werkzeug entscheiden sich sowohl die
Präzision eines Produkts als auch die ohne Qualitätseinbußen erzielbare
Geschwindigkeit des Produktionsprozesses. Um Komponenten herstellen zu
können, deren wesentliche Funktionsmerkmale häufig Toleranzen von wenigen
Hunderstel Millimetern erfordern, sind Werkzeuge notwendig, die selbst noch
sehr viel präziser gebaut sein müssen als die Komponenten, für deren
Herstellung sie eingesetzt werden. Wir haben uns eine hohe Reputation für permanente Produkt- und
Prozessinnovationen aufgebaut und empfehlen uns damit über den einzelnen
Auftrag hinaus als Entwicklungspartner für künftige Aufgabenstellungen noch
bevor ein Serienauftrag in die Ausschreibung geht. Aktuell erfolgreich waren
wir dabei insbesondere im Bereich von Komponenten und Baugruppen aus
hochfesten Stählen, die mit dem Ziel der Gewichts- und damit CO2-Reduzierung
derzeit immer stärker eingesetzt werden. Marketing und VertriebDer wesentliche Fokus unserer Marketing- und Vertriebsanstrengungen
richtet sich auf die Ausweitung unseres Umsatzes mit unseren bestehenden
globalen Kunden, denn wir unterhalten heute bereits Kundenbeziehungen zu den
für unser Geschäft wesentlichen OEMs sowie Tier-1- und Tier-2-Lieferanten in
der Automobilindustrie. Für Nachfolgeaufträge laufender Serienproduktionen
positionieren wir uns hier sehr frühzeitig. Darüber hinaus generieren wir Wachstum insbesondere aus zwei Quellen: Zum
einen vermarkten wir gezielt Lösungen aus Produktbereichen, die der
jeweilige Kunde noch nicht von uns bezieht. Zum anderen setzen wir auf
Wachstum durch Belieferung der internationalen Produktionsstätten unserer
Kunden, die wir in der Vergangenheit mangels unserer fehlenden lokalen
Präsenz noch nicht erreichen konnten. Da neue Serienaufträge immer erst beim
Wechsel eines Fahrzeugmodells vergeben werden, liegen die wesentlichen
Wachstumsimpulse aus unserer Internationalisierung der vergangenen Jahre
erst noch vor uns. Unsere jüngeren Standorte, insbesondere in China und Mexiko, haben
zusätzlich noch das Potenzial, sich über den weiteren sukzessiven Ausbau
ihrer technologischen Leistungsfähigkeit für Serienaufträge zu
qualifizieren, die sie derzeit noch nicht übernehmen können. Daran arbeiten
wir entlang der jeweiligen lokalen Marktperspektiven intensiv. Chancen zur Gewinnung von Neukunden verfolgen wir selbstverständlich
ebenfalls mit Nachdruck. Wachstum lässt sich hieraus jedoch in der Regel
eher mittelfristig generieren, da zum einen die Vorlaufzeiten, um bei einem
Neukunden überhaupt auf der Liste der potenziellen Lieferanten aufgenommen
zu werden, lang sind. Zum anderen erwarten Kunden teilweise von
Erst-Lieferanten Preise, die das Erreichen unserer Margenziele nicht
zulassen. Aus solchen Ausschreibungen ziehen wir uns regelmäßig zurück.
Entscheidende Alleinstellungsmerkmale von PWO im Vergleich zum Wettbewerb
sind dabei über unsere Innovationskraft in der Produkt- und
Prozessentwicklung hinaus, unsere Fähigkeit zur zuverlässigen Belieferung in
hohen Stückzahlen, unsere Reputation für höchste Qualität über die gesamte
Laufzeit einer Serienproduktion hinweg sowie unsere globale
Präsenz. Forschung und EntwicklungPWO produziert ausschließlich im Kundenauftrag. Entsprechend entsteht
auch das überwiegende Volumen der Entwicklungsaufwendungen im Rahmen von
Kundenprojekten. Diese Aufwendungen werden von den Kunden entweder nach dem
Erreichen definierter Entwicklungsabschnitte direkt vergütet oder über den
Teilepreis im Laufe der Serienproduktion amortisiert. QualitätsmanagementNull-Fehler-Qualität ist in der Automobilindustrie der gültige Maßstab
für alle Produkte und Prozesse. Dennoch wird dieses Ziel im
Industriedurchschnitt bei Weitem noch nicht erreicht. Als Hersteller von Sicherheitskomponenten fühlt sich PWO diesem
Qualitätsanspruch in besonderem Maße und unabhängig von den jeweiligen
Kundenanforderungen verpflichtet. Ziel ist es, durch umfangreiche
Qualitätssicherungskonzepte entlang der gesamten internen
Wertschöpfungskette der Null-Fehler-Qualität in der Produktion so nahe wie
möglich zu kommen. Dies dient zugleich der Sicherung unserer Ertragskraft, da Fehlerkosten
permanent reduziert werden. Durch integrierte, automatisierte
Qualitätsprüfung stellen wir eine weitestgehende Null-Fehler-Qualität in der
Belieferung unserer Kunden sicher. Damit setzen wir uns ebenfalls vom
Wettbewerb ab. Logistik und BeschaffungWir verarbeiten Stahl, Edelstahl und Aluminium und beschaffen unsere
Rohstoffe auf den Weltmärkten. Die Beschaffung stellte bisher, auch bei
vorübergehenden weltweiten Nachfragespitzen, kein substanzielles Problem
dar. Jenseits von Standardqualitäten beziehen wir für einen wesentlichen
Teil unserer Produkte Speziallegierungen, die unsere langjährigen Partner
aus der europäischen Stahlindustrie an unsere internationalen Standorte
liefern. Zur Diversifikation der Beschaffung haben wir mit verschiedenen
Lieferanten zeitlich gestaffelte Lieferverträge abgeschlossen.
Verpflichtungen über Mindestabnahmemengen gehen wir dabei nicht ein. Die
kurzfristige Disposition erfolgt auf Basis der Vorausschau der
Abnahmemengen, die unsere Kunden uns avisieren. Geliefert wird an den mit
dem Kunden vereinbarten Ort in der Regel in einem engen Zeitfenster von
wenigen Tagen. Bei Energie, die für den Umformprozess in erheblichen Mengen benötigt
wird, ist eine Diversifikation der Lieferantenbasis kaum möglich.
Beschaffungssicherheit ist hier jedoch in hohem Maße gegeben. Corporate ResponsibilityWir verstehen uns als Corporate Citizen und leiten daraus die
Verpflichtung verantwortungsvollen Handelns über die Einhaltung der
gesetzlichen Bestimmungen hinaus ab. Ziel ist es, die Wechselbeziehungen mit Mitarbeitern, Kunden,
Geschäftspartnern und dem gesellschaftlichen Umfeld insgesamt so zu
gestalten, dass Belastungen aus unserer Geschäftstätigkeit vermieden oder
begrenzt, soziale Belange berücksichtigt sowie die Umwelt und die
natürlichen Ressourcen geschont werden. Dabei nehmen wir unsere
gesellschaftliche Verantwortung an unseren internationalen Standorten in
gleichem Maße wie an unserem deutschen Heimatstandort wahr. Unsere Anstrengungen erstrecken sich auch auf einen umfassenden
Arbeitsschutz, der fortwährend überwacht und weiterentwickelt wird. Darüber
hinaus pflegen wir eine Unternehmenskultur, die die Wertschätzung der
Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt, und fördern ihr freiwilliges soziales
Engagement. Auch der Konzern selbst engagiert sich auf vielfältige Weise
beispielsweise durch die finanzielle Unterstützung sozialer Initiativen, die
Auftragsvergabe an Lebenshilfe-Einrichtungen oder durch Spenden. Nicht
zuletzt richten sich unsere Anstrengungen auf einen möglichst weitgehenden
Umweltschutz und erstrecken sich dabei auch auf eine permanente Reduzierung
des notwendigen Einsatzes natürlicher Ressourcen je
Produktionseinheit. Wir streben auf diese Weise an, einen positiven Beitrag zum
gesellschaftlichen Umfeld, in dem wir tätig sind, zu leisten. Damit
entsprechen wir auch den Anforderungen unserer Kunden, die diese im Rahmen
ihrer eigenen Corporate Responsibility an ihre Lieferkette
stellen. RISIKOBERICHTBeschreibung der risikopolitischen StrategieZiel unserer risikopolitischen Strategie ist die Vermeidung und
Begrenzung operativer Risiken, soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll.
Risiken aus dem Finanzbereich, die sich nicht zwingend aus unserem
operativen Geschäft ergeben, beispielsweise durch das Eingehen offener
Positionen in Derivaten, werden vermieden. Entsprechend wird der
Finanzbereich auch nicht als Profitcenter geführt. Darüber hinaus haben wir unser Geschäftsmodell und unsere operativen
Prozesse grundsätzlich im Sinne einer Begrenzung von Risiken aufgestellt und
arbeiten fortwährend daran, diese Positionierung noch weiter zu
verstärken:
Grundzüge des Risikomanagements von PWODas Risikomanagement-System von PWO hat sich in der zurückliegenden Krise
erneut in vollem Umfang bewährt und seine Funktionsfähigkeit unter Beweis
gestellt. Im Geschäftsjahr 2010 waren daher keine grundsätzlichen
Veränderungen vorzunehmen. Die vom Vorstand formulierten Grundsätze wurden,
soweit notwendig, weiterentwickelt und entsprechend in unserem
Risikomanagement-Handbuch dokumentiert. In diesem werden Risiken sowie ihre Behandlung systematisch erfasst,
beschrieben und ausgewertet. Die "Risk-Owner" berichten dem Vorstand
regelmäßig monatlich sowie unverzüglich, falls neue wesentliche Risiken
erkennbar werden. Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems wird intern
regelmäßig überprüft. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen der
Jahresabschlussprüfung die Wirksamkeit des Risikofrüherkennungs-Systems
geprüft und in seiner Wirksamkeit bestätigt. Das Risikomanagement-System wird konzernweit einheitlich - jedoch
entsprechend des jeweiligen Entwicklungsstadiums unserer einzelnen Standorte
- in unterschiedlichem Umfang angewendet. In vollem Umfang wird es in
Deutschland, Kanada und der Tschechischen Republik umgesetzt. An unserem
mexikanischen Standort haben wir 2007 mit der Einführung begonnen und
inzwischen, angepasst an die individuelle Situation vor Ort, diverse
zentrale Elemente eingeführt. Der Standort in China befindet sich in der
Aufbauphase und realisiert noch niedrige Umsätze. Entsprechend sind die
laufenden Geschäftsprozesse derzeit noch weniger komplex und können mit
ausgewählten Bausteinen unseres Risikomanagement-Systems überwacht
werden. Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagement-SystemsAls kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB
sind wir gemäß § 289 Abs. 5 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des
internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den
Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Unter einem internen Kontrollsystem verstehen wir die durch das
Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen,
die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements
gerichtet sind
Das Risikomanagement-System beinhaltet die Gesamtheit der
organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum
Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind bei PWO folgende
Strukturen und Prozesse implementiert: Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und
Risikomanagement-System im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess im
Konzern. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind
alle strategischen Einheiten eingebunden. Die Bilanzierungsvorschriften im PWO-Konzern stellen die einheitliche
Bilanzierung und Bewertung der einbezogenen inländischen und ausländischen
Unternehmen sicher. Den Richtlinien liegt unter anderem ein konzernweit
einheitlicher Kontenrahmen zugrunde. Die Erfassung der Geschäftsvorfälle
erfolgt bei den operativen Einheiten in einem einheitlichen, im Wesentlichen
auf SAP basierenden Buchungssystem, das beispielsweise auch
Plausibilitätskontrollen des Rechnungslegungsprozesses der strategischen
Einheiten ermöglicht. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des
rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems
sind in einem Handbuch niedergelegt, das in regelmäßigen Abständen an
aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst wird. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale
des internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems als wesentlich, die die
Bilanzierung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich
Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die
folgenden Elemente:
Veränderung der Risikosituation 2010Die Risikosituation für den PWO-Konzern hat sich 2010 aufgrund des
schnellen Nachfrageanstiegs insbesondere nach Premiumfahrzeugen erheblich
entspannt. Die Risiken, die mit der zurückliegenden Krise einhergingen,
bestehen inzwischen nicht mehr. Wesentliche neue Risiken sind andererseits
nicht hinzugetreten. PWO ist bereits in der Vergangenheit häufig kräftig
gewachsen und verfügt insofern genauso über langjährige Erfahrung im
erfolgreichen Management von Wachstumsrisiken wie auch hinsichtlich
branchentypischer Risiken der Automobilindustrie, die unverändert
weiterbestehen. Markt- und AuslastungsrisikenZu den Marktrisiken gehört die Sicherstellung einer ausreichenden
Auslastung unserer Produktionsstandorte durch für unseren Maschinenpark
geeignete Aufträge zu für unser kapitalintensives Geschäft notwendigen
Margen. In Phasen üblicher Schwankungen der Automobilindustrie wird unser
Wachstum maßgeblich von der Differenz aus dem Auslauf bestehender sowie den
An- und Hochläufen neuer Serienproduktionen bestimmt, die sich wiederum aus
der Markteinführung neuer Fahrzeugmodelle unserer Kunden
ergeben. Bei bestehenden Aufträgen erstrecken sich die Markt- und
Auslastungsrisiken in normalen Zyklen insbesondere auf Anlaufverschiebungen
von Neuprojekten sowie auf Absatzschwankungen in der Serienproduktion durch
Nachfrageschwankungen seitens des Endkunden. Durch unsere breite
Produktpalette mit über 1.000 verschiedenen Komponenten und Baugruppen, die
wir für den kundenindividuellen Bedarf produzieren, begegnen wir diesen
Marktrisiken wirksam. Risiken aus Entwicklungsleistungen, die über den
Teilepreis im Laufe der Serienproduktion amortisiert werden, bestehen
darüber hinaus nicht. In der jüngsten Krise haben wir zudem unsere Fähigkeit unter Beweis
gestellt, auch mit historisch einmaligen Marktverhältnissen erfolgreich
umgehen zu können. Darüber hinaus setzen wir auf eine permanente Steigerung
der Flexibilität aller Geschäftsprozesse. Damit können wir auch kleinere
Mengeneinheiten wirtschaftlich sinnvoll produzieren und so deutlich
flexibler auf Nachfrageschwankungen reagieren. Der Aufschwung im Geschäftsjahr 2010 ging im Premiumbereich mit einer
deutlichen Verschiebung der Nachfragestruktur zugunsten der Schwellenländer
wie insbesondere China einher, die nach Ansicht vieler Experten nachhaltig
sein dürfte. Derzeit profitieren wir von diesem Trend stark, da der schnelle
Nachfrageanstieg von unseren europäischen Kunden zu einem hohen Teil über
den Export aus Europa heraus bedient wird und damit die Abrufe in unseren
hiesigen Standorten steigen. Für die Zukunft gehen wir davon aus, dass von den Fahrzeugherstellern
noch stärker als bisher lokale Produktion im Ausland aufgebaut werden wird.
Mit unseren jüngeren internationalen Standorten sind wir richtig
aufgestellt, um die daraus entstehenden Wachstumschancen wahrnehmen zu
können. Aber auch für unsere etablierten Standorte in Deutschland und Kanada
sehen wir keine dauerhaften strukturellen Auslastungsrisiken. Beide bedienen
so große Automobilmärkte, dass wir auch künftig eine ausreichende Auslastung
und zusätzlich auch Wachstum über Marktanteilsgewinne realisieren können.
Dies gilt umso mehr als die Standorte über ein sehr breites
Kompetenzspektrum im Produktbereich und einen gut aufgestellten
Maschinenpark verfügen, sodass sie nicht auf Nachfolgeaufträge in einzelnen
Teilsegmenten des Marktes angewiesen sind. Unsere breite Aufstellung verhindert darüber hinaus eine Abhängigkeit von
Großkunden, da sich die Umsätze mit einzelnen Konzernen der
Automobilindustrie immer auf diverse vertraglich eigenständige
Einzelprojekte mit jeweils eigenen Produkten, unterschiedlichen Laufzeiten
und Volumina verteilen. Die Wahrscheinlichkeit des gleichzeitigen Ausfalls
aller Projekte eines Kunden ist äußerst gering. Bei Abbruch von Verträgen, die bezüglich definierter, von uns zu
erbringender Leistungen Amortisationsvereinbarungen über die gesamte
Vertragslaufzeit beinhalten, bestehen für die Kunden darüber hinaus
Leistungsverpflichtungen. Auch projektspezifische Marktrisiken sind im Falle
von Investitionen und Vorfinanzierungen von Leistungen im marktüblichen
Rahmen vertraglich abgesichert. Auch die permanente Zunahme des Wettbewerbsdrucks gehört zu den typischen
Marktrisiken der Automobilzulieferindustrie. Als Innovationsführer
realisieren wir für unsere Kunden einen quantifizierbaren Mehrwert. Darüber
hinaus steigern wir permanent die Effizienz aller betrieblichen Prozesse.
Unsere langjährig nachhaltig positive Entwicklung dokumentiert, dass wir in
der Lage sind, diese Risiken erfolgreich zu beherrschen. Leistungs- und QualitätsrisikenZu den wesentlichen Risiken für den PWO-Konzern gehören Leistungs- und
Qualitätsrisiken. Serienproduktion für die internationale Automobilindustrie
bedeutet heute, die Anforderungen an höchste Prozesssicherheit und Qualität
sowie Lieferzuverlässigkeit in der Großserie über viele Jahre hinweg
dauerhaft erfüllen zu können. Leistungsausfälle gegenüber dem Kunden führen nicht nur zu kurzfristigen
monetären, sondern vor allem auch zu erheblichen Reputationsschäden, die die
Position des Lieferanten bei den jährlichen Preisverhandlungen während der
Laufzeit eines Auftrags sowie bei der Vergabe neuer Aufträge erheblich
schwächen können. Das Management von Leistungs- und Qualitätsrisiken ist daher ein
integraler Bestandteil aller unserer Geschäftsprozesse. Im Rahmen des
PWO-Production-Systems werden Verlauf und Stabilität unserer Prozesse
dokumentiert, damit transparent gemacht und sind so einer permanenten
systematischen Verbesserung zugänglich. Wir bauen zudem sukzessive die
notwendigen Prozesse auf, um nicht nur Null-Fehler-Qualität zu liefern,
sondern dies auch über den gesamten Produktionsprozess hinweg detailliert
protokollieren und dem Kunden dokumentieren zu können. Damit setzen wir uns
erneut deutlich vom Wettbewerb ab und untermauern unsere marktführende
Position. Zur Begrenzung von Störungen und Ausfällen in der Produktion führen wir
vorbeugende Wartungen von Umformpressen, Schweiß- und Montageanlagen sowie
Werkzeugen durch. Darüber hinaus streben wir an, ein Produkt immer auf
mindestens zwei geeigneten Maschinen herstellen zu können, sodass eventuelle
Maschinenstörungen aufgefangen werden können. Das dargestellte Niveau an Leistungszuverlässigkeit und Produktqualität
gilt es dabei nicht nur an unseren etablierten Standorten in Deutschland,
der Tschechischen Republik und Kanada zu verfeinern, sondern sukzessive auch
auf unsere jüngeren Standorte in China und Mexiko zu
übertragen. Insgesamt erfordern die Absatzmärkte dieser Länder jedoch heute noch
nicht die hochkomplexen und vollautomatisierten Produktionsverfahren, wie
sie an unseren anderen Standorten zum Einsatz kommen. Entsprechend bestehen
größere zeitliche Spielräume im Produktionsprozess, was zur Risikobegrenzung
beiträgt. Risiken aus der internationalen PräsenzDer Konzern ist seit mehreren Jahren global aufgestellt und will seine
Globalisierung künftig noch weiter ausbauen. Die Standorte sind in Regionen
positioniert, in denen zum einen unsere bestehenden Kunden
Produktionsstätten aufgebaut haben und in denen sich aus bevorstehenden
Modellwechseln für uns Wachstumschancen absehen lassen. Zum anderen bauen
wir nur dort neue Produktionsstandorte auf, wo eine nachhaltig hohe
Nachfrage nach unserem Leistungsangebot schon heute besteht. Damit begrenzen
wir strukturelle Auslastungsrisiken. Zur Risikobegrenzung und zur Vermeidung von Leerkapazitäten werden
Investitionsentscheidungen zudem ausschließlich auf Basis vorliegender
Aufträge getroffen. In China bestehen jedoch Risiken aus
Vorlaufinvestitionen nicht nur für die Produktionsanlagen, sondern auch für
die Infrastruktur, da wir diesen Standort neu aufgebaut haben. Entsprechend
überwachen wir die Entwicklung hier sehr eng. Leistungs- und Qualitätsrisiken an den internationalen Standorten
begrenzen wir mit konzernweit einheitlichen Geschäfts- und
Produktionsprozessen, die im Rahmen unseres PWO-Production-Systems
dokumentiert und überwacht werden. Zur Begrenzung von Führungsrisiken und für den Ausbau der technologischen
Leistungsfähigkeit der jüngeren Standorte insbesondere in China und Mexiko
haben wir zudem wesentliche Funktionen an den internationalen Standorten mit
erfahrenen Mitarbeitern besetzt, die entweder von unserem deutschen Standort
entsandt oder dort geschult wurden. Darüber hinaus bauen wir unsere
Konzernsteuerungsfunktionen sukzessive weiter aus, um möglichen Risiken aus
der internationalen Präsenz noch stärker entgegenzuwirken. ForderungsrisikenWir beliefern internationale Automobilhersteller und ihre Zulieferer, die
bereits über viele Jahrzehnte erfolgreich am Markt etabliert sind. Dies
begrenzt unsere Forderungsrisiken grundsätzlich. Gleichzeitig verfolgen wir
Marktentwicklungen und Kundenverhalten sehr eng, um frühzeitig potenzielle
Warnsignale zu erkennen und nach Möglichkeit gegensteuern zu können. Als
zusätzliche Absicherung haben wir eine Warenkreditversicherung
abgeschlossen. Auch im Ausland arbeiten wir im Wesentlichen mit bestehenden Kunden des
Konzerns zusammen, mit denen sich eine langjährige vertrauensvolle
Zusammenarbeit entwickelt hat, sodass dort keine grundsätzlich höheren
Risiken bestehen. Bei der von uns gelieferten Null-Fehler-Qualität bleiben
Forderungsrisiken daher ein begrenztes Problem. Dies hat auch die jüngste
Krise erneut bestätigt, obwohl diese vielen Unternehmen in der Lieferkette
erheblich zugesetzt hat. Im Falle von Problemen müssen alle beteiligten
Partner konstruktive Lösungen finden und tun dies auch. FinanzrisikenIm Bereich der Finanzrisiken bestehen vor allem Finanzierungs-, Zins- und
Währungsrisiken. Diese Risiken hatten in der Krise deutlich zugenommen. Die
zum Teil sehr langfristigen Beziehungen zu unseren Bankpartnern haben sich
jedoch bewährt, sodass unser Zugang zu ausreichenden Refinanzierungsmitteln
nie in Zweifel stand. Inzwischen haben sich diese Risiken wieder
normalisiert. Weder waren 2010 Engpässe bei der Vorfinanzierung der schnell
steigenden Serienabrufe zu verzeichnen, noch sehen wir solche für die
künftige Finanzierung unseres Wachstums. Auch die Finanzierungsrisiken, die daraus entstehen können, dass
Finanzinstitute ihre Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Anlage liquider
Mittel sowie als Kontrahenten derivativer finanzieller Vermögenswerte nicht
erfüllen, haben sich inzwischen wieder zurückgebildet. Dies gilt umso mehr,
als wir auf sorgfältige Auswahl und Diversifizierung unserer Partner
setzen. Zinsrisiken werden durch eine angemessene Kombination aus kurz- und
langfristigen Krediten begrenzt. Mit langfristigen Kundenaufträgen
verbundene Investitionen werden grundsätzlich langfristig finanziert. Bei
variabel verzinslichen Darlehen werden zusätzlich auch Zinsswaps
eingesetzt. Im Bereich der Währungsrisiken waren in den letzten Jahren insgesamt und
unterjährig auch im Berichtsjahr deutlich gestiegene Volatilitäten zu
verzeichnen, weil sich an den Devisenmärkten - ähnlich wie an den
Rohstoffmärkten - verstärkt Finanzinvestoren engagieren. Wir gehen davon
aus, dass auch für die Zukunft mit anhaltend hohen Volatilitäten zu rechnen
ist. Zur Begrenzung von Währungsrisiken im operativen Geschäft schließen wir
konzernweit auf Basis vergleichbarer Grundsätze Sicherungsgeschäfte ab.
Darüber hinaus sind solche Risiken im Bereich der Beschaffung strukturell
dadurch begrenzt, dass alle Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für die
Standorte Oberkirch und Tschechien und - soweit besondere Stahlqualitäten
und -legierungen in Nordamerika oder Asien nicht verfügbar sind - auch für
diese Standorte in Europa eingekauft werden. Entsprechend lauten auch unsere langfristigen Lieferverträge auf Euro.
Die wesentlichen Währungsrisiken ergeben sich daher aus den in lokaler
Währung zu bezahlenden Lohnsummen. Darüber hinaus bestehen jedoch auch
innerhalb des Konzerns Darlehensbeziehungen, die zum Teil mit
Währungsrisiken behaftet sind. Am Standort in Kanada sind für den Konzern über die
Wechselkursveränderungen zwischen dem Euro und dem kanadischen Dollar hinaus
auch die Veränderungen zwischen dem kanadischen und dem US-Dollar von
Bedeutung, da dieser Standort den gesamten nordamerikanischen Raum
beliefert. BeschaffungsrisikenZu den für unsere Produktionsprozesse notwendigen Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffen gehören insbesondere Stahl sowie in deutlich geringerem
Umfang Aluminium. Diese Metalle kaufen wir auf dem Weltmarkt ein, auf dessen
Angebot und Preisbildung wir keinen Einfluss haben. Wir streben zwar
grundsätzlich die Begrenzung von Beschaffungsrisiken durch langfristige
Beziehungen mit unseren Lieferanten für alle wesentlichen Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe an. Die früher üblichen langfristigen Rahmenverträge werden
jedoch derzeit am Markt nicht mehr angeboten. In der Vergangenheit waren keine Lieferengpässe bei unseren Vorprodukten
zu verzeichnen. Preisanstiege über in unseren Kundenverträgen vertraglich
vereinbarte Schwankungen hinaus konnten wir bisher entweder über
Gleitklausen weitergeben oder wir sind auf dem Verhandlungswege mit unseren
Kunden erfolgreich zu akzeptablen Lösungen gekommen. Umgekehrt geben wir
auch fallende Preise weiter. Für die Zukunft rechnen wir grundsätzlich mit weiteren Preissteigerungen,
einer Zunahme der Preisvolatilitäten und schließen auch gelegentliche
Angebotsverknappungen nicht aus. Dies dürfte insbesondere durch folgende
Entwicklungen beeinflusst werden:
SchadensrisikenGegen das Risiko von Schadensfällen sichern wir uns mit entsprechenden
Versicherungen ab, deren Deckungssummen konzernweit laufend überprüft und,
soweit erforderlich, angepasst werden. Eine ausreichende Absicherung ist
damit jederzeit gewährleistet. Darüber hinaus verfügen wir über ein Business-Continuity-Management, also
ein unternehmensindividuelles Notfall- und Krisenmanagement zur
systematischen Vorbereitung auf die Bewältigung unternehmenskritischer
Notfallsituationen, das wir über den Standort Oberkirch hinaus sukzessive
auch zur Beherrschung konzernweiter Risiken einsetzen werden. IT-RisikenPWO verfügt über eine umfassende, moderne IT-Infrastruktur in allen
Konzernbereichen, die zu den laufenden Effizienzsteigerungen im Konzern
substanziell beiträgt. Zur Begrenzung von Risiken setzen wir am Markt erprobte Standardsoftware
ein, die wir für unseren individuellen Bedarf laufend weiterentwickeln.
Darüber hinaus überwachen wir unsere IT-Prozesse im Konzern permanent und
umfassend durch hierauf spezialisierte Mitarbeiter, um die
Funktionsfähigkeit der Systeme sicherzustellen und Risiken frühzeitig zu
begegnen. Gesamtaussage zur Risikosituation des PWO-KonzernsDer PWO-Konzern ist derzeit keinen für die Geschäftstätigkeit untypischen
Risiken ausgesetzt. Die typischen Risiken sind zudem derzeit weder besonders
stark ausgeprägt noch sind in Einzelfällen substanzielle Belastungen
erkennbar. PWO ist darüber hinaus auch nach der zurückliegenden Krise bilanziell
gesund. Der Konzern hat weiterhin eine solide Eigenkapitalquote und eine
zwar hohe, aber vor dem Hintergrund der Ertragsperspektiven der nächsten
Jahre noch gut vertretbare Nettoverschuldung. Angesichts der mittlerweile langjährigen Erfahrung in der Steuerung eines
internationalen Konzerns, der inzwischen erreichten deutlichen
Stabilisierung der Geschäftsprozesse der jüngeren internationalen Standorte
sowie der in den nächsten beiden Jahren hochlaufenden umfangreichen Aufträge
ist die Risikosituation des Konzerns derzeit nicht nur als deutlich
niedriger als in der jüngsten Krise, sondern auch als deutlich niedriger als
in den Jahren zuvor einzuschätzen. VERGÜTUNGSBERICHTDer Corporate-Governance-Bericht dieses Geschäftsberichts (auf Seite 18
bis 26) enthält den Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen von
Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil dieses
Lageberichts. VERÄNDERUNG IN DEN ORGANENDie Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat hat sich im
Geschäftsjahr 2010 nicht verändert. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289A HGBDie Erklärung zur Unternehmensführung der Progress-Werk Oberkirch AG
wurde auf der Internetseite der Gesellschaft unter dem Link
www.progress-werk.de/corporate-governance.html veröffentlicht. ANGABEN NACH § 289 ABSATZ 4 UND § 315 ABSATZ 4 HGBIm Folgenden werden die nach den §§ 289 Absatz 4 und 315 Absatz 4 HGB
erforderlichen Angaben dargestellt und erläutert. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 7.500 TEUR und ist eingeteilt
in 2.500.000 auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem
rechnerischen Anteil am Grundkapital von 3,00 EUR je Aktie. Alle Aktien
lauten auf den Inhaber, sie sind mit identischen Rechten ausgestattet und
gewähren in der Hauptversammlung jeweils eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen, Einschränkungen der Übertragungsmöglichkeiten,
Vorzüge oder Sonderrechte mit Kontrollbefugnissen bestehen nicht. Auf die
Regelungen des Aktiengesetzes über die mit dem Aktienbesitz verbundenen
Rechte und Pflichten wird verwiesen. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen
bekannt, die zwischen den Aktionären vereinbart wurden und die Stimmrechte
oder die Übertragung von Aktien betreffen. Für den Fall eines Kontrollwechsels infolge einer Übernahme wurden, außer
den in Kreditverträgen und Verträgen mit Kunden enthaltenen üblichen
Sonderkündigungsrechten, keine weiteren Vereinbarungen getroffen. Auch
gegenüber dem Vorstand und den Arbeitnehmern bestehen keine
Entschädigungsvereinbarungen. Die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, hat uns eine
Beteiligung an der Progress-Werk Oberkirch AG in Höhe von 55,282 Prozent
angezeigt. Weitere Beteiligungen, die 10 Prozent der Stimmrechte
überschreiten, sind dem Vorstand nicht bekannt. Eine Beteiligung von
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Sinne des § 315 Absatz 4, Nr. 5 HGB
besteht nicht. Der Vorstand besteht gemäß Satzung aus zwei oder mehr Mitgliedern. Sie
werden für höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder
Verlängerung der Amtszeit ist jeweils für höchstens fünf Jahre
zulässig. Der Aufsichtsrat entscheidet über die Anzahl der Vorstandsmitglieder,
ihre Bestellung und den Widerruf ihrer Bestellung sowie den Abschluss, die
Änderung und die Kündigung der mit den Vorstandsmitgliedern abzuschließenden
Anstellungsverträge. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder zum
Sprecher des Vorstands ernennen. Die Ernennung sowie die Bestellung von
Vorstandsmitgliedern kann er auch vor Ablauf der Amtszeit widerrufen, wenn
ein wichtiger Grund vorliegt. Gemäß § 179 Absatz 1 und § 119 Absatz 1, Nr. 5 AktG bedarf jede
Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Abweichend von §
179 Absatz 2, Satz 1 AktG sieht § 15 der Satzung vor, dass Beschlüsse zur
Satzungsänderung durch die Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der
Stimmen des bei der Beschlussfassung stimmberechtigten Grundkapitals gefasst
werden können, soweit nicht nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften eine
größere Mehrheit erforderlich ist. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat
befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung
betreffen. Ermächtigungen des Vorstands bezüglich Kapitalerhöhungen Genehmigtes Kapital I/2010Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010
ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2015 mit
Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender
Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt
3.000.000,00 EUR zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht
einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des
Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um
Spitzenbeträge auszugleichen oder um Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft
oder ihrer Konzerngesellschaften auszugeben. Genehmigtes Kapital II/2010Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010
ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2015 mit
Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender
Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt
750.000,00 EUR zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht
einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des
Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um
Spitzenbeträge auszugleichen. Bedingtes Kapital 2010Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010
ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2015 einmalig
oder mehrmals auf den Inhaber lautende Options- oder Wandelanleihen
(zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu
65.000.000,00 EUR auszugeben und den Inhabern von Optionsanleihen
Optionsrechte bzw. den Inhabern von Wandelanleihen Wandlungsrechte für auf
den Inhaber lautende Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des
Grundkapitals von insgesamt bis zu 3.000.000,00 EUR nach näherer Maßgabe der
Options- bzw. Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Das Grundkapital ist daher insoweit um bis zu 3.000.000,00 EUR durch
Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht, als die
Inhaber der Schuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten
Gebrauch machen oder ihre etwaigen Wandlungsverpflichtungen
erfüllen. Bei der Begebung von Schuldverschreibungen ist den Aktionären ein
Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung
des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, sofern der
Vorstand nach pflichtgemäßer Prüfung zur Auffassung gelangt, dass der
Ausgabepreis der Schuldverschreibungen ihren nach anerkannten, insbesondere
finanzmathematischen Methoden ermittelten hypothetischen Marktwert nicht
wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts gilt für
Schuldverschreibungen mit einem Options- oder Wandlungsrecht oder einer
Wandlungspflicht in Bezug auf Aktien der Gesellschaft, auf die ein
anteiliger Betrag des Grundkapitals entfällt, der insgesamt 10 Prozent des
Grundkapitals nicht übersteigen darf, und zwar weder im Zeitpunkt des
Wirksamwerdens noch - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der
Ausübung der vorliegenden Ermächtigung. NACHTRAGSBERICHTNach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer
Bedeutung eingetreten, über die zu berichten wäre. ABHÄNGIGKEITSBERICHTÜber die Beziehungen zur Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH,
Böblingen, wurde ein Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG
erstellt. Der Bericht schließt wie in den Vorjahren unverändert mit der folgenden
Erklärung: "Berichtspflichtige Vorgänge haben im Geschäftsjahr nicht
vorgelegen." PROGNOSEBERICHTWirtschaftliches UmfeldGesamtwirtschaftDie Wirtschaftsforschungsinstitute entwickeln in ihrem Herbstgutachten
2010 ein gemischtes Bild der Weltwirtschaft. Zum einen verweisen sie auf die
bestehenden Risiken: die konkrete Gefahr eines konjunkturellen Rückschlags
in den USA, das hohe Inflationspotenzial aufgrund der deutlichen Überhitzung
in China sowie die problematische Staatsverschuldung insbesondere im
Euroraum. Für Deutschland verbreiten sie hingegen Zuversicht und sprechen dem Land
die konjunkturelle Lokomotivfunktion für Europa zu. So erwarten sie für 2010
eine Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,5 Prozent, der
Sachverständigenrat hält sogar 3,7 Prozent für erreichbar. Für die 27
EU-Staaten wird hingegen insgesamt nur ein Wachstum von 1,6 Prozent und für
den Euroraum eine Zunahme von 1,3 Prozent erwartet. Der Sachverständigenrat
ist für den Euroraum sogar noch pessimistischer und erwartet hier nur einen
BIP-Anstieg um 0,9 Prozent. Die deutsche Konjunktur profitiert am Beginn des Jahres 2011 deutlich von
ihrer Breite und Tragfähigkeit: Die Wachstumsrate der Produktion nimmt wegen
der wenig veränderten Exportdynamik kaum ab, während gleichzeitig die
Binnennachfrage durch den robusten Arbeitsmarkt stimuliert wird. Die
Arbeitslosenquote befindet sich auf dem niedrigsten Stand seit dem
Wiedervereinigungsboom Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts.
Positiv wirken darüber hinaus die anhaltend günstigen monetären
Rahmenbedingungen. Für 2011 erwarten die Institute und der
Sachverständigenrat daher eine Fortsetzung des Aufschwungs in Deutschland
mit einem Anstieg des realen BIP um 2,0 bzw. 2,2 Prozent. Der EU-27 wird mit
einer Prognose von 1,4 Prozent von den Instituten auch 2011 eine deutlich
geringere Dynamik unterstellt. Das Gleiche gilt für den Euroraum, hier sehen
sie nur ein Wachstum von 1,3 Prozent. AutomobilindustrieDer VDA sieht die deutsche Automobilwirtschaft im Jahr 2011 klar auf
Wachstumskurs, der Auftragsbestand liege deutlich über dem langjährigen
Durchschnitt. Nachdem in Deutschland 2010 rund 2,9 Mio. Pkw neu zugelassen
worden waren, erwartet der Verband im Jahr 2011 einen Anstieg des
inländischen Marktvolumens um 6,2 Prozent auf rund 3,1 Mio. Einheiten. Beim
Pkw-Export rechnet der VDA mit neuen Rekordmarken. Entsprechend wird auch
bei der Pkw-Inlandsproduktion eine deutliche Zunahme vorhergesagt. Nach 5,5
Mio. Einheiten in 2010 soll die Produktion um 5,5 Prozent auf 5,8 Mio.
Einheiten zulegen und damit einen neuen Höchststand markieren. Der Weltautomobilmarkt legte im Jahr 2010 um 8 Prozent auf knapp 60 Mio.
Fahrzeuge zu und überschritt damit bereits wieder das vor der
Weltwirtschaftskrise erreichte Niveau. Für 2011 geht der VDA von einem
weiteren Wachstum um 8 Prozent auf 64,5 Mio. Fahrzeuge aus. Für die deutsche
Automobilindustrie sind dies gute Vorzeichen: Nachdem sie ihre Pkw-Exporte
im Jahr 2010 um 23 Prozent auf 4,2 Mio. Einheiten steigern konnten, dürften
sie laut VDA 2011 um weitere 5 Prozent auf 4,4 Mio. Einheiten zulegen und
damit auch hier ein neues Rekordniveau erreichen. Die deutschen Marken haben in wichtigen Regionen Marktanteile
hinzugewonnen. So konnten sie beispielsweise in den USA in den letzten fünf
Jahren ihren Marktanteil bei Light Vehicles (Cars und Light Trucks)
kontinuierlich um durchschnittlich 0,5 Prozentpunkte pro Jahr auf 7,6
Prozent steigern. Allein im Car-Bereich haben sie ihren Marktanteil auf 11,8
Prozent erhöht. Gleichzeitig veränderten sich die Gewichte auf dem Weltautomobilmarkt mit
hoher Geschwindigkeit. Der Anteil Chinas am Weltautomobilmarkt wird 2011 auf
19 Prozent zulegen, von 10 Prozent im Jahr 2008. Im Gegenzug verlieren die
USA und Westeuropa in diesem Zeitraum jeweils 3 Prozentpunkte auf je 20
Prozent. Das dynamische Wachstum der internationalen Märkte kann damit von
den deutschen Herstellern nicht allein durch Exporte bedient werden,
notwendig ist auch die Fertigung vor Ort. Die deutschen Hersteller haben
ihre Auslandsproduktion im Jahr 2010 um 17 Prozent auf 5,7 Mio. Pkw erhöht,
eine Entwicklung, die sich fortsetzen wird und der PWO in den letzten Jahren
schon frühzeitig Rechnung getragen hat. Chancen und RisikenDie im Risikobericht dargestellten Risiken für das Berichtsjahr gelten
auch für das Geschäftsjahr 2011 und die Folgejahre. Wesentliche zusätzliche
Risiken sind weder für den Konzern noch für die Segmente zu
berücksichtigen. PWO wird in den nächsten Jahren von dem An- und Hochlauf zahlreicher
Serienproduktionen an allen Standorten profitieren. Dies sichert einerseits
das künftige Wachstum ab, bedeutet aber andererseits insbesondere für die
kleineren Standorte eine erhebliche Belastung im Anlaufmanagement. Wir sind
jedoch zuversichtlich, die daraus möglicherweise resultierenden
Kostenrisiken erfolgreich begrenzen zu können. Auch bei unseren jüngeren
internationalen Standorten sehen wir vor dem Hintergrund ihres inzwischen
erreichten Leistungsstands trotz ihres unverändert notwendigen weiteren Auf-
und Ausbaus keine substanziellen zusätzlichen Risiken. Die wesentlichen Chancen und Risiken resultieren daher aus der weiteren
Entwicklung der Weltwirtschaft und der Nachfrage im Premiumsegment der
Automobilindustrie. Einen erneuten erheblichen Abschwung sehen wir derzeit
nicht. Eher gehen wir von zusätzlichen Chancen durch ein über unseren
Erwartungen liegendes Wachstum aus. Dies bedeutet jedoch andererseits, dass die Risiken von
Materialpreiserhöhungen, die wir derzeit ohnehin erwarten, eher noch
zunehmen könnten. Zudem müssten dann möglicherweise auch die notwendigen
Anstrengungen zur Sicherstellung der zeitgerechten Versorgung aller
Standorte mit Rohstoffen steigen. Ziel ist es, mit unseren Kunden bei
Materialpreiserhöhungen wie in der Vergangenheit auch zu einvernehmlichen
Lösungen zu kommen. Ein weiteres sehr hohes weltwirtschaftliches Wachstum könnte darüber
hinaus - da nicht alle Länder gleichermaßen daran partizipieren werden - die
volkswirtschaftlichen Ungleichgewichte weiter erhöhen und so künftig zu noch
stärkeren Volatilitäten an den Devisenmärkten beitragen. Die ohnehin
bestehenden Währungsrisiken für den PWO-Konzern würden damit noch
zunehmen. Ausblick für den PWO-KonzernUnser detaillierter Planungszeitraum reicht derzeit bis in das
Geschäftsjahr 2012. Das bis dorthin geplante Wachstum ist an allen
Standorten mit Aufträgen unterlegt. Aufgrund der langen Vorlaufzeiten in
unserem Geschäft konzentrieren wir uns derzeit schon auf die Akquisition von
Aufträgen für die Jahre danach. In den nächsten beiden Jahren rechnen wir jeweils mit einem Wachstum der
Umsatzerlöse um bis zu 15 Prozent auf rund 340 Mio. EUR in 2012. Dazu sollen
alle Standorte beitragen, wobei sich der Schwerpunkt des Wachstums künftig
auf unsere internationalen Standorte verschieben wird. Unser tschechischer
Standort wird 2011 einen weiteren Wachstumssprung machen; danach wird sich
das Expansionstempo auf Basis des heutigen Auftragsbestands sukzessive
wieder ermäßigen. Die Standorte in Kanada und Mexiko sollen ihre
Umsatzerlöse bis 2012 jeweils verdoppeln. In China erwarten wir aufgrund der
erwähnten Vorlaufzeiten für 2011 ein noch moderates Wachstum und im Jahr
danach eine Umsatzverdoppelung in den zweistelligen
Millionenbereich. Bezüglich der Ergebnisentwicklung erwarten wir am Standort Oberkirch in
den nächsten Jahren - nach Wiederaufnahme der vollen tariflichen
Sonderzahlungen ab 2011 - weiterhin eine hohe Profitabilität. Die
internationalen Standorte sollen ihre Ertragskraft in den nächsten beiden
Jahren kontinuierlich steigern, China wird seine Anlaufverluste im
Planungszeitraum sukzessive abbauen. Insgesamt erwarten wir damit 2011 im
Konzern einen Anstieg der EBIT-Marge auf 6,5 Prozent. 2012 soll sie kräftig
in Richtung 8 Prozent steigen. Dies basiert weiterhin auf eher zurückhaltenden Annahmen zu den weiteren
Marktentwicklungen. Ein über unseren Erwartungen liegendes Wachstum würde
einerseits zusätzliche Ertragspotenziale schaffen. Andererseits gilt es, in
Perioden sehr hoher Zuwächse auch die weitere strategische Entwicklung
unserer jüngeren Standorte neu abzuwägen und dann eventuell verstärkt in den
Ausbau ihrer technologischen Leistungsfähigkeit zu investieren. Das Periodenergebnis soll in den nächsten Jahren überproportional
ansteigen. Hierzu wird zum einen der anhaltend positive Effekt aus der
Anrechenbarkeit von Steuerguthaben an unserem tschechischen Standort
beitragen. Zum anderen werden wir mit dem Erreichen nachhaltig positiver
Zahlen an unserem mexikanischen Standort unsere dortigen Verlustvorträge
nutzen können. Insgesamt erwarten wir einen sukzessiven Rückgang der
Steuerquote auf unter 30 Prozent und entsprechend einen überproportionalen
Anstieg des Periodenergebnisses. Dies gibt Raum, um einerseits wieder entsprechende Dividendenzahlungen an
unsere Aktionäre aufzunehmen und andererseits Mittel für weitere
Investitionen und die Reduzierung der Nettoverschuldung zur Verfügung zu
haben. Der Investitionsbedarf des Konzerns für die derzeit geplanten
Aufträge liegt in der Größenordnung von gut 20 Mio. EUR pro Jahr und damit
unter dem Niveau der Jahre vor der Krise, da ein wesentlicher Teil des
Aufbaus im Ausland und auch umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen am Standort
Oberkirch inzwischen abgeschlossen sind. Wir streben daher an, zum einen zu unserer früheren Ausschüttungsquote
von rund 30 Prozent des Periodenergebnisses im Konzern zurückzukehren und
zum anderen parallel hierzu das Gearing des Konzerns durch Stärkung der
Gewinnrücklagen und Tilgung der Nettoverschuldung deutlich zu
reduzieren. LAGEBERICHT FÜR DIE PROGRESS-WERK OBERKIRCH AGDie Progress-Werk Oberkirch AG (die "AG") hat ihren Sitz in Oberkirch,
Baden-Württemberg. Sie bildet den Stammsitz des Konzerns, ist dessen größter
Produktionsstandort und zugleich Kompetenzzentrum für Produktentwicklung und
Fertigungstechnologie sowie für das PWO-Production-System. Hier werden auch
zentrale Konzernfunktionen wie insbesondere Marketing und Vertrieb,
Finanzen, Controlling, Recht, IT und Personal koordiniert. Die internationalen Standorte des Konzerns werden zur Risikobegrenzung
eng durch den Standort Oberkirch geführt, insbesondere in den Bereichen
Finanzen, Controlling und Recht. Im operativen Tagesgeschäft haben sie
jedoch weitgehende eigene Zuständigkeiten. Der Abschluss der AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs
(HGB) erstellt, der Konzernabschluss nach dem Regelwerk der IFRS. Die
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Abschlusses 2010 der AG
berücksichtigen erstmals die Vorschriften des
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes. Die grundsätzlichen Aussagen des zusammengefassten Lageberichts für den
PWO-Konzern und die PWO AG, vor allem zu Markt, Strategie und Steuerung
sowie zu den Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit, gelten auch für die
PWO AG. Die Entwicklung der Mitarbeiter ist in einem eigenen Kapitel auf
Seite 68 dargestellt. scroll
Analog der Entwicklung im Konzern verzeichnete die AG im Geschäftsjahr
2010 aufgrund des schnellen Nachfrageanstiegs insbesondere nach deutschen
Premiummodellen einen sehr kräftigen Anstieg der Umsatzerlöse wie in der
obigen Tabelle dargestellt. Die Zuwachsrate der Umsatzerlöse blieb in der AG
etwas hinter der des Konzerns zurück, weil einige größere Serien planmäßig
erst in der zweiten Jahreshälfte neu anliefen. Im Hinblick auf die Profitabilität ist die AG weiterhin der mit
deutlichem Abstand ertragsstärkste Standort im Konzern. Im Berichtsjahr
wurde mit einer EBIT-Marge von 8,6 Prozent bereits wieder der Anschluss an
historische Bestmarken gefunden. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen,
dass 2010 aufgrund des in der zurückliegenden Krise geschlossenen
Ergänzungstarifvertrags eine Reduzierung des Urlaubsgeldes erfolgte; dieses
wird ab dem Geschäftsjahr 2011 wieder voll ausbezahlt. Im Zuge des deutlichen Anstiegs der Auslastung haben sich fast alle
Aufwandsquoten erwartungsgemäß verbessert. Die Materialaufwandsquote war
wegen eines veränderten Produktmixes sowie aufgrund nur geringfügig
gestiegener bezogener Leistungen deutlich rückläufig. Zu Letzterem hat
insbesondere das Insourcing von Leistungen im Werkzeug- und Prototypenbau
beigetragen. Auch die Personalaufwandsquote lag deutlich niedriger als im Vorjahr. Der
absolute Anstieg des Aufwands resultierte im Wesentlichen aus den folgenden
Effekten: Erfolgsbeteiligung für die Mitarbeiter, die 2009 entfallen war,
Auslaufen der positiven Wirkung der Kurzarbeit sowie zusätzlicher Aufwand
aufgrund der Tariferhöhung. Die Abschreibungen blieben aufgrund des aktuell reduzierten
Investitionsbedarfs auch absolut fast unverändert. Die Quote der sonstigen
betrieblichen Aufwendungen lag auf Vorjahresniveau - insbesondere weil wir
wachstumsbedingt wieder deutlich mehr Zeitarbeitnehmer als im Vorjahr
beschäftigt und zudem bisher aufgeschobene Wartungs- und Reparaturarbeiten
wieder voll durchgeführt haben. Die Zinsbelastung erhöhte sich auf 3,7 Mio. EUR (i. V. 3,1 Mio. EUR), da
im Zuge der weltweiten Finanzmarktkrise die von Banken geforderten
Risikoprämien angestiegen sind. Abschreibungen auf Finanzanlagen, die das
Vorjahresergebnis mit 3,4 Mio. EUR belastet hatten, fielen im Berichtsjahr
nicht an. Abzüglich einer Steuerbelastung von 30,8 Prozent (ohne die im
außerordentlichen Ergebnis enthaltenen latenten Steuern) erzielte die PWO AG
im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 9,8 Mio. EUR nach einem
Fehlbetrag von 5,2 Mio. EUR im Vorjahr. Die Bilanzsumme der PWO AG erhöhte sich im Berichtsjahr auf 169,6 Mio.
EUR (i. V. 154,0 Mio. EUR). Während die immateriellen Vermögensgegenstände
und die Sachanlagen aufgrund der aktuell nur moderaten Investitionen im
Berichtsjahr absolut leicht rückläufig waren, stiegen insbesondere die
Anteile an verbundenen Unternehmen im Zuge von Kapitalerhöhungen bei
Tochtergesellschaften sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
deutlich. Beide Veränderungen resultierten aus der Erhöhung von Mitteln, die
die AG Tochtergesellschaften für deren künftiges Wachstum zur Verfügung
gestellt hat. Auf der Passivseite verzeichneten wir im Berichtsjahr insbesondere ein
steigendes Eigenkapital infolge der guten Ergebnisentwicklung der PWO AG.
Entsprechend verbesserte sich die Eigenkapitalquote wieder auf erfreuliche
45,8 Prozent (i. V. 43,4 Prozent). Auch aufgrund der positiven Ertragslage
legten die sonstigen Rückstellungen im Berichtsjahr deutlich zu - im
Wesentlichen wegen höherer Dotierungen der Rückstellungen für die
Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter. Die Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten wurden gegenüber dem Vorjahresstand leicht
zurückgeführt. Im Hinblick auf die künftige Geschäftsentwicklung gelten die Aussagen zu
den Chancen und Risiken im Prognosebericht des Konzerns grundsätzlich auch
für die AG. Allerdings erwarten wir in der AG in den Geschäftsjahren 2011
und 2012 ein gegenüber dem Konzern etwas geringeres Wachstum, da jenseits
der aktuellen An- und Hochläufe der Großprojekte die weiteren
Serienneuanläufe in geringerem Umfang die planmäßigen Serienausläufe
übersteigen werden. Die Ertragskraft der AG soll hiervon jedoch nicht
tangiert werden. Unverändert gehen wir davon aus, dass sie die wesentlichen
Erträge des Konzerns erwirtschaftet und sowohl 2011 - trotz der
Wiederaufnahme der Zahlung des Urlaubgeldes - als auch 2012 eine Marge im
bisherigen langjährigen Konzerndurchschnitt von rund sieben Prozent
realisieren wird. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
*
Das Periodenergebnis entfällt in voller Höhe auf die
Anteilseigner der PWO AG.
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
KONZERN-BILANZAKTIVAscroll
PASSIVAscroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSSINFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMENDer Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31.
Dezember 2010 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 3. März 2011 freigegeben
und anschließend dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Die Progress-Werk
Oberkirch AG (PWO) ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in
Oberkirch, Deutschland. Die Aktien werden auf XETRA, im amtlichen Handel in
Frankfurt und Stuttgart sowie im Freiverkehr in Berlin-Bremen, Düsseldorf,
Hamburg-Hannover und München gehandelt. PWO positioniert sich an der Spitze des Marktes, wenn es um
anspruchsvolle Metallkomponenten und Subsysteme in den Bereichen Sicherheit
und Komfort für die Automobilbranche geht. Jeweils rund ein Drittel des
Umsatzes entfällt auf die Produktbereiche: Mechanische Komponenten für
Elektrik und Elektronik, Sicherheitskomponenten für Airbag, Sitz und
Lenkung, Strukturkomponenten/Systeme für Karosserie und
Fahrwerk. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN1 | Grundlagen der Erstellung des AbschlussesDer Konzernabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer
Tochterunternehmen wurde in Übereinstimmung mit den International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie vom International Accounting Standards
Board (IASB) veröffentlicht wurden und in der Europäischen Union anzuwenden
sind, sowie den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden
handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter
Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind
derivative Finanzinstrumente sowie Fremdwährungsforderungen und
-verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Für die
Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Der
Konzernabschluss ist in Tausend Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes
angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung
auf Tausend (TEUR) auf- oder abgerundet. 2 | KonsolidierungsgrundsätzeDer Konzernabschluss umfasst den Abschluss der Progress-Werk Oberkirch AG
und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres.
Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt vollkonsolidiert. Die
Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen
nicht mehr besteht. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter
Anwendung einheitlicher Rechnungslegungsmethoden für die gleiche
Berichtsperiode aufgestellt wie der Abschluss des
Mutterunternehmens. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt unter Anwendung der Erwerbsmethode
(IFRS 3). Die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses werden
auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen
identifizierbaren Schulden und Eventualschulden entsprechend ihren
beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Eine verbleibende
Differenz wird, soweit sie positiv ist, als Goodwill ausgewiesen bzw. soweit
sie negativ ist, ertragswirksam vereinnahmt. Umsätze, Aufwendungen und
Erträge sowie Forderungen und Schulden zwischen konsolidierten Unternehmen
werden gegeneinander aufgerechnet (IAS 27). Für Konsolidierungsmaßnahmen mit
ertragsteuerlichen Auswirkungen werden latente Steuern
angesetzt. Im Konzernabschluss sind 6 ausländische mittelbare und unmittelbare
Unternehmen einbezogen. Die folgende Tabelle zeigt den Anteilsbesitz, das
Eigenkapital und den Gewinn der konsolidierten Unternehmen: scroll
1)
Mittelbare Beteiligung
3 | Zusammenfassung wesentlicher RechnungslegungsmethodenFremdwährungsumrechnungDer Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des
Mutterunternehmens, aufgestellt. Die in Fremdwährung aufgestellten
Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden nach dem
Konzept der funktionalen Währung umgerechnet (IAS 21). Jedes Unternehmen
innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im
Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter
Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Dabei wurden alle
Bilanzposten des einbezogenen ausländischen Konzernunternehmens mit dem
jeweiligen Devisenmittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die
Umrechnung der Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung
des Konzerns erfolgte mit dem Jahresdurchschnittskurs. Das Jahresergebnis
der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz
übernommen. Differenzen werden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz
aus Währungsumrechnung eingestellt. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des
Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und
der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer
Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen
werden im Periodenergebnis erfasst. Nicht monetäre Posten, die zu
historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung
bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls
umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in
einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum
Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig
war. Durch den Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehende
Geschäfts- oder Firmenwerte und am beizulegenden Zeitwert ausgerichtete
Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die aus dem
Erwerb dieses ausländischen Geschäftsbetriebs resultieren, werden als
Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert
und zum Stichtagskurs umgerechnet. Für den Konzernabschluss wurden folgende Wechselkurse für die
Währungsumrechnung verwendet: scroll
ErtragsrealisierungErträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der
wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge
verlässlich bestimmt werden kann, unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung.
Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung oder
zu beanspruchenden Gegenleistung unter Berücksichtigung vertraglich
festgelegter Zahlungsbedingungen bewertet, wobei Steuern oder andere Abgaben
unberücksichtigt bleiben. Der Konzern ist zu dem Schluss gekommen, dass er
bei allen Umsatztransaktionen als Auftraggeber handelt. Beim Verkauf von Erzeugnissen werden Erträge erfasst, wenn die mit dem
Eigentum an den verkauften Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und
Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit
Lieferung der Erzeugnisse ein. Zinserträge werden bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewerteten Finanzinstrumenten anhand des Effektivzinssatzes erfasst. Dabei
handelt es sich um den Kalkulationszinssatz, mit dem die geschätzten
künftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit des
Finanzinstruments oder gegebenenfalls eine kürzere Periode exakt auf den
Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen
Verbindlichkeit abgezinst werden. Zinserträge werden in der Gewinn- und
Verlustrechnung als Teil der Finanzerträge ausgewiesen. Erträge aus Dividenden werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf
Zahlung erfasst. Erträge aus Operating-Leasingverhältnissen werden linear
über die Laufzeit der Leasingverhältnisse erfasst. Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende
Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das
Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Zuwendungen für einen
Vermögenswert werden in der Bilanz aktivisch abgesetzt. Aufwandsbezogene
Zuwendungen werden als Ertrag erfasst. SteuernDie tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die
laufende Periode werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine
Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde
erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und
Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag in den Ländern
gelten, in denen der Konzern tätig ist und zu versteuerndes Einkommen
erzielt. Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der
bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf zum Abschussstichtag
bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines
Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem Steuerbilanzwert.
Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären
Differenzen erfasst, mit Ausnahme eines steuerlich nicht abzugsfähigen
Geschäftswerts und von temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen
Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall
entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt
des Geschäftsvorfalls weder das IFRS-Periodenergebnis noch das zu
versteuernde Ergebnis beeinflusst. Latente Steuern auf Verlustvorträge
werden aktiviert, sofern damit gerechnet wird, dass diese genutzt werden
können. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum
Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen
Rechtslage in den einzelnen Ländern gelten oder erwartet
werden. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital
erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im
Eigenkapital erfasst. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander
verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der
tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden
hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen,
die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. SachanlagenDie Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich
kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die
Abschreibungen sind nach der linearen Methode ermittelt worden. Bestimmte
Maschinen sowie auftragsbezogene Werkzeuge wurden in Abhängigkeit der im
Berichtsjahr erzeugten Stückzahl, bezogen auf die in Auftrag gegebene bzw.
geplante Gesamtstückzahl, leistungsbezogen abgeschrieben. LeasingverhältnisseDie Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält,
wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt
des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung,
ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines
bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob
die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt,
selbst wenn dieses Recht in einer Vereinbarung nicht ausdrücklich festgelegt
ist. Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem
Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert
auf den Konzern übertragen werden, werden bei erstmaligem Ansatz zum
beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem Barwert der
Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert.
Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen
und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert
der Leasingschuld mit einem fixen und variablen Zinssatz verzinst wird.
Leasinggegenstände werden über die Nutzungsdauer des Gegenstands
abgeschrieben. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der
Laufzeit des Leasingverhältnisses jedoch nicht hinreichend sicher, wird der
Leasinggegenstand über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter
Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig
abgeschrieben. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die
Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst. FremdkapitalkostenFremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines
Vermögenswerts zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum
erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder
verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts aktiviert. Alle
sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in
der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten sind Zinsen und sonstige Kosten,
die einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital
entstehen. Die während des Geschäftsjahres 2010 aktivierten
Fremdkapitalkosten beliefen sich auf 0 TEUR (i. V. 72 TEUR). Immaterielle VermögenswerteEinzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu
Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und
Wertminderungsaufwendungen bewertet. Immaterielle Vermögenswerte sind
Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill), Patente, kundenbezogene
Entwicklungsleistungen, Software, Kundenbeziehungen, Wettbewerbsverbote,
Lizenzen und ähnliche Rechte. Der Konzern schreibt immaterielle
Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer linear über die voraussichtliche
Nutzungsdauer auf den geschätzten Restbuchwert ab. Davon ausgenommen sind
kundenbezogene Entwicklungsleistungen, die stückzahlbezogen abgeschrieben
werden. Goodwill wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens
einmal jährlich auf eine Wertminderung überprüft. Der Konzern hat mit
Ausnahme des Goodwills keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter
Nutzungsdauer identifiziert. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Ansatzkriterien von IAS 38
erfüllt sind. Nach der erstmaligen Aktivierung wird der Vermögenswert zu
Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen
und kumulierter Wertminderungen geführt. Aktivierte Entwicklungskosten
beinhalten alle direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteilige
Gemeinkosten und werden über die geplante Produktlebensdauer (5 bis 7 Jahre)
abgeschrieben. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten sind
Bestandteil der Herstellungskosten und werden den Komponenten zugeordnet,
durch die sie verursacht worden sind. Ein Werthaltigkeitstest wird bei Geschäfts- oder Firmenwerten jährlich,
bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer
sowie bei Sachanlagen nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte
durchgeführt. Eine Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der
erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der
erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei
denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Cashflows, die weitestgehend
unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von
Vermögenswerten sind. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag von
Nettoveräußerungswert und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungswert entspricht
dem aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen
erzielbaren Betrag abzüglich Veräußerungskosten. Der Nutzungswert wird auf
Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der Nutzung und dem Abgang
eines Vermögenswerts mit Hilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt.
Die Cashflows werden aus der langfristigen Unternehmensplanung abgeleitet,
die historische Entwicklungen sowie makroökonomische Trends berücksichtigt.
Zur Ermittlung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird
grundsätzlich der Nutzungswert der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden
Einheit herangezogen. Die durch den Aufsichtsrat genehmigte langfristige Unternehmensplanung
geht bis zum Ende des Detailplanungszeitraumes in 2013. Das Management plant
für alle Einheiten mit deutlichen Umsatzsteigerungen, die insbesondere aus
neuen Aufträgen sowie dem Ausbau von im Konzern bereits bestehenden
Kundenbeziehungen kommen werden. Zudem wird aufgrund von Produktivitäts- und
Effizienzsteigerungen sowie der Verbesserung der Qualität der
Materialeinsatz sinken. In dieser Folge werden auch die anteiligen
Personalkosten zurückgehen. In Summe wird dadurch eine Steigerung des EBIT
erreicht. Wesentliche Annahmen, auf die die langfristige Unternehmensplanung
sensibel reagiert, sind neben der Entwicklung der Absatzzahlen in der
Automobilindustrie und der Rohstoffpreise die Steigerung der Produktivität.
Diese Entwicklungen wurden aufgrund von Erfahrungen aus der Vergangenheit,
auf Basis von öffentlich verfügbaren Daten sowie anhand von bestehenden
Projektvereinbarungen, aber auch anhand von beschlossenen internen Maßnahmen
bewertet und bestimmt. Die Cashflows werden unter Anwendung risikoäquivalenter
Kapitalisierungszinssätze (vor Steuern) auf den Bilanzstichtag abgezinst.
Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills der PWO UNITOOLS CZ
a.s. und PWO Canada Inc. wurde für die erste Phase ein
Kapitalisierungszinssatz (WACC) von 10,79 % (i. V. 10,41 %) bzw. 15,26 % (i.
V. 11,80 %) zugrunde gelegt. Die zweite Phase (ewige Rente) wurde mit einer
Wachstumsrate von jeweils 1,0 % (i.V. 1,0 %) berechnet. Für die Ermittlung
der Cashflows werden grundsätzlich die Wachstumsraten der betreffenden
Automobilmärkte zugrunde gelegt. Die getroffenen Annahmen unterliegen einer gewissen Sensitivität. Dass
eine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der
zur Bestimmung des Nutzungswerts der für PWO UNITOOLS CZ a.s. und PWO Canada
Inc. getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass die Buchwerte der
Goodwills dieser Unternehmenseinheiten ihren erzielbaren Betrag wesentlich
übersteigen könnte, halten wir für unwahrscheinlich, da die tatsächlich
erzielbaren Beträge der Unternehmenseinheiten PWO UNITOOLS CZ a.s. und PWO
Canada Inc. deren Buchwerte jeweils um 10.591 TEUR (i. V. 6.282 TEUR) bzw.
um 4.410 TEUR (i. V. 3.043 TEUR) übersteigen. Im Vorjahr wurde der Goodwill der Unternehmenseinheit PWO de México S.A.
de C.V. nach Gegenüberstellung von Nutzungswert und Buchwert zum
Bilanzstichtag in voller Höhe abgeschrieben, nachdem sich aufgrund der
Wirtschaftskrise die Erwartungen in die Entwicklung des amerikanischen
Automobilmarkts vorübergehend eingetrübt hatten. Bei Entfall des Grundes für eine in Vorjahren erfasste außerplanmäßige
Abschreibung erfolgt, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, eine
Wertaufholung bis höchstens auf den fortgeführten Buchwert. FinanzinstrumenteFinanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem
finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen
Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen (IAS 39). Sofern
bei finanziellen Vermögenswerten Handels- und Erfüllungstag zeitlich
auseinanderfallen können, ist für die erstmalige Bilanzierung der
Erfüllungstag maßgeblich. Die erstmalige Bewertung eines Finanzinstruments
erfolgt zu Anschaffungskosten, Transaktionskosten werden grundsätzlich
einbezogen. In der Folge werden Finanz instrumente je nach Zuordnung zu den
in IAS 39 vorgesehenen Kategorien entweder zum beizulegenden Zeitwert oder
zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. IAS 39 unterscheidet
zwischen originären und derivativen Finanzinstrumenten. Bei den originären Finanzinstrumenten handelt es sich insbesondere um
Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige
finanzielle Vermögenswerte, liquide Mittel, Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Deren Bewertung
erfolgt mit fortgeführten Anschaffungskosten. Bei den Forderungen und
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, übrigen Verbindlichkeiten
sowie Zahlungsmitteln entspricht der Buchwert im Wesentlichen dem
beizulegenden Zeitwert. PWO setzt zur Zins- und Währungsabsicherung devisenbezogene Derivate in
Form von Zinsswaps, Währungsswaps, Optionen und Devisentermingeschäften ein.
Diese werden bei Zugang und im Rahmen der Folgebewertung mit ihrem
beizulegenden Zeitwert bilanziert. Bei derivativen Finanzinstrumenten, die
nicht die Kriterien für eine Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfüllen,
werden Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes
sofort erfolgswirksam erfasst. Marktwertänderungen von derivativen
Finanzinstrumenten, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen
(Cashflow-Hedges), werden in Höhe des effektiven Teils im Eigenkapital
erfolgsneutral abgegrenzt, während der ineffektive Teil sofort
erfolgswirksam erfasst wird. Mit Eintritt des gesicherten Grundgeschäfts
erfolgt die ergebniswirksame Umbuchung aus dem Eigenkapital. Der
beizulegende Zeitwert börsennotierter Derivate entspricht dem positiven oder
negativen Marktwert. Liegen keine Marktwerte vor, werden diese mittels
anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wie z. B.
Discounted-Cashflow-Modell oder Optionspreismodell. Bei kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen
Verbindlichkeiten stellt der Buchwert eine vernünftige Annäherung des
beizulegenden Zeitwerts dar. Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag,
ob objektive Hinweise bestehen, dass eine Wertminderung eines finanziellen
Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten
vorliegt. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen
Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende
finanzielle Vermögenswerte ("Financial Assets at Fair Value Through Profit
or Loss") zu designieren, hat der Konzern bislang keinen Gebrauch
gemacht. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten hat der Konzern von der Anwendung
des Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle
Verbindlichkeiten ("Financial Liabilities at Fair Value through Profit or
Loss") zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht. VorräteDie Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu
durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren realisierbaren
Werten angesetzt. Abwertungen auf schwer verwertbare bzw. unbrauchbare
Materialien wurden hierbei vorgenommen. Die unfertigen und fertigen
Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der
aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bzw. zum
niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten
enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der Material- und
Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen und
produktionsbezogene Verwaltungskosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und
Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Werkzeug- und Entwicklungsaufträge werden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten bewertet. Hierbei wird eine verlustfreie Bewertung
dergestalt vorgenommen, dass die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
maximal in Höhe des Verkaufspreises zuzüglich der über die Serienproduktion
erzielbaren Erlöse angesetzt werden. Erlöse werden realisiert, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die
mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf
den Käufer übergehen. ZahlungsmittelZahlungsmittel enthalten Kassenbestände und kurzfristige Guthaben bei
Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von unter 90
Tagen. RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen werden jährlich von unabhängigen
Gutachtern nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren
(Projected Unit Credit Method) nach IAS 19 für den Konzernabschluss
bewertet. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten
Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen
von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die Berechnung der
Pensionsverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Methoden.
Die erfolgswirksame Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und
Verluste erfolgt erst dann, wenn die zu Beginn des Geschäftsjahres nicht
erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zehn Prozent des
Barwerts der Verpflichtung zu Beginn des Geschäftsjahres übersteigen
(Korridormethode). Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird linear über den
durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der
Anwartschaften verteilt. Soweit Anwartschaften sofort nach Einführung oder
Änderung eines Pensionsplans unverfallbar sind, ist der nachzuverrechnende
Dienstzeitaufwand sofort erfolgswirksam zu erfassen. Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige
rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die
künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und dieser
verlässlich geschätzt werden kann. Ist der Zinseffekt wesentlich, werden
Rückstellungen abgezinst. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise
eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter
Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung wahrscheinlich
ist. 4 | Änderungen der RechnungslegungsmethodenNeue und geänderte Standards und InterpretationenDie angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im
Vorjahr angewandten Methoden, mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten
neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen mit Wirkung zum 1.
Januar 2010: IFRS 3 | Unternehmenszusammenschlüsse (überarbeitet) und IAS 27 | Konzern- und Einzelabschlüsse (überarbeitet)IFRS 3 (überarbeitet) führt wesentliche Änderungen bezüglich der
Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen ein. Es ergeben sich
Auswirkungen auf die Bewertung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss,
die Bilanzierung von Transaktionskosten, die erstmalige Erfassung und die
Folgebewertung einer bedingten Gegenleistung sowie sukzessive
Unternehmenserwerbe. Diese Neuregelungen werden sich auf die Ansatzhöhe des
Geschäfts- oder Firmenwerts, auf das Ergebnis der Berichtsperiode, in der
ein Unternehmenszusammenschluss erfolgt, und auf künftige Ergebnisse
auswirken. IAS 27 (überarbeitet) schreibt vor, dass eine Veränderung der
Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen, die nicht zum Verlust der
Beherrschung führt, als Transaktionen mit Eigentümern in ihrer Eigenschaft
als Eigentümer bilanziert wird. Aus einer solchen Transaktion kann daher
weder ein Geschäfts- oder Firmenwert noch ein Gewinn oder Verlust
resultieren. Außerdem werden Vorschriften zur Verteilung von Verlusten auf
die Eigentümer des Mutterunternehmens und die Anteile ohne beherrschenden
Einfluss und die Bilanzierungsregeln für Transaktionen, die zu einem
Beherrschungsverlust führen, geändert. Die Neuregelungen aus IFRS 3 und IAS
27 wirken sich auf den Erwerb und den Verlust der Beherrschung an
Tochterunternehmen und auf die Transaktionen mit Anteilen ohne
beherrschenden Einfluss am oder nach dem 1. Januar 2010 aus. Diese Änderung
wird prospektiv angewandt und hatte keine Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns. IAS 39 | Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung - Geeignete GrundgeschäfteEs wird klargestellt, dass es zulässig ist, lediglich einen Teil der
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflow-Schwankungen eines
Finanzinstruments als Grundgeschäft zu designieren. Dies umfasst auch die
Designation von Inflationsrisiken als gesichertes Risiko bzw. Teile davon in
bestimmten Fällen. Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns, da der Konzern keine derartigen
Geschäfte eingegangen ist. IFRIC 17 | Sachdividenden an EigentümerDiese Interpretation enthält Leitlinien zur Bilanzierung von
Vereinbarungen, bei denen ein Unternehmen Sachausschüttungen an Eigentümer
als Ausschüttung aus den Rücklagen oder als Dividenden vornimmt. Diese
Interpretation hat keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Verbesserungen zu IFRS 2008 und 2009Der IASB veröffentlichte im Mai 2008 und April 2009 zwei Sammelstandards
zur Änderung verschiedener IFRS mit dem primären Ziel, Inkonsistenzen zu
beseitigen und Formulierungen klarzustellen. Die Sammelstandards sehen für
jeden geänderten IFRS eine eigene Übergangsregelung vor. Aus den nachfolgend
aufgelisteten Neuregelungen ergaben sich keine Auswirkungen auf die
Rechnungslegungsmethoden und die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns: IFRS 5 | Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene GeschäftsbereicheEs wird klargestellt, dass bei der Klassifizierung eines
Tochterunternehmens als zur Veräußerung gehalten, sämtliche Vermögenswerte
und Schulden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden. Dies gilt
selbst dann, wenn dem Unternehmen nach dem Veräußerungsgeschäft weiterhin
Anteile ohne beherrschenden Einfluss am ehemaligen Tochterunternehmen
verbleiben. Die Änderung wird prospektiv angewandt und wirkt sich nicht auf
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus. IFRS 5 | Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene GeschäftsbereicheEs wird klargestellt, dass für langfristige Vermögenswerte und
Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind,
und aufgegebene Geschäftsbereiche allein die Angabepflichten des IFRS 5
einschlägig sind. Die in anderen IFRS vorgesehenen Angabepflichten sind nur
dann zu beachten, wenn die jeweiligen Standards oder Interpretationen diese
Angaben ausdrücklich für Vermögenswerte nach IFRS 5 und aufgegebene
Geschäftsbereiche fordern. Diese Klarstellung führte zu keiner Änderung der
Segmentberichterstattung. IFRS 8 | GeschäftssegmenteEs wird klargestellt, dass Segmentvermögenswerte und Segmentschulden nur
dann ausgewiesen werden müssen, wenn diese Vermögenswerte und Schulden der
verantwortlichen Unternehmensinstanz regelmäßig gemeldet werden.
Entsprechend der internen Steuerung des Konzerns stellen alle Standorte die
Basis für die Segmentberichterstattung dar (siehe Anhangsangabe Nr.
28). IAS 7 | KapitalflussrechnungEs wird festgestellt, dass lediglich solche Ausgaben, die zum Ansatz
eines Vermögenswerts führen, als Cashflows aus der Investitionstätigkeit
eingestuft werden können. Da 2010 kein Unternehmenszusammenschluss erfolgte,
hat diese Änderung keine Auswirkungen auf die
Kapitalflussrechnung. IAS 36 | Wertminderung von VermögenswertenDiese Änderung stellt klar, dass eine zahlungsmittelgenerierende Einheit,
zu der ein im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbener
Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wird, nicht größer sein darf als ein
Geschäftssegment i.S.v. IFRS 8 vor der Aggregation nach den dort genannten
Kriterien. Die Änderung hat keine Auswirkungen auf den Konzern. Aus den anderen nachfolgend aufgelisteten Neuregelungen in Verbesserungen
zu IFRS ergaben sich keine Auswirkungen auf die Rechnungslegungsmethoden und
die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns: Veröffentlicht im April 2009IFRS 2 | Anteilsbasierte Vergütung IAS 1 | Darstellung des Abschlusses IAS 17 | Leasingverhältnisse IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer IAS 34 | Zwischenberichterstattung IAS 38 | Immaterielle Vermögenswerte IAS 39 | Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung IFRIC 9 | Neubeurteilung eingebetteter Derivate IFRIC 16 | Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen
Geschäftsbetrieb Veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende StandardsBis zum Datum der Veröffentlichung des Konzernabschlusses
veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards
werden nachfolgend aufgeführt. Diese Aufzählung bezieht sich auf
veröffentlichte Standards und Interpretationen, bei denen der Konzern nach
vernünftigem Ermessen von einer künftigen Anwendbarkeit ausgeht. Der Konzern
beabsichtigt, diese Standards anzuwenden, wenn sie in Kraft
treten. IAS 12 | Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte (geändert)Die Änderung von IAS 12 wurde im Dezember 2010 veröffentlicht und ist
erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2012
beginnt. Die Änderung sieht vor, dass aktive und passive latente Steuern für
bestimmte Vermögenswerte basierend auf der Annahme bewertet werden, dass der
Buchwert dieser Vermögenswerte in voller Höhe durch Veräußerung realisiert
wird. Aus der Änderung werden keine Auswirkungen für den Konzernabschluss
erwartet. IAS 24 | Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (geändert)Der geänderte Standard ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.
Januar 2011 beginnen, anzuwenden. Durch die Änderung wird die Definition von
nahestehenden Unternehmen und Personen verdeutlicht, um die Feststellung
solcher Beziehungen zu vereinfachen und Inkonsistenzen bei der Anwendung zu
beseitigen. Der geänderte Standard führt eine teilweise Befreiung von den
Angabepflichten für einer öffentlichen Stelle nahestehenden Unternehmen ein.
Der Konzern erwartet keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage. Eine vorzeitige Anwendung ist sowohl für die
Befreiungsvorschriften für einer öffentlichen Stelle nahestehenden
Unternehmen als auch für den gesamten Standard zulässig. IAS 32 | Finanzinstrumente: Darstellung - Klassifizierung von Bezugsrechten (geändert)Der geänderte IAS 32 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.
Februar 2010 beginnen, anzuwenden. Dabei wird die Definition einer
finanziellen Verbindlichkeit insofern geändert, als Bezugsrechte (und
bestimmte Optionen oder Optionsscheine) dann als Eigenkapitalinstrumente zu
klassifizieren sind, wenn solche Rechte zum Erwerb einer festen Anzahl von
Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens zu einem festen Betrag in
beliebiger Währung berechtigen und das Unternehmen sie anteilig allen
gegenwärtigen Eigentümern derselben Klasse seiner nicht-derivativen
Eigenkapitalinstrumente anbietet. Aus der Änderung werden keine Auswirkungen
für den Konzernabschluss erwartet. IFRS 7 | Angaben über die Übertragung von finanziellen Vermögenswerten (geändert)Die Änderung von IFRS 7 wurde im Oktober 2010 veröffentlicht und ist
erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2011
beginnt. Die Änderung bestimmt umfangreiche neue qualitative und
quantitative Angaben über übertragene finanzielle Vermögenswerte, die nicht
ausgebucht wurden, und über das zum Berichtsstichtag bestehende anhaltende
Engagement bei übertragenen finanziellen Vermögenswerten. Der Konzern
erwartet keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage. IFRS 9 | Finanzinstrumente: Klassifizierung und BewertungIFRS 9 in seiner veröffentlichten Fassung spiegelt die erste Phase des
IASB-Projekts zum Ersatz von IAS 39 wider und behandelt die Klassifizierung
und Bewertung finanzieller Vermögenswerte, wie diese in IAS 39 definiert
sind. Der Standard ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar
2013 beginnen, anzuwenden. In weiteren Phasen wird der IASB die
Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten,
Sicherungsbeziehungen und Ausbuchungen behandeln. Der Abschluss dieses
Projekts wird für Anfang 2011 erwartet. Die Anwendung der ersten Phase von
IFRS 9 wird Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung von
finanziellen Vermögenswerten des Konzerns haben. Um ein umfassendes Bild
potenzieller Auswirkungen darzustellen, wird der Konzern die Auswirkung erst
in Verbindung mit den anderen Phasen, sobald diese veröffentlicht sind,
quantifizieren. IFRIC 14 | Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen (geändert)Der geänderte IFRIC 14 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.
Januar 2011 beginnen, rückwirkend anzuwenden. Die Änderung enthält
Leitlinien zur Bestimmung des erzielbaren Betrags eines
Nettopensionsvermögenswerts. Die Änderung erlaubt es Unternehmen, die
Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen als einen
Vermögenswert zu behandeln. Aus der Änderung werden keine Auswirkungen auf
den Konzernabschluss erwartet. IFRIC 19 | Ablösung finanzieller Verbindlichkeiten mit EigenkapitalinstrumentenIFRIC 19 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010
beginnen, anzuwenden. Die Interpretation stellt klar, dass die zur Tilgung
einer finanziellen Verbindlichkeit an einen Gläubiger ausgegebenen
Eigenkapitalinstrumente als gezahltes Entgelt eingestuft werden. Die
ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert
bewertet. Falls dieser nicht verlässlich ermittelt werden kann, ist der
Bewertung der beizulegende Zeitwert der getilgten Verbindlichkeit zugrunde
zu legen. Gewinne und Verluste werden sofort erfolgswirksam erfasst. Die
Anwendung dieser Interpretation wird keine Auswirkungen auf den
Konzernabschluss haben. 5 | Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und AnnahmenBei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Vorstand
Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf
die Höhe der zum Ende der Berichtsperiode ausgewiesenen Erträge,
Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden auswirken. Die tatsächlichen
Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die wichtigsten Ermessensentscheidungen, zukunftsbezogenen Annahmen sowie
sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von
Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht,
dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der
Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden in
der Anhangsangabe Nr. 29 erläutert. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG6 | UmsatzerlöseDie Aufteilung des Konzernumsatzes nach Standorten und Produktbereichen
ist im Segmentbericht dargestellt (siehe Anhangsangabe Nr. 28). 7 | Aktivierte EigenleistungenVon den aktivierten Eigenleistungen entfallen 1.076 TEUR (i. V. 966 TEUR)
auf aktivierungspflichtige Entwicklungskosten nach IAS 38. Bei diesen
Entwicklungskosten handelt es sich insbesondere um Investitionen in die
Entwicklung eines Modulträgers. Für dieses Projekt liegt seit 2008 der
Serienauftrag vor. 8 | Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge stellen sich wie folgt
dar: scroll
Aperiodische Erträge sind in Höhe von 594 TEUR (i. V. 1.085 TEUR)
angefallen. Die öffentliche Hand gewährte Zuwendungen in Höhe von 175 TEUR (i. V. 188
TEUR) für die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie für Ausbildungs- und
Restrukturierungsmaßnahmen. Diese Zuwendungen wurden erfolgswirksam
verbucht. 9 | Personalaufwand und MitarbeiterPersonalaufwandscroll
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt nach Beschäftigungsbereichenscroll
10 | Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt
zusammen: scroll
Aperiodische Aufwendungen fielen in Höhe von 260 TEUR (i. V. 133 TEUR)
an. 11 | FinanzierungsaufwendungenDie Finanzierungsaufwendungen setzen sich zusammen aus Zinsaufwendungen
gegenüber Finanzinstituten in Höhe von 4.633 TEUR (i. V. 3.965 TEUR),
Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.471 TEUR (i. V.
1.470 TEUR), Zinsaufwendungen aus Finanzierungsleasing in Höhe von 71 TEUR
(i. V. 12 TEUR) sowie aus Zinsaufwendungen für Altersteilzeit in Höhe von
144 TEUR (i. V. 134 TEUR). Von den Zinsaufwendungen gegenüber
Finanzinstituten haben finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, Zinsaufwendungen
in Höhe von 4.046 TEUR (i. V. 3.640 TEUR) verursacht. 12 | ErtragsteuernDie Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Für temporäre Differenzen auf einbehaltene Gewinne bei
Tochtergesellschaften in Höhe von 3.117 TEUR (i. V. 3.093 TEUR) wurden keine
latenten Steuern angesetzt, da diese Gewinne zum weiteren Ausbau der
Geschäftstätigkeit an den einzelnen Standorten eingesetzt werden
sollen. Die Unterschiede zwischen dem aufgrund des rechnerischen Steuersatzes
erwarteten Ertragsteueraufwands und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand
können der nachfolgenden Überleitungsrechnung entnommen werden. Dem
angewandten Steuersatz liegt der inländische Ertragsteuersatz
zugrunde. scroll
Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen
Bilanzposten sind in der folgenden Übersicht dargestellt: scroll
Für weitere Erläuterungen wird auf die Anhangsangabe Nr. 29
verwiesen. 13 | Ergebnis je AktieBei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das auf die
Anteilseigner der PWO AG zuzurechnende Ergebnis durch die durchschnittliche
Anzahl der im Geschäftsjahr insgesamt ausgegebenen Aktien geteilt.
Maßnahmen, die zu Verwässerungseffekten führen, haben sich nicht
ergeben. scroll
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ14 | SachanlagenDie Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist im Anlagenspiegel
dargestellt (Anlage zum Anhang). Folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern werden zugrunde
gelegt: scroll
15 | Immaterielle VermögenswerteDie betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Software beträgt 3 bis 5
Jahre. Die nach IAS 38 aktivierten Entwicklungsleistungen in Höhe von 2.657 TEUR
(i. V. 1.778 TEUR) werden stückzahlbezogen abgeschrieben, sobald die
Entwicklung abgeschlossen ist und die Produktion der Serienteile
anläuft. Der Restbuchwert der SAP-Software beträgt 2.010 TEUR (i. V. 2.489 TEUR).
Der verbleibende Abschreibungszeitraum beträgt 3 bzw. 4 Jahre. Am 31. Dezember 2010 beläuft sich der Goodwill von PWO UNITOOLS CZ a.s.
auf 4.331 TEUR (i. V. 4.331 TEUR) und von PWO Canada Inc. auf 1.140 TEUR (i.
V. 1.007 TEUR). Die Erhöhung bei PWO Canada ergibt sich aus geänderten
Wechselkursrelationen. 16 | VorräteVon dem Gesamtbetrag der zum Stichtag bilanzierten Vorräte in Höhe von
50.133 TEUR (i. V. 42.312 TEUR) sind Werkzeugersatzteile in Höhe von 3.527
TEUR (i. V. 3.618 TEUR) zu ihrem Nettoveräußerungswert bilanziert. Im
Geschäftsjahr wurde eine Wertberichtigung in Höhe von 268 TEUR (i. V. 267
TEUR) aufwandswirksam erfasst. 17 | Forderungen und sonstige VermögenswerteZum 31. Dezember 2010 bestehen Wertberichtigungen auf Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen in Höhe von 1.328 TEUR
(i. V. 2.096 TEUR). Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und sonstigen Forderungen beträgt vor den Wertberichtigungen
43.287 TEUR (i. V. 40.816 TEUR). Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos
stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Wertminderungen, welche in Form von fallbezogenen
Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten
Ausfallrisiken hinreichend Rechnung. Im Berichtsjahr betraf die Zuführung
und damit die Erhöhung der Wertberichtigungen wenige Einzelfälle. Konkrete
Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderung. Von den sonstigen Vermögenswerten sind 138 TEUR (i. V. 123 TEUR) und von
den Ertragsteuerforderungen 637 TEUR (i. V. 704 TEUR) als langfristig
klassifiziert. 18 | ZahlungsmittelDie Zahlungsmittel enthalten Kassenbestände und kurzfristige Guthaben bei
Kreditinstituten. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen
Zinssätzen für kurzfristig kündbare Guthaben verzinst. Zum 31. Dezember 2010
verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien, für die
alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren.
Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an
Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember 2010 in Höhe
von 7.290 TEUR (i. V. 7.704 TEUR) aus dem Kassenbestand und Guthaben bei
Kreditinstituten zusammen. 19 | Gezeichnetes Kapital und RücklagenGezeichnetes KapitalDie Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 hat eine Kapitalerhöhung aus
Gesellschaftsmitteln von 6.391 TEUR um 1.109 TEUR auf 7.500 TEUR durch
Umwandlung eines Teilbetrags von 1.109 TEUR der in der Konzern-Bilanz zum
31. Dezember 2009 ausgewiesenen anderen Gewinnrücklagen
beschlossen. Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2010
7.500 TEUR (i. V. 6.391 TEUR), eingeteilt in 2.500.000
Stückaktien. Genehmigtes KapitalDer Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010
ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2015 das
Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 3.000.000,00
EUR gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I/2010). Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010
ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2015 das
Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 750.000,00 EUR
gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II/2010). Die Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 hat die bedingte Erhöhung des
Grundkapitals um bis zu 3.000.000,00 EUR beschlossen (Bedingtes Kapital
2010). KapitalrücklageDie Kapitalrücklage enthält Einstellungen aus dem Aufgeld. Gewinnrücklagen und übriges EigenkapitalDie Gewinnrücklagen enthalten die laufenden und die in Vorjahren von der
PWO AG und einbezogenen Tochterunternehmen erwirtschafteten, noch nicht
ausgeschütteten Gewinne. Die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von
Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 1.469 TEUR (i. V.
146 TEUR) werden gesondert ausgewiesen. Darüber hinaus wird der Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem
Sicherungsinstrument zur Absicherung des Cashflows erfasst, der als
effektive Absicherung ermittelt wird. Vorgeschlagene und ausgeschüttete DividendenDie PWO AG weist zum 31. Dezember 2010 einen Bilanzgewinn in Höhe von
4.939.597,25 EUR aus. Die ausschüttbaren Beträge richten sich nach dem
handelsrechtlichen Bilanzgewinn der PWO AG. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der PWO AG wie
folgt zu verwenden: scroll
Im Berichtsjahr wurde aufgrund der negativen Geschäftsentwicklung im
Vorjahr keine Dividende für das Geschäftsjahr 2009 ausgezahlt. Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHGDurch Mitteilung vom 15. Februar 2008 hat die Consult Invest
Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, eine Beteiligung von 55,282 %
angezeigt. Durch Mitteilung vom 21. Juli 2008 hat die Delta Lloyd Europees
Deelnemingen Fonds NV, Amsterdam, Niederlande, eine Beteiligung von 3,05 %
angezeigt. Durch Mitteilung vom 15. Oktober 2008 hat die Delta Lloyd Europees
Deelnemingen Fonds NV, Amsterdam, Niederlande, eine Beteiligung von 5,12 %
angezeigt. 20 | SchuldenPensionsrückstellungenRückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden aufgrund
von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und
Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Versorgungsleistungen richten sich
nach Entgelt und Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter. Die unmittelbaren und
mittelbaren Verpflichtungen umfassen solche aus bereits laufenden Pensionen
sowie Anwartschaften für zukünftig zu zahlende Pensionen und
Altersruhegelder. Der überwiegende Anteil der Rückstellungen für leistungsorientierte
Versorgungspläne betrifft die PWO AG. Auf PWO de México S.A. de C.V.
entfällt ein Rückstellungsbetrag in Höhe von 136 TEUR (i. V. 106
TEUR). Die Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne werden gemäß
IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method)
errechnet. Die Pensionsverpflichtungen werden dabei mit dem Barwert der am
Bewertungsstichtag erdienten Pensionsansprüche unter Berücksichtigung
wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten und Gehältern
bilanziert. Bei PWO Canada Inc. bestehen beitragsorientierte Versorgungspläne.
Hieraus ergibt sich ein im Aufwand erfasster Betrag in Höhe von 55 TEUR (i.
V. 33 TEUR). Arbeitgeberbeiträge an die gesetzlichen Rentenversicherungsanstalten
wurden in Höhe von 5.947 TEUR (i. V. 5.774 TEUR) geleistet. Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen erfolgt unter
folgenden versicherungsmathematischen Annahmen: scroll
Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen und der Ermittlung der
Pensionskosten wird die Zehn-Prozent-Korridor-Regel angewendet.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nicht berücksichtigt,
soweit sie zehn Prozent des Verpflichtungsumfangs nicht
übersteigen. Es ergeben sich die nachstehenden Netto-Verpflichtungen: scroll
Die Änderungen der Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen
stellen sich wie folgt dar: scroll
Der in der Bilanz erfasste Wert für Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen entwickelt sich gegenüber dem Vorjahr wie
folgt: scroll
Von den bilanzierten Pensionsrückstellungen sind 25.488 TEUR (i. V.
24.580 TEUR) langfristig und 1.360 TEUR (i. V. 1.350 TEUR)
kurzfristig. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträge setzen sich wie
folgt zusammen: scroll
Der Dienstzeitaufwand und die realisierten versicherungsmathematischen
Verluste werden unter den Personalaufwendungen, der Zinsaufwand dagegen
unter den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verpflichtungen für die laufende und
die vorangegangenen Berichtsperioden: scroll
Der Betrag für die in der Berichtsperiode nach dem Bilanzstichtag in den
Plan einzuzahlenden Beiträge ist 0 TEUR. Sonstige RückstellungenSonstige Rückstellungen beinhalten die notwendigen Beträge für
Aufwendungen im Personalbereich und sonstige erkennbare Verpflichtungen und
Risiken. Bei den in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen handelt es sich
ausschließlich um Personalrückstellungen (Verpflichtungen für Altersteilzeit
und Jubiläumszuwendungen). Es ist zu erwarten, dass der gesamte passivierte
Betrag der Verpflichtungen für Altersteilzeit innerhalb von 5 Jahren nach
dem Berichtsstichtag anfallen wird. Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen stellt sich wie folgt
dar: scroll
Zuschüsse der Bundesagentur für Arbeit für im Rahmen von
Altersteilzeitvereinbarungen ausscheidende Mitarbeiter werden als sonstige
Vermögenswerte in Höhe von 566 TEUR (i. V. 421 TEUR) bilanziert und nicht
mit den Rückstellungen verrechnet. Verzinsliche DarlehenVon den verzinslichen Darlehen haben 28.326 TEUR (i. V. 34.948 TEUR) eine
Laufzeit kleiner als ein Jahr und 5.910 TEUR (i. V. 7.588 TEUR) eine
Laufzeit größer als fünf Jahre. Die Schulden gegenüber Kreditinstituten
betragen 85.100 TEUR (i. V. 86.792 TEUR). Die Darlehen wurden zu Zinssätzen zwischen 1,44 % und 6,97 % gewährt.
Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten bestehen in Höhe von 2.985 TEUR (i.
V. 4.213 TEUR). Von den Schulden gegenüber Kreditinstituten sind 19.476 TEUR (i. V.
18.216 TEUR) durch Grundschulden und Hypotheken und 17.141 TEUR (i. V.
16.632 TEUR) durch Sicherungsübereignung von Sachanlagen gesichert. Darüber
hinaus bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren. Sonstige VerbindlichkeitenVon den sonstigen Verbindlichkeiten sind 615 TEUR (i. V. 769 TEUR) als
langfristig klassifiziert. Finanzierungs-Leasingverhältnisse und MietkaufverträgeFür verschiedene technische Anlagen und Maschinen bestehen
Finanzierungs-Leasingverhältnisse, die zum Teil Kaufoptionen des
Leasinggebers enthalten. Die Vermögenswerte haben zum 31. Dezember 2010
einen Buchwert von 2.081 TEUR (i. V. 371 TEUR). Aufgrund der Gestaltung der
Leasingvereinbarungen werden die Vermögenswerte gemäß IAS 17.28 abweichend
von der Laufzeit des Leasingverhältnisses über die erwartete Nutzungsdauer
abgeschrieben. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus
Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen können auf deren
Barwert wie folgt übergeleitet werden: scroll
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenEine Avalbürgschaft zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben beträgt zum
Stichtag 2.344 TEUR (i. V. 1.996 TEUR). Zum 31. Dezember 2010 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen
inklusive des Bestellobligos in Höhe von 13.387 TEUR (i. V. 6.968 TEUR).
Davon entfallen nach der Fristigkeit auf die nächsten
Geschäftsjahre: Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasing- und Mietverträgenscroll
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen (Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte)scroll
Die bestehenden Operating-Leasingverhältnisse enthalten teilweise
Verlängerungs- und Kaufoptionen. 21 | FinanzrisikomanagementDas Finanzrisikomanagement-System des Konzerns ist auf die Unsicherheiten
aus der künftigen Entwicklung der Finanzmärkte ausgerichtet und hat die
Minimierung nachteiliger Folgen für die finanzielle Leistungskraft des
Konzerns zum Ziel. Das Risikomanagement-System wird federführend durch den
Vorstand verantwortet, der die allgemeinen Grundsätze für das
Risikomanagement vorgibt und die Vorgehensweise festlegt. Nachfolgend werden die wesentlichen Risiken erläutert: KreditrisikoZur Reduzierung des Ausfallrisikos bei originären Finanzinstrumenten
werden verschiedene Sicherungsmaßnahmen getroffen, z. B. intensives
Forderungsmanagement und Kreditwürdigkeitsprüfungen aufgrund von
Kreditauskünften und historischen Daten. Dem Kreditrisiko (Ausfallrisiko)
finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen
Rechnung getragen. PWO beliefert ausschließlich etablierte internationale
Automobilhersteller und ihre Zulieferer. Die renommierten Zulieferer sind
dabei heute so eng in die gesamte Lieferkette eingebunden, dass die Branche
bei einzelnen Problemfällen konstruktive Lösungen finden muss und findet.
Als zusätzliche Absicherung wurde darüber hinaus eine
Warenkreditversicherung abgeschlossen, die wesentliche Teile der Forderungen
absichert. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln sowie dem Bestand an
derivativen finanziellen Vermögenswerten ist der Konzern Verlusten aus
Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht
erfüllen. PWO steuert die daraus entstehende Risikoposition durch
Diversifizierung und sorgfältige Auswahl der Kontrahenten. Gegenwärtig sind
keine liquiden Mittel oder derivativen finanziellen Vermögenswerte aufgrund
von Ausfällen überfällig oder wertberichtigt. Zum 31. Dezember 2010 entspricht das maximale Kreditrisiko der
finanziellen Vermögens-werte bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert
dieser Instrumente. scroll
Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen zum 31. Dezember 2010
stellt sich wie folgt dar: scroll
Für nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige Forderungen liegen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen eines
Wertberichtigungsbedarfs vor. Zum Bilanzstichtag (bzw. zum
Vorjahresstichtag) wurden keine neuen Konditionen ausgehandelt, da
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
ansonsten überfällig oder wertgemindert wären. LiquiditätsrisikoFür das laufende Geschäft stehen ausreichende Linien mehrerer
Kreditinstitute zur Verfügung. Finanzierungsrisiken werden durch eine
angemessene Kombination aus kurz- und langfristigen Krediten begrenzt. Mit
langfristigen Kundenaufträgen verbundene Investitionen und Vorfinanzierungen
von Leistungen werden grundsätzlich projektbezogen langfristig finanziert.
Der Konzern hat über die Hälfte seiner Finanzierungen mit langfristigem
Zeithorizont und zu festen Zinssätzen abgesichert. Soweit notwendig, werden
zusätzlich derivative Zinssicherungen abgeschlossen. Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeiten der undiskontierten Cashflows
aus den finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns zum
Bilanzstichtag: 31. Dezember 2010scroll
31. Dezember 2009scroll
Die in vorstehender Tabelle dargestellten Beträge der derivativen
Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung entsprechen den undiskontierten
Cashflows auf Brutto-Basis. Die nachfolgende Tabelle zeigt die entsprechende
Überleitung dieser Beträge auf den Buchwert: 31. Dezember 2010scroll
31. Dezember 2009scroll
ZinsrisikoZur Beurteilung des Zinsänderungsrisikos sind die Finanzinstrumente gemäß
IAS 32 grundsätzlich in solche mit fester und solche mit variabler
Zinsbindung zu unterteilen. Zinsänderungsrisiken bestehen bei variabel
verzinslichen Darlehen. Diesen Risiken wird mit Zins swaps begegnet.
Zinsänderungsrisiken werden anhand von Sensitivitätsanalysen dargestellt
(IFRS 7). Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf
Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie
gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen
zugrunde: Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester
Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum
beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester
Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Währungsderivate
bleiben aufgrund von Wesentlichkeitsüberlegungen in den
Zinssensitivitätsanalysen unberücksichtigt. PWO unterliegt an allen Standorten Zinsrisiken. Wenn das Marktzinsniveau
zum 31. Dezember 2010 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das
Ergebnis vor Steuern um 89 TEUR (i. V. 101 TEUR) niedriger gewesen. Wenn das
Marktzinsniveau um 100 Basispunkte geringer gewesen wäre, wäre das Ergebnis
vor Steuern zum 31. Dezember 2010 um 79 TEUR (i. V. 90 TEUR) höher
gewesen. WährungsrisikoUnter Währungsrisiko wird das Risiko von wechselkursinduzierten
Wertänderungen von Bilanzpositionen verstanden. Für jede Währung, die ein
signifikantes Risiko für das Unternehmen darstellt, wird eine
Sensitivitätsanalyse durchgeführt, die auf folgenden Annahmen
basiert: Neben den Wechselkursen EUR/USD und EUR/CZK weist erstmalig der
Wechselkurs EUR/ CAD zum Bilanzstichtag ein signifikantes Währungsrisiko für
den Konzern auf. Für die Sensitivitätsanalyse kommen alle monetären Finanzinstrumente des
Konzerns in Frage, die nicht auf die funktionale Währung der jeweiligen
Einzelgesellschaften lauten. Damit bleiben wechselkursbedingte Differenzen
aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung
(Translationsrisiko) unberücksichtigt. Nach IFRS besteht kein Wechselkursrisiko bei Finanzinstrumenten, die
nicht monetäre Posten sind, und bei Finanzinstrumenten, die auf die
funktionale Währung lauten. Bei den derivativen Finanzinstrumenten werden
demnach nur die Währungsderivate in die Sensitivitätsanalyse einbezogen, da
sämtliche Zinsderivate keinem Währungsrisiko ausgesetzt sind. Die
hypothetischen Effekte in der Gewinn- und Verlustrechnung und beim
Eigenkapital für jeden originären Einzelposten, der in die
Sensitivitätsanalyse eingeht, bestimmen sich durch Vergleich des Buchwerts
(ermittelt anhand des Stichtagskurses) mit dem Umrechnungswert, der sich
unter Heranziehung eines hypothetischen Wechselkurses ergibt. Wenn der EUR gegenüber der CZK zum 31. Dezember 2010 um 10 % aufgewertet
gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 539 TEUR (i. V. 599 TEUR)
höher und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-Verluste) aus der
Absicherung von Cashflow-Hedges um 756 TEUR (i. V. 926 TEUR) geringer
gewesen. Wenn der EUR gegenüber der CZK zum 31. Dezember 2010 um 10 %
abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 658 TEUR (i. V.
733 TEUR) niedriger und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne
(-verluste) aus der Absicherung von Cashflow-Hedges um 755 TEUR (i. V. 926
TEUR) höher gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2010 um 10 % aufgewertet
gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 249 TEUR (i. V. um 147 TEUR)
und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-Verluste) aus der
Absicherung von Cashflow-Hedges um 288 TEUR (i. V. 833 TEUR) geringer
gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2010 um 10 %
abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 305 TEUR (i. V.
179 TEUR) und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der
Absicherung von Cashflow-Hedges um 146 TEUR (i. V. 719 TEUR) höher
gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem CAD zum 31. Dezember 2010 um 10 % aufgewertet
gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 3 TEUR geringer und die im
Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-Verluste) aus der Absicherung von
Cashflow-Hedges um 1.729 TEUR höher gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem CAD
zum 31. Dezember 2010 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis
vor Steuern um 3 TEUR höher und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne
(-Verluste) aus der Absicherung von Cashflow-Hedges um 2.076 TEUR geringer
gewesen. KapitalsteuerungVorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, ein hohes
Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechtzuerhalten. Zur
Aufrechterhaltung der Kapitalstruktur können Anpassungen der
Dividendenzahlungen an die Anteilseigner vorgenommen oder neue Anteile
ausgegeben werden. Die Kapitalüberwachung erfolgt über das Gearing Ratio,
das dem Verhältnis von Netto-Finanzschulden zum Eigenkapital entspricht.
Gemäß den konzerninternen Richtlinien liegt die Zielgröße des Gearing in der
Bandbreite zwischen 60 % und 80 %. Zum 31. Dezember 2010 bzw. 31. Dezember
2009 wurden keine Änderungen der Ziele und Richtlinien vorgenommen. Die
Netto-Finanzschulden umfassen verzinsliche Darlehen abzüglich
Zahlungsmittel. scroll
22 | FinanzinstrumenteZum 31. Dezember 2010 sind folgende derivative Finanzinstrumente
offen: scroll
scroll
*
Anwendung von Hedge-Accounting
Die Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten, die der
Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen, wurden unter Berücksichtigung
von Steuereffekten in Höhe von 94 TEUR (i. V. 370 TEUR) direkt im
Eigenkapital erfasst. Im Rahmen des Hedge-Accounting wurden 22 TEUR (i. V. 1.041 TEUR) dem
Eigenkapital entnommen und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung
in den Umsatz verbucht. Von dieser Entnahme sind 0 TEUR (i. V. 0 TEUR) auf
die Ineffektivität der Sicherungsbeziehung zurückzuführen. Zum Bilanzstichtag wird davon ausgegangen, dass alle geplanten
Transaktionen eintreten werden. Weiter wird erwartet, dass innerhalb der in
vorstehender Tabelle angegebenen Laufzeit die abgesicherten Cashflows
eintreten und sich auf die Gewinne und die Verluste auswirken
werden. Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach
Bewertungskategorien und Klassen: scroll
Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis
beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je
Bewertungsverfahren: Stufe 1 | Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für
gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Stufe 2 | Verfahren bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich
wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder
direkt oder indirekt beobachtbar sind. Stufe 3 | Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich
auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf
beobachtbaren Marktdaten basieren. Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente: 31. Dezember 2010scroll
31. Dezember 2009scroll
Umbuchungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1
und Stufe 2 und Umbuchungen in oder aus Bewertungen zum beizulegenden
Zeitwert der Stufe 3 wurden nicht vorgenommen. Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert für die im Bestand
befindlichen Finanzinstrumente sind folgende Gesamterträge und -aufwendungen
entstanden: Gesamterträge und -aufwendungen von Vermögenswerten bewertet zum
beizulegenden Zeitwert: scroll
Gesamterträge und -aufwendungen von Verbindlichkeiten bewertet zum
beizulegenden Zeitwert: scroll
Die Erträge beziehungsweise Aufwendungen aus der Bewertung zum
beizulegenden Zeitwert von den Derivaten ohne Hedge-Beziehung werden im
sonstigen betrieblichen Ertrag beziehungsweise im sonstigen betrieblichen
Aufwand ausgewiesen. Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung
berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten dar
(ohne derivative Finanzinstrumente, die in Hedge-Accounting einbezogen
sind): scroll
SONSTIGE ANGABEN23 | Forschungs- und EntwicklungskostenForschungskosten sind nicht angefallen. Von den kundenbezogenen
Entwicklungskosten in Höhe von 7.175 TEUR (i. V. 6.765 TEUR) wurden 1.076
TEUR (i. V. 966 TEUR) in den immateriellen Vermögenswerten
aktiviert. 24 | Gesamtbezüge des Vorstands und des AufsichtsratsDie Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus einer fixen
Grundvergütung und einem variablen Anteil zusammen. Für das Geschäftsjahr
2010 betrugen die kurzfristig fälligen Bezüge des Vorstands 1.313 TEUR (i.
V. 648 TEUR). Hierin enthalten sind erfolgsbezogene Komponenten in Höhe von
487 TEUR (i. V. 0 TEUR) und sonstige Leistungen von 138 TEUR (i. V. 0 TEUR).
Für die Mitglieder des Vorstands entstanden im Geschäftsjahr 2010
Dienstzeitaufwendungen für Pensionszusagen in Höhe von 201 TEUR (i. V. 182
TEUR). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010 betrugen
178 TEUR (i. V. 23 TEUR). Der Corporate-Governance-Bericht enthält den Vergütungsbericht mit den
individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat. Der
Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts. Für ehemalige Mitglieder des Vorstands der PWO AG und ihre
Hinterbliebenen wurden Pensionszahlungen in Höhe von 222 TEUR (i. V. 219
TEUR) geleistet. Die entsprechende Pensionsrückstellung beläuft sich zum
Bilanzstichtag auf 1.966 TEUR (i. V. 1.962 TEUR). 25 | Honorar des AbschlussprüfersDas im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer
des Konzernabschlusses gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB setzt sich wie folgt
zusammen: scroll
Im Berichtsjahr enthält das als Aufwand erfasste Honorar für den
Abschlussprüfer periodenfremde Aufwendungen von Höhe von 16 TEUR (i. V. 87
TEUR). Weitere Bestätigungs- und Bewertungsleistungen wurden nicht in Anspruch
genommen. 26 | Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenNahestehende Unternehmen und Personen des Konzerns sind das oberste
Mutterunternehmen sowie der Vorstand und der Aufsichtsrat. Während des
Geschäftsjahres gab es keine Geschäftsbeziehungen zwischen dem Konzern und
dem obersten Mutterunternehmen. Liefer- und Leistungsbeziehungen zu
nahestehenden Personen bestanden nicht. Auf die Schlusserklärung zum
Abhängigkeitsbericht im Lagebericht wird verwiesen. Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung der nahestehenden Personen
des Konzerns umfasst die Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat. Der
Corporate-Governance-Bericht enthält den Vergütungsbericht mit den
individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat. Der
Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts. 27 | Zusatzinformation zur KapitalflussrechnungIn der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme basierend auf IAS 7
dargestellt. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds
beinhaltet die Zahlungsmittel und die jederzeit fälligen Bankschulden. Die
jederzeit fälligen Bankschulden in Höhe von 2.985 TEUR (i. V. 4.213 TEUR)
sind in der Bilanzposition "kurzfristige verzinsliche Darlehen"
enthalten. Im Vorjahr zeigt der Cashflow aus Investitionstätigkeit unter der
Position "Erlöse aus dem Verkauf von Gesellschaften" mit 716 TEUR den aus
der Veräußerung des Beteiligungsanteils am Joint Venture PWO & BMC
Holding Co., Ltd., Hongkong, China, resultierenden
Verkaufserlös. 28 | SegmentberichtEntsprechend der internen Steuerung des Konzerns stellen die
Produktionsstandorte die Basis für die Segmentberichterstattung dar. Der
Hauptentscheidungsträger des Konzerns ist definiert als der Vorstand der PWO
AG. Die Segmente werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns
bestimmt. Entsprechend werden auch die Umsätze dieser Segmente nach dem
Standort des Vermögens zugeordnet. Die Aufteilung erfolgt in die Regionen
Deutschland, Übriges Europa, NAFTA-Raum und Asien. Der NAFTA-Raum umfasst
die Standorte Kanada und Mexiko. Ergebnis, Vermögen, Schulden und Abschreibungen zwischen den einzelnen
Segmenten werden in der Spalte "Konsolidierung" eliminiert. In dieser Spalte
werden auch die nicht den einzelnen Segmenten zuordenbaren Positionen
erfasst. Die Segmentdaten werden in Übereinstimmung mit den im
Konzernabschluss angewandten Rechnungslegungsmethoden
ermittelt. Zum 31. Dezember 2010 bzw. 31. Dezember 2009 wurden keine Kunden
identifiziert, mit denen der Konzern mindestens 10 % Umsatzerlöse erzielt
hat. Segmentinformationen nach StandortenGeschäftsjahr 2010scroll
Segmentinformationen nach StandortenGeschäftsjahr 2009scroll
Das Segmentvermögen und die Segmentschulden entsprechen den Werten aus
den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen. Wesentliche
zahlungsunwirksame Posten in der Berichterstattung betreffen im Segment
Deutschland eine Zuführung zu den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1.191
TEUR (i. V. 1.703 TEUR) und zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 887
TEUR (i. V. 989 TEUR). Im Vorjahr enthält das Segment NAFTA-Raum eine
Abschreibung auf den Goodwill in Höhe von 698 TEUR. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Außenumsätze in die
drei strategischen Produktbereiche. Die Produktbereiche sind im
Konzernlagebericht, Kapitel "Unternehmensprofil", erläutert. Segmentinformationen nach ProduktbereichenUmsatzerlösescroll
29 | Ermessensentscheidungen, Schätzungen und AnnahmenDer Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder
Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung des
Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der
Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts
muss der Konzern die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus der
jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und darüber hinaus
einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu
ermitteln. Zum 31. Dezember 2010 betrug der Buchwert des Geschäfts- oder
Firmenwerts 5.471 TEUR (i. V. 5.338 TEUR). Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen
Verlustvorträge und Steuerguthaben in dem Maße erfasst, in dem es aufgrund
der Steuerplanung wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes
Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge und Steuerguthaben
tatsächlich genutzt werden können. Insgesamt waren zum 31. Dezember 2010
aktive latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge
in Höhe von 2.504 TEUR (i. V. 2.592 TEUR) und auf Steuerguthaben in Höhe von
821 TEUR (i. V. 0 TEUR) gebildet. Von den Verlustvorträgen entfallen auf die
PWO AG 0 TEUR (i. V. 430 TEUR), PWO Canada Inc. 513 TEUR (i. V. 340 TEUR),
PWO UNITOOLS CZ a.s. 1.053 TEUR (i. V. 1.117 TEUR) und auf PWO de México
S.A. de C.V. 938 TEUR (i. V. 705 TEUR). Diese Unternehmenseinheiten haben in
der laufenden bzw. in der vorhergehenden Periode einen Verlust erlitten. Die
Steuerguthaben betreffen im Wesentlichen PWO UNITOOLS CZ a.s. Aufgrund der geplanten Geschäftsentwicklung der Folgejahre wird von einer
Werthaltigkeit der latenten Steueransprüche ausgegangen. Bei der Ermittlung
der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche
Ermessensentscheidung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der
Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen
Steuerplanungsstrategien erforderlich. Zum 31. Dezember 2010 belief sich der
zum Stichtagskurs in Euro umgerechnete Wert der steuerlichen Verlustvorträge
auf insgesamt 10.176 TEUR (i. V. 10.965 TEUR) und der nicht
berücksichtigten, zeitlich begrenzt nutzungsfähigen Verlustvorträge auf
3.761 TEUR (i. V. 2.591 TEUR). Davon verfällt ein Betrag in Höhe von 800
TEUR im Jahr 2018, ein Betrag von 1.694 TEUR im Jahr 2019 und ein Betrag von
1.267 TEUR im Jahr 2020. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangsangabe Nr.
12 dargestellt. Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen
Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf
der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus
Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den
künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung
dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen
Unsicherheiten. Entwicklungskosten werden entsprechend der dargestellten
Rechnungslegungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten
beruht auf der Einschätzung des Konzerns, dass die technische und
wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Für Zwecke der Ermittlung
der zu aktivierenden Beträge trifft der Konzern Annahmen über die Höhe der
erwarteten künftigen Cashflows aus dem Projekt, die anzuwendenden
Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen
Nutzens. Der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten betrug zum 31.
Dezember 2010 2.657 TEUR (i. V. 1.778 TEUR). Dieser Betrag umfasst im
Wesentlichen Investitionen in die Entwicklung eines Modulträgers. Für dieses
Projekt liegt seit 2008 der Serienauftrag vor. 30 | KonzernbeziehungenDer Konzernabschluss wird seinerseits in den Konzernabschluss der Consult
Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, als höchste Konzernspitze,
einbezogen, welcher im elektronischen Bundesanzeiger einzusehen
ist. 31 | Corporate GovernanceDie im Dezember 2010 von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebene
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde den
Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich
gemacht. 32 | Ereignisse nach dem BilanzstichtagWesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht
ergeben. Oberkirch, 3. März 2011 Der Vorstand scroll
ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENSENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS 31. DEZEMBER 2010scroll
scroll
scroll
ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS 31. DEZEMBER 2009scroll
scroll
scroll
*
Impairment Goodwill PWO de México S.A. de C.V.
BESTÄTIGUNGSVERMERKZu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht, der mit dem
Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, haben wir folgenden
Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den von der Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft,
Oberkirch, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und
Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz,
Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie
den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft
zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember
2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht
nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §
315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe
ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine
Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die
Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße,
die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung
der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den
Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt
werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über
die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld
des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im
Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen
internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss
und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den
Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des
Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und
Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der
gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des
Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung,
dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere
Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU
anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser
Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht
steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein
zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar." Freiburg i. Br., 7. März 2011 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden
Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so
dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind." Oberkirch, 3. März 2011 Der Vorstand scroll
EINZELABSCHLUSS DER PWO AG 2010Der Lagebericht der PWO AG und der Konzernlagebericht für das
Geschäftsjahr 2010 sind nach § 315 Abs. 3 HGB zusammengefasst und im
Geschäftsbericht 2010 veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste
Lagebericht der PWO AG für das Geschäftsjahr 2010 werden beim Betreiber des
elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und im elektronischen
Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss der PWO AG sowie der Geschäftsbericht 2010 stehen
auch im Internet unter http://www.progress-werk.de/berichte2010.html und ab
Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung 2011 unter
http://progress-werk.de/hauptversammlung.html zur Verfügung. BILANZ PWO AGAKTIVAscroll
PASSIVAscroll
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG PWO AGscroll
ANHANG PWO AGBILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE1 | Grundlagen der Erstellung des AbschlussesDer vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des
Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Für die
Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Der
Abschluss ist in Tausend Euro aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem
Vorjahr durch die Anwendung der Vorschriften des
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG), insbesondere in Bezug auf den
Ansatz von Entwicklungsleistungen und latenten Steuern sowie der Bewertung
der Rückstellungen für Pensionen, geändert. Eine Anpassung der
Vorjahreszahlen wurde nicht vorgenommen. 2 | Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu
Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Dabei wurden bei der
Ermittlung der Herstellungskosten der aktivierten Eigenleistungen sowohl die
Einzelkosten als auch die notwendigen Fertigungsgemeinkosten zugrunde
gelegt. Bei den Sachanlagen sind die Abschreibungen teils nach der linearen,
teils nach der degressiven Methode ermittelt worden. Bestimmte Maschinen
sowie auftragsbezogene Werkzeuge wurden in Abhängigkeit der im Berichtsjahr
erzeugten Stückzahl, bezogen auf die in Auftrag gegebene bzw. geplante
Gesamtstückzahl, leistungsbezogen abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen
werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren
beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert
angesetzt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 150,00 EUR
sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden;
ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem
Netto-Einzelwert von mehr als 150,00 EUR bis 1.000,00 EUR wurde der jährlich
steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die
Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe
insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den
steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p. a. im Jahr,
für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren
abgeschrieben. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu
durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tageswerten
angesetzt. Abwertungen auf schwer verwertbare bzw. unbrauchbare Materialien
wurden vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der
Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung
beruhen, zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert
angesetzt. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden
nicht aktiviert. Werkzeug- und Entwicklungsaufträge werden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten bewertet. Hierbei wird eine verlustfreie Bewertung
dergestalt vorgenommen, dass die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
maximal in Höhe des Verkaufspreises zuzüglich der über die Serienproduktion
erzielbaren Erlöse angesetzt werden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert
angesetzt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem
Jahr wurden abgezinst. Fremdwährungspositionen sind verlustfrei bewertet.
Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener
Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist
durch einen pauschalen Abschlag berücksichtigt. Das in den
Rechnungsabgrenzungsposten aktivierte Disagio wurde planmäßig auf die
Darlehenslaufzeit abgeschrieben. Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne wurden nach dem
Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) errechnet unter
Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G. Die Steuerrückstellungen und die
sonstigen Rückstellungen berücksichtigen entsprechend alle erkennbaren
Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe angesetzt, die
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag
angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Anschaffungskurs, höchstens aber
mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Grundsätzlich werden
Fremdwährungsverpflichtungen mit dem Kurs zum Zeitpunkt des
Geschäftsvorfalls bzw. mit den niedrigeren Kursen am Bilanzstichtag
umgerechnet. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich
umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen
Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig
ist. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ3 | AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt
(Anlage zum Anhang). Folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern werden
zugrunde gelegt: scroll
Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Software beträgt 3 bis 5
Jahre. Die Finanzausleihungen an eine chinesische Tochtergesellschaft wurden in
Ausübung des Bewertungswahlrechts nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB mit einem um
0,8 Mio. EUR über dem beizulegenden Wert liegenden Buchwert ausgewiesen.
Eine außerplanmäßige Abschreibung ist unterblieben, weil sich die
Gesellschaft im Aufbau befindet und damit ihre geplante Struktur noch nicht
gegeben ist. Dadurch fallen in den ersten Jahren Anlaufverluste an. Aufgrund
der genehmigten Investitionen wird die Gesellschaft ab 2013 einen positiven
Cashflow haben. Damit ist die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer.
Steuerliche Vorteile aufgrund der bisher entstandenen Verluste wurden nicht
berücksichtigt. 4 | VorräteDer Vorratsbestand wurde größtenteils durch Stichprobeninventur sowie
systemgestützte Werkstattinventur ermittelt. Daneben erfolgte die Erfassung
durch körperliche Aufnahme zum Bilanzstichtag. 5 | Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen von 5.188 TEUR (i. V. 4.453 TEUR). scroll
6 | RechnungsabgrenzungspostenDieser Posten umfasst mit 130 TEUR (i. V. 180 TEUR) das Disagio aus der
Aufnahme von Finanzschulden. 7 | Eigenkapitalscroll
Gezeichnetes KapitalDie Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 hat eine Kapitalerhöhung aus
Gesellschaftsmitteln von 6.391 TEUR um 1.109 TEUR auf 7.500 TEUR durch
Umwandlung eines Teilbetrags von 1.109 TEUR der in der Konzernbilanz zum 31.
Dezember 2009 ausgewiesenen anderen Gewinnrücklagen
beschlossen. Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2010
7.500 TEUR (i. V. 6.391 TEUR), eingeteilt in 2.500.000
Stückaktien. Genehmigtes KapitalDer Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010
ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2015 das
Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 3.000.000,00
EUR gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I/2010). Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010
ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2015 das
Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 750.000,00 EUR
gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II/2010). Die Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 hat die bedingte Erhöhung des
Grundkapitals um bis zu 3.000.000,00 EUR beschlossen (Bedingtes Kapital
2010). Gewinnrücklagen und übriges EigenkapitalAus dem Jahresüberschuss in Höhe von 9.770 TEUR wurden 4.841 TEUR in
andere Gewinnrücklagen eingestellt. Im Bilanzgewinn in Höhe von 4.939 TEUR ist der Gewinnvortrag aus dem Jahr
2009 mit 10 TEUR enthalten. Im Übrigen wird auf den Vorschlag für die
Verwendung des Bilanzgewinns verwiesen. Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHGDurch Mitteilung vom 15. Februar 2008 hat die Consult Invest
Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, eine Beteiligung von 55,282 %
angezeigt. Durch Mitteilung vom 21. Juli 2008 hat die Delta Lloyd Europees
Deelnemingen Fonds NV, Amsterdam, Niederlande, eine Beteiligung von 3,05 %
angezeigt. Durch Mitteilung vom 15. Oktober 2008 hat die Delta Lloyd Europees
Deelnemingen Fonds NV, Amsterdam, Niederlande, eine Beteiligung von 5,12 %
angezeigt. 8 | RückstellungenPensionsrückstellungenDie Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne wurden nach
dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) errechnet
unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G. Der BilMoG-Übergangsbetrag in
Höhe von 6.669 TEUR wird auf 15 Jahre verteilt. Davon sind 445 TEUR gebucht.
Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen erfolgt unter
folgenden versicherungsmathematischen Annahmen: scroll
Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthalten die notwendigen Beträge für
Aufwendungen im Personalbereich in Höhe von 8.926 TEUR (i. V. 6.169 TEUR)
und sonstige erkennbare Verpflichtungen und Risiken, für die
handelsrechtlich Rückstellungen gebildet werden können. Im Wesentlichen sind
dies Rückstellungen für Erfolgsbeteiligungen, Altersteilzeit, Urlaubs- und
Gleitzeitrückstellungen sowie Jubiläumszuwendungen. 9 | VerbindlichkeitenVon den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 15.770 TEUR (i.
V. 15.770 TEUR) durch Grundschulden und 11.800 TEUR (i. V. 13.629 TEUR)
durch Sicherungsübereignung gesichert. Darüber hinaus bestehen die üblichen
Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen
und Waren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 538 TEUR (i. V. 860
TEUR). scroll
scroll
10 | Latente SteuernBei der Berechnung der latenten Steuern wurde der inländische
Ertragssteuersatz von 28,08 % zugrunde gelegt. Die aktiven und passiven
latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten sind in der folgenden
Übersicht dargestellt: scroll
11 | HaftungsverhältnisseEs bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von 40.135 TEUR
(i. V. 42.845 TEUR) für Kreditverbindlichkeiten der PWO Canada Inc., PWO
UNITOOLS CZ a.s., PWO High-Tech Metal Components (Suzhou) Co. Ltd. und PWO
de Mexico S.A. de C.V. Derzeit ist kein Risiko der Inanspruchnahme
erkennbar. Eine Avalbürgschaft zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben beträgt zum
Stichtag 2.344 TEUR (i. V. 1.996 TEUR). 12 | Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum 31. Dezember 2010 betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen
inklusive des Bestellobligos 7.643 TEUR (i. V. 2.582 TEUR). Davon entfallen nach der Fristigkeit auf die nächsten
Geschäftsjahre: scroll
scroll
13 | FinanzinstrumentePWO setzt zur Zins- und Währungsabsicherung derivative Finanzinstrumente
in Form von Devisentermingeschäften sowie zinsbezogene Derivate ein, die zum
Marktwert bewertet werden. Die Zinsswaps sind in den sonstigen
Rückstellungen erfasst. Eine Bewertungseinheit wurde nicht
gebildet. Zum 31. Dezember 2010 sind folgende derivative Finanzinstrumente
offen: scroll
scroll
Die Marktwerte der Finanzinstrumente sind nach der
Discounted-Cash-Flow-Methode berechnet. In den Finanzanlagen sind USD-Ausleihungen enthalten. Deren Buchwert
beträgt 5.565 TEUR(i. V. 2.493 TEUR). Der entsprechende Marktwert lag zum
31. Dezember 2010 bei 5.436 TEUR (i. V. 2.384 TEUR). Eine Abschreibung gemäß
§ 253 Abs. 3 Satz 4 HGB wurde nicht vorgenommen, da sich die Wertminderung
nur temporär auswirkt. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG14 | UmsatzerlöseUmsatzerlöse nach Standortenscroll
Umsatzerlöse nach Produktbereichenscroll
15 | Andere aktivierte EigenleistungenBei den aktivierten Eigenleistungen handelt es sich überwiegend um
Entwicklungsleistungen und Investitionen in Maschinen. 16 | Sonstige betriebliche ErträgeDer Posten beinhaltet 684 TEUR (i. V. 1.021 TEUR) aperiodische Erträge.
Es handelt sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen,
Erstattungen für Vorjahre etc. 17 | Personalaufwand und MitarbeiterPersonalaufwandscroll
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt nach Beschäftigungsbereichenscroll
18 | Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen
Ausgangsfrachten, Kosten für Leiharbeitskräfte, Miet- und Leasinggebühren,
Instandhaltungsaufwendungen sowie darüber hinaus Aufwendungen für Rechts-,
Prüfungs-, Beratungskosten, Fort- und Weiterbildung und Reisekosten. In den
Aufwendungen sind auch die sonstigen Steuern in Höhe von 86 TEUR (i. V. 61
TEUR) enthalten. Aperiodische Aufwendungen fielen in Höhe von 126 TEUR (i.
V. 94 TEUR) an. 19 | Erträge aus Ausleihungen des FinanzanlagevermögensDie Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind in vollem
Umfang gegenüber verbundenen Unternehmen erzielt worden. 20 | Abschreibungen auf FinanzanlagenIm Vorjahr war eine außerplanmäßige Abschreibung auf den
Beteiligungsbuchwert der PWO de Mexico S.A. de C.V. in Höhe von 3.400 TEUR
ausgewiesen. 21 | Zinsen und ähnliche AufwendungenDie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von 1.471 TEUR
(i. V. 1.262 TEUR) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von
Rückstellungen. 22 | Außerordentliches ErgebnisDas außerordentliche Ergebnis resultiert aus der geänderten Bewertung der
Personalrückstellungen aufgrund der Neuregelungen des BilMoG. Im
Wesentlichen enthalten die außerordentlichen Erträge latente Steuern und die
außerordentlichen Aufwendungen Personalrückstellungen einschließlich
Rückstellungen für Pensionen. 23 | Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen zum weit überwiegenden
Teil das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. In der Position enthalten sind aperiodische Aufwendungen in Höhe von 90
TEUR. Im Vorjahr wurden aperiodische Erträge in Höhe von 100 TEUR
bilanziert. SONSTIGE ANGABEN24 | AusschüttungssperreDer Gesamtbetrag der nach § 268 Abs. 8 HGB unterliegenden
Ausschüttungssperre beträgt 759 TEUR. Der Betrag setzt sich zusammen aus der
Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens in Höhe von 132 TEUR sowie auf die Aktivierung latenter
Steuern in Höhe von 627 TEUR. 25 | Forschungs- und EntwicklungskostenForschungskosten sind nicht angefallen. Von den kundenbezogenen
Entwicklungskosten in Höhe von 6.992 TEUR (i. V. 6.490 TEUR) wurden 138 TEUR
(i. V. 0 TEUR) in den immateriellen Vermögenswerten aktiviert. 26 | Gesamtbezüge des Vorstands und des AufsichtsratsDie Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus einer fixen
Grundvergütung und einem variablen Anteil zusammen. Für das Geschäftsjahr
2010 betrugen die kurzfristig fälligen Bezüge des Vorstands 1.313 TEUR (i.
V. 648 TEUR). Hierin enthalten sind erfolgsbezogene Komponenten in Höhe von
487 TEUR (i.V. 0 TEUR) und sonstige Leistungen von 138 TEUR (i. V. 0
TEUR). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010 betrugen
178 TEUR (i.V. 23 TEUR). Der Corporate-Governance-Bericht enthält den Vergütungsbericht mit den
individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat. Der
Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts. Für ehemalige Mitglieder des Vorstands der PWO AG und ihre
Hinterbliebenen wurden Pensionszahlungen in Höhe von 222 TEUR (i. V. 219
TEUR) geleistet. Die entsprechende Pensionsrückstellung beläuft sich zum
Bilanzstichtag auf 1.603 TEUR (i. V. 1.600 TEUR). 27 | Honorar des AbschlussprüfersDas im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer
gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Im Berichtsjahr enthält das als Aufwand erfasste Honorar für den
Abschlussprüfer periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 16 TEUR (i. V. 87
TEUR). Weitere Bestätigungs- und Bewertungsleistungen wurden nicht in Anspruch
genommen. 28 | Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden PersonenLiefer- und Leistungsbeziehungen zu nahe stehenden Personen lagen im
abgelaufenen Geschäftsjahr nicht vor. Auf den Abhängigkeitsbericht und den
Lagebericht wird verwiesen. 29 | Anteile an verbundenen UnternehmenDie PWO AG ist zum 31. Dezember 2010 an folgenden Unternehmen
beteiligt: scroll
1)
Mittelbare Beteiligung
30 | KonzernabschlussDer Konzernabschluss wird seinerseits in den Konzernabschluss der Consult
Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, als höchste Konzernspitze,
einbezogen, welcher im elektronischen Bundesanzeiger einzusehen
ist. 31 | Corporate GovernanceDie im Dezember 2010 von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebene
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde den
Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich
gemacht. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS PWO AGscroll
scroll
ORGANE DER GESELLSCHAFTAUFSICHTSRATDieter Maier, Stuttgart Vorsitzender des Aufsichtsrats ehem. Mitglied des Vorstands der Baden-Württembergischen Bank
AG, Stuttgart Weitere MandateDüker GmbH & Co. KGaA, Karlstadt Mitglied des Aufsichtsrats Leitz GmbH & Co. KG, Oberkochen Vorsitzender des Beirats Dr. jur. Klaus-Georg Hengstberger, Böblingen stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Geschäftsführer der Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen Weitere MandateDüker GmbH & Co. KGaA, Karlstadt Vorsitzender des Aufsichtsrats Katja Hertwig* , Durbach Ausbilderin gewerblicher Bereich Mitglied des Betriebsrats der PWO AG Herbert König* , Renchen-Erlach Industriekaufmann und Vorsitzender des Betriebsrats der PWO AG Ulrich Ruetz, Ludwigsburg ehem. Vorsitzender des Vorstands der BERU AG, Ludwigsburg Weitere MandateDüker GmbH & Co. KGaA, Karlstadt stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Sumida Corporation, Tokio, Japan Member of the Board Weber-Hydraulik GmbH, Güglingen Vorsitzender des Beirats Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg Mitglied des Aufsichtsrats Wüstenrot & Württembergische AG, Stuttgart Mitglied des Aufsichtsrats Dr. Gerhard Wirth, Stuttgart Rechtsanwalt, Partner der Sozietät Gleiss Lutz Weitere MandateKarl Danzer GmbH & Co. KG, Reutlingen Vorsitzender des Beirats Düker GmbH & Co. KGaA, Karlstadt Mitglied des Aufsichtsrats
VORSTANDDipl.-Ing. Karl M. Schmidhuber, Alzenau Markt und Technologie (Vorsitzender) Weitere MandateBeru-Eichenauer GmbH, Hatzenbühl Vorsitzender des Beirats (bis 30.03.2010) PWO Canada Inc., Kitchener, Ontario, Kanada Director PWO Holding Co., Ltd., Hongkong, China Director PWO High-Tech Metal Components (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou, China Mitglied des Aufsichtsrats PWO de Mexico S.A. de C.V., Puebla, Mexiko Vorsitzender des Aufsichtsrats Bernd Bartmann, Offenburg Kaufmännischer Bereich Weitere MandatePWO Holding Co., Ltd., Hongkong, China Director PWO High-Tech Metal Components (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou, China Mitglied des Aufsichtsrats PWO UNITOOLS CZ a.s., Valašské Meziříčí, Tschechische Republik Mitglied des Aufsichtsrats Sparkasse Offenburg/Ortenau, Offenburg Mitglied des Beirats (seit 22.07.2010) Dr.-Ing. Winfried Blümel, Oberkirch Produktion und Materialwirtschaft Weitere MandatePWO de Mexico S.A. de C.V., Puebla, Mexiko Mitglied des Aufsichtsrats PWO UNITOOLS CZ a.s., Valašské Meziříčí, Tschechische Republik Vorsitzender des Aufsichtsrats GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAGDer Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den zum 31. Dezember 2010
ausgewiesenen Bilanzgewinn der PWO AG von 4.939.597,25 EUR wie folgt zu
verwenden: scroll
Der Gewinnverwendungsvorschlag berücksichtigt keine eigenen Aktien.
Sollte die Gesellschaft im Zeitpunkt der Beschlussfassung der
Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns eigene Aktien halten,
vermindert sich der auszuschüttende Betrag um den Dividendenteilbetrag, der
auf die eigenen Aktien entfällt. Der Gewinnvortrag verändert sich
gegenläufig um den gleichen Betrag. Oberkirch, 3. März 2011 Der Vorstand scroll
BESTÄTIGUNGSVERMERKZu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht, der mit dem
Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, haben wir folgenden
Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und
Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den
Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der
Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft, Oberkirch, für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die
Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der
Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der
Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns
durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter
Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht
abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die
Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße,
die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht
vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich
auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung
der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und
über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die
Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung
werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung,
Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben
beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen
Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine
hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften
sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter
Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar." Freiburg i. Br., 7. März 2011 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||