![]() Progress-Werk Oberkirch AGOberkirchJahresfinanzbericht 2011CORPORATE GOVERNANCE BERICHTVerantwortungsbewusstes Handeln im gesamten Unternehmen ist Teil unseres Selbstverständnisses, langfristige und nachhaltige Wertschöpfung unsere Verpflichtung. Dies sind gleichzeitig die Grundelemente guter Corporate Governance bei der Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft. Um das Vertrauen in die Unternehmensführung bei Aktionären und Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten sowie in der Öffentlichkeit zu erhalten und zu steigern, verpflichten sich alle mit der Führung und Kontrolle der Gesellschaft Beauftragten zur Einhaltung dieser Prinzipien. Bei ihrer Umsetzung orientiert sich die Progress-Werk Oberkirch AG an den in der deutschen Wirtschaft üblichen Standards guter Unternehmensführung. Ihre Satzung enthält keine hiervon abweichenden Regelungen. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten vertrauensvoll, eng und effizient zusammen. Nicht zuletzt wollen wir Vertrauen schaffen durch eine transparente und zeitnahe Kommunikation nach innen wie nach außen. I. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289A HGB(Bestandteil des Lageberichts – ungeprüft nach § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB) Diese Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB) der Progress-Werk Oberkirch AG enthält neben der Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG Angaben zu über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandten Unternehmensführungspraktiken sowie Erläuterungen zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Zusammensetzung und Arbeitsweise der vom Aufsichtsrat eingerichteten Ausschüsse. 1. Entsprechenserklärung nach § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat haben im Dezember 2011 folgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben: Vorstand und Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch AG erklären, dass die Gesellschaft den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprechen wird: Ziffer 3.8 | D&O-VersicherungFür den Aufsichtsrat sieht die Satzung einen Selbstbehalt in Höhe der Hälfte der Festvergütung des Aufsichtsratsmitglieds vor. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass damit eine angemessene Regelung getroffen ist. Ziffer 4.2.3 | VorstandsverträgeBei der Verlängerung von Vorstandsverträgen, die schon vor Inkrafttreten dieser Ziffer abgeschlossen wurden, wird aus Gründen des Bestandsschutzes Ziffer 4.2.3 Absatz 4 und 5 nicht entsprochen. Ziffer 5.3.3 | NominierungsausschussDer Aufsichtsrat sieht für die Bildung eines Nominierungsausschusses keine Notwendigkeit. Da der Aufsichtsrat nur aus sechs Mitgliedern besteht, hält er es für sachgerecht, dass sich der gesamte Aufsichtsrat mit der Nominierung von Aufsichtsratskandidaten befasst. Ziffer 5.4.1 | Zusammensetzung des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat begrüßt die Intention des Kodex, Regelungen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats zu benennen, und fühlt sich diesem Ziel verpflichtet. Da Neuwahlen der Anteilseignervertreter zum Aufsichtsrat erst in der Hauptversammlung 2013 anstehen, erscheint eine Nennung konkreter Ziele zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht sachgerecht. Für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist derzeit keine Altersgrenze festgelegt. Die Gesellschaft wird auch künftig von der Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder absehen, da dies die Auswahl qualifizierter Kandidaten pauschal einschränken würde. Ziffer 5.4.6 | Vergütung der AufsichtsratsmitgliederDie Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten nach der Satzung eine feste Vergütung. Dies entspricht nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat am besten der Kontrollaufgabe des Aufsichtsrats. Für die Mitgliedschaft in Ausschüssen erhalten die Aufsichtsratsmitglieder über das in der Satzung vorgesehene Sitzungsgeld hinaus keine Vergütung. Den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 wurde seit Abgabe der letzten Erklärung nach § 161 Aktiengesetz im Dezember 2010 mit den vorstehenden Ausnahmen entsprochen.
Oberkirch, im Dezember 2011 Progress-Werk Oberkirch AG Der Aufsichtsrat Der Vorstand Die jeweils aktuelle Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ist auf der Internetseite der Gesellschaft im Bereich Investor Relations unter Corporate Governance abrufbar. 2. Relevante Angaben zu UnternehmensführungspraktikenUnser unternehmerisches Handeln basiert auf definierten Grundsätzen und Werten sowie dem Selbstverständnis einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. UnternehmenswerteMit unseren drei zentralen Unternehmensgrundsätzen „Kunden-, Mitarbeiter- und Erfolgsorientierung“ wollen wir höchste Maßstäbe setzen. Daraus leiten sich Unternehmenswerte ab, die die Eckpfeiler der PWO-Führungskultur bilden und der Unternehmensführung als Leitbild für das tägliche Handeln dienen: KUNDEN, PRODUKTE UND GLOBALE PRÄSENZEin dauerhaft zufriedener Kunde steht im Mittelpunkt unserer Tätigkeit. Für den Kunden entwickeln und produzieren wir weltweit Produkte für Sicherheit und Komfort im Automobil auf höchstem Niveau und setzen bei der Erfüllung der Anforderungen Maßstäbe. Durch Qualität, Zuverlässigkeit, Flexibilität, Schnelligkeit und wettbewerbsfähige Preise können wir überzeugen. Das PWO-Production- System sorgt für schlanke Prozesse und eine ausgewogene Wertschöpfung entlang der Prozesskette. MITARBEITERUnsere Mitarbeiter sind der Garant unseres Erfolgs. Daher investieren wir nachhaltig in unser „Human Capital“. Wir bieten eine leistungsgerechte Vergütung und beteiligen unsere Mitarbeiter am Erfolg. Wir schaffen mit optimalen Arbeitsbedingungen gute Voraussetzungen, damit unsere Mitarbeiter mit Begeisterung und Spaß bei der Arbeit sind und Höchstleistungen vollbringen können. KAPITALGEBER, LIEFERANTEN UND ÖFFENTLICHKEITWir wollen den Wert unseres Unternehmens nachhaltig steigern und orientieren uns an den Interessen unserer Kapitalgeber und der Öffentlichkeit. Durch strategischen Weitblick stärken wir unsere Marktposition. Wir gestalten die Zukunft weltweit aktiv mit und arbeiten bereits heute an der erfolgreichen Umsetzung der Anforderungen von morgen. Unsere Unternehmensziele sind klar auf Erfolg und Weiterentwicklung ausgerichtet. Wir erzielen Fortschritt durch kreative Leistung und besitzen die notwendige Dynamik, um auf neue Chancen flexibel und schnell reagieren zu können. Unser wirtschaftliches Handeln sichert den Gewinn. Gegenüber unseren Lieferanten verhalten wir uns fair, denn unsere Produkte verlangen einwandfreie Vorprodukte unserer Lieferanten. Unser Unternehmen ist Teil der Gesellschaft; daher bringen wir uns aktiv in Fragen von gesellschaftlicher Bedeutung ein und nehmen unsere soziale, ökonomische und ökologische Verantwortung nachhaltig wahr. FührungsgrundsätzeUnsere Führungskultur setzt auf die Eigenverantwortlichkeit und Eigeninitiative der Führungskräfte, was sich in unseren Führungsgrundsätzen niederschlägt. Diese Grundsätze sind Ausdruck unserer Grundeinstellung und geben den Führungskräften zugleich einen Orientierungsrahmen für den täglichen Umgang mit ihren Mitarbeitern. Wir sind überzeugt, dass eine kooperative Grundeinstellung, die Fähigkeit zur Koordination und ein durch Information und Delegation geprägter Führungsstil wesentliche Voraussetzung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Führungskräften und Mitarbeitern sind. TransparenzZusätzlich zu den gesetzlichen Anforderungen und Börsenstandards für eine zeitnahe Berichterstattung unter Beachtung der gebotenen Gleichbehandlung aller Aktionäre (Geschäfts- und Quartalsberichte, Meldungen ad-hoc-pflichtiger Ereignisse, Directors' Dealings und meldepflichtige Veränderungen von Stimmrechtsanteilen, von denen die Gesellschaft Kenntnis erhält) fühlt sich der Vorstand einer umfassenden Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit verpflichtet. In den letzten Jahren hat er die Kapitalmarktkommunikation weiter ausgebaut. Das Management stellt sich auf Kapitalmarktkonferenzen den Fragen von Analysten, Anlegern und Pressevertretern. Wichtige und für die Einschätzung der Perspektiven des Konzerns relevante Informationen werden so zeitnah wie möglich öffentlich gemacht. Alle Berichte und Meldungen sind auf der Website www.progress-werk.de dokumentiert. Dort sind auch weitere Informationen einsehbar wie unter anderem alle notwendigen Angaben zur Hauptversammlung, die Satzung der Gesellschaft sowie die beruflichen Tätigkeiten und weiteren Mandate der Mitglieder des Aufsichtsrats. Risiko-ManagementGute Unternehmensführung schließt die angemessene Begrenzung aller Risiken ein, die mit unternehmerischen Entscheidungen verbunden sind. Die Gesellschaft hat ein modernes und effizientes Risikomanagement-System eingeführt. Es wird regelmäßig einer Prüfung seiner Wirksamkeit unterzogen und ständig den Veränderungen der jeweiligen nationalen und – dort wo die Gesellschaft im Ausland vertreten ist – internationalen gesetzlichen Anforderungen entsprechend weiterentwickelt. 3. Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratDie Progress-Werk Oberkirch AG unterliegt als Aktiengesellschaft deutschen Rechts den entsprechenden gesetzlichen Vorschriften zu deren Leitung und Überwachung. Ihre zweigeteilte Führungs- und Kontrollstruktur setzt sich zusammen aus einem Vorstand und einem Aufsichtsrat. Der Vorstand führt die operativen Geschäfte der Gesellschaft sowie ihre strategische Weiterentwicklung eigenverantwortlich. Der Aufsichtsrat überwacht dessen Tätigkeit und berät ihn hierbei. Vorstand und Aufsichtsrat orientieren Führung und Überwachung der Gesellschaft am Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung. VorstandDer Vorstand der Progress-Werk Oberkirch AG besteht zur Zeit aus drei Mitgliedern. Die Grundsätze seiner Zusammenarbeit sind in der Geschäftsordnung des Vorstands zusammengefasst, die Aufgabenverteilung innerhalb des Gremiums ist im Geschäftsverteilungsplan niedergelegt. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft gesamtverantwortlich nach einheitlichen Zielsetzungen, Plänen und Richtlinien. Unbeschadet der Gesamtverantwortung des Vorstands handelt jedes seiner Mitglieder in seinem Bereich eigenverantwortlich, ist aber gehalten, die ressort– bezogenen Interessen stets dem Gesamtinteresse des Unternehmens unterzuordnen. Soweit Maßnahmen und Geschäfte eines Vorstandsbereichs zugleich einen oder mehrere andere Vorstandsbereiche betreffen, muss sich das zuständige Vorstandsmitglied zuvor mit den anderen beteiligten Vorstandsmitgliedern abstimmen. Wenn eine Einigung nicht zustande kommt, ist jedes beteiligte Vorstandsmitglied verpflichtet, eine Beschlussfassung des Gesamtvorstands herbeizuführen. Jedes Vorstandsmitglied ist ferner verpflichtet, bei Bedenken gegen Maßnahmen aus einem anderen Vorstandsbereich eine Beschlussfassung des Gesamtvorstands herbeizuführen, wenn die Bedenken nicht durch eine Aussprache mit dem anderen Vorstandsmitglied behoben werden können. Unbeschadet dieser Grundsätze bedürfen Maßnahmen und Geschäfte, die für die Gesellschaft oder den von der Gesellschaft geleiteten Konzern von besonderer Bedeutung sind oder mit denen ein außergewöhnliches wirtschaftliches Risiko verbunden ist, der Zustimmung des Gesamtvorstands. Der Vorsitzende des Vorstands koordiniert die Führung des Unternehmens durch den Gesamtvorstand. Die Vorstandsmitglieder haben den Vorsitzenden des Vorstands laufend über alle wesentlichen Vorgänge und den Gang der Geschäfte in ihren Ressorts zu unterrichten. Vorstandssitzungen sollen in regelmäßigen Abständen, nach Möglichkeit mindestens alle zwei Wochen und an vorher langfristig festgelegten bestimmten Tagen, stattfinden. Der Vorstand beschließt, soweit nicht zwingende gesetzliche Bestimmungen Einstimmigkeit vorschreiben, in Sitzungen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, außerhalb von Sitzungen mit einfacher Mehrheit seiner Mitglieder. Dabei gilt Stimmenthaltung nicht als Stimmabgabe. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden des Vorstands den Ausschlag. Der Vorstand wird seine Beschlüsse aber nach Möglichkeit einstimmig fassen. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen des Geschäftsgangs und der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und des Konzerns, insbesondere die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, bedeutende Geschäftsvorfälle, die für die Rentabilität oder Liquidität der Gesellschaft oder des Konzerns von erheblicher Bedeutung sein können, sowie die aktuelle Rentabilität und Ertragssituation einschließlich Risikolage und Risikomanagement. Außerdem berichtet der Vorstand über die Investitionstätigkeit, die laufenden Entwicklungsprojekte und die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft und des Konzerns. In der Geschäftsordnung des Vorstands ist ein Katalog von Geschäften und Maßnahmen festgelegt, die der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. AufsichtsratDer Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch AG besteht aus sechs Mitgliedern. Er ist zu zwei Dritteln mit Vertretern der Anteilseigner und zu einem Drittel mit Vertretern der Arbeitnehmer besetzt. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Geschäftsführung. Aufgaben und Verantwortung ergeben sich aus den gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. Die Beschlüsse des Aufsichtsrats werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst, soweit nicht im Gesetz andere Mehrheiten vorgeschrieben sind. Im Falle der Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Aufsichtsratsvorsitzenden. An den Sitzungen des Aufsichtsrats nehmen die Mitglieder des Vorstands in der Regel teil, sofern der Aufsichtsrat im Einzelfall keine abweichende Anordnung trifft. Die Geschäftsordnung sieht unter anderem die Bildung von Ausschüssen vor. Derzeit bestehen zwei Ausschüsse: der Personalausschuss und der Prüfungsausschuss. Ihre Kompetenzen ergeben sich im Einzelnen aus der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. Der Personalausschuss bereitet insbesondere die Personal- und Vergütungsentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Bei der Vorbereitung von Vergütungsentscheidungen zieht er bei Bedarf externe Berater hinzu. Ihm gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats, sein Stellvertreter sowie ein weiteres auf Vorschlag der Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats gewähltes Aufsichtsratsmitglied an. Den Vorsitz führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr 2011 war der Personalausschuss unverändert folgendermaßen besetzt: Dieter Maier (Vorsitzender) Dr. jur. Klaus-Georg Hengstberger Ulrich Ruetz Der Prüfungsausschuss übernimmt insbesondere an Stelle des Aufsichtsrats die Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts sowie des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers. Ihm gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats und sein Stellvertreter an. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus weitere seiner Mitglieder für den Prüfungsausschuss bestimmen. Den Vorsitz soll nicht der Vorsitzende des Aufsichtsrats führen. Im Geschäftsjahr 2011 war der Prüfungsausschuss weiterhin wie folgt besetzt: Dr. jur. Klaus-Georg Hengstberger (Vorsitzender) Herbert König Dieter Maier Unabhängiger Finanzexperte im Sinne des § 100 Abs. 5 AktG ist Herr Dieter Maier. Die Ausschussvorsitzenden berichten über die Beratungen und Beschlüsse der jeweiligen Ausschüsse an den Aufsichtsrat. Weitere Einzelheiten zur Arbeitsweise des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, insbesondere zu Anzahl und Themen der Sitzungen im Geschäftsjahr 2011, können dem Bericht des Aufsichtsrats entnommen werden. II. WEITERE ANGABEN ZUR CORPORATE GOVERNANCEAktionäre und HauptversammlungDer Vorstand fühlt sich den Aktionären der Gesellschaft in besonderer Weise verpflichtet. Wir achten die Interessen unserer Aktionäre und beachten ihre Rechte in vollem Umfang. Alle Anteilseigner werden gleich behandelt. Als Eigentümer der Gesellschaft stellen sie das Kapital für den Erhalt und den Ausbau der internationalen Marktposition der Progress-Werk Oberkirch AG zur Verfügung und handeln damit unternehmerisch. Es ist daher das Ziel des Vorstands, die Wettbewerbskraft der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochtergesellschaften permanent zu stärken und gleichzeitig langfristig und nachhaltig eine möglichst attraktive Rendite auf das bereitgestellte Kapital zu erwirtschaften. Die Aktionäre der Progress-Werk Oberkirch AG nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr, die mindestens einmal im Jahr stattfindet. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung ist jeder Aktionär berechtigt, der sich rechtzeitig anmeldet. Aktionäre, die an der Hauptversammlung nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, einen von der Gesellschaft eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Alle Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung werden auf unserer Internetseite zur Verfügung gestellt. Vielfalt in Vorstand und AufsichtsratDer Aufsichtsrat ist bestrebt, bei künftigen Berufungen von Vorstandsmitgliedern auch weiterhin auf Vielfalt zu achten. Der Aufsichtsrat begrüßt darüber hinaus die Intention des Deutschen Corporate Governance Kodex, Regelungen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats zu benennen, und fühlt sich diesem Ziel verpflichtet. Da Neuwahlen der Anteilseignervertreter zum Aufsichtsrat erst in der Hauptversammlung 2013 anstehen, erscheint eine Nennung konkreter Ziele zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht sachgerecht. Mandate des VorstandsAußerhalb des PWO-Konzerns nimmt Bernd Bartmann die Funktion eines Mitglieds des Beirats der Sparkasse Offenburg/Ortenau wahr. Karl M. Schmidhuber und Dr. Winfried Blümel üben derzeit keine Mandate außerhalb des Konzerns aus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten in den Personen der Vorstandsmitglieder keine Interessenskonflikte auf. Anteilsbesitz der OrganeDer stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dr. jur. Klaus-Georg Hengstberger, hielt zum Ende des Geschäftsjahres 2011 über die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, deren Mehrheitsgesellschafter und Geschäftsführer er ist, 55,282 Prozent der ausstehenden Aktien der Progress-Werk Oberkirch AG. Im vergangenen Geschäftsjahr sind der Gesellschaft keine Transaktionen bekannt geworden, die nach § 15a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) meldepflichtig sind. AktienoptionsprogrammeIn der Gesellschaft existierten im Geschäftsjahr 2011 und existieren auch derzeit keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Rechnungslegung und AbschlussprüfungDer Konzernabschluss und die Zwischenberichte der Progress-Werk Oberkirch AG werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Jahresabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss wurden von dem durch die Hauptversammlung 2011 gewählten Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft. Der Aufsichtsrat hat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Der Abschlussprüfer soll ebenso über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich berichten. III. VERGÜTUNGSBERICHTVergütung des VorstandsDer Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch AG vertritt die Auffassung, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Löhnen und Gehältern der Belegschaft und der Vergütung des Vorstands zu wahren ist. Der Vorstand teilt diese Auffassung in vollem Umfang und aus eigener Überzeugung. Kriterien für die Festlegung der Vorstandsvergütung sind sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur in der Gesellschaft. Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder umfasst monetäre Bestandteile, Sachbezüge und Pensionszusagen und setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die erfolgsunabhängige Vergütung besteht aus einem Jahresgrundgehalt, Sachbezügen und Pensionszusagen. Erfolgsbezogenes Element der Vergütung ist die Tantieme, die aus zwei Teilen besteht. Der eine Teil bemisst sich auf der Basis des Konzernabschlusses des abgelaufenen Geschäftsjahres, der andere Teil - aus Gründen der Glättung der Vergütung in den einzelnen Jahren - auf Basis der Konzernabschlüsse der letzten vergangenen drei Jahre. Für 2011 und 2012 wird er auf die letzten beiden vergangenen Jahre bezogen. Die Tantieme ist so ausgestaltet, dass der Teil auf Basis der mehrjährigen Bemessung überwiegt, sie ist in ihrer absoluten Höhe begrenzt, sodass unangemessene Anstiege aufgrund außerordentlicher Entwicklungen in einzelnen Jahren ausgeschlossen sind. Die Ausgestaltung der variablen Vergütung gewährleistet außerdem, dass sowohl positiven als auch negativen Unternehmensentwicklungen Rechnung getragen wird. Die bisher nicht übliche Ermittlung der Tantieme auf einer einjährigen und auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2011 in die bestehenden Vorstandsverträge eingearbeitet. Darüber hinaus wurde in die bestehenden Vorstandsverträge eine Ermessenstantieme aufgenommen, wonach der Aufsichtsrat außergewöhnlich positive und negative Entwicklungen bis zu einem limitierten Höchstbetrag nach freiem Ermessen berücksichtigen kann. Für das Geschäftsjahr 2011 betragen die Gesamtbezüge des Vorstands 1.407 TEUR (i. V. 1.313 TEUR). Darin enthalten ist eine erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von 665 TEUR (i. V. 625 TEUR). Die Sachbezüge, insbesondere in Gestalt der Bezahlung von Versicherungsprämien sowie der Bereitstellung von Dienstwagen, beliefen sich auf 69 TEUR (i. V. 69 TEUR). Die individualisierten Vergütungen der Mitglieder des Vorstands sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. VERGÜTUNG DES VORSTANDSscroll
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Die Mitglieder des Vorstands sind außerdem in eine von der Gesellschaft unterhaltene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Organe und bestimmte Führungskräfte (D&O-Versicherung) einbezogen. Die D&O-Versicherung sieht einen Selbstbehalt von 10 Prozent des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der jährlichen festen Vergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds vor. Zusätzlich haben die Mitglieder des Vorstands ab ihrer zweiten Amtszeit einen Anspruch auf Alters-, Invaliden- und Witwenrenten. Der individuelle Aufwand für Pensionen ist ebenfalls in der Tabelle „Vergütung des Vorstands“ aufgeführt. Altersrenten werden an Vorstandsmitglieder gezahlt, die entweder die Pensionsgrenze von derzeit 65 Jahren erreicht haben, oder sie werden vorzeitig – nach Ausscheiden aus der Gesellschaft – ab dem vollendeten 60. Lebensjahr gezahlt, sofern gleichzeitig eine Altersrente als Vollrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezogen wird. Zur Gewährung der Altersrente müssen die Vorstandsmitglieder darüber hinaus bei Eintritt des Versorgungsfalls mindestens 3 Jahre (Wartezeit) ununterbrochen in den Diensten der Gesellschaft gestanden haben, es sei denn, vor Eintritt des Versorgungsfalls bestand bereits eine unverfallbare Rentenanwartschaft. Die Höhe der monatlichen Altersrente eines Vorstandsmitglieds ist im Pensionsvertrag festgelegt. Die Höhe der vorzeitigen Altersrente errechnet sich aus dem Altersrentenbetrag, wobei sich dieser Betrag für die Dauer des Rentenbezugs um 0,25 Prozent pro Monat des vorzeitigen Rentenbeginns vor vollendetem 65. Lebensjahr kürzt. Die künftigen Altersbezüge der derzeitigen Vorstandsmitglieder werden entsprechend der Entwicklung der Lebenshaltungskosten für 4-Personen-Haushalte von Arbeitern und Angestellten mit mittlerem Einkommen gemäß Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden angepasst. Die Gesellschaft hat Pensionsrückstellungen gemäß IFRS für die künftigen Ansprüche der Vorstandsmitglieder auf Zahlung von Altersrente gebildet. Im Berichtsjahr betrug die Zuführung zur Pensionsrückstellung für die aktiven Vorstandsmitglieder 125 TEUR (i. V. 201 TEUR). In diesem Betrag ist der sogenannte Dienstzeitaufwand (service cost) ohne Zinsaufwand (interest cost) berücksichtigt. Für ehemalige Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und ihre Hinterbliebenen wurden im Berichtsjahr Pensionszahlungen in Höhe von 227 TEUR (i. V. 222 TEUR) geleistet. Die entsprechende Pensionsrückstellung beläuft sich zum 31. Dezember 2011 auf 1.989 TEUR (i. V. 1.966 TEUR). Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden keinem Vorstandsmitglied zugesagt. Auch hat im Geschäftsjahr 2011 kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 11 der Satzung der Gesellschaft im Wesentlichen wie folgt geregelt: Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält für das Geschäftsjahr eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 20.000 EUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte und der Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung. Außerdem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede persönliche Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 500 EUR. Für mehrere Sitzungen, die an einem Tag stattfinden, wird Sitzungsgeld nur einmal gezahlt. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. Die Vergütung wird mit Ablauf des Geschäftsjahres zur Zahlung fällig. Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern ferner ihre Auslagen und die für ihre Aufsichtsratstätigkeit bei ihnen anfallende Umsatzsteuer. Auch die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in die von der Gesellschaft unterhaltene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Organe und bestimmte Führungskräfte (D&O-Versicherung) einbezogen. Die Prämien hierfür übernimmt die Gesellschaft. Dabei ist ein Selbstbehalt in Höhe der Hälfte der festen jährlichen Vergütung des Aufsichtsratsmitglieds vereinbart. Die Gesellschaft hat auch im Berichtsjahr keine Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder für von diesen außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat persönlich erbrachte Leistungen gezahlt. Die individualisierten Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATSscroll
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Die Zahlen sind jeweils für sich gerundet;
dies führt bei der Addition zu Abweichungen. LAGEBERICHT FÜR DEN PWO-KONZERN UND DIE PWO AGWir legen im Folgenden den zusammengefassten Lagebericht für die Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft sowie den Konzern über das Geschäftsjahr per 31. Dezember 2011 vor. Der Konzern bilanziert unverändert nach den internationalen Bilanzierungsstandards IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, die Progress-Werk Oberkirch AG bilanziert weiterhin nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs. Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises wird detailliert im Anhang des Jahresabschlusses dargestellt. Veränderungen des Konsolidierungskreises, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage beeinflusst haben, haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden. UNTERNEHMENSPROFILPWO gehört zu den führenden internationalen Automobilzulieferern. Fünf Produktionsstandorte mit zum Ende des Berichtsjahres 2.664 Mitarbeitern inklusive Zeitarbeitnehmern auf drei Kontinenten beliefern unsere Kunden weltweit. Weitere Regionen decken wir auftragsbezogen durch Kooperationspartner ab. Die Positionierung als strategischer globaler Partner unserer Kunden stellt eines unserer wesentlichen Alleinstellungsmerkmale im Wettbewerbsumfeld dar. Wir sind auf die Blechumformung, und zwar im Bereich der Kaltumformung, sowie den Einsatz anspruchsvoller Verbindungstechnologien fokussiert. In Großserien – zum Teil in Millionenstückzahlen – fertigen wir Komponenten und Subsysteme aus Stahl einschließlich hochfester Leichtbaustähle sowie Edelstahl und Aluminium. Dabei entwickeln wir kundenindividuelle Lösungen für eine breite Palette an Produkten. Derzeit fertigen wir im Rahmen von Serienaufträgen mit einer Laufzeit von häufig fünf bis acht Jahren über 1.000 verschiedene Komponenten und Baugruppen. Sie dienen alle der Erhöhung von Komfort und Sicherheit im Automobil. Über Marktzyklen hinweg weisen diese Bereiche einen nachhaltig überdurchschnittlichen Wachstumstrend auf. Denn die Nachfrage der Kfz-Käufer nach höherem Komfort und höherer Sicherheit steigt in allen Fahrzeugklassen und allen Absatzregionen grundsätzlich an. Der Umsatz gliedert sich in drei strategische Produktbereiche, wie die nachfolgende Grafik zeigt. ![]() Die mechanischen und die Sicherheitskomponenten, also über 60 Prozent unseres Umsatzes, gehen überwiegend an internationale Tier-1-Zulieferer. Diese liefern sie als Teil ihrer eigenen Systeme für zahlreiche Fahrzeugmodelle an verschiedene Automobilhersteller. Strukturkomponenten und Subsysteme für Karosserie und Fahrwerk werden hingegen in der Regel modellgebunden direkt für die Fahrzeughersteller gefertigt. Die Anwendungsbreite erhöht sich auch hier kontinuierlich durch die zunehmende Belieferung internationaler Plattformen, auf denen verschiedene Pkw-Modelle aufgebaut werden. Den wesentlichen Teil unserer Komponenten und Subsysteme liefern wir für das Premiumsegment der Automobilindustrie. Mit dieser Aufstellung sind wir weltweit der einzige Anbieter, der über eine derart breite Produktpalette verfügt. Zusätzlich decken wir die gesamte Wertschöpfungskette von der kundenbezogenen Entwicklung über den Werkzeugbau bis hin zur Serienfertigung ab. Wir sind zudem unabhängig vom Erfolg einzelner Fahrzeugmodelle. Nicht zuletzt können wir uns auf attraktive Wachstumschancen konzentrieren und margenschwache Aufträge meiden. Unsere Wettbewerbsstärke und Profitabilität bauen wir mit höchster Innovationskraft bei Produktlösungen und ihren zugehörigen Produktionsprozessen kontinuierlich aus. Kundenanforderungen insbesondere hinsichtlich Funktion, Präzision, Gewicht, Kosten und Termin werden von uns nicht nur erreicht, sondern häufig übertroffen. Regelmäßig bringen wir richtungsweisende Innovationen in der modernen Großserienfertigung für die globale Automobilindustrie hervor. So haben wir den weltweit schnellsten Tiefziehprozess in der komplexen Metallumformung entwickelt und uns bei tiefgezogenen Elektromotorengehäusen mit einer Jahresproduktion von über 100 Mio. Gehäusen als führender Hersteller weltweit etabliert. Besonders erfolgreich sind wir zudem in der Entwicklung von Blechlösungen, die wesentlich schwerere und teurere Schmiedeoder Gussteile ersetzen. Auf diese Weise profitieren wir überdurchschnittlich vom Trend hin zur Leichtbauweise, der immer stärker in den Fokus der Automobilindustrie rückt. Unsere Innovationskraft im Werkzeugbau ist dabei einer der entscheidenden Faktoren für Teilequalität, Produktionsgeschwindigkeit und die Integration nachgelagerter Bearbeitungsschritte in den Umformprozess. Dieser interne Werkzeugbau stellt daher ein weiteres wesentliches Alleinstellungsmerkmal dar. Darüber hinaus haben wir uns eine Reputation für langjährige, höchste Liefertreue in Null- Fehler-Qualität erarbeitet. Dies trägt maßgeblich zu dauerhaften Kundenbeziehungen bei und bildet die Grundlage für weitere Aufträge und künftiges Wachstum. STRATEGIE UND STEUERUNGUnternehmensstrategiePWO ist ein Wachstumsunternehmen. Unser Ziel ist es, den Konzern weitgehend unabhängig von der Zyklik der Automobilindustrie zu entwickeln. Seit Mitte der 1990er Jahre ist uns dies – mit Ausnahme der durch die weltweite Finanzmarktkrise geprägten Jahre 2008 und 2009 – erfolgreich gelungen. Wir setzen auf marktführende Innovationskraft in einem breitgefächerten Produktspektrum. Dies macht uns von individuellen Aufträgen und dem Erfolg einzelner Fahrzeugmodelle unabhängig. Zudem pflegen wir eine ausgewogene Umsatzstruktur aus einer Vielzahl kleinerer Aufträge und einzelner Großaufträge. Damit sichern wir die Kapazitätsauslastung bei gleichzeitiger Begrenzung der Risiken aus Nachfolgeaufträgen. Bereits 1996 haben wir damit begonnen, uns global aufzustellen und haben dies 2005 nochmals forciert, wodurch unser Wachstum beschleunigt wurde. So konnten wir uns nicht nur den Zugang zu neuen Märkten eröffnen, sondern auch zu ausschließlich an international produzierende Unternehmen vergebenen Aufträgen. Letztere umfassen insbesondere in hohen Stückzahlen und über viele Jahre laufende Komponenten für Fahrzeug-Plattformen, die nicht zuletzt auch wegen ihrer positiven Rückwirkung auf die Auslastung unserer Standorte in Deutschland, Kanada und Tschechien sehr attraktiv sind. Inzwischen haben wir den Nachweis erbracht, dass wir innerhalb kürzester Zeit in der Lage sind, eine Produktion im Ausland aufbauen zu können. Der Name PWO steht heute weltweit für höchste Qualität und Liefertreue. Damit ist die Basis gelegt, um den Konzern in den nächsten Jahren zügig weiterzuentwickeln. Wesentliche Wachstumstreiber werden hierbei unsere internationalen Standorte sein, die in China und Mexiko von den zum Teil hohen Zuwachsraten ihrer lokalen Märkte profitieren. Zudem sind wir mit unseren überlegenen Produktlösungen und unserer weltweiten Lieferfähigkeit gegenüber rein lokalen Anbietern im Vorteil. Im Fokus unseres Wachstums stehen dabei zunächst immer unsere aktuellen Kunden, die alle weltweit tätig sind. Darüber hinaus gewinnen wir sukzessive weitere Kunden aus dem Umfeld unserer Standorte. Wir sind aber auch zuversichtlich, in den stagnierenden Märkten künftig weiter wachsen zu können. Aufgrund unserer hohen Innovationskraft gelingen uns regelmäßig Lösungen, die die Kundenerwartungen übertreffen. Dies führt zu steigender Nachfrage nach Komponenten aus der breiten Palette unseres Angebots. Für die nächsten Jahre planen wir, alle unsere Standorte zügig weiter auszubauen. Die technologische Kompetenz in der Blechumformung soll absehbar auf die heutigen fünf Standorte konzentriert bleiben. Für die Erweiterung unserer regionalen Reichweite planen wir den Aufbau zusätzlicher Montagestandorte. Diese erfordern im Vergleich zu Standorten mit Presswerken geringere Investitionen, sowohl in die Infrastruktur als auch die Struktur der Mitarbeiter. Darüber hinaus werden wir das Netzwerk unserer Kooperationspartner weiter ausbauen. PWO steht damit am Beginn einer Periode weiteren deutlichen Wachstums bei gleichzeitig reduzierten Aufbaukosten. Dies soll auch zu einer Verbesserung der Profitabilität beitragen. UnternehmenssteuerungDie weltweite Steuerung und Führung von PWO ist am Standort Oberkirch angesiedelt. Dieser bildet das Technologie- und Innovationszentrum des Konzerns. Hier werden die konzernweit gültigen Geschäftsprozesse entwickelt und verfeinert. Als operative Steuerungsgrößen verwendet PWO in erster Linie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Wir haben ein umfassendes PWO-Production-System implementiert, in dem alle operativen Prozesse detailliert dokumentiert sind. Damit besteht die notwendige Transparenz, um Geschäftsprozesse gezielt steuern und in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess nach den Grundsätzen des Lean Managements systematisch weiter optimieren zu können. Alle Standorte werden konzernweit einheitlich gesteuert, wobei die technologischen Anforderungen der lokalen Produktionsumfänge berücksichtigt sind. Dies erleichtert die konzernweite Überwachung der Produktions- und Geschäftsprozesse. Darüber hinaus befinden sich unsere Standorte auch in einem permanenten internen Best-Practice-Wettbewerb in allen Bereichen der Geschäftsprozesse. Weltweit uneingeschränkt gilt unsere Null-Fehler-Philosophie, die im Rahmen des PWO-Production-Systems dokumentiert und überwacht wird. Innerbetrieblich ist PWO entlang einer durchgehenden Wertschöpfungskette aufgestellt. Kundenbezogene Entwicklung, Werkzeugbau und Serienfertigung arbeiten gemeinsam in integrierten Teams von der Produktanfrage bis zum Anlauf der Serienproduktion. Auch während einer laufenden Produktion überwacht das jeweilige Team regelmäßig die Prozesse und entwickelt ständig Verbesserungen bei Produktivität und Qualität. WIRTSCHAFTLICHES UMFELDDas wirtschaftliche Umfeld im Jahr 2011Die Weltwirtschaft ist 2011 nicht mehr so kräftig gewachsen wie im Jahr davor. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das reale globale Wachstum bei 3,8 nach 5,2 Prozent. Die Zuwachsraten schwächten sich überall ab. In den Industrieländern (1,6 nach 3,2 Prozent) und in den asiatischen Schwellenländern (4,2 nach 8,4 Prozent) halbierten sie sich, in den USA blieb das Wachstum mit 1,8 Prozent deutlich unter dem des Vorjahres (3,0 Prozent). Japan fiel nach der Naturkatastrophe sogar in eine Rezession zurück. China verzeichnete dagegen, trotz der starken Bemühungen um eine Eindämmung der Inflation nach einem Wachstum von +10,4 Prozent im Vorjahr, in 2011 immer noch einen Zuwachs um 9,2 Prozent. Aufgrund des anhaltenden Wachstums in Deutschland und einer leichten Belebung in Frankreich und Spanien hat sich das Wirtschaftswachstum in der Eurozone weniger deutlich als befürchtet, von 1,9 auf 1,6 Prozent, abgeschwächt. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts 2011 preisbereinigt um 3,0 Prozent gestiegen (Vorjahr: +3,6 Prozent). Damit setzte sich der konjunkturelle Aufholprozess der deutschen Wirtschaft im zweiten Jahr nach der Wirtschaftskrise nur wenig abgeschwächt fort. Im Jahresverlauf 2011 wurde auch wieder das Vorkrisenniveau des realen BIP überschritten. Allerdings fand der Aufschwung hauptsächlich in der ersten Jahreshälfte statt, im zweiten Halbjahr ließ das Wachstum, vergleichbar mit der Entwicklung im restlichen Europa, deutlich nach. Die Impulse kamen vor allem aus dem Inland. Insbesondere die privaten Konsumausgaben erwiesen sich als Stütze der Konjunktur in Deutschland. Sie legten mit real +1,5 Prozent so stark zu wie zuletzt vor fünf Jahren. Daneben war das Jahr 2011 wiederum geprägt von einer kräftigten Investitionsdynamik: Die Investitionen in Ausrüstungsgüter – nicht zuletzt in Fahrzeuge – legten real um 8,3 Prozent zu. Auch der Außenhandel zeigte sich mit real +8,2 Prozent weiterhin dynamisch. Die internationale Automobilbranche im Jahr 2011Die Automobilmärkte zeigten sich 2011 weltweit in robuster Verfassung. Der Weltmarkt für Neuwagen legte nach Angaben des Verbands der deutschen Automobilindustrie (VDA) um 6 Prozent auf 65,4 Mio. Einheiten zu. In den USA, China, Indien und Russland wurden zum Teil sogar zweistellige Zuwachsraten erreicht. So lag der Absatz von Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) in den USA mit 12,7 Mio. Einheiten trotz der anhaltenden Schwäche des inländischen Konsums um 10,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Der chinesische Markt ist nach starken Wachstumsjahren 2011 auf Normalisierungskurs zurückgekehrt. Insgesamt wurden mit 12,2 Mio. Einheiten 8,4 Prozent mehr Pkw als im Vorjahr abgesetzt. Im indischen Pkw-Markt stiegen die Neuzulassungen trotz einer restriktiveren Geldpolitik und höherer Diesel- und Benzinpreise um 6,0 Prozent auf 2,5 Mio. Fahrzeuge. Vor allem aber wies der russische Markt für Light Vehicles 2011 mit einem Anstieg um 38,7 Prozent auf knapp 2,7 Mio. Einheiten eine hohe Dynamik auf. In Brasilien wurden 2011 mit 3,4 Mio. Fahrzeugen 3 Prozent mehr Light Vehicles verkauft. Im Gegensatz dazu weist der japanische Pkw-Markt aufgrund der Naturkatastrophe und den damit verbundenen massiven Produktionsausfällen für das Gesamtjahr einen Rückgang auf. Dieser fiel mit einem Minus von 16,3 Prozent auf 3,5 Mio. Einheiten entsprechend deutlich aus. Erfreulicherweise erholte sich der Markt im Jahresverlauf aber wieder recht kräftig: Im Jahresschlussquartal stiegen die Zulassungen in jedem Monat mit zweistelligen Wachstumsraten, allein im Dezember um 21 Prozent. Auch der westeuropäische Pkw-Markt war 2011 insgesamt rückläufig. Allerdings fiel der Rückgang mit 1,3 Prozent auf 12,8 Mio. Einheiten nur leicht aus. Im gesamten europäischen Raum (EU27 zzgl. Efta-Länder) war der Verlauf mit –1,4 Prozent auf 13,6 Mio. Einheiten ähnlich. Gestützt wurde die Entwicklung wesentlich von Deutschland. Hier wurden 2011 gut 3,2 Mio. Pkw neu zugelassen. Das sind rund 257.000 oder 8,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Der inländische Marktanteil der deutschen Hersteller ist auf über 70 Prozent gestiegen. Im Dezember ging der westeuropäische Absatz um 4 Prozent auf 927.000 Pkw insgesamt spürbar zurück. Hierin schlägt sich die im Zuge der europäischen Verschuldungskrise allgemein deutlich nachlassende Wirtschaftsdynamik nieder. Dabei fiel die Entwicklung in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich aus. Während der deutsche Markt weiterhin um 6 Prozent auf 244.500 Einheiten zulegte, blieben die Absatzzahlen der anderen großen westeuropäischen Märkte zum Teil deutlich unter den jeweiligen Vorjahreswerten: Frankreich verzeichnete einen Rückgang um knapp 18 Prozent, Italien um 15 Prozent, Großbritannien und Spanien um jeweils 4 Prozent. Einige kleinere EU-Staaten erzielten im Dezember aber auch zweistellige Zuwachsraten, so Belgien, die Niederlande und Griechenland. Allerdings ist der griechische Markt im Gesamtjahr 2011 um 31 Prozent eingebrochen. Während im gesamten Jahresverlauf der Pkw-Absatz in den neuen EU-Ländern nur leicht unter dem Vorjahreswert geblieben war, musste die Region im Dezember ebenfalls ein deutliches Minus von 23 Prozent hinnehmen. Im Gesamtjahr 2011 steigerten die deutschen Hersteller ihr Ausfuhrvolumen um 7 Prozent auf mehr als 4,5 Mio. Pkw. Damit wurde der dramatische Rückgang aus dem Jahr 2009 binnen zwei Jahren aufgeholt und ein neuer Höchststand erzielt. Trotz der zum Teil deutlichen Absatzrückgänge in vielen europäischen Ländern lag der Export mit 325.900 Pkw im Dezember mit –1 Prozent nur knapp unter dem sehr hohen Niveau des Vorjahresmonats. Die Auftragseingänge aus dem Ausland setzten ihren positiven Trend mit einem Anstieg um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr im Dezember hingegen weiter fort. Die deutschen Hersteller haben 2011 in nahezu allen wichtigen Märkten ihre Marktanteile steigern können und damit auch die Fertigung an den deutschen Standorten gesichert. Entsprechend erreichte die Pkw-Produktion in Deutschland im Gesamtjahr 2011 mit nahezu 5,9 Mio. Einheiten einen neuen Höchststand. In Russland erhöhten die deutschen Marken ihren Marktanteil von 16 auf 18 Prozent, insgesamt wurden in Russland rund eine halbe Million deutsche Fahrzeuge verkauft. In den USA setzten die deutschen Hersteller erstmals mehr als eine Million Light Vehicles ab. Sie erhöhten damit im siebten Jahr in Folge ihren Marktanteil, der 2011 auf 8,2 Prozent stieg. Im Pkw-Segment haben die deutschen Hersteller ihren Absatz 2011 sogar um rund 13 Prozent auf knapp 754.000 Einheiten steigern können, während der gesamte Pkw-Markt um 8 Prozent zulegte. Damit war 2011 jeder achte neu zugelassene Pkw in den USA eine deutsche Konzernmarke. In der Oberklasse verfügen die deutschen Marken mit 44 Prozent Marktanteil über eine dominierende Position. Die Oberklasse – in den USA als „Luxury Cars“ bezeichnet – ist nicht mit der Segmentierung in Deutschland vergleichbar. Sie umfasst auch Modelle wie den BMW 1er, 3er und 5er, den Audi A3, A4, A6 sowie die C- und E-Klasse von Mercedes-Benz. In dieser Abgrenzung zählen sechs von zehn Passenger Cars, rund 437.000 Einheiten, die die deutschen Hersteller in den USA abgesetzt haben, zum Oberklasse-Segment. Die Zwei-Säulen-Strategie, die die deutschen Hersteller auf dem US-Markt verfolgen, nämlich sowohl aus Deutschland heraus zu exportieren als auch vor Ort zu fertigen, zahlt sich aus. So erhöhte sich der US-Absatz von im NAFTA-Raum (USA, Kanada, Mexiko) gefertigten Fahrzeugen kräftig, aber auch die Importe aus Europa in die USA nahmen zu. Insgesamt haben die deutschen Hersteller im Jahr 2011 im NAFTA-Raum rund eine Million Light Vehicles produziert, ein Plus von 40 Prozent gegenüber 2010. Allein in den USA konnten sie 2011 ihre Produktion um nahezu zwei Drittel auf 466.000 Light Vehicles steigern. Damit lief jeder siebte von deutschen Herstellern im Ausland gebaute Neuwagen von Montagebändern in den NAFTA-Ländern. Der Großteil davon ging in den Export; ein gutes Drittel wurde in den USA abgesetzt. Im Wachstumsmarkt Indien legten die deutschen Marken 2011 schneller zu als der Gesamtmarkt und konnten ihren Marktanteil auf 5 Prozent nahezu verdoppeln. Während der Gesamtmarkt um 8 Prozent auf über 2,5 Mio. Einheiten zunahm, konnten die deutschen Konzernmarken ihren Absatz um 80 Prozent auf über 120.000 Pkw steigern. Insbesondere im Premiumsegment sind die deutschen Hersteller führend. Ihr Marktanteil beträgt hier über 85 Prozent. Auch für die Zulieferer war 2011 ein gutes Jahr, so der VDA. Die Kapazitätsauslastung der Branche stieg im Jahresverlauf auf über 88 Prozent, lag damit um fünf Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau und hatte fast wieder das hohe Vorkrisenniveau von rund 90 Prozent erreicht. Der Branchenumsatz stieg um rund 12 Prozent auf 69,0 Milliarden Euro. Der Auftragseingang ist im Jahresverlauf um rund ein Zehntel angestiegen, allerdings mit einer zuletzt leicht rückläufigen Entwicklung im Inland. Die Auftragseingänge aus dem Ausland hingegen haben bis zuletzt einen steigenden Trend aufgewiesen. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGEUmsatz- und ErtragsentwicklungGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
Der PWO-Konzern hat im Geschäftsjahr 2011 an das hohe Wachstum des Vorjahres anschließen können. Die Umsatzerlöse sind um 25,3 Prozent auf 331,1 Mio. EUR und die Gesamtleistung um 21,5 Prozent auf 328,8 Mio. EUR gestiegen. Im Branchenvergleich sind dies deutlich überdurchschnittliche Zuwachsraten: Der Verband der deutschen Automobilindustrie hat für die Kfz-Teilehersteller für 2011 einen Umsatzanstieg um 12 Prozent gemeldet. Nachdem die Nachfrage nach Premium-Fahrzeugen – insbesondere getrieben von den Exportmärkten – schon 2010 wieder frühzeitig und kräftig angezogen hatte, setzte sich der globale Erfolgstrend der deutschen Anbieter im Berichtsjahr weiter fort. Unsere starke Ausrichtung auf dieses anspruchsvolle Segment hat sich erneut als Wachstumstreiber erwiesen. Darüber hinaus konnten wir für die signifikanten Materialpreissteigerungen in Höhe von rund 20 Mio. EUR mit unseren Kunden einvernehmliche Lösungen erreichen. Anders als im Vorjahr, wo das vierte Quartal die stärksten Zuwächse brachte, war der Umsatzverlauf im Berichtsjahr gleichmäßiger und alle vier Geschäftsquartale wiesen Zuwachsraten von etwa 25 Prozent auf. Die Werkzeugumsätze nahmen im Berichtsjahr deutlich um 63,5 Prozent auf 34,1 Mio. EUR (i. V. 20,9 Mio. EUR) zu. Diese Umsätze orientieren sich, mit einem gewissen zeitlichen Versatz, stark an den Serienanläufen. Daher waren sie im Vorjahr vergleichsweise niedrig, nachdem schon 2009 ein hohes Volumen im Vorfeld der 2010 angelaufenen neuen Serienproduktionen abgearbeitet worden war. Die Werkzeugumsätze des Berichtsjahres 2011 sind ebenfalls als Vorläufer der im laufenden Geschäftsjahr einsetzenden Serienanläufe zu sehen. Die im Vorjahr wieder erzielte hohe Ertragsstärke des Konzerns konnte im Berichtsjahr konsolidiert werden. Dies stellt vor dem Hintergrund des erheblichen, eher niedrigmargigen Umsatzanteils an Werkzeugen sowie der Weitergabe des Materialpreisanstiegs, welcher naturgemäß ohne Marge vollzogen werden musste, eine sehr positive Entwicklung dar. Beide Faktoren verursachten im Wesentlichen die um 2,7 Prozentpunkte gestiegene Materialaufwandsquote. Die überdurchschnittliche Ausweitung des sonstigen betrieblichen Aufwands ist auf den im Jahresdurchschnitt wachstumsbedingt um mehr als 31 Prozent erhöhten Einsatz von Zeitarbeitnehmern zurückzuführen. Dies betraf vornehmlich den Standort Oberkirch, wo die Zeitarbeit während der Wirtschaftskrise fast vollständig abgebaut worden war. Im Gegensatz dazu konnte der Anstieg des Personalaufwands insgesamt auf 14,2 Prozent begrenzt werden, und die Personalaufwandsquote im Konzern reduzierte sich um knapp zwei Prozentpunkte. Dies geschah trotz der Tatsache, dass 2011 entsprechende Sonderregelungen des Ergänzungstarifvertrags von 2009 zur Beschäftigungssicherung am Standort Oberkirch aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung nicht mehr wirksam waren, und erstmals nach der Krise wieder vollumfänglich alle tariflichen Sonderzahlungen bezahlt wurden. Die Abschreibungen lagen aufgrund des auch in 2011 noch relativ niedrigen Investitionsvolumens nur wenig über dem Vorjahreswert. Insgesamt belief sich das EBIT im Berichtsjahr auf 19,2 Mio. EUR (i. V. 16,0 Mio. EUR). Währungseffekte haben sich im Konzern mit einem positiven Beitrag in Höhe von 1,0 Mio. EUR (i. V. 0,6 Mio. EUR) ausgewirkt. ![]() In der Vergangenheit hatten nicht währungsgesicherte Darlehen innerhalb des Konzerns zu einer teilweise hohen Volatilität des ausgewiesenen EBIT – insbesondere auf Quartalsbasis – beigetragen. Im vierten Quartal 2011 haben wir Fremdwährungsausleihungen teilweise abgesichert. Die Zinsbelastung blieb mit 6,3 Mio. EUR (i. V. 6,2 Mio. EUR) nahezu unverändert. Die Steuerquote reduzierte sich weiter auf erfreuliche 30,0 Prozent (i. V. 34,1 Prozent). Der deutliche Rückgang ergibt sich aus der Anrechnung von Steuerguthaben an unserem Standort in der Tschechischen Republik. Wir hatten schon im letzten Jahr darauf hingewiesen, dass diese Anrechnungen künftig unsere Steuerquote über mehrere Jahre hinweg positiv beeinflussen werden. SegmentberichterstattungEntsprechend der Steuerung im Konzern stellen unsere Produktionsstandorte die Basis für die Segmentberichterstattung gegliedert nach Regionen dar. Die Segmente werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Analog werden auch die Umsätze dieser Segmente nach dem Standort des Vermögens zugeordnet. Lieferungen und Leistungen zwischen den einzelnen Standorten beinhalten im Wesentlichen Werkzeuge, die am Standort Valašské Meziříčí in der Tschechischen Republik für andere Standorte hergestellt werden. Auf Konzernebene werden diese konsolidiert. SEGMENT DEUTSCHLANDscroll
Der Hauptsitz des PWO-Konzerns wird im Segment Deutschland abgebildet. Hier ist die Muttergesellschaft Progress-Werk Oberkirch AG angesiedelt, die das operative Geschäft am Standort Oberkirch betreibt sowie die Strukturen der Konzernführung vorhält. Die Zuwachsrate der Umsatzerlöse war im Branchenvergleich nach wie vor überdurchschnittlich, blieb aber in Deutschland hinter der des Konzerns zurück. Dies resultiert ausschließlich aus der Tatsache, dass die angekündigten Wachstumsschübe unserer ausländischen Standorte mit dem Berichtsjahr einsetzten. Im Segment Deutschland erzielen wir weiterhin die wesentlichen Ergebnisbeiträge für den Konzern. Der Rückgang der EBIT-Marge 2011 erklärt sich aus den oben erwähnten Effekten beim Material- und Zeitarbeitnehmereinsatz. Beides schlug sich im Vorjahresvergleich überdurchschnittlich nieder. Hinzu kamen Sonderkosten für die Vielzahl der neuen Serienproduktionen. Das EBIT des Berichtsjahres war durch Währungseffekte in Höhe von 0,3 Mio. EUR positiv beeinflusst. Die Zinsbelastung ermäßigte sich nochmals leicht auf 3,1 Mio. EUR (i. V. 3,2 Mio. EUR). Nach Abzug von Steuern belief sich das Periodenergebnis auf 10,7 Mio. EUR (i. V. 10,3 Mio. EUR). SEGMENT ÜBRIGES EUROPAscroll
Unser Standort in der Tschechischen Republik, der im Segment übriges Europa abgebildet wird, profitierte auch im Berichtsjahr neben der gestiegenen Marktnachfrage weiterhin von neu an- und hochlaufenden Serienproduktionen und wuchs mit einer Rate von 56 Prozent beim Außenumsatz erneut deutlich stärker als der Konzern insgesamt. Der kräftige Anstieg der Werkzeugumsätze um knapp 59 Prozent auf 11,0 Mio. EUR (i. V. 6,9 Mio. EUR) zeigt nach den krisenbedingten starken Rückgängen der Vorjahre eine Steigerung, die über das Vorkrisenniveau hinausgeht. Die Fakturierung der Werkzeuge schlägt sich spiegelbildlich in einem Bestandsrückgang nieder, der bei der Gesamtleistung zu einer im Vergleich zum Umsatz geringeren Steigerung führt. Aufgrund des hohen Umsatzanstiegs im weniger margenstarken Werkzeugbereich ist die EBITDA-Marge leicht zurückgegangen. Gemessen an der Gesamtleistung konnte hingegen eine nochmalige Verbesserung der EBIT-Marge erzielt werden, nachdem diese im Vorjahr schon spürbar zugelegt hatte. Hier schlägt sich unverändert die Tatsache nieder, dass der Standort nach den hohen Vorlaufinvestitionen der Vorjahre seit dem letzten Geschäftsjahr sehr gut ausgelastet ist. Das EBIT legte 2011 um 37,6 Prozent auf 1,9 Mio. EUR (i. V. 1,4 Mio. EUR) zu. Aufgrund eines Steuerertrags im Zuge der Anrechnung von Steuerguthaben wurde ein Periodenergebnis in Höhe von 1,2 Mio. EUR (i. V. 0,8 Mio. EUR) erreicht. Damit hat der Standort im Geschäftsjahr 2011 wie erwartet ein deutlich höheres EBIT als im Vorjahr erzielt. Die Währungseffekte waren im Berichtsjahr unwesentlich. Für die kommenden Jahre erwarten wir hier weitere signifikante Beiträge zur Verbesserung des Konzernergebnisses. SEGMENT NAFTA-RAUMscroll
Im Segment NAFTA-Raum sind unsere beiden Standorte in Kanada und in Mexiko zusammengefasst. Dort sind im Berichtsjahr jeweils umfangreiche neue Serien an- bzw. hochgelaufen. Dabei wird in Mexiko das bisherige Produktionsprogramm weitgehend durch neue Serienaufträge ersetzt. Beide Standorte hatten schon im Vorjahr von den wieder gestiegenen Absatzzahlen der Automobilindustrie in Nordamerika profitiert und ein kräftiges Wachstum erzielt. Im Berichtsjahr haben sie hieran mit einem Umsatzzuwachs von zusammen 53,1 Prozent nicht nur eindrucksvoll angeschlossen, sondern ein noch deutlich höheres Wachstum generiert. Ausschlaggebend hierfür sind die Neuanläufe an beiden Standorten. Insgesamt hat Mexiko im Berichtsjahr zwar noch nicht den Break-even erreicht. Die Entwicklung ist aber dennoch zufriedenstellend, da der Jahresverlust per Saldo erneut halbiert und insbesondere in der zweiten Jahreshälfte große Fortschritte in Richtung Profitabilität erzielt werden konnten. Der kanadische Standort hat 2011 hingegen bereits wieder die Gewinnzone erreicht. Die operative Entwicklung der beiden Standorte war damit im Berichtsjahr insgesamt positiv. Das EBIT des Segments NAFTA steuert 2011 einen positiven Beitrag von 0,5 Mio. EUR (i. V. -2,0 Mio. EUR) zum Konzern-EBIT bei. Auch in diesem Segment waren die Währungseffekte im Berichtsjahr unwesentlich. Das Periodenergebnis belief sich im Berichtsjahr auf -0,8 Mio. EUR (i. V. -2,8 Mio. EUR). SEGMENT ASIENscroll
Das Segment Asien stellt die Geschäftsentwicklung unseres Standorts in China dar. Wie bekannt befindet er sich in der Aufbauphase und schreibt derzeit erwartungsgemäß noch Verluste. Umsatzerlöse und Gesamtleistung sind im Berichtsjahr weiter gestiegen. Im Zuge seines Aufbaus laufen sukzessive neue Serienproduktionen an bzw. hoch. Dies wird in den kommenden Jahren zu positiven Erträgen führen. Die Entwicklung des EBIT im Berichtsjahr ist überzeichnet durch positive Währungseffekte in Höhe von 0,7 Mio. EUR (i. V. 0,5 Mio. EUR). Es wird voraussichtlich noch weitere zwei Jahre dauern, bis bei Umsatzvolumen und Ertrag die in unserer Mittelfristplanung gesetzten Ziele erreicht werden. ![]() Finanz- und Vermögenslage sowie InvestitionenBILANZ und CASHFLOW-RECHNUNGscroll
Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr um 7,7 Prozent auf 240,7 Mio. EUR (i. V. 223,5 Mio. EUR). Die Sachanlagen stiegen um 11,8 Prozent, da wir deutlich mehr als im Vorjahr in Wachstum investierten. Trotz der starken Geschäftsausweitung hat sich die Kapitalbindung in den kurzfristigen Aktiva nur in vergleichsweise geringem Umfang ausgeweitet. Sie stieg insgesamt nur um 4,0 Prozent. Aufgrund unseres optimierten Vorratsmanagements war der Bestand an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen zum Bilanzstichtag absolut sogar spürbar niedriger als im Vorjahr. Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital im Wesentlichen ertragsbedingt um 8,4 Prozent auf 74,8 Mio. EUR (i. V. 69,0 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote verbesserte sich entsprechend auf 31,1 Prozent (i. V. 30,9 Prozent). Das Gearing (Nettoverschuldung in Prozent des Eigenkapitals) hat sich aufgrund der gegenüber Vorjahr deutlich höheren Investitionen, die zum Teil fremdfinanziert wurden, auf 121 Prozent (i. V. 116 Prozent) erhöht. ![]() Die langfristigen Schulden reduzierten sich aufgrund eines geringeren langfristigen Anteils der verzinslichen Darlehen deutlich von 88,6 Mio. EUR auf 67,4 Mio. EUR. Damit korreliert der Anstieg des kurzfristigen Anteils (57,7 Mio. EUR nach 28,3 Mio. EUR) und damit im Wesentlichen der kurzfristigen Schulden insgesamt. Der Grund liegt darin, dass zum Bilanzstichtag planmäßig verschiedene in 2012 endfällige Darlehen umgegliedert wurden. Neuaufnahmen vergleichbarer Beträge mit langfristiger Bindung sind in Verhandlung und stehen vor dem Abschluss. Die Bankverbindlichkeiten sind insgesamt um 8,8 Prozent auf 94,8 Mio. EUR (i. V. 87,1 Mio. EUR) angestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich hingegen kaum verändert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich im Geschäftsjahr 2011 trotz des um fast 40 Prozent höheren Periodenergebnisses nur leicht auf 25,5 Mio. EUR (i. V. 24,8 Mio. EUR) verbessert. Ursache sind vornehmlich die dreifach höheren Steuerzahlungen von 5,8 Mio. EUR (i. V. 1,9 Mio. EUR). Die Cashflow-wirksamen bilanziellen Veränderungen im Leistungsbereich haben sich per Saldo ebenfalls schmälernd gegenüber dem Vorjahr ausgewirkt. Für Investitionen wurden zur Wachstumsfinanzierung im Berichtsjahr deutlich mehr Mittel als im Vorjahr eingesetzt. Vor allem am deutschen Standort haben sie sich per Saldo mit 18,3 Mio. EUR mehr als verdoppelt. Im Mittelpunkt standen dabei unter anderem Bauinvestitionen und Investitionen in Fertigungsanlagen für das umfangreiche Querträger-Lieferprogramm an einen deutschen Premiumkunden. Auch in China haben wir 2011 – im Vorfeld des Anlaufs eines weiteren Querträgerauftrags desselben Kunden – mit 3,3 Mio. EUR (i. V. 0,5 Mio. EUR) erheblich mehr investiert. Die Investitionen im übrigen Europa und im NAFTA-Raum wurden hingegen zurückgefahren. Insgesamt war der Mittelabfluss für Investitionen in Sachanlagen mit 24,9 Mio. EUR (i. V. 15,3 Mio. EUR) 62,9 Prozent höher als im Vorjahr. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich damit auf -26,4 Mio. EUR (i. V. -16,8 Mio. EUR). Nach gezahlten und erhaltenen Zinsen von 4,7 Mio. EUR (i. V. 4,6 Mio. EUR) stellte sich der Free Cashflow im Berichtsjahr damit auf -5,6 Mio. EUR. Im Vorjahr waren noch 3,4 Mio. EUR zugeflossen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ohne gezahlte Zinsen belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf -1,1 Mio. EUR (i. V. -2,4 Mio. EUR). Per Saldo sind 2011 1,4 Mio. EUR aus der Aufnahme von Krediten zugeflossen, nachdem im Vorjahr noch 2,5 Mio. EUR abgeflossen waren. Auch sind 2011 wieder Auszahlungen für Dividenden in Höhe von 2,5 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2010 angefallen. Im Vorjahr war keine Auszahlung vorzunehmen, da als Folge der Weltwirtschaftskrise für das Geschäftsjahr 2009 keine Dividende beschlossen wurde. Insgesamt ergab sich damit im Berichtsjahr eine zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und –äquivalente von -6,7 Mio. EUR (i. V. 0,9 Mio. EUR). AUFTRAGSLAGEWir setzen zur Risikobegrenzung grundsätzlich auf eine breite Diversifikation unserer Aufträge. So bleiben wir unabhängig vom Markterfolg einzelner Fahrzeugmodelle und weitgehend unabhängig von der Vergabe eines Großauftrags für ein einzelnes Produkt. Darüber hinaus streben wir zur Optimierung unserer Auslastung versetzte An- und Auslaufzeitpunkte der unterschiedlichen Serienproduktionen an. Bei durchschnittlichen Laufzeiten der Aufträge von fünf bis acht Jahren ersetzen wir jedes Jahr rund 15 Prozent des Konzernumsatzes durch neue Aufträge. Die üblichen Lifetime-Volumina reichen dabei vom niedrigen einstelligen bis in den dreistelligen Millionenbereich. Aufgrund der langen Vorlaufzeiten in unserem Geschäft gewinnen wir derzeit bereits Aufträge, deren Produktionsstart für 2013/2014 geplant ist. Im Geschäftsjahr 2011 waren wir erneut sehr erfolgreich in der Akquisition neuer Aufträge über das gesamte Spektrum unserer Produktlösungen hinweg. Nach den zum Teil sehr großen Einzelaufträgen in den vergangenen Jahren ist es uns nun wieder gelungen, eine breite Palette an Aufträgen mittlerer Größenordnung zu gewinnen. Besonders erfreulich ist, dass uns unsere Kunden zunehmend mit der Lieferung eines Produkts aus mehreren unserer Standorte beauftragen. Unsere Internationalisierungsstrategie zeigt hier ihren vollen Erfolg. Dabei werden wir das Produktionsspektrum unserer jungen Standorte in China und Mexiko kontinuierlich ausweiten. Von den Neuaufträgen des Geschäftsjahres 2011 werden alle unsere Standorte profitieren. Ein unterdurchschnittlicher Anteil des Volumens entfällt dabei auf Kanada, da wir hier schon auf Basis der bisher geplanten Serienanläufe fast die Kapazitätsgrenzen erreichen werden. Auch unser derzeit noch kleinster Standort in China wird in den nächsten Jahren kräftig wachsen. Derzeit entfällt der größte Teil des Umsatzvolumens dort noch auf Elektromotorengehäuse. Es werden jedoch unter anderem auch bereits Sitzverriegelungen sowie Komponenten für Airbags, Fahrwerk und Getriebe gefertigt. Künftige Aufträge werden diese Produktpalette stärken. Zusätzlich wird in 2012 eine Querträgerfertigung hinzukommen. Dabei werden wir von unseren Kunden meist mit ihrem gesamten lokalen Bedarf für eine Komponente beauftragt. Dies stellt einen hohen Vertrauensbeweis in unsere Lieferfähigkeit dar und unterstreicht die Reputation, die sich der Konzern mittlerweile erarbeitet hat. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DES KONZERNSDer PWO-Konzern ist als globaler Automobilzulieferer heute sehr gut aufgestellt. In Deutschland verfügen wir mit Oberkirch über einen Hochleistungsstandort, der Maßstäbe in der Branche setzt. Weltweit sind wir in höchster Qualität und Termintreue lieferfähig über unsere fünf eigenen Produktionsstandorte im Ausland sowie über insgesamt sieben Kooperationspartner. Dies hat uns in die Position versetzt, umfangreiche Aufträge im internationalen Rahmen zu akquirieren, die auch künftig zu hohem Wachstum beitragen werden. Für die nächsten Jahre rechnen wir daher mit einer überproportionalen Steigerung der Erträge, da unsere internationalen Standorte den Höhepunkt ihrer Aufbaukosten überschritten haben und zunehmend zum positiven Konzernergebnis beitragen werden. Die Anstrengungen der Internationalisierung sowie die Folgen der Finanzmarktkrise 2008/2009 haben zu einem relativ hohen Gearing (Nettoverschuldung in Prozent des Eigenkapitals) geführt. Dieses soll sich sukzessive u. a. mithilfe steigender Ergebnisse wieder zurückbilden. Unabhängig davon verfügt der Konzern jedoch über stabile und gute Bankbeziehungen. Sie ermöglichen es, künftige Wachstumschancen in vollem Umfang und ausschließlich orientiert an den langfristigen strategischen Interessen des Konzerns wahrnehmen zu können und die damit verbundenen Investitionen zu finanzieren. Wir werden den Konzern in den nächsten Jahren in eine neue Größenordnung entwickeln und sowohl seine Ertragskraft als auch seine Bilanzrelationen wesentlich verbessern. Damit werden wir unsere Wettbewerbsposition weiter stärken. MITARBEITER![]() Die Entwicklung unserer Beschäftigtenzahl hat grundsätzlich einen gewissen zeitlichen Vorlauf zu unserem künftigen Umsatzwachstum. Neue Mitarbeiter werden im Vorfeld umfangreicher Serienanläufe eingestellt und geschult, damit die Anläufe zeit- und kosteneffizient realisiert werden können. Im Geschäftsjahr 2011 haben wir insbesondere die Mitarbeiterzahl im NAFTA-Raum ausgeweitet. Am kanadischen Standort wurde die Belegschaft im Jahresverlauf deutlich aufgestockt. Dieser Standort ist grundsätzlich sehr schlank aufgestellt und hatte in der letzten Rezession die Mitarbeiterzahl besonders stark reduziert. Auch in Mexiko haben wir zur Absicherung der Serienhochläufe 2012 sowie des absehbaren weiteren Wachstums die Mitarbeiterzahl erhöht. Unser chinesischer Standort befindet sich im Aufbau und wird analog zur Entwicklung der Neuaufträge ausgebaut. In der Tschechischen Republik haben wir nach der hohen Zahl an Neueinstellungen im Berichtsjahr nun ein Beschäftigungsniveau erreicht, das die derzeit geplante Entwicklung des Standorts tragen wird. Entsprechend ist hier künftig eine geringere Zunahme zu erwarten. An unserem hoch effizienten und weitgehend automatisierten deutschen Standort verläuft die Ausweitung der Beschäftigung generell schwächer als an unseren internationalen Standorten. Darüber hinaus lag das Umsatzwachstum vor Materialpreisverrechnungen im Berichtsjahr planmäßig unter dem unserer schnell expandierenden internationalen Standorte. Auch künftig wollen wir uns in Deutschland im Wesentlichen in ausgewählten Schlüsselfunktionen verstärken. Zusätzlich zu unserem PWO-Production-System haben wir ein Lean-Office-Programm zur Effizienzsteigerung in der Verwaltung gestartet. Die im Rahmen des weiteren internationalen Wachstums steigenden Anforderungen an die Konzernführung in Deutschland sollen so weitestgehend mit der derzeitigen Mannschaft bewältigt werden. Wir engagieren uns traditionell stark in der Ausbildung junger Menschen, um ihnen eine Chance für den Eintritt in das Berufsleben zu bieten und dem Konzern die Fachkräfte für das weitere Wachstum zu sichern. Neben unserem Heimatstandort in Deutschland bieten wir auch an den internationalen Standorten Ausbildungsplätze an. Einen Schwerpunkt bildet dabei China, weil am dortigen Arbeitsmarkt kaum Fachkräfte mit dem für unsere Produktionsverfahren notwendigen Kenntnisstand rekrutiert werden können. In Mexiko haben wir eine Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsinstitut eines europäischen Automobilherstellers etabliert. In der Tschechischen Republik ergänzen wir die dort bestehenden Ausbildungsprogramme durch eigene Angebote. Zusätzlich haben wir 2011 wieder deutlich in die Weiterbildung investiert. Insgesamt belief sich das Budget für die Aus- und Weiterbildung im Berichtsjahr auf 2,8 Mio. EUR (i. V. 2,3 Mio. EUR). WEITERE INFORMATIONENProdukt- und ProzessinnovationenProdukt- und Prozessinnovationen stellen einen zentralen Erfolgsfaktor für die Sicherung und den Ausbau der Wettbewerbsposition als Zulieferer der internationalen Automobilindustrie dar. Über das selbstverständliche Erfüllen der Funktionsanforderung an eine Komponente oder Baugruppe hinaus geht es darum, in den Ausschreibungen intelligente und kreative neue Lösungsansätze aufzuzeigen. So können wir zusätzlichen Mehrwert jenseits traditioneller Wege bieten und uns als Entwicklungspartner für künftige Aufgabenstellungen empfehlen, noch bevor ein Serienauftrag in die Ausschreibung geht. Dabei profitieren wir von unserer umfassenden Expertise, die wir uns für die vielfältigen Anwendungen im Rahmen unserer breiten Produktpalette erarbeitet haben und die unsere einzigartige Marktstellung begründet. Zusätzlich haben wir uns frühzeitig positioniert, um vom Trend zur Leichtbauweise zu profitieren. Wir rechnen durchaus damit, dass der Wettbewerb seitens anderer Technologien wie Warmumformung von Stahlblech oder Spritzgießen von Kunststoff bzw. der Einsatz anderer Werkstoffe wie kohlefaserverstärkte Kunststoffe (CFK) künftig zunehmen wird. Dies allerdings wird nur in begrenztem Umfang geschehen. Sehr viel stärker werden wir aber von Verlagerungstendenzen zugunsten unseres Portfolios profitieren. So sehen wir beispielsweise einen starken Trend zum Ersatz von Schmiede- und Gusskomponenten durch solche aus Stahlblech. Für derartige Lösungen haben wir uns im Markt bereits eine Reputation erarbeitet. Dies gilt auch für den Einsatz hochfester Stähle und hochwertiger Füge- und Verbindungstechniken für belastungsoptimierte Baugruppen und Subsysteme. Unser eigener Werkzeugbau stellt dabei einen entscheidenden Bestandteil für die Realisierbarkeit innovativer Fertigungsprozesse in der modernen Großserienfertigung dar. Im Werkzeug entscheiden sich sowohl die Präzision eines Produkts als auch die ohne Qualitätseinbußen erzielbare Geschwindigkeit des Produktionsprozesses. Um Komponenten herstellen zu können, deren wesentliche Funktionsmerkmale häufig das Einhalten von Toleranzen von wenigen Hundertstel Millimetern erfordern, sind Werkzeuge notwendig, die selbst noch sehr viel präziser gebaut sein müssen. Dies können nur wenige Unternehmen darstellen. Deshalb ist Werkzeugbau bei PWO traditionell Kernkompetenz und trägt maßgeblich zur Wettbewerbsstärke des Konzerns bei. QualitätsmanagementUnsere Null-Fehler-Philosophie stellt einen Kernbestandteil unseres Selbstverständnisses dar. Sie ist konzernweit entlang der gesamten Wertschöpfungskette implementiert. In der Produktion setzen wir auf eine permanente Reduzierung von Fehlern. In der Belieferung unserer Kunden stellen wir durch stabile Prozesse sowie eine integrierte, automatisierte Qualitätsprüfung eine weitestgehende Null-Fehler-Qualität sicher. Damit untermauern wir unsere Reputation als führender Anbieter mit höchster Zuverlässigkeit und Liefertreue. Als Hersteller von Sicherheitskomponenten fühlen wir uns diesem Qualitätsanspruch darüber hinaus in besonderem Maße verpflichtet – unabhängig von den jeweiligen Kundenanforderungen. Durch die Reduzierung von Fehlerkosten stärken wir zudem unsere Ertragskraft. Und durch die jederzeit für alle Mitarbeiter sichtbare Dokumentation der Qualität einzelner Prozessschritte in der Produktion schaffen wir zusätzlich einen positiven Wettbewerb innerhalb des Unternehmens um die bestmöglichen Leistungen. Im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserungen unserer internen Prozesse haben wir im Geschäftsjahr 2011 ein weitgehendes Lean-Office-Projekt angestoßen, das sowohl die Fehlervermeidung und damit die Qualitätsleistung als auch die Effizienz in der Verwaltung weiter steigern soll. Marketing und VertriebWir unterhalten heute bereits Kundenbeziehungen zu den für unser Geschäft wesentlichen OEMs sowie Tier-1- und Tier-2-Lieferanten in der Automobilindustrie. Der wesentliche Fokus unserer Marketing- und Vertriebsanstrengungen richtet sich daher auf die Ausweitung des Umsatzes mit diesen Kunden, die alle global tätig sind. Für Nachfolgeaufträge laufender Serienproduktionen positionieren wir uns hier sehr frühzeitig. Darüber hinaus generieren wir Wachstum insbesondere aus zwei Quellen: Zum einen vermarkten wir gezielt Lösungen aus Produktbereichen, die der jeweilige Kunde noch nicht von uns bezieht. Zum anderen setzen wir auf Wachstum durch eine Belieferung auch der außereuropäischen Produktionsstätten unserer Kunden, die wir mit unserer internationalen Aufstellung inzwischen erreichen. Da neue Serienaufträge in der Regel immer erst beim Wechsel eines Fahrzeugmodells vergeben werden, liegen die wesentlichen Wachstumsimpulse aus unserer Internationalisierung der vergangenen Jahre erst noch vor uns. Unsere jüngeren Standorte in China und Mexiko haben zusätzlich noch das Potenzial, sich über den weiteren sukzessiven Ausbau ihrer technologischen Leistungsfähigkeit für zusätzliche Serienaufträge zu qualifizieren, die sie derzeit noch nicht übernehmen können. Daran arbeiten wir intensiv entlang der jeweiligen lokalen Marktperspektiven. Chancen zur Gewinnung von Neukunden verfolgen wir selbstverständlich ebenfalls mit Nachdruck. Wachstum lässt sich hieraus jedoch in der Regel erst mittel- bis längerfristig generieren, da die Vorlaufzeiten lang sind. Forschung und EntwicklungPWO produziert ausschließlich im Kundenauftrag. Entsprechend entsteht auch das überwiegende Volumen der Entwicklungsaufwendungen im Rahmen von Kundenprojekten. Diese Aufwendungen werden von den Kunden entweder nach dem Erreichen definierter Entwicklungsabschnitte teilweise direkt vergütet oder über den Teilepreis im Laufe der Serienproduktion amortisiert. Logistik und BeschaffungWir verarbeiten Stahl, Edelstahl und Aluminium und beschaffen unsere Rohstoffe auf den Weltmärkten von verschiedenen Lieferanten. Jenseits von Standardqualitäten beziehen wir für einen wesentlichen Teil unserer Produkte Speziallegierungen. Diese werden von unseren langjährigen Partnern aus der europäischen Stahlindustrie auch an unsere internationalen Standorte geliefert, da sie lokal häufig nicht bezogen werden können. Verpflichtungen über Mindestabnahmemengen gehen wir nicht ein. Die kurzfristige Disposition erfolgt auf Basis der Vorausschau der Abnahmemengen unserer Kunden. Corporate ResponsibilityWir verstehen uns als Corporate Citizen und leiten daraus die Verpflichtung verantwortungsvollen Handelns über die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen hinaus ab. Dies gilt für unsere internationalen Standorte genauso wie für unseren deutschen Heimatstandort. Ziel ist es, die Wechselbeziehungen mit Mitarbeitern, Kunden, Geschäftspartnern und dem gesellschaftlichen Umfeld insgesamt so zu gestalten, dass Belastungen aus unserer Geschäftstätigkeit vermieden oder begrenzt, soziale Belange berücksichtigt sowie die Umwelt und die natürlichen Ressourcen geschont werden. Unsere Anstrengungen erstrecken sich auch auf einen umfassenden Arbeitsschutz. Darüber hinaus pflegen wir eine Unternehmenskultur, die die Wertschätzung der Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt, und fördern ihr freiwilliges soziales Engagement. Auch der Konzern selbst engagiert sich auf vielfältige Weise. Nicht zuletzt richten sich unsere Anstrengungen auf einen möglichst weitgehenden Umweltschutz, und erstrecken sich dabei auch auf eine regelmäßige Reduzierung des notwendigen Einsatzes natürlicher Ressourcen je Produktionseinheit. RISIKOBERICHTBeschreibung der risikopolitischen StrategieZiel unserer risikopolitischen Strategie ist die Vermeidung bestandsgefährdender Risiken sowie die Begrenzung strategischer und operativer Risiken, soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll. Risiken aus dem Finanzbereich, die sich nicht zwingend aus unserem operativen Geschäft ergeben, werden vermieden. So werden beispielsweise keine offenen Positionen in Derivaten, d. h. keine Positionen, die nicht der Absicherung eines operativen Geschäfts dienen, eingegangen. Entsprechend wird der Finanzbereich auch nicht als Profitcenter geführt. Darüber hinaus haben wir unser Geschäftsmodell und unsere operativen Prozesse grundsätzlich im Sinne einer Begrenzung von Risiken aufgestellt und arbeiten fortwährend daran, diese Situation noch weiter zu verbessern. Dazu gehören insbesondere unsere Positionierung als Innovations- und Qualitätsführer und als weltweiter strategischer Partner unserer Kunden. Unsere breit diversifizierte Produktpalette dient genauso der Begrenzung von Risiken wie der Einsatz standardisierter Maschinen und Anlagen sowie die Organisation entlang standardisierter Prozesse. Mit unserem traditionell hohen Engagement in der Aus- und Weiterbildung zielen wir darauf ab, einen wesentlichen Anteil unserer Fachkräfte intern auszubilden – sowohl in den entwickelten Märkten, wo tendenziell eher nachfragebedingte Engpässe möglich sein können, als auch im Ausland, wo teilweise kaum Facharbeiter mit den von uns benötigten Qualifikationen zur Verfügung stehen. Unsere Lieferanten sehen wir als Kooperationspartner, mit denen wir langjährige Beziehungen pflegen und stabile Prozesse vorhalten. Grundzüge des Risikomanagements von PWODas Risikomanagement-System von PWO hat sich in wachstumsstarken wie auch rezessiven Phasen in vollem Umfang bewährt und seine Funktionsfähigkeit unter Beweis gestellt. Im Geschäftsjahr 2011 waren daher keine grundsätzlichen Veränderungen vorzunehmen. Die vom Vorstand formulierten Grundsätze wurden, soweit notwendig, weiterentwickelt und entsprechend in unserem Risikomanagement-Handbuch dokumentiert. In diesem werden Risiken sowie ihre Behandlung systematisch erfasst, beschrieben und ausgewertet. Die „Risk-Owner” berichten dem Vorstand regelmäßig monatlich sowie unverzüglich, falls neue wesentliche Risiken erkennbar werden. Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems wird intern regelmäßig überprüft. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen der Jahresabschlussprüfung die Wirksamkeit des Risikofrüherkennungssystems geprüft und in seiner Wirksamkeit bestätigt. Das Risikomanagement-System wird konzernweit einheitlich – jedoch entsprechend des jeweiligen Entwicklungsstadiums unserer einzelnen Standorte – in unterschiedlichem Umfang angewendet. In vollem Umfang wird es in Deutschland, Kanada und der Tschechischen Republik umgesetzt. An unserem mexikanischen Standort haben wir, angepasst an die individuelle Situation vor Ort, diverse zentrale Elemente eingeführt. Der Standort in China befindet sich in der Aufbauphase und realisiert noch niedrige Umsätze. Entsprechend sind die laufenden Geschäftsprozesse derzeit noch weniger komplex und können mit ausgewählten Bausteinen unseres Risikomanagement-Systems überwacht werden. Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagement-SystemsUnter einem internen Kontrollsystem verstehen wir die im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind
Das Risikomanagement-System beinhaltet die Gesamtheit der organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind bei PWO folgende Strukturen und Prozesse implementiert: Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagement- System im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess im Konzern. Über eine exakt definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle operativen Einheiten eingebunden. Grundsätze, Aufbau- und Ablauforganisation sowie Prozesse und Systeme sind in einem Handbuch niedergelegt, das in regelmäßigen Abständen weiterentwickelt wird. Die Bilanzierungsvorschriften im PWO-Konzern stellen die einheitliche Bilanzierung und Bewertung der einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen sicher. Den Richtlinien liegt unter anderem ein konzernweiter Kontenrahmen zugrunde. Die Erfassung der Geschäftsvorfälle erfolgt bei den operativen Einheiten in einem einheitlichen, auf SAP basierenden Buchungssystem. Dieses ermöglicht beispielsweise auch Plausibilitätskontrollen des Rechnungslegungsprozesses aller Einheiten. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
Veränderung der Risikosituation 2011Die unternehmens- und branchenbezogenen Risiken des PWO-Konzerns blieben im Berichtsjahr unverändert. Wesentliche neue Risiken sind nicht hinzugetreten. Das Produktionsvolumen des Konzerns lag 2011 an einigen Standorten periodenweise an der Kapazitätsgrenze. Gleichzeitig war ein außergewöhnlich großes Volumen an Neuanläufen zu realisieren. Hieraus resultierten Ertragsrisiken, die jedoch sehr erfolgreich gesteuert und begrenzt wurden. Die gesamtwirtschaftlichen Risiken haben jedoch 2011 deutlich zugenommen. Keine drei Jahre nach Beginn der Finanzmarktkrise befinden sich Europa und die USA in einer schweren Staatsschuldenkrise, deren Ende sich derzeit noch nicht abzeichnet. Die aktuell in einigen Ländern bereits hohe Arbeitslosigkeit und Rezessionsgefahr wird durch die beschlossenen oder absehbar notwendigen Sparmaßnahmen tendenziell weiter steigen. Konjunkturprognosen werden in immer kürzeren Abständen revidiert. In der Folge haben die Schwankungen an den Kapital- und Rohstoffmärkten erheblich zugenommen. Wir haben daher begonnen, die wesentlichen makroökonomischen und kapitalmarktbezogenen Einfluss- und Risikofaktoren noch intensiver zu beobachten und daraus abgeleitet mögliche Entwicklungen zu bewerten, um Risiken frühzeitig erkennen und steuern zu können. Markt– und AuslastungsrisikenZu den Marktrisiken gehört die Sicherstellung einer ausreichenden Auslastung unserer Produktionsstandorte durch Aufträge, die für unseren Maschinenpark geeignet sind und die es ermöglichen, die für unser kapitalintensives Geschäft notwendigen Margen zu erzielen. Bei bestehenden Aufträgen erstrecken sich die Markt- und Auslastungsrisiken in normalen Zyklen insbesondere auf Anlaufverschiebungen von Neuprojekten sowie auf Absatzschwankungen in der Serienproduktion durch Nachfrageschwankungen seitens des Endkunden. Durch unsere breite Produktpalette mit über 1.000 verschiedenen Komponenten und Baugruppen, die wir für den kundenindividuellen Bedarf produzieren, begegnen wir diesen Marktrisiken wirksam. Um auf Nachfrageschwankungen möglichst optimal reagieren zu können, setzen wir auf eine permanente Steigerung der Flexibilität aller Geschäftsprozesse. Damit können wir auch kleinere Mengeneinheiten wirtschaftlich produzieren. Der jüngste Aufschwung in der Automobilindustrie ging im Premiumbereich mit einer deutlichen Verschiebung der Nachfragestruktur zugunsten der Schwellenländer wie insbesondere China einher. Diese Verschiebung dürfte nach Ansicht vieler Experten nachhaltig sein. Derzeit profitieren wir von diesem Trend stark, da der schnelle Nachfrageanstieg von unseren europäischen Kunden zu einem hohen Teil über den Export aus Europa heraus bedient wird und damit die Abrufe in unseren hiesigen Standorten steigen. Für die Zukunft gehen wir davon aus, dass von den Fahrzeugherstellern noch stärker als bisher lokale Produktion im Ausland aufgebaut werden wird. Mit unseren jüngeren internationalen Standorten sind wir richtig aufgestellt, um die daraus entstehenden Wachstumschancen wahrnehmen zu können. Aber auch für unsere etablierten Standorte in Deutschland und Kanada sehen wir weiterhin keine dauerhaften strukturellen Auslastungsrisiken. Beide bedienen so große Automobilmärkte, dass wir auch künftig eine ausreichende Auslastung und zusätzlich auch Wachstum über Marktanteilsgewinne realisieren können. Dies gilt umso mehr als die Standorte über ein sehr breites Kompetenzspektrum im Produktbereich und einen gut aufgestellten Maschinenpark verfügen, sodass sie nicht ausschließlich auf Nachfolgeaufträge in einzelnen Teilsegmenten des Marktes angewiesen sind. Unsere breite Aufstellung verhindert darüber hinaus eine Abhängigkeit von Großkunden, da sich die Umsätze mit einzelnen Konzernen der Automobilindustrie immer auf diverse vertraglich eigenständige Einzelprojekte mit jeweils eigenen Produkten, unterschiedlichen Laufzeiten und Volumina verteilen. Die Wahrscheinlichkeit des gleichzeitigen Ausfalls aller Projekte eines Kunden ist äußerst gering. Bei Verträgen mit definierten, von uns zu erbringender Leistungen, wurden folgende Vereinbarungen getroffen: Soweit sie bezüglich unserer Leistungen Amortisationsvereinbarungen über die gesamte Vertragslaufzeit beinhalten, bestehen für die Kunden bei Abbruch des Vertrags Leistungsverpflichtungen. Projektspezifische Marktrisiken sind im Falle von Investitionen und Vorfinanzierungen von Leistungen im marktüblichen Rahmen vertraglich abgesichert. Nennenswerte Risiken aus Entwicklungsleistungen, die über den Teilepreis im Laufe der Serienproduktion amortisiert werden, bestehen nicht. Auch die permanente Zunahme des Wettbewerbs und Preisdrucks gehört zu den typischen Marktrisiken der Automobilzulieferindustrie. Als Innovationsführer realisieren wir für unsere Kunden einen quantifizierbaren Mehrwert. Darüber hinaus steigern wir permanent die Effizienz aller betrieblichen Prozesse. Unsere langjährig nachhaltig positive Entwicklung dokumentiert, dass wir in der Lage sind, diese Risiken erfolgreich zu beherrschen. Leistungs- und QualitätsrisikenZu den wesentlichen Risiken für den PWO-Konzern gehören Leistungs- und Qualitätsrisiken. Serienproduktion für die internationale Automobilindustrie bedeutet heute, die Anforderungen an höchste Prozesssicherheit und Produktqualität sowie Lieferzuverlässigkeit in der Großserie über viele Jahre hinweg dauerhaft erfüllen zu können. Leistungsausfälle führen nicht nur zu kurzfristigen monetären, sondern vor allem auch zu erheblichen Reputationsschäden, die die Position des Lieferanten bei den üblichen Preisverhandlungen während der Laufzeit eines Auftrags sowie bei der Vergabe neuer Aufträge erheblich schwächen können. Das Management von Leistungs- und Qualitätsrisiken ist daher ein integraler Bestandteil aller unserer Geschäftsprozesse. Im Rahmen des PWO-Production-Systems werden Verlauf und Stabilität unserer Prozesse dokumentiert und sind so einer permanenten systematischen Verbesserung zugänglich. Darüber hinaus dokumentieren wir intern wie auch gegenüber dem Kunden zunehmend nicht nur die Qualität des Endprodukts, sondern auch der einzelnen Zwischenschritte während des Produktionsprozesses. Damit setzen wir uns erneut deutlich vom Wettbewerb ab und untermauern unsere marktführende Position. Zur Begrenzung von Störungen und Ausfällen führen wir vorbeugende Wartungen der Produktionsanlagen durch. Darüber hinaus streben wir an, ein Produkt immer auf mindestens zwei geeigneten Maschinen herstellen zu können. Das dargestellte Niveau an Leistungszuverlässigkeit und Produktqualität gilt es nicht nur an unseren etablierten Standorten in Deutschland, Kanada und der Tschechischen Republik zu verfeinern, sondern sukzessive auch auf unsere jüngeren Standorte in China und Mexiko zu übertragen. Insgesamt erfordern die Absatzmärkte dieser Länder jedoch heute noch nicht die hochkomplexen und vollautomatisierten Produktionsverfahren wie sie an unseren anderen Standorten zum Einsatz kommen. Entsprechend bestehen größere zeitliche Spielräume im Produktionsprozess, was zur Risikobegrenzung beiträgt. Risiken aus der internationalen PräsenzDer Konzern ist global aufgestellt und will den Anteil seines internationalen Geschäfts künftig noch weiter ausbauen. Zur Verkürzung von Aufbauperioden und zur Begrenzung struktureller Auslastungsrisiken sind unsere Standorte in Regionen positioniert, in denen unsere bestehenden Kunden Produktionsstätten aufgebaut haben und in denen sich für uns aus bevorstehenden Modellwechseln Wachstumschancen absehen lassen. Darüber hinaus bauen wir nur dort neue Produktionsstandorte auf, wo eine nachhaltig hohe Nachfrage nach unserem Leistungsangebot schon heute besteht. Der weitere Ausbau der internationalen Präsenz soll zudem in den nächsten Jahren – soweit entsprechende Aufträge akquiriert werden – über zusätzliche Montagestandorte erfolgen, die weniger kapitalintensiv sind als Produktionsstandorte. Überdurchschnittliche Investitionsrisiken bestehen lediglich in China, wo wir einen vollständig neuen Standort aufgebaut und entsprechend Infrastruktur-Investitionen realisiert haben. In Produktionsanlagen wird auch hier ausschließlich auftragsbezogen investiert. Leistungs- und Qualitätsrisiken an den internationalen Standorten begrenzen wir mit konzernweit einheitlichen Geschäfts- und Produktionsprozessen, die im Rahmen unseres PWO-Production-Systems dokumentiert und überwacht werden. Zur Begrenzung von Führungsrisiken und für den Ausbau der technologischen Leistungsfähigkeit der Standorte in China und Mexiko, haben wir zudem wesentliche Funktionen an den internationalen Standorten mit erfahrenen Mitarbeitern besetzt, die entweder von unserem deutschen Standort entsandt oder dort geschult wurden. Darüber hinaus bauen wir unsere Konzernsteuerungsfunktionen sukzessive weiter aus. Unsere Fähigkeit, erfolgreich internationale Standorte aufzubauen, haben wir im Geschäftsjahr 2011 nachdrücklich unterstrichen. Erstmals seit Beginn unserer internationalen Expansion wiesen alle Auslandsstandorte gleichzeitig eine positive Entwicklung auf. Der Höhepunkt der Anlauf- und Aufbaukosten in den internationalen Märkten ist damit überschritten. ForderungsrisikenWir beliefern internationale Automobilhersteller und ihre Zulieferer, die bereits über viele Jahrzehnte erfolgreich am Markt etabliert sind. Dies begrenzt unsere Forderungsrisiken grundsätzlich. Gleichzeitig verfolgen wir Marktentwicklungen und Kundenverhalten sehr eng, um frühzeitig potenzielle Warnsignale zu erkennen und nach Möglichkeit gegensteuern zu können. Als zusätzliche Absicherung haben wir eine Warenkreditversicherung abgeschlossen. Auch im Ausland arbeiten wir im Wesentlichen mit bestehenden Kunden des Konzerns zusammen, sodass dort keine grundsätzlich höheren Risiken bestehen. Aufgrund unserer Null-Fehler- Philosophie bleiben Forderungsrisiken für uns ein begrenztes Problem. FinanzrisikenIm Bereich der Finanzrisiken bestehen vor allem Finanzierungs-, Zins- und Währungsrisiken. Diese Risiken hatten in der Finanzmarktkrise 2008/2009 deutlich zugenommen. Nach einer zwischenzeitlichen Abmilderung haben sie sich in der aktuellen Staatsschuldenkrise wieder verschärft. Wir gehen davon aus, dass die Volatilitäten der Finanzmärkte auch weiterhin deutlich höher bleiben als in der Vergangenheit. Deshalb haben wir unsere Beobachtung der Kapitalmärkte deutlich intensiviert, um Risiken erkennen und ihnen gegensteuern zu können. Bisher sehen wir jedoch keinen Anlass, unsere Refinanzierungsinstrumente über den klassischen Bankkredit hinaus zu erweitern. Die zum Teil sehr langfristigen Beziehungen zu unseren Bankpartnern haben sich in den letzten Jahren erneut bewährt. Unser Zugang zu ausreichenden Refinanzierungsmitteln stand nie in Zweifel – weder für die Finanzierung des Umlaufvermögens noch für Wachstumsinvestitionen. Weitere Finanzierungsrisiken können daraus entstehen, dass Finanzinstitute ihre Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Anlage liquider Mittel sowie als Kontrahenten derivativer finanzieller Vermögenswerte nicht erfüllen. Wir setzen hier auf sorgfältige Auswahl und Diversifizierung unserer Partner und sehen daher keinen Anpassungsbedarf bei unserer Risikosteuerung. Zinsrisiken werden durch eine angemessene Kombination aus kurz- und langfristigen Krediten begrenzt. Mit langfristigen Kundenaufträgen verbundene Investitionen werden grundsätzlich langfristig finanziert. Bei variabel verzinslichen Darlehen werden zusätzlich auch Zinsswaps eingesetzt. Auf diese Weise streben wir eine ausgewogene Struktur der Laufzeiten unserer Darlehen sowie der ihrer Zinsabsicherungen an. Dies betrachten wir als einen wesentlichen Bestandteil unseres Risikomanagements. Auch im Bereich der Währungsrisiken waren in den letzten Jahren insgesamt und unterjährig auch im Berichtsjahr deutlich gestiegene Volatilitäten zu verzeichnen. Zur Begrenzung von Währungsrisiken im operativen Geschäft schließen wir konzernweit auf Basis vergleichbarer Grundsätze Sicherungsgeschäfte ab. Gegen Translationsrisiken bei Intercompany-Darlehen in Fremdwährung sichern wir uns ebenfalls teilweise ab. Am Standort in Kanada sind für den Konzern über die Wechselkursveränderungen zwischen dem Euro und dem kanadischen Dollar hinaus auch die Veränderungen zwischen dem kanadischen und dem US-Dollar von Bedeutung, da dieser Standort den gesamten nordamerikanischen Raum beliefert. Darüber hinaus sind Währungsrisiken im Bereich der Beschaffung strukturell dadurch begrenzt, dass alle Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für die Standorte Oberkirch und Tschechien und – soweit besondere Stahlqualitäten und -legierungen in Nordamerika oder Asien nicht verfügbar sind – auch für diese Standorte in Europa eingekauft werden. Entsprechend lauten auch unsere langfristigen Lieferverträge auf Euro. Die wesentlichen Währungsrisiken ergeben sich daher aus den in lokaler Währung zu bezahlenden Lohnsummen. BeschaffungsrisikenZu den für unsere Produktionsprozesse notwendigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen gehören insbesondere Stahl sowie in deutlich geringerem Umfang Aluminium. Diese Metalle kaufen wir auf dem Weltmarkt ein. Wir haben mit ausgewählten Lieferanten langfristige Lieferbeziehungen, langfristige Rahmenverträge werden jedoch derzeit am Markt nicht mehr angeboten. In der Vergangenheit waren keine Lieferengpässe bei unseren Vorprodukten zu verzeichnen. Preisanstiege über in unseren Kundenverträgen vertraglich vereinbarte Schwankungen hinaus konnten wir bisher entweder über Gleitklauseln weitergeben oder wir sind auf dem Verhandlungswege mit unseren Kunden erfolgreich zu akzeptablen Lösungen gekommen. Umgekehrt geben wir auch fallende Preise weiter. Für die Zukunft rechnen wir mit stärkeren Preisvolatilitäten und tendenziell steigenden Preisen. Gelegentliche Angebotsverknappungen können nicht ausgeschlossen werden. Dies dürfte insbesondere durch folgende Entwicklungen beeinflusst werden:
SchadenrisikenGegen das Risiko von Schadensfällen sichern wir uns mit entsprechenden Versicherungen ab, deren Deckungssummen konzernweit laufend überprüft und, soweit erforderlich, angepasst werden. Eine ausreichende Absicherung ist damit jederzeit gewährleistet. Darüber hinaus verfügen wir über ein Business-Continuity-Management, also ein unternehmensindividuelles Notfall- und Krisenmanagement zur systematischen Vorbereitung auf die Bewältigung unternehmenskritischer Notfallsituationen, das über den Standort Oberkirch hinaus sukzessive auch zur Beherrschung konzernweiter Risiken eingesetzt wird. IT-RisikenPWO verfügt über eine umfassende, moderne IT-Infrastruktur in allen Konzernbereichen, die zu den laufenden Effizienzsteigerungen im Konzern substanziell beiträgt. Zur Begrenzung von Risiken setzen wir etablierte Standardsoftware ein, die wir für unseren individuellen Bedarf laufend weiterentwickeln. Darüber hinaus überwachen wir unsere IT-Prozesse im Konzern permanent und umfassend durch hierauf spezialisierte Mitarbeiter, um die Funktionsfähigkeit der Systeme sicherzustellen. Gesamtaussage zur Risikosituation des PWO-KonzernsDer PWO-Konzern ist derzeit keinen für die Geschäftstätigkeit untypischen Risiken ausgesetzt. Die typischen Risiken sind zudem aktuell weder besonders stark ausgeprägt noch sind in Einzelfällen substanzielle Belastungen erkennbar. Die künftigen Auslastungsrisiken sind begrenzt, da der Konzern über ein sehr hohes Volumen an Neuaufträgen verfügt, die in den nächsten Jahren sukzessive anlaufen werden. Mit der Stabilisierung der Geschäftsprozesse der jüngeren internationalen Standorte und ihrer Ertragswende haben sich darüber hinaus die Risiken für die Profitabilität des Konzerns deutlich abgeschwächt. PWO ist bilanziell gesund. Der Konzern hat weiterhin eine solide Eigenkapitalquote. Die Nettoverschuldung ist zwar relativ hoch – dies insbesondere auch im Hinblick auf die weiterhin anstehenden Investitionen für das künftige Wachstum –, vor dem Hintergrund der Ertragsperspektiven der nächsten Jahre jedoch noch gut vertretbar. VERGÜTUNGSBERICHTDer Corporate Governance Bericht dieses Geschäftsberichts enthält den Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil dieses Lageberichts. VERÄNDERUNG IN DEN ORGANENDie Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2011 nicht verändert. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289A HGBDie Erklärung zur Unternehmensführung der Progress-Werk Oberkirch AG ist Bestandteil des im Geschäftsbericht 2011 abgedruckten Corporate Governance Berichts. ANGABEN NACH § 289 ABSATZ 4 BZW. § 315 ABSATZ 4 HGBIm Folgenden werden die nach den §§ 289 Absatz 4 und 315 Absatz 4 HGB erforderlichen Angaben dargestellt und erläutert. Das Grundkapital der Progress-Werk Oberkirch AG („Gesellschaft“) beträgt 7.500.000,00 EUR. Es ist eingeteilt in 2.500.000 auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 3,00 EUR je Aktie. Alle Aktien lauten auf den Inhaber. Sie sind mit identischen Rechten ausgestattet und gewähren in der Hauptversammlung jeweils eine Stimme. Es bestehen keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Ferner sind dem Vorstand keine diesbezüglichen Vereinbarungen bekannt, die zwischen Aktionären vereinbart wurden. Die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, hat uns eine Beteiligung an der Gesellschaft in Höhe von 55,282 Prozent angezeigt. Vorzüge oder Sonderrechte mit Kontrollbefugnissen bestehen nicht. Auf die Regelungen des Aktiengesetzes über die mit dem Aktienbesitz verbundenen Rechte und Pflichten wird verwiesen. Eine Beteiligung von Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmern, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, besteht nicht. Der Vorstand besteht gemäß Satzung aus zwei oder mehr Mitgliedern. Sie werden für höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit ist jeweils für höchstens fünf Jahre zulässig. Der Aufsichtsrat entscheidet über die Anzahl der Vorstandsmitglieder, ihre Bestellung und den Widerruf ihrer Bestellung sowie den Abschluss, die Änderung und die Kündigung der mit ihnen abzuschließenden Anstellungsverträge. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen. Die Ernennung sowie die Bestellung von Vorstandsmitgliedern kann er auch vor Ablauf der Amtszeit widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Gemäß § 179 Absatz 1 und § 119 Absatz 1, Nr. 5 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Abweichend von § 179 Absatz 2, Satz 1 AktG sieht § 15 der Satzung vor, dass Beschlüsse zur Satzungsänderung durch die Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der Stimmen des bei der Beschlussfassung stimmberechtigten Grundkapitals gefasst werden können, soweit nicht nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften eine größere Mehrheit erforderlich ist. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen. Es besteht keine Ermächtigung für den Rückkauf eigener Aktien. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 3.000.000,00 EUR zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu gewähren. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um Spitzenbeträge auszugleichen oder um Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften auszugeben. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 750.000,00 EUR zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu gewähren. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um Spitzenbeträge auszugleichen. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, bis zum 25. Mai 2015 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Options- oder Wandelanleihen (zusammen „Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu 65.000.000,00 EUR auszugeben. Er ist zudem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Inhabern von Optionsanleihen Optionsrechte bzw. den Inhabern von Wandelanleihen Wandlungsrechte für Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 3.000.000,00 EUR nach näherer Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Das Grundkapital ist daher insoweit um bis zu 3.000.000,00 EUR durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht, als die Inhaber der Schuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder ihre etwaigen Wandlungsverpflichtungen erfüllen. Bei der Begebung von Schuldverschreibungen ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, sofern er nach pflichtgemäßer Prüfung zur Auffassung gelangt, dass der Ausgabepreis der Schuldverschreibungen ihren nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen Methoden ermittelten hypothetischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts gilt für Schuldverschreibungen mit einem Options- oder Wandlungsrecht oder einer Wandlungspflicht in Bezug auf Aktien der Gesellschaft, auf die ein anteiliger Betrag des Grundkapitals entfällt, der insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals nicht übersteigen darf. Dabei darf diese 10-Prozent-Grenze weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch – falls dieser Wert geringer ist – im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung überschritten werden. Bisher wurde von keiner der drei vorstehenden Ermächtigungen Gebrauch gemacht. Für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots wurden, außer den in Kreditverträgen und Verträgen mit Kunden enthaltenen üblichen Sonderkündigungsrechten, keine weiteren Vereinbarungen getroffen. Auch gegenüber dem Vorstand und den Arbeitnehmern bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen. NACHTRAGSBERICHTNach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die zu berichten wäre. ABHÄNGIGKEITSBERICHTÜber die Beziehungen zur Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, wurde ein Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Bericht schließt wie in den Vorjahren unverändert mit der folgenden Erklärung: „Berichtspflichtige Vorgänge haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen.“ PROGNOSEBERICHTDas wirtschaftliche Umfeld im Jahr 2012Am Jahresanfang 2012 werden für die Weltkonjunktur weitere Eintrübungen befürchtet. Nach Ansicht des IWF werden, nach 3,8 Prozent im Vorjahr, 2012 real nur noch 3,3 Prozent Wachstum erreicht. Zwar erwartet der IWF in fast allen Regionen rückläufige Zuwachsraten. Die wesentliche Ursache der fortschreitenden globalen Konjunkturschwäche wird jedoch in Europa ausgemacht. Demnach hat die Schwäche der europäischen Wirtschaft aufgrund ihrer geringeren Beiträge zum Welthandel auch Auswirkungen auf das Wachstum in anderen Ländern. So soll der Euroraum 2012 eine spürbare Abschwächung verzeichnen und die Wirtschaftsleistung der Region um 0,5 Prozent sinken. Als die wesentlichen Ursachen werden der Anstieg der Refinanzierungskosten vieler Staaten, die wachstumshemmenden Effekte der eingeschränkten Kreditvergabe der Banken sowie der allgemeine Zwang zur Konsolidierung der Staatshaushalte genannt. Vor allem Italien und Spanien sollen um 2,2 bzw. 1,7 Prozent zurückfallen. Aber auch in Deutschland und in Frankreich erwartet der IWF mit einer Zunahme des BIP um nur noch 0,3 bzw. 0,2 Prozent nahezu Stagnation. Die Bundesregierung liegt mit ihrer Wachstumsprognose von 0,7 Prozent für Deutschland nicht wesentlich höher. In Großbritannien erwartet der IWF nach 0,9 Prozent im Vorjahr 2012 nur noch 0,6 Prozent Wirtschaftswachstum. Nach dem durch die Naturkatastrophe ausgelösten Rückschlag im letzten Jahr wird 2012 für die japanische Wirtschaft mit einem Anstieg des BIP um 1,7 Prozentpunkte ebenfalls keine umfassende Erholung erwartet. In den USA soll sich das unterdurchschnittliche Wachstum von 1,8 Prozent des Vorjahres 2012 fortsetzen. Die Konjunkturindikatoren für Deutschland deuteten indes bis zuletzt immer noch in eine günstigere Richtung. Insbesondere nähren die hohe Beschäftigung und eine im Vergleich zu den Vorjahren günstige Einkommensentwicklung die Kaufneigung der Verbraucher. Zudem wird die Binnenkonjunktur wesentlich gestützt durch die anhaltend gute Stimmung im Unternehmenssektor, der seine Ausrüstungsinvestitionen auf hohem Niveau fortführt. Der ifo-Geschäftsklima-Index ist im Januar 2012 zum dritten Mal in Folge gestiegen, vor allem fielen die Zukunftserwartungen der Unternehmen höher aus. Die internationale Automobilbranche im Jahr 2012Der VDA sieht die Perspektiven für das Automobiljahr 2012 weltweit positiv. Danach soll der globale Pkw-Absatz um 4 Prozent auf 68 Mio. Einheiten wachsen. Allerdings hängt dies für den VDA wesentlich von der Entwicklung in Westeuropa ab. Hier geht der Verband davon aus, dass sich der Markt auf dem Niveau des Jahres 2011 bei 12,8 Mio. Einheiten halten wird. Als Voraussetzung wird eine stabile Lage an den Finanzmärkten angenommen, ansonsten wird ein Rückgang nicht ausgeschlossen. Die deutschen Hersteller sollten aber flexibel genug sein, um einen eventuell schwächeren Westeuropa-Markt international ausgleichen zu können. Asien bleibt, so der VDA, auf Wachstumskurs. Der chinesische Pkw-Markt wird 2012 um 8 Prozent auf gut 13,2 Mio. Einheiten zulegen, für Indien wird ein Plus von 10 Prozent auf gut 2,9 Mio. Neufahrzeuge erwartet. Beide Länder gemeinsam stellen damit bereits knapp ein Viertel des Pkw-Weltmarktes dar. Für den US-Markt wird 2012 bei Light Vehicles ein Anstieg um 5 Prozent auf 13,4 Mio. Einheiten erwartet. Damit bliebe die Automobilnachfrage auch im laufenden Geschäftsjahr von der weiterhin hohen Arbeitslosenquote und dem schwierigen Immobilienmarkt kaum berührt. In Brasilien wird 2012 von einer leichten Beruhigung des hohen Wachstums ausgegangen, das der dortige Light-Vehicles-Markt in den letzten Jahren vorgelegt hatte. Mit einem Plus von 3 Prozent auf 3,6 Mio. Einheiten soll aber dennoch der positive Trend fortgeführt werden. Die deutschen Hersteller verfügen derzeit über einen Marktanteil von mehr als zwanzig Prozent. Mittel- und langfristig bleiben die Perspektiven für diesen Markt, und damit auch für die deutschen Anbieter, gut, denn auf 1.000 Einwohner kommen erst 165 Autos und zudem steigen die Durchschnittseinkommen. Die deutsche Automobilindustrie ist global breit aufgestellt. Damit können potenzielle Nachfragerückgänge in einzelnen Regionen durch das Wachstum in anderen Regionen aufgefangen werden. Der hohe Premiumanteil der deutschen Hersteller macht sie zudem weniger anfällig bei möglichen Schwankungen in den Volumenmärkten. Dies sind gute Voraussetzungen für ein auch im Jahr 2012 hohes Exportniveau. Der VDA erwartet ein Exportvolumen von mindestens 4,55 Mio. Einheiten. Der Pkw-Inlandsmarkt wird sich laut VDA 2012 stabil entwickeln und ein Volumen erreichen, das mit über 3,1 Mio. Pkw dem Absatz von 2011 entspricht. Angesichts der Prognosen für Export und Inlandsmarkt ergibt sich für das kommende Jahr eine ebenfalls stabile Inlandsproduktion mit einem Volumen von mindestens 5,9 Mio. Neufahrzeugen. Nach Werksneueröffnungen und Kapazitätsausbau wird die Auslandsproduktion der deutschen Hersteller weiter zunehmen. Außerhalb Deutschlands ist China mit inzwischen mehr als einem Viertel aller im Ausland gefertigten Fahrzeuge der bedeutendste Produktionsstandort. Die deutschen Zulieferer sind allein in China mit 180 Produktions- und Montagewerken vertreten. Chancen und RisikenDie im Risikobericht dargestellten Risiken für das Berichtsjahr gelten auch für das Geschäftsjahr 2012 und die Folgejahre. Wesentliche zusätzliche Risiken sind weder für den Konzern noch für die Segmente erkennbar. Im Berichtsjahr sind an diversen Standorten des PWO-Konzerns große neue Serienproduktionen erfolgreich angelaufen. Dies betraf unter anderem den Standort in Mexiko, wo das bisherige Produktionsprogramm weitgehend ersetzt wurde. Die mit den Anläufen verbundenen Risiken liegen daher inzwischen weitestgehend hinter uns. Auch für die Zukunft stehen bereits umfangreiche neue Aufträge in den Büchern. Auf der Basis der inzwischen erreichten Stabilisierung der Prozesse insbesondere auch an unseren internationalen Standorten schätzen wir die damit verbundenen Risiken künftig jedoch niedriger als im Berichtsjahr ein. Die wesentlichen Chancen und Risiken resultieren daher aus der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft und der Nachfrage im Premiumsegment der Automobilindustrie. Einen erneuten erheblichen Abschwung sehen wir derzeit nicht. Vielmehr erwarten wir, dass die Schwankungen im geschäftsüblichen Rahmen liegen werden und damit im Rahmen einer Bandbreite, die es typischerweise zu steuern gilt. Dies bedeutet andererseits, dass wir aus der Marktentwicklung zusätzliche kurzfristige und deutlich über den Erwartungen liegende Wachstumsschübe beim Umsatz nicht sehen. Und über Neuaufträge sind sie kurzfristig nicht zu erwarten, da in unserem gut planbaren, langfristigen Geschäft neue Serienproduktionen einen Vorlauf von ein bis drei Jahren zwischen Auftragserteilung und Produktionsstart haben. Die wesentlichen Potenziale für die Entwicklung des Konzerns liegen damit im laufenden Geschäftsjahr auf der Ertragsseite, wo wir sehr zuversichtlich sind, deutliche Verbesserungen an allen Standorten zu erzielen. Dabei gehen wir nicht davon aus, dass diese Ertragschancen durch Materialpreiserhöhungen grundsätzlich gefährdet werden. Zum einen sinken die Rohstoffpreise derzeit tendenziell. Zum anderen gehen wir auch für die Zukunft davon aus, mit unseren Kunden einvernehmliche Lösungen bei Materialpreisänderungen erzielen zu können. Die bisherigen Ergebnisrisiken aus der stichtagsbedingten Bewertung nicht kursgesicherter Darlehen innerhalb des Konzerns haben wir bereits im Berichtsjahr durch verschiedene Maßnahmen deutlich reduziert und wollen dies 2012 noch weiter tun. Ziel ist es, diese Risiken weitgehend abzubauen. Ausblick für den PWO-KonzernUnser detaillierter Planungszeitraum reicht derzeit bis in das Geschäftsjahr 2014. Das bis einschließlich 2013 geplante Wachstum basiert an allen Standorten auf konkreten Aufträgen, es ist jedoch abhängig von der weltweiten Konjunkturlage. Aufgrund der langen Vorlaufzeiten in unserem Geschäft konzentrieren wir uns derzeit schon voll auf die Akquisition von Aufträgen, die über den Planungszeitraum deutlich hinausgehen. Bis 2014 erwarten wir im Konzern ein Umsatzwachstum auf mehr als 400 Mio. EUR. Die Verteilung auf die einzelnen Jahre wird sowohl von der Entwicklung der Materialpreise wie auch möglichen Verzögerungen bei Serienanläufen durch den Kunden beeinflusst werden. Für das Geschäftsjahr 2012 gehen wir derzeit von einem Umsatz von rund 360 Mio. EUR aus. Im Berichtsjahr hatten wir einen Umsatz von 331,1 Mio. EUR erreicht. Darin enthalten sind jedoch rund 20 Mio. EUR Verrechnungen aus Materialpreiserhöhungen, die sich in 2012 deutlich reduzieren werden. Annahmen über die Materialpreisentwicklung 2013 und 2014 treffen wir derzeit nicht. Zur Umsatzausweitung sollen vor allem unsere Auslandsstandorte beitragen, während wir in Oberkirch nur eine flache Wachstumskurve erwarten. In China rechnen wir bis 2014 mit einer sukzessiven Steigerung des Umsatzes auf rund 20 Mio. EUR, sowie mit weiterem überdurchschnittlichem Wachstum in den Folgejahren. Bezüglich der Ergebnisentwicklung erwarten wir für den Standort Oberkirch in den nächsten Jahren eine anhaltend stabile Profitabilität. Die internationalen Standorte sollen, nachdem sie in Summe im Geschäftsjahr 2011 erstmals einen positiven EBIT-Beitrag geleistet haben, ihre Ergebnisse zügig weiter verbessern. Im Konzern streben wir aktuell für das Geschäftsjahr 2012 ein EBIT in der Größenordnung von 25 Mio. EUR an und wollen dies in den kommenden Jahren weiter überproportional steigern. Insbesondere soll sich auch das Periodenergebnis in den nächsten Jahren weiter verbessern. Hierzu wird zum einen der anhaltend positive Effekt aus der Anrechenbarkeit von Steuerguthaben an unserem tschechischen Standort beitragen. Zum anderen werden wir mit dem Erreichen nachhaltig positiver Zahlen an unserem mexikanischen Standort unsere dortigen Verlustvorträge nutzen können. Insgesamt erwarten wir einen sukzessiven Rückgang der Steuerquote auf unter 30 Prozent und entsprechend einen überproportionalen Anstieg des Jahresüberschusses. Dies gibt in der Regel Raum, um unsere aktionärsfreundliche Dividendenpolitik fortzusetzen. Ziel ist es, zwischen 30 und 40 Prozent des Konzern-Jahresüberschusses regelmäßig auszuschütten und die Dividende damit stetig und nachhaltig zu steigern. Gleichzeitig soll uns die erwartete positive Ertragsentwicklung den Spielraum geben, um die notwendigen Investitionen für das künftige Wachstum solide zu finanzieren. Im Geschäftsjahr 2012 rechnen wir mit einem Anstieg der Investitionen auf etwa 35 Mio. EUR, in den danach folgenden Jahren sollen sie auf Basis der aktuellen Planung wieder auf unter 30 Mio. EUR pro Jahr sinken. Dann würde sich auch das Gearing des Konzerns sichtbar abbauen und den Zielkorridor von 50 bis 80 Prozent wieder erreichen. Im Zuge der Investitionsfinanzierung 2012 wollen wir die in diesem Jahr endfälligen Darlehen durch neue Bankverbindlichkeiten in vergleichbarer Höhe mit langfristiger Bindung ersetzen. Dabei werden wir die Laufzeiten ausgewogen strukturieren. In dieser Projektion sind überdurchschnittliche Wachstumschancen aus Neuaufträgen ab 2014 und der mögliche Aufbau weiterer eigener Montagestandorte nicht enthalten. Wir arbeiten intensiv daran, dem Konzern zusätzliche Perspektiven über seine heutige Größenordnung hinaus zu eröffnen. Sollte uns dies gelingen, werden wir einem gesunden und profitablen Wachstum den Vorzug vor dem Erreichen bestimmter Bilanzrelationen geben. LAGEBERICHT FÜR DIE PWO AGDie Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft (die „PWO AG“) hat ihren Sitz in Oberkirch, Baden-Württemberg. Sie bildet den Stammsitz des Konzerns, ist dessen größter Produktionsstandort und zugleich Kompetenzzentrum für Produktentwicklung und Fertigungstechnologie sowie für das PWO-Production-System. Hier werden auch zentrale Konzernfunktionen wie insbesondere Marketing und Vertrieb, Finanzen, Controlling, Recht, IT und Personal koordiniert. Die internationalen Standorte des Konzerns werden zur Risikobegrenzung eng durch den Standort Oberkirch geführt, insbesondere in den Bereichen Finanzen, Controlling und Recht. Im operativen Tagesgeschäft haben sie jedoch weitgehende eigene Zuständigkeiten. Der Abschluss der PWO AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt, der Konzernabschluss nach dem Regelwerk der IFRS. Die grundsätzlichen Aussagen des zusammengefassten Lageberichts für den PWO-Konzern und die PWO AG, vor allem zu Markt, Strategie und Steuerung sowie zu den Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit, gelten auch für die AG. Die Entwicklung der Mitarbeiter ist in einem eigenen Kapitel dargestellt. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
Analog zur Entwicklung im Konzern verzeichnete auch die PWO AG im Geschäftsjahr 2011 ein erfreuliches Wachstum. Zusätzlich zu den anhaltend hohen Abrufzahlen bei laufenden Serienproduktionen profitierte die Gesellschaft von den Hochläufen im Vorjahr angelaufener neuer Aufträge. Der ausgewiesene Anstieg der Umsatzerlöse spiegelt jedoch nicht nur die Entwicklung bei den Serienlieferungen und im Werkzeuggeschäft. Auf die AG entfiel zudem ein wesentlicher Teil der im Konzern realisierten Materialpreisverrechnungen. Im Hinblick auf die Profitabilität ist die PWO AG weiterhin der mit deutlichem Abstand ertragsstärkste Standort im Konzern. Der leichte Rückgang der EBIT-Marge auf 7,7 Prozent nach 8,7 Prozent im Vorjahr resultierte insbesondere aus dem rechnerischen Effekt der Materialpreisverrechnungen, da aus diesen Umsatzbestandteilen keine Ergebnisbeiträge generiert werden. Die Personalaufwandsquote zeigte 2011 eine erfreuliche Entwicklung und blieb unter Vorjahr. Dies ist zum einen Resultat unserer erfolgreichen permanenten Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität. Zum anderen ist jedoch auch zu berücksichtigen, dass wir zur Sicherung der Flexibilität und der Ertragskraft der Gesellschaft die Anzahl unserer Zeitarbeitnehmer inzwischen deutlich erhöht haben. Die Abschreibungen lagen im Berichtsjahr absolut unter Vorjahr. Dies resultierte aus den in den letzten Jahren eng budgetierten Investitionsvolumina. Im Berichtsjahr haben wir zwar bereits wieder deutlich mehr investiert. Dies betraf jedoch neben Anzahlungen für Anlagen im Bau insbesondere technische Anlagen und Maschinen in Vorbereitung neuer Serienproduktionen und führte daher im Berichtsjahr noch nicht zu signifikanten Abschreibungen. Das Finanzergebnis konnte trotz gestiegener Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Insgesamt konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der PWO AG leicht auf 15,0 Mio. EUR (i. V. 14,6 Mio. EUR) gesteigert werden. Abzüglich eines außerordentlichen Ergebnisses von –0,3 Mio. EUR (i. V. –0,5 Mio. EUR) und einer Steuerbelastung von 29,6 Prozent (i. V. 30,8 Prozent) – ohne die im außerordentlichen Ergebnis enthaltenen latenten Steuern – erzielte die PWO AG im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 10,4 Mio. EUR nach 9,8 Mio. EUR im Vorjahr. Die Bilanzsumme der PWO AG stieg im Berichtsjahr auf 186,7 Mio. EUR (i. V. 169,6 Mio. EUR). Dies resultierte, wie bereits erwähnt, aus einer Erhöhung der Sachanlagen auf 47,3 Mio. EUR (i. V. 38,9 Mio. EUR). Darüber hinaus haben wir die Anteile an verbundenen Unternehmen im Zuge von Kapitalerhöhungen bei Tochtergesellschaften sowie die Ausleihungen an verbundene Unternehmen erneut deutlich gesteigert. Beide Veränderungen resultierten aus der Erhöhung von Mitteln, die die AG ihren Tochtergesellschaften für deren künftiges Wachstum zur Verfügung gestellt hat. Die Vorräte konnten hingegen trotz des anhaltenden Wachstums der PWO AG aufgrund unseres strikten Managements der Bestände sogar unter Vorjahr gehalten werden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich unterproportional zur Bilanzsumme. Auf der Passivseite verzeichneten wir im Berichtsjahr infolge der positiven Ergebnisentwicklung der PWO AG ein weiter steigendes Eigenkapital. Entsprechend konnte die Eigenkapitalquote trotz wieder aufgenommener Dividendenzahlung an die Aktionäre mit 45,8 Prozent auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Zur Finanzierung der Ausweitung des Geschäfts und der Investitionen wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 47,3 Mio. EUR (i. V. 42,1 Mio. EUR) erhöht. Die Veränderung der übrigen Positionen der Passivseite der Bilanz lag im geschäftsüblichen Rahmen. Im Hinblick auf die künftige Geschäftsentwicklung gelten die Aussagen zu den Chancen und Risiken im Prognosebericht des Konzerns grundsätzlich auch für die PWO AG. Allerdings erwarten wir in der AG in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 ein gegenüber dem Konzern geringeres Wachstum. Dies resultiert im Wesentlichen aus zwei Faktoren: Zum einen, wie erwähnt, aus dem Basiseffekt der Materialpreisverrechnungen. Die hieraus resultierenden Umsätze unterliegen den Schwankungen an den globalen Rohstoffmärkten und können daher nicht in die Zukunft fortgeschrieben werden. Zum anderen werden jenseits der Hochläufe der aktuellen Großprojekte die weiteren Serienneuanläufe in geringerem Umfang die planmäßigen Serienausläufe übersteigen. Die Ertragskraft der PWO AG soll hiervon jedoch nicht tangiert werden. Unverändert gehen wir davon aus, dass sie die wesentlichen Erträge des Konzerns erwirtschaftet und sowohl 2012 als auch 2013 eine Marge über dem Konzerndurchschnitt realisieren wird. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
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Das Periodenergebnis entfällt in voller Höhe
auf die Anteilseigner der PWO AG. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
KONZERN-BILANZAKTIVA scroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSSINFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMENDer Konzernabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG (PWO) und ihrer Tochterunternehmen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 9. März 2012 freigegeben und anschließend dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. PWO ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Oberkirch, Deutschland. Die Aktien werden auf XETRA, im amtlichen Handel in Frankfurt und Stuttgart sowie im Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg-Hannover und München gehandelt. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen sind im Konzernlagebericht, Kapitel „Unternehmensprofil“ beschrieben. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN1 | Grundlagen der Erstellung des AbschlussesDer Konzernabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochterunternehmen wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente sowie Fremdwährungsforderungen und –verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Der Konzernabschluss ist in Tausend Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend (TEUR) auf- oder abgerundet. 2 | KonsolidierungsgrundsätzeDer Konzernabschluss umfasst den Abschluss der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt vollkonsolidiert. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Rechnungslegungsmethoden für die gleiche Berichtsperiode aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt unter Anwendung der Erwerbsmethode (IFRS 3). Die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses werden auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen identifizierbaren Schulden und Eventualschulden entsprechend ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Eine verbleibende Differenz wird, soweit sie positiv ist, als Goodwill ausgewiesen bzw. soweit sie negativ ist, ertragswirksam vereinnahmt. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Schulden zwischen konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet (IAS 27). Für Konsolidierungsmaßnahmen mit ertragsteuerlichen Auswirkungen werden latente Steuern angesetzt. Im Konzernabschluss sind 6 ausländische mittelbare und unmittelbare Unternehmen einbezogen. Die folgende Tabelle zeigt den Anteilsbesitz, das Eigenkapital und den Gewinn der konsolidierten Unternehmen: scroll
1)
Mittelbare Beteiligung über die PWO Holding
Co., Ltd., in Höhe von 100 % 3 | Zusammenfassung wesentlicher RechnungslegungsmethodenFremdwährungsumrechnungDer Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet (IAS 21). Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Dabei wurden alle Bilanzposten des einbezogenen ausländischen Konzernunternehmens mit dem jeweiligen Devisenmittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns erfolgte mit dem Jahresdurchschnittskurs. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen. Differenzen werden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden im Periodenergebnis erfasst. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Durch den Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehende Geschäfts- oder Firmenwerte und am beizulegenden Zeitwert ausgerichtete Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die aus dem Erwerb dieses ausländischen Geschäftsbetriebs resultieren, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet. Für den Konzernabschluss wurden folgende Wechselkurse für die Währungsumrechnung verwendet: scroll
ErtragsrealisierungErträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann, unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung oder zu beanspruchenden Gegenleistung unter Berücksichtigung vertraglich festgelegter Zahlungsbedingungen bewertet, wobei Steuern oder andere Abgaben unberücksichtigt bleiben. Der Konzern ist zu dem Schluss gekommen, dass er bei allen Umsatztransaktionen als Auftraggeber handelt. Beim Verkauf von Erzeugnissen werden Erträge erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Erzeugnisse ein. Zinserträge werden bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten anhand des Effektivzinssatzes erfasst. Dabei handelt es sich um den Kalkulationszinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments oder gegebenenfalls eine kürzere Periode exakt auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Verbindlichkeit abgezinst werden. Zinserträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil der Finanzerträge ausgewiesen. Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Zuwendungen für einen Vermögenswert werden in der Bilanz aktivisch abgesetzt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden als Ertrag erfasst. SteuernDie tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der Konzern tätig ist und zu versteuerndes Einkommen erzielt. Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf zum Abschlussstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem Steuerbilanzwert. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme eines steuerlich nicht abzugsfähigen Geschäftswerts und von temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das IFRS-Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden aktiviert, sofern damit gerechnet wird, dass diese genutzt werden können. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern gelten oder erwartet werden. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital erfasst. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. SachanlagenDie Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Abschreibungen sind nach der linearen Methode ermittelt worden. Bestimmte Maschinen sowie auftragsbezogene Werkzeuge wurden in Abhängigkeit der im Berichtsjahr erzeugten Stückzahl, bezogen auf die in Auftrag gegebene bzw. geplante Gesamtstückzahl, leistungsbezogen abgeschrieben. LeasingverhältnisseDie Feststellung ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt, selbst wenn dieses Recht in einer Vereinbarung nicht ausdrücklich festgelegt ist. Finance-Lease-Verhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übertragen werden, werden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem fixen und variablen Zinssatz verzinst wird. Leasinggegenstände werden über die Nutzungsdauer des Gegenstands abgeschrieben. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses jedoch nicht hinreichend sicher, wird der Leasinggegenstand über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst. FremdkapitalkostenFremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten sind Zinsen und sonstige Kosten, die einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital entstehen. Immaterielle VermögenswerteEinzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Immaterielle Vermögenswerte sind Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill), Patente, kundenbezogene Entwicklungsleistungen, Software, Kundenbeziehungen, Wettbewerbsverbote, Lizenzen und ähnliche Rechte. Der Konzern schreibt immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer auf den geschätzten Restbuchwert ab. Davon ausgenommen sind kundenbezogene Entwicklungsleistungen, die stückzahlbezogen abgeschrieben werden. Goodwill wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung überprüft. Der Konzern hat mit Ausnahme des Goodwills keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer identifiziert. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Ansatzkriterien von IAS 38 erfüllt sind. Nach der erstmaligen Aktivierung wird der Vermögenswert zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen geführt. Aktivierte Entwicklungskosten beinhalten alle direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten und werden über die geplante Produktlebensdauer (5 bis 7 Jahre) abgeschrieben. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten sind Bestandteil der Herstellungskosten und werden den Komponenten zugeordnet, durch die sie verursacht worden sind. Ein Werthaltigkeitstest wird bei Geschäfts- oder Firmenwerten jährlich, bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei Sachanlagen nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte durchgeführt. Eine Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Cashflows, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag von Nettoveräußerungswert und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbaren Betrag abzüglich Veräußerungskosten. Der Nutzungswert wird auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der Nutzung und dem Abgang eines Vermögenswerts mit Hilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Die Cashflows werden aus der langfristigen Unternehmensplanung abgeleitet, die historische Entwicklungen sowie makroökonomische Trends berücksichtigt. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird grundsätzlich der Nutzungswert der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit herangezogen. Die durch den Aufsichtsrat genehmigte langfristige Unternehmensplanung geht bis zum Ende des Detailplanungszeitraumes in 2014. Das Management plant für alle Einheiten mit deutlichen Umsatzsteigerungen, die insbesondere aus neuen Aufträgen sowie dem Ausbau von im Konzern bereits bestehenden Kundenbeziehungen kommen werden. Zudem wird aufgrund von Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen sowie der Verbesserung der Qualität der Materialeinsatz sinken. In dieser Folge werden auch die anteiligen Personalkosten zurückgehen. In Summe wird dadurch eine Steigerung des EBIT erreicht. Wesentliche Annahmen, auf die die langfristige Unternehmensplanung sensibel reagiert, sind neben der Entwicklung der Absatzzahlen in der Automobilindustrie und der Rohstoffpreise die Steigerung der Produktivität. Diese Entwicklungen wurden aufgrund von Erfahrungen aus der Vergangenheit, auf Basis von öffentlich verfügbaren Daten sowie anhand von bestehenden Projektvereinbarungen, aber auch anhand von beschlossenen internen Maßnahmen bewertet und bestimmt. Die Cashflows werden unter Anwendung risikoäquivalenter Kapitalisierungszinssätze (vor Steuern) auf den Bilanzstichtag abgezinst. Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills der PWO UNITOOLS CZ a.s. und PWO Canada Inc. wurde für die erste Phase ein Kapitalisierungszinssatz (WACC) von 10,28 % (i. V. 10,79 %) bzw. 13,09 % (i. V. 15,26 %) zugrunde gelegt. Die zweite Phase (ewige Rente) wurde bei PWO UNITOOLS CZ a.s. bzw. PWO Canada Inc. mit einer Wachstumsrate von 1,01 % (i. V. 1,0 %) bzw. von 1,27 % (i. V. 1,0 %) berechnet. Für die Ermittlung der Cashflows werden grundsätzlich die Wachstumsraten der betreffenden Automobilmärkte zugrunde gelegt. Die getroffenen Annahmen unterliegen einer gewissen Sensitivität. Dass eine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des Nutzungswerts der für PWO UNITOOLS CZ a.s. und PWO Canada Inc. getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass die Buchwerte der Goodwills dieser Unternehmenseinheiten ihren erzielbaren Betrag wesentlich übersteigen könnte, halten wir für unwahrscheinlich, da die tatsächlich erzielbaren Beträge der Unternehmenseinheiten PWO UNITOOLS CZ a.s. und PWO Canada Inc. deren Buchwerte jeweils um 4.274 TEUR (i. V. 10.591 TEUR) bzw. um 4.722 TEUR (i. V. 4.410 TEUR) übersteigen. Sollte sich jedoch bei gleichbleibendem Kapitalisierungszinssatz eine nachhaltige Planverfehlung des Free Cashflow um mehr als 12 % für PWO UNITOOLS und 22 % für PWO Canada ergeben, dann wäre eine Wertminderung notwendig. Umgekehrt würde bei gleichbleibendem Free Cashflow eine Wertminderung notwendig, wenn der Kapitalisierungszinssatz auf 9,5 % für PWO UNITOOLS bzw. 12,8 % für PWO Canada steigen würde. FinanzinstrumenteFinanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen (IAS 39). Sofern bei finanziellen Vermögenswerten Handels- und Erfüllungstag zeitlich auseinanderfallen können, ist für die erstmalige Bilanzierung der Erfüllungstag maßgeblich. Die erstmalige Bewertung eines Finanzinstruments erfolgt zu Anschaffungskosten, Transaktionskosten werden grundsätzlich einbezogen. In der Folge werden Finanzinstrumente je nach Zuordnung zu den in IAS 39 vorgesehenen Kategorien entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. IAS 39 unterscheidet zwischen originären und derivativen Finanzinstrumenten. Bei den originären Finanzinstrumenten handelt es sich insbesondere um Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, liquide Mittel, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Deren Bewertung erfolgt mit fortgeführten Anschaffungskosten. Bei den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, übrigen Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmitteln entspricht der Buchwert im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert. PWO setzt zur Zins- und Währungsabsicherung devisenbezogene Derivate in Form von Zinsswaps, Währungsswaps, Optionen und Devisentermingeschäften ein. Diese werden bei Zugang und im Rahmen der Folgebewertung mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Bei derivativen Finanzinstrumenten, die nicht die Kriterien für eine Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfüllen, werden Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes sofort erfolgswirksam erfasst. Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen (Cashflow Hedges), werden in Höhe des effektiven Teils im Eigenkapital erfolgsneutral abgegrenzt, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam erfasst wird. Mit Eintritt des gesicherten Grundgeschäfts erfolgt die ergebniswirksame Umbuchung aus dem Eigenkapital. Der beizulegende Zeitwert börsennotierter Derivate entspricht dem positiven oder negativen Marktwert. Liegen keine Marktwerte vor, werden diese mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wie z. B. Discounted-Cashflow-Modell oder Optionspreismodell. Bei kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten stellt der Buchwert eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Zeitwerts dar. Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob objektive Hinweise bestehen, dass eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte („Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss“) zu designieren, hat der Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten hat der Konzern von der Anwendung des Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten („Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss“) zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht. VorräteDie Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren realisierbaren Werten angesetzt. Abwertungen auf schwer verwertbare bzw. unbrauchbare Materialien wurden hierbei vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen und produktionsbezogene Verwaltungskosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Werkzeug- und Entwicklungsaufträge werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Hierbei wird eine verlustfreie Bewertung dergestalt vorgenommen, dass die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten maximal in Höhe des Verkaufspreises zuzüglich der über die Serienproduktion erzielbaren Erlöse angesetzt werden. Erlöse werden realisiert, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übergehen. ZahlungsmittelZahlungsmittel enthalten Kassenbestände und kurzfristige Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von unter 90 Tagen. RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) nach IAS 19 für den Konzernabschluss bewertet. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Methoden. Die erfolgswirksame Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste erfolgt erst dann, wenn die zu Beginn des Geschäftsjahres nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zehn Prozent des Barwerts der Verpflichtung zu Beginn des Geschäftsjahres übersteigen (Korridormethode). Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Soweit Anwartschaften sofort nach Einführung oder Änderung eines Pensionsplanes unverfallbar sind, ist der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand sofort erfolgswirksam zu erfassen. Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und dieser verlässlich geschätzt werden kann. Ist der Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen abgezinst. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung wahrscheinlich ist. 4 | Änderungen der RechnungslegungsmethodenNEUE UND GEÄNDERTE STANDARDS UND INTERPRETATIONENDie angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden, mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen mit Wirkung zum 1. Januar 2011: • IAS 24 | Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (geändert)Der IASB hat eine Änderung veröffentlicht, die eine Klarstellung der Definitionen von nahestehenden Unternehmen und Personen beinhaltet. Die neue Definition verstärkt den symmetrischen Ansatz bei der Bestimmung von Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen und stellt die Umstände klar, unter denen Personen in Schlüsselpositionen die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen eines Unternehmens beeinflussen. Des Weiteren führt die Änderung zu einer partiellen Befreiung von den Angabepflichten des IAS 24 für Geschäfte mit öffentlichen Stellen und mit Unternehmen, die durch dieselbe öffentliche Stelle wie das berichtende Unternehmen beherrscht, gemeinschaftlich geführt oder wesentlich beeinflusst werden. Aus der Anwendung der Änderung ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. • IAS 32 | Finanzinstrumente: Darstellung – Klassifizierung von Bezugsrechten (geändert)Der IASB hat eine Änderung veröffentlicht, in der die Definition einer finanziellen Verbindlichkeit nach IAS 32 geändert wird, damit Unternehmen bestimmte Bezugsrechte und Optionen oder Optionsscheine als Eigenkapitalinstrumente klassifizieren können. Die Änderung ist anwendbar, wenn die Rechte zum Erwerb einer festen Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens zu einem festen Betrag in beliebiger Währung berechtigen und das Unternehmen sie anteilig allen gegenwärtigen Eigentümern derselben Klasse seiner nicht-derivativen Eigenkapitalinstrumente anbietet. Die Änderung wirkt sich nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus, da der Konzern über keine derartigen Instrumente verfügt. • IFRIC 14 | Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen (geändert)Die Änderung beseitigt eine unbeabsichtigte Folge für den Fall, dass ein Unternehmen Mindestdotierungsverpflichtungen unterliegt und Vorauszahlungen vornimmt, um diesen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Änderung gestattet die Klassifizierung einer Vorauszahlung künftigen Dienstzeitaufwands durch das Unternehmen als Planvermögen. Aus dieser Änderung ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. VERBESSERUNGEN ZU IFRSDer IASB veröffentlichte im Mai 2010 seinen dritten Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS mit dem primären Ziel, Inkonsistenzen zu beseitigen und Formulierungen klarzustellen. Die Sammelstandards sehen für jeden geänderten IFRS eigene Übergangsregelungen vor. Die Anwendung folgender Neuregelungen führte zwar zu einer Änderung von Rechnungslegungsmethoden, ergab jedoch keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns: • IFRS 3 | UnternehmenszusammenschlüsseDie für Anteile ohne beherrschenden Einfluss verfügbaren Bewertungswahlrechte wurden geändert. Lediglich Bestandteile von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss, die ein gegenwärtiges Eigentumsrecht und im Falle einer Liquidation für den Inhaber einen anteiligen Anspruch am Nettovermögen des Unternehmens begründen, dürfen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum proportionalen Anteil des gegenwärtigen Eigentumsrechts am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet werden. Alle anderen Bestandteile sind zu ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Die Änderungen des IFRS 3 sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen, anzuwenden. Aus dieser Änderung ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. • IFRS 7 | Angaben Übertragung finanzieller VermögenswerteZiel der Änderung war es, die Angaben durch eine Reduzierung des Umfangs der Angaben zu gehaltenen Sicherheiten zu vereinfachen und durch zusätzliche qualitative Informationen, welche die quantitativen Informationen ergänzen sollen, zu verbessern. Aus dieser Änderung ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. • IAS 1 | Darstellung des AbschlussesDie Änderung stellt klar, dass ein Unternehmen die Analyse jedes Bestandteils des sonstigen Ergebnisses entweder in der Eigenkapitalveränderungsrechnung oder im Anhang darstellen kann. Der Konzern stellt diese Analyse in der Gesamtergebnisrechnung dar. Aus den anderen unter Verbesserungen zu IFRS 2010 veröffentlichten und nachfolgend aufgelisteten Neuregelungen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Rechnungslegungsmethoden und die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns:
VERÖFFENTLICHTE, JEDOCH NOCH NICHT VERPFLICHTEND ANZUWENDENDE STANDARDSDer IASB hat nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die bereits im Rahmen des Komitologieverfahrens in das EU-Recht übernommen wurden, aber im Geschäftsjahr 2011 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Der Konzern wendet diese Standards und Interpretationen nicht vorzeitig an. • IFRS 7 | Angaben über die Übertragung von finanziellen Vermögenswerten (geändert)Die Änderung von IFRS 7 wurde im Oktober 2010 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnt. Die Änderung bestimmt umfangreiche neue qualitative und quantitative Angaben über übertragene finanzielle Vermögenswerte, die nicht ausgebucht wurden, und über das zum Berichtsstichtag bestehende anhaltende Engagement bei übertragenen finanziellen Vermögenswerten. Diese Änderung wird den Umfang der Angaben zu Finanzinstrumenten voraussichtlich weiter ausdehnen. Sie wird jedoch keine Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss und die Ergebnisse in künftigen Geschäftsjahren haben. Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2011 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Diese Standards und Interpretationen wurden von der EU bislang nicht anerkannt und werden vom Konzern nicht angewandt. • IFRS 1 | Drastische Hyperinflation und Streichung der festen Daten für erstmalige Anwender (geändert)Die Änderung von IFRS 1 wurde im Dezember 2010 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnt. Die Änderung streicht fixierte Anwendungszeitpunkte für die Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie für die Vorschriften zur Erfassung eines Gewinns oder Verlusts im Zugangszeitpunkt gemäß IFRS 1 und ersetzt diese mit dem Zeitpunkt des Übergangs auf die IFRS. Die Änderung stellt ferner klar, wie die Bilanzierung gemäß IFRS nach einer Periode, in der das Unternehmen die IFRS aufgrund einer von drastischer Hyperinflation geprägten funktionalen Währung nicht vollständig einhalten konnte, wieder aufgenommen wird. Aus der Anwendung dieser Änderung ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. • IFRS 9 | Finanzinstrumente: Klassifizierung und BewertungDer erste Teil der Phase I bei der Vorbereitung des IFRS 9 Finanzinstrumente wurde im November 2009 veröffentlicht. Der Standard beinhaltet Neuregelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Hiernach sind Schuldinstrumente abhängig von ihren jeweiligen Charakteristika und unter Berücksichtigung des Geschäftsmodells entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Eigenkapitalinstrumente sind immer zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Wertschwankungen von Eigenkapitalinstrumenten dürfen aber aufgrund des eingeräumten instrumentenspezifischen Wahlrechts, welches im Zeitpunkt des Zugangs des Finanzinstruments ausübbar ist, im sonstigen Ergebnis erfasst werden. In diesem Fall würden für Eigenkapitalinstrumente nur bestimmte Dividendenerträge erfolgswirksam erfasst. Eine Ausnahme bilden finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden und die zwingend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Der IASB hat im Oktober 2010 den zweiten Teil der Phase I des Projekts abgeschlossen. Der Standard wurde damit um die Vorgaben zu finanziellen Verbindlichkeiten ergänzt und sieht vor, die bestehenden Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften für finanzielle Verbindlichkeiten mit folgenden Ausnahmen beizubehalten: Auswirkungen aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos bei finanziellen Verbindlichkeiten, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert wurden, müssen erfolgsneutral erfasst und derivative Verbindlichkeiten auf nicht notierte Eigenkapitalinstrumente dürfen nicht mehr zu Anschaffungskosten angesetzt werden. IFRS 9 ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnt. Der Abschluss dieses Projekts wird in 2012 erwartet. Die Anwendung des ersten Teils der Phase I wird keine wesentlichen Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten des Konzerns haben. Aus dem zweiten Teil dieser Projektphase werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet. Um ein umfassendes Bild potenzieller Auswirkungen darzustellen, wird der Konzern die Auswirkung erst in Verbindung mit den anderen Phasen, sobald diese veröffentlicht sind, quantifizieren. • IFRS 10 | KonzernabschlüsseIFRS 10 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Der neue Standard ersetzt die Bestimmungen des bisherigen IAS 27 | Konzern- und Einzelabschlüsse zur Konzernrechnungslegung und die Interpretation SIC-12 | Konsolidierung – Zweckgesellschaften. IFRS 10 begründet ein einheitliches Beherrschungskonzept, welches auf alle Unternehmen einschließlich der Zweckgesellschaften Anwendung findet. Aus den mit IFRS 10 eingeführten Änderungen werden keine Auswirkungen erwartet, da über alle Unternehmen im Konzern Beherrschung ausgeübt wird und diese daher im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzern einzubeziehen sind. • IFRS 11 | Gemeinschaftliche VereinbarungenIFRS 11 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Der Standard ersetzt den IAS 31 | Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und die Interpretation SIC-13 | Gemeinschaftlich geführte Unternehmen – Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen. Mit IFRS 11 wird das bisherige Wahlrecht zur Anwendung der Quotenkonsolidierung bei Gemeinschaftsunternehmen aufgehoben. Aus der Anwendung des neuen Standards werden keine Auswirkungen erwartet, da über alle Unternehmen im Konzern Beherrschung ausgeübt wird und diese daher im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzern einzubeziehen sind. • IFRS 12 | Angaben über Beteiligungen an anderen UnternehmenIFRS 12 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Der Standard regelt einheitlich die Angabepflichten für den Bereich der Konzernrechnungslegung und konsolidiert die Angaben für Tochterunternehmen, die bislang in IAS 27 geregelt waren, die Angaben für gemeinschaftlich geführte und assoziierte Unternehmen, welche sich bislang in IAS 31 bzw. IAS 28 befanden, sowie für strukturierte Unternehmen. Da der neue Standard neben den zuvor bestandenen Erläuterungspflichten neue Angabeerfordernisse formuliert, werden die Konzernangaben zu diesem Unternehmenskreis künftig umfassender sein. • IFRS 13 | Bemessung des beizulegenden ZeitwertsIFRS 13 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Der Standard legt Richtlinien für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts fest und definiert umfassende quantitative und qualitative Angaben über die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Nicht zum Regelungsbereich des Standards gehört dagegen die Frage, wann Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden müssen oder können. IFRS 13 definiert den beizulegenden Zeitwert als den Preis, den eine Partei in einer regulären Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts erhalten oder für die Übertragung einer Verbindlichkeit zahlen würde. Der Konzern untersucht derzeit die Auswirkungen, die der neue Standard auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns künftig haben wird. Größere Auswirkungen werden jedoch nicht erwartet. • IAS 1 | Darstellung des Abschlusses – Darstellung von Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses (geändert)Die Änderung von IAS 1 wurde im Juni 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnt. Die Änderung des IAS 1 betrifft die Darstellung der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses. Dabei sind Bestandteile, für die künftig eine erfolgswirksame Umgliederung vorgesehen ist (sog. Recycling), gesondert von Bestandteilen, die im Eigenkapital verbleiben, darzustellen. Aus dieser Änderung werden keine Auswirkungen erwartet, da derzeit keine Beträge vorhanden sind, die im Eigenkapital verbleiben. • IAS 12 | Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte (geändert)Die Änderung von IAS 12 wurde im Dezember 2010 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnt. Mit der Änderung des IAS 12 wird eine Vereinfachungsregelung eingeführt. Demnach wird (widerlegbar) vermutet, dass für die Bemessung der latenten Steuern bei Immobilien, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, grundsätzlich eine Realisierung des Buchwerts durch Veräußerung ausschlaggebend ist. Bei den nicht-abnutzbaren Sachanlagen, die nach dem Neubewertungsmodell bewertet werden, soll stets von einer Veräußerung ausgegangen werden. Aus der Anwendung dieser Änderung werden keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet. • IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer (geändert)Der überarbeitete Standard IAS 19 wurde im Juni 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Die vorgenommenen Anpassungen reichen von grundlegenden Änderungen, bspw. betreffend der Ermittlung von erwarteten Erträgen aus dem Planvermögen und der Aufhebung der Korridormethode, welche der Verteilung bzw. der Glättung von aus den Pensionsverpflichtungen resultierenden Volatilität im Zeitablauf diente, bis zu bloßen Klarstellungen und Umformulierungen. Der Konzern geht davon aus, dass der geänderte IAS 19 erstmals im Konzernabschluss des Geschäftsjahres, das am 1. Januar 2013 beginnt, Anwendung finden wird. Der Rückstellungsbetrag wird zukünftig den Verpflichtungsumfang in voller Höhe widerspiegeln. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden zukünftig nicht mehr anteilig erfolgswirksam, sondern vollständig in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis erfasst. Weitere Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden derzeit untersucht. • IAS 27 | Einzelabschlüsse (überarbeitet 2011)Der überarbeitete Standard IAS 27 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Mit der Verabschiedung von IFRS 10 und IFRS 12 beschränkt sich der Anwendungsbereich von IAS 27 allein auf die Bilanzierung von Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten und assoziierten Unternehmen in separaten Einzelabschlüssen eines Unternehmens. • IAS 28 | Anteile an assoziierten Unternehmen und GemeinschaftsunternehmenDer überarbeitete Standard IAS 28 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Mit der Verabschiedung von IFRS 11 und IFRS 12 wurde der Regelungsbereich von IAS 28 – neben den assoziierten Unternehmen – auch auf die Anwendung der Equity-Methode auf Gemeinschaftsunternehmen ausgeweitet. Bezüglich der Auswirkungen verweisen wir auf unsere Erläuterungen zum IFRS 11. • IAS 32 und IFRS 7 | Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden (geändert)Die Änderung von IAS 32 und IFRS 7 wurde im Dezember 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Mit der Änderung sollen bestehende Inkonsistenzen über eine Ergänzung der Anwendungsleitlinien beseitigt werden. Die bestehenden grundlegenden Bestimmungen zur Saldierung von Finanzinstrumenten werden jedoch beibehalten. Mit der Änderung werden darüber hinaus ergänzende Angaben definiert. Die Änderung wird keine Auswirkungen auf die vom Konzern angewandten Rechnungslegungsmethoden haben, jedoch weitere Angaben nach sich ziehen. • IFRIC 20 | Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebs im TagebauDer IASB hat im Oktober 2011 die IFRIC Interpretation 20 veröffentlicht. Die Interpretation regelt die Aktivierung eines langfristigen Vermögenswerts für während des Abbaubetriebs anfallende Kosten der Abraumbeseitigung, sofern der Nutzen in einem verbesserten Zugang zu künftig abbaubaren Erzen liegt und weitere zwingende Voraussetzungen erfüllt sind. Die Interpretation ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 31. Dezember 2012 beginnen. Aus der Anwendung dieser Änderung ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. 5 | Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und AnnahmenBei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der zum Ende der Berichtsperiode ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden auswirken. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die wichtigsten Ermessensentscheidungen, zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden in der Anhangsangabe Nr. 29 erläutert. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG6 | UmsatzerlöseDie Aufteilung des Konzernumsatzes nach Standorten und Produktbereichen ist im Segmentbericht dargestellt (siehe Anhangsangabe Nr. 28). 7 | Aktivierte EigenleistungenVon den aktivierten Eigenleistungen entfallen 1.128 TEUR (i. V. 1.076 TEUR) auf aktivierungspflichtige Entwicklungskosten nach IAS 38. Bei diesen Entwicklungskosten handelt es sich insbesondere um Investitionen in die Entwicklung eines Modulträgers. Für dieses Projekt liegt seit 2008 der Serienauftrag vor. 8 | Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge stellen sich wie folgt dar: scroll
Aperiodische Erträge sind in Höhe von 718 TEUR (i. V. 594 TEUR) angefallen. Die öffentliche Hand gewährte Zuwendungen in Höhe von 183 TEUR (i. V. 175 TEUR) für die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie für Ausbildungs-, Restrukturierungs- und Umweltschutzmaßnahmen. Diese Zuwendungen wurden erfolgswirksam verbucht. 9 | Personalaufwand und MitarbeiterPERSONALAUFWANDscroll
MITARBEITER IM JAHRESDURCHSCHNITT NACH BESCHÄFTIGUNGSBEREICHENscroll
10 | Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Aperiodische Aufwendungen fielen in Höhe von 136 TEUR (i. V. 260 TEUR) an. 11 | FinanzierungsaufwendungenDie Finanzierungsaufwendungen setzen sich zusammen aus Zinsaufwendungen gegenüber Finanzinstituten in Höhe von 4.553 TEUR (i. V. 4.621 TEUR), Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.498 TEUR (i. V. 1.471 TEUR), Zinsaufwendungen aus Finance-Lease- Verträgen in Höhe von 121 TEUR (i. V. 71 TEUR) sowie aus Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 120 TEUR (i. V. 156 TEUR). Von den Zinsaufwendungen gegenüber Finanzinstituten haben finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, Zinsaufwendungen in Höhe von 4.178 TEUR (i. V. 4.046 TEUR) verursacht. 12 | ErtragsteuernDie Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Für temporäre Differenzen auf einbehaltene Gewinne bei Tochtergesellschaften in Höhe von 3.623 TEUR (i. V. 3.117 TEUR) wurden keine latenten Steuern angesetzt, da diese Gewinne zum weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeit an den einzelnen Standorten eingesetzt werden sollen. Die Unterschiede zwischen dem aufgrund des rechnerischen Steuersatzes erwarteten Ertragsteueraufwands und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand können der nachfolgenden Überleitungsrechnung entnommen werden. Dem angewandten Steuersatz liegt der inländische Ertragsteuersatz zugrunde. scroll
Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten sind in der folgenden Übersicht dargestellt: scroll
Für weitere Erläuterungen wird auf die Anhangsangabe Nr. 29 verwiesen. 13 | Ergebnis je AktieBei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das auf die Anteilseigner der PWO AG zuzurechnende Ergebnis durch die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr insgesamt ausgegebenen Aktien geteilt. Maßnahmen, die zu Verwässerungseffekten führen, haben sich nicht ergeben. scroll
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ14 | Sachanlagenscroll
Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Bauten beträgt 25 bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 2 bis 10 Jahre, für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre und für EDV-Hardware 3 bis 5 Jahre. 15 | Immaterielle Vermögenswertescroll
Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Software beträgt 3 bis 5 Jahre. Die nach IAS 38 aktivierten Entwicklungsleistungen in Höhe von 3.350 TEUR (i. V. 2.657 TEUR) werden stückzahlbezogen abgeschrieben, sobald die Entwicklung abgeschlossen ist und die Produktion der Serienteile anläuft. Der Restbuchwert der SAP-Software beträgt 1.245 TEUR (i. V. 2.010 TEUR). Der verbleibende Abschreibungszeitraum beträgt 2 bis 4 Jahre. Am 31. Dezember 2011 beläuft sich der Goodwill von PWO UNITOOLS CZ a.s. auf 4.331 TEUR (i. V. 4.331 TEUR) und von PWO Canada Inc. auf 1.147 TEUR (i. V. 1.140 TEUR). Die Erhöhung bei PWO Canada ergibt sich aus geänderten Wechselkursrelationen. Die kumulierten Abschreibungen enthalten 698 TEUR aus der Firmenwertabschreibung bei PWO de México S.A. de C.V. im Jahr 2009. 16 | VorräteVon dem Gesamtbetrag der zum Stichtag bilanzierten Vorräte in Höhe von 47.744 TEUR (i. V. 50.133 TEUR) sind Werkzeugersatzteile in Höhe von 4.179 TEUR (i. V. 3.527 TEUR) zu ihrem Nettoveräußerungswert bilanziert. Im Geschäftsjahr wurde eine Wertberichtigung in Höhe von 693 TEUR (i. V. 268 TEUR) aufwandswirksam erfasst. 17 | Forderungen und sonstige VermögenswerteZum 31. Dezember 2011 bestehen Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen in Höhe von 1.309 TEUR (i. V. 1.328 TEUR). Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen beträgt vor den Wertberichtigungen 52.281 TEUR (i. V. 43.287 TEUR). Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar: scroll
Bei signifikanten Einzelforderungen werden nach einheitlichen Maßstäben Einzelwertberichtigungen in Höhe des bereits eingetretenen Ausfalls (incurred loss) gebildet. Ein potenzieller Wertminderungsbedarf wird bei Vorliegen verschiedener Tatsachen wie Zahlungsverzug über einen bestimmten Zeitraum, Einleitung von Zwangsmaßnahmen, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, Beantragung oder Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder Scheitern von Sanierungsmaßnahmen angenommen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden regelmäßig auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst und führen zu einem erfolgswirksamen Wertminderungsverlust. Die Zuführung und damit die Erhöhung der Wertberichtigungen betraf im Berichtsjahr nur wenige Einzelfälle. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderung. Von den sonstigen Vermögenswerten sind 268 TEUR (i. V. 138 TEUR) und von den Ertragsteuerforderungen 521 TEUR (i. V. 637 TEUR) als langfristig klassifiziert. 18 | ZahlungsmittelDie Zahlungsmittel enthalten Kassenbestände und kurzfristige Guthaben bei Kreditinstituten. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für kurzfristig kündbare Guthaben verzinst. Zum 31. Dezember 2011 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien, für die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember 2011 in Höhe von 4.580 TEUR (i. V. 7.290 TEUR) aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. 19 | Gezeichnetes Kapital und RücklagenGezeichnetes KapitalDas voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2011 7.500 TEUR (i. V. 7.500 TEUR), eingeteilt in 2.500.000 Stückaktien. Genehmigtes KapitalDer Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 3.000.000,00 EUR gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I/2010). Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 750.000,00 EUR gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II/2010). Die Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 3.000.000,00 EUR beschlossen (Bedingtes Kapital 2010). KapitalrücklageDie Kapitalrücklage enthält Einstellungen aus dem Aufgeld. Gewinnrücklagen und übriges EigenkapitalDie Gewinnrücklagen enthalten die laufenden und die in Vorjahren von der PWO AG und einbezogenen Tochterunternehmen erwirtschafteten, noch nicht ausgeschütteten Gewinne. Die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 1.739 TEUR (i. V. 1.469 TEUR) werden gesondert ausgewiesen. Darüber hinaus wird der Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument zur Absicherung des Cashflows erfasst, der als effektive Absicherung ermittelt wird. Vorgeschlagene und ausgeschüttete DividendenDie PWO AG weist zum 31. Dezember 2011 einen Bilanzgewinn in Höhe von 5.240.433,65 EUR aus. Die ausschüttbaren Beträge richten sich nach dem handelsrechtlichen Bilanzgewinn der PWO AG. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der PWO AG wie folgt zu verwenden: scroll
Im Geschäftsjahr 2011 wurde für das Geschäftsjahr 2010 eine Dividende von insgesamt 2.500.000,00 EUR gezahlt (1,00 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie). Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHGDurch Mitteilung vom 15. Februar 2008 hat die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, eine Beteiligung von 55,282 % angezeigt. Durch Mitteilung vom 21. Juli 2008 hat die Delta Lloyd Europees Deelnemingen Fonds NV, Amsterdam, Niederlande, eine Beteiligung von 3,05 % angezeigt. Durch Mitteilung vom 15. Oktober 2008 hat die Delta Lloyd Europees Deelnemingen Fonds NV, Amsterdam, Niederlande, eine Beteiligung von 5,12 % angezeigt. 20 | SchuldenPensionsrückstellungenRückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Versorgungsleistungen richten sich nach Entgelt und Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter. Die unmittelbaren und mittelbaren Verpflichtungen umfassen solche aus bereits laufenden Pensionen sowie Anwartschaften für zukünftig zu zahlende Pensionen und Altersruhegelder. Der überwiegende Anteil der Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne betrifft die PWO AG. Auf PWO de México S.A. de C.V. entfällt ein Rückstellungsbetrag in Höhe von 140 TEUR (i. V. 136 TEUR). Die Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) errechnet. Die Pensionsverpflichtungen werden dabei mit dem Barwert der am Bewertungsstichtag erdienten Pensionsansprüche unter Berücksichtigung wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten und Gehältern bilanziert. Bei PWO Canada Inc. bestehen beitragsorientierte Versorgungspläne. Hieraus ergibt sich ein im Aufwand erfasster Betrag in Höhe von 60 TEUR (i. V. 55 TEUR). Arbeitgeberbeiträge an die gesetzlichen Rentenversicherungsanstalten wurden in Höhe von 6.630 TEUR (i. V. 5.947 TEUR) geleistet. Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen erfolgt unter folgenden versicherungsmathematischen Annahmen: scroll
Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen und der Ermittlung der Pensionskosten wird die Zehn-Prozent-Korridor-Regel angewendet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nicht berücksichtigt, soweit sie zehn Prozent des Verpflichtungsumfangs nicht übersteigen. Es ergeben sich die nachstehenden Netto-Verpflichtungen: scroll
Die Änderungen der Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Der in der Bilanz erfasste Wert für Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entwickelt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt: scroll
Von den bilanzierten Pensionsrückstellungen sind 26.373 TEUR (i. V. 25.488 TEUR) langfristig und 1.410 TEUR (i. V. 1.360 TEUR) kurzfristig. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträge setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Der Dienstzeitaufwand und die realisierten versicherungsmathematischen Verluste werden unter den Personalaufwendungen, der Zinsaufwand dagegen unter den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die leistungsorientierten Verpflichtungen für die laufende und die vorangegangenen Berichtsperioden: scroll
Ein Planvermögen zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen existiert nicht. Sonstige RückstellungenSonstige Rückstellungen berücksichtigen die notwendigen Beträge für Aufwendungen im Personalbereich und sonstige erkennbare Verpflichtungen und Risiken. Die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen umfassen Personalrückstellungen (Verpflichtungen für Altersteilzeit und Jubiläumszuwendungen) und Drohverlustrückstellungen. Bei den Altersteilzeitverpflichtungen wird erwartet, dass der gesamte passivierte Betrag der Verpflichtungen für Altersteilzeit innerhalb von 5 Jahren nach dem Berichtsstichtag anfallen wird. Drohverlustrückstelllungen werden ab dem Geschäftsjahr 2011 unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Für das Vorjahr wurde eine entsprechende Umgliederung vorgenommen. Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar: scroll
Zuschüsse der Bundesagentur für Arbeit für im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen ausscheidende Mitarbeiter werden als sonstige Vermögenswerte in Höhe von 660 TEUR (i. V. 566 TEUR) bilanziert und nicht mit den Rückstellungen verrechnet. Verzinsliche DarlehenVon den verzinslichen Darlehen haben 57.742 TEUR (i. V. 28.326 TEUR) eine Laufzeit kleiner als ein Jahr und 4.305 TEUR (i. V. 5.910 TEUR) eine Laufzeit größer als fünf Jahre. Die Schulden gegenüber Kreditinstituten betragen 92.095 TEUR (i. V. 85.100 TEUR). Die Darlehen wurden zu Zinssätzen zwischen 1,87 % und 9,84 % gewährt. Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten bestehen in Höhe von 7.140 TEUR (i. V. 2.985 TEUR). Von den Schulden gegenüber Kreditinstituten sind 18.572 TEUR (i. V. 19.476 TEUR) durch Grundschulden und Hypotheken und 22.134 TEUR (i. V. 17.141 TEUR) durch Sicherungsübereignung von Sachanlagen gesichert. Darüber hinaus bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren. Sonstige VerbindlichkeitenVon den sonstigen Verbindlichkeiten sind 460 TEUR (i. V. 488 TEUR) als langfristig klassifiziert. Finance-Lease-Verträge und MietkaufverträgeFür verschiedene technische Anlagen und Maschinen bestehen Finance-Lease-Verträge, die zum Teil Kaufoptionen des Leasinggebers enthalten. Die Vermögenswerte haben zum 31. Dezember 2011 einen Buchwert von 2.773 TEUR (i. V. 2.081 TEUR). Aufgrund der Gestaltung der Leasingvereinbarungen werden die Vermögenswerte gemäß IAS 17.28 abweichend von der Laufzeit des Leasingverhältnisses über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finance-Lease-Verträgen und Mietkaufverträgen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden: scroll
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenEine Avalbürgschaft zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben beträgt zum Stichtag 2.345 TEUR (i. V. 2.344 TEUR). Zum 31. Dezember 2011 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen inklusive des Bestellobligos in Höhe von 28.642 TEUR (i. V. 13.387 TEUR). Davon entfallen nach der Fristigkeit auf die nächsten Geschäftsjahre: scroll
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Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Die bestehenden Operating-Leasingverhältnisse enthalten teilweise Verlängerungs- und Kaufoptionen. 21 | FinanzrisikomanagementDas Finanzrisikomanagement-System des Konzerns ist auf die Unsicherheiten aus der künftigen Entwicklung der Finanzmärkte ausgerichtet und hat die Minimierung nachteiliger Folgen für die finanzielle Leistungskraft des Konzerns zum Ziel. Das Risikomanagement-System wird federführend durch den Vorstand verantwortet, der die allgemeinen Grundsätze für das Risikomanagement vorgibt und die Vorgehensweise festlegt. Es liegen keine wesentlichen Risikokonzentrationen vor, die nicht aus dem Anhang und dem Lagebericht ersichtlich sind. Nachfolgend werden die wesentlichen Risiken erläutert: KreditrisikoDas Ausfallrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wird von der Progress-Werk Oberkirch AG und ihren Tochterunternehmen basierend auf einheitlichen Richtlinien, Verfahren und Kontrollen gesteuert. Die Bonität der Kunden wird regelmäßig durch Kreditauskünfte und historische Daten überprüft. Basierend auf diesen Erkenntnissen werden für die Kunden einzelne Kreditrahmen festgelegt. Ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen werden durch ein intensives Forderungsmanagement regelmäßig überwacht. Darüber hinaus wurde als zusätzliche Absicherung eine Warenkreditversicherung abgeschlossen, die wesentliche Teile der Forderungen absichert. Der Wertberichtigungsbedarf wird zu jedem Abschlussstichtag analysiert und mit angemessenen Wertberichtigungen Rechnung getragen. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln sowie dem Bestand an derivativen finanziellen Vermögenswerten ist der Konzern Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. PWO steuert die daraus entstehende Risikoposition durch Richtlinien und Vorgaben des Konzern-Treasury sowie Diversifikation und sorgfältige Auswahl der Finanzinstitute. Des Weiteren werden alle Finanzinstitute in regelmäßigen Abständen gerade im Hinblick auf ein Ausfallrisiko analysiert und quantifiziert. Gegenwärtig sind keine liquiden Mittel oder derivative finanzielle Vermögenswerte aufgrund von Ausfällen überfällig oder wertberichtigt. Zum 31. Dezember 2011 entspricht das maximale Kreditrisiko der finanziellen Vermögenswerte bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wird zusätzlich eine Warenkreditversicherung in Abzug gebracht. scroll
Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen zum 31. Dezember 2011 stellt sich wie folgt dar: scroll
Für nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen liegen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor. LiquiditätsrisikoFür das laufende Geschäft stehen ausreichende Linien mehrerer Kreditinstitute zur Verfügung. Finanzierungsrisiken werden durch eine angemessene Kombination aus kurz- und langfristigen Krediten begrenzt. Mit langfristigen Kundenaufträgen verbundene Investitionen und Vorfinanzierungen von Leistungen werden grundsätzlich projektbezogen langfristig finanziert. Der Konzern hat annähernd die Hälfte seiner Finanzierungen mit langfristigem Zeithorizont und zu festen Zinssätzen abgesichert. Soweit notwendig, werden zusätzlich derivative Zinssicherungen abgeschlossen. Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeiten der undiskontierten Cashflows aus den finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns zum Bilanzstichtag: scroll
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Die in vorstehender Tabelle dargestellten Beträge der derivativen Finanzinstrumente mit Hedge- Beziehung entsprechen den undiskontierten Cashflows auf Brutto-Basis. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Fälligkeit der undiskontierten Zahlungsmittelzu- und -abflüsse der derivativen Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung: scroll
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ZinsrisikoZur Beurteilung des Zinsänderungsrisikos sind die Finanzinstrumente gemäß IAS 32 grundsätzlich in solche mit fester und solche mit variabler Zinsbindung zu unterteilen. Zinsänderungsrisiken bestehen bei variabel verzinslichen Darlehen. Diesen Risiken wird mit Zinsswaps begegnet. Zinsänderungsrisiken werden anhand von Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde: Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Währungsderivate bleiben aufgrund von Wesentlichkeitsüberlegungen in den Zinssensitivitätsanalysen unberücksichtigt. PWO unterliegt an allen Standorten Zinsrisiken. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 162 TEUR (i. V. 89 TEUR) niedriger gewesen. Wenn das Marktzinsniveau um 100 Basispunkte geringer gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern zum 31. Dezember 2011 um 156 TEUR (i. V. 79 TEUR) höher gewesen. WährungsrisikoUnter Währungsrisiko wird das Risiko von wechselkursinduzierten Wertänderungen von Bilanzpositionen verstanden. Für jede Währung, die ein signifikantes Risiko für das Unternehmen darstellt, wird eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt, die auf folgenden Annahmen basiert: Für die Sensitivitätsanalyse kommen alle monetären Finanzinstrumente des Konzerns in Frage, die nicht auf die funktionale Währung der jeweiligen Einzelgesellschaften lauten. Damit bleiben wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung (Translationsrisiko) unberücksichtigt. Nach IFRS besteht kein Wechselkursrisiko bei Finanzinstrumenten, die nicht monetäre Posten sind, und bei Finanzinstrumenten, die auf die funktionale Währung lauten. Bei den derivativen Finanzinstrumenten werden demnach nur die Währungsderivate in die Sensitivitätsanalyse einbezogen, da sämtliche Zinsderivate keinem Währungsrisiko ausgesetzt sind. Die hypothetischen Effekte in der Gewinn- und Verlustrechnung und beim Eigenkapital für jeden originären Einzelposten, der in die Sensitivitätsanalyse eingeht, bestimmen sich durch Vergleich des Buchwerts (ermittelt anhand des Stichtagskurses) mit dem Umrechnungswert, der sich unter Heranziehung eines hypothetischen Wechselkurses ergibt. Wenn der EUR gegenüber der CZK zum 31. Dezember 2011 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 300 TEUR (i. V. 539 TEUR) höher und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow Hedges um 845 TEUR (i. V. 756 TEUR) geringer gewesen. Wenn der EUR gegenüber der CZK zum 31. Dezember 2011 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 366 TEUR (i. V. 658 TEUR) niedriger und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow Hedges um 844 TEUR (i. V. 755 TEUR) höher gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2011 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 147 TEUR höher (i. V. um 249 TEUR geringer) und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow Hedges um 1.178 TEUR (i. V. 288 TEUR) geringer gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2011 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 213 TEUR geringer (i. V. um 305 TEUR höher) und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow Hedges um 1.333 TEUR (i. V. 146 TEUR) höher gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem CAD zum 31. Dezember 2011 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 1 TEUR (i. V. 3 TEUR) geringer und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow Hedges um 1.552 TEUR (i. V. 1.729 TEUR) höher gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem CAD zum 31. Dezember 2011 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 1 TEUR (i. V. 3 TEUR) höher und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow Hedges um 1.883 TEUR (i. V. 2.076 TEUR) geringer gewesen. KapitalsteuerungVorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechtzuerhalten. Zur Aufrechterhaltung der Kapitalstruktur können Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner vorgenommen oder neue Anteile ausgegeben werden. Die Kapitalüberwachung erfolgt über das Gearing Ratio, das dem Verhältnis von Netto-Finanzschulden zum Eigenkapital entspricht. Gemäß den konzerninternen Richtlinien liegt die Zielgröße des Gearing in der Bandbreite zwischen 60 % und 80 %. Zum 31. Dezember 2011 bzw. 31. Dezember 2010 wurden keine Änderungen der Ziele und Richtlinien vorgenommen. Die Netto-Finanzschulden umfassen verzinsliche Darlehen abzüglich Zahlungsmittel. scroll
22 | FinanzinstrumenteZum 31. Dezember 2011 sind folgende derivative Finanzinstrumente offen: scroll
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Die Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen, wurden unter Berücksichtigung von Steuereffekten in Höhe von -879 TEUR (i. V. 94 TEUR) direkt im Eigenkapital erfasst. Im Rahmen des Hedge-Accounting wurden 674 TEUR (i. V. 22 TEUR) dem Eigenkapital entnommen und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatz verbucht. Von dieser Entnahme sind 0 TEUR (i. V. 0 TEUR) auf die Ineffektivität der Sicherungsbeziehung zurückzuführen. Zum Bilanzstichtag wird davon ausgegangen, dass alle geplanten Transaktionen eintreten werden. Weiter wird erwartet, dass innerhalb der in vorstehender Tabelle angegebenen Laufzeit die abgesicherten Cashflows eintreten und sich auf die Gewinne und die Verluste auswirken werden. Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien und Klassen: scroll
Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren: Stufe 1 | Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Stufe 2 | Verfahren bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind. Stufe 3 | Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente: scroll
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Umbuchungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1 und Stufe 2 und Umbuchungen in oder aus Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3 wurden nicht vorgenommen. Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert für die im Bestand befindlichen Finanzinstrumente sind folgende Gesamterträge und -aufwendungen entstanden: scroll
Die Erträge beziehungsweise Aufwendungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von den Derivaten ohne Hedge-Beziehung werden im sonstigen betrieblichen Ertrag beziehungsweise im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten dar (ohne derivative Finanzinstrumente, die in Hedge-Accounting einbezogen sind): scroll
SONSTIGE ANGABEN23 | Forschungs- und EntwicklungskostenForschungskosten sind nicht angefallen. Von den kundenbezogenen Entwicklungskosten in Höhe von 8.120 TEUR (i. V. 7.175 TEUR) wurden 1.128 TEUR (i. V. 1.076 TEUR) in den immateriellen Vermögenswerten aktiviert. 24 | Gesamtbezüge des Vorstands und des AufsichtsratsDie Gesamtbezüge (kurzfristig fällige Bezüge) des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2011 1.407 TEUR (i. V. 1.313 TEUR). Hierin enthalten sind erfolgsbezogene Komponenten in Höhe von 665 TEUR (i. V. 625 TEUR). Für die Mitglieder des Vorstands entstanden im Geschäftsjahr 2011 Dienstzeitaufwendungen für Pensionszusagen in Höhe von 125 TEUR (i. V. 201 TEUR). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 2011 176 TEUR (i. V. 178 TEUR). Der Corporate Governance Bericht enthält den Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts. Für ehemalige Mitglieder des Vorstands der PWO AG und ihre Hinterbliebenen wurden Pensionszahlungen in Höhe von 227 TEUR (i. V. 222 TEUR) geleistet. Die entsprechende Pensionsrückstellung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 1.989 TEUR (i. V. 1.966 TEUR). 25 | Honorar des AbschlussprüfersDas im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Im Berichtsjahr enthält das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer periodenfremde Aufwendungen von Höhe von 12 TEUR (i. V. 16 TEUR). Weitere Bestätigungs- und Bewertungsleistungen wurden nicht in Anspruch genommen. 26 | Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenNahestehende Unternehmen und Personen des Konzerns sind das oberste Mutterunternehmen sowie der Vorstand und der Aufsichtsrat. Während des Geschäftsjahres gab es keine Geschäftsbeziehungen zwischen dem Konzern und dem obersten Mutterunternehmen. Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nahestehenden Personen bestanden nicht. Auf die Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht im Lagebericht wird verwiesen. Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung der nahestehenden Personen des Konzerns umfasst die Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Corporate Governance Bericht enthält den Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts. 27 | Zusatzinformation zur KapitalflussrechnungIn der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme basierend auf IAS 7 dargestellt. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds beinhaltet die Zahlungsmittel und die jederzeit fälligen Bankschulden. Die jederzeit fälligen Bankschulden in Höhe von 7.140 TEUR (i. V. 2.985 TEUR) sind in der Bilanzposition „kurzfristige verzinsliche Darlehen“ enthalten. 28 | SegmentberichtEntsprechend der internen Steuerung des Konzerns stellen die Produktionsstandorte die Basis für die Segmentberichterstattung dar. Der Hauptentscheidungsträger des Konzerns ist definiert als der Vorstand der PWO AG. Die Segmente werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Entsprechend werden auch die Umsätze dieser Segmente nach dem Standort des Vermögens zugeordnet. Die Aufteilung erfolgt in die Regionen Deutschland, übriges Europa, NAFTA-Raum und Asien. Der NAFTA-Raum umfasst die Standorte Kanada und Mexiko. Ergebnis, Vermögen, Schulden und Abschreibungen zwischen den einzelnen Segmenten werden in der Spalte „Konsolidierung“ eliminiert. In dieser Spalte werden auch die nicht den einzelnen Segmenten zuordenbaren Positionen erfasst. Die Segmentdaten werden in Übereinstimmung mit den im Konzernabschluss angewandten Rechnungslegungsmethoden ermittelt. Zum 31. Dezember 2011 bzw. 31. Dezember 2010 wurden keine Kunden identifiziert, mit denen der Konzern mindestens 10 % Umsatzerlöse erzielt hat. Segmentinformationen nach StandortenGESCHÄFTSJAHR 2011scroll
Segmentinformationen nach StandortenGESCHÄFTSJAHR 2010scroll
Das Segmentvermögen und die Segmentschulden entsprechen den Werten aus den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen. Wesentliche zahlungsunwirksame Posten in der Berichterstattung betreffen im Segment Deutschland eine Zuführung zu den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1.264 TEUR (i. V. 1.191 TEUR) und zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 931 TEUR (i. V. 887 TEUR). Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Außenumsätze in die drei strategischen Produktbereiche. Die Produktbereiche sind im Konzernlagebericht, Kapitel „Unternehmensprofil“, erläutert. Segmentinformationen nach ProduktbereichenUMSATZERLÖSEscroll
29 | Ermessensentscheidungen, Schätzungen und AnnahmenDer Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der Konzern die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2011 betrug der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts 5.478 TEUR (i. V. 5.471 TEUR). Bezüglich der Sensivitäten wird auf die Anhangsangabe 3, Abschnitt “Immaterielle Vermögenswerte“, verwiesen. Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuerguthaben in dem Maße erfasst, in dem es aufgrund der Steuerplanung wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge und Steuerguthaben tatsächlich genutzt werden können. Insgesamt waren zum 31. Dezember 2011 aktive latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 2.158 TEUR (i. V. 2.504 TEUR) und auf Steuerguthaben in Höhe von 1.527 TEUR (i. V. 821 TEUR) gebildet. Von den Verlustvorträgen entfallen auf PWO Canada Inc. 422 TEUR (i. V. 513 TEUR), PWO UNITOOLS CZ a.s. 1.092 TEUR (i. V. 1.053 TEUR) und auf PWO de México S.A. de C.V. 644 TEUR (i. V. 938 TEUR). Die Steuerguthaben betreffen im Wesentlichen PWO UNITOOLS CZ a.s. Aufgrund der geplanten Geschäftsentwicklung der Folgejahre wird von einer Werthaltigkeit der latenten Steueransprüche ausgegangen. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensentscheidung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Zum 31. Dezember 2011 belief sich der zum Stichtagskurs in Euro umgerechnete Wert der steuerlichen Verlustvorträge auf insgesamt 8.769 TEUR (i. V. 10.176 TEUR) und der nicht berücksichtigten, zeitlich begrenzt nutzungsfähigen Verlustvorträge auf 14.273 TEUR (i. V. 3.761 TEUR). Weitere Einzelheiten sind in der Anhangsangabe Nr. 12 dargestellt. Die Verfallbarkeit der steuerlich nicht berücksichtigten, zeitlich begrenzt nutzungsfähigen Verlustvorträge stellen sich wie folgt dar: scroll
Die Tabelle enthält erstmals bei PWO High-Tech Metal Components (Suzhou) Co., Ltd., China, angefallene, zeitlich begrenzt nutzungsfähige Verlustvorträge in Höhe von 8.680 TEUR. Im Geschäftsjahr 2011 betrugen die steuerlichen Verluste 2.971 TEUR. Die in den Vorjahren aufgrund von Unsicherheiten in den Auskünften der chinesischen Finanzbehörden nicht berichteten steuer-lichen Verluste der Gesellschaft in Höhe von 5.709 TEUR sind im Berichtsjahr nun ebenfalls ausgewiesen, nachdem behördliche Bestätigungen vorliegen. Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Entwicklungskosten werden entsprechend der dargestellten Rechnungslegungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Konzerns, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge trifft der Konzern Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus dem Projekt, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen Nutzens. Der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten betrug zum 31. Dezember 2011 3.350 TEUR (i. V. 2.657 TEUR). Dieser Betrag umfasst im Wesentlichen Investitionen in die Entwicklung eines Modulträgers. Für dieses Projekt liegt seit 2008 der Serienauftrag vor. 30 | KonzernbeziehungenDer Konzernabschluss wird seinerseits in den Konzernabschluss der Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, als höchste Konzernspitze, einbezogen, welcher im elektronischen Bundesanzeiger einzusehen ist. 31 | Corporate GovernanceDie im Dezember 2011 von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. 32 | Ereignisse nach dem BilanzstichtagWesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.
Oberkirch, 9. März 2012 Der Vorstand Karl M. Schmidhuber, Vorsitzender Bernd Bartmann Dr. Winfried Blümel BESTÄTIGUNGSVERMERKZu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: „Wir haben den von der Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft, Oberkirch, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“
Freiburg i. Br., 12. März 2012 Ernst & Young GmbH Nietzer, Wirtschaftsprüfer Ruby, Wirtschaftsprüfer VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.“
Oberkirch, 9. März 2012 Der Vorstand Karl M. Schmidhuber, Vorsitzender Bernd Bartmann Dr. Winfried Blümel EINZELABSCHLUSS DER PWO AG 2011Der Lagebericht der PWO AG und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 sind nach § 315 Abs. 3 HGB zusammengefasst und im Geschäftsbericht 2011 veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der PWO AG für das Geschäftsjahr 2011 werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss der PWO AG sowie der Geschäftsbericht 2011 stehen auch im Internet unter http://www.progress-werk.de/berichte2011.html und ab Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung 2012 unter http://progress-werk.de/hauptversammlung.html zur Verfügung. BilanzPWO AGAKTIVA scroll
Gewinn- und VerlustrechnungPWO AGscroll
AnhangPWO AGBILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE1 | Grundlagen der Erstellung des AbschlussesDer vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Der Abschluss ist in Tausend Euro aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen nicht verändert. 2 | Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungsoder Herstellungskosten bewertet. Dabei wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten der aktivierten Eigenleistungen sowohl die Einzelkosten als auch die notwendigen Fertigungsgemeinkosten zugrunde gelegt. Bei den Sachanlagen sind die Abschreibungen teils nach der linearen, teils nach der degressiven Methode ermittelt worden. Bestimmte Maschinen sowie auftragsbezogene Werkzeuge wurden in Abhängigkeit der im Berichtsjahr erzeugten Stückzahl, bezogen auf die in Auftrag gegebene bzw. geplante Gesamtstückzahl, leistungsbezogen abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 150,00 EUR sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 150,00 EUR bis 1.000,00 EUR wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p. a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abwertungen auf schwer verwertbare bzw. unbrauchbare Materialien wurden vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Es wurde verlustfrei bewertet. Werkzeug- und Entwicklungsaufträge werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Hierbei wird eine verlustfreie Bewertung dergestalt vorgenommen, dass die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten maximal in Höhe des Verkaufspreises zuzüglich der über die Serienproduktion erzielbaren Erlöse angesetzt werden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Fremdwährungspositionen sind verlustfrei bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch einen pauschalen Abschlag berücksichtigt. Das in den Rechnungsabgrenzungsposten aktivierte Disagio wurde planmäßig auf die Darlehenslaufzeit abgeschrieben. Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) errechnet unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die „Einfrierungsmethode“, bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die Durchbuchungsmethode, wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko – sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments – bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Durchbuchungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung brutto erfolgswirksam erfasst. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ3 | Anlagevermögenscroll
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Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Software beträgt 3 bis 5 Jahre, für Bauten 25 bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 2 bis 10 Jahre, für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre und für EDV-Hardware 3 bis 5 Jahre. 4 | VorräteDer Vorratsbestand wurde größtenteils durch Stichprobeninventur sowie systemgestützte Werkstattinventur ermittelt. Daneben erfolgte die Erfassung durch körperliche Aufnahme zum Bilanzstichtag. 5 | Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 4.477 TEUR (i. V. 5.188 TEUR). scroll
6 | RechnungsabgrenzungspostenDieser Posten umfasst mit 88 TEUR (i. V. 130 TEUR) das Disagio aus der Aufnahme von Finanzschulden. 7 | Eigenkapitalscroll
Gezeichnetes KapitalDas voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2011 7.500 TEUR (i. V. 7.500 TEUR), eingeteilt in 2.500.000 Stückaktien. Genehmigtes KapitalDer Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 3.000.000,00 EUR gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I/2010). Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 750.000,00 EUR gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II/2010). Die Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 3.000.000,00 EUR beschlossen (Bedingtes Kapital 2010). Gewinnrücklagen und übriges EigenkapitalIn der Hauptversammlung 2011 wurde beschlossen, aus dem Bilanzgewinn 2010 einen Betrag von 2.400 TEUR in andere Gewinnrücklagen einzustellen. Aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2011 in Höhe von 10.351 TEUR wurden 5.150 TEUR in andere Gewinnrücklagen eingestellt. Im Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2011 in Höhe von 5.240 TEUR ist der Gewinnvortrag aus dem Jahr 2010 mit 39 TEUR enthalten. Im Übrigen wird auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns verwiesen. Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHGDurch Mitteilung vom 15. Februar 2008 hat die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, eine Beteiligung von 55,282 % angezeigt. Durch Mitteilung vom 21. Juli 2008 hat die Delta Lloyd Europees Deelnemingen Fonds NV, Amsterdam, Niederlande, eine Beteiligung von 3,05 % angezeigt. Durch Mitteilung vom 15. Oktober 2008 hat die Delta Lloyd Europees Deelnemingen Fonds NV, Amsterdam, Niederlande, eine Beteiligung von 5,12 % angezeigt. 8 | RückstellungenPensionsrückstellungenDie Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) errechnet unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G. Der BilMoG-Übergangsbetrag in Höhe von 6.669 TEUR wird auf 15 Jahre verteilt. Davon sind 889 TEUR (i. V. 445 TEUR) gebucht. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen erfolgt unter folgenden versicherungsmathematischen Annahmen: scroll
Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthalten die notwendigen Beträge für Aufwendungen im Personalbereich in Höhe von 11.190 TEUR (i. V. 8.926 TEUR) und sonstige erkennbare Verpflichtungen und Risiken, für die handelsrechtlich Rückstellungen gebildet werden können. Im Wesentlichen sind dies Rückstellungen für Erfolgsbeteiligungen, Altersteilzeit, Urlaubs- und Gleitzeitrückstellungen sowie Jubiläumszuwendungen. 9 | VerbindlichkeitenVon den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 15.770 TEUR (i. V. 15.770 TEUR) durch Grundschulden und 13.946 TEUR (i. V. 11.800 TEUR) durch Sicherungsübereignung gesichert.Darüber hinaus bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 333 TEUR (i. V. 538 TEUR). scroll
10 | Latente SteuernBei der Berechnung der latenten Steuern wurde der inländische Ertragsteuersatz von 28,08 % zugrunde gelegt. Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten sind in der folgenden Übersicht dargestellt: scroll
11 | HaftungsverhältnisseEs bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von 39.894 TEUR (i. V. 40.135 TEUR) für Kreditverbindlichkeiten der PWO Canada Inc., PWO UNITOOLS CZ a.s., PWO High-Tech Metal Components (Suzhou) Co., Ltd. und PWO de México S.A. de C.V. Aufgrund der derzeitigen Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie der Planungsrechnungen der Tochtergesellschaften ist derzeit kein Risiko der Inanspruchnahme erkennbar. Eine Avalbürgschaft zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben beträgt zum Stichtag 2.345 TEUR (i. V. 2.344 TEUR). 12 | Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum 31. Dezember 2011 betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen inklusive desBestellobligos 20.086 TEUR (i. V. 7.643 TEUR). Davon entfallen nach der Fristigkeit auf die nächsten Geschäftsjahre: scroll
Die Leasingverträge wurden zur Nutzung von Liquiditätsvorteilen im Rahmen erforderlicher Investitionen eingesetzt. Die Verträge beinhalten die für Leasinggeschäfte üblichen Risiken. 13 | FinanzinstrumenteDie PWO AG ist im Rahmen ihrer globalen Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Risiken werden Derivate eingesetzt. Die Derivate werden nicht für Spekulationszwecke eingesetzt. Das heißt ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden keine Derivate erworben. Die Risikomanagement- und Absicherungsstrategie wird durch eine einheitliche Treasury-Richtlinie und andere interne Richtlinien geregelt und unterliegt regelmäßigen internen Risikoanalysen. WechselkursrisikenZur Absicherung von Wechselkursrisiken aus monetären Vermögensgegenständen in Fremdwährung, die sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergeben, werden Währungssicherungskontrakte abgeschlossen. Diese Währungssicherungsinstrumente werden einzeln mit ihrem Marktwert zum Stichtag bewertet, ein negatives Bewertungsergebnis wird erfolgswirksam erfasst und führt zur Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste. Im Gegensatz hierzu bleibenpositive Bewertungsergebnisse unberücksichtigt. Bei den währungsbezogenen Geschäften handeltes sich in Höhe von 7.729 TEUR um Währungssicherungsinstrumente in USD. Deren beizulegender Zeitwert beträgt -73 TEUR. Für geplante Transaktionen in Fremdwährung wurden Währungssicherungsinstrumente geschlossen. Für diese wurden angesichts des zuverlässig planbaren Umfangs und zeitlichen Anfalls antizipative Bewertungseinheiten gebildet. Das Nominalvolumen zum Jahresende 2011 ist in nachfolgender Tabelle abgebildet. Diese Sicherungen decken den festgelegten Anteil des erwarteten Risikos ab und haben einen zeitlichen Horizont bis 2016. scroll
Die prospektive Beurteilung erfolgt für unsere Währungssicherungen mittels der Critical-Terms-Match-Methode, da Währungen, Laufzeiten und Beträge für die geplanten Geschäftsvorfälle oder für die Kassakomponente des Währungssicherungsinstruments identisch sind. Retrospektiv wird die Ermittlung des Betrags der Unwirksamkeit unter Anwendung der Dollar- Offset-Methode in Form der Hypothetischen-Derivate-Methode durchgeführt. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente spiegeln die geschätzten Beträge wider, die das Unternehmen zahlen müsste oder erhalten würde, um die laufenden Verträge am Bilanzstichtag glattzustellen. Der Marktwert für die genannten Derivate bestimmt sich wie folgt: Der beizulegende Zeitwert von Währungssicherungsinstrumenten wird durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme über die jeweiligen Restlaufzeiten der Verträge mit den jeweiligen Marktzinssätzen und Kassakursen ermittelt. ZinsrisikenDie zinsbezogenen Geschäfte betreffen ausschließlich Zinsswaps. Zum 31. Dezember 2011 sind folgende Zinsderivate offen: scroll
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Der beizulegende Zeitwert der derivativen Zinskontrakte errechnet sich durch Abzinsung dererwarteten künftigen Cashflows auf Basis der geltenden Marktzinsen und Futures für die Restlaufzeit des Vertrags. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG14 | UmsatzerlöseUMSATZERLÖSE NACH STANDORTENscroll
UMSATZERLÖSE NACH PRODUKTBEREICHENscroll
15 | Andere aktivierte EigenleistungenBei den aktivierten Eigenleistungen handelt es sich überwiegend um Entwicklungsleistungen und Investitionen in Maschinen. 16 | Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten 592 TEUR (i. V. 684 TEUR) aperiodische Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erstattungen für Vorjahre. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betrugen im Geschäftsjahr 2011 421 TEUR (i. V. 381 TEUR). 17 | Personalaufwand und MitarbeiterPERSONALAUFWANDscroll
MITARBEITER IM JAHRESDURCHSCHNITT NACH BESCHÄFTIGUNGSBEREICHENscroll
18 | Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Ausgangsfrachten, Kosten für Leiharbeitskräfte, Miet- und Leasinggebühren, Instandhaltungsaufwendungen sowie darüber hinaus Aufwendungen für Rechts-, Prüfungs-, Beratungskosten, Fort- und Weiterbildung und Reisekosten. In den Aufwendungen sind auch die sonstigen Steuern in Höhe von 73 TEUR (i. V. 86 TEUR) enthalten. Aperiodische Aufwendungen fielen in Höhe von 147 TEUR (i. V. 126 TEUR) an. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betrugen im Geschäftsjahr 2011 122 TEUR(i. V. 101 TEUR). 19 | Erträge aus Ausleihungen des FinanzanlagevermögensDie Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind in vollem Umfang gegenüber verbundenen Unternehmen erzielt worden. 20 | Zinsen und ähnliche AufwendungenDie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von 1.646 TEUR (i. V. 1.471 TEUR) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. 21 | Außerordentliches ErgebnisDie außerordentlichen Aufwendungen 2011 betreffen die Mindestzuführung nach § 67 Satz 1 EGHGB. Die außerordentlichen Erträge enthalten die korrespondierende Bildung latenter Steuern. 22 | Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen zum weit überwiegenden Teil das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. In der Position enthalten sind aperiodische Aufwendungen in Höhe von 20 TEUR (i. V. 90 TEUR). SONSTIGE ANGABEN23 | AusschüttungssperreDer Gesamtbetrag der nach § 268 Abs. 8 HGB unterliegenden Ausschüttungssperre beträgt 1.221 TEUR (i. V. 759 TEUR). Der Betrag setzt sich zusammen aus der Aktivierung der selbst geschaffenenimmateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 397 TEUR (i. V. 132 TEUR) sowie aus der Aktivierung latenter Steuern in Höhe von 824 TEUR (i. V. 627 TEUR). 24 | Forschungs- und EntwicklungskostenForschungskosten sind nicht angefallen. Von den kundenbezogenen Entwicklungskosten in Höhe von 7.940 TEUR (i. V. 6.992 TEUR) wurden 306 TEUR (i. V. 138 TEUR) in den immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert. 25 | Gesamtbezüge des Vorstands und des AufsichtsratsDie Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2011 1.407 TEUR (i. V. 1.313 TEUR). Hierin enthalten sind erfolgsbezogene Komponenten in Höhe von 665 TEUR (i. V. 625 TEUR). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 2011 176 TEUR (i. V. 178 TEUR). Der Corporate Governance Bericht enthält den Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts. Für ehemalige Mitglieder des Vorstands der PWO AG und ihre Hinterbliebenen wurden Pensionszahlungen in Höhe von 227 TEUR (i. V. 222 TEUR) geleistet. Die entsprechende Pensionsrückstellung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 1.581 TEUR (i. V. 1.603 TEUR). 26 | Honorar des AbschlussprüfersDas im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Im Berichtsjahr enthält das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 12 TEUR (i. V. 16 TEUR). Weitere Bestätigungs- und Bewertungsleistungen wurden nicht in Anspruch genommen. 27 | Anteile an verbundenen UnternehmenDie PWO AG ist zum 31. Dezember 2011 an folgenden Unternehmen beteiligt: scroll
1)
Mittelbare Beteiligung über die PWO Holding
Co., Ltd., in Höhe von 100 % 28 | KonzernabschlussDer Konzernabschluss wird seinerseits in den Konzernabschluss der Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, als höchste Konzernspitze, einbezogen, welcher im elektronischen Bundesanzeiger einzusehen ist. 29 | Corporate GovernanceDie im Dezember 2011 von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. ORGANE DER GESELLSCHAFTAUFSICHTSRATDieter Maier, Stuttgart Vorsitzender des Aufsichtsrats ehem. Mitglied des Vorstands der Baden-Württembergischen Bank AG, Stuttgart WEITERE MANDATE
Dr. jur. Klaus-Georg Hengstberger, Böblingen stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Geschäftsführer der Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen WEITERE MANDATE
Herbert König, Renchen-Erlach* Industriekaufmann und Vorsitzender des Betriebsrats der PWO AG Ulrich Ruetz, Ludwigsburg ehem. Vorsitzender des Vorstands der BERU AG, Ludwigsburg WEITERE MANDATE
Katja Ullrich (geb. Hertwig), Durbach* Ausbilderin gewerblicher Bereich und Mitglied des Betriebsrats der PWO AG Dr. Gerhard Wirth, Stuttgart Rechtsanwalt, Partner der Sozietät Gleiss Lutz WEITERE MANDATE
VORSTANDDipl.-lng. Karl M. Schmidhuber, Alzenau Vorsitzender Markt und Technologie WEITERE MANDATE
Bernd Bartmann, Offenburg Kaufmännischer Bereich WEITERE MANDATE
Dr.-lng. Winfried Blümel, Oberkirch Produktion und Materialwirtschaft WEITERE MANDATE
GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAGDer Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den zum 31. Dezember 2011 ausgewiesenen Bilanzgewinn der PWO AG von 5.240.433,65 EUR wie folgt zu verwenden: scroll
Der Gewinnverwendungsvorschlag berücksichtigt keine eigenen Aktien. Sollte die Gesellschaft im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns eigene Aktien halten, vermindert sich der auszuschüttende Betrag um den Dividendenteilbetrag, der auf die eigenen Aktien entfällt. Der Gewinnvortrag verändert sich gegenläufig um den gleichen Betrag.
Oberkirch, 9. März 2012 Der Vorstand Karl M. Schmidhuber, Vorsitzender Bernd Bartmann Dr. Winfried Blümel Progress-Werk Oberkirch AG Industriestraße 8 | 77704 Oberkirch Postfach 13 44 | 77697 Oberkirch Deutschland Telefon: +49 7802 84-0 Telefax: +49 7802 84-356 info@progresswerk.de www.progresswerk.de BESTÄTIGUNGSVERMERKZu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: „Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft, Oberkirch, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“
Freiburg i. Br., 12. März 2012 Ernst & Young GmbH Nietzer, Wirtschaftsprüfer Ruby, Wirtschaftsprüfer |
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