Progress-Werk Oberkirch AG

Oberkirch

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

GESCHÄFTSBERICHT 2012

Corporate Governance Bericht

Verantwortungsbewusstes Handeln im gesamten Unternehmen stellt einen wesentlichen Teil unseres Selbstverständnisses dar, langfristiger und nachhaltiger Wertschöpfung sehen wir uns verpflichtet. Darauf baut gute Corporate Governance bei der Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft auf.

Um das Vertrauen in die Unternehmensführung bei Aktionären und Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten sowie in der Öffentlichkeit zu erhalten und zu steigern, verpflichten sich alle mit der Führung und Kontrolle der Gesellschaft Beauftragten zur Einhaltung dieser Prinzipien. Bei ihrer Umsetzung orientiert sich die Progress-Werk Oberkirch AG am einschlägigen gesetzlichen Regelwerk und an den in der deutschen Wirtschaft üblichen Standards guter Unternehmensführung. Ihre Satzung enthält keine hiervon abweichenden Regelungen. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten vertrauensvoll, eng und effizient zusammen. Nicht zuletzt wollen wir Vertrauen schaffen durch eine transparente und zeitnahe Kommunikation nach innen wie nach außen.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB (Bestandteil des Lageberichts – ungeprüft nach § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB)

Die Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB) der Progress-Werk Oberkirch AG enthält neben der Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG Angaben zu über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandten Unternehmensführungspraktiken sowie Erläuterungen zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Zusammensetzung und Arbeitsweise der vom Aufsichtsrat eingerichteten Ausschüsse.

1. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat haben im Dezember 2012 folgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben:

Vorstand und Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch AG erklären, dass die Gesellschaft den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprechen wird:

Ziffer 3.8 | D&O–Versicherung

Für den Aufsichtsrat sieht die Satzung einen Selbstbehalt in Höhe der Hälfte der jährlichen Festvergütung des Aufsichtsratsmitglieds vor. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass damit eine angemessene Regelung getroffen ist.

Ziffer 4.2.3 | Vorstandsverträge

Bei der Verlängerung von Vorstandsverträgen, die schon vor Inkrafttreten dieser Ziffer abgeschlossen wurden, wird aus Gründen des Bestandsschutzes Ziffer 4.2.3 Absatz 4 und 5 nicht entsprochen.

Ziffer 5.3.3 | Nominierungsausschuss

Der Aufsichtsrat sieht für die Bildung eines Nominierungsausschusses keine Notwendigkeit. Da der Aufsichtsrat nur aus sechs Mitgliedern besteht, hält er es für sachgerecht, dass sich der gesamte Aufsichtsrat mit der Nominierung von Aufsichtsratskandidaten befasst.

Ziffer 5.4.1 | Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat das Ziel, unterschiedliche berufliche und fachliche Kenntnisse und Erfahrungen im Aufsichtsrat zusammenzuführen, insbesondere auf den Gebieten der Automobilwirtschaft, des Finanzwesens und des Wirtschaftsrechts. Angesichts der geringen Mitgliederzahl des Aufsichtsrats ist es darüber hinaus aus praktischen Gründen kaum möglich, weitere Gesichtspunkte bei der Zusammensetzung zu beachten. Insoweit wird von den Vorgaben von Ziffer 5.4.1 abgewichen. Insbesondere ist derzeit keine Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrats festgelegt. Die Gesellschaft wird auch künftig von der Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder absehen, da dies die Auswahl qualifizierter Kandidaten pauschal einschränken würde.

Der Aufsichtsrat hat von der Festlegung einer bestimmten Anzahl „unabhängiger“ Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Ziffer 5.4.1 zweiter Absatz abgesehen, da es für die Auslegung des Begriffs „unabhängig“ in der Praxis noch keine einheitliche Definition gibt. Nach der gegenwärtigen Einschätzung des Aufsichtsrats sind – unter Einbeziehung der Arbeitnehmervertreter – alle Aufsichtsratsmitglieder als „unabhängig“ im Sinne von Ziffer 5.4.2 anzusehen.

Ziffer 5.4.6 | Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Für die Mitgliedschaft in Ausschüssen erhalten die Aufsichtsratsmitglieder über das in der Satzung vorgesehene Sitzungsgeld hinaus keine zusätzliche Vergütung.

Den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 (veröffentlicht am 15. Juni 2012) bzw. in der Fassung vom 26. Mai 2010 (veröffentlicht am 2. Juli 2010) wurde seit Abgabe der letzten Erklärung nach § 161 Aktiengesetz im Dezember 2011 mit Ausnahme der erklärten Ziffern entsprochen.

 

Oberkirch, im Dezember 2012

Progress-Werk Oberkirch AG

Der Aufsichtsrat

Der Vorstand

Die jeweils aktuelle Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ist auf der Internetseite der Gesellschaft im Bereich Investor Relations unter Corporate Governance abrufbar.

2. Relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Unser unternehmerisches Handeln basiert auf definierten Grundsätzen und Werten sowie dem Selbstverständnis einer verantwortungsvollen Unternehmensführung.

Unternehmenswerte

Mit unseren drei zentralen Unternehmensgrundsätzen „Kunden-, Mitarbeiter- und Erfolgsorientierung“ wollen wir höchste Maßstäbe setzen. Daraus leiten sich Unternehmenswerte ab, die die Eckpfeiler der PWO-Führungskultur bilden und der Unternehmensführung als Leitbild für das tägliche Handeln dienen:

KUNDEN, PRODUKTE UND GLOBALE PRÄSENZ

Dauerhaft zufriedene Kunden: Daran orientieren wir unsere Anstrengungen. Für unsere Kunden entwickeln und produzieren wir weltweit Produkte für Sicherheit und Komfort im Automobil auf höchstem Niveau. Wir setzen bei der Erfüllung ihrer Anforderungen Maßstäbe in unserer Branche. Wir überzeugen durch Qualität, Zuverlässigkeit, Flexibilität, Schnelligkeit und wettbewerbsfähige Preise. Das PWO-Produktionssystem sorgt für schlanke Prozesse und eine ausgewogene Wertschöpfung entlang der Prozesskette.

MITARBEITER

Unsere Mitarbeiter sind der Garant unseres Erfolgs. Daher investieren wir nachhaltig in unser „Human Capital“. Wir bieten eine leistungsgerechte Vergütung und beteiligen unsere Mitarbeiter am Erfolg. Wir achten auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Löhnen, Gehältern und Vergütungen auf allen Hierarchie-Ebenen im Konzern. Wir schaffen mit optimalen Arbeitsbedingungen gute Voraussetzungen, damit unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Begeisterung und Spaß bei der Arbeit sind und Höchstleistungen vollbringen können.

KAPITALGEBER, LIEFERANTEN UND ÖFFENTLICHKEIT

Wir wollen den Wert unseres Unternehmens nachhaltig steigern und orientieren uns an den Interessen unserer Kapitalgeber und der Öffentlichkeit. Durch strategischen Weitblick stärken wir unsere Marktposition. Wir gestalten die Zukunft weltweit aktiv mit und arbeiten bereits heute an der erfolgreichen Umsetzung der Anforderungen von morgen. Unsere Unternehmensziele sind klar auf Erfolg und Weiterentwicklung ausgerichtet. Wir erzielen Fortschritt durch kreative Leistung und besitzen die notwendige Dynamik, um auf neue Chancen flexibel und schnell reagieren zu können. Unser wirtschaftliches Handeln sichert den Gewinn. Gegenüber unseren Lieferanten verhalten wir uns fair, denn unsere Produkte verlangen einwandfreie Vorprodukte. Unser Unternehmen ist Teil der Gesellschaft; daher bringen wir uns aktiv in Fragen von gesellschaftlicher Bedeutung ein und nehmen unsere soziale, ökonomische und ökologische Verantwortung nachhaltig wahr.

Führungsgrundsätze

Unsere Führungskultur setzt auf die Eigenverantwortung und Eigeninitiative der Führungskräfte, was sich in unseren Führungsgrundsätzen niederschlägt. Diese Grundsätze sind Ausdruck unserer Grundeinstellung und geben den Führungskräften zugleich einen Orientierungsrahmen für den täglichen Umgang mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir sind überzeugt, dass eine kooperative Grundeinstellung, die Fähigkeit zur Koordination und ein durch Information und Delegation geprägter Führungsstil wesentliche Voraussetzung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Führungskräften und Mitarbeitern sind.

Transparenz

Zusätzlich zu den gesetzlichen Anforderungen und Börsenstandards für eine zeitnahe Berichterstattung unter Beachtung der gebotenen Gleichbehandlung aller Aktionäre (Geschäfts- und Quartalsberichte, Meldungen ad-hoc-pflichtiger Ereignisse, Directors Dealings und meldepflichtige Veränderungen von Stimmrechtsanteilen, von denen die Gesellschaft Kenntnis erhält) fühlt sich der Vorstand einer umfassenden Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit verpflichtet.

In den letzten Jahren hat er die Kapitalmarktkommunikation weiter ausgebaut. Das Management stellt sich auf Kapitalmarktkonferenzen den Fragen von Analysten, Anlegern und Pressevertretern. Wichtige und für die Einschätzung der Perspektiven des Konzerns relevante Informationen werden so zeitnah wie möglich öffentlich gemacht. Alle Berichte und Meldungen sind auf der Website www.progress-werk.de/investor-relations dokumentiert. Dort sind auch weitere Informationen einsehbar wie unter anderem alle notwendigen Angaben zur Hauptversammlung, die Satzung der Gesellschaft sowie die beruflichen Tätigkeiten und weiteren Mandate der Mitglieder des Aufsichtsrats.

Risikomanagement

Gute Unternehmensführung schließt die angemessene Begrenzung und den verantwortungsvollen Umgang mit allen Risiken ein, die mit unternehmerischen Entscheidungen verbunden sind. Die Gesellschaft hat ein modernes und effizientes Risikomanagement-System eingeführt. Es wird regelmäßig einer Prüfung seiner Wirksamkeit unterzogen und ständig den Veränderungen der jeweiligen nationalen und – dort wo die Gesellschaft im Ausland vertreten ist – internationalen gesetzlichen Anforderungen entsprechend weiterentwickelt.

Code of Conduct

Die Sicherstellung rechtkonformen und ethisch einwandfreien Handelns unserer Mitarbeiter ist uns ein zentrales Anliegen. Aus diesem Grunde haben wir Compliance-Verhaltensrichtlinien in einem Code of Conduct zusammengefasst, dessen Inhalt jederzeit während der üblichen Geschäftszeiten in unseren Geschäftsräumen, Industriestraße 8, 77704 Oberkirch, eingesehen werden kann.

3. Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Progress-Werk Oberkirch AG unterliegt als Aktiengesellschaft deutschen Rechts den entsprechenden gesetzlichen Vorschriften zu deren Leitung und Überwachung. Ihre zweigeteilte Führungs- und Kontrollstruktur setzt sich zusammen aus einem Vorstand und einem Aufsichtsrat.

Der Vorstand führt die operativen Geschäfte der Gesellschaft sowie ihre strategische Weiterentwicklung eigenverantwortlich. Der Aufsichtsrat überwacht dessen Tätigkeit und berät ihn hierbei. Vorstand und Aufsichtsrat orientieren Führung und Überwachung der Gesellschaft am Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung.

Vorstand

Der Vorstand der Progress-Werk Oberkirch AG besteht zurzeit aus drei Mitgliedern. Die Grundsätze seiner Zusammenarbeit sind in der Geschäftsordnung des Vorstands zusammengefasst, die Aufgabenverteilung innerhalb des Gremiums ist im Geschäftsverteilungsplan niedergelegt.

Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft gesamtverantwortlich nach einheitlichen Zielsetzungen, Plänen und Richtlinien. Unbeschadet der Gesamtverantwortung des Vorstands handelt jedes seiner Mitglieder in seinem Bereich eigenverantwortlich, ist aber gehalten, die ressortbezogenen Interessen stets dem Gesamtinteresse des Unternehmens unterzuordnen. Soweit Maßnahmen und Geschäfte eines Vorstandsbereichs zugleich einen oder mehrere andere Vorstandsbereiche betreffen, muss sich das zuständige Vorstandsmitglied zuvor mit den anderen beteiligten Vorstandsmitgliedern abstimmen. Wenn eine Einigung nicht zustande kommt, ist jedes beteiligte Vorstandsmitglied verpflichtet, eine Beschlussfassung des Gesamtvorstands herbeizuführen.

Jedes Vorstandsmitglied ist ferner verpflichtet, bei Bedenken gegen Maßnahmen aus einem anderen Vorstandsbereich eine Beschlussfassung des Gesamtvorstands herbeizuführen, wenn die Bedenken nicht durch eine Aussprache mit dem anderen Vorstandsmitglied behoben werden können. Unbeschadet dieser Grundsätze bedürfen Maßnahmen und Geschäfte, die für die Gesellschaft oder den von der Gesellschaft geleiteten Konzern von besonderer Bedeutung sind oder mit denen ein außergewöhnliches wirtschaftliches Risiko verbunden ist, der Zustimmung des Gesamtvorstands.

Der Vorsitzende des Vorstands koordiniert die Führung des Unternehmens durch den Gesamtvorstand. Die Vorstandsmitglieder haben den Vorsitzenden des Vorstands laufend über alle wesentlichen Vorgänge und den Gang der Geschäfte in ihren Ressorts zu unterrichten. Vorstandssitzungen sollen in regelmäßigen Abständen, nach Möglichkeit mindestens alle zwei Wochen und an vorher langfristig festgelegten bestimmten Tagen, stattfinden.

Der Vorstand beschließt, soweit nicht zwingende gesetzliche Bestimmungen Einstimmigkeit vorschreiben, in Sitzungen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, außerhalb von Sitzungen mit einfacher Mehrheit seiner Mitglieder. Dabei gilt Stimmenthaltung nicht als Stimmabgabe. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden des Vorstands den Ausschlag. Der Vorstand wird seine Beschlüsse aber nach Möglichkeit einstimmig fassen.

Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen des Geschäftsgangs und der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und des Konzerns, insbesondere die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, bedeutende Geschäftsvorfälle, die für die Rentabilität oder Liquidität der Gesellschaft oder des Konzerns von erheblicher Bedeutung sein können, sowie die aktuelle Rentabilität und Ertragssituation einschließlich Risikolage und Risikomanagement. Außerdem berichtet der Vorstand über die Investitionstätigkeit, die laufenden Entwicklungsprojekte und die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft und des Konzerns.

In der Geschäftsordnung des Vorstands ist ein Katalog von Geschäften und Maßnahmen festgelegt, die der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch AG besteht aus sechs Mitgliedern. Er ist zu zwei Dritteln mit Vertretern der Anteilseigner und zu einem Drittel mit Vertretern der Arbeitnehmer besetzt. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Geschäftsführung. Aufgaben und Verantwortung ergeben sich aus den gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. Die Beschlüsse des Aufsichtsrats werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst, soweit nicht im Gesetz andere Mehrheiten vorgeschrieben sind. Im Falle der Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Aufsichtsratsvorsitzenden.

An den Sitzungen des Aufsichtsrats nehmen die Mitglieder des Vorstands in der Regel teil, sofern der Aufsichtsrat im Einzelfall keine abweichende Anordnung trifft.

Die Geschäftsordnung sieht unter anderem die Bildung von Ausschüssen vor. Derzeit bestehen zwei Ausschüsse: der Personalausschuss und der Prüfungsausschuss. Ihre Kompetenzen ergeben sich im Einzelnen aus der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats.

Der Personalausschuss bereitet insbesondere die Personal- und Vergütungsentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Bei der Vorbereitung von Vergütungsentscheidungen zieht er bei Bedarf externe Berater hinzu. Ihm gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats, sein Stellvertreter sowie ein weiteres auf Vorschlag der Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats gewähltes Aufsichtsratsmitglied an. Den Vorsitz führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr 2012 war der Personalausschuss unverändert folgendermaßen besetzt:

 

Dieter Maier (Vorsitzender)

 

Dr. jur. Klaus-Georg Hengstberger

 

Ulrich Ruetz

Der Prüfungsausschuss übernimmt insbesondere an Stelle des Aufsichtsrats die Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts sowie des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers. Hinzu kommen die weiteren dem Prüfungsausschuss vom Deutschen Corporate Governance Kodex zugewiesenen Aufgaben. Ihm gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats und sein Stellvertreter an. Der Aufsichtsrat kann weitere seiner Mitglieder für den Prüfungsausschuss bestimmen. Den Vorsitz soll nicht der Vorsitzende des Aufsichtsrats führen. Im Geschäftsjahr 2012 war der Prüfungsausschuss weiterhin wie folgt besetzt:

 

Dr. jur. Klaus-Georg Hengstberger (Vorsitzender)

 

Herbert König

 

Dieter Maier

Unabhängiger Finanzexperte im Sinne des § 100 Abs. 5 AktG ist Herr Dieter Maier.

Die Ausschussvorsitzenden berichten über die Beratungen und Beschlüsse der jeweiligen Ausschüsse an den Aufsichtsrat. Weitere Einzelheiten zur Arbeitsweise des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, insbesondere zu Anzahl und Themen der Sitzungen im Geschäftsjahr 2012, können dem Bericht des Aufsichtsrats entnommen werden.

Weitere Angaben zur Corporate Governance

Aktionäre und Hauptversammlung

Der Vorstand fühlt sich den Aktionären der Gesellschaft in besonderer Weise verpflichtet. Wir achten die Interessen unserer Aktionäre und beachten ihre Rechte in vollem Umfang. Alle Anteilseigner werden gleich behandelt. Als Eigentümer der Gesellschaft stellen sie das Kapital für den Erhalt und den Ausbau der internationalen Marktposition der Progress-Werk Oberkirch AG zur Verfügung und handeln damit unternehmerisch. Es ist daher das Ziel des Vorstands, die Wettbewerbskraft der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochtergesellschaften permanent zu stärken und gleichzeitig langfristig und nachhaltig eine möglichst attraktive Rendite auf das bereitgestellte Kapital zu erwirtschaften.

Die Aktionäre der Progress-Werk Oberkirch AG nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr, die mindestens einmal im Jahr stattfindet. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung ist jeder Aktionär berechtigt, der sich rechtzeitig anmeldet. Aktionäre, die an der Hauptversammlung nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, einen von der Gesellschaft eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Alle Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung werden auf unserer Internetseite zur Verfügung gestellt.

Vielfalt in Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist bestrebt, bei künftigen Berufungen von Vorstandsmitgliedern auch weiterhin auf Vielfalt zu achten, und strebt dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. Der Aufsichtsrat begrüßt darüber hinaus die Intention des Deutschen Corporate Governance Kodex, Regelungen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats zu benennen, und fühlt sich diesem Ziel im Grundsatz verpflichtet. Aus den in der Entsprechenserklärung zur Abweichung von Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex genannten Gründen hält er jedoch die Benennung konkreter Ziele, unter anderem im Hinblick auf das Kriterium der Vielfalt (Diversity), für nicht sachgerecht.

Mandate des Vorstands

Außerhalb des PWO-Konzerns übt Bernd Bartmann die Funktion eines Mitglieds des Beirats der Sparkasse Offenburg/Ortenau aus. Dr. Winfried Blümel gehört dem Hochschulrat der Hochschule Offenburg an. Karl M. Schmidhuber nimmt derzeit keine Mandate außerhalb des Konzerns wahr. Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten in den Personen der Vorstandsmitglieder keine Interessenskonflikte auf.

Anteilsbesitz der Organe

Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dr. Klaus-Georg Hengstberger, hielt zum Ende des Geschäftsjahres 2012 über die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, deren Mehrheitsgesellschafter und Geschäftsführer er ist, 46,55 Prozent der ausstehenden Aktien der Progress-Werk Oberkirch AG. Im vergangenen Geschäftsjahr sind der Gesellschaft Transaktionen bekannt geworden, die nach § 15a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) meldepflichtig sind. Diese sind auf der Website www.progress-werk/investor-relations/die-pwo-aktie/directorsdealings veröffentlicht.

Aktienoptionsprogramme

In der Gesellschaft existierten im Geschäftsjahr 2012 und existieren auch derzeit keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Konzernabschluss und die Zwischenberichte der Progress-Werk Oberkirch AG werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Jahresabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs erstellt.

Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss wurden von dem durch die Hauptversammlung 2012 gewählten Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft. Der Aufsichtsrat hat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschlussoder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Der Abschlussprüfer soll ebenso über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich berichten.

Lagebericht

für den PWO-Konzern und die PWO AG

Wir legen im Folgenden den zusammengefassten Lagebericht für die Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft sowie den Konzern über das Geschäftsjahr per 31. Dezember 2012 vor. Der Konzern bilanziert unverändert nach den internationalen Bilanzierungsstandards IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, die Progress-Werk Oberkirch AG bilanziert weiterhin nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs.

Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises wird detailliert im Anhang des Jahresabschlusses dargestellt. Veränderungen des Konsolidierungskreises, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage beeinflusst haben, haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden.

Unternehmensprofil

PWO gehört zu den führenden internationalen Automobilzulieferern. Wir fertigen kundenindividuelle Lösungen in Großserien – zum Teil in Millionenstückzahlen – und beliefern unsere Kunden weltweit. Zusätzlich decken wir die gesamte Wertschöpfungskette von der kundenbezogenen Entwicklung über den Werkzeugbau bis hin zur Serienfertigung ab. Zu weiteren Alleinstellungsmerkmalen zählen Innovationskraft, Liefertreue und Null-Fehler-Qualität.

In unserer mehr als 90-jährigen Unternehmensgeschichte haben wir höchste Expertise bezüglich des Verhaltens von Stahl im Prozess der Kaltumformung sowie im Einsatz anspruchsvoller Verbindungstechnologien aufgebaut. Heute fertigen wir Komponenten und Subsysteme aus Stahl einschließlich hochfester Leichtbaustähle sowie Edelstahl und Aluminium.

Diese Expertise setzen wir für die Entwicklung und Fertigung einer breiten Palette von Produkten ein. Sie dienen durchweg der Erhöhung von Komfort und Sicherheit im Automobil. Diese Bereiche weisen einen nachhaltig überdurchschnittlichen Wachstumstrend auf. Denn die Nachfrage der Kfz-Käufer nach höherem Komfort und höherer Sicherheit steigt in allen Fahrzeugklassen und allen Absatzregionen grundsätzlich an. Von der Art des Antriebs eines Fahrzeugs sind wir weitgehend unabhängig, profitieren aber von der steigenden Bedeutung der E-Antriebstechnik. Der Umsatz gliedert sich in drei strategische Produktbereiche, wie die nachfolgende Grafik zeigt.

Chart

Die mechanischen Komponenten für Elektrik/Elektronik sowie die Sicherheitskomponenten, also rund 50 Prozent unseres Umsatzes, gehen überwiegend an internationale Tier-1-Zulieferer. Diese liefern sie als Teil ihrer eigenen Systeme für zahlreiche Fahrzeugmodelle an verschiedene Automobilhersteller.

Strukturkomponenten und Subsysteme für Karosserie und Fahrwerk werden hingegen meist modellgebunden direkt für die Fahrzeughersteller gefertigt. Die Anwendungsbreite erhöht sich aber auch hier kontinuierlich durch die zunehmende Verbreitung von Plattformkonzepten, auf denen verschiedene Pkw-Modelle aufgebaut werden. Den wesentlichen Teil unserer Komponenten und Subsysteme liefern wir für das Premiumsegment der Automobilindustrie.

Mit dieser Aufstellung sind wir weltweit der einzige Anbieter, der über eine derart breite Produktpalette verfügt. Wir sichern damit unsere Unabhängigkeit vom Markterfolg einzelner Kfz-Modelle und können auslaufende Serienaufträge durch Nachfolgeaufträge für diverse Produktlösungen ersetzen. So erhalten wir uns größtmögliche unternehmerische Flexibilität und können uns auf attraktive Wachstumschancen konzentrieren.

Unsere Wettbewerbsstärke und Profitabilität bauen wir mit höchster Innovationskraft bei Produktlösungen und ihren zugehörigen Produktionsprozessen aus. Kundenanforderungen insbesondere hinsichtlich Funktion, Präzision, Gewicht, Kosten und Termin werden von uns nicht nur erreicht, sondern häufig übertroffen. Besonders erfolgreich sind wir zudem in der Entwicklung von Blechlösungen, die wesentlich schwerere und teurere Schmiede- oder Gussteile ersetzen. Auf diese Weise profitieren wir überdurchschnittlich vom Trend hin zur Leichtbauweise, der immer stärker in den Fokus der Automobilindustrie rückt.

Unsere Technologieführerschaft im Werkzeugbau ist Voraussetzung für höchste Teilequalität und Produktionsgeschwindigkeit sowie die Integration nachgelagerter Bearbeitungsschritte in den Umformprozess. Darüber hinaus haben wir uns eine Reputation erarbeitet für langjährige, höchste Liefertreue in Null-Fehler-Qualität auch bei schwankenden Kundenabrufen. Dies trägt maßgeblich zu dauerhaften Kundenbeziehungen bei und bildet die Grundlage für weitere Aufträge und künftiges Wachstum.

Der Konzern ist mit fünf Produktionsstandorten und zum Ende des Berichtsjahres 2.916 Mitarbeitern inklusive Zeitarbeitnehmern auf drei Kontinenten präsent. Weitere Regionen decken wir auftragsbezogen durch Kooperationspartner ab. So haben wir uns in der kleinen Gruppe der weltweit lieferfähigen Partner unserer Kunden positioniert. Gleichzeitig schonen wir unsere Ressourcen, da wir Fertigungskapazitäten der Kooperationspartner nutzen.

Strategie und Steuerung

Unternehmensstrategie

Wir sind weltweiter strategischer Partner unserer Kunden für anspruchsvolle Metallkomponenten und Subsysteme. Mit höchster Innovationskraft im Design von Produktlösungen und ihren zugehörigen Produktionsprozessen setzen wir uns klar vom Wettbewerb ab. Dies bildet die Basis für nachhaltiges, profitables Wachstum in allen unseren Märkten.

Wir konzentrieren uns auf Marktchancen, in denen wir für unsere Kunden einen hohen Mehrwert realisieren können. Dies ermöglicht es uns, auch in einem wettbewerbsintensiven Umfeld angemessene Margen erzielen zu können. So generieren wir die für unser kapitalintensives Geschäft notwendigen Erträge.

Unsere globale Aufstellung ist ein wesentlicher Baustein dieser Strategie. Wir können damit nicht nur von unterschiedlichem Wachstumstempo in verschiedenen Regionen profitieren, sondern haben auch Zugang zu Aufträgen, die ausschließlich an international produzierende Unternehmen vergeben werden. Diese Aufträge umfassen insbesondere in hohen Stückzahlen und über viele Jahre hinweg laufende Komponenten für Fahrzeug-Plattformen. Solche Aufträge sind nicht zuletzt auch wegen ihrer positiven Rückwirkung auf die Auslastung unserer Standorte in Europa sehr attraktiv.

Wir können dabei in allen Märkten primär auf unsere bestehenden, weltweit tätigen Kunden setzen. Ziel ist es, deren Bedarf global abzudecken, denn sie setzen auch im Ausland auf die gewohnte Leistungsfähigkeit und Liefertreue von PWO. So verkürzen wir Vorlaufzeiten und –kosten. Darüber hinaus sind wir bestrebt, sukzessive auch lokale Neukunden zu gewinnen.

Die Strategie des kontinuierlichen Ausbaus von Marktanteilen trägt dabei nicht nur in den internationalen Märkten Früchte, sondern auch in Europa, wo das Marktwachstum sehr viel niedriger oder sogar negativ ist. Aufgrund unserer hohen Innovationskraft gelingen uns regelmäßig Lösungen, die die Kundenerwartungen übertreffen. Dies führt zu steigender Nachfrage nach Komponenten aus der breiten Palette unseres Angebots und damit auch zu steigenden Marktanteilen.

Für die nächsten Jahre planen wir, alle unsere Standorte weiter auszubauen. Die technologische Kompetenz in der Blechumformung soll absehbar auf die heutigen fünf Standorte konzentriert bleiben. Unsere regionale Reichweite wollen wir, wo erforderlich, über den Aufbau zusätzlicher Montagestandorte ausdehnen. Diese erfordern im Vergleich zu Standorten mit Presswerken geringere Investitionen sowohl in die Infrastruktur als auch die Struktur der Mitarbeiter. Darüber hinaus werden wir das Netzwerk von Kooperationspartnern weiter ausbauen.

Unternehmenssteuerung

Die weltweite Steuerung und Führung von PWO ist am Standort der Muttergesellschaft in Oberkirch angesiedelt. Dieser bildet das Technologie- und Innovationszentrum des Konzerns. Hier werden die konzernweit gültigen Geschäftsprozesse entwickelt und verfeinert.

Der Konzern wird grundsätzlich so gesteuert, dass auftragsbezogene sowie zyklische Risiken weitgehend reduziert werden. Wir haben daher ein breitgefächertes Produktspektrum aufgebaut. Dies macht uns von individuellen Einzelaufträgen und dem Erfolg einzelner Fahrzeugmodelle unabhängig. Zudem pflegen wir eine ausgewogene Umsatzstruktur aus einer Vielzahl kleinerer Aufträge und einzelner Großaufträge mit versetzen Zeitpunkten ihrer jeweiligen An- und Ausläufe. Damit sichern wir die Kapazitätsauslastung bei gleichzeitiger Begrenzung der Risiken aus Nachfolgeaufträgen.

Als operative Steuerungsgrößen verwendet PWO in erster Linie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sowie das Gearing (Nettoverschuldung in Prozent des Eigenkapitals).

Wir haben ein umfassendes Lean-Management-System implementiert, in dem alle relevanten Prozesse, von der Produktentstehung bis zur Serienfertigung sowie vom Vertrieb über Beschaffung und Logistik bis zum Qualitätsmanagement, detailliert dokumentiert sind. Damit besteht die notwendige Transparenz, um operative Geschäftsprozesse gezielt steuern und in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess systematisch optimieren zu können. In dieses System werden derzeit sukzessive auch die Verwaltungsprozesse mit IT, Finanz- und Personalmanagement sowie Controlling integriert. Dies trägt zur weiteren Steigerung unserer Produktivität bei.

Alle Standorte werden konzernweit einheitlich gesteuert, wobei die technologischen Anforderungen der lokalen Produktionsumfänge berücksichtigt sind. Dies erleichtert die Überwachung der Produktions- und Geschäftsprozesse. Darüber hinaus befinden sich unsere Standorte auch in einem permanenten internen Best-Practice-Wettbewerb. Weltweit uneingeschränkt gilt unsere Null-Fehler-Philosophie.

Innerbetrieblich ist PWO entlang einer durchgehenden Wertschöpfungskette aufgestellt. Kundenbezogene Entwicklung, Werkzeugbau und Serienfertigung arbeiten gemeinsam in integrierten Teams von der Produktanfrage bis zum Anlauf der Serienproduktion. Auch während einer laufenden Produktion überwacht und optimiert das jeweilige Team regelmäßig die Prozesse.

Wirtschaftliches Umfeld

Das wirtschaftliche Umfeld im Jahr 2012

Die Marktschwäche in mehreren Krisenländern des Euroraums und das daraus resultierende schwache Wirtschaftswachstum in Europa sind 2012 auch an der deutschen Wirtschaft nicht spurlos vorübergegangen. Entsprechend hat sich die deutsche Wirtschaftsleistung im Jahresverlauf kontinuierlich abgeschwächt. Nach einem noch vergleichsweise robusten Wachstum um 1,7 Prozent im ersten Quartal ist das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal real leicht zurückgegangen. Dabei ging die Schwächetendenz hauptsächlich von der Industrie aus, die ihre Produktion vor allem im Investitionsgüterbereich zuletzt erheblich gedrosselt hatte. Dem deutlichen Rückgang der Industrieproduktion im Verlauf des zweiten Halbjahres liegt zum großen Teil ein Sondereffekt zugrunde: Wegen des Verzichts auf Werksferien in einigen Automobilwerken hatten die Sommermonate ein erhöhtes Niveau aufgewiesen. Stützend für die deutsche Wirtschaft wirkte der Export in Länder außerhalb der Europäischen Gemeinschaft. Insgesamt erwartet die Deutsche Bundesbank für 2012 noch ein leichtes Wachstum von 0,7 Prozent (kalenderbereinigt 0,9 Prozent) in Deutschland. Im Vorjahr hatte das BIP noch um 3,0 Prozent zugelegt.

Auch die Weltwirtschaft weist 2012 ein geringeres Wachstum als im Vorjahr auf. Allerdings fällt der Rückgang deutlich weniger stark aus als in Europa, wo der Internationale Währungsfonds IWF für den Euroraum nach einem Plus von 1,4 Prozent im Vorjahr einen Rückgang von 0,4 Prozent erwartet. Das Wachstum in den Emerging Markets blieb mit insgesamt +5,3 Prozent (i. V. +6,2 Prozent) vergleichsweise hoch und auch Japan erzielte nach der Rezession im Vorjahr wieder ein positives Wirtschaftswachstum. Auch hat sich die US-amerikanische Konjunktur gegenüber dem Vorjahr weiter belebt. Eine rückläufige Arbeitslosenquote, Anzeichen sich stabilisierender Hauspreise und die steigende inländische Öl- und Gasgewinnung wirken sich stimulierend aus. Hier rechnet der IWF für 2012 mit einem BIP-Wachstum von 2,2 Prozent nach 1,8 Prozent im Vorjahr. Insgesamt soll das globale BIP 2012 um 3,3 Prozent (i. V. 3,8 Prozent) zulegen.

Die internationale Automobilindustrie im Jahr 2012

So wie die Weltwirtschaft blickt auch die Automobilbranche auf ein regional sehr unterschiedliches Geschäftsjahr 2012 zurück. Die Automobilbauer und ihre Zulieferer sahen zum Teil scharfe Rückgänge in Europa und demgegenüber Zuwächse in Übersee. Der Verband der deutschen Automobilindustrie VDA spricht sogar von einer sehr dynamischen Automobilkonjunktur außerhalb Westeuropas. Hiervon haben vor allem die deutschen Premiumhersteller und ihre Zulieferer überdurchschnittlich profitiert. Insgesamt hat der Pkw-Weltmarkt 2012 um 4 Prozent auf gut 68 Mio. Einheiten zugelegt. Getragen wurde dieses Wachstum vor allem vom chinesischen Markt und dem wieder erstarkten Leitmarkt USA.

Die Neuzulassungen in der Europäischen Union (EU 27) fielen im Jahr 2012 hingegen auf den niedrigsten Stand seit 1995. Mit 12,1 Mio. Einheiten lag die Zahl der neu zugelassenen Automobile um 8,2 Prozent unter dem Vorjahreswert – ein Rückgang, der in dieser Höhe seit 1993 nicht mehr gesehen wurde. Damit setzte sich der Negativtrend fallender Jahresraten seit dem historischen Höchststand 2007 zum fünften Mal in Folge fort. Die Absatzschwäche war im zweiten Halbjahr 2012 besonders ausgeprägt. Allein im Dezember wurden 16,3 Prozent weniger Pkw zugelassen als im Vorjahresmonat. Allerdings hatte der Dezember 2012 zwei Arbeitstage weniger.

Unter den größeren Regionalmärkten wiesen insbesondere die Volumenmärkte Frankreich (–13,9 Prozent) und Italien (–19,9 Prozent) deutlich zweistellige Rückgänge auf. Aber auch in Spanien (–13,4 Prozent), den Niederlanden (–9,6 Prozent) und in Belgien (–14,9 Prozent) gingen die Neuzulassungen überdurchschnittlich stark zurück. Deutschland (–2,9 Prozent) und Polen (–1,4 Prozent) konnten das Vorjahresniveau knapp halten. Lediglich das Vereinigte Königreich weist unter den größeren Märkten in der EU27 mit +5,2 Prozent eine Zunahme auf. Auch in der Schweiz stiegen die Neuzulassungen im letzten Jahr leicht um 2,9 Prozent an.

Laut Kraftfahrtbundesamt wurden 2012 in Deutschland insgesamt 3,08 Mio. Neuwagen zugelassen. Das stellt einen Rückgang um rund 91.000 Einheiten bzw. 2,9 Prozent gegenüber 2011 dar. Strukturell gab es signifikante Veränderungsraten in den einzelnen Pkw-Segmenten. In sieben von elf Segmenten sind deutliche Rückgänge zu beobachten. Mit –13,9 Prozent war die Abnahme in der Oberklasse am stärksten. Kräftige Wachstumsraten gab es dagegen im Mini (+20,3 Prozent) und Mini-Van-Segment (+9,1 Prozent) sowie bei den Geländewagen (+17,4 Prozent). Die meisten Neuwagen gehören trotz eines Rückgangs um 8,8 Prozent nach wie vor der Kompaktklasse an. Sie hält einen Anteil am Gesamtmarkt von 23,8 Prozent.

Die Pkw-Inlandsproduktion umfasste im Gesamtjahr 2012 ein Volumen von knapp 5,4 Mio. Einheiten (–4 Prozent). Insbesondere in den letzten Monaten des Jahres haben die Hersteller die Produktion stärker zurückgenommen, als es die Marktnachfrage erforderte. Ziel der Hersteller war es, die Pkw-Lagerbestände zu verringern. Der Pkw-Export lag 2012 bei über 4,1 Mio. Pkw (–3 Prozent). Damit gingen drei von vier Autos, die in Deutschland gebaut wurden, in den Export.

Auf dem US-Markt konnten die deutschen Konzernmarken im Jahr 2012 erneut schneller wachsen als der Gesamtmarkt. Sie steigerten ihre Verkäufe von Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) um über 21 Prozent auf rund 1,27 Mio. Einheiten, während der gesamte Light-Vehicles-Markt um gut 13 Prozent auf über 14,4 Mio. Fahrzeuge zulegte. Damit konnten die deutschen Hersteller im siebten Jahr in Folge ihren Marktanteil auf dem weltweit größten Automobilmarkt erhöhen.

Dabei legten sie sowohl bei Pkw als auch bei Light-Trucks schneller zu als die jeweiligen Marktsegmente. So steigerten die deutschen Hersteller ihren Pkw-Absatz im Jahr 2012 um gut 22 Prozent auf 920.400 Einheiten, während der gesamte Pkw-Markt um knapp 19 Prozent auf gut 7,2 Mio. Einheiten wuchs. Der Pkw-Marktanteil stieg auf 12,7 Prozent. Im Light-Truck-Segment, das für rund 50 Prozent des gesamten US-Marktes steht, haben die deutschen Hersteller im vergangenen Jahr ihren Absatz um über 19 Prozent auf 345.000 Einheiten gesteigert. Ihr Wachstum war damit mehr als doppelt so hoch wie das des gesamten Light-Truck-Marktes, der um gut 8 Prozent auf 7,2 Mio. Einheiten zulegte. Insgesamt war das Autojahr 2012 für die deutschen Hersteller das bislang erfolgreichste auf dem US-Markt.

Die Ergebnisse der nach Regionen gegliederten Segmente des PWO-Konzerns spiegeln diese regional sehr unterschiedliche Entwicklung nur in geringem Maße wider. Denn der PWO-Konzern profitiert von seiner deutlichen Ausrichtung auf den Premiumbereich, der sich 2012 weltweit wesentlich besser entwickelte als die Volumenmodelle.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Umsatz- und Ertragsentwicklung

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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Ausgewählte Informationen
(TEUR)
2012 in % der Gesamtleistung 2011 in % der Gesamtleistung
Umsatzerlöse 358.072 97,7 % 331.080 100,7 %
Gesamtleistung 366.624 100,0 % 328.832 100,0 %
Materialaufwand 197.958 54,0 % 179.707 54,7 %
Personalaufwand 97.680 26,6 % 87.962 26,7 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen 35.680 9,7 % 32.248 9,8 %
EBITDA 39.813 10,9 % 35.828 10,9 %
EBIT 20.878 5,7 % 19.161 5,8 %
Periodenergebnis 10.159 2,8 % 9.016 2,7 %

Der Umsatz des PWO-Konzerns konnte im Geschäftsjahr 2012 erneut deutlich gesteigert werden. Er legte um 8,2 Prozent auf 358,1 Mio. EUR zu. Die Gesamtleistung stieg aufgrund positiver Bestandsveränderungen, vor allem bei Werkzeugen, etwas stärker, und zwar um 11,5 Prozent auf 366,6 Mio. EUR. Im Vorjahr dagegen waren per Saldo Bestände abgebaut worden.

Diese in Summe sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung wurde allerdings im Jahresverlauf von äußerst unterschiedlichen Einflussfaktoren auf einzelne Produktbereiche und Standorte geprägt. So war ein leichter Absatzrückgang bei hochvolumigen Standardprodukten in Europa zu verzeichnen, der im Verlauf des Geschäftsjahres weiter zunahm. Bei den Produkten im Premiumsegment kam es dagegen vor allem im dritten Quartal am Standort Oberkirch zu erhöhten Bedarfen, die aufgrund teilweiser Überschreitung von Kapazitätsgrenzen nur mit erheblichen Mehraufwendungen realisiert werden konnten, während im Laufe des vierten Quartals die Abrufe wieder deutlich zurückgingen. Auch am Standort Puebla, Mexiko, verzeichneten wir im zweiten Halbjahr stark erhöhte Kundenabrufe mit hohen Planüberschreitungen und Steigerungen im Vorjahresvergleich von über 60 Prozent, die nicht unerhebliche Belastungen mit sich brachten. In China dagegen kam es aufgrund von Terminverschiebungen bei Serienanläufen durch Kunden zu spürbaren Volumenreduzierungen und mit einem Umsatzwachstum von knapp 40 Prozent zu deutlich geringeren Zuwachsraten als geplant.

Im Konzern betrugen die Werkzeugumsätze im Berichtsjahr 27,2 Mio. EUR (i. V. 34,1 Mio. EUR) und lagen damit höher als geplant. 2011 war im Vorfeld großer Serienanläufe an allen Standorten ein weit überdurchschnittlich hohes Werkzeugvolumen fakturiert worden. 2010 hatten die Werkzeugumsätze noch 20,9 Mio. EUR betragen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei 4,5 Mio. EUR (i. V. 6,9 Mio. EUR). Dies resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Währungserträgen.

Bei der Materialaufwandsquote konnten wir aufgrund reduzierter Stahlpreise und geringeren Werkzeugzukäufen eine leichte Verbesserung auf 54,0 Prozent (i. V. 54,7 Prozent) erzielen. Die Aufwandsquoten für Löhne und Gehälter sowie Abschreibungen blieben gegenüber 2011 nahezu unverändert.

Die erheblichen Belastungen aus der zeitweise unerwartet hohen Kapazitätsauslastung einzelner Bereiche in den Sommermonaten einerseits und die Volumenrückgänge andererseits spiegeln sich im sonstigen betrieblichen Aufwand wider, der auf 35,7 Mio. EUR (i. V. 32,2 Mio. EUR) anstieg, während ursprünglich ein Rückgang erwartet worden war. Insbesondere gegenüber Vorjahr deutlich erhöhte Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen sowie zusätzliche Aufwendungen für Zeitarbeitnehmer waren die Ursachen.

Trotz dieser Mehrbelastungen konnte das EBIT im Berichtsjahr auf 20,9 Mio. EUR (i. V. 19,2 Mio. EUR) gesteigert werden. Es lag damit, wie erwähnt, zwar unter unseren ursprünglichen Erwartungen, aber bereinigt um Währungseffekte konnte das operative Ergebnis sogar überproportional zum Umsatz um 17,0 Prozent gesteigert werden.

Chart

Die Zinsbelastung blieb mit 6,3 Mio. EUR (i. V. 6,3 Mio. EUR) gegenüber dem Vorjahr unverändert. Auch die Steuerquote war mit 30,2 Prozent (i. V. 30,0 Prozent) im Wesentlichen unverändert. Mittelfristig erwarten wir wieder eine fallende Steuerquote, da wir – wie bereits an unserem Standort in der Tschechischen Republik – mit der sukzessiven Verbesserung der Ertragskraft unseres Standorts in Mexiko auch die dortigen Verlustvorträge nutzen können.

Insgesamt stieg das Periodenergebnis des Konzerns im Geschäftsjahr 2012 auf den bisher höchsten Wert der Unternehmensgeschichte von 10,2 Mio. EUR (i. V. 9,0 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie belief sich auf Basis der durch die Kapitalerhöhung erhöhten durchschnittlichen gewichteten Aktienstückzahl auf 3,52 EUR (i. V. 3,61 EUR).

Segmentberichterstattung

Entsprechend der Steuerung im Konzern stellen unsere Produktionsstandorte die Basis für die Segmentberichterstattung gegliedert nach Regionen dar. Die Segmente werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Analog werden auch die Umsätze dieser Segmente zugeordnet.

Lieferungen und Leistungen zwischen den einzelnen Standorten beinhalten im Wesentlichen Werkzeuge, die am Standort Oberkirch oder Valašské Meziříčí in der Tschechischen Republik für andere Standorte hergestellt werden. Auf Konzernebene werden diese konsolidiert.

SEGMENT DEUTSCHLAND

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Ausgewählte Informationen
(TEUR)
2012 in % der Gesamtleistung 2011 in % der Gesamtleistung
Außenumsätze 234.914 93,5 % 228.861 96,9 %
Gesamtleistung 251.230 100,0 % 236.217 100,0 %
EBITDA 28.732 11,4 % 28.471 12,1 %
EBIT 17.430 6,9 % 18.095 7,7 %
Periodenergebnis 10.296 4,1 % 10.681 4,5 %

Der Hauptsitz des PWO-Konzerns wird im Segment Deutschland abgebildet. Hier ist die Muttergesellschaft Progress-Werk Oberkirch AG angesiedelt, die das operative Geschäft am Standort Oberkirch betreibt sowie die Strukturen der Konzernführung vorhält. Im Segment Deutschland erzielen wir weiterhin die wesentlichen Ergebnisbeiträge für den Konzern.

Umsatz und Gesamtleistung legten hier im Berichtsjahr um 2,6 Prozent bzw. 6,4 Prozent zu. Das EBIT blieb mit 17,4 Mio. EUR (i. V. 18,1 Mio. EUR) leicht unter Vorjahr. Ursächlich hierfür waren das rückläufige europäische Volumengeschäft einerseits sowie die Mehraufwendungen zur Bedienung der im dritten Quartal teilweise deutlich über den installierten Kapazitäten liegenden Kundenabrufe andererseits.

Während des ersten Halbjahres 2012 waren die Umsätze auf hohem Niveau, was sich aber zur Jahresmitte hin abzuschwächen begann.

In dieser Periode wurde von mehreren Marktbeobachtern bereits davor gewarnt, dass das Produktionsniveau in der Automobilindustrie sehr hoch und vermutlich nicht nachhaltig sei. Wir hatten daher über die Sommermonate eine Beruhigung erwartet und für diese Zeit eine Reihe von Maßnahmen bei Instandhaltung, Reparatur und Umbauten von Produktionsanlagen geplant. Die Beruhigung trat jedoch nicht ein. Die Hersteller im Premiumbereich haben sogar auf die üblichen Werksferien verzichtet oder diese deutlich verkürzt. Die Abrufzahlen stiegen kurzfristig spürbar an. Deshalb mussten wir unsere Kapazitäten schnell deutlich ausweiten, um lieferfähig zu bleiben, was mit erheblichen Mehraufwendungen verbunden war. Erst im Verlauf des vierten Quartals kam es dann wieder zu größeren Rückgängen der Kundenabrufe auch im Premiumbereich.

Diese hohe Volatilität hat das EBIT des Standorts Oberkirch im Geschäftsjahr 2012 belastet. Die Marge sank auf 6,9 Prozent (i. V. 7,7 Prozent).

Die Zinsbelastung ermäßigte sich erneut leicht auf 3,0 Mio. EUR (i. V. 3,1 Mio. EUR). Nach Abzug von Steuern blieb das Periodenergebnis mit 10,3 Mio. EUR (i. V. 10,7 Mio. EUR) fast stabil.

SEGMENT ÜBRIGES EUROPA

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Ausgewählte Informationen
(TEUR)
2012 in % der Gesamtleistung 2011 in % der Gesamtleistung
Außenumsätze 34.642 86,5 % 39.997 102,4 %
Gesamtleistung 40.029 100,0 % 39.066 100,0 %
EBITDA 5.910 14,8 % 4.262 10,9 %
EBIT 3.619 9,0 % 1.912 4,9 %
Periodenergebnis 2.488 6,2 % 1.162 3,0 %

Die derzeitigen Kapazitäten unseres Standorts in der Tschechischen Republik, der im Segment Übriges Europa abgebildet wird, sind mit den aktuell laufenden Serienproduktionen gut ausgelastet. Größere Zuwächse waren für das Geschäftsjahr 2012 nicht geplant. Allerdings reduzierte sich der Umsatz 2012 gegenüber Vorjahr um rund 5 Mio. EUR aufgrund abrechnungsbedingt geringerer Werkzeugumsätze sowie Rückgängen der Abrufe im Seriengeschäft. Dennoch konnte das EBIT auf 3,6 Mio. EUR (i. V. 1,9 Mio. EUR) deutlich gesteigert werden. Die EBIT-Marge erreichte 9,0 Prozent und ist neuer Benchmark im Konzern. Das Periodenergebnis des Segments Übriges Europa belief sich auf 2,5 Mio. EUR (i. V. 1,2 Mio. EUR).

Die Entwicklung des tschechischen Standorts im Berichtsjahr dokumentiert die Reife und Stabilität, die dieser inzwischen erreicht hat. Wir sind daher sehr zuversichtlich, das Geschäft hier auchkünftig erfolgreich und ertragsstark weiterentwickeln zu können.

SEGMENT NAFTA-RAUM

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(TEUR)
2012 in % der Gesamtleistung 2011 in % der Gesamtleistung
Außenumsätze 82.025 97,9 % 57.259 97,2 %
Gesamtleistung 83.779 100,0 % 58.925 100,0 %
EBITDA 7.146 8,5 % 3.808 6,5 %
EBIT 2.550 3,0 % 543 0,9 %
Periodenergebnis 998 1,2 % –773 –1,3 %

Im Segment NAFTA-Raum sind unsere beiden Standorte in Kanada und in Mexiko zusammengefasst. Beide Standorte profitierten im Berichtsjahr von dem weiteren Hochlauf großer Serienproduktionen sowie von dem kräftigen Nachfrageanstieg des Marktes. Nach einem kräftigen Umsatzwachstum von mehr als 50 Prozent im Geschäftsjahr 2011 konnten wir den Umsatz im NAFTA-Raum 2012 erneut um 43 Prozent ausweiten.

Unser etablierter kanadischer Standort verfügt über stabile Prozesse. Er konnte daher ein hohes Wachstum von rund 33 Prozent realisieren und gleichzeitig seine EBIT-Marge deutlich verbessern. In Mexiko betrug das Umsatzwachstum rund 51 Prozent und wir haben, wie angekündigt, erstmals für eine volle Berichtsperiode ein positives EBIT erreicht. Allerdings waren hierfür noch umfangreiche Unterstützungsmaßnahmen erforderlich, um die Produktionsprozesse weiter zu stabilisieren und zu verbessern. Diese Maßnahmen wirken und werden 2013 weitergeführt. Wir gehen davon aus, dass auch der mexikanische Standort seine Ertragskraft kontinuierlich steigern wird.

Das Segment NAFTA-Raum erwirtschaftete damit im Berichtsjahr insgesamt ein EBIT von knapp 2,6 Mio. EUR (i. V. 0,5 Mio. EUR). Das Periodenergebnis belief sich auf 1,0 Mio. EUR (i. V. –0,8 Mio. EUR).

SEGMENT ASIEN

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(TEUR)
2012 in % der Gesamtleistung 2011 in % der Gesamtleistung
Außenumsätze 6.491 88,7 % 4.963 82,3 %
Gesamtleistung 7.319 100,0 % 6.033 100,0 %
EBITDA –1.648 –22,5 % –532 -8,8 %
EBIT –2.459 –33,6 % –1.252 –20,8 %
Periodenergebnis –3.378 –46,2 % –1.973 –32,7 %

Unser Standort in China bildet das Segment Asien. Er befindet sich unverändert und plangemäß in der Aufbauphase und daher noch in der Verlustzone. Umsatzerlöse und Gesamtleistung sind im Berichtsjahr weiter gestiegen. Wir hatten jedoch für das Berichtsjahr aufgrund neuer Serienanläufe ein höheres Volumen und einen niedrigeren Verlust erwartet. Die Anläufe wurden kundenseitig teilweise verschoben und sind nun für das laufende Geschäftsjahr geplant.

Daher fehlten in der Berichtsperiode nicht nur die entsprechenden Umsätze und Deckungsbeiträge. Die bereits für den Serienanlauf installierten Kapazitäten belasteten darüber hinaus die Ergebnissituation zusätzlich. Vor diesem Hintergrund ist es erfreulich, dass das EBIT auf –2,5 Mio. EUR im Berichtsjahr begrenzt werden konnte. Im Vorjahr hatte das EBIT noch von 0,7 Mio. EUR positiven Währungserträgen profitiert. Das Periodenergebnis des Segments Asien betrug im Geschäftsjahr 2012 –3,4 Mio. EUR (i. V. –2,0 Mio. EUR).

Wir haben im Geschäftsjahr 2012 eine Reihe weiterer Aufträge für China akquiriert, sodass wir für die kommenden Jahre eine deutliche Umsatzausweitung und einen Abbau des Verlusts erwarten. Unser Wachstumstempo in China wird zwar hoch sein, aber gegenüber der ursprünglichen Erwartung moderater ausfallen. Es hat sich gezeigt, dass der Bedarf qualitativ höchst anspruchsvoller Komponenten und Subsysteme, wie PWO sie anbietet, in China bisher langsamer als der Markt gewachsen ist, aber mittlerweile spürbar aufholt. Von diesem Trend wird PWO in Zukunft verstärkt profitieren.

Chart

Finanz- und Vermögenslage sowie Investitionen

BILANZ UND CASHFLOW-RECHNUNG

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Ausgewählte Informationen
(TEUR)
2012 in % der Bilanzsumme 2011 in % der Bilanzsumme
Langfristige Vermögenswerte 151.149 54,9 % 129.438 53,8 %
Kurzfristige Vermögenswerte 124.385 45,1 % 111.297 46,2 %
Summe Eigenkapital 104.802 38,0 % 74.784 31,1 %
Langfristige Schulden 79.897 29,0 % 67.405 28,0 %
Kurzfristige Schulden 90.835 33,0 % 98.546 40,9 %
Bilanzsumme 275.534 100,0 % 240.735 100,0 %
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 26.617   25.547  
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –33.262   –26.412  
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 11.851   –5.787  
Cashflow der Periode 5.206   –6.652  

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr sichtbar um 14,5 Prozent auf 275,5 Mio. EUR (i. V. 240,7 Mio. EUR). Wir bereiten derzeit unsere Standorte auf ihr künftiges Wachstum und die aufgrund des hohen Neugeschäfts der letzten beiden Jahre absehbaren künftigen Serienanläufe vor. Daher haben wir im Geschäftsjahr 2012 insbesondere die Sachanlagen um 19,1 Prozent auf 136,3 Mio. EUR (i. V. 114,5 Mio. EUR) ausgeweitet.

Auch bei den Vorräten war ein spürbarer Anstieg um 16,9 Prozent auf 55,8 Mio. EUR (i. V. 47,7 Mio. EUR) zu verzeichnen. Allerdings resultierte dieser insbesondere aus stichtagsbedingt um 6,4 Mio. EUR höheren unfertigen Erzeugnissen und Leistungen. Diese werden im Geschäftsjahr 2013 zu Umsatz führen. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte legten hingegen um 3,1 Prozent auf 60,8 Mio. EUR (i. V. 59,0 Mio. EUR) deutlich unterproportional zur Ausweitung unseres Geschäfts im Berichtsjahr zu.

Auf der Passivseite der Bilanz nahm das Eigenkapital teilweise ertragsbedingt sowie insbesondere aufgrund der erfolgreichen Kapitalerhöhung im Mai 2012 um 40,1 Prozent auf 104,8 Mio. EUR (i. V. 74,8 Mio. EUR) zu. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich entsprechend deutlich auf 38,0 Prozent (i. V. 31,1 Prozent). Das Gearing (Nettoverschuldung in Prozent des Eigenkapitals) ermäßigte sich signifikant auf 86 Prozent (i. V. 121 Prozent). Wir haben uns damit unserer Zielgröße eines Gearing in der Bandbreite von 60 bis 80 Prozent deutlich angenähert.

Das Gearing sollte auch zukünftig durch steigende Gewinne und somit zunehmende Zuführungen zu den Gewinnrücklagen weiter entlastet werden. Diesen Effekten werden Investitionen für Kapazitätsausweitungen gegenüberstehen, die teilweise fremd zu finanzieren sein werden. Wir rechnen daher in Perioden, in denen wir wie derzeit die Vorbereitungen für hohes künftiges Wachstum treffen, mit einem Gearing am oberen Ende unserer Ziel-Bandbreite. Eine Rückführung des Gearing an ihr unteres Ende wird hingegen tendenziell eher in Perioden mit moderatem Neugeschäft und daher absehbar unterdurchschnittlichem künftigen Wachstum stattfinden.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2011 waren verschiedene in 2012 endfällige Darlehen unter den kurzfristigen Schulden auszuweisen. Wie angekündigt, haben wir diese im Berichtsjahr teilweise mit langfristiger Bindung neu abgeschlossen. Die langfristigen verzinslichen Darlehen erhöhten sich daher zum Ende des Geschäftsjahres 2012 auf 48,3 Mio. EUR (i. V. 37,1 Mio. EUR). Die kurzfristigen verzinslichen Darlehen haben wir hingegen zum 31. Dezember 2012 auf 50,0 Mio. EUR (i. V. 57,7 Mio. EUR) zurückgeführt. Damit weisen unsere Bankverbindlichkeiten wieder eine der Langfristigkeit unseres Geschäfts angemessene Laufzeitenstruktur auf.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Rahmen der Geschäftsausweitung verändert. Bei den übrigen Positionen der Passivseite der Bilanz waren keine signifikanten Entwicklungen zu verzeichnen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich im Geschäftsjahr 2012 auf 26,6 Mio. EUR (i. V. 25,5 Mio. EUR) leicht erhöht. Dies resultierte aus der Summe diverser kleinerer Veränderungen verschiedener Positionen. Wesentliche einzelne Entwicklungen betrafen höhere Mittelabflüsse für die Ausweitung des kurzfristigen Vermögens. Diesen standen jedoch niedrige Abflüsse für Ertragsteuerzahlungen gegenüber.

Für Investitionen in das künftige Wachstum des Konzerns wurden auch im Berichtsjahr deutlich mehr Mittel als im Vorjahr eingesetzt. Dabei rückte 2012 insbesondere der Auf- und Ausbau unserer Auslandsstandorte in den Fokus. Wie in der Segmentberichterstattung dargestellt, verharrten die Investitionen an unserem deutschen Standort mit 19,6 Mio. EUR (i. V. 18,3 Mio. EUR) im Wesentlichen auf dem im Vorjahr deutlich angestiegenen Niveau. Sie betrafen vor allem die neuen Querträger-Produktionen und den Aufbau eines Technikums im Werkzeugbau. Darüber hinaus wurde für neue Aufträge projektbezogen in Schweiß-, Montage- und Prüfanlagen investiert. Nicht zuletzt investieren wir derzeit in neue Pressen und Anlagen sowie in bauliche Maßnahmen zur Standorterweiterung.

An unserem Standort in der Tschechischen Republik haben wir die Investitionen auf 5,1 Mio. EUR (i. V. 1,4 Mio. EUR) erhöht. Sie entfielen insbesondere auf eine neue 1.250-Tonnen-Presse zur Produktionserweiterung. Mit dieser Presse entlasten wir zwei andere bisher permanent in Vollauslastung laufende Pressen und erweitern unsere Kapazitäten.

Im NAFTA-Raum haben wir unsere Investitionen auf 9,5 Mio. EUR (i. V. 5,2 Mio. EUR) erhöht. Während in Kanada insbesondere kleinere Maßnahmen für die angelaufene Querträger-Produktion anstanden, entfiel der wesentliche Teil des Volumens auf Mexiko. Dort haben wir die Produktionskapazitäten um insgesamt drei moderne Pressen erweitert. Darüber hinaus wurden verschiedene Rationalisierungs- und Instandhaltungsinvestitionen umgesetzt.

Auch in China erweitern wir die Produktionskapazitäten mit einer zusätzlichen 1.250- sowie einer 600-Tonnen-Presse. Insgesamt wurden dort 7,1 Mio. EUR (i. V. 3,3 Mio. EUR) investiert.

Insgesamt betrug der Cashflow aus der Investitionstätigkeit -33,3 Mio. EUR (i. V. -26,4 Mio. EUR). Nach gezahlten und erhaltenen Zinsen von -4,5 Mio. EUR (i. V. -4,7 Mio. EUR) stellte sich der Free Cashflow im Berichtsjahr damit auf -11,2 Mio. EUR (i. V. -5,6 Mio. EUR).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ohne gezahlte Zinsen belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf 16,4 Mio. EUR (i. V. -1,1 Mio. EUR). Davon entfielen 22,0 Mio. EUR auf den Zufluss aus der Kapitalerhöhung nach Transaktionskosten. Darüber hinaus sind im Berichtsjahr per Saldo 2,1 Mio. EUR aus der Tilgung von Krediten abgeflossen und im Vorjahr 1,4 Mio. EUR aus der Aufnahme von Krediten zugeflossen. Auf die Auszahlung für Dividenden entfiel ein Betrag von 3,5 Mio. EUR (i. V. 2,5 Mio. EUR).

Damit ergab sich im Berichtsjahr eine zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und–äquivalente von 5,2 Mio. EUR (i. V. -6,7 Mio. EUR).

Chart

Auftragslage

Im Geschäftsjahr 2012 waren wir wieder sehr erfolgreich in der Akquisition neuer Aufträge. Mit 350 Mio. EUR haben wir das Vorjahresvolumen von 300 Mio. EUR deutlich übertroffen.

Alle unsere Standorte werden vom Neugeschäft des Berichtsjahres profitieren. Zusätzlich zu weiteren Volumina für unsere schnell wachsenden Auslandsstandorte in Mexiko, Kanada und China haben wir auch substanzielle neue Aufträge für die Standorte Oberkirch und Valašské Meziříčí in der Tschechischen Republik erhalten. Damit unterstreichen wir unsere Fähigkeit, sowohl in den etablierten wie auch in den Wachstumsmärkten Aufträge zu gewinnen und unsere Marktanteile zu erhöhen.

Das Neugeschäft verteilt sich über unser gesamtes Produktspektrum und betrifft verschiedene Plattformen bzw. Fahrzeugmodelle mehrerer Automobilhersteller, so dass wir davon ausgehen, auch künftig vom Markterfolg einzelner Kfz-Modelle weitgehend unabhängig zu bleiben.

Nachdem wir zuletzt mehrere Großaufträge für Karosserie- und Fahrwerkskomponenten (insbesondere Querträger) gewonnen hatten, waren wir aktuell wieder verstärkt auch in den anderen Produktbereichen erfolgreich – insbesondere bei Komponenten für Sitz, Lenkung, Bremsen und Luftfederung.

Erstmals werden wir künftig auch nach Thailand liefern. Für eine globale Plattform eines amerikanischen Automobilherstellers, für die wir das Europa- und Nordamerikavolumen an Querträgern liefern, haben wir auch den Auftrag für das Komponenten-Volumen für Thailand erhalten. Montage und Lieferung übernimmt vor Ort ein Kooperationspartner. Dies untermauert erneut unsere weltweite Lieferfähigkeit.

Darüber hinaus wird unser kanadischer Standort künftig auch Querträger für weitere amerikanische Kfz-Modelle dieses Herstellers liefern. Damit werden wir unser Wachstum in den USA erneut weiter ausbauen.

Wegen der langen Vorlaufzeit in unserem Geschäft, die gleichzeitig eine hohe Planungssicherheit bedeutet, werden die neuen Aufträge überwiegend in den Geschäftsjahren ab 2014 an- bzw. hochlaufen. Sie haben eine Serienlaufzeit von fünf bis acht Jahren. Das hohe Neugeschäft des Berichtsjahres ist daher wesentliche Grundlage unserer positiven Erwartungen hinsichtlich des mittelfristigen Umsatzwachstums.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Der PWO-Konzern ist erstklassig aufgestellt und in einer wirtschaftlich guten Verfassung. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte das höchste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt werden. Mit der Kapitalerhöhung im Sommer 2012 wurde die Bilanz substanziell gestärkt. Unabhängig davon verfügt der Konzern weiterhin über stabile und gute Bankbeziehungen, sodass in vollem Umfang ausreichende Finanzierungsmittel zu attraktiven Konditionen zur Verfügung stehen.

Für die Zukunft ist ein anhaltendes Wachstum von Umsatz und EBIT absehbar. Denn auch in den vergangenen beiden Jahren konnten wir unser Neugeschäft weiter kräftig steigern. Diese neuen Aufträge werden nun sukzessive anlaufen. Sie werden dazu beitragen, dass unsere europäischen Standorte ihr hohes Ertragsniveau weiterhin halten können und dass sich die Ergebnisse unserer Standorte in Übersee deutlich verbessern werden.

Dies gilt umso mehr als die Leistungsfähigkeit unserer Standorte kontinuierlich steigt. Heute erbringen neben Deutschland auch die Standorte in Kanada und vor allem in der Tschechischen Republik sehr gute Ergebnisbeiträge. In China und in Mexiko liegt der Höhepunkt der Aufbaukosten hinter uns und wir haben keinen Zweifel daran, dass auch diese Standorte mittelfristig gute Ergebnisbeiträge leisten werden.

Mitarbeiter

Chart

Im Rahmen unseres Wachstums schaffen wir kontinuierlich neue Arbeitsplätze. Dabei hat die Entwicklung unserer Beschäftigtenzahl grundsätzlich einen zeitlichen Vorlauf zur Umsatzentwicklung. Neue Mitarbeiter werden im Vorfeld umfangreicher Serienanläufe eingestellt und geschult, damit die Anläufe zeit- und kosteneffizient realisiert werden können.

An unserem hocheffizienten und weitgehend automatisierten deutschen Standort konzentrieren wir uns vor allem darauf, ausgewählte Schlüsselfunktionen zu verstärken. Darüber hinaus werden die Konzernfunktionen sukzessive ausgebaut, da wir auch für die Zukunft davon ausgehen, dass insbesondere unsere Auslandsstandorte das Wachstum des Konzerns tragen werden.

Im Geschäftsjahr 2012 haben wir wie bereits im Vorjahr vor allem die Mitarbeiterzahl im NAFTA-Raum deutlich ausgeweitet. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem mexikanischen Standort, an dem die Produktionsprozesse noch deutlich arbeitsintensiver strukturiert sind als an dem stärker automatisierten kanadischen Standort.

Auch in China haben wir die Anzahl der Mitarbeiter deutlich gesteigert, was sich im Zuge der weiteren Serienanläufe fortsetzen wird.

Wir engagieren uns traditionell stark in der Ausbildung junger Menschen, um ihnen eine Chance für den Eintritt in das Berufsleben zu bieten und dem Konzern die Fachkräfte für die Zukunft zu sichern. Neben unserem Heimatstandort in Deutschland bieten wir auch an allen internationalen Standorten Ausbildungsplätze an. Schwerpunkte bilden dabei China und Mexiko, weil in diesen Ländern kaum Fachkräfte mit dem für unsere Produktionsverfahren notwendigen Kenntnisstand rekrutiert werden können.

Zusätzlich haben wir 2012 wieder deutlich in die Weiterbildung investiert. Insgesamt belief sich der Aufwand für die Aus- und Weiterbildung im Berichtsjahr wie im Vorjahr auf 2,8 Mio. EUR.

Weitere Informationen

Produkt- und Prozessinnovationen

Wir haben uns eine Reputation für höchste Innovationskraft in der Produktentwicklung erworben. Dies ist die Basis für die Sicherung und den Ausbau unserer Wettbewerbsposition in einer Industrie, in der Entwicklungsleistungen immer stärker von den Zulieferern erbracht werden.

Wir sind Entwicklungspartner unserer Kunden für neue und kreative Lösungen und empfehlen uns auf diese Weise für künftige Aufgabenstellungen noch bevor ein Serienauftrag in die Ausschreibung geht. Dabei profitieren wir von unserer umfassenden Expertise, die wir uns für die vielfältigen Anwendungen im Rahmen unserer breiten Produktpalette erarbeitet haben und die unsere einzigartige Marktstellung begründet.

Zusätzlich haben wir uns frühzeitig positioniert, um vom Trend zur Leichtbauweise zu profitieren. Wir rechnen durchaus damit, dass der Wettbewerb seitens anderer Technologien wie Warmumformung von Stahlblech oder Spritzgießen von Kunststoff bzw. der Einsatz anderer Werkstoffe wie kohlefaserverstärkte Kunststoffe (CFK) künftig zunehmen wird. Volumina, die hierdurch verloren gehen, werden jedoch aus unserer Sicht mehr als kompensiert werden von Verlagerungstendenzen zugunsten unseres Portfolios. So sehen wir beispielsweise einen starken Trend zum Ersatz von Schmiede- und Gusskomponenten durch solche aus Stahlblech. Für derartige Lösungen haben wir uns im Markt bereits eine Reputation erarbeitet. Dies gilt auch für den Einsatz hochfester Stähle und hochwertiger Füge- und Verbindungstechniken für belastungsoptimierte Baugruppen und Subsysteme. So lassen sich beispielsweise erhebliche Gewichtsreduzierungen durch den Einsatz moderner Laserschweiß- oder Klebeverfahren erzielen.

Untrennbar verbunden mit Produktinnovationen sind bei uns Prozessinnovationen auch während der Laufzeit einer Serie. Bereits in der Entwicklungsphase einer Produktlösung werden die notwendigen Werkzeuge und der gesamte Produktionsprozess mitkonzipiert. So realisieren wir Innovationen, die maßgeblich zu höchster Effizienz in der Serienfertigung und damit zur nachhaltigen Ertragsstärke von PWO beitragen.

Unser eigener Werkzeugbau stellt hierfür einen entscheidenden Bestandteil dar. Im Werkzeug entscheiden sich sowohl die Präzision eines Produkts als auch die erzielbare Geschwindigkeit des Produktionsprozesses. Um Komponenten herstellen zu können, deren wesentliche Funktionsmerkmale häufig das Einhalten von Toleranzen von wenigen Hundertstel Millimetern erfordern, sind Werkzeuge notwendig, die selbst noch sehr viel präziser gebaut sein müssen. Dies können nur wenige Unternehmen darstellen. Deshalb ist Werkzeugbau bei PWO Kernkompetenz und trägt maßgeblich zur Wettbewerbsstärke des Konzerns bei.

Qualitätsmanagement

Unsere Null-Fehler-Philosophie stellt einen Kernbestandteil unseres Selbstverständnisses dar. Sie ist konzernweit entlang der gesamten Wertschöpfungskette implementiert und umfasst sowohl die Produktions- als auch die Verwaltungsbereiche. In der Produktion setzen wir auf eine permanente Reduzierung von Fehlern. In der Belieferung unserer Kunden stellen wir durch stabile Prozesse sowie eine integrierte, automatisierte Qualitätsprüfung eine weitestgehende Null-Fehler- Qualität sicher. Damit untermauern wir unsere Reputation als führender Anbieter mit höchster Zuverlässigkeit und Liefertreue. Als Hersteller von Sicherheitskomponenten fühlen wir uns diesem Qualitätsanspruch darüber hinaus in besonderem Maße verpflichtet – unabhängig von den jeweiligen Kundenanforderungen.

Marketing und Vertrieb

Die Automobilindustrie ist eine sehr transparente Branche. Wir kennen diejenigen OEMs sowie Tier-1- und Tier-2-Lieferanten, die Zielkunden für uns sind, und haben zu ihnen Kundenbeziehungen etabliert. Diese Kunden fragen typischerweise innovative Produktlösungen auf höchstem Qualitätsniveau nach und benötigen Stückzahlen, die eine Großserienfertigung erfordern. Der Schwerpunkt unserer Marketing- und Vertriebsanstrengungen richtet sich daher auf die Ausweitung des Umsatzes mit diesen Kunden, die alle global tätig sind.

Hierzu positionieren wir uns frühzeitig für Nachfolgeaufträge laufender Serienproduktionen. Darüber hinaus vermarkten wir gezielt Lösungen aus Produktbereichen, die der jeweilige Kunde noch nicht von uns bezieht. Wesentliche Treiber unseres Wachstums sind zudem internationale und globale Aufträge für die Belieferung unserer Kunden durch mehrere unserer Standorte. Unsere jüngeren Standorte in China und Mexiko bauen zudem sukzessive ihre technologische Leistungsfähigkeit aus und erweitern so ihr Angebotsspektrum.

Forschung und Entwicklung

PWO produziert ausschließlich im Kundenauftrag. Entsprechend entsteht auch das überwiegende Volumen der Entwicklungsaufwendungen im Rahmen von Kundenprojekten. Diese Aufwendungen werden von den Kunden entweder nach dem Erreichen definierter Entwicklungsabschnitte teilweise direkt vergütet oder über den Teilepreis im Laufe der Serienproduktion amortisiert.

Logistik und Beschaffung

Wir verarbeiten Stahl, Edelstahl und Aluminium. Die Rohstoffe beschaffen wir auf den Weltmärkten von verschiedenen Lieferanten. Jenseits von Standardqualitäten beziehen wir für einen wesentlichen Teil unserer Produkte Speziallegierungen. Diese werden von unseren langjährigen Partnern aus der europäischen Stahlindustrie auch an unsere internationalen Standorte geliefert, da sie lokal häufig nicht bezogen werden können. Verpflichtungen über Mindestabnahmemengen gehen wir nicht ein. Die kurzfristige Disposition erfolgt auf Basis der Vorausschau der Abnahmemengen unserer Kunden.

Corporate Responsibility

Wir verstehen uns als Corporate Citizen und leiten daraus die Verpflichtung verantwortungsvollen Handelns über die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen hinaus ab. Dies gilt für unsere internationalen Standorte genauso wie für unseren deutschen Heimatstandort. Ziel ist es, die Wechselbeziehungen mit Mitarbeitern, Kunden, Geschäftspartnern und dem gesellschaftlichen Umfeld insgesamt so zu gestalten, dass Belastungen aus unserer Geschäftstätigkeit vermieden oder begrenzt, soziale Belange berücksichtigt sowie die Umwelt und die natürlichen Ressourcen geschont werden. Dies beinhaltet auch einen umfassenden Arbeitsschutz.

Darüber hinaus pflegen wir eine Unternehmenskultur, die die Wertschätzung der Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt und fördern ihr freiwilliges soziales Engagement. Auch der Konzern selbst engagiert sich auf vielfältige Weise. Nicht zuletzt richten sich unsere Anstrengungen auf einen möglichst weitgehenden Umweltschutz. Sie erstrecken sich dabei auch auf eine regelmäßige Reduzierung des notwendigen Einsatzes natürlicher Ressourcen je Produktionseinheit.

Risikobericht

Beschreibung der risikopolitischen Strategie

Ziel unserer risikopolitischen Strategie ist die Vermeidung bestandsgefährdender Risiken sowie die Begrenzung strategischer und operativer Risiken, soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll. Risiken aus dem Finanzbereich, die sich nicht zwingend aus unserem operativen Geschäft ergeben, werden vermieden. So werden beispielsweise keine offenen Positionen, die nicht der Absicherung eines operativen Geschäfts dienen, eingegangen.

Darüber hinaus haben wir unser Geschäftsmodell und unsere operativen Prozesse grundsätzlich im Sinne einer Begrenzung von Risiken aufgestellt. Dazu gehören insbesondere unsere Innovationskraft in der Produkt- und Prozessentwicklung sowie unsere weltweite Lieferfähigkeit. Damit erfüllen wir zentrale Anforderungen unserer Kunden, die bereits heute wesentlich für die Auswahl ihrer strategischen Partner unter den Zulieferern sind und die künftig noch weiter an Bedeutung gewinnen werden. Auch unsere breit diversifizierte Produktpalette und die strategische Begrenzung des Anteils einzelner Großaufträge dienen der Begrenzung von Risiken. In gleicher Weise wirken der Einsatz standardisierter Maschinen und Anlagen sowie die Organisation entlang standardisierter Prozesse.

Mit unserem traditionell hohen Engagement in der Aus- und Weiterbildung zielen wir darauf ab, einen wesentlichen Anteil unserer Fachkräfte intern auszubilden – sowohl in den entwickelten Märkten, wo tendenziell eher nachfragebedingte Engpässe möglich sein können, als auch im Ausland, wo teilweise kaum Facharbeiter mit den von uns benötigten Qualifikationen zur Verfügung stehen. Unsere Lieferanten sehen wir als Kooperationspartner, mit denen wir langjährige Beziehungen pflegen und stabile Prozesse etabliert haben.

Grundzüge des Risikomanagements von PWO

Das Risikomanagement-System von PWO hat sich in wachstumsstarken wie auch rezessiven Phasen in vollem Umfang bewährt und seine Funktionsfähigkeit unter Beweis gestellt.

Vor dem Hintergrund unserer stark wachsenden internationalen Aktivitäten und einer deutlich volatiler gewordenen gesamtwirtschaftlichen wie auch branchenbezogenen Entwicklung haben wir im Geschäftsjahr 2012 beschlossen, unser Risikomanagement-System grundsätzlich weiterzuentwickeln. Organisatorisch wurde ein Group Risk Management etabliert, das die zentrale Verantwortung für das konzernweite Risikomanagement wahrnimmt. Der Group Risk Manager koordiniert die systematische und rechtzeitige Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken durch die Risk Owner und berichtet direkt an den Vorstand.

Ziele der Weiterentwicklung des Risikomanagements von PWO sind neben der Sicherung des Fortbestands des Konzerns, der Erfüllung gesetzlicher Standards und Anforderungen sowie dem frühzeitigen Erkennen neuer Risiken insbesondere die Steigerung des Risikobewusstseins in der Organisation, die Optimierung der Risikokosten und des Chancen-/Risikoprofils sowie die Sicherung des künftigen Erfolgs. Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems wird intern regelmäßig überprüft. Die vom Vorstand formulierten Grundsätze sind in einem Risikomanagement-Handbuch dokumentiert. Der vom Aufsichtsrat eingerichtete Prüfungsausschuss befasst sich mit der Wirksamkeit des Risikomanagements und der internen Kontroll- und Revisionssysteme. Das Risikomanagement-System wird konzernweit einheitlich – jedoch dem jeweiligen Entwicklungsstadium unserer einzelnen Standorte entsprechend – in unterschiedlichem Umfang angewendet. Über das Group Risk Management sollen die Standorte im Ausland noch enger als bisher bereits in das Risikomanagement-System eingebunden werden.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Unter einem internen Kontrollsystem verstehen wir die im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind

zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung von Vermögensschäden bzw. deren Aufdeckung),

zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie

zur Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind bei PWO folgende Strukturen und Prozesse implementiert: Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagement-System im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess im Konzern. Über eine exakt definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle operativen Einheiten eingebunden. Grundsätze, Aufbau- und Ablauforganisation sowie Prozesse und Systeme sind in einem Handbuch niedergelegt, das in regelmäßigen Abständen weiterentwickelt wird.

Die Bilanzierungsvorschriften im PWO-Konzern stellen die einheitliche Bilanzierung und Bewertung der einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen sicher. Den Richtlinien liegt unter anderem ein konzernweiter Kontenrahmen zugrunde. Die Erfassung der Geschäftsvorfälle erfolgt bei den operativen Einheiten in einem einheitlichen, auf SAP basierenden Buchungssystem.

Zur Sicherung der Korrektheit der Bilanzierung und der Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich des Lageberichts werden folgende Maßnahmen und Kontrollen in einem strukturierten Prozess regelmäßig umgesetzt:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche,

Monitoring- und Plausibilitätskontrollen zur Überwachung des Prozesses und seiner Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und der operativen Einheiten; hierzu gehören auch mehrmals jährlich Besuche der ausländischen Standorte durch den Vorstand bzw. durch Führungskräfte der Muttergesellschaft,

präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen sowie der für die Bilanzierung wesentlichen operativen Unternehmensprozesse, inklusive einer Funktionstrennung und von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen,

Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen,

Maßnahmen zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems, die u. a. auch einen intensiven und persönlichen Austausch zwischen den Führungskräften der Muttergesellschaft und den ausländischen Standorten beinhalten.

Veränderung der Risikosituation 2012

Die unternehmens- und branchenbezogenen Risiken des PWO-Konzerns blieben im Berichtsjahr unverändert. Wesentliche neue Risiken sind nicht hinzugetreten. Das Produktionsvolumen des Konzerns lag 2012 an einigen Standorten zeitweise an oder sogar über der Kapazitätsgrenze. Hieraus resultierten zusätzliche Aufwendungen, die das Ergebnis des Konzerns belastet haben.

Die gesamtwirtschaftlichen Risiken blieben 2012 unverändert hoch. Die Schuldenkrise in diversen Staaten ist weiterhin ungelöst. Sie betrifft inzwischen nicht mehr nur kleinere Länder, sondern ist mittlerweile auch in den größeren Ländern der Eurozone angekommen. In den USA und in Japan sind die öffentlichen Haushalte ebenfalls hoch verschuldet. Die Risiken und Belastungen hieraus werden zwar gemildert durch eine weltweit deutlich ausgeweitete Liquiditätsversorgung der Märkte zu historisch niedrigen Zinsen seitens der Notenbanken.

Die langfristigen Folgen dieser Politik sind jedoch derzeit in keiner Weise absehbar. Auch haben die Schwankungen an den Kapital- und Rohstoffmärkten durch die gestiegene Verunsicherung und die im System vorhandene hohe Liquidität erheblich zugenommen. Die Verbraucher in den Ländern mit stabilerer wirtschaftlicher Entwicklung reagieren darauf mit der Verzögerung größerer Anschaffungen wie z. B. neuer Automobile. Und in den von Arbeitslosigkeit und Überschuldung betroffenen Krisenländern sind die Absatzzahlen der Automobilindustrie ohnehin massiv rückläufig.

Markt– und Auslastungsrisiken

Zu den Marktrisiken gehört die Sicherstellung einer ausreichenden Auslastung unserer Produktionsstandorte durch Aufträge, die für unseren Maschinenpark geeignet sind und die es ermöglichen, die für unser kapitalintensives Geschäft notwendigen Margen zu erzielen.

Bei bestehenden Aufträgen erstrecken sich die Markt- und Auslastungsrisiken insbesondere auf Anlaufverschiebungen von Neuprojekten sowie auf Absatzschwankungen in der Serienproduktion durch Nachfrageschwankungen seitens der Endkunden. Aufgrund der breiten Diversifikation unserer Produktpalette und der strategischen Begrenzung von Großaufträgen sind wir jedoch nicht vom Erfolg einzelner Kfz-Modelle abhängig, sondern spüren im Wesentlichen nur die durchschnittlichen Marktschwankungen. Um auf diese möglichst optimal reagieren zu können, setzen wir auf eine permanente Steigerung der Flexibilität aller Geschäftsprozesse. Damit können wir auch kleinere Mengeneinheiten wirtschaftlich produzieren.

Wir sehen weder für unsere etablierten Standorte in Deutschland und Kanada noch für unsere Standorte in Wachstumsregionen wie Osteuropa, China und Mexiko strukturelle Auslastungsrisiken. Jenseits von Chancen, die sich aus dem Wachstum der jeweiligen Märkte ergeben, setzen wir auf kontinuierliche Marktanteilsgewinne durch höchste Innovationskraft in der Produkt- und Prozessentwicklung, so dass wir unseren Kunden Lösungen anbieten können, die ihre Anforderungen mehr als erfüllen.

Darüber hinaus haben wir unseren Maschinenpark möglichst flexibel aufgestellt und setzen weltweit einheitliche Produktionsprozesse um. Damit können auslaufende Serienaufträge durch sehr unterschiedliche Nachfolgeaufträge ersetzt werden und es besteht die grundsätzliche Möglichkeit, Maschinen und Montageanlagen innerhalb unseres Standortportfolios zu verlagern.

Unsere breite Aufstellung verhindert ferner eine Abhängigkeit von Großkunden, da sich die Umsätze mit einzelnen Konzernen der Automobilindustrie immer auf diverse vertraglich eigenständige Einzelprojekte mit jeweils eigenen Produkten, unterschiedlichen Laufzeiten und Volumina verteilen. Die Wahrscheinlichkeit des gleichzeitigen Ausfalls aller Projekte eines Kunden ist äußerst gering.

Bei Verträgen mit definierten, von uns zu erbringender Leistungen, wurden überwiegend folgende Vereinbarungen getroffen: Soweit sie bezüglich unseren Leistungen Amortisationsvereinbarungen über die gesamte Vertragslaufzeit beinhalten, bestehen für die Kunden bei Abbruch des Vertrags Leistungsverpflichtungen. Projektspezifische Marktrisiken sind im Falle von Investitionen und Vorfinanzierungen von Leistungen im marktüblichen Rahmen vertraglich abgesichert. Nennenswerte Risiken aus Entwicklungsleistungen, die über den Teilepreis im Laufe der Serienproduktion amortisiert werden, bestehen nicht.

Auch die permanente Zunahme des Wettbewerbs und Preisdrucks gehört zu den typischen Marktrisiken der Automobilzulieferindustrie. Mit unserer Innovationskraft realisieren wir für unsere Kunden einen quantifizierbaren Mehrwert. Darüber hinaus steigern wir permanent die Effizienz aller betrieblichen Prozesse. Unsere langjährig nachhaltig positive Entwicklung dokumentiert, dass wir in der Lage sind, diese Risiken erfolgreich zu beherrschen.

Leistungs- und Qualitätsrisiken

Zu den wesentlichen Risiken für den PWO-Konzern gehören Leistungs- und Qualitätsrisiken. Serienproduktion für die internationale Automobilindustrie bedeutet heute, die Anforderungen an höchste Prozesssicherheit und Produktqualität sowie Lieferzuverlässigkeit in der Großserie über viele Jahre hinweg dauerhaft und auch bei unerwartet stark schwankenden Abrufzahlen der Kunden sicher erfüllen zu können.

Leistungsausfälle führen nicht nur zu kurzfristigen monetären, sondern vor allem auch zu erheblichen Reputationsschäden und sind daher für Anbieter wie PWO, die sich an der Spitze des Marktes positionieren, unter allen Umständen zu vermeiden.

Im Geschäftsjahr 2012 waren wir hier erhöhten Risiken ausgesetzt, weil Abrufe über einen längeren Zeitraum höher als erwartet blieben und teilweise sogar noch stiegen. Wir mussten daher nicht nur mit ungeplanten Sonn- und Feiertagsschichten arbeiten und zusätzliche Zeitarbeitnehmer einsetzen, sondern teilweise auch sehr kurzfristig Leistungen zukaufen. Gleichzeitig haben wir turnusmäßige, vorbeugende Instandhaltungen zeitlich verschoben, um die verfügbaren Kapazitäten möglichst hoch zu halten. Daraus entstanden direkt zurechenbare sowie indirekte Aufwendungen aufgrund von Prozessumstellungen und zusätzlichen Qualitätskontrollen.

Dies hat die Ertragsentwicklung des Standorts Oberkirch, der hiervon wesentlich tangiert war, zwar belastet. Andererseits ist es dennoch gelungen, ein hohes EBIT zu erreichen. Hier zeigt sich erneut die Qualität unseres PWO-Production-Systems, das es ermöglicht, auch solche sehr schwierigen Perioden mit großer Flexibilität erfolgreich zu bewältigen, ohne die Ertragskraft des Standorts zu gefährden. Gegenüber unseren Kunden haben wir im Geschäftsjahr 2012 erneut an Reputation gewonnen.

Dieses Niveau an Leistungszuverlässigkeit und Produktqualität erreichen wir heute an unseren etablierten Standorten in Deutschland, Kanada und der Tschechischen Republik. Unsere jüngeren Standorte in China und Mexiko entwickeln wir kontinuierlich in diese Richtung. Insgesamt erfordern die Absatzmärkte dieser Länder jedoch heute noch nicht die hochkomplexen und vollautomatisierten Produktionsverfahren wie sie an unseren anderen Standorten zum Einsatz kommen. Entsprechend bestehen größere zeitliche Spielräume im Produktionsprozess, was zur Risikobegrenzung beiträgt.

Risiken aus der internationalen Präsenz

Der Konzern ist global aufgestellt und will den Anteil seines internationalen Geschäfts künftig noch weiter ausbauen. Zur Verkürzung von Aufbauperioden und zur Begrenzung struktureller Auslastungsrisiken sind unsere Standorte in Regionen positioniert, in denen unsere bestehenden Kunden Produktionsstätten aufgebaut haben und in denen sich für uns aufgrund steigender Fahrzeugproduktionen Wachstumschancen absehen lassen. Der weitere Ausbau der internationalen Präsenz soll zudem in den nächsten Jahren – soweit entsprechende Aufträge akquiriert werden – über reine Montagestandorte erfolgen, die weniger kapitalintensiv sind.

Überdurchschnittliche Investitionsrisiken bestehen lediglich in China, wo wir einen vollständig neuen Standort aufgebaut und entsprechend Infrastruktur-Investitionen realisiert haben. In Produktionsanlagen wird auch hier ausschließlich auftragsbezogen investiert.

Jenseits der Investitionsrisiken ist es das Ziel der nächsten Jahre, die Ertragskraft unserer Standorte weiter zu steigern. Dies gilt insbesondere für die Segmente Asien und NAFTA. Neben Oberkirch verfügen wir insbesondere in Kanada und in der Tschechischen Republik über eine hohe technologische Leistungsfähigkeit und stabile Prozesse, sodass hier keine besonderen Risiken bestehen.

An unserem Standort in China liegt der Aufbau der internen Prozesse im Plan. Das Erreichen der Gewinnzone wird jedoch derzeit noch durch kundenseitig verschobene Produktionsanläufe verzögert. Darüber hinaus liegt der Bedarf an High-Tech-Lösungen in China noch deutlich unter demjenigen in Europa und im NAFTA-Raum, wächst aber mittlerweile überdurchschnittlich. Der Vertrieb qualitativ höchst anspruchsvoller Komponenten und Subsysteme erfordert hier nach wie vor einen höheren Aufwand und einen längeren zeitlichen Vorlauf.

Unser Standort in Mexiko hat im Berichtsjahr ein positives EBIT erreicht. Wir erwarten, dass er seine gute Entwicklung fortsetzen und steigende Ergebnisse erzielen wird. Allerdings ist derzeit noch eine intensive Unterstützung aus Oberkirch notwendig, um das erforderliche Leistungs- und Qualitätsniveau zu realisieren bzw. weiter zu steigern. Wir gehen daher davon aus, dass es noch zwei bis drei Jahre dauert, bis der Standort in Mexiko eine Ertragskraft im Konzerndurchschnitt erreichen kann.

Forderungsrisiken

Forderungsrisiken bestehen für uns nur in begrenztem Umfang. Wir beliefern internationale Automobilhersteller und ihre Zulieferer, die bereits über viele Jahrzehnte erfolgreich am Markt etabliert sind. Dies gilt für unseren deutschen wie auch unsere ausländischen Standorte. Gleichzeitig verfolgen wir Marktentwicklungen und Kundenverhalten sehr eng, um frühzeitig potenzielle Warnsignale zu erkennen. Als zusätzliche Absicherung haben wir eine Warenkreditversicherung abgeschlossen. Risiken aus einer potenziellen Nichtabnahme von Lieferungen begrenzen wir wirkungsvoll durch unsere Null-Fehler-Philosophie.

Finanzrisiken

Im Bereich der Finanzrisiken bestehen vor allem Finanzierungs-, Zins- und Währungsrisiken. Die Volatilitäten auf den Märkten haben im Zuge der Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrisen in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Wir gehen davon aus, dass dies auch künftig anhalten wird. Deshalb haben wir unsere Beobachtung der Kapitalmärkte entsprechend aufgestellt.

Finanzierungsrisiken bestehen nach wie vor nicht. Mit der Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2012 haben wir unsere Bilanz gestärkt und damit möglichen künftigen Risiken zusätzlich vorgebeugt. Die zum Teil sehr langfristigen Beziehungen zu unseren Bankpartnern haben sich in den letzten Jahren erneut bewährt. Wir sehen daher bisher keinen Anlass, unsere Finanzierungsinstrumente über den klassischen Bankkredit hinaus zu erweitern.

Finanzierungsrisiken könnten daraus entstehen, dass Finanzinstitute ihre Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Anlage liquider Mittel sowie als Kontrahenten derivativer finanzieller Vermögenswerte nicht erfüllen. Wir setzen hier auf sorgfältige Auswahl und Diversifizierung unserer Partner und sehen daher keinen Anpassungsbedarf bei unserer Risikosteuerung.

Zinsrisiken werden durch eine angemessene Kombination aus kurz- und langfristigen Krediten begrenzt. Mit langfristigen Kundenaufträgen verbundene Investitionen werden grundsätzlich langfristig finanziert. Bei variabel verzinslichen Darlehen werden zusätzlich auch Zinsswaps eingesetzt. Auf diese Weise streben wir eine ausgewogene Struktur der Laufzeiten unserer Darlehen sowie der ihrer Zinsabsicherungen an. Dies betrachten wir als einen wesentlichen Bestandteil unseres Risikomanagements.

Zur Begrenzung von Währungsrisiken im operativen Geschäft schließen wir konzernweit auf Basis vergleichbarer Grundsätze Sicherungsgeschäfte ab. Translationsrisiken bei Intercompany-Darlehen haben wir in den letzten Jahren kontinuierlich abgebaut.

Am Standort in Kanada sind für den Konzern über die Wechselkursveränderungen zwischen dem Euro und dem kanadischen Dollar hinaus auch die Veränderungen zwischen dem kanadischen und dem US-Dollar von Bedeutung, da dieser Standort den gesamten nordamerikanischen Raum beliefert.

Darüber hinaus sind Währungsrisiken im Bereich der Beschaffung strukturell dadurch begrenzt, dass alle Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für die Standorte Oberkirch und Tschechien und – soweit besondere Stahlqualitäten und -legierungen in Nordamerika oder Asien nicht verfügbar sind – auch für diese Standorte in Europa eingekauft werden. Entsprechend lauten auch unsere langfristigen Lieferverträge auf Euro. Die wesentlichen Währungsrisiken ergeben sich daher aus den in lokaler Währung zu bezahlenden Lohnsummen.

Beschaffungsrisiken

Zu den für unsere Produktionsprozesse notwendigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen gehören insbesondere Stahl sowie in deutlich geringerem Umfang Aluminium. Diese Metalle kaufen wir auf dem Weltmarkt ein. Wir haben mit ausgewählten Lieferanten langjährige Lieferbeziehungen, langfristige Rahmenverträge werden jedoch derzeit am Markt nicht mehr angeboten.

In der Vergangenheit waren keine Lieferengpässe bei unseren Vorprodukten zu verzeichnen. Preisanstiege über in unseren Kundenverträgen vertraglich vereinbarte Schwankungen hinaus konnten wir bisher entweder über Gleitklauseln weitergeben oder wir sind auf dem Verhandlungswege mit unseren Kunden erfolgreich zu akzeptablen Lösungen gekommen. Umgekehrt geben wir auch fallende Preise weiter.

Für die Zukunft rechnen wir mit stärkeren Preisvolatilitäten und tendenziell steigenden Preisen. Gelegentliche Angebotsverknappungen können nicht ausgeschlossen werden. Dies dürfte insbesondere durch folgende Entwicklungen beeinflusst werden:

Steigende Belastungen in Deutschland im Zusammenhang mit der Energiewende,

weiter zunehmende Nachfrage der Schwellenländer – wie insbesondere China und Indien – nach Metallen sowie langfristig steigende Erz- und Energiepreise, die die Stahlherstellung verteuern,

Zunahme der Spekulation von Finanzinvestoren und Banken an den Rohstoffmärkten,

Zunahme von Naturkatastrophen und Elementarereignissen.

Schadensrisiken

Gegen das Risiko von Schadensfällen sichern wir uns mit entsprechenden Versicherungen ab, deren Deckungssummen konzernweit laufend überprüft und, soweit erforderlich, angepasst werden. Eine ausreichende Absicherung ist damit jederzeit gewährleistet. Darüber hinaus verfügen wir über ein Business-Continuity-Management, also ein unternehmensindividuelles Notfall- und Krisenmanagement zur systematischen Vorbereitung auf die Bewältigung unternehmenskritischer Notfallsituationen, das über den Standort Oberkirch hinaus sukzessive auch zur Beherrschung konzernweiter Risiken eingesetzt wird.

IT-Risiken

PWO verfügt über eine umfassende, moderne IT-Infrastruktur in allen Konzernbereichen, die zu den laufenden Effizienzsteigerungen im Konzern substanziell beiträgt.

Zur Begrenzung von Risiken setzen wir etablierte Standardsoftware ein, die wir für unseren individuellen Bedarf laufend weiterentwickeln. Darüber hinaus überwachen wir unsere IT-Prozesse im Konzern permanent und umfassend durch hierauf spezialisierte Mitarbeiter, um die Funktionsfähigkeit der Systeme sicherzustellen.

Gesamtaussage zur Risikosituation des PWO-Konzerns

Der PWO-Konzern ist derzeit keinen besonders ausgeprägten für die Geschäftstätigkeit typischen oder auch untypischen Risiken ausgesetzt. Die Risikosituation insgesamt konnte mit der Stärkung der Bilanz durch die Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2012 deutlich verbessert werden. Damit ist der Konzern auch für etwaige starke Absatzschwankungen im Zuge möglicher ausgeprägter Volatilitäten in der Automobilindustrie wie in den Jahren 2008/2009 gerüstet. Allerdings können wir derzeit keine Anzeichen erkennen, dass solche Volatilitäten konkret bevorstehen.

Auch die künftigen Perspektiven stellen sich sehr erfreulich dar. Erneut konnte im Geschäftsjahr 2012 ein hohes und deutlich über dem Vorjahreswert liegendes Neugeschäft abgeschlossen werden. Dies wird dazu beitragen, die Auslastung unserer Kapazitäten in den nächsten Jahren zu sichern und unseren Umsatz zu steigern, auch wenn die Produktionszahlen in der Automobilindustrie in einzelnen Regionen stagnieren oder sogar leicht zurückgehen sollten.

Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstands

Der Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch AG vertritt die Auffassung, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Löhnen und Gehältern der Belegschaft und der Vergütung des Vorstands zu wahren ist. Der Vorstand teilt diese Auffassung in vollem Umfang.

Kriterien für die Festlegung der Vorstandsvergütung sind sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Konzerns als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur in der Gesellschaft.

Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder umfasst monetäre Bestandteile, Sachbezüge und Pensionszusagen und setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die erfolgsunabhängige Vergütung besteht aus einem Jahresgrundgehalt, Sachbezügen und Pensionszusagen.

Erfolgsbezogenes Element der Vergütung ist die Tantieme. Sie ist aufgeteilt in eine kurzfristige variable und in eine langfristige variable Komponente. Die kurzfristige variable Komponente bemisst sich nach dem Jahresüberschuss des Konzerns des abgelaufenen Geschäftsjahres. Die langfristige variable Komponente bemisst sich nach dem durchschnittlichen Konzern-Jahresüberschuss über einen Zeitraum von drei Jahren. Für die Jahre 2011 und 2012 galten allerdings zweijährige Bemessungsgrundlagen.

Die variable Vergütung ist so ausgestaltet, dass die langfristige Komponente überwiegt. Sie ist darüber hinaus in ihrer absoluten Höhe begrenzt, sodass unangemessene Anstiege aufgrund außerordentlicher Entwicklungen in einzelnen Jahren ausgeschlossen sind. Die Ausgestaltung der variablen Vergütung gewährleistet außerdem, dass sowohl positiven als auch negativen Unternehmensentwicklungen Rechnung getragen wird.

Im Geschäftsjahr 2011 wurde in die bestehenden Vorstandsverträge eine Ermessenstantieme aufgenommen, wonach der Aufsichtsrat außergewöhnlich positive und negative Entwicklungen bis zu einem limitierten Höchstbetrag nach freiem Ermessen berücksichtigen kann.

Für das Geschäftsjahr 2012 betragen die Gesamtbezüge des Vorstands 1.529 TEUR (i. V. 1.407 TEUR). Darin enthalten ist eine erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von 783 TEUR (i. V. 665 TEUR). Die Sachbezüge, insbesondere in Gestalt der Bezahlung von Versicherungsprämien sowie der Bereitstellung von Dienstwagen, beliefen sich auf 73 TEUR (i. V. 69 TEUR).

Die individualisierten Vergütungen der Mitglieder des Vorstands sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

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TEUR Erfolgsunabhängige Vergütung
  Jahresgrundgehalt Sachbezüge
  2012 2011 2012 2011
Karl M. Schmidhuber, Vorsitzender 295 295 22 22
Bernd Bartmann 180 180 27 24
Dr. Winfried Blümel 198 198 24 23
Summe 673 673 73 69
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TEUR Erfolgsabhängige Vergütung Gesamtbezüge
  kurzfristig variabler Anteil Tantieme langfristig variabler Anteil Tantieme    
  2012 2011 2012 2011 2012 2011
Karl M. Schmidhuber, Vorsitzender 145 128 168 137 630 582
Bernd Bartmann 112 100 123 100 442 404
Dr. Winfried Blümel 112 100 123 100 457 421
Summe 369 328 414 337 1.529 1.407

Die Mitglieder des Vorstands sind außerdem in eine von der Gesellschaft unterhaltene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Organe und bestimmte Führungskräfte (D&O-Versicherung) einbezogen. Die D&O-Versicherung sieht einen Selbstbehalt von 10 Prozent des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der jährlichen festen Vergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds vor.

Zusätzlich haben die Mitglieder des Vorstands ab ihrer zweiten Amtszeit einen Anspruch auf Alters-, Invaliden- und Witwenrenten. Der individuelle Aufwand für Pensionen ist ebenfalls in der Tabelle „Aufwand für Pensionen“ aufgeführt.

Altersrenten werden an Vorstandsmitglieder gezahlt, die entweder die Pensionsgrenze von derzeit 65 Jahren erreicht haben, oder sie werden vorzeitig – nach Ausscheiden aus der Gesellschaft – ab dem vollendeten 60. Lebensjahr gezahlt, sofern gleichzeitig eine Altersrente als Vollrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezogen wird. Zur Gewährung der Altersrente müssen die Vorstandsmitglieder darüber hinaus bei Eintritt des Versorgungsfalls mindestens 3 Jahre (Wartezeit) ununterbrochen in den Diensten der Gesellschaft gestanden haben, es sei denn, vor Eintritt des Versorgungsfalls bestand bereits eine unverfallbare Rentenanwartschaft.

Die Höhe der monatlichen Altersrente eines Vorstandsmitglieds ist im Pensionsvertrag festgelegt. Die Höhe der vorzeitigen Altersrente errechnet sich aus dem Altersrentenbetrag, wobei sich dieser Betrag für die Dauer des Rentenbezugs um 0,25 Prozent pro Monat des vorzeitigen Rentenbeginns vor vollendetem 65. Lebensjahr kürzt. Die künftigen Altersbezüge der derzeitigen Vorstandsmitglieder werden entsprechend der Entwicklung der Lebenshaltungskosten für 4-Personen-Haushalte von Arbeitern und Angestellten mit mittlerem Einkommen gemäß Angaben des Statistischen Bundesamts angepasst.

Die Gesellschaft hat Pensionsrückstellungen gemäß IFRS für die künftigen Ansprüche der Vorstandsmitglieder auf Zahlung von Altersrente gebildet. Im Berichtsjahr betrug die Zuführung zur Pensionsrückstellung für die aktiven Vorstandsmitglieder 140 TEUR (i. V. 125 TEUR). In diesem Betrag ist der sogenannte Dienstzeitaufwand (service cost) ohne Zinsaufwand (interest cost) berücksichtigt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt den jährlichen Rentenanspruch der Vorstandsmitglieder bei Erreichen des Pensionsfalls im Alter von 65 Jahren auf Basis der bis zum 31. Dezember 2012 erworbenen Ansprüche.

AUFWAND FÜR PENSIONEN

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TEUR Jahresbezug Barwert der Versorgungszusage Zuführung zur Pensionsrückstellung
  2012 2011 2012 2011 2012 2011
Karl M. Schmidhuber, Vorsitzender 96 96 1.636 1.557 0 0
Bernd Bartmann 72 72 548 422 80 72
Dr. Winfried Blümel 72 72 455 350 60 53
Summe 240 240 2.639 2.329 140 125

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und ihre Hinterbliebenen wurden im Berichtsjahr Pensionszahlungen in Höhe von 234 TEUR (i. V. 227 TEUR) geleistet. Die entsprechende Pensionsrückstellung beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf 2.146 TEUR (i. V. 1.989 TEUR).

Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden keinem Vorstandsmitglied zugesagt. Auch hat im Geschäftsjahr 2012 kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 11 der Satzung der Gesellschaft im Wesentlichen wie folgt geregelt:

Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält für das Geschäftsjahr eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 20.000 EUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte und der Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung. Außerdem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede persönliche Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 500 EUR. Für mehrere Sitzungen, die an einem Tag stattfinden, wird Sitzungsgeld nur einmal gezahlt.

Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. Die Vergütung wird mit Ablauf des Geschäftsjahres zur Zahlung fällig. Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern ferner ihre Auslagen und die für ihre Aufsichtsratstätigkeit bei ihnen anfallende Umsatzsteuer.

Auch die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in die von der Gesellschaft unterhaltene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Organe und bestimmte Führungskräfte (D&O-Versicherung) einbezogen. Die Prämien hierfür übernimmt die Gesellschaft. Dabei ist ein Selbstbehalt in Höhe der Hälfte der festen jährlichen Vergütung des Aufsichtsratsmitglieds vereinbart.

Die Gesellschaft hat auch im Berichtsjahr keine Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder für von diesen außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat persönlich erbrachte Leistungen gezahlt.

Die individualisierten Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

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TEUR Feste Vergütung Sitzungsgeld * Gesamtbezüge
  2012 2011 2012 2011 2012 2011
Dieter Maier, Vorsitzender 40 40 6 6 46 46
Dr. Klaus-Georg Hengst- berger, stv. Vorsitzender 30 30 5 6 35 36
Herbert König 20 20 5 5 25 25
Ulrich Ruetz 20 20 3 4 23 24
Katja Ullrich (geb. Hertwig) 20 20 3 4 23 24
Dr. Gerhard Wirth 20 20 2 4 22 24
Summe 150 150 23 26 173 176

* Die Zahlen sind jeweils für sich gerundet; dies führt bei der Addition zu Abweichungen.

Veränderung in den Organen

Die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr nicht verändert.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung der Progress-Werk Oberkirch AG ist Bestandteil des in diesem Geschäftsbericht abgedruckten Corporate Governance Berichts.

Angaben nach § 289 Absatz 4 bzw. § 315 Absatz 4 HGB

Im Folgenden werden die nach den §§ 289 Absatz 4 und 315 Absatz 4 HGB erforderlichen Angaben dargestellt und erläutert.

Das Grundkapital der Progress-Werk Oberkirch AG („Gesellschaft“) beträgt 9.375.000,00 EUR. Es ist eingeteilt in 3.125.000 auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 3,00 EUR je Aktie. Alle Aktien lauten auf den Inhaber. Sie sind mit identischen Rechten ausgestattet und gewähren in der Hauptversammlung jeweils eine Stimme. Es bestehen keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Ferner sind dem Vorstand keine diesbezüglichen Vereinbarungen bekannt, die zwischen Aktionären vereinbart wurden.

Die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, hat uns eine Beteiligung an der Gesellschaft in Höhe von 46,65 Prozent angezeigt. Die Delta Lloyd N.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns eine Beteiligung in Höhe von 16,49 Prozent angezeigt.

Vorzüge oder Sonderrechte mit Kontrollbefugnissen bestehen nicht. Auf die Regelungen des Aktiengesetzes über die mit dem Aktienbesitz verbundenen Rechte und Pflichten wird verwiesen.

Eine Beteiligung von Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmern, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, besteht nicht.

Der Vorstand besteht gemäß Satzung aus zwei oder mehr Mitgliedern. Sie werden für höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit ist jeweils für höchstens fünf Jahre zulässig.

Der Aufsichtsrat entscheidet über die Anzahl der Vorstandsmitglieder, ihre Bestellung und den Widerruf ihrer Bestellung sowie den Abschluss, die Änderung und die Kündigung der mit ihnen abzuschließenden Anstellungsverträge. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen. Die Ernennung sowie die Bestellung von Vorstandsmitgliedern kann er auch vor Ablauf der Amtszeit widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

Gemäß § 179 Absatz 1 und § 119 Absatz 1, Nr. 5 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Abweichend von § 179 Absatz 2, Satz 1 AktG sieht § 15 der Satzung vor, dass Beschlüsse zur Satzungsänderung durch die Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der Stimmen des bei der Beschlussfassung stimmberechtigten Grundkapitals gefasst werden können, soweit nicht nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften eine größere Mehrheit erforderlich ist. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen.

Rückkauf eigener Aktien

Es besteht keine Ermächtigung für den Rückkauf eigener Aktien.

Genehmigtes Kapital I/2010

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 3.000.000,00 EUR zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu gewähren. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um Spitzenbeträge auszugleichen oder um Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften auszugeben.

Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Mai 2012 teilweise Gebrauch gemacht. Das Grundkapital wurde durch Ausgabe von 625.000 Stück Aktien um 1.875.000,00 EUR erhöht. Die Aktien wurden den Aktionären im Wege des mittelbaren Bezugsrechts zum Bezug angeboten. Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2012 gewinnanteilsberechtigt. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 16. Mai 2012 in das Handelsregister eingetragen. Am selben Tag wurden die neuen Aktien von der Frankfurter Wertpapierbörse zum Handel an der Börse zugelassen.

Damit beläuft sich das Genehmigte Kapital 1/2010 zum Berichtsstichtag auf bis zu 1.125.000,00 EUR.

Genehmigtes Kapital II/2010

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 750.000,00 EUR zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu gewähren. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um Spitzenbeträge auszugleichen.

Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Bedingtes Kapital 2010

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, bis zum 25. Mai 2015 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Options- oder Wandelanleihen (zusammen „Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu 65.000.000,00 EUR auszugeben. Er ist zudem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Inhabern von Optionsanleihen Optionsrechte bzw. den Inhabern von Wandelanleihen Wandlungsrechte für Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 3.000.000,00 EUR nach näherer Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen zu gewähren.

Das Grundkapital ist daher insoweit um bis zu 3.000.000,00 EUR durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht, als die Inhaber der Schuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder ihre etwaigen Wandlungsverpflichtungen erfüllen.

Bei der Begebung von Schuldverschreibungen ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, sofern er nach pflichtgemäßer Prüfung zur Auffassung gelangt, dass der Ausgabepreis der Schuldverschreibungen ihren nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen, Methoden ermittelten hypothetischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet.

Diese Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts gilt für Schuldverschreibungen mit einem Options- oder Wandlungsrecht oder einer Wandlungspflicht in Bezug auf Aktien der Gesellschaft, auf die ein anteiliger Betrag des Grundkapitals entfällt, der insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals nicht übersteigen darf. Dabei darf diese 10-Prozent-Grenze weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch – falls dieser Wert geringer ist – im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung überschritten werden.

Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots wurden, außer den in Kreditverträgen und Verträgen mit Kunden enthaltenen üblichen Sonderkündigungsrechten, keine weiteren Vereinbarungen getroffen. Auch gegenüber dem Vorstand und den Arbeitnehmern bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen.

Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die zu berichten wäre.

Abhängigkeitsbericht

Über die Beziehungen zur Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, wurde ein Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Bericht schließt wie in den Vorjahren unverändert mit der folgenden Erklärung: „Berichtspflichtige Vorgänge haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen“.

Prognosebericht

Das wirtschaftliche Umfeld im Jahr 2013

Die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr bleiben zurückhaltend und mit großen Unsicherheiten behaftet. Der IWF erwartete im Oktober 2012 für das Jahr 2013 noch eine leichte Erholung der Weltkonjunktur. Das globale Wachstum soll sich nach 3,3 Prozent im Vorjahr auf 3,6 Prozent verbessern. Wesentliche Ursache wäre die wieder günstigere Entwicklung in Europa und ein Wachstumsschub in den Emerging Markets, maßgeblich in China und Indien. In den USA sollte die Konjunktur im Wesentlichen auf einem Wachstumspfad leicht über zwei Prozent verharren, Japan allerdings mit gut 1 Prozent nur noch halb so stark zulegen wie im Vorjahr. Diese Aussichten haben sich im vierten Quartal 2012 eher verschlechtert.

Die Eurozone, getragen von nicht mehr ganz so schweren rezessiven Rückgängen in wichtigen Ländern wie Italien und Spanien sowie einer Belebung in Frankreich, sollte nach dem Rückgang um 0,4 Prozent im Vorjahr 2013 wieder ein schwaches Wachstum von 0,2 Prozent aufweisen. Die vergleichsweise gute Entwicklung in Deutschland sollte sich, so die IWF-Prognose vom Oktober 2012, 2013 mit einem Anstieg des BIP um 0,9 Prozent fortsetzen. Diese Aussichten haben sich im vierten Quartal 2012 eher verschlechtert.

Zwar sieht auch die Bundesbank nach dem schwachen Winterhalbjahr 2012/2013 in Deutschland wieder eine Wachstumsverstetigung im weiteren Jahresverlauf. Ihre Erwartungen für Deutschland und die Eurozone sind aber wesentlich zurückhaltender als die des IWF und zusätzlich deutlich konditioniert, denn sie prognostiziert für Deutschland 2013 jahresdurchschnittlich ein geringeres Wachstum als im Vorjahr (+0,4 Prozent nach +0,7 Prozent).

Die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum bleibt aus ihrer Sicht weiterhin von den notwen-digen Anpassungsprozessen in einigen Ländern geprägt. Allerdings gebe es in den von der Schuldenkrise besonders betroffenen Ländern zum Teil deutliche Anzeichen für Anpassungsfortschritte und hätten sich die Leistungsbilanzdefizite spürbar verringert. Damit scheine es wahrscheinlich, so die Bundesbank, dass sich im Verlauf des Jahres 2013 die Wirtschaftslage im Eurogebiet stabilisiert und sich an die Bodenbildung eine zögerliche Erholung anschließt. Voraussetzung hierfür sei jedoch, dass sich die Staatsschulden- und Bankenkrisen im Eurogebiet nicht erneut verschärfen, die Konsolidierungs- und Reformanstrengungen anhalten, die Weltwirtschaft wieder Fahrt aufnehme und größere negative Überraschungen ausbleiben.

Die internationale Automobilindustrie im Jahr 2013

Für den Verband der deutschen Automobilindustrie wird das Jahr 2013 herausfordernd. Die Einkommens- und Beschäftigungslage in Deutschland sei insgesamt zwar ordentlich. Doch offenbar seien die Kunden durch die seit zwei Jahren anhaltende Schuldenkrise in der Eurozone verunsichert und dieses Dauerthema drücke die Stimmung. Da davon auszugehen sei, dass die schwierige Lage in der Eurozone auch 2013 anhalten wird, fällt die VDA-Prognose für den deutschen Pkw-Inlandsmarkt entsprechend verhalten aus. Der Verband erwartet für 2013 einen Volumenrückgang im Inland um drei Prozent auf etwa 3 Mio. Neuzulassungen. Nachdem der westeuropäische Pkw-Markt 2012 um rund acht Prozent auf knapp 11,8 Mio. Einheiten zurückgegangen war, rechnet der VDA für das Jahr 2013 mit einer weiteren leichten Abschwächung um ebenfalls drei Prozent auf 11,4 Mio. Neuwagen.

Zuversicht herrscht allerdings hinsichtlich der globalen Perspektive: Der Pkw-Weltmarkt, der 2012 um 4 Prozent auf gut 68 Mio. Einheiten zugelegt hatte, soll seinen Wachstumskurs auch 2013 fortsetzen. Der VDA rechnet damit, dass er in diesem Jahr die 70-Millionen-Marke ins Auge fassen wird. Getragen werde diese Dynamik vor allem vom chinesischen Markt und dem wieder erstarkten Leitmarkt USA. Von dieser Entwicklung sollen die deutschen Pkw-Hersteller profitieren. Daher werde die Pkw-Inlandsproduktion im Jahr 2013 leicht um ein Prozent auf gut 5,4 Mio. Einheiten zulegen. Die Exporte sollen sich im laufenden Jahr ebenfalls stabil entwickeln und mit gut 4,1 Mio. Einheiten das Niveau von 2012 leicht übertreffen.

Chancen und Risiken

Die im Risikobericht dargestellten Risiken für das Berichtsjahr gelten auch für das Geschäftsjahr 2013 und die Folgejahre. Wesentliche zusätzliche Risiken sind weder für den Konzern noch für die Segmente erkennbar.

Wir haben im Geschäftsjahr 2012 wieder ein sehr lebhaftes Neugeschäft verzeichnet und ein deutlich höheres Volumen als im Vorjahr akquirieren können. Dies bildet die Basis unserer Erwartungen für die Entwicklung des Konzerns in den nächsten Jahren.

Aufgrund der langen Vorlaufzeiten in unserem Geschäft sowie wegen der Serienlaufzeiten von fünf bis acht Jahren können wir die künftige Umsatzentwicklung des Konzerns relativ gut einschätzen.

Umfangreiche zusätzliche Chancen über die Projekte hinaus, an denen wir heute bereits intensiv arbeiten, bestehen typischerweise nicht. Gleichzeitig können Risiken aus dem Verlust von Aufträgen vernachlässigt werden. Da einzelne Kfz-Modelle im Konzern keinen maßgeblichen Umsatzanteil erreichen, wirkt sich auch deren jeweiliger Markterfolg nicht gravierend auf die Entwicklung unseres Konzernumsatzes aus.

Jenseits der Umsatzentwicklung, die sich aus dem Saldo der Aus- und Anläufe von Serienproduktionen ergibt, ist für unser Wachstum die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft und die Nachfrage im Premiumsegment der Automobilindustrie maßgeblich. Derzeit zeichnet sich kein substanzieller Markteinbruch ab. Dennoch sind die gesamtwirtschaftlichen Risiken insgesamt größer geworden. Darüber hinaus muss auch davon ausgegangen werden, dass die Entwicklung in China – einem der wesentlichen Absatzmärkte der deutschen Premiumhersteller – unter Schwankungen verlaufen wird. Wenngleich die Absatzchancen hier auf Jahre oder Jahrzehnte hinaus außerordentlich groß sind, wird es zwischenzeitliche Perioden geben, in denen die Nachfrage nur wenig wächst oder sogar zurückgeht.

Wir sind daher für die nächsten Jahre insgesamt vorsichtig optimistisch und werden uns insbesondere auch stark darauf konzentrieren, die Profitabilität unserer Standorte weiter zu steigern. Hier sind wir in den letzten Jahren sehr gut vorangekommen und verfügen in Deutschland, Kanada und der Tschechischen Republik inzwischen über drei ertragsstarke Standorte. Die Standorte in China und in Mexiko verbessern ihre Ertragslage sukzessive, werden aber noch einige Zeit brauchen, um das Niveau der anderen zu erreichen.

Ausblick für den PWO-Konzern

Für das Geschäftsjahr 2013 erwarten wir einen Umsatzanstieg um rund 8 Prozent auf rund 390 Mio. EUR. Einige der Belastungen des Geschäftsjahres 2012 werden voraussichtlich im gerade begonnenen Geschäftsjahr entfallen. Aus rein operativer Sicht gehen wir daher von einem überproportionalen Anstieg des EBIT aus.

Die aktuelle Marktschwäche in Europa wird am Standort Oberkirch den Ergebnisanstieg dämpfen. Wir gehen deshalb für das Geschäftsjahr 2013 von einem EBIT in der Größenordnung von 23 Mio. EUR aus und wollen damit trotz der gestiegenen Marktunsicherheiten erneut einen weiteren Bestwert erzielen. In den beiden folgenden Jahren bis 2015 erwarten wir ein anhaltendes jährliches Umsatzwachstum in ähnlicher Größenordnung wie im Geschäftsjahr 2013. Die EBIT-Marge soll ebenso sukzessive ausgeweitet werden.

Beim Periodenergebnis gehen wir unverändert von überdurchschnittlichen Zuwächsen in den nächsten Jahren aus. Hierzu wird zum einen der positive Effekt aus der Anrechenbarkeit von Steuerguthaben an unserem tschechischen Standort beitragen. Zum anderen werden wir mit dem Erreichen nachhaltig positiver Zahlen an unserem mexikanischen Standort unsere dortigen Verlustvorträge nutzen können.

Dies gibt Raum, um unsere aktionärsfreundliche Dividendenpolitik fortsetzen zu können. Ziel ist es, zwischen 30 und 40 Prozent des Konzern-Jahresüberschusses regelmäßig auszuschütten und die Dividende damit stetig und nachhaltig zu steigern.

Das Umsatzwachstum des Konzerns wird maßgeblich getragen werden von steigenden Produktionsvolumina an unseren Standorten im NAFTA-Raum sowie in China. In Deutschland gehen wir von einer flacheren Wachstumskurve aus und auch in der Tschechischen Republik, wo unsere derzeitigen Kapazitäten bereits sehr gut ausgelastet sind, erwarten wir aktuell aufgrund der Marktentwicklung in Europa, keine größeren Wachstumsschübe.

Bezüglich der Ergebnisentwicklung sehen wir für die Standorte Oberkirch und Valašské Meziříčí in der Tschechischen Republik in den nächsten Jahren eine weiterhin hohe Profitabilität in der Bandbreite der zuletzt erzielten EBIT-Margen. In Kanada und in Mexiko wollen wir schrittweise einen deutlichen Margenanstieg realisieren. China soll seine Verluste abbauen. An allen Standorten, insbesondere in Mexiko, werden wir auch in Zukunft in die Steigerung der Leistungsfähigkeit investieren, um weiter nachhaltige Verbesserungen zu erzielen.

Für das derzeit geplante Wachstum ist ein großer Teil der notwendigen Produktionsanlagen bereits vorhanden, das Handling der stark gestiegenen Volumen erfordert aber teilweise bauliche Erweiterungen. Für das Geschäftsjahr 2013 sollen die Investitionen daher auf rund 35 Mio. EUR zurückgehen und in den Folgejahren auf diesem Niveau verharren. Allerdings wird diese Projektion maßgeblich von der künftigen Entwicklung des Neugeschäfts beeinflusst werden.

Für 2013 sind an den einzelnen Standorten jeweils Investitionen in ähnlichen Größenordnungen wie im Berichtsjahr geplant. Eine Ausnahme hiervon wird lediglich China bilden, wo nach dem kräftigen Anstieg der Investitionen im abgelaufenen Jahr für 2013 wieder ein deutlich niedrigeres Volumen vorgesehen ist. Die Investitionen sollen im Wesentlichen aus dem Cashflow des Geschäftsjahres finanziert werden. Soweit darüber hinaus zusätzliche Finanzierungsmittel benötigt werden sollten, verfügen wir über ausreichende Möglichkeiten für die Inanspruchnahme bestehender freier Linien oder sonstiger Bankfinanzierungen.

Lagebericht für die Progress-Werk Oberkirch AG

Die Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft (die „AG“) hat ihren Sitz in Oberkirch, Baden- Württemberg. Sie bildet den Stammsitz des Konzerns, ist dessen größter Produktionsstandort und zugleich Kompetenzzentrum für Produktentwicklung und Fertigungstechnologie sowie für das PWO-Production-System. Hier werden auch zentrale Konzernfunktionen wie insbesondere Marketing und Vertrieb, Finanzen, Controlling, Recht, IT und Personal koordiniert.

Die Entwicklung der internationalen Standorte des Konzerns wird zur Risikobegrenzung eng durch den Standort Oberkirch überwacht, insbesondere in den Bereichen Finanzen, Controlling und Recht. Im operativen Tagesgeschäft haben sie jedoch weitgehende eigene Zuständigkeiten.

Der Abschluss der AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt, der Konzernabschluss nach dem Regelwerk der IFRS.

Die grundsätzlichen Aussagen des zusammengefassten Lageberichts für den PWO-Konzern und die AG, vor allem zu Markt, Strategie und Steuerung sowie zu den Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit, gelten auch für die AG. Die Anzahl der Mitarbeiter inklusive Zeitarbeitsnehmer der AG erhöhte sich zum Berichtsstichtag auf 1.393 (i. V. 1.340).

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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Ausgewählte Informationen (TEUR) 2012 in % der Gesamtleistung 2011 in % der Gesamtleistung
Umsatzerlöse 247.819 98,9 % 237.652 100,9 %
Gesamtleistung 250.679 100,0 % 235.540 100,0 %
Materialaufwand 129.792 51,8 % 122.396 52,0 %
Personalaufwand 72.335 28,9 % 68.384 29,0 %
Abschreibungen 9.560 3,8 % 9.199 3,9 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen 25.071 10,0 % 21.223 9,0 %
Finanzergebnis –6.653 –2,7 % –3.089 –1,3 %
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 11.348 4,5 % 15.029 6,4 %
Jahresüberschuss 6.786 2,7 % 10.351 4,4 %
Bilanzgewinn 4.726 1,9 % 5.240 2,2 %

Der Geschäftsverlauf der AG war im Berichtsjahr geprägt von einer hohen Volatilität der Kundenabrufe sowie von Mehraufwendungen zur Bedienung der im dritten Quartal sehr hohen Abrufe im Premiumbereich. Hierzu wird auf die Erläuterungen zum Segment Deutschland in diesem zusammengefassten Lagebericht verwiesen. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse gegenüber Vorjahr um 4,3 Prozent und die Gesamtleistung um 6,4 Prozent.

Während die Aufwandsquoten für Material, Personal sowie Abschreibungen gegenüber Vorjahr jeweils leicht reduziert wurden, nahmen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 18,1 Prozent zu. Dies resultierte insbesondere aus deutlich erhöhten Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen sowie zusätzlichen Aufwendungen für Zeitarbeitnehmer im Zuge der periodenweise über den installierten Kapazitäten liegenden Kundenabrufen.

Im Berichtsjahr wurde der Wertansatz der Ausleihungen der PWO AG an die PWO Holding Co., Ltd., Hongkong, angepasst. Daraus resultierte eine Belastung in Höhe von 3,6 Mio. EUR, die als Abschreibung auf Finanzanlagen im Finanzergebnis ausgewiesen ist. Ohne diesen Effekt hätte das Finanzergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2011 verharrt. Hierzu hat beigetragen, dass die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund der Kapitalerhöhung im Sommer 2012 um 3,8 Mio. EUR zurückgeführt wurden, obwohl die Bilanzsumme um 23,8 Mio. EUR zulegte.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich auf 11,3 Mio. EUR (i. V. 15,0 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung der Anpassung des Wertansatzes der Ausleihungen sowie von Aufwendungen für die Kapitalerhöhung in Höhe von 0,8 Mio. EUR konnte trotz der hohen Anforderungen des Berichtsjahres rein operativ sogar ein leichter Ergebnisanstieg erzielt werden.

Nach einem unveränderten außerordentlichen Ergebnis von –0,3 Mio. EUR sowie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf Vorjahresniveau betrug der Jahresüberschuss 6,8 Mio. EUR (i. V. 10,4 Mio. EUR).

Wie bereits dargestellt, weitete sich die Bilanzsumme der PWO AG im Berichtszeitraum deutlich aus. Dies resultierte teilweise aus einem stichtagsbedingt höheren Kassenbestand bzw. Guthaben bei Kreditinstituten von 4,9 Mio. EUR (i. V. 0,7 Mio. EUR). Insbesondere haben wir jedoch in die weitere Stärkung des Standorts Oberkirch investiert und die Sachanlagen auf 56,4 Mio. EUR (i. V. 47,3 Mio. EUR) erhöht.

Die PWO AG hat ihre Tochtergesellschaften für das weitere Wachstum finanziell gestärkt. Gegenläufig wirkte sich die Reduzierung des Wertansatzes der Ausleihungen der PWO AG an die PWO Holding Co., Ltd., Hongkong, aus. Per Saldo belief sich das Finanzanlagevermögen zum Bilanzstichtag auf 68,2 Mio. EUR (i. V. 67,2 Mio. EUR).

Darüber hinaus stiegen die Vorräte auf 33,0 Mio. EUR (i. V. 30,0 Mio. EUR), insbesondere aufgrund stichtagsbedingt höherer Bestände an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen. Diese werden im Geschäftsjahr 2013 zu Umsatz führen. Von der Zunahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände auf 44,4 Mio. EUR (i. V. 37,4 Mio. EUR) entfiel ein wesentlicher Teil auf höhere Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und resultierte damit auch aus dem Wachstum unserer Standorte im Ausland.

Die Eigenkapitalquote der PWO AG nahm über die Zuführung zu den Gewinnrücklagen aus dem Jahresergebnis hinaus insbesondere im Zuge der erfolgreichen Kapitalerhöhung auf sehr solide 53,0 Prozent (i. V. 45,8 Prozent) zu.

Bei den Rückstellungen war keine wesentliche Veränderung zu verzeichnen. Die Verbindlichkeiten haben wir auf 59,6 Mio. EUR (i. V. 62,2 Mio. EUR) zurückgeführt. Über die oben erwähnte Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hinaus haben wir auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen abgebaut, während die sonstigen Verbindlichkeiten zunahmen.

Im Hinblick auf die künftige Geschäftsentwicklung gelten die Aussagen zu den Chancen und Risiken im Prognosebericht des Konzerns grundsätzlich auch für die AG. Allerdings erwarten wir in der AG ein gegenüber dem Konzern niedrigeres Wachstum, da sie im Wesentlichen den saturierten europäischen Markt bedient, der jenseits zyklischer Schwankungen grundsätzlich niedrigere Wachstumsraten aufweist als viele internationale Märkte.

Die Ertragskraft der AG soll hiervon jedoch nicht tangiert werden. Unverändert gehen wir davon aus, dass sie auch zukünftig die wesentlichen Erträge des Konzerns erwirtschaften und ein Ergebnis in der Bandbreite der in den letzten Jahren erzielten Margen realisieren wird.

Jahresabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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Anhang Nr. 2012
TEUR
2011
TEUR
6 Umsatzerlöse 358.072 331.080
Veränderung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen 5.205 -3.777
7 Andere aktivierte Eigenleistungen 3.347 1.529
Gesamtleistung 366.624 328.832
8 Sonstige betriebliche Erträge 4.507 6.913
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -175.248 -162.549
Aufwendungen für bezogene Leistungen -22.710 -17.158
Materialaufwand -197.958 -179.707
Löhne und Gehälter -81.528 -73.468
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -16.152 -14.494
9 Personalaufwand -97.680 -87.962
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen -18.935 -16.667
10 Sonstige betriebliche Aufwendungen -35.680 -32.248
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 20.878 19.161
Finanzerträge 52 11
11 Finanzierungsaufwendungen -6.378 -6.292
Finanzergebnis -6.326 -6.281
Ergebnis vor Steuern (EBT) 14.552 12.880
12 Ertragsteuern -4.393 -3.864
Periodenergebnis * 10.159 9.016
13 Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert = unverwässert), bezogen auf das den Anteilseignern der PWO AG zuzurechnende Ergebnis 3,52 3,61

* Das Periodenergebnis entfällt in voller Höhe auf die Anteilseigner der PWO AG.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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  2012
TEUR
2011
TEUR
Periodenergebnis 10.159 9.016
Sonstiges Ergebnis    
Derivative Finanzinstrumente    
Nettogewinne/-verluste aus der Absicherung von Cashflow-Hedges 1.494 -1.352
Steuereffekt -351 379
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten 1.143 -973
Währungsumrechnung 2 270
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 1.145 -703
Gesamtergebnis nach Steuern 11.304 8.313

Konzern-Bilanz

Aktiva

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Anhang Nr. 2012
TEUR
2011
TEUR
Grundstücke und Bauten 47.331 42.962
Technische Anlagen und Maschinen 62.879 47.969
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.471 7.512
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.598 16.013
14 Sachanlagen 136.279 114.456
Auftrags- und kundenbezogene Entwicklungsleistungen 4.161 3.350
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2.375 3.139
Geschäfts- oder Firmenwert 5.485 5.478
Geleistete Anzahlungen 7 4
15 Immaterielle Vermögenswerte 12.028 11.971
Latente Steueransprüche 2.842 3.011
Langfristige Vermögenswerte 151.149 129.438
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.389 14.864
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 23.156 16.729
Fertige Erzeugnisse 14.245 16.151
16 Vorräte 55.790 47.744
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 52.125 50.972
Sonstige Vermögenswerte 6.475 6.808
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.226 555
Ertragsteuerforderungen 959 638
17 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 60.785 58.973
18 Zahlungsmittel 7.810 4.580
Kurzfristige Vermögenswerte 124.385 111.297
Bilanzsumme 275.534 240.735

Passiva

   
Anhang Nr. 2012
TEUR
2011
TEUR
Gezeichnetes Kapital 9.375 7.500
Kapitalrücklage 37.494 17.155
Gewinnrücklagen 56.192 48.390
Währungsdifferenzen 1.741 1.739
19 Summe Eigenkapital 104.802 74.784
Verzinsliche Darlehen 48.275 37.088
Pensionsrückstellungen 27.551 26.373
Sonstige Rückstellungen 3.203 3.509
Latente Steuerschulden 868 435
Langfristige Schulden 79.897 67.405
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.061 20.957
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.091 1.757
Verzinsliche Darlehen 49.988 57.742
Sonstige Verbindlichkeiten 12.033 12.522
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.424 2.492
Ertragsteuerschulden 0 227
Kurzfristiger Anteil Pensionsrückstellungen 1.495 1.410
Kurzfristiger Anteil sonstige Rückstellungen 1.743 1.439
Kurzfristige Schulden 90.835 98.546
20 Summe Schulden 170.732 165.951
Bilanzsumme 275.534 240.735

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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  Auf die Anteilseigner der PWO AG entfallendes Eigenkapital  
        Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen  
TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Währungsdifferenzen Cashflow- Hedge Summe Eigenkapital
Stand 1. Januar 2012 7.500 17.155 49.269 1.739 -879 74.784
Periodenergebnis     10.159     10.159
Sonstiges Ergebnis       2 1.143 1.145
Gesamtperiodenergebnis 7.500 17.155 59.428 1.741 264 86.088
Kapitalerhöhung 1) 1.875 20.339       22.214
Dividendenzahlung     -3.500     -3.500
Stand 31. Dezember 2012 9.375 37.494 55.928 1.741 264 104.802
Stand 1. Januar 2011 7.500 17.155 42.753 1.469 94 68.971
Periodenergebnis     9.016     9.016
Sonstiges Ergebnis       270 -973 -703
Gesamtperiodenergebnis 7.500 17.155 51.769 1.739 -879 77.284
Dividendenzahlung     -2.500     -2.500
Stand 31. Dezember 2011 7.500 17.155 49.269 1.739 -879 74.784

1) Die Kapitalerhöhung wurde gemäß IAS 32.37 um Nettotransaktionskosten von 599 TEUR gemindert. Hierin berücksichtigt sind Ertragsteuervorteile in Höhe von 233 TEUR.

Konzern-Kapitalflussrechnung

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Anhang Nr. 2012
TEUR
2011
TEUR
Periodenergebnis 10.159 9.016
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 18.935 16.667
12 Ertragsteueraufwand/-erstattung 4.393 3.864
11 Zinserträge und -aufwendungen 6.326 6.281
Veränderung des kurzfristigen Vermögens -9.679 -7.086
Veränderung der langfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) -741 -1.060
Veränderung der kurzfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) 199 5.023
12 Gezahlte Ertragsteuern -4.421 -5.764
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 1.482 -1.373
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Sachanlagen -36 -21
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 26.617 25.547
Einzahlungen aus Anlagenabgängen von Sachanlagen 219 349
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -30.898 -24.919
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -2.583 -1.842
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -33.262 -26.412
19 Einzahlungen aus Kapitalerhöhung 22.813 0
Transaktionskosten der Kapitalerhöhung -832 0
19 Auszahlungen für Dividenden -3.500 -2.500
Gezahlte Zinsen -4.589 -4.727
Erhaltene Zinsen 52 11
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 29.087 15.178
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -31.180 -13.749
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 11.851 -5.787
Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.206 -6.652
Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 18 -213
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar -2.560 4.305
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2.664 -2.560
18 davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.810 4.580
20 davon jederzeit fällige Bankschulden -5.146 -7.140

Anhang zum Konzernabschluss

Informationen zum Unternehmen

Der Konzernabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG (PWO) und ihrer Tochterunternehmen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 18. März 2013 freigegeben und anschließend dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. PWO ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Oberkirch, Deutschland. Die Aktien werden auf XETRA, im amtlichen Handel in Frankfurt und Stuttgart sowie im Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg-Hannover und München gehandelt.

Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen sind im Konzernlagebericht, Kapitel „Unternehmensprofil“, beschrieben.

Rechnungslegungsmethoden

1 | Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Der Konzernabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochterunternehmen wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente sowie Fremdwährungsforderungen und –verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Der Konzernabschluss ist in Tausend Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend (TEUR) auf- oder abgerundet.

2 | Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt vollkonsolidiert. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Rechnungslegungsmethoden für die gleiche Berichtsperiode aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt unter Anwendung der Erwerbsmethode (IFRS 3). Die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses werden auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen identifizierbaren Schulden und Eventualschulden entsprechend ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Eine verbleibende Differenz wird, soweit sie positiv ist, als Goodwill ausgewiesen bzw. soweit sie negativ ist, ertragswirksam vereinnahmt. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Schulden zwischen konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet (IAS 27). Für Konsolidierungsmaßnahmen mit ertragsteuerlichen Auswirkungen werden latente Steuern angesetzt.

Im Konzernabschluss sind 6 ausländische mittelbare und unmittelbare Unternehmen einbezogen. Die folgende Tabelle zeigt den Anteilsbesitz, das Eigenkapital und den Gewinn der konsolidierten Unternehmen:

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TEUR Kapitalanteil Jahresergebnis Eigenkapital
PWO Canada Inc., Kitchener, Kanada 100 % 1.464 13.509
PWO UNITOOLS CZ a.s., Valašské Mezir íc í, Tschechische Republik 100 % 2.488 12.575
PWO Holding Co., Ltd., Hongkong, China 100 % -30 -826
PWO High-Tech Metal Components (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou, China 1) 100 % -3.286 14.376
PWO High-Tech Tool Trading (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou, China 1) 100 % -49 145
PWO de México S.A. de C.V., Puebla, Mexiko 2) 100 % 466 12.552

1) Mittelbare Beteiligung über die PWO Holding Co., Ltd., in Höhe von 100 %.
2) Mittelbare Beteiligung über die PWO Canada Inc., in Höhe von 1 %.

3 | Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden

Fremdwährungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet (IAS 21). Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Dabei wurden alle Bilanzposten des einbezogenen ausländischen Konzernunternehmens mit dem jeweiligen Devisenmittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns erfolgte mit dem Jahresdurchschnittskurs. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen. Differenzen werden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden im Periodenergebnis erfasst. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war.

Zum 1. Januar 2012 wurde die Währung der PWO Holding Co., Ltd., Hongkong, China, von HKD in EUR geändert, da die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle seither im Wesentlichen in EUR berechnet und bezahlt werden.

Durch den Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehende Geschäfts- oder Firmenwerte und am beizulegenden Zeitwert ausgerichtete Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die aus dem Erwerb dieses ausländischen Geschäftsbetriebs resultieren, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet.

Für den Konzernabschluss wurden folgende Wechselkurse für die Währungsumrechnung verwendet:

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    Stichtagskurs Durchschnittskurs
    31.12.2012 31.12.2011 2012 2011
China CNY 8,21 8,15 8,11 9,00
Hongkong HKD - 10,05 - 10,83
Kanada CAD 1,31 1,32 1,28 1,38
Mexiko USD 1,32 1,29 1,29 1,39
Tschechische Republik CZK 25,12 25,81 25,15 24,59

Ertragsrealisierung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann, unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung oder zu beanspruchenden Gegenleistung unter Berücksichtigung vertraglich festgelegter Zahlungsbedingungen bewertet, wobei Steuern oder andere Abgaben unberücksichtigt bleiben.

Beim Verkauf von Erzeugnissen werden Erträge erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Erzeugnisse ein.

Zinserträge werden bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten anhand des Effektivzinssatzes erfasst. Dabei handelt es sich um den Kalkulationszinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments oder gegebenenfalls eine kürzere Periode exakt auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Verbindlichkeit abgezinst werden. Zinserträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil der Finanzerträge ausgewiesen.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Zuwendungen für einen Vermögenswert werden in der Bilanz aktivisch abgesetzt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden als Ertrag erfasst.

Steuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der Konzern tätig ist und zu versteuerndes Einkommen erzielt.

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf zum Abschussstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem Steuerbilanzwert. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme eines steuerlich nicht abzugsfähigen Geschäftswerts und von temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das IFRS-Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden aktiviert, sofern damit gerechnet wird, dass diese genutzt werden können. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern gelten oder erwartet werden.

Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital erfasst.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Abschreibungen sind nach der linearen Methode ermittelt worden. Bestimmte Maschinen sowie auftragsbezogene Werkzeuge wurden in Abhängigkeit der im Berichtsjahr erzeugten Stückzahl, bezogen auf die in Auftrag gegebene bzw. geplante Gesamtstückzahl, leistungsbezogen abgeschrieben.

Leasingverhältnisse

Die Feststellung ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt, selbst wenn dieses Recht in einer Vereinbarung nicht ausdrücklich festgelegt ist.

Finance-Lease-Verhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übertragen werden, werden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem fixen und variablen Zinssatz verzinst wird. Leasinggegenstände werden über die Nutzungsdauer des Gegenstands abgeschrieben. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses jedoch nicht hinreichend sicher, wird der Leasinggegenstand über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben.

Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten sind Zinsen und sonstige Kosten, die einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital entstehen.

Immaterielle Vermögenswerte

Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Immaterielle Vermögenswerte sind Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill), Patente, kundenbezogene Entwicklungsleistungen, Software, Kundenbeziehungen, Wettbewerbsverbote, Lizenzen und ähnliche Rechte. Der Konzern schreibt immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer auf den geschätzten Restbuchwert ab. Davon ausgenommen sind kundenbezogene Entwicklungsleistungen, die stückzahlbezogen abgeschrieben werden. Goodwill wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung überprüft. Der Konzern hat mit Ausnahme des Goodwills keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer identifiziert.

Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Ansatzkriterien von IAS 38 erfüllt sind. Dies betrifft insbesondere das Vorliegen konkreter Kundenaufträge für Werkzeugentwicklungen. Nach der erstmaligen Aktivierung wird der Vermögenswert zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen geführt. Aktivierte Entwicklungskosten beinhalten alle direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten und werden über die geplante Produktlebensdauer (5 bis 7 Jahre) abgeschrieben. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten sind Bestandteil der Herstellungskosten und werden den Komponenten zugeordnet, durch die sie verursacht worden sind.

Ein Werthaltigkeitstest wird bei Geschäfts- oder Firmenwerten jährlich, bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei Sachanlagen nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte durchgeführt. Eine Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Cashflows, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag von Nettoveräußerungswert und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbaren Betrag abzüglich Veräußerungskosten. Der Nutzungswert wird auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der Nutzung und dem Abgang eines Vermögenswerts mithilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Die Cashflows werden aus der langfristigen Unternehmensplanung abgeleitet, die historische Entwicklungen sowie makroökonomische Trends berücksichtigt. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird grundsätzlich der Nutzungswert der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit herangezogen.

Die durch den Aufsichtsrat genehmigte langfristige Unternehmensplanung geht bis zum Ende des Detailplanungszeitraumes in 2015. Wesentliche Annahmen, auf die die langfristige Unternehmensplanung sensibel reagiert, sind neben der Entwicklung der Absatzzahlen in der Automobilindustrie und der Rohstoffpreise die Steigerung der Produktivität. Diese Entwicklungen wurden aufgrund von Erfahrungen aus der Vergangenheit, auf Basis von öffentlich verfügbaren Daten sowie anhand von bestehenden Projektvereinbarungen, aber auch anhand von beschlossenen internen Maßnahmen bewertet und bestimmt.

Die Cashflows werden unter Anwendung risikoäquivalenter Kapitalisierungszinssätze (vor Steuern) auf den Bilanzstichtag abgezinst. Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills der PWO UNITOOLS CZ a.s. und PWO Canada Inc. wurde für die erste Phase ein Kapitalisierungszinssatz (WACC) von 10,39 % (i. V. 10,28 %) bzw. 13,78 % (i. V. 13,09 %) zugrunde gelegt. Die zweite Phase (ewige Rente) wurde bei PWO UNITOOLS CZ a.s. bzw. PWO Canada Inc. mit einer Wachstumsrate von 1,04 % (i. V. 1,01 %) bzw. von 1,28 % (i. V. 1,27 %) berechnet. Für die Ermittlung der Cashflows werden grundsätzlich die Wachstumsraten der betreffenden Automobilmärkte zugrunde gelegt.

Die getroffenen Annahmen unterliegen einer gewissen Sensitivität. Dass eine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des Nutzungswerts der für PWO UNITOOLS CZ a.s. und PWO Canada Inc. getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass die Buchwerte der Goodwills dieser Unternehmenseinheiten ihren erzielbaren Betrag wesentlich übersteigen könnte, halten wir für die Unternehmenseinheit PWO Canada Inc. für eher unwahrscheinlich, da der tatsächlich erzielbare Betrag den Buchwert um 11.195 TEUR (i. V. 4.722 TEUR) übersteigt. Für PWO UNITOOLS CZ a.s. ist dies nicht auszuschließen, da der tatsächlich erzielbare Betrag den Buchwert lediglich um 1.604 TEUR (i. V. 4.274 TEUR) übersteigt.

Sollte sich jedoch bei gleichbleibendem Kapitalisierungszinssatz eine nachhaltige Planverfehlung des Free Cashflow um mehr als 5 % für PWO UNITOOLS und 41 % für PWO Canada ergeben, dann wäre eine Wertminderung notwendig. Umgekehrt würde bei gleichbleibendem Free Cashflow eine Wertminderung notwendig, wenn der Kapitalisierungszinssatz auf 10,76 % für PWO UNITOOLS bzw. 19,66 % für PWO Canada steigen würde.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen (IAS 39). Sofern bei finanziellen Vermögenswerten Handels- und Erfüllungstag zeitlich auseinanderfallen können, ist für die erstmalige Bilanzierung der Erfüllungstag maßgeblich. Die erstmalige Bewertung eines Finanzinstruments erfolgt zu Anschaffungskosten, Transaktionskosten werden grundsätzlich einbezogen. In der Folge werden Finanzinstrumente je nach Zuordnung zu den in IAS 39 vorgesehenen Kategorien entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. IAS 39 unterscheidet zwischen originären und derivativen Finanzinstrumenten.

Bei den originären Finanzinstrumenten handelt es sich insbesondere um Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, liquide Mittel, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Deren Bewertung erfolgt mit fortgeführten Anschaffungskosten. Bei den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, übrigen Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmitteln entspricht der Buchwert im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert.

PWO setzt zur Zins- und Währungsabsicherung devisenbezogene Derivate in Form von Zinsswaps, Währungsswaps, Optionen und Devisentermingeschäften ein. Diese werden bei Zugang und im Rahmen der Folgebewertung mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Bei derivativen Finanzinstrumenten, die nicht die Kriterien für eine Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfüllen, werden Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes sofort erfolgswirksam erfasst. Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen (Cashflow-Hedges), werden in Höhe des effektiven Teils im Eigenkapital erfolgsneutral abgegrenzt, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam erfasst wird. Mit Eintritt des gesicherten Grundgeschäfts erfolgt die ergebniswirksame Umbuchung aus dem Eigenkapital. Der beizulegende Zeitwert börsennotierter Derivate entspricht dem positiven oder negativen Marktwert. Liegen keine Marktwerte vor, werden diese mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wie z. B. Discounted-Cashflow-Modell oder Optionspreismodell.

Bei kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten stellt der Buchwert eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Zeitwerts dar. Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob objektive Hinweise bestehen, dass eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt.

Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte („Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss“) zu designieren, hat der Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.

Bei den finanziellen Verbindlichkeiten hat der Konzern von der Anwendung des Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten („Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss“) zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht.

Vorräte

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren realisierbaren Werten angesetzt. Abwertungen auf schwer verwertbare bzw. unbrauchbare Materialien wurden hierbei vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen und produktionsbezogene Verwaltungskosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Werkzeug- und Entwicklungsaufträge werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Hierbei wird eine verlustfreie Bewertung dergestalt vorgenommen, dass die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten maximal in Höhe des Verkaufspreises zuzüglich der über die Serienproduktion erzielbaren Erlöse angesetzt werden.

Erlöse werden realisiert, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übergehen.

Zahlungsmittel

Zahlungsmittel enthalten Kassenbestände und kurzfristige Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von unter 90 Tagen.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) nach IAS 19 für den Konzernabschluss bewertet. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Methoden. Die erfolgswirksame Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste erfolgt erst dann, wenn die zu Beginn des Geschäftsjahres nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zehn Prozent des Barwerts der Verpflichtung zu Beginn des Geschäftsjahres übersteigen (Korridormethode).

Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Soweit Anwartschaften sofort nach Einführung oder Änderung eines Pensionsplanes unverfallbar sind, ist der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand sofort erfolgswirksam zu erfassen.

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und dieser verlässlich geschätzt werden kann. Ist der Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen abgezinst.

Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung wahrscheinlich ist.

4 | Änderungen der Rechnungslegungsmethoden

NEUE UND GEÄNDERTE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Die angewandten Rechnungslegungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert, mit Ausnahme der nachfolgend aufgelisteten Änderung des Standards, die ab dem 1. Januar 2012 angewandt wurde:

• IFRS 7 | Finanzinstrumente: Angaben — Verbesserung der Angaben über die Übertragung von finanziellen Vermögenswerten (geändert)

Der IASB fordert mit dieser Änderung umfangreiche neue Angaben über übertragene, jedoch nicht ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte, um den Abschlussadressaten ein Verständnis über diese Vermögenswerte und zugehörige Schulden zu ermöglichen. Es werden darüber hinaus Angaben über das zum Berichtsstichtag bestehende anhaltende Engagement bei übertragenen und ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten gefordert, um den Adressaten ein Verständnis über die Art des fortbestehenden Engagements und der damit verbundenen Risiken zu ermöglichen. Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Da der Konzern nicht über Vermögenswerte mit solchen Merkmalen verfügt, ergaben sich aus dieser Änderung keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

VERÖFFENTLICHTE, NOCH NICHT VERPFLICHTEND ANZUWENDENDE STANDARDS

Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Konzernabschlusses bekanntgemachte und in das EU-Recht übernommene, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen werden nachfolgend dargestellt. Der Konzern wendet diese Standards ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens am 1. Januar 2013 an. Eine vorzeitige Anwendung erfolgt nicht.

• Änderung von IAS 1 | Darstellung von Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses

Die Änderung des IAS 1 führt zu einer geänderten Gruppierung von Posten, die im sonstigen Ergebnis dargestellt werden. Posten, die zu einem späteren Zeitpunkt in das Periodenergebnis umgegliedert werden (darunter Gewinne aus der Absicherung einer Nettoinvestition, Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe, Verluste und Gewinne aus der Absicherung von Cashflows und aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten), sind getrennt von den Positionen auszuweisen, bei denen keine Umgliederung erfolgen wird (darunter versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen und Effekte aus der Neubewertung von Grundstücken und Gebäuden). Die Änderung betrifft lediglich die Darstellung und wirkt sich nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus. Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, und wird vom Konzern bei der ersten jährlichen Berichterstattung nach dem Inkrafttreten angewandt.

• Änderung von IAS 12 | Ertragsteuern - Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte

Die Änderung beinhaltet eine Klarstellung über die Bemessung der latenten Steuern für zum beizulegenden Zeitwert bewertete Immobilien und führt dabei die widerlegbare Vermutung ein, dass für die Bemessung der latenten Steuern bei Immobilien, die gemäß IAS 40 zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, grundsätzlich eine Realisierung des Buchwerts durch die Veräußerung ausschlaggebend ist. Bei der Bemessung von latenten Steuern für nicht abnutzbare Vermögenswerte, die gemäß IAS 16 nach dem Neubewertungsmodell bewertet werden, soll stets von einer Veräußerung ausgegangen werden. Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Aus dieser Änderung ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie Anhangangaben des Konzerns.

• IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer (überarbeitet)

Der IASB hat den IAS 19 umfassend überarbeitet. Die vorgenommenen Anpassungen reichen von grundlegenden Änderungen, beispielsweise betreffend die Ermittlung von erwarteten Erträgen aus dem Planvermögen und Aufhebung der Korridormethode, bis zu einfachen Klarstellungen und Umformulierungen. Der überarbeitete Standard wird sich künftig auf den Rückstellungsbetrag auswirken, der zukünftig den Verpflichtungsumfang in voller Höhe widerspiegelt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden zukünftig nicht mehr anteilig erfolgswirksam, sondern vollständig in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfasst. Da die kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Verluste zum 31. Dezember 2012 13.404 TEUR (i. V. 6.320 TEUR) betrugen, wird die Gesetzesänderung einen wesentlichen Effekt auf die Höhe der erfolgsneutralen Rücklagen, die Höhe der Pensionsrückstellungen und somit auf die Höhe des Gesamtergebnisses haben. Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.

• IAS 28 | Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (überarbeitet 2011)

Mit der Verabschiedung des IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen und IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen wurde IAS 28 in Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen umbenannt und sein Regelungsbereich, der sich bislang auf assoziierte Unternehmen beschränkte, auf die Anwendung der Equity-Methode auf Gemeinschaftsunternehmen ausgeweitet. Hinsichtlich der Auswirkungen wird auf die Erläuterungen zum IFRS 11 verwiesen. Der überarbeitete Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

• Änderung von IAS 32 | Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden

Die Änderung stellt die Formulierung „hat zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen Rechtsanspruch auf Verrechnung“ klar. Des Weiteren präzisiert sie die Anwendung der Saldierungskriterien des IAS 32 auf Abwicklungssysteme (wie z. B. zentrale Clearingstellen), die einen Bruttoausgleich vornehmen, bei dem die einzelnen Geschäftsvorfälle nicht gleichzeitig stattfinden. Der überarbeitete Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

• IFRS 1 | Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards – Drastische Hyperinflation und Streichung der festen Daten für Erstanwender (geändert)

Die Änderung von IFRS 1 wurde im Dezember 2010 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Die Änderung streicht fixierte Anwendungszeitpunkte für die Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie für die Vorschriften zur Erfassung eines Gewinns oder Verlusts im Zugangszeitpunkt gemäß IFRS 1 und ersetzt diese mit dem Zeitpunkt des Übergangs auf die IFRS. Die Änderung stellt ferner klar, wie die Bilanzierung gemäß IFRS nach einer Periode, in der das Unternehmen die IFRS aufgrund einer von drastischer Hyperinflation geprägten funktionalen Währung nicht vollständig einhalten konnte, wieder aufgenommen wird. Aus dieser Änderung ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

• Änderung von IFRS 7 | Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

Die Änderung von IAS 32 und IFRS 7 wurde im Dezember 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 resp. 1. Januar 2013 beginnt. Mit der Änderung sollen bestehende Inkonsistenzen über eine Ergänzung der Anwendungsleitlinien beseitigt werden. Die bestehenden grundlegenden Bestimmungen zur Saldierung von Finanzinstrumenten werden jedoch beibehalten. Mit der Änderung werden darüber hinaus ergänzende Angaben definiert.

• IFRS 10 | Konzernabschlüsse, IAS 27 | Einzelabschlüsse (geändert)

IFRS 10 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt. Der neue Standard ersetzt die Bestimmungen des bisherigen IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse zur Konzernrechnungslegung und die Interpretation SIC-12 Konsolidierung - Zweckgesellschaften. IFRS 10 begründet ein einheitliches Beherrschungskonzept, welches auf alle Unternehmen einschließlich der Zweckgesellschaften Anwendung findet. Im Juni 2012 wurden zudem die überarbeiteten Übergangsrichtlinien zu IFRS 10-12 veröffentlicht, die die Erstanwendung der neuen Standards erleichtern sollen.

• IFRS 11 | Gemeinschaftliche Vereinbarungen

IFRS 11 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt. Der Standard ersetzt den IAS 31 Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und die Interpretation SIC-13 Gemeinschaftlich geführte Unternehmen — Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen. Mit IFRS 11 wird das bisherige Wahlrecht zur Anwendung der Quotenkonsolidierung bei Gemeinschaftsunternehmen aufgehoben. Diese Unternehmen werden künftig allein At-Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Aus der Anwendung des neuen Standards werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

• IFRS 12 | Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen

IFRS 12 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt. Der Standard regelt einheitlich die Angabepflichten für den Bereich der Konzernrechnungslegung und konsolidiert die Angaben für Tochterunternehmen, die bislang in IAS 27 geregelt waren, die Angaben für gemeinschaftlich geführte und assoziierte Unternehmen, welche sich bislang in IAS 31 bzw. IAS 28 befanden, sowie für strukturierte Unternehmen. Aus der Anwendung des neuen Standards werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

• IFRS 13 | Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

IFRS 13 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Der Standard legt Richtlinien für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts fest und definiert umfassende quantitative und qualitative Angaben über die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Nicht zum Regelungsbereich des Standards gehört dagegen die Frage, wann Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden müssen oder können. IFRS 13 definiert den beizulegenden Zeitwert als den Preis, den eine Partei in einer regulären Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts erhalten oder für die Übertragung einer Verbindlichkeit zahlen würde.

Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2012 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Diese Standards und Interpretationen wurden von der EU bislang nicht anerkannt und werden vom Konzern nicht angewandt.

• IFRS 1 | Erstmalige Anwendung der International Reporting Standards

Klarstellung, dass ein Unternehmen, welches die Bilanzierung nach IFRS beendet hat und beschließt oder verpflichtet ist, diese fortzusetzen, die Möglichkeit hat, IFRS 1 erneut anzuwenden. Wendet das Unternehmen IFRS 1 nicht erneut an, muss es seinen Abschluss rückwirkend anpassen, so als ob es die Anwendung von IFRS niemals beendet hätte.

• IFRS 9 | Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung

Der erste Teil der Phase I bei der Vorbereitung des IFRS 9 Finanzinstrumente wurde im November 2009 veröffentlicht. Der Standard beinhaltet Neuregelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Hiernach sind Schuldinstrumente abhängig von ihren jeweiligen Charakteristika und unter Berücksichtigung des Geschäftsmodells entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Eigenkapitalinstrumente sind immer zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Wertschwankungen von Eigenkapitalinstrumenten dürfen aber aufgrund des eingeräumten instrumentenspezifischen Wahlrechts, welches im Zeitpunkt des Zugangs des Finanzinstruments ausübbar ist, im sonstigen Ergebnis erfasst werden. In diesem Fall würden für Eigenkapitalinstrumente nur bestimmte Dividendenerträge erfolgswirksam erfasst. Eine Ausnahme bilden finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden und die zwingend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Der IASB hat im Oktober 2010 den zweiten Teil der Phase I des Projekts abgeschlossen. Der Standard wurde damit um die Vorgaben zu finanziellen Verbindlichkeiten ergänzt und sieht vor, die bestehenden Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften für finanzielle Verbindlichkeiten mit folgenden Ausnahmen beizubehalten: Auswirkungen aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos bei finanziellen Verbindlichkeiten, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert wurden, müssen erfolgsneutral erfasst und derivative Verbindlichkeiten auf nicht notierte Eigenkapitalinstrumente dürfen nicht mehr zu Anschaffungskosten angesetzt werden. IFRS 9 ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnt.

• IAS 1 | Darstellung des Abschlusses

Klarstellung des Unterschieds zwischen freiwilligen zusätzlichen Vergleichsinformationen und vorgeschriebenen Vergleichsinformationen, welche in der Regel die vorangegangene Berichtsperiode umfassen.

• IAS 16 | Sachanlagen

Klarstellung, dass wesentliche Ersatzteile und Wartungsgeräte, die als Sachanlagen qualifiziert werden, nicht unter die Anwendungsbestimmungen für Vorräte fallen.

• IAS 32 | Finanzinstrumente: Darstellung

Klarstellung, dass Ertragsteuern auf Ausschüttungen an Inhaber von Eigenkapitalinstrumenten unter die Anwendungsbestimmungen des IAS 12 Ertragsteuern fallen.

• IAS 34 | Zwischenberichterstattung

Regelung zur Angleichung von Angaben über Segmentvermögen mit den Angaben zu Segmentschulden in Zwischenabschlüssen sowie zur Angleichung von Angaben in der Zwischenberichterstattung mit den Angaben für die Jahresberichterstattung.

5 | Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der zum Ende der Berichtsperiode ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden auswirken. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die wichtigsten Ermessensentscheidungen, zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden in der Anhangangabe Nr. 29 erläutert.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

6 | Umsatzerlöse

Die Aufteilung des Konzernumsatzes nach Standorten und Produktbereichen ist im Segmentbericht dargestellt (siehe Anhangangabe Nr. 28).

7 | Aktivierte Eigenleistungen

Von den aktivierten Eigenleistungen entfallen 1.551 TEUR (i. V. 1.128 TEUR) auf aktivierungspflichtige Entwicklungskosten nach IAS 38. Bei diesen Entwicklungskosten handelt es sich insbesondere um Investitionen in die Entwicklung von Lenkungskomponenten. Für die Projekte liegen Serienaufträge vor.

8 | Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge stellen sich wie folgt dar:

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TEUR 2012 2011
Währungserträge 2.545 4.386
Erträge aus der Ausbuchung von abgegrenzten Schulden 199 300
Lizenzerträge 147 209
Übrige sonstige betriebliche Erträge 1.616 2.018
Summe 4.507 6.913

Aperiodische Erträge sind in Höhe von 427 TEUR (i. V. 718 TEUR) angefallen.

Die öffentliche Hand gewährte Zuwendungen in Höhe von 39 TEUR (i. V. 183 TEUR) für die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie für Ausbildungs-, Restrukturierungs- und Umweltschutzmaßnahmen. Diese Zuwendungen wurden erfolgswirksam verbucht.

9 | Personalaufwand und Mitarbeiter

PERSONALAUFWAND

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TEUR 2012 2011
Löhne und Gehälter 81.528 73.468
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 16.152 14.494
Summe 97.680 87.962

MITARBEITER IM JAHRESDURCHSCHNITT NACH BESCHÄFTIGUNGSBEREICHEN

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  2012 2011
Entwicklung und Vertrieb 152 140
Produktion und Materialwirtschaft 1.607 1.374
Werkzeugzentrum 475 463
Verwaltung 138 137
Summe 2.372 2.114
Zeitarbeitnehmer 318 275
Auszubildende 138 132
Gesamt 2.828 2.521

10 | Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2012 2011
Kosten für Zeitarbeitnehmer 9.942 7.641
Instandhaltungsaufwendungen 6.463 4.643
Ausgangsfrachten 3.617 3.279
Währungsaufwendungen 3.095 3.420
Reisekosten 1.541 1.569
Aufwendungen für Mieten 1.374 1.450
Versicherungsprämien 1.225 1.078
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 1.193 1.407
Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen 900 688
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 6.330 7.073
Summe 35.680 32.248

Aperiodische Aufwendungen fielen in Höhe von 112 TEUR (i. V. 136 TEUR) an.

11 | Finanzierungsaufwendungen

Die Finanzierungsaufwendungen enthalten Zinsaufwendungen gegenüber Finanzinstituten in Höhe von 4.460 TEUR (i. V. 4.553 TEUR), Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.515 TEUR (i. V. 1.498 TEUR), Zinsaufwendungen aus Finance-Lease-Verträgen in Höhe von 322 TEUR (i. V. 121 TEUR) sowie Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 81 TEUR (i. V. 120 TEUR). Von den Zinsaufwendungen gegenüber Finanzinstituten haben finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, Zinsaufwendungen in Höhe von 4.210 TEUR (i. V. 4.178 TEUR) verursacht.

12 | Ertragsteuern

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2012 2011
Tatsächliche Steuern 3.873 4.409
Latente Steuern 520 -545
Summe 4.393 3.864

Für temporäre Differenzen auf einbehaltene Gewinne bei Tochtergesellschaften in Höhe von 7.326 TEUR (i. V. 3.623 TEUR) wurden keine latenten Steuern angesetzt, da diese Gewinne zum weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeit an den einzelnen Standorten eingesetzt werden sollen.

Die Unterschiede zwischen dem aufgrund des rechnerischen Steuersatzes erwarteten Ertragsteueraufwands und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand können der nachfolgenden Überleitungsrechnung entnommen werden. Dem angewandten Steuersatz liegt der inländische Ertragsteuersatz zugrunde.

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TEUR 2012 2011
Ergebnis vor Ertragsteuern 14.551 12.880
Theoretischer Steueraufwand mit 28,08 % (i. V. 28,08 %) 4.086 3.617
Veränderung des theoretischen Steueraufwands durch abweichende Steuersätze bei ausländischen Gesellschaften -151 -29
Steuererhöhung aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 192 269
Steuererhöhung (+) / -minderung (-) Vorjahre -100 -61
Steuereffekte aus zukünftigen Steuersatzänderungen 0 2
Steuereffekte aus Steuerguthaben -575 -692
Effekte aus nicht aktivierten Verlustvorträgen 844 870
Sonstige Effekte 97 -112
Steuern vom Einkommen und Ertrag 4.393 3.864

Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten sind in der folgenden Übersicht dargestellt:

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  Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
TEUR 2012 2011 2012 2011
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen 67 76 4.454 3.647
Sonstige Aktiva 655 451 368 200
Steuerliche Verlustvorträge und Steuerguthaben 4.015 3.685 0 0
Rückstellungen 1.651 1.545 0 0
Verbindlichkeiten 418 676 10 10
Zwischensumme 6.806 6.433 4.832 3.857
Saldierung -3.964 -3.422 -3.964 -3.422
Bestand laut Konzernbilanz 2.842 3.011 868 435

Für weitere Erläuterungen wird auf die Anhangangabe Nr. 29 verwiesen.

13 | Ergebnis je Aktie

Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das auf die Anteilseigner der PWO AG zuzurechnende Ergebnis durch die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr insgesamt ausgegebenen Aktien geteilt. Verwässerungseffekte haben sich nicht ergeben.

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  2012 2011
Ergebnis nach Steuern in TEUR 10.159 9.016
Gewichtete durchschnittliche Anzahl Stückaktien 2.887.153 2.500.000
Ergebnis je Aktie in EUR 3,52 3,61

Erläuterungen zur Bilanz

14 | Sachanlagen

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TEUR Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten          
Stand 01.01.2011 62.797 173.913 24.927 11.211 272.848
Zugänge 2.294 8.113 1.842 13.545 25.794
Umbuchungen 499 7.279 1.086 8.864 0
Abgänge -1 -1.305 -1.159 0 -2.465
Kursveränderung 865 633 117 121 1.736
Stand 31.12.2011 66.454 188.633 26.813 16.013 297.913
Zugänge 4.442 18.985 5.331 9.785 38.543
Umbuchungen 2.114 7.861 1.174 -11.149 0
Abgänge 0 -1.802 -1.134 0 -2.936
Kursveränderung -115 -106 -44 -51 -316
Stand 31.12.2012 72.895 213.571 32.140 14.598 333.204
Abschreibungen          
Stand 01.01.2011 21.501 130.713 18.228 0 170.442
Zugänge 1.895 10.638 2.073 0 14.606
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Abgänge 0 -1.029 -1.108 0 -2.137
Kursveränderung 96 342 108 0 546
Stand 31.12.2011 23.492 140.664 19.301 0 183.457
Zugänge 2.086 11.815 2.522 0 16.423
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Abgänge 0 -1.740 -1.113 0 -2.853
Kursveränderung -14 -47 -41 0 -102
Stand 31.12.2012 25.564 150.692 20.669 0 196.925
Buchwerte          
Stand 31.12.2011 42.962 47.969 7.512 16.013 114.456
Stand 31.12.2012 47.331 62.879 11.471 14.598 136.279

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Bauten beträgt 25 bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 2 bis 10 Jahre, für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre und für EDV-Hardware 3 bis 5 Jahre.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2012 für technische Anlagen und Maschinen am Standort Deutschland enthalten Wertminderungen gemäß IAS 36 in Höhe von 542 TEUR für eine nicht amortisierte Investition, um den betroffenen Vermögenswert mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Der Wertminderung steht eine korrespondierende Ausgleichszahlung des Auftraggebers gegenüber.

15 | Immaterielle Vermögenswerte

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TEUR Auftrags- und kundenbezogene Entwicklungsleistungen Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Geschäfts- oder Firmenwert Sonstige immaterielle Vermögenswerte Geleistete Anzahlungen Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten            
Stand 01.01.2011 2.884 11.812 6.721 932 0 22.349
Zugänge 1.128 1.048 0 0 4 2.180
Umbuchungen 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0 0
Kursveränderung 0 29 26 25 0 80
Stand 31.12.2011 4.012 12.889 6.747 957 4 24.609
Zugänge 1.551 1.107 0 0 4 2.662
Umbuchungen 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 -300 0 0 0 -300
Kursveränderung 1 -1 -6 -18 -1 -25
Stand 31.12.2012 5.564 13.695 6.741 939 7 26.946
Abschreibungen            
Stand 01.01.2011 227 8.119 1.250 928 0 10.524
Zugänge 435 1.622 0 4 0 2.061
Umbuchungen 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0 0
Kursveränderung 0 9 19 25 0 53
Stand 31.12.2011 662 9.750 1.269 957 0 12.638
Zugänge 743 1.769 0 0 0 2.512
Umbuchungen 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 -200 0 0 0 -200
Kursveränderung -2 1 -13 -18 0 -32
Stand 31.12.2012 1.403 11.320 1.256 939 0 14.918
Buchwerte            
Stand 31.12.2011 3.350 3.139 5.478 0 4 11.971
Stand 31.12.2012 4.161 2.375 5.485 0 7 12.028

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Software beträgt 3 bis 5 Jahre.

Die nach IAS 38 aktivierten Entwicklungsleistungen in Höhe von 4.161 TEUR (i. V. 3.350 TEUR) werden stückzahlbezogen abgeschrieben, sobald die Entwicklung abgeschlossen ist und die Produktion der Serienteile anläuft.

Der Restbuchwert der SAP-Software beträgt 841 TEUR (i. V. 1.245 TEUR). Der verbleibende Abschreibungszeitraum beträgt 1 bis 5 Jahre.

Am 31. Dezember 2012 beläuft sich der Goodwill von PWO UNITOOLS CZ a.s. auf 4.331 TEUR (i. V. 4.331 TEUR) und von PWO Canada Inc. auf 1.154 TEUR (i. V. 1.147 TEUR). Die Erhöhung bei PWO Canada ergibt sich aus geänderten Wechselkursrelationen.

Die kumulierten Abschreibungen enthalten 698 TEUR aus der Firmenwertabschreibung bei PWO de México de C.V. im Jahr 2009.

16 | Vorräte

Vom Gesamtbetrag der zum Stichtag ausgewiesenen Vorräte in Höhe von 55.790 TEUR (i. V. 47.744 TEUR) sind Werkzeugersatzteile in Höhe von 5.342 TEUR (i. V. 4.179 TEUR) zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert. Im Geschäftsjahr wurde eine Wertberichtigung in Höhe von 707 TEUR (i. V. 693 TEUR) aufwandswirksam erfasst.

17 | Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Zum 31. Dezember 2012 bestehen Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen in Höhe von 1.094 TEUR (i. V. 1.309 TEUR). Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen beträgt vor den Wertberichtigungen 53.219 TEUR (i. V. 52.281 TEUR). Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

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TEUR 2012 2011
Stand Wertberichtigung am 01.01. 1.309 1.328
Zuführungen 16 21
Verbrauch -18 -25
Auflösungen -213 -15
Stand Wertberichtigung am 31.12. 1.094 1.309

Bei signifikanten Einzelforderungen werden nach einheitlichen Maßstäben Einzelwertberichtigungen in Höhe des bereits eingetretenen Ausfalls (incurred loss) gebildet. Ein potenzieller Wertminderungsbedarf wird bei Vorliegen verschiedener Tatsachen wie Zahlungsverzug über einen bestimmten Zeitraum, Einleitung von Zwangsmaßnahmen, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, Beantragung oder Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder Scheitern von Sanierungsmaßnahmen angenommen.

Wertberichtigungen auf Forderungen werden regelmäßig auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst und führen zu einem erfolgswirksamen Wertminderungsverlust. Die Zuführung und damit die Erhöhung der Wertberichtigungen betraf im Berichtsjahr nur wenige Einzelfälle. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderung.

Von den sonstigen Vermögenswerten sind 535 TEUR (i. V. 268 TEUR) und von den Ertragsteuerforderungen 427 TEUR (i. V. 521 TEUR) als langfristig klassifiziert.

18 | Zahlungsmittel

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für kurzfristig kündbare Guthaben verzinst. Zum 31. Dezember 2012 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien, die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllen.

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember 2012 in Höhe von 7.810 TEUR (i. V. 4.580 TEUR) aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich jederzeit fälligen Bankschulden zusammen.

19 | Gezeichnetes Kapital und Rücklagen

Am 26. Mai 2010 hat die Hauptversammlung neues genehmigtes und bedingtes Kapital beschlossen.

Vom genehmigten Kapital I/2010 in Höhe von 3.000 TEUR wurden durch die Kapitalerhöhung im Mai 2012 mit der Ausgabe von 625.000 neuen Stückaktien 1.875 TEUR in Anspruch genommen. Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2012 9.375 TEUR (i. V. 7.500 TEUR). Es ist eingeteilt in 3.125.000 (i. V. 2.500.000) Stückaktien zum Nennwert von jeweils 3,00 EUR.

Verbleibendes genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 1.125 TEUR gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I/2010).

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 750 TEUR gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II/2010).

Die Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 3.000 TEUR beschlossen (Bedingtes Kapital 2010).

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält Einstellungen aus dem Aufgeld.

Gewinnrücklagen und übriges Eigenkapital

Die Gewinnrücklagen enthalten die laufenden und die in Vorjahren von der PWO AG und einbezogenen Tochterunternehmen erwirtschafteten, noch nicht ausgeschütteten Gewinne.

Die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 1.741 TEUR (i. V. 1.739 TEUR) werden gesondert ausgewiesen.

Darüber hinaus wird der Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument zur Absicherung des Cashflows erfasst, der als effektive Absicherung ermittelt wird.

Vorgeschlagene und ausgeschüttete Dividenden

Die PWO AG weist zum 31. Dezember 2012 einen Bilanzgewinn in Höhe von 5.025.949,03 EUR aus. Die ausschüttbaren Beträge richten sich nach dem handelsrechtlichen Bilanzgewinn der PWO AG.

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der PWO AG wie folgt zu verwenden:

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  EUR
Ausschüttung einer Dividende von 1,60 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie 5.000.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 25.949,03

Im Geschäftsjahr 2012 wurde für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von insgesamt 3.500.000,00 EUR gezahlt (1,40 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie).

Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG

Durch Mitteilung vom 21. Mai 2012 hat die Sparkasse Offenburg/Ortenau, Offenburg, eine Beteiligung von 5,88 % angezeigt.

Durch Mitteilung vom 23. Mai 2012 hat die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, eine Beteiligung von 46,65 % angezeigt.

Durch Mitteilung vom 24. Mai 2012 hat die Delta Lloyd N.V., Amsterdam, Niederlande, eine Beteiligung von 16,49 % angezeigt.

20 | Schulden

Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Versorgungsleistungen richten sich nach Entgelt und Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter. Die unmittelbaren und mittelbaren Verpflichtungen umfassen solche aus bereits laufenden Pensionen sowie Anwartschaften für zukünftig zu zahlende Pensionen und Altersruhegelder.

Der überwiegende Anteil der Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne betrifft die PWO AG. Auf PWO de México S.A. de C.V. entfällt ein Rückstellungsbetrag in Höhe von 180 TEUR (i. V. 140 TEUR).

Die Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) errechnet. Die Pensionsverpflichtungen werden dabei mit dem Barwert der am Bewertungsstichtag erdienten Pensionsansprüche unter Berücksichtigung wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten und Gehältern bilanziert.

Im Konzern bestehen beitragsorientierte Versorgungspläne. Hieraus ergibt sich für PWO Canada Inc. ein im Aufwand erfasster Betrag in Höhe von 67 TEUR (i. V. 60 TEUR) und für PWO UNITOOLS CZ ein Betrag von 140 TEUR (i. V. 126 TEUR).

Arbeitgeberbeiträge an die gesetzlichen Rentenversicherungsanstalten wurden in Höhe von 7.349 TEUR (i. V. 6.630 TEUR) geleistet.

Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen erfolgt unter folgenden versicherungsmathematischen Annahmen:

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  2012 2011
Verzinsung 3,3 % 4,5 %
Fluktuationsrate 2,5 % 2,5 %
Zukünftiger Gehaltstrend < 40 Jahre 3,5 % 3,5 %
Zukünftiger Gehaltstrend> 40 Jahre 2,5 % 2,5 %
Zukünftige Pensionsanpassungen 2,0 % 2,0 %

Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen und der Ermittlung der Pensionskosten wird die Zehn-Prozent-Korridor-Regel angewendet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nicht berücksichtigt, soweit sie zehn Prozent des Verpflichtungsumfangs nicht übersteigen.

Es ergeben sich die nachstehenden Netto-Verpflichtungen:

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TEUR 2012 2011
Barwerte der Versorgungsansprüche 42.469 34.270
Versicherungsmathematische Verluste -13.404 -6.320
Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -19 -168
Bilanzwerte zum 31.12. 29.046 27.783

Die Änderungen der Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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TEUR 2012 2011
Barwerte der Versorgungsansprüche am 01.01. 34.270 30.779
Zinsaufwand 1.515 1.498
Dienstzeitaufwand 782 640
Geleistete Rentenzahlungen -1.432 -1.369
Versicherungsmathematische Verluste 7.350 2.591
davon erfahrungsbedingte Anpassungen -31 177
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 127
Fremdwährungsdifferenzen -16 4
Barwerte der Versorgungsansprüche am 31.12. 42.469 34.270

Der in der Bilanz erfasste Wert für Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entwickelt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt:

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TEUR 2012 2011
Bilanzwerte zum 01.01. 27.783 26.848
Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen 2.711 2.300
Geleistete Rentenzahlungen -1.432 -1.369
Fremdwährungsdifferenzen -16 4
Bilanzwerte zum 31.12. 29.046 27.783

Von den bilanzierten Pensionsrückstellungen sind 27.551 TEUR (i. V. 26.373 TEUR) langfristig und 1.495 TEUR (i. V. 1.410 TEUR) kurzfristig.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträge setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2012 2011
Dienstzeitaufwand 782 640
Zinsaufwand 1.515 1.498
Versicherungsmathematische Verluste 236 66
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 178 96
Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen 2.711 2.300

Der Dienstzeitaufwand und die realisierten versicherungsmathematischen Verluste werden unter den Personalaufwendungen, der Zinsaufwand dagegen unter den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die leistungsorientierten Verpflichtungen für die laufende und die vorangegangenen Berichtsperioden:

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TEUR 2012 2011 2010 2009 2008
Barwerte Versorgungsansprüche 42.469 34.270 30.779 28.809 26.300
Erfahrungsbedingte Anpassungen -31 177 38 177 -638

Ein Planvermögen zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen existiert nicht.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen berücksichtigen die notwendigen Beträge für Aufwendungen im Personalbereich und sonstige erkennbare Verpflichtungen und Risiken. Die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen umfassen Personalrückstellungen (Verpflichtungen für Altersteilzeit und Jubiläumszuwendungen) und Drohverlustrückstellungen. Bei den Altersteilzeitverpflichtungen wird erwartet, dass der gesamte passivierte Betrag der Verpflichtungen für Altersteilzeit innerhalb von 5 Jahren nach dem Berichtsstichtag anfallen wird.

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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  Personalrückstellungen Drohverlustrückstellungen
TEUR 2012 2011 2012 2011
Stand am 01.01. 4.705 4.714 243 288
Verbrauch -1.562 -1.291 0 -41
Auflösung 0 -20 -27 -148
Zuführung 1.553 1.302 34 144
davon Aufzinsung 79 110 2 10
Stand am 31.12. 4.696 4.705 250 243
davon langfristig 3.094 3.385 109 124
davon kurzfristig 1.602 1.320 141 119

Zuschüsse der Bundesagentur für Arbeit für im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen ausscheidende Mitarbeiter werden als sonstige Vermögenswerte in Höhe von 1.066 TEUR (i. V. 660 TEUR) bilanziert und nicht mit den Rückstellungen verrechnet.

Verzinsliche Darlehen

Von den verzinslichen Darlehen haben 49.988 TEUR (i. V. 57.742 TEUR) eine Laufzeit kleiner als ein Jahr und 3.642 TEUR (i. V. 4.305 TEUR) eine Laufzeit größer als fünf Jahre. Die Schulden gegenüber Kreditinstituten betragen 89.212 TEUR (i. V. 92.095 TEUR).

Die Darlehen wurden zu Zinssätzen zwischen 1,32 % und 7,60 % gewährt. Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten bestehen in Höhe von 5.146 TEUR (i. V. 7.140 TEUR).

Von den Schulden gegenüber Kreditinstituten sind 12.508 TEUR (i. V. 18.572 TEUR) durch Grundschulden und Hypotheken und 27.178 TEUR (i. V. 22.134 TEUR) durch Sicherungsübereignung von Sachanlagen gesichert. Darüber hinaus bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren.

Sonstige Verbindlichkeiten

Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind 442 TEUR (i. V. 460 TEUR) als langfristig klassifiziert.

Finance-Lease-Verträge und Mietkaufverträge

Für verschiedene technische Anlagen und Maschinen bestehen Finance-Lease-Verträge, die zum Teil Kaufoptionen des Leasinggebers enthalten. Die Vermögenswerte haben zum 31. Dezember 2012 einen Buchwert von 9.380 TEUR (i. V. 2.773 TEUR). Aufgrund der Gestaltung der Leasingvereinbarungen werden die Vermögenswerte gemäß IAS 17.28 abweichend von der Laufzeit des Leasingverhältnisses über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finance-Lease-Verträgen und Mietkaufverträgen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden:

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  Mindestleasingzahlungen Barwert der Mindestleasingzahlungen
TEUR 2012 2011 2012 2011
Restlaufzeit bis 1 Jahr 2.255 823 1.884 695
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 6.784 2.060 6.041 1.839
Restlaufzeit> 5 Jahre 1.163 208 1.126 201
Summe Mindestleasingzahlungen 10.202 3.091 9.051 2.735
Abzüglich Zinsanteil -1.151 -356 0 0
Barwert der Mindestleasingzahlungen 9.051 2.735 9.051 2.735

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eine Avalbürgschaft zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben beträgt zum Stichtag 2.345 TEUR (i. V. 2.345 TEUR).

Zum 31. Dezember 2012 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen inklusive des Bestellobligos in Höhe von 20.837 TEUR (i. V. 28.642 TEUR). Davon entfallen nach der Fristigkeit auf die nächsten Geschäftsjahre:

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  Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasing- und Mietverträgen Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen * Übrige sonstige finanzielle Verpflichtungen
TEUR 2013 ff. 2012 ff. 2013 ff. 2012 ff. 2013 ff. 2012 ff.
Restlaufzeit bis 1 Jahr 1.682 1.282 15.381 20.180 147 85
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 1.127 1.463 0 3.124 745 684
Restlaufzeit> 5 Jahre 3 30 0 0 1.752 1.794
Summe 2.812 2.775 15.381 23.304 2.644 2.563

* Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

Die bestehenden Operating-Leasingverhältnisse enthalten teilweise Verlängerungs- und Kaufoptionen.

21 | Finanzrisikomanagement

Das Finanzrisikomanagement-System des Konzerns ist auf die Unsicherheiten aus der künftigen Entwicklung der Finanzmärkte ausgerichtet und hat die Minimierung nachteiliger Folgen für die finanzielle Leistungskraft des Konzerns zum Ziel. Das Risikomanagement-System wird federführend durch den Vorstand verantwortet, der die allgemeinen Grundsätze für das Risikomanagement vorgibt und die Vorgehensweise festlegt. Es liegen keine wesentlichen Risikokonzentrationen vor, die nicht aus dem Anhang und dem Lagebericht ersichtlich sind.

Nachfolgend werden die wesentlichen Risiken erläutert:

Kreditrisiko

Das Ausfallrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wird von der Progress-Werk Oberkirch AG und ihren Tochterunternehmen basierend auf einheitlichen Richtlinien, Verfahren und Kontrollen gesteuert. Die Bonität der Kunden wird regelmäßig durch Kreditauskünfte und historische Daten überprüft. Basierend auf diesen Erkenntnissen werden für die Kunden einzelne Kreditrahmen festgelegt. Ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen werden durch ein intensives Forderungsmanagement regelmäßig überwacht. Darüber hinaus wurde als zusätzliche Absicherung eine Warenkreditversicherung abgeschlossen, die wesentliche Teile der Forderungen absichert. Der Wertberichtigungsbedarf wird zu jedem Abschlussstichtag analysiert und mit angemessenen Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln sowie dem Bestand an derivativen finanziellen Vermögenswerten ist der Konzern Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. PWO steuert die daraus entstehende Risikoposition durch Richtlinien und Vorgaben des Konzern-Treasury sowie Diversifikation und sorgfältige Auswahl der Finanzinstitute. Des Weiteren werden alle Finanzinstitute in regelmäßigen Abständen gerade im Hinblick auf ein Ausfallrisiko analysiert und quantifiziert. Gegenwärtig sind keine liquiden Mittel oder derivative finanzielle Vermögenswerte aufgrund von Ausfällen überfällig oder wertberichtigt.

Zum 31. Dezember 2012 entspricht das maximale Kreditrisiko der finanziellen Vermögenswerte bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wird zusätzlich eine Warenkreditversicherung in Abzug gebracht.

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TEUR 2012 2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 52.125 50.972
Absicherung durch Warenkreditversicherung -40.344 -38.026
Maximales Ausfallrisiko 11.781 12.946
Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Beziehung 1.226 555
Zahlungsmittel 7.810 4.580

Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen zum 31. Dezember 2012 stellt sich wie folgt dar:

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TEUR 2012 2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 52.125 50.972
davon weder überfällig noch wertgemindert 42.548 43.457
davon < 30 Tage überfällig (aber nicht wertgemindert) 5.739 4.915
davon> 30-90 Tage überfällig (aber nicht wertgemindert) 1.182 1.281
davon> 90-180 Tage überfällig (aber nicht wertgemindert) 1.873 955
davon> 180-360 Tage überfällig (aber nicht wertgemindert) 575 164
davon> 360 Tage überfällig (aber nicht wertgemindert) 208 200

Für nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen liegen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor.

Liquiditätsrisiko

Für das laufende Geschäft stehen ausreichende Linien mehrerer Kreditinstitute zur Verfügung. Finanzierungsrisiken werden durch eine angemessene Kombination aus kurz- und langfristigen Krediten begrenzt. Mit langfristigen Kundenaufträgen verbundene Investitionen und Vorfinanzierungen von Leistungen werden grundsätzlich projektbezogen langfristig finanziert. Der Konzern hat annähernd die Hälfte seiner Finanzierungen mit langfristigem Zeithorizont und zu festen Zinssätzen abgesichert. Soweit notwendig, werden zusätzlich derivative Zinssicherungen abgeschlossen.

Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeiten der undiskontierten Cashflows aus den finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns zum Bilanzstichtag:

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  < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Summe
TEUR 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011
Schulden gegenüber Kreditinstituten 50.110 59.192 41.729 34.183 2.593 4.264 94.432 97.639
davon Tilgung 48.104 57.047 38.592 30.944 2.516 4.104 89.212 92.095
davon Zinszahlung 2.006 2.145 3.137 3.239 77 160 5.220 5.544
Schulden gegenüber Leasinggesellschaften 2.255 823 6.784 2.060 1.163 208 10.202 3.091
davon Tilgung 1.884 695 6.041 1.839 1.126 201 9.051 2.735
davon Zinszahlung 371 128 743 221 37 7 1.151 356
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 22.061 20.957 0 0 0 0 22.061 20.957
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung 358 972 846 1.674 0 0 1.204 2.646
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung 336 291 215 345 0 0 551 636

Die in vorstehender Tabelle dargestellten Beträge der derivativen Finanzinstrumente mit Hedge- Beziehung entsprechen den undiskontierten Cashflows auf Bruttobasis. In nachfolgender Tabelle sind die undiskontierten Zahlungsmittelzu– und –abflüsse dargestellt:

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  < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Summe
TEUR 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011
Zufluss 3.600 15.800 8.898 23.190 20 0 12.518 38.990
Abfluss -3.958 -16.772 -9.744 -24.864 -20 0 -13.722 -41.636
Saldo -358 -972 -846 -1.674 0 0 -1.204 -2.646

Zinsrisiko

Zur Beurteilung des Zinsänderungsrisikos sind die Finanzinstrumente gemäß IAS 32 grundsätzlich in solche mit fester und solche mit variabler Zinsbindung zu unterteilen. Zinsänderungsrisiken bestehen bei variabel verzinslichen Darlehen. Diesen Risiken wird mit Zinsswaps begegnet. Zinsänderungsrisiken werden anhand von Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar.

Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Währungsderivate bleiben aufgrund von Wesentlichkeitsüberlegungen in den Zinssensitivitätsanalysen unberücksichtigt.

PWO unterliegt an allen Standorten Zinsrisiken. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2012 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 244 TEUR (i. V. 162 TEUR) niedriger gewesen. Wenn das Marktzinsniveau um 100 Basispunkte geringer gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern zum 31. Dezember 2012 um 236 TEUR (i. V. 156 TEUR) höher gewesen.

Währungsrisiko

Unter Währungsrisiko wird das Risiko von wechselkursinduzierten Wertänderungen von Bilanzpositionen verstanden. Für jede Währung, die ein signifikantes Risiko für das Unternehmen darstellt, wird eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt, die auf folgenden Annahmen basiert:

Für die Sensitivitätsanalyse kommen alle monetären Finanzinstrumente des Konzerns in Frage, die nicht auf die funktionale Währung der jeweiligen Einzelgesellschaften lauten. Damit bleiben wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung (Translationsrisiko) unberücksichtigt.

Nach IFRS besteht kein Wechselkursrisiko bei Finanzinstrumenten, die nicht monetäre Posten sind, und bei Finanzinstrumenten, die auf die funktionale Währung lauten. Bei den derivativen Finanzinstrumenten werden demnach nur die Währungsderivate in die Sensitivitätsanalyse einbezogen, da sämtliche Zinsderivate keinem Währungsrisiko ausgesetzt sind. Die hypothetischen Effekte in der Gewinn- und Verlustrechnung und beim Eigenkapital für jeden originären Einzelposten, der in die Sensitivitätsanalyse eingeht, bestimmen sich durch Vergleich des Buchwerts (ermittelt anhand des Stichtagskurses) mit dem Umrechnungswert, der sich unter Heranziehung eines hypothetischen Wechselkurses ergibt.

Wenn der EUR gegenüber der CZK zum 31. Dezember 2012 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 239 TEUR (i. V. 300 TEUR) höher und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow-Hedges um 779 TEUR (i. V. 845 TEUR) geringer gewesen. Wenn der EUR gegenüber der CZK zum 31. Dezember 2012 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 292 TEUR (i. V. 366 TEUR) niedriger und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow- Hedges um 952 TEUR (i. V. 844 TEUR) höher gewesen.

Wenn der EUR gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2012 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 85 TEUR (i. V. 147 TEUR) und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow-Hedges um 1.725 TEUR höher (i. V. 1.178 TEUR geringer) gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2012 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 103 TEUR (i. V. 213 TEUR) geringer und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow-Hedges um 1.939 TEUR geringer (i. V. 1.333 TEUR höher) gewesen.

Wenn der EUR gegenüber dem CAD zum 31. Dezember 2012 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 150 TEUR (i. V. 1 TEUR) geringer und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow-Hedges um 1.331 TEUR (i. V. 1.552 TEUR) höher gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem CAD zum 31. Dezember 2012 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 183 TEUR (i. V. 1 TEUR) höher und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow- Hedges um 1.625 TEUR (i. V. 1.883 TEUR) geringer gewesen.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechtzuerhalten. Zur Aufrechterhaltung der Kapitalstruktur können Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner vorgenommen oder neue Anteile ausgegeben werden. Die Kapitalüberwachung erfolgt über das Gearing Ratio, das dem Verhältnis von Netto- Finanzschulden zum Eigenkapital entspricht. Gemäß den konzerninternen Richtlinien liegt die Zielgröße des Gearing in der Bandbreite zwischen 60 % und 80 %. Diese Bandbreite wurde aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 ff. deutlich überschritten und soll schnellstmöglich wieder in den Zielkorridor zurückgeführt werden. Zum 31. Dezember 2012 bzw. 31. Dezember 2011 wurden keine Änderungen der Ziele und Richtlinien vorgenommen. Die Netto-Finanzschulden umfassen verzinsliche Darlehen abzüglich Zahlungsmittel.

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TEUR 2012 2011
Verzinsliche Darlehen 98.263 94.830
Abzüglich Zahlungsmittel -7.810 -4.580
Netto-Finanzschulden 90.453 90.250
Summe Eigenkapital 104.802 74.784
Gearing Ratio 86 % 121 %

22 | Finanzinstrumente

Zum 31. Dezember 2012 sind folgende derivative Finanzinstrumente offen:

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TEUR Nominalbetrag Tilgung 2012 Restbetrag Festsatz p. a. Laufzeit Marktwert
Zinsswaps 23.560 2.015 17.097 1,19 % bis 4,19 % 2013 bis 2016 -492
Währungssicherungsinstrumente ohne Hedge-Accounting 3.789 0 3.789 - 2013 bis 2014 6
Währungssicherungsinstrumente mit Hedge-Accounting 56.334 0 56.334 - 2013 bis 2018 288

Die Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen, wurden unter Berücksichtigung von Steuereffekten in Höhe von 264 TEUR (i. V. -879 TEUR) direkt im Eigenkapital erfasst.

Im Rahmen des Hedge-Accounting wurden 99 TEUR (i. V. 674 TEUR) dem Eigenkapital entnommen und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Von dieser Entnahme sind 0 TEUR (i. V. 0 TEUR) auf die Ineffektivität der Sicherungsbeziehung zurückzuführen.

Zum Bilanzstichtag wird davon ausgegangen, dass alle geplanten Transaktionen eintreten werden. Weiter wird erwartet, dass innerhalb der in vorstehender Tabelle angegebenen Laufzeit die abgesicherten Cashflows eintreten und sich auf die Gewinne und die Verluste auswirken werden.

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien und Klassen:

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  Bewertungskategorie Buchwert Fair Value
TEUR nach IAS 39 2012 2011 2012 2011
AKTIVA          
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen LaR 52.125 50.972 52.125 50.972
Sonstige finanzielle Vermögenswerte   1.226 555 1.226 555
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 1.220 555 1.220 555
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 6 0 6 0
davon Geldanlagen> 3 Monate LaR 0 0 0 0
Zahlungsmittel LaR 7.810 4.580 7.810 4.580
Passiva          
Verzinsliche Darlehen   98.263 94.830 103.751 98.885
Schulden gegenüber Kreditinstituten FLAC 89.212 92.095 93.790 95.926
davon variabel verzinslich   45.310 42.908 45.310 42.908
davon festverzinslich   43.902 49.187 48.480 53.018
Schulden gegenüber Leasinggesellschaften n.a. 9.051 2.735 9.961 2.959
davon variabel verzinslich   67 86 67 86
davon festverzinslich   8.984 2.649 9.894 2.873
Schulden aus Lieferungen und Leistungen FLAC 22.061 20.957 22.061 20.957
Sonstige finanzielle Schulden   1.424 2.492 1.424 2.492
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 932 1.796 932 1.796
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 492 696 492 696
davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:          
Loans and Receivables (LaR)   59.935 55.552 59.935 55.552
Financial Assets Held for Trading (FAHfT)   6 0 6 0
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC)   111.273 113.052 115.851 116.883
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT)   492 696 492 696

Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:

Stufe 1 | Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.

Stufe 2 | Verfahren bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind.

Stufe 3 | Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente:

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  Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
TEUR 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011
AKTIVA                
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 0 0 1.226 555 0 0 1.226 555
davon Derivate mit Hedge-Beziehung 0 0 1.220 555 0 0 1.220 555
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung 0 0 6 0 0 0 6 0
Passiva                
Sonstige finanzielle Schulden 0 0 1.424 2.492 0 0 1.424 2.492
davon Derivate mit Hedge-Beziehung 0 0 932 1.796 0 0 932 1.796
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung 0 0 492 696 0 0 492 696

Umbuchungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1 und Stufe 2 und Umbuchungen in oder aus Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3 wurden nicht vorgenommen.

Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert für die im Bestand befindlichen Finanzinstrumente sind folgende Gesamterträge und -aufwendungen entstanden:

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  Vermögenswerte Verbindlichkeiten
TEUR 2012 2011 2012 2011
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst: Derivate ohne Hedge-Beziehung 125 0 85 -189
Im Eigenkapital erfasst: Derivate mit Hedge-Beziehung 1.003 -61 140 -238

Die Erträge beziehungsweise Aufwendungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von den Derivaten ohne Hedge-Beziehung werden im sonstigen betrieblichen Ertrag beziehungsweise im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen.

Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten dar (ohne derivative Finanzinstrumente, die in Hedge-Accounting einbezogen sind):

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TEUR 2012 2011
Loans and Receivables (LaR) -108 9
davon aufgrund von Abgang 44 100
davon aufgrund von Neubewertung 0 0
davon aufgrund von Wertminderung/Wertaufholung 54 -116
davon aufgrund von Währungseffekten -206 25
Financial Assets Held for Trading (FAHfT) 125 0
davon aufgrund von Abgang 0 0
davon aufgrund von Neubewertung 125 0
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) -43 1.331
davon aufgrund von Abgang 103 275
davon aufgrund von Neubewertung 0 0
davon aufgrund von Wertminderung/Wertaufholung 0 0
davon aufgrund von Währungseffekten -146 1.056
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) 85 35
davon aufgrund von Abgang 0 224
davon aufgrund von Neubewertung 85 -189

Sonstige Angaben

23 | Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten sind nicht angefallen. Von den kundenbezogenen Entwicklungskosten in Höhe von 9.390 TEUR (i. V. 8.120 TEUR) wurden 1.551 TEUR (i. V. 1.128 TEUR) in den immateriellen Vermögenswerten aktiviert.

24 | Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge (kurzfristig fällige Bezüge) des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2012 1.529 TEUR (i. V. 1.407 TEUR). Hierin enthalten sind erfolgsbezogene Komponenten in Höhe von 783 TEUR (i. V. 665 TEUR). Für die Mitglieder des Vorstands entstanden im Geschäftsjahr 2012 Dienstzeitaufwendungen für Pensionszusagen in Höhe von 140 TEUR (i. V. 125 TEUR).

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 2012 173 TEUR (i. V. 176 TEUR).

Der Konzernlagebericht enthält den Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat.

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands der PWO AG und ihre Hinterbliebenen wurden Pensionszahlungen in Höhe von 234 TEUR (i. V. 227 TEUR) geleistet. Die entsprechende Pensionsrückstellung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 2.146 TEUR (i. V. 1.989 TEUR).

25 | Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2012 2011
Abschlussprüfung 152 154
Steuerberatungsleistungen 40 39
Sonstige Leistungen 10 54
Summe 202 247

Im Berichtsjahr enthält das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer periodenfremde Aufwendungen von Höhe von 17 TEUR (i. V. 12 TEUR).

Weitere Bestätigungs- und Bewertungsleistungen wurden nicht in Anspruch genommen.

26 | Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Unternehmen und Personen des Konzerns sind das oberste Mutterunternehmen sowie der Vorstand und der Aufsichtsrat. Während des Geschäftsjahres gab es keine Geschäftsbeziehungen zwischen dem Konzern und dem obersten Mutterunternehmen. Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nahestehenden Personen bestanden nicht. Auf die Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht im Lagebericht wird verwiesen.

Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung der nahestehenden Personen des Konzerns umfasst die Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Konzernlagebericht enthält den Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat.

27 | Zusatzinformation zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme basierend auf IAS 7 dargestellt. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds beinhaltet die Zahlungsmittel und die jederzeit fälligen Bankschulden. Die jederzeit fälligen Bankschulden in Höhe von 5.146 TEUR (i. V. 7.140 TEUR) sind in der Bilanzposition „kurzfristige verzinsliche Darlehen“ enthalten.

28 | Segmentbericht

Entsprechend der internen Steuerung des Konzerns stellen die Produktionsstandorte die Basis für die Segmentberichterstattung dar. Der Hauptentscheidungsträger des Konzerns ist definiert als der Vorstand der PWO AG. Die Segmente werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Entsprechend werden auch die Umsätze dieser Segmente nach dem Standort des Vermögens zugeordnet. Die Aufteilung erfolgt in die Regionen Deutschland, übriges Europa, NAFTA-Raum und Asien. Der NAFTA-Raum umfasst die Standorte Kanada und Mexiko.

Ergebnis, Vermögen, Schulden und Abschreibungen zwischen den einzelnen Segmenten werden in der Spalte „Konsolidierung“ eliminiert. In dieser Spalte werden auch die nicht den einzelnen Segmenten zuordenbaren Positionen erfasst. Die Segmentdaten werden in Übereinstimmung mit den im Konzernabschluss angewandten Rechnungslegungsmethoden ermittelt.

Zum 31. Dezember 2012 bzw. 31. Dezember 2011 wurden keine Kunden identifiziert, mit denen der Konzern mindestens 10 % Umsatzerlöse erzielt hat.

Segmentinformationen nach Standorten

GESCHÄFTSJAHR 2012

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TEUR Deutschland Übriges Europa NAFTA– Raum Asien Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse gesamt 247.819 37.693 82.755 6.508 0 374.775
Innenumsätze -12.905 -3.051 -730 -17 0 -16.703
Außenumsätze 234.914 34.642 82.025 6.491 0 358.072
Gesamtleistung 251.230 40.029 83.779 7.319 -15.733 366.624
Wesentliche Erträge 4.080 859 1.402 755 -2.589 4.507
Wesentliche Aufwendungen 226.578 34.978 78.035 9.722 -17.995 331.318
Abschreibungen 11.302 2.291 4.596 811 -65 18.935
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 17.430 3.619 2.550 -2.459 -262 20.878
Zinsertrag 689 1 0 3 -641 52
Zinsaufwand 3.722 1.249 1.111 919 -623 6.378
Ergebnis vor Steuern (EBT) 14.397 2.371 1.439 -3.375 -280 14.552
Ertragsteuern 4.101 -117 441 3 -35 4.393
Periodenergebnis 10.296 2.488 998 -3.378 -245 10.159
Vermögen 147.291 46.761 59.260 34.436 -12.214 275.534
davon langfristige Vermögenswerte 64.614 26.133 34.573 23.225 -238 148.307
Schulden 22.558 6.548 15.293 32.938 93.395 170.732
Investitionen 19.560 5.051 9.514 7.113 -33 41.205

Segmentinformationen nach Standorten

GESCHÄFTSJAHR 2011

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TEUR Deutschland Übriges Europa NAFTA– Raum Asien Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse gesamt 237.652 41.724 58.294 4.986 0 342.656
Innenumsätze -8.791 -1.727 -1.035 -23 0 -11.576
Außenumsätze 228.861 39.997 57.259 4.963 0 331.080
Gesamtleistung 236.217 39.066 58.925 6.033 -11.409 328.832
Wesentliche Erträge 3.780 1.207 2.909 1.746 -2.729 6.913
Wesentliche Aufwendungen 211.526 36.011 58.026 8.311 -13.957 299.917
Abschreibungen 10.376 2.350 3.265 720 -44 16.667
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 18.095 1.912 543 -1.252 -137 19.161
Zinsertrag 754 1 0 3 -747 11
Zinsaufwand 3.807 1.274 1.261 721 -771 6.292
Ergebnis vor Steuern (EBT) 15.042 639 -718 -1.970 -113 12.880
Ertragsteuern 4.361 -523 55 3 -32 3.864
Periodenergebnis 10.681 1.162 -773 -1.973 -81 9.016
Vermögen 124.998 40.655 57.192 23.950 -6.060 240.735
davon langfristige Vermögenswerte 56.457 23.376 29.757 17.108 -271 126.427
Schulden 24.614 6.518 17.187 22.479 95.153 165.951
Investitionen 18.278 1.356 5.163 3.331 -154 27.974

Das Segmentvermögen und die Segmentschulden entsprechen den Werten aus den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen. Im Segment Deutschland sind wesentliche zahlungsunwirksame Posten in Höhe von 2.701 TEUR (i. V. 2.195 TEUR) enthalten.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Außenumsätze in die drei strategischen Produktbereiche. Die Produktbereiche sind im Konzernlagebericht, Kapitel „Unternehmensprofil“, erläutert.

UMSATZERLÖSE

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TEUR 2012 2011
Mechanische Komponenten für Elektrik und Elektronik 86.198 92.219
Sicherheitskomponenten für Airbag, Sitz und Lenkung 105.752 108.179
Strukturkomponenten und Subsysteme für Karosserie und Fahrwerk 166.122 130.682
Summe 358.072 331.080

29 | Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der Konzern die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2012 betrug der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts 5.485 TEUR (i. V. 5.478 TEUR). Bezüglich der Sensivitäten wird auf die Anhangangabe 3, Abschnitt “Immaterielle Vermögenswerte“, verwiesen.

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuerguthaben in dem Maße erfasst, in dem es aufgrund der Steuerplanung wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge und Steuerguthaben tatsächlich genutzt werden können. Insgesamt waren zum 31. Dezember 2012 aktive latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.913 TEUR (i. V. 2.158 TEUR) und auf Steuerguthaben in Höhe von 2.102 TEUR (i. V. 1.527 TEUR) gebildet. Von den Verlustvorträgen entfallen auf PWO Canada Inc. 444 TEUR (i. V. 422 TEUR), PWO UNITOOLS CZ a.s. 613 TEUR (i. V. 1.092 TEUR) und auf PWO de México S.A. de C.V. 856 TEUR (i. V. 644 TEUR). Die Steuerguthaben betreffen PWO UNITOOLS CZ a.s.

Aufgrund der geplanten Geschäftsentwicklung der Folgejahre wird von einer Werthaltigkeit der latenten Steueransprüche ausgegangen. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensentscheidung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Zum 31. Dezember 2012 belief sich der zum Stichtagskurs in Euro umgerechnete Wert der steuerlichen Verlustvorträge auf insgesamt 6.532 TEUR (i. V. 8.769 TEUR) und der nicht berücksichtigten, zeitlich begrenzt nutzungsfähigen Verlustvorträge auf 17.734 TEUR (i. V. 14.273 TEUR). Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe Nr. 12 dargestellt.

Die Verfallbarkeit steuerlich nicht berücksichtigter, zeitlich begrenzt nutzungsfähiger Verlustvorträge stellt sich wie folgt dar:

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TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Innerhalb von 1 Jahr 0 0
Innerhalb von 2 Jahren 2.990 0
Innerhalb von 3 Jahren 2.890 3.013
Innerhalb von 4 Jahren 2.904 2.696
Innerhalb von 5 Jahren 3.445 2.971
Spätere Jahre 5.505 5.593
Summe 17.734 14.273

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.

Entwicklungskosten werden entsprechend der dargestellten Rechnungslegungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Konzerns, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge trifft der Konzern Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus dem Projekt, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen Nutzens. Der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten betrug zum 31. Dezember 2012 4.161 TEUR (i. V. 3.350 TEUR). Dieser Betrag umfasst im Wesentlichen Investitionen in die Entwicklung von Lenkungskomponenten. Für die Projekte liegen Serienaufträge vor.

30 | Konzernbeziehungen

Der Konzernabschluss wird seinerseits in den Konzernabschluss der Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, als höchste Konzernspitze, einbezogen, welcher im elektronischen Bundesanzeiger einzusehen ist.

31 | Corporate Governance

Die im Dezember 2012 von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

32 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

 

Oberkirch, 18. März 2013

Der Vorstand

Karl M. Schmidhuber, Vorsitzender

Bernd Bartmann

Dr. Winfried Blümel

Bestätigungsvermerk

Zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Wir haben den von der Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft, Oberkirch, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

 

Freiburg i. Br., 22. März 2013

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nietzer, Wirtschaftsprüfer

Ruby, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.“

 

Oberkirch, 18. März 2013

Der Vorstand

Karl M. Schmidhuber, Vorsitzender

Bernd Bartmann

Dr. Winfried Blümel