![]() Progress-Werk Oberkirch AGOberkirchKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2013An unsere AktionäreBericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft ("die Gesellschaft") berichtet im Folgenden über seine Tätigkeit während des Geschäftsjahres 2013. Schwerpunkte des Berichts stellen die Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand dar sowie die wesentlichen Themen, die der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen erörtert hat. Des Weiteren berichtet der Aufsichtsrat über die Arbeit seiner Ausschüsse. Der Aufsichtsrat hat die ihm gemäß Gesetz und Satzung der Gesellschaft sowie seiner Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben auch im Geschäftsjahr 2013 wahrgenommen. Hierzu pflegte er mit dem Vorstand eine kontinuierliche Zusammenarbeit und einen intensiven Dialog, der alle wesentlichen Fragen zur Entwicklung von Gesellschaft und Konzern umfasste. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand regelmäßig beraten und die Führung der Geschäfte unter den Gesichtspunkten von Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit überwacht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in Entscheidungen, die für die Gesellschaft oder den Konzern von grundsätzlicher Bedeutung waren, unmittelbar eingebunden. Insbesondere haben Vorstand und Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung des Konzerns eng miteinander abgestimmt. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat anhand detaillierter schriftlicher und mündlicher Berichte zeitnah und umfassend in Kenntnis gesetzt. Hierbei kamen alle wesentlichen Fragen zu den für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Märkten, zum aktuellen Gang der Geschäfte sowie zur Lage von Gesellschaft und Konzern zur Sprache. Ebenso wurden laufende Entwicklungsprojekte und Investitionen sowie die kurz- und langfristige Unternehmensplanung und die strategische Weiterentwicklung des Konzerns eingehend erörtert. Darüber hinaus hat der Vorstand über die Liquiditäts- und Risikolage sowie das konzernweite Risikomanagement-System inklusive Compliance-Themen informiert. Plan- und Zielabweichungen des Geschäftsverlaufs sowie geeignete Maßnahmen, diesen zu begegnen, wurden vom Vorstand im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat geprüft. Der Aufsichtsrat hat alle Berichte des Vorstands kritisch auf ihre Plausibilität überprüft und stellt fest, dass Gegenstand und Umfang der Berichterstattung des Vorstands den Anforderungen des Aufsichtsrats in vollem Umfang gerecht wurden. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung gegeben. Zustimmungspflichtige Angelegenheiten legte der Vorstand rechtzeitig zur Beschlussfassung vor. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat auch zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorsitzenden, regelmäßig in engem Kontakt gestanden und ihn in Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements sowie der Compliance des Unternehmens beraten. Er hat sich darüber hinaus ständig über den Geschäftsgang und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Auch außerhalb von Sitzungen hat er die übrigen Aufsichtsratsmitglieder informiert und aktuelle Entwicklungen mit ihnen erörtert. Die kontinuierliche Information des Aufsichtsratsvorsitzenden über besondere Geschäftsvorgänge, die für die Beurteilung von Lage und Entwicklung sowie für die Leitung der Gesellschaft bzw. des Konzerns von wesentlicher Bedeutung waren, war gewährleistet. Er wurde diesbezüglich durch den Vorstand unverzüglich mündlich oder durch schriftliche Berichte umfassend in Kenntnis gesetzt. Im Berichtsjahr sind keine Vorkommnisse eingetreten, die als außergewöhnlich oder problematisch zu klassifizieren waren. Damit war die Einberufung außerordentlicher Aufsichtsratssitzungen nicht erforderlich. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind auch im Geschäftsjahr 2013 nicht aufgetreten. Den im Auftrag der Verwaltung erteilten Mandaten an das Anwaltsbüro Gleiss Lutz, dem das Aufsichtsratsmitglied Dr. Gerhard Wirth angehört, hat der Aufsichtsrat zugestimmt. Arbeit des PlenumsIm Berichtsjahr 2013 hat das Plenum fünfmal getagt: am 25. März, 22. Mai, 25. Juli, 30. September und 12. Dezember 2013. Zusätzlich hat der Aufsichtsrat zwei Beschlussfassungen im Umlaufverfahren vorgenommen. Die Präsenzsitzungen des Aufsichtsrats fanden mit einer Ausnahme am Sitz der Gesellschaft statt. Einer langjährigen Tradition folgend wurde auch 2013 wieder eine Sitzung an einem der ausländischen Standorte abgehalten, die der Aufsichtsrat bei diesen Gelegenheiten in Augenschein nimmt. Am 30. September 2013 tagte er am Standort der Tochtergesellschaft in Kanada. Bei allen Sitzungen waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats anwesend. Der Aufsichtsrat befasste sich regelmäßig und eingehend mit der Unternehmensstrategie, der aktuellen Marktlage, den laufenden Entwicklungsprojekten und dem Status der Investitionen. Ebenfalls in allen Sitzungen erörterte er die jeweiligen Situations- und Ergebnisberichte des Vorstands zur wirtschaftlichen und operativen Lage. Darüber hinaus wurden die Hauptversammlung, Fragen der Finanzierung und die Hochrechnungen für das Berichtsjahr behandelt. Ferner standen die folgenden Einzelthemen auf der Tagesordnung: In der Sitzung vom 25. März 2013 befasste sich der Aufsichtsrat ausführlich mit den Abschlüssen des Geschäftsjahres 2012, dem Bericht des Aufsichtsrats, dem Geschäftsbericht 2012 und der Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2013. Darüber hinaus wurden der vom Vorstand vorgelegte aktuelle Stand der Strukturmaßnahmen an den Standorten Oberkirch und Suzhou sowie Fragen zum Risikomanagement und zum Compliance Management System behandelt. Am 22. Mai 2013 stand die am gleichen Tag stattfindende ordentliche Hauptversammlung 2013 im Vordergrund. Darüber hinaus wurden neben den zu allen Sitzungen aufgerufenen Tagesordnungspunkten die erste Hochrechnung für das laufende Geschäftsjahr sowie Fragen zum Management der IT-Sicherheit behandelt. In der Sitzung vom 25. Juli 2013 hat der Aufsichtsrat zusätzlich den Bericht des Vorstands zur betrieblichen Altersversorgung erörtert. Hierfür wurde auf eine Untersuchung eines externen Unternehmensberaters, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, zurückgegriffen. Am 30. September 2013 stand zusätzlich die zweite Hochrechnung für das Geschäftsjahr 2013 zur Behandlung und wurde die Betriebsstätte in Kitchener, Kanada, besichtigt. In der Sitzung vom 12. Dezember 2013 standen die Vorlage, Diskussion und Verabschiedung der mittelfristigen Planung bis einschließlich 2016 hinsichtlich der Entwicklung von Ergebnis, Bilanz und Finanzierung sowie des Personal- und Investitionsbedarfs im Mittelpunkt. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat mit den Berichten des Vorstands zu Risikomanagement, Compliance und zur internen Revision befasst und Mandatierungsfragen erörtert. Des Weiteren behandelte der Aufsichtsrat diverse Themen zur Corporate Governance. Dabei beriet er auch eingehend über die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand dieser Prüfung waren u. a. Zahl, Vorbereitung und Durchführung der Aufsichtsratssitzungen, die Qualität der Sitzungsunterlagen sowie die Vollständigkeit und Regelmäßigkeit der pflichtgemäß durch den Aufsichtsrat vom Vorstand abzufragenden Themen. Zudem hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung gemeinsam mit dem Vorstand die Entsprechenserklärung der Progress-Werk Oberkirch AG nach § 161 Aktiengesetz zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 13. Mai 2013 sowie die Abweichungen von diesen Empfehlungen erörtert und darüber Beschluss gefasst. Weitere Ausführungen zur Corporate Governance finden sich im Corporate Governance Bericht der Progress-Werk Oberkirch AG und der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a Handelsgesetzbuch. Beide sind im vorliegenden Geschäftsbericht 2013 der Gesellschaft enthalten. In seiner Sitzung am 25. März 2014 hat der Aufsichtsrat den Jahres- und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2013 einschließlich des zusammengefassten Lageberichts für die Gesellschaft und den Konzern, den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Abhängigkeitsbericht des Vorstands gemäß § 312 Aktiengesetz umfassend behandelt. In Übereinstimmung mit § 315a Handelsgesetzbuch wurde kein Konzernabschluss nach HGB aufgestellt. Die Buchführung, der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern sowie der Abhängigkeitsbericht wurden von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Bestätigungsvermerk der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abhängigkeitsbericht lautet: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind." Der Jahres- und Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern, der Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns, der Abhängigkeitsbericht und die vom Abschlussprüfer erstellten Prüfungsberichte wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats im Vorfeld der Sitzung am 25. März 2014 ausgehändigt. Der Prüfungsausschuss hat diese Unterlagen in seiner Sitzung am 12. März 2014 geprüft. Der Abschlussprüfer war bei der Sitzung des Prüfungsausschusses am 12. März 2014 und bei der Aufsichtsratssitzung am 25. März 2014 anwesend und hat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat den Jahres- und den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns einer eigenen Prüfung unterzogen und auf Empfehlung des Prüfungsausschusses dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer in der Sitzung am 25. März 2014 zugestimmt. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats waren keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den Konzern- sowie den Jahresabschluss, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat hat auch den Abhängigkeitsbericht einer eigenen Prüfung unterzogen und dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer in der Sitzung am 25. März 2014 zugestimmt. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats waren keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben. Das Gremium stimmte darüber hinaus dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns 2013 zu. Die Verwaltung wird der Hauptversammlung am 21. Mai 2014 daher vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 1,80 EUR je Aktie auszuschütten. Arbeit der AusschüsseDer Aufsichtsrat hat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben und gemäß seiner Geschäftsordnung einen Personal- und einen Prüfungsausschuss eingerichtet. Er hat diesen Ausschüssen im Rahmen des gesetzlich Zulässigen gewisse Entscheidungsbefugnisse übertragen. Im Übrigen bereiten die Ausschüsse die sie betreffenden Themen für deren Erörterung im Plenum vor. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Plenum regelmäßig über die Beratungen und Beschlüsse des jeweiligen Ausschusses. Der Aufsichtsratsvorsitzende leitet den Personalausschuss. Der Ausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Er beschließt anstelle des Aufsichtsrats über die Vertretung der Gesellschaft gegenüber Vorstandsmitgliedern, die Einwilligung zu Neben- und Konkurrenztätigkeiten eines Vorstandsmitglieds und die Gewährung von Darlehen an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Der Personalausschuss hat im Berichtsjahr 2013 fünfmal getagt, am 7. Januar, am 20. Februar, am 20. März, am 2. Juli und am 18. Juli. Seine Mitglieder waren jeweils vollzählig anwesend. In den Sitzungen wurde im Wesentlichen die Nachfolgeregelung für Herrn Schmidhuber behandelt. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Herr Dr. Klaus-Georg Hengstberger leitete bis zu seinem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat am 22. Mai 2013 den Prüfungsausschuss. Seit 22. Mai 2013 ist Herr Dr. Georg Hengstberger neues Mitglied und seit 24. Juli 2013 Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Beide Herren verfügen über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und in internen Kontrollverfahren. Der Prüfungsausschuss übernimmt an Stelle des Aufsichtsrats die Vorprüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses, des Lage- und des Konzernlageberichts sowie des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers. Des Weiteren bereitet er den gemäß § 171 Aktiengesetz zu erstattenden Bericht des Aufsichtsrats vor. Der Prüfungsausschuss befasst sich außerdem mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit der internen Kontroll- und Revisionssysteme, des Risikomanagementsystems, der Abschlussprüfung sowie der Compliance. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr 2013 fünfmal, am 12. Februar, 12. März, 29. April, 24. Juli und am 28. Oktober. An den Sitzungen nahmen jeweils alle Mitglieder des Ausschusses teil. Die wesentlichen Themen seiner Erörterungen waren die Abschlüsse des Geschäftsjahres 2012, die Zwischenfinanzberichte des Geschäftsjahres 2013 und die Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2013. Der Prüfungsausschuss nahm auch die Beauftragung des Abschlussprüfers und die Vereinbarung seines Honorars vor. Ferner hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex eingeholt. Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr keine die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers in Frage stellenden Erkenntnisse gewonnen. Des Weiteren befasste sich der Prüfungsausschuss intensiv mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens. Hierzu nahm er Berichte des Vorstands entgegen, insbesondere zur aktuellen Entwicklung der Rentabilität der Gesellschaft und des Konzerns. Darüber hinaus erörterte der Ausschuss Fragestellungen u. a. zur Bewertung von Beteiligungen, zur Unternehmenssteuerung und zur Rechnungslegung. Der Prüfungsausschuss hat regelmäßig die aktuelle Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns mit der laufenden Planung abgeglichen und auf entsprechenden Handlungsbedarf hin überprüft. Im Berichtsjahr waren die Ausschüsse folgendermaßen besetzt: PersonalausschussDieter Maier (Vorsitzender) Dr. jur. Klaus-Georg Hengstberger (bis 22. Mai 2013) Ulrich Ruetz Dr. Gerhard Wirth (seit 22. Mai 2013) PrüfungsausschussDr. Georg Hengstberger (seit 22. Mai 2013; Vorsitzender seit 24. Juli 2013) Dr. jur. Klaus-Georg Hengstberger (Vorsitzender; bis 22. Mai 2013) Herbert König Dieter Maier Corporate Governance BerichtVerantwortungsbewusstes Handeln im gesamten Konzern stellt einen wesentlichen Teil unseres Selbstverständnisses dar. Langfristiger und nachhaltiger Wertschöpfung sehen wir uns verpflichtet. Auf diesen Prinzipien baut bei PWO gute Corporate Governance auf. Um das Vertrauen in die Führung des Konzerns bei Aktionären und Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten sowie in der Öffentlichkeit zu erhalten und zu steigern, verpflichten sich alle mit der Führung und Kontrolle Beauftragten zur Einhaltung dieser Prinzipien. Bei ihrer Umsetzung orientiert sich die Progress-Werk Oberkirch AG am einschlägigen gesetzlichen Regelwerk und an den in der deutschen Wirtschaft üblichen Standards guter Unternehmensführung. Ihre Satzung enthält keine hiervon abweichenden Regelungen. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten vertrauensvoll, eng und effizient zusammen. Nicht zuletzt wollen wir Vertrauen schaffen durch eine transparente und zeitnahe Kommunikation nach innen wie nach außen. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289A HGB (Bestandteil des Lageberichts - ungeprüft nach § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB)Die Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB) der Progress-Werk Oberkirch AG enthält neben der Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG Angaben zu über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandten Unternehmensführungspraktiken sowie Erläuterungen zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Zusammensetzung und Arbeitsweise der vom Aufsichtsrat eingerichteten Ausschüsse. 1. Entsprechenserklärung nach § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat haben im Dezember 2013 die folgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben: Vorstand und Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch AG erklären, dass die Gesellschaft den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprechen wird: Ziffer 3.8 | D&O-VersicherungFür den Aufsichtsrat sieht die Satzung einen Selbstbehalt in Höhe der Hälfte der jährlichen Festvergütung des Aufsichtsratsmitglieds vor. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass damit eine angemessene Regelung getroffen ist. Ziffer 4.2.3 | VorstandsverträgeBei der Verlängerung von Vorstandsverträgen, die schon vor Inkrafttreten dieser Ziffer abgeschlossen wurden, wird aus Gründen des Bestandsschutzes Ziff. 4.2.3 Absatz 4 und 5 nicht entsprochen. Die bisher abgeschlossenen Vorstandsverträge enthalten betragsmäßige Höchstgrenzen für die variablen Vergütungsanteile. Eine zusätzliche betragsmäßige Höchstgrenze für die Gesamtvergütung stößt wegen der schwankenden Zuführungen zu Pensionsrückstellungen auf erhebliche praktische Probleme, sodass der Aufsichtsrat von der zusätzlichen Festlegung eines Höchstbetrags der Gesamtvergütung abgesehen hat. Ziffer 5.3.3 | NominierungsausschussDer Aufsichtsrat sieht für die Bildung eines Nominierungsausschusses keine Notwendigkeit. Da der Aufsichtsrat nur aus sechs Mitgliedern besteht, hält er es für sachgerecht, dass sich der gesamte Aufsichtsrat mit der Nominierung von Aufsichtsratskandidaten befasst. Ziffer 5.4.1 | Zusammensetzung des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat das Ziel, unterschiedliche berufliche und fachliche Kenntnisse und Erfahrungen im Aufsichtsrat zusammenzuführen, insbesondere auf den Gebieten der Automobilwirtschaft, des Finanzwesens und des Wirtschaftsrechts. Angesichts der geringen Mitgliederzahl des Aufsichtsrats ist es darüber hinaus aus praktischen Gründen kaum möglich, weitere Gesichtspunkte bei der Zusammensetzung zu beachten. Insoweit wird von den Vorgaben von Ziff. 5.4.1 abgewichen. Insbesondere ist derzeit keine Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrats festgelegt. Die Gesellschaft wird auch künftig von der Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder absehen, da dies die Auswahl qualifizierter Kandidaten pauschal einschränken würde. Der Aufsichtsrat hat von der Festlegung einer bestimmten Anzahl "unabhängiger" Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Ziff. 5.4.1 zweiter Absatz abgesehen, da es für die Auslegung des Begriffs "unabhängig" in der Praxis noch keine einheitliche Definition gibt. Nach der gegenwärtigen Einschätzung des Aufsichtsrats sind - unter Einbeziehung der Arbeitnehmervertreter - alle Aufsichtsratsmitglieder als "unabhängig" im Sinne von Ziff. 5.4.2 anzusehen. Ziffer 5.4.6 | Vergütung der AufsichtsratsmitgliederFür die Mitgliedschaft in Ausschüssen erhalten die Aufsichtsratsmitglieder über das in der Satzung vorgesehene Sitzungsgeld hinaus keine zusätzliche Vergütung. Den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 bzw. in der Fassung vom 15. Mai 2012 wurde seit Abgabe der letzten Erklärung nach § 161 Aktiengesetz im Dezember 2012 mit Ausnahme der erklärten Ziffern entsprochen.
Oberkirch, im Dezember 2013 Progress-Werk Oberkirch AG Der Aufsichtsrat Der Vorstand Die jeweils aktuelle Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ist auf der Internetseite der Gesellschaft im Bereich Investor Relations unter Corporate Governance abrufbar. 2. Relevante Angaben zu UnternehmensführungspraktikenUnternehmerisches Handeln basiert bei PWO auf definierten Grundsätzen und Werten sowie dem Selbstverständnis einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. UnternehmenswerteMit unseren drei zentralen Unternehmensgrundsätzen "Kunden-, Mitarbeiter- und Erfolgsorientierung" wollen wir höchste Maßstäbe setzen. Daraus leiten sich Unternehmenswerte ab, die die Eckpfeiler der PWO-Führungskultur bilden und der Unternehmensführung als Leitbild für das tägliche Handeln dienen: KUNDEN, PRODUKTE UND GLOBALE PRÄSENZDauerhaft zufriedene Kunden: Danach richten wir unsere Anstrengungen aus. Für unsere Kunden entwickeln und produzieren wir weltweit und auf höchstem Niveau Komponenten und Systeme für Sicherheit und Komfort im Automobil. Eine ihrer zentralen Forderungen -Verbrauchsminimierung - erfüllen wir mit unserer besonderen Kompetenz in der Leichtbauweise. Damit setzen wir bei der Erfüllung ihrer Anforderungen Maßstäbe in unserer Branche. Wir überzeugen durch Qualität, Zuverlässigkeit, Flexibilität, Schnelligkeit und wettbewerbsfähige Preise. Das PWO-Produktionssystem sorgt für schlanke Prozesse und eine ausgewogene Wertschöpfung entlang der Prozesskette. MITARBEITERUnsere Mitarbeiter sind der Garant unseres Erfolgs. Daher investieren wir nachhaltig in ihre Fähigkeiten und ihre Motivation. Wir bieten ihnen eine leistungsgerechte Vergütung und beteiligen sie am Erfolg. Wir achten auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Löhnen, Gehältern und Vergütungen auf allen Hierarchie-Ebenen im Konzern inklusive des Vorstands. Wir schaffen mit optimalen Arbeitsbedingungen gute Voraussetzungen, damit unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Begeisterung und Spaß bei der Arbeit sind und Höchstleistungen vollbringen können. KAPITALGEBER, LIEFERANTEN UND ÖFFENTLICHKEITWir wollen den Wert unseres Unternehmens nachhaltig steigern und orientieren uns an den Interessen unserer Kapitalgeber und der Öffentlichkeit. Durch strategischen Weitblick stärken wir unsere Marktposition. Wir gestalten die Zukunft weltweit aktiv mit und arbeiten bereits heute an der erfolgreichen Umsetzung der Anforderungen von morgen. Unsere Unternehmensziele sind klar auf Erfolg und Weiterentwicklung ausgerichtet. Wir erzielen Fortschritt durch kreative Leistung und besitzen die notwendige Dynamik, um auf neue Chancen flexibel und schnell reagieren zu können. Unser wirtschaftliches Handeln sichert den Gewinn. Gegenüber unseren Lieferanten verhalten wir uns fair, denn unsere Produkte verlangen einwandfreie Vorprodukte. Unser Unternehmen ist Teil der Gesellschaft; daher bringen wir uns aktiv in Fragen von gesellschaftlicher Bedeutung ein und nehmen unsere soziale, ökonomische und ökologische Verantwortung nachhaltig wahr. FührungsgrundsätzeUnsere Führungskultur setzt auf die Eigenverantwortung und Eigeninitiative der Führungskräfte. Dies schlägt sich in unseren Führungsgrundsätzen nieder. Sie sind Ausdruck unserer Grundeinstellung und geben den Führungskräften zugleich den Orientierungsrahmen im täglichen Umgang mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir sind überzeugt, dass eine kooperative Grundeinstellung, die Fähigkeit zur Koordination und ein durch Information und Delegation geprägter Führungsstil wesentliche Voraussetzung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Führungskräften und Mitarbeitern sind. TransparenzZusätzlich zu den gesetzlichen Anforderungen und Börsenstandards für eine zeitnahe Berichterstattung unter Beachtung der gebotenen Gleichbehandlung aller Aktionäre (Geschäfts- und Quartalsberichte, Meldungen ad-hoc-pflichtiger Ereignisse, Directors' Dealings und meldepflichtige Veränderungen von Stimmrechtsanteilen, von denen die Gesellschaft Kenntnis erhält) fühlt sich der Vorstand einer umfassenden Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit verpflichtet. In den letzten Jahren hat er die Kapitalmarktkommunikation systematisch weiter ausgebaut, zuletzt insbesondere die Pressearbeit. Das Management stellt sich auf Kapitalmarktkonferenzen den Fragen von Analysten, Anlegern und Pressevertretern. Wichtige und für die Einschätzung der Perspektiven des Konzerns relevante Informationen werden so zeitnah wie möglich öffentlich gemacht. Alle Berichte und Meldungen sind auf der Website www.progress-werk.de/investor-relations dokumentiert. Dort sind auch weitere Informationen einsehbar wie unter anderem alle notwendigen Angaben zur Hauptversammlung, die Satzung der Gesellschaft sowie die beruflichen Tätigkeiten und weiteren Mandate der Mitglieder des Aufsichtsrats. RisikomanagementGute Unternehmensführung schließt die angemessene Begrenzung und den verantwortungsvollen Umgang mit allen Risiken ein, die mit unternehmerischen Entscheidungen verbunden sind. Die Gesellschaft hat ein modernes und effizientes Risikomanagement-System eingeführt. Es wird regelmäßig einer Prüfung seiner Wirksamkeit unterzogen und ständig weiterentwickelt. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Veränderungen der jeweiligen nationalen gesetzlichen Anforderungen im In- und Ausland. Code of ConductDie Sicherstellung rechtskonformen und ethisch einwandfreien Handelns unserer Mitarbeiter ist uns ein zentrales Anliegen. Aus diesem Grunde haben wir Compliance-Verhaltensrichtlinien in einem Code of Conduct zusammengefasst, dessen Inhalt jederzeit während der üblichen Geschäftszeiten in unseren Geschäftsräumen, Industriestraße 8, 77704 Oberkirch, eingesehen werden kann. 3. Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratDie Progress-Werk Oberkirch AG unterliegt als Aktiengesellschaft deutschen Rechts den entsprechenden gesetzlichen Vorschriften zu deren Leitung und Überwachung. Ihre zweigeteilte Führungs- und Kontrollstruktur setzt sich zusammen aus einem Vorstand und einem Aufsichtsrat. Vorstand und Aufsichtsrat orientieren die Führung und Überwachung der Gesellschaft am Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung. VorstandDer Vorstand der Progress-Werk Oberkirch AG führt die operativen Geschäfte der Gesellschaft und betreibt ihre strategische Weiterentwicklung eigenverantwortlich. Er besteht zurzeit aus drei Mitgliedern. Die Grundsätze seiner Zusammenarbeit sind in seiner Geschäftsordnung zusammengefasst, die Aufgabenverteilung innerhalb des Gremiums ist im Geschäftsverteilungsplan niedergelegt. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft gesamtverantwortlich nach einheitlichen Zielsetzungen, Plänen und Richtlinien. Unbeschadet der Gesamtverantwortung des Vorstands handelt jedes seiner Mitglieder in seinem Bereich eigenverantwortlich, ist aber gehalten, die ressortbezogenen Interessen stets dem Gesamtinteresse des Unternehmens unterzuordnen. Soweit Maßnahmen und Geschäfte eines Vorstandsbereichs zugleich einen oder mehrere andere Vorstandsbereiche betreffen, muss sich das zuständige Vorstandsmitglied zuvor mit den anderen beteiligten Vorstandsmitgliedern abstimmen. Wenn eine Einigung nicht zustande kommt, ist jedes beteiligte Vorstandsmitglied verpflichtet, eine Beschlussfassung des Gesamtvorstands herbeizuführen. Jedes Vorstandsmitglied ist ferner verpflichtet, bei Bedenken gegen Maßnahmen aus einem anderen Vorstandsbereich eine Beschlussfassung des Gesamtvorstands herbeizuführen, wenn die Bedenken nicht durch eine Aussprache mit dem anderen Vorstandsmitglied behoben werden können. Unbeschadet dieser Grundsätze bedürfen Maßnahmen und Geschäfte, die für die Gesellschaft oder den von der Gesellschaft geleiteten Konzern von besonderer Bedeutung sind oder mit denen ein außergewöhnliches wirtschaftliches Risiko verbunden ist, der Zustimmung des Gesamtvorstands. Der Vorsitzende des Vorstands koordiniert die Führung des Unternehmens durch den Gesamtvorstand. Die Vorstandsmitglieder haben den Vorsitzenden des Vorstands laufend über alle wesentlichen Vorgänge und den Gang der Geschäfte in ihren Ressorts zu unterrichten. Vorstandssitzungen sollen in regelmäßigen Abständen, nach Möglichkeit mindestens alle zwei Wochen und an vorher langfristig festgelegten bestimmten Tagen, stattfinden. Der Vorstand beschließt, soweit nicht zwingende gesetzliche Bestimmungen Einstimmigkeit vorschreiben, in Sitzungen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, außerhalb von Sitzungen mit einfacher Mehrheit seiner Mitglieder. Dabei gilt Stimmenthaltung nicht als Stimmabgabe. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden des Vorstands den Ausschlag. Der Vorstand wird seine Beschlüsse aber nach Möglichkeit einstimmig fassen. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen des Geschäftsgangs und der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und des Konzerns, insbesondere die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, bedeutende Geschäftsvorfälle, die für die Rentabilität oder Liquidität der Gesellschaft oder des Konzerns von erheblicher Bedeutung sein können, sowie die aktuelle Rentabilität und Ertragssituation einschließlich Risikolage und Risikomanagement. Außerdem berichtet der Vorstand über die Investitionstätigkeit, die laufenden Entwicklungsprojekte und die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft und des Konzerns. In der Geschäftsordnung des Vorstands ist ein Katalog von Geschäften und Maßnahmen festgelegt, die der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. AufsichtsratDer Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Geschäftsführung. Aufgaben und Verantwortung ergeben sich aus den gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. Die Beschlüsse des Aufsichtsrats werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst, soweit nicht im Gesetz andere Mehrheiten vorgeschrieben sind. Im Falle der Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Aufsichtsratsvorsitzenden. Der Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch AG besteht aus sechs Mitgliedern. Er ist zu zwei Dritteln mit Vertretern der Anteilseigner und zu einem Drittel mit Vertretern der Arbeitnehmer besetzt. An den Sitzungen des Aufsichtsrats nehmen die Mitglieder des Vorstands in der Regel teil, sofern der Aufsichtsrat im Einzelfall keine abweichende Anordnung trifft. Die Geschäftsordnung sieht unter anderem die Bildung von Ausschüssen vor. Derzeit bestehen zwei Ausschüsse: der Personalausschuss und der Prüfungsausschuss. Ihre Kompetenzen ergeben sich im Einzelnen aus der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. Der Personalausschuss bereitet insbesondere die Personal- und Vergütungsentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Bei der Vorbereitung von Vergütungsentscheidungen zieht er bei Bedarf externe Berater hinzu. Ihm gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats, sein Stellvertreter sowie ein weiteres auf Vorschlag der Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats gewähltes Aufsichtsratsmitglied an. Den Vorsitz führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr 2013 war der Personalausschuss folgendermaßen besetzt: Dieter Maier (Vorsitzender) Dr. jur. Klaus-Georg Hengstberger (bis 22. Mai 2013) Ulrich Ruetz Dr. Gerhard Wirth (seit 22. Mai 2013) Der Prüfungsausschuss übernimmt insbesondere an Stelle des Aufsichtsrats die Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts sowie des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers. Hinzu kommen die weiteren dem Prüfungsausschuss vom Deutschen Corporate Governance Kodex zugewiesene Aufgaben. Ihm gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats und zwei weitere Vertreter des Aufsichtsrats an. Der Aufsichtsrat kann weitere seiner Mitglieder für den Prüfungsausschuss bestimmen. Den Vorsitz soll nicht der Vorsitzende des Aufsichtsrats führen. Im Geschäftsjahr 2013 war der Prüfungsausschuss wie folgt besetzt: Dr. Georg Hengstberger (seit 22. Mai 2013; Vorsitzender seit 24. Juli 2013) Dr. jur. Klaus-Georg Hengstberger (Vorsitzender; bis 22. Mai 2013) Herbert König Dieter Maier Unabhängiger Finanzexperte im Sinne des § 100 Abs. 5 AktG ist Dieter Maier. Die Ausschussvorsitzenden berichten über die Beratungen und Beschlüsse der jeweiligen Ausschüsse an den Aufsichtsrat. Weitere Einzelheiten zur Arbeitsweise des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, insbesondere zu Anzahl und Themen der Sitzungen im Geschäftsjahr 2013, können dem Bericht des Aufsichtsrats entnommen werden. Weitere Angaben zur Corporate GovernanceAktionäre und HauptversammlungDer Vorstand fühlt sich den Aktionären der Gesellschaft in besonderer Weise verpflichtet. Wir achten die Interessen unserer Aktionäre und beachten ihre Rechte in vollem Umfang. Alle Anteilseigner werden gleich behandelt. Als Eigentümer der Gesellschaft stellen sie das Kapital für den Erhalt und den Ausbau der internationalen Marktposition der Progress-Werk Oberkirch AG zur Verfügung und handeln damit unternehmerisch. Es ist daher das Ziel des Vorstands, die Wettbewerbskraft der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochtergesellschaften permanent zu stärken und gleichzeitig langfristig und nachhaltig eine möglichst attraktive Rendite auf das bereitgestellte Kapital zu erwirtschaften. Die Aktionäre der Progress-Werk Oberkirch AG nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr, die mindestens einmal im Jahr stattfindet. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung ist jeder Aktionär berechtigt, der sich rechtzeitig anmeldet. Aktionäre, die an der Hauptversammlung nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, einen von der Gesellschaft eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Alle Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung werden auf unserer Internetseite zur Verfügung gestellt. Vielfalt in Vorstand und AufsichtsratDer Aufsichtsrat ist bestrebt, bei künftigen Berufungen von Vorstandsmitgliedern auch weiterhin auf Vielfalt zu achten, und strebt dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. Der Aufsichtsrat begrüßt darüber hinaus die Intention des Deutschen Corporate Governance Kodex, Regelungen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats zu benennen, und fühlt sich diesem Ziel im Grundsatz verpflichtet. Aus den in der Entsprechenserklärung zur Abweichung von Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex genannten Gründen hält er jedoch die Benennung konkreter Ziele, unter anderem im Hinblick auf das Kriterium der Vielfalt (Diversity), für nicht sachgerecht. Mandate des VorstandsAußerhalb des PWO-Konzerns fungiert Bernd Bartmann als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der avenit AG, Offenburg, und als Mitglied des Beirats der Sparkasse Offen-burg/Ortenau. Dr. Winfried Blümel gehört dem Vorstand des Industrieverbands Blechumformung e.V. (IBU) und dem Hochschulrat der Hochschule Offenburg an. Karl M. Schmidhuber nimmt derzeit keine Mandate außerhalb des Konzerns wahr. Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten in den Personen der Vorstandsmitglieder keine Interessenkonflikte auf. Anteilsbesitz der OrganeDr. Klaus-Georg Hengstberger, der dem Aufsichtsrat der Gesellschaft bis zum 22. Mai 2013 als stellvertretender Vorsitzender angehörte, hielt zum Ende des Geschäftsjahres 2013 über die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, deren Mehrheitsgesellschafter und Geschäftsführer er ist, 46,55 Prozent der ausstehenden Aktien der Progress-Werk Oberkirch AG. Dr. Georg Hengstberger, der am 22. Mai 2013 neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde, ist Mitgesellschafter der Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH. Im vergangenen Geschäftsjahr ist der Gesellschaft eine Reihe von Transaktionen bekannt geworden, die nach § 15a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) meldepflichtig sind. Diese sind auf der Website www.progress-werk/investor-relations/die-pwo-aktie/directors-dealings veröffentlicht. AktienoptionsprogrammeIn der Gesellschaft existierten im Geschäftsjahr 2013 und existieren auch derzeit keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Rechnungslegung und AbschlussprüfungDer Konzernabschluss und die Zwischenberichte der Progress-Werk Oberkirch AG werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Jahresabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss wurden von dem durch die Hauptversammlung 2013 gewählten Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft. Der Aufsichtsrat hat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Der Abschlussprüfer soll ebenso über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich berichten. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht erläutert die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand und den Aufsichtsrat der Gesellschaft und legt die Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2013 offen. Er ist als Bestandteil des Lageberichts auf den Seiten 101 bis 104 des Geschäftsberichts abgedruckt. Veränderungen in den OrganenHerr Dr. Klaus-Georg Hengstberger scheidet aus dem Aufsichtsrat aus.Mit dem Ablauf der Hauptversammlung am 22. Mai 2013 hat für die Gesellschaft und den Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch AG eine Ära geendet: Sein langjähriger stellvertretender Vorsitzender, Herr Dr. Klaus-Georg Hengstberger, ist aus Altersgründen aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ausgeschieden. Unser besonderer Dank gilt seiner visionären Tatkraft, mit der er als Aufsichtsrat und als Geschäftsführer des Großaktionärs der Gesellschaft, der Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, ganz wesentlich die erfolgreiche Entwicklung des PWO-Konzerns mitgeprägt hat. Der Aufsichtsrat wünscht Herrn Dr. Hengstberger für die Zukunft alles Gute. Weitere VeränderungenMit Beendigung der Hauptversammlung am 22. Mai 2013 endete auch die Amtszeit der anderen durch die Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats. Es war daher eine Neuwahl erforderlich. Die bisherigen Mitglieder, die Herren Dieter Maier, Ulrich Ruetz und Dr. Gerhard Wirth wurden wiedergewählt. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde der Sohn von Herrn Dr. Klaus-Georg Hengstberger, Herr Dr. Georg Hengstberger. Der Aufsichtsrat hat am gleichen Tage Herrn Dieter Maier als seinen Vorsitzenden wiedergewählt und Herrn Dr. Gerhard Wirth zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Dank des AufsichtsratsDie in den letzten Jahren konsequent ausgebaute internationale Wettbewerbsfähigkeit des PWO-Konzerns und damit seine Technologie- und Marktführerschaft in seinen jeweiligen Teilmärkten hat auch im Geschäftsjahr 2013 Früchte getragen. Umsatz und Ergebnis des Konzerns markierten zum wiederholten Male Höchststände. Der Aktienmarkt hat dies mit einem beträchtlichen Anstieg des Börsenkurses honoriert. Die seit einigen Jahren schon bemerkenswerten Vertriebserfolge konnten ausgebaut werden, sodass das Neugeschäftsvolumen auch 2013 wieder Rekordwerte markierte. Es übertrifft - nicht zuletzt aufgrund der konsequenten Ausrichtung der Produktpalette auf den Bedarf der Automobilindustrie nach Leichtbau-Komponenten zur Verbrauchsreduzierung der Fahrzeuge - die in den nächsten Jahren auslaufenden Auftragsvolumina deutlich. Die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens wurde damit wesentlich gestärkt, seine Perspektiven weiter verbessert und die Beschäftigung über Jahre gesichert. Diese Ergebnisse konnten nur mit dem außergewöhnlichen Einsatz aller im weltweiten PWO-Konzern Beschäftigten erzielt werden. Hierfür drückt der Aufsichtsrat allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an allen Standorten des Konzerns sowie den Vorständen seinen Dank aus. Dieser Bericht wurde vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 25. März 2014 eingehend erörtert und festgestellt.
Oberkirch, den 25. März 2014 Dieter Maier, Vorsitzender Konzernlagebericht und Lagebericht für die PWO AGWir legen im Folgenden den zusammengefassten Lagebericht für die Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft sowie den Konzern über das Geschäftsjahr 2013 zum Stichtag 31. Dezember 2013 vor. Der Konzern bilanziert unverändert nach den internationalen Bilanzierungsstandards IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind. Die Progress-Werk Oberkirch AG bilanziert weiterhin nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB). Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises wird detailliert im Anhang zum Konzernjahresabschluss dargestellt. Veränderungen des Konsolidierungskreises, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage beeinflusst haben, haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden. Grundlagen des KonzernsGeschäftsmodellOrganisatorische Struktur des KonzernsDer PWO-Konzern ist sehr schlank organisiert. Die fünf weltweiten Produktionsstandorte bilden die wesentlichen Einheiten des Konzerns. Lediglich für das Geschäft in China wurde eine Zwischengesellschaft mit Sitz in Hongkong etabliert, die jedoch derzeit keine operativen Funktionen ausübt. So stellen wir kurze Entscheidungswege und damit größtmögliche Effizienz in der Konzernsteuerung sicher. Auch innerhalb der einzelnen Standorte sind die Hierarchien sehr flach gehalten. Der Hauptsitz des Konzerns befindet sich am deutschen Standort Oberkirch. Von hier aus übernimmt die PWO AG Aufgaben der Konzernleitung. Sie wird von einem Vorstand geführt, der aus drei Personen besteht. Ein sechsköpfiger Aufsichtsrat bildet das Kontrollgremium. Segmente und StandorteDie internationale Aufstellung des Konzerns umfasst fünf Produktionsstandorte verteilt auf drei Kontinente - in Europa sind wir mit unserem deutschen Standort in Oberkirch sowie unserem tschechischen Standort in Valašské Meziříčí vertreten, in Amerika mit unserem kanadischen Standort in Kitchener sowie unserem mexikanischen Standort in Puebla, in Asien mit unserem chinesischen Standort in Suzhou. Daraus ergibt sich die Gliederung des operativen Geschäfts: Insgesamt vier Geschäftssegmente, nämlich Deutschland, Übriges Europa, NAFTA und Asien, verweisen auf die Regionen, in denen der Konzern operativ tätig ist. Alle Standorte sind grundsätzlich für ihre Auftragsakquisition und operative Steuerung selbständig verantwortlich. Sie verfügen jeweils über Entwicklungs-, Produktions- und Montagekapazitäten und sollen das gesamte Produktspektrum des Konzerns abdecken. Die PWO AG übernimmt koordinierende Funktionen im Konzern und bietet den Tochtergesellschaften bei Bedarf Unterstützungsleistungen an. Die einzelnen Gesellschaften unterscheiden sich derzeit noch durch eine unterschiedliche technologische Leistungsfähigkeit und einen unterschiedlichen Reifegrad ihrer Geschäftsprozesse: Innerhalb unseres Standortportfolios arbeiten der deutsche, kanadische und tschechische Standort auf höchstem Niveau. In China haben wir 2008 mit dem Aufbau eines eigenen Standorts begonnen, der sich inzwischen auf einem sehr guten Weg befindet. In Mexiko wurde 2007 ein lokaler Anbieter übernommen. Hier sind wir dabei, sukzessive stabile Produktionsprozesse zu etablieren. Entsprechend diesem jeweiligen Leistungsstand sind die Kapazitäten im Werkzeugbau im Konzern positioniert: Sie sind im Wesentlichen in Deutschland und in der Tschechischen Republik angesiedelt. Kanada verfügt über ein hohes Know-how in diesem Bereich, jedoch über begrenzte Kapazitäten. In China ist der Werkzeugbau im Aufbau, Mexiko konzentriert sich derzeit auf die Werkzeuginstandhaltung. Geschäftsprozesse und ProduktePWO ist einer der weltweit führenden Entwickler und Hersteller von anspruchsvollen Metallkomponenten und Subsystemen in Leichtbauweise für Sicherheit und Komfort im Automobil. Der deutlich überwiegende Teil unserer Komponenten und Baugruppen geht in das automobile Premiumsegment. In zahlreichen Volumenmodellen sind wir sowohl direkt als auch indirekt - über unsere Tier-1-Kunden - präsent. Wir sind Outsourcing-Partner unserer Kunden und fertigen individuelle Lösungen in Großserie - zum Teil in Millionenstückzahlen. Dabei decken wir die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung über den Werkzeugbau bis hin zur Serienfertigung ab. Höchste Innovationskraft, absolute Liefertreue sowie Null-Fehler-Qualität bilden die Basis unserer Reputation. Unsere Technologieführerschaft in der Produkt- und Prozessentwicklung sowie im Werkzeugbau stellt die Grundlage unserer heutigen Marktposition dar. Denn jede innovative Produktlösung erfordert Komponenten, die mit einem materialgerechten Umformprozess gefertigt werden müssen. Durch die Entwicklung der entsprechenden Werkzeuge erreichen wir höchste Teilequalität und Produktionsgeschwindigkeit zu marktgerechten Kosten. Im Laufe unserer bis ins Jahr 1919 zurückreichenden Unternehmensgeschichte haben wir höchste Expertise bezüglich des Verhaltens von Stahl im Prozess der Kaltumformung sowie im Einsatz anspruchsvoller Verbindungstechnologien aufgebaut. Heute fertigen wir Komponenten und Subsysteme aus Stahl einschließlich hochfester Leichtbaustähle sowie Edelstahl und Aluminium. Diese dienen durchweg der Erhöhung von Komfort und Sicherheit im Automobil und weisen ein nachhaltig höheres Wachstum als die Automobilindustrie insgesamt auf. Denn die Nachfrage der Fahrzeugkäufer nach Komfort und Sicherheit steigt in allen Fahrzeugklassen und über alle Absatzregionen hinweg fortwährend an. Dabei haben wir uns frühzeitig im Bereich der Leichtbaulösungen positioniert und verfügen heute über eine ausgezeichnete Reputation in diesem Bereich. Bereits der überwiegende Teil unseres Neugeschäftsvolumens im Berichtsjahr entfiel auf Komponenten in Leichtbauweise. Dadurch tragen wir mit dazu bei, dass die Fahrzeughersteller das Gewicht ihrer Fahrzeugmodelle reduzieren können, um den künftigen, zunehmend anspruchsvoller werdenden internationalen Anforderungen zur CO2 -Vermeidung zu entsprechen und immer emissionsärmere Fahrzeuge herzustellen. Leichtbaulösungen aus hoch- und höchstfesten Stahlblechen erfordern teilweise neue Umformkonzepte, damit auch diese Produkte mit hoher Geschwindigkeit, höchster Präzision und zu wettbewerbsfähigen Kosten gefertigt werden können. Gewichtsreduzierungen werden dabei zum einen durch die Substitution von klassischem Tiefziehstahl durch hochfeste Stahlsorten erzielt; zum anderen lassen sich aber auch beim Einsatz klassischer Tiefziehstähle durch eine belastungsoptimierte Konzeption von Bauteilen signifikante Gewichtseinsparungen erzielen. Bei Querträgern realisierten wir beispielsweise auf diese Weise eine Gewichtsreduktion von 50 Prozent bei höherer Performance und gleichen Kosten. Verschiedene Maßnahmen führten dazu, dass gleichzeitig auch noch zusätzliche Funktionen ermöglicht werden konnten. Unser Umsatz gliedert sich in drei strategische Produktbereiche, wie die nachfolgende Grafik zeigt. UMSATZ IM GESCHÄFTSJAHR 2013 (100 % = 377,4 Mio. EUR)![]() Mechanische Komponenten für Elektrik/Elektronik sowie Sicherheitskomponenten für Airbag, Sitz und Lenkung werden überwiegend an internationale Tier-1-Zulieferer geliefert, die diese wiederum als Teil ihrer eigenen Systeme für zahlreiche Fahrzeugmodelle an verschiedene Automobilhersteller liefern. Strukturkomponenten und Subsysteme für Karosserie und Fahrwerk werden hingegen meist modellgebunden direkt im Auftrag der Fahrzeughersteller gefertigt. Die Anwendungsbreite erhöht sich aber auch hier kontinuierlich durch die zunehmende Verbreitung von Plattformkonzepten, auf denen verschiedene Pkw-Modelle eines Herstellers basieren. Mit dieser Aufstellung sichern wir unsere Unabhängigkeit vom Markterfolg einzelner Kfz-Modelle und können auslaufende Serienaufträge durch Nachfolgeaufträge für diverse Produktlösungen ersetzen. So erhalten wir uns größtmögliche unternehmerische Flexibilität und können uns auf attraktive Wachstumschancen konzentrieren. Bei Elektromotorengehäusen sowie Luftfederkomponenten sehen wir uns als Weltmarktführer. In unseren drei Produktbereichen treffen wir auf unterschiedliche Wettbewerber. Dabei handelt es sich sowohl um globale Konzerne mit zum Teil vielfältigen anderen Aktivitäten als auch um spezialisierte Anbieter. Grundsätzlich gilt, dass der Wettbewerbsdruck in der Automobilindustrie immer sehr hoch ist. AbsatzmärkteUnsere Standorte sind in denjenigen Märkten positioniert, in denen heute hohe Stückzahlen an Premiumfahrzeugen gefertigt werden. Nur in diesen Märkten ist das nachhaltige Outsourcing-Volumen von Automobilherstellern und Tier-1-Zulieferern ausreichend hoch, damit sich die Investition in einen eigenen Produktionsstandort in unserem kapitalintensiven Geschäft wirtschaftlich rechnet. Für die weltweite Belieferung unserer Kunden im Rahmen globaler Aufträge arbeiten wir zudem regelmäßig projektbezogen mit lokalen Kooperationspartnern zusammen. Damit decken wir alle wesentlichen Produktionsstandorte unserer Kunden in der Welt ab. So haben wir uns in der kleinen Gruppe der global lieferfähigen Anbieter positioniert und schonen zugleich eigene Ressourcen. Externe Einflussfaktoren auf das GeschäftZu den wesentlichen externen Einflussfaktoren auf das Geschäft von PWO zählen die Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der branchenspezifischen Konjunktur. Diese werden im Folgenden in den Kapiteln "Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen" sowie "Rahmenbedingungen in der internationalen Automobilindustrie" erläutert. Weitere externe Einflussfaktoren und deren Auswirkungen wie unter anderem der für unsere Industrie typische fortwährende Preisdruck, das Abrufverhalten unserer Kunden sowie Veränderungen von Materialpreisen und Wechselkursen werden im Risikobericht dargestellt. SteuerungssystemIm Mittelpunkt unserer Unternehmenssteuerung steht die Gewinnung weiterer Marktanteile in Europa wie auch in den globalen Märkten bei gleichzeitiger Stärkung der Ertrags- und damit Finanzkraft des Konzerns. So wollen wir Umsatz und Ergebnis nachhaltig überdurchschnittlich zur jeweiligen Marktentwicklung steigern. Dabei zielt die Steuerung des Konzerns - unter Wahrung aller sich uns eröffnenden Chancen - grundsätzlich auf die Begrenzung auftragsbezogener sowie zyklischer Risiken ab. Deshalb und um die Unabhängigkeit von individuellen Einzelaufträgen und den Erfolg einzelner Fahrzeugmodelle zu gewährleisten, haben wir ein breitgefächertes Produktspektrum aufgebaut. Zudem pflegen wir eine ausgewogene Umsatzstruktur aus einer Vielzahl kleinerer Aufträge und einzelner Großaufträge mit versetzten Zeitpunkten ihrer jeweiligen An - und Ausläufe. Damit sichern wir die Kapazitätsauslastung bei gleichzeitiger Begrenzung der Risiken aus Nachfolgeaufträgen. Wir streben daher an, jeweils etwa ein Drittel unseres Umsatzes in unseren drei strategischen Produktbereichen zu erzielen. Nach der sehr erfolgreichen Akquisition von neuen Aufträgen für die Produktion von Querträgern, hat der Bereich Strukturkomponenten und Subsysteme für Karosserie und Fahrwerk derzeit einen höheren Umsatzanteil. Diese Gewichtung wird sich jedoch in den nächsten Jahren wieder abbauen, da wir jüngst umfangreiche neue Aufträge für unsere beiden anderen Produktbereiche gewinnen konnten. Als operative Steuerungsgrößen verwendet PWO in erster Linie das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern), den Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit abzüglich gezahlter Zinsen, zuzüglich erhaltener Zinsen) sowie das Gearing (Nettoverschuldung, d. h. verzinsliche Darlehen abzüglich Zahlungsmittel, in Prozent des Eigenkapitals). Unsere Steuerung zielt darauf ab, den Umsatz stetig zu steigern und parallel hierzu die EBIT-Marge kontinuierlich zu verbessern. Künftig soll zudem die Nettoverschuldung weiter zurückgeführt werden, wenngleich die Vorbereitung auf künftiges Wachstum in einzelnen Jahren Vorleistungen erfordern kann. Jenseits der Entwicklung der Nettoverschuldung streben wir an, das Gearing aufgrund steigender Gewinne und damit zunehmender Gewinnrücklagen sukzessive zu reduzieren. Forschung und EntwicklungPWO versteht sich als Outsourcing-Partner seiner Kunden. Entwicklung und Produktion von Komponenten und Subsystemen erfolgt ausschließlich individuell im Kundenauftrag. Entsprechend entsteht auch das überwiegende Volumen der Produktentwicklungs-Aufwendungen im Rahmen von Kundenprojekten. Diese Aufwendungen werden von den Kunden entweder nach dem Erreichen definierter Entwicklungsabschnitte teilweise direkt vergütet oder über den Teilepreis im Laufe der Serienproduktion amortisiert. Forschungs- und Produktentwicklungs-Aktivitäten für eigene Zwecke des Konzerns sind von untergeordneter Bedeutung. Auch die Inanspruchnahme der Leistungen Dritter für diese Zwecke ist unwesentlich. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen2013 hat sich die Weltwirtschaft vor allem im Verlauf des zweiten Halbjahres insgesamt stabilisiert. Insbesondere sind den Krisenländern des Euroraums nach Jahren der Rezession erste Schritte in Richtung einer wirtschaftlichen Erholung gelungen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2013 mit 3,0 Prozent insgesamt ein reales Wachstum der Weltwirtschaft leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Unter den Industrienationen haben sich vor allem die USA schwächer entwickelt als erwartet, während die Rezession im Euroraum an Schärfe verloren hat. In Deutschland hat das reale Bruttoinlandsprodukt vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts zufolge im Jahr 2013 um 0,4 Prozent (2012: 0,7 Prozent) zugenommen. Damit stieg die gesamtwirtschaftliche Leistung im zweiten Jahr hintereinander nur leicht an. Dies war, neben dem wetterbedingt sehr schwachen Jahresauftakt, fehlenden ausländischen Nachfrageimpulsen aus dem Euroraum und wichtigen anderen Industrie- und Schwellenländern geschuldet. Hierdurch wurde auch die Investitionsbereitschaft der heimischen Unternehmen gedämpft. Rahmenbedingungen in der internationalen AutomobilindustrieWie schon im Vorjahr blickt die internationale Automobilbranche auf regional sehr unterschiedliche Entwicklungen im Geschäftsjahr 2013 zurück. Dem anhaltenden Absatzboom in China und einer kräftig belebten Automobilkonjunktur in den USA standen weitere, wenn auch abgeschwächte, Rückgänge in Europa gegenüber. Auch der russische Automarkt zeigte Schwächen. Aufgrund unserer guten Positionierung in den derzeitigen Wachstumsmärkten China und Nordamerika konnten wir von der dortigen Entwicklung profitieren. In China übertraf der Pkw-Absatz im Gesamtjahr 2013 das Vorjahresniveau um fast ein Viertel (+23 Prozent), insgesamt wurden 16,3 Mio. Neufahrzeuge verkauft. Damit ist China zum größten Automobilmarkt der Welt aufgestiegen. In den USA wurden mit 15,6 Mio. Einheiten 7,6 Prozent mehr Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) als im Vorjahr verkauft. Das Jahr 2013 markierte damit das beste Ergebnis seit 2007, erstmals wurde wieder das Niveau vor Ausbruch der internationalen Finanzkrise erreicht. Gegenüber dem Krisenjahr 2009 hat der US-Markt sogar um rund 50 Prozent oder gut 5 Mio. Neufahrzeuge zugelegt. Die deutschen Hersteller haben dort ihren Absatz von Light Vehicles im Jahr 2013 um 5 Prozent auf gut 1,3 Mio. Einheiten erhöht und damit einen neuen Absatzrekord erzielt. Im Vergleich zum Jahr 2009, als sie 763.000 Light Vehicles verkauften, entspricht dies einem Zuwachs um rund 75 Prozent. Von den 2013 abgesetzten Light Vehicles der deutschen Hersteller wurden 20 Prozent (260.000 Einheiten) in den USA gefertigt, inklusive der Produktion aus Mexiko stammen 35 Prozent (470.000) aus dem NAFTA-Raum. 50 Prozent der US-Verkäufe stammen aus der Produktion an deutschen Standorten. Mit einem Anteil von 16 Prozent an den gesamten deutschen Pkw-Exporten waren die Vereinigten Staaten nach Großbritannien 2013 der zweitwichtigste Ausfuhrpartner für die deutschen Automobilhersteller. In Russland deutete sich zum Jahresausklang 2013 zwar eine Belebung an, insgesamt war jedoch noch ein Rückgang um über 5 Prozent auf rund 2,8 Mio. Einheiten zu verzeichnen. Ebenfalls Belebungstendenzen zeigten sich zum Jahresende in Westeuropa, wo der Dezember fast überall kräftige Zuwachsraten beim Automobilabsatz aufwies und erstmals nach fast vier Jahren insgesamt wieder zweistellig um knapp 13 Prozent zulegte. In den bisherigen Krisenstaaten Griechenland, Spanien und in Portugal legte der Absatz sogar deutlich überdurchschnittlich zu. Während im ersten Halbjahr 2013 der Neuwagenabsatz in Westeuropa noch um fast 7 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen hatte, ist die Nachfrage im zweiten Halbjahr um 4 Prozent gestiegen. Im Gesamtjahr 2013 unterschritt der westeuropäische Pkw-Markt mit einem Volumen von knapp 11,6 Mio. Neuwagen das Vorjahresniveau allerdings noch um rund 2 Prozent. Die neuen EU-Länder erreichten mit einem Pkw-Absatz von 754.100 Einheiten im Gesamtjahr 2013 in etwa das Vorjahresniveau. Laut Kraftfahrtbundesamt wurden 2013 in Deutschland insgesamt 2,95 Mio. Neuwagen zugelassen. Nach 3,08 Mio. im Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 4,2 Prozent, 2012 war der Absatz noch um 2,9 Prozent gesunken. Insgesamt wurden in Deutschland rund 5,45 Mio. Pkw produziert, das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem leichten Wachstum von einem Prozent. 2012 war die Produktion noch um 4 Prozent zurückgegangen. Die Pkw-Inlandsproduktion profitierte im Gesamtjahr 2013 damit erneut von der Auslandsnachfrage, 77 Prozent der in Deutschland gebauten Pkw gingen in den Export. 75 Prozent der automobilen Wertschöpfung entfallen in Deutschland auf Zulieferer. GeschäftsverlaufAuftragslageAuch im Berichtsjahr konnten wir wieder zahlreiche neue Aufträge gewinnen. Das in 2013 akquirierte Lifetime-Volumen für künftige Serienproduktionen im PWO-Konzern ist auf über 425 Mio. EUR gestiegen. Hinzu kommen Werkzeugvolumina in Höhe von rund 31 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr 2012 hatten wir Serienaufträge mit einem Lifetime-Volumen von 350 Mio. EUR in Verbindung mit einem Werkzeugvolumen von 25 Mio. EUR gewonnen. Dies untermauert unsere positiven Erwartungen hinsichtlich des mittelfristigen Umsatzwachstums des Konzerns. PWO profitiert derzeit deutlich von der stark zunehmende Nachfrage seiner Kunden nach Leichtbaulösungen. Der überwiegende Teil des Neugeschäftsvolumens entfiel 2013 auf solche Komponenten. Hier haben wir uns in den vergangenen Jahren ein einzigartiges Prozess-Know-how erarbeitet. Dazu zählt beispielsweise die Verarbeitung hochfester Stahlbleche in der Tiefzieh- und Rolliertechnik. Aber auch die Fähigkeit, diese Prozesse an die jeweiligen lokalen Bedingungen unserer fünf Produktionsstandorte anzupassen und somit eine weltweite Produktion zu wettbewerbsfähigen Kosten zu ermöglichen. Von einem bedeutenden Kunden erhielten wir beispielsweise einen Großauftrag für die Herstellung einer neuen Generation von Gehäusen für Elektromotoren. Die Herausforderung bestand darin, die erforderlichen Funktionen mit weniger Materialeinsatz zu realisieren und diese Leichtbaulösung bei gleichzeitig höchster Produktionsgeschwindigkeit extrem kostengünstig zu produzieren. Für den Einsatz in einem Pkw eines Pioniers bei Elektrofahrzeugen wurden wir mit der Belieferung von Komponenten für Luftfedersysteme in Leichtbauweise beauftragt. Hier kommt unser Prozess-Know-how im Bereich der Tiefzieh- und Rolliertechnik von Aluminium voll zur Anwendung. Darüber hinaus verzeichnete der Konzern eine Reihe von größeren Aufträgen für Leichtbau-Sitzkomponenten, bei denen das Verarbeitungs-Know-how für hochfeste dünne Stahlbleche eine zentrale Rolle spielt. Insbesondere unser tschechischer Standort wird hiervon wesentlich profitieren und entsprechend ausgebaut werden. Erfreulich ist zudem, dass wir einen weiteren großen Auftrag für die Fertigung von Querträgern an unserem chinesischen Standort gewinnen konnten. Auch bei Luftfeder-Komponenten für Pkws und SUVs, wo wir der weltweit führende Anbieter sind, erhielten wir eine Reihe neuer Aufträge und konnten unsere Marktposition stärken. Maßgeblich für diesen Erfolg ist unverändert unsere Innovationsstärke, mit der wir optimale Lösungen hinsichtlich Gewicht, Bauraumnutzung, Funktionalität und Kosten schaffen. Globale Präsenz in Kombination mit ausgefeilten Logistik-Konzepten stellt eine effiziente, weltweite Belieferung der Standorte unserer Kunden sicher. Die neuen Aufträge haben überwiegend eine Laufzeit von fünf bis acht Jahren und werden mehrheitlich 2015 anlaufen. Sie verteilen sich auf alle unsere Produktionsstandorte und werden zur Sicherung ihrer künftigen Auslastung bzw. ihres Wachstums beitragen. LageErtragslageGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Ausgewählte Informationen (TEUR)scroll
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Angepasst aufgrund der Effekte aus der Anwendung
von IAS 19. Der PWO-Konzern verzeichnete im Geschäftsjahr 2013 eine erfreuliche Geschäftsentwicklung. Trotz der Schwäche des europäischen Automobilmarktes stiegen die Umsatzerlöse um 5,4 Prozent auf 377,4 Mio. EUR (i. V. 358,1 Mio. EUR). Die Gesamtleistung legte um 4,8 Prozent auf 384,2 Mio. EUR (i. V. 366,6 Mio. EUR) zu, da Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen im Berichtsjahr weniger hoch ausfielen als im Vorjahr. Das EBIT konnte um 5,0 Prozent auf 22,3 Mio. EUR (i. V. 21,3 Mio. EUR) gesteigert werden. Trotz einer höheren Abschreibungsquote stabilisierte sich die EBIT-Marge bei 5,8 Prozent (i. V. 5,8 Prozent). Die Wechselkursentwicklungen von USD und CAD zum Euro haben insbesondere bei Umsatz und Leistung sowie in begrenztem Umfang auch beim EBIT eine noch deutlichere Steigerung verhindert. EBIT (in Mio. EUR)![]() Die positive Entwicklung des Konzerns war geprägt durch hohe Umsatzzuwächse an den meisten unserer internationalen Standorte, die zudem ihre Ergebnisbeiträge zum Teil signifikant erhöhen bzw. Verluste deutlich reduzieren konnten. Dabei dämpfte der permanente Preisdruck in der Automobilzuliefererindustrie die aus höheren Mengen resultierenden Steigerungen der Umsätze. In Oberkirch, dem unverändert mit Abstand größten Standort, blieb das Wachstum marktbedingt unter dem Konzerndurchschnitt und das EBIT war absolut rückläufig. Die regionale Entwicklung im Einzelnen wird im folgenden Kapitel zu den Segmenten dargestellt. Bei der Materialaufwandsquote konnten wir insbesondere aufgrund von Produktmixverschiebungen erneut eine leichte Verbesserung auf 53,1 Prozent (i. V. 54,0 Prozent) erzielen. Der Anstieg bei der Personalkostenquote auf 27,3 Prozent (i. V. 26,5 Prozent) resultierte insbesondere aus tariflich bedingt steigenden Personalkosten in Deutschland, während an unseren internationalen Standorten zum Teil deutliche Entlastungen zu verzeichnen waren. Die Investitionen der Vorjahre führten zu einer leichten Erhöhung der Abschreibungsquote auf 5,5 Prozent (i. V. 5,2 Prozent). Auch künftig dürfte diese Quote eher moderat steigen, da der umfangreiche Investitionsvorlauf für unsere internationale Expansion inzwischen reduziert wurde. Mit 5,6 Mio. EUR (i. V. 6,3 Mio. EUR) blieb die Zinsbelastung spürbar unter dem Vorjahreswert. Nachhaltig entlastend wirkt hier das niedrige Zinsniveau, das es ermöglicht, auslaufende Zinsfestschreibungen zu deutlich günstigeren Konditionen neu zu vereinbaren. Besonders erfreulich ist die Reduzierung der Steuerquote auf 21,2 Prozent (i. V. 30,1 Prozent). Dies resultierte insbesondere aus einer günstigen Steuersituation am tschechischen Standort aufgrund der Nutzung bestehender Verlustvorträge sowie weiterer Steuerguthaben. Insgesamt stieg das Periodenergebnis des Konzerns im Geschäftsjahr 2013 sehr kräftig um 26,0 Prozent auf 13,1 Mio. EUR (i. V. 10,4 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie legte um 16,3 Prozent auf 4,20 EUR (i. V. 3,61 EUR) zu, da im Vorjahr aufgrund der Kapitalerhöhung im Mai 2012 noch eine insgesamt geringere Aktienstückzahl zu berücksichtigen war. SegmenteEntsprechend der Steuerung im Konzern stellen unsere Produktionsstandorte die Basis für die Segmentberichterstattung gegliedert nach Regionen dar. Die Segmente werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Analog werden auch die Umsatzerlöse zugeordnet. Die folgenden Erläuterungen basieren auf den Außenumsätzen eines Segments. Ein wesentlicher Teil der Lieferungen und Leistungen zwischen den einzelnen Standorten entfällt inzwischen auf Teilelieferungen zwischen den Standorten, da im Rahmen globaler Projekte Fertigungskapazitäten für Komponenten flexibel genutzt werden. Zudem werden in Deutschland, in der Tschechischen Republik sowie in China Werkzeuge für andere Standorte hergestellt. Im Berichtsjahr sind dabei erstmals Werkzeuglieferungen aus China an andere Standorte fakturiert worden. SEGMENT DEUTSCHLAND Ausgewählte Informationen (TEUR)scroll
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Angepasst aufgrund der Effekte aus der Anwendung
von IAS 19. Der Hauptsitz des PWO-Konzerns wird im Segment Deutschland abgebildet. Hier ist die Muttergesellschaft Progress-Werk Oberkirch AG angesiedelt, die das operative Geschäft am Standort Oberkirch betreibt. Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtsjahr um 1,1 Prozent. Das EBIT des Segments reduzierte sich auf 14,0 Mio. EUR (i. V. 17,8 Mio. EUR), das Periodenergebnis ging auf 7,2 Mio. EUR (i. V. 10,6 Mio. EUR) zurück, wobei sich die Steuerbelastung deutlich auf 35,9 Prozent (i. V. 28,5 Prozent) erhöht hatte. Die Ertragskraft des Standorts Oberkirch wurde im Geschäftsjahr 2013 durch die Schwäche des Automobilmarktes in Europa sowie stark gestiegene Energie- und Personalkosten beeinflusst. Darüber hinaus wirkten sich ein höherer Instandhaltungsaufwand für Werkzeuge und Anlagen sowie Anlaufkosten für zahlreiche Neuprojekte negativ aus. Einige dieser Faktoren haben Einmalcharakter. Bezüglich anderer Faktoren wurden Gegenmaßnahmen ergriffen, die im Jahresverlauf zunehmend Wirkung zeigten. So konnten unter anderem Bestände zum Ende des Berichtsjahres abgebaut werden. Entlastend auf die Energiekosten wirkt sich in Zukunft das inzwischen in Betrieb genommene Blockheizkraftwerk aus. Auch im Personalbereich wurden Kostensenkungen realisiert. SEGMENT ÜBRIGES EUROPA Ausgewählte Informationen (TEUR)scroll
Unser Standort in der Tschechischen Republik, der im Segment Übriges Europa abgebildet wird, konnte im Geschäftsjahr 2013 erneut von an- und hochlaufenden Serienproduktionen sowie einem stärkeren Werkzeuggeschäft profitieren. Wir füllen hier inzwischen im Werkzeugbau auslastungsschwächere Perioden erfolgreich mit Aufträgen Dritter, mit denen wir im Seriengeschäft nicht im Wettbewerb stehen. Der Standort weist inzwischen sehr stabile Produktionsprozesse auf und hat eine hohe technologische Leistungsfähigkeit erreicht. Die EBIT-Marge konnte daher gegenüber dem Vorjahr erneut gesteigert werden. Auch in Zukunft erwarten wir hier ein im Konzernvergleich überdurchschnittliches Ertragsniveau. Der Standort wird in den nächsten Jahren deutlich ausgebaut werden. Im Berichtsjahr konnte das EBIT auf 5,4 Mio. EUR (i. V. 3,6 Mio. EUR) gesteigert werden. Das Periodenergebnis des Segments Übriges Europa lag mit 5,7 Mio. EUR (i. V. 2,5 Mio. EUR) sogar noch leicht über dem EBIT. Dies resultierte daraus, dass positive Steuereffekte die Finanzierungsaufwendungen überkompensierten. Wir konnten im Berichtsjahr die bestehenden Verlustvorträge vollständig nutzen. Darüber hinaus bestehen weitere Steuerguthaben. SEGMENT NAFTA-RAUM Ausgewählte Informationen (TEUR)scroll
Im Segment NAFTA-Raum sind unsere beiden Standorte in Kanada und in Mexiko zusammengefasst. Nach zwei Jahren mit bereits hohem Wachstum konnten wir hier weiter von der positiven Marktentwicklung profitieren und die Umsatzerlöse auch im Berichtsjahr wieder erfreulich steigern sowie das Ergebnis verbessern. Dazu trug insbesondere der kanadische Standort bei, der von weiteren An- und Hochläufen in der Serienproduktion profitierte. Auf Basis der lokalen Währung stiegen die Serienumsätze hier um 19 Prozent. Nach einem Zuwachs von 51 Prozent im Vorjahr blieben an unserem mexikanischen Standort die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2013 unverändert. Auch das EBIT blieb etwa auf Vorjahresniveau. Der Serienumsatz stieg auf Basis lokaler Währung um 9 Prozent. Das Segment NAFTA-Raum erwirtschaftete im Berichtsjahr insgesamt ein EBIT von 3,6 Mio. EUR (i. V. 2,6 Mio. EUR). Das Periodenergebnis belief sich auf 1,7 Mio. EUR (i. V. 1,0 Mio. EUR). SEGMENT ASIEN Ausgewählte Informationen (TEUR)scroll
Unser Standort in China bildet das Segment Asien. Wir haben hier inzwischen eine Umsatzgröße in Richtung "Break-even" erreicht und im Berichtsjahr die Umsatzerlöse auf fast 13 Mio. EUR verdoppelt. Das EBIT lag 2013 bei -0,8 Mio. EUR (i. V. -2,5 Mio. EUR). Im vierten Quartal konnte ein positives EBIT erzielt werden. Sondereffekte haben dies unterstützt, ohne sie wurde im vierten Quartal der Break-even erreicht. Damit konnten wir die bisherigen Anlaufverluste drastisch reduzieren. Das Periodenergebnis lag 2013 bei -1,5 Mio. EUR (i. V. -3,4 Mio. EUR). Angesichts einer gut gefüllten Pipeline neuer Serienaufträge sowie weiter steigender Werkzeugvolumen für andere Konzerngesellschaften sind wir mit der Entwicklung des Standorts zufrieden. Dies gilt vor allem im Hinblick auf das erreichte hohe Qualitätsniveau sowie den zügigen Ausbau der technologischen Leistungsfähigkeit. Wir investieren daher in China weiter verstärkt in die Aus- und Weiterbildung. Erfreulich ist dabei die Loyalität unserer Mitarbeiter und die für lokale Verhältnisse sehr niedrige Fluktuation. UMSATZ IM GESCHÄFTSJAHR 2013 (100 % = 377,4 Mio. EUR)![]() VermögenslageDie Bilanzsumme des PWO-Konzerns hat sich im Berichtsjahr auf 299,4 Mio. EUR (i. V. 279,3 Mio. EUR) ausgeweitet. Dies resultierte insbesondere aus den fortwährenden Investitionen in unsere weitere Expansion. So erhöhten sich insbesondere die Sachanlagen auf 144,5 Mio. EUR (i. V. 136,3 Mio. EUR). Allerdings waren nach den hohen Investitionen des Vorjahres im Berichtsjahr wie erwartet geringere Mittel notwendig, um das künftige Wachstum des Konzerns abzusichern. Wie in der Segmentberichterstattung dargestellt, ermäßigten sich die Investitionen auf 32,0 Mio. EUR (i. V. 41,2 Mio. EUR). Die Abschreibungen beliefen sich auf 21,2 Mio. EUR (i. V. 18,9 Mio. EUR). Im Berichtsjahr liefen gleich an mehreren Standorten neue Projekte zur Kapazitätserweiterung an. Unverändert entfällt auf unseren größten Standort in Oberkirch mit 15,4 Mio. EUR (i. V. 19,6 Mio. EUR) das höchste Einzelvolumen. Dort wurde insbesondere eine neue 1.250-Tonnen-Presse in Betrieb genommen. Sie gehört nicht nur zu den größten Maschinen innerhalb des PWO-Konzerns und ermöglicht auch sehr komplexe Umformungen unter anderem von hochfesten Stählen. Eines ihrer wichtigsten Merkmale ist zudem ihre enorme Flexibilität. Nicht zuletzt erzielt sie aufgrund der modernen Servo-Antriebstechnik einen wesentlich höheren Output als konventionelle Pressen. Die Folge ist ein spürbarer Produktivitätsanstieg. Einen Schwerpunkt der Investitionstätigkeit bildete ferner das neue Blockheizkraftwerk, das wir zur Optimierung der Stromkosten sowie zur nachhaltigen Energieerzeugung in Betrieb genommen haben. Neben den typischen wiederkehrenden Investitionen in Fertigungsanlagen wurden ferner verschiedene Gebäudeerweiterungen angestoßen. Auch an unserem Standort in der Tschechischen Republik haben wir die Investitionen auf 3,1 Mio. EUR (i. V. 5,1 Mio. EUR) reduziert. Hier stand der Erwerb eines zusätzlichen Grundstücks im Fokus. Mit diesem Grundstück haben wir eine Lücke zwischen den bisherigen Flächen geschlossen. Bei den geplanten künftigen Erweiterungen können wir nun eine optimale innerbetriebliche Logistik aufbauen. Im NAFTA-Raum blieben die Investitionen mit 9,7 Mio. EUR (i. V. 9,5 Mio. EUR) im Wesentlichen unverändert. An unserem kanadischen Standort waren nur begrenzte Mittel zur Erweiterung der Produktionsanlagen sowie zur Vorbereitung der Erweiterung des Logistikzentrums notwendig. Der größere Teil der Investitionen im NAFTA-Raum entfiel auf Mexiko, wo wir sukzessive den Maschinenpark entlang den Anforderungen vorliegender Aufträge modernisieren und damit die Leistungsfähigkeit des Standorts steigern. So haben wir auch dort eine neue 1.250-Tonnen-Presse in Betrieb genommen. Zudem wurde mit dem Bau eines neuen Logistik- und Produktionsgebäudes begonnen. In China konnte das Investitionsbudget nach dem hohen Wert des Vorjahres von 7,1 Mio. EUR im Berichtsjahr auf 3,9 Mio. EUR zurückgeführt werden. Hier wurde insbesondere die Investition in eine neue 600-Tonnen-Presse, die im Vorjahr ausgelöst worden war, abgeschlossen, sowie mit der Investition in eine weitere Presse diesen Typs und in Produktionsanlagen einschließlich einer Laserschweißanlage begonnen. Auch bei den kurzfristigen Vermögenswerten war im Geschäftsjahr 2013 ein sichtbarer Anstieg auf 135,0 Mio. EUR (i. V. 123,4 Mio. EUR) zu verzeichnen. Dieser resultierte allerdings nicht aus einzelnen größeren Veränderungen, sondern betraf fast alle Positionen des Umlaufvermögens und spiegelte im Wesentlichen die geschäftsüblichen Entwicklungen wider. FinanzlageBei der Bilanzstruktur des PWO-Konzerns waren im vergangenen Geschäftsjahr keine substanziellen Veränderungen zu verzeichnen. Im Vorjahr weichen einige Beträge von dem Ausweis für das Geschäftsjahr 2012 ab. Dies resultiert aus Anpassungen, die aufgrund der Umsetzung von IAS 19 (überarbeitet) vorzunehmen waren. Für das Geschäftsjahr 2013 ergaben sich hieraus jedoch nur geringe Ergebniseffekte. Im Einzelnen sind die Anpassungen im Anhang erläutert. Der PWO-Konzern verfügt über eine gesunde Bilanz mit einer soliden Eigenkapitalquote von 34,2 Prozent (i. V. 34,1 Prozent). Aufgrund der hohen Kapitalintensität unseres Geschäfts, der Aufbaukosten für unser internationales Standortportfolio in den letzten Jahren sowie den Nachwirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2009 liegt die Nettoverschuldung derzeit bei 99,7 Mio. EUR (i. V. 90,5 Mio. EUR). Das Gearing belief sich im Berichtsjahr auf 97 Prozent (i. V. 95 Prozent). Es liegt damit außerhalb unserer konzernintern festgelegten strategischen Bandbreite von 60 bis 80 Prozent. Wir streben an, das Gearing schnellstmöglich wieder in den Zielkorridor zurückzuführen. Für die Erläuterung der Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements wird auf den Anhang verwiesen. Auch die Fälligkeits-, Währungs- und Zinsstruktur der Verbindlichkeiten hat sich im Berichtsjahr nicht grundsätzlich verändert, wesentliche Finanzierungsmaßnahmen haben nicht stattgefunden. Größte Einzelposition sind weiterhin die verzinslichen Darlehen, die sich insgesamt auf 107,7 Mio. EUR (i. V. 98,3 Mio. EUR) beliefen. Davon waren 47,7 Mio. EUR (i. V. 48,3 Mio. EUR) den langfristigen Schulden und 60,0 Mio. EUR (i. V. 50,0 Mio. EUR) den kurzfristigen Schulden zuzuordnen. Wie auch in den Vorjahren handelt es sich hierbei ausschließlich um Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Leasinggesellschaften. Der Anstieg der Darlehen im Berichtsjahr ergab sich aus dem Finanzbedarf für das Wachstum des Konzerns sowie für die Investitionen, soweit der Mittelzufluss aus dem Cashflow diesen nicht abdeckte. Stichtagsbedingt nahmen dabei im vergangenen Jahr ausschließlich die kurzfristigen Darlehen zu. Möglichkeiten zur Optimierung unserer Refinanzierungsstruktur prüfen wir grundsätzlich fortwährend. Im Hinblick auf die langfristige Sicherung des aktuell sehr günstigen Zinsniveaus haben wir unsere Prüfungen zuletzt intensiviert. Wir finanzieren unsere Investitionen grundsätzlich mit einer angemessenen Kombination aus kurz- und langfristigen Krediten. Die Kreditkonditionen verbessern sich dabei derzeit kontinuierlich in dem Maße wie langfristige Zinsfestschreibungen auslaufen und diese Finanzierungen im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld zu günstigeren Konditionen neu festgeschrieben werden können. Jenseits der Verbindlichkeiten gegenüber Banken stellen die Pensionsrückstellungen mit gegenüber Vorjahr unverändert 41,0 Mio. EUR sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 24,7 Mio. EUR (i. V. 22,1 Mio. EUR) die wesentlichen weiteren Refinanzierungsquellen dar. Die Entwicklung der Lieferantenverbindlichkeiten folgt dabei eng dem Wachstum des Konzerns und dient der teilweisen Refinanzierung der hieraus resultierenden Zunahme des Umlaufvermögens. Zum Berichtsstichtag waren insbesondere bei den Vorräten und - etwas weniger ausgeprägt - bei den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten deutliche Anstiege gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die Summe der Schulden des PWO-Konzerns nahm im Berichtsjahr auf 196,9 Mio. EUR (i. V. 184,2 Mio. EUR) zu. Insbesondere im Segment Asien stiegen die Schulden auf 42,3 Mio. EUR (i. V. 32,9 Mio. EUR), da wir den chinesischen Standort im Berichtsjahr erfolgreich ausbauen und die Umsatzerlöse dort fast verdoppeln konnten. Die Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität des PWO-Konzerns steht jederzeit im Mittelpunkt unserer finanziellen Steuerung. Wir verfügen über ein ausgefeiltes Liquiditätsmanagement. Wesentliche Salden von Bankkonten werden täglich disponiert, um einerseits über die laufenden Zahlungsverpflichtungen hinaus eine Liquiditätsreserve vorzuhalten. Andererseits streben wir an, die Ausnutzung kurzfristiger Kreditlinien möglichst zu begrenzen und diese daher mit überschüssiger Liquidität zu saldieren. Im Berichtsjahr konnte der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 30,4 Mio. EUR (i. V. 26,6 Mio. EUR) ausgeweitet werden. Dies resultierte zum einen aus dem gestiegenen Periodenergebnis von 13,1 Mio. EUR (i. V. 10,4 Mio. EUR). Die Abschreibungen nahmen zudem auf 21,2 Mio. EUR (i. V. 18,9 Mio. EUR) zu. Zum anderen beliefen sich die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge auf 0,9 Mio. EUR, während sie den Cashflow im Vorjahr noch mit -5,8 Mio. EUR belastet hatten. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im Berichtsjahr 24,7 Mio. EUR (i. V. 33,3 Mio. EUR). Die Investitionen wurden im Einzelnen im vorangegangenen Kapitel zur Vermögenslage erläutert. Die Abweichung zwischen der dort genannten Investitionssumme und dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit ergibt sich aus den Leasingfinanzierungen. Nach gezahlten und erhaltenen Zinsen von -4,2 Mio. EUR (i. V. -4,5 Mio. EUR) konnte ein positiver Free Cashflow von 1,6 Mio. EUR erzielt werden. Im Vorjahr war aufgrund der deutlich höheren Mittelabflüsse für die Investitionstätigkeit noch ein negativer Free Cashflow von 11,2 Mio. EUR zu verzeichnen gewesen. Inklusive Auszahlungen für Dividenden von 5,0 Mio. EUR (i. V. 3,5 Mio. EUR) sowie Tilgungen von Krediten in Höhe von per Saldo 3,1 Mio. EUR (i. V. 2,1 Mio. EUR) betrug die zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Berichtsjahr -6,5 Mio. EUR. Im Vorjahr waren zusätzlich zu den bereits genannten Positionen noch netto 22,0 Mio. EUR aus der Kapitalerhöhung im Mai 2012 zugeflossen, sodass sich die Veränderung der Zahlungsmittel auf 5,2 Mio. EUR belaufen hatte. Finanzielle LeistungsindikatorenIm Berichtsjahr konnten wir - entsprechend unserer langfristigen strategischen Planung -Umsatz und EBIT erneut steigern. Mit einem Konzernumsatz von 377,4 Mio. EUR haben wir unser kommuniziertes Ziel für das Geschäftsjahr 2013 von rund 390 Mio. EUR nahezu erreicht. Erfreulich ist darüber hinaus, dass auch das EBIT mit 22,3 Mio. EUR der Prognose eines EBIT in der Größenordnung von rund 23,0 Mio. EUR in etwa entsprach. Der Free Cashflow war wie geplant leicht positiv. Dagegen konnten wir mit der höheren Nettoverschuldung und dem Anstieg des Gearing im Berichtsjahr unser Ziel einer stabilen Nettoverschuldung und damit einer Reduzierung des Gearing nicht erreichen. Für weitere Erläuterungen zu der Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren im Berichtsjahr verweisen wir auf die vorangegangenen Kapitel zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage. Für das vergangene Geschäftsjahr schlagen wir der Hauptversammlung eine Dividende von 1,80 EUR (i. V. 1,60 EUR) je Aktie vor. Dies entspricht einer Ausschüttungssumme von 5,6 Mio. EUR (i. V. 5,0 Mio. EUR) bzw. einer Ausschüttungsquote von 43 Prozent (i. V. 48 Prozent) des Konzern-Periodenergebnisses. Damit setzen wir unsere aktionärsfreundliche Dividendenpolitik, die im Kapitel zur PWO-Aktie dieses Geschäftsberichts dargestellt wird, uneingeschränkt fort. Für das künftige Wachstum des PWO-Konzerns ist die Entwicklung des Neugeschäfts maßgeblich. Aufgrund der Langfristigkeit unseres Geschäfts bestimmen die aktuellen Aufträge das Expansionstempo der nächsten Jahre wesentlich. Nur ein äußerst geringer Anteil unseres jährlichen Produktionsvolumens und unseres Umsatzes resultiert aus Aufträgen, die kurzfristig vergeben werden und dann auch sehr zeitnah zur Auftragsvergabe anlaufen. Im Berichtsjahr haben wir ein Lifetime-Volumen für künftige Serienproduktionen von über 425 Mio. EUR (i. V. 350 Mio. EUR) akquiriert. Hinzu kommen Werkzeugvolumina in Höhe von 31 Mio. EUR (i. V. 25 Mio. EUR). Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenProdukt- und ProzessinnovationenWir haben uns eine Reputation für höchste Innovationskraft in der Produkt- und Prozessentwicklung erworben. Dies stellt die Basis dar für die Sicherung und den Ausbau unserer Wettbewerbsposition in einer Branche, die von starker Ausdifferenzierung geprägt ist und wo Entwicklungsleistungen immer mehr von den Zulieferern zu erbringen sind. Wir sind Entwicklungspartner unserer Kunden für neue und kreative Lösungen und empfehlen uns auf diese Weise für künftige Aufgabenstellungen noch bevor ein Serienauftrag in die Ausschreibung geht. Dabei profitieren wir von unserer umfassenden Expertise auf dem Gebiet der Blechumformung sowie Verbindungstechnologie, die wir uns für die vielfältigen Anwendungen im Rahmen unserer breiten Produktpalette erarbeitet haben und die unsere einzigartige Marktstellung begründet. Zusätzlich haben wir uns frühzeitig positioniert, um vom weltweiten Trend zur Leichtbauweise zu profitieren. Wir rechnen durchaus damit, dass künftig der Wettbewerb seitens anderer Technologien wie der Warmumformung von Stahlblech oder des Spritzgießens von Kunststoff bzw. des Einsatzes neuer Werkstoffe wie kohlefaserverstärkter Kunststoffe (CFK) zunehmen wird. Gleichzeitig sind wir aber davon überzeugt, dass Volumina, die hierdurch verloren gehen könnten, mehr als kompensiert werden von Verlagerungstendenzen zugunsten unseres Portfolios. So beobachten wir beispielsweise einen starken Trend weg von Schmiede- und Gusskomponenten hin zu solchen aus Stahlblech. Für derartige Lösungen haben wir uns im Markt bereits eine sehr gute Position erarbeitet. Dies gilt auch für den Einsatz hochfester Stähle und hochwertiger Füge- und Verbindungstechniken für belastungsoptimierte Baugruppen und Subsysteme. So lassen sich beispielsweise erhebliche Gewichtsreduzierungen durch den Einsatz moderner Laserschweiß- oder Klebeverfahren erzielen. Untrennbar verbunden mit Produktinnovationen sind bei uns Prozessinnovationen - auch während der Laufzeit einer Serie. Bereits in der Entwicklungsphase einer Produktlösung werden die notwendigen Werkzeuge und der gesamte Produktionsprozess mitkonzipiert. So realisieren wir Innovationen, die maßgeblich zu höchster Effizienz in der Serienfertigung und damit zu nachhaltiger Ertragstärke beitragen. QualitätsmanagementUnsere Null-Fehler-Philosophie stellt einen Kernbestandteil unseres Selbstverständnisses dar. Sie ist konzernweit implementiert und umfasst sowohl die Produktions- als auch die Verwaltungsbereiche. Stabile Prozesse sowie integrierte, automatisierte Qualitätsprüfungen in der gesamten Wertschöpfungskette zeichnen uns aus. In der Produktion setzen wir auf eine permanente Reduzierung von Fehlern. In der Kundenversorgung stellen wir eine weitestgehende Null-Fehler-Qualität sicher. Damit untermauern wir unsere Reputation als führender Anbieter mit höchster Zuverlässigkeit und Liefertreue. Darüber hinaus fühlen wir uns als Hersteller von Sicherheitskomponenten diesem Qualitätsanspruch in besonderem Maße verpflichtet - unabhängig von den jeweiligen Kundenanforderungen. Corporate ResponsibilityWir verstehen uns als Corporate Citizen und leiten daraus die Verpflichtung verantwortungsvollen Handelns über die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen hinaus ab. Dies gilt für unsere internationalen Standorte genauso wie für unseren deutschen Heimatstandort. Ziel ist es, die Wechselbeziehungen mit Mitarbeitern, Kunden, Geschäftspartnern und dem gesellschaftlichen Umfeld insgesamt so zu gestalten, dass Belastungen aus unserer Geschäftstätigkeit vermieden oder begrenzt, soziale Belange berücksichtigt sowie die Umwelt und die natürlichen Ressourcen geschont werden. Dies beinhaltet auch einen umfassenden Arbeitsschutz. Wir pflegen eine Unternehmenskultur, welche die Wertschätzung der Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt. Dies ist ein zentraler Bestandteil unseres Führungskräfteentwicklungsprogramms. Wir lassen unsere Mitarbeiter spüren, dass sie der Schlüssel zum Erfolg sind. Ihr freiwilliges soziales Engagement fördern wir nachhaltig. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich wie im Vorjahr über 80 Prozent unserer Auszubildenden ehrenamtlich engagiert. Auch der Konzern selbst engagiert sich auf vielfältige Weise. Zu unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern zählt zudem ein möglichst weitreichender Arbeitsschutz, dem wir durch entsprechende Hilfsmittel gerecht werden. Nicht zuletzt richten sich unsere Anstrengungen auch auf einen möglichst weitgehenden Umweltschutz. So ist die Progress-Werk Oberkirch AG bereits seit vielen Jahren nach der Richtlinie DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Wesentliche Prozesse zum Schutz der Umwelt, die diese Richtlinie fordert, sind zudem auch bei unseren Tochtergesellschaften implementiert. Darüber hinaus haben wir am deutschen Standort die Heizungsanlage modernisiert und im Zuge dessen ein Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen. So können wir einerseits Energie und damit Kosten sparen sowie den steigenden Energiekosten entgegenwirken und andererseits einen Beitrag zur CO2 -Reduzierung leisten. Derzeit sind wir von der Umlage zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen (EEG-Umlage) befreit. Sollte diese Befreiung aufgrund sich ändernder Rahmenbedingungen künftig nicht mehr möglich sein, wären damit jedoch nur unwesentliche Zusatzbelastungen verbunden. Unser neues Blockheizkraftwerk weist eine um rund 30 Prozent verbesserte Gesamt-Energiebilanz gegenüber der alten Heizungsanlage auf. Der CO2 -Ausstoß wird um ca. 50 Prozent reduziert. Nach der Inbetriebnahme im Herbst 2013 wurden 13 Prozent des gesamten Stromverbrauchs aus selbst erzeugtem Strom generiert. MitarbeiterANZAHL MITARBEITER IM KONZERN NACH STANDORTEN PER 31.12. (inkl. Zeitarbeitnehmer)![]() Die Entwicklung unserer Beschäftigtenzahl hat grundsätzlich einen zeitlichen Vorlauf zur Umsatzentwicklung. Neue Mitarbeiter werden im Vorfeld umfangreicher Serienanläufe eingestellt und geschult, damit die Anläufe zeit- und kosteneffizient realisiert werden können. Je nach Reifegrad der Geschäftsprozesse eines Standorts ist diese Tendenz jedoch unterschiedlich ausgeprägt. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern insgesamt nur moderat ausgeweitet. Deutliche Zuwächse verzeichneten wir im Hinblick auf das aktuelle und das künftige Wachstum insbesondere an unserem tschechischen und unserem chinesischen Standort. In Deutschland konzentrieren wir uns darauf, ausgewählte Schlüsselfunktionen zu verstärken. In Kanada hat sich die Zunahme der Beschäftigtenzahl nach den hohen Zuwächsen der letzten Jahre im Berichtsjahr abgeflacht. Gleiches gilt für die Entwicklung der Mitarbeiterzahl in Mexiko. Dort sind unverändert wesentliche Qualifizierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Leistungsqualität des Standorts notwendig. Ziel ist es, die fähigsten Mitarbeiter zu fördern und so nachhaltig an den PWO-Konzern zu binden und die Fluktuation in Mexiko weiter zu reduzieren. Traditionell engagieren wir uns stark in der Ausbildung junger Menschen, um ihnen eine Chance für den Eintritt in das Berufsleben zu bieten und dem Konzern die Fachkräfte für die Zukunft zu sichern. Über unseren Heimatstandort in Deutschland hinaus bieten wir grundsätzlich auch an allen internationalen Standorten Ausbildungsplätze an. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei vor allem China, wo unsere Ausbildungsquote 15 Prozent beträgt. Mit diesem hohen Engagement vermitteln wir unseren jungen Mitarbeitern die für unsere Produktionsverfahren notwendigen Fachkenntnisse und bieten ihnen damit eine Ausbildung auf nahezu deutschem Standard an. Um die Ausbildung im PWO-Konzern noch attraktiver zu gestalten, ermöglichen wir inzwischen begabten und engagierten jungen Menschen sogar einen Auslandsaufenthalt während der Ausbildungszeit und eröffnen ihnen so zusätzliche Perspektiven. Die Wertschätzung für unsere Mitarbeiter drücken wir in der täglichen Personalarbeit auf ganz konkrete Art und Weise aus. So ermöglichen wir vielfältige Modelle zur Arbeitszeitflexibilisierung sowie zur Teilzeitarbeit. Auf sehr positive Resonanz trifft regelmäßig unser Einarbeitungsprogramm für neue Mitarbeiter sowie für solche, die innerbetrieblich versetzt werden, aus dem Ausland oder nach einer privaten Unterbrechung der Berufstätigkeit wieder zu PWO zurückkehren. Ferner gewinnen Programme zur Gestaltung des demografischen Wandels und zum Gesundheitsmanagement an Bedeutung. Nicht zuletzt bauen wir das Innovationsmanagement immer weiter aus. Damit geben wir den kreativen und innovativen Ideen unserer Mitarbeiter zur Gestaltung ihres Arbeitsumfelds - auch und gerade jenseits der Produkt- und Prozessentwicklung - Raum zur Entfaltung. Zusätzlich haben wir 2013 wieder deutlich in die Weiterbildung investiert. Insgesamt belief sich der Aufwand für die Aus- und Weiterbildung im Berichtsjahr auf 3,0 Mio. EUR (i. V. 2,8 Mio. EUR). Mit ihrer Treue zum Unternehmen geben uns unsere Mitarbeiter viel von unserem Einsatz zurück. Im Geschäftsjahr 2013 lag die Fluktuationsquote bei insgesamt nur 2,8 Prozent (i. V. 5,0 Prozent). Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des KonzernsDer PWO-Konzern konnte im Geschäftsjahr 2013 eine insgesamt gute Geschäftsentwicklung verzeichnen. Der Erfolg unserer Internationalisierung wird inzwischen immer stärker sichtbar: Mittlerweile tragen unsere Standorte im Ausland erheblich zur Steigerung von Umsatz und Ergebnis des Konzerns bei. Damit können wir von dem regional unterschiedlichen Wachstum der Automobilmärkte profitieren und die aktuelle Schwäche in Europa mehr als kompensieren. Dies wird sich künftig fortsetzen, denn die sehr erfreulichen Zuwächse im Neugeschäft des Berichtsjahres betrafen insbesondere auch unser internationales Geschäft. Und für unser mittelfristiges Wachstum sind wir mit anerkannter Innovationskraft, hoher Leichtbaukompetenz sowie höchsteffizienten Produktionsprozessen erstklassig aufgestellt. NachtragsberichtNach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten, über die zu berichten wäre. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtRisikoberichtRisikophilosophie und RisikopolitikGrundlagen unserer Risikophilosophie sind die Vermeidung bestandsgefährdender sowie die Begrenzung und Bewältigung strategischer und operativer Risiken. Risiken, die sich nicht zwingend aus unserem operativen Geschäft ergeben, werden vermieden. Dies gilt insbesondere für den Finanzbereich. So werden beispielsweise keine offenen Positionen eingegangen, Absicherungen erfolgen ausnahmslos für das operative Geschäft. Risikomanagement wird als Grundlage für die Optimierung des Chancen- und Risikoprofils des Konzerns verstanden. Damit hat die Risikophilosophie von PWO wesentlich auch das Erkennen von Marktchancen zum Ziel. Die vollständige Einhaltung der jeweils gültigen gesetzlichen Vorschriften ist hierbei oberste Maxime. Unser wertorientiertes Geschäftsmodell und unsere operativen und kaufmännischen Prozesse sind in diesem Sinne aufgestellt. Im Mittelpunkt unserer Risikopolitik steht insbesondere der Erhalt und Ausbau unserer Innovationskraft in der Produkt- und Prozessentwicklung sowie die Sicherstellung unserer weltweiten Lieferfähigkeit. Damit erfüllen wir die zentralen Anforderungen unserer Kunden bei der Auswahl ihrer strategischen Partner. Auch unsere breit diversifizierte Produktpalette, die strategische Begrenzung des Anteils einzelner Großaufträge, der Einsatz standardisierter Maschinen und Anlagen sowie die Organisation entlang standardisierter und kontinuierlich weiterentwickelter Prozesse dienen der Begrenzung von Risiken. Auf der Beschaffungsseite stehen, neben den Kosten, Qualität und Lieferfähigkeit genauso im Vordergrund. Deshalb betrachten wir unsere Lieferanten als Kooperationspartner, mit denen wir langjährige Beziehungen pflegen und ebenfalls stabile Prozesse etabliert haben. Hinsichtlich des Erkennens von Chancen sind die engen und langjährigen Beziehungen zu unseren Kunden, den Automobilherstellern und Tier-1-Zulieferern von zentraler Bedeutung, während allgemeine Marktanalysen - insbesondere zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung -eine eher untergeordnete Rolle spielen. Diese Kundenbeziehungen ermöglichen uns, zukünftige Entwicklungen und Megatrends auf den internationalen Automobilmärkten frühzeitig zu erkennen und damit eine größere Unabhängigkeit von der allgemeinen Branchenzyklizität zu gewinnen. Ein wichtiges Beispiel in diesem Zusammenhang stellt unsere konsequent ausgebaute Kompetenz bei Leichtbaulösungen dar. CO2 -Einsparung durch Gewichtsreduzierung stellt für PWO einen wesentlichen, von der allgemeinen Absatzentwicklung auf den Automobilmärkten weitgehend unabhängigen Wachstumstreiber dar. Das PWO-Risikomanagement-SystemNicht zu vermeidende Risiken werden, soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, aktiv im Rahmen eines konzernweit einheitlichen Risikomanagement-Systems behandelt. Es schafft Transparenz über die Risikosituation im Konzern und stellt somit eine wesentliche Voraussetzung für dessen Führung dar. Sowohl der Vorstand als auch Entscheider in Einzelbereichen werden damit in die Lage versetzt, vorausschauend und zeitnah geeignete Risikobewältigungsmaßnahmen zu ergreifen. So sorgt das PWO-Risikomanagement-System für eine Optimierung des Chancen- und Risikoprofils des Konzerns, trägt zur langfristigen Stabilität seiner Erträge bei und sichert seinen Fortbestand. Das bestehende Risikomanagement-System des PWO-Konzerns hat sich in wachstumsstarken wie auch rezessiven Phasen in vollem Umfang bewährt und seine Funktionsfähigkeit unter Beweis gestellt. Vor dem Hintergrund unserer stark expandierenden internationalen Aktivitäten und einer deutlich volatiler gewordenen gesamtwirtschaftlichen wie auch branchenbezogenen Entwicklung hatten wir jedoch im Geschäftsjahr 2012 beschlossen, unser bestehendes Risikomanagement-System grundsätzlich weiterzuentwickeln. Dabei konnte sowohl auf das bestehende umfangreiche Reporting System sowie auf die in allen Konzernbereichen verankerte Risikophilosophie aufgebaut werden. Im Geschäftsjahr 2013 wurden unsere ausländischen Standorte über das bisherige Maß hinaus noch stärker in das Risikomanagement-System eingebunden. Mittelfristig wird PWO ein konzernweites, integriertes und wertorientiertes Risikomanagement-System etablieren, das mit den operativen Prozessen und Managementsystemen in noch stärkerem Maße als bisher verknüpft ist. So wird bei der Fortentwicklung unseres Systems die Risikodimension in die Planungs- und Entscheidungsprozesse integriert. Damit einher geht eine Erhöhung der Transparenz über die Risikosituation im Konzern. Unser Ziel ist es, mit einer weiteren Steigerung des Risikobewusstseins aller im Konzern Tätigen einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung seines künftigen Erfolgs zu leisten. Weitere Ziele stellen die Optimierung bzw. Reduktion der Risikokosten und damit die Steuerung des Konzerns nach Rendite- und Risikoaspekten dar. Im PWO-Konzern sind Risiken generell als Ereignis definiert, die sowohl zu einer positiven als auch zu einer negativen Planabweichung führen können. Sämtliche Risiken werden mit Szenario-Verteilungen hinsichtlich Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Mit Hilfe zertifizierter Software können künftig die möglichen Auswirkungen der Risiken in ihrer Gesamtheit auf die Unternehmensplanung berechnet werden. Bei PWO werden sämtliche Risiken und Maßnahmen im Rahmen der Planungs- und Hochrechnungsprozesse von allen Verantwortlichen konzernweit überprüft bzw. aktualisiert. Um eine möglichst hohe Datenqualität, auch in Bezug auf Querschnittsrisiken, sicherzustellen, werden mindestens einmal pro Jahr Workshops in allen Gesellschaften veranstaltet, in denen die Risiken systematisch analysiert, diskutiert und bewertet werden. Ziel ist es, mögliche Schwachstellen frühzeitig aufzudecken und geeignete Maßnahmen zur Risikoreduzierung zu initiieren. Die Wirksamkeit der bereits eingeleiteten Maßnahmen wird dabei ebenfalls überprüft und sichergestellt. Künftig werden auf die gleiche Weise auch Chancen identifiziert und näher analysiert. ORGANISATION DES RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMS IM PWO-KONZERN![]() Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement im PWO-Konzern. Er ist sowohl für die Festlegung der Risikopolitik als auch für die Vorgabe der Rahmenbedingungen im Risikomanagement verantwortlich. Das Group Risk Management koordiniert die systematische und rechtzeitige Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken durch die Risk Owner und berichtet direkt an den Vorstand. Das Group Risk Management trägt die zentrale Verantwortung für den konzernweiten Risikomanagement-Prozess, überwacht und kontrolliert ihn, sorgt für die einheitliche Zusammenführung der bestehenden Risikomanagement-Aktivitäten in den einzelnen Prozessen und verfolgt die jeweiligen Bewältigungsmaßnahmen. Es bereitet die Risikoinformationen für den Vorstand auf. Die Abteilungsleiter in den einzelnen Gesellschaften fungieren als Risk Owner und tragen die zentrale Verantwortung für das Risiko sowie für die Bewältigungsmaßnahmen in ihren jeweiligen Bereichen. Sie identifizieren, analysieren und bewerten Risiken gemäß einer vorgegebenen Methodik. Die Informationsweitergabe geschieht gemäß den Konzernvorgaben an den Vorstand bzw. an die jeweilige Geschäftsführung und an das Group Risk Management. Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems wird intern regelmäßig überprüft und weiter optimiert. Die vom Vorstand formulierten Grundsätze sind in einem Risikomanagement-Handbuch dokumentiert. Der vom Aufsichtsrat eingerichtete Prüfungsausschuss ist in die Risikoberichterstattung einbezogen und befasst sich mit der Wirksamkeit des Risikomanagements und der internen Kontroll- und Revisionssysteme. Compliance Management und Compliance-KontrolleCompliance steht für das Ziel von Unternehmen und ihren Leitungsorganen, die Unternehmensorganisation so zu gestalten, dass Haftungsrisiken frühzeitig erkannt und ihnen vorgebeugt werden kann. Die Einhaltung von Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften, denen das unternehmerische Handeln von PWO weltweit unterliegt, ist für den Vorstand das oberste Ziel und eine Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches und nachhaltiges Wachstum. Daher wurde vom Vorstand der PWO AG ein Compliance-Beauftragter benannt, der mit dem Ausbau eines konzernweiten Compliance Management Systems beauftragt wurde. Nachdem in 2012 das System grundsätzlich überarbeitet und in der PWO AG eingeführt wurde, lag der Fokus im Berichtsjahr in der sukzessiven Integration der Tochtergesellschaften. Um eine möglichst vollständige Identifikation aller potenziellen Risiken sicherzustellen, werden konzernweit in regelmäßigen Abständen die jeweiligen, individuellen Risiken ermittelt und bewertet. Darauf basierend wurden verbindliche Verhaltensrichtlinien (Code of Conduct) eingeführt bzw. werden bedarfsorientiert überarbeitet und den Mitarbeitern Handlungshilfen in Schulungen vermittelt. Durch eine permanente Sensibilisierung aller Mitarbeiter soll gezielt das Gespür für die besondere Relevanz einzelner Compliance-Themen geschärft werden, um weiteren Risiken vorzubeugen. Für die Zukunft ist die Integration der Compliance-Risiken in das unternehmensweite Risikomanagement-System geplant, um hier Synergieeffekte, insbesondere in der Kommunikation und im Berichtswesen, zu erzielen. Erwartete Gesamtrisikolage im Geschäftsjahr 2014Während sich der europäische Automobilmarkt auch 2013 weiter abschwächte, verzeichneten die Märkte in den USA und in China deutlich steigende Absatzzahlen. Diese divergierende globale Entwicklung stellt für die gesamte Branche, insbesondere aber für europäische Automobilproduzenten und Zulieferer, eine besondere Herausforderung dar. Dafür ist der PWO-Konzern gut gerüstet. Wir haben die Notwendigkeit, aber auch die Chancen einer Positionierung als global lieferfähiger Konzern frühzeitig erkannt und die Investitionsschwerpunkte der letzten Jahren gezielt in den Ausbau der internationalen Standorte gelegt. Im Zuge dessen hat sich der Umsatzanteil unserer Auslandsaktivitäten in den vergangenen fünf Jahren auf fast 40 Prozent annähernd verdoppelt. Der Vorstand geht davon aus, dass die Risikosituation im Geschäftsjahr 2014 nur unwesentlich von der des Berichtsjahres abweichen wird. Der PWO-Konzern ist derzeit keinen besonderen, für die Geschäftstätigkeit typischen oder auch untypischen Risiken ausgesetzt. Unabhängig von der Erwartung einer gewissen Belebung des europäischen Automobilmarktes im Zuge der Stabilisierung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes werden dennoch auch 2014 wieder Asien und Nordamerika die am stärksten wachsenden Regionen für die internationale Automobilbranche sein. Zusätzlich zu den unternehmensspezifischen Wachstumstreibern (unter anderem das starke Neugeschäftswachstum, die hohen Serienan- bzw. hochläufe sowie Skaleneffekte) erwartet der Vorstand daher auch angesichts dieser allgemeinen Branchenentwicklung, dass die internationalen Standorte des PWO-Konzerns die Wachstumsbeiträge bei Umsatz und Ertrag liefern werden. Planungssicherheit bei den Personalkosten schafft das für das Gesamtjahr 2014 gültige tarifliche Umfeld. Zusätzliche Risiken resultieren dagegen aus der möglichen Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. In dem Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung sind unter anderem Anpassungen bezüglich der Beschäftigung von Zeitarbeitnehmern vereinbart. So soll bei Zeitarbeitnehmern zum einen der Einsatz auf maximal 18 Monate begrenzt und zum anderen die Vergütung nach 9 Monaten dem Niveau der Stammbeschäftigten gleichgestellt werden. Je nach Ausgestaltung der entsprechenden Gesetze könnten diese Anpassungen zu einer verringerten Flexibilität beim Einsatz von Zeitarbeitnehmern bzw. zu erhöhten Kosten führen. Aufgrund der Vorlaufzeit in der Gesetzgebung dürften sich mögliche Veränderungen allerdings erst im weiteren Jahresverlauf 2014 oder später bemerkbar machen. Die Risikotragfähigkeit des PWO-Konzerns wurde aus Finanzierungssicht durch die Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2012 wesentlich gesteigert. Der Vorstand ist überzeugt, dass die im Risikobericht beschriebenen Risiken für den PWO-Konzern beherrschbar sind und seinen Fortbestand nicht gefährden. Gleichzeitig verfügt PWO in vielen Bereichen über Chancen, sich besser als geplant zu entwickeln. Besonders hervorzuheben sind hierbei das starke Neugeschäft der vergangenen Jahre, unsere starke Stellung im Bereich von Leichtbaulösungen und unsere internationale Positionierung. Diese Faktoren ermöglichen es uns, von der erwarteten positiven Entwicklung des weltweiten Automobilmarktes zu profitieren. Insgesamt sind wir daher der Auffassung, dass die Chancen die Risiken des Geschäfts überwiegen. Damit stellen sich die Perspektiven für die weitere Entwicklung des PWO-Konzerns sehr erfreulich dar. Erneut konnte im Geschäftsjahr 2013 ein hohes und deutlich über dem Vorjahreswert liegendes Neugeschäft auf Rekordniveau abgeschlossen werden. Dies wird dazu beitragen, die Auslastung unserer Kapazitäten auch in den nächsten Jahren zu sichern und unseren Umsatz zu steigern. Darstellung der überwiegend kurzfristig wirkenden Risiken und ChancenDie nachfolgende Darstellung gibt einen Überblick über die möglichen Auswirkungen wichtiger Risiken und Chancen auf die operative Planung 2014 unter Berücksichtigung der schadenbegrenzenden internen Maßnahmen. Analog zu unserem Risikomanagement-System gliedern wir dabei die Erläuterungen zu den Einzelrisiken gemäß den folgenden Risikokategorien: Leistungs-, Markt- bzw. Finanzrisiken sowie Regulatorische Risiken. Die Reihenfolge der Risikokategorien sowie der Einzelrisiken innerhalb der Kategorien spiegelt dabei unsere gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikomaßes für PWO in absteigender Reihenfolge wider. Unser Geschäft ist - soweit sich die Gesamtwirtschaft und die Automobilindustrie im Rahmen ihrer langfristigen Zyklik entwickeln - grundsätzlich durch eine hohe Prognostizierbarkeit innerhalb beherrschbarer Schwankungsbreiten geprägt. Dies ergibt sich zum einen aus unserer strategischen Steuerung des Konzerns, zum anderen aus der zum Teil mehrjährigen Vorlaufzeit von Aufträgen sowie der fünf- bis achtjährigen Laufzeit von Serienproduktionen. Diese Langfristigkeit unseres Geschäfts trägt zur Risikobegrenzung bei. Gleichzeitig bedeutet es, dass die kurzfristigen Chancen für eine über den Erwartungen liegende Umsatz- und Ergebnisentwicklung limitiert sind. Bezüglich der operativen Planung 2014 überwiegen daher in der folgenden Darstellung die Risiken gegenüber den Chancen. LeistungsrisikenQualitätsrisiken/Produkthaftungs- und RückrufrisikenSerienproduktion für die internationale Automobilindustrie bedeutet, deren Anforderungen an höchste Prozesssicherheit und Produktqualität sowie Lieferzuverlässigkeit über viele Jahre hinweg dauerhaft und sicher erfüllen zu können. Leistungsausfälle führen nicht nur zu kurzfristigen monetären, sondern vor allem auch zu erheblichen Reputationsschäden und sind daher für Anbieter wie PWO, die sich an der Spitze des Marktes positionieren, unter allen Umständen zu vermeiden. Die Qualität unseres PWO-Production-Systems ermöglicht es, auch Phasen hochvolatiler Abrufzahlen mit Flexibilität zu bewältigen, ohne die Ertragskraft eines Standorts grundsätzlich zu gefährden. Dieses Niveau an Leistungszuverlässigkeit und Produktqualität erreichen wir heute an allen unseren Standorten mit Ausnahme unseres Standorts in Mexiko, dessen Leistungsfähigkeit wir jedoch kontinuierlich steigern. Zudem erfordert der mexikanische Markt heute noch nicht die hochkomplexen und vollautomatisierten Produktionsverfahren wie sie an unseren anderen Standorten zum Einsatz kommen. Entsprechend bestehen größere zeitliche Spielräume im Produktionsprozess, was zur Risikobegrenzung beiträgt. Produkthaftungsrisiken und aus Rückrufaktionen resultierende Risiken haben in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Bedeutung gewonnen. Grundsätzlich ist der PWO-Konzern gegen solche Risiken über entsprechende Versicherungen abgesichert. Allerdings muss stets sichergestellt werden, dass das Haftungsrisiko vollständig durch die Versicherungssumme abgedeckt wird. Betriebsunterbrechung der ProduktionBetriebsunterbrechungsrisiken können im Wesentlichen durch eine Beschädigung oder den Ausfall einer Fertigungsanlage oder eines Werkzeugs resultieren. Je nach Ausmaß der Beschädigung und zeitlicher Dauer des Ausfalls kann dies zu einer Beeinträchtigung der fristgerechten Belieferung der Kunden führen. Dieses Risiko wird im PWO-Konzern durch eine Fülle von Maßnahmen aus dem Bereich Business-Continuity-Management, ein unternehmensindividuelles Notfall- und Krisenmanagement zur systematischen Vorbereitung auf die Bewältigung unternehmenskritischer Notfallsituationen, sehr wirksam begrenzt. Das Business-Continuity-Management wird über den Standort Oberkirch hinaus sukzessive auch zur Beherrschung konzernweiter Risiken eingesetzt. Das Risiko des Ausfalls eines kompletten Standorts, also ein bestandsgefährdendes Risiko, ergibt sich aus Sicht des Vorstands ausschließlich aus externen, nicht beeinflussbaren Faktoren. Hierzu zählen insbesondere Naturkatastrophen bzw. Einflüsse höherer Gewalt. Mit den überall im Konzern angewandten Sicherheitsvorkehrungen, die durch anerkannte externe Berater regelmäßig und umfangreich geprüft werden, begrenzen wir mögliche Schäden durch Naturereignisse jedoch wirksam. Der Vorstand ist daher überzeugt, dass der Ausfall eines kompletten Standorts nahezu ausgeschlossen werden kann. Anlauf- und HochlaufrisikenDas An- und Hochlaufen von neuen Serienproduktionen birgt eine Reihe von Risiken. Zum einen müssen wir zunächst Vorleistungen erbringen, unter anderem in Form von der Bereitstellung der geeigneten Kapazitäten. Sollte sich der Anlauf einer Serienproduktion kurzfristig verzögern, könnte dies zu einer entsprechenden Nichtauslastung dieser Kapazitäten führen. Zum anderen durchläuft die Produktion beim An- und Hochlaufen eine sogenannte Lernkurve, das heißt zu Beginn liegt die Effizienz noch auf einem vergleichsweise geringen Level und steigt dann kontinuierlich an. Unsere langjährig positive Entwicklung dokumentiert, dass wir in der Lage sind, diese Risiken zu beherrschen. Werkzeugbezug aus ChinaIm Berichtsjahr haben wir eine Werkzeugstrategie für den Standort China implementiert. Ziel ist es, diesen Standort in die Lage zu versetzen, sowohl Werkzeuge für die eigene Serienfertigung als auch für die anderen Produktionsstandorte im Konzern bereitzustellen. Dadurch entstehen Wettbewerbsvorteile an all unseren Standorten. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Tool-Sourcing-Strategie ist somit mittelfristig für die Wirtschaftlichkeit aller Standorte, jedoch kurzfristig insbesondere für das Segment Asien von zentraler Bedeutung. Zur Steuerung dieses Risikos wurden umfangreiche Maßnahmen in die Wege geleitet. MarktrisikenSchwankungen der Abrufzahlen der Kunden inklusive der Verschiebung von Aus- und AnläufenEine wesentliche Voraussetzung, um die für unser kapitalintensives Geschäft notwendigen Margen zu erzielen, ist die Sicherstellung einer ausreichenden Auslastung unserer Produktionsstandorte. Bei bestehenden Aufträgen erstrecken sich die Auslastungsrisiken insbesondere auf Absatzschwankungen in der Serienproduktion durch Nachfrageschwankungen seitens der Endkunden sowie auf unplanmäßige, vorzeitige Serienausläufe. Bei Neuaufträgen besteht das Risiko von Anlaufverschiebungen von Neuprojekten. Aufgrund der breiten Diversifikation unserer Produktpalette und der strategischen Begrenzung von Großaufträgen sind wir jedoch nicht vom Erfolg einzelner Kfz-Modelle abhängig, sondern spüren im Wesentlichen nur die durchschnittlichen Marktschwankungen. Um hierauf möglichst optimal reagieren zu können, setzen wir auf eine permanente Steigerung der Flexibilität aller Geschäftsprozesse. Damit können wir auch kleinere Mengeneinheiten wirtschaftlich produzieren. Darüber hinaus haben wir unseren Maschinenpark möglichst flexibel aufgestellt und setzen weltweit einheitliche Produktionsprozesse um. Damit können auslaufende Serienaufträge durch sehr unterschiedliche Nachfolgeaufträge ersetzt werden und es besteht die grundsätzliche Möglichkeit, Maschinen und Montageanlagen innerhalb unseres Standortportfolios zu verlagern. Bei Verträgen mit definierten, von uns zu erbringenden Leistungen wurden überwiegend folgende Vereinbarungen getroffen: Soweit sie bezüglich unseren Leistungen Amortisationsvereinbarungen über die gesamte Vertragslaufzeit beinhalten, bestehen für die Kunden bei Abbruch des Vertrags Leistungsverpflichtungen. Projektspezifische Marktrisiken sind im Falle von Investitionen und Vorfinanzierungen von Leistungen im marktüblichen Rahmen vertraglich abgesichert. Nennenswerte Risiken aus Entwicklungsleistungen, die über den Teilepreis im Laufe der Serienproduktion amortisiert werden, bestehen nicht. PreissenkungsrisikenDie permanente Zunahme des Wettbewerbs und Preisdrucks gehört zu den typischen Risiken der Automobilzulieferindustrie. Dieses Risiko ist in konjunkturellen Schwächephasen besonders ausgeprägt, da die Automobilhersteller versuchen, die an Endkunden gewährten Preisnachlässe an die Zulieferer abzuwälzen. Aufgrund der zu erwartenden konjunkturellen Entwicklungen schätzen wir das Risiko aus ungeplanten Preissenkungen für das Geschäftsjahr 2014 als gering ein. Zudem dokumentiert unsere langjährig nachhaltig positive Entwicklung, dass wir in der Lage sind, solche Risiken erfolgreich zu beherrschen. Mit unserer Innovationskraft realisieren wir für unsere Kunden einen quantifizierbaren Mehrwert. Darüber hinaus steigern wir permanent die Effizienz aller betrieblichen Prozesse. Krisenhafter KonjunktureinbruchAnalog zu volatilen Abrufzahlen aufgrund schwankender Nachfrage seitens der Endkunden würde ein krisenhafter Konjunktureinbruch die für die Gewinnerzielung notwendige Auslastung unserer Produktionsstandorte gefährden. Ein solcher Einbruch, wie er zuletzt 2008/2009 zu verzeichnen war, lässt sich nicht über eine breite Diversifikation der Produktpalette abfedern, da alle Marktsegmente in vergleichbarem Umfang betroffen sind. Der PWO-Konzern begegnet diesem Risiko durch ein hohes Maß an Flexibilität in der Produktion, unter anderem durch den Einsatz von Zeitarbeitnehmern und Gleitzeitkonten. Zudem sorgen moderne Controlling- und Planungsinstrumente für kurze Reaktionszeiten und das sofortige Einleiten von Kostensenkungsprogrammen. Für das Geschäftsjahr 2014 wird das Risiko eines krisenhaften Konjunktureinbruchs jedoch als gering eingeschätzt. Insolvenz eines strategischen LieferantenIn einzelnen Bereichen beschränkt sich PWO auf den Bezug von Vorprodukten von einigen wenigen ausgewählten Lieferanten. Beim Ausfall eines solchen strategischen Lieferanten infolge einer Insolvenz besteht daher das Risiko, dass kurzfristig keine alternativen Bezugsquellen bestehen. Dadurch kann es gegebenenfalls zu einer Beeinträchtigung der Belieferung von Kunden kommen. Dies kann entsprechende Auswirkungen auf die Ertragslage des PWO-Konzerns haben. Diesem Risiko wird mit einer systematischen Lieferantenauswahl begegnet, um die Wahrscheinlichkeit eines tatsächlichen Ausfalls gering zu halten. Darüber hinaus arbeiten wir derzeit intensiv an der Weiterentwicklung unseres Supply-Chain-Managements in diesem Bereich. RohstoffpreisrisikenZu den für unsere Produktionsprozesse notwendigen Rohstoffen gehören insbesondere Stahl sowie in deutlich geringerem Umfang Aluminium. Diese Metalle kaufen wir auf dem Weltmarkt ein. Wir pflegen mit ausgewählten Lieferanten langjährige Lieferbeziehungen. Langfristige Rahmenverträge werden jedoch derzeit am Markt nicht mehr angeboten. In der Vergangenheit waren keine Lieferengpässe bei unseren Vorprodukten zu verzeichnen. Preisanstiege über die in unseren Kundenverträgen vereinbarten Schwankungen hinaus konnten wir bisher entweder über Gleitklauseln direkt an unsere Kunden weitergeben oder wir sind auf dem Verhandlungswege mit unseren Kunden erfolgreich zu akzeptablen Lösungen gekommen. Umgekehrt werden auch fallende Rohstoffpreise an unsere Kunden weitergegeben. Für die Zukunft sind stärkere Preisvolatilitäten und tendenziell steigende Preise nicht auszuschließen. Gelegentliche Angebotsverknappungen können ebenfalls nicht ausgeschlossen werden. Verlust eines GroßkundenDer PWO-Konzern ist in einem wettbewerbsintensiven und sich technologisch schnell wandelnden Umfeld tätig. Daher sind wir dem Risiko ausgesetzt, von bestehenden oder neuen Wettbewerbern verdrängt zu werden. Dieses Risiko ist insbesondere dann gegeben, wenn wir nicht in der Lage sind, die Vorgaben unserer Kunden in Bezug auf Qualität und Liefertreue einzuhalten. Dies würde sich aus dem entstandenen Reputationsschaden auch entsprechend negativ auf die Gewinnung von Neukunden auswirken. Unsere breite Aufstellung verhindert eine Abhängigkeit von Großkunden, da sich die Umsätze mit einzelnen Kunden immer auf diverse vertraglich eigenständige Einzelprojekte mit jeweils eigenen Produkten, unterschiedlichen Laufzeiten und Volumina verteilen. Die Wahrscheinlichkeit des gleichzeitigen Ausfalls aller Projekte eines Kunden ist äußerst gering. Im Berichtsjahr - wie auch im Vorjahr - entfiel auf keinen unserer Kunden ein Umsatzanteil von mehr als 10 Prozent. Bei einigen unserer ausländischen Standorte gibt es dagegen einzelne Großkunden, auf die mehr als 10 Prozent des Umsatzes entfallen. In diesen Fällen ist die Einhaltung der entsprechenden Qualitätsanforderungen seitens des Kunden von besonderer Bedeutung, da ein Verlust eines Großkunden erhebliche negative Auswirkungen haben könnte. Finanzrisiken und -chancenWertberichtigungen/ImpairmentsDas Risiko für Wertberichtigungen bzw. Impairments besteht vor allem dann, wenn konzernweit die Planungen nicht erreicht bzw. sich die Ertragsaussichten verschlechtern. Eine Erhöhung des Abzinsungsfaktors für die erwarteten zukünftigen Cashflows wirkt ebenfalls risikoerhöhend. Insbesondere in konjunkturell schwierigen Zeiten steigt dieses Risiko. Da jedoch davon ausgegangen wird, dass Planergebnisse erreicht werden, wird die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Abwertung in Bezug zur Planung 2014 als sehr niedrig angesehen. Währungsrisiken und -chancenDer PWO-Konzern ist grundsätzlich an all seinen Standorten Währungsrisiken ausgesetzt. Diese Risiken setzen sich einerseits aus dem Translationsrisiko (Umrechnung der Abschlüsse der jeweiligen Tochtergesellschaften in Euro) und andererseits aus dem Transaktionsrisiko (Absatzseite und Beschaffungsseite) zusammen. Die wesentlichen Währungen im Konzern sind neben dem Euro der kanadische Dollar, der US-Dollar und der chinesische Renminbi. Zur Vermeidung von Währungsrisiken schließen wir entsprechende Sicherungsgeschäfte ab. Ziel ist, die Einflüsse der Wechselkursschwankungen auf das Konzernergebnis möglichst gering zu halten. Die Auswahl der einzusetzenden Sicherungsinstrumente erfolgt nach eingehender Analyse des abzusichernden Grundgeschäfts. Mit Hilfe dieser Hedginggeschäfte sichert der Konzern den weit überwiegenden Teil des Währungsrisikos ab. Das verbleibende Restrisiko hat nur ein geringes Ausmaß. Grundsätzlich besteht die Chance, dass sich Währungsrelationen günstiger als erwartet entwickeln, sodass sich hieraus auch Chancen für eine Ergebnisverbesserung ergeben können. Allerdings ergibt sich aus dem hohen Anteil der Absicherung, dass auch die Chancen nur ein geringes Ausmaß haben können. ZinsrisikenDa der Konzern zur Refinanzierung Bankverbindlichkeiten nutzt, ist er grundsätzlich Zinsrisiken ausgesetzt. Das heißt, es besteht das Risiko, dass Bankkredite zum Zeitpunkt des Auslaufens von Zinsfestschreibungsperioden zu höheren als den bisherigen Sätzen refinanziert werden müssen. Durch eine angemessene Kombination aus kurz- und langfristigen Krediten begrenzen wir diese Risiken. Wir achten auf Fristenkongruenz: Mit langfristigen Kundenaufträgen verbundene Investitionen werden grundsätzlich langfristig finanziert. Bei variabel verzinslichen Darlehen werden zusätzlich auch Zinsswaps eingesetzt. Auf diese Weise streben wir eine ausgewogene Struktur der Laufzeiten unserer Darlehen sowie der ihrer Zinsabsicherungen an. Dies betrachten wir als einen wesentlichen Bestandteil unseres Risikomanagements. FinanzierungsrisikenWir haben langfristige und gute Beziehungen zu unseren Bankpartnern aufgebaut, die unverändert tragfähig sind. Finanzierungsrisiken bestehen daher für uns nach wie vor nicht. Ungeachtet dessen prüfen wir fortwährend die mögliche Nutzung alternativer Refinanzierungsinstrumente, um die verfügbare Palette zu erweitern, sollte dies wirtschaftlich oder unter Diversifizierungsaspekten angemessen erscheinen. Finanzierungsrisiken könnten zudem daraus entstehen, dass Finanzinstitute ihre Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Anlage liquider Mittel sowie als Kontrahenten derivativer finanzieller Vermögenswerte nicht erfüllen. Wir setzen hier auf sorgfältige Auswahl und Diversifizierung unserer Partner und sehen daher keinen Anpassungsbedarf bei unserer Risikosteuerung. Regulatorische RisikenCompliance-RisikenDie Einhaltung von nationalen und internationalen Gesetzen sowie internen und externen Richtlinien ist ein grundlegender Bestandteil der Geschäftstätigkeit des PWO-Konzerns. Bei Verstößen kann es zu erheblichen Bußgeldern, Schadensersatzansprüchen bis hin zu Haftstrafen für die beteiligten Mitarbeiter kommen. Dem Compliance-Risiko begegnen wir durch unser Compliance-Management-System. Dieses umfasst Maßnahmen zur Prävention und Früherkennung von Verstößen sowie Maßnahmen zur Reaktion auf eventuelle Verstöße. Im Berichtsjahr lag der Fokus in der sukzessiven Integration der Tochtergesellschaften. PatentverletzungDie Entwicklung neuer Produkte birgt das Risiko, dass gewerbliche Schutzrechte Dritter, in unserer Branche sind das Patente oder Gebrauchsmuster, verletzt werden. Problematisch sind bereits angemeldete aber noch nicht veröffentlichte Schutzrechte. Innerhalb des Zeitraums zwischen Anmeldung und Veröffentlichung besteht keine Klarheit darüber, ob das Schutzrecht eines anderen Marktteilnehmers verletzt wird. Das Risiko besteht darin, dass es zu ungeplanten Lizenznachzahlungen kommen könnte, wobei in der Automobilbranche von einem Produktionsverbot nicht auszugehen ist. Das Risiko wird durch die Zusammenarbeit mit einem externen Patentanwalt sowie durch die langjährige Produkt- und Branchenexpertise unserer Mitarbeiter im Bereich Produkt- und Prozessentwicklung begrenzt. Zurzeit gibt es keine aktuellen Streitfälle. Darstellung der überwiegend mittelfristig wirkenden strategischen Risiken und ChancenDie folgende Darstellung gibt einen Überblick über die überwiegend mittelfristig, das heißt in einem Zeitraum von mindestens drei Jahren, wirkenden strategischen Risiken und Chancen. Auch in diesem Kapitel spiegelt die Reihenfolge der dargestellten Risiken und Chancen unsere gegenwärtige Einschätzung der relativen Bedeutung für PWO wider. Entwicklung neuer Technologien und ProduktePermanente Produkt- und Prozessinnovationen bilden zentrale Erfolgsfaktoren für die Sicherung und den Ausbau unserer Wettbewerbsposition in einer Industrie, in der Entwicklungsleistungen immer stärker von den Zulieferern erbracht werden. Da Neuentwicklungen zunehmend komplexer werden, steigen zwar auch die Risiken, dass die entsprechenden Entwicklungs- und Anlaufkosten über die gesamte Wertschöpfungskette im Vorfeld nicht richtig eingeschätzt und überschritten werden. Aber gleichzeitig überwiegen die Chancen: Gerade bei der Lösung komplexer Produktspezifikationen, die häufig mit konfliktierenden Anforderungen einhergehen (z. B. höhere Sicherheitsanforderungen bei gleichzeitiger Gewichtseinsparung), konnten wir in der Vergangenheit immer wieder die "bessere" Lösung anbieten und damit den Auftrag gewinnen. Hier kommen insbesondere unser tiefes Verständnis für den jeweiligen Kundenbedarf und unsere jahrzehntelange Erfahrung in der Metallverarbeitung zum Tragen. Diese Kompetenzen bauen wir kontinuierlich weiter aus und vermindern hierdurch auch die Risiken zu hoher Entwicklungs- und Anlaufkosten. Darüber hinaus: Zur wirkungsvollen Verringerung solcher Risiken werden diese schon im Vorfeld anstehender Neuentwicklungen systematisch in bereichsübergreifenden Teams abgewogen und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen zu deren Steuerung eingeleitet. Unsere langjährig positive Entwicklung dokumentiert, dass wir in der Lage sind, mit permanenten Produkt- und Prozessinnovationen unsere Marktposition kontinuierlich auszubauen, sodass die Chancen aus diesem Bereich gegenüber den Risiken deutlich überwiegen. Langfristige NachfrageentwicklungMit unserem Produkt- und Leistungsspektrum sowie unserer Innovationskraft und unserer globalen Präsenz sehen wir uns gut positioniert, um gleichzeitig von mehreren Nachfragetrends in der Automobilindustrie zu profitieren.
Entwicklung des Kunden- und WettbewerbsumfeldsDie Trends hin zu mehr Komfort und Sicherheit bei gleichzeitig geringerem Verbrauch - und damit zu insgesamt höherer Komplexität des Produkts Automobil - zwingt die globalen Automobilhersteller, mehr und mehr auf externe Kompetenz zurückzugreifen und damit weitere wesentliche Abschnitte ihrer Wertschöpfungskette von Zulieferern zu beziehen. Dies führt bei den Zulieferern zu der Herausforderung, absolut zuverlässig zu liefern, sowohl hinsichtlich der Produktqualität, als auch, was die notwendige Flexibilität bei schwankenden Abrufzahlen anbelangt. Mit unserem bewährten und hochflexiblen PWO-Production-System und unserer Null-Fehler-Philosophie sehen wir uns hervorragend gerüstet, auch zukünftig weiter Marktanteile gewinnen zu können und damit den Umsatz pro Fahrzeug zu steigern. Erweiterung der globalen Reichweite von PWOIn den letzten Jahren haben wir ganz wesentlich in die Verbreiterung der globalen Präsenz des PWO-Konzerns investiert. Durch den Ausbau unserer Kapazität in lokalen Märkten konnten wir Synergie- und Kostensenkungspotenziale heben und die Nähe zu unseren Kunden verbessern. Damit sind wir heute in die Lage, global ausgeschriebene Aufträge, zum Beispiel bei Plattformkonzepten, zu gewinnen. Diese Chancen wollen wir in den nächsten Jahren durch den gezielten Aufbau von Montagestandorten in den für uns wichtigen Automobilmärkten wie in Amerika und China noch stärker nutzen. Mit dieser Aufstellung werden wir vom Trend profitieren, dass die Automobilhersteller die Anzahl ihrer Lieferanten tendenziell reduzieren und auf Lieferanten konzentrieren, die global lieferfähig sind. In China erwarten wir zudem in den nächsten Jahren eine deutlich steigende Nachfrage nach Produkten höchster Präzision und Qualität - und damit nach unseren Produkten. Dies wollen wir nutzen, um unseren Standort zügig weiter auszubauen. Werkzeugbezug aus ChinaAus der im Kapitel der überwiegend kurzfristig wirkenden Risiken und Chancen dargestellten Tool-Sourcing-Strategie resultieren auch mittelfristig Risiken und Chancen. Grundsätzlich ist es möglich, dass es länger als erwartet dauern wird, diese Strategie umzusetzen, sodass sich die erwarteten positiven Ergebnisbeiträge über das Prognosejahr 2014 hinaus verzögern würden. Die bisherige Entwicklung des Standorts deutet jedoch eher daraufhin, dass die dortigen Mitarbeiter zügig das notwendige Know-how im Werkzeugbau auf- und ausbauen und unsere diesbezüglichen mittelfristigen Erwartungen möglicherweise sogar übertreffen. Wir sehen daher aus dem Werkzeugbezug in China mittelfristig größere Chancen als Risiken für die Ergebnisentwicklung des Konzerns. Entwicklung der WährungsrelationenAbsicherungsinstrumente gegen Währungsschwankungen sind grundsätzlich nicht für den gesamten Zeitraum einer Serienproduktion verfügbar. Zwar lässt sich die Wirkung von Hedginggeschäften durch rollierende Abschlüsse über die Laufzeit eines Einzelgeschäfts hinaus verlängern. Mittelfristig können sich jedoch grundsätzliche Veränderungen in den Relation der für den PWO-Konzern wesentlichen Währungen ergeben. Daraus können sich sowohl Risiken wie auch Chancen für die Ergebnisentwicklung ergeben. PrognoseberichtErwartete allgemeine wirtschaftliche und BranchenentwicklungDer IWF prognostiziert für das laufende Geschäftsjahr eine spürbare Belebung der Weltwirtschaft. Sie soll um 3,7 Prozent wachsen, nachdem 2012 noch 3,0 Prozent erreicht worden waren. Dabei wird mehr Wachstum in nahezu allen Regionen erwartet. Insbesondere die US-Wirtschaft wird von der starken Inlandsnachfrage profitieren und um 2,8 nach 1,9 Prozent zulegen. Damit dürfte auch im laufenden Jahr eine robuste Automobilkonjunktur in den USA vorgezeichnet sein. Der Euroraum verlässt die Rezession und legt 2014 leicht um 1 Prozent nach einem Rückgang um -0,4 Prozent im Vorjahr zu. Vor allem in Deutschland soll die Konjunktur mit +1,6 Prozent nach 0,4 Prozent deutlich zulegen. Die erfreulichen Zahlen vom Dezember 2013 zeigen nach Ansicht des Verbands der deutschen Automobilindustrie VDA, dass sich die Stabilisierung des deutschen Pkw-Markts weiter fortsetzt. Für das Gesamtjahr 2014 rechnet der VDA mit einem leichten Wachstum auf rund 3 Mio. Pkw-Neuzulassungen. Insgesamt geht der Verband davon aus, dass der Weltmarkt 2014 um drei Prozent auf 74,7 Mio. Pkw wachsen wird. Abgesehen von Japan sollen sich alle relevanten Märkte positiv entwickeln. In China wird sich das Wachstumstempo zwar etwas zurückbilden, dennoch soll der Markt um 7 Prozent auf erstmals über 17 Millionen Pkw zulegen. Für die USA wird ein Plus um 3 Prozent und damit ein Volumen von knapp 16 Millionen Light Vehicles erwartet. Westeuropa kommt 2014, so der VDA, nach vier Jahren erstmals wieder ins Plus. Mit einem Anstieg um 2 Prozent wird allerdings nur eine leichte Zunahme prognostiziert. In den neuen EU-Ländern soll die Erholung mit einem Wachstum von 7 Prozent schneller vorangehen. Damit setzen sich 2014 die Verschiebungen auf dem Weltmarkt fort: Im Vergleich zum Krisenjahr 2009 wird der Neuwagenabsatz 2014 in China von 8,4 Mio. auf 17,1 Mio. Pkw zulegen, in den USA von 10,4 auf 15,9 Mio. Light Vehicles. Umgekehrt geht der westeuropäische Markt im gleichen Zeitraum von 13,7 Mio. auf 11,6 Mio. Pkw zurück. Gemessen in Marktanteilen steigt Chinas Anteil am Pkw-Weltmarkt von 15 auf 23 Prozent und die USA legen von 19 auf gut 21 Prozent zu, während Westeuropa von 25 auf knapp 16 Prozent zurückgeht. Geschäftsverlauf und künftige AusrichtungEntwicklung des PWO-KonzernsVor dem Hintergrund der geschilderten Chancen- und Risikolage sowie unter der Annahme einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Zusammensetzung des Konzerns geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2014 von den im folgenden dargestellten Entwicklungen aus. Aufgrund der in den letzten Jahren akquirierten umfangreichen Neugeschäftsvolumina ist die Auftragslage im PWO-Konzern erfreulich. Wir erwarten einen Anstieg des Konzernumsatzes um etwa 6 Prozent auf rund 400 Mio. EUR im gerade begonnenen Geschäftsjahr 2014. Das EBIT soll überproportional von 22,3 Mio. EUR auf etwa 25 Mio. EUR und damit auf einen weiteren Rekordwert steigen. Bei einer im Zuge der allgemeinen Zinsentwicklung leicht rückläufigen Zinsbelastung und einer weiterhin niedrigen Steuerquote wird entsprechend von einem noch stärkeren Anstieg des Periodenergebnisses ausgegangen. Hier schlägt sich wie im Vorjahr die geringe Steuerbelastung unseres tschechischen Standortes nieder. Diese Entwicklung soll PWO auch im laufenden Geschäftsjahr 2014 zusätzlichen Spielraum geben, die traditionell aktionärsfreundliche Dividendenpolitik fortzusetzen. Das strategische Ziel, zwischen 30 und 40 Prozent des Konzern-Jahresüberschusses auszuschütten, wird aufrechterhalten. Das Umsatzwachstum des Konzerns wird wie schon im Vorjahr maßgeblich von den Auslandstöchtern getragen, während der Umsatz am deutschen Standort Oberkirch voraussichtlich leicht unterdurchschnittlich zulegen wird. Die Planansätze für Oberkirch gehen nicht von einer deutlichen Erholung der europäischen Automobilmärkte im laufenden Geschäftsjahr aus. Von daher bleiben wir trotz der hohen Exportquote des deutschen Standorts hinsichtlich der Mengenentwicklung ebenso zurückhaltend wie bezüglich der realisierbaren Preise. Auf der Kostenseite besteht bei der Tariflohnentwicklung eine gewisse Planungssicherheit. Der Personalaufwand wird am Standort Oberkirch 2014 jedoch stärker zulegen als der Umsatz. Kostenreduzierungen, reduzierte Anlaufkosten und Effizienzsteigerungen auf allen Ebenen sowie damit einhergehend geringere Fremdleistungen sollen jedoch insgesamt zu einem stabilen EBIT führen. Im NAFTA-Raum gehen wir von einer weiter positiven Entwicklung des Geschäfts aus. Nachdem der kanadische Standort im Berichtsjahr aufgrund weiterer Serienan- und Hochläufe kräftig zugelegt hat, erwarten wir hier in 2014 eine Stabilisierung des erreichten hohen Niveaus. Einen ähnlichen Verlauf erwarten wir für die Umsätze in Mexiko. Beide Standorte bereiten sich intensiv auf künftige Neuanläufe vor, was derzeit auch mit baulichen Erweiterungen verbunden ist. Für die Jahre nach 2014 erwarten wir wieder signifikante Umsatzsteigerungen. Insgesamt werden die operativen Erträge aus dem NAFTA-Raum 2014 allerdings weiter überdurchschnittlich zulegen - zum einen, weil der kanadische Standort auf dem erreichten Umsatzniveau inzwischen mit vollständig stabilen Prozessen arbeitet, und zum anderen, weil die operative Verbesserung in Mexiko voranschreitet. Sowohl in der Tschechischen Republik als auch in China gehen wir beim Umsatz im laufenden Geschäftsjahr hingegen von Zuwächsen aus, die deutlich über dem Konzerndurchschnitt liegen. Der tschechische Standort profitiert mit einem prozentual zweistelligen Zuwachs von der dort sehr guten Neugeschäftsentwicklung der letzten Jahre. Und die für 2014 geplanten Produktionssteigerungen in China werden dort zu einem weiteren Umsatzsprung führen. Darüber hinaus werden wir den im zweiten Halbjahr 2013 begonnenen Ausbau des chinesischen Standorts zum globalen Werkzeuglieferanten des Konzerns zügig fortführen. Operativ erwarten wir für das Gesamtjahr in China erstmals das Erreichen des Break-even. Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken aufgeführt, die zu Abweichungen von der dargestellten Planung für das Geschäftsjahr 2014 führen können:
Finanz- und VermögenslageDie Finanz- und Vermögenslage des PWO-Konzerns soll sich 2014 weiter verbessern. Aufgrund des erwarteten anhaltenden Anstiegs des EBIT sowie des Periodenergebnisses rechnen wir mit einem positiven Free Cashflow, der das im Geschäftsjahr 2013 erreichte Niveau leicht übertrifft. Bei einer Ausweitung der Eigenkapitalquote in die Größenordnung von 37 Prozent und einer nahezu unveränderten Nettoverschuldung soll das Gearing sichtbar zurückgeführt werden. InvestitionenDie Investitionsplanung für das laufende Geschäftsjahr sieht einen leichten Anstieg des in 2013 erreichten Niveau vor. Es ist ein Gesamtvolumen von ca. 33 Mio. EUR geplant, das rund ein Drittel des für den Dreijahreszeitraum 2014 bis 2016 geplanten Gesamtvolumens ausmacht. Bezogen auf die einzelnen Standorte werden die Investitionsschwerpunkte in Deutschland sowie in der Tschechischen Republik liegen, während die Volumina an den Standorten im NAFTA-Raum und in China zurückgeführt werden. Dort ist der Großteil der für die nächsten Jahre derzeit absehbaren Vorlaufinvestitionen insbesondere in die für das Wachstum notwendigen zusätzlichen Kapazitäten und Strukturen im Wesentlichen abgeschlossen. Die Anstrengungen zur Effizienzverbesserung erfordern in Oberkirch ein über dem Vorjahr liegendes Volumen. Darüber hinaus wurden schon im Vorjahr mit Gebäudeerweiterungen begonnen, die im laufenden Geschäftsjahr fertiggestellt werden. Die Investitionen am tschechischen Standort stehen ganz im Zeichen weiteren Wachstums: Im Berichtsjahr wurde ein zusätzliches Grundstück erworben und damit eine Lücke zwischen den bisherigen Flächen geschlossen. Mit den dort geplanten Erweiterungen kann nunmehr die gesamte innerbetriebliche Logistik optimiert werden. Weitere Leistungsindikatoren
Gesamtaussage zur künftigen EntwicklungDer PWO-Konzern kann auf eine insgesamt gute Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2013 blicken. Mit dem Erfolg unserer Internationalisierung wurde die wesentliche Grundlage geschaffen, um auf diesem Weg weiter voranzuschreiten. Unsere Standorte im Ausland werden auch im laufenden Geschäftsjahr und darüber hinaus das Wachstum von Umsatz und EBIT des Konzerns maßgeblich mittragen. So sind in den Jahren nach 2014, insbesondere in Mexiko und China, deutliche Produktionsausweitungen im Zuge mehrerer An- und Hochläufe geplant. Entsprechend sollen dort ab 2015 wesentliche Umsatzsteigerungen realisiert werden. Damit haben wir generell die Abhängigkeit des Konzerns von regional unterschiedlichen Wachstumsphasen der Automobilmärkte und aktuell von der Schwäche in Europa wesentlich verringert. Diese grundsätzliche Verbesserung der Position des Konzerns in seinem internationalen Wettbewerbsumfeld wird zusätzlich gestärkt durch das bis in jüngste Vergangenheit sehr erfreuliche Neugeschäft, insbesondere auch auf internationaler Ebene. Unsere weltweit anerkannte Innovationskraft, die beispielhaft unter dem Stichwort Leichtbaukompetenz erfolgreich an den wesentlichen Trends der Branche ausgerichtete Entwicklung sowie unsere höchsteffizienten Produktionsprozesse stellen den Konzern erstklassig im Wettbewerb auf. Aus heutiger Sicht sind Sondereinflüsse nach Ende des Geschäftsjahres 2014, die die weitere Entwicklung des Konzerns wesentlich und nachhaltig beeinflussen könnten, nicht zu erwarten. Kontroll- und Risikomanagement im RechnungslegungsprozessDas Kontroll- und Risikomanagement des Rechnungslegungsprozesses stellt einen integralen Bestandteil des Konzern-Risikomanagements dar. Es basiert auf speziell hierfür eingeführten Grundsätzen, Verfahren, Regelungen und Maßnahmen, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind und mit welchem folgende Ziele verfolgt werden:
Um die Ziele zu erreichen, sind über eine exakt definierte Führungs- und Berichtsorganisation alle operativen Einheiten eingebunden. Grundsätze, Abläufe, Prozesse, Termine und Systeme sind schriftlich dokumentiert. Die gesamte Organisation wird in regelmäßigen Abständen auf ihre Wirksamkeit überprüft und an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst. Zwischen allen beteiligten Einheiten besteht eine klare Aufgabenabgrenzung, die genauso konsequent umgesetzt wird wie das Vier-Augen-Prinzip. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die qualitativen Anforderungen und werden regelmäßig geschult. Der Konzernabschluss wird in einem mehrstufigen Prozess erstellt. Auf allen Ebenen wurden automatisierte oder manuelle Kontrollen verankert. Die einzelnen Tochtergesellschaften erstellen ihre Abschlüsse, die von den jeweiligen Abschlussprüfern geprüft und dann bei der Progress-Werk Oberkirch AG zum Konzernabschluss zusammengeführt werden. Die Bilanzierungsvorschriften im PWO-Konzern stellen die einheitliche Bilanzierung und Bewertung der einbezogenen inländischen und ausländischen Gesellschaften sicher. Den Richtlinien liegt unter anderem ein konzernweiter Kontenrahmen zugrunde. Neue Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere offizielle Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich ihrer Relevanz und ihrer Auswirkungen auf den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht analysiert. Bei Bedarf werden die Bilanzierungsrichtlinien und der Kontenplan entsprechend angepasst. Die Erfassung der Geschäftsvorfälle erfolgt bei den operativen Einheiten in einem konzerneinheitlichen, auf SAP basierenden, Buchungssystem. Dabei sind die Zugriffsberechtigungen eindeutig geregelt. Zur Sicherung der Korrektheit der Bilanzierung und der Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich des Lageberichts werden folgende Maßnahmen und Kontrollen in einem strukturierten Prozess regelmäßig umgesetzt, evaluiert und fortentwickelt:
AbhängigkeitsberichtÜber die Beziehungen zur Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, wurde ein Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Bericht schließt wie in den Vorjahren unverändert mit der folgenden Erklärung: "Berichtspflichtige Vorgänge haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen." Übernahmerelevante Angaben nach § 289 Absatz 4 bzw. § 315 Absatz 4 HGBIm Folgenden werden die nach den §§ 289 Absatz 4 und 315 Absatz 4 HGB erforderlichen Angaben dargestellt und erläutert. Das Grundkapital der Progress-Werk Oberkirch AG ("Gesellschaft") beträgt 9.375.000,00 EUR. Es ist eingeteilt in 3.125.000 auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 3,00 EUR je Aktie. Alle Aktien lauten auf den Inhaber. Sie sind mit identischen Rechten ausgestattet und gewähren in der Hauptversammlung jeweils eine Stimme. Vorzüge oder Sonderrechte mit Kontrollbefugnissen bestehen nicht. Auf die Regelungen des Aktiengesetzes über die mit dem Aktienbesitz verbundenen Rechte und Pflichten wird verwiesen. Es bestehen keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Ferner sind dem Vorstand keine diesbezüglichen Vereinbarungen bekannt, die zwischen Aktionären vereinbart wurden. Die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, Deutschland, hat uns eine Beteiligung an der Gesellschaft in Höhe von 46,55 Prozent angezeigt. Die Delta Lloyd N.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns eine Beteiligung in Höhe von 17,54 Prozent angezeigt. Eine Beteiligung von Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmern, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, besteht nicht. Der Vorstand besteht gemäß Satzung aus zwei oder mehr Mitgliedern. Sie werden für höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit ist jeweils für höchstens fünf Jahre zulässig. Der Aufsichtsrat entscheidet über die Anzahl der Vorstandsmitglieder, ihre Bestellung und den Widerruf ihrer Bestellung sowie den Abschluss, die Änderung und die Kündigung der mit ihnen abzuschließenden Anstellungsverträge. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen. Die Ernennung sowie die Bestellung von Vorstandsmitgliedern kann er auch vor Ablauf der Amtszeit widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Gemäß § 179 Absatz 1 und § 119 Absatz 1, Nr. 5 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Abweichend von § 179 Absatz 2, Satz 1 AktG sieht § 15 der Satzung vor, dass Beschlüsse zur Satzungsänderung durch die Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der Stimmen des bei der Beschlussfassung stimmberechtigten Grundkapitals gefasst werden können, soweit nicht nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften eine größere Mehrheit erforderlich ist. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen. Es besteht keine Ermächtigung für den Rückkauf eigener Aktien. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 3.000.000,00 EUR zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu gewähren. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um Spitzenbeträge auszugleichen oder um Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften auszugeben. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Mai 2012 teilweise Gebrauch gemacht. Das Grundkapital wurde durch Ausgabe von 625.000 Stückaktien um 1.875.000,00 EUR erhöht. Die Aktien wurden den Aktionären im Wege des mittelbaren Bezugsrechts zum Bezug angeboten. Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2012 gewinnanteilsberechtigt. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 16. Mai 2012 in das Handelsregister eingetragen. Am selben Tag wurden die neuen Aktien von der Frankfurter Wertpapierbörse zum Handel an der Börse zugelassen. Damit beläuft sich das Genehmigte Kapital 1/2010 zum Berichtsstichtag auf bis zu 1.125.000,00 EUR. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 750.000,00 EUR zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu gewähren. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um Spitzenbeträge auszugleichen. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, bis zum 25. Mai 2015 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Options- oder Wandelanleihen (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 65.000.000,00 EUR auszugeben. Er ist zudem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Inhabern von Optionsanleihen Optionsrechte bzw. den Inhabern von Wandelanleihen Wandlungsrechte für Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 3.000.000,00 EUR nach näherer Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Das Grundkapital ist daher insoweit um bis zu 3.000.000,00 EUR durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht, als die Inhaber der Schuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder ihre etwaigen Wandlungsverpflichtungen erfüllen. Bei der Begebung von Schuldverschreibungen ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, sofern er nach pflichtgemäßer Prüfung zur Auffassung gelangt, dass der Ausgabepreis der Schuldverschreibungen ihren nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen, Methoden ermittelten hypothetischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts gilt für Schuldverschreibungen mit einem Options- oder Wandlungsrecht oder einer Wandlungspflicht in Bezug auf Aktien der Gesellschaft, auf die ein anteiliger Betrag des Grundkapitals entfällt, der insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals nicht übersteigen darf. Dabei darf diese 10-Prozent-Grenze weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung überschritten werden. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots wurden, außer den in Kreditverträgen und Verträgen mit Kunden enthaltenen üblichen Sonderkündigungsrechten, keine weiteren Vereinbarungen getroffen. Auch gegenüber dem Vorstand und den Arbeitnehmern bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGBDie Erklärung zur Unternehmensführung der Progress-Werk Oberkirch AG ist Bestandteil des in diesem Geschäftsbericht abgedruckten Corporate Governance Berichts. VergütungsberichtVergütung des VorstandsDer Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch AG ist der Auffassung, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Löhnen und Gehältern der Belegschaft und der Vergütung des Vorstands zu wahren ist. Der Vorstand teilt diese Auffassung in vollem Umfang. Kriterien für die Festlegung der Vorstandsvergütung sind sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Konzerns als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur in der Gesellschaft. Hierbei berücksichtigt der Aufsichtsrat auch das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung. Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder umfasst monetäre Bestandteile, Sachbezüge und Pensionszusagen und setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die erfolgsunabhängige Vergütung besteht aus einem Jahresgrundgehalt sowie den Sachbezügen und Pensionszusagen. Erfolgsbezogenes Element der Vergütung ist die Tantieme. Sie ist aufgeteilt in eine kurzfristige variable und in eine langfristige variable Komponente. Die kurzfristige variable Komponente bemisst sich nach dem Jahresüberschuss des Konzerns des abgelaufenen Geschäftsjahres. Die langfristige variable Komponente bemisst sich nach dem durchschnittlichen Konzern-Jahresüberschuss über einen Zeitraum von drei Jahren. Die variable Vergütung ist so ausgestaltet, dass die langfristige Komponente überwiegt. Sie ist darüber hinaus in ihrer absoluten Höhe begrenzt. Die Ausgestaltung der variablen Vergütung gewährleistet außerdem, dass sowohl positiven als auch negativen Unternehmensentwicklungen Rechnung getragen wird. In den bestehenden Vorstandsverträgen ist außerdem eine Ermessenstantieme vorgesehen, wonach der Aufsichtsrat außergewöhnlich positive und negative Entwicklungen bis zu einem limitierten Höchstbetrag nach freiem Ermessen berücksichtigen kann. Für das Geschäftsjahr 2013 betragen die Gesamtbezüge (kurzfristig fällige Bezüge) des Vorstands 1.697 TEUR (i. V. 1.529 TEUR). Darin enthalten ist eine erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von 919 TEUR (i. V. 783 TEUR). Die Sachbezüge, insbesondere in Gestalt der Bezahlung von Versicherungsprämien sowie der Bereitstellung von Dienstwagen, beliefen sich auf 78 TEUR (i. V. 73 TEUR). Die individualisierten Vergütungen der Mitglieder des Vorstands sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. VERGÜTUNG DES VORSTANDSscroll
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Die Mitglieder des Vorstands sind außerdem in eine von der Gesellschaft unterhaltene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Organe und bestimmte Führungskräfte (D&O-Versicherung) einbezogen. Die D&O-Versicherung sieht einen Selbstbehalt von 10 Prozent des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der jährlichen festen Vergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds vor. Zusätzlich haben die Mitglieder des Vorstands ab ihrer zweiten Amtszeit einen Anspruch auf Alters-, Invaliden- und Witwenrenten. Der individuelle Aufwand für Pensionen ist ebenfalls in der Tabelle "Pensionen" aufgeführt. Altersrenten werden an Vorstandsmitglieder gezahlt, die entweder die Pensionsgrenze von derzeit 65 Jahren erreicht haben, oder sie werden vorzeitig - nach Ausscheiden aus der Gesellschaft - ab dem vollendeten 60. Lebensjahr gezahlt, sofern gleichzeitig eine Altersrente als Vollrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezogen wird. Zur Gewährung der Altersrente müssen die Vorstandsmitglieder darüber hinaus bei Eintritt des Versorgungsfalls mindestens drei Jahre (Wartezeit) ununterbrochen in den Diensten der Gesellschaft gestanden haben, es sei denn, vor Eintritt des Versorgungsfalls bestand bereits eine unverfallbare Rentenanwartschaft. Die Höhe der monatlichen Altersrente eines Vorstandsmitglieds ist im jeweiligen Pensionsvertrag festgelegt. Die Höhe der vorzeitigen Altersrente errechnet sich aus dem Altersrentenbetrag, wobei sich dieser Betrag für die Dauer des Rentenbezugs um 0,25 Prozent pro Monat des vorzeitigen Rentenbeginns vor vollendetem 65. Lebensjahr kürzt. Die künftigen Altersbezüge der derzeitigen Vorstandsmitglieder werden entsprechend der Entwicklung der Lebenshaltungskosten für 4-Personen-Haushalte von Arbeitern und Angestellten mit mittlerem Einkommen gemäß Angaben des Statistischen Bundesamts angepasst. Die Gesellschaft hat Pensionsrückstellungen gemäß IFRS für die künftigen Ansprüche der Vorstandsmitglieder auf Zahlung von Altersrente gebildet. Im Berichtsjahr betrug die Zuführung zur Pensionsrückstellung für die aktiven Vorstandsmitglieder 179 TEUR (i. V. 140 TEUR). In diesem Betrag ist der sogenannte Dienstzeitaufwand (service cost) ohne Zinsaufwand (interest cost) berücksichtigt. Die nachfolgende Tabelle zeigt den jährlichen Rentenanspruch (Jahresbezug) der Vorstandsmitglieder bei Eintritt des Pensionsfalls im Alter von 65 Jahren auf Basis der bis zum 31. Dezember 2013 erworbenen Ansprüche. PENSIONENscroll
Für ehemalige Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und ihre Hinterbliebenen wurden im Berichtsjahr Pensionszahlungen in Höhe von 240 TEUR (i. V. 234 TEUR) geleistet. Die entsprechende Pensionsrückstellung beläuft sich zum 31. Dezember 2013 auf 2.057 TEUR (i. V. 2.146 TEUR). Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden keinem Vorstandsmitglied zugesagt. Auch hat im Geschäftsjahr 2013 kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 11 der Satzung der Gesellschaft im Wesentlichen wie folgt geregelt: Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält für das Geschäftsjahr eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 20.000 EUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte und der Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung. Außerdem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede persönliche Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 500 EUR. Für mehrere Sitzungen, die an einem Tag stattfinden, wird Sitzungsgeld nur einmal gezahlt. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. Die Vergütung wird mit Ablauf des Geschäftsjahres zur Zahlung fällig. Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern ferner ihre Auslagen und die für ihre Aufsichtsratstätigkeit bei ihnen anfallende Umsatzsteuer. Auch die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in die von der Gesellschaft unterhaltene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Organe und bestimmte Führungskräfte (D&O-Versicherung) einbezogen. Die Prämien hierfür übernimmt die Gesellschaft. Dabei ist ein Selbstbehalt in Höhe der Hälfte der festen jährlichen Vergütung des Aufsichtsratsmitglieds vereinbart. Die Gesellschaft hat auch im Berichtsjahr keine Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder für von diesen außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat persönlich erbrachte Leistungen gezahlt. Die individualisierten Vergütungen (kurzfristig fällige Bezüge) der Mitglieder des Aufsichtsrats sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATSscroll
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Die Zahlen sind jeweils für sich gerundet;
dies führt bei der Addition zu Abweichungen. Versicherung der gesetzlichen Vertreter"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Oberkirch, 13. März 2014 Der Vorstand Karl M. Schmidhuber, Vorsitzender Bernd Bartmann Dr. Winfried Blümel Lagebericht für die Progress-Werk Oberkirch AGDie Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft (die "AG") hat ihren Sitz in Oberkirch, Baden-Württemberg. Sie bildet den Stammsitz des Konzerns und ist dessen größter Produktionsstandort. Die Entwicklung der internationalen Standorte des Konzerns wird zur Risikobegrenzung eng durch den Standort Oberkirch überwacht, insbesondere in den Bereichen Finanzen, Controlling und Recht. Im operativen Tagesgeschäft haben sie jedoch weitgehende eigene Zuständigkeiten. Der Abschluss der AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt, der Konzernabschluss nach dem Regelwerk der IFRS. Die grundsätzlichen Aussagen des zusammengefassten Lageberichts für den PWO-Konzern und die AG, vor allem zu Markt, Strategie und Steuerung sowie zu den Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit, gelten auch für die AG. Die Anzahl der Mitarbeiter inklusive Zeitarbeitsnehmer der AG erhöhte sich zum Berichtsstichtag auf 1.451 (i. V. 1.393). GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Ausgewählte Informationen (TEUR)scroll
Die Entwicklung der AG war im Berichtsjahr durch die Schwäche des Automobilmarktes in Europa sowie stark gestiegene Energie- und Personalkosten beeinflusst. Darüber hinaus wirkten sich ein höherer Instandhaltungsaufwand für Werkzeuge und Anlagen sowie Anlaufkosten für zahlreiche Neuprojekte negativ aus. Hierzu wird auf die Erläuterungen zum Segment Deutschland in diesem zusammengefassten Lagebericht verwiesen. Insgesamt stiegen Umsatzerlöse und Gesamtleistung gegenüber Vorjahr jeweils um rund zwei Prozent an. Bei den beiden wesentlichen Kostenblöcken, Material- bzw. Personalaufwand, waren gegenläufige Entwicklungen zu verzeichnen: Während sich die Materialaufwandsquote aufgrund von Verschiebungen im Produktmix leicht verbesserte, war bei der Personalaufwandsquote ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Im Jahresverlauf wurden in diesem Bereich zwar Kostensenkungsmaßnahmen umgesetzt, deren positive Effekte sich jedoch erst im gerade begonnenen Geschäftsjahr 2014 entfalten werden. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich unsere Anstrengungen zur Aufwandsbegrenzung bereits positiv ausgewirkt - sie waren im Berichtsjahr absolut leicht rückläufig, die Aufwandsquote konnte auf 9,7 Prozent (i. V. 10,0 Prozent) zurückgeführt werden. Trotz des niedrigen Wachstums im Berichtsjahr und der erwähnten Belastungen auf der Aufwandsseite stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 12,6 Mio. EUR (i. V. 11,3 Mio. EUR). Dies resultierte jedoch daraus, dass im Vorjahr eine einmalige Belastung in Höhe von 3,6 Mio. EUR im Finanzergebnis zu berücksichtigen gewesen war. Darüber hinaus waren für die Kapitalerhöhung im Mai 2012 Aufwendungen in Höhe von 0,8 Mio. EUR entstanden. Ohne Berücksichtigung dieser beiden Belastungen wäre das Ergebnis im Geschäftsjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr rein operativ zurückgegangen. Inklusive eines unveränderten außerordentlichen Ergebnisses von -0,3 Mio. EUR und nach Abzug von gestiegenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 4,4 Mio. EUR (i. V. 4,2 Mio. EUR) belief sich der Jahresüberschuss der AG auf 7,9 Mio. EUR (i. V. 6,8 Mio. EUR). Die Bilanzsumme der AG erhöhte sich im Berichtsjahr auf 228,0 Mio. EUR (i. V. 210,4 Mio. EUR) und damit überproportional zum Wachstum der Gesellschaft. Fast alle Positionen der Aktivseite der Bilanz haben dabei im Zuge unserer weiteren Investitionen zur Stärkung des Standorts bzw. zur Vorbereitung künftiger Serienanläufe ein leichtes Wachstum gezeigt. Wesentlich für die Ausweitung der Bilanzsumme waren jedoch insbesondere die immer stärkeren operativen Verflechtungen unseres internationalen Standortportfolios. Dies führte dazu, dass sowohl die Ausleihungen an verbundene Unternehmen mit 32,7 Mio. EUR (i. V. 23,8 Mio. EUR) als auch die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 13,5 Mio. EUR (i. V. 9,0 Mio. EUR) kräftig zulegten. Aufgrund des lediglich moderaten Anstiegs des Jahresüberschusses der AG stieg deren Eigenkapital nur leicht auf 114,4 Mio. EUR (i. V. 111,6 Mio. EUR) an, die Eigenkapitalquote blieb jedoch mit 50,2 Prozent (i. V. 53,0 Prozent) weiterhin auf sehr hohem Niveau. Während die Rückstellungen nur moderat auf 41,8 Mio. EUR (i. V. 39,3 Mio. EUR) zulegten, haben sich die Verbindlichkeiten deutlich auf 71,8 Mio. EUR (i. V. 59,6 Mio. EUR) ausgeweitet. Dies betraf im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und stellt eine bewusste Steuerung innerhalb des Konzerns dar. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden zwar prozentual in ähnlicher Größenordnung ausgeweitet, absolut betrachtet entfällt auf diese Position jedoch ein niedrigerer Betrag. Im Hinblick auf die künftige Geschäftsentwicklung gelten die Aussagen zu den Chancen und Risiken des Konzerns grundsätzlich auch für die AG. Allerdings erwarten wir in der AG ein gegenüber dem Konzern niedrigeres Wachstum, da sie im Wesentlichen den saturierten europäischen Markt bedient, der jenseits zyklischer Schwankungen grundsätzlich niedrigere Wachstumsraten aufweist als viele internationale Märkte. Hinsichtlich der Ertragskraft der AG gehen wir davon aus, dass unsere fortwährenden Anstrengungen zur Kostensenkung und Produktivitätssteigerung geeignet sein werden, den laufenden Aufwandssteigerungen sowie den geschäftstypischen Preisdruck in unserer Branche zu kompensieren. Bei verbesserten Marktbedingungen in Westeuropa ist dann zu erwarten, dass sich auch das Ertragsniveau der AG wieder spürbar verbessern wird. Jahresabschluss PWO-KonzernKonzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
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Einige Beträge weichen aufgrund vorgenommener
Anpassungen aus der Anwendung von IAS 19 von den Beträgen im Konzernabschluss
für das Geschäftsjahr 2012 ab (siehe Anhangangabe 4). Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
Konzern-BilanzAKTIVAscroll
PASSIVAscroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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Einige Beträge weichen aufgrund vorgenommener
Anpassungen aus der Anwendung von IAS 19 von den Beträgen im Konzernabschluss
für das Geschäftsjahr 2012 ab (siehe Anhangangabe 4). Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Anhang zum KonzernabschlussInformationen zum UnternehmenDer Konzernabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG (PWO) und ihrer Tochterunternehmen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 13. März 2014 freigegeben und anschließend dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. PWO ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Oberkirch, Deutschland. Die Aktien werden auf XETRA, im amtlichen Handel in Frankfurt und Stuttgart sowie im Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg-Hannover und München gehandelt. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen sind im Konzernlagebericht, Kapitel "Grundlagen des Konzerns", beschrieben. Der Konzernabschluss wird seinerseits in den Konzernabschluss der Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, als höchste Konzernspitze, einbezogen, welcher im Bundesanzeiger einzusehen ist. Rechnungslegungsmethoden1 | Grundlagen der Erstellung des AbschlussesDer Konzernabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochterunternehmen wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente sowie Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Der Konzernabschluss ist in Tausend Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend (TEUR) auf- oder abgerundet. 2 | KonsolidierungsgrundsätzeDer Konzernabschluss umfasst den Abschluss der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt vollkonsolidiert. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Rechnungslegungsmethoden für die gleiche Berichtsperiode aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt unter Anwendung der Erwerbsmethode (IFRS 3). Die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses werden auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen identifizierbaren Schulden und Eventualschulden entsprechend ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Eine verbleibende Differenz wird, soweit sie positiv ist, als Goodwill ausgewiesen bzw. soweit sie negativ ist, nach erneuter Prüfung ergebniswirksam vereinnahmt. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Schulden zwischen konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet (IAS 27). Für Konsolidierungsmaßnahmen mit ertragsteuerlichen Auswirkungen werden latente Steuern angesetzt. Im Konzernabschluss sind 6 ausländische mittelbare und unmittelbare Unternehmen einbezogen. Die folgende Tabelle zeigt den Anteilsbesitz, das Eigenkapital und den Gewinn der konsolidierten Unternehmen: scroll
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Mittelbare Beteiligung über die PWO Holding
Co., Ltd., in Höhe von 100 %. 3 | Zusammenfassung wesentlicher RechnungslegungsmethodenFremdwährungsumrechnungDer Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet (IAS 21). Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Dabei wurden alle Bilanzposten des einbezogenen ausländischen Konzernunternehmens mit dem jeweiligen Devisenmittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns erfolgte mit dem Jahresdurchschnittskurs. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen. Differenzen werden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden im Periodenergebnis erfasst. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Zum 1. Januar 2012 wurde die Währung der PWO Holding Co., Ltd., Hongkong, China, von HKD in EUR geändert, da die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle seither im Wesentlichen in EUR berechnet und bezahlt werden. Durch den Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehende Geschäfts- oder Firmenwerte und am beizulegenden Zeitwert ausgerichtete Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die aus dem Erwerb dieses ausländischen Geschäftsbetriebs resultieren, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet. Für den Konzernabschluss wurden folgende Wechselkurse für die Währungsumrechnung verwendet: scroll
ErtragsrealisierungErträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann, unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung oder zu beanspruchenden Gegenleistung unter Berücksichtigung vertraglich festgelegter Zahlungsbedingungen bewertet, wobei Steuern oder andere Abgaben unberücksichtigt bleiben. Beim Verkauf von Erzeugnissen werden Erträge erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Erzeugnisse ein. Zinserträge werden bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten anhand des Effektivzinssatzes erfasst. Dabei handelt es sich um den Kalkulationszinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments oder gegebenenfalls eine kürzere Periode exakt auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Verbindlichkeit abgezinst werden. Zinserträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil der Finanzerträge ausgewiesen. Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Zuwendungen für einen Vermögenswert werden in der Bilanz aktivisch abgesetzt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden als Ertrag erfasst. SteuernDie tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der Konzern tätig ist und zu versteuerndes Einkommen erzielt. Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf zum Abschussstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem Steuerbilanzwert. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme eines steuerlich nicht abzugsfähigen Geschäftswerts und von temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das IFRS-Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden aktiviert, sofern damit gerechnet wird, dass diese genutzt werden können. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern gelten oder erwartet werden. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital erfasst. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. SachanlagenDie Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Abschreibungen sind nach der linearen Methode ermittelt worden. Bestimmte Maschinen sowie auftragsbezogene Werkzeuge wurden in Abhängigkeit der im Berichtsjahr erzeugten Stückzahl, bezogen auf die in Auftrag gegebene bzw. geplante Gesamtstückzahl, leistungsbezogen abgeschrieben. LeasingverhältnisseDie Feststellung ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt, selbst wenn dieses Recht in einer Vereinbarung nicht ausdrücklich festgelegt ist. Finance-Lease-Verhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übertragen werden, werden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem fixen und variablen Zinssatz verzinst wird. Leasinggegenstände werden über die Nutzungsdauer des Gegenstands abgeschrieben. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses jedoch nicht hinreichend sicher, wird der Leasinggegenstand über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst. FremdkapitalkostenFremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten sind Zinsen und sonstige Kosten, die einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital entstehen. Immaterielle VermögenswerteEinzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Immaterielle Vermögenswerte sind Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill), Patente, kundenbezogene Entwicklungsleistungen, Software, Kundenbeziehungen, Wettbewerbsverbote, Lizenzen und ähnliche Rechte. Der Konzern schreibt immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer auf den geschätzten Restbuchwert ab. Davon ausgenommen sind kundenbezogene Entwicklungsleistungen, die stückzahlbezogen abgeschrieben werden. Goodwill wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung überprüft. Der Konzern hat mit Ausnahme des Goodwills keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer identifiziert. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Ansatzkriterien von IAS 38 erfüllt sind. Dies betrifft insbesondere das Vorliegen konkreter Kundenaufträge für Werkzeugentwicklungen. Nach der erstmaligen Aktivierung wird der Vermögenswert zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen geführt. Aktivierte Entwicklungskosten beinhalten alle direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten und werden über die geplante Produktlebensdauer (5 bis 7 Jahre) abgeschrieben. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten sind Bestandteil der Herstellungskosten und werden den Komponenten zugeordnet, durch die sie verursacht worden sind. Ein Werthaltigkeitstest wird bei Geschäfts- oder Firmenwerten jährlich, bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei Sachanlagen nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte durchgeführt. Eine Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Cashflows, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag von Nettoveräußerungswert und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbaren Betrag abzüglich Veräußerungskosten. Der Nutzungswert wird auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der Nutzung und dem Abgang eines Vermögenswerts mit Hilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Die Cashflows werden aus der langfristigen Unternehmensplanung abgeleitet, die historische Entwicklungen sowie makroökonomische Trends berücksichtigt. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird grundsätzlich der Nutzungswert der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit herangezogen. Die durch den Aufsichtsrat genehmigte langfristige Unternehmensplanung geht bis zum Ende des Detailplanungszeitraums 2016. Wesentliche Annahmen, auf die die langfristige Unternehmensplanung sensibel reagiert, sind neben der Entwicklung der Absatzzahlen in der Automobilindustrie und der Rohstoffpreise die Steigerung der Produktivität. Diese Entwicklungen wurden aufgrund von Erfahrungen aus der Vergangenheit, auf Basis von öffentlich verfügbaren Daten sowie anhand von bestehenden Projektvereinbarungen, aber auch anhand von beschlossenen internen Maßnahmen bewertet und bestimmt. Die Cashflows werden unter Anwendung risikoäquivalenter Kapitalisierungszinssätze (vor Steuern) auf den Bilanzstichtag abgezinst. Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills der PWO UNITOOLS CZ a.s. und PWO Canada Inc. wurde für die erste Phase ein Kapitalisierungszinssatz (WACC) von 10,99 % (i. V. 10,39 %) bzw. 14,35 % (i. V. 13,78 %) zugrunde gelegt. Die zweite Phase (ewige Rente) wurde bei PWO UNITOOLS CZ a.s. bzw. PWO Canada Inc. mit einer Wachstumsrate von 1,03 % (i. V. 1,04 %) bzw. von 1,29 % (i. V. 1,28 %) berechnet. Für die Ermittlung der Cashflows werden grundsätzlich die Wachstumsraten der betreffenden Automobilmärkte zugrunde gelegt. Die getroffenen Annahmen unterliegen einer gewissen Sensitivität. Dass eine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des Nutzungswerts der für PWO UNITOOLS CZ a.s. und PWO Canada Inc. getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass die Buchwerte der Goodwills dieser Unternehmenseinheiten ihren erzielbaren Betrag wesentlich übersteigen könnten, halten wir für unwahrscheinlich, da die tatsächlich erzielbaren Beträge der Unternehmenseinheiten PWO Canada Inc. und PWO UNITOOLS CZ a.s. deren Buchwerte jeweils um 7.420 TEUR (i. V. 11.195 TEUR) bzw. um 13.054 TEUR (i. V. 1.604 TEUR) übersteigen. Sollte sich jedoch bei gleichbleibendem Kapitalisierungszinssatz eine nachhaltige Planverfehlung des Free Cashflow um mehr als 26 % für PWO UNITOOLS und 34 % für PWO Canada ergeben, dann wäre eine Wertminderung notwendig. Umgekehrt würde bei gleichbleibendem Free Cashflow eine Wertminderung notwendig, wenn der Kapitalisierungszinssatz auf 14,13 % für PWO Canada bzw. 11,06 % für PWO UNITOOLS steigen würde. FinanzinstrumenteFinanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen (IAS 39). Sofern bei finanziellen Vermögenswerten Handels- und Erfüllungstag zeitlich auseinanderfallen können, ist für die erstmalige Bilanzierung der Erfüllungstag maßgeblich. Die erstmalige Bewertung eines Finanzinstruments erfolgt zu Anschaffungskosten, Transaktionskosten werden grundsätzlich einbezogen. In der Folge werden Finanzinstrumente je nach Zuordnung zu den in IAS 39 vorgesehenen Kategorien entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. IAS 39 unterscheidet zwischen originären und derivativen Finanzinstrumenten. Bei den originären Finanzinstrumenten handelt es sich insbesondere um Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, liquide Mittel, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Deren Bewertung erfolgt mit fortgeführten Anschaffungskosten. Bei den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, übrigen Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmitteln entspricht der Buchwert im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert. PWO setzt zur Zins- und Währungsabsicherung devisenbezogene Derivate in Form von Zinsswaps, Währungsswaps, Optionen und Devisentermingeschäften ein. Diese werden bei Zugang und im Rahmen der Folgebewertung mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Bei derivativen Finanzinstrumenten, die nicht die Kriterien für eine Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfüllen, werden Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes sofort erfolgswirksam erfasst. Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen (Cashflow-Hedges), werden in Höhe des effektiven Teils im Eigenkapital erfolgsneutral abgegrenzt, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam erfasst wird. Mit Eintritt des gesicherten Grundgeschäfts erfolgt die ergebniswirksame Umbuchung aus dem Eigenkapital. Der beizulegende Zeitwert börsennotierter Derivate entspricht dem positiven oder negativen Marktwert. Liegen keine Marktwerte vor, werden diese mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wie z. B. Discounted-Cashflow-Modell oder Optionspreismodell. Bei kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten stellt der Buchwert eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Zeitwerts dar. Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob objektive Hinweise bestehen, dass eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie gegenüber Leasinggesellschaften wird auf Basis des Discounted-Cashflow-Modells unter Anwendung von fristadäquaten Zinssätzen ermittelt. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte ("Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss") zu designieren, hat der Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten hat der Konzern von der Anwendung des Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten ("Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss") zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht. Bemessung des beizulegenden ZeitwertsDer Konzern bewertet derivative Finanzinstrumente zu jedem Abschlussstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sind in der Anhangangabe 22 aufgeführt. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld oder vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist. Der Konzern muss Zugang zum Hauptmarkt oder zum vorteilhaftesten Markt haben. Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln. Der Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei ist die Verwendung maßgeblicher, beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering zu halten. Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:
Bei Vermögenswerten und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist) überprüft. VorräteDie Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren realisierbaren Werten angesetzt. Abwertungen auf schwer verwertbare bzw. unbrauchbare Materialien wurden hierbei vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen und produktionsbezogene Verwaltungskosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Werkzeug- und Entwicklungsaufträge werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Hierbei wird eine verlustfreie Bewertung dergestalt vorgenommen, dass die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten maximal in Höhe des Verkaufspreises zuzüglich der über die Serienproduktion erzielbaren Erlöse angesetzt werden. Erlöse werden realisiert, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übergehen. ZahlungsmittelZahlungsmittel enthalten Kassenbestände und kurzfristige Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von unter 90 Tagen. RückstellungenRückstellungen für Pensionen werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) nach IAS 19 (überarbeitet) für den Konzernabschluss bewertet. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Mit dem Wegfall der Korridormethode wurde ab dem Geschäftsjahr 2013 auf die OCI-Methode (Other Comprehensive Income) umgestellt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden sofort über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst. Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und dieser verlässlich geschätzt werden kann. Ist der Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen abgezinst. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung wahrscheinlich ist. 4 | Änderungen der RechnungslegungsmethodenKÜRZLICH UMGESETZTE RECHNUNGSLEGUNGSVERLAUTBARUNGENIFRS 13 - Bemessung des beizulegenden ZeitwertsDer Standard legt einheitliche Richtlinien für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts fest. Er regelt nicht die Frage, wann Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, sondern allein, wie der beizulegende Zeitwert unter IFRS sachgerecht zu ermitteln ist. Die Anwendung von IFRS 13 hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts des Konzerns. Vorgeschriebene Angaben finden sich in den Anhangangaben zu den einzelnen Vermögenswerten und Schulden, deren beizulegende Zeitwerte ermittelt wurden. IAS 1 - Darstellung des Abschlusses: Darstellung von Bestandteilen des sonstigen ErgebnissesDie Änderung des IAS 1 fordert eine neue Gruppierung von Posten des sonstigen Ergebnisses. Posten, die in Folgeberichtsperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden (sog. Recycling), sind getrennt von den Posten auszuweisen, bei denen keine Umgliederung erfolgen wird. Die Änderungen betreffen lediglich die Darstellung und wirken sich nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus. IAS 1 - Darstellung des Abschlusses: Klarstellung der Anforderungen an VergleichsinformationenDiese Änderung verdeutlicht den Unterschied zwischen freiwilligen zusätzlichen Vergleichsinformationen und vorgeschriebenen Vergleichsinformationen. Wird im Abschluss ein Vergleichszeitraum gezeigt, der über die vorgeschriebene Mindestvergleichsperiode hinaus reicht, so muss das Unternehmen in den Anhang für den gesamten dargestellten Zeitraum Vergleichsinformationen aufnehmen. Die Änderung stellt klar, dass zu einer Eröffnungsbilanz (vorliegend zum 1. Januar 2012), die infolge einer rückwirkenden Anpassung oder Umgliederung von Abschlussposten erstellt wurde, keine vergleichenden Anhangangaben erforderlich sind. Entsprechend hat der Konzern keine Vergleichsinformationen zur Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2012 in seinen Abschluss aufgenommen. Diese Änderung betrifft allein die Darstellung und wirkt sich nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus. IAS 19 - Leistungen an Arbeitnehmer (überarbeitet 2011)Der IASB hat den IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer (überarbeitet 2011) umfassend überarbeitet. Die vorgenommenen Anpassungen reichen von grundlegenden Änderungen, beispielsweise betreffend die Ermittlung von erwarteten Erträgen aus dem Planvermögen und Aufhebung der Korridormethode, bis zu einfachen Klarstellungen und Umformulierungen. Der überarbeitete Standard hat Auswirkungen auf den Rückstellungsbetrag, der nunmehr den Verpflichtungsumfang in voller Höhe widerspiegelt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nicht mehr anteilig erfolgswirksam, sondern vollständig in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfasst. Die kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Verluste zum 31. Dezember 2012 von 13.404 TEUR (i. V. 6.320 TEUR) haben wesentliche Auswirkungen. Geringe Ergebniseffekte aufgrund der Anpassungen der Vorjahreszahlen ergaben sich aus der sofortigen erfolgswirksamen Erfassung des verfallbaren nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands bei Entstehung, anstelle einer Erfassung über den Zeitraum der Unverfallbarkeit sowie aus der Abschaffung der Korridormethode. In den folgenden Tabellen sind die Auswirkungen auf die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2012 sowie Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung dargestellt: KONZERN-BILANZscroll
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
NEUE UND GEÄNDERTE RECHNUNGSLEGUNGSVERLAUTBARUNGENFolgende neue und geänderte Standards und Interpretationen, die erstmalig im Geschäftsjahr 2013 verpflichtend anzuwenden sind, haben für den Konzernabschluss der PWO AG keine Auswirkung: scroll
VON DER EUROPÄISCHEN KOMMISSION ÜBERNOMMENE RECHNUNGSLEGUNGSVERLAUTBARUNGEN - NOCH NICHT UMGESETZTDie nachfolgenden, vom IASB veröffentlichten und bereits in das EU-Recht übernommenen Rechnungslegungsverlautbarungen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden vom Konzern bislang auch noch nicht angewendet. IFRS 10 - KonzernabschlüsseIFRS 10 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt. Der neue Standard ersetzt die Bestimmungen des bisherigen IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse zur Konzernrechnungslegung und die Interpretation SIC-12 Konsolidierung - Zweckgesellschaften. IFRS 10 begründet ein einheitliches Beherrschungskonzept, welches auf alle Unternehmen einschließlich der Zweckgesellschaften Anwendung findet. Im Juni 2012 wurden zudem die überarbeiteten Übergangsrichtlinien zu IFRS 10-12 veröffentlicht, die die Erstanwendung der neuen Standards erleichtern sollen. Aufgrund der übersichtlichen Konzernstruktur erwarten wir aus den mit IFRS 10 eingeführten Änderungen keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. IFRS 12 - Angaben zu Anteilen an anderen UnternehmenIFRS 12 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt. Der Standard regelt einheitlich die Angabepflichten für den Bereich der Konzernrechnungslegung und konsolidiert die Angaben für Tochterunternehmen, die bislang in IAS 27 geregelt waren, die Angaben für gemeinschaftlich geführte und assoziierte Unternehmen, welche sich bislang in IAS 31 bzw. IAS 28 befanden, sowie für strukturierte Unternehmen. Aus der Anwendung des neuen Standards werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet. Änderungen des IAS 36 - Wertminderung von Vermögenswerten: Angaben zum erzielbaren Betrag für nichtfinanzielle VermögenswerteDiese Änderungen sind rückwirkend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen und beseitigt die unbeabsichtigten Folgen von IFRS 13 für die Angabepflichten gemäß IAS 36. Darüber hinaus fordern sie eine Angabe des erzielbaren Betrags der Vermögenswerte oder zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, für die unterjährig Wertminderungen oder Wertaufholungen erfasst wurden. Die Änderung führt lediglich zu ergänzenden bzw. geänderten Angaben und hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Änderung von IAS 39 - Novation von Derivaten und Fortführung der Bilanzierung von SicherungsgeschäftenDie Änderung von IAS 39 und IFRS 9 wurde im Juni 2013 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt. Sie ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen die Fortführung der Sicherungsbeziehung in Fällen, in denen als Sicherungsinstrument designierte Derivate aufgrund gesetzlicher oder aufsichtsrechtlicher Bestimmungen auf eine zentrale Clearingstelle übertragen werden (Novation). Die Änderung ist rückwirkend anzuwenden, eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Der Konzern erwartet aus der Änderung keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Folgende Neuregelungen sind auf den Konzern nicht anwendbar und werden daher für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns keine Auswirkung haben: scroll
VERÖFFENTLICHTE RECHNUNGSLEGUNGSVERLAUTBARUNGENDie nachfolgenden, vom IASB veröffentlichten, noch nicht in das EU-Recht übernommenen Rechnungslegungsverlautbarungen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden vom Konzern bislang auch noch nicht angewendet. IFRS 9 - Finanzinstrumente: Klassifizierung und BewertungDer erste Teil der Phase I wurde im November 2009 veröffentlicht. Der Standard beinhaltet Neuregelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Der IASB hat im Oktober 2010 den zweiten Teil der Phase I des Projekts abgeschlossen. Der Standard wurde damit um die Vorgaben zu finanziellen Verbindlichkeiten ergänzt. IFRS 9 - Finanzinstrumente: SicherungsbeziehungenMit der Veröffentlichung der Bestimmungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen im November 2013 setzt der IASB seine Projektarbeit bei der Entwicklung des neuen IFRS 9 fort. Der Standard ist als Ergänzung bzw. Änderung der bislang veröffentlichten Fassung des IFRS 9 ausgestaltet und formuliert insbesondere neue Bestimmungen zur Designierbarkeit von Instrumenten bzw. Risiken, den Effektivitätsanforderungen, der Anpassung und Auflösung von Sicherungsbeziehungen und teilweise der bilanziellen Erfassung von Sicherungsbeziehungen. Der Standard ist mit dem Zeitpunkt seiner Veröffentlichung anwendbar, setzt jedoch die Anwendung des gesamten IFRS 9 voraus und formuliert umfangreiche Übergangsbestimmungen. Folgende Neuregelungen sind auf den Konzern nicht anwendbar und werden daher für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns keine Auswirkung haben: scroll
5 | Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und AnnahmenBei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der zum Ende der Berichtsperiode ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden auswirken. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die wichtigsten Ermessensentscheidungen, zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachfolgend erläutert: Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten sind die in den Konzernabschluss einbezogenen mittelbaren und unmittelbaren Unternehmen definiert. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der Konzern die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2013 betrug der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts 5.363 TEUR (i. V. 5.485 TEUR). Bezüglich der Sensivitäten wird auf die Anhangangabe 3, Abschnitt "Immaterielle Vermögenswerte", verwiesen. Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuerguthaben in dem Maße erfasst, in dem es aufgrund der Steuerplanung wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge und Steuerguthaben tatsächlich genutzt werden können. Insgesamt waren zum 31. Dezember 2013 aktive latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.039 TEUR (i. V. 1.913 TEUR) und auf Steuerguthaben in Höhe von 4.292 TEUR (i. V. 2.102 TEUR) gebildet. Von den Verlustvorträgen entfallen auf PWO Canada Inc. 0 TEUR (i. V. 444 TEUR), PWO UNITOOLS CZ a.s. 0 TEUR (i. V. 613 TEUR) und auf PWO de Mexico S.A. de C.V. 1.039 TEUR (i. V. 856 TEUR). Die Steuerguthaben betreffen PWO UNITOOLS CZ a.s. Aufgrund der geplanten Geschäftsentwicklung der Folgejahre wird von einer Werthaltigkeit der latenten Steueransprüche ausgegangen. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensentscheidung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Zum 31. Dezember 2013 belief sich der zum Stichtagskurs in Euro umgerechnete Wert der steuerlichen Verlustvorträge auf insgesamt 3.462 TEUR (i. V. 6.532 TEUR) und der nicht berücksichtigten, zeitlich begrenzt nutzungsfähigen Verlustvorträge auf 17.731 TEUR (i. V. 17.734 TEUR). Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 12 dargestellt. Die Verfallbarkeit steuerlich nicht berücksichtigter, zeitlich begrenzt nutzungsfähiger Verlustvorträge stellt sich wie folgt dar: scroll
Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Entwicklungskosten werden entsprechend der dargestellten Rechnungslegungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Konzerns, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge trifft der Konzern Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus dem Projekt, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen Nutzens. Der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten betrug zum 31. Dezember 2013 4.481 TEUR (i. V. 4.161 TEUR). Dieser Betrag umfasst im Wesentlichen Investitionen in die Entwicklung von Lenkungskomponenten. Für die Projekte liegen Serienaufträge vor. Bei der Bewertung von Werkzeugersatzteilen wurde eine Anpassung vorgenommen. Bisher erfolgte eine vollständige Abwertung aller nach 3 Jahren nicht gängigen Werkzeugersatzteile. Durch eine Umstellung der Fertigungslogik werden keine produktspezifischen Ersatzteile mehr gefertigt, sondern nur noch Werkzeugersatzteile für Produktgruppen. Dadurch reduziert sich die Variantenvielfalt und es können Kosten gespart werden. Die endgültige Fertigstellung des Werkzeugersatzteils erfolgt dann in Abhängigkeit vom Bedarf. Als Folge daraus ist eine vollständige Abwertung nicht mehr sachgerecht. Es wird geschätzt, dass rund 15 % aller Werkzeugersatzteile auch nach 3 Jahren ohne Nutzung noch Verwendung finden werden. Aus der geänderten Bewertung resultiert im Berichtsjahr ein Aktivierungsbetrag von 436 TEUR. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung6 | UmsatzerlöseDie Aufteilung des Konzernumsatzes nach Standorten und Produktbereichen ist im Segmentbericht dargestellt (siehe Anhangangabe 28). 7 | Aktivierte EigenleistungenVon den aktivierten Eigenleistungen entfallen 1.342 TEUR (i. V. 1.551 TEUR) auf aktivierungspflichtige Entwicklungskosten nach IAS 38. Bei diesen Entwicklungskosten handelt es sich insbesondere um Investitionen in die Entwicklung von Lenkungskomponenten. Für die Projekte liegen Serienaufträge vor. 8 | Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge stellen sich wie folgt dar: scroll
Aperiodische Erträge sind in Höhe von 692 TEUR (i. V. 427 TEUR) angefallen. Die öffentliche Hand gewährte Zuwendungen in Höhe von 78 TEUR (i. V. 39 TEUR) für die Schaffung neuer Ausbildungsplätze sowie für Investitionsmaßnahmen und Entwicklungstätigkeiten. Diese Zuwendungen wurden erfolgswirksam verbucht. 9 | Personalaufwand und MitarbeiterPERSONALAUFWANDscroll
1)
Angepasst aufgrund der Effekte aus der Anwendung
von IAS 19. MITARBEITER IM JAHRESDURCHSCHNITT NACH BESCHÄFTIGUNGSBEREICHENscroll
10 | Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Aperiodische Aufwendungen fielen in Höhe von 136 TEUR (i. V. 112 TEUR) an. 11 | FinanzierungsaufwendungenDie Finanzierungsaufwendungen enthalten Zinsaufwendungen gegenüber Finanzinstituten in Höhe von 3.752 TEUR (i. V. 4.460 TEUR), Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.383 TEUR (i. V. 1.515 TEUR), Zinsaufwendungen aus Finance-Lease-Verträgen in Höhe von 540 TEUR (i. V. 322 TEUR) sowie Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 21 TEUR (i. V. 81 TEUR). Von den Zinsaufwendungen gegenüber Finanzinstituten haben finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, Zinsaufwendungen in Höhe von 3.465 TEUR (i. V. 4.210 TEUR) verursacht. 12 | ErtragsteuernDie Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
1)
Angepasst aufgrund der Effekte aus der Anwendung
von IAS 19. Für temporäre Differenzen auf einbehaltene Gewinne bei Tochtergesellschaften in Höhe von 14.681 TEUR (i. V. 7.326 TEUR) wurden keine latenten Steuern angesetzt, da diese Gewinne zum weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeit an den einzelnen Standorten eingesetzt werden sollen. Die Unterschiede zwischen dem aufgrund des rechnerischen Steuersatzes erwarteten Ertragsteueraufwands und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand können der nachfolgenden Überleitungsrechnung entnommen werden. Dem angewandten Steuersatz liegt der inländische Ertragsteuersatz zugrunde. scroll
1)
Angepasst aufgrund der Effekte aus der Anwendung
von IAS 19. Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten sind in der folgender Übersicht dargestellt: scroll
1)
Angepasst aufgrund der Effekte aus der Anwendung
von IAS 19. Für weitere Erläuterungen wird auf die Anhangangabe 5 verwiesen. 13 | Ergebnis je AktieBei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das auf die Anteilseigner der PWO AG zuzurechnende Ergebnis durch die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr insgesamt ausgegebenen Aktien geteilt. Verwässerungseffekte haben sich nicht ergeben. scroll
1)
Angepasst aufgrund der Effekte aus der Anwendung
von IAS 19. Erläuterungen zur Bilanz14 | Sachanlagenscroll
Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Bauten beträgt 25 bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 2 bis 10 Jahre, für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre und für EDV-Hardware 3 bis 5 Jahre. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2012 für technische Anlagen und Maschinen am Standort Deutschland enthalten Wertminderungen gemäß IAS 36 in Höhe von 542 TEUR für eine nicht amortisierte Investition, um den betroffenen Vermögenswert mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Der Wertminderung steht eine korrespondierende Ausgleichszahlung des Auftraggebers gegenüber. Die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten von voll abgeschriebenen, aber noch genutzten Sachanlagen beträgt 127.862 TEUR (i. V. 119.568 TEUR). 15 | Immaterielle Vermögenswertescroll
Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Software beträgt 3 bis 5 Jahre. Die nach IAS 38 aktivierten Entwicklungsleistungen in Höhe von 4.481 TEUR (i. V. 4.161 TEUR) werden stückzahlbezogen abgeschrieben, sobald die Entwicklung abgeschlossen ist und die Produktion der Serienteile anläuft. Der Restbuchwert der SAP-Software beträgt 503 TEUR (i. V. 841 TEUR). Der verbleibende Abschreibungszeitraum beträgt 1 bis 5 Jahre. Die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten von voll abgeschriebenen, aber noch genutzten immateriellen Vermögenswerten beträgt 11.807 TEUR (i. V. 6.448 TEUR). Am 31. Dezember 2013 beläuft sich der Goodwill von PWO UNITOOLS CZ a.s. auf 4.331 TEUR (i. V. 4.331 TEUR) und von PWO Canada Inc. auf 1.032 TEUR (i. V. 1.154 TEUR). Die Verminderung bei PWO Canada ergibt sich aus geänderten Wechselkursrelationen. Die kumulierten Abschreibungen enthalten 698 TEUR aus der Firmenwertabschreibung bei PWO de México de C.V. im Jahr 2009. 16 | VorräteVom Gesamtbetrag der zum Stichtag ausgewiesenen Vorräte in Höhe von 62.184 TEUR (i. V. 55.790 TEUR) sind Werkzeugersatzteile in Höhe von 6.703 TEUR (i. V. 5.342 TEUR) zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert. Im Geschäftsjahr 2013 wurde eine Zuschreibung in Höhe von 455 TEUR (i. V. Abwertung in Höhe von 707 TEUR) ertragswirksam erfasst. 17 | Forderungen und sonstige VermögenswerteZum 31. Dezember 2013 bestehen Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen in Höhe von 1.143 TEUR (i. V. 1.094 TEUR). Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen beträgt vor den Wertberichtigungen 57.035 TEUR (i. V. 53.219 TEUR). Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar: scroll
Bei signifikanten Einzelforderungen werden nach einheitlichen Maßstäben Einzelwertberichtigungen in Höhe des bereits eingetretenen Ausfalls (incurred loss) gebildet. Ein potenzieller Wertminderungsbedarf wird bei Vorliegen verschiedener Tatsachen wie Zahlungsverzug über einen bestimmten Zeitraum, Einleitung von Zwangsmaßnahmen, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, Beantragung oder Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder Scheitern von Sanierungsmaßnahmen angenommen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden regelmäßig auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst und führen zu einem erfolgswirksamen Wertminderungsverlust. Die Zuführung und damit Erhöhung der Wertberichtigungen betraf im Berichtsjahr nur wenige Einzelfälle. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderung. Die langfristigen Anteile der sonstigen Vermögenswerte und Ertragsteuerforderungen werden ab dem Geschäftsjahr 2013 direkt innerhalb der langfristigen Vermögenswerte dargestellt. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. 18 | ZahlungsmittelGuthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für kurzfristig kündbare Guthaben verzinst. Zum 31. Dezember 2013 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien, die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllen. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember 2013 in Höhe von 8.071 TEUR (i. V. 7.810 TEUR) aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich jederzeit fälligen Bankschulden zusammen. 19 | Gezeichnetes Kapital und RücklagenAm 26. Mai 2010 hat die Hauptversammlung neues genehmigtes und bedingtes Kapital beschlossen. Vom genehmigten Kapital I/2010 in Höhe von 3.000 TEUR wurden durch die Kapitalerhöhung im Mai 2012 mit der Ausgabe von 625.000 neuen Stückaktien 1.875 TEUR in Anspruch genommen. Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2013 9.375 TEUR (i. V. 9.375 TEUR). Es ist eingeteilt in 3.125.000 (i. V. 3.125.000) Stückaktien zum Nennwert von jeweils 3,00 EUR. Verbleibendes genehmigtes KapitalDer Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 1.125 TEUR gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I/2010). Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 750 TEUR gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II/2010). Die Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 3.000 TEUR beschlossen (Bedingtes Kapital 2010). KapitalrücklageDie Kapitalrücklage enthält Einstellungen aus dem Aufgeld. Gewinnrücklagen und übriges EigenkapitalDie Gewinnrücklagen enthalten die laufenden und die in Vorjahren von der PWO AG und einbezogenen Tochterunternehmen erwirtschafteten, noch nicht ausgeschütteten Gewinne. Die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von -708 TEUR (i. V. 1.741 TEUR) werden gesondert ausgewiesen. Darüber hinaus wird der Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument zur Absicherung des Cashflows erfasst, der als effektive Absicherung ermittelt wird. Vorgeschlagene und ausgeschüttete DividendenDie PWO AG weist zum 31. Dezember 2013 einen Bilanzgewinn in Höhe von 5.628.590,79 EUR aus. Die ausschüttbaren Beträge richten sich nach dem handelsrechtlichen Bilanzgewinn der PWO AG. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der PWO AG wie folgt zu verwenden: scroll
Im Geschäftsjahr 2013 wurde für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende von insgesamt 5.000.000,00 EUR gezahlt (1,60 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie). Die Dividendenzahlung im Geschäftsjahr 2012 für das Geschäftsjahr 2011 belief sich auf 3.500.000,00 EUR (1,40 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie). Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG(1) Die Delta Lloyd Levensverzekering N.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns am 7. November 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 31. Oktober 2013 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und an diesem Tag 3,31 % (103.574 Stimmrechte) beträgt. (2) Die Delta Lloyd Houdstermaatschappij Verzekeringen N.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns am 7. November 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 31. Oktober 2013 die Schwelle von 5% unterschritten hat und an diesem Tag 3,31 % (103.574 Stimmrechte) beträgt. Diese 3,31 % (dies entspricht 103.574 Stimmrechten) werden der Houdstermaatschappij Verzekeringen N.V. von der Delta Lloyd Levensverzekering N.V. zugerechnet. (3) Die Delta Lloyd L SICAV, Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, hat uns am 7. November 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 31. Oktober 2013 die Schwelle von 5 % überschritten hat und an diesem Tag 6,96 % (217.613 Stimmrechte) beträgt. 20 | SchuldenPensionsrückstellungenRückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Versorgungsleistungen richten sich nach Entgelt und Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter. Die unmittelbaren und mittelbaren Verpflichtungen umfassen solche aus bereits laufenden Pensionen sowie Anwartschaften für zukünftig zu zahlende Pensionen und Altersruhegelder. Ein Planvermögen zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen existiert nicht. Der überwiegende Anteil der Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne betrifft die PWO AG. Auf PWO de Mexico S.A. de C.V. entfällt ein Rückstellungsbetrag in Höhe von 183 TEUR (i. V. 198 TEUR). Die nach mexikanischem Gesetz zu bildende Rückstellung umfasst Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer in Abhängigkeit von ihrer Dienstzeit und den während ihrer Dienstzeit erzielten Bezügen. Die Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) errechnet. Die Pensionsverpflichtungen werden dabei mit dem Barwert der am Bewertungsstichtag erdienten Pensionsansprüche unter Berücksichtigung wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten und Gehältern bilanziert. Im Konzern bestehen beitragsorientierte Versorgungspläne. Hieraus ergibt sich für PWO Canada Inc. ein im Aufwand erfasster Betrag in Höhe von 62 TEUR (i. V. 67 TEUR) und für PWO UNITOOLS CZ ein Betrag von 155 TEUR (i. V. 140 TEUR). Arbeitgeberbeiträge an die gesetzlichen Rentenversicherungsanstalten wurden in Höhe von 7.517 TEUR (i. V. 7.349 TEUR) geleistet. In den folgenden Tabellen werden die Bestandteile der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen sowie die in der Bilanz angesetzten Beträge dargestellt. Die Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2012 wurden nach IAS 19 (überarbeitet) angepasst und entsprechen daher nicht den Zahlen des für das Geschäftsjahr 2012 veröffentlichten Konzernabschlusses. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträge setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Der Aufwand aus Pensionsverpflichtungen wird unter den Personalaufwendungen, der Zinsaufwand unter den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen. Nachfolgende Tabelle zeigt die im sonstigen Ergebnis erfassten Anpassungen: scroll
Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen stellt sich wie folgt dar: scroll
Von den bilanzierten Pensionsrückstellungen sind 41.002 TEUR (i. V. 40.974 TEUR) langfristig und 1.525 TEUR (i. V. 1.495 TEUR) kurzfristig. Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen basiert auf folgenden versicherungsmathematischen Annahmen: scroll
Die leistungsorientierten Verpflichtungen haben im Berichtsjahr eine durchschnittliche Restlaufzeit von 18 Jahren (i. V. 17 Jahre). Nachfolgende Tabelle zeigt eine Sensitivitätsanalyse mit den wichtigsten Annahmen zum 31. Dezember 2013: scroll
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Die Sensitivitätsanalysen der DBO für die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden mit demselben Bewertungsverfahren (Projected Unit Credit Methode), mit dem die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Verpflichtungen aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ermittelt wurden, durchgeführt. Die Auswirkung der Annahmenänderungen wurde jeweils separat ermittelt; mögliche Korrelationseffekte wurden somit nicht analysiert. Zur Untersuchung der Sensitivität der DBO gegenüber einer Veränderung der angenommenen Sterblichkeiten wurden die Sterbewahrscheinlichkeiten in einer Vergleichsberechnung um 10 % abgesenkt. Die Reduzierung der Sterbewahrscheinlichkeiten um 10 % verlängert die durchschnittliche Lebenserwartung aller Versorgungsberechtigten um etwa ein Jahr, was zu einer Erhöhung der DBO um ca. 1,4 Mio. EUR führt. Folgende Beträge werden voraussichtlich in den nächsten Jahren im Rahmen der leistungsorientierten Verpflichtung als laufende Renten ausgezahlt: scroll
Sonstige RückstellungenSonstige Rückstellungen berücksichtigen die notwendigen Beträge für Aufwendungen im Personalbereich und sonstige erkennbare Verpflichtungen und Risiken. Die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Personalrückstellungen (Verpflichtungen für Altersteilzeit und Jubiläumszuwendungen) und Drohverlustrückstellungen. Bei den Altersteilzeitverpflichtungen wird erwartet, dass der gesamte passivierte Betrag der Verpflichtungen für Altersteilzeit innerhalb von 5 Jahren nach dem Berichtsstichtag anfallen wird. Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar: scroll
Zuschüsse der Bundesagentur für Arbeit für im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen ausscheidende Mitarbeiter werden als sonstige Vermögenswerte in Höhe von 554 TEUR (i. V. 1.066 TEUR) bilanziert und nicht mit den Rückstellungen verrechnet. Verzinsliche DarlehenVon den verzinslichen Darlehen haben 59.991 TEUR (i. V. 49.988 TEUR) eine Laufzeit kleiner als ein Jahr und 4.944 TEUR (i. V. 3.642 TEUR) eine Laufzeit größer als 5 Jahre. Die Schulden gegenüber Kreditinstituten betragen 93.584 TEUR (i. V. 89.212 TEUR). Die Darlehen wurden zu Zinssätzen zwischen 1,31 % und 7,20 % gewährt. Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten bestehen in Höhe von 11.792 TEUR (i. V. 5.146 TEUR). Von den Schulden gegenüber Kreditinstituten sind 12.750 TEUR (i. V. 12.508 TEUR) durch Grundschulden und Hypotheken und 32.449 TEUR (i. V. 27.178 TEUR) durch Sicherungsübereignung von Sachanlagen gesichert. Darüber hinaus bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren. Sonstige VerbindlichkeitenDie Umgliederung der langfristigen Anteile der sonstigen Verbindlichkeiten in die langfristigen Schulden ab im Geschäftsjahr 2013 erfolgte aus Gründen einer verbesserten Darstellung. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Finance-Lease-Verträge und MietkaufverträgeFür verschiedene technische Anlagen und Maschinen bestehen Finance-Lease-Verträge, die zum Teil Kaufoptionen des Leasinggebers enthalten. Die Vermögenswerte haben zum 31. Dezember 2013 einen Buchwert von 12.618 TEUR (i. V. 9.380 TEUR). Aufgrund der Gestaltung der Leasingvereinbarungen werden die Vermögenswerte gemäß IAS 17.28 abweichend von der Laufzeit des Leasingverhältnisses über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finance-Lease-Verträgen und Mietkaufverträgen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden: scroll
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenEine Avalbürgschaft zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben beträgt zum Stichtag 2.345 TEUR (i. V. 2.345 TEUR). Zum 31. Dezember 2013 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen inklusive des Bestellobligos in Höhe von 13.480 TEUR (i. V. 20.837 TEUR). Davon entfallen nach der Fristigkeit auf die nächsten Geschäftsjahre: scroll
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Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Die bestehenden Operating-Leasingverhältnisse enthalten teilweise Verlängerungs- und Kaufoptionen. 21 | FinanzrisikomanagementDas Finanzrisikomanagement-System des Konzerns ist auf die Unsicherheiten aus der künftigen Entwicklung der Finanzmärkte ausgerichtet und hat die Minimierung nachteiliger Folgen für die finanzielle Leistungskraft des Konzerns zum Ziel. Das Risikomanagement-System wird federführend durch den Vorstand verantwortet, der die allgemeinen Grundsätze für das Risikomanagement vorgibt und die Vorgehensweise festlegt. Es liegen keine wesentlichen Risikokonzentrationen vor, die nicht aus dem Anhang und dem Lagebericht ersichtlich sind. Nachfolgend werden die wesentlichen Risiken erläutert: KreditrisikoDas Ausfallrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wird von der Progress-Werk Oberkirch AG und ihren Tochterunternehmen basierend auf einheitlichen Richtlinien, Verfahren und Kontrollen gesteuert. Die Bonität der Kunden wird regelmäßig durch Kreditauskünfte und historische Daten überprüft. Basierend auf diesen Erkenntnissen werden für die Kunden einzelne Kreditrahmen festgelegt. Ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen werden durch ein intensives Forderungsmanagement regelmäßig überwacht. Darüber hinaus wurde als zusätzliche Absicherung eine Warenkreditversicherung abgeschlossen, die wesentliche Teile der Forderungen absichert. Der Wertberichtigungsbedarf wird zu jedem Abschlussstichtag analysiert und mit angemessenen Wertberichtigungen Rechnung getragen. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln sowie dem Bestand an derivativen finanziellen Vermögenswerten ist der Konzern Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. PWO steuert die daraus entstehende Risikoposition durch Richtlinien und Vorgaben des Konzern-Treasury sowie Diversifikation und sorgfältige Auswahl der Finanzinstitute. Des Weiteren werden alle Finanzinstitute in regelmäßigen Abständen gerade im Hinblick auf ein Ausfallrisiko analysiert und quantifiziert. Gegenwärtig sind keine liquiden Mittel oder derivative finanzielle Vermögenswerte aufgrund von Ausfällen überfällig oder wertberichtigt. Zum 31. Dezember 2013 entspricht das maximale Kreditrisiko der finanziellen Vermögenswerte bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wird zusätzlich eine Warenkreditversicherung in Abzug gebracht. scroll
Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen zum 31. Dezember 2013 stellt sich wie folgt dar: scroll
Für nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen liegen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor. LiquiditätsrisikoFür das laufende Geschäft stehen ausreichende Linien mehrerer Kreditinstitute zur Verfügung. Finanzierungsrisiken werden durch eine angemessene Kombination aus kurz- und langfristigen Krediten begrenzt. Mit langfristigen Kundenaufträgen verbundene Investitionen und Vorfinanzierungen von Leistungen werden grundsätzlich projektbezogen langfristig finanziert. Der Konzern hat annähernd die Hälfte seiner Finanzierungen mit langfristigem Zeithorizont und zu festen Zinssätzen abgesichert. Soweit notwendig, werden zusätzlich derivative Zinssicherungen abgeschlossen. Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeiten der undiskontierten Cashflows aus den finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns zum Bilanzstichtag: scroll
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Die in vorstehender Tabelle dargestellten Beträge der derivativen Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung entsprechen den undiskontierten Cashflows auf Bruttobasis. In nachfolgender Tabelle sind die undiskontierten Zahlungsmittelzu- und -abflüsse dargestellt: scroll
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ZinsrisikoZur Beurteilung des Zinsänderungsrisikos sind die Finanzinstrumente gemäß IAS 32 grundsätzlich in solche mit fester und solche mit variabler Zinsbindung zu unterteilen. Zinsänderungsrisiken bestehen bei variabel verzinslichen Darlehen. Diesen Risiken wird mit Zinsswaps begegnet. Zinsänderungsrisiken werden anhand von Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde: Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Währungsderivate bleiben aufgrund von Wesentlichkeitsüberlegungen in den Zinssensitivitätsanalysen unberücksichtigt. PWO unterliegt an allen Standorten Zinsrisiken. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2013 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 365 TEUR (i. V. 244 TEUR) niedriger gewesen. Wenn das Marktzinsniveau um 100 Basispunkte geringer gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern zum 31. Dezember 2013 um 358 TEUR (i. V. 236 TEUR) höher gewesen. WährungsrisikoUnter Währungsrisiko wird das Risiko von wechselkursinduzierten Wertänderungen von Bilanzpositionen verstanden. Für jede Währung, die ein signifikantes Risiko für das Unternehmen darstellt, wird eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt, die auf folgenden Annahmen basiert: Für die Sensitivitätsanalyse kommen alle monetären Finanzinstrumente des Konzerns infrage, die nicht auf die funktionale Währung der jeweiligen Einzelgesellschaften lauten. Damit bleiben wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung (Translationsrisiko) unberücksichtigt. Nach IFRS besteht kein Wechselkursrisiko bei Finanzinstrumenten, die nicht monetäre Posten sind, und bei Finanzinstrumenten, die auf die funktionale Währung lauten. Bei den derivativen Finanzinstrumenten werden demnach nur die Währungsderivate in die Sensitivitätsanalyse einbezogen, da sämtliche Zinsderivate keinem Währungsrisiko ausgesetzt sind. Die hypothetischen Effekte in der Gewinn- und Verlustrechnung und beim Eigenkapital für jeden originären Einzelposten, der in die Sensitivitätsanalyse eingeht, bestimmen sich durch Vergleich des Buchwerts (ermittelt anhand des Stichtagskurses) mit dem Umrechnungswert, der sich unter Heranziehung eines hypothetischen Wechselkurses ergibt. Wenn der EUR gegenüber der CZK zum 31. Dezember 2013 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 7 TEUR (i. V. 239 TEUR) höher und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow-Hedges um 439 TEUR (i. V. 779 TEUR) geringer gewesen. Wenn der EUR gegenüber der CZK zum 31. Dezember 2013 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 8 TEUR (i. V. 292 TEUR) niedriger und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow-Hedges um 2.055 TEUR (i. V. 952 TEUR) höher gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2013 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 246 TEUR (i. V. 85 TEUR) und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow-Hedges um 1.197 TEUR (i. V. 1.725 TEUR) höher gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2013 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 300 TEUR (i. V. 103 TEUR) geringer und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow-Hedges um 1.376 TEUR (i. V. 1.939 TEUR) geringer gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem CAD zum 31. Dezember 2013 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 17 TEUR (i. V. 150 TEUR) geringer und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow-Hedges um 778 TEUR (i. V. 1.331 TEUR) höher gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem CAD zum 31. Dezember 2013 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 21 TEUR (i. V. 183 TEUR) höher und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow-Hedges um 951 TEUR (i. V. 1.625 TEUR) geringer gewesen. KapitalsteuerungVorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechtzuerhalten. Zur Aufrechterhaltung der Kapitalstruktur können Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner vorgenommen oder neue Anteile ausgegeben werden. Die Kapitalüberwachung erfolgt über das Gearing Ratio, das dem Verhältnis von Netto-Finanzschulden zum Eigenkapital entspricht. Gemäß den konzerninternen Richtlinien liegt die Zielgröße des Gearing in der Bandbreite zwischen 60 % und 80 %. Diese Bandbreite wurde aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 ff. deutlich überschritten und soll schnellstmöglich wieder in den Zielkorridor zurückgeführt werden. Zum 31. Dezember 2013 bzw. 31. Dezember 2012 wurden keine Änderungen der Ziele und Richtlinien vorgenommen. Die Netto-Finanzschulden umfassen verzinsliche Darlehen abzüglich Zahlungsmittel. scroll
22 | FinanzinstrumenteZum 31. Dezember 2013 sind folgende derivative Finanzinstrumente offen: scroll
Offene derivative Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2012: scroll
Die Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen, wurden unter Berücksichtigung von Steuereffekten in Höhe von 361 TEUR (i. V. 264 TEUR) direkt im Eigenkapital erfasst. Im Rahmen des Hedge-Accounting wurden 289 TEUR (i. V. 99 TEUR) dem Eigenkapital entnommen und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Von dieser Entnahme sind 0 TEUR (i. V. 0 TEUR) auf die Ineffektivität der Sicherungsbeziehung zurückzuführen. Zum Bilanzstichtag wird davon ausgegangen, dass alle geplanten Transaktionen eintreten werden. Weiter wird erwartet, dass innerhalb der in vorstehender Tabelle angegebenen Laufzeit die abgesicherten Cashflows eintreten und sich auf die Gewinne und die Verluste auswirken werden. Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien und Klassen: scroll
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente wurden nachfolgend in die Fair-Value-Hierarchie eingeordnet: scroll
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Umbuchungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1 und Stufe 2 und Umbuchungen in oder aus Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3 wurden nicht vorgenommen. Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert für die im Bestand befindlichen Finanzinstrumente sind folgende Gesamterträge und -aufwendungen entstanden: scroll
Die Erträge beziehungsweise Aufwendungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von den Derivaten ohne Hedge-Beziehung werden im sonstigen betrieblichen Ertrag beziehungsweise im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten dar (ohne derivative Finanzinstrumente, die in Hedge-Accounting einbezogen sind): scroll
Sonstige Angaben23 | Forschungs- und EntwicklungskostenForschungskosten sind nicht angefallen. Von den kundenbezogenen Entwicklungskosten in Höhe von 9.460 TEUR (i. V. 9.390 TEUR) wurden 1.342 TEUR (i. V. 1.551 TEUR) in den immateriellen Vermögenswerten aktiviert. 24 | Gesamtbezüge des Vorstands und des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2013 lagen die Gesamtbezüge (kurzfristig fällige Bezüge) des Vorstands bei 1.697 TEUR (i. V. 1.529 TEUR). Hierin enthalten sind erfolgsbezogene Komponenten in Höhe von 919 TEUR (i. V. 783 TEUR). Für die Mitglieder des Vorstands entstanden im Geschäftsjahr 2013 Dienstzeitaufwendungen für Pensionszusagen in Höhe von 179 TEUR (i. V. 140 TEUR). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats (kurzfristig fällige Bezüge) belaufen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 184 TEUR (i. V. 173 TEUR). Der Konzernlagebericht enthält den Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat. Für ehemalige Mitglieder des Vorstands der PWO AG und ihre Hinterbliebenen wurden Pensionszahlungen in Höhe von 240 TEUR (i. V. 234 TEUR) geleistet. Die entsprechende Pensionsrückstellung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 2.057 TEUR (i. V. 2.146 TEUR). 25 | Honorar des AbschlussprüfersDas im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Im Berichtsjahr enthält das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2 TEUR (i. V. 17 TEUR). Weitere Bestätigungs- und Bewertungsleistungen wurden nicht in Anspruch genommen. 26 | Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenNahestehende Unternehmen und Personen des Konzerns sind das oberste Mutterunternehmen sowie der Vorstand und der Aufsichtsrat. Während des Geschäftsjahres gab es keine Geschäftsbeziehungen zwischen dem Konzern und dem obersten Mutterunternehmen. Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nahestehenden Personen bestanden nicht. Auf die Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht im Lagebericht wird verwiesen. Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung der nahestehenden Personen des Konzerns umfasst die Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Konzernlagebericht enthält den Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat. 27 | Zusatzinformation zur KapitalflussrechnungIn der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme basierend auf IAS 7 dargestellt. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds beinhaltet die Zahlungsmittel und die jederzeit fälligen Bankschulden. Die jederzeit fälligen Bankschulden in Höhe von 11.792 TEUR (i. V. 5.146 TEUR) sind in der Bilanzposition "kurzfristige verzinsliche Darlehen" enthalten. 28 | SegmentberichtEntsprechend der internen Steuerung des Konzerns stellen die Produktionsstandorte die Basis für die Segmentberichterstattung dar. Der Hauptentscheidungsträger des Konzerns ist definiert als der Vorstand der PWO AG. Die Segmente werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Entsprechend werden auch die Umsätze dieser Segmente nach dem Standort des Vermögens zugeordnet. Die Aufteilung erfolgt in die Regionen Deutschland, übriges Europa, NAFTA-Raum und Asien. Der NAFTA-Raum umfasst die Standorte Kanada und Mexiko. Ergebnis, Vermögen, Schulden und Abschreibungen zwischen den einzelnen Segmenten werden in der Spalte "Konsolidierung" eliminiert. In dieser Spalte werden auch die nicht den einzelnen Segmenten zuordenbaren Positionen erfasst. Die Segmentdaten werden in Übereinstimmung mit den im Konzernabschluss angewandten Rechnungslegungsmethoden ermittelt. Zum 31. Dezember 2013 bzw. 31. Dezember 2012 wurden keine Kunden identifiziert, mit denen der Konzern mindestens 10 % Umsatzerlöse erzielt hat. Segmentinformationen nach StandortenGESCHÄFTSJAHR 2013scroll
Segmentinformationen nach StandortenGESCHÄFTSJAHR 2012scroll
Das Segmentvermögen und die Segmentschulden entsprechen den Werten aus den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen. Im Segment Deutschland sind wesentliche zahlungsunwirksame Posten in Höhe von 3.276 TEUR (i. V. 2.701 TEUR) enthalten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Außenumsätze in die drei strategischen Produktbereiche. Die Produktbereiche sind im Konzernlagebericht, Kapitel "Grundlagen des Konzerns", erläutert. Segmentinformationen nach ProduktbereichenUMSATZERLÖSEscroll
29 | Corporate GovernanceDie im Dezember 2013 von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. 30 | Ereignisse nach dem BilanzstichtagWesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.
Oberkirch, 13. März 2014 Der Vorstand Karl M. Schmidhuber, Vorsitzender Bernd Bartmann Dr. Winfried Blümel BestätigungsvermerkZu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den von der Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft, Oberkirch, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Freiburg i. Br., 18. März 2014 Ernst & Young GmbH Nietzer, Wirtschaftsprüfer Schmelzle, Wirtschaftsprüfer |
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