Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft

Oberkirch

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015

GESCHÄFTSBERICHT 2015

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft ("die Gesellschaft") berichtet im Folgenden über seine Tätigkeit während des Geschäftsjahres 2015. Schwerpunkte bilden die Erörterung der Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand sowie die Darstellung der wesentlichen Themen, die der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse in ihren jeweiligen Sitzungen erörtert haben.

Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 201 5 die ihm gemäß Gesetz und Satzung der Gesellschaft sowie seiner Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahr. Hierzu pflegte er mit dem Vorstand eine kontinuierliche Zusammenarbeit. Im intensiven Dialog erörterte er mit dem Vorstand insbesondere alle wesentlichen Fragen zur Entwicklung von Gesellschaft und Konzern. Dabei stimmten Vorstand und Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung des Konzerns eng miteinander ab. Der Aufsichtsrat beriet den Vorstand regelmäßig und überwachte die Führung der Geschäfte hinsichtlich ihrer Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Bei Entscheidungen des Vorstands, die für die Gesellschaft oder den Konzern von grundsätzlicher Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Anhand detaillierter schriftlicher und mündlicher Berichte wurde der Aufsichtsrat zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen zu den für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Märkten, zum aktuellen Gang der Geschäfte sowie zur Lage von Gesellschaft und Konzern in Kenntnis gesetzt. Ebenso eingehend erörtert wurden laufende Entwicklungsprojekte und Investitionen sowie die kurz- und langfristige Unternehmensplanung und die strategische Weiterentwicklung des Konzerns. Darüber hinaus informierte der Vorstand über die Liquiditäts- und Risikolage, über das konzernweite Risikomanagement-System sowie zu Compliance- und insbesondere Fragen der IT-Sicherheit und zum Datenschutz. Plan- und Zielabweichungen des Geschäftsverlaufs sowie geeignete Maßnahmen, diesen zu begegnen, wurden vom Vorstand im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat geprüft.

Der Aufsichtsrat prüfte alle Berichte des Vorstands kritisch auf ihre Plausibilität. Er stellte fest, dass Gegenstand und Umfang der Berichterstattung des Vorstands den Anforderungen des Aufsichtsrats in vollem Umfang gerecht wurden. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands erteilte der Aufsichtsrat, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen erforderlich war, nach Prüfung und Beratung seine Zustimmung. Zustimmungspflichtige Angelegenheiten legte der Vorstand rechtzeitig zur Beschlussfassung vor.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand auch zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats regelmäßig in engem persönlichem Kontakt mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Sprecher des Vorstands, und beriet ihn in Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements sowie in Compliance-Fragen. Er informierte sich darüber hinaus ständig über den Geschäftsgang und die wesentlichen Geschäftsvorfälle. Auch außerhalb von Sitzungen informierte der Vorsitzende des Aufsichtsrats die übrigen Aufsichtsratsmitglieder und erörterte aktuelle Entwicklungen mit ihnen.

Die kontinuierliche Information des Aufsichtsratsvorsitzenden über besondere Geschäftsvorgänge, die für die Beurteilung von Lage und Entwicklung sowie für die Leitung der Gesellschaft bzw. des Konzerns von wesentlicher Bedeutung waren, war gewährleistet. Er wurde diesbezüglich durch den Vorstand unverzüglich mündlich oder durch schriftliche Berichte umfassend in Kenntnis gesetzt.

Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen waren und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten auch im Geschäftsjahr 2015 nicht auf. Den im Auftrag der Verwaltung erteilten Mandaten an die Anwaltskanzlei Gleiss Lutz, der das Aufsichtsratsmitglied Dr. Gerhard Wirth als Of Counsel angehört, stimmte der Aufsichtsrat zu.

ARBEIT DES PLENUMS

Im Berichtsjahr 2015 tagte das Plenum sechsmal, und zwar am 11. Februar, 24. März, 19. Mai, 28. Juli, 29. September und 16. Dezember Die Präsenzsitzungen des Aufsichtsrats fanden mit zwei Ausnahmen am Sitz der Gesellschaft statt. Die Sitzung am 11. Februar 2015 fand in Böblingen statt. Einer festen Tradition folgend, wurde auch 2015 wieder eine Sitzung an einem der ausländischen Standorte abgehalten, die der Aufsichtsrat bei diesen Gelegenheiten besichtigt. Am 29. September 2015 kam er am Standort der Tochtergesellschaft in Mexiko zusammen. Mit einer krankheitsbedingten Ausnahme tagte der Aufsichtsrat jeweils vollzählig.

Der Aufsichtsrat befasste sich regelmäßig eingehend mit der Unternehmensstrategie, der aktuellen Marktlage, den laufenden Entwicklungsprojekten und dem Status der Investitionen. Eine Ausnahme bildete die außerordentliche Sitzung am 11. Februar 2015, in der die Langfristplanung für die Standorte in China und Mexiko im Fokus stand. Darüber hinaus erörterte der Aufsichtsrat regelmäßig die jeweiligen Situations- und Ergebnisberichte des Vorstands zur wirtschaftlichen und operativen Lage. Ferner standen im Jahresverlauf die folgenden Einzelthemen auf der Tagesordnung:

In der Sitzung vom 24. März 2015 befasste sich der Aufsichtsrat ausführlich mit den Abschlüssen des Geschäftsjahres 2014 einschließlich des Abhängigkeitsberichts des Vorstands, dem Bericht des Aufsichtsrats, dem Geschäftsbericht 2014 und der Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung am 19. Mai 2015. Darüber hinaus wurden Fragen zum Risikomanagement, insbesondere bei den Tochtergesellschaften, sowie bilanzielle und Finanzierungsthemen behandelt.

Am 19. Mai 2015 stand die am gleichen Tag stattfindende ordentliche Hauptversammlung 2015 im Vordergrund der Erörterungen. Außerdem wurden neben den zu allen Sitzungen aufgerufenen Tagesordnungspunkten die erste Hochrechnung für das laufende Geschäftsjahr sowie Compliance-Fragen behandelt.

In der Sitzung vom 28. Juli 2015 erörterte der Aufsichtsrat zusätzlich die Berichte des Vorstands zur zukünftigen Sourcing-Strategie im Werkzeugbereich, zur Entwicklung der Standorte Mexiko und China sowie zur Finanzierung. Des Weiteren stand der aktuelle Stand der Planung zu der ab dem folgenden Geschäftsjahr 2016 vorgesehenen Umsetzung der neuen Geschäftsprozesse des PWO-Konzerns ("Future PWO") auf der Tagesordnung. Ferner wurden Compliance- und insbesondere Datenschutz-Themen behandelt.

Schwerpunkte der Sitzung am 29. September 2015, in deren Rahmen wie erwähnt auch die Betriebsstätte von PWO de México nahe Puebla besichtigt wurde, waren über die regelmäßig erörterten Themen hinaus die zweite Hochrechnung für das Geschäftsjahr 2015 und Fragen der IT-Sicherheit sowie der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen. Bezüglich der in diesem Zusammenhang für den PWO-Konzern relevanten gesetzlichen Vorgaben legte der Aufsichtsrat die Zielquoten für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand bis 30. Juni 2017 auf jeweils 0 Prozent fest. Diese Festlegung beruht zum einen auf der Erwägung, dass die Amtszeiten der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat sowie der Vorstandsmitglieder mit einer Ausnahme über das genannte Datum hinausgehen, sodass insoweit keine rechtliche Handhabe für eine Erhöhung des Frauenanteils in beiden Gremien besteht. Im Fall des Vorstands kommt hinzu, dass sich Aufsichtsrat und Vorstand einig sind, dass vorrangige Kriterien bei der Besetzung von Führungspositionen fachliche Expertise und Führungsqualifikation sein sollten und dass diese Maßstäbe der Erhöhung des Frauenanteils im Vorstand branchenbedingt derzeit noch enge Grenzen setzen.

In der Sitzung vom 16. Dezember 2015 standen zusätzlich die Vorlage, Diskussion und Verabschiedung der mittelfristigen Planung bis einschließlich 2020 hinsichtlich der Entwicklung von Ergebnis, Bilanz und Finanzierung sowie des Personal- und Investitionsbedarfs und die Weiterentwicklung der Geschäftsprozesse im Rahmen von "Future PWO" im Mittelpunkt. Darüber hinaus erörterte der Aufsichtsrat in dieser Sitzung Fragen der Finanzierung und der Corporate Governance. Dabei beriet er auch eingehend über die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand dieser Prüfung waren u. a. Zahl, Vorbereitung und Durchführung der Aufsichtsratssitzungen, die Qualität der Sitzungsunterlagen sowie die Vollständigkeit und Regelmäßigkeit der pflichtgemäß durch den Aufsichtsrat vom Vorstand abzufragenden Themen.

Zudem erörterte der Aufsichtsrat in dieser Sitzung gemeinsam mit dem Vorstand die Entsprechenserklärung der Progress-Werk Oberkirch AG nach § 161 Aktiengesetz zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 5. Mai 2015 sowie die Abweichungen von diesen Empfehlungen und fasste darüber Beschluss. Weitere Ausführungen zur Corporate Governance finden sich im Corporate-Governance-Bericht der Progress-Werk Oberkirch AG und in der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a Handelsgesetzbuch. Beide sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.progress-werk.de/investor-relations/corporate-governance/ abrufbar.

In seiner Sitzung am 29. März 2016 behandelte der Aufsichtsrat umfassend den Jahres- und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2015 einschließlich des zusammengefassten Lageberichts für die Gesellschaft und den Konzern, den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Abhängigkeitsbericht des Vorstands gemäß § 312 Aktiengesetz. In Übereinstimmung mit § 315 a Handelsgesetzbuch wurde kein Konzernabschluss nach HGB aufgestellt.

Die Buchführung, der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern sowie der Abhängigkeitsbericht wurden von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Bestätigungsvermerk der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abhängigkeitsbericht lautet: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind."

Der Jahres- und Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern, der Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns, der Abhängigkeitsbericht und die vom Abschlussprüfer erstellten Prüfungsberichte wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats im Vorfeld der Sitzung am 29. März 2016 ausgehändigt. Der Prüfungsausschuss prüfte diese Unterlagen in seiner Sitzung am 16. März 2016.

Der Abschlussprüfer war bei der Sitzung des Prüfungsausschusses am 16. März 2016 und bei der Aufsichtsratssitzung am 29. März 2016 anwesend und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung.

Der Aufsichtsrat unterzog den Jahres- und den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns einer eigenen Prüfung und stimmte auf Empfehlung des Prüfungsausschusses dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer in der Sitzung am 29. März 2016 zu.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats waren keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den Konzern- sowie den Jahresabschluss, der damit festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat unterzog auch den Abhängigkeitsbericht einer eigenen Prüfung und stimmte dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer in der Sitzung am 29. März 2016 zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats waren keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben.

Das Gremium stimmte darüber hinaus dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns 2015 zu. Die Verwaltung wird der Hauptversammlung am 31. Mai 2016 daher vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 1,55 EUR je Aktie auszuschütten.

ARBEIT DER AUSSCHÜSSE

Der Aufsichtsrat hat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben und gemäß seiner Geschäftsordnung einen Personal- und einen Prüfungsausschuss eingerichtet. Er hat diesen Ausschüssen im Rahmen des gesetzlich Zulässigen gewisse Entscheidungsbefugnisse übertragen. Im Übrigen bereiten die Ausschüsse die sie betreffenden Themen für deren Erörterung im Plenum vor. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Plenum regelmäßig über die Beratungen und Beschlüsse des jeweiligen Ausschusses.

Der Aufsichtsratsvorsitzende leitet den Personalausschuss. Der Ausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Er beschließt anstelle des Aufsichtsrats über die Vertretung der Gesellschaft gegenüber Vorstandsmitgliedern, die Einwilligung zu Neben- und Konkurrenztätigkeiten eines Vorstandsmitglieds und die Gewährung von Darlehen an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Der Personalausschuss tagte im Berichtsjahr 2015 zweimal, am 20. April und am 26. Mai. Seine Mitglieder waren jeweils vollzählig anwesend. Gegenstand der Erörterungen war im Wesentlichen die Zusammenarbeit im Vorstand.

Herr Dr. Georg Hengstberger ist Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Er verfügt über besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet der Rechnungslegung. Der Prüfungsausschuss übernimmt anstelle des Aufsichtsrats die Vorprüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses, des Lage- und des Konzernlageberichts sowie des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers. Des Weiteren bereitet er den gemäß § 171 Aktiengesetz zu erstattenden Bericht des Aufsichtsrats vor Der Prüfungsausschuss befasst sich außerdem mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit der internen Kontroll- und Revisionssysteme, des Risikomanagement-Systems, der Abschlussprüfung sowie der Compliance. Des Weiteren nimmt der Prüfungsausschuss die Beauftragung des Abschlussprüfers und die Vereinbarung seines Honorars vor. Ferner holt der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex ein. Im Berichtsjahr wurden keine die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers infrage stellenden Erkenntnisse gewonnen.

Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr 2015 fünfmal, am 11. Februar, 11. März, 30. April, 23. Juli und am 28. Oktober An den Sitzungen nahmen jeweils alle Mitglieder des Ausschusses teil. Die wesentlichen Themen seiner Erörterungen waren die Abschlüsse des Geschäftsjahres 2014, die Zwischenfinanzberichte des Geschäftsjahres 2015 und die Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2015. Außerdem setzte sich der Ausschuss mit Fragen der internen Revision auseinander.

Des Weiteren befasste sich der Prüfungsausschuss intensiv mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens. Hierzu nahm er Berichte des Vorstands entgegen, insbesondere zur aktuellen Entwicklung der Rentabilität der Gesellschaft und des Konzerns. Darüber hinaus erörterte der Ausschuss Fragestellungen u.a. zur Bewertung von Beteiligungen, zur Unternehmenssteuerung und zur Rechnungslegung. Der Prüfungsausschuss nahm regelmäßig einen Abgleich der aktuellen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns mit der laufenden Planung vor und prüfte entsprechenden Handlungsbedarf.

Im Berichtsjahr waren die Ausschüsse folgendermaßen besetzt:

PERSONALAUSSCHUSS

Dieter Maier (Vorsitzender)

Ulrich Ruetz

Dr. Gerhard Wirth

PRÜFUNGSAUSSCHUSS

Dr. Georg Hengstberger (Vorsitzender)

Herbert König

Dieter Maier (unabhängiger Finanzexperte im Sinne des § 100 Abs. 5 AktG)

VERÄNDERUNGEN IN DEN ORGANEN

Im Berichtsjahr gab es keine Veränderungen in den Organen.

DANK

Das Berichtsjahr stand im Zeichen mehrerer strategischer Weichenstellungen für die Zukunftsfähigkeit des PWO-Konzerns. Die für den Stammsitz Oberkirch im Geschäftsjahr 2014 in Gang gesetzten Strukturmaßnahmen wurden im Berichtsjahr erfolgreich umgesetzt und zeigten schon frühzeitig die erwarteten Struktur- und Prozessverbesserungen sowie Fortschritte bei der Rentabilität und damit Zukunftsfähigkeit dieses Standorts. Darüber hinaus wurde mit der termingerechten Fertigstellung eines ersten reinen Montagestandorts die Grundlage gelegt für weiteres überdurchschnittliches Wachstum in China. Das im Berichtsjahr erzielte Rekordvolumen im Neugeschäft untermauert darüber hinaus die mittelfristigen Wachstumspläne und sichert die Auslastung für die folgenden Jahre.

Damit wurde die Gesellschaft nach der zwischenzeitlichen Ertragsschwäche im Geschäftsjahr 2014 sehr schnell wieder auf ihren bisherigen soliden Wachstumsweg geführt. Mit der im laufenden Geschäftsjahr 2016 am Standort Oberkirch beginnenden Umsetzung der neuen Geschäftsprozesse des PWO-Konzerns ("Future PWO") können ab 2017 zusätzliche ertragssteigernde Potenziale erschlossen und sukzessive realisiert werden.

Dem Aufsichtsrat bleibt jedoch bewusst, dass die Zukunftsfähigkeit des PWO-Konzerns weit über strukturelle Ertüchtigungen hinaus entscheidend von der Leistungsfähigkeit und der Motivation seiner weltweit tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abhängt. Die Menschen bei PWO waren in der Vergangenheit nicht nur in der Lage, sich den stetig wachsenden Herausforderungen des globalen Automobilmarktes erfolgreich zu stellen. Es ist auch ihr Erfolg, PWO zu einem global aufgestellten strategischen Partner für die Qualitätsproduzenten der internationalen Automobilindustrie gemacht zu haben. Der Aufsichtsrat ist sich sicher, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in Zukunft zu solchen Leistungen bereit sind. Für den Erfolg und das große Engagement im Geschäftsjahr 2015 drückt der Aufsichtsrat den Vorständen und allen Beschäftigten seinen Dank aus.

Dieser Bericht wurde vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 29. März 2016 eingehend erörtert und festgestellt.

 

Oberkirch, den 29. März 2016

Dieter Maier, Vorsitzender

CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT

Unser Selbstverständnis gründet auf umfassendem Verantwortungsbewusstsein. Deshalb sehen wir uns verantwortlichem Handeln untereinander, gegenüber unseren Kapitalgebern, Geschäftspartnern und der Gesellschaft verpflichtet. Langfristige und nachhaltige Wertschöpfung steht im Mittelpunkt unseres Handelns. Auf diesen Prinzipien baut gute Corporate Governance bei PWO auf.

Um das Vertrauen in die Führung des Konzerns bei Aktionären und Beschäftigten, Kunden und Lieferanten sowie in der Öffentlichkeit zu bewahren und zu festigen, verpflichten sich alle mit Führung und Kontrolle Beauftragten zur Einhaltung dieser Prinzipien. Bei ihrer Umsetzung orientiert sich die Progress-Werk Oberkirch AG am einschlägigen gesetzlichen Regelwerk und an den in der deutschen Wirtschaft üblichen Standards guter Unternehmensführung. Ihre Satzung enthält keine hiervon abweichenden Regelungen. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten vertrauensvoll, eng und effizient zusammen. Wesentliche neue Informationen werden transparent, zeitnah und gleichzeitig nach innen wie nach außen kommuniziert.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289 A HGB

(Bestandteil des Lageberichts - ungeprüft nach § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB)

Die Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289 a HGB) der Progress-Werk Oberkirch AG enthält neben der Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG Angaben zu über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandten Unternehmensführungspraktiken sowie Erläuterungen zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Zusammensetzung und Arbeitsweise der vom Aufsichtsrat eingerichteten Ausschüsse.

1. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG

Vorstand und Aufsichtsrat haben im Dezember 2015 die folgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben.

Vorstand und Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch AG erklären, dass die Gesellschaft den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprechen wird:

ZIFFER 3.8 | D&O-VERSICHERUNG

Für den Aufsichtsrat sieht die Satzung einen Selbstbehalt in Höhe der Hälfte der jährlichen Festvergütung des Aufsichtsratsmitglieds vor. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass damit eine angemessene Regelung getroffen ist.

ZIFFER 4.2.3 | VORSTANDSVERTRÄGE

Die bisher abgeschlossenen Vorstandsverträge enthalten betragsmäßige Höchstgrenzen für die variablen Vergütungsanteile. Eine zusätzliche betragsmäßige Höchstgrenze für die Gesamtvergütung stößt wegen der schwankenden Zuführungen zu Pensionsrückstellungen auf erhebliche praktische Probleme, sodass der Aufsichtsrat von der zusätzlichen Festlegung eines Höchstbetrags der Gesamtvergütung abgesehen hat.

ZIFFER 5.3.3 | NOMINIERUNGSAUSSCHUSS

Der Aufsichtsrat sieht für die Bildung eines Nominierungsausschusses keine Notwendigkeit. Da der Aufsichtsrat nur aus sechs Mitgliedern besteht, hält er es für sachgerecht, dass sich der gesamte Aufsichtsrat mit der Nominierung von Aufsichtsratskandidaten befasst.

ZIFFER 5.4.1 | ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat das Ziel, unterschiedliche berufliche und fachliche Kenntnisse und Erfahrungen im Aufsichtsrat zusammenzuführen, insbesondere auf den Gebieten der Automobilwirtschaft, des Finanzwesens und des Wirtschaftsrechts. Angesichts der geringen Mitgliederzahl des Aufsichtsrats ist es darüber hinaus aus praktischen Gründen kaum möglich, weitere Gesichtspunkte bei der Zusammensetzung zu beachten. Insoweit wird von den Vorgaben von Ziff. 5.4.1 abgewichen. Insbesondere ist derzeit die Festlegung einer Altersgrenze und einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat nicht vorgesehen. Der Aufsichtsrat ist der Ansicht, dass eine Altersgrenze die Auswahl qualifizierter Kandidatinnen und Kandidaten pauschal einschränken würde, da dem Unternehmen grundsätzlich auch die Expertise erfahrener Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung stehen soll. Ein allein altersbedingter Ausschluss oder eine Begrenzung der maximalen Zugehörigkeitsdauer erscheinen dem Aufsichtsrat als nicht sachgerecht.

Der Aufsichtsrat hat von der Festlegung einer bestimmten Anzahl "unabhängiger" Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Ziff. 5.4.1 zweiter Absatz abgesehen, da es für die Auslegung des Begriffs "unabhängig" in der Praxis noch keine einheitliche Definition gibt. Nach der gegenwärtigen Einschätzung des Aufsichtsrats sind - unter Einbeziehung der Arbeitnehmervertreter - alle Aufsichtsratsmitglieder als "unabhängig" im Sinne von Ziff. 5.4.2 anzusehen.

Den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 bzw. in der Fassung vom 24. Juni 2014 wurde seit Abgabe der letzten Erklärung nach § 161 Aktiengesetz im Dezember 2014 mit Ausnahme der erklärten Ziffern entsprochen.

 

Oberkirch, im Dezember 2015

Progress-Werk Oberkirch AG

Der Aufsichtsrat

Der Vorstand

Die jeweils aktuelle Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ist auf der Internetseite der Gesellschaft im Bereich Investor Relations unter Corporate Governance abrufbar.

2. RELEVANTE ANGABEN ZU UNTERNEHMENSFÜHRUNGSPRAKTIKEN

Unternehmerisches Handeln basiert bei PWO auf definierten Grundsätzen und Werten sowie auf dem Selbstverständnis einer verantwortungsvollen Unternehmensführung.

UNTERNEHMENSWERTE

Mit unseren drei zentralen Unternehmensgrundsätzen "Kunden-, Mitarbeiter- und Erfolgsorientierung" wollen wir höchste Maßstäbe setzen. Daraus leiten sich Unternehmenswerte ab, die die Eckpfeiler der PWO-Führungskultur bilden und der Unternehmensführung als Leitbild für das tägliche Handeln dienen:

KUNDEN, PRODUKTE UND GLOBALE PRÄSENZ

Dauerhaft zufriedene Kunden: Danach richten wir unsere Anstrengungen aus. Für unsere Kunden entwickeln und produzieren wir weltweit auf höchstem technischen und qualitativen Niveau Komponenten und Systeme für Sicherheit und Komfort im Automobil. Eine der zentralen Kundenforderungen - Verbrauchsminimierung - erfüllen wir mit unserer besonderen Kompetenz im kostenoptimierten Leichtbau. Damit setzen wir bei der Erfüllung ihrer Anforderungen Maßstäbe in unserer Branche. Am Markt überzeugen wir durch Qualität, Zuverlässigkeit, Flexibilität, Schnelligkeit und wettbewerbsfähige Preise. Das ständig weiterentwickelte PWO-Produktionssystem sorgt für schlanke Prozesse und eine ausgewogene Wertschöpfung entlang der gesamten Prozesskette.

MITARBEITER

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Garanten unseres Erfolgs. Daher investieren wir nachhaltig in ihre Fähigkeiten und ihre Motivation. Wir bieten ihnen eine leistungsgerechte Vergütung und beteiligen sie am Erfolg. Wir achten auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Löhnen, Gehältern und Vergütungen auf allen Hierarchie-Ebenen im Konzern inklusive des Vorstands. Wir schaffen mit optimalen Arbeitsbedingungen gute Voraussetzungen, damit unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Begeisterung und Spaß bei der Arbeit und in der Lage sind, Höchstleistungen zu vollbringen.

KAPITALGEBER, LIEFERANTEN UND ÖFFENTLICHKEIT

Unsere Unternehmensziele sind klar auf Erfolg und Weiterentwicklung ausgerichtet. Deshalb wollen wir den Wert unseres Unternehmens nachhaltig steigern und berücksichtigen dabei die Interessen unserer Kapitalgeber und der Öffentlichkeit. Durch strategischen Weitblick stärken wir unsere Marktposition. Wir gestalten die Zukunft weltweit aktiv mit und arbeiten bereits heute an der erfolgreichen Umsetzung der Anforderungen von morgen. Wir erzielen Fortschritt durch kreative Leistung und besitzen die notwendige Dynamik, um auf neue Chancen flexibel und schnell reagieren zu können. Unser wirtschaftliches Handeln sichert den Gewinn. Gegenüber unseren Lieferanten verhalten wir uns fair, denn unsere Produkte verlangen einwandfreie Vorprodukte.

Unser Unternehmen ist Teil der Gesellschaft. Daher sind wir an einem fairen Ausgleich der Interessen von Gesellschaft und Unternehmen interessiert, bringen uns aktiv ein zu Fragen von gesellschaftlicher Bedeutung und nehmen unsere soziale, ökonomische und ökologische Verantwortung nachhaltig wahr.

FÜHRUNGSGRUNDSÄTZE

Unsere Führungskultur setzt auf die Eigenverantwortung und Eigeninitiative aller Führungskräfte. Diese Philosophie schlägt sich in unseren Führungsgrundsätzen nieder. Diese sind Ausdruck unserer Grundeinstellung und geben den Führungskräften zugleich den Orientierungsrahmen im täglichen Umgang mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir sind davon überzeugt, dass eine kooperative Grundeinstellung, die Fähigkeit zur Koordination und ein durch Information und Delegation geprägter Führungsstil wesentliche Voraussetzungen sind für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Führungskräften und Mitarbeitern.

TRANSPARENZ

Zusätzlich zu den gesetzlichen Anforderungen und Börsenstandards für eine zeitnahe Berichterstattung unter Beachtung der gebotenen Gleichbehandlung aller Aktionäre (Geschäfts- und Quartalsberichte, Meldungen ad-hoc-pflichtiger Ereignisse, Directors' Dealings und meldepflichtige Veränderungen von Stimmrechtsanteilen, von denen die Gesellschaft Kenntnis erhält) fühlt sich der Vorstand einer umfassenden Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit verpflichtet.

In den letzten Jahren hat er daher die Kapitalmarktkommunikation systematisch weiter ausgebaut. Das Management stellt sich auf Kapitalmarktkonferenzen und auf regelmäßig am Sitz der Gesellschaft in Oberkirch veranstalteten Kapitalmarkttagen den Fragen von Analysten, Anlegern und Pressevertretern. Wichtige und für die Einschätzung der Perspektiven des Konzerns relevante Informationen werden so zeitnah wie möglich öffentlich gemacht. Alle kapitalmarktrelevanten Berichte, Meldungen und sonstigen Veröffentlichungen sind auf der Website www.progress-werk.de/investor-relations dokumentiert. Dort sind auch weitere Informationen einsehbar wie unter anderem alle notwendigen Angaben zur Hauptversammlung, die Satzung der Gesellschaft sowie die beruflichen Tätigkeiten und weiteren Mandate der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats.

RISIKOMANAGEMENT

Gute Unternehmensführung schließt die angemessene Begrenzung und den verantwortungsvollen Umgang mit allen Risiken ein, die mit unternehmerischen Entscheidungen verbunden sind. Die Gesellschaft hat ein modernes und effizientes Risikomanagement-System eingeführt. Es wird regelmäßig auf seine Wirksamkeit überprüft und ständig weiterentwickelt. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Veränderungen der jeweiligen nationalen gesetzlichen Anforderungen im In- und Ausland.

CODE OF CONDUCT

Die Sicherstellung rechtskonformen und ethisch einwandfreien Handelns unserer Beschäftigten ist uns zentrales Anliegen. Aus diesem Grunde haben wir Compliance-Verhaltensrichtlinien in einem Code of Conduct zusammengefasst, dessen Inhalt jederzeit während der üblichen Geschäftszeiten in unseren Geschäftsräumen, Industriestraße 8, 77704 Oberkirch, eingesehen werden kann.

3. ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Die Progress-Werk Oberkirch AG unterliegt als Aktiengesellschaft deutschen Rechts den entsprechenden gesetzlichen Vorschriften zu deren Leitung und Überwachung. Ihre zweigeteilte Führungs- und Kontrollstruktur setzt sich zusammen aus einem Vorstand und einem Aufsichtsrat. Vorstand und Aufsichtsrat orientieren die Führung und Überwachung der Gesellschaft am Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung.

VORSTAND

Der Vorstand der Progress-Werk Oberkirch AG führt die operativen Geschäfte der Gesellschaft und betreibt ihre strategische Weiterentwicklung in eigener Verantwortung. Er besteht zurzeit aus drei Mitgliedern. Die Grundsätze seiner Zusammenarbeit sind in seiner Geschäftsordnung zusammengefasst, die Aufgabenverteilung innerhalb des Gremiums ist im Geschäftsverteilungsplan niedergelegt.

Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft gesamtverantwortlich und nach einheitlichen Zielsetzungen, Plänen und Richtlinien. Unbeschadet der Gesamtverantwortung des Vorstands handelt jedes seiner Mitglieder in seinem Bereich eigenverantwortlich, ist aber gehalten, die ressortbezogenen Interessen stets dem Gesamtinteresse des Unternehmens unterzuordnen. Soweit Maßnahmen und Geschäfte eines Vorstandsbereichs zugleich einen oder mehrere andere Vorstandsbereiche betreffen, muss sich das zuständige Vorstandsmitglied zuvor mit den anderen beteiligten Vorstandsmitgliedern abstimmen. Wenn eine Einigung nicht zustande kommt, ist jedes beteiligte Vorstandsmitglied verpflichtet, eine Beschlussfassung des Gesamtvorstands herbeizuführen.

Jedes Vorstandsmitglied ist ferner verpflichtet, bei Bedenken gegen Maßnahmen aus einem anderen Vorstandsbereich eine Beschlussfassung des Gesamtvorstands herbeizuführen, wenn die Bedenken nicht durch eine Aussprache mit dem anderen Vorstandsmitglied behoben werden können. Unbeschadet dieser Grundsätze bedürfen Maßnahmen und Geschäfte, die für die Gesellschaft oder den von der Gesellschaft geleiteten Konzern von besonderer Bedeutung sind oder mit denen ein außergewöhnliches wirtschaftliches Risiko verbunden ist, der Zustimmung des Gesamtvorstands.

Der Sprecher des Vorstands koordiniert die Führung des Unternehmens durch den Gesamtvorstand. Die Vorstandsmitglieder haben den Sprecher des Vorstands laufend über alle wesentlichen Vorgänge und den Gang der Geschäfte in ihren Ressorts zu unterrichten. Vorstandssitzungen sollen in regelmäßigen Abständen, nach Möglichkeit mindestens alle zwei Wochen und an vorher langfristig festgelegten bestimmten Tagen, stattfinden.

Der Vorstand beschließt, soweit nicht zwingende gesetzliche Bestimmungen Einstimmigkeit vorschreiben, in Sitzungen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, außerhalb von Sitzungen mit einfacher Mehrheit seiner Mitglieder. Dabei gilt Stimmenthaltung nicht als Stimmabgabe. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Sprechers des Vorstands den Ausschlag. Der Vorstand wird seine Beschlüsse aber nach Möglichkeit einstimmig fassen.

Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Geschäftsordnung des Vorstands regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen des Geschäftsgangs und der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und des Konzerns, insbesondere die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, bedeutende Geschäftsvorfälle, die für die Rentabilität oder Liquidität der Gesellschaft oder des Konzerns von erheblicher Bedeutung sein können, sowie die aktuelle Rentabilität und Ertragssituation einschließlich Risikolage und Risikomanagement. Außerdem berichtet der Vorstand über die Investitionstätigkeit, die laufenden Entwicklungsprojekte und die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft und des Konzerns. In der Geschäftsordnung des Vorstands ist ein Katalog von Geschäften und Maßnahmen festgelegt, die der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen.

Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat der Vorstand Zielgrößen von 0 Prozent (erste Führungsebene) bzw. 12,5 Prozent (zweite Führungsebene) festgelegt, die bis 30. Juni 2017 Gültigkeit haben.

AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Geschäftsführung. Aufgaben und Verantwortung ergeben sich aus den gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. Die Beschlüsse des Aufsichtsrats werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst, soweit nicht im Gesetz andere Mehrheiten vorgeschrieben sind. Im Falle der Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Aufsichtsratsvorsitzenden.

Der Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch AG besteht aus sechs Mitgliedern. Er ist zu zwei Dritteln mit Vertretern der Anteilseigner und zu einem Drittel mit Vertretern der Arbeitnehmer besetzt. Unabhängiger Finanzexperte im Sinne des § 100 Abs. 5 AktG ist derzeit Herr Dieter Maier.

An den Sitzungen des Aufsichtsrats nehmen in der Regel die Mitglieder des Vorstands teil, sofern der Aufsichtsrat im Einzelfall keine abweichende Anordnung trifft.

Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sieht unter anderem die Bildung von Ausschüssen vor. Derzeit bestehen zwei Ausschüsse: der Personalausschuss und der Prüfungsausschuss. Ihre Kompetenzen ergeben sich im Einzelnen aus der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats.

Der Personalausschuss bereitet insbesondere die Personal- und Vergütungsentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Bei der Vorbereitung von Vergütungsentscheidungen zieht er bei Bedarf externe Berater hinzu. Ihm gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats, sein Stellvertreter sowie ein weiteres auf Vorschlag der Vertreter der Anteilseigner des Aufsichtsrats gewähltes Aufsichtsratsmitglied an. Den Vorsitz führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats.

Der Prüfungsausschuss übernimmt insbesondere anstelle des Aufsichtsrats die Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts sowie des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers. Hinzu kommen die weiteren dem Prüfungsausschuss vom Deutschen Corporate Governance Kodex zugewiesenen Aufgaben. Ihm gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats, ein Vertreter der Anteilseigner und ein Arbeitnehmervertreter an. Der Aufsichtsrat kann weitere seiner Mitglieder für den Prüfungsausschuss bestimmen. Den Vorsitz soll nicht der Vorsitzende des Aufsichtsrats führen.

Die Ausschussvorsitzenden berichten über die Beratungen und Beschlüsse der jeweiligen Ausschüsse an den Aufsichtsrat. Weitere Einzelheiten zu Zusammensetzung und Arbeitsweise des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, insbesondere zu Anzahl und Themen der Sitzungen im Geschäftsjahr 2015, können dem Bericht des Aufsichtsrats entnommen werden.

4. FESTLEGUNG VON ZIELGRÖSSEN FÜR DEN FRAUENANTEIL IN FÜHRUNGSPOSITIONEN

Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat der Vorstand gemäß § 76 Abs. 4 AktG Zielgrößen von 0 Prozent (erste Führungsebene) bzw. 12,5 Prozent (zweite Führungsebene) festgelegt, die bis 30. Juni 2017 Gültigkeit haben. Diese beiden Quoten entsprechen dem derzeitigen Frauenanteil auf den beiden Führungsebenen. Der Vorstand beabsichtigt, bei künftigen Neubesetzungen auch auf Vielfalt zu achten, soweit die Expertise und Qualifikation der entsprechenden Bewerberinnen und Bewerber gegeben ist. Allerdings hat PWO traditionell eine sehr niedrige Fluktuation, sodass eine Erhöhung der Frauenquote erst über einen längeren Zeitraum erfolgen kann.

Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand hat der Aufsichtsrat gemäß § 111 Abs. 5 AktG Zielgrößen von jeweils 0 Prozent festgelegt, die ebenfalls bis 30. Juni 2017 gelten. Diese Festlegung beruht zum einen auf der Erwägung, dass die Amtszeiten der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat sowie der Vorstandsmitglieder mit einer Ausnahme über das genannte Datum hinausgehen, sodass insoweit keine rechtliche Handhabe für eine Erhöhung des Frauenanteils in beiden Gremien besteht. Im Fall des Vorstands kommt hinzu, dass sich Aufsichtsrat und Vorstand einig sind, dass vorrangige Kriterien bei der Besetzung von Führungspositionen fachliche Expertise und Führungsqualifikation sein sollten und dass diese Maßstäbe der Erhöhung des Frauenanteils im Vorstand branchenbedingt derzeit noch enge Grenzen setzen.

WEITERE ANGABEN ZUR CORPORATE GOVERNANCE

AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG

Der Vorstand fühlt sich den Aktionären der Progress-Werk Oberkirch AG in besonderer Weise verpflichtet, denn als deren Eigentümer stellen sie das Kapital für den Erhalt und den Ausbau der internationalen Marktposition ihrer Gesellschaft zur Verfügung und handeln damit unternehmerisch. Als wichtigste Verpflichtung des Vorstands ergibt sich daraus, den Bestand der Progress-Werk Oberkirch AG zu sichern, ihre Wettbewerbsfähigkeit und die ihrer Tochtergesellschaften permanent zu stärken und gleichzeitig langfristig und nachhaltig eine möglichst attraktive Rendite auf das bereitgestellte Kapital zu erwirtschaften.

Die Interessen der Aktionäre werden geachtet und ihre Rechte in vollem Umfang beachtet. Alle Anteilseigner werden gleich behandelt. Die Aktionäre der Progress-Werk Oberkirch AG nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr, die mindestens einmal im Jahr stattfindet. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung ist jeder Aktionär berechtigt, der sich rechtzeitig anmeldet. Aktionäre, die an der Hauptversammlung nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, einen von der Gesellschaft eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Alle Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung werden auf unserer Internetseite zur Verfügung gestellt.

VIELFALT IN VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat beabsichtigt, bei künftigen Berufungen von Vorstandsmitgliedern auf Vielfalt zu achten. Der Aufsichtsrat begrüßt darüber hinaus das Anliegen des Deutschen Corporate Governance Kodex, das Kriterium der Vielfalt auch bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats zu berücksichtigen, und fühlt sich diesem Anliegen im Grundsatz verpflichtet. Aus den in der Entsprechenserklärung zur Abweichung von Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex genannten Gründen hält er jedoch die Benennung konkreter Ziele für seine Zusammensetzung, unter anderem im Hinblick auf das Kriterium der Vielfalt, für nicht sachgerecht.

Hinsichtlich der Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil in Vorstand und Aufsichtsrat wird auf die Erklärung zur Unternehmensführung unter 4. verwiesen.

MANDATE DES VORSTANDS

Außerhalb des PWO-Konzerns fungiert Bernd Bartmann als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der avenit AG, Offenburg, als Mitglied des Beirats des Wirtschaftsverbands Industrieller Unternehmen Baden e. V. und als Mitglied des Beirats der Sparkasse Offenburg/Ortenau. Dr. Winfried Blümel ist Vorsitzender des Industrieverbands Blechumformung e. V. (IBU) und gehört dem Hochschulrat der Hochschule Offenburg an. Dr. Volker Simon nimmt derzeit keine Mandate außerhalb des Konzerns wahr. Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten in den Personen der Vorstandsmitglieder keine Interessenskonflikte auf.

ANTEILSBESITZ DER ORGANE

Dr. Georg Hengstberger, der dem Aufsichtsrat der Gesellschaft angehört, ist Mitgesellschafter und Geschäftsführer der Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen. Diese hielt zum Ende des Geschäftsjahres 2015 46,62 Prozent der ausstehenden Aktien der Progress-Werk Oberkirch AG.

Im vergangenen Geschäftsjahr ist der Gesellschaft eine Transaktion bekannt geworden, die nach § 15 a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) meldepflichtig ist. Diese ist auf der Website www.progress-werk.de/investor-relations/die-pwo-aktie/directors-dealings veröffentlicht.

AKTIENOPTIONSPROGRAMME

In der Gesellschaft existierten im Geschäftsjahr 2015 und existieren auch derzeit keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme.

RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG

Der Konzernabschluss und die Zwischenberichte der Progress-Werk Oberkirch AG werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Jahresabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt.

Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss wurden von dem durch die Hauptversammlung 2015 gewählten Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft. Der Aufsichtsrat hat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Der Abschlussprüfer soll ebenso über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich berichten.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht erläutert die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand und den Aufsichtsrat der Gesellschaft und legt die Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 offen. Er ist Bestandteil des Lageberichts und als solcher im Geschäftsbericht 2015 abgedruckt.

Wir legen im Folgenden den zusammengefassten Lagebericht für die Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft sowie den Konzern über das Geschäftsjahr 2015 zum Stichtag 31. Dezember 2015 vor.

ZUSAMMENGEFASSTER KONZERNLAGEBERICHT UND LAGEBERICHT

FÜR DIE PWO AG

Der Konzern bilanziert unverändert nach den internationalen Bilanzierungsstandards IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind. Die Progress-Werk Oberkirch AG bilanziert weiterhin nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB).

Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises wird detailliert im Anhang zum Konzernjahresabschluss dargestellt. Wesentliche Veränderungen des Konsolidierungskreises haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden.

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

GESCHÄFTSMODELL

ORGANISATORISCHE STRUKTUR DES KONZERNS

Der PWO-Konzern ist auf größtmögliche Effizienz ausgerichtet und verfügt daher über eine transparente Struktur Fünf Produktions- sowie ein Montagestandort bilden die wesentlichen Einheiten des Konzerns.

In Oberkirch, Deutschland, befindet sich der Hauptsitz des Konzerns. Von hier aus übernimmt die Progress-Werk Oberkirch AG Aufgaben der Konzernleitung. Die internationalen Produktionsstandorte sind in der Regel ihre direkten Tochtergesellschaften. Lediglich für das Geschäft in China wurde eine Zwischengesellschaft mit Sitz in Hongkong, China, etabliert, die jedoch derzeit keine operativen Funktionen ausübt.

Die Progress-Werk Oberkirch AG wird von einem Vorstand geführt, der aus drei Personen besteht. Ein sechsköpfiger Aufsichtsrat bildet das Kontrollgremium. Er hat seine Aufgaben teilweise an Ausschüsse übertragen. Diese werden im Bericht des Aufsichtsrats im Einzelnen erläutert.

ABSATZMÄRKTE, STANDORTE UND SEGMENTE

Wir gehören zu der in unserem Marktsegment kleinen Gruppe weltweit lieferfähiger Unternehmen. Damit erfüllen wir eine wesentliche Kundenforderung und setzen uns so entscheidend vom Wettbewerb ab. Da unsere Produkte nicht wirtschaftlich sinnvoll über beliebige Distanzen transportiert werden können, ist es notwendig, in unseren Absatzmärkten nahe beim Kunden mit eigenen Standorten präsent zu sein.

Die Entscheidungen über Produktionsstandorte gehören zu den zentralen Elementen der Unternehmenssteuerung. Aufgrund der hohen Kapitalintensität unseres Geschäfts muss eine dauerhafte Auslastung mit hohen Stückzahlen absehbar sein. Diese muss aus dem jeweiligen lokalen Markt generiert werden. Eine kurzfristige Verschiebung von Produktion, Personal oder Maschinen zur Optimierung der Kapazitätsauslastung zwischen den Standorten ist kaum möglich.

Deshalb sind wir mit Produktionskapazitäten in denjenigen Märkten präsent, in denen heute schon hohe Stückzahlen an Premiumfahrzeugen gefertigt werden. Nur in diesen Märkten ist das nachhaltige Outsourcing-Volumen von Automobilherstellern und Tier-1-Zulieferern ausreichend hoch, sodass sich unsere Investitionen rechnen.

Für die Montage unserer Baugruppen und Subsysteme nutzen wir entweder Flächen an den Produktionsstandorten oder bauen - um deren regionale Reichweite zu vergrößern - auftragsbezogen Montagekapazitäten in Kundennähe auf. Zur Belieferung von Märkten, die unsere Kriterien nicht erfüllen, arbeiten wir regelmäßig projektbezogen mit lokalen Kooperationspartnern zusammen.

Der Konzern ist mit seinen Produktionsstandorten wie folgt vertreten: in Europa mit zwei Standorten in Oberkirch, Deutschland, sowie in Valašské Meziříčí, Tschechische Republik; im NAFTA-Raum mit zwei Standorten in Kitchener, Kanada, sowie in Puebla, Mexiko; in Asien mit einem Standort in Suzhou, China. Letzterer hat zudem als separate Betriebsstätte einen Montagestandort in Shenyang, China, aufgebaut.

Im Werkzeugbau sind die größten Kapazitäten und das höchste Know-how in Deutschland und in der Tschechischen Republik angesiedelt. Kanada verfügt über ein hohes Know-how, jedoch begrenzte Kapazitäten. China wird derzeit als weiterer Werkzeugstandort aufgebaut, Mexiko konzentriert sich aktuell noch auf die Werkzeuginstandhaltung.

Alle fünf Produktionsstandorte sind für ihre Auftragsakquisition und operative Steuerung grundsätzlich selbstständig verantwortlich. Entscheidungen über ihr jeweiliges langfristiges Wachstumspotenzial und die Allokation der hierfür notwendigen finanziellen Ressourcen werden vom Vorstand der Progress-Werk Oberkirch AG in Abhängigkeit von der technologischen Leistungsfähigkeit der einzelnen Standorte, ihrer Ertragskraft und dem nachhaltigen lokalen Auftragspotenzial getroffen.

Die Definition der vier Geschäftssegmente erfolgt entsprechend entlang dieser dominierenden Organisationsstruktur: Deutschland, Übriges Europa, NAFTA-Raum und Asien spiegeln die Regionen, in denen unsere Standorte operativ tätig sind, wider.

PRODUKT- UND LÖSUNGSKOMPETENZ SOWIE GESCHÄFTSPROZESSE

PRODUKTE

PWO ist einer der weltweit führenden Entwickler und Hersteller von anspruchsvollen Metallkomponenten und Subsystemen in Leichtbauweise für Sicherheit und Komfort im Automobil. Der deutlich überwiegende Teil unserer Komponenten und Baugruppen geht in das automobile Premiumsegment. Darüber hinaus sind wir in zahlreichen Volumenmodellen präsent.

Wir positionieren uns als strategischer Outsourcing-Partner unserer Kunden und fertigen individuelle Lösungen in Großserie - zum Teil in Millionenstückzahlen. Dabei decken wir die gesamte Wertschöpfungskette ab, von der Entwicklung über den Werkzeugbau bis hin zur Serienfertigung.

Im Laufe unserer nahezu hundertjährigen Unternehmensgeschichte haben wir eine umfassende Expertise bezüglich des Verhaltens von Stahl im Prozess der Kaltumformung sowie im Einsatz anspruchsvoller Verbindungstechnologien aufgebaut. Heute fertigen wir Komponenten und Subsysteme aus Stahl einschließlich hochfester Leichtbaustähle sowie Edelstahl und Aluminium.

Untrennbar verbunden mit Produktinnovationen sind bei uns Prozessinnovationen - auch während der Laufzeit einer Serie. Bereits in der Entwicklungsphase einer Produktlösung werden die notwendigen Werkzeuge und der gesamte Produktionsprozess mitkonzipiert. So realisieren wir Innovationen, die maßgeblich zu höchster Effizienz in der Serienfertigung und damit zur dauerhaften Ertragsstärke von PWO beitragen.

Im vergangenen Geschäftsjahr gliederte sich der Umsatz gemäß den drei strategischen Produktbereichen wie folgt auf:

Mechanische Komponenten für Elektrik/Elektronik sowie Sicherheitskomponenten für Airbag, Sitz und Lenkung werden überwiegend an internationale Tier-1-Zulieferer geliefert, die diese wiederum als Teil ihrer eigenen Systeme für zahlreiche Fahrzeugmodelle an verschiedene Automobilhersteller liefern. Auf diese beiden Produktbereiche entfielen im Berichtsjahr 20 Prozent sowie 35 Prozent der Umsatzerlöse.

Strukturkomponenten und Subsysteme für Karosserie und Fahrwerk werden hingegen meist modellgebunden direkt im Auftrag der Fahrzeughersteller gefertigt. Die Anwendungsbreite erhöht sich aber auch hier kontinuierlich durch die zunehmende Verbreitung von Plattformkonzepten, auf denen verschiedene Pkw-Modelle eines Herstellers basieren. Im Geschäftsjahr 2015 haben wir 45 Prozent der Umsatzerlöse in diesem Produktbereich erzielt.

VOLLUMFÄNGLICHE PROBLEMLÖSUNGEN

Unsere Wettbewerbsstärke baut auf einem großen Fundus von zahlreichen Einzelkompetenzen auf. Zu diesen zählen neben dem Erfüllen höchster Qualitätsansprüche und der Fähigkeit, diese Qualität auch bei wachsender Komplexität der Produktfunktionen kostengünstig darstellen zu können, auch die jederzeitige Lieferfähigkeit.

Des Weiteren gehören die Auslegung und Fertigung hochwertiger und dennoch kostengünstiger Werkzeuge und damit die Fähigkeit, hohe Umsetzungsgeschwindigkeiten zu erzielen ebenso dazu wie ein tiefes technisches Verständnis der Systeme und Prozesse auf der Kundenseite. In der Summe bedeutet dies: das Know-how, einen für den Kunden idealen Prozess entwickeln, beschreiben und kommunizieren zu können.

Aus der Vielzahl unserer Einzelkompetenzen entwickeln wir die für jeden Kundenauftrag individuell sinnvolle Kombination. Daraus leiten sich unsere fünf Kernkompetenzen ab: Kostenführerschaft über alle Stufen hinweg, zielgerichteter Einsatz der verfügbaren prozesstechnischen Optionen, Verständnis der kundenseitigen Wertschöpfungskette, Entwicklungs-Know-how bei der wirtschaftlichen Kombination von Prozessen und Verlässlichkeit unserer technischen Konzeptionen.

Dies ergibt die PWO-Gesamtkompetenz - vollumfängliche Problemlösungen über alle relevanten Leistungen hinweg.

KOSTENOPTIMIERTER LEICHTBAU

Neben Funktionalität und Qualität eines Produkts als die nach wie vor entscheidenden Kriterien stellt heute sein Gewicht ein drittes Kriterium dar, dessen Bedeutung in den letzten Jahren beträchtlich zugenommen hat und das weiter zunehmen wird.

Wir haben uns schon frühzeitig im Bereich der Leichtbaulösungen positioniert und verfügen heute über eine ausgezeichnete Reputation in diesem Bereich. Leichtbaulösungen können allerdings nicht losgelöst von ihrer Wirtschaftlichkeit betrachtet werden. Dies trifft in der Automobilindustrie weder auf die Volumenmodelle noch auf den Premiumbereich zu. Deshalb haben wir das Prinzip des kostenoptimierten Leichtbaus entwickelt.

Gewichtsreduzierungen werden dabei zum einen durch die Substitution von klassischem Tiefziehstahl durch hochfeste Stahlsorten erzielt. Zum anderen lassen sich aber auch beim Einsatz klassischer Tiefziehstähle durch eine belastungsoptimierte Konzeption von Bauteilen signifikante Gewichtseinsparungen erzielen. Unsere nachgewiesene Kompetenz, Leichtbaulösungen mit minimierten Material- und dennoch stabilen Fertigungskosten zu erstellen, stellt damit eines der wesentlichen Alleinstellungsmerkmale von PWO dar.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Wir entwickeln und produzieren unsere Komponenten und Subsysteme ausschließlich individuell im Kundenauftrag. Entsprechend entsteht auch das überwiegende Volumen der Aufwendungen für Produktentwicklung im Rahmen von Kundenprojekten. Forschungs- und Produktentwicklungs-Aktivitäten für eigene Zwecke des Konzerns sind von untergeordneter Bedeutung. Auch die Inanspruchnahme Leistungen Dritter für diese Zwecke ist unwesentlich.

INDUSTRIE 4.0

Unter dem Schlagwort "Industrie 4.0" wird das Nutzen der Potenziale moderner Informations- und Kommunikationstechnik in der Produktion zusammengefasst. Durch die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in die gesamten Geschäfts- und Produktionsprozesse entlang einer Wertschöpfungskette und deren intelligente Vernetzung wird die Produktion individueller und gleichzeitig schneller sowie effizienter. Der Aufbau der hierfür notwendigen Systemstrukturen ist jedoch sehr komplex - je mehr Partner integriert werden, umso mehr Prozesse müssen abgestimmt und umso mehr Schnittstellen müssen harmonisiert werden.

Wir sind überzeugt davon, dass die Digitalisierung der Produktion ein enormes zusätzliches Wertschöpfungspotenzial bietet. Deshalb erschließen wir dieses innerhalb des PWO-Konzerns schon seit vielen Jahren kontinuierlich und systematisch. Die Automobilindustrie arbeitet darüber hinaus traditionell hochgradig vernetzt. Die fortschreitende Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der Industrie unterstützen wir aktiv, entstehende Chancen nutzen wir konsequent.

So haben wir intern ein bestmöglich auf unseren Bedarf zugeschnittenes, hochmodernes Fertigungsleitsystem (Manufacturing Execution System, MES) entwickelt. Dieses System ist als lokales Netzwerk aufgebaut, erlaubt den mobilen Zugriff über diverse unterschiedliche Geräte und ist in unserer Private Cloud angesiedelt. Unsere internationalen Tochtergesellschaften sind in vollem Umfang integriert, sodass jederzeit die volle Transparenz über den gesamten PWO-Konzern gewährleistet ist. Damit haben wir uns an der Spitze heutiger moderner Fertigungsorganisation in unserer Industrie positioniert. Für die weitere Entwicklung unseres MES setzen wir einen detaillierten Masterplan um, den wir fortwährend weiterentwickeln.

FUTURE PWO: WEITERENTWICKLUNG DER GESCHÄFTSPROZESSE

Im Berichtsjahr haben wir eine umfassende Weiterentwicklung unserer Ablauforganisation angestoßen. Damit wollen wir effizienter und schneller werden und so unsere Marktposition stärken.

Wir gliedern unser breit gefächertes Angebot nun noch klarer nach Produktlinien - z. B. Motorengehäuse oder Lenkung - in acht Gruppen und fassen diese wiederum in drei Geschäftsfeldern zusammen und zwar für Tiefziehteile, für Lenkung/Sitz und für Karosserie. Hiervon erwarten wir uns neue Impulse für die Standardisierung unserer Produkt- und Prozesskonzeptionen und damit eine Reduzierung der Komplexität in Entwicklung und Produktion.

Ausgewählte Konzernfunktionen werden künftig teilweise innerhalb der Geschäftsfelder abgebildet. Insgesamt entsteht damit eine Matrixorganisation. Technologieverantwortliche verfolgen neue Marktentwicklungen und bringen diese ein. Seit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres arbeiten wir am Standort Oberkirch in der neuen Ablauforganisation. In den internationalen Tochtergesellschaften wird sie sukzessive eingeführt, sodass die Geschäftsprozesse künftig konzernweit entlang einer einheitlichen Struktur aufgebaut sind.

EXTERNE EINFLUSSFAKTOREN AUF DAS GESCHÄFT

Zu den wesentlichen externen Einflussfaktoren, die kurzfristig auf unser Geschäft einwirken können, gehören die Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der branchenspezifischen Konjunktur. Diese werden im Folgenden in den Kapiteln "Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen" sowie "Rahmenbedingungen in der internationalen Automobilindustrie" erläutert.

Weitere externe Einflussfaktoren und deren Auswirkungen wie u. a. der für unsere Industrie typische fortwährende Preisdruck, Schwankungen im Abrufverhalten unserer Kunden sowie Veränderungen von Materialpreisen, Wechselkursen und von langfristigen Nachfragetrends aufgrund regulatorischer Änderungen - insbesondere der weltweit zunehmenden Verschärfungen der Abgasnormen - werden im Risikobericht dargestellt.

STEUERUNGSSYSTEM

Im Mittelpunkt unserer Unternehmenssteuerung steht das Wachstum des Konzerns bei gleichzeitiger Stärkung seiner Ertrags- und Finanzkraft. Dabei zielt unsere Steuerung - unter Wahrung aller sich uns eröffnenden Chancen - auf die Begrenzung auftragsbezogener sowie zyklischer Risiken ab. Deshalb und um die Unabhängigkeit von individuellen Einzelaufträgen und vom Erfolg einzelner Fahrzeugmodelle zu sichern, haben wir ein breit gefächertes Produktspektrum aufgebaut. Zudem pflegen wir eine ausgewogene Umsatzstruktur aus kleineren und größeren Aufträgen mit versetzten Zeitpunkten ihrer jeweiligen An- und Ausläufe.

Als finanzielle Steuerungsgrößen verwenden wir in erster Linie das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern), den Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit abzüglich gezahlter zuzüglich erhaltener Zinsen) und die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme). Für die Steuerung der Verschuldung wurde im Rahmen der aktuellen Planung von der bisherigen stichtagsbezogenen Kennzahl Gearing (Finanzschulden abzüglich Zahlungsmittel in Prozent des Eigenkapitals) auf den dynamischen Verschuldungsgrad (Finanzschulden abzüglich Zahlungsmittel im Verhältnis zum EBITDA) umgestellt.

Unser Ziel ist es, die Umsatzerlöse stetig zu steigern und parallel hierzu die EBIT-Marge kontinuierlich zu verbessern. Darüber hinaus soll zudem ein positiver Free Cashflow erzielt werden, sodass durch das Zusammenwirken dieser verschiedenen Steuerungsgrößen der Verschuldungsgrad reduziert und die Bilanzqualität gesteigert wird. Allerdings streben wir nicht in jedem Jahr an, alle diese Parameter zu verbessern. Vielmehr setzen wir auf einen Ausgleich zwischen der Verbesserung der finanziellen Kennzahlen und dem Wahrnehmen überdurchschnittlicher Marktchancen, die in der Regel mit der Notwendigkeit vorübergehend erhöhter Investitionen einhergehen.

Die mittelfristige Planung basiert auf unserem Neugeschäft. Dies ist das über die gesamte Laufzeit der neu gewonnenen Aufträge erwartete Lifetime-Volumen, welches wir auf der Basis der vertraglichen Rahmendaten aller Aufträge sowie aus Erfahrungswerten berechnen.

Das Neugeschäft soll ein ausreichendes Volumen erreichen, um das künftige Wachstum der Umsatzerlöse abzusichern. Allerdings kann es von Jahr zu Jahr deutlich schwanken. Dies ergibt sich aus den unterschiedlichen Zeitpunkten, zu denen Kunden über neue Aufträge entscheiden, und daraus, dass nicht in jedem Jahr Großaufträge zur Vergabe anstehen.

NACHHALTIGKEIT

CORPORATE RESPONSIBILITY

Wir verstehen uns als Corporate Citizen und leiten daraus die Verpflichtung verantwortungsvollen Handelns über die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen hinaus ab. Ziel ist es, die Wechselbeziehungen mit Mitarbeitern, Kunden, Geschäftspartnern und dem gesellschaftlichen Umfeld insgesamt so zu gestalten, dass Belastungen aus unserer Geschäftstätigkeit vermieden oder begrenzt, soziale Belange berücksichtigt sowie die Umwelt und die natürlichen Ressourcen geschont werden.

Die Wertschätzung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steht im Mittelpunkt unserer Unternehmenskultur und ist entsprechend auch ein zentraler Bestandteil unseres Führungskräfteentwicklungsprogramms. Wir lassen sie spüren, dass sie der Schlüssel zum Erfolg sind. Ihr freiwilliges soziales Engagement fördern wir nachhaltig. Auch der Konzern selbst engagiert sich auf vielfältige Weise.

Zu unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählt zudem ein möglichst weitreichender Arbeitsschutz, dem wir durch entsprechende Hilfsmittel gerecht werden. Nicht zuletzt richten sich unsere Anstrengungen auch auf einen möglichst weitgehenden Umweltschutz. So ist die Progress-Werk Oberkirch AG bereits seit vielen Jahren nach der Richtlinie DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Darüber hinaus haben wir am Standort Oberkirch ein umfassendes Energiemanagementsystem etabliert, das nach der internationalen Norm DIN ISO 50001 extern auditiert ist und den Anforderungen der EEG-Novelle 2014 (Erneuerbare-Energien-Gesetz) entspricht.

Im Hinblick auf unsere internationalen Standorte haben wir uns die folgenden Leitlinien gesetzt: Wir halten an allen Standorten die jeweils geltenden gesetzlichen und regulatorischen Bestimmungen in vollem Umfang ein. Darüber hinaus streben wir fortwährend in allen Bereichen Verbesserungen im Sinne von Reduzierungen des Ressourceneinsatzes und der Umweltbelastungen sowie Erhöhung des Arbeitsschutzes und Berücksichtigung der Interessen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Dies überwachen wir an jedem unserer Standorte mit umfangreichen Verbrauchsstatistiken, produktionsspezifischen Kennziffern und Instrumenten zur Personalführung.

Daraus leiten wir ein konzernweites Benchmarking sowie Verbesserungsmaßnahmen für die einzelnen Standorte ab. Deren Umsetzung wird jeweils entlang eines langfristigen Plans anhand der verfügbaren finanziellen und personellen Ressourcen gezielt gesteuert.

QUALITÄTSMANAGEMENT

Als Hersteller von Sicherheitskomponenten fühlen wir uns - unabhängig von den steigenden Kundenanforderungen -höchsten Qualitätsanforderungen in besonderem Maße verpflichtet. Unsere Null-Fehler-Philosophie stellt daher einen Kernbestandteil unseres Selbstverständnisses dar Sie wird konzernweit gelebt und umfasst sowohl die Produktions- als auch die Verwaltungsbereiche. Stabile Prozesse sowie integrierte, automatisierte Qualitätsprüfungen in der gesamten Wertschöpfungskette zeichnen uns aus.

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die Weltwirtschaft hat im Jahresverlauf 2015 insgesamt an Dynamik verloren. Entsprechend nahmen Konjunkturbeobachter und Regierungen ihre Projektionen schon in ihren Herbstprognosen graduell zurück.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Bundesregierung führen diese Entwicklung im Wesentlichen auf die Schwäche in zahlreichen Schwellenländern zurück. Insbesondere die im Jahresverlauf sogar beschleunigten Preisrückgänge bei wichtigen Rohstoffen belasten die wirtschaftlichen Entwicklungen vieler dieser Länder. Hinzu kommen das Auslaufen des Booms in der für die globale Entwicklung inzwischen bedeutenden chinesischen Wirtschaft sowie die aufgrund der negativen Rohstoffpreiseffekte und der westlichen Sanktionspolitik verschärfte Rezession in Russland.

Die nachlassende Dynamik in den Schwellenländern beeinflusst auch die Industrieländer, insbesondere deren Exporte. Entsprechend nahm der IWF auch die Prognosen für mehrere entwickelte Länder zurück - ohne jedoch von der Erwartung dort insgesamt weiterhin stattfindender Konjunkturbelebungen in 2015 und darüber hinaus abzurücken.

Dies betrifft insbesondere die USA und die Eurozone, wo anhaltend niedrige Zinsen, gepaart mit den dort entlastenden Rohstoffpreisrückgängen, Investitionen, Produktion und Konsum und damit die Binnenkonjunktur stimulieren sollen. Anders als in den anderen Ländern Süd- und Mittelamerikas, die 2015 insgesamt in die Rezession gefallen sind, profitierte die mexikanische Wirtschaft vom anhaltend günstigen Konjunkturverlauf beim nördlichen Nachbarn USA. Beide Länder setzten ihr Wachstum 2015 mit gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhter Rate fort.

NEUZULASSUNGEN/VERKÄUFE VON PERSONENKRAFTWAGEN IN STÜCK QUELLEN: VERBAND DER AUTOMOBILINDUSTRIE, KRAFTFAHRT-BUNDESAMT

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Region Gesamtjahr 2015 Veränderung ggü. 2014
(%)
Deutschland 3.206.000 +5,5
Westeuropa (EU15 + EFTA) 13.200.600 +9,0
Neue EU-Länder (EU13) 1.001.400 + 12,1
Europa (EU28 + EFTA)1 14.201.900 +9,2
Russland2 1.601.200 -35,7
USA2 17.386.300 +5,8
China 20.047.200 +9,1

1 Ohne Malta.
2 Light Vehicles.

Die Wirtschaft der Eurozone hat sich im Jahr 2015 insgesamt erholt. Da die Belebung von niedrigem Niveau aus erfolgte, fiel sie vergleichsweise deutlich aus. Vor allem in Spanien und Italien führten die dortigen Wirtschaftsreformen zu deutlichen konjunkturellen Impulsen. Auch die deutsche Wirtschaft blieb auf Wachstumskurs und damit einer der Wachstumsmotoren in der Eurozone. Obwohl die Abschwächung in den Schwellenländern den deutschen Außenhandel durchaus tangiert, stützt andererseits der im Jahresverlauf 2015 insbesondere gegenüber dem US-Dollar abgewertete Eurokurs auch wieder die Exportwirtschaft. Insgesamt erhöhte sich das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2015 um 1,7 Prozent. Damit war der Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Leistung sogar leicht kräftiger als im Vorjahr (+ 1,6 Prozent).

RAHMENBEDINGUNGEN IN DER INTERNATIONALEN AUTOMOBILINDUSTRIE

2015 war ein insgesamt gutes Autojahr. Damit setzte sich die positive Tendenz des Vorjahres fort. In den USA und China wurden beim Autoabsatz jeweils neue Höchststände erzielt. In Westeuropa erreichten die Verkäufe das höchste Niveau seit fünf Jahren.

Der westeuropäische Markt erzielte im Gesamtjahr 2015 mit 13,2 Mio. neu zugelassenen Pkw ein Wachstum von 9,0 Prozent. Die Neuzulassungen in den neuen EU-Ländern erreichten mit einem Anstieg um 12,1 Prozent zum ersten Mal seit sechs Jahren die Millionen-Marke. Das schnellste Wachstum verzeichnete bei den größeren osteuropäischen Märkten die Tschechische Republik mit einem Plus von 20 Prozent. Insgesamt wurden in Europa im Berichtsjahr 14,2 Mio. Einheiten verkauft. Das entspricht einer Ausweitung um 9,2 Prozent.

Der US-Markt für Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) wuchs 2015 insgesamt um 5,8 Prozent auf die neue Rekordmarke von 17,4 Mio. Einheiten. Mit knapp 9,9 Mio. Einheiten wurden 13 Prozent mehr Light Trucks verkauft, während das Pkw-Segment einen Rückgang um 2 Prozent auf 7,5 Mio. Einheiten verbuchte. Damit setzte sich der Trend hin zu Light Trucks fort: Sein Anteil am gesamten US-Markt ist im vergangenen Jahr auf 57 Prozent gestiegen, auf Pkw entfallen nur noch 43 Prozent.

Der russische Markt befand sich im Zuge der allgemeinen Wirtschaftsabschwächung 2015 hingegen auf Talfahrt, die Light-Vehicle-Verkäufe gingen deutlich um fast 36 Prozent zurück. Gegen Jahresende hat der Abschwung sogar noch an Tempo zugelegt. Insgesamt lag der Markt 2015 damit nur noch knapp über dem Krisenniveau von 2009.

Der chinesische Pkw-Markt legte 2015 mit einem Plus von 9,1 Prozent auf gut 20 Mio. Einheiten deutlich zu. Dabei zog der Absatz nach zum Teil schwachen Sommermonaten im vierten Quartal wieder spürbar an. Hierfür dürfte insbesondere die seit Oktober geltende Steuererleichterung für Pkw mit einem Hubraum von bis zu 1,6 Litern verantwortlich sein.

Die deutschen Hersteller haben 2015 ihren Absatz auf dem US-Markt um 2 Prozent auf rund 1,4 Mio. Neuwagen auf einen neuen Höchstwert gesteigert. Im Pkw-Segment konnten sie ihren Marktanteil mit 12,3 Prozent halten und bei Light-Trucks mit einem Absatzplus von 14 Prozent ausweiten. Insgesamt ist der Anteil der deutschen Hersteller auf dem US-Markt bei Light Vehicles im Jahr 2015 leicht auf 8,0 Prozent nach 8,3 Prozent im Vorjahr zurückgegangen. 43 Prozent der Light Vehicles, die die deutschen Hersteller in den USA 2015 verkauften, wurden in Deutschland gefertigt. Mengenmäßig sind die USA damit nach Großbritannien das zweitgrößte, wertmäßig sogar das größte Exportland.

23 Prozent des US-Absatzes (i. V. 21 Prozent) stammten aus Werken in den Vereinigten Staaten, weitere 16 Prozent aus Mexiko (i. V. 15 Prozent). Damit wurden insgesamt 39 Prozent des US-Absatzes der deutschen Hersteller im NAFTA-Raum produziert. 2014 waren es noch 36 Prozent. Entsprechend werden die USA und Mexiko für die deutschen Hersteller als Produktionsstandort immer wichtiger. 2015 konnten sie ihre Fertigung an US-Standorten um 13 Prozent steigern. Gut 40 Prozent der US-Produktion wurden in den Vereinigten Staaten selbst abgesetzt, ein knappes Viertel ging jeweils nach Asien und Europa. Der Export nach Asien und Europa legte 2015 jeweils zweistellig zu.

Laut Kraftfahrtbundesamt wurden 2015 in Deutschland insgesamt 3,2 Mio. Neuwagen zugelassen. Dies entspricht einem Anstieg um 5,6 Prozent. Im Vorjahr betrug er noch 2,9 Prozent. Insgesamt wurden in Deutschland rund 5,7 Mio. Pkw produziert. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Wachstum von gut zwei Prozent. Die Pkw-Inlandsproduktion profitierte sowohl von einer steigenden Inlands- wie Auslandsnachfrage. Mit 4,4 Mio. Einheiten (i. V. 4,3 Mio.) gingen über 77 Prozent, und damit gegenüber dem Vorjahr ein Prozentpunkt mehr, der in Deutschland gebauten Pkw in den Export.

GESCHÄFTSVERLAUF

AUFTRAGSLAGE

Im Berichtsjahr haben wir das höchste Neugeschäftsvolumen in der Unternehmensgeschichte gewonnen: Rund 560 Mio. EUR Lifetime-Volumen für neue Serienproduktionen sowie Werkzeugvolumina in Höhe von rund 40 Mio. EUR. Im Vorjahr hatte das Volumen des Neugeschäfts für Serienproduktionen rund 260 Mio. EUR und das der Werkzeugaufträge rund 20 Mio. EUR betragen. Die neuen Serien werden in den Jahren bis 2018 anlaufen und haben - wie in unserem Geschäft üblich - unverändert eine Laufzeit von i. d. R. fünf bis acht Jahren.

Maßgeblich zu dem Erfolg beigetragen hat unsere hohe Wettbewerbsstärke bei Instrumententafelträgern in Leichtbauweise. So haben wir unter anderem den Auftrag für Entwicklung und Fertigung einer Stahl-Leichtbaulösung erhalten, mit der unser Kunde die bisherige Polymer-Hybrid-Lösung aus Aluminium und Kunststoff ersetzt. Mit diesem Auftrag sind eine Reihe von Erfolgen verbunden: Einer unserer langjährigen Kunden wird von uns erstmals auch mit diesem Produkt beliefert - wir sind damit inzwischen für fast alle unsere OEM-Kunden der Lieferant der Wahl für die Instrumententafelträger ihrer großvolumigen Plattformen. Nicht zuletzt werden wir diese voraussichtlich künftig weltweit an allen fünf Produktionsstandorten des Konzerns fertigen und untermauern damit erneut unsere globale Leistungsfähigkeit.

Insgesamt waren wir im abgelaufenen Jahr über die gesamte Breite unseres Produktspektrums erfolgreich unterwegs. Weitere größere Aufträge betrafen insbesondere Elektromotorengehäuse und Luftfederkomponenten - hier erwarten wir auch künftig substanzielles Wachstum.

Rund die Hälfte des Neugeschäfts entfällt auf unseren Standort in Deutschland. Dies unterstreicht unsere Überzeugung, in den nächsten Jahren auch dort wieder ein leichtes Wachstum erzielen zu können. Sehr zufrieden sind wir auch mit der Entwicklung in China. Dort übertrifft das Neugeschäft den derzeitigen Jahresumsatz unserer Aktivitäten um fast das Vierfache.

Für die künftige Fertigung an unserem kanadischen Standort haben wir im Berichtsjahr intensiv an einer Reihe attraktiver Neuaufträge gearbeitet und konnten nach Ende des Berichtsjahres einige Ausschreibungen mit Erfolg abschließen. In weiteren Ausschreibungen sind wir gut positioniert und daher zuversichtlich, die für die nachhaltige Auslastung unseres kanadischen Standorts notwendigen Volumina auch künftig gewinnen zu können. Allerdings halten die Verlagerungen von Produktionskapazitäten unserer Kunden nach Mexiko weiter an. Dies bestätigt unsere strategische Entscheidung, dort präsent zu sein, erhöht aber die Anforderungen an unseren Standort in Kanada kontinuierlich.

LAGE

GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR LAGE DES KONZERNS

Mit dem Geschäftsjahr 2015 sind wir sehr zufrieden. Gleich drei unserer Standorte - in Deutschland, Mexiko und China - konnten wir durch jeweils unterschiedliche Maßnahmen deutlich stärken und so deren Wettbewerbsfähigkeit erhöhen bzw. auf dem Weg zum Break-Even weiter vorankommen. Mit dem planmäßigen Anlauf des ersten Montagestandorts des Konzerns in China unterstreichen wir einmal mehr unsere globale Reichweite.

Zudem haben wir wichtige Marktanteile gewonnen und mit dem außergewöhnlich hohen Neugeschäft des Berichtsjahres die künftige Expansion des PWO-Konzerns zu einem guten Teil abgesichert.

Auch die Entwicklung des Free Cashflow und der Bilanzrelationen ist sehr erfreulich. Nachdem in den Vorjahren der schnelle Ausbau unserer Standorte die Bilanz sichtbar in Anspruch genommen hatte, haben wir nun die Trendwende eingeleitet. Die für das weitere Wachstum notwendigen finanziellen Ressourcen können inzwischen überwiegend innenfinanziert werden. Ungeachtet dessen stehen uns für Investitionsspitzen ausreichende Fremdfinanzierungsmittel zur Verfügung.

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF

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Tatsächliche Geschäftsentwicklung 2015 Prognose 2015 Ist-Werte 2014
Umsatzerlöse 404,6 Mio. EUR rund 400 Mio. EUR 381,1 Mio. EUR
EBIT 21,0 Mio. EUR (vor Währungseffekten) rund 19 Mio. EUR (vor Währungseffekten) 16,7 Mio. EUR (inklusive Währungseffekten)
Free Cashflow -1,8 Mio. EUR Leicht negativ -14,7 Mio. EUR
Nettoverschuldung 132,8 Mio. EUR Leicht steigend 125,0 Mio. EUR
Eigenkapitalquote 29,7 Prozent Mindestens auf Vorjahresniveau 28,1 Prozent
Gearing (Nettoverschuldung in % des Eigenkapitals) 129 Prozent Leicht höher 130 Prozent
Investitionen gemäß Segmentbericht 28,8 Mio. EUR Rund 33 Mio. EUR 37,4 Mio. EUR
Lifetime-Volumen Neugeschäft (Serien- und Werkzeugaufträge) ~ 600 Mio. EUR Über dem Vorjahreswert ~ 280 Mio. EUR

Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir unsere finanziellen Ziele nicht nur erreicht, sondern zum Teil sogar sichtbar übertroffen. Letzteres gilt insbesondere bezüglich des EBIT vor negativen Währungseffekten in Höhe von -2,9 Mio. EUR im Berichtsjahr. Währungseffekte sind grundsätzlich kein Bestandteil unserer Prognosen.

Sehr zufrieden sind wir zudem mit der Entwicklung des Free Cashflow und der Bilanzrelationen. Unsere konsequente Steuerung der Investitionen und unsere Anstrengungen zur Begrenzung der Mittelbindung haben sich positiv ausgewirkt, sodass wir in diesem Bereich unsere Planungen insgesamt übertroffen haben.

Besonders positiv stellt sich das Neugeschäft dar. Hier haben wir unterjährig unsere Prognose auf ein Volumen deutlich über dem Vorjahreswert nach oben genommen. Dass wir am Ende des Geschäftsjahres einen Wert von rund 600 Mio. EUR erreicht haben, lag noch einmal über diesen Erwartungen.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG AUSGEWÄHLTE INFORMATIONEN TEUR

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2015 in % der Gesamtleistung 2014 in % der Gesamtleistung
Umsatzerlöse 404.597 97,9 381.134 97,6
Gesamtleistung 413.294 100,0 390.674 100,0
Materialaufwand 223.836 54,2 209.746 53,7
Personalaufwand 113.758 27,5 110.650 28,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen 45.585 11,0 39.518 10,1
EBITDA 42.922 10,4 39.015 10,0
EBIT vor Währungseffekten 21.017 5,1 15.111 3,9
EBIT inklusive Währungseffekten 18.090 4,4 16.665 4,3
Periodenergebnis 7.544 1,8 7.310 1,9

ERTRAGSLAGE

Die Ertragslage des PWO-Konzerns hat sich im Jahresverlauf kontinuierlich verbessert. Hierzu hat sowohl die zunehmend erfreuliche Entwicklung der Umsatzerlöse beigetragen als auch die immer stärkere Wirkung unserer Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2015 um 6,2 Prozent auf 404,6 Mio. EUR (i. V. 381,1 Mio. EUR) und die Gesamtleistung um 5,8 Prozent auf 413,3 Mio. EUR (i. V. 390,7 Mio. EUR).

Bei der Entwicklung des EBIT sind Währungseffekte zu berücksichtigen. Diese schlagen sich zum einen in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen nieder - dort sind sie als separate Position im Anhang dieses Geschäftsberichts ausgewiesen. Soweit es sich um Hedging-Geschäfte handelt, betreffen sie zum anderen auch diverse andere Positionen in der Ertragsrechnung und fließen entsprechend dort ein. Wir stellen in den folgenden Erläuterungen auf das EBIT vor Währungseffekten ab, da diese Größe die operative Entwicklung widerspiegelt.

So legte das EBIT im Berichtsjahr auf 21,0 Mio. EUR (i. V. 15,1 Mio. EUR) zu. Der Anstieg um 5,9 Mio. EUR übertraf damit deutlich die Verbesserung, die sich aus dem im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht wiedergekehrten Betrag des im Vorjahr für den Personalabbau verbuchten Einmalaufwands von 4,0 Mio. EUR ergab. Dies unterstreicht die Wirksamkeit unserer Anstrengungen im Personalbereich sowie in den anderen betrieblichen Bereichen zur Stärkung der Ertragskraft des Konzerns.

Bei der Materialaufwandsquote (Materialaufwand in Prozent der Gesamtleistung) war ein leichter Anstieg auf 54,2 Prozent (i. V. 53,7 Prozent) zu verzeichnen. Sie liegt damit weiterhin innerhalb der üblichen Schwankungsbreite. Unsere anhaltenden Investitionen in den Ausbau unserer Marktposition führten zu einer Zunahme der Abschreibungsquote (Abschreibungen in Prozent der Gesamtleistung) auf 6,0 Prozent (i. V. 5,7 Prozent). Ohne Berücksichtigung der Währungsaufwendungen blieb die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 8,9 Prozent auf dem Vorjahresniveau.

Nach einem leicht verbesserten Finanzergebnis sowie einer auf 38,9 Prozent (i. V. 31,0 Prozent) erhöhten Steuerquote beliefen sich das Periodenergebnis auf 7,5 Mio. EUR (i. V. 7,3 Mio. EUR) und das Ergebnis je Aktie auf 2,41 EUR (i. V. 2,34 EUR).

AUSGEWÄHLTE INFORMATIONEN TEUR

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2015 in % der Gesamtleistung 2014 in % der Gesamtleistung
SEGMENT DEUTSCHLAND        
Umsatzerlöse gesamt 248.728 98,8 249.431 98,9
Außenumsätze 234.086 93,0 237.454 94,2
Gesamtleistung 251.695 100,0 252.109 100,0
EBITDA 26.635 10,6 22.749 9,0
EBIT vor Währungseffekten 14.361 5,7 9.718 3,9
EBIT inklusive Währungseffekten 13.395 5,3 10.079 4,0
Periodenergebnis 14.854 5,9 9.670 3,8
Investitionen 11.914 -- 16.475 --
SEGMENT ÜBRIGES EUROPA        
Umsatzerlöse gesamt 68.692 103,4 52.977 92,3
Außenumsätze 65.699 98,9 50.602 88,2
Gesamtleistung 66.409 100,0 57.385 100,0
EBITDA 9.675 14,6 9.690 16,9
EBIT vor Währungseffekten 6.822 10,3 7.290 12,7
EBIT inklusive Währungseffekten 6.375 9,6 6.804 11,9
Periodenergebnis 5.452 8,2 8.661 15,1
Investitionen 10.906 -- 11.228 --
SEGMENT NAFTA-RAUM        
Umsatzerlöse gesamt 87.465 93,9 80.188 100,5
Außenumsätze 87.273 93,7 80.067 100,3
Gesamtleistung 93.162 100,0 79.801 100,0
EBITDA 7.652 8,2 5.773 7,2
EBIT vor Währungseffekten 3.483 3,7 -214 -0,3
EBIT inklusive Währungseffekten 1.276 1,4 326 0,4
Periodenergebnis -1.345 -1,4 -2.800 -3,5
Investitionen 2.672 -- 6.485 --
SEGMENT ASIEN        
Umsatzerlöse gesamt 19.779 88,8 16.038 86,8
Außenumsätze 17.539 78,7 13.011 70,4
Gesamtleistung 22.284 100,0 18.474 100,0
EBITDA -788 -3,5 1.000 5,4
EBIT vor Währungseffekten -3.514 -15,8 -1.535 -8,3
EBIT inklusive Währungseffekten -2.758 -12,4 -388 -2,1
Periodenergebnis -4.258 -19,1 -1.325 -7,2
Investitionen 3.300 -- 3.268 --

GESAMTE UMSATZERLÖSE NACH SEGMENTEN IN MIO. EUR

SEGMENTE

Entsprechend der Steuerung im Konzern stellen unsere Produktionsstandorte die Basis für die Segmentberichterstattung, gegliedert nach Regionen, dar. Die Segmente werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Analog werden auch die Umsatzerlöse zugeordnet.

Innenumsätze zwischen den einzelnen Standorten betreffen vor allem Serienteile- und Werkzeuglieferungen. Insbesondere in Deutschland, der Tschechischen Republik sowie China werden Werkzeuge für andere Standorte hergestellt.

An unserem Heimatstandort Oberkirch, der das Segment Deutschland bildet, blieben die gesamten Umsatzerlöse und die Gesamtleistung im Berichtsjahr mit 248,7 Mio. EUR (i. V. 249,4 Mio. EUR) und 251,7 Mio. EUR (i. V. 252,1 Mio. EUR) im Wesentlichen stabil.

Zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts hatten wir bereits im Vorjahr umfangreiche Maßnahmen eingeleitet. Neben allgemeinen Kostensenkungen zählten dazu insbesondere auch strukturelle Veränderungen im Personalbereich, die über Aufhebungsverträge innerhalb kurzer Zeit erfolgreich umgesetzt wurden. Entsprechend konnte die Mitarbeiterzahl in den indirekten Bereichen im Berichtsjahr mit dem Auslaufen von Kündigungsfristen sukzessive reduziert werden.

Dies hat dazu beigetragen, dass sich das EBIT vor Währungseffekten trotz der unveränderten Umsatzerlöse um 4,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr verbesserte. Allerdings ist hierbei zu berücksichtigen, dass im Vorjahr ein nicht wiederkehrender Aufwand für Personalanpassungen von 4,0 Mio. EUR angefallen war Auf rein operativer Basis hat sich das EBIT damit zwar nur leicht verbessert, wir waren jedoch in unserer Planung für 2015 sogar von einem deutlichen Rückgang ausgegangen, da wir aus Vorsichtsgründen eine langsamere Wirkung der inzwischen umgesetzten Maßnahmen angenommen hatten.

Das Finanzergebnis betrug im Berichtsjahr 5,6 Mio. EUR (i. V. 3,7 Mio. EUR). Es beinhaltet neben den Finanzierungsaufwendungen auch Zinserträge aus Ausleihungen an Tochtergesellschaften sowie eine Ausschüttung der tschechischen Tochter in Höhe von 7,0 Mio. EUR (i. V. 6,8 Mio. EUR der kanadischen Tochter) an die deutsche Muttergesellschaft. Bei einer gegenüber Vorjahr ermäßigten Steuerquote von 21,9 Prozent (i. V. 29,7 Prozent) verbesserte sich das Periodenergebnis auf 14,9 Mio. EUR (i. V. 9,7 Mio. EUR).

Unser Standort in der Tschechischen Republik, der das Segment Übriges Europa bildet, hat seinen Expansionskurs im Berichtsjahr weiter konsequent fortgesetzt. Die gesamten Umsatzerlöse stiegen gegenüber Vorjahr sehr kräftig um 29,7 Prozent auf 68,7 Mio. EUR (i. V. 53,0 Mio. EUR). Die Ausweitung der Gesamtleistung lag mit 15,7 Prozent aufgrund von Bestandsreduzierungen wie erwartet deutlich niedriger. Die Gesamtleistung erreichte einen Wert von 66,4 Mio. EUR (i. V. 57,4 Mio. EUR).

Der tschechische Standort hat damit bei anhaltend hoher Profitabilität innerhalb von nur zwei Jahren seine Umsatzerlöse um rund die Hälfte ausgeweitet. Dies ist eine außerordentlich zufriedenstellende Entwicklung. Wir haben dieses Wachstum im Berichtsjahr mit erneut umfangreichen Investitionen abgesichert.

EBIT INKL. WÄHRUNGSEFFEKTEN NACH SEGMENTEN IN MIO. EUR

Das Segment-EBIT blieb aufgrund des Mehraufwands für den Ausbau des Standorts mit 6,8 Mio. EUR (i. V. 7,3 Mio. EUR) leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Umso erfreulicher ist es, dass dennoch eine EBIT-Marge im zweistelligen Prozentbereich - und damit auf einem nach wie vor hohen Niveau - erwirtschaftet wurde.

Nach leicht gestiegenen Finanzierungsaufwendungen von 1,1 Mio. EUR (i. V. 0,8 Mio. EUR) und einem positiven Saldo der Ertragsteuern von 0,2 Mio. EUR (i. V. positiver Saldo von 2,7 Mio. EUR) belief sich das Periodenergebnis auf 5,5 Mio. EUR (i. V. 8,7 Mio. EUR).

Das Segment NAFTA-Raum vereint unsere beiden Standorte in Kanada und in Mexiko. Sie profitierten im Berichtsjahr von einer sehr guten Verfassung des Marktes, wenngleich gegen Ende des Berichtsjahres die Abrufe seitens eines Kunden in Mexiko zurückgingen. In der Summe konnten die gesamten Umsatzerlöse des Segments um 9,1 Prozent auf 87,5 Mio. EUR (i. V. 80,2 Mio. EUR) gesteigert werden. Ein noch kräftigeres Wachstum verzeichneten wir bei der Gesamtleistung. Aufgrund von Bestandserhöhungen in Mexiko legte sie um 16,7 Prozent auf 93,2 Mio. EUR (i. V. 79,8 Mio. EUR) zu.

Im Berichtsjahr konnten wir sowohl das EBIT an unserem kanadischen Standort deutlich ausweiten als auch in Mexiko auf dem Weg zum Break-Even ein gutes Stück vorankommen. Entsprechend nahm das Segment-EBIT auf 3,5 Mio. EUR (i. V. -0,2 Mio. EUR) sehr kräftig zu.

Um dies zu erreichen, haben wir in Kanada zusätzlich zu den positiven Effekten aus dem Wachstum den Einfluss allgemeiner Kostensteigerungen über die Steigerung der Produktivität begrenzt. In Mexiko arbeiteten wir weiter an der Stabilisierung der Produktionsprozesse mit dem Ziel, die in der Vergangenheit überdurchschnittlich hohen Qualitätskosten zu reduzieren. Nach Finanzierungsaufwendungen von 1,8 Mio. EUR (i. V. 1,2 Mio. EUR) sowie einem reduzierten Steueraufwand von 0,8 Mio. EUR (i. V. 1,9 Mio. EUR) wies das Segment im Berichtsjahr ein verbessertes Periodenergebnis von -1,3 Mio. EUR (i. V. -2,8 Mio. EUR) aus.

Im Segment Asien erzielten wir im vergangenen Geschäftsjahr kräftige Umsatzzuwächse. Es umfasst den Produktionsstandort in Suzhou und den im Herbst 2015 neu eröffneten Montagestandort in Shenyang (beide China). Die gesamten Umsatzerlöse legten um 23,3 Prozent auf 19,8 Mio. EUR (i. V. 16,0 Mio. EUR) zu. Die Gesamtleistung betrug 22,3 Mio. EUR (i. V. 18,5 Mio. EUR).

Das EBIT des Segments ermäßigte sich im Geschäftsjahr 2015 dennoch auf -3,5 Mio. EUR (i. V. -1,5 Mio. EUR). Die Abschwächung resultierte neben Anlaufverlusten auch aus nicht wiederkehrenden Einmalaufwendungen. Darüber hinaus war die Kapazitätsauslastung in Suzhou im Berichtsjahr weiterhin niedrig. Nach gestiegenen Finanzierungsaufwendungen von 1,5 Mio. EUR (i. V. 0,9 Mio. EUR) betrug das Periodenergebnis im Berichtsjahr -4,3 Mio. EUR (i. V. -1,3 Mio. EUR).

Der chinesische Produktionsstandort verfügt über eine hohe technologische Leistungsfähigkeit. Dies zeigt auch der aktuell planmäßig und effizient umgesetzte Anlauf des neuen Montagestandorts. Im Berichtsjahr haben wir uns darüber hinaus darauf konzentriert, den Standort auf das weitere künftige Wachstum sowohl im Bereich der Serienproduktion als auch der Werkzeugfertigung vorzubereiten.

BILANZSTRUKTUR PER 31.12.2015 BILANZSUMME: 346,8 MIO. EUR IN MIO. EUR

VERMÖGENSLAGE

Im Geschäftsjahr 2015 haben wir die Steuerung der Bilanz weiter verfeinert, um die Zunahme der Mittelbindung zu begrenzen. Dazu gehörten eine enge Überwachung der Investitionen, die möglichst zeitnahe Abrechnung fertiger Erzeugnisse sowie die Nutzung einer neu abgeschlossenen Factoring-Vereinbarung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 15,5 Mio. EUR zum Ende des Geschäftsjahres. Damit ist es gelungen, den Anstieg der Bilanzsumme auf 346,8 Mio. EUR (i. V. 341,5 Mio. EUR) zu limitieren. Der Zuwachs entfiel ausschließlich auf die langfristigen Vermögenswerte und dort auf die Sachanlagen. Wesentliche Investitionen betrafen den deutschen und den tschechischen Standort. Die Investitionsschwerpunkte werden im Kapitel "Finanzlage" im Detail erläutert. Innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte stiegen die Vorräte an, während sich die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sowie die Zahlungsmittel zusammengenommen in ähnlichem Umfang reduzierten.

ENTWICKLUNG DER EIGENKAPITALQUOTE UND DES DYNAMISCHEN VERSCHULDUNGSGRADS TEUR

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2015 2014
Eigenkapital 103.111 96.100
Bilanzsumme 346.804 341.460
EIGENKAPITALQUOTE = EIGENKAPITAL % BILANZSUMME 29,7 28,1
Langfristige Finanzschulden 90.683 95.262
Kurzfristige Finanzschulden 46.396 35.187
Zahlungsmittel -4.242 -5.404
NETTOVERSCHULDUNG 132.837 125.045
EBITDA 42.922 39.015
DYNAMISCHER VERSCHULDUNGSGRAD IN JAHREN = NETTOVERSCHULDUNG/EBITDA 3,1 3,2

Die Ausweitung der Bilanzsumme hat sich auf der Passivseite der Bilanz in höheren Finanzschulden widergespiegelt. Dabei wurden insbesondere die kurzfristigen Schulden ausgeweitet, während die langfristigen Schulden zurückgeführt wurden. Wir haben damit bestehende Spielräume in der Fristenstruktur der Bilanz teilweise genutzt. Dennoch übersteigen auch zum Ende des Geschäftsjahres 2015 die langfristigen Refinanzierungsmittel die entsprechenden Vermögenswerte deutlich, wie die Grafik auf der vorangegangenen Seite zeigt.

Per Saldo nahm die Nettoverschuldung auf 132,8 Mio. EUR (i. V. 125,0 Mio. EUR) zu. Sie lautet überwiegend auf EUR. Da wir das EBITDA jedoch stärker steigern konnten, verbesserte sich der dynamische Verschuldungsgrad auf 3,1 (i. V. 3,2). Bei den Finanzschulden, die zu Zinssätzen zwischen 0,92 Prozent und 7,75 Prozent gewährt wurden, handelt es sich um ein Schuldscheindarlehen sowie um Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Leasinggesellschaften.

Dabei war im Berichtsjahr insbesondere in den Segmenten Übriges Europa sowie NAFTA-Raum eine deutliche Zunahme der Schulden auf 45,6 Mio. EUR (i. V. 34,3 Mio. EUR) bzw. 56,9 Mio. EUR (i. V. 43,2 Mio. EUR) zu verzeichnen. Dies betraf vor allem die Absicherung des gegenwärtigen und des künftigen Wachstums unserer Standorte in der Tschechischen Republik und in Mexiko.

Auch die Eigenkapitalquote hat sich im Berichtsjahr verbessert. Sie legte auf 29,7 Prozent (i. V. 28,1 Prozent) zu. Hierzu hat vor allem der Rückgang der langfristigen Pensionsrückstellungen auf 48,4 Mio. EUR (i. V. 53,5 Mio. EUR) beigetragen. Nachdem in den vergangenen Jahren infolge des Zinsrückgangs an den Kapitalmärkten sehr hohe Belastungen aus der Bewertung dieser Rückstellungen hingenommen werden mussten, war hier im Berichtsjahr eine Entlastung zu verzeichnen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bilden die dritte signifikante Refinanzierungsquelle. Sie dienen teilweise der Refinanzierung des Umlaufvermögens. Im Berichtsjahr nahmen sie leicht auf 26,0 Mio. EUR (i. V. 23,4 Mio. EUR) zu.

Wir sind auf der Refinanzierungsseite zufriedenstellend aufgestellt. Für die Zukunft sind keine außergewöhnlich hohen Investitionen geplant, die wesentliche zusätzliche Finanzierungsvorhaben wie eine Kapitalerhöhung oder Anleiheemissionen erforderlich machen würden. Unsere Kreditlinien bei Banken basieren derzeit auf bilateralen Vereinbarungen. Eine eventuelle Zusammenfassung im Rahmen einer Konsortialvereinbarung prüfen wir regelmäßig.

ENTWICKLUNG DES FREE CASHFLOW TEUR

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2015 2014
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 31.108 24.727
Cashflow aus Investitionstätigkeit -28.244 -34.534
Gezahlte Zinsen -4.752 -4.998
Erhaltene Zinsen 121 139
FREE CASHFLOW -1.767 -14.666

FINANZLAGE

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich im abgelaufenen Jahr auf 31,1 Mio. EUR (i. V. 24,7 Mio. EUR) kräftig verbessert. Bei einem Periodenergebnis auf Vorjahresniveau hat hierzu der Anstieg der Abschreibungen auf 24,8 Mio. EUR (i. V. 22,4 Mio. EUR) beigetragen. Aus der Veränderung des kurzfristigen Vermögens resultierte ein Mittelzufluss von 1,5 Mio. EUR (i. V. Mittelabfluss 15,8 Mio. EUR). Parallel hierzu haben sich die kurzfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) reduziert. Hieraus ergab sich ein Mittelabfluss von 0,9 Mio. EUR (i. V. Mittelzufluss 15,7 Mio. EUR).

Darüber hinaus waren aus der Veränderung der langfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) sowie der Veränderung der sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen/ Erträge erhebliche Cashflow-Effekte zu verzeichnen, die sich jedoch insgesamt ausglichen. Beide Positionen sind maßgeblich durch Bewertungen beeinflusst und zwar durch die Pensionsrückstellungen sowie die Hedging-Geschäfte. In der Summe verminderten diese beiden Positionen den Cashflow um 5,3 Mio. EUR (i. V. 5,2 Mio. EUR). Weitere Veränderungen in geringem Umfang entfielen auf diverse Positionen.

Aus der Investitionstätigkeit waren im Berichtsjahr Mittelabflüsse in Höhe von 28,2 Mio. EUR (i. V. 34,5 Mio. EUR) zu verzeichnen. Nach gezahlten und erhaltenen Zinsen von -4,6 Mio. EUR (i. V. -4,9 Mio. EUR) betrug der Free Cashflow -1,8 Mio. EUR (i. V. -14,7 Mio. EUR).

Inklusive Auszahlungen für Dividenden von 4,5 Mio. EUR (i. V. 5,6 Mio. EUR) sowie Kreditaufnahmen in Höhe von per Saldo 4,3 Mio. EUR (i. V. 19,1 Mio. EUR) betrug die zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Berichtsjahr -2,0 Mio. EUR (i. V. -1,2 Mio. EUR). Wesentliche Finanzierungsmaßnahmen haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden.

Die Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität des PWO-Konzerns steht jederzeit im Mittelpunkt unserer finanziellen Steuerung. Wir verfügen über ein effizientes Liquiditätsmanagement. Wesentliche Salden von Bankkonten werden täglich disponiert, um einerseits über die laufenden Zahlungsverpflichtungen hinaus eine Liquiditätsreserve vorzuhalten. Andererseits streben wir an, die Ausnutzung kurzfristiger Kreditlinien möglichst zu begrenzen und diese daher mit überschüssiger Liquidität zu saldieren. Für die weitere Erläuterung der Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements wird auf den Anhang verwiesen.

Das Bestellobligo aus Investitionen in Sachanlagen betrug zum Berichtsstichtag 13,1 Mio. EUR (i. V. 10,6 Mio. EUR). Die Verpflichtungen werden innerhalb des Jahres 2016 fällig. Sie sollen aus dem laufenden betrieblichen Cashflow sowie bestehenden Kreditlinien finanziert werden.

Im Berichtsjahr investierten wir, wie im Segmentbericht ausgewiesen, insgesamt 28,8 Mio. EUR (i. V. 37,4 Mio. EUR). Die Differenz zum zuvor genannten Cashflow aus der Investitionstätigkeit ergibt sich aus den Leasingfinanzierungen.

INVESTITIONEN 2015 NACH SEGMENTEN 100 % = 28,8 MIO. EUR

Weiterhin im Fokus standen der Auf- und Ausbau unserer internationalen Standorte. Entsprechend entfiel auf sie der größte Teil des Investitionsbudgets des Berichtsjahres.

An unserem Standort in Oberkirch investierten wir insgesamt 11,9 Mio. EUR (i. V. 16,5 Mio. EUR). Schwerpunkte bildeten die Errichtung des neuen Bürogebäudes und in diesem Zusammenhang auch die Verlegung der Pforte inklusive einer hochmodernen Lkw-Steuerung. Die Fertigstellung des Neubaus, der zu umfangreichen Prozessoptimierungen in der Entwicklung, im Vertrieb und in der Verwaltung beitragen soll, ist für Herbst 2016 vorgesehen. Weitere Investitionen betrafen unter anderem Schweiß- und Fertigungszellen für an- bzw. hochlaufende Serienaufträge.

Für den Ausbau unseres Standorts in der Tschechischen Republik haben wir im Berichtsjahr 10,9 Mio. EUR (i. V. 11,2 Mio. EUR) bereitgestellt, die insbesondere eine neue Pressen-, Montage- und Logistikhalle sowie eine zusätzliche Umformpresse betrafen. Im Rahmen dieses strategischen Expansionsschritts wurde die betriebliche Fläche um rund 12.000 m2 erweitert, wodurch sich die Größe des Standorts mehr als verdoppelt hat.

Mit in der Summe 2,7 Mio. EUR (i. V. 6,5 Mio. EUR) lagen die Investitionen an den beiden Standorten im NAFTA-Raum auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Während sie in Kanada sehr gering waren, haben wir in Mexiko eine zusätzliche Schweißzelle für künftige Serienproduktionen angeschafft.

Insgesamt 3,3 Mio. EUR (i. V. 3,3 Mio. EUR) investierten wir im Berichtsjahr an unseren beiden Standorten in China. Der Großteil davon entfiel auf den produktionsreifen Aufbau des ersten Montagestandorts im Konzern, der zum Ende des dritten Quartals in Betrieb genommen wurde. Zudem haben wir unseren Produktionsstandort in Suzhou um eine neue Montage- und Logistikhalle erweitert.

ANZAHL MITARBEITER NACH STANDORTEN PER 31.12. (INKL. ZEITARBEITNEHMER UND AUSZUBILDENDE)

MITARBEITER

Die Entwicklung der Beschäftigtenzahl ist in unserem Geschäft grundsätzlich von einem zeitlichen Vorlauf zum Start der Serienproduktionen und damit zur Umsatzentwicklung geprägt. Damit Anläufe zeit- und kosteneffizient abgebildet werden können, werden neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits im Vorfeld eingestellt und ausgebildet.

Entsprechend haben wir im Berichtsjahr insbesondere die Mitarbeiterzahl an unserem tschechischen Standort überdurchschnittlich im Verhältnis zum Anstieg der Gesamtleistung erhöht. An den übrigen Standorten blieb sie hingegen unverändert oder wurde zum Teil sogar deutlich reduziert. Insgesamt haben wir die Beschäftigt enzahl zum 31. Dezember 2015 auf 3.049 (i. V. 3.125) zurückgeführt. Darin enthalten sind 147 Auszubildende (i. V. 162).

In Oberkirch haben wir zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts insbesondere in den indirekten Bereichen die personellen Ressourcen zurückgeführt und die Anzahl der Festangestellten wie angekündigt um rund 100 Stellen reduziert. Die ausgewiesene Mitarbeiterzahl spiegelt dies aufgrund der üblichen Schwankungen bei den Zeitarbeitnehmern nicht in vollem Umfang wider.

Keine Veränderungen der Belegschaft waren in Kanada zu verzeichnen. An unserem mexikanischen Standort haben wir die Qualifizierungsmaßnahmen mit dem Ziel, die fähigsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern und nachhaltig an den Konzern zu binden, fortgeführt. Der Erfolg unserer Anstrengungen wird inzwischen immer stärker sichtbar. In der Folge stieg die Arbeitsproduktivität an, sodass wir die Belegschaft im Verlauf des Geschäftsjahres 2015 deutlich reduzieren konnten.

In China haben wir im Berichtsjahr Teile der Montagetätigkeiten von unserem Produktionsstandort in Suzhou zu dem im September 2015 neu eröffneten Standort in Shenyang verlagert. Im Vorfeld von dessen Inbetriebnahme wurde wie bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr neues Personal eingestellt und in Suzhou umfangreich auf die Montagearbeiten in Shenyang vorbereitet.

Weiterhin engagieren wir uns stark in der Ausbildung junger Menschen, um ihnen eine Chance für den Eintritt in das Berufsleben zu bieten und dem Konzern die Fachkräfte für die Zukunft zu sichern. Über unseren Heimatstandort in Deutschland hinaus bieten wir grundsätzlich auch an unseren internationalen Standorten Ausbildungsplätze an.

Zur Förderung der Internationalität unserer Belegschaft ermöglichen wir besonders begabten und engagierten jungen Menschen bereits während der Ausbildungszeit einen Auslandsaufenthalt und eröffnen ihnen so zusätzliche Perspektiven. Der Aufwand für die Aus- und Weiterbildung belief sich im Berichtsjahr wie im Vorjahr auf 3,2 Mio. EUR. Damit haben wir auch 2015 wieder kräftig in diesen für uns sehr wichtigen Bereich investiert.

Die Fluktuationsquote lag auch im vergangenen Jahr trotz der vielfältigen Veränderungen im Konzern mit 1,6 Prozent (i. V. 1,5 Prozent) weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Dabei war am Standort Oberkirch im Zuge der dortigen Personalanpassung eine leichte Erhöhung der Quote zu verzeichnen, während es in Mexiko gelungen ist, die bisherige hohe Quote zurückzuführen.

NACHTRAGSBERICHT

Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten, über die zu berichten wäre.

PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

RISIKOBERICHT

RISIKOPHILOSOPHIE UND RISIKOPOLITIK

Unverändert stellen das Vermeiden bestandsgefährdender sowie die Begrenzung und Bewältigung strategischer und operativer Risiken die Grundlagen unserer Risikophilosophie dar. Risiken, insbesondere Finanzrisiken, die sich nicht zwingend aus unserem operativen Geschäft ergeben, werden vermieden. Zins- und Währungsprognosen sind grundsätzlich kein Bestandteil unserer Planung oder Steuerung, da wir aus Zins- und Währungsprognosen der Banken und unserer eigenen Einschätzungen die notwendigen Maßnahmen ableiten sowie die geeigneten Instrumente zur Absicherung einsetzen.

Das Risikomanagement hat die Optimierung des Chancen- und Risikoprofils des Konzerns sowie die Reduzierung bzw. Optimierung der Risikokosten zum Ziel. Damit ist das Erkennen von Marktchancen wesentlicher Bestandteil der Risikophilosophie von PWO. Im Mittelpunkt unserer Risikopolitik stehen insbesondere der Erhalt und der Ausbau unserer Innovationskraft in der Produkt- und Prozessentwicklung sowie die Sicherstellung unserer weltweiten Lieferfähigkeit. Damit erfüllen wir zentrale Anforderungen unserer Kunden bei der Auswahl ihrer strategischen Partner.

DAS PWO-RISIKOMANAGEMENT-SYSTEM

PWO verfügt über ein ganzheitliches Risikomanagement-System zur Steuerung, Kontrolle und Überwachung des Konzerns. Orientiert an den Unternehmenszielen und der Strategie, die zur Umsetzung dieser Ziele verfolgt wird, schafft es Transparenz bezüglich der Chancen und Risiken im Konzern. Darüber hinaus wird die Risikodimension in die Planung integriert. Das Risikomanagement-System dient als Frühwarnsystem, sorgt jedoch auch gleichzeitig für eine Steigerung des Risikobewusstseins im gesamten Konzern.

ORGANISATION DES RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMS IM PWO-KONZERN

Die Organisation und die Berichtslinien sind gemäß dem international anerkannten und für Aktiengesellschaften empfohlenen "Three Lines of Defense-Model" aufgebaut, welches vom Dachverband der europäischen Revisionsinstitute (ECIIA) als Grundelement gefordert wird. Durch die Implementierung von drei Überwachungs- und Kontrollinstanzen wird ein angemessener Risiko- und Kontrollprozess gewährleistet. Die Organisation des Risikomanagement-Systems im PWO-Konzern ist in der Grafik auf der nachfolgenden Seite dargestellt.

STATUS UND WEITERE ENTWICKLUNG DES RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMS

Wir haben, wie bereits berichtet, unser Risikomanagement-System in den letzten Jahren verstärkt ausgebaut. Mithilfe dieses Instruments sorgen wir für eine zielsichere Steuerung unserer kräftig expandierenden internationalen Aktivitäten in einer deutlich volatiler gewordenen gesamtwirtschaftlichen wie auch branchenbezogenen Entwicklung.

Risiken sind generell als potenzielle Ereignisse definiert, die sowohl zu einer positiven als auch zu einer negativen Planabweichung führen können. Sämtliche Risiken sind eindeutig Risikoeignern zugeordnet und werden mit Szenario-Verteilungen hinsichtlich Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Sie werden im Rahmen der Planungs- und Hochrechnungsprozesse von allen Verantwortlichen konzernweit überprüft bzw. aktualisiert. Die Stabilität der Planung wird dadurch nachhaltig verbessert.

Um eine effektive Steuerung aller Chancen und Risiken organisationsübergreifend sicherzustellen, werden konzernweit Risikoseminare und Abstimmungen auf Basis festgelegter Berichts- und Kommunikationslinien durchgeführt. Ziel ist es, mögliche Schwachstellen, aber auch Chancen frühzeitig zu erkennen und die Wirksamkeit eingeleiteter Maßnahmen sicherzustellen.

Im Geschäftsjahr 2015 lag der Fokus der Aktivitäten darauf, die implementierten Prozesse weiter zu vertiefen, die Chancen- und Risikobewertungen im Konzern zu detaillieren, die Effizienz des Berichtswesens gegenüber dem Vorstand und dem Aufsichtsrat zu steigern und das Risikobewusstsein der Organisation weiter zu erhöhen. Damit setzen wir einen mehrjährigen Prozess zum Ausbau des Risikomanagement-Systems weiter um, der auch in 2016 fortgeführt werden wird. Mittelfristig wird das Risikomanagement-System zu einem strategischen Instrument ausgebaut werden, das dem Vorstand die Konzernsteuerung anhand von Risikokennzahlen ermöglicht.

ORGANISATION DES RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMS IM PWO-KONZERN

COMPLIANCE-MANAGEMENT UND COMPLIANCE-KONTROLLE

Regelkonformes Handeln des Konzerns und aller seiner Mitarbeiter gehört bei PWO zu den Grundsätzen guter Unternehmensführung. Die Einhaltung von Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften, denen das unternehmerische Handeln von PWO weltweit unterliegt, stellt darüber hinaus die Grundvoraussetzung für erfolgreiches und nachhaltiges Wachstum dar. Ein konzernweites Compliance-Management-System (CMS) soll regelkonformes Handeln von Konzern und Mitarbeitern sicherstellen.

Die interne Revision überwacht die ordnungsgemäße Einhaltung von Gesetzen sowie die Durchführung von Richtlinien gemäß eines risikoorientierten Prüfungsplans. Sie ist entsprechend den Regeln und Standards des Deutschen Instituts für Interne Revision e. V. aufgestellt. Mit dem Ziel, internes Prozesswissen um Benchmark-Erfahrung zu ergänzen, wird regelmäßig mit externen Beratern zusammengearbeitet.

Über die Wahrung der Regelkonformität hinaus schafft das PWO Compliance Management System zusätzliche Mehrwerte wie z. B. Vermeidung von Bußgeld- und Strafverfahren, Reputationsschutz, Imageverbesserung, Exkulpation (Foreign Corrupt Practices Act, UK Bribery Act) oder zumindest Schuldminderung im Falle von Verstößen.

Compliance-Themen werden bei PWO offen behandelt und nachhaltig kommuniziert. Die Einhaltung der allen Verantwortlichen bekannt gemachten verbindlichen Verhaltensrichtlinien (Code of Conduct) wird regelmäßig überprüft und dokumentiert. Durch eine permanente Sensibilisierung aller Mitarbeiter wird das Gespür für die besondere Relevanz von Compliance-Themen geschärft und damit weiteren Risiken vorgebeugt.

Das CMS wird seit Anfang 2011 stetig ausgebaut und verbessert. Im Geschäftsjahr 2015 wurden wieder umfangreiche Schulungen in verschiedenen Bereichen und Tochtergesellschaften - insbesondere auch für neueingestellte Mitarbeiter im Ausland - durchgeführt sowie der Wissensstand der Organisation mittels Tests überprüft und, soweit notwendig, durch Schulungen verbessert. Darüber hinaus wurde u. a. ein Geschäftspartnerkodex entwickelt, der sukzessive konzernweit implementiert wird. Nicht zuletzt haben wir die Integration des CMS in das Risikomanagement-System weiter vertieft.

ENTWICKLUNG DER GESAMTRISIKOLAGE

Die Gesamtrisikolage des PWO-Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2015 und im Hinblick auf die Planung 2016 nicht wesentlich verändert. Seine Entwicklung lag im abgelaufenen Jahr im Rahmen der Planungen, innerhalb der Branche waren keine grundsätzlich neuen Entwicklungen zu beobachten, die zu einem substanziellen Risiko für PWO führen könnten.

Neue Risiken sind daher nicht hinzugekommen. Mögliche künftige Risiken aus einer eventuell schwächeren Entwicklung der Volkswagen-Gruppe tangieren uns nur begrenzt, da der Anteil dieses Kunden an den Konzernumsätzen relativ gering ist. Auch die Diskussion über die weitere Entwicklung des Dieselantriebs betrifft uns nicht, da unsere Produkte nicht im Antriebsstrang eines Fahrzeugs verbaut werden. Entfallen sind die Risiken der ungeplanten Ausläufe von Serienproduktionen und der überdurchschnittlichen Erhöhungen der Lohnkosten, da diese für 2016 nicht von Bedeutung sind bzw. bereits ausreichend in der Planung berücksichtigt wurden.

Auch die Bedeutung der einzelnen Risiken hat sich nicht substanziell verändert. Bei den Risikokategorien werden die regulatorischen Risiken derzeit etwas stärker gewichtet als im Vorjahr. Innerhalb der Kategorien hat sich zudem teilweise die Reihenfolge der Einzelrisiken geändert. Diese Abweichungen ergeben sich jedoch eher aus relativen Veränderungen - z. B. aufgrund einer feineren Steuerung in den jeweiligen Bereichen - und nicht aus einer fundamental anderen Bewertung von Risiken. Die bedeutendste Risikokategorie bleibt weiterhin die der Finanzrisiken und -chancen. Hierbei handelt es sich vor Risikobegrenzungsmaßnahmen um das größte Einzelrisiko für den Konzern. Nach Maßnahmen, d. h. gemäß unserer langfristigen Planung, beurteilen wir das Risiko als wirksam begrenzt.

Insgesamt liegt die Gesamtrisikolage damit derzeit weiterhin in einer geschäftstypischen Bandbreite. Der Vorstand ist davon überzeugt, dass die im Folgenden im Einzelnen beschriebenen Risiken für den Konzern beherrschbar sind und seinen Fortbestand nicht gefährden.

DARSTELLUNG DER ÜBERWIEGEND KURZFRISTIG WIRKENDEN RISIKEN UND CHANCEN

Im Folgenden stellen wir die wesentlichen Risiken und Chancen für die operative Planung 2016 unter Berücksichtigung der risikobegrenzenden internen Maßnahmen dar Dabei verwenden wir unverändert die folgenden Risikokategorien: Leistungs-, Finanz-, Markt-, Regulatorische und Sonstige Risiken. Die dargestellte Reihenfolge der Kategorien sowie der jeweils zugehörigen Einzelrisiken spiegelt unsere gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikomaßes in absteigender Reihenfolge wider.

DEFINITION DER RISIKOEINSCHÄTZUNG

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Schadenshöhe Eintrittswahrscheinlichkeit Risikobedeutung (Nettoerwartungswert)
Sehr gering Bis 1 Mio. EUR Kleiner 5 % 0,25 Mio. EUR
Gering 1 Mio. bis 2 Mio. EUR 5 bis 25 % 0,5 Mio. EUR
Mittel 2 Mio. bis 10 Mio. EUR 25 bis 50 % 1 Mio. EUR
Hoch Höher 10 Mio. EUR 50 % 5 Mio. EUR

Unser Geschäft ist grundsätzlich durch hohe Prognostizierbarkeit innerhalb beherrschbarer Schwankungsbreiten geprägt. Dies ergibt sich zum einen aus der zum Teil mehrjährigen Vorlaufzeit von Neuaufträgen sowie der fünf- bis achtjährigen Laufzeit von Serienproduktionen. Zum anderen ist die strategische Steuerung des Konzerns auf einen möglichst stetigen Geschäftsverlauf ausgerichtet.

Diese Langfristigkeit unseres Geschäfts trägt zur Risikobegrenzung bei. Gleichzeitig bedeutet dies jedoch auch, dass die kurzfristigen Chancen limitiert sind. Bezüglich der operativen Planung 2016 überwiegen daher in der folgenden Darstellung die Risiken gegenüber den Chancen.

Die Risikoeinschätzungen beschreiben immer die Worst-Case-Bewertungen unter Berücksichtigung der risikobegrenzenden Maßnahmen.

In der folgenden Tabelle auf Seite 50 geben wir für das jeweils bedeutendste Risiko innerhalb unserer Kategorien die Schadenshöhe, Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikobedeutung an. Aus der entsprechenden Prüfung aller Einzelrisiken ergibt sich auch für diese jeweils die Risikobedeutung "Sehr gering". Lediglich bei den Finanzrisiken und -chancen liegt die Bedeutung des Risikos von Wertberichtigungen bei "Mittel".

FINANZRISIKEN UND -CHANCEN

Währungsrisiken und -chancen

Der PWO-Konzern ist an all seinen Standorten Währungsrisiken ausgesetzt. Sie betreffen sowohl das Translationsrisiko (Umrechnung der Abschlüsse der jeweiligen Tochtergesellschaften in Euro) als auch das Transaktionsrisiko (Absatz und Beschaffung). Die wesentlichen Währungen im Konzern sind neben dem Euro der kanadische Dollar, der US-Dollar, der chinesische Renminbi und die Tschechische Krone.

Zur Vermeidung von Währungsrisiken schließen wir entsprechende Sicherungsgeschäfte ab. Ziel ist es, die bei Eingang eines Auftrags unterstellten Währungsparitäten und damit die erwarteten Deckungsbeiträge abzusichern. Die Auswahl der einzusetzenden Instrumente erfolgt nach eingehender Analyse des abzusichernden Grundgeschäfts. Für die weitere Erläuterung der Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten wird auf den Anhang verwiesen.

Den weit überwiegenden Teil des Währungsrisikos sichern wir zeitlich gestaffelt ab. Das verbleibende Restrisiko hat ein überschaubares Ausmaß. Allerdings sichern wir Translationsrisiken aus den Darlehen der Muttergesellschaft an die ausländischen Standorte zur Finanzierung ihres Geschäfts nur teilweise ab, da aus den mit diesen Darlehen verbundenen Währungsschwankungen keine wirtschaftlichen Risiken entstehen.

Generell besteht die Chance, dass sich Währungsrelationen günstiger als erwartet entwickeln, sodass sich hieraus auch Chancen für eine Ergebnisverbesserung ergeben können. Allerdings können diese wegen des hohen Anteils der Absicherung auch nur ein geringes Ausmaß haben.

Wertberichtigungen

Das Risiko eines Wertberichtigungsbedarfs langfristiger Vermögenswerte besteht vor allem dann, wenn Planungen nicht erreicht werden bzw. sich Ertragsaussichten verschlechtern. Eine Erhöhung des Abzinsungsfaktors für die erwarteten zukünftigen Cashflows wirkt ebenfalls risikoerhöhend.

Derzeit arbeiten unsere Tochtergesellschaften in Mexiko und in China noch nicht profitabel. In Mexiko haben wir jedoch im Berichtsjahr die bisherigen jährlichen Verluste sichtbar reduziert. Diese positive Entwicklung wollen wir in 2016 sichern und weiter fortsetzen. In China erwarten wir in 2016 aufgrund der vorliegenden Aufträge insbesondere für den Werkzeugbereich die Ertragswende. In den Folgejahren sollten sich die Ertragsmargen an beiden Standorten aufgrund an- und hochlaufender Serienproduktionen aus rein interner Sicht kontinuierlich verbessern. Unsere Planungen bestätigen daher die Buchwerte unserer Vermögenswerte. Grundsätzlich bestehen jedoch in diesen Ländern höhere externe Risiken aufgrund der weniger stabilen politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen als z. B. in Europa.

ÜBERSICHT

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Risiko Schadenshöhe Eintrittswahrscheinlichkeit Risikobedeutung (Nettoerwartungswert)
Finanzrisiken und -chancen      
Währungsrisiken und -chancen Mittel Gering Mittel
Leistungsrisiken      
Qualitätsrisiken / Produkthaftungs- und Rückrufrisiken Gering Gering Sehr gering
Marktrisiken      
Schwankungen der Abrufzahlen der Kunden inklusive der Verschiebung von Anläufen Sehr gering Gering Sehr gering
Regulatorische Risiken      
Patentverletzung Mittel Sehr gering Sehr gering
Sonstige Risiken      
Verfügbarkeit von Fachkräften Sehr gering Gering Sehr gering

Finanzierungs- und Zinsrisiken

Für die Finanzierung des laufenden Geschäfts und der geplanten Investitionen bestehen keine Risiken. Wir verfügen über langfristige und gute Beziehungen zu unseren Bankpartnern und nutzen zudem kapitalmarktnahe Refinanzierungsinstrumente.

Grundsätzlich können Finanzierungsrisiken zudem daraus entstehen, dass Finanzinstitute ihre Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Anlage liquider Mittel sowie als Kontrahenten derivativer finanzieller Vermögenswerte nicht erfüllen. Wir setzen hier auf eine sorgfältige Auswahl und Diversifizierung unserer Partner und sehen daher aktuell unverändert keinen Anpassungsbedarf bei unserer Risikosteuerung.

Darüber hinaus ist der Konzern Zinsveränderungsrisiken ausgesetzt. Ein signifikanter Anstieg des Zinsniveaus an den Kapitalmärkten würde dazu führen, dass Bankkredite bzw. das emittierte Schuldscheindarlehen zum Zeitpunkt des Auslaufens der Zinsfestschreibung zu höheren als den bisherigen Sätzen refinanziert werden müssen. Diese Risiken begrenzen wir durch eine ausgewogene Struktur der Laufzeiten unserer Finanzschulden sowie ihrer Zinsabsicherungen.

Aus einem weiteren Rückgang des aktuellen Zinsniveaus würden sich hingegen über die Diskontierung der Pensionsrückstellungen zusätzliche Belastungen der Eigenkapitalquote und damit der Bilanzqualität des Konzerns ergeben. Wir gehen davon aus, dass die Zinsen künftig nicht mehr stark fallen werden. Ungeachtet dessen überwachen wir dieses Risiko eng und haben im Berichtsjahr erfolgreich die Mittelbindung in der Bilanz begrenzt, um die Bilanzqualität zu steigern. Ein künftiger Anstieg der Zinsen würde sich entsprechend positiv auf die Bewertung der Pensionsrückstellungen und die Eigenkapitalquote auswirken.

LEISTUNGSRISIKEN

Qualitätsrisiken/Produkthaftungs- und Rückrufrisiken

Serienproduktion für die internationale Automobilindustrie bedeutet, deren Anforderungen an höchste Prozesssicherheit und Produktqualität sowie Lieferzuverlässigkeit über viele Jahre hinweg dauerhaft und sicher erfüllen zu können. Leistungsausfälle und Qualitätsschwankungen führen nicht nur zu kurzfristigen monetären, sondern vor allem auch zu erheblichen Reputationsschäden und sind daher für Anbieter wie PWO, die sich an der Spitze des Marktes positionieren, unter allen Umständen zu vermeiden.

Die Qualität unseres PWO-Production-Systems ermöglicht es, auch Phasen volatiler Abrufzahlen ohne Einbußen bei der Lieferqualität und -zuverlässigkeit zu bewältigen. An unseren Standorten in Deutschland, der Tschechischen Republik und Kanada erreichen wir ein vergleichbares hohes Leistungsniveau. Der chinesische Standort steigert seine Leistungsfähigkeit im Rahmen seines Umsatzwachstums und der damit sukzessive zunehmenden Komplexität seiner Prozesse kontinuierlich und zuverlässig. Auch in Mexiko sind wir im Berichtsjahr gut vorangekommen. Dabei stellen wir auch dort wie im gesamten Konzern stets die termingerechte Lieferung von Produkten in höchster Qualität an unsere Kunden sicher. Die Steuerungsaufgabe liegt darin, den hierfür notwendigen internen Aufwand zu reduzieren, um die Ertragskraft unserer Standorte und damit des Konzerns zu steigern.

Produkthaftungsrisiken und aus Rückrufaktionen resultierende Risiken haben in der Automobilbranche in den vergangenen Jahren branchenweit kontinuierlich zugenommen. Bisher waren wir hiervon nicht betroffen. Durch unser umfassendes Qualitäts- und Risikomanagement-System sichern wir unsere Prozesse erfolgreich ab. Dennoch ist der PWO-Konzern selbstverständlich gegen solche Risiken über Versicherungen abgesichert. Die Versicherungssummen der Verträge werden regelmäßig überprüft. Darüber hinaus werden kontinuierlich Schulungen zum implementierten Ablaufplan für den Fall von Produktrückrufen durchgeführt.

Betriebsunterbrechung der Produktion

Betriebsunterbrechungsrisiken können im Wesentlichen aus einer Beschädigung oder dem Ausfall einer Fertigungsanlage oder eines Werkzeugs resultieren. Je nach Schadensausmaß und Dauer des Ausfalls kann die fristgerechte Belieferung der Kunden hierdurch beeinträchtigt werden.

Dieses Risiko wird im PWO-Konzern durch eine Fülle von Maßnahmen aus dem Bereich Business-Continuity-Management - ein unternehmensindividuelles Notfall- und Krisenmanagement zur systematischen Vorbereitung auf die Bewältigung unternehmenskritischer Notfallsituationen - sehr wirksam begrenzt. Allerdings ist das Risiko umso höher, je höher die vorübergehende Kapazitätsauslastung eines Standorts ist. Derzeit bestehen insbesondere am tschechischen Standort einige Kapazitätsengpässe. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten diese trotz einiger vorübergehender Maschinenschäden erfolgreich gesteuert werden. Dies untermauert die Wirksamkeit unseres Business-Continuity-Managements. Mit dem Anlauf einer weiteren Umformpresse im Geschäftsjahr 2016 werden diese Engpässe beseitigt sein.

Das Risiko des Ausfalls eines kompletten Standorts, also ein bestandsgefährdendes Risiko, ergibt sich aus unserer Sicht ausschließlich aus externen, nicht beeinflussbaren Faktoren. Hierzu zählen insbesondere Naturkatastrophen bzw. Einflüsse höherer Gewalt. Mit den überall im Konzern angewandten Sicherheitsvorkehrungen, die durch anerkannte externe Berater regelmäßig und umfangreich geprüft werden, begrenzen wir mögliche Schäden durch Naturereignisse jedoch wirksam. Wir sind daher davon überzeugt, dass der Ausfall eines kompletten Standorts nahezu ausgeschlossen werden kann.

Anlauf- und Hochlaufrisiken

Der An- und Hochlauf neuer Serienproduktionen birgt eine Reihe von Risiken. So müssen wir zunächst Vorleistungen erbringen, unter anderem durch die Bereitstellung der geeigneten Kapazitäten. Daraus resultieren Auslastungsrisiken. Diese nehmen tendenziell zu, da die Kunden den Zeitraum zwischen der geforderten Bereitstellung der Fertigungsanlagen und dem Serienstart zur Absicherung ihres eigenen Produktionsbeginns zunehmend verlängern.

Zudem durchläuft die Produktion beim An- und Hochlaufen eine sogenannte Lernkurve, d. h. zu Beginn liegt die Effizienz noch auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und steigt dann kontinuierlich an. Da erbrachte Leistungen insbesondere im Werkzeugbau immer häufiger erst über den Stückpreis der gelieferten Komponenten oder Subsysteme und damit über die gesamte Laufzeit einer Serie vergütet werden, nehmen auch hier die Risiken kontinuierlich zu, den Gegenwert der erbrachten Vorleistungen für Entwicklung und Werkzeugbau über die Serienlaufzeit tatsächlich zu realisieren.

Wir haben jedoch langjährige und umfassende Erfahrungen in diesem Bereich, sodass wir auch diese Risiken erfolgreich steuern können. Der reibungslose und planmäßige Hochlauf des ersten Montagestandorts des Konzerns in Shenyang während des Berichtsjahres unterstreicht dies deutlich.

MARKTRISIKEN

Schwankungen der Abrufzahlen der Kunden inklusive der Verschiebung von Anläufen

Eine wesentliche Voraussetzung, um die für unser kapitalintensives Geschäft notwendigen Margen zu erzielen, ist die Sicherstellung einer ausreichenden Auslastung unserer Produktionsstandorte. Bei bestehenden Aufträgen erstrecken sich die Auslastungsrisiken insbesondere auf Absatzschwankungen in der Serienproduktion durch Nachfrageschwankungen seitens der Endkunden. Bei Neuaufträgen besteht das Risiko von Anlaufverschiebungen von Neuprojekten.

Aufgrund der breiten Diversifikation unserer Produktpalette und der strategischen Begrenzung von Großaufträgen sind wir grundsätzlich nicht vom Erfolg einzelner Kfz-Modelle und damit von einzelnen Aufträgen abhängig. Allerdings können niedriger als erwartete Volumina bei einer größeren Anzahl von Neuanläufen bzw. bei einzelnen großvolumigen Neuanläufen zu Belastungen führen.

Darüber hinaus besteht derzeit das Risiko rückläufiger Abrufe seitens der Volkswagen-Gruppe als Folge von deren Manipulationen der Abgaswerte ihrer Fahrzeuge. Im Geschäftsjahr 2015 entfielen zwar lediglich rund sieben Prozent der Umsatzerlöse des PWO-Konzerns auf die Volkswagen-Gruppe, der weitaus größte Anteil hiervon betraf jedoch unseren Standort in Mexiko. Sollten die Absatzzahlen der Fahrzeugmodelle, die wir beliefern, künftig zumindest vorübergehend stark zurückgehen, könnte dies unseren dortigen Standort spürbar belasten. Wir gehen jedoch für 2016 bereits von niedrigeren Abrufen aus, sodass dieses Risiko im Hinblick auf unsere Planung begrenzt sein sollte.

Um auf Auslastungsrisiken möglichst gut reagieren zu können, steigern wir permanent die Flexibilität aller Geschäftsprozesse. Entsprechend haben wir unseren Maschinenpark aufgestellt und setzen zudem weltweit einheitliche Produktionsprozesse um. So können auslaufende Serienaufträge durch unterschiedliche Nachfolgeaufträge ersetzt werden und es besteht die grundsätzliche Möglichkeit, Maschinen und Montageanlagen innerhalb unseres Standortportfolios zu verlagern.

Bei Verträgen mit definierten, von uns zu erbringenden Leistungen wurden überwiegend folgende Vereinbarungen getroffen: Soweit sie bezüglich unserer Leistungen Amortisationsvereinbarungen über die gesamte Vertragslaufzeit beinhalten, bestehen für die Kunden bei Abbruch des Vertrags Leistungsverpflichtungen. Projektspezifische Marktrisiken sind im Falle von Investitionen und Vorfinanzierungen von Leistungen im marktüblichen Rahmen vertraglich abgesichert. Nennenswerte Risiken aus Entwicklungsleistungen, die über den Teilepreis im Laufe der Serienproduktion amortisiert werden, bestehen nicht.

Konjunkturelle Risiken

Grundsätzlich bestehen bei einem kräftigen konjunkturellen Abschwung in den für uns wesentlichen Märkten erhebliche Risiken für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns. Die zuletzt deutlich gestiegenen internationalen Spannungen und Krisen, insbesondere Russland und die Ukraine sowie den Nahen und den Mittleren Osten betreffend, sind weiterhin nicht gelöst. Auch der nachhaltige Verfall des Ölpreises entwickelt sich zunehmend zu einem Risiko für die Haushalte wichtiger Öl produzierender Länder und damit für die Weltkonjunktur. Insgesamt gehen wir weiterhin von keinem abrupten Einbruch der Weltwirtschaft aus, sehen jedoch eher zusätzliche Risiken als Chancen.

Ausfall eines strategischen Lieferanten durch Insolvenz

In einzelnen Bereichen beziehen wir Vorprodukte nur von einigen wenigen ausgewählten Lieferanten. Beim unerwarteten Ausfall eines solchen strategischen Lieferanten durch Insolvenz besteht daher das Risiko, dass kurzfristig keine alternativen Bezugsquellen bestehen. Dadurch kann es gegebenenfalls zu einer Beeinträchtigung der Belieferung unserer Kunden kommen. Dies kann entsprechende Auswirkungen auf die Ertragslage des PWO-Konzerns haben. Diesem Risiko begegnen wir mit einer systematischen Auswahl unserer strategischen Lieferanten sowie einem kontinuierlichen Monitoring ihrer Bonität und einem fortwährenden Ausbau unseres Supply-Chain-Managements insgesamt.

Preissenkungsrisiken

Die permanente Zunahme des Wettbewerbs- und Preisdrucks gehört zu den typischen Risiken der Automobilzulieferindustrie. Dies belastet grundsätzlich die Ertragskraft des PWO-Konzerns. Die Gründe für Forderungen der Hersteller an ihre Lieferanten sind vielfältig. Sie reichen von Preisnachlässen an deren Endkunden zur Ankurbelung ihres Absatzes bis hin zu Belastungen wegen der zunehmenden Verschärfung der Kfz-Abgasnormen.

Auch unternehmensindividuelle Sonderbelastungen wie bspw. derzeit im Volkswagen-Konzern können zu Forderungen seitens des Herstellers an seine Zulieferer führen. Dieses Risiko beschränkt sich nicht nur auf die direkten Lieferbeziehungen zwischen uns und unserem Kunden. Es kann uns auch indirekt tangieren, z. B. wenn ein Hersteller an seinen Tier-1-Zulieferer, der auch unser Kunde ist, erhebliche Preisforderungen stellt, sodass dessen Ertragskraft unter Druck gerät.

Mit unserer Innovationskraft realisieren wir für unsere Kunden einen quantifizierbaren Mehrwert. Unsere globale Lieferfähigkeit zeichnet uns zusätzlich aus. Damit haben wir in den regelmäßigen Verhandlungen mit unseren Kunden eine gute Ausgangsposition. Dennoch müssen wir an allen Standorten permanent die Effizienz aller betrieblichen Prozesse steigern und darüber hinaus in jedem Jahr ein sichtbares Umsatzwachstum realisieren, um unsere Ertragskraft zu sichern.

Verlust eines Großkunden

Der PWO-Konzern ist in einem wettbewerbsintensiven Umfeld tätig. Daher sind wir dem Risiko ausgesetzt, von bestehenden oder neuen Wettbewerbern verdrängt zu werden.

Auf Konzernebene verhindert unsere breite Aufstellung eine Abhängigkeit von Großkunden. Im Berichtsjahr entfiel nur auf einen Kunden ein Umsatzanteil von mehr als 10 Prozent, der sich auf alle unsere Segmente verteilt. In der Regel entstehen die Umsätze mit unseren Kunden darüber hinaus immer aus verschiedenen, vertraglich eigenständigen Projekten. Der gleichzeitige Ausfall aller Projekte eines Kunden ist äußerst gering und kann nahezu ausgeschlossen werden.

An einigen unserer Standorte entfällt jedoch ein substanzieller Umsatzanteil auf einzelne Kunden. Dies betrifft insbesondere unsere beiden Standorte im NAFTA-Raum, die in erheblichem Umfang einen amerikanischen bzw. einen europäischen Automobilhersteller beliefern.

In diesen Fällen ist die Einhaltung der entsprechenden Kundenanforderungen hinsichtlich Qualität und Liefertreue von besonderer Bedeutung, da ein Verlust des Kunden erhebliche negative Auswirkungen auf den Standort und damit auf den Konzern haben könnte. Zudem werden im Anfragemanagement Ausschreibungen von neuen und Nachfolgeaufträgen besonders eng überwacht.

Rohstoffpreisrisiken

Zu den für unsere Produktionsprozesse notwendigen Rohstoffen gehören insbesondere Stahl sowie in deutlich geringerem Umfang Aluminium. Diese Metalle kaufen wir auf dem Weltmarkt bei langjährigen Lieferanten ein. Die Verfügbarkeit der Rohstoffe ist generell hoch, sodass in der Vergangenheit keine Lieferengpässe zu verzeichnen waren und wir auch für die Zukunft damit nicht rechnen.

Die Preisvolatilität unserer Vorprodukte hat jedoch grundsätzlich zugenommen. Bisher konnten wir Preisanstiege über die in unseren Kundenverträgen vereinbarten Schwankungen hinaus entweder über Gleitklauseln direkt weitergeben oder wir sind auf dem Verhandlungswege mit unseren Kunden zu akzeptablen Lösungen gekommen - wenngleich dies teilweise erst mit Zeitverzug zum Anstieg der Preise auf den Weltmärkten realisiert werden kann. Umgekehrt müssen auch fallende Rohstoffpreise an unsere Kunden weitergegeben werden. Für das Jahr 2016 rechnen wir mit tendenziell rückläufigen Rohstoffpreisen.

Niedriges Neugeschäft im Werkzeugbereich am Standort Oberkirch

Ein unter den Planungen liegendes Werkzeuggeschäft am Standort Oberkirch bedeutet nicht nur, dass die Auslastung in diesem Bereich hinter den Erwartungen zurückbleibt und zugehörige Deckungsbeiträge für den deutschen Standort im entsprechenden Jahr fehlen. Insbesondere belasten die dann nicht realisierbaren Serienumsätze in den nachfolgenden Jahren die Ertragssituation. Aufgrund des hohen Neugeschäfts im Berichtsjahr konnten wir dieses Risiko jedoch aktuell erfolgreich begrenzen.

REGULATORISCHE RISIKEN

Patentverletzung

Die Entwicklung neuer Produkte birgt das Risiko, dass gewerbliche Schutzrechte Dritter, in unserer Branche sind das Patente oder Gebrauchsmuster, verletzt werden. Problematisch sind dabei bereits angemeldete, aber noch nicht veröffentlichte Schutzrechte, da hier keine vollständige Transparenz darüber besteht, ob das Schutzrecht eines anderen Marktteilnehmers verletzt wird. Das Risiko besteht darin, dass es zu ungeplanten Lizenznachzahlungen kommen könnte, wobei in der Automobilbranche von einem Produktionsverbot nicht auszugehen ist.

Wir begrenzen das Risiko von Patentverletzungen durch die Zusammenarbeit mit einem externen Patentanwalt sowie durch die langjährige Produkt- und Branchenexpertise unserer Mitarbeiter. Zurzeit gibt es keine aktuellen Streitfälle.

Compliance-Risiken

Bei Verstößen gegen nationale und internationale Gesetze sowie interne und externe Richtlinien kann es zu erheblichen Bußgeldern, Schadensersatzansprüchen bis hin zu Haftstrafen für die beteiligten Mitarbeiter kommen.

Dem Compliance-Risiko begegnen wir durch unser zu Beginn des Risikoberichts bereits dargestelltes Compliance-Management-System. Seine einzelnen Bestandteile werden konsequent weiter ausgebaut, sodass wir die Risiken in diesem Bereich kontinuierlich reduzieren.

SONSTIGE RISIKEN

Verfügbarkeit von Fachkräften

Für den weiteren Ausbau des Konzerns sowie die termingerechten und wirtschaftlich profitablen Anläufe der für unser Wachstum notwendigen Neuaufträge ist die zeitgerechte Verfügbarkeit ausreichender Fachkräfte mit für die unterschiedlichen Positionen notwendigen Qualifikationen und Fachwissen unabdingbar Grundsätzlich bestehen in diesem Bereich aus unterschiedlichen Gründen an allen unseren Standorten Risiken - z. B. wegen der zu erwartenden demografischen Entwicklung in einem Land, wegen fehlender Qualifikationen der lokalen Arbeitskräfte oder wegen eines bestehenden bzw. absehbaren Fachkräftemangels.

Wir begrenzen dieses Risiko durch eine ausgefeilte Personalrekrutierung, -qualifizierung und -bindung. Dazu gehören u. a. auch Weiterbildungen für Mitarbeiter des Standorts Deutschland zur Vorbereitung auf Einsätze an den internationalen Standorten. Derzeit ist dieses Risiko daher konzernweit gut gesteuert. Insbesondere in Mexiko, wo die Ertragsprobleme der Vergangenheit maßgeblich aus inadäquaten Stellenbesetzungen resultierten, ist es im Berichtsjahr gelungen, die Fluktuation in der Belegschaft und damit den Schulungsaufwand deutlich zu verringern.

IT-Risiken

Die zunehmende Globalisierung der Wirtschaft erfordert heute offene IT-Strukturen im Sinne von weltweiter Verfügbarkeit der Strukturen und Prozesse. Gleichzeitig gehören Vertraulichkeit von Informationen und Datensicherheit zu den Grundvoraussetzungen für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. Wir setzen hierfür seit Jahren auf die Konsolidierung aller IT-Dienstleistungen in einer PWO Private Cloud. Dies ist sowohl betriebswirtschaftlich sinnvoll als auch aus Sicherheitssicht einfacher beherrschbar als alternative Lösungen.

Seit 2014 ist das Informationssicherheitsmanagementsystem (IMS) des Standorts Oberkirch und seiner IT-Systeme nach dem neu überarbeiteten Standard ISO IEC 27001:2013/2014 überprüft und zertifiziert. Im Sommer 2015 wurde das jährliche Überwachungsaudit erfolgreich abgeschlossen.

Die Grundprinzipien des IMS werden an allen PWO-Standorten angewendet. Angepasst an die Entwicklung und die jeweiligen betrieblichen Erfordernisse der internationalen Standorte, werden durch sukzessive und vollständige Integration in die PWO Private Cloud alle Elemente zur Anwendung gebracht.

DARSTELLUNG DER ÜBERWIEGEND MITTEL- UND LANGFRISTIG WIRKENDEN RISIKEN UND CHANCEN

Im Folgenden geben wir einen Überblick über die überwiegend mittelfristig, das heißt in einem Zeitraum von mindestens drei Jahren, wirkenden strategischen Risiken und Chancen für den Konzern. Auch in diesem Kapitel spiegelt die Reihenfolge der dargestellten Risiken und Chancen unsere gegenwärtige Einschätzung ihrer relativen Bedeutung für PWO wider.

STEIGERUNG DER WETTBEWERBSFÄHIGKEIT DURCH ANPASSUNG DER INTERNEN PROZESSE

Die im Kapitel "Weiterentwicklung der Geschäftsprozesse" dargestellte Anpassung unserer internen Prozesse durch Zusammenfassung unseres Produktangebots in Geschäftsfeldern soll zu einer deutlichen Effizienzsteigerung und Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit führen. Der zunächst für die Umstellung notwendige Aufwand an personellen Ressourcen, für Schulungen der Beschäftigten sowie auch für ihre Einarbeitung auf neuen Positionen wird mittelfristig mehr als kompensiert werden durch die positiven Effekte, die sich aus der Bündelung von Produktexpertise und der noch stärkeren Standardisierung der Prozesse ergeben. Nicht zuletzt soll durch die Matrixorganisation Wissen leichter abteilungs- und standortübergreifend im gesamten Konzern zur Verfügung stehen.

Wir werden damit stärker als bisher von den nachfolgend dargestellten Trends profitieren und die sich bietenden Chancen zielgerichtet ergreifen können. Die daraus entstehenden Chancen sind in der aktuell geplanten künftigen Ertragsentwicklung aus Vorsichtsüberlegungen erst begrenzt berücksichtigt, die positiven Effekte aus den zusätzlichen Potenzialen, die wir uns erschließen, noch gar nicht.

ENTWICKLUNG NEUER TECHNOLOGIEN UND PRODUKTE

Permanente Produkt- und Prozessinnovationen bilden zentrale Erfolgsfaktoren für die Sicherung und den Ausbau der Wettbewerbsposition in unserer Industrie. Diese dienen nicht nur dem Erfüllen steigender Kundenforderungen und dem Erhöhen unserer Produktionseffizienz zur Sicherung unserer Ertragskraft. Zudem müssen auch für die stetig zunehmenden regulatorischen Anforderungen an geringere Umweltbelastungen der Fahrzeuge technisch und wirtschaftlich überzeugende Lösungen gefunden werden.

Da Neuentwicklungen zunehmend komplexer werden, steigen auch die Risiken, dass die entsprechenden Entwicklungs- und Anlaufkosten über die gesamte Wertschöpfungskette im Vorfeld nicht richtig eingeschätzt bzw. überschritten werden. Gleichzeitig aber überwiegen klar die sich hieraus ergebenden Chancen, denn die Produktspezifikationen der Abnehmer gehen immer häufiger mit konfliktierenden Anforderungen einher. Zum Beispiel werden höhere Sicherheitsparameter verlangt, gleichzeitig aber auch ein geringeres Gewicht.

Gerade in solchen Fällen konnten wir in der Vergangenheit immer wieder die "bessere" Lösung anbieten und damit den Auftrag gewinnen. Hier kommen insbesondere unser tiefes Verständnis für den jeweiligen Kundenbedarf und unsere jahrzehntelange Erfahrung in der Metallverarbeitung zum Tragen. Daher überwiegen aus diesem Bereich die Chancen gegenüber den Risiken deutlich.

LANGFRISTIGE NACHFRAGEENTWICKLUNG

Mit unserem Produkt- und Leistungsspektrum sowie unserer Innovationskraft und unserer globalen Präsenz sehen wir uns gut positioniert, um gleichzeitig von mehreren Nachfragetrends in der Automobilindustrie profitieren zu können.

Energiesparende und emissionsreduzierte Mobilität

Eines der wesentlichen Kriterien stellt hier die Einsparung von Gewicht bei allen Komponenten eines Fahrzeugs dar, damit der Kraftstoffverbrauch reduziert wird. Auf diesem Gebiet werden wir auch zukünftig die Chancen nutzen, die sich aus unserer führenden Kompetenz in der Leichtbauweise ergeben. Dabei sind wir insbesondere mit unserem Konzept des kostenoptimierten Leichtbaus sehr erfolgreich. Wir gehen davon aus, dass der Anteil gewichtsreduzierter Bauteile und Komponenten am Gesamtvolumen in den nächsten Jahren weiter deutlich zunehmen wird und dies Chancen für den Ausbau unseres Marktanteils bietet.

Mehr Komfort und Sicherheit im Automobil

Der Trend in der internationalen Automobilindustrie wird auch künftig weiter in diese Richtung gehen. PWO hat sich im Bereich komfortsteigernder Lösungen (z. B. Vibrationsverminderung bei Instrumententafelträgern, multioptionale Sitzverstellungen, Komponenten für die steigende Anzahl elektrisch angetriebener Funktionalitäten) und sicherheitsrelevanter Leistungsmerkmale (z. B. höhere Aufnahme von Energie im Falle eines Unfalls) schon seit Jahren fest etabliert. Die Automobilhersteller präsentieren ihre Innovationen traditionell zuerst in ihren Premiummodellen, um sie in der Folge dann auch in den Volumenmodellen einzuführen. Unsere starke Präsenz im Premiumbereich versetzt uns in die Lage, an dieser Entwicklung von Anfang an zu partizipieren.

ENTWICKLUNG DES KUNDEN- UND WETTBEWERBSUMFELDS

Die hohe Kapitalintensität der Automobilbranche bei gleichzeitig steigender Wettbewerbsintensität auf den globalen Märkten sowie die Anforderungen an die CO2-Reduzierung zwingen die globalen Automobilhersteller, mehr und mehr auf externe Kompetenz zurückzugreifen und damit weitere wesentliche Abschnitte ihrer Wertschöpfungskette von Zulieferern zu beziehen. Wir sind überzeugt davon, von diesem Trend mit unserer Innovationskraft, anerkannten Lieferqualität und -treue sowie unserer weltweiten Lieferfähigkeit überdurchschnittlich profitieren zu können.

ERWEITERUNG DER GLOBALEN REICHWEITE VON PWO

Mit unseren fünf Produktionsstandorten sind wir in allen für uns relevanten Märkten - d. h. dort, wo in großer Zahl lokal vor allem Premiumfahrzeuge gefertigt werden - gut positioniert. Künftig werden wir unsere globale Reichweite auftragsbezogen durch Montagestandorte weiter erhöhen. In China ist der erste derartige Standort im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich angelaufen. Aus heutiger Sicht wären dort und im NAFTA-Raum weitere Standorte vorstellbar. Mit dieser Aufstellung werden wir noch stärker von dem Trend profitieren, dass sich die Automobilhersteller immer stärker auf global lieferfähige Lieferanten konzentrieren.

WERKZEUGBEZUG AUS CHINA

Wir haben eine Tool-Sourcing-Strategie für den Werkzeugbezug aus China implementiert. Diese umfasst schon ab 2016 eine deutliche Steigerung des Einkaufs von Werkzeugkomponenten in China und deren Bearbeitung zu kompletten Werkzeugen. Künftig soll zudem die Leistungsfähigkeit unseres Standorts Suzhou weiter ausgebaut werden, sodass von dort auch technologisch anspruchsvollere Werkzeuge für den Konzern bereitgestellt werden können.

Die bisherige Entwicklung, vor allem aber der zügig erfolgte Aufbau des spezifischen Know-hows bei den dortigen Mitarbeitern, stimmt uns zuversichtlich, dass wir unsere mittelfristigen Erwartungen übertreffen können. Wir sehen daher aus diesem Bereich in den nächsten Jahren größere Chancen als Risiken für die Ergebnisentwicklung.

ENTWICKLUNG DER WÄHRUNGSRELATIONEN

Absicherungsinstrumente gegen Währungsschwankungen sind grundsätzlich nicht für den gesamten Zeitraum einer Serienproduktion verfügbar. Die Wirkung von Hedginggeschäften lässt sich durch rollierende Abschlüsse über die Laufzeit eines Einzelgeschäfts hinaus verlängern. Mittelfristig können sich jedoch grundsätzliche Veränderungen in den Relationen der für den PWO-Konzern wesentlichen Währungen ergeben. Daraus können sowohl Risiken als auch Chancen für die Ergebnisentwicklung entstehen.

PROGNOSEBERICHT

ERWARTETE ALLGEMEINE WIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENENTWICKLUNG

Aus Sicht des IWF wird sich die Weltwirtschaft nach der Delle des Vorjahres im laufenden Jahr 2016 wieder etwas kräftiger entwickeln. Verglichen mit dem Vorjahreswert von 3,1 Prozent, soll das erwartete Realwachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 3,4 Prozent ansteigen.

Für die Schwellen- und Entwicklungsländer prognostiziert der IWF eine leichte Wachstumsbeschleunigung von 4,0 Prozent in 2015 auf 4,3 Prozent im laufenden Jahr und damit insgesamt ein Ende der fünfjährigen Abschwächungsphase in diesen Ländern. Die Verbesserung soll jedoch fast ausschließlich aus geringeren Rezessionstendenzen in Russland resultieren. Auch Lateinamerika bleibt aus Sicht des IWF insgesamt in der Rezession, vor allem wegen der anhaltend sehr schwachen Entwicklung in Brasilien. Das Wirtschaftswachstum Mexikos soll sich, nach 2,5 Prozent im Vorjahr, mit 2,6 Prozent im laufenden Jahr weiter verstetigen.

Die schon im Jahr 2015 zu beobachtende Abschwächung des chinesischen Wirtschaftsbooms soll sich hingegen auch im laufenden Jahr fortsetzen. Die chinesische Wirtschaft wird, so der IWF, 2016 mit einer Rate von 6,3 Prozent nach 6,9 Prozent im Vorjahr zulegen.

Auf die entwickelten Länder wird sich der kräftige Ölpreisrückgang auch 2016 positiv auswirken und deren Wachstum stärken. In die gleiche Richtung soll die trotz der in den USA eingeleiteten Zinswende anhaltend expansive Geldpolitik seitens der Notenbanken wirken. Insgesamt wird in den Industrieländern 2016 ein Wachstum von 2,1 Prozent nach 1,9 Prozent im Vorjahr erwartet. Dabei wird den USA mit 2,6 Prozent nach 2,5 Prozent eine weiterhin höhere Dynamik zugestanden als der Eurozone, die im Wesentlichen, gestützt auf eine verbesserte Entwicklung in Frankreich (1,3 Prozent nach 1,1 Prozent) und Deutschland (1,7 Prozent nach 1,5 Prozent), mit 1,7 Prozent ein nur um zwei Zehntel höheres Wachstum als im Vorjahr aufweisen soll. Mit 2,2 Prozent soll die Zunahme in Großbritannien nicht mehr ganz so kräftig wie im Vorjahr ausfallen (2,5 Prozent).

Für Deutschland ist die Deutsche Bundesbank optimistischer. Angesichts der anhaltend günstigen Arbeitsmarktlage und kräftiger Zuwächse der realen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte könnte die deutsche Wirtschaft trotz gewisser Bremswirkungen aus dem Export und einer nachlassenden Investitionstätigkeit nach einem Plus des realen BIP um 1,7 Prozent in 2015 im laufenden Jahr um 1,8 Prozent expandieren. Das Wachstum des saison- und kalenderbereinigten realen BIP könnte sich im Verlauf des Jahres 2016 sogar auf 2,0 Prozent verstärken und dieses Tempo im Verlauf von 2017 mit 1,8 Prozent nahezu gehalten werden. Die erwartete Zunahme des BIP liegt damit 2016, so die Bundesbank, deutlich über der Schätzung für die Potenzialwachstumsrate, die bei 1,3 Prozent liegt. Vor diesem Hintergrund soll sich der Preisauftrieb mittelfristig wieder verstärken.

Aus Sicht des VDA wird der weltweite Automobilmarkt auch im laufenden Geschäftsjahr 2016 weiter zulegen. Allerdings weist der Verband auf gestiegene Risiken hin und stellt seine Prognose unter den Vorbehalt sich nicht verschlechternder Rahmenbedingungen. Danach wird der Pkw-Weltmarkt 2016 um zwei Prozent auf 78,1 Mio. Einheiten wachsen. Dabei werden auch die drei großen Automobilmärkte -Westeuropa, USA und China - zulegen. Für den US-Markt wird 2016 ein Wachstum um 1 Prozent auf 17,4 Mio. Light Vehicles, für den chinesischen ein Plus von zwei Prozent auf 19,5 Mio. Pkw erwartet, und für Westeuropa rechnet der VDA mit einem Zuwachs von 1 Prozent auf knapp 13,1 Mio. Einheiten. Das verhaltenere Wachstum in Westeuropa wird im Wesentlichen auf die nur noch begrenzten Wachstumsspielräume in Großbritannien zurückgeführt, nachdem das Land eine mehr als dreijährige Hochlaufphase hinter sich hat. In Italien und Frankreich sollte sich die Erholung mit geringerem Tempo fortsetzen, und in Spanien wird tendenziell eine Seitwärtsbewegung erwartet. Russland sollte 2016 das im abgelaufenen Jahr erreichte sehr niedrige Niveau von 2015 halten können.

Wenn es keine Verschlechterungen bei den Rahmenbedingungen gibt, wird für den deutschen Pkw-Markt im laufenden Jahr 2016 ein leichter Anstieg der Neuzulassungen auf rund 3,2 Mio. Einheiten erwartet. Der Export soll um ca. ein Prozent auf knapp 4,5 Mio. Pkw steigen, die Inlandsproduktion dürfte im gleichen Maße auf rund 5,8 Mio. Einheiten zulegen. Bei Umsatz und Beschäftigung erwartet der VDA eine stabile Entwicklung. Die Auslandsproduktion wird voraussichtlich um drei Prozent auf ein Volumen von 9,7 Mio. Pkw zulegen.

GESCHÄFTSVERLAUF UND KÜNFTIGE AUSRICHTUNG

ENTWICKLUNG DES PWO-KONZERNS

In unserer Planung 2016 sind wir von einer unveränderten Zusammensetzung des Konzerns ausgegangen. Sie basiert weiterhin auf der detaillierten Einzelabschätzung der Volumina der derzeit laufenden Serienproduktionen sowie der anstehenden An- und Hochläufe und der Ausläufe.

Auf dieser Basis rechnen wir für 2016 mit im Wesentlichen stabilen Umsatzerlösen in Höhe von rund 410 Mio. EUR. Dennoch wollen wir das EBIT auf 20 Mio. EUR steigern. Diese Prognose basiert auf den zum Ende des Jahres 2015 abgesicherten Wechselkursen. Damit soll das EBIT trotz des nur leichten Umsatzwachstums gegenüber dem für das Geschäftsjahr 2015 ausgewiesenen Wert von 18,1 Mio. EUR um mehr als 10 Prozent gesteigert werden. Wir sind also zuversichtlich, dass wir die jährlichen Preisreduzierungen gegenüber unseren Kunden, die in jedem Jahr allgemein steigenden Aufwendungen insbesondere aus Tariferhöhungen, die weitere Reduzierung der unentgeltlichen wöchentlichen Mehrarbeit am Standort Oberkirch aufgrund des Auslaufens des dortigen Ergänzungstarifvertrags und nicht zuletzt die Aufwendungen für die Vorbereitung der vielen Anläufe aufgrund des sehr hohen Neugeschäfts insgesamt mehr als kompensieren können. Dies unterstreicht den Erfolg der vielfältigen umgesetzten Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns.

Bezüglich der Wechselkurse gehen wir aufgrund unserer hohen Absicherungsquote von einer neutralen Entwicklung, bezogen auf das EBIT, aus. Bei einem leicht rückläufigen Finanzergebnis und einer deutlich niedrigeren Steuerquote soll das Periodenergebnis auf gut 10 Mio. EUR kräftig zulegen. Diese Erwartung basiert auf der nachfolgend dargestellten regionalen Zusammensetzung der Ergebnisse und den deutlichen Verbesserungen in Mexiko und China.

Das Umsatzwachstum des Konzerns wird wie in den Vorjahren maßgeblich von den Auslandstöchtern getragen werden. Für den deutschen Standort rechnen wir mit einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse und der Gesamtleistung. In der Folge wird das EBIT voraussichtlich noch einmal sichtbar unter dem des Geschäftsjahres 2015 liegen. Diese Prognose berücksichtigt auch vorübergehende Ineffizienzen in den betrieblichen Abläufen aufgrund der Reorganisation unserer Geschäftsprozesse.

Der tschechische Standort soll nach dem sehr kräftigen Wachstum des vergangenen Geschäftsjahres, das erhebliche Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestellt hat, Umsatzerlöse und Gesamtleistung in 2016 nur moderat steigern. Der weitere Ausbau des Standorts wird zunächst dem Abbau von Kapazitätsengpässen und der Absicherung unserer Prozesse dienen. Die EBIT-Marge soll weiterhin in der Größenordnung von 10 Prozent liegen.

Für den NAFTA-Raum gehen wir bei Umsatzerlösen und Gesamtleistung von einer stabilen bis leicht rückläufigen Entwicklung an unseren beiden Standorten aus. Der kanadische Standort soll unveränderte EBIT-Beiträge liefern. In Mexiko zeichnete sich aus der guten Entwicklung des Standorts im Jahresverlauf 2015 das Erreichen des Break-Even in 2016 ab. Aus Vorsichtsgründen haben wir jedoch in unserer Planung noch ein leicht negatives EBIT unterstellt und damit Risiken aus niedrigeren Abrufen eines größeren Kunden berücksichtigt. Insgesamt ist für das Segment NAFTA-Raum damit ein deutlich höheres EBIT als im Geschäftsjahr 2015 geplant.

In China stehen wir vor einem sehr kräftigen Wachstum, insbesondere getragen von deutlich zunehmenden Werkzeugumsätzen an unserem Produktionsstandort in Suzhou sowie dem Hochlauf des Montagestandorts in Shenyang. Insgesamt rechnen wir mit einem Wachstum der Umsatzerlöse um rund die Hälfte und der Gesamtleistung um knapp ein Drittel. Damit wollen wir den Break-Even in diesem Segment erreichen.

FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Die Finanz- und Vermögenslage des PWO-Konzerns soll sich 2016 verbessern. Bei einem EBITDA, das etwas weniger deutlich als das EBIT zulegen dürfte, und einem positiven Free Cashflow erwarten wir einen leichten Anstieg der Eigenkapitalquote und einen leichten Rückgang des dynamischen Verschuldungsgrads.

AUFTRAGSLAGE

2016 stehen erneut Vergaben für große Serienproduktionen an. In den entsprechenden Ausschreibungen sehen wir uns sehr gut positioniert, sodass wir sogar erneut ein Volumen in ähnlicher Größenordnung wie 2015 gewinnen könnten. Wir werden unsere Vertriebsstrategie jedoch auch nach den für die einzelnen Aufträge erforderlichen Investitionen ausrichten.

INVESTITIONEN

Die Investitionsplanung sieht für das laufende Geschäftsjahr ein Volumen von rund 35 Mio. EUR und für die nächsten drei Jahre von rund 100 Mio. EUR vor. Damit sollen die jährlichen Investitionen trotz des aktuell sehr hohen Neugeschäfts das langjährige Mittel nicht übersteigen. Wir profitieren nun von dem zügigen Ausbau des Konzerns in den letzten Jahren.

Bezogen auf die einzelnen Standorte, werden die Schwerpunkte erneut in Deutschland sowie in der Tschechischen Republik liegen, wo wir rund 20 Mio. EUR bzw. rund 9 Mio. EUR investieren wollen. In Oberkirch werden wir neben den üblichen vielfältigen kleineren Vorhaben insbesondere das neue Verwaltungsgebäude fertigstellen, Pressen modernisieren bzw. optimieren sowie substanzielle projektbezogene Investitionen umsetzen. Am tschechischen Standort sollen der Pressenbereich baulich erweitert werden und eine neue Presse anlaufen.

DIVIDENDENPOLITIK

Unsere aktionärsfreundliche Dividendenpolitik wollen wir fortsetzen. Grundsätzlich streben wir an, Anhebungen nur dann vorzuschlagen, wenn wir diese Ausschüttungssumme auch in den Folgejahren aller Voraussicht nach beibehalten können.

GESAMTAUSSAGE ZUR KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

In unserer Prognose haben wir Risiken angemessen berücksichtigt, zusätzliche Chancen aus Gründen der Vorsicht jedoch erst in begrenztem Umfang. Selbst auf Basis dieses konservativen Planungsansatzes zeichnen sich für das Geschäftsjahr 2016 ein Wachstum des EBIT und eine Verbesserung der Finanz- und Vermögenslage des Konzerns ab. Damit sind wir sehr zufrieden.

Gleichzeitig werden wir den Konzern auf das für die Folgejahre absehbare weitere Wachstum vorbereiten, das sich aus unserem sehr erfolgreichen Neugeschäft ergibt. Durch eine sorgfältige Planung wollen wir insbesondere die Anläufe an unseren jüngeren Standorten im Ausland absichern und sie wirtschaftlich erfolgreich umsetzen.

Insgesamt sind wir zuversichtlich, Umsatz, Ertragskraft und bilanzielle Stärke des Konzerns in den nächsten Jahren deutlich steigern zu können.

KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENT IM RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Das Kontroll- und Risikomanagement des Rechnungslegungsprozesses stellt einen integralen Bestandteil des Konzern-Risikomanagements dar. Es basiert auf speziell hierfür eingeführten Grundsätzen, Verfahren, Regelungen und Maßnahmen, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind und mit denen folgende Ziele verfolgt werden:

Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens)

Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung

Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften, insbesondere der Normenkonformität des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Um die Ziele zu erreichen, sind über eine exakt definierte Führungs- und Berichtsorganisation alle operativen Einheiten eingebunden. Grundsätze, Abläufe, Prozesse, Termine und Systeme sind schriftlich dokumentiert. Ihre Einhaltung und ordnungsgemäße Umsetzung wird von der internen Revision im Rahmen ihres risikoorientierten Prüfungsplans geprüft. Die gesamte Organisation wird in regelmäßigen Abständen auf ihre Wirksamkeit überprüft und an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst.

Zwischen allen beteiligten Einheiten besteht eine klare Aufgabenabgrenzung, die genauso konsequent umgesetzt wird wie das Vier-Augen-Prinzip. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die qualitativen Anforderungen und werden regelmäßig geschult.

Der Konzernabschluss wird in einem mehrstufigen Prozess erstellt. Auf allen Ebenen sind automatisierte oder manuelle Kontrollen verankert. Die einzelnen Tochtergesellschaften erstellen ihre Abschlüsse, die von den jeweiligen Abschlussprüfern geprüft und dann bei der Progress-Werk Oberkirch AG zum Konzernabschluss zusammengeführt werden.

Die Bilanzierungsvorschriften im PWO-Konzern stellen die einheitliche Bilanzierung und Bewertung der einbezogenen inländischen und ausländischen Gesellschaften sicher Den Richtlinien liegt unter anderem ein konzernweiter Kontenrahmen zugrunde. Neue Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere offizielle Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich ihrer Relevanz und ihrer Auswirkungen auf den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht analysiert. Bei Bedarf werden die Bilanzierungsrichtlinien und der Kontenplan entsprechend angepasst.

Die Erfassung der Geschäftsvorfälle erfolgt bei den operativen Einheiten in einem konzerneinheitlichen, auf SAP basierenden Buchungssystem. Dabei sind die Zugriffsberechtigungen eindeutig geregelt.

Zur Sicherung der Korrektheit der Bilanzierung und der Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich des Lageberichts werden folgende Maßnahmen und Kontrollen in einem strukturierten Prozess regelmäßig umgesetzt, evaluiert und fortentwickelt:

Identifikation und Analyse der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche,

Monitoring- und Plausibilitätskontrollen zur Überwachung des Prozesses und seiner Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und der operativen Einheiten; hierzu gehören auch mehrmals jährlich Besuche der ausländischen Standorte durch den Vorstand bzw. durch Führungskräfte der Muttergesellschaft,

präventive Kontrollen im Finanz- und Rechnungswesen sowie in den für die Bilanzierung wesentlichen operativen Unternehmensprozessen,

Maßnahmen, die die ordnungsmäßige, vollständige und zeitnahe EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen,

Maßnahmen zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems sowie der zur Beseitigung etwaiger Kontrollschwächen,

Dokumentation des Kontrollprozesses.

ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Über die Beziehungen zur Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, wurde ein Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Bericht schließt wie in den Vorjahren unverändert mit der folgenden Erklärung: "Berichtspflichtige Vorgänge haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen."

ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN NACH § 289 ABSATZ (4) BZW. § 315 ABSATZ (4) HGB

Im Folgenden werden die nach den §§ 289 Absatz (4) und 315 Absatz (4) HGB erforderlichen Angaben dargestellt und erläutert.

Das Grundkapital der Progress-Werk Oberkirch AG (die "Gesellschaft") beträgt 9.375.000,00 EUR. Es ist eingeteilt in 3.125.000 auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 3,00 EUR je Aktie. Alle Aktien lauten auf den Inhaber. Sie sind mit identischen Rechten ausgestattet und gewähren in der Hauptversammlung jeweils eine Stimme. Vorzüge oder Sonderrechte mit Kontrollbefugnissen bestehen nicht. Auf die Regelungen des Aktiengesetzes über die mit dem Aktienbesitz verbundenen Rechte und Pflichten wird verwiesen.

Es bestehen keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Ferner sind dem Vorstand keine diesbezüglichen Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt. Eine Beteiligung von Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmern, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, besteht nicht.

Die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, Deutschland, hat uns eine Beteiligung von mehr als 10 Prozent der Stimmrechte an der Progress-Werk Oberkirch AG angezeigt: Sie ist derzeit mit 46,62 Prozent an der Gesellschaft beteiligt.

Gemäß Satzung besteht der Vorstand aus zwei oder mehr Mitgliedern. Sie werden für höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit ist jeweils für höchstens fünf Jahre zulässig.

Der Aufsichtsrat entscheidet über die Anzahl der Vorstandsmitglieder, ihre Bestellung und deren Widerruf sowie über Abschluss, Änderung und Kündigung der mit ihnen abzuschließenden Anstellungsverträge. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen. Die Ernennung sowie die Bestellung von Vorstandsmitgliedern kann er auch vor Ablauf der Amtszeit widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 Absatz 1 und § 119 Absatz 1, Nr. 5 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Abweichend von § 179 Absatz 2, Satz 1 AktG sieht § 15 der Satzung vor, dass Beschlüsse zur Satzungsänderung mit einfacher Mehrheit der Stimmen des bei der Beschlussfassung stimmberechtigten Grundkapitals gefasst werden können, soweit nicht nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften eine größere Mehrheit erforderlich ist. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Mai 2020 (einschließlich) mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 4.687.500,00 EUR (Genehmigtes Kapital 2015) zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu gewähren. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

um Spitzenbeträge auszugleichen,

bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, die zehn Prozent des Grundkapitals nicht übersteigt und bei der der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis bereits notierter Aktien nicht wesentlich unterschreitet,

um Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften auszugeben,

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen.

Für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots wurden, außer den in Kreditverträgen und Verträgen mit Kunden enthaltenen üblichen Sonderkündigungsrechten, keine weiteren Vereinbarungen getroffen. Auch gegenüber dem Vorstand und den Arbeitnehmern bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289 A HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung der Progress-Werk Oberkirch AG ist Bestandteil des Corporate-Governance-Berichts der Gesellschaft, der auf der Website des Unternehmens unter www.progress-werk.de/investor-relations/corporate-governance/ veröffentlicht wurde.

TEUR

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Erfolgsunabhängige Vergütung
Jahresgrundgehalt Sachbezüge Sonstige Leistungen
2015 2014 2015 2014 2015 2014
Dr. Volker Simon, Sprecher1 300 150 29 13 0 0
Bernd Bartmann 198 198 29 29 0 0
Dr. Winfried Blümel 216 216 27 28 0 0
Karl M. Schmidhuber (bis 21.05.2014) -- 123 -- 10 -- 40
SUMME 714 687 85 80 0 40
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Erfolgsabhängige Vergütung Gesamtbezüge
Einjährige variable Vergütung Mehrjährige variable Vergütung
2015 2014 2015 2014 2015 2014
Dr. Volker Simon, Sprecher1 104 100 155 0 588 263
Bernd Bartmann 81 76 113 122 421 425
Dr. Winfried Blümel 81 76 113 122 437 442
Karl M. Schmidhuber (bis 21.05.2014) -- 38 -- 65 -- 276
SUMME 266 290 381 309 1.446 1.406

1 Im Jahresgrundgehalt von Herrn Dr. Simon sind im Geschäftsjahr 2015 50 TEUR (i. V. 25 TEUR) zum Aufbau einer privaten Altersversorgung enthalten. Die einjährige variable Vergütung wurde für 2014 fix vereinbart.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht umfasst die Darstellung der Vorstandsvergütung, sowohl nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17 in Verbindung mit §§ 314 Abs. 1 Nr. 6 a), 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB) als auch nach dem in der Fassung vom 5. Mai 2015 gültigen Deutschen Corporate Governance Kodex, sowie die Darstellung der Aufsichtsratsvergütung.

VERGÜTUNGSSYSTEM FÜR DEN VORSTAND

Der Aufsichtsrat legt auf Vorschlag des Personalausschusses die Systematik und Höhe der Vorstandsvergütung fest. Kriterien für die Festlegung sind sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Konzerns als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur in der Gesellschaft. Hierbei berücksichtigt der Aufsichtsrat auch das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung.

Die Gesamtvergütung setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Komponenten zusammen. Erfolgsunabhängige Bestandteile sind das Jahresgrundgehalt sowie die Sachbezüge und Pensionszusagen. Erfolgsabhängiges Element der Vergütung ist die Tantieme, aufgeteilt in eine einjährige variable und in eine mehrjährige variable Komponente. Die einjährige variable Komponente bemisst sich nach dem Konzern-Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres. Die mehrjährige variable Komponente basiert auf dem durchschnittlichen Konzern-Jahresüberschuss über einen Zeitraum von drei Jahren.

Die bestehenden Vorstandsverträge sehen außerdem eine Ermessenstantieme vor, wonach der Aufsichtsrat außergewöhnlich positive und negative Entwicklungen bis zu einem limitierten Höchstbetrag nach freiem Ermessen berücksichtigen kann. Der Höchstbetrag variiert zwischen dem Vorstandssprecher und den anderen Vorstandsmitgliedern.

Die erfolgsabhängige Vergütung ist in ihrer absoluten Höhe begrenzt und so ausgestaltet, dass die langfristige Komponente überwiegt. Die Gestaltung der erfolgsabhängigen Vergütung gewährleistet außerdem, dass sowohl positiven als auch negativen Unternehmensentwicklungen Rechnung getragen wird.

Die Vorstandsmitglieder Bernd Bartmann und Dr. Winfried Blümel haben Anspruch auf Alters-, Invaliden- und Witwenrenten. Altersrenten werden gezahlt entweder bei Erreichen der Pensionsgrenze von derzeit 65 Jahren oder vorzeitig nach Ausscheiden aus der Gesellschaft ab dem vollendeten 60. Lebensjahr, sofern gleichzeitig eine Altersrente als Vollrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezogen wird.

TEUR

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Jahresbezug1 Barwert der Versorgungszusage Zuführung zur Pensionsrückstellung
2015 2014 2015 2014 2015 2014
Dr. Volker Simon, Sprecher 0 0 0 0 0 0
Bernd Bartmann 72 72 1.090 1.227 122 95
Dr. Winfried Blümel 72 72 957 1.068 99 74
Karl M. Schmidhuber (bis 21.05.2014) -- 96 -- 2.081 -- --
SUMME 144 240 2.047 4.376 221 169

1 Bei Eintritt des Pensionsfalls im Alter von 65 Jahren auf Basis der bis zum 31.12.2015 erworbenen Ansprüche.

Die Höhe der monatlichen Altersrente von Herrn Bartmann und Herrn Dr. Blümel ist im jeweiligen Pensionsvertrag festgelegt. Bei einer vorzeitigen Inanspruchnahme wird dieser Betrag für die Dauer des Rentenbezugs um 0,25 Prozent pro Monat des vorzeitigen Rentenbeginns vor vollendetem 65. Lebensjahr gekürzt. Künftige Altersbezüge werden entsprechend der Entwicklung der Lebenshaltungskosten für 4-Personen-Haushalte von Arbeitern und Angestellten mit mittlerem Einkommen gemäß Angaben des Statistischen Bundesamts angepasst.

Für das Vorstandsmitglied Dr. Volker Simon besteht keine Pensionszusage. Stattdessen ist im Vorstandsvertrag festgelegt, dass Herr Dr. Simon einen festen jährlichen Zuschuss zum Aufbau einer privaten Altersversorgung erhält.

Die Gesellschaft hat für die Mitglieder des Vorstands eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit einem Selbstbehalt von 10 Prozent des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der jährlichen festen Vergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds abgeschlossen.

Die bestehenden Vorstandsverträge sehen vor, dass bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit etwaige Zahlungen an die Vorstandsmitglieder einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten und nicht mehr als die Vergütung für die Restlaufzeit des Vorstandsvertrags betragen (Abfindungs-Cap). Für die Berechnung des Abfindungs-Caps stellen die Vorstandsverträge auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr ab. Wird der Vorstandsvertrag aus einem von dem Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund im Sinne des § 626 BGB beendet, erfolgen keine Zahlungen an das Vorstandsmitglied.

Das Vergütungssystem für den Vorstand wird vom Personalausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig überprüft, letztmalig im Geschäftsjahr 2015.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS NACH RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARD DRS 17

Für das Geschäftsjahr 2015 betragen die Gesamtbezüge des Vorstands 1.446 TEUR (i. V. 1.406 TEUR). Darin enthalten ist eine erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von 647 TEUR (i. V. 599 TEUR). Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Sachbezüge in Höhe von 85 TEUR (i. V. 80 TEUR), die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Telefonkosten, Versicherungsprämien und geldwerten Vorteilen bestehen. Die Tabelle auf der vorangegangenen Seite zeigt die individualisierten Vergütungen der Mitglieder des Vorstands.

Für die künftigen Pensionsansprüche der Vorstandsmitglieder Bernd Bartmann und Dr. Winfried Blümel hat die Gesellschaft Pensionsrückstellungen gemäß IFRS gebildet. Im Berichtsjahr betrug die Zuführung zur Pensionsrückstellung 221 TEUR (i. V. 169 TEUR). In diesem Betrag ist der sogenannte Dienstzeitaufwand (Service Cost) ohne Zinsaufwand (Interest Cost) berücksichtigt. Die Tabelle auf der vorangegangenen Seite zeigt den individuellen Aufwand für Pensionen. Zugunsten des Vorstandsmitglieds Dr. Volker Simon besteht keine Pensionszusage. Stattdessen erhält Herr Dr. Simon eine feste jährliche Zahlung in Höhe von 50 TEUR brutto zum Aufbau einer privaten Altersversorgung. Für die Vorstandsmitglieder Bernd Bartmann und Dr. Winfried Blümel wurde im Geschäftsjahr 2015 neben der Pensionszusage eine feste jährliche Zuwendung von jeweils 20 TEUR vereinbart, die von der Gesellschaft in eine Unterstützungskasse für die Altersvorsorge einbezahlt wird.

GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN FÜR DAS BERICHTSJAHR TEUR

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Dr. Volker Simon (Sprecher) Markt und Technologie Eintritt: 01.07.2014 Bernd Bartmann Kaufmännischer Bereich Eintritt: 01.01.2005
2014 2015 2015 2015 2014 2015
Min. Max.
Festvergütung1 250 300 -- -- 198 198
Nebenleistungen 13 29 -- -- 29 29
SUMME 263 329 -- -- 227 227
Ermessenstantieme2 0 0 -- 100 0 0
Einjährige variable Vergütung3 0 130 -- 225 155 101
Mehrjährige variable Vergütung (2013-2015) 0 207 -- 275 0 150
Mehrjährige variable Vergütung (2012-2014) 0 -- -- -- 152 --
SUMME 0 337 -- -- 307 251
Versorgungsaufwand4 0 0 -- -- 95 142
GESAMTVERGÜTUNG 263 666 -- -- 629 620
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Bernd Bartmann Kaufmännischer Bereich Eintritt: 01.01.2005 Dr. Winfried Blümel Produktion und Materialwirtschaft Eintritt: 19.04.2004
2015 2015 2014 2015 2015 2015
Min. Max. Min. Max.
Festvergütung1 -- -- 216 216 -- --
Nebenleistungen -- -- 28 27 -- --
SUMME -- -- 244 243 -- --
Ermessenstantieme2 -- 80 0 0 -- 80
Einjährige variable Vergütung3 -- 187 155 101 -- 187
Mehrjährige variable Vergütung (2013-2015) -- 213 0 150 -- 213
Mehrjährige variable Vergütung (2012-2014) -- -- 152 -- -- --
SUMME -- -- 307 251 -- --
Versorgungsaufwand4 -- -- 74 119 -- --
GESAMTVERGÜTUNG -- -- 625 613 -- --
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Karl M. Schmidhuber (Vorsitzender) Markt und Technologie Austritt: 21.05.2014
2014 2015 2015 2015
Min. Max.
Festvergütung1 123 -- -- --
Nebenleistungen 10 -- -- --
SUMME 133 -- -- --
Ermessenstantieme2 40 -- -- --
Einjährige variable Vergütung3 77 -- -- --
Mehrjährige variable Vergütung (2013-2015) 0 -- -- --
Mehrjährige variable Vergütung (2012-2014) 81 -- -- --
SUMME 198 -- -- --
Versorgungsaufwand4 0 -- -- --
GESAMTVERGÜTUNG 331 -- -- --

1 Die Festvergütung 2014 von Herrn Dr. Simon beinhaltet 25 TEUR zum Aufbau einer privaten Altersversorgung sowie 100 TEUR variable Vergütung, die in 2014 fix vereinbart ist. Die Festvergütung 2015 von Herrn Dr. Simon beinhaltet 50 TEUR zum Aufbau einer privaten Altersversorgung.
2 Der Aufsichtsrat kann nach freiem Ermessen bei außerordentlichen Leistungen oder Erfolgen über die Gewährung einer Sondervergütung in Höhe der o. g. Werte entscheiden. Ebenfalls können die Ansprüche auf die ein-/mehrjährige variable Vergütung im Falle außerordentlicher Entwicklungen in Höhe o. g. Werte gekürzt werden.
3 Die einjährige variable Vergütung für Herrn Dr. Simon ist für das Jahr 2014 fix vereinbart und unter Festvergütung 2014 ausgewiesen.
4 Der Versorgungsaufwand 2015 von Herrn Bartmann und Herrn Dr. Blümel enthält Zahlungen von jeweils 20 TEUR in eine Unterstützungskasse für die Altersvorsorge.

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und ihre Hinterbliebenen wurden im Berichtsjahr Pensionszahlungen in Höhe von 222 TEUR (i. V. 272 TEUR) geleistet.

Im Vorjahresbetrag ist eine Pensionszahlung in Höhe von 59 TEUR an den früheren Vorstandsvorsitzenden enthalten. Die entsprechende Pensionsrückstellung beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf 3.358 TEUR (i. V. 3.708 TEUR).

Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden keinem Vorstandsmitglied zugesagt. Auch hat im Geschäftsjahr 2015 kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

Für ihre Tätigkeit als Organmitglieder von Tochtergesellschaften erhalten die Vorstandsmitglieder keine gesonderte Vergütung.

ZUFLUSS FÜR DAS BERICHTSJAHR TEUR

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Dr. Volker Simon (Sprecher) Markt und Technologie Eintritt: 01.07.2014 Bernd Bartmann Kaufmännischer Bereich Eintritt: 01.01.2005 Dr. Winfried Blümel Produktion und Materialwirtschaft Eintritt: 19.04.2004
2014 2015 2014 2015 2014 2015
Festvergütung1 250 300 198 198 216 216
Nebenleistungen 13 29 29 29 28 27
SUMME 263 329 227 227 244 243
Ermessenstantieme2 0 0 0 0 0 0
Einjährige variable Vergütung3 0 104 76 81 76 81
Mehrjährige variable Vergütung (2013-2015) -- 155 -- 113 -- 113
Mehrjährige variable Vergütung (2013-2015) -- -- 122 -- 122 --
SUMME 0 259 198 194 198 194
Versorgungsaufwand4 0 0 95 142 74 119
GESAMTVERGÜTUNG 263 588 520 563 516 556
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Karl M. Schmidhuber (Vorsitzender) Markt und Technologie Austritt: 21.05.2014
2014 2015
Festvergütung1 123 --
Nebenleistungen 10 --
SUMME 133 --
Ermessenstantieme2 40 --
Einjährige variable Vergütung3 38 --
Mehrjährige variable Vergütung (2013-2015) -- --
Mehrjährige variable Vergütung (2013-2015) 65 --
SUMME 143 --
Versorgungsaufwand4 0 --
GESAMTVERGÜTUNG 276 --

1 Die Festvergütung 2014 von Herrn Dr. Simon beinhaltet 25 TEUR zum Aufbau einer privaten Altersversorgung sowie 100 TEUR variable Vergütung, die in 2014 fix vereinbart ist. Die Festvergütung 2015 von Herrn Dr. Simon beinhaltet 50 TEUR zum Aufbau einer privaten Altersversorgung.
2 Der Aufsichtsrat kann nach freiem Ermessen bei außerordentlichen Leistungen oder Erfolgen über die Gewährung einer Sondervergütung in Höhe o. g. Werte entscheiden. Ebenfalls können die Ansprüche auf die ein-/mehrjährige variable Vergütung im Falle außerordentlicher Entwicklungen in Höhe o. g. Werte gekürzt werden.
3 Die einjährige variable Vergütung für Herrn Dr. Simon ist für das Jahr 2014 fix vereinbart und unter der Festvergütung 2014 ausgewiesen.
4 Der Versorgungsaufwand 2015 von Herrn Bartmann und Herrn Dr. Blümel beinhaltet jeweils 20 TEUR zum Aufbau einer privaten Altersversorgung.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS NACH DEM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Gemäß den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 werden unter Anwendung der Mustertabellen sowohl die gewährten Zuwendungen als auch der Zufluss dargestellt.

In der Tabelle "Gewährte Zuwendungen" sind im Vergleich zu DRS 17 die Planwerte der ein- und mehrjährigen variablen Vergütung ausgewiesen. Zusätzlich werden auch die Werte, die im Minimum bzw. Maximum erreicht werden können, angegeben. Des Weiteren wird der Versorgungsaufwand, der in der Tabelle "Individueller Aufwand für Pensionen" als Zuführung zur Pensionsrückstellung dargestellt ist, in die Gesamtvergütung eingerechnet.

Die gewährte Gesamtvergütung des Vorstands nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex belief sich für das Geschäftsjahr 2015 auf 1.899 TEUR (i. V. 1.848 TEUR).

Die zugeflossene Gesamtvergütung des Vorstands nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex belief sich für das Geschäftsjahr 2015 auf 1.707 TEUR (i. V. 1.575 TEUR).

TEUR

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Feste Vergütung Sitzungsgeld Gesamtbezüge
2015 2014 2015 2014 2015 2014
Dieter Maier, Vorsitzender 70 40 5 5 75 45
Dr. Gerhard Wirth, stv. Vorsitzender 44 30 3 3 47 33
Dr. Georg Hengstberger 38 20 5 5 43 25
Herbert König 32 20 4 5 36 25
Ulrich Ruetz 32 20 3 3 35 23
Franz Schmidt 26 7 3 1 29 8
Katja Ullrich (bis 31.08.2014) 0 13 0 2 0 15
SUMME 242 150 23 23 265 173

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 19. Mai 2015 mit Wirkung zum Beginn des Geschäftsjahrs 2015 neu geregelt und ist in § 11 der Satzung der Gesellschaft im Wesentlichen wie folgt beschrieben:

Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 25.000 EUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte und der Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung. Für die Mitgliedschaft in Ausschüssen erhält jedes Aufsichtsratsmitglied einen Zuschlag von 25 Prozent auf die feste Vergütung, der Vorsitzende des Ausschusses einen Zuschlag von 50 Prozent. Die jährliche Gesamtvergütung eines Aufsichtsratsmitglieds darf das Zweifache, die des Aufsichtsratsvorsitzenden das Dreifache der gewährten festen Vergütung nicht übersteigen.

Außerdem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede persönliche Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 500 EUR. Dies gilt auch für die Teilnahme an Telefon - oder Videokonferenzen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse und die visuelle und/oder akustische Zuschaltung zu einer Präsenzsitzung. Für mehrere Sitzungen, die an einem Tag stattfinden, wird Sitzungsgeld nur einmal gezahlt.

Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern ferner ihre Auslagen und die für ihre Aufsichtsratstätigkeit bei ihnen anfallende Umsatzsteuer.

Die Vergütung wird mit Ablauf des Geschäftsjahres zur Zahlung fällig.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in die bestehende Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) der Gesellschaft einbezogen. Die Prämien hierfür übernimmt die Gesellschaft. Dabei ist ein Selbstbehalt in Höhe der Hälfte der festen jährlichen Vergütung des Aufsichtsratsmitglieds vereinbart.

Die Gesellschaft hat auch im Berichtsjahr keine Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder für von diesen außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat persönlich erbrachte Leistungen gezahlt.

Die individualisierten Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats sind in obenstehender Tabelle dargestellt.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

 

Oberkirch, 17. März 2016

Der Vorstand

Dr. Volker Simon, Sprecher

Bernd Bartmann

Dr. Winfried Blümel

Der folgende Lagebericht der Progress-Werk Oberkirch AG erläutert die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2015.

Lagebericht

FÜR DIE PROGRESS-WERK OBERKIRCH AG

Die Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft (die "Gesellschaft" oder die "AG") hat ihren Sitz in Oberkirch, Baden-Württemberg. Sie bildet den Stammsitz des Konzerns und ist dessen größter Produktionsstandort. Zudem überwacht sie die internationalen Standorte des Konzerns zur Risikobegrenzung insbesondere in den Bereichen Finanzen, Controlling und Recht eng. Für die Auftragsakquisition und die operative Steuerung sind die internationalen Standorte hingegen grundsätzlich selbstständig verantwortlich. Der Abschluss der Gesellschaft wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt.

Die grundsätzlichen Aussagen des zusammengefassten Lageberichts, vor allem zu Markt, Strategie und Steuerung sowie zu den Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit, gelten auch für die AG. Im Vergleich zum Konzern ist die Gesellschaft jedoch in geringerem Maße Währungsrisiken ausgesetzt. Das Risiko von Wertberichtigungen betrifft in der Gesellschaft insbesondere die Finanzanlagen. Im Berichtsjahr wurde hier eine Wertberichtigung vorgenommen, wie im Folgenden erläutert wird.

Zum Berichtsstichtag verringerte sich die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesellschaft inklusive Zeitarbeitnehmer auf 1.492 (i. V. 1.549). Darin enthalten sind 128 (i. V. 133) junge Menschen, die bei uns derzeit eine Ausbildung absolvieren.

Umsatzerlöse und Gesamtleistung der Gesellschaft verharrten im Berichtsjahr entsprechend unseren Erwartungen mit 248,7 Mio. EUR (i. V. 249,4 Mio. EUR) und 251,7 Mio. EUR (i. V. 252,1 Mio. EUR) auf dem Niveau des Vorjahres.

Die sonstigen betrieblichen Erträge profitierten von Weiterberechnungen von Leistungen, die die Töchter in Anspruch genommen haben. Im Wesentlichen resultierte die Zunahme dieser Position auf 11,5 Mio. EUR (i. V. 5,5 Mio. EUR) jedoch aus Währungserträgen, denen gleichfalls höhere sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüberstanden.

Wie Umsatzerlöse und Gesamtleistung blieb der Materialaufwand mit 126,2 Mio. EUR (i. V. 126,8 Mio. EUR) fast unverändert. Auch beim Personalaufwand, der sich auf 82,6 Mio. EUR (i. V. 81,9 Mio. EUR) belief, war nur eine sehr geringe Steigerung zu verzeichnen. Allerdings ist dabei der nicht wiederkehrende Aufwand des Vorjahres für die Anpassung der Mitarbeiterzahl von 4,0 Mio. EUR zu berücksichtigen. Ohne diesen Effekt stieg der Personalaufwand daher sichtbar an. Dies resultierte aus der jährlichen Tariferhöhung, der Verminderung der unentgeltlichen wöchentlichen Mehrarbeit aufgrund des Auslaufens des Ergänzungstarifvertrags sowie daraus, dass die Belegschaft erst mit dem Erreichen von Kündigungsfristen im Jahresverlauf sukzessive reduziert wurde.

Zu der leichten Abschwächung des Finanzergebnisses auf -2,6 Mio. EUR (i. V. -1,4 Mio. EUR) trugen verschiedene, teils gegenläufige Entwicklungen bei: Die AG übernimmt gegenüber ihren Tochtergesellschaften immer stärker Finanzierungsfunktionen, sodass die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens auf 1,5 Mio. EUR (i. V. 0,3 Mio. EUR) sowie die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge auf 1,4 Mio. EUR (i. V. 0,9 Mio. EUR) kräftig zulegten. Darüber hinaus wirkte sich eine Ausschüttung seitens der PWO Czech Republic a.s., Valašské Meziříčí, Tschechische Republik, in Höhe von 7,0 Mio. EUR (i. V. 6,8 Mio. EUR seitens der PWO Canada Inc., Kitchener, Kanada) positiv aus. Belastet haben hingegen die Anpassung des Wertansatzes der Ausleihungen an unsere Tochtergesellschaft PWO Holding Co., Ltd., Hongkong, China, sowie die des Wertansatzes unserer Tochtergesellschaft PWO de México S.A. de C.V., Puebla, Mexiko, um insgesamt 7,8 Mio. EUR (i. V. 5,0 Mio. EUR).

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG AUSGEWÄHLTE INFORMATIONEN TEUR

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2015 in % der Gesamtleistung 2014 in % der Gesamtleistung
Umsatzerlöse 248.728 98,8 249.431 98,9
Gesamtleistung 251.695 100,0 252.109 100,0
Materialaufwand 126.183 50,1 126.790 50,3
Personalaufwand 82.620 32,8 81.868 32,5
Abschreibungen 11.563 4,6 10.785 4,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen 29.598 11,8 27.539 10,9
Finanzergebnis -2.578 -1,0 -1.405 -0,6
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 10.666 4,2 9.226 3,7
Jahresüberschuss 6.344 2,5 4.685 1,9
Bilanzgewinn 4.852 1,9 4.689 1,9

In der Summe konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 10,7 Mio. EUR (i. V. 9,2 Mio. EUR) gesteigert werden. Die Steuerquote verbesserte sich auf 38,7 Prozent, nachdem sie im Vorjahr im Nachgang zu einer Betriebsprüfung bei sehr hohen 47,4 Prozent gelegen hatte. Insgesamt legte der Jahresüberschuss um 35,4 Prozent auf 6,3 Mio. EUR (i. V. 4,7 Mio. EUR) zu.

Im Zuge der verstärkten Refinanzierung der Tochtergesellschaften durch die AG hat sich deren Bilanzsumme auf 280,4 Mio. EUR (i. V. 271,8 Mio. EUR) deutlich ausgeweitet. Dies betraf vor allem die Finanzanlagen mit einer Zunahme um 7,6 Mio. EUR.

Auf der Passivseite der Bilanz spiegelt sich dies in einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 6,9 Mio. EUR wider. Zudem nahmen die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen insbesondere aufgrund des anzuwendenden niedrigeren Durchschnittszinssatzes für deren Bewertung auf 35,4 Mio. EUR (i. V. 31,3 Mio. EUR) zu. Das Eigenkapital stieg auf 115,3 Mio. EUR (i. V. 113,5 Mio. EUR), die Eigenkapitalquote betrug 41,1 Prozent (i. V. 41,8 Prozent).

Im Hinblick auf die künftige Geschäftsentwicklung gelten die Aussagen zu den Chancen und Risiken des Konzerns grundsätzlich auch für die AG. Allerdings gehen wir für die AG im Geschäftsjahr 2016 von einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse und der Gesamtleistung aus. In der Folge wird das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit voraussichtlich noch einmal sichtbar unter dem des Geschäftsjahres 2015 liegen. Darüber hinaus wird über künftige Ausschüttungen von Tochtergesellschaften erst im Verlauf des Geschäftsjahres 2016 entschieden. Von künftigen, jährlich wiederkehrenden Ausschüttungen ist nicht auszugehen.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung TEUR

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Anhang Nr. 2015 2014
7 Umsatzerlöse 404.597 381.134
Veränderung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen 8.294 8.104
8 Andere aktivierte Eigenleistungen 403 1.436
GESAMTLEISTUNG 413.294 390.674
9 Sonstige betriebliche Erträge 12.807 8.255
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -191.869 -184.558
Aufwendungen für bezogene Leistungen -31.967 -25.188
Materialaufwand -223.836 -209.746
Löhne und Gehälter -93.656 -92.836
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -20.102 -17.814
10 Personalaufwand -113.758 -110.650
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen -24.832 -22.350
11 Sonstige betriebliche Aufwendungen -45.585 -39.518
ERGEBNIS VOR ZINSEN UND STEUERN (EBIT) 18.090 16.665
Finanzerträge 121 139
12 Finanzierungsaufwendungen -5.869 -6.208
Finanzergebnis -5.748 -6.069
ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT) 12.342 10.596
13 Ertragsteuern -4.798 -3.286
PERIODENERGEBNIS1 7.544 7.310
14 Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert = unverwässert), bezogen auf das den Anteilseignern der PWO AG zuzurechnende Ergebnis 2,41 2,34

1 Das Periodenergebnis entfällt in voller Höhe auf die Anteilseigner der PWO AG.

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG TEUR

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2015 2014
PERIODENERGEBNIS 7.544 7.310
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden    
Nettoverluste aus der Absicherung von Cashflow Hedges -1.962 -4.218
Steuereffekt 549 1.220
Unrealisierte Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten -1.413 -2.998
Unterschied aus Währungsumrechnung 897 3.193
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden    
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen 6.157 -11.459
Steuereffekt -1.643 3.218
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen 4.514 -8.241
SONSTIGES ERGEBNIS NACH STEUERN 3.998 -8.046
GESAMTERGEBNIS NACH STEUERN 11.542 -736

KONZERN-BILANZ

AKTIVA

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Anhang Nr.
TEUR
2015 2014
Grundstücke und Bauten 74.731 63.098
Technische Anlagen und Maschinen 74.006 73.941
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.949 14.609
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.904 12.561
15 Sachanlagen 172.590 164.209
Auftrags- und kundenbezogene Entwicklungsleistungen 3.577 4.665
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.819 1.767
Geschäfts- oder Firmenwert 5.332 5.407
Geleistete Anzahlungen 452 349
16 Immaterielle Vermögenswerte 11.180 12.188
Langfristiger Anteil sonstige Vermögenswerte 0 16
Langfristiger Anteil Ertragsteuerforderungen 115 227
Latente Steueransprüche 12.257 13.021
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 196.142 189.661
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22.581 21.938
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 36.127 31.301
Fertige Erzeugnisse 22.618 18.549
Geleistete Anzahlungen 717 1.352
17 Vorräte 82.043 73.140
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 55.301 62.194
Sonstige Vermögenswerte 8.689 9.597
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 259 26
Ertragsteuerforderungen 128 1.438
18 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 64.377 73.255
19 Zahlungsmittel 4.242 5.404
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 150.662 151.799
BILANZSUMME 346.804 341.460

PASSIVA

   
Anhang Nr.
TEUR
2015 2014
Gezeichnetes Kapital 9.375 9.375
Kapitalrücklage 37.494 37.494
Gewinnrücklagen 52.860 46.746
Währungsdifferenzen 3.382 2.485
20 SUMME EIGENKAPITAL 103.111 96.100
Langfristige Finanzschulden 90.683 95.262
Pensionsrückstellungen 48.413 53.523
Sonstige Rückstellungen 2.121 2.515
Langfristiger Anteil sonstige Verbindlichkeiten 0 155
Latente Steuerschulden 0 271
Langfristige Schulden 141.217 151.726
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.045 23.379
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.440 7.626
Kurzfristige Finanzschulden 46.396 35.187
Sonstige Verbindlichkeiten 13.979 17.599
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 8.224 5.462
Ertragsteuerschulden 462 1.244
Kurzfristiger Anteil Pensionsrückstellungen 1.595 1.515
Kurzfristiger Anteil sonstige Rückstellungen 1.335 1.622
Kurzfristige Schulden 102.476 93.634
21 SUMME SCHULDEN 243.693 245.360
BILANZSUMME 346.804 341.460

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG TEUR

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Auf die Anteilseigner der PWO AG entfallendes Eigenkapital
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Gezeichnetes Kapital Kapital-
rücklage
Gewinn-
rücklagen
Leistungs-
orientierte Pläne
Währungs-
differenzen
Cashflow Hedge Summe
1. JANUAR 2014 9.375 37.494 64.215 -8.276 -708 361 102.461
Periodenergebnis     7.310       7.310
Sonstiges Ergebnis       -8.241 3.193 -2.998 -8.046
GESAMTERGEBNIS 0 0 7.310 -8.241 3.193 -2.998 -736
Dividendenzahlung     -5.625       -5.625
31. DEZEMBER 2014 9.375 37.494 65.900 -16.517 2.485 -2.637 96.100
1. JANUAR 2015 9.375 37.494 65.900 -16.517 2.485 -2.637 96.100
Periodenergebnis     7.544       7.544
Sonstiges Ergebnis       4.514 897 -1.413 3.998
GESAMTERGEBNIS 0 0 7.544 4.514 897 -1.413 11.542
Dividendenzahlung     -4.531       -4.531
31. DEZEMBER 2015 9.375 37.494 68.913 -12.003 3.382 -4.050 103.111

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG TEUR

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Anhang Nr. 2015 2014
Periodenergebnis 7.544 7.310
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 24.833 22.350
13 Ertragsteueraufwand/-erstattung 4.798 3.286
12 Zinserträge und -aufwendungen 5.748 6.070
Veränderung des kurzfristigen Vermögens 1.512 -15.804
Veränderung des langfristigen Vermögens 16 148
Veränderung der kurzfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) -948 15.731
Veränderung der langfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) -6.800 10.580
13 Gezahlte Ertragsteuern -4.836 -5.636
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -1.245 -19.156
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Sachanlagen 486 -152
CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 31.108 24.727
Einzahlungen aus Anlagenabgängen von Sachanlagen 393 1.117
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -27.286 -33.541
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -1.351 -2.110
CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT -28.244 -34.534
20 Auszahlungen für Dividenden -4.531 -5.625
Gezahlte Zinsen -4.752 -4.998
Erhaltene Zinsen 121 139
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 23.349 69.249
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -19.087 -50.188
CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT -4.900 8.577
Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -2.036 -1.230
Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -114 -207
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar -5.158 -3.721
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE ZUM 31. DEZEMBER -7.308 -5.158
19 davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.242 5.404
21 davon jederzeit fällige Bankschulden -11.550 -10.562

Anhang ZUM KONZERNABSCHLUSS

INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMEN

Der Konzernabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG (PWO) und ihrer Tochterunternehmen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 17. März 2016 freigegeben und anschließend dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt.

PWO ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Oberkirch, Deutschland. Die Aktien werden auf XETRA, im amtlichen Handel in Frankfurt und Stuttgart sowie im Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg-Hannover und München gehandelt.

Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen sind im Konzernlagebericht, Kapitel "Grundlagen des Konzerns", beschrieben.

Der Konzernabschluss wird seinerseits in den Konzernabschluss der Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, als höchste Konzernspitze, einbezogen, welcher im Bundesanzeiger einzusehen ist.

RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN

1 GRUNDLAGEN DER ERSTELLUNG DES ABSCHLUSSES

Der Konzernabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochterunternehmen wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente und Fremdwährungsforderungen/-verbindlichkeiten. Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Fremdwährungsforderungen/-verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des aktuellen Stichtagskurses zum Bilanzstichtag. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Der Konzernabschluss ist in Tausend Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (TEUR) auf- oder abgerundet.

2 KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Der Konzernabschluss (IFRS 10) umfasst den Abschluss der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen, zu dem die Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Rechnungslegungsmethoden für die gleiche Berichtsperiode aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt unter Anwendung der Erwerbsmethode (IFRS 3). Die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses werden auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen identifizierbaren Schulden und Eventualschulden entsprechend ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Eine verbleibende Differenz wird, soweit sie positiv ist, als Goodwill ausgewiesen bzw. soweit sie negativ ist, nach erneuter Prüfung ergebniswirksam vereinnahmt. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Schulden zwischen konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet (IAS 27). Für Konsolidierungsmaßnahmen mit ertragsteuerlichen Auswirkungen werden latente Steuern angesetzt.

3 KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss sind 5 ausländische mittelbare und unmittelbare Unternehmen einbezogen. Die folgende Tabelle zeigt den Anteilsbesitz, das Eigenkapital und den Gewinn der konsolidierten Unternehmen:

TEUR

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Kapitalanteil Eigenkapital Jahresergebnis
PWO Canada Inc., Kitchener, Kanada 100 % 9.442 2.139
PWO Czech Republic a.s., Valašské Meziříčí, Tschechische Republik 100 % 25.312 5.452
PWO Holding Co., Ltd., Hongkong, China 100 % -927 -35
PWO High-Tech Metal Components (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou, China1 100 % 14.281 -4.428
PWO de México S.A. de C.V., Puebla, Mexiko2 100 % 2.746 -3.485

1 Mittelbare Beteiligung über PWO Holding Co., Ltd., in Höhe von 100 %.
2 Mittelbare Beteiligung über PWO Canada Inc. in Höhe von 0,14 %.

Im Berichtsjahr hat sich eine Veränderung im Konsolidierungskreis ergeben. Die PWO High-Tech Tool Trading (Suzhou) Co., Ltd., wurde im September 2015 mit der PWO High-Tech Metal Components (Suzhou) Co., Ltd., verschmolzen.

4 ZUSAMMENFASSUNG WESENTLICHER RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN

FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet (IAS 21). Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Dabei wurden alle Bilanzposten des einbezogenen ausländischen Konzernunternehmens mit dem jeweiligen Devisenmittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns erfolgte mit dem Jahresdurchschnittskurs. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen. Differenzen werden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden im Periodenergebnis erfasst. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war.

Durch den Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehende Geschäfts- oder Firmenwerte und am beizulegenden Zeitwert ausgerichtete Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die aus dem Erwerb dieses ausländischen Geschäftsbetriebs resultieren, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet.

Für den Konzernabschluss wurden folgende Wechselkurse für die Währungsumrechnung verwendet:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2015 31.12.2014 2015 2014
China CNY 7,06 7,54 6,97 8,19
Kanada CAD 1,51 1,41 1,42 1,47
Mexiko USD 1,09 1,21 1,11 1,33

ERTRAGSREALISIERUNG

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann, unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung unter Berücksichtigung vertraglich festgelegter Zahlungsbedingungen bewertet, wobei Steuern oder andere Abgaben unberücksichtigt bleiben.

Beim Verkauf von Erzeugnissen werden Erträge erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Erzeugnisse ein.

Zinserträge werden bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten anhand des Effektivzinssatzes erfasst. Dabei handelt es sich um den Kalkulationszinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments oder gegebenenfalls eine kürzere Periode exakt auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Verbindlichkeit abgezinst werden. Zinserträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil der Finanzerträge ausgewiesen.

ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Zuwendungen für einen Vermögenswert werden in der Bilanz aktivisch abgesetzt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden als Ertrag erfasst.

STEUERN

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der Konzern tätig ist und zu versteuerndes Einkommen erzielt.

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf zum Abschlussstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem Steuerbilanzwert. Latente Steuern werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme eines steuerlich nicht abzugsfähigen Geschäftswerts und temporärer Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das IFRS-Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden unter Berücksichtigung der länderspezifischen Steuervorschriften aktiviert, sofern damit gerechnet wird, dass diese genutzt werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden bemessen sich anhand der in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich gültigen Steuersätze. Zugrunde gelegt werden die zum Abschlussstichtag geltenden Steuersätze (und Steuergesetze).

Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital erfasst.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

SACHANLAGEN

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Abschreibungen sind nach der linearen Methode ermittelt worden. Bestimmte Maschinen sowie auftragsbezogene Werkzeuge wurden in Abhängigkeit der im Berichtsjahr erzeugten Stückzahl, bezogen auf die in Auftrag gegebene bzw. geplante Gesamtstückzahl, leistungsbezogen abgeschrieben.

LEASINGVERHÄLTNISSE

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt ihres Abschlusses getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt, selbst wenn dieses Recht in einer Vereinbarung nicht ausdrücklich festgelegt ist.

Finance-Lease-Verhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übertragen werden, werden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem fixen und variablen Zinssatz verzinst wird. Leasinggegenstände werden über die Nutzungsdauer des Gegenstands abgeschrieben. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses jedoch nicht hinreichend sicher, wird der Leasinggegenstand über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben.

Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst.

FREMDKAPITALKOSTEN

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten sind Zinsen und sonstige Kosten, die einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital entstehen.

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Immaterielle Vermögenswerte sind Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill), Patente, kundenbezogene Entwicklungsleistungen, Software, Kundenbeziehungen, Wettbewerbsverbote, Lizenzen und ähnliche Rechte. Der Konzern schreibt immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer auf den geschätzten Restbuchwert ab. Davon ausgenommen sind kundenbezogene Entwicklungsleistungen, die stückzahlbezogen abgeschrieben werden. Goodwill wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung überprüft. Der Konzern hat mit Ausnahme des Goodwills keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer identifiziert.

Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Ansatzkriterien von IAS 38 erfüllt sind. Dies betrifft insbesondere das Vorliegen konkreter Kundenaufträge für Werkzeugentwicklungen. Nach der erstmaligen Aktivierung wird der Vermögenswert zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen geführt. Aktivierte Entwicklungskosten beinhalten alle direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten und werden über die geplante Produktlebensdauer (5 bis 7 Jahre) abgeschrieben. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten sind Bestandteil der Herstellungskosten und werden den Komponenten zugeordnet, durch die sie verursacht worden sind.

Ein Werthaltigkeitstest wird bei Geschäfts- oder Firmenwerten jährlich, bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei Sachanlagen nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte durchgeführt. Eine Wertminderung wird ergebniswirksam im Aufwandsposten "Abschreibungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Cashflows, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag von Nettoveräußerungswert und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbaren Betrag abzüglich Veräußerungskosten. Der Nutzungswert wird auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der Nutzung und dem Abgang eines Vermögenswerts mithilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Die Cashflows werden aus der langfristigen Unternehmensplanung abgeleitet, die historische Entwicklungen sowie makroökonomische Trends berücksichtigt. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird grundsätzlich der Nutzungswert der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit herangezogen.

Die vom Vorstand genehmigte und vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommene langfristige Unternehmensplanung geht bis zum Ende des Detailplanungszeitraums 2020. Wesentliche Annahmen, auf die die langfristige Unternehmensplanung sensibel reagiert, sind neben der Entwicklung des Neugeschäfts und der Rohstoffpreise die Steigerung der Produktivität. Diese Entwicklungen wurden aufgrund von Erfahrungen aus der Vergangenheit, auf Basis von öffentlich verfügbaren Daten sowie anhand bestehender Projektvereinbarungen, aber auch anhand beschlossener interner Maßnahmen bewertet und bestimmt.

Die Cashflows werden unter Anwendung risikoäquivalenter Kapitalisierungszinssätze (vor Steuern) auf den Bilanzstichtag abgezinst. Für die Ermittlung der Werthaltigkeit des Goodwills von PWO Canada Inc. und PWO Czech Republic a.s. liegen die in nachfolgender Tabelle dargestellten Prämissen zugrunde:

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PWO Canada Inc. PWO Czech Republic a.s.
31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
Phase 1: Kapitalisierungszinssatz (WACC) 13,56 % 13,12 % 9,77 % 9,71 %
Phase 2: Wachstumsrate (ewige Rente) 1,60 % 1,48 % 1,51 % 1,28 %

Für die Ermittlung der Cashflows werden grundsätzlich die Wachstumsraten der betreffenden Automobilmärkte zugrunde gelegt.

Die getroffenen Annahmen unterliegen einer gewissen Sensitivität. Dass eine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des Nutzungswerts der für PWO Canada und PWO Czech Republic getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass die Buchwerte der Goodwills dieser Unternehmenseinheiten ihren erzielbaren Betrag wesentlich übersteigen könnten, halten wir für nicht wahrscheinlich. Die tatsächlich erzielbaren Beträge übersteigen die Buchwerte von PWO Canada um 6.114 TEUR (i. V. 1.914 TEUR) und von PWO Czech Republic um 8.323 TEUR (i. V. 31.543 TEUR).

Sollte sich für PWO Canada bei gleichbleibendem Kapitalisierungszinssatz eine nachhaltige Planverfehlung des Free Cashflows um mehr als 32,72 % ergeben, wäre eine Wertminderung notwendig. Umgekehrt würde bei gleichbleibendem Free Cashflow eine Wertminderung notwendig, wenn der Kapitalisierungszinssatz auf über 17,60 % steigen würde.

Sollte sich für PWO Czech Republic bei gleichbleibendem Kapitalisierungszinssatz eine nachhaltige Planverfehlung des Free Cashflows um mehr als 11,83 % ergeben, wäre eine Wertminderung notwendig. Umgekehrt würde bei gleichbleibendem Free Cashflow eine Wertminderung notwendig, wenn der Kapitalisierungszinssatz auf über 10,60 % steigen würde.

FINANZINSTRUMENTE

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen (IAS 39). Sofern bei finanziellen Vermögenswerten Handels- und Erfüllungstag zeitlich auseinanderfallen können, ist für die erstmalige Bilanzierung der Erfüllungstag maßgeblich. Die erstmalige Bewertung eines Finanzinstruments erfolgt zu Anschaffungskosten, Transaktionskosten werden grundsätzlich einbezogen. In der Folge werden Finanzinstrumente je nach Zuordnung zu den in IAS 39 vorgesehenen Kategorien entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. IAS 39 unterscheidet zwischen originären und derivativen Finanzinstrumenten.

Bei den originären Finanzinstrumenten handelt es sich insbesondere um Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, liquide Mittel, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Deren Bewertung erfolgt mit fortgeführten Anschaffungskosten. Bei den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, übrigen Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmitteln entspricht der Buchwert im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert.

Zur Zins- und Währungsabsicherung werden devisenbezogene Derivate in Form von Zinsswaps, Währungsswaps, Optionen und Devisentermingeschäften eingesetzt. Diese werden bei Zugang und im Rahmen der Folgebewertung mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Bei derivativen Finanzinstrumenten, die nicht die Kriterien für eine Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfüllen, werden Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes sofort erfolgswirksam erfasst. Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen (Cashflow Hedges), werden in Höhe des effektiven Teils im Eigenkapital erfolgsneutral abgegrenzt, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam erfasst wird. Mit Eintritt des gesicherten Grundgeschäfts erfolgt die ergebniswirksame Umbuchung aus dem Eigenkapital. Der beizulegende Zeitwert börsennotierter Derivate entspricht dem positiven oder negativen Marktwert. Liegen keine Marktwerte vor, werden diese mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wie z. B. Discounted-Cashflow-Modell oder Optionspreismodell.

Bei kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten stellt der Buchwert eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Zeitwerts dar. Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob objektive Hinweise darauf bestehen, dass eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt.

Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften wird auf Basis des Discounted-Cashflow-Modells unter Anwendung von fristadäquaten und bonitätsadäquaten Zinssätzen ermittelt.

Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte ("Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss") zu designieren, hat der Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.

Bei den finanziellen Verbindlichkeiten hat der Konzern von der Anwendung des Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten ("Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss") zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht.

BEMESSUNG DES BEIZULEGENDEN ZEITWERTS

Derivative Finanzinstrumente werden zu jedem Abschlussstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sind in der Anhangangabe 23 aufgeführt.

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld stattfindet, oder auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist. Der Konzern muss Zugang zum Hauptmarkt oder zum vorteilhaftesten Markt haben.

Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln.

Der Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei ist die Verwendung maßgeblicher, beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering zu halten.

Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:

Stufe 1: In aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise.

Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt direkt oder indirekt beobachtbar ist.

Stufe 3: Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt nicht beobachtbar ist.

Bei Vermögenswerten und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist) überprüft.

VORRÄTE

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren realisierbaren Werten angesetzt. Hierbei wurden Abwertungen auf schwer verwertbare bzw. unbrauchbare Materialien vorgenommen. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen und produktionsbezogene Verwaltungskosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Werkzeug- und Entwicklungsaufträge werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Hierbei wird eine verlustfreie Bewertung dergestalt vorgenommen, dass die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten maximal in Höhe des Verkaufspreises zuzüglich der über die Serienproduktion erzielbaren Erlöse angesetzt werden.

Erlöse werden realisiert, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übergehen.

ZAHLUNGSMITTEL

Zahlungsmittel enthalten Kassenbestände und kurzfristige Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von unter 90 Tagen.

RÜCKSTELLUNGEN

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gemäß IAS 19 nach der Methode der laufenden Einmalprämie (Projected-Unit-Credit-Methode) berechnet. Dieses Verfahren berücksichtigt neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und Anwartschaften auch künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden vollumfänglich im Jahr ihrer Entstehung über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Ein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst. Dieser wird zusammen mit dem laufenden Dienstzeitaufwand im Personalaufwand ausgewiesen. Der Zinsanteil aus der Rückstellungszuführung wird im Finanzergebnis erfasst.

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen werden die Zahlungen bei Fälligkeit als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und dieser verlässlich geschätzt werden kann. Ist der Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen abgezinst.

Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung wahrscheinlich ist.

5 ÄNDERUNGEN DER RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN

NEUE UND GEÄNDERTE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Die angewandten Rechnungslegungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert, mit Ausnahme der nachfolgend aufgelisteten Änderungen der Standards, die ab dem 1. Januar 2015 verpflichtend anzuwenden sind:

JÄHRLICHE VERBESSERUNGEN AN IFRS 2011-2013

Bei den Verbesserungen zu IFRS 2011-2013 handelt es sich um einen Sammelstandard, der Änderungen in verschiedenen IFRS zum Gegenstand hat. Diese sind mehrheitlich für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen, rückwirkend anzuwenden. Die für den Konzern relevanten Änderungen betreffen:

IFRS 13: BEMESSUNG DES BEIZULEGENDEN ZEITWERTS

Klarstellung, dass die Portfolioausnahmen des IFRS 13.52, welche es erlauben, vom Grundsatz der Einzelbewertung der Finanzinstrumente hinsichtlich Markt- und Kreditrisiken abzuweichen, auf alle Verträge im Anwendungsbereich des IAS 39 bzw. IFRS 9 anzuwenden sind, unabhängig davon, ob diese Verträge die Definitionen von "finanziellen Vermögenswerten" oder "finanziellen Verbindlichkeiten" nach IAS 32 erfüllen oder nicht. Diese Änderung wird keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben, da keine Portfolioausnahmen erfolgen.

IFRIC 21: ABGABEN

IFRIC 21 ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 17. Juni 2014 beginnen. Die Interpretation ist auf den Konzern nicht anwendbar und wird daher keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

VERÖFFENTLICHTE, NOCH NICHT VERPFLICHTEND ANZUWENDENDE STANDARDS

Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Konzernabschlusses bekannt gemachte und in das EU-Recht übernommene, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen werden nachfolgend dargestellt. Der Konzern beabsichtigt keine vorzeitige Anwendung.

ÄNDERUNGEN AN IAS 1: DARSTELLUNG DES ABSCHLUSSES (INITIATIVE ZUR VERBESSERUNG DER ANHANGANGABEN)

Der IASB hat im Dezember 2014 Änderungen an IAS 1 - Darstellung des Abschlusses verabschiedet. Sie sind verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Mit den folgenden Änderungen soll eine Verbesserung der Finanzberichterstattung in Bezug auf Anhangangaben erzielt werden. Auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden diese Änderungen keine Auswirkungen haben.

Stärkerer Fokus auf den Grundsatz der Wesentlichkeit: Anhangangaben sind nur verpflichtend, sofern diese für das Verständnis des Abschlusses wesentlich sind. Ggf. weitere Untergliederung der Mindestgliederungsposten in der Bilanz sowie Ausweis von Zwischensummen.

Größere Flexibilität bei der Erstellung des Anhangs in Bezug auf die Reihenfolge der Angaben.

Aufhebung der Vorgaben in IAS 1 in Bezug auf die Identifizierung bedeutender Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden als Bestandteil der Anhangangaben: Der IASB streicht die in IAS 1.120 aufgeführten Beispiele und fügt eine Klarstellung ein, nämlich dass die Identifizierung wesentlicher Rechnungslegungsvorschriften unternehmensindividuell vorzunehmen ist.

ÄNDERUNGEN AN IAS 19: BEITRÄGE VON ARBEITNEHMERN

Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen, rückwirkend anzuwenden. Die Änderung regelt die Erfassung von Beiträgen von Arbeitnehmern oder Dritten zum Pensionsplan als Reduktion des Dienstzeitaufwands, sofern diese die in der Berichtsperiode erbrachte Leistung widerspiegeln. Diese Änderungen haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, da keine Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten zu Pensionsplänen geleistet werden.

ÄNDERUNGEN AN IAS 16 UND IAS 38: KLARSTELLUNG AKZEPTABLER ABSCHREIBUNGSMETHODEN

Der IASB hat im Mai 2014 Änderungen an IAS 16: Sachanlagen und IAS 38: Immaterielle Vermögenswerte hinsichtlich der Zulässigkeit erlösbasierter Abschreibungsmethoden veröffentlicht, welche verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. IAS 16 enthält nunmehr die Klarstellung, dass eine Abschreibung, die auf Erlösen basiert, die aus einer Tätigkeit entstehen, die die Verwendung des abzuschreibenden Vermögenswerts beinhaltet, nicht sachgerecht ist. Dies wird damit begründet, dass Erlöse die Erzeugung wirtschaftlichen Nutzens darstellen, nicht aber deren Verbrauch. In IAS 38 wurde die widerlegbare Vermutung aufgenommen, dass eine erlösbasierte Abschreibung aus den oben genannten Gründen nicht sachgerecht ist. Die Änderungen werden keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben, da keine erlösbasierten Abschreibungen vorgenommen werden.

JÄHRLICHE VERBESSERUNGEN AN IFRS 2010-2012

Bei den Verbesserungen zu IFRS 2010-2012 handelt es sich um einen Sammelstandard, der Änderungen in verschiedenen IFRS zum Gegenstand hat. Diese sind mehrheitlich für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen, rückwirkend anzuwenden. Die für den Konzern relevanten Änderungen betreffen:

IFRS 8: GESCHÄFTSSEGMENTE

Erweiterung der Angabepflichten um eine Beschreibung der zusammengefassten Geschäftssegmente und Offenlegung der wirtschaftlichen Merkmale, auf deren Grundlage beurteilt wurde, ob die betreffenden Segmente "vergleichbar" sind. Darüber hinaus hat die Änderung keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

IFRS 8: GESCHÄFTSSEGMENTE

Klarstellung, dass eine Überleitung des Gesamtbetrags der Vermögenswerte der berichtspflichtigen Segmente zu den Vermögenswerten des Konzerns nur dann im Abschluss darzustellen ist, wenn der Hauptentscheidungsträger regelmäßig über die Vermögenswerte der Segmente informiert wird. Die Änderung hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

IFRS 13: BEMESSUNG DES BEIZULEGENDEN ZEITWERTS

Klarstellung, dass kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten ohne festgelegten Zinssatz mit dem Rechnungsbetrag angesetzt werden können, sofern der Abzinsungseffekt unwesentlich ist. Die Änderung hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, da auch bislang entsprechend bilanziert wird.

JÄHRLICHE VERBESSERUNGEN AN IFRS 2012-2014

Bei den Verbesserungen zu IFRS 2012-2014 handelt es sich um einen Sammelstandard, der Änderungen in verschiedenen IFRS zum Gegenstand hat. Diese sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2016 beginnen, rückwirkend anzuwenden. Die für den Konzern relevanten Änderungen betreffen:

IAS 19: ABZINSUNGSSATZ

Nach der Klarstellung zieht ein Unternehmen zur Bestimmung des Abzinsungssatzes im Rahmen der Bilanzierung von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses auch erstrangige, festverzinsliche Anleihen heran, die von Unternehmen emittiert wurden, die in einem anderen Land tätig sind, sofern die Anleihen auf die gleiche Währung lauten wie die zu leistenden Zahlungen. Infolgedessen wird die Markttiefe für erstrangige, festverzinsliche Unternehmensanleihen auf der Ebene der Währung (z. B. EUR) und nicht auf der Ebene des Emissionslands beurteilt. Die Klarstellung wird keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben, da der Abzinsungssatz bereits auf Währungsbasis bestimmt wird.

IAS 34: OFFENLEGUNG VON INFORMATIONEN "AN ANDERER STELLE IM ZWISCHENBERICHT" Es wird konkretisiert, was unter der Offenlegung von Informationen "an anderer Stelle des Zwischenberichts" zu verstehen ist. Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass Unternehmen, wenn sie geforderte Informationen "an anderer Stelle des Zwischenberichts" (z. B. im Zwischenlagebericht) offenlegen, verpflichtend einen Querverweis in den Zwischenabschluss mit aufzunehmen haben, der diese Stelle bezeichnet. Die Änderung wird keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben, sondern ggf. weitere Verweise im Bericht erforderlich machen.

Folgende Neuregelungen sind auf den Konzern nicht anwendbar und werden daher für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns keine Auswirkungen haben:

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Bezeichnung Zeitlicher Anwendungsbereich
Änderungen an IFRS 11 - Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten 01.01.2016
Änderungen an IAS 16 und IAS 41 - Fruchttragende Pflanzen 01.01.2016
Änderungen an IAS 27 - Equity-Methode im separaten Einzelabschluss 01.01.2016

KÜRZLICH VERÖFFENTLICHTE RECHNUNGSLEGUNGSVERLAUTBARUNGEN - NOCH NICHT UMGESETZT

Die nachfolgenden, vom IASB veröffentlichten Rechnungslegungsverlautbarungen sind in der Europäischen Union noch nicht verpflichtend anzuwenden. Der Konzern beabsichtigt auch nach erfolgter Übernahme in EU-Recht keine vorzeitige Anwendung dieser Standards.

ÄNDERUNGEN AN IAS 7: KAPITALFLUSSRECHNUNG

Der IASB hat am 29. Januar 2016 Änderungen an IAS 7: Kapitalflussrechnungen veröffentlicht. Die Überarbeitungen am IAS 7 sehen vor, dass Unternehmen Angaben über Änderungen von Finanzverbindlichkeiten zu machen haben, deren Zahlungen im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Diese Änderungen sind Teil der sogenannten Disclosure Initiative des IASB, einer Vielzahl von Projekten, mit denen die Effektivität der Angaben in den Jahresabschlüssen verbessert werden soll. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist möglich. Die Auswirkungen der Änderungen an IAS 7 auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden im Rahmen der Umsetzung der erstmaligen Anwendung überprüft.

ÄNDERUNGEN AN IAS 12: ERTRAGSTEUERN

Der IASB hat am 19. Januar 2016 Änderungen an IAS 12: Ertragsteuern veröffentlicht. Die Änderungen stellen klar, wie Steueransprüche aus unrealisierten Verlusten im Zusammenhang mit der Bewertung von Schuldinstrumenten zum Fair Value, die im sonstigen Ergebnis erfasst werden, anzusetzen sind. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist möglich. Die Auswirkungen der Änderungen an IAS 12 auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden im Rahmen der Umsetzung der erstmaligen Anwendung überprüft.

IFRS 9: FINANZINSTRUMENTE

Der IASB hat im Juli 2014 den finalen Standard IFRS 9: Finanzinstrumente veröffentlicht und damit die bisher noch fehlenden bzw. zu überarbeitenden Kapitel zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte und zu Wertminderungen eingefügt. Zudem enthält der Standard die bereits im Jahr 2013 veröffentlichten Vorschriften zur Abbildung von Sicherungsbeziehungen (wobei der Themenkomplex Macro Hedge Accounting ausgeklammert wurde und vom IASB als eigenständiges Projekt weitergeführt wird). Damit ist das Projekt zur Neuregelung der Bilanzierung von Finanzinstrumenten und zur vollständigen Ersetzung von IAS 39: Finanzinstrumente - Ansatz und Bewertung in weiten Teilen abgeschlossen. IFRS 9 ist nunmehr - vorbehaltlich einer erfolgten Übernahme in europäisches Recht - erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig.

Gegenüber IAS 39 sind die Vorschriften des IFRS 9 zum Anwendungsbereich und zur Ein- und Ausbuchung von Finanzinstrumenten weitestgehend unverändert. Die Regelungen des IFRS 9 sehen jedoch ein neues Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte vor. Auch die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte richtet sich künftig nach drei Kategorien mit unterschiedlichen Wertmaßstäben und einer unterschiedlichen Erfassung von Wertänderungen. Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die bestehenden Vorschriften des IAS 39 weitgehend in IFRS 9 übernommen. Die einzige wesentliche Neuerung betrifft finanzielle Verbindlichkeiten in der Fair-Value-Option. Für diese sind Fair-Value-Schwankungen aufgrund von Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis zu erfassen.

Das neue Wertminderungsmodell verlagert den Fokus auf eine tendenziell frühere Risikovorsorge. IFRS 9 sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen. Grundsätzlich gilt dieses Wertminderungsmodell für alle Instrumente im Anwendungsbereich des IFRS 9. Begrenzte Vereinfachungen sind für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, aktive Vertragsposten und Forderungen aus Leasingverhältnissen vorgesehen. Neben umfangreichen Übergangsvorschriften ist IFRS 9 auch mit umfassenden Offenlegungsvorschriften sowohl bei Übergang als auch in der laufenden Anwendung verbunden.

Die Änderungen werden voraussichtlich zu einer teilweisen Neuklassifizierung der finanziellen Vermögenswerte führen, auch wird sich das Wertminderungsmodell an die neuen Regelungen anpassen.

IFRS 15: ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN

Der IASB hat im Mai 2014 mit IFRS 15 neue Vorschriften zur Erlösrealisierung verabschiedet. Der neue Standard beinhaltet ein einziges, umfassendes Modell sowie umfangreiche Anwendungsleitlinien darüber, wie Unternehmen Erlöse aus Verträgen mit Kunden zu erfassen haben. Er ersetzt die derzeitigen Erlösvorschriften in IAS 11: Fertigungsaufträge, IAS 18: Erlöse und die zugehörigen Interpretationen. IFRS 15 ist, vorbehaltlich einer Übernahme in europäisches Recht, verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Unternehmen können den Standard entweder retrospektiv anwenden oder modifizierte Übergangsvorschriften wählen. Das Kernprinzip des neuen Erlöserfassungsmodells besteht darin, dass ein Unternehmen Erlöse erfassen soll, wenn die übernommenen Leistungsverpflichtungen erbracht sind, also die Verfügungsmacht über die Waren oder Dienstleistungen übertragen wurde. Dabei ist der Erlös in der Höhe zu erfassen, der als Gegenleistung erwartet wird. Die wesentliche Neuerung ist, dass nicht der mit dem Kunden abgeschlossene Vertrag das Bilanzierungsobjekt darstellt, sondern die darin enthaltene(n) eigenständig abgrenzbare(n) Leistungsverpflichtung(en). Die Erlöserfassung erfolgt bei Erfüllung der jeweiligen Leistungsverpflichtung. Dies kann über einen Zeitraum oder zu einem Zeitpunkt erfolgen. Es werden derzeit keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

IFRS 16: LEASINGVERHÄLTNISSE

Der IASB hat im Januar 2016 den neuen Standard zur Leasingbilanzierung veröffentlicht. IFRS 16 regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnissen im Abschluss von Unternehmen, die nach IFRS bilanzieren. Für den Leasingnehmer sieht der Standard ein einziges (single) Bilanzierungsmodell vor. Dieses Modell führt beim Leasingnehmer dazu, dass sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sind, es sei denn, die Laufzeit beträgt 12 Monate oder weniger oder es handelt sich um einen geringwertigen Vermögenswert (jeweils Wahlrecht). Der Leasinggeber unterscheidet für Bilanzierungszwecke weiterhin zwischen Finanzierungs- oder Mietleasingvereinbarungen (finance bzw. operate lease). Das Bilanzierungsmodell von IFRS 16 unterscheidet sich hierbei nicht wesentlich von dem in IAS 17 Leasingverhältnisse. IFRS 16 ist erstmals auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden im Rahmen der Umsetzung der erstmaligen Anwendung überprüft.

Folgende Neuregelungen sind auf den Konzern nicht anwendbar und werden daher für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns keine Auswirkungen haben:

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Bezeichnung Zeitlicher Anwendungsbereich
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 - Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture 01.01.2016
Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 - Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme 01.01.2016
IFRS 14 - Regulatorische Abgrenzungsposten 01.01.2016
Änderungen an IFRS für KMU 01.01.2017

6 WESENTLICHE ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN, SCHÄTZUNGEN UND ANNAHMEN

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der zum Ende der Berichtsperiode ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundenen Unsicherheiten könnten Ergebnisse entstehen, die in künftigen Berichtsperioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen.

ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN

Bei Anwendung der Rechnungslegungsmethoden des Konzerns hat der Vorstand folgende Ermessensentscheidungen getroffen, die den Konzernabschluss wesentlich beeinflussen:

ENTWICKLUNGSKOSTEN

Entwicklungskosten werden entsprechend der dargestellten Rechnungslegungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Konzerns, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge trifft der Konzern Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus dem Projekt, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen Nutzens. Zum 31. Dezember 2015 betrug der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten 3.577 TEUR (i. V. 4.665 TEUR). Bei diesen Entwicklungskosten handelt es sich insbesondere um Investitionen in die Entwicklung von Querträgern sowie Lenkungs- und Luftfederkomponenten. Für diese Projekte liegen Serienaufträge vor.

ZUSAMMENFASSUNG VON GESCHÄFTSSEGMENTEN

Die Konzernstruktur mit fünf weltweiten Produktionsstandorten als wesentliche Konzerneinheiten stellt kurze Entscheidungswege und damit eine effiziente Konzernsteuerung sicher. Auch innerhalb der einzelnen Standorte sind die Hierarchien flach. Die Standorte verteilen sich auf drei Kontinente: Europa mit dem deutschen Standort und Hauptsitz in Oberkirch und dem tschechischen in Valašské Meziříčí, Amerika mit dem kanadischen Standort in Kitchener und dem mexikanischen in Puebla sowie Asien mit den chinesischen Standorten in Suzhou und in Shenyang. Mit Ausnahme von Shenyang als reines Montagewerk sind alle anderen Einheiten Produktionsstandorte. Daraus ergibt sich die Gliederung des operativen Geschäfts und der Geschäftssegmente in Deutschland, Übriges Europa, NAFTA-Raum und Asien. Die Standorte Kanada und Mexiko wurden als berichtspflichtiges Segment "NAFTA-Raum" zusammengefasst. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 29 erläutert.

SCHÄTZUNGEN UND ANNAHMEN

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachfolgend erläutert:

WERTBERICHTIGUNG AUF FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen umfasst in erheblichem Maß Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, den aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungen beruhen. Soweit das Unternehmen die Wertberichtigung aus historischen Ausfallraten ableitet, vermindert ein Rückgang des Forderungsvolumens solche Vorsorgen entsprechend und umgekehrt. Die Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen betrug im Berichtsjahr 399 TEUR (i. V. 959 TEUR).

WERTMINDERUNG VON GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTEN

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten sind die Produktionsstandorte gemäß Segmentbericht definiert. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der Konzern die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2015 betrug der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts 5.332 TEUR (i. V. 5.407 TEUR). Bezüglich der Sensitivitäten wird auf die Anhangangabe 4, Abschnitt "Immaterielle Vermögenswerte", verwiesen.

STEUERN

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuerguthaben in dem Maße erfasst, in dem es aufgrund der Steuerplanung wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge und Steuerguthaben tatsächlich genutzt werden können. Insgesamt waren zum 31. Dezember 2015 aktive latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 519 TEUR (i. V. 545 TEUR) und auf Steuerguthaben in Höhe von 6.852 TEUR (i. V. 6.966 TEUR) gebildet. Die Verlustvorträge betreffen PWO de México und die Steuerguthaben PWO Czech Republic.

Könnte der Konzern sämtliche nicht berücksichtigte latente Steueransprüche aktivieren, würden der Gewinn und das Eigenkapital um 9.773 TEUR (i. V. 7.117 TEUR) ansteigen.

Aufgrund der geplanten Geschäftsentwicklung der Folgejahre wird von einer Werthaltigkeit der latenten Steueransprüche ausgegangen. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Schätzentscheidung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Zum 31. Dezember 2015 belief sich der zum Stichtagskurs in Euro umgerechnete Wert der steuerlichen Verlustvorträge auf insgesamt 1.731 TEUR (i. V. 1.818 TEUR) und der nicht berücksichtigten, zeitlich begrenzt nutzungsfähigen Verlustvorträge auf 32.576 TEUR (i. V. 25.861 TEUR). Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 13 dargestellt.

Die Verfallbarkeit steuerlich nicht berücksichtigter, zeitlich begrenzt nutzungsfähiger Verlustvorträge stellt sich wie folgt dar:

TEUR

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31.12.2015 31.12.2014
Innerhalb von 1 Jahr 3.334 2.916
Innerhalb von 2 Jahren 3.983 3.124
Innerhalb von 3 Jahren 2.761 3.754
Innerhalb von 4 Jahren 2.717 2.697
Innerhalb von 5 Jahren 5.540 3.053
Spätere Jahre 14.241 10.317
SUMME 32.576 25.861

LEISTUNGSORIENTIERTE PENSIONSPLÄNE

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, zur Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Weitere Details werden in Anhangangabe 21, Abschnitt "Pensionsrückstellungen" erläutert.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

7 UMSATZERLÖSE

Die Aufteilung des Konzernumsatzes nach Standorten und Produktbereichen ist im Segmentbericht dargestellt (siehe Anhangangabe 29).

8 AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

Von den aktivierten Eigenleistungen entfallen 370 TEUR (i. V. 1.350 TEUR) auf aktivierungspflichtige nach IAS 38. Bei diesen Entwicklungskosten handelt es sich insbesondere um Investitionen in die Entwicklung von Querträgern sowie Lenkungs- und Luftfederkomponenten. Für diese Projekte liegen Serienaufträge vor.

9 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge stellen sich wie folgt dar:

TEUR

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2015 2014
Währungserträge 9.922 6.073
Erträge aus der Ausbuchung von abgegrenzten Schulden 51 120
Lizenzerträge 0 119
Übrige sonstige betriebliche Erträge 2.834 1.943
SUMME 12.807 8.255

Aperiodische Erträge sind in Höhe von 1.062 TEUR (i. V. 587 TEUR) angefallen.

Die öffentliche Hand gewährte Zuwendungen in Höhe von 0 TEUR (i. V. 191 TEUR) für Investitionsmaßnahmen und Entwicklungstätigkeiten. Diese Zuwendungen wurden erfolgswirksam verbucht.

10 PERSONALAUFWAND UND MITARBEITER

PERSONALAUFWAND TEUR

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2015 2014
Löhne und Gehälter 93.656 92.836
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 20.102 17.814
SUMME 113.758 110.650

MITARBEITER IM JAHRESDURCHSCHNITT NACH BESCHÄFTIGUNGSBEREICHEN

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2015 2014
Entwicklung und Vertrieb 155 161
Produktion und Materialwirtschaft 1.676 1.693
Werkzeugzentrum 521 531
Verwaltung 140 143
STAMMPERSONAL 2.492 2.528
Zeitarbeitnehmer 359 400
Auszubildende 144 155
Inaktive Mitarbeiter/passive Altersteilzeit 106 93
GESAMTPERSONAL 3.101 3.176

11 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR

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2015 2014
Kosten für Zeitarbeitnehmer 10.345 12.327
Währungsaufwendungen 8.901 4.359
Instandhaltungsaufwendungen 6.339 5.300
Ausgangsfrachten 3.794 3.681
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 1.939 1.516
Reisekosten 1.734 1.455
Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen 1.456 1.133
Versicherungsprämien 1.227 1.193
Aufwendungen für Mieten 1.192 1.226
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 8.658 7.328
SUMME 45.585 39.518

Aperiodische Aufwendungen fielen in Höhe von 340 TEUR (i. V. 86 TEUR) an.

12 FINANZIERUNGSAUFWENDUNGEN

Die Finanzierungsaufwendungen enthalten Zinsaufwendungen gegenüber Finanzinstituten in Höhe von 4.313 TEUR (i. V. 4.023 TEUR), Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.093 TEUR (i. V. 1.510 TEUR), Zinsaufwendungen aus Finance-Lease-Verträgen in Höhe von 453 TEUR (i. V. 652 TEUR) sowie Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 10 TEUR (i. V. 23 TEUR). Davon haben finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, Zinsaufwendungen in Höhe von 4.250 TEUR (i. V. 3.868 TEUR) verursacht.

13 ERTRAGSTEUERN

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR

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2015 2014
Tatsächliche Steuern 5.530 5.106
Latente Steuern -732 -1.820
SUMME 4.798 3.286

Im Berichtsjahr ergibt sich bei den tatsächlichen Steuern ein periodenfremder Steuerertrag von 63 TEUR; im Vorjahr wurden periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von 762 TEUR gebucht. Die latenten Steuern ergeben sich vollständig aufgrund temporärer Differenzen.

Für temporäre Differenzen auf einbehaltene Gewinne bei Tochtergesellschaften in Höhe von 17.091 TEUR (i. V. 15.046 TEUR) wurden keine latenten Steuern angesetzt, da diese Gewinne zum weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeit an den einzelnen Standorten eingesetzt werden sollen.

Die Unterschiede zwischen dem aufgrund des rechnerischen Steuersatzes erwarteten Ertragsteueraufwand und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand können der nachfolgenden Überleitungsrechnung entnommen werden. Dem angewandten Steuersatz liegt der inländische Ertragsteuersatz zugrunde.

TEUR

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2015 2014
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 12.342 10.596
Theoretischer Steueraufwand mit 28,08 % (i. V. 28,08 %) 3.466 2.975
Veränderung des theoretischen Steueraufwands durch abweichende Steuersätze bei ausländischen Gesellschaften -509 -651
Steuererhöhung aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 847 1.030
Steuererhöhung (+) / -minderung (-) Vorjahre 63 762
Besteuerung von ausländischen Dividenden 98 435
Steuereffekte aus Steuerguthaben -1.214 -3.825
Steuereffekte aus zukünftigen Steuersatzänderungen -14 0
Effekte aus nicht aktivierten Verlustvorträgen 2.073 2.475
Sonstige Effekte -12 85
STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG 4.798 3.286

Der inländische Ertragsteuersatz setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 % (i. V. 15 %) zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % (i. V. 5,5 %) und einem Gewerbesteuersatz von 12,25 % (i. V. 12,25 %).

Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten sind in der folgenden Übersicht dargestellt:

TEUR

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Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
2015 2014 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 44 51 5.034 6.025
Sonstige Vermögenswerte 973 561 99 72
Steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften 7.371 7.511 5 11
Rückstellungen 7.407 9.120 0 0
Verbindlichkeiten 1.600 1.682 0 67
ZWISCHENSUMME 17.395 18.925 5.138 6.175
Saldierung -5.138 -5.904 -5.138 -5.904
BESTAND LAUT KONZERN-BILANZ 12.257 13.021 0 271

Für weitere Erläuterungen wird auf die Anhangangabe 6 verwiesen.

Der Konzern unterliegt derzeit keiner Betriebsprüfung in- und ausländischer Steuerbehörden.

14 ERGEBNIS JE AKTIE

Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das auf die Anteilseigner der PWO AG zuzurechnende Ergebnis durch die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr insgesamt ausgegebenen Aktien geteilt. Verwässerungseffekte haben sich nicht ergeben.

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2015 2014
Ergebnis nach Steuern in TEUR 7.544 7.310
Durchschnittliche Anzahl Stückaktien 3.125.000 3.125.000
ERGEBNIS JE AKTIE IN EUR 2,41 2,34

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

15 SACHANLAGEN

TEUR

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Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN          
Stand 01.01.2014 79.819 229.184 34.019 11.746 354.768
Zugänge 8.420 10.093 5.267 11.245 35.025
Abgänge -314 -4.186 -1.738 -415 -6.653
Umbuchungen 3.227 6.738 1.220 -11.185 0
Kursveränderung 2.075 4.614 1.156 1.170 9.015
STAND 31.12.2014 93.227 246.443 39.924 12.561 392.155
Zugänge 7.025 9.279 2.312 8.814 27.430
Abgänge -28 -6.514 -634 -1.576 -8.752
Umbuchungen 6.696 2.576 892 -10.164 0
Kursveränderung 875 2.467 919 269 4.530
STAND 31.12.2015 107.795 254.251 43.413 9.904 415.363
ABSCHREIBUNGEN          
Stand 01.01.2014 27.345 160.671 22.282 0 210.298
Zugänge 2.559 13.967 3.756 0 20.282
Abgänge -184 -4.145 -1.360 0 -5.689
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Kursveränderung 409 2.009 637 0 3.055
STAND 31.12.2014 30.129 172.502 25.315 0 227.946
Zugänge 3.020 15.150 4.357 0 22.527
Abgänge -107 -7.250 -613 0 -7.970
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Kursveränderung 22 -157 405 0 270
STAND 31.12.2015 33.064 180.245 29.464 0 242.773
BUCHWERTE          
Stand 31.12.2014 63.098 73.941 14.609 12.561 164.209
Stand 31.12.2015 74.731 74.006 13.949 9.904 172.590

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Bauten beträgt 25 bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 2 bis 10 Jahre, für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre und für EDV-Hardware 3 bis 5 Jahre.

Auf Vermögenswerte des Sachanlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 38 TEUR (i. V. 106 TEUR) vorgenommen.

Die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten von voll abgeschriebenen, aber noch genutzten Sachanlagen betragen 152.008 TEUR (i. V. 140.860 TEUR).

16 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

TEUR

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Auftrags- und kundenbezogene Entwicklungsleistungen Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Geschäfts- oder Firmenwert Sonstige immaterielle Vermögenswerte Geleistete Anzahlungen Summe
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN            
Stand 01.01.2014 6.891 14.241 6.586 898 227 28.843
Zugänge 1.350 852 0 0 164 2.366
Abgänge 0 -112 0 0 0 -112
Umbuchungen 0 42 0 0 -42 0
Kursveränderung 6 70 141 122 0 339
STAND 31.12.2014 8.247 15.093 6.727 1.020 349 31.436
Zugänge 370 884 0 0 108 1.362
Abgänge 0 -27 0 0 -5 -32
Umbuchungen 0 0 0 0 0 0
Kursveränderung -9 6 17 117 0 131
STAND 31.12.2015 8.608 15.956 6.744 1.137 452 32.897
ABSCHREIBUNGEN            
Stand 01.01.2014 2.410 12.498 1.223 898 0 17.029
Zugänge 1.168 900 0 0 0 2.068
Abgänge 0 -112 0 0 0 -112
Umbuchungen 0 0 0 0 0 0
Kursveränderung 4 40 97 122 0 263
STAND 31.12.2014 3.582 13.326 1.320 1.020 0 19.248
Zugänge 1.457 850 0 0 0 2.307
Abgänge 0 -26 0 0 0 -26
Umbuchungen 0 0 0 0 0 0
Kursveränderung -8 -13 92 117 0 188
STAND 31.12.2015 5.031 14.137 1.412 1.137 0 21.717
BUCHWERTE            
Stand 31.12.2014 4.665 1.767 5.407 0 349 12.188
Stand 31.12.2015 3.577 1.819 5.332 0 452 11.180

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Software beträgt 3 bis 5 Jahre.

Die nach IAS 38 aktivierten Entwicklungsleistungen in Höhe von 3.577 TEUR (i. V. 4.665 TEUR) werden stückzahlbezogen abgeschrieben, sobald die Entwicklung abgeschlossen ist und die Produktion der Serienteile anläuft.

Der Restbuchwert der SAP-Software beträgt 290 TEUR (i. V. 371 TEUR). Der verbleibende Abschreibungszeitraum beträgt 1 bis 4 Jahre.

Die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten von voll abgeschriebenen, aber noch genutzten immateriellen Vermögenswerten beträgt 15.022 TEUR (i. V. 13.203 TEUR).

Der Goodwill bei der PWO Czech Republic beläuft sich am 31. Dezember 2015 auf 4.331 TEUR (i. V. 4.331 TEUR) und bei PWO Canada auf 1.002 TEUR (i. V. 1.077 TEUR). Die Minderung bei PWO Canada ergibt sich aus geänderten Wechselkursrelationen.

17 VORRÄTE

Vom Gesamtbetrag der zum Stichtag ausgewiesenen Vorräte in Höhe von 82.043 TEUR (i. V. 73.140 TEUR) sind Werkzeugersatzteile in Höhe von 6.597 TEUR (i. V. 6.331 TEUR) zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert. Im Berichtsjahr wurde eine aufwandswirksame Abwertung in Höhe von 1.212 TEUR (i. V. 862 TEUR) sowie eine Wertaufholung aufgrund der Wiederverwendung von bereits abgewerteten Werkzeugersatzteilen in Höhe von 250 TEUR (i. V. 200 TEUR) vorgenommen.

18 FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Zum 31. Dezember 2015 beträgt die Summe der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 399 TEUR (i. V. 959 TEUR). Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen vor den Wertberichtigungen beläuft sich auf 55.700 TEUR (i. V. 63.153 TEUR). Nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Wertberichtigungskontos:

TEUR

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2015 2014
Stand Wertberichtigung am 01.01. 959 1.143
Zuführungen 15 3
Verbrauch -569 -7
Auflösungen -6 -180
STAND WERTBERICHTIGUNG AM 31.12. 399 959

Bei signifikanten Einzelforderungen werden nach einheitlichen Maßstäben Einzelwertberichtigungen in Höhe des bereits eingetretenen Ausfalls gebildet. Ein potenzieller Wertminderungsbedarf wird bei Vorliegen verschiedener Tatsachen wie Zahlungsverzug über einen bestimmten Zeitraum, Einleitung von Zwangsmaßnahmen, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, Beantragung oder Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder Scheitern von Sanierungsmaßnahmen angenommen.

Wertberichtigungen auf Forderungen werden regelmäßig auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst und führen zu einem erfolgswirksamen Wertminderungsverlust. Die Zuführung und damit Erhöhung der Wertberichtigungen betraf im Berichtsjahr nur wenige Einzelfälle. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderung.

Seit Juni 2015 besteht eine Factoring-Vereinbarung, gemäß dieser der Factor befugt ist, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu kaufen. Die PWO AG hat alle wesentlichen Risiken an den Factor übertragen und trägt nur die Kosten für das Spätzahlungsrisiko. Im Rahmen des Factorings hat die PWO AG zum Jahresende Forderungen zum Nominalwert in Höhe von 15.524 TEUR an den Factor verkauft, hiervon wurden für das Spätzahlungsrisiko 72 TEUR angesetzt. Die damit verbundene Verbindlichkeit hat einen Buchwert von 87 TEUR. Diese Verbindlichkeit stellt das maximale verbleibende Risiko des Spätzahlungsrisikos dar. Die übertragenen Forderungen betreffen kurzfristige Forderungen, bei denen der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Vermögenswerte entspricht.

19 ZAHLUNGSMITTEL

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für kurzfristig kündbare Guthaben verzinst. Zum 31. Dezember 2015 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien, die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllen.

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember 2015 in Höhe von 4.242 TEUR (i. V. 5.404 TEUR) aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich jederzeit fälliger Bankschulden zusammen.

20 GEZEICHNETES KAPITAL UND RÜCKLAGEN

GEZEICHNETES KAPITAL

Per 31. Dezember 2015 beträgt das voll eingezahlte gezeichnete Kapital 9.375 TEUR (i. V. 9.375 TEUR). Es ist eingeteilt in 3.125.000 (i. V. 3.125.000) Stückaktien zum Nennwert von jeweils 3,00 EUR.

GENEHMIGTES KAPITAL

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Mai 2020 (einschließlich) durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 4.687.500,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015).

KAPITALRÜCKLAGE

Die Kapitalrücklage enthält Einstellungen aus dem Aufgeld.

GEWINNRÜCKLAGEN UND ÜBRIGES EIGENKAPITAL

In die Gewinnrücklagen wurden die laufenden und die in Vorjahren von der PWO AG und einbezogenen Tochterunternehmen erwirtschafteten, noch nicht ausgeschütteten Gewinne eingestellt.

Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 3.382 TEUR (i. V. 2.485 TEUR) werden gesondert ausgewiesen.

Darüber hinaus wird der Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument zur Absicherung des Cashflows erfasst, der als effektive Absicherung ermittelt wird.

VORGESCHLAGENE UND AUSGESCHÜTTETE DIVIDENDEN

Zum 31. Dezember 2015 weist die PWO AG einen Bilanzgewinn in Höhe von 4.852 TEUR aus. Die Ermittlung des ausschüttbaren Gewinns erfolgt nach den handelsrechtlichen Vorschriften.

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der PWO AG wie folgt zu verwenden:

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TEUR
Ausschüttung einer Dividende von 1,55 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie 4.844
Vortrag auf neue Rechnung 8

Im Geschäftsjahr 2015 wurde für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von insgesamt 4.531 TEUR gezahlt (1,45 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie). Die Dividendenzahlung im Geschäftsjahr 2014 für das Geschäftsjahr 2013 betrug 5.625 TEUR (1,80 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie).

MITTEILUNGEN NACH § 21 ABS. 1 WPHG

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 liegen nachstehende Mitteilungen über Beteiligungen an der Progress-Werk Oberkirch AG vor. Im Falle eines mehrfachen Über- oder Unterschreitens der Schwellenwerte durch einen Meldepflichtigen ist nur die zeitlich jeweils letzte Mitteilung aufgeführt. Bei den genannten Stimmrechtsanteilen können sich nach den angegebenen Zeitpunkten Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren.

Die Delta Lloyd N.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns am 16. Dezember 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 11. Dezember 2015 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und an diesem Tag 9,87 % (308.422 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Delta Lloyd Asset Management N.V. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 und 3 WpHG zuzurechnen. Die Kette der kontrollierten Unternehmen, durch welche die Stimmrechte gehalten werden, ist folgende: Delta Lloyd N.V., DLAM Holding B.V. und Delta Lloyd Asset Management N.V.

Die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, Deutschland, hat uns am 23. Mai 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 18. Mai 2012 die Schwelle von 50 % unterschritten hat und an diesem Tag 46,65 % (1.458.048 Stimmrechte) beträgt.

Die Sparkasse Offenburg/Ortenau, Offenburg, Deutschland, hat uns am 21. Mai 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 18. Mai 2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nunmehr 5,88 % (183.667 Stimmrechte) beträgt.

21 SCHULDEN

PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

BEITRAGSORIENTIERTE PLÄNE

Im Konzern bestehen beitragsorientierte Versorgungspläne. Hieraus ergibt sich für PWO Canada ein im Personalaufwand erfasster Betrag in Höhe von 143 TEUR (i. V. 75 TEUR) und für PWO Czech Republic ein Betrag von 175 TEUR (i. V. 156 TEUR).

Darüber hinaus zahlt der Konzern Beiträge an die gesetzlichen Rentenversicherungsanstalten in Höhe des derzeit gültigen prozentualen Arbeitgeberanteils der rentenpflichtigen Vergütungen von insgesamt 8.081 TEUR (i. V. 7.881 TEUR), die ebenfalls im Personalaufwand erfasst wurden. Das gesetzliche Rentenversicherungssystem stellt ebenfalls einen beitragsorientierten Versorgungsplan dar.

LEISTUNGSORIENTIERTE PLÄNE

Der Konzern unterhält leistungsorientierte Pläne, wobei der überwiegende Anteil der Verpflichtungen die PWO AG betrifft. Auf PWO de México entfällt ein Rückstellungsbetrag in Höhe von 124 TEUR (i. V. 188 TEUR). Die nach mexikanischem Gesetz zu bildende Rückstellung umfasst Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer in Abhängigkeit von ihrer Dienstzeit und den während ihrer Dienstzeit erzielten Bezügen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Versorgungsleistungen richten sich nach Entgelt und Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter. Die Verpflichtungen umfassen solche aus bereits laufenden Pensionen sowie Anwartschaften für zukünftig zu zahlende Pensionen und Altersruhegelder. Ein Planvermögen zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen existiert nicht.

In den folgenden Tabellen werden die Bestandteile der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen sowie die in der Bilanz angesetzten Beträge dargestellt.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträge setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR

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2015 2014
Laufender Dienstzeitaufwand 1.530 1.061
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 16 -30
Zinsaufwand für leistungsorientierte Verpflichtungen 1.093 1.510
SUMME 2.639 2.541

Nachfolgende Tabelle zeigt die im sonstigen Ergebnis erfassten Anpassungen:

TEUR

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2015 2014
Anpassungen aufgrund Änderungen demografischer Annahmen -1.003 0
Anpassungen aufgrund Änderungen finanzieller Annahmen -4.965 12.260
Anpassungen aufgrund erfahrungsbedingter Berichtigungen -189 -801
SUMME -6.157 11.459

Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen stellt sich wie folgt dar:

TEUR

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2015 2014
Barwerte der Versorgungsansprüche am 01.01. 55.038 42.527
Dienstzeitaufwand 1.530 1.061
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 16 -30
Zinsaufwand 1.093 1.510
Geleistete Rentenzahlungen -1.528 -1.506
Anpassungen aufgrund von Veränderungen der Annahmen -5.968 12.260
Anpassungen aufgrund von Veränderungen der Erfahrungswerte -189 -801
Fremdwährungsdifferenzen 16 17
BARWERTE DER VERSORGUNGSANSPRÜCHE AM 31.12. 50.008 55.038

Von den bilanzierten Pensionsrückstellungen sind 48.413 TEUR (i. V. 53.523 TEUR) langfristig und 1.595 TEUR (i. V. 1.515 TEUR) kurzfristig.

Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen basiert auf folgenden versicherungsmathematischen Annahmen:

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2015 2014
Abzinsungssatz 2,50 % 2,00 %
Fluktuationsrate 2,50 % 2,50 %
Zukünftiger Gehaltstrend > 40 Jahre 2,50 % 2,50 %
Zukünftiger Gehaltstrend < 40 Jahre (Karrieretrend) 3,50 % 3,50 %
Zukünftige Rentensteigerung 1,75 % 1,75 %

Die leistungsorientierten Verpflichtungen haben im Berichtsjahr eine durchschnittliche Restlaufzeit von 19 Jahren (i. V. 19 Jahre).

Nachfolgende Tabelle zeigt eine Sensitivitätsanalyse mit den wichtigsten Annahmen zum 31. Dezember 2015:

TEUR

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Szenario
Annahme Erhöhung um Rückgang um
Abzinsungssatz 1,00 % -7.897 1,00 % 10.506
Fluktuation 0,50 % -106 0,50 % 113
Künftige Gehaltssteigerungen (Einkommenstrend) 0,25 % 146 0,25 % -143
Künftige Gehaltssteigerungen (Karrieretrend) 0,50 % 75 0,50 % -72
Künftige Rentensteigerungen 0,25 % 1.484 0,25 % -1.418
Durchschnittliche Lebenserwartung 1 Jahr 1.764 -- --

Die Sensitivitätsanalysen der DBO für die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden mit demselben Bewertungsverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode), mit dem die in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen Verpflichtungen aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ermittelt wurden, durchgeführt. Die Auswirkung der Annahmenänderungen wurde jeweils separat ermittelt; mögliche Korrelationseffekte wurden somit nicht analysiert.

Folgende Beträge werden voraussichtlich in den nächsten Jahren im Rahmen der leistungsorientierten Verpflichtung als laufende Renten ausgezahlt:

TEUR

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2015 2014
Innerhalb der nächsten 12 Monate 1.595 1.515
Zwischen 2 und 5 Jahren 6.792 6.815
Zwischen 5 und 10 Jahren 9.593 10.070
ERWARTETE AUSZAHLUNGEN GESAMT 17.980 18.400

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Sonstige Rückstellungen berücksichtigen die notwendigen Beträge für Aufwendungen im Personalbereich und sonstige erkennbare Verpflichtungen und Risiken. Die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Personalrückstellungen (Verpflichtungen für Altersteilzeit und Jubiläumszuwendungen) und Drohverlustrückstellungen. Bei den Altersteilzeitverpflichtungen wird erwartet, dass der gesamte passivierte Betrag der Verpflichtungen für Altersteilzeit innerhalb von 5 Jahren nach dem Berichtsstichtag anfallen wird.

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

TEUR

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Personalrückstellungen Drohverlustrückstellungen
2015 2014 2015 2014
Stand am 01.01. 3.876 4.217 263 233
Verbrauch -1.373 -1.415 -18 -28
Auflösung 0 -4 -48 0
Zuführung 751 1.078 6 58
davon Aufzinsung 10 23 0 0
STAND AM 31.12. 3.254 3.876 203 263
davon langfristig 2.053 2.403 68 114
davon kurzfristig 1.201 1.473 135 149

Zuschüsse der Bundesagentur für Arbeit für im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen ausscheidende Mitarbeiter werden als sonstige Vermögenswerte in Höhe von 0 TEUR (i. V. 175 TEUR) bilanziert und nicht mit den Rückstellungen verrechnet.

FINANZSCHULDEN TEUR

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2015 2014
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 44.144 32.788
Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften 2.252 2.399
SUMME FINANZSCHULDEN KURZFRISTIG 46.396 35.187
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.823 27.316
Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen 59.837 59.798
Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften 6.023 8.148
SUMME FINANZSCHULDEN LANGFRISTIG 90.683 95.262
GESAMTSUMME FINANZSCHULDEN 137.079 130.449

Die Finanzschulden wurden zu Zinssätzen zwischen 0,92 % und 7,75 % verzinst. Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten bestehen in Höhe von 11.550 TEUR (i. V. 10.562 TEUR).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 16.108 TEUR (i. V. 13.959 TEUR) durch Grundschulden und Hypotheken und 11.619 TEUR (i. V. 19.348 TEUR) durch Sicherungsübereignung von Sachanlagen gesichert. Darüber hinaus bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren.

FINANCE-LEASE-VERTRÄGE UND MIETKAUFVERTRÄGE

Für verschiedene technische Anlagen und Maschinen bestehen Finance-Lease-Verträge, die zum Teil Kaufoptionen des Leasingnehmers enthalten. Die Vermögenswerte haben zum 31. Dezember 2015 einen Buchwert von 4.672 TEUR (i. V. 7.039 TEUR). Aufgrund der Ausgestaltung der Leasingvereinbarungen werden die Vermögenswerte gemäß IAS 17.28 abweichend von der Laufzeit des Leasingverhältnisses über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finance-Lease-Verträgen und Mietkaufverträgen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden:

TEUR

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Mindestleasingzahlungen Barwert der Mindestleasingzahlungen
2015 2014 2015 2014
Restlaufzeit bis 1 Jahr 2.613 2.884 2.252 2.399
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 4.898 7.176 4.192 6.133
Restlaufzeit > 5 Jahre 2.295 2.708 1.831 2.015
SUMME MINDESTLEASINGZAHLUNGEN 9.806 12.768 8.275 10.547
Abzüglich Zinsanteil -1.531 -2.221 0 0
BARWERT DER MINDESTLEASING-ZAHLUNGEN 8.275 10.547 8.275 10.547

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Eine Avalbürgschaft zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben beträgt zum Stichtag 1.900 TEUR (i. V. 1.900 TEUR).

Zum 31. Dezember 2015 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen inklusive des Bestellobligos in Höhe von 19.758 TEUR (i. V. 16.273 TEUR). Davon entfallen nach der Fristigkeit auf die nächsten Geschäftsjahre:

TEUR

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Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasing- und Mietverträgen Bestellobligo aus Investitionen in Sachanlagen Bestellobligo aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
2016 ff. 2015 ff. 2016 ff. 2015 ff. 2016 ff. 2015 ff.
Restlaufzeit bis 1 Jahr 1.673 1.376 13.089 10.335 0 13
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 2.542 1.830 0 231 0 0
Restlaufzeit > 5 Jahre 280 124 0 0 0 0
SUMME 4.495 3.330 13.089 10.566 0 13
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Übrige sonstige finanzielle Verpflichtungen
2016 ff. 2015 ff.
Restlaufzeit bis 1 Jahr 190 190
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 688 707
Restlaufzeit > 5 Jahre 1.296 1.467
SUMME 2.174 2.364

Die bestehenden Operating-Leasingverhältnisse enthalten teilweise Verlängerungs- und Kaufoptionen.

22 FINANZRISIKOMANAGEMENT

Das Finanzrisikomanagement-System des Konzerns ist auf die Unsicherheiten aus der künftigen Entwicklung der Finanzmärkte ausgerichtet und hat die Minimierung nachteiliger Folgen für die finanzielle Leistungskraft des Konzerns zum Ziel. Das Risikomanagement-System wird federführend durch den Vorstand verantwortet, der die allgemeinen Grundsätze für das Risikomanagement vorgibt und die Vorgehensweise festlegt. Es liegen keine wesentlichen Risikokonzentrationen vor, die nicht aus dem Anhang und dem Lagebericht ersichtlich sind.

Nachfolgend werden die wesentlichen Risiken erläutert:

KREDITRISIKO

Das Ausfallrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wird von der Progress-Werk Oberkirch AG und ihren Tochterunternehmen basierend auf einheitlichen Richtlinien, Verfahren und Kontrollen gesteuert. Die Bonität der Kunden wird regelmäßig durch Kreditauskünfte und historische Daten überprüft. Basierend auf diesen Erkenntnissen, werden für die Kunden einzelne Kreditrahmen festgelegt. Ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen werden durch ein intensives Forderungsmanagement regelmäßig überwacht. Darüber hinaus wurde als zusätzliche Absicherung eine Warenkreditversicherung abgeschlossen, die wesentliche Teile der Forderungen absichert. Der Wertberichtigungsbedarf wird zu jedem Abschlussstichtag analysiert und mit angemessenen Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Im Zusammenhang mit der Anlage liquider Mittel sowie dem Bestand an derivativen finanziellen Vermögenswerten ist der Konzern Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. PWO steuert die daraus entstehende Risikoposition durch Richtlinien und Vorgaben des Konzern-Treasury sowie Diversifikation und sorgfältige Auswahl der Finanzinstitute. Des Weiteren werden alle Finanzinstitute in regelmäßigen Abständen gerade im Hinblick auf ein Ausfallrisiko analysiert und quantifiziert. Gegenwärtig sind keine liquiden Mittel oder derivative finanzielle Vermögenswerte aufgrund von Ausfällen überfällig oder wertberichtigt.

Zum 31. Dezember 2015 entspricht das maximale Kreditrisiko der finanziellen Vermögenswerte bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wird zusätzlich eine Warenkreditversicherung in Abzug gebracht.

TEUR

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2015 2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 55.301 62.194
Absicherung durch Warenkreditversicherung -40.054 -50.376
MAXIMALES AUSFALLRISIKO 15.247 11.818
Derivative finanzielle Vermögenswerte 259 26
Zahlungsmittel 4.242 5.404

Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen zum 31. Dezember 2015 stellt sich wie folgt dar:

TEUR

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2015 2014
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN 55.301 62.194
davon weder überfällig noch wertgemindert 42.622 53.013
davon < 30 Tage überfällig (aber nicht wertgemindert) 8.488 7.263
davon > 30-90 Tage überfällig (aber nicht wertgemindert) 1.605 1.365
davon > 90-180 Tage überfällig (aber nicht wertgemindert) 462 40
davon > 180-360 Tage überfällig (aber nicht wertgemindert) 1.773 513
davon > 360 Tage überfällig (aber nicht wertgemindert) 351 0

Für nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen liegen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Für das laufende Geschäft stehen ausreichende Linien mehrerer Kreditinstitute zur Verfügung. Finanzierungsrisiken werden durch eine angemessene Kombination aus kurz- und langfristigen Krediten begrenzt. Mit langfristigen Kundenaufträgen verbundene Investitionen und Vorfinanzierungen von Leistungen werden grundsätzlich projektbezogen langfristig finanziert. Der Konzern hat über die Hälfte seiner Finanzierungen mit langfristigem Zeithorizont und zu festen Zinssätzen abgesichert. Soweit notwendig, werden zusätzlich derivative Zinssicherungen abgeschlossen.

Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeiten der undiskontierten Cashflows aus den finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns zum Bilanzstichtag:

TEUR

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< 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre
2015 2014 2015 2014 2015 2014
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45.375 34.318 23.427 27.008 2.817 2.420
davon Tilgung 44.144 32.788 22.060 25.015 2.763 2.301
davon Zinszahlung 1.231 1.530 1.367 1.993 54 119
Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen 1.543 1.571 35.241 36.042 30.681 31.552
davon Tilgung 0 0 29.919 29.899 29.918 29.899
davon Zinszahlung 1.543 1.571 5.322 6.143 763 1.653
Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften 2.613 2.884 4.898 7.176 2.295 2.708
davon Tilgung 2.252 2.399 4.192 6.133 1.831 2.015
davon Zinszahlung 361 485 706 1.043 464 693
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.045 23.379 0 0 0 0
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung 3.471 2.130 1.646 1.341 0 0
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung 1.003 1.440 1.868 652 0 5
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Summe
2015 2014
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 71.619 63.746
davon Tilgung 68.967 60.104
davon Zinszahlung 2.652 3.642
Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen 67.465 69.165
davon Tilgung 59.837 59.798
davon Zinszahlung 7.628 9.367
Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften 9.806 12.768
davon Tilgung 8.275 10.547
davon Zinszahlung 1.531 2.221
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.045 23.379
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung 5.117 3.471
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung 2.871 2.097

Die in der Fälligkeitsübersicht enthaltenen Beträge der derivativen Finanzinstrumente entsprechen den undiskontierten Cashflows auf Bruttobasis.

Nachfolgende Tabelle zeigt die undiskontierten Zahlungsmittelzu- und -abflüsse der Fremdwährungsderivate mit und ohne Hedge-Beziehung:

TEUR

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Fremdwährungsderivative mit Hedge-Beziehung
< 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre
2015 2014 2015 2014 2015 2014
Zufluss 30.359 35.839 27.384 24.990 0 0
Abfluss -33.830 -37.969 -29.030 -26.331 0 0
SALDO -3.471 -2.130 -1.646 -1.341 0 0
  Fremdwährungsderivate ohne Hedge-Beziehung
  2015 2014 2015 2014 2015 2014
Zufluss 27.842 22.559 10.738 7.337 0 0
Abfluss -28.774 -23.900 -12.499 -7.825 0 0
SALDO -932 -1.341 -1.761 -488 0 0
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Fremdwährungsderivative mit Hedge-Beziehung
Summe
2015 2014
Zufluss 57.743 60.829
Abfluss -62.860 -64.300
SALDO -5.117 -3.471
  Fremdwährungsderivate ohne Hedge-Beziehung
  2015 2014
Zufluss 38.580 29.896
Abfluss -41.273 -31.725
SALDO -2.693 -1.829

ZINSRISIKO

Zur Beurteilung des Zinsänderungsrisikos sind die Finanzinstrumente gemäß IAS 32 grundsätzlich in solche mit fester und solche mit variabler Zinsbindung zu unterteilen. Zinsänderungsrisiken bestehen bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Diesen Risiken wird mit Zinsswaps begegnet. Zinsänderungsrisiken werden anhand von Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar.

Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Währungsderivate bleiben aufgrund von Wesentlichkeitsüberlegungen in den Zinssensitivitätsanalysen unberücksichtigt.

PWO unterliegt an allen Standorten Zinsrisiken. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2015 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 366 TEUR (i. V. 364 TEUR) niedriger gewesen. Wenn das Marktzinsniveau um 100 Basispunkte geringer gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern zum 31. Dezember 2015 um 362 TEUR (i. V. 415 TEUR) höher gewesen.

WÄHRUNGSRISIKO

Unter Währungsrisiko wird das Risiko wechselkursinduzierter Wertänderungen von Bilanzpositionen verstanden. Für jede Währung, die ein signifikantes Risiko für das Unternehmen darstellt, wird eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt, die auf folgenden Annahmen basiert:

Für die Sensitivitätsanalyse kommen alle monetären Finanzinstrumente des Konzerns infrage, die nicht auf die funktionale Währung der jeweiligen Einzelgesellschaften lauten. Damit bleiben wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung (Translationsrisiko) unberücksichtigt.

Nach IFRS besteht kein Wechselkursrisiko bei Finanzinstrumenten, die nicht monetäre Posten sind, und bei Finanzinstrumenten, die auf die funktionale Währung lauten. Bei den derivativen Finanzinstrumenten werden demnach nur die Währungsderivate in die Sensitivitätsanalyse einbezogen, da sämtliche Zinsderivate keinem Währungsrisiko ausgesetzt sind. Die hypothetischen Effekte in der Gewinn- und Verlustrechnung und beim Eigenkapital für jeden originären Einzelposten, der in die Sensitivitätsanalyse eingeht, bestimmen sich durch Vergleich des Buchwerts (ermittelt anhand des Stichtagskurses) mit dem Umrechnungswert, der sich unter Heranziehung eines hypothetischen Wechselkurses ergibt.

Wenn der EUR gegenüber der CZK zum 31. Dezember 2015 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 177 TEUR (i. V. 20 TEUR) höher und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow Hedges um 1.316 TEUR (i. V. 1.528 TEUR) geringer gewesen. Wenn der EUR gegenüber der CZK zum 31. Dezember 2015 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 216 TEUR (i. V. 24 TEUR) niedriger und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow Hedges um 1.607 TEUR (i. V. 1.868 TEUR) höher gewesen.

Wenn der EUR gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2015 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 2.376 TEUR (i. V. 1.917 TEUR) und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow Hedges um 1.354 TEUR (i. V. 1.475 TEUR) höher gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2015 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 2.902 TEUR (i. V. um 2.344 TEUR) geringer und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow Hedges um 3.419 TEUR höher (i. V. um 1.688 TEUR geringer) gewesen.

Wenn der EUR gegenüber dem CAD zum 31. Dezember 2015 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 666 TEUR (i. V. 639 TEUR) und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow Hedges um 1 55 TEUR (i. V. 483 TEUR) höher gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem CAD zum 31. Dezember 2015 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 814 TEUR (i. V. 781 TEUR) und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow Hedges um 191 TEUR (i. V. 591 TEUR) geringer gewesen.

KAPITALSTEUERUNG

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist die Sicherstellung eines hohen Bonitätsratings und einer guten Eigenkapitalquote. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur können Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner vorgenommen oder neue Anteile ausgegeben werden.

Die Kapitalüberwachung erfolgte bisher über das Gearing Ratio (Verhältnis Netto-Finanzschulden zu Eigenkapital) bei einer Zielgröße in der Bandbreite zwischen 60 % und 80 %. Die Netto-Finanzschulden umfassen lang- und kurzfristige Finanzschulden abzüglich Zahlungsmittel.

Im Rahmen der aktuellen Unternehmensplanung wurde dahingehend eine Umstellung vorgenommen, dass die Kapitalüberwachung im Konzern zukünftig nicht mehr über das Gearing Ratio erfolgt, sondern über den dynamischen Verschuldungsgrad (Finanzschulden abzüglich Zahlungsmittel) im Verhältnis zum EBITDA. Gemäß den konzerninternen Zielsetzungen wird ein dynamischer Verschuldungsgrad von 3 Jahren angestrebt.

TEUR

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2015 2014
Finanzschulden 137.079 130.449
Abzüglich Zahlungsmittel -4.242 -5.404
NETTO-FINANZSCHULDEN 132.837 125.045
EBITDA 42.922 39.015
DYNAMISCHER VERSCHULDUNGSGRAD (IN JAHREN) 3,1 3,2

23 FINANZINSTRUMENTE

Zum 31. Dezember 2015 sind folgende derivative Finanzinstrumente offen:

TEUR

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Nominalbetrag Tilgung 2015 Restbetrag Festsatz p. a. Laufzeit Marktwert
Zinsswaps 8.771 1.409 4.658 1,19 % bis 2,19 % 2016 bis 2020 -105
Währungssicherungsinstrumente ohne Hedge Accounting 38.581 0 38.581 -- 2016 bis 2019 -2.286
Währungssicherungsinstrumente mit Hedge Accounting 61.145 0 61.145 -- 2016 bis 2018 -5.574

Offene derivative Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2014:

TEUR

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Nominalbetrag Tilgung 2014 Restbetrag Festsatz p. a. Laufzeit Marktwert
Zinsswaps 11.437 1.755 7.321 1,15 % bis 2,19 % 2015 bis 2020 -149
Währungssicherungsinstrumente ohne Hedge Accounting 29.895 0 29.895 - 2015 bis 2017 -1.549
Währungssicherungsinstrumente mit Hedge Accounting 63.330 0 63.330 - 2015 bis 2018 -3.738

Die Marktwertänderungen derivativer Finanzinstrumente, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen, wurden unter Berücksichtigung von Steuereffekten in Höhe von -4.050 TEUR (i. V. -2.637 TEUR) direkt im Eigenkapital erfasst.

Im Rahmen des Hedge Accounting wurden 2.844 TEUR (i. V. 167 TEUR) dem Eigenkapital entnommen und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Von dieser Entnahme sind 0 TEUR (i. V. 0 TEUR) auf die Ineffektivität der Sicherungsbeziehung zurückzuführen.

Zum Bilanzstichtag wird davon ausgegangen, dass alle geplanten Transaktionen eintreten werden. Weiter wird erwartet, dass die abgesicherten Cashflows innerhalb der in vorstehender Tabelle angegebenen Laufzeit eintreffen und sich auf die Gewinne und Verluste auswirken.

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien und Klassen:

TEUR

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Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert Fair Value
2015 2014 2015 2014
AKTIVA          
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen LaR 55.301 62.194 55.301 62.194
Sonstige finanzielle Vermögenswerte   259 26 259 26
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n. a. 159 26 159 26
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 100 0 100 0
davon Geldanlagen > 3 Monate LaR 0 0 0 0
Zahlungsmittel LaR 4.242 5.404 4.242 5.404
PASSIVA          
Finanzschulden   137.079 130.449 145.927 140.556
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 68.967 60.104 70.824 62.660
davon variabel verzinslich   20.758 31.401 20.758 31.401
davon festverzinslich   48.209 28.703 50.066 31.259
Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen FLAC 59.837 59.798 65.058 65.622
davon variabel verzinslich   24.932 24.916 24.932 24.916
davon festverzinslich   34.905 34.882 40.126 40.706
Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften n. a. 8.275 10.547 10.045 12.274
davon variabel verzinslich   0 21 0 21
davon festverzinslich   8.275 10.526 10.045 12.253
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 26.045 23.379 26.045 23.379
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten   8.224 5.462 8.224 5.462
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n. a. 5.733 3.764 5.733 3.764
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 2.491 1.698 2.491 1.698
DAVON AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IAS 39:          
Loans and Receivables (LaR)   59.543 67.598 59.543 67.598
Financial Assets Held for Trading (FAHfT)   100 0 100 0
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC)   154.849 143.281 161.927 151.661
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT)   2.491 1.698 2.491 1.698

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente wurden nachfolgend in die Fair-Value-Hierarchie eingeordnet:

TEUR

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Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014
ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE VERMÖGENSWERTE                
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 0 0 259 26 0 0 259 26
davon Derivate mit Hedge-Beziehung 0 0 159 26 0 0 159 26
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung 0 0 100 0 0 0 100 0
VERMÖGENSWERTE, FÜR DIE EIN BEIZULEGENDER ZEITWERT AUSGEWIESEN WIRD                
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 0 0 55.301 62.194 0 0 55.301 62.194
Zahlungsmittel 0 0 4.242 5.404 0 0 4.242 5.404
ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE VERBINDLICHKEITEN                
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 8.224 5.462 0 0 8.224 5.462
davon Derivate mit Hedge-Beziehung 0 0 5.733 3.764 0 0 5.733 3.764
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung 0 0 2.491 1.698 0 0 2.491 1.698
VERBINDLICHKEITEN, FÜR DIE EIN BEIZULEGENDER ZEITWERT AUSGEWIESEN WIRD                
Festverzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 50.066 31.259 0 0 50.066 31.259
Variabel verzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 20.758 31.401 0 0 20.758 31.401
Festverzinsliche Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen 0 0 40.126 40.706 0 0 40.126 40.706
Variabel verzinsliche Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen 0 0 24.932 24.916 0 0 24.932 24.916
Festverzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften 0 0 10.045 12.253 0 0 10.045 12.253
Variabel verzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften 0 0 0 21 0 0 0 21
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 26.045 23.379 0 0 26.045 23.379

Umbuchungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1 und Stufe 2 und Umbuchungen in oder aus Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3 wurden nicht vorgenommen.

Aus der Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert für die im Bestand gehaltenen Finanzinstrumente ergaben sich folgende Gesamterträge und -aufwendungen:

TEUR

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Vermögenswerte Verbindlichkeiten
2015 2014 2015 2014
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:        
DERIVATE OHNE HEDGE-BEZIEHUNG 0 0 -2.393 -1.603
Im Eigenkapital erfasst:        
DERIVATE MIT HEDGE-BEZIEHUNG 0 0 -4.155 -3.209

Erträge und Aufwendungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von Derivaten ohne Hedge-Beziehung werden im sonstigen betrieblichen Ertrag beziehungsweise im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten (ohne derivative Finanzinstrumente, die in das Hedge Accounting einbezogen sind):

TEUR

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2015 2014
LOANS AND RECEIVABLES (LAR) 1.227 2.301
davon aufgrund von Abgang 58 111
davon aufgrund von Wertminderung/-aufholung -8 183
davon aufgrund von Währungseffekten 1.177 2.007
FINANCIAL ASSETS HELD FOR TRADING (FAHFT) 100 -85
davon aufgrund von Abgang 0 -85
davon aufgrund von Neubewertung 100 0
FINANCIAL LIABILITIES MEASURED AT AMORTISED COST (FLAC) 671 1.753
davon aufgrund von Abgang 227 160
davon aufgrund von Währungseffekten 444 1.593
FINANCIAL LIABILITIES HELD FOR TRADING (FLHFT) -3.928 -1.554
davon aufgrund von Abgang -1.535 49
davon aufgrund von Neubewertung -2.393 -1.603

Die nachfolgende Tabelle zeigt einen Überblick über die in der Bilanz vorgenommenen Saldierungen finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Des Weiteren ist dargestellt, inwieweit Aufrechnungsvereinbarungen aufgrund von Rahmenverträgen bestehen, die nicht zu einem saldierten Ausweis in der Bilanz führen. Aufrechnungsvereinbarungen betreffen im PWO-Konzern ausschließlich derivative Finanzinstrumente, bei denen die Rahmenverträge mit den Banken im Verzugsfall eine Aufrechnung der zu diesem Zeitpunkt bestehenden gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten vorsehen.

TEUR

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2015 2014
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE    
Bilanzierte Bruttobeträge finanzielle Vermögenswerte 56.147 62.830
Saldierte Bruttobeträge finanzielle Verbindlichkeiten -587 -610
AUSGEWIESENE NETTOBETRÄGE DER FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTE 55.560 62.220
davon Derivate 259 26
davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 55.301 62.194
Aufrechenbar aufgrund von Rahmenverträgen -259 -26
GESAMTNETTOWERT DER FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTE 55.301 62.194
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN    
Bilanzierte Bruttobeträge finanzielle Verbindlichkeiten -38.805 -36.849
Saldierte Bruttobeträge finanzielle Vermögenswerte 96 382
AUSGEWIESENE NETTOBETRÄGE DER FINANZIELLEN VERBINDLICHKEITEN -38.709 -36.467
davon Derivate -8.224 -5.462
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltene Anzahlungen -30.485 -31.005
Aufrechenbar aufgrund von Rahmenverträgen 259 26
GESAMTNETTOWERT DER FINANZIELLEN VERBINDLICHKEITEN -38.450 -36.441

Die in den finanziellen Vermögenswerten saldierten Passiva in Höhe von 587 TEUR (i. V. 610 TEUR) stellen zum Bilanzstichtag offene Gutschriften an Kunden dar. Die saldierten Aktiva innerhalb der finanziellen Verbindlichkeiten sind Forderungen in Form von Gutschriften an Lieferanten in Höhe von 96 TEUR (i. V. 382 TEUR).

SONSTIGE ANGABEN

24 FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

Forschungskosten sind nicht angefallen. Von den auftrags- und kundenbezogenen Entwicklungskosten in Höhe von 8.627 TEUR (i. V. 9.330 TEUR) wurden 370 TEUR (i. V. 1.350 TEUR) in den immateriellen Vermögenswerten aktiviert.

25 GESAMTBEZÜGE DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS

Im Geschäftsjahr 2015 lagen die Gesamtbezüge (kurzfristig fällige Bezüge) des Vorstands bei 1.446 TEUR (i. V. 1.406 TEUR). Hierin enthalten sind erfolgsbezogene Komponenten in Höhe von 647 TEUR (i. V. 599 TEUR). Für die Mitglieder des Vorstands entstanden im Geschäftsjahr 2015 Dienstzeitaufwendungen für Pensionszusagen in Höhe von 221 TEUR (i. V. 169 TEUR).

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats (kurzfristig fällige Bezüge) belaufen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 265 TEUR (i. V. 173 TEUR).

Der Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat ist Bestandteil des Konzernlageberichts.

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands der PWO AG und ihre Hinterbliebenen wurden Pensionszahlungen in Höhe von 222 TEUR (i. V. 272 TEUR) geleistet. Die entsprechende Pensionsrückstellung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 3.358 TEUR (i. V. 3.708 TEUR).

26 HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer gem. § 285 Abs. 1 Nr. 17 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR

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2015 2014
Abschlussprüfung 171 165
Steuerberatungsleistungen 97 70
Sonstige Leistungen 13 81
SUMME 281 316

Im Honorar für den Abschlussprüfer sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 11 TEUR (i. V. 19 TEUR) enthalten.

Weitere Bestätigungs- und Bewertungsleistungen wurden nicht in Anspruch genommen.

27 BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Nahestehende Unternehmen und Personen des Konzerns sind das oberste Mutterunternehmen sowie der Vorstand und der Aufsichtsrat. Während des Geschäftsjahres gab es keine Geschäftsbeziehungen zwischen dem Konzern und dem obersten Mutterunternehmen. Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nahestehenden Personen bestanden nicht. Auf die Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht im Lagebericht wird verwiesen.

Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung der nahestehenden Personen des Konzerns umfasst die Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Konzernlagebericht enthält den Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat.

28 ZUSATZINFORMATION ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme, basierend auf IAS 7, dargestellt. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds beinhaltet die Zahlungsmittel und die jederzeit fälligen Bankschulden. Die jederzeit fälligen Bankschulden in Höhe von 11.550 TEUR (i. V. 10.562 TEUR) sind in der Bilanzposition "Kurzfristige Finanzschulden" enthalten.

29 SEGMENTBERICHT

Entsprechend der internen Steuerung des Konzerns stellen die Produktionsstandorte die Basis für die Segmentberichterstattung dar. Der Hauptentscheidungsträger des Konzerns ist definiert als der Vorstand der PWO AG. Die Segmente werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Entsprechend werden auch die Umsätze dieser Segmente nach dem Standort des Vermögens zugeordnet. Die Aufteilung erfolgt in die Regionen Deutschland, Übriges Europa, NAFTA-Raum und Asien. Die Zusammenfassung der Standorte Kanada und Mexiko in das Segment "NAFTA-Raum" begründet sich einerseits durch die gemeinsame Teilnahme am Freihandelsabkommen NAFTA und andererseits aufgrund der Ähnlichkeit und Vergleichbarkeit der wirtschaftlichen Merkmale des Geschäfts, der Art der Produkte und Produktionsprozesse, der Art der Kundenbeziehung sowie der Methoden der Vertriebsorganisation.

Ergebnis, Vermögen, Schulden und Abschreibungen zwischen den einzelnen Segmenten werden in der Spalte "Konsolidierung" eliminiert. In dieser Spalte werden auch die nicht den einzelnen Segmenten zuordenbaren Positionen erfasst. Die Segmentdaten werden in Übereinstimmung mit den im Konzernabschluss angewandten Rechnungslegungsmethoden ermittelt.

Von den ausgewiesenen Umsatzerlösen entfällt zum 31. Dezember 2015 auf einen einzelnen Kunden ein über 10 % liegender Umsatzanteil (52.700 TEUR), der sich nahezu auf alle Segmente verteilt. Zum 31. Dezember 2014 wurde ein Kunde mit einem knapp über 10 % liegenden Umsatzanteil (39.400 TEUR) identifiziert.

SEGMENTINFORMATIONEN NACH STANDORTEN (GESCHÄFTSJAHR 2015) TEUR

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Deutschland Übriges Europa NAFTA-Raum Asien Konsolidierung Konzern
Gesamtumsätze 248.728 68.692 87.465 19.779 0 424.664
Innenumsätze -14.642 -2.993 -192 -2.240 0 -20.067
AUSSENUMSÄTZE 234.086 65.699 87.273 17.539 0 404.597
GESAMTLEISTUNG 251.695 66.409 93.162 22.284 -20.256 413.294
Gesamterträge 10.581 482 3.023 3.215 -4.494 12.807
Gesamtaufwendungen 235.641 57.216 88.533 26.287 -24.498 383.179
Abschreibungen1 13.240 3.300 6.376 1.970 -54 24.832
ERGEBNIS VOR ZINSEN UND STEUERN (EBIT) 13.395 6.375 1.276 -2.758 -198 18.090
Zinsertrag 2.902 92 0 1 -2.874 121
Ausschüttungen von verbundenen Unternehmen 7.000 0 0 0 -7.000 0
Zinsaufwand 4.275 1.183 1.784 1.501 -2.874 5.869
ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT) 19.022 5.284 -508 -4.258 -7.198 12.342
Ertragsteuern 4.168 -168 837 0 -39 4.798
PERIODENERGEBNIS 14.854 5.452 -1.345 -4.258 -7.159 7.544
Vermögen 184.965 82.842 76.200 52.749 -49.952 346.804
davon langfristige Vermögenswerte 69.852 42.528 38.639 32.908 -157 183.770
Schulden 23.057 45.560 56.859 50.424 67.793 243.693
Investitionen 11.914 10.906 2.672 3.300 0 28.792

1 In den Abschreibungen im Segment Deutschland ist eine Wertminderung in Höhe von insgesamt 38 TEUR erfasst.

SEGMENTINFORMATIONEN NACH STANDORTEN (GESCHÄFTSJAHR 2014) TEUR

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Deutschland Übriges Europa NAFTA-Raum Asien Konsolidierung Konzern
Gesamtumsätze 249.431 52.977 80.188 16.038 0 398.634
Innenumsätze -11.977 -2.375 -121 -3.027 0 -17.500
AUSSENUMSÄTZE 237.454 50.602 80.067 13.011 0 381.134
GESAMTLEISTUNG 252.109 57.385 79.801 18.474 -17.095 390.674
Gesamterträge 6.529 532 1.659 2.008 -2.473 8.255
Gesamtaufwendungen 235.889 48.227 75.687 19.482 -19.371 359.914
Abschreibungen1 12.670 2.886 5.447 1.388 -41 22.350
ERGEBNIS VOR ZINSEN UND STEUERN (EBIT) 10.079 6.804 326 -388 -156 16.665
Zinsertrag 1.226 89 0 3 -1.179 139
Ausschüttungen von verbundenen Unternehmen 6.795 0 0 0 -6.795 0
Zinsaufwand 4.342 922 1.183 940 -1.179 6.208
ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT) 13.758 5.971 -857 -1.325 -6.951 10.596
Ertragsteuern 4.088 -2.690 1.943 0 -55 3.286
PERIODENERGEBNIS 9.670 8.661 -2.800 -1.325 -6.896 7.310
Vermögen 187.189 74.266 69.623 46.218 -35.836 341.460
davon langfristige Vermögenswerte 71.184 34.930 40.362 30.133 -212 176.397
Schulden 25.505 34.255 43.171 46.575 95.854 245.360
Investitionen 16.475 11.228 6.485 3.268 -64 37.392

1 In den Abschreibungen der Segmente Deutschland und Übriges Europa ist eine Wertminderung in Höhe von insgesamt 106 TEUR erfasst (Deutschland: 17 TEUR, Übriges Europa: 89 TEUR).

Das Segmentvermögen und die Segmentschulden entsprechen den Werten aus den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen. Im Segment Deutschland sind wesentliche zahlungsunwirksame Posten in Höhe von 1.820 TEUR (i. V. 2.159 TEUR) enthalten.

Nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Außenumsätze in die drei strategischen Produktbereiche. Die Produktbereiche sind im Konzernlagebericht, Kapitel "Grundlagen des Konzerns", erläutert.

SEGMENTINFORMATIONEN NACH PRODUKTBEREICHEN UMSATZERLÖSE TEUR

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2015 2014
Mechanische Komponenten für Elektrik und Elektronik 80.307 90.665
Sicherheitskomponenten für Airbag, Sitz und Lenkung 142.293 122.548
Strukturkomponenten und Subsysteme für Karosserie und Fahrwerk 181.997 167.921
SUMME 404.597 381.134

30 CORPORATE GOVERNANCE

Die im Dezember 2015 von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

31 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

32 ZUSAMMENSETZUNG UND MANDATE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS

AUFSICHTSRAT

Dieter Maier, Stuttgart

Vorsitzender des Aufsichtsrats,

ehem. Mitglied des Vorstands der Baden-Württembergischen Bank AG, Stuttgart

Weitere Mandate

Düker GmbH & Co. KGaA, Karlstadt, Mitglied des Aufsichtsrats

Dr. Gerhard Wirth, Stuttgart

stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats,

Rechtsanwalt, Of Counsel der Sozietät Gleiss Lutz Hootz Hirsch, Partnerschaftsgesellschaft von Rechtsanwälten, Steuerberatern

Weitere Mandate

Düker GmbH & Co. KGaA, Karlstadt, Mitglied des Aufsichtsrats und des Beirats

Wolff & Müller Holding GmbH & Co. KG, Stuttgart, Mitglied des Beirats

Dr. Georg Hengstberger, Tübingen

Dipl.-Mathematiker, Geschäftsführer der Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, und Risikocontroller, Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart

Weitere Mandate

Düker GmbH & Co. KGaA, Karlstadt, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Herbert König, Renchen-Erlach

Arbeitnehmervertreter,

Industriekaufmann und Vorsitzender des Betriebsrats der PWO AG

Ulrich Ruetz, Ludwigsburg

ehem. Vorsitzender des Vorstands der BERU AG, Ludwigsburg

Weitere Mandate

Düker GmbH & Co. KGaA, Karlstadt, stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg, Mitglied des Aufsichtsrats

Franz Schmidt, Renchen

Arbeitnehmervertreter,

Fertigungsverfahrensbetreuer und Mitglied des Betriebsrats der PWO AG

VORSTAND

Dr. Volker Simon, Offenburg

Sprecher, Markt und Technologie

Weitere Mandate

PWO Canada Inc., Kitchener, Kanada, Member of the Board of Directors

PWO Czech Republic a.s., Valašské Meziříčí, Tschechische Republik, Member of the Supervisory Board

PWO Holding Co., Ltd., Hongkong, China, Director

PWO High-Tech Metal Components (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou, China, Chairman of the Board of Directors

PWO de México S.A. de C.V., Puebla, Mexiko, Chairman of the Board of Directors

Bernd Bartmann, Schutterwald

Kaufmännischer Bereich

Weitere Mandate

PWO Canada Inc., Kitchener, Kanada, Member of the Board of Directors

PWO Czech Republic a.s., Valašské Meziříčí, Tschechische Republik, Member of the Supervisory Board

PWO Holding Co., Ltd., Hongkong, China, Director

PWO High-Tech Metal Components (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou, China, Member of the Board of Directors

PWO de México S.A. de C.V., Puebla, Mexiko, Member of the Board of Directors

Sparkasse Offenburg/Ortenau, Offenburg, Mitglied des Beirats

avenit AG, Offenburg, stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dr.-Ing. Winfried Blümel, Oberkirch

Produktion und Materialwirtschaft

Weitere Mandate

PWO Canada Inc., Kitchener, Kanada, Member of the Board of Directors

PWO Czech Republic a.s., Valašské Meziříčí, Tschechische Republik, Chairman of the Supervisory Board

PWO High-Tech Metal Components (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou, China, Member of the Board of Directors

PWO de México S.A. de C.V., Puebla, Mexiko, Member of the Board of Directors

33 GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen Bilanzgewinn der PWO AG von 4.852 TEUR wie folgt zu verwenden:

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Ausschüttung einer Dividende von 1,55 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie 4.844 TEUR
Vortrag auf neue Rechnung 8 TEUR

Der Gewinnverwendungsvorschlag berücksichtigt keine eigenen Aktien. Sollte die Gesellschaft im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns eigene Aktien halten, vermindert sich der auszuschüttende Betrag um den Dividendenteilbetrag, der auf die eigenen Aktien entfällt. Der Gewinnvortrag verändert sich gegenläufig um den gleichen Betrag.

 

Oberkirch, 17. März 2016

Der Vorstand

Dr. Volker Simon, Sprecher

Bernd Bartmann

Dr. Winfried Blümel

Bestätigungsvermerk

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft, Oberkirch, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Freiburg i. Br., 24. März 2016

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nietzer, Wirtschaftsprüfer

Schmelzle, Wirtschaftsprüfer