![]() Progress-Werk Oberkirch AktiengesellschaftOberkirchJahres- und Konzernabschluss zum 31.12.2016GESCHÄFTSBERICHT 2016BERICHT DES AUFSICHTSRATSPWODer Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft (die "Gesellschaft" oder "PWO") nahm im Geschäftsjahr 2016 die ihm gemäß Gesetz und Satzung der Gesellschaft sowie seiner Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahr. Hierzu pflegte er mit dem Vorstand eine kontinuierliche Zusammenarbeit und einen intensiven Dialog. Er erörterte mit ihm insbesondere alle wesentlichen Fragen zur Entwicklung von Gesellschaft und Konzern. Dabei stimmten Vorstand und Aufsichtsrat die strategische Weiterentwicklung des Konzerns eng miteinander ab. Der Aufsichtsrat beriet den Vorstand regelmäßig und überwachte die Führung der Geschäfte hinsichtlich ihrer Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit. Bei Entscheidungen des Vorstands, die für die Gesellschaft oder den Konzern von grundsätzlicher Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat stets unmittelbar eingebunden. Anhand detaillierter schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands wurde er zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen zu den für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Märkten, zum aktuellen Gang der Geschäfte sowie zur Lage von Gesellschaft und Konzern informiert. Ebenso wurden laufende Entwicklungsprojekte und Investitionen sowie die kurz- und langfristige Unternehmensplanung und die strategische Weiterentwicklung des Konzerns eingehend erörtert. Darüber hinaus informierte der Vorstand über die Liquiditäts- und Risikolage, über die konzernweiten Risiko- und Compliance-Managementsysteme sowie insbesondere über Fragen der IT-Sicherheit und des Datenschutzes. Plan- und Zielabweichungen des Geschäftsverlaufs sowie geeignete Maßnahmen, diesen zu begegnen, wurden vom Vorstand im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat geprüft. Der Aufsichtsrat prüfte alle Berichte des Vorstands kritisch auf ihre Plausibilität sowie die Risiko- und Compliance-Managementsysteme auf ihre Angemessenheit und Effektivität. Er stellte fest, dass Gegenstand und Umfang der Berichterstattung des Vorstands den Anforderungen des Aufsichtsrats in vollem Umfang gerecht wurden. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands erteilte der Aufsichtsrat, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen erforderlich war, nach Prüfung und Beratung seine Zustimmung. Zustimmungspflichtige Angelegenheiten legte der Vorstand rechtzeitig zur Beschlussfassung vor. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand im Geschäftsjahr 2016 auch zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats regelmäßig in engem persönlichem Kontakt mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Sprecher des Vorstands, und beriet ihn in Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements sowie in Compliance-Fragen. Er informierte sich darüber hinaus ständig über den Geschäftsgang und die wesentlichen Geschäftsvorfälle. Auch außerhalb von Sitzungen informierte er die übrigen Aufsichtsratsmitglieder und erörterte aktuelle Entwicklungen mit ihnen. Die kontinuierliche Information des Aufsichtsratsvorsitzenden über besondere Geschäftsvorgänge, die für die Beurteilung von Lage und Entwicklung sowie für die Leitung der Gesellschaft bzw. des Konzerns von wesentlicher Bedeutung waren, war gewährleistet. Er wurde diesbezüglich durch den Vorstand unverzüglich mündlich oder durch schriftliche Berichte umfassend in Kenntnis gesetzt. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen waren und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten auch im Geschäftsjahr 2016 nicht auf. ARBEIT DES PLENUMSIm Berichtsjahr 2016 tagte das Plenum siebenmal, und zwar am 26. Januar, 29. März, 19. April, 31. Mai, 28. Juli, 27. September und am 16. Dezember. Die Termine im Januar und April wurden als telefonische Beschlussfassungen abgehalten. Sie behandelten jeweils Vorstandsangelegenheiten. Die Präsenzsitzungen des Aufsichtsrats fanden mit einer Ausnahme am Sitz der Gesellschaft statt. Einer festen Tradition folgend, wurde auch 2016 wieder eine Sitzung an einem der ausländischen Standorte abgehalten, die der Aufsichtsrat bei diesen Gelegenheiten besichtigt. Am 27. September 2016 trat er am Standort der chinesischen Tochtergesellschaft in Suzhou zusammen. Mit einer Ausnahme tagte der Aufsichtsrat jeweils vollzählig. Der Aufsichtsrat befasste sich regelmäßig eingehend mit der Unternehmensstrategie, der aktuellen Marktlage, den laufenden Entwicklungsprojekten und dem Status der Investitionen. Darüber hinaus erörterte der Aufsichtsrat regelmäßig die jeweiligen Situations- und Ergebnisberichte des Vorstands zur wirtschaftlichen und operativen Lage. Ferner standen im Jahresverlauf die folgenden Einzelthemen auf der Tagesordnung: In der Sitzung vom 29. März 2016 befasste sich der Aufsichtsrat ausführlich mit den Abschlüssen des Geschäftsjahres 2015 einschließlich des Abhängigkeitsberichts des Vorstands, dem Bericht des Aufsichtsrats, dem Geschäftsbericht 2015 - insbesondere dem Corporate-Governance-Bericht - sowie der Unabhängigkeit des Finanzexperten im Aufsichtsrat und der Tagesordnung der 93. ordentlichen Hauptversammlung am 31. Mai 2016. Im Zusammenhang mit der dort vorgesehenen Ergänzungswahl zum Aufsichtsrat fasste der Aufsichtsrat den Beschluss, Herrn Karl M. Schmidhuber als Nachfolger von Herrn Dieter Maier vorzuschlagen. Darüber hinaus wurden Fragen zum Risikomanagement, insbesondere bei den Tochtergesellschaften, sowie Rechnungslegungs- und Finanzierungsthemen behandelt. Am 31. Mai 2016 stand die am selben Tag stattfindende ordentliche Hauptversammlung 2016 im Vordergrund der Erörterungen. Außerdem wurde neben den zu allen Sitzungen aufgerufenen Tagesordnungspunkten die erste Hochrechnung für das laufende Geschäftsjahr 2016 inklusive der damit verbundenen Risikosituation sowie Compliance-Fragen behandelt. Im Anschluss an die Hauptversammlung wählte der Aufsichtsrat sein neu gewähltes Mitglied Herrn Karl M. Schmidhuber, den langjährigen Sprecher und Vorsitzenden des Vorstands, einstimmig zu seinem neuen Vorsitzenden. Der Aufsichtsrat dankte Herrn Dieter Maier, der mit Ablauf der Hauptversammlung aus dem Gremium ausgeschieden war, für seinen unermüdlichen Einsatz für die Gesellschaft. Herr Maier hat sich während der vielen Jahre in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender um PWO verdient gemacht. Vor allem hat er tatkräftig und konsequent den Konzern auf den Weg hin zu einem globalen Anbieter für die internationale Automobilindustrie gebracht. In Dankbarkeit und Anerkennung ernannte ihn der Aufsichtsrat zu seinem Ehrenvorsitzenden. In der Sitzung vom 28. Juli 2016 erörterte der Aufsichtsrat über die regelmäßig aufgerufenen Tagesordnungspunkte hinaus die Berichte des Vorstands zur Umsetzung der umfassend weiterentwickelten konzernweiten Ablauforganisation ("Future PWO") sowie - unter besonderem Augenmerk auf der geplanten erstmaligen Inanspruchnahme eines Konsortialkredits - Fragen zur Finanzierung. Ferner wurde eingehend der Datenschutzbericht des Vorstands behandelt. Ein Schwerpunkt der Sitzung vom 27. September 2016, in deren Rahmen wie erwähnt auch die Betriebsstätte der chinesischen Tochtergesellschaft von PWO in Suzhou besichtigt wurde, war über die regelmäßig erörterten Themen hinaus die zweite Hochrechnung für das Geschäftsjahr 2016. In der Sitzung vom 16. Dezember 2016 standen zusätzlich die Entwicklung des Konzerns im zweiten Geschäftshalbjahr sowie die dritte Hochrechnung zur Debatte. Einen Schwerpunkt bildeten hierbei die Erläuterung der Währungseffekte und deren Auswirkungen auf die Entwicklung und Ergebnisse der Gesellschaft. Darüber hinaus erörterte der Aufsichtsrat die mittelfristige Planung 2017 bis 2021 inklusive der Investitions- und Personalplanung sowie die mittelfristige Risikosituation. Des Weiteren standen Fragen zur Corporate Governance inklusive der Effizienzprüfung seiner Tätigkeit sowie die Diskussion und Beschlussfassung bezüglich der Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 5. Mai 2015 sowie die Abweichungen von diesen Empfehlungen auf der Tagesordnung. Weitere Ausführungen zur Corporate Governance finden sich im Corporate-Governance-Bericht und in der Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289 a und 315 Abs. 5 Handelsgesetzbuch der Gesellschaft. Beide sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.progress-werk.de/investor-relations/corporate-governance/ abrufbar. In seiner Sitzung am 29. März 2017 behandelte der Aufsichtsrat umfassend den Jahres- und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2016 einschließlich des zusammengefassten Lageberichts für die Gesellschaft und den Konzern, den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Abhängigkeitsbericht des Vorstands gemäß § 312 Aktiengesetz. Der Konzernabschluss wurde vom Vorstand nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie nach den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 Handelsgesetzbuch anzuwendenden Vorschriften. Die Buchführung, der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern sowie der Abhängigkeitsbericht wurden von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Bestätigungsvermerk der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abhängigkeitsbericht lautet: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind." Der Jahres- und Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern, der Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns, der Abhängigkeitsbericht und die vom Abschlussprüfer erstellten Prüfungsberichte wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats im Vorfeld der Sitzung am 29. März 2017 ausgehändigt. Der Prüfungsausschuss prüfte diese Unterlagen in seiner Sitzung am 14. März 2017. Der Abschlussprüfer war bei der Sitzung des Prüfungsausschusses am 14. März 2017 und bei der Aufsichtsratssitzung am 29. März 2017 anwesend und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat unterzog den Jahres- und den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns einer eigenen Prüfung und stimmte auf Empfehlung des Prüfungsausschusses dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer in der Sitzung am 29. März 2017 zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats waren keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigte den Konzern- sowie den Jahresabschluss, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat unterzog auch den Abhängigkeitsbericht einer eigenen Prüfung und stimmte dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer in der Sitzung am 29. März 2017 zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats waren keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben. Das Gremium stimmte darüber hinaus dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns 2016 zu. Die Verwaltung wird der Hauptversammlung am 23. Mai 2017 daher vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 1,60 EUR je Aktie auszuschütten. ARBEIT DER AUSSCHÜSSEDer Aufsichtsrat hat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben und gemäß seiner Geschäftsordnung einen Personal- und einen Prüfungsausschuss eingerichtet. Er hat diesen Ausschüssen im Rahmen des gesetzlich Zulässigen gewisse Entscheidungsbefugnisse übertragen. Im Übrigen bereiten die Ausschüsse die sie betreffenden Themen für deren Erörterung im Plenum vor. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Plenum regelmäßig über die Beratungen und Beschlüsse des jeweiligen Ausschusses. Der Aufsichtsratsvorsitzende leitet den Personalausschuss. Er bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor und beschließt anstelle des Aufsichtsrats über die Vertretung der Gesellschaft gegenüber Vorstandsmitgliedern, die Einwilligung zu Neben- und Konkurrenztätigkeiten eines Vorstandsmitglieds und die Gewährung von Darlehen an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Der Personalausschuss tagte im Berichtsjahr 2016 viermal, und zwar am 25. Januar, 1. April, 18. April und am 23. November. Seine Mitglieder waren jeweils vollzählig anwesend. Gegenstand der Erörterungen waren im Wesentlichen die Zusammenarbeit im Vorstand, die Nachfolge des ausgeschiedenen Vorstandsmitglieds Dr. Winfried Blümel sowie die Verlängerung auslaufender Vorstandsverträge. Herr Dr. Georg Hengstberger ist Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Er verfügt über besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet der Rechnungslegung. Der Prüfungsausschuss übernimmt anstelle des Aufsichtsrats die Vorprüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses, des Lage- und des Konzernlageberichts sowie des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers. Des Weiteren bereitet er den gemäß § 1 71 Aktiengesetz zu erstattenden Bericht des Aufsichtsrats vor. Der Prüfungsausschuss befasst sich außerdem mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit der internen Kontroll- und Revisionssysteme, des Risikomanagementsystems, der Abschlussprüfung sowie der Compliance und des Compliance-Management-Systems. Des Weiteren nimmt der Prüfungsausschuss die Beauftragung des Abschlussprüfers und die Vereinbarung seines Honorars vor. Ferner holt der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex ein. Im Berichtsjahr wurden keine die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers infrage stellenden Erkenntnisse gewonnen. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr 2016 sechsmal, und zwar am 16. Februar, 16. März, 26. April, 28. Juli, 26. Oktober sowie am 14. Dezember. An den Sitzungen nahmen jeweils alle Mitglieder des Ausschusses teil. Die wesentlichen Themen seiner Erörterungen waren die Abschlüsse des Geschäftsjahres 2015, der Zwischenfinanzbericht sowie die Quartalsmitteilungen des Geschäftsjahres 2016 und die Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2016. Außerdem setzte sich der Ausschuss mit Fragen der internen Revision sowie der Zustimmung zu Nichtprüfungsleistungen durch die Abschlussprüfungsgesellschaft auseinander. Des Weiteren befasste sich der Prüfungsausschuss intensiv mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens. Hierzu nahm er Berichte des Vorstands entgegen, insbesondere zur aktuellen Entwicklung der Rentabilität der Gesellschaft und des Konzerns. Darüber hinaus erörterte der Ausschuss Fragestellungen unter anderem zur Unternehmensfinanzierung, zur Bewertung von Beteiligungen, der Unternehmenssteuerung und der Rechnungslegung. Der Prüfungsausschuss nahm regelmäßig einen Abgleich der aktuellen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns mit der laufenden Planung vor und prüfte entsprechenden Handlungsbedarf. Im Berichtsjahr waren die Ausschüsse folgendermaßen besetzt: PERSONALAUSSCHUSS
PRÜFUNGSAUSSCHUSS
VERÄNDERUNGEN IN DEN ORGANENAm 31. Mai 2016 wählte die Hauptversammlung Herrn Karl M. Schmidhuber in den Aufsichtsrat. Er folgte Herrn Dieter Maier, der nach über 27 Jahren Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der Gesellschaft aus Altersgründen seinen Rücktritt mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung erklärt hatte. Dr. Winfried Blümel, seit April 2004 Mitglied des Vorstands der Gesellschaft und Chief Operating Officer, schied mit Wirkung zum 30. Juni 2016 aus dem Gremium aus. Der Aufsichtsrat dankte Dr. Blümel für sein großes Engagement und seine erfolgreiche Tätigkeit und wünschte ihm für die Zukunft alles Gute. Als Nachfolger bestellte der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Juli 2016 Herrn Johannes Obrecht zum stellvertretenden Mitglied des Vorstands der Gesellschaft und zum Chief Operating Officer. Johannes Obrecht ist schon seit über 30 Jahren erfolgreich im Unternehmen tätig. Zuletzt hatte er das Geschäftsfeld Tiefziehteile sowie die Entwicklungsabteilung geleitet. DANKIm Berichtsjahr 2016 erzielte der PWO-Konzern zum zweiten Mal in Folge ein Rekordvolumen im Neugeschäft. Dieser Erfolg untermauert eindrucksvoll seine inzwischen etablierte globale Positionierung als strategischer Partner für die Qualitätsproduzenten der internationalen Automobilindustrie. Die mittelfristigen Wachstumspläne werden damit ebenso gesichert wie die Auslastung für die folgenden Jahre. Mit den 2016 umgesetzten neuen Geschäftsprozessen des PWO-Konzerns ("Future PWO") können schon ab dem laufenden Geschäftsjahr 2017 zusätzliche ertragssteigernde Potenziale erschlossen werden. Hierzu wird wesentlich auch das im Dezember 2016 seiner Bestimmung übergebene neue Verwaltungsgebäude am Stammsitz Oberkirch beitragen. Damit bekennen wir uns deutlich zum Standort und zur Region. Mit der Zusammenführung wesentlicher Funktionen wie Einkauf, Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung werden kurze Wege geschaffen und Effizienzen maßgeblich verbessert. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei allen weltweit tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre auch im Berichtsjahr wieder unter Beweis gestellte Leistungsbereitschaft und Motivation. Es ist ihr Erfolg, dass PWO in der Lage ist, die stetig wachsenden Herausforderungen des globalen Automobilmarktes zu meistern und mit einer innovativen Produktpalette in Leichtbauweise sowie höchster Qualität führend ist bei anspruchsvollen Metallkomponenten und Systemen in Leichtbauweise für Sicherheit und Komfort im Fahrzeug. Der Aufsichtsrat ist unverändert davon überzeugt, dass der Vorstand sowie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Positionierung von PWO auch in Zukunft gewährleisten werden. Für den Erfolg und das große Engagement im Geschäftsjahr 2016 drückt der Aufsichtsrat den Vorständen und allen Beschäftigten seinen Dank aus. Dieser Bericht wurde vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 29. März 2017 eingehend erörtert und festgestellt.
Oberkirch, den 29. März 2017 Karl M. Schmidhuber, Vorsitzender CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHTUnser Selbstverständnis gründet auf umfassendem Verantwortungsbewusstsein. Verantwortliches Handeln untereinander, gegenüber unseren Kapitalgebern, Geschäftspartnern und der Gesellschaft sehen wir als Verpflichtung, langfristige und nachhaltige Wertschöpfung stehen im Mittelpunkt. Auf diesen Prinzipien baut gute Corporate Governance bei der Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft (auch die "Gesellschaft" oder die "AG") und ihren Konzerngesellschaften (zusammen der "Konzern" oder "PWO") auf. Um das Vertrauen in die Führung der Gesellschaft und des Konzerns bei Aktionären und Beschäftigten, Kunden und Lieferanten sowie in der Öffentlichkeit zu wahren und zu festigen, verpflichten sich alle mit Führung und Kontrolle Beauftragten zur Einhaltung dieser Prinzipien. Bei ihrer Umsetzung orientiert sich die AG an dem einschlägigen gesetzlichen Regelwerk und den in der deutschen Wirtschaft üblichen Standards guter Unternehmensführung. Die Satzung enthält keine hiervon abweichenden Regelungen. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten vertrauensvoll, eng und effektiv zusammen. Wesentliche neue Informationen werden transparent, zeitnah und gleichzeitig nach innen wie nach außen kommuniziert. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289 A HGB UND § 315 ABS. 5 HGBDie Erklärung der AG zur Unternehmensführung für die Gesellschaft (§ 289 a HGB) und den Konzern (§ 315 Abs. 5 HGB) enthält neben der Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG Angaben zu über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandten Unternehmensführungspraktiken, Erläuterungen zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Zusammensetzung und Arbeitsweise der vom Aufsichtsrat eingerichteten Ausschüsse sowie weitere Angaben zu wesentlichen Corporate-Governance-Strukturen. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG NACH § 161 AKTGVorstand und Aufsichtsrat haben im Dezember 2016 folgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben: Vorstand und Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch AG erklären, dass die Gesellschaft den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprechen wird: ZIFFER 3.8 | D&O-VERSICHERUNGFür den Aufsichtsrat sieht die Satzung einen Selbstbehalt in Höhe der Hälfte der jährlichen Festvergütung des Aufsichtsratsmitglieds vor. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass damit eine angemessene Regelung getroffen ist. ZIFFER 4.2.3 | VORSTANDSVERTRÄGEDie bisher abgeschlossenen Vorstandsverträge enthalten betragsmäßige Höchstgrenzen für die variablen Vergütungsanteile. Eine zusätzliche betragsmäßige Höchstgrenze für die Gesamtvergütung stößt wegen der schwankenden Zuführungen zu Pensionsrückstellungen auf erhebliche praktische Probleme, sodass der Aufsichtsrat von der zusätzlichen Festlegung eines Höchstbetrags der Gesamtvergütung abgesehen hat. ZIFFER 5.3.3 | NOMINIERUNGSAUSSCHUSSDer Aufsichtsrat sieht für die Bildung eines Nominierungsausschusses keine Notwendigkeit. Da der Aufsichtsrat nur aus sechs Mitgliedern besteht, hält er es für sachgerecht, dass sich der gesamte Aufsichtsrat mit der Nominierung von Aufsichtsratskandidaten befasst. ZIFFER 5.4.1 | ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATSDer Aufsichtsrat hat das Ziel, unterschiedliche berufliche und fachliche Kenntnisse und Erfahrungen im Aufsichtsrat zusammenzuführen, insbesondere auf den Gebieten der Automobilwirtschaft, des Finanzwesens und des Wirtschaftsrechts. Angesichts der geringen Mitgliederzahl des Aufsichtsrats ist es darüber hinaus aus praktischen Gründen kaum möglich, weitere Gesichtspunkte bei der Zusammensetzung zu beachten. Insoweit wird von den Vorgaben von Ziff. 5.4.1 abgewichen. Insbesondere ist derzeit die Festlegung einer Altersgrenze und einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat nicht vorgesehen. Der Aufsichtsrat ist der Ansicht, dass eine Altersgrenze die Auswahl qualifizierter Kandidatinnen und Kandidaten pauschal einschränken würde, da dem Unternehmen grundsätzlich auch die Expertise erfahrener Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung stehen soll. Ein allein altersbedingter Ausschluss oder eine Begrenzung der maximalen Zugehörigkeitsdauer erscheinen dem Aufsichtsrat nicht sachgerecht. Der Aufsichtsrat hat von der Festlegung einer bestimmten Anzahl "unabhängiger" Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Ziff. 5.4.1 zweiter Absatz abgesehen, da es für die Auslegung des Begriffs "unabhängig" in der Praxis noch keine einheitliche Definition gibt. Nach der gegenwärtigen Einschätzung des Aufsichtsrats sind - unter Einbeziehung der Arbeitnehmervertreter - alle Aufsichtsratsmitglieder als "unabhängig" im Sinne von Ziff. 5.4.2 anzusehen. Den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 wurde seit Abgabe der letzten Erklärung nach § 161 Aktiengesetz im Dezember 2015 mit Ausnahme der erklärten Ziffern entsprochen.
Oberkirch, im Dezember 2016 Progress-Werk Oberkirch AG Der Aufsichtsrat Der Vorstand Die jeweils aktuelle Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ist auf der Internetseite der Gesellschaft im Bereich Investor Relations unter Corporate Governance abrufbar. RELEVANTE ANGABEN ZU UNTERNEHMENSFÜHRUNGSPRAKTIKENUnternehmerisches Handeln basiert bei PWO auf definierten Grundsätzen und Werten sowie auf dem Selbstverständnis einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Im Hinblick auf die unternehmerische Führung werden die AG und der Konzern grundsätzlich gleichbehandelt. Wesentliche Abweichungen zwischen deren Corporate-Governance-Strukturen bestehen daher nicht. UNTERNEHMENSWERTEMit unseren drei zentralen Unternehmensgrundsätzen "Kunden-, Mitarbeiter- und Erfolgsorientierung" wollen wir höchste Maßstäbe setzen. Daraus leiten sich Unternehmenswerte ab, die die Eckpfeiler der PWO-Führungskultur bilden und der Unternehmensführung als Leitbild für das tägliche Handeln dienen: KUNDEN, PRODUKTE UND GLOBALE PRÄSENZIm Mittelpunkt unserer Tätigkeit stehen dauerhaft zufriedene Kunden. Wir sind weltweit überall dort präsent, wo unsere Kunden uns brauchen. Zur Erfüllung ihrer Anforderungen bieten wir innovative Lösungen. Damit erschließen wir uns zudem frühzeitig neue Märkte. MITARBEITERUnsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Garanten unseres Erfolgs. Daher investieren wir nachhaltig in ihre Fähigkeiten sowie ihre Motivation und bieten ihnen optimale Arbeitsbedingungen, damit sie mit Begeisterung und Spaß Höchstleistungen vollbringen können. Wir beteiligen sie am Erfolg und achten auf eine leistungsgerechte Vergütung sowie eine ausgewogene Vergütungsstruktur auf allen Hierarchie-Ebenen. KAPITALGEBER, LIEFERANTEN UND ÖFFENTLICHKEITWir wollen den Wert unseres Unternehmens nachhaltig steigern und orientieren uns dabei an den Interessen unserer Kapitalgeber und der Öffentlichkeit. Gegenüber unseren Lieferanten verhalten wir uns fair. Durch strategischen Weitblick stärken wir unsere Marktposition. Wir gestalten die Zukunft weltweit aktiv mit. Unser wirtschaftliches Handeln sichert den Gewinn. Unser Unternehmen ist Teil der Gesellschaft. Daher nehmen wir unsere soziale, ökonomische und ökologische Verantwortung nachhaltig wahr. FÜHRUNGSGRUNDSÄTZEUnsere Führungskultur setzt auf die Eigenverantwortung und Eigeninitiative der Führungskräfte. Dies schlägt sich in unseren Führungsgrundsätzen nieder. Sie sind Ausdruck unserer Grundeinstellung und geben den Führungskräften zugleich den Orientierungsrahmen im täglichen Umgang mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir sind davon überzeugt, dass eine kooperative Grundeinstellung, die Fähigkeit zur Koordination und ein durch Information und Delegation geprägter Führungsstil wesentliche Voraussetzungen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Führungskräften und Mitarbeitern sind. TRANSPARENZZusätzlich zu den gesetzlichen Anforderungen und Börsenstandards für eine zeitnahe Berichterstattung unter Beachtung der gebotenen Gleichbehandlung aller Aktionäre (Geschäfts- und Halbjahresfinanzberichte sowie Quartalsmitteilungen, Meldungen ad-hoc-pflichtiger Ereignisse, Managers' Transactions und meldepflichtige Veränderungen von Stimmrechtsanteilen, von denen die Gesellschaft Kenntnis erhält) fühlt sich der Vorstand einer umfassenden Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit verpflichtet. Das Management stellt sich auf Kapitalmarktkonferenzen und am Sitz der Gesellschaft in Oberkirch regelmäßig veranstalteten Kapitalmarkttagen den Fragen von Analysten, Anlegern und Pressevertretern. Wichtige und für die Einschätzung der Perspektiven des Konzerns relevante Informationen werden so zeitnah wie möglich öffentlich gemacht. Alle Berichte und Meldungen sind auf der Website www.progress-werk.de/investor-relations dokumentiert. Dort sind auch weitere Informationen einsehbar wie unter anderem alle notwendigen Angaben zur Hauptversammlung, die Satzung der Gesellschaft sowie die beruflichen Tätigkeiten und weiteren Mandate der Mitglieder des Aufsichtsrats. RISIKOMANAGEMENTGute Unternehmensführung schließt die angemessene Begrenzung und den verantwortungsvollen Umgang mit allen Risiken ein, die mit unternehmerischen Entscheidungen verbunden sind. Die Gesellschaft hat ein modernes und effektives Risikomanagementsystem eingeführt. Es wird regelmäßig einer Prüfung seiner Wirksamkeit unterzogen und ständig weiterentwickelt. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Veränderungen der jeweiligen nationalen gesetzlichen Anforderungen im In- und Ausland. GLEICHBERECHTIGTE TEILHABE VON FRAUEN UND MÄNNERN AN FÜHRUNGSPOSITIONENWir sind davon überzeugt, dass fachliche Expertise und Führungsqualifikation die allein entscheidenden Kriterien bei der Besetzung von Führungspositionen darstellen. Bezüglich der in diesem Zusammenhang relevanten gesetzlichen Vorgaben hat der Aufsichtsrat die Zielquote bis 30. Juni 2017 für den Anteil der Frauen in Vorstand und Aufsichtsrat auf null Prozent festgelegt. Für die erste Führungsebene liegt die Zielquote für weibliche Mitarbeiter ebenfalls bei null Prozent, in der zweiten Führungsebene wird eine Quote von 12,5 Prozent angestrebt. CODE OF CONDUCT UND GESCHÄFTSPARTNERKODEXDie Sicherstellung rechtskonformen und ethisch einwandfreien Handelns unserer Mitarbeiter ist uns ein zentrales Anliegen. Aus diesem Grunde haben wir Compliance-Verhaltensrichtlinien in einem Code of Conduct zusammengefasst, dessen Inhalt jederzeit während der üblichen Geschäftszeiten in unseren Geschäftsräumen eingesehen werden kann. Die wesentlichen Inhalte sind zudem in einer Kurzfassung auf unserer Internetseite verfügbar. Darüber hinaus legen wir Wert darauf, dass auch entlang der gesamten Wertschöpfungskette Mindeststandards insbesondere bei Menschenrechten, Arbeitsbedingungen, Korruptionsprävention und Umweltschutz eingehalten werden. Daher binden wir unsere Geschäftspartner direkt in unsere Nachhaltigkeitsstrategie ein. Seit Oktober 2015 haben wir unsere Anforderungen an ihre Verhaltensweisen in einem Geschäftspartnerkodex zusammengefasst, der auf unserer Internetseite verfügbar ist und sukzessive konzernweit implementiert wird. ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRATDie Progress-Werk Oberkirch AG unterliegt als Aktiengesellschaft deutschen Rechts den entsprechenden gesetzlichen Vorschriften zu deren Leitung und Überwachung. Ihre zweigeteilte Führungs- und Kontrollstruktur setzt sich zusammen aus einem Vorstand und einem Aufsichtsrat. Vorstand und Aufsichtsrat orientieren die Führung und Überwachung der Gesellschaft am Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung. VORSTANDDer Vorstand der Progress-Werk Oberkirch AG führt die operativen Geschäfte der Gesellschaft und betreibt ihre strategische Weiterentwicklung eigenverantwortlich. Er besteht zurzeit aus drei Mitgliedern. Die Grundsätze seiner Zusammenarbeit sind in seiner Geschäftsordnung zusammengefasst, die Aufgabenverteilung innerhalb des Gremiums ist im Geschäftsverteilungsplan niedergelegt. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft gesamtverantwortlich nach einheitlichen Zielsetzungen, Plänen und Richtlinien. Unbeschadet der Gesamtverantwortung des Vorstands handelt jedes seiner Mitglieder in seinem Bereich eigenverantwortlich, ist aber gehalten, die ressortbezogenen Interessen stets dem Gesamtinteresse des Unternehmens unterzuordnen. Soweit Maßnahmen und Geschäfte eines Vorstandsbereichs zugleich einen oder mehrere andere Vorstandsbereiche betreffen, muss sich das zuständige Vorstandsmitglied zuvor mit den anderen beteiligten Vorstandsmitgliedern abstimmen. Wenn eine Einigung nicht zustande kommt, ist jedes beteiligte Vorstandsmitglied verpflichtet, eine Beschlussfassung des Gesamtvorstands herbeizuführen. Jedes Vorstandsmitglied ist ferner verpflichtet, bei Bedenken gegen Maßnahmen aus einem anderen Vorstandsbereich eine Beschlussfassung des Gesamtvorstands herbeizuführen, wenn die Bedenken nicht durch eine Aussprache mit dem anderen Vorstandsmitglied behoben werden können. Unbeschadet dieser Grundsätze bedürfen Maßnahmen und Geschäfte, die für die Gesellschaft oder den von der Gesellschaft geleiteten Konzern von besonderer Bedeutung sind oder mit denen ein außergewöhnliches wirtschaftliches Risiko verbunden ist, der Zustimmung des Gesamtvorstands. Der Sprecher des Vorstands koordiniert die Führung des Unternehmens durch den Gesamtvorstand. Die Vorstandsmitglieder haben den Sprecher des Vorstands laufend über alle wesentlichen Vorgänge und den Gang der Geschäfte in ihren Ressorts zu unterrichten. Vorstandssitzungen sollen in regelmäßigen Abständen, nach Möglichkeit mindestens alle zwei Wochen und an vorher langfristig festgelegten bestimmten Tagen, stattfinden. Der Vorstand beschließt, soweit nicht zwingende gesetzliche Bestimmungen Einstimmigkeit vorschreiben, in Sitzungen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, außerhalb von Sitzungen mit einfacher Mehrheit seiner Mitglieder. Dabei gilt Stimmenthaltung nicht als Stimmabgabe. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Sprechers des Vorstands den Ausschlag. Der Vorstand wird seine Beschlüsse aber nach Möglichkeit einstimmig fassen. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen des Geschäftsgangs und der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und des Konzerns, insbesondere die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, bedeutende Geschäftsvorfälle, die für die Rentabilität oder Liquidität der Gesellschaft oder des Konzerns von erheblicher Bedeutung sein können, sowie die aktuelle Rentabilität und Ertragssituation einschließlich Risikolage und Risikomanagement. Außerdem berichtet der Vorstand über die Investitionstätigkeit, die laufenden Entwicklungsprojekte und die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft und des Konzerns. In der Geschäftsordnung des Vorstands ist ein Katalog von Geschäften und Maßnahmen festgelegt, die der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. AUFSICHTSRATDer Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Geschäftsführung. Aufgaben und Verantwortung ergeben sich aus den gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung der Gesellschaft und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. Die Beschlüsse des Aufsichtsrats werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst, soweit nicht im Gesetz andere Mehrheiten vorgeschrieben sind. Im Falle der Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Aufsichtsratsvorsitzenden. Der Aufsichtsrat der Progress-Werk Oberkirch AG besteht aus sechs Mitgliedern. Er ist zu zwei Dritteln mit Vertretern der Anteilseigner und zu einem Drittel mit Vertretern der Arbeitnehmer besetzt. Finanzexperte im Sinne des § 100 Abs. 5 AktG ist derzeit Ulrich Ruetz. An den Sitzungen des Aufsichtsrats nehmen die Mitglieder des Vorstands in der Regel teil, sofern der Aufsichtsrat im Einzelfall keine abweichende Anordnung trifft. Die Geschäftsordnung sieht unter anderem die Bildung von Ausschüssen vor. Derzeit bestehen zwei Ausschüsse: der Personalausschuss und der Prüfungsausschuss. Ihre Kompetenzen ergeben sich im Einzelnen aus der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. Der Personalausschuss bereitet insbesondere die Personal- und Vergütungsentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Bei der Vorbereitung von Vergütungsentscheidungen zieht er bei Bedarf externe Berater hinzu. Ihm gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats, sein Stellvertreter sowie ein weiteres auf Vorschlag der Vertreter der Anteilseigner des Aufsichtsrats gewähltes Aufsichtsratsmitglied an. Den Vorsitz führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Der Prüfungsausschuss übernimmt insbesondere anstelle des Aufsichtsrats die Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts sowie des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers. Hinzu kommen die weiteren dem Prüfungsausschuss vom Deutschen Corporate Governance Kodex zugewiesenen Aufgaben. Ihm gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats, ein Vertreter der Anteilseigner und ein Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats an. Der Aufsichtsrat kann weitere seiner Mitglieder für den Prüfungsausschuss bestimmen. Den Vorsitz soll nicht der Vorsitzende des Aufsichtsrats führen. Die Ausschussvorsitzenden berichten über die Beratungen und Beschlüsse der jeweiligen Ausschüsse an den Aufsichtsrat. Weitere Einzelheiten zu der Zusammensetzung und Arbeitsweise des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, insbesondere zu der Anzahl und den Themen der Sitzungen im Geschäftsjahr 2016, können dem Bericht des Aufsichtsrats entnommen werden. FESTLEGUNG VON ZIELGRÖSSEN FÜR DEN FRAUENANTEIL IN FÜHRUNGSPOSITIONENFür den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat der Vorstand gemäß § 76 Abs. 4 AktG Zielgrößen von null Prozent für die erste Führungsebene und von 12,5 Prozent für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands festgelegt, die bis 30. Juni 2017 Gültigkeit haben. Diese beiden Quoten entsprechen dem derzeitigen Frauenanteil auf den beiden Führungsebenen. Der Vorstand beabsichtigt, bei künftigen Neubesetzungen auch auf Vielfalt zu achten, soweit die Expertise und Qualifikation der entsprechenden Bewerberinnen und Bewerber gegeben ist. Allerdings hat die AG traditionell eine sehr niedrige Fluktuation, sodass eine Erhöhung der Frauenquote erst über einen längeren Zeitraum erfolgen kann. Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand hat der Aufsichtsrat gemäß § 111 Abs. 5 AktG Zielgrößen von jeweils null Prozent festgelegt, die ebenfalls dem derzeitigen Frauenanteil in den Gremien entsprechen und bis 30. Juni 2017 gelten. Diese Festlegung beruht zum einen auf der Erwägung, dass die Amtszeiten der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat sowie der Vorstandsmitglieder über das genannte Datum hinausgehen, sodass insoweit keine rechtliche Handhabe für eine Erhöhung des Frauenanteils in beiden Gremien besteht. Im Fall des Vorstands kommt hinzu, dass sich Aufsichtsrat und Vorstand einig sind, dass vorrangige Kriterien bei der Besetzung von Führungspositionen fachliche Expertise und Führungsqualifikation sein sollten und dass diese Maßstäbe der Erhöhung des Frauenanteils im Vorstand branchenbedingt derzeit noch enge Grenzen setzen. WEITERE ANGABEN ZUR CORPORATE GOVERNANCEAKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNGDer Vorstand fühlt sich den Aktionären der Progress-Werk Oberkirch AG in besonderer Weise verpflichtet, denn als deren Eigentümer stellen sie das Kapital für den Erhalt und den Ausbau der internationalen Marktposition ihrer Gesellschaft zur Verfügung und handeln damit unternehmerisch. Als wichtigste Verpflichtung des Vorstands ergibt sich daraus, den Bestand der Progress-Werk Oberkirch AG zu sichern, ihre Wettbewerbsfähigkeit und die ihrer Tochtergesellschaften permanent zu stärken und gleichzeitig langfristig und nachhaltig eine möglichst attraktive Rendite auf das bereitgestellte Kapital zu erwirtschaften. Die Interessen der Aktionäre werden geachtet und ihre Rechte in vollem Umfang beachtet. Alle Anteilseigner werden gleichbehandelt. Die Aktionäre der Progress-Werk Oberkirch AG nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr, die mindestens einmal im Jahr stattfindet. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung ist jeder Aktionär berechtigt, der sich rechtzeitig anmeldet. Aktionäre, die an der Hauptversammlung nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, einen von der Gesellschaft eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Alle Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung werden auf unserer Internetseite zur Verfügung gestellt. VIELFALT IN VORSTAND UND AUFSICHTSRATDer Aufsichtsrat beabsichtigt, bei künftigen Berufungen von Vorstandsmitgliedern auf Vielfalt zu achten. Der Aufsichtsrat begrüßt darüber hinaus das Anliegen des Deutschen Corporate Governance Kodex, das Kriterium der Vielfalt auch bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats zu berücksichtigen, und fühlt sich diesem Anliegen im Grundsatz verpflichtet. Aus den in der Entsprechenserklärung zur Abweichung von Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex genannten Gründen hält er jedoch die Benennung konkreter Ziele für seine Zusammensetzung, unter anderem im Hinblick auf das Kriterium der Vielfalt, für nicht sachgerecht. Hinsichtlich der Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil in Vorstand und Aufsichtsrat wird auf die Erklärung zur Unternehmensführung verwiesen. MANDATE DES VORSTANDSAußerhalb des PWO-Konzerns fungiert Bernd Bartmann als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der avenit AG, Offenburg, als Mitglied des Beirats des Wirtschaftsverbands Industrieller Unternehmen Baden e. V. und als Mitglied des Beirats der Sparkasse Offenburg/Ortenau. Dr. Volker Simon und Johannes Obrecht nehmen an der Hochschule Offenburg Ämter als Mitglied des Kuratoriums bzw. Mitglied des Stifterrats wahr. Interessenkonflikte von Vorstandsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht auf. ANTEILSBESITZ DER ORGANEDr. Georg Hengstberger, der dem Aufsichtsrat der Gesellschaft angehört, ist Mitgesellschafter und Geschäftsführer der Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen. Diese hielt zum Ende des Geschäftsjahres 2016 46,62 Prozent der ausstehenden Aktien der Progress-Werk Oberkirch AG. Im vergangenen Geschäftsjahr sind der Gesellschaft zwei Transaktionen bekannt geworden, die nach Art. 19 der Marktmissbrauchsverordnung (MMVO) bzw. bis zum 2. Juni 2016 gem. § 15 a WpHG a. F. meldepflichtig sind. Die Mitteilungen über Geschäfte von Führungspersonen nach Art. 19 MMVO bzw. § 15 a WpHG a. F. sind auf der Website "www.progress-werk.de/investor-relations/die-pwo-aktie/manager-transactions" veröffentlicht. AKTIENOPTIONSPROGRAMMEIn der Gesellschaft existierten im Geschäftsjahr 2016 und existieren auch derzeit keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNGAbschluss und Halbjahresfinanzbericht des Konzerns werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Auch in den Quartalsmitteilungen des Konzerns werden diese Rechnungslegungsgrundsätze in vollem Umfang angewendet. Allerdings wird hinsichtlich des Berichtsumfangs von der Möglichkeit der Reduzierung - wie es die Regularien der Deutsche Börse AG für im Prime Standard notierte Unternehmen ermöglichen - Gebrauch gemacht. Der Jahresabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss wurden von dem durch die Hauptversammlung 2016 gewählten Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft. Der Aufsichtsrat hat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Der Abschlussprüfer soll ebenso über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich berichten. VERGÜTUNGSBERICHTDer Vergütungsbericht erläutert die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand und den Aufsichtsrat der Gesellschaft und legt die Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 offen. Er ist Bestandteil des Lageberichts und als solcher im Geschäftsbericht 2016 abgedruckt. Wir legen im Folgenden den zusammengefassten Lagebericht für die Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft sowie den Konzern über das Geschäftsjahr 2016 zum Stichtag 31. Dezember 2016 vor. ZUSAMMENGEFASSTER KONZERNLAGEBERICHT UND LAGEBERICHTFÜR DIE PWO AGDer Konzernabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Die Progress-Werk Oberkirch AG bilanziert nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie den ergänzenden Vorschriften des AktG. Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises wird detailliert im Anhang zum Konzernjahresabschluss dargestellt. Veränderungen des Konsolidierungskreises haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden. GRUNDLAGEN DES KONZERNSGESCHÄFTSMODELLORGANISATORISCHE STRUKTUR DES KONZERNSWir streben in unserem gesamten unternehmerischen Handeln nach größtmöglicher Effizienz. Der Konzern ist daher einfach und transparent strukturiert. Fünf Produktionsstandorte sowie ein Montagestandort bilden die wesentlichen Einheiten. In Oberkirch, Deutschland, befindet sich der Hauptsitz des Konzerns. Von hier aus übernimmt die Progress-Werk Oberkirch AG Aufgaben der Konzernleitung. Die internationalen Produktionsstandorte sind in der Regel ihre direkten Tochtergesellschaften. Lediglich für das Geschäft in China wurde eine Zwischenholding mit Sitz in Hongkong, China, etabliert. Sie übt jedoch derzeit keine operativen Funktionen aus. Die Progress-Werk Oberkirch AG wird von einem Vorstand geführt, der aus drei Personen besteht. Ein sechsköpfiger Aufsichtsrat bildet das Kontrollgremium. Er hat seine Aufgaben teilweise an Ausschüsse übertragen. Diese werden im Bericht des Aufsichtsrats im Einzelnen erläutert. ABSATZMÄRKTE, STANDORTE UND SEGMENTEWir haben uns in der kleinen Gruppe der Premium Supplier unserer Kunden positioniert. Dazu gehört, dass wir sie weltweit beliefern können. Hierzu setzen wir auf eine Kombination aus Produktions- und Montagestandorten. Produktionsstandorte sind kapitalintensiv. Dort konzentrieren wir die Umformkapazitäten und führen die notwendige hohe Expertise unserer Mitarbeiter zusammen, die für fortwährende Prozessinnovationen notwendig ist. Nur diese ermöglichen den langfristig wirtschaftlich erfolgreichen Betrieb eines Umformwerkes. Für die effiziente und verlässliche Belieferung von Kunden, die in größerer Distanz zu unseren Produktionsstandorten angesiedelt sind, bauen wir in deren Nähe Montagestandorte auf. Dort werden einzelne Bauteile zu komplexen Subsystemen zusammengefügt, die für den Transport über weite Strecken zu großvolumig sind. Hierbei handelt es sich weitgehend um Anlerntätigkeiten, die mit einem hohen Grad an Automatisierung einhergehen. Montagestandorte sind immer auf die Laufzeit einzelner Aufträge kalkuliert. Nach deren Ende oder bei dauerhaft niedrigeren als erwarteten Abrufzahlen können die entsprechenden Kapazitäten innerhalb des Konzerns relativ einfach verlagert werden. Aufgrund der hohen Kapitalintensität der Produktionsstandorte gehört die Entscheidung über deren Positionierung und Entwicklung zu den zentralen Elementen der Konzernsteuerung. Aus dem lokalen Markt muss eine dauerhafte Auslastung mit hohen Stückzahlen absehbar sein. Deshalb sind wir mit Produktionskapazitäten in denjenigen Märkten präsent, in denen heute schon hohe Stückzahlen an Premiumfahrzeugen gefertigt werden. Nur in diesen Märkten ist das nachhaltige Outsourcing-Volumen von Automobilherstellern und Tier-1-Zulieferern ausreichend hoch, sodass sich unsere Investitionen rechnen. Zur Belieferung von Märkten, die unsere Kriterien nicht erfüllen, arbeiten wir regelmäßig projektbezogen mit lokalen Kooperationspartnern zusammen. Mit Produktionsstandorten ist der Konzern wie folgt vertreten: in Europa mit zwei Standorten in Oberkirch, Deutschland, sowie in Valašské Meziříčí, Tschechien; im NAFTA-Raum mit zwei Standorten in Kitchener, Kanada, sowie in Puebla, Mexiko; in Asien mit einem Standort in Suzhou, China. Ein Montagestandort besteht in Shenyang, China. Dabei handelt es sich um eine separate Betriebsstätte des Standorts in Suzhou. Die Kombination von Produktionsstandorten in den großen internationalen Automobilmärkten mit projektbezogenen Montagestandorten in Kundennähe sichert einerseits die Auslastung der Standorte und gibt uns andererseits größtmögliche Flexibilität, auf Veränderungen der Nachfrage seitens der Kunden oder auf Veränderungen der regulatorischen bzw. politischen Rahmenbedingungen zu reagieren. Wir sehen daher auch nach der Wahl des neuen amerikanischen Präsidenten mit einem deutlich anderen Regierungsprogramm als dem der bisherigen Administration gegenwärtig keinen Bedarf, unser Standortportfolio grundsätzlich anzupassen. Innovationskraft und Prozesseffizienz wird in unserem Geschäft maßgeblich vom Werkzeugbau getrieben. Hierfür sind die größten Kapazitäten und das höchste Know-how des Konzerns in Deutschland und in Tschechien angesiedelt. Kanada verfügt ebenfalls über ein hohes Know-how, jedoch nur über begrenzte Kapazitäten. Der Aufbau Chinas als Plattform für den kostengünstigen Einkauf einfacherer Werkzeugkategorien kommt gut voran, Mexiko konzentriert sich aktuell noch auf die Werkzeuginstandhaltung. Alle fünf Produktionsstandorte des Konzerns verantworten ihre Auftragsakquisition und operative Steuerung grundsätzlich selbst. Entscheidungen über ihr jeweiliges langfristiges Wachstumspotenzial und die Allokation der hierfür notwendigen finanziellen Ressourcen werden vom Vorstand der Progress-Werk Oberkirch AG in Abhängigkeit von der technologischen Leistungsfähigkeit der einzelnen Standorte, ihrer Ertragskraft und dem nachhaltigen lokalen Auftragspotenzial getroffen. Hierzu gehört auch das für eine Expansion lokal verfügbare Reservoir an qualifizierten Arbeitskräften. Die Definition der vier Geschäftssegmente erfolgt entlang dieser dominierenden internen Organisationsstruktur: Deutschland, Übriges Europa, NAFTA-Raum und Asien. Sie spiegeln die Regionen, in denen unsere Standorte operativ tätig sind, wider. PRODUKT- UND LÖSUNGSKOMPETENZ SOWIE GESCHÄFTSPROZESSEPRODUKTEPWO ist einer der weltweit führenden Entwickler und Hersteller von anspruchsvollen Metallkomponenten und Subsystemen in Leichtbauweise für Sicherheit und Komfort im Automobil. Der deutlich überwiegende Teil unserer Komponenten und Baugruppen geht in das automobile Premiumsegment. Darüber hinaus sind wir in zahlreichen Volumenmodellen präsent. Wir positionieren uns als strategischer Outsourcing-Partner unserer Kunden und fertigen individuelle Lösungen in Großserie - zum Teil in Millionenstückzahlen. Dabei decken wir die gesamte Wertschöpfungskette ab, von der Entwicklung über den Werkzeugbau bis hin zur Serienfertigung. Im Laufe unserer nahezu hundertjährigen Unternehmensgeschichte haben wir eine umfassende Expertise bezüglich des Verhaltens von Stahl im Prozess der Kaltumformung sowie im Einsatz anspruchsvoller Verbindungstechnologien aufgebaut. Heute fertigen wir Komponenten und Subsysteme aus Stahl - einschließlich hochfester Leichtbaustähle - sowie Edelstahl und Aluminium. Untrennbar verbunden mit Produktinnovationen sind Prozessinnovationen - gerade auch während der Laufzeit einer Serie. Bereits in der Entwicklungsphase einer Produktlösung werden die notwendigen Werkzeuge und der gesamte Produktionsprozess mitkonzipiert. So realisieren wir Innovationen, die maßgeblich zu höchster Effizienz und Verlässlichkeit in der Serienfertigung und damit zur dauerhaften Ertragsstärke von PWO beitragen. Dabei setzen wir selbstverständlich auf die Konzepte der "Industrie 4.0", das heißt das Nutzen moderner Informations- und Kommunikationstechnik in der Produktion. Durch die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in die gesamten Geschäfts- und Produktionsprozesse entlang der Wertschöpfungskette und deren intelligente Vernetzung realisieren wir erhebliche Effizienzpotenziale. Im vergangenen Geschäftsjahr gliederte sich der Umsatz gemäß den drei strategischen Produktbereichen wie folgt auf: Mechanische Komponenten für Elektrik/Elektronik sowie Sicherheitskomponenten für Airbag, Sitz und Lenkung werden überwiegend an internationale Tier-1-Zulieferer geliefert, die diese wiederum als Teil ihrer eigenen Systeme für zahlreiche Fahrzeugmodelle an verschiedene Automobilhersteller liefern. Auf diese beiden Produktbereiche entfielen im Berichtsjahr 20 Prozent sowie 34 Prozent der Umsatzerlöse. Strukturkomponenten und Subsysteme für Karosserie und Fahrwerk werden hingegen meist modellgebunden direkt im Auftrag der Fahrzeughersteller gefertigt. Die Anwendungsbreite erhöht sich aber auch hier kontinuierlich durch die zunehmende Verbreitung von Plattformkonzepten, auf denen verschiedene Pkw-Modelle eines Herstellers basieren. Im Geschäftsjahr 2016 haben wir 46 Prozent der Umsatzerlöse in diesem Produktbereich erzielt. VOLLUMFÄNGLICHE PROBLEMLÖSUNGENUnsere Wettbewerbsstärke baut auf einem großen Fundus zahlreicher Einzelkompetenzen auf, die in der Summe zu einem hochkarätigen Angebot zusammenwirken: Erfüllen höchster Qualitätsansprüche, wirtschaftliches Umsetzen auch komplexer Produktfunktionen, verlässliche Belieferung der Kunden - sowohl bezüglich Lieferzeitpunkt und -menge als auch der Produktqualität. Des Weiteren gehören die Auslegung und Fertigung leistungsfähiger und dennoch kostengünstiger Werkzeuge - und damit die Fähigkeit, verlässliche Prozesse auch bei hohen Umsetzungsgeschwindigkeiten zu erzielen -dazu. Genauso wie ein tiefes technisches Verständnis der Systeme und Prozesse auf der Kundenseite. In der Summe bedeutet dies: das Know-how, einen für den Kunden idealen Prozess entwickeln, beschreiben und kommunizieren zu können. Aus der Vielzahl unserer Einzelkompetenzen entwickeln wir die für jeden Kundenauftrag individuell sinnvolle Kombination. Daraus leiten sich unsere fünf Kernkompetenzen ab: Kostenführerschaft über alle Stufen hinweg, zielgerichteter Einsatz der verfügbaren prozesstechnischen Optionen, Verständnis der kundenseitigen Wertschöpfungskette, Innovationskraft bei der wirtschaftlichen Kombination von Prozessen und Verlässlichkeit unserer technischen Konzeptionen. Dies ergibt die PWO-Gesamtkompetenz - vollumfängliche Problemlösungen über alle relevanten Leistungen hinweg. KOSTENOPTIMIERTER LEICHTBAUNeben Funktionalität und Qualität eines Produkts als die nach wie vor entscheidenden Kriterien stellt heute sein Gewicht das dritte wesentliche Kriterium bei Auftragsvergaben dar. Wir haben uns im Markt schon frühzeitig mit Leichtbaulösungen positioniert und verfügen heute über eine ausgezeichnete Reputation in diesem Bereich. Leichtbaulösungen können allerdings nicht losgelöst von ihrer Wirtschaftlichkeit betrachtet werden. Deshalb haben wir das Prinzip des kostenoptimierten Leichtbaus entwickelt. Gewichtsreduzierungen werden dabei zum einen durch die Substitution von klassischem Tiefziehstahl durch hochfeste Stahlsorten erzielt. Zum anderen lassen sich aber auch beim Einsatz klassischer Tiefziehstähle durch eine belastungsoptimierte Konzeption von Bauteilen signifikante Gewichtseinsparungen erzielen. Unsere nachgewiesene Kompetenz, Leichtbaulösungen mit minimierten Material- und dennoch stabilen Fertigungskosten zu erstellen, die zudem selbstverständlich die geforderten Funktionalitäten in vollem Umfang bereitstellen, stellt damit eines der wesentlichen Alleinstellungsmerkmale von PWO dar. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGWir entwickeln und produzieren unsere Komponenten und Subsysteme ausschließlich individuell im Kundenauftrag. Entsprechend entsteht das überwiegende Volumen der Aufwendungen für Produktentwicklung im Rahmen von Kundenprojekten. Forschungs- und Produktentwicklungs-Aktivitäten für eigene Zwecke des Konzerns sind von untergeordneter Bedeutung. Auch die Inanspruchnahme Leistungen Dritter für diese Zwecke ist unwesentlich. EXTERNE EINFLUSSFAKTOREN AUF DAS GESCHÄFTZu den wesentlichen externen Einflussfaktoren, die kurzfristig auf unser Geschäft einwirken können, gehören die Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen sowie der branchenspezifischen Konjunktur. Diese werden im Folgenden in den Kapiteln "Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen" sowie "Rahmenbedingungen in der internationalen Automobilindustrie" erläutert. Weitere externe Einflussfaktoren und deren Auswirkungen wie unter anderem der für unsere Industrie typische fortwährende Preisdruck, Schwankungen im Abrufverhalten unserer Kunden sowie Veränderungen von Materialpreisen, Wechselkursen und langfristigen Nachfragetrends aufgrund regulatorischer Änderungen - insbesondere der weltweit zunehmenden Verschärfungen der Abgasnormen - werden im Risikobericht dargestellt. Hier wird auch die mögliche Beeinflussung unseres Geschäfts durch Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen erläutert. STEUERUNGSSYSTEMWir setzen auf nachhaltiges Wachstum des Konzerns, Stärken seiner Ertrags- und Finanzkraft sowie Begrenzen auftragsbezogener und zyklischer Risiken. Als Premium Supplier, das heißt als bevorzugter Partner unserer Kunden, sind wir hervorragend positioniert, um diese Ziele in einer sich weiter globalisierenden Industrie auch in der Zukunft dauerhaft zu erreichen. Für die Absicherung dieser Aufstellung haben wir in den vergangenen Jahren ein weltweites Netzwerk an Standorten aufgebaut. Die Phase der besonders hohen Investitionen in die Standorte ist mittlerweile abgeschlossen. In den Mittelpunkt unseres Steuerungssystems rückt daher nun das zeitgerechte Bereitstellen der notwendigen Ressourcen für die nächste Periode kräftigen Wachstums. Als finanzielle Steuerungsgrößen verwenden wir in erster Linie das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) vor Währungseffekten, den Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit abzüglich gezahlter zuzüglich erhaltener Zinsen), die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme) sowie den dynamischen Verschuldungsgrad (Finanzschulden abzüglich Zahlungsmittel im Verhältnis zum EBITDA). Unser Ziel ist es, die Umsatzerlöse stetig zu steigern und parallel hierzu die EBIT-Marge kontinuierlich zu verbessern. Darüber hinaus soll ein positiver Free Cashflow erzielt werden, sodass durch das Zusammenwirken dieser verschiedenen Steuerungsgrößen der dynamische Verschuldungsgrad reduziert und die Bilanzqualität gesteigert wird. Allerdings streben wir nicht zwangsläufig an, alle diese Parameter in jedem Jahr zu verbessern. Vielmehr setzen wir auf einen Ausgleich zwischen der Verbesserung finanzieller Kennzahlen und dem Wahrnehmen überdurchschnittlicher Marktchancen, die in der Regel mit der Notwendigkeit vorübergehend erhöhter Investitionen einhergehen. Die mittelfristige Planung basiert auf unserem Neugeschäft. Dies ist das über die gesamte Laufzeit der neu gewonnen Aufträge erwartete Lifetime-Volumen, welches wir auf der Basis der vertraglichen Rahmendaten aller Aufträge sowie aus Erfahrungswerten berechnen. Das Neugeschäft soll ein ausreichendes Volumen erreichen, um die jährlichen Ausläufe von Serienproduktionen auszugleichen und darüber hinaus ein Wachstum der Umsatzerlöse zu ermöglichen. Allerdings kann es von Jahr zu Jahr deutlich schwanken. Dies ergibt sich aus den unterschiedlichen Zeitpunkten, zu denen Kunden über neue Aufträge entscheiden, und daraus, dass nicht in jedem Jahr Großaufträge zur Vergabe anstehen. WIRTSCHAFTSBERICHTGESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENDas Realwachstum der Weltwirtschaft hat 2016 gegenüber dem Vorjahr insgesamt leicht nachgelassen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht mit einem erwarteten Weltwirtschaftswachstum von 3,1 Prozent (i. V. 3,2 Prozent) aber von einer weitgehend kontinuierlichen Entwicklung aus. Seit dem zweiten Halbjahr 2016 sind in mehreren Industriestaaten gewisse Belebungstendenzen erkennbar, während einige Schwellenländer in Südamerika sowie insbesondere die Türkei zurückfielen. Zugleich beschleunigte sich der aktuelle Aufschwung in den USA deutlich. Die US-Wirtschaft wuchs nach dem schwachen ersten Halbjahr 2016 insgesamt aber dennoch um 1,6 Prozent (i. V. 2,6 Prozent). In Europa wiesen insbesondere Spanien, Italien und das Vereinigte Königreich eine bessere Entwicklung im zweiten Halbjahr 2016 auf. Gleiches gilt für Japan und China, dessen Wirtschaft von kräftigen staatlichen Stimulationsmaßnahmen gestützt wird und 2016 insgesamt um 6,7 Prozent (i. V. 6,9 Prozent) zulegte. Der etwas höhere Ölpreis hat der russischen Wirtschaft zuletzt zwar geholfen, das Land ist aber 2016 mit einem Minus von 0,6 Prozent in der Rezession geblieben. NEUZULASSUNGEN/VERKÄUFE VON PERSONENKRAFTWAGEN IN STÜCKQUELLEN: VERBAND DER AUTOMOBILINDUSTRIE, KRAFTFAHRT-BUNDESAMT scroll
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Ohne Malta. Auch in Deutschland hat das Wirtschaftswachstum, vor allem im Jahresschlussquartal, deutlich an Fahrt gewonnen. Dazu trugen sowohl binnen- als auch außenwirtschaftliche Faktoren bei. So stiegen die Exporte zuletzt wieder kräftig an. Zusammen mit dem hohen Auftragseingangsvolumen sorgte dies für eine deutlich steigende Industrieproduktion. Darüber hinaus stehen die Stimmungsindikatoren auf Rekordniveau, auch bei den Verbrauchern. Insgesamt wurde das Wachstum in Deutschland 2016 vor allem von der starken Binnennachfrage stimuliert. So profitierte der private Konsum von der weiterhin günstigen Arbeitsmarktlage und den aufgrund der gedrückten Inflation hohen Zuwächsen der realen verfügbaren Einkommen. Zusätzlich stiegen die Bauinvestitionen aufgrund günstiger Finanzierungsbedingungen, und wurde der Staatsverbrauch im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise stark ausgeweitet. Der Anstieg der Exporte blieb hingegen durch den schwachen Welthandel insgesamt noch ebenso gedämpft wie die Ausrüstungsinvestitionen. Die Exportschwäche zeigt sich insbesondere bei den Ausfuhren in Drittstaaten außerhalb der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion. Den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge erhöhte sich das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland 2016 um 1,9 Prozent und damit etwas kräftiger als im Vorjahr (+1,7 Prozent). Insgesamt wird vom IWF für die Eurozone ein Realwachstum von 1,7 Prozent in 2016 (i. V. 2,0 Prozent) erwartet. Hier ist allerdings die höher ausgefallene deutsche Wachstumsrate noch nicht berücksichtigt. RAHMENBEDINGUNGEN IN DER INTERNATIONALEN AUTOMOBILINDUSTRIEAuch 2016 war wieder ein gutes Autojahr. Damit setzte sich die positive Tendenz der Vorjahre fort. In den USA und China wurden beim Autoabsatz jeweils erneut neue Höchststände erzielt, und auch in Europa erreichten die Verkäufe neue Spitzenniveaus. Der westeuropäische Markt erzielte im Gesamtjahr 2016 mit 14,0 Mio. neu zugelassenen Pkws ein Wachstum von 5,8 Prozent, nachdem der Markt im Vorjahr schon um 9,0 Prozent zugelegt hatte. Das Tempo der Neuzulassungen in den neuen EU-Ländern verstärkte sich sogar noch einmal: Nach einem Plus von 12,1 Prozent im Jahr 2015 stiegen sie 2016 um 15,9 Prozent. Insgesamt wurden in Europa im Berichtsjahr 15,1 Mio. Einheiten (i. V. 14,2 Mio.) verkauft. Das entspricht einer Ausweitung um 6,5 Prozent (i. V. 9,2 Prozent). Der US-Markt für Light Vehicles (Pkws und Light Trucks) wuchs 2016 insgesamt um 0,4 Prozent auf die neue Rekordmarke von 17,5 Mio. Einheiten. Mit knapp 10,6 Mio. Einheiten wurden gut sieben Prozent mehr Light Trucks verkauft, während das Pkw-Segment einen Rückgang um rund neun Prozent verbuchte. Damit setzte sich, wie schon im Vorjahr, der Trend hin zu Light Trucks weiter fort: Das Light-Truck-Segment überschritt 2016 die 60-Prozent-Marke. Der russische Markt befand sich im Zuge der auch 2016 anhaltenden allgemeinen Wirtschaftsabschwächung weiter auf Talfahrt. Die Light-Vehicle-Verkäufe gingen auf 1,4 Mio. Einheiten und damit noch einmal um elf Prozent zurück, nachdem das Vorjahr schon einen Einbruch um fast 36 Prozent gebracht hatte. Der chinesische Pkw-Markt legte 2016 mit einem Plus von fast 18 Prozent auf 23,7 Mio. Einheiten erneut kräftig zu, die Zuwachsrate lag sogar deutlich über der des Vorjahres (+9,1 Prozent). Allerdings könnte die bis zuletzt gute Entwicklung auch auf Vorzieheffekte zurückzuführen sein, da der seit Oktober 2015 reduzierte Mehrwertsteuersatz auf Fahrzeuge mit kleinem Hubraum zum Jahreswechsel 2016/2017 wieder angehoben wurde. Für die deutschen Hersteller ging der Absatz auf dem US-Markt wesentlich im Zuge der VW-Affäre, aber auch aufgrund von Modellwechseln, insgesamt um vier Prozent auf 1,33 Mio. Neuwagen zurück. Allerdings blieben die deutschen Hersteller bei Premium-Pkws und Premium-CUVs weiterhin besonders stark, hier liegt ihr Marktanteil jeweils bei über 40 Prozent. Auch im bedeutenden Light-Truck-Segment wuchsen sie mit plus 13 Prozent fast doppelt so schnell wie das gesamte Segment (+7 Prozent). Inzwischen sind vier von zehn Neuwagen, die die deutschen Hersteller in den USA verkaufen, Light Trucks. Im Pkw-Segment konnten sie ihren Marktanteil hingegen nicht halten. Er ging auf 11,8 Prozent (i. V. 12,3 Prozent) zurück. Der Anteil der in den USA gefertigten und dort verkauften Neuwagen deutscher Hersteller ist auch 2016 gestiegen (41 Prozent nach 40 Prozent). Jeweils knapp ein Viertel ging in den Export nach Europa bzw. Asien. Die Exporte von Deutschland in die USA waren 2016 hingegen deutlich um 12 Prozent auf 545.000 Einheiten rückläufig. Laut Kraftfahrtbundesamt wurden 2016 in Deutschland insgesamt 3,35 Mio. Neuwagen zugelassen. Dies entspricht einem Anstieg um 4,5 Prozent (i. V. 5,6 Prozent). Insgesamt wurden in Deutschland mit gut 5,7 Mio. Pkw ein Prozent mehr als im Vorjahr produziert. Die Pkw-Inlandsproduktion profitierte sowohl von einer steigenden Inlands- wie Auslandsnachfrage. Mit 4,4 Mio. Einheiten (i. V. 4,4 Mio.) wurden erneut über 77 Prozent der in Deutschland gebauten Pkw exportiert. GESCHÄFTSVERLAUFAUFTRAGSLAGE2015 hatten wir bereits das höchste Neugeschäftsvolumen in der Unternehmensgeschichte gewonnen. 2016 haben wir diesen Wert sogar noch einmal deutlich übertroffen: Rund 730 Mio. EUR Lifetime-Volumen, davon rund 50 Mio. EUR Werkzeugvolumina. Im Vorjahr hatte das Volumen des Neugeschäfts rund 600 Mio. EUR betragen, davon rund 40 Mio. EUR Werkzeugvolumina. Der Start der neuen Serienproduktionen ist überwiegend für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 vorgesehen. Ein Großauftrag für Deutschland wird erst 2020 anlaufen. Die Serienlaufzeit beträgt meist 5 bis 8 Jahre. Erneut haben die großvolumigen Aufträge für Instrumententafelträger maßgeblich zu dem hohen Neugeschäftsvolumen beigetragen. Sie betrafen fast alle unsere Standorte und wurden uns von unterschiedlichen Kunden für verschiedene globale Plattformen erteilt. Darunter sind zwei Neuaufträge europäischer Automobilhersteller, die im Rahmen der Optimierung ihrer Fertigung für den Weltmarkt derzeit neue Werke in Mexiko errichten. Deren Pläne sind von der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten nicht tangiert. Ein großer amerikanischer Hersteller hat den Aufbau eines neuen Werks in Mexiko hingegen gestoppt. Wir werden daher einen für dieses Werk in Mexiko geplanten Auftrag nun in Kanada fertigen. Der andere Auftrag wird an ein bereits bestehendes mexikanisches Werk dieses Kunden in Hermosillo geliefert werden, wo wir anstelle des bisher in San Luis Potosí geplanten Montagestandorts nun einen Standort aufbauen werden. Vor allem die neuen Aufträge für die Entwicklung und Fertigung von Instrumententafelträgern sind mit einer hohen Reputation im Kundenmarkt verbunden. Hier können wir unsere Leistungsfähigkeit als Premium Supplier in besonderer Weise unter Beweis stellen: Die für den Kunden optimale Konzeption in Leichtbauweise erfordert eine große Innovationskraft in der Entwicklung der gesamten Baugruppe sowie in den zugehörigen Produktionsprozessen. Eine hohe Anzahl unterschiedlicher Werkzeuge ist für die Produktion notwendig und muss zu deren Start zuverlässig bereitstehen. Vielfältige Produktions- und Montageprozesse müssen abgestimmt werden und über viele Jahre effizient laufen, um den Kunden weltweit jederzeit die abgerufene Anzahl an Instrumententafelträgern in der geforderten Qualität bereitstellen zu können und zugleich die budgetierten Margen realisieren zu können. Insgesamt waren wir im abgelaufenen Jahr über die gesamte Breite unseres Produktspektrums sowohl mit größeren Einzelaufträgen als auch mit vielfältigen kleineren und mittleren Aufträgen erfolgreich, sodass wir unser diversifiziertes Produktspektrum auch künftig pflegen können. VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUFscroll
Im Hinblick auf die regionale Verteilung des Neugeschäfts freuen wir uns vor allem über ein gutes Neugeschäft für Oberkirch, sodass sich die Wachstumsaussichten hier wieder verbessert haben. Aufgrund der jüngsten Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Standorts ist es zudem gelungen, einen großen Auftrag, der zunächst in Tschechien platziert worden war, nach Deutschland zurückzuholen. Dies sichert Auslastung am deutschen Standort und trägt zusätzlich dazu bei, das weitere Wachstum in Tschechien in ruhigere Bahnen zu lenken. Mit diesem Ziel waren wir für den dortigen Standort im Berichtsjahr im Vertrieb nur zurückhaltend unterwegs. Bezogen auf die aktuelle Größe unserer Standorte, haben wir hingegen kräftig akquiriert für Kanada, Mexiko und China. Das Neugeschäftsvolumen erreichte ein Mehrfaches des jeweiligen aktuellen Jahresumsatzes. Dort ist daher in den nächsten Jahren ein schnelles Expansionstempo absehbar. LAGEGESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR LAGE DES KONZERNS2016 war erneut ein sehr zufriedenstellendes Geschäftsjahr. Mit dem neuen historischen Höchstwert im Neugeschäft ist zudem die Basis für ein künftig beschleunigtes Wachstum des Konzerns gelegt. Die in den nächsten Jahren vor uns liegenden Anläufe großer Serienproduktionen stellen eine neue und andere Art der Herausforderung dar. Wir werden sie mit besonderer Sorgfalt steuern. In Vorbereitung darauf haben wir bereits 2016 die Leistungsfähigkeit des Konzerns an vielen Stellen deutlich gesteigert - sowohl in der Entwicklung und der Produktion als auch in der Verwaltung, im Inland genauso wie an unseren ausländischen Standorten. Und nicht zuletzt durch die deutliche Verbesserung der Bilanzrelationen. Die erfolgreiche Entwicklung im vergangenen Geschäftsjahr hat es zugelassen, dass wir die Prognose für das EBIT vor Währungseffekten sowie das Neugeschäft im Jahresverlauf anheben konnten. Unsere neuen Erwartungen wurden durch die tatsächliche Geschäftsentwicklung in vollem Umfang bestätigt. Besonders zufrieden sind wir mit dem Erreichen der nach oben angepassten EBIT-Prognose, während die Umsatzerlöse gleichzeitig das ursprünglich erwartete Niveau erreichten. Auch bei der Entwicklung der bilanziellen Kennziffern und des Free Cashflow haben wir unsere Prognosen erreicht bzw. übertroffen. Die positive Entwicklung des Free Cashflow ergab sich jedoch teilweise daraus, dass wir Investitionen im Rahmen der Feinsteuerung unserer Anlaufplanungen nach 2017 verschieben konnten. Dieser Trend kann daher nicht in die Zukunft fortgeschrieben werden. Der erneute historische Höchstwert im Neugeschäft und das Übertreffen unserer nach oben revidierten Planungen unterstreicht die Stärke unserer Marktposition und die Leistungsfähigkeit unserer Vertriebsmannschaft. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGAUSGEWÄHLTE INFORMATIONENscroll
ERTRAGSLAGEUmsatzerlöse und Gesamtleistung des PWO-Konzerns stiegen im Geschäftsjahr 2016 aufgrund rückläufiger Materialpreise nur moderat auf 409,6 Mio. EUR (i. V. 404,6 Mio. EUR) und auf 423,5 Mio. EUR (i. V. 413,3 Mio. EUR) an. Preisreduzierungen beim Rohmaterial geben wir in der Regel an unsere Kunden weiter. Das EBIT wird hierdurch jedoch nur unwesentlich tangiert. Bezüglich der Entwicklung des EBIT sind Währungseffekte zu berücksichtigen. Dabei haben wir im Berichtsjahr Währungseffekte aus solchen Hedging-Geschäften, die in das Hedge Accounting einbezogen werden, bereits in unserer Planung berücksichtigt. Daher werden diese im dargestellten EBIT vor Währungseffekten nun nicht mehr bereinigt. Die Zahlen des Geschäftsjahres 2015 haben wir entsprechend angepasst. Die Währungseffekte schlagen sich in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen nieder und sind dort als separate Position im Anhang dieses Geschäftsberichts ausgewiesen. Sie resultieren in der Regel maßgeblich aus der umrechnungsbedingten Abwertung von Konzerndarlehen zur Finanzierung unserer chinesischen Aktivitäten. Da diesen Translationseffekten keine wirtschaftlichen Risiken gegenüberstehen, sichern wir innerbetriebliche Darlehen nur teilweise ab. Im Berichtsjahr hat sich zudem die Schwäche des mexikanischen Pesos nach den Wahlen in den Vereinigten Staaten negativ ausgewirkt. Wir stellen in den folgenden Erläuterungen auf das EBIT vor Währungseffekten ab, da diese Größe die operative Entwicklung widerspiegelt. 2016 standen einem erwartet rückläufigen EBIT in Deutschland kräftige Profitabilitätssteigerungen unserer internationalen Aktivitäten, vor allem in Mexiko und in China, gegenüber. Aufgrund der inzwischen erreichten stabileren Prozesse entfallen vor allem Nacharbeiten und die daraus entstehenden Aufwendungen. Dies betrifft alle Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung, insbesondere jedoch die Materialaufwandsquote, die sich im Berichtsjahr auf 53,3 Prozent (i. V. 54,2 Prozent) reduzierte. Auch im Personalbereich steigt die Produktivität hierdurch, sodass sich die entsprechende Aufwandsquote ermäßigt. Eine leichte Erhöhung ergab sich hingegen bei der Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ohne die Auswirkungen der Währungsveränderungen. Bei einem leicht verbesserten Finanzergebnis und einer -wegen der wegfallenden Verluste im Ausland - niedrigeren Steuerquote von 33,5 Prozent (i. V. 38,9 Prozent) stiegen das Periodenergebnis um deutliche 26,2 Prozent auf 9,5 Mio. EUR (i. V. 7,5 Mio. EUR) und das Ergebnis je Aktie entsprechend auf 3,05 EUR (i. V. 2,41 EUR). AUSGEWÄHLTE INFORMATIONENscroll
GESAMTE UMSATZERLÖSE NACH SEGMENTENIN MIO. EUR ![]() ![]() SEGMENTEEntsprechend der internen Steuerung im Konzern stellen unsere Produktionsstandorte die Basis für die Segmentberichterstattung, gegliedert nach Regionen, dar. Die Segmente werden nach dem regionalen Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Analog dazu werden auch die Umsatzerlöse zugeordnet. Die beiden Werke in Mexiko und Kanada werden zu dem berichtspflichtigen Segment NAFTA zusammengefasst. Innenumsätze zwischen den einzelnen Standorten betreffen vor allem Lieferungen von Serienteilen und Werkzeugen. Insbesondere seitens Deutschlands, Tschechiens sowie Chinas werden Werkzeuge für andere Standorte bereitgestellt. An unserem Heimatstandort Oberkirch, der das Segment Deutschland bildet, blieben die gesamten Umsatzerlöse und die Gesamtleistung im Berichtsjahr unter den jeweiligen Vorjahreswerten. Neben den bereits erwähnten Materialpreiseffekten spiegelt dies auch das niedrigere Marktwachstum in Deutschland im Vergleich zu den internationalen Märkten der Automobilindustrie wider. Die mittelfristige Steuerung für diesen Standort zielt auf das Sichern seiner derzeitigen Größe und das Generieren von Wachstum insbesondere über Marktanteilsgewinne. Wir setzen daher auf fortwährende Kostenoptimierungen und Produktivitätssteigerungen und haben im Berichtsjahr vor allem mit einer neuen Organisationsstruktur und einem neuen Ergänzungstarifvertrag erneut wichtige Maßnahmen erfolgreich umgesetzt. Die Umsetzung der neuen Struktur genauso wie die umfangreichen Vorbereitungen für das künftige Wachstum des Konzerns sind jedoch auch mit vorlaufenden Aufwendungen verbunden. Daher ermäßigte sich das EBIT im Geschäftsjahr 2016 erwartungsgemäß noch einmal sichtbar. Das Finanzergebnis betrug im Berichtsjahr 8,4 Mio. EUR (i. V. 5,6 Mio. EUR). Es beinhaltet neben den Finanzierungsaufwendungen Zinserträge aus Ausleihungen an Tochtergesellschaften sowie Ausschüttungen von Tochtergesellschaften in Höhe von 9,3 Mio. EUR (i. V. 7,0 Mio. EUR) an die deutsche Muttergesellschaft. Bei einer gegenüber dem Vorjahr leicht ermäßigten Steuerquote von 20,6 Prozent (i. V. 21,9 Prozent) belief sich das Periodenergebnis auf 14,5 Mio. EUR (i. V. 14,9 Mio. EUR). Unser Standort in der Tschechischen Republik, der das Segment Übriges Europa bildet, hatte in den drei Jahren von 2013 bis 2015 seine gesamten Umsatzerlöse um rund die Hälfte ausgeweitet. 2016 war planmäßig ein Jahr der Konsolidierung des erreichten Niveaus. Bei anhaltend hohen Abrufzahlen haben wir an der Reduzierung von Kapazitätsengpässen und der Absicherung der Prozesse gearbeitet. Die weiterhin hohe Auslastung und damit einhergehende Ineffizienzen führten zu einem leichten Rückgang des EBIT. Dennoch konnte erneut eine signifikant über dem Konzernschnitt liegende und zufriedenstellende EBIT-Marge von 9,1 Prozent (i. V. 9,7 Prozent) erzielt werden. Nach leicht gestiegenen Finanzierungsaufwendungen von 1,3 Mio. EUR (i. V. 1,1 Mio. EUR) und einer unwesentlichen Ertragssteuerbelastung in Höhe von 0,2 Mio. EUR (i. V. positiver Saldo von 0,2 Mio. EUR) belief sich das Periodenergebnis auf 4,8 Mio. EUR (i. V. 5,5 Mio. EUR). Im Segment NAFTA-Raum sind unsere beiden Standorte in Kanada und in Mexiko zusammengefasst. Von diesen beiden Standorten aus können wir den gesamten nordamerikanischen Markt bedienen. Abhängig davon, wo die Kunden ihre eigene Produktion ansiedeln, schaffen wir die jeweils notwendigen Kapazitäten für die Fertigung unserer Produkte im Norden oder Süden des NAFTA-Raums und optimieren so die Logistikkonzepte für die Belieferung unserer Kunden. Die negativen Äußerungen des neuen amerikanischen Präsidenten bezüglich des Freihandels im NAFTA-Raum haben die Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr noch nicht belastet. Allerdings ergaben sich, wie bereits erwähnt, Einflüsse aus der Schwäche der mexikanischen Währung. Dabei standen Entlastungen bei in lokaler Währung entstehenden Aufwendungen - insbesondere Löhnen und Gehältern - Belastungen bei der Bewertung von Bilanzpositionen - insbesondere Ausleihungen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - gegenüber. Während die gesamten Umsatzerlöse in diesem Segment im Berichtsjahr stagnierten, übertraf das EBIT den Vorjahreswert erheblich. Dabei ist es an unserem etablierten und hocheffizienten kanadischen Standort durch eine besonders stringente Steuerung und ein erfolgreiches Prozessmanagement gelungen, das EBIT trotz rückläufiger Umsatzerlöse sogar absolut zu steigern. In Mexiko haben an- und hochlaufende neue Serienaufträge niedrigere Abrufe seitens eines Kunden mehr als ausgeglichen, sodass wir die Umsatzerlöse dort kräftig ausweiten konnten. Bei inzwischen nachhaltig stabilen Prozessen haben unsere dortigen Aktivitäten damit die Verlustzone verlassen und für das Gesamtjahr ein deutlich positives EBIT abgeliefert. Inklusive Finanzierungsaufwendungen von 1,9 Mio. EUR (i. V. 1,8 Mio. EUR) sowie einem unveränderten Steueraufwand von 0,8 Mio. EUR wies das Segment im Berichtsjahr ein sichtbar verbessertes Periodenergebnis von 0,8 Mio. EUR (i. V. -1,3 Mio. EUR) aus. Im Segment Asien realisierten wir im vergangenen Geschäftsjahr ein deutlich höheres Wachstum als zunächst erwartet. Das Segment umfasst den Produktionsstandort in Suzhou und den im Herbst 2015 neu eröffneten Montagestandort in Shenyang (beide China). Die gesamten Umsatzerlöse legten um achtzig Prozent und die Gesamtleistung um gut fünfzig Prozent zu. Damit ist es gelungen, nicht nur den erwarteten Break Even in diesem Segment zu erreichen, sondern bereits ein klar positives EBIT. Die Finanzierungsaufwendungen beliefen sich fast unverändert auf 1,4 Mio. EUR, das Periodenergebnis verbesserte sich auf -1,2 Mio. EUR (i. V. -4,3 Mio. EUR). Zu der sehr erfreulichen Entwicklung des Segments haben höher als geplante Abrufzahlen der Kunden - und damit eine verbesserte Auslastung - und der effiziente Hochlauf in Shenyang beigetragen. Darüber hinaus haben wir China erfolgreich als globalen Werkzeuglieferanten des PWO-Konzerns etabliert. Damit wurde im Berichtsjahr in China ein wesentliches Zwischenziel der Entwicklung unserer dortigen Aktivitäten erreicht. Gleichzeitig haben wir auch bereits damit begonnen, die Kapazitäten für weiteres Wachstum in der Produktion zu schaffen. Zudem werden die Ressourcen im Werkzeugbau zügig ausgebaut. China wird bei der Beschaffung der notwendigen umfangreichen Werkzeuge für die bevorstehenden großen neuen Aufträge für Instrumententafelträger im Konzern eine zentrale Rolle einnehmen. BILANZSTRUKTUR PER 31.12.2016BILANZSUMME: 359,4 MIO. EUR IN MIO. EUR ![]() VERMÖGENSLAGEIm Geschäftsjahr 2016 haben wir unsere enge Steuerung der Bilanz fortgesetzt und erneut verfeinert. Dazu gehört eine präzise Überwachung der Investitionen. Inzwischen befinden sich diese und die jährlichen Abschreibungen immer mehr im Gleichgewicht, sodass sich das Wachstum der langfristigen Vermögenswerte abflacht. Wesentliche Investitionen betrafen auch 2016 wieder den deutschen und den tschechischen Standort. Die Investitionsschwerpunkte werden im Kapitel "Finanzlage" im Detail erläutert. Große Fortschritte konnten wir auch im Forderungsmanagement erzielen; die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bildeten sich sogar absolut auf 49,2 Mio. EUR (i. V. 60,9 Mio. EUR) zurück. Noch nicht zufriedenstellend ist hingegen die Entwicklung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen. Dies betrifft insbesondere die Werkzeuge, die wir für die Serienproduktionen entwickeln und fertigen. Diese Position erhöhte sich im Berichtsjahr auf 47,8 Mio. EUR (i. V. 36,1 Mio. EUR) und trug damit maßgeblich dazu bei, dass sich die kurzfristigen Vermögenswerte gegenüber Vorjahr ausweiteten. In Summe stieg die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2016 auf 359,4 Mio. EUR (i. V. 352,4 Mio. EUR) an. Die Finanzierungstruktur der Bilanz hat sich 2016 deutlich verbessert. Bei einer im Wesentlichen unveränderten bilanziellen Eigenkapitalquote von 29,6 Prozent (i. V. 29,3 Prozent) konnten wir den Verschuldungsgrad auf 2,8 Jahre (i. V. 3,1 Jahre) sichtbar reduzieren. Dies ergab sich aus der Ausweitung des EBITDA, während gleichzeitig die Nettoverschuldung zurückgeführt wurde. Der niedrigeren Nettoverschuldung standen höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber. Sie bilden die dritte signifikante Refinanzierungsquelle. Ihr Anstieg fiel jedoch geringer aus als der der unfertigen Erzeugnisse, die sie teilweise finanzieren. Auch die Pensionsrückstellungen lagen bewertungsbedingt über Vorjahr, und die sonstigen Verbindlichkeiten nahmen stichtagsbedingt zu. ENTWICKLUNG DER EIGENKAPITALQUOTE UND DES DYNAMISCHEN VERSCHULDUNGSGRADSscroll
Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir erstmals mit bisherigen Bankpartnern und einer neuen Bank einen Konsortialkredit über 100 Mio. EUR abgeschlossen. Damit wurden bestehende bilaterale Finanzierungen zusammengefasst und darüber hinaus die Handlungsspielräume des Konzerns erweitert. Innerhalb des genannten Volumens besteht auch die Möglichkeit, Akquisitionen zu finanzieren. Die neue variable Finanzierung hat eine Laufzeit von fünf Jahren und beinhaltet Verlängerungsoptionen für PWO. Jenseits des Konsortialkredits bestehen in begrenztem Umfang verschiedene bilaterale Kreditvereinbarungen unverändert fort. Bei den Finanzschulden, die zu Zinssätzen zwischen 0,80 Prozent und 7,75 Prozent gewährt wurden, handelt es sich im Wesentlichen um einen Konsortialkredit und ein Schuldscheindarlehen. Darüber hinaus bestehen noch einige höherverzinsliche bilaterale Darlehen, deren Zinsfestschreibung erst in den nächsten Jahren auslaufen wird. Die höheren Zinssätze der oben angegebenen Spanne entfallen vorrangig auf untergeordnete, lokale Finanzierungen einzelner Tochtergesellschaften. Wir sind auf der Refinanzierungsseite zufriedenstellend aufgestellt. Für die Zukunft sind keine außergewöhnlich hohen Investitionen geplant, die wesentliche zusätzliche Finanzierungsvorhaben wie großvolumige Kapitalerhöhungen oder Anleiheemissionen erforderlich machen würden. Verlängerungen bestehender Vereinbarungen prüfen wir regelmäßig. Vor dem Hintergrund des neu abgeschlossenen Konsortialkreditvertrages sehen wir mittelfristig die Finanzierung des Konzerns als gesichert an. INVESTITIONEN 2016 NACH SEGMENTEN100 % = 29,7 MIO. EUR ![]() FINANZLAGEDer Erfolg unserer verbesserten Bilanzsteuerung zeigt sich vor allem auch in dem deutlich ausgeweiteten Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. 2016 erreichte er 46,3 Mio. EUR (i. V. 31,1 Mio. EUR). Innerhalb von zwei Jahren - also gegenüber dem Cashflow des Jahres 2014 von 24,7 Mio. EUR - stellt dies eine Steigerung um annähernd neunzig Prozent dar. Der höhere Cashflow des Jahres 2016 resultierte insbesondere aus dem verbesserten Periodenergebnis des Berichtsjahres sowie einem positiven Effekt aus der Veränderung der langfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) - insbesondere der Pensionsrückstellungen -, während diese Position im Vorjahr noch sichtbar belastet hatte. Darüber hinaus lagen die kurzfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) wie oben bereits erläutert deutlich über dem Vorjahreswert und hatten damit eine stärkere positive Cashflow-Wirkung als im Vorjahr. Dies betraf vor allem die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Weitere Veränderungen in geringerem Umfang entfielen auf diverse Positionen. Aus der Investitionstätigkeit waren im vergangenen Jahr Mittelabflüsse in Höhe von 28,8 Mio. EUR (i. V. 28,2 Mio. EUR) zu verzeichnen. Nach gezahlten und erhaltenen Zinsen von -4,5 Mio. EUR (i. V. -4,6 Mio. EUR) betrug der Free Cashflow 13,0 Mio. EUR (i. V. -1,8 Mio. EUR). Inklusive Auszahlungen für Dividenden von 4,8 Mio. EUR (i. V. 4,5 Mio. EUR) sowie Kredittilgungen in Höhe von per Saldo 12,7 Mio. EUR (i. V. Aufnahme von per Saldo 4,3 Mio. EUR) belief sich die zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf -4,5 Mio. EUR (i V. -2,0 Mio. EUR). 2016 haben außer dem bereits erwähnten Konsortialkredit keine wesentlichen Finanzierungsmaßnahmen stattgefunden. Die Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität des PWO-Konzerns steht jederzeit im Mittelpunkt unserer finanziellen Steuerung. Wir verfügen über ein effizientes Liquiditätsmanagement. Wesentliche Salden von Bankkonten werden täglich disponiert, um einerseits über die laufenden Zahlungsverpflichtungen hinaus eine Liquiditätsreserve vorzuhalten. Andererseits streben wir an, die Ausnutzung kurzfristiger Kreditlinien möglichst zu begrenzen und diese daher mit überschüssiger Liquidität zu saldieren. Für die weitere Erläuterung der Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements wird auf den Anhang verwiesen. Das Bestellobligo aus Investitionen in Sachanlagen betrug zum Berichtsstichtag 8,7 Mio. EUR (i. V. 13,1 Mio. EUR). Die Verpflichtungen werden innerhalb des Jahres 2017 fällig. Sie sollen aus dem laufenden betrieblichen Cashflow sowie bestehenden Kreditlinien finanziert werden. 2016 investierten wir, wie im Segmentbericht ausgewiesen, insgesamt 29,7 Mio. EUR (i. V. 28,8 Mio. EUR). Die Differenz zum zuvor genannten Cashflow aus der Investitionstätigkeit ergibt sich aus den Leasingfinanzierungen. Neben dem weiteren Ausbau der internationalen Standorte stellte im Berichtsjahr der Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes am Standort Oberkirch einen Schwerpunkt dar. In Summe investierten wir in Deutschland 18,9 Mio. EUR (i. V. 11,9 Mio. EUR). Das neue Verwaltungsgebäude wurde plangemäß im Herbst 2016 in Betrieb genommen. Dort wurden bisher über das gesamte Betriebsgelände verteilte Abteilungen, insbesondere Einkauf, Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung, zusammengeführt. So sollen Kommunikationswege verkürzt und Prozesse verbessert werden. Darüber hinaus haben wir an diesem Standort in die Modernisierung und Optimierung von Pressen und in Fertigungszellen sowie Prüfanlagen investiert. Für den Ausbau unseres Standorts in Tschechien wurden im vergangenen Jahr 7,0 Mio. EUR (i. V. 10,9 Mio. EUR) bereitgestellt. Aufgrund der dort anhaltend hohen Auslastung haben wir das Investitionstempo beschleunigt und investierten weiterhin kräftig in zusätzliche Umformpressen, eine Fräsmaschine sowie den Flächenausbau. So wird auch die Verlagerung von Montagetätigkeiten geprüft, um weitere Expansionsmöglichkeiten für den Pressenbereich zu schaffen. Die Investitionen von 3,2 Mio. EUR (i. V. 2,7 Mio. EUR) im NAFTA-Raum betrafen im Wesentlichen Mexiko. Der kanadische Standort ist wohl etabliert, substanzielle Budgets für künftige überdurchschnittliche Wachstumsperspektiven sind dort derzeit nicht notwendig. In Mexiko stehen hingegen künftig Anläufe großer neuer Serienproduktionen an. Dafür werden derzeit die notwendigen Produktionskapazitäten geschaffen. Unverändert investieren wir zudem in Prozessoptimierungen zur weiteren Steigerung der Leistungsfähigkeit des mexikanischen Produktionsstandorts. Mit insgesamt 0,6 Mio. EUR (i. V. 3,3 Mio. EUR) investierten wir 2016 nur eine niedrige Summe an unseren beiden Standorten in China. Der Montagestandort in Shenyang ist inzwischen aufgebaut, die Expansion des Produktionsstandorts in Suzhou wird ab 2017 weitergehen. ANZAHL MITARBEITER NACH STANDORTEN PER 31.12.(INKL. ZEITARBEITNEHMER UND AUSZUBILDENDE ![]() ![]() MITARBEITERIm vergangenen Geschäftsjahr konnten wir wie angekündigt insbesondere an den etablierten Standorten in Deutschland und Kanada Produktivitätsreserven im Personalbereich heben. Daher nahm die Mitarbeiterzahl vor allem an unseren ausländischen Standorten mit starker Wachstumsperspektive zu. Insgesamt waren zum 31. Dezember 2016 im PWO-Konzern 3.229 Mitarbeiter (i. V. 3.049) beschäftigt. Darin enthalten waren 153 Auszubildende (i. V. 147). In Oberkirch profitierten wir von den Anpassungen in den indirekten Bereichen sowie den Prozessoptimierungen der letzten Jahre. Daher war dort schwerpunktmäßig bei der Anzahl der Zeitarbeitnehmer ein produktionsbedingter Anstieg zu verzeichnen. Im August 2016 konnten wir mit Vertretern der Mitarbeiter des Standorts Oberkirch und der IG Metall einen neuen Ergänzungstarifvertrag für den deutschen Standort vereinbaren. Seine Laufzeit beginnt am 1. Januar 2017 und schließt damit nahtlos an die bisherige Vereinbarung an. Der Vertrag reiht sich ein in die fortwährenden Anstrengungen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Heimatstandorts des Konzerns. Er ist mit der Sicherung der Arbeitsplätze bis Ende 2020 verbunden. Deutlich erhöht haben wir hingegen die personellen Ressourcen am tschechischen Standort. Damit konnten wir die dort derzeit hohe Auslastung abmildern und uns zugleich auf das künftige Wachstum vorbereiten. Angesichts des Fachkräftemangels in diesem Land besetzen wir zudem offene Stellen derzeit möglichst frühzeitig, um, soweit wirtschaftlich sinnvoll, Reserven zu schaffen. Die Zunahme der Mitarbeiterzahl im NAFTA-Raum resultierte aus einem im Jahresverlauf kontinuierlichen und sichtbaren Aufbau der Beschäftigtenzahl am mexikanischen Standort. Dies vor allem in Vorbereitung der geplanten Serienanläufe. In Kanada blieb die Belegschaftsstärke hingegen unverändert. Auch in Asien haben wir für die aktuelle und die geplante weitere Expansion die Mitarbeiterzahl sowohl am Produktionsstandort in Suzhou wie auch am Montagestandort in Shenyang ausgeweitet. Weiterhin engagieren wir uns stark in der Ausbildung junger Menschen, um ihnen eine Chance für den Eintritt in das Berufsleben zu ermöglichen und dem Konzern die Fachkräfte für die Zukunft zu sichern. Über unseren Heimatstandort in Deutschland hinaus bieten wir grundsätzlich auch an unseren internationalen Standorten Ausbildungsplätze an. Zur Förderung der Internationalität unserer Belegschaft ermöglichen wir besonders begabten und engagierten jungen Menschen bereits während der Ausbildungszeit einen Auslandsaufenthalt und eröffnen ihnen so zusätzliche Perspektiven. Der Aufwand für die Aus- und Weiterbildung belief sich im Berichtsjahr auf 3,3 Mio. EUR (i.V. 3,2 Mio. EUR). Damit haben wir 2016 wieder kräftig in diesen für uns sehr wichtigen Bereich investiert. Die Fluktuationsquote im PWO-Konzern hat sich im vergangenen Jahr auf 2,5 Prozent (i. V. 1,6 Prozent) erhöht. Mit der Einführung der Matrixorganisation zunächst am Standort Oberkich haben wir vielfältige Veränderungen angestoßen und diverse Positionen neu besetzt, um die für die weitere Entwicklung von PWO besten Mitarbeiter an den richtigen Stellen im Konzern zu positionieren. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHTRISIKOBERICHTRISIKOPHILOSOPHIE UND RISIKOPOLITIKUnverändert stellen das Vermeiden bestandsgefährdender sowie die Begrenzung und Bewältigung strategischer und operativer Risiken die Grundlagen unserer Risikophilosophie dar. Risiken, insbesondere Finanzrisiken, die sich nicht zwingend aus unserem operativen Geschäft ergeben, werden vermieden. Zins- und Währungsprognosen sind grundsätzlich kein Bestandteil unserer Planung oder Steuerung, da wir aus entsprechenden Prognosen der Banken und unseren eigenen Einschätzungen die notwendigen Maßnahmen ableiten sowie die geeigneten Instrumente zur Absicherung einsetzen. Das Risikomanagement hat die Optimierung des Chancen- und Risikoprofils des Konzerns sowie die Reduzierung bzw. Optimierung der Risikokosten zum Ziel. Damit ist das Erkennen von Marktchancen wesentlicher Bestandteil der Risikophilosophie von PWO. DAS PWO-RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMORGANISATION DES RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMS IM PWO-KONZERNDie Organisation und die Berichtslinien des PWO-Risikomanagement-Systems sind in der folgenden Grafik dargestellt. Sie entsprechen dem international anerkannten und für Aktiengesellschaften empfohlenen "Three Lines of Defense-Model", welches vom Dachverband der europäischen Revisionsinstitute (ECIIA) als Grundelement gefordert wird. ORGANISATION DES RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMS IM PWO-KONZERN![]() STATUS UND WEITERE ENTWICKLUNG DES RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMSRisiken sind generell als potenzielle Ereignisse definiert, die sowohl zu einer positiven als auch zu einer negativen Planabweichung führen können. Sämtliche Risiken sind eindeutig Risikoeignern zugeordnet und werden mit Szenario-Verteilungen hinsichtlich Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Sie werden im Rahmen der Planungs- und Hochrechnungsprozesse von allen Verantwortlichen konzernweit überprüft bzw. aktualisiert. Die Stabilität der Planung wird dadurch nachhaltig verbessert. Im Geschäftsjahr 2016 haben wir unseren mehrjährigen Prozess zum Ausbau des Risikomanagement-Systems konsequent weiter fortgeführt. Erstmals wurde das Risikomanagement konzernweit in den etablierten Prozess der Mittelfristplanung integriert. Darüber hinaus wurden unsere konzernweiten Risikoseminare und -abstimmungen noch einmal ausgeweitet. Inzwischen führen wir Risikoworkshops auch projektbezogen und damit über Hierarchieebenen hinweg durch. So wollen wir potenzielle Schwachstellen, aber auch Chancen frühzeitig erkennen und die Wirksamkeit eingeleiteter Maßnahmen sicherstellen. Ziel ist es, das Risikomanagement-System zu einem strategischen Instrument auszubauen, das dem Vorstand die Konzernsteuerung anhand von Risikokennzahlen ermöglicht. COMPLIANCE-MANAGEMENT UND INTERNE REVISIONRegelkonformes Handeln des Konzerns und aller seiner Mitarbeiter gehört bei PWO zu den Grundsätzen guter Unternehmensführung und bildet die Basis für den nachhaltigen Erfolg des Konzerns. PWO hat daher ein konzernweites Compliance-Management-System (CMS) etabliert, das eng mit dem Risikomanagement-System verknüpft ist. Darüber hinaus überwacht die interne Revision die ordnungsgemäße Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien gemäß einem risikoorientierten Prüfungsplan. Sie ist entsprechend den Regeln und Standards des Deutschen Instituts für Interne Revision e. V. aufgestellt. Mit dem Ziel, internes Prozesswissen um Benchmark-Erfahrung zu ergänzen, wird zudem regelmäßig mit externen Beratern zusammengearbeitet. Compliance-Themen werden bei PWO offen behandelt und nachhaltig kommuniziert. Die Einhaltung der allen Verantwortlichen bekannt gemachten verbindlichen Verhaltensrichtlinien (Code of Conduct) wird regelmäßig überprüft und dokumentiert. Durch eine permanente Sensibilisierung aller Mitarbeiter wird das Gespür für die besondere Relevanz von Compliance-Themen geschärft und damit weiteren Risiken vorgebeugt. Im Geschäftsjahr 2016 wurde insbesondere der Ende 2015 zunächst für die PWO AG entwickelte Geschäftspartnerkodex in den ausländischen Gesellschaften des Konzerns eingeführt bzw. dessen Einführung dort vorbereitet. Darüber hinaus wurden mittlerweile konzernweit Grundlagenschulungen zum Thema Compliance im Rahmen von Einführungsveranstaltungen für alle neuen Mitarbeiter etabliert. Compliance hat bei PWO einen sehr hohen Stellenwert. Daher wurden erneut konkrete Projekte für den künftigen weiteren Ausbau des CMS festgelegt. KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENT IM RECHNUNGSLEGUNGSPROZESSDas Kontroll- und Risikomanagement des Rechnungslegungsprozesses stellt einen integralen Bestandteil des Konzern-Risikomanagements dar. Es basiert auf speziell hierfür eingeführten Grundsätzen, Verfahren, Regelungen und Maßnahmen, mit denen folgende Ziele verfolgt werden:
Hierfür sind über eine exakt definierte Führungs- und Berichtsorganisation alle operativen Einheiten eingebunden. Grundsätze, Abläufe, Prozesse, Termine und Systeme sind schriftlich dokumentiert. Ihre Einhaltung und ordnungsgemäße Umsetzung wird von der internen Revision im Rahmen ihres risikoorientierten Prüfungsplans geprüft. Die gesamte Organisation wird in regelmäßigen Abständen auf ihre Wirksamkeit überprüft und an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst. Zwischen allen beteiligten Einheiten besteht eine klare Aufgabenabgrenzung, die genauso konsequent umgesetzt wird wie das Vier-Augen-Prinzip. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die qualitativen Anforderungen und werden regelmäßig geschult. Der Konzernabschluss wird in einem mehrstufigen Prozess erstellt. Auf allen Ebenen sind automatisierte oder manuelle Kontrollen verankert. Die einzelnen Tochtergesellschaften erstellen ihre Abschlüsse, die von den jeweiligen Abschlussprüfern geprüft und dann bei der Progress-Werk Oberkirch AG zum Konzernabschluss zusammengeführt werden. Die IFRS-Bilanzierungsvorschriften im PWO-Konzern stellen die einheitliche Bilanzierung und Bewertung der einbezogenen Gesellschaften sicher. Den Richtlinien liegt unter anderem ein konzernweiter Kontenrahmen zugrunde. Die Erfassung der Geschäftsvorfälle erfolgt bei den operativen Einheiten in einem konzerneinheitlichen, auf SAP basierenden Buchungssystem. Dabei sind die Zugriffsberechtigungen eindeutig geregelt. Neue Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere offizielle Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich ihrer Relevanz und ihrer Auswirkungen auf den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht analysiert und bei Bedarf in den Rechnungslegungsprozess integriert. Zur Sicherung der Korrektheit der Bilanzierung und der Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich des Lageberichts werden folgende Maßnahmen und Kontrollen in einem strukturierten Prozess regelmäßig umgesetzt, evaluiert und fortentwickelt:
ENTWICKLUNG DER GESAMTRISIKOLAGEDie Gesamtrisikolage des PWO-Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2016 und auch im Hinblick auf die Planung für 2017 nicht substanziell verändert. Wesentliche neue Risiken sind nicht hinzugekommen. Im Verlauf des Geschäftsjahres hat die Diskussion über einen beschleunigten Wechsel zum E-Antrieb der Kraftfahrzeuge an Dynamik gewonnen. Die Zulassungszahlen dieser Fahrzeuge sind weiterhin sehr niedrig. Bis zur schnellen Steigerung ihres Marktanteils bedarf es zudem noch enormer Investitionen zum Beispiel in die Infrastruktur der Ladestationen. Dennoch stellt sich die Automobilindustrie immer stärker auf den kommenden Wechsel ein. Wir sind von diesem jedoch nicht in negativer Weise betroffen, da wir mit unseren Lösungen kaum am Antriebsstrang eines Fahrzeugs positioniert sind. Zu den mittelfristigen Risiken und Chancen nehmen wir im Einzelnen im folgenden Bericht Stellung. Gegenüber dem letztjährigen Bericht sind einige Risiken entfallen. Darüber hinaus haben wir im Zuge der Weiterentwicklung unserer Berichterstattung die Zuordnung einzelner Risiken zu den Risikokategorien angepasst. Vor allem hat sich jedoch die Gewichtung der drei bedeutendsten Risikokategorien geändert. Im Bereich der Leistung sehen wir derzeit die größten Risiken für mögliche Ergebnisbelastungen. Dies ergibt sich aus unserer derzeit sehr guten Auftragslage und der entsprechend gestiegenen Kapazitätsauslastung im Konzern. Dies betrifft alle drei dargestellten Einzelrisiken. Auch die Risiken in der Kategorie Markt haben an Bedeutung gewonnen. Hier resultiert dies insbesondere aus den Materialpreisen für unsere Rohstoffe. Die im vergangenen Jahr noch am höchsten gewichtete Kategorie Finanzen nimmt in diesem Jahr hingegen erst die dritte Position ein, da wir das Risiko von Wertberichtigungen inzwischen geringer einschätzen. Insgesamt liegt die Gesamtrisikolage damit derzeit weiterhin in einer geschäftstypischen Bandbreite. Der Vorstand ist davon überzeugt, dass die im Folgenden beschriebenen Risiken für den Konzern beherrschbar sind und seinen Fortbestand nicht gefährden. Definition der Risikoeinschätzungscroll
DARSTELLUNG DER ÜBERWIEGEND KURZFRISTIG WIRKENDEN RISIKEN UND CHANCENIm Folgenden stellen wir die wesentlichen Risiken und Chancen für die operative Planung 2017 unter Berücksichtigung der risikobegrenzenden internen Maßnahmen dar. Dabei verwenden wir unverändert die folgenden Risikokategorien: Leistungs-, Finanz-, Markt-, Regulatorische und Sonstige Risiken. Die dargestellte Reihenfolge der Kategorien sowie der jeweils zugehörigen Einzelrisiken spiegelt unsere gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikomaßes in absteigender Reihenfolge wider. Unser Geschäft ist grundsätzlich durch hohe Prognostizierbarkeit innerhalb beherrschbarer Schwankungsbreiten geprägt. Dies ergibt sich zum einen aus der zum Teil mehrjährigen Vorlaufzeit von Neuaufträgen sowie der fünf- bis achtjährigen Serienlaufzeit. Zum anderen ist die strategische Steuerung des Konzerns auf einen möglichst stetigen Geschäftsverlauf ausgerichtet. Die Langfristigkeit unseres Geschäfts trägt zur Risikobegrenzung bei. Gleichzeitig bedeutet dies jedoch auch, dass die kurzfristigen Chancen limitiert sind. Bezüglich der operativen Planung 2017 überwiegen daher in der folgenden Darstellung die Risiken gegenüber den Chancen. Die Risikoeinschätzungen beschreiben immer die Worst-Case-Bewertungen unter Berücksichtigung der risikobegrenzenden Maßnahmen. In der folgenden Tabelle geben wir jeweils innerhalb unserer Kategorien für das größte Einzelrisiko der am höchsten bewerteten Unterkategorie die Schadenshöhe, Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikobedeutung an. Aus der Summe aller Einzelrisiken einer Kategorie ergibt sich deren Bedeutung in unserem Risikomanagement-System. So sind zum Beispiel die vielfältigen Leistungsrisiken eines Produktionsunternehmens, wie PWO eines ist, gut steuerbar. Daher ist deren Nettoerwartungswert im Einzelnen zwar sehr gering. Dennoch sind die ihrer Anzahl nach vielen Risiken in dieser Kategorie in der Summe größer als zum Beispiel die ihrer Anzahl nach wenigen Finanzrisiken, bei denen das größte Einzelrisiko mit einem mittleren Nettoerwartungswert einzustufen ist. ÜBERSICHTscroll
LEISTUNGSRISIKENQualitätsrisiken/Produkthaftungs- und RückrufrisikenSerienproduktion für die internationale Automobilindustrie bedeutet, deren Anforderungen an höchste Prozesssicherheit und Produktqualität sowie Lieferzuverlässigkeit auch bei schwankenden Abrufzahlen über viele Jahre hinweg dauerhaft und sicher erfüllen zu können. Leistungsausfälle und Qualitätsschwankungen führen nicht nur zu kurzfristigen monetären, sondern vor allem zu erheblichen Reputationsschäden und sind daher für Anbieter wie PWO, die sich an der Spitze des Marktes positioniert haben, unter allen Umständen zu vermeiden. Dabei steigen die Qualitätsanforderungen der Kunden derzeit besonders stark. Während schon in den vergangenen Jahren die Anzahl der tolerierten Fehlteile je einer Million gelieferter Bauteile immer weiter reduziert wurde, werden Fehlteile inzwischen absolut - also unabhängig von der Liefermenge - gemessen. Die Zielvorgabe Null-Fehler-Lieferungen wird damit noch anspruchsvoller. Gleichzeitig werden zunehmend zum Beispiel auch Reste des Ölfilms, der für das Tiefziehen von Stahl produktionsnotwendig ist, als Verschmutzung und damit als Fehler bewertet. Wir erweitern daher kontinuierlich den Prüfungsumfang für unsere Bauteile wie auch die Dokumentation ihrer einwandfreien Qualität, bevor sie unser Haus verlassen. Die Steuerungsaufgabe liegt dabei darin, den hierfür notwendigen zusätzlichen internen Aufwand zu begrenzen. Darüber hinaus haben Produkthaftungsrisiken und aus Rückrufaktionen resultierende Risiken in der Automobilbranche in den vergangenen Jahren branchenweit kontinuierlich zugenommen. Bisher waren wir hiervon nicht betroffen. Durch unser umfassendes Qualitäts- und Risikomanagement-System sichern wir unsere Prozesse erfolgreich ab. Dennoch ist der PWO-Konzern selbstverständlich gegen solche Risiken über Versicherungen abgesichert. Die Versicherungssummen der Verträge werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst. Darüber hinaus werden kontinuierlich Schulungen zum implementierten Ablaufplan für den Fall von Produktrückrufen durchgeführt. Betriebsunterbrechung der ProduktionBetriebsunterbrechungsrisiken können im Wesentlichen aus einer Beschädigung oder dem Ausfall einer Fertigungsanlage oder eines Werkzeugs resultieren. Je nach Schadensausmaß und Dauer des Ausfalls kann hierdurch die fristgerechte Belieferung der Kunden beeinträchtigt werden. Dies kann in gravierenden Fällen auch Betriebsunterbrechungen bei den Kunden verursachen. Dieses Risiko wird im PWO-Konzern traditionell durch ein umfangreiches Business-Continuity-Management wirksam begrenzt. Allerdings ist das Risiko umso höher, je höher die vorübergehende Kapazitätsauslastung eines Standorts ist. Die bisherigen Kapazitätsengpässe am tschechischen Standort konnten durch den Anlauf einer weiteren Umformpresse im Berichtsjahr nur teilweise abgebaut werden, da die Kundenabrufe dort weiterhin über den Erwartungen liegen. Zusätzlich sind vor allem im Zuge des aktuellen Hochlaufs des chinesischen Produktionsstandorts auch dort spürbare Engpässe hinzugekommen. Wir steuern diese Risiken durch vielfältige Maßnahmen und laufende Anpassungen auf allen Ebenen des Produktionsprozesses. Das Risiko des Ausfalls eines kompletten Standorts, also ein bestandsgefährdendes Risiko, ergibt sich aus unserer Sicht ausschließlich aus externen, nicht beeinflussbaren Faktoren. Hierzu zählen insbesondere Naturkatastrophen bzw. Einflüsse höherer Gewalt. Mit den überall im Konzern angewandten Sicherheitsvorkehrungen, die durch anerkannte externe Berater regelmäßig und umfangreich geprüft werden, begrenzen wir mögliche Schäden durch Naturereignisse jedoch wirksam. Wir sind daher davon überzeugt, dass der Ausfall eines kompletten Standorts nahezu ausgeschlossen werden kann. Anlauf- und HochlaufrisikenDer An- und Hochlauf neuer Serienproduktionen birgt eine Reihe von Risiken. So müssen wir zunächst Vorleistungen erbringen, unter anderem durch die Bereitstellung der geeigneten Kapazitäten. Daraus resultieren Auslastungsrisiken. Diese nehmen tendenziell zu, da die Kunden den Zeitraum zwischen der geforderten Bereitstellung der Fertigungsanlagen und dem Serienstart zur Absicherung ihres eigenen Produktionsbeginns zunehmend verlängern. Zudem durchläuft die Produktion beim An- und Hochlaufen eine sogenannte Lernkurve, das heißt, zu Beginn liegt die Effizienz noch auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und steigt dann kontinuierlich an. Dabei hat die termingerechte Belieferung unserer Kunden mit Bauteilen in der vereinbarten Qualität in jedem Fall höchste Priorität. Im Falle eines nicht optimalen Anlaufs einer neuen Serienproduktion kann daher nicht nur die erzielte Marge vorübergehend unter den Erwartungen bleiben, sondern es können zum Beispiel durch Ausschuss, Nacharbeiten, Zusatzschichten oder Sonderfrachten auch erhebliche Kosten für den Konzern entstehen. Wir haben langjährige und umfassende Erfahrungen in diesem Bereich, sodass wir diese Risiken wirksam steuern können. Aufgrund unserer aktuell sehr erfolgreichen Auftragsakquisition stehen in den nächsten Jahren jedoch viele Neuanläufe großer Serienproduktionen mit einem zum Teil sehr hohen Komplexitätsgrad an. Dies ist nicht nur an unseren etablierten Standorten in Europa und Kanada der Fall, sondern auch an den technologisch noch weniger ausgereiften Standorten in China und Mexiko. Daraus resultieren deutlich gestiegene Risiken. Zu deren Begrenzung könnten grundsätzlich einzelne, geeignete Serienaufträge an andere Standorte verlagert werden. Allerdings wäre dies mit zusätzlichen Aufwendungen verbunden. Jenseits der ohnehin im Konzern üblichen umfangreichen Unterstützung durch Mitarbeiter aus Oberkirch werden wir zudem die Feinsteuerung unseres Projektmanagements ausweiten. Künftig soll bei ausgewählten Großprojekten ein effektives Risikomanagement in das vorhandene Projektmanagement und Controlling integriert werden. Als erstes Projekt ist hier der Aufbau des neuen Montagewerks in Mexiko inklusive der dortigen Serienanläufe definiert. Daraus können mittelfristig jedoch auch sichtbare Ertragschancen entstehen, die in dem entsprechenden nachfolgenden Kapitel erläutert werden. MARKTRISIKENRohstoffeZu den für unsere Produktionsprozesse notwendigen Rohstoffen gehören insbesondere Stahl sowie in sehr viel geringerem Umfang Aluminium. Diese Metalle kaufen wir auf dem Weltmarkt bei langjährigen Lieferanten ein. Die Verfügbarkeit der Rohstoffe ist generell hoch, sodass in der Vergangenheit keine Lieferengpässe zu verzeichnen waren. Für die Zukunft gehen wir davon aus, durch entsprechende Dispositionen die notwendige Versorgung sicherstellen zu können, wenngleich die diesbezüglichen Anforderungen jüngst gestiegen sind. Bisher konnten wir Preisanstiege der Rohstoffe über die in unseren Kundenverträgen vereinbarten Schwankungen hinaus entweder über Gleitklauseln direkt weitergeben oder wir sind auf dem Verhandlungswege mit unseren Kunden zu akzeptablen Lösungen gekommen. Zuletzt hat jedoch die Volatilität der Rohstoffpreise stark zugenommen. Eine Absicherung über länger laufende Rahmenverträge ist zu wirtschaftlich akzeptablen Preisen derzeit kaum möglich. Daher sind unsere Risiken hieraus aktuell deutlich gestiegen. Schwankungen der Abrufzahlen (Absatzmengenschwankungen)Eine wesentliche Voraussetzung, um die für unser kapitalintensives Geschäft notwendigen Margen zu erzielen, ist die Sicherstellung einer ausreichenden Auslastung unserer Produktionsstandorte. Bei bestehenden Aufträgen erstrecken sich die Auslastungsrisiken insbesondere auf Absatzschwankungen in der Serienproduktion. Diese entstehen durch Nachfrageschwankungen seitens der Endkunden. Bei Neuaufträgen besteht das Risiko der Anlaufverschiebung von Neuprojekten. Aufgrund der breiten Diversifikation unserer Produktpalette und der strategischen Begrenzung von Großaufträgen sind wir grundsätzlich nicht vom Erfolg einzelner Kfz-Modelle und damit von einzelnen Aufträgen abhängig. Allerdings können niedriger als erwartete Volumina bei einer größeren Anzahl von Neuanläufen bzw. bei einzelnen großvolumigen Neuanläufen zu Belastungen führen. Abschwächungen der Automobilkonjunktur oder des Wirtschaftswachstums in einer Region können zudem zu niedrigeren Abrufen über unsere gesamte Auftragspalette führen. Wegen der Langfristigkeit unseres Geschäfts können wir Auslastungsschwankungen kurzfristig nur durch Anpassungen auf der Kostenseite kompensieren. Daher steigern wir permanent die Flexibilität aller Geschäftsprozesse. Entsprechend haben wir unseren Maschinenpark aufgestellt und setzen zudem weltweit einheitliche Produktionsprozesse um. So können auslaufende Serienaufträge durch Nachfolgeaufträge aus unterschiedlichen Produktbereichen ersetzt werden, und es besteht die grundsätzliche Möglichkeit, Maschinen und Montageanlagen innerhalb unseres Standortportfolios zu verlagern. PreissenkungsrisikenDie permanente Zunahme des Wettbewerbs- und Preisdrucks gehört zu den typischen Risiken der Automobilzulieferindustrie. Dies belastet grundsätzlich die Ertragskraft des PWO-Konzerns. Mit unserer Innovationskraft realisieren wir für unsere Kunden einen quantifizierbaren Mehrwert. Unsere globale Lieferfähigkeit zeichnet uns zusätzlich aus. Damit haben wir in den regelmäßigen Verhandlungen mit unseren Kunden eine gute Ausgangsposition. Dennoch müssen wir an allen Standorten permanent die Effizienz aller betrieblichen Prozesse steigern und darüber hinaus in jedem Jahr ein sichtbares Umsatzwachstum realisieren, um unsere Ertragskraft zu sichern. Ausfall eines strategischen Lieferanten durch InsolvenzIn einzelnen Bereichen beziehen wir Vorprodukte nur von einigen wenigen ausgewählten Lieferanten. Beim unerwarteten Ausfall eines solchen strategischen Lieferanten - beispielsweise durch Insolvenz - besteht daher das Risiko, dass kurzfristig keine alternativen Bezugsquellen genutzt werden können. Dadurch kann es gegebenenfalls zu einer Beeinträchtigung der Belieferung unserer Kunden mit entsprechenden Auswirkungen auf die Ertragslage des PWO-Konzerns kommen. Diesem Risiko begegnen wir mit einer systematischen Auswahl unserer strategischen Lieferanten sowie einem kontinuierlichen Monitoring ihrer Bonität und einem fortwährenden Ausbau unseres Supply-Chain-Managements insgesamt. Verlust eines GroßkundenDer PWO-Konzern ist in einem wettbewerbsintensiven Umfeld tätig. Daher sind wir dem Risiko ausgesetzt, von bestehenden oder neuen Wettbewerbern verdrängt zu werden. Auf Konzernebene verhindert unsere breite Aufstellung eine Abhängigkeit von Großkunden. Im Berichtsjahr entfielen nur auf zwei Kunden Umsatzanteile von mehr als 10 Prozent, die sich auf alle unsere Segmente verteilen. In der Regel entstehen die Umsätze mit Kunden darüber hinaus immer aus verschiedenen, vertraglich eigenständigen Projekten. Der gleichzeitige Ausfall aller Projekte eines Kunden kann nahezu ausgeschlossen werden. An einigen unserer Standorte entfällt jedoch ein substanzieller Umsatzanteil auf einzelne Kunden. Dies betrifft insbesondere unsere beiden Standorte im NAFTA-Raum sowie unseren tschechischen Standort. In diesen Fällen ist die Einhaltung der entsprechenden Anforderungen hinsichtlich Qualität und Liefertreue von besonderer Bedeutung, da der Verlust eines Kunden erhebliche negative Auswirkungen auf den Standort und damit auf den Konzern haben könnte. Zudem werden im Anfragemanagement Ausschreibungen von Neu- und Nachfolgeaufträgen besonders eng überwacht. FINANZRISIKENWertberichtigungenDas Risiko eines Wertberichtigungsbedarfs langfristiger Vermögenswerte besteht vor allem dann, wenn Planungen nicht erreicht werden bzw. sich Ertragsaussichten verschlechtern. Eine Erhöhung des Abzinsungsfaktors für die erwarteten zukünftigen Cashflows wirkt ebenfalls risikoerhöhend. Unsere Tochtergesellschaften in Mexiko und in China haben im vergangenen Geschäftsjahr positiv zum Konzern-EBIT vor Währungseffekten beigetragen. Diese erfreuliche Entwicklung wollen wir in 2017 sichern und weiter fortsetzen. Die aktuell an- und hochlaufenden Serienproduktionen sowie das hohe Volumen der vorliegenden Neuaufträge für die Folgejahre untermauern diese positive Perspektive. Zwar sind mit dem nun bevorstehenden schnellen Wachstum auch Risiken - insbesondere im An- und Hochlaufmanagement sowie bezüglich möglicher Kapazitätsengpässe - verbunden. Wir gehen jedoch davon aus, dass wir diese Risiken dauerhaft erfolgreich steuern können und etwaige Belastungen nur vorübergehender Natur sein werden. Unsere Planungen bestätigen daher die Buchwerte unserer Vermögenswerte. WährungsrisikenDer PWO-Konzern ist an all seinen Standorten Währungsrisiken ausgesetzt. Sie betreffen sowohl das Translationsrisiko (Umrechnung der Abschlüsse der jeweiligen Tochtergesellschaften in Euro) als auch das Transaktionsrisiko (Absatz und Beschaffung). Die wesentlichen Währungen im Konzern sind neben dem Euro der kanadische Dollar, der US-Dollar, der mexikanische Peso, der chinesische Renminbi und die Tschechische Krone. Zur Vermeidung von Währungsrisiken schließen wir entsprechende Sicherungsgeschäfte ab. Ziel ist es, die bei Eingang eines Auftrags unterstellten Währungsparitäten und damit die erwarteten Deckungsbeiträge abzusichern. Die Auswahl der einzusetzenden Instrumente erfolgt nach eingehender Analyse des entsprechenden Grundgeschäfts. Für die weitere Erläuterung der Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten wird auf den Anhang verwiesen. Den weit überwiegenden Teil des Währungsrisikos sichern wir zeitlich gestaffelt ab. Das verbleibende Restrisiko hat ein überschaubares Ausmaß. Allerdings sichern wir Translationsrisiken aus den Darlehen der Muttergesellschaft an die ausländischen Standorte zur Finanzierung ihres Geschäfts nur teilweise ab, da aus den mit diesen Darlehen verbundenen Währungsschwankungen keine wirtschaftlichen Risiken entstehen. Finanzierungs- und ZinsrisikenFür die Finanzierung des laufenden Geschäfts und der geplanten Investitionen bestehen keine Risiken. Wir verfügen über langfristige und gute Beziehungen zu unseren Bankpartnern und nutzen zudem kapitalmarktnahe Refinanzierungsinstrumente. Im Berichtsjahr haben wir erfolgreich erstmals einen Konsortialkredit mit bisherigen Bankpartnern sowie einer neuen Bank über 100 Mio. EUR abgeschlossen. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre. Damit wurden bestehende bilaterale Finanzierungen zusammengefasst und darüber hinaus die Handlungsspielräume des Konzerns erweitert. So haben wir uns eine Finanzierung gesichert, die genügend Planungssicherheit für die nächsten Jahre bietet. Im Rahmen des Konsortialkredits und des 2014 emittierten Schuldscheindarlehens haben wir marktübliche finanzielle Covenants vereinbart. Derzeit gehen wir davon aus, dass wir diese werden einhalten können. Grundsätzlich ist der Konzern Zinsveränderungsrisiken ausgesetzt. Ein signifikanter Anstieg des Zinsniveaus an den Kapitalmärkten würde dazu führen, dass der variabel gestellte Teil unserer Refinanzierungsinstrumente zu höheren Zinssätzen zu bedienen wäre. Darüber hinaus müssten Bankkredite zum Zeitpunkt des Auslaufens der Zinsfestschreibung zu höheren als den bisherigen Sätzen refinanziert werden. Diese Risiken begrenzen wir durch eine ausgewogene Struktur der Laufzeiten unserer Finanzschulden sowie ihrer Zinsabsicherungen. Finanzierungsrisiken können zudem daraus entstehen, dass Finanzinstitute ihre Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Anlage liquider Mittel sowie als Kontrahenten derivativer finanzieller Vermögenswerte nicht erfüllen. Wir setzen hier auf eine sorgfältige Auswahl und Diversifizierung unserer Partner und sehen daher aktuell unverändert keinen Anpassungsbedarf bei unserer Risikosteuerung. Aus einem weiteren Rückgang des aktuellen Zinsniveaus würden sich hingegen über die Diskontierung der Pensionsrückstellungen zusätzliche Belastungen der Eigenkapitalquote und damit der Bilanzqualität des Konzerns ergeben. Wir gehen davon aus, dass die Zinsen künftig nicht mehr stark fallen werden. Ein künftiger Anstieg der Zinsen würde sich entsprechend positiv auf die Bewertung der Pensionsrückstellungen und die Eigenkapitalquote auswirken. Zuletzt haben die Betrugsrisiken aus dem sogenannten CEO-Fraud und anderen Formen der Cyberkriminalität klar zugenommen. Dabei operieren Kriminelle mit gefälschten Dokumenten sowie fingierten Identitäten, um betrügerische Zahlungen anzuweisen oder Mitarbeiter unter Druck zu setzen, diese anzuweisen. Ziel ist es, erhebliche Geldbeträge aus den Unternehmen auf Konten im Ausland zu transferieren. Wir schulen unsere Mitarbeiter regelmäßig anlässlich dieser und anderer Betrugsmaschen. Darüber hinaus sichern wir größere Zahlungsvorgänge über mehrstufige Genehmigungsprozesse ab. Nicht zuletzt gibt es klare Anweisungen und Meldewege, die gewährleisten, dass sich auch oberste Führungskräfte nicht über interne Verhaltensregeln hinwegsetzen können. REGULATORISCHE RISIKENRisiken aus steuerlichen und politischen RahmenbedingungenDas deutsche Steuerrecht gehört ohnehin zu den besonders komplexen Rechtsgebieten. Dies gilt umso mehr, je stärker ein Unternehmen international verflochten ist. Deshalb nehmen die steuerlichen Risiken des Konzerns - inklusive des Risikos von Nachzahlungen als Ergebnis der regelmäßig wiederkehrenden Betriebsprüfungen -grundsätzlich zu. Nicht zuletzt deshalb achten wir sehr darauf, in ausreichendem Maße steuerliche Berater zu konsultieren - und zwar sowohl solche, die die einschlägigen lokalen Regulierungen genau kennen als auch jene, die über Expertise im internationalen Steuerrecht verfügen. Mit Mexiko und China befinden sich zwei unserer Standorte in Ländern mit weniger stabilen politischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen, als zum Beispiel in Europa. Hier haben wir in den vergangenen Jahren hohe Volumina investiert, damit der PWO-Konzern von den Chancen in diesen Wachstumsmärkten der internationalen Automobilindustrie profitieren kann. Wir begrenzen unsere Risiken in diesen Ländern durch besonders sorgfältige Prüfung aller gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen bevor wesentliche Entscheidungen getroffen werden. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit erfahrenen Beratern zusammen, um uns auf mögliche künftige Entwicklungen vorzubereiten. Im Hinblick auf die politischen Rahmenbedingungen muss derzeit vor allem mit Belastungen aus den Vereinigten Staaten und Großbritannien gerechnet werden. Die internationale Automobilindustrie ist zwar höchst flexibel. Wir gehen daher davon aus, dass sie sich auch auf veränderte Rahmenbedingungen in kurzer Zeit einstellen wird. Vorübergehende Irritationen sind jedoch nicht auszuschließen. Der neue US-Präsident ist ein scharfer Kritiker des Freihandels im NAFTA-Raum und dort vor allem zwischen Mexiko und den USA. Mexiko ist einer der größten Automobilstandorte und einer der bedeutendsten Autoexporteure der Welt. Zur Risikobegrenzung bauen wir derzeit unseren mexikanischen Standort vor allem projektbezogen aus und fahren allgemeine, nicht projektspezifische Investitionen zurück. In Großbritannien steuert die dortige Regierung auf einen sogenannten "harten Brexit", also eine sehr umfassende Lösung von der Europäischen Union zu. Dies betrifft zwar den PWO-Konzern nicht direkt, da wir nur in geringem Umfang direkte Kundenbeziehungen nach Großbritannien haben. Für die deutsche Automobilindustrie ist das Land jedoch der größte Exportmarkt. Jedes fünfte Auto, das deutsche Hersteller ins Ausland verkaufen, geht nach Großbritannien. Compliance-RisikenBei Verstößen gegen nationale und internationale Gesetze sowie interne und externe Richtlinien kann es zu erheblichen Bußgeldern, Schadensersatzansprüchen bis hin zu Haftstrafen für die beteiligten Mitarbeiter kommen. Dem allgemeinen Compliance-Risiko begegnen wir durch unser zu Beginn des Risikoberichts bereits dargestelltes Compliance-Management-System. Seine einzelnen Bestandteile werden konsequent weiter ausgebaut, sodass wir die Risiken in diesem Bereich kontinuierlich reduzieren. Zusätzlich steuern wir das besondere Compliance-Risiko von Patentrisiken eng. Die Entwicklung neuer Produkte birgt das Risiko, dass gewerbliche Schutzrechte Dritter, in unserer Branche sind das Patente oder Gebrauchsmuster, verletzt werden. Problematisch sind dabei bereits angemeldete, aber noch nicht veröffentlichte Schutzrechte, da hier keine vollständige Transparenz darüber besteht, ob das Schutzrecht eines anderen Marktteilnehmers verletzt wird. Das Risiko besteht darin, dass es zu ungeplanten Lizenznachzahlungen kommen könnte, wobei in der Automobilbranche von einem Produktionsverbot nicht auszugehen ist. Wir begrenzen das Risiko von Patentverletzungen durch die Zusammenarbeit mit einem externen Patentanwalt sowie durch die langjährige Produkt- und Branchenexpertise unserer Mitarbeiter. Zurzeit gibt es keine Streitfälle. SONSTIGE RISIKENVerfügbarkeit von FachkräftenGrundsätzlich bestehen bezüglich der Verfügbarkeit von Fachkräften an allen unseren Standorten aus unterschiedlichen Gründen Risiken - zum Beispiel wegen fehlender Qualifikationen der lokalen Arbeitskräfte, wegen eines bestehenden bzw. absehbaren Fachkräftemangels oder wegen der zu erwartenden demografischen Entwicklung in einem Land. Im Hinblick auf die geplanten umfangreichen Neuaufträge der nächsten Jahre stellt die zeitgerechte Verfügbarkeit ausreichend vieler Fachkräfte mit den unterschiedlichsten Qualifikationen ein besonderes Risiko dar. Dieses Risiko begrenzen wir durch eine ausgefeilte Personalrekrutierung, -qualifizierung und -bindung. Dazu gehören unter anderem auch Weiterbildungen für Mitarbeiter des Standorts Deutschland zur Vorbereitung auf Einsätze an den internationalen Standorten. Derzeit ist dieses Risiko daher konzernweit gut gesteuert. Wir gehen jedoch davon aus, dass im Zuge des weiteren Wachstums des Konzerns regelmäßig zusätzliche Anforderungen an unseren Standorten entstehen werden, denen wir durch eine enge Überwachung und eine möglichst frühzeitige Steuerung gerecht werden wollen. Darüber hinaus decken wir einen Teil unseres Personalbedarfs über Zeitarbeitnehmer ab. Hier besteht das Risiko, dass deren Einsatz seitens des Gesetzgebers künftig möglicherweise stärker begrenzt wird. Dann würden wir einen Teil der Flexibilität der Planung des Personaleinsatzes verlieren. Wie darauf zu reagieren sein wird, wird von den dann relevanten regulatorischen Rahmenbedingungen abhängen. IT-RisikenOffene IT-Strukturen, die Prozesse weltweit verfügbar machen, aber gleichzeitig jederzeit Vertraulichkeit von Informationen und Datensicherheit gewährleisten, gehören heute zu den Grundvoraussetzungen für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. Wir setzen hierfür seit Jahren auf die Konsolidierung aller IT-Dienstleistungen in einer PWO Private Cloud. Das zertifizierte Informationssicherheitsmanagementsystem (IMS) des Standorts Oberkirch wird laufend weiterentwickelt. Die Grundprinzipien des IMS werden an allen PWO-Standorten angewendet. Angepasst an die Entwicklung und die jeweiligen betrieblichen Erfordernisse der internationalen Standorte werden dort sukzessive alle Elemente des IMS angewendet. DARSTELLUNG DER ÜBERWIEGEND MITTEL- UND LANGFRISTIG WIRKENDEN RISIKEN UND CHANCENIm Folgenden geben wir einen Überblick über die überwiegend mittelfristig, das heißt in einem Zeitraum von mindestens drei Jahren, wirkenden strategischen Risiken und Chancen für den Konzern. Auch in diesem Kapitel spiegelt die Reihenfolge der dargestellten Risiken und Chancen unsere gegenwärtige Einschätzung ihrer relativen Bedeutung für PWO wider. STEIGERUNG DER WETTBEWERBSFÄHIGKEIT DURCH ANPASSUNG DER INTERNEN PROZESSEDerzeit passen wir unsere internen Prozesse durch Zusammenfassung des Produktangebots in Geschäftsfeldern an. Am Standort Oberkirch ist dies umgesetzt und wird immer stärker gelebt. Unsere internationalen Standorte werden sukzessive in die neuen Strukturen eingebunden. Die neuen Prozesse sollen durch die Bündelung von Produktexpertise und durch die noch stärkere Standardisierung aller Abläufe zu einer deutlichen Effizienzsteigerung und Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit führen. Nicht zuletzt soll durch die neue Matrixorganisation Wissen abteilungs- und standortübergreifend im gesamten Konzern leichter zugänglich sein. Im Zuge der Implementierung dieser Organisation haben wir darüber hinaus die Prozesse beim Übergang eines Projektes von der Entwicklungs- und Konzeptionsphase in die laufende Serienproduktion überarbeitet und weiter verbessert. Wir sind daher zuversichtlich, künftig durch ein verfeinertes An- und Hochlaufmanagement nicht nur Risiken weiter zu reduzieren, sondern auch positive Ertragseffekte erzielen zu können. ENTWICKLUNG NEUER TECHNOLOGIEN UND PRODUKTEPermanente Produkt- und Prozessinnovationen bilden zentrale Erfolgsfaktoren für die Sicherung und den Ausbau der Wettbewerbsposition in unserer Industrie. Diese dienen nicht nur dem Erfüllen steigender Kundenforderungen, sondern zudem dem Erhöhen unserer Produktionseffizienz zur Sicherung unserer Ertragskraft. Ferner müssen für die stetig zunehmenden regulatorischen Anforderungen an geringere Umweltbelastungen der Fahrzeuge technisch und wirtschaftlich überzeugende Lösungen gefunden werden. Dabei gehen die Produktspezifikationen der Abnehmer immer häufiger mit konfliktierenden Anforderungen einher. Zum Beispiel werden höhere Sicherheitsparameter verlangt, gleichzeitig aber auch ein geringeres Gewicht. Gerade in solchen Fällen konnten wir in der Vergangenheit immer wieder die "bessere" Lösung anbieten und damit den Auftrag gewinnen. Hier kommen insbesondere unser tiefes Verständnis für den jeweiligen Kundenbedarf und unsere jahrzehntelange Erfahrung in der Metallverarbeitung zum Tragen. LANGFRISTIGE NACHFRAGEENTWICKLUNGMit unserem Produkt- und Leistungsspektrum sowie unserer Innovationskraft und unserer globalen Präsenz sehen wir uns gut positioniert, um gleichzeitig von mehreren Nachfragetrends in der Automobilindustrie profitieren zu können. Energiesparende und emissionsreduzierte MobilitätEines der wesentlichen Kriterien stellt die Einsparung von Gewicht bei allen Komponenten eines Fahrzeugs dar, damit der Kraftstoffverbrauch reduziert wird. Auf diesem Gebiet werden wir auch zukünftig die Chancen nutzen, die sich aus unserer führenden Kompetenz in der Leichtbauweise ergeben. Dabei sind wir insbesondere mit unserem Konzept des kostenoptimierten Leichtbaus sehr erfolgreich. Wir erwarten, dass der Anteil gewichtsreduzierter Bauteile und Komponenten am Gesamtvolumen in den nächsten Jahren weiter deutlich zunehmen wird und dies Chancen für den Ausbau unseres Marktanteils bietet. Gleichzeitig resultieren für uns keine Risiken aus dem derzeit verstärkt diskutierten Wechsel von Verbrennungs- zu Elektromotoren, da wir mit unseren Lösungen kaum am Antriebsstrang eines Fahrzeugs positioniert sind. Mehr Komfort und Sicherheit im AutomobilDer Trend in der internationalen Automobilindustrie wird künftig weiter in diese Richtung gehen. PWO hat sich im Bereich komfortsteigernder Lösungen (zum Beispiel Vibrationsverminderung bei Instrumententafelträgern, multioptionale Sitzverstellungen, Komponenten für die steigende Anzahl elektrisch angetriebener Funktionalitäten) und sicherheitsrelevanter Leistungsmerkmale (zum Beispiel höhere Aufnahme von Energie im Falle eines Aufpralls) schon seit vielen Jahren fest etabliert. Wir gehen davon aus, dass mit dem künftigen Trend hin zum autonomen Fahren die Komfortansprüche der Passagiere weiter steigen werden. Dies bedeutet zusätzliche Chancen für PWO. Gegenläufig würde wirken, wenn im Zuge dieses Trends von neuen Anbietern deutlich einfachere Fahrzeugkonzepte als heute entwickelt und dann auch nachgefragt würden. Allerdings wurden erste Überlegungen eines großen amerikanischen Unternehmens in diese Richtung inzwischen wieder zurückgestellt. Aus unserer Sicht bedarf es zudem für den Erfolg solcher Konzepte einer so grundsätzlichen Veränderung der Kundenpräferenzen, dass dies nur über einen sehr langen Zeitraum geschehen würde. Entwicklung des Kunden- und WettbewerbsumfeldsDie hohe Kapitalintensität der Automobilbranche bei gleichzeitig steigender Wettbewerbsintensität auf den globalen Märkten sowie die Anforderungen an die CO2 -Reduzierung zwingen die globalen Automobilhersteller, mehr und mehr auf externe Kompetenz zurückzugreifen und damit weitere wesentliche Abschnitte ihrer Wertschöpfungskette von Zulieferern zu beziehen. Wir sind überzeugt davon, von diesem Trend mit unserer Innovationskraft, anerkannten Lieferqualität und -treue sowie unserer weltweiten Lieferfähigkeit überdurchschnittlich profitieren zu können. Erweiterung der globalen Reichweite von PWOMit unseren fünf Produktionsstandorten sind wir in allen für uns relevanten Märkten - das heißt dort, wo in großer Zahl lokal vor allem Premiumfahrzeuge gefertigt werden - gut positioniert. Künftig werden wir unsere globale Reichweite auftragsbezogen durch Montagestandorte weiter erhöhen. In China arbeitet der erste derartige Standort bereits erfolgreich. Mit dieser Aufstellung werden wir noch stärker von dem Trend profitieren, dass sich die Automobilhersteller immer stärker auf global lieferfähige Lieferanten konzentrieren. Werkzeugbezug aus ChinaUnsere Tool-Sourcing-Strategie für den Werkzeugbezug aus China ist gut angelaufen. Im Zuge der Vorbereitung des Anlaufs der neuen großen Aufträge für Instrumententafelträger werden wir in erheblichem Umfang Werkzeuge der einfacheren Kategorien in China einkaufen und von dem dortigen niedrigeren Preisniveau profitieren. Die bisherige Entwicklung stimmt uns zuversichtlich, dass wir unsere mittelfristigen Erwartungen übertreffen können. Es ist vorstellbar, dort künftig sukzessive auch technologisch anspruchsvollere Werkzeuge für den Konzern einzukaufen. Wir sehen daher aus diesem Bereich in den nächsten Jahren größere Chancen als Risiken für die Ergebnisentwicklung. Entwicklung der WährungsrelationenAbsicherungsinstrumente gegen Währungsschwankungen sind grundsätzlich nicht für den gesamten Zeitraum einer Serienproduktion verfügbar. Die Wirkung von Hedging-Geschäften lässt sich durch rollierende Abschlüsse über die Laufzeit eines Einzelgeschäfts hinaus verlängern. Mittelfristig können sich jedoch grundsätzliche Veränderungen in den Relationen der für den PWO-Konzern wesentlichen Währungen ergeben. Daraus können sowohl Risiken als auch Chancen für die Ergebnisentwicklung entstehen. PROGNOSEBERICHTERWARTETE ALLGEMEINE WIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENENTWICKLUNGDie Weltwirtschaft befindet sich aktuell in einem verhaltenen Aufschwung. Sie wird laut IWF im Jahr 2017 leicht beschleunigt um 3,4 Prozent, in der Erwartung der Bundesregierung um knapp 3,3 Prozent wachsen. Allerdings dürfte die Dynamik in den OECD-Ländern insgesamt nur wenig zunehmen, während sich die konjunkturellen Perspektiven der rohstoffexportierenden Länder und damit der Schwellenländer insgesamt angesichts anziehender Rohstoffpreise in diesem Jahr verbessern werden. Für die Wirtschaftsauguren stellt die weitere Entwicklung in den USA den größten Unsicherheitsfaktor in ihren Prognosen dar. Noch ist nicht klar, in welche Richtung die wirtschaftspolitische Ausrichtung der neuen US-Administration unter Präsident Donald Trump gehen wird. Der IWF geht von stärkeren fiskalpolitischen Impulsen aus und hat seine Prognose entsprechend erhöht. Er erwartet inzwischen ein US-Wachstum von 2,3 Prozent in 2017. Auch in Deutschland, Japan, Spanien und im Vereinigten Königreich wurden die Erwartungen im Januar 2017 leicht nach oben angepasst. Insgesamt wird für die Industrieländer 2017 mit einem Wachstum von 1,9 Prozent nach 1,6 Prozent im Vorjahr gerechnet. Primär soll die weltwirtschaftliche Erholung im laufenden Jahr allerdings von einer wieder besseren Dynamik in den Emerging Marktes getragen werden, wobei insbesondere diejenigen Länder aufholen sollen, die sich in den letzten Jahren in Rezessionen befanden. Ihr Wachstum soll 2017 auf 4,5 Prozent nach 4,1 Prozent in 2016 zulegen. So soll Russland die Rezession überwinden und 2017 wieder ein leichtes Wachstum von 1,1 Prozent erreichen. Auch die anderen GUS-Staaten sollen sich im laufenden Jahr besser entwickeln. Unter den Ländern Lateinamerikas wird für Brasilien nach Jahren der Rezession 2017 ein kleines Wachstum von 0,2 Prozent erwartet. In China wird sich die Wachstumsnormalisierung mit 6,5 Prozent nach 6,7 Prozent fortsetzen. Die Wirtschaftsentwicklung in der Eurozone wird aus Sicht des IWF hingegen auch 2017 sehr verhalten bleiben. In fast allen wichtigen Euroländern soll das Wachstum leicht zurückgehen. Gleiches erwartet der IWF in Großbritannien. Für Deutschland ist die Bundesregierung etwas optimistischer, denn die gute wirtschaftliche Lage wird sich auch in diesem Jahr fortsetzen. Zwar erwartet auch sie für das laufende Jahr eine geringere Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 1,4 Prozent. Der leichte Rückgang lässt sich zum großen Teil aber auf den Effekt einer geringeren Anzahl von Arbeitstagen im Vergleich zum Vorjahr zurückführen. Die mit der Arbeitsmarktentwicklung steigenden Einkommen bilden bei einem gemäßigten Anstieg der Verbraucherpreise auch weiterhin günstige Rahmenbedingungen für die privaten Haushalte. Zusätzlich wird es die gute Lage der öffentlichen Haushalte ermöglichen, steigende Ausgaben des Staates für Konsum und Investitionen zu tätigen, und die Ausrüstungsinvestitionen sollen angesichts der steigenden Nachfrage aus dem Ausland und einer leicht überdurchschnittlichen Kapazitätsauslastung zulegen. Da der Welthandel dagegen verhalten bleiben und zudem durch protektionistische Strömungen beeinträchtigt werden könnte, werden die Risiken aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld als beachtlich angesehen. Aus Sicht des VDA wird der weltweite Automobilmarkt auch im laufenden Geschäftsjahr 2017 weiter zulegen. Er soll um zwei Prozent auf 83,6 Mio. verkaufte Einheiten wachsen. Dies auch deshalb, weil in den Rezessionsländern Brasilien und Russland eine lange Talfahrt endet. Für Russland wird erstmals wieder mit einem Wachstum von 5 Prozent auf 1,5 Mio. Neuwagen gerechnet, Brasilien soll nicht mehr weiter zurückfallen und sich 2017 auf dem niedrigen Vorjahresniveau bewegen. Als Folge des Brexit erwartet der VDA in Großbritannien einen Absatzrückgang um acht Prozent, weist aber wegen der Unsicherheiten über den weiteren Verlauf des Austrittsprozesses von Großbritannien aus der Europäischen Union auf die hohen Prognoserisiken hin. Für Westeuropa insgesamt geht der VDA daher mit 14 Mio. Pkw nur von einer stabilen Entwicklung aus. China wird um 5 Prozent auf 24,2 Mio. Einheiten wachsen, und der US-Markt soll sein 2016 mit 17,5 Mio. Light Vehicles (Pkws und Light Trucks) erreichtes neues Rekordniveau 2017 halten. GESCHÄFTSVERLAUF UND KÜNFTIGE AUSRICHTUNGENTWICKLUNG DES PWO-KONZERNSIn unserer Planung für 2017 gehen wir von einem unveränderten Konsolidierungskreis des Konzerns aus. Sie basiert weiterhin auf der detaillierten Einzelabschätzung der Volumina der derzeit laufenden Serienproduktionen sowie der anstehenden An- und Hochläufe sowie der Ausläufe. Für 2017 erwarten wir eine sehr erfreuliche Entwicklung des Konzerns und eine erhebliche Steigerung der Profitabilität. Die Umsatzerlöse sollen auf rund 450 Mio. EUR steigen. Dies wird jedoch auch durch höhere Materialpreise beeinflusst sein, die wir in der Regel über die Stückpreise für unsere Bauteile an die Kunden weitergeben können. Ohne diesen Effekt, das heißt rein operativ, rechnen wir mit Umsatzerlösen von rund 430 Mio. EUR - einer Zunahme um knapp 5 Prozent. Das EBIT vor Währungseffekten soll auf Basis der zum Ende des Jahres 2016 abgesicherten Wechselkurse sehr kräftig auf 23 bis 24 Mio. EUR zulegen. Dies entspricht einem Anstieg um rund 17 Prozent gegenüber dem für das Geschäftsjahr 2016 ausgewiesenen Wert - also dem Wert, in den die aktuellen Währungseffekte eingeflossen sind - von 19,7 Mio. EUR. Bezüglich der Wechselkurse gehen wir aufgrund unserer hohen Absicherungsquote bei Hedging-Geschäften von einer neutralen Entwicklung, bezogen auf das EBIT, aus. Die Belastungen aus Finanzergebnis und Steuerquote sollen sich reduzieren, sodass das Periodenergebnis überproportional zulegen kann. Diese Erwartung basiert auf der nachfolgend dargestellten regionalen Zusammensetzung der Ergebnisse und den deutlichen Verbesserungen an fast allen unseren Standorten. Das Umsatzwachstum des Konzerns wird wie in den Vorjahren maßgeblich von den Auslandstöchtern getragen. Von realen - d. h. um Materialpreise bereinigten - Zuwächsen gehen wir dabei vor allem in Tschechien und in Mexiko sowie im Seriengeschäft in China aus. Für Oberkirch erwarten wir, dass sich die vielfältigen Anstrengungen zur Effizienz- und Produktivitätssteigerung 2017 positiv auswirken werden. Daher rechnen wir mit einer erheblichen Verbesserung des EBIT trotz real im Wesentlichen unveränderten Umsatzerlösen. Der tschechische Standort soll seine positive Entwicklung auch im gerade begonnenen Geschäftsjahr fortsetzen. Große Wachstumssprünge bei den Umsatzerlösen sind zwar aufgrund der derzeit bestehenden schon hohen Auslastung zunächst nicht zu erwarten. Ungeachtet dessen soll das EBIT aber erneut zulegen und die Marge weiterhin in der Größenordnung von knapp 10 Prozent liegen. Im NAFTA-Raum gehen wir für den kanadischen Standort von einer stabilen Entwicklung aus. In Mexiko sind zumindest vorübergehende Wachstumsdämpfer aufgrund von Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen nicht auszuschließen. Aufgrund des hohen Volumens neu an- und hochlaufender Serienaufträge rechnen wir dennoch mit einem spürbaren Wachstum. Der Standort soll zudem einen sichtbaren Beitrag zur Verbesserung des Konzern-EBIT leisten. Die Umsatzerlöse des Segments China werden 2017 voraussichtlich nicht signifikant zulegen. Dabei stehen jedoch niedrigeren Erlösen aus Werkzeugen um rund 20 Prozent höhere Erlöse aus Serienteilen gegenüber. Wir setzen damit den An- und Hochlauf neuer Serienproduktionen mit hohem Tempo fort. Auch das EBIT soll sich zügig verbessern. FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEDie Finanz- und Vermögenslage des PWO-Konzerns hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich und bei einigen Kennziffern stärker als erwartet verbessert. Bei einem EBITDA, das etwas weniger deutlich als das EBIT zulegen dürfte, und einem positiven Free Cashflow streben wir für 2017 an, die Eigenkapitalquote und den dynamischen Verschuldungsgrad im Wesentlichen zu konsolidieren. Das Erreichen dieser Ziele wird auch maßgeblich von der Feinsteuerung der Investitionen abhängen. INVESTITIONENDie Investitionsplanung sieht für das laufende Geschäftsjahr ein Volumen von rund 40 Mio. EUR vor. Dabei handelt es sich neben Ersatzinvestitionen um auftragsbezogene Investitionen für die Instrumententafelträger-Fertigung an allen Standorten. Zudem sind in Tschechien, Mexiko und China Investitionen in neue Pressen vorgesehen. Im vergangenen Geschäftsjahr konnten einige Investitionen aufgeschoben werden. Diese werden zumindest teilweise in 2017 anfallen. Im Gegenzug gehen wir davon aus, durch ein weiterhin straffes Investitionsmanagement auch im gerade begonnenen Geschäftsjahr noch Einsparungspotenzial realisieren zu können. Auf Sicht der nächsten drei Jahre sollen gut 100 Mio. EUR investiert werden. Damit wird das langjährige Mittel für einen Dreijahreszeitraum trotz des künftig geplanten hohen Wachstums nicht überschritten. AUFTRAGSLAGEInzwischen sind die Vergaben unserer Kunden für ihre großen neuen Serienproduktionen abgeschlossen. Wir waren sehr erfolgreich in der Auftragsakquisition. 2017 werden wir uns auf die Vorbereitung der neuen Anläufe in den nächsten Jahren konzentrieren und darüber hinaus darauf abzielen, punktuelle Kapazitätslücken zu füllen. Wir planen daher lediglich mit einem Neugeschäft von rund 250 Mio. EUR. DIVIDENDENPOLITIKUnsere aktionärsfreundliche Dividendenpolitik wollen wir fortsetzen. Grundsätzlich streben wir an, Anhebungen nur dann vorzuschlagen, wenn wir diese Ausschüttungssumme auch in den Folgejahren aller Voraussicht nach beibehalten können. GESAMTAUSSAGE ZUR KÜNFTIGEN ENTWICKLUNGDer PWO-Konzern ist heute sehr gut aufgestellt. Unsere Steuerungsgrößen weisen alle in die richtige Richtung. Der Turnaround unserer mexikanischen und chinesischen Aktivitäten wurde nachhaltig realisiert. Mit dem hohen Neugeschäft der vergangenen beiden Jahre haben wir die Grundlage für die künftige Expansion des Konzerns geschaffen. Die erreichte Profitabilitätssteigerung zeigt, dass wir dieses Wachstum aus dem Free Cashflow finanzieren können. Nun wird es darauf ankommen, die Herausforderungen der künftigen An- und Hochläufe zu meistern und sie wirtschaftlich erfolgreich umzusetzen. Darauf haben wir unsere Steuerung und unser Risikomanagement ausgerichtet. Insgesamt sind wir auch am Ende dieses Geschäftsjahres unverändert zuversichtlich, Umsatzerlöse, Ertragskraft und bilanzielle Stärke des Konzerns in den nächsten Jahren deutlich steigern zu können. ABHÄNGIGKEITSBERICHTUnsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN NACH § 289 ABS. 4 BZW. § 315 ABS. 4 HGBIm Folgenden werden die nach den §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB erforderlichen Angaben dargestellt und erläutert. Das Grundkapital der Progress-Werk Oberkirch AG (die "Gesellschaft") beträgt 9.375.000,00 EUR. Es ist eingeteilt in 3.125.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien lauten auf den Inhaber. Sie sind mit identischen Rechten ausgestattet und gewähren in der Hauptversammlung jeweils eine Stimme. Auf die Regelungen des Aktiengesetzes über die mit dem Aktienbesitz verbundenen Rechte und Pflichten wird verwiesen. Es bestehen keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Ferner sind dem Vorstand keine diesbezüglichen Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt. Eine Beteiligung von Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmern, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, besteht nicht. Die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, Deutschland, hat uns eine Beteiligung von mehr als 10 Prozent der Stimmrechte an der Progress-Werk Oberkirch AG angezeigt: Sie ist derzeit mit 46,62 Prozent an der Gesellschaft beteiligt. Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands orientiert sich an den §§ 84 und 85 AktG in Verbindung mit dem § 6 der Satzung der Progress-Werk Oberkirch AG. Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 Abs. 1 und § 119 Abs. 1 Nr. 5 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Abweichend von § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG sieht § 15 der Satzung vor, dass Beschlüsse zur Satzungsänderung mit einfacher Mehrheit der Stimmen des bei der Beschlussfassung stimmberechtigten Grundkapitals gefasst werden können, soweit nicht nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften eine größere Mehrheit erforderlich ist. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Mai 2020 (einschließlich) mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 4.687.500,00 EUR (Genehmigtes Kapital 2015) zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu gewähren. Die näheren Einzelheiten der Ermächtigung ergeben sich aus dem Hauptversammlungsbeschluss vom 19. Mai 2015. Für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots wurden, außer den in Kreditverträgen und Verträgen mit Kunden enthaltenen üblichen Sonderkündigungsrechten, keine weiteren Vereinbarungen getroffen. Auch gegenüber dem Vorstand und den Arbeitnehmern bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH §§ 289 A, 315 ABS. 5 HGBDie Erklärung zur Unternehmensführung der Progress-Werk Oberkirch AG ist Bestandteil des Corporate-Governance-Berichts, der auf der Website des Unternehmens unter http://www.progress-werk.de/investor-relations/corporate-governance/ veröffentlicht wurde. VORSTANDSVERGÜTUNG NACH DRS 17scroll
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VERGÜTUNGSBERICHTDer Vergütungsbericht umfasst die Darstellung der Vorstandsvergütung und der Aufsichtsratsvergütung sowohl nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen des Handelsgesetzbuches (HGB) und der deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS 17) als auch nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der gültigen Fassung vom 5. Mai 2015. VERGÜTUNGSSYSTEM FÜR DEN VORSTANDDer Aufsichtsrat legt auf Vorschlag des Personalausschusses die Systematik und die Höhe der Vorstandsvergütung fest. Kriterien für die Festlegung sind sowohl die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Konzerns als auch die Aufgaben und persönlichen Leistungen des einzelnen Vorstandsmitglieds sowie die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur in der Gesellschaft. Hierbei berücksichtigt der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft sowohl insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung. Die Vergütungsstruktur ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die Gesamtvergütung setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Komponenten zusammen. Erfolgsunabhängige Bestandteile sind das Jahresgrundgehalt, das in zwölf gleichen Monatsraten gezahlt wird, sowie die Sachbezüge und Pensionszusagen. Erfolgsabhängiges Element der Vergütung ist die Tantieme, aufgeteilt in eine einjährige variable und in eine mehrjährige variable Komponente. Die einjährige variable Komponente bemisst sich nach dem Konzern-Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres. Die mehrjährige variable Komponente basiert auf dem durchschnittlichen Konzern-Jahresüberschuss über einen Zeitraum von drei Jahren. Die erfolgsabhängige Vergütung ist in ihrer absoluten Höhe begrenzt und so ausgestaltet, dass die mehrjährige Komponente überwiegt. Die Gestaltung der erfolgsabhängigen Vergütung gewährleistet außerdem, dass sowohl positiven als auch negativen Unternehmensentwicklungen Rechnung getragen wird. Die bestehenden Vorstandsverträge sehen außerdem eine Ermessenstantieme vor, wonach der Aufsichtsrat außergewöhnlich positive und negative Entwicklungen bis zu einem limitierten jährlichen Höchstbetrag nach freiem Ermessen berücksichtigen kann. Der Höchstbetrag variiert zwischen dem Vorstandssprecher und den anderen Vorstandsmitgliedern. Für ihre Tätigkeit als Organmitglieder von Tochtergesellschaften erhalten die Vorstandsmitglieder keine gesonderte Vergütung. VORSTANDSVERGÜTUNG NACH DRS 17: AUFWAND FÜR PENSIONENscroll
Das Vorstandsmitglied Bernd Bartmann hat Anspruch auf Alters-, Invaliden- und Witwenrente. Altersrente wird gezahlt entweder bei Erreichen der Pensionsgrenze von derzeit 65 Jahren oder vorzeitig nach Ausscheiden aus der Gesellschaft ab dem vollendeten 60. Lebensjahr, sofern gleichzeitig eine Altersrente als Vollrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezogen wird. Die Höhe der monatlichen Altersrente von Herrn Bartmann ist im Pensionsvertrag festgelegt. Bei einer vorzeitigen Inanspruchnahme wird dieser Betrag für die Dauer des Rentenbezugs um 0,25 Prozent pro Monat des vorzeitigen Rentenbeginns vor vollendetem 65. Lebensjahr gekürzt. Künftige Altersbezüge werden entsprechend der Entwicklung der Lebenshaltungskosten für 4-Per-sonen-Haushalte von Arbeitern und Angestellten mit mittlerem Einkommen gemäß Angaben des Statistischen Bundesamts angepasst. Für die Vorstandsmitglieder Dr. Volker Simon und Johannes Obrecht bestehen keine Pensionszusagen. Stattdessen ist in deren Vorstandsverträgen festgelegt, dass sie einen festen jährlichen Zuschuss zum Aufbau einer Altersversorgung erhalten. Der Zuschuss für Herrn Obrecht wird von der Gesellschaft direkt in eine Unterstützungskasse für die Altersvorsorge einbezahlt. Die Gesellschaft hat für die Mitglieder des Vorstands eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit einem Selbstbehalt von 10 Prozent des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der jährlichen festen Vergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds abgeschlossen. Die bestehenden Vorstandsverträge sehen vor, dass bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit etwaige Zahlungen an die Vorstandsmitglieder einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten und nicht mehr als die Vergütung für die Restlaufzeit des Vorstandsvertrags betragen (Abfindungs-Cap). Für die Berechnung des Abfindungs-Caps stellen die Vorstandsverträge auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr ab. Wird der Vorstandsvertrag aus einem von dem Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund im Sinne des § 626 BGB beendet, erfolgen keine Zahlungen an das Vorstandsmitglied. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats überprüft in vorbereitender Funktion für die Beschlussfassung im Plenum regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand, letztmalig im Geschäftsjahr 2016. VERGÜTUNG DES VORSTANDS NACH RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARD DRS 17Für das Geschäftsjahr 2016 betragen die Gesamtbezüge des Vorstands 1.393 TEUR (i. V. 1.425 TEUR). Darin enthalten ist eine erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von 561 TEUR (i. V. 626 TEUR). Die den Vorstandsmitgliedern gewährten Sachbezüge betragen 72 TEUR (i. V. 85 TEUR), die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Telefonkosten, Versicherungsprämien und geldwerten Vorteilen bestehen. Die Tabelle auf Seite 54 zeigt die individualisierten Vergütungen der Mitglieder des Vorstands. VORSTANDSVERGÜTUNG NACH DEM DCGK: GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN FÜR DAS BERICHTSJAHRscroll
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Die Festvergütung von Herrn Dr. Simon beinhaltet
50 TEUR zum Aufbau einer privaten Altersversorgung. Für die künftigen Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds Bernd Bartmann hat die Gesellschaft Pensionsrückstellungen gebildet. Im Berichtsjahr betrug die Zuführung zur Pensionsrückstellung insgesamt 139 TEUR (i. V. 221 TEUR); davon betreffen 41 TEUR den Pensionsanspruch von Dr. Winfried Blümel, der im Geschäftsjahr 2016 ausgeschieden ist. Im Zuführungsbetrag berücksichtigt ist der sogenannte Dienstzeitaufwand (service cost) ohne Zinsaufwand (interest cost). Die Tabelle auf Seite 55 zeigt den individuellen Aufwand für Pensionen. Zugunsten der Vorstandsmitglieder Dr. Volker Simon und Johannes Obrecht bestehen keine Pensionszusagen. Stattdessen erhalten Herr Dr. Simon eine feste jährliche Zahlung in Höhe von 50 TEUR brutto und Herr Obrecht eine feste jährliche Zahlung in Höhe von 40 TEUR brutto zum Aufbau einer Altersversorgung. Für das Vorstandsmitglied Bernd Bartmann wurde neben der Pensionszusage eine feste jährliche Zuwendung von 20 TEUR vereinbart, die von der Gesellschaft in eine Unterstützungskasse für die Altersvorsorge einbezahlt wird. VORSTANDSVERGÜTUNG NACH DEM DCGK: ZUFLUSS FÜR DAS BERICHTSJAHRscroll
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Die Festvergütung von Herrn Dr. Simon beinhaltet
50 TEUR zum Aufbau einer privaten Altersversorgung. Für ehemalige Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und ihre Hinterbliebenen wurden im Berichtsjahr Pensionszahlungen in Höhe von 223 TEUR (i. V. 222 TEUR) geleistet. Die entsprechende Pensionsrückstellung beläuft sich zum 31. Dezember 2016 auf 4.308 TEUR (i. V. 3.358 TEUR). Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden keinem Vorstandsmitglied zugesagt. Auch hat im Geschäftsjahr 2016 kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. VERGÜTUNG DES VORSTANDS NACH DEM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEXGemäß den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 werden unter Anwendung der Mustertabellen sowohl die gewährten Zuwendungen als auch der Zufluss dargestellt. In der Tabelle "Gewährte Zuwendungen" sind im Vergleich zu DRS 17 die Planwerte der ein- und mehrjährigen variablen Vergütung ausgewiesen. Zusätzlich werden auch die Werte, die im Minimum bzw. Maximum erreicht werden können, angegeben. Des Weiteren wird der Versorgungsaufwand, der in der Tabelle "Individueller Aufwand für Pensionen" als Zuführung zur Pensionsrückstellung dargestellt ist, in die Gesamtvergütung eingerechnet. Die gewährte Gesamtvergütung des Vorstands nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex belief sich für das Geschäftsjahr 2016 auf 1.720 TEUR (i. V. 1.899 TEUR). Die zugeflossene Gesamtvergütung des Vorstands nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex belief sich für das Geschäftsjahr 2016 auf 1.582 TEUR (i. V. 1.686 TEUR). scroll
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATSDie Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 11 der Satzung der Gesellschaft im Wesentlichen wie folgt beschrieben: Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 25 TEUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte und der Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung. Für die Mitgliedschaft in Ausschüssen erhält jedes Aufsichtsratsmitglied einen Zuschlag von 25 Prozent auf die feste Vergütung, der Vorsitzende des Ausschusses einen Zuschlag von 50 Prozent. Die jährliche Gesamtvergütung eines Aufsichtsratsmitglieds darf das Zweifache, die des Aufsichtsratsvorsitzenden das Dreifache der gewährten festen Vergütung nicht übersteigen. Außerdem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede persönliche Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 500 EUR. Dies gilt auch für die Teilnahme an Telefon- oder Videokonferenzen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse und die visuelle und/oder akustische Zuschaltung zu einer Präsenzsitzung. Für mehrere Sitzungen, die an einem Tag stattfinden, wird Sitzungsgeld nur einmal gezahlt. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern ferner ihre Auslagen und die für ihre Aufsichtsratstätigkeit bei ihnen anfallende Umsatzsteuer. Die Vergütung wird mit Ablauf des Geschäftsjahres zur Zahlung fällig. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in die bestehende Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) der Gesellschaft einbezogen. Die Prämien hierfür übernimmt die Gesellschaft. Dabei ist ein Selbstbehalt in Höhe der Hälfte der festen jährlichen Vergütung des Aufsichtsratsmitglieds vereinbart. Die Gesellschaft hat auch im Berichtsjahr keine Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder für von diesen außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat persönlich erbrachte Leistungen gezahlt. Die individualisierten Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats sind in obenstehender Tabelle dargestellt. GESCHÄFTSENTWICKLUNGFÜR DIE PROGRESS-WERK OBERKIRCH AGDie Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft (die "Gesellschaft" oder die "AG") hat ihren Sitz in Oberkirch, Baden-Württemberg. Sie bildet den Stammsitz des Konzerns und ist dessen größter Produktionsstandort. Zudem überwacht sie die internationalen Standorte des Konzerns zur Risikobegrenzung insbesondere in den Bereichen Finanzen, Controlling und Recht eng. Für die Auftragsakquisition und die operative Steuerung sind die internationalen Standorte hingegen grundsätzlich selbst verantwortlich. Der Abschluss der Gesellschaft wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt. Die grundsätzlichen Aussagen des zusammengefassten Lageberichts, vor allem zu Markt, Strategie und Steuerung sowie zu den Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit, gelten auch für die AG. Im Vergleich zum Konzern ist die Gesellschaft jedoch nur in geringerem Maße Währungsrisiken ausgesetzt. Das Risiko von Wertberichtigungen betrifft in der Gesellschaft insbesondere die Finanzanlagen. Im Berichtsjahr wurden hier Wertberichtigungen vorgenommen wie im Folgenden erläutert wird. Zum Berichtsstichtag erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesellschaft inklusive Zeitarbeitnehmer auf 1.538 (i. V. 1.492). Darin enthalten sind 125 (i. V. 128) junge Menschen, die bei uns derzeit eine Ausbildung absolvieren. Umsatzerlöse und Gesamtleistung der Gesellschaft veränderten sich im Berichtsjahr nur wenig. Sie beliefen sich auf 247,0 Mio. EUR (i. V. 248,7 Mio. EUR) und auf 255,6 Mio. EUR (i. V. 251,7 Mio. EUR). Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse und damit auch der Gesamtleistung sind aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG nicht vergleichbar. Die Materialaufwandsquote blieb gegenüber dem Vorjahr fast unverändert. Im Personalbereich haben wir von den jüngst umgesetzten vielfältigen Effizienzsteigerungen profitiert, sodass sich die Aufwandsquote hier deutlich zurückbildete. Die Verringerung der sonstigen betrieblichen Erträge ergab sich im Wesentlichen aus niedrigeren Währungserträgen. Gleichzeitig waren auch die Währungsaufwendungen, die in den sonstigen betrieblichen Aufwand einfließen, rückläufig. Dass Letzterer dennoch anstieg und die Aufwandsquote in diesem Bereich zunahm, resultierte insbesondere aus höheren Aufwendungen für Zeitarbeitnehmer. Eine deutliche Verbesserung auf 1,2 Mio. EUR (i. V. -2,6 Mio. EUR) ergab sich im Finanzergebnis: Da die AG gegenüber ihren Tochtergesellschaften immer stärker Finanzierungsfunktionen übernimmt, nahmen die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge erneut zu. Gleichzeitig lagen die Erträge aus Beteiligungen - das sind Dividendenzahlungen von Tochterunternehmen -über Vorjahr, und die Abschreibungen auf Finanzanlagen fielen niedriger als 2015 aus. Letztere betrafen im Berichtsjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf den Beteiligungsbuchwert der PWO de México sowie auf die Ausleihungen der AG an die PWO Holding Co., Ltd., Hongkong. Zinsen und ähnliche Aufwendungen blieben hingegen fast unverändert. In der Summe konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 12,5 Mio. EUR (i. V. 10,2 Mio. EUR) gesteigert werden. Die Steuerquote verbesserte sich auf 32,7 Prozent (i. V. 37,9 Prozent). Insgesamt legte der Jahresüberschuss um 32,3 Prozent auf 8,4 Mio. EUR (i. V. 6,3 Mio. EUR) zu. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGAUSGEWÄHLTE INFORMATIONENscroll
Im Berichtsjahr blieb die Bilanzsumme der Gesellschaft auf dem Vorjahresniveau. Dabei erhöhten sich insbesondere die Sachanlagen im Zuge der anhaltenden Investitionen in den Standort. 2016 betrafen diese vor allem auch das neue Verwaltungsgebäude. Hingegen verringerte sich das Umlaufvermögen: Einem Anstieg der Vorräte, im Wesentlichen wegen noch nicht abgerechneter Werkzeuge, standen niedrigere Forderungen gegen verbundene Unternehmen und - analog zum Konzern - deutlich zurückgeführte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber. Die dargestellte Zunahme der Vorräte wurde teilweise refinanziert über einen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Auch die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich stichtagsbedingt. Gleichzeitig konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sichtbar reduziert werden. Bei den Rückstellungen und den weiteren Verbindlichkeiten-Positionen waren nur sehr geringe Veränderungen zu verzeichnen. Das Eigenkapital verbesserte sich auf 118,9 Mio. EUR (i. V. 115,3 Mio. EUR), die Eigenkapitalquote nahm auf 41,2 Prozent (i. V. 41,1 Prozent) zu. Im Hinblick auf die künftige Geschäftsentwicklung gelten die Aussagen zu den Chancen und Risiken des Konzerns grundsätzlich auch für die AG. Unsere umfangreichen Anstrengungen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der AG sollten sich 2017 auszahlen und zu einem deutlichen Anstieg des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern beitragen. Die Entwicklung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird maßgeblich durch die Dividendenzahlungen der Tochtergesellschaften beeinflusst werden, die jedoch unregelmäßig anfallen. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Oberkirch, 15. März 2017 Der Vorstand Dr. Volker Simon, Sprecher Bernd Bartmann Johannes Obrecht Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
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Das Periodenergebnis entfällt in voller Höhe
auf die Anteilseigner der PWO AG. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
KONZERN-BILANZAKTIVA scroll
KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
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KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
Anhang ZUM KONZERNABSCHLUSSALLGEMEINE ANGABENDie Progress-Werk Oberkirch AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in 77704 Oberkirch, Industriestraße 8, Deutschland. Das Unternehmen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Registernummer HRB 490007 angemeldet und eingetragen. Die aktuell gültige Satzung ist die in der Fassung vom 26. Mai 2015. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Konzernabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG (PWO) und ihrer Tochterunternehmen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 15. März 2017 freigegeben und anschließend dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Die Hauptaktivitäten des PWO-Konzerns sind im Konzernlagebericht, Kapitel "Grundlagen des Konzerns", beschrieben. Der Konzernabschluss wird seinerseits in den Konzernabschluss der Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, als Konzernobergesellschaft, einbezogen, welcher im Bundesanzeiger einzusehen ist. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN1 GRUNDLAGEN DER ERSTELLUNG DES ABSCHLUSSESDer Konzernabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochterunternehmen wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Aus der Satzung ergeben sich Regelungen zur Gewinnverteilung. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente und Fremdwährungsforderungen/-verbindlichkeiten. Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Fremdwährungsforderungen/-verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des aktuellen Stichtagskurses zum Bilanzstichtag. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Der Konzernabschluss ist in Tausend Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (TEUR) auf- oder abgerundet. 2 ÄNDERUNGEN DER RECHNUNGSLEGUNGSMETHODENNEUE UND GEÄNDERTE STANDARDS UND INTERPRETATIONENDie angewandten Rechnungslegungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert, mit Ausnahme der nachfolgend aufgelisteten Änderungen der Standards, die ab dem 1. Januar 2016 verpflichtend anzuwenden sind. Eine vorzeitige Anwendung wird nicht beabsichtigt. Neue und geänderte Standards und Interpretationen - in der EU verpflichtend anzuwendenscroll
Von der EU übernommene, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationenscroll
AUSWIRKUNGEN AUS DER ANWENDUNG VON IFRS 9: FINANZINSTRUMENTEKlassifizierung und Bewertung: Der Konzern erwartet keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanz oder das Eigenkapital im Zuge der Anwendung der Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften nach IFRS 9. Es wird davon ausgegangen, dass die bisher zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte weiterhin zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Klassische Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden gehalten, um die vertraglichen Cashflows zu vereinnahmen, und es wird erwartet, dass es sich bei den Cashflows nur um Zins- und Tilgungszahlungen handelt. Somit erwartet der Konzern, dass diese Positionen weiterhin zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Der Konzern wird die vertraglichen Cashflows aus den Forderungsverkäufen im Detail analysieren, um zu konkludieren, ob alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die Kriterien für die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten nach IFRS 9 erfüllen. Wertminderung: IFRS 9 verlangt, dass erwartete Kreditausfälle für alle Schuldtitel, Ausleihungen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entweder auf einer 12-Monats-Basis oder auf Basis der Gesamtlaufzeit bemessen werden. Der Konzern geht davon aus, einen vereinfachten Ansatz anzuwenden und für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Wertminderungen auf Basis der Gesamtlaufzeit zu ermitteln. Es wird kein wesentlicher Einfluss auf das Eigenkapital erwartet. Es müssen jedoch noch detailliertere Analysen durchgeführt werden, welche angemessenen und belastbaren Informationen in Betracht gezogen werden unter Berücksichtigung von zukunftsbezogenen Elementen, um das Ausmaß der Auswirkungen zu bestimmen. Bilanzierung von Sicherungsgeschäften: Der Konzern geht davon aus, dass alle bisher in einer effektiven Hedge-Beziehung dargestellten Sicherungsbeziehungen weiterhin für Hedge Accounting nach IFRS 9 qualifiziert sind. Da durch IFRS 9 die bisherigen allgemeinen Prinzipien zur Bilanzierung effektiver Hedge-Beziehungen nicht verändert werden, wird vom Konzern kein wesentlicher Ergebniseinfluss durch die Anwendung von IFRS 9 erwartet. Der Konzern wird mögliche Änderungen in Bezug auf die Bilanzierung des Zeitwerts von Optionen, von Terminkomponenten und von Cross Currency Basis Spreads in weiteren Einzelheiten in der Zukunft auswerten. Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15: Erlöse aus Verträgen mit KundenIm Mai 2014 hat das IASB den neuen Standard IFRS 1 5 "Revenue from Contracts with Customers" veröffentlicht. Zielsetzung des neuen Standards zur Umsatzrealisierung ist es, die Vielzahl der bisher in diversen Standards und Interpretationen enthaltenen Regelungen zusammenzuführen. Gleichzeitig werden einheitliche Grundprinzipien festgelegt, die für alle Branchen und für alle Arten von Umsatztransaktionen anwendbar sind. Die Fragen, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt bzw. über welchen Zeitraum Umsatz zu realisieren ist, sind mithilfe des 5-Stufen-Modells zu beantworten. Daneben enthält der Standard eine Reihe von weiteren Regelungen zu Detailfragestellungen sowie eine Ausweitung der erforderlichen Anhangangaben. Durch die im September 2015 veröffentlichte Änderung des IFRS 15 wurde der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt vom 1. Januar 2017 verschoben auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Erstanwendung hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, jedoch werden diverse Vereinfachungsoptionen gewährt; eine frühere Anwendung ist weiterhin zulässig. Im April 2016 wurden einige Klarstellungen zum IFRS 15 veröffentlicht, die insbesondere die Identifizierung von separaten Leistungsverpflichtungen, die Abgrenzung Prinzipal und Agent sowie die Erfassung von Lizenzerträgen betreffen. Die Übernahme der Klarstellungen durch die EU steht noch aus. Der PWO-Konzern hat im vierten Quartal 2016 ein Projekt zur detaillierten Analyse der Auswirkungen und Umsetzungsaspekte von IFRS 15 gestartet. Das Projekt umfasst drei Phasen: Die erste Projektphase diente der Betroffenheitsanalyse der bestehenden Verträge. Hierbei wurden im ersten Schritt im Wesentlichen Serien- und Werkzeugverträge mit Automobilproduzenten der PWO AG analysiert. Eine weltweite Analyse ist in einem weiteren Schritt im ersten Halbjahr 2017 geplant. Die vorläufigen Ergebnisse der bisher durchgeführten Betroffenheitsanalyse wurden anschließend im Hinblick auf potenzielle Auswirkungen auf Gruppenebene mit verschiedenen Fachabteilungen diskutiert. Auf Grundlage der bisher durchgeführten Vertragsanalyse wird im ersten Halbjahr 2017 ein Konzept für die Überleitung der Umsatzerfassung auf die neuen Regelungen des IFRS 15 entwickelt, das auch den Anpassungsbedarf hinsichtlich der bestehenden internen Systeme mit umfassen soll. In der sich anschließenden dritten Phase werden die identifizierten Anpassungserfordernisse umgesetzt. Auf Grundlage der Ergebnisse der bisher durchgeführten Betroffenheitsanalyse des IFRS 15 sind folgende wesentliche Auswirkungen möglich: Die gemäß IFRS 15 unter bestimmten Voraussetzungen geforderte Separierung von Leistungsverpflichtungen und die hieraus resultierende Allokation des Transaktionspreises wird möglicherweise die zeitliche Verteilung der Umsatzerfassung und Ergebnisrealisierung beeinflussen. Der PWO-Konzern geht derzeit davon aus, von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung des IFRS 15 vor Beginn des Geschäftsjahres 2018 keinen Gebrauch zu machen. Die Übergangsvorschriften des IFRS 15 erlauben neben einer vollständig retrospektiven auch eine modifizierte retrospektive Erstanwendung. Der PWO-Konzern wird vor dem Hintergrund der noch nicht vollständig abgeschlossenen Analyse der Auswirkungen des IFRS 15 auf die internen Systeme voraussichtlich im Laufe des Geschäftsjahres 2017 über die Konkretisierung der vorgesehenen Alternativen für eine retrospektive Erstanwendung entscheiden. Dabei werden auch die bilanziellen Auswirkungen zum Erstanwendungszeitpunkt quantifiziert. Vom IASB veröffentlichte Standards und Interpretationen - noch nicht in EU-Recht übernommenscroll
AUSWIRKUNGEN AUS DER ANWENDUNG VON IFRS 16: LEASINGIm Januar 2016 hat das IASB den neuen Standard IFRS 16 "Leases" veröffentlicht, der den bisherigen Leasing-Standard IAS 17 ersetzen soll. Kerngedanke des neuen Standards ist, dass beim Leasingnehmer grundsätzlich alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz ausgewiesen werden. Die bislang nach IAS 17 erforderliche Unterscheidung zwischen Finance-Lease- und Operating-Lease-Verträgen entfällt damit zukünftig beim Leasingnehmer. Nach IFRS 16 weist der Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse in der Bilanz eine Leasingverbindlichkeit in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten aus und aktiviert gleichzeitig ein entsprechendes Nutzungsrecht am zugrunde liegenden Vermögenswert. Während der Laufzeit des Leasingvertrags wird die Leasingverbindlichkeit ähnlich den Regelungen des bisherigen IAS 17 für Finance Lease finanzmathematisch fortgeschrieben, während das Nutzungsrecht planmäßig abgeschrieben wird. Für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasinggegenstände mit geringem Wert gibt es Erleichterungen für die Bilanzierung. Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Vermögenswert übertragen werden, werden als Finance Lease klassifiziert, alle anderen Leasingverträge als Operating Lease. Der neue Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig, sofern IFRS 15 ebenfalls angewendet wird. Die Übernahme des Standards durch die EU steht noch aus. Der PWO-Konzern kann derzeit noch nicht abschließend beurteilen, welche Auswirkungen die Erstanwendung des Standards haben wird, sofern der Standard von der EU in dieser Form übernommen wird. Der PWO-Konzern plant, eine interne Betroffenheitsanalyse im Geschäftsjahr 2017 durchzuführen. 3 KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEDer Konzernabschluss (IFRS 10) umfasst den Abschluss der Progress-Werk Oberkirch AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen, zu dem die Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Rechnungslegungsmethoden für die gleiche Berichtsperiode aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt unter Anwendung der Erwerbsmethode (IFRS 3). Die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses werden auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen identifizierbaren Schulden und Eventualschulden entsprechend ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Eine verbleibende Differenz wird, soweit sie positiv ist, als Goodwill ausgewiesen bzw., soweit sie negativ ist, nach erneuter Prüfung ergebniswirksam vereinnahmt. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Schulden zwischen konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet (IAS 27). Für Konsolidierungsmaßnahmen mit ertragsteuerlichen Auswirkungen werden latente Steuern angesetzt. 4 KONSOLIDIERUNGSKREISIn den Konzernabschluss sind 5 ausländische mittelbare und unmittelbare Unternehmen einbezogen. Die folgende Tabelle zeigt den Anteilsbesitz, das Eigenkapital und den Gewinn der konsolidierten Unternehmen: scroll
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Mittelbare Beteiligung über PWO Holding Co.,
Ltd., in Höhe von 100 %. Im Berichtsjahr haben sich keine Veränderungen im Konsolidierungskreis ergeben. 5 ZUSAMMENFASSUNG WESENTLICHER RECHNUNGSLEGUNGSMETHODENFREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNGDer Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet (IAS 21). Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Dabei wurden alle Bilanzposten des einbezogenen ausländischen Konzernunternehmens mit dem jeweiligen Devisenmittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns erfolgte mit dem Jahresdurchschnittskurs. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen. Differenzen werden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden im Periodenergebnis erfasst. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Durch den Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehende Geschäfts- oder Firmenwerte und am beizulegenden Zeitwert ausgerichtete Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die aus dem Erwerb dieses ausländischen Geschäftsbetriebs resultieren, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet. Für den Konzernabschluss wurden folgende Wechselkurse für die Währungsumrechnung verwendet: scroll
PWO de México verwendet den US-Dollar als funktionale Währung, weil die wesentlichen Geschäftsbeziehungen in US-Dollar abgerechnet werden. ERTRAGS- UND AUFWANDSREALISIERUNGErträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann, unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung unter Berücksichtigung vertraglich festgelegter Zahlungsbedingungen bewertet, wobei Steuern oder andere Abgaben unberücksichtigt bleiben. Beim Verkauf von Erzeugnissen werden Erträge erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Erzeugnisse ein. Zinserträge werden bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten anhand des Effektivzinssatzes erfasst. Dabei handelt es sich um den Kalkulationszinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments oder gegebenenfalls eine kürzere Periode exakt auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Verbindlichkeit abgezinst werden. Zinserträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil der Finanzerträge ausgewiesen. Betriebliche Aufwendungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die Leistung in Anspruch genommen wird bzw. zum Zeitpunkt der Verursachung. ERTRAGSTEUERN UND LATENTE STEUERNDie tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der Konzern tätig ist und zu versteuerndes Einkommen erzielt. Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf zum Abschlussstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem Steuerbilanzwert. Latente Steuern werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme eines steuerlich nicht abzugsfähigen Geschäftswerts und temporärer Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das IFRS-Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden unter Berücksichtigung der länderspezifischen Steuervorschriften aktiviert, sofern damit gerechnet wird, dass diese genutzt werden können. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichend zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht. Latente Steueransprüche und -schulden bemessen sich anhand der in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich gültigen Steuersätze. Zugrunde gelegt werden die zum Abschlussstichtag geltenden Steuersätze (und Steuergesetze). Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital erfasst. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. LEASINGVERHÄLTNISSEDie Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt ihres Abschlusses getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt, selbst wenn dieses Recht in einer Vereinbarung nicht ausdrücklich festgelegt ist. Finance-Lease-Verhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übertragen werden, werden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem fixen und variablen Zinssatz verzinst wird. Leasinggegenstände werden über die Nutzungsdauer des Gegenstands abgeschrieben. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses jedoch nicht hinreichend sicher, wird der Leasinggegenstand über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst. FREMDKAPITALKOSTENFremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten sind Zinsen und sonstige Kosten, die einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital entstehen. EVENTUALSCHULDEN UND EVENTUALFORDERUNGENEventualschulden werden nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, es sei denn, die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ist sehr unwahrscheinlich oder nicht zuverlässig bewertbar. Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich und zuverlässig bewertbar ist. SACHANLAGENDie Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Abschreibungen sind nach der linearen Methode ermittelt worden. Bestimmte Maschinen sowie auftragsbezogene Werkzeuge wurden in Abhängigkeit der im Berichtsjahr erzeugten Stückzahl, bezogen auf die in Auftrag gegebene bzw. geplante Gesamtstückzahl, leistungsbezogen abgeschrieben. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Immaterielle Vermögenswerte sind Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill), Patente, kundenbezogene Entwicklungsleistungen, Software, Kundenbeziehungen, Wettbewerbsverbote, Lizenzen und ähnliche Rechte. Der Konzern schreibt immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer auf den geschätzten Restbuchwert ab. Davon ausgenommen sind kundenbezogene Entwicklungsleistungen, die stückzahlbezogen abgeschrieben werden. Geschäfts- und Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung überprüft. Der Konzern hat mit Ausnahme von Geschäfts- und Firmenwerten keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer identifiziert. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Ansatzkriterien von IAS 38 erfüllt sind. Dies betrifft insbesondere das Vorliegen konkreter Kundenaufträge für Werkzeugentwicklungen. Nach der erstmaligen Aktivierung wird der Vermögenswert zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen geführt. Aktivierte Entwicklungskosten beinhalten alle direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten und werden über die geplante Produktlebensdauer (5 bis 7 Jahre) abgeschrieben. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten sind Bestandteil der Herstellungskosten. Ein Werthaltigkeitstest wird bei Geschäfts- oder Firmenwerten jährlich, bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei Sachanlagen nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte durchgeführt. Eine Wertminderung wird ergebniswirksam im Aufwandsposten "Abschreibungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Cashflows, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag von Nettoveräußerungswert und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbaren Betrag abzüglich Veräußerungskosten. Der Nutzungswert wird auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der Nutzung und dem Abgang eines Vermögenswerts mithilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Die Cashflows werden aus der langfristigen Unternehmensplanung abgeleitet, die historische Entwicklungen sowie makroökonomische Trends berücksichtigt. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird grundsätzlich der Nutzungswert der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit herangezogen. Die vom Vorstand genehmigte und vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommene langfristige Unternehmensplanung geht bis zum Ende des Detailplanungszeitraums 2021. Wesentliche Annahmen, auf die die langfristige Unternehmensplanung sensibel reagiert, sind neben der Entwicklung des Neugeschäfts und der Rohstoffpreise die Steigerung der Produktivität. Diese Entwicklungen wurden aufgrund von Erfahrungen aus der Vergangenheit, auf Basis von öffentlich verfügbaren Daten sowie anhand bestehender Projektvereinbarungen, aber auch anhand beschlossener interner Maßnahmen bewertet und bestimmt. Die Cashflows werden unter Anwendung risikoäquivalenter Kapitalisierungszinssätze (vor Steuern) auf den Bilanzstichtag abgezinst. Für die Ermittlung der Werthaltigkeit des Goodwills von PWO Canada Inc. und PWO Czech Republic a.s. liegen die in nachfolgender Tabelle dargestellten Prämissen zugrunde: scroll
Für die Ermittlung der Cashflows werden grundsätzlich die Umsatzwachstumsraten der betreffenden Automobilmärkte zugrunde gelegt. Die getroffenen Annahmen unterliegen einer gewissen Sensitivität. Dass eine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des Nutzungswerts der für PWO Canada und PWO Czech Republic getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass die Buchwerte der Goodwills dieser Unternehmenseinheiten ihren erzielbaren Betrag wesentlich übersteigen könnten, halten wir für nicht wahrscheinlich. Die tatsächlich erzielbaren Beträge übersteigen die Buchwerte von PWO Canada um 11.664 TEUR (i. V. 6.114 TEUR) und von PWO Czech Republic um 19.072 TEUR (i. V. 8.323 TEUR). Sollte sich für PWO Czech Republic bei gleichbleibendem Kapitalisierungszinssatz eine nachhaltige Planverfehlung des Free Cashflows um mehr als 25,05 % ergeben, wäre eine Wertminderung notwendig. Umgekehrt würde bei gleichbleibendem Free Cashflow eine Wertminderung notwendig, wenn der Kapitalisierungszinssatz auf über 11,02 % steigen würde. Sollte sich für PWO Canada bei gleichbleibendem Kapitalisierungszinssatz eine nachhaltige Planverfehlung des Free Cashflows um mehr als 54,75 % ergeben, wäre eine Wertminderung notwendig. Umgekehrt würde bei gleichbleibendem Free Cashflow eine Wertminderung notwendig, wenn der Kapitalisierungszinssatz auf über 16,81 % steigen würde. FINANZINSTRUMENTEFinanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen (IAS 39). Sofern bei finanziellen Vermögenswerten Handels- und Erfüllungstag zeitlich auseinanderfallen können, ist für die erstmalige Bilanzierung der Erfüllungstag maßgeblich. Die erstmalige Bewertung eines Finanzinstruments erfolgt zu Anschaffungskosten, Transaktionskosten werden grundsätzlich einbezogen. In der Folge werden Finanzinstrumente je nach Zuordnung zu den in IAS 39 vorgesehenen Kategorien entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. IAS 39 unterscheidet zwischen originären und derivativen Finanzinstrumenten. Bei den originären Finanzinstrumenten handelt es sich insbesondere um Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, liquide Mittel, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Deren Bewertung erfolgt mit fortgeführten Anschaffungskosten. Bei den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, übrigen Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmitteln entspricht der Buchwert im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert. Zur Zins- und Währungsabsicherung werden devisenbezogene Derivate in Form von Zinsswaps, Währungsswaps, Optionen und Devisentermingeschäften eingesetzt. Diese werden bei Zugang und im Rahmen der Folgebewertung mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Bei derivativen Finanzinstrumenten, die nicht die Kriterien für eine Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfüllen, werden Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes sofort erfolgswirksam erfasst. Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen (Cashflow Hedges), werden in Höhe des effektiven Teils im Eigenkapital erfolgsneutral abgegrenzt, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam erfasst wird. Mit Eintritt des gesicherten Grundgeschäfts erfolgt die ergebniswirksame Umbuchung aus dem Eigenkapital. Der beizulegende Zeitwert börsennotierter Derivate entspricht dem positiven oder negativen Marktwert. Liegen keine Marktwerte vor, werden diese mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wie z. B. Discounted-Cashflow-Modell oder Optionspreismodell. Im Berichtsjahr wurde ein Konsortialkreditvertrag mit Laufzeit bis 2021 abgeschlossen, der einen Zinsfloor bei 0,00 % enthält. Dieses eingebettete Zinsderivat wird bei Zugang und im Rahmen der Folgebewertung mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes wurden sofort erfolgswirksam erfasst. Bei kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten stellt der Buchwert eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Zeitwerts dar. Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob objektive Hinweise darauf bestehen, dass eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften wird auf Basis des Discounted-Cashflow-Modells unter Anwendung von fristadäquaten und bonitätsadäquaten Zinssätzen ermittelt. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte ("Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss") zu designieren, hat der Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten hat der Konzern von der Anwendung des Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten ("Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss") zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht. BEMESSUNG DES BEIZULEGENDEN ZEITWERTSDerivative Finanzinstrumente werden zu jedem Abschlussstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sind in der Anhangangabe 24 aufgeführt. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld stattfindet oder auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist. Der Konzern muss Zugang zum Hauptmarkt oder zum vorteilhaftesten Markt haben. Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln. Der Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei ist die Verwendung maßgeblicher, beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering zu halten. Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:
Bei Vermögenswerten und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist) überprüft. VORRÄTEDie Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren realisierbaren Werten angesetzt. Hierbei wurden Abwertungen auf schwer verwertbare bzw. unbrauchbare Materialien vorgenommen. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen und produktionsbezogene Verwaltungskosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Werkzeug- und Entwicklungsaufträge werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Hierbei wird eine verlustfreie Bewertung dergestalt vorgenommen, dass die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten maximal in Höhe des Verkaufspreises zuzüglich der über die Serienproduktion erzielbaren Erlöse angesetzt werden. ZAHLUNGSMITTELZahlungsmittel enthalten Kassenbestände und kurzfristige Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von unter 90 Tagen. RÜCKSTELLUNGENBei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gemäß IAS 19 nach der Methode der laufenden Einmalprämie (Projected-Unit-Credit-Methode) berechnet. Dieses Verfahren berücksichtigt neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und Anwartschaften auch künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden vollumfänglich im Jahr ihrer Entstehung über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Ein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst und zusammen mit dem laufenden Dienstzeitaufwand im Personalaufwand ausgewiesen. Der Zinsanteil aus der Rückstellungszuführung wird im Finanzergebnis erfasst. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen werden die Zahlungen bei Fälligkeit als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und dieser verlässlich geschätzt werden kann. Ist der Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen abgezinst. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung wahrscheinlich ist. 6 WESENTLICHE ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN, SCHÄTZUNGEN UND ANNAHMENBei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der zum Ende der Berichtsperiode ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundenen Unsicherheiten könnten Ergebnisse entstehen, die in künftigen Berichtsperioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. ERMESSENSENTSCHEIDUNGENBei Anwendung der Rechnungslegungsmethoden des Konzerns hat der Vorstand folgende Ermessensentscheidungen getroffen, die den Konzernabschluss wesentlich beeinflussen: ENTWICKLUNGSKOSTENEntwicklungskosten werden entsprechend der dargestellten Rechnungslegungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Konzerns, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge trifft der Konzern Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus dem Projekt, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen Nutzens. Zum 31. Dezember 2016 betrug der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten 3.329 TEUR (i. V. 3.577 TEUR). Bei diesen Entwicklungskosten handelt es sich insbesondere um Investitionen in die Entwicklung von Querträgern sowie Lenkungs- und Luftfederkomponenten. Für diese Projekte liegen Serienaufträge vor. ZUSAMMENFASSUNG VON GESCHÄFTSSEGMENTENDie Konzernstruktur mit fünf weltweiten Produktionsstandorten als wesentliche Konzerneinheiten stellt kurze Entscheidungswege und damit eine effiziente Konzernsteuerung sicher. Auch innerhalb der einzelnen Standorte sind die Hierarchien flach. Die Standorte verteilen sich auf drei Kontinente: Europa mit dem deutschen Standort und Hauptsitz in Oberkirch und dem tschechischen in Valašské Meziříčí, Amerika mit dem kanadischen Standort in Kitchener und dem mexikanischen in Puebla sowie Asien mit den chinesischen Standorten in Suzhou und in Shenyang. Mit Ausnahme von Shenyang als reines Montagewerk sind alle anderen Einheiten Produktionsstandorte. Daraus ergibt sich die Gliederung des operativen Geschäfts und der Geschäftssegmente in Deutschland, Übriges Europa, NAFTA-Raum und Asien. Die Standorte Kanada und Mexiko wurden als berichtspflichtiges Segment "NAFTA-Raum" zusammengefasst. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 30 erläutert. SCHÄTZUNGEN UND ANNAHMENDie wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachfolgend erläutert: WERTBERICHTIGUNG AUF FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGENDie Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen umfasst in erheblichem Maß Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, den aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungen beruhen. Soweit das Unternehmen die Wertberichtigung aus historischen Ausfallraten ableitet, vermindert ein Rückgang des Forderungsvolumens solche Vorsorgen entsprechend und umgekehrt. Die Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen betrug im Berichtsjahr 310 TEUR (i. V. 399 TEUR). WERTMINDERUNG VON GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTENDer Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten sind die Produktionsstandorte gemäß Segmentbericht definiert. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der Konzern die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2016 betrug der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts 5.398 TEUR (i. V. 5.332 TEUR). Bezüglich der Sensitivitäten wird auf die Anhangangabe 4, Abschnitt "Immaterielle Vermögenswerte", verwiesen. STEUERNAktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuerguthaben in dem Maße erfasst, in dem es aufgrund der Steuerplanung wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge und Steuerguthaben tatsächlich genutzt werden können. Insgesamt waren zum 31. Dezember 2016 aktive latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 191 TEUR (i. V. 519 TEUR) und auf Steuerguthaben in Höhe von 6.684 TEUR (i. V. 6.852 TEUR) gebildet. Die Verlustvorträge betreffen PWO de México und die Steuerguthaben PWO Czech Republic. Könnte der Konzern sämtliche nicht berücksichtigte latente Steueransprüche aktivieren, würden der Gewinn und das Eigenkapital um 8.567 TEUR (i. V. 9.773 TEUR) ansteigen. Aufgrund der geplanten Geschäftsentwicklung der Folgejahre wird von einer Werthaltigkeit der latenten Steueransprüche ausgegangen. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Schätzentscheidung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Zum 31. Dezember 2016 belief sich der zum Stichtagskurs in Euro umgerechnete Wert der steuerlichen Verlustvorträge auf insgesamt 637 TEUR (i. V. 1.731 TEUR) und der nicht berücksichtigten, zeitlich begrenzt nutzungsfähigen Verlustvorträge auf 30.530 TEUR (i. V. 32.576 TEUR). Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 13 dargestellt. Die Verfallbarkeit steuerlich nicht berücksichtigter, zeitlich begrenzt nutzungsfähiger Verlustvorträge stellt sich wie folgt dar: scroll
LEISTUNGSORIENTIERTE PENSIONSPLÄNEDer Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, zur Fluktuation, den künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen (Einkommens- und Karrieretrend), den künftigen Rentensteigerungen und zur Sterblichkeit. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Weitere Details werden in Anhangangabe 21, Abschnitt "Pensionsrückstellungen" erläutert. Im Berichtsjahr wurde die bisherige Methode zur Zinsbestimmung dahingehend optimiert, dass die Herleitung der Zinsstrukturkurve mit der sogenannten Einzelbond-Methode erfolgt statt wie bisher mit der Subindex-Methode. Bei der Einzelbond-Methode wird die Zinsstrukturkurve für Renditen von hochrangigen Unternehmensanleihen nicht mehr auf Basis von gebündelten Indexwerten ermittelt, sondern auf Basis von Renditen der einzelnen Bonds. Statt der künftigen Zahlungsströme eines Musterbestandes werden die künftigen Zahlungsströme von PWO zur Herleitung des Rechnungszinses herangezogen. Bei Beibehaltung der bisherigen Methode zur Zinsbestimmung hätte der Rechnungszins per 31. Dezember 2016 1,7 Prozent statt 2,0 Prozent betragen. FINANZDERIVATEIm Berichtsjahr wurde ein Konsortialkreditvertrag mit Laufzeit bis 2021 abgeschlossen, der einen Zinsfloor bei 0,00 % enthält. Das Nominalvolumen für dieses eingebettete Zinsderivat beruht auf einer sachgerechten Schätzung auf Grundlage der Finanzplanung. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG7 UMSATZERLÖSEDie Aufteilung des Konzernumsatzes aus dem Verkauf von Gütern nach Standorten und Produktbereichen ist im Segmentbericht dargestellt (siehe Anhangangabe 30). 8 AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGENVon den aktivierten Eigenleistungen entfallen 668 TEUR (i. V. 370 TEUR) auf aktivierungspflichtige Entwicklungskosten nach IAS 38. Bei diesen Entwicklungskosten handelt es sich insbesondere um Investitionen in die Entwicklung von Querträgern sowie Lenkungs- und Luftfederkomponenten. Für diese Projekte liegen Serienaufträge vor. 9 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEDie sonstigen betrieblichen Erträge stellen sich wie folgt dar: scroll
Aperiodische Erträge sind in Höhe von 565 TEUR (i. V. 1.062 TEUR) angefallen. 10 PERSONALAUFWAND UND MITARBEITERPERSONALAUFWANDscroll
MITARBEITER IM JAHRESDURCHSCHNITT NACH BESCHÄFTIGUNGSBEREICHENscroll
11 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Aperiodische Aufwendungen fielen in Höhe von 94 TEUR (i. V. 340 TEUR) an. 12 FINANZIERUNGSAUFWENDUNGENscroll
13 ERTRAGSTEUERNDie Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Im Berichtsjahr ergeben sich bei den tatsächlichen Steuern periodenfremde Erträge von 36 TEUR (i. V. 63 TEUR). Die latenten Steuern ergeben sich vollständig aufgrund temporärer Differenzen. Für temporäre Differenzen auf einbehaltene Gewinne bei Tochtergesellschaften in Höhe von 17.367 TEUR (i. V. 17.091 TEUR) wurden keine latenten Steuern angesetzt, da diese Gewinne zum weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeit an den einzelnen Standorten eingesetzt werden sollen. Die Unterschiede zwischen dem aufgrund des rechnerischen Steuersatzes erwarteten Ertragsteueraufwand und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand können der nachfolgenden Überleitungsrechnung entnommen werden. Dem angewandten Steuersatz liegt der inländische Ertragsteuersatz zugrunde. scroll
Der inländische Ertragsteuersatz setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 % (i. V. 15 %) zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % (i. V. 5,5 %) und einem Gewerbesteuersatz von 12,60 % (i. V. 12,25 %). Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 360 % (i. V. 350 %). Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten sind in der folgenden Übersicht dargestellt: scroll
Für weitere Erläuterungen wird auf die Anhangangabe 6 verwiesen. Der Konzern unterliegt derzeit keiner Betriebsprüfung in- und ausländischer Steuerbehörden. 14 ERGEBNIS JE AKTIEBei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das auf die Anteilseigner der PWO AG zuzurechnende Ergebnis durch die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr insgesamt ausgegebenen Aktien geteilt. Verwässerungseffekte haben sich nicht ergeben. scroll
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ15 SACHANLAGENscroll
Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Bauten beträgt 25 bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 2 bis 10 Jahre, für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre und für EDV-Hardware 3 bis 5 Jahre. Auf Vermögenswerte des Sachanlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0 TEUR (i. V. 38 TEUR) vorgenommen. Die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten von voll abgeschriebenen, aber noch genutzten Sachanlagen betragen 158.332 TEUR (i. V. 152.008 TEUR). 16 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEscroll
Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Software beträgt 3 bis 5 Jahre. Die nach IAS 38 aktivierten Entwicklungsleistungen in Höhe von 3.329 TEUR (i. V. 3.577 TEUR) werden stückzahlbezogen abgeschrieben, sobald die Entwicklung abgeschlossen ist und die Produktion der Serienteile anläuft. Die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten von voll abgeschriebenen, aber noch genutzten immateriellen Vermögenswerten beträgt 16.508 TEUR (i. V. 15.022 TEUR). Am 31. Dezember 2016 beläuft sich der Goodwill von PWO Canada auf 1.067 TEUR (i. V. 1.002 TEUR) und von der PWO Czech Republic auf 4.331 TEUR (i. V. 4.331 TEUR). Die Erhöhung bei PWO Canada ergibt sich aus geänderten Wechselkursrelationen. 17 VORRÄTEVom Gesamtbetrag der zum Stichtag ausgewiesenen Vorräte in Höhe von 97.104 TEUR (i. V. 82.043 TEUR) sind Werkzeugersatzteile in Höhe von 7.676 TEUR (i. V. 6.597 TEUR) zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert. Im Berichtsjahr wurden eine aufwandswirksame Abwertung in Höhe von 1.180 TEUR (i. V. 1.212 TEUR) sowie eine Wertaufholung aufgrund der Wiederverwendung von bereits abgewerteten Werkzeugersatzteilen in Höhe von 250 TEUR (i. V. 250 TEUR) vorgenommen. 18 FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTEIm Rahmen eines im Vorjahr neu abgeschlossenen Factoring-Vertrages sind der PWO AG im Vorjahr Kundenzahlungen in Höhe von 5.626 TEUR zugegangen, welche eine Verbindlichkeit gegenüber dem Factorer darstellen. Diese Verbindlichkeiten wurden im Konzernabschluss des Vorjahres fehlerhaft mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen saldiert. Sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber dem Factorer wurden zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 gemäß den Vorschriften des IAS 8 um 5.626 TEUR bilanzerhöhend korrigiert. scroll
Zum 31. Dezember 2016 beträgt die Summe der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 310 TEUR (i. V. 399 TEUR). Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen vor den Wertberichtigungen beläuft sich auf 49.518 TEUR (i. V. 61.326 TEUR). Nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Wertberichtigungskontos: scroll
Bei signifikanten Einzelforderungen werden nach einheitlichen Maßstäben Einzelwertberichtigungen in Höhe des bereits eingetretenen Ausfalls gebildet. Ein potenzieller Wertminderungsbedarf wird bei Vorliegen verschiedener Tatsachen wie Zahlungsverzug über einen bestimmten Zeitraum, Einleitung von Zwangsmaßnahmen, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, Beantragung oder Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder Scheitern von Sanierungsmaßnahmen angenommen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden regelmäßig auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst und führen zu einem erfolgswirksamen Wertminderungsverlust. Die Zuführung und damit Erhöhung der Wertberichtigungen betraf im Berichtsjahr nur wenige Einzelfälle. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderung. 19 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTEGuthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für kurzfristig kündbare Guthaben verzinst. Zum 31. Dezember 2016 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien, die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllen. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember 2016 in Höhe von 2.014 TEUR (i. V. 4.242 TEUR) aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich jederzeit fälliger Bankschulden zusammen. Der Buchwert dieser Vermögenswerte entspricht dem beizulegenden Zeitwert. 20 GEZEICHNETES KAPITAL UND RÜCKLAGENGEZEICHNETES KAPITALPer 31. Dezember 2016 beträgt das voll eingezahlte gezeichnete Kapital 9.375 TEUR (i. V. 9.375 TEUR). Es ist eingeteilt in 3.125.000 (i. V. 3.125.000) Stückaktien. GENEHMIGTES KAPITALDer Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Mai 2020 (einschließlich) durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 4.687.500,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015). KAPITALRÜCKLAGEDie Kapitalrücklage enthält Einstellungen aus dem Aufgeld. GEWINNRÜCKLAGEN UND ÜBRIGES EIGENKAPITALIn die Gewinnrücklagen wurden die laufenden und die in Vorjahren von der PWO AG und einbezogenen Tochterunternehmen erwirtschafteten, noch nicht ausgeschütteten Gewinne eingestellt. Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 3.639 TEUR (i. V. 3.382 TEUR) werden gesondert ausgewiesen. Darüber hinaus wird der Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument zur Absicherung des Cashflows erfasst, der als effektive Absicherung ermittelt wird, sowie die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen. VORGESCHLAGENE UND AUSGESCHÜTTETE DIVIDENDENZum 31. Dezember 2016 weist die PWO AG einen Bilanzgewinn in Höhe von 5.001 TEUR aus. Die Ermittlung des ausschüttbaren Gewinns erfolgt nach den handelsrechtlichen Vorschriften. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der PWO AG wie folgt zu verwenden: scroll
Im Geschäftsjahr 2016 wurde für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von insgesamt 4.844 TEUR gezahlt (1,55 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie). Die Dividendenzahlung im Geschäftsjahr 2015 für das Geschäftsjahr 2014 betrug 4.531 TEUR (1,45 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie). MITTEILUNGEN NACH § 21 ABS. 1 WPHGZum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 liegen nachstehende Mitteilungen über Beteiligungen an der Progress-Werk Oberkirch AG vor. Im Falle eines mehrfachen Über- oder Unterschreitens der Schwellenwerte durch einen Meldepflichtigen ist nur die zeitlich jeweils letzte Mitteilung aufgeführt. Bei den genannten Stimmrechtsanteilen können sich nach den angegebenen Zeitpunkten Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Die Delta Lloyd N.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns am 1. August 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 27. Juli 2016 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,88 % (89.877 Stimmrechte) beträgt. Die Delta Lloyd Europees Deelnemingen, Amsterdam, Niederlande, hat uns am 8. Juli 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 5. Juli 2016 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,96 % (92.444 Stimmrechte) beträgt. Die Delta Lloyd N.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns am 2. Juni 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 30. Mai 2016 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und an diesem Tag 4,97 % (155.337 Stimmrechte) beträgt. Die Delta Lloyd Europees Deelnemingen, Amsterdam, Niederlande, hat uns am 19. Februar 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 17. Februar 2016 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und an diesem Tag 4,97 % (155.452 Stimmrechte) beträgt. Die Delta Lloyd L SICAV, Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, hat uns am 4. Februar 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 2. Februar 2016 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,99 % (93.525 Stimmrechte) beträgt. Die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, Deutschland, hat uns am 23. Mai 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 18. Mai 2012 die Schwelle von 50 % unterschritten hat und an diesem Tag 46,65 % (1.458.048 Stimmrechte) beträgt. Die Sparkasse Offenburg/Ortenau, Offenburg, Deutschland, hat uns am 21. Mai 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 18. Mai 2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nunmehr 5,88 % (183.667 Stimmrechte) beträgt. 21 SCHULDENPENSIONSRÜCKSTELLUNGENBEITRAGSORIENTIERTE PLÄNEIm Konzern bestehen beitragsorientierte Versorgungspläne. Hieraus ergibt sich für PWO Canada ein im Personalaufwand erfasster Betrag in Höhe von 157 TEUR (i. V. 143 TEUR) und für PWO Czech Republic ein Betrag von 198 TEUR (i. V. 175 TEUR). Darüber hinaus zahlt der Konzern Beiträge an die gesetzlichen Rentenversicherungsanstalten in Höhe des derzeit gültigen prozentualen Arbeitgeberanteils der rentenpflichtigen Vergütungen von insgesamt 8.437 TEUR (i. V. 8.081 TEUR), die ebenfalls im Personalaufwand erfasst wurden. Das gesetzliche Rentenversicherungssystem stellt ebenfalls einen beitragsorientierten Versorgungsplan dar. LEISTUNGSORIENTIERTE PLÄNEDer Konzern unterhält leistungsorientierte Pläne, wobei der überwiegende Anteil der Verpflichtungen die PWO AG betrifft. Auf PWO de México entfällt ein Rückstellungsbetrag in Höhe von 66 TEUR (i. V. 124 TEUR). Die nach mexikanischem Gesetz zu bildende Rückstellung umfasst Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer in Abhängigkeit von ihrer Dienstzeit und den während ihrer Dienstzeit erzielten Bezügen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Versorgungsleistungen richten sich nach Entgelt und Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter. Die Verpflichtungen umfassen solche aus bereits laufenden Pensionen sowie Anwartschaften für zukünftig zu zahlende Pensionen und Altersruhegelder. Ein Planvermögen zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen existiert nicht. In den folgenden Tabellen werden die Bestandteile der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen sowie die in der Bilanz angesetzten Beträge dargestellt. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträge setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Nachfolgende Tabelle zeigt die im sonstigen Ergebnis erfassten Anpassungen: scroll
Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen stellt sich wie folgt dar: scroll
Von den bilanzierten Pensionsrückstellungen sind 52.927 TEUR (i. V. 48.413 TEUR) langfristig und 1.540 TEUR (i. V. 1.595 TEUR) kurzfristig. Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen basiert auf folgenden versicherungsmathematischen Annahmen: scroll
Die leistungsorientierten Verpflichtungen haben im Berichtsjahr eine durchschnittliche Restlaufzeit von 19,5 Jahren (i. V. 19 Jahre). Nachfolgende Tabelle zeigt eine Sensitivitätsanalyse mit den wichtigsten Annahmen zum 31. Dezember 2016: scroll
Die Sensitivitätsanalysen der DBO für die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen wurden mit demselben Bewertungsverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode), mit dem die in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen Verpflichtungen aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ermittelt wurden, durchgeführt. Die Auswirkung der Annahmenänderungen wurde jeweils separat ermittelt; mögliche Korrelationseffekte wurden somit nicht analysiert. Folgende Beträge werden voraussichtlich in den nächsten Jahren im Rahmen der leistungsorientierten Verpflichtung als laufende Renten ausgezahlt: scroll
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENSonstige Rückstellungen berücksichtigen die notwendigen Beträge für Aufwendungen im Personalbereich und sonstige erkennbare Verpflichtungen und Risiken. Die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Personalrückstellungen (Verpflichtungen für Altersteilzeit und Jubiläumszuwendungen) und Drohverlustrückstellungen. Bei den Altersteilzeitverpflichtungen wird erwartet, dass der gesamte passivierte Betrag der Verpflichtungen für Altersteilzeit innerhalb von 5 Jahren nach dem Berichtsstichtag anfallen wird. Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar: scroll
FINANZSCHULDENscroll
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Der PWO-Konzern finanziert sich im Wesentlichen über einen Konsortialkredit und Schuldscheindarlehen mit marktgerechter Verzinsung. Die Steuerung der Finanzierung wurde entsprechend angepasst. Die bestehenden branchenüblichen Covenants wurden per 31. Dezember 2016 erfüllt. Die Finanzschulden wurden allgemein in der Spanne zu Zinssätzen zwischen 0,80 % und 7,75 % (i. V. zwischen 0,92 % und 7,72 %) verzinst. Die höheren Zinssätze entfallen dabei vorrangig auf untergeordnete, lokale Finanzierungen einzelner Tochtergesellschaften. Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten bestehen in Höhe von 13.796 TEUR (i. V. 11.550 TEUR). Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 12.036 TEUR (i. V. 16.108 TEUR) durch Grundschulden und Hypotheken und 9.011 TEUR (i. V. 11.619 TEUR) durch Sicherungsübereignung von Sachanlagen gesichert. Darüber hinaus bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren. SONSTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITENAufgrund einer fehlerhaften Saldierung im Konzernabschluss des Vorjahres wurde nach den Vorschriften des IAS 8 zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 eine Korrektur bei den Positionen sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen (siehe hierzu auch Anhangangabe 18, Absatz 1). scroll
FINANZIERUNGSLEASINGVERTRÄGE UND MIETKAUFVERTRÄGEFür verschiedene technische Anlagen und Maschinen bestehen Finance-Lease-Verträge, die zum Teil Kaufoptionen des Leasingnehmers enthalten. Die Vermögenswerte haben zum 31. Dezember 2016 einen Buchwert von 3.814 TEUR (i. V. 4.672 TEUR). Aufgrund der Ausgestaltung der Leasingvereinbarungen werden die Vermögenswerte gemäß IAS 17.28 abweichend von der Laufzeit des Leasingverhältnisses über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasing- und Mietkaufverträgen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden: scroll
HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENEine Avalbürgschaft zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben beträgt zum Stichtag 1.400 TEUR (i. V. 1.900 TEUR). Zum 31. Dezember 2016 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen inklusive des Bestellobligos in Höhe von 14.013 TEUR (i. V. 19.758 TEUR). Davon entfallen nach der Fristigkeit auf die nächsten Geschäftsjahre: scroll
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Die bestehenden Operating-Leasingverhältnisse enthalten teilweise Verlängerungs- und Kaufoptionen. 22 AUSSERBILANZIELLE GESCHÄFTEZur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft und damit eine verbesserte Liquiditätsplanung ermöglicht. Alle wesentlichen Risiken sind an den Factor übergegangen, nur die Kosten für das Spätzahlungsrisiko verbleiben bei der PWO AG. Zum 31. Dezember 2016 war ein Forderungsbestand im Nominalwert in Höhe von 17.275 TEUR (i. V. 9.898 TEUR) verkauft, hiervon wurden für das Spätzahlungsrisiko 93 TEUR (i. V. 72 TEUR) angesetzt. Die damit verbundene Verbindlichkeit hat einen Buchwert von 94 TEUR (i. V. 87 TEUR). Diese Verbindlichkeit stellt das maximale verbleibende Risiko des Spätzahlungsrisikos dar. Die übertragenen Forderungen betreffen kurzfristige Forderungen, bei denen der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Vermögenswerte entspricht. 23 FINANZRISIKOMANAGEMENTDas Finanzrisikomanagement-System des Konzerns ist auf die Unsicherheiten aus der künftigen Entwicklung der Finanzmärkte ausgerichtet und hat die Minimierung nachteiliger Folgen für die finanzielle Leistungskraft des Konzerns zum Ziel. Das Risikomanagement-System wird federführend durch den Vorstand verantwortet, der die allgemeinen Grundsätze für das Risikomanagement vorgibt und die Vorgehensweise festlegt. Es liegen keine wesentlichen Risikokonzentrationen vor, die nicht aus dem Anhang und dem Lagebericht ersichtlich sind. Nachfolgend werden die wesentlichen Risiken erläutert: KREDITRISIKODas Ausfallrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wird von der PWO AG und ihren Tochterunternehmen, basierend auf einheitlichen Richtlinien, Verfahren und Kontrollen, gesteuert. Die Bonität der Kunden wird regelmäßig durch Kreditauskünfte und historische Daten überprüft. Basierend auf diesen Erkenntnissen, werden für die Kunden einzelne Kreditrahmen festgelegt. Ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen werden durch ein intensives Forderungsmanagement regelmäßig überwacht. Darüber hinaus wurde als zusätzliche Absicherung wesentlicher Teile der Forderungen eine Warenkreditversicherung abgeschlossen. Der Wertberichtigungsbedarf wird zu jedem Abschlussstichtag analysiert und mit angemessenen Wertberichtigungen Rechnung getragen. Im Zusammenhang mit der Anlage liquider Mittel sowie dem Bestand an derivativen finanziellen Vermögenswerten ist der Konzern Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. PWO steuert die daraus entstehende Risikoposition durch Richtlinien und Vorgaben des Konzern-Treasury sowie Diversifikation und sorgfältige Auswahl der Finanzinstitute. Des Weiteren werden alle Finanzinstitute in regelmäßigen Abständen gerade im Hinblick auf ein Ausfallrisiko analysiert und quantifiziert. Gegenwärtig sind keine liquiden Mittel oder derivative finanzielle Vermögenswerte aufgrund von Ausfällen überfällig oder wertberichtigt. Zum 31. Dezember 2016 entspricht das maximale Kreditrisiko der finanziellen Vermögenswerte bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wird zusätzlich eine Warenkreditversicherung in Abzug gebracht. scroll
Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen zum 31. Dezember 2016 stellt sich wie folgt dar: scroll
Für nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen liegen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor. LIQUIDITÄTSRISIKOFür das laufende Geschäft stehen ausreichende Linien mehrerer Kreditinstitute zur Verfügung. Eine angemessene Kombination von kurz- und langfristigen Krediten begrenzt Finanzierungsrisiken. Mit langfristigen Kundenaufträgen verbundene Investitionen und Vorfinanzierungen von Leistungen werden grundsätzlich projektbezogen langfristig finanziert. Der Konzern hat über die Hälfte seiner Finanzierungen mit langfristigem Zeithorizont und zu festen Zinssätzen abgesichert. Soweit notwendig, werden zusätzlich derivative Zinssicherungen abgeschlossen. Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeiten der undiskontierten Cashflows aus den finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns zum Bilanzstichtag: scroll
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Die in der Fälligkeitsübersicht enthaltenen Beträge der derivativen Finanzinstrumente entsprechen den undiskontierten Cashflows auf Bruttobasis. Nachfolgende Tabelle zeigt die undiskontierten Zahlungsmittelzuflüsse und Zahlungsmittelabflüsse der Fremdwährungsderivate mit und ohne Hedge-Beziehung: scroll
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ZINSRISIKOZur Beurteilung des Zinsänderungsrisikos sind die Finanzinstrumente gemäß IAS 32 grundsätzlich in solche mit fester und solche mit variabler Zinsbindung zu unterteilen. Zinsänderungsrisiken bestehen bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Diesen Risiken wird mit Zinsswaps begegnet. Zinsänderungsrisiken werden anhand von Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde: Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Währungsderivate bleiben aufgrund von Wesentlichkeitsüberlegungen in den Zinssensitivitätsanalysen unberücksichtigt. PWO unterliegt an allen Standorten Zinsrisiken. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2016 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 37 TEUR höher (i. V. um 366 TEUR niedriger) gewesen. Wenn das Marktzinsniveau um 100 Basispunkte geringer gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern zum 31. Dezember 2016 um 719 TEUR niedriger (i. V. um 362 TEUR höher) gewesen. WÄHRUNGSRISIKOUnter Währungsrisiko wird das Risiko wechselkursinduzierter Wertänderungen von Bilanzpositionen verstanden. Für jede Währung, die ein signifikantes Risiko für das Unternehmen darstellt, wird eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt, die auf folgenden Annahmen basiert: Für die Sensitivitätsanalyse kommen alle monetären Finanzinstrumente des Konzerns infrage, die nicht auf die funktionale Währung der jeweiligen Einzelgesellschaften lauten. Damit bleiben wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung (Translationsrisiko) unberücksichtigt. Nach IFRS besteht kein Wechselkursrisiko bei Finanzinstrumenten, die nicht monetäre Posten sind, und bei Finanzinstrumenten, die auf die funktionale Währung lauten. Bei den derivativen Finanzinstrumenten werden demnach nur die Währungsderivate in die Sensitivitätsanalyse einbezogen, da sämtliche Zinsderivate keinem Währungsrisiko ausgesetzt sind. Die hypothetischen Effekte in der Gewinn- und Verlustrechnung und beim Eigenkapital für jeden originären Einzelposten, der in die Sensitivitätsanalyse eingeht, bestimmen sich durch Vergleich des Buchwerts (ermittelt anhand des Stichtagskurses) mit dem Umrechnungswert, der sich unter Heranziehung eines hypothetischen Wechselkurses ergibt. Wenn der EUR gegenüber der CZK zum 31. Dezember 2016 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 194 TEUR (i. V. 177 TEUR) höher und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow Hedges um 3.329 TEUR (i. V. 1.316 TEUR) geringer gewesen. Wenn der EUR gegenüber der CZK zum 31. Dezember 2016 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 237 TEUR (i. V. 216 TEUR) niedriger und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow Hedges um 4.069 TEUR (i. V. 1.607 TEUR) höher gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2016 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 2.932 TEUR (i. V. 2.376 TEUR) und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow Hedges um 2.284 TEUR (i. V. 1.354 TEUR) höher gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2016 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 3.583 TEUR (i. V. um 2.902 TEUR) und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow Hedges um 2.576 TEUR (i. V. 3.419 TEUR) geringer gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem CAD zum 31. Dezember 2016 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 173 TEUR (i. V. 666 TEUR) und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow Hedges um 186 TEUR (i. V. 155 TEUR) höher gewesen. Wenn der EUR gegenüber dem CAD zum 31. Dezember 2016 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wären das Ergebnis vor Steuern um 211 TEUR (i. V. 814 TEUR) und die im Eigenkapital erfassten Nettogewinne (-verluste) aus der Absicherung von Cashflow Hedges um 228 TEUR (i. V. 191 TEUR) geringer gewesen. ROHSTOFFPREISRISIKOZu den für unsere Produktionsprozesse notwendigen Rohstoffen gehören insbesondere Stahl sowie in sehr viel geringerem Umfang Aluminium. Diese Metalle kaufen wir auf dem Weltmarkt bei langjährigen Lieferanten ein. Die Verfügbarkeit der Rohstoffe ist generell hoch, sodass in der Vergangenheit keine Lieferengpässe zu verzeichnen waren. Für die Zukunft gehen wir davon aus, durch entsprechende Dispositionen die notwendige Versorgung sicherstellen zu können, wenngleich die diesbezüglichen Anforderungen jüngst gestiegen sind. Bisher konnten wir Preisanstiege der Rohstoffe über die in unseren Kundenverträgen vereinbarten Schwankungen hinaus entweder über Gleitklauseln direkt weitergeben, oder wir sind auf dem Verhandlungswege mit unseren Kunden zu akzeptablen Lösungen gekommen. Zuletzt hat jedoch die Volatilität der Rohstoffpreise stark zugenommen. Eine Absicherung über länger laufende Rahmenverträge ist zu wirtschaftlich akzeptablen Preisen derzeit kaum möglich. Daher sind unsere Risiken hieraus aktuell gestiegen. KAPITALSTEUERUNGVorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist die Sicherstellung eines hohes Bonitätsratings, einer guten Eigenkapitalquote bzw. eines soliden und angemessenen Verschuldungsgrads. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur können Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner vorgenommen oder neue Anteile ausgegeben werden. Die Kapitalüberwachung erfolgt über den dynamischen Verschuldungsgrad (Finanzschulden abzüglich Zahlungsmittel im Verhältnis zum EBITDA). Gemäß den konzerninternen Zielsetzungen wird ein dynamischer Verschuldungsgrad von unter 3 Jahren angestrebt. scroll
24 FINANZINSTRUMENTEZum 31. Dezember 2016 sind folgende derivative Finanzinstrumente offen: scroll
Der im Geschäftsjahr 2016 von der PWO AG abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis 2021 enthält einen EURIBOR-Zinsfloor von 0,0 %. Dieses eingebettete Zinsderivat hat zum 31. Dezember 2016 ein Nominalvolumen von 46.100 TEUR und einen negativen Marktwert von 476 TEUR. Offene derivative Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2015: scroll
Die Marktwertänderungen derivativer Finanzinstrumente, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen, wurden unter Berücksichtigung von Steuereffekten in Höhe von -1.436 TEUR (i. V. -4.050 TEUR) direkt im Eigenkapital erfasst. Im Rahmen des Hedge Accounting wurden 2.537 TEUR (i. V. 2.844 TEUR) dem Eigenkapital entnommen und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Zum Bilanzstichtag wird davon ausgegangen, dass alle geplanten Transaktionen eintreten werden. Weiter wird erwartet, dass die abgesicherten Cashflows innerhalb der in vorstehender Tabelle angegebenen Laufzeit eintreffen und sich auf die Gewinne und Verluste auswirken. Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien und Klassen: scroll
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente wurden nachfolgend in die Fair-Value-Hierarchie eingeordnet: scroll
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Umbuchungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1 und Stufe 2 und Umbuchungen in oder aus Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3 wurden nicht vorgenommen. Aus der Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert für die im Bestand gehaltenen Finanzinstrumente ergaben sich folgende Gesamterträge und -aufwendungen: scroll
Erträge und Aufwendungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von Derivaten ohne Hedge-Beziehung werden im sonstigen betrieblichen Ertrag beziehungsweise im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten (ohne in das Hedge Accounting einbezogene derivative Finanzinstrumente): scroll
Die nachfolgende Tabelle zeigt einen Überblick über die in der Bilanz vorgenommenen Saldierungen finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Des Weiteren ist dargestellt, inwieweit Aufrechnungsvereinbarungen aufgrund von Rahmenverträgen bestehen, die nicht zu einem saldierten Ausweis in der Bilanz führen. Aufrechnungsvereinbarungen betreffen im PWO-Konzern ausschließlich derivative Finanzinstrumente, bei denen die Rahmenverträge mit den Banken im Verzugsfall eine Aufrechnung der zu diesem Zeitpunkt bestehenden gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten vorsehen. scroll
Die in den finanziellen Vermögenswerten saldierten Passiva in Höhe von 473 TEUR (i. V. 587 TEUR) stellen zum Bilanzstichtag offene Gutschriften an Kunden dar. Die saldierten Aktiva innerhalb der finanziellen Verbindlichkeiten sind Forderungen in Form von Gutschriften an Lieferanten in Höhe von 84 TEUR (i. V. 96 TEUR). SONSTIGE ANGABEN25 FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTENForschungskosten sind nicht angefallen. Von den auftrags- und kundenbezogenen Entwicklungskosten in Höhe von 8.739 TEUR (i. V. 8.627 TEUR) wurden 668 TEUR (i. V. 370 TEUR) in den immateriellen Vermögenswerten aktiviert. 26 HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERSDas als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Im Honorar für den Abschlussprüfer sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 8 TEUR (i. V. 11 TEUR) enthalten. 27 GESAMTBEZÜGE DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATSDie Gesamtbezüge des Vorstands werden nachfolgend dargestellt: scroll
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats (kurzfristig fällige Bezüge) beliefen sich auf 286 TEUR (i. V. 265 TEUR). Vorschüsse und Kredite wurden den Organmitgliedern nicht gewährt. Der Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat ist Bestandteil des Konzernlageberichts. Für ehemalige Mitglieder des Vorstands der PWO AG und ihre Hinterbliebenen wurden Pensionszahlungen in Höhe von 223 TEUR (i. V. 222 TEUR) geleistet. Die entsprechende Pensionsrückstellung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 4.308 TEUR (i. V. 3.358 TEUR). 28 BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENNahestehende Unternehmen und Personen des Konzerns sind das oberste Mutterunternehmen sowie der Vorstand und der Aufsichtsrat. Während des Geschäftsjahres gab es keine Geschäftsbeziehungen zwischen dem Konzern und dem obersten Mutterunternehmen. Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nahestehenden Personen bestanden nicht. Auf die Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht im zusammengefassten Lagebericht wird verwiesen. Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung der nahestehenden Personen des Konzerns umfasst die Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat. Der zusammengefasste Konzernlagebericht enthält den Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat. 29 ZUSATZINFORMATION ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGIn der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme basierend auf IAS 7, dargestellt. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds beinhaltet die Zahlungsmittel und die jederzeit fälligen Bankschulden. Die jederzeit fälligen Bankschulden in Höhe von 13.796 TEUR (i. V. 1 1.550 TEUR) sind in der Bilanzposition "Kurzfristige Finanzschulden" enthalten. 30 SEGMENTBERICHTEntsprechend der internen Steuerung des Konzerns stellen die Produktionsstandorte die Basis für die Segmentberichterstattung dar. Der Hauptentscheidungsträger des Konzerns ist definiert als der Vorstand der PWO AG. Die Segmente werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Entsprechend werden auch die Umsätze dieser Segmente nach dem Standort des Vermögens zugeordnet. Die Aufteilung erfolgt in die Regionen Deutschland, Übriges Europa, NAFTA-Raum und Asien. Die Zusammenfassung der Standorte Kanada und Mexiko in das Segment "NAFTA-Raum" begründet sich einerseits durch die gemeinsame Teilnahme am Freihandelsabkommen NAFTA und andererseits aufgrund der Ähnlichkeit und langfristigen Vergleichbarkeit der wirtschaftlichen Merkmale des Geschäfts, der Art der Produkte und Produktionsprozesse, der Art der Kundenbeziehung sowie der Methoden der Vertriebsorganisation. Ergebnis, Vermögen, Schulden und Abschreibungen zwischen den einzelnen Segmenten werden in der Spalte "Konsolidierung" eliminiert. In dieser Spalte werden auch die nicht den einzelnen Segmenten zuordenbaren Positionen erfasst. Die Segmentdaten werden in Übereinstimmung mit den im Konzernabschluss angewandten Rechnungslegungsmethoden ermittelt. Das Segmentvermögen und die Segmentschulden entsprechen den Werten aus den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen. Im Segment Deutschland sind wesentliche zahlungsunwirksame Posten in Höhe von 1.382 TEUR (i. V. 1.820 TEUR) enthalten. Von den ausgewiesenen Umsatzerlösen entfällt zum 31. Dezember 2016 auf zwei Kunden ein über 10 % liegender Umsatzanteil (96.904 TEUR), der sich nahezu auf alle Segmente verteilt. Zum 31. Dezember 2015 wurde ein Kunde mit einem knapp über 10 % liegenden Umsatzanteil (52.700 TEUR) identifiziert. SEGMENTINFORMATIONEN NACH REGIONEN (GESCHÄFTSJAHR 2016)scroll
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Das Vorjahr wurde aufgrund einer Fehlerkorrektur
gemäß IAS 8 angepasst (siehe Anhangangaben 18 und 21). SEGMENTINFORMATIONEN NACH REGIONEN (GESCHÄFTSJAHR 2015)scroll
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In den Abschreibungen im Segment Deutschland
ist eine Wertminderung in Höhe von insgesamt 38 TEUR erfasst. Nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Außenumsätze in die drei strategischen Produktbereiche. Die Produktbereiche sind im Konzernlagebericht, Kapitel "Grundlagen des Konzerns", erläutert. SEGMENTINFORMATIONEN NACH PRODUKTBEREICHENUMSATZERLÖSEscroll
31 ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEXDie im Dezember 2016 von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. 32 NACHTRAGSBERICHTNach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten, über die zu berichten wäre. 33 ZUSAMMENSETZUNG UND MANDATE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDSAUFSICHTSRATKarl M. Schmidhuber, AlzenauVorsitzender des Aufsichtsrats (seit 31. Mai 2016) ehem. Vorsitzender des Vorstands der Progress-Werk Oberkirch AG Weitere Mandate
Dieter Maier, StuttgartVorsitzender des Aufsichtsrats (bis 31. Mai 2016) ehem. Mitglied des Vorstands der Baden-Württembergischen Bank AG, Stuttgart (seit 31. Mai 2016 Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Progress-Werk Oberkirch AG) Dr. Gerhard Wirth, Stuttgartstv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Rechtsanwalt, Of Counsel der Sozietät Gleiss Lutz Hootz Hirsch Partnerschaftsgesellschaft von Rechtsanwälten, Steuerberatern Weitere Mandate
Dr. Georg Hengstberger, TübingenDipl.-Mathematiker, Geschäftsführer der Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, und Risikocontroller, Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart Weitere Mandate
Herbert König, RenchenArbeitnehmervertreter Industriekaufmann und Vorsitzender des Betriebsrats der Progress-Werk Oberkirch AG Ulrich Ruetz, Ludwigsburgehem. Vorsitzender des Vorstands der BERU AG, Ludwigsburg Weitere Mandate
Franz Schmidt, RenchenArbeitnehmervertreter (bis 31. Mai 2016) Fertigungsverfahrensbetreuer und Mitglied des Betriebsrats der Progress-Werk Oberkirch AG Gerhard Schrempp, RenchenArbeitnehmervertreter (seit 31. Mai 2016) Einkäufer für Stanz- und Umformwerkzeuge und Mitglied des Betriebsrats der Progress-Werk Oberkirch AG VORSTANDDr. Volker Simon, OffenburgSprecher, Markt und Technologie Weitere Mandate
Bernd Bartmann, SchutterwaldKaufmännischer Bereich Weitere Mandate
Dr.-Ing. Winfried Blümel, Oberkirch(bis 30. Juni 2016) Produktion und Materialwirtschaft Johannes Obrecht, Oberkirch(seit 1. Juli 2016) Produktion und Materialwirtschaft Weitere Mandate
34 GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAGDer Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Bilanzgewinn der PWO AG von 5.001 TEUR wie folgt zu verwenden: scroll
Die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien kann sich bis zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns ändern, etwa durch den Erwerb eigener Aktien durch die Gesellschaft (vgl. § 71b AktG). In diesem Fall wird von Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Beschlussvorschlag zur Gewinnverwendung unterbreitet, der unverändert eine Ausschüttung von 1,60 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie vorsieht.
Oberkirch, 15. März 2017 Der Vorstand Dr. Volker Simon, Sprecher Bernd Bartmann Johannes Obrecht BestätigungsvermerkZu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den von der Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft, Oberkirch, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 28. März 2017 Ernst & Young GmbH Göhner, Wirtschaftsprüfer Scheppank, Wirtschaftsprüfer EINZELABSCHLUSS DER PWO AG 2016Der Lagebericht der PWO AG und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 sind nach § 315 Abs. 3 HGB zusammengefasst und im Geschäftsbericht 2016 veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der PWO AG für das Geschäftsjahr 2016 werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss der PWO AG sowie der Geschäftsbericht 2016 stehen auch im Internet unter www.progress-werk.de/investor-relations/berichte/2016/ und ab Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung 2017 unter www.progress-werk.de/investor-relations/hauptversammlung/2017/ zur Verfügung. BilanzPWO AGAKTIVA scroll
Gewinn- und Verlustrechnungscroll
AnhangALLGEMEINE ANGABENDie Progress-Werk Oberkirch AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in 77704 Oberkirch, Industriestraße 8, Deutschland. Das Unternehmen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Registernummer HRB 490007 angemeldet und eingetragen. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) für große Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes (AktG). Aus der Satzung ergeben sich Regelungen zur Gewinnverteilung. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Der Abschluss ist in Tausend Euro aufgestellt. Des Weiteren wurden einige Verweise zu anderen Posten im Anhang mit ergänzenden Ausführungen aufgenommen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse sind aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG nur bedingt vergleichbar. Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von 252.490 TEUR ergeben. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN1 ZUSAMMENFASSUNG WESENTLICHER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENANLAGEVERMÖGENDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Dabei wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten der aktivierten Eigenleistungen sowohl die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten als auch die notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie im angemessenen Umfang Abschreibungen zugrunde gelegt. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Bei den Sachanlagen sind die Abschreibungen teils nach der linearen, teils nach der degressiven Methode ermittelt worden. Bestimmte Maschinen sowie auftragsbezogene Werkzeuge wurden in Abhängigkeit von der im Berichtsjahr erzeugten Stückzahl, bezogen auf die in Auftrag gegebene bzw. geplante Gesamtstückzahl, leistungsbezogen abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Netto-Einzelwert von 150,00 EUR sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Vermögensgegenstände mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 150,00 EUR bis 1.000,00 EUR wurde ein Sammelposten gebildet. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden pauschalierend jeweils 20 Prozent im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert. Soweit erforderlich bzw. zulässig, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen beruht die Ermittlung der erforderlichen Abschreibungen auf jährlichen Werthaltigkeitsüberprüfungen. Diesen liegen Ertragswertberechnungen zugrunde, die auf der Mittelfristplanung der jeweiligen Gesellschaft aufbauen und nach der letzten Planungsperiode ein nachhaltig erzielbares Ergebnis ("ewige Rente") unterstellen. Abschreibungen erfolgen, wenn der sich hieraus ergebende Ertragswert unterhalb des Buchwerts liegt. Soweit die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr vorliegen, werden Zuschreibungen maximal bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen. UMLAUFVERMÖGENDie Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abwertungen auf schwer verwertbare bzw. unbrauchbare Materialien wurden vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Es wurde verlustfrei bewertet. Werkzeug- und Entwicklungsaufträge werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Hierbei wird eine verlustfreie Bewertung dergestalt vorgenommen, dass die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten maximal in Höhe des Verkaufspreises zuzüglich der über die Serienproduktion erzielbaren Erlöse angesetzt werden. In der Mehrzahl der Fälle erwerben die Kunden das wirtschaftliche Eigentum von Werkzeugen. Bis zum Übergang des wirtschaftlichen Eigentums werden die Werkzeuge unter den Vorräten bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Fremdwährungspositionen sind verlustfrei bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch einen pauschalen Abschlag berücksichtigt. Das in den Rechnungsabgrenzungsposten aktivierte Disagio wurde planmäßig auf die Darlehenslaufzeit abgeschrieben. Zahlungsmittel sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen. EIGENKAPITALDas gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. RÜCKSTELLUNGEN UND VERBINDLICHKEITENDie Pensionsverpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des sogenannten Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Heubeck-Richttafeln 2005 G verwendet. Als Rechnungszinssatz wird der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Darüber hinaus werden Gehalts- bzw. Rententrends sowie Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen Rechnungszinssatzes, eines Einkommenstrends sowie auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2005 G nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Berechnung der Jubiläumsrückstellung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Projected-Unit-Credit-Methode unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen Rechnungszinses sowie auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2005 G. Daneben wurden ein Gehaltstrend, ein Karrieretrend, eine Inflationsrate, eine Fluktuationsrate sowie eine Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. LATENTE STEUERNAuf temporäre und quasipermanente Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten werden latente Steuern auf Basis eines Steuersatzes von 28,43 % (i. V. 28,43 %) angesetzt. Dabei werden gegebenenfalls auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Soweit sich insgesamt ein Überhang aktiver latenter Steuern ergibt, wird dieser in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB angesetzt. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,43 % (i. V. 28,43 %) zugrunde. Dieser setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz einschließlich Solidaritätszuschlag von 15,83 % (i. V. 15,83 %) und einem Gewerbesteuersatz von 12,60 % (i. V. 12,60 %), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 360 % (i. V. 360 %). FREMDWÄHRUNGSPOSTEN UND WÄHRUNGSUMRECHNUNGAuf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die Durchbuchungsmethode, wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko - sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments - bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Durchbuchungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung brutto erfolgswirksam erfasst. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ2 ANLAGEVERMÖGENDie Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend dargestellt: scroll
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Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Software beträgt 3 bis 5 Jahre, für Bauten 25 bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 2 bis 10 Jahre, für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre und für EDV-Hardware 3 bis 5 Jahre. Auf außerplanmäßige Wertminderungen von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen im Sinne des § 277 Abs. 3 Satz 1 HGB in Höhe von 0 TEUR (i. V. 38 TEUR) vorgenommen. 3 VORRÄTEDer Vorratsbestand wurde größtenteils durch Stichprobeninventur sowie systemgestützte Inventur ermittelt. Daneben erfolgte die Erfassung durch körperliche Aufnahme zum Bilanzstichtag. 4 FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDEDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 6.125 TEUR (i. V. 6.347 TEUR), kurzfristige Ausleihungen von 28.678 TEUR (i. V. 34.753 TEUR) und noch offene Dividendenzahlungen von PWO Canada in Höhe von 4.084 TEUR und PWO Czech Republic in Höhe von 5.000 TEUR. Im Vorjahr wurde von PWO Czech Republic eine Ausschüttung in Höhe von 7.000 TEUR vereinnahmt. scroll
Im Rahmen eines im Vorjahr neu abgeschlossenen Factoringvertrages sind der PWO AG im Vorjahr Kunden-Zahlungen in Höhe von 5.626 TEUR zugegangen, welche eine Verbindlichkeit gegenüber dem Factorer darstellen. Diese Verbindlichkeiten wurden im Vorjahr mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen saldiert. Im Berichtsjahr erfolgte ein unsaldierter Ausweis. 5 RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTENDieser Posten umfasst mit 4 TEUR (i. V. 10 TEUR) das Disagio aus der Aufnahme von Finanzschulden sowie die aktive Abgrenzung des Zinsfloors aus dem Konsortialkredit in Höhe von 688 TEUR (i. V. 0 TEUR). 6 EIGENKAPITALscroll
GEZEICHNETES KAPITALDas Grundkapital der Progress-Werk Oberkirch AG lag zum 31. Dezember 2016 bei 9.375.000,00 EUR (i. V. 9.375.000,00 EUR) und ist unverändert eingeteilt in 3.125.000 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien, die je eine Stimme gewähren. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 3,00 EUR des Grundkapitals je Stückaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 18 der Satzung. GENEHMIGTES KAPITALDer Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Mai 2020 (einschließlich) durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 4.687.500,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015). Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand bisher keinen Gebrauch gemacht. GEWINNRÜCKLAGEN UND ÜBRIGES EIGENKAPITALAus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von 8.393 TEUR wurden 3.400 TEUR in andere Gewinnrücklagen eingestellt. Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von 5.001 TEUR enthält den Gewinnvortrag von 8 TEUR aus dem Vorjahr. MITTEILUNGEN NACH § 21 ABS. 1 WPHGZum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 liegen nachstehende Mitteilungen über Beteiligungen an der Progress-Werk Oberkirch AG vor. Im Falle eines mehrfachen Über- oder Unterschreitens der Schwellenwerte durch einen Meldepflichtigen ist nur die zeitlich jeweils letzte Mitteilung aufgeführt. Bei den genannten Stimmrechtsanteilen können sich nach den angegebenen Zeitpunkten Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Die Delta Lloyd N.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns am 1. August 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 27. Juli 2016 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,88 % (89.877 Stimmrechte) beträgt. Die Delta Lloyd Europees Deelnemingen, Amsterdam, Niederlande, hat uns am 8. Juli 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 5. Juli 2016 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,96 % (92.444 Stimmrechte) beträgt. Die Delta Lloyd N.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns am 2. Juni 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 30. Mai 2016 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und an diesem Tag 4,97 % (155.337 Stimmrechte) beträgt. Die Delta Lloyd Europees Deelnemingen, Amsterdam, Niederlande, hat uns am 19. Februar 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 17. Februar 2016 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und an diesem Tag 4,97 % (155.452 Stimmrechte) beträgt. Die Delta Lloyd L SICAV, Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, hat uns am 4. Februar 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 2. Februar 2016 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,99 % (93.525 Stimmrechte) beträgt. Die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, Deutschland, hat uns am 23. Mai 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 18. Mai 2012 die Schwelle von 50 % unterschritten hat und an diesem Tag 46,65 % (1.458.048 Stimmrechte) beträgt. Die Sparkasse Offenburg/Ortenau, Offenburg, Deutschland, hat uns am 21. Mai 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Progress-Werk Oberkirch AG, Oberkirch, Deutschland, am 18. Mai 2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nunmehr 5,88 % (183.667 Stimmrechte) beträgt. 7 RÜCKSTELLUNGENPENSIONSRÜCKSTELLUNGENDie Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Zugrundelegung der Heubeck-Richttafeln 2005 G errechnet. Der BilMoG-Übergangsbetrag in Höhe von 6.669 TEUR wird auf 15 Jahre verteilt. Davon sind 3.112 TEUR (i. V. 2.668 TEUR) bisher gebucht. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Abweichend vom Vorjahr, wurde der Zuführungsbetrag des Geschäftsjahres 2016 bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen als "Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB" erfasst. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des 7-jährigen und des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf 5.192 TEUR. Dieser Betrag unterliegt gem. 253 (6) HGB einer Ausschüttungssperre. Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen erfolgt unter folgenden versicherungsmathematischen Annahmen: scroll
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENDie sonstigen Rückstellungen enthalten die notwendigen Beträge für Aufwendungen im Personalbereich in Höhe von 8.376 TEUR (i. V. 9.166 TEUR) und sonstige erkennbare Verpflichtungen und Risiken, für die handelsrechtlich Rückstellungen gebildet werden können. Im Wesentlichen sind dies Rückstellungen für Drohverluste, Erfolgsbeteiligungen, Altersteilzeit, Urlaubs- und Gleitzeitrückstellungen sowie Jubiläumszuwendungen. 8 VERBINDLICHKEITENVon den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 10.112 TEUR (i. V. 14.765 TEUR) durch Grundschulden und 2.798 TEUR (i. V. 3.344 TEUR) durch Sicherungsübereignung gesichert. Darüber hinaus bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 1.016 TEUR (i. V. 310 TEUR). scroll
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Im Rahmen eines im Vorjahr neu abgeschlossenen Factoringvertrages sind der PWO AG im Vorjahr Kunden-Zahlungen in Höhe von 5.626 TEUR zugegangen, welche eine Verbindlichkeit gegenüber dem Factorer darstellen. Diese Verbindlichkeiten wurden im Vorjahr mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen saldiert. Im Berichtsjahr erfolgte ein unsaldierter Ausweis. 9 LATENTE STEUERNBei der Berechnung der latenten Steuern wurde der inländische Ertragsteuersatz von 28,43 % (i. V. 28,43 %) zugrunde gelegt. Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten sind in der folgenden Übersicht dargestellt: scroll
Aus der Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern verbleibt ein Aktivüberhang. 10 HAFTUNGSVERHÄLTNISSEFür Kreditverbindlichkeiten der PWO Canada, PWO Czech Republic, PWO High-Tech Metal Components (Suzhou) und PWO de México bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von 23.285 TEUR (i. V. 30.539 TEUR). Aufgrund der derzeitigen Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie der Planungsrechnungen der Tochtergesellschaften ist derzeit kein Risiko der Inanspruchnahme erkennbar. Eine Avalbürgschaft zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben beträgt zum Stichtag 1.400 TEUR (i. V. 1.900 TEUR). 11 AUSSERBILANZIELLE GESCHÄFTEZur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft und damit eine verbesserte Liquiditätsplanung ermöglicht. Alle wesentlichen Risiken sind an den Factor übergegangen, nur die Kosten für das Spätzahlungsrisiko verbleiben bei der PWO AG. Zum 31. Dezember 2016 war ein Forderungsbestand im Nominalwert von 17.275 TEUR (i. V. 15.524 TEUR) verkauft. 12 BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENNahestehende Unternehmen und Personen des Konzerns sind die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, als Konzernobergesellschaft sowie der Vorstand und der Aufsichtsrat. Im Berichtszeitraum gab es keine Geschäftsbeziehungen zwischen dem Konzern und dem Mutterunternehmen. Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nahestehenden Personen bestanden nicht. 13 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENZum 31. Dezember 2016 betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen inklusive des Bestellobligos 11.885 TEUR (i. V. 16.620 TEUR). Die Fristigkeit der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ist in folgender Tabelle dargestellt: scroll
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Die zur Nutzung von Liquiditätsvorteilen im Rahmen erforderlicher Investitionen abgeschlossenen Leasingverträge beinhalten die für Leasinggeschäfte üblichen Risiken. 14 DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTEZur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken werden Derivate eingesetzt, die jedoch nicht für Spekulationszwecke abgeschlossen werden. Das heißt, ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden keine Derivate erworben. Die Risikomanagement- und Absicherungsstrategie ist in einer einheitlichen Treasury-Richtlinie und anderen internen Richtlinien geregelt; sie unterliegt regelmäßigen internen Risikoanalysen. WECHSELKURSRISIKENZur Absicherung von Wechselkursrisiken aus monetären Vermögensgegenständen in Fremdwährung, die sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergeben, werden Währungssicherungskontrakte abgeschlossen. Diese Währungssicherungsinstrumente werden einzeln mit ihrem Marktwert zum Stichtag bewertet. Negative Bewertungsergebnisse werden erfolgswirksam erfasst und führen zur Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste, dagegen bleiben positive Bewertungsergebnisse unberücksichtigt. Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich in Höhe von 1.973 TUSD (Nominalvolumen) um Währungssicherungsinstrumente in USD und CAD. Deren beizulegender Zeitwert beträgt -249 TEUR. Für folgende Absicherungen von Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden Bewertungseinheiten gebildet. Die Absicherungen haben eine Laufzeit bis 2018. scroll
Für die aus geplanten Transaktionen in Fremdwährung eingesetzten Währungssicherungsinstrumente wurden angesichts des zuverlässig planbaren Umfangs und zeitlichen Anfalls antizipative Bewertungseinheiten gebildet. Diese Sicherungen decken den festgelegten Anteil des erwarteten Risikos ab und haben einen zeitlichen Horizont bis 2020. scroll
Die prospektive Beurteilung der Währungssicherungen erfolgt mittels der Critical-Terms-Match-Methode, da Währungen, Laufzeiten und Beträge für die geplanten Geschäftsvorfälle oder für die Kassakomponente des Währungssicherungsinstruments identisch sind. Retrospektiv werden bestehende Unwirksamkeiten unter Anwendung der Dollar-Offset-Methode in Form der hypothetischen Derivate-Methode quantifiziert. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente spiegeln die geschätzten Beträge wider, die das Unternehmen zahlen müsste oder erhalten würde, um die laufenden Verträge am Bilanzstichtag glattzustellen. Für die Marktwert-Berechnung wird der beizulegende Zeitwert von Währungssicherungsinstrumenten durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme über die jeweiligen Restlaufzeiten der Verträge mit den jeweiligen Marktzinssätzen und Kassakursen ermittelt. ZINSRISIKENDie zinsbezogenen Geschäfte betreffen ausschließlich Zinsswaps. Zum 31. Dezember 2016 sind folgende Zinsderivate offen: scroll
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Der beizulegende Zeitwert der derivativen Zinskontrakte errechnet sich durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows auf Basis der geltenden Marktzinsen und Futures für die Restlaufzeit des Vertrags. Der im Geschäftsjahr 2016 von der PWO AG abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis 2021 enthält einen EURIBOR-Zinsfloor von 0,0 %. Dieses eingebettete Zinsderivat hat zum 31. Dezember 2016 ein Nominalvolumen von 46.100 TEUR und einen negativen Marktwert von -476 TEUR. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG15 UMSATZERLÖSEDie Umsatzerlöse wurden entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst und gliedern sich wie folgt: UMSATZERLÖSE NACH REGIONENscroll
UMSATZERLÖSE NACH PRODUKTBEREICHENscroll
Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG hätten sich für das Vorjahr um 3.762 TEUR höhere Umsatzerlöse ergeben. 16 ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGENBei den aktivierten Eigenleistungen handelt es sich überwiegend um Entwicklungsleistungen und Investitionen in Maschinen. 17 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEDie sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Währungserträge in Höhe von 2.963 TEUR (i. V. 6.361 TEUR). Darüber hinaus enthält dieser Posten periodenfremde Erträge in Höhe von 532 TEUR (i. V. 1.005 TEUR) aus der Auflösung von Rückstellungen und Erstattungen für Vorjahre. Zu den Auswirkungen der Umgliederungen gemäß BilRUG verweisen wir auf die Erläuterungen bei den Umsatzerlösen. 18 PERSONALAUFWAND UND MITARBEITERPERSONALAUFWANDscroll
MITARBEITER IM JAHRESDURCHSCHNITT NACH BESCHÄFTIGUNGSBEREICHENscroll
19 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Ausgangsfrachten, Kosten für Zeitarbeitnehmer, Miet- und Leasinggebühren, Instandhaltungsaufwendungen, Aufwendungen für Drohverluste, Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten, Fort- und Weiterbildungskosten sowie Reisekosten; außerdem Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 3.215 TEUR (i. V. 5.722 TEUR) und sonstige Steuern in Höhe von 175 TEUR (i. V. 150 TEUR). Außerdem enthält dieser Posten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 47 TEUR (i. V. 286 TEUR) sowie außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 445 TEUR (i. V. 445 TEUR) aus der Mindestzuführung nach § 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB, die in den Vorjahren im außerordentlichen Ergebnis ausgewiesen wurden. 20 ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGENDie Erträge aus Beteiligungen resultieren aus Dividendenzahlungen der PWO Canada und PWO Czech Republic an die PWO AG. 21 ERTRÄGE AUS AUSLEIHUNGEN DES FINANZANLAGEVERMÖGENSDiese Position umfasst die Erträge aus den im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Ausleihungen an verbundene Unternehmen. 22 SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGEVon den Zinsen und ähnlichen Erträgen betreffen 1.333 TEUR (i. V. 1.327 TEUR) verbundene Unternehmen. Darüber hinaus sind in dieser Position Erträge aus der Abzinsung in Höhe von 6 TEUR (i. V. 12 TEUR) enthalten. 23 ABSCHREIBUNGEN AUF FINANZANLAGENIm Berichtsjahr erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf den Beteiligungsbuchwert der PWO de México in Höhe von 3.250 TEUR (i. V. 6.200 TEUR) sowie auf die Ausleihungen der PWO AG an die PWO Holding Co., Ltd., Hongkong, in Höhe von 3.665 TEUR (i. V. 1.600 TEUR). 24 ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGENIn diese Position einbezogen sind auch die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von 1.549 TEUR (i. V. 1.663 TEUR). 25 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten aperiodische Erträge in Höhe von 3 TEUR (i. V. 116 TEUR). Außerdem enthält dieser Posten die im Vorjahr im außerordentlichen Ergebnis ausgewiesenen außerordentlichen Erträge aus der Bildung latenter Steuern in Höhe von 125 TEUR. SONSTIGE ANGABEN26 AUSSCHÜTTUNGSSPERREDer Gesamtbetrag der nach § 268 Abs. 8 HGB unterliegenden Ausschüttungssperre beträgt 10.034 TEUR (i. V. 4.893 TEUR). Ausschüttungsgesperrt sind aktivierte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 3.323 TEUR (i. V. 3.316 TEUR), aktivierte latente Steuern in Höhe von 1.519 TEUR (i. V. 1.577 TEUR) sowie erstmalig der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 5.192 TEUR. 27 FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTENForschungskosten sind nicht angefallen. Von den kundenbezogenen Entwicklungskosten in Höhe von 8.580 TEUR (i. V. 8.490 TEUR) wurden 667 TEUR (i. V. 371 TEUR) in den immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert. 28 HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERSDas als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer gem. § 285 Abs. 1 Nr. 17 HGB setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Im Honorar für den Abschlussprüfer sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 8 TEUR (i. V. 11 TEUR) enthalten. Weitere Bestätigungs- und Bewertungsleistungen wurden nicht in Anspruch genommen. 29 GESAMTBEZÜGE DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATSIm Geschäftsjahr 2016 betragen die Gesamtbezüge des Vorstands 1.393 TEUR (i. V. 1.446 TEUR); darin enthalten sind erfolgsbezogene Komponenten in Höhe von 561 TEUR (i. V. 647 TEUR). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf 286 TEUR (i. V. 265 TEUR). Vorschüsse und Kredite wurden den Organmitgliedern nicht gewährt. Der Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat ist Bestandteil des zusammengefassten Konzernlageberichts. Für ehemalige Mitglieder des Vorstands der PWO AG und ihre Hinterbliebenen wurden Pensionszahlungen in Höhe von 223 TEUR (i. V. 222 TEUR) geleistet. Die entsprechende Pensionsrückstellung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 2.996 TEUR (i. V. 2.522 TEUR). Der zum 31. Dezember 2016 nicht gebuchte BilMoG-Übergangsbetrag beträgt 395 TEUR. 30 ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMENDie PWO AG ist zum 31. Dezember 2016 an folgenden Unternehmen beteiligt: scroll
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Mittelbare Beteiligung über PWO Holding Co.,
Ltd., in Höhe von 100 31 KONZERNABSCHLUSSDer Konzernabschluss wird seinerseits in den Konzernabschluss der Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, als Konzernobergesellschaft, einbezogen. 32 ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEXDie im Dezember 2016 von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. 33 NACHTRAGSBERICHTNach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten, über die zu berichten wäre. 34 ZUSAMMENSETZUNG UND MANDATE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDSAUFSICHTSRATKarl M. Schmidhuber, AlzenauVorsitzender des Aufsichtsrats (seit 31. Mai 2016) ehem. Vorsitzender des Vorstands der Progress-Werk Oberkirch AG Weitere Mandate
Dieter Maier, StuttgartVorsitzender des Aufsichtsrats (bis 31. Mai 2016) ehem. Mitglied des Vorstands der Baden-Württembergischen Bank AG, Stuttgart (seit 31. Mai 2016 Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Progress-Werk Oberkirch AG) Dr. Gerhard Wirth, Stuttgarstv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Rechtsanwalt, Of Counsel der Sozietät Gleiss Lutz Hootz Hirsch Partnerschaftsgesellschaft von Rechtsanwälten, Steuerberatern Weitere Mandate
Dr. Georg Hengstberger, TübingenDipl.-Mathematiker, Geschäftsführer der Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, und Risikocontroller, Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart Weitere Mandate
Herbert König, RenchenArbeitnehmervertreter Industriekaufmann und Vorsitzender des Betriebsrats der Progress-Werk Oberkirch AG Ulrich Ruetz, Ludwigsburgehem. Vorsitzender des Vorstands der BERU AG, Ludwigsburg Weitere Mandate
Franz Schmidt, RenchenArbeitnehmervertreter (bis 31. Mai 2016) Fertigungsverfahrensbetreuer und Mitglied des Betriebsrats der Progress-Werk Oberkirch AG Gerhard Schrempp, RenchenArbeitnehmervertreter (seit 31. Mai 2016) Einkäufer für Stanz- und Umformwerkzeuge und Mitglied des Betriebsrats der Progress-Werk Oberkirch AG VORSTANDDr. Volker Simon, OffenburgSprecher, Markt und Technologie Weitere Mandate
Bernd Bartmann, SchutterwaldKaufmännischer Bereich Weitere Mandate
Dr.-Ing. Winfried Blümel, Oberkirch(bis 30. Juni 2016) Produktion und Materialwirtschaft Johannes Obrecht, Oberkirch(seit 1. Juli 2016) Produktion und Materialwirtschaft Weitere Mandate
35 GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAGDer Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Bilanzgewinn der PWO AG von 5.001 TEUR wie folgt zu verwenden: scroll
Die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien kann sich bis zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns ändern, etwa durch den Erwerb eigener Aktien durch die Gesellschaft (vgl. § 71b AktG). In diesem Fall wird von Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Beschlussvorschlag zur Gewinnverwendung unterbreitet, der unverändert eine Ausschüttung von 1,60 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie vorsieht.
Oberkirch, 15. März 2017 Der Vorstand Dr. Volker Simon, Sprecher Bernd Bartmann Johannes Obrecht BestätigungsvermerkZu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft, Oberkirch, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 28. März 2017 Ernst & Young GmbH Göhner, Wirtschaftsprüfer Scheppank, Wirtschaftsprüfer |
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