![]() Progress-Werk Oberkirch AGOberkirchQuartalsmitteilung 1. Quartal 2017BRIEF DES VORSTANDSSEHR GEEHRTE AKTIONÄRE UND GESCHÄFTSFREUNDE,der Automobilbranche geht es gut und wir wachsen aufgrund unserer Vertriebserfolge
der letzten Jahre klar überdurchschnittlich: Plus 13 Prozent bei den Umsatzerlösen
und plus 22 Prozent bei der Gesamtleistung im Auftaktquartal 2017 - das kann sich
sehen lassen. Ein Teil davon entfällt zwar auf die Weitergabe höherer Materialpreise,
vor allem rufen aber unsere Kunden höhere Mengen als erwartet ab. Wir können die zusätzlichen Stückzahlen an den meisten unserer Standorte aufgrund
der Flexibilität unserer Fertigung und der Stabilität unserer Prozesse gut darstellen
und zufriedenstellende Margen erzielen. Daher legte im Konzern auch das EBIT vor Währungseffekten
in den ersten drei Monaten kräftig zu - und zwar um 16 Prozent. Unsere beiden wohletablierten Standorte in Tschechien und Kanada spielen jetzt ihre
Stärken voll aus und zeigen, was sie können. Mexiko setzt seine positive Umsatz- und
Ergebnisentwicklung weiter kontinuierlich fort. Ein großer amerikanischer Hersteller
hatte dort zu Jahresbeginn den Aufbau eines neuen Werks gestoppt. In der Folge werden
wir nun keinen Montagestandort in San Luis Potosí eröffnen, sondern stattdessen einen
im Norden des Landes, in Hermosillo. Zudem hat sich dieser Kunden inzwischen entschieden,
dass wir ihn künftig auch in den USA mit Querträgern beliefern, die wir in Kanada
fertigen. Darüber hinaus bereiten wir unseren Produktionsstandort in Puebla derzeit
auf die Anläufe der großen Querträger-Aufträge vor, die wir von europäischen Premiumherstellern
erhalten haben. Zu den beiden wesentlichen Steuerungsaufgaben des laufenden Jahres gehört die zeitgerechte
und umfassende Weitergabe steigender Materialpreise. In Deutschland war dies zum Ende
des ersten Quartals noch nicht vollständig umgesetzt. Zudem müssen wir unser starkes
Wachstum in China weiter intensiv begleiten, was derzeit noch zusätzlichen Aufwand
erfordert. Dieser konnte aber auf Konzernebene, wie erwähnt, mehr als ausgeglichen
werden. Im ersten Quartal 2017 waren nicht zuletzt die Währungsverluste niedriger als im Vorjahr
und die Steuerquote hat sich wie prognostiziert deutlich zurückgebildet. Daher haben
Periodenergebnis und Ergebnis je Aktie überproportional zugelegt. Dies ist ausgesprochen
erfreulich. Oberkirch, im Mai 2017 Der Vorstand WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGAUSGEWÄHLTE INFORMATIONEN ZU DEN SEGMENTEN UND ZUM KONZERNscroll
ERTRAGSLAGEZum Jahresauftakt 2017 legten die Umsatzerlöse kräftig auf 117,1 Mio. EUR (i. V. 103,7
Mio. EUR) zu. Die Gesamtleistung stieg sogar noch etwas stärker auf 122,0 Mio. EUR
(i. V. 100,2 Mio. EUR) an, da wir in Vorbereitung der neuen großen Serienanläufe umfangreiche
Werkzeugsätze fertigen und diese aktuell zu Bestandserhöhungen führen. Das starke Wachstum resultiert zum einen aus der Weitergabe gestiegener Materialpreise,
zum anderen rufen die Kunden höhere Stückzahlen ab als geplant, so dass wir schneller
wachsen können. Die ausgeweiteten Werkzeugbestände führten zu einem Anstieg der Materialaufwandsquote.
Rein rechnerisch hat zudem die Weitergabe höherer Materialpreise einen negativen Margeneffekt,
da sie sich voll auf die Umsatzerlöse, auf das EBIT jedoch nur unwesentlich auswirkt.
Auch dies hat daher dazu beigetragen, dass die Aufwandsquote für Material im ersten
Quartal 2017 zunahm, während sich diejenige für Personal ermäßigte. Zudem haben wir
für den Hochlauf der Produktion verstärkt Zeitarbeitnehmer eingesetzt, was sich in
den sonstigen betrieblichen Aufwendungen niederschlägt. In der Summe ist es gelungen, das EBIT vor Währungseffekten sehr deutlich auf 5,6
Mio. EUR (i. V. 4,8 Mio. EUR) zu steigern. Nach Währungsaufwendungen von per Saldo
0,5 Mio. EUR (i. V. 1,2 Mio. EUR) belief sich das EBIT auf 5,2 Mio. EUR (i. V. 3,6
Mio. EUR). Die in der obenstehenden Tabelle dargestellten Währungseffekte beeinflussen
die sonstigen betrieblichen Erträge und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Bei leicht rückläufigen Finanzierungsaufwendungen und einer, wie angekündigt, deutlich
niedrigeren Steuerquote hat sich das Periodenergebnis mit 2,9 Mio. EUR (i. V. 1,3
Mio. EUR) mehr als verdoppelt. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich entsprechend
auf 0,91 EUR (i. V. 0,42 EUR). SEGMENTEBei den folgenden Erläuterungen zu den Ergebnissen der Segmente stellen wir auf das
EBIT vor Währungseffekten ab, da diese Größe die operative Entwicklung widerspiegelt. Unser Heimatstandort Oberkirch, der das Segment Deutschland bildet, hat im ersten
Quartal die Gesamtumsätze deutlich und die Gesamtleistung - aufgrund der ausgeweiteten
Werkzeugfertigung - noch stärker gesteigert. Das EBIT blieb insbesondere deshalb noch
unter dem Vorjahreswert, weil noch nicht alle Verhandlungen über die Weitergabe höherer
Materialpreise abgeschlossen sind. Der tschechische Standort, der das Segment Übriges Europa bildet, wächst aufgrund
seiner aktuell hohen Auslastung derzeit planmäßig langsamer. Wir investieren dort
kontinuierlich, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Das EBIT hat sich gegenüber
2016 sehr stark verbessert. Allerdings war der Vorjahreswert auch verhältnismäßig
niedrig. Bedeutender als die Veränderungsrate ist daher aus unserer Sicht die hohe
EBIT-Marge, die im ersten Quartal 2017 realisiert wurde. Sehr erfreulich entwickelten sich die beiden Standorte in Kanada und in Mexiko, die
im Segment NAFTA-Raum zusammengefasst sind. Bei höheren Gesamtumsätzen und einer gestiegenen
Gesamtleistung konnte das EBIT des Segments fast verdoppelt werden. Der kanadische Standort hat hierzu mit deutlichem Wachstum beigetragen, was eine kräftige
Ausweitung der Profitabilität annähernd auf das Niveau unseres tschechischen Standorts
ergab. Mexiko steigert bei etwas verhaltenem Wachstum konsequent seine Ertragskraft und erzielte
im Berichtsquartal ein klar positives EBIT, nachdem im Vorjahr der Break-even noch
nicht ganz erreicht worden war. Noch nicht zufrieden sind wir hingegen mit der Entwicklung im Segment Asien. Gesamtumsätze
und -leistung sind zwar gegenüber den Vorjahreswerten sehr stark gestiegen. Wir müssen
dort derzeit aber sowohl hohe Kundenabrufe in laufenden Produktionen als auch große
und komplexe Serienanläufe realisieren. Dies hat im Berichtsquartal zu hohen Aufwendungen
geführt, die das Segmentergebnis vorübergehend belastet haben. VERMÖGENS- UND FINANZLAGEWachstumsbedingt erhöhte sich die Bilanzsumme zum 31. März 2017 auf 381,2 Mio. EUR
nach 359.4Mio. EUR zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres. Dazu trugen leicht höhere
Vorräte und vor allem gestiegene Forderungen und sonstige Vermögenswerte bei. Die Ausweitung der kurzfristigen Vermögenswerte wurde insbesondere durch einen Anstieg
der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der kurzfristigen Finanzschulden
finanziert. Entsprechend nahm die Nettoverschuldung von 124.5Mio. EUR zum 31. Dezember 2016 auf
138,8 Mio. EUR zum Berichtsstichtag zu. Die Eigenkapitalquote lag mit 29,0 Prozent
nur leicht unter dem Stand von 29,6 Prozent per Ende 2016. Vor allem aufgrund des Anstiegs der kurzfristigen Vermögenswerte reduzierte sich der
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Berichtsquartal auf -6,6 Mio. EUR (i.
V. 9,1 Mio. EUR). Dabei ist allerdings der Verlauf in diesem Geschäftsjahr eher saisontypisch
als der des Vorjahres. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Berichtsquartal auf -5,2
Mio. EUR (i. V. -5,7 Mio. EUR). Die Investitionen des Berichtszeitraums werden nachfolgend
erläutert. Damit betrug der Free Cashflow nach gezahlten und erhaltenen Zinsen -12,9
Mio. EUR (i. V. 2,5 Mio. EUR). Inklusive der Aufnahme von Krediten in Höhe von per Saldo 10,0 Mio. EUR (i. V. 2,9
Mio. EUR) war eine zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente
in Höhe von -2,9 Mio. EUR (i. V. 5,4 Mio. EUR) zu verzeichnen. INVESTITIONENIm ersten Quartal 2017 haben wir, wie im Segmentbericht dargestellt, 6,9 Mio. EUR
(i. V. 5,7 Mio. EUR) investiert. Der Großteil der Investitionen dieses Geschäftsjahres
wird für unsere beiden Standorte in Deutschland und in Mexiko bereitgestellt. Auch
Tschechien bauen wir weiter aus. Entsprechend verteilten sich die Volumina im Berichtsquartal. In Oberkirch haben wir im Berichtsquartal vor allem in Fertigungseinrichtungen investiert.
Am tschechischen Standort geht die Erweiterung unserer Pressenkapazitäten gut voran
und in Mexiko investieren wir 2017 angesichts der Unsicherheiten bezüglich der NAFTA-Freihandelszone
vor allem projektbezogen. Insgesamt sind für das laufende Geschäftsjahr Investitionen
in Höhe von rund 40 Mio. EUR geplant. NEUGESCHÄFTFür 2017 und 2018 gehen wir wieder von einer gewissen Normalisierung beim Neugeschäft
aus, nachdem wir wesentliche Großaufträge unserer Kunden mittlerweile erhalten haben. Im laufenden Geschäftsjahr erwarten wir ein Lifetime-Volumen von rund 250 Mio. EUR.
Davon haben wir im ersten Quartal bereits rund 90 Mio. EUR - inklusive damit verbundener
Werkzeugvolumina von rund 4 Mio. EUR - gewonnen. Diese neuen Aufträge werden vor allem am Standort Oberkirch gefertigt werden und tragen
dazu bei, dort die Auslastung zu sichern. Es handelt sich insbesondere um Sitzteile
sowie Karosseriestrukturen. Nach den großen Querträger-Aufträgen der vergangenen Jahre
rücken damit nun unsere übrigen Produktlösungen wieder verstärkt in den Fokus. Der Produktionsstart des aktuellen Neugeschäfts ist überwiegend für die Geschäftsjahre
2018 und 2019 vorgesehen. Zusätzliches Volumen für bereits früher gewonnene Aufträge
kann sich schon im laufenden Geschäftsjahr positiv auswirken. Die Serienlaufzeit beträgt
unverändert meist 5 bis 8 Jahre. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTDie im Geschäftsbericht 2016 dargestellten Chancen und Risiken für die Entwicklung
des PWO-Konzerns und seiner Segmente haben weiterhin Gültigkeit. Dort haben wir ausgeführt, dass die Ertragsentwicklung 2017 insbesondere durch Leistungsrisiken
aufgrund der gestiegenen Kapazitätsauslastung sowie durch Materialpreisrisiken tangiert
sein kann. Im ersten Quartal lagen die Abrufzahlen unserer Kunden sogar noch über
den Erwartungen. Dabei geht es bei den Kapazitätsrisiken insbesondere darum, die notwendigen Aufwendungen
für die termingerechte Belieferung unserer Kunden in Null-Fehler-Qualität zu begrenzen.
Bezüglich der Materialpreise können Verhandlungen mit Kunden über Quartalsstichtage
andauern. Und es kann auch Kompensationen im Rahmen der Bündelung verschiedener Themen
geben. Schätzungen über künftige Entwicklungen von Wechselkursen sind nicht Teil unserer
Unternehmensprognosen. Zur Vermeidung von Währungsrisiken schließen wir entsprechende
Sicherungsgeschäfte ab. Ziel ist es, die bei Eingang eines Auftrags unterstellten
Währungsparitäten und damit die erwarteten Deckungsbeiträge abzusichern. Darüber hinaus
bestehen im Wesentlichen Risiken aus Konzerndarlehen. Da hier keine wirtschaftlichen
Risiken bestehen, schließen wir für diese Darlehen nur teilweise Absicherungsgeschäfte
ab. PROGNOSEBERICHTDie Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2017 war erfreulich. Mit den starken Zuwächsen
bei den Umsatzerlösen, im EBIT und im Periodenüberschuss sind wir zufrieden. Die höher als geplanten Abrufzahlen stärken unsere Standorte in Deutschland, Kanada
und Mexiko und bieten Chancen für den weiteren Jahresverlauf. Auch der tschechische
Standort kann die aktuellen Liefermengen gut darstellen. In China arbeiten wir intensiv
an der Kapazitätssituation und an den Serienanläufen im laufenden Jahr. In Summe erwarten wir für 2017 unverändert einen Anstieg der Umsatzerlöse auf 430
Mio. EUR ohne Materialpreiseffekte und auf rund 450 Mio. EUR inklusive der höheren
Materialpreise. Das EBIT vor Währungseffekten soll auf 23 bis 24 Mio. EUR zulegen. FINANZINFORMATIONENKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
KONZERN-BILANZAKTIVAscroll
PASSIVAscroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
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KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
SEGMENTBERICHTSEGMENTINFORMATIONEN NACH STANDORTEN 1.QUARTAL 2017
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SEGMENTBERICHTSEGMENTINFORMATIONEN NACH STANDORTEN 1.QUARTAL 2016scroll
WEITERE INFORMATIONENORGANEIm Berichtszeitraum hat sich die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat nicht
verändert. MITGLIEDER DES VORSTANDS
MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS
FINANZKALENDERscroll
KONTAKTBernd Bartmann Telefon: +49 7802 84-844 Charlotte Frenzel Telefon: +49 7802 84-844 ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN UND PROGNOSENDiese Quartalsmitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf gegenwärtigen
Annahmen, Erwartungen, Schätzungen, Prognosen und anderen derzeit verfügbaren Informationen
des Vorstands von PWO und auf daraus von ihm abgeleiteten Annahmen, Erwartungen, Schätzungen,
Prognosen und Planungen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als
Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen.
Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige
Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse wesentlich
von den hier explizit genannten oder implizit enthaltenen Einschätzungen abweichen
können. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die PWO in veröffentlichten Berichten,
die auf der PWO-Website www.progress-werk.de zur Verfügung stehen, beschrieben hat.
PWO übernimmt unbeschadet gesetzlicher Vorgaben keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten
Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen. HINWEISEDie Darstellung von Zahlen erfolgt in diesem Dokument in der Regel in TEUR und in
Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber
der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten
Charakter haben. Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird neben den geschlechtsspezifischen
Formulierungen auch das generische Maskulinum verwendet. Hiermit sind ausdrücklich
Frauen und Männer gemeint. |
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