Progress-Werk Oberkirch AG

Oberkirch

Zwischenfinanzbericht 2. Quartal / 1. Halbjahr 2017

BRIEF DES VORSTANDS

SEHR GEEHRTE

AKTIONÄRE UND GESCHÄFTSFREUNDE,

unsere Komponenten sind gefragt! Mit dem Rückenwind einer weiterhin erfreulichen Konjunktur und den vielen neuen Serien, die wir im Konzern fertigen, geht es in großen Schritten voran. Unser Umsatzziel für 2020 von mehr als 500 Mio. EUR - dies ist ohne die aktuellen Materialpreiserhöhungen kalkuliert - rückt damit fast schon in greifbare Nähe.

Auf diesen Erfolg sind wir stolz. Und auch darauf, dass wir diese Nachfrage mit der seitens unserer Kunden gewohnten Liefertreue und -qualität bedienen können. Dazu tragen vor allem unsere äußerst leistungsfähigen Standorte in Deutschland, Kanada und Tschechien bei. Auch Mexiko entwickelt sich immer positiver. Dennoch wird unsere Organisation durch die schnelle Expansion auch belastet. Zuvorderst unser jüngster Standort in China, der jetzt weiter schnell wachsen wird.

In Oberkirch müssen wir auf der Ertragsseite regelmäßig sehr sorgfältig nachsteuern. Bei der im Hochlohnland Deutschland strukturell hohen Kostenbasis kann schon eine etwas flachere Wachstumskurve in Kombination mit einigen Sondereffekten zu einer deutlich rückläufigen Ergebnisentwicklung führen. So war es im abgelaufenen Quartal zu beobachten.

In der Summe ist unser Umsatzziel für 2017 von rund 450 Mio. EUR, davon rund 20 Mio. EUR aus Materialpreiseffekten inzwischen als konservativ einzuschätzen. Beim EBIT vor Währungseffekten sehen wir uns auf gutem Kurs, unser Ziel von 23 bis 24 Mio. EUR zu erreichen. Höher als erwartete positive Ergebnisbeiträge von einigen Standorten sollen die zusätzlichen Aufwendungen für das Wachstum kompensieren. Schritt für Schritt werden wir die Organisation auf die neue Größenordnung ausrichten und damit Effizienz und Profitabilität steigern.

Oberkirch, im August 2017

Der Vorstand

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

NEUZULASSUNGEN/VERKÄUFE VON PERSONENKRAFTWAGEN IN STÜCK
(QUELLEN: VERBAND DER AUTOMOBILINDUSTRIE, KRAFTFAHRT-BUNDESAMT]

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Region 6M 2017 Veränderung ggü. Vorjahr (%) 6M 2016 Veränderung ggü. Vorjahr (%)
Deutschland 1.787.100 +3,1 1.733.839 +7,1
Westeuropa (EU15 + EFTA) 7.793.500 +3,7 7.510.800 +8,5
Europa (EU28 + EFTA)1 8.461.500 +4,6 8.090.900 +9,1
Russland2 718.500 +6,9 672.100 -14,1
USA2 8.401.700 -2,2 8.598.300 + 1,3
China 10.929.100 +2,9 10.618.600 + 12,2

1 ohne Malta

2 Light Vehicles

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

GESAMTWIRTSCHAFT

Die deutsche Wirtschaft zeigt Stärke und setzt ihren Höhenflug fort. So legte der ifo Geschäftsklimaindex im Juni auf einen weiteren Rekordwert zu. Die Unternehmen waren nochmals deutlich zufriedener mit ihrer aktuellen Lage und zudem wurden die Geschäftsaussichten besser. Die Nachfrage und der Auftragsbestand entwickeln sich sehr gut und die Produktionspläne bleiben expansiv ausgerichtet.

Getragen wird die Aufwärtsbewegung damit zum einen von der lebhaften Industriekonjunktur, die nicht nur aus dem Inland, sondern auch aus dem Ausland wichtige Impulse erhält. Zum anderen stützt die sehr vorteilhafte Arbeitsmarktlage die Konsumentenstimmung und damit den privaten Verbrauch.

Vor diesem Hintergrund erwartet die Bundesbank eine mehrjährige Fortsetzung des aktuellen Aufschwungs. Nach einem Anstieg um 1,9 Prozent im laufenden Jahr rechnet sie für das kalenderbereinigte reale BIP 2018 mit einem Anstieg um 1,7 Prozent und einem Plus von 1,6 Prozent in 2019.

Hinsichtlich des Wachstums der Weltwirtschaft gehen die Wirtschaftsbeobachter ebenfalls von einer Fortsetzung der gefestigten konjunkturellen globalen Aufwärtsbewegung aus. Insbesondere für die USA wird unter den entwickelten Ländern inzwischen eine etwas höhere Expansionsrate unterstellt. In Großbritannien allerdings wird vor dem Hintergrund der Unsicherheit über die Folgen des Brexit für die kommenden beiden Jahre mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum gerechnet.

Die Wachstumsaussichten der EU haben sich hingegen verbessert. Bei anhaltenden Beschäftigungszuwächsen, anziehendem Lohnwachstum und zunehmender Kapazitätsauslastung bleibt die Binnennachfrage ein wichtiger Impulsgeber, aber auch die Ausfuhren sollten sich im Einklang mit den Absatzmärkten robust entwickeln. Entsprechend wurden die Erwartungen für das Wachstum des BIP im Euroraum (ohne Deutschland] von den Experten des Eurosystems zuletzt angehoben: in diesem und im kommenden Jahr kalenderbereinigt auf 1,9 Prozent bzw. 1,8 Prozent und für 2019 auf rund 1,7 Prozent.

Auch in den Schwellenländern festigt sich zuletzt das Expansionstempo. Die Abwärtsbewegungen in Russland und Brasilien scheinen beendet zu sein. Für die aufstrebenden asiatischen Volkswirtschaften wird eine Fortsetzung des derzeitigen Wachstumstempos erwartet. Dabei könnte eine graduelle Abschwächung in China von einer dynamischeren Entwicklung anderer Länder weitgehend kompensiert werden. Für die aufstrebenden Volkswirtschaften zusammen wird für die kommenden Jahre eine leicht steigende Wachstumsrate erwartet.

DIE AUTOMOBILINDUSTRIE

Im ersten Halbjahr 2017 haben sich die drei großen Automobilmärkte unterschiedlich entwickelt, insgesamt ist das Wachstum verglichen mit den Zuwachsraten im vergleichbaren Vorjahreszeitraum spürbar zurückgegangen. Allerdings stimulierten im Vorjahr auch einige Sondereffekte, insbesondere in China.

Westeuropa registrierte gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von knapp 4 Prozent auf 7,8 Mio. Neufahrzeuge. China erzielte einen Zuwachs von 3 Prozent und damit ein Volumen von gut 10,9 Mio. Einheiten. Die USA verzeichneten hingegen einen Rückgang um 2 Prozent auf 8,4 Mio. neue Light-Vehicles.

Die neuen EU-Länder weisen unverändert eine besonders hohe Dynamik auf. Hier wuchs der Pkw-Absatz, nach einem Plus von 17 Prozent im Vorjahreszeitraum, mit +12 Prozent im ersten Halbjahr 2017 auf 688.000 Einheiten weiterhin zweistellig.

Die schwere Automobilrezession in Russland während der vergangenen Jahre scheint ihr Ende gefunden zu haben. Im Betrachtungszeitraum stieg der Absatz vom erreichten niedrigen Niveau aus um knapp 7 Prozent auf 718.500 Light Vehicles. Gleiches gilt für Brasilien, wo mit gut 4 Prozent ebenfalls ein Zuwachs zu verzeichnen ist. Der japanische Markt zeigte sich im Sechsmonatszeitraum 2017 mit einem Zuwachs um 10 Prozent bei den Pkw-Neuzulassungen robust.

Die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland lagen im ersten Halbjahr 2017 mit fast 1,8 Mio. Einheiten um gut 3 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Hier konnten insbesondere die Importeure mit 11 Prozent kräftig zulegen, während die inländischen Hersteller ihre Zulassungszahlen auf Vorjahresniveau halten konnten.

Pkw mit alternativen Antriebsarten weisen zwei-bis dreistellige Zuwachsraten auf. Unter den Hybrid-Pkw (+82 Prozent] haben sich die Zulassungen für Plug-in-Hybride verdoppelt, während die reinen Elektro-Pkw um 134 Prozent zulegten. Der Anteil der Alternativen an den Gesamtzulassungen lag mit leicht über 2 Prozent allerdings immer noch auf sehr niedrigem Niveau.

Die Neuzulassungen der dieselbetriebenen Pkw verringerten sich hingegen deutlich um 9,1 Prozent, ihr Anteil fiel auf 41 Prozent nach 47 Prozent im Vorjahreszeitraum. Die Zulassungen bei den Benzinern legten um +11,7 Prozent zu und erreichten einen Anteil von insgesamt 56 Prozent nach 52 Prozent. Die inländische Pkw-Produktion fiel im Berichtszeitraum um drei Prozent auf 2,94 Mio. Einheiten, davon wurden 2,25 Mio. Einheiten exportiert (-2 Prozent].

ERTRAGSLAGE

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres stiegen die Umsatzerlöse auf 233,1 Mio. EUR (i. V. 208,7 Mio. EUR] und die Gesamtleistung auf 244,1 Mio. EUR (i. V. 209,9 Mio. EUR]. Die beiden ersten Quartale 2017 waren annähernd gleich stark.

Weiterhin resultiert das hohe Wachstum sowohl aus der Weitergabe gestiegener Materialpreise als auch aus höher als erwarteten Abrufen unserer Kunden. In der im Vergleich zu den Umsatzerlösen stärkeren Zunahme der Gesamtleistung spiegeln sich die Werkzeuge wider, die wir derzeit in Vorbereitung des künftigen Wachstums des Konzerns herstellen.

Deren ausgeweitete Bestände führen zu einem Anstieg der Materialaufwandsquote. Sie wird zudem auch durch die gestiegenen Materialpreise tangiert: Rein rechnerisch bei der Weitergabe an Kunden; darüber hinaus jedoch auch operativ, soweit es Erhöhungen betrifft, die nicht voll weitergegeben werden konnten.

Einer niedrigeren Personalaufwandsquote stehen höhere Aufwendungen für Zeitarbeitnehmer gegenüber, die wir verstärkt für den Hochlauf der Produktion eingesetzt haben. Vor allem wurde das EBIT jedoch durch zusätzliche wachstumsbedingte Aufwendungen belastet.

In der Summe ist es zwar dennoch gelungen, das EBIT vor Währungseffekten auf 12,3 Mio. EUR (i. V. 11,5 Mio. EUR] zu steigern. Allerdings wurde diese Verbesserung vor allem im ersten Quartal erzielt, während das zweite auf dem Vorjahresniveau lag.

Die Währungseffekte beliefen sich auf -1,9 Mio. EUR (i. V. -1,5 Mio. EUR]. Sie beeinflussen die sonstigen betrieblichen Erträge und sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sind im Anhang zu diesem Zwischenfinanzbericht ausgewiesen.

Im ersten Halbjahr und im zweiten Quartal blieben die Finanzierungsaufwendungen leicht unter bzw. auf dem Niveau der Werte in den jeweiligen Vorjahresperioden.

AUSGEWÄHLTE INFORMATIONEN ZU DEN SEGMENTEN UND ZUM KONZERN

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TEUR






1. Halbjahr 2017 Deutschland Übriges Europa NAFTA-Raum Asien Konsolidierung Konzern
Gesamtumsätze 135.156 38.028 52.593 21.589 -14.252 233.114
Gesamtleistung 144.302 37.120 52.332 24.703 -14.371 244.086
EBIT vor Währungseffekten 3.969 4.517 4.241 -284 -110 12.333
EBIT inklusive Währungseffekten 3.394 4.510 3.885 -1.289 -110 10.390
Investitionen 5.486 4.177 3.063 465 0 13.191
1. Halbjahr 2016





Gesamtumsätze 121.887 37.357 45.724 13.467 -9.774 208.661
Gesamtleistung 124.467 36.325 45.675 13.301 -9.832 209.936
EBIT vor Währungseffekten 6.026 2.973 2.383 256 -167 11.471
EBIT inklusive Währungseffekten 5.799 2.970 1.890 -502 -154 10.003
Investitionen 7.760 2.978 604 193 0 11.535

Insgesamt übertraf das Periodenergebnis im ersten Halbjahr mit 5,9 Mio. EUR (i. V. 4,8 Mio. EUR] den Vorjahreswert deutlich, während es im zweiten Quartal mit 3,1 Mio. EUR (i. V. 3,5 Mio. EUR] nicht ganz an das Vorjahr heranreichte. Entsprechend betrug das Ergebnis je Aktie im Berichtshalbjahr 1,89 EUR (i. V. 1,55 EUR] und im Berichtsquartal 0,98 EUR (i. V. 1,12 EUR].

SEGMENTE

Bei den folgenden Erläuterungen zu den Ergebnissen der Segmente stellen wir auf das EBIT vor Währungseffekten ab, da diese Größe die operative Entwicklung widerspiegelt.

Gesamtumsätze und -leistung unseres Heimatstandorts Oberkirch, der das Segment Deutschland bildet, legten im ersten Halbjahr 2017 deutlich zu, wobei sich die Zuwachsraten im Verlauf der Sechsmonatsperiode etwas abflachten. Entsprechend fehlten im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Ergebnisbeiträge. Zusätzlich wirkten sich die höheren Materialpreise und wachstumsbedingte Mehraufwendungen aus.

Dennoch ist der ausgewiesene deutliche EBIT-Rückgang im zweiten Quartal nicht zufriedenstellend. An einem Standort wie Oberkirch, der in einem Markt mit begrenztem Wachstum und dem permanenten Kostendruck eines Hochlohnlandes tätig ist, sind fortlaufende Effizienzsteigerungen und Überprüfungen der Kostenstrukturen notwendig, um die Ertragskraft zu sichern. Daran arbeiten wir intensiv.

Der tschechische Standort, der im Segment Übriges Europa abgebildet wird, arbeitet bei hoher Kapazitätsauslastung weiterhin mit einer sehr guten und stabilen EBIT-Marge. Für das weitere Wachstum haben wir mittlerweile den Pressenbereich erweitert. Eine neue 1.600-Tonnen-Presse wird in Kürze in Betrieb genommen. Auch die für die künftigen Querträgerfertigungen benötigten Montageflächen sind mittlerweile aufgebaut.

Mit dem Segment NAFTA-Raum, in dem unsere beiden Standorte in Kanada und Mexiko zusammengefasst sind, sind wir mittlerweile recht zufrieden. Bei höheren Gesamtumsätzen und einer gestiegenen Gesamtleistung konnte das EBIT in der Sechsmonatsperiode fast verdoppelt werden.

In Kanada stieg die EBIT-Marge bei weiterhin hoher Auslastung noch einmal an. Auch in Mexiko verbessert sich die Marge sichtbar und kontinuierlich.

Hier haben wir im zweiten Quartal den Aufbau eines Montagestandorts in Hermosillo im Norden Mexikos für die Belieferung des Kunden Ford gestoppt. Ford hatte jüngst bekannt gegeben, die Produktion der von uns zu beliefernden Fahrzeugmodelle nach China zu verlagern. Wir haben dort hierfür keinen Standort vorgesehen. Das Wachstum des Konzerns in unserem mittelfristigen Planungszeitraum bis 2020 wird hierdurch nicht tangiert. Für unsere Kunden BMW und Daimler werden wir deren neue Querträger-Aufträge an unserem Produktionsstandort in Puebla fertigen. Für deren Montage bauen wir dort einen nahegelegen neuen Standort auf.

In China hat das hohe Wachstum im Verlauf der Sechsmonatsperiode sogar noch zugelegt. Wir konnten im zweiten Quartal trotz der damit verbundenen Mehraufwendungen ein positives EBIT erzielen und so den Verlust des Jahresauftakt-quartals teilweise kompensieren.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Bilanzsumme ist im Verlauf des ersten Halbjahres 2017 auf 389,9 Mio. EUR nach 359,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2016 deutlich angestiegen. Dies ergibt sich zum einen aus den höheren Umsätzen und damit den ausgeweiteten Forderungen. Zum anderen haben wir derzeit ein außergewöhnlich hohes Volumen unfertiger Werkzeugbestände in den Vorräten, die sich auch in den kurzfristigen Vermögenswerten niederschlagen.

Wir bereiten uns aktuell auf eine große Anzahl verschiedener neuer Serienanläufe vor. Für die Fertigung von Querträgern, die aus bis zu 55 Einzelteilen montiert werden, sind zudem auch entsprechend viele einzelne Werkzeugsätze erforderlich.

Trotz des deutlichen Wachstums der Bilanzsumme und der Ausschüttung der Dividende nach der Hauptversammlung im Mai dieses Jahres beträgt die Eigenkapitalquote am Berichtsstichtag 28,3 Prozent nach 29,6 Prozent am Ende des Geschäftsjahres 2016.

Wir gehen davon aus, dass ein wesentlicher Teil der unfertigen Werkzeuge im Verlauf des zweiten Halbjahres 2017 abgerechnet werden kann. Daher wurde deren Ausweitung im Wesentlichen kurzfristig über höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen finanziert. Deshalb nahm die Nettoverschuldung nur unterproportional von 124,5 Mio. EUR zum 31. Dezember 2016 auf 135,4 Mio. EUR zum Berichtsstichtag zu.

Einen Teil dieser Refinanzierungsmittel bildet unser Schuldscheindarlehen über 65 Mio. EUR. Im zweiten Quartal haben wir dessen bisher variabel finanzierte Tranchen in Höhe von 25 Mio. EUR zurückbezahlt und parallel hierzu 30 Mio. EUR mit einer Laufzeit von 5 bis 7 Jahren zu im Wesentlichen festen Zinssätzen erfolgreich neu platziert.

Das Wachstum der Bilanzsumme war im Wesentlichen im ersten Quartal und nur zu einem geringeren Teil in der zweiten Dreimonatsperiode zu verzeichnen. Daher verbesserte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Verlauf des Berichtshalbjahres deutlich von -6,6 Mio. EUR in den ersten drei Monaten 2017 auf 14,6 Mio. EUR im Berichtsquartal.

Dennoch blieb der Cashflow im gesamten ersten Halbjahr 2017 mit 8,0 Mio. EUR (i. V. 24,3 Mio. EUR] deutlich unter dem Vorjahreswert.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Berichtshalbjahr mit -11,3 Mio. EUR (i. V. -11,4 Mio. EUR] nahezu unverändert. Die Investitionen des Berichtszeitraums werden im nachfolgenden Kapitel erläutert. Damit betrug der Free Cashflow nach gezahlten und erhaltenen Zinsen -5,4 Mio. EUR (i. V. 10,9 Mio. EUR].

Inklusive der Dividendenausschüttung sowie der Aufnahme von Krediten in Höhe von per Saldo 17,9 Mio. EUR (i. V. Tilgung von per Saldo 2,1 Mio. EUR] war eine zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 7,6 Mio. EUR (i. V. 3,9 Mio. EUR] zu verzeichnen.

INVESTITIONEN

Im ersten Halbjahr 2017 haben wir, wie im Segmentbericht dargestellt, 13,2 Mio. EUR (i. V. 11,5 Mio. EUR] investiert. Davon entfielen 6,3 Mio. EUR (i. V. 5,8 Mio. EUR] auf das zweite Quartal.

In Oberkirch stehen 2017 die neuen Serienanläufe im Fokus. Im ersten Halbjahr betraf dies vor allem den Querträger- und den Sitzbereich. Zudem wurden einige bauliche Maßnahmen umgesetzt.

Am tschechischen Standort kommt die Erweiterung des Pressenbereichs gut voran. Auch in Mexiko bauen wir unsere Kapazitäten aus. Dort wurden im ersten Halbjahr unter anderem Anzahlungen für zwei neue Transferpressen geleistet.

Für China sind zusätzliche Umformpressen in Auftrag gegeben, haben jedoch im ersten Halbjahr noch nicht zu nennenswerten Investitionen geführt.

Insgesamt sind für das laufende Geschäftsjahr Mittel in Höhe von rund 40 Mio. EUR budgetiert.

NEUGESCHÄFT

Von den rund 250 Mio. EUR Neugeschäft, die wir für das laufende Geschäftsjahr erwarten, konnten wir im ersten Halbjahr bereits knapp die Hälfte gewinnen - rund 115 Mio. EUR inklusive rund 5 Mio. EUR damit verbundener Werkzeugvolumina.

Erwartungsgemäß war das Neugeschäftsvolumen im zweiten Quartal mit insgesamt rund 25 Mio. EUR niedrig, da keine größeren Auftragsvergaben seitens unserer Kunden anstanden.

Nach dem sehr hohen Neugeschäft der letzten Jahre fokussieren wir unsere Vertriebsaktivitäten derzeit stark. So freuen wir uns sehr über einen Auftrag für unseren mexikanischen Standort zur indirekten Belieferung eines renommierten US-Herstellers von Elektrofahrzeugen mit elektromechanischen Komponenten.

Darüber hinaus konzentrieren wir uns auf die Vorbereitung der neuen Anläufe in den nächsten Jahren und darauf, punktuelle Kapazitätslücken zu füllen.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Die im Geschäftsbericht 2016 dargestellten Chancen und Risiken für die Entwicklung des PWO-Konzerns und seiner Segmente haben weiterhin Gültigkeit.

Dort haben wir ausgeführt, dass die Ertragsentwicklung 2017 insbesondere durch Leistungsrisiken aufgrund der gestiegenen Kapazitätsauslastung sowie durch Materialpreisrisiken tangiert sein kann.

Im ersten Halbjahr lagen die Abrufzahlen unserer Kunden sogar noch über den Erwartungen. Die etablierten Standorte in Deutschland, Kanada und Tschechien kommen damit gut zurecht. Auch Mexiko kann die Anforderungen gut erfüllen. In China konnten wir die Fertigungsprozesse inzwischen soweit anpassen, dass wir im Verlauf des dritten Quartals wieder zu einem normalen Produktionsrhythmus zurückkehren sollten. Allerdings bestehen Risiken aus den geplanten weiteren komplexen An- und Hochläufen fort.

Bezüglich der Materialpreisrisiken müssen wir inzwischen davon ausgehen, dass wir in diesem Jahr voraussichtlich nicht den vollen Kostenanstieg weitergeben können. Neu hinzugekommen sind steuerliche Risiken aus einer Betriebsprüfung für die Jahre 2012 bis 2015, die die Progress-Werk Oberkirch AG betreffen.

Schätzungen über künftige Entwicklungen von Wechselkursen sind nicht Teil unserer Unternehmensprognosen. Zur Vermeidung von Währungsrisiken schließen wir entsprechende Sicherungsgeschäfte ab. Ziel ist es, die bei Eingang eines Auftrags unterstellten Währungsparitäten und damit die erwarteten Deckungsbeiträge abzusichern. Darüber hinaus bestehen im Wesentlichen Risiken aus Konzerndarlehen. Da hier keine wirtschaftlichen Risiken bestehen, schließen wir für diese Darlehen nur teilweise Absicherungsgeschäfte ab.

PROGNOSEBERICHT

Die positive Entwicklung der Umsatzerlöse in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres hat sich auch im Berichtsquartal weiter fortgesetzt. Unser Umsatzziel für 2017 von rund 450 Mio. EUR, davon rund 20 Mio. EUR aus Materialpreiseffekten, ist daher inzwischen als konservativ einzuschätzen.

Das stärker als erwartete Wachstum bietet Ertragschancen, ist aber an einigen Standorten auch mit zusätzlichen Aufwendungen verbunden. In der Summe gehen wir davon aus, dass sich beide Entwicklungen kompensieren werden, sodass wir unsere bisherige Prognose für das EBIT vor Währungseffekten von 23 bis 24 Mio. EUR bestätigen.

Bilanz und Cashflow des Konzerns sind derzeit noch von hohen Werkzeugbeständen geprägt. Wir gehen davon aus, dass ein wesentlicher Teil hiervon im Verlauf des zweiten Halbjahres 2017 abgerechnet werden kann. Allerdings ist auch erst knapp ein Drittel unseres Investitionsbudgets von 40 Mio. EUR abgeflossen.

Bezüglich unserer Prognosen eines positiven Free Cashflow sowie einer Konsolidierung der Eigenkapitalquote und des dynamischen Verschuldungsgrads auf dem letztjährigen Niveau gilt daher weiterhin der Vorbehalt aus dem Geschäftsbericht 2016: Eine konsequente und effektive Steuerung der Investitionen.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind."

Oberkirch, 25. Juli 2017

Der Vorstand

Dr. Volker Simon (Sprecher]

Bernd Bartmann

Johannes Obrecht

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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TEUR Q2 2017 %-Anteil Q2 2016 %-Anteil
Umsatzerlöse 116.011 95,0 104.993 95,7
Bestandsveränderung/Aktivierte Eigenleistungen 6.085 5,0 4.704 4,3
GESAMTLEISTUNG 122.096 100,0 109.697 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 4.455 3,6 624 0,6
Materialaufwand 68.996 56,5 58.209 53,1
Personalaufwand 30.138 24,7 28.993 26,4
Abschreibungen 5.944 4,8 6.430 5,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.251 13,3 10.286 9,4
EBIT 5.222 4,3 6.403 5,8
Finanzierungsaufwendungen 1.362 1,1 1.377 1,2
EBT 3.860 3,2 5.026 4,6
Ertragsteuern 803 0,7 1.515 1,4
PERIODENERGEBNIS 3.057 2,5 3.511 3,2
Ergebnis je Aktie in EUR 0,98 -- 1,12 --

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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TEUR 1. HJ 2017 %-Anteil 1. HJ 2016 %-Anteil
Umsatzerlöse 233.114 95,5 208.661 99,4
Bestandsveränderung/Aktivierte Eigenleistungen 10.972 4,5 1.275 0,6
GESAMTLEISTUNG 244.086 100,0 209.936 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 6.313 2,6 3.286 1,6
Materialaufwand 136.459 55,9 110.717 52,7
Personalaufwand 61.608 25,2 57.492 27,4
Abschreibungen 12.045 4,9 12.620 6,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 29.897 12,3 22.390 10,7
EBIT 10.390 4,3 10.003 4,8
Finanzierungsaufwendungen 2.741 1,1 2.813 1,4
EBT 7.649 3,1 7.190 3,4
Ertragsteuern 1.742 0,7 2.359 1,1
PERIODENERGEBNIS 5.907 2,4 4.831 2,3
Ergebnis je Aktie in EUR 1,89 -- 1,55 --

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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TEUR Q2 2017 Q2 2016
PERIODENERGEBNIS 3.057 3.511
Nettogewinne/-verluste aus der Absicherung von Cashflow-Hedges 3.004 -429
Steuereffekt -789 126
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 2.215 -303
Unterschied aus Währungsumrechnung -990 294
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen 909 -5.327
Steuereffekt -258 1.515
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 651 -3.812
SONSTIGES ERGEBNIS NACH STEUERN 1.876 -3.821
GESAMTERGEBNIS NACH STEUERN 4.933 -310

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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TEUR 1. HJ 2017 1. HJ 2016
PERIODENERGEBNIS 5.907 4.831
Nettogewinne aus der Absicherung von Cashflow-Hedges 4.960 2.744
Steuereffekt -1.351 -745
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 3.609 1.999
Unterschied aus Währungsumrechnung -1.171 -163
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen 909 -12.711
Steuereffekt -258 3.614
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 651 -9.097
SONSTIGES ERGEBNIS NACH STEUERN 3.089 -7.261
GESAMTERGEBNIS NACH STEUERN 8.996 -2.430

KONZERN-BILANZ

AKTIVA

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TEUR 30.06.2017 31.12.2016
Sachanlagen 174.146 176.637
Immaterielle Vermögenswerte 11.185 11.452
Latente Steueransprüche 12.654 13.400
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 197.985 201.489
Vorräte 110.878 97.104
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 70.146 58.491
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.701 192
Ertragsteuerforderungen 2.245 129
Zahlungsmittel 5.939 2.014
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 191.909 157.930
BILANZSUMME 389.894 359.419

PASSIVA

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TEUR 30.06.2017 31.12.2016
EIGENKAPITAL 110.532 106.536
Langfristige Finanzschulden 92.503 87.395
Pensionsrückstellungen 52.387 52.927
Sonstige Rückstellungen 1.653 1.732
Latente Steuerschulden 203 0
LANGFRISTIGE SCHULDEN 146.746 142.054
Kurzfristiger Anteil Pensionsrückstellungen 1.540 1.540
Kurzfristiger Anteil sonstige Rückstellungen 1.717 1.231
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige 76.510 54.103
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.057 14.878
Kurzfristige Finanzschulden 48.792 39.077
KURZFRISTIGE SCHULDEN 132.616 110.829
BILANZSUMME 389.894 359.419

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

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TEUR

Auf die Anteilseigner der PWO AG entfallendes Eigenkapital





Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals





Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegeliedert werden

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Leistungsorientierte Pläne Währungsdifferenzen Cashflow Hedge
1. JANUAR 2016 9.375 37.494 68.913 -12.003 3.382 -4.050
Periodenergebnis

4.831


Sonstiges Ergebnis


-9.097 -163 1.999
GESAMTERGEBNIS 9.375 37.494 73.744 -21.100 3.219 -2.051
Dividendenzahlung

-4.844


30. JUNI 2016 9.375 37.494 68.900 -21.100 3.219 -2.051
1. JANUAR 2017 9.375 37.494 73.591 -14.614 3.639 -2.949
Periodenergebnis

5.907


Sonstiges Ergebnis


651 -1.171 3.609
GESAMTERGEBNIS 9.375 37.494 79.498 -13.963 2.468 660
Dividendenzahlung

-5.000


30. JUNI 2017 9.375 37.494 74.498 -13.963 2.468 660


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TEUR





Summe
1. JANUAR 2016 103.111
Periodenergebnis 4.831
Sonstiges Ergebnis -7.261
GESAMTERGEBNIS 100.681
Dividendenzahlung -4.844
30. JUNI 2016 95.837
1. JANUAR 2017 106.536
Periodenergebnis 5.907
Sonstiges Ergebnis 3.089
GESAMTERGEBNIS 115.532
Dividendenzahlung -5.000
30. JUNI 2017 110.532


KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

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TEUR 1. HJ 2017 1. HJ 2016
Periodenergebnis 5.907 4.831
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 12.045 12.620
Ertragsteueraufwand/-erstattung 1.742 2.359
Zinserträge und -aufwendungen 2.741 2.813
Veränderung des kurzfristigen Vermögens -31.827 -2.711
Veränderung der kurzfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) 11.570 4.870
Veränderung der langfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) -1.530 12.304
Gezahlte Ertragsteuern -4.793 -1.971
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 12.083 -10.869
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Sachanlagen 19 38
CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 7.957 24.284
Einzahlungen aus Anlagenabgängen von Sachanlagen 35 25
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -10.907 -11.085
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -477 -295
CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT -11.349 -11.355
Gezahlte Dividenden -5.000 -4.844
Gezahlte Zinsen -2.009 -2.058
Erhaltene Zinsen 31 8
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 52.532 10.975
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -34.589 -13.098
CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT 10.965 -9.017
Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente 7.573 3.912
Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente 217 13
Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar -11.782 -7.308
ZAHLUNGSMITTEL/ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE ZUM 30. JUNI -3.992 -3.383
davon Zahlungsmittel 5.939 11.964
davon jederzeit fällige Bankschulden -9.931 -15.347

ANHANG ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMEN

Die Progress-Werk Oberkirch AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in 77704 Oberkirch, Industriestraße 8, Deutschland. Das Unternehmen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Registernummer HRB 490007 angemeldet und eingetragen. Die aktuell gültige Satzung ist die in der Fassung vom 26. Mai 2015. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Hauptaktivitäten von PWO sind die Entwicklung und Herstellung von anspruchsvollen Metallkomponenten und Subsystemen in Leichtbauweise für Sicherheit und Komfort im Automobil.

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG (PWO) und ihrer Tochterunternehmen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2017 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 25. Juli 2017 freigegeben und anschließend dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zur Prüfung vorgelegt.

RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN

GRUNDLAGEN DER ERSTELLUNG DES ABSCHLUSSES

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2017 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) angewendet, die durch die EU-Kommission in europäisches Recht übernommen wurden und zum Abschlussstichtag verpflichtend anzuwenden sind.

Der Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende erforderlichen Informationen und Angaben und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 zu lesen. Die bei der Erstellung des Konzern-Zwischenabschlusses angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016. Detaillierte Erläuterungen finden sich auf den Seiten 70 f. im Anhang des Geschäftsberichts 2016.

Der Konzern-Zwischenabschluss und der Konzern-Zwischenlagebericht sind weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen worden.

FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen wurden zu nachfolgenden Wechselkursen umgerechnet:

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Stichtagskurs
Durchschnittskurs


30.06.2017 30.06.2016 1. HJ 2017 1. HJ 2016
China CNY 7,74 7,38 7,44 7,29
Kanada CAD 1,48 1,44 1,44 1,49
Mexiko USD 1,14 1,11 1,08 1,12

STEUERN

In Übereinstimmung mit IAS 34 wurden die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in der Berichtsperiode auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird.

ÄNDERUNGEN DER RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses wurden die für die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016 angewandten Rechnungslegungsmethoden unverändert übernommen.

Das IASB und IFRS Interpretations Committee haben nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2017 von der EU übernommen, aber noch nicht verpflichtend anzuwenden sind bzw. noch nicht in EU-Recht übernommen wurden.

Zum 30. Juni 2017 erfolgte keine vorzeitige Anwendung der noch nicht verpflichtend anzuwenden Standards durch den PWO-Konzern.

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Titel / Verlautbarung Zeitlicher Anwendungsbereich Voraussichtliche Änderungen Voraussichtliche Auswirkungen auf den PWO-Konzern
IFRS 9:
Finanzinstrumente
01.01.2018 Die finale Fassung von IFRS 9 als vollständiger Standard beinhaltet alle bereits zuvor veröffentlichten Regelungen und hat diese mit den neuen Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen sowie begrenzten Änderungen zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte zusammengeführt. Damit ist, bis auf den Themenkomplex Macro Hedging, das Projekt zur Neuregelung der Bilanzierung von Finanzinstrumenten und zur vollständigen Ersetzung von IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" abgeschlossen. Die Analysen und Maßnahmen hinsichtlich der im Geschäftsbericht 2016 beschriebenen möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzern sind noch nicht abgeschlossen. Eine Quantifizierung der Effekte aus der Anwendung des neuen Standards erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt nach Abschluss der Detailanalyse.
IFRS 15:
Erlöse aus Verträgen mit Kunden
01.01.2018 Der neue Standard beinhaltet ein einziges, umfassendes Modell, sowie umfangreiche Anwendungsleitlinien zur Erfassung der Erlöse aus Verträgen mit Kunden. Er ersetzt IAS 11 Fertigungsaufträge, IAS 18 Erlöse und die zugehörigen Interpretationen. Das im Geschäftsbericht 2016 beschriebene interne Projekt hinsichtlich der detaillierten Analyse der Auswirkungen und Umsetzungsaspekte von IFRS 15 ist noch nicht abgeschlossen. Die erste Projektphase (Betroffenheitsanalyse der bestehenden Verträge) ist zwischenzeitlich durchgeführt. Die zweite Projektphase mit dem Ziel der konzernweiten Prüfung der betroffenen Serien- und Werkzeugverträge und einer Konzepterstellung für die Überleitung der Umsatzerfassung auf die neuen Regelungen des IFRS 15 ist momentan noch nicht abgeschlossen. Die Prüfung ist sehr intensiv und zeitaufwändig und fordert für die Klärung von Detailfragen noch das zweite Halbjahr 2017. Eine Quantifizierung der Effekte aus der Anwendung des neuen Standards erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt nach Abschluss der nächsten Projektphase.
IFRS 16:
Leasing
01.01.2019 Neuregelung zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Nach IFRS 16 sind nunmehr auch beim Leasingnehmer grundsätzlich alle Leasingverhältnisse bilanzwirksam (Ausnahmen für kurzfristige Leasingverhältnisse oder Leasinggegenstände von geringem Wert). Die Bilanzierung beim Leasinggeber bleibt nahezu unverändert. Die Betroffenheitsanalyse hinsichtlich der im Geschäftsbericht 2016 beschriebenen möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzern ist noch in einer Frühphase. Eine Quantifizierung der Effekte aus der Anwendung des neuen Standards erfolgt zu einem späteren Zeipunkt nach Abschluss der vollständigen internen Analyse.
Änderungen an IAS 7:
Angabeninitiative: Veränderungen der Schulden als Ergebnis von Finanzierungstätigkeiten
01.01.2017 Der Änderungsstandard ergänzt IAS 7 um zusätzliche Angabepflichten im Zusammenhang mit Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten. Ergänzung um eine Überleitungsrechnung vom Stand zu Beginn der Periode auf den Endbestand am Bilanzstichtag mit Unterscheidung zwischen zahlungswirksamen und nicht zahlungswirksamen Veränderungen. Angaben für die Vergleichsperiode sind bei erstmaliger Anwendung nicht erforderlich. Darüber hinaus haben die Änderungen keine Auswirkungen.
Änderungen an IAS 12:
Ansatz von aktiven latenten Steuern auf nicht realisierte Verluste
01.01.2017 Mit den Änderungen werden insbesondere Unklarheiten im Zusammenhang mit der Bilanzierung von aktiven latenten Steuern auf zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Schuldinstrumente beseitigt. Diese Änderung wird keine Auswirkungen auf den Konzern haben, da sie der bisherigen Bilanzierungspraxis entspricht.
Klarstellungen zu IFRS 15:
Erlöse aus Verträgen mit Kunden
01.01.2018 Diese Klarstellungen adressieren drei Themen (Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, Prinzipal-Agent-Verhältnisse und Lizenzen für geistiges Eigentum) und zielen auf Übergangserleichterungen für modifizierte und abgeschlossene Verträge ab. Die Auswirkungen der Änderungen werden zusammen mit der Umsetzung von IFRS 15 geprüft.
Jährliches Verbesserungsprojekt an IFRS:
Jährliche Verbesserungen an IFRS 2014-2016
01.01.2017 Die für den Konzern relevanten Änderungen betreffen IFRS 12. Danach sind Angaben nach IFRS 12.5 auch bei einer Klassifizierung der Beteiligung als zur Veräußerung gehalten oder Abgangsgruppe erforderlich; eine Ausnahme besteht nur für die explizit ausgeschlossenen Informationen nach IFRS 12.B10-B16. Keine Auswirkungen.
IFRIC 22:
Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen
01.01.2018 Für Geschäftsvorfälle mit Anzahlungen in fremder Währung wird der Zeitpunkt zur Bestimmung des Umrechnungskurses geregelt. Keine wesentlichen Auswirkungen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

UMSATZERLÖSE

Die Aufteilung des Konzernumsatzes nach Standorten ist im Segmentbericht dargestellt. Im Berichtszeitraum sind die Umsatzerlöse durch realisierte Hedging-Geschäfte um 510 TEUR (i. V. 724 TEUR) reduziert.

AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

Von den aktivierten Eigenleistungen entfallen 306 TEUR (i. V. 181 TEUR) auf aktivierungspflichtige Entwicklungskosten nach IAS 38. Bei diesen Entwicklungskosten handelt es sich insbesondere um Investitionen in die Entwicklung von Querträgern sowie Lenkungs- und Luftfederkomponenten.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Währungserträge in Höhe von 5.125 TEUR (i. V. 2.520 TEUR).

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die wichtigsten Einzelposten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind:

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TEUR 1. HJ 2017 1. HJ 2016
Kosten für Zeitarbeitnehmer 7.464 6.242
Währungsaufwendungen 7.051 3.987
Instandhaltungsaufwendungen 3.354 2.963
Ausgangsfrachten 2.829 1.517
Leasinggebühren/Miete 1.585 1.345

ERTRAGSTEUERN

Die Ertragsteuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 1. HJ 2017 1. HJ 2016
Tatsächliche Steuern 1.916 2.416
Latente Steuern -174 -57
Summe 1.742 2.359

Die Progress-Werk Oberkirch AG unterliegt im Berichtszeitraum einer Betriebsprüfung für die Jahre 2012 bis 2015, deren Abschluss derzeit noch aussteht.

ERGEBNIS JE AKTIE

Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das auf die Anteileigner der PWO AG zuzurechnende Ergebnis durch die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien geteilt. Verwässerungseffekte haben sich nicht ergeben.

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TEUR Q2 2017 Q2 2016
Ergebnis nach Steuern 3.057 3.511
Durchschnittliche Anzahl Stückaktien 3.125.000 3.125.000
Ergebnis je Aktie in EUR 0,98 1,12


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TEUR 1. HJ 2017 1. HJ 2016
Ergebnis nach Steuern 5.907 4.831
Durchschnittliche Anzahl Stückaktien 3.125.000 3.125.000
Ergebnis je Aktie in EUR 1,89 1,55

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird einmal jährlich (zum 31. Dezember) überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Die Werthaltigkeitstests des PWO-Konzerns für den Geschäfts- oder Firmenwert und die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer basieren auf den Berechnungen des Nutzungswerts. Die Grundannahmen zur Bestimmung des erzielbaren Betrags für die verschiedenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 angegeben. Zum 30. Juni 2017 ergaben sich keine Anhaltspunkte, welche einen Werthaltigkeitstest erfordert hätten und damit keine Notwendigkeit für eine Wertminderung.

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Der Anstieg von 58.491 TEUR am 31. Dezember 2016 auf 70.146 TEUR zum Berichtsstichtag ist im Wesentlichen auf eine stichtagsbedingte Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

ZAHLUNGSMITTEL

Der ausgewiesene Bestand an Zahlungsmitteln in der Konzern-Kapitalflussrechnung zum 30. Juni 2017 in Höhe von 5.939 TEUR (i. V. 11.964 TEUR) setzt sich aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

EIGENKAPITAL

GEZEICHNETES KAPITAL

Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2017 beträgt das voll eingezahlte gezeichnete Kapital 9.375 TEUR (i. V. 9.375 TEUR), eingeteilt in 3.125.000 Stückaktien (i. V. 3.125.000 Stückaktien).

GENEHMIGTES KAPITAL

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Mai 2020 (einschließlich) durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 4.687.500,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015).

GEWINNRÜCKLAGEN UND ÜBRIGES EIGENKAPITAL

Im Konzern-Eigenkapital sind zum 30. Juni 2017 Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 2.468 TEUR (i. V. 3.219 TEUR) und aus der Absicherung von Cashflow Hedges in Höhe von 660 TEUR (i. V. -2.051 TEUR) enthalten.

AUSGESCHÜTTETE DIVIDENDEN

Die Hauptversammlung hat am 23. Mai 2017 die Auszahlung der für das Geschäftsjahr 2016 vorgeschlagenen Dividende von 1,60 EUR beschlossen. Dies entspricht einer Ausschüttungssumme von 5.000 TEUR.

MITTEILUNGEN NACH § 21 ABS. 1 WPHG

Im ersten Halbjahr 2017 sind keine Mitteilungen über Beteiligungen an der Progress-Werk Oberkirch AG eingegangen.

SCHULDEN

PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Versorgungsleistungen richten sich nach Entgelt und Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter. Die Verpflichtungen umfassen solche aus bereits laufenden Pensionen sowie Anwartschaften für zukünftig zu zahlende Pensionen und Altersruhegelder. Ein Planvermögen zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen existiert nicht.

Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen basiert auf folgenden versicherungsmathematischen Annahmen:

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30.06.2017 31.12.2016
Abzinsungssatz 2,10 % 2,00 %
Fluktuationsrate 2,50 % 2,50 %
Zukünftiger Gehaltstrend > 40 Jahre 2,50 % 2,50 %
Zukünftiger Gehaltstrend < 40 Jahre (Karrieretrend) 3,50 % 3,50 %
Zukünftige Pensionsanpassungen 1,75 % 1,75 %

Durch die Anpassung des Abzinsungssatzes an die zum Abschlussstichtag gültigen Zinssätze ist eine Schätzungsänderung entstanden. Die Erhöhung um 0,1 Prozentpunkte führte im Wesentlichen zur Reduzierung der Pensionsrückstellungen um 540 TEUR.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Personalrückstellungen (Verpflichtungen für Altersteilzeit und Jubiläumszuwendungen) und Drohverlustrückstellungen.

VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE

Die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich im Wesentlichen aus der Finanzierung des gestiegenen Vorratsvermögens, insbesondere der unfertigen Werkzeuge und Rohstoffe.

Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem Aufbau von personalbezogenen Rückstellungen (Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Feiertagslöhne) sowie durch höhere Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer.

SONSTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Die Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar führte im Wesentlichen zur Abnahme der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten von 14.878 TEUR am 31. Dezember 2016 auf 4.057 TEUR am 30. Juni 2017.

AUSSERBILANZIELLE GESCHÄFTE

Zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft und damit eine verbesserte Liquiditätsplanung ermöglicht. Alle wesentlichen Risiken sind an den Factor übergegangen, nur die Kosten für das Spätzahlungsrisiko verbleiben bei der PWO AG. Zum 30. Juni 2017 war ein Forderungsbestand im Nominalwert in Höhe von 22.580 TEUR (i. V. 18.117 TEUR) verkauft. Die übertragenen Forderungen betreffen kurzfristige Forderungen, bei denen der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Vermögenswerte entspricht.

FINANZINSTRUMENTE

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien:

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TEUR Bewertungskategorie nach IAS 39
Buchwert
Fair Value


30.06.2017 31.12.2016 30.06.2017 31.12.2016
AKTIVA




Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen LaR 58.258 49.208 58.258 49.208
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
2.701 192 2.701 192
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 1.297 115 1.297 115
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 1.404 77 1.404 77
davon Geldanlagen > 3 Monate LaR 0 0 0 0
Zahlungsmittel LaR 5.939 2.014 5.939 2.014
PASSIVA




Finanzschulden
141.295 126.472 143.241 134.864
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 69.757 60.381 64.841 62.990
davon variabel verzinslich
16.539 24.257 16.539 24.257
davon festverzinslich
53.218 36.124 48.302 38.733
Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen FLAC 64.803 59.877 70.642 64.538
davon variabel verzinslich
2.991 24.949 2.991 24.949
davon festverzinslich
61.812 34.928 67.651 39.589
Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften n.a. 6.735 6.214 7.758 7.336
davon variabel verzinslich
0 0 0 0
davon festverzinslich
6.735 6.214 7.758 7.336
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 43.666 31.438 43.666 31.438
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
4.057 14.878 4.057 14.878
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 493 4.519 493 4.519
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 1.188 3.736 1.188 3.736
davon Übrige FLAC 2.376 6.623 2.376 6.623
davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:




Loans and Receivables (LaR)
64.197 51.222 64.197 51.222
Financial Assets Held for Trading (FAHfT)
1.404 77 1.404 77
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC)
180.603 158.319 181.526 165.589
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT)
1.188 3.736 1.188 3.736

Alle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind in die Stufe 2 der Bewertungshierarchie gemäß IFRS 13 eingeordnet. Im Berichtszeitraum gab es keine Änderungen in den angewandten Bewertungstechniken und keine Umbuchungen zwischen den Hierarchiestufen.

Derivative Finanzinstrumente werden insbesondere mit Finanzinstituten abgeschlossen. Unter Anwendung eines Bewertungsverfahrens mit am Markt beobachtbaren Inputparametern bewertete Derivate sind hauptsächlich Zinsswaps, Währungsswaps und Devisentermingeschäfte. Zu den am häufigsten angewandten Bewertungsverfahren gehören die Forward-Preis- und Swap-Modelle unter Verwendung von Barwertberechnungen. Die Modelle beziehen verschiedene Größen mit ein, wie z. B. Bonität der Geschäftspartner, Devisenkassa- und Terminkurse, Renditekurven ausgewählter Fremdwährungen, Währungs-Spreads zwischen ausgewählten Fremdwährungen und Zinsstrukturkurven.

SONSTIGE ANGABEN

BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Nahestehende Unternehmen und Personen des Konzerns sind die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, als Mutterunternehmen sowie der Vorstand und der Aufsichtsrat. Im Berichtszeitraum gab es keine Geschäftsbeziehungen zwischen dem Konzern und dem Mutterunternehmen. Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nahestehenden Personen bestanden nicht.

ZUSATZINFORMATION ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme basierend auf IAS 7 dargestellt. Die in der Kapitalflussrechnung betrachteten Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente beinhalten die Zahlungsmittel und die jederzeit fälligen Bankschulden. Die jederzeit fälligen Bankschulden in Höhe von 9.931 TEUR (i. V. 15.347 TEUR) sind in der Bilanzposition "Kurzfristige Finanzschulden" enthalten.

SEGMENTBERICHT

SEGMENTINFORMATIONEN NACH STANDORTEN 1.HALBJAHR 2017

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TEUR Deutschland Übriges Europa NAFTA-Raum Asien Konsolidierung Konzern
Gesamtumsätze 135.156 38.028 52.593 21.589 0 247.366
Innenumsätze -7.889 -1.666 -55 -4.642 0 -14.252
AUSSENUMSÄTZE 127.267 36.362 52.538 16.947 0 233.114
GESAMTLEISTUNG 144.302 37.120 52.332 24.703 -14.371 244.086
Gesamterträge 6.304 174 1.232 394 -1.791 6.313
Gesamtaufwendungen 141.668 30.588 46.796 24.957 -16.045 227.964
Abschreibungen 5.544 2.196 2.883 1.429 -7 12.045
ERGEBNIS VOR ZINSEN UND STEUERN (EBIT) 3.394 4.510 3.885 -1.289 -110 10.390
Zinsertrag 1.945 23 0 1 -1.713 256
Zinsaufwand 2.420 600 1.042 648 -1.713 2.997
ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT) 2.919 3.933 2.843 -1.936 -110 7.649
Ertragsteuern 1.081 -11 703 0 -31 1.742
PERIODENERGEBNIS 1.838 3.944 2.140 -1.936 -79 5.907
Vermögen 206.227 86.242 84.182 55.180 -41.937 389.894
davon langfristige Vermögenswerte 76.156 47.485 35.076 26.724 -110 185.331
Schulden 40.687 35.823 60.471 65.362 76.820 279.163
Investitionen 5.486 4.177 3.063 465 0 13.191
Mitarbeiter (per 30.06.) 1.568 653 836 341 - 3.398

Von den ausgewiesenen Umsatzerlösen entfällt zum 30. Juni 2017 auf zwei Kunden ein über 10% liegender Umsatzanteil, der sich auf alle Segmente verteilt. Zum 30. Juni 2016 wurden ebenfalls zwei Kunden mit einem leicht über 10% liegenden Umsatzanteil identifiziert.

SEGMENTBERICHT

SEGMENTINFORMATIONEN NACH STANDORTEN 1. HALBJAHR 2016

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TEUR Deutschland Übriges Europa NAFTA-Raum Asien Konsolidierung Konzern
Gesamtumsätze 121.887 37.357 45.724 13.467 0 218.435
Innenumsätze -6.448 -2.058 -66 -1.202 0 -9.774
AUSSENUMSÄTZE 115.439 35.299 45.658 12.265 0 208.661
GESAMTLEISTUNG 124.467 36.325 45.675 13.301 -9.832 209.936
Gesamterträge 3.397 129 1.330 118 -1.688 3.286
Gesamtaufwendungen 115.688 31.446 42.122 12.695 -11.352 190.599
Abschreibungen 6.377 2.038 2.993 1.226 -14 12.620
ERGEBNIS VOR ZINSEN UND STEUERN (EBIT) 5.799 2.970 1.890 -502 -154 10.003
Zinsertrag 1.639 0 0 1 -1.632 8
Zinsaufwand 2.167 620 878 744 -1.588 2.821
ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT) 5.271 2.350 1.012 -1.245 -198 7.190
Ertragsteuern 1.961 -62 448 0 12 2.359
PERIODENERGEBNIS 3.310 2.412 564 -1.245 -210 4.831
Vermögen 190.421 83.802 75.390 52.437 -43.238 358.812
davon langfristige Vermögenswerte 71.221 43.467 36.233 30.469 -141 181.249
Schulden 28.872 44.825 55.465 54.539 79.274 262.975
Investitionen 7.760 2.978 604 193 0 11.535
Mitarbeiter (per 30.06.) 1.486 665 694 276 -- 3.121

NACHTRAGSBERICHT

Nach Ende des Berichtsstichtags sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten, über die zu berichten wäre.

BERICHT DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES DES AUFSICHTSRATS

Der Zwischenfinanzbericht für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2017 ist dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats vorgelegt und durch den Vorstand erläutert worden. Der Prüfungsausschuss stimmte dem Zwischenfinanzbericht zu.

Oberkirch, 26. Juli 2017

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses

Dr. Georg Hengstberger

WEITERE INFORMATIONEN

ORGANE

Im Berichtszeitraum hat sich die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat nicht verändert.

MITGLIEDER DES VORSTANDS

Dr. Volker Simon | Sprecher

Bernd Bartmann

Johannes Obrecht | stv. Mitglied

MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

Karl M. Schmidhuber | Vorsitzender

Dr. Gerhard Wirth | stv. Vorsitzender

Dr. Georg Hengstberger

Herbert König | Arbeitnehmervertreter

Ulrich Ruetz

Gerhard Schrempp | Arbeitnehmervertreter

FINANZKALENDER UND KONTAKT

02.11.2017 Quartalsmitteilung

3. Quartal und 9 Monate 2017

Nov. 2017 Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main

Bernd Bartmann

Vorstand Kaufmännischer Bereich

Charlotte Frenzel

Investor Relations

Telefon: +49 7802 84-844

E-Mail: ir@progress-werk.de

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN UND PROGNOSEN

Dieser Zwischenfinanzbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf gegenwärtigen Annahmen, Erwartungen, Schätzungen, Prognosen und anderen derzeit verfügbaren Informationen des Vorstands von PWO und auf daraus von ihm abgeleiteten Annahmen, Erwartungen, Schätzungen, Prognosen und Planungen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse wesentlich von den hier explizit genannten oder implizit enthaltenen Einschätzungen abweichen können. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die PWO in veröffentlichten Berichten, die auf der PWO-Website www.progress-werk.de zur Verfügung stehen, beschrieben hat. PWO übernimmt unbeschadet gesetzlicher Vorgaben keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

HINWEISE

Die Darstellung von Zahlen erfolgt in diesem Dokument in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben. Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird neben den geschlechtsspezifischen Formulierungen auch das generische Maskulinum verwendet. Hiermit sind ausdrücklich Frauen und Männer gemeint.