![]() Progress-Werk Oberkirch AGOberkirchZwischenfinanzbericht 2. Quartal / 1. Halbjahr 2017BRIEF DES VORSTANDSSEHR GEEHRTEAKTIONÄRE UND GESCHÄFTSFREUNDE,unsere Komponenten sind gefragt! Mit dem Rückenwind einer weiterhin erfreulichen Konjunktur
und den vielen neuen Serien, die wir im Konzern fertigen, geht es in großen Schritten
voran. Unser Umsatzziel für 2020 von mehr als 500 Mio. EUR - dies ist ohne die aktuellen
Materialpreiserhöhungen kalkuliert - rückt damit fast schon in greifbare Nähe. Auf diesen Erfolg sind wir stolz. Und auch darauf, dass wir diese Nachfrage mit der
seitens unserer Kunden gewohnten Liefertreue und -qualität bedienen können. Dazu tragen
vor allem unsere äußerst leistungsfähigen Standorte in Deutschland, Kanada und Tschechien
bei. Auch Mexiko entwickelt sich immer positiver. Dennoch wird unsere Organisation
durch die schnelle Expansion auch belastet. Zuvorderst unser jüngster Standort in
China, der jetzt weiter schnell wachsen wird. In Oberkirch müssen wir auf der Ertragsseite regelmäßig sehr sorgfältig nachsteuern.
Bei der im Hochlohnland Deutschland strukturell hohen Kostenbasis kann schon eine
etwas flachere Wachstumskurve in Kombination mit einigen Sondereffekten zu einer deutlich
rückläufigen Ergebnisentwicklung führen. So war es im abgelaufenen Quartal zu beobachten. In der Summe ist unser Umsatzziel für 2017 von rund 450 Mio. EUR, davon rund 20 Mio.
EUR aus Materialpreiseffekten inzwischen als konservativ einzuschätzen. Beim EBIT
vor Währungseffekten sehen wir uns auf gutem Kurs, unser Ziel von 23 bis 24 Mio. EUR
zu erreichen. Höher als erwartete positive Ergebnisbeiträge von einigen Standorten
sollen die zusätzlichen Aufwendungen für das Wachstum kompensieren. Schritt für Schritt
werden wir die Organisation auf die neue Größenordnung ausrichten und damit Effizienz
und Profitabilität steigern. Oberkirch, im August 2017 Der Vorstand KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT
NEUZULASSUNGEN/VERKÄUFE VON PERSONENKRAFTWAGEN IN STÜCK
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Region | 6M 2017 | Veränderung ggü. Vorjahr (%) | 6M 2016 | Veränderung ggü. Vorjahr (%) |
| Deutschland | 1.787.100 | +3,1 | 1.733.839 | +7,1 |
| Westeuropa (EU15 + EFTA) | 7.793.500 | +3,7 | 7.510.800 | +8,5 |
| Europa (EU28 + EFTA)1 | 8.461.500 | +4,6 | 8.090.900 | +9,1 |
| Russland2 | 718.500 | +6,9 | 672.100 | -14,1 |
| USA2 | 8.401.700 | -2,2 | 8.598.300 | + 1,3 |
| China | 10.929.100 | +2,9 | 10.618.600 | + 12,2 |
Die deutsche Wirtschaft zeigt Stärke und setzt ihren Höhenflug fort. So legte der
ifo Geschäftsklimaindex im Juni auf einen weiteren Rekordwert zu. Die Unternehmen
waren nochmals deutlich zufriedener mit ihrer aktuellen Lage und zudem wurden die
Geschäftsaussichten besser. Die Nachfrage und der Auftragsbestand entwickeln sich
sehr gut und die Produktionspläne bleiben expansiv ausgerichtet.
Getragen wird die Aufwärtsbewegung damit zum einen von der lebhaften Industriekonjunktur,
die nicht nur aus dem Inland, sondern auch aus dem Ausland wichtige Impulse erhält.
Zum anderen stützt die sehr vorteilhafte Arbeitsmarktlage die Konsumentenstimmung
und damit den privaten Verbrauch.
Vor diesem Hintergrund erwartet die Bundesbank eine mehrjährige Fortsetzung des aktuellen
Aufschwungs. Nach einem Anstieg um 1,9 Prozent im laufenden Jahr rechnet sie für das
kalenderbereinigte reale BIP 2018 mit einem Anstieg um 1,7 Prozent und einem Plus
von 1,6 Prozent in 2019.
Hinsichtlich des Wachstums der Weltwirtschaft gehen die Wirtschaftsbeobachter ebenfalls
von einer Fortsetzung der gefestigten konjunkturellen globalen Aufwärtsbewegung aus.
Insbesondere für die USA wird unter den entwickelten Ländern inzwischen eine etwas
höhere Expansionsrate unterstellt. In Großbritannien allerdings wird vor dem Hintergrund
der Unsicherheit über die Folgen des Brexit für die kommenden beiden Jahre mit einem
schwächeren Wirtschaftswachstum gerechnet.
Die Wachstumsaussichten der EU haben sich hingegen verbessert. Bei anhaltenden Beschäftigungszuwächsen,
anziehendem Lohnwachstum und zunehmender Kapazitätsauslastung bleibt die Binnennachfrage
ein wichtiger Impulsgeber, aber auch die Ausfuhren sollten sich im Einklang mit den
Absatzmärkten robust entwickeln. Entsprechend wurden die Erwartungen für das Wachstum
des BIP im Euroraum (ohne Deutschland] von den Experten des Eurosystems zuletzt angehoben:
in diesem und im kommenden Jahr kalenderbereinigt auf 1,9 Prozent bzw. 1,8 Prozent
und für 2019 auf rund 1,7 Prozent.
Auch in den Schwellenländern festigt sich zuletzt das Expansionstempo. Die Abwärtsbewegungen
in Russland und Brasilien scheinen beendet zu sein. Für die aufstrebenden asiatischen
Volkswirtschaften wird eine Fortsetzung des derzeitigen Wachstumstempos erwartet.
Dabei könnte eine graduelle Abschwächung in China von einer dynamischeren Entwicklung
anderer Länder weitgehend kompensiert werden. Für die aufstrebenden Volkswirtschaften
zusammen wird für die kommenden Jahre eine leicht steigende Wachstumsrate erwartet.
Im ersten Halbjahr 2017 haben sich die drei großen Automobilmärkte unterschiedlich
entwickelt, insgesamt ist das Wachstum verglichen mit den Zuwachsraten im vergleichbaren
Vorjahreszeitraum spürbar zurückgegangen. Allerdings stimulierten im Vorjahr auch
einige Sondereffekte, insbesondere in China.
Westeuropa registrierte gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von knapp 4 Prozent
auf 7,8 Mio. Neufahrzeuge. China erzielte einen Zuwachs von 3 Prozent und damit ein
Volumen von gut 10,9 Mio. Einheiten. Die USA verzeichneten hingegen einen Rückgang
um 2 Prozent auf 8,4 Mio. neue Light-Vehicles.
Die neuen EU-Länder weisen unverändert eine besonders hohe Dynamik auf. Hier wuchs
der Pkw-Absatz, nach einem Plus von 17 Prozent im Vorjahreszeitraum, mit +12 Prozent
im ersten Halbjahr 2017 auf 688.000 Einheiten weiterhin zweistellig.
Die schwere Automobilrezession in Russland während der vergangenen Jahre scheint ihr
Ende gefunden zu haben. Im Betrachtungszeitraum stieg der Absatz vom erreichten niedrigen
Niveau aus um knapp 7 Prozent auf 718.500 Light Vehicles. Gleiches gilt für Brasilien,
wo mit gut 4 Prozent ebenfalls ein Zuwachs zu verzeichnen ist. Der japanische Markt
zeigte sich im Sechsmonatszeitraum 2017 mit einem Zuwachs um 10 Prozent bei den Pkw-Neuzulassungen
robust.
Die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland lagen im ersten Halbjahr 2017 mit fast 1,8 Mio.
Einheiten um gut 3 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Hier konnten
insbesondere die Importeure mit 11 Prozent kräftig zulegen, während die inländischen
Hersteller ihre Zulassungszahlen auf Vorjahresniveau halten konnten.
Pkw mit alternativen Antriebsarten weisen zwei-bis dreistellige Zuwachsraten auf.
Unter den Hybrid-Pkw (+82 Prozent] haben sich die Zulassungen für Plug-in-Hybride
verdoppelt, während die reinen Elektro-Pkw um 134 Prozent zulegten. Der Anteil der
Alternativen an den Gesamtzulassungen lag mit leicht über 2 Prozent allerdings immer
noch auf sehr niedrigem Niveau.
Die Neuzulassungen der dieselbetriebenen Pkw verringerten sich hingegen deutlich um
9,1 Prozent, ihr Anteil fiel auf 41 Prozent nach 47 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Die Zulassungen bei den Benzinern legten um +11,7 Prozent zu und erreichten einen
Anteil von insgesamt 56 Prozent nach 52 Prozent. Die inländische Pkw-Produktion fiel
im Berichtszeitraum um drei Prozent auf 2,94 Mio. Einheiten, davon wurden 2,25 Mio.
Einheiten exportiert (-2 Prozent].
In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres stiegen die Umsatzerlöse
auf 233,1 Mio. EUR (i. V. 208,7 Mio. EUR] und die Gesamtleistung auf 244,1 Mio. EUR
(i. V. 209,9 Mio. EUR]. Die beiden ersten Quartale 2017 waren annähernd gleich stark.
Weiterhin resultiert das hohe Wachstum sowohl aus der Weitergabe gestiegener Materialpreise
als auch aus höher als erwarteten Abrufen unserer Kunden. In der im Vergleich zu den
Umsatzerlösen stärkeren Zunahme der Gesamtleistung spiegeln sich die Werkzeuge wider,
die wir derzeit in Vorbereitung des künftigen Wachstums des Konzerns herstellen.
Deren ausgeweitete Bestände führen zu einem Anstieg der Materialaufwandsquote. Sie
wird zudem auch durch die gestiegenen Materialpreise tangiert: Rein rechnerisch bei
der Weitergabe an Kunden; darüber hinaus jedoch auch operativ, soweit es Erhöhungen
betrifft, die nicht voll weitergegeben werden konnten.
Einer niedrigeren Personalaufwandsquote stehen höhere Aufwendungen für Zeitarbeitnehmer
gegenüber, die wir verstärkt für den Hochlauf der Produktion eingesetzt haben. Vor
allem wurde das EBIT jedoch durch zusätzliche wachstumsbedingte Aufwendungen belastet.
In der Summe ist es zwar dennoch gelungen, das EBIT vor Währungseffekten auf 12,3
Mio. EUR (i. V. 11,5 Mio. EUR] zu steigern. Allerdings wurde diese Verbesserung vor
allem im ersten Quartal erzielt, während das zweite auf dem Vorjahresniveau lag.
Die Währungseffekte beliefen sich auf -1,9 Mio. EUR (i. V. -1,5 Mio. EUR]. Sie beeinflussen
die sonstigen betrieblichen Erträge und sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sind
im Anhang zu diesem Zwischenfinanzbericht ausgewiesen.
Im ersten Halbjahr und im zweiten Quartal blieben die Finanzierungsaufwendungen leicht
unter bzw. auf dem Niveau der Werte in den jeweiligen Vorjahresperioden.
| TEUR |
||||||
| 1. Halbjahr 2017 | Deutschland | Übriges Europa | NAFTA-Raum | Asien | Konsolidierung | Konzern |
| Gesamtumsätze | 135.156 | 38.028 | 52.593 | 21.589 | -14.252 | 233.114 |
| Gesamtleistung | 144.302 | 37.120 | 52.332 | 24.703 | -14.371 | 244.086 |
| EBIT vor Währungseffekten | 3.969 | 4.517 | 4.241 | -284 | -110 | 12.333 |
| EBIT inklusive Währungseffekten | 3.394 | 4.510 | 3.885 | -1.289 | -110 | 10.390 |
| Investitionen | 5.486 | 4.177 | 3.063 | 465 | 0 | 13.191 |
| 1. Halbjahr 2016 | ||||||
| Gesamtumsätze | 121.887 | 37.357 | 45.724 | 13.467 | -9.774 | 208.661 |
| Gesamtleistung | 124.467 | 36.325 | 45.675 | 13.301 | -9.832 | 209.936 |
| EBIT vor Währungseffekten | 6.026 | 2.973 | 2.383 | 256 | -167 | 11.471 |
| EBIT inklusive Währungseffekten | 5.799 | 2.970 | 1.890 | -502 | -154 | 10.003 |
| Investitionen | 7.760 | 2.978 | 604 | 193 | 0 | 11.535 |
Insgesamt übertraf das Periodenergebnis im ersten Halbjahr mit 5,9 Mio. EUR (i. V.
4,8 Mio. EUR] den Vorjahreswert deutlich, während es im zweiten Quartal mit 3,1 Mio.
EUR (i. V. 3,5 Mio. EUR] nicht ganz an das Vorjahr heranreichte. Entsprechend betrug
das Ergebnis je Aktie im Berichtshalbjahr 1,89 EUR (i. V. 1,55 EUR] und im Berichtsquartal
0,98 EUR (i. V. 1,12 EUR].
Bei den folgenden Erläuterungen zu den Ergebnissen der Segmente stellen wir auf das
EBIT vor Währungseffekten ab, da diese Größe die operative Entwicklung widerspiegelt.
Gesamtumsätze und -leistung unseres Heimatstandorts Oberkirch, der das Segment Deutschland
bildet, legten im ersten Halbjahr 2017 deutlich zu, wobei sich die Zuwachsraten im
Verlauf der Sechsmonatsperiode etwas abflachten. Entsprechend fehlten im zweiten Quartal
gegenüber dem ersten Ergebnisbeiträge. Zusätzlich wirkten sich die höheren Materialpreise
und wachstumsbedingte Mehraufwendungen aus.
Dennoch ist der ausgewiesene deutliche EBIT-Rückgang im zweiten Quartal nicht zufriedenstellend.
An einem Standort wie Oberkirch, der in einem Markt mit begrenztem Wachstum und dem
permanenten Kostendruck eines Hochlohnlandes tätig ist, sind fortlaufende Effizienzsteigerungen
und Überprüfungen der Kostenstrukturen notwendig, um die Ertragskraft zu sichern.
Daran arbeiten wir intensiv.
Der tschechische Standort, der im Segment Übriges Europa abgebildet wird, arbeitet
bei hoher Kapazitätsauslastung weiterhin mit einer sehr guten und stabilen EBIT-Marge.
Für das weitere Wachstum haben wir mittlerweile den Pressenbereich erweitert. Eine
neue 1.600-Tonnen-Presse wird in Kürze in Betrieb genommen. Auch die für die künftigen
Querträgerfertigungen benötigten Montageflächen sind mittlerweile aufgebaut.
Mit dem Segment NAFTA-Raum, in dem unsere beiden Standorte in Kanada und Mexiko zusammengefasst
sind, sind wir mittlerweile recht zufrieden. Bei höheren Gesamtumsätzen und einer
gestiegenen Gesamtleistung konnte das EBIT in der Sechsmonatsperiode fast verdoppelt
werden.
In Kanada stieg die EBIT-Marge bei weiterhin hoher Auslastung noch einmal an. Auch
in Mexiko verbessert sich die Marge sichtbar und kontinuierlich.
Hier haben wir im zweiten Quartal den Aufbau eines Montagestandorts in Hermosillo
im Norden Mexikos für die Belieferung des Kunden Ford gestoppt. Ford hatte jüngst
bekannt gegeben, die Produktion der von uns zu beliefernden Fahrzeugmodelle nach China
zu verlagern. Wir haben dort hierfür keinen Standort vorgesehen. Das Wachstum des
Konzerns in unserem mittelfristigen Planungszeitraum bis 2020 wird hierdurch nicht
tangiert. Für unsere Kunden BMW und Daimler werden wir deren neue Querträger-Aufträge
an unserem Produktionsstandort in Puebla fertigen. Für deren Montage bauen wir dort
einen nahegelegen neuen Standort auf.
In China hat das hohe Wachstum im Verlauf der Sechsmonatsperiode sogar noch zugelegt.
Wir konnten im zweiten Quartal trotz der damit verbundenen Mehraufwendungen ein positives
EBIT erzielen und so den Verlust des Jahresauftakt-quartals teilweise kompensieren.
Die Bilanzsumme ist im Verlauf des ersten Halbjahres 2017 auf 389,9 Mio. EUR nach
359,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2016 deutlich angestiegen. Dies ergibt sich zum einen
aus den höheren Umsätzen und damit den ausgeweiteten Forderungen. Zum anderen haben
wir derzeit ein außergewöhnlich hohes Volumen unfertiger Werkzeugbestände in den Vorräten,
die sich auch in den kurzfristigen Vermögenswerten niederschlagen.
Wir bereiten uns aktuell auf eine große Anzahl verschiedener neuer Serienanläufe vor.
Für die Fertigung von Querträgern, die aus bis zu 55 Einzelteilen montiert werden,
sind zudem auch entsprechend viele einzelne Werkzeugsätze erforderlich.
Trotz des deutlichen Wachstums der Bilanzsumme und der Ausschüttung der Dividende
nach der Hauptversammlung im Mai dieses Jahres beträgt die Eigenkapitalquote am Berichtsstichtag
28,3 Prozent nach 29,6 Prozent am Ende des Geschäftsjahres 2016.
Wir gehen davon aus, dass ein wesentlicher Teil der unfertigen Werkzeuge im Verlauf
des zweiten Halbjahres 2017 abgerechnet werden kann. Daher wurde deren Ausweitung
im Wesentlichen kurzfristig über höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
finanziert. Deshalb nahm die Nettoverschuldung nur unterproportional von 124,5 Mio.
EUR zum 31. Dezember 2016 auf 135,4 Mio. EUR zum Berichtsstichtag zu.
Einen Teil dieser Refinanzierungsmittel bildet unser Schuldscheindarlehen über 65
Mio. EUR. Im zweiten Quartal haben wir dessen bisher variabel finanzierte Tranchen
in Höhe von 25 Mio. EUR zurückbezahlt und parallel hierzu 30 Mio. EUR mit einer Laufzeit
von 5 bis 7 Jahren zu im Wesentlichen festen Zinssätzen erfolgreich neu platziert.
Das Wachstum der Bilanzsumme war im Wesentlichen im ersten Quartal und nur zu einem
geringeren Teil in der zweiten Dreimonatsperiode zu verzeichnen. Daher verbesserte
sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Verlauf des Berichtshalbjahres
deutlich von -6,6 Mio. EUR in den ersten drei Monaten 2017 auf 14,6 Mio. EUR im Berichtsquartal.
Dennoch blieb der Cashflow im gesamten ersten Halbjahr 2017 mit 8,0 Mio. EUR (i. V.
24,3 Mio. EUR] deutlich unter dem Vorjahreswert.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Berichtshalbjahr mit -11,3 Mio.
EUR (i. V. -11,4 Mio. EUR] nahezu unverändert. Die Investitionen des Berichtszeitraums
werden im nachfolgenden Kapitel erläutert. Damit betrug der Free Cashflow nach gezahlten
und erhaltenen Zinsen -5,4 Mio. EUR (i. V. 10,9 Mio. EUR].
Inklusive der Dividendenausschüttung sowie der Aufnahme von Krediten in Höhe von per
Saldo 17,9 Mio. EUR (i. V. Tilgung von per Saldo 2,1 Mio. EUR] war eine zahlungswirksame
Veränderung der Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 7,6 Mio. EUR
(i. V. 3,9 Mio. EUR] zu verzeichnen.
Im ersten Halbjahr 2017 haben wir, wie im Segmentbericht dargestellt, 13,2 Mio. EUR
(i. V. 11,5 Mio. EUR] investiert. Davon entfielen 6,3 Mio. EUR (i. V. 5,8 Mio. EUR]
auf das zweite Quartal.
In Oberkirch stehen 2017 die neuen Serienanläufe im Fokus. Im ersten Halbjahr betraf
dies vor allem den Querträger- und den Sitzbereich. Zudem wurden einige bauliche Maßnahmen
umgesetzt.
Am tschechischen Standort kommt die Erweiterung des Pressenbereichs gut voran. Auch
in Mexiko bauen wir unsere Kapazitäten aus. Dort wurden im ersten Halbjahr unter anderem
Anzahlungen für zwei neue Transferpressen geleistet.
Für China sind zusätzliche Umformpressen in Auftrag gegeben, haben jedoch im ersten
Halbjahr noch nicht zu nennenswerten Investitionen geführt.
Insgesamt sind für das laufende Geschäftsjahr Mittel in Höhe von rund 40 Mio. EUR
budgetiert.
Von den rund 250 Mio. EUR Neugeschäft, die wir für das laufende Geschäftsjahr erwarten,
konnten wir im ersten Halbjahr bereits knapp die Hälfte gewinnen - rund 115 Mio. EUR
inklusive rund 5 Mio. EUR damit verbundener Werkzeugvolumina.
Erwartungsgemäß war das Neugeschäftsvolumen im zweiten Quartal mit insgesamt rund
25 Mio. EUR niedrig, da keine größeren Auftragsvergaben seitens unserer Kunden anstanden.
Nach dem sehr hohen Neugeschäft der letzten Jahre fokussieren wir unsere Vertriebsaktivitäten
derzeit stark. So freuen wir uns sehr über einen Auftrag für unseren mexikanischen
Standort zur indirekten Belieferung eines renommierten US-Herstellers von Elektrofahrzeugen
mit elektromechanischen Komponenten.
Darüber hinaus konzentrieren wir uns auf die Vorbereitung der neuen Anläufe in den
nächsten Jahren und darauf, punktuelle Kapazitätslücken zu füllen.
Die im Geschäftsbericht 2016 dargestellten Chancen und Risiken für die Entwicklung
des PWO-Konzerns und seiner Segmente haben weiterhin Gültigkeit.
Dort haben wir ausgeführt, dass die Ertragsentwicklung 2017 insbesondere durch Leistungsrisiken
aufgrund der gestiegenen Kapazitätsauslastung sowie durch Materialpreisrisiken tangiert
sein kann.
Im ersten Halbjahr lagen die Abrufzahlen unserer Kunden sogar noch über den Erwartungen.
Die etablierten Standorte in Deutschland, Kanada und Tschechien kommen damit gut zurecht.
Auch Mexiko kann die Anforderungen gut erfüllen. In China konnten wir die Fertigungsprozesse
inzwischen soweit anpassen, dass wir im Verlauf des dritten Quartals wieder zu einem
normalen Produktionsrhythmus zurückkehren sollten. Allerdings bestehen Risiken aus
den geplanten weiteren komplexen An- und Hochläufen fort.
Bezüglich der Materialpreisrisiken müssen wir inzwischen davon ausgehen, dass wir
in diesem Jahr voraussichtlich nicht den vollen Kostenanstieg weitergeben können.
Neu hinzugekommen sind steuerliche Risiken aus einer Betriebsprüfung für die Jahre
2012 bis 2015, die die Progress-Werk Oberkirch AG betreffen.
Schätzungen über künftige Entwicklungen von Wechselkursen sind nicht Teil unserer
Unternehmensprognosen. Zur Vermeidung von Währungsrisiken schließen wir entsprechende
Sicherungsgeschäfte ab. Ziel ist es, die bei Eingang eines Auftrags unterstellten
Währungsparitäten und damit die erwarteten Deckungsbeiträge abzusichern. Darüber hinaus
bestehen im Wesentlichen Risiken aus Konzerndarlehen. Da hier keine wirtschaftlichen
Risiken bestehen, schließen wir für diese Darlehen nur teilweise Absicherungsgeschäfte
ab.
Die positive Entwicklung der Umsatzerlöse in den ersten drei Monaten des laufenden
Geschäftsjahres hat sich auch im Berichtsquartal weiter fortgesetzt. Unser Umsatzziel
für 2017 von rund 450 Mio. EUR, davon rund 20 Mio. EUR aus Materialpreiseffekten,
ist daher inzwischen als konservativ einzuschätzen.
Das stärker als erwartete Wachstum bietet Ertragschancen, ist aber an einigen Standorten
auch mit zusätzlichen Aufwendungen verbunden. In der Summe gehen wir davon aus, dass
sich beide Entwicklungen kompensieren werden, sodass wir unsere bisherige Prognose
für das EBIT vor Währungseffekten von 23 bis 24 Mio. EUR bestätigen.
Bilanz und Cashflow des Konzerns sind derzeit noch von hohen Werkzeugbeständen geprägt.
Wir gehen davon aus, dass ein wesentlicher Teil hiervon im Verlauf des zweiten Halbjahres
2017 abgerechnet werden kann. Allerdings ist auch erst knapp ein Drittel unseres Investitionsbudgets
von 40 Mio. EUR abgeflossen.
Bezüglich unserer Prognosen eines positiven Free Cashflow sowie einer Konsolidierung
der Eigenkapitalquote und des dynamischen Verschuldungsgrads auf dem letztjährigen
Niveau gilt daher weiterhin der Vorbehalt aus dem Geschäftsbericht 2016: Eine konsequente
und effektive Steuerung der Investitionen.
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind."
Oberkirch, 25. Juli 2017
Der Vorstand
Dr. Volker Simon (Sprecher]
Bernd Bartmann
Johannes Obrecht
| TEUR | Q2 2017 | %-Anteil | Q2 2016 | %-Anteil |
| Umsatzerlöse | 116.011 | 95,0 | 104.993 | 95,7 |
| Bestandsveränderung/Aktivierte Eigenleistungen | 6.085 | 5,0 | 4.704 | 4,3 |
| GESAMTLEISTUNG | 122.096 | 100,0 | 109.697 | 100,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.455 | 3,6 | 624 | 0,6 |
| Materialaufwand | 68.996 | 56,5 | 58.209 | 53,1 |
| Personalaufwand | 30.138 | 24,7 | 28.993 | 26,4 |
| Abschreibungen | 5.944 | 4,8 | 6.430 | 5,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 16.251 | 13,3 | 10.286 | 9,4 |
| EBIT | 5.222 | 4,3 | 6.403 | 5,8 |
| Finanzierungsaufwendungen | 1.362 | 1,1 | 1.377 | 1,2 |
| EBT | 3.860 | 3,2 | 5.026 | 4,6 |
| Ertragsteuern | 803 | 0,7 | 1.515 | 1,4 |
| PERIODENERGEBNIS | 3.057 | 2,5 | 3.511 | 3,2 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 0,98 | -- | 1,12 | -- |
| TEUR | 1. HJ 2017 | %-Anteil | 1. HJ 2016 | %-Anteil |
| Umsatzerlöse | 233.114 | 95,5 | 208.661 | 99,4 |
| Bestandsveränderung/Aktivierte Eigenleistungen | 10.972 | 4,5 | 1.275 | 0,6 |
| GESAMTLEISTUNG | 244.086 | 100,0 | 209.936 | 100,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.313 | 2,6 | 3.286 | 1,6 |
| Materialaufwand | 136.459 | 55,9 | 110.717 | 52,7 |
| Personalaufwand | 61.608 | 25,2 | 57.492 | 27,4 |
| Abschreibungen | 12.045 | 4,9 | 12.620 | 6,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 29.897 | 12,3 | 22.390 | 10,7 |
| EBIT | 10.390 | 4,3 | 10.003 | 4,8 |
| Finanzierungsaufwendungen | 2.741 | 1,1 | 2.813 | 1,4 |
| EBT | 7.649 | 3,1 | 7.190 | 3,4 |
| Ertragsteuern | 1.742 | 0,7 | 2.359 | 1,1 |
| PERIODENERGEBNIS | 5.907 | 2,4 | 4.831 | 2,3 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 1,89 | -- | 1,55 | -- |
| TEUR | Q2 2017 | Q2 2016 |
| PERIODENERGEBNIS | 3.057 | 3.511 |
| Nettogewinne/-verluste aus der Absicherung von Cashflow-Hedges | 3.004 | -429 |
| Steuereffekt | -789 | 126 |
| Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 2.215 | -303 |
| Unterschied aus Währungsumrechnung | -990 | 294 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen | 909 | -5.327 |
| Steuereffekt | -258 | 1.515 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 651 | -3.812 |
| SONSTIGES ERGEBNIS NACH STEUERN | 1.876 | -3.821 |
| GESAMTERGEBNIS NACH STEUERN | 4.933 | -310 |
| TEUR | 1. HJ 2017 | 1. HJ 2016 |
| PERIODENERGEBNIS | 5.907 | 4.831 |
| Nettogewinne aus der Absicherung von Cashflow-Hedges | 4.960 | 2.744 |
| Steuereffekt | -1.351 | -745 |
| Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 3.609 | 1.999 |
| Unterschied aus Währungsumrechnung | -1.171 | -163 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen | 909 | -12.711 |
| Steuereffekt | -258 | 3.614 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 651 | -9.097 |
| SONSTIGES ERGEBNIS NACH STEUERN | 3.089 | -7.261 |
| GESAMTERGEBNIS NACH STEUERN | 8.996 | -2.430 |
| TEUR | 30.06.2017 | 31.12.2016 |
| Sachanlagen | 174.146 | 176.637 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 11.185 | 11.452 |
| Latente Steueransprüche | 12.654 | 13.400 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 197.985 | 201.489 |
| Vorräte | 110.878 | 97.104 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 70.146 | 58.491 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.701 | 192 |
| Ertragsteuerforderungen | 2.245 | 129 |
| Zahlungsmittel | 5.939 | 2.014 |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 191.909 | 157.930 |
| BILANZSUMME | 389.894 | 359.419 |
| TEUR | 30.06.2017 | 31.12.2016 |
| EIGENKAPITAL | 110.532 | 106.536 |
| Langfristige Finanzschulden | 92.503 | 87.395 |
| Pensionsrückstellungen | 52.387 | 52.927 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.653 | 1.732 |
| Latente Steuerschulden | 203 | 0 |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | 146.746 | 142.054 |
| Kurzfristiger Anteil Pensionsrückstellungen | 1.540 | 1.540 |
| Kurzfristiger Anteil sonstige Rückstellungen | 1.717 | 1.231 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige | 76.510 | 54.103 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 4.057 | 14.878 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 48.792 | 39.077 |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | 132.616 | 110.829 |
| BILANZSUMME | 389.894 | 359.419 |
| TEUR | Auf die Anteilseigner der PWO AG entfallendes Eigenkapital | |||||
| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals | ||||||
| Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegeliedert werden | ||||||
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Leistungsorientierte Pläne | Währungsdifferenzen | Cashflow Hedge | |
| 1. JANUAR 2016 | 9.375 | 37.494 | 68.913 | -12.003 | 3.382 | -4.050 |
| Periodenergebnis | 4.831 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | -9.097 | -163 | 1.999 | |||
| GESAMTERGEBNIS | 9.375 | 37.494 | 73.744 | -21.100 | 3.219 | -2.051 |
| Dividendenzahlung | -4.844 | |||||
| 30. JUNI 2016 | 9.375 | 37.494 | 68.900 | -21.100 | 3.219 | -2.051 |
| 1. JANUAR 2017 | 9.375 | 37.494 | 73.591 | -14.614 | 3.639 | -2.949 |
| Periodenergebnis | 5.907 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 651 | -1.171 | 3.609 | |||
| GESAMTERGEBNIS | 9.375 | 37.494 | 79.498 | -13.963 | 2.468 | 660 |
| Dividendenzahlung | -5.000 | |||||
| 30. JUNI 2017 | 9.375 | 37.494 | 74.498 | -13.963 | 2.468 | 660 |
| TEUR | |
| Summe | |
| 1. JANUAR 2016 | 103.111 |
| Periodenergebnis | 4.831 |
| Sonstiges Ergebnis | -7.261 |
| GESAMTERGEBNIS | 100.681 |
| Dividendenzahlung | -4.844 |
| 30. JUNI 2016 | 95.837 |
| 1. JANUAR 2017 | 106.536 |
| Periodenergebnis | 5.907 |
| Sonstiges Ergebnis | 3.089 |
| GESAMTERGEBNIS | 115.532 |
| Dividendenzahlung | -5.000 |
| 30. JUNI 2017 | 110.532 |
| TEUR | 1. HJ 2017 | 1. HJ 2016 |
| Periodenergebnis | 5.907 | 4.831 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 12.045 | 12.620 |
| Ertragsteueraufwand/-erstattung | 1.742 | 2.359 |
| Zinserträge und -aufwendungen | 2.741 | 2.813 |
| Veränderung des kurzfristigen Vermögens | -31.827 | -2.711 |
| Veränderung der kurzfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) | 11.570 | 4.870 |
| Veränderung der langfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) | -1.530 | 12.304 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -4.793 | -1.971 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 12.083 | -10.869 |
| Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Sachanlagen | 19 | 38 |
| CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 7.957 | 24.284 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen von Sachanlagen | 35 | 25 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | -10.907 | -11.085 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -477 | -295 |
| CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT | -11.349 | -11.355 |
| Gezahlte Dividenden | -5.000 | -4.844 |
| Gezahlte Zinsen | -2.009 | -2.058 |
| Erhaltene Zinsen | 31 | 8 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 52.532 | 10.975 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Krediten | -34.589 | -13.098 |
| CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | 10.965 | -9.017 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente | 7.573 | 3.912 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente | 217 | 13 |
| Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar | -11.782 | -7.308 |
| ZAHLUNGSMITTEL/ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE ZUM 30. JUNI | -3.992 | -3.383 |
| davon Zahlungsmittel | 5.939 | 11.964 |
| davon jederzeit fällige Bankschulden | -9.931 | -15.347 |
Die Progress-Werk Oberkirch AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz
in 77704 Oberkirch, Industriestraße 8, Deutschland. Das Unternehmen ist im Handelsregister
des Amtsgerichts Freiburg unter der Registernummer HRB 490007 angemeldet und eingetragen.
Die aktuell gültige Satzung ist die in der Fassung vom 26. Mai 2015. Das Geschäftsjahr
ist das Kalenderjahr. Die Hauptaktivitäten von PWO sind die Entwicklung und Herstellung
von anspruchsvollen Metallkomponenten und Subsystemen in Leichtbauweise für Sicherheit
und Komfort im Automobil.
Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG (PWO) und ihrer
Tochterunternehmen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2017 wurde mit Beschluss
des Vorstands vom 25. Juli 2017 freigegeben und anschließend dem Prüfungsausschuss
des Aufsichtsrats zur Prüfung vorgelegt.
Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2017 wurde in Übereinstimmung
mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag
verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der
Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) angewendet, die durch
die EU-Kommission in europäisches Recht übernommen wurden und zum Abschlussstichtag
verpflichtend anzuwenden sind.
Der Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende
erforderlichen Informationen und Angaben und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2016 zu lesen. Die bei der Erstellung des Konzern-Zwischenabschlusses
angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses
zum 31. Dezember 2016. Detaillierte Erläuterungen finden sich auf den Seiten 70 f.
im Anhang des Geschäftsberichts 2016.
Der Konzern-Zwischenabschluss und der Konzern-Zwischenlagebericht sind weder geprüft
noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen worden.
Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss
einbezogenen Unternehmen wurden zu nachfolgenden Wechselkursen umgerechnet:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
| 30.06.2017 | 30.06.2016 | 1. HJ 2017 | 1. HJ 2016 | ||
| China | CNY | 7,74 | 7,38 | 7,44 | 7,29 |
| Kanada | CAD | 1,48 | 1,44 | 1,44 | 1,49 |
| Mexiko | USD | 1,14 | 1,11 | 1,08 | 1,12 |
In Übereinstimmung mit IAS 34 wurden die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag in der Berichtsperiode auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das
gesamte Geschäftsjahr erwartet wird.
Für die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses wurden die für die
Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016 angewandten Rechnungslegungsmethoden
unverändert übernommen.
Das IASB und IFRS Interpretations Committee haben nachfolgend aufgelistete Standards
und Interpretationen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2017 von der EU übernommen,
aber noch nicht verpflichtend anzuwenden sind bzw. noch nicht in EU-Recht übernommen
wurden.
Zum 30. Juni 2017 erfolgte keine vorzeitige Anwendung der noch nicht verpflichtend
anzuwenden Standards durch den PWO-Konzern.
| Titel / Verlautbarung | Zeitlicher Anwendungsbereich | Voraussichtliche Änderungen | Voraussichtliche Auswirkungen auf den PWO-Konzern |
| IFRS 9: Finanzinstrumente |
01.01.2018 | Die finale Fassung von IFRS 9 als vollständiger Standard beinhaltet alle bereits zuvor veröffentlichten Regelungen und hat diese mit den neuen Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen sowie begrenzten Änderungen zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte zusammengeführt. Damit ist, bis auf den Themenkomplex Macro Hedging, das Projekt zur Neuregelung der Bilanzierung von Finanzinstrumenten und zur vollständigen Ersetzung von IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" abgeschlossen. | Die Analysen und Maßnahmen hinsichtlich der im Geschäftsbericht 2016 beschriebenen möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzern sind noch nicht abgeschlossen. Eine Quantifizierung der Effekte aus der Anwendung des neuen Standards erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt nach Abschluss der Detailanalyse. |
| IFRS 15: Erlöse aus Verträgen mit Kunden |
01.01.2018 | Der neue Standard beinhaltet ein einziges, umfassendes Modell, sowie umfangreiche Anwendungsleitlinien zur Erfassung der Erlöse aus Verträgen mit Kunden. Er ersetzt IAS 11 Fertigungsaufträge, IAS 18 Erlöse und die zugehörigen Interpretationen. | Das im Geschäftsbericht 2016 beschriebene interne Projekt hinsichtlich der detaillierten Analyse der Auswirkungen und Umsetzungsaspekte von IFRS 15 ist noch nicht abgeschlossen. Die erste Projektphase (Betroffenheitsanalyse der bestehenden Verträge) ist zwischenzeitlich durchgeführt. Die zweite Projektphase mit dem Ziel der konzernweiten Prüfung der betroffenen Serien- und Werkzeugverträge und einer Konzepterstellung für die Überleitung der Umsatzerfassung auf die neuen Regelungen des IFRS 15 ist momentan noch nicht abgeschlossen. Die Prüfung ist sehr intensiv und zeitaufwändig und fordert für die Klärung von Detailfragen noch das zweite Halbjahr 2017. Eine Quantifizierung der Effekte aus der Anwendung des neuen Standards erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt nach Abschluss der nächsten Projektphase. |
| IFRS 16: Leasing |
01.01.2019 | Neuregelung zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Nach IFRS 16 sind nunmehr auch beim Leasingnehmer grundsätzlich alle Leasingverhältnisse bilanzwirksam (Ausnahmen für kurzfristige Leasingverhältnisse oder Leasinggegenstände von geringem Wert). Die Bilanzierung beim Leasinggeber bleibt nahezu unverändert. | Die Betroffenheitsanalyse hinsichtlich der im Geschäftsbericht 2016 beschriebenen möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzern ist noch in einer Frühphase. Eine Quantifizierung der Effekte aus der Anwendung des neuen Standards erfolgt zu einem späteren Zeipunkt nach Abschluss der vollständigen internen Analyse. |
| Änderungen an IAS 7: Angabeninitiative: Veränderungen der Schulden als Ergebnis von Finanzierungstätigkeiten |
01.01.2017 | Der Änderungsstandard ergänzt IAS 7 um zusätzliche Angabepflichten im Zusammenhang mit Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten. | Ergänzung um eine Überleitungsrechnung vom Stand zu Beginn der Periode auf den Endbestand am Bilanzstichtag mit Unterscheidung zwischen zahlungswirksamen und nicht zahlungswirksamen Veränderungen. Angaben für die Vergleichsperiode sind bei erstmaliger Anwendung nicht erforderlich. Darüber hinaus haben die Änderungen keine Auswirkungen. |
| Änderungen an IAS 12: Ansatz von aktiven latenten Steuern auf nicht realisierte Verluste |
01.01.2017 | Mit den Änderungen werden insbesondere Unklarheiten im Zusammenhang mit der Bilanzierung von aktiven latenten Steuern auf zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Schuldinstrumente beseitigt. | Diese Änderung wird keine Auswirkungen auf den Konzern haben, da sie der bisherigen Bilanzierungspraxis entspricht. |
| Klarstellungen zu IFRS 15: Erlöse aus Verträgen mit Kunden |
01.01.2018 | Diese Klarstellungen adressieren drei Themen (Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, Prinzipal-Agent-Verhältnisse und Lizenzen für geistiges Eigentum) und zielen auf Übergangserleichterungen für modifizierte und abgeschlossene Verträge ab. | Die Auswirkungen der Änderungen werden zusammen mit der Umsetzung von IFRS 15 geprüft. |
| Jährliches Verbesserungsprojekt an IFRS: Jährliche Verbesserungen an IFRS 2014-2016 |
01.01.2017 | Die für den Konzern relevanten Änderungen betreffen IFRS 12. Danach sind Angaben nach IFRS 12.5 auch bei einer Klassifizierung der Beteiligung als zur Veräußerung gehalten oder Abgangsgruppe erforderlich; eine Ausnahme besteht nur für die explizit ausgeschlossenen Informationen nach IFRS 12.B10-B16. | Keine Auswirkungen. |
| IFRIC 22: Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen |
01.01.2018 | Für Geschäftsvorfälle mit Anzahlungen in fremder Währung wird der Zeitpunkt zur Bestimmung des Umrechnungskurses geregelt. | Keine wesentlichen Auswirkungen. |
Die Aufteilung des Konzernumsatzes nach Standorten ist im Segmentbericht dargestellt.
Im Berichtszeitraum sind die Umsatzerlöse durch realisierte Hedging-Geschäfte um 510
TEUR (i. V. 724 TEUR) reduziert.
Von den aktivierten Eigenleistungen entfallen 306 TEUR (i. V. 181 TEUR) auf aktivierungspflichtige
Entwicklungskosten nach IAS 38. Bei diesen Entwicklungskosten handelt es sich insbesondere
um Investitionen in die Entwicklung von Querträgern sowie Lenkungs- und Luftfederkomponenten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Währungserträge in Höhe
von 5.125 TEUR (i. V. 2.520 TEUR).
Die wichtigsten Einzelposten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind:
| TEUR | 1. HJ 2017 | 1. HJ 2016 |
| Kosten für Zeitarbeitnehmer | 7.464 | 6.242 |
| Währungsaufwendungen | 7.051 | 3.987 |
| Instandhaltungsaufwendungen | 3.354 | 2.963 |
| Ausgangsfrachten | 2.829 | 1.517 |
| Leasinggebühren/Miete | 1.585 | 1.345 |
Die Ertragsteuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung setzen sich wie folgt
zusammen:
| TEUR | 1. HJ 2017 | 1. HJ 2016 |
| Tatsächliche Steuern | 1.916 | 2.416 |
| Latente Steuern | -174 | -57 |
| Summe | 1.742 | 2.359 |
Die Progress-Werk Oberkirch AG unterliegt im Berichtszeitraum einer Betriebsprüfung
für die Jahre 2012 bis 2015, deren Abschluss derzeit noch aussteht.
Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das auf die Anteileigner der PWO
AG zuzurechnende Ergebnis durch die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen
Aktien geteilt. Verwässerungseffekte haben sich nicht ergeben.
| TEUR | Q2 2017 | Q2 2016 |
| Ergebnis nach Steuern | 3.057 | 3.511 |
| Durchschnittliche Anzahl Stückaktien | 3.125.000 | 3.125.000 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 0,98 | 1,12 |
| TEUR | 1. HJ 2017 | 1. HJ 2016 |
| Ergebnis nach Steuern | 5.907 | 4.831 |
| Durchschnittliche Anzahl Stückaktien | 3.125.000 | 3.125.000 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 1,89 | 1,55 |
Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird einmal jährlich (zum 31. Dezember)
überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hindeuten,
dass der Wert gemindert sein könnte. Die Werthaltigkeitstests des PWO-Konzerns für
den Geschäfts- oder Firmenwert und die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter
Nutzungsdauer basieren auf den Berechnungen des Nutzungswerts. Die Grundannahmen zur
Bestimmung des erzielbaren Betrags für die verschiedenen zahlungsmittelgenerierenden
Einheiten wurden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 angegeben. Zum 30. Juni
2017 ergaben sich keine Anhaltspunkte, welche einen Werthaltigkeitstest erfordert
hätten und damit keine Notwendigkeit für eine Wertminderung.
Der Anstieg von 58.491 TEUR am 31. Dezember 2016 auf 70.146 TEUR zum Berichtsstichtag
ist im Wesentlichen auf eine stichtagsbedingte Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen zurückzuführen.
Der ausgewiesene Bestand an Zahlungsmitteln in der Konzern-Kapitalflussrechnung zum
30. Juni 2017 in Höhe von 5.939 TEUR (i. V. 11.964 TEUR) setzt sich aus dem Kassenbestand
und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.
Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2017 beträgt das voll eingezahlte gezeichnete Kapital
9.375 TEUR (i. V. 9.375 TEUR), eingeteilt in 3.125.000 Stückaktien (i. V. 3.125.000
Stückaktien).
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2015 ermächtigt,
mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Mai
2020 (einschließlich) durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen
Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 4.687.500,00
EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015).
Im Konzern-Eigenkapital sind zum 30. Juni 2017 Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 2.468 TEUR (i. V. 3.219 TEUR) und aus
der Absicherung von Cashflow Hedges in Höhe von 660 TEUR (i. V. -2.051 TEUR) enthalten.
Die Hauptversammlung hat am 23. Mai 2017 die Auszahlung der für das Geschäftsjahr
2016 vorgeschlagenen Dividende von 1,60 EUR beschlossen. Dies entspricht einer Ausschüttungssumme
von 5.000 TEUR.
Im ersten Halbjahr 2017 sind keine Mitteilungen über Beteiligungen an der Progress-Werk
Oberkirch AG eingegangen.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen
für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Versorgungsleistungen
richten sich nach Entgelt und Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter. Die Verpflichtungen
umfassen solche aus bereits laufenden Pensionen sowie Anwartschaften für zukünftig
zu zahlende Pensionen und Altersruhegelder. Ein Planvermögen zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen
existiert nicht.
Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen basiert auf folgenden versicherungsmathematischen
Annahmen:
| 30.06.2017 | 31.12.2016 | |
| Abzinsungssatz | 2,10 % | 2,00 % |
| Fluktuationsrate | 2,50 % | 2,50 % |
| Zukünftiger Gehaltstrend > 40 Jahre | 2,50 % | 2,50 % |
| Zukünftiger Gehaltstrend < 40 Jahre (Karrieretrend) | 3,50 % | 3,50 % |
| Zukünftige Pensionsanpassungen | 1,75 % | 1,75 % |
Durch die Anpassung des Abzinsungssatzes an die zum Abschlussstichtag gültigen Zinssätze
ist eine Schätzungsänderung entstanden. Die Erhöhung um 0,1 Prozentpunkte führte im
Wesentlichen zur Reduzierung der Pensionsrückstellungen um 540 TEUR.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Personalrückstellungen
(Verpflichtungen für Altersteilzeit und Jubiläumszuwendungen) und Drohverlustrückstellungen.
Die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich im
Wesentlichen aus der Finanzierung des gestiegenen Vorratsvermögens, insbesondere der
unfertigen Werkzeuge und Rohstoffe.
Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem Aufbau von personalbezogenen
Rückstellungen (Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Feiertagslöhne) sowie durch höhere Verbindlichkeiten
aus Lohnsteuer.
Die Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar führte im Wesentlichen zur Abnahme
der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten von 14.878 TEUR am 31. Dezember 2016
auf 4.057 TEUR am 30. Juni 2017.
Zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit
werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft und damit eine
verbesserte Liquiditätsplanung ermöglicht. Alle wesentlichen Risiken sind an den Factor
übergegangen, nur die Kosten für das Spätzahlungsrisiko verbleiben bei der PWO AG.
Zum 30. Juni 2017 war ein Forderungsbestand im Nominalwert in Höhe von 22.580 TEUR
(i. V. 18.117 TEUR) verkauft. Die übertragenen Forderungen betreffen kurzfristige
Forderungen, bei denen der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Vermögenswerte
entspricht.
Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien:
| TEUR | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Buchwert | Fair Value | ||
| 30.06.2017 | 31.12.2016 | 30.06.2017 | 31.12.2016 | ||
| AKTIVA | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | LaR | 58.258 | 49.208 | 58.258 | 49.208 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.701 | 192 | 2.701 | 192 | |
| davon Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 1.297 | 115 | 1.297 | 115 |
| davon Derivate ohne Hedge-Beziehung | FAHfT | 1.404 | 77 | 1.404 | 77 |
| davon Geldanlagen > 3 Monate | LaR | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel | LaR | 5.939 | 2.014 | 5.939 | 2.014 |
| PASSIVA | |||||
| Finanzschulden | 141.295 | 126.472 | 143.241 | 134.864 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 69.757 | 60.381 | 64.841 | 62.990 |
| davon variabel verzinslich | 16.539 | 24.257 | 16.539 | 24.257 | |
| davon festverzinslich | 53.218 | 36.124 | 48.302 | 38.733 | |
| Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen | FLAC | 64.803 | 59.877 | 70.642 | 64.538 |
| davon variabel verzinslich | 2.991 | 24.949 | 2.991 | 24.949 | |
| davon festverzinslich | 61.812 | 34.928 | 67.651 | 39.589 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften | n.a. | 6.735 | 6.214 | 7.758 | 7.336 |
| davon variabel verzinslich | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| davon festverzinslich | 6.735 | 6.214 | 7.758 | 7.336 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 43.666 | 31.438 | 43.666 | 31.438 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 4.057 | 14.878 | 4.057 | 14.878 | |
| davon Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 493 | 4.519 | 493 | 4.519 |
| davon Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 1.188 | 3.736 | 1.188 | 3.736 |
| davon Übrige | FLAC | 2.376 | 6.623 | 2.376 | 6.623 |
| davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |||||
| Loans and Receivables (LaR) | 64.197 | 51.222 | 64.197 | 51.222 | |
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) | 1.404 | 77 | 1.404 | 77 | |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) | 180.603 | 158.319 | 181.526 | 165.589 | |
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) | 1.188 | 3.736 | 1.188 | 3.736 |
Alle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden,
sind in die Stufe 2 der Bewertungshierarchie gemäß IFRS 13 eingeordnet. Im Berichtszeitraum
gab es keine Änderungen in den angewandten Bewertungstechniken und keine Umbuchungen
zwischen den Hierarchiestufen.
Derivative Finanzinstrumente werden insbesondere mit Finanzinstituten abgeschlossen.
Unter Anwendung eines Bewertungsverfahrens mit am Markt beobachtbaren Inputparametern
bewertete Derivate sind hauptsächlich Zinsswaps, Währungsswaps und Devisentermingeschäfte.
Zu den am häufigsten angewandten Bewertungsverfahren gehören die Forward-Preis- und
Swap-Modelle unter Verwendung von Barwertberechnungen. Die Modelle beziehen verschiedene
Größen mit ein, wie z. B. Bonität der Geschäftspartner, Devisenkassa- und Terminkurse,
Renditekurven ausgewählter Fremdwährungen, Währungs-Spreads zwischen ausgewählten
Fremdwährungen und Zinsstrukturkurven.
Nahestehende Unternehmen und Personen des Konzerns sind die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH,
Böblingen, als Mutterunternehmen sowie der Vorstand und der Aufsichtsrat. Im Berichtszeitraum
gab es keine Geschäftsbeziehungen zwischen dem Konzern und dem Mutterunternehmen.
Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nahestehenden Personen bestanden nicht.
In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme basierend auf IAS 7 dargestellt.
Die in der Kapitalflussrechnung betrachteten Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente
beinhalten die Zahlungsmittel und die jederzeit fälligen Bankschulden. Die jederzeit
fälligen Bankschulden in Höhe von 9.931 TEUR (i. V. 15.347 TEUR) sind in der Bilanzposition
"Kurzfristige Finanzschulden" enthalten.
| TEUR | Deutschland | Übriges Europa | NAFTA-Raum | Asien | Konsolidierung | Konzern |
| Gesamtumsätze | 135.156 | 38.028 | 52.593 | 21.589 | 0 | 247.366 |
| Innenumsätze | -7.889 | -1.666 | -55 | -4.642 | 0 | -14.252 |
| AUSSENUMSÄTZE | 127.267 | 36.362 | 52.538 | 16.947 | 0 | 233.114 |
| GESAMTLEISTUNG | 144.302 | 37.120 | 52.332 | 24.703 | -14.371 | 244.086 |
| Gesamterträge | 6.304 | 174 | 1.232 | 394 | -1.791 | 6.313 |
| Gesamtaufwendungen | 141.668 | 30.588 | 46.796 | 24.957 | -16.045 | 227.964 |
| Abschreibungen | 5.544 | 2.196 | 2.883 | 1.429 | -7 | 12.045 |
| ERGEBNIS VOR ZINSEN UND STEUERN (EBIT) | 3.394 | 4.510 | 3.885 | -1.289 | -110 | 10.390 |
| Zinsertrag | 1.945 | 23 | 0 | 1 | -1.713 | 256 |
| Zinsaufwand | 2.420 | 600 | 1.042 | 648 | -1.713 | 2.997 |
| ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT) | 2.919 | 3.933 | 2.843 | -1.936 | -110 | 7.649 |
| Ertragsteuern | 1.081 | -11 | 703 | 0 | -31 | 1.742 |
| PERIODENERGEBNIS | 1.838 | 3.944 | 2.140 | -1.936 | -79 | 5.907 |
| Vermögen | 206.227 | 86.242 | 84.182 | 55.180 | -41.937 | 389.894 |
| davon langfristige Vermögenswerte | 76.156 | 47.485 | 35.076 | 26.724 | -110 | 185.331 |
| Schulden | 40.687 | 35.823 | 60.471 | 65.362 | 76.820 | 279.163 |
| Investitionen | 5.486 | 4.177 | 3.063 | 465 | 0 | 13.191 |
| Mitarbeiter (per 30.06.) | 1.568 | 653 | 836 | 341 | - | 3.398 |
Von den ausgewiesenen Umsatzerlösen entfällt zum 30. Juni 2017 auf zwei Kunden ein
über 10% liegender Umsatzanteil, der sich auf alle Segmente verteilt. Zum 30. Juni
2016 wurden ebenfalls zwei Kunden mit einem leicht über 10% liegenden Umsatzanteil
identifiziert.
| TEUR | Deutschland | Übriges Europa | NAFTA-Raum | Asien | Konsolidierung | Konzern |
| Gesamtumsätze | 121.887 | 37.357 | 45.724 | 13.467 | 0 | 218.435 |
| Innenumsätze | -6.448 | -2.058 | -66 | -1.202 | 0 | -9.774 |
| AUSSENUMSÄTZE | 115.439 | 35.299 | 45.658 | 12.265 | 0 | 208.661 |
| GESAMTLEISTUNG | 124.467 | 36.325 | 45.675 | 13.301 | -9.832 | 209.936 |
| Gesamterträge | 3.397 | 129 | 1.330 | 118 | -1.688 | 3.286 |
| Gesamtaufwendungen | 115.688 | 31.446 | 42.122 | 12.695 | -11.352 | 190.599 |
| Abschreibungen | 6.377 | 2.038 | 2.993 | 1.226 | -14 | 12.620 |
| ERGEBNIS VOR ZINSEN UND STEUERN (EBIT) | 5.799 | 2.970 | 1.890 | -502 | -154 | 10.003 |
| Zinsertrag | 1.639 | 0 | 0 | 1 | -1.632 | 8 |
| Zinsaufwand | 2.167 | 620 | 878 | 744 | -1.588 | 2.821 |
| ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT) | 5.271 | 2.350 | 1.012 | -1.245 | -198 | 7.190 |
| Ertragsteuern | 1.961 | -62 | 448 | 0 | 12 | 2.359 |
| PERIODENERGEBNIS | 3.310 | 2.412 | 564 | -1.245 | -210 | 4.831 |
| Vermögen | 190.421 | 83.802 | 75.390 | 52.437 | -43.238 | 358.812 |
| davon langfristige Vermögenswerte | 71.221 | 43.467 | 36.233 | 30.469 | -141 | 181.249 |
| Schulden | 28.872 | 44.825 | 55.465 | 54.539 | 79.274 | 262.975 |
| Investitionen | 7.760 | 2.978 | 604 | 193 | 0 | 11.535 |
| Mitarbeiter (per 30.06.) | 1.486 | 665 | 694 | 276 | -- | 3.121 |
Nach Ende des Berichtsstichtags sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten, über die zu berichten wäre.
Der Zwischenfinanzbericht für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2017 ist dem
Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats vorgelegt und durch den Vorstand erläutert worden.
Der Prüfungsausschuss stimmte dem Zwischenfinanzbericht zu.
Oberkirch, 26. Juli 2017
Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses
Dr. Georg Hengstberger
Im Berichtszeitraum hat sich die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat nicht
verändert.
| ― |
Dr. Volker Simon | Sprecher |
| ― |
Bernd Bartmann |
| ― |
Johannes Obrecht | stv. Mitglied |
| ― |
Karl M. Schmidhuber | Vorsitzender |
| ― |
Dr. Gerhard Wirth | stv. Vorsitzender |
| ― |
Dr. Georg Hengstberger |
| ― |
Herbert König | Arbeitnehmervertreter |
| ― |
Ulrich Ruetz |
| ― |
Gerhard Schrempp | Arbeitnehmervertreter |
02.11.2017 Quartalsmitteilung
3. Quartal und 9 Monate 2017
Nov. 2017 Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main
Vorstand Kaufmännischer Bereich
Investor Relations
Telefon: +49 7802 84-844
E-Mail: ir@progress-werk.de
Dieser Zwischenfinanzbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf gegenwärtigen
Annahmen, Erwartungen, Schätzungen, Prognosen und anderen derzeit verfügbaren Informationen
des Vorstands von PWO und auf daraus von ihm abgeleiteten Annahmen, Erwartungen, Schätzungen,
Prognosen und Planungen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als
Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen.
Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige
Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse wesentlich
von den hier explizit genannten oder implizit enthaltenen Einschätzungen abweichen
können. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die PWO in veröffentlichten Berichten,
die auf der PWO-Website www.progress-werk.de zur Verfügung stehen, beschrieben hat.
PWO übernimmt unbeschadet gesetzlicher Vorgaben keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten
Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
Die Darstellung von Zahlen erfolgt in diesem Dokument in der Regel in TEUR und in
Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber
der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten
Charakter haben. Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird neben den geschlechtsspezifischen
Formulierungen auch das generische Maskulinum verwendet. Hiermit sind ausdrücklich
Frauen und Männer gemeint.