Progress-Werk Oberkirch AG

Oberkirch

Zwischenfinanzbericht 2. Quartal / 1. Halbjahr 2019

100 JAHRE VORAUSDENKEN

BRIEF DES VORSTANDS

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRE UND GESCHÄFTSFREUNDE,

die Automobilindustrie bewegt sich unverändert in einem sehr herausfordernden Umfeld. Während sich die Abrufzahlen unserer Kunden in Europa und den USA zuletzt unter Schwankungen auf niedrigem Niveau zu stabilisieren scheinen, wird das Marktgeschehen in China derzeit schwieriger. Wie bisher auch schon, gehen wir davon aus, dass die zu Jahresanfang noch von Marktexperten für die zweite Jahreshälfte erwartete Belebung nicht einsetzen wird.

In dieser Situation ist es von besonderer Bedeutung, vor allem über Kostenreduzierungen und Prozessoptimierungen weitere Effizienzsteigerungen zu erzielen, um die Ertragskraft des Konzerns zu stabilisieren. Daran arbeiten wir intensiv. Im ersten Halbjahr und vor allem im zweiten Quartal hat die Marktschwäche die Umsatzerlöse und die Gesamtleistung des Konzerns wie erwartet beeinflusst. Aufgrund unserer Anstrengungen, die unter anderem auch zu positiven Sondereffekten führten, konnten wir die Auswirkungen auf das EBIT vor Währungseffekten begrenzen. Wir können daher unsere Prognosen für die Umsatzerlöse und das EBIT vor Währungseffekten im laufenden Jahr bestätigen.

Über den Erwartungen lag das Neugeschäft im Berichtsquartal. Gegenüber dem bereits erfreulichen Volumen des Jahresauftaktquartals legte es deutlich zu. Insgesamt haben wir bereits nach sechs Monaten ein Neugeschäft von rund 340 Mio. EUR erreicht. Wir wollen daher nun im Gesamtjahr unsere bisherige Prognose von rund 400 Mio. EUR übertreffen und nehmen das Ziel auf ein Volumen von voraussichtlich rund 500 Mio. EUR nach oben.

Mit der Steuerung des Free Cashflows sind wir zufrieden. Den hohen Wert des ersten Quartals haben wir im zweiten noch einmal leicht übertroffen, sodass in Summe im ersten Halbjahr ein Free Cashflow von 10,8 Mio. EUR generiert werden konnte. Dass sich die Eigenkapitalquote dennoch verringerte, ergab sich aus einer kapitalmarktbedingten Höherbewertung der Pensionsverpflichtungen sowie aus der Dividendenausschüttung nach der Hauptversammlung im Mai dieses Jahres.

Im erwartet schwierigen Marktumfeld entspricht die bisherige Geschäftsentwicklung unseren Planungen. Ungeachtet dessen werden die Herausforderungen in den nächsten Quartalen nicht geringer werden. Entsprechend werden wir die Anstrengungen zum Erreichen unserer Umsatz- und EBIT-Ziele konsequent fortsetzen.


Oberkirch, im August 2019

Der Vorstand

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

NEUZULASSUNGEN/VERKÄUFE VON PERSONENKRAFTWAGEN IN STÜCK

(QUELLEN: VERBAND DER AUTOMOBILINDUSTRIE, KRAFTFAHRT-BUNDESAMT]

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Region 6M 2019 Veränderung ggü. Vorjahr (%) 6M 2018 Veränderung ggü. Vorjahr (%)
Deutschland 1.849.000 +0,5 1.839.031 +2,9
Westeuropa (EU15 + EFTA] 7.671.200 -3,5 7.951.300 +2,0
Europa (EU28 + EFTA]1 8.426.200 -0,3 8.449.200 -0,1
Russland2 828.800 -2,4 849.200 + 18,2
USA2 8.412.900 -1,9 8.574.300 +2,0
China 9.932.900 -13,9 1 1.540.600 +5,6


1 ohne Malta
2 Light Vehicles


WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

GESAMTWIRTSCHAFT

Aus Sicht der Deutschen Bundesbank ist die konjunkturelle Grundtendenz zur Jahresmitte 2019 schwach. Ausschlaggebend hierfür ist der anhaltende Abschwung in der exportabhängigen Industrie, während die Auftriebskräfte für stärker binnenwirtschaftlich orientierte Wirtschaftsbereiche grundsätzlich intakt sind.

Denn die Beschäftigung nimmt weiter zu, wenn auch verlangsamt, und Einkommenszuwächse stimulieren den privaten Konsum. Die Produktion im produzierenden Gewerbe verringerte sich hingegen im Mai 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat real und kalenderbereinigt um 3,7 Prozent. Der Rückgang fiel damit noch einmal stärker aus als im April. Die heimischen Kfz-Hersteller mussten hierbei besonders herbe Produktionseinschnitte hinnehmen.

Die schwache Auftragslage und das eingetrübte Geschäftsklima signalisieren, dass die deutlich gedämpfte Industriekonjunktur weiter anhalten dürfte. Das Bundeswirtschaftsministerium erwartet eine Verstärkung der wirtschaftlichen Auftriebskräfte im zweiten Halbjahr nur unter der Voraussetzung einer Beruhigung des außenwirtschaftlichen Umfelds. Derzeit bestehen jedoch erhebliche Abwärtsrisiken, nicht zuletzt durch die Handelskonflikte, den Brexit-Prozess und geopolitische Spannungen.

Die Weltkonjunktur befindet sich angesichts der genannten Risiken derzeit insgesamt in einer Schwächephase. Die industrielle Erzeugung verlief dabei in den entwickelten Volkswirtschaften und in den Schwellenländern schwach. Das ifo-Weltwirtschaftsklima hat sich, nachdem es sich zuvor viermal in Folge verschlechtert hatte, im zweiten Quartal zwar leicht erholt, blieb aber weiterhin unterkühlt.

Zuletzt hat sich die Stimmung in den deutschen Chefetagen aber weiter abgekühlt. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Juni von 97,9 Punkten auf 97,4 Punkte gefallen. Das ist der niedrigste Wert seit November 2014. Die Unternehmen blicken zunehmend pessimistisch auf die kommenden Monate. Vor dem Hintergrund dieser Indikatorenlage und der Ballung globaler Risiken gehen die internationalen Organisationen von einer weniger dynamischen, aber weiterhin aufwärtsgerichteten weltwirtschaftlichen Entwicklung aus.

DIE AUTOMOBILINDUSTRIE

Da drei von vier in Deutschland gefertigte Pkws exportiert werden, wirkte sich im ersten Halbjahr der schwächere Auftragseingang aus dem Ausland auf Produktion und Export aus: Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA] haben die deutschen Pkw-Hersteller von Januar bis Juni 2,5 Mio. Pkw gefertigt. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12 Prozent.

Die Halbjahresbilanz auf dem deutschen Pkw-Markt fällt hingegen positiv aus, es wurden mit mehr als 1,8 Mio. gut 0,5 Prozent mehr Pkw neu zugelassen als im Vorjahreszeitraum.

AUSGEWÄHLTE INFORMATIONEN ZU DEN SEGMENTEN UND ZUM KONZERN

TEUR

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1. Halbjahr 2019 Deutschland Übriges Europa Nordamerika Asien Konsolidierung Konzern
Gesamtumsätze 131.224 40.851 62.482 22.950 -12.391 245.1 16*
Gesamtleistung 133.185 41.555 54.061 21.088 -12.430 237.459
EBIT vor Währungseffekten 3.081 3.792 3.504 537 -68 10.846
EBIT inklusive Währungseffekten 1.984 3.758 3.412 640 -13 9.781
Investitionen 8.117 4.259 3.226 1.914 0 17.516
1. Halbjahr 2018





Gesamtumsätze 154.282 40.376 50.718 24.001 -20.716 248.661*
Gesamtleistung 149.333 39.710 53.307 24.505 -20.411 246.444
EBIT vor Währungseffekten 6.036 3.856 3.189 116 262 13.459
EBIT inklusive Währungseffekten 5.856 3.893 3.399 351 172 13.671
Investitionen 5.325 6.283 4.005 4.030 0 19.643


* Außenumsätze


Damit wurde das höchste Marktvolumen in einem ersten Halbjahr in diesem Jahrzehnt erzielt. Mit einem Plus von vier Prozent entwickelte sich der Auftragseingang aus dem Inland ebenfalls positiv. Die Auftragseingänge aus dem Ausland lagen im ersten Halbjahr um knapp sechs Prozent unter Vorjahresniveau.

Auf den internationalen Automobilmärkten fällt die Bilanz der ersten Jahreshälfte überwiegend negativ aus. In den großen Absatzregionen China, USA und Europa (EU28 & EFTA] wurden jeweils weniger Fahrzeuge abgesetzt als im ersten Halbjahr 2018. Russland und Indien verzeichneten ebenfalls Rückgänge, der japanische Markt lag fast auf Vorjahresniveau.

Lediglich Brasilien (+11 Prozent] konnte einen zweistelligen Zuwachs vermelden. In Europa (EU28 & EFTA] wurden im ersten Halbjahr 2019 mit 8,4 Mio. drei Prozent Pkw weniger neu zugelassen als im Vorjahreszeitraum. Außer in Deutschland waren in den fünf größten Märkten in Europa die Neuzulassungen rückläufig: in Frankreich um zwei Prozent, im Vereinigten Königreich um drei Prozent, in Italien um vier Prozent und in Spanien um sechs Prozent.

In den USA ging das Volumen des Light-Vehicle-Marktes (Pkw und Light Trucks] im bisherigen Jahresverlauf um zwei Prozent auf 8,4 Mio. Neufahrzeuge zurück. Während das Light-Truck-Segment, auf das mehr als zwei Drittel des Gesamtmarktes entfallen, um ein Prozent stieg, verzeichnete das Pkw-Segment ein Minus von neun Prozent. Der chinesische Neuwagenmarkt schloss das erste Halbjahr 2019 mit 9,9 Mio. verkauften Pkws und damit einem Rückgang um 14 Prozent sehr schwach ab.

ERTRAGSLAGE

Mit 245,1 Mio. EUR (i. V. 248,7 Mio. EUR] erreichten die Umsatzerlöse im Berichtshalbjahr fast das Vorjahresniveau. Hierzu hat die Berechnung von Werkzeugen wesentlich beigetragen, die vor allem das zweite Quartal betraf.

Entsprechend blieb die Gesamtleistung mit 237,5 Mio. EUR (i. V. 246,4 Mio. EUR] unter dem Vorjahreswert. Im zweiten Quartal fiel der Rückgang noch deutlicher aus. Dies spiegelt die Entwicklung des Seriengeschäfts und damit des aktuell schwachen Marktumfelds in der Automobilindustrie wider.

Dies, sowie noch nicht in allen Bereichen voll wirksame Kostensenkungsmaßnahmen führten wie erwartet zu einem überproportionalen Rückgang des EBIT vor Währungseffekten. Die in der obenstehenden Tabelle dargestellten Währungseffekte beeinflussen die Sonstigen betrieblichen Erträge und die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sind im Anhang zu diesem Zwischenfinanzbericht ausgewiesen.

Die niedrigere Auslastung erfordert die Anpassung der personellen Ressourcen, die jedoch erst sukzessive umgesetzt werden kann. So begrenzen beispielsweise am Standort Oberkirch die Strukturen des Flächentarifvertrags und des betrieblichen Ergänzungstarifvertrags unsere kurzfristigen Handlungsoptionen.

Und am kanadischen Standort werden wir qualifizierte Beschäftigte, die wir für die anstehenden Serienanläufe benötigen, auch über eine vorübergehende Schwächeperiode hinweg selbstverständlich im Unternehmen halten. Daher erhöhte sich die Personalaufwandsquote im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr.

Auch die Abschreibungsquote lag über dem Vorjahreswert, da diese Position hinsichtlich der Umsatzentwicklung nur begrenzt elastisch ist. Bei den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden die Anstrengungen zur Kostensenkung am deutlichsten sichtbar. Die Reduzierung der Aufwandsquote war ohne die Währungseffekte sogar noch leicht höher als insgesamt ausgewiesen.

In Summe ermäßigte sich wie erwartet das EBIT vor Währungseffekten entsprechend. Dabei ist zu berücksichtigen, dass an mehreren Standorten positive Sondereffekte zu verbuchen waren, die Einmalcharakter haben und daher in den nächsten Quartalen nicht wiederkehren werden.

Da im Berichtszeitraum negative Währungseffekte zu verzeichnen waren, während diese im Vorjahr fast ausgeglichen waren, fiel der Rückgang des ausgewiesenen EBIT noch stärker aus.

Das Periodenergebnis wurde zusätzlich durch zwei gegenläufige Entwicklungen geprägt: Einer Zunahme der Finanzierungsaufwendungen stand nach Abschluss der Betriebsprüfung bei der Progress-Werk Oberkirch AG im vergangenen Geschäftsjahr eine deutlich niedrigere Steuerquote gegenüber.

Insgesamt reduzierten sich das Periodenergebnis auf 4,5 Mio. EUR (i. V. 7,2 Mio. EUR] und das Ergebnis je Aktie auf 1,42 EUR (i. V. 2,31 EUR].

SEGMENTE

Der PWO-Konzern ist weltweit mit fünf Produktions- und vier Montagestandorten vertreten. Da es sich bei Letzteren um separate Betriebsstätten der Produktionsstandorte handelt, stellen wir bei den folgenden Erläuterungen auf diese fünf Standorte bzw. Gesellschaften ab.

Bei der Erläuterung der Ergebnisse der Segmente beziehen wir uns unverändert auf das EBIT vor Währungseffekten, weil diese Größe die operative Entwicklung widerspiegelt.

An unserem deutschen Standort in Oberkirch wird die konjunkturelle Abschwächung der Automobilindustrie besonders deutlich. Gesamtumsätze und -leistung lagen im Berichtshalbjahr erheblich unter Vorjahr. Dabei war das zweite Quartal des laufenden Jahres bei den Serienproduktionen noch schwächer als das erste, was sich insbesondere in der Gesamtleistung zeigte.

Aufgrund der bereits erwähnten Sondereffekte konnte in beiden Quartalen ein gleich hohes EBIT ausgewiesen werden. Insgesamt hat sich das EBIT im ersten Halbjahr gegenüber dem noch starken Vorjahreszeitraum deutlich reduziert.

Weiterhin ist der Standort zusätzlich belastet durch die Vorlaufkosten, die bei An- und Hochläufen großer Serienproduktionen typischerweise entstehen. Die Ertragsentwicklung insgesamt ist dennoch nicht zufriedenstellend. Entsprechend eng werden derzeit alle Prozesse gesteuert.

Die Entwicklung des tschechischen Standorts, der das Segment Übriges Europa bildet, verläuft stabil im Rahmen der geschäftsüblichen Schwankungen. Das Berichtsquartal war zwar etwas schwächer als der Jahresauftakt. Dennoch konnten im Halbjahr die Gesamtumsätze leicht und die Gesamtleistung sogar etwas deutlicher gesteigert werden. Das EBIT lag im Wesentlichen auf dem Vorjahresniveau.

Im Segment Nordamerika, in dem die Standorte in Kanada und in Mexiko zusammengefasst sind, legten im Berichtshalbjahr und -quartal die Gesamtumsätze erheblich und die Gesamtleistung leicht zu. Das EBIT übertraf die Werte der entsprechenden Vorjahresperioden. Dabei fließen hier zwei unterschiedliche Entwicklungen zusammen:

EIGENKAPITAL-QUOTE

IN PROZENT

Am kanadischen Standort haben Werkzeugabrechnungen und ein Sondereffekt die Geschäftsentwicklung positiv beeinflusst. Grundsätzlich verzeichnen wir dort jedoch - wie bereits kommuniziert - eine vorübergehende Geschäftsabschwächung, da Kunden in der aktuellen Marktphase die Abrufe auslaufender Serien zügig reduzieren, während sie diejenigen neuer Serien erst sukzessive nach oben fahren.

Der mexikanische Standort kann seine inzwischen erreichte positive Entwicklung hingegen weiter fortsetzen. Gesamtumsätze und -leistung legten im ersten Halbjahr und im zweiten Quartal kräftig zu. Die EBIT-Marge übertraf das Vorjahr in beiden Zeiträumen spürbar.

Im Segment Asien, das unsere chinesischen Aktivitäten umfasst, wirkte sich die dortige Marktschwäche im Berichtsquartal deutlich sichtbar in den Zahlen aus. Gesamtumsätze und -leistung und das EBIT blieben unter Vorjahr. Damit konnte im ersten Halbjahr kein Wachstum realisiert werden und die Steigerung des EBIT im Sechsmonatszeitraum fiel weniger deutlich aus als noch im ersten Quartal.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Mit einem fokussierten Bilanzmanagement konnten wir die Ausweitung der Bilanzsumme im ersten Halbjahr 2019 erfolgreich begrenzen. Insgesamt stieg sie von 405,6 Mio. EUR zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres auf 415,5 Mio. EUR zum aktuellen Berichtsstichtag. Dies bedeutet zugleich, dass im Verlauf des zweiten Quartals eine Reduzierung um 8,5 Mio. EUR realisiert werden konnte.

Dazu haben insbesondere deutlich niedrigere Vorräte beigetragen. Auch die Mittelbindung in den meisten der übrigen kurzfristigen Vermögenswerte wurde zurückgeführt. Sichtbar zugenommen haben hingegen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Die im zweiten Quartal freigewordenen Mittel wurden insbesondere eingesetzt, um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen abzubauen.

Die geschäftliche Entwicklung im ersten Halbjahr ermöglichte eine Reduzierung der Nettoverschuldung um 5,5 Mio. EUR gegenüber dem Stand zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres. Die Neuregelung der Bilanzierung von Leasingverhältnissen durch IFRS 16 führte jedoch zu einem Anstieg der Nettoverschuldung um 6,4 Mio. EUR zum 1. Januar 2019. In Summe nahm sie daher leicht von 131,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2018 auf 132,3 Mio. EUR zum Berichtsstichtag zu.

Die Eigenkapitalquote lag bei 26,6 Prozent nach 28,1 Prozent per Ende 2018. Der Rückgang resultierte zum einen aus der Ausschüttung der Dividende nach der Hauptversammlung im Mai. Zum anderen war das Sonstige Ergebnis negativ, da sich vor allem infolge eines niedrigeren Abzinsungssatzes eine Höherbewertung der Pensionsverbindlichkeiten ergab. Diese beiden Effekte konnten durch den Periodenüberschuss des ersten Halbjahres nicht vollständig kompensiert werden.

NEUGESCHÄFT (LIFETIME-VOLUMEN SERIEN UND WERKZEUGE)

IN MIO. EUR

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde im Berichtshalbjahr ganz erheblich auf 30,1 Mio. EUR (i. V. 19,0 Mio. EUR] gesteigert. Dabei übertraf der Cashflow des zweiten Quartals denjenigen der ersten drei Monate noch einmal deutlich.

Hierzu hat zum einen die erwähnte niedrigere Mittelbindung im kurzfristigen Vermögen beigetragen. Zum anderen hatte im Vorjahr die Veränderung des langfristigen Vermögens und der langfristigen Schulden (ohne Finanzkredite] die Kapitalflussrechnung belastet, während im Berichtszeitraum positive Effekte zu verzeichnen waren.

Diesem Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit stand ein Cashflow aus der Investitionstätigkeit von -16,3 Mio. EUR (i. V. -14,6 Mio. EUR] gegenüber. Die Investitionen des Berichtszeitraums werden nachfolgend erläutert. Damit betrug der Free Cashflow nach gezahlten und erhaltenen Zinsen 10,8 Mio. EUR (i. V. 2,1 Mio. EUR].

Inklusive der Dividendenausschüttung von 4,2 Mio. EUR (i. V. 5,2 Mio. EUR] sowie der Tilgung von Krediten in Höhe von per Saldo 0,7 Mio. EUR (i. V. 0,3 Mio. EUR] stiegen die Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente um 5,9 Mio. EUR (i. V. 3,4 Mio. EUR].

INVESTITIONEN

Im zweiten Quartal haben wir die Investitionstätigkeit beschleunigt. Von den 17,5 Mio. EUR (i. V. 19,6 Mio. EUR], die - wie im Segmentbericht ausgewiesen - im ersten Halbjahr insgesamt investiert wurden, entfielen 10,6 Mio. EUR (i. V. 14,7 Mio. EUR] auf die Periode von April bis Juni.

Einen wesentlichen Schwerpunkt bildeten im ersten Halbjahr weiterhin Fertigungseinrichtungen für die an- bzw. hochlaufenden Aufträge für Instrumenten-tafelträger. Dies betraf alle Standorte. Zudem fielen mit Ausnahme des Standorts in Kanada überall Anzahlungen für neue Umformpressen an. Darunter auch für eine neue 2.500-Tonnen-Presse für die Fertigung von Sitzteilen aus hochfestem Stahl am tschechischen Standort, auf die wir uns derzeit vorbereiten.

Bauliche Maßnahmen und eine neue Messmaschine am deutschen bzw. tschechischen Standort dienen der weiteren Verbesserung der Produktionseffizienz. Ferner werden mit einer neuen Entfettungsanlage am Standort Oberkirch zwei ältere Anlagen ersetzt. Damit verbunden sind nicht nur Energieeinsparungen, sondern auch die Umsetzung weiterer umweltfreundlicher Maßnahmen.

NEUGESCHÄFT

Nach einem bereits erfreulichen Neugeschäft zum Jahresauftakt konnten wir im zweiten Quartal sogar ein noch deutlich höheres Volumen erzielen. Insgesamt haben wir im ersten Halbjahr neue Aufträge mit einem Volumen von rund 340 Mio. EUR - inklusive damit verbundener Werkzeugvolumina von rund 25 Mio. EUR - gewonnen.

Mehr als die Hälfte davon entfällt auf die beiden Standorte in Deutschland und Tschechien. Auch die anderen Standorte waren erfolgreich im Markt unterwegs.

Unverändert trifft unser gesamtes Produktangebot im Markt auf hohe Akzeptanz. Für das erste Halbjahr sind dabei neben Komponenten für Sitze und neben Instrumententafelträgern insbesondere auch die breite Palette der Gehäuse für viele unterschiedliche Anwendungen im Automobil hervorzuheben. Der Produktionsstart der neuen Aufträge ist überwiegend für die Geschäftsjahre 2020 und 2021 vorgesehen. Die Laufzeit dieser Serien übertrifft tendenziell die durchschnittliche Laufzeit von fünf bis acht Jahren.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Die im Geschäftsbericht 2018 dargestellten Chancen und Risiken für die Entwicklung des PWO-Konzerns und seiner Segmente haben weiterhin Gültigkeit.

Nach der schwachen Absatzentwicklung der Automobilindustrie ab Herbst 2018 hat sich das Geschäft mittlerweile stabilisiert. Die geplanten Abrufe der Kunden für das zweite Halbjahr schwanken jedoch auf einem niedrigen Niveau.

Derzeit werden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wesentlich durch politische Unsicherheiten wie die insbesondere von den USA initiierten globalen Handelskonflikte sowie in Europa durch die unverändert nicht gelöste Brexit-Problematik bestimmt. Die hierdurch im Laufe des ersten Halbjahres 2019 hervorgerufene weltwirtschaftliche Abschwächung dürfte weiter anhalten, wenn sich die politische Großwetterlage nicht verbessert.

Auch die zuletzt mehrfach zu beobachtende Verknüpfung der Ankündigung neuer Zölle mit Zielen auf anderen Politikfeldern erschwert unser Geschäft. Insbesondere China leidet - abzulesen an einer deutlich reduzierten gesamtwirtschaftlichen Wachstumsrate und den Rückgängen im Automobilabsatz - inzwischen sichtbar unter den US-amerikanischen Wirtschaftssanktionen.

Nicht zuletzt verzögern vor allem in Europa wie auch in China die Diskussion über niedrigere Grenzwerte für Schadstoffemissionen sowie der Umstieg auf E-Mobilität Kaufentscheidungen der Endkunden zusätzlich. Wie bisher auch schon, gehen wir davon aus, dass die zu Jahresanfang noch von Marktexperten für die zweite Jahreshälfte erwartete Belebung nicht einsetzen wird.

Diese Faktoren stellen erhebliche Herausforderungen für die Unternehmen unserer Branche dar. Wir setzen daher unsere Anstrengungen zur Verbesserung der Profitabilität des Konzerns mit unverminderter Intensität fort. Für das Geschäftsjahr 2019 hat sich die Prognoseunsicherheit auf Basis der Ergebnisentwicklung des ersten Halbjahres jedoch zuletzt reduziert.

Schätzungen über künftige Entwicklungen von Wechselkursen sind nicht Teil unserer Unternehmensprognosen. Zur Vermeidung von Währungsrisiken schließen wir entsprechende Sicherungsgeschäfte ab.

Ziel ist es, die bei Eingang eines Auftrags unterstellten Währungsparitäten und damit die erwarteten Deckungsbeiträge abzusichern. Darüber hinaus bestehen im Wesentlichen Risiken aus Konzerndarlehen. Da es sich hierbei um konzerninterne Verpflichtungen handelt, schließen wir für diese Darlehen nur teilweise Absicherungsgeschäfte ab.

PROGNOSEBERICHT

Mit den im ersten Halbjahr erzielten Umsatzerlösen und dem realisierten EBIT vor Währungseffekten liegen wir auf Kurs, unsere Prognosen für das laufende Jahr zu erreichen. Unverändert wollen wir eine Stabilisierung der Umsatzerlöse bei 480 Mio. EUR bis 490 Mio. EUR und ein EBIT vor Währungseffekten von 18 Mio. EUR bis 19 Mio. EUR erreichen.

Dazu sollen die laufenden Kostenreduzierungen und Prozessoptimierungen beitragen. Zugleich werden jedoch die erwähnten Einmaleffekte des ersten Halbjahres entfallen.

Über den Erwartungen hat sich das Neugeschäft im ersten Halbjahr 2019 entwickelt. In den nächsten Monaten stehen weitere Entscheidungen unserer Kunden über Auftragsvergaben an, bei denen wir uns gut positioniert sehen. Wir nehmen daher unsere Prognose für das Neugeschäftsvolumen 2019 auf voraussichtlich rund 500 Mio. EUR nach oben.

Für die übrigen im Geschäftsbericht erläuterten finanziellen Leistungsindikatoren bestätigen wir die dort veröffentlichten Prognosen.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind."


Oberkirch, 24. Juli 2019

Der Vorstand

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Dr. Volker Simon (Sprecher]
Bernd Bartmann
Johannes Obrecht


KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

TEUR

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Q2 2019 %-Anteil Q2 2018 %-Anteil
Umsatzerlöse 127.083 111,8 125.897 103,4
Bestandsveränderung/ Aktivierte Eigenleistungen -13.387 -11,8 -4.135 -3,4
GESAMTLEISTUNG 113.696 100,0 121.762 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 1.707 1,5 2.636 2,2
Materialaufwand 62.130 54,6 66.319 54,4
Personalaufwand 31.518 27,7 32.217 26,5
Abschreibungen 6.503 5,7 6.067 5,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.357 10,0 13.590 11,2
EBIT 3.895 3,4 6.205 5,1
Finanzierungsaufwendungen 2.019 1,8 1.565 1,3
EBT 1.876 1,7 4.640 3,8
Ertragsteuern 639 0,6 1.438 1,2
PERIODENERGEBNIS 1.237 1,1 3.202 2,6
Ergebnis je Aktie in EUR 0,40 -- 1,02 --


TEUR

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1. HJ 2019 %-Anteil 1. HJ 2018 %-Anteil
Umsatzerlöse 245.116 103,2 248.661 100,9
Bestandsveränderung/ Aktivierte Eigenleistungen -7.657 -3,2 -2.217 -0,9
GESAMTLEISTUNG 237.459 100,0 246.444 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 5.385 2,3 5.980 2,4
Materialaufwand 128.649 54,2 134.018 54,4
Personalaufwand 66.116 27,8 64.994 26,4
Abschreibungen 12.881 5,4 12.318 5,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 25.417 10,7 27.423 11,1
EBIT 9.781 4,1 13.671 5,5
Finanzierungsaufwendungen 3.786 1,6 3.059 1,2
EBT 5.995 2,5 10.612 4,3
Ertragsteuern 1.544 0,6 3.393 1,4
PERIODENERGEBNIS 4.451 1,9 7.219 2,9
Ergebnis je Aktie in EUR 1,42 -- 2,31 --


KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

TEUR

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Q2 2019 Q2 2018
PERIODENERGEBNIS 1.237 3.202
Nettogewinne (i. V. Nettoverluste] aus der Absicherung von Cashflow Hedges 12 -4.251
Steuereffekt -2 1.203
Unterschied aus Währungsumrechnung 889 612
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 899 -2.436
Versicherungsmathematische Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen -2.423 0
Steuereffekt 689 0
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -1.734 0
SONSTIGES ERGEBNIS NACH STEUERN -835 -2.436
GESAMTERGEBNIS NACH STEUERN 402 766


TEUR

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1. HJ 2019 1. HJ 2018
PERIODENERGEBNIS 4.451 7.219
Nettoverluste aus der Absicherung von Cashflow Hedges -145 -3.708
Steuereffekt 42 1.064
Unterschied aus Währungsumrechnung 2.173 -69
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 2.070 -2.713
Versicherungsmathematische Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen -7.858 0
Steuereffekt 2.234 0
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -5.624 0
SONSTIGES ERGEBNIS NACH STEUERN -3.554 -2.713
GESAMTERGEBNIS NACH STEUERN 897 4.506


KONZERN-BILANZ

AKTIVA

TEUR

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30.06.2019 31.12.2018
Sachanlagen 200.713 189.496
Immaterielle Vermögenswerte 9.929 10.990
Vertragsvermögenswerte 19.621 22.925
Latente Steueransprüche 14.357 12.437
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 244.620 235.848
Vorräte 78.122 87.282
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige 44.070 42.090
Vertragsvermögenswerte 22.644 16.663
Sonstige Vermögenswerte 11.587 12.047
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 430 510
Ertragsteuerforderungen 1.046 785
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 79.777 72.095
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 12.974 10.382
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 170.873 169.759
BILANZSUMME 415.493 405.607


PASSIVA

TEUR

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30.06.2019 31.12.2018
EIGENKAPITAL 110.546 113.868
Langfristige Finanzschulden 90.433 89.851
Pensionsrückstellungen 60.789 52.509
Sonstige Rückstellungen 1.542 1.481
Langfristige Schulden 152.764 143.841
Kurzfristiger Anteil Pensionsrückstellungen 1.604 1.602
Kurzfristiger Anteil sonstige Rückstellungen 1.344 1.209
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige 87.038 83.617
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 7.379 9.580
Kurzfristige Finanzschulden 54.818 51.890
Kurzfristige Schulden 152.183 147.898
SUMME SCHULDEN 304.947 291.739
BILANZSUMME 415.493 405.607


KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

TEUR

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Auf die Anteilseigner der PWO AG entfallendes Eigenkapital




Sonstige Rücklagen

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Leistungsorientierte Pläne Währungs-
differenzen
Cashflow Hedge
1. JANUAR 2018 9.375 37.494 78.650 -15.935 2.206 1.326
Periodenergebnis

7.219


Sonstiges Ergebnis

-177
-69 -2.644
GESAMTERGEBNIS 9.375 37.494 85.692 -15.935 2.137 -1.318
Dividendenzahlung

-5.156


30. JUNI 2018 9.375 37.494 80.536 -15.935 2.137 -1.318
1. JANUAR 2019 9.375 37.494 79.967 -13.708 1.066 -326
Periodenergebnis

4.451


Sonstiges Ergebnis

0 -5.624 2.173 -103
GESAMTERGEBNIS 9.375 37.494 84.418 -19.332 3.239 -429
Dividendenzahlung

-4.219


30. JUNI 2019 9.375 37.494 80.199 -19.332 3.239 -429


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Summe
1. JANUAR 2018 113.116
Periodenergebnis 7.219
Sonstiges Ergebnis -2.890
GESAMTERGEBNIS 117.445
Dividendenzahlung -5.156
30. JUNI 2018 112.289
1. JANUAR 2019 113.868
Periodenergebnis 4.451
Sonstiges Ergebnis -3.554
GESAMTERGEBNIS 114.765
Dividendenzahlung -4.219
30. JUNI 2019 110.546


KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

TEUR

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1. HJ 2019 1. HJ 2018
Periodenergebnis 4.451 7.219
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 12.881 12.318
Ertragsteueraufwand 1.544 3.393
Zinserträge und -aufwendungen 3.786 3.059
Veränderung des kurzfristigen Vermögens 1.739 12.261
Veränderung des langfristigen Vermögens 3.304 -10.983
Veränderung der kurzfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) 1.209 -70
Veränderung der langfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) 7.628 -1.004
Gezahlte Ertragsteuern -1.599 -2.755
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -5.116 -4.382
Verlust (i. V. Gewinn) aus dem Abgang von Sachanlagen 228 -7
CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 30.055 19.049
Einzahlungen aus Anlagenabgängen von Sachanlagen 1.191 24
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -16.966 -13.645
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -550 -1.016
CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT -16.325 -14.637
Auszahlungen für Dividenden -4.219 -5.165
Gezahlte Zinsen -3.023 -2.344
Erhaltene Zinsen 88 15
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 23.893 18.991
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -24.566 -19.276
CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT -7.827 -7.779
Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel/ Zahlungsmitteläquivalente 5.903 -3.367
Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel/ Zahlungsmitteläquivalente -78 -46
Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 6.060 1.440
ZAHLUNGSMITTEL/ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE ZUM 30. JUNI 11.885 -1.973
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 12.974 6.316
davon jederzeit fällige Bankschulden, die zum Cash Management des Konzerns zählen -1.089 -8.289


ANHANG ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

ALLGEMEINE ANGABEN

Die Progress-Werk Oberkirch AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in 77704 Oberkirch, Industriestraße 8, Deutschland. Das Unternehmen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Registernummer HRB 490007 angemeldet und eingetragen. Die aktuell gültige Satzung ist die in der Fassung vom 26. Mai 2015. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG (PWO) und ihrer Tochterunternehmen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2019 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 24. Juli 2019 freigegeben und anschließend dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zur Prüfung vorgelegt.

Die Hauptaktivitäten von PWO sind die Entwicklung und Herstellung von anspruchsvollen Metallkomponenten und Subsystemen in Leichtbauweise für Sicherheit und Komfort im Automobil.

RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN

GRUNDLAGEN DER ERSTELLUNG DES ABSCHLUSSES

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2019 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) angewendet, die durch die EU-Kommission in europäisches Recht übernommen wurden und zum Abschlussstichtag verpflichtend anzuwenden sind.

Der Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende erforderlichen Informationen und Angaben und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 zu lesen. Die bei der Erstellung des Konzern-Zwischenabschlusses angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018. Detaillierte Erläuterungen finden sich auf den Seiten 76 f. im Anhang des Geschäftsberichts 2018.

Der Konzern-Zwischenabschluss und der Konzern-Zwischenlagebericht sind weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen worden.

ÄNDERUNGEN DER RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN

Für den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss wurden die für die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018 angewandten Rechnungslegungsmethoden unverändert übernommen mit Ausnahme der zum 1. Januar 2019 erstmals anzuwendenden Standards und Interpretationen.

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Verlautbarung / Titel Zeitlicher Anwendungsbereich Voraussichtliche Änderungen Voraussichtliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
IFRS 16:
Leasing
01.01.2019 Neuregelung zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Nach IFRS 16 sind nunmehr auch beim Leasingnehmer grundsätzlich alle Leasingverhältnisse bilanzwirksam (Ausnahmen für kurzfristige Leasingverhältnisse oder Leasinggegenstände von geringem Wert). Die Bilanzierung beim Leasinggeber bleibt nahezu unverändert. Die Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 16 werden im Anschluss an diese Tabelle ausführlich beschrieben.
IFRS 9:
Änderung an IFRS 9: Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung
01.01.2019 Die Änderungen betreffen eine begrenzte Anpassung der für die Klassifikation von finanziellen Vermögenswerten relevanten Beurteilungskriterien. Finanzielle Vermögenswerte mit einer negativen Vorfälligkeitsentschädigung dürfen unter bestimmten Voraussetzungen zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis anstatt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Keine wesentlichen Auswirkungen.
IFRIC 23:
Ungewissheit über die
ertragsteuerliche
Behandlung
01.01.2019 Mit der Interpretation werden Ansatz und Bewertung von unsicheren Ertragsteuerpositionen klargestellt. Keine wesentlichen Auswirkungen.


AUSWIRKUNGEN AUS DER ANWENDUNG VON IFRS 16: LEASING

Im Januar 2016 hat das IASB den neuen Standard IFRS 16 "Leases" veröffentlicht, der den bisherigen Leasing-Standard IAS 17 ersetzt. IFRS 16 legt die Grundsätze für den Ansatz, die Bewertung, die Darstellung und die Angabepflichten von Leasingverhältnissen fest und verpflichtet Leasingnehmer, alle Leasingverhältnisse nach einem einzigen Modell ähnlich der Bilanzierung von Finanzierungsleasingverhältnissen nach IAS 17 zu erfassen. Kerngedanke des neuen Standards ist, dass beim Leasingnehmer grundsätzlich alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz ausgewiesen werden. Die bislang nach IAS 17 erforderliche Unterscheidung zwischen Finance-Lease- und Operating-Lease-Verträgen entfällt damit zukünftig beim Leasingnehmer. Nach IFRS 16 weist der Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse in der Bilanz eine Leasingverbindlichkeit in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen aus und aktiviert gleichzeitig ein entsprechendes Nutzungsrecht am zugrunde liegenden Vermögenswert. Während der Laufzeit des Leasingvertrags wird die Leasingverbindlichkeit ähnlich den Regelungen des bisherigen IAS 17 für Finance Lease finanzmathematisch fortgeschrieben, während das Nutzungsrecht planmäßig abgeschrieben wird. Für Verträge mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten sowie für selbständig nutzbare Vermögenswerte, die nur einen geringen Wert haben, sieht IFRS 16 Erleichterungen dahingehend vor, dass diese Verträge auch weiterhin analog der bisherigen Bilanzierung von Operating-Lease-Verträgen bilanzunwirksam bleiben können. Der PWO-Konzern wird diese Erleichterungen anwenden.

Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 erfolgte in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 16 nach dem modifizierten retrospektiven Ansatz. Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden nicht angepasst.

Durch die Umstellung zum 1. Januar 2019 erhöhten sich das Anlagevermögen und die Finanzschulden um 6,4 Mio. EUR. Die Auswirkungen auf das EBIT und den Cashflow waren leicht positiv.

FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen wurden zu nachfolgenden Wechselkursen umgerechnet:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs


30.06.2019 30.06.2018 1. HJ 2019 1. HJ 2018
China CNY 7,82 7,72 7,67 7,71
Kanada CAD 1,49 1,54 1,51 1,55
Mexiko USD 1,14 1,17 1,13 1,21


ERTRAGSTEUERN

In Übereinstimmung mit IAS 34 wurden die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in der Berichtsperiode auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

UMSATZERLÖSE

Die Aufteilung des Konzernumsatzes aus dem Verkauf von Gütern nach Standorten ist im Segmentbericht dargestellt. Im Berichtszeitraum sind die Umsatzerlöse durch realisierte Hedging-Geschäfte um -233 TEUR (i. V. 276 TEUR) reduziert.

Nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Außenumsätze in die drei strategischen Produktbereiche, die im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2018, Kapitel "Grundlagen des Konzerns//Positionierung, Kompetenzen und Prozesse", erläutert sind (Seite 33).

TEUR

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1. HJ 2019 1. HJ 2018
Mechanische Komponenten für Elektrik und Elektronik 50.171 51.819
Sicherheitskomponenten für Airbag, Sitz und Lenkung 77.205 83.357
Strukturkomponenten und Subsysteme für Karosserie und Fahrwerk 117.740 113.485
Summe 245.116 248.661


SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Währungserträge in Höhe von 3.415 TEUR (i. V. 4.792 TEUR).

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die wichtigsten Einzelposten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind:

TEUR

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1. HJ 2019 1. HJ 2018
Kosten für Zeitarbeitnehmer 6.950 8.277
Währungsaufwendungen 4.480 4.551
Instandhaltungsaufwendungen 2.978 3.282
Ausgangsfrachten 1.599 2.018
Leasinggebühren/Miete 1.404 1.804


ERTRAGSTEUERN

Die Ertragsteuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR

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1. HJ 2019 1. HJ 2018
Tatsächliche Steuern 1.480 3.016
Latente Steuern 64 377
Summe 1.544 3.393


Der höhere Steueraufwand im Vorjahr ist auf eine im Geschäftsjahr 2017 bei der Progress-Werk Oberkirch AG für die Jahre 2012 bis 2015 durchgeführte und in 2018 abgeschlossene Betriebsprüfung zurückzuführen.

ERGEBNIS JE AKTIE

Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das auf die Anteileigner der PWO AG zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der insgesamt ausgegebenen Aktien geteilt. Verwässerungseffekte aus Aktienoptionen bzw. wandelbaren Vorzugsaktien haben sich nicht ergeben.

TEUR

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Q2 2019 Q2 2018
Ergebnis nach Steuern 1.237 3.202
Durchschnittliche Anzahl Stückaktien 3.125.000 3.125.000
Ergebnis je Aktie in EUR 0,40 1,02


TEUR

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1. HJ 2019 1. HJ 2018
Ergebnis nach Steuern 4.451 7.219
Durchschnittliche Anzahl Stückaktien 3.125.000 3.125.000
Ergebnis je Aktie in EUR 1,42 2,31


ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird einmal jährlich (zum 31. Dezember) überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Die Werthaltigkeitstests des PWO-Konzerns für den Geschäfts- oder Firmenwert und die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer basieren auf den Berechnungen des Nutzungswerts. Die Grundannahmen zur Bestimmung des erzielbaren Betrags für die verschiedenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 angegeben. Zum 30. Juni 2019 ergaben sich keine Anhaltspunkte, welche einen Werthaltigkeitstest erfordert hätten und damit keine Notwendigkeit für eine Wertminderung.

VORRÄTE

Die Reduzierung bei den Vorräten resultiert im Wesentlichen aus einer Umgliederung von Werkzeug-Fertigbeständen in die Vertragsvermögenswerte.

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte resultiert aus der vorerwähnten Umgliederung von den Vorräten in die Position "Vertragsvermögenswerte". Im ersten Halbjahr mit dem Kunden abgerechnete Werkzeugleistungen wurden als Umsatzerlöse in voller Höhe erfasst und als Vertragsvermögenswerte ausgewiesen.

ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 30. Juni 2019 in Höhe von 12.974 TEUR (i. V. 6.316 TEUR) setzt sich aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich jederzeit fälliger Bankschulden, die zum Cash Management des Konzerns gehören, zusammen.

EIGENKAPITAL

GEZEICHNETES KAPITAL

Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2019 beträgt das voll eingezahlte gezeichnete Kapital 9.375 TEUR (i. V. 9.375 TEUR), eingeteilt in 3.125.000 Stückaktien (i. V. 3.125.000 Stückaktien).

GENEHMIGTES KAPITAL

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Mai 2020 (einschließlich) durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 4.687.500,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015).

GEWINNRÜCKLAGEN UND ÜBRIGES EIGENKAPITAL

Im Konzern-Eigenkapital sind zum 30. Juni 2019 Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 3.239 TEUR (i. V. 2.137 TEUR) und aus der Absicherung von Cashflow Hedges in Höhe von -429 TEUR (i. V. -1.318 TEUR) enthalten.

MITTEILUNGEN NACH § 33 WPHG

Im ersten Halbjahr 2019 sind keine Mitteilungen über Beteiligungen an der Progress-Werk Oberkirch AG eingegangen.

SCHULDEN

PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen basiert auf folgenden versicherungsmathematischen Annahmen:

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30.06.2019 31.12.2018
Abzinsungssatz 1,50 % 2,20 %
Fluktuationsrate 2,50 % 2,50 %
Zukünftiger Gehaltstrend > 40 Jahre 2,50 % 2,50 %
Zukünftiger Gehaltstrend < 40 Jahre (Karrieretrend) 3,50 % 3,50 %
Zukünftige Pensionsanpassungen 1,75 % 1,75 %
Sterblichkeit RT Heubeck 2018 G RT Heubeck 2018 G


Durch die Anpassung des Abzinsungssatzes an die zum Abschlussstichtag gültigen Zinssätze ist eine Schätzungsänderung entstanden. Die Reduzierung um 0,7%-Punkte führte im Wesentlichen zur Erhöhung der langfristigen Pensionsrückstellungen um 8.280 TEUR.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Personalrückstellungen (Verpflichtungen für Altersteilzeit und Jubiläumszuwendungen) und Drohverlustrückstellungen.

AUSSERBILANZIELLE GESCHÄFTE

Zur Beschaffung liquider Mittel für die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft und damit eine verbesserte Liquiditätsplanung ermöglicht. Alle wesentlichen Risiken sind an den Factor übergegangen. Zum 30. Juni 2019 war ein Forderungsbestand im Nominalwert in Höhe von 20.773 TEUR (i. V. 23.354 TEUR) verkauft. Die übertragenen Forderungen betreffen kurzfristige Forderungen, bei denen der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Vermögenswerte entspricht.

KAPITALSTEUERUNG

Die Kapitalüberwachung bei PWO erfolgt über den dynamischen Verschuldungsgrad (Finanzschulden abzüglich Zahlungsmittel im Verhältnis zum EBITDA) und die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme). Gemäß unserer Finanzstrategie werden ein dynamischer Verschuldungsgrad von unter 3 Jahren und eine Eigenkapitalquote von 30 % angestrebt.

DYNAMISCHER VERSCHULDUNGSGRAD

TEUR

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30.06.2019 31.12.2018
Finanzschulden 145.251 141.741
Abzüglich Zahlungsmittel -12.974 -10.382
Netto-Finanzschulden 132.277 131.359
EBITDA1 39.410 42.737
Dynamischer Verschuldungsgrad (in Jahren) 3,3 3,1


1 Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Basis der letzten 12 Monate.


EIGENKAPITALQUOTE

TEUR

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30.06.2019 31.12.2018
Eigenkapital 110.546 113.868
Bilanzsumme 415.493 405.607
Eigenkapitalquote 26,6 % 28,1 %


FINANZINSTRUMENTE

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien:

TEUR

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Kategorie Buchwert Fair Value

IAS 39 IFRS 91 30.06.2019 31.12.2018 30.06.2019 31.12.2018
AKTIVA





Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen LaR AC 44.070 42.090 44.070 42.090
Sonstige finanzielle Vermögenswerte

430 510 430 510
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. n.a. 405 203 405 203
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT FVtPL 25 307 25 307
davon Geldanlagen > 3 Monate LaR AC 0 0 0 0
Zahlungsmittel LaR AC 12.974 10.382 12.974 10.382
PASSIVA





Finanzschulden

145.251 141.741 151.128 151.284
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC AC 78.832 65.266 80.148 69.070
davon variabel verzinslich

8.058 6.470 8.058 6.470
davon festverzinslich

70.774 58.796 72.090 62.600
Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen FLAC AC 49.883 64.863 54.414 69.834
davon variabel verzinslich

2.993 2.994 2.993 2.994
davon festverzinslich

46.890 61.869 51.421 66.840
Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften n.a. n.a. 16.537 11.613 16.566 12.380
davon variabel verzinslich

0 0 0 0
davon festverzinslich

16.537 11.613 16.566 12.380
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC AC 40.088 38.208 40.088 38.208
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

7.379 9.580 7.379 9.580
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. n.a. 702 1.919 702 1.919
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT FVtPL 3.067 2.911 3.067 2.911
davon Übrige FLAC AC 3.610 4.750 3.610 4.750
davon aggregiert nach Bewertungskategorien:





Loans and Receivables LaR AC 57.045 52.472 57.045 52.472
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost FLAC
172.413 173.087 178.260 181.862
Financial Assets Held for Trad-ing FAHfT FVtPL 25 307 25 307
Financial Liabilities Held for Trading FLHfT
3.067 2.911 3.067 2.911


1 AC: Amortized Cost | FVtPL: Fair Value through Profit & Loss


Alle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind in die Stufe 2 der Bewertungshierarchie gemäß IFRS 13 eingeordnet, mit Ausnahme des eingebetteten Zinsfloors aus dem Konsortialkreditvertrag. Dieser ist Stufe 3 zugeordnet und es wurden im Berichtszeitraum 807 TEUR (i. V. 17 TEUR) aus Veränderungen im beizulegenden Zeitwert als Zinsaufwand erfolgswirksam erfasst. Im Berichtszeitraum gab es keine Änderungen in den angewandten Bewertungstechniken und keine Umbuchungen zwischen den Hierarchiestufen.

SONSTIGE ANGABEN

BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Nahestehende Unternehmen und Personen des Konzerns sind die Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH, Böblingen, als Hauptgesellschafterin sowie der Vorstand und der Aufsichtsrat. Im Berichtszeitraum gab es mit Ausnahme der Dividendenzahlung keine Geschäftsbeziehungen zwischen dem Konzern und der Hauptgesellschafterin Consult Invest Beteiligungsberatungs-GmbH. Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nahestehenden Personen bestanden nicht.

ZUSATZINFORMATION ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds beinhaltet die Zahlungsmittel und die jederzeit fälligen Bankschulden. Die jederzeit fälligen Bankschulden in Höhe von 1.089 TEUR (i. V. 8.289 TEUR) sind in der Bilanzposition "Kurzfristige Finanzschulden" enthalten.

SEGMENTBERICHT

Von den ausgewiesenen Umsatzerlösen entfallen zum 30. Juni 2019 auf 4 Kunden über 10% liegende Umsatzanteile von 31.103 TEUR, 28.991 TEUR, 28.192 TEUR und 25.887 TEUR, die alle Segmente betreffen mit Schwerpunkt bei den Karosserie- und Fahrwerkskomponenten. Im Vorjahr wurden mit drei Kunden aus allen Segmenten resultierende über 10% liegende Umsatzanteile von 34.008 TEUR, 30.342 TEUR und 30.066 TEUR identifiziert.

SEGMENTINFORMATIONEN NACH REGIONEN 1. HALBJAHR 2019

TEUR

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Deutschland Übriges Europa Nordamerika Asien Konsolidierung Konzern
Gesamtumsätze 131.224 40.851 62.482 22.950 55 257.562
Innenumsätze -8.116 -1.437 -48 -2.845 0 -12.446
AUSSENUMSÄTZE 123.108 39.414 62.434 20.105 55 245.116
GESAMTLEISTUNG 133.185 41.555 54.061 21.088 -12.430 237.459
Gesamterträge 5.395 131 1.123 643 -1.907 5.385
Gesamtaufwendungen 128.991 35.465 49.266 19.604 -13.144 220.182
Abschreibungen 7.605 2.463 2.506 1.487 -1.180 12.881
ERGEBNIS VOR ZINSEN UND STEUERN (EBIT) 1.984 3.758 3.412 640 -13 9.781
Zinsertrag 2.253 0 5 3 -2.132 129
Zinsaufwand 3.137 434 1.333 1.143 -2.132 3.915
ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT) 1.100 3.324 2.084 -500 -13 5.995
Ertragsteuern 823 309 435 0 -23 1.544
PERIODENERGEBNIS 277 3.015 1.649 -500 10 4.451
Vermögen 210.783 87.435 103.725 54.423 -40.873 415.493
davon langfristige Vermögenswerte1 76.215 55.438 47.669 31.390 -70 210.642
davon Vertragsvermögenswerte 24.979 3.881 11.030 2.526 -151 42.265
Schulden 53.301 35.376 78.877 62.847 74.546 304.947
Investitionen 8.117 4.259 3.226 1.914 0 17.516
Mitarbeiter (per 30.06.) 1.573 666 753 312 - 3.304


1 Die langfristigen Vermögenswerte enthalten keine latenten Steuern.


SEGMENTINFORMATIONEN NACH REGIONEN 1. HALBJAHR 2018

TEUR

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Deutschland Übriges Europa Nordamerika Asien Konsolidierung Konzern
Gesamtumsätze 154.282 40.376 50.718 24.001 -43 269.334
Innenumsätze -11.635 -4.192 -213 -4.633 0 -20.673
AUSSENUMSÄTZE 142.647 36.184 50.505 19.368 -43 248.661
GESAMTLEISTUNG 149.333 39.710 53.307 24.505 -20.411 246.444
Gesamterträge 5.128 270 1.340 914 -1.672 5.980
Gesamtaufwendungen 142.545 33.701 48.686 23.758 -22.255 226.435
Abschreibungen 6.060 2.386 2.562 1.310 0 12.318
ERGEBNIS VOR ZINSEN UND STEUERN (EBIT) 5.856 3.893 3.399 351 172 13.671
Zinsertrag 1.770 9 0 1 -1.724 56
Zinsaufwand 2.273 523 1.150 893 -1.724 3.115
ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT) 5.353 3.379 2.249 -541 172 10.612
Ertragsteuern 2.040 613 650 2 88 3.393
PERIODENERGEBNIS 3.313 2.766 1.599 -543 84 7.219
Vermögen 206.986 85.431 93.770 59.731 -47.459 398.459
davon langfristige Vermögenswerte1 73.883 52.331 39.310 31.756 -92 197.188
davon Vertragsvermögenswerte 15.340 3.166 4.558 2.935 -182 25.817
Schulden 45.413 33.639 73.517 62.386 71.215 286.170
Investitionen 5.325 6.283 4.005 4.030 0 19.643
Mitarbeiter (per 30.06.) 1.640 664 811 330 - 3.445


1 Die langfristigen Vermögenswerte enthalten keine latenten Steuern.


NACHTRAGSBERICHT

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten, über die zu berichten wäre.

BERICHT DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES DES AUFSICHTSRATS

Der Zwischenfinanzbericht für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2019 ist dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats vorgelegt und durch den Vorstand erläutert worden. Der Prüfungsausschuss stimmte dem Zwischenfinanzbericht zu.


Oberkirch, 29. Juli 2019

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses
Carsten Claus

WEITERE INFORMATIONEN

ORGANE

Im Berichtszeitraum hat sich die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat nicht verändert.

MITGLIEDER DES VORSTANDS

Dr. Volker Simon | Sprecher

Bernd Bartmann

Johannes Obrecht

MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

Karl M. Schmidhuber | Vorsitzender

Dr. Georg Hengstberger | stv. Vorsitzender

Carsten Claus

Herbert König | Arbeitnehmervertreter

Dr. Jochen Ruetz

Gerhard Schrempp | Arbeitnehmervertreter

FINANZKALENDER

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07.11.2019 Quartalsmitteilung
3. Quartal und 9 Monate 2019
25.-27.11.2019 Deutsches Eigenkapitalforum,
Frankfurt am Main
27.05.2020 Hauptversammlung 2020


KONTAKT

Bernd Bartmann
Vorstand Kaufmännischer Bereich

Charlotte Frenzel
Investor Relations

Telefon: +49 7802 84-844
E-Mail: ir@progress-werk.de

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN UND PROGNOSEN

Dieser Zwischenfinanzbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf gegenwärtigen Annahmen, Erwartungen, Schätzungen, Prognosen und anderen derzeit verfügbaren Informationen des Vorstands von PWO und auf daraus von ihm abgeleiteten Annahmen, Erwartungen, Schätzungen, Prognosen und Planungen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse wesentlich von den hier explizit genannten oder implizit enthaltenen Einschätzungen abweichen können. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die PWO in veröffentlichten Berichten, die auf der PWO-Website www.progress-werk.de zur Verfügung stehen, beschrieben hat. PWO übernimmt unbeschadet gesetzlicher Vorgaben keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

HINWEISE

Die Darstellung von Zahlen erfolgt in diesem Dokument in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben. Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird neben den geschlechtsspezifischen Formulierungen auch das generische Maskulinum verwendet. Hiermit sind ausdrücklich alle Geschlechter gemeint.