Progress-Werk Oberkirch AGOberkirchQuartalsmitteilung 1. Quartal 2021BRIEF DES VORSTANDSSEHR GEEHRTE AKTIONÄRE UND GESCHÄFTSFREUNDE, wir können Ihnen heute über ein erfreuliches Auftaktquartal 2021 berichten. Die Zahlen
sind besser als erwartet. Deshalb haben wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr
2021 am 23. April erhöht. Insbesondere unsere Standorte in Mexiko und China konnten eine deutliche Steigerung
bei Umsatzerlösen und EBIT vor Währungseffekten erzielen. Auch der tschechische Standort
trug mit höheren Umsatzerlösen zur positiven Entwicklung des Konzerns bei. Trotz Aufwendungen
für den Standortausbau blieb das EBIT vor Währungseffekten auf hohem Niveau. Am deutschen und kanadischen Standort fielen, in Relation zum Vorjahr, Umsatzerlöse
und EBIT vor Währungseffekten im ersten Quartal geringer aus. In Deutschland setzen
wir unsere Maßnahmen zur Anpassung des Produktionsstandorts mit Nachdruck fort. In
Kanada haben sich kundenseitig die geplanten Serienanläufe einiger Folge- und Neuprojekte
etwas verschoben. Eine Verbesserung der aktuellen Situation ist bereits konkret absehbar. Auch beim Neugeschäft waren wir im ersten Quartal erfolgreich und haben damit erneut
unsere herausragende Lösungskompetenz in den Trendbereichen Elektrifizierung und Sicherheit
sowie Komfort für die Mobilität der Zukunft unterstrichen. Mit unserer Strategie,
bei bestehenden Kunden unser Lieferportfolio zu erweitern, sind wir sehr erfolgreich.
So dürfen wir künftig einen weiteren Bestandskunden erstmals mit Instrumententafelträgern
beliefern. Zu Neukunden bauen wir die Kontakte gezielt und strategisch aus. Für unsere Kunden sind wir ihr bevorzugter Partner, wenn es darum geht, Lösungen
für neue Anforderungen zu finden und dafür die Grenzen des technologisch Machbaren
in der Metallumformung und der Verbindungstechnologie zu verschieben. Wir bringen
für sie anspruchsvollstes Design in die Großserie und sind dafür oft schon in einer
sehr frühen Projektphase eingebunden. Dazu setzen wir auf konsequente Digitalisierung.
So steigern wir die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Prozesse und behalten dabei
ihre Nachhaltigkeit immer fest im Blick, um unseren Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse
heutiger und künftiger Generationen zu leisten. Weitreichende Veränderungen im Konzern sind angestoßen. Wir sind mit hohem Tempo
unterwegs, sie bestmöglich umzusetzen. Umfangreiche offene Kreditlinien geben uns
die Flexibilität und die Spielräume, den Konzern so zu positionieren, dass er seine
Marktchancen bestmöglich ausschöpfen kann. Oberkirch, im Mai 2021 Der Vorstand AUSGEWÄHLTE INFORMATIONEN ZU DEN SEGMENTEN UND ZUM KONZERN
ERTRAGSLAGE Im ersten Quartal 2021 verbesserten sich die Umsatzerlöse leicht auf 110,2 Mio. EUR
(i. Vj. 108,8 Mio. EUR). Dies ist eine erfreuliche Entwicklung, da wir uns in vielen
Ländern immer noch mitten in einer corona-bedingten Rezession befinden und das erste
Quartal 2020 noch kaum von Corona tangiert war. Während das Geschäft in einigen Teilen der Welt zwar wieder anzieht, ist die konjunkturelle
Entwicklung unserer Branche insbesondere in Deutschland noch verhalten. Die Entwicklung
unserer Standorte erläutern wir im nachfolgenden Kapitel im Einzelnen. Das EBIT vor Währungseffekten konnte nicht ganz an das Niveau des ersten Quartals
des Vorjahres anknüpfen. Belastet hat die Ertragsentwicklung insbesondere ein Anstieg
der Materialaufwandsquote auf 53,1 Prozent (i. Vj. 51,2 Prozent). Dies ergab sich
sowohl aus einem leicht veränderten Produktmix als auch aus steigenden Materialpreisen,
über deren Weitergabe wir uns derzeit noch in Verhandlungen mit einigen unserer Kunden
befinden. Positiv wirkte sich hingegen der Rückgang der Personalaufwandsquote auf 27,9 Prozent
(i. Vj. 29,1 Prozent) aus. Hierzu trugen vor allem unsere Auslandsstandorte bei, die
im vergangenen Jahr ihre personellen Kapazitäten anpassten und aktuell im sich wiederbelebenden
Geschäft Neueinstellungen erst sukzessive nachziehen. Infolge der eng gesteuerten
Investitionen des vergangenen Jahres ermäßigte sich die Abschreibungsquote auf 5,3
Prozent (i. Vj. 5,9 Prozent). Belastet hat der Anstieg der Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 12,6
Prozent (i. Vj. 12,0 Prozent). Während die Aufwendungen für in Zeitarbeit Beschäftigte
rückläufig waren, nahmen vor allem diejenigen für Fremdreparaturen und Wartungsarbeiten
sowie für den Ausbau unserer Standorte im Ausland und die Sicherung der Zukunftsfähigkeit
des deutschen Produktionsstandorts zu. Inklusive der Währungseffekte betrug das EBIT in der Berichtsperiode 5,9 Mio. EUR
(i. Vj. 6,1 Mio. EUR). Die Finanzierungsaufwendungen verharrten mit 1,5 Mio. EUR (i.
Vj. 1,6 Mio. EUR) im Wesentlichen auf dem Vorjahresniveau. Die Ertragssteuern ermäßigten
sich vor allem aufgrund der Nutzung von Verlustvorträgen an den Auslandsstandorten
in Mexiko und China. Insgesamt verbesserten sich das Periodenergebnis auf 4,1 Mio.
EUR (i. Vj. 3,5 Mio. EUR) und das Ergebnis je Aktie auf 1,32 EUR (i. Vj. 1,11 EUR). SEGMENTE Der PWO-Konzern ist weltweit mit fünf Produktions- und drei Montagestandorten vertreten.
Da es sich bei Letzteren um separate Betriebsstätten der Produktionsstandorte handelt,
stellen wir bei den folgenden Erläuterungen auf die fünf Produktionsstandorte bzw.
Gesellschaften ab. Bei der Erläuterung der Ergebnisse der Segmente beziehen wir uns
zudem auf das EBIT vor Währungseffekten, weil diese Größe die operative Entwicklung
widerspiegelt. An unserem deutschen Standort blieben die Gesamtumsätze marktbedingt unter ihrem
Vorjahreswert. Wir setzen an dem Produktionsstandort derzeit ein umfangreiches Maßnahmenpaket
um, damit wir die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und auch wieder wachsen können. Dazu
gehört die Anpassung der personellen Ressourcen. Bereits im Verlauf des Geschäftsjahres
2020 führten wir die Anzahl der Mitarbeitenden sichtbar zurück. Am 1. Januar 2021 sind weitere 74 Beschäftigte in eine Transfergesellschaft übergetreten.
Am Ende des ersten Quartals 2021 waren 217 Personen weniger am Standort beschäftigt
als zum gleichen Stichtag im Vorjahr. Dies trug dazu bei, dass die Personalaufwandsquote
im Berichtsquartal trotz der rückläufigen Gesamtumsätze gegenüber dem Vorjahr leicht
zurückgeführt werden konnte. Dennoch liegt sie mit 35,1 Prozent weiterhin auf einem
zu hohen Niveau. Wir werden daher unsere Anstrengungen, welche schwerpunktmäßig Prozessverbesserungen
in Produktion und Verwaltung sowie den Aufbau einer stärker spezialisierten, datengetriebenen
Fertigung mit entsprechender Digitalisierung in allen Bereichen des Standorts zum
Ziel haben, mit hohem Tempo fortsetzen. Im Segment Tschechien stiegen die Gesamtumsätze im ersten Quartal 2021 erfreulich
an. Trotz Aufwendungen für den Standortausbau blieb das EBIT vor Währungseffekten
auf hohem Niveau. In Tschechien ist bereits heute das Kompetenzzentrum "Sitz" des
PWO-Konzerns angesiedelt; in diesem Bereich werden regelmäßig Lösungen für globale
Anwendungen entwickelt. Künftig wird die Fertigung von Instrumententafelträgern für
europäische Kunden zum zweiten wesentlichen Schwerpunkt des Standorts ausgebaut. Der
im Kapitel "Neugeschäft" erläuterte Auftrag eines Neukunden für diesen Bereich stellt
einen wesentlichen Meilenstein auf diesem Weg dar. Im Segment Kanada werden die Gesamtumsätze steigen, sobald die Kunden die für die
geplanten Neuanläufe substanziellen Volumina abrufen. Ein für das erste Quartal vorgesehener
Neuanlauf wurde kundenseitig etwas verschoben. Trotz sichtbar rückläufiger Gesamtumsätze
in der Berichtsperiode konnte der Standort durch strenges Kostenmanagement ein EBIT
nur knapp unterhalb des Break-even erzielen. Eine Verbesserung der aktuellen Situation
ist durch anlaufende Serienproduktionen bereits konkret absehbar. Die Gesamtumsätze im Segment Mexiko profitierten in der Berichtsperiode sowohl von
einer guten Marktentwicklung als auch von Neuanläufen. Der Standort konnte daher kräftig
wachsen und sein EBIT annähernd verdoppeln. Bereits seit Längerem sehen wir die steigende
Leistungsfähigkeit und hohe Stabilität der Ertragskraft dieses Standorts. Er wird
bei zunehmenden Umsätzen immer stärker zum Konzern-EBIT beitragen und sich zu einem
Wachstumstreiber des Konzerns entwickeln. Der Anstieg der Gesamtumsätze im Segment China in den ersten drei Monaten des laufenden
Geschäftsjahres lag deutlich über unseren Erwartungen. Er war maßgeblich getrieben
durch den starken Nachfrageanstieg, nachdem China die Pandemie weitgehend überwunden
zu haben scheint. Das EBIT des chinesischen Standorts verbesserte sich entsprechend.
Wir konnten die Leistungsfähigkeit des Standorts in den letzten Jahren deutlich steigern
und werden unsere Aktivitäten in China gezielt weiter ausbauen. VERMÖGENS- UND FINANZLAGEEIGENKAPITAL-QUOTE IN PROZENT ![]() Die Entwicklung der Bilanz spiegelt die Wiederbelebung des Geschäfts nach dem coronageprägten
Geschäftsjahr 2020 und zugleich das noch niedrige Volumen der Investitionen in der
Berichtsperiode. So verharrten die langfristigen Vermögensgegenstände mit 224,4 Mio.
EUR auf dem Stand zum 31. Dezember 2020, während die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte
auf 113,1 Mio. EUR nach 106,2 Mio. EUR zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres zulegten.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhten sich stichtagsbedingt auf 23,6
Mio. EUR nach 6,2 Mio. EUR. Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital auf 113,1 Mio. EUR nach 104,5
Mio. EUR am Bilanzstichtag 31. Dezember 2020. Dies resultierte aus dem Periodenergebnis
der Berichtsperiode sowie einer aufgrund veränderter Kapitalmarktzinsen niedrigeren
Bewertung der Pensionsrückstellungen. Darüber hinaus weiteten wir analog zum Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte die
kurzfristigen Schulden auf 142,9 Mio. EUR nach 119,2 Mio. EUR aus - und zwar insbesondere
die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die kurzfristigen Finanzschulden. Insgesamt verbesserte sich die Eigenkapitalquote zum 31. März 2021 auf 29,1 Prozent
nach 28,7 Prozent zum Beginn des Geschäftsjahres. Die Nettoverschuldung blieb mit
102,7 Mio. EUR nach 102,5 Mio. EUR nahezu unverändert. Wir verfügen über umfangreiche freie Kreditlinien, die uns die Handlungsspielräume
geben, unsere Unternehmensstrategie auch im Falle einer möglichen Verschlechterung
der pandemischen Situation fortzusetzen. In den ersten drei Monaten 2021 nahmen wir
zusätzlich eine KfW-Finanzierung in Höhe von 30,0 Mio. EUR auf. Sie hat eine Laufzeit
bis Dezember 2023, kann aber jederzeit zurückgegeben werden. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ermäßigte sich in den ersten drei Monaten
des laufenden Geschäftsjahres auf 4,0 Mio. EUR nach 13,8 Mio. EUR im Vorjahr. Dazu
trug eine höhere Mittelbindung im Umlaufvermögen bei. Aus der Veränderung des kurzfristigen
Vermögens resultierte ein negativer Cashflow-Effekt von 9,1 Mio. EUR nach einem positiven
Effekt von 6,3 Mio. EUR im ersten Quartal des Vorjahres. Zudem erfolgten Auszahlungen
im Rahmen der Personalanpassungsmaßnahmen. Der Saldo aus den sonstigen zahlungsunwirksamen
Aufwendungen/Erträgen belief sich auf 4,1 Mio. EUR nach -0,1 Mio. EUR. Der Anstieg
spiegelt im Wesentlichen Effekte aus der Veränderung der Pensionsrückstellungen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit blieb mit 1,8 Mio. EUR (i. Vj. 2,9
Mio. EUR) niedrig. Die Investitionen des Berichtszeitraums werden nachfolgend erläutert.
Damit betrug der Free Cashflow nach gezahlten Zinsen 0,7 Mio. EUR (i. Vj. 9,2 Mio.
EUR). Inklusive der Aufnahme von Krediten und Leasingverbindlichkeiten von per Saldo 14,1
Mio. EUR stiegen die Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente im Berichtsquartal um
14,8 Mio. EUR. Im Vorjahr waren Kredite und Leasingverbindlichkeiten per Saldo um
4,9 Mio. EUR angestiegen Dies hatte zu einer Veränderung der Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente
um 14,1 Mio. EUR geführt. INVESTITIONEN Im Berichtsquartal waren die Investitionen, wie im Segmentbericht ausgewiesen, noch
deutlich von unserer liquiditätsbezogenen Steuerung des vergangenen Geschäftsjahres
geprägt. Mit 2,1 Mio. EUR (i. Vj. 3,0 Mio. EUR) blieben sie noch unter dem niedrigen
Vorjahreswert. Mit 1,0 Mio. EUR (i. Vj. 0,8 Mio. EUR) entfiel lediglich auf das Segment
Deutschland ein nennenswertes Volumen. Dies betraf insbesondere eine Setzautomation
zur Steigerung der Prozesseffizienz an einer Presse sowie die Anzahlung für ein vollautomatisiertes
Fräszentrum im Werkzeugbau im Rahmen unseres Digitalisierungsprojektes. Im Segment
Tschechien und Kanada fielen projektbezogene Investitionen von 0,6 Mio. EUR (i. Vj.
0,3 Mio. EUR) bzw. von 0,3 Mio. EUR (i. Vj. 0,4 Mio. EUR) an. In Mexiko und China
waren die Investitionen gering. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres werden sich die Investitionen planmäßig wieder
erhöhen und sollen im Gesamtjahr mit mehr als 20 Mio. EUR das Volumen des abgelaufenen
Geschäftsjahres von 13,8 Mio. EUR deutlich übertreffen. Dabei investieren wir gezielt
in Produktivitätsmaßnahmen und Prozessverbesserungen sowie in neue Serienprojekte. NEUGESCHÄFT (LIFETIME-VOLUMEN SERIEN UND WERKZEUGE) IN MIO. EUR ![]() NEUGESCHÄFT Unsere Lösungspalette konzentriert sich auf die Trendbereiche Elektrifizierung und
Sicherheit sowie Komfort für die Mobilität der Zukunft. Das hohe Neugeschäft des ersten
Quartals unterstreicht unsere herausragende Lösungskompetenz in diesen Bereichen.
Insgesamt erzielten wir in den ersten drei Monaten -inklusive damit verbundener Werkzeugvolumina
von gut 17 Mio. EUR - ein Neugeschäftsvolumen von rund 135 Mio. EUR. Größere Umfänge
betreffen Komponenten für die Luftfederung verschiedener Oberklasse-Fahrzeuge eines
renommierten internationalen Herstellers, die wir am Standort Oberkirch fertigen werden. Zudem produzieren wir künftig an unserem tschechischen Standort Instrumententafelträger
für die rein elektrisch angetriebene Reiselimousine eines wichtigen Kunden. Dieser
Auftrag ist in mehrfacher Hinsicht bedeutend für PWO: Mit ihm werden wir diesen Produktbereich
in Tschechien weiter ausbauen. Zudem betrifft der Auftrag einen Kunden, den wir erstmals
mit diesen Produkten beliefern dürfen. Und nicht zuletzt unterstreichen wir unsere
Kompetenz, wenn es um Lösungen für elektrisch angetriebene Premiummodelle geht. Sie
gehören aktuell und in der Zukunft zu den besonders stark wachsenden Marktbereichen. Der Produktionsstart des Neugeschäfts des ersten Quartals ist ganz überwiegend für
das Geschäftsjahr 2023 vorgesehen. Ein wesentlicher Teil betrifft die Belieferung
von Plattformen, auf deren Basis verschiedene Fahrzeugmodelle mit unterschiedlichen
An- und Auslaufzeitpunkten gefertigt werden. Daher liegt die Laufzeit der im ersten
Quartal gewonnenen Aufträge eher am oberen Ende der für unser Geschäft typischen Bandbreite
von durchschnittlich 5 bis 8 Jahren. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Die im Geschäftsbericht 2020 dargestellten Chancen und Risiken für die Entwicklung
des PWO-Konzerns und seiner Segmente haben weiterhin Gültigkeit. Die Geschäftsentwicklung in der Berichtsperiode lag über unseren Erwartungen für
das laufende Jahr. Deshalb gaben wir am 23. April mit einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt,
dass wir unsere Erwartungen für das laufende Jahr angehoben haben. Zugleich wiesen
wir darauf hin, dass wir weiterhin eine Belastung der Absatzzahlen in unserer Industrie,
insbesondere in Europa, durch die Corona-Pandemie nicht ausschließen. Zudem bestünden
unverändert Versorgungsrisiken bei kritischen Bauteilen und Werkstoffen. Diese betreffen insbesondere Computerchips. Aufgrund von Lieferengpässen kann es
deshalb immer wieder zu Reduzierungen oder Unterbrechungen bei der Fahrzeug-Produktion
kommen. Alle Beteiligten in unserer Industrie arbeiten eng mit den Chipherstellern
zusammen, um Kapazitäten und Lieferungen bestmöglich zu steuern. Allerdings erfordert
der Aufbau zusätzlicher Kapazitäten einen längeren zeitlichen Vorlauf, sodass sich
dieses Problem kurzfristig nicht vollständig lösen lässt. Auch bei Stahl bestehen derzeit Lieferengpässe. Diese können PWO direkt betreffen
und zwar sowohl was die zeitgerechte Belieferung mit den erforderlichen Mengen angeht
als auch Preisrisiken, die sich aus möglicherweise notwendigen Zukäufen am Spotmarkt
ergeben können. Bezüglich der Weitergabe höherer Preise müssen wir dann - wie in der Vergangenheit
- einvernehmliche Lösungen mit unseren Kunden finden. Dies führt in der Regel zu einem
Zeitversatz zwischen Materialeinkauf und Kompensation durch den Kunden. Schätzungen über künftige Entwicklungen von Wechselkursen sind nicht Teil unserer
Unternehmensprognosen. Zur Vermeidung von Währungsrisiken schließen wir entsprechende
Sicherungsgeschäfte ab. Ziel ist es, die bei Eingang eines Auftrags unterstellten
Währungsparitäten und damit die erwarteten Deckungsbeiträge abzusichern. PROGNOSEBERICHT Vor dem Hintergrund der im vorangegangenen Kapitel dargestellten Risiken haben wir
unsere neue Prognose für das Geschäftsjahr 2021 unter den Vorbehalt gestellt, dass
die Pandemie zu keinen neuen Lockdowns führen wird und sich aus Versorgungsproblemen
im weiteren Jahresverlauf keine relevanten Unterbrechungen der Lieferketten in unserer
Industrie ergeben werden. Wir erwarten inzwischen für das laufende Geschäftsjahr Umsatzerlöse von 400 Mio.
EUR bis 410 Mio. EUR. Zu dem Wachstum sollen insbesondere unsere Standorte in Tschechien,
Mexiko und China beitragen. Entsprechend gehen wir davon aus, dass deren Beiträge
zum EBIT vor Währungseffekten im Jahr 2021 über den bisherigen Erwartungen liegen
werden. Auch der deutsche Standort wird zum Umsatzwachstum beitragen. Unverändert arbeiten
wir intensiv an der Anpassung des Produktionsstandortes an die internationalen Wettbewerbsbedingungen.
Die Auswirkungen aus der Vielzahl laufender Verbesserungsmaßnahmen sind, auch im Hinblick
auf den jüngsten Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie, noch nicht abschließend
zu beurteilen. Daher besteht für diesen Standort derzeit noch die größte Unsicherheit
über die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2021. Am kanadischen Standort werden Serienanläufe zu einem Wachstum der Umsatzerlöse führen,
zugleich belasten sie jedoch das EBIT vor Währungseffekten vorübergehend. In Summe
rechnen wir aktuell für den Konzern mit einem EBIT vor Währungseffekten von 15 Mio.
EUR bis 18 Mio. EUR. Die verbesserten Ertragsaussichten werden sich in den bilanziellen Steuerungsgrößen
und im Free Cashflow positiv auswirken. Aktualisierte Planungen für diese Kennzahlen
werden wir zu einem späteren Zeitpunkt vorlegen. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
KONZERN-GESAMT-ERGEBNISRECHNUNG
KONZERN-BILANZAKTIVA
PASSIVA
KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
SEGMENTBERICHTSEGMENTINFORMATIONEN NACH REGIONEN 1. QUARTAL 2021
1
Die langfristigen Vermögenswerte enthalten keine latenten Steuern SEGMENTBERICHTSEGMENTINFORMATIONEN NACH REGIONEN 1. QUARTAL 2020
1
Anpassungen aufgrund geänderter Bilanzierung (siehe Geschäftsbericht 2020, Anhangangabe
5, Kapitel Vertragsvermögenswerte) ORGANE Im Berichtszeitraum hat sich die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat nicht
verändert. MITGLIEDER DES VORSTANDS Carlo Lazzarini | CEO Dr. Cornelia Ballwießer | CFO Johannes Obrecht | COO MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS
FINANZKALENDER
KONTAKT DR. CORNELIA BALLWIEßER Chief Financial Officer CHARLOTTE FRENZEL Investor Relations Telefon: +49 7802 84-844 E-Mail: ir@progress-werk.de ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN UND PROGNOSEN Diese Quartalsmitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf gegenwärtigen
Annahmen, Erwartungen, Schätzungen, Prognosen und anderen derzeit verfügbaren Informationen
des Vorstands von PWO und auf daraus von ihm abgeleiteten Annahmen, Erwartungen, Schätzungen,
Prognosen und Planungen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als
Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen.
Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige
Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse wesentlich
von den hier explizit genannten oder implizit enthaltenen Einschätzungen abweichen
können. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die PWO in veröffentlichten Berichten,
die auf der PWO-Website www.progress-werk.de zur Verfügung stehen, beschrieben hat.
PWO übernimmt unbeschadet gesetzlicher Vorgaben keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten
Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen. HINWEISE Die Darstellung von Zahlen erfolgt in diesem Dokument in der Regel in TEUR und in
Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber
der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten
Charakter haben. Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit werden neben geschlechtsneutralen
auch geschlechtsspezifische Formulierungen verwendet. Hiermit sind ausdrücklich alle
Geschlechter gemeint. |
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