Progress-Werk Oberkirch AGOberkirchQuartalsmitteilung 1. Quartal 2022Quartalsmitteilung1. QUARTAL 2022Brief des VorstandsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr
geehrte Geschäftsfreunde,
das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres haben
wir bei Umsatzerlösen und EBIT vor
Währungseffekten erfolgreich abgeschlossen. Hierzu
trugen Preisanpassungen aufgrund gestiegener Materialpreise
bei. Auch die Kostenentwicklung unseres laufenden
Geschäfts steuern wir eng. Auf Basis der
sorgfältigen Bewertung der aus heutiger Sicht
absehbaren Chancen und Risiken können wir unsere
Jahresprognose daher bestätigen.
Und mit einem Lifetime-Volumen des Neugeschäfts von
rund 210 Mio. EUR im ersten Quartal sind wir gut unterwegs,
um auch das Wachstum in den nächsten Jahren zu
sichern. Ganz besonders freuen wir uns über einen
Prototypenauftrag für diverse Komponenten von
Brennstoffzellen, den wir auf Grundlage unserer
erfolgreichen Entwicklungsarbeit nach Ende der
Berichtsperiode erhalten haben. Damit erfolgt ein weiterer
konkreter Schritt in einen neuen Absatzmarkt. Das Jahr 2022
steht im Zeichen der Transformation unserer gesamten
Geschäftsprozesse in Richtung Nachhaltigkeit, wie auch
dieser Auftrag beispielhaft zeigt.
Die Zeit drängt, für den Klimaschutz schnell
den Verbrauch fossiler Energien zu reduzieren. Mit dem
Ukraine-Krieg ist hierfür nun auch eine geopolitische
Dimension der gegenwärtigen Verknappung der
Energieressourcen hinzugetreten. Als vollständig
verbrennerunabhängiges Unternehmen sind wir für
die CO
2-neutrale Mobilität der Zukunft
erstklassig positioniert. Wir können damit alle
vorhandenen Ressourcen auf die Gestaltung unserer Zukunft
ausrichten. Im Jahr 2021 haben wir, wie Sie wissen, ein
umfangreiches Projekt zur Weiterentwicklung unserer
Nachhaltigkeitsstrategie aufgesetzt, um unseren Weg hin zu
Net-Zero-Emissionen weiter zu beschleunigen. Inzwischen
sind wir der Science Based Targets initiative (SBTi)
beigetreten und haben uns kurzfristige, konzernweite CO
2-Reduktionsziele gesetzt.
Innovation und Technologie werden dabei die
Schlüssel zu nachhaltigem Wachstum sein und zur
Wertsteigerung des Konzerns beitragen. Diese auch in
herausfordernden Zeiten zu realisieren, daran arbeiten wir
alle bei PWO mit größtem Einsatz und
höchster Motivation.
Oberkirch, im Mai 2022
Der Vorstand
Wirtschaftliche EntwicklungErtragslageSegmentinformationen nach Regionen: 3 Monate 2022scrollen
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Die Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung des
ersten Quartals 2022 ist maßgeblich durch ein
einerseits erfreuliches Geschäft, aber auch durch
andererseits deutlich gestiegene Einkaufspreise
geprägt. Wir konnten für wesentliche Teile dieser
Preisanstiege einvernehmliche Lösungen mit unseren
Kunden finden.
Dies trug erheblich zum Anstieg der Umsatzerlöse im
Berichtszeitraum bei. Der Ausbruch des Ukraine-Krieges
belastete unsere Standorte in unterschiedlicher Weise.
Deren Entwicklung erläutern wir im nachfolgenden
Kapitel im Einzelnen.
Die massiven Anstiege der Einkaufspreise und die daraus
resultierende Ausweitung der Umsatzerlöse führten
zu einer Zunahme der Materialaufwandsquote von 53,2 Prozent
im Vorjahr auf 59,0 Prozent im Berichtsquartal. Umgekehrt
ermäßigte sich die Personalaufwandsquote von
28,0 Prozent auf 23,9 Prozent.
Zu der niedrigeren Abschreibungsquote von 4,7 Prozent
nach 5,3 Prozent im Vorjahr trug auch unsere insgesamt
verhaltene Investitionstätigkeit in den Pandemiejahren
bei. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen war ein
absoluter Rückgang gegenüber dem Vorjahr zu
verzeichnen. Dieser resultierte zum Teil aus niedrigeren
Währungsaufwendungen, denen entsprechend auch
rückläufige Währungserträge
gegenüberstanden. Bereinigt um diesen Effekt, lagen
die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 0,9 Mio. EUR
unter dem Vorjahreswert. Einsparungen konnten insbesondere
bei Rechts- und Beratungskosten, bei in Zeitarbeit
Beschäftigten sowie bei den in der Position
"Übrige" zusammengefassten Aufwendungen realisiert
werden.
Insgesamt legte das EBIT vor Währungseffekten in
den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres
auf 7,8 Mio. EUR (i. Vj. 5,7 Mio. EUR) zu und betrug
inklusive Währungseffekten ebenfalls 7,8 Mio. EUR (i.
Vj. 5,9 Mio. EUR). Die Finanzierungsaufwendungen verharrten
mit 1,4 Mio. EUR (i. Vj. 1,5 Mio. EUR) im Wesentlichen auf
dem Vorjahresniveau. Nach einer wieder etwas höheren
Steuerbelastung als im Vorjahr verbesserten sich das
Periodenergebnis auf 5,2 Mio. EUR (i. Vj. 4,1 Mio. EUR) und
das Ergebnis je Aktie auf 1,67 EUR (i. Vj. 1,32 EUR).
SegmenteEntsprechend der internen Steuerung im Konzern stellen
unsere Standorte die Basis für die
Segmentberichterstattung dar. Der PWO-Konzern ist weltweit
mit 8 Standorten vertreten, davon einer in Deutschland,
zwei in Tschechien, einer in Kanada und je zwei in Mexiko
bzw. China. Bei der folgenden Erläuterung der
Ergebnisse der Segmente beziehen wir uns auf das EBIT vor
Währungseffekten, weil diese Größe die
operative Entwicklung widerspiegelt.
An unserem Standort im Segment Deutschland legten die
Außenumsätze gegenüber dem Vorjahreswert
aufgrund von im Durchschnitt des Berichtsquartals noch
recht stabilen Kundenabrufen sowie den
Materialpreisanpassungen entsprechend zu. Dadurch, sowie
aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen zur Reduzierung
der Kosten insgesamt, konnte das EBIT im Vergleich zum
Vorjahresquartal deutlich verbessert werden. Dazu hat vor
allem eine im Konzern überdurchschnittliche
Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen
(bereinigt um die Veränderung aus
Währungseffekten) beigetragen.
Auch im Segment Tschechien stiegen die
Außenumsätze im Berichtsquartal an. Die
Kundenabrufe waren allerdings im März aufgrund von
Produktionsstillständen bei einigen Kunden leicht
rückläufig. Trotz der Belastungen der
betrieblichen Prozesse aus dem Standortausbau konnte die
EBIT-Marge des Segments weiter verbessert werden, was die
Leistungsfähigkeit der dortigen Standorte erneut
unterstreicht.
Im Segment Kanada laufen derzeit neue große
Serienproduktionen an bzw. hoch. Dies sowie die
Preisanpassungen trugen maßgeblich zu der
annähernden Verdoppelung der Außenumsätze
gegenüber dem Vorjahr bei. Zudem entwickelten sich die
Werkzeugumsätze positiv. Im März waren die
Kundenabrufe sogar gestiegen, und auch für die
nächsten Monate sind weiterhin hohe Abrufe avisiert.
Trotz noch erheblicher Belastungen aus den aktuellen An-
und Hochläufen hat das Segment die im vergangenen
Geschäftsjahr angekündigte Ertragswende bereits
vollzogen und befindet sich auf einem guten Weg zur
früheren Ertragsstärke.
Die Außenumsätze im Segment Mexiko legten
ähnlich stark wie im Konzern zu. Allerdings hatten wir
ein noch stärkeres Wachstum erwartet. Vor allem im
März gingen die Kundenabrufe deutlich zurück.
Dennoch und trotz des zusätzlichen Aufwandes aus dem
laufenden Standortausbau konnte die EBIT-Marge des Segments
im ersten Quartal auf dem hohen Vorjahresniveau gehalten
werden. Dazu hat auch der veränderte Produktmix mit
einem geringeren Materialeinsatz beigetragen.
Unsere Standorte im Segment China sind, wie die
Industrie dort insgesamt, von den harten Lockdowns
betroffen, welche die chinesische Regierung verhängt
hat, um ein Wiederaufflammen der Corona-Pandemie zu
verhindern. Ende März blieb der Standort in Shenyang
für 5 Tage geschlossen. Auch in der Region Shanghai
hat sich die Situation zugespitzt. Hier kann es zum
Beispiel vereinzelt wegen pandemie-bedingten
Rohmaterialmangels zu kurzfristigen Schließungen
kommen, weil Lkw-Fahrten durch die
Quarantäne-Vorschriften limitiert sind. Trotzdem
erreichten die Außenumsätze im Segment China in
der Berichtsperiode das Vorjahresniveau, weil
Preisanpassungen aufgrund der gestiegenen Materialkosten
für einen Ausgleich gesorgt haben. Entsprechend waren
aber die erwirtschafteten Beiträge zur Deckung der
betrieblichen Aufwendungen aus den Serienabrufen
rückläufig, was das EBIT in der Berichtsperiode
belastet hat.
Vermögens- und FinanzlageEigenkapitalquote (in %)
Die Entwicklung der Bilanz war im ersten Quartal des
Berichtsjahres von den noch geringen Investitionen
einerseits und dem massiven Anstieg der Einkaufspreise
andererseits geprägt. So gingen die Sachanlagen im
Verlauf des Quartals von 179,9 Mio. EUR zum 31. Dezember
2021 auf 177,1 Mio. EUR zum 31. März 2022 leicht
zurück. Inklusive niedrigerer latenter
Steueransprüche, die sich von 17,9 Mio. EUR auf 15,8
Mio. EUR ermäßigten, reduzierten sich die
langfristigen Vermögenswerte von 224,6 Mio. EUR auf
219,7 Mio. EUR.
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte legten
hingegen - vor allem preisgetrieben - von 109,1 Mio. EUR
auf 130,0 Mio. EUR zu. Dies spiegelt sich insbesondere in
der Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und der kurzfristigen Vertragsvermögenswerte wider.
Insgesamt belief sich die Bilanzsumme zum Berichtsstichtag
auf 390,4 Mio. EUR nach 373,3 Mio. EUR zum 31. Dezember
2021.
Auf der Passivseite der Bilanz verbesserte sich das
Eigenkapital von 125,3 Mio. EUR auf 137,0 Mio. EUR. Hierzu
trugen im Wesentlichen das erfreuliche Periodenergebnis und
die wegen veränderter Kapitalmarktzinsen niedrigere
Bewertung der Pensionsrückstellungen bei.
Darüber hinaus weiteten sich analog zum Anstieg der
kurzfristigen Vermögenswerte die kurzfristigen
Schulden von 112,7 Mio. EUR auf 134,1 Mio. EUR aus - und
zwar insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie die kurzfristigen Finanzschulden.
Die Eigenkapitalquote stieg von 33,6 Prozent zu
Quartalsbeginn auf 35,1 Prozent zum Berichtsstichtag. Die
Nettoverschuldung nahm von 103,6 Mio. EUR auf 111,3 Mio.
EUR zu. Wir verfügen über umfangreiche freie
Kreditlinien, die uns die Handlungsspielräume geben,
unsere Unternehmensstrategie auch in der gegenwärtigen
angespannten geopolitischen Situation weiter konsequent
umzusetzen.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
betrug in den ersten drei Monaten des laufenden
Geschäftsjahres -4,9 Mio. EUR nach 4,0 Mio. EUR im
Vorjahr. Dazu trug vor allem die erläuterte
höhere Mittelbindung im Umlaufvermögen bei. Aus
der Veränderung des kurzfristigen Vermögens
resultierte ein negativer Cashflow-Effekt von 25,1 Mio. EUR
nach einem negativen Effekt von 9,1 Mio. EUR im ersten
Quartal des Vorjahres. Der Saldo aus den sonstigen
zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträgen belief sich
auf 6,1 Mio. EUR nach 4,1 Mio. EUR im Vorjahr. Die Position
wird im Wesentlichen geprägt durch die
versicherungsmathematischen Gewinne aus der Bewertung der
Pensionsrückstellungen.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit
blieb mit 2,0 Mio. EUR (i. Vj. 1,8 Mio. EUR) gering. Die
Investitionen des Berichtszeitraums werden nachfolgend
erläutert. Damit betrug der Free Cashflow nach
gezahlten und erhaltenen Zinsen -8,3 Mio. EUR (i. Vj. 0,7
Mio. EUR).
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug
5,2 Mio. EUR (i. Vj. 12,6 Mio. EUR). Darin ist die Netto-
Aufnahme von Krediten und Leasingverbindlichkeiten von 6,6
Mio. EUR (i. Vj. 14,1 Mio. EUR) enthalten. Die
Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente inklusive der
jederzeit fälligen Bankschulden, die zum Cash
Management des Konzerns zählen, sind im
Berichtsquartal um 1,7 Mio. EUR gesunken (i. Vj. Anstieg um
14,8 Mio. EUR).
InvestitionenIm Berichtsquartal übertrafen die Investitionen,
wie im Segmentbericht ausgewiesen, zwar mit 2,6 Mio. EUR
(i. Vj. 2,0 Mio. EUR) den Vorjahreswert, lagen damit aber
weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Größere
Einzelpositionen entfielen auf unsere Segmente Deutschland,
Tschechien und Mexiko, während in den Segmenten Kanada
und China keine nennenswerten Einzelinvestitionen
realisiert wurden.
Auf das Segment Deutschland entfielen im ersten Quartal
des laufenden Geschäftsjahres Investitionen in
Höhe von 0,7 Mio. EUR (i. Vj. 1,0 Mio. EUR), darunter
insbesondere eine projektbezogene Erweiterung des
Presswerks, die bis zum Ende des laufenden Jahres
abgeschlossen sein soll. Im Segment Tschechien beliefen
sich die Investitionen in den ersten 3 Monaten auf 1,0 Mio.
EUR (i. Vj. 0,6 Mio. EUR) und betrafen vor allem
Fertigungseinrichtungen für
Instrumententafelträger im Vorfeld der anstehenden
neuen großen Serienanläufe. Das im Segment
Mexiko realisierte Volumen betrug 0,6 Mio. EUR (i. Vj. 0,1
Mio. EUR) und betraf im Wesentlichen die fortschreitende
Erweiterung unserer Logistikflächen und
projektbezogene Investitionen in das Presswerk.
NeugeschäftLifetime-Volumen Serien und Werkzeuge (Mio. EUR)
Wir steigern unsere vertrieblichen Anstrengungen
kontinuierlich, arbeiten regelmäßig in globalen
Teams - bestehend aus mehreren unserer internationalen
Standorte sowie Fachbereiche - und konzentrieren uns auf
unsere Entwicklungskompetenzen.
Der Erfolg dieser Strategie zeigt sich in einem
anhaltend hohen Neugeschäft. So erzielten wir in den
ersten 3 Monaten ein Neugeschäftsvolumen von rund 210
Mio. EUR. Darin enthalten sind mit den Serienaufträgen
verbundene Werkzeugvolumina von rund 10 Mio. EUR.
Ein hoher Anteil am aktuellen Neugeschäft entfiel
auf unseren deutschen Standort in Oberkirch. Vor allem im
Bereich der einbaufertigen Baugruppen mit hochkomplexen
tiefgezogenen Gehäusen waren wir hier erfolgreich.
Darüber hinaus freuen wir uns über ein
erhebliches zusätzliches Volumen für
Luftfeder-Komponenten in Leichtbauweise. Auch bei modernen
elektrohydraulischen Systemen zur
Bremskraftverstärkung sind wir hervorragend
positioniert und liefern Komponenten, die
modellunabhängig in vielen verschiedenen Fahrzeugtypen
verbaut werden.
Für unsere tschechischen Standorte können wir
über einen größeren Auftrag für den
Bereich Sitzkomponenten berichten. Darüber hinaus
werden wir künftig für einen unserer Kunden das
Gehäuse eines Bordladegeräts liefern und damit
das Einbringen unserer Kompetenzen im Bereich der
E-Mobility erneut unterstreichen. Das Bordladegerät
ist ein wichtiger Teil des Schnellladesystems und damit der
Elektrifizierung eines Fahrzeugs.
Der Produktionsstart des im ersten Quartal 2022
gewonnenen Neugeschäfts ist ganz überwiegend ab
dem Geschäftsjahr 2023 vorgesehen. In einigen
Fällen wurde jedoch auch das Volumen bestehender
Aufträge erhöht, deren Produktionsstart bereits
für 2022 geplant ist.
Ein wesentlicher Teil unserer Aufträge betrifft die
Belieferung von Plattformen, auf deren Basis verschiedene
Fahrzeugmodelle mit unterschiedlichen An- und
Auslaufzeitpunkten gefertigt werden. Daher liegt die
Laufzeit unserer Aufträge typischerweise in einer
Bandbreite von durchschnittlich 8 bis 10 Jahren.
Chancen- und RisikoberichtDie im Geschäftsbericht 2021 dargestellten Chancen
und Risiken für die Entwicklung des PWO-Konzerns und
seiner Segmente sind weiterhin gültig.
Als gravierendes neues Ereignis ist der Krieg zwischen
Russland und der Ukraine hinzugekommen, der am 24. Februar
2022 begann. Wir verfügen weder über eigene
Standorte in einem der beiden Länder noch über
signifikante direkte Kunden- oder Lieferantenbeziehungen.
Von den erheblichen Auswirkungen auf die
Mobilitätsbranche sowie den gesamtwirtschaftlichen
Folgen sind wir selbstverständlich trotzdem betroffen.
Dazu gehören kurzfristig
Nachfragerückgänge, Störungen und
Unterbrechungen von Lieferketten sowie insbesondere auch
weitere erhebliche Steigerungen von Einkaufspreisen. Im
März 2022 waren massive Produktionseinbrüche in
unserer Industrie zu verzeichnen; bedeutende Institutionen
und Expertengremien nahmen ihre branchenbezogenen und
gesamtwirtschaftlichen Prognosen für das
Geschäftsjahr 2022 und die Folgejahre zurück.
Den weiteren Verlauf des Krieges, die Auswirkungen der
aktuellen und voraussichtlicher weiterer Sanktionspakete
des westlichen Bündnisses gegen Russland sowie die
Reaktion von Drittstaaten wie China und Japan darauf
können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht realistisch
bewerten. Gleichfalls sind von uns keine eventuellen
erheblichen weltwirtschaftlichen Verwerfungen aufgrund von
möglichen signifikanten Wachstumsrückgängen
in China infolge dortiger Lockdowns zur Eindämmung der
Corona-Pandemie realistisch beurteilbar. Durch die
aktuellen Geschehnisse ist auch die zukünftige
Entwicklung der Einkaufspreissteigerung kaum zu
prognostizieren und somit nicht Teil unserer Prognose.
Wir haben auf Basis der gegenwärtigen Situation die
Chancen und Risiken für das Geschäftsjahr 2022
neu bewertet. Dabei berücksichtigten wir die in den
vergangenen Monaten mit unseren Kunden neu abgeschlossenen
Preisvereinbarungen sowie das aktuelle Niveau der
Einkaufspreise. Auf die derzeit avisierten Abrufzahlen
unserer Kunden haben wir, soweit aus unserer Sicht
angemessen, Abschläge vorgenommen. Die aus heutiger
Sicht absehbaren Risiken sind damit nach unserer Auffassung
entsprechend berücksichtigt. Chancen, die noch zu
Beginn des Geschäftsjahres 2022 bestanden, bewerten
wir heute deutlich niedriger.
Schätzungen zu künftigen Entwicklungen von
Wechselkursen sind nicht Teil unserer
Unternehmensprognosen. Um Währungsrisiken zu
vermeiden, schließen wir entsprechende
Sicherungsgeschäfte ab. Unser Ziel ist es, die bei
Eingang eines Auftrags unterstellten
Währungsparitäten und damit die erwarteten
Cashflows abzusichern.
PrognoseberichtAuf der Basis der im vorangegangenen Kapitel
dargestellten Neubewertung der Chancen und Risiken
bestätigen wir unsere bisherige Prognose für das
Geschäftsjahr 2022. Sie steht unter dem
ausdrücklichen Vorbehalt, dass insbesondere die
wirtschaftlichen Belastungen aus dem Ukraine-Krieg nicht
noch weiter zunehmen und dass die Maßnahmen zur
Eindämmung der Corona-Pandemie in China keine
signifikanten Wachstumsrückgänge und massiven
Lieferkettenunterbrechungen verursachen.
Bei den Umsatzerlösen erwarten wir -
hauptsächlich aus Preisanpassungen im Einklang mit dem
Materialeinsatz bei unseren Produkten und den
Preissteigerungen bei unseren Lieferanten - ein Wachstum
von 404,3 Mio. EUR im Vorjahr auf rund 480 Mio. EUR im
Berichtsjahr. Das EBIT vor Währungseffekten soll in
einer Spanne von 19 bis 22 Mio. EUR liegen. Im Vorjahr
hatten wir 22,1 Mio. EUR erreicht. Darin waren 2,3 Mio. EUR
positive Sondereffekte enthalten, die nicht fortgeschrieben
werden konnten.
Zur Absicherung der in den nächsten Jahren
vorgesehenen An- und Hochläufe neuer Serienfertigungen
wollen wir im Geschäftsjahr 2022 mit rund 30 Mio. EUR
nach 22,1 Mio. EUR im Vorjahr wieder deutlich mehr
investieren.
Diese Planung soll zu einem ausgeglichenen Free Cashflow
(i. Vj. 4,9 Mio. EUR), einem dynamischen Verschuldungsgrad
von 2,5 bis 3,0 Jahren (i. Vj. 2,2 Jahre) sowie einer
Eigenkapitalquote, die sich seitwärts entwickelt (i.
Vj. 33,6 %), führen. Im Rahmen unserer
liquiditätsorientierten Bilanzsteuerung werden wir zur
Risikoabsicherung die Freigabe von Budgets jedoch
möglichst auf den weiteren Jahresverlauf verschieben.
Mit dem aktuellen Neugeschäft im ersten Quartal des
Berichtsjahres von rund 210 Mio. EUR haben wir eine gute
Basis dafür gelegt, unser Jahresziel von mehr als 500
Mio. EUR zu erreichen.
FinanzinformationenKonzern-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscrollen
Konzern-BilanzAktivascrollen
Passivascrollen
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscrollen
scrollen
Konzern-Kapitalflussrechnungscrollen
SegmentberichtSegmentinformationen nach Regionen 1. Quartal 2022scrollen
scrollen
1 Die langfristigen Vermögenswerte
enthalten keine latenten Steuern.
Segmentinformationen nach Regionen 1. Quartal 2021scrollen
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1 Die langfristigen Vermögenswerte
enthalten keine latenten Steuern.
Weitere InformationenOrganeIm Berichtszeitraum hat sich die Zusammensetzung von
Vorstand und Aufsichtsrat nicht verändert.
Mitglieder des VorstandsCarlo Lazzarini | Vorsitzender/CEO
Dr. Cornelia Ballwießer | CFO
Johannes Obrecht | COO
Mitglieder des Aufsichtsratsscrollen
Finanzkalenderscrollen
KontaktDr. Cornelia Ballwießer
CFO
Charlotte Frenzel
Investor Relations & Corporate Communications
Telefon: + 49 7802 84-844
E-Mail: ir@progress-werk.de
Zukunftsgerichtete Aussagen und PrognosenDiese Quartalsmitteilung enthält zukunftsgerichtete
Aussagen, die auf gegenwärtigen Annahmen, Erwartungen,
Schätzungen, Prognosen und anderen derzeit
verfügbaren Informationen des Vorstands von PWO und
auf daraus von ihm abgeleiteten Annahmen, Erwartungen,
Schätzungen, Prognosen und Planungen basieren. Die
zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien
für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen
und Ergebnisse zu verstehen. Verschiedene bekannte wie auch
unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige
Faktoren können dazu führen, dass die
tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse wesentlich
von den hier explizit genannten oder implizit enthaltenen
Einschätzungen abweichen können. Diese Faktoren
schließen diejenigen ein, die PWO in
veröffentlichten Berichten, die auf der PWO-Website
www.progress-werk.de zur Verfügung stehen, beschrieben
hat. PWO übernimmt unbeschadet gesetzlicher Vorgaben
keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten
Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse
oder Entwicklungen anzupassen.
HinweiseDie Darstellung von Zahlen erfolgt in diesem Dokument in
der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen
Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte
gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl
ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten
Charakter haben. Aus Gründen der einfacheren
Lesbarkeit werden neben geschlechtsneutralen auch
geschlechtsspezifische Formulierungen verwendet. Hiermit
sind ausdrücklich alle Geschlechter gemeint.
PROGRESS-WERK OBERKIRCH AG
Postfach 1344
77697 Oberkirch
Telefon +49 7802 84-0
info@progress-werk.de
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