Progress-Werk Oberkirch AktiengesellschaftOberkirchHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022Brief des VorstandsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
sehr geehrte Geschäftsfreunde,
es gelingt uns weiterhin, die PWO-Gruppe sicher durch
die aktuellen gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen
Herausforderungen zu navigieren. Wir freuen uns sehr, Ihnen
nach einem erfolgreichen Auftaktquartal 2022 heute auch
über eine gute Geschäftsentwicklung im zweiten
Quartal berichten zu können. Mit der
Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten sind
wir sehr zufrieden.
Ohne das Risiko eines vollständigen oder teilweisen
Ausfalls der Gaslieferungen aus Russland nach Deutschland
würden unsere aktuellen Prognosen für die
Entwicklung der meisten unserer finanziellen
Steuerungsgrößen im Geschäftsjahr 2022
konservativ erscheinen. Wenngleich wir für unsere
Produktion nahezu kein Gas benötigen bzw. auf
alternative Energieträger umstellen können,
bewerten wir die Risiken aus einer zu geringen
Gasversorgung Deutschlands bzw. Europas im zweiten Halbjahr
2022 als hoch und lassen unsere gegenwärtigen
Prognosen unverändert.
Auch im Berichtszeitraum arbeiteten wir intensiv daran,
die Marktposition der PWO-Gruppe weiter auszubauen. Vier
Quartale in Folge konnten wir inzwischen das
Lifetime-Volumen des Neugeschäfts steigern. Im zweiten
Quartal 2022 erreichten wir mit rund 255 Mio. EUR fast das
doppelte Volumen des zweiten Quartals 2021 von rund 130
Mio. EUR. Im ersten Halbjahr konnten wir insgesamt ein
Volumen von rund 465 Mio. EUR akquirieren.
Weil Anzahl und Volumen der Anfragen für
zusätzliche Aufträge weiterhin auf überaus
hohem Niveau liegen, haben wir im Juni unsere Prognose
für das erwartete Lifetime-Volumen des im Berichtsjahr
zu gewinnenden Neugeschäfts angehoben. Unser, vom
Verbrennermotor vollständig unabhängiges
Geschäftsmodell, kombiniert mit einem globalen
Vertriebsansatz und dem Fokus auf unseren
Entwicklungskompetenzen, bleibt weiterhin zentraler
Erfolgsgarant. Auf dieser Basis erschließen wir
zunehmend auch neue Marktchancen jenseits unserer
klassischen Produktlösungen und Absatzmärkte.
Nachhaltigkeit ist einer unserer zentralen Leitwerte und
bildet damit die Grundlage für die Weiterentwicklung
aller internen Prozesse. Mit Blick auf die Transformation
der Mobilitätsindustrie gestalten wir Nachhaltigkeit
in unserer Branche führend mit. Im ersten Quartal 2022
sind wir der Science Based Targets initiative beigetreten
und haben uns gruppenweite CO
2-Reduktionsziele gesetzt, die wir bis zum Ende
des Jahres 2030 erreichen wollen. Im zweiten Quartal folgte
der Beitritt zum United Nations Global Compact, der
weltweit größten Nachhaltigkeitsinitiative.
Ende Juli machten wir öffentlich, dass die
PWO-Gruppe an der nächsten Weltklimakonferenz
teilnehmen wird und Mitglied der Global Vision 2045
geworden ist. Damit unterstreichen wir unsere Absicht, dem
Prozess der nachhaltigen Transformation der PWO-Gruppe noch
mehr Schubkraft zu geben. Durch den gezielten Austausch mit
gleichgesinnten Unternehmen auf der Weltklimakonferenz
wollen wir die globale Allianz für das Pariser
Klimaabkommen stärken. Bis dahin werden wir wichtige
nächste Schritte unserer Nachhaltigkeitsstrategie
umsetzen und Ihnen hierzu regelmäßig berichten.
Oberkirch, im August 2022
Der Vorstand
WACHSTUMSWERT PWO
MagazinWACHSTUMSWERT PWO
VON DER TRANSFORMATION PROFITIEREN MIT ÜBERLEGENEN
LÖSUNGEN
Wir setzen konsequent auf Wachstum. Dazu gestalten wir
mit hoher Innovationskraft den Wandel in unserer Branche zu
einer Mobilität ohne fossile Energie mit. Zum Beispiel
bei alternativen Antriebskonzepten wie E-Mobility und
Brennstoffzellen.
Wir entwickeln Komponenten von Brennstoffzellen -
für die nachhaltige Mobilität der Zukunft.
UMFASSENDE KOMPETENZWir verschieben permanent die Grenzen des technologisch MöglichenMit einem neuen Auftrag für Komponenten von
Brennstoffzellen in mehrjähriger Serienfertigung haben
wir jüngst gezeigt, dass wir unsere umfassende
Kompetenz im Grenzbereich des technologisch Möglichen
in der Metallumformung und deren Verbindungstechnologien
erfolgreich auch bei neuen Produkten einsetzen können.
Unser vom Verbrennermotor vollständig
unabhängiges Geschäftsmodell, kombiniert mit
einem globalen Vertriebsansatz und dem Fokus auf unsere
Entwicklungskompetenzen, zahlt sich daher immer
stärker aus. Selbstverständlich auch bei allen
unseren anderen Produkten, die wir mit innovativen
Lösungen ständig weiterentwickeln. So haben
unsere tschechischen Standorte zuletzt einen weiteren
großen Neuauftrag für
Instrumententafelträger für Fahrzeugmodelle
gewonnen, in denen wir bisher noch nicht vertreten waren.
Zudem werden die mexikanischen Standorte ab 2023 für
einen unserer größten Kunden Sitzkomponenten
fertigen. Grund genug, die Prognose 2022 für das
gewonnene Lifetime-Volumen des Neugeschäfts im Juni
kräftig anzuheben.
Auch in Zukunft erwarten wir anhaltend hohes Wachstum
bei unserem Neugeschäft, insbesondere in Osteuropa. Da
Kundennähe, auch geografische, einen entscheidenden
Bestandteil unseres Geschäftserfolgs darstellt und die
europäische Mobilitätsindustrie in den letzten
Jahren massiv Wertschöpfung nach Osteuropa verlagert
hat, bauen wir unsere Aktivitäten vor Ort weiter aus.
Schließlich betrifft ein sehr hoher Anteil der
aktuellen Anfragen dortige Fertigungen. Strategisch wollen
wir daher unsere Kapazitäten über die
tschechischen Standorte hinaus an einem zusätzlichen
Standort in Osteuropa erweitern.
Die Mobilität der Zukunft mitgestaltenWir nutzen konsequent unsere Möglichkeiten, um
gezielt weiter zu wachsen. Und zwar weltweit. Dazu werden
auch neue Absatzmärkte beitragen, die wir bisher noch
nicht bedient hatten. So haben wir mit dem Auftrag für
Komponenten von Brennstoffzellen einmal mehr unsere
Zukunftsfähigkeit unter Beweis gestellt.
KONSEQUENT NACHHALTIG
AUF BESTEM WEG
Science Based Targets initiative und United Nations
Global Compact bilden einen wesentlichen Bestandteil
unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Entlang deren Kriterien
werden wir unsere Geschäftsprozesse künftig
fortentwickeln.
Wir nehmen unsere Verantwortung wahr - für unsere
Mitarbeitenden, die Umwelt und die Gesellschaft.
ÜBERZEUGEN MIT TRANSPARENZ:International anerkannte Standards für NachhaltigkeitWir verstehen uns als Force for Good im Dienste der
gegenwärtigen und zukünftigen Gesellschaft und
unserer Umwelt. Deshalb stellen wir unsere
Nachhaltigkeitspolitik unter umfassende Transparenz
für unsere Stakeholder: Unsere Klimaziele orientieren
sich an den Vorgaben der Science Based Targets initiative
(SBTi). Den United Nations Global Compact (UNGC) und seine
Prinzipien werden wir in unsere Unternehmensstrategie,
unsere Unternehmenskultur und unser Tagesgeschäft
integrieren - beim Umweltschutz, im Bereich der
Menschenrechte, bei den Arbeitsnormen und zur
Korruptionsbekämpfung.
Aktuell entscheiden wir über das
Maßnahmenpaket zum Erreichen unserer Einsparziele:
Allein die vollständige Umstellung des Stromverbrauchs
in der PWO-Gruppe auf Grünstrom sowie ausgewählte
weitere konkrete Maßnahmen zur Steigerung der
Energieeffizienz würden unsere Treibhausgasemissionen
um mehr als 46 Prozent reduzieren. Damit würden wir
unsere Klimaziele gemäß Scope 1 & 2
übertreffen und zugleich das 1,5-Grad-Ziel des Pariser
Klimaabkommens unterschreiten. Dem Klimaabkommen haben wir
uns verpflichtet, auch wenn die Verfügbarkeit von
Grünstrom bisher noch nicht überall in der Gruppe
gegeben ist.
Unsere Standorte in Deutschland und Tschechien werden
inzwischen vollständig über Grünstrom
versorgt. Betriebliche und Dienstfahrzeuge werden am
Standort Oberkirch komplett auf E-Antrieb umgestellt -
inklusive grüner Ladestationen auf dem
Betriebsgelände, auch für unsere Gäste. In
Kanada wurde zuletzt zur Reduzierung des fossilen
Energieverbrauchs ein Grüngastarif abgeschlossen.
Nicht zuletzt planen wir in Tschechien gerade eine neue
Logistik- und Montagehalle sowie eine Presswerkhalle, die
über Wärmepumpen beheizt werden sollen. Für
die bestehenden Betriebsflächen wollen wir zusammen
mit Energieexperten zudem ein umfassendes Konzept für
die Umstellung der Energieversorgung und die Reduzierung
des Energieverbrauchs erarbeiten.
Klares CommitmentBei der SBTi haben wir uns auf eine Reduzierung um 46
Prozent unserer Treibhausgasemissionen im Scope 1 & 2
sowie um 28 Prozent im Scope 3 bis zum Jahr 2030
gegenüber dem Basisjahr 2019 verpflichtet.
Im Scope 1 & 2 entspricht dies dem 1,5-Grad-Pfad des
Pariser Klimaabkommens, im Scope 3 dem <2-Grad-Pfad. So
wollen wir zum Beispiel unsere Standorte in full electric
umwandeln und, soweit landesspezifisch möglich, nur
Strom aus erneuerbaren Energien beziehen.
ZwischenfinanzberichtKONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHTWIRTSCHAFTSBERICHTWirtschaftliche RahmenbedingungenGesamtwirtschaftDie Entwicklung der Weltwirtschaft steht seit Ende
Februar ganz im Zeichen des fortdauernden Kriegs in der
Ukraine. Nachdem die Wachstumsperspektiven bis dahin
insgesamt noch durchaus positiv waren, haben seither die
durch den Krieg ausgelösten massiven Anstiege der
Einkaufspreise, insbesondere in den Nahrungsmittel- und
Energiebereichen, zu großer Verunsicherung bei
Unternehmen und Verbrauchern geführt.
Zugleich verschärften sich die weltweiten
Lieferengpässe, vor allem infolge der Schließung
von Häfen in China im Zuge der dortigen rigorosen
Lockdown-Maßnahmen zur Bekämpfung der
Corona-Pandemie. Die jüngsten Zinsanhebungsschritte in
zahlreichen Ländern, insbesondere in den USA und
zuletzt in der Europäischen Union, sollen dem
Inflationsdruck entgegenwirken. Sie gehen allerdings im
Zweifel ebenfalls auf Kosten des Wirtschaftswachstums. Eine
weitere schwere Bürde für die europäische,
vor allem jedoch die deutsche Wirtschaft, stellen die stark
eingeschränkten Gaslieferungen aus Russland dar.
Entsprechend haben sich die globalen
Konjunkturaussichten nach Auffassung des Internationalen
Währungsfonds (IWF) gegenüber seinen im April
schon spürbar zurückgenommenen Erwartungen weiter
deutlich eingetrübt. Es besteht Rezessionsgefahr bei
hoher Inflation.
In Deutschland zum Beispiel hatte das GfK-Konsumklima
schon im Juni den tiefsten Stand seit Beginn der Erhebungen
im Jahre 1991 erreicht und im Juli setzte sich die Talfahrt
der Verbraucherstimmung weiter fort. Die Verbraucher halten
sich angesichts der seit Jahrzehnten höchsten
Inflationsraten bei ihren Anschaffungen deutlich
zurück. Zu den Sorgen um unterbrochene Lieferketten,
den Ukraine-Krieg und stark steigende Energie- und
Lebensmittelpreise, kamen zuletzt Befürchtungen um
eine ausreichende Gasversorgung von Wirtschaft und privaten
Haushalten im nächsten Winter hinzu. Auch der ifo
Geschäftsklimaindex hat sich im Juli zum zweiten Mal
hintereinander deutlich abgeschwächt. Hier musste
insbesondere das verarbeitende Gewerbe über alle
Industriebranchen hinweg erneut einen deutlichen
Dämpfer hinnehmen. Besonders rückläufig
waren die Erwartungen für die kommenden Monate. Dies
trifft auch auf den Handel und den Dienstleistungssektor
zu.
Die AutomobilindustrieNeuzulassungen/Verkäufe von
Personenkraftwagen
|
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| 1. HJ 2022 | 1. HJ 2021 | |||
| Stück | Veränderung
ggü. Vorjahr (%) |
Stück | Veränderung
ggü. Vorjahr (%) |
|
| Region | ||||
| Deutschland | 1.237.975 | -11,0 | 1.390.889 | +14,9 |
| Westeuropa (EU14 + EFTA + UK) | 5.027.500 | -14,3 | 5.865.000 | +27,7 |
| Europa (EU27 + EFTA + UK) 1 | 5.597.700 | -13,7 | 6.486.400 | +27,1 |
| Russland 2 | 370.200 | -57,5 | 870.700 | +36,9 |
| USA 2 | 6.767.500 | -18,3 | 8.294.100 | +29,0 |
| China | 10.202.500 | +3,7 | 9.830.000 | +27,3 |
Die internationalen Automobilmärkte verzeichneten
laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) im ersten
Halbjahr 2022 eine insgesamt differenzierte Entwicklung.
Weiterhin stellen gestörte Wertschöpfungs- und
Logistikketten für die Branche große
Herausforderungen dar. Dies gilt insbesondere für den
Halbleitermangel. In Europa sorgt der Krieg in der Ukraine
für besondere Verunsicherung, während die hohe
Preisdynamik in den USA und in Europa zusätzlich
belastet.
Auf dem US-Light-Vehicle-Markt (Pkws und Light Trucks)
wurden im ersten Halbjahr 6,8 Mio. neue Fahrzeuge verkauft,
ein Rückgang um 18 Prozent. Dabei gingen die
Verkäufe von Pkws um 25 Prozent zurück, die
Verkäufe von Light Trucks um 16 Prozent. Letztere
machten zuletzt rund 79 Prozent des Gesamtmarktes aus.
Der chinesische Pkw-Markt ist in der ersten
Jahreshälfte um knapp 4 Prozent gewachsen. In den
ersten 6 Monaten wurden dort insgesamt 10,2 Mio. Pkws
verkauft. Der russische Light-Vehicle-Markt hat aufgrund
der verhängten Sanktionen in der ersten
Jahreshälfte einen deutlichen Einbruch verzeichnen
müssen. In den ersten 6 Monaten wurden 370.200 Light
Vehicles verkauft, 58 Prozent weniger als im ersten
Halbjahr 2021.
Der europäische Pkw-Markt (EU27, EFTA & UK) hat
im ersten Halbjahr ein Volumen von 5,6 Mio. neu
zugelassenen Pkws erreicht. Dies entspricht einem
Rückgang um 14 Prozent gegenüber dem
Vorjahresniveau. In Spanien gingen die Neuzulassungen um 11
Prozent zurück, im Vereinigten Königreich um 12
Prozent. In Frankreich gab der Absatz mit 16 Prozent
deutlicher nach, und Italien hatte mit -23 Prozent die
größten Rückgänge zu verkraften.
In Deutschland wurden in den ersten 6 Monaten 2022
insgesamt 1,2 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, gut 11 Prozent
weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dabei
zeigte sich im Juni eine deutlich zunehmende
Abschwächung: Mit 224.600 neu zugelassenen Pkws wurde
das Niveau des Vorjahresmonats um gut 18 Prozent
unterschritten. Die ausgeprägte inflationsbedingte
Kaufzurückhaltung der Konsumenten schlägt sich
somit insbesondere bei langlebigen Gebrauchsgütern wie
Automobilen nieder.
Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 besteht im
aktuellen Jahresverlauf ein Absatzdefizit in Höhe von
33 Prozent. Weiterhin limitieren der Mangel an Vor- und
Zwischenprodukten, hohe Rohstoffpreise und die allgemeine
Verunsicherung aufgrund des anhaltenden Krieges in der
Ukraine den Markt und die Produktion.
Die Elektro-Neuzulassungen sanken im Juni um 10 Prozent
auf gut 58.500 Einheiten. Dieser Rückgang war damit
weniger stark als der des Gesamtmarktes. Der Anteil von
Elektro-Pkws an den gesamten Neuzulassungen lag im Juni bei
26,1 Prozent. In den ersten 6 Monaten 2022 wurden insgesamt
306.400 Elektro-Pkws zugelassen und damit 2 Prozent weniger
als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Der Auftragseingang aus dem Inland ist im ersten
Halbjahr insgesamt um 4 Prozent gestiegen, im Juni
allerdings erneut gesunken und lag um 15 Prozent unter dem
Vorjahresmonat. Der ausländische Auftragseingang
entwickelte sich im Halbjahreszeitraum mit einem Minus von
14 Prozent deutlich negativ.
Die Pkw-Produktion in Deutschland ist seit Jahresbeginn
mit insgesamt 1,7 Mio. Pkws um 3 Prozent geringer
ausgefallen als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Das
Produktionsniveau aus Vor-Corona-Zeiten ist noch deutlich
entfernt: Das Produktionsvolumen im Juni 2022 lag 19
Prozent unter dem im Juni 2019 und das Produktionsvolumen
im aktuellen Jahresverlauf unterschreitet den
Vergleichswert des Jahres 2019 um 32 Prozent.
| in TEUR | Deutschland | Tschechien | Kanada | Mexiko | China | Konsolidierung |
| 1. Halbjahr 2022 | ||||||
| Gesamtumsätze | 127.287 | 54.722 | 24.932 | 41.973 | 22.494 | 182 |
| Außenumsätze | 119.753 | 50.147 | 24.482 | 41.876 | 21.686 | 182 |
| Gesamtleistung | 127.430 | 54.722 | 24.932 | 41.973 | 22.494 | -13.283 |
| EBIT vor Währungseffekten | 6.319 | 4.407 | 58 | 5.117 | 1.603 | -602 |
| EBIT inklusive Währungseffekten | 6.283 | 4.327 | 171 | 5.129 | 1.702 | -574 |
| Investitionen | 1.836 | 5.899 | 1.254 | 1.299 | 147 | 0 |
| 1. Halbjahr 2021 | ||||||
| Gesamtumsätze | 111.593 | 39.011 | 15.487 | 33.747 | 24.916 | 16 |
| Außenumsätze | 105.090 | 37.981 | 15.285 | 33.706 | 21.644 | 16 |
| Gesamtleistung | 111.892 | 39.011 | 15.487 | 33.747 | 24.916 | -11.032 |
| EBIT vor Währungseffekten | 2.699 | 3.030 | -149 | 4.191 | 3.291 | 259 |
| EBIT inklusive Währungseffekten | 2.511 | 3.001 | -291 | 4.172 | 3.555 | 259 |
| Investitionen | 2.269 | 1.739 | 1.193 | 591 | 293 | 0 |
| in TEUR | Konzern |
| 1. Halbjahr 2022 | |
| Gesamtumsätze | 271.590 |
| Außenumsätze | 258.126 |
| Gesamtleistung | 258.268 |
| EBIT vor Währungseffekten | 16.902 |
| EBIT inklusive Währungseffekten | 17.038 |
| Investitionen | 10.435 |
| 1. Halbjahr 2021 | |
| Gesamtumsätze | 224.770 |
| Außenumsätze | 213.722 |
| Gesamtleistung | 214.021 |
| EBIT vor Währungseffekten | 13.321 |
| EBIT inklusive Währungseffekten | 13.207 |
| Investitionen | 6.085 |
Die Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung im
ersten Halbjahr 2022 war insbesondere durch ein einerseits
erfreuliches Geschäft, aber auch durch andererseits
deutlich gestiegene Einkaufspreise geprägt. Wir
konnten für wesentliche Teile dieser Preisanstiege mit
unseren Kunden einvernehmliche Lösungen finden. Dies
trug erheblich zum Anstieg der Umsatzerlöse im
Sechsmonatszeitraum bei. Im zweiten Quartal wirkte sich
zusätzlich aus, dass Verhandlungen mit unseren Kunden
zum Teil erst in dieser Periode abgeschlossen wurden und
uns daher noch Nachberechnungen auch für das erste
Quartal zuflossen.
Hinzu kamen ferner positive Währungseffekte aus
Translationseffekten insbesondere aus der Abwertung des
Euros, die die Umsatzerlöse und das Ergebnis
beeinflussten. Zu den finanziellen Steuerungskennzahlen der
PWO-Gruppe gehört das "EBIT vor
Währungseffekten". Bei dieser Größe
bereinigen wir Transaktionseffekte. Die entsprechenden
sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen sind
im Anhang dieses Halbjahresfinanzberichts ausgewiesen.
Translationseffekte entstehen bei der Umrechnung der
Fremdwährungsabschlüsse unserer
Tochterunternehmen und sind nicht Gegenstand des
bereinigten EBIT. Translationseffekte beeinflussten vor
allem im zweiten Quartal die Kennzahlen der PWO-Gruppe
deutlich positiv.
Diese sowie die zuvor erwähnten Nachberechnungen
stellen die maßgeblichen Gründe dafür dar,
dass die EBIT-Marge (EBIT vor Währungseffekten) im
zweiten Quartal 2022 mit 7,1 Prozent sichtbar höher
ausfiel als im ersten Halbjahr 2022 insgesamt mit 6,5
Prozent. Im Übrigen gab es im Geschäftsverlauf
keine wesentlichen Abweichungen des zweiten Quartals
gegenüber dem des ersten Halbjahrs insgesamt. Wir
konzentrieren uns daher bei den folgenden
Erläuterungen auf die Kommentierung des
Sechsmonatszeitraums.
Die massiven Anstiege der Einkaufspreise und die daraus
resultierende Ausweitung der Umsatzerlöse führten
im ersten Halbjahr zu einer Zunahme der
Materialaufwandsquote von 52,6 Prozent im Vorjahr auf 58,9
Prozent im Berichtsjahr. Umgekehrt ermäßigte
sich die Personalaufwandsquote von 27,7 Prozent auf 23,4
Prozent. Hierzu trugen auch die Personalanpassungen am
Standort Oberkirch bei.
Die niedrigere Abschreibungsquote von 4,7 Prozent nach
5,5 Prozent im Vorjahr ist auch Resultat unserer insgesamt
verhaltenen Investitionstätigkeit in den
Pandemiejahren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
blieben ohne die in dieser Position enthaltenen
Währungseffekte mit 17,7 Mio. EUR nahezu
unverändert gegenüber dem Vorjahr und trugen
damit zur Margenverbesserung bei.
Insgesamt verbesserte sich das EBIT vor
Währungseffekten im Berichtshalbjahr auf 16,9 Mio. EUR
(i. Vj. 13,3 Mio. EUR). Inklusive der Währungseffekte
legte das EBIT in der Sechsmonatsperiode auf 17,0 Mio. EUR
(i. Vj. 13,2 Mio. EUR) zu. Die Finanzierungsaufwendungen
verminderten sich trotz der höheren Nettoverschuldung
und der an den Kapitalmärkten steigenden Zinsen, weil
sich mit der Ergebnissteigerung im ersten Halbjahr 2022 die
Bonität der PWO-Gruppe verbesserte.
Nach Abzug der Finanzierungsaufwendungen sowie nach
Steuern stiegen das Periodenergebnis auf 10,7 Mio. EUR (i.
Vj. 8,8 Mio. EUR) und das Ergebnisje Aktie auf 3,44 EUR (i.
Vj. 2,82 EUR). Im zweiten Quartal betrugen das
Periodenergebnis 5,5 Mio. EUR (i. Vj. 4,7 Mio. EUR) und das
Ergebnis je Aktie 1,77 EUR (i. Vj. 1,49 EUR).
Entsprechend der internen Steuerung in der PWO-Gruppe
stellen unsere Standorte die Basis für die
Segmentberichterstattung dar. Die PWO-Gruppe ist weltweit
mit acht Standorten vertreten, davon einer in Deutschland,
zwei in Tschechien, einer in Kanada und je zwei in Mexiko
bzw. China. Bei der folgenden Erläuterung der
Ergebnisse der Segmente beziehen wir uns auf die
Steuerungsgröße EBIT vor Währungseffekten.
An unserem Standort im Segment Deutschland legten die
Außenumsätze im Berichtshalbjahr gegenüber
dem Vorjahreswert vor allem aufgrund der
Materialpreisanpassungen deutlich zu. Obwohl sie im zweiten
Quartal 2022 marktbedingt unter dem Niveau des ersten
Quartals 2022 blieben, stieg das EBIT im Quartalsvergleich
und auch gegenüber dem Vorjahr sehr kräftig an.
Hierzu trugen die bereits erwähnten Nachberechnungen
für gestiegene Materialpreise bei, die das erste
Quartal betrafen, aber erst im zweiten Quartal abgerechnet
wurden. Darüber hinaus wirken sich die umgesetzten
Personalanpassungsmaßnahmen immer stärker aus.
Während sich die Anzahl der Mitarbeitenden am 30. Juni
2021 auf 1.241 belief, betrug sie am Ende des ersten
Quartals 2022 1.076 und am 30. Juni des laufenden
Geschäftsjahres 1.034.
Unsere Standorte im Segment Tschechien realisieren den
erwarteten Wachstumssprung aus an- und hochlaufenden neuen
Serienproduktionen. Die Außenumsätze dieses
Segments legten daher in der Sechsmonatsperiode
gegenüber dem Vorjahr deutlich stärker als die
PWO-Gruppe insgesamt zu. Trotz der Ineffizienzen, die damit
häufig verbunden sind, und trotz der Belastung der
betrieblichen Prozesse durch den Standortausbau ist es
gelungen, die EBIT-Marge im Berichtshalbjahr zu verbessern,
wenngleich das EBIT des zweiten Quartals 2022 unter dem des
ersten Quartals 2022 blieb.
Im Segment Kanada führten an- und hochlaufende neue
Serienproduktionen, gestiegene Materialpreise und positive
Währungseffekte zu einem kräftigen Anstieg der
Außenumsätze im Berichtshalbjahr. Allerdings
erreicht das EBIT noch nicht das erwartete Niveau und
drehte im zweiten Quartal vorübergehend auch wieder
ins Minus.
Einen ähnlichen, wenn auch weniger stark
ausgeprägten Entwicklungstrend der
Außenumsätze wie im Segment Kanada verzeichneten
wir im Segment Mexiko. Trotz des zusätzlichen Aufwands
aus dem laufenden Standortausbau ist es gelungen, die
EBIT-Marge des Vorjahres annähernd zu halten. Dies
unterstreicht die Leistungsfähigkeit unserer
mexikanischen Standorte, die unsere Erwartungen damit zudem
deutlich übertreffen.
Unsere Standorte im Segment China waren, wie die
Wirtschaft dort insgesamt, von den harten Maßnahmen
betroffen, welche die chinesische Regierung zur
Eindämmung der Corona-Pandemie ergriffen hatte. Dass
die Außenumsätze dennoch im Berichtshalbjahr auf
Vorjahresniveau lagen, resultierte aus Preisanpassungen
aufgrund der gestiegenen Materialpreise sowie aus
erheblichen positiven Währungseffekten. Daraus folgend
waren die erwirtschafteten Beiträge zur Deckung der
betrieblichen Aufwendungen aus den Serienabrufen
rückläufig, was den Rückgang des EBIT in der
Berichtsperiode erklärt.
Die Entwicklung der Bilanz spiegelt vor allem die
deutlich gestiegenen Einkaufspreise, die Unsicherheiten in
den Lieferketten sowie die Vorbereitungen auf neue
große Serienanläufe wider. Diese Faktoren trugen
maßgeblich zur Zunahme der Bilanzsumme von 373,3 Mio.
EUR am 31. Dezember 2021 auf 407,1 Mio. EUR am 30. Juni
2022 bei. Aufgrund unserer insgesamt noch verhaltenen
Investitionstätigkeit sowie wegen
rückläufiger latenter Steueransprüche
ermäßigten sich die langfristigen
Vermögenswerte von 224,6 Mio. EUR auf 221,0 Mio. EUR.
Die kurzfristigen Vermögenswerte legten hingegen
von 148,7 Mio. EUR auf 186,1 Mio. EUR zu. Dies ergab sich
vor allem aus einer Zunahme der Vorräte, der
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der
Vertragsvermögenswerte. Hier werden die massiv
gestiegenen Einkaufspreise sichtbar. Zur Absicherung
unserer jederzeitigen Lieferfähigkeit halten wir zudem
derzeit ein etwas höheres Vorratsvolumen als
üblicherweise vor. Die Vertragsvermögenswerte
lagen am 30. Juni 2022 deutlich über ihrem Stand am
31. Dezember 2021. Diese Position enthält Werkzeuge,
die im Vorfeld des Anlaufs neuer Serienproduktionen
gefertigt werden und die noch nicht vom Kunden abgenommen
wurden.
Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital
von 125,3 Mio. EUR am Ende des Geschäftsjahres 2021
auf 145,3 Mio. EUR am Berichtsstichtag. Dies resultierte
insbesondere aus dem Periodenergebnis im ersten Halbjahr
sowie aus versicherungsmathematischen Gewinnen wegen
veränderter Kapitalmarktzinsen und der damit
einhergehenden niedrigeren Bewertung der
Pensionsrückstellungen. Zudem wirkten sich
Währungsdifferenzen positiv im Eigenkapital aus.
Darüber hinaus nahmen analog zu den kurzfristigen
Vermögenswerten auch die kurzfristigen Schulden zu.
Neben höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen betraf dies vor allem die kurzfristigen
Finanzschulden.
Die Eigenkapitalquote stieg von 33,6 Prozent zu Beginn
des Geschäftsjahres auf 35,7 Prozent zum
Berichtsstichtag, während die Nettoverschuldung von
103,6 Mio. EUR auf 124,3 Mio. EUR zunahm. Wir verfügen
über umfangreiche freie Kreditlinien, die uns die
Handlungsspielräume dafür geben, unsere
Unternehmensstrategie auch in der gegenwärtigen
angespannten geopolitischen Situation weiter konsequent
umzusetzen.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
betrug in den ersten 6 Monaten des laufenden
Geschäftsjahres 0,4 Mio. EUR nach 7,6 Mio. EUR im
Vorjahr. Dazu trug vor allem die erläuterte
höhere Mittelbindung im Umlaufvermögen bei. Aus
der Veränderung des kurzfristigen Vermögens
resultierte ein negativer Cashflow-Effekt von 38,4 Mio. EUR
nach einem negativen Effekt von 14,7 Mio. EUR im ersten
Halbjahr des Vorjahres. Dem stand eine Veränderung der
kurzfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) von 11,3 Mio.
EUR (i. Vj. -0,9 Mio. EUR) gegenüber. Die niedrigere
Bewertung der Pensionsrückstellungen war die
wesentliche Ursache sowohl für die Veränderung
der langfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) in
Höhe von -17,2 Mio. EUR (i. Vj. -5,5 Mio. EUR) als
auch des Saldos aus den sonstigen zahlungsunwirksamen
Aufwendungen/Erträgen in Höhe von 15,8 Mio. EUR
(i. Vj. 3,7 Mio. EUR).
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit lag
mit 5,9 Mio. EUR exakt auf dem Vorjahresniveau. Die
Investitionen des Berichtszeitraums werden nachfolgend
erläutert. Damit betrug der Free Cashflow nach
gezahlten und erhaltenen Zinsen -8,1 Mio. EUR (i. Vj. -1,4
Mio. EUR). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
belief sich auf -0,2 Mio. EUR (i. Vj. -11,3 Mio. EUR).
Darin sind die Netto-Aufnahme von Krediten und
Leasingverbindlichkeiten von 7,1 Mio. EUR (i. Vj.
Netto-Tilgung von 8,2 Mio. EUR) sowie die
Dividendenausschüttung in Höhe von 4,7 Mio. EUR
(i. Vj. 0 Mio. EUR) enthalten. Die
Zahlungs-mittel/Zahlungsmitteläquivalente inklusive
der jederzeit fälligen Bankschulden, die zum Cash
Management des Konzerns zählen, sind im
Berichtsquartal um 11,8 Mio. EUR gesunken (i. Vj. um 14,2
Mio. EUR).
Die Investitionen lagen, wie im Segmentbericht
ausgewiesen, im Berichtshalbjahr bei 10,4 Mio. EUR (i. Vj.
6,1 Mio. EUR) und damit deutlich über dem Vorjahr.
Nach wie vor geben wir Budgets erst sukzessive frei.
Zugleich investieren wir jedoch stärker in das
Wachstum der Gruppe und bereiten die Standorte auf die
geplanten neuen Serienanläufe vor. Dies wird besonders
am unterjährigen Verlauf deutlich: Nach 2,6 Mio. EUR
im ersten Quartal 2022 haben wir im zweiten Quartal 7,8
Mio. EUR investiert.
Auf das Segment Deutschland entfielen Investitionen in
Höhe von 1,8 Mio. EUR (i. Vj. 2,3 Mio. EUR). Sie
betrafen insbesondere auftragsbezogene Ausgaben sowie
IT-Investitionen für die weitere Digitalisierung der
betrieblichen Prozesse. Darüber hinaus wurden im Zuge
der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie
Ladestationen für Elektroautos auf dem
Betriebsgelände installiert. Im Segment Tschechien
investierten wir 5,9 Mio. EUR (i. Vj. 1,7 Mio. EUR) vor
allem für den weiteren Ausbau des Standorts sowie
Fertigungseinrichtungen für
Instrumententafelträger im Vorfeld der anstehenden
neuen großen Serienanläufe.
Im Segment Kanada betrugen die Investitionen 1,3 Mio.
EUR (i. Vj. 1,2 Mio. EUR). Neben Fertigungseinrichtungen
für Instrumententafelträger entfielen sie unter
anderem auf eine auftragsbezogene Einzelinvestition in eine
neue Umformpresse.
Mit 1,3 Mio. EUR (i. Vj. 0,6 Mio. EUR) übertrafen
die Investitionen im Segment Mexiko den Vorjahreswert
deutlich. Hier haben wir die Erweiterung unserer
Logistikflächen fortgesetzt. Zudem wurde die
auftragsbezogene Einzelinvestition in eine neue
Transferpresse weitgehend abgeschlossen. Im Segment China
waren die Investitionen mit 0,1 Mio. EUR (i. Vj. 0,3 Mio.
EUR) gering.
Die kräftige Steigerung des Neugeschäfts
stellt eines der zentralen Elemente unserer Strategie zur
schnellen Weiterentwicklung der PWO-Gruppe dar. Mit unserem
vom Verbrennermotor vollständig unabhängigen
Geschäftsmodell, kombiniert mit einem globalen
Vertriebsansatz und dem Fokus auf unseren
Entwicklungskompetenzen, sind wir hierfür sehr gut
aufgestellt. So erzielten wir in den ersten 6 Monaten ein
Lifetime-Volumen des Neugeschäfts von rund 465 Mio.
EUR. Darin enthalten sind mit den Serienaufträgen
verbundene Werkzeugvolumina von rund 20 Mio. EUR.
Besonders erfolgreich waren wir im Bereich der
einbaufertigen Baugruppen mit hochkomplexen tiefgezogenen
Gehäusen. Darüber hinaus freuen wir uns über
ein erhebliches zusätzliches Volumen für
Luftfeder-Komponenten in Leichtbauweise. Auch bei modernen
elektrohydraulischen Systemen zur
Bremskraftverstärkung sind wir sehr gut positioniert
und liefern Komponenten, die modellunabhängig in
vielen verschiedenen Fahrzeugtypen verbaut werden.
Für unsere tschechischen Standorte können wir
über einen größeren Auftrag für den
Bereich Sitzkomponenten berichten. Darüber hinaus
werden wir dort künftig Instrumententafelträger
für Fahrzeugmodelle fertigen, in denen wir bisher noch
nicht vertreten waren. Auch unsere mexikanischen Standorte
waren bei der Akquisition von Aufträgen für
Instrumententafelträger erneut erfolgreich. Zudem
läuft dort ab 2023 für einen unserer
größten Kunden die Fertigung von Sitzkomponenten
an.
Darüber hinaus werden wir künftig Gehäuse
eines Bordladegeräts fertigen und unterstreichen damit
erneut unsere Kompetenzen im Bereich der E-Mobility. Das
Bordladegerät ist ein wichtiger Teil des
Schnellladesystems und damit der Elektrifizierung eines
Fahrzeugs.
Außerhalb unserer klassischen Produktlösungen
und Absatzmärkte konnten wir nach dem erfolgreichen
Abschluss eines Entwicklungsauftrags für Komponenten
von Brennstoffzellen nun den zugehörigen
mehrjährigen Serienauftrag gewinnen. Unsere
Rotorgehäuse werden zudem künftig auch in
landwirtschaftlichen Fahrzeugen verbaut.
Der Produktionsstart des im ersten Halbjahr 2022
gewonnenen Neugeschäfts ist ganz überwiegend ab
den Geschäftsjahren 2023 und 2024 vorgesehen, ein
größerer Auftrag für
Instrumententafelträger soll im Geschäftsjahr
2025 anlaufen. Zudem wurde auch das Volumen von
Aufträgen erhöht, deren Produktionsstart im
laufenden Geschäftsjahr liegt.
Ein wesentlicher Teil unserer Aufträge betrifft die
Belieferung von Plattformen, auf deren Basis verschiedene
Fahrzeugmodelle mit unterschiedlichen An- und
Auslaufzeitpunkten gefertigt werden. Daher liegt die
Laufzeit unserer Aufträge typischerweise in einer
Bandbreite von durchschnittlich 8 bis 10 Jahren.
Die im Geschäftsbericht 2021 dargestellten Chancen
und Risiken für die Entwicklung der PWO-Gruppe und
ihrer Segmente haben weiterhin Gültigkeit.
Das schwerwiegendste Ereignis der Berichtsperiode stellt
der Krieg in der Ukraine dar, der am 24. Februar 2022
begann. Wir verfügen weder über eigene Standorte
in Russland oder der Ukraine noch über signifikante
direkte Kunden- oder Lieferantenbeziehungen. Von den
erheblichen Auswirkungen auf die Mobilitätsbranche
sowie den gesamtwirtschaftlichen Folgen sind wir
selbstverständlich trotzdem betroffen.
Die Risiken aus der weltwirtschaftlichen Entwicklung
haben sich dementsprechend im ersten Halbjahr 2022
erhöht. Die Weltwirtschaft hat sich in der
Sechsmonatsperiode abgekühlt und wird sich aus Sicht
des IWF und der Europäischen Kommission auch im
zweiten Halbjahr und darüber hinaus weiter
abschwächen. In seiner aktualisierten Prognose vom
Juli hat der IWF seine Wachstumserwartungen 2022 für
die Weltwirtschaft auf 3,2 Prozent nach zuvor 3,6 Prozent
zurückgenommen. 2023 wird sich das Wachstum weiter auf
2,9 Prozent nach zuvor erwarteten 3,6 Prozent
abschwächen.
Noch stärker abnehmen soll das Wirtschaftswachstum
in den Industrieländern (2022: 2,5 Prozent nach zuvor
erwarteten 3,3 Prozent; 2023: 1,4 Prozent nach 2,4
Prozent). Insbesondere in den USA soll sich die
Aufwärtsbewegung der Wirtschaft deutlich
abschwächen (2022: 2,3 Prozent nach 3,7 Prozent; 2023:
1,0 Prozent nach 2,3 Prozent). Hier leidet insbesondere der
private Konsum unter nachlassender Kaufkraft und der in den
USA besonders restriktiven Notenbankpolitik.
Eine vergleichbare Entwicklung wird für die
Eurozone erwartet, wo aufgrund der Auswirkungen des
Ukrainekrieges sowie der inzwischen auch restriktiveren
Geldpolitik der EZB insbesondere in Deutschland (2022: 1,2
Prozent nach zuvor noch erwarteten 2,1 Prozent; 2023: 0,8
Prozent nach 2,7 Prozent), Frankreich und Spanien nunmehr
von deutlich geringeren Zuwachsraten ausgegangen wird. Die
rigide Null-Covid-Politik der chinesischen Regierung mit
ihren umfassenden Lockdownmaßnahmen wird das Wachstum
in China sehr stark abbremsen: Nach einem Plus von 8,1
Prozent im Vorjahr erwartet der IWF für das laufende
Jahr inzwischen nur noch ein Wachstum von 3,3 Prozent.
Die Risiken dieser neuen Wirtschaftsprojektionen sieht
der IWF klar in Richtung einer noch stärkeren
Abschwächung, insbesondere aufgrund der
Imponderabilien, die sich aus dem weiteren Verlauf des
Ukrainekriegs ergeben. Hiervon wäre vor allem die
europäische Wirtschaft stark betroffen.
Außerdem bleibt die Inflation auf hohem Niveau:
Nach 4,7 Prozent in 2021 geht der IWF im laufenden Jahr,
wesentlich angetrieben von den im zweiten Jahr in Folge
stark steigenden Rohstoffpreisen, von einer
Welt-Inflationsrate von 8,3 Prozent aus. Eine moderatere
Entwicklung wird, auch im Zuge des sich weltweit
abschwächenden konjunkturellen Wachstums aufgrund der
restriktiveren Notenbankpolitiken, erst gegen Jahresende
2022 und im darauffolgenden Jahr erwartet. Dennoch bleibt
die Inflation mit prognostizierten 5,7 Prozent in 2023 auf
deutlich erhöhtem Niveau.
Seit Jahresbeginn haben sich gleichfalls die
Rahmenbedingungen für die Automobilindustrie deutlich
eingetrübt und die sich daraus ergebenden Risiken sind
gestiegen. Unverändert bestimmt die schwierige
Verfügbarkeit von Vorprodukten und Rohstoffen,
insbesondere der Halbleitermangel, die Märkte.
Darüber hinaus verschlechtern die steigenden Preise -
insbesondere für Energie sowie Nahrungsmittel - und
die Zinswende in den USA sowie in Europa die
Finanzierungskonditionen für die Verbraucher.
In Europa sorgt der Krieg in der Ukraine für
zusätzliche Knappheiten entlang den
Wertschöpfungsketten. In China brachten
Corona-Lockdowns den Markt in einigen Regionen zum
Stillstand. Mit der deshalb beeinträchtigten Logistik
sind auch internationale Lieferketten betroffen.
Vor diesem Hintergrund hat der VDA seine Marktprognosen
für das laufende Jahr im Juni deutlich gesenkt. In
China wird für das Gesamtjahr nunmehr von einem
Rückgang der Verkäufe von 2 Prozent auf 20,7 Mio.
Pkws ausgegangen. Bislang wurde ein Zuwachs von 2 Prozent
erwartet. In den USA sollen die Light-Vehicle-Verkäufe
in diesem Jahr um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr
sinken und somit wird ein Marktvolumen von 14,7 Mio. Light
Vehicles erreicht werden. Bisher wurde ein Plus von 2
Prozent prognostiziert. In Europa (EU27, EFTA, UK) erwartet
der VDA angesichts der Lieferschwierigkeiten für das
laufende Jahr eine Stagnation bei 11,8 Mio. Pkws. Bislang
lag die Prognose bei einem Plus von 3 Prozent
gegenüber dem Vorjahr.
Für den deutschen Markt reduziert der VDA seine
Prognose von +5 Prozent auf +3 Prozent (2,7 Mio. Pkws). Die
Auftragslage wird als weiterhin sehr gut eingeschätzt,
der Auftragsbestand in Deutschland befinde sich sogar auf
einem Allzeithoch. Jedoch halten die angebotsseitigen
Schwierigkeiten weiter an: Laut ifo Institut berichteten
89,5 Prozent der Unternehmen in der Automobilindustrie im
Mai von Knappheiten bei Vorprodukten.
Für den Weltmarkt wird für das laufende Jahr
ein Volumen von 70,2 Mio. Einheiten und damit ein
Rückgang um 1 Prozent erwartet, nachdem man zuvor noch
von einem leichten Wachstum von 1 Prozent ausgegangen war.
Das Marktvolumen des Vor-Corona-Jahres 2019 wird mit den
neuen Werten um 13 Prozent unterschritten, das Volumen des
Rekordjahres 2017 sogar um 17 Prozent.
Uns gelang im ersten Halbjahr des Jahres 2022 eine
erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Zunehmend gestiegen
sind jedoch die Sorgen über die künftige
Gasversorgung Europas. Derzeit ist nicht absehbar, ob die
Gaslieferungen seitens Russlands im zweiten Halbjahr 2022
vollständig oder teilweise eingestellt werden. Der
Bundesverband der deutschen Industrie spricht von
katastrophalen Auswirkungen, die ein Gaslieferstopp auf die
produzierende Industrie hätte.
Wenngleich wir für unsere Produktion nahezu kein
Gas benötigen bzw. auf alternative Energieträger
umstellen können, bewerten wir vor diesem Hintergrund
die Risiken für die weitere wirtschaftliche
Entwicklung Deutschlands und Europas und damit indirekt
auch unseres Geschäfts im zweiten Halbjahr 2022 als
hoch und lassen unsere gegenwärtigen Prognosen
unverändert. Wir beobachten die Lage ständig und
umfassend und werden, sobald dies möglich ist,
insbesondere die Auswirkungen der Gasversorgung der
Wirtschaft auf unsere Geschäftsentwicklung und
-aussichten präzisieren bzw., wenn nötig, unsere
Prognose aktualisieren.
Schätzungen über künftige Entwicklungen
von Wechselkursen sind nicht Teil unserer
Unternehmensprognosen. Um Währungsrisiken zu
vermeiden, schließen wir entsprechende
Sicherungsgeschäfte ab. Ziel ist es, die bei Eingang
eines Auftrags unterstellten Währungsparitäten
und damit die erwarteten Cashflows abzusichern.
Unsere Prognosen für die finanziellen
Steuerungsgrößen sind - mit Ausnahme des
Neugeschäfts - gegenüber dem im
Geschäftsbericht 2021 veröffentlichten Stand
unverändert. Bei den Umsatzerlösen erwarten wir -
hauptsächlich aus Preisanpassungen im Einklang mit dem
Materialeinsatz bei unseren Produkten und den
Preissteigerungen bei unseren Lieferanten - ein Wachstum
von 404,3 Mio. EUR im Vorjahr auf rund 480 Mio. EUR im
Berichtsjahr. Das EBIT vor Währungseffekten soll in
einer Spanne von 19 bis 22 Mio. EUR liegen. Im Vorjahr
hatten wir 22,1 Mio. EUR erreicht. Darin waren 2,3 Mio. EUR
positive Sondereffekte enthalten, die nicht fortgeschrieben
werden können. Zur Absicherung der in den
nächsten Jahren vorgesehenen An- und Hochläufe
neuer Serienfertigungen wollen wir im Geschäftsjahr
2022 mit rund 30 Mio. EUR nach 16,2 Mio. EUR im Vorjahr
wieder deutlich mehr investieren.
Diese Planung soll zu einem ausgeglichenen Free Cashflow
(i. Vj. 4,9 Mio. EUR), einem Verschuldungsgrad von 2,5 bis
3,0 Jahren (i. Vj. 2,2 Jahre) sowie einer
Eigenkapitalquote, die sich seitwärts entwickelt (i.
Vj. 33,6 Prozent), führen. Die Prognosen für
Umsatzerlöse und EBIT würden ohne das
Risikoszenario eines Gaslieferstopps oder einer
-beschränkung als konservativ erscheinen. Einen
ausgeglichenen Free Cashflow zu erreichen, dürfte
jedoch auf Basis der Entwicklung im ersten Halbjahr 2022
und angesichts der budgetierten Investitionen für das
zweite Halbjahr sehr ambitioniert sein.
Angesichts des sehr erfolgreichen Neugeschäfts
haben wir am 9. Juni 2022 unsere Prognose für das
erwartete Lifetime-Volumen des im Berichtsjahr zu
gewinnenden Neugeschäfts auf nahe 600 Mio. EUR
(bisher: mehr als 500 Mio. EUR) angehoben.
| 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 | |||
| TEUR | %-Anteil | TEUR | %-Anteil | |
| Umsatzerlöse | 127.360 | 100,0 | 103.540 | 100,0 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 72 | 0,1 | 113 | 0,1 |
| Gesamtleistung | 127.432 | 100,1 | 103.653 | 100,1 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.305 | 3,4 | 677 | 0,7 |
| Materialaufwand | 74.777 | 58,7 | 53.823 | 52,0 |
| Personalaufwand | 29.152 | 22,9 | 28.480 | 27,5 |
| Abschreibungen | 6.119 | 4,8 | 5.790 | 5,6 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 12.422 | 9,8 | 8.956 | 8,6 |
| EBIT | 9.267 | 7,3 | 7.281 | 7,0 |
| Finanzierungsaufwendungen | 1.169 | 0,9 | 1.540 | 1,5 |
| EBT | 8.098 | 6,4 | 5.741 | 5,5 |
| Ertragsteuern | 2.562 | 2,0 | 1.082 | 1,0 |
| Periodenergebnis | 5.536 | 4,3 | 4.659 | 4,5 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 1,77 | - | 1,49 | - |
| 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | |||
| TEUR | %-Anteil | TEUR | %-Anteil | |
| Umsatzerlöse | 258.126 | 100,0 | 213.722 | 100,0 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 142 | 0,1 | 299 | 0,1 |
| Gesamtleistung | 258.268 | 100,1 | 214.021 | 100,1 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.908 | 2,7 | 5.369 | 2,5 |
| Materialaufwand | 151.966 | 58,9 | 112.392 | 52,6 |
| Personalaufwand | 60.460 | 23,4 | 59.300 | 27,7 |
| Abschreibungen | 12.215 | 4,7 | 11.669 | 5,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 23.497 | 9,1 | 22.822 | 10,7 |
| EBIT | 17.038 | 6,6 | 13.207 | 6,2 |
| Finanzierungsaufwendungen | 2.589 | 1,0 | 3.001 | 1,4 |
| EBT | 14.449 | 5,6 | 10.206 | 4,8 |
| Ertragsteuern | 3.702 | 1,4 | 1.407 | 0,7 |
| Periodenergebnis | 10.747 | 4,2 | 8.799 | 4,1 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 3,44 | - | 2,82 | - |
| TEUR | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 |
| Periodenergebnis | 5.536 | 4.659 |
| Nettoverluste (i. Vj. Nettogewinne) aus der Absicherung von Cashflow Hedges | -1.312 | 268 |
| Steuereffekt | 322 | -85 |
| Unterschied aus Währungsumrechnung | 1.899 | 848 |
| Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 909 | 1.031 |
| Versicherungsmathematische Gewinne aus leistungsorientierten Pensionsplänen | 9.188 | 246 |
| Steuereffekt | -2.677 | -70 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 6.511 | 176 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 7.420 | 1.207 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 12.956 | 5.866 |
| TEUR | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 |
| Periodenergebnis | 10.747 | 8.799 |
| Nettoverluste aus der Absicherung von Cashflow Hedges | -346 | -518 |
| Steuereffekt | 128 | 145 |
| Unterschied aus Währungsumrechnung | 1.839 | 2.369 |
| Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 1.621 | 1.996 |
| Versicherungsmathematische Gewinne aus leistungsorientierten Pensionsplänen | 17.068 | 5.134 |
| Steuereffekt | -4.783 | -1.460 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 12.285 | 3.674 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 13.906 | 5.670 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 24.653 | 14.469 |
| TEUR | 30.06.2022 | 31.12.2021 |
| Sachanlagen | 182.480 | 179.920 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 9.256 | 8.960 |
| Vertragsvermögenswerte | 16.466 | 17.794 |
| Latente Steueransprüche | 12.799 | 17.937 |
| Langfristige Vermögenswerte | 221.001 | 224.611 |
| Vorräte | 41.020 | 32.613 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 51.293 | 39.930 |
| Vertragsvermögenswerte | 70.039 | 59.065 |
| Sonstige Vermögenswerte | 16.568 | 8.766 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 870 | 1.121 |
| Ertragsteuerforderungen | 337 | 259 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 139.107 | 109.141 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.007 | 6.907 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 186.134 | 148.661 |
| Bilanzsumme | 407.135 | 373.272 |
| TEUR | 30.06.2022 | 31.12.2021 |
| Eigenkapital | 145.266 | 125.301 |
| Langfristige Finanzschulden | 59.386 | 68.926 |
| Pensionsrückstellungen | 44.921 | 61.897 |
| Sonstige Rückstellungen | 2.680 | 2.456 |
| Latente Steuerschulden | 1.595 | 1.997 |
| Langfristige Schulden | 108.582 | 135.276 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige | 72.024 | 61.597 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 70.930 | 41.590 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 6.472 | 4.210 |
| Kurzfristiger Anteil Pensionsrückstellungen | 1.841 | 1.841 |
| Kurzfristiger Anteil sonstige Rückstellungen | 2.020 | 3.457 |
| Kurzfristige Schulden | 153.287 | 112.695 |
| Summe Schulden | 261.869 | 247.971 |
| Bilanzsumme | 407.135 | 373.272 |
| Auf die Anteilseigner der PWO AG entfallendes Eigenkapital | ||||||
| Sonstige Rücklagen | ||||||
| TEUR | Gezeichnetes
Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Leistungsorientierte
Pläne |
Währungs-
differenzen |
Cashflow
Hedge |
| 1. Januar 2021 | 9.375 | 37.494 | 77.240 | -22.158 | 631 | 1.882 |
| Periodenergebnis | 8.799 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 3.674 | 2.369 | -373 | |||
| 30. Juni 2021 | 9.375 | 37.494 | 86.039 | -18.484 | 3.000 | 1.509 |
| TEUR | Summe 2021 |
| 1. Januar 2021 | 104.464 |
| Periodenergebnis | 8.799 |
| Sonstiges Ergebnis | 5.670 |
| 30. Juni 2021 | 118.933 |
| Auf die Anteilseigner der PWO AG entfallendes Eigenkapital | ||||||
| Sonstige Rücklagen | ||||||
| TEUR | Gezeichnetes
Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Leistungsorientierte
Pläne |
Währungs-
differenzen |
Cashflow
Hedge |
| 1. Januar 2022 | 9.375 | 37.494 | 91.982 | -19.503 | 4.038 | 1.915 |
| Periodenergebnis | 10.747 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 12.285 | 1.839 | -218 | |||
| Gesamtperiodenergebnis | 9.375 | 37.494 | 102.729 | -7.218 | 5.877 | 1.697 |
| Dividendenzahlung | -4.688 | |||||
| 30. Juni 2022 | 9.375 | 37.494 | 98.041 | -7.218 | 5.877 | 1.697 |
| Summe 2022 | |
| 1. Januar 2022 | 125.301 |
| Periodenergebnis | 10.747 |
| Sonstiges Ergebnis | 13.906 |
| Gesamtperiodenergebnis | 149.954 |
| Dividendenzahlung | -4.688 |
| 30. Juni 2022 | 145.266 |
| TEUR | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 |
| Periodenergebnis | 10.747 | 8.799 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 12.215 | 11.669 |
| Ertragsteueraufwand | 3.702 | 1.407 |
| Zinserträge und -aufwendungen | 2.558 | 3.001 |
| Veränderung des kurzfristigen Vermögens | -38.373 | -14.708 |
| Veränderung des langfristigen Vermögens | 1.328 | -726 |
| Veränderung der kurzfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) | 11.252 | -910 |
| Veränderung der langfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) | -17.154 | -5.541 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -1.674 | 973 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 15.831 | 3.678 |
| Gewinn aus dem Abgang von Sachanlagen | 2 | -26 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 434 | 7.616 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen von Sachanlagen | 41 | 79 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | -5.173 | -5.367 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -755 | -575 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -5.887 | -5.863 |
| Auszahlungen für Dividenden | -4.688 | 0 |
| Gezahlte Zinsen | -2.924 | -3.152 |
| Erhaltene Zinsen | 303 | 0 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 21.144 | 19.736 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Krediten | -11.750 | -25.961 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -2.307 | -1.926 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -222 | -11.303 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente | -5.675 | -9.550 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente | -260 | -155 |
| Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar | -5.901 | -4.526 |
| Zahlungsmittel/Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni | -11.836 | -14.231 |
| davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente laut Bilanz | 6.007 | 6.129 |
| davon jederzeit fällige Bankschulden, die zum Cash Management des Konzerns zählen | -17.843 | -20.360 |
Die Progress-Werk Oberkirch AG ist eine
börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in 77704
Oberkirch, Industriestraße 8, Deutschland. Das
Unternehmen ist im Handelsregister des Amtsgerichts
Freiburg unter der Registernummer HRB 490007 angemeldet und
eingetragen. Die aktuell gültige Satzung ist die in
der Fassung vom 19. Mai 2021. Das Geschäftsjahr ist
das Kalenderjahr.
Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der
Progress-Werk Oberkirch AG (PWO) und ihrer
Tochterunternehmen für das zweite Quartal und das
erste Halbjahr 2022 wurde mit Beschluss des Vorstands vom
28. Juli 2022 zur Vorlage an den Prüfungsausschuss des
Aufsichtsrats freigegeben.
Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss zum 30.
Juni 2022 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34
"Zwischenberichterstattung" aufgestellt. Es wurden alle zum
Abschlussstichtag verbindlichen International Financial
Reporting Standards (IFRS) einschließlich der
Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC)
angewendet, die durch die EU-Kommission in
europäisches Recht übernommen wurden und zum
Abschlussstichtag verpflichtend anzuwenden sind.
Der Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht alle
für einen Konzernabschluss zum
Geschäftsjahresende erforderlichen Informationen und
Angaben und ist daher in Verbindung mit dem
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 zu lesen. Die bei
der Erstellung des Konzern-Zwischenabschlusses angewandten
Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich
denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021.
Detaillierte Erläuterungen finden sich auf den Seiten
61 ff. im Anhang des Geschäftsberichts 2021.
Der Konzern-Zwischenabschluss und der
Konzern-Zwischenlagebericht sind weder geprüft noch
einer prüferischen Durchsicht unterzogen worden.
Für den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss
wurden die für die Aufstellung des Konzernabschlusses
zum 31. Dezember 2021 angewandten Rechnungslegungsmethoden
unverändert übernommen mit Ausnahme der zum 1.
Januar 2022 erstmals anzuwendenden Standards und
Interpretationen.
| Verlautbarung | Erstmalige Anwendung | Änderungen | Auswirkungen auf den Konzernabschluss |
| Änderungen an IFRS 16: COVID-19-bezogene Mieterleichterungen nach dem 30. Juni 2021 | 01.04.2021 | IFRS 16 enthält Regelungen hinsichtlich der Abbildung bei Änderungen von Leasingzahlungen (u. a. Mietzugeständnisse) beim Leasingnehmer. Der Leasingnehmer hat grundsätzlich für jeden Mietvertrag zu prüfen, ob die gewährten Mietzugeständnisse Änderungen des Leasingverhältnisses darstellen, und hat eine daraus resultierende Neubewertung der Leasingverbindlichkeit vorzunehmen. Als Reaktion auf die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie wurde am 31. März 2021 IFRS 16 Leasingverhältnisse geändert, um eine einjährige Verlängerung der praktischen Erleichterung zu ermöglichen, die Leasingnehmer bei der Bilanzierung von COVID-19-bezogenen Mietkonzessionen unterstützt. Die Änderungen erweitern die praktische Erleichterung auf Mietkonzessionen, die ursprünglich am oder vor dem 30. Juni 2022 fällige Leasingzahlungen reduzieren. Zuvor waren nur solche Mietkonzessionen im Anwendungsbereich der Erleichterung, die Leasingzahlungen reduzieren, die am oder vor dem 30. Juni 2021 fällig sind bzw. waren. | Keine wesentlichen Auswirkungen. |
| Änderungen an IAS 16: Sachanlagen - Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung | 01.01.2022 | Die Änderungen stellen klar, dass Einnahmen, die ein Unternehmen durch den Verkauf von Gegenständen erhalten hat, die hergestellt wurden, während es den Vermögenswert für seinen beabsichtigten Gebrauch vorbereitet hat (beispielsweise Produktmuster), und die damit verbundenen Kosten im Gewinn oder Verlust zu erfassen sind. Die Berücksichtigung derartiger Beträge bei der Ermittlung der Anschaffungskosten ist nicht zulässig. | Keine wesentlichen Auswirkungen. |
| Änderungen an IAS 37: Belastende Verträge - Kosten für die Erfüllung eines Vertrags | 01.01.2022 | Die Änderungen umfassen die Definition, welche Kosten ein Unternehmen bei der Beurteilung, ob ein Vertrag verlustbringend sein wird, einbezieht. Demnach sind Kosten für die Erfüllung eines Vertrags alle Kosten, die direkt den Auftrag betreffen. Damit sind sowohl Kosten zu berücksichtigen, die ohne den Auftrag nicht anfallen würden (incremental cost), als auch andere dem Vertrag direkt zurechenbare Kosten. | Keine wesentlichen Auswirkungen. |
| Änderungen an IFRS 3: Verweis auf das Rahmenkonzept | 01.01.2022 | Einhergehend mit dem geänderten Rahmenkonzept wurden Referenzen auf das Rahmenkonzept in diversen Standards, so auch in IFRS 3, angepasst. Die Regeln für die Bilanzierung von Unternehmenserwerben werden inhaltlich nicht geändert. Die Änderungen sind auf Unternehmenszusammenschlüsse, bei denen der Erwerbszeitpunkt am oder nach dem 1. Januar 2022 liegt, anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. | Keine Auswirkungen. |
| Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards 2018-2020: Änderungen an IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41 | 01.01.2022 | In IFRS 1 wurde für erstanwendende Tochterunternehmen, welche IFRS 1.D16 (a) in Anspruch nehmen, die Möglichkeit eröffnet, kumulierte Umrechnungsdifferenzen mit den vom Mutterunternehmen ausgewiesenen Beträgen zu bewerten. Durch die Änderung von IFRS 9 erfolgt eine Klarstellung, welche Gebühren in den 10%-Test (IFRS 9.B3.3.6) hinsichtlich der Beurteilung, ob es zur Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit kommt, einzubeziehen sind. Es werden lediglich Gebühren berücksichtigt, welche zwischen dem Unternehmen als Kreditnehmer und dem Kreditgeber gezahlt oder erhalten wurden. In IFRS 16 wurde im erläuternden Beispiel 13 zu IFRS 16 die Darstellung der Erstattung von Mietereinbauten entfernt. In IAS 41 wird das Verbot, Steuerzahlungen im Rahmen der Fair-Value-Bewertung zu berücksichtigen, gestrichen. | Keine wesentlichen Auswirkungen. |
Gegenüber dem Konzernabschluss per 31. Dezember
2021 ergaben sich keine Veränderungen im
Konsolidierungskreis.
Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse
der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen
Unternehmen wurden zu nachfolgenden Wechselkursen
umgerechnet:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
| 30.06.2022 | 30.06.2021 | 1. HJ 2022 | 1. HJ 2021 | ||
| China | CNY | 6,96 | 7,67 | 7,08 | 7,80 |
| Kanada | CAD | 1,34 | 1,47 | 1,39 | 1,50 |
| Mexiko | USD | 1,04 | 1,19 | 1,09 | 1,21 |
Die Aufteilung des Konzernumsatzes aus dem Verkauf von
Gütern nach Standorten ist im Segmentbericht
dargestellt.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die
Außenumsätze nach strategischen Produktbereichen
und nach Regionen. Die Produktbereiche sind im
Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2021, Kapitel
"Grundlagen des Konzerns", erläutert.
| TEUR | 1. HJ 2022 | 1. HJ 2021 |
| Mechanische Komponenten für Elektrik und Elektronik | 56.896 | 52.240 |
| Sicherheitskomponenten für Airbag, Sitz und Lenkung | 80.187 | 71.959 |
| Strukturkomponenten und Subsysteme für Karosserie und Fahrwerk | 121.043 | 89.523 |
| Summe | 258.126 | 213.722 |
| TEUR | 1. HJ 2022 | 1. HJ 2021 |
| Deutschland | 83.927 | 74.397 |
| Übriges Europa | 70.534 | 51.158 |
| Nordamerika | 75.124 | 60.743 |
| Andere Länder | 28.541 | 27.424 |
| Summe | 258.126 | 213.722 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im
Wesentlichen Währungserträge in Höhe von
5.906 TEUR (i. Vj. 4.938 TEUR).
Die wichtigsten Einzelposten der sonstigen betrieblichen
Aufwendungen sind:
| TEUR | 1. HJ 2022 | 1. HJ 2021 |
| Währungsaufwendungen | 5.770 | 5.052 |
| Kosten für Zeitarbeitnehmende | 3.169 | 4.170 |
| Instandhaltungsaufwendungen | 2.893 | 3.080 |
| Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten | 1.456 | 2.108 |
| Ausgangsfrachten | 1.443 | 1.335 |
| Leasingaufwand | 1.358 | 1.403 |
Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten
Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 1. HJ 2022 | 1. HJ 2021 |
| Tatsächliche Steuern | 3.062 | 451 |
| Latente Steuern | 640 | 956 |
| Summe | 3.702 | 1.407 |
In Übereinstimmung mit IAS 34 wurden die
Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
in der Berichtsperiode auf Basis des Steuersatzes
abgegrenzt, der für das gesamte Geschäftsjahr
erwartet wird.
Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das auf
die Anteilseigner der Progress-Werk Oberkirch AG
zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete
durchschnittliche Anzahl der insgesamt ausgegebenen Aktien
geteilt. Verwässerungseffekte aus Aktienoptionen bzw.
wandelbaren Vorzugsaktien haben sich nicht ergeben.
| Q2 2022 | Q2 2021 | |
| Ergebnis nach Steuern in TEUR | 5.536 | 4.659 |
| Durchschnittliche Anzahl Stückaktien | 3.125.000 | 3.125.000 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 1,77 | 1,49 |
| 1. HJ 2022 | 1. HJ 2021 | |
| Ergebnis nach Steuern in TEUR | 10.747 | 8.799 |
| Durchschnittliche Anzahl Stückaktien | 3.125.000 | 3.125.000 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 3,44 | 2,82 |
Ein Werthaltigkeitstest wird bei Geschäfts- oder
Firmenwerten mindestens jährlich, bei sonstigen
immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter
Nutzungsdauer sowie bei Sachanlagen nur bei Vorliegen
konkreter Anhaltspunkte durchgeführt. Zu der
Vorgehensweise bei den Werthaltigkeitstests verweisen wir
auf den Konzernanhang des Konzernabschlusses 2021.
Insbesondere die Entwicklungen am Kapitalmarkt und die
der Inflationsraten im ersten Halbjahr 2022 waren
Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung von
materiellen und immateriellen Vermögenswerten.
Infolgedessen wurden Werthaltigkeitstests für den
Geschäfts- und Firmenwert und für die materiellen
und immateriellen Vermögenswerte durchgeführt und
dabei die verwendeten Kapitalkosten (WACC) zur Berechnung
des Nutzungswertes am 30. Juni 2022 bei allen
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jeweils aktualisiert.
Im Vergleich zum 31. Dezember 2021 wurde der
Kapitalisierungszinssatz um 0,4 bis 1,3 Prozentpunkte bei
den verschiedenen Testeinheiten erhöht. Ebenfalls
erfolgte eine Anpassung des Wachstumsabschlags. Die
Grundannahmen zur Bestimmung des erzielbaren Betrags
für die verschiedenen zahlungsmittelgenerierenden
Einheiten wurden für die langfristige Ertragserwartung
beibehalten. In der zahlungsmittelgenerierenden Einheit
Deutschland wurde die Werthaltigkeit der einzelnen
Vermögenswerte auf Basis des Asset Impairment Tests
zum Jahresende 2021 hinsichtlich der wesentlichen
Inputparameter zum 30. Juni 2022 überprüft. Aus
allen durchgeführten Werthaltigkeitstests ergab sich
kein Abwertungsbedarf zum 30. Juni 2022.
Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2022 beträgt das voll
eingezahlte gezeichnete Kapital 9.375 TEUR (i. Vj. 9.375
TEUR), eingeteilt in 3.125.000 (i. Vj. 3.125.000)
Stückaktien.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung
vom 28. Juli 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des
Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27.
Juli 2025 (einschließlich) durch Ausgabe neuer, auf
den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder
Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt
4.687.500,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital
2020).
Im Konzern-Eigenkapital sind zum 30. Juni 2022
Erträge und Aufwendungen aus der
Währungsumrechnung ausländischer
Tochterunternehmen in Höhe von 5.877 TEUR (i. Vj.
3.000 TEUR) und aus der Absicherung von Cashflow Hedges in
Höhe von 1.697 TEUR (i. Vj. 1.509 TEUR) enthalten.
Im Mai 2022 wurde die Dividende der Progress-Werk
Oberkirch AG für das Geschäftsjahr 2021 in
Höhe von 4.688 TEUR (1,50 EUR je
dividendenberechtigter Stückaktie) ausbezahlt. Im
Vorjahr wurde keine Dividende für das
Geschäftsjahr 2020 ausgeschüttet.
Im ersten Halbjahr 2022 sind keine Mitteilungen
über Beteiligungen an der Progress-Werk Oberkirch AG
eingegangen.
Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen
basiert auf folgenden versicherungsmathematischen Annahmen:
| 30.06.2022 | 31.12.2021 | |
| Abzinsungssatz | 3,44 % | 1,48 % |
| Fluktuationsrate | 2,00 % | 2,00 % |
| Zukünftiger Gehaltstrend > 40 Jahre | 2,50 % | 2,50 % |
| Zukünftiger Gehaltstrend < 40 Jahre (Karrieretrend) | 3,50 % | 3,50 % |
| Zukünftige Pensionsanpassungen | 2,00 % | 1,75 % |
| Sterblichkeit | RT Heubeck
2018 G |
RT Heubeck
2018 G |
Der Rückgang der Pensionsrückstellungen um
16.976 TEUR ist im Wesentlichen auf
Schätzungsänderungen bzw. die geänderten
versicherungsmathematischen Annahmen
zurückzuführen, wobei sich die Erhöhung des
Zinssatzes um 1,96 %-Punkte besonders stark auswirkte.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen
umfassen im Wesentlichen Personalrückstellungen
(Verpflichtungen für Altersteilzeit und
Jubiläumszuwendungen) und Rückstellungen für
unvorteilhafte Verträge.
Zur Beschaffung liquider Mittel für die
Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit
werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
verkauft und damit eine verbesserte Liquiditätsplanung
ermöglicht. Alle wesentlichen Risiken sind an den
Factor übergegangen. Zum 30. Juni 2022 war ein
Forderungsbestand im Nominalwert in Höhe von 24.402
TEUR (i. Vj. 17.002 TEUR) verkauft. Die übertragenen
Forderungen betreffen kurzfristige Forderungen, bei denen
der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert der
übertragenen Vermögenswerte entspricht.
In einem vom Abnehmer ausgehenden "Supplier
Finance"-Programm werden Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen durch einen Factor finanziert. Das Ausfallrisiko
gegenüber dem Lieferanten trägt der Factor. Zum
30. Juni 2022 waren Forderungen gegen/an einen Kunden in
Höhe von 5.493 TEUR (i. Vj. 5.752 TEUR) an den Factor
abgetreten worden.
Die Kapitalüberwachung bei PWO erfolgt über
den Nettoverschuldungsgrad (bisherige Bezeichnung:
dynamischer Verschuldungsgrad) sowie über die
Eigenkapitalquote. Gemäß unserer Finanzstrategie
werden ein Nettoverschuldungsgrad von unter 3 Jahren und
eine Eigenkapitalquote von 30 % angestrebt.
| TEUR | 30.06.2022 | 31.12.2021 |
| Finanzschulden | 130.316 | 110.516 |
| Abzüglich Zahlungsmittel | -6.007 | -6.907 |
| Netto-Finanzschulden | 124.309 | 103.609 |
| EBITDA 1 | 51.532 | 47.155 |
| Nettoverschuldungsgrad (in Jahren) 2 | 2,4 | 2,2 |
1 Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen auf Basis der letzten 12 Monate
2 Geänderte Bezeichnung (bisher:
dynamischer Verschuldungsgrad) bei unveränderter
Berechnungsweise
| TEUR | 30.06.2022 | 31.12.2021 |
| Eigenkapital | 145.266 | 125.301 |
| Bilanzsumme | 407.135 | 373.272 |
| Eigenkapitalquote | 35,7 % | 33,6 % |
Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und
beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien:
| Kategorie | Buchwert | Fair Value | |||
| TEUR | IFRS 9 1 | 30.06.2022 | 31.12.2021 | 30.06.2022 | 31.12.2021 |
| AKTIVA | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 51.293 | 39.930 | 51.293 | 39.930 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 870 | 1.120 | 870 | 1.120 | |
| davon Derivate mit Hedge-Beziehung | n. a. | 870 | 1.113 | 870 | 1.113 |
| davon Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVtPL | 0 | 7 | 0 | 7 |
| davon Geldanlagen >3 Monate | AC | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel | AC | 6.007 | 6.907 | 6.007 | 6.907 |
| PASSIVA | |||||
| Finanzschulden | 130.316 | 110.516 | 131.688 | 114.348 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 84.959 | 62.761 | 87.028 | 65.002 |
| davon variabel verzinslich | 17.843 | 12.889 | 17.843 | 12.889 | |
| davon festverzinslich | 67.116 | 49.872 | 69.185 | 52.113 | |
| Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen | AC | 24.980 | 29.973 | 25.255 | 31.382 |
| davon variabel verzinslich | 2.998 | 2.997 | 2.998 | 2.997 | |
| davon festverzinslich | 21.983 | 26.976 | 22.257 | 28.385 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften | n. a. | 20.377 | 17.781 | 19.405 | 17.964 |
| davon variabel verzinslich | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| davon festverzinslich | 20.377 | 17.781 | 19.405 | 17.964 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 42.749 | 37.225 | 42.749 | 37.225 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 6.472 | 4.210 | 6.472 | 4.210 | |
| davon Derivate mit Hedge-Beziehung | n. a. | 1.596 | 771 | 1.596 | 771 |
| davon Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVtPL | 4.876 | 2.912 | 4.876 | 2.912 |
| davon Übrige | AC | 0 | 526 | 0 | 526 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskriterien | |||||
| Loans and Receivables | AC | 57.300 | 46.837 | 57.300 | 46.837 |
| Financial Liabilities Measured at Amortized Cost | AC | 152.688 | 130.486 | 155.032 | 134.135 |
| Financial Assets Held for Trading | FVtPL | 0 | 7 | 0 | 7 |
| Financial Liabilities Held for Trading | FVtPL | 4.876 | 2.912 | 4.876 | 2.912 |
1 AC: Amortized Cost | FVtPL: Fair Value through
Profit & Loss
Alle Vermögenswerte und Schulden, die zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind in Stufe 2 der
Bewertungshierarchie gemäß IFRS 13 eingeordnet.
Im Berichtszeitraum gab es keine Änderungen in den
angewandten Bewertungstechniken und keine Umbuchungen
zwischen den Hierarchiestufen.
Bezüglich der Angaben über Beziehungen zu
nahestehenden Unternehmen und Personen verweisen wir auf
die Ausführungen im Konzernabschluss zum 31. Dezember
2021. Zum 30. Juni 2022 haben sich keine Änderungen
ergeben.
Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete
Zahlungsmittelfonds beinhaltet die Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente. Die jederzeit fälligen
Kontokorrentschulden in Höhe von 17.843 TEUR (i. Vj.
20.360 TEUR) sind in der Bilanzposition "Kurzfristige
Finanzschulden" enthalten.
Von den ausgewiesenen Umsatzerlösen entfallen zum
30. Juni 2022 auf 4 Kunden über 10 % liegende
Umsatzanteile von 44.239 TEUR, 31.902 TEUR, 31.562 TEUR und
30.537 TEUR, die alle Segmente betreffen. Im Vorjahr wurden
mit 3 Kunden über 10 % liegende Umsatzanteile von
33.004 TEUR, 27.799 TEUR und 27.475 TEUR identifiziert.
| TEUR | Deutschland | Tschechien | Kanada | Mexiko | China | Konsolidierung |
| Gesamtumsätze | 127.287 | 54.722 | 24.932 | 41.973 | 22.494 | 182 |
| Innenumsätze | -7.534 | -4.575 | -450 | -97 | -808 | 0 |
| Außenumsätze | 119.753 | 50.147 | 24.482 | 41.876 | 21.686 | 182 |
| Gesamtleistung | 127.430 | 54.722 | 24.932 | 41.973 | 22.494 | -13.283 |
| Sonstige Erträge | 9.095 | 308 | 788 | 513 | 486 | -4.282 |
| Gesamtaufwendungen | 125.572 | 48.126 | 24.456 | 34.807 | 19.926 | -16.964 |
| Abschreibungen | 4.670 | 2.577 | 1.093 | 2.550 | 1.352 | -27 |
| EBIT vor Währungseffekten | 6.319 | 4.407 | 58 | 5.117 | 1.603 | -602 |
| EBIT inkl. Währungseffekten | 6.283 | 4.327 | 171 | 5.129 | 1.702 | -574 |
| Zinsertrag | 2.401 | 0 | 0 | 1 | 2 | -2.101 |
| Zinsaufwand | 2.071 | 801 | 292 | 1.104 | 725 | -2.101 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 6.613 | 3.526 | -121 | 4.026 | 979 | -574 |
| Ertragsteuern | 2.638 | -88 | -30 | 1.208 | 261 | -287 |
| Periodenergebnis | 3.975 | 3.614 | -91 | 2.818 | 718 | -287 |
| Vermögen | 166.602 | 110.663 | 39.053 | 66.513 | 57.261 | -32.957 |
| davon lfr. Vermögenswerte 1 | 53.524 | 60.963 | 17.670 | 31.270 | 28.433 | -124 |
| davon Vertragsvermögenswerte | 41.721 | 17.097 | 9.359 | 10.667 | 9.486 | -1.825 |
| Schulden | 39.303 | 45.997 | 20.368 | 46.523 | 56.191 | 53.487 |
| Investitionen | 1.836 | 5.899 | 1.254 | 1.299 | 147 | 0 |
| Mitarbeitende (per 30. Juni) | 1.034 | 675 | 313 | 555 | 293 | - |
| TEUR | Konzern |
| Gesamtumsätze | 271.590 |
| Innenumsätze | -13.464 |
| Außenumsätze | 258.126 |
| Gesamtleistung | 258.268 |
| Sonstige Erträge | 6.908 |
| Gesamtaufwendungen | 235.923 |
| Abschreibungen | 12.215 |
| EBIT vor Währungseffekten | 16.902 |
| EBIT inkl. Währungseffekten | 17.038 |
| Zinsertrag | 303 |
| Zinsaufwand | 2.892 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 14.449 |
| Ertragsteuern | 3.702 |
| Periodenergebnis | 10.747 |
| Vermögen | 407.135 |
| davon lfr. Vermögenswerte 1 | 191.736 |
| davon Vertragsvermögenswerte | 86.505 |
| Schulden | 261.869 |
| Investitionen | 10.435 |
| Mitarbeitende (per 30. Juni) | 2.870 |
1 Die langfristigen Vermögenswerte
enthalten keine latenten Steuern.
| TEUR | Deutschland | Tschechien | Kanada | Mexiko | China | Konsolidierung |
| Gesamtumsätze | 111.593 | 39.011 | 15.487 | 33.747 | 24.916 | 16 |
| Innenumsätze | -6.503 | -1.030 | -202 | -41 | -3.272 | 0 |
| Außenumsätze | 105.090 | 37.981 | 15.285 | 33.706 | 21.644 | 16 |
| Gesamtleistung | 111.892 | 39.011 | 15.487 | 33.747 | 24.916 | -11.032 |
| Sonstige Erträge | 6.327 | 265 | 597 | 243 | 480 | -2.543 |
| Gesamtaufwendungen | 110.935 | 33.872 | 15.520 | 27.507 | 20.498 | -13.818 |
| Abschreibungen | 4.773 | 2.403 | 855 | 2.311 | 1.343 | -16 |
| EBIT vor Währungseffekten | 2.699 | 3.030 | -149 | 4.191 | 3.291 | 259 |
| EBIT inkl. Währungseffekten | 2.511 | 3.001 | -291 | 4.172 | 3.555 | 259 |
| Zinsertrag | 2.041 | 0 | 0 | 1 | 1 | -1.905 |
| Zinsaufwand | 2.349 | 575 | 241 | 1.031 | 848 | -1.905 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 2.203 | 2.426 | -532 | 3.142 | 2.708 | 259 |
| Ertragsteuern | 1.418 | -858 | -133 | 0 | 862 | 118 |
| Periodenergebnis | 785 | 3.284 | -399 | 3.142 | 1.846 | 141 |
| Vermögen | 179.645 | 88.986 | 35.296 | 58.313 | 57.854 | -45.235 |
| davon lfr. Vermögenswerte 1 | 58.546 | 55.704 | 16.421 | 29.371 | 28.056 | -166 |
| davon Vertragsvermögenswerte | 38.897 | 11.529 | 8.714 | 13.143 | 8.617 | -4.540 |
| Schulden | 169.241 | 92.359 | 20.803 | 48.327 | 57.099 | -132.903 |
| Investitionen | 2.269 | 1.739 | 1.193 | 591 | 293 | 0 |
| Mitarbeitende (per 30. Juni) | 1.241 | 631 | 298 | 518 | 318 | - |
| TEUR | Konzern |
| Gesamtumsätze | 244.770 |
| Innenumsätze | -11.048 |
| Außenumsätze | 213.722 |
| Gesamtleistung | 214.021 |
| Sonstige Erträge | 5.369 |
| Gesamtaufwendungen | 194.514 |
| Abschreibungen | 11.669 |
| EBIT vor Währungseffekten | 13.321 |
| EBIT inkl. Währungseffekten | 13.207 |
| Zinsertrag | 138 |
| Zinsaufwand | 3.139 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 10.206 |
| Ertragsteuern | 1.407 |
| Periodenergebnis | 8.799 |
| Vermögen | 373.859 |
| davon lfr. Vermögenswerte 1 | 187.932 |
| davon Vertragsvermögenswerte | 76.360 |
| Schulden | 254.926 |
| Investitionen | 6.085 |
| Mitarbeitende (per 30. Juni) | 3.006 |
1 Die langfristigen Vermögenswerte
enthalten keine latenten Steuern.
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von
besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage eingetreten, über die zu berichten
wäre.
Im Berichtszeitraum hat sich die Zusammensetzung von
Vorstand und Aufsichtsrat nicht verändert.
| ― |
Karl M. Schmidhuber | Vorsitzender |
| ― |
Dr. Georg Hengstberger | stv. Vorsitzender |
| ― |
Andreas Bohnert | Arbeitnehmervertreter |
| ― |
Carsten Claus |
| ― |
Stefan Klemenz | Arbeitnehmervertreter |
| ― |
Dr. Jochen Ruetz |
| ― |
Dieter Maier | Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― |
Carlo Lazzarini | Vorsitzender/CEO |
| ― |
Dr. Cornelia Ballwießer | CFO |
| ― |
Johannes Obrecht | COO |
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass
gemäß den anzuwendenden
Rechnungslegungsgrundsätzen für die
Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der
Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so
dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind."
Oberkirch, 28. Juli 2022
Der Vorstand
| Carlo Lazzarini
Vorsitzender/CEO |
Dr. Cornelia
Ballwießer
CFO |
Johannes Obrecht
COO |
Der Zwischenfinanzbericht für das zweite Quartal
und das erste Halbjahr 2022 ist dem Prüfungsausschuss
des Aufsichtsrats vorgelegt und durch den Vorstand
erläutert worden. Der Prüfungsausschuss stimmte
dem Zwischenfinanzbericht zu.
Oberkirch, 28. Juli 2022
Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses
Carsten Claus
| 9. November 2022 | Quartalsmitteilung 3. Quartal und 9 Monate 2022 |
| 28. - 30. November 2022 | Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main |
|
Dr. Cornelia Ballwießer
CFO |
Charlotte Frenzel
Investor Relations & Corporate Communications |
Telefon: + 49 7802 84-844
E-Mail: ir@pwo-group.com
Dieser Halbjahresbericht enthält zukunftsgerichtete
Aussagen, die auf gegenwärtigen Annahmen, Erwartungen,
Schätzungen, Prognosen und anderen derzeit
verfügbaren Informationen des Vorstands von PWO und
auf daraus von ihm abgeleiteten Annahmen, Erwartungen,
Schätzungen, Prognosen und Planungen basieren. Die
zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien
für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen
und Ergebnisse zu verstehen. Verschiedene bekannte wie auch
unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige
Faktoren können dazu führen, dass die
tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse wesentlich
von den hier explizit genannten oder implizit enthaltenen
Einschätzungen abweichen können. Diese Faktoren
schließen diejenigen ein, die PWO in
veröffentlichten Berichten, die auf der PWO-Website
pwo-group.com zur Verfügung stehen, beschrieben hat.
PWO übernimmt unbeschadet gesetzlicher Vorgaben
keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten
Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse
oder Entwicklungen anzupassen.
Die Darstellung von Zahlen erfolgt in diesem Dokument in
der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen
Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte
gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl
ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten
Charakter haben. Aus Gründen der einfacheren
Lesbarkeit werden neben geschlechtsneutralen auch
geschlechtsspezifische Formulierungen verwendet. Hiermit
sind ausdrücklich alle Geschlechter gemeint.
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