Progress-Werk Oberkirch Aktiengesellschaft

Oberkirch

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

sehr geehrte Geschäftsfreunde,

es gelingt uns weiterhin, die PWO-Gruppe sicher durch die aktuellen gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen zu navigieren. Wir freuen uns sehr, Ihnen nach einem erfolgreichen Auftaktquartal 2022 heute auch über eine gute Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal berichten zu können. Mit der Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten sind wir sehr zufrieden.

Ohne das Risiko eines vollständigen oder teilweisen Ausfalls der Gaslieferungen aus Russland nach Deutschland würden unsere aktuellen Prognosen für die Entwicklung der meisten unserer finanziellen Steuerungsgrößen im Geschäftsjahr 2022 konservativ erscheinen. Wenngleich wir für unsere Produktion nahezu kein Gas benötigen bzw. auf alternative Energieträger umstellen können, bewerten wir die Risiken aus einer zu geringen Gasversorgung Deutschlands bzw. Europas im zweiten Halbjahr 2022 als hoch und lassen unsere gegenwärtigen Prognosen unverändert.

Auch im Berichtszeitraum arbeiteten wir intensiv daran, die Marktposition der PWO-Gruppe weiter auszubauen. Vier Quartale in Folge konnten wir inzwischen das Lifetime-Volumen des Neugeschäfts steigern. Im zweiten Quartal 2022 erreichten wir mit rund 255 Mio. EUR fast das doppelte Volumen des zweiten Quartals 2021 von rund 130 Mio. EUR. Im ersten Halbjahr konnten wir insgesamt ein Volumen von rund 465 Mio. EUR akquirieren.

Weil Anzahl und Volumen der Anfragen für zusätzliche Aufträge weiterhin auf überaus hohem Niveau liegen, haben wir im Juni unsere Prognose für das erwartete Lifetime-Volumen des im Berichtsjahr zu gewinnenden Neugeschäfts angehoben. Unser, vom Verbrennermotor vollständig unabhängiges Geschäftsmodell, kombiniert mit einem globalen Vertriebsansatz und dem Fokus auf unseren Entwicklungskompetenzen, bleibt weiterhin zentraler Erfolgsgarant. Auf dieser Basis erschließen wir zunehmend auch neue Marktchancen jenseits unserer klassischen Produktlösungen und Absatzmärkte.

Nachhaltigkeit ist einer unserer zentralen Leitwerte und bildet damit die Grundlage für die Weiterentwicklung aller internen Prozesse. Mit Blick auf die Transformation der Mobilitätsindustrie gestalten wir Nachhaltigkeit in unserer Branche führend mit. Im ersten Quartal 2022 sind wir der Science Based Targets initiative beigetreten und haben uns gruppenweite CO 2-Reduktionsziele gesetzt, die wir bis zum Ende des Jahres 2030 erreichen wollen. Im zweiten Quartal folgte der Beitritt zum United Nations Global Compact, der weltweit größten Nachhaltigkeitsinitiative.

Ende Juli machten wir öffentlich, dass die PWO-Gruppe an der nächsten Weltklimakonferenz teilnehmen wird und Mitglied der Global Vision 2045 geworden ist. Damit unterstreichen wir unsere Absicht, dem Prozess der nachhaltigen Transformation der PWO-Gruppe noch mehr Schubkraft zu geben. Durch den gezielten Austausch mit gleichgesinnten Unternehmen auf der Weltklimakonferenz wollen wir die globale Allianz für das Pariser Klimaabkommen stärken. Bis dahin werden wir wichtige nächste Schritte unserer Nachhaltigkeitsstrategie umsetzen und Ihnen hierzu regelmäßig berichten.

Oberkirch, im August 2022

Der Vorstand

WACHSTUMSWERT PWO

Magazin

WACHSTUMSWERT PWO

VON DER TRANSFORMATION PROFITIEREN MIT ÜBERLEGENEN LÖSUNGEN
Aktuell: Neue Komponenten von Brennstoffzellen.

Wir setzen konsequent auf Wachstum. Dazu gestalten wir mit hoher Innovationskraft den Wandel in unserer Branche zu einer Mobilität ohne fossile Energie mit. Zum Beispiel bei alternativen Antriebskonzepten wie E-Mobility und Brennstoffzellen.

Wir entwickeln Komponenten von Brennstoffzellen - für die nachhaltige Mobilität der Zukunft.

UMFASSENDE KOMPETENZ

Wir verschieben permanent die Grenzen des technologisch Möglichen

Mit einem neuen Auftrag für Komponenten von Brennstoffzellen in mehrjähriger Serienfertigung haben wir jüngst gezeigt, dass wir unsere umfassende Kompetenz im Grenzbereich des technologisch Möglichen in der Metallumformung und deren Verbindungstechnologien erfolgreich auch bei neuen Produkten einsetzen können.

Unser vom Verbrennermotor vollständig unabhängiges Geschäftsmodell, kombiniert mit einem globalen Vertriebsansatz und dem Fokus auf unsere Entwicklungskompetenzen, zahlt sich daher immer stärker aus. Selbstverständlich auch bei allen unseren anderen Produkten, die wir mit innovativen Lösungen ständig weiterentwickeln. So haben unsere tschechischen Standorte zuletzt einen weiteren großen Neuauftrag für Instrumententafelträger für Fahrzeugmodelle gewonnen, in denen wir bisher noch nicht vertreten waren. Zudem werden die mexikanischen Standorte ab 2023 für einen unserer größten Kunden Sitzkomponenten fertigen. Grund genug, die Prognose 2022 für das gewonnene Lifetime-Volumen des Neugeschäfts im Juni kräftig anzuheben.

Auch in Zukunft erwarten wir anhaltend hohes Wachstum bei unserem Neugeschäft, insbesondere in Osteuropa. Da Kundennähe, auch geografische, einen entscheidenden Bestandteil unseres Geschäftserfolgs darstellt und die europäische Mobilitätsindustrie in den letzten Jahren massiv Wertschöpfung nach Osteuropa verlagert hat, bauen wir unsere Aktivitäten vor Ort weiter aus. Schließlich betrifft ein sehr hoher Anteil der aktuellen Anfragen dortige Fertigungen. Strategisch wollen wir daher unsere Kapazitäten über die tschechischen Standorte hinaus an einem zusätzlichen Standort in Osteuropa erweitern.

Die Mobilität der Zukunft mitgestalten

Wir nutzen konsequent unsere Möglichkeiten, um gezielt weiter zu wachsen. Und zwar weltweit. Dazu werden auch neue Absatzmärkte beitragen, die wir bisher noch nicht bedient hatten. So haben wir mit dem Auftrag für Komponenten von Brennstoffzellen einmal mehr unsere Zukunftsfähigkeit unter Beweis gestellt.

KONSEQUENT NACHHALTIG

AUF BESTEM WEG
Aktuell: Verpflichtung gegenüber weltweit führenden Initiativen.

Science Based Targets initiative und United Nations Global Compact bilden einen wesentlichen Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Entlang deren Kriterien werden wir unsere Geschäftsprozesse künftig fortentwickeln.

Wir nehmen unsere Verantwortung wahr - für unsere Mitarbeitenden, die Umwelt und die Gesellschaft.

ÜBERZEUGEN MIT TRANSPARENZ:

International anerkannte Standards für Nachhaltigkeit

Wir verstehen uns als Force for Good im Dienste der gegenwärtigen und zukünftigen Gesellschaft und unserer Umwelt. Deshalb stellen wir unsere Nachhaltigkeitspolitik unter umfassende Transparenz für unsere Stakeholder: Unsere Klimaziele orientieren sich an den Vorgaben der Science Based Targets initiative (SBTi). Den United Nations Global Compact (UNGC) und seine Prinzipien werden wir in unsere Unternehmensstrategie, unsere Unternehmenskultur und unser Tagesgeschäft integrieren - beim Umweltschutz, im Bereich der Menschenrechte, bei den Arbeitsnormen und zur Korruptionsbekämpfung.

Aktuell entscheiden wir über das Maßnahmenpaket zum Erreichen unserer Einsparziele: Allein die vollständige Umstellung des Stromverbrauchs in der PWO-Gruppe auf Grünstrom sowie ausgewählte weitere konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz würden unsere Treibhausgasemissionen um mehr als 46 Prozent reduzieren. Damit würden wir unsere Klimaziele gemäß Scope 1 & 2 übertreffen und zugleich das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens unterschreiten. Dem Klimaabkommen haben wir uns verpflichtet, auch wenn die Verfügbarkeit von Grünstrom bisher noch nicht überall in der Gruppe gegeben ist.

Unsere Standorte in Deutschland und Tschechien werden inzwischen vollständig über Grünstrom versorgt. Betriebliche und Dienstfahrzeuge werden am Standort Oberkirch komplett auf E-Antrieb umgestellt - inklusive grüner Ladestationen auf dem Betriebsgelände, auch für unsere Gäste. In Kanada wurde zuletzt zur Reduzierung des fossilen Energieverbrauchs ein Grüngastarif abgeschlossen. Nicht zuletzt planen wir in Tschechien gerade eine neue Logistik- und Montagehalle sowie eine Presswerkhalle, die über Wärmepumpen beheizt werden sollen. Für die bestehenden Betriebsflächen wollen wir zusammen mit Energieexperten zudem ein umfassendes Konzept für die Umstellung der Energieversorgung und die Reduzierung des Energieverbrauchs erarbeiten.

Klares Commitment

Bei der SBTi haben wir uns auf eine Reduzierung um 46 Prozent unserer Treibhausgasemissionen im Scope 1 & 2 sowie um 28 Prozent im Scope 3 bis zum Jahr 2030 gegenüber dem Basisjahr 2019 verpflichtet.

Im Scope 1 & 2 entspricht dies dem 1,5-Grad-Pfad des Pariser Klimaabkommens, im Scope 3 dem <2-Grad-Pfad. So wollen wir zum Beispiel unsere Standorte in full electric umwandeln und, soweit landesspezifisch möglich, nur Strom aus erneuerbaren Energien beziehen.

Zwischenfinanzbericht

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

WIRTSCHAFTSBERICHT

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Die Entwicklung der Weltwirtschaft steht seit Ende Februar ganz im Zeichen des fortdauernden Kriegs in der Ukraine. Nachdem die Wachstumsperspektiven bis dahin insgesamt noch durchaus positiv waren, haben seither die durch den Krieg ausgelösten massiven Anstiege der Einkaufspreise, insbesondere in den Nahrungsmittel- und Energiebereichen, zu großer Verunsicherung bei Unternehmen und Verbrauchern geführt.

Zugleich verschärften sich die weltweiten Lieferengpässe, vor allem infolge der Schließung von Häfen in China im Zuge der dortigen rigorosen Lockdown-Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die jüngsten Zinsanhebungsschritte in zahlreichen Ländern, insbesondere in den USA und zuletzt in der Europäischen Union, sollen dem Inflationsdruck entgegenwirken. Sie gehen allerdings im Zweifel ebenfalls auf Kosten des Wirtschaftswachstums. Eine weitere schwere Bürde für die europäische, vor allem jedoch die deutsche Wirtschaft, stellen die stark eingeschränkten Gaslieferungen aus Russland dar.

Entsprechend haben sich die globalen Konjunkturaussichten nach Auffassung des Internationalen Währungsfonds (IWF) gegenüber seinen im April schon spürbar zurückgenommenen Erwartungen weiter deutlich eingetrübt. Es besteht Rezessionsgefahr bei hoher Inflation.

In Deutschland zum Beispiel hatte das GfK-Konsumklima schon im Juni den tiefsten Stand seit Beginn der Erhebungen im Jahre 1991 erreicht und im Juli setzte sich die Talfahrt der Verbraucherstimmung weiter fort. Die Verbraucher halten sich angesichts der seit Jahrzehnten höchsten Inflationsraten bei ihren Anschaffungen deutlich zurück. Zu den Sorgen um unterbrochene Lieferketten, den Ukraine-Krieg und stark steigende Energie- und Lebensmittelpreise, kamen zuletzt Befürchtungen um eine ausreichende Gasversorgung von Wirtschaft und privaten Haushalten im nächsten Winter hinzu. Auch der ifo Geschäftsklimaindex hat sich im Juli zum zweiten Mal hintereinander deutlich abgeschwächt. Hier musste insbesondere das verarbeitende Gewerbe über alle Industriebranchen hinweg erneut einen deutlichen Dämpfer hinnehmen. Besonders rückläufig waren die Erwartungen für die kommenden Monate. Dies trifft auch auf den Handel und den Dienstleistungssektor zu.

Die Automobilindustrie

Neuzulassungen/​Verkäufe von Personenkraftwagen
(Quellen: Verband der Automobilindustrie, Kraftfahrt-Bundesamt)

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1. HJ 2022 1. HJ 2021
Stück Veränderung
ggü. Vorjahr (%)
Stück Veränderung
ggü. Vorjahr (%)
Region
Deutschland 1.237.975 -11,0 1.390.889 +14,9
Westeuropa (EU14 + EFTA + UK) 5.027.500 -14,3 5.865.000 +27,7
Europa (EU27 + EFTA + UK) 1 5.597.700 -13,7 6.486.400 +27,1
Russland 2 370.200 -57,5 870.700 +36,9
USA 2 6.767.500 -18,3 8.294.100 +29,0
China 10.202.500 +3,7 9.830.000 +27,3

1 ohne Malta
2 Light Vehicles

Die internationalen Automobilmärkte verzeichneten laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) im ersten Halbjahr 2022 eine insgesamt differenzierte Entwicklung. Weiterhin stellen gestörte Wertschöpfungs- und Logistikketten für die Branche große Herausforderungen dar. Dies gilt insbesondere für den Halbleitermangel. In Europa sorgt der Krieg in der Ukraine für besondere Verunsicherung, während die hohe Preisdynamik in den USA und in Europa zusätzlich belastet.

Auf dem US-Light-Vehicle-Markt (Pkws und Light Trucks) wurden im ersten Halbjahr 6,8 Mio. neue Fahrzeuge verkauft, ein Rückgang um 18 Prozent. Dabei gingen die Verkäufe von Pkws um 25 Prozent zurück, die Verkäufe von Light Trucks um 16 Prozent. Letztere machten zuletzt rund 79 Prozent des Gesamtmarktes aus.

Der chinesische Pkw-Markt ist in der ersten Jahreshälfte um knapp 4 Prozent gewachsen. In den ersten 6 Monaten wurden dort insgesamt 10,2 Mio. Pkws verkauft. Der russische Light-Vehicle-Markt hat aufgrund der verhängten Sanktionen in der ersten Jahreshälfte einen deutlichen Einbruch verzeichnen müssen. In den ersten 6 Monaten wurden 370.200 Light Vehicles verkauft, 58 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2021.

Der europäische Pkw-Markt (EU27, EFTA & UK) hat im ersten Halbjahr ein Volumen von 5,6 Mio. neu zugelassenen Pkws erreicht. Dies entspricht einem Rückgang um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau. In Spanien gingen die Neuzulassungen um 11 Prozent zurück, im Vereinigten Königreich um 12 Prozent. In Frankreich gab der Absatz mit 16 Prozent deutlicher nach, und Italien hatte mit -23 Prozent die größten Rückgänge zu verkraften.

In Deutschland wurden in den ersten 6 Monaten 2022 insgesamt 1,2 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, gut 11 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dabei zeigte sich im Juni eine deutlich zunehmende Abschwächung: Mit 224.600 neu zugelassenen Pkws wurde das Niveau des Vorjahresmonats um gut 18 Prozent unterschritten. Die ausgeprägte inflationsbedingte Kaufzurückhaltung der Konsumenten schlägt sich somit insbesondere bei langlebigen Gebrauchsgütern wie Automobilen nieder.

Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 besteht im aktuellen Jahresverlauf ein Absatzdefizit in Höhe von 33 Prozent. Weiterhin limitieren der Mangel an Vor- und Zwischenprodukten, hohe Rohstoffpreise und die allgemeine Verunsicherung aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine den Markt und die Produktion.

Die Elektro-Neuzulassungen sanken im Juni um 10 Prozent auf gut 58.500 Einheiten. Dieser Rückgang war damit weniger stark als der des Gesamtmarktes. Der Anteil von Elektro-Pkws an den gesamten Neuzulassungen lag im Juni bei 26,1 Prozent. In den ersten 6 Monaten 2022 wurden insgesamt 306.400 Elektro-Pkws zugelassen und damit 2 Prozent weniger als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der Auftragseingang aus dem Inland ist im ersten Halbjahr insgesamt um 4 Prozent gestiegen, im Juni allerdings erneut gesunken und lag um 15 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Der ausländische Auftragseingang entwickelte sich im Halbjahreszeitraum mit einem Minus von 14 Prozent deutlich negativ.

Die Pkw-Produktion in Deutschland ist seit Jahresbeginn mit insgesamt 1,7 Mio. Pkws um 3 Prozent geringer ausgefallen als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Das Produktionsniveau aus Vor-Corona-Zeiten ist noch deutlich entfernt: Das Produktionsvolumen im Juni 2022 lag 19 Prozent unter dem im Juni 2019 und das Produktionsvolumen im aktuellen Jahresverlauf unterschreitet den Vergleichswert des Jahres 2019 um 32 Prozent.

Ertragslage

Ausgewählte Informationen zu den Segmenten und zur Gruppe

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in TEUR Deutschland Tschechien Kanada Mexiko China Konsolidierung
1. Halbjahr 2022
Gesamtumsätze 127.287 54.722 24.932 41.973 22.494 182
Außenumsätze 119.753 50.147 24.482 41.876 21.686 182
Gesamtleistung 127.430 54.722 24.932 41.973 22.494 -13.283
EBIT vor Währungseffekten 6.319 4.407 58 5.117 1.603 -602
EBIT inklusive Währungseffekten 6.283 4.327 171 5.129 1.702 -574
Investitionen 1.836 5.899 1.254 1.299 147 0
1. Halbjahr 2021
Gesamtumsätze 111.593 39.011 15.487 33.747 24.916 16
Außenumsätze 105.090 37.981 15.285 33.706 21.644 16
Gesamtleistung 111.892 39.011 15.487 33.747 24.916 -11.032
EBIT vor Währungseffekten 2.699 3.030 -149 4.191 3.291 259
EBIT inklusive Währungseffekten 2.511 3.001 -291 4.172 3.555 259
Investitionen 2.269 1.739 1.193 591 293 0
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in TEUR Konzern
1. Halbjahr 2022
Gesamtumsätze 271.590
Außenumsätze 258.126
Gesamtleistung 258.268
EBIT vor Währungseffekten 16.902
EBIT inklusive Währungseffekten 17.038
Investitionen 10.435
1. Halbjahr 2021
Gesamtumsätze 224.770
Außenumsätze 213.722
Gesamtleistung 214.021
EBIT vor Währungseffekten 13.321
EBIT inklusive Währungseffekten 13.207
Investitionen 6.085

Die Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung im ersten Halbjahr 2022 war insbesondere durch ein einerseits erfreuliches Geschäft, aber auch durch andererseits deutlich gestiegene Einkaufspreise geprägt. Wir konnten für wesentliche Teile dieser Preisanstiege mit unseren Kunden einvernehmliche Lösungen finden. Dies trug erheblich zum Anstieg der Umsatzerlöse im Sechsmonatszeitraum bei. Im zweiten Quartal wirkte sich zusätzlich aus, dass Verhandlungen mit unseren Kunden zum Teil erst in dieser Periode abgeschlossen wurden und uns daher noch Nachberechnungen auch für das erste Quartal zuflossen.

Hinzu kamen ferner positive Währungseffekte aus Translationseffekten insbesondere aus der Abwertung des Euros, die die Umsatzerlöse und das Ergebnis beeinflussten. Zu den finanziellen Steuerungskennzahlen der PWO-Gruppe gehört das "EBIT vor Währungseffekten". Bei dieser Größe bereinigen wir Transaktionseffekte. Die entsprechenden sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen sind im Anhang dieses Halbjahresfinanzberichts ausgewiesen. Translationseffekte entstehen bei der Umrechnung der Fremdwährungsabschlüsse unserer Tochterunternehmen und sind nicht Gegenstand des bereinigten EBIT. Translationseffekte beeinflussten vor allem im zweiten Quartal die Kennzahlen der PWO-Gruppe deutlich positiv.

Diese sowie die zuvor erwähnten Nachberechnungen stellen die maßgeblichen Gründe dafür dar, dass die EBIT-Marge (EBIT vor Währungseffekten) im zweiten Quartal 2022 mit 7,1 Prozent sichtbar höher ausfiel als im ersten Halbjahr 2022 insgesamt mit 6,5 Prozent. Im Übrigen gab es im Geschäftsverlauf keine wesentlichen Abweichungen des zweiten Quartals gegenüber dem des ersten Halbjahrs insgesamt. Wir konzentrieren uns daher bei den folgenden Erläuterungen auf die Kommentierung des Sechsmonatszeitraums.

Die massiven Anstiege der Einkaufspreise und die daraus resultierende Ausweitung der Umsatzerlöse führten im ersten Halbjahr zu einer Zunahme der Materialaufwandsquote von 52,6 Prozent im Vorjahr auf 58,9 Prozent im Berichtsjahr. Umgekehrt ermäßigte sich die Personalaufwandsquote von 27,7 Prozent auf 23,4 Prozent. Hierzu trugen auch die Personalanpassungen am Standort Oberkirch bei.

Die niedrigere Abschreibungsquote von 4,7 Prozent nach 5,5 Prozent im Vorjahr ist auch Resultat unserer insgesamt verhaltenen Investitionstätigkeit in den Pandemiejahren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben ohne die in dieser Position enthaltenen Währungseffekte mit 17,7 Mio. EUR nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr und trugen damit zur Margenverbesserung bei.

Insgesamt verbesserte sich das EBIT vor Währungseffekten im Berichtshalbjahr auf 16,9 Mio. EUR (i. Vj. 13,3 Mio. EUR). Inklusive der Währungseffekte legte das EBIT in der Sechsmonatsperiode auf 17,0 Mio. EUR (i. Vj. 13,2 Mio. EUR) zu. Die Finanzierungsaufwendungen verminderten sich trotz der höheren Nettoverschuldung und der an den Kapitalmärkten steigenden Zinsen, weil sich mit der Ergebnissteigerung im ersten Halbjahr 2022 die Bonität der PWO-Gruppe verbesserte.

Nach Abzug der Finanzierungsaufwendungen sowie nach Steuern stiegen das Periodenergebnis auf 10,7 Mio. EUR (i. Vj. 8,8 Mio. EUR) und das Ergebnisje Aktie auf 3,44 EUR (i. Vj. 2,82 EUR). Im zweiten Quartal betrugen das Periodenergebnis 5,5 Mio. EUR (i. Vj. 4,7 Mio. EUR) und das Ergebnis je Aktie 1,77 EUR (i. Vj. 1,49 EUR).

Segmente

Entsprechend der internen Steuerung in der PWO-Gruppe stellen unsere Standorte die Basis für die Segmentberichterstattung dar. Die PWO-Gruppe ist weltweit mit acht Standorten vertreten, davon einer in Deutschland, zwei in Tschechien, einer in Kanada und je zwei in Mexiko bzw. China. Bei der folgenden Erläuterung der Ergebnisse der Segmente beziehen wir uns auf die Steuerungsgröße EBIT vor Währungseffekten.

An unserem Standort im Segment Deutschland legten die Außenumsätze im Berichtshalbjahr gegenüber dem Vorjahreswert vor allem aufgrund der Materialpreisanpassungen deutlich zu. Obwohl sie im zweiten Quartal 2022 marktbedingt unter dem Niveau des ersten Quartals 2022 blieben, stieg das EBIT im Quartalsvergleich und auch gegenüber dem Vorjahr sehr kräftig an. Hierzu trugen die bereits erwähnten Nachberechnungen für gestiegene Materialpreise bei, die das erste Quartal betrafen, aber erst im zweiten Quartal abgerechnet wurden. Darüber hinaus wirken sich die umgesetzten Personalanpassungsmaßnahmen immer stärker aus. Während sich die Anzahl der Mitarbeitenden am 30. Juni 2021 auf 1.241 belief, betrug sie am Ende des ersten Quartals 2022 1.076 und am 30. Juni des laufenden Geschäftsjahres 1.034.

Unsere Standorte im Segment Tschechien realisieren den erwarteten Wachstumssprung aus an- und hochlaufenden neuen Serienproduktionen. Die Außenumsätze dieses Segments legten daher in der Sechsmonatsperiode gegenüber dem Vorjahr deutlich stärker als die PWO-Gruppe insgesamt zu. Trotz der Ineffizienzen, die damit häufig verbunden sind, und trotz der Belastung der betrieblichen Prozesse durch den Standortausbau ist es gelungen, die EBIT-Marge im Berichtshalbjahr zu verbessern, wenngleich das EBIT des zweiten Quartals 2022 unter dem des ersten Quartals 2022 blieb.

Im Segment Kanada führten an- und hochlaufende neue Serienproduktionen, gestiegene Materialpreise und positive Währungseffekte zu einem kräftigen Anstieg der Außenumsätze im Berichtshalbjahr. Allerdings erreicht das EBIT noch nicht das erwartete Niveau und drehte im zweiten Quartal vorübergehend auch wieder ins Minus.

Einen ähnlichen, wenn auch weniger stark ausgeprägten Entwicklungstrend der Außenumsätze wie im Segment Kanada verzeichneten wir im Segment Mexiko. Trotz des zusätzlichen Aufwands aus dem laufenden Standortausbau ist es gelungen, die EBIT-Marge des Vorjahres annähernd zu halten. Dies unterstreicht die Leistungsfähigkeit unserer mexikanischen Standorte, die unsere Erwartungen damit zudem deutlich übertreffen.

Unsere Standorte im Segment China waren, wie die Wirtschaft dort insgesamt, von den harten Maßnahmen betroffen, welche die chinesische Regierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie ergriffen hatte. Dass die Außenumsätze dennoch im Berichtshalbjahr auf Vorjahresniveau lagen, resultierte aus Preisanpassungen aufgrund der gestiegenen Materialpreise sowie aus erheblichen positiven Währungseffekten. Daraus folgend waren die erwirtschafteten Beiträge zur Deckung der betrieblichen Aufwendungen aus den Serienabrufen rückläufig, was den Rückgang des EBIT in der Berichtsperiode erklärt.

Vermögens- und Finanzlage

Eigenkapitalquote (in %)

Die Entwicklung der Bilanz spiegelt vor allem die deutlich gestiegenen Einkaufspreise, die Unsicherheiten in den Lieferketten sowie die Vorbereitungen auf neue große Serienanläufe wider. Diese Faktoren trugen maßgeblich zur Zunahme der Bilanzsumme von 373,3 Mio. EUR am 31. Dezember 2021 auf 407,1 Mio. EUR am 30. Juni 2022 bei. Aufgrund unserer insgesamt noch verhaltenen Investitionstätigkeit sowie wegen rückläufiger latenter Steueransprüche ermäßigten sich die langfristigen Vermögenswerte von 224,6 Mio. EUR auf 221,0 Mio. EUR.

Die kurzfristigen Vermögenswerte legten hingegen von 148,7 Mio. EUR auf 186,1 Mio. EUR zu. Dies ergab sich vor allem aus einer Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Vertragsvermögenswerte. Hier werden die massiv gestiegenen Einkaufspreise sichtbar. Zur Absicherung unserer jederzeitigen Lieferfähigkeit halten wir zudem derzeit ein etwas höheres Vorratsvolumen als üblicherweise vor. Die Vertragsvermögenswerte lagen am 30. Juni 2022 deutlich über ihrem Stand am 31. Dezember 2021. Diese Position enthält Werkzeuge, die im Vorfeld des Anlaufs neuer Serienproduktionen gefertigt werden und die noch nicht vom Kunden abgenommen wurden.

Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital von 125,3 Mio. EUR am Ende des Geschäftsjahres 2021 auf 145,3 Mio. EUR am Berichtsstichtag. Dies resultierte insbesondere aus dem Periodenergebnis im ersten Halbjahr sowie aus versicherungsmathematischen Gewinnen wegen veränderter Kapitalmarktzinsen und der damit einhergehenden niedrigeren Bewertung der Pensionsrückstellungen. Zudem wirkten sich Währungsdifferenzen positiv im Eigenkapital aus.

Darüber hinaus nahmen analog zu den kurzfristigen Vermögenswerten auch die kurzfristigen Schulden zu. Neben höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betraf dies vor allem die kurzfristigen Finanzschulden.

Die Eigenkapitalquote stieg von 33,6 Prozent zu Beginn des Geschäftsjahres auf 35,7 Prozent zum Berichtsstichtag, während die Nettoverschuldung von 103,6 Mio. EUR auf 124,3 Mio. EUR zunahm. Wir verfügen über umfangreiche freie Kreditlinien, die uns die Handlungsspielräume dafür geben, unsere Unternehmensstrategie auch in der gegenwärtigen angespannten geopolitischen Situation weiter konsequent umzusetzen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres 0,4 Mio. EUR nach 7,6 Mio. EUR im Vorjahr. Dazu trug vor allem die erläuterte höhere Mittelbindung im Umlaufvermögen bei. Aus der Veränderung des kurzfristigen Vermögens resultierte ein negativer Cashflow-Effekt von 38,4 Mio. EUR nach einem negativen Effekt von 14,7 Mio. EUR im ersten Halbjahr des Vorjahres. Dem stand eine Veränderung der kurzfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) von 11,3 Mio. EUR (i. Vj. -0,9 Mio. EUR) gegenüber. Die niedrigere Bewertung der Pensionsrückstellungen war die wesentliche Ursache sowohl für die Veränderung der langfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) in Höhe von -17,2 Mio. EUR (i. Vj. -5,5 Mio. EUR) als auch des Saldos aus den sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen/​Erträgen in Höhe von 15,8 Mio. EUR (i. Vj. 3,7 Mio. EUR).

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit lag mit 5,9 Mio. EUR exakt auf dem Vorjahresniveau. Die Investitionen des Berichtszeitraums werden nachfolgend erläutert. Damit betrug der Free Cashflow nach gezahlten und erhaltenen Zinsen -8,1 Mio. EUR (i. Vj. -1,4 Mio. EUR). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf -0,2 Mio. EUR (i. Vj. -11,3 Mio. EUR). Darin sind die Netto-Aufnahme von Krediten und Leasingverbindlichkeiten von 7,1 Mio. EUR (i. Vj. Netto-Tilgung von 8,2 Mio. EUR) sowie die Dividendenausschüttung in Höhe von 4,7 Mio. EUR (i. Vj. 0 Mio. EUR) enthalten. Die Zahlungs-mittel/​Zahlungsmitteläquivalente inklusive der jederzeit fälligen Bankschulden, die zum Cash Management des Konzerns zählen, sind im Berichtsquartal um 11,8 Mio. EUR gesunken (i. Vj. um 14,2 Mio. EUR).

Investitionen

Die Investitionen lagen, wie im Segmentbericht ausgewiesen, im Berichtshalbjahr bei 10,4 Mio. EUR (i. Vj. 6,1 Mio. EUR) und damit deutlich über dem Vorjahr. Nach wie vor geben wir Budgets erst sukzessive frei. Zugleich investieren wir jedoch stärker in das Wachstum der Gruppe und bereiten die Standorte auf die geplanten neuen Serienanläufe vor. Dies wird besonders am unterjährigen Verlauf deutlich: Nach 2,6 Mio. EUR im ersten Quartal 2022 haben wir im zweiten Quartal 7,8 Mio. EUR investiert.

Auf das Segment Deutschland entfielen Investitionen in Höhe von 1,8 Mio. EUR (i. Vj. 2,3 Mio. EUR). Sie betrafen insbesondere auftragsbezogene Ausgaben sowie IT-Investitionen für die weitere Digitalisierung der betrieblichen Prozesse. Darüber hinaus wurden im Zuge der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie Ladestationen für Elektroautos auf dem Betriebsgelände installiert. Im Segment Tschechien investierten wir 5,9 Mio. EUR (i. Vj. 1,7 Mio. EUR) vor allem für den weiteren Ausbau des Standorts sowie Fertigungseinrichtungen für Instrumententafelträger im Vorfeld der anstehenden neuen großen Serienanläufe.

Im Segment Kanada betrugen die Investitionen 1,3 Mio. EUR (i. Vj. 1,2 Mio. EUR). Neben Fertigungseinrichtungen für Instrumententafelträger entfielen sie unter anderem auf eine auftragsbezogene Einzelinvestition in eine neue Umformpresse.

Mit 1,3 Mio. EUR (i. Vj. 0,6 Mio. EUR) übertrafen die Investitionen im Segment Mexiko den Vorjahreswert deutlich. Hier haben wir die Erweiterung unserer Logistikflächen fortgesetzt. Zudem wurde die auftragsbezogene Einzelinvestition in eine neue Transferpresse weitgehend abgeschlossen. Im Segment China waren die Investitionen mit 0,1 Mio. EUR (i. Vj. 0,3 Mio. EUR) gering.

Neugeschäft

Lifetime-Volumen Serien und Werkzeuge (Mio. EUR)

Die kräftige Steigerung des Neugeschäfts stellt eines der zentralen Elemente unserer Strategie zur schnellen Weiterentwicklung der PWO-Gruppe dar. Mit unserem vom Verbrennermotor vollständig unabhängigen Geschäftsmodell, kombiniert mit einem globalen Vertriebsansatz und dem Fokus auf unseren Entwicklungskompetenzen, sind wir hierfür sehr gut aufgestellt. So erzielten wir in den ersten 6 Monaten ein Lifetime-Volumen des Neugeschäfts von rund 465 Mio. EUR. Darin enthalten sind mit den Serienaufträgen verbundene Werkzeugvolumina von rund 20 Mio. EUR.

Besonders erfolgreich waren wir im Bereich der einbaufertigen Baugruppen mit hochkomplexen tiefgezogenen Gehäusen. Darüber hinaus freuen wir uns über ein erhebliches zusätzliches Volumen für Luftfeder-Komponenten in Leichtbauweise. Auch bei modernen elektrohydraulischen Systemen zur Bremskraftverstärkung sind wir sehr gut positioniert und liefern Komponenten, die modellunabhängig in vielen verschiedenen Fahrzeugtypen verbaut werden.

Für unsere tschechischen Standorte können wir über einen größeren Auftrag für den Bereich Sitzkomponenten berichten. Darüber hinaus werden wir dort künftig Instrumententafelträger für Fahrzeugmodelle fertigen, in denen wir bisher noch nicht vertreten waren. Auch unsere mexikanischen Standorte waren bei der Akquisition von Aufträgen für Instrumententafelträger erneut erfolgreich. Zudem läuft dort ab 2023 für einen unserer größten Kunden die Fertigung von Sitzkomponenten an.

Darüber hinaus werden wir künftig Gehäuse eines Bordladegeräts fertigen und unterstreichen damit erneut unsere Kompetenzen im Bereich der E-Mobility. Das Bordladegerät ist ein wichtiger Teil des Schnellladesystems und damit der Elektrifizierung eines Fahrzeugs.

Außerhalb unserer klassischen Produktlösungen und Absatzmärkte konnten wir nach dem erfolgreichen Abschluss eines Entwicklungsauftrags für Komponenten von Brennstoffzellen nun den zugehörigen mehrjährigen Serienauftrag gewinnen. Unsere Rotorgehäuse werden zudem künftig auch in landwirtschaftlichen Fahrzeugen verbaut.

Der Produktionsstart des im ersten Halbjahr 2022 gewonnenen Neugeschäfts ist ganz überwiegend ab den Geschäftsjahren 2023 und 2024 vorgesehen, ein größerer Auftrag für Instrumententafelträger soll im Geschäftsjahr 2025 anlaufen. Zudem wurde auch das Volumen von Aufträgen erhöht, deren Produktionsstart im laufenden Geschäftsjahr liegt.

Ein wesentlicher Teil unserer Aufträge betrifft die Belieferung von Plattformen, auf deren Basis verschiedene Fahrzeugmodelle mit unterschiedlichen An- und Auslaufzeitpunkten gefertigt werden. Daher liegt die Laufzeit unserer Aufträge typischerweise in einer Bandbreite von durchschnittlich 8 bis 10 Jahren.

CHANCEN-, RISIKO- UND PROGNOSEBERICHT

Chancen- und Risikobericht

Die im Geschäftsbericht 2021 dargestellten Chancen und Risiken für die Entwicklung der PWO-Gruppe und ihrer Segmente haben weiterhin Gültigkeit.

Das schwerwiegendste Ereignis der Berichtsperiode stellt der Krieg in der Ukraine dar, der am 24. Februar 2022 begann. Wir verfügen weder über eigene Standorte in Russland oder der Ukraine noch über signifikante direkte Kunden- oder Lieferantenbeziehungen. Von den erheblichen Auswirkungen auf die Mobilitätsbranche sowie den gesamtwirtschaftlichen Folgen sind wir selbstverständlich trotzdem betroffen.

Die Risiken aus der weltwirtschaftlichen Entwicklung haben sich dementsprechend im ersten Halbjahr 2022 erhöht. Die Weltwirtschaft hat sich in der Sechsmonatsperiode abgekühlt und wird sich aus Sicht des IWF und der Europäischen Kommission auch im zweiten Halbjahr und darüber hinaus weiter abschwächen. In seiner aktualisierten Prognose vom Juli hat der IWF seine Wachstumserwartungen 2022 für die Weltwirtschaft auf 3,2 Prozent nach zuvor 3,6 Prozent zurückgenommen. 2023 wird sich das Wachstum weiter auf 2,9 Prozent nach zuvor erwarteten 3,6 Prozent abschwächen.

Noch stärker abnehmen soll das Wirtschaftswachstum in den Industrieländern (2022: 2,5 Prozent nach zuvor erwarteten 3,3 Prozent; 2023: 1,4 Prozent nach 2,4 Prozent). Insbesondere in den USA soll sich die Aufwärtsbewegung der Wirtschaft deutlich abschwächen (2022: 2,3 Prozent nach 3,7 Prozent; 2023: 1,0 Prozent nach 2,3 Prozent). Hier leidet insbesondere der private Konsum unter nachlassender Kaufkraft und der in den USA besonders restriktiven Notenbankpolitik.

Eine vergleichbare Entwicklung wird für die Eurozone erwartet, wo aufgrund der Auswirkungen des Ukrainekrieges sowie der inzwischen auch restriktiveren Geldpolitik der EZB insbesondere in Deutschland (2022: 1,2 Prozent nach zuvor noch erwarteten 2,1 Prozent; 2023: 0,8 Prozent nach 2,7 Prozent), Frankreich und Spanien nunmehr von deutlich geringeren Zuwachsraten ausgegangen wird. Die rigide Null-Covid-Politik der chinesischen Regierung mit ihren umfassenden Lockdownmaßnahmen wird das Wachstum in China sehr stark abbremsen: Nach einem Plus von 8,1 Prozent im Vorjahr erwartet der IWF für das laufende Jahr inzwischen nur noch ein Wachstum von 3,3 Prozent.

Die Risiken dieser neuen Wirtschaftsprojektionen sieht der IWF klar in Richtung einer noch stärkeren Abschwächung, insbesondere aufgrund der Imponderabilien, die sich aus dem weiteren Verlauf des Ukrainekriegs ergeben. Hiervon wäre vor allem die europäische Wirtschaft stark betroffen.

Außerdem bleibt die Inflation auf hohem Niveau: Nach 4,7 Prozent in 2021 geht der IWF im laufenden Jahr, wesentlich angetrieben von den im zweiten Jahr in Folge stark steigenden Rohstoffpreisen, von einer Welt-Inflationsrate von 8,3 Prozent aus. Eine moderatere Entwicklung wird, auch im Zuge des sich weltweit abschwächenden konjunkturellen Wachstums aufgrund der restriktiveren Notenbankpolitiken, erst gegen Jahresende 2022 und im darauffolgenden Jahr erwartet. Dennoch bleibt die Inflation mit prognostizierten 5,7 Prozent in 2023 auf deutlich erhöhtem Niveau.

Seit Jahresbeginn haben sich gleichfalls die Rahmenbedingungen für die Automobilindustrie deutlich eingetrübt und die sich daraus ergebenden Risiken sind gestiegen. Unverändert bestimmt die schwierige Verfügbarkeit von Vorprodukten und Rohstoffen, insbesondere der Halbleitermangel, die Märkte. Darüber hinaus verschlechtern die steigenden Preise - insbesondere für Energie sowie Nahrungsmittel - und die Zinswende in den USA sowie in Europa die Finanzierungskonditionen für die Verbraucher.

In Europa sorgt der Krieg in der Ukraine für zusätzliche Knappheiten entlang den Wertschöpfungsketten. In China brachten Corona-Lockdowns den Markt in einigen Regionen zum Stillstand. Mit der deshalb beeinträchtigten Logistik sind auch internationale Lieferketten betroffen.

Vor diesem Hintergrund hat der VDA seine Marktprognosen für das laufende Jahr im Juni deutlich gesenkt. In China wird für das Gesamtjahr nunmehr von einem Rückgang der Verkäufe von 2 Prozent auf 20,7 Mio. Pkws ausgegangen. Bislang wurde ein Zuwachs von 2 Prozent erwartet. In den USA sollen die Light-Vehicle-Verkäufe in diesem Jahr um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr sinken und somit wird ein Marktvolumen von 14,7 Mio. Light Vehicles erreicht werden. Bisher wurde ein Plus von 2 Prozent prognostiziert. In Europa (EU27, EFTA, UK) erwartet der VDA angesichts der Lieferschwierigkeiten für das laufende Jahr eine Stagnation bei 11,8 Mio. Pkws. Bislang lag die Prognose bei einem Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Für den deutschen Markt reduziert der VDA seine Prognose von +5 Prozent auf +3 Prozent (2,7 Mio. Pkws). Die Auftragslage wird als weiterhin sehr gut eingeschätzt, der Auftragsbestand in Deutschland befinde sich sogar auf einem Allzeithoch. Jedoch halten die angebotsseitigen Schwierigkeiten weiter an: Laut ifo Institut berichteten 89,5 Prozent der Unternehmen in der Automobilindustrie im Mai von Knappheiten bei Vorprodukten.

Für den Weltmarkt wird für das laufende Jahr ein Volumen von 70,2 Mio. Einheiten und damit ein Rückgang um 1 Prozent erwartet, nachdem man zuvor noch von einem leichten Wachstum von 1 Prozent ausgegangen war. Das Marktvolumen des Vor-Corona-Jahres 2019 wird mit den neuen Werten um 13 Prozent unterschritten, das Volumen des Rekordjahres 2017 sogar um 17 Prozent.

Uns gelang im ersten Halbjahr des Jahres 2022 eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Zunehmend gestiegen sind jedoch die Sorgen über die künftige Gasversorgung Europas. Derzeit ist nicht absehbar, ob die Gaslieferungen seitens Russlands im zweiten Halbjahr 2022 vollständig oder teilweise eingestellt werden. Der Bundesverband der deutschen Industrie spricht von katastrophalen Auswirkungen, die ein Gaslieferstopp auf die produzierende Industrie hätte.

Wenngleich wir für unsere Produktion nahezu kein Gas benötigen bzw. auf alternative Energieträger umstellen können, bewerten wir vor diesem Hintergrund die Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands und Europas und damit indirekt auch unseres Geschäfts im zweiten Halbjahr 2022 als hoch und lassen unsere gegenwärtigen Prognosen unverändert. Wir beobachten die Lage ständig und umfassend und werden, sobald dies möglich ist, insbesondere die Auswirkungen der Gasversorgung der Wirtschaft auf unsere Geschäftsentwicklung und -aussichten präzisieren bzw., wenn nötig, unsere Prognose aktualisieren.

Schätzungen über künftige Entwicklungen von Wechselkursen sind nicht Teil unserer Unternehmensprognosen. Um Währungsrisiken zu vermeiden, schließen wir entsprechende Sicherungsgeschäfte ab. Ziel ist es, die bei Eingang eines Auftrags unterstellten Währungsparitäten und damit die erwarteten Cashflows abzusichern.

Prognosebericht

Unsere Prognosen für die finanziellen Steuerungsgrößen sind - mit Ausnahme des Neugeschäfts - gegenüber dem im Geschäftsbericht 2021 veröffentlichten Stand unverändert. Bei den Umsatzerlösen erwarten wir - hauptsächlich aus Preisanpassungen im Einklang mit dem Materialeinsatz bei unseren Produkten und den Preissteigerungen bei unseren Lieferanten - ein Wachstum von 404,3 Mio. EUR im Vorjahr auf rund 480 Mio. EUR im Berichtsjahr. Das EBIT vor Währungseffekten soll in einer Spanne von 19 bis 22 Mio. EUR liegen. Im Vorjahr hatten wir 22,1 Mio. EUR erreicht. Darin waren 2,3 Mio. EUR positive Sondereffekte enthalten, die nicht fortgeschrieben werden können. Zur Absicherung der in den nächsten Jahren vorgesehenen An- und Hochläufe neuer Serienfertigungen wollen wir im Geschäftsjahr 2022 mit rund 30 Mio. EUR nach 16,2 Mio. EUR im Vorjahr wieder deutlich mehr investieren.

Diese Planung soll zu einem ausgeglichenen Free Cashflow (i. Vj. 4,9 Mio. EUR), einem Verschuldungsgrad von 2,5 bis 3,0 Jahren (i. Vj. 2,2 Jahre) sowie einer Eigenkapitalquote, die sich seitwärts entwickelt (i. Vj. 33,6 Prozent), führen. Die Prognosen für Umsatzerlöse und EBIT würden ohne das Risikoszenario eines Gaslieferstopps oder einer -beschränkung als konservativ erscheinen. Einen ausgeglichenen Free Cashflow zu erreichen, dürfte jedoch auf Basis der Entwicklung im ersten Halbjahr 2022 und angesichts der budgetierten Investitionen für das zweite Halbjahr sehr ambitioniert sein.

Angesichts des sehr erfolgreichen Neugeschäfts haben wir am 9. Juni 2022 unsere Prognose für das erwartete Lifetime-Volumen des im Berichtsjahr zu gewinnenden Neugeschäfts auf nahe 600 Mio. EUR (bisher: mehr als 500 Mio. EUR) angehoben.

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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2. Quartal 2022 2. Quartal 2021
TEUR %-Anteil TEUR %-Anteil
Umsatzerlöse 127.360 100,0 103.540 100,0
Aktivierte Eigenleistungen 72 0,1 113 0,1
Gesamtleistung 127.432 100,1 103.653 100,1
Sonstige betriebliche Erträge 4.305 3,4 677 0,7
Materialaufwand 74.777 58,7 53.823 52,0
Personalaufwand 29.152 22,9 28.480 27,5
Abschreibungen 6.119 4,8 5.790 5,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.422 9,8 8.956 8,6
EBIT 9.267 7,3 7.281 7,0
Finanzierungsaufwendungen 1.169 0,9 1.540 1,5
EBT 8.098 6,4 5.741 5,5
Ertragsteuern 2.562 2,0 1.082 1,0
Periodenergebnis 5.536 4,3 4.659 4,5
Ergebnis je Aktie in EUR 1,77 - 1,49 -
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1. Halbjahr 2022 1. Halbjahr 2021
TEUR %-Anteil TEUR %-Anteil
Umsatzerlöse 258.126 100,0 213.722 100,0
Aktivierte Eigenleistungen 142 0,1 299 0,1
Gesamtleistung 258.268 100,1 214.021 100,1
Sonstige betriebliche Erträge 6.908 2,7 5.369 2,5
Materialaufwand 151.966 58,9 112.392 52,6
Personalaufwand 60.460 23,4 59.300 27,7
Abschreibungen 12.215 4,7 11.669 5,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen 23.497 9,1 22.822 10,7
EBIT 17.038 6,6 13.207 6,2
Finanzierungsaufwendungen 2.589 1,0 3.001 1,4
EBT 14.449 5,6 10.206 4,8
Ertragsteuern 3.702 1,4 1.407 0,7
Periodenergebnis 10.747 4,2 8.799 4,1
Ergebnis je Aktie in EUR 3,44 - 2,82 -

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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TEUR 2. Quartal 2022 2. Quartal 2021
Periodenergebnis 5.536 4.659
Nettoverluste (i. Vj. Nettogewinne) aus der Absicherung von Cashflow Hedges -1.312 268
Steuereffekt 322 -85
Unterschied aus Währungsumrechnung 1.899 848
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 909 1.031
Versicherungsmathematische Gewinne aus leistungsorientierten Pensionsplänen 9.188 246
Steuereffekt -2.677 -70
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 6.511 176
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 7.420 1.207
Gesamtergebnis nach Steuern 12.956 5.866
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TEUR 1. Halbjahr 2022 1. Halbjahr 2021
Periodenergebnis 10.747 8.799
Nettoverluste aus der Absicherung von Cashflow Hedges -346 -518
Steuereffekt 128 145
Unterschied aus Währungsumrechnung 1.839 2.369
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 1.621 1.996
Versicherungsmathematische Gewinne aus leistungsorientierten Pensionsplänen 17.068 5.134
Steuereffekt -4.783 -1.460
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 12.285 3.674
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 13.906 5.670
Gesamtergebnis nach Steuern 24.653 14.469

Konzern-Bilanz

Aktiva

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TEUR 30.06.2022 31.12.2021
Sachanlagen 182.480 179.920
Immaterielle Vermögenswerte 9.256 8.960
Vertragsvermögenswerte 16.466 17.794
Latente Steueransprüche 12.799 17.937
Langfristige Vermögenswerte 221.001 224.611
Vorräte 41.020 32.613
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 51.293 39.930
Vertragsvermögenswerte 70.039 59.065
Sonstige Vermögenswerte 16.568 8.766
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 870 1.121
Ertragsteuerforderungen 337 259
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 139.107 109.141
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.007 6.907
Kurzfristige Vermögenswerte 186.134 148.661
Bilanzsumme 407.135 373.272

Passiva

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TEUR 30.06.2022 31.12.2021
Eigenkapital 145.266 125.301
Langfristige Finanzschulden 59.386 68.926
Pensionsrückstellungen 44.921 61.897
Sonstige Rückstellungen 2.680 2.456
Latente Steuerschulden 1.595 1.997
Langfristige Schulden 108.582 135.276
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige 72.024 61.597
Kurzfristige Finanzschulden 70.930 41.590
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 6.472 4.210
Kurzfristiger Anteil Pensionsrückstellungen 1.841 1.841
Kurzfristiger Anteil sonstige Rückstellungen 2.020 3.457
Kurzfristige Schulden 153.287 112.695
Summe Schulden 261.869 247.971
Bilanzsumme 407.135 373.272

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Auf die Anteilseigner der PWO AG entfallendes Eigenkapital
Sonstige Rücklagen
TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Leistungsorientierte
Pläne
Währungs-
differenzen
Cashflow
Hedge
1. Januar 2021 9.375 37.494 77.240 -22.158 631 1.882
Periodenergebnis 8.799
Sonstiges Ergebnis 3.674 2.369 -373
30. Juni 2021 9.375 37.494 86.039 -18.484 3.000 1.509
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TEUR Summe 2021
1. Januar 2021 104.464
Periodenergebnis 8.799
Sonstiges Ergebnis 5.670
30. Juni 2021 118.933
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Auf die Anteilseigner der PWO AG entfallendes Eigenkapital
Sonstige Rücklagen
TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Leistungsorientierte
Pläne
Währungs-
differenzen
Cashflow
Hedge
1. Januar 2022 9.375 37.494 91.982 -19.503 4.038 1.915
Periodenergebnis 10.747
Sonstiges Ergebnis 12.285 1.839 -218
Gesamtperiodenergebnis 9.375 37.494 102.729 -7.218 5.877 1.697
Dividendenzahlung -4.688
30. Juni 2022 9.375 37.494 98.041 -7.218 5.877 1.697
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Summe 2022
1. Januar 2022 125.301
Periodenergebnis 10.747
Sonstiges Ergebnis 13.906
Gesamtperiodenergebnis 149.954
Dividendenzahlung -4.688
30. Juni 2022 145.266

Konzern-Kapitalflussrechnung

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TEUR 1. Halbjahr 2022 1. Halbjahr 2021
Periodenergebnis 10.747 8.799
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 12.215 11.669
Ertragsteueraufwand 3.702 1.407
Zinserträge und -aufwendungen 2.558 3.001
Veränderung des kurzfristigen Vermögens -38.373 -14.708
Veränderung des langfristigen Vermögens 1.328 -726
Veränderung der kurzfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) 11.252 -910
Veränderung der langfristigen Schulden (ohne Finanzkredite) -17.154 -5.541
Gezahlte Ertragsteuern -1.674 973
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/​Erträge 15.831 3.678
Gewinn aus dem Abgang von Sachanlagen 2 -26
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 434 7.616
Einzahlungen aus Anlagenabgängen von Sachanlagen 41 79
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -5.173 -5.367
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -755 -575
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.887 -5.863
Auszahlungen für Dividenden -4.688 0
Gezahlte Zinsen -2.924 -3.152
Erhaltene Zinsen 303 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 21.144 19.736
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -11.750 -25.961
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -2.307 -1.926
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -222 -11.303
Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel/​Zahlungsmitteläquivalente -5.675 -9.550
Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel/​Zahlungsmitteläquivalente -260 -155
Zahlungsmittel/​Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar -5.901 -4.526
Zahlungsmittel/​Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni -11.836 -14.231
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente laut Bilanz 6.007 6.129
davon jederzeit fällige Bankschulden, die zum Cash Management des Konzerns zählen -17.843 -20.360

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Informationen zum Unternehmen

Die Progress-Werk Oberkirch AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in 77704 Oberkirch, Industriestraße 8, Deutschland. Das Unternehmen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Registernummer HRB 490007 angemeldet und eingetragen. Die aktuell gültige Satzung ist die in der Fassung vom 19. Mai 2021. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der Progress-Werk Oberkirch AG (PWO) und ihrer Tochterunternehmen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2022 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 28. Juli 2022 zur Vorlage an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats freigegeben.

Rechnungslegungsmethoden

Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2022 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) angewendet, die durch die EU-Kommission in europäisches Recht übernommen wurden und zum Abschlussstichtag verpflichtend anzuwenden sind.

Der Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende erforderlichen Informationen und Angaben und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 zu lesen. Die bei der Erstellung des Konzern-Zwischenabschlusses angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021. Detaillierte Erläuterungen finden sich auf den Seiten 61 ff. im Anhang des Geschäftsberichts 2021.

Der Konzern-Zwischenabschluss und der Konzern-Zwischenlagebericht sind weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen worden.

Änderungen der Rechnungslegungsmethoden

Für den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss wurden die für die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 angewandten Rechnungslegungsmethoden unverändert übernommen mit Ausnahme der zum 1. Januar 2022 erstmals anzuwendenden Standards und Interpretationen.

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Verlautbarung Erstmalige Anwendung Änderungen Auswirkungen auf den Konzernabschluss
Änderungen an IFRS 16: COVID-19-bezogene Mieterleichterungen nach dem 30. Juni 2021 01.04.2021 IFRS 16 enthält Regelungen hinsichtlich der Abbildung bei Änderungen von Leasingzahlungen (u. a. Mietzugeständnisse) beim Leasingnehmer. Der Leasingnehmer hat grundsätzlich für jeden Mietvertrag zu prüfen, ob die gewährten Mietzugeständnisse Änderungen des Leasingverhältnisses darstellen, und hat eine daraus resultierende Neubewertung der Leasingverbindlichkeit vorzunehmen. Als Reaktion auf die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie wurde am 31. März 2021 IFRS 16 Leasingverhältnisse geändert, um eine einjährige Verlängerung der praktischen Erleichterung zu ermöglichen, die Leasingnehmer bei der Bilanzierung von COVID-19-bezogenen Mietkonzessionen unterstützt. Die Änderungen erweitern die praktische Erleichterung auf Mietkonzessionen, die ursprünglich am oder vor dem 30. Juni 2022 fällige Leasingzahlungen reduzieren. Zuvor waren nur solche Mietkonzessionen im Anwendungsbereich der Erleichterung, die Leasingzahlungen reduzieren, die am oder vor dem 30. Juni 2021 fällig sind bzw. waren. Keine wesentlichen Auswirkungen.
Änderungen an IAS 16: Sachanlagen - Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung 01.01.2022 Die Änderungen stellen klar, dass Einnahmen, die ein Unternehmen durch den Verkauf von Gegenständen erhalten hat, die hergestellt wurden, während es den Vermögenswert für seinen beabsichtigten Gebrauch vorbereitet hat (beispielsweise Produktmuster), und die damit verbundenen Kosten im Gewinn oder Verlust zu erfassen sind. Die Berücksichtigung derartiger Beträge bei der Ermittlung der Anschaffungskosten ist nicht zulässig. Keine wesentlichen Auswirkungen.
Änderungen an IAS 37: Belastende Verträge - Kosten für die Erfüllung eines Vertrags 01.01.2022 Die Änderungen umfassen die Definition, welche Kosten ein Unternehmen bei der Beurteilung, ob ein Vertrag verlustbringend sein wird, einbezieht. Demnach sind Kosten für die Erfüllung eines Vertrags alle Kosten, die direkt den Auftrag betreffen. Damit sind sowohl Kosten zu berücksichtigen, die ohne den Auftrag nicht anfallen würden (incremental cost), als auch andere dem Vertrag direkt zurechenbare Kosten. Keine wesentlichen Auswirkungen.
Änderungen an IFRS 3: Verweis auf das Rahmenkonzept 01.01.2022 Einhergehend mit dem geänderten Rahmenkonzept wurden Referenzen auf das Rahmenkonzept in diversen Standards, so auch in IFRS 3, angepasst. Die Regeln für die Bilanzierung von Unternehmenserwerben werden inhaltlich nicht geändert. Die Änderungen sind auf Unternehmenszusammenschlüsse, bei denen der Erwerbszeitpunkt am oder nach dem 1. Januar 2022 liegt, anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. Keine Auswirkungen.
Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards 2018-2020: Änderungen an IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41 01.01.2022 In IFRS 1 wurde für erstanwendende Tochterunternehmen, welche IFRS 1.D16 (a) in Anspruch nehmen, die Möglichkeit eröffnet, kumulierte Umrechnungsdifferenzen mit den vom Mutterunternehmen ausgewiesenen Beträgen zu bewerten. Durch die Änderung von IFRS 9 erfolgt eine Klarstellung, welche Gebühren in den 10%-Test (IFRS 9.B3.3.6) hinsichtlich der Beurteilung, ob es zur Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit kommt, einzubeziehen sind. Es werden lediglich Gebühren berücksichtigt, welche zwischen dem Unternehmen als Kreditnehmer und dem Kreditgeber gezahlt oder erhalten wurden. In IFRS 16 wurde im erläuternden Beispiel 13 zu IFRS 16 die Darstellung der Erstattung von Mietereinbauten entfernt. In IAS 41 wird das Verbot, Steuerzahlungen im Rahmen der Fair-Value-Bewertung zu berücksichtigen, gestrichen. Keine wesentlichen Auswirkungen.

Konsolidierungskreis

Gegenüber dem Konzernabschluss per 31. Dezember 2021 ergaben sich keine Veränderungen im Konsolidierungskreis.

Fremdwährungsumrechnung

Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen wurden zu nachfolgenden Wechselkursen umgerechnet:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
30.06.2022 30.06.2021 1. HJ 2022 1. HJ 2021
China CNY 6,96 7,67 7,08 7,80
Kanada CAD 1,34 1,47 1,39 1,50
Mexiko USD 1,04 1,19 1,09 1,21

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Aufteilung des Konzernumsatzes aus dem Verkauf von Gütern nach Standorten ist im Segmentbericht dargestellt.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Außenumsätze nach strategischen Produktbereichen und nach Regionen. Die Produktbereiche sind im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2021, Kapitel "Grundlagen des Konzerns", erläutert.

Umsatzerlöse nach Produktbereichen

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TEUR 1. HJ 2022 1. HJ 2021
Mechanische Komponenten für Elektrik und Elektronik 56.896 52.240
Sicherheitskomponenten für Airbag, Sitz und Lenkung 80.187 71.959
Strukturkomponenten und Subsysteme für Karosserie und Fahrwerk 121.043 89.523
Summe 258.126 213.722

Umsatzerlöse nach Regionen (nach Sitz des Kunden)

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TEUR 1. HJ 2022 1. HJ 2021
Deutschland 83.927 74.397
Übriges Europa 70.534 51.158
Nordamerika 75.124 60.743
Andere Länder 28.541 27.424
Summe 258.126 213.722

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Währungserträge in Höhe von 5.906 TEUR (i. Vj. 4.938 TEUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die wichtigsten Einzelposten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind:

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TEUR 1. HJ 2022 1. HJ 2021
Währungsaufwendungen 5.770 5.052
Kosten für Zeitarbeitnehmende 3.169 4.170
Instandhaltungsaufwendungen 2.893 3.080
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 1.456 2.108
Ausgangsfrachten 1.443 1.335
Leasingaufwand 1.358 1.403

Ertragsteuern

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 1. HJ 2022 1. HJ 2021
Tatsächliche Steuern 3.062 451
Latente Steuern 640 956
Summe 3.702 1.407

In Übereinstimmung mit IAS 34 wurden die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in der Berichtsperiode auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird.

Ergebnis je Aktie

Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das auf die Anteilseigner der Progress-Werk Oberkirch AG zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der insgesamt ausgegebenen Aktien geteilt. Verwässerungseffekte aus Aktienoptionen bzw. wandelbaren Vorzugsaktien haben sich nicht ergeben.

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Q2 2022 Q2 2021
Ergebnis nach Steuern in TEUR 5.536 4.659
Durchschnittliche Anzahl Stückaktien 3.125.000 3.125.000
Ergebnis je Aktie in EUR 1,77 1,49
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1. HJ 2022 1. HJ 2021
Ergebnis nach Steuern in TEUR 10.747 8.799
Durchschnittliche Anzahl Stückaktien 3.125.000 3.125.000
Ergebnis je Aktie in EUR 3,44 2,82

Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Ein Werthaltigkeitstest wird bei Geschäfts- oder Firmenwerten mindestens jährlich, bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei Sachanlagen nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte durchgeführt. Zu der Vorgehensweise bei den Werthaltigkeitstests verweisen wir auf den Konzernanhang des Konzernabschlusses 2021.

Insbesondere die Entwicklungen am Kapitalmarkt und die der Inflationsraten im ersten Halbjahr 2022 waren Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung von materiellen und immateriellen Vermögenswerten. Infolgedessen wurden Werthaltigkeitstests für den Geschäfts- und Firmenwert und für die materiellen und immateriellen Vermögenswerte durchgeführt und dabei die verwendeten Kapitalkosten (WACC) zur Berechnung des Nutzungswertes am 30. Juni 2022 bei allen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jeweils aktualisiert. Im Vergleich zum 31. Dezember 2021 wurde der Kapitalisierungszinssatz um 0,4 bis 1,3 Prozentpunkte bei den verschiedenen Testeinheiten erhöht. Ebenfalls erfolgte eine Anpassung des Wachstumsabschlags. Die Grundannahmen zur Bestimmung des erzielbaren Betrags für die verschiedenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden für die langfristige Ertragserwartung beibehalten. In der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Deutschland wurde die Werthaltigkeit der einzelnen Vermögenswerte auf Basis des Asset Impairment Tests zum Jahresende 2021 hinsichtlich der wesentlichen Inputparameter zum 30. Juni 2022 überprüft. Aus allen durchgeführten Werthaltigkeitstests ergab sich kein Abwertungsbedarf zum 30. Juni 2022.

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2022 beträgt das voll eingezahlte gezeichnete Kapital 9.375 TEUR (i. Vj. 9.375 TEUR), eingeteilt in 3.125.000 (i. Vj. 3.125.000) Stückaktien.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juli 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27. Juli 2025 (einschließlich) durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/​oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 4.687.500,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020).

Gewinnrücklagen und übriges Eigenkapital

Im Konzern-Eigenkapital sind zum 30. Juni 2022 Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 5.877 TEUR (i. Vj. 3.000 TEUR) und aus der Absicherung von Cashflow Hedges in Höhe von 1.697 TEUR (i. Vj. 1.509 TEUR) enthalten.

Ausgeschüttete Dividende

Im Mai 2022 wurde die Dividende der Progress-Werk Oberkirch AG für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 4.688 TEUR (1,50 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie) ausbezahlt. Im Vorjahr wurde keine Dividende für das Geschäftsjahr 2020 ausgeschüttet.

Mitteilungen nach § 33 WPHG

Im ersten Halbjahr 2022 sind keine Mitteilungen über Beteiligungen an der Progress-Werk Oberkirch AG eingegangen.

Schulden

Pensionsrückstellungen

Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen basiert auf folgenden versicherungsmathematischen Annahmen:

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30.06.2022 31.12.2021
Abzinsungssatz 3,44 % 1,48 %
Fluktuationsrate 2,00 % 2,00 %
Zukünftiger Gehaltstrend > 40 Jahre 2,50 % 2,50 %
Zukünftiger Gehaltstrend < 40 Jahre (Karrieretrend) 3,50 % 3,50 %
Zukünftige Pensionsanpassungen 2,00 % 1,75 %
Sterblichkeit RT Heubeck
2018 G
RT Heubeck
2018 G

Der Rückgang der Pensionsrückstellungen um 16.976 TEUR ist im Wesentlichen auf Schätzungsänderungen bzw. die geänderten versicherungsmathematischen Annahmen zurückzuführen, wobei sich die Erhöhung des Zinssatzes um 1,96 %-Punkte besonders stark auswirkte.

Sonstige Rückstellungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Personalrückstellungen (Verpflichtungen für Altersteilzeit und Jubiläumszuwendungen) und Rückstellungen für unvorteilhafte Verträge.

Außerbilanzielle Geschäfte

Zur Beschaffung liquider Mittel für die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft und damit eine verbesserte Liquiditätsplanung ermöglicht. Alle wesentlichen Risiken sind an den Factor übergegangen. Zum 30. Juni 2022 war ein Forderungsbestand im Nominalwert in Höhe von 24.402 TEUR (i. Vj. 17.002 TEUR) verkauft. Die übertragenen Forderungen betreffen kurzfristige Forderungen, bei denen der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Vermögenswerte entspricht.

In einem vom Abnehmer ausgehenden "Supplier Finance"-Programm werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch einen Factor finanziert. Das Ausfallrisiko gegenüber dem Lieferanten trägt der Factor. Zum 30. Juni 2022 waren Forderungen gegen/​an einen Kunden in Höhe von 5.493 TEUR (i. Vj. 5.752 TEUR) an den Factor abgetreten worden.

Kapitalsteuerung

Die Kapitalüberwachung bei PWO erfolgt über den Nettoverschuldungsgrad (bisherige Bezeichnung: dynamischer Verschuldungsgrad) sowie über die Eigenkapitalquote. Gemäß unserer Finanzstrategie werden ein Nettoverschuldungsgrad von unter 3 Jahren und eine Eigenkapitalquote von 30 % angestrebt.

Nettoverschuldungsgrad

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TEUR 30.06.2022 31.12.2021
Finanzschulden 130.316 110.516
Abzüglich Zahlungsmittel -6.007 -6.907
Netto-Finanzschulden 124.309 103.609
EBITDA 1 51.532 47.155
Nettoverschuldungsgrad (in Jahren) 2 2,4 2,2

1 Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Basis der letzten 12 Monate
2 Geänderte Bezeichnung (bisher: dynamischer Verschuldungsgrad) bei unveränderter Berechnungsweise

Eigenkapitalquote

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TEUR 30.06.2022 31.12.2021
Eigenkapital 145.266 125.301
Bilanzsumme 407.135 373.272
Eigenkapitalquote 35,7 % 33,6 %

Finanzinstrumente

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien:

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Kategorie Buchwert Fair Value
TEUR IFRS 9 1 30.06.2022 31.12.2021 30.06.2022 31.12.2021
AKTIVA
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 51.293 39.930 51.293 39.930
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 870 1.120 870 1.120
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n. a. 870 1.113 870 1.113
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FVtPL 0 7 0 7
davon Geldanlagen >3 Monate AC 0 0 0 0
Zahlungsmittel AC 6.007 6.907 6.007 6.907
PASSIVA
Finanzschulden 130.316 110.516 131.688 114.348
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 84.959 62.761 87.028 65.002
davon variabel verzinslich 17.843 12.889 17.843 12.889
davon festverzinslich 67.116 49.872 69.185 52.113
Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen AC 24.980 29.973 25.255 31.382
davon variabel verzinslich 2.998 2.997 2.998 2.997
davon festverzinslich 21.983 26.976 22.257 28.385
Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften n. a. 20.377 17.781 19.405 17.964
davon variabel verzinslich 0 0 0 0
davon festverzinslich 20.377 17.781 19.405 17.964
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 42.749 37.225 42.749 37.225
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 6.472 4.210 6.472 4.210
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n. a. 1.596 771 1.596 771
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FVtPL 4.876 2.912 4.876 2.912
davon Übrige AC 0 526 0 526
Davon aggregiert nach Bewertungskriterien
Loans and Receivables AC 57.300 46.837 57.300 46.837
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost AC 152.688 130.486 155.032 134.135
Financial Assets Held for Trading FVtPL 0 7 0 7
Financial Liabilities Held for Trading FVtPL 4.876 2.912 4.876 2.912

1 AC: Amortized Cost | FVtPL: Fair Value through Profit & Loss

Alle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind in Stufe 2 der Bewertungshierarchie gemäß IFRS 13 eingeordnet. Im Berichtszeitraum gab es keine Änderungen in den angewandten Bewertungstechniken und keine Umbuchungen zwischen den Hierarchiestufen.

Sonstige Angaben

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Bezüglich der Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021. Zum 30. Juni 2022 haben sich keine Änderungen ergeben.

Zusatzinformation zur Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds beinhaltet die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die jederzeit fälligen Kontokorrentschulden in Höhe von 17.843 TEUR (i. Vj. 20.360 TEUR) sind in der Bilanzposition "Kurzfristige Finanzschulden" enthalten.

Segmentbericht

Von den ausgewiesenen Umsatzerlösen entfallen zum 30. Juni 2022 auf 4 Kunden über 10 % liegende Umsatzanteile von 44.239 TEUR, 31.902 TEUR, 31.562 TEUR und 30.537 TEUR, die alle Segmente betreffen. Im Vorjahr wurden mit 3 Kunden über 10 % liegende Umsatzanteile von 33.004 TEUR, 27.799 TEUR und 27.475 TEUR identifiziert.

Segmentinformationen nach Regionen 1. Halbjahr 2022

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TEUR Deutschland Tschechien Kanada Mexiko China Konsolidierung
Gesamtumsätze 127.287 54.722 24.932 41.973 22.494 182
Innenumsätze -7.534 -4.575 -450 -97 -808 0
Außenumsätze 119.753 50.147 24.482 41.876 21.686 182
Gesamtleistung 127.430 54.722 24.932 41.973 22.494 -13.283
Sonstige Erträge 9.095 308 788 513 486 -4.282
Gesamtaufwendungen 125.572 48.126 24.456 34.807 19.926 -16.964
Abschreibungen 4.670 2.577 1.093 2.550 1.352 -27
EBIT vor Währungseffekten 6.319 4.407 58 5.117 1.603 -602
EBIT inkl. Währungseffekten 6.283 4.327 171 5.129 1.702 -574
Zinsertrag 2.401 0 0 1 2 -2.101
Zinsaufwand 2.071 801 292 1.104 725 -2.101
Ergebnis vor Steuern (EBT) 6.613 3.526 -121 4.026 979 -574
Ertragsteuern 2.638 -88 -30 1.208 261 -287
Periodenergebnis 3.975 3.614 -91 2.818 718 -287
Vermögen 166.602 110.663 39.053 66.513 57.261 -32.957
davon lfr. Vermögenswerte 1 53.524 60.963 17.670 31.270 28.433 -124
davon Vertragsvermögenswerte 41.721 17.097 9.359 10.667 9.486 -1.825
Schulden 39.303 45.997 20.368 46.523 56.191 53.487
Investitionen 1.836 5.899 1.254 1.299 147 0
Mitarbeitende (per 30. Juni) 1.034 675 313 555 293 -
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TEUR Konzern
Gesamtumsätze 271.590
Innenumsätze -13.464
Außenumsätze 258.126
Gesamtleistung 258.268
Sonstige Erträge 6.908
Gesamtaufwendungen 235.923
Abschreibungen 12.215
EBIT vor Währungseffekten 16.902
EBIT inkl. Währungseffekten 17.038
Zinsertrag 303
Zinsaufwand 2.892
Ergebnis vor Steuern (EBT) 14.449
Ertragsteuern 3.702
Periodenergebnis 10.747
Vermögen 407.135
davon lfr. Vermögenswerte 1 191.736
davon Vertragsvermögenswerte 86.505
Schulden 261.869
Investitionen 10.435
Mitarbeitende (per 30. Juni) 2.870

1 Die langfristigen Vermögenswerte enthalten keine latenten Steuern.

Segmentinformationen nach Regionen 1. Halbjahr 2021

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TEUR Deutschland Tschechien Kanada Mexiko China Konsolidierung
Gesamtumsätze 111.593 39.011 15.487 33.747 24.916 16
Innenumsätze -6.503 -1.030 -202 -41 -3.272 0
Außenumsätze 105.090 37.981 15.285 33.706 21.644 16
Gesamtleistung 111.892 39.011 15.487 33.747 24.916 -11.032
Sonstige Erträge 6.327 265 597 243 480 -2.543
Gesamtaufwendungen 110.935 33.872 15.520 27.507 20.498 -13.818
Abschreibungen 4.773 2.403 855 2.311 1.343 -16
EBIT vor Währungseffekten 2.699 3.030 -149 4.191 3.291 259
EBIT inkl. Währungseffekten 2.511 3.001 -291 4.172 3.555 259
Zinsertrag 2.041 0 0 1 1 -1.905
Zinsaufwand 2.349 575 241 1.031 848 -1.905
Ergebnis vor Steuern (EBT) 2.203 2.426 -532 3.142 2.708 259
Ertragsteuern 1.418 -858 -133 0 862 118
Periodenergebnis 785 3.284 -399 3.142 1.846 141
Vermögen 179.645 88.986 35.296 58.313 57.854 -45.235
davon lfr. Vermögenswerte 1 58.546 55.704 16.421 29.371 28.056 -166
davon Vertragsvermögenswerte 38.897 11.529 8.714 13.143 8.617 -4.540
Schulden 169.241 92.359 20.803 48.327 57.099 -132.903
Investitionen 2.269 1.739 1.193 591 293 0
Mitarbeitende (per 30. Juni) 1.241 631 298 518 318 -
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TEUR Konzern
Gesamtumsätze 244.770
Innenumsätze -11.048
Außenumsätze 213.722
Gesamtleistung 214.021
Sonstige Erträge 5.369
Gesamtaufwendungen 194.514
Abschreibungen 11.669
EBIT vor Währungseffekten 13.321
EBIT inkl. Währungseffekten 13.207
Zinsertrag 138
Zinsaufwand 3.139
Ergebnis vor Steuern (EBT) 10.206
Ertragsteuern 1.407
Periodenergebnis 8.799
Vermögen 373.859
davon lfr. Vermögenswerte 1 187.932
davon Vertragsvermögenswerte 76.360
Schulden 254.926
Investitionen 6.085
Mitarbeitende (per 30. Juni) 3.006

1 Die langfristigen Vermögenswerte enthalten keine latenten Steuern.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten, über die zu berichten wäre.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats und des Vorstands

Im Berichtszeitraum hat sich die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat nicht verändert.

Mitglieder des Aufsichtsrats

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Karl M. Schmidhuber | Vorsitzender

Dr. Georg Hengstberger | stv. Vorsitzender

Andreas Bohnert | Arbeitnehmervertreter

Carsten Claus

Stefan Klemenz | Arbeitnehmervertreter

Dr. Jochen Ruetz

Dieter Maier | Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands

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Carlo Lazzarini | Vorsitzender/​CEO

Dr. Cornelia Ballwießer | CFO

Johannes Obrecht | COO

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind."

Oberkirch, 28. Juli 2022

Der Vorstand

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Carlo Lazzarini
Vorsitzender/​CEO
Dr. Cornelia Ballwießer
CFO
Johannes Obrecht
COO

Bericht des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats

Der Zwischenfinanzbericht für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2022 ist dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats vorgelegt und durch den Vorstand erläutert worden. Der Prüfungsausschuss stimmte dem Zwischenfinanzbericht zu.

Oberkirch, 28. Juli 2022

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses

Carsten Claus

SONSTIGE INFORMATIONEN

Finanzkalender

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9. November 2022 Quartalsmitteilung 3. Quartal und 9 Monate 2022
28. - 30. November 2022 Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main

Kontakt

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Dr. Cornelia Ballwießer
CFO
Charlotte Frenzel
Investor Relations & Corporate Communications

Telefon: + 49 7802 84-844
E-Mail: ir@pwo-group.com

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Dieser Halbjahresbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf gegenwärtigen Annahmen, Erwartungen, Schätzungen, Prognosen und anderen derzeit verfügbaren Informationen des Vorstands von PWO und auf daraus von ihm abgeleiteten Annahmen, Erwartungen, Schätzungen, Prognosen und Planungen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse wesentlich von den hier explizit genannten oder implizit enthaltenen Einschätzungen abweichen können. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die PWO in veröffentlichten Berichten, die auf der PWO-Website pwo-group.com zur Verfügung stehen, beschrieben hat. PWO übernimmt unbeschadet gesetzlicher Vorgaben keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Hinweise

Die Darstellung von Zahlen erfolgt in diesem Dokument in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben. Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit werden neben geschlechtsneutralen auch geschlechtsspezifische Formulierungen verwendet. Hiermit sind ausdrücklich alle Geschlechter gemeint.

Progress-Werk Oberkirch AG
Industriestraße 8
77704 Oberkirch

Telefon +49 7802 84-0
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