![]() Amadeus FiRe AGFrankfurtQuatalsmitteilung 3. Quartal 2016Quartalsmitteilung01.01. - 30.09.2016Ihr Partner für spezialisierte PersonaldienstleistungenAMADEUS FIRE. DIE BESETZER.Ungeprüfte Kennzahlen des Amadeus FiRe Konzerns
Die aktuellen Finanzberichte sowie der testierte Jahresabschluss 2015 sind unter www.amadeus-fire.de/investor-relations/berichte
abrufbar. Quartalsmitteilung Neun Monate 2016
(01.01. - 30.09.2016)Wirtschaftliches UmfeldDie deutsche Wirtschaft ist im ersten Halbjahr 2016 deutlich gewachsen. Die Haupttreiber
waren der private Konsum, die Baukonjunktur sowie die Staatsausgaben aufgrund der
hohen Zuwanderung. Für das dritte Quartal zeigt sich ein durchwachseneres Bild. So sind die Produktion
im Verarbeitenden Gewerbe und der Export im Juli deutlich gesunken. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv. Die Zahl der im Inland erwerbstätigen
Personen hat kontinuierlich zugenommen und lag im August 2016 auf einem Wert von 43,7
Mio. Der Wert der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung betrug im Juli 31,2
Mio. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X), ein Indikator für die Nachfrage
nach Arbeitskräften in Deutschland, ist im September auf 221 Punkte (September 2015:
197 Punkte) gestiegen. Dieser Wert stellt ein neues Allzeithoch dar und deutet auf
eine hohe Einstellungsbereitschaft der Unternehmen hin. BranchenentwicklungDie Bundesagentur für Arbeit (BA) weist im Rahmen ihrer Trendrechnung für den Juli
2016 auf ein leichtes Wachstum der Zeitarbeitnehmer in Deutschland gegenüber dem entsprechenden
Vorjahresmonat hin. Der Markt für spezialisierte Fachkräfte jedoch zeichnet sich weiterhin durch einen
hohen Nachfrageüberhang aus. Aus diesem Grund wird für diesen Bereich der Zeitarbeit
von einem geringeren Wachstum als für den allgemeinen Zeitarbeitsmarkt ausgegangen. Der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im November 2015 erarbeitete Referentenentwurf
zur Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes durchläuft im November 2016 das weitere
Gesetzgebungsverfahren und tritt aller Voraussicht nach zum 01.01.2017 in Kraft. Im Rahmen dieses Entwurfs wird zum einen eine arbeitnehmerbezogene Überlassungshöchstdauer
von 18 Monaten pro Kundenunternehmen, zum anderen die Vorgabe des "Equal pay" für
Zeitarbeitsmitarbeiter nach neun Monaten im Entleihbetrieb eingeführt. Da die Lohnbestandteile,
welche unter den Begriff des "Equal pay" fallen, vom Gesetzgeber bislang nicht ausreichend
definiert worden sind, ist das Marktumfeld weiterhin geprägt von der Unsicherheit
hinsichtlich der Auswirkungen der geplanten Regulierung. Auch sind etwaige Umsetzungsschwierigkeiten
noch nicht absehbar. Bericht zum Geschäftsverlauf, Ertrags- und FinanzlageIn den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 erreichte die Amadeus FiRe Gruppe
einen konsolidierten Umsatz von TEUR 128.947. Dieser Wert lag 1,6% über dem des Vorjahreszeitraums
(TEUR 126.891). Auf die einzelnen Dienstleistungen entfallen folgende Umsätze:
Der niedrigere Zeitarbeitsumsatz gegenüber Vorjahr ist von dem geringeren Angebot
an qualifizierten Zeitarbeitskräften beeinflusst. Außerdem übernehmen Kundenunternehmen
immer häufiger Zeitarbeitsmitarbeiter in die Festanstellung. Zum Ende des dritten Quartals erreichte die Anzahl der Mitarbeiter im Kundeneinsatz
erstmalig im Jahr 2016 das Vorjahresniveau. Im Berichtszeitraum standen zwei fakturierbare Tage mehr als im Vorjahresquartal zur
Verfügung, was einem Umsatz-, Rohertrags- und Ergebniseffekt von circa EUR 1 Mio.
entspricht. Die Steigerung der Personalvermittlungsumsätze ist auf das veränderte Einstellungsverhalten
der Unternehmen zurückzuführen. Der angespannte Markt für qualifiziertes Personal
erschwert es den Unternehmen weiterhin, Vakanzen aus eigener Kraft mit geeigneten
Bewerbern zu besetzen. Daher nutzen sie vermehrt den Service von Personaldienstleistern. Die Umsätze im Segment Fort- und Weiterbildung stiegen in den ersten neun Monaten
des Geschäftsjahres um 7,9% auf TEUR 14.805 (Vorjahr: TEUR 13.724). Insgesamt hat
eine verbesserte Auslastung der angebotenen Lehrgänge in Verbindung mit einer Ausweitung
des Seminarangebots sowohl den Segmentumsatz als auch den Segmentrohertrag positiv
beeinflusst. Insbesondere das Seminargeschäft verzeichnete hier eine positive Entwicklung.
Das Geschäft im Umfeld der Internationalen Rechnungslegung wurde trotz einer weiterhin
schwachen Marktsituation stabil gehalten. Das Bruttoergebnis der Amadeus FiRe Gruppe stieg um 4,6% auf TEUR 56.389 (Vorjahr:
TEUR 53.927) an. Die Rohertragsmarge verbesserte sich um 1,2 Prozentpunkte von 42,5%
auf 43,7%. Neben den beiden zusätzlichen Tagen hatte der weiter gestiegene Anteil
der hochmargigen Personalvermittlungsumsätze einen positiven Effekt auf die Marge. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten beliefen sich im Berichtszeitraum auf TEUR 34.031,
nach TEUR 32.822 im Vorjahr. Die Steigerung um 3,7% resultierte im Wesentlichen aus
einem Anstieg der Personalaufwendungen. Dieser ist auf die Erhöhung der Gehaltsbandbreiten
im Vertrieb, Investitionen in den Niederlassungen sowie die Besetzung neuer Positionen
im Overhead zurückzuführen. Gestiegene Marketingaufwendungen im Online-Recruiting
und bei Kundenveranstaltungen sowie erhöhte Mietaufwendungen trugen weiterhin hierzu
bei. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBITA) für die ersten neun Monate betrug
TEUR 22.510 (Vorjahr: TEUR 21.213), ein Anstieg um 6,1%. Die EBITA-Marge stieg um
0,8 Prozentpunkte auf 17,5% (Vorjahr: 16,7%). Das Segment der Personaldienstleistungen trug zum erreichten EBITA TEUR 19.942 (Vorjahr:
TEUR 18.731) bei, das Segment der Weiterbildung TEUR 2.568 (Vorjahr: TEUR 2.482). Das Periodenergebnis betrug im Berichtszeitraum TEUR 14.821 (Vorjahr: TEUR 13.836).
Das Ergebnis je Aktie, bezogen auf das den Stammaktionären des Mutterunternehmens
zurechenbare Periodenergebnis, stieg in den ersten neun Monaten um 16 Cent auf EUR
2,84 an (Vorjahr: EUR 2,68). Zum 30. September 2016 beliefen sich die Nettozahlungsmittel auf TEUR 35.660, nach
TEUR 42.046 zum 31. Dezember 2015. Die Eigenkapitalquote betrug zum 30. September 2016 61% (31. Dezember 2015: 62%). Chancen- und RisikoberichtDie im aktuellen Geschäftsbericht beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen
in Deutschland haben sich für die Amadeus FiRe Gruppe nicht wesentlich verändert.
Den Prognosen der OECD vom September folgend wird die Weltwirtschaft im laufenden
Jahr um rund 2,9% wachsen, die Wirtschaft in der Eurozone hingegen lediglich um rund
1,5% bzw. in Deutschland um 1,8%. Die Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsinstitute
von September 2016 prognostiziert einen Wert von 1,9% für das BIP-Wachstum in 2016
und liegt somit nur unwesentlich höher. Der ifo Geschäftsklimaindex verbesserte sich nach einem Rückgang im August im September
wieder und erreichte den höchsten Stand seit dem Mai 2014. Die Unternehmer blicken
somit optimistisch auf die kommenden Monate. Die Nutzung der Zeitarbeit durch die Kundenunternehmen setzt einen flexiblen Arbeitsmarkt
voraus. Inwieweit diese Flexibilität durch die Umsetzung des Referentenentwurfs zum
01.01.2017 beeinträchtigt wird, ist noch nicht absehbar. Existenzgefährdende Risiken für die Amadeus FiRe Gruppe sind derzeit nicht erkennbar.
Für weitere Ausführungen verweisen wir auf das Kapitel Risikobericht des Geschäftsberichtes
2015. PrognoseberichtDas vierte Quartal im Jahr 2016 weist mit 63 Tagen einen fakturierbaren Tag weniger
als das vergleichbare Vorjahresquartal auf. Im Vergleich zum Berichtsquartal wird
das vierte Quartal kalenderbedingt drei fakturierbare Tage weniger haben. Die Anzahl
der fakturierbaren Tage wird einen Einfluss auf die Umsätze in der Zeitarbeit haben. Die Auslastung der Zeitarbeitsmitarbeiter sollte im weiteren Jahresverlauf auf einem
planmäßigen Niveau liegen. Der kompetitive Arbeitsmarkt sowie die positive konjunkturelle Lage erschweren es
der Zeitarbeitsbranche weiterhin, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Für die Personalvermittlung ist es ebenfalls herausfordernd, die offenen Stellen mit
qualifizierten Fachkräften zu besetzen, da sie gleichermaßen von der angespannten
Arbeitsmarktlage betroffen ist. Für diese Dienstleistung wird vor dem Hintergrund
des robusten Arbeitsmarkts in Deutschland und trotz der weiterhin bestehenden konjunkturellen
Unsicherheit in Europa aufgrund der Nachfragesituation weiter mit einer stabilen Entwicklung
für das letzte Quartal 2016 gerechnet. Im Bereich der Fort- und Weiterbildung ist für das zweite Halbjahr aufgrund des saisonalen
Verlaufs des Veranstaltungskalenders ein höherer Ergebnisbeitrag als für das erste
Halbjahr geplant. Hier wird eine Fortsetzung der positiven Entwicklung des bisherigen
Jahres prognostiziert. Im bisherigen Jahresverlauf wurden verstärkt Mitarbeiter für den Vertrieb eingestellt.
Dies soll auch in den verbleibenden Monaten des Jahres konsequent fortgeführt werden.
Schlussendlich sollten die Aufwendungen im Wesentlichen im Rahmen der Planungen liegen. Die Investitionen durch angehobene Gehaltsbandbreiten im Vertrieb sowie in die bereits
eingestellten und noch einzustellenden Vertriebsmitarbeiter werden im Jahresverlauf
entsprechend aufwands- und ergebniswirksam. Die Personalvermittlungsumsätze entwickelten sich sehr positiv. Die Auftragslage in
der Zeitarbeit stabilisierte sich. Weiterhin werden die geplanten EDV-Aufwendungen
für die neue Vertriebssoftware nicht in 2016 anfallen, da die Einführung in den ersten
Monaten 2017 erfolgen wird. Daher erwartet der Vorstand nunmehr ein EBITA auf dem
Niveau des Vorjahres. Die Anpassung der Ergebnisprognose 2016 wurde im Rahmen einer ad hoc Mitteilung vom
11.10.2016 kommuniziert. Frankfurt am Main, den 19. Oktober 2016
Ungeprüfte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung9 Monate des Geschäftsjahres 2016
Ungeprüfte Gesamtergebnisrechnung des Konzerns9 Monate des Geschäftsjahres 2016
Ungeprüfte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung3. Quartal des Geschäftsjahres 2016
Ungeprüfte Gesamtergebnisrechnung des Konzerns3. Quartal des Geschäftsjahres 2016
Ungeprüfte KonzernbilanzAktiva
Passiva
Ungeprüfte Konzern-Kapitalflussrechnung
Ungeprüfte Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Ungeprüfte Informationen über die Geschäftssegmente
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