PVA TePla AGWettenbergHalbjahresbericht zum 30. Juni 2021Konzernzwischenlagebericht der PVA TePla-Gruppe für das 1. Halbjahr 20211. Grundlagen der PVA TePla-GruppeÄnderungen der OrganisationsstrukturDie Organisationsstruktur der PVA TePla-Gruppe ist
gegenüber dem 31. Dezember 2020 unverändert.
MitarbeiterZum 30. Juni 2021 beschäftigte die PVA TePla-Gruppe
557 Mitarbeiter (31. Dezember 2020: 553 Mitarbeiter).
Forschung und EntwicklungDie Kosten für Forschung und Entwicklung (F&E)
lagen im ersten Halbjahr 2021 mit 2,6 Mio. EUR (H1 2020:
2,2 Mio. EUR) leicht über dem Vorjahreszeitraum. Dies
ist durch weiterführende Investitionen in Anlagen- und
Prozesstechnologien begründet. Darüber hinaus
führt die PVA TePla-Gruppe regelmäßig
Produkt- und Prozessweiterentwicklungen im Rahmen der
Kundenaufträge durch.
In der laufenden Berichtsperiode stehen folgende
Projekte im Fokus der Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten:
Die Forschung im Produktbereich Ultraschall-Metrologie
fokussierte sich im ersten Halbjahr 2021 weiterhin auf
Themen im Zusammenhang mit Industrie 4.0. Hierbei standen
vor allem Lösungen für die Inline-
Inspektionskontrolle unter Verwendung der
Ultraschall-Rastermikroskopie im Mittelpunkt.
Softwarelösungen für die Logistik-Infrastruktur
der Kunden (MES - Manufacturing Executive System bzw. GEM/
SECS Kommunikations-Interface) wurden weiter
präzisiert und mit zusätzlichen Standards
erweitert. Für die automatische Auswertung der Defekte
wurde erstmals Künstliche Intelligenz (KI) in die
Auswertalgorithmen implementiert.
Zur Analyse von Leistungsmodulen wurden Methoden zur
Risserkennung bereits im ersten Quartal 2021 bei
industriellen Endkunden installiert. Im dritten Quartal
werden Systeme für die Wafer-Inspektion ausgeliefert.
Die KI ermöglicht eine präzise 100%ige
Defekterkennung ohne nachträgliche Bewertung durch
einen Operator. Damit werden die Produktionsprozesse
unserer Kunden in erheblichem Umfang beschleunigt sowie
für die nächste Automatisierungsstufe
qualifiziert. Hinsichtlich der Erhöhung des
Durchsatzes wurden erste Ultraschallprüfköpfe mit
Doppelelementen entwickelt und erfolgreich getestet. Diese
neue Technologie ermöglicht eine weitere Reduzierung
der Inspektionszeit um den Faktor 2.
Im Produktbereich Vakuumanlagen lag der Fokus der
F&E-Aktivitäten auf der Weiterentwicklung der
Steuerungssoftware für Diffusionsschweißanlagen.
Bislang setzte die Rezeptur der Steuerungssoftware die
Eingabe von spezifischen Prozessparametern wie z.B.
Temperatur oder Presskraft und damit entsprechendes
prozesstechnisches Knowhow des Anwenders voraus. Das neu
entwickelte Softwaremodul kombiniert das einzigartige
Prozess-Knowhow der PVA TePla-Gruppe mit der speziellen
Sensorik der Diffusionsschweißmaschine zu einem
intelligenten, selbststeuernden Gesamtsystem.
Dadurch wird den Kunden bei Bedarf ein Werkzeug an die
Hand gegeben, um das Diffusionsschweißen
prozesssicher und reproduzierbar einzusetzen, ohne
über eigenes, vertieftes werkstoffwissenschaftliches
und prozesstechnisches Knowhow verfügen zu
müssen. Mit dieser Innovation werden die Hürden
zum breiteren industriellen Einsatz dieser
hochleistungsfähigen Technologie weiter abgebaut.
2. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELDKurzfristig sind die Wachstumsaussichten aufgrund der
erfolgreichen Impfkampagnen und der umfangreichen
Konjunkturpakete weiterhin günstig. Die Weltwirtschaft
sollte in diesem Jahr um über 6% wachsen. Im
Wesentlichen bestehen zwei Risiken. Erstens könnte das
Virus mutieren und hierdurch zu Problemen bei den
Impfkampagnen führen. Zweitens könnte die
Inflation die Erwartungen übertreffen und die
Zentralbanken zwingen, entsprechende geldpolitische
Maßnahmen früher als erwartet anzuwenden.
(Deutsche Bank Research, Weltwirtschaftlicher Ausblick, 1.
Juni 2021, Frankfurt am Main):
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ENTWICKLUNG DER BRANCHENDie Entwicklungen in den einzelnen Branchen.
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Unabhängig von volkswirtschaftlichen Entwicklungen
und Branchentrends verfügt die PVA TePla-Gruppe
über eine ausgezeichnete Visibilität ihres
Auftragsbestands bis in das Jahr 2023 hinein.
GeschäftsverlaufUMSÄTZEDie PVA TePla-Gruppe hat in den ersten sechs Monaten des
Geschäftsjahres 2021 den Umsatz um 16,7% auf 70,9 Mio.
EUR gesteigert (H1 2020: 60,7 Mio. EUR). Im zweiten Quartal
2021 wurde gegenüber dem ersten Quartal in beiden
Geschäftsbereichen eine deutliche Umsatzsteigerung
verzeichnet. Die PVA TePla-Gruppe ist damit auf gutem Wege,
die selbst gesetzten Ziele für das Geschäftsjahr
2021 zu erreichen.
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Im GB Semiconductor Systems lag der Umsatz im ersten
Halbjahr 2021 mit 51,6 Mio. EUR deutlich über dem
Vergleichszeitraum (40,8 Mio. EUR). Die Produktbereiche
Kristallzuchtanlagen und Ultraschallmesssysteme sind dabei
weiterhin die umsatzstärksten Produktbereiche im GB
Semiconductor Systems.
Der GB Industrial Systems lag mit einem Umsatz von 19,3
Mio. EUR knapp unter dem Vorjahreszeitraum (H1 2020: 20,0
Mio. EUR), im Quartalsvergleich mit 12,3 Mio. EUR jedoch
deutlich über dem ersten Quartal 2021 (7,0 Mio. EUR).
Im Zentrum standen hierbei insbesondere Lötanlagen
für die Bearbeitung von Werkstoffen oder
Werkstücken in verschiedenen Endmärkten.
AUFTRAGSLAGEIn den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2021 hat sich der Auftragseingang der PVA TePla-Gruppe
gegenüber der Vorjahresperiode mehr als verdoppelt und
liegt nunmehr bei 97,8 Mio. EUR (H1 2020: 41,7 Mio. EUR).
Das Book-to-Bill-Ratio weist das zukünftige Wachstum
aus und beträgt im ersten Halbjahr 2021 1,38 (H1 2020:
0,69).
Der GB Semiconductor Systems erzielte im ersten Halbjahr
2021 einen Auftragseingang von 83,4 Mio. EUR (H1 2020: 26,4
Mio. EUR). Insbesondere die Produktbereiche Kristallzucht-
und Ultraschallmesssysteme entwickelten sich in diesem
Geschäftsbereich ausgesprochen positiv.
Der Auftragseingang des GB Industrial Systems lag im
ersten Halbjahr 2021 bei 14,4 Mio. EUR (H1 2020: 15,3 Mio.
EUR). Aufträge für Plasmanitrier- und
Wärmebehandlungsanlagen schlugen sich dabei in
wesentlichem Umfang im Auftragsbuch nieder.
Der Auftragsbestand lag zum 30. Juni 2021 mit insgesamt
150,7 Mio. EUR (30. Juni 2020: 151,5 Mio. EUR) weiterhin
auf hohem Niveau.
Der GB Semiconductor Systems trägt mit 115,9 Mio.
EUR (30. Juni 2020: 99,3 Mio. EUR) zu diesem
Auftragsbestand zum 30. Juni 2021 bei.
Der GB Industrial Systems verfügt zum 30. Juni 2021
über einen Auftragsbestand von 34,8 Mio. EUR (30. Juni
2020: 52,2 Mio. EUR).
ERTRAGSLAGEBasierend auf einem flexiblen Geschäftsmodell mit
geringer Wertschöpfungstiefe (Asset-light-Modell) in
der Produktion konnte das operative Ergebnis vor
Abschreibungen (EBITDA) in der ersten Jahreshälfte
2021 deutlich auf 9,4 Mio. EUR (H1 2020: 8,1 Mio. EUR)
gesteigert werden. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von
13,3% (H1 2020: 13,4%). Das operative Ergebnis vor Steuern
und Zinsen (EBIT) liegt bei 7,1 Mio. EUR (H1 2020: 6,1 Mio.
EUR) und ergibt damit eine EBIT-Marge mit 9,9% auf
Vorjahresniveau (H1 2020: 10,0%).
Die Vertriebskosten lagen im ersten Halbjahr 2021 mit
7,3 Mio. EUR, aufgrund erhöhter Provisionen sowie des
weiteren Ausbaus der Vertriebsstruktur über dem
Vorjahresniveau (H1 2020: 6,3 Mio. EUR), die
Verwaltungskosten stiegen aufgrund erhöhter
Verpflichtungen für Ergebnisbeteiligungen auf 5,8 Mio.
EUR (H1 2020: 4,6 Mio. EUR).
Die F&E-Kosten betrugen 2,6 Mio. EUR (H1 2020: 2,2
Mio. EUR). Diese sind begründet durch die
beschriebenen Projekte mit Blick auf zukünftiges
Wachstum in den verschiedenen Technologiebereichen und
stärken unsere Innovationskraft.
Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen lag
im ersten Halbjahr 2021 mit -0,2 Mio. EUR auf
Vorjahresniveau (H1 2020: -0,2 Mio. EUR). Das Ergebnis vor
Steuern betrug in den ersten sechs Monaten des
Geschäftsjahres 2021 6,8 Mio. EUR (H1 2020: 5,9 Mio.
EUR) und das Ergebnis nach Steuern 4,6 Mio. EUR (H1 2020:
4,1 Mio. EUR). Die Ertragsteuern beliefen sich auf 2,2 Mio.
EUR (H1 2020: 1,8 Mio. EUR).
FINANZ-UND VERMÖGENSLAGEVermögenslageDie Bilanzsumme der PVA TePla-Gruppe lag zum 30. Juni
2021 mit 186,8 Mio. EUR über dem Wert zum Ende des
Geschäftsjahres 2020 (31. Dezember 2020: 177,2 Mio.
EUR).
Die immateriellen Vermögenswerte lagen zum 30. Juni
2021 mit 10,8 Mio. EUR im Wesentlichen auf Vorjahresniveau
(31. Dezember 2020: 11,1 Mio. EUR), ebenso die Sachanlagen
mit 28,8 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 28,6 Mio. EUR). Die
latenten Steueransprüche sind zum 30. Juni 2021 auf
4,2 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 4,5 Mio. EUR) leicht
gesunken. Insgesamt betrug der Wert der langfristigen
Vermögenswerte zum 30. Juni 2021 47,0 Mio. EUR
gegenüber 47,3 Mio. EUR zum 31. Dezember 2020.
Den Investitionen standen in der ersten
Jahreshälfte 2021 Abschreibungen in Höhe von 2,4
Mio. EUR gegenüber (H1 2020: 2,0 Mio. EUR).
Die kurzfristigen Vermögenswerte sind zum 30. Juni
2021 auf 139,7 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 129,9 Mio. EUR)
gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und sonstigen Forderungen sind zum 30. Juni 2021 mit 24,4
Mio. EUR (31. Dezember 2020: 24,8 Mio. EUR) auf einem
vergleichbaren Niveau geblieben. Im Zuge des hohen
Auftragseingangs stiegen die Vertragsvermögenswerte
stichtagsbedingt auf 12,5 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 7,7
Mio. EUR). Der Bestand an Zahlungsmittel ist von 29,7 Mio.
EUR (31. Dezember 2020) deutlich auf 39,1 Mio. EUR (30.
Juni 2021) gestiegen. Dies begründet sich ebenfalls
durch den deutlichen Anstieg des Auftragseingangs und den
damit verbundenen Kundenvorauszahlungen.
FinanzlageDie Passivseite der Bilanz zeigt im Wesentlichen eine
konstante Entwicklung der langfristigen Schulden. Diese
lagen zum 30. Juni 2021 mit 23,4 Mio. EUR in etwa auf
Niveau des Vergleichszeitraums (31. Dezember 2020: 23,2
Mio. EUR).
Dies betrifft ebenso die darin enthaltenen
Pensionsrückstellungen mit 17,0 Mio. EUR (31. Dezember
2020: 17,3 Mio. EUR).
Die kurzfristigen Schulden beliefen sich zum 30. Juni
2021 auf 89,3 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 84,7 Mio. EUR)
und setzen sich vor allem aus Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen, Vertragsverbindlichkeiten,
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern sowie aus
sonstigen kurzfristigen Rückstellungen zusammen. Die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen zum
30. Juni 2021 bei 8,4 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 8,0 Mio.
EUR). Die Vertragsverbindlichkeiten sind zum 30. Juni 2021,
ebenfalls im Zuge des starken Auftragseingangs analog der
Vertragsvermögenswerte auf 63,5 Mio. EUR (31. Dezember
2020: 62,9 Mio. EUR) angestiegen. Die Verbindlichkeiten
gegenüber Mitarbeitern betrugen zum 30. Juni 2021 7,0
Mio. EUR (31. Dezember 2020: 4,8 Mio. EUR) und die
sonstigen kurzfristigen Rückstellungen 3,8 Mio. EUR
(31. Dezember 2020: 3,6 Mio. EUR).
Das Eigenkapital stieg zum 30. Juni 2021 auf 74,1 Mio.
EUR (31. Dezember 2020: 69,3 Mio. EUR), die
Eigenkapitalquote erhöhte sich dadurch leicht auf
39,7% (31. Dezember 2020: 39,1%).
LiquiditätslageDer Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit lag in
den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021,
positiv beeinflusst durch im Zuge des guten
Auftragseingangs vereinnahmte Anzahlungsvolumina, bei 9,2
Mio. EUR (H1 2020: -1,1 Mio. EUR;).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug
im ersten Halbjahr 2021, bedingt durch Einzahlungen aus
Finanzanlagen, 2,0 Mio. EUR (H1 2020: -4,6 Mio. EUR). Der
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag in der
ersten Jahreshälfte 2021 bei -0,9 Mio. EUR (H1 2020:
-0,6 Mio. EUR). Die Nettofinanzposition (Zahlungsmittel
abzüglich der kurz- und langfristigen
Finanzverbindlichkeiten) betrug zum 30. Juni 2021 36,7 Mio.
EUR (31. Dezember 2020: 26,8 Mio. EUR).
3. CHANCEN-, RISIKO- UND PROGNOSEBERICHTIm Berichtszeitraum sind keine weiteren bedeutsamen
Risiken und Chancen identifiziert worden, die über die
Risiken und Chancen hinausgehen, die im
Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2020
dargestellt sind. Weitere Risiken und Chancen, die derzeit
nicht bekannt sind oder die gegenwärtig als
unwesentlich eingeschätzt werden, könnten
ebenfalls die Geschäftstätigkeiten der
Tochtergesellschaften der PVA TePla-Gruppe beeinflussen.
Gegenwärtig wurden keine Risiken identifiziert, die
entweder einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken
den Fortbestand des Unternehmens gefährden
könnten.
Erwartete Geschäfts-, Ertragsentwicklung und AusblickEs muss von einem weiteren komplexen - von COVID-19
beeinflussten - gesamtwirtschaftlichen Umfeld ausgegangen
werden. Trotzdem ist das Management davon überzeugt,
dass sich die Geschäfte der PVA TePla-Gruppe auch in
der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs 2021
weiterhin stark entwickeln werden.
Die Prognose zu den Umsatz- und Ergebniszahlen für
das laufende Geschäftsjahr, veröffentlicht im
Zusammenhang mit der Publikation der Geschäftszahlen
2020 am 25. März 2021, bleibt unverändert.
Angesichts der vorhandenen Projektstruktur im
Auftragsbestand erwartet der Vorstand im Geschäftsjahr
2021 weiterhin einen Umsatz in der Bandbreite von 140 - 150
Mio. EUR und ein operatives Ergebnis vor Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) zwischen 18 und 20 Mio. EUR.
Wettenberg, 4. August 2021
VERKÜRZTE KONZERNBILANZ zum 30. Juni 2021AKTIVAscrollen
PASSIVAscrollen
VERKÜRZTE KONZERN-GEWINN- & VERLUSTRECHNUNG 1. Januar - 30. Juni 2021scrollen
VERKÜRZTE GESAMTERGEBNISRECHNUNG 1. Januar - 30. Juni 2021scrollen
VERKÜRZTE KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 1. Januar - 30. Juni 2021scrollen
VERKÜRZTE KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG 1. Januar - 30. Juni 2021scrollen
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Verkürzter Konzernanhang für den Konzernhalbjahresabschluss 2021A. GRUNDLAGEN DES VERKÜRZTEN KONZERNZWISCHENABSCHLUSSESBerichterstattendes UnternehmenDie PVA TePla AG, Wettenberg ("PVA TePla AG") ist eine
Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz "Im
Westpark 10-12" in 35435 Wettenberg, Deutschland. Die
Gesellschaft ist im Handelsregister am Amtsgericht
Gießen unter der Nummer HRB 6845 registriert. Die
Aktien der PVA TePla AG sind im Prime Standard an der
Frankfurter Wertpapierbörse notiert (ISIN:
DE0007461006).
Die PVA TePla AG und die von ihr beherrschten
Tochterunternehmen ("PVA TePla-Gruppe") bieten ihren Kunden
Anlagen zur Erzeugung und Bearbeitung hochwertiger
Werkstoffe, die z.B. unter hoher Temperatur, Vakuum, hohem
Druck und im Plasma prozessiert werden. Die PVA
TePla-Gruppe unterhält weltweite
Geschäftsbeziehungen über ihre Standorte in
Deutschland, Italien, den USA, China, Taiwan und Singapur
und gliedert ihre Geschäftsaktivitäten in die
beiden Geschäftsbereiche Industrial Systems und
Semiconductor Systems.
Grundsätze der RechnungslegungDer verkürzte Konzernzwischenabschluss der PVA
TePla-Gruppe für die Berichtsperiode vom 1. Januar
2021 bis zum 30. Juni 2021 ("Konzernhalbjahresabschluss")
nach § 117 in Verbindung mit §§ 114, 115
WpHG wurde in Übereinstimmung mit den vom
International Accounting Standards Board (IASB)
formulierten International Financial Reporting Standards
(IFRS) sowie mit dem § 53 der Börsenordnung
für die Frankfurter Wertpapierbörse aufgestellt.
Alle für das Geschäftsjahr 2021 vom International
Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und
verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen
wurden angewendet, soweit sie von der Europäischen
Union genehmigt sind. Der Konzernzwischenabschluss
entspricht den Anforderungen von IAS 34 und wurde von einem
Wirtschaftsprüfer weder geprüft noch einer
prüferischen Durchsicht unterzogen.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss basiert auf dem
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020. In Einklang mit IAS
34 ist ein gegenüber dem Konzernabschluss
verkürzter Berichtsumfang gewählt worden. Er
enthält nicht alle Informationen, die für einen
vollständigen Konzernabschluss zum Ende eines
Geschäftsjahres erforderlich sind. Die Erstellung
erfolgte unter Anwendung der für den Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2020 geltenden Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden. Berücksichtigt wurden alle
laufenden Geschäftsvorfälle und Abgrenzungen, die
nach Ansicht des Managements notwendig sind, um eine
zutreffende Darstellung der Zwischenergebnisse zu
gewährleisten. Ertragsteuern wurden im Wege einer
bestmöglichen Schätzung ermittelt. Das Management
ist der Überzeugung, dass die dargestellten
Informationen und Erläuterungen geeignet sind, ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln.
Die Ergebnisse der Zwischenberichtsperiode lassen nicht
notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des
weiteren Geschäftsverlaufs zu.
Im vorliegenden verkürzten Konzernanhang werden vor
allem Angaben zu den Posten gemacht, bei denen sich
wesentliche Änderungen im Vergleich zu dem
Konzernabschluss der PVA TePla-Gruppe für das
Geschäftsjahr 2020 ergeben haben.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde in Euro
(EUR) aufgestellt. Alle Beträge sind in Tausend Euro
(TEUR) angegeben, sofern nicht auf Abweichungen explizit
hingewiesen wird. Aus rechentechnischen Gründen
können in den in diesem Zwischenbericht dargestellten
Informationen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/-
einer Einheit (€, % usw.) auftreten.
Der Konzernhalbjahresabschluss für die zum 30. Juni
2021 endende Berichtsperiode wurde am 4. August 2021 vom
Vorstand der PVA TePla AG zur Veröffentlichung
freigegeben.
B. ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie im Konzernhalbjahresabschluss der PVA TePla-Gruppe
für die zum 30. Juni 2021 endende Berichtsperiode
angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im
Vergleich zum Konzernabschluss für das
Geschäftsjahr 2020 grundsätzlich
unverändert.
C. ÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISESGegenstand des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses zum 30. Juni 2021 sind die PVA
TePla AG und ihre Tochterunternehmen, über die sie
Beherrschung ausübt ("PVA TePla-Gruppe"). Der
Konsolidierungskreis der PVA TePla-Gruppe ist
gegenüber dem Geschäftsjahr 2020
unverändert.
D. ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN DES MANAGEMENTS SOWIE SCHÄTZUNSICHERHEITENIm Konzernhalbjahresabschluss der PVA TePla-Gruppe
für die zum 30. Juni 2021 endende Berichtsperiode
müssen in einem begrenzten Umfang Schätzungen
vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen
auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten
Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und
Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben.
Diese Schätzungen und Ermessensausübungen sind
grundsätzlich unverändert zu den im
Konzernabschluss der PVA TePla-Gruppe für das
Geschäftsjahr 2020 beschriebenen Sachverhalten. Durch
von den Annahmen abweichende und außerhalb des
Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen
dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden
Beträge von den ursprünglich erwarteten
Schätzwerten abweichen.
E. AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1. UmsatzerlöseUmsatzaufgliederung nach Tätigkeitsbereichenscrollen
Umsatzaufgliederung nach dem Zeitpunkt der Leistungserbringungscrollen
Für weitere Umsatzaufgliederungen wird auf die
Segmentberichterstattung in Textziffer 7. verwiesen.
2. Ertragsteuernscrollen
Die Ertragsteuern für den laufenden
Berichtszeitraum wurden auf Grundlage der erwarteten
Ertragsteuerquote für das Gesamtjahr ermittelt. Der
ausgewiesene Steueraufwand für die ersten sechs Monate
des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von -2.222 TEUR
(HJ 2020: -1.762 TEUR) führt zu einer Steuerquote von
32,5% (HJ 2020: 29,8%).
3. Ergebnis je Aktiescrollen
F. AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ4. Vorrätescrollen
5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Vertragsvermögenswertescrollen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind
nicht verzinslich und weisen in der Regel eine
Fälligkeit von 30 bis 90 Tagen auf.
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6. Vertragsverbindlichkeitenscrollen
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G. AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGZum 30. Juni 2021 ist das gezeichnete Kapital der PVA
TePla AG unverändert im Vergleich zum 31. Dezember
2020 in 21.749.988 nennwertlose Stückaktien mit einem
rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 EUR
eingeteilt. Es besteht auch zum 30. Juni 2021 kein
bedingtes Kapital.
Die Dividendenausschüttung der PVA TePla AG richtet
sich nach dem handelsrechtlichen Jahresabschluss der PVA
TePla AG. Für das Geschäftsjahr 2020 hat die
ordentliche Hauptversammlung vom 18. Juni 2021 keine
Ausschüttung beschlossen.
H. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN7. SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung folgt gemäß IFRS
8 dem Managementansatz (sog. "Management Approach"). Die
Allokation der Ressourcen und die Beurteilung der
Ertragskraft der PVA TePla-Gruppe durch das Management
erfolgt unverändert zum Geschäftsjahr 2020
basierend auf dem internen Organisations- und
Managementberichtswesen für die beiden
Geschäftsbereiche Industrial Systems und Semiconductor
Systems.
Umsatzaufgliederung nach Geschäftsbereichenscrollen
Betriebsergebnis (EBIT) nach Geschäftsbereichen ("Segmentergebnis")scrollen
Überleitung Segmentergebnis auf das Ergebnis nach Steuernscrollen
Umsatzaufgliederung nach Regionenscrollen
8. Finanzinstrumente: Angaben zum beizulegenden ZeitwertDie beizulegenden Zeitwerte der finanziellen
Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten
entsprechen zum 30. Juni 2021 im Wesentlichen den
angesetzten Buchwerten.
Nachfolgend werden die Buchwerte (= Zeitwerte) nach
Klassen für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerte respektive finanziellen
Verbindlichkeiten dargestellt:
scrollen
Die bei der PVA TePla-Gruppe zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Finanzinstrumente sind der Stufe "Level 2" gem.
IFRS 7 zugeordnet, auf welcher die Bewertung der
Finanzinstrumente anhand von Börsenoder Marktpreisen
für ähnliche Instrumente oder anhand von
Bewertungsmodellen erfolgt, die auf am Markt beobachtbaren
Input-Parametern basieren. Sowohl für
Devisentermingeschäfte als auch für
Zinssicherungsgeschäfte wurden die beizulegenden
Zeitwerte auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter
Cash Flows ermittelt. Dabei wurden die für die
Restlaufzeiten der Finanzinstrumente geltenden
Marktzinssätze verwendet.
Das Nettoergebnis für die erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Höhe von
-113 TEUR (HJ 2020: -141 TEUR) setzt sich aus
Marktwertveränderungen derivativer
Sicherungsinstrumente zusammen.
9. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Aussagen zu den im Konzernabschluss der PVA
TePla-Gruppe für das Geschäftsjahr 2020
beschriebenen Eventualverbindlichkeiten und sonstigen
finanziellen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen
unverändert.
10. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDer Kreis der zur PVA TePla AG oder zu
Konzernunternehmen nahestehenden Unternehmen und Personen
wird durch IAS 24 bestimmt. Zwischen dem 1. Januar 2021 und
dem 30. Juni 2021 gab es keine Veränderungen im
Aufsichtsrat. Alfred Schopf (Vorsitzender des Vorstands)
ist mit dem Tag der Hauptversammlung vom 18. Juni 2021 aus
dem Vorstand ausgeschieden.
Der Umfang der Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen
und Personen hat sich im Vergleich zum Konzernabschluss des
Geschäftsjahres 2020 nicht wesentlich verändert.
Im ersten Halbjahr 2021 bestanden unverändert zur
entsprechenden Vergleichsperiode des Vorjahres ("H1 2020")
Geschäftsbeziehungen zwischen der PVA TePla AG und dem
Hauptaktionär Peter Abel im Zusammenhang mit einem
bestehenden Beratervertrag. Das Volumen dieser
Geschäftstransaktionen belief sich im ersten Halbjahr
2021 auf 240 TEUR (H1 2020: 250 TEUR). Weiterhin bestanden
zum 30. Juni 2021 Verbindlichkeiten in Höhe von 100
TEUR (31. Dezember 2020: 212 TEUR).
11. Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021Dem Vorschlag des Aufsichtsrats wurde auf der
Hauptversammlung am 18. Juni 2021 gefolgt, wodurch die
Ebner Stolz GmbH & Co. KG,
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt am Main,
Deutschland, erneut zum Abschlussprüfer und
Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 gewählt
wurde
12. Wesentliche Ereignisse nach dem StichtagIm Zeitraum nach dem 30. Juni 2021 und vor der Freigabe
des Konzernhalbjahresabschlusses haben sich keine
wesentlichen Änderungen hinsichtlich der
Unternehmenssituation sowie in unserem Branchenumfeld
ergeben, die eine wesentliche Auswirkung auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 30. Juni 2021
haben könnten. Darüber hinaus sind derzeit keine
größeren Veränderungen in der Struktur,
Verwaltung oder Rechtsform der Gruppe oder im
Personalbereich vorgesehen.
I. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Halbjahresfinanzberichterstattung der
Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Wettenberg, 4. August 2021
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