PVA TePla AGWettenbergHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023Konzernzwischenlagebericht für das 1. Halbjahr 2023Gesamtaussage des VorstandsIm ersten Halbjahr 2023 setzt PVA TePla den starken
Wachstumskurs erfolgreich fort. Sowohl Umsatz als auch
Ergebnis verzeichnen deutliche Steigerungen im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum. Auftragseingang und Auftragsbestand
sind weiterhin auf einem soliden Niveau.
Unser diversifiziertes Geschäftsmodell hat sich
bewährt, da wir erfolgreich unsere Abhängigkeit
von einzelnen Branchen reduziert haben. Zudem haben wir
gezielte Maßnahmen ergriffen, um den
Herausforderungen des Ukraine-Konflikts, der Energiekrise
und der Inflation zu begegnen. Dabei werden wir die
Entwicklungen auf unseren Beschaffungs- und
Produktionsmärkten genau beobachten und weiterhin
flexibel handeln, um eine nachhaltige Entwicklung
sicherzustellen.
OrganisationsstrukturGegenüber dem vorangegangenen Finanzbericht vom 31.
Dezember 2022 haben sich keine Änderungen in der
Struktur oder im Konsolidierungskreis des Konzerns ergeben.
Vorbemerkung zur BerichterstattungDer vorliegende Zwischenbericht wurde in
Übereinstimmung mit den International Financial
Reporting Standards (IFRS), die vom International
Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht und
von der EU verabschiedet wurden, aufgestellt. Alle Angaben
beziehen sich auf den PVA TePla-Konzern (nachfolgend auch
PVA TePla-Gruppe genannt) mit seinen konsolidierten
Tochtergesellschaften. Margen und Quoten beziehen sich -
sofern im Text nicht anders angegeben - auf den Umsatz. Der
Zwischenbericht wurde weder einer Prüfung im Sinne des
§ 317 HGB noch einer prüferischen Durchsicht
unterzogen.
Forschung und EntwicklungDie Kosten für Forschung und Entwicklung (F&E)
lagen im ersten Halbjahr 2023 bei EUR 4,4 Mio. (H1 2022:
EUR 2,9 Mio.), eine deutliche Steigerung gegenüber dem
Vorjahreszeitraum.
Zu den weit fortgeschrittenen Entwicklungsprojekten
gehört unter anderem die Entwicklung einer Innovativen
Plattform, die den künftigen Anforderungen der
Automatisation in der Industrie gerecht wird und
KI-Lösungen integriert. Zusätzlich führt die
PVA TePla-Gruppe kontinuierlich Produkt- und
Prozessweiterentwicklungen im Rahmen von
Kundenaufträgen durch.
Gesamtwirtschaftliches UmfeldDie weltwirtschaftliche Gesamtlage bleibt im ersten
Halbjahr 2023 weiterhin herausfordernd. Die anhaltend hohen
Inflationsraten reagieren nur langsam auf die
Gegenmaßnahmen der Zentralbanken und belasten den
privaten Konsum und die Investitionsmöglichkeiten der
Unternehmen, was sich in einer Kauf- und
Investitionszurückhaltung in den ersten sechs Monaten
widerspiegelt. Zwar sieht die Europäische Zentralbank
Anzeichen für eine rückkehrende Zuversicht unter
Verbrauchen und Unternehmen, diese liegt jedoch weiterhin
unter dem Niveau vor dem Krieg in der Ukraine. Aufgrund des
fortdauernden Kriegs in der Ukraine halten
Lieferkettenstörungen weiter an. Eine geringere
wirtschaftliche Dynamik in China dämpft zudem die
globalen Wachstumsprognosen:
scrollen
(EZB Wirtschaftsbericht 04/2023, ifo Konjunkturprognose
06/2023, Deutsche Bank Research 19.7.2023)
Entwicklung der BranchenDie Entwicklungen in den einzelnen Branchen:
scrollen
Umsatz- und ErtragslageGeschäftsverlauf KonzernDer Umsatz der PVA TePla-Gruppe stieg in den ersten
sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 auf EUR 126,7
Mio. (H1 2022: EUR 80,1 Mio.), was einem Wachstum von 58 %
entspricht. Beide Geschäftsbereiche trugen zu dieser
positiven Entwicklung bei.
Das Bruttoergebnis vom Umsatz betrug EUR 36,1 Mio., eine
Steigerung von rund EUR 12 Mio. im Vergleich zu den ersten
sechs Monaten des Jahres 2022 (EUR 24,1 Mio.). Die
Bruttomarge lag bei 28,5%, leicht unter dem hohen Niveau
des Vorjahres mit 30,1 %. Dieser Rückgang um 1,6
Prozentpunkte ist auf einen veränderten Produktmix und
gestiegene Material- und Fertigungskosten
zurückzuführen.
Die Vertriebskosten lagen im ersten Halbjahr 2023 mit
EUR 10,0 Mio. leicht über dem Vorjahresniveau (H1
2022: EUR 8,5 Mio. ). Dies ist auf den erfolgreichen Ausbau
der Vertriebsstrukturen und das starke Umsatzwachstum
zurückzuführen, das den Erfolg dieser
Maßnahmen bestätigt. Im Verhältnis zum
Umsatz fiel die Vertriebskostenquote von 10,6 % auf 7,9 %.
Die Allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich um
etwa 42 % von EUR 6,2 Mio. auf EUR 8,8 Mio. Entsprechend
ist die Verwaltungskostenquote von 7,7 % im Vorjahr auf 6,9
% gesunken.
Das operative Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) verdoppelte sich nahezu und
erreichte EUR 17,4 Mio. (H1 2022: EUR 9,5 Mio.), mit einer
EBITDA-Marge von 13,8 % (H1 2022: 11,8 %). Das operative
Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis (EBIT) stieg
ebenfalls deutlich auf EUR 14,0 Mio. an (H1 2022: EUR 7,2
Mio.), mit einer EBIT-Marge von 11,0 % (H1 2022: 9,0 %).
Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen
verbesserte sich im ersten Halbjahr 2023 auf EUR 0,03 Mio.
nach EUR - 0,2 Mio. im Vorjahr. Das Finanzergebnis belief
sich ebenfalls auf EUR - 0,02 Mio., was einer deutlichen
Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr entspricht (H1 2022:
EUR - 1,4 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern betrug in den
ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 EUR 14
Mio. (H1 2022: EUR 5,9 Mio.) und das Ergebnis nach Steuern
EUR 9,4 Mio. (H1 2022: EUR 4,0 Mio.). Die Ertragsteuern
beliefen sich auf EUR 4,6 Mio. (H1 2022: EUR 1,8 Mio.).
Konzernumsatz (1.1. -30.6. in EUR Mio.)Entwicklung in den Segmentenscrollen
Im GB Semiconductor Systems lag der Umsatz im ersten
Halbjahr 2023 mit EUR 89,7 Mio. deutlich über dem
Vergleichszeitraum (EUR 56,8 Mio.). Der Umsatzanstieg wurde
erneut getragen von Lieferung und Fertigungsfortschritt von
Kristallzuchtanlagen für die Halbleiter-Waferindustrie
und einer anhaltend hohen Nachfrage nach
Metrologiesystemen. Das Betriebsergebnis des Segments lag
bei EUR 12,9 Mio. gegenüber EUR 7,1 Mio. im Vorjahr.
Der GB Industrial Systems lag mit einem Umsatz von EUR
37 Mio. ebenfalls deutlich über dem Vorjahreszeitraum
(H1 2022: EUR 23,2 Mio.). Wesentlicher Treiber des
Geschäftsbereichs waren
Hochtemperatur-Wärmebehandlungsanlagen, die in der
Medizintechnik und optischen Industrie Anwendung finden.
Das Betriebsergebnis des Segments lag bei EUR 4,0 Mio.
gegenüber EUR 2,6 Mio. im Vorjahr.
AuftragslageDie Auftragslage verblieb auf hohem Niveau weitestgehend
konstant. In den ersten sechs Monaten des
Geschäftsjahres 2023 lag der Auftragseingang der PVA
TePla-Gruppe bei EUR 104,9 Mio. (H1 2022: EUR 106,4 Mio.).
Die Book-to-Bill-Ratio betrug im ersten Halbjahr 2023 0,83
(H1 2022: 1,33).
Der GB Semiconductor Systems erzielte im ersten Halbjahr
2023 einen Auftragseingang von EUR 75,0 Mio. (H1 2022: EUR
80,0 Mio.). Wesentlichen Anteil an der Entwicklung hatte
der Produktbereich Metrologiesysteme.
Der GB Industrial Systems konnte einen leichten Zugewinn
verzeichnen. Mit EUR 29,9 Mio. lag der Auftragseingang im
ersten Halbjahr 2023 um EUR 3,5 Mio. höher als im
Vergleichszeitraum (H1 2022: EUR 26,4 Mio.). Die
Aufträge betreffen unter anderem Technologien, die in
der optischen Industrie Anwendung finden.
Der Auftragsbestand hat sich im Vergleich zum
Vorjahresstichtag mit insgesamt EUR 298,3 Mio. (30. Juni
2022: EUR 309,3 Mio.) etwas verringert und bildet weiterhin
eine äußerst solide Basis für weiteres
Wachstum.
68 % des Auftragsbestands entfällt auf den GB
Semiconductor Systems, der mit EUR 204,2 Mio. (30. Juni
2022: EUR 237,9 Mio.) in den Büchern steht.
Der GB Industrial Systems hat seinen Anteil am
Auftragsbestand von 23 % auf 32 % erhöht und
verfügt zum 30. Juni 2023 über einen
Auftragsbestand von EUR 94,1 Mio. (30. Juni 2022: EUR 71,3
Mio.).
VermögenslageZum 30. Juni 2023 betrug die Bilanzsumme der PVA
TePla-Gruppe EUR 281,5 Mio., leicht unter dem Wert zum Ende
des Geschäftsjahres 2022 (31. Dezember 2022: EUR 290,3
Mio.).
Die immateriellen Vermögenswerte betrugen zum 30.
Juni 2023 EUR 19,4 Mio. und lagen damit annähernd auf
dem Niveau des Vergleichsstichtags (31. Dezember 2022: EUR
20,5 Mio.). Die Sachanlagen zeigten einen leichten Anstieg
auf EUR 35,4 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 34,0 Mio.). Die
finanziellen Vermögenswerte blieben unverändert
bei EUR 9,0 Mio., verglichen mit dem Jahresende 2022 (31.
Dezember 2022: EUR 9,0 Mio.). Die latenten
Steueransprüche beliefen sich zum 30. Juni 2023 auf
EUR 8,4 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 6,6 Mio.).
Insgesamt erreichten die langfristigen
Vermögenswerte zum 30. Juni 2023 einen Wert von EUR
74,6 Mio. im Vergleich zu EUR 72,7 Mio. zum 31. Dezember
2022. Den Investitionen standen in der ersten
Jahreshälfte 2023 Abschreibungen in Höhe von EUR
3,4 Mio. gegenüber (H1 2022: EUR 2,3 Mio.).
Die kurzfristigen Vermögenswerte der PVA
TePla-Gruppe reduzierten sich zum 30. Juni 2023 leicht auf
EUR 206,9 Mio. im Vergleich zu EUR 217,6 Mio. zum 31.
Dezember 2022. Im Zuge des anhaltend hohen Auftragseingangs
und der Abarbeitung des hohen Auftragsbestandes stiegen die
Vorräte auf EUR 92,1 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 75,0
Mio.). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie
sonstige Forderungen beliefen sich auf EUR 62,1 Mio. (31.
Dezember 2022: EUR 73,6 Mio.). Hingegen sanken die
Vertragsvermögenswerte stichtagsbedingt auf EUR 33,6
Mio. (31. Dezember 2022: EUR 40,5 Mio.).
Der Bestand an Zahlungsmitteln,
Zahlungsmitteläquivalenten und Termingeldern sank
aufgrund der weiteren Verwendung erhaltener
Kundenanzahlungen von EUR 27,2 Mio. (31. Dezember 2022) auf
EUR 17,9 Mio. (30. Juni 2023).
Die langfristigen Schulden der PVA TePla-Gruppe liegen
zum 30. Juni 2023 mit EUR 27,7 Mio. leicht über dem
Niveau des Vorjahres (31. Dezember 2022: EUR 25,6 Mio.).
Die darin enthaltenen Pensionsrückstellungen belaufen
sich auf EUR 11,3 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 11,5 Mio.).
Die kurzfristigen Schulden beliefen sich zum 30. Juni
2023 auf EUR 140,6 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 160,7
Mio.). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
lagen zum 30. Juni 2023 bei EUR 20,2 Mio. (31. Dezember
2022: EUR 18,3 Mio.). Im Zuge des im Vergleich zum Vorjahr
leicht rückläufigen Auftragseingangs sanken die
Vertragsverbindlichkeiten zum 30. Juni 2023 auf EUR 94,2
Mio. (31. Dezember 2022: EUR 113,5 Mio.). Die
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern betrugen zum
30. Juni 2023 EUR 8,0 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 7,3
Mio.), die Ertragssteuerverbindlichkeiten EUR 1,2 Mio. (31.
Dezember 2022: EUR 8,7 Mio.).
Das Eigenkapital der PVA TePla-Gruppe stieg zum 30. Juni
2023 auf EUR 113,2 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 104,1
Mio.), die Eigenkapitalquote erhöhte sich ebenfalls
von 35,9 % (31. Dezember 2022) auf 40,2 %.
FinanzlageDer Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit der
ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2023 lag,
aufgrund der Abarbeitung des hohen Auftragsbestandes und
der damit einhergehenden Verwendung der vereinnahmten
Anzahlungen, bei EUR - 2,1 Mio. (H1 2022: EUR - 9,9 Mio.).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug
im ersten Halbjahr 2023 EUR - 2,9 Mio. im Wesentlichen
aufgrund des Baufortschritts in Wettenberg (H1 2022: EUR -
11,4 Mio.).
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag in
der ersten Jahreshälfte 2023 bei EUR - 3,8 Mio. (H1
2022: EUR - 0,6 Mio.).
Die Nettofinanzposition (Zahlungsmittel,
Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder
abzüglich der kurz- und langfristigen
Finanzverbindlichkeiten) betrug zum 30. Juni 2023 EUR 10,5
Mio. (31. Dezember 2022: EUR 16,4 Mio.).
Wesentliche Ereignisse innerhalb des BerichtzeitraumsAm 17. Januar 2023 teilte die PVA TePla AG mit, dass der
bisherige CEO, Manfred Bender, das Unternehmen zum 30. Juni
2023 aus persönlichen Gründen im besten
Einvernehmen verlassen wird. Herr Bender war seit 2021 bei
der PVA TePla AG tätig und hat einen
maßgeblichen Beitrag zur überaus positiven
Entwicklung des Unternehmens geleistet.
Seit dem 1. Juli 2023 hat CFO Jalin Ketter die Position
der Sprecherin des Vorstands übernommen. Frau Ketter
kam im Jahr 2015 zur PVA TePla AG und leitete zunächst
als examinierte Wirtschaftsprüferin das Finanzwesen.
Im Juni 2020 wurde sie in den Vorstand der
Unternehmensgruppe berufen. Als Finanzvorständin hat
Jalin Ketter maßgeblich zur erfolgreichen
Weiterentwicklung des Technologieunternehmens beigetragen
und die Modernisierung vorangetrieben. Ihre
Vertragsverlängerung bis Mitte 2028 unterstreicht ihre
Kontinuität und ihr Engagement für die
langfristige Entwicklung von PVA TePla.
Neben dem bisherigen CEO Manfred Bender ist auch CTO Dr.
Andreas Mühe plangemäß mit Vertragsende zum
30. Juni 2023 bei PVA TePla ausgeschieden.
Mit der vorgeschlagenen Erweiterung des Aufsichtsrats
von bisher drei auf nun vier Personen wurde auf der
Hauptversammlung 2023 ein weiterer wichtiger Schritt zur
Stärkung der Corporate Governance des Unternehmens
vollzogen. Dr. Myriam Jahn, 54 J., wurde von den
Aktionärinnen und Aktionären als neues und
zusätzliches Mitglied des Aufsichtsrats gewählt.
Sie verstärkt das Gremium als ausgewiesene
Branchen-Expertin in der Halbleiterindustrie und bringt
umfassendes Knowhow in den Bereichen Digitalisierung und
Automatisierung mit.
MitarbeiterZum 30. Juni 2023 beschäftigte die PVA TePla-Gruppe
723 Mitarbeiter (30. Juni 2022: 598 Mitarbeiter).
Chancen-, Risiko- und PrognoseberichtBewertung der GesamtrisikosituationIm Berichtszeitraum sind keine weiteren Risiken und
Chancen identifiziert worden, die über die Risiken und
Chancen hinausgehen, die im Geschäftsbericht sowie in
dem darin enthaltenen Nachtragsbericht für das
Geschäftsjahr 2022 dargestellt sind. Weitere Risiken
und Chancen, die derzeit nicht bekannt sind oder die
gegenwärtig als unwesentlich eingeschätzt werden,
könnten ebenfalls die Geschäftstätigkeiten
der PVA TePla-Gruppe beeinflussen. Gegenwärtig wurden
keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in
Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des
Unternehmens gefährden könnten.
PrognoseDas Unternehmen profitiert weiterhin von verschiedenen
Megatrends, insbesondere der steigenden Nachfrage nach
Halbleitern und Leistungselektronik in der
Elektromobilität, erneuerbaren Energien und dem
allgemeinen Trend zur Digitalisierung, die die Entwicklung
neuer Materialien und Technologien zur Voraussetzung haben.
Durch die Kombination innovativer Technologie, effizienter
Fertigungskapazitäten und einem starken
Vertriebsnetzwerk ist PVA TePla zuversichtlich, das volle
Marktpotenzial optimal nutzen zu können.
Besonders großes Wachstumspotenzial sehen wir auch
im Bereich der Qualitätsinspektion, die nicht nur der
Kostenreduktion nachlaufender Prozessschritte dient,
sondern auch die Optimierung und Effizienzsteigerung vor-
und nachgelagerter Prozessschritte unserer Kunden
ermöglicht. Ebenfalls innovative Materialien wie u. a.
Siliziumkarbid, das aufgrund seiner hervorragenden
Eigenschaften als Halbleitermaterial eine vielversprechende
Alternative zu herkömmlich genutzten Materialien
darstellt, stellen weiteres Potenzial dar. Deshalb
investieren wir hier gezielt in die Forschung und
Entwicklung sowie in den Ausbau unserer
Fertigungskapazitäten.
Angesichts der vorhandenen Projektstruktur im
Auftragsbestand bleibt die Prognose zu den Umsatz- und
Ergebniszahlen für das laufende Geschäftsjahr
unverändert. Für das Geschäftsjahr 2023
erwartet der Vorstand weiterhin einen Umsatz in der
Bandbreite von EUR 240-260 Mio. und ein operatives Ergebnis
vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwischen
EUR 36 und 40 Mio.
Wettenberg, im Juli 2023
KonzernzwischenabschlussVerkürzte Konzernbilanz zum 30. Juni 2023scrollen
Verkürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung1. Januar - 30. Juni 2023scrollen
Verkürzte Konzern-Gesamtergebnisrechnung1. Januar - 30. Juni 2023scrollen
Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung1. Januar - 30. Juni 2023scrollen
Verkürzte Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung1. Januar - 30. Juni 2023scrollen
Verkürzter Konzernanhang für den Konzernhalbjahresabschluss 2023A. Grundlagen des verkürzten Konzernzwischenabschlusses1. Berichterstattendes UnternehmenDie PVA TePla AG, Wettenberg ("PVA TePla AG") ist eine
Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz "Im
Westpark 10 - 12" in 35435 Wettenberg, Deutschland. Die
Gesellschaft ist im Handelsregister am Amtsgericht
Gießen unter der Nummer HRB 6845 registriert. Die
Aktien der PVA TePla AG sind im Prime Standard an der
Frankfurter Wertpapierbörse notiert (ISIN:
DE0007461006).
Die PVA TePla AG sowie die von ihr beherrschten
Tochterunternehmen ("PVA TePla-Gruppe") produzieren
für Ihre Kunden Anlagen, welche zur Erzeugung und
Bearbeitung hochwertiger Werkstoffe eingesetzt werden
können. Beispielsweise wird die Herstellung von Wafern
in der Halbleiterindustrie ermöglicht. Die
internationale Geschäftstätigkeit der PVA
TePla-Gruppe erstreckt sich auf die Standorte in
Deutschland, Italien, Frankreich, den USA, China, Taiwan,
Singapur und Südkorea. Dabei kann eine Aufteilung der
Geschäftsaktivitäten in die beiden
Geschäftsbereiche Industrial Systems und Semiconductor
Systems vorgenommen werden.
2. Grundsätze der RechnungslegungDer verkürzte Konzernzwischenabschluss der PVA
TePla-Gruppe bezieht sich auf die Berichtsperiode vom 1.
Januar 2023 bis zum 30. Juni 2023
("Konzernhalbjahresabschluss") nach § 117 in
Verbindung mit §§ 114, 115 WpHG. Der
Konzernzwischenabschluss wurde sowohl in
Übereinstimmung mit den International Financial
Reporting Standards (IFRS) als auch dem § 53 der
Börsenordnung für die Frankfurter
Wertpapierbörse erstellt. Alle für das
Geschäftsjahr 2023 vom International Accounting
Standards Board (IASB) veröffentlichten und
verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen
wurden angewendet, sofern sie von der Europäischen
Union genehmigt sind. Der Konzernzwischenabschluss
entspricht den Anforderungen von IAS 34 und wurde von einem
Wirtschaftsprüfer weder geprüft noch einer
prüferischen Durchsicht unterzogen.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss basiert auf dem
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022. In Einklang mit IAS
34 ist im Vergleich zum Konzernabschluss ein
verkürzter Berichtsumfang gewählt worden. Er
enthält nicht alle Informationen, die für einen
vollständigen Konzernabschluss zum Ende eines
Geschäftsjahres erforderlich sind. Die Erstellung
erfolgte unter Anwendung der für den Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2022 geltenden Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden. Berücksichtigt wurden alle
laufenden Geschäftsvorfälle und Abgrenzungen, die
nach Ansicht des Managements notwendig sind, um eine den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechende
Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der
Zwischenergebnisse zu gewährleisten. Ertragsteuern
wurden im Wege einer bestmöglichen Schätzung
ermittelt. Die Ergebnisse der Zwischenberichtsperiode
ermöglichen keine verbindliche Aussage über die
Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs.
Im vorliegenden verkürzten Konzernanhang werden vor
allem Angaben zu den Posten gemacht, bei denen sich
wesentliche Änderungen im Vergleich zu dem
Konzernabschluss der PVA TePla-Gruppe für das
Geschäftsjahr 2022 ergeben haben.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde in Euro
(EUR) aufgestellt. Alle Beträge sind in Tausend Euro
(TEUR) angegeben, sofern nicht auf Abweichungen explizit
hingewiesen wird. Aus rechentechnischen Gründen
können in diesem Zwischenbericht dargestellten
Informationen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/-
einer Einheit (€, % usw.) auftreten.
Der Konzernhalbjahresabschluss für die zum 30. Juni
2023 endende Berichtsperiode wurde am 28. Juli 2023 vom
Vorstand der PVA TePla AG zur Veröffentlichung
freigegeben.
B. Änderungen der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie im Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2023 der
PVA TePla-Gruppe angewendeten Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Konzernabschluss
für das Geschäftsjahr 2022 grundsätzlich
unverändert.
C. Änderungen des KonsolidierungskreisesIn den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2023 wird
die PVA TePla AG sowie ihre Tochterunternehmen, über
die Beherrschung ausgeübt werden, ("PVA TePla-Gruppe")
einbezogen.
Mit Wirkung zum 18. Januar 2022 (Zeitpunkt der
Gründung) wurde die PVA TePla Korea LLC (Yuhan Hoesa)
als Vertriebs- und Servicestandort im Konzernabschluss
einbezogen. Die PVA TePla AG hält 100 % der Anteile.
Im Vergleich zum Konzernabschluss der PVA Gruppe zum 31.
Dezember 2022 gab es im Konsolidierungskreis zum 30. Juni
2023 keine weiteren Veränderungen.
D. Ermessensentscheidungen des Managements sowie SchätzunsicherheitenIm Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2023
müssen in einem begrenzten Umfang Schätzungen
vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese haben
Auswirkungen auf die Höhe und den Ausweis der
bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der
Erträge und Aufwendungen sowie die
Eventualverbindlichkeiten. Die Schätzungen und
Ermessensentscheidungen sind grundsätzlich
unverändert zu den im Konzernabschluss beschriebenen
Sachverhalten der PVA TePla-Gruppe für das
Geschäftsjahr 2022. Hiervon abweichende Entwicklungen
können dazu führen, dass die sich einstellenden
Beträge von den ursprünglichen Schätzwerten
abweichen. Diese möglichen Entwicklungen liegen
außerhalb des Einflussbereichs des Managements.
E. Ausgewählte Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung1. UmsatzerlöseUmsatzaufgliederung nach Tätigkeitsbereichenscrollen
Umsatzaufgliederung nach dem Zeitpunkt der Leistungserbringungscrollen
Für weitere Umsatzaufgliederungen wird auf die
Segmentberichterstattung in Textziffer 7. verwiesen.
2. Ertragsteuernscrollen
Die Ertragsteuern für den laufenden
Berichtszeitraum wurden auf Grundlage der erwarteten
Ertragsteuerquote für das Gesamtjahr ermittelt. Der
ausgewiesene Steueraufwand für die ersten sechs Monate
des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von - 4.590 TEUR
(HJ 2022: - 1.833 TEUR) führt zu einer Steuerquote von
32,9 % (HJ 2022: 31,3 %).
3. Ergebnis je Aktiescrollen
F. Ausgewählte Erläuterungen zur Konzernbilanz4. Vorrätescrollen
5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Vertragsvermögenswertescrollen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind
nicht verzinslich und weisen in der Regel eine
Fälligkeit von 30 bis 90 Tagen auf.
scrollen
6. Vertragsverbindlichkeitenscrollen
scrollen
G. Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-EigenkapitalveränderungsrechnungZum 30. Juni 2023 ist das gezeichnete Kapital der PVA
TePla AG unverändert im Vergleich zum 31. Dezember
2022 in 21.749.988 nennwertlose Stückaktien mit einem
rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 EUR
eingeteilt.
Um der Gesellschaft eine kurzfristige und flexible
Unternehmensfinanzierung zu ermöglichen, wurde der
Vorstand durch entsprechende Beschlüsse der
Hauptversammlung vom 23. Juni 2022 ermächtigt, bis zum
22. Juni 2027
scrollen
Die Dividendenausschüttung der PVA TePla AG richtet
sich nach dem handelsrechtlichen Jahresabschluss der PVA
TePla AG. Für das Geschäftsjahr 2022 hat die
ordentliche Hauptversammlung vom 28. Juni 2023 keine
Ausschüttung beschlossen.
H. Sonstige Erläuterungen7. SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung folgt gemäß IFRS
8 dem Managementansatz (sog. "Management Approach"). Die
Allokation der Ressourcen und die Beurteilung der
Ertragskraft der PVA TePla-Gruppe durch das Management
erfolgt unverändert zum Geschäftsjahr 2022
basierend auf dem internen Organisations- und
Managementberichtswesen für die beiden
Geschäftsbereiche Industrial Systems und Semiconductor
Systems.
Umsatzaufgliederung nach Geschäftsbereichenscrollen
Betriebsergebnis (EBIT) nach Geschäftsbereichen ("Segmentergebnis")scrollen
Überleitung Segmentergebnis auf das Ergebnis nach Steuernscrollen
Umsatzaufgliederung nach Regionenscrollen
8. Finanzinstrumente: Angaben zum beizulegenden ZeitwertDie beizulegenden Zeitwerte der finanziellen
Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten
entsprechen zum 30. Juni 2023 im Wesentlichen den
angesetzten Buchwerten.
Nachfolgend werden die Buchwerte (= Zeitwerte) nach
Klassen für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerte respektive finanziellen
Verbindlichkeiten dargestellt:
scrollen
Für die bei der PVA TePla-Gruppe zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente wurden die
beizulegende Zeitwerte für Geldanlagen (Fonds) auf
Basis beobachtbarer Marktpreise und für
Devisentermingeschäfte wie auch für
Zinssicherungsgeschäfte auf Basis abgezinster,
zukünftig erwarteter Cash-Flows ermittelt. Dabei
wurden die für die Restlaufzeiten der
Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze verwendet.
Das Nettoergebnis für die erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Höhe von
+0,1 Mio. EUR (HJ 2022: -1,7 Mio. €) setzt sich aus
Marktwertveränderungen von Geldanlagen und derivativer
Sicherungsinstrumente zusammen.
9. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Aussagen zu den im Konzernabschluss der PVA
TePla-Gruppe für das Geschäftsjahr 2022
beschriebenen Eventualverbindlichkeiten und sonstigen
finanziellen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen
unverändert.
10. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDer Kreis der zur PVA TePla AG oder zu
Konzernunternehmen nahestehenden Unternehmen und Personen
wird durch IAS 24 bestimmt. Zwischen dem 1. Januar 2023 und
dem 30. Juni 2023 gab es keine Veränderungen im
Vorstand oder Aufsichtsrat.
Der Umfang der Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen
und Personen hat sich im Vergleich zum Konzernabschluss des
Geschäftsjahres 2022 nicht verändert.
Transaktionen mit nahestehenden Parteien betreffen mit
Blick auf die PVA TePla-Gruppe die
Geschäftsvorfälle mit den in den Konzernabschluss
einbezogenen Unternehmen. Alle konzerninternen
Transaktionen werden zu marktüblichen Konditionen
abgewickelt und im Rahmen der Erstellung des
Konzernabschlusses vollständig eliminiert. Insofern
ergeben sich diesbezüglich keine Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der PVA
TePla-Gruppe.
Mitglieder des AufsichtsratsMit der vorgeschlagenen Erweiterung des Aufsichtsrats
von bisher drei auf nun vier Personen wurde auf der
Hauptversammlung 2023 ein weiterer wichtiger Schritt zur
Stärkung der Corporate Governance des Unternehmens
vollzogen. Dr. Myriam Jahn, 54 J., wurde von den
Aktionärinnen und Aktionären als neues und
zusätzliches Mitglied des Aufsichtsrats gewählt.
Sie verstärkt das Gremium als ausgewiesene
Branchen-Expertin in der Halbleiterindustrie und bringt
umfassendes Knowhow in den Bereichen Digitalisierung und
Automatisierung mit.
11. Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023Dem Vorschlag des Aufsichtsrats wurde auf der
Hauptversammlung am 28. Juni 2023 gefolgt. Die BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main,
Deutschland, ist zum Abschlussprüfer und
Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 gewählt
worden.
12. Wesentliche Ereignisse nach dem StichtagIm Zeitraum nach dem 30. Juni 2023 und vor der Freigabe
des Konzernhalbjahresabschlusses haben sich keine
wesentlichen Änderungen hinsichtlich der
Unternehmenssituation sowie in unserem Branchenumfeld
ergeben, die eine wesentliche Auswirkung auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 30. Juni 2023
haben könnten. Darüber hinaus sind derzeit keine
größeren Veränderungen in der Struktur,
Verwaltung oder Rechtsform der Gruppe oder im
Personalbereich vorgesehen.
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Halbjahresfinanzberichterstattung der
Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Wettenberg, 3. August 2023
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