SimPlan AGHanauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA scrollen
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GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022scrollen
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022A. Allgemeine Angaben Die Firma SimPlan AG mit Sitz in 63452 Hanau ist unter der Registernummer HRB 6845 beim Amtsgericht Hanau registriert. Die Gesellschaft hält ein Grundkapital in Höhe von € 129.000,00. Das Grundkapital ist eingeteilt in 129.000 nennwertlose Stückaktien zu je € 1,00. Davon sind 8.665 Stück (6,72%, Euro 8.665,00) erworbene eigene Anteile. Die Aktien lauten auf den Namen. Sie dürfen nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden. Die Zustimmung erteilt der Vorstand. Besondere Rechte wie Anteile ohne Stimmrecht, Vorzugsaktien, Mehrstimmrechtsaktien, Schuldverschreibung oder Genussrechte wurden nicht gewährt. Der Erwerb der eigenen Anteile erfolgte nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG in Tranchen bis Mai 2012. Der Jahresabschluss der SimPlan AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und der ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes aufgestellt. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde weitgehend der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen, ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung wurde nach § 158 Abs. 1 AktG ergänzt. B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen 0 - 5 Jahre. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen 1 - 13 Jahre. Geringwertige Anlagengüter mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird in Anspruch genommen. Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten sowie den Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist. Ist der beizulegende Wert zum Bilanzstichtag niedriger, wird dies durch entsprechende Abschreibungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und der Zinsverluste wird eine pauschale Wertberichtigung der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Flüssige Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag, der nach kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechende Abzinsungen vorgenommen. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Empfangene Zuschüsse werden in der Periode ertragswirksam berücksichtigt, in welcher der entsprechende Aufwand entstanden ist. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs unter Anwendung von § 256a HGB umgerechnet. C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im anhängenden Anlagenspiegel dargestellt. Finanzanlagen Der Anteilsbesitz ergibt sich wie folgt: scrollen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen überwiegend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEuro 42. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn enthält zum Bilanzstichtag einen Gewinnvortrag in Höhe von TEuro 5.177 sowie den Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres (TEuro 1.250). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. D. Sonstige Angaben Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bis längstens 2027 bestehen in Höhe von Euro 0,6 Mio. im Wesentlichen aus mehrjährigen Mietverträgen für Geschäftsräume aus denen jährliche Liquiditätsabflüsse resultieren. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern das Objekt nicht mehr vollständig genutzt werden könnte, wozu es derzeit keine Anhaltspunkte gibt. Des Weiteren bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von Euro 0,2 Mio. aus geschäftsüblichen (mehrjährigen) Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen über Betriebs- und Geschäftsausstattung, die aus den jährlichen Liquiditätszuflüssen beglichen werden. Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 61 Arbeitnehmer, davon 9 leitende Angestellte sowie 52 weitere Angestellte. Daneben wurden im Durchschnitt drei Auszubildende beschäftigt. Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Vorstand: scrollen
Aufsichtsrat: scrollen
Die Vergütung für den Aufsichtsrat betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEuro 11. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, eine Ausschüttung in Höhe von Euro 773.754,05 vorzunehmen. Diese setzt sich aus einer Ausschüttung von Euro 624.538,65 (Euro 5,19 pro Aktie) für das abgelaufene Geschäftsjahr 2022 sowie einer zusätzlichen Ausschüttung von Euro 149.215,40 (Euro 1,24 pro Aktie) für das Jahr 2020 zusammen. Nachtragsbericht Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, liegen nicht vor.
Hanau, 04. April 2023 gez. Prof. Dr. Spieckermann gez. Dr. Burges gez. Dr. Kestenbaum Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat: 17. April 2023 Ergebnisverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2023: scrollen
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LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20221. Grundlagen und Steuerung des Unternehmens 1.1 Organisation und Unternehmensbereiche Die SimPlan AG ("SimPlan") bietet als operativ tätige Gesellschaft selbst sowie mit ihren Tochterunternehmen umfangreiche Leistungen im Bereich der Materialflusssimulation und des Wertstrommanagements an. Dazu gehören neben der Durchführung von Projekten auch der Verkauf und die Entwicklung der entsprechenden Simulationssoftware sowie die Weiterentwicklung von Simulationsmodellen zu Digitalen Zwillingen. Darüber hinaus gibt es einen starken Tätigkeitsschwerpunkt im Bereich Forschung und Entwicklung rund um diese Themengebiete. Das Geschäftsmodell der SimPlan AG basiert auf drei Säulen: der beratungsnahen Dienstleistung im Kontext von Simulationsprojekten und Digitalen Zwillingen, der Erstellung von Wertstrommanagement- und Simulationssoftware einschließlich zugehöriger Add-Ons (Softwareergänzungen) sowie dem Vertrieb von Simulationssoftwarepaketen dritter (gruppenfremder) Softwareunternehmen. Die SimPlan AG hat ihren Hauptsitz in Hanau, Deutschland. Sie ist in Deutschland an sechs weiteren Standorten mit Betriebsstätten sowie an zwei weiteren Standorten mit Tochtergesellschaften vertreten. Es gibt Partnerunternehmen in Österreich und in China. Die Kunden der SimPlan AG sind große und mittlere Unternehmen aus verschiedenen Industrien. Die meisten der Kunden sind den Industrien Fahrzeughersteller, (Automobil-) Zulieferer sowie Maschinen- und Anlagenbau mit dem Schwerpunkt Intralogistik zuzuordnen. Darüber hinaus gibt es Kunden unter anderem in der Chemieindustrie, im Handel, im Schiffbau sowie in Verkehr und Luftfahrt. 1.2 Beteiligungen und Kooperationen Die SimPlan AG hat vier Unternehmensbeteiligungen, alle mit Firmensitz in Deutschland. Die SimPlan Integrations GmbH ist ein verbundenes Unternehmen mit Sitz in Witten. Das Geschäftsmodell entspricht dem der SimPlan AG, wobei der Tätigkeitsschwerpunkt stärker im Bereich intralogistischer Anwendungen liegt. Mit der Flexineers GmbH, Hanau, ist die Unternehmensgruppe in der Lage, ihre hochqualifizierten Mitarbeiter dem Markt auch im Wege der Arbeitnehmerüberlassung zur Verfügung zu stellen. Die SimPlan Systems GmbH, Hanau, ist auf die Implementierung von IT-Systemen in den Bereichen Produktions- und Logistikfeinplanung sowie mathematischer Optimierung spezialisiert. Die induSim GmbH in Langenau bietet Simulationsdienstleistungen, -schulungen und -software rund um die Produktentwicklung und Konstruktion an. Der chinesische Markt wird über eine enge Kooperation mit der CPS SimPlan Consulting Co. Ltd., Shanghai, bedient. In Österreich gibt es eine Zusammenarbeit mit SimPlan Optimizations, die an den Standorten Wien und Neufelden das gesamte Leistungsspektrum der SimPlan AG anbietet. 1.3 Forschung und Entwicklung SimPlan ist ein gefragter Partner in Forschungsprojekten, die sich mit Themen wie Simulation, Digitaler Zwilling oder virtuelle Inbetriebnahme befassen. Einen Schwerpunkt der Aktivitäten hat im Jahr 2022 die Verknüpfung von Simulation und Künstlicher Intelligenz (KI) gebildet. So konnte SimPlan im September 2022 beispielsweise das vom Hessischen Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung geförderte Vorhaben AI-Mod abschließen, das Kl-Verfahren zur Unterstützung der Wertstrommodellierung erarbeitet hat. Die enge Vernetzung von SimPlan mit vielen Forschungsinstituten und Hochschulen einerseits und mit der Automobil- und Automobilzulieferindustrie andererseits, hat dazu geführt, dass drei weitere Projektbeteiligungen im Rahmen des Förderprogramms "Zukunftsinvestitionen in der Fahrzeugindustrie" gewonnen werden konnten. Das Programm wurde als Bestandteil der Corona-Konjunkturmaßnahmen im Jahr 2020 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) aufgelegt. Die Schwerpunkte der Projekte mit SimPlan-Beteiligung reichen dabei von Digitalen Zwillingen für Batteriedemontagesysteme über die Digitalisierung von Lieferketten und Wertströmen bei Omnibussen bis zur Standardisierung des automobilen Engineering-Prozesses insgesamt. Ein weiteres auf europäischer Ebene eingeworbenes Vorhaben mit der Bezeichnung FlexIndustries erlaubt das vertiefte Arbeiten an der Verknüpfung von Logistiksimulationen mit Nachhaltigkeitsaspekten. Insgesamt war SimPlan im Jahr 2022 in 16 Forschungsvorhaben aktiv mit Projektförderungen auf regionaler Ebene (Länder Sachsen, Hessen und Bayern), durch Bundesministerien (BMBF, BMWK, BLE) sowie auf europäischer Ebene. Dabei werden je nach Bedarf und Themenschwerpunkten unterschiedliche Mitarbeiter aus dem gesamten Unternehmen eingesetzt. Der Fokus liegt bei den Mitarbeitern aus dem Bereich der Softwareentwicklung. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand entspricht in etwa dem Vorjahr. Die F&E-Aktivitäten von SimPlan haben dabei unverändert zwei Stoßrichtungen. Erster Schwerpunkt ist die Erprobung und Entwicklung von Digitalisierungsansätzrn für Branchen, in denen Simulation und virtuelle Inbetriebnahme bislang keine große Rolle spielen. Auf diese Art und Weise wird z. B. an der Erschließung von Märkten wie Verkehr oder regenerativer Energien gearbeitet. Der zweite Schwerpunkt ist die Entwicklung neuartiger Softwarelösungen rund um Digitalisierung und Simulation. So sind die SimPlan-Produkte SimAssist und SimVSM auf Beteiligungen an Forschungsprojekten zurückzuführen. In aktuellen Vorhaben werden die Anwendungen auf zukünftige Herausforderungen wie Cloud-basierte Simulation, Simulation-as-a-Service, Modellierung von Abläufen in der Kreislaufwirtschaft, Integration von maschinellen Lernverfahren und vieles mehr vorbereitet. 1.4 Unternehmenssteuerung Die für die Unternehmenssteuerung bedeutsamen Leistungsindikatoren sind das Angebots- und Auftragsvolumen, die Roherlöse sowie das Jahresergebnis. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Aufgrund der einleitend beschriebenen Kundenstruktur der SimPlan AG ist neben dem deutschen Wirtschaftswachstum auch die Entwicklung des Weltwirtschaftswachstums sowie des Wachstums in der Eurozone für die Gesellschaft von Bedeutung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 stand die Weltwirtschaft einerseits im Zeichen der ausklingenden globalen Corona-Pandemie und damit einhergehender Spannungen in den weltweiten Lieferketten. Andererseits hat sich der Krieg in der Ukraine zusammen mit den darauf zurückzuführenden Veränderungen der Rohstoffpreise massiv auf die internationalen Märkte ausgewirkt. Das weltweite reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist um 3,2% gestiegen nach einem Anstieg von 6,2% im Vorjahr. In der Eurozone lag das Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes bei 3,5% (Vorjahr: 5,2%). Das Plus in Deutschland lag mit 1,8% (Vorjahr: 2,6%) unter dem Durchschnitt der Eurozone (Quellen: BMWK, IWF, OECD). Kennzeichnend für die wirtschaftliche Entwicklung war der hohe Preisanstieg mit einer Jahresrate von 7,9% für das Jahr 2022 in Deutschland sowie die Zinserhöhungen der Notenbanken weltweit. In der für SimPlan besonders relevanten deutschen Industrie war die Entwicklung im Jahr 2022 eher verhalten. Die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe ohne Bau und Energie nahm im Vergleich zum Vorjahr um 0,2% zu. Die Bruttoanlageinvestitionen sind preisbereinigt um 0,2% gestiegen 1,2. Insgesamt ist die Entwicklung der Gesellschaft vor dem Hintergrund der verhaltenen Konjunkturentwicklung in der Industrie einerseits und der durch den anhaltenden Preisanstieg geprägten Situation (deutlicher Inflationsanstieg) andererseits einzuordnen. Unter diesen Rahmenbedingungen ist der Umsatz der SimPlan AG im Jahr 2022 nominell deutlich angestiegen. Für das Jahr 2023 hat die EU-Kommission im Februar ein Wachstum von 0,9% für die EU-Wirtschaft prognostiziert 3. Das IfW Kiel geht für die deutsche Wirtschaft von einem Wachstum des BIP um 0,5% und für die Eurozone von 1,1% im Jahr 2023 aus 4. 2.2 Lage des Unternehmens 2.2.1 Geschäftsverlauf und Ertragslage Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft hat sich im Jahr 2022 gut entwickelt. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 6,1% auf T€ 10.675 (2021: T€ 10.056) angestiegen. Mit 7,8% (von T€ 2.069 auf T€ 1.907) ist der Wareneinkauf (Materialaufwand) gegenläufig zum Gesamtgeschäft gesunken. Der Jahresüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr leicht von T€ 1.325 auf T€ 1.250 und damit um 5,7% zurückgegangen. Insbesondere aufgrund des über der Vorjahresprognose liegenden Umsatzanstieges übersteigt auch der Jahresüberschuss den Prognosewert. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) inklusive der Beteiligungserträge beträgt T€ 1.713 (2021: T€ 1.696). Damit ergibt sich eine EBIT-Marge von 16,0% (2021: 16,8%). Im Ergebnis des Vorjahres war ein Einmaleffekt aus dem Verkauf einer Beteiligung (Buchgewinn: € 0,2 Mio.) sowie eine mit diesem Verkauf im Zusammenhang stehende außerplanmäßige Ergebnisausschüttung von T€ 100 enthalten. Bereinigt um diesen Sondereinfluss hätte das EBIT des Vorjahres T€ 1.389 bei einer bereinigten EBIT-Marge von 13,8% betragen. Insbesondere vor diesem Hintergrund stuft der Vorstand das Ergebnis des Jahres 2022 als zufriedenstellend ein. Die gegenüber dem Vorjahr gestiegene Belastung mit Ertragsteuern von T€ 465 gegenüber T€ 370 hängt mit dem gesunkenen Anteil von steuerfreien Beteiligungserträgen am Gesamtergebnis zusammen. Gedämpft wurde das Ergebnis dadurch, dass im Jahr 2022 die Reise- und Marketingkosten gegenüber dem pandemiegeprägten Vorjahr deutlich angestiegen sind und fast wieder das Niveau des Vor-Corona Jahres 2019 erreicht haben. Einen weiteren Beitrag dazu haben Aufwendungen zur Überarbeitung des SimPlan CD (Corporate Design) sowie eine Jubiläumsveranstaltung anlässlich des dreißigjährigen Bestehens des Unternehmens geleistet. Der seit mehreren Jahren rückläufige Umsatzanteil der Fahrzeughersteller war im Jahr 2022 in etwa stabil (20% im Jahr 2022 nach 21% im Jahr 2021). Der größte industrielle Einzelkunde gemessen an den Auftragseingängen des Jahres 2022 war kein Automobilunternehmen, sondern ein Systemintegrator aus dem Intralogistikbereich. Sein Umsatzanteil lag bei ca. 5%. Der Anteil von Forschungsprojekten am gesamten Vertragsvolumen ist auf rund 18% (2021: 12%) gestiegen. Bei der Leistungserbringung ist der Anteil der Erlöse aus Forschungsprojekten von 8,6% in 2021 auf 11,2% gestiegen. Positiv zu bewerten ist, dass sich der Auftragseingang auf zahlreiche Kunden und Branchen verteilt. Die Abnahme der Materialaufwendungen (inklusive bezogene Leistungen) von T€ 2.069 in 2021 auf T€ 1.907 in 2022 ist im Wesentlichen auf eine Verminderung des Absatzes von Simulationssoftwarepaketen, die von Drittanbietern bezogen werden, zurückzuführen. Das hoch qualifizierte Mitarbeiterteam bildet die entscheidende Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg von SimPlan. Die durchschnittliche Anzahl der festangestellten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben. Die Personalaufwendungen sind um 6,7% von T€ 5.609 in 2021 auf T€ 5.988 in 2022 gestiegen. Ursächlich dafür waren einerseits höhere variable Vergütungsbestandteile sowie eine allen Mitarbeitern gewährte Inflationsausgleichsprämie unter teilweiser Inanspruchnahme des gesetzlichen Höchstbetrages. Relativ zum Umsatz sind die Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen (2022: 56,1%; 2021: 55,8%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 18% gestiegen (2022: T€ 1.418; 2021: T€ 1,202). Dazu beigetragen haben u.a. deutlich gestiegene Kosten für Fortbildung (2022: T€ 65; 2021: T€ 25), Werbe- und Reisekosten (2022: T€ 328; 2021: T€ 125) aufgrund der weitgehenden Rücknahme der Corona-Beschränkungen sowie die erhöhten Kosten für die Wartung des ERP-Systems und der eigengenutzten Simulationssoftware (2022: T€ 177; 2021: T€ 158). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen liegen mit T€ 125 in 2022 um 6% unterhalb des Vorjahreswertes von T€ 133. Gründe sind u. a. das Auslaufen von Abschreibungen auf in Vorjahren angeschaffte Softwarelizenzen sowie die Nutzung von Leasing anstelle des Kaufs von Firmenfahrzeugen bei anstehenden Ersatzbeschaffungen. Der Grund für den letztgenannten Schritt ist die Unsicherheit bei der Entwicklung von Fahrzeugrestwerten aufgrund der Veränderungen bei Antriebssystemen (Verbrenner, batterieelektrischer Antrieb, hybride Antriebe). Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 211 (2021: T€ 373) handelt es sich wie in den Vorjahren zu einem großen Teil um verrechnete Sachbezüge für die Nutzung von Dienstwagen und Bahncards von Mitarbeitern (2022: T€ 161; 2021: 149 T€) und um Buchgewinne aus der Veräußerung von Anlagen (Fahrzeuge, IT-Ausrüstung o.ä.). Im Vorjahr war als Sondereinfluss ein Gewinn von T€ 199 aus der Veräußerung einer Beteiligung enthalten. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis (2022: T€ 222; 2021: T€ 305) beinhaltet im Wesentlichen die Gewinnausschüttungen von verbundenen Unternehmen sowie von Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist zum überwiegenden Teil auf den Entfall einer Sonderausschüttung von T€ 100 zurückzuführen, die im Zusammenhang mit der Trennung von einer Beteiligung im Jahr 2021 stand. 2.2.2 Finanzlage Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von T€ 7.317 (2021: T€ 6.330). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Abschlussstichtag nicht. Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht verzinslich und haben kurzfristige Restlaufzeiten. Das Fremdkapital (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) beträgt zum 31.12.2022 insgesamt T€ 2.027 (2021: T€ 1.462), In diesem Anstieg spiegeln sich u. a. höhere Steuerrückstellungen (2022: T€ 116; 2021: T€ 21), gestiegene Rückstellungen im Personalbereich für ausstehende variable Vergütungen und für Urlaube (2022: T€ 441; 2021: T€ 298) wieder. Ferner enthalten sind gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (2022: T€ 153; 2021: T€ 35), was damit zusammenhängt, dass aufgrund der entfallenen Negativverzinsung von Guthaben Lieferantenrechnungen nicht mehr unmittelbar nach Erhalt, sondern gemäß der angegebenen Zahlungsfristen beglichen werden, sowie die gestiegenen sonstigen Verbindlichkeiten (2022: T€ 1.077; 2021: T€ 912). Der Cash flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (in Anlehnung an DRS 21) beträgt € 1,9 Mio. (2021: € 1,9 Mio.). Ursächlich hierfür sind insbesondere die positiven Jahresergebnisse. Der Cash flow aus der Investitionstätigkeit beträgt € -0,1 Mio. (2021: € 0,1 Mio.). Ursächlich für den höheren Kapitalbedarf waren etwas höhere Investitionen in Sachanlagen sowie niedrigere Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzanlagen. Der Cash flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt € -0,8 Mio. (2021: € -0,3 Mio.) und enthält Ausschüttungen an die Aktionäre. Insgesamt hat sich die Zunahme der Liquiditätsbestände gegenüber den beiden Pandemie-Jahren 2020 und 2021 etwas verlangsamt. Das ist darauf zurückzuführen, dass bei der Dividendenzahlung zur langjährigen Praxis der Ausschüttung von 50% des Jahresüberschusses zurückgekehrt wurde (T€ 662). Zusätzlich wurde eine Nachzahlung auf die im Jahr 2020 deutlich gekürzte Dividende vorgenommen (T€ 185). Die im Geschäftsjahr 2022 liquiditätswirksamen Gewinnausschüttungen beliefen sich somit auf insgesamt T€ 847 (2021: T€ 301). Gleichwohl behält die Gesellschaft den hohen Anteil an kurzfristigen liquiden Mitteln bei u. a. wegen der mit ihrem Projektgeschäft verbundenen regelmäßig hohen Vorfinanzierungen. Die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit erfolgte - wie in den Vorjahren - grundsätzlich aus dem operativen Cash flow ohne Aufnahme von Darlehen bei Kreditinstituten. Der Nutzung der Dienstfahrzeuge liegen übliche Leasingverträge zugrunde, Büro- und Geschäftsausstattung wird regelmäßig erworben, sonstige Leasingverträge bestehen - abgesehen von den Fahrzeugen - nicht. Allen bestehenden Zahlungsverpflichtungen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr nachgekommen werden. Derzeit geht der Vorstand nicht von künftigen Liquiditätsengpässen aus. Allerdings hängt die diesbezügliche Situation auch mit der künftigen Entwicklung des Krieges in Osteuropa zusammen. Einschätzungen hierzu finden sich im Risikobericht. 2.2.3 Vermögenslage Das Aktivvermögen beinhaltet im Wesentlichen langfristig gebundenes Vermögen in Höhe von € 0,8 Mio. (2021: € 0,8 Mio.), kurzfristig gebundenes Vermögen in Höhe von € 2,8 Mio. (2021: € 2,6 Mio.) sowie liquide Mittel in Höhe von € 7,3 Mio. (2021: € 6,3 Mio.). Die Vermögenslage spiegelt die stabile Geschäftsentwicklung und die hohe Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft wider. Wesentliche strukturelle Veränderungen waren im Geschäftsjahr 2022 nicht zu verzeichnen. Die Zugänge zum langfristigen Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 82 (2021: T€ 59) betreffen vor allem Ersatzinvestitionen in Hardware und Büroausstattung. Im Finanzanlagevermögen wurde die Beteiligung an einem Fonds, der in Technologie-Startups investiert, um T€ 17 erhöht (2021: T€ 49). Die Beteiligung an diesem Fonds ist in erster Linie aus strategischen Gründen (Technologie Scouting, Recruiting) erfolgt. Die liquiden Mittel sind zum 31.12.2022 auf T€ 7.317 (2021: T€ 6.330) gestiegen. Zusammen mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2022: T€ 2.017; 2021: T€ 1.907) bilden diese erneut die wesentlichen aktiven Bilanzposten (2022: 85%; 2021: 85%). Geringfügig gestiegen auf T€ 143 (2021: T€ 137) sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen. In diesen Forderungen bilden sich weiterbelastete interne Dienstleistungen im Bereich Marketing und IT ab, die die SimPlan AG als Shared Services den verbundenen Unternehmen anbietet sowie Forderungen aus Kundenprojekten, die im Rahmen eines Kapazitätsausgleichs für andere Gesellschaften der Gruppe bearbeitet werden. Der Umfang der Leistungen innerhalb der Unternehmensgruppe verändert sich laufend. Er ist abhängig von der Projekt- und Kapazitätssituation innerhalb der einzelnen Beteiligungen. Die Eigenkapitalquote der SimPlan AG ist unverändert hoch (2022: 63%; 2021: 67%). Betragsmäßig liegt das Eigenkapital unter Berücksichtigung der erfolgten Ausschüttungen um T€ 403 über dem Vorjahresniveau (2022: T€ 6.918; 2021: T€ 6.515). Das kurzfristige Fremdkapital in Höhe von € 2,0 Mio. (2021: € 1,5 Mio.) enthält im Wesentlichen sonstige Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen sind von T€ 458 in 2021 auf T€ 706 im aktuellen Jahr gestiegen. Der Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass für das Jahr 2022 mehr Steuerrückstellungen aufgrund des höheren zu versteuernden Einkommens zu bilden waren (2022: T€ 116; 2021: T€ 21). Die sonstigen Rückstellungen umfassen vor allem Urlaubsrückstellungen und Rückstellungen für nachzuzahlende erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile und haben sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des erfolgreichen Geschäftsverlaufs deutlich erhöht von T€ 437 im Jahr 2021 auf T€ 589 im Jahr 2022. Die Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr absolut und relativ zur Bilanzsumme erhöht (2022: T€ 1.321; 2021: T€ 1.004; 2022: rund 12 %; 2021: rund 10 %). Ursächlich für die Zunahme war der bereits beschriebene Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der dargestellten Ausnutzung von Zahlungsfristen (vgl. Ausführungen zur Finanzlage) sowie der sonstigen Verbindlichkeiten. Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet (i) die Einnahmen aus Software Wartungsverträgen (Updates und Support), die über fest vereinbarte Laufzeiten abgegrenzt werden, (ii) Einnahmen aus Forschungsprojekten, die über mehrere Jahre hinweg proportional zum entstehenden Aufwand vermindert werden, sowie (iii) Einnahmen aus Projekten, für die die Leistungserbringung erst im Folgejahr durchgeführt werden kann. Der Großteil der für (i) und (iii) gebildeten Rechnungsabgrenzungsposten wird jeweils im Folgejahr verbraucht; ein Teil der Wartungserlöse sowie ein Teil der erhaltenen Forschungsgelder deckt Laufzeiten von zwei bis vier Jahren ab. 2.2.4 Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Geschäftsleitung verfolgt das Ziel, durch nachhaltige Gewinne die Eigenkapitalbasis zu erhöhen und so die finanziellen Grundlagen für ein nachhaltiges Unternehmenswachstum zu erhalten und auszubauen. Vor dem Hintergrund der Liquidität und des vorhandenen Eigenkapitals hält der Vorstand die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag für insgesamt solide. Hinsichtlich der Auswirkungen der im Jahr 2023 andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen in Osteuropa wird insbesondere auf die nachfolgenden Ausführungen verwiesen. 2.2.5 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Kennzahlen Der Auftragsbestand liegt per Jahresultimo 2022 auf einem guten Niveau und beträgt rd. € 6,8 Mio. (Vorjahr etwa € 6,0 Mio.). Die Roherlöse (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung - Materialaufwand) liegen um € 0,8 Mio. über dem Vorjahresniveau von € 8,0 Mio.). Der Anstieg hat sich nicht in vollem Umfang auf den Jahresüberschuss ausgewirkt, da insbesondere höherer Personalaufwand (Lohn und Gehalt ohne Sozialversicherungsaufwand) von € 5,2 Mio. (Vorjahr € 4,8 Mio.) zu Buche steht und da sich die Erträge aus Beteiligungen und Beteiligungsveräußerungen verringert haben. Der Jahresüberschuss liegt leicht unter Vorjahresniveau (2022: T€ 1.250; 2021: T€ 1.325). Unter Berücksichtigung der erfolgten Ausschüttungen beträgt die Eigenkapitalquote 63% (Vorjahr: 67%). 2.2.6 Personal- und Sozialbereich Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 61 Arbeitnehmer, davon 9 leitende Angestellte sowie 52 weitere Angestellte. Daneben wurden im Durchschnitt drei Auszubildende beschäftigt. Die Personalaufwendungen in Höhe von T€ 5.988 entfallen mit einem Betrag von T€ 5.176 (2021: T€ 4.805) auf die Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen für festangestellte Mitarbeiter. Ferner entfallen T€ 812 (2021: T€ 803) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sowie auf freiwillige soziale Aufwendungen. Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert aus allgemeinen Lohnsteigerungen sowie erhöhten variablen Entgelten. 3. Risiko- und Chancenbericht 3.1 Risikomanagementsystem Die SimPlan AG ist als überwiegend im deutschen Markt agierender Anbieter für Simulationslösungen in Produktion und Logistik unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Diese sind unmittelbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden und können somit die Umsetzung der Unternehmensstrategie, sowie die Zielerreichung des Unternehmens beeinflussen und zu negativen, aber auch positiven Abweichungen von der dargestellten Prognose führen. Das Risikomanagement der Gesellschaft ist auf die frühzeitige Erkennung von wesentlichen Risiken ausgerichtet, um der Unternehmensleitung eine rechtzeitige Reaktion mit entsprechenden Gegenmaßnahmen auf sämtliche Risiken (einschließlich bestandsgefährdender Risiken) zu ermöglichen. Das Risikomanagement ist fester Bestandteil der wertorientierten und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmensführung und liegt daher im Verantwortungsbereich des Vorstands. Es wird als Identifizierung, Bewertung und Bewältigung von Risiken verstanden und basiert im Wesentlichen auf einem klar definierten Qualitätsmanagement, Kontroll- und Steuerungsinstrumenten sowie auf einem Controlling, das durch Kennzahlen, Analysen und betriebswirtschaftlichen Auswertungen über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und mögliche Risikopotentiale zeitnah und regelmäßig informiert. Die interne Risikoberichtverfolgung innerhalb des Vorstands erfolgt laufend im Rahmen der Abstimmungen zum operativen Tagesgeschäft, in welches der Vorstand stark eingebunden ist. Das Risikomanagement ermöglicht neben der Bewertung und Bewältigung von Risiken auch das frühzeitige Erkennen von Möglichkeiten im Markt und deren zeitnahe Nutzung. Die wesentlichen internen und externen Risiken und Chancen werden nachfolgend erläutert. 3.2. Wesentliche Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Gesamtrisikolage, der sich die SimPlan ausgesetzt sieht, im Wesentlichen nicht verändert. Dies gilt auch für die Chancensituation. Neu aufgenommen wurden Rechtsrisiken, da die rechtlichen Rahmenbedingungen für ein Unternehmen wie die SimPlan AG an Komplexität zunehmen. Im Einzelnen stellt sich die Bewertung der Chancen und Risiken wie folgt dar: 3.2.1 Auftrags- und Akquisitionsrisiken und -chancen Die deutsche Wirtschaft zeigt zu Beginn des Jahres 2023 ein uneinheitliches Bild. Nachwirkungen der Pandemie sowie Preissteigerungen durch Störungen in weltweiten Lieferketten und durch die vom Ukraine-Krieg beeinflussten Energiemärkte sorgen für ein hohes Maß an Unsicherheit. Steigende Preise (Inflationsrisiken), Materialengpässe sowie der Fachkräftemangel wirken sich konjunkturbremsend aus. Welche Rolle diese Unsicherheiten im Jahresverlauf spielen werden, welche Kräfte die Oberhand gewinnen und wie sich die Marktentwicklungen auf die für das Geschäft von SimPlan wichtigen Anlageninvestitionen auswirken, lässt sich derzeit nur schwer abschätzen. Entsprechend sind die Erwartungen des Vorstands der SimPlan AG für das Geschäftsjahr 2023 von vorsichtigem Optimismus geprägt, der aber unter Vorbehalt hinsichtlich der Entwicklung der weiteren Auseinandersetzungen in Osteuropa steht. Der Auftragseingang im Januar und Februar war niedriger als im Vorjahr und auch für den März zeichnet sich eine etwas schwächere Auftragslage ab. Insgesamt deutet sich ein verhaltenes erstes Quartal, mit einem Rückgang von ca. 10% gegenüber dem Vorjahr, an. Es deutet sich zudem an, dass einige Kundenunternehmen geplante Investitionen nicht so zügig umsetzen wie das noch vor einem Jahr der Fall war. Vor diesem Hintergrund strebt der Vorstand für das Jahr 2023 einen Umsatz und Auftragseingang auf Vorjahreshöhe an. Diese Planung gilt unter dem Vorbehalt, dass sich die politische Situation in Europa nicht verschärft. In einem solchen Fall könnte auf die in den Vorjahren eingesetzten Maßnahmen zur Krisenbewältigung, wie beispielsweise die Kurzarbeit, zurückgegriffen werden. Spezielle Risiken aus Verträgen mit russischen oder ukrainischen Partnern bestehen für die SimPlan AG nicht. Auch haben diese Märkte in den vergangenen Jahren keine nennenswerte Rolle beim Absatz gespielt. Die vergangenen drei Jahre haben gezeigt, wie schnell sich die Nachfragesituation insgesamt, aber auch in einzelnen Branchen verändern kann. Der Umsatzanteil der Automobil- und Automobilzulieferindustrie von 40% im Jahr 2019 hat sich im ersten Jahr der Corona-Krise auf ca. 20% halbiert um sich dann im Jahr 2021 und 2022 wieder auf über 35% zu erholen. Die kontinuierlichen Marktveränderungen treiben den Vorstand an, die laufenden Vertriebs- und Diversifizierungsanstrengungen unvermindert aufrechtzuerhalten. Dass es gelungen ist, die Schwankungen der letzten Jahre erfolgreich aufzufangen, unterstreicht die Chancen, die das etablierte SimPlan-Geschäftsmodell mit der beschriebenen Mischung aus Dienstleistungsprojekten, Softwareverkäufen und Forschungsprojekten bietet. Es führt insgesamt zu einer Diversifizierung der Erlösquellen und damit in Verbindung mit dem abgeschwächten Einfluss der Pandemie zu einer leichten Absenkung der potenziellen Auftrags- und Akquisitionsrisiken. 3.2.2 Vergütungsrisiken und -chancen In Anbetracht des sich verschärfenden Wettbewerbs im IT- und Beratungsmarkt und fortbestehenden Unsicherheiten hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung können Preisrisiken trotz teilweise bestehender langfristiger Rahmenverträge grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Chancen bieten sich ' jedoch durch die klare und starke Positionierung am Markt und die Strategie der Kundenorientierung. Aufgrund der Kapazitätsengpässe auch bei IT-Dienstleistern und -beratern und aufgrund fortlaufender Preissteigerungen insgesamt, erwartet die SimPlan AG positive Preiseffekte in einer Vielzahl von Branchen und mit der überwiegenden Mehrheit der Kunden. Die Geschäftstätigkeit der SimPlan AG ist zum großen Teil projektorientiert. Einzelne Projekte können dabei durch ihre Volumina und Vertragsstrukturen eine jeweils signifikante Bedeutung für die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft erlangen. Die Steuerung projektimmanenter Risiken wie die termin- und aufwandsgerechte Fertigstellung ist daher ein Bestandteil des im Unternehmen angewandten Risikomanagements. Während die projektbezogenen Risiken gegenüber dem Vorjahr unverändert sind, überwiegen derzeit auf der Absatzseite eher die Chancen zur Durchsetzung höherer Preise. Gleichzeitig sind allerdings die Preisrisiken auf der Beschaffungsseite höher als in den Vorjahren. 3.2.3 Wettbewerbsrisiken und -chancen Der Vorstand der Gesellschaft rechnet im anstehenden Geschäftsjahr mit unverändert hohem Vertriebsaufwand, um die Auftragslage im Jahresverlauf zu stabilisieren. Eine gezielte personelle Verstärkung zur noch intensiveren vertrieblichen Marktbearbeitung ist eine Chance für eine Ausweitung von Marktanteilen, falls die Entwicklung im Laufe des Jahres dafür einen Spielraum lässt. SimPlan hat im Markt für Simulationsanwendungen in Produktion und Logistik eine hohe Bekanntheit in Deutschland, die auch im Geschäftsjahr 2023 nach Möglichkeit durch gezielte Marketingaktivitäten verstärkt und erweitert werden soll. Die im Jahr 2023 geplanten Marketingmaßnahmen umfassen Präsenzveranstaltungen wie Messen, Kongresse oder Kundentage und darüber hinaus digitale Maßnahmen wie Webinare oder die verstärkte Nutzung von Social Media Kanälen. Das eröffnet die Chance, die Neukundengewinnung weiter zu intensivieren. Eine Herausforderung liegt in der angemessenen Aufteilung der Marketingmaßnahmen zwischen den Präsenzformaten und den Online-Kanälen. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, prüft der Vorstand kontinuierlich die internen Marketing-Kapazitäten. Wie im Vorjahr lassen sich spezielle Wettbewerbsrisiken oder -chancen, die von Marktbegleitern im Kernmarkt für Simulationsdienstleistungen und -software ausgehen, aus Sicht des Vorstands der SimPlan AG aktuell nicht identifizieren. Die Beobachtung von Methoden und Ansätzen, von denen ein Verdrängungsrisiko für heutige Kernleistungen der SimPlan AG ausgehen könnte, sind Bestandteil des strategischen Risikomanagements. 3.2.4 Personalrisiken und -chancen Der wirtschaftliche Erfolg der SimPlan AG ist wesentlich von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Knowhow abhängig. Zur Realisierung des mittel- bis langfristig angestrebten Wachstums, bleibt der weitere Ausbau des Mitarbeiterstamms wesentlich. Der Wettbewerb um hochqualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte hat mit der verbesserten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im vergangenen Jahr weiter deutlich zugenommen und wird nach Einschätzung des Vorstands vor dem Hintergrund des demographischen Wandels langfristig hoch bleiben. Die künftige erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft hängt daher auch davon ab, inwiefern es gelingt, geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, zu integrieren und dauerhaft an die SimPlan AG bzw. an Unternehmen der Firmengruppe zu binden. Die Unternehmensstrategie, die vorhandenen Personalinstrumente und insbesondere die enge Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten berücksichtigen solche Personalrisiken, tragen zu einer gezielten Personalgewinnung, -bindung und -entwicklung sowie der Knowhow-Sicherung bei. Die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten soll im Jahr 2023 weiter verstärkt werden. Auch die hohe Bekanntheit von SimPlan im Simulationsbereich bleibt ein weiterer Faktor für den Ausbau des Mitarbeiterstamms. Wie angespannt die Situation bei der Personalgewinnung gleichwohl ist, unterstreicht der im Berichtsjahr 2022 um rund 10% rückläufige Bewerbungseingang (2021: +20%) gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt bleibt die Rekrutierung geeigneter Mitarbeiter, die die Anforderungen der SimPlan AG erfüllen, eine herausfordernde Aufgabe, auf die die Gesellschaft in den kommenden Jahren mit weiter verstärkten Anstrengungen im Bereich des Personalmarketings reagieren wird. Die damit zusammenhängenden Herausforderungen haben im Jahr 2022 noch einmal sehr deutlich zugenommen. Die Unternehmenskultur, Anpassungen in der Gehaltsstruktur und ein zu Jahresbeginn 2020 gestartetes Talentmanagementprogramm ermöglichen gute Arbeitsbedingungen und gute Entwicklungsmöglichkeiten für die SimPlan Mitarbeiter und sollen die mittel- und langfristige Personalkontinuität sicherstellen. Den Chancen, die diese Maßnahmen im Hinblick auf die Mitarbeiterbindung bieten, stehen teilweise beträchtliche Risiken hinsichtlich der Entwicklung der Personalkosten gegenüber. SimPlan versucht den daraus resultierenden Risiken für das Ergebnis durch die Preissetzung auf der Vertriebsseite zu begegnen. 3.2.5 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Ziel des Risikomanagements der Gesellschaft in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Hierbei steht die Vermeidung von derartigen Risiken im Vordergrund. Preisänderungsrisiken, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ist die Gesellschaft in branchenüblichem Umfang ausgesetzt. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden Liquiditätsbetrachtungen und -planungen erstellt, die -sofern notwendig- an aktuelle Änderungen angepasst werden. Zu den von der SimPlan AG verwendeten Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben bei Kreditinstituten, die Anlage in wertstabilen Wertpapieren (Immobilienfonds) sowie bei Bedarf der Abschluss von Devisentermingeschäften. Bei dem Management von Finanzpositionen wird im Wesentlichen eine konservative Risikopolitik verfolgt. Zinsrisiken entstehen aus Veränderungen des Zinsniveaus und können Finanzschulden und Geld- bzw. Wertpapieranlagen betreffen. Zum 31.12.2022 bestanden keine zinstragenden Schulden. Finanzwirtschaftliche Risiken durch Veränderungen von Verzinsungen für Aktivposten spielen insoweit keine Rolle mehr, als mittlerweile die Verwahrgebühren (Strafzinsen) auf Sichtguthaben, bei sämtlichen SimPlan Hausbanken abgeschafft wurden. Offene Risikopositionen bestehen derzeit nicht. Unter Kreditrisiko wird das Risiko des Zahlungsausfalls eines Kunden oder Vertragspartners verstanden, welches dazu führt, dass in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte, Finanzanlagen oder Forderungen einer Wertberichtigung unterzogen werden müssen. Demnach ist das Risiko auf den Buchwert dieser Vermögensgegenstände beschränkt. Kreditrisiken resultieren für die Gesellschaft im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, denen durch eine regelmäßige Bonitätscinschätzung der Kunden und ein effizientes Forderungsmanagement begegnet wird. Darüber hinaus bildet die Gesellschaft hierfür regelmäßig eine ausreichende Risikovorsorge durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Im Jahr 2022 hat es im Kreis der SimPlan Kunden keine Insolvenzen oder anderweitigen Zahlungsausfälle gegeben. Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen betrugen zum 31.12.2022 insgesamt T€ 16. Liquiditätsrisiken resultieren aus einer mangelnden Verfügbarkeit liquider Mittel zur fristgerechten Erfüllung finanzieller Verpflichtungen. Grundsätzlich können sich solche Risiken für die Gesellschaft aus den beauftragten Projekten ergeben, da diese oftmals eine gewisse Vorfinanzierung erfordern, die gegebenenfalls auch zu einer Anspannung der Liquiditätslage führen kann. Unter normalen wirtschaftlichen Bedingungen ist das Liquiditätsrisiko für die SimPlan AG aufgrund des Bestands an liquiden Mitteln von T€ 7.317 zum Bilanzstichtag (2021: T€ 6.330) und aufgrund des stabilen operativen Cash flows als gering einzustufen. Die Kombination aus Preissteigerungen in allen Märkten und kriegerischer Auseinandersetzung in Osteuropa erfordert diesbezüglich allerdings unverändert erhöhte Wachsamkeit. Der Vorstand setzt die seit März 2020 intensivierte vorausschauende Liquiditätsplanung fort. Das Kursrisiko des offenen Immobilienfonds im Wertpapierbestand (Buchwert 2022: T€ 189; 2021: T€ 189) ist unter normalen Bedingungen minimal und begrenzt durch den Rücknahmepreis der emittierenden Fondsgesellschaft. Allerdings besteht in einer Ausnahmesituation auch hier ein erhöhtes Risiko bis hin zu einer temporären Nicht-Liquidierbarkeit der Anlage bei einem Rücknahmestopp der Fondsgesellschaft. Die aktuelle Lage wird fortlaufend beobachtet. Wechselkursrisiken bestehen insofern als ein Einkauf von Softwarelizenzen (Handelsware) im Umfang von T€ 120 (2021: T€ 144) in US-Dollar erfolgt. Ferner hat die SimPlan AG 2022 Umsatzerlöse in Fremdwährung im Volumen von als T€ 142 (Vorjahr: T€ 100), überwiegend in Schweizer Franken, in chinesischem Renminbi und zum geringeren Teil in US-Dollar und Singapur Dollar. Aus den entsprechenden Transaktionen haben sich im Jahr 2022 Aufwendungen aus Währungsumrechnungen von T€ 3 (2021: T€ 5) sowie Erlöse aus Währungsumrechnungen von T€ 1 (2021: T€ 3) ergeben. Die Gesellschaft prüft anlassbezogen den Abschluss von Devisentermingeschäften, wobei im Jahr 2022 diesbezüglich keine neuen Kontrakte abgeschlossen wurden und auch keine laufenden Kontrakte aus Vorjahren bestanden. 3.2.6 Rechtsrisiken Als Dienstleister für Wartungsleistungen, Cloud-Services und Beratung arbeitet die SimPlan AG mit personenbezogenen Daten ihrer Kunden und handelt somit als Auftragsverarbeiter (Data Processor). Darüber hinaus verarbeitet die SimPlan AG auch personenbezogene Daten ihrer Mitarbeiter und Kunden, potenzieller Kunden, Partner und Lieferanten in der Rolle als Verantwortlicher für diese Daten (Data Controller). Die Gesellschaft ist rechtlich dazu verpflichtet, diese Daten gemäß den geltenden Datenschutzgesetzen zu behandeln und gegen nicht autorisierten Zugang, Veränderung oder Löschung zu schützen. Ähnliche und zum Teil weitergehende Anforderungen ergeben sich aus Geheimhaltungsvereinbarungen mit Kunden. Erschwert wird die Einhaltung des Datenschutzes durch die ständig zunehmende Anzahl externer Cyber-Angriffe. Um den daraus resultierenden Datenschutz- und Informationssicherheitsrisiken zu begegnen, hat SimPlan eine TISAX-Zertifizierung durchgeführt. Darüber hinaus wird mit Hilfe externer Dienstleister kontinuierlich überprüft, welche Angriffsmöglichkeiten auf die SimPlan-Infrastruktur bestehen können. Im Übrigen agiert SimPlan in einem herausfordernder werdenden rechtlichen Rahmen. Anforderungen aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz sorgen zum Beispiel dafür, dass SimPlan-Kunden umfassendere Nachweise im Hinblick auf Nachhaltigkeitsmanagement verlangen. Können diese Nachweise nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden, besteht das Risiko der Beeinträchtigung der Geschäftsbeziehung mit den entsprechenden Kunden. Aus diesem Grund arbeitet SimPlan kontinuierlich an einem Ausbau des Nachhaltigkeitsmanagements. 3.2.7 Bestandsgefährdende Risiken Auch wenn das Umfeld deutschland-, europa- und weltweit von unverändert großen Herausforderungen geprägt ist, erlauben die aktuelle Situation und der Start in das Jahr 2023 die Einschätzung, dass sich daraus keine Existenzgefährdung für SimPlan ergibt. Der Vorstand geht insofern davon aus, dass der Fortbestand des Unternehmens gesichert ist. 4. Prognosebericht Wie im Wirtschaftsbericht bereits skizziert, gehen die im Februar und März vorgelegten Schätzungen von Wirtschaftsforschungsinstituten, der EU-Kommission und der Bundesregierung vor dem Hintergrund der bestehenden Unsicherheiten (Ukraine-Krieg, Probleme in Lieferketten, Preis- und Zinsentwicklung, Fachkräftemangel) von einem geringen Wirtschaftswachstum von unter 1% für das Jahr 2023 für Deutschland und der Eurozone aus. Die Schätzungen sagen für Branchen, die für das Geschäft von SimPlan relevant sind, und insbesondere auch für die Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland einen verhaltenen Verlauf in diesem Jahr voraus. Vor diesem Hintergrund und dem Hintergrund der aktuellen Preisentwicklung strebt der Vorstand der SimPlan AG in diesem Jahr preisbereinigt stabile Werte bei Auftragseingang, Umsatz und Roherlös (bezogen auf das abgelaufene Geschäftsjahr) an. Die hohe Preisdynamik auf den Beschaffungsmärkten stellt gleichwohl ein erhebliches Risiko für die Rentabilität des Unternehmens dar. Daher rechnet der Vorstand für das Jahr 2023 mit einem Ergebnisrückgang bezogen auf den Jahresüberschuss in der Größenordnung von ca. 10-15% im Vergleich zum Vorjahr. 5. Sonstiges Hinsichtlich der Angaben zum Bestand an eigenen Aktien der Gesellschaft wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.
Hanau, 31. März 2023 gez. Prof. Dr. Spieckermann gez. Dr. Burges gez. Dr. Kestenbaum
1 Quelle: Statistisches Bundesamt:
"Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9 % gestiegen",
Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023,
Vorstehender zur Offenlegung bestimmter Jahresabschluss nebst Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SimPlan AG, Hanau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SimPlan AG, Hanau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SimPlan AG, Hanau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse scrollen
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus scrollen
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Aschaffenburg, 5. April 2023 KM&K
Mergler Audit GmbH & Co. KG
Mergler, Wirtschaftsprüfer ppa. Ackmann, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats der SimPlan AG für das Berichtsjahr 2022Der Aufsichtsrat hat während des Berichtsjahres die ihm nach den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich vom Vorstand regelmäßig schriftlich und mündlich über die Entwicklung der Gesellschaft, den Gang ihrer Geschäfte und die speziellen, mit der Pandemie im dritten Jahr sowie mit dem Ukraine-Konflikt zusammenhängenden Herausforderungen unterrichten lassen und die Geschäftsführung laufend überprüft. Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2022 zwei Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2022 an: scrollen
Der vorgelegte Jahresabschluss wurde von der KM&K Mergler Audit GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Aschaffenburg, unter Einbeziehung der Buchführung und des Geschäftsberichts des Vorstandes der Gesellschaft geprüft und den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung entsprechend befunden. Der Bestätigungsvermerk wurde ohne Einschränkungen erteilt. Der Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat geprüft. Als Ergebnis der Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitern der Gesellschaft für deren gute Leistungen im abgelaufenen Jahr.
17.04.2023 gez. Prof. Dr. Stefan Nickel, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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