PVA TePla AGWettenbergHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2025 bis zum 30.06.2025PVA TePla im ersten Halbjahr: Umsatz bei Bruttomarge bei EBITDA-Marge bei Vorwort des VorstandsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, verehrte Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner, die PVA TePla-Gruppe befindet sich weiterhin auf einem klar definierten Entwicklungspfad
- technologisch, strukturell und strategisch. Auch im ersten Halbjahr 2025 bestätigt
sich, dass unser Geschäftsmodell in relevanten Zukunftsfeldern gut positioniert ist.
Insbesondere im Bereich Metrologie konnten wir unsere Marktstellung weiter ausbauen
und damit die Grundlage für eine stabilere Geschäftsentwicklung stärken. Seit der ersten Erholung im vierten Quartal 2024 verzeichnete die PVA TePla-Gruppe
über drei aufeinanderfolgende Quartale hinweg eine positive Nachfrageentwicklung.
Im zweiten Quartal 2025 setzte sich dieser Trend mit einem spürbaren Nachfrageimpuls
fort: Der Auftragseingang stieg auf EUR 57,5 Mio. - ein Plus von rund 90% gegenüber
dem Vorjahresquartal und von 25% gegenüber dem Vorquartal. Die zunehmende Dynamik
unterstreicht, dass wir mit unserem Portfolio in technologisch anspruchsvollen und
margenstarken Anwendungsfeldern die richtigen Antworten auf die Anforderungen unserer
Kunden geben. Die Umsatzerlöse beliefen sich im ersten Halbjahr auf EUR 119,6 Mio. (H1 2024: EUR
135,3 Mio.), das EBITDA lag bei EUR 14,9 Mio. (H1 2024: EUR 21,9 Mio.). Die Bruttomarge
verbesserte sich auf 33,3% (H1 2024: 31,3%) und unterstreicht die strukturelle Ertragskraft
unseres Geschäftsmodells. Der Rückgang des operativen Ergebnisses ist auf gezielte
Vorleistungen im Personalaufbau sowie in die Weiterentwicklung von Strukturen und
Infrastruktur zurückzuführen. Neben verschobenen Projektabnahmen wirkte sich zudem
das geringere Geschäftsvolumen infolge der niedrigen Auftragseingänge im zweiten Halbjahr
2024 aus. Wir bewerten diese Entwicklung als temporär. Zugleich treiben wir die Transformation hin zu einem ausgewogeneren Geschäftsmodell
mit kürzeren Vor- und Durchlaufzeiten weiter voran. Mit den Übernahmen der desconpro
engineering GmbH und der DIVE imaging systems GmbH (seit 24. Juli 2025 umfirmiert
zu PVA Vision GmbH) haben wir unsere technologische Basis gezielt erweitert. Beide
Unternehmen stärken unsere Systemkompetenz und leisten einen wichtigen Beitrag zur
Weiterentwicklung unserer Metrologiesysteme, einem zentralen Pfeiler unseres zukünftigen
Wachstums. Ergänzend erweitern wir unser Portfolio durch eine Partnerschaft mit SENTECH
Instruments zur Entwicklung optischer Systeme für die Schichtdickenmessung in Halbleiteranwendungen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Marktdynamik und der zeitlichen Verschiebung geplanter
Umsätze in das zweite Halbjahr erwarten wir, dass sich im weiteren Jahresverlauf entsprechende
Nachholeffekte realisieren werden. Auf dieser Basis rechnen wir damit, das Geschäftsjahr
2025 eher am unteren Ende der prognostizierten Bandbreiten von EUR 260 Mio. bis EUR
280 Mio. für den Konzernumsatz sowie EUR 34 Mio. bis EUR 39 Mio. für das EBITDA abzuschließen. Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung. Auch im weiteren Jahresverlauf
werden wir den eingeschlagenen Kurs mit Disziplin, Weitblick und unternehmerischer
Entschlossenheit fortsetzen. Mit freundlichen Grüßen Der Vorstand der PVA TePla AG Wettenberg, 13. August 2025
Die wichtigsten Konzern-Kennzahlen im Überblick
Konzernzwischenlagebericht für das 1. Halbjahr 2025Gesamtaussage des VorstandsDie Geschäftsentwicklung der PVA TePla-Gruppe im ersten Halbjahr 2025 verlief vor
dem Hintergrund der Marktbedingungen insgesamt im Rahmen unserer Erwartungen. Der
rückläufige Auftragseingang in der zweiten Jahreshälfte 2024 sowie Abnahmeverzögerungen
einzelner Projekte wirkten sich im Berichtszeitraum auf die Umsatzentwicklung aus.
Entsprechend lag der Konzernumsatz im ersten Halbjahr unter dem Niveau des Vorjahres.
Für das zweite Halbjahr rechnen wir damit, dass sich die Verzögerungen aus dem ersten
Halbjahr schrittweise auflösen werden. Zudem deuten sich im Auftragseingang erste
positive Impulse an. Die Bruttomarge entwickelte sich weiterhin positiv und bestätigt die stabile Ergebnisqualität.
Parallel investieren wir gezielt in den Ausbau unserer Kapazitäten, in Personal und
technologische Kompetenzen, um uns auf zukünftiges Wachstum vorzubereiten. Mit der Mehrheitsübernahme der desconpro engineering GmbH haben wir im ersten Halbjahr
unsere vertikale Integration im Bereich Metrologie weiter gestärkt. Ergänzend dazu
erweitert die Akquisition der PVA Vision GmbH das Technologieportfolio im Bereich
optischer Messtechnik. Wir arbeiten weiter an der Umsetzung unserer strategischen Initiativen mit dem Ziel,
das nachhaltige Wachstum der Gruppe zu sichern. OrganisationsstrukturMit dem Erwerb von jeweils 100 % der Anteile an der desconpro engineering GmbH und
der PVA Vision GmbH wurde der Konsolidierungskreis des Konzerns im ersten Halbjahr
2025 erweitert. Beide Gesellschaften sind per 30. Juni 2025 in den Konzernabschluss
einbezogen. Weitere strukturelle Veränderungen gegenüber dem 31. Dezember 2024 haben
sich nicht ergeben. Vorbemerkung zur BerichterstattungDer vorliegende Zwischenbericht wurde in Übereinstimmung mit den International Financial
Reporting Standards (IFRS), die vom International Accounting Standards Board (IASB)
veröffentlicht und von der EU verabschiedet wurden, aufgestellt. Alle Angaben beziehen
sich auf den PVA TePla-Konzern (nachfolgend auch PVA TePla-Gruppe genannt) mit seinen
konsolidierten Tochtergesellschaften. Margen und Quoten beziehen sich - sofern im
Text nicht anders angegeben - auf den Umsatz. Der Zwischenbericht wurde weder einer
Prüfung im Sinne des § 317 HGB noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Forschung und EntwicklungForschung und Entwicklung (F&E) bleibt ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie
der PVA TePla-Gruppe. Ziel ist es, technologische Innovationen entlang der Megatrends
Digitalisierung, Mobilität und Dekarbonisierung voranzutreiben und das Produkt- und
Technologieportfolio gezielt weiterzuentwickeln. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im ersten Halbjahr 2025
auf EUR 7,7 Mio. (H1 2024: EUR 6,0 Mio.), entsprechend einer F&E-Quote von 6,5% (H1
2024: 4,4%). Schwerpunkte der Entwicklungsarbeit lagen auf der Weiterentwicklung von
Metrologiesystemen zur Qualitätssicherung sowie auf neuen Verfahren zur Herstellung
und Verarbeitung von Hochleistungsmaterialien - insbesondere entlang der Siliziumkarbid-Wertschöpfungskette.
Der im Vorjahr gegründete PVA Technology Hub unterstützt diese Aktivitäten als konzernweites
Innovationszentrum und stärkt die technologische Basis der Gruppe. Darüber hinaus wurden Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den operativen Tochtergesellschaften
gezielt weiter vorangetrieben. Gesamtwirtschaftliches UmfeldLaut dem Sommer-Konjunkturbericht des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) schwächt
sich das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2025 leicht ab, bleibt aber auf einem
stabilen Niveau. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt soll um rund 2,9% zulegen, nach
3,3% im Vorjahr. Während sich die Konjunktur in den USA und China verlangsamt, zeigt
Europa eine leichte Belebung. Der Welthandel bleibt jedoch durch geopolitische Unsicherheiten
und zunehmenden Protektionismus belastet. Im Euroraum setzt sich die moderate wirtschaftliche Erholung fort. Die sogenannte
Gemeinschaftsdiagnose - eine gemeinsame Prognose der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute
- erwartet für 2025 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,0%, nach + 0,8% im
Vorjahr. Die Europäische Zentralbank (EZB) rechnet für das laufende Jahr mit einer
Inflationsrate von 2,0%, was der mittelfristigen Zielmarke entspricht und sich im
Jahresverlauf stabil halten dürfte. Der Einlagenzins wurde im Juni 2025 auf 2,00%
gesenkt, bleibt im Vergleich zu den Vorjahren jedoch vorerst erhöht. Die EZB macht
weitere Zinsschritte ausdrücklich von der wirtschaftlichen und inflationären Entwicklung
abhängig, was die Investitionsneigung der Unternehmen weiterhin dämpfen dürfte. Für Deutschland prognostiziert das IfW Kiel im Jahr 2025 ein leichtes Wachstum des
Bruttoinlandsprodukts von 0,3%. Zuvor war die Wirtschaftsleistung 2023 zurückgegangen
und hatte 2024 stagniert. Der private Konsum sowie eine allmähliche Belebung der Exporte
tragen zur Stabilisierung bei. Die Inflationsrate dürfte auf rund 1,6% sinken, während
sich der Arbeitsmarkt weitgehend stabil zeigt. Entwicklung der BranchenDer weltweite Halbleitermarkt entwickelt sich weiterhin grundsätzlich positiv. Laut
der aktuellen Prognose der World Semiconductor Trade Statistics (WSTS) wird das Marktvolumen
im Jahr 2025 voraussichtlich auf rund 697 Milliarden US-Dollar steigen. Bereits 2024
hatte der Markt mit einem Wachstum von 19% eine deutliche Belebung gezeigt, getragen
vor allem durch Speicher- und Logikchips für KI-Anwendungen. Im sogenannten Frontend,
also der ersten Phase der Chipfertigung, in der Wafer produziert und mit Strukturen
versehen werden, hemmen aktuell noch hohe Lagerbestände das Wachstum. Im Backend,
in dem die immer komplexeren Chips gefertigt werden, entwickelt sich der Markt dagegen
dynamisch. Regional verzeichnen die Märkte in den USA und Asien überdurchschnittliche
Zuwächse, während Europa weitgehend stagniert. Der Maschinenbau befindet sich dagegen weiterhin in einer Schwächephase. Laut VDMA
sank die Produktion in Deutschland im Jahr 2024 um rund 8% und wird auch 2025 leicht
rückläufig erwartet. Während sich außerhalb Europas erste Anzeichen einer Stabilisierung
zeigen, bleibt das Investitionsumfeld innerhalb der EU verhalten. Um die Abhängigkeit von den Zyklen einzelner Branchen zu verringern, adressiert PVA
TePla zunehmend neue Anwendungsbereiche. Mit ihrer Technologieplattform zur Herstellung
und Qualitätsüberwachung von Materialien erschließt die Gruppe wachstumsorientierte
Industrien wie Batterieproduktion, Wasserstofftechnologien, Energieinfrastruktur,
Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigungstechnologien. Diese Märkte profitieren von
technologischer Transformation, politischen Förderprogrammen und langfristig hohen
Investitionen. PVA TePla positioniert sich damit als Anbieter industrieller Lösungen
in strategisch wichtigen Zukunftsbranchen. Umsatz- und ErtragslageGeschäftsverlauf KonzernIm ersten Halbjahr 2025 erzielte die PVA TePla-Gruppe einen Umsatz von EUR 119,6 Mio.
und blieb damit unter dem Vorjahresniveau von EUR 135,3 Mio. Wesentliche Gründe hierfür
waren verzögerte Projektabnahmen sowie ein geringeres Auftragsvolumen aus dem zweiten
Halbjahr 2024. Trotz des rückläufigen Umsatzes konnte die Bruttomarge gegenüber dem Vorjahr auf 33,3%
gesteigert werden (H1 2024: 31,3%). Maßgeblich hierfür waren ein günstiger Produktmix
sowie Effizienzsteigerungen in der Fertigung. Das operative Ergebnis war im Berichtszeitraum erwartungsgemäß durch höhere Aufwendungen
geprägt. Der Ausbau der Vertriebsorganisation sowohl am Hauptstandort Wettenberg als
auch in internationalen Wachstumsregionen führte zu einem Anstieg der Vertriebskosten
auf EUR 11,3 Mio. (H1 2024: EUR 8,8 Mio.), entsprechend einer Quote von 9,4% vom Umsatz
(H1 2024: 6,5%). Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich auf EUR 11,3 Mio. (H1 2024: EUR 9,6
Mio.) bei einer Quote von 9,5% (H1 2024: 7,1%). Hintergrund war der planmäßige Aufbau
zusätzlicher Personalkapazitäten zur Unterstützung der weiteren Unternehmensentwicklung. Auch die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung stiegen auf EUR 7,7 Mio. (H1 2024:
EUR 6,0 Mio.), was einer F&E-Quote von 6,5% entspricht (H1 2024: 4,4%). Inhaltliche
Schwerpunkte bildeten weiterhin die Weiterentwicklung der Metrologiesysteme sowie
von Material-Synthese-Verfahren, insbesondere für Siliziumkarbid. Konzernumsatz (1.1. - 30.6. in EUR Mio.)H1 2024 H1 2025 Industrial Systems Semiconductor Systems Neben den erwartungsgemäß gestiegenen operativen Aufwendungen wirkte sich der Umsatzrückgang
zusätzlich belastend auf das Ergebnis aus. Das EBITDA sank im Berichtszeitraum auf
EUR 14,9 Mio. (H1 2024: EUR 21,9 Mio.), entsprechend einer Marge von 12,5% (H1 2024:
16,2%). Das EBIT belief sich auf EUR 10,1 Mio. (H1 2024: EUR 18,2 Mio.) bei einer
EBIT-Marge von 8,4% (H1 2024: 13,5%). Das Finanzergebnis belief sich im ersten Halbjahr 2025 auf EUR - 1,4 Mio. nach EUR
- 0,9 Mio. im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen
Finanzierungsaufwendungen sowie einem negativen at-equity-Ergebnis aus der Beteiligung
an der Scientific Visual AG. Das Ergebnis vor Steuern lag in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2025
bei EUR 8,7 Mio. (H1 2024: EUR 17,3 Mio.). Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf
EUR 6,2 Mio. gegenüber EUR 12,2 Mio. im Vorjahr. Die Ertragsteuern betrugen EUR 2,5
Mio. (H1 2024: EUR 5,1 Mio.). Insgesamt entspricht die Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2025 den Erwartungen
des Unternehmens und reflektiert sowohl die strategischen Investitionen in zukünftiges
Wachstum durch den Ausbau von Vertriebs- und Verwaltungsstrukturen als auch die zusätzliche
Belastung durch das niedrigere Umsatzvolumen. Entwicklung in den SegmentenDie Ergebnisentwicklung der operativen Segmente im ersten Halbjahr 2025 war uneinheitlich.
Während das Segment Semiconductor Systems infolge rückläufiger Umsatzerlöse ein niedrigeres
Ergebnis verzeichnete, konnte Industrial Systems trotz eines leichten Umsatzrückgangs
das Ergebnis verbessern.
Die Holdingkosten lagen im Berichtszeitraum bei EUR - 4,0 Mio. und damit über dem
Vorjahreswert von EUR - 1,3 Mio. Die Entwicklungen in den einzelnen Segmenten stellen
sich wie folgt dar: Der Umsatz im Segment Semiconductor Systems lag im ersten Halbjahr 2025 bei EUR 81,7
Mio. und damit 13,7% unter dem Vorjahreswert von EUR 94,7 Mio. Der Umsatzrückgang
ist im Wesentlichen auf stichtagsbezogene Projektrealisierungen sowie ein insgesamt
geringeres Auftragsvolumen zurückzuführen. Das EBITDA belief sich auf EUR 13,5 Mio.
(H1 2024: EUR 18,2 Mio.). Die Ergebnisentwicklung ist im Wesentlichen auf das niedrigere
Umsatzniveau zurückzuführen. Der Anstieg bei den Fix- und Verwaltungskosten konnte
durch eine verbesserte Bruttomarge weitgehend kompensiert werden. Im Segment Industrial Systems belief sich der Umsatz im ersten Halbjahr auf EUR 37,9
Mio. (H1 2024: EUR 40,6 Mio.), was einem Rückgang um 6,6% entspricht. Das EBITDA betrug
EUR 5,4 Mio. (H1 2024: EUR 5,1 Mio.). Der Rückgang der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen
auf das schwache Auftragseingangsvolumen im Vorjahr zurückzuführen, das sich inzwischen
deutlich erholt hat. Das niedrigere Umsatzniveau wirkte sich zwar belastend auf das
Ergebnis aus, konnte jedoch durch Effizienzsteigerungen teilweise kompensiert werden. AuftragslageDer Auftragseingang der PVA TePla-Gruppe belief sich im ersten Halbjahr 2025 auf EUR
103,6 Mio. und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von EUR 72,5 Mio. Nach einem
Auftragseingang von EUR 46,1 Mio. im ersten Quartal erhöhte sich der Wert im zweiten
Quartal 2025 auf EUR 57,5 Mio. Dies unterstreicht eine positive Entwicklung der Nachfrage
im Verlauf des ersten Halbjahres. Der Auftragseingang verteilte sich nahezu gleichmäßig
auf die beiden Technologiebereiche: EUR 50,3 Mio. (49%) entfielen auf Material Solutions,
EUR 53,3 Mio. (51%) auf Metrologiesysteme. Die Book-to-Bill-Ratio erreichte 0,87 (H1 2024: 0,54). Im Segment Semiconductor Systems belief sich der Auftragseingang im Halbjahr auf EUR
64,2 Mio. Mio. (H1 2024: EUR 50,5 Mio.). Einen wesentlichen Beitrag leistete erneut
der Bereich Metrologiesysteme. Regional betrachtet entfiel der überwiegende Teil des
Auftragseingangs auf Kunden im asiatischen Raum. Mit einem Auftragseingang von EUR 39,4 Mio. (H1 2024: EUR 22,0 Mio.) erzielte das
Segment Industrial Systems im ersten Halbjahr einen deutlichen Zuwachs. Der Großteil
der Aufträge entfiel auf Anwendungen in der Energiebranche. Daneben wurden auch Aufträge
von Industriekunden im Bereich der Graphitreinigung für halbleiterbezogene Prozesse
sowie für luft- und raumfahrtbezogene Beschichtungsverfahren (Chemical Vapor Deposition,
CVD) verzeichnet. Die Auftragseingänge spiegeln die Wirksamkeit der strategischen Positionierung in
wachstums- und margenstarken Technologiefeldern wider. VermögenslageZum 30. Juni 2025 lag die Bilanzsumme der PVA TePla-Gruppe bei EUR 293,0 Mio. und
damit leicht unter dem Stand zum Jahresende 2024 (EUR 299,5 Mio.). Maßgeblich hierfür
war das Aktienrückkaufprogramm in Höhe von EUR 14,5 Mio.; außerdem reduzierten der
Abbau von Kundenanzahlungen und operative Mittelverwendungen die Bilanzsumme. Langfristige VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich deutlich auf EUR 107,3 Mio. (31. Dezember
2024: EUR 94,3 Mio.). Wesentliche Treiber waren Investitionen in den Kapazitätsausbau
am Standort Wettenberg sowie die Aktivierung immaterieller Vermögenswerte im Zusammenhang
mit den im ersten Halbjahr erfolgten Akquisitionen der desconpro engineering GmbH
und der PVA Vision GmbH. Letztere erweitert das Portfolio um optische Messtechnik
und Softwareentwicklung. Kurzfristige VermögenswerteDie kurzfristigen Vermögenswerte gingen auf EUR 185,7 Mio. zurück (31. Dezember 2024:
EUR 205,1 Mio.). Dabei reduzierten sich die Vorräte auf EUR 78,7 Mio. infolge weiterer
Projektfortschritte. Die Vertragsvermögenswerte sanken stichtagsbedingt von EUR 28,8
Mio. auf EUR 20,5 Mio. Im Gegenzug stiegen die Forderungen und sonstige Vermögenswerte
von EUR 59,9 Mio. auf EUR 70,6 Mio. durch ein erhöhtes Abrechnungsvolumen zum Quartalsende. Zahlungsmittel und FinanzierungsstrukturDie liquiden Mittel beliefen sich zum Stichtag auf EUR 15,2 Mio. (31. Dezember 2024:
EUR 31,4 Mio.). Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus der laufenden Projektabwicklung,
Investitionen sowie dem im Berichtszeitraum durchgeführten Aktienrückkaufprogramm. Die langfristigen Schulden lagen mit EUR 45,3 Mio. auf Vorjahresniveau. Die kurzfristigen
Schulden erhöhten sich auf EUR 107,2 Mio. (31. Dezember 2024: EUR 104,3 Mio.), vor
allem aufgrund eines Anstiegs der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf EUR 14,7
Mio. (31. Dezember 2024: EUR 2,6 Mio.) im Zusammenhang mit der Investitionstätigkeit.
Die Vertragsverbindlichkeiten reduzierten sich auf EUR 50,1 Mio. (31. Dezember 2024:
EUR 61,4 Mio.), im Wesentlichen infolge des planmäßigen Abbaus von Kundenanzahlungen
im Zuge des Projektfortschritts. EigenkapitalDas Eigenkapital belief sich zum 30. Juni 2025 auf EUR 140,5 Mio. (31. Dezember 2024:
EUR 150,3 Mio.). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Erwerb eigener Aktien zurückzuführen.
Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag bei 48,0% (31. Dezember 2024: 50,2%) und reflektiert
weiterhin eine solide Kapitalbasis. FinanzlageIm ersten Halbjahr 2025 erwirtschaftete die PVA TePla-Gruppe einen Cashflow aus betrieblicher
Tätigkeit in Höhe von EUR 5,8 Mio. (H1 2024: EUR 11,1 Mio.). Diese Entwicklung ist
im Wesentlichen auf das geringere operative Ergebnis sowie Veränderungen im Working
Capital, insbesondere den Abbau von Vertragsverbindlichkeiten, zurückzuführen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf EUR - 16,3 Mio. (H1 2024: EUR
- 10,6 Mio.) und umfasste neben Mittelabflüssen im Zusammenhang mit den Akquisitionen
der desconpro engineering GmbH und der PVA Vision GmbH auch fortlaufende Investitionen
in Infrastruktur und Kapazitätserweiterungen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag bei EUR - 4,3 Mio. (H1 2024: EUR -3,7
Mio.) und resultierte im Wesentlichen aus Mittelabflüssen im Rahmen des laufenden
Aktienrückkaufprogramms. Unabhängig davon wurde die Inanspruchnahme der bestehenden
Kreditlinien im ersten Halbjahr ausgeweitet, insbesondere zur Finanzierung von Investitionen
und Akquisitionen: Zum 30. Juni 2025 waren EUR 28,0 Mio. der Finanzierungslinien genutzt
(31. Dezember 2024: EUR 16,0 Mio.). In Summe verringerte sich der Zahlungsmittelbestand - inklusive Zahlungsmitteläquivalenten
- um EUR 14,7 Mio. auf EUR 15,2 Mio. zum Stichtag 30. Juni 2025 (31. Dezember 2024:
EUR 31,4 Mio.). Wechselkursbedingte Effekte wirkten sich mit EUR - 1,4 Mio. zusätzlich
negativ auf den Bestand aus. Die Nettofinanzposition lag zum Ende des Berichtszeitraums bei EUR - 22,0 Mio. (31.
Dezember 2024: EUR 6,8 Mio.) und reflektiert im Wesentlichen die Investitions- und
Akquisitionstätigkeit sowie fortgesetzte Mittelabflüsse im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms. Wesentliche Ereignisse innerhalb des BerichtzeitraumsIm ersten Halbjahr 2025 hat die PVA TePla AG zwei strategisch bedeutsame Akquisitionen
umgesetzt: Mit Wirkung zum 1. Januar 2025 wurde die desconpro engineering GmbH übernommen, ein
langjähriger Partner für Automatisierungslösungen und Prozessintegration. Die Übernahme
stärkt insbesondere die technologische Kompetenz im Bereich der automatisierten Ultraschall-Messtechnik
und unterstützt die vertikale Integration innerhalb des Metrologiegeschäfts. Ebenfalls mit Wirkung zum 1. Januar 2025 wurde die PVA Vision GmbH in die PVA TePla-Gruppe
integriert. Die PVA Vision GmbH entwickelt hochpräzise, schnelle und zerstörungsfreie
optische Inspektionssysteme. Mit dem Erwerb erweitert PVA TePla gezielt sein Portfolio
im wachstumsstarken Technologiefeld der Metrologie. Beide Transaktionen dienen dem strategischen Ziel, die Positionierung der Gruppe in
margenstarken Technologiebereichen weiter auszubauen. Weitere wesentliche Ereignisse
mit Einfluss auf Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage traten im Berichtszeitraum nicht
ein. MitarbeiterZum 30. Juni 2025 beschäftigte die PVA TePla-Gruppe 928 Mitarbeiterinnen und (30.
Juni 2024: 801). Der Aufbau erfolgte vor allem in den Bereichen Service, Vertrieb
sowie Forschung und Entwicklung. Chancen-, Risiko- und PrognoseberichtBewertung der GesamtrisikosituationDie PVA TePla-Gruppe stützt ihre Risikoeinschätzung weiterhin auf die im Geschäftsbericht
2024 beschriebenen Risikofelder. Im ersten Halbjahr 2025 haben sich keine wesentlichen
neuen Risiken oder Chancen ergeben. Im Fokus stehen derzeit vor allem die handelspolitischen Signale aus den USA. Angekündigte
Importzölle und Exportbeschränkungen unter Präsident Trump könnten internationale
Liefer- und Absatzketten beeinflussen. Auch mögliche Reaktionen anderer Wirtschaftsräume
bezieht das Unternehmen aktiv in seine Risikobewertung ein. Weitere relevante Themen wie geopolitische Spannungen, regulatorische Entwicklungen
und der anhaltende Fachkräftemangel bestehen fort. Die PVA TePla-Gruppe verfolgt diese
Entwicklungen eng und passt ihre Risikosteuerung bei Bedarf gezielt an. Zum Berichtsstichtag lagen keine Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens
gefährden. PrognosePVA TePla verfolgt auch im laufenden Geschäftsjahr 2025 konsequent den eingeschlagenen
Kurs der strukturellen Weiterentwicklung. Das erste Halbjahr war geprägt von einem
selektiven Investitionsverhalten auf Kundenseite sowie gezielten Vorleistungen in
Personal, Organisation und Infrastruktur. Trotz rückläufiger Umsätze lag die Bruttomarge
deutlich über dem Vorjahreswert. Sie bestätigt die Ertragsqualität und Effizienz unserer
laufenden Transformation. Angesichts der aktuellen Marktdynamik und der zeitlichen Verschiebung von Projektabnahmen
rechnet das Unternehmen im zweiten Halbjahr mit entsprechenden Nachholeffekten. Auf
dieser Basis erwartet der Vorstand für das Gesamtjahr 2025 einen Konzernumsatz am
unteren Ende der prognostizierten Bandbreite von EUR 260 Mio. bis EUR 280 Mio. sowie
ein EBITDA zwischen EUR 34 Mio. und EUR 39 Mio. Das Marktumfeld bleibt dabei anspruchsvoll. Geopolitische Spannungen und handelspolitische
Risiken bestehen fort, zugleich zeigen sich in wichtigen Zielmärkten erste Anzeichen
einer konjunkturellen Stabilisierung. Ungeachtet dieser Rahmenbedingungen setzt PVA TePla die Transformation der Gruppe
entschlossen fort. Im Fokus stehen Investitionen in Vertrieb, Service, Infrastruktur
sowie Forschung und Entwicklung. Ziel ist es, die operative Basis zu stärken und die
Positionierung in technologisch anspruchsvollen und margenstarken Anwendungsfeldern
weiter auszubauen - unabhängig von kurzfristigen Marktentwicklungen. Wettenberg, 13. August 2025 KonzernzwischenabschlussVerkürzte Konzernbilanzzum 30. Juni 2025Aktiva
Passiva
Verkürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung1. Januar - 30. Juni 2025
Verkürzte Konzern-Gesamtergebnisrechnung1. Januar - 30. Juni 2025
Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung1. Januar - 30. Juni 2025
Verkürzte Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung1. Januar - 30. Juni 2025
Verkürzter Konzernanhang für den Konzernhalbjahresabschluss 2025A. Grundlagen des verkürzten Konzernzwischenabschlusses1. Berichterstattendes UnternehmenDie PVA TePla AG, Wettenberg ("PVA TePla AG") ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem
Recht mit Sitz "Im Westpark 10 - 12" in 35435 Wettenberg, Deutschland. Die Gesellschaft
ist im Handelsregister am Amtsgericht Gießen unter der Nummer HRB 6845 registriert.
Die Aktien der PVA TePla AG sind im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse
notiert (ISIN: DE0007461006). Seit dem 20. September 2021 sind die Aktien der PVA
TePla AG im SDAX gelistet. Die PVA TePla AG und die von ihr beherrschten Tochterunternehmen (im Folgenden "PVA
TePla-Gruppe") sind führende Anbieter von High-Tech-Lösungen in den Bereichen Material-
und Messtechnik. Mit einem breiten Portfolio an innovativen Produkten, Prozessen und
Dienstleistungen unterstützt PVA TePla Kunden bei der Bewältigung anspruchsvoller
Herausforderungen in vielen verschiedenen Industriezweigen, die von den globalen Megatrends
Digitalisierung, Dekarbonisierung und Mobilität getrieben werden. Über ihre Standorte
in Deutschland, Frankreich, Italien, den USA, China, Taiwan, Korea und Singapur unterhält
und pflegt PVA TePla weltweite Geschäftsbeziehungen. Perspektivisch konzentriert sich
PVA TePla bei regionalen Wachstumsinitiativen insbesondere auf den asiatischen und
amerikanischen Raum. 2. Grundsätze der RechnungslegungDer verkürzte Konzernzwischenabschluss der PVA TePla-Gruppe bezieht sich auf die Berichtsperiode
vom 1. Januar 2025 bis zum 30. Juni 2025 ("Konzernhalbjahresabschluss") nach § 117
in Verbindung mit §§ 114, 115 WpHG. Der Konzernzwischenabschluss wurde sowohl in Übereinstimmung
mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) als auch dem § 53 der Börsenordnung
für die Frankfurter Wertpapierbörse erstellt. Alle für das Geschäftsjahr 2025 vom
International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und verpflichtend
anzuwendenden Standards und Interpretationen wurden angewendet, sofern sie von der
Europäischen Union genehmigt sind. Der Konzernzwischenabschluss entspricht den Anforderungen
von IAS 34 und wurde von einem Wirtschaftsprüfer weder geprüft noch einer prüferischen
Durchsicht unterzogen. Der vorliegende Konzernzwischenabschluss basiert auf dem Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2024. In Einklang mit IAS 34 ist im Vergleich zum Konzernabschluss ein verkürzter
Berichtsumfang gewählt worden. Er enthält nicht alle Informationen, die für einen
vollständigen Konzernabschluss zum Ende eines Geschäftsjahres erforderlich sind. Die
Erstellung erfolgte unter Anwendung der für den Konzernabschluss zum 31. Dezember
2024 geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Berücksichtigt wurden alle laufenden
Geschäftsvorfälle und Abgrenzungen, die nach Ansicht des Managements notwendig sind,
um eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der Zwischenergebnisse zu gewährleisten. Ertragsteuern wurden im Wege einer bestmöglichen
Schätzung ermittelt. Die Ergebnisse der Zwischenberichtsperiode ermöglichen keine
verbindliche Aussage über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs. Im vorliegenden verkürzten Konzernanhang werden vor allem Angaben zu den Posten gemacht,
bei denen sich wesentliche Änderungen im Vergleich zu dem Konzernabschluss der PVA
TePla-Gruppe für das Geschäftsjahr 2024 ergeben haben. Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Alle Beträge
sind in Tausend Euro (TEUR) angegeben, sofern nicht auf Abweichungen explizit hingewiesen
wird. Aus rechentechnischen Gründen können in diesem Zwischenbericht dargestellten
Informationen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (€, % usw.) auftreten. Der Konzernhalbjahresabschluss für die zum 30. Juni 2025 endende Berichtsperiode wurde
am 7. August 2025 vom Vorstand der PVA TePla AG zur Veröffentlichung freigegeben. B. Änderungen der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie im Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2025 der PVA TePla-Gruppe angewendeten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Konzernabschluss für das
Geschäftsjahr 2024 grundsätzlich unverändert. Im Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2025 müssen in einem begrenzten Umfang
Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese haben Auswirkungen auf
die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge
und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten. Die Schätzungen und Ermessensentscheidungen
sind grundsätzlich unverändert zu den im Konzernabschluss beschriebenen Sachverhalten
der PVA TePla-Gruppe für das Geschäftsjahr 2024. Hiervon abweichende Entwicklungen
können dazu führen, dass die sich einstellenden Beträge von den ursprünglichen Schätzwerten
abweichen. Diese möglichen Entwicklungen liegen außerhalb des Einflussbereichs des
Managements. Abweichend zur Berichterstattung zum 31. Dezember 2024 wurden die Ertragsteuern im
vorliegenden Halbjahresbericht in Übereinstimmung mit IAS 34 auf Grundlage der erwarteten
Ertragsteuerquote für das Gesamtjahr ermittelt (30. Juni 2025: 28,6%). C. Änderungen des KonsolidierungskreisesIn den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2025 wird die PVA TePla AG sowie ihre
Tochterunternehmen, über die Beherrschung ausgeübt werden, ("PVA TePla-Gruppe") einbezogen. Die PVA TePla AG hat am 29. Januar 2025 (Erwerbszeitpunkt) sämtliche Anteile an der
desconpro engineering GmbH mit Sitz in Hüttlingen erworben (nachfolgend "desconpro
engineering GmbH"). Seit diesem Tag wird die erworbene Gesellschaft mittels Vollkonsolidierung
in den Konzernabschluss der PVA TePla AG einbezogen und ist dem Berichtssegment "Semiconductor
Systems" zugeordnet. Der Automatisierungsspezialist war zuvor bereits langjähriger
Partner der PVA TePla-Gruppe und soll auch weiterhin Schlüsselkomponenten für die
Ultraschallmikroskopiesysteme der Unternehmensgruppe fertigen. Durch diese strategische
Akquisition in Form einer vertikalen Integration stärkt die PVA TePla-Gruppe ihre
Position im weltweit wachstumsstarken Markt für Ultraschallmetrologie. Der Kaufpreis
für die Anteile der desconpro engineering GmbH beträgt insgesamt TEUR 6.000, der eine
bedingte Auszahlung in Höhe von TEUR 500 enthält. Die finale Kaufpreisallokation steht
gegenwärtig noch aus. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Halbjahresberichts der PVA TePla AG war die
Aufteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden des übernommenen Unternehmens
noch nicht abgeschlossen. Die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der identifizierten
Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt stellen sich wie folgt dar:
Wesentliche Unterschiede der beizulegenden Zeitwerte zu den Buchwerten entfielen auf
den Ansatz von bisher nicht bilanzierten immateriellen Vermögenswerten in Höhe von
TEUR 4.158, welche sich aus der verwendeten Technologie, der Marke und vorteilhaften
Verträgen ergeben. Der mit liquiden Mitteln zu leistende Gesamtkaufpreis betrug TEUR
6.000, von denen TEUR 5.917 bereits in der laufenden Berichtsperiode geleistet wurden.
Für den noch nicht geleisteten Restbetrag von TEUR 83 geht das Management von einer
Zahlung im Geschäftsjahr 2025 aus. Unter Berücksichtigung der erworbenen Zahlungsmittel
von TEUR 1.879 beträgt der Nettomittelabfluss aus dem Unternehmenserwerb TEUR 4.121.
Die aufwandswirksam erfassten Einmalkosten der Akquisition belaufen sich auf insgesamt
TEUR 42. Der Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) in Höhe von TEUR 857 resultiert insbesondere
aus dem Erwerb von immateriellen Vermögenswerten, die nicht die Bedingungen für einen
separaten Ansatz erfüllten (etwa "Human capital" wie Qualifikation und Knowhow der
Mitarbeiter). Die PVA TePla AG geht davon aus, dass der im Geschäftsjahr 2025 angesetzte
Geschäfts- oder Firmenwert steuerlich nicht anrechenbar sein wird. Zum 29. April 2025 (Erwerbszeitpunkt) erwarb die PVA TePla AG 100 % der Anteile der
DIVE imaging systems GmbH, Radeberg, die mit Eintragung in das Handelsregister vom
24. Juli 2025 in PVA Vision GmbH umfirmiert wurde (nachfolgend "PVA Vision GmbH").
Seit diesem Tag wird die erworbene Gesellschaft mittels Vollkonsolidierung in den
Konzernabschluss der PVA TePla AG einbezogen und ist dem Berichtssegment "Semiconductor
Systems" zugeordnet. Das Unternehmen bietet eigens entwickelte innovative Lösungen
für die industrielle Qualitätskontrolle und Prozessoptimierung. Mit der Integration
der PVA Vision GmbH erweitert die PVA TePla-Gruppe das Portfolio mit weiteren Technologien
für die hochpräzise, schnelle und zerstörungsfreie Inspektion. Die Akquisition der
PVA Vision GmbH hat auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PVA TePla-Gruppe
keine wesentliche Auswirkung. Im Vergleich zum Konzernabschluss der PVA TePla-Gruppe zum 31. Dezember 2024 gab es
im Konsolidierungskreis zum 30. Juni 2025 keine weiteren Veränderungen. D. Ausgewählte Erläuterungen1. UmsatzerlöseUmsatzaufgliederung nach Tätigkeitsbereichen
Umsatzaufgliederung nach Regionen
Umsatzaufgliederung nach dem Zeitpunkt der Leistungserbringung
2. Veränderungen Konzern-EigenkapitalDie PVA TePla AG hat 1.031.867 eigene Aktien zwischen dem 1. Januar 2025 und dem 30.
Juni 2025 zu einem durchschnittlichen Kurs von EUR 14,48 pro Aktie (zzgl. Transaktionskosten
in Höhe von TEUR 52) erworben und als Gegen-Position im Eigenkapital unter dem Posten
"Eigene Anteile" in Höhe von TEUR -18.960 ausgewiesen. Eine Verpflichtung zum Erwerb
zusätzlicher eigener Eigenkapitalinstrumente besteht zum 30. Juni 2025 nicht (31.
Dezember 2024: TEUR 506). Die Dividendenausschüttung der PVA TePla AG richtet sich nach dem handelsrechtlichen
Jahresabschluss der PVA TePla AG. Für das Geschäftsjahr 2024 hat die ordentliche Hauptversammlung
vom 24. Juni 2025 keine Ausschüttung beschlossen. 3. SegmentberichterstattungUmsatzaufgliederung nach Geschäftsbereichen
EBITDA (Earnings before Interest, Tax, Depreciation and Amortization) nach Geschäftsbereichen
Überleitung Segmentergebnis auf das Ergebnis nach Steuern
4. Finanzinstrumente: Angaben zum beizulegenden ZeitwertDie beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten
entsprechen zum 30. Juni 2025 im Wesentlichen den angesetzten Buchwerten. Nachfolgend werden die Buchwerte (= Zeitwerte) nach Klassen für die zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte respektive finanziellen Verbindlichkeiten
dargestellt:
Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente betreffen
zum 30. Juni 2025 ausschließlich Kaufoptionen von assoziierten Unternehmen (finanzielle
Vermögenswerte) sowie Kaufpreisbestandteile aus Unternehmenserwerben (finanzielle
Verbindlichkeiten). Die beizulegenden Zeitwerte ermitteln sich auf nicht beobachtbaren
Marktdaten ("Stufe 3"). Die in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten enthaltenen zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten finanziellen Vermögenswerte betreffen wie bereits zum 31. Dezember 2024
ausschließlich ein Derivat, das sich auf Kaufoptionen von Anteilen an assoziierten
Unternehmen bezieht. Die Bewertung erfolgt unverändert mit TEUR 958. Es wird auf die
entsprechenden Ausführungen im Geschäftsbericht 2024 verwiesen. Die in den lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten enthaltenen zu den beizulegenden
Zeitwerten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betreffen ausschließlich Kaufpreisbestandteile
aus Unternehmenserwerben (Earn-Out). Die Earn-Out-Verbindlichkeit aus einem Erwerb
aus Vorjahren wird unverändert zum 31. Dezember 2024 mit TEUR 1.679 bilanziert. Aus
den Erwerben des aktuellen Geschäftsjahres werden zum 30. Juni 2025 Verbindlichkeiten
in Höhe von TEUR 1.669 ausgewiesen. Die noch ausstehenden Zahlungsverpflichtungen
für Earn-Out-Verbindlichkeiten sind auf insgesamt TEUR 3.801 begrenzt. 5. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Aussagen zu den im Konzernabschluss der PVA TePla-Gruppe für das Geschäftsjahr
2024 beschriebenen Eventualverbindlichkeiten und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten
sind im Wesentlichen unverändert. 6. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDer Kreis der zur PVA TePla AG oder zu Konzernunternehmen nahestehenden Unternehmen
und Personen wird durch IAS 24 bestimmt. Zwischen dem 1. Januar 2025 und dem 30. Juni
2025 gab es folgende Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat: COO Oliver Höfer
ist mit dem planmäßigen Auslaufen seines Dienstvertrages zum 25. Juni 2025 aus dem
Vorstand ausgeschieden. Von den Aktionärinnen und Aktionären wurden auf der Hauptversammlung
am 24. Juni 2025 Rudolf Weichert und Prof. Dr. Ingrid De Wolf neu in das Gremium gewählt.
Prof. Dr. Gernot Hebestreit schied mit Ablauf der Versammlung aus. Der Umfang der Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen hat sich im
Vergleich zum Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2024 nicht verändert. 7. Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2025Die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main,
Deutschland, ist auf der Hauptversammlung am 24. Juni 2025 zum Abschlussprüfer und
Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember
2025 gewählt worden. Zudem wurde die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Frankfurt am Main, Deutschland, auf der Hauptversammlung am 24. Juni 2025 zum Prüfer
des Nachhaltigkeitsberichts des Geschäftsjahres 2025 für die Gesellschaft und den
Konzern bestellt. 8. Wesentliche Ereignisse nach dem StichtagIm Zeitraum nach dem 30. Juni 2025 und vor der Freigabe des Konzernhalbjahresabschlusses
haben sich keine wesentlichen Änderungen hinsichtlich der Unternehmenssituation sowie
in unserem Branchenumfeld ergeben, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage zum 30. Juni 2025 haben könnten. Darüber hinaus sind derzeit
keine größeren Veränderungen in der Struktur, Verwaltung oder Rechtsform der Gruppe
oder im Personalbereich vorgesehen. Im Hinblick auf das am 11. Juli 2025 im Bundesrat
beschlossene "Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm zur Stärkung
des Wirtschaftsstandorts Deutschland" und der damit verbundenen sukzessiven Senkung
des Körperschaftsteuersatzes ab dem Veranlagungszeitraum 2028 sind die latenten Steuern
der deutschen Gesellschaften der PVA TePla-Gruppe in künftigen Abschlüssen neu zu
bewerten. Im vorliegenden Halbjahresbericht wurden die neuen Steuersätze bei der Bewertung
der latenten Steuern noch nicht berücksichtigt. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Wettenberg, 13. August 2025
ImpressumPVA TePla AG Telefon: +49 (0) 641 / 6 86 90-0 Investor RelationsSebastian Gonsior HerausgeberPVA TePla AG TextPVA TePla AG SprachenDeutsch/Englisch Dieser Bericht steht in deutscher und englischer Sprache im Internet unter www.pvatepla.com
unter der Rubrik Investor Relations/Berichte zum Download zur Verfügung. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich. |
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