![]() QSC AGKölnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Geschäftsbericht 2010Informationstechnologie [IT] und Telekommunikation [TK] wachsen zusammen - QSC wächst mit.Das Zusammenwachsen von IT und TK ist Folge der zunehmenden Vernetzung unserer Gesellschaft.
So nutzen wir immer häufiger Software (IT) über das Internet (TK); die Grenzen verschwimmen.
Den Dreh- und Angelpunkt für die Übertragung aller Informationen bildet das Internet-Protokoll
(IP). Dessen Siegeszug hat QSC frühzeitig erkannt: Unser Next Generation Network ist
durchgängig IP-basiert. Wir können daher schon heute ITK-Dienste auf IP-Basis entwickeln
und vermarkten. Der ursprüngliche TK-Netzbetreiber QSC wird damit immer stärker zu einem ITK-Serviceanbieter.
Das zusätzliche "I" steht hierbei auch für Innovationen - und neue Wachstumschancen.
Denn wir sind überzeugt: Die Zukunft liegt im ITK-Markt. Kennzahlenscroll
Konzernabschluss 2006 bis 2010 nach IFRS
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inklusive nicht zahlungswirksamer aktienbasierter Vergütung
Ziele und ErgebnisseVERDOPPELUNG DES FREE CASHFLOWSAnfangs plante QSC für 2010 eine Steigerung des Free Cashflows auf mehr als 22 Millionen
Euro und erhöhte die Prognose im August auf mehr als 25 Millionen Euro. Am Ende erwirtschaftete
QSC 2010 einen Free Cashflow von 27,7 Millionen Euro. FREE CASHFLOW (in Mio. €)![]() VERVIERFACHUNG DES KONZERNGEWINNSQSC erwartete für 2010 eine Verdreifachung des Konzerngewinns auf mehr als 16 Millionen
Euro - und erwirtschaftete mehr als eine Vervierfachung auf 24,2 Millionen Euro. Dies
entspricht 0,18 Euro je Aktie nach 0,04 Euro im Vorjahr. KONZERNERGEBNIS (in Mio. €)![]() WEITERER ANSTIEG DES EBITDAFür 2010 prognostizierte QSC eine Steigerung des EBITDA-Ergebnisses - und schaffte
dies auch. Im Transformationsprozess stieg das EBITDA auf 78,1 Millionen Euro; die
EBITDA-Marge erhöhte sich auf 19 Prozent. EBITDA (in Mio. €)![]() HOHES WACHSTUM IP-BASIERTER UMSÄTZEQSC konzentrierte sich 2010 auf IP-basierte Umsätze und steigerte diese binnen Jahresfrist
um 11 Prozent. Doch auch insgesamt erhöhte sich der Umsatz auf 422,1 Millionen Euro. UMSATZ (in Mio. €)![]() Highlights 2010Große Fortschritte im TransformationsprozessAuf dem Weg zum ITK-Serviceanbieter konzentriert sich QSC auf zumeist margenstärkere
IP-basierte Umsätze. Ihr Anteil am Gesamtumsatz stieg 2010 auf 68 Prozent nach 62
Prozent im Vorjahr. Hotelketten setzen auf ITK-Lösungen von QSCQSC gewann mit Mövenpick Hotels & Resorts und DERAG Hotel & Living im März und April
zwei Kunden mit zahlreichen Filialen. In beiden Fällen vernetzt QSC sämtliche Standorte
der Hotels und gewährleistet eine reibungslose Kommunikation. Abschluss einer langfristigen Netzkooperation mit freenetIm Juni startete QSC das Managed-Outsourcing-Geschäft mit einem 10-Jahres-Ver-trag
mit der freenet Cityline. QSC integrierte das bestehende Schmalbandnetz des neuen
Partners in ihr NGN und betreibt jetzt dessen festnetzbasierte Sprach- und Internetzugangsdienste.
Einen weiteren Vertrag schloss QSC im Dezember mit TELE2. Hyundai nutzt IPfonie centraflexIm Juni entschied sich die Hyundai Corporation Europe für den Einsatz der virtuellen
Telefonanlage IPfonie centraflex. Im Oktober stellte QSC dann die dritte Generation
dieser zukunftsweisenden und preisgekrönten ITK-Lösung vor. Start der ersten bundesweiten Open-Access-PlattformIm August realisierte QSC die erste Netz-, Prozess- und Dienste-Drehscheibe für Anbieter
und Nachfrager einer neuen, zumeist glasfaserbasierten Generation von Breitbandanschlüssen.
Die ersten Partner sind der Infrastrukturanbieter HL komm sowie 1&1 Internet. Stärkung der IT-Kompetenz durch ÜbernahmeIm Dezember erwarb QSC mit IP Partner einen schnell wachsenden Anbieter von Housing-
und Hosting-Services. Die neue Tochter verfügt über zwei Rechenzentren und mehr als
1.000 Unternehmenskunden. ITK
Individuellwie der Einsatz der Telefonanlage IPfonie centraflex Initiativwie die erste bundesweite Open-Access-Plattform Intelligentwie das Housing- und Hosting-Angebot von IP Partner Idealwie Partnerschaften mit Netzbetreibern im Managed Outsourcing Inspirierendwie die neue Service-Plattform für Cloud Computing Imposantwie der erweiterte Markt mit seinem verdoppelten Volumen Individuell
IPfonie centraflex: Baukasten für eine Telefonanlage nach MaßAls IT und TK noch getrennte Branchen waren, zählte der Kauf einer TK-Anlage für Unternehmen
zu den größeren Anschaffungen. Zudem erforderten der Anschluss jedes neuen Mitarbeiters
sowie der Umzug jeder Abteilung den erneuten Eingriff externer und entsprechend teurer
Spezialisten. Im ITK-Zeitalter ist die Telefonanlage im Kern eine Softwarelösung und QSC setzt in
diesem Zukunftsmarkt mit IPfonie centraflex Maßstäbe. Sämtliche Funktionalitäten dieser
mit dem Innovationspreis-IT ausgezeichneten virtuellen Telefonanlage liegen auf einem
Server bei QSC. Beim Kunden erfolgt in erster Linie nur noch der Anschluss der Endgeräte,
sodass insbesondere Betriebe mit vielen Standorten von einer nicht gekannten Flexibilität
und Effizienz profitieren. Zudem wächst IPfonie centraflex mit seinen Kunden: Zusätzliche
Arbeitsplätze oder neue Büros lassen sich einfach und zentral konfigurieren. Dieses
Baukastensystem spart Unternehmen noch einmal Zeit und Geld und ist ein weiteres Verkaufsargument. InitiativOpen Access: Drehscheibe für das Arbeiten mit HochgeschwindigkeitQSC baute als einer der ersten alternativen Anbieter nach der Jahrtausendwende ein
DSL-Netzwerk in Deutschland auf und veränderte damit wie nur wenige andere Netzbetreiber
den TK-Markt von Grund auf. Millionen Bundesbürger konnten mit DSL zum ersten Mal
sämtliche Vorteile des Internets nutzen. Ein Jahrzehnt später beginnen immer mehr
kommunale Anbieter mit dem Ausbau von Glasfasernetzen, um den unverändert wachsenden
Breitbandbedarf zu befriedigen. Ihre enormen Investitionen in den sogenannten Next
Generation Access (NGA) können sie allerdings nur amortisieren, wenn sie ihr Netz
auch auslasten. Genau dies ermöglicht QSC. Das Unternehmen ergriff 2010 die Initiative und entwickelte
die erste Open-Access-Plattform, eine bundesweite Netz-, Prozess- und Dienste-Drehscheibe
für Anbieter und Nachfrager von NGA. QSC verknüpft hierbei ihre langjährige Erfahrung
aus der Vermarktung von TK-Leitungen an Wiederverkäufer mit innovativen IT-Anwendungen.
Dies macht die Open-Access-Plattform zu einem Musterbeispiel für eine ITK-Lösung. ![]() IntelligentIP Partner: Schlüsselfertige Lösungen für eine sichere ITDie Verschmelzung von IT und TK hat die im Dezember 2010 erworbene neue Tochter bereits
im Namen und in ihrer Geschäftstätigkeit vorweggenommen: Die im Jahr 2000 gegründete
IP Partner bietet ein breites Spektrum von Housing- und Hosting-Diensten, die das
Internet-Protokoll umfassend nutzen. Im Kern übernimmt das Nürnberger Unternehmen für seine überwiegend mittelständischen
Kunden den Betrieb ihrer zentralen IT-Infrastruktur; auf den mehr als 10.000 Servern
in den Rechenzentren von IP Partner laufen Anwendungen von mehr als 1.000 Kunden.
Damit diese jederzeit von überall aus auf ihre Daten zugreifen können, braucht es
leistungsstarke Telekommunikationsverbindungen. Sprich: IP Partner betreibt die zentrale
IT-Infrastruktur ihrer Kunden und nutzt hierfür TK-Dienste - IT und TK verschmelzen
zu einem intelligenten ITK-Dienst mit großem Wachstumspotenzial. Ideal
Managed Outsourcing: Moderne Partnerschaft mit NetzbetreibernNoch betreiben in Deutschland zahlreiche Anbieter konventionelle TK-Netze, die allein
der Übermittlung von Telefongesprächen dienen. Ein Anachronismus im ITK-Zeitalter!
Mit dem Next Generation Network schuf QSC frühzeitig die Grundlage, um solche Telefonate
wesentlich kostengünstiger in kleinen Datenpaketen unter Nutzung des Internet-Protokolls
übertragen zu können. Auf dieser Basis baute QSC im vergangenen Jahr ein neues ITK-Geschäftsfeld auf: Managed
Outsourcing. QSC integriert bestehende Schmalbandnetze alternativer Anbieter in das
NGN und betreibt danach deren festnetzbasierten Sprach- und zum Teil auch deren Internetverkehr.
Der Endkunde merkt nichts und telefoniert bzw. mailt weiter bei seinem bevorzugten
Anbieter. freenet und TELE2 waren 2010 die ersten Telekommunikationsanbieter, die
sich von den Effizienzvorteilen dieser ITK-Lösung überzeugen ließen - weitere dürften
folgen. KONTAKTJunges NGN sucht alte Netze. Sie sind es leid, allein ein Schmalbandnetz mit hohen
Fixkosten zu betreiben? Dann ist das NGN von QSC der ideale Partner. Mehr unter Tel. 0800 7722375. InspirierendQ-loud: Service-Plattform für neue Anwendungen in der WolkeKeine andere Entwicklung steht so sehr für die Verschmelzung von IT und TK wie das
Vordringen von Cloud Computing, der Rechnerwolke. Denn Anwender nutzen darin die IT
in einer TK-Umgebung. Sie sitzen zu Hause oder im Büro vor ihrem Rechner und starten
via Breitbandleitung Programme in der Wolke, um dort beispielsweise Dokumente zu erstellen,
zu speichern, sie mit Kollegen zu teilen oder gemeinsam zu verändern. Der entsprechende
Markt dürfte sich allein in Deutschland bis zum Jahr 2015 auf 8,2 Milliarden Euro
mehr als versiebenfachen. Von der explodierenden Nachfrage profitiert QSC mehrfach: QSC bietet in Rechenzentren
Mittelständlern die Möglichkeit, ihre Hard- und Software auszulagern; über breitbandige
Leitungen können sie danach von jedem Ort aus darauf gesichert zugreifen. 2011 ist
zudem der Start einer eigenen Service-Plattform geplant: Q-loud. Deren einfache Funktionalität
wird QSC-Mitarbeiter ebenso wie Partner inspirieren, individuelle Anwendungen für
Unternehmen zu programmieren - und damit Cloud Computing optimal zu nutzen. ImposantITK: Doppeltes Marktvolumen durch TransformationsprozessAls TK-Anbieter bewegte sich QSC in Deutschland auf einem schätzungsweise knapp 10
Milliarden Euro großen Markt. So hoch sind die jährlichen Ausgaben von mittelständischen
Unternehmen insbesondere für festnetzbasierte Sprach- und Datendienste sowie standortübergreifende
Vernetzungen. Mit der Weiterentwicklung zu einem ITK-Serviceanbieter und dem Angebot solch innovativer
Lösungen wie IPfonie centraflex, Open Access, Housing und Hosting sowie Cloud Computing
kann QSC diesen adressierbaren Markt in den kommenden Jahren verdoppeln. Interne Berechnungen
ergeben ein imposantes Marktvolumen in Höhe von knapp 20 Milliarden Euro; dies entspricht
rund 20 Prozent der Gesamtausgaben von Mittelständlern für ITK-Produkte und Dienste.
Die Verdoppelung des potenziellen Marktes zeigt, welche Chancen das Zusammenwachsen
von IT und TK für QSC eröffnet. » 2010 war ein erfolgreiches Jahr für QSC, denn wir haben große Fortschritte im Transformationsprozess
gemacht. Im laufenden Jahr stehen ebenfalls die Weiterentwicklung zum ITK-Serviceanbieter
und damit margenstärkere IP-basierte Umsätze im Fokus. Mittelfristig erschließen wir
uns durch neue Angebote wie Housing und Hosting sowie eine Plattform für das Cloud
Computing attraktive Wachstums- und Ertragspotenziale. « DR. BERND SCHLOBOHM // Vorstandsvorsitzender QSC // An die AktionäreDer Vorstand
Dr. Bernd Schlobohm // CHIEF EXECUTIVE OFFICERDer Vorstandsvorsitzende verantwortet die Strategie und treibt maßgeblich die Weiterentwicklung
von QSC zu einem ITK-Serviceanbieter voran. Aus dem Zusammenwachsen von IT und TK
ergeben sich nach Überzeugung des promovierten Ingenieurs große Chancen für sein Unternehmen,
das er im Jahr 1997 mit Gerd Eickers gründete. Bis zum heutigen Tag verkauften beide
Gründer keine Aktien. Jürgen Hermann // CHIEF FINANCIAL OFFICERDie steigende Finanz- und Ertragskraft infolge des Transformationsprozesses erweitert
den Spielraum des Finanzvorstandes. Für das Jahr 2011 plant der Wirtschaftswissenschaftler
erstmals eine Dividende. Joachim Trickl // CHIEF OPERATING OFFICERDer Verantwortliche für die drei Business Units kennt aus Gesprächen die ITK-Bedürfnisse
von Mittelständlern genau. Der Physiker richtet Leistungsspektrum und Vertrieb konsequent
danach aus. Brief an die AktionäreLiebe Aktionärinnen und Aktionäre, die Weiterentwicklung von einem TK-Netzbetreiber zu einem ITK-Serviceanbieter prägte
den Geschäftsverlauf von QSC im vergangenen Geschäftsjahr. Ende 2010 erwirtschaftete
unser Unternehmen bereits 72 Prozent des Umsatzes mit IP-basierten Produkten und Diensten
- von der einfachen Voice-over-IP-Übertragung bis hin zu komplexen Sprach-Daten-Lösungen
für filialisierte Geschäftskunden; Anfang letzten Jahres hatte dieser Anteil erst
bei 65 Prozent gelegen. Dieser Anstieg ist entscheidend für den nachhaltigen Erfolg
von QSC: Denn IP-basierte Umsätze sind die Zukunft unserer Branche. Derzeit wachsen
Informationstechnologie (IT) und Telekommunikation (TK) aufgrund der zunehmenden Vernetzung
unserer Gesellschaft zu einer einheitlichen ITK-Branche zusammen - und das Internet-Protokoll,
abgekürzt IP, ist der Dreh- und Angelpunkt für die Übertragung von Informationen in
der ITK-Welt. In diesem Zukunftsmarkt verfügt QSC über einen entscheidenden Vorsprung,
da wir frühzeitig ein durchgängig IP-basiertes Next Generation Network aufgebaut haben
und so schon heute innovative ITK-Dienste entwickeln und vermarkten können. Dieser
Vorsprung und der wachsende Anteil IP-basierter Umsätze schaffen wiederum eine sehr
gute Grundlage für eine nachhaltige Steigerung der Finanz- und Ertragskraft. 2010 haben wir große Fortschritte auf dem Weg zu einem ITK-Serviceanbieter gemacht.
Die Ergebnisse sprechen für sich: QSC konnte den Free Cashflow auf 27,7 Millionen
Euro mehr als verdoppeln und den Konzerngewinn auf 24,2 Millionen Euro mehr als vervierfachen.
Dabei haben wir nicht nur die zumeist margenstärkeren IP-basierten Umsätze deutlich
gesteigert, sondern mit Managed Outsourcing und Open Access auch zwei zukunftsträchtige
IP-basierte Geschäftsfelder aufgebaut und mit der Übernahme von IP Partner den Transformationsprozess
zum Jahresende noch einmal beschleunigt. Im Juni gewannen wir mit freenet den ersten Kunden im Managed-Outsourcing-Geschäft.
In diesem neuen Geschäftsfeld integriert QSC konventionelle TK-Netze von Partnern
in das eigene Next Generation Network und betreibt danach deren festnetzbasierte Sprach-
und zum Teil auch Datendienste. Dadurch lasten wir das eigene Netz besser aus und
erwirtschaften zusätzliche Umsätze mit hinreichenden Deckungsbeiträgen. Nach unserer
Analyse betreiben derzeit noch sechs weitere Unternehmen in Deutschland konventionelle
TK-Netze - und das sind nach freenet und TELE2 sechs weitere potenzielle Partner für
QSC. In dem zweiten neuen Geschäftsfeld, Open Access, ist die Zahl potenzieller Partner
noch höher Unserer Beobachtung nach treiben derzeit bereits weit mehr als 50 Unternehmen
den Ausbau ihrer Infrastruktur mit Glasfaser voran und vervielfachen so die verfügbaren
Bandbreiten für Unternehmen und Privatkunden. Alle diese vorrangig regional aktiven
Anbieter des sogenannten Next Generation Access (NGA) stehen vor einer großen Herausforderung:
Um ihre Investitionen zügig amortisieren zu können, benötigen sie eine schnell wachsende
Zahl von Kunden, die am besten von überregional aktiven Vermarktern zu gewinnen sind.
Mit der Open-Access-Plattform schuf QSC hierfür eine einzigartige Lösung, und zwar
die erste bundesweite Netz-, Prozess- und Dienste-Drehscheibe für NGA-Anbieter und
Vermarkter; die ersten Kunden sind die Leipziger HL komm, die Dortmunder DOKOM sowie
1&1 Internet. Im Dezember übernahm QSC dann IP Partner, einen schnell wachsenden Anbieter von Housing-
und Hosting-Services. Beim Hosting stellt IP Partner IT-Kapazitäten wie Server und
Datenbanken bereit, beim Housing installieren Geschäftskunden ihre eigene Hardware
in den aufwendig gesicherten Rechenzentren von IP Partner. Die Nachfrage nach diesen
ITK-Diensten wächst, da sie Unternehmen erhebliche Effizienzvorteile bieten und ihnen
zugleich die Vorbereitung auf eine neue ITK-Ära erleichtern: Cloud Computing. Diese
Nutzung von ITK-Diensten ausschließlich über das Internet gewinnt immer mehr an Bedeutung.
Housing- und Hosting-Services ersetzen hierbei stationäre Lösungen in den Unternehmen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen von IP Partner. Mit ihrer
ausgewiesenen IT-Expertise bilden sie eine wertvolle Verstärkung unseres Teams. Wir
möchten an dieser Stelle allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr hohes Engagement
und ihre Bereitschaft danken, die Weiterentwicklung von QSC zu einem ITK-Serviceanbieter
voranzutreiben. Im laufenden Geschäftsjahr wird QSC diesen Transformationsprozess mit der gleichen
Konsequenz wie 2010 fortsetzen. Im Fokus stehen eine weitere Stärkung der Finanz-
und Ertragskraft und eine erneute Steigerung der IP-basierten Umsätze. Zugleich werden
wir unser Leistungsspektrum weiter in Richtung ITK-Dienste ausbauen und zwei wichtige
Innovationen vorantreiben: Fixed-Mobile-Integration und Cloud Computing. Durch eine
Zusammenschaltung mit einem Mobilfunkanbieter plant QSC im laufenden Geschäftsjahr
erstmals auch mobile Sprach- und Datendienste und damit, die Abdeckung sämtlicher
Kommunikationsbedürfnisse von Geschäftskunden aus einer Hand anzubieten. Mit einer eigenen Cloud-Computing-Plattform schafft QSC frühzeitig eine Grundlage
für die Entwicklung von Applikationen für Unternehmen in der neuen ITK-Ära. Wir werden
diese einzigartige und nutzerfreundliche Plattform im Jahresverlauf einer breiten
Öffentlichkeit vorstellen. Unser Know-how auf diesem Gebiet unterstreicht die jüngste
Auszeichnung und finanzielle Förderung unseres SensorCloud-Projektes durch das Bundesministerium
für Wirtschaft und Technologie. Bei SensorCloud handelt es sich um eine zentrale und
hochskalierbare Plattform für vernetzte Sensoren und Steuerungsanwendungen. Anfang 2011 markiert erst den Beginn der Cloud-Computing-Ära. In den kommenden Jahren
müssen Anbieter noch viel Entwicklungs- und Überzeugungsarbeit leisten, damit Geschäftskunden
auf breiter Front ihre ITK an spezialisierte Unternehmen auslagern. Doch QSC ist auf
den anstehenden Wandel schon heute gut vorbereitet: Mit Housing und Hosting sowie
der Bereitstellung sicherer Breitbandkapazitäten bieten wir die notwendige Infrastruktur
für die Nutzung der Datenwolke. Und mit unserer Cloud-Computing-Plattform legen wir
das Fundament für die einfache und effiziente Entwicklung von Anwendungen. Alle diese neuen Geschäftsfelder zeigen, mit welcher Dynamik sich QSC in Richtung
eines ITK-Serviceanbieters entwickelt. Für Sie, liebe Aktionärinnen und Aktionäre,
birgt dieser Transformationsprozess eine doppelte Chance. Bereits 2010 honorierten
die Kapitalmärkte die stringente Umsetzung unserer Strategie mit einem 94-prozentigen
Kursanstieg. Zugleich stärkt der wachsende Anteil IP-basierter Umsätze unsere Finanz-
und Ertragskraft; diese wiederum bildet die Basis für die erstmals für das laufende
Geschäftsjahr geplante Ausschüttung einer Dividende. Auch in den kommenden Jahren
wollen wir Sie über eine Dividende am Unternehmenserfolg beteiligen, denn uns ist
bewusst: Der Erfolg von QSC basiert auf Ihrem fortwährenden Engagement. Dafür unser
herzlicher Dank.
Köln, 23. März 2011 scroll
Der AufsichtsratDer Aufsichtsrat begleitete 2010 die Weiterentwicklung von QSC zu einem ITK-Serviceanbieter.
Dem Gremium gehören Unternehmerpersönlichkeiten ebenso an wie große Anteilseigner
und zwei Repräsentanten der Belegschaft. Alle Vertreter der Anteilseigner sind bis
zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2012 gewählt. Herbert Brenke • VorsitzenderBereits seit dem Börsengang gehört der unabhängige Telekommunikationsberater dem Aufsichtsrat
von QSC an. In den 90er-Jahren baute er den Mobilfunkanbieter E-Plus auf und führte
von 1993 bis 1998 dessen Geschäfte. Zuvor leitete er Thyssen Rheinstahl Technik und
war von 1983 an Vorstand der Thyssen Handelsunion. Gerd EickersDer zweite Gründer von QSC wechselte nach dreijähriger Vorstandstätigkeit im Juni
2004 wieder in den Aufsichtsrat. Seit Februar 2005 amtiert der studierte Volkswirt
zudem als Präsident des VATM, des wichtigsten Branchenzusammenschlusses der Telekommunikationsindustrie
in Deutschland. Klaus-Theo ErnstDie QSC-Belegschaft wählte im Mai 2008 den Leiter Projektmanagement bei der Netzgesellschaft
Plusnet zu einem ihrer beiden Vertreter im neu formierten Aufsichtsrat. Seit Anfang
2001 arbeitet Klaus-Theo Ernst bei QSC. John C. Baker • Stellv. VorsitzenderDer Gründer und persönlich haftende Gesellschafter des US-Beteiligungsfonds Baker
Capital Group repräsentiert seit dem Jahr 2000 den größten QSC-Anteilseigner im Aufsichtsrat.
Der Harvard-Absolvent ist seit mehr als 25 Jahren in der Private-Equity-Branche tätig
und beteiligte sich bereits vorbörslich im Jahr 1999 an QSC. David RubergDer Informatiker leitet seit November 2007 als Vorstandsvorsitzender die niederländische
Interxion, einen führenden europäischen Anbieter von Rechenzentren und Managed Services.
Der gebürtige US-Amerikaner ist seit 2000 Mitglied des Aufsichtsrats von QSC. Jörg MüggeAls ihren zweiten Vertreter im Aufsichtsrat bestimmte die QSC-Belegschaft im Mai 2008
den Leiter Prozesse und Projekte bei der Netzgesellschaft Plusnet. Jörg Mügge ist
seit April 2002 bei QSC beschäftigt. Bericht des Aufsichtsratsfür das Geschäftsjahr 2010 in Gesellschaft und KonzernDie Weiterentwicklung zu einem ITK-Serviceanbieter prägte die Aktivitäten von QSC
im abgelaufenen Geschäftsjahr. Das Unternehmen konnte im laufenden Transformationsprozess
den Free Cashflow im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln und den Konzerngewinn
sogar im gleichen Zeitraum mehr als vervierfachen. Dieser Erfolg beruht auf den Leistungen
aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen wir, wie auch dem Vorstand, an dieser
Stelle für ihre gute Leistung im abgelaufenen Geschäftsjahr danken. Tätigkeit des Aufsichtsrats •Bei der Leitung von QSC hat der Aufsichtsrat den Vorstand im abgelaufenen Geschäftsjahr
regelmäßig beraten, die Arbeit des Vorstands überwacht und alle gesetzes- und satzungsmäßigen
Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat war unmittelbar in alle Entscheidungen und
Maßnahmen von grundlegender Bedeutung eingebunden, insbesondere wenn sie die Ertrags-,
Finanz- oder Vermögenslage betrafen. Der Aufsichtsrat stimmte nach sorgfältiger Prüfung
über sämtliche Maßnahmen ab, die nach dem Gesetz, der Satzung oder der Geschäftsordnung
des Vorstands seiner Zustimmung bedürfen. Themen des Aufsichtsrats •Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat fortlaufend, zeitnah und umfassend schriftlich
und mündlich über die Geschäftsentwicklung und nutzte dazu insbesondere Monats- und
Quartalsabschlüsse sowie rollierende Soll-Ist-Vergleiche. Rückfragen und Wünschen
des Aufsichtsrats nach ergänzenden Informationen kam der Vorstand stets zügig und
umfassend nach. Aufsichtsrat und Vorstand berieten in gemeinsamen Sitzungen über wesentliche
Fragen der Geschäftspolitik und -strategie sowie der Unternehmensentwicklung und -planung.
Aktuelle Themen, die zwischen den Aufsichtsratssitzungen anfielen, diskutierten die
Vorsitzenden beider Gremien darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen. Themenschwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit 2010 waren: 1. Die Strategie des Unternehmens. Der Aufsichtsrat diskutierte mit dem Vorstand dessen
Entscheidung zur konsequenten Weiterentwicklung von QSC zu einem ITK-Serviceanbieter
und informierte sich fortlaufend über Fortschritte im Transformationsprozess. 2. Die Verlängerung der Bestellung von Dr. Bernd Schlobohm. Mit Beschluss vom 16.
März 2010 verlängerte der Aufsichtsrat die Bestellung von Dr. Bernd Schlobohm zum
Vorstandsvorsitzenden der QSC AG im Anschluss an das Auslaufen seiner bisherigen Bestellung
zum 30. April 2010 um weitere drei Jahre bis zum 30. April 2013. 3. Die Anpassung der Vorstandsverträge an die Erfordernisse des VorstAG. Der Aufsichtsrat
hat die Verlängerung der Bestellung des Vorstandsvorsitzenden Dr. Bernd Schlobohm
zum Anlass genommen, das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder vor dem Hintergrund
des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung vom 31. Juli 2009 (VorstAG)
in seiner Sitzung am 16. März 2010 zu überprüfen und die Vorstandsverträge anzupassen,
um so die langfristige Ausrichtung der Vergütung der Vorstände zu verstärken. Weitere
Ausführungen zum Vergütungssystem für den Vorstand finden sich im Vergütungsbericht.
Die Hauptversammlung hat das vom Aufsichtsrat festgelegte Vergütungssystem für den
Vorstand am 20. Mai 2010 gebilligt. 4. Die Übernahme der Anteile der Communication Services TELE2 GmbH (TELE2) an der
Plusnet GmbH & Co. KG (Plusnet) durch QSC. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat regelmäßig,
insbesondere in den ordentlichen Aufsichtsratssitzungen am 17. August und am 18. November
2010 sowie in der außerordentlichen Telefonkonferenz am 20. Dezember 2010 über den
Stand der mehrmonatigen Verhandlungen zur Übernahme des von TELE2 gehaltenen Anteils
von 32,5 Prozent an der gemeinsam mit QSC gehaltenen Plusnet berichtet. Die rechtlichen
und wirtschaftlichen Rahmendaten des Projekts hat der Aufsichtsrat mehrfach mit dem
Vorstand beraten. Eingehend diskutierten beide Gremien, welche Vor- und Nachteile
QSC durch den Ausstieg von TELE2 aus der bis dahin gemeinsam finanzierten Plusnet
entstehen. Besonderes Augenmerk galt der Angemessenheit des von QSC für den Anteil
der TELE2 an Plusnet zu zahlenden Kaufpreises und der von TELE2 für die vorzeitige
Entlassung aus ihren vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Plusnet zu zahlenden
Kompensation. Am 20. Dezember 2010 hat der Aufsichtsrat der Übernahme des Anteils
von TELE2 durch QSC unter bestimmten - sodann erfüllten - Bedingungen zugestimmt. 5. Die Akquisition der IP Partner AG. Vorstand und Aufsichtsrat diskutierten in den
ordentlichen Aufsichtsratssitzungen am 17. August und am 18. November 2010 sowie in
der außerordentlichen Telefonkonferenz am 20. Dezember 2010 eingehend Gründe und Ziele
dieser Akquisition. Dabei hat der Aufsichtsrat sich insbesondere mit den Finanzkennzahlen
und technischen Basisdaten des Zielunternehmens auseinandergesetzt. Am 20. Dezember
2010 hat der Aufsichtsrat der Übernahme der IP Partner AG durch QSC unter bestimmten
- sodann erfüllten - Bedingungen zugestimmt. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat im Jahr 2010 mit den internen Kontrollmechanismen
von QSC und hierbei insbesondere mit dem Risikomanagementsystem sowie der rechtskonformen
Unternehmensführung und Compliance. Der Aufsichtsrat prüfte diese anhand der vorgelegten
Unterlagen und im Dialog mit dem Vorstand. Nach Auffassung des Aufsichtsrats arbeiten
die internen Kontroll- und Risikofrüherkennungssysteme zuverlässig. Zusammensetzung des Aufsichtsrats •Der Aufsichtsrat setzte sich 2010 unverändert aus vier Vertretern der Anteilseigner,
und zwar dem Aufsichtsratsvorsitzenden Herbert Brenke, dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden
John C. Baker, Gerd Eickers und David Ruberg sowie aus den beiden Vertretern der Arbeitnehmer,
Klaus-Theo Ernst und Jörg Mügge, zusammen. Aufsichtsratssitzungen und Ausschüsse •Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten im Berichtsjahr vier turnusmäßige Sitzungen
und eine Telefonkonferenz ab. Mit Ausnahme eines Mitglieds, das bei einer Sitzung
nicht anwesend war, nahmen alle Mitglieder im Jahr 2010 an allen Sitzungen und der
Telefonkonferenz teil. Der Aufsichtsrat hat zur Unterstützung seiner Arbeit drei Ausschüsse eingerichtet:
den Vergütungsausschuss, den Prüfungsausschuss und den Nominierungsausschuss. Der Vergütungsausschuss tagte im Berichtsjahr einmal. Diesem Ausschuss gehören als
dessen Vorsitzender Herbert Brenke sowie John C. Baker und Jörg Mügge an. Der Vergütungsausschuss
beriet über mögliche Modelle zur Anpassung des bei QSC bestehenden Vergütungsmodells
für die Vorstandsmitglieder an die Vorgaben des VorstAG. Auf Basis der Ergebnisse
dieser Beratung bereitete der Vergütungsausschuss die Aufsichtsratsbeschlüsse für
den neuen Vorstandsvertrag von Dr. Bernd Schlobohm sowie die Änderungen in den bestehenden
Verträgen von Jürgen Hermann und Joachim Trickl vor. Darüber hinaus schuf er auch
die Grundlage für die Entscheidung des Aufsichtsrats über die auf dem neuen Modell
beruhenden Zielvereinbarungen mit allen Vorstandsmitgliedern. Dem Prüfungsausschuss gehören John C. Baker als Vorsitzender, Herbert Brenke und Gerd
Eickers an. Der Prüfungsausschuss überwacht den Rechnungslegungsprozess, befasst sich
mit der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems sowie
mit Compliance-Fragen und bereitet Entscheidungen des Aufsichtsrats zu Fragen der
Rechnungslegung vor. Er überwacht außerdem die erforderliche Unabhängigkeit des Abschlussprüfers.
Der Prüfungsausschuss hat im vergangenen Geschäftsjahr zweimal getagt. Er hat die
Abschlussprüfung durch den Aufsichtsrat vorbereitet, die zu veröffentlichenden Zwischenfinanzberichte
mit dem Vorstand erörtert, die Prüfungsschwerpunkte bestimmt und die Honorarvereinbarung
mit dem Abschlussprüfer verhandelt und abgeschlossen. Der Prüfungsausschuss hat dem
Aufsichtsrat zudem empfohlen, der Hauptversammlung erneut die Wahl der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
mit Sitz in Berlin und Niederlassung in Köln zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer
der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2011 vorzuschlagen. Gestützt auf diese Empfehlung
hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 23. März 2011 einen entsprechenden Wahlvorschlag
an die Hauptversammlung verabschiedet. Aufgabe des Nominierungsausschusses ist es, dem Aufsichtsrat anlässlich einer bevorstehenden
Wahl von Anteilseignervertretern in den Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für dessen
Wahlvorschläge an die Hauptversammlung zu unterbreiten. Mitglieder des Nominierungsausschusses
sind John C. Baker als dessen Vorsitzender und Gerd Eickers. Da keine Wahlen für Anteilseignervertreter
im Aufsichtsrat anstanden, tagte der Ausschuss im Berichtsjahr nicht. Die Vorsitzenden des Vergütungs- und Prüfungsausschusses berichteten dem Aufsichtsrat
regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse. Corporate Governance •Der Aufsichtsrat beobachtet laufend die Weiterentwicklung des Deutschen Corporate
Governance Kodex und dessen Umsetzung bei QSC. Dem Kodex folgend, überprüfte der Aufsichtsrat
im abgelaufenen Geschäftsjahr auch die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit. In seiner
Sitzung am 18. November 2010 hat der Aufsichtsrat kontrolliert und bestätigt, dass
QSC im vergangenen Jahr die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex
gemäß der im Vorjahr verabschiedeten Entsprechenserklärung erfüllt hat. Gleichzeitig
haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam eine aktualisierte Entsprechenserklärung
nach § 161 des Aktiengesetzes abgegeben und auf der Website des Unternehmens dauerhaft
öffentlich zugänglich gemacht. Über die Corporate Governance berichtet der Vorstand
- zugleich auch für den Aufsichtsrat - in der Erklärung zur Unternehmensführung/Corporate-Governance-Bericht.
Interessenkonflikte, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind und über
die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind im Berichtsjahr nicht aufgetreten. Abschlussprüfung •Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Berlin und Niederlassung in
Köln prüfte sowohl den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss
der QSC AG zum 31. Dezember 2010 als auch den nach den Rechnungslegungsnormen der
International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2010, ferner den Lagebericht und den Konzernlagebericht. Den Prüfungsauftrag
hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai
2010 vergeben. Zu den Prüfungsschwerpunkten zählten für das Jahr 2010 der Ansatz der
Firmenwerte, die Umsatzabgrenzung, die Rechnungslegung im Zusammenhang mit dem Managed-Outsourcing-Vertrag
mit freenet, die Umsetzung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) mit Blick
auf neue Rechnungslegungsvorschriften sowie die Überprüfung der Funktionsfähigkeit
der IT-gestützten Systeme. Der Abschlussprüfer erteilte dem HGB-Jahresabschluss der Gesellschaft sowie dem Konzernabschluss
nach IFRS für das Geschäftsjahr 2010 jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die vorgenannten Unterlagen einschließlich der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers
lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Prüfung vor. In der Sitzung am
23. März 2011 diskutierte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer
unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss alle
vorgenannten Unterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers - auch hinsichtlich
der Zweckmäßigkeit der Nutzung von Bilanzierungs- und Bewertungsspielräumen und der
potenziellen Risiken der künftigen Entwicklung. Der Abschlussprüfer berichtete in
der Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und insbesondere darüber,
dass wesentliche Schwächen des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems
bezogen auf den Rechnungslegungsprozess nicht aufgetreten sind. Er informierte den
Aufsichtsrat über zusätzlich zur Abschlussprüfung erbrachte Leistungen und darüber,
dass keine Umstände für eine eventuelle Befangenheit vorlagen. Nach Abschluss seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen
den Jahresabschluss der QSC AG für das Geschäftsjahr 2010 nach HGB und den Konzernabschluss
nach IFRS sowie gegen den Lagebericht der QSC AG und den Konzernlagebericht und schließt
sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat billigt
entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses sowohl den Konzernabschluss nach
IFRS als auch den Jahresabschluss nach HGB. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Köln, 23. März 2011 Im Namen des Aufsichtsrats der QSC AG scroll
Die QSC-AktieBreite Aufwärtsbewegung erst im vierten Quartal 2010 •Nachdem sich die Aktienkurse in Deutschland 2009 infolge der allmählichen Überwindung
der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise noch auf breiter Front erholt hatten, entwickelten
sie sich im abgelaufenen Geschäftsjahr über weite Strecken eher verhalten. Insbesondere
die Diskussionen um die Stabilität des Euro sowie um die Nachhaltigkeit des Aufschwungs
verunsicherten bis in den Herbst hinein zahlreiche Anleger und führten zu volatilen
oder sogar rückläufigen Kursen. Der spürbare Aufschwung gerade in exportorientierten
Volkswirtschaften wie Deutschland sowie anhaltend gute Unternehmenszahlen stärkten
dann aber im vierten Quartal die Zuversicht, sodass es zum Jahresende hin zu einer
breiten Aufwärtsbewegung an den deutschen Börsen kam. Dieser Kursanstieg im vierten Quartal trug maßgeblich dazu bei, dass der DAX im Gesamtjahr
2010 noch 16 Prozent an Wert gewinnen und sich damit wesentlich besser als der TecDAX
entwickeln konnte. Der Leitindex für Technologiewerte konnte zwar bis zum 30. Dezember
2010 noch seine unterjährigen Verluste wieder wettmachen, legte aber im abgelaufenen
Geschäftsjahr insgesamt nur um 4 Prozent zu. Einigen Gewinnern wie der QSC-Aktie standen
hier schwächere Werte insbesondere aus der Solarbranche gegenüber, deren Kursverlauf
2010 unter diversen externen Faktoren litt. QSC-Kurs steigt um 94 Prozent •Die QSC-Aktie konnte sich bis zum Jahresende 2010 von den schwachen Vorgaben des TecDAX
äußerst erfolgreich abkoppeln. Die Aktie schloss am 30. Dezember 2010 mit einem Kurs
von 3,30 Euro; 12 Monate zuvor hatte er noch bei 1,70 Euro gelegen. Dieser nahezu
verdoppelte Kurs binnen eines Jahres resultiert aus der sehr guten Entwicklung im
vierten Quartal 2010. KURSVERLAUF DER QSC-AKTIE IM JAHR 2010 (Basis indexiert)![]() In den ersten beiden Quartalen 2010 hatte die QSC-Aktie sogar noch an Wert verloren
und am 25. Mai ihren Jahrestiefstkurs von 1,29 Euro erreicht. Insbesondere institutionelle
Investoren hielten sich in der ersten Jahreshälfte noch mit Käufen zurück. Sie beobachteten
zwar aufmerksam den Transformationsprozess von QSC zu einem ITK-Serviceanbieter, schoben
aber eine Kaufentscheidung nach eigenem Bekunden so lange auf, bis sich QSCs Erfolge
noch stärker in den Quartalsergebnissen niederschlagen würden. Genau diese Erfolge dokumentierte der am 9. August 2010 vorgelegte Bericht zum zweiten
Quartal 2010 mit einem 12-prozentigen Anstieg der IP-basierten Umsätze und einem nahezu
verdreifachten Free Cashflow binnen Jahresfrist. Angesichts dieser positiven Entwicklung
hob QSC zu diesem Zeitpunkt auch die Jahresprognose für den Free Cashflow an. Die
damit dokumentierte Zuversicht des Unternehmens zog die Aufmerksamkeit vieler Investoren
auf sich, sodass die Aktie bis Ende September 2010 zumindest ihre bis dahin aufgelaufenen
Kursverluste größtenteils wieder ausgleichen konnte. Nach Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal 2010 am 8. November 2010 wich dann endgültig
die Skepsis auf Investorenseite. Institutionelle wie private Anleger realisierten,
wie konsequent QSC den Transformationsprozess vorantrieb und welche Potenziale sich
daraus für die Aktie ergeben. In den Folgewochen explodierte der QSC-Kurs förmlich
bis zu einem Höchststand von 3,48 Euro am 28. Dezember 2010. Der Jahresendkurs von
3,30 Euro am 30. Dezember 2010 entsprach einer Marktkapitalisierung von 452,5 Millionen
Euro. Binnen zwölf Monaten stieg damit der Wert von QSC an den Kapitalmärkten um 220
Millionen Euro. Handel mit QSC-Aktien belebt sich zum Jahresende 2010 deutlich •Eine Analyse der Handelsvolumina unterstreicht die enorme Dynamik der QSC-Aktie im
vierten Quartal 2010. Binnen drei Monaten wurden 55,0 Millionen QSC-Aktien gehandelt,
was durchschnittlich 860.000 Aktien pro Tag entsprach. Insgesamt wechselten 2010 123,1
Millionen QSC-Aktien und damit 16 Millionen mehr als im Vorjahr den Besitzer. Die positive Kursentwicklung im vierten Quartal 2010 und die damit einhergehenden
hohen Volumina führten dazu, dass der Börsenumsatz 2010 um 51 Prozent auf 244,3 Millionen
Euro anstieg. QSC stärkte so ihre Position unter den 30 meistgehandelten Technologiewerten
an den deutschen Börsen. Analysten sehen QSC 2010 als Kauf •Am Jahresende 2010 begleiteten 12 Analysten den Transformationsprozess von QSC zu
einem ITK-Serviceanbieter. Im Vergleich zum Vorjahr sank ihre Zahl leicht. Mit Merck
Finck & Co, New Street Research und UniCredit veröffentlichten 2010 drei Finanzinstitute
keine neuen Studien mehr. Hinzu kam der Wegfall der Coverage durch Sal. Oppenheim
nach der Übernahme durch die Deutsche Bank. Im Gegenzug veröffentlichte mit Close
Brothers Seydler Research ein weiteres Haus erstmals eine Studie, das sich in besonderem
Maße im Small- und Midcap-Bereich engagiert. Einige zum Teil seit Jahren mit QSC vertraute Analysten erkannten frühzeitig die Erfolge
im Transformationsprozess und die sich hieraus ergebenden Kurspotenziale und rieten
bereits in der ersten Jahreshälfte 2010 zum Kauf der Aktie. Weitere folgten nach Vorlage
der Zahlen zum zweiten Quartal 2010, sodass zu diesem Zeitpunkt die Zahl der Kaufempfehlungen
überwog. Der 94-prozentige Kursanstieg zum Jahresende hin führte dann allerdings dazu,
dass einige Analysten Anfang 2011 eine faire Bewertung von QSC vorerst erreicht sahen
und die Aktie auf Halteposition einstuften. FINANZINSTITUTE MIT STUDIEN ÜBER QSCscroll
Intensiver Dialog zahlt sich aus •Der intensive Dialog mit den Analysten zählte zu den Schwerpunkten der Investor-Relations-Arbeit
im abgelaufenen Geschäftsjahr. Bei der Analystenkonferenz Anfang März 2010 in Köln
sowie in zahlreichen persönlichen und telefonischen Gesprächen erläuterte der Vorstand
die Hintergründe des Transformationsprozesses und die Chancen von QSC als mittelständischem
ITK-Serviceanbieter. Der Vorstand präsentierte im Jahresverlauf 2010 zudem seine Strategie und seine Erfolge
auf Roadshows an allen wesentlichen Finanzplätzen Europas sowie auf Kapitalmarktkonferenzen
führender Finanzinstitute wie Berenberg Bank, Commerzbank, Deutsche Bank, Societe
Generale und WestLB. Das wachsende Interesse auf Investorenseite führte dazu, dass
insbesondere in der zweiten Jahreshälfte die Zahl der Besuche von Fondsmanagern bei
QSC ebenso anstieg wie die Nachfrage nach Telefonkonferenzen mit dem Management. Eine Plattform zum Dialog boten darüber hinaus die Telefonkonferenzen nach Veröffentlichung
von Quartalszahlen. QSC stellte 2010 die dabei verwandten Präsentationen sowie die
Mitschnitte der Ausführungen des Vorstands auf die eigene IR-Website und konnte so
einen breiten Kreis von Interessenten über diese Telefonkonferenzen aus erster Hand
informieren. Diese neue Möglichkeit nutzten zahlreiche Privatanleger. Der Dialog mit dieser wichtigen
Gruppe von Aktionären bildete auch 2010 einen wesentlichen Bestandteil der täglichen
Arbeit der IR-Abteilung. Ihr Ziel ist eine transparente Finanzkommunikation mit allen
Marktteilnehmern und dass alle Interessierten umfassend informiert werden. DIE WICHTIGSTEN FAKTEN ZUR QSC-AKTIEscroll
Umfangreiches Informationsangebot •Sämtliche relevanten Informationen zu QSC und der Aktie erhalten Interessierte auf
der Website unter http://www.qsc.de/de/qsc-ag/investor-relations.html. Finanzberichte,
IR-Mitteilungen und Unterlagen zur Hauptversammlung finden sich dort ebenso wie Einschätzungen
von Analysten, anstehende Termine und Erläuterungen zur Strategie. Darüber hinaus
bietet die Website zahlreiche Möglichkeiten, sich zeitnah über kapitalmarktrelevante
Nachrichten zu informieren. Das Angebot umfasst einen IR-Newsletter, einen RSS-Feed
und die Zusendung von Nachrichten über das soziale Netzwerk Twitter. Das IR-Team baute
seine Kommunikation über diesen neuen Informationskanal im abgelaufenen Geschäftsjahr
zielgerichtet aus und bietet Interessierten jetzt beispielsweise auch die Zusendung
täglicher Schlusskurse an. Als zentrales Informationsmedium erachtet QSC den jährlichen
Geschäftsbericht. Wie bereits in den Vorjahren erreichte auch der Geschäftsbericht
2009 "Mittelstand für Mittelstand" im vergangenen Herbst im viel beachteten Wettbewerb
des "Manager Magazins" eine Top-Ten-Platzierung unter den TecDAX-Werten und wurde
mit der Gesamtnote "gut" bewertet. Da QSC hier zu den kleinsten Werten zählt, sieht
das IR-Team diese Platzierung als Erfolg und zugleich als Ansporn, die Aktionärinnen
und Aktionäre weiter so gut und so umfassend zu informieren. Erhöhung des Streubesitzes im Februar 2011 •Die Website enthält auch aktuelle Informationen zur Aktionärsstruktur. Größte Anteilseigner
waren am 31. Dezember 2010 unverändert die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft
Baker Capital mit 24,5 Prozent sowie die QSC-Gründer Dr. Bernd Schlobohm und Gerd
Eickers mit jeweils 10,1 Prozent. Im Februar 2011 informierte Baker Capital dann QSC
darüber, dass man im Zuge einer Verteilung der teilweise schon über zehn Jahre laufenden
geschlossenen Fonds an deren Investoren den zuzurechnenden Anteil auf 18,5 Prozent
reduziert habe. Bei diesen Investoren handelt es sich in erster Linie um langfristig
orientierte US-amerikanische institutionelle Adressen sowie Family Offices. Mit dieser
Transaktion erhöht sich der Streubesitzanteil von QSC auf 61,3 Prozent. AKTIONÄRSSTRUKTUR ZUM 31.03.2011![]() Anteil institutioneller Investoren steigt im Jahresverlauf •Am 31. Dezember 2010 lag der Streubesitz noch bei 55,3 Prozent. 48,2 Prozent davon
hielten Privatanleger und 51,8 Prozent institutionelle Investoren. Im Jahresverlauf
2010 kam es zu einer Veränderung im institutionellen Investorenkreis. Am 19. März
2010 meldete die Deutsche Bank das Unterschreiten der meldepflichtigen Schwellen von
5 und 3 Prozent; das Institut hatte sich nach der Übernahme von Sal. Oppenheim von
sämtlichen QSC-Aktien getrennt. Im Rahmen einer Privatplatzierung übernahm eine Handvoll
anderer institutioneller Investoren dieses Aktienpaket. Insgesamt reduzierte sich
die Zahl der QSC-Aktionäre zum 31. Dezember 2010 laut Aktienbuch leicht auf 30.555
gegenüber 31.046 im Vorjahr. » Der Umsatz mit Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik
steigt 2011 um 2 Prozent auf 145,5 Milliarden Euro. Im darauffolgenden Jahr wird der
ITK-Gesamtmarkt voraussichtlich erneut um 2 Prozent auf 148,4 Milliarden Euro zulegen.
Die gute Wirtschaftslage und viele Innovationen beflügeln dabei die Nachfrage im Hightech-Sektor.
Zu den Top-Themen zählt Cloud Computing. « BRANCHENVERBAND BITKOM // CEBIT 2011 KonzernlageberichtDas UnternehmenGESCHÄFTSTÄTIGKEITQSC bietet ITK-Lösungen für den Mittelstand •Die 1997 gegründete QSC AG (QSC oder das Unternehmen) ist ein Serviceanbieter für
Sprach- und Datenkommunikation sowie darauf aufbauende ITK-Dienste; die zunehmende
Verschmelzung von Informationstechnologie (IT) und Telekommunikation (TK) ermöglicht
es QSC, das Leistungsspektrum in Richtung innovativer ITK-Dienste zu erweitern. Zusätzlich
betreibt QSC eine Open-Access-Plattform, verbindet dabei unterschiedlichste Breitband-Technologien
und bietet auf dieser Basis nationale und internationale Standortvernetzungen inklusive
Managed Services an. Daneben stellt das Unternehmen Kunden und Vertriebspartnern ein
umfassendes TK-Produktportfolio zur Verfügung, das sich modular jedem Bedarf und jeder
Zugangsinfrastruktur anpassen lässt. Das mittelständische Unternehmen QSC fokussiert sich traditionell auf mittelständische
Geschäftskunden. Die einzelnen Geschäftsfelder sind in drei Business Units (BU) zusammengefasst: Managed Services •Die Business Unit Managed Services adressiert rund 8.300 größere und mittlere Unternehmen
in Deutschland. Für diese Zielgruppe entwickelt und betreibt QSC maßgeschneiderte
ITK-Lösungen und vertreibt diese direkt über ein rund 30-köpfiges Key-Account-Management.
Die Grundlage dieser Managed Services bilden in der Regel IP-basierte virtuelle private
Netze (IP-VPN), über die Kunden ihre gesamte Sprach- und Datenkommunikation sicher
betreiben können. Auf der Basis solcher IP-VPN bietet QSC zahlreiche Dienste wie den
Betrieb softwarebasierter Telefonanlagen und die Wartung von lokalen Netzwerken und
Endgeräten. Nach dem Erwerb des IT-Dienstleisters IP Partner im Dezember 2010 kann
QSC künftig verstärkt auch netzunabhängige Services wie Housing und Hosting anbieten. Produkte •Kleine und mittlere Betriebe können mit standardisierten Produkten von QSC ihre gesamte
Sprach- und Datenkommunikation auf einer breitbandigen Leitung betreiben. Das Leistungsspektrum
umfasst Internetverbindungen, Direktanschlüsse an das QSC-Sprachnetz, Voiceover-IP-Produkte
sowie innovative Lösungen wie beispielsweise die virtuelle Telefonanlage IPfonie centraflex.
Der Zielmarkt der BU Produkte sind knapp 900.000 kleinere und mittelständische Unternehmen
in Deutschland, bei denen in der Regel kein Mitarbeiter für die Informations- und
Kommunikationstechnologie zuständig ist und die stattdessen ITK-Dienstleistungen von
regionalen Partnern beziehen. QSC konzentriert sich daher auf die Kooperation mit
rund 100 regionalen Vertriebspartnern und Distributoren. Wholesale/Reseller •Nationale und internationale Carrier, Internet-Service-Provider sowie Telekommunikationsanbieter
ohne eigene Infrastruktur vermarkten DSL-Leitungen von QSC und darauf aufbauende Mehrwertdienste
unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung. QSC liefert entbündelte DSL-Vorprodukte
und gewährleistet ein reibungsloses Auftragsmanagement über hochskalierbare IT-Schnittstellen
mit den einzelnen, direkt betreuten Resellern. Darüber hinaus betreibt diese BU das
Voice-Wholesale-Geschäft, in dem QSC Sprachdienste an Wiederverkäufer ohne entsprechende
eigene bundesweite Infrastruktur bereitstellt. Eine Weiterentwicklung bildet das 2010
aufgebaute Managed-Outsourcing-Geschäft, bei dem QSC schmalbandige Sprachnetze alternativer
Anbieter in ihr Next Generation Network (NGN) integriert und deren Festnetzgeschäft
komplett betreibt. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT VON QSC![]() QSC verfügt über ein bundesweites Next Generation Network •Alle Business Units nutzen die flächendeckende Infrastruktur von QSC. Das Unternehmen
betreibt ein hochmodernes IP-basiertes Sprach-Daten-Netz, ein Next Generation Network.
Zudem verfügt es über eines der größten Richtfunk-Access-Netze (WLL) in Deutschland.
Diese Technologie liefert Bandbreiten von bis zu 800 Mbit/s und wird als Internet
Access und Backup-Lösung eingesetzt. Auf der letzten Meile betreibt die 100-prozentige Tochtergesellschaft Plusnet ein
DSL-Netzwerk. Dieses basiert durchgängig auf der SHDSL.bis-Technologie und kann eine
symmetrische Geschwindigkeit beim Versand und Empfang von Daten von bis zu 20 Mbit/s
gewährleisten. Standardisierte Technologien sowie genormte Endgeräte ermöglichen es
Partnern und Systemintegratoren, Sprach-Daten-Lösungen vergleichsweise unkompliziert
zu realisieren. Ein eigenes bundesweites Sprachnetz mit der Maximalzahl von 474 sogenannten
Interconnection-Punkten allein zum Sprachnetz der Deutschen Telekom (DTAG) vervollständigt
die Infrastruktur und garantiert die kosteneffiziente Bereitstellung von Sprachdienstleistungen. WESENTLICHE ABSATZMÄRKTE UND WETTBEWERBSPOSITIONKonzentration auf mittelständische Kunden •QSC ist ein ITK-Serviceanbieter für Unternehmen jeder Größenordnung - vom Handwerksbetrieb
bis zum Konzern. Der Schwerpunkt liegt auf der Betreuung mittelständischer Kunden,
da QSC als Mittelständler hier ein besonders hohes Maß an Glaubwürdigkeit genießt
und auf Augenhöhe mit Kunden zusammenarbeitet. Die Business Units Produkte und Wholesale/Reseller
sind ausschließlich auf dem deutschen Markt tätig; im Geschäft mit Managed Services
werden zunehmend auch europäische Standorte in nationale IP-VPN-Lösungen integriert. Der TK-Kernmarkt von QSC ist nach eigenen Schätzungen knapp 10 Milliarden Euro groß.
Durch die Weiterentwicklung zu einem ITK-Serviceanbieter verdoppelt das Unternehmen
seinen potenziellen Markt auf rund 20 Milliarden Euro. Unter "Branchenwirtschaftliche
Rahmenbedingungen" ab Seite 37 finden sich weitere Angaben zur Größe und zur Entwicklung
der relevanten Märkte. In allen drei Business Units hat sich QSC eine gute Marktposition erarbeitet •Bei Managed Services zählt QSC als mittelständischer Anbieter neben den international
agierenden Konzernen Deutsche Telekom, Telefonica und Vodafone zu den führenden Anbietern.
Auch im Segment Produkte ist der Ex-Monopolist Deutsche Telekom der wesentliche Wettbewerber;
hinzu kommen Versatel, Vodafone sowie City-Carrier wie M-net und NetCologne. In diesem
Umfeld punktet QSC vor allem mit Produktvielfalt und Servicequalität eines mittelständischen
Anbieters. Im Segment Wholesale/Reseller konkurriert das Unternehmen mit den anderen
alternativen Netzbetreibern in Deutschland, allen voran Telefonica und Vodafone. Das
NGN verschafft QSC eine hervorragende Marktstellung im Sprachgeschäft, da das Unternehmen
Sprachdienste zu äußerst wettbewerbsfähigen Konditionen anbieten und auch komplette
Netze anderer Anbieter reibungslos integrieren kann. RECHTLICHE UND WIRTSCHAFTLICHE EINFLUSSFAKTORENDeutscher TK-Markt unterliegt in weiten Teilen Regulierung •QSC konzentriert sich auf den deutschen Markt für TK- und IT-Dienste. Der deutsche
TK-Markt unterliegt in weiten Teilen der Regulierung durch die Bundesnetzagentur.
Damit soll ein fairer Wettbewerb in diesem ab 1998 liberalisierten Markt sichergestellt
werden. Bis dahin hatte die Deutsche Telekom (DTAG) als Monopolist auf dem deutschen
Markt agiert; sie verfügt aus dieser Zeit beispielsweise noch über eine flächendeckende
Infrastruktur in alle Haushalte. Insbesondere bei der Teilnehmeranschlussleitung (TAL)
- der Distanz zwischen dem Hauptverteiler oder Kabelverzweiger und dem jeweiligen
Kundenanschluss - sind alternative Anbieter unverändert auf die Nutzung dieser zu
Monopolzeiten errichteten Infrastruktur angewiesen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr
gab es folgende, für die Geschäftstätigkeit von QSC relevante Entscheidungen der Bundesnetzagentur:
Am 21. April 2010 entschied die Bundesnetzagentur über die Zugangsentgelte zu den
Kabelverzweigern und Leerrohren der DTAG und traf damit eine Folgeentscheidung zu
der bereits am 7. Dezember 2009 erlassenen Zugangsverpflichtung zu diesen Einrichtungen.
Damit verfügen die Wettbewerber grundsätzlich über die Möglichkeit, VDSL-basierte
Breitbandleistungen auf der Basis eigener technischer Einrichtungen aufzusetzen. Die
Entgelthöhe lässt gerade in der aktuellen Phase sinkender Erlöse für breitbandige
Anschlussleistungen im Privatkundenmarkt aber nur geringe finanzielle Spielräume,
sodass bislang kein namhafter Wettbewerber der DTAG den Aufbau einer eigenen VDSL-Infrastruktur
auf der Basis dieser Entscheidung angekündigt hat. Die Entscheidung über die Bereitstellungs- und Kündigungsentgelte für den entbündelten
Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung wurde von der Bundesnetzagentur am 14. Juli
2010 getroffen. Die neu festgelegten Entgelte sind bis zum 30. Juni 2012 gültig. Im
Vergleich zu den bis zum 30. Juni 2010 gültigen Entgelten kam es zu moderaten Absenkungen. In Sachen Mobilfunkterminierungsentgelte hat die Bundesnetzagentur am 8. Dezember
2010 eine erste Teilentscheidung getroffen. Erstmalig werden demnach die anzuwendenden
Entgelte zuerst im Rahmen eines Konsultations- und Konsolidierungsverfahrens nach
§ 12 Telekommunikationsgesetz notifiziert; sie erlangen rückwirkend zum 1. Dezember
2010 Gültigkeit. Der Entwurf der Bundesnetzagentur vom 8. Dezember 2010 beinhaltet
Absenkungen zwischen 49 Prozent und 53 Prozent gegenüber den bisher gültigen Entgelten.
Eine endgültige Entscheidung wird die Regulierungsbehörde aber erst nach Auswertung
der Kommentierungen treffen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Bundesnetzagentur
diese Vorgehensweise künftig auch bei anderen Vorleistungsentgelten wie z. B. für
den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung oder die Zusammenschaltungsentgelte anwenden
wird, obwohl von Seiten der Europäischen Kommission ein großes Interesse hieran besteht. Am 25. Januar 2010 erließ die Bundesnetzagentur eine Regulierungsverfügung betreffend
die Anschlussmärkte für Sprachkommunikation. Diese Verfügung stellt das Weiterbestehen
der regulatorischen Verpflichtung hinsichtlich der Betreiberauswahl (Call-by-Call
und Preselect) für Anschlüsse der Deutschen Telekom sicher. Sie erstreckt sich nicht
nur auf bestehende Sprachanschlüsse (PSTN), sondern umfasst auch die sogenannten All-IP-Anschlüsse
der DTAG und ihrer Tochtergesellschaften (z. B. congstar). Damit beugt die Bundesnetzagentur
strategischen Maßnahmen der Deutschen Telekom zur Umgehung dieser Verpflichtung vor.
Da die Bundesnetzagentur aber keinen Umsetzungszeitraum angeordnet hatte, gelang es
der Deutschen Telekom, eine verwaltungsgerichtliche Aussetzung dieser Verpflichtung
für IP-basierte Anschlüsse bis zum 31. Dezember 2010 zu erreichen. STRATEGIETransformation zu einem ITK-Serviceanbieter •Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestimmte die Weiterentwicklung von einem Netzbetreiber
zu einem ITK-Serviceanbieter die Strategie. Angesichts des Zusammenwachsens der IT-
und TK-Branche zu einem einheitlichen ITK-Markt nutzte QSC die Chance, sich mit einem
frühzeitigen Ausbau netznaher Dienste als der mittelständische Lösungsanbieter für
Mittelständler in diesem zukunftsträchtigen Markt zu etablieren. TRANSFORMATIONSPROZESS VON QSC![]() Konzentration auf profitables Wachstum •Traditionell ist die Strategie auf profitables Wachstum und damit auf eine nachhaltige
Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Konsequent verzichtet QSC auf Umsätze
ohne hinreichenden Deckungsbeitrag und konzentriert sich auf höhermargige IP-basierte
Geschäftsfelder; 2010 stieg der Anteil IP-basierter Umsätze auf 68 Prozent gegenüber
62 Prozent im Vorjahr. Die Weiterentwicklung zu einem ITK-Serviceanbieter bietet QSC eine gute Grundlage,
die Profitabilität auch in den kommenden Jahren zu steigern. Zum einen eröffnen sich
neue margenträchtige Umsatzpotenziale in Märkten wie Housing, Hosting und Cloud Computing.
Zum anderen verfügt ein Serviceanbieter über eine flexiblere Kostenstruktur, da insbesondere
die fixen Netzwerkkosten und die Abschreibungen zunehmend eine weniger dominante Rolle
einnehmen als bei einem reinen Netzbetreiber. Bei dieser Weiterentwicklung setzt QSC
sowohl auf interne Ressourcen als auch auf gezielte Akquisitionen. Ein gutes Beispiel
dafür bietet die Ende Dezember 2010 erfolgte Übernahme des Nürnberger Hosting- und
IT-Outsourcing-Spezialisten IP Partner Eine weitreichende Industrialisierung sämtlicher
Prozesse sowie ein striktes Kostenmanagement flankieren die Strategie einer Konzentration
auf profitables Wachstum. Eine starke Bilanz gewährleistet zugleich die finanzielle
Unabhängigkeit. Fokus auf mittelständische Kunden •QSC positioniert sich im Markt als Mittelständler für Mittelständler Aufgrund der
eigenen Größe verfügt QSC bei kleinen und mittleren Unternehmen über einen klaren
Wettbewerbsvorteil und kann die Bedürfnisse der Kunden schnell, flexibel und kompetent
erfüllen. Die hohe Servicequalität trägt entscheidend zur hohen Kundenzufriedenheit
bei, die sich unter anderem in niedrigen Kündigungsraten und einer geringen Zahl von
Kundenbeschwerden manifestiert. Seinen Wettbewerbsvorteil wird das Unternehmen in den kommenden Jahren ausbauen und
neue mittelständische Kunden gewinnen, und den Anteil am ITK-Budget bestehender Kunden
durch Cross- und Up-Selling von Sprach- bzw. Datendiensten sowie durch das Angebot
zusätzlicher netznaher ITK-Services erhöhen. Durch eine Optimierung des Services wird
QSC zugleich die Kundenzufriedenheit weiter steigern und im Ergebnis profitables Wachstum
generieren. Zentrale Bedeutung der QSC-Belegschaft •Erstklassiger Service wird von erstklassigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erbracht.
Allein deshalb ist die Motivation und Zufriedenheit aller Angestellten von entscheidender
Bedeutung für den Unternehmenserfolg von QSC. Alle Angestellten haben innerhalb ihres
Verantwortungsbereichs die Freiheit, zu entscheiden und zu gestalten; dies trägt wesentlich
zur Mitarbeiterzufriedenheit bei. Im Kapitel "Mitarbeiter" ab Seite 31 finden sich
ausführliche Informationen zur Personalentwicklung und -führung. Der hohe Stellenwert der Mitarbeiterzufriedenheit erleichtert es QSC, Fach- und Führungskräfte
zu binden und zugleich frei werdende Stellen zügig zu besetzen. Zudem sieht sich das
Unternehmen gut für die prognostizierte Arbeitskräfteknappheit gerüstet, da es Schulabgängern
attraktive Ausbildungsplätze in Verbindung mit Fortbildungsmöglichkeiten innerhalb
und außerhalb des Unternehmens bietet. ORGANISATIONQSC AG steht im Zentrum der Organisation •Die QSC AG, Köln, ist das Mutterunternehmen der QSC-Gruppe und betreibt das operative
Geschäft der drei Business Units. Traditionell konzentriert sich das Unternehmen auf
seine Kernkompetenzen in den technischen und vertrieblichen Bereichen und arbeitet
in vor- und nachgelagerten Stufen der Wertschöpfung mit Dienstleistern zusammen. Der
Vertrieb erfolgt im Wesentlichen in den drei Business Units, denen die Mehrzahl der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch organisatorisch zugeordnet ist. Jede dieser
Business Units verfügt über einen klaren Kundenfokus und agiert in ihrem Markt mit
einem hohen Maß an Selbstständigkeit; die jeweiligen BU-Leiter sind umsatz- und ergebnisverantwortlich. Die Zentrale der QSC AG in Köln ist zugleich der größte Standort von QSC; insgesamt
zwei Drittel der Angestellten sind hier beschäftigt. Der zweitgrößte Standort ist
Hamburg; dort hatte der im Oktober 2007 auf QSC verschmolzene Breitbandanbieter Broadnet
seinen Hauptsitz. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über Vertriebsniederlassungen
in Berlin, Bremen, Frankfurt, Hannover, Leipzig, München und Stuttgart. Seit dem Erwerb
sämtlicher Anteile an der IP Partner AG ist QSC darüber hinaus in München und Nürnberg
mit eigenen Rechenzentren und einem schlagkräftigen Team für die Vermarktung von ITK-Services
vertreten. Die 2000 gegründete IP Partner ist eine schnell wachsende Holding für Housing und
Hosting für den Mittelstand mit drei operativen Tochterunternehmen, der IP Colocation
GmbH, der IP Exchange GmbH und der IPX-Server GmbH. QSC beschleunigte mit dieser Akquisition
Ende 2010 den Transformationsprozess von einem TK- zu einem integrierten ITK-Serviceanbieter. Eine weitere wesentliche Beteiligung ist die Plusnet GmbH & Co. KG. An der im Juli
2006 gegründeten Netzgesellschaft hält QSC seit 31. Oktober 2010 wieder 100 Prozent
der Anteile. Die in der Kölner QSC-Zentrale ansässige Plusnet betreibt ein bundesweites
DSL-Netz. Zu dem Erwerb der ausstehenden Anteile an Plusnet finden sich weiterführende
Informationen im Kapitel "Wesentliche für den Geschäftsverlauf ursächliche Ereignisse"
auf Seite 42 f. Seit 2010 bestehen darüber hinaus die F&Q Netzbetriebs GmbH & Co. KG sowie die T&Q
Netzbetriebs GmbH & Co. KG, in denen QSC das Managed-Outsourcing-Geschäft mit freenet
bzw. TELE2 bündelt. Weiter zählen zum Konzern mehrere kleinere Gesellschaften, die
insbesondere Call-by-Call-Angebote für Privatkunden vermarkten. Diese Gesellschaften
mit Sitz in Köln sind die BroadNet Deutschland GmbH, Broadnet Services GmbH, tengo
GmbH, 010090 GmbH, 010052 Telecom GmbH, 01012 Telecom GmbH und 01098 Telecom GmbH. Zwei weitere Gesellschaften vervollständigen die Organisation. Die EPAG Domainservices
GmbH ist auf die Registrierung und Verwaltung von Domainnamen spezialisiert und zählt
zu den führenden Domain-Anbietern für Wiederverkäufer in Deutschland. In die Q-DSL
home GmbH hat QSC ihr nicht strategisches DSL-Geschäft mit Privatkunden ausgegliedert. scroll
STEUERUNG VON QSCEinheitliches Steuerungssystem •Die Steuerung erfolgt über ein einheitliches System mit drei zentralen Größen: Cashflow
je Aktie, EBIT-Marge und Umsatzwachstum. Mit diesen Steuerungsgrößen stellt QSC sicher,
dass unternehmensweit ausgewogene Entscheidungen im Spannungsfeld zwischen Liquidität,
Profitabilität und Wachstum getroffen werden. STEUERUNGSSYSTEM VON QSC![]() Die drei Business Units Managed Services, Produkte und Wholesale/Reseller arbeiten
als eigenständige Profitcenter und werden über die Zielgröße EBIT-Marge gesteuert.
Diese ergibt sich aus dem Verhältnis der einer Business Unit zuzurechnenden Kosten
zu deren Umsätzen, wie es die externe Segmentberichterstattung auf Seite 113 abbildet.
Mit dieser Größe gewährleistet QSC eine nachhaltige Profitabilität des operativen
Geschäfts. Das Umsatzwachstum als weitere zentrale Steuerungsgröße stellt eine Fokussierung
auf profitables und nachhaltiges Wachstum sicher. Der Cashflow je Aktie ergibt sich
aus dem Verhältnis vom Free Cashflow der abgelaufenen Periode zur Anzahl der Aktien
zum Ende des Stichtags. Zum 31. Dezember 2010 erwirtschaftete QSC einen Free Cashflow
von 27,7 Millionen Euro; dieser errechnet sich aus der Veränderung der liquiden Mittel
und der zinstragenden Verbindlichkeiten. Mit ihrem Fokus auf den Free Cashflow gewährleistet
QSC die Erhaltung der finanziellen Substanz und der Unabhängigkeit des Unternehmens.
In den vergangenen beiden Geschäftsjahren stellte sich die Entwicklung der zentralen
Steuerungsgrößen wie folgt dar: scroll
Neben diesen finanziellen Größen nutzt QSC intern folgende nicht finanzielle Kennzahlen
zur Steuerung: Der Messung des strategischen Ziels Kundenzufriedenheit dienen die
Ermittlung der Kundenzufriedenheit durch Umfragen, die Anschaltungsdauer eines Neukunden,
die Erreichbarkeit der Hotline sowie die Netzverfügbarkeit. Das strategische Ziel
Mitarbeiterzufriedenheit wird über die Kenngröße Personalfluktuation sowie eine im
abgelaufenen Geschäftsjahr eingeführte 360-Grad-Befragung operationalisiert. Monatsberichte dienen der Steuerung •Organisatorisch erfolgt die Steuerung im Wesentlichen über die folgenden Instrumente:
Das im Risikobericht erläuterte Chancen- und Risikomanagement stellt eine direkte
Einbindung eventueller Änderungen exogener Faktoren in dieses Steuerungssystem sicher. LEITUNG UND KONTROLLEUnternehmerische Prägung •Die Geschäfte verantwortet ein dreiköpfiges Vorstandsteam unter Vorsitz des Mitgründers
Dr. Bernd Schlobohm, der persönlich für eine stark unternehmerische Prägung der gesamten
Organisation steht. Ein sechsköpfiger, mitbestimmter Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeit
des Vorstands und berät diesen. Der Vorstand ist zugleich Mitglied der zehnköpfigen
Geschäftsleitung, die das tägliche operative Geschäft führt. Diesem Gremium gehörten
Ende 2010 die folgenden Mitglieder an: scroll
Der Vorstand verantwortet das Geschäft der gesamten QSC-Gruppe und führt die Leiter
der Business Units und Funktionsbereiche fachlich und disziplinarisch. Eine Geschäftsordnung
weist den Vorständen einzelne Bereiche zu. Die Leiter der Business Units führen ihren
jeweiligen Bereich fachlich und disziplinarisch und tragen Umsatz- und Ergebnisverantwortung.
Sie greifen dabei auf Dienstleistungen der Funktionsbereiche wie Finanzen, Marketing
und Personal zu. Die Erklärung zur Unternehmensführung ab Seite 130 enthält weitere
Angaben zur Funktionsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. ERLÄUTERNDER BERICHT ZU DEN ANGABEN NACH § 315 ABSATZ 4 HGBÜbliche Regelungen für ein börsennotiertes Unternehmen •Die folgende Übersicht erläutert die Situation hinsichtlich der verpflichtenden Angaben
nach § 315 Abs. 4 HGB: Es handelt sich insgesamt um Regelungen, die bei börsennotierten
Unternehmen üblich sind. Die nachfolgenden Angaben geben die Verhältnisse wieder,
wie sie zum Bilanzstichtag bestanden. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals •Das gezeichnete Kapital per 31. Dezember 2010 beträgt 137.127.532 Euro und ist eingeteilt
in 137.127.532 auf den Namen lautende nennwertlose Stammaktien (Stückaktien). Es verteilte
sich laut Aktienregister zum 31. Dezember 2010 auf 30.555 Aktionäre. Beschränkungen der Stimmrechte oder Übertragung von Aktien •Jede Aktie besitzt eine Stimme. Dem Vorstand sind weder Beschränkungen der Stimmrechte
noch Beschränkungen bei der Übertragung von Aktien bekannt. Direkte oder indirekte Beteiligungen von mehr als 10 Prozent am Kapital •Die beiden Gründer, Dr. Bernd Schlobohm und Gerd Eickers, hielten zum 31. Dezember
2010 jeweils 10,1 Prozent, die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft Baker Capital
24,5 Prozent der insgesamt 137.127.532 Aktien. Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen •Es bestehen keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Stimmrechtskontrolle bei der Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital •Es existieren keine Stimmrechtskontrollen. Ernennung und Abberufung von Vorständen •Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§
84, 85 AktG sowie § 7 der Satzung in der Fassung vom 1. Februar 2011. Gemäß § 7 der
Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder
bestimmt der Aufsichtsrat. Auch wenn das Grundkapital mehr als 3 Millionen Euro beträgt,
kann der Aufsichtsrat bestimmen, dass der Vorstand aus nur einer Person besteht. Die
Bestellung stellvertretender Vorstandsmitglieder ist zulässig. Änderungen der Satzung •Satzungsänderungen bedürfen nach § 179 AktG i.V.m. § 20 Abs. 1 der Satzung in der
Fassung vom 1. Februar 2011 eines Beschlusses der Hauptversammlung mit einer Mehrheit
von mindestens 75 Prozent des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
Gemäß § 15 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen und Ergänzungen
der Satzung zu beschließen, die nur formaler Art sind und selbst keine inhaltlichen
Änderungen mit sich bringen. Erwerb und Rückkauf eigener Aktien •Der Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 ermächtigte den Vorstand, gemäß
§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 19. Mai 2015 QSC-Aktien im Umfang von bis zu 10 Prozent
des Grundkapitals zu erwerben. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch
gemacht. Genehmigtes Kapital •Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der
Gesellschaft bis zum 19. Mai 2015 durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien
gegen Sach- und Bareinlage einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 65.000.000 Euro
zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann vom Vorstand
bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals mit Zustimmung des Aufsichtsrats in vier
Fällen ausgeschlossen werden: Erstens, um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre
auszunehmen; zweitens, wenn die neuen Aktien, insbesondere im Zusammenhang mit Unternehmensakquisitionen,
gegen Sacheinlage ausgegeben werden; drittens nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG, wenn
die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabepreis den Börsenpreis
der bereits notierten Aktie zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung nicht wesentlich
unterschreitet; und viertens, soweit erforderlich, um Inhabern bzw. Gläubigern von
Options- und/ oder Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien zu
gewähren. Das genehmigte Kapital soll es QSC ermöglichen, schnell und flexibel auf Möglichkeiten
am Kapitalmarkt zu reagieren und sich bei Bedarf Eigenkapital zu günstigen Konditionen
zu beschaffen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde es nicht genutzt. Bedingtes Kapital •Das bedingte Kapital beträgt zum Stichtag insgesamt 28.343.602 Euro und teilt sich
auf in das bedingte Kapital III in Höhe von 482.237 Euro, das bedingte Kapital IV
in Höhe von 25.000.000 Euro, das bedingte Kapital VI in Höhe von 1.490.760 Euro sowie
das bedingte Kapital VII in Höhe von 1.370.605 Euro. Das bedingte Kapital dient - mit Ausnahme des bedingten Kapitals IV - der Absicherung
von Wandlungsrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die QSC im Rahmen
der bestehenden Aktienoptionspläne an Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer verbundener
Unternehmen, Mitarbeiter und sonstige Träger des Unternehmenserfolgs ausgegeben hat
bzw. ausgeben kann. Das bedingte Kapital IV kann der Vorstand zur Schaffung von handelbaren
Options- und/ oder Wandelschuldverschreibungen nutzen, um für die Gesellschaft bei
günstigen Kapitalmarktbedingungen eine zusätzliche, zinsgünstige Finanzierungsmöglichkeit
zu schaffen. Der Vorstand ist nur in drei Fällen ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats
das Bezugsrecht der Aktionäre auf solche Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen
auszuschließen, nämlich erstens, um Spitzenbeträge auszugleichen, die sich aufgrund
des Bezugsverhältnisses ergeben; zweitens, um den Inhabern/Gläubigern bereits zuvor
ausgegebener Wandlungs- oder Optionsrechte ein Bezugsrecht zu gewähren und drittens
nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG, wenn der Ausgabepreis den Marktwert der Anleihen nicht
wesentlich unterschreitet. Von der Ermächtigung zur Ausgabe handelbarer Options- und/oder
Wandelschuldverschreibungen hat der Vorstand bisher keinen Gebrauch gemacht. Der Ausschluss des Bezugs- und Erwerbsrechts von Aktionären, der gemäß § 186 Abs.
3 Satz 4 AktG nur durch einen börsennahen Preis gerechtfertigt ist, darf für eigene
Aktien, genehmigtes Kapital, Options- und Wandelschuldverschreibungen während der
Laufzeit der jeweiligen Ermächtigung zusammengenommen maximal 10 Prozent des Grundkapitals
betreffen. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen •QSC hat im Geschäftsjahr 2008 mit drei Finanzinstituten einen Vertrag über einen Kreditrahmen
von 50 Millionen Euro abgeschlossen; dieser sieht für die Kreditinstitute die Möglichkeit
vor, den Kreditrahmen außerordentlich zu kündigen, wenn eine natürliche oder juristische
Person allein oder mit anderen Personen gemeinsam handelnd, die Kontrolle über QSC
erlangt. Weitere Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge
eines Übernahmeangebots stehen, existieren nicht. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots •Es bestehen weder mit dem Vorstand noch mit Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen,
die für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen wurden. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGAufbau einer eigenen FuE-Abteilung •Traditionell sieht QSC Forschung und Entwicklung als Querschnittsaufgabe. Der Innovationsgedanke
prägt die tägliche Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Dialog mit
Kunden Qualitäts- und Prozessinnovationen erarbeiten. Diese Innovationen gewährleisten
beispielsweise die reibungslose Migration der komplexen IT- und TK-Systeme von Kunden
in das Diensteportfolio von QSC und bilden eine entscheidende Voraussetzung für eine
langfristige Zusammenarbeit. Mit der Weiterentwicklung zu einem ITK-Serviceanbieter eröffnen sich QSC zusätzliche
Möglichkeiten; das Unternehmen kann jetzt verstärkt auch mit netzunabhängigen innovativen
Diensten neue Kunden gewinnen und Bestandskunden enger an sich binden. QSC schuf daher
im abgelaufenen Geschäftsjahr eine eigenständige Abteilung für die Geschäftsentwicklung
mit zwei festen Mitarbeitern. Unterstützt wird das Team von Mitarbeitern aus verschiedenen
Fachabteilungen, die an ein bis zwei Tagen in der Woche Projekte der Geschäftsentwicklung
vorantreiben. Alle Entwickler nutzen internes Know-how und externe Studien, um frühzeitig
Trends und Nischen im ITK-Markt zu erkennen und diese mit Innovationen zu besetzen. Service-Plattform Q-loud im Fokus •QSC konzentriert sich auf die Konzeption und Entwicklung von ITK-Anwendungen, die
die Produktivität von Unternehmen erhöhen. 2010 schuf das Unternehmen die Grundlage
für eine einfache und schnelle Bereitstellung solcher Applikationen durch die Entwicklung
einer netzunabhängigen, auf Open-Source-Elementen basierenden Plattform, Q-loud. Diese
Cloud-Computing-Plattform wird nicht nur QSC selbst, sondern auch Partnern und Kunden
die Entwicklung individueller Anwendungen ermöglichen. Denkbare Applikationen umfassen
die Bereiche Unified Communications, Business Process Outsourcing und Sensorsteuerung.
QSC plant im Jahresverlauf 2011 die Vorstellung erster eigener Anwendungen. Der Plattformgedanke prägt auch eine zweite Innovation des Jahres 2010: Im August
stellte QSC die erste bundesweite Open-Access-Plattform vor, eine Netz-, Prozess-
und Dienste-Drehscheibe für Anbieter und Nachfrager sogenannter Next Generation Access
(NGA)-Anschlüsse. Solche Anschlüsse mit Bandbreiten von 100 Mbit/s und mehr entstehen
derzeit regional durch den Ausbau von Glasfaserinfrastrukturen bis in die Gebäude.
Die intelligente NGA-Plattform ermöglicht es regionalen Anbietern, ihre breitbandigen
Leitungen auch über überregionale Internet-Service-Provider zu vermarkten; die ersten
Kunden sind auf der einen Seite der Leipziger Glasfasernetzbetreiber HL komm und auf
der anderen Seite 1&1 Internet als Vermarkter. Enge Anbindung an das operative Geschäft als Erfolgsgarant •Die Arbeit an solch innovativen Diensten erfolgt im Dialog mit internen Experten sowie
potenziellen Kunden; darüber hinaus forcierte QSC im abgelaufenen Geschäftsjahr die
Zusammenarbeit mit Hochschulen in der Region wie der RWTH Aachen und der Fachhochschule
Köln. Da QSC die Entwicklungsarbeit eng an das operative Geschäft anbindet und sie
als Querschnittsaufgabe sieht, erfasst das Unternehmen die dabei anfallenden Kosten
konsequenterweise auch nicht getrennt in einer eigenen Position Forschung und Entwicklung.
Vielmehr enthalten die großen Positionen Kosten der umgesetzten Leistungen, Marketing-
und Vertriebskosten sowie Allgemeine Verwaltungskosten auch Kosten für die Arbeit
an innovativen Produkten, Diensten und Prozessen. GESELLSCHAFTLICHE VERANTWORTUNGDrei wichtige Themen im Fokus •QSC stellt sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und fasst unter Corporate Social
Responsibility (CSR) drei wichtige Themen zusammen: Verantwortliche Unternehmensführung,
nachhaltiges Wirtschaften und soziales Engagement. Zur Unternehmensführung finden
sich weitere Informationen im entsprechenden Bericht ab Seite 130. Im Mittelpunkt
der CSR-Aktivitäten steht darüber hinaus das soziale Engagement, über das das Kapitel
"Mitarbeiter" ab Seite 31 informiert. QSC ist überzeugt, dass sie beispielsweise durch
die Ausbildung junger Erwachsener sowie die Unterstützung von Bildungsinitiativen
einen größeren Beitrag zur Weiterentwicklung der Gesellschaft leisten kann als durch
einen noch schonenderen Umgang mit Ressourcen. GESELLSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG BEI QSC![]() Denn Telekommunikationsdienste tragen bereits heute in erheblichem Maße zur Einsparung von Energie und CO2 -Emissionen bei. Gute Beispiele hierfür bilden die Übertragungen großer Datenmengen über das Internet anstatt per Kurier sowie das Ersetzen von Geschäftsreisen durch Videokonferenzen. Zudem bilden breitbandige Internetanschlüsse eine entscheidende Voraussetzung für Heimarbeitsplätze und damit einen geringeren CO2 -Ausstoß - statt zur Arbeit zu fahren, holt man die Arbeit nach Hause. In enger Abstimmung mit Kunden entwickelt QSC hier effiziente Telekommunikationslösungen. Konsequenterweise setzt das Unternehmen auch im eigenen Haus auf die Nutzung von Heimarbeitsplätzen und Videokonferenzen. Dessen ungeachtet bestimmt die Schonung von Ressourcen das Verhalten von QSC in allen
Bereichen und insbesondere ihre Einkaufspolitik. So optimiert das Unternehmen ständig
seinen Energieeinsatz, indem es beispielsweise nicht genutzte Ports in Hauptverteilern
abschaltet und veraltete Server sowie Rechner mit höherem Stromverbrauch ersetzt.
Ihren Strom bezieht QSC bereits seit 2009 größtenteils aus regenerativen Energiequellen. Der Einkauf überwacht den gesamten Lebenszyklus sämtlicher bei QSC eingesetzten Ressourcen
und gewährleistet eine weitestgehende Wiederverwertung der Materialien im Rahmen der
gesetzlichen Vorschriften und darüber hinaus. Die Abteilung achtet zudem darauf, dass
dem Grundgedanken nachhaltigen Wirtschaftens und steigender Energieeffizienz beispielsweise
auch bei der Anschaffung neuer Hardware oder Dienstwagen Rechnung getragen wird. MitarbeiterPERSONALSTANDKonsequente Prozessorientierung führt zu Produktivitätsschub •Bereits in den Vorjahren hatte QSC viele Prozesse industrialisiert und konnte so 2010
ihren Kunden ihre Produkte und Dienste mit einem hohen Automatisierungsgrad und damit
zu sehr wettbewerbsfähigen Konditionen anbieten. Dieser gestiegene Automatisierungsgrad
ging im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einer rückläufigen Beschäftigtenzahl einher;
das Unternehmen besetzte dabei in erster Linie frei werdende Stellen nicht neu. Gemessen
in Vollzeitäquivalenten beschäftigte QSC zum 31. Dezember des abgelaufenen Geschäftsjahres
608 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber 664 Angestellten Ende 2009. Die mit
der Automatisierung verbundenen Produktivitätsfortschritte dokumentiert der Anstieg
des Umsatzes pro Mitarbeiter: Er erhöhte sich 2010 um 10 Prozent auf 694.000 Euro
gegenüber 633.000 Euro im Vorjahr. UMSATZ PRO MITARBEITER (in T €)![]() Zunehmende Bedeutung von Home Offices •Größter Standort von QSC ist Köln, wo außer der EPAG Domainservices alle Ende 2010
konsolidierten Konzerngesellschaften ihren rechtlichen Sitz haben. Insgesamt waren
hier zum 31. Dezember 2010 398 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Mit 70
Arbeitsplätzen blieb Hamburg der zweitgrößte Standort; bis zur Verschmelzung im Oktober
2007 hatte dort die Breitbandgesellschaft Broadnet ihren Sitz. Weitere 100 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter verteilen sich auf die 6 Vertriebsbüros und 2 Geschäftsstellen im
Bundesgebiet sowie die EPAG-Zentrale. Darüber hinaus wächst die Bedeutung von Home
Offices. Mittlerweile sind bereits 40 Angestellte überwiegend von ihrem Heimarbeitsplatz
aus tätig; dies entspricht einer Quote von 7 Prozent. Rechtlich ist das Gros der Beschäftigten bei der QSC AG angestellt: Sie zählte am
31. Dezember des abgelaufenen Geschäftsjahres 528 Angestellte. Die Netzgesellschaft
Plusnet GmbH & Co. KG hatte 68 und die EPAG Domainservices GmbH 12 Angestellte. Klarer Fokus auf Vertrieb und Technik •Traditionell konzentriert sich QSC auf ihre Kernkompetenzen in den Bereichen Vertrieb
und Technik. Zum 31. Dezember beschäftigte das Unternehmen insgesamt 54 Prozent der
Angestellten in vertriebsnahen Bereichen; hierzu zählen die drei Business Units, das
Marketing sowie das Qualitäts- und Beschwerdemanagement. 33 Prozent gewährleisteten
in den technischen Bereichen einen reibungslosen Betrieb der bundesweiten Infrastruktur
und leisteten zugleich einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung von QSC zu
einem ITK-Serviceanbieter. Lediglich 13 Prozent der Beschäftigten arbeiteten in der
Verwaltung. PERSONALSTRUKTUR![]() PERSONALMANAGEMENTQSC schafft einheitliche Rahmenbedingungen für alle Angestellten •Der Erfolg von QSC basiert auf den Leistungen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter;
deren Motivation und Engagement bilden das wesentliche Vermögen des Unternehmens.
Die Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit genießt daher besondere Aufmerksamkeit und
zählt zu den drei strategischen Zielen von QSC. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergriff
das Unternehmen umfangreiche Maßnahmen zur weiteren Steigerung dieser Kernzielgröße.
Es wurde dabei unter anderem eine variable Gehaltskomponente für alle Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter eingeführt und einheitliche Karrierewege als Fach- und als Führungskraft
definiert. Dies erleichtert den Aufstieg von Fachkräften mit ausgeprägtem Spezialwissen,
da die Themen Beförderung und Übernahme von Personalverantwortung jetzt entkoppelt
sind. Eine interne Roadshow brachte 2010 allen Beschäftigten die erweiterten Möglichkeiten
einer Karriere sowie das verbesserte Vergütungssystem näher. Das Personalmanagement
informierte darüber hinaus über die Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge
sowie der Arbeitszeitgestaltung. Denn auch hier hat QSC die Rahmenbedingungen modernisiert
und beispielsweise für alle Angestellten die Möglichkeit geschaffen, nach Absprache
mit ihren Vorgesetzten flexibel, teilweise oder komplett von zu Hause aus zu arbeiten.
Sämtliche Maßnahmen stießen bei der Belegschaft auf positive Resonanz. VERGÜTUNGVariable Vergütung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter •Mit der Einführung einer variablen Vergütungskomponente für alle Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter verbesserte QSC das leistungsorientierte Entgeltsystem im abgelaufenen
Geschäftsjahr noch einmal. QSC unterliegt traditionell keinem Tarifvertrag und stimmt
stattdessen das Vergütungssystem auf die spezifischen Unternehmensbedürfnisse ab. Für Fach- und Führungskräfte besteht darüber hinaus ein variables Gehaltssystem auf
der Basis einer Gesamtbetriebsvereinbarung. Danach richtet sich die variable Vergütung
mit zunehmender Führungsverantwortung immer stärker nach Unternehmenszielen; 2010
war der Free Cashflow hier die entscheidende Messgröße. Die variable Vergütung der Geschäftsleitung bezog sich 2010 zu 100 Prozent auf den
Free Cashflow, wobei zusätzlich ein Mindestumsatz in Vorjahreshöhe zu erzielen war,
und honorierte damit den Einsatz der Geschäftsleitung für das Gesamtunternehmen. In
der zweiten Führungsebene lag der Anteil der Unternehmensziele bei 70 Prozent; zu
30 Prozent bemaß sich die variable Vergütung hier nach sogenannten Leistungszielen;
diese beziehen sich auf individuelle Ziele oder auf Ziele des eigenen Bereichs. In
den beiden nächsten Hierarchiestufen stieg der Anteil dieser Leistungsziele auf 50
bzw. 70 Prozent und honorierte damit bewusst stärker den Einsatz im jeweiligen Arbeitsumfeld. Vergütungsbericht •Detaillierte Ausführungen zur Vergütung des Vorstands finden sich im Corporate-Governance-Bericht
auf den Seiten 130 ff.; der dortige Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts. AUS- UND WEITERBILDUNGAusbildungsquote steigt auf 7 Prozent •Zum 31. Dezember 2010 waren 43 junge Erwachsene und damit noch einmal 8 mehr als im
Jahr zuvor als Auszubildende bei QSC tätig; die Ausbildungsquote stieg auf 7 Prozent.
Das Unternehmen sieht sein Engagement in der betrieblichen Ausbildung nicht nur als
essenziellen Bestandteil der Nachwuchssicherung an, sondern zugleich als wichtigen
Beitrag dazu, seiner gesellschaftlichen Verantwortung Rechnung zu tragen. 2010 bildete
QSC Fachinformatiker in den Fachrichtungen Systemintegration und Anwendungsentwicklung
sowie Büro- und IT-Systemkaufleute aus. AUSBILDUNGSQUOTE![]() Bürokaufleute haben zusätzlich die Möglichkeit der Teilnahme an einem dualen Studium
an der Fachhochschule für Oekonomie & Management in Köln; Ende 2010 nutzten 5 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter diese Möglichkeit einer verzahnten theoretischen und praktischen Ausbildung.
Darüber hinaus engagiert sich QSC beim Berufseinstieg von Hochschulabgängern mit einem
Traineeprogramm. Zum 31. Dezember 2010 waren 5 Trainees insbesondere in den kaufmännischen
Bereichen im Unternehmen beschäftigt. QSC wird auch in Zukunft darauf achten, durch die Förderung von Auszubildenden und
Studenten frühzeitig Talente für das Unternehmen zu gewinnen und diese durch eine
gezielte Personalpolitik an das Unternehmen zu binden. Für 2011 ist die Einstellung
weiterer 15 Auszubildender geplant. Jeder Mitarbeiter kann sich weiterbilden •70 Prozent der Belegschaft verfügen über eine qualifizierte Berufsausbildung und 30
Prozent über einen Hochschulabschluss. Sie alle haben die Möglichkeit, ihr Wissen
durch Weiterbildung ständig zu aktualisieren. QSC setzt dabei in erster Linie auf
interne Maßnahmen und fördert den Erfahrungsaustausch über Abteilungsgrenzen hinweg.
Wichtige Themen sind in diesem Umfeld die Erweiterung des Fach- und Methodenwissens,
Coaching und Begleitung von Nachwuchskräften sowie Führung und Leitung. Bei proaktiv angebotenen Schulungen lag der Schwerpunkt 2010 unter anderem auf dem
nachhaltigen Ausbau von Fach- und Führungskompetenzen in Experten- und Führungswerkstätten,
Projektmanagement, Präsentationstraining sowie Zeit- und Stressmanagement. Für externe
Maßnahmen wandte QSC im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 0,3 Millionen Euro auf. UNTERNEHMENSKULTURVier Leitsätze umreißen das Wertesystem •Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind einem gemeinsamen Wertesystem verpflichtet.
Die folgenden vier Leitsätze dienen als Navigationssystem: - Wir dienen dem Kunden •Alleiniger Maßstab für die Leistung von QSC ist die Wertschätzung durch den Kunden. - Wir sind ein starkes Team •QSC setzt auf partnerschaftliche Zusammenarbeit durch einen fairen, offenen und vertrauensvollen
Umgang mit internen und externen Ansprechpartnern. - Wir leben Kommunikation •QSC praktiziert eine klare, bewusste und zielgerichtete Kommunikation, getragen von
gegenseitigem Respekt. - Wir schaffen Werte •QSC überträgt ein hohes Maß an Verantwortung an jeden Angestellten und verpflichtet
diesen, seine Entscheidungen stets mit Blick auf eine Steigerung des Unternehmenswertes
zu treffen. Auf der Basis dieser Leitsätze hat QSC eine dialogorientierte Unternehmenskultur entwickelt,
die zur Bindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beiträgt. Über die Hälfte der
Belegschaft ist seit mehr als fünf Jahren bei QSC beschäftigt; 116 Kolleginnen und
Kollegen sind sogar bereits mehr als zehn Jahre und damit seit dem Jahr des Börsengangs
im Unternehmen tätig. Für das gute Arbeitsumfeld spricht auch die im Vergleich zum
Branchendurchschnitt niedrige Krankenquote von 3,3 Prozent im abgelaufenen Geschäftsjahr. QSC achtet auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf •Wichtiger Bestandteil der werteorientierten Unternehmenskultur ist das Verständnis
für die persönliche Situation jedes Angestellten und die Berücksichtigung seiner Wünsche
im Rahmen der Möglichkeiten eines Mittelständlers. Dazu zählt die Einrichtung von
Heimarbeitsplätzen ebenso wie Teilzeitarbeit; im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die
Teilzeitquote bei rund 6 Prozent. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird durch eine durchgängig flexible Arbeitszeit
erleichtert; es gibt keine Kernarbeitszeiten und allen Angestellten steht es frei,
einen Teil ihrer Arbeit in Absprache mit ihren Vorgesetzten von zu Hause aus zu erledigen.
Regelmäßig befanden sich darüber hinaus im abgelaufenen Geschäftsjahr 12 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter in Elternzeit, wobei QSC sehr darum bemüht ist, Eltern den Wiedereinstieg
in das Berufsleben zu erleichtern. Dazu zählt auch, weiblichen und männlichen Angestellten
Perspektiven für die weitere Karriere als Fach- oder Führungskraft aufzuzeigen. Im
vergangenen Geschäftsjahr stieg der Anteil weiblicher Führungskräfte auf 13 Prozent. Gesellschaftliches Engagement für Jugendliche •In seinem gesellschaftlichen Engagement konzentriert sich QSC als Mittelständler bewusst
auf Initiativen im Unternehmen und in seiner unmittelbaren Umgebung; Themen wie die
betriebliche Ausbildung sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehen dabei
im Zentrum. Darüber hinaus ist QSC seit 2002 Hauptsponsor der GOFUS-Initiative. GOFUS
(www.gofus.de) ist ein Zusammenschluss aktiver und ehemaliger Fußballprofis, die durch
Erlöse bei Golfturnieren Initiativen fördern, die wirtschaftlich schwächer gestellten
Kindern und Jugendlichen helfen. Das Spektrum reicht von der Unterstützung von Kindergärten
bis hin zur Erleichterung des Einstiegs in das Berufsleben. RahmenbedingungenGESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENWeltwirtschaft auf Wachstumskurs •Im Jahresverlauf 2010 hellte sich die globale wirtschaftliche Lage nach der schwersten
Rezession der Nachkriegszeit spürbar auf. Besonders die hohe Wachstumsdynamik in den
asiatischen Volkswirtschaften führte nach Berechnungen des Weltwährungsfonds zu einem
Anstieg des Weltbruttoinlandsprodukts um 4,8 Prozent im Vergleich zu -0,6 Prozent
im Vorjahr. In den Industrieländern verlief die Entwicklung gespalten. Während insbesondere
südeuropäische Volkswirtschaften noch mit der Überwindung der Rezession kämpften,
partizipierten exportorientierte Länder wie Deutschland an der wachsenden globalen
Nachfrage. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt stieg in diesem Umfeld um 3,6 Prozent,
nachdem es im Vorjahr noch um -4,7 Prozent zurückgegangen war; damit konnte die deutsche
Wirtschaft aber noch nicht wieder das Niveau vor Ausbruch der globalen Finanz- und
Wirtschaftskrise erreichen. ENTWICKLUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS IN DEUTSCHLAND![]() Der wichtigste Wachstumstreiber in Deutschland war 2010 nach Berechnungen des Statistischen
Bundesamtes erneut der Export: Die Ausfuhren stiegen nach dem Einbruch um -14,3 Prozent
im Vorjahr um 14,2 Prozent. Im Jahresverlauf verbreiterte sich aber die Basis des
Aufschwungs, da auch der private und staatliche Konsum sowie die Investitionen anzogen.
Besonders deutlich fiel der Zuwachs bei den Ausrüstungsinvestitionen aus: Ihr Volumen
stieg um 9,4 Prozent, nachdem sie im Rezessionsjahr 2009 noch um -22,6 Prozent eingebrochen
waren. Von der wachsenden Bereitschaft der Unternehmen, in moderne Anlagen zu investieren,
profitierten auch Telekommunikationsanbieter wie QSC, die sich auf Geschäftskunden
konzentrieren. Wie schon in den Vorjahren standen die Preise in der Telekommunikationsbranche weiter
unter Druck. Während die Verbraucherpreise in Deutschland im Dezember 2010 um 1,7
Prozent über dem Niveau des Vorjahres lagen, gingen sie in der Telekommunikation um
-2,6 Prozent zurück; in keiner anderen Gütergruppe verzeichnete das Statistische Bundesamt
einen so starken Preisrückgang. Zwar standen unverändert besonders die Preise für
Sprachtelefoniedienste für Privatkunden unter Druck, doch auch in anderen Marktsegmenten
gab es einen zum Teil erheblichen Preiswettbewerb. Ein gutes Beispiel bietet der DSL-Markt
für Privatkunden, auf dem QSC über Wholesale-Partner vertreten ist; 2010 reduzierten
hier zahlreiche Anbieter noch einmal ihre Flatrate-Angebote auf Preise von unter 20
Euro pro Monat und weniger. BRANCHENWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENDeutscher ITK-Markt überwindet Rezession •Dem Branchenverband BITKOM zufolge stiegen die Umsätze im deutschen ITK-Markt nach
dem Rückgang 2009 im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder leicht um 2,7 Milliarden Euro
auf 142,7 Milliarden Euro. Innerhalb dieses Marktes konzentriert sich QSC auf netzbasierte
und netznahe ITK-Dienste für mittelständische Geschäftskunden. Nach eigenen Berechnungen
belaufen sich die Umsätze in diesem für QSC durch die Weiterentwicklung zu einem ITK-Serviceanbieter
adressierbaren Markt auf knapp 20 Milliarden Euro. Der Transformationsprozess ermöglicht
dem Unternehmen eine Verdoppelung des Marktes; der bisherige Kernmarkt, TK-Dienste
für mittelständische Geschäftskunden, besaß ein Volumen von knapp 10 Milliarden Euro. ITK-MARKT IN DEUTSCHLAND (in Mrd. €)![]() Der deutsche ITK-Markt war 2010 von einer zweigeteilten Entwicklung geprägt: Während
das Geschäft mit TK-Diensten stagnierte, profitierten IT-Anbieter von der wachsenden
Nachfrage privater und gewerblicher Kunden. Auch innerhalb der Telekommunikation gab
es eine Zweiteilung: Während das Geschäft mit Datendiensten zum Teil deutlich anzog,
gingen die Umsätze mit Sprachdiensten infolge des Preiswettbewerbs weiter zurück. Eine Aufschlüsselung des Geschäfts mit Sprachdiensten durch den VATM, einen Zusammenschluss
alternativer TK-Anbieter, zeigt, dass sich 2010 die Entwicklung hin zu Komplettanschlüssen
fortsetzte. Andere Sprachangebote verloren im Gegenzug erheblich an Bedeutung: Die
Summe der Call-by-Call-Sprachminuten pro Tag ging im abgelaufenen Geschäftsjahr um
27 Prozent und die der Preselect-Sprachminuten pro Tag sogar um 42 Prozent zurück.
80 Prozent der insgesamt 397 Millionen täglichen Sprachminuten entfielen nach VATM-Angaben
danach bereits auf Komplettanschlüsse; im Vorjahr hatte diese Größe erst bei 71 Prozent
gelegen. Dabei basiert ein wachsender Anteil dieser Anschlüsse auf der Voice-over-IP-Technologie
- nach Berechnungen des VATM stieg ihre Zahl 2010 um 41 Prozent auf 5,2 Millionen. Bei Datendiensten kam es zwar zu einem weiteren Anstieg der breitbandigen Anschlüsse
um 1,8 Millionen auf 26,9 Millionen. Doch alternative Anschlussarten wie insbesondere
das TV- und teilweise das Glasfaserkabel gewannen hier eine größere Anzahl von Kunden
als die Deutsche Telekom und ihre DSL-Wettbewerber. Ende 2010 waren 650.000 Haushalte
in Deutschland an ein Glasfasernetz bis zum Gebäude angeschlossen - vor drei Jahren
lag diese Zahl erst bei 110.000. Als erstes Unternehmen hat QSC eine bundesweite Open-Access-Plattform
geschaffen, um diese neue Infrastruktur über eine einzelne Region hinaus zugänglich
zu machen. SPRACHMINUTEN IN DEUTSCHLAND (in Millionen Minuten pro Tag]Komplettanschluss![]() Call-by-Call![]() Preselect![]() DSL-Technologie dominiert bei Unternehmen •Die meisten Unternehmen in Deutschland setzen unverändert auf die DSL-Technologie.
Ihr Marktanteil bei breitbandigen Anschlüssen lag 2010 bei 96 Prozent. Insgesamt stieg
die Zahl der DSL-Anschlüsse in Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Berechnungen
von IDC noch einmal um 112.000 auf 2,9 Millionen. Die entsprechenden Ausgaben blieben
mit 1,2 Milliarden Euro jedoch konstant. Unternehmen nutzen DSL-Anschlüsse über den reinen Datentransport hinaus für standortübergreifende
IP-VPN-Lösungen. Der deutsche IP-VPN-Markt wuchs nach Berechnungen von IDC im abgelaufenen
Geschäftsjahr um 6 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. DSL-ANSCHLÜSSE VON UNTERNEHMEN IN DEUTSCHLAND (in Millionen]![]() VoIP-Markt wächst um 29 Prozent •Darüber hinaus verwenden Unternehmen ihre breitbandige Anbindung immer stärker für
die Sprachtelefonie - der Voice-over-IP-Markt für Geschäftskunden wächst rasant. 2010
stiegen die Umsätze in diesem Markt nach Angaben von IDC um 29 Prozent auf 0,5 Milliarden
Euro. Dabei steigt nicht nur das abrechenbare Gesprächsaufkommen, sondern auch der
Markt für zusätzliche Dienste. VOIP-MARKT FÜR GESCHÄFTSKUNDEN (in Mrd. €)![]() Eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung von QSC zu einem ITK-Serviceanbieter
spielt Cloud Computing, die Verlagerung von Geschäftsprozessen ins Internet, die sich
ohne leistungsstarke Telekommunikationsdienste nicht realisieren lässt. Anfang Oktober
2010 legte der Dachverband BITKOM hierzu eine Prognose vor. Danach dürften die Umsätze
mit Cloud Computing in Deutschland von derzeit 1,1 Milliarden Euro bis 2015 auf 8,2
Milliarden Euro steigen. AUSWIRKUNGEN DER RAHMENBEDINGUNGEN AUF QSCTransformationsprozess eröffnet neue Marktchancen •Bei QSC standen 2010 die Weiterentwicklung zu einem ITK-Serviceanbieter und die Konzentration
auf IP-basierte Umsätze im Mittelpunkt der Aktivitäten. Das Unternehmen kann hiermit
seinen adressierbaren Markt verdoppeln und zugleich seine Abhängigkeit vom klassischen
deutschen TK-Markt mit seinem zum Teil intensiven Preiswettbewerb Schritt für Schritt
mindern. In diesem Transformationsprozess profitierte QSC im abgelaufenen Geschäftsjahr
von der anziehenden Konjunktur und der damit einhergehenden steigenden Bereitschaft
mittelständischer Unternehmen, in innovative ITK-Dienste zu investieren. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageGESCHÄFTSVERLAUFZweistelliges Wachstum IP-basierter Umsätze •QSC steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz auf 422,1 Millionen Euro gegenüber
420,5 Millionen Euro im Jahr 2009 und setzte zugleich den Transformationsprozess von
einem Netzbetreiber zu einem Serviceanbieter erfolgreich fort. Die Umsätze mit klassischen
Produkten eines Netzbetreibers wie Call-by-Call und ADSL2+ sanken 2010 um 26,1 Millionen
Euro auf 133,2 Millionen Euro; die Umsätze mit IP-basierten Produkten und Diensten
stiegen demgegenüber um 27,7 Millionen Euro auf 288,9 Millionen Euro. Damit erzielte
QSC im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits 68 Prozent der Umsätze in zukunftsträchtigen
Geschäftsfeldern; im Vorjahr hatte diese Größe bei 62 Prozent gelegen. UMSATZ-MIX (in Mio. €)![]() Die Fortschritte im Transformationsprozess verdeutlicht die unterjährige Entwicklung:
Im ersten Quartal 2010 lagen die IP-basierten Umsätze noch bei 69,2 Millionen Euro
und entsprachen damit 65 Prozent des Gesamtumsatzes. In den Folgequartalen stiegen
sie auf 70,8 Millionen Euro und 73,1 Millionen Euro, bevor sie im vierten Quartal
2010 eine Höhe von 75,7 Millionen Euro erreichten; dies entsprach bereits einem Anteil
von 72 Prozent des Gesamtumsatzes. ENTWICKLUNG IP-BASIERTER UMSÄTZE (in Mio. €)![]() Diese signifikante Steigerung der Umsätze in zukunftsträchtigen und (Managed Outsourcing
ausgenommen] auch margenstärkeren Geschäftsfeldern führte 2010 auch unterjährig zu
einer steigenden Ertragskraft: Das operative Ergebnis, das EBIT, verbesserte sich
von 3,9 Millionen Euro im ersten Quartal 2010 auf 5,3 Millionen Euro im vierten Quartal;
der Konzerngewinn stieg von 3,2 Millionen Euro in den ersten drei Monaten 2010 auf
11,0 Millionen Euro im Schlussquartal. QSC gewinnt neue mittelständische Kunden •Auf dem Weg zu einem ITK-Serviceanbieter baute QSC im abgelaufenen Geschäftsjahr das
Leistungsspektrum gezielt aus und stärkte zugleich ihre Stellung in angestammten Märkten.
Mit dem Gewinn mittelständischer Kunden wie Mövenpick Hotels & Resorts, DERAG Hotel
& Living und der Papier Union unterstrich QSC ihre führende Position als Mittelständler
für Mittelständler im IP-VPN-Geschäft. Mit NTplus und den Systemhäusern von ElectronicPartner
erweiterte das Unternehmen den Kreis der Fachdistributoren für innovative Sprach-
und Datendienste wie die virtuelle Telefonanlage IPfonie centraflex. Nach intensiver Vorarbeit präsentierte QSC Anfang Oktober 2010 die neueste Generation
dieser Lösung: IPfonie centraflex 3.0. Diese verfügt über verbesserte Datenbank-Schnittstellen,
sodass Kunden jetzt zahlreiche Business-Applikationen sowie Call- und Contact-Center-Lösungen
problemlos anbinden können. Seit Anfang 2011 ermöglicht das centraflex-App zudem den
Zugriff auf die wichtigsten Funktionen über ein iPhone. Langfristige Netzkooperation mit freenet und TELE2 •IP-basierte Produkte wie IPfonie centraflex beruhen auf dem unternehmenseigenen NGN.
Dessen Effizienz und Leistungsstärke nutzte QSC 2010 für den Aufbau zweier zusätzlicher
Geschäftsfelder: Managed Outsourcing und Open Access. Beim Managed Outsourcing integriert
QSC bestehende Schmalbandnetze von Kunden in das NGN und realisiert danach deren gesamtes
Verkehrsvolumen im Festnetz über die eigene Infrastruktur Als ersten Kunden dafür
gewann QSC im Juni 2010 die freenet Cityline GmbH, ein Unternehmen der freenet Group,
das eine langfristige Netzkooperation über zunächst zehn Jahre abschloss. Einen ebenso
langfristigen Managed-Outsourcing-Vertrag schloss im Dezember 2010 die Communication
Services TELE2 GmbH, die deutsche Tochtergesellschaft des TELE2-Konzerns. Open Access als neues Geschäftsfeld •Ende August 2010 präsentierte QSC ihre Open-Access-Plattform, die erste Netz-, Prozess-
und Dienste-Drehscheibe für den sogenannten Next Generation Access, einer breiten
Öffentlichkeit. Die Plattform verbindet insbesondere regionale Anbieter, die derzeit
mit Hochdruck den Ausbau von lokalen Glasfasernetzen vorantreiben, und marktstarke
Vertriebspartner, die ihren Kunden auch Breitbandanschlüsse mit Geschwindigkeiten
von 100 Megabit pro Sekunde oder mehr anbieten wollen. Erste Partner von QSC sind
auf der einen Seite 1&1 Internet und auf der anderen Seite die Leipziger HL komm. Rückläufige Umsätze im ADSL2+ Geschäft •Der wachsenden Bedeutung von breitbandigen Anschlüssen auf Glasfaser-Basis gerade
in städtischen Ballungsräumen steht eine zunehmende Marktsättigung und ein verschärfter
Preiswettbewerb bei breitbandigen Anschlüssen auf DSLBasis gegenüber. Da sich QSC
in solchen Märkten bewusst zurückhält und sich stattdessen auf IP-basierte Umsätze
konzentriert, ging die Zahl der angeschalteten Leitungen 2010 auf 512.400 gegenüber
588.800 am 31. Dezember 2009 zurück. Der Anteil des ADSL2+ Geschäfts reduzierte sich
dadurch 2010 auf 23 Prozent gegenüber 28 Prozent im Vorjahr, wobei er unterjährig
von 26 Prozent im ersten Quartal auf 19 Prozent im vierten Quartal 2010 zurückging. Stärkung der IT-Kompetenz durch Übernahme von IP Partner •Rückläufige ADSL2+ Umsätze auf der einen Seite und steigende IP-basierte Umsätze auf
der anderen Seite belegen die Fortschritte von QSC im Transformationsprozess. Im Dezember
2010 beschleunigte das Unternehmen diesen Prozess noch einmal mit dem vollständigen
Erwerb der IP Partner AG, Nürnberg; der wirtschaftliche Übergang erfolgte aber erst
zum 3. Januar 2011, sodass das Unternehmen 2010 noch nicht zum Konsolidierungskreis
zählte. Der im Jahr 2000 gegründete IT-Dienstleister ist ein schnell wachsender Anbieter
für Hosting und IT-Outsourcing-Services für den Mittelstand. Das Unternehmen betreibt
bereits zwei Rechenzentren in München und Nürnberg mit mehr als 10.000 Servern für
mehr als 1.000 Geschäftskunden, und baut die Kapazitäten weiter aus. Der Kaufpreis
besteht aus zwei Komponenten. Zum 3. Januar 2011 zahlte QSC 15 Millionen Euro in bar
an die bisherigen Gesellschafter. Weitere 10 Millionen Euro werden bis spätestens
Ende April 2012 in Abhängigkeit von verschiedenen Voraussetzungen fällig, wozu insbesondere
ein anhaltend hohes Unternehmenswachstum zählt. WESENTLICHE FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSEVollständiger Erwerb von Plusnet •Am 22. Dezember 2010 übernahm QSC rückwirkend zum 31. Oktober 2010 für 36,7 Millionen
Euro den 32,5%-Anteil der DSL-Netzgesellschaft Plusnet GmbH & Co. KG, Köln, von der
Communication Services TELE2 GmbH, Düsseldorf, der deutschen Tochtergesellschaft des
TELE2-Konzerns. Für die vorzeitige Auflösung des ursprünglich mindestens bis zum 31.
Dezember 2013 laufenden Vertrages zahlte TELE2 66,2 Millionen Euro. Im Gegenzug verpflichtete
sich QSC, die Kosten von Plusnet in Zukunft vollständig zu tragen. Parallel schlossen
QSC und TELE2 zwei Verträge mit einer Laufzeit von jeweils zehn Jahren für DSL-Wholesale
und Managed Outsourcing. Mit diesen Vereinbarungen vereinfachte QSC die Gesellschafterstruktur
und ist jetzt in der Lage, das Managed-Outsourcing-Geschäft noch flexibler zu gestalten. Diese Transaktion hat folgende wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage
von QSC zum 31. Dezember 2010: 1. Da die Vereinbarung im Dezember 2010 noch unter dem Vorbehalt der zwischenzeitlich
erteilten Zustimmung der Bundesnetzagentur stand, erfolgte die finanzielle Abwicklung
erst im Januar 2011. Zum 31. Dezember 2010 weist QSC daher eine Forderung gegen den
Altgesellschafter TELE2 aus. 2. Rückwirkend zum 31. Oktober 2010 erloschen die langfristigen Schulden anderer Minderheitsgesellschafter
- das Kapitalkonto des Plusnet-Mitgesellschafters TELE2 - nachdem QSC dessen Anteil
zum Buchwert erwarb. 3. Da TELE2 einen Ausgleich für die vorzeitige Beendigung eines Vertrages mit einer
Mindestlaufzeit bis zum 31. Dezember 2013 leistete, grenzt QSC diese Zahlung über
die Laufzeit passivisch ab - und löst sie dementsprechend Schritt für Schritt erfolgswirksam
auf. Weitere Erläuterungen zu den Auswirkungen der Transaktion auf die Vermögens- und Finanzlage
finden sich im Konzernlagebericht zu einzelnen Positionen der Bilanz und Kapitalflussrechnung.
Darüber hinaus gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr keine singulären Ereignisse im
Unternehmen oder am Markt, die den Geschäftsverlauf von QSC wesentlich beeinflusst
hätten. ERTRAGSLAGEUmsatz steigt auf 422,1 Millionen Euro •QSC steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz auf 422,1 Millionen Euro nach
420,5 Millionen Euro. Das operative Geschäft ist durch mehrjährige Verträge mit Unternehmenskunden
und langfristige Lieferbeziehungen mit Wiederverkäufern von Sprach- und Datendiensten
geprägt, sodass das Unternehmen auf den gesonderten Ausweis eines Auftragsbestands
verzichtet. UMSATZ (in Mio. €)![]() Rückläufige Netzwerkkosten •Der Transformationsprozess führt dazu, dass QSC zunehmend netzunabhängige ITK-Services
verkauft und daher die unter Kosten der umgesetzten Leistungen aufgeführten Netzwerkkosten
inklusive Abschreibungen und nicht zahlungswirksamer aktienbasierter Vergütung reduzieren
kann. Da das Unternehmen zudem sein striktes Kostenmanagement fortsetzte und das bundesweite
Netz weiter optimierte, sank diese größte Kostenposition 2010 um 9,9 Millionen Euro
auf 315,2 Millionen Euro. NETZWERKKOSTEN (in Mio. €)![]() Die Kosten für Aufbau, Betrieb und Wartung des Netzes selbst gingen dabei auf 54,4
Millionen Euro gegenüber 58,2 Millionen Euro im Vorjahr zurück. Die Personalkosten
innerhalb der Netzwerkkosten sanken auf 12,4 Millionen Euro gegenüber 14,8 Millionen
Euro im Jahr 2009. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die QSC anders als in
den Quartalsabschlüssen IFRS folgend im Jahresabschluss mit in die einzelnen Kostenpositionen
einbezieht, reduzierte QSC somit die strukturellen Bestandteile der Netzwerkkosten
insgesamt auf 108,5 Millionen Euro gegenüber 120,2 Millionen Euro im Vorjahr; ihr
prozentualer Anteil lag 2010 bei 34 Prozent gegenüber 37 Prozent im Jahr 2009. 66 Prozent der Netzwerkkosten entfielen dagegen auf bezogene Leistungen; diese stiegen
im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,9 Millionen Euro auf 206,7 Millionen Euro, in
erster Linie aufgrund der Erfolge von QSC im IP-basierten Sprachgeschäft. Bruttomarge steigt auf 25 Prozent •Höhere Umsätze und niedrigere Netzwerkkosten führten 2010 zu einem deutlichen Anstieg
des Bruttoergebnisses: Es verbesserte sich auf 106,9 Millionen Euro gegenüber 95,5
Millionen Euro im Vorjahr. Die Bruttomarge stieg um 2 Prozentpunkte auf 25 Prozent. BRUTTOERGEBNIS (in Mio. €)![]() Hohe Kostendisziplin •Die Marketing- und Vertriebskosten stiegen 2010 leicht um 2,0 Millionen Euro auf 56,0
Millionen Euro. Diese Position setzt sich neben den Abschreibungen im Wesentlichen
aus drei Kostenblöcken zusammen: Personalkosten, Provisionszahlungen und Werbeaufwendungen.
Hierbei gingen die Erfolge der Vertriebspartner von QSC im abgelaufenen Geschäftsjahr
mit einem Anstieg der Provisionen einher; Personalkosten und Werbeaufwendungen gingen
demgegenüber leicht zurück. Die allgemeinen Verwaltungskosten reduzierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf
29,6 Millionen Euro nach 32,3 Millionen Euro im Vorjahr, obwohl im vierten Quartal
2010 einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit der Neuordnung der Gesellschafterstruktur
bei Plusnet sowie dem Erwerb von IP Partner anfielen. Die hohe Effizienz der Verwaltung
zeigt sich daran, dass der Anteil ihrer Kosten am Gesamtumsatz 2010 noch einmal um
1 Prozentpunkt auf 7 Prozent sank. Margenstarke Umsätze verbessern Profitabilität •In ihren Quartalsberichten folgt QSC der international gängigen Praxis eines gesonderten
Ausweises der Abschreibungen und der nicht zahlungswirksamen aktienbasierten Vergütung
in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung; im vorliegenden Konzernabschluss sind diese Größen
dagegen in den Kostenpositionen für umgesetzte Leistungen, Marketing und Vertrieb
sowie allgemeine Verwaltung enthalten. Die nachfolgende, verkürzte Gewinn-und-Verlust-Rechnung
weist die Abschreibungen und die nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung getrennt
aus und ermöglicht so einen schnellen Überblick über die Entwicklung des operativen
Geschäfts: scroll
*
exklusive Abschreibungen und nicht zahlungswirksamer aktienbasierter Vergütung
EBITDA-Marge steigt auf 19 Prozent •Der deutliche Anstieg IP-basierter Umsätze sowie die anhaltend strikte Kostendisziplin
in allen Bereichen ermöglichte es QSC, trotz des laufenden Transformationsprozesses
das EBITDA-Ergebnis weiter auf 78,1 Millionen Euro nach 76,9 Millionen Euro im Jahr
2009 zu steigern. QSC definiert das EBITDA als Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Amortisierung
von abgegrenzter nicht zahlungswirksamer aktienbasierter Vergütung sowie Abschreibung
und Amortisierung von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Geschäfts- oder
Firmenwert. Die EBITDA-Marge stieg auf 19 Prozent gegenüber 18 Prozent im Jahr 2009. EBITDA (in Mio. €)![]() Die Abschreibungen reduzierten sich 2010 auf 57,1 Millionen Euro gegenüber 66,7 Millionen
Euro im Vorjahr, als sie ihren Scheitelpunkt erreicht hatten. Durch die Weiterentwicklung
von einem Netzbetreiber zu einem Serviceanbieter plant QSC für die kommenden Jahre
mit im Vergleich zu den Zeiten des Netzaufbaus und -ausbaus wesentlich niedrigeren
Investitionen und damit auch weiter rückläufigen Abschreibungen. ABSCHREIBUNGEN (in Mio. €)![]() EBIT mehr als verdoppelt •Rückläufige Abschreibungen und eine höhere Profitabilität des operativen Geschäfts
führten 2010 dazu, dass QSC das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT] auf
20,9 Millionen Euro mehr als verdoppeln konnte; im Vorjahr hatte es bei 9,7 Millionen
Euro gelegen. Die EBIT-Marge stieg 2010 von 2 Prozent auf 5 Prozent. Das Finanzergebnis verbesserte sich infolge der rückläufigen zinstragenden Verbindlichkeiten
auf -2,0 Millionen Euro gegenüber -2,5 Millionen Euro im Jahr 2009. Das Ergebnis vor
Ertragsteuern stieg danach auf 18,8 Millionen Euro nach 7,2 Millionen Euro im Vorjahr. EBIT (in Mio. €)![]() Konzerngewinn mehr als vervierfacht •Angesichts der nachhaltigen und wachsenden Profitabilität bilanzierte das Unternehmen
2010, den Vorschriften von IFRS folgend, aktive latente Steuern auf Verlustvorträge
und realisierte in der Folge einen positiven Effekt aus Steuern in Höhe von 5,3 Millionen
Euro. Der Konzerngewinn nach Steuern stieg danach im abgelaufenen Geschäftsjahr auf
24,2 Millionen Euro nach 5,5 Millionen Euro im Vorjahr; das Ergebnis je Aktie erhöhte
sich auf 0,18 Euro gegenüber 0,04 Euro im Jahr 2009. KONZERNERGEBNIS (in Mio. €)![]() ERTRAGSLAGE NACH SEGMENTENStabile Entwicklung im Segment Managed Services •Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte QSC im Segment Managed Services einen Umsatz
von 74,0 Millionen Euro gegenüber 74,3 Millionen Euro im Vorjahr. Zwei gegenläufige
Entwicklungen charakterisieren das Geschäftsjahr: Mit dem klaren Fokus auf den Mittelstand
konnte QSC 2010 neue Kunden gewinnen und zugleich ihren Anteil am ITK-Budget bestehender
Kunden ausbauen; 70 Prozent des Neugeschäfts stammten von Bestandskunden. Demgegenüber
spürte QSC insbesondere bei Vertragsverlängerungen von größeren Unternehmen eine höhere
Preissensibilität bei Vernetzungslösungen, die sich bisher nur zum Teil durch das
Angebot zusätzlicher ITK-Dienste ausgleichen ließ. Ende 2010 war indes der größte
Teil der Preisnachverhandlungen abgeschlossen. Zudem wird der Umsatzanteil innovativer
ITK-Dienste durch den Erwerb von IP Partner im Dezember 2010 im laufenden Geschäftsjahr
deutlich ansteigen. UMSATZ MANAGED SERVICES (in Mio. €)![]() Fokus auf mittelständische Kunden und ITK-Services stärkt Profitabilität •Die Kosten der umgesetzten Leistungen, die insbesondere für die Nutzung der bundesweiten
Infrastruktur anfallen, beliefen sich im Segment Managed Services 2010 auf 35,1 Millionen
Euro nach 41,4 Millionen Euro im Vorjahr, da QSC zunehmend netzunabhängige ITK-Services
in ihr Leistungsspektrum integriert. Da die anderen Kosten sich kaum veränderten,
erhöhte sich das Segment-EBITDA auf 16,9 Millionen Euro gegenüber 12,1 Millionen Euro.
Der Anstieg der entsprechenden EBITDA-Marge auf 23 Prozent nach 16 Prozent im Jahr
2009 ist auch eine Folge der erfolgreichen Konzentration auf das tendenziell margenstärkere
Geschäft mit mittelständischen Kunden. Da die Abschreibungen mit 10,7 Millionen Euro
unter dem Niveau des Vorjahres von 12,1 Millionen Euro blieben, fiel der Anstieg des
operativen Ergebnisses im Segment Managed Services noch deutlicher aus: Das EBIT lag
im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 6,2 Millionen Euro nach -0,1 Millionen Euro im Vorjahr.
Die EBIT-Marge von 8 Prozent unterstreicht die Erfolge aufgrund der Weiterentwicklung
zu einem ITK-Serviceanbieter. EBIT MANAGED SERVICES (in Mio. €)![]() Konzentration auf IP-basierte Umsätze im Segment Produkte •Der Umsatz im Segment Produkte ging mit 85,7 Millionen Euro 2010 noch einmal im Vergleich
zum Vorjahr zurück, als QSC in diesem Segment 92,1 Millionen Euro erwirtschaftet hatte.
Er stabilisierte sich aber im Jahresverlauf zwischen 21 und 22 Millionen Euro pro
Quartal. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr lässt sich im Wesentlichen auf die
konventionelle Sprachtelefonie zurückführen. Der Umsatzanteil der Preselect- und Call-by-Call-Angebote
belief sich auf 43 Prozent. UMSATZ PRODUKTE (in Mio. €)![]() Höheres Segment-EBIT trotz niedrigerer Umsätze •Die Konzentration auf margenstärkere IP-basierte Umsätze verbesserte die Ergebnissituation
im Segment Produkte. Da die Netzwerkkosten infolgedessen im abgelaufenen Geschäftsjahr
deutlich zurückgingen, blieb das Segment-EBITDA mit 19,0 Millionen Euro trotz Umsatzrückgangs
auf dem Niveau des Vorjahres von 19,4 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge verbesserte
sich auf 22 Prozent nach 21 Prozent im Jahr 2009. Dank rückläufiger Abschreibungen
konnte QSC das operative Ergebnis in diesem Segment sogar deutlich steigern: Mit 7,7
Millionen Euro lag es 67 Prozent über der Vorjahresgröße von 4,6 Millionen Euro. Die
EBIT-Marge verbesserte sich auf 9 Prozent nach 5 Prozent im Jahr 2009. EBIT PRODUKTE (in Mio. €)![]() Sprachgeschäft treibt Umsatz im Segment Wholesale/Reseller •Den Umsatz im größten Segment Wholesale/Reseller steigerte QSC 2010 auf 262,3 Millionen
Euro nach 254,2 Millionen Euro im Vorjahr. Entscheidenden Anteil an diesem Wachstum
hatten die anhaltenden Erfolge im Voice-Wholesale-Geschäft, wo QSC über das unternehmenseigene,
hocheffiziente NGN Wiederverkäufern IP-basierte Sprachdienste anbietet. Im Gegenzug
nahm die Bedeutung des ADSL2+ Wholesale-Geschäfts weiter ab: 2010 lag der Umsatzanteil
in diesem Segment bei 37 Prozent gegenüber 46 Prozent im Vorjahr; im vierten Quartal
2010 betrug der Umsatzanteil dieses Geschäftsfeldes lediglich 31 Prozent. Der Rückgang
im ADSL2+ Wholesale-Geschäft führte allerdings auch zu einer weiteren Reduzierung
der besonders margenstarken Einmalumsätze für die Anschaltung von Neukunden. UMSATZ WHOLESALE/RESELLER (in Mio. €)![]() Segment erwirtschaftet attraktives EBIT •Das Wholesale-Geschäft lastet die Netzinfrastruktur maßgeblich aus; daher trägt das
Segment Wholesale/Reseller mit 193,2 Millionen Euro nach 187,4 Millionen Euro im Vorjahr
auch das Gros der Netzwerkkosten. Deren Anstieg resultiert auch aus der Umsatzverschiebung
innerhalb des Segments, da das Sprachgeschäft tendenziell etwas höhere variable Netzwerkkosten
beispielsweise für Interconnection-Gebühren erzeugt als das ADSL2+ Geschäft. Auch
bei den Marketing- und Vertriebskosten macht sich die veränderte Umsatzzusammensetzung
bemerkbar: Der Anstieg auf 19,0 Millionen Euro nach 13,2 Millionen Euro im Jahr 2009
ist eine Folge der Provisionszahlungen für Wiederverkäufer von Sprachleistungen. Die
höheren Kosten führten dazu, dass QSC in diesem Segment 2010 ein EBITDA von 42,3 Millionen
Euro nach 45,4 Millionen Euro erzielen konnte; die EBITDA-Marge sank auf 16 Prozent
nach 18 Prozent im Vorjahr. Die rückläufigen Abschreibungen führten aber dazu, dass
QSC unter dem Strich auch in diesem Segment 2010 die Profitabilität steigern konnte:
Das Segment-EBIT verbesserte sich um 35 Prozent auf 7,0 Millionen Euro nach 5,2 Millionen
Euro im Vorjahr. EBIT WHOLESALE/RESELLER (in Mio. €)![]() FINANZLAGEQSC verfolgt eine konservative Anlagepolitik •QSC steuert die gesamte Finanzierung und Kapitalanlage zentral am Standort Köln und
verfolgt dabei drei wesentliche Ziele:
Vor diesem Hintergrund setzt QSC auf ein Cash-Pooling der Mittelzuflüsse aller Tochtergesellschaften.
Die überschüssige Liquidität legt das Unternehmen ausschließlich in Tagesgeld und
risikoarmen Anleihen an und verfolgt damit weiterhin eine konservative Anlagepolitik;
in der Folge musste das Unternehmen auch 2010 keine Abschreibungen auf Kapitalanlagen
vornehmen. Generell verzichtet QSC auf den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Dies trägt
ebenso zu einer Minimierung der finanziellen Risiken bei wie die Tatsache, dass das
Unternehmen nahezu ausschließlich im Euro-Raum tätig ist und damit keinen Fremdwährungsrisiken
unterliegt. Steigende Finanzkraft •Im abgelaufenen Geschäftsjahr stärkte QSC die Finanzkraft nachhaltig. Die entscheidende
Messgröße hierfür ist der Free Cashflow. QSC definiert diesen als Veränderung der
Differenz zwischen dem Bestand an liquiden Mitteln und der zinstragenden Verbindlichkeiten.
Im Geschäftsjahr 2010 erwirtschaftete QSC einen Free Cashflow in Höhe von 27,7 Millionen
Euro nach 12,9 Millionen Euro im Vorjahr; binnen Jahresfrist konnte das Unternehmen
diese Größe damit mehr als verdoppeln. Die liquiden Mittel, zu denen neben den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
auch die zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte zählen, erhöhten sich zum 31.
Dezember 2010 um 5,3 Millionen Euro auf 46,6 Millionen Euro gegenüber 41,3 Millionen
Euro zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Die zinstragenden Verbindlichkeiten reduzierte
QSC in diesem Zeitraum um 22,4 Millionen Euro auf 18,1 Millionen Euro. Daraus ergab
sich der positive Free Cashflow in Höhe von 27,7 Millionen Euro. In gleichem Umfang
erhöhte QSC 2010 ihre Nettoliquidität: Sie belief sich auf 28,4 Millionen Euro gegenüber
0,7 Millionen Euro im Vorjahr. scroll
Drei wesentliche Effekte beeinflussen operativen Cashflow •Die Verringerung des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit auf 56,6 Millionen Euro
im Jahr 2010 nach 65,5 Millionen Euro im Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus drei
Effekten: Der erfolgreiche Transformationsprozess und die Konzentration auf IP-basierte
margenstärkere Umsätze führten 2010 zu einer mehr als Verdoppelung des Ergebnisses
vor Steuern. Dem gegenüber standen die geringeren Abschreibungen eines ITK-Serviceanbieters.
Darüber hinaus stieg zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 temporär der Wert der bilanzierten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. CASHFLOW AUS BETRIEBLICHER TÄTIGKEIT (in Mio. €)![]() Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ging 2010 deutlich auf -25,1 Millionen Euro
gegenüber -40,3 Millionen Euro im Vorjahr zurück. Auch in dieser Größe spiegelt sich
die erfolgreiche Weiterentwicklung zu einem ITK-Serviceanbieter wider, da dessen Geschäftstätigkeit
weniger Investitionen erfordert als die eines Netzbetreibers. Der Rückgang des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit auf -26,2 Millionen Euro im
Jahr 2010 nach -33,0 Millionen Euro im Vorjahr ist eine Folge des bereits weit vorangeschrittenen
Abbaus zinstragender Verbindlichkeiten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr tilgte QSC weitere
17,6 Millionen Euro an Schulden aus Finanzierungsverträgen, baute ihre Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten um 5,0 Millionen Euro ab und reduzierte die sonstigen kurz-
und langfristigen Schulden um 2,2 Millionen Euro. Investitionen beanspruchen nur noch 7 Prozent des Umsatzes •Als ITK-Serviceanbieter konnte QSC die Investitionen 2010 weiter deutlich reduzieren:
Mit 29,2 Millionen Euro lagen sie rund 30 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres von
42,2 Millionen Euro. Der entsprechende Anteil am Umsatz reduzierte sich von 10 Prozent
auf 7 Prozent. 70 Prozent dieser Investitionen waren kundenbezogen. Dabei handelte es sich überwiegend
um aktivierte Bereitstellungskosten für Kundenanschaltungen sowie um technische Endgeräte
wie Router. Lediglich 6,5 Millionen Euro beziehungsweise 22 Prozent entfielen auf
fortlaufende Erneuerungs- und Ersatzinvestitionen im bundesweiten QSC-Netz sowie auf
die Weiterentwicklung des NGN. 8 Prozent der Investitionen waren für sonstige Zwecke
bestimmt. INVESTITIONEN (in Mio. €)![]() QSC reduziert 2010 weiter Schulden •Dank operativer Mittelzuflüsse und rückläufiger Investitionen konnte QSC 2010 die
Finanzkraft weiter stärken und die zinstragenden Verbindlichkeiten noch einmal deutlich
reduzieren. Das Unternehmen tilgte insbesondere Schulden aus Finanzierungsverträgen.
Die langfristigen Schulden daraus lagen zum 31. Dezember 2010 nur noch bei 2,0 Millionen
Euro gegenüber 7,3 Millionen Euro am Bilanzstichtag 2009; die kurzfristigen Schulden
reduzierten sich auf 5,5 Millionen Euro nach 15,5 Millionen Euro zum 31. Dezember
2009. Darüber hinaus reduzierte QSC im abgelaufenen Geschäftsjahr die Inanspruchnahme
ihrer Kreditlinienvereinbarung; unter "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten"
wies QSC zum 31. Dezember 2010 noch 10,0 Millionen Euro aus gegenüber 15,0 Millionen
Euro zum 31. Dezember 2009. Da die bisherige Vereinbarung Ende 2011 ausläuft, hat
QSC bereits im ersten Quartal 2011 Gespräche mit zahlreichen Finanzinstituten aufgenommen,
um auch in den kommenden Jahren auf eine Kreditlinie zurückgreifen zu können. Angesichts
des großen Interesses verschiedener Institutionen erwartet QSC einen zügigen Abschluss
der Verhandlungen. Auswirkungen der Plusnet-Neuordnung auf die Schulden •Aufgrund der Neuordnung der Gesellschafterverhältnisse bei Plusnet erloschen die langfristigen
Schulden gegenüber Minderheitsgesellschafter, in diesem Fall gegenüber TELE2, in Höhe
von noch 42,6 Millionen Euro zum 31. Dezember 2009. Zugleich erhöhte sich der passivische
Rechnungsabgrenzungsposten auf 69,8 Millionen Euro gegenüber 13,8 Millionen Euro am
31. Dezember 2009. QSC grenzt in dieser Position die Zahlung von TELE2 für die vorzeitige
Auflösung des ursprünglich bis Ende 2013 laufenden Plusnet-Vertrags über diese Restlaufzeit
ab. VERMÖGENSLAGENeue Partnerschaft mit TELE2 verändert Bilanzstruktur •Die Bilanzsumme stieg zum 31. Dezember 2010 leicht auf 332,2 Millionen Euro gegenüber
311,3 Millionen Euro Ende 2009. Dabei veränderte die neue Partnerschaft mit TELE2
die Bilanzrelationen: Der Anteil kurzfristiger Vermögenswerte stieg auf 43 Prozent
im Vergleich zu 33 Prozent im Vorjahr, da QSC hier die noch ausstehende Forderung
an TELE2 in Höhe von 28,4 Millionen Euro verbuchte. Der Anteil langfristiger Vermögenswerte
sank hierdurch sowie durch planmäßige Abschreibungen auf 57 Prozent im Vergleich zu
67 Prozent im Vorjahr. Auf der Passivseite sind diese Vermögenswerte zu 55 Prozent mit Eigen- und zu 45 Prozent
mit Fremdkapital finanziert; im Vorjahr hatte die Relation noch bei 51:49 gelegen.
Die äußerst solide Bilanzstruktur von QSC zeigt sich insbesondere in der Fristenkongruenz:
Die langfristigen Vermögenswerte sind zu 97 Prozent mit Eigenkapital finanziert. Planmäßige Abschreibungen reduzieren langfristiges Vermögen •Die planmäßigen Abschreibungen und der Fokus auf Ersatz- und Erneuerungsinvestitionen
führten 2010 zu einem deutlichen Rückgang des Wertes der Sachanlagen auf 108,1 Millionen
Euro gegenüber 126,2 Millionen Euro im Vorjahr. Der Wert der anderen immateriellen
Vermögenswerte reduzierte sich auf 23,0 Millionen Euro gegenüber 33,7 Millionen Euro
zum Jahresende 2009, da die Wholesale-Partner im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentlich
weniger neue ADSL2+ Kunden gewannen als im Vorjahr Investitionen bei der Anschaltung
solcher Kunden schreibt QSC binnen zwei Jahren ab. Systematisches Forderungsmanagement •Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen zum 31. Dezember 2010 auf 61,3
Millionen Euro nach 53,6 Millionen Euro am Vorjahresstichtag. Unverändert verfolgt
QSC ein straffes Forderungsmanagement, sodass die Wertberichtigungen und Kulanzleistungen
auch 2010 mit 0,4 Millionen Euro auf einem niedrigen Niveau blieben; sie entsprachen
lediglich 0,1 Prozent des Umsatzes. Zum Jahresende 2010 gab es keine Forderungen,
die älter als 90 Tage waren und nicht vollständig wertberichtigt wurden. Unter Forderungen erfasst QSC darüber hinaus die Forderungen gegenüber dem Altgesellschafter
TELE2 in Höhe von 28,4 Millionen Euro. Diese werden im ersten Quartal 2011 beglichen
und erhöhen signifikant die Liquidität des Unternehmens. Eigenkapitalquote steigt auf 55 Prozent •Das Eigenkapital erhöhte sich in erster Linie infolge des Konzerngewinns auf 184,0
Millionen Euro gegenüber 159,7 Millionen Euro zum 31. Dezember 2009. Die Eigenkapitalquote
stieg dadurch auf 55 Prozent gegenüber 51 Prozent zum Jahresende 2009. EIGENKAPITALQUOTE![]() Innerhalb der Position Eigenkapital kam es zu einer Umbuchung. Zur Vorbereitung der
Dividendenfähigkeit reduzierte QSC den handelsrechtlichen Verlustvortrag auf 91,4
Millionen Euro und im Gegenzug die Kapitalrücklage auf 139,6 Millionen Euro. Der steuerrechtliche
Verlustvortrag bleibt von dieser Umbuchung unberührt, sodass QSC auch in den kommenden
Jahren von den Anlaufverlusten in den Jahren des Aufbaus einer eigenen bundesweiten
Infrastruktur profitieren kann. Mit dieser Umbuchung im Abschluss der für die Dividende
maßgeblichen Einzelgesellschaft, der QSC AG, schuf das Unternehmen die entscheidende
Voraussetzung für die geplante erstmalige Zahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr
2011; nach § 71 Aktiengesetz ist diese nämlich nur aus dem laufenden Gewinn sowie
den Rücklagen möglich, sofern diese den Verlustvortrag übersteigen. TATSÄCHLICHER VERSUS PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUFErfolge im Transformationsprozess stärken Finanz- und Ertragskraft •Die Märkte von QSC befanden sich Anfang 2010 zum Teil nach der schweren Rezession
noch in einer schwachen Verfassung. Dessen ungeachtet legte das Unternehmen Anfang
März 2010 einen ersten Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr mit einem klaren Fokus
auf einer weiteren Stärkung der Finanz- und Ertragskraft vor: QSC plante zum damaligen
Zeitpunkt eine Verbesserung des Free Cashflows auf mehr als 22 Millionen Euro nach
12,9 Millionen Euro im Jahr 2009 sowie einen weiteren Anstieg des Umsatzes, des EBITDA
und des Konzerngewinns. In den folgenden Quartalen wurden die Erfolge des Transformationsprozesses immer sichtbarer:
Die IP-basierten Umsätze stiegen mit zweistelligen Raten und konnten die planmäßigen
Rückgänge in den klassischen Geschäftsfeldern eines Netzbetreibers kompensieren. Vor
diesem Hintergrund erhöhte QSC am 9. August 2010 ihre Jahresprognose: Das Unternehmen
erwartete zu diesem Zeitpunkt eine Verdoppelung des Free Cashflows auf mehr als 25
Millionen Euro, eine Verdreifachung des Konzerngewinns auf mehr als 16 Millionen Euro
nach 5,5 Millionen Euro im Vorjahr sowie unverändert einen Anstieg von Umsatz und
EBITDA. Diese Prognose hat QSC vollständig erfüllt: Das Unternehmen konnte den Free Cashflow
auf 27,7 Millionen Euro mehr als verdoppeln und den Konzerngewinn auf 24,2 Millionen
Euro mehr als vervierfachen. Der Umsatz stieg um 1,6 Millionen Euro auf 422,1 Millionen
Euro und das EBITDA um 1,2 Millionen Euro auf 78,1 Millionen Euro. FREE CASHFLOW (in Mio. €)![]() KONZERNERGEBNIS (in Mio. €)![]() EBITDA (in Mio. €)![]() UMSATZ (in Mio. €)![]() * Prognose GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF 2010QSC setzte 2010 den Transformationsprozess von einem Netzbetreiber zu einem ITK-Serviceanbieter
erfolgreich fort. Der Anteil IP-basierter Umsätze stieg im Jahresverlauf deutlich,
da sich das Unternehmen auf diese margenstärkeren Umsätze konzentrierte und zugleich
weitere ITK-Geschäftsfelder wie das Managed Outsourcing aufbaute. Im Ergebnis konnte
QSC so die Finanz- und die Ertragskraft deutlich steigern. RisikoberichtRISIKOSTRATEGIEOptimales Gleichgewicht zwischen Risikoabwehr und Chancenwahrnehmung •Die Strategie von QSC ist auf profitables Wachstum sowie auf eine möglichst hohe Kunden-
und Mitarbeiterzufriedenheit ausgerichtet. Da die Märkte des Unternehmens einer ständigen
Veränderung unterliegen, bedarf es hierzu eines vorausschauenden Chancen- und Risikomanagements;
es dient in allen Unternehmensbereichen als Grundlage für Entscheidungen. Die Risikostrategie zielt darauf ab, mithilfe eines kontinuierlichen Risikomanagements
ein optimales Gleichgewicht zwischen der Vermeidung bzw. Minimierung bestehender sowie
potenzieller Risiken und der zügigen Wahrnehmung von Chancen zu erreichen. Die systematische
Beschäftigung mit potenziellen Chancen und Risiken sowie die Förderung des risikoorientierten
Denkens und Handelns bilden damit einen zentralen Bestandteil der Zukunftssicherung
und -gestaltung. CHANCENMANAGEMENTEnge Verknüpfung von Chancen- und Risikomanagement •Chancen- und Risikomanagement sind bei QSC eng miteinander verknüpft. Chancen ergeben
sich durch interne und externe Entwicklungen mit einem möglicherweise positiven Einfluss
auf die Geschäftstätigkeit. Die Verantwortung für die frühzeitige Identifikation und
die zügige Wahrnehmung dieser Chancen liegt bei den Verantwortlichen in den Business
Units bzw. Zentralbereichen. Diese nutzen hierzu vor allem Markt- und Wettbewerbsanalysen,
interne Erhebungen sowie die Ergebnisse der Marktforschung. Der Prognosebericht ab
Seite 64 enthält eine Übersicht über die Chancen, die in den kommenden beiden Geschäftsjahren
für QSC besonders relevant sind. RISIKOMANAGEMENTEinheitliches Risikomanagementsystem in allen Bereichen •Das Risikomanagement umfasst aufeinander abgestimmte Regelungen, Maßnahmen und Verfahren
zum Umgang mit Risiken. Diese ergeben sich zum einen aus internen und externen Ereignissen,
Handlungen oder Versäumnissen, die eine potenzielle Bedrohung für den Erfolg oder
sogar die Existenz von QSC darstellen. Vor diesem Hintergrund soll das Risikomanagement
zukünftige risikobehaftete Entwicklungen frühestmöglich identifizieren, analysieren,
bewerten, steuern und überwachen, um den Erfolg des Unternehmens langfristig sicherzustellen.
Im Mittelpunkt stehen
Das Risikomanagementsystem (RMS) erstreckt sich auf alle Business Units, Zentralbereiche
und Tochtergesellschaften. QSC bezieht bei allen Entscheidungen Risikoabschätzungen
in die Überlegungen mit ein und achtet gegebenenfalls von Beginn an auf eine Verringerung
des Auftretens von Risiken durch entsprechende Maßnahmen. Regelmäßige Berichte unterstützen
die Verantwortlichen bei der frühzeitigen Risikoidentifikation und stellen deren angemessene
Berücksichtigung bei Entscheidungen sicher. Richtlinien, Verfahrensanleitungen und
Arbeitsanweisungen flankieren das RMS und gewährleisten dessen Umsetzung im betrieblichen
Alltag. Am RMS sind die Bereiche Risikomanagement und Finanzen maßgeblich beteiligt:
Das zentrale, dem Vorstandsvorsitzenden zugeordnete Risikomanagement verantwortet
die jährliche Risikoinventur sowie die quartalsweise erstellten Risikoberichte und
steht in ständigem Kontakt mit allen Unternehmensbereichen. Die Beobachtung der Risiken
anhand von operativen und finanziellen Kennzahlen übernimmt der Bereich Finanzen. Die kontinuierliche Beobachtung und Bewertung der auftretenden Risiken übernehmen
dezentral Risikoverantwortliche; zum 31. Dezember 2010 hatte das Unternehmen 12 Führungskräfte
mit dieser Aufgabe betraut. Mit dieser dezentralen Organisation stellt QSC eine möglichst
frühzeitige Erkennung potenzieller Risiken im operativen Geschäft über alle Unternehmensbereiche
hinweg sicher. Die Risikoverantwortlichen prüfen regelmäßig, ob in ihrem Bereich bisher
nicht erkannte Risiken entstanden sind und ob sich bestehende Risiken verändert haben.
Sie berichten dem Vorstand regelmäßig über Risiken und Herausforderungen in ihrem
Aufgabengebiet. Quartalsweise erstellter Risikobericht •Das zentrale Risikomanagement überwacht die Einleitung und Einhaltung sämtlicher Maßnahmen
zur Risikovermeidung und -verringerung. Es übernimmt darüber hinaus die Konsolidierung
und Dokumentation der dezentral bewerteten Risiken und erstellt quartalsweise einen
ausführlichen Risikobericht für den Vorstand. Mindestens einmal jährlich unterrichtet
der Vorstand den Aufsichtsrat mit einem ausführlichen Risikobericht; unterjährig informiert
er ihn auf Basis des RMS über alle wesentlichen Risiken und Chancen. Darüber hinaus
wird das Risikofrüherkennungssystem im Rahmen der Jahresabschlussprüfung geprüft. Ab Seite 120 des Konzernanhangs finden sich weitere Angaben zu dem Risikomanagementsystem
in Bezug auf die Angabepflichten hinsichtlich der Finanzinstrumente nach IFRS 7. ERGÄNZENDE ANGABEN NACH § 289 Absatz 5 HGBRechnungslegungsprozess ist integraler Bestandteil des RMS •Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil des RMS.
Die Risiken der Rechnungserstellung und -legung stehen ständig unter Beobachtung und
fließen in die konzernweite Berichterstattung ein. Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung
prüft der Wirtschaftsprüfer auch den Rechnungslegungsprozess und die hierfür verwendeten
IT-Systeme. Auf der Grundlage seiner Beobachtungen beschäftigen sich der Prüfungsausschuss
des Aufsichtsrats und der gesamte Aufsichtsrat mit dem rechnungslegungsbezogenen Risikomanagement. Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen RMS •Im Folgenden führt QSC die wesentlichen Merkmale dieses RMS auf:
Mit diesen Maßnahmen schafft QSC die notwendige Transparenz bei der Rechnungslegung
und verhindert weitestgehend trotz der enormen Komplexität von IFRS das Auftreten
möglicher Risiken in diesem Prozess. EINZELRISIKENNachfolgend sind diejenigen branchenwirtschaftlichen, regulatorischen, strategischen,
leistungswirtschaftlichen, finanzwirtschaftlichen, informationstechnologischen und
sonstigen Risiken näher erläutert, die QSC aus heutiger Sicht als wesentlich für die
Geschäftstätigkeit einstuft. BRANCHENWIRTSCHAFTLICHE RISIKENAlternative Technologien - TV-Kabel •TV-Kabelnetzbetreiber vermarkten mit wachsendem Erfolg Breitbandanschlüsse und treten
damit gerade in städtischen Regionen in Konkurrenz zu den DSL-Angeboten der Wholesale-Partner
von QSC. Angesichts des hieraus resultierenden Preiswettbewerbs und einer gleichzeitig
zunehmenden Marktsättigung bei Breitbandanschlüssen in Deutschland forciert QSC dieses
Geschäftsfeld nicht länger, sondern konzentriert sich auf die Steigerung IP-basierter
Umsätze. Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass Geschäftskunden
unverändert zu mehr als 95 Prozent auf DSL-Anschlüsse setzen, bewertet das Unternehmen
den Wettbewerb mit dem TV-Kabel als moderates Risiko. Die wachsende Bedeutung von Kabelanschlüssen bietet QSC zugleich eine Chance, da die
TV-Kabelnetzbetreiber in der Sprachtelefonie auf die Zusammenarbeit mit TK-Anbietern
angewiesen sind; im Voice-Wholesale-Geschäft zählt QSC große Kabelnetzbetreiber zu
ihren Kunden. Alternative Technologien - FTTX •Mit der ADSL2+ Technologie lassen sich alle wesentlichen Internetanwendungen problemlos
realisieren. Dennoch beginnen insbesondere regionale Anbieter, aber auch die Deutsche
Telekom, in Nachfolgetechnologien unter dem Schlagwort Fibre to the Home (FTTH), Fibre
to the Basement (FTTB) und Fibre to the Curb (FTTC) zu investieren. Darunter versteht
man das Verlegen von Glasfaserkabeln bis zum einzelnen Haushalt, zum Keller des jeweiligen
Gebäudes oder zu einem in der Nähe gelegenen Straßenverteiler. Der flächendeckende
Aufbau eines Glasfasernetzes könnte auf lange Sicht die Investitionen von Netzbetreibern
wie QSC in ihre Infrastruktur obsolet machen. QSC sieht das Risiko zum heutigen Zeitpunkt als beherrschbar an und erkennt zugleich
eine Chance. Denn der flächendeckende Glasfaserausbau erfordert Investitionen zumindest
im zweistelligen Milliardenbereich, wobei noch nicht erkennbar ist, wie eine solche
Investition zu finanzieren ist. Unabhängig davon hat QSC bereits im August 2010 die
erste bundesweite Open-Access-Plattform mit der 1&1 Internet AG und der Leipziger
HL komm als Kunden vorgestellt. Diese dient als Netz-, Prozess- und Dienste-Drehscheibe
für Anbieter und Nachfrager solcher FTTX-Anschlüsse und ermöglicht es diesen, ihre
Investition schneller zu amortisieren. Substitution der klassischen Sprachtelefonie •2010 setzte sich der harte Preiswettbewerb in der klassischen Sprachtelefonie fort.
Mit dem frühzeitigen Ausbau des IP-fähigen Next Generation Network hat sich QSC auf
diesen Wandel vorbereitet, muss jedoch noch Einbußen im konventionellen Sprachgeschäft
mit Call-by-Call- und Preselect-Tarifen hinnehmen. Zugleich erzielt das Unternehmen
aber steigende Umsätze mit VoIP-Telefonie sowie anderen IP-basierten Diensten und
erwartet daher keine wesentliche Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit durch dieses
Risiko. REGULATORISCHE RISIKENAuslaufen der Regulierung •Es besteht eine Tendenz seitens der Politik und der Bundesnetz-agentur, die Regulierung
verschiedener Märkte zu beenden und sich fortan auf eine Beobachtung dieser Märkte
zu beschränken, um gegebenenfalls nachträglich auf der Basis des allgemeinen Wettbewerbsrechts
einschreiten zu können. Es besteht das Risiko, dass die Zahl der regulierten Märkte
in den kommenden Jahren weiter sinkt und die Preisgestaltungsspielräume der Deutschen
Telekom auf Märkten, die bereits der Regulierung entzogen sind, steigen könnten. Die Erfahrungen mit dem Ende der Regulierung auf verschiedenen Märkten zeigen, dass
eine öffentliche Beobachtung des Wettbewerbsverhaltens der DTAG nicht ausreicht, um
diese von einer Ausnutzung ihrer neu gewonnenen Spielräume abzuhalten. QSC geht aber
davon aus, dass die anhaltende öffentliche Diskussion und die Aufbereitung entsprechender
Fälle ein wettbewerbskonformes Verhalten fördern und ansonsten die Bundesnetzagentur
oder das Kartellamt von ihren Möglichkeiten Gebrauch machen werden. QSC beobachtet
dieses Risiko sehr aufmerksam, da seine Auswirkungen im Falle eines eventuellen Regulierungsversagens
erheblich sein könnten. Das Wettbewerbsverhalten der Deutschen Telekom •Dank der eigenen Infrastruktur ist QSC in einem deutlich geringeren Maße als das Gros
der Wettbewerber von den Wiederverkaufspreisen der DTAG abhängig. Dennoch kann insbesondere
eine aggressive Preispolitik der DTAG im Vorleistungs- und Endkundenmarkt jenseits
der kartellrechtlichen und regulatorischen Grenzen oder in nicht länger regulierten
Märkten die Margensituation auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt negativ beeinflussen. QSC setzt in diesem Zusammenhang weiterhin auf eine funktionierende Aufsicht durch
die Bundesnetzagentur sowie die Europäische Kommission. Das Unternehmen begrenzt die
möglichen Risiken durch eine intensive Beobachtung der Regulierungslandschaft sowie
durch die permanente Teilnahme an der Diskussion und die Kommentierung unterschiedlicher
Verfahren. Vor diesem Hintergrund sieht QSC diese Risiken im Vertrauen auf eine funktionierende,
wettbewerbskonforme Regulierung als moderat an. Der VDSL-Netzausbau •Ein Risiko bildet das verbesserte DSL-Netz der DTAG. Zwar hat die Bundesnetzagentur
bereits 2009 klargestellt, dass andere Marktteilnehmer sowohl einen Zugang zu VDSL
(Bitstrom) als auch zu passiven Netzelementen erhalten müssen. Letzteres soll es ihnen
ermöglichen, unter Verwendung eigener VDSL-Technologie und des entbündelten Zugangs
zur TAL eigene VDSL-Produkte anzubieten. Die im Jahr 2010 dazu getroffene Entgeltentscheidung
hat aber bislang nicht zu verstärkten Investitionen von Wettbewerbern geführt. Der Zugang zu VDSL auf Bitstrombasis wird zukünftig der nachträglichen Entgeltregulierung
unterworfen. Das für QSC bestehende Risiko, dass die DTAG mit aggressiven Preismaßnahmen
im Vorleistungs- und Endkundenbereich die Kundenzahl von QSC im Wholesale-Bereich
vermindert, verändert sich durch die nachträgliche Entgeltregulierung nicht signifikant.
Über die Entscheidung der Bundesnetzagentur hinaus hat aber auch die Europäische Kommission
bereits grundsätzlich klargestellt, dass sie Monopole im europäischen Binnenmarkt
weiterhin nicht dulden und daher einen Zugang für Wettbewerber zum gesamten DSL-Netz
der DTAG auf allen Ebenen durchsetzen wird. QSC erachtet daher die möglichen Auswirkungen
des Risikos als moderat. FTTX-Regulierung •Ein weiteres Risiko bildet der regulierte Zugang zu dem von der DTAG ab 2012 geplanten
regional begrenzten Glasfaseranschlussnetz (FTTH]. Die Bundesnetzagentur hat jedoch
bereits im aktuell bei der Europäischen Kommission notifizierten Entwurf einer Regulierungsverfügung
für den Zugang zur entbündelten Teilnehmeranschlussleitung eine Einbeziehung der Glasfaser
in die Zugangsverpflichtung vorgenommen. Der Zugang zur Glasfaser soll dabei nur der
nachträglichen Entgeltregulierung unterliegen. QSC hält das sich daraus ergebende
Risiko für beherrschbar, da zum einen der Ausbau der FTTH-Infrastruktur der Deutschen
Telekom noch nicht nennenswert begonnen hat und zum anderen die Bundesnetzagentur
bei entsprechenden Erkenntnissen Regulierungsverfügungen ändern kann. UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKENIntegration von Akquisitionen •Gerade vor dem Hintergrund der Weiterentwicklung zu einem ITK-Serviceanbieter schließt
QSC nicht aus, auch nach dem Erwerb von IP Partner weiterhin das eigene Leistungsspektrum
durch gezielte Zukäufe zu erweitern. Es besteht hierbei das Risiko, dass eine erworbene
Gesellschaft die Erwartungen nicht erfüllt. Mit der zügigen und erfolgreichen Verschmelzung
von Broadnet und celox auf QSC und der vollständigen Integration von Ventelo hat das
Unternehmen aber bereits in der Vergangenheit seine Fähigkeit unter Beweis gestellt,
solche Integrationsprozesse erfolgreich managen zu können. Für den Fall einer eventuellen
weiteren Akquisition sieht QSC daher dieses Risiko als beherrschbar an. LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKENUmsätze als Teilnehmernetzbetreiber •QSC hat in den vergangenen Jahren eine bundesweite Infrastruktur aufgebaut und generiert
darüber einen erheblichen Teil ihrer Umsätze mit Sprach- und Datendiensten. Das Aufkommen
neuer Technologien oder ein verstärkter Wettbewerbsdruck anderer Netzbetreiber könnte
dieses Geschäft von QSC stark einschränken. Dank des NGN ist QSC aber in der Lage,
bereits heute in diesem Markt marktgerechte, günstige Preise anbieten zu können, ohne
damit die Margensituation zu gefährden. Aus heutiger Sicht sieht QSC dieses Risiko
daher als moderat an. Verlust von Lizenzen für Rufnummern •QSC betreibt im Voice-Geschäft zahlreiche Rufnummern. Es besteht das Risiko, dass
dem Unternehmen die Lizenzen hierfür infolge von Verstößen gegen gesetzliche oder
regulatorische Bestimmungen bzw. der Nichtbeachtung von Auflagen entzogen werden und
das Unternehmen für deren Abschaltung beträchtliche Beträge zahlen müsste. QSC stellt
daher durch zahlreiche Maßnahmen die Einhaltung sämtlicher Vorschriften sicher. Angesichts
dieses bislang sehr gut funktionierenden Sicherungskonzepts im Sprachgeschäft sieht
das Unternehmen dieses Risiko als beherrscht an. Mögliche Vertragsstrafen •QSC geht im Rahmen von Managed-Services-Projekten sowie Geschäften mit Wholesale-Partnern
Verträge mit der Zusage von bestimmten Service Levels ein, die teilweise mit Vertragsstrafen
belegt sind. Hierdurch besteht das Risiko hoher Regressansprüche und Aufwendungen
infolge von Betriebsstörungen. Dieses Risiko wird durch ein intensives Service Level
Management und ein durchgängiges Monitoring des gesamten Netzes im Dreischichtbetrieb
minimiert. QSC konnte in der Vergangenheit fast alle vereinbarten Service Level Agreements
einhalten und sieht die möglichen Auswirkungen dieses Risikos daher als moderat an. Abhängigkeit von einzelnen Kunden •Im Wholesale-Geschäft generiert QSC hohe Umsätze mit wenigen Partnern. Daraus ergibt
sich das Risiko einer Abhängigkeit von einem oder sehr wenigen großen Kunden. Das
Unternehmen beobachtet dieses Risiko permanent, vor allem mit Blick auf eine anhaltende
Konsolidierung des Marktes. Da aber eine wechselseitige Abhängigkeit zwischen QSC
als Netzbetreiber und den jeweiligen Wholesale-Partnern besteht, sieht das Unternehmen
dieses Risiko als beherrschbar an. Die bisherigen Erfahrungen zeigen zudem, dass Wholesale-Partner
selbst im Fall einer Übernahme ihre Bestandskunden, wenn überhaupt, nur sukzessive
auf andere Netze migrieren, da hiermit zum Teil erhebliche Kosten verbunden sind. Ausfall der eigenen Infrastruktur •Ein möglicher Netzausfall ist ein ständig unter Beobachtung stehendes Risiko. Neben
dem Imageverlust könnten insbesondere Schadensersatzforderungen oder hohe Vertragsstrafen
nach längeren, großflächigen Ausfällen entsprechende Aufwendungen nach sich ziehen.
Aus diesem Grund genießen der Erhalt und die ständige Verbesserung der Sicherheit
aller Teilbereiche des Netzes höchste Aufmerksamkeit im Rahmen des Geschäftsbetriebs.
QSC setzt dabei auf Redundanzen innerhalb des Netzes. Möglichen wärmeinduzierten Hardwaredefekten
beugen Klimageräte vor, fest definierte Zugangsberechtigungen für alle Technikräume
verhindern Missbrauch bzw. Sabotage. Das Unternehmen sieht sich mit diesen und einer
Vielzahl weiterer Maßnahmen gut für einen reibungslosen Betrieb gewappnet. Kundenkommunikation im Fall von Wartungsarbeiten und Störungen •In modernen Unternehmen sind Sprach- und Datendienste und darauf aufbauende ITK-Dienste
für einen reibungslosen betrieblichen Alltag unverzichtbar. Mit einer Vielzahl von
Maßnahmen stellt QSC einen fehlerfreien Netzbetrieb sicher. Dennoch ist nicht auszuschließen,
dass es zu temporären Störungen kommen kann. Es besteht das Risiko, Kundenbeziehungen
durch solche Unterbrechungen oder auch unerlässliche Wartungsarbeiten zu belasten. QSC achtet daher besonders auf eine transparente Kommunikation sowie die Nutzung von
Redundanzen bei Wartungsarbeiten. Für eventuell doch auftretende Anfragen steht rund
um die Uhr eine mit Fachkräften besetzte Hotline bereit, um im Dialog mit dem Kunden
mögliche Fehlerquellen zu eruieren. QSC sieht dieses Risiko daher als beherrscht an. FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKENDie Finanzierung •Eine längere Rezession, ein aggressiver Preiswettbewerb in wichtigen Märkten oder
mögliche Akquisitionen könnten die Aufnahme zusätzlicher Finanzmittel erfordern; QSC
beobachtet daher die Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken sehr genau. Zum 31. Dezember
2010 befand sich das Unternehmen aber in einer komfortablen Situation: Die Nettoliquidität
belief sich auf 28,4 Millionen Euro, zudem bestand ein ungenutzter Kreditrahmen in
Höhe von 16,0 Millionen Euro im Rahmen einer bis 31. Dezember 2011 laufenden Vereinbarung. Die hohe Eigenkapitalquote und der steigende positive Free Cashflow bilden eine gute
Ausgangslage, aus der das Unternehmen zusätzliche Fremdmittel zu attraktiven Konditionen
aufnehmen könnte. Da QSC zudem auch 2011 einen steigenden Free Cashflow erwirtschaften
will und ein sehr striktes Forderungsmanagement betreibt, erachtet das Unternehmen
das Risiko eines Finanzengpasses als gering und sieht das Finanzierungsrisiko insgesamt
als beherrscht an. Keine Fremdwährungsrisiken •QSC konzentriert sich auf mittelständische Geschäftskunden im deutschen Markt. Es
kann daher alle wesentlichen Geschäftsvorfälle in Euro abrechnen und unterliegt keinem
nennenswerten Wechselkursrisiko. INFORMATIONSTECHNOLOGISCHE RISIKENKriminelle Eingriffe in QSC-Systeme •Unbefugte Eingriffe in das IT-Netz könnten zu erheblichen Schäden führen. Gleiches
gilt für mangelnden Datenschutz und einen unkontrollierten Zugang zu den QSC-Rechenzentren.
Bei einem Ausfall der operativen IT-Systeme wären weder die Bearbeitung von Aufträgen
noch Entstörungen möglich; der daraus erwachsende monetäre Schaden sowie der Reputationsverlust
könnten erheblich sein. Zur Minderung solcher Risiken hat QSC im IT-Bereich spezielle Sicherheitsbeauftragte
benannt, deren Leiter direkt an den Vorstandsvorsitzenden berichtet. Dieser Leiter
Sicherheit trägt die Hauptverantwortung für ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept, das
unter anderem laufend optimierte Firewalls und ein mehrstufiges Virenschutzkonzept
umfasst und zu einem nahezu vollständigen Ausschluss der oben beschriebenen Risiken
führt. Die unternehmensweit gültige IT-Security-Policy gibt allen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern zudem konkrete Verhaltensregeln zur Vermeidung von Sicherheitsrisiken.
Alle diese Maßnahmen führen dazu, dass die IT-Sicherheitsrisiken unter Anlegung vernünftiger
Maßstäbe als beherrschbar angesehen werden können. Verlust von Daten •Bedienungsfehler, Hardwareschäden oder die Zerstörung des Rechenzentrums durch Anschlag
oder Naturkatastrophen können zu einem Verlust von unternehmenskritischen Daten führen.
Das steigende Datenvolumen aufgrund des hohen Wachstumstempos könnte zudem die Kapazitäten
der Datenvorhaltung und Backup-Systeme an ihre Grenzen bringen. In jedem Fall würde
ein Verlust von operativen Daten QSC handlungsunfähig machen. QSC begegnet diesen Risiken mit umfangreichen Sicherungsmaßnahmen. Das Unternehmen
archiviert das vollständige Backup über mehrere Jahre und lagert die monatlichen Sicherungen
räumlich aus. Täglich erfolgt eine automatisierte Sicherung der zentralen Datenbestände
auf Sicherungsbändern; in Düsseldorf hält QSC darüber hinaus ein Backup-Rechenzentrum
vor. Durch diese umfassenden Maßnahmen sowie ein bestehendes Disaster-Recovery-Konzept
ist das Risiko eines Datenverlusts als beherrscht anzusehen. SONSTIGE RISIKENVerfügbarkeit von Personal •Der Erfolg von QSC basiert auf der Leistung ihrer qualifizierten Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter. Es besteht das Risiko, dass auf der einen Seite Leistungsträger das
Unternehmen kurzfristig verlassen könnten und auf der anderen Seite eine Rekrutierung
neuer Angestellter am Markt zu den geplanten Konditionen nicht möglich ist. QSC begegnet
diesem Risiko durch umfangreiche Maßnahmen der Personalbindung. Die betriebliche Ausbildung,
Hochschulkooperationen und eine Vielzahl von Netzwerkaktivitäten stellen zugleich
sicher, dass QSC über eine ausreichende Zahl von Nachwuchskräften verfügt. Das Unternehmen
sieht dieses Risiko daher als beherrscht an. GESAMTAUSSAGEKeine wesentlichen Risiken erkennbar •Unter Berücksichtigung möglicher Schadensausmaße und Eintrittswahrscheinlichkeiten
dieser und weiterer potenzieller Risiken sind derzeit vernünftigerweise keine Risiken
erkennbar, die zu einer dauerhaften, wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-,
Finanz- oder Ertragslage von QSC führen könnten. Organisatorisch wurden alle sinnvollen
und vertretbaren Voraussetzungen geschaffen, um bei möglichen Risikosituationen frühzeitig
informiert zu sein und entsprechend handeln zu können. Dennoch können die künftigen Ergebnisse von QSC aufgrund dieser oder anderer Risiken
sowie fehlerhafter Annahmen erheblich von den Erwartungen des Unternehmens und seines
Managements abweichen. Sämtliche Angaben in diesem Konzernabschluss sind, soweit sie
keine historischen Tatsachen darstellen, sogenannte zukunftsbezogene Angaben. Sie
basieren auf aktuellen Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse und unterliegen
einer regelmäßigen Überprüfung im Rahmen des Risikomanagements. NACHTRAGSBERICHTEs sind QSC keine nach Schluss des Geschäftsjahres eingetretenen Vorgänge von besonderer
Bedeutung mit Ausnahme der auf Seite 42 des Konzernlageberichts bereits behandelten
Übernahme von IP Partner mit wirtschaftlicher Wirkung zum 3. Januar 2011 bekannt,
über die zu berichten wäre. Chancen- und PrognoseberichtGESAMTAUSSAGE ZUR WEITEREN ENTWICKLUNGFree Cashflow von 35 bis 45 Millionen Euro geplant •QSC wird im laufenden Geschäftsjahr ihren Transformationsprozess zu einem ITK-Serviceanbieter
fortsetzen und erwartet dadurch eine weitere Stärkung der Ertrags- und Finanzkraft;
konkret plant QSC eine Steigerung des Free Cashflows auf 35 bis 45 Millionen Euro.
Die gestärkte Finanz- und Ertragskraft bilden die Grundlage für die geplante erstmalige
Ausschüttung einer Dividende für das laufende Geschäftsjahr FREE CASHFLOW (in Mio. €)![]() * geplant Auch für die kommenden Jahre plant QSC eine Beteiligung der Aktionäre am Unternehmenserfolg.
Der auch 2012 sich fortsetzende Transformationsprozess und der daraus folgende wachsende
Anteil margenstärkerer IP-basierter Umsätze schaffen hierfür die notwendigen Grundlagen. ZUKÜNFTIGE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENStabiler Aufschwung in Deutschland •Nach der deutlichen Konjunkturerholung im abgelaufenen Geschäftsjahr wird sich der
Aufschwung in Deutschland 2011 leicht abgeschwächt fortsetzen. Die Bundesregierung
geht im Jahreswirtschaftsbericht 2011 von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts
um 2,3 Prozent aus. Entsprechend zuversichtlich geht die deutsche Wirtschaft in das
neue Jahr: Der ifo Geschäftsklimaindex erreichte im Januar 2011 neue Rekordwerte,
wobei insbesondere die sehr positiven Erwartungen der rund 7.000 beteiligten Unternehmen
Anlass zum Optimismus geben. Der nachhaltige Aufschwung veranlasst nach und nach immer
mehr Unternehmen zur Aufgabe ihrer Investitionszurückhaltung: Der Jahreswirtschaftsbericht
prognostiziert einen Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen im laufenden Geschäftsjahr
um 8,0 Prozent. ZUKÜNFTIGE BRANCHENWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENWachstum im ITK-Markt •Auch im ITK-Markt breitet sich Optimismus aus. Der BITKOM-Index, der wesentliche Stimmungsindikator
der Branche, stieg im vierten Quartal 2010 auf den höchsten Wert seit seiner Einführung
im Jahr 2001. Insgesamt erwartet der Branchenverband aber nur einen leichten Umsatzanstieg
im ITK-Markt im laufenden Geschäftsjahr auf 145,5 Milliarden Euro nach 142,7 Milliarden
Euro im Jahr 2010; für 2012 erwartet BITKOM einen weiteren Anstieg auf 148,4 Milliarden
Euro. Denn steigenden Umsätzen im IT-Markt stehen hierbei stagnierende und in Teilmärkten
sogar rückläufige Umsätze im TK-Markt gegenüber. ITK-MARKT IN DEUTSCHLAND (in Mrd. €)![]() Laut BITKOM bleibt der Gesamtumsatz im deutschen TK-Markt 2011 mit voraussichtlich
64,3 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Wie schon in den Vorjahren stehen
sich in diesem Markt zwei Entwicklungen gegenüber: Die Umsätze mit Datendiensten steigen,
während die Umsätze insbesondere mit konventionellen Sprachdiensten zurückgehen. Denn
zum einen herrscht bei letzteren ein intensiver Preiswettbewerb und zum anderen nutzen
immer weniger Kunden klassische Angebote wie Call-by-Call und Preselect und setzen
stattdessen auf Komplettanschlüsse sowie die Voice-over-IP-Technologie. Stark steigende Umsätze mit Voice over IP •Die Potenziale der VoIP-Technologie verdeutlichen Zahlen des Marktforschungsunternehmens
IDC. Danach steigen die Ausgaben von Unternehmen für VoIP-Anschlüsse auch in den kommenden
Jahren mit Raten von 20 Prozent und mehr pro Jahr. Für 2011 prognostiziert IDC im
deutschen Markt bereits Umsätze von 650 Millionen Euro und für 2012 einen weiteren
Anstieg auf 830 Millionen Euro. VOIP-MARKT FÜR GESCHÄFTSKUNDEN IN DEUTSCHLAND (in Mio. €)![]() Im Geschäft mit Datendiensten profitieren ITK-Anbieter von der unverändert zunehmenden
Vernetzung der Wirtschaft. In der Folge erwartet IDC für 2011 und 2012 steigende Umsätze
im IP-VPN-Markt. Nach 1,6 Milliarden Euro im laufenden Geschäftsjahr dürften diese
in Deutschland im kommenden Jahr auf 1,7 Milliarden Euro wachsen. Markt für Cloud Computing versiebenfacht sich bis 2015 •Zunehmend nutzen Unternehmen bei ihrer Vernetzung neben IP-VPNs auch Cloud-Computing-Lösungen.
BITKOM erwartet in diesem Markt in den kommenden Jahren im Durchschnitt jährliche
Wachstumsraten von knapp 50 Prozent. Bereits 2011 dürfte sich das Marktvolumen in
Deutschland im Vergleich zum Vorjahr auf 1,9 Milliarden Euro nahezu verdoppeln und
2012 weiter auf 3,1 Milliarden Euro ansteigen. Auf der Basis einer Studie der Experton
Group prognostiziert BITKOM für das Jahr 2015 sogar Umsätze von 8,2 Milliarden Euro. CLOUD-COMPUTING-MARKT IN DEUTSCHLAND (in Mrd. €)![]() ERWARTETE ERTRAGSLAGETransformationsprozess wird operative Entwicklung prägen •QSC erwartet in den kommenden beiden Jahren analog der allgemeinen Marktentwicklung
eine zweigeteilte Entwicklung des Umsatzes: Rückläufigen Umsätzen in den traditionellen
Geschäftsfeldern eines Netzbetreibers wie Call-by-Call und ADSL2+ werden steigende
IP-basierte Umsätze eines ITK-Serviceanbieters gegenüberstehen. Insbesondere im ADSL2+
Geschäft plant QSC angesichts des herrschenden Preisdrucks und der zunehmenden Marktsättigung
mit einer weiteren Reduzierung der Zahl der angeschlossenen Leitungen und damit der
Umsätze. Im Gegenzug eröffnet die Weiterentwicklung zu einem ITK-Serviceanbieter neue
Chancen in attraktiven Wachstumsmärkten wie Housing und Hosting. Da IP Partner insbesondere das Managed-Services-Geschäft stärkt, erwartet QSC in diesem
Segment 2011 eine positive Geschäftsentwicklung. Das Segment Produkte dürfte sich
nach den Rückgängen in den Vorjahren weiter stabilisieren - bereits im Vorjahr blieben
die Quartalsumsätze weitgehend konstant. Die Geschäftsentwicklung im Segment Wholesale/Reseller
dürfte dagegen durch den erwarteten Rückgang im ADSL2+ Markt beeinträchtigt werden.
Auf der anderen Seite hat sich dieses Segment 2010 mit Managed Outsourcing ein neues
interessantes Geschäftsfeld erschlossen. In allen drei Segmenten dürfte der Anteil
IP-basierter Umsätze steigen, was die Erfolge im Transformationsprozess unterstreicht. Erstmalige Ausschüttung einer Dividende geplant •Die weitere Steigerung der margenstärkeren IP-basierten Umsätze, eine strikte Kostendisziplin
und rückläufige Abschreibungen dürften im laufenden Geschäftsjahr die Ertragskraft
von QSC stärken. Dabei erweitert die Neuordnung der Gesellschafterverhältnisse bei
Plusnet die Möglichkeiten, die bundesweite Infrastruktur und die damit zusammenhängenden
Kosten weiter zu optimieren. Mit der steigenden Ertragskraft sieht sich QSC gut gerüstet, ihre Aktionärinnen und
Aktionäre in den kommenden Jahren über eine Dividende am Erfolg des Unternehmens teilhaben
zu lassen. ERWARTETE FINANZLAGEErneute Steigerung des Free Cashflows erwartet •QSC plant in den kommenden beiden Jahren mit hohen Mittelzuflüssen aus betrieblicher
Tätigkeit. Die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit fallen demgegenüber moderat
aus, da QSC außer Ersatz- und Erneuerungsinvestitionen und dem Ausbau der Rechenzentren
der neuen Tochtergesellschaft IP Partner keine großen Investitionen in die Infrastruktur
plant. Die Mehrzahl der Investitionen wird weiterhin für kundenbezogene Anschaffungen
anfallen. Hohe Mittelzuflüsse aus betrieblicher Tätigkeit und moderate Investitionen ermöglichen
2011 einen deutlichen Anstieg des Free Cashflows auf 35 bis 45 Millionen Euro. Diese
Größe enthält wie in den Vorjahren sämtliche laufenden finanziellen Zu- und Abflüsse
und berücksichtigt nicht die einmalige Zahlung der ersten Tranche des Kaufpreises
für IP Partner in Höhe von 15,0 Millionen Euro. Für die Folgejahre ist zu berücksichtigen,
dass der ehemalige Plusnet-Mitgesellschafter TELE2 bereits im laufenden Geschäftsjahr
sämtliche Zahlungen leistet, die ansonsten bis Ende 2013 angefallen wären. Den steigenden Free Cashflow im laufenden Geschäftsjahr wird QSC für eine Stärkung
der Finanzkraft nutzen. Zudem schließt QSC im laufenden Geschäftsjahr weitere Akquisitionen
nicht aus, um den laufenden Transformationsprozess noch einmal zu beschleunigen. ERWARTETE VERMÖGENSLAGEStärkung der Finanzkraft •Im Januar 2011 erfolgte die finanzielle Abwicklung der im Dezember 2010 vereinbarten
Neuordnung der Gesellschafterverhältnisse bei Plusnet. In deren Folge erhöhten sich
die liquiden Mittel; die noch bestehende Forderung gegenüber dem früheren Mitgesellschafter
TELE2 wurde zugleich ausgebucht. Ebenfalls im Januar 2011 erfolgte die Zahlung der
ersten Kaufpreistranche für IP Partner in Höhe von 15,0 Millionen Euro. Davon unabhängig dürfte der erwartete Anstieg des Free Cashflows und des Konzerngewinns
im laufenden Geschäftsjahr dazu führen, dass sich die Bilanzrelationen verbessern
und die Finanzkraft steigt, was sich insbesondere in einer steigenden Eigenkapitalquote
und rückläufigen zinstragenden Verbindlichkeiten niederschlagen wird. CHANCEN VON QSCTransformationsprozess eröffnet neue Chancen •QSC wird 2011 ihren Transformationsprozess fortsetzen und gezielt ihre Geschäftstätigkeit
in zukunftsträchtigen ITK-Märkten ausbauen. Aus der Weiterentwicklung zu einem ITK-Serviceanbieter
ergeben sich insbesondere folgende Chancen: - Gewinnung weiterer mittelständischer Kunden •Als Mittelständler für Mittelständler ist QSC im deutschen ITK-Markt einzigartig positioniert
und kann im Mittelstand auf Augenhöhe mit ihren Kunden agieren. Diesen Wettbewerbsvorteil
wird das Unternehmen nutzen, um mit einer fokussierten Vertriebsstrategie ihren Marktanteil
im Mittelstand weiter zu erhöhen. - Ausweitung des Budgets bei Bestandskunden •Bislang nutzen viele Kunden nur Teile des ITK-Angebots von QSC. Das Unternehmen wird
daher gezielt mittelständischen Unternehmen sein erweitertes Leistungsspektrum vorstellen
und sich so zusätzliche Umsatzpotenziale bei Bestandskunden erschließen. - Einbindung von IP Partner •QSC erwartet im laufenden Geschäftsjahr eine deutlich steigende Nachfrage bei IP Partner
und wird daher die Rechenzentren-Kapazitäten ihrer neuen Tochtergesellschaft verdoppeln;
bis Mitte des Jahres gehen drei neue Rechenzentren in Betrieb. - Akquisition von ITK-Spezialisten •Auch nach dem vollständigen Erwerb von IP Partner schließt QSC Akquisitionen im ITK-Markt
nicht aus, um den Transformationsprozess noch einmal zu beschleunigen. Die vorhandene
Nettoliquidität sowie der steigende Free Cashflow verschaffen dem Unternehmen den
erforderlichen finanziellen Spielraum. - Wachsende Umsätze mit Managed Outsourcing •Mit freenet und TELE2 hat QSC bereits 2010 zwei gewichtige Kunden für das Managed-Outsourcing-Geschäft
gewonnen. Die hohe Effizienz des Next Generation Network dürfte dieses neue Geschäftsfeld
2011 und darüber hinaus auch für weitere Betreiber schmalbandiger Netze in Deutschland
interessant machen. - Stärkere Kundenbindung durch Fixed-Mobile-Integration •Im Jahresverlauf 2011 plant QSC durch eine Zusammenschaltung mit einem Mobilfunkanbieter
die Integration mobiler Sprach- und Datendienste in das bestehende Leistungsspektrum
für Geschäftskunden. Unternehmen jeder Größenordnung können danach ihre kompletten
Telekommunikationsbedürfnisse mit Dienstleistungen von QSC abdecken. - Ausbau der Open-Access-Plattform •QSC erwartet, dass im Jahresverlauf 2011 weitere regionale Netzbetreiber und bundesweite
Vermarkter diese erste bundesweite Netz-, Prozess- und Dienste-Drehscheibe für NGA-Anschlüsse
nutzen werden. Das Unternehmen kann damit in besonderem Maße an dem Aufbau einer Glasfaser-Infrastruktur
in vielen Kommunen partizipieren. - Vorstellung der Software-Plattform Q-loud •Im Jahresverlauf 2011 wird QSC ihre Cloud-Computing-Plattform Q-loud sowie erste Anwendungen
dafür vorstellen. QSC schafft damit frühzeitig die Grundlage für die Entwicklung von
Applikationen für Unternehmen und kann so noch stärker von dem erwarteten Wachstum
des Marktes für Cloud Computing profitieren.
Köln, 23. März 2011 QSC AG scroll
» Für kleine und mittlere Unternehmen eignet sich die netzbasierte Bereitstellung
von Anwendungen für Telefonie und Kommunikation - Communication-as-a-Service - besonders.
ITK-Lösungen wie IPfonie centraflex bieten ein Höchstmaß an Effizienz und Flexibilität.
Daher sollten insbesondere Unternehmen aus dem Mittelstand ihre herkömmlichen Vorurteile
ablegen und entsprechende Angebote ernsthaft prüfen. « STUDIE: TELEFONIE AUS DER CLOUD // Berlecon Research // FinanzberichtKonzernabschluss
KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNGEurobeträge in Tausend (T €)scroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGEurobeträge in Tausend (T €)scroll
KONZERN-BILANZEurobeträge in Tausend (T €)VERMÖGENSWERTE
scroll
EIGENKAPITAL UND SCHULDENscroll
ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALSEurobeträge in Tausend (T €)scroll
AUFSTELLUNG DER ERFASSTEN ERTRÄGE UND AUFWENDUNGENEurobeträge in Tausend (T €)scroll
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der QSC AG, Köln, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus
Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen,
Entwicklung des Eigenkapitals, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung
von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften
liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe
ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über
den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung
der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des
Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der
Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse
der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,
der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung
des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass
unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere
Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht
steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 23. März 2011 KPMG AG scroll
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2010INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMENDie QSC AG (nachfolgend auch QSC, QSC AG oder die Gesellschaft), ist einer der führenden
Serviceanbieter für Sprach- und Datenkommunikation sowie darauf aufbauende ITK-Dienste.
Das 1997 gegründete Unternehmen hat sich auf mittelständische Geschäftskunden fokussiert.
QSC ist der erste Betreiber einer Open-Access-Plattform, verbindet hier unterschiedlichste
Breitband-Technologien und bietet auf dieser Basis nationale und internationale Standortvernetzungen
inklusive Managed Services an. Daneben stellt QSC ihren Kunden und Vertriebspartnern
ein umfassendes Produktportfolio zur Verfügung, das sich modular jedem Bedarf anpassen
lässt. QSC hat als erster Provider in Deutschland ein eigenes Next Generation Network
(NGN) aufgebaut und verfügt daher insbesondere bei IP-basierten Telefonielösungen
über langjährige Erfahrung. QSC ist eine in der Bundesrepublik Deutschland eingetragene
Aktiengesellschaft, der Sitz befindet sich in 50829 Köln, Mathias-Brüggen-Straße 55.
Im Handelsregister des Amtsgerichts Köln wird die Gesellschaft unter der Nummer HRB
28281 geführt. Seit dem 19. April 2000 ist QSC an der Deutschen Börse und seit Anfang
2003 nach der Neuordnung des Aktienmarktes im Prime Standard notiert. Am 22. März
2004 wurde QSC in den TecDAX aufgenommen, der die 30 größten und liquidesten Technologiewerte
im Prime Standard umfasst. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE1 Grundlagen der AbschlusserstellungDie Gesellschaft ist nach Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 zur Aufstellung des Konzernabschlusses
nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften verpflichtet und damit gemäß § 315a
Abs. 1 HGB von der Erstellung eines Konzernabschlusses nach HGB befreit. Im Konzernabschluss
verwendet QSC das Anschaffungskostenprinzip; lediglich die zur Veräußerung verfügbaren
Vermögenswerte wurden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. QSC erstellt den Konzernabschluss
in Übereinstimmung mit den durch das International Accounting Standards Board (IASB)
veröffentlichten und zum 31. Dezember 2010 gültigen International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den
ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften. Die Gesellschaft berücksichtigte
alle für das Geschäftsjahr 2010 verpflichtend anzuwendenden IFRS, International Accounting
Standards (IAS) sowie die Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations
Committee (IFRIC) und des Standing Interpretations Committee (SIC). Das Geschäftsjahr von QSC und ihrer einbezogenen Tochtergesellschaften (nachfolgend
auch Konzern) entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.
Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend (T €) auf-
oder abgerundet. Vorgänge nach Ende der Berichtsperiode, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage sowie der Zahlungsströme des Konzerns wesentlich wären, traten bis
zum 23. März 2011 (Datum der Freigabe des Konzernabschlusses durch den Vorstand zur
Weitergabe an den Aufsichtsrat) nicht ein. 2 KonsolidierungDer Konzernabschluss umfasst den Abschluss der QSC AG und ihrer Tochterunternehmen
zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. QSC stellt die Abschlüsse der Tochterunternehmen
unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag
auf wie den Abschluss des Mutterunternehmens. Die Gesellschaft eliminiert hierbei
alle konzerninternen Geschäftsvorfälle in voller Höhe. Die Tochterunternehmen werden
ab dem Erwerbszeitpunkt, also dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern die Beherrschung erlangt,
voll konsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung
durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die in den Konzernabschluss einbezogenen
Gesellschaften sind im Anhang 39 näher erläutert. 3 Wesentliche Ermessensentscheidungen und SchätzungenDie Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfordert neben Ermessensentscheidungen
auch zukunftsbezogene Annahmen und Schätzungen. Die tatsächlichen Werte können von
diesen Annahmen und Schätzungen abweichen, sodass ein Risiko einer wesentlichen Anpassung
der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres
besteht. Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen waren insbesondere im Zusammenhang
mit der Bilanzierung der folgenden Positionen notwendig: Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten •Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung
nicht finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Er überprüft mindestens einmal jährlich
sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte den Geschäfts- oder Firmenwert und
andere immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer auf Wertminderung.
Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrages der zahlungsmittelgenerierenden
Einheit ("CGU") bestimmt, der sich als Barwert der voraussichtlichen künftigen Cashflows
dieser Einheit ergibt. Die CGUs entsprechend den berichtspflichtigen Segmenten. Als
CGU betrachtet QSC die Segmente. Sofern der erzielbare Betrag der CGU den Buchwert
dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Weitere Einzelheiten
hierzu sind im Anhang 16 dargestellt. Aktive latente Steuern •QSC erfasst aktive latente Steuern für alle temporären Differenzen und für alle nicht
genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße, in dem es wahrscheinlich ist,
dass hierfür zukünftig zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die
Verlustvorträge tatsächlich zu nutzen sind. Die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern erfordert eine wesentliche Ermessensentscheidung
der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunktes und der Höhe
des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zugrunde liegenden Steuerplanungsstrategien.
Zum 31. Dezember 2010 beliefen sich die körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge auf
443 Millionen Euro (2009: 457 Millionen Euro) sowie die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge
auf 439 Millionen Euro (2009: 453 Millionen Euro). Weitere Einzelheiten sind im Anhang
43 dargestellt. Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses •Der Aufwand aus Pensionen und anderen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische
Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen
aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftigen
Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen
solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Das Management hat das Wahlrecht nach
IAS 19 ausgeübt, versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste direkt im Eigenkapital
unter den sonstigen Rücklagen zu erfassen. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2010 T € 1.067 (2009: T € 741). Weitere Einzelheiten
hierzu sind im Anhang 30 dargestellt. Aktienbasierte Vergütung •QSC ermittelt den Aufwand für die aktienbasierte Vergütung in Form von Eigenkapitalinstrumenten
als Entlohnung für geleistete Arbeit unter Anwendung eines geeigneten Optionspreismodells.
Die Berechnung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen über den risikofreien Zinssatz
für die Laufzeit der Option, die zu erwartende Dividende für die Aktien sowie die
erwartete Volatilität des Marktpreises der Aktie. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung
dieser Vergütungsvereinbarungen unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen •QSC weist die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in der Bilanz abzüglich der
vorgenommenen Wertberichtigungen aus. Die Wertberichtigung von zweifelhaften Forderungen
erfolgt auf der Grundlage von regelmäßigen Überprüfungen sowie Bewertungen im Rahmen
der Kreditüberwachung. Die hierzu getroffenen Annahmen über das Zahlungsverhalten
und die Bonität der Kunden unterliegen wesentlichen Unsicherheiten. Zum 31. Dezember
2010 beliefen sich die wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
auf T € 3.913 (2009: T € 7.561). Rückstellungen •Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gesetzliche oder faktische
Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen
mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und
eine verlässliche Schätzung der Höhe möglich ist. Solche Schätzungen unterliegen wesentlichen
Unsicherheiten. Zum 31. Dezember 2010 sind Rückstellungen in Höhe von T € 4.300 (2009:
T € 2.037) bilanziert. 4 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeErtragsrealisierung •QSC erfasst Erträge, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem
Konzern zufließen wird und sich die Höhe der Erträge verlässlich bestimmen lässt.
Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bemessen. Skonti,
Rabatte sowie Umsatzsteuer und andere Abgaben bleiben unberücksichtigt. Darüber hinaus
setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgender Kriterien voraus:
Fremdwährungsumrechnung •QSC bilanziert in Euro und rechnet Fremdwährungstransaktionen zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls
gültigen Kassakurs um. Unterschiede zwischen dem Umrechnungskurs des Tages des Geschäftsabschlusses
und dem Tag, an dem das Geschäft erfüllt oder zur Einbeziehung in den Konzernabschluss
umgerechnet wurde, erfasst QSC erfolgswirksam. Sachanlagen •QSC setzt Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter
planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen an. Die Kosten
für die Ersatzteile einer Sachanlage werden zum Zeitpunkt ihrer Beanspruchung in den
Buchwert dieser Sachanlage einbezogen. Wartungs- und Instandhaltungskosten werden
ebenfalls aktiviert, wenn die Kosten zu einer Verbesserung oder wesentlichen Erweiterung
des Vermögenswerts führen, ansonsten erfasst die Gesellschaft sie erfolgswirksam.
Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen die geschätzten Nutzungsdauern der
Vermögenswerte zugrunde. Die Sachanlagen werden linear über folgende voraussichtliche
Nutzungsdauern abgeschrieben: scroll
Fremdkapitalkosten •Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen
sind. Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder Firmenwert •Unternehmenszusammenschlüsse bilanziert QSC unter Anwendung der Erwerbsmethode. Diese
beinhaltet die Erfassung aller identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden einschließlich
Eventualschulden des erworbenen Geschäftsbetriebs zum beizulegenden Zeitwert. Geschäfts-
oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss bemessen sich bei Erwerb als
Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über die beizulegenden
Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden.
Nach dem erstmaligen Ansatz bewertet QSC den Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten
abzüglich kumulierter Wertminderungen. Sie testet Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens
einmal jährlich oder dann auf Wertminderung, wenn Sachverhalte oder Änderungen der
Umstände auf eine eventuelle Minderung des Buchwertes hindeuten. Andere immaterielle Vermögenswerte •Immaterielle Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs-
bzw. Herstellungskosten angesetzt. Erfolgt die erstmalige Erfassung im Rahmen eines
Unternehmenszusammenschlusses entsprechen diese Anschaffungskosten dem Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden dann aktiviert,
wenn die Aktivierungsvoraussetzungen gemäß IAS 38 vorliegen. Nicht aktivierungspflichtige
Kosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Für die immateriellen
Vermögenswerte ist zunächst festzustellen, ob sie eine begrenzte oder unbestimmte
Nutzungsdauer haben. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden
linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und außerdem auf eine
mögliche Wertminderung untersucht, sofern hierfür Anhaltspunkte vorliegen. Eine solche
Überprüfung der Abschreibungsdauer und der Abschreibungsmethode erfolgt für solche
Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig
abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung getestet.
Bei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich vorwiegend um Software, Lizenzen
und ähnliche Rechte sowie einmalige Bereitstellungskosten für Kundenanschaltungen.
Die Gesellschaft schreibt Lizenzen über einen Zeitraum von 5 bis 10 Jahren und Software
über einen Zeitraum von 4 Jahren ab. Einmalige Bereitstellungskosten für Kundenanschaltungen
schreibt sie über die durchschnittliche Kundenvertragslaufzeit von 24 Monaten ab. Finanzinvestitionen und finanzielle Vermögenswerte •Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 klassifiziert QSC als erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, als bis zur Endfälligkeit
gehaltene Finanzinvestitionen, als Kredite und Forderungen oder als zur Veräußerung
verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Die Gesellschaft legt diese Klassifizierung
beim erstmaligen Ansatz fest und überprüft die Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres.
Umwidmungen erfolgen, soweit diese zulässig und erforderlich sind. Bei der erstmaligen Erfassung bewertet QSC die finanziellen Vermögenswerte zum beizulegenden
Zeitwert. QSC erfasst alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten
bilanziell am Handelstag, d. h. an dem Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum
Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes eingegangen ist. Bei diesen marktüblichen Käufen
und Verkäufen handelt es sich um Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten,
bei denen die Lieferung innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen
festgelegten Zeitraums vorgeschrieben ist.
Vorratsvermögen •Die Vorräte bewertet QSC zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten. Die Bewertung
der Waren erfolgt am Bilanzstichtag jeweils zum niedrigeren Betrag von Anschaffungskosten
oder Nettoveräußerungswert. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente •Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz und Kapitalflussrechnung
umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen
Laufzeit von weniger als drei Monaten. Rückstellungen •Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gesetzliche oder faktische
Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen
mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine
verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Sofern QSC für eine
passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, erfasst
sie die Erstattung als gesonderten Vermögenswert nur dann, wenn deren Zufluss so gut
wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird nach Abzug dieser Erstattung
erfolgswirksam erfasst. Pensionen •Die Gesellschaft hat zwei leistungsorientierte Pensionspläne aufgelegt. Die Höhe der
aus den leistungsorientierten Plänen resultierenden Verpflichtung ermittelt sie gesondert
für jeden Plan unter Anwendung des Ansammlungsverfahrens (Projected Unit Credit Method).
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste erfasst QSC direkt im Eigenkapital
unter den sonstigen Rücklagen. Die von der Gesellschaft getroffenen Annahmen bei der
Ermittlung der versicherungsmathematischen Verpflichtungen sind im Anhang 30 erläutert. Aktienoptionsprogramme •Als Entlohnung für die geleistete Arbeit können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von
QSC, aber auch Lieferanten und Berater eine aktienbasierte Vergütung in Form von Eigenkapitalinstrumenten
erhalten. Die Kosten aus der Gewährung solcher Eigenkapitalinstrumente bemisst QSC
mit dem beizulegenden Zeitwert dieser Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt ihrer
Gewährung bzw. Erbringung der Leistung, wenn sie auf Aktienoptionsprogrammen basieren,
die nach dem 7. November 2002 beschlossen oder modifiziert wurden. Den beizulegenden
Zeitwert ermittelt die Gesellschaft unter Anwendung eines Optionspreismodells. Einzelheiten
hierzu sind im Anhang 41 detailliert erläutert. Die Bilanzierung der aus der Gewährung
der Eigenkapitalinstrumente resultierenden Aufwendungen und die korrespondierende
Erhöhung des Eigenkapitals erfolgt verteilt über den Erdienungszeitraum. Für nicht ausübbare Vergütungsrechte erfasst QSC keinen Aufwand. Bei Änderungen der
Vertragsbedingungen einer eigenkapitalbasierten Vergütungsvereinbarung erfasst die
Gesellschaft mindestens Aufwendungen in der Höhe, die ohne Änderung der Bedingungen
angefallen wäre. Bei Annullierung einer eigenkapitalbasierten Vergütungsvereinbarung
behandelt QSC diese so, als ob sie am Tag der Annullierung ausgeübt worden wäre und
erfasst den bislang noch nicht erfassten Aufwand sofort. Leasingverhältnisse •QSC trifft die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält,
auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt deren Abschlusses;
dies erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung
von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig
ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.
QSC tritt ausschließlich als Leasingnehmer auf. Beim Mietkauf- und Finanzierungsverträgen werden die Zahlungen nach der Effektivzinsmethode
in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgungen aufgeteilt, sodass der
verbleibene Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst
wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert QSC Leasingverträge, bei denen nicht
im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken beim Leasingnehmer
liegen. Leasingzahlungen für Operating-Leasing-Verhältnisse werden linear über die
Laufzeit des Leasingvertrages als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Bei den Finanzierungsverträgen von QSC handelt es sich überwiegend um Mietkaufverträge
mit einer Laufzeit zwischen 2 und 3 Jahren. Langfristige Schulden gegenüber Minderheitsgesellschafter •Die langfristigen Schulden anderer Minderheitsgesellschafter zum 31. Dezember 2009
entsprechen dem Minderheitsanteil von Communication Services TELE2 GmbH ("TELE2")
an der mit QSC im Juli 2006 gegründeten Tochtergesellschaft Plusnet GmbH & Co. KG
("Plusnet"). Diese Position korreliert seit der Einbeziehung in den Konzernabschluss
von QSC mit dem Kapitalkonto von TELE2 im Jahresabschluss von Plusnet, wo es einen
Bestandteil des Eigenkapitals bildet. QSC bewertet diese langfristigen Schulden gegenüber
Minderheitsgesellschafter aufgrund der bestehenden Verträge zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Somit erhöhen sich vertragsgemäß die langfristigen Schulden anderer Gesellschafter
mit jeder durch TELE2 getragenen Investition von Plusnet. Auf der anderen Seite reduzieren
sie sich durch den Abschreibungsanteil, der TELE2 innerhalb von Plusnet zuzurechnen
ist. Die langfristigen Schulden gegenüber Minderheitsgesellschafter sind nicht zinstragend.
Der Ergebnisanteil von Plusnet, der den Minderheiten zuzurechnen ist, wird analog
zu dem Ausweis als Fremdkapital erfolgswirksam in den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen.
Am 22. Dezember 2010 hat QSC rückwirkend zum 31. Oktober 2010 den Minderheitsanteil
der TELE2 für 36,7 Millionen Euro erworben. Rechnungsabgrenzungsposten •Einmalige Erträge aus der Installation von Kundenleitungen grenzt QSC anteilig über
eine durchschnittliche Vertragslaufzeit von 24 Monaten periodisch ab. Für die vorzeitige
Auflösung des ursprünglich bis Ende 2013 laufenden Vertrages von QSC mit der TELE2
hat TELE2 im Januar 2011 insgesamt 66,2 Millionen Euro gezahlt. Dieser Betrag wurde
unter Rechnungsabgrenzungsposten erfasst und wird anteilig vom 1. November 2010 bis
31. Dezember 2013 erfolgswirksam aufgelöst. Finanzielle Verbindlichkeiten •QSC bewertet verzinsliche Darlehen bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden
Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten;
danach erfolgt eine Bewertung unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten
Anschaffungskosten. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden
ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen. Steuern •QSC erfasst die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die
laufende und die früheren Perioden mit dem Betrag, der als Erstattung von der Steuerbehörde
bzw. als Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags legt
die Gesellschaft die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde, die für die jeweilige
Veranlagungsperiode gelten. Tatsächliche Steuern, die sich auf direkt im Eigenkapital
erfasste Posten beziehen, werden im Eigenkapital erfasst. Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf
zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines
Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. QSC erfasst passive latente Steuern für alle zu versteuernden temporären Differenzen,
mit Ausnahme von:
Aktive latente Steuern erfasst QSC für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede,
noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften
in dem Maße, in dem wahrscheinlich zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird,
gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen
Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können, mit Ausnahme von:
Der Buchwert der aktiven latenten Steuern wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und
in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes
zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die aktiven latenten
Steuern zumindest teilweise verwendet werden können. Auch nicht angesetzte aktive
latente Steuern werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt,
in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis
die Realisierung der aktiven latenten Steuern ermöglicht. Aktive und passive latente Steuern bemisst QSC anhand der Steuersätze, die voraussichtlich
in der Periode Gültigkeit haben, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld
erfüllt wird. Dabei werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die
zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag
zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines
Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind. Latente Steuern, die sich auf direkt im Eigenkapital erfasste Posten beziehen werden
nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern ebenfalls im Eigenkapital erfasst. Aktive und passive latente Steuern werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern
einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche
gegen tatsächliche Steuerschulden hat und sich die latenten Steueransprüche und -schulden
auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde
erhoben werden. Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug der Umsatzsteuer erfasst,
mit Ausnahme folgender Fälle:
QSC erfasst den Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet oder an diese
abgeführt wird, in der Konzernbilanz unter "Sonstige kurzfristige Vermögenswerte"
bzw. "Sonstige kurzfristige Schulden". 5 Änderungen der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie folgenden, im Geschäftsjahr 2010 erstmals verpflichtend anzuwendenden Änderungen
der Rechnungslegungsverlautbarungen wurden von der QSC AG beachtet. IFRS 2 - Anteilsbasierte Vergütungen •Das IASB hat Änderungen an IFRS 2 herausgegeben, mit denen die Bilanzierung von anteilsbasierten
Vergütungen mit Barausgleich im Konzern klargestellt wird. Ein Unternehmen, das Güter
oder Dienstleistungen im Rahmen einer anteilsbasierten Vergütungsvereinbarung erhält,
muss diese Güter oder Dienstleistungen bilanzieren, unabhängig davon, welches Unternehmen
im Konzern die zugehörige Verpflichtung erfüllt oder ob die Verpflichtung in Anteilen
oder bar erfüllt wird. Erhält das berichtende Unternehmen Güter und Dienstleistungen
ohne eigene Leistungsverpflichtung, so ist diese Transaktion nach den Vorschriften
für Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente zu behandeln, auch wenn
das leistende Unternehmen in bar ausgleicht. Die Änderung hatte im Konzernabschluss
keine Auswirkung. IFRS 3 - Unternehmenszusammenschlüsse (überarbeitet 2008) •Hierbei wird die Anwendung der Akquisitionsmethode bei Unternehmenszusammenschlüssen
neu geregelt. Wesentliche Neuerungen betreffen die Bewertung von nicht beherrschten
Anteilen (Minderheitenanteilen), die Erfassung von sukzessiven Unternehmenserwerben
und die Behandlung von bedingten Kaufpreisanteilen und Anschaffungsnebenkosten. Nach
der Neuregelung wurde die Definition eines Geschäftsbetriebs (business) weiter gefaßt:
die bloße Möglichkeit, eine integrierte Gruppe von Tätigkeiten und Vermögenswerten
als Geschäftsbetrieb zu betreiben, ist für das Vorliegen eines Geschäftsbetriebs ausreichend.
Bedingte Kaufpreiszahlungen sind im Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert
als Kaufpreisbestandteil zu erfassen. Für die Bewertung der nicht beherrschten Anteile
(Minderheitenanteile) wurde ein Wahlrecht eingeführt. Demnach kann die Bewertung der
nicht beherrschten Anteile proportional zum Anteil am beizulegenden Zeitwert des identifizierbaren
Nettovermögens des erworbenen Unternehmens oder zu ihrem beizulegenden Zeitwert (Full-Goodwill-Methode)
erfolgen. Bei sukzessiven Unternehmenserwerben ist eine erfolgswirksame Neubewertung
zum Zeitwert von zum Zeitpunkt des Beherrschungsübergangs gehaltenen Anteilen vorgesehen.
Anschaffungsnebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfaßt. IAS 27 - Konzern- und Einzelabschlüsse Änderungen in IAS 27 (2008) •Betreffen die Bilanzierung von Transaktionen, bei denen ein Unternehmen weiterhin
die Beherrschung behält sowie Transaktionen, bei denen die Beherrschung untergeht.
Transaktionen, die zu Änderungen in der Beteiligungsquote ohne Kontrollverlust führen,
werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Verbleibende Anteile sind zum Zeitpunkt
des Beherrschungsverlusts erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Bei
Minderheitsanteilen ist der Ausweis von Negativsalden zulässig, das heißt, Verluste
werden zukünftig unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet. Die Änderung hatte
im Konzernabschluss keine Auswirkung. Neuerungen zu IFRS 2008 und 2009 •Bei der Bekanntmachung eines Plans zur Veräußerung einer Beteiligung an einem Tochterunternehmen
mit Verlust der Beherrschung werden alle Vermögenswerte und Schulden als "zur Veräußerung
gehalten" klassifiziert, sofern die Kriterien gemäß IFRS 5 erfüllt sind. Die Vermögenswerte
und Schulden werden in voller Höhe als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, unabhängig
vom Verbleib einer Minderheitsbeteiligung nach der Veräußerung. Außerdem wurden im
Rahmen der "annual improvement projects" Änderungen mit dem Ziel der Anpassung von
Formulierungen in einzelnen IFRS zur Klarstellung der bestehenden Regelungen sowie
Änderungen, die Auswirkung auf die Bilanzierung, den Ansatz und die Bewertung haben,
vorgenommen. Das IASB hat eine Reihe weiterer Verlautbarungen veröffentlicht, die im Kalenderjahr
2010 zu berücksichtigen waren. Diese Änderungen hatten keinen Einfluss auf den Konzernabschluss
der Gesellschaft. Kürzlich veröffentlichte Rechnungslegungsverlautbarungen - noch nicht umgesetzt •Die folgenden neuen Rechnungslegungsverlautbarungen waren zum 31. Dezember 2010 veröffentlicht,
aber noch nicht verpflichtend anzuwenden. QSC wird diese ab dem Zeitpunkt der verpflichtenden
Anwendung berücksichtigen. scroll
IAS 24 - Angabe über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (überarbeitet 2009) •Bisher waren Unternehmen verpflichtet, Informationen zu allen Geschäftsvorfällen mit
Unternehmen, die vom gleichen Staat kontrolliert oder bedeutend beeinflußt werden,
offenzulegen. Durch die Änderung des IAS 24 sind detaillierte Angaben nur noch zu
einzelnen wesentlichen Transaktionen zu machen. Darüber hinaus sind quantitative oder
qualitative Indikationen zu Auswirkungen von Transaktionen, die nicht einzeln, aber
zusammengenommen wesentlich sind, zu geben. Durch die Änderung des IAS 24 wurde die
Definition eines nahe stehenden Unternehmens oder einer nahe stehenden Person sowie
die Berichtspflichten von Unternehmen, die staatlich kontrolliert oder bedeutend beeinflußt
sind, bezüglich detaillierter Angaben zu einzelnen wesentlichen Transaktionen mit
diesen Unternehmen, verdeutlicht. Die Änderungen sind erstmals auf Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Änderungen zu IFRS 7 - Angaben zur Übertragung finanzieller Vermögenswerte •Die Änderungen an IFRS 7 betreffen erweiterte Angabepflichten bei der Übertragung
finanzieller Vermögenswerte. Damit sollen die Beziehungen zwischen den übertragenen
finanziellen Vermögenswerten und den korrespondierenden finanziellen Verbindlichkeiten
besser verständlich werden. Weiterhin sollen die Art sowie insbesondere die Risiken
eines anhaltenden Engagements ("continuing involvement") bei ausgebuchten finanziellen
Vermögenswerten besser beurteilt werden können. Mit den Änderungen werden auch zusätzliche
Angaben gefordert, wenn eine unverhältnismäßig große Anzahl von Übertragungen mit
"continuing involvement" z. B. rund um das Ende einer Berichtsperiode auftritt. Der geänderte IFRS 7 ist - vorbehaltlich abweichender Erstanwendungszeitpunkte infolge
des EU-Endorsements - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem
1. Juli 2011 beginnen. Im ersten Jahr der Anwendung sind Vergleichsangaben entbehrlich. Änderungen zu IAS 32 - Ausweis von Bezugsrechten •Mit der Änderung des IAS 32 wird die bilanzielle Behandlung von Bezugsrechten, Optionen
oder Optionsscheinen geregelt, die anteilsgemäß allen gegenwärtigen Eigentümern derselben
Klasse von nicht derivativen Eigenkapitalinstrumenten angeboten werden und die zum
Erwerb oder Erhalt einer festen Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten im Austausch gegen
flüssige Mittel in jeder Währung berechtigen. Hiernach wird gemäß IAS 32.11(b)(ii)
bzw. IAS 32.16(b)(ii) unter den genannten Voraussetzungen keine Unterscheidung mehr
notwendig, ob die Ausübung in einer anderen Währung als der funktionalen Währung erfolgt
oder nicht. Bis zur Änderung sind Bezugsrechte in einer anderen Währung als finanzielle
Verbindlichkeiten darzustellen und zu bewerten. Die Änderungen sind erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.
Februar 2010 beginnen. IFRIC 19 - Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente •IFRIC 19 erläutert die Anforderungen, wenn ein Unternehmen teilweise oder vollständig
eine finanzielle Verbindlichkeit durch Ausgabe von Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumenten
tilgt. Die Interpretation stellt klar, dass
IFRIC 19 ist in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen.
Nach derzeitigem Kenntnisstand ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen der vorgenannten
Vorschriften eine wesentliche Auswirkung auf die zukünftigen Konzernabschlüsse von
QSC haben werden. IFRS 9 - Finanzinstrumente •Dieser im November 2009 veröffentlichte Standard beinhaltet die erste Phase des dreiphasigen
IASB-Projekts, den bestehenden IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, zu
ersetzen. IFRS 9 ändert die Ansatz- und Bewertungsvorschriften von finanziellen Vermögenswerten
einschließlich verschiedener hybrider Verträge. Er verwendet einen einheitlichen Ansatz,
einen finanziellen Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden
Zeitwert zu bilanzieren, der die verschiedenen Regelungen des IAS 39 ersetzt. Der
Ansatz in IFRS 9 basiert darauf, wie ein Unternehmen seine Finanzinstrumente steuert
(Geschäftsmodell), und auf der Art der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme der
finanziellen Vermögenswerte. Der Standard verlangt weiterhin eine einheitlich zu verwendende
Wertminderungsmethode. Der Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden,
die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, eine frühere Anwendung ist gestattet.
Das Unternehmen überprüft derzeit die Auswirkungen der Anwendung auf den Konzernabschluss
von QSC. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG6 UmsatzerlöseQSC erzielt Umsätze mit Wiederverkäufern (Wholesale-Partner und Reseller) und mit
Endkunden. Wiederverkäufer bieten den Endverbrauchern die Produkte und Dienstleistungen
von QSC unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung an, dabei bilden sie die Schnittstelle
zum Endverbraucher und übernehmen somit auch das Ausfallrisiko. Zudem erzielt QSC
Umsätze aus der Installation von Kundenleitungen; im Geschäftsjahr 2010 betrugen diese
T € 10.836 (2009: T € 18.060). Die Verteilung der Umsatzerlöse auf die Wiederverkäufer
und die Endkunden ist in der Segmentberichterstattung im Anhang 40 angegeben. Einmalige
Erträge aus der Installation von Kundenleitungen grenzt QSC anteilig über eine durchschnittliche
Vertragslaufzeit von 24 Monaten periodisch ab. 7 Kosten der umgesetzten LeistungenDie Kosten der umgesetzten Leistungen enthalten die bezogenen Leistungen, die Kosten
für den Aufbau, den Betrieb und die Wartung des Netzes, Personalkosten und die nicht
zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung aufgrund der Aktienoptionsprogramme für
die in der Technik eingesetzten Mitarbeiter sowie Abschreibungen für in der Technik
eingesetzte Hard- und Software. Einmalige Installationskosten für Kundenanschaltungen
werden aktiviert und über die durchschnittliche Vertragslaufzeit von 24 Monaten abgeschrieben. scroll
8 Marketing- und VertriebskostenDie Marketing- und Vertriebskosten beinhalten insbesondere Werbeaufwendungen und laufende
Provisionszahlungen an Händler und Distributoren, Wertberichtigungen auf Forderungen,
Personalkosten und die nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung aufgrund der
Aktienoptionsprogramme für die Marketing- und Vertriebsmitarbeiter sowie Abschreibungen
für im Marketing- und Vertriebsbereich eingesetzte Hard- und Software. Die einmaligen
Provisionszahlungen an Händler und Distributoren für jede neue Kundenleitung werden
analog zu den Installationskosten aktiviert und über die durchschnittliche Vertragslaufzeit
von 24 Monaten abgeschrieben. scroll
9 Allgemeine VerwaltungskostenNeben den Personalkosten und der nicht zahlungswirksamen aktienbasierten Vergütung
für den Vorstand und die Stabsbereiche sowie für in der Verwaltung tätige Mitarbeiter
aus den Bereichen Finanzen, Personal, Recht und IT enthalten die allgemeinen Verwaltungskosten
Kosten für die Verwaltungsgebäude, Rechts- und Beratungskosten, Kosten der Unternehmenskommunikation
inklusive Investor Relations sowie Abschreibungen für im Verwaltungsbereich eingesetzte
Hard- und Software. scroll
10 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungenscroll
scroll
11 Finanzergebnisscroll
scroll
In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus Finanzierungsverträgen in Höhe von T
€ 1.068 enthalten (2009: T € 1.958). Die T € 402 resultieren aus dem Mehraufwand der
Ablösung der fortgeführten Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschafter. 12 Ergebnis je AktieBei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie teilt QSC das den Inhabern
von Stammaktien der Gesellschaft zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche
Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden. Die Gesellschaft
berechnet die gewichtete durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien näherungsweise
als Mittelwert aus der jeweiligen Anzahl von Stammaktien zu den Quartalsstichtagen. Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie teilt QSC das den Inhabern
von Stammaktien der Gesellschaft zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche
Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, sowie die
gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien, welche sich aus der Umwandlung
aller potenziellen Stammaktien mit Verwässerungseffekt in Stammaktien ergeben würden.
Zum 31. Dezember 2010 betrug die Anzahl der potenziellen Stammaktien mit Verwässerungseffekt
1.961.941. Dabei sind weitere 584.082 Wandelschuldverschreibungen aus dem bestehenden
bedingten Kapital noch wandelbar. Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag und der
Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine Transaktionen mit Stammaktien oder
potenziellen Stammaktien stattgefunden, die die gewichtete durchschnittliche Anzahl
ausgegebener Aktien zum 31. Dezember 2010 erheblich verändert hätten. scroll
scroll
13 Personalkosten und Mitarbeiterscroll
Die Löhne und Gehälter beinhalten Aufwendungen für die Beendigung von Arbeitsverhältnissen
in Höhe von T € 660. Im Geschäftsjahr 2010 beschäftigte der Konzern durchschnittlich 658 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2009: 722). Die folgende Tabelle zeigt deren Aufteilung
in die wesentlichen Funktionsbereiche. scroll
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ14 Sachanlagenscroll
Der Buchwert der im Rahmen von Finanzierungsverhältnissen und Mietkaufverträgen gehaltenen
technischen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung betrug zum 31. Dezember
2010 T € 15.657 (2009: T € 23.826). Während des Geschäftsjahres 2010 erfolgten insgesamt Zugänge in Höhe von T € 11.859
(2009: T € 18.005). Zum 31. Dezember 2010 enthielt die Position "Netzwerk und technische
Anlagen" Anlagen im Bau in Höhe von T € 94 (2009: T € 77). Die Abschreibungen weist QSC in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung jeweils in den Kosten
der umgesetzten Leistungen, den Marketing- und Vertriebskosten sowie den allgemeinen
Verwaltungskosten aus. Aufgrund von besseren Erkenntnissen wurde die Klassifizierung
der Vermögenswerte innerhalb der Sachanlagen geändert. 15 Geschäfts- oder FirmenwertDer Geschäfts- oder Firmenwert beträgt unverändert zum Vorjahr T € 49.279. 16 Wertminderung der Geschäfts- oder FirmenwerteDie im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte
wurden zur Überprüfung auf Wertminderung den nachfolgenden CGUs, die auch berichtspflichtige
Segmente waren, zugeordnet: scroll
Den erzielbaren Betrag der CGUs ermittelt QSC zunächst auf Basis der Berechnung eines
Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen, die auf der Finanzplanung für
einen Zeitraum von 3 Jahren basieren. Dabei handelt es sich um die vom Vorstand erstellte
Planung des Unternehmens. Die Herleitung der Wachstumsrate erfolgte auf Basis einer
Prognose der branchen- und gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Für alle drei CGUs
wurde eine langfristige Wachstumsrate von 1,0 Prozent angenommen. Der Kapitalisierungszinssatz für die Diskontierung der erwarteten Cashflows beträgt
8,25 Prozent, im Vorjahr wurde ein Kapitalisierungszinssatz von 9,25 Prozent verwendet.
Dieser Abzinsungssatz spiegelt die Schätzungen des Managements hinsichtlich der unternehmensspezifischen
Risiken wider und berücksichtigt neben einem Basiszinssatz, der anhand der Zinsstrukturkurve
zum 31. Dezember 2010 eine risikofreie und fristadäquate Alternativanlage repräsentiert,
auch einen Risikozuschlag, der sich sowohl an der Risikostruktur des Unternehmens
als auch der Telekommunikationsbranche orientiert. Insbesondere bei der zur Berechnung des Nutzungswertes der CGUs zugrunde gelegten
Annahmen bezüglich Bruttoergebnis vom Umsatz, Abzinsungszinssatz, Preisentwicklung
und Marktanteilsentwicklung bestehen Schätzungsunsicherheiten. QSC ist der Auffassung,
dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung der zur Bestimmung
der Nutzungswerte der CGUs getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass die
Buchwerte der CGUs ihre erzielbaren Werte wesentlich übersteigen. 17 Andere immaterielle Vermögenswertescroll
In den Zugängen der sonstigen immateriellen Vermögenswerte sind selbst erstellte immaterielle
Vermögenswerte von T € 69 enthalten. Die Abschreibungen weist QSC in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung jeweils in den Kosten
der umgesetzten Leistungen, den Marketing- und Vertriebskosten sowie den allgemeinen
Verwaltungskosten aus. 18 Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der
Regel eine Fälligkeit von 30 bis 90 Tagen. Zum 31. Dezember 2010 waren Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T € 3.913 (2009: T € 7.561) wertgemindert.
Das Einzelwertberichtigungskonto entwickelte sich wie folgt: scroll
Die Analyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember stellt
sich wie folgt dar: scroll
Zur Besicherung des Konsortialdarlehensvertrages über T € 50.000 vom 13. Juni 2008
wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von QSC und Ventelo abgetreten. 19 Forderungen gegenüber AltgesellschafterDie Forderung gegenüber Altgesellschafter in Höhe von T € 28.358 ergeben sich im Wesentlichen
aus der Verpflichtung von TELE2 für den vorzeitigen Ausstieg aus den Verträgen bezüglich
der gemeinsamen Netzgesellschaft Plusnet in Höhe von T € 66.226 einerseits sowie dem
Erwerb des Minderheitenanteils an Plusnet durch QSC für T € 36.725 andererseits. Die
Forderung in Höhe von T € 28.358 wurde im Januar 2011 von TELE2 gezahlt. 20 VorauszahlungenDie Vorauszahlungen betragen T € 2.883 (2009: T € 2.497) und enthalten im Wesentlichen
Vorauszahlungen für Mietleitungen und Technikräume sowie Versicherungen. 21 VorratsvermögenDas Vorratsvermögen beträgt T € 1.045 (2009: T € 2.372) und enthält die im Vorrat
befindlichen Endkundengeräte. Zum Jahresende wurde eine außerplanmäßige Wertberichtigung
in Höhe von T € 1 18 (2009: T € 615) vorgenommen. Die Endkundengeräte werden zum Anschaffungszeitpunkt
im Umlaufvermögen ausgewiesen und mit Versand an den Endkunden in das Anlagevermögen
gebucht. 22 Sonstige kurzfristige VermögenswerteDie sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betragen T € 2.774 (2009: T € 1.671) und
bestehen im Wesentlichen aus Steuerforderungen. 23 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswertescroll
Bei den zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten handelt es sich um Anteile an
einem Geldmarktfonds. 24 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalentescroll
In den Zahlungsmitteln zum 31. Dezember 2010 waren Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung
in Höhe von T € 699 enthalten. Hierbei handelt es sich um Zahlungsmittel, die bei
Kreditinstituten zur Besicherung von Bürgschaften hinterlegt sind. 25 Gezeichnetes Kapitalscroll
Jede Aktie berechtigt den eingetragenen Inhaber zur Abgabe einer Stimme bei der Hauptversammlung
und hat volle Dividendenberechtigung. Es gibt keinerlei Einschränkungen des Stimmrechts.
Das Grundkapital erhöhte sich im Jahr 2010 um T € 130 ausschließlich durch die Ausgabe
von Stammaktien im Rahmen der Aktienoptionsprogramme. Der Nennwert der Anteile beträgt
jeweils € 0,01. Alle ausgegebenen Anteile sind voll eingezahlt. 26 KapitalrücklageDie Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2010 T € 139.593 (2009: T € 563.687).
In diesem Betrag ist die abgegrenzte aktienbasierte Vergütung aus dem Aktienoptionsprogramm
enthalten. Zum 31. Dezember 2010 wurden der Kapitalrücklage T € 424.294 entnommen
und zur Abdeckung des Verlustvortrages genutzt. Eine Verwendung der Kapitalrücklage kann nur nach den Regeln des Aktiengesetzes erfolgen. 27 Genehmigtes und bedingtes KapitalDas genehmigte Kapital beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 2010 T € 65.000. Das bedingte
Kapital beträgt zum 31. Dezember 2010 T € 28.344. 28 Sonstige RücklagenDie sonstigen Rücklagen enthalten die Gewinne und Verluste der zur Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerte und die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste
der leistungsorientierten Pensionspläne. Die Entwicklung in den Geschäftsjahren 2010
und 2009 ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals sowie in der Aufstellung
der erfassten Erträge und Aufwendungen dargestellt. 29 Verzinsliche Schuldenscroll
Bei den kurzfristigen Schulden gegenüber Kreditinstituten im Jahr 2010 handelt es
sich um Schulden aus dem im Juni 2008 abgeschlossenen Konsortialdarlehensvertrag.
Die Höhe dieses Darlehensrahmens auf revolvierender Basis beträgt T € 50.000 und hat
eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2011. Die Besicherung erfolgt über die Abtretung
aller Forderungen von QSC und Ventelo. Die in Anspruch genommenen Darlehensbeträge
dienen der allgemeinen Betriebsmittelfinanzierung und die Inanspruchnahme unterliegt
Voraussetzungen, insbesondere der Erfüllung bestimmter Finanzkennzahlen. Der Zinssatz
reduzierte sich 2010 aufgrund des Jahresabschlusses 2008 auf den jeweiligen EURIBOR
zuzüglich 1,00 Prozent. Zum 31. Dezember 2010 standen 1.961.941 Wandelschuldverschreibungen aus den Aktienoptionsprogrammen
aus. Siehe dazu auch Anhang 41. Die Wandelschuldverschreibungen haben jeweils einen
Nennwert in Höhe von € 0,01. 30 PensionsrückstellungenQSC hat zwei leistungsorientierte Pensionspläne aufgelegt, wobei ein leistungsorientierter
Pensionsplan über eine Rückdeckungsversicherung abgesichert ist, die als Planvermögen
im Sinne von IAS 19 zu klassifizieren ist. QSC nutzt das Wahlrecht zur Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und
Verluste und weist diese erfolgsneutral im Eigenkapital aus. Der kumulierte in der
Aufstellung der erfassten Aufwendungen und Erträge erfasste Betrag der versicherungsmathematischen
Gewinne und Verluste betrug 2010 T € 62 (2009: T € -193). scroll
Die Summe der versicherungsmathematischen Verluste beträgt nach Steuern T € -162.
Im Vorjahr betrug der Gewinn T € 12. Die Pensionsaufwendungen aus den leistungsorientierten Plänen setzen sich wie folgt
zusammen: scroll
Die tatsächlichen Verluste des Fondsvermögens betrugen hierbei T € 73. Die Beträge der Laufenden und der vorangegangenen vier Berichtsperioden stellen sich
wie folgt dar: scroll
QSC hat 2010 keine erfahrungsbedingten Anpassungen der Anwartschaftsbarwerte und des
Fondsvermögens vorgenommen. 31 Langfristige Schulden gegenüber MinderheitsgesellschafterDie langfristigen Schulden gegenüber Minderheitsgesellschafter zum 31. Dezember 2009
entsprechen dem konsolidierten Kapitalkonto von TELE2 in der Bilanz von Plusnet und
sind somit nicht zinstragend. Zum Gründungszeitpunkt von Plusnet korrespondierte diese
Position mit der Barkapitaleinlage von TELE2 in die Plusnet (vgl. Erläuterungen unter
"Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze"). Am 22. Dezember 2010 hat QSC rückwirkend zum 31. Oktober 2010 den Minderheitsanteil
der TELE2 für 36,7 Millionen Euro erworben, somit entfällt diese Position zum 31.
Dezember 2010. 32 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungenscroll
Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit von unter
einem Jahr. 33 RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen der Höhe nach ungewisse Verpflichtungen
gegenüber Dritten aufgrund von Lieferungen und Leistungen, Prozessrisiken sowie Rückstellungen
für noch ausstehende Gutschriften. Die Bewertung wurde aufgrund von Erfahrungswerten
vergangener Perioden vorgenommen. Die Steuerrückstellungen setzen sich aus T € 1.197
Gewerbesteuer 2010, T € 851 Körperschaftsteuer 2010 sowie T € 167 Lohnsteuer für Vorjahre
zusammen. scroll
scroll
34 RechnungsabgrenzungspostenEinmalige Umsatzerlöse aufgrund von Kundeninstallationen werden passivisch abgegrenzt
und über eine durchschnittliche Vertragslaufzeit von 24 Monaten anteilig erfolgswirksam
aufgelöst. Vorauszahlungen von Kunden werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die betreffende
Leistung erfolgt ist, ebenfalls passivisch abgegrenzt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bildete das Unternehmen zudem einen passivischen Rechnungsabgrenzungsposten
für die Zahlung von TELE2 in Höhe von T € 66.226 für die vorzeitige Beendigung des
ursprünglich mindestens bis 31. Dezember 2013 laufenden Vertrages über die Zusammenarbeit
bei der DSL-Netzgesellschaft Plusnet; dieser Betrag wird über die Restlaufzeit des
Vertrages erfolgswirksam aufgelöst. 35 Sonstige kurzfristige SchuldenAlle sonstigen kurzfristigen Schulden haben eine Laufzeit von unter einem Jahr und
betreffen im Wesentlichen die Umsatzsteuerverbindlichkeit. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG36 Cashflow aus betrieblicher TätigkeitDer Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2010 T € 56.595 (2009:
T € 65.494). Das Ergebnis vor Steuern, korrigiert um die Abschreibung führte im Vergleich
zum Vorjahr zu einer Verbesserung des Cashflows um T € 3.007. Dem gegenüber stand
eine Reduktion in Höhe von T € 11.906 aus den übrigen Veränderungen, insbesondere
aus den Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die gezahlten
Ertragsteuern in Höhe von T € 536 (2009: T € 271) sind dem Cashflow aus betrieblicher
Tätigkeit zuzuordnen. 37 Cashflow aus InvestitionstätigkeitDer Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug in 2010 T € -25.134 (2009: T € -40.331).
Von den Investitionen in 2010 in Höhe von T € -29.182 wurden T € 2.324 über Leasing
finanziert und somit an dieser Stelle nicht ausgewiesen. Ebenso sind Investitionen
von T € 1.481, die TELE2 gezahlt hat, nicht enthalten. Darüber hinaus wurden per Saldo
Investitionen in Höhe von weiteren T € 242 nicht gezeigt, da sie entweder erst 2011
zu einem Mittelabfluss führen oder schon aus 2009 stammten und erst in 2010 abgeflossen
sind. 38 Cashflow aus FinanzierungstätigkeitDer Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2010 T € -26.180 (2009:
T € -33.034). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Tilgung von zinstragenden
Schulden in Höhe von T € 24.760. Darüber hinaus wurden T € 1.690 an TELE2 ausgeschüttet.
Die gezahlten Zinsen in Höhe von T € 1.356 und die erhaltenen Zinsen in Höhe von T
€ 237 sind dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zuzuordnen. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN39 TochterunternehmenDer Konzernabschluss von QSC beinhaltet folgende Beteiligungen: scroll
*
Jahresergebnis vor Ergebnisübernahme
Folgende Tochtergesellschaften machen von den Befreiungsmöglichkeiten des § 264 Abs.
3 HGB Gebrauch: DSL home, 010090, EPAG, BroadNet Deutschland, Broadnet Services, 01098,
01012, 010052 und tengo GmbH. Plusnet •Am 10. Juli 2006 gründete QSC mit TELE2 die Plusnet. Nach dem Erwerb des Minderheitenanteils
von 32,5 Prozent von der TELE2 am 22. Dezember 2010 besitzt QSC 100 Prozent der Anteile.
Die Aufgabe von Plusnet ist der fortlaufende Betrieb des bundesweiten DSL-Netzes. Ventelo •Am 13. Dezember 2002 beteiligte sich QSC mit 100 Prozent an Ventelo, einem deutschlandweit
tätigen Telekommunikationsunternehmen, das Sprachtelefondienste speziell für Unternehmenskunden
anbietet. Ventelos Marktposition als Telefonieanbieter für Unternehmenskunden ergänzt
die DSL-basierten Breitbandangebote für Unternehmenskunden von QSC in idealer Weise.
Der Kaufpreis für Ventelo betrug T € 11.454 inklusive Akquisitionskosten in Höhe von
T € 90. DSL home •Am 31. März 2006 erwarb QSC 100 Prozent der Anteile an der DSL home. Der Kaufpreis
für die ehemalig nicht operative Kristall 40. GmbH betrug T € 27. Gemäß § 123 Abs.
3 Nr. 1 UmwG übernahm die DSL home im Wege der Ausgliederung die Endkundenverträge
aus dem DSL-Privatkundengeschäft. Die Hauptversammlung hat der Ausgliederung am 23.
Mai 2006 wirtschaftlich rückwirkend zum 1. Januar 2006 zugestimmt. Der Ausgliederungs-
und Übernahmevertrag wurde am 9. August 2006 unterzeichnet. 010090 •Am 12. April 2006 erwarb QSC 100 Prozent der Anteile an der 010090. Der Kaufpreis
für die ehemalig nicht operative Kristall 39. GmbH betrug T € 27. Die 010090 vermarktet
Sprachprodukte für Privatkunden, insbesondere Call-by-Call-Angebote. EPAG •EPAG ist eine ehemalige hundertprozentige Tochtergesellschaft der celox Telekommunikationsdienste
GmbH, die mit Wirkung zum 1. Januar 2006 auf QSC verschmolzen wurde. Diese Verschmelzung
machte EPAG zu einer unmittelbaren Beteiligung von QSC. EPAG ist auf die Registrierung
und Verwaltung internationaler Domains spezialisiert und zählt zu den führenden Domain-Anbietern
für Reseller in Deutschland. Broadnet Services •Broadnet Services ist eine ehemalige hundertprozentige Tochtergesellschaft von Broadnet
und seit dem Zeitpunkt der Verschmelzung von Broadnet eine unmittelbare Beteiligung
von QSC. Die Broadnet Services vermarktet Sprachprodukte für Privat- und Geschäftskunden. BroadNet Deutschland •BroadNet Deutschland ist eine ehemalige hundertprozentige Tochtergesellschaft von
Broadnet und seit dem Zeitpunkt der Verschmelzung von Broadnet eine unmittelbare Beteiligung
von QSC. Die BroadNet Deutschland vermarktet Sprachprodukte für Privatkunden, insbesondere
Call-by-Call-Angebote. 01012 •Am 17. Juli 2008 erwarb QSC 100 Prozent der Anteile an der 01012. Der Kaufpreis betrug
T € 28. Die 01012 vermarktet Sprachprodukte für Privatkunden, insbesondere Call-by-Call-Angebote. 01098 •Am 2. Juli 2008 erwarb QSC 100 Prozent der Anteile an der 01098. Der Kaufpreis für
die ehemalig nicht operative Kolibri 113 GmbH betrug T € 25. Die 01098 vermarktet
Sprachprodukte für Privatkunden, insbesondere Call-by-Call-Angebote. 010052 •010052 entstand am 30. Oktober 2009 durch Umbenennung aus der Q-DSL privat GmbH, die
am 17. Dezember 2008 gegründet wurde. QSC besitzt 100 Prozent der Anteile. 010052
vermarktet Sprachprodukte für Privatkunden, insbesondere Call-by-Call-Angebote. tengo •Am 15. Januar 2010 gründete QSC die tengo GmbH mit einem Stammkapital von T € 25.
tengo vermarktet Sprachprodukte für Privatkunden, insbesondere Call-by-Call-Angebote. F&Q Netzbetriebs GmbH & Co. KG •Mit Kaufvertrag vom 6. September 2010 erwarb QSC 100 Prozent der F&Q Netzbetriebs
GmbH & Co. KG mit einem Kommanditanteil von T € 1 sowie die Komplementärin, die F&Q
Netzbetriebs Verwaltungs GmbH. Das Stammkapital der Komplementärin beträgt T € 25
und besteht aus einem Geschäftsanteil im Nennbetrag von T € 25, der durch die F&Q
Netzbetriebs GmbH & Co. KG selbst gehalten wird. Die F&Q stellt Sprach- und Internetdienstleistungen
für Kunden der freenet Cityline GmbH zur Verfügung. Hier hat eine Netzkooperation
zwischen QSC und freenet stattgefunden. Der Kaufpreis betrug insgesamt T € 26. Es
wurden im Wesentlichen liquide Mittel übernommen. T&Q Netzbetriebs GmbH & Co. KG •Mit Kaufvertrag vom 29. Dezember 2010 erwarb QSC 100 Prozent der T&Q Netzbetriebs
GmbH & Co. KG mit einem Kommanditanteil von T € 25 sowie die Komplementärin, die T&Q
Verwaltungs GmbH. Das Stammkapital der Komplementärin beträgt T € 25 und besteht aus
einem Geschäftsanteil im Nennbetrag von T € 25, der durch die T&Q Netzbetriebs GmbH
& Co. KG selbst gehalten wird. Die T&Q dient dem Angebot von Sprachdienstleistungen
für TELE2. Hier hat eine Netzkooperation zwischen QSC und TELE2 stattgefunden. Der
Kaufpreis betrug insgesamt T € 50. Es wurden im Wesentlichen liquide Mittel übernommen. 40 SegmentberichterstattungDie Grundlage für die Bestimmung der Segmente ist entsprechend den Vorschriften des
IFRS 8 die interne Organisationsstruktur des Unternehmens, die von der Unternehmensleitung
für betriebswirtschaftliche Entscheidungen und Leistungsbeurteilungen zugrunde gelegt
wird. Der Geschäftsbereich Managed Services adressiert rund 8.300 größere und mittlere Unternehmen
in Deutschland. Für diese Zielgruppe entwickelt und betreibt QSC maßgeschneiderte
ITK-Lösungen und vertreibt diese direkt über ein rund 30-köpfiges Key-Account-Management.
Die Grundlage dieser Managed Services bilden in der Regel IP-basierte virtuelle private
Netze (IP-VPN). Auf der Basis solcher IP-VPN bietet QSC zahlreiche Dienste wie den
Betrieb softwarebasierter Telefonanlagen und die Wartung von lokalen Netzwerken und
Endgeräten. Der Geschäftsbereich Produkte bietet kleineren und mittleren Betrieben mit standardisierten
Produkten von QSC ihre gesamte Sprach- und Datenkommunikation auf einer breitbandigen
Leitung zu betreiben. Das Leistungsspektrum umfasst Internetverbindungen, Voice-over-IP-Produkte
sowie innovative Lösungen wie beispielsweise die virtuelle Telefonanlage IPfonie centraflex.
Der Zielmarkt der BU Produkte sind knapp 900.000 kleinere bis mittelständische Unternehmen
in Deutschland, die in der Regel ITK-Dienstleistungen von regionalen Partnern beziehen.
QSC konzentriert sich daher auf die Kooperation mit rund 100 regionalen Vertriebspartnern
und Distributoren. Das Segment Wholesale/Reseller umfasst das Geschäft von QSC mit Internet-Service-Providern
und Netzbetreibern ohne eigene Infrastruktur. Diese vermarkten DSL-Leitungen von QSC
sowie Sprach- und Mehrwertdienste in eigenem Namen und auf eigene Rechnung. QSC liefert
entbündelte DSL-Vorprodukte und gewährleistet ein reibungsloses Auftragsmanagement
über hochskalierbare IT-Schnittstellen mit den einzelnen, direkt betreuten Resellern.
Darüber hinaus betreibt diese BU das Voice-Wholesale-Geschäft, in dem QSC Sprachdienste
an Wiederverkäufer ohne entsprechende eigene bundesweite Infrastruktur bereitstellt. Als zentrale Steuerungsgröße der Segmente dient dem Management das Ergebnis vor Steuern
und Zinsen nach IFRS. Somit werden die operativen Kosten den jeweiligen Business Units
vollständig zugeordnet und es erfolgt eine komplette Ergebnisrechnung bis zum operativen
Ergebnis. Die direkte und indirekte Zuordnung der Kosten auf die einzelnen Segmente
entspricht der internen Berichterstattung und Steuerungslogik. Bei den Vermögenswerten
und Schulden gab es ebenfalls direkt und indirekt zuordenbare Positionen. Die indirekt
zuordenbaren Vermögenswerte und Schulden werden dabei mit Ausnahme der aktiven und
passiven latenten Steuern nach dem Tragfähigkeitsprinzip anhand der relativen Deckungsbeiträge
allokiert. scroll
scroll
In den Geschäftsjahren 2009 und 2010 gab es keine wesentlichen Umsätze mit ausländischen
Unternehmen und keine intersegmentären Umsatzerlöse. Die langfristigen Vermögenswerte
befinden sich ausschließlich im Inland. Im Segment Wholesale/Reseller gab es im Jahr
2010 zwei Kunden, deren Anteil am Gesamtumsatz größer 10 Prozent betrug, und zwar
20 Prozent bzw. 12 Prozent. 41 AktienoptionsprogrammeSeit 1999 hat QSC insgesamt sechs Aktienoptionspläne aufgelegt, die die Ausgabe von
Wandelschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils 0,01 Euro an Mitarbeiter und
mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Vorstandsmitglieder, Berater und Lieferanten vorsehen.
Die Teilnehmer der Programme erhalten das Recht, jede Wandelschuldverschreibung gegen
Zahlung des Ausübungspreises in eine auf den Namen lautende Stückaktie umzutauschen.
Der Ausübungspreis der Wandelschuldverschreibung entspricht dem Marktpreis der Aktie
am Ausgabestichtag. Die Wandelschuldverschreibungen haben eine Laufzeit von 5 oder
8 Jahren und unterliegen einer gestaffelten Sperrfrist von bis zu 3 Jahren. Für die Wandelschuldverschreibungen der A0P2000, 2000A, 2001 und 2002 wurden auf Basis
von IFRS 2 keine Personalkosten erfasst. Die Optionswerte für die Wandelschuldverschreibungen
des A0P2006 wurden zum Gewährungszeitpunkt mithilfe des Black-Scholes-Optionspreis-Modells
unter Verwendung der folgenden Annahmen berechnet. 2009 und 2010 sind keine Zeichnungen
von Wandelschuldverschreibungen unter dem A0P2004 erfolgt. scroll
Die zum 31. Dezember 2009 und 2010 ausstehenden Wandelschuldverschreibungen aller
Programme verteilen sich wie folgt: scroll
Die Bandbreite für die Ausübungspreise der ausstehenden 1.961.941 Wandelschuldverschreibungen
liegt zwischen 1,00 Euro und 5,68 Euro und die Restzeit zur Ausübung reicht von unmittelbar
ausübbar bis zum 23. August 2018. Der Ausübungspreis wird zum Zeitpunkt der Zeichnung
festgelegt und kann sich danach nicht mehr ändern. Das Unternehmen erwartet die Wandlung
der ausstehenden Wandelschuldverschreibungen in Abhängigkeit von der Kursentwicklung
bis spätestens 2018. Zum Bilanzstichtag waren von den ausstehenden Wandelschuldverschreibungen 1.614.504
ausübbar, die verbleibenden Wandelschuldverschreibungen unterlagen den festgelegten
Sperrfristen. 42 Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenIm Jahr 2010 unterhielt QSC Geschäftsbeziehungen mit Gesellschaften, bei denen Mitglieder
des Managements und Aufsichtsrats Gesellschafter sind. Als nahe stehende Personen
im Sinne von IAS 24 gelten Personen und Unternehmen, wenn eine der Parteien über die
Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss
auszuüben. Alle Verträge mit diesen Gesellschaften unterliegen der Zustimmungspflicht
des Aufsichtsrats und erfolgen zu marktüblichen Konditionen. scroll
scroll
Die IN-telegence GmbH & Co. KG ist ein Anbieter von Mehrwertdiensten im Telekommunikationsbereich.
Die Teleport Köln GmbH unterstützt QSC bei der Installation von Endkundenanschlüssen.
Die QS Communication Verwaltungs Service GmbH berät QSC im Produktmanagement von Sprachprodukten.
Die Aufwendungen für den Vorstandsvorsitzenden Dr. Bernd Schlobohm betreffen die Zuführung
zur Pensionsrückstellung. Die im Konzernabschluss ausgewiesene Verpflichtung beträgt
T € 954 (Vorjahr: T € 741) nach Verrechnung mit Fondsvermögen in Höhe von T € 122
(Vorjahr: T € 108). 43 Latente SteuernFür die Berechnung der latenten Steuern verwandte QSC aufgrund der Unternehmensteuerreform
2008 wie im Vorjahr einen Steuersatz von 31,58 Prozent. Der latente Steueraufwand
und -ertrag für die Periode stellt sich wie folgt dar: scroll
Die temporären Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, für
die keine latenten Steuerschulden bilanziert sind, betrug 2010 T € 22.917 (2009: T
€ 17.364). Die folgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung vom erwarteten zum ausgewiesenen
Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wurde das Ergebnis vor
Steuern mit dem angenommenen Steuersatz multipliziert. scroll
Der übergeleitete Steueraufwand setzt sich zusammen aus T € 1.179 Gewerbesteueraufwand,
T € 851 Körperschaftsteueraufwand sowie T € 7.353 latenter Steuerertrag. Im Geschäftsjahr
2010 wurde ein Steueraufwand in Höhe von T € 73 im Zusammenhang mit der Erfassung
von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten direkt dem Eigenkapital gutgeschrieben.
Zum 31. Dezember 2010 beliefen sich die körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge auf
443 Millionen Euro (2009: 457 Millionen Euro) und die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge
auf 439 Millionen Euro (2009: 453 Millionen Euro). Diese steuerlichen Verluste können
unbegrenzt mit den künftigen zu versteuernden Ergebnissen der Unternehmen, in denen
diese Verluste entstanden sind, verrechnet werden. Im Geschäftsjahr 2010 wurden aktive
latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 18,4 Millionen Euro angesetzt, da
nach dem positiven Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 auch in den Jahren 2011 bis 2013
ein steuerpflichtiges Ergebnis der QSC AG geplant ist. Für noch nicht genutzte körperschaftsteuerliche
Verlustvorträge in Höhe von 385 Millionen Euro bzw. noch nicht genutzte gewerbesteuerliche
Verlustvorträge in Höhe von 380 Millionen Euro wurde in der Bilanz kein latenter Steueranspruch
angesetzt. 44 RechtsstreitigkeitenIm Spruchverfahren vor dem Landgericht Hamburg beantragen derzeit noch 30 ehemalige
Minderheitsaktionäre der Broadnet AG in Ergänzung zu den Aktien der QSC AG, die sie
im Tausch für ihre Aktien der Broadnet AG erhalten haben, eine bare Zuzahlung. Alle
Minderheitsaktionäre der Broadnet AG hatten im Zuge der Verschmelzung für 11 Broadnet-Aktien
12 QSC-Aktien erhalten. Dies entspricht einem Umtauschverhältnis von 1 Broadnet-Aktie
zu 1,0908 QSC-Aktien. Sollte das Landgericht Hamburg rechtskräftig eine bare Zuzahlung
anordnen, so wäre diese allen ehemaligen Minderheitsaktionären der Broadnet AG zu
gewähren, die zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Verschmelzung Broadnet-Aktien hielten.
Eine ggf. angeordnete Zuzahlung je Aktie wäre somit für 999.359 ehemalige Broadnet-Aktien
zu leisten. Ein erster Termin zur mündlichen Verhandlung hat am 26. November 2008
vor dem Landgericht Hamburg stattgefunden. Auf Basis des vom Gericht gemachten Vorschlags
hat die QSC AG den Antragstellern einen Vergleichsvorschlag unterbreitet, nach dem
sich QSC ohne Aufgabe ihrer Rechtsauffassung zu Rechts- und Bewertungsfragen zu einer
baren Zuzahlung von 73 Cent je Broadnet-Aktie verpflichtet und bestimmte Kosten der
Antragsteller übernimmt. Da dieses Vergleichsangebot jedoch nicht von allen Antragstellern
angenommen wurde, sind die Vergleichsverhandlungen gescheitert. Ein neuer Termin zur
mündlichen Verhandlung ist noch nicht bestimmt. Für den Sachverhalt wurde eine Rückstellung gebildet. Im Rechtsstreit zwischen der Deutschen Telekom AG und der Ventelo GmbH über zu viel
gezahlte Beträge konnte im Mai 2010 ein Vergleich zwischen beiden Parteien geschlossen
werden. Es ergaben sich hieraus keine wesentlichen Einflüsse auf die Vermögens- und
Ertragslage im Konzern für das Geschäftsjahr 2010. 45 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenVerpflichtungen aus Operating-Leasing-Verträgen •Der Konzern hat Leasingverträge für verschiedene Kraftfahrzeuge abgeschlossen. Die
durchschnittliche Laufzeit der Verträge liegt zwischen 3 und 5 Jahren. Zum 31. Dezember
bestanden folgende künftige Mindestleasingzahlungsverpflichtungen aufgrund von unkündbaren
Operating-Leasing-Verträgen. scroll
Im Geschäftsjahr 2010 erfasste QSC Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen
in Höhe von T € 886 (2009: T € 1.009). Verpflichtungen aus Finanzierungs- und Mietkaufverträgen •QSC hat Finanzierungsverträge und Mietkaufverträge für verschiedene technische Anlagen
und für Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen
aus diesen Verträgen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden. scroll
Sonstige finanzielle Verpflichtungen •Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in den kommenden Geschäftsjahren für langfristig
abgeschlossene Verträge, insbesondere für Glasfaserleitungen, Technikräume und Büroräume
betrugen 2010 T € 52.803 (2009: T € 53.046). Das Bestellobligo für zukünftige Investitionen
belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf T € 5.932 (2009: T € 5.514). Bürgschaften •Zum 31. Dezember 2010 bestanden keine Bürgschaftsverpflichtungen. 46 Zielsetzungen und Methoden des FinanzrisikomanagementsDie finanziellen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Finanzierungs- und Mietkaufverträge,
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Schulden gegenüber Kreditinstituten.
Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit
des Konzerns. Finanzielle Vermögenswerte, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit
resultieren, sind insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie
Zahlungsmittel und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. In den Geschäftsjahren
2010 und 2009 fand kein Handel mit Derivaten statt. Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen
Zins-, Kredit- sowie Liquiditätsrisiken. Da keine materiellen Transaktionen in Fremdwährungen
stattfinden, bestehen keine wesentlichen Währungskursrisiken. Die Strategien und Verfahren
zur Steuerung dieser Risiken sind im Folgenden dargestellt. Zinsrisiko •QSC ist dem Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze ausgesetzt. Dieses resultiert
überwiegend aus den variabel verzinsten kurzfristigen Schulden gegenüber Kreditinstituten
sowie der zu variablen Zinsen angelegten Liquidität. Dagegen sind die kurz- und langfristigen
Schulden aus Finanzierungsverträgen festverzinsliches Fremdkapital. Der Anteil des
variabel verzinslichen Fremdkapitals am gesamten verzinslichen Fremdkapital beträgt
zum 31. Dezember 2010 55 Prozent. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Sensitivität
des Konzernergebnisses vor Steuern gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich
möglichen Änderung der Zinssätze bezogen auf das zum 31. Dezember variabel verzinsliche
Fremdkapital und die Liquidität (inklusive der zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte). scroll
Kreditrisiko •QSC ist dem Risiko von Zahlungsausfällen durch Kunden sowie durch Emittenten ausgesetzt.
Die Gesellschaft strebt an, Geschäftsbeziehungen nur mit kreditwürdigen Kunden abzuschließen
und so dieses Risiko von vornherein auszuschließen. Dazu findet vor dem jeweiligen
Vertragsabschluss eine Bonitätsprüfung statt. Nach Beginn der Geschäftsbeziehung werden
die Forderungsbestände überwacht, um eventuelle Ausfallrisiken zu reduzieren. Das
maximale Ausfallrisiko ist auf den im Anhang 18 ausgewiesenen Buchwert der Forderungen
begrenzt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestanden keine wesentlichen Konzentrationen
von Ausfallrisiken. Hinsichtlich der nicht wertberichtigten Forderungen gehen wir
davon aus, dass diese realisierbar sind. Bei der Anlage der finanziellen Vermögenswerte unterliegt QSC ebenfalls einem Kreditrisiko
bei Ausfall des Kontrahenten. Dieses entspricht maximal dem Buchwert dieser Instrumente.
QSC verfolgt daher eine sehr konservative Anlagepolitik und beschränkte sich im abgelaufenen
Geschäftsjahr auf die Geldanlage in Wertpapiere erstklassiger Bonität. Liquiditätsrisiko •Der Konzern überwacht das Risiko eines Liquiditätsengpasses mithilfe einer monatlichen
Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung der Laufzeit der verfügbaren finanziellen
Vermögenswerte sowie der erwarteten Cashflows der Geschäftstätigkeit. Der Konzern
strebt dabei ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Liquiditätsbedarfs
und der Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von kurz- und langfristigen
Schulden und Finanzierungsverträgen an. Zum 31. Dezember weisen die kurz- und langfristigen
Schulden des Konzerns nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf. Die Angaben erfolgen
auf Basis der vertraglichen, nicht abgezinsten Zahlungen. scroll
scroll
Kapitalsteuerung •Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung von QSC ist es, sicherzustellen, dass der Konzern
über ausreichend Eigenkapital verfügt, ein hohes Bonitätsrating erhält und in der
Lage ist, seine Geschäftstätigkeit unabhängig und flexibel auszuüben. Die Überwachung
erfolgt hierbei mithilfe der Kennzahlen Eigenkapitalquote und Nettoliquidität. Die
Eigenkapitalquote ergibt sich aus dem Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme.
Die Nettoliquidität ergibt sich aus der Differenz zwischen dem verzinslichen Fremdkapital
und den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie den zur Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerten. scroll
Die im Konsortialdarlehensvertrag festgelegten Kennzahlen wurden zum Bilanzstichtag
alle eingehalten. Es handelt sich hierbei um finanzielle Kennzahlen zum Eigenkapital,
zum Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibung sowie Schulden aus Finanzierungsverträgen. 47 FinanzinstrumenteDie nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im
Konzernabschluss erfassten Finanzinstrumente mit Ausnahme der Wandelschuldverschreibungen
aus den Aktienoptionsprogrammen (vgl. hierzu Anhang 41). scroll
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben überwiegend
kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise
dem beizulegenden Zeitwert. Dieses gilt auch für Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die beizulegenden
Zeitwerte der Schulden aus Finanzierungsverträgen sowie der sonstigen kurz- und langfristigen
Schulden wurden unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen berechnet. Der beizulegende
Zeitwert der zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten wurde anhand
von Marktpreisen ermittelt. scroll
Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter Marketing- und Vertriebskosten ausgewiesen. 48 Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance KodexDie Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex
in der Fassung vom 18. Juni 2009 bzw. ab deren Geltung in der Fassung vom 26. Mai
2010 wurde vom Vorstand und vom Aufsichtsrat abgegeben und ist auf der Internetseite
der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich. Zukünftige Änderungen der Regeln
im Hinblick auf die Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex wird
die Gesellschaft auf ihrer Website unverzüglich veröffentlichen. Weitere Informationen
sind im separaten Corporate-Governance- und Vergütungs-Bericht angegeben. 49 Honorare WirtschaftsprüferFür die Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses erfasste QSC
im Geschäftsjahr 2010 als Aufwand für die Abschlussprüfung T € 203 und für sonstige
Dienstleistungen T € 67. 50 Vergütung VorstandDie Gesamtvergütung der Mitglieder des QSC-Vorstands belief sich im Geschäftsjahr
2010 auf 1,70 Millionen Euro gegenüber 2,34 Millionen Euro im Vorjahr, als temporär
mit Bernd Puschendorf (bis 31. Januar 2009) und Markus Metyas (bis 15. April 2009)
noch zwei zusätzliche Vorstandsmitglieder amtiert hatten. Von dieser Gesamtvergütung
entfielen 50,8 Prozent auf fixe, 46,5 Prozent auf variable Gehaltsbestandteile und
2,7 Prozent auf Nebenleistungen. Kredite an Vorstandsmitglieder wurden nicht gewährt.
Der Rückgang im Vergleich zu 2009 ist neben der temporär höheren Zahl der Vorstandsmitglieder
auch eine Folge der einmaligen Gewährung von 250.000 Aktienoptionen an das neue Vorstandsmitglied
Joachim Trickl im Jahr 2009. Zudem hatte der Vorstand angesichts der noch schwierigen
gesamtwirtschaftlichen Lage Anfang 2010 freiwillig auf einen Teil seiner variablen
Vergütung für das Jahr 2009 verzichtet. Die hierfür bereits gebildeten Rückstellungen
wurden in Höhe von 0,12 Millionen Euro erfolgswirksam im Jahr 2010 aufgelöst und minderten
die Höhe der Gesamtvergütung. Ohne diese Sondereffekte lag die Vorstandsvergütung
der drei amtierenden Vorstände auf dem Niveau des Vorjahres. Unverändert sieht QSC diese Ausführungen über die Vergütung des Vorstands als entscheidende
Information für ein Urteil über deren Angemessenheit. Von der Rechtspflicht zu einer
individualisierten Offenlegung der Vorstandsvergütung ist QSC durch den Beschluss
der Hauptversammlung vom 23. Mai 2006 befreit; diese Befreiung gilt für die Jahres-
und Konzernabschlüsse der Geschäftsjahre 2006 bis 2010. Weitere Informationen sind
im separaten Corporate-Governance- und Vergütungs-Bericht angegeben. 51 RisikenDie Risiken werden ausführlich im Risikobericht im Lagebericht erläutert. 52 Ereignisse nach dem BilanzstichtagQSC hat am 21. Dezember 2010 den Erwerb sämtlicher Anteile der IP Partner AG, Nürnberg,
mitgeteilt. Der wirtschaftliche Übergang der Aktien erfolgte zum 3. Januar 2011 (Erwerbsstichtag).
Der im Jahr 2000 gegründete IT-Dienstleister ist ein schnell wachsender Anbieter für
Hosting und IT-Outsourcing-Services für den Mittelstand. Nach vorläufigen Erkenntnissen
hat IP Partner mit knapp 60 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von voraussichtlich
14 Millionen Euro und ein positives Ergebnis erzielt. IP Partner betreibt zwei Rechenzentren
in München und Nürnberg mit mehr als 10.000 Servern für mehr als 1.000 Geschäftskunden.
Der Bau weiterer Rechenzentren mit einer Fläche von insgesamt 3.000 Quadratmetern
befindet sich in der Umsetzung. QSC beschleunigt mit der Akquisition den Transformationsprozess
von einem TK- zu einem integrierten ITK-Serviceanbieter und kann damit ihren überwiegend
mittelständischen Kunden künftig ein weitaus breiteres Leistungsspektrum anbieten. Der Kaufpreis beinhaltet zwei Komponenten: Zum 3. Januar 2011 zahlte QSC 15 Millionen
Euro in bar an die bisherigen Gesellschafter; weitere 10 Millionen Euro werden bis
spätestens Ende April 2012 in Abhängigkeit von verschiedenen Voraussetzungen fällig,
wozu insbesondere ein anhaltend hohes Unternehmenswachstum zählt. Die erstmalige Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses ist zum Zeitpunkt der
Freigabe des Konzernabschlusses durch den Vorstand zur Weitergabe an den Aufsichtsrat
noch nicht vollständig. Insbesondere liegen verwertbare Erkenntnisse über die erworbenen
Vermögenswerte und übernommenen Schulden und deren beizulegende Zeitwerte noch nicht
vor. Die erstmalige Konsolidierung wird im Zwischenabschluss für das erste Quartal
2011 berücksichtigt werden.
Köln, 23. März 2011 QSC AG scroll
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
beschrieben sind.
Köln, 23. März 2011 QSC AG scroll
» In einem Konsortium entwickelt QSC eine SensorCloud für vernetzte Sensoren, Steuerungsdaten
und -anwendungen. Diese Innovation bietet eine neue Möglichkeit der Erfassung, Speicherung
und Weiterverarbeitung von Messdaten aus unterschiedlichsten Anwendungsbereichen und
Branchen -von Umwelt über Mobilität bis hin zu Produktionsmaschinen. Das BMWi fördert
dieses ITK-Projekt und zeichnete es im März 2011 mit einem Innovationspreis aus.« KONSORTIUM: QSC // RWTH Aachen // FH Köln // Dillenburger // symmedia Corporate GovernanceErklärung zur Unternehmensführung/ Corporate-Governance-BerichtQSC ist guter Corporate Governance verpflichtet •Corporate Governance steht für eine verantwortungsvolle und auf nachhaltige Wertschöpfung
ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat von
QSC sehen sich ihr verpflichtet und gewährleisten mit einer verantwortungsvollen,
langfristig angelegten Unternehmensführung den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige
Steigerung dessen Wertes. QSC entspricht daher auch weitestgehend den Empfehlungen
des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex"). An wenigen Stellen weicht das
Unternehmen aber bewusst ab. Es handelt sich in erster Linie um Empfehlungen, die
zu wenig die Situation unternehmergeführter, mittelständisch geprägter Aktiengesellschaften
berücksichtigen. Regelmäßig stellen Vorstand und Aufsichtsrat diese in der Entsprechenserklärung
erläuterten Ausnahmen auf den Prüfstand und beschäftigen sich eingehend mit der Corporate
Governance, zuletzt in der Aufsichtsratssitzung am 18. November 2010. Im Folgenden
berichtet der Vorstand auch im Namen des Aufsichtsrats über die Corporate Governance
gemäß Ziffer 3.10 des zuletzt im Mai 2010 aktualisierten Kodex. Der nachfolgende Bericht
integriert den nach Ziffer 4.2.5 des Kodex geforderten Vergütungsbericht und enthält
zudem Ausführungen gemäß § 289a HGB über die Unternehmensführung. AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNGHauptversammlung trifft zentrale Entscheidungen •Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet in der Regel in den ersten fünf
Monaten des nachfolgenden Geschäftsjahres statt, jede Aktie besitzt hier eine Stimme.
Die Hauptversammlung entscheidet über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat,
Satzungsänderungen sowie wesentliche unternehmerische Maßnahmen und wählt die Anteilseignervertreter
im Aufsichtsrat und den Abschlussprüfer. Der Vorstand legt ihr zudem den Jahres- und
den Konzernabschluss vor. Zur Hauptversammlung werden die Aktionäre auf dem Postweg eingeladen, da QSC dank
der Namensaktien über eine umfassende Adressübersicht verfügt. Bereits im Vorfeld
können sich die Anteilseigner anhand des Geschäftsberichts über den Konzernabschluss
sowie anhand der Tagesordnung zur Hauptversammlung über die anstehenden Entscheidungen
informieren. Alle relevanten Unterlagen sind auf der Website des Unternehmens verfügbar. In der Hauptversammlung erleichtert QSC den Aktionären die Wahrnehmung ihrer Rechte:
Abwesende Aktionäre können in der Hauptversammlung ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten
ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter des Unternehmens ausüben
lassen. ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRATVertrauensvolle und enge Zusammenarbeit •QSC unterliegt als deutsche Aktiengesellschaft dem deutschen Aktienrecht und verfügt
daher über eine zweigeteilte Führungs- und Kontrollstruktur aus Vorstand und Aufsichtsrat.
Beide Organe arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Vorstand und Aufsichtsrat
sehen sich der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswertes verpflichtet und erachten
eine gute Corporate Governance als unerlässlich, um dies zu erreichen. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat zeitnah und umfassend über alle relevanten
Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements
und der Compliance. In regelmäßigen Sitzungen und Telefonkonferenzen berät und überwacht
der Aufsichtsrat die Tätigkeit des Vorstands und diskutiert dabei offen und vertrauensvoll.
Die notwendigen Unterlagen, insbesondere den Jahresabschluss, den Konzernabschluss
und den Prüfungsbericht, erhält er rechtzeitig vor den jeweiligen Sitzungen. VORSTANDDreiköpfiger Vorstand leitet QSC •Ein dreiköpfiger Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse
und berücksichtigt dabei die Belange der Aktionäre, der Arbeitnehmer und sonstiger
in Beziehung zu QSC stehender Gruppen (Stakeholder). Der Vorstand entwickelt die strategische
Ausrichtung des Unternehmens, stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und gewährleistet
deren Umsetzung. Er sorgt zugleich für die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen in
allen Konzernunternehmen (Compliance) und ein angemessenes Risikomanagement und -controlling. Der Vorstand tagt mindestens zweimal monatlich als Organ und darüber hinaus regelmäßig
im Rahmen einer Sitzung der Geschäftsleitung, deren Funktionsweise im Konzernlagebericht
im Kapitel "Leitung und Kontrolle" beschrieben wird. Er entscheidet über die vom Gesetz
oder der Satzung vorgegebenen Themen hinaus, insbesondere über Maßnahmen und Geschäfte,
die für QSC von großer Bedeutung sind oder mit denen ein größeres wirtschaftliches
Risiko verbunden ist. Laut Geschäftsordnung des Vorstands bedürfen Entscheidungen der einfachen Mehrheit
der abgegebenen Stimmen. Darüber hinaus regelt ein Geschäftsverteilungsplan die Verantwortlichkeiten
für bestimmte Aufgabenbereiche. Das einzelne Vorstandsmitglied führt diese Bereiche
im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die folgende Tabelle gibt
einen Überblick über die Aufgabenverteilung zum Jahresende 2010: scroll
Vorstand trifft Entscheidungen im Plenum •Der Vorstand von QSC arbeitet eng und vertrauensvoll zusammen. Angesichts der Größe
des Unternehmens und des eigenen Gremiums sieht er davon ab, Ausschüsse für bestimmte
Fragestellungen zu bilden. Vielmehr diskutiert und entscheidet er im Plenum auch über
Themen wie die Aufstellung der Jahresabschlüsse sowie die Besetzung von Führungspositionen. Der Aufsichtsrat bestellt alle Vorstände von QSC jeweils für einen Zeitraum von drei
bis maximal fünf Jahren. Er lässt sich bei der Besetzung des Vorstands ausschließlich
von der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen leiten und weist in diesem
Zusammenhang dem Geschlecht keine vorrangige Entscheidungsrelevanz zu. AUFSICHTSRATQualifikation entscheidet über Besetzung des Aufsichtsrats •Dem Aufsichtsrat von QSC gehören laut Satzung sechs Mitglieder an. Da das Unternehmen
in der Regel mehr als 500 Arbeitnehmer beschäftigt, greift das Drittelbeteiligungsgesetz,
sodass zwei Drittel der Aufsichtsräte von den Anteilseignern und ein Drittel von den
Arbeitnehmern gewählt werden. Die Amtszeiten der Vertreter der Anteilseigner und der
Arbeitnehmervertreter enden mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung für das Geschäftsjahr
2012. Bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird darauf geachtet, dass
seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen
Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen und dem Gremium eine ausreichende
Zahl unabhängiger Mitglieder angehört. Nur ein Aufsichtsratsmitglied, QSC-Mitgründer
Gerd Eickers, war bis 31. Dezember 2003 Mitglied des Vorstands. Mit Ausnahme einer
Altersgrenze hat der Aufsichtsrat bislang keine darüber hinausgehenden Ziele für seine
Zusammensetzung benannt. Aufsichtsrat in alle grundlegenden Entscheidungen eingebunden •Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens
und ist in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden. Vor Abschluss
bedeutender Geschäftsvorgänge wie der Festlegung der Jahresplanung, großer Investitionen,
Akquisitionen sowie Finanzmaßnahmen ist laut Geschäftsordnung des Vorstands eine vorherige
Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich. Der Bericht des Aufsichtsrats informiert
auf den Seiten 7 ff. ausführlich über die Tätigkeit des Gremiums und seiner Ausschüsse. Aufsichtsrat unterhält drei Ausschüsse •2010 bestanden mit dem Nominierungs-, dem Prüfungs- und dem Vergütungsausschuss drei
Ausschüsse. Gemäß der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats hat der Nominierungsausschuss
als lediglich vorbereitender Ausschuss zwei Mitglieder, die anderen Ausschüsse haben
jeweils drei Mitglieder. Entscheidendes Kriterium für die Auswahl der Ausschussmitglieder
ist laut Geschäftsordnung deren Qualifikation für die entsprechende Aufgabe. Soweit
Gesetz und Satzung nichts anderes vorschreiben, entscheiden die Ausschüsse mit einfacher
Mehrheit. Alle drei Ausschüsse berichten regelmäßig dem Aufsichtsratsplenum über ihre
Arbeit und bereiten dessen Beschlussfassungen vor. Die regelmäßige Überprüfung des
Vergütungssystems des Vorstands erfolgt dessen ungeachtet im Vergütungsausschuss,
da dessen Mitglieder mit ihren Kompetenzen am besten in der Lage sind, das Thema Vorstandsvergütung
zu behandeln. Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht über die Mitglieder und den
Vorsitz in den jeweiligen Ausschüssen. scroll
TRANSPARENZ UND RECHNUNGSLEGUNGUmfassende und zeitnahe Information •Auf der eigenen Website informiert QSC auf Deutsch und Englisch zeitnah und umfassend
über alle relevanten Entwicklungen und gewährleistet so eine Gleichbehandlung aller
Eigentümer Unter www.qsc.de/de/qsc-ag/investor-relations.html finden Interessierte
Ad-hoc- und Pressemitteilungen, Finanztermine, umfangreiche Unterlagen zu wichtigen
Ereignissen sowie Quartals- und Geschäftsberichte. Den Konzernabschluss nach IFRS
erstellt QSC binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende; für gesellschaftsrechtliche
Zwecke erstellt das Unternehmen zusätzlich einen Jahresabschluss nach HGB. Beide Abschlüsse
werden vom Vorstand aufgestellt und danach vom Abschlussprüfer und Aufsichtsrat geprüft.
Die Quartalsberichte legt das Unternehmen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums
vor. Der Internetauftritt enthält darüber hinaus Angaben über den Erwerb und die Veräußerung
von QSC-Aktien und sich darauf beziehender Derivate durch Mitglieder des Vorstands
und des Aufsichtsrats sowie ihm nahe stehender Personen, sofern der Wert der getätigten
Geschäfte die Summe von 5.000 Euro innerhalb eines Kalenderjahres erreicht bzw. übersteigt.
Im Geschäftsjahr 2010 gab es keine meldepflichtigen Transaktionen nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz. COMPLIANCEMinimierung des Risikos von Fehlverhalten •Das Wertesystem von QSC basiert auf partnerschaftlicher Zusammenarbeit und gegenseitigem
Respekt und überträgt jedem Mitarbeiter ein hohes Maß an Verantwortung. Doch auch
in einer solchen unternehmerischen Kultur ist das Risiko eines Fehlverhaltens Einzelner
nicht vollständig auszuschließen. QSC hat daher eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen,
um dieses Risiko soweit wie möglich zu minimieren und so Schaden vom Unternehmen und
von der Allgemeinheit abzuwenden. Der faire, offene und vertrauensvolle Umgang mit
internen und externen Ansprechpartnern zählt zu den im Konzernlagebericht auf Seite
34 näher erläuterten Leitsätzen von QSC und wird im betrieblichen Alltag konsequent
gelebt. Seminare und Schulungen dienen zusätzlich dazu, alle Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter auf die zentrale Bedeutung von Themen wie Gesetzestreue und Professionalität
im Umgang mit Dritten hinzuweisen. Strikt achtet QSC auf die Einhaltung des Vieraugenprinzips bzw. die Trennung von Verantwortlichkeiten;
jeder liquiditätswirksame Vorgang wird von mehreren Personen gesehen. Richtlinien
zu kritischen Punkten wie Reisekosten und Einkauf schaffen die notwendige Klarheit
für ein korrektes Verhalten im Alltag. Compliance ist bei QSC auch eine wichtige Führungsaufgabe. Regelmäßig befassen sich
Geschäftsleitung, Vorstand, Aufsichtsrat sowie dessen Prüfungsausschuss mit diesen
Themen. Sie stützen sich dabei unter anderem auf Risikoberichte und das interne Controlling
und hinterfragen die bestehenden Prozesse kritisch. VergütungsberichtWeiterentwicklung der Vorstandsvergütung •Ein wichtiger Bestandteil guter Corporate Governance ist eine transparente Darstellung
der Gesamtvergütung der Organe. Das Vergütungssystem der Vorstände wurde im abgelaufenen
Geschäftsjahr mit Blick auf das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG)
weiterentwickelt und von der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai 2010 gebilligt.
Im Folgenden berichtet QSC gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB über die Grundzüge dieses
Vergütungssystems; dieser Bericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts. Gemäß dem
Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2006 unterbleibt in diesem Zusammenhang
ein individualisierter Ausweis der Bezüge; diese Befreiung gilt letztmalig für den
Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010. Traditionell stark erfolgsorientiertes, langfristig ausgerichtetes Vergütungssystem •Das System der Vorstandsvergütung war bereits vor Inkrafttreten des VorstAG insofern
auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet, als die mit den Vorstandsmitgliedern
für das Geschäftsjahr 2009 abgeschlossenen Zielvereinbarungen unternehmensbezogene
Ziele enthielten, die in eine Dreijahresplanung 2009 - 2011 eingebettet waren. Es
war zugleich in hohem Maße leistungs- und erfolgsorientiert und entsprach daher in
weiten Teilen bereits vor Inkrafttreten des VorstAG den Zielen dieses neuen Gesetzes.
Der Aufsichtsrat überprüfte dessen ungeachtet im abgelaufenen Geschäftsjahr das gesamte
Vergütungssystem und verstärkte noch einmal die langfristige Ausrichtung der Vergütung. Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder werden durch den Aufsichtsrat festgesetzt.
Der Aufsichtsrat berücksichtigt dabei die Aufgaben und persönlichen Leistungen des
jeweiligen Vorstandsmitglieds, die Leistung des Gesamtvorstands, die wirtschaftliche
und finanzielle Lage und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sowie die Üblichkeit
der Vergütung unter Berücksichtigung des Umfelds bei vergleichbaren Unternehmen sowie
der Vergütungsstruktur, die ansonsten bei QSC gilt. Bei der Ausgestaltung der variablen
Vergütung wird sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung getragen. Die Vergütung der Vorstände setzt sich aus fixen und variablen Komponenten zusammen.
Maximal 50 Prozent der Zielvergütung jedes Vorstands entfallen auf fixe Gehaltsbestandteile.
Das Fixum wird als Grundvergütung monatlich ausgezahlt. Zudem erhalten die Vorstände
Nebenleistungen insbesondere in Form von Versorgungszusagen (zum Teil Leistungszusagen
auf Alters-, Hinterbliebenen- und Berufsunfähigkeitsversorgung, die durch eine Rückdeckungsversicherung
abgesichert sind, und zum Teil Beitragszusagen für Versorgungsleistungen durch Versicherungen
und Unterstützungskassen) sowie der Nutzung eines Firmenwagens bzw. der Inanspruchnahme
einer Car Allowance. Zudem unterhält das Unternehmen eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung,
in die die Mitglieder des Vorstandes einbezogen sind. In der Police ist ab dem 1.
Juli 2010 für die Mitglieder des Vorstandes ein den Vorgaben des Aktiengesetzes entsprechender
Selbstbehalt vorgesehen. Die variable Vergütung ist als Festbetrag für jedes Jahr der Amtszeit für den Fall
einer 100-prozentigen Zielerreichung zugesagt und richtet sich nach dem Erreichen
vereinbarter Jahres- und Mehrjahresziele. Diese Ziele können unternehmensbezogene
Kennzahlen wie Free Cashflow oder Konzerngewinn, aber auch individuelle Größen, die
sich aus nicht quantifizierbaren strategischen Zielen ergeben, oder Mischformen beinhalten.
Beim Abschluss der jährlich abgeschlossenen Zielvereinbarungen achtet der Aufsichtsrat
darauf, dass die variable Zielvergütung aufgrund des Erreichens mehrjähriger Ziele
die Vergütung für das Erreichen einjähriger Ziele übersteigt. Für jedes einzelne Ziel
legt der Aufsichtsrat Unter- und Obergrenzen fest. Dabei dient die Obergrenze der
Kappung der variablen Vergütung bei außerordentlichen Entwicklungen; die Untergrenze
legt ein Mindestziel fest. Wird diese Größe unterschritten, erhält der Vorstand keine
variable Vergütung für das entsprechende Ziel. Für die Erreichung von Mehrjahreszielen und zur Förderung einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung
kann der Aufsichtsrat eine angemessene weitere Tantieme in Form von Aktien oder Aktienoptionen
zusagen und insoweit Warte-, Halte- bzw. Ausübungsfristen vereinbaren. Darüber hinaus
kann er Vorstandsmitgliedern in Anerkennung außergewöhnlicher Leistungen eine zusätzliche
Tantieme gewähren. Knapp 50 Prozent der Gesamtvergütung 2010 waren variabel •Die Gesamtvergütung der Mitglieder des QSC-Vorstands belief sich im Geschäftsjahr
2010 auf 1,70 Millionen Euro gegenüber 2,34 Millionen Euro im Vorjahr, als temporär
mit Bernd Puschendorf (bis 31. Januar 2009) und Markus Metyas (bis 15. April 2009)
noch zwei zusätzliche Vorstandsmitglieder amtiert hatten. Von dieser Gesamtvergütung
entfielen 50,8 Prozent auf fixe, 46,5 Prozent auf variable Gehaltsbestandteile und
2,7 Prozent auf Nebenleistungen. Kredite an Vorstandsmitglieder wurden nicht gewährt.
Der Rückgang im Vergleich zu 2009 ist neben der temporär höheren Zahl der Vorstandsmitglieder
auch eine Folge der einmaligen Gewährung von 250.000 Aktienoptionen an das neue Vorstandsmitglied
Joachim Trickl im Jahr 2009. Zudem hatte der Vorstand angesichts der noch schwierigen
gesamtwirtschaftlichen Lage Anfang 2010 freiwillig auf einen Teil seiner variablen
Vergütung für das Jahr 2009 verzichtet. Die hierfür bereits gebildeten Rückstellungen
wurden in Höhe von 0,12 Millionen Euro erfolgswirksam im Jahr 2010 aufgelöst und minderten
die Höhe der Gesamtvergütung. Ohne diese Sondereffekte lag die Vorstandsvergütung
der drei amtierenden Vorstände auf dem Niveau des Vorjahres. Die variable Vergütung basiert auf den im Geschäftsjahr 2010 geschlossenen Zielvereinbarungen;
für alle Vorstandsmitglieder wurden hierbei deckungsgleiche Jahres- und Mehrjahresziele
vereinbart. Das Jahresziel 2010, von dem die variable Vergütung der Vorstände 2010
abhing, knüpfte dabei kumulativ an Free Cashflow und Umsatzziele an. Das Mehrjahresziel
knüpft an die Dreijahresplanung 2009 - 2011 an, in die bereits die Zielvereinbarungen
für das Geschäftsjahr 2009 eingebettet waren, und ist auf die Erreichung einer nachhaltigen
Dividendenfähigkeit aus Erträgen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit dem Abschluss
des Geschäftsjahrs 2011 gerichtet. Auf einem Nachhaltigkeitspfad zu diesem Mehrjahresziel sind bestimmte, nicht gesondert
vergütete, jährliche Zwischenziele zu erreichen, insbesondere positive Erträge aus
gewöhnlicher Geschäftstätigkeit in 2010 und 2011. In den im Geschäftsjahr 2010 geschlossenen
Zielvereinbarungen hat der Aufsichtsrat zudem von der Möglichkeit Gebrauch gemacht,
für die Erreichung des Mehrjahresziels eine zusätzliche Vergütung in Aktien des Unternehmens
zuzusagen, wobei die Übertragung dieser Aktien jedoch erst mit Ablauf eines Zeitraums
von zwei Jahren nach Feststellung der Zielerreichung verlangt werden kann. QSC trägt
damit in besonderem Maße den Anforderungen des VorstAG und des Deutschen Corporate
Governance Kodex Rechnung, wonach die Vorstandsvergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung
auszurichten ist. Die Obergrenze für die Zielerreichung lag im Jahr 2010 bei 180 Prozent. Sie soll mittelfristig
auf 150 Prozent zurückgeführt werden. Bei dem in den Zielvereinbarungen für 2010 vereinbarten
Mehrjahresziel führt die Verfehlung eines oder mehrerer Zwischenziele oder des Mehrjahresziels
zum vollständigen Ausfall der auf das Mehrjahresziel bezogenen variablen Vergütung. In der Vergangenheit partizipierte der Vorstand zudem an Aktienoptionsprogrammen.
QSC hat hierbei Wandelschuldverschreibungen ausgegeben, die nach Ablauf von zum Teil
mehrjährigen Fristen zum Erwerb je einer Aktie gegen Zahlung des Ausübungspreises
berechtigen. Dieser Ausübungspreis entspricht dem Kurs der Aktie am Tag der Zeichnung
der Wandelschuldverschreibung. Nähere Angaben zu diesen Programmen finden sich im
Anhang unter Ziffer 41. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verfielen 50.000 Wandlungsrechte
von Dr. Bernd Schlobohm. Die folgende Tabelle informiert danach individualisiert über
die Anzahl der Aktien und Wandlungsrechte der Vorstandsmitglieder. scroll
Angemessene Vergütung des Aufsichtsrats •Für seine Tätigkeit erhielt der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2010 eine Vergütung
in unveränderter Höhe von insgesamt 160.000 Euro. Satzungsgemäß erhielten der Vorsitzende
des Aufsichtsrats Herbert Brenke sowie sein Stellvertreter John C. Baker jeweils 30.000
Euro und die übrigen Mitglieder je 25.000 Euro, da alle an mindestens 75 Prozent der
Sitzungen teilnahmen. Mit Ausnahme der den Mitgliedern erstatteten Reisekosten und
sonstigen Auslagen erhielt kein Mitglied über die hier genannten Bezüge hinaus eine
weitere Vergütung oder andere Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen. Es wurden
auch keine Kredite an Aufsichtsratsmitglieder gewährt. QSC unterhält eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung,
in die die Mitglieder des Aufsichtsrats einbezogen sind. Die Vergütung der Aufsichtsräte ist weder an den Erfolg des Unternehmens gekoppelt
noch honoriert sie gesondert den Vorsitz oder die Mitgliedschaft in Ausschüssen, da
der Aufsichtsrat dies als nicht zielführend erachtet. Die folgende Tabelle informiert individualisiert über die Vergütung sowie die Anzahl
der Aktien und Wandlungsrechte der Mitglieder des Aufsichtsrats. Dieser hatte in der
Vergangenheit wie der Vorstand an Aktienoptionsprogrammen partizipiert. QSC hat hierbei
Wandelschuldverschreibungen ausgegeben, die nach Ablauf von zum Teil mehrjährigen
Fristen zum Erwerb je einer Aktie gegen Zahlung des Ausübungspreises berechtigen.
Der Ausübungspreis entspricht dem Kurs der Aktie am Tag der Zeichnung der Wandelschuldverschreibung.
Nähere Angaben zu diesen Programmen finden sich im Anhang unter Ziffer 41. scroll
EntsprechenserklärungErklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der QSC AG nach § 161 AktG zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 bzw. ab deren Geltung vom 26. Mai 2010Die QSC AG ("QSC") legt seit ihrer Gründung größten Wert auf gute Corporate Governance
und erachtet Transparenz sowie eine wertorientierte Unternehmensführung als Selbstverständlichkeit.
Folgerichtig setzt das Unternehmen die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance
Kodex in nahezu allen Punkten um und lebt sie in der täglichen Arbeit. Die Gesellschaft
hat den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex"
in der Fassung vom 18. Juni 2009 bzw. ab deren Geltung in der Fassung vom 26. Mai
2010 seit Abgabe ihrer letzten Entsprechenserklärung mit folgenden Ausnahmen entsprochen
und wird ihnen mit folgenden Ausnahmen entsprechen: - Keine Übermittlung der Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Wege an alle in- und ausländischen Finanzdienstleister, Aktionäre und Aktionärsvereinigungen (Kodex Ziffer 2.3.2) •QSC übersendet die Einberufungsunterlagen aus zwei Gründen nur auf dem Postweg: Erstens
zeigt die Erfahrung, dass eine postalische Einladung zu einer höheren Präsenz in der
Hauptversammlung führt. Und zweitens verfügt QSC dank der Namensaktien bereits über
eine vollständige Übersicht der Postanschriften und verzichtet daher auch aus Effizienzgründen
auf eine aufwändige Erfassung von E-Mail-Adressen. - Keine Vereinbarung eines den Vorgaben des § 93 Abs. 2 AktG entsprechenden Selbstbehalts in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat (Kodex Ziffer 3.8, Absatz 2) •QSC folgt der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex insofern, als die
D&O-Versicherung seit dem 1. Juli 2010 für Mitglieder des Aufsichtsrats einen Selbstbehalt
von 10 Prozent der Schadenssumme vorsieht. Abweichend von der Empfehlung ist die Haftung
pro Jahr jedoch auf 100 Prozent der festen jährlichen Vergütung der Aufsichtsräte
beschränkt, da QSC auch angesichts der vergleichsweise niedrigen Aufsichtsratsvergütung
eine über die Jahresvergütung hinausgehende Selbstbeteiligung für nicht angemessen
hält. - Keine regelmäßige Überprüfung des Vergütungssystems für den Vorstand durch das Aufsichtsratsplenum (Kodex Ziffer 4.2.2, Absatz 1) •Die regelmäßige Überprüfung des Vergütungssystems erfolgt im Vergütungsausschuss des
Aufsichtsrats. QSC ist der Überzeugung, dass dieser Ausschuss mit seinen Kompetenzen
am besten in der Lage ist, das Thema Vorstandsvergütung zu behandeln. Das Unternehmen
hält daher an dem bewährten Verfahren fest. - Keine Festlegung von anspruchsvollen relevanten Vergleichsparametern bei aktienbasierten Vergütungselementen für Vorstandsmitglieder (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 3, Satz 2) •Die Koppelung der Aktienoptionsprogramme an den Kurs der QSC-Aktie sowie die langfristige
Ausgestaltung der Programme macht nach Überzeugung von QSC grundsätzlich die Festlegung
anspruchsvoller relevanter Vergleichsparameter in den bestehenden Aktienoptionsprogrammen
verzichtbar. Das aktuelle AOP 2006 enthält allerdings Ausübungshürden und verstärkt
so noch einmal die Koppelung des Aktienoptionsprogramms an den Kursverlauf der QSC-Aktie
bzw. an die relative Entwicklung im Vergleich zum TecDAX. - Keine Festlegung eines Abfindungs-Cap beim Abschluss von Vorstandsverträgen für den Fall vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit (Kodex Ziffer 4.2.3, Absatz 4) •Eine im Voraus getroffene Vereinbarung über ein Abfindungs-Cap widerspräche der Natur
des regelmäßig auf die Dauer der Bestellungsperiode abgeschlossenen und im Grundsatz
nicht ordentlich kündbaren Vorstandsvertrags. Zudem ließe sich die im Vorstandsvertrag
enthaltene Begrenzung der Abfindungshöhe in den entscheidenden Fällen - jedenfalls
faktisch - nicht ohne weiteres von QSC durchsetzen. Darüber hinaus könnte eine solche
vorab getroffene Vereinbarung den konkreten Umständen, die später zu einer vorzeitigen
Beendigung der Vorstandstätigkeit führen und der Situation des Einzelfalls zum Zeitpunkt
der Beendigung nicht hinreichend Rechnung tragen. - Keine angemessene Berücksichtigung von Frauen bei der Zusammensetzung des Vorstands angestrebt (Kodex Ziffer 5.1.2, Absatz 1, Satz 2 in der Fassung vom 26. Mai 2010) •Der Aufsichtsrat entspricht insoweit nicht dieser Empfehlung, als er sich bei der
Besetzung des Vorstands - wie auch in der Vergangenheit - ausschließlich von der Qualifikation
der zur Verfügung stehenden Personen leiten lässt und dem Geschlecht in diesem Zusammenhang
keine vorrangige Entscheidungsrelevanz zuweist. - Keine Benennung von konkreten Zielen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen sowie insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Keine Berücksichtigung solcher Ziele bei Wahlvorschlägen und keine hierauf bezogene Veröffentlichung im Corporate Governance Bericht (Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 2 und Absatz 3 in der Fassung vom 26. Mai 2010) •Der Aufsichtsrat hat bereits in der Vergangenheit eine Altersgrenze für seine Mitglieder
festgelegt. Welche der in Kodex Ziffer 5.4.1, Absatz 2 genannten konkreten Ziele darüber
hinaus für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats unter Beachtung der spezifischen
Situation des Unternehmens sinnvoll sind, erarbeitet und prüft der Aufsichtsrat zum
Zeitpunkt der Abgabe dieser Entsprechenserklärung noch. Nach Abschluss dieser Prüfung
wird der Aufsichtsrat ggf. weitere konkrete Ziele für seine Zusammensetzung festlegen.
Dementsprechend lassen sich über die festgelegte Altersgrenze hinaus derzeit noch
keine weiteren Ziele in etwaigen Wahlvorschlägen berücksichtigen und es kann folglich
auch bis zur Festlegung weiterer Ziele keine entsprechende Berichterstattung im Corporate
Governance Bericht erfolgen. - Keine Berücksichtigung des Vorsitzes und der Mitgliedschaft in Ausschüssen sowie des Erfolgs des Unternehmens für die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Kodex Ziffer 5.4.6, Absätze 1 und 2) •QSC ist grundsätzlich nicht der Ansicht, dass Motivation und Verantwortung, mit der
die Mitglieder des QSC-Aufsichtsrats ihre Aufgabe wahrnehmen, durch die Berücksichtigung
des Vorsitzes und der Mitgliedschaft in Ausschüssen sowie des Erfolgs des Unternehmens
für die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder verbessert werden könnten.
Köln, 18. November 2010 scroll
Mandate des AufsichtsratsDie folgende Übersicht erläutert die Mitarbeit der Mitglieder des Aufsichtsrats in
anderen Gremien: scroll
GlossarADSL •Asymmetric Digital Subscriber Line. Übertragung digitaler Daten über die Kupferdraht-Telefonleitung
mit einer "asymmetrischen" Übertragungskapazität bis zu 8 Mbit/s beim Herunterladen
und bis zu 800 Kbit/s beim Datenversand. ADSL2+ •Weiterentwicklung der ADSL-Technik, die Datenraten und Reichweite einer ADSL-Verbindung
verbessert. Mit ADSL2+ ist im Optimalfall eine Übertragungsrate bis zu 25 Mbit/s beim
Herunterladen und bis zu 3,5 Mbit/s beim Datenversand möglich. Backbone •Zusammengeschaltetes Hochgeschwindigkeitsnetz, an das Netze mit geringerer Geschwindigkeit/Kapazität
angebunden sind. Bei QSC zieht sich der Backbone wie ein Ring durch Deutschland. Berlin,
Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München sind durch eine 10-Gigabit-Ethernet-Leitung
ringförmig zusammengeschlossen und bilden damit den QSC-Backbone. Bitstream Access •Vorleistungsprodukt für Breitbanddienste, bei dem ein Netzbetreiber eine breitbandige
Übertragungskapazität (zum Beispiel auf DSL-Basis) zwischen dem Endkunden und einem
definierten Übergabepunkt (Pol) im Netz eines weiteren Anbieters bereitstellt, sodass
dieser den Bitstream übernehmen und auf dieser Basis eigene Endkundenangebote offerieren
kann. Breitband •Datenübertragungskapazität von mindestens 1 Mbit/s. Call-by-Call •Bei Telefonaten oder bei Internetnutzung im Call-by-Call-Verfahren wählt der Kunde
vor jedem Gespräch oder jeder Einwahl die Netzvorwahl der Telefongesellschaft seiner
Wahl. Cloud Computing •Die Bereitstellung von IT-Infrastrukturen (z. B. Datenspeicher, Rechenkapazität] und
Programmen über Netzwerke, in der Regel leistungsstarke Internet-Anbindungen. Der
Kunde zahlt für tatsächlich genutzte Dienste, anstatt in eigene Hard- und Software
zu investieren. DSL •Digital Subscriber Line. Die digitale Teilnehmeranschlussleitung. DSL ist ein Übertragungsverfahren,
das es ermöglicht, über die normale Kupferdraht-Telefonleitung digitale Daten mit
einer hohen Übertragungsrate zu transferieren. Entbündelter Zugang •Der Anschluss des Kunden wird physikalisch direkt an das Netz des alternativen Carriers
angebunden. Um den Wettbewerb auch im Ortsnetz zu gewährleisten, haben die alternativen
Telekommunikationsanbieter nach dem Willen der Bundesnetzagentur ein Recht auf entbündelten
Zugang zu der Teilnehmeranschlussleitung der Deutschen Telekom. Hosting •Bezeichnung für die Bereitstellung von IT-Kapazitäten wie Server, Speicher, Datenbanken
und weiterer Produkte in einem Rechenzentrum eines Dienstleisters. Housing •Im Gegensatz zum Hosting nutzen Unternehmen beim Housing nur die Gebäudeinfrastruktur
des Rechenzentrums eines Dienstleisters und installieren ihre eigene Hardware in bereitgestellten
Racks oder Käfigen. HVT •Hauptverteiler. Am Hauptverteiler einer Teilnehmervermittlungsstelle laufen die Teilnehmeranschlussleitungen
einzelner Haushalte zusammen. Im HVT ist die Technik installiert, die dem Anbieter
verschiedene Datenübertragungstechniken (bspw. ADSL, ADSL2+, SDSL, SHDSL) ermöglicht. IP •Internet-Protokoll. Das Internet basiert auf dem Übertragungsstandard IP. Ein Datenpaket
wird mittels IP über mehrere unterschiedliche Rechnerplattformen transportiert, bis
es sein Ziel erreicht. IP-Centrex •Centrex (CENnTRal Office EXchange) beschreibt die Auslagerung einer Telefonanlage
zum Telekommunikationsanbieter. Im Festnetz wurde dies Ende der 50er-Jahre in den
USA eingeführt. Über das Internet-Protokoll erlebt Centrex nun als "IP-Centrex" eine
Renaissance. Die Endgeräte werden direkt an den Datenanschluss angeschlossen und kommunizieren
über einen Server des Providers, der die Funktion der Anlage übernimmt. ISP •Internet-Service-Provider. Diese Unternehmen ermöglichen ihren Kunden Datenkommunikation
durch Bereitstellung des Internetzugangs und der dazugehörigen Dienstleistungen wie
zum Beispiel E-Mail. ITK •Informations- und Telekommunikationstechnologie. Bezeichnung einer Branche, die Firmen
und Privatkunden Informationstechnologie (Hardware, Software und IT-Services) sowie
Telekommunikation (Sprach- und Datendienste, Endgeräte und Infrastruktur) anbietet.
Die umfassende Nutzung des Internet-Protokolls führt zu einer wachsenden Konvergenz
von Informations- und Telekommunikationstechnik. Letzte Meile •Als "letzte Meile" bezeichnet man den Leitungsweg vom Hauptverteiler bis zum Telefonanschluss
des Endkunden. Die letzte Meile ist im Besitz der Deutschen Telekom und wird von alternativen
Anbietern wie QSC zu einem von der Bundesnetzagentur festgelegten Preis angemietet. Managed Services •Als Managed Services bezeichnet QSC eine Gesamtdienstleistung (LAN-, WAN-, Telekommunikationsmanagement]
unter Berücksichtigung aller kundenspezifischen Schnittstellen: von der Anbindung
einzelner Unternehmensstandorte in einem Virtual Private Network (VPN) zur Sprach-
und Datenübertragung über die interne Verkabelung und Ausstattung des lokalen Netzwerkes
bis hin zur Installation von Telefonanlagen inklusive der Endgeräte. Mbit/s bzw. Kbit/s •Megabit pro Sekunde bzw. Kilobit pro Sekunde. Die Maßeinheit der Geschwindigkeit von
Datenübertragungen. NGA •Next Generation Access. Unter NGA werden Internet-Anschlüsse der nächsten Generation
zusammengefasst, die dem wachsenden Breitbandbedarf Rechnung tragen. Hierzu zählen
insbesondere direkte Anschlüsse an Glasfasernetze, wie sie eine wachsende Zahl von
Kommunen realisieren. NGN •Next Generation Network. Ein NGN führt die unterschiedlichsten Übertragungsverfahren
und Netzwerkstrukturen zu einer konvergenten Netzwerkarchitektur zusammen. So werden
Telekommunikationsnetze, Datennetze und TV-Netze in einem IP-basierten Netz integriert. Open Access •In der Telekommunikation steht der offene Zugang, der Open Access, für die Trennung
von Betrieb und Nutzung einer Netzwerkinfrastruktur; Netzbetreiber öffnen hierbei
ihre Infrastruktur für die Nutzung Dritter. Mit der ersten bundesweiten Open-Access-Plattform
schuf QSC 2010 eine Netz-, Prozess- und Dienstedrehscheibe für Anbieter und Nachfrager
im Zukunftsmarkt Next Generation Access. Outsourcing •Outsourcing bzw. Auslagerung bezeichnet die Vergabe von Unternehmensaufgaben und -strukturen
an Dritte. Verträge fixieren hierbei Dauer und Gegenstand der Leistung. Der Begriff
wurde zunächst auf IT-Infrastruktur und IT-intensive Prozesse angewendet, mittlerweile
nutzen ihn aber Unternehmen in allen Branchen. Pol •Der (Point of Interconnection) ist der Übergabepunkt von dem Sprachnetz eines in das
Netz eines anderen Anbieters. QSC verfügt in Deutschland über die maximal mögliche
Anzahl von 474 Pols. Port •Ein Port ist der Anschluss der letzten Meile des Endkunden am DSLAM des Anbieters
im Hauptverteiler. Ein DSLAM besteht aus mehreren sogenannten "Line-Karten", das sind
Steckkarten, auf denen 32 bis 64 physische Ports vorhanden sind. Auf jeden dieser
Ports, bestehend aus zwei Metallstiften, wird ein Stecker aufgesteckt, der dann die
letzte Meile des Endkunden an das Anbieternetz anbindet. Preselect •Preselect ist die automatisch erfolgende Vorauswahl eines Verbindungsnetzbetreibers
zur Abwicklung von Gesprächen. Jeder Netzbetreiber hat einen eigenen Carrier-Selection-Code.
Beim Preselect ist dieser Code in der Ortsvermittlung des Teilnehmers voreingestellt
und wird automatisch benutzt. Protokoll •Ein Protokoll enthält Standards für die kontrollierte Übermittlung von Daten. In solchen
Protokollen werden beispielsweise die Struktur von Daten, der Aufbau der Datenpakete
und die Codierung festgelegt. Es existieren je nach Anwendung verschiedene Protokolle,
z. B. http oder IP. Router •Gerät mit Netzwerk-Anschlüssen und konfigurierbarer Software, die mehrere Netze miteinander
verbindet und den Weg der Nachrichten zwischen den Netzen organisiert. Router werden
vor allem eingesetzt, um lokale Netze (LAN) an Wide Area Networks (WAN) anzukoppeln. SaaS •Software-as-a-Service ist ein Software-Distributions- bzw. Geschäftsmodell, Software
als auf Internettechnologie basierende Dienstleistung bereitzustellen, zu betreuen
und zu betreiben. SHDSL •Symmetric High Bit Rate Digital Subscriber Line. Eigentlich "G.SHDSL". Eine symmetrische
Datenübertragungstechnik auf DSL-Basis über die Kupferdoppelader. QSC setzt bei den
meisten ihrer Geschäftskundenprodukte auf die SHDSL-Technologie und bietet darüber
hinaus auch hohe Bandbreiten sowohl in Empfangs- als aus Senderichtung. SHDSL.bis •Die Erweiterung des SHDSL-Standards ermöglicht Datenübertragungsraten von bis zu 5,7
Mbit/s. SHDSL.bis definiert darüber hinaus Bündelungen von bis zu vier Kupferdoppeladern. Standleitung •Permanent freigeschaltete Verbindung. Standleitungen werden alternativ auch als Festverbindungen
oder Mietleitungen bezeichnet. TAL •Teilnehmeranschlussleitung. Die Leitung zwischen dem Hauptverteiler und dem Netzanschluss
beim Teilnehmer TKG •Telekommunikationsgesetz. Es bildet die Basis der Liberalisierung des Telekommunikationssektors
in Deutschland. VDSL •Very High Data Rate Digital Subscriber Line. Eine Technologie zur asymmetrischen Datenübertragung
unter Verwendung von Kupferkabeln. Die Kapazitäten von VDSL reichen in der Theorie
bis zu 100 Mbit/s. In der Praxis werden mit Rücksichtnahme auf andere Frequenzbänder
jedoch niedrigere Geschwindigkeiten bis zu 50 Mbit/s eingesetzt. Voice over IP •Das Voice over Internet Protocol. Übertragung von Sprache über paketvermittelte Datennetze
auf der Basis des Internet-Protokolls (IP). VPN •Virtual Private Network. In einem VPN werden mehrere Standorte eines Unternehmens
zu einem gesicherten Netzwerk innerhalb eines öffentlichen Netzwerks verbunden. Ausschließlich
autorisierte Personen oder Standorte können über diese Netzinfrastruktur miteinander
kommunizieren, Daten abfragen und austauschen. WLAN •Wireless Local Area Network. Ein "drahtloses" lokales Funknetz. WLL •Wireless Local Loop. Drahtloser Teilnehmeranschluss. Anbindung von Teilnehmeranschlüssen
via Richtfunk. StichwortverzeichnisAscroll
Bscroll
Cscroll
Dscroll
Escroll
Fscroll
Gscroll
Hscroll
Iscroll
Kscroll
Lscroll
Mscroll
Nscroll
Oscroll
Pscroll
Rscroll
Sscroll
Tscroll
Vscroll
KalenderHauptversammlung19. Mai 2011 Quartalsberichte9. Mai 2011 KontaktQSC AGInvestor Relations ZertifizierungClimate Partner
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