Corporate | 12 August 2002 09:50
R. Stahl AG
R. STAHL Geschäftsführung und Betriebsrat finden Einigung
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R. STAHL Geschäftsführung und Betriebsrat finden Einigung
Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft wird gegründet
Beitritt zum Flächentarifvertrag vereinbart
Künzelsau, 12. August 2002 : Die R. STAHL Unternehmensgruppe befindet sich seit
Jahresbeginn in einer Restrukturierungsphase. Wie bereits berichtet ist die
konjunkturbedingte Nachfrage für Produkte des Unternehmensbereichs
Explosionsschutz weiter rückläufig.
Geschäftsleitung und Betriebsrat der R. STAHL Schaltgeräte GmbH, Waldenburg,
eine Tochtergesellschaft der R. STAHL AG, Künzelsau, haben am Freitag nach
schwierigen Verhandlungen einen Interessenausgleich und Sozialplan über den
angekündigten Stellenabbau unterzeichnet. Von den ursprünglich geplanten 120
Mitarbeitern, konnte der Abbau von 10 Arbeitsplätzen durch die mittelfristige
Schaffung zusätzlicher Wertschöpfung vermieden werden. Durch Eigenkündigungen,
Versetzungen und einvernehmlich geschlossene Aufhebungsverträge und auch
standortbezogene Lösungen in den Niederlassungen und für das Werk Weimar sind im
Werk Waldenburg letztendlich 73 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kündigung
betroffen.
Um den Abbau möglichst sozialverträglich zu gestalten, wurde dem Vorschlag des
Betriebsrats gefolgt, eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft
(BQG), die Refugio STAHL, zu gründen. Allen betroffenen Mitarbeitern des Werks
in Waldenburg wird die Möglichkeit eröffnet, zum 1. September 2002 in diese BQG
zu wechseln, wo ihnen eine Verweildauer von der doppelten Kündigungsfrist,
mindestens jedoch sechs Monate garantiert wird. Unter Einbindung
unterschiedlicher Bildungsträger qualifiziert die BQG die Mitarbeiter weiter und
schult für Bewerbungen. Die Qualifizierungen findet in Räumen in Künzelsau
statt, die R. STAHL zur Verfügung stellt. Weiterhin unterstützt die Gesellschaft
aktiv die Vermittlung der Betroffenen in den ersten Arbeitsmarkt. Diese
Unterstützung und die deutlich länger finanzierte Verweildauer in der
Beschäftigungsgesellschaft erhöhen erfahrungsgemäß die Erfolgsaussichten auf
einen neuen Arbeitsplatz beträchtlich. “Dem Betriebsrat ist es schwer gefallen,
die Maßnahmen mit zu tragen und wir suchten nach sozialverträglichen Lösungen.
Mit der Gründung der BQG bieten wir den Betroffenen eine vernünftige
Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz,” so Monika Weidmann,
Betriebsratsvorsitzende der R. STAHL Schaltgeräte GmbH.
Als Solidarbeitrag der verbleibenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zur
Stabilisierung der Ertragssituation haben sich Geschäftsführung und Gewerkschaft
geeinigt, die in 2002 ausgehandelte Tariferhöhung auf die Jahre 2003f. zu
verschieben.
Um die erfolgreich angelaufenen Restrukturierungsmaßnahmen konstruktiv zu
begleiten, verständigte man sich auf eine höhere Flexibilität in der Nutzung der
Arbeitszeiten
Die R. STAHL Schaltgeräte GmbH wird wieder dem Flächentarifvertrag beitreten.
Die heutige Arbeitszeit von 38 Stunden/Woche wird in Abhängigkeit von der
Ergebnisentwicklung des Unternehmens mittelfristig auf 35 Stunden/Woche gesenkt.
“Dieser erneut notwendige Personalabbau ist ein schmerzhafter Schritt, den ich
sehr bedauere. Um aber die Erfolge der Restrukturierung nicht zu gefährden, ist
er unumgänglich. Ich bin sehr froh, dass im Sinne des Gesamtunternehmens mit
diesem Verhandlungsergebnis eine konstruktive Lösung gefunden werden konnte,
auch wenn dies erwartungsgemäß zusätzliche Aufwendungen von ca. 1 Mio. EURO
bedeutet ,” so Martin Schomaker, Vorstandsvorsitzender der R. STAHL AG
Die beschlossenen Maßnahmen sind ein weiterer wichtiger Schritt in der
erfolgreichen Restrukturierung der R. Stahl AG, die operative Ergebnisprognose
für das laufende Geschäftsjahr wird aufrecht erhalten. Das Unternehmen wird im
Rahmen seiner regulären Berichterstattung am 21. August die Ergebnisse des
ersten Halbjahres 2002 und einen Ausblick für den Rest des Geschäftsjahres
veröffentlichen.
Ende der Mitteilung, (c)DGAP 12.08.2002
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WKN: 725 772; ISIN: DE0007257727; Index: SDax
Notiert: Geregelter Markt in Stuttgart, Frankfurt (SMAX); Freiverkehr in Berlin,
Düsseldorf, Hamburg und München
120950 Aug 02