![]() R. STAHL AktiengesellschaftWaldenburg (Württ.)Jahresabschluss für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009KONZERNVersicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Waldenburg, 29. März 2010 R. STAHL Aktiengesellschaft Martin Schomaker, Vorsitzender des Vorstands Dr. Peter Völker, Mitglied des Vorstands Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburgscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburgscroll
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009R. Stahl Aktiengesellschaft, WaldenburgAktiva scroll
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2009scroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2009scroll
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Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2009scroll
Die Gesellschaften sind entsprechend ihrer konzernrelevanten Qualifikation als vollkonsolidiertes Unternehmen (V) oder sonstige Beteiligung (B) unter Angabe ihrer Einbeziehung (e) oder Nichteinbeziehung (n.e.) gekennzeichnet. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2009R. Stahl Aktiengesellschaft, WaldenburgA. Grundlagen und Methoden der Konzernrechnungslegung[1] Grundlagen der Aufstellung Der Konzernabschluss der R. Stahl Aktiengesellschaft (im Folgenden: R. Stahl AG) zum 31. Dezember 2009 ist in Anwendung von § 315 a Handelsgesetzbuch (HGB) nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, den dazu erfolgten Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und den nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses haben wir einzelne Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzernbilanz zusammengefasst. Diese Posten sind im Konzernanhang gesondert erläutert. Die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben haben wir ebenfalls in den Konzernanhang übernommen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Konzernwährung ist der Euro. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Auswirkungen neuer beziehungsweise geänderter Standards Im Geschäftsjahr 2009 wurden im R. Stahl Konzern folgende neue beziehungsweise geänderte Standards angewendet:
Die erstmalige Anwendung der Standards hatte formale Auswirkungen, weitere Angabeverpflichtungen und bis auf die vorzeitige Anwendung von IFRS 3/IAS 27 keine materiellen Auswirkungen auf die Darstellung im Konzernabschluss. IAS 1 sieht unter anderem vor, dass sämtliche Veränderungen, die nicht auf Transaktionen mit den Anteilseignern zurückzuführen sind, entweder in einer Unternehmensergebnisrechnung oder in zwei separaten Übersichten darzustellen sind. Der R. Stahl Konzern hat sich für die Darstellung in zwei separaten Übersichten entschieden. Der geänderte Standard IFRS 7 sieht zusätzliche Angaben über die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte und das Liquiditätsrisiko vor. Die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten ist auf Grundlage einer dreistufigen Hierarchie für jede Klasse von Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert erfasst werden, vorzunehmen. Mit der Änderung werden ferner die Anforderungen für Angaben von Liquiditätsrisiken in Bezug auf Geschäftsvorfälle, die sich auf Derivate beziehen, und von für Zwecke des Liquiditätsmanagements eingesetzten Vermögenswerten klargestellt. IFRS 8 ist ab dem 1. Januar 2009 anzuwenden und ersetzt IAS 14: Segmentberichterstattung. Die Erstanwendung führt für den R. Stahl Konzern zu keiner Änderung der Segmentierung. R. STAHL berichtet nur nach einem Geschäftssegment. Die Angaben nach IFRS 8, einschließlich angepasster Vorjahreszahlen, sind unter Abschnitt „F. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung" dargestellt. IAS 27 in der Fassung vom Juni 2009 verlangt die Bilanzierung von Änderungen der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, als Eigenkapitaltransaktion. Unterschiedsbeträge aus derartigen Transaktionen werden mit dem Eigenkapital verrechnet. Der R. Stahl Konzern hat im Berichtsjahr den aus dem Kauf von Minderheitenanteilen verbleibenden Unterschiedsbetrag nach IAS 27 rev. 2008 erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Weiterhin haben sich die Vorschriften zur Verteilung von Verlusten auf Anteilseigner der R. Stahl AG und der Anteile anderer Gesellschafter und die Bilanzierungsvorschriften für Transaktionen, die zu einem Beherrschungsverlust führen, geändert. Diese Vorschriften hatten jedoch keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Aus der Anwendung von IFRS 3 ergeben sich Auswirkungen auf die Bilanzierung von Transaktionskosten, die Bewertung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss, die erstmalige Erfassung und die Folgebewertung einer bedingten Gegenleistung sowie sukzessive Unternehmenserwerbe. Diese Änderungen werden sich auf die Ermittlung von Geschäfts- und Firmenwerten, auf das Ergebnis der Berichtsperiode, in der Unternehmenszusammenschlüsse stattfinden bzw. auf zukünftige Ergebnisse auswirken. Folgende im Geschäftsjahr 2009 erstmalig anzuwendende Neuregelungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft:
Nicht angewendete neue beziehungsweise geänderte Standards Das IASB und das IFRIC haben die nachfolgend aufgeführten Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die am 31. Dezember 2009 noch nicht verpflichtet anzuwenden waren und teilweise von der EU auch noch nicht anerkannt waren. Eine vorzeitige Anwendung dieser Neuregelungen ist nicht vorgesehen. scroll
(1)
Pflicht zur erstmaligen Anwendung aus Sicht
der R. Stahl AG Der Konzernabschluss der R. Stahl AG wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers elektronisch eingereicht. [2] Unternehmensdaten scroll
[3] Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung des Abschlusses Der Vorstand der R. Stahl AG hat den Konzernabschluss 2009 und Konzernlagebericht 2009 am 29. März 2010 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. [4] Grundsätze der Konsolidierung Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst neben der R. Stahl AG 30 (i. V. 29) in- und ausländische Gesellschaften, bei denen die R. Stahl AG die Möglichkeit zur Ausübung eines beherrschenden Einflusses hat. Ein beherrschender Einfluss liegt in der Regel dann vor, wenn das Mutterunternehmen direkt oder indirekt über ein Tochterunternehmen über mehr als 50 % der Stimmrechte verfügt. Einbezogen sind auch wie im Vorjahr zwei Leasingobjektgesellschaften. Für diese Gesellschaften besteht nach SIC-12 i. V. m. IAS 27 als „special purpose entities" Konsolidierungspflicht. Unternehmen, auf die die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss übernommen. Auf eine Konsolidierung der nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen nach der Equity-Methode wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verteilen sich wie folgt auf In- und Ausland: scroll
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. Im Vergleich zum 31. Dezember 2008 sind die R. STAHL (Hongkong) Co., Limited, Hongkong (China) und OOO R. STAHL, Moskau (Russische Föderation) zusätzlich in den Konsolidierungskreis einbezogen. Die Tranberg Systems AS, Vejle (Dänemark), schied dagegen im Berichtsjahr aus dem Konsolidierungskreis aus. Die Gesellschaft in Hongkong (China) wurde im Januar 2009 gegründet. Die R. Stahl AG ist mit 100% an der Gesellschaft beteiligt. Mit Anteilskaufvertrag vom 20. Januar 2009 hat die R. STAHL AG 40% der stimmberechtigten Anteile an der OOO R. STAHL, Moskau (Russische Föderation) zusätzlich erworben und hält nun 60% der Anteile an der Gesellschaft. Der Kaufpreis für die erworbenen Anteile betrug EUR 0,8 Mio. und wurde in bar geleistet. Im Rahmen des Erwerbsvorgangs ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 0,7 Mio. Die Transaktion wurde nach der Erwerbsmethode bilanziert. Der Kaufpreis wurde den erworbenen Vermögenswerten und Schulden im Erwerbszeitpunkt wie folgt zugeordnet: scroll
Die wesentlichen Anpassungen erfolgten bei den immateriellen Vermögenswerten, bei denen im Rahmen der Kaufpreisallokation Kundenbeziehungen und Auftragsbestand aktiviert wurden. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 706 ist verschiedenen Faktoren zuzurechnen, die der Stärkung der operativen und strategischen Position des R. Stahl Konzerns in Russland dienen, die aber nicht einzeln bewertet werden können, sowie den positiven Ertragsaussichten der Gesellschaft im Rahmen der Expansion auf dem russischen Markt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde der russischen Tochtergesellschaft zugeordnet und ist voraussichtlich nicht steuerlich nutzbar. Der Akquisition zurechenbare Rechts- und Beratungskosten sowie Gebühren wurden im Aufwand erfasst. Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen wurden mit dem entsprechenden Anteil am Nettovermögen (TEUR 94) der Gesellschaft bewertet. Es wurde nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, diese Anteile zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen. Der beizulegende Zeitwert des bisher gehaltenen Anteils an der Gesellschaft ist von untergeordneter Bedeutung. Die erwarteten Nutzungsdauern der erworbenen sonstigen immateriellen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar: scroll
Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Vermögenswerte beläuft sich auf TEUR 69 und entspricht dem Nominalbetrag der Forderungen. Keine der Forderungen war wertgemindert und der gesamte vertraglich festgelegte Betrag ist voraussichtlich einbringlich. Der Ergebnisbeitrag nach Steuern der OOO R. STAHL vom Erwerbszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2009 beläuft sich auf TEUR - 27; die in diesem Zeitraum enthaltenen Umsatzerlöse mit Externen belaufen sich auf TEUR 1.487. Wäre die Gesellschaft bereits zum 1. Januar 2009 in den Konsolidierungskreis einbezogen worden, hätten die konsolidierten Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr unverändert TEUR 202.595 sowie das Periodenergebnis des Konzerns TEUR 5.590 betragen. Durch beide Gesellschaften hat R. STAHL die Präsenz in diesen aussichtsreichen und relevanten Regionen erhöht. Am 10. November 2009 wurden 100 % der Anteile an Omega Industrial Supply Ltd., Edmonton (Kanada) durch R. Stahl Ltd., Edmonton (Kanada) gekauft. Die Gesellschaft wurde erworben, weil den Kunden auf diese Weise eine erweiterte Produktpalette im Bereich Explosionsschutz angeboten werden kann. Anschließend erfolgte die Verschmelzung auf die bereits zum Konzernkreis gehörende kanadische Tochtergesellschaft R. Stahl Ltd., Edmonton (Kanada). Der Kaufpreis betrug EUR 1,7 Mio., davon wurden EUR 0,9 Mio. in bar geleistet und EUR 0,8 Mio. als langfristige Earn-Out-Verbindlichkeit passiviert, da R. Stahl davon ausgeht, die Zahlungen aus dieser Vereinbarung leisten zu müssen. Aus dem Vorgang ergab sich ein Goodwill von EUR 0,9 Mio. Die Transaktion wurde nach der Erwerbsmethode bilanziert. Der Kaufpreis wurde den erworbenen Vermögenswerten und Schulden im Erwerbszeitpunkt wie folgt zugeordnet: scroll
Die wesentlichen Anpassungen erfolgten bei den immateriellen Vermögenswerten, bei denen im Rahmen der Kaufpreisallokation Kundenbeziehungen und ein Wettbewerbsverbot aktiviert wurden. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 884 spiegelt Synergien in der Ergänzung des Produktprogramms und Kostensynergien sowie die positiven Ertragsaussichten der Gesellschaft wider. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde der kanadischen Tochtergesellschaft R. Stahl Ltd. zugeordnet und ist voraussichtlich zu 75 % nach lokalen steuerlichen Vorschriften über 10 Jahre steuerlich abziehbar. Aufgrund von Währungskursveränderungen zwischen dem Erstkonsolidierungszeitpunkt und dem Bilanzstichtag ergab sich eine Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts um TEUR 49 auf TEUR 933. Der Akquisition zurechenbare Rechts- und Beratungskosten sowie Gebühren in Höhe von TEUR 39 wurden im Aufwand erfasst. Die erwarteten Nutzungsdauern der erworbenen sonstigen immateriellen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar: scroll
Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Vermögenswerte beläuft sich auf TEUR 882 und entspricht dem Nominalbetrag der Forderungen. Keine der Forderungen war wertgemindert und der gesamte vertraglich festgelegte Betrag ist voraussichtlich einbringlich. Als Teil der Kaufpreiszahlung mit den früheren Eigentümern der Omega Industrial Supply Ltd. wurde eine bedingte Gegenleistung vereinbart. Demnach wird es zu weiteren Barzahlungen an die ehemaligen Eigentümer in Höhe von 10 % der erzielten Umsatzerlöse der Gesellschaft im Zeitraum 1. Januar 2010 bis 31. August 2012 kommen, maximal jedoch TEUR 827. Das Management geht davon aus, dass die Umsatzziele in voller Höhe erreicht werden. Der Ergebnisbeitrag nach Steuern der Omega Industrial Supply Ltd. vom Erwerbszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2009 beläuft sich auf TEUR 2; die in diesem Zeitraum enthaltenen Umsatzerlöse mit Externen belaufen sich auf TEUR 223. Wäre die Gesellschaft bereits zum 1. Januar 2009 in den Konsolidierungskreis einbezogen worden, hätten die konsolidierten Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr TEUR 204.156 sowie das Periodenergebnis des Konzerns TEUR 5.601 betragen. Mit Wirkung zum 31. Juli 2009 hat die R. Stahl AG 17,39% der stimmberechtigten Anteile an der R. STAHL Norge AS, Oslo (Norwegen) erworben und hält nun 100% der Anteile. Der Kaufpreis für die Anteile betrug EUR 7,7 Mio. und wurde in bar geleistet. Aus dem Kauf der restlichen Anteile an der R. STAHL Norge AS, Oslo (Norwegen) resultierte ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 6,1 Mio., der mit den Gewinnrücklagen verrechnet wurde. Im November 2009 erfolgte ein Verkauf von 22 % der Anteile an Tranberg Systems AS, Vejle (Dänemark) für rund TEUR 30. R. Stahl hält nun 48 % der Anteile. Die Gesellschaft ist aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Die verbliebenen Anteile wurden als sonstige Beteiligung qualifiziert. Auf eine Einbeziehung der Gesellschaft als assoziiertes Unternehmen im Konzernabschluss wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Es entstand ein Entkonsolidierungsverlust in Höhe von TEUR - 21. Währungsumrechnung Die funktionale Währung ist die Währung des primären wirtschaftlichen Umfeldes, in dem ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen agiert. Das primäre wirtschaftliche Umfeld, in dem ein Unternehmen auftritt, ist in der Regel das Umfeld, in dem es vorwiegend finanzielle Mittel erzeugt und ausgibt. Dabei sind die Kriterien nach IAS 21.9ff. bei der Bestimmung der funktionalen Währung zu berücksichtigen. Die Darstellungswährung ist die Währung, in der ein Unternehmen seine Abschlüsse aufstellt. Die Darstellungswährung des Konzernabschlusses der R. Stahl AG ist der Euro. In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden monetäre Positionen in fremder Währung (flüssige Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) zum Stichtagskurs bewertet und erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Positionen in fremder Währung sind mit den historischen Kursen angesetzt. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben, ist grundsätzlich die funktionale Währung identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung nach der „modifizierten Stichtagskursmethode". Daher werden die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, zum Jahresdurchschnittskurs, Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Die Geschäfts- und Firmenwerte, die den ausländischen Tochtergesellschaften zuzuordnen sind, werden ebenfalls mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird im Posten „Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert: scroll
Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt bei allen Arten von Unternehmenserwerben nach der Erwerbsmethode („Purchase Method") (IFRS 3) durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am übernommenen Reinvermögen der konsolidierten Tochterunternehmen auf den Zeitpunkt des Erwerbs. Die Bewertung des Reinvermögens richtet sich grundsätzlich nach den beizulegenden Zeitwerten aller identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden im Erwerbszeitpunkt. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich durch einen Impairment-Test auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft und im Falle einer Wertminderung ergebniswirksam wertberichtigt. Bei bestehenden Anhaltspunkten für eine Wertminderung wird neben dem jährlichen ein zusätzlicher Impairment-Test durchgeführt, und bei Wertminderung wird auch diese ergebniswirksam erfasst. Negative Unterschiedsbeträge werden nicht als passivischer Geschäfts- oder Firmenwert, sondern als Überschuss des Anteils des Erwerbers an dem Nettobetrag des beizulegenden Zeitwertes der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Erworbenen über die Anschaffungskosten bezeichnet. Wenn sich im Rahmen der erstmaligen Kapitalkonsolidierung ein negativer Unterschiedsbetrag ergibt, so wird eine Wiedereinschätzung („reassessment") vorgenommen. Hier werden die Neubewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden inklusive der angesetzten Eventualschulden und die Ermittlung der Anschaffungskosten nochmals kritisch überprüft. Verbleibende negative Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam erfasst. R. Stahl wendet IAS 27 in der Fassung vom Juni 2009 vorzeitig an. Der geänderte IAS 27 verlangt die Bilanzierung von Änderungen der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, als Eigenkapitaltransaktion. Unterschiedsbeträge aus derartigen Transaktionen sind mit dem Eigenkapital zu verrechnen. Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaften werden als „Anteile anderer Gesellschafter" ausgewiesen. Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den konsolidierten Unternehmen (Zwischenergebnisse) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Beteiligungen werden nach der Equity-Methode einbezogen, wenn ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % bis 50 % der Fall („assoziierte Unternehmen"). Die nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen werden mit dem anteiligen zu beizulegenden Zeitwerten bewerteten Reinvermögen der assoziierten Unternehmen zum Erwerbszeitpunkt angesetzt. Ein Unterschiedsbetrag zu den Anschaffungskosten der Beteiligung wird entsprechend der Erwerbsmethode behandelt. In der Folge erhöht oder verringert sich der Buchwert der Anteile, ausgehend von den Anschaffungskosten, entsprechend dem Anteil des Anteilseigners am Periodenergebnis des Beteiligungsunternehmens. Die Konsolidierungsgrundsätze sind bis auf die vorzeitige Anwendung von IAS 27 gegenüber dem Vorjahr unverändert. [5] Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Konzerneinheitliche Methoden Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden entsprechend IAS 27.28 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Hierzu werden die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der R. Stahl AG angepasst, soweit sie nicht den IFRS entsprechen. Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Nach IAS 1 wurden die Veränderungen des Eigenkapitals für den Berichtszeitraum und den Vorjahreszeitraum in zwei separaten Übersichten dargestellt. Schätzungen und Annahmen Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf den Ansatz von Entwicklungskosten, die Werthaltigkeit von Geschäfts- und Firmenwerten, die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Forderungen, von Rückstellungen sowie auf die Realisierung zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden nach IAS 8 zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Umsatzrealisierung Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten werden entsprechend den Kriterien des IAS 18 („Revenue") mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang an den Kunden erfasst, wenn ein Kaufpreis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Soweit Geschäfte vereinbarungsgemäß erst nach einer entsprechenden Abnahmeerklärung des Kunden wirksam werden, werden die betreffenden Umsatzerlöse erst dann realisiert, wenn die Abnahmeerklärung eingegangen oder die Frist für ihre Abgabe abgelaufen ist. Umsätze aus Dienstleistungsgeschäften werden mit Erbringung der Dienstleistungen erfasst, sofern die Höhe der Erträge verlässlich bemessen werden kann und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft hinreichend wahrscheinlich ist. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten ausgewiesen. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung Forschungskosten sind gemäß IAS 38.42ff. nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Voraussetzungen nach IAS 38 vorliegen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 („Earnings per Share") ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das Konzernergebnis - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittliche Anzahl der Stammaktien dividiert wird. Da keine potentiellen Stammaktien und keine Optionsrechte oder Bezugsrechte ausstehen, war ein verwässertes Ergebnis je Aktie weder für 2008 noch für 2009 zu ermitteln. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Immaterielle Vermögenswerte sind Geschäfts- oder Firmenwerte („Goodwill"), Entwicklungskosten, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte. Lediglich bei den Entwicklungskosten handelt es sich um selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte. Entgeltlich erworbene und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte - ohne Geschäfts- oder Firmenwerte („Goodwill") - werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über die vertragliche oder geschätzte Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 7 Jahren. Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich durch einen Impairment-Test auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft und im Falle einer Wertminderung ergebniswirksam wertberichtigt. Entwicklungskosten werden unter den Voraussetzungen des IAS 38 zu Herstellungskosten aktiviert, soweit eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich und sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung sichergestellt sind. Die Entwicklungstätigkeit muss ferner mit hinreichender Wahrscheinlichkeit einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzeugen. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen alle direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsstart planmäßig linear über den erwarteten Produktlebenszyklus von in der Regel 5 bis 7 Jahren abgeschrieben. Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten enthalten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereiches. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen erfolgen nach der linearen Methode. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich die folgenden Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen einen Werteverfall anzeigen, wird die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und der aktivierten Entwicklungskosten überprüft (Impairment-Test). Dabei wird der Buchwert des Vermögenswertes mit dem erzielbaren Betrag verglichen, wobei dieser als der höhere Wert eines Vermögenswertes aus dem Verkaufspreis abzüglich der noch anstehenden Verkaufskosten und dem Nutzungswert bestimmt ist. Der Nutzungswert ist der Kapitalwert der geschätzten künftigen Cashflows, welche aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt, der er zugeordnet ist. Zur Ermittlung der erwarteten Cashflows jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit müssen Grundannahmen getroffen werden. Diese beinhalten Annahmen hinsichtlich der Finanzpläne sowie der zur Abzinsung herangezogenen Zinssätze. Leasing Der R. Stahl Konzern nutzt als Leasingnehmer insbesondere Gebäude und Grundstücke. IAS 17 („Leases") enthält Vorschriften, nach denen auf Basis von Chancen und Risiken der Leasingpartner beurteilt wird, ob das wirtschaftliche Eigentum am Leasinggegenstand dem Leasingnehmer („Finance Leases") oder dem Leasinggeber („Operating Leases") zuzurechnen ist. Im R. Stahl Konzern sind lediglich „Operating Leases"-Verhältnisse vorhanden. Die hiermit verbundenen Zahlungen werden linear über die Vertragslaufzeit verteilt. Finanzielle Vermögenswerte Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag („settlement date"). Bei erstmaliger Erfassung werden die finanziellen Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Dabei werden Transaktionskosten einbezogen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte („available for sale") und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte („held for trading") mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Sofern kein Marktpreis vorhanden ist, wird der Marktpreis der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte anhand geeigneter Bewertungsverfahren, beispielsweise Discounted-Cashflow-Methoden, unter Berücksichtigung der am Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten ermittelt. Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden („loans and receivables"), bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen („held to maturity") sowie alle finanziellen Vermögenswerte, die über keinen notierten Marktpreis auf einem aktiven Markt verfügen und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann, werden, soweit sie über eine feste Laufzeit verfügen, mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten („amortised cost") unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Verfügen diese finanziellen Vermögenswerte über keine feste Laufzeit, sind sie mit den Anschaffungskosten zu bewerten. Nach IAS 39 wird regelmäßig ermittelt, ob objektive substanzielle Hinweise darauf schließen lassen, dass eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes oder eines Portfolios von Vermögenswerten stattgefunden hat. Liegen derartige Hinweise vor, wird der Wertminderungsaufwand („impairment loss") im Ergebnis erfasst. Gewinne und Verluste aus einem zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswert werden direkt im Eigenkapital verbucht, bis der finanzielle Vermögenswert abgegangen ist oder bis eine Wertminderung festgestellt wird. Im Falle einer Wertminderung (IAS 39) wird der kumulative Netto-Verlust aus dem Eigenkapital entfernt und im Ergebnis ausgewiesen. Beteiligungen werden zum notierten Marktpreis oder beizulegenden Zeitwert angesetzt. Soweit diese Werte nicht verfügbar sind bzw. nicht verlässlich bestimmt werden können, werden die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet. Die Wertpapiere und Ausleihungen des Anlagevermögens werden entsprechend ihrer Zugehörigkeit zur jeweiligen Kategorie der finanziellen Vermögenswerte bilanziert. In diesen Positionen werden keine zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind als Vermögenswerte anzusetzen, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der künftige wirtschaftliche Nutzen, der mit den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien verbunden ist, zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten verlässlich bewertet werden können. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden grundsätzlich nach dem Anschaffungskostenmodell bewertet. Aktive und passive latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 („Income taxes") gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode („Liability Method") grundsätzlich für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Weiterhin sind aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen bilanziert worden. Aktive latente Steuern für alle abzugsfähigen temporären Differenzen sowie für steuerliche Verlustvorträge wurden jedoch nur in dem Umfang berücksichtigt, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen bzw. noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verrechnet werden können. Die latenten Steuern wurden auf Basis der Ertragsteuersätze ermittelt, die gemäß IAS 12 in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt nach der derzeitigen Rechtslage gelten bzw. schon beschlossen wurden. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern dann saldiert, wenn ein einklagbares Recht vorliegt, die bilanzierten Beträge gegeneinander aufzurechnen. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn gleiches Steuersubjekt, gleiche Steuerart und gleiche Fristigkeit vorliegen. Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 nicht abgezinst. Vorräte Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte („lower of cost or net realizable value") bewertet. Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Sie enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie anteilige Kosten des sozialen Bereiches („Produktionsbezogener Vollkostenansatz"). Die Herstellungskosten werden auf der Grundlage einer normalen Kapazitätsauslastung ermittelt. Die Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung der Vorräte geführt haben, nicht länger bestehen, und folglich die Nettoveräußerungswerte gestiegen sind, wird die sich daraus ergebende Wertaufholung vorgenommen und als Minderung des Materialaufwandes erfasst. Forderungen und Sonstige Vermögenswerte Bei den Forderungen und Sonstigen Vermögenswerten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente und Wertpapiere des Umlaufvermögens, handelt es sich um vom Konzern ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderungen Rechnung getragen. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden im R. Stahl Konzern nur zu Sicherungszwecken eingesetzt, um Währungs-, Zins- und Marktwertrisiken aus dem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen zu reduzieren. Nach IAS 39 sind alle derivativen Finanzinstrumente wie zum Beispiel Zins- und Währungsswaps oder Zinsoptionen sowie Devisentermingeschäfte zum Marktwert zu bilanzieren, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Der Konzern dokumentiert ab 2009 grundsätzlich unter Beachtung von IAS 39 alle Beziehungen zwischen Sicherungsgeschäften und den zugeordneten Basisgeschäften. Dabei werden die Basisgeschäfte mit den Sicherungsgeschäften verknüpft. Bei R. STAHL kommen derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von geplanten Fremdwährungszahlungen und zur Begrenzung von Zinsaufwendungen aus vorhandenen und zukünftig geplanten Fremdkapitalaufnahmen zum Einsatz (Cashflow-Hedge). Bei einem Cashflow-Hedge werden die Marktwertveränderungen des als effektiv eingestuften Teils des Sicherungsinstruments zunächst im Eigenkapital unter Berücksichtigung latenter Steuern als ergebnisneutraler Bestandteil des Gesamtergebnisses ausgewiesen bis der künftig gesicherte Zahlungsstrom eintritt. Eine Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes. Der nicht durch das Grundgeschäft gedeckte Teil der Marktwertveränderungen wird unmittelbar im Ergebnis berücksichtigt. Bei der Absicherung eines beizulegenden Zeitwertes eines bilanzierten Vermögenswertes oder einer bilanzierten Schuld handelt es sich um einen Fair Value-Hedge. Fair Value-Hedges gab es im R. Stahl Konzern im Berichtszeitraum nicht. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten, welche nicht die Voraussetzungen für eine Bilanzierung als Sicherungsgeschäft gemäß IAS 39 erfüllen, werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Marktwerte derivativer Finanzinstrumente werden unter den „Sonstigen finanziellen Vermögenswerten" respektive unter den „Sonstigen finanziellen Schulden" ausgewiesen. Entsprechend des Fälligkeitstages (settlement date) werden die kurz- und langfristigen Derivate als kurz- oder langfristig klassifiziert. Eigene Anteile Die eigenen Anteile werden in Höhe der Anschaffungskosten offen in einem Posten vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, Verkauf, die Ausgabe oder Einziehung von eigenen Eigenkapitalinstrumenten werden nicht erfolgswirksam erfasst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen sowohl die Versorgungsverpflichtungen des R. Stahl Konzerns aus leistungsorientierten als auch aus beitragsorientierten Altersversorgungssystemen. Bei leistungsorientierten Altersversorgungssystemen (beispielsweise Direktzusagen, unmittelbare Pensionsverpflichtungen als Pensionsrückstellung, Unterstützungskassen (mittelbare Pensionsverpflichtungen)) basiert die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen auf dem in IAS 19 („Employee Benefits") vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung („Projected Unit Credit Method"). Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch die künftig zu erwartenden Steigerungen von Renten und Gehältern berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst dann erfolgswirksam verrechnet, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 % des Verpflichtungsumfanges liegen. In diesem Fall werden sie über die künftige durchschnittliche Restdienstzeit der Belegschaft verteilt. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsverpflichtungen wird unter den Personalaufwendungen ausgewiesen, der Zinsanteil von Pensionsverpflichtungen wird im Zinsergebnis gezeigt. Der als Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag ist um den am Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwert von Planvermögen zu kürzen. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Übrige Rückstellungen Übrige Rückstellungen sind nach IAS 37 („Provisions, contingent liabilities and contingent assets") insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Die Eintrittswahrscheinlichkeit muss über 50 % liegen. Rückstellungen werden nur für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des Erfüllungsbetrages mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit. Ferner fließen bei der Bewertung der übrigen Rückstellungen - insbesondere bei Gewährleistungen sowie erwarteten Verlusten aus schwebenden Geschäften - alle Kostenbestandteile ein, die auch im Vorratsvermögen aktiviert werden („Produktionsbezogene Vollkosten"). Rückstellungen für Restrukturierungen werden insoweit gebildet, als diese die Kriterien des IAS 37 erfüllen. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt, sofern der Zinseffekt wesentlich ist. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Hierbei werden auch die Transaktionskosten berücksichtigt. In der Folge werden die Verbindlichkeiten mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Im R. Stahl Konzern bestehen keine Verbindlichkeiten, die Handelszwecken dienen. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser zukünftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereiches des R. Stahl Konzerns liegen. Ferner können gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualverbindlichkeiten darstellen, wenn die Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen nicht hinreichend wahrscheinlich für die Bildung einer Rückstellung ist und/oder die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann. Die angegebenen Werte der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des R. Stahl Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 („Cash flow statements") wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Auswirkungen von Akquisitionen, Desinvestitionen und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises sind dabei nach IAS 7.39 gesondert darzustellen und als Investitionstätigkeit zu klassifizieren. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Ebenfalls enthalten sind Finanztitel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten. Die Zahlungsmittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" entsprechen dem Finanzmittelfonds. Hinsichtlich der Zusammensetzung der „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" verweisen wir auf die Erläuterungen zu den „Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten". Segmentberichterstattung Nach den Regeln des IFRS 8 sind einzelne Informationen über Geschäftssegmente eines Unternehmens anzugeben. IFRS 8 folgt dem sogenannten „management approach", wonach sich die Segmentberichterstattung allein nach Finanzinformationen richtet, die von den Entscheidungsträgern des Unternehmens zur internen Steuerung des Unternehmens verwendet werden. Bestimmend dabei sind die interne Berichts- und Organisationsstruktur sowie solche Finanzgrößen, die zur Entscheidungsfindung über die Allokation von Ressourcen und die Bewertung der Ertragskraft herangezogen werden. B. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung[6] Umsatzerlöse Unterteilt nach Regionen ergibt sich folgende Zusammensetzung: scroll
[7] Andere aktivierte Eigenleistungen Die anderen aktivierten Eigenleistungen ergeben sich insbesondere aus der Aktivierung von Entwicklungskosten nach IAS 38. Im Berichtsjahr betrugen diese TEUR 2.455 (i. V. TEUR 1.701). Im Berichtsjahr wurden insgesamt TEUR 9.848 (i. V. TEUR 10.152) Ausgaben für Forschung und Entwicklung als Aufwand erfasst. [8] Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: scroll
[9] Materialaufwand Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
[10] Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
[11] Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten und der Auszubildenden der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen während des Geschäftsjahres stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: scroll
[12] Abschreibungen Der planmäßige Aufwand für Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen beträgt TEUR 9.140 (i. V. TEUR 8.543). [13] Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere folgende Posten: scroll
[14] Beteiligungsergebnis Das Beteiligungsergebnis beträgt TEUR -3 (Vorjahr TEUR 7). [15] Zinsergebnis Das Zinsergebnis setzt sich wie folgt zusammen: scroll
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ist in Höhe von TEUR 2.908 (i. V. TEUR 2.818) der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen enthalten. [16] Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In dieser Position werden laufende und latente Steueraufwendungen und -erträge ausgewiesen, die sich wie folgt zusammensetzen: scroll
Unter den laufenden Steuern werden bei den Inlandsgesellschaften Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer und bei den Auslandsgesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Die Ermittlung erfolgte nach den für die einzelnen Gesellschaften maßgeblichen Steuervorschriften. Im Berichtsjahr sind Erträge aus der Geltendmachung von bisher nicht berücksichtigten steuerlichen Verlusten in Höhe von TEUR 23 (i. V. TEUR 198) angefallen, die den laufenden Ertragsteueraufwand gemindert haben. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. In Deutschland gilt nach dem Unternehmenssteuerreformgesetz 2008 ein Körperschaftsteuersatz von 15,0 %. Unter Berücksichtigung eines Gewerbesteuerhebesatzes in Höhe von 367,0 % sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 % ermittelt sich für inländische Unternehmen ein Gesamtsteuersatz von 29,0 % (i. V. 29,0 %). Die Steuersätze im Ausland liegen wie im Vorjahr zwischen 0,0 % und 41,0 %. Im Berichtsjahr wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 147 (i. V. TEUR 0) erfolgsneutral erfasst. Die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden in Höhe von TEUR 1.192 (i. V. TEUR 2.210) wertberichtigt, da aufgrund der zur Verfügung stehenden Informationen Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe ihrer Realisierbarkeit bestehen. Der Bestand an noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen beträgt TEUR 7.071 (i. V. TEUR 6.788). Die Verlustvorträge sind unbegrenzt vortragsfähig. Die steuerlichen Verluste können nicht mit zu versteuernden Ergebnissen anderer Unternehmen des Konzerns verrechnet werden. Aus der Ausschüttung von Dividenden an die Aktionäre der R. Stahl AG haben sich weder für 2009 noch für 2008 ertragsteuerliche Konsequenzen ergeben. Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2009 ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr aus der nachfolgenden Aufstellung. scroll
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten zum jeweils ausgewiesenen Steueraufwand. Die Berechnung des erwarteten Steueraufwands erfolgt durch Multiplikation des Ergebnisses vor Ertragsteuern mit dem anzuwendenden Gesamtsteuersatz von 29,0 % (i. V. 29,0 %). Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt TEUR 8.890 (i. V. TEUR 18.475). scroll
Von den in der Bilanz erfassten latenten Steuern wurden insgesamt TEUR 147 (i. V. TEUR 0) eigenkapitalerhöhend erfasst, ohne die Gewinn- und Verlustrechnung zu beeinflussen. Die Steuereffekte für direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen ergeben sich aus folgender Aufstellung: scroll
[17] Ergebnis je Aktie scroll
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie („Basic Earnings per Share") errechnet sich nach IAS 33 aus der Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres ausgegebenen Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie kann aus so genannten potenziellen Aktien resultieren. Da keine potenziellen Stammaktien und keine Optionsrechte oder Bezugsrechte ausstehen, war ein verwässertes Ergebnis je Aktie für 2008 als auch für 2009 nicht zu ermitteln. [18] Dividende der R Stahl AG Bis zum Freigabedatum lag kein Gewinnverwendungsvorschlag für den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2009 vor. Im Geschäftsjahr 2009 wurden EUR 0,90 pro Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet. C. Erläuterungen zur KonzernbilanzLangfristige Vermögenswerte [19] Immaterielle Vermögenswerte Unter den immateriellen Vermögenswerten werden hauptsächlich EDV-Software, die aktivierten Entwicklungskosten verschiedener Entwicklungsprojekte sowie Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wurde der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Basis der Berechnung eines Nutzungswertes ermittelt. Diese Berechnung wird auf der Grundlage von Cashflow-Prognosen erstellt, die auf von der Geschäftsführung für einen Zeitraum von drei Jahren genehmigten Finanzplänen basieren. Die für die Cashflow-Prognosen verwendeten Abzinsungssätze vor Steuern betragen zwischen 9,40 - 9,98 %. Die Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von EUR 6,5 Mio. (i. V. EUR 4,0 Mio.) sind folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet: Tranberg AS (Norwegen) mit EUR 3,1 Mio. (i. V. EUR 2,5 Mio.), Stahl-Syberg AS (Norwegen) mit EUR 1,7 Mio. (i. V. EUR 1,5 Mio.), OOO R. STAHL (Russische Föderation) mit EUR 0,7 Mio. (i. V. EUR 0 Mio.), R. Stahl Ltd. (Kanada) mit EUR 0,9 Mio. (i. V. EUR 0 Mio.) und Sonstige mit EUR 0,1 Mio. (i. V. EUR 0 Mio.). Die Veränderungen der Geschäfts- und Firmenwerte im Vergleich zum Vorjahr sind neben dem Zugang aus zwei Akquisitionen überwiegend wechselkursbedingt, da die Norwegischen Kronen zum Bilanzstichtag einer Aufwertung unterlagen. Die Impairmenttests nach dem Discounted Cash Flow Verfahren führten zu über den Buchwerten liegenden Zeitwerten. Eine Abschreibung ist dementsprechend nicht erforderlich. Cashflows nach einem Zeitraum von fünf Jahren werden unverändert mit einer Wachstumsrate von 1 % extrapoliert. Geplante Bruttogewinnmargen - Die Bruttogewinnmargen werden anhand der durchschnittlichen Bruttogewinnspannen, die im unmittelbar vorhergehenden Geschäftsjahr erzielt wurden, ermittelt und unter Berücksichtigung der erwarteten Effizienzsteigerung erhöht. Preissteigerung von Material- und Personalkosten - Zur Bestimmung der Preissteigerung von Material- und Personalkosten werden die prognostizierten Preisindizes zugrunde gelegt. Die getroffenen Grundannahmen stimmen mit denen externer Informationsquellen überein. Kapitalkosten - Die Kapitalkosten ermitteln sich aus dem gewogenen Mittel der Eigen- und Fremdkapitalkosten vor Steuern. Der Betafaktor für die Berechnung der Eigenkapitalkosten wird aus Kapitalmarktdaten und der Kapitalstruktur vergleichbarer Unternehmen von R. Stahl ermittelt. Die Fremdkapitalkosten werden anhand von quasisicheren Staatsanleihen und einem Aufschlag, der aus dem Rating vergleichbarer Unternehmen abgeleitet wird, berechnet. Sensitivitätsanalysen haben gezeigt, dass aus heutiger Sicht auch dann kein Wertminderungsbedarf bei den Geschäfts- oder Firmenwerten besteht, wenn unterstellt würde, dass die geplanten Ergebnisse vor Zinsen und Steuern (EBIT) in den Planjahren ab 2010 um 10 % sinken bzw. die Kapitalkosten um weitere 0,5 Prozentpunkte steigen. Hinsichtlich der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf die Darstellung des Konzernanlagevermögens. [20] Sachanlagen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen des Sachanlagevermögens sowie ihre Entwicklung im Berichtsjahr sind in der Darstellung des Konzernanlagevermögens enthalten. Hinsichtlich der Sachanlagen bestehen Sicherheiten für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.935 (i. V. TEUR 5.111). [21] Übrige langfristige Vermögenswerte Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen des Finanzanlagevermögens sowie ihre Entwicklung im Berichtsjahr sind in der Darstellung des Konzernanlagevermögens enthalten. Die Darstellung des Konzernanlagevermögens sowie die Aufstellung des Anteilsbesitzes sind Bestandteil des Konzernanhangs. Übrige Finanzanlagen Die übrigen Finanzanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 120 (i. V. TEUR 108) setzen sich aus sonstigen Beteiligungen und Wertpapieren zusammen. Im Vorjahr waren mit TEUR 9 sonstige Ausleihungen enthalten. Hinsichtlich der Entwicklung der übrigen Finanzanlagen verweisen wir auf die Darstellung des Konzernanlagevermögens. Sonstige langfristige Vermögenswerte Die langfristigen Sonstigen Vermögenswerte beinhalten Forderungen und sonstige Vermögenswerte sowie aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 2.110 (i. V. TEUR 1.622). Von den langfristigen „Sonstigen Vermögenswerten" unterliegen TEUR 1.862 (i. V. TEUR 1.544) als Sicherheit für Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen einer Verfügungsbeschränkung. Die langfristigen „Sonstigen Vermögenswerte" beinhalten in Höhe von TEUR 86 (i. V. TEUR 0) derivative Finanzinstrumente. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen zwei Grundstücke mit Gebäuden. Nach Veräußerung des Unternehmensbereiches Fördertechnik in 2005 wurden diese an den Käufer vermietet. Da nach dem Verkauf des Unternehmensbereiches Fördertechnik das Ende der Selbstnutzung vorliegt, erfolgte die Übertragung aus den langfristigen Vermögenswerten in den Bestand der „Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien". Der Konzern hat auf beide Immobilien das Anschaffungskostenmodell angewendet. Die Gebäude werden mit Nutzungsdauern von 33 und 50 Jahren linear abgeschrieben. Hinsichtlich der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien bestehen Sicherheiten für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.982 (i. V. TEUR 2.448). Die im Ergebnis erfassten Mieteinnahmen aus „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" betragen TEUR 1.424 (i. V. TEUR 1.424). Direkt zurechenbare Aufwendungen sind in etwa gleicher Höhe angefallen. Mit beiden Immobilien wurden im Berichtsjahr Einnahmen erzielt. Der beizulegende Zeitwert der Immobilien beträgt ca. EUR 11,5 Mio. (i. V. ca. EUR 11,5 Mio.). Mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 6.990 (i. V. TEUR 7.199) betrifft der Posten eine Leasingobjektgesellschaft. Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen wurde im Vorjahr eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 450 erfasst. Der Leasinggegenstand ist während der Laufzeit des Leasingvertrages bis 31. Dezember 2012 nicht veräußerbar. Danach besteht eine Option zum Kauf seitens des Leasingnehmers und somit die Möglichkeit der Weiterveräußerung. Vertragliche Verpflichtungen seitens des Leasingnehmers sind im gewöhnlichen Umfang derartiger Immobilienleasingverträge. Kurzfristige Vermögenswerte [22] Vorräte und geleistete Anzahlungen Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Im Berichtsjahr wurden bei den Vorräten planmäßige Wertminderungen für Gängigkeit in Höhe von TEUR 5.902 (i. V. TEUR 4.403) vorgenommen. Weiterhin wurde im Vorjahr eine außerplanmäßige Wertminderung auf Vorräte in Höhe von TEUR 1.119 vorgenommen. [23] Forderungen und sonstige Vermögenswerte Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Vom aktivierten Betrag sind TEUR 43.141 (i. V. TEUR 41.505) innerhalb eines Jahres fällig, die Restgröße in Höhe von TEUR 2.024 (i. V. TEUR 1.594) wird in den langfristigen „Sonstigen Vermögenswerten" ausgewiesen. Neben den gezeigten Posten werden im Berichtsjahr die langfristigen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 86 (i. V. TEUR 28) im Langfristbereich ausgewiesen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit TEUR 2.254 (i. V. TEUR 1.655) wertberichtigt. Die kurzfristigen „Sonstigen finanziellen Vermögenswerte" beinhalten in Höhe von TEUR 90 (i. V. TEUR 384) derivative Finanzinstrumente. [24] Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Von den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind TEUR 732 (i. V. TEUR 885) innerhalb eines Jahres fällig; TEUR 86 (i. V. TEUR 28) sind als langfristig zu kategorisieren und in den langfristigen „Sonstigen Vermögenswerten" ausgewiesen. [25] Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen: scroll
[26] Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals des R. Stahl Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Gezeichnetes Kapital Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert EUR 16.500.000,00, es ist eingeteilt in 6.440.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von EUR 2,56. Die Anteile sind voll eingezahlt. Das Genehmigte Kapital beträgt am Bilanzstichtag EUR 3.300.000,00. Die Ermächtigung ist bis zum 16. Juni 2010 befristet. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszuschließen und das Bezugsrecht auszuschließen, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt. Darüber hinaus kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, der Ausgabebetrag den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet und der auf die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien eingetragenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die vorgenannte Begrenzung von 10 % werden eigene Aktien angerechnet, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG i. V. m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital zu entscheiden. Kapitalrücklage Der Posten enthält im Wesentlichen das von Aktionären gezahlte Aufgeld abzüglich angefallener Transaktionskosten. Die Kosten des Börsenganges im Geschäftsjahr 1997 betrugen TEUR 2.140. Nach IFRS sind die Kosten von Kapitalerhöhungen an der Kapitalrücklage zu kürzen. Die Kürzung erfolgte - mangels vorhandener Kapitalrücklage - nach Berücksichtigung von Ertragsteuervorteilen in Höhe von TEUR 805 zum 1. Januar 2004 gegen die Gewinnrücklagen. Im Konzernabschluss der R. Stahl AG nach HGB wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung bis zum 31. Dezember 2003 offen mit den Kapitalrücklagen verrechnet. Soweit aufgrund einer späteren Auflösung der Kapitalrücklagen die Verrechenbarkeit entfallen war, wurden sie mit dem Gewinnvortrag verrechnet. Bei allen Unterschiedsbeträgen, die aus Unternehmenszusammenschlüssen vor dem 1. Januar 2004 (Stichtag für die IFRS-Eröffnungsbilanz) resultieren, wurde die HGB-Bilanzierung beibehalten. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen enthalten die vor dem 1. Januar 2004 erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Des Weiteren erfolgten in den Gewinnrücklagen die Verrechnungen von Wertänderungen, resultierend aus allen Unternehmenszusammenschlüssen, die vor dem 1. Januar 2004 vollzogen wurden. Aus der Erstellung der IFRS-Eröffnungsbilanz sind hier weiter die passivischen Unterschiedsbeträge aus Unternehmenszusammenschlüssen, welche nach HGB bis zum 31. Dezember 2003 als separater Posten im Eigenkapital ausgewiesen wurden, sowie die zum 1. Januar 2004 umgebuchten Währungsumrechnungsdifferenzen enthalten. Ferner werden hier alle restlichen erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS resultierend aus der Erstellung der IFRS-Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2004 sowie das erwirtschaftete Eigenkapital seit dem 1. Januar 2004 abzüglich erfolgter Ausschüttungen an Aktionäre ausgewiesen. Kumuliertes übriges Eigenkapital In der Position sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen ab dem 1. Januar 2004 sowie die Veränderungen der unrealisierten Gewinne bzw. Verluste aus Cashflow Hedges ausgewiesen. Im Einzelnen verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung. Abzugsposten für eigene Anteile Der Vorstand der R. Stahl AG wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Juni 2009 ermächtigt, bis zum 19. Dezember 2010 eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Weiterhin wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die so erworbenen eigenen Aktien zu veräußern um beispielsweise in bestimmten Fällen eigene Aktien als Gegenleistung bei Unternehmenskäufen oder Beteiligungserwerben zu verwenden. Der Vorstand wurde weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Die eigenen Anteile werden in Höhe der Anschaffungskosten offen in einem Posten vom Eigenkapital abgezogen. Die Gesellschaft besitzt 516.291 Stück (i. V. 516.291 Stück) eigene Aktien. Dies entspricht wie im Vorjahr einem Anteil am gesamten Grundkapital von 8,02 % (= TEUR 1.323). Über die künftige Verwendung der Aktien ist noch kein Beschluss gefasst worden. Anteile anderer Gesellschafter (Minderheiten) Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen auf die R. Stahl Engineering & Manufacturing SDN.BHD, Selangor/Malaysia und OOO R. Stahl, Moskau/Russische Föderation. Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement Die Ziele des Kapitalmanagements des R. Stahl Konzerns liegen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, in der Gewährleistung einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals und in der Aufrechterhaltung einer akzeptablen Kapitalstruktur. Die Kapitalstruktur wird je nach Erfordernis durch Dividendenausschüttungen an die Anteilseigner, Rückkauf eigener Anteile, Ausgabe neuer Anteile und die Aufnahme oder die Tilgung von Fremdkapital beeinflusst. Die Überwachung dieser Ziele wird durch Kennzahlen wie Umsatzrendite und Eigenkapitalquote vorgenommen. Die operative Umsatzrendite vor Ertragsteuern liegt bei 4,4 % (Vorjahr 8,4 %). Das Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter und das verzinsliche Fremdkapital zeigen im Vergleich zum Vorjahr die folgende Zusammensetzung: scroll
Zum Bilanzstichtag 2009 verringerte sich die Eigenkapitalquote zum Kapitalmanagement auf 83,0 %. Aufgrund des Erwerbs von Anteilen an der R. STAHL Norge AS, Oslo (Norwegen) hat sich das Eigenkapital durch die Verrechnung des Unterschiedsbetrages verringert. Zur Finanzierung des Gebäudes in den Niederlanden wurde ein langfristiges Darlehen aufgenommen. Rückstellungen [27] Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter von Gesellschaften des R. Stahl Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgelts der Mitarbeiter basieren. Bei der betrieblichen Altersversorgung ist zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen zu differenzieren. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Im Berichtsjahr wurden im Inland Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung in Höhe von rund EUR 4,0 Mio. (i. V. EUR 3,8 Mio.) gezahlt. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen, wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Im R. Stahl Konzern sind die Versorgungszusagen im Wesentlichen durch die Dotierung von Rückstellungen finanziert. Grundlage für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen waren in 2009 die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. „Defined Benefit Obligation" (DBO)) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berechnet. Dabei wurden neben den Annahmen zur Lebenserwartung die folgenden Prämissen bezüglich der anzusetzenden Parameter für die versicherungsmathematischen Berechnungen in den Gutachten getroffen: scroll
Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Aus Erhöhungen und Verminderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen sein können. Der Nettowert der Rückstellungen für Pensionen lässt sich wie folgt herleiten: scroll
Von den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 50.353 (i. V. TEUR 48.458) entfallen TEUR 48.068 (i. V. TEUR 46.726) auf inländische Konzerngesellschaften. Fondsvermögen in Höhe von TEUR 3.543 (i. V. TEUR 2.627) entfallen auf ausländische Gesellschaften. Die Anwartschaftsbarwerte haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die Überleitung für den beizulegenden Zeitwert des Fondsvermögens stellt sich wie folgt dar: scroll
In die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts des Fondsvermögens zum Bilanzstichtag fließen die erwarteten Erträge des Fondsvermögens ein. Grundlage des erwarteten Ertrags sind historische sowie künftig erwartete durchschnittliche Erträge der betrachteten Anlagekategorien. Der tatsächlich realisierte Ertrag des Fondsvermögens kann vom erwarteten Ertrag abweichen, wenn die tatsächliche Entwicklung auf den Kapitalmärkten nicht den Erwartungen entspricht. Das Fondsvermögen setzt sich aus folgenden Anteilen nach Kategorien zusammen: scroll
Im Berichtsjahr ergaben sich Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 4.200 (i. V. TEUR 4.072), die sich aus folgenden Komponenten zusammensetzen: scroll
Die tatsächlichen Erträge aus Fondsvermögen betragen TEUR 171 (i. V. TEUR 167). [28] Übrige Rückstellungen Im Einzelnen bestehen folgende übrige Rückstellungen: scroll
Vom passivierten Betrag sind TEUR 5.858 (i. V. TEUR 6.643) innerhalb eines Jahres fällig, die Restgröße in Höhe von TEUR 1.681 (i. V. TEUR 2.237) betrifft insbesondere Personalrückstellungen (Altersteilzeit-, Jubiläumsverpflichtungen) und wird in den Sonstigen langfristigen Rückstellungen unter den Langfristigen Schulden ausgewiesen. Die in der Bilanz ausgewiesenen kurzfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die kurz- und langfristigen übrigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
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Verbindlichkeiten [29] Verzinsliche Darlehen Die verzinslichen Finanzschulden beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 14.951 (i. V. TEUR 10.766). Vom passivierten Betrag sind TEUR 7.105 (i. V. TEUR 6.254) innerhalb eines Jahres fällig, die Restgröße in Höhe von TEUR 7.846 (i. V. TEUR 4.512) wird in den „Verzinslichen Finanzschulden" unter den langfristigen Schulden ausgewiesen. Die verzinslichen Darlehen zeigten am 31. Dezember 2009 insgesamt die folgenden Fälligkeiten: scroll
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 7.846 (i. V. TEUR 4.512) betreffen drei Darlehen mit folgender Ausgestaltung: scroll
[30] Übrige Verbindlichkeiten Die übrigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Vom passivierten Betrag sind TEUR 26.653 (i. V. TEUR 30.860) innerhalb eines Jahres fällig, die Restgröße in Höhe von TEUR 1.545 (i. V. TEUR 0) wird in den „Sonstigen langfristigen Schulden" ausgewiesen. Die langfristigen „Sonstigen finanziellen Schulden" enthalten zum 31. Dezember 2009 in Höhe von TEUR 507 (i. V. TEUR 0) Marktwerte derivativer Finanzinstrumente. Die kurzfristigen „Sonstigen finanziellen Schulden" enthalten zum 31. Dezember 2009 in Höhe von TEUR 67 (i. V. TEUR 131) Marktwerte derivativer Finanzinstrumente. Die abgegrenzten Schulden zeigen folgende Zusammensetzung: scroll
Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden zum Jahresende 2009 und 2008 nicht. Im Berichtsjahr sind keine Verbindlichkeiten (i. V. TEUR 294) durch Sicherungsübereignungen gesichert. Weiterhin sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10.917 (i. V: TEUR 7.265) durch Grundpfandrechte gesichert. [31] Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse Für die nachfolgenden, zu Nominalwerten ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, weil der Eintritt des Risikos als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird: scroll
Im Rahmen der Veräußerung des Bereichs Fördertechnik in 2005 bestehen betriebsgewöhnliche Haftungen gegenüber dem Käufer. Diese sind bis auf Steuerrisiken und Umwelthaftung auf EUR 5,0 Mio. begrenzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Haftungsverhältnissen bestehen Sonstige finanzielle Verpflichtungen, insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen für Grundstücke, Gebäude und andere Sachanlagen. Die Verträge hinsichtlich der Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen haben folgende Laufzeiten: scroll
Im Berichtsjahr sind in der Gewinn- und Verlustrechnung TEUR 6.511 (i. V. TEUR 6.319) als Aufwendungen für Raummieten sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten. [32] Derivative Finanzinstrumente Der R. Stahl Konzern schließt als weltweit tätiger Konzern Geschäfte in verschiedenen Währungen ab. Zielsetzung des R. Stahl Konzerns ist die Begrenzung der in den Grundgeschäften enthaltenen Wechselkursrisiken. Zur Absicherung der Risiken, die aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Banksalden, Forderungen, Verbindlichkeiten und Schulden sowie aus schwebenden Geschäften und antizipierten Transaktionen resultieren, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt ausschließlich zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte, schwebender Geschäfte oder geplanter Transaktionen. Die Währungsrisiken ergeben sich insbesondere aus Kursschwankungen des US-Dollar, des Britischen Pfundes, des Kanadischen Dollar, des Schweizer Franken und Schwedischen Kronen bei den Banksalden, Forderungen, Verbindlichkeiten und Schulden sowie aus schwebenden Geschäften und antizipierten Zahlungsströmen. Zur Absicherung der Währungsrisiken bestanden am 31. Dezember 2009 derivative Finanzinstrumente für die Währungen US-Dollar, Kanadischer Dollar und Schweizer Franken. Die Laufzeiten der Währungsderivate beziehen sich in der Regel auf Zahlungsströme, die sich auf das laufende und das folgende Geschäftsjahr erstrecken. Sie werden erforderlichenfalls entsprechend prolongiert, um eine möglichst optimale Deckung der zu erwartenden Zahlungsströme bis zum Zahlungseingang oder Zahlungsausgang zu gewährleisten. Zur Finanzierung von Investitionen und zur Deckung von kurzfristigen Liquiditätsbedarfen nimmt der R. Stahl Konzern Fremdkapital auf. Ziel des Konzerns ist die Begrenzung der Zinsaufwendungen aus diesen Krediten. Zur Begrenzung und Absicherung der Risiken, die sich aus Schwankungen des allgemeinen Marktzinsniveaus ergeben, schließt der Konzern grundsätzlich derivative Finanzinstrumente ab. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt ausschließlich zur Absicherung von bestehenden und geplanten Fremdkapitalaufnahmen. Die Zinsrisiken ergeben sich insbesondere aus variierenden Marktzinssätzen. Zur Absicherung der Zinsrisiken bestanden am 31. Dezember 2009 ein Payer Swap zur Fixierung von Zinsaufwendungen aus einer bestehenden Fremdkapitalaufnahme und eine Zinsoption zur Begrenzung der Zinsaufwendungen aus geplanten Darlehensaufnahmen. Die Laufzeiten der Zinsderivate beziehen sich in der Regel auf die Laufzeit der Kreditverträge. Der Handlungsrahmen, die Verantwortlichen, die finanzwirtschaftliche Berichterstattung und die Kontrollmechanismen für Finanzinstrumente sind konzerneinheitlich festgelegt. Insbesondere gehört hierzu eine klare Funktionstrennung zwischen Handel und Abwicklung. Der Abschluss der entsprechenden Kontrakte erfolgt hauptsächlich durch die R. Stahl Aktiengesellschaft und R. Stahl Schaltgeräte GmbH mit Banken erstklassiger Bonität. Eine Bonitätsprüfung dieser Geschäftspartner findet regelmäßig statt. Wenn die Voraussetzungen für eine Bilanzierung als Sicherungsgeschäft gemäß IAS 39 erfüllt sind, werden Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten mit dem als effektiv eingestuften Teil zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital unter Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen. Andernfalls werden die Marktwertveränderungen der derivativen Finanzinstrumente im Berichtszeitraum ergebniswirksam erfasst. Die derivativen Finanzinstrumente werden vollständig als Vermögenswerte oder Schulden unter den Sonstigen finanziellen Vermögenswerten respektive unter den Sonstigen finanziellen Schulden mit den entsprechenden Marktwerten bilanziert. Am Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente: scroll
Die Marktwerte entsprechen den Gewinnen und Verlusten bei einer fiktiven Glattstellung der derivativen Finanzinstrumente am Bilanzstichtag. Die Ermittlung der Marktwerte erfolgt mit Hilfe standardisierter Bewertungsverfahren. [33] Management von Finanzrisiken Grundsätze des Risikomanagements Der R. Stahl Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte, schwebender Geschäfte oder geplanter Transaktionen eingesetzt. Risikokategorien des IFRS 7 Kreditrisiko Der R. Stahl Konzern ist aus seinem operativen Geschäft einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt. Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken werden mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert bestimmt. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen (beispielsweise Aufrechnungsvereinbarungen) vor. Die Kreditqualität finanzieller Vermögenswerte zeigt folgende Tabelle: scroll
Die Vorjahreswerte 2008 sind in Klammern angegeben. Die Handelspartner und Schuldner des R. Stahl Konzerns werden regelmäßig überwacht. Dabei sind sämtliche weder überfälligen noch wertberichtigten Forderungen „Kunden mit guter Bonität" zuzuordnen. Fälligkeitsanalyse der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte: scroll
Die Vorjahreswerte 2008 sind in Klammern angegeben. Der weit überwiegende Umfang der überfälligen und nicht wertberichtigten finanziellen Vermögenswerte ist kurzfristig überfällig - vorwiegend bedingt durch Rechnungseingangs- und Zahlungsprozesse beim Kunden. Vertragsänderungen zur Vermeidung der Überfälligkeit von Finanzinstrumenten waren nicht vorzunehmen. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Liquiditätsrisiko Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des R. Stahl Konzerns sicherzustellen, wird regelmäßig eine Liquiditätsplanung erstellt, die die Liquiditätszu- und Liquiditätsabflüsse abbildet. Die Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten mit vertraglichen Restlaufzeiten ist der folgenden Tabelle zu entnehmen: scroll
Die Vorjahreswerte zum 31. Dezember 2008 sind in Klammern angegeben. Das Liquiditätsrisiko ist zu vernachlässigen. R. Stahl verfügt über umfangreiche nicht genutzte langfristige Kreditlinien bei unterschiedlichen Banken. Im Geschäftsjahr 2009 wurden bei vier Hausbanken Kreditlinien in Höhe von rund EUR 35 Mio. für drei Jahre festgeschrieben. Bei zwei Banken mit einem Kreditvolumen von zusammen EUR 15 Mio. besteht die Verpflichtung, dass die Eigenkapitalquote des Konzerns mindestens 30 % betragen muss (Financial Covenants). Marktpreisrisiken Im Bereich Marktpreisrisiken ist der R. Stahl Konzern Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt. Währungsrisiken Die Währungsrisiken des R. Stahl Konzerns resultieren primär aus der operativen Tätigkeit. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cashflows des Konzerns wesentlich beeinflussen. Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung abgewickelt werden. Diese geplanten Transaktionen betreffen insbesondere Umsätze, die in US-Dollar, Britischen Pfund, Kanadischen Dollar, Schweizer Franken und Schwedischen Kronen fakturiert werden. Zur Sicherung gegen Fremdwährungsrisiken setzt der R. Stahl Konzern grundsätzlich Devisentermingeschäfte ein. Der R. Stahl Konzern war auf Grund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt. Zinsrisiken Der R. Stahl Konzern besitzt eine solide Finanzierungsstruktur mit geringem verzinslichem Fremdkapitalanteil. Negative Auswirkungen aus variierenden Zinssätzen stellen für den R. Stahl Konzern Risiken von untergeordneter Bedeutung dar. Trotzdem schützt sich der Konzern vor bestehenden und zukünftig erwarteten Zinsrisiken mit Zinssatzswaps und Zinscaps. Dabei setzt das Unternehmen die Sicherungsinstrumente im Wesentlichen in Übereinstimmung mit der Laufzeit der Kreditverträge ein und sichert die Zinssätze langfristiger bestehender und geplanter Kredite auch langfristig ab. Preisrisiken IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum 31. Dezember 2009 und 31. Dezember 2008 hatte der R. Stahl Konzern keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegende Finanzinstrumente im Bestand. Sensitivitätsanalysen Gemäß IFRS 7 erstellt der R. Stahl Konzern Sensitivitätsanalysen in Bezug auf die Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Wenn der Euro gegenüber sämtlichen, für das Unternehmen relevanten Währungen zum 31. Dezember 2009 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Ertragsteuern um TEUR 338 (31. Dezember 2008: TEUR 822) höher und die erfolgsneutralen unrealisierten Gewinne aus Finanzinstrumenten um TEUR 209 (31. Dezember 2008: TEUR 0) höher bzw. unrealisierte Verluste niedriger ausgefallen. Wenn der Euro gegenüber sämtlichen, für das Unternehmen relevanten Währungen zum 31. Dezember 2009 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Ertragsteuern um TEUR 401 (31. Dezember 2008: TEUR 1.011) niedriger und die erfolgsneutralen unrealisierten Gewinne aus Finanzinstrumenten um TEUR 255 (31. Dezember 2008: TEUR 0) niedriger bzw. unrealisierte Verluste höher ausgefallen. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2009 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Ertragsteuern um TEUR 217 (31. Dezember 2008: TEUR 259) höher und die erfolgsneutralen unrealisierten Verluste aus Finanzinstrumenten um TEUR 304 (31. Dezember 2008: TEUR 0) niedriger gewesen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2009 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Ertragsteuern um TEUR 178 (31. Dezember 2008: TEUR 259) niedriger und die erfolgsneutralen unrealisierten Verluste aus Finanzinstrumenten um TEUR 143 (31. Dezember 2008: TEUR 0) höher gewesen. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten in der Bilanz Buch- und Zeitwerte der Finanzinstrumente Eine Überleitungsrechnung für die Buch- und Zeitwerte der Bilanzposten auf die einzelnen Klassen zeigt die folgende Tabelle: scroll
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Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Die positiven Marktwerte zum Bilanzstichtag betragen TEUR 176 (Vorjahr: TEUR 384). Negative Marktwerte werden mit TEUR 574 (i. V. TEUR 131) ausgewiesen. Der Buchwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Kontokorrentkredite kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe. Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den derzeit verfügbaren Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab. Um die Verlässlichkeit der Bewertungen von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert vergleichbar darzustellen, wurde in den IFRS eine Fair-Value-Hierarchie mit folgenden drei Stufen eingeführt:
Die im R. Stahl Konzern mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumente werden ausschließlich nach der Fair-Value-Hierarchiestufe 2 bewertet. Im Geschäftsjahr 2009 fanden keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Fair-Value-Hierarchien statt. Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert für die zum 31. Dezember 2009 im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente der Stufe 2 sind folgende Gesamterträge und -aufwendungen entstanden: scroll
Im Berichtsjahr wurden keine Beträge aus dem Eigenkapital entnommen und in das Periodenergebnis eingestellt. Erfolgswirksam zu erfassende Ineffektivitäten bestanden nicht. Das Nettoergebnis nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Vorjahreswerte für das Geschäftsjahr 2008 sind in Klammern angegeben. D. Sonstige Angaben[34] Verwaltungsorgane der Gesellschaft Mitglieder des Aufsichtsrats Dipl.-Kfm. Hans-Volker Stahl, Starnberg, Dr.-Ing. Hermann Eisele, Vaihingen/Enz, Magister Artium (M.A.) Heike Dannenbauer, Empfingen, Heinz Grund, Braunsbach,*) Dieter Heppner, Kupferzell,*) Dipl.-Kfm. Eberhard Knoblauch, Böblingen, Dipl.-Volkswirt Josef Kurth, Öhringen, Dipl.-Kfm. Peter Leischner, Frankfurt, Monika Weidmann, Künzelsau,*) *) Arbeitnehmervertreter(in) Mitglieder des Vorstands Dipl.-Betriebswirt (BA) Martin Schomaker, Murr, Dr. Peter Völker, Künzelsau, Vergütungsbericht Gesamtbezüge des Vorstands Das Vergütungssystem der Mitglieder des Vorstands ist vertraglich geregelt. Danach beziehen die Mitglieder des Vorstands neben einer Festvergütung eine ertragsabhängige Tantieme. Die ertragsabhängige Tantieme ist auf maximal 80 % der Festvergütung begrenzt. Für das Geschäftsjahr 2009 erhalten die Mitglieder des Vorstands folgende Gesamtbezüge: scroll
Für die Monate Oktober 2009 bis Januar 2010 verzichten die Mitglieder des Vorstands auf 5,0% der Festvergütung. Im Vorjahr erhielten die Vorstände eine Vergütung in Höhe von TEUR 499 bzw. TEUR 405. Für den Vorstand bestehen Einzelzusagen für eine Altersrente. Demnach erhalten die Vorstände eine Altersrente bei Ausscheiden aus dem Unternehmen nach Vollendung des 62. Lebensjahres bzw. eine Dienstunfähigkeitsrente bei Ausscheiden wegen Dienstunfähigkeit. Die monatliche Altersrente beim Ausscheiden zum regulären Rentenbeginn beträgt TEUR 9,6 für Herrn Schomaker und TEUR 6,4 für Herrn Dr. Völker. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats Durch Beschluss der Hauptversammlung am 22. Juni 2007 wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2007 die feste jährliche Vergütung des Aufsichtsrats auf EUR 18.000,00 (bis 30. Juni 2007: EUR 12.800,00) und die Vergütung für die Tätigkeit in einem Ausschuss auf EUR 3.650,00 (bis 30. Juni 2007: EUR 2.600,00) erhöht. Mit Wirkung ab 1. Juli 2007 erhalten die Vorsitzenden der Ausschüsse das Doppelte der Vergütung für die Tätigkeit in einem Ausschuss; der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der sich hiernach ergebenden Bezüge. Der variable Anteil der Aufsichtsratsvergütung ist abhängig von der im Berichtsjahr ausgeschütteten Dividende. Für jedes volle ausgeschüttete Prozent Dividende, das über 20 % vom Grundkapital je Aktie hinausgeht, werden EUR 800,00 bezahlt. Durch Beschluss der Hauptversammlung am 27. Juni 2008 wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2008 festgelegt, dass diese zusätzliche Vergütung maximal das Doppelte der festen jährlichen Vergütung des Mitglieds des Aufsichtsrats bzw. der festen jährlichen Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie für Ausschussmitglieder ferner das Doppelte der zusätzlichen Vergütung für eine Tätigkeit in einem Ausschuss bzw. für eine Vorsitzendentätigkeit in einem Ausschuss beträgt. Die Festvergütung für den Aufsichtsrat betrug im Berichtsjahr insgesamt TEUR 225 (i. V. TEUR 226). TEUR 120 (i. V. TEUR 184) wurden als variable Vergütung bezahlt. scroll
Für die Monate Oktober 2009 bis Januar 2010 verzichten die Mitglieder des Aufsichtsrats auf 5,0% der Festvergütung und der Vergütung für Ausschusstätigkeit. Die R. Stahl AG hat für den Vorstand und den Aufsichtsrat keine Aktienoptionspläne oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme aufgelegt. Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands und ehemaliger Geschäftsführer Für ehemalige Mitglieder des Vorstands, ehemaliger Geschäftsführer und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 335 (i. V. TEUR 330). Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands, ehemalige Geschäftsführer und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2009 auf TEUR 3.465 (i. V. TEUR 3.574). Aktienbesitz des Vorstands und des Aufsichtsrats an der R. Stahl AG Zum Bilanzstichtag befanden sich 18.360 Stück Aktien der Gesellschaft im Besitz der Mitglieder des Vorstands und 401.340 Stück im Besitz der Mitglieder des Aufsichtsrats. [35] Beziehungen zu nahestehenden Personen Nach IAS 24 („Related Party Disclosures") müssen Personen oder Unternehmen, welche die R. Stahl-Gruppe beherrschen oder von ihr beherrscht werden, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss des R. Stahl Konzerns einbezogen werden. Beherrschung liegt hierbei vor, wenn ein Aktionär mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der R. Stahl AG hält oder kraft Satzungsbestimmungen oder vertraglicher Vereinbarungen die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik des Managements der R. Stahl Gruppe zu steuern. Darüber hinaus erstreckt sich die Angabepflicht nach IAS 24 auf Geschäfte mit assoziierten Unternehmen sowie auf Geschäfte mit Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der R. Stahl Gruppe ausüben, einschließlich naher Familienangehöriger oder zwischengeschalteter Unternehmen. Ein maßgeblicher Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der R. Stahl Gruppe kann hierbei auf einem Anteilsbesitz an der R. Stahl AG von 20 % oder mehr, einem Sitz im Vorstand oder Aufsichtsrat der R. Stahl AG oder einer anderen Schlüsselposition im Management beruhen. Die R. Stahl Gruppe wird im Geschäftsjahr 2009 von den Angabepflichten des IAS 24 ausschließlich in Bezug auf die Geschäftsbeziehungen zu Mitgliedern des Vorstands berührt. Mit der am 19. November 2009 entkonsolidierten Gesellschaft Tranberg Systems AS, Vejle (Dänemark), an der der R. Stahl Konzern zum Bilanzstichtag noch 48 % der Anteile hält, wurden in der Zeit vom 19. November bis 31. Dezember 2009 keine wesentlichen, berichtspflichtige Geschäfte abgewickelt. Die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2009 auf TEUR 1.775 (i. V. TEUR 1.375). Die Zuführung im Berichtsjahr betrug TEUR 371 (i. V. TEUR 241). Angaben gemäß § 160 Abs 1 Nr. 8 AktG
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Im Aktionärskonsortium haben sich seit 10. Juli 2006 folgende Veränderungen ergeben:
[36] Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex Den Verhaltensempfehlungen der von der Bundesregierung eingesetzten Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex wurde im vergangenen Geschäftsjahr bis auf Abweichungen in einzelnen Punkten entsprochen. Auch künftig soll der Großteil der Empfehlungen eingehalten werden. Eine Entsprechenserklärung hierzu ist vorhanden und auf der Website des Unternehmens (www.stahl.de unter der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance) jederzeit öffentlich zugänglich. Darüber hinaus enthält der Geschäftsbericht 2009 einen gesonderten Bericht über die Corporate Governance. E. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des R. Stahl Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Dabei sind die Zahlungsströme nach betrieblicher, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen um Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen bereinigt. Daher bestehen Unterschiede bezogen auf die Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen in der veröffentlichten Konzernbilanz. Im Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit sind die folgenden Ein- und Auszahlungen enthalten: scroll
Im Mittelzufluss/-abfluss aus Investitionstätigkeit sind TEUR 1.651 Auszahlungen für die Akquisition konsolidierter Unternehmen enthalten. Weiter sind unter dieser Rubrik TEUR 23 (Einzahlungen TEUR 31 abzüglich veräußerter Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 54) Mittelabflüsse aus dem Verkauf eines konsolidierten Unternehmens ausgewiesen. Im Mittelzufluss/-abfluss aus dem Finanzierungsbereich sind TEUR 7.939 Auszahlungen für Minderheiten enthalten. Davon betreffen TEUR 7.682 den Kauf der restlichen Anteile an der R. Stahl Norge AS, Oslo (Norwegen). Hinsichtlich der Informationen zu den Zahlungsmittelflüssen aus Unternehmenserwerben verweisen wir auf Abschnitt 4. des Konzernanhangs. F. Erläuterungen zur SegmentberichterstattungNach IFRS 8 erfolgt die externe Segmentberichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisations- und Managementstrukturen sowie der internen Finanzberichterstattung an die Hauptentscheidungsträger. Im R. Stahl Konzern ist der Vorstand verantwortlich für die Bewertung und Steuerung des Geschäftserfolges und gilt als oberstes Führungsgremium im Sinne von IFRS 8. Der Konzern entwickelt, fertigt, montiert und vertreibt Geräte und Systeme zum Messen, Steuern, Regeln, Energieverteilen, Sichern und Beleuchten in explosionsgefährdeten Bereichen. Organisatorisch fungiert die R. Stahl AG als Holding der einzelnen Tochtergesellschaften. Gleichlautend basiert die interne Berichtsstruktur auf den rechtlich selbständigen Unternehmen des Konzerns. Intern wird der Konzern nach diesen einzelnen legalen Einheiten geführt. Die zentrale Steuerungsgröße für den R. Stahl Konzern ist das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT). Die interne Berichterstattung entspricht der externen IFRS-Berichterstattung. Folglich ist eine Überleitungsrechnung nicht notwendig. Darüber hinaus überwacht der Vorstand regelmäßig die folgenden finanziellen und wirtschaftlichen Kenngrößen Umsatzerlöse, Auftragseingang und Auftragsbestand. Kumuliert betrachtet wird der Konzern nach den folgenden Parametern gesteuert: scroll
Die Aufteilung nach Regionen zeigt folgende Darstellung: scroll
Die Vorjahreswerte 2008 sind in Klammern angegeben. In der regionalen Betrachtung werden die Umsatzerlöse auf der Grundlage des Standortes des Kunden aufgeteilt. Die Vermögenswerte des R. Stahl Konzerns werden auf der Grundlage des Standortes der jeweiligen Tochtergesellschaft zugeordnet, die die Vermögenswerte bilanziert. Die Vermögenswerte beinhalten gemäß IFRS 8.33 alle langfristigen Vermögenswerte des Konzerns mit Ausnahme der Finanzinstrumente und latenten Steueransprüche. Das Segmentvermögen entspricht dem Gesamtvermögen abzüglich der aktiven latenten Steuern und den Ertragsteuerforderungen. Die Segmentschulden entsprechen den Gesamtschulden abzüglich der passiven latenten Steuern, den Ertragsteuerverbindlichkeiten und den Steuerrückstellungen. Mit einem einzelnen externen Kunden wurden im Berichtsjahr bzw. im Vorjahr keine Umsatzerlöse realisiert, die mehr als 10 % der gesamten Umsatzerlöse betragen. G. Besondere Erläuterungen und AngabepflichtenFolgende Aufstellung zeigt die Honorare, die der Konzernabschlussprüfer für Leistungen an das Mutterunternehmen sowie deren Tochterunternehmen erhalten hat. scroll
Die R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg, hat die gemäß § 264 Absatz 3 HGB erforderlichen Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichtet deshalb auf die Erstellung von Anhang und Lagebericht sowie auf die Offenlegung. H. Sonstige Erläuterungen und AngabenEreignisse nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Waldenburg, 29. März 2010 R. Stahl Aktiengesellschaft Vorstand Martin Schomaker Dr. Peter Völker Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2009scroll
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Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2008scroll
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Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009der R. Stahl Aktiengesellschaft, WaldenburgI. Geschäfts und RahmenbedingungenUnsere Aufgabe: Explosionsschutz In allen Bereichen, in denen explosionsfähige Gas-Luft-Gemische oder Stäube vorkommen, müssen explosionsgeschützte elektrische Geräte und Systeme eingesetzt werden. R. STAHL bietet solche Produkte und Lösungen in einem Spektrum, das von Schaltern, Leuchten oder Installationsmaterial über Displays bis hin zu komplexen Systemen, kompletten Energieverteilungen, Steuerungen und Automatisierungslösungen reicht, an. Unsere langjährig etablierten Absatzmärkte sind die Erdöl- & Erdgasindustrie sowie die chemische und pharmazeutische Industrie. Seit einigen Jahren wächst auch R. STAHLS Marktanteil in der Schiffs- bzw. Schiffausrüstungsbranche, wo unsere Produkte auf Tankern und in Umladestationen für explosionsfähige Transportgüter benötigt werden, kontinuierlich. Die Nahrungs- und Genussmittelindustrie setzt R. STAHL Produkte beim Lagern und Transport brennbarer Substanzen ein, und bei der Erzeugung von Biokraftstoffen schützen sie Mensch, Maschine und Umwelt vor den entstehenden explosionsfähigen Gasen. Auch Maschinen- und Anlagenbauer zählen zu unserem Kundenkreis - immer dann, wenn deren Maschinen und Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen zum Einsatz kommen. Vielfach treten auch Planungs- und Engineeringfirmen als Kunden auf. Diese schätzen die Kompetenz von R. STAHL im gesamten Prozess, von der Beratung über die Belieferung bis hin zur Inbetriebnahme und dem Service. Konzernstruktur und wesentliche Konzerngesellschaften Die R. Stahl Aktiengesellschaft (im Folgenden: R. Stahl AG) ist die Holding der deutschen und ausländischen Tochtergesellschaften, sie hat ihren Sitz in Waldenburg (Nord-Württemberg). In der Holding sind die kaufmännischen Funktionen angesiedelt; sie ist Kopf und Dienstleister für die operativen Einheiten. In 21 Ländern unterhält R. STAHL eigene Tochtergesellschaften. Gemeinsam mit weiteren rund 50 Vertretungen sichern sie den weltweiten Vertrieb und die Betreuung der Kunden vor Ort. In der R. Stahl Schaltgeräte GmbH, ebenfalls in Waldenburg beheimatet, ist Führungsgesellschaft für den weltweiten Vertrieb der R. STAHL-Produkte. Hier und im Werk Weimar werden ein Großteil der Produkte und Systemlösungen hergestellt. Aus dem Kompetenzcenter Licht in Weimar kommen explosionsgeschützte Leuchten für den Weltmarkt. Die Kölner Tochtergesellschaft R. Stahl HMI Systems GmbH entwickelt und produziert Geräte und Systeme zum Bedienen und Visualisieren, sowohl für explosionsgeschützte als auch für industrielle Bereiche. Im holländischen Hengelo stellt die Konzerngesellschaft Electromach B.V. Großsteuerungen beispielsweise für Verladearme in Hafenanlagen her. In Stavanger, dem norwegischen Öl- und Gaszentrum, produziert Tranberg AS Produkte u. a. für die Schiffsausrüstungsindustrie. Den indischen Standort Chennai bauen wir sukzessive aus. Hier werden Produkte, insbesondere Leuchten, für den asiatischen Markt gefertigt. Darüber hinaus verfügen einige Standorte über Lager und Montagekapazitäten zur schnellen Bedienung der lokalen Märkte. In den USA oder in Dubai werden damit Produkte an landesspezifische Anforderungen angepasst. Überblick über den Geschäftsverlauf Weltwirtschaft in schwerer Rezession Als Folge der schweren Erschütterungen im Finanzsektor ist die Weltwirtschaft 2009 in eine tiefe Rezession gestürzt. Insbesondere die klassischen Industrieländer verzeichneten einen massiven Rückgang ihres Bruttoinlandsprodukts. Die deutsche Wirtschaft ist mit einem Minus von 5 % so stark eingebrochen, wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr; die Rezession fiel stärker aus als beim bisher stärksten Einbruch 1975 nach der Ölkrise. Dagegen konnten Schwellenländer mit robuster Binnenkonjunktur, allen voran China, ihren Expansionspfad mit Abstrichen fortsetzen. Durch umfangreiche Banken- und Konjunkturhilfen fast aller großen Staaten gelang es, die globale Talfahrt gegen Jahresmitte zu stoppen, im dritten Quartal legten die Wachstumsraten der bedeutenden Volkswirtschaften von einem sehr niedrigen Niveau aus wieder zu. Die Erholungstendenz kann aber noch nicht als stabil betrachtet werden. Schwieriger Geschäftsverlauf für R. STAHL Da R. STAHL der allgemeinen Konjunktur mit einem Zeitverzug von acht bis zehn Monaten folgt, haben die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise uns erst 2009 richtig erreicht. Bereits zu Jahresbeginn bröckelte der Auftragseingang, die Preisqualität begann massiv zu fallen. Im Inland und in Europa war der Rückgang am deutlichsten zu spüren: Der Umsatz fiel gegenüber dem Vorjahr um 12,8 %. Im zweiten Quartal brach der Auftragseingang aus dem Inland stark ein. Das Geschäft aus Osteuropa blieb im gesamten Jahresverlauf weit hinter den Erwartungen zurück. Erfreulicherweise gelang es uns, in Europa trotzdem einige große Erstausrüstungsprojekte zu gewinnen, die zum Ausgleich des Umsatzrückgangs beitrugen. Aus Asien und Middle East und der ehemaligen russischen Föderation verbuchten wir einige größere Aufträge für die Öl- und Gasindustrie, die die Auftragslage auf Jahressicht stützten. Im dritten Quartal spürten wir erste zaghafte Anzeichen einer Erholung in Asien; die Talsohle der Krise scheint in dieser Region zum Ende des Geschäftsjahres erreicht zu sein. Die Nachfrage aus Amerika war im Jahresverlauf recht stabil. Dank der strategischen Investitionen der vergangenen Jahre konnten wir unseren Umsatz in dieser Region 2009 trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen um 25,0 % steigern. Die Öl & Gas- sowie die Pharma-Industrie erwiesen sich im Jahresverlauf trotz weltweiter Horrorszenarien als relativ stabile Branchen. Ersterer half im Jahresverlauf der hohe Ölpreis. Aus der pharmazeutischen Industrie ließ die Nachfrage zum Jahresende allerdings deutlich ab. Völlig überraschend hingegen traf uns die Entwicklung in der Chemischen Industrie: Üblicherweise werden dort Stillstandzeiten der Anlagen zur Wartung genutzt, was R. STAHL bisher Folgeaufträge aus der sogenannten installierten Basis beschert. Diese Aktivitäten sind 2009 gänzlich ausgeblieben. Nahezu alle großen Chemiekonzerne drosselten ihre Produktion bzw. setzen sie ganz aus und schalteten ihre Anlagen ab, und reduzierten die Wartungsarbeiten auf ein absolutes Minimum, was bei R. STAHL zu schmerzhaften Ausfällen führte. Besonders stark traf die Krise den internationalen und deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Während zunächst noch Aufträge mit längerer Laufzeit abgearbeitet wurden, fehlten im Jahresverlauf gerade auch in Deutschland neue Projekte. Die internationale Schiffbau-Industrie hat zwar im Jahresverlauf ihre Investitionen deutlich zurück gefahren, der für uns relevante Bau von Tankern und Spezialschiffen war davon allerdings nur wenig betroffen. Insgesamt konnte R. STAHL im Krisenjahr 2009 einen Umsatz von EUR 202,6 Mio. erzielen, das waren 8,4 % weniger als im Vorjahr. Dieser relativ moderate Rückgang ist auf die strategisch wichtigen Investitionen der letzten Jahre, unseren ausgewogenen Branchen- und Produktmix sowie die gute Vertriebsaufstellung zurückzuführen. Strategie und Unternehmenssteuerung Strategie in der Wirtschaftskrise Im Jahr 2009 lag der Schwerpunkt unserer Aktivitäten auf der Sicherung des operativen Geschäfts. Die Bewältigung der Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise hat vorübergehend unsere volle Aufmerksamkeit beansprucht. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass unsere Auftragslage der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung üblicherweise mit einem Zeitverzug von acht bis zehn Monaten folgt. Das gab uns bei den ersten Anzeichen der Wirtschaftskrise die Chance, rechtzeitig gegenzusteuern. So haben wir bereits zu Beginn des Geschäftsjahres umfangreiche Kostensenkungs- und Kostensparmaßnahmen angeschoben. Zahlreiche Einzelaktivitäten halfen, die Kosten stark zu reduzieren. Schon Anfang 2009 hat sich R. STAHL klar dazu bekannt, die Stammbelegschaft zu halten. Darüber hinaus sollte der Gewinn notwendige Investitionen und eine angemessene Dividende sichern. Wachstumsstrategie bleibt bestehen Trotz der schwierigen Situation im Berichtsjahr sowie unserer kurzfristigen Ausrichtung auf kosten- und auftragseingangswirksame Projekte hält R. STAHL an der bestehenden Wachstumsstrategie fest. Die Ziele: (a) neue Abnehmerbranchen erschließen, (b) die Umsatzanteile in Amerika und Asien/Pazifik weiter zu steigern und (c) das Systemgeschäft auszubauen, gelten unverändert weiter. Wir hatten zwar 2009 im Sachanlagevermögen ein stark reduziertes Investitionsvolumen, konnten aber trotzdem Fortschritte bei der Umsetzung einiger Bereiche der Wachstumsstrategie verzeichnen. Die Anstrengungen, den Vertrieb unseren strategischen Überlegungen entsprechend auszubauen, haben sich insbesondere im abgeschlossenen Geschäftsjahr gelohnt. Seit 2007 sind Standorte/Vertretungen in Kanada, Russland, Australien, Indonesien und Malaysia hinzugekommen. In Nordamerika haben wir 2008 den Vertrieb personell verstärkt. Damit zeigte R. STAHL Präsenz in den Märkten und konnte Marktanteile hinzugewinnen. Darüber hinaus haben wir die Krisensituation genutzt, um uns auf die Verbesserung unserer Prozesse und Abläufe zu konzentrieren, dies sowohl im Bereich der Fertigung als auch in Vertrieb, Angebots- und Auftragsabwicklung. Beim Wiederanziehen der Konjunktur starten wir so deutlich schlagkräftiger. Entwicklungsaktivitäten im Zeichen der Wirtschaftskrise 2009 standen auch die Entwicklungsaktivitäten im Zeichen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: Die Prioritäten der laufenden Projekte wurden angepasst, die schnelle Realisierung von Umsatz in den Vordergrund gerückt. So erwirkten wir 2009 zahlreiche weitere Zertifikate für unsere Produkte, häufig auch mit Produkt-Modifikationen. Im Berichtsjahr erlangte R. STAHL branchenspezifische Zertifikate, z. B. für die Schiffbauindustrie sowie regionale beispielweise für Korea und Russland oder Nordamerika und Australien. Für viele Aufträge war auch der Einsatz in extremen Temperaturbereichen oder Zertifikate für bestimmte Brandschutzanforderungen notwendig. Innovationsschwerpunkt Automatisierung Ein Schwerpunkt unserer Entwicklungsaktivitäten lag im vergangenen Jahr auf der Automatisierungstechnik:
Insgesamt gelang es R. STAHL, seine Position als technologisch führendes Unternehmen im Explosionsschutz auch im schwierigen Jahr 2009 weiter auszubauen. Unternehmensinternes Steuerungssystem Jedes Konzernunternehmen erstellt monatlich eine Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine Bilanz, die in der Konzernzentrale konsolidiert werden. Daraus leiten sich die wesentlichen Kennzahlen ab, anhand derer die einzelnen Einheiten geführt werden. Wichtige Größen sind neben Auftragseingang und Umsatz das Ergebnis vor Steuern. Planung und Planabweichungsanalyse machen die Performance der einzelnen Konzerngesellschaften transparent. Anlässlich der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen führten wir im Berichtsjahr verschiedene zusätzliche Controlling-Instrumente ein, die eine kurzfristige und sehr detaillierte Steuerung des Unternehmens - vor allem auf der Kostenseite - erlaubten. II. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage2009 gelang es uns, die solide Finanz- und Vermögenslage des R. Stahl Konzerns trotz Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise zu erhalten und seine finanzielle Flexibilität sogar zu steigern. Zielgerichtete Investitionen in langfristige Vermögenswerte sowie den weiteren Ausbau unserer Geschäftsaktivitäten mit dem Erwerb von zusätzlichen Unternehmensanteilen stabilisierten und sicherten die Zukunftsfähigkeit des Konzerns. Mit der Festschreibung von Kreditlinien bei unseren verschiedenen Hausbanken erweiterten wir darüber hinaus unseren finanziellen Spielraum. Aufgrund der bestehenden Bilanzrelationen und guten Zukunftsaussichten des Unternehmens attestierten uns unsere potenziellen Kreditgeber eine hohe Kreditwürdigkeit. Zur Verbesserung des Ergebnisses leiteten wir rechtzeitig Maßnahmen ein und erreichten so im Krisenjahr 2009 ein zufriedenstellendes Resultat. Ertragslage Das Ergebnis des R. Stahl Konzerns für das Geschäftsjahr 2009 ist von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise geprägt. Dennoch haben wir konsequent am Ziel des Erhalts der Stammbelegschaft festgehalten und durch die Vermeidung von Kündigungen außerordentliche Personalkosten verhindert. Da die hoch motivierte Mannschaft an Bord bleibt, wird R. STAHL den zu erwartenden Aufschwung aus einer hervorragenden Ausgangposition heraus nutzen können. Zur Steigerung der Kostenflexibilität haben wir bereits im Vorjahr Strukturen und Abläufe angepasst. Auch an der Optimierung der Organisation in den Bereichen Fertigung, Einkauf und Vertrieb wird im Rahmen der allgemeinen Unternehmensentwicklung weiterhin gearbeitet. Da diese Projekte ihre Wirkung zeitverzögert entfalten werden, erwarten wir daraus nachhaltige Einsparungen für die Zukunft. Aufgrund der andauernden Wirtschaftskrise leiteten wir 2009 zusätzliche Maßnahmen ein, um im Gesamtjahr 2009 eine zufriedenstellende Ergebnissituation zu erreichen. Die entsprechenden Einmalaufwendungen belasteten das Ergebnis 2009. Darüber hinaus konnten durch die Reduzierung von Arbeitszeit und dem Abbau von Urlaubstagen weitere Kosten - insbesondere im Bereich Personal - gesenkt werden. Des Weiteren verzichteten zunächst alle Beschäftigten sowie die Unternehmensleitung in Deutschland freiwillig von Oktober 2009 bis Januar 2010 auf Entgeltbestandteile. Diesem Gemeinschaftsgeist schlossen sich die Mitglieder des Aufsichtsrats durch Vergütungsverzicht an und erklärten dadurch ihre Solidarität mit der Belegschaft. Damit zeigen Vorstand, Führungskräfte, Mitarbeiter und Aufsichtsratsmitglieder einen starken Zusammenhalt sowie ihre Verbundenheit zum Unternehmen. Die intensive und engagierte Mitarbeit der Belegschaft an der Krisenbewältigung hat maßgeblich dazu beigetragen, dass wir das Jahr 2009 besser abschließen konnten, als ursprünglich zu erwarten war. Deshalb wurde mit dem Betriebsrat vereinbart, dass der Gehaltsverzicht von 5 % für die Monate Oktober bis Dezember Mitte 2010 zurück gezahlt wird. Der entsprechende Betrag wurde im Jahresabschluss 2009 bereits zurückgestellt. Im negativen wirtschaftlichen Gesamtumfeld hat sich das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) im Geschäftsjahr 2009 von EUR 21,5 Mio. 2008 auf EUR 12,6 Mio. verringert. Die operative EBIT-Marge bezogen auf die Umsatzerlöse betrug 6,2 % (Vorjahr: 9,7 %). Auch das operative Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) ging von EUR 18,5 Mio. auf EUR 8,9 Mio. zurück. Die operative EBT-Marge bezogen auf die Umsatzerlöse beträgt nun 4,4 % (Vorjahr: 8,4 %). ![]() Nach Steuern betrug das Konzernergebnis EUR 5,6 Mio. (Vorjahr: EUR 12,6 Mio.), das Ergebnis je Aktie EUR 0,90 (Vorjahr: EUR 2,03). Entwicklung von Ergebnis und wesentlichen GuV-Positionen Im Geschäftsjahr 2009 verringerten sich die Umsatzerlöse im Vergleich zur Berichtsperiode 2008 um EUR 18,6 Mio. (- 8,4 %) auf EUR 202,6 Mio. ![]() Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise haben die Umsatzentwicklung in den einzelnen Regionen unterschiedlich beeinflusst. Der europäische Raum (ohne Deutschland) war in hohem Maße betroffen: Mit EUR 16,3 Mio. (- 14,7 %) verzeichneten wir einen sehr deutlichen Rückgang auf Umsatzerlöse i. H. v. EUR 94,9 Mio. Demgegenüber gingen von der Region Amerika Wachstumsimpulse aus - hier erzielten wir eine Umsatzsteigerung von EUR 4,5 Mio. (+25,0 %) auf EUR 22,6 Mio., da sich die eingeleiteten Expansionsmaßnahmen auch unter den schwierigen Rahmenbedingungen positiv niederschlugen. In der Region Asien sanken die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um EUR 1,4 Mio. (- 4,2 %) auf EUR 32,4 Mio. Durch den Ausbau der Vertriebsstrukturen konnten wir einen weiteren Umsatzrückgang vermeiden. Auch in Deutschland gaben die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um EUR 5,3 Mio. (- 9,2 %) auf EUR 52,7 Mio. nach, da die Wirtschaftskrise sich stark auf den deutschen Maschinen- und Anlagenbau ausgewirkt hat. In der Folge wurde auch R. STAHL hart getroffen. Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse beträgt nun 74,0 % (Vorjahreszeitraum: 73,8 %). Um die Unabhängigkeit des Unternehmens vor regionalen Nachfrageschwankungen zu stärken, streben wir weiteres Wachstum in den Regionen Amerika und Asien an. ![]() Die Gesamtleistung im Konzern ist um EUR 17,8 Mio. oder rund 8 % auf EUR 203,8 Mio. gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit EUR 4,4 Mio. vor allem wegen geringerer Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen unter dem Vorjahresniveau (EUR 5,6 Mio.). Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Materialaufwand um EUR 4,3 Mio. oder 5,8 % auf EUR 68,7 Mio. reduziert. Er betrug 33,7 % (Vorjahr: 32,9 %) der Gesamtleistung. Der Personalaufwand stieg absolut um EUR 1,8 Mio. auf EUR 78,9 Mio. an und erreichte damit 38,7 % (Vorjahr: 34,8 %) der Gesamtleistung. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem strategiekonformen Aufbau von Vertriebsmitarbeitern. Der Anteil der Abschreibungen an der Gesamtleistung lag mit 4,5 % aufgrund der geringeren Gesamtleistung 2009 über dem Vorjahresniveau von 4,1 %. Absolut betrachtet blieben die Abschreibungen mit rund EUR 9 Mio. gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Im sonstigen betrieblichen Aufwand schlugen sich die Auswirkungen der Kostensparmaßnahmen deutlich nieder. Mit EUR 38,9 Mio. wurden die Sachkosten gegenüber dem Vorjahr um EUR 7,8 Mio. reduziert. Der Anteil an der Gesamtleistung liegt mit 19,1 % um 2 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vorjahres (21,1 %). Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern betrug EUR 12,6 Mio. (Vorjahr: EUR 21,5 Mio.). Das Zinsergebnis in Höhe von EUR - 3,7 Mio. (Vorjahr: EUR - 3,0 Mio.) setzt sich aus Zinserträgen von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1,0 Mio.) und Zinsaufwendungen von EUR 4,0 Mio. (Vorjahr: EUR 4,0 Mio.) zusammen. In den Zinsaufwendungen sind die Zinsen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 2,9 Mio. (Vorjahr: EUR 2,8 Mio.) enthalten. Zusammenfassung der Ertragslage Im abgelaufenen schwierigen Geschäftsjahr 2009 hat R. STAHL ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 8,9 Mio. erreicht. Die operative Rendite betrug - dank strenger Kostenvorgaben sowie weiteren Produktivitätsfortschritten und Prozessverbesserungen - 4,4 %. Dieses auch in schwierigen Zeiten zufriedenstellende Resultat unterstreicht das gesunde und wettbewerbsfähige Fundament unseres Unternehmens und belegt zugleich den Erfolg der umgesetzten Strategien und Maßnahmen. Auftragslage Trotz des weltweiten Konjunkturabschwungs erzielte der Konzern im Geschäftsjahr 2009 Auftragseingänge in Höhe von EUR 208,1 Mio. (Vorjahr: EUR 223,6 Mio.), das sind 6,9 % weniger als im Vorjahr. Dabei trug das Projektgeschäft maßgeblich zu den Auftragseingängen bei. Im schwierigen und preislich hart umkämpften Markt ist es uns dank verstärkter Vertriebsaktivitäten und unserer hohen Produktqualität gelungen, verschiedene Großaufträge zu gewinnen und weitere Rückgänge zu vermeiden. ![]() Regionale Verteilung der Auftragseingänge Auch der Rückgang des Auftragseingangs um 6,9 % gegenüber dem Vorjahr teilte sich regional unterschiedlich auf: ![]() In Europa (ohne Deutschland) nahm der Auftragseingang um EUR 9,0 Mio. (- 8,3 %) auf EUR 99,4 Mio. ab. In Amerika gelang es uns, sogar mehr Aufträge zu gewinnen, als 2008: plus 25,9 % auf EUR 24,2 Mio. Diese Entwicklung bestätigt unsere bereits 2007 eingeleitete Strategie, die Vertriebsstruktur in dieser Region auszubauen sowie weitere Produktzulassungen für den amerikanischen Markt und die kanadische Tochtergesellschaft zu erwirken. Im Bereich Asien/Pazifik übertraf R. STAHL das Niveau des Vorjahres mit einer Steigerung von 3,8 % leicht - das Auftragsvolumen lag bei EUR 34,0 Mio. Auch hier wurden laut definierter Unternehmensstrategie die Vertriebsaktivitäten ausgeweitet und die Produkte an die Anforderungen des lokalen Marktes angepasst. In Deutschland ist der Auftragseingang drastisch eingebrochen: Sein Volumen von EUR 50,5 Mio. liegt rund 20 % unter dem des Vorjahres. Der Auftragsbestand lag trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum 31. Dezember 2009 mit EUR 42,6 Mio. um 9,1 % über dem Niveau des Vorjahreszeitpunktes (EUR 39,0 Mio.). Finanzlage Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Die R. Stahl AG ist für das gesamte Finanzmanagement des R. Stahl Konzerns verantwortlich. Die zentrale Organisation des Finanzmanagements sichert ein einheitliches Auftreten gegenüber Kapitalgebern und erlaubt ein zentrales Risikomanagement ohne finanzielle Gefahren. Konzernweit werden Kredit-, Zins- und Währungsrisiken zentral gesteuert. Die bei Bedarf notwendige Absicherung erfolgt durch den Einsatz von marktgängigen derivativen Finanzinstrumenten, die ausschließlich an den Grundgeschäften ausgerichtet sind. Finanzierungsanalyse Die Fremdfinanzierung, sofern notwendig, wird durch Bankkredite gedeckt. In Deutschland erfolgt die Finanzierung der einzelnen Konzerngesellschaften durch Teilnahme am Cashpooling. Ausländische Gesellschaften finanzieren sich über durch die Muttergesellschaft garantierte Kreditlinien bei lokalen Banken oder durch von der Muttergesellschaft zur Verfügung gestellte Finanzmittel. Die Finanzierungsstruktur des R. Stahl Konzerns zeigt weiter eine hohe Stabilität. Eigenkapital und langfristige Schulden decken das langfristige Vermögen vollständig ab, 95,5 % der langfristigen Vermögenswerte sind durch Eigenkapital finanziert. Liquide Mittel in Höhe von EUR 22,5 Mio. übersteigen die kurz- und langfristigen verzinslichen Finanzschulden um EUR 7,6 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt 41,5 % (Vorjahr: 43,7 %). Auf Basis einer kontinuierlichen und langjährigen Zusammenarbeit mit unseren Hausbanken dehnten wir 2009 unseren finanziellen Spielraum aus. Wir verhandelten mit unseren potenziellen Fremdkapitalgebern und realisierten finanzielle Vorsorgemaßnahmen. Als Ergebnis konnten wir bei unterschiedlichen Hausbanken Kreditlinien in Höhe von rund EUR 35 Mio. für weitere drei Jahre festschreiben. Die vorhandenen flüssigen Mittel stellen eine hohe Liquiditätsausstattung dar, und weitere Liquiditätsreserven sind durch die zugesagten Kreditlinien in ausreichendem Maße vorhanden. Finanzielle Engpässe sind somit nicht zu erwarten und die Abhängigkeit von Fremdkapitalgebern ist von untergeordneter Bedeutung. Die solide Finanzierungsstruktur eröffnet dem Konzern weitreichende finanzielle Möglichkeiten. Investitionsanalyse Im Geschäftsjahr 2009 hat der R. Stahl Konzern Investitionsmaßnahmen zur Rationalisierung, Erweiterung und Modernisierung des Geschäftsbetriebes durchgeführt. Insgesamt lag deren Volumen bei EUR 14,0 Mio. (Vorjahr: EUR 13,8 Mio.). Unsere Tochtergesellschaft in den Niederlanden hat in das neue Produktions- und Verwaltungsgebäude planmäßig weiter investiert und die entsprechenden Maßnahmen 2009 abgeschlossen. Darüber hinaus investierten wir in Software sowie in den Umbau des Waldenburger Gebäudes und schafften verschiedene Maschinen sowie Werkzeuge zum Stanzen, Pressen und Dosieren an. Entwicklungsleistungen wurden in Höhe von EUR 2,9 Mio. (Vorjahr: EUR 1,7 Mio.) aktiviert und die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betrugen EUR 9,1 Mio. (Vorjahr: EUR 9,0 Mio.). Liquiditätsanalyse (Kapitalflussrechnung) Die liquiden Mittel des Konzerns haben sich im Berichtszeitraum um EUR 11,6 Mio. auf EUR 22,5 Mio. verringert. Für diesen Rückgang sind Investitionen in langfristige Vermögenswerte und der Erwerb von weiteren Anteilen an unserem erfolgreichen norwegischen Tochterunternehmen maßgeblich. An dieser zukunftsgerichteten Investitionstätigkeit halten wir weiter fest. Darüber hinaus hat die Zahlung der Dividende an unsere Aktionäre liquide Mittel in Anspruch genommen. Trotz der allgemeinen Wirtschaftskrise weist R. STAHL einen positiven operativen Cashflow aus - er betrug EUR 10,9 Mio. (Vorjahr: EUR 27,5 Mio.). Grund für den Rückgang ist das deutlich geringere Periodenergebnis. Auch zur Zahlung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden finanzielle Mittel verwendet. Dem steht in geringerem Maße die Verringerung der Vorratshaltung, die zur Generierung finanzieller Mittel führte, gegenüber. Die Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und das Sachanlagevermögen betrugen im Berichtszeitraum EUR 12,5 Mio. (Vorjahr: EUR 14,1 Mio.). Im Geschäftsjahr 2009 sind weitere Zahlungen von EUR 1,7 Mio. für Akquisitionen in Russland und Kanada abgeflossen. Damit ergab sich 2009 ein Free Cashflow von EUR - 3,1 Mio. (Vorjahr: EUR 13,7 Mio.). In der Rubrik Finanzierung sind die Ausschüttung an unsere Aktionäre in Höhe von EUR 5,3 Mio. sowie Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter im Zusammenhang mit der Kaufpreiszahlung für Anteile an der R. STAHL Norge AS, Oslo (Norwegen) erwähnenswert. Die R. Stahl AG hat Ende Juli 2009 die restlichen Anteile für EUR 7,7 Mio. erworben und hält nun 100 % an dieser bedeutenden Gesellschaft. Im Bereich der kurzfristigen verzinslichen Finanzschulden sind Kapitalaufnahmen zu verzeichnen. Die Tilgung langfristiger Darlehen erfolgte planmäßig. Weiterhin hat unsere niederländischen Tochtergesellschaft ein langfristiges Darlehen zur Finanzierung des neuen Gebäudes aufgenommen. Die Kapitalflussrechnung stellt sich zusammengefasst wie folgt dar: scroll
Vermögenslage Vermögensstrukturanalyse Die Bilanzrelationen des R. Stahl Konzerns waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 nach wie vor außerordentlich solide. Die Bilanzsumme zum Jahresende 2009 ist im Vergleich zum 31. Dezember 2008 um EUR 2,9 Mio. oder 1,6 % auf EUR 175,8 Mio. gesunken. Investitionsbedingt sind auf der Aktivseite die langfristigen Vermögenswerte angestiegen, sie betragen nun 43,5 % (Vorjahr: 37,5 %) der Bilanzsumme. Beim Bilanzposten der immateriellen Vermögenswerte sind die Aktivierung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Kauf von Anteilen an der russischen Gesellschaft (EUR 0,7 Mio.) und aus dem Erwerb eines kanadischen Unternehmens mit anschließender Verschmelzung auf unsere kanadische Tochtergesellschaft (EUR 0,9 Mio.) nennenswert. Darüber hinaus sind bei den Geschäfts- oder Firmenwerten Wechselkurseffekte in Höhe von rund EUR 0,8 Mio. durch die Aufwertung der norwegischen Krone zum Bilanzstichtag für den höheren Bilanzwert ausschlaggebend. Insgesamt sind die Geschäfts- oder Firmenwerte im Vergleich zum Vorjahr um EUR 2,5 Mio. angestiegen. Durch die Aktivierung von Entwicklungskosten hat sich dieser Bilanzposten nach Berücksichtigung von Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um EUR 2 Mio. erhöht. Im Sachanlagevermögen wird mit der Umgliederung von „Anlagen im Bau" hin zu den „Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten" die Fertigstellung des Gebäudes in den Niederlanden deutlich. Vor allem durch den Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich die kurzfristigen Vermögenswerte insgesamt um EUR 12,4 Mio. verringert. Prozentual betrachtet ergeben die kurzfristigen Vermögenswerte 56,5 % (Vorjahr: 62,5 %) des Gesamtvermögens. Das Eigenkapital ist um EUR 5,2 Mio. auf EUR 73,0 Mio. gesunken. Aus dem Kauf der restlichen Anteile an der R. STAHL Norge AS, Oslo (Norwegen) resultierte ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 6,1 Mio., der gemäß den IFRS-Bilanzierungsregeln mit dem Eigenkapital verrechnet wurde, sowie ein entsprechender Abgang der Minderheitenanteile am Kapital in Höhe von EUR 1,4 Mio. Vor diesem Hintergrund hat sich die Eigenkapitalquote von 43,7 % zum 31. Dezember 2008 auf 41,5 % zum Jahresende 2009 leicht verringert. Wie zum Jahresende 2008 hatte der R. Stahl Konzern zum 31. Dezember 2009 516.291 Stück eigene Aktien im Bestand. Zu beiden Stichtagen erfolgte ein Abzug der eigenen Aktien in Höhe der Anschaffungskosten (EUR 5,6 Mio.) vom Eigenkapital. Die langfristigen Schulden sind um EUR 6,4 Mio. angestiegen, sie betragen nun 34,6 % (Vorjahr: 30,5 %) der Bilanzsumme, während die kurzfristigen Schulden reduziert wurden. Ihr Anteil an den Passiva insgesamt liegt bei 23,9 % (Vorjahr: 25,8 %). Die dargestellte solide Finanz- und Vermögenslage bietet eine komfortable Basis für die weitere Entwicklung des R. Stahl Konzerns, der damit für die Zukunft gut gerüstet ist. Personal Natürlich stand auch die Personalarbeit 2009 unter dem Einfluss der wirtschaftlichen Situation. An dem Ziel, die Stammbelegschaft über die Krise hinweg zu halten, richteten sich sämtliche Maßnahmen aus. Der bereits Ende 2008 verhängte generelle Einstellungsstopp galt auch im Verlauf des Berichtsjahrs fort. Der leichte Anstieg der Gesamtbelegschaft bis Jahresmitte resultiert zum einen aus der Übernahme einiger Auszubildenden in ein befristetes Beschäftigungsverhältnis, zum anderen aus dem Ausbau der Vertriebsaktivitäten bei den ausländischen Tochtergesellschaften. In Folge der Kostensparmaßnahmen wurden nahezu alle, v.a. externe Personalentwicklungsmaßnahmen eingefroren. Zur Zukunftssicherung haben wir 2009 trotz schwieriger Rahmenbedingungen die Zahl der Auszubildenden auf gleichbleibend hohem Niveau gehalten. Im Berichtsjahr waren 75 Auszubildende im Durchschnitt bei uns beschäftigt, was einer Ausbildungsquote bezogen auf die inländische Belegschaft von 7,2 % entspricht und deutlich über dem nationalen Durchschnitt liegt. Produktionsbericht Die Auslastung unserer Werke war im Berichtsjahr uneinheitlich. Am Stammwerk in Waldenburg war der Rückgang bereits im ersten Quartal deutlich spürbar, woraufhin wir die Anzahl der Leiharbeitnehmer verringerten. Die angemieteten Flächen in der Nähe des Stammwerks wurden weitestgehend zurückgegeben. Zur Sicherung der Auslastung verrichteten alle Standorte zahlreiche Tätigkeiten, die bislang extern vergeben waren, wieder selbst. Darüber hinaus setzten wir in der Waldenburger Fertigung 2009 zahlreiche Optimierungsprojekte um, bei allen war die Zielvorgabe eine bessere Kundenorientierung. Im Einzelnen konnten Lieferzeit und Lieferqualität verbessert werden, Prozess- und Produktqualität nahmen zu. Einige größere gewonnene Aufträge halfen auf Jahressicht, die Beschäftigung vor allem im Inland zu sichern. Der Verschiebung der Auftragsvolumen im Produktmix begegneten wir mit vorübergehender Job Rotation. Das „Ausleihen" von Mitarbeitern in andere Abteilungen geschah immer vor dem Hintergrund, die Stammbelegschaft durch die Krise hindurch zu halten, und wurde von enormer Flexibilität in der Belegschaft begleitet. Das Werk unserer Tochtergesellschaft Tranberg AS in Stavanger erfreute sich einer relativ guten Auftrags- und Auslastungssituation. Im vierten Quartal fiel die Nachfrage vorübergehend, konnte sich zum Jahresende aber wieder stabilisieren. Bei Electromach B.V. in Hengelo wurde zu Beginn des Berichtszeitraums ein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude eingeweiht. Damit kann unsere niederländische Tochtergesellschaft ihre Produktionsabläufe dem wachsenden Geschäftsfeld mit Großsteuerungen optimal anpassen. Electromach blickt auf ein zufriedenstellendes Jahr zurück; das relativ starke Projektgeschäft sicherte eine befriedigende Auslastung. Für die Kölner R. Stahl HMI Systems GmbH verlief 2009 auf befriedigendem Niveau. Am Standort in Chennai hatten wir aufgrund des nachlassenden Auftragseingangs für Leuchten für den asiatischen Markt im Jahresverlauf Auslastungsprobleme. Potenziale beim internationalen Einkauf Im Zuge zahlreicher Projekte im Supply-Management konnte die Zahl der aktiven Lieferanten um rund 100 verringert werden, was Einsparungen auf der Sachkostenseite brachte. Durch umfangreiche Jahrespreisverhandlungen mit den wichtigsten Partnern konnten die Materialkosten bereits für 2009 um rund EUR 1 Mio. reduziert werden. Ab 2010 werden sich die Einsparungspotenziale voll auswirken. IT-Projekte Das 2008 erfolgreich eingeführte SAP-System wurde im Berichtsjahr weiter optimiert, wobei wir die für manche Auslandsgesellschaften geplante Implementierung aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage zurück stellten. Im Sommer begannen wir in Deutschland mit dem Einsatz des neuen Customer-Relationship-Management-Systems, mit dem der Vertrieb Kundendaten und Kontakte weltweit einheitlich pflegen kann. Im Jahresverlauf wurden weitere Gesellschaften im Ausland eingebunden. Wir haben die schwache Auslastung auch dazu genutzt, unsere Präsenz in den elektronischen Medien zu erhöhen: Innerhalb unseres Internet-Auftritts ist eine Wissensdatenbank „Explosionsschutz" entstanden und weitere Tochtergesellschaften wurden in die Website eingebunden. Für ausgewählte Kunden und Vertretungen besteht nun die Möglichkeit, sich in das firmeninterne Intranet einzuklinken und Informationen, beispielsweise zu Produkten und Marketingaktionen, direkt zu beziehen. Messe-Auftritte mit viel Eigenleistung Trotz schwieriger Rahmenbedingung hielten wir 2009 an der Teilnahme an den für uns wichtigsten Fachmessen fest: Auf der Interkama, der internationalen Leitmesse der Prozessautomation, war R. STAHL 2009 der Aussteller seiner Branche mit den meisten Neuprodukten. Das Angebot für die Automatisierungstechnik wurde durch die neue Stromversorgung für Feldbusse abgerundet. Eine breite Palette an Möglichkeiten für wireless-Anwendungen wurde ebenso vorgestellt wie ein Remote PC. Weiterhin konnte R. STAHL seine Spitzenposition in der Beleuchtungstechnik mit moderner LED-Technik untermauern. Die Erweiterung unseres Angebots vor allem für Systemlösungen war Schwerpunkt unseres Auftritts auf der Achema, Leitmesse der chemischen Technik und Prozessautomation. Auf der Norshipping in Oslo, der führenden Messe für Schiffbau und Offshore, stießen die Kamerasysteme von R. STAHL HMI auf große Resonanz. Auf der SPS in Nürnberg, einer Fachmesse der Automatisierungstechnik, präsentierten wir uns gemeinsam mit Yokogawa, einem der weltweit führenden Hersteller von Prozessleitsystemen. Nachhaltigkeitsbericht Explosionsschutz ist eine Sicherheitstechnologie. R. STAHL leistet mit seinem Kerngeschäft bereits einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Mensch, Umwelt und Maschine. Compliance heißt für uns nicht nur, den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zu folgen. Im Berichtsjahr veröffentlichten wir im gesamten Konzern unsere Verhaltensrichtlinie. Unser Compliance-Beauftragter ist Ansprechpartner für alle Zweifelsfälle. Das Gebäude am Unternehmenssitz ist nach modernsten ökologischen Gesichtspunkten gebaut, diese Standards werden kontinuierlich überprüft und auch erweitert. Bei der Umgestaltung einiger Flächen in Büroräume Anfang 2009 konnte zum Beispiel durch den Einsatz modernster Klimatechnik der Energiebedarf deutlich gesenkt werden. Seit 2009 beteiligt sich R. STAHL an einem Energie-Effizienz-Netzwerk, ein Ideen- und Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen. Eine Initialberatung in Waldenburg identifizierte weitere Energie-Einsparpotenziale. Im Leuchtenwerk in Weimar wurde das komplette Beleuchtungssystem im Fertigungsbereich ausgetauscht - mit dem Resultat einer deutlich höheren Lichtausbeute bei stark reduziertem Energieverbrauch. Das neue Werk der Tochtergesellschaft in Hengelo verfügt über eine Beleuchtung durch das natürliche Sonnenlicht. Geregelte Spiegelsysteme sorgen dafür, dass tagsüber keine künstliche Beleuchtung notwendig ist. Unser zertifiziertes Arbeitsschutzmanagement-Team setzte seine Arbeit im abgelaufenen Jahr auf hohem Niveau fort. III. Erklärung zur UnternehmensführungMit Beginn des Geschäftsjahres 2009 sind alle deutschen Aktiengesellschaften nach § 289 a HGB verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben. Unsere Erklärung wurde auf der R. STAHL Website www.stahl.de unter der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance öffentlich zugänglich gemacht. IV. Ergänzende Angaben nach § 315 Abs 4 HGBKapitalverhältnisse Am 31. Dezember 2009 betrug das gezeichnete Kapital der R. Stahl AG EUR 16.500.000,00, es setzte sich aus 6.440.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien zusammen. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von EUR 2,56 am Gesellschaftskapital. Mitglieder der Familien Stahl und Zaiser haben wesentliche Teile des stimmberechtigten Kapitals in einem Konsortialvertrag gepoolt, durch den sie sich verpflichten, ihre Stimmen entsprechend den Beschlüssen des Konsortiums auszuüben bzw. ausüben zu lassen. Mit der Meldung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG vom 10. Juli 2006 haben die Konsorten mitgeteilt, dass sie mehr als 25 % der Stimmrechte an der R. STAHL AG halten. Die Gesamtzahl der Stimmrechte, die dem einzelnen Konsorten nach den §§ 21, 22 WpHG zuzurechnen sind, betragen nach dieser Meldung individuell zwischen 36,02 und 38,35 % der stimmberechtigten Aktien. Die Gesamtzahl der Stimmrechte, die dem Konsortium zuzurechnen sind, können sich seitdem verändert haben, ohne dass sich eine erneute Meldepflicht nach WpHG ergeben hat. Aktionärsrechte und -pflichten Dem Aktionär stehen Vermögens- und Verwaltungsrechte zu. Zu den Vermögensrechten gehören nach § 58 Abs. 4 AktG das Recht auf Teilhabe am Gewinn und nach § 271 AktG am Liquidationserlös sowie nach § 186 AktG das Bezugsrecht auf Aktien bei Kapitalerhöhung. Zu den Verwaltungsrechten gehören das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen und das Recht, auf dieser zu reden, Fragen und Anträge zu stellen sowie die Stimmrechte auszuüben. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die Mitglieder des Aufsichtsrats der Kapitalseite und den Abschlussprüfer; sie entscheidet über die Entlastung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, über Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen, über Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien sowie gegebenenfalls über die Durchführung von Sonderprüfungen, über vorzeitige Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrats und über eine Auflösung der Gesellschaft. Besetzung des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen, von denen sechs von der Hauptversammlung und drei nach dem Drittelbeteiligungsgesetz zu wählen sind. Die Beschlüsse des Aufsichtsrats werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit nicht gesetzlich zwingend andere Mehrheiten vorgeschrieben sind. Ergibt eine Abstimmung Stimmengleichheit, muss unverzüglich neu abgestimmt werden, es sei denn, die Mehrheit des Aufsichtsrats beschließt eine neue Aussprache. Bei dieser erneuten Abstimmung hat nach § 12 Abs. 8 der Satzung der Vorsitzende des Aufsichtsrats bei Stimmengleichheit zwei Stimmen. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig. Ergänzend bestimmt die Satzung in § 6, dass der Vorstand aus einer oder mehreren Personen besteht. Über die Zahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung und den Widerruf der Bestellung sowie die Anstellungsverträge mit ihm entscheidet der Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen sowie stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Informationen zu den Befugnissen des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen sind im Konzernanhang unter dem Punkt „26. Eigenkapital" aufgeführt. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen Die R. Stahl AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Auch wurden den Mitgliedern des Vorstands und Arbeitnehmern keine Entschädigungen im Falle eines Übernahmeangebots zugestanden. V. Vergütungssystematik für Aufsichtsrat und VorstandDie Grundzüge des Vergütungssystems für Aufsichtsrat und Vorstand sind im Konzernanhang unter dem Punkt „34. Verwaltungsorgane der Gesellschaft" angegeben. VI. RisikoberichtInternes Kontroll- und Risikomanagementsystem für den Rechnungslegungsprozess Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem für den Rechnungslegungsprozess verstehen wir als Gesamtheit aller Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, welche die Effektivität, Zuverlässigkeit und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Konzernabschluss und der Abschlüsse der Konzerngesellschaften gewährleisten. Die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem obliegt dem Vorstand, der hierfür umfangreiche Strukturen und Systeme sowie eine feste Führungs- und Berichtsorganisation im R. Stahl Konzern eingerichtet hat. Risiko- und Chancenmanagement Alle wesentlichen Risiken und Chancen werden quartalsweise von allen Gesellschaften dezentral in einer Datenbank erfasst. Im zentralen Risikomanagement werden diese Daten zu einem Risiko- und Chancenbericht je Gesellschaft zusammengefasst. Dieser Bericht zeigt neben der Beschreibung des Risikos bzw. der Chance auch den potenziellen Risiko- bzw. Chancenwert, deren Eintrittswahrscheinlichkeit und den Maßnahmenplan. Über ein Risikoklassensystem wird sichergestellt, dass bedeutende und insbesondere bestandsgefährdende Risiken frühzeitig der Konzernleitung sowie dem Vorstand vorgelegt werden. Mit der quartalsweisen Auswertung der Risiken und Chancen können wir frühzeitig auf kritische Situationen reagieren und entsprechende Maßnahmen einleiten. Darüber hinaus sind die Gesellschaften verpflichtet, den Vorstand über zeitkritische oder wesentliche Risiken unverzüglich in Kenntnis zu setzen. Internes Kontrollsystem Das interne Kontrollsystem sorgt bei uns mit Grundsätzen und definierten Verfahren für einen standardisierten und einheitlichen Rechnungslegungsprozess. Es beinhaltet zahlreiche konzernweite Richtlinien und Arbeitsanweisungen, zum Beispiel für den Finanz- und Verwaltungsbereich oder den Jahresabschluss. Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden. Wesentliche Instrumentarien für die Sicherstellung des Rechnungslegungsprozesses sind:
Die beschriebenen Maßnahmen und Prozesse unterliegen der ständigen Überprüfung durch die verantwortlichen Personen der Konzerngesellschaften sowie dem Konzern-Controlling. Des Weiteren stellt die interne Revision einen wichtigen Baustein in der prozessunabhängigen Kontrolle dar und ist für R. STAHL ein wichtiger Aspekt der Unternehmensführung. Die Interne Revision ist Teil einer effizienten und zukunftsorientierten Risikovorsorge. Sie unterliegt nur dem Direktionsrechts des Vorstandes und untersteht dem Vorsitzenden. Ihre Prüfungshandlungen erstrecken sich auf alle Unternehmen und Unternehmensbereiche des Konzerns. 2009 fanden umfangreiche Regelprüfungen in unseren Tochtergesellschaften in Amerika, Asien und Europa statt. Es gab keine wesentlichen Feststellungen. Die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung wurde bestätigt und die Prüfungen ergaben keine Qualitätsmängel im Hinblick auf die Berichterstattung. Selbstverständlich werden die Berufsstandards und der Code of Ethics des DIIR (Deutsches Institut für Interne Revision) sowie die Verhaltensrichtlinie des Konzerns eingehalten. Einzelrisiken Umfeld- und Branchenrisiken Die Risiken, die immer noch von der internationalen Finanzkrise für R. STAHL ausgehen, nehmen wir ernst. Die Öl & Gas- sowie die Pharma-Industrie erwiesen sich 2009 als relativ stabile Branchen. Die Chemische Industrie verzichtete bei abgeschalteten Anlagen auf die Durchführung von Wartungsarbeiten. Für 2010 erwarten wir eine leichte Erholung dieser Branchen. Ein Restrisiko ist nicht auszuschließen. Mit einer Eigenkapitalquote von 41,5 % und liquiden Mitteln in Höhe von EUR 22,5 Mio. ist R. STAHL solide finanziert. In Deutschland verzeichneten wir 2009 einen Anstieg der Insolvenzen. Die allgemeine Erwartung geht von weiter steigenden Insolvenzzahlen aus. Deshalb können wir einen Ausfall von Lieferanten und Kunden nicht ausschließen. Derzeit liegen uns aber keine Erkenntnisse für ein erhöhtes Risikos vor, dennoch werden wir dem Forderungsmanagement und -monitoring eine noch größere Bedeutung beimessen. Zur Risikovorsorge haben wir Prozessverbesserungen durchgeführt. Dazu gehört u. a. die regelmäßige Bonitätsprüfung unserer Kunden vor Geschäftsabschluss. Unternehmensstrategische Risiken Entsprechend unserer Wachstumsstrategie sind in den letzten Jahren weitere Standorte u. a. in Kanada, Russland und Malaysia hinzugekommen. Der Vorstand hat sich klar zu Standort und Belegschaft bekannt. Sollte die erwartete Erholung der Märkte im zweiten Halbjahr verbunden mit einem moderaten Wachstum nicht eintreffen, wird sich dies auf unser Ertragsniveau auswirken. Zudem würde der Druck auf zusätzliche Kostenreduzierungen weiter steigen. Leistungswirtschaftliche Risiken Wir stellen hohe Ansprüche an die Qualität unserer Produkte und an die Zufriedenheit unserer Kunden, die den hohen Qualitätsstandard unseres Produktspektrums schätzen. Unsere Produktpalette besteht zu großen Teilen aus Produkten, die sicherheitsrelevant sind. Deshalb legen wir großen Wert auf ein ausgeprägtes Qualitätsmanagement. Dies beginnt mit der sorgfältigen Auswahl unserer Lieferanten und beinhaltet bei vielen Produkten eine 100 prozentige Qualitätskontrolle vor der Auslieferung. Es sind keine wesentlichen Risiken, die zum Beispiel eine Rückrufaktion begründen würden, erkennbar. Personalrisiken Das wesentlichste Risiko im Personalbereich ist aus unserer Sicht der drohende Verlust von Fachwissen und Know-how durch den Abgang qualifizierter Mitarbeiter. Um dem wirksam zu begegnen haben wir im Jahr der Krise „das Halten der Stammbelegschaft" zu unserer Leitlinie gemacht. Durch eine Reihe von Maßnahmen, die zusammen mit den Arbeitnehmervertretern vereinbart wurden, konnten wir betriebsbedingte Kündigungen vermeiden. Trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage haben wir auch an den hohen Ausbildungszahlen festgehalten. Dies ist der richtige Weg, um mittelfristig im demographischen Wandel gut ausgebildete Nachwuchskräfte an Bord zu haben. Darüber hinaus verfügt unsere Belegschaft über einen hohen Qualifizierungsgrad, sodass wir in Schlüsselqualifikationen selten von einzelnen Mitarbeitern abhängig sind. Informationstechnische Risiken Im Jahr 2009 lag der Schwerpunkt auf der Optimierung und dem funktionalen Ausbau der IT-Systemwelt, verbunden mit einer weiteren Qualifizierung der Anwender. Um dem Risiko eines möglichen Ausfalls eines Rechenzentrums vorzubeugen wurde in die Infrastruktur mit zwei zentralen Rechenzentren investiert. Die Systeme sind dank verschiedener IT-Maßnahmen für eine hohe Verfügbarkeit ausgelegt. Server und Anwendungen sind redundant vorhanden. Um dem Risiko eines unerlaubten Zugriffs auf Systeme und Daten entgegen zu wirken wurden umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen installiert (Firewall, Virenscanner von verschiedenen Herstellern). Finanzwirtschaftliche Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren für den Konzern im Wesentlichen aus sich verändernden Wechselkursen. Als weltweit tätiges Unternehmen schließt R. STAHL Geschäfte in verschiedenen Währungen ab. Risiken ergeben sich dabei aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Banksalden, Forderungen, Verbindlichkeiten und Schulden sowie aus schwebenden Geschäften und antizipierten Transaktionen. Zur Absicherung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Basierend auf Umsatzplanungen der einzelnen Gesellschaften werden die offenen Positionen des Konzerns ermittelt und durch den Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Ihr Einsatz erfolgt ausschließlich zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte, schwebender Geschäfte oder geplanter Transaktionen. Durch Devisentermingeschäfte haben wir unsere vorhandenen und geplanten Fremdwährungsvolumen zu einem großen Teil abgesichert. Jedoch sind die Wechselkursentwicklungen in der jüngsten Vergangenheit durch hohe Volatilitäten gekennzeichnet. Eine belastbare Prognose der weiteren Entwicklung ist nicht möglich. Da die Preisschwankungen an den Finanzmärkten kaum vorhersehbar sind, sehen wir in der langfristen Betrachtung Risiken für unser Geschäft, die sich in der Ergebnisqualität niederschlagen können. Zur Finanzierung der geschäftlichen Aktivitäten nimmt der Konzern grundsätzlich fristenkongruent Fremdkapital auf. Negative Auswirkungen aus variierenden Zinssätzen können für R. STAHL Risiken darstellen. Vor diesen schützen wir uns bei Bedarf mit derivativen Finanzinstrumenten. Durch Zinsderivate haben wir Zinszahlungen für ein bestehendes und zukünftig geplantes Darlehen gesichert. Der Einsatz der Derivate erfolgt ausschließlich zur Absicherung der Risiken, die sich aus Schwankungen des allgemeinen Marktzinsniveaus bei bestehenden oder geplanten Fremdkapitalaufnahmen ergeben. Aufgrund der bestehenden Finanzierungsstruktur unterliegt der Konzern keinen wesentlichen Zinsrisiken. Die Laufzeiten der Währungs- und Zinsderivate sind grundsätzlich an den Grundgeschäften ausgerichtet. Der Handlungsrahmen, die Verantwortlichen, die finanzwirtschaftliche Berichterstattung sowie die Kontrollmechanismen für Finanzinstrumente sind konzerneinheitlich festgelegt. Im Wesentlichen gehört hierzu eine klare Funktionstrennung zwischen Handel und Abwicklung. Aufgrund der fortlaufenden Überwachung der Außenstände sowie der Berücksichtigung von Wertberichtigungen ist das Kreditrisiko vernachlässigbar. Da R. STAHL über umfangreiche nicht genutzte Banklinien verfügt, die vertraglich bei mehreren Banken festgeschrieben sind, ist ein Liquiditätsrisiko nicht erkennbar. Zur professionelleren Umsetzung der Aufgaben und Weiterentwicklung des Unternehmensbereiches Treasury haben wir im Geschäftsjahr 2009 ein Treasury Management System installiert, das wir insbesondere für Cashmanagement, Liquiditätsplanung und Währungsmanagement einsetzen. Eine detaillierte Beschreibung der zum Bilanzstichtag gehaltenen Sicherungsinstrumente sowie weitere Angaben zu den Währungs-, Zins-, Kredit- und Liquiditätsrisiken sind im Konzernanhang unter den Punkten „32. Derivative Finanzinstrumente" und „33. Management von Finanzrisiken" enthalten. VII. NachtragsberichtBis zum Redaktionsschluss lagen keine bedeutenden Ereignisse im Geschäftsjahr 2010 vor. VIII. PrognoseberichtErwartete gesamtwirtschaftliche Situation/Absatzbranchen Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht wie mehrere andere renommierte Wirtschaftsinstitute davon aus, dass die weltweite Rezession schneller als erwartet beendet sein wird. Global rechnet der IWF für 2010 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 3,9 %. Für Deutschland sehen die Experten eine Wachstumsrate von 1,5 %, ähnlich wie für andere Industrieländer. Dabei legen sie viel Hoffnung in einen wieder steigenden Export. So seien die Wachstumsvoraussagen für Asien vergleichsweise hoch, allein für China wird mit einem Plus von mindestens 10 % gerechnet. Auch die deutsche Chemieindustrie blickt optimistisch ins Jahr 2010: Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) erwartet ein Umsatzwachstum von 6 % und eine um 5 % gestiegene Produktion. Zu berücksichtigen ist allerdings die sehr niedrige Basis des vergangenen Jahres. Weiterhin rechnet der Verbandsvorsitzende mit einem gleichbleibenden Investitionsverhalten der deutschen Chemieindustrie für 2010. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat seine Talsohle bereits im November 2009 durchschritten. Bis sich diese zaghafte Besserung in Umsatz und in der Folge in neuen Investitionen durchschlägt, wird es wegen der technisch bedingten Durchlaufzeiten aber noch etwas dauern. Dank der guten Aussichten in den USA und einem breiteren Zugang zu Arzneimitteln in den Schwellenländern könnte die Pharmaindustrie 2010 ein globales Wachstum von 4 bis 6 % erreichen. Für China werden sogar 20 % prognostiziert. Die Vertreter der pharmazeutischen Industrie in Deutschland gehen für das angebrochene Jahr von stabilen bzw. leicht steigenden Umsätzen aus. Mehr als 2,3 % Wachstum seien aber nicht zu erwarten. Die OPEC will nach derzeitigem Stand die Öl-Fördermenge 2010 nicht verändern. Die „komfortable" Preissituation spreche derzeit gegen eine Erhöhung. Zudem sollen die etwas zu hohen Lagerbestände wieder auf ein sinnvolles Niveau zurückgeführt werden. Umsatzerwartungen Wir gehen davon aus, dass für R. STAHL auch das erste Halbjahr 2010 noch stark von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise geprägt sein wird. Unsere Kunden im Anlagenbau und in anderen Branchen erhalten langsam wieder Aufträge, wodurch auch ihre Investitionsbereitschaft allmählich wieder steigen wird. Aus der chemischen Industrie kommen ebenfalls erste Anzeichen einer Belebung. Noch im Sommer zurückgefahrene oder ganz gestoppte Produktionen laufen wieder an. Schwierig ist die Lage hingegen in der Pharmabranche, hier lassen die Auftragseingänge momentan deutlich nach. Für Ende 2010 und 2011 wird wieder mit einer verbesserten Nachfragesituation aus dem Bereich Öl und Gas gerechnet. Es wird erwartet, dass sich das Wartungsgeschäft in der chemischen Industrie wieder verbessert. Für die Schiffsausrüstung rechnen wir mit Auftragsrückgängen, da Folgeinvestitionen nicht finanziert sind. Im Anlagenbau ist kein klares Bild zu erkennen: einige Unternehmen erwarten schon wieder sehr gute Geschäfte, andere sehen 2010 Probleme mit der Auslastung ihrer Planungskapazitäten. Aus heutiger Sicht geht der Vorstand davon aus, dass im zweiten Halbjahr 2010 die Nachfrage auch bei R. STAHL wieder eine Erholung erfährt - dies würde der Erfahrung entsprechen, dass R. STAHL der allgemeinen Nachfragesituation mit einer Verzögerung von acht bis zehn Monaten folgt. Durch die wieder anziehende Nachfrage im zweiten Halbjahr 2010 aber auch durch Umsatzzuwächse aus eigener Kraft, gehen wir davon aus, dass R. STAHL im Gesamtjahr 2010 das Umsatzvolumen aus 2009 übersteigen wird. Für 2011 erwarten wir weiteres nachfragebedingtes Wachstum, da die überwiegende Anzahl unserer Kunden wieder investieren wird. Durch die starke Vertriebsaufstellung können zusätzliche Kunden gewonnen werden. Unterstützung kommt durch das weiterentwickelte Produktportfolio. Deshalb rechnen wir aus heutiger Sicht für 2011 mit einem nochmaligen Ansteigen des Unternehmensumsatzes im Vergleich zu 2010. Erwartete Ertragslage Aufgrund vorhandener Überkapazitäten sowie einer immer noch niedrigen Anzahl von Projekten bleiben der Markt hart umkämpft und die Preisqualität schlecht. Für R. STAHL wird die Ertragslage 2010 weiterhin schwierig bleiben. Deshalb werden sämtliche Kosten auch im Jahresverlauf streng auf ihre Notwendigkeit geprüft. Bis absehbar ist, dass sich die Situation nachhaltig verbessert, bleiben wir auf der Kostenbremse und treiben die Effizienzmaßnahmen weiter voran. Das Ziel, die Stammbelegschaft zu halten, wird auch 2010 höchste Priorität haben. Wir sehen eine Stärke darin, alle Mitarbeiter mit ihrem Know-how und ihrer Expertise weiterhin im Unternehmen zu beschäftigen. Unsere hochmotivierte Belegschaft konnte sich auch über die extrem schwierigen Monate hindurch voll auf die jeweiligen Aufgaben konzentrieren. Im Gegensatz zum Wettbewerb, der sich unseres Wissens von Personal trennen musste, haben wir die Chance, die konjunkturelle Belebung mit einer selbstbewussten und tatkräftigen Mannschaft für R. STAHL zu nutzen. Für das Gesamtjahr 2010 ist die Ergebnisverbesserung aber vom Wachstum und der Auftragseingangsentwicklung abhängig. Analog der Umsatzentwicklung erwarten wir auch auf der Ertragsseite noch ein schwierige erstes Halbjahr 2010. Durch die laufenden Effizienzprogramme sollte es möglich sein, ohne Aufbau im Angestelltenbereich Umsatzwachstum realisieren zu können. In der Folge wird die Personalkostenquote sinken und die Ertragskraft im zweiten Halbjahr überproportional ansteigen. In Summe gehen wir von einem verbesserten Ergebnis für 2010 im Vergleich zum Vorjahr aus. Für 2011 erwarten wir weitere Ergebnisverbesserungen aus dem positiven Volumeneffekt und der Fortsetzung unserer Optimierungsprogramme in Einkauf und Fertigung. Erwartete Finanzlage Mit den Kreditlinien über EUR 35 Mio., die im Berichtsjahr für drei Jahre festgeschrieben wurden, ist die Finanzierung des Unternehmens gesichert. Zudem verfügen wir über liquide Mittel von EUR 22,5 Mio. Wachstum aus erwarteten Akquisitionen R. STAHL ist finanziell und wirtschaftlich gut aufgestellt. Sollten sich attraktive Angebote ergeben, werden wir die Möglichkeit nutzen, unsere Position am Markt auch durch Akquisitionen zu verbessern. Erwartete Investitionen Für das laufende Geschäftsjahr sind keine besonderen Investitionen geplant. Die größte Einzelinvestition des vergangenen Jahres - das neue Gebäude unserer Tochtergesellschaft in Holland -ist abgeschlossen. Für die Fortführung unserer Effizienzmaßnahmen werden lediglich kleinere Investitionen getätigt. Chancen und Risiken der Unternehmensentwicklung Noch sind die Anzeichen der Konjunkturerholung im europäischen Raum verhalten, die Stützung durch staatliche Programme läuft in vielen Ländern aus. Es besteht das Risiko eines erneuten Rückschlags, der sich auch auf die Auftrags- und Ertragslage von R. STAHL auswirken könnte. In diesem Fall müssten die Kostenmaßnahmen intensiv weiterentwickelt werden. Demgegenüber haben wir mit der kompletten Belegschaft gute Voraussetzungen, eine kommende Belebung unserer Märkte in Wachstum umzuwandeln. Gesamteinschätzung R. STAHL hat die wesentlichen Teile der Wirtschaftskrise stabil überstanden. Der Vorstand geht davon aus, dass auch das erste Halbjahr 2010 noch wenig Entlastung bringen wird. Sollte die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte wieder anziehen, könnte R. STAHL im Vergleich zu 2009 eine nennenswerte Umsatzsteigerung erreichen. Die schlechte Preisqualität wird die Ergebnissituation trotz erwarteter Belebung der Auftragslage im zweiten Halbjahr weiterhin belasten. R. STAHL ist finanziell sowie strategisch stark aufgestellt; mit motivierten Mitarbeitern an der Startlinie sind wir zuversichtlich, das kommende Wachstum für uns nutzen zu können.
Waldenburg, 29. März 2010 R. Stahl Aktiengesellschaft Vorstand Martin Schomaker Dr. Peter Völker Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 30. März 2010 Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Dr. Wolfgang Russ, Wirtschaftsprüfer Christoph Lehmann, Wirtschaftsprüfer Angabe gemäß § 328 HGBDer Konzernabschluss der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, für das Geschäftsjahr 2009 ist durch Beschluss der Aufsichtsratssitzung vom 15. April 2010 gebilligt worden. |
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