![]() R. STAHL AktiengesellschaftWaldenburg (Württ.)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Entsprechenserklärungzum Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex-Fassung vom 26. Mai 2010)Waldenburg, im Dezember 2011 Vorstand und Aufsichtsrat der R. STAHL AG, Waldenburg, geben bekannt, dass den Kodex-Empfehlungen in der Fassung vom 26. Mai 2010 im vergangenen Geschäftsjahr entsprochen wurde bzw. im kommenden Geschäftsjahr mit Ausnahme folgender Punkte entsprochen wird: 2.3.1 Die Einberufung sowie die vom Gesetz für die Hauptversammlung verlangten Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts und der Formulare für eine Briefwahl sind auf der Internetseite der Gesellschaft zusammen mit der Tagesordnung zu veröffentlichen. Die vom Gesetz vorgeschriebenen Unterlagen für die Hauptversammlung werden auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht - mit einer Ausnahme: Wir werden auf die Möglichkeit einer Briefwahl bei der Hauptversammlung verzichten und keine dementsprechenden Unterlagen bereit stellen. Die technischen Rahmenbedingungen sind aus unserer Sicht noch nicht ausreichend geklärt. Manipulationen müssen ausgeschlossen werden können. 2.3.2 Die Gesellschaft soll allen in- und ausländischen Finanzdienstleistern, Aktionären und Aktionärsvereinigungen die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Wege übermitteln, wenn die Zustimmungserfordernisse erfüllt sind. Wir sehen die technischen Voraussetzungen für eine elektronische Übermittlung der Einberufung inkl. der dazugehörigen Unterlagen noch nicht gegeben: E-Mail-Adressen sind nicht bekannt oder gar verfügbar. Zudem wünschen viele unserer Aktionäre, insbesondere aus dem Bereich der Privatanleger, eine physische Übersendung der Unterlagen. 2.3.3 Auch bei der Briefwahl <...> soll die Gesellschaft die Aktionäre unterstützen. Die technischen Rahmenbedingungen für eine Briefwahl erscheinen uns zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht sicher genug. Deshalb verzichten wir darauf, unseren Aktionären die Möglichkeit einer Briefwahl anzubieten. 3.8, Absatz 2, Satz 2 In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein <...> Selbstbehalt <von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung> vereinbart werden. Wir beabsichtigen nicht, die D&O-Versicherung für unsere Aufsichtsratsmitglieder 2010 um einen Selbstbehalt mit den genannten Mindesthöhen anzupassen. Diese Empfehlung soll im Wesentlichen wissentliche Pflichtverletzungen verhindern. Gerade diese sind aber vom Versicherungsschutz ausgenommen. Angesichts der relativ geringen Höhe der Fixvergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird zudem die gewollte „abschreckende Wirkung" verfehlt. 4.1.5 Der Vorstand soll bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben. Bei der Besetzung von Führungspositionen steht bei R. STAHL die Qualifikation, Fachkompetenz und Erfahrung der betreffenden Mitarbeiter im Vordergrund. Diversity-Kriterien werden nachrangig betrachtet. 4.2.5, Absatz 1 Die Offenlegung <der Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds> soll in einem Vergütungsbericht erfolgen, der als Teil des Corporate Governance Berichts auch das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder in allgemein verständlicher Form erläutert. Der ausführliche Bericht über die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird im Konzernanhang veröffentlicht. Ein Hinweis dazu wird in den Konzernlagebericht aufgenommen. Auf eine weitere Abschrift des Vergütungsberichts innerhalb des Geschäftsberichts, nämlich im Corporate Governance Bericht, verzichten wir. 5.1.2 Absatz 2, Satz 3 Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden. Eine Altersgrenze für Vorstände war und ist nicht festgeschrieben, da kein Handlungsbedarf besteht. Die Vorstände der R. STAHL AG sind 55 und 59 Jahre alt. Ab 2012 gibt es nur noch einen Alleinvorstand, der 55 Jahre alt ist. 5.3.3 Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Einen Nominierungsausschuss im obengenannten Sinne gibt es bei R. STAHL nicht. Wir sind der Meinung, dass die Größe unseres Aufsichtsrats (sechs Mitglieder von der Kapitalseite) noch keinen extra Ausschuss zum Vorschlag von Aufsichtsratskandidaten rechtfertigt. 5.4.1 Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die <...> eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder <...> berücksichtigen. Bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wurde und wird keine Altersgrenze berücksichtigt. Erfahrene Manager im Ruhestand haben die Kompetenz und die Zeit, sich im Aufsichtsrat ausführlich und angemessen mit dem Unternehmen auseinander zu setzen. Nicht das Alter sondern die Kompetenz und Gesundheit sind maßgeblich für die Grenzziehung. 5.4.6, Absatz 3, Satz 1 Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder soll im Corporate Governance Bericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen werden. Seit dem Jahresabschluss 2006 werden die Aufsichtsratsvergütungen aufgegliedert nach Bestandteilen und individualisiert im Konzernanhang des Jahresabschlusses ausgewiesen. 6.6. Absatz 1, Satz 1f Über die gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Mitteilung und Veröffentlichung von Geschäften in Aktien der Gesellschaft hinaus, soll der Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente, von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern angegeben werden, wenn er direkt oder indirekt größer als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist. Übersteigt der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien, soll der Gesamtbesitz getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat angegeben werden. Der Aktienbesitz einzelner Organmitglieder über 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien wurde und wird nicht angegeben. Einerseits hat kein Familienmitglied direkt oder indirekt einen Aktienanteil der geeignet wäre, die Gesellschaft zu dominieren, andererseits sind auch Familienmitglieder im Aufsichtsrat vertreten, und im Sinne des Schutzes der Person und Familie wird auf den expliziten Vermögensausweis mit Namenszuordnung verzichtet. 6.6. Absatz 2 Directors' Dealings und Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat sollen im Corporate Governance Bericht enthalten sein. Die Angaben zum Erwerb oder der Veräußerung von Aktien der Gesellschaft durch Vorstands- oder Aufsichtsrats-Mitglieder (Directors) oder ihnen nahestehender Personen werden entsprechend der gesetzlichen Vorgaben und auf der Website des Unternehmens veröffentlicht. Auf eine zusätzliche Darstellung im Corporate Governance Bericht wird verzichtet. 7.1.2 Satz 4 Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums, öffentlich zugänglich sein. Der Jahresabschluss 2010 wurde im Rahmen der gesetzlichen Fristen veröffentlicht. Wichtige Eckdaten zum abgelaufenen Geschäftsjahr wurden hingegen deutlich früher - Anfang März 2011 - der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die gleiche Vorgehensweise werden wir beim Jahresabschluss 2011 anwenden. Erste Eckzahlen zu den abgeschlossenen Quartalen veröffentlichen wir - sofern sie von der Markterwartung wesentlich abweisen - in der Regel bereits vier Wochen nach Ende des Berichtszeitraums. 7.1.4 Satz 3 In der Liste von Drittunternehmen <...> sollen angegeben werden: Name und Sitz der Gesellschaft, Höhe des Anteils, Höhe des Eigenkapitals und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres. In der veröffentlichten Liste von Drittunternehmen wurden und werden jeweils Name und Sitz, die Höhe des Anteils und die Höhe des Eigenkapitals des letzten Geschäftsjahrs angegeben. Unsere wichtigsten Wettbewerber sind nicht börsennotiert bzw. nicht in diesem Detaillierungsgrad veröffentlichungspflichtig. Die Nennung der Einzelergebnisse unserer Tochtergesellschaften würde für uns in den einzelnen Märkten zu deutlichen Wettbewerbsnachteilen führen. Compliance-Beauftragter für das Unternehmen ist Rechtsanwalt Eberhard Walter, Leiter der Rechtsabteilung. Vorschlag über die Verwendung des BilanzgewinnsVorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den bei der R. STAHL AG ausgewiesenen Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2011 in Höhe von EUR 8.813.301,20 wie folgt zu verwenden: scroll
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für den Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Waldenburg, 22. März 2012 R. STAHL Aktiengesellschaft Martin Schomaker, Vorstand Sehr geehrte Damen und Herren, im Geschäftsjahr 2011 entwickelten sich unsere Kundenbranchen trotz der Euro-Schuldenkrise positiv, was bei R. STAHL zu einer hohen Auftragstätigkeit führte - der Auftragseingang übertraf mit EUR 259,4 Mio. seinen Vorjahreswert um 14,9 %. Umsatz und Ergebnis konnte das Unternehmen nicht in gleichem Maße steigern: Durch die Optimierung der Fertigungsprozesse entstanden befristete Produktivitätsverluste, das Projektgeschäft war von einem anspruchsvollen Preisniveau geprägt, und die fortschreitende Integration der akquirierten Unternehmen belastete das Ergebnis. So erreichte der Konzernumsatz 2011 EUR 242,9 Mio. nach EUR 222,6 Mio. im Vorjahr, und das Ergebnis vor Steuern ging um EUR 2,3 Mio. auf EUR 13,1 Mio. zurück. Im Rahmen seiner Wachstumsstrategie hat R. STAHL seine Systemkompetenz weiter ausgebaut. Mit gestärkten Vertriebsstrukturen konnte das Wachstum in Amerika und Asien fortgesetzt werden. Neue Märkte eröffnete sich R. STAHL mit der 2011 gegründeten Tochtergesellschaft in Australien, der Übernahme der explosionsgeschützten Produkte von Orlaco Products B.V. sowie mit zahlreichen Produktinnovationen. Unsere Eigenkapitalquote liegt bei 44,7 %, der Verschuldungsgrad bei 48,8 %. Der Konzern verfügt über liquide Mittel von EUR 15,2 Mio. und eine Net-Cash-Position von EUR 6,3 Mio. und ist damit weiterhin äußerst solide finanziert. Trotz des von Einmaleffekten belasteten Ergebnisses zeigt unser operatives Wachstum, dass R. STAHL auf einem sehr guten Weg ist. Daher schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, die Dividende mit 70 Cent auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die Arbeit des Vorstands auf der Grundlage regelmäßiger mündlicher und schriftlicher Berichte überwacht und beratend begleitet. Soweit Entscheidungen des Vorstands eine Zustimmung des Aufsichtsrats erforderten, hat sich dieser mit den jeweiligen Themen entsprechend befasst. Außerdem stand der Aufsichtsratsvorsitzende mindestens einmal pro Woche zum gegenseitigen Informationsaustausch mit dem Vorstand in Kontakt. Auf Basis der Vorlagen des Vorstands hat der Aufsichtsrat in fünf Sitzungen jeweils die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und die Einhaltung der Plandaten überwacht. Der Aufsichtsrat wurde einmal im Monat über die wichtigsten Leistungsdaten des Konzerns wie Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis informiert. Um der gestiegenen Risikovorsorge Rechnung zu tragen, hat der Vorstand die Risikoanalyse um einen Bericht über nicht vorhersehbare Risiken erweitert. Der Prüfungsausschuss hat sich im Berichtsjahr zu drei Sitzungen getroffen. Ihm gehören die Herren Eberhard Knoblauch als Vorsitzender, Heinz Grund, Josef Kurth und Hans-Volker Stahl an. Die studierten Volks- bzw. Betriebswirte bringen durch ihre langjährige Berufserfahrung das notwendige Know-how in den Aufsichtsrat mit ein. Unabhängigkeit ist ebenfalls gewährleistet und wird ebenso wie die Fachexpertise regelmäßig überprüft. Der Verwaltungsausschuss hat 2011 eine Sitzung abgehalten. Seine Mitglieder sind Hans-Volker Stahl als Vorsitzender, Eberhard Knoblauch, Josef Kurth und Monika Weidmann. Die im deutschen Corporate Governance-Kodex enthaltenen Vorschläge wurden, soweit wir das für praktikabel erachten, umgesetzt. Die Entsprechenserklärung führt die von uns nicht erfüllten Vorschläge auf, sie ist in diesem Geschäftsbericht ab Seite 31 sowie auf unserer Website unter »Investor Relations« veröffentlicht, wo ggf. unterjährige Aktualisierungen vorgenommen werden. Die gemeinsam mit dem Vorstand abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung ist ebenfalls auf der R. STAHL Internetseite hinterlegt. Aus unserer Sicht sind alle wesentlichen Themen im Aufsichtsrat behandelt worden. Soweit es zustimmungspflichtige Geschäfte gab, wurden diese vollständig vorgelegt. Der Jahresabschluss der R. STAHL AG wurde wie im Vorjahr nach den Vorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuches (HGB), der Konzernabschluss der R. STAHL AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Abschlussprüfer Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, hat den Jahresabschluss der R. STAHL AG und den Konzernabschluss ebenso wie den Lagebericht der R. STAHL AG und den Konzernlagebericht geprüft und hierzu den jeweils uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzenden nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss. Der Jahres- und Konzernabschluss sowie die Lageberichte haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Die Abschlussunterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers wurde auf die Empfehlung des Prüfungsausschusses gestützt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden vom Prüfungsausschuss geprüft. Dieser hat keine Einwände erhoben. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Er billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der R. STAHL AG sowie den Konzernabschluss der R. STAHL AG. Ersterer ist damit festgestellt. Dem Lagebericht und dem Konzernlagebericht sowie den Ausführungen zur weiteren Entwicklung des Unternehmens schließen wir uns an. Der Vorstand der R. STAHL AG umfasste bis 31. Dezember 2011 zwei Mitglieder: Martin Schomaker (Vorsitzender), der für Strategie, Vertrieb, kaufmännische Funktionen, Wertschöpfung, Einkauf und Qualitätsmanagement verantwortlich zeichnete, sowie Dr. Peter Völker, der Innovationsmanagement und Entwicklung, Produktmanagement, Marketing, IT/Organisation sowie Geschäftsfeldentwicklung verantwortete. Seit 2012 führt Martin Schomaker, aufgrund seines Studiums und beruflichen Werdegangs ausgewiesener Experte insbesondere in kaufmännischen und finanzwirtschaftlichen Belangen, das Unternehmen als Alleinvorstand. Die Verträge der Vorstandsmitglieder liefen bis Ende 2011. Der Vorstandsvertrag von Martin Schomaker wurde um weitere fünf Jahre verlängert. Dr. Peter Völker ging im Alter von 60 Jahren nach über 20-jähriger erfolgreicher Tätigkeit zum 31. Dezember 2011 in den Ruhestand. Er wird mit seiner hohen technischen Kompetenz dem Unternehmen weiter beratend zur Seite stehen und auch zukünftig wichtige Impulse geben. Neben den ertragsabhängigen Tantiemen gibt es keine Aktienoptionspläne oder sonstige Boni für Vorstandsmitglieder. Das VorstAG verlangt von Aufsichtsräten, dafür Sorge zu tragen, dass die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder den branchen- und marktüblichen Rahmen nicht übersteigen. Um dies beurteilen zu können, hat der Aufsichtsrat 2010 die Prüfung der Vorstandsbezüge durch eine unabhängige Stelle in Auftrag gegeben. Die beauftragte Kienbaum Management Consultants GmbH hat die Vorstandsbezüge als im Marktvergleich angemessen beurteilt und keine Änderungsempfehlung ausgesprochen. Darüber hinaus wird die Angemessenheit der Vorstandsvergütung einmal im Jahr überprüft. Die Grundzüge des Vergütungssystems für Aufsichtsrat und Vorstand sind im Konzernanhang unter Punkt 29 »Verwaltungsorgane der R. STAHL AG« angegeben. Herr Eberhard Knoblauch begleitet unser Unternehmen seit vielen Jahren. Er ist seit 1994 Mitglied im Verwaltungsausschuss und seit 2003 Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Im vergangenen Jahr übernahm er zusätzlich das Amt des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Mit Schreiben vom 12. März 2012 hat er dem Aufsichtsratsvorsitzenden mitgeteilt, dass er sein Amt zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2012 aus Altersgründen niederlegt. Herr Eberhard Knoblauch hat mit seiner Arbeit einen erheblichen Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens geleistet. Wir möchten ihm an dieser Stelle unseren Dank für sein langjähriges Engagement sowie seine stets kritische aber faire Arbeitsweise in unserem Gremium aussprechen. Sein Nachfolger soll in der Hauptversammlung am 25. Mai 2012 vorgestellt und zur Wahl vorgeschlagen werden. Der Aufsichtsrat dankt den Aktionären für ihr Vertrauen und allen Mitarbeitern sowie dem Vorstand für das im vergangenen Jahr gezeigte Engagement. Ein besonderer Dank gilt Herrn Dr. Peter Völker für seine langjährige Vorstandstätigkeit.
Waldenburg, im April 2012 Hans-Volker Stahl, Vorsitzender des Aufsichtsrats Bilanz zum 31. Dezember 2011der R. Stahl Aktiengesellschaft, WaldenburgAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburgscroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2011der R. Stahl Aktiengesellschaft, WaldenburgAllgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen mit Ausnahme folgender Ausweisänderung: Im Geschäftsjahr 2011 wurden erstmalig Verpflichtungen aus einem Lebensarbeitszeitkonto (TEUR 83) mit den korrespondierenden zweckgebundenen und verpfändeten Wertpapieren (TEUR 83) verrechnet. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen über die zu erwartende Nutzungsdauer von drei Jahren vermindert. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und 15 Jahren. Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode (in Vorjahren zum Teil degressiv) abgeschrieben. Von der Möglichkeit des Übergangs von der degressiven Methode auf die lineare Methode wird Gebrauch gemacht, sofern dies zu einer höheren Abschreibung führt. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 und vor dem 1. Januar 2010 angeschafft wurden, werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Seit dem 1. Januar 2010 werden abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 410,00 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen war im Berichtsjahr eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag aufgrund nachhaltiger Verluste des verbundenen Unternehmens erforderlich. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Der Erstattungsanspruch aus dem körperschaftsteuerlichen Guthaben ist mit dem Barwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutsche Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 5,13 %. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 3,0 % bei den Entgelten und von 2,0 % bei den Renten ausgegangen. Die Bewertung berücksichtigt eine unternehmensspezifische Fluktuationsrate von 1,5 %. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Die Rückstellung für Jubiläumszuwendung wird versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem zeitratierlichen Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Basis eines Zinssatzes von 5,13 % und eines Gehaltstrends von 3,0 % angesetzt. Die Bewertung berücksichtigt eine unternehmensspezifische Fluktuationsrate von 1,5 %. Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde in Anlehnung an die Stellungnahme des IDW (IDW RS HFA 3) ermittelt. Berücksichtigt wurden jedoch nur am Bilanzstichtag unterzeichnete Verträge. Es wurden die Aufstockungsbeträge auf das Entgelt und auf die Rentenversicherungsbeiträge in voller Höhe für die Laufzeit des Vertrags zu Grunde gelegt. Erstattungsansprüche auf die Aufstockungsbeträge gegenüber der Bundesanstalt für Arbeit wurden aktiviert. Die Altersteilzeitverträge der jeweiligen Personen sind in Form von Lebensversicherungen insolvenzversichert. Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Barwert unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Deckungsvermögen in Form einer insolvenzgesicherten Rückdeckungsversicherung wurde in Höhe von EUR 136.069,53 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den Erfüllungsrückständen der Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet. Das verrechnete Deckungsvermögen wird gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis gezeigt. Insoweit das Deckungsvermögen die entsprechende Rückstellung übersteigt, wird dieser aktive Überhang als gesonderter Posten auf der Aktivseite ausgewiesen. Die verbleibende Rückstellung umfasst die nicht insolvenzgeschützten Aufstockungsbeträge aus den Altersteilzeitvereinbarungen. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel, der integraler Bestandteil des Anhangs ist, dargestellt. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 1.932.970,00 bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen vorgenommen. Finanzanlagen Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist integraler Bestandteil des Anhangs. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von EUR 322.456,33 (i. V. EUR 292.177,00) Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von EUR 2.379,00 (i. V. EUR 0,00) Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von EUR 257.295,00 mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Flüssige Mittel Die Position enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Verrechnung der Erfüllungsrückstände aus Altersteilzeitvereinbarungen mit dem korrespondierendem Deckungsvermögen (Rückdeckungsversicherungen) nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB und ergibt sich wie folgt: scroll
Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital beträgt unverändert EUR 16.500.000,00. Das Grundkapital ist eingeteilt in 6.440.000 Stückaktien. Die Aktien sind als auf den Inhaber lautende Aktien ausgegeben. Das Genehmigte Kapital beträgt am Bilanzstichtag EUR 3.300.000,00. Die Ermächtigung ist bis zum 17. Juni 2015 befristet. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszuschließen und das Bezugsrecht auszuschließen, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt. Darüber hinaus kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, der Ausgabebetrag den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet und der auf die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien eingetragenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die vorgenannte Begrenzung von 10 % werden eigene Aktien angerechnet, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG i. V. m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital zu entscheiden. Eigene Aktien Die Gesellschaft besitzt unverändert Stück 516.291 eigene Aktien zu einem rechnerischen Wert von EUR 2,562. Dies entspricht unverändert einem Anteil am gesamten Grundkapital von 8,02 % (= TEUR 1.323). scroll
Die Erwerbsvorgänge der eigenen Anteile fanden in den Jahren 1998 mit 59.960 Stück, 1999 mit 104.430 Stück, 2001 mit zwei Erwerbsvorgängen im November 2001 mit 26.670 Stück und Dezember 2001 mit 7.300 Stück, 2002 mit 120.000 Stück, 2003 mit 36.000 Stück, 2004 mit Erwerbsvorgängen im November 2004 mit 120.446 und Dezember 2004 mit 41.485 Stück statt. Der Vorstand der R. Stahl Aktiengesellschaft wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Mai 2011 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 17. Juni 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Weiterhin wurde der Vorstand der R. Stahl Aktiengesellschaft ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen Aktien zu allen gesetzlichen zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere eigene Aktien, die auf Grundlage einer in dieser oder in früheren Hauptversammlungen gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erteilten Ermächtigungen erworben wurden, auch in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, wenn die erworbenen eigenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der Vorstand wurde weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Über die künftige Verwendung der Aktien ist noch kein Beschluss gefasst worden. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage der R. Stahl Aktiengesellschaft resultiert überwiegend aus Einstellungen von Aktienaufgeldern aus dem Börsengang im Jahr 1997. Die Anteile sind voll eingezahlt. Gewinnrücklagen Die anderen Gewinnrücklagen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Mai 2011 wurden aus dem Bilanzgewinn des Vorjahrs EUR 20.000.000,00 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen noch abzugeltende Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 722), Jahresabschluss- und Archivierungskosten (TEUR 439). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 5.023 durch eine persönliche Mitverpflichtung der R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg, gesichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von EUR 52.000,68 (i. V. EUR 28.572,10) Forderungen sowie in Höhe von EUR 817,00 (i. V. EUR 1.312,00) Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr ausgewiesen. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten eine Kaufpreisverpflichtung aus dem Erwerb von Gesellschaftsanteilen (Earn-Out Klausel) in Höhe von TEUR 1.500. In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Betrag in Höhe von EUR 16.335,85 mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Alle anderen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Latente Steuern Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansatzsätzen von immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Finanzanlagen, Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen sowie bei den verschiedenen Positionen der Organgesellschaft R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg, ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 28,7 %. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. In 2011 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Periodenfremde Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 350 ausgewiesen. Es handelt sich hauptsächlich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Steuererstattungen in Höhe von TEUR 108 enthalten. Kursgewinne Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unrealisierte Kursgewinne in Höhe von EUR 102.305,08 (i. V. EUR 0,00). Periodenfremde Aufwendungen Bei den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 32 periodenfremde Zinszahlungen erfasst. Aufzinsung von Rückstellungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 728.900,00 (i. V. EUR 748.022,00) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Kursverluste Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten unrealisierte Kursverluste in Höhe von EUR 658,96 (i. V. EUR 204.600,36). Personalaufwand Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung entfallen EUR 1.113.289,37 (i. V. EUR 579.894,93) auf Aufwendungen für Altersversorgung. Verbundene Unternehmen Die Erträge aus Beteiligungen betreffen in voller Höhe von EUR 7.071.938,05 (i. V. EUR 7.553.602,78) verbundene Unternehmen. Die Erträge in Höhe von EUR 52.794,74 (i. V. Aufwendungen in Höhe von EUR 5.144.029,68) aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen betreffen in voller Höhe verbundene Unternehmen. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen mit EUR 115.337,59 (i. V. EUR 58.709,25) verbundene Unternehmen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene Unternehmen sind im Berichtsjahr in Höhe von EUR 667.213,84 (i. V. EUR 638.680,70) angefallen. Außerordentliche Aufwendungen Unter den außerordentlichen Aufwendungen ist im Vorjahr der Aufwand aus der erstmaligen Bewertung der Pensionsverpflichtungen gemäß BilMoG in Höhe von EUR 3.249.335,00 und der erstmaligen Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen gemäß BilMoG in Höhe von EUR 15.040,36 ausgewiesen. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Es bestehen gesamtschuldnerische Haftungen für Kreditlinien, die wechselseitig von der Gesellschaft und der R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg, in Anspruch genommen werden können. Zum Bilanzstichtag ergab sich keine Inanspruchnahme. scroll
Im Zusammenhang mit der Einräumung von Kreditlinien (Bankavale) bestehen gemäß der jeweiligen Inanspruchnahme gesamtschuldnerische Mithaftungen zugunsten verbundener Unternehmen in Höhe von TEUR 5.656 (i. V TEUR 4.549). Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der ausreichenden Vermögens-, Finanz- und Ertragssituation der betroffenen Schuldnergesellschaften bzw. Tochtergesellschaften als gering eingestuft. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Immobilienleasing- und Mietverträgen in Höhe von TEUR 26.885. Hierunter sind unter anderem die nachfolgend beschriebenen Leasingverträge, die gem. § 285 Nr. 3 HGB notwendig für die Beurteilung der Finanzlage des Unternehmens sind, enthalten. Über die Produktions- und Verwaltungsgebäude in Waldenburg und in Künzelsau besteht jeweils ein Leasingvertrag mit einem verbundenen Unternehmen. Im Berichtsjahr sind im Rahmen dieser Verträge Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 2.481 entstanden. Diese Verträge wurden zum Zweck der Entlastung des Refinanzierungsvolumens abgeschlossen, wodurch Spielräume für weitere Investitionsmöglichkeiten realisiert werden konnten. Die zukünftig anfallenden Leasingaufwendungen während der Vertragslaufzeit stellen sich wie folgt dar: scroll
Diese Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 26.794 gegenüber verbundenen Unternehmen. Im Rahmen eines Kaufvertrages über den Erwerb von Gesellschaftsanteilen wurden bedingte Kaufpreisbestandteile (Earn-Out-Klausel) in Abhängigkeit festgelegter Ergebnisgrößen vereinbart. Die sich hieraus ergebende finanzielle Verpflichtung beläuft sich auf insgesamt TEUR 3.000, die voraussichtlich in den Geschäftsjahren 2013 bis 2014 fällig werden. Zwischen der R. Stahl Aktiengesellschaft und der Tochtergesellschaft R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg, besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken besteht mit einem Kreditinstitut eine Zinsbegrenzungsvereinbarung mit einem Volumen in Höhe von EUR 5,0 Mio. und einer Laufzeit bis Oktober 2012. Die Prämie aus dem Zinsbegrenzungskontrakt wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen bilanziert und über die Laufzeit abgeschrieben. Zum Bilanzstichtag belaufen sich sowohl Buchwert als auch Marktwert auf EUR 94,92. Weiterhin hat die Gesellschaft zur Ausnutzung von Währungsvorteilen ein Devisentermingeschäft über TUSD 500 mit einer Laufzeit bis November 2012 abgeschlossen. Der Marktwert beträgt zum 31. Dezember 2011 TEUR - 18. Aus dem schwebenden Geschäft resultiert zum Bilanzstichtag eine Rückstellung für drohende Verluste aus Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 18. Die Bewertung der Rückstellung erfolgte mittels der Mark-to-market-Methode. Honorare für Abschlussprüfer im Sinne des § 319 Abs. 1 HGB Die Angaben zu den Honoraren der Abschlussprüfer nach § 285 Nr. 17 HGB sind im Anhang zum Konzernjahresabschluss enthalten. Mitglieder des Aufsichtsrats Dipl.-Kfm. Hans-Volker Stahl, Starnberg, Dipl.-Kfm. Eberhard Knoblauch, Böblingen, Dr.-Ing. Hermann Eisele, Vaihingen/Enz (bis 27. Mai 2011), Magister Artium (M.A.) Heike Dannenbauer, Empfingen Heinz Grund*), Braunsbach Hans-Dieter Heppner*), Kupferzell Dipl.-Volkswirt Josef Kurth, Öhringen Dipl.-Kfm. Peter Leischner, Frankfurt Dipl.-Ing. Rudolf Meier, Nürnberg (ab 27. Mai 2011) Monika Weidmann*), Künzelsau Mitglieder des Vorstands Dipl.-Betriebswirt (BA) Martin Schomaker, Murr, Dr. Peter Völker, Öhringen (bis 31. Dezember 2011) Mit Wirkung ab 1. Januar 2012 hat Herr Martin Schomaker als Alleinvorstand die Aufgabenbereiche von Herrn Dr. Peter Völker mit übernommen. Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats Die Festvergütung für den Aufsichtsrat betrug im Berichtsjahr insgesamt TEUR 228. Des Weiteren wurde eine variable Vergütung in Höhe von TEUR 56 ausbezahlt. Die feste jährliche Vergütung des Aufsichtsrats beträgt EUR 18.000,00 und die Vergütung für die Tätigkeit in einem Ausschuss beläuft sich auf EUR 3.650,00. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten das Doppelte der Vergütung für die Tätigkeit in einem Ausschuss. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der sich hiernach ergebenden Bezüge. Der variable Anteil der Aufsichtsratsvergütung ist abhängig von der im Berichtsjahr ausgeschütteten Dividende. Für jedes volle ausgeschüttete Prozent Dividende, das über 20 % vom Grundkapital je Aktie hinausgeht, werden EUR 800,00 bezahlt. Diese zusätzliche Vergütung beträgt maximal das Doppelte der festen jährlichen Vergütung des Mitglieds des Aufsichtsrats bzw. der festen jährlichen Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie für Ausschussmitglieder ferner das Doppelte der zusätzlichen Vergütung für eine Tätigkeit in einem Ausschuss bzw. für eine Vorsitzendentätigkeit in einem Ausschuss. Das Vergütungssystem der Mitglieder des Vorstands ist vertraglich geregelt. Danach beziehen die Mitglieder des Vorstands neben einer Festvergütung eine ertragsabhängige Tantieme. Die ertragsabhängige Tantieme ist auf maximal 80 % der Festvergütung begrenzt. Für das Geschäftsjahr 2011 erhalten die Mitglieder des Vorstands folgende Gesamtbezüge: scroll
Für den Vorstand bestehen Einzelzusagen für eine Altersrente. Die Zusagen wurden im Geschäftsjahr angepasst bzw. neu geregelt und vom Aufsichtsrat genehmigt. Demnach erhält Herr Schomaker eine Altersrente bei Ausscheiden aus dem Unternehmen nach Vollendung des 60. (bisher: 62.) Lebensjahres bzw. eine Dienstunfähigkeitsrente in Höhe von 100 % des Altersrentenanspruchs bei Ausscheiden wegen Dienstunfähigkeit. Die monatliche Altersrente bei Ausscheiden zum regulären Rentenbeginn beträgt unverändert TEUR 9,6 für Herrn Schomaker. Wird der Dienstvertrag von Herrn Schomaker vor Beendigung des 60. Lebensjahres aufgehoben oder nicht zu vergleichbaren oder der Gesellschaft zumutbaren Bedingungen verlängert, erhält Herr Schomaker ab dem Zeitpunkt seines Ausscheidens eine laufende Zahlung in der Höhe und nach den Regelungen zur Dienstunfähigkeitsrente, auf die er einen Anspruch hat, wenn er statt dessen wegen Dienstunfähigkeit ausscheiden würde. Die Pensionsrückstellung für Herrn Schomaker beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.468 (i. V. TEUR 1.106). Im Berichtsjahr wurden TEUR 305 als Personalaufwand und TEUR 57 als Zinsaufwand ergebniswirksam berücksichtigt. Weiterhin wurde mit dem Ausscheiden von Herrn Dr. Peter Völker als Vorstand zum 31. Dezember 2011 die Altersversorgung abschließend geregelt. Herr Dr. Völker erhält vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2013 ein monatliches Übergangsgeld in Höhe von TEUR 6,5. Im Anschluss daran bezieht Herr Dr. Völker ab dem 1. Januar 2014 eine monatliche Altersrente in Höhe von TEUR 7,5. Bisher war Herrn Dr. Völker eine Altersrente bei Ausscheiden aus dem Unternehmen nach Vollendung des 62. Lebensjahres bzw. eine Dienstunfähigkeitsrente bei Ausscheiden wegen Dienstunfähigkeit in Höhe von TEUR 6,4 zugesagt worden. Die Pensionsrückstellung sowie die Verpflichtung für das Übergangsgeld für Herrn Dr. Völker belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.471 (i. V. TEUR 1.074). Im Berichtsjahr wurden TEUR 341 als Personalaufwand und TEUR 56 als Zinsaufwand ergebniswirksam berücksichtigt. Weiterhin wird Herr Dr. Völker vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2014 als Berater für technische Angelegenheiten für die R. Stahl AG tätig sein. Das monatliche Honorar beläuft sich für die Jahre 2012 und 2013 auf TEUR 10, ab 2014 erhält Herr Dr. Völker - bei gleichzeitiger Reduzierung der vereinbarten monatlichen Arbeitszeit - ein Honorar von TEUR 3,3. Die R. Stahl Aktiengesellschaft hat für den Vorstand und den Aufsichtsrat keine Aktienoptionspläne oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme aufgelegt. Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands Für ehemalige Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 289 (i. V. TEUR 292). Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2011 auf TEUR 2.741 (i. V. TEUR 3.044). Beteiligungsverhältnisse Die gesondert dargestellte Entwicklung der Unternehmen, an denen die R. Stahl Aktiengesellschaft mindestens den fünften Teil der Anteile und alle Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, bei denen die R. Stahl Aktiengesellschaft mindestens fünf Prozent der Stimmrechte hält (Anteilsbesitz), ist integraler Bestandteil des Anhangs. Corporate Governance Den Verhaltensempfehlungen der von der Bundesregierung eingesetzten Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex wurde im vergangenen Geschäftsjahr bis auf Abweichungen in einzelnen Punkten entsprochen. Auch künftig soll der Großteil der Empfehlungen eingehalten werden. Eine Entsprechenserklärung hierzu ist vorhanden und auf der Website des Unternehmens (www.stahl.de unter der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance) jederzeit öffentlich zugänglich. Darüber hinaus enthält der Geschäftsbericht 2011 der Gesellschaft einen gesonderten Bericht über die Corporate Governance. Mitarbeiter Im Durchschnitt wurden während des Geschäftsjahres 69 Angestellte beschäftigt. Darüber hinaus werden 72 Auszubildende ausgebildet. Konzernverhältnisse Die R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, ist Obergesellschaft eines Konzerns, der unter ihrer einheitlichen Leitung zusammengefasst ist. Zum 31. Dezember wurde ein Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und ein Konzernlagebericht aufgestellt. Die Offenlegung des Jahres- und Konzernabschlusses der R. Stahl Aktiengesellschaft erfolgt beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG • Die R. Stahl Aktiengesellschaft mit Sitz in Künzelsau hat mitgeteilt, dass durch den Erwerb eigener Anteile am Montag, 17. März 2003, die Schwelle von 5 % der Stimmrechtsanteile überschritten wurde. Die R. Stahl Aktiengesellschaft hält nun einen Stimmrechtsanteil von 5,5 % an ihrer eigenen Gesellschaft. • Die Allianz SE, München, Deutschland, hat uns am 28. April 2009 Folgendes mitgeteilt: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der R. Stahl Aktiengesellschaft, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland, am 24. April 2009 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und 2,97 % (191.410 Stimmrechte von insgesamt 6.440.000 Stimmrechten) betrug. Die Stimmrechte wurden uns gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugleich wurden uns die Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i. V. m. Satz 2 WpHG zugerechnet. Zugleich teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG i. V. m. § 24 WpHG mit:
• Highclere International Investors LLP, London, hat uns am 4. Februar 2011 Folgendes mitgeteilt: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der R. Stahl Aktiengesellschaft, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland, am 1. Februar 2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und 3,56 % (229.312 der insgesamt 6.440.000 Stimmrechte) an diesem Tag betrug. Sämtliche Stimmrechte sind uns nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Die Stimmrechte sind uns über die Highclere International Investors Smaller Companies Fund und die Highclere (Jersey) International Smaller Companies Funds zuzurechnen. • Highclere Investment Management Limited (vormals: Highclere International Investors Limited), London, hat uns am 4. Februar 2011 Folgendes mitgeteilt: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der R. Stahl Aktiengesellschaft, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland, am 1. Februar 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und 0,00 % (0 der insgesamt 6.440.000 Stimmrechte) an diesem Tag betrug. • Die Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte, Tübingen, Deutschland, hat uns am 9. März 2011 Folgendes mitgeteilt: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der R. Stahl Aktiengesellschaft, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, am 8. März 2011 die Schwelle von 5,0 % unterschritten hat und zu diesem Tag 4,49 % (289.000 Stimmrechte) betrug. • Die LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland hat uns am 11. März 2011 Folgendes mitgeteilt: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der R. Stahl Aktiengesellschaft, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, am 8. März 2011 über alle Sondervermögen hinweg die Schwelle von 5,0 % unterschritten hat und an diesem Tag insgesamt 4,5 % (289.750 Stimmrechte bezogen auf die Gesamtmenge der 6.440.000 Stimmrechte) betrug. Davon sind der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland 4,49 % (289.000 Stück) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteile an der R. Stahl Aktiengesellschaft 3 % oder mehr betragen, werden der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland, Stimmrechte zugerechnet: Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahn- und Tierärzte • LRI Invest S.A., Munsbach, Luxemburg hat uns am 2. Januar 2012 Folgendes mitgeteilt: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der LRI Invest S.A., Munsbach, Luxemburg, an der R. Stahl Aktiengesellschaft, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland, am 30. Dezember 2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und 3,07 %(197.644 der insgesamt 6.440.000 Stimmrechte) an diesem Tag betrug. • ETHENEA Independent Investors S.A., Munsbach, Luxemburg, hat uns am 2. Februar 2012 Folgendes mitgeteilt: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der ETHENEA Independent Investors S.A., Munsbach, Luxemburg, an der R. Stahl Aktiengesellschaft, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland, am 2. Februar 2012 die Schwelle von 3 % überschritten hat und 3,0022 % (193.342 der insgesamt 6.440.000 Stimmrechte) an diesem Tag betrug. • ETHENEA Independent Investors S.A., Munsbach, Luxemburg hat uns am 8. März 2012 Folgendes mitgeteilt: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der ETHENEA Independent Investors S.A., Munsbach, Luxemburg an der R. Stahl Aktiengesellschaft, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland am 8. März 2012 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und 2,5584 % (164.759 der insgesamt 6.440.000 Stimmrechte) an diesem Tag betrug. • Das Aktionärskonsortium der R. Stahl Aktiengesellschaft, bestehend aus den nachstehend aufgeführten Konsorten, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG freiwillig mitgeteilt, dass jeder der nachfolgend genannten Konsorten am 10. Juli 2006 weiterhin mehr als 25 % der Stimmrechte an der R. Stahl Aktiengesellschaft hielt, und dass ihnen am 10. Juli 2006 jeweils folgende Stimmrechte zustanden: scroll
Im Aktionärskonsortium haben sich seit 10. Juli 2006 folgende Veränderungen ergeben:
Waldenburg, 22. März 2012 R. Stahl Aktiengesellschaft Vorstand Martin Schomaker Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2011der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburgscroll
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Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2011scroll
1)
nach Ergebnisabführung bzw. Verlustübernahme Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011der R. Stahl Aktiengesellschaft, WaldenburgDie R. Stahl Aktiengesellschaft (im Folgenden: R. Stahl AG) erfüllt eine Holding-Funktion für den R. Stahl Konzern. Die Bereiche Informationstechnik, Personalwesen sowie Finanz- und Rechnungswesen sind in der R. Stahl AG zentral organisiert und agieren für die Leitgesellschaft Explosionsschutz sowie einige kleinere deutsche Konzerngesellschaften. Daher wird im Wesentlichen in diesem Lagebericht auf den Konzern eingegangen, insbesondere eine für die R. Stahl AG isolierte Risiko- und Prognoseberichterstattung ist in diesem Zusammenhang nicht aussagekräftig. Ausnahme davon sind Aussagen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, auf die gesondert eingegangen wird. Geschäft und RahmenbedingungenSicherheit für Mensch, Umwelt und Technik R. STAHL ist ein weltweit führender Anbieter von Produkten, Systemen und Dienstleistungen für den Explosionsschutz. Überall dort, wo brennbare Gase, Dämpfe, Nebel oder Stäube auftreten können, verhindern R. STAHL Produkte Explosionen: In der Öl- und Gasindustrie, der chemischen Industrie und der Pharmazie - aber auch im Schiffbau, der Nahrungsmittelbranche und der Biokraftstoff-Industrie sind explosionsgeschützte Produkte unverzichtbar. Unser Angebot reicht von einfachen explosionsgeschützten Schaltgeräten, Signalgeräten und Leuchten über moderne Automatisierungstechnik sowie Bedien- und Beobachtungslösungen bis hin zu komplexen Systemen. Konzernstruktur Die R. Stahl AG mit Sitz in Waldenburg (Nord-Württemberg) ist Holding der deutschen und ausländischen Tochtergesellschaften. Neben ihren kaufmännischen Funktionen gibt sie die strategische Richtung des Unternehmens vor und fungiert als Dienstleister für die operativen Einheiten. Mit Tochtergesellschaften in 24 Ländern und rund 60 Vertretungen sichern wir den weltweiten Vertrieb unserer Produkte und die Betreuung der Kunden vor Ort. Als Leitgesellschaft der operativen Aktivitäten fungiert die ebenfalls in Waldenburg ansässige R. Stahl Schaltgeräte GmbH, wo ein Großteil des Produktportfolios gefertigt wird. In unserem Werk in Weimar werden vor allem explosionsgeschützte Leuchten und Signalgeräte hergestellt. Die Kölner Tochtergesellschaften R. Stahl HMI Systems GmbH und R. Stahl Camera Systems GmbH vertreiben Produkte zum Bedienen und Beobachten. Electromach B.V. im holländischen Hengelo ist Spezialist für Großsteuerungen und in Stavanger (Norwegen) produziert Tranberg AS Produkte für die Schiffsausrüstungsindustrie. Der Ausbau unseres indischen Standorts in Chennai schreitet zügig voran - hier werden überwiegend Aluminiumprodukte, aber auch Leuchten und Signalgeräte gefertigt. In Malaysia produziert R. STAHL unter anderem Systemlösungen für den südostasiatischen Markt. Darüber hinaus verfügt R. STAHL über weitere Montagestandorte zur schnellen Anpassung von Produkten an landesspezifische Anforderungen. Überblick über den Geschäftsverlauf Kundenbranchen entwickelten sich 2011 positiv Die konjunkturelle Erholung ist 2011 ins Stocken geraten: Nach dem sehr kräftigen Zuwachs von 5,1 % im Jahr 2010 stieg die Weltproduktion nur noch verhalten an. Zur Jahreswende stand die Wirtschaft unter dem Eindruck der Schuldenkrisen im Euroraum und in den USA. Für die chemische Industrie verlief 2011 dennoch wirtschaftlich erfolgreich. Produktion und Umsatz haben deutlich zugelegt, die Anlagen waren vielerorts ausgelastet und die Unternehmen haben kräftig investiert. Auch die weitestgehend konjunkturunabhängige Pharmabranche erwies sich weiterhin als sehr robust und folgte unbeirrt ihrem stabilen Wachstumskurs. Beflügelt von einem hohen Ölpreis investierte die Öl- und Gasindustrie substanziell sowohl in die Optimierung von bestehenden Anlagen als auch in neue Förderprojekte. Zudem profitierte R. STAHL von einem starken Maschinen- und Anlagenbau: Die Unternehmen berichteten von prall gefüllten Auftragsbüchern und einer hohen Produktionsauslastung. Im Schiffbau wirkt sich der Ausbau des Offshore Sektors und die damit verbundene Nachfrage nach Spezialschiffen wie Flüssiggastankern vorteilhaft für uns aus. Die erfreuliche Entwicklung unserer Kundenbranchen hat sich bei R. STAHL in einem hohen Auftragseingang niedergeschlagen. Dennoch konnten wir Umsatz und Ergebnis nicht in gleichem Maße steigern, wofür drei Ursachen wesentlich waren:
Strategie und Unternehmenssteuerung Fortschritte bei der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie Neben den Optimierungsprojekten in Fertigung und Administration verfolgen wir eine nachhaltige Wachstumsstrategie zum Ausbau unserer marktführenden Position, bei deren Umsetzung wir 2011 weitere Fortschritte erzielen konnten: (1) Wachstum im Systemgeschäft (2) Wachstum in Amerika und Asien/Pazifik (3) Wachstum durch neue Branchen (4) Wachstum durch innovative Produkte
R. STAHL Entwicklung ausgezeichnet 2011 ist R. STAHL in die Riege der 100 innovativsten Mittelständler aufgenommen worden. Mit dieser Auszeichnung wurden unser ausgefeiltes Innovationsmanagement sowie die Fähigkeit, Trends zeitnah zu erkennen und Innovationen zu schaffen, gewürdigt. Auch im Berichtsjahr brachten wir wieder zahlreiche Neuprodukte auf den Markt. R. STAHL hat in 2011 die Entwicklungsaktivitäten weiter forciert. Im Berichtsjahr wurden insgesamt EUR 13,7 Mio. (Vorjahr: EUR 10,7 Mio.) Aufwendungen für Forschung und Entwicklung getätigt. Den aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von EUR 4,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,7 Mio.) stehen Abschreibungen von EUR 1,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1,5 Mio.) gegenüber. Insbesondere im Bereich Leuchten waren wir aktiv: Da die LED-Technik als Leuchtmittel der Zukunft gilt und zudem durch wirtschaftliche ebenso wie technische Vorteile überzeugt, erweitern wir Schritt für Schritt unser Leuchten-Programm. Beispielsweise haben wir im vergangenen Jahr den ersten explosionsgeschützten LED-Handscheinwerfer auf den Markt gebracht. Mit dem Ausbau unserer Entwicklungsteams weltweit können wir marktspezifische Anforderungen künftig unmittelbar in Produkte umsetzen und werden damit länderspezifischen Kundenwünschen noch besser gerecht. Durch die Stärkung unserer Zulassungskompetenzen erhalten wir lokal gültige Zulassungen innerhalb kürzester Zeit und können in einzelnen Ländern noch schneller agieren. Nicht zuletzt sind Mitarbeiter von R. STAHL in allen relevanten Verbands- und Normungsgremien rund um den Globus aktiv an der Entwicklung neuer Standards beteiligt. Unternehmensinternes Steuerungssystem Wichtige Größen, anhand derer wir das Unternehmen steuern, sind Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis vor Steuern. Jedes Konzernunternehmen erstellt monatlich eine Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine Bilanz, die in der Konzernzentrale konsolidiert werden. Daraus leiten sich die wesentlichen Kennzahlen ab, anhand derer die einzelnen Einheiten geführt werden. Planung und Planungsabweichungsanalysen machen die Entwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften transparent. Die eingeführten Controlling-Instrumente haben wir im Berichtsjahr weiter entwickelt, wobei ein Schwerpunkt auf dem Ausbau unseres weltweiten Planungs- und Steuerungsinstruments lag. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslage Der Bilanzgewinn der R. Stahl AG beträgt EUR 8,8 Mio. nach EUR 31,0 Mio. im Vorjahr. Die Reduzierung um EUR 22,2 Mio. resultiert jedoch mit EUR 20,0 Mio. aus der Einstellung des Bilanzgewinnes aus dem Geschäftsjahr 2010 in die anderen Gewinnrücklagen gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Mai 2011. Insgesamt schließt die Gesellschaft mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2,0 Mio. das Geschäftsjahr 2011 ab, während im Vorjahr noch ein Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR - 4,2 Mio. ausgewiesen werden musste. Dies war im Wesentlichen bedingt durch einen außerordentlichen Aufwand in Höhe von EUR 3,3 Mio. im Rahmen des Inkrafttretens des BilMoG zum 1. Januar 2010. Des Weiteren war das Ergebnis zusätzlich aus der Verlustübernahme in Höhe von EUR 5,1 Mio. zugunsten der R. Stahl Schaltgeräte GmbH (Ergebnisabführung) belastet. Allerdings war der Verlust dieser Tochtergesellschaft allein durch die Einführung des BilMoG verursacht worden. Die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um EUR 0,6 Mio. auf EUR 17,7 Mio. Davon betreffen EUR 0,6 Mio. an Mehrerlösen die Weiterberechnung der Dienstleistungen im Konzern. Der Umsatz der R. Stahl AG entsteht aus der Leistungsverrechnung gegenüber den Tochtergesellschaften. Es werden Dienstleistungen im Bereich kaufmännischer Funktionen sowie IT und Organisation für die deutschen Gesellschaften erbracht. Zusätzlich fallen Mieterträge an für von der R. Stahl AG gehaltenen Immobilien. Die Personalaufwendungen stiegen um 13,8 % im Vergleich zum Vorjahr an. Infolge der verstärkten Investitionen stiegen auch die Abschreibungen. Insgesamt führte dies zu einer Verschlechterung des Betriebsergebnisses. Die Ausschüttungen der Tochtergesellschaften haben sich insgesamt um EUR 0,5 Mio. auf EUR 7,1 Mio. im Berichtsjahr reduziert. Finanzlage In der R. Stahl AG wird über ein Cash-Pooling der Finanzmittelbestand der Einzelgesellschaften zusammengeführt. Die Mittelabflüsse resultieren insbesondere von der R. Stahl Schaltgeräte GmbH und der R. Stahl HMI Systems GmbH im Rahmen des Cash-Poolings. Die flüssigen Mittel haben sich zum Zeitpunkt des Bilanzstichtages von EUR 4,0 Mio. im Vorjahr um EUR 2,2 Mio. auf EUR 1,8 Mio. verringert. Neben Dividendenzahlungen an Aktionäre in Höhe von EUR 4,1 Mio. erfolgten im Berichtsjahr weitere Finanzmittelabflüsse für Kapitalerhöhungen zugunsten von fünf Tochtergesellschaften in Höhe von insgesamt EUR 2,3 Mio. Zudem reichte die R. Stahl AG Ausleihungen und Darlehen an Tochtergesellschaften in Höhe von EUR 1,4 Mio. aus. Mittelzuflüsse erfolgten wesentlich durch die Aufnahme eines Bankkredites in Höhe von EUR 5,0 Mio. im Berichtsjahr. Vermögenslage Die Bilanzsumme zeigt sich mit EUR 85,1 Mio. nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr (i. V. EUR 83,6 Mio.). Das Eigenkapital hat sich geringfügig von EUR 54,3 Mio. um EUR 2,2 Mio. auf EUR 52,1 Mio. verringert. Damit reduziert sich die Eigenkapitalquote um 3,7 %-Punkte auf 61,2 %. Die Veränderung der Aktiva ist insbesondere von den vorgenannten Investitionen in Finanzanlagen, dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie den gegenläufigen Effekt durch die Abnahme der flüssigen Mittel geprägt. Bei den Passiva ist vor allem der Aufbau von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hervorzuheben, der aus der Aufnahme eines Kredites in Höhe von EUR 5,0 Mio. resultiert. Zudem haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten durch den Eintritt eines bedingten Kaufpreisbestandteils (Earn-Out-Klausel) in Höhe von EUR 1,5 Mio. erhöht. Nachhaltige PersonalarbeitWir sichern unser Know-how mit nachhaltiger Personalarbeit und wurden als erstes Unternehmen der Region für unsere Ausbildungsqualität zertifiziert. Jungen Nachwuchskräften geben wir die Möglichkeit, ihren Erfahrungsschatz durch die Mitarbeit in einer unserer Tochtergesellschaften zu erweitern. So gelingt es uns, den Wissensaufbau und -transfer im Unternehmen weltweit erfolgreich zu gestalten. Mit den Gewerkschaften haben wir uns auf einen neuen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von sieben Jahren geeinigt, was uns langfristig Planungssicherheit für weitere Investitionen am Waldenburger Standort gibt. Der Tarifvertrag umfasst unter anderem Regelungen zur Anpassung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 37,5 Stunden ohne Lohnausgleich (bisher: 37 Stunden + 1 Qualifizierungsstunde) sowie eine Neuregelung des Mitarbeiterprämiensystems. NachhaltigkeitsberichtExplosionsschutz ist eine Sicherheitstechnologie. R. STAHL leistet schon mit seinem Kerngeschäft einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Menschen, Umwelt und Technik. Darüber hinaus sind wir Mitglied im Modell Hohenlohe e. V., einem Netzwerk für betrieblichen Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften. Die Gebäude am Stammsitz in Waldenburg sind nach modernsten ökologischen Gesichtspunkten errichtet und unsere Fertigungsprozesse folgen strengen Umweltschutz-Grundsätzen. Unser zertifiziertes Arbeitsschutzmanagement-Team stellt sicher, dass die Produktionsprozesse bei R. STAHL höchsten Ansprüchen genügen. RisikoberichtRisikomanagement-System Das in die Aufbau- und Ablauforganisation des R. Stahl Konzerns eingebettete Risikomanagement-System ist integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen für alle Gesellschaften und Zentralfunktionen. R. STAHLS Risikomanagement-System umfasst die Gesamtheit der installierten IT-Systeme, Prozesse, Abläufe, Anweisungen und Verhaltensregeln, die in allen unseren Gesellschaften weltweit als gültige Standards implementiert sind. Es unterliegt einem permanenten Verbesserungs- und Weiterentwicklungsprozess. Zu seinen Bestandteilen zählen insbesondere die konzernweite Risikoberichterstattung auf Basis des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG), ein einheitlicher Planungs- und Controllingprozess sowie das interne Überwachungssystem bestehend aus dem internen Kontrollsystem mit konzerneinheitlichen Richtlinien und der internen Revision. Unser installiertes Compliance-Management-System ergänzt das Risikomanagement-System. Dieses ermöglicht der Unternehmensleitung frühzeitig Risiken zu erkennen, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Das System wird hinsichtlich Effektivität und Effizienz kontinuierlich kontrolliert sowie entsprechend den gesetzlichen Anforderungen regelmäßig durch die interne Revision geprüft. Zusätzlich simulieren wir nicht vorhersehbare internationale Ereignisse, die Einfluss auf unsere Märkte haben. Dies können zum Beispiel Konflikte in kritischen Weltregionen sein. Wir ermitteln die Auswirkungen auf unserer Unternehmen und leiten daraus einen Maßnahmenplan ab. Diese Simulationen werden dem Aufsichtsrat vorgestellt und entsprechend diskutiert. Durch die Analysen sind wir für die Zukunft besser gerüstet und können beim tatsächlichen Eintreten derartiger Ereignisse schneller und schlagkräftiger reagieren. Risikoberichterstattung (Frühwarnsystem) Wir haben unsere Risikoberichterstattung in sieben Hauptrisikofelder (Makroumwelt, Markt/Wettbewerb, Operative Risiken, Strategie, Leistungswirtschaft, Führung/Personal und Finanzwirtschaft) unterteilt. Alle Gesellschaften, deren Risikoverantwortliche quartalsweise die Risiken und Chancen melden, sind in dieses Frühwarnsystem eingebunden. Die so erhobenen Informationen werden in einer zentralen Datenbank erfasst und verarbeitet. Der Risikomanagementbeauftragte der Unternehmensgruppe erstellt daraus für jede Gesellschaft einen Risikobericht, der neben dem Risiko bzw. der Chance auch den potenziellen Risiko- bzw. Chancenwert, dessen Eintrittswahrscheinlichkeit sowie den Maßnahmenplan zur Vermeidung bzw. Reduzierung des Risikos oder zum Ergreifen der Chance beschreibt. Bedeutende und insbesondere bestandsgefährdende Risiken müssen frühzeitig dem Management (Vorstand/Konzernleitung) vorgelegt werden. Die quartalsweise Auswertung der Risiken und Chancen dient der Unternehmensleitung als Grundlage, um frühzeitig auf kritische Situationen reagieren und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Des Weiteren wird eine Zusammenfassung aller Risiken der Konzerngesellschaften - in der alle gemeldeten und bewerteten Risiken aggregiert werden - erstellt, um das Gesamtrisiko für den Konzern ermitteln zu können. Darüber hinaus sind die Gesellschaften verpflichtet, den Vorstand über zeitkritische oder wesentliche Risiken unverzüglich in Kenntnis zu setzen. Planungs- und Controlling-Prozess Die Mitarbeiter im Konzerncontrolling sind die betriebswirtschaftlichen Ansprechpartner für unser weltweit operierendes Unternehmen. Sie unterstützen die Verantwortlichen in den Tochtergesellschaften in Fragen bezüglich Rechnungslegung, betriebswirtschaftlicher Daten und Auswertungen. Das Konzerncontrolling stellt diverse IT-Systeme zur Erfassung und Auswertung betriebswirtschaftlicher Daten zur Verfügung, wobei die Betreuung unserer Tochtergesellschaften im Mittelpunkt der Aktivitäten steht. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften wird über eine monatliche Berichterstattung analysiert. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der Budgetwerte gelegt. Quartalsweise wird im Bereich Controlling eine Forecast Betrachtung erstellt. Internes Kontrollsystem Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Risikomanagement-Systems ist unser internes Kontrollsystem, das alle zentralen und dezentralen Richtlinien sowie Vorschriften zur Steuerung und Überwachung der Geschäftsprozesse beinhaltet. Es dient zur Sicherstellung der
Das interne Kontrollsystem für den Rechnungslegungsprozess beinhaltet alle Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die notwendig sind, um die Effektivität, Zuverlässigkeit und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung des Konzernabschlusses und der Abschlüsse der Tochtergesellschaften zu garantieren. Es gewährleistet neben der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften die Sicherung des Unternehmensvermögens. Wesentliche Instrumentarien für die Sicherstellung des Rechnungslegungsprozesses sind: Klar definierte und konzernweit gültige Standards für den Finanz- und Verwaltungsbereich, unsere Bilanzierungsrichtlinie, die eindeutige Aufgabentrennung und Zuordnung von Verantwortlichkeiten, die Nutzung einheitlicher und zertifizierter IT-Finanzsysteme, detaillierte Berechtigungskonzepte sowie der Einbezug externer Fachleute - zum Beispiel für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Diese Maßnahmen und Prozesse unterliegen der ständigen Überprüfung durch die verantwortlichen Personen der Konzerngesellschaften sowie dem Konzerncontrolling. Interne Revision Die interne Revision dient der Risikovorsorge und liefert wichtige Erkenntnisse zur Verbesserung unserer internen Prozesse, zur Einhaltung unserer Standards im Finanz- und Verwaltungsbereich sowie der internen Kontrollsysteme. Die Abteilung berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden der R. Stahl AG. Prüfungen durch ein unabhängiges externes Beratungsunternehmen erfolgen auf Basis eines jährlich erstellten, risikoorientierten Prüfungsplans. 2011 wurden unsere Tochtergesellschaften in Großbritannien, Spanien und Russland einer eingehenden Prüfung unterzogen. Die interne Revision durchleuchtete den Vertriebsprozess der R. Stahl Schaltgeräte GmbH in Waldenburg und begleitete Sonderprojekte im Zusammenhang mit Due Diligence-Aktivitäten sowie der Integration von zugekauften Unternehmen. Compliance-Management-System Zur Vermeidung von Verstößen gegen Anti-Korruptions-, Kartell- oder auch Datenschutzgesetze und um wirtschaftskriminelle Handlungen zu verhindern, haben wir ein Compliance-Management-System installiert. Unsere Compliance-Organisation ist direkt dem Vorstand zugeordnet, der Compliance-Beauftragte in die Geschäftsprozesse sowie in das Berichts- und Kontrollwesen eingebunden. Compliance ist Bestandteil unserer Unternehmenskultur und im täglichen Handeln selbstverständlich. Einzelrisiken Als in unterschiedlichen Branchen und Märkten weltweit tätiges Unternehmen ist R. STAHL verschiedenen Risiken ausgesetzt: Markt/Wettbewerb Im Vergleich zum Vorjahr hat sich unsere Wettbewerbssituation nicht wesentlich verändert: Nach wie vor gehen wir von einem intensiven Wettbewerb im Standardgeschäft sowie im internationalen Projektgeschäft aus. In den Märkten Asiens und Lateinamerikas sind die Projekte für die Erstausrüstung großer neuer Anlagen in Chemie und Petrochemie preislich hart umkämpft, da international tätige Unternehmen wie R. STAHL daran interessiert sind, die installierte Basis in diesen Märkten für das zukünftige Wartungsgeschäft zu erlangen. Dieser Anlagenbau ist grundsätzlich durch margenschwache Großaufträge geprägt. Trotz der Unsicherheiten über die weitere konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft erwarten wir für 2012 weiteres Wachstum in den für R. STAHL relevanten Märkten. Operative Risiken Entsprechend unseren Erwartungen entwickelten sich 2011 auch die Einkaufsmärkte: Steigende Rohstoffpreise spiegelten sich in unseren Einkaufspreisen wider und die Verfügbarkeit von Komponenten hat sich zunehmend entspannt. Auch wenn das Einkaufsvolumen unserer Tochtergesellschaft in Indien wächst, ist Deutschland weiterhin unser wichtigster Beschaffungsmarkt. Zu Jahresbeginn liegen die Rohstoffpreise regelmäßig unter den erwarteten Durchschnittspreisen, sodass wir im ersten Halbjahr 2012 einen Schwerpunkt auf die Preisfixierung legen werden. Um die Verfügbarkeit von Komponenten sicherzustellen, arbeiten wir weiterhin an der Erweiterung von Rahmenverträgen, der Installierung von Sicherheitsbeständen und einer besseren Steuerung unserer Lagerbestände, sodass wir in den nächsten Jahren keine Beschaffungsengpässe erwarten. Strategische Risiken Bei Akquisitionen und Post Merger Integrationen sind Risiken möglich, die die geplante Amortisationsdauer beeinträchtigen. Weiterhin können sich bei der Erschließung neuer Märkte und Branchen Risiken ergeben, die im Vorfeld nur schwer erkennbar sind. Dennoch ist die Weiterentwicklung des Unternehmens notwendig und es ist unser Ziel, die Risiken durch geeignete Analysen einzugrenzen. Das Risiko der Produkt- und Markenpiraterie stufen wir nach wie vor als wenig bedrohlich ein. Bei den Kernprodukten verbessern wir kontinuierlich die Produktionstechnologien, unser Spezialwissen und unsere Erfahrung verhindern das Kopieren der R. STAHL Produkte in vergleichbarer Qualität. Leistungswirtschaftliche Risiken Wir stellen hohe Ansprüche an unsere Produktqualität und an die Zufriedenheit der Kunden, die den hohen R. STAHL Qualitätsstandard schätzen. Unser Leistungsspektrum besteht größtenteils aus sicherheitsrelevanten Produkten, weswegen wir großen Wert auf ein ausgeprägtes Qualitätsmanagement legen. Es beginnt mit der sorgfältigen Auswahl unserer Lieferanten und beinhaltet größtenteils eine 100 %ige Qualitätskontrolle. So sehen wir auch weiterhin keine wesentlichen Risiken, die beispielsweise eine Rückrufaktion begründen würden. Führungs-/Personalrisiken Der demografische Wandel führt insbesondere im ländlichen Raum zu Arbeitsmarktengpässen und begründet die Gefahr, dass zukünftig - vor allem in technischen Berufen - nicht alle Stellen zufriedenstellend besetzt werden können. Im Wettbewerb um Führungskräfte droht der Verlust von Fachwissen durch den Abgang qualifizierter Mitarbeiter. Um dem Personalmangel aktiv zu begegnen, investieren wir in eine qualifizierte Ausbildung. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Bildungseinrichtungen hat bei R. STAHL einen hohen Stellenwert. Informationstechnische Risiken Alle notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung von Verfügbarkeit, Performance und Sicherheit wurden auch 2011 weiter ausgebaut. Regelmäßige Sicherheitstests durch spezialisierte IT-Dienstleister tragen zur Verbesserung des Sicherheitsniveaus bei. Die Tests wurden bisher stets mit guten Ergebnissen abgeschlossen. Im Rahmen der Entwicklung eines integrierten Notfallvorsorgekonzepts wurden alle IT-Risiken analysiert, bewertet und entsprechende Maßnahmen erarbeitet. Verstöße gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sind nicht aufgetreten. Finanzwirtschaftliche Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren im Wesentlichen aus sich verändernden Wechselkursen. Als weltweit tätiges Unternehmen schließt R. STAHL Geschäfte in verschiedenen Währungen ab, wobei sich Risiken aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Banksalden, Forderungen, Verbindlichkeiten und Schulden sowie aus schwebenden Geschäften und antizipierten Transaktionen ergeben. Zur Absicherung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Basierend auf Liquiditätsplanungen der einzelnen Gesellschaften werden die Nettopositionen des Konzerns ermittelt und durch den Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Ihr Einsatz erfolgt ausschließlich zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte, schwebender Geschäfte oder geplanter Transaktionen. Die vorhandenen und geplanten Fremdwährungsvolumen werden zu einem großen Teil durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Da die Wechselkursentwicklungen in der jüngsten Vergangenheit durch hohe Volatilität gekennzeichnet waren, ist eine belastbare Prognose der weiteren Entwicklung nicht möglich. In der langfristigen Betrachtung sehen wir aufgrund der kaum vorhersehbaren Preisschwankungen an den Finanzmärkten Risiken für unser Geschäft, die sich in der Ergebnisqualität niederschlagen könnten. Zur Finanzierung der geschäftlichen Aktivitäten nehmen wir grundsätzlich fristenkongruent Fremdkapital auf. Negative Auswirkungen aus variierenden Zinssätzen können Risiken darstellen, die wir bei Bedarf ebenfalls über derivative Finanzinstrumente absichern. Zinszahlungen für ein bestehendes und zukünftig geplantes Darlehen werden durch Zinsderivate gesichert. Deren Einsatz erfolgt ausschließlich zur Absicherung der Risiken, die sich aus Schwankungen des allgemeinen Marktzinsniveaus bei bestehenden oder geplanten Fremdkapitalaufnahmen ergeben. Aufgrund der bestehenden Finanzierungsstruktur unterliegt R. STAHL keinen wesentlichen Zinsrisiken. Die Laufzeiten der Währungs- und Zinssicherungsgeschäfte sind grundsätzlich an den Grundgeschäften ausgerichtet. Der Handlungsrahmen, die Verantwortlichen, die finanzwirtschaftliche Berichterstattung sowie die Kontrollmechanismen für Finanzinstrumente sind konzerneinheitlich festgelegt. Im Wesentlichen gehört hierzu eine klare Funktionstrennung zwischen Handel und Abwicklung. Aufgrund der fortlaufenden Überwachung der Außenstände sowie der Berücksichtigung von Wertberichtigungen ist das Kreditrisiko vernachlässigbar. Da wir über umfangreiche nicht genutzte Banklinien verfügen, die vertraglich bei mehreren Banken festgeschrieben sind, ist das Liquiditätsrisiko gering. Die Kreditlinien wurden bis 2012 vereinbart und unsere Banken haben die Verlängerung der bilateralen Kreditvereinbarungen bereits signalisiert. Insbesondere für Cashmanagement, Liquiditätsplanung und Währungsmanagement setzt R. STAHL ein Treasury Management System ein. Eine detaillierte Beschreibung der zum Bilanzstichtag gehaltenen Sicherungsinstrumente sowie weitere Angaben zu den Währungs-, Zins-, Kredit- und Liquiditätsrisiken sind im Konzernanhang unter den Punkten „32. Derivative Finanzinstrumente" und „33. Management von Finanzrisiken" zu finden. Gesamtaussage zur Risikosituation Dank der permanenten Beobachtung, Analyse und Bewertung unserer Risikolandschaft sind aus heutiger Sicht die Risiken im R. Stahl Konzern begrenzt und kalkulierbar. Nach Einschätzung des Vorstands bestehen gegenwärtig und in absehbarer Zukunft keine wesentlichen Einzelrisiken, die als existenziell einzustufen wären. Das Gesamtrisikopotenzial bewegt sich im Vergleich zum Vorjahr auf gleichem Niveau. Die wichtigsten Risiken gehen nach wie vor vom Markt aus - vor allem wegen des intensiven Wettbewerbs im Standard- und Projektgeschäft, der angespannten Preissituation im Anlagenbau sowie aufgrund von Konjunkturschwankungen. Aufgrund unseres ausgereiften Geschäftsmodells, der Eigenkapitalstärke und der soliden Finanzierungsstruktur gefährdet auch die Gesamtsumme der einzelnen Risiken nicht den Fortbestand der R. Stahl Gruppe. In Relation zum Eigenkapital ist sie vielmehr als unwesentlich zu bewerten, und im Verhältnis zum Jahresergebnis bewegt sich unser Risiko nach wie vor im normalen unternehmerischen Rahmen. Eine strategisch durchdachte, nachhaltige Unternehmensführung sichert den langfristigen Bestand der Gesellschaft. Erklärung zur UnternehmensführungSeit dem Geschäftsjahr 2009 sind alle deutschen Aktiengesellschaften nach § 289a HGB verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben. Unsere Entsprechenserklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.stahl.de unter der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance öffentlich zugänglich und zudem im Geschäftsbericht abgedruckt. Ergänzende Angaben nach § 315 Abs. 4 HGBKapitalverhältnisse Am 31. Dezember 2011 betrug das gezeichnete Kapital der R. Stahl AG EUR 16.500.000,00. Es setzte sich aus 6.440.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien zusammen. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von EUR 2,56 am Gesellschaftskapital. Mitglieder der Familien Stahl und Zaiser haben wesentliche Teile des stimmberechtigten Kapitals in einem Konsortialvertrag gepoolt, durch den sie sich verpflichten, ihre Stimmen entsprechend den Beschlüssen des Konsortiums auszuüben bzw. ausüben zu lassen. Mit der Meldung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG vom 10. Juli 2006 haben die Konsorten mitgeteilt, dass sie mehr als 25 % der Stimmrechte an der R. Stahl AG halten. Die Gesamtzahl der Stimmrechte, die dem einzelnen Konsorten nach den §§ 21,22 WpHG zuzurechnen sind, betragen nach dieser Meldung individuell zwischen 36,02 und 38,35 % der stimmberechtigten Aktien. Die Gesamtzahl der Stimmrechte, die dem Konsortium zuzurechnen sind, können sich seitdem verändert haben, ohne dass sich eine erneute Meldepflicht nach WpHG ergeben hat. Aktionärsrechte und -pflichten Dem Aktionär stehen Vermögens- und Verwaltungsrechte zu. Zu den Vermögensrechten gehören nach § 58 Abs. 4 AktG das Recht auf Teilhabe am Gewinn und nach § 271 AktG am Liquidationserlös sowie nach § 186 AktG das Bezugsrecht auf Aktien bei Kapitalerhöhung. Zu den Verwaltungsrechten gehören das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen und das Recht, auf dieser zu reden, Fragen und Anträge zu stellen sowie die Stimmrechte auszuüben. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die Mitglieder des Aufsichtsrats der Kapitalseite und den Abschlussprüfer; sie entscheidet über die Entlastung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, über Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen, über Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien sowie gegebenenfalls über die Durchführung von Sonderprüfungen, über vorzeitige Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrats und über eine Auflösung der Gesellschaft. Besetzung des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen, von denen sechs von der Hauptversammlung und drei nach dem Drittelbeteiligungsgesetz zu wählen sind. Die Beschlüsse des Aufsichtsrats werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit nicht gesetzlich zwingend andere Mehrheiten vorgeschrieben sind. Ergibt eine Abstimmung Stimmengleichheit, muss unverzüglich neu abgestimmt werden, es sei denn, die Mehrheit des Aufsichtsrats beschließt eine neue Aussprache. Bei dieser erneuten Abstimmung hat nach § 12 Abs. 8 der Satzung der Vorsitzende des Aufsichtsrats bei Stimmengleichheit zwei Stimmen. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig. Ergänzend bestimmt die Satzung in § 6, dass der Vorstand aus einer oder mehreren Personen besteht. Über die Zahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung und den Widerruf der Bestellung sowie die Anstellungsverträge mit ihm entscheidet der Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen sowie stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Informationen zu den Befugnissen des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen sind im Anhang unter den Punkten „Gezeichnetes Kapital" und „Eigene Aktien" aufgeführt. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen Die R. Stahl AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Auch wurden den Mitgliedern des Vorstands und Arbeitnehmern keine Entschädigungen im Falle eines Übernahmeangebots zugestanden. Vergütungssystematik für Aufsichtsrat und Vorstand Die Grundzüge des Vergütungssystems für Aufsichtsrat und Vorstand sind im Anhang unter dem Punkt „Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats" angegeben und sind Bestandteil des Lageberichts. NachtragsberichtBis zum Redaktionsschluss haben im laufenden Geschäftsjahr 2012 keine bedeutenden Ereignisse stattgefunden. PrognoseberichtUnsicherheit hinsichtlich wirtschaftlicher Entwicklung Unsicherheit prägt die Erwartung an die weitere wirtschaftliche Entwicklung, wobei die Euro-Schuldenkrise als Hauptrisiko für die Weltwirtschaft gilt. Dennoch sehen zahlreiche Experten gute Chancen für ein moderates Wirtschaftswachstum: Die Zeichen für eine Belebung der US-Wirtschaft mehren sich und mit einem Abbruch der Wachstumsdynamik auf den asiatischen Märkten ist nicht zu rechnen. Wachstumstreiber sind zudem die Märkte Südamerikas. Vorsichtiger Optimismus in R. STAHLS Kundenbranchen Nach einem erfolgreichen Jahr soll es 2012 für die chemische Industrie weiter aufwärts gehen, wenn auch langsamer als 2011. Impulse werden vor allem aus Asien, Lateinamerika und Osteuropa erwartet. Gleichzeitig verfügt die Pharmabranche aufgrund der zunehmenden Weltbevölkerung und der alternden Gesellschaft in den Industrieländern über gute Wachstumsperspektiven. Die internationale Energieagentur (IEA) geht nach wie vor von einem Anstieg der weltweiten Nachfrage nach Öl und Gas aus, was zu hohen Investitionen in die Förderung dieser Rohstoffe führen sollte. Vorsichtig optimistisch ist die Stimmung im Maschinenbau. Für die Branche ist entscheidend, dass die Dynamik in den Wachstumsmärkten, allen voran China, erhalten bleibt. Im Schiffbau rechnen die Experten ebenfalls mit einem moderaten Wachstum. Umsatzerwartungen Eine weitgehend stabile Situation in den wichtigsten Absatzbranchen dürfte auch 2012 eine solide Auftragsentwicklung ermöglichen. Ebenfalls zum Umsatzwachstum beitragen werden unsere in der Vergangenheit getätigten Akquisitionen sowie die jüngsten Tochtergesellschaften. Darüber hinaus wird der Innovationsprozess einen wichtigen Wachstumsbeitrag leisten, sodass wir für 2012 von einer Wachstumsrate im mittleren einstelligen Bereich ausgehen, die wir in 2013 leicht steigern wollen. Erwartete Ertragslage 2012 werden wegfallende Einmalkosten und Effizienzsteigerungen zu einem Ergebnisanstieg führen. Das geplante Wachstum wollen wir mit einem kontrollierten Personalaufbau erreichen, sodass wir zukünftig bei höheren Umsätzen eine geringere Personalkostenquote ausweisen. Gesteigerte Produktionsanteile aus unserem Werk in Indien werden die Materialaufwendungen auch bei steigenden Einkaufspreisen begrenzen. Daneben tragen Optimierungsprozesse in den Bereichen Produktion und Verwaltung zu einer Steigerung der Ertragskraft bei. Somit erwarten wir für 2012 eine leicht höhere EBT-Marge, die wir im Folgejahr weiter steigern wollen. Erwartete Finanzlage Zum Jahresende verfügten wir über eine Net-Cash-Position von EUR 6,3 Mio. und eine Eigenkapitalquote von 44,7 %. Mit unseren Banken bestehen seit 2009 und zusätzlich seit 2011 bilaterale Kreditvereinbarungen, und die Finanzierungspartner haben bereits die Verlängerung dieser Kreditlinien in Höhe von EUR 40 Mio. für die nächsten drei Jahre signalisiert. Damit steht die Finanzierung des Unternehmens auf einer sehr stabilen Basis. Unsere operativen Investitionen können wir aus dem eigenen Cashflow bezahlen. Darüber hinausgehende Erweiterungen werden wir über separate Darlehensverträge finanzieren. Erwartete Investitionen und Akquisitionen Im Geschäftsjahr 2012 planen wir, rund EUR 20 Mio. zu investieren. Neben den kontinuierlichen operativen Investitionen wollen wir unsere Standorte in Waldenburg und Köln erweitern. Auch an Akquisitionen sind wir nach wie vor interessiert und streben dabei den Erwerb kleinerer und mittelständischer Unternehmen z. B. zur regionalen Ausweitung oder zum Ausbau unseres Produktportfolios an. Chancen und Risiken der UnternehmensentwicklungEine wesentliche Chance sehen wir im weiteren Ausbau unseres Systemgeschäfts. Weiterhin haben wir durch die Stärkung unserer Vertriebsmannschaft in Amerika und Asien gute Chancen, von den aufstrebenden Märkten dort zu profitieren. Mit unseren neuen innovativen Produkten haben wir uns entscheidende Wettbewerbsvorteile geschaffen, um R. STAHLs Marktposition weiter auszubauen. Mögliche Risiken sehen wir im intensiven Wettbewerb sowie in Konjunkturschwankungen - ausgelöst z. B. von der Euro-Schuldenkrise oder der politischen Situation in Nordafrika und im mittleren Osten. Weiterhin besteht die Gefahr, dass zukünftig aufgrund eines drohenden Fachkräftemangels nicht alle Stellen zufriedenstellend besetzt werden können. GesamteinschätzungR. STAHL ist mit einer soliden Finanzierung, guter Ertragskraft und ausgezeichneter Marktposition nach wie vor hervorragend aufgestellt. 2011 haben wir die Unternehmensgruppe durch die konsequente Verfolgung unserer Wachstumsstrategie weiter voran gebracht - R. STAHL ist und bleibt der weltweit führende Lieferant für kundenspezifische elektrische Explosionsschutz-Systemlösungen. Mit der Fortsetzung unserer kontinuierlichen Dividendenpolitik werden wir unsere Anteilseigner weiterhin angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Bei überschaubaren unternehmerischen Risiken rechnen wir für das laufende Geschäftsjahr sowie für 2013 mit einem weiteren Umsatzwachstum. Wir gehen davon aus, angesichts der 2011 abgeschlossenen Optimierungsmaßnahmen in den beiden folgenden Jahren wieder höhere EBT-Margen erreichen zu können und bewerten R. STAHLs Lage und Entwicklungspotenziale insgesamt positiv.
Waldenburg, 22. März 2012 R. Stahl Aktiengesellschaft Vorstand Martin Schomaker Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 23. März 2012 Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Dr. Wolfgang Russ, Wirtschaftsprüfer Christoph Lehmann, Wirtschaftsprüfer Angabe gemäß § 328 HGBDer Jahresabschluss der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, für das Geschäftsjahr 2011 ist durch Beschluss der Aufsichtsratssitzung vom 17. April 2012 festgestellt worden. |
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