![]() R. STAHL AktiengesellschaftWaldenburg (Württ.)Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex-Fassung vom 15. Mai 2012)Waldenburg, im Dezember 2012 Vorstand und Aufsichtsrat der R. STAHL AG, Waldenburg, geben bekannt, dass den Kodex-Empfehlungen in der Fassung vom 15. Mai 2012 im vergangenen Geschäftsjahr entsprochen wurde bzw. im kommenden Geschäftsjahr mit Ausnahme folgender Punkte entsprochen wird: 3.8 Absatz 2, Satz 2 In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein <...> Selbstbehalt <von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung> vereinbart werden. Wir beabsichtigen nicht, die D&O-Versicherung für unsere Aufsichtsratsmitglieder um einen Selbstbehalt mit den genannten Mindesthöhen anzupassen. Angesichts der relativ geringen Höhe der Fixvergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird zudem die gewollte „abschreckende Wirkung" verfehlt. 3.10 Satz 1 Über die Corporate Governance sollen Vorstand und Aufsichtsrat jährlich berichten (Corporate Governance Bericht) und diesen Bericht im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlichen. Die Gesellschaft wird, sobald der Corporate Governance Bericht für das Geschäftsjahr 2012 vorliegt, diesen nicht nur im Geschäftsbericht sondern zusätzlich auch auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichen. Damit wird ab diesem Zeitpunkt der Empfehlung entsprochen. 4.1.5 Der Vorstand soll bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben. Bei der Besetzung von Führungspositionen steht bei R. STAHL die Qualifikation, Fachkompetenz und Erfahrung der betreffenden Mitarbeiter im Vordergrund. 4.2.1 Satz 1 Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Derzeit besteht der Vorstand aus Herrn Martin Schomaker. Dieser Zustand ist nach dem Ausscheiden von Herrn Dr. Völker zum 31.12.2011 nur vorübergehend. Der Aufsichtsrat hat mit Wirkung zum 01.01.2013 Herrn Bernd Marx zum weiteren Mitglied des Vorstands mit Zuständigkeit für das Finanzressort bestellt. 5.1.2 Absatz 2, Satz 3 Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden. Eine Altersgrenze für Vorstände war und ist nicht festgeschrieben. Bei der Besetzung von Führungspositionen steht bei R. STAHL die Qualifikation, Fachkompetenz und Erfahrung der betreffenden Vorstände im Vordergrund. Das Alter spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. 5.3.3 Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Einen Nominierungsausschuss im obengenannten Sinne gibt es bei R. STAHL nicht. Wir sind der Meinung, dass die Größe unseres Aufsichtsrats (sechs Mitglieder von der Kapitalseite) keinen separaten Ausschuss zum Vorschlag von Aufsichtsratskandidaten rechtfertigt. 5.4.1 Absatz 2 Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die <....> eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder <...> berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wurde und wird keine Altersgrenze berücksichtigt. Erfahrene Manager im Ruhestand haben die Kompetenz und die Zeit, sich im Aufsichtsrat ausführlich und angemessen mit dem Unternehmen auseinander zu setzen. Nicht das Alter sondern die Kompetenz und Gesundheit sind maßgeblich. 5.4.3 Satz 3 Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz sollen den Aktionären bekannt gegeben werden. Die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden obliegt dem Aufsichtsrat in eigener Verantwortung, da er die Eignung der Kandidaten am besten einschätzen kann. Eine vorherige Bekanntgabe der Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz ist nach Ansicht der Gesellschaft insbesondere vor diesem Hintergrund nicht sachgerecht. 5.4.6 Absatz 2, Satz 2 Wird den Aufsichtsratsmitgliedern eine erfolgsorientierte Vergütung zugesagt, soll sie auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein. Die derzeitige, zuletzt von der Hauptversammlung am 27. Juni 2008 geänderte variable Vergütung orientiert sich an der Höhe der ausgezahlten Dividende, soweit sie 20 % vom Grundkapital je Aktie übersteigt. Sie ist begrenzt auf das Doppelte der festen jährlichen Vergütung. Damit erfüllt die geltende variable Vergütung nicht das Kriterium der „Nachhaltigkeit" im Sinne dieser Empfehlung. Im Hinblick auf den damit herbeigeführten Gleichlauf der variablen Vergütung mit den Interessen der Aktionäre hält jedoch der Aufsichtsrat die variable Vergütung in der bestehenden Form weiterhin für angemessen. 6.6. Über die gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Mitteilung und Veröffentlichung von Geschäften in Aktien der Gesellschaft hinaus, soll der Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente, von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern angegeben werden, wenn er direkt oder indirekt größer als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist. Übersteigt der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien, soll der Gesamtbesitz getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat angegeben werden. Der Aktienbesitz einzelner Organmitglieder über 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien wurde und wird nicht angegeben. Einerseits hat kein Familienmitglied direkt oder indirekt einen Aktienanteil der geeignet wäre, die Gesellschaft zu dominieren, andererseits sind auch Familienmitglieder im Aufsichtsrat vertreten, und im Sinne des Schutzes der Person und Familie wird auf den expliziten Vermögensausweis mit Namenszuordnung verzichtet. 7.1.2 Satz 4 Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums, öffentlich zugänglich sein. Der Jahresabschluss 2011 wurde im Rahmen der gesetzlichen Fristen veröffentlicht. Wichtige Eckdaten zum abgelaufenen Geschäftsjahr wurden hingegen deutlich früher Anfang März 2012 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die gleiche Vorgehensweise werden wir beim Jahresabschluss 2012 anwenden. Erste Eckzahlen zu den abgeschlossenen Quartalen veröffentlichen wir sofern sie von der Markterwartung wesentlich abweichen in der Regel bereits vier Wochen nach Ende des Berichtszeitraums. 7.1.4 Satz 3 <In der Liste von Drittunternehmen> ...sollen angegeben werden: Name und Sitz der Gesellschaft, Höhe des Anteils, Höhe des Eigenkapitals und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres. In der veröffentlichten Liste von Drittunternehmen wurden und werden jeweils Name und Sitz, die Höhe des Anteils und die Höhe des Eigenkapitals des letzten Geschäftsjahrs angegeben. Unsere wichtigsten Wettbewerber sind nicht börsennotiert bzw. nicht in diesem Detaillierungsgrad veröffentlichungspflichtig. Die Nennung der Einzelergebnisse unserer Tochtergesellschaften würde für uns in den einzelnen Märkten zu deutlichen Wettbewerbsnachteilen führen. Vorschlag über die Verwendung des BilanzgewinnsVorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den bei der R. STAHL AG ausgewiesenen Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2012 in Höhe von EUR 13.940.840,10 wie folgt zu verwenden: scroll
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für den Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Waldenburg, 21. März 2013 R. STAHL Aktiengesellschaft Martin Schomaker, Vorstandsvorsitzender Bernd Marx, Vorstand Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Damen und Herren, mit dem Ziel, unsere marktführende Position weiter auszubauen, verfolgt R. STAHL eine nachhaltige Wachstumsstrategie, die der Vorstand im Geschäftsjahr 2012 konsequent vorantrieb und erfolgreich umsetzte. Unsere Kundenbranchen haben sich trotz der abflauenden Weltwirtschaft positiv entwickelt, sodass sowohl Auftragseingang als auch Umsatz mit hohen Raten wuchsen: Der Auftragseingang überstieg mit EUR 297,1 Mio. seinen Vorjahreswert um 14,5 %, und der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 19,7 % auf EUR 290,9 Mio. zu. Ebenfalls deutlich steigern konnten wir das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) es übertraf mit EUR 24,9 Mio. seinen Vorjahreswert sogar um 48,1 %. Mit einer Eigenkapitalquote von 44,3 %, einem Verschuldungsgrad von 55,5 %, liquiden Mitteln in Höhe von EUR 17,6 Mio. und einer Net-Cash-Position von EUR 10,8 Mio. verfügt R. STAHL weiterhin über eine solide Finanzierungsstruktur. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen daher eine Erhöhung der Dividende auf EUR 1,00 vor. Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands auf der Grundlage regelmäßiger mündlicher und schriftlicher Berichte überwacht und beratend begleitet. Soweit Entscheidungen des Vorstands eine Zustimmung des Aufsichtsrats erforderten, hat sich dieser mit den jeweiligen Themen entsprechend befasst. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende mindestens einmal pro Woche zum gegenseitigen Informationsaustausch mit dem Vorstand in Kontakt. Auf Basis der Vorlagen des Vorstands hat der Aufsichtsrat in sechs Sitzungen jeweils die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und die Einhaltung der Plandaten überwacht. Der Aufsichtsrat wurde mindestens einmal im Monat über die wichtigsten Kennzahlen des Konzerns informiert. Der Prüfungsausschuss, dem neben dem Vorsitzenden Josef Kurth, Frau Waltraud Hertreiter sowie die Herren Heinz Grund und Hans-Volker Stahl angehören, hat sich im Berichtsjahr zu drei Sitzungen getroffen. Die studierten Volks- bzw. Betriebswirte bringen Know-how und langjährige Berufserfahrung ein, ihre Unabhängigkeit wird ebenso wie ihre Fachexpertise regelmäßig überprüft. Der Verwaltungsausschuss, dessen Mitglieder Hans-Volker Stahl als Vorsitzender, Heike Dannenbauer, Josef Kurth und Monika Weidmann sind, hat 2012 zwei Sitzungen abgehalten. Die im deutschen Corporate Governance Kodex enthaltenen Vorschläge wurden, soweit wir das für praktikabel erachten, umgesetzt. Abweichungen davon werden in unserer Entsprechenserklärung, die in diesem Geschäftsbericht ab Seite 19 sowie in ihrer jeweils aktuellsten Fassung auf unserer Website unter „Investor Relations" veröffentlicht wird, erläutert. Unsere gemeinsam mit dem Vorstand abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung ist ebenfalls auf der R. STAHL Internetseite hinterlegt. Aus unserer Sicht sind alle wesentlichen Themen im Aufsichtsrat behandelt worden. Soweit es zustimmungspflichtige Geschäfte gab, wurden diese vollständig vorgelegt. Der Jahresabschluss der R. STAHL AG wurde wie im Vorjahr nach den Vorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuches (HGB), der Konzernabschluss der R. STAHL AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Abschlussprüfer Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, hat den Jahresabschluss der R. STAHL AG und den Konzernabschluss ebenso wie den Lagebericht der R. STAHL AG und den Konzernlagebericht geprüft und den jeweils uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzenden nach 4 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss. Jahres- und Konzernabschluss sowie die Lageberichte haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Die Abschlussunterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers stützte sich auf die Empfehlung des Prüfungsausschusses. Jahresabschluss und Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden vom Prüfungsausschuss geprüft. Dieser hat keine Einwände erhoben. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der R. STAHL AG sowie den Konzernabschluss der R. STAHL AG. Ersterer ist damit festgestellt. Dem Lagebericht und dem Konzernlagebericht sowie den Ausführungen zur weiteren Entwicklung des Unternehmens schließen wir uns an. Der langjährige Vorstandsvorsitzende Martin Schomaker führte das Unternehmen 2012 als Alleinvorstand. Durch sein strategisches Wirken hat er R. STAHL tiefgreifend verändert und in eine starke nachhaltige Marktposition gebracht. Im Dezember hat der Aufsichtsrat zusätzlich Herrn Bernd Marx in den Vorstand berufen. Er bekleidet seit 1. Januar 2013 das Amt des Finanzvorstands. Neben langjähriger Kenntnis des Unternehmens bringt Herr Bernd Marx profundes Know-how nicht nur in seinem zukünftigen Verantwortungsbereich sondern auch in der operativen Unternehmensführung und dem M&A-Geschäft mit. Neben den ertragsabhängigen Tantiemen gibt es keine Aktienoptionspläne oder sonstige Boni für Vorstandsmitglieder. Das VorstAG verlangt von Aufsichtsräten dafür Sorge zu tragen, dass die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder den branchen- und marktüblichen Rahmen nicht übersteigen. Um dies beurteilen zu können, hat der Aufsichtsrat 2010 die Prüfung der Vorstandsbezüge durch eine unabhängige Stelle in Auftrag gegeben. Die beauftragte Kienbaum Management Consultants GmbH hat die Vorstandsbezüge bei R. STAHL als im Marktvergleich angemessen beurteilt und keine Änderungsempfehlung ausgesprochen. Darüber hinaus wird die Angemessenheit der Vorstandsvergütung einmal im Jahr überprüft. Die Grundzüge des Vergütungssystems für Aufsichtsrat und Vorstand sind im Konzernanhang unter Punkt 29. ,,Verwaltungsorgan der R. STAHL AG" angegeben. Hans-Volker Stahl / Vorsitzender des Aufsichtsrats Herr Josef Kurth begleitet unser Unternehmen seit vielen Jahren. Er hat dem Aufsichtsratsvorsitzenden mitgeteilt, dass er sich mit dem Ende der Amtszeit aller Mitglieder des Aufsichtsrats nach Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2013 nicht mehr zur Wiederwahl stellt. Herr Josef Kurth hat mit seiner Arbeit einen erheblichen Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens geleistet. Er war im letzten Jahr Vorsitzender des Prüfungsausschusses und lange Zeit Mitglied im Verwaltungsausschuss. 2012 hatte er zusätzlich das Amt des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden übernommen. Wir möchten Herrn Josef Kurth an dieser Stelle unseren Dank für sein langjähriges Engagement sowie seine stets kritische aber faire Arbeitsweise in unserem Gremium aussprechen. Der Aufsichtsrat dankt weiterhin den Aktionären für ihr Vertrauen und allen Mitarbeitern sowie dem Vorstand für das im vergangenen Jahr gezeigte Engagement.
Hans-Volker Stahl, Vorsitzender des Aufsichtsrats Bilanz der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, zum 31. Dezember 2012Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, für die Zeit
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| 2012 | 2011 | |
| EUR | EUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 14.429.320,40 | 14.594.102,90 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 5.168.935,94 | 3.109.980,99 |
| 19.598.256,34 | 17.704.083,89 | |
| 3. Materialaufwand | ||
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 3.287,17 | 48.131,87 |
| 4. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 7.395.244,91 | 6.542.053,94 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 1.497.581,47 | 1.983.787,14 |
| 8.892.826,38 | 8.525.841,08 | |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 2.398.012,89 | 3.542.683,52 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 7.618.918,53 | 7.383.882,34 |
| 685.211,37 | -1.796.454,92 | |
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 10.946.983,74 | 7.071.938,05 |
| 8. Erträge aufgrund von Gewinnabführungsverträgen | 1.473.951,34 | 52.794,74 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 295.736,48 | 127.470,91 |
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 1.677.500,00 | 1.932.970,00 |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 1.616.574,78 | 1.580.919,08 |
| 9.422.596,78 | 3.738.314,62 | |
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 10.107.808,15 | 1.941.859,70 |
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (i. V. Erstattete Steuern vom Einkommen und vom Ertrag) | 796.779,46 | -50.825,18 |
| 14. Sonstige Steuern | 36.893,49 | 22.106,24 |
| 15. Jahresüberschuss | 9.274.135,20 | 1.970.578,64 |
| 16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 4.666.704,90 | 6.842.722,56 |
| 17. Bilanzgewinn | 13.940.840,10 | 8.813.301,20 |
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen über die zu erwartende Nutzungsdauer von drei Jahren vermindert.
Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.
Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und 15 Jahren.
Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode (in Vorjahren zum Teil degressiv) abgeschrieben. Von der Möglichkeit des Übergangs von der degressiven Methode auf die lineare Methode wird Gebrauch gemacht, sofern dies zu einer höheren Abschreibung führt. Ab-nutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 und vor dem 1. Januar 2010 angeschafft wurden, werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Seit dem 1. Januar 2010 werden abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 410,00 im Zugangsjahr voll abgeschrieben.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen waren im Berichtsjahr Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag aufgrund nachhaltiger Verluste der verbundenen Unternehmen erforderlich. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung kam es im Berichtsjahr zu einer Zuschreibung einer Beteiligung.
Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Der Erstattungsanspruch aus dem körperschaftsteuerlichen Guthaben ist mit dem Barwert zum Bilanzstichtag bewertet.
Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutsche Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 5,04 %.
Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 3,0 % bei den Entgelten und von 2,0 % bei den Renten ausgegangen. Die Bewertung berücksichtigt eine unternehmensspezifische Fluktuationsrate von 1,5 %.
Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.
Die Rückstellung für Jubiläumszuwendung wird versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem zeitratierlichen Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Basis eines Zinssatzes von 5,04 % und eines Gehaltstrends von 3,0 % angesetzt. Die Bewertung berücksichtigt eine unternehmensspezifische Fluktuationsrate von 1,5 %.
Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde in Anlehnung an die Stellungnahme des IDW (IDW RS HFA 3) ermittelt. Berücksichtigt wurden jedoch nur am Bilanzstichtag unterzeichnete Verträge. Es wurden die Aufstockungsbeträge auf das Entgelt und auf die Rentenversicherungsbeiträge in voller Höhe für die Laufzeit des Vertrags zu Grunde gelegt. Die Altersteilzeitverträge der jeweiligen Personen sind in Form von Lebensversicherungen insolvenzversichert.
Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Barwert unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Deckungsvermögen in Form einer insolvenzgesicherten Rückdeckungsversicherung wurde in Höhe von EUR 74.511,00 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den Erfüllungsrückständen der Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet. Das verrechnete Deckungsvermögen wird gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung).
Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis gezeigt.
Insoweit das Deckungsvermögen die entsprechende Rückstellung übersteigt, wird dieser aktive Überhang als gesonderter Posten auf der Aktivseite ausgewiesen. Die verbleibende Rückstellung umfasst die nicht insolvenzgeschützten Aufstockungsbeträge aus den Altersteilzeitvereinbarungen.
Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Zu- bzw. Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel, der integraler Bestandteil des Anhangs ist, dargestellt.
Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 1.677.500,00 sowie Zuschreibungen in Höhe von 1.677.499,00 bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen vorgenommen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von EUR 325.373,42 (i. V. EUR 322.456,33) Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von EUR 0,00 (i. V. EUR 2.379,00) Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.
Flüssige Mittel
Die Position enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Verrechnung der Erfüllungsrückstände aus Altersteilzeitvereinbarungen mit dem korrespondierendem Deckungsvermögen (Rückdeckungsversicherungen) nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB und ergibt sich wie folgt:
| 31.12.2012 | |
| EUR | |
| Barwert Erfüllungsrückstände aus Altersteilzeitverpflichtungen | -74.511,00 |
| Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert) | 113.865,88 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 39.354,88 |
| Deckungsvermögen (Anschaffungskosten) | 113.865,88 |
| Zinsaufwand aus Altersteilzeitverpflichtungen | 5.844,00 |
| Ertrag aus Deckungsvermögen | 2.199,24 |
| Zinsaufwand | 3.644,76 |
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital beträgt unverändert EUR 16.500.000,00. Das Grundkapital ist eingeteilt in 6.440.000 Stückaktien. Die ordentliche Hauptversammlung der R. Stahl Aktiengesellschaft hat am 25. Mai 2012 die Umstellung der auf den Inhaber lautenden Stückaktien im Verhältnis 1:1 in auf den Namen lautenden Stückaktien beschlossen. Die entsprechende Satzungsänderung wurde am 27. Juni 2012 im Handelsregister eingetragen.
Die Anteile sind voll eingezahlt.
Das Genehmigte Kapital beträgt am Bilanzstichtag EUR 3.300.000,00. Die Ermächtigung ist bis zum 17. Juni 2015 befristet. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszuschließen und das Bezugsrecht auszuschließen, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt. Darüber hinaus kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, der Ausgabebetrag den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet und der auf die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien eingetragenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die vorgenannte Begrenzung von 10 % werden eigene Aktien angerechnet, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG i. V. m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital zu entscheiden.
Eigene Aktien
Die Gesellschaft besitzt unverändert Stück 516.291 eigene Aktien zu einem rechnerischen Wert von EUR 2,562. Dies entspricht unverändert einem Anteil am gesamten Grundkapital von 8,02 % (= TEUR 1.323).
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Bestand 1.1.2012 = 31.12.2012 Stück 516.291 Aktien |
Die Erwerbsvorgänge der eigenen Anteile fanden in den Jahren 1998 mit 59.960 Stück, 1999 mit 104.430 Stück, 2001 mit zwei Erwerbsvorgängen im November 2001 mit 26.670 Stück und Dezember 2001 mit 7.300 Stück, 2002 mit 120.000 Stück, 2003 mit 36.000 Stück, 2004 mit Erwerbsvorgängen im November 2004 mit 120.446 und Dezember 2004 mit 41.485 Stück statt.
Der Vorstand der R. Stahl Aktiengesellschaft wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juni 2010 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 17. Juni 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben.
Weiterhin wurde der Vorstand der R. Stahl Aktiengesellschaft ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen Aktien zu allen gesetzlichen zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere eigene Aktien, die auf Grundlage einer in dieser oder in früheren Hauptversammlungen gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erteilten Ermächtigungen erworben wurden, auch in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, wenn die erworbenen eigenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.
Der Vorstand wurde weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.
Über die künftige Verwendung der Aktien ist noch kein Beschluss gefasst worden.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage der R. Stahl Aktiengesellschaft resultiert überwiegend aus Einstellungen von Aktienaufgeldern aus dem Börsengang im Jahr 1997.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen noch abzugeltende Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 1.105), externe und interne Jahresabschlusskosten (TEUR 288) sowie Kosten für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (TEUR 202).
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 13.028 durch eine persönliche Mitverpflichtung der R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg, gesichert.
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 10.000.000,00 mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren enthalten.
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von EUR 43.892,57 (i. V. EUR 52.000,68) Forderungen sowie in Höhe von EUR 11.368,05 (i. V. EUR 817,00) Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr ausgewiesen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
| EUR | EUR | |
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 123.266,31 | 123.759,81 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 24.006,29 | 40.129,83 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 12.845,69 | 1.516.219,06 |
| 160.118,29 | 1.680.108,70 |
Sämtliche übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Latente Steuern
Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansatzsätzen von immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Finanzanlagen, Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen sowie bei den verschiedenen Positionen der Organgesellschaft R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg, ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.
Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 29,13 %.
Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. In 2012 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.
| 2012 | 2011 | |||
| TEUR | % | TEUR | % | |
| Umsatzerlöse | ||||
| Vermietung | 3.431 | 23,8 | 3.410 | 23,4 |
| Dienstleistungen | 10.998 | 76,2 | 11.184 | 76,6 |
| 14.429 | 100,0 | 14.594 | 100,0 | |
Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen im Inland erzielt.
Periodenfremde Erträge
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 523 ausgewiesen. Es handelt sich hauptsächlich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, periodenfremde Mietgutschriften und Erstattungen aus Versicherungsansprüchen. Auf die Beteiligung an der R. Stahl Frankreich erfolgte im Geschäftsjahr eine Zuschreibung in Höhe von EUR 1,7 Mio., da die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz nicht mehr bestanden.
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Steuererstattungen in Höhe von TEUR 12 enthalten.
Kursgewinne
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unrealisierte Kursgewinne in Höhe von EUR 104.081,98 (i. V. EUR 102.305,08).
Periodenfremde Aufwendungen
Bei den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 65 periodenfremde Zinszahlungen erfasst.
In den sonstigen Steuern sind periodenfremde sonstige Steuern in Höhe von TEUR 12 enthalten.
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Steuerzahlungen in Höhe von TEUR 746 enthalten.
Aufzinsung von Rückstellungen
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 758.932,00 (i. V. EUR 728.900,00) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.
Kursverluste
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten unrealisierte Kursverluste in Höhe von EUR 53.846,93 (i. V. EUR 658,96).
Personalaufwand
Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung entfallen EUR 514.951,60 (i. V. EUR 1.113.289,37) auf Aufwendungen für Altersversorgung.
Verbundene Unternehmen
Die Erträge aus Beteiligungen betreffen in voller Höhe von EUR 10.946.983,74 (i. V. EUR 7.071.938,05) verbundene Unternehmen.
Die Erträge in Höhe von EUR 1.473.951,34 (i. V. EUR 52.794,74) aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen betreffen in voller Höhe verbundene Unternehmen.
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen mit EUR 295.341,31 (i. V. EUR 115.337,59) verbundene Unternehmen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene Unternehmen sind im Berichtsjahr in Höhe von EUR 560.326,18 (i. V. EUR 667.213,84) angefallen.
Haftungsverhältnisse
Es bestehen gesamtschuldnerische Haftungen für Kreditlinien, die wechselseitig von der Gesellschaft und der R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg, in Anspruch genommen werden können. Zum Bilanzstichtag ergab sich keine Inanspruchnahme.
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
| TEUR | TEUR | |
| Aus Bürgschaften zugunsten verbundener Unternehmen | 2.238 | 258 |
| Aus Bürgschaften zugunsten Dritter | 502 | 832 |
| Aus Anteilen an einer Genossenschaft | 4 | 4 |
Im Zusammenhang mit der Einräumung von Kreditlinien (Bankavale) bestehen gemäß der jeweiligen Inanspruchnahme gesamtschuldnerische Mithaftungen zugunsten verbundener Unternehmen in Höhe von TEUR 5.392 (i. V. TEUR 5.656).
Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der ausreichenden Vermögens-, Finanz- und Ertragssituation der betroffenen Schuldnergesellschaften bzw. Tochtergesellschaften als gering eingestuft.
Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Immobilienleasing- und Mietverträgen in Höhe von TEUR 24.788. Hierunter sind unter anderem die nachfolgend beschriebenen Leasingverträge, die gem. § 285 Nr. 3 HGB notwendig für die Beurteilung der Finanzlage des Unternehmens sind, enthalten.
Über die Produktions- und Verwaltungsgebäude in Waldenburg besteht ein Leasingvertrag mit einem verbundenen Unternehmen. Im Berichtsjahr sind im Rahmen dieses Vertrages Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 2.107 entstanden. Dieser Vertrag wurde zum Zweck der Entlastung des Refinanzierungsvolumens abgeschlossen, wodurch Spielräume für weitere Investitionsmöglichkeiten realisiert werden konnten.
Die zukünftig anfallenden Leasingaufwendungen während der Vertragslaufzeit stellen sich wie folgt dar:
| Leasingverpflichtungen | Stand | |||
| bis zu 1 Jahr | > 1 bis 5 Jahre | > 5 Jahre | 31.12.2012 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Leasingverträge im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB | 2.057 | 8.230 | 11.830 | 22.117 |
| Übrige Leasingverträge | 416 | 941 | 1.310 | 2.667 |
| 2.473 | 9.171 | 13.140 | 24.784 | |
Diese Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 24.397 gegenüber verbundenen Unternehmen.
Zwischen der R. Stahl Aktiengesellschaft und der Tochtergesellschaft R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg, besteht ein Gewinnabführungsvertrag.
Derivative Finanzinstrumente
Die Gesellschaft hat zur Ausnutzung von Währungsvorteilen zwei Devisentermingeschäfte über TUSD 569 mit einer Laufzeit bis Mitte Januar sowie Ende März 2013 abgeschlossen. Der Marktwert beträgt zum 31. Dezember 2012 TEUR 6. Die Bewertung erfolgte mittels der Markto-Market-Methode.
Honorare für Abschlussprüfer im Sinne des § 319 Abs. 1 HGB
Die Angaben zu den Honoraren der Abschlussprüfer nach § 285 Nr. 17 HGB sind im Anhang zum Konzernabschluss enthalten.
Mitglieder des Aufsichtsrats
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Dipl.-Kfm. Hans-Volker Stahl, Starnberg Vorsitzender |
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Dipl.-Volkswirt Josef Kurth, Öhringen Stellvertretender Vorsitzender (ab 25. Mai 2012) Ehemals Geschäftsführer der Berner GmbH |
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Dipl.-Kfm. Eberhard Knoblauch, Böblingen (bis 25. Mai 2012) Stellvertretender Vorsitzender Ehemals Vorsitzender der Geschäftsführung der Hewlett-Packard GmbH |
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Christoph Carle*), Künzelsau (ab 25. Mai 2012) Projektmanager Prozessoptimierung |
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Magister Artium (M.A.) Heike Dannenbauer, Empfingen Stage Managerin der Apollo Theater Produktionsgesellschaft mbH |
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Heinz Grund*), Braunsbach Landwirtschaftslehre/Mechaniker |
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Hans-Dieter Heppner*), Kupferzell (bis 25. Mai 2012) Staatlich geprüfter Elektrotechniker |
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Waltraud Hertreiter, Neubeuern (ab 25. Mai 2012) Freie Unternehmensberaterin Vorsitzende des Aufsichtsrats der Textilgruppe Hof AG, Hof Vorsitzende des Beirats der Südbayerischen Portland-Zementwerk Gebr. Wiesböck & Co. GmbH, Rohrdorf Mitglied des Regionalbeirats Süd der Commerzbank AG |
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Dipl.-Kfm. Peter Leischner, Frankfurt Direktor, Leiter Treasury Management der Gutmark, Radtke & Company AG |
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Dipl.-Ing. Rudolf Meier, Nürnberg Leiter Produktionsmaschinen, Motion Control Systems der Siemens AG |
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Monika Weidmann*), Künzelsau Technische Zeichnerin |
*) Arbeitnehmervertreter(in)
Mitglieder des Vorstands
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Dipl.-Betriebswirt (BA) Martin Schomaker, Murr, Vorsitzender (Vorstandsbereich für die Bereiche Vertrieb/Marketing, Technik/Produktion, Qualitätsmanagement, Produktmanagement und Personalwesen) |
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Dipl.-Kaufmann Bernd Marx, Brühl (ab 1. Januar 2013) (Vorstandsbereich für die Bereiche Controlling, Finanzen, IT, Recht und Compliance, Investor Relations sowie M&A) |
Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats
Die Festvergütung für den Aufsichtsrat betrug im Berichtsjahr insgesamt TEUR 228. Des Weiteren wurde eine variable Vergütung in Höhe von TEUR 56 ausbezahlt. Die feste jährliche Vergütung des Aufsichtsrats beträgt EUR 18.000,00 und die Vergütung für die Tätigkeit in einem Ausschuss beläuft sich auf EUR 3.650,00. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten das Doppelte der Vergütung für die Tätigkeit in einem Ausschuss. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der sich hiernach ergebenden Bezüge. Der variable Anteil der Aufsichtsratsvergütung ist abhängig von der im Berichtsjahr ausgeschütteten Dividende. Für jedes volle ausgeschüttete Prozent Dividende, das über 20 % vom Grundkapital je Aktie hinausgeht, werden EUR 800,00 bezahlt. Diese zusätzliche Vergütung beträgt maximal das Doppelte der festen jährlichen Vergütung des Mitglieds des Aufsichtsrats bzw. der festen jährlichen Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie für Ausschussmitglieder ferner das Doppelte der zusätzlichen Vergütung für eine Tätigkeit in einem Ausschuss bzw. für eine Vorsitzendentätigkeit in einem Ausschuss.
Das Vergütungssystem der Mitglieder des Vorstands ist vertraglich geregelt. Danach beziehen die Mitglieder des Vorstands neben einer Festvergütung eine ertragsabhängige Tantieme auf Basis des gleitenden Durchschnitts des aktuellen und der zwei vorangegangenen Geschäftsjahre. Die ertragsabhängige Tantieme ist auf maximal 80 % der Festvergütung begrenzt. Für das Geschäftsjahr 2012 erhalten die Mitglieder des Vorstands folgende Gesamtbezüge:
| Festvergütung | Ertragsabhängige Tantiemen | Sachbezüge | Summe | |
| Gesamtbezüge Vorstand | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| Martin Schomaker | 340 | 154 | 31 | 525 |
Für den Vorstand besteht eine Einzelzusage für eine Altersrente. Demnach erhält Herr Schomaker eine Altersrente bei Ausscheiden aus dem Unternehmen nach Vollendung des 60. Lebensjahres bzw. eine Dienstunfähigkeitsrente in Höhe von 100 % des Altersrentenanspruchs bei Ausscheiden wegen Dienstunfähigkeit. Die monatliche Altersrente bei Ausscheiden zum regulären Rentenbeginn beträgt unverändert TEUR 9,6 für Herrn Schomaker. Wird der Dienstvertrag von Herrn Schomaker vor Beendigung des 60. Lebensjahres aufgehoben oder nicht zu vergleichbaren oder der Gesellschaft zumutbaren Bedingungen verlängert, erhält Herr Schomaker ab dem Zeitpunkt seines Ausscheidens eine laufende Zahlung in der Höhe und nach den Regelungen zur Dienstunfähigkeitsrente, auf die er einen Anspruch hat, wenn er statt dessen wegen Dienstunfähigkeit ausscheiden würde. Die Pensionsrückstellung für Herrn Schomaker beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.656 (i. V. TEUR 1.468). Im Berichtsjahr wurden TEUR 113 als Personalaufwand und TEUR 75 als Zinsaufwand ergebniswirksam berücksichtigt.
Die R. Stahl Aktiengesellschaft hat für den Vorstand und den Aufsichtsrat keine Aktienoptionspläne oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme aufgelegt.
Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands
Für ehemalige Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 344 (i. V. TEUR 289).
Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2012 auf TEUR 2.671 (i. V. TEUR 2.741).
Mit Ausscheiden von Herrn Dr. Peter Völker als Vorstand zum 31. Dezember 2011 wurde die Altersversorgung abschließend geregelt. Herr Dr. Völker erhält ab dem 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2013 ein monatliches Übergangsgeld in Höhe von TEUR 6,5. Im Anschluss daran bezieht Herr Dr. Völker ab dem 1. Januar 2014 eine monatliche Altersrente in Höhe von TEUR 7,5. Die Pensionsrückstellung sowie die Verpflichtung für das Übergangsgeld belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.468 (i. V. TEUR 1.471).
Weiterhin ist Herr Dr. Völker ab dem 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2014 als Berater für technische Angelegenheiten für die R. Stahl Aktiengesellschaft tätig. Das monatliche Honorar beläuft sich für die Jahre 2012 und 2013 auf TEUR 10, ab 2014 erhält Herr Dr. Völker - bei gleichzeitiger Reduzierung der vereinbarten monatlichen Arbeitszeit - ein Honorar von TEUR 3,3.
Beteiligungsverhältnisse
Die gesondert dargestellte Entwicklung der Unternehmen, an denen die R. Stahl Aktiengesellschaft mindestens den fünften Teil der Anteile und alle Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, bei denen die R. Stahl Aktiengesellschaft mindestens fünf Prozent der Stimmrechte hält (Anteilsbesitz), ist integraler Bestandteil des Anhangs.
Corporate Governance
Den Verhaltensempfehlungen der von der Bundesregierung eingesetzten Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex wurde im vergangenen Geschäftsjahr bis auf Abweichungen in einzelnen Punkten entsprochen. Auch künftig soll der Großteil der Empfehlungen eingehalten werden. Eine Entsprechenserklärung hierzu ist vorhanden und auf der Website des Unternehmens (www.stahl.de unter der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance) jederzeit öffentlich zugänglich. Darüber hinaus enthält der Geschäftsbericht 2012 der Gesellschaft einen gesonderten Bericht über die Corporate Governance.
Mitarbeiter
Im Durchschnitt wurden während des Geschäftsjahres 71 Angestellte beschäftigt. Darüber hinaus werden 82 Auszubildende ausgebildet.
Konzernverhältnisse
Die R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, ist Obergesellschaft eines Konzerns, der unter ihrer einheitlichen Leitung zusammengefasst ist. Zum 31. Dezember wurde ein Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und ein Konzernlagebericht aufgestellt. Die Offenlegung des Jahres- und Konzernabschlusses der R. Stahl Aktiengesellschaft erfolgt beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers.
Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
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Die R. Stahl Aktiengesellschaft mit Sitz in Künzelsau hat mitgeteilt, dass durch den Erwerb eigener Anteile am Montag, 17. März 2003, die Schwelle von 5 % der Stimmrechtsanteile überschritten wurde. Die R. Stahl Aktiengesellschaft hält nun einen Stimmrechtsanteil von 5,5 % an ihrer eigenen Gesellschaft. |
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Die Allianz SE, München, Deutschland, hat uns am 28. April 2009 Folgendes mitgeteilt: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der R. Stahl Aktiengesellschaft, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland, am 24. April 2009 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und 2,97 % (191.410 Stimmrechte von insgesamt 6.440.000 Stimmrechten) betrug. Die Stimmrechte wurden uns gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugleich wurden uns die Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i. V. m. Satz 2 WpHG zugerechnet. Zugleich teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG i. V. m. § 24 WpHG mit:
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Highclere International Investors LLP, London, hat uns am 4. Februar 2011 Folgendes mitgeteilt: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der R. Stahl Aktiengesellschaft, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland, am 1. Februar 2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und 3,56 % (229.312 der insgesamt 6.440.000 Stimmrechte) an diesem Tag betrug. Sämtliche Stimmrechte sind uns nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Die Stimmrechte sind uns über die Highclere International Investors Smaller Companies Fund und die Highclere (Jersey) International Smaller Companies Funds zuzurechnen. |
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Highclere Investment Management Limited (vormals: Highclere International Investors Limited), London, hat uns am 4. Februar 2011 Folgendes mitgeteilt: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der R. Stahl Aktiengesellschaft, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland, am 1. Februar 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und 0,00 % (0 der insgesamt 6.440.000 Stimmrechte) an diesem Tag betrug. |
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ETHENEA Independent Investors S.A., Munsbach, Luxemburg hat uns am 8. März 2012 Folgendes mitgeteilt: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der ETHENEA Independent Investors S.A., Munsbach, Luxemburg an der R. Stahl Aktiengesellschaft, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland am 8. März 2012 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und 2,5584 % (164.759 der insgesamt 6.440.000 Stimmrechte) an diesem Tag betrug. |
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LRI Invest S.A., Munsbach, Luxemburg hat uns am 3. April 2012 folgendes mitgeteilt: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der LRI Invest S.A., Munsbach, Luxemburg an der R. Stahl AG, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland am 02.04.2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und 5,002 % (322.134 der insgesamt 6.440.000 Stimmrechte) an diesem Tag betrug. |
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LRI Invest S.A., Munsbach, Luxemburg hat uns am 14. August 2012 folgendes mitgeteilt: Hiermit ziehen wir die veröffentlichten Stimmrechtsmitteilungen vom 2. Januar 2012 und 3. April 2012 zurück, da keine meldepflichtigen Schwellen berührt wurden. Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der Mellinckrodt 1 Sicav, Munsbach, Luxemburg an der R. Stahl AG, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland am 12.01.2012 die Schwelle von 3 % überschritten hat und 3,03 % (195.000 der insgesamt 6.440.000 Stimmrechte) an diesem Tag betrug. Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der Mellinckrodt 1 Sicav, Munsbach, Luxemburg an der R. Stahl AG, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland am 05.04.2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und 5,04 % (324.334 der insgesamt 6.440.000 Stimmrechte) an diesem Tag betrug. |
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Die Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte, Tübingen, Deutschland, hat uns am 21. November 2012 folgendes mitgeteilt: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der Baden-Württembergischen Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte, Tübingen, Deutschland, an der R. Stahl AG, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland, am 21.11.2012 die Schwelle von 5 % erreicht hat und 5,00 % (322.000 der insgesamt 6.440.000 Stimmrechte) an diesem Tag betrug. |
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Die LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland hat uns am 22. November 2012 folgendes mitgeteilt: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH an der R. Stahl AG, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland am 21.11.2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und 5,02 % (323.000 der insgesamt 6.440.000 Stimmrechte) an diesem Tag betrug. Davon sind der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH 5,00 % (322.000 Stück der insgesamt 6.440.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteile an der R. Stahl AG 3 % oder mehr betragen, werden der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH Stimmrechte zugerechnet: Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte. |
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Die Mellinckrodt 1 Sivac, Munsbach, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 1. März 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. Stahl AG, Waldenburg, Deutschland am 26.02.2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,65 % (das entspricht 299.178 Stimmrechten) betragen hat. |
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Das Aktionärskonsortium der R. Stahl Aktiengesellschaft, bestehend aus den nachstehend aufgeführten Konsorten, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG freiwillig mitgeteilt, dass jeder der nachfolgend genannten Konsorten am 10. Juli 2006 weiterhin mehr als 25 % der Stimmrechte an der R. Stahl Aktiengesellschaft hielt, und dass ihnen am 10. Juli 2006 jeweils folgende Stimmrechte zustanden: |
| Name des Konsorten | Staat | Individueller Stimmrechtsanteil des Konsorten | Nach § 22 Abs. 2 S. 1 WpHG zuzurechnende Stimmrechte | Gesamtzahl der Stimmrechte des Konsorten nach §§ 21, 22 WpHG |
| Ina Isabelle Stallbörger | BRD | 4,10% | 32,91% | 37,01% |
| Barbara Stahl | BRD | 2,35% | 34,22% | 36,57% |
| Gabriele Swedan | USA | 3,28% | 32,74% | 36,02% |
| Dr. Nadya Swedan | USA | 0,16% | 35,88% | 36,04% |
| Mark Swedan | USA | 0,14% | 35,88% | 36,02% |
| Hansjörg Stahl | BRD | 3,63% | 32,48% | 36,11% |
| Rolf-Dieter Zaiser | BRD | 2,03% | 36,01% | 38,04% |
| Axel Zaiser | BRD | 2,03% | 36,01% | 38,04% |
| Inge Schmid | BRD | 1,18% | 35,64% | 36,82% |
| Katja Dörr-Zaiser* | BRD | 1,10% | 35,19% | 36,29% |
| Valentina Zaiser | BRD | 0,28% | 35,82% | 36,09% |
| Hansjörg Zaiser | BRD | 0,55% | 36,00% | 36,55% |
| Andrea Griebler | BRD | 0,35% | 36,00% | 36,35% |
| Steffen-Hans Zaiser | BRD | 0,42% | 35,69% | 36,11% |
| Rosemarie Heufer | BRD | 1,55% | 35,25% | 36,80% |
| Corinna Heufer | BRD | 0,25% | 35,78% | 36,03% |
| Isabel Speck | BRD | 0,47% | 35,78% | 36,25% |
| Reinhard Stahl | BRD | 0,41% | 35,63% | 36,04% |
| Ute Müller | BRD | 3,97% | 32,92% | 36,89% |
| Achim Müller | BRD | 0,01% | 36,01% | 36,02% |
| Ingrid Ebert | BRD | 1,06% | 35,46% | 36,52% |
| Dr. Susan Honerla | BRD | 0,61% | 35,64% | 36,25% |
| Martin Ebert | BRD | 0,68% | 35,34% | 36,02% |
| Anja Somogyi | BRD | 0,57% | 35,46% | 36,03% |
| Peter Zinser | BRD | 2,98% | 33,85% | 36,83% |
| Heike Dannenbauer | BRD | 0,31% | 35,71% | 36,02% |
| Kristin Schwarz | BRD | 0,34% | 35,71% | 36,06% |
| Maren Zinser | BRD | 0,34% | 35,68% | 36,02% |
| Klaus Zinser | BRD | 3,28% | 33,53% | 36,81% |
| Dr. Frank Linnartz | BRD | 1,89% | 34,13% | 36,02% |
| Erika Marwitz | BRD | 2,44% | 33,93% | 36,37% |
| Christa Leischner | BRD | 0,69% | 35,55% | 36,24% |
| Dr. Eckhart Leischner | BRD | 0,02% | 36,02% | 36,03% |
| Peter Leischner | BRD | 0,54% | 35,86% | 36,40% |
| Lutz Leischner | BRD | 0,50% | 35,88% | 36,37% |
| Karen Halank | BRD | 0,15% | 35,88% | 36,02% |
| Hildegard Stahl | BRD | 0,04% | 35,98% | 36,02% |
| Helgard Hahn | BRD | 0,97% | 35,06% | 36,02% |
| Sibylle Wegmann | BRD | 0,12% | 35,91% | 36,02% |
| Oliver Stahl | BRD | 0,12% | 35,91% | 36,02% |
| Raphael Stahl | BRD | 0,12% | 35,91% | 36,02% |
| Philipp Stahl | BRD | 0,12% | 35,91% | 36,02% |
| Kilian Stahl | USA | 0,12% | 35,91% | 36,02% |
| Yvonne Stahl | USA | 0,12% | 35,91% | 36,02% |
| Hans-Volker Stahl | BRD | 5,17% | 33,18% | 38,35% |
| Prof. Dr. Hans-Werner Stahl | BRD | 0,08% | 35,96% | 36,04% |
* Von den nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechneten Stimmrechten werden 0,28 % auch nach § 22 Abs. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.
Im Aktionärskonsortium haben sich seit 10. Juli 2006 folgende Veränderungen ergeben:
| ― |
Frau Helgard Hahn, München, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 5. Mai 2008 die Schwellen von 30 %, 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0 % (0 Stimmrechte) beträgt. Die Unterschreitung der vorgenannten Schwellen folgt daraus, dass der bisherige Zurechnungstatbestand nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG entfallen ist. |
| ― |
Herr Axel Zaiser, Stuttgart, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. Januar 2009 die Schwelle(n) von 30, 25, 20, 15, 10, 5 und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,03 % (131.005 Stimmrechte) beträgt. Dazu hat die Gesellschaft folgenden Hinweis veröffentlicht: Die Meldepflicht besteht, weil zum Stichtag die Zurechnung von Stimmrechten entfällt. Die tatsächlich von Herrn Axel Zaiser gehaltene Zahl der Aktien bleibt dagegen unverändert. |
| ― |
Herr Pablo Zinser, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1. WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. Stahl Aktiengesellschaft, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland, am 10. August 2009 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % 15 %, 20%, 25 % und 30 % überschritten hat und seit diesem Tag durchgehend bis heute 47,40 % beträgt. Hiervon werden ihm 47,40 % (dies entspricht 3.052.684 Stück) Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet. |
| ― |
Herr Rolf-Dieter Zaiser, Deutschland, hat uns am 7. Januar 2010 gemäß § 21 Abs. 1. WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. Januar 2010 die Schwellen von 30, 25, 20, 15, 10, 5 und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,03 % (131.005 Stimmrechte) beträgt. |
| ― |
Frau Inge Schmid, Deutschland, hat uns am 7. Januar 2010 gemäß § 21 Abs. 1. WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. Januar 2010 die Schwellen von 30, 25, 20, 15, 10, 5 und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 1,18 % (75.755 Stimmrechte) beträgt. |
| ― |
Frau Katja Dörr-Zaiser, Deutschland, hat uns am 7. Januar 2010 gemäß § 21 Abs. 1. WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. Januar 2010 die Schwellen von 30, 25, 20, 15, 10, 5 und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 1,10 % (70.875 Stimmrechte) beträgt. |
| ― |
Frau Valentina Zaiser, Deutschland, hat uns am 7. Januar 2010 gemäß § 21 Abs. 1. WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. Januar 2010 die Schwellen von 30, 25, 20, 15, 10, 5 und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,28 % (17.720 Stimmrechte) beträgt. |
| ― |
Herr Jochen Stahl, Deutschland, hat uns am 6. Juni 2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 30. Mai 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und seit diesem Tag durchgehend bis heute 42,43 % (dies entspricht 2.732.737 Stück) beträgt. Davon sind Herrn Jochen Stahl 42,42 % (2.732.137 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. Stahl Aktiengesellschaft jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl. |
| ― |
Frau Anke Linnartz, Deutschland, hat uns am 7. Februar 2012 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 27. Januar 2012 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und 41,84 % (dies entspricht 2.694.434 Stück) beträgt. Davon sind Frau Anke Linnartz 41,83 % (2.693.934 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. Stahl Aktiengesellschaft jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl. |
| ― |
Herr Andreas Müller, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. Stahl AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 1. Februar 2013 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und 41,52 % (dies entspricht 2.673.797 Stück) beträgt. Davon sind Herrn Andreas Müller 41,51 % (2.673.017 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. Stahl AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl. |
| ― |
Frau Christine Müller-Edwards, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. Stahl AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 1. Februar 2013 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und 41,52 % (dies entspricht 2.673.797 Stück) beträgt. Davon sind Frau Christine Müller-Edwards 41,50 % (2.672.617 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. Stahl AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl. |
| ― |
Frau Michaela Pertz, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. Stahl AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 1. Februar 2013 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und 41,52 % (dies entspricht 2.673.797 Stück) beträgt. Davon sind Frau Michaela Pertz 41,51 % (2.673.017 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. Stahl AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl. |
| ― |
Herr Stefan Müller, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. Stahl AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 1. Februar 2013 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und 41,52 % (dies entspricht 2.673.797 Stück) beträgt. Davon sind Herrn Stefan Müller 41,51 % (2.672.957 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. Stahl AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl. |
Waldenburg, 21. März 2013
R. Stahl Aktiengesellschaft
Vorstand
Martin Schomaker
Bernd Marx
| Anteil am Kapital | Eigenkapital | Jahresergebnis | |
| in % | in TEUR 3) | in TEUR 4) | |
| Name und Sitz der Gesellschaft | |||
| Inländische Unternehmen | |||
| R. Stahl Beteiligungsgesellschaft mbH, Waldenburg | 100,00 | 1.074 | 28 |
| R. STAHL Camera Systems GmbH, Köln | 75,00 | -187 | -481 |
| GGF - Gesellschaft für Grundstücksvermietung und Finanzierungsvermittlung mbH, Waldenburg | 100,00 | 1.815 | -27 |
| R. STAHL HMI Systems GmbH, Köln | 100,00 | 6.244 | 2.507 |
| R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg | 100,00 | 10.419 | 0 1) |
| R. Stahl Services GmbH, Oberhausen | 100,00 | 561 | 4 |
| Abraxas Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz | 49,58 | -2.441 | -215 |
| R. STAHL SUPERA GmbH & Co. KG, Waldenburg (vormals: SUPERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Künzelsau KG, Düsseldorf) | 100,00 | 0 | -2 |
| R. STAHL LECTIO GmbH & Co. KG, Waldenburg (vormals: LECTIO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Weimar KG, Düsseldorf) | 100,00 | -248 | -115 |
| Ausländische Unternehmen | |||
| R. Stahl Middle East FZE, Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) | 100,00 | 935 | 295 |
| R. STAHL Nissl GmbH, Wien (Österreich) | 100,00 | 146 | 195 |
| R. Stahl Australia Pty Ltd, Wollongong (Australien) | 100,00 | 478 | 349 |
| Stahl N.V., Dendermonde (Belgien) | 100,00 | 601 | 62 |
| Stahl Equipamentos Industhais Ltda., São Paulo (Brasilien) | 100,00 | 85 2) | -2 2) |
| R. Stahl do Brasil Ltda., Sao Paulo (Brasilien) | 100,00 | 73 | -1.108 |
| R. Stahl Ltd., Edmonton (Kanada) | 100,00 | 3.905 | 509 |
| R. Stahl Schweiz AG, Magden (Schweiz) | 100,00 | 1.240 | 311 |
| R. STAHL (Hongkong) Co., Limited, Hongkong, (China) | 100,00 | 365 | 268 |
| R. Stahl Ex-Proof (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai (China) | 100,00 | 583 | 143 |
| Tranberg Systems AS, Vejle (Dänemark) | 48,00 | 79 | 4 |
| Industrias STAHL S.A., Madrid (Spanien) | 100,00 | 1.273 | 84 |
| ST Solutions ATEX, Nanterre (Frankreich) | 100,00 | 619 | 266 |
| R. Stahl Ltd., Birmingham (Großbritannien) | 100,00 | 1.617 | 255 |
| R. Stahl (P) Limited, Chennai (Indien) | 100,00 | 4.283 | 586 |
| R. Stahl S.r.L., Mailand (Italien) | 100,00 | 1.167 | 368 |
| R. Stahl Kabushiki Kaisha, Kawasaki (Japan) | 100,00 | 897 | 164 |
| R. Stahl Co. Ltd., Seoul (Korea) | 100,00 | 529 | 387 |
| R. Stahl Engineering & Manufacturing SDN.BHD., Selangor (Malaysia) | 87,00 | -365 | -292 |
| E. M. Stahl B.V., Hengelo (Niederlande) | 100,00 | 16 2) | 0 2) |
| Electromach B.V., Hengelo (Niederlande) | 100,00 | 14.571 | 2.710 |
| R. Stahl Norge AS, Oslo (Norwegen) | 100,00 | 21.371 | 1.980 |
| Stahl-Syberg NS, Oslo (Norwegen) | 100,00 | 3.566 | 2.229 |
| Tranberg AS, Stavanger (Norwegen) | 100,00 | 6.603 | 1.627 |
| 000 R. Stahl, Moskau (Russische Förderation) | 60,00 | 411 | 166 |
| R. Stahl Svenska AB, Järfälla (Schweden) | 100,00 | 891 | 442 |
| R. Stahl Pte. Ltd., Singapur (Singapur) | 100,00 | 580 | -183 |
| R. Stahl Inc., Houston/Texas (USA) | 100,00 | 6.092 | 2.906 |
1) nach Ergebnisabführung bzw. Verlustübernahme
2) inaktive Gesellschaft
3) Umrechnung zu Stichtagskursen
4) Umrechnung zu Jahresdurchschnittskursen
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| Stand am 1.1.2012 |
Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand am 31.12.2012 |
|
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 10.969.108,64 | 1.054.790,03 | 0,00 | 0,00 | 12.023.898,67 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 114.363,00 | 0,00 | 0,00 | 114.363,00 |
| 10.969.108,64 | 1.169.153,03 | 0,00 | 0,00 | 12.138.261,67 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 12.233.121,61 | 12.202,81 | 0,00 | 0,00 | 12.245.324,42 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 133.162,25 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 133.162,25 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.991.311,13 | 324.927,05 | 0,00 | 223.407,17 | 2.092.831,01 |
| 4. Anlagen im Bau | 0,00 | 6.634,57 | 0,00 | 0,00 | 6.634,57 |
| 14.357.594,99 | 343.764,43 | 0,00 | 223.407,17 | 14.477.952,25 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 71.600.481,27 | 4.710.331,10 | 10.123,58 | 0,00 | 76.320.935,95 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.100.000,00 | 4.781.865,90 | 5.265.460,70 | 242.615,85 | 10.904.710,75 |
| 3. Beteiligungen | 89.271,05 | 0,00 | -10.123,58 | 0,00 | 79.147,47 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 5.265.460,70 | 0,00 | -5.265.460,70 | 0,00 | 0,00 |
| 78.055.213,02 | 9.492.197,00 | 0,00 | 242.615,85 | 87.304.794,17 | |
| 103.381.916,65 | 11.005.114,46 | 0,00 | 466.023,02 | 113.921.008,09 | |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand am 1.1.2012 |
Zugänge | Zuschreibungen | Abgänge | Stand am 31.12.2012 |
|
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 8.860.131,64 | 1.845.921,03 | 0,00 | 0,00 | 10.706.052,67 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 8.860.131,64 | 1.845.921,03 | 0,00 | 0,00 | 10.706.052,67 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 6.463.409,66 | 165.819,81 | 0,00 | 0,00 | 6.629.229,47 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 102.577,25 | 4.078,00 | 0,00 | 0,00 | 106.655,25 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.298.711,13 | 382.194,05 | 0,00 | 221.112,17 | 1.459.793,01 |
| 4. Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 7.864.698,04 | 552.091,86 | 0,00 | 221.112,17 | 8.195.677,73 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 11.876.467,73 | 1.677.500,00 | 1.677.499,00 | 0,00 | 11.876.468,73 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 53.582,88 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 53.582,88 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 11.930.050,61 | 1.677.500,00 | 1.677.499,00 | 0,00 | 11.930.051,61 | |
| 28.654.880,29 | 4.075.512,89 | 1.677.499,00 | 221.112,17 | 30.831.782,01 | |
| Buchwerte | ||
| Stand am 31.12.2012 |
Stand am 31.12.2011 |
|
| EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 1.317.846,00 | 2.108.977,00 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 114.363,00 | 0,00 |
| 1.432.209,00 | 2.108.977,00 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 5.616.094,95 | 5.769.711,95 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 26.507,00 | 30.585,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 633.038,00 | 692.600,00 |
| 4. Anlagen im Bau | 6.634,57 | 0,00 |
| 6.282.274,52 | 6.492.896,95 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 64.444.467,22 | 59.724.013,54 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 10.904.710,75 | 1.100.000,00 |
| 3. Beteiligungen | 25.564,59 | 35.688,17 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 5.265.460,70 |
| 75.374.742,56 | 66.125.162,41 | |
| 83.089.226,08 | 74.727.036,36 | |
Die R. Stahl Aktiengesellschaft (im Folgenden: R. Stahl AG) erfüllt eine Holding-Funktion für den R. Stahl Konzern. Die Bereiche Informationstechnik, Personalwesen sowie Finanz- und Rechnungswesen sind in der R. Stahl AG zentral organisiert und agieren für die Leitgesellschaft Explosionsschutz sowie einige kleinere deutsche Konzerngesellschaften. Daher wird im Wesentlichen in diesem Lagebericht auf den Konzern eingegangen, insbesondere eine für die R. Stahl AG isolierte Risiko- und Prognoseberichterstattung ist in diesem Zusammenhang nicht aussagekräftig. Ausnahme davon sind Aussagen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, auf die gesondert eingegangen wird.
Sicherheit für Mensch, Umwelt und Technik
R. STAHL ist ein weltweit führender Anbieter von Produkten, Systemen und Dienstleistungen für den Explosionsschutz. Überall dort, wo brennbare Gase, Dämpfe, Nebel oder Stäube auftreten können, verhindern unsere Produkte Explosionen. Mit höchster Zuverlässigkeit und Qualität sorgen wir für die Sicherheit von Mensch, Umwelt und Technik.
Unsere Kunden finden sich vor allem in drei Industrien: Öl und Gas, Chemie und Pharmazie. Aber auch im Spezialschiffbau, der Nahrungsmittelbranche und der Biokraftstoff-Industrie wird Explosionsschutz gebraucht. R. STAHL's breite Produktpalette reicht von einfachen explosionsgeschützten Schaltgeräten, Signalgeräten und Leuchten über moderne Automatisierungstechnik sowie Bedien- und Beobachtungslösungen bis hin zu komplexen Systemen.
Konzernstruktur
Die R. Stahl AG mit Sitz in Waldenburg (Nord-Württemberg) ist Holding der deutschen und ausländischen Tochtergesellschaften. Neben ihren kaufmännischen Funktionen gibt sie die strategische Richtung des Unternehmens vor und fungiert als Dienstleister für die operativen Einheiten. Mit Tochtergesellschaften in 24 Ländern und rund 60 Vertretungen bieten wir weltweiten Vertrieb und Betreuung vor Ort - immer dort, wo der Kunde uns braucht.
Leitgesellschaft der operativen Aktivitäten ist die ebenfalls in Waldenburg ansässige R. Stahl Schaltgeräte GmbH, hier wird ein Großteil unseres Produktportfolios gefertigt. In unserem Werk in Weimar werden vor allem explosionsgeschützte Leuchten und Signalgeräte hergestellt. Die Kölner Tochtergesellschaften R. STAHL HMI Systems GmbH und R. STAHL Camera Systems GmbH vertreiben Produkte zum Bedienen und Beobachten.
Auch international ist R. STAHL mit Produktionsstandorten vertreten: Wir haben einen Produktionsstandort in Houston (USA), die Electromach B.V. im holländischen Hengelo ist unser Spezialist für Großsteuerungen, und die Tranberg AS stellt in Stavanger (Norwegen) Produkte für die Schiffsausrüstungsindustrie her. Im indischen Chennai sowie in Malaysia sind wir gerade dabei, unsere Standorte weiter auszubauen. Darüber hinaus verfügen wir über verschiedene Montagestandorte zur schnellen Anpassung der Produkte an landesspezifische Anforderungen.
Branchenumfeld
2012 hat sich die globale Konjunktur weiter abgeschwächt - die Weltproduktion wuchs nur noch moderat. Dennoch haben sich unsere Kundenbranchen gut behauptet: In der chemischen Industrie waren die Produktionskapazitäten ausgelastet, folglich fanden zahlreiche Wartungsarbeiten und Erweiterungsinvestitionen statt. Auch die Aktivitäten der Pharmaindustrie blieben auf einem stabilen Niveau und die Investitionen in der Öl- und Gasindustrie in neue Explorationsprojekte wurden erfolgreich vorangetrieben. Im Anlagenbau beobachteten wir rege Aktivitäten - sowohl hinsichtlich der Neuanlagenplanung als auch bei der Realisierung geplanter Projekte. Nicht zuletzt befand sich der für uns relevante Bereich des Schiffbaus (Spezialschiffe für die Offshore-Industrie, z. B. LNG-Tanker, Supply Ships) im Aufwärtstrend.
Geschäftsverlauf
Die positive Stimmung bei unseren Kunden bedeutete für R. STAHL hohes Wachstum sowohl des Auftragseingangs als auch des Umsatzes. Infolge der optimierten Fertigungsprozesse in unserem Waldenburger Werk und die dadurch erzielten Produktivitätsfortschritte steigerten wir 2012 auch das Ergebnis. Dank der weiter verbesserten Prozesse in unserer Lieferkette haben wir darüber hinaus die Durchlaufzeiten gesenkt und die Liefergeschwindigkeit erhöht.
Neben den Aufwendungen für die Ablaufoptimierung, die uns 2011 noch belastet hatten, sind 2012 auch die Integrationskosten der in der Vergangenheit getätigten Akquisitionen deutlich geringer ausgefallen. Alle integrierten Gesellschaften sorgten im Berichtsjahr für zusätzliches Wachstum.
Nach wie vor waren die Preise bei Großprojekten hart umkämpft, was unsere Ergebnismargen belastete. Um unsere installierte Basis in den Überseemärkten für das margenstarke Wartungsund Folgegeschäft auszubauen, nahmen wir zunächst weniger profitable Erstausrüstungsprojekte an.
Dem Ziel, unsere brasilianische Tochtergesellschaft besser zu positionieren, sind wir einen großen Schritt näher gekommen: Mit einer veränderten Geschäftsführung haben wir den Vertrieb neu ausgerichtet und den Standort nach São Paulo verlegt.
Strategie
Wir verfolgen zum Ausbau unserer marktführenden Position eine nachhaltige Wachstumsstrategie, die wir auch im abgelaufenen Jahr konsequent weiterentwickelt haben: Um unsere gute Kundenbindung zu stützen, wollen wir uns zukünftig noch stärker auf deren Bedürfnisse konzentrieren. Dazu haben wir unseren Kundenservice neu strukturiert, mit dem Ziel, die Reaktionsgeschwindigkeit auf Anfragen zu erhöhen.
Mit gezielten Investitionen in unsere Systemkompetenz bauten wir unser erfolgreiches Systemgeschäft weiter aus und stärkten unser ohnehin schon umfangreiches Produktportfolio mit zusätzlichen Innovationen.
Nach wie vor investieren wir in den für uns relevanten Märkten, um den Anforderungen unserer Kunden noch besser und zeitnäher gerecht werden zu können - 2012 betraf dies insbesondere die Überseemärkte Amerika und Asien.
Entwicklung
Im Berichtsjahr haben wir unsere Entwicklungskapazitäten, die wir künftig international enger koordinieren, weiter ausgebaut. Wir hatten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung von EUR 15,1 Mio. (Vorjahr: EUR 13,7 Mio.). Den aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von EUR 3,8 Mio. (Vorjahr: EUR 4,0 Mio.) standen Abschreibungen von EUR 1,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.) gegenüber.
Wir wollen uns zukünftig noch stärker auf erfolgversprechende Projekte konzentrieren, zeitnäher auf Marktveränderungen reagieren und innovative Produkte schneller auf den Markt bringen - dazu haben wir einen Teil unserer Innovationskraft im neuen Unternehmensbereich Technologie gebündelt. Wir haben den Entwicklungsprozess gestrafft und die weitere Standardisierung unseres Produktportfolios vorangetrieben, um unsere Liefergeschwindigkeit zu erhöhen.
Mit Erfolg: 2012 führten wir z. B. das neue Remote VO-System 151+ ein, dessen Module vollständig abwärtskompatibel zu ihren Vorgängern sind, sodass Anwender ohne jede Änderung bei Projektierung oder Verdrahtung existierende Geräte ersetzen und aufrüsten können. Darüber hinaus haben wir unser Produktspektrum verstärkt auf den neusten Normenstand angepasst: Weitere Zulassungen speziell für die Tiefsttemperaturen in Polarzonen eröffnen uns gute Geschäftschancen in arktischen Klimazonen wie Russland und Kanada.
Personal
Unsere qualifizierten und erfahrenen Mitarbeiter sind die Basis für R. STAHL's Erfolg. Wir bieten ihnen ein vielseitiges Ausbildungs- und Studienangebot und unterstützen ihre nachhaltige Weiterbildung mit einem internen Qualifizierungsmanagement.
2012 ist es uns zunehmend gelungen, R. STAHL-Mitarbeiter für eine vorübergehende Tätigkeit in einer Tochtergesellschaft zu motivieren, womit wir eine weltweite Absicherung unseres hohen Qualitätsniveaus erreichen und den Wissens- und Erfahrungstransfer fördern.
Nachhaltigkeitsbericht
Explosionsschutz ist eine Sicherheitstechnologie. Mit unserem Kerngeschäft leisten wir bereits einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Menschen, Umwelt und Technik. Darüber hinaus engagiert sich R. STAHL im Modell Hohenlohe e.V., einem Netzwerk für betrieblichen Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften. Unsere Baumaßnahmen in zusätzliche Produktionsflächen entsprechen modernsten ökologischen Gesichtspunkten und unsere Fertigungsprozesse folgen strengen Umweltschutz-Grundsätzen. R. STAHL's zertifiziertes Arbeitsschutzmanagement-Team sorgte auch im Berichtsjahr für höchstmögliche Sicherheit unserer Mitarbeiter.
Unternehmensinternes Steuerungssystem
Wichtige Größen, anhand derer wir das Unternehmen steuern, sind Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis vor Steuern. Jedes Konzernunternehmen erstellt monatlich eine Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine Bilanz, die in der Konzernzentrale konsolidiert werden. Daraus leiten sich die wesentlichen Kennzahlen ab, anhand derer die einzelnen Einheiten geführt werden. Planung und Planungsabweichungsanalysen machen die Entwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften transparent.
Ertragslage
Der Bilanzgewinn der R. Stahl AG beträgt EUR 13,9 Mio. nach EUR 8,8 Mio. im Vorjahr.
Insgesamt schließt die Gesellschaft mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 9,3 Mio. das Geschäftsjahr 2012 ab, im Vorjahr wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2,0 Mio. ausgewiesen.
Die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um EUR 1,9 Mio. auf EUR 19,6 Mio. Davon betreffen EUR 1,7 Mio. die Zuschreibung einer Beteiligung. Der Umsatz der R. Stahl AG entsteht aus der Leistungsverrechnung gegenüber den Tochtergesellschaften. Es werden Dienstleistungen im Bereich kaufmännischer Funktionen sowie IT und Organisation für die deutschen Gesellschaften erbracht. Die Personalaufwendungen erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 4,3 %. Die Abschreibungen fielen dagegen deutlich geringer aus, da im Vorjahr einige Softwarelösungen letztmalig abgeschrieben wurden. Im Berichtsjahr waren Wertberichtigungen aufgrund der nachhaltigen Verlustsituation in Höhe von EUR 1,7 Mio. auf die Beteiligungsbuchwerte von drei Tochterunternehmen vorzunehmen.
Die Ausschüttungen der Tochtergesellschaften haben sich im Berichtsjahr insgesamt um EUR 5,3 Mio. auf EUR 12,4 Mio. erhöht.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte folglich von EUR 1,9 Mio. im Vorjahr um EUR 8,2 Mio. auf EUR 10,1 Mio. verbessert werden.
Finanzlage
In der R. Stahl AG wird über ein Cash-Pooling der Finanzmittelbestand der Einzelgesellschaften zusammengeführt. Die Mittelzuflüsse resultieren insbesondere von der R. Stahl Schaltgeräte GmbH und der R. STAHL HMI Systems GmbH im Rahmen des Cash-Poolings. Die flüssigen Mittel haben sich zum Zeitpunkt des Bilanzstichtages von EUR 1,8 Mio. im Vorjahr um EUR 0,1 Mio. auf EUR 1,9 Mio. erhöht.
Neben Dividendenzahlungen an Aktionäre in Höhe von EUR 4,1 Mio. erfolgten im Berichtsjahr weitere Finanzmittelabflüsse für Kapitalerhöhungen zugunsten von zwei Tochtergesellschaften in Höhe von insgesamt EUR 4,2 Mio. Zudem reichte die R. Stahl AG Ausleihungen in Höhe von EUR 4,0 Mio. an die indische Tochtergesellschaft aus.
Mittelzuflüsse erfolgten wesentlich durch die Neuaufnahme von zwei langfristigen Darlehen in Höhe von EUR 10,0 Mio.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme zeigt sich mit EUR 98,5 Mio. um 13,4 Mio. erhöht im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr: EUR 85,1 Mio.). Das Eigenkapital hat sich von EUR 52,1 Mio. um EUR 5,1 Mio. auf EUR 57,2 Mio. erhöht. Damit reduziert sich die Eigenkapitalquote um 3,1 %-Punkte auf 58,1 %.
Die Veränderung der Aktiva ist im Wesentlichen durch Investitionen in das Finanzanlagevermögen sowie durch den Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen geprägt.
Bei den Passiva ist vor allem der Aufbau von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hervorzuheben, der im Wesentlichen von der Aufnahme von zwei Krediten in Höhe von EUR 10,0 Mio. resultiert. Die Verbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr durch die Zahlung eines bedingten Kaufpreisbestandteils (Earn-Out-Klausel) in Höhe von EUR 1,5 Mio. verringert.
Risikomanagement-System
Das in die Aufbau- und Ablauforganisation des R. STAHL-Konzerns eingebettete Risikomanagement-System ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen für alle Gesellschaften und Zentralfunktionen.
Das Risikomanagement-System umfasst die Gesamtheit der installierten IT-Systeme, Prozesse, Abläufe, Anweisungen und Verhaltensregeln, die in allen unseren Gesellschaften weltweit als gültige Standards implementiert sind und unterliegt einem permanenten Verbesserungs- und Weiterentwicklungsprozess. Zu seinen Bestandteilen zählen insbesondere die konzernweite Risikoberichterstattung auf Basis des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG), ein einheitlicher Planungs- und Controllingprozess sowie das interne Überwachungssystem bestehend aus dem internen Kontrollsystem mit konzerneinheitlichen Richtlinien und der internen Revision. Darüber hinaus ergänzt ein Compliance-Management-System das Risikomanagement-System. Die Gesamtheit der implementierten Systeme ermöglicht es der Unternehmensleitung, frühzeitig Risiken zu erkennen, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Das Risikomanagement-System wird hinsichtlich Effektivität und Effizienz kontinuierlich kontrolliert und weiterentwickelt sowie entsprechend den gesetzlichen Anforderungen regelmäßig durch die interne Revision und den Abschlussprüfer geprüft.
Zusätzlich werden nicht vorhersehbare Ereignisse, die Einfluss auf die Märkte, Prozesse, Systeme sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben, simuliert - dies können zum Beispiel Konflikte in kritischen Weltregionen sein. Ihre möglichen Auswirkungen auf den R. STAHL-Konzern werden ermittelt und daraus Maßnahmenpläne abgeleitet. Diese Simulationen werden dem Aufsichtsrat vorgestellt und entsprechend diskutiert - sie ermöglichen beim tatsächlichen Eintreten derartiger Ereignisse schnellere und schlagkräftigere Reaktionen.
Risikoberichterstattung (Frühwarnsystem)
R. STAHL's bestehende Risikoberichterstattung ist in sieben Hauptrisikofelder (Makroumwelt, Markt/Wettbewerb, Operative Risiken, Strategie, Leistungswirtschaft, Führung/Personal und Finanzwirtschaft) unterteilt. Die Risikoverantwortlichen in den Tochtergesellschaften und die Bereichsleiter der Zentralabteilungen („risk owner”) sind in dieses Frühwarnsystem eingebunden und melden quartalsweise die Risiken und Chancen.
Die so erhobenen Informationen werden in einer zentralen Datenbank erfasst und verarbeitet. Unser Risikomanagementbeauftragter erstellt daraus für jede Gesellschaft einen Risikobericht, der neben dem Risiko bzw. der Chance auch den potenziellen Risiko- bzw. Chancenwert, dessen Eintrittswahrscheinlichkeit sowie den Maßnahmenplan zur Vermeidung bzw. Reduzierung des Risikos oder zum Ergreifen der Chance beschreibt.
Bedeutende und insbesondere bestandsgefährdende Risiken müssen frühzeitig dem Management (Vorstand/Konzernleitung) vorgelegt werden. Die quartalsweise Auswertung der Risiken und Chancen dient der Unternehmensleitung als Grundlage, um frühzeitig auf kritische Situationen reagieren und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Des Weiteren wird eine Zusammenfassung aller Risiken der Konzerngesellschaften - in der alle gemeldeten und bewerteten Risiken aggregiert werden - erstellt, um das Gesamtrisiko für den Konzern ermitteln zu können. Darüber hinaus sind die Gesellschaften verpflichtet, den Vorstand über zeitkritische oder wesentliche Risiken unverzüglich in Kenntnis zu setzen.
Planungs- und Controlling-Prozess
Die Mitarbeiter im Konzerncontrolling sind die betriebswirtschaftlichen Ansprechpartner für unser weltweit operierendes Unternehmen. Sie unterstützen die Verantwortlichen in den Tochtergesellschaften in Fragen bezüglich Rechnungslegung, betriebswirtschaftlicher Daten und Auswertungen. Das Konzerncontrolling stellt diverse IT-Systeme zur Erfassung und Auswertung betriebswirtschaftlicher Daten zur Verfügung, wobei die Betreuung unserer Tochtergesellschaften im Mittelpunkt der Aktivitäten steht. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaften wird über eine monatliche Berichterstattung analysiert, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der Budgetwerte gelegt wird. Quartalsweise wird im Bereich Controlling eine Forecast-Betrachtung erstellt.
Internes Kontrollsystem
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagement-Systems ist das interne Kontrollsystem, das im R. STAHL-Konzern die folgenden vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen (Regelungen) beinhaltet, die auf die
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Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, |
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Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Berichterstattung, |
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Einhaltung der konzernweiten Richtlinien und Standards sowie der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften |
gerichtet sind.
Das interne Kontrollsystem für den Rechnungslegungsprozess beinhaltet alle Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die notwendig sind, um die Effektivität, Zuverlässigkeit und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung des Konzernabschlusses und der Abschlüsse der Tochtergesellschaften zu garantieren. Es gewährleistet neben der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften die Sicherung des Unternehmensvermögens.
Wesentliche Instrumentarien zur Sicherstellung des Rechnungslegungsprozesses sind:
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die konzernweit gültigen Standards für den Finanz- und Verwaltungsbereich, |
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die Konzern-IFRS-Bilanzierungsrichtlinie, |
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die eindeutige Aufgabentrennung und Zuordnung von Verantwortlichkeiten, |
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die Nutzung einheitlicher ERP-Systeme und von Standardsoftware, |
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detaillierte Berechtigungskonzepte. |
Diese Maßnahmen und Prozesse unterliegen der ständigen Überprüfung durch die verantwortlichen Mitarbeiter der Konzerngesellschaften sowie der Konzernrevision.
Interne Revision
Die interne Revision erbringt unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, Mehrwerte zu schaffen und die Geschäftsprozesse zu verbessern. Sie unterstützt die Organisation bei der Erreichung ihrer Ziele, indem sie mit einem systematischen und zielgerichteten Ansatz die Effektivität des Risikomanagements, der Kontrollen sowie der Führungs- und Überwachungsprozesse bewertet und diese verbessern hilft. Die Abteilung berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden der R. Stahl AG. Prüfungen erfolgen auf Basis eines jährlich erstellten, risikoorientierten Prüfungsplans.
Compliance-Management-System, Code of Conduct (COC)
Zur Vermeidung von Verstößen gegen Anti-Korruptions-, Kartell- oder auch Datenschutzgesetze und um wirtschaftskriminelle Handlungen zu verhindern, haben wir ein Compliance-Management-System installiert. Unsere Compliance-Organisation ist direkt dem Vorstand zugeordnet, der Compliance-Beauftragte in die Geschäftsprozesse sowie in das Berichts- und Kontrollwesen eingebunden. Compliance ist Bestandteil unserer Unternehmenskultur und im täglichen Handeln selbstverständlich.
Risikosituation im Konzern
Markt/Wettbewerb
R. STAHL ist in einem attraktiven Markt aktiv. Es besteht allerdings das Risiko eines zunehmenden Wettbewerbs im Komponentengeschäft durch den Markteintritt neuer Anbieter. Im Systemgeschäft ist diese Gefahr deutlich geringer, da wir unsere Systemkompetenz ständig weiterentwickeln. Den Herausforderungen des Markts begegnen wir mit unserer Erfahrung und exzellentem Know-how, unserem umfassenden Angebot, der Fähigkeit hochwertige Systemlösungen anzubieten und einem weiter verbesserten Kundenservice mit schnelleren Reaktionszeiten. Unsere internationale Aufstellung mit eigenen Produktionsgesellschaften im In- und Ausland festigt unsere führende Marktposition und lässt uns weltweit wettbewerbsfähig bleiben, auch in den aufstrebenden Märkten Asiens und Lateinamerikas.
Operative Risiken
Bei der Beschaffung elektronischer Komponenten gab es 2012 keine flächendeckenden Versorgungsengpässe mehr, lediglich einige spezielle Anwendungen verdienten erhöhte Aufmerksamkeit: Schwankende Versorgungsketten bestimmter Edelstahl- und Aluminiumkomponenten aus Indien führten zu einer Erhöhung von Lagerbeständen bzw. Umschichtungen in den lokalen Markt. Aufgrund von erheblichen Produktionsstörungen bei einigen Kunststoffherstellern mussten wir 2012 Engpassmanagement betreiben und einige Produkte teilweise auf Alternativmaterialien umstellen. Zum Jahresende wurden die meisten Engpässe behoben, sie sind 2013 nicht in dieser Deutlichkeit zu erwarten. Um die Verfügbarkeit von Komponenten weiterhin sicherzustellen bzw. noch zu erhöhen, werden wir die Anzahl der Rahmenverträge weiter steigern. Darüber hinaus analysieren wir zur effektiven Steuerung unserer Lagerbestände kontinuierlich die Melde-und Sicherheitsbestände als auch die Wiederbeschaffungszeiten. Der Austausch von „Langsamdrehern" durch Komponenten mit hohem Umschlag wird 2013 stärker in den Vordergrund rücken.
Strategische Risiken
Bei der Erschließung neuer Märkte und Branchen sowie beim Ausbau bestehender Vertriebsgebiete können sich Risiken ergeben, die im Vorfeld nicht vollständig einschätzbar sind. Wir analysieren das Risikopotenzial einzelner Märkte und Branchen in den unterschiedlichsten Regionen dieser Welt sehr sorgfältig und berücksichtigen es bei der Risikobeurteilung. Die Risiken im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des Unternehmens werden mit der entsprechenden Sorgfalt behandelt.
Nach wie vor als eher gering stufen wir das Risiko von Produkt- und Markenpiraterie ein. Kontinuierliche Verbesserungen unserer Produkte und Produktionstechnologien bei den Kernprodukten, unser Spezialwissen sowie unsere Erfahrung verhindern, dass R. STAHL-Produkte in vergleichbarer Qualität kopiert werden.
2012 haben sich die repräsentativen Rohstoffmärkte uneinheitlich und teilweise anders als von uns erwartet entwickelt: Beispielsweise sind einerseits die Aluminiumpreise durchschnittlich um 3 bis 4 % weniger stark gestiegen als angenommen, einen ähnlichen Effekt gab es beim Messing. Andererseits wurden Kunststoffe deutlich teurer, teilweise aufgrund der Engpässe bei Spezialkunststoffen, sodass das Preisniveau aller Rohstoffe in der Gesamtbetrachtung 2012 auf dem Niveau des Vorjahres verharrte. Für 2013 erwarten wir einen Preisanstieg von ca. 1,5 %.
Leistungswirtschaftliche Risiken
Hohe Qualität ist in unserem Geschäft mit sicherheitsrelevanten Produkten ein wesentlicher Faktor. Fehler könnten zu Rückrufaktionen mit negativer Imagewirkung führen. Um mögliche Risiken auszuschließen, legen wir besonders großen Wert auf ein ausgeprägtes Qualitätsmanagement, das mit der sorgfältigen Lieferantenauswahl beginnt und größtenteils eine 100%ige Qualitätskontrolle beinhaltet.
Fehler und lange Reaktionszeiten bergen das Risiko unzufriedener Kunden. Um diesen zu begegnen, haben wir 2012 unsere Logistikprozesse optimiert mit dem Ziel, Fehlerquoten und Durchlaufzeiten sowie die Reaktionszeiten für Fertigungsaufträge zu reduzieren. An vielen Stellen haben wir bereits punktuelle Verbesserungen erzielt - flächendeckende Erfolge erwarten wir für 2013, wenn sich sowohl die Erweiterung der Logistikmodule als auch die neue Versand-Software positiv auswirken.
Führungs-/Personalrisiken
Insbesondere im ländlichen Raum führt der demografische Wandel zu Arbeitsmarktengpässen, weshalb vor allem bei technikorientierten Berufsgruppen ein Risiko besteht, Arbeitsplätze nicht unseren Anforderungen entsprechend besetzen zu können. Darüber hinaus stehen wir weiterhin im Wettbewerb um qualifizierte Führungskräfte und auch durch den Abgang gut ausgebildeter Mitarbeiter kann es zu einem Verlust von Fachwissen kommen. Wir investieren in eine qualitativ hochwertige Ausbildung, um für die zukünftigen Herausforderungen gewappnet zu sein und legen ein besonderes Augenmerk auf die qualifizierte Weiterbildung unserer Beschäftigten. Aus- und Weiterbildung hat bei R. STAHL einen sehr hohen Stellenwert - insbesondere, um unseren Technologievorsprung weiter auszubauen. Die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Bildungseinrichtungen unterstützt diese Bemühungen.
Informationstechnische Risiken
Um mögliche IT-Risiken auszuschließen, haben wir auch 2012 - im Rahmen unseres auf den Standards des Bundesamtes für Informationssicherheit (BSI) basierenden internen IT-Sicherheitsmanagements - die notwendigen Maßnahmen zur weiteren Verbesserung von Verfügbarkeit, Performance und Sicherheit unserer IT umgesetzt. Die Wirksamkeit unseres internen IT-Sicherheitsmanagements wird durch regelmäßige Tests, die wir auch 2012 mit guten Ergebnissen abschlossen, von spezialisierten IT-Dienstleistern überprüft. Wir entwickelten das 2011 begonnene integrierte Notfallvorsorgekonzept 2012 weiter, daraus resultierende vorbeugende Maßnahmen zur Risikoreduzierung flossen in die Unternehmensplanung 2013 ein. Verstöße gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sind nicht aufgetreten.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren im Wesentlichen aus sich verändernden Wechselkursen. Als weltweit tätiges Unternehmen schließt R. STAHL Geschäfte in verschiedenen Währungen ab, wobei sich Risiken aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Banksalden, Forderungen, Verbindlichkeiten und Schulden sowie aus schwebenden Geschäften und antizipierten Transaktionen ergeben. Zur Absicherung dieser Risiken setzen wir derivative Finanzinstrumente ein. Basierend auf Liquiditätsplanungen der einzelnen Gesellschaften werden die Nettopositionen des Konzerns ermittelt und durch den Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Ihr Einsatz erfolgt ausschließlich zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte, schwebender Geschäfte oder geplanter Transaktionen.
Die vorhandenen und geplanten Fremdwährungsvolumen werden grundsätzlich zu einem großen Teil durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Da die Wechselkursentwicklungen in der jüngsten Vergangenheit durch hohe Volatilität gekennzeichnet waren, ist eine Prognose der weiteren Entwicklung nicht möglich. In der langfristigen Betrachtung sehen wir aufgrund der kaum vorhersehbaren Preisschwankungen an den Finanzmärkten Risiken für unser Geschäft, die sich in der Ergebnisqualität niederschlagen könnten.
Zur Finanzierung der geschäftlichen Aktivitäten nehmen wir grundsätzlich fristenkongruent Fremdkapital auf. Negative Auswirkungen aus variierenden Zinssätzen können Risiken darstellen, die wir bei Bedarf ebenfalls über derivative Finanzinstrumente absichern. Zinszahlungen für ein bestehendes Darlehen werden durch ein Zinsderivat gesichert. Der Einsatz der Sicherungsinstrumente erfolgt ausschließlich zur Absicherung der Risiken, die sich aus Schwankungen des allgemeinen Marktzinsniveaus bei der bestehenden Fremdkapitalaufnahme ergeben. Aufgrund der bestehenden Finanzierungsstruktur unterliegt R. STAHL keinen wesentlichen Zinsrisiken.
Grundsätzlich sind die Laufzeiten der Währungs- und Zinssicherungsgeschäfte an den Grundgeschäften ausgerichtet. Der Handlungsrahmen, die Verantwortlichen, die finanzwirtschaftliche Berichterstattung sowie die Kontrollmechanismen für Finanzinstrumente sind konzerneinheitlich festgelegt. Im Wesentlichen gehört hierzu eine klare Funktionstrennung zwischen Handel und Abwicklung.
Aufgrund der fortlaufenden Überwachung der Außenstände sowie der Berücksichtigung von Wertberichtigungen ist das Kreditrisiko gering. Da wir über umfangreiche nicht genutzte Bankkreditlinien verfügen, die vertraglich bei mehreren Banken festgeschrieben sind, ist unser Liquiditätsrisiko gering. Die Kreditlinien haben eine mittelfristige Laufzeit.
Für Cashmanagement, Liquiditätsplanung und Währungsmanagement setzt R. STAHL ein Treasury Management-System ein.
Eine detaillierte Beschreibung der zum Bilanzstichtag gehaltenen Sicherungsinstrumente sowie weitere Angaben zu den Währungs-, Zins-, Kredit- und Liquiditätsrisiken sind im Konzernanhang unter den Punkten „32. Derivative Finanzinstrumente" und „33. Management von Finanzrisiken" zu finden.
Gesamtaussage zur Risikosituation
Dank der permanenten Beobachtung, Analyse und Bewertung der Risikolandschaft sowie der Risikosteuerung durch ein konzernweit einheitliches Risikofrühwarnsystem ist aus heutiger Sicht die Risikosituation im R. STAHL-Konzern überschaubar, kalkulierbar und begrenzt. Nach unserer derzeitigen Einschätzung bestehen zurzeit und in absehbarer Zukunft keine wesentlichen Einzelrisiken, die als existenziell einzuordnen wären. Das Gesamtrisikopotenzial hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert.
Nach wie vor gehen die wesentlichen Risiken vom Markt aus, es herrscht weiterhin ein intensiver Wettbewerb in allen Marktsegmenten. Insbesondere die politische Situation in Nordafrika und im Nahen Osten ist weiterhin als kritisch zu betrachten. Unverändert gründlich beobachten wir außerdem die Risiken der Beschaffungsseite.
R. STAHL ist ein solides Unternehmen mit ausgewogener Kapitalstruktur und einem ausgereiften Geschäftsmodell. Eine gesunde Finanzierung sichert den Fortbestand des Konzerns und die Gesamtsumme der Einzelrisiken ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. In Relation zum Eigenkapital und im Verhältnis zum Jahresergebnis bewegt sich unser Risiko in einem überschaubaren unternehmerischen Rahmen. R. STAHL's auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensführung sichert den langfristigen Erfolg und die Zukunft des Konzerns.
Seit dem Geschäftsjahr 2009 sind alle deutschen Aktiengesellschaften nach § 289a HGB verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben. Unsere Entsprechenserklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.stahl.de unter der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance öffentlich zugänglich und zudem im Geschäftsbericht abgedruckt.
Kapitalverhältnisse
Am 31. Dezember 2012 betrug das gezeichnete Kapital der R. Stahl AG EUR 16.500.000,00. Es setzte sich aus 6.440.000 auf den Namen lautende Stückaktien zusammen. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von EUR 2,56 am Gesellschaftskapital.
Mitglieder der Familien Stahl und Zaiser haben wesentliche Teile des stimmberechtigten Kapitals in einem Konsortialvertrag gepoolt, durch den sie sich verpflichten, ihre Stimmen entsprechend den Beschlüssen des Konsortiums auszuüben bzw. ausüben zu lassen. Mit der Meldung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG vom 10. Juli 2006 haben die Konsorten mitgeteilt, dass sie mehr als 25 % der Stimmrechte an der R. Stahl AG halten. Die Gesamtzahl der Stimmrechte, die dem einzelnen Konsorten nach den §§ 21, 22 WpHG zuzurechnen sind, betragen nach dieser Meldung individuell zwischen 36,02 und 38,35 % der stimmberechtigten Aktien. Die Gesamtzahl der Stimmrechte, die dem Konsortium zuzurechnen sind, können sich seitdem verändert haben, ohne dass sich eine erneute Meldepflicht nach WpHG ergeben hat.
Aktionärsrechte und -pflichten
Dem Aktionär stehen Vermögens- und Verwaltungsrechte zu.
Zu den Vermögensrechten gehören nach § 58 Abs. 4 AktG das Recht auf Teilhabe am Gewinn und nach § 271 AktG am Liquidationserlös sowie nach § 186 AktG das Bezugsrecht auf Aktien bei Kapitalerhöhung.
Zu den Verwaltungsrechten gehören das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen und das Recht, auf dieser zu reden, Fragen und Anträge zu stellen sowie die Stimmrechte auszuüben.
Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die Mitglieder des Aufsichtsrats der Kapitalseite und den Abschlussprüfer; sie entscheidet über die Entlastung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, über Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen, über Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien sowie gegebenenfalls über die Durchführung von Sonderprüfungen, über vorzeitige Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrats und über eine Auflösung der Gesellschaft.
Besetzung des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen, von denen sechs von der Hauptversammlung und drei nach dem Drittelbeteiligungsgesetz zu wählen sind. Die Beschlüsse des Aufsichtsrats werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit nicht gesetzlich zwingend andere Mehrheiten vorgeschrieben sind. Ergibt eine Abstimmung Stimmengleichheit, so findet eine neue Aussprache nur statt, wenn die Mehrheit des Aufsichtsrats dies beschließt. Anderenfalls muss unverzüglich neu abgestimmt werden. Bei dieser erneuten Abstimmung über denselben Gegenstand hat nach § 12 Abs. 6 der Satzung der Vorsitzende des Aufsichtsrats, wenn auch sie Stimmengleichheit ergibt, zwei Stimmen.
Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung
Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig.
Ergänzend bestimmt die Satzung in § 6, dass der Vorstand aus einer oder mehreren Personen besteht. Über die Zahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung und den Widerruf der Bestellung sowie die Anstellungsverträge mit ihnen entscheidet der Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen sowie stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen.
Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen
Informationen zu den Befugnissen des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, sind im Anhang unter den Punkten „Gezeichnetes Kapital" und „Eigene Aktien" aufgeführt.
Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen
Die R. Stahl AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Auch wurden den Mitgliedern des Vorstands und Arbeitnehmern keine Entschädigungen im Falle eines Übernahmeangebots zugestanden.
Vergütungssystematik für Aufsichtsrat und Vorstand
Die Grundzüge des Vergütungssystems für Aufsichtsrat und Vorstand sind im Anhang unter dem Punkt „Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats" angegeben, sie sind Bestandteil des Lageberichts.
Bis zum Redaktionsschluss haben nach Ende des Berichtszeitraums keine bedeutenden Ereignisse stattgefunden.
Optimistischer Blick in die Zukunft
Nach den aktuellen Prognosen wird sich die Weltwirtschaft 2013 wieder leicht erholen, auch wenn die Entwicklung noch mit Risiken - wie der anhaltenden Krise im Euroraum und der nicht endgültig gelösten Schuldenproblematik in den USA - behaftet ist. Vor allem aus Asien kommen hingegen positive Signale.
Dementsprechend optimistisch blicken auch unsere Kunden in die Zukunft: Die Chemieindustrie rechnet für das laufende Jahr mit einer Belebung ihres Geschäfts und die Pharmabranche verfügt aufgrund der zunehmenden Weltbevölkerung sowie der alternden Gesellschaft über langfristige Wachstumschancen. Weiterhin ansteigen soll laut der internationalen Energieagentur (IEA) auch die weltweite Nachfrage nach Öl und Gas, weshalb die Energiekonzerne Investitionen in Milliardenhöhe planen. Der Anlagenbau sieht ebenfalls gute Perspektiven und der Bedarf an Spezialschiffen für die Offshore-Industrie bleibt unverändert hoch.
Umsatzerwartungen
In den vergangenen Jahren haben wir unsere Expansionsstrategie konsequent vorangetrieben und damit eine gute Ausgangsbasis für weiteres Wachstum geschaffen. Unsere wichtigsten Absatzbranchen zeigen sich nach wie vor stabil und werden auch 2013 solide Auftragsvolumina generieren, dennoch müssen wir bei unserer Umsatzprognose berücksichtigen, dass durch die europäische Finanzkrise die Investitionsneigung in einigen Märkten beeinträchtigt wird. Durch unsere internationale Präsenz, unser innovatives Produktportfolio sowie unsere stärkere Kundenorientierung können wir diese Effekte kompensieren und unser weiteres Wachstum stützen. Für 2013 erwarten wir Umsatzerlöse zwischen EUR 305 Mio. und EUR 315 Mio. und im Folgejahr gehen wir von einer weiteren Umsatzsteigerung im oberen einstelligen Prozentbereich aus.
Erwartete Ertragslage
Wir werden unsere Produktions- und Prozessabläufe weiter verbessern. Da R. STAHL mittlerweile an seine Kapazitätsgrenzen stößt, planen wir als Vorbereitungsmaßnahme für eine nachhaltige mittelfristige Renditesteigerung die Investition in neue Flächen für Produktion und Entwicklung. Diese Kapazitätserweiterungen werden unser Ergebnis belasten. Wir erwarten dennoch einen Anstieg unseres absoluten Ergebnisses vor Ertragsteuern. Folglich rechnen wir für 2013 mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern in einem Korridor zwischen EUR 21 Mio. und EUR 23 Mio. Nach Umsetzung der Erweiterungen werden wir ab 2014 unsere Ergebnismargen steigern.
Erwartete Finanzlage
Zum Jahresende betrug die Eigenkapitalquote des Konzerns 44,3 % und die Net-Cash-Position EUR 10,8 Mio. - womit R. STAHLS Finanzierung auf einer stabilen Basis ruht. Darüber hinaus bestehen mit fünf Hausbanken bilaterale Kreditvereinbarungen in einem Gesamtvolumen von EUR 50,0 Mio. Auf dieser Grundlage können wir unser Geschäft 2013 weiter ausbauen, der operative Cashflow wird die Investitionen wiederum fast vollständig abdecken. Immobilien finanzieren wir nach wie vor langfristig fremd.
Erwartete Investitionen und Akquisitionen
Wir planen, 2013 rund EUR 23 Mio. zu investieren: An unserem Stammsitz in Waldenburg fließen Mittel insbesondere in den Ausbau unseres Customer Service Centers sowie des Entwicklungszentrums, die Vergrößerung des Logistikbereichs werden wir 2013 abschließen. In Köln errichten wir eine neue Fabrik, und die Produktionsflächen der niederländischen Tochtergesellschaft werden ebenso vergrößert wie die am Standort Weimar. Wir wollen Grundstücke kaufen, Gebäude bauen und in technische Anlagen sowie Maschinen investieren - unter anderem zur weiteren Ausstattung unseres indischen Standortes. Nach wie vor sind wir an Akquisitionen interessiert und streben dabei den Erwerb kleinerer und mittelständischer Unternehmen zur regionalen Ausweitung oder zum Ausbau unseres Produktportfolios an.
Chancen und Risiken der Unternehmensentwicklung
Eine wesentliche Chance mit großer Bedeutung für R. STAHL's Unternehmenserfolg sehen wir in der permanenten Weiterentwicklung der Systemkompetenz. Mit unserer Erfahrung und Know-how, dem innovativen Produktportfolio, einem verbesserten Kundenservice sowie R. STAHL's weltweiter Präsenz haben wir weitere entscheidende Wettbewerbsvorteile geschaffen, um unsere Marktposition insbesondere in den Überseemärkten auszubauen.
Mögliche Risiken sehen wir in der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung. Sollte sich beispielsweise die Finanzierung der europäischen Länder wider Erwarten nicht stabilisieren oder die Konflikte im Nahen Osten eskalieren, würde sich dies auf die Gesamtwirtschaft auswirken. Weiterhin besteht durch den Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter die Gefahr, insbesondere bei technikorientierten Berufsgruppen Arbeitsplätze nicht unseren Anforderungen entsprechend besetzen zu können.
Gesamteinschätzung
R. STAHL hat sich 2012 gut entwickelt, was uns eine hervorragende Ausgangsbasis für den weiteren strategischen Ausbau verschafft. 2013 wollen wir mit klaren Schwerpunkten wachsen: Zum einen werden wir den Kundenservice ausbauen und unsere Produkt- sowie Prozesskosten weiter senken. Darüber hinaus beabsichtigen wir auch zukünftig, in den für uns relevanten Märkten zu investieren und forcieren unsere Entwicklungsaktivitäten, um unseren technologischen Vorsprung weiter auszubauen.
Mit der seit Jahren gepflegten Dividendenpolitik setzen wir bewusst ein Zeichen für Kontinuität und Stabilität - und werden unsere Anteilseigner auch weiterhin angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Bei überschaubaren unternehmerischen Risiken rechnen wir für das Geschäftsjahr 2013 mit einem Umsatz zwischen EUR 305 Mio. und EUR 315 Mio. sowie einem Ergebnis vor Ertragsteuern zwischen EUR 21 Mio. und EUR 23 Mio. R. STAHL ist in seinen Märkten hervorragend positioniert und strategisch gut aufgestellt - mit entsprechend positiven Zukunftsaussichten.
Waldenburg, 21. März 2013
R. Stahl Aktiengesellschaft
Vorstand
Martin Schomaker
Bernd Marx
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 22. März 2013
Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Dr. Wolfgang Russ, Wirtschaftsprüfer
Christoph Lehmann, Wirtschaftsprüfer
Angabe gemäß § 328 HGB
Der Jahresabschluss der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, für das Geschäftsjahr 2012 ist durch Beschluss der Aufsichtsratssitzung vom 9. April 2013 festgestellt worden.