![]() R. STAHL AktiengesellschaftWaldenburg (Württ.)Konzernabschluss für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Waldenburg, 21. März 2013 R. STAHL Aktiengesellschaft Martin Schomaker, Vorstandsvorsitzender Bernd Marx, Vorstand Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012scroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012scroll
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012scroll
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2012scroll
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2012scroll
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Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2012scroll
Die Gesellschaften sind entsprechend ihrer konzernrelevanten Qualifikation als vollkonsolidiertes Unternehmen (V) oder sonstige Beteiligung (B) unter Angabe ihrer Einbeziehung (e) oder Nichteinbeziehung (n.e.) gekennzeichnet. Konzernanhang der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, für das Geschäftsjahr 2012A. Grundlagen und Methoden der Konzernrechnungslegung[1] Grundlagen der Aufstellung Der Konzernabschluss der R. Stahl Aktiengesellschaft (im Folgenden: R. Stahl AG) zum 31. Dezember 2012 ist in Anwendung von § 315a Handelsgesetzbuch (HGB) nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, den dazu erfolgten Auslegungen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRSIC) und den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente sowie bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses haben wir einzelne Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzernbilanz zusammengefasst. Diese Posten sind im Konzernanhang gesondert erläutert. Die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben haben wir ebenfalls in den Konzernanhang übernommen. Die Bilanz wurde gemäß IAS 1 in lang- und kurzfristige Posten gegliedert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Konzernwährung ist der Euro. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Der Konzernabschluss der R. Stahl AG wird beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht. Auswirkungen neuer beziehungsweise geänderter Standards Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit folgenden Ausnahmen, die aus neuen beziehungsweise überarbeiteten Standards resultieren. Im Geschäftsjahr 2012 war erstmalig folgende Neuregelung anzuwenden:
Der geänderte Standard ist erstmalig ab dem 1. Juli 2011 anzuwenden. Die Änderung des IFRS 7 durch das IASB führt zu einer Erweiterung der Abgabepflichten bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Ein Vermögenswert gilt im Sinne des IFRS 7 als übertragen, wenn die mit ihm verbundenen Zahlungsflüsse auf einen Dritten transferiert wurden oder an einen Dritten weiterzuleiten sind. Für derartige finanzielle Vermögenswerte, die vollumfänglich ausgebucht wurden, für die aber ein „anhaltendes Engagement" besteht, sieht der Standard nun weiterführende Berichtspflichten vor. Gleiches gilt für übertragene finanzielle Vermögenswerte, die nach wie vor bilanziert werden. Die Erstanwendung des geänderten IFRS 7 hat keinen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des R. Stahl Konzerns. Nicht angewendete neue beziehungsweise geänderte Standards Das IASB und das IFRSIC haben die nachfolgend aufgeführten Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die am 31. Dezember 2012 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und teilweise von der EU auch noch nicht anerkannt waren. Eine vorzeitige Anwendung dieser Neuregelungen ist nicht vorgesehen. scroll
(1) Pflicht zur erstmaligen Anwendung aus Sicht der R. Stahl AG (2) Bis zum 31. Dezember 2012 IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer Mit der Neufassung des IAS 19 wird die sogenannte Korridormethode abgeschafft. Dies hat zur Folge, dass versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (zukünftig Wertänderungen genannt) sofort im Jahr ihrer Entstehung als „Direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen" (Sonstiges Ergebnis) auszuweisen sind. Diese einmal im „Sonstigen Ergebnis" erfassten Beträge werden nicht erfolgswirksam. Weiterhin wird zukünftig der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand aus Planänderungen sofort im Jahr der Entstehung erfasst. Bei einer vorzeitigen Anwendung des IAS 19 im Geschäftsjahr 2012 bzw. 2011 hätten - unter Vernachlässigung von Steuereffekten - sich das Konzernergebnis nicht wesentlich verändert und das Eigenkapital bzw. die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2012 (2011) um rund EUR 19,4 Mio. (4,5 Mio.) vermindert bzw. erhöht. Zusätzlich hätte eine vorzeitige Anwendung erweiterte Anhangangaben wie zum Beispiel zusätzliche Sensitivitätsanalysen bei Änderungen des Zinssatzes zur Folge gehabt. [2] Unternehmensdaten scroll
[3] Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung des Abschlusses Der Vorstand der R. Stahl AG hat den Konzernabschluss 2012 und Konzernlagebericht 2012 am 21. März 2013 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. [4] Grundsätze der Konsolidierung Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst neben der R. Stahl AG 34 (i. V. 35) in- und ausländische Gesellschaften, bei denen die R. Stahl AG die Möglichkeit zur Ausübung eines beherrschenden Einflusses hat. Ein beherrschender Einfluss liegt in der Regel dann vor, wenn das Mutterunternehmen direkt oder indirekt über ein Tochterunternehmen über mehr als 50 % der Stimmrechte verfügt. Unternehmen, auf die die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss übernommen. Auf eine Konsolidierung der nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen nach der Equity-Methode wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Einbezogen sind auch wie im Vorjahr zwei Leasingobjektgesellschaften. Im Berichtsjahr hat die R. Stahl AG sämtliche Anteile an der R. STAHL LECTIO GmbH & Co. KG, Waldenburg (vormals Lectio Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Weimar KG, Düsseldorf) sowie die restlichen 1 % der Anteile an der R. STAHL SUPERA GmbH & Co. KG, Waldenburg (vormals Supera Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Künzelsau KG, Düsseldorf) mit Wirkung zum 31. Dezember 2012 übernommen. Für diese Gesellschaften bestand bereits in Vorjahren nach SIC-12 i. V. m. IAS 27 als „special purpose entities" Konsolidierungspflicht, sodass sich hieraus keine Änderungen ergaben. Im September 2012 hat die R. STAHL Norge AS, Oslo (Norwegen) 35 % der Anteile an der STAHL-Forus Systems AS, Oslo (Norwegen) zu einem Kaufpreis von TEUR 20 zusätzlich erworben und hält nun 100 % der Anteile. Anschließend wurde die STAHL-Forus Systems AS, Oslo (Norwegen) auf die R. STAHL Norge AS, Oslo (Norwegen) verschmolzen. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verteilen sich wie folgt auf In- und Ausland: scroll
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. Konsolidierungskreisänderungen in 2011 Im Vergleich zum 31. Dezember 2010 sind die R. STAHL Australia Pty Ltd., Wollongong (Australien), STAHL-Forus Systems AS, Oslo (Norwegen), und die R. STAHL Camera Systems GmbH, Köln (Deutschland), zusätzlich in den Konsolidierungskreis einbezogen. Mit Wirkung zum 1. Mai 2011 wurde die Screentec GmbH, Köln (Deutschland), auf die R. STAHL HMI Systems GmbH, Köln (Deutschland), verschmolzen. Die Gesellschaft R. STAHL Australia Pty Ltd., Wollongong (Australien), an der die R. Stahl AG, Waldenburg, 100 % der Anteile hält, wurde neu gegründet. Das aussichtsreiche Öl- und Gasgeschäft auf diesem Kontinent sprechen für ein Engagement in Australien. Die Gesellschaft STAHL-Forus Systems AS, Oslo (Norwegen), wurde mit einem Partner gegründet und wird unser Systemgeschäft in Norwegen forcieren. Die R. STAHL Norge AS, Oslo (Norwegen), hält 65 % der Anteile an der STAHL-Forus Systems AS. Über die im Berichtsjahr gegründete R. STAHL Camera Systems GmbH, Köln, - einer Gesellschaft, an der die R. Stahl AG, Waldenburg, mit 75 % und die Orlaco Products B.V. mit 25 % der Anteile beteiligt sind - erfolgt unser Vertrieb der explosionsgeschützten Kamerasysteme, deren Lizenzrechte von der Orlaco Products B.V. erworben wurden. Währungsumrechnung Die funktionale Währung ist die Währung des primären wirtschaftlichen Umfeldes, in dem ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen agiert. Das primäre wirtschaftliche Umfeld, in dem ein Unternehmen auftritt, ist in der Regel das Umfeld, in dem es vorwiegend finanzielle Mittel erzeugt und ausgibt. Dabei sind die Kriterien nach IAS 21.9ff. bei der Bestimmung der funktionalen Währung zu berücksichtigen. Die Darstellungswährung ist die Währung, in der ein Unternehmen seine Abschlüsse aufstellt. Die Darstellungswährung des Konzernabschlusses der R. Stahl AG ist der Euro. In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden monetäre Positionen in fremder Währung (flüssige Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) zum Stichtagskurs bewertet und erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Positionen in fremder Währung sind mit den historischen Kursen angesetzt. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben, ist grundsätzlich die funktionale Währung identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung nach der „modifizierten Stichtagskursmethode". Daher werden die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, zum Jahresdurchschnittskurs, Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Die Geschäfts- und Firmenwerte, die den ausländischen Tochtergesellschaften zuzuordnen sind, werden ebenfalls mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird im Posten „Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert: scroll
Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt bei allen Arten von Unternehmenserwerben nach der Erwerbsmethode („Purchase Method”) (IFRS 3) durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am übernommenen Reinvermögen der konsolidierten Tochterunternehmen auf den Zeitpunkt des Erwerbs. Die Bewertung des Reinvermögens richtet sich grundsätzlich nach den beizulegenden Zeitwerten aller identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden im Erwerbszeitpunkt. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich durch einen Impairment-Test auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft und im Falle einer Wertminderung ergebniswirksam wertberichtigt. Bei bestehenden Anhaltspunkten für eine Wertminderung wird neben dem jährlichen ein zusätzlicher, unterjähriger Impairment-Test durchgeführt, und bei Wertminderung wird auch diese ergebniswirksam erfasst. Negative Unterschiedsbeträge werden nicht als passivischer Geschäfts- oder Firmenwert, sondern als Überschuss des Anteils des Erwerbers an dem Nettobetrag des beizulegenden Zeitwertes der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Erworbenen über die Anschaffungskosten bezeichnet. Wenn sich im Rahmen der erstmaligen Kapitalkonsolidierung ein negativer Unterschiedsbetrag ergibt, so wird eine Wiedereinschätzung (,,reassessment") vorgenommen. Hier werden die Neubewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden inklusive der angesetzten Eventualschulden und die Ermittlung der Anschaffungskosten nochmals kritisch überprüft. Verbleibende negative Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam erfasst. Änderungen der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, sind als Eigenkapitaltransaktion zu bilanzieren. Unterschiedsbeträge aus derartigen Transaktionen sind mit dem Eigenkapital zu verrechnen. Ein Tochterunternehmen wird zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, zu dem das Mutterunternehmen die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert. Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaften werden als „Anteile anderer Gesellschafter" ausgewiesen. Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den konsolidierten Unternehmen (Zwischenergebnisse) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Beteiligungen werden nach der Equity-Methode einbezogen, wenn ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % bis 50 % der Fall („assoziierte Unternehmen"). Die nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen werden mit dem anteiligen zu beizulegenden Zeitwerten bewerteten Reinvermögen der assoziierten Unternehmen zum Erwerbszeitpunkt angesetzt. Ein Unterschiedsbetrag zu den Anschaffungskosten der Beteiligung wird entsprechend der Erwerbsmethode behandelt. In der Folge erhöht oder verringert sich der Buchwert der Anteile, ausgehend von den Anschaffungskosten, entsprechend dem Anteil des Anteilseigners am Periodenergebnis des Beteiligungsunternehmens. Die Konsolidierungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. [5] Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Konzerneinheitliche Methoden Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag der Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember mit der Ausnahme von R. Stahl (P) Limited, Chennai (Indien). Der Bilanzstichtag des Einzelabschlusses in Indien ist der 31. März, insoweit wurde ein Zwischenabschluss auf den Konzernabschlussstichtag erstellt. Hierzu werden die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der R. Stahl AG angepasst, soweit sie nicht den IFRS entsprechen. Schätzungen und Annahmen Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf folgende Vermögenswerte und Schulden: Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts R. Stahl überprüft mindestens einmal jährlich, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Dazu muss das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte betragen zum 31. Dezember 2012 EUR 13,5 Mio. (i. V. EUR 13,2 Mio.). Für weitere Informationen wird auf Abschnitt 19 verwiesen. Aktivierte Entwicklungskosten Entwicklungskosten werden entsprechend der in diesem Abschnitt dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Zur Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat das Management Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cash-flows, die die Vermögenswerte generieren, vorzunehmen. Der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf EUR 15,2 Mio. (i. V. EUR 12,7 Mio.). Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt. Diese erfolgen auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze, erwartete Erträge aus Planvermögen, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftige Rentensteigerungen. Die angesetzten Abzinsungssätze basieren auf den Renditen für erstrangige festverzinsliche Unternehmensanleihen. Die erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens wird auf der Grundlage historischer langfristiger Renditen und der Struktur des Portfolios festgelegt. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Annahmen wesentlichen Unsicherheiten. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2012 EUR 54,9 Mio. (i. V. EUR 53,6 Mio.). Für weitere Informationen wird auf Abschnitt 27 verwiesen. Weiterhin kommen Schätzungen und Annahmen bei Kaufpreisallokationen, der Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, der Bilanzierung und Bewertung von Vorräten, Forderungen, von Rückstellungen sowie auf die Realisierung zukünftiger Steuerentlastungen zur Anwendung. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden nach IAS 8 zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Umsatzrealisierung Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten werden entsprechend den Kriterien des IAS 18 („Revenue”) mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang an den Kunden erfasst, wenn ein Kaufpreis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Soweit Geschäfte vereinbarungsgemäß erst nach einer entsprechenden Abnahmeerklärung des Kunden wirksam werden, werden die betreffenden Umsatzerlöse erst dann realisiert, wenn die Abnahmeerklärung eingegangen oder die Frist für ihre Abgabe abgelaufen ist. Umsätze aus Dienstleistungsgeschäften werden mit Erbringung der Dienstleistungen erfasst, sofern die Höhe der Erträge verlässlich bemessen werden kann und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft hinreichend wahrscheinlich ist. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten ausgewiesen. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung Forschungskosten sind gemäß IAS 38.42ff. nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Voraussetzungen nach IAS 38 vorliegen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 („Earnings per Share”) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das Konzernergebnis - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittliche Anzahl der Stammaktien dividiert wird. Da keine potentiellen Stammaktien und keine Optionsrechte oder Bezugsrechte ausstehen, war ein verwässertes Ergebnis je Aktie weder für 2011 noch für 2012 zu ermitteln. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Immaterielle Vermögenswerte sind Geschäfts- oder Firmenwerte („Goodwill"), Entwicklungskosten, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte. Lediglich bei den Entwicklungskosten handelt es sich um selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte. Entgeltlich erworbene und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte - ohne Geschäfts- oder Firmenwerte („Goodwill") - werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über die vertragliche oder geschätzte Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 10 Jahren. Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich durch einen Impairment-Test auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft und im Falle einer Wertminderung ergebniswirksam wertberichtigt. Entwicklungskosten werden unter den Voraussetzungen des IAS 38 zu Herstellungskosten aktiviert, soweit eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich und sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung sichergestellt sind. Die Entwicklungstätigkeit muss ferner mit hinreichender Wahrscheinlichkeit einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzeugen. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen alle direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsstart planmäßig linear über den erwarteten Produktlebenszyklus von in der Regel 5 bis 7 Jahren abgeschrieben. Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten enthalten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereiches. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen erfolgen nach der linearen Methode. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich die folgenden Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen einen Werteverfall anzeigen, wird die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und der aktivierten Entwicklungskosten überprüft (Impairment-Test). Dabei wird der Buchwert des Vermögenswertes mit dem erzielbaren Betrag verglichen, wobei dieser als der höhere Wert eines Vermögenswertes aus dem Verkaufspreis abzüglich der noch anstehenden Verkaufskosten und dem Nutzungswert bestimmt ist. Der Nutzungswert ist der Kapitalwert der geschätzten künftigen Cash-flows, welche aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt, der er zugeordnet ist. Zur Ermittlung der erwarteten Cashflows jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit müssen Grundannahmen getroffen werden. Diese beinhalten Annahmen hinsichtlich der Finanzpläne sowie der zur Abzinsung herangezogenen Zinssätze. Leasing Der R. Stahl Konzern nutzt als Leasingnehmer insbesondere Gebäude und Grundstücke. IAS 17 (,,Leases") enthält Vorschriften, nach denen auf Basis von Chancen und Risiken der Leasingpartner beurteilt wird, ob das wirtschaftliche Eigentum am Leasinggegenstand dem Leasingnehmer („Finance Leases”) oder dem Leasinggeber („Operating Leases”) zuzurechnen ist. Im R. Stahl Konzern sind lediglich „Operating Leases"-Verhältnisse vorhanden. Die hiermit verbundenen Zahlungen werden linear über die Vertragslaufzeit verteilt. Finanzielle Vermögenswerte Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag (,,settlement date"). Bei erstmaliger Erfassung werden die finanziellen Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Dabei werden Transaktionskosten einbezogen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (,,available for sale") und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte („held for trading”) mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Sofern kein Marktpreis vorhanden ist, wird der Marktpreis der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte anhand geeigneter Bewertungsverfahren, beispielsweise Discounted-Cashflow-Methoden, unter Berücksichtigung der am Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten ermittelt. Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden („loans and receivables"), bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen („held to maturity”) sowie alle finanziellen Vermögenswerte, die über keinen notierten Marktpreis auf einem aktiven Markt verfügen und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann, werden, soweit sie über eine feste Laufzeit verfügen, mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten (,,amortised cost") unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Verfügen diese finanziellen Vermögenswerte über keine feste Laufzeit, sind sie mit den Anschaffungskosten zu bewerten. Nach IAS 39 wird regelmäßig ermittelt, ob objektive substanzielle Hinweise darauf schließen lassen, dass eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes oder eines Portfolios von Vermögenswerten stattgefunden hat. Liegen derartige Hinweise vor, wird der Wertminderungsaufwand (,,impairment loss") im Ergebnis erfasst. Gewinne und Verluste aus einem zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswert werden direkt im Eigenkapital verbucht, bis der finanzielle Vermögenswert abgegangen ist oder bis eine Wertminderung festgestellt wird. Im Falle einer Wertminderung (IAS 39) wird der kumulative Netto-Verlust aus dem Eigenkapital entfernt und im Ergebnis ausgewiesen. Beteiligungen werden zum notierten Marktpreis oder beizulegenden Zeitwert angesetzt. Soweit diese Werte nicht verfügbar sind bzw. nicht verlässlich bestimmt werden können, werden die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet. Die Wertpapiere und Ausleihungen des Anlagevermögens werden entsprechend ihrer Zugehörigkeit zur jeweiligen Kategorie der finanziellen Vermögenswerte bilanziert. In diesen Positionen werden keine zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind als Vermögenswerte anzusetzen, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der künftige wirtschaftliche Nutzen, der mit den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien verbunden ist, zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten verlässlich bewertet werden können. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden grundsätzlich nach dem Anschaffungskostenmodell bewertet. Aktive und passive latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 („Income taxes”) gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode („Liability Method”) grundsätzlich für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Weiterhin sind aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen bilanziert worden. Aktive latente Steuern für alle abzugsfähigen temporären Differenzen sowie für steuerliche Verlustvorträge wurden jedoch nur in dem Umfang berücksichtigt, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen bzw. noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verrechnet werden können. Die latenten Steuern wurden auf Basis der Ertragsteuersätze ermittelt, die gemäß IAS 12 in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt nach der derzeitigen Rechtslage gelten bzw. schon beschlossen wurden. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern dann saldiert, wenn ein einklagbares Recht vorliegt, die bilanzierten Beträge gegeneinander aufzurechnen. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn gleiches Steuersubjekt, gleiche Steuerart und gleiche Fristigkeit vorliegen. Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 nicht abgezinst. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte („lower of cost or net realizable value”) bewertet. Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Sie enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie anteilige Kosten des sozialen Bereiches („Produktionsbezogener Vollkostenansatz"). Die Herstellungskosten werden auf der Grundlage einer normalen Kapazitätsauslastung ermittelt. Die Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung der Vorräte geführt haben, nicht länger bestehen, und folglich die Nettoveräußerungswerte gestiegen sind, wird die sich daraus ergebende Wertaufholung vorgenommen und als Minderung des Materialaufwandes erfasst. Forderungen und Sonstige Vermögenswerte Bei den Forderungen und Sonstigen Vermögenswerten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente und Wertpapiere des Umlaufvermögens, handelt es sich um vom Konzern ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderungen Rechnung getragen. Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting Derivative Finanzinstrumente werden im R. Stahl Konzern nur zu Sicherungszwecken eingesetzt, um Währungs-, Zins- und Marktwertrisiken aus dem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen zu reduzieren. Nach IAS 39 sind alle derivativen Finanzinstrumente wie zum Beispiel Zins- und Währungsswaps oder Zinsoptionen sowie Devisentermingeschäfte zum Marktwert zu bilanzieren, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Voraussetzung für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) ist, dass der eindeutige Sicherungszusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument dokumentiert und deren Effektivität nachgewiesen ist. Der Konzern dokumentiert grundsätzlich unter Beachtung von IAS 39 alle Beziehungen zwischen Sicherungsgeschäften und den zugeordneten Basisgeschäften. Dabei werden die Basisgeschäfte mit den Sicherungsgeschäften verknüpft. Bei R. STAHL kommen derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von geplanten Fremdwährungszahlungen und zur Begrenzung von Zinsaufwendungen aus vorhandenen Fremdkapitalaufnahmen zum Einsatz (Cashflow-Hedge). Bei einem Cashflow-Hedge werden die Marktwertveränderungen des als effektiv eingestuften Teils des Sicherungsinstruments zunächst im Eigenkapital unter Berücksichtigung latenter Steuern als ergebnisneutraler Bestandteil des Gesamtergebnisses ausgewiesen bis der künftig gesicherte Zahlungsstrom eintritt. Eine Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes. Der nicht durch das Grundgeschäft gedeckte Teil der Marktwertveränderungen wird unmittelbar im Ergebnis berücksichtigt. Bei der Absicherung eines beizulegenden Zeitwertes eines bilanzierten Vermögenswertes oder einer bilanzierten Schuld handelt es sich um einen Fair Value-Hedge. Fair Value-Hedges gab es im R. Stahl Konzern im Berichtszeitraum nicht. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten, welche nicht die Voraussetzungen für eine Bilanzierung als Sicherungsgeschäft gemäß IAS 39 erfüllen, werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Marktwerte derivativer Finanzinstrumente werden unter den „Sonstigen finanziellen Vermögenswerten" respektive unter den „Sonstigen finanziellen Schulden" ausgewiesen. Entsprechend des Fälligkeitstages (settlement date) werden die kurz- und langfristigen Derivate als kurz- oder langfristig klassifiziert. Eigene Anteile Die eigenen Anteile werden in Höhe der Anschaffungskosten offen in einem Posten vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, Verkauf, die Ausgabe oder Einziehung von eigenen Eigenkapitalinstrumenten werden nicht erfolgswirksam erfasst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen sowohl die Versorgungsverpflichtungen des R. Stahl Konzerns aus leistungsorientierten als auch aus beitragsorientierten Altersversorgungssystemen. Bei leistungsorientierten Altersversorgungssystemen (beispielsweise Direktzusagen, unmittelbare Pensionsverpflichtungen als Pensionsrückstellung, Unterstützungskassen (mittelbare Pensionsverpflichtungen)) basiert die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen auf dem in IAS 19 („Employee Benefits”) vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung (,,Projected Unit Credit Method"). Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch die künftig zu erwartenden Steigerungen von Renten und Gehältern berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst dann erfolgswirksam verrechnet, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 % des Verpflichtungsumfanges liegen. In diesem Fall werden sie über die künftige durchschnittliche Restdienstzeit der Belegschaft verteilt. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsverpflichtungen wird unter den Personalaufwendungen ausgewiesen, der Zinsanteil von Pensionsverpflichtungen wird im Zinsergebnis gezeigt. Der als Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag ist um den am Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwert von Planvermögen zu kürzen. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Abzinsungsfaktoren für die Ermittlung der Barwerte der Leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen werden auf der Grundlage von Renditen bestimmt, die am Abschlussstichtag für hochwertige, festverzinsliche Unternehmensanleihen am jeweiligen Markt erzielt werden. Für lange Laufzeiten war eine starke Reduzierung der Anzahl hochwertiger Unternehmensanleihen zu beobachten. Zum 31. Dezember 2012 wurden daher die Kriterien für die Auswahl der einzubeziehenden hochwertigen, festverzinslichen Unternehmensanleihen mit AA-Rating angepasst, um die Anzahl der einbezogenen Anleihen zu erhöhen und weiterhin verlässliche Schätzungen der Abzinsungsfaktoren vornehmen zu können. Für sehr lange Laufzeiten stehen keine hochwertigen, festverzinslichen Unternehmensanleihen als Vergleichsmaßstab zur Verfügung. Die entsprechenden Abzinsungsfaktoren werden mittels Extrapolation der beobachtbaren Marktrenditen entlang der Zinsstrukturkurve bestimmt. Eine Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung ergab sich hieraus nicht. Die Auswirkung auf zukünftige Perioden ist voraussichtlich gering. Übrige Rückstellungen Übrige Rückstellungen sind nach IAS 37 („Provisions, contingent liabilities and contingent assets”) insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Die Eintrittswahrscheinlichkeit muss über 50 % liegen. Rückstellungen werden nur für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des Erfüllungsbetrages mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit. Ferner fließen bei der Bewertung der übrigen Rückstellungen - insbesondere bei Gewährleistungen sowie erwarteten Verlusten aus schwebenden Geschäften - alle Kostenbestandteile ein, die auch im Vorratsvermögen aktiviert werden („Produktionsbezogene Vollkosten"). Rückstellungen für Restrukturierungen werden insoweit gebildet, als diese die Kriterien des IAS 37 erfüllen. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt, sofern der Zinseffekt wesentlich ist. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Hierbei werden auch die Transaktionskosten berücksichtigt. In der Folge werden die Verbindlichkeiten mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente und der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Im R. Stahl Konzern bestehen keine Verbindlichkeiten, die Handelszwecken dienen. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser zukünftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereiches des R. Stahl Konzerns liegen. Ferner können gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualverbindlichkeiten darstellen, wenn die Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen nicht hinreichend wahrscheinlich für die Bildung einer Rückstellung ist und/oder die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann. Die angegebenen Werte der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des R. Stahl Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 („Cash flow statements”) wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Auswirkungen von Akquisitionen, Desinvestitionen und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises sind dabei nach IAS 7.39 gesondert darzustellen und als Investitionstätigkeit zu klassifizieren. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Ebenfalls enthalten sind Finanztitel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten. Die Zahlungsmittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" entsprechen dem Finanzmittelfonds. Hinsichtlich der Zusammensetzung der „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" verweisen wir auf die Erläuterungen zu den „Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten". Segmentberichterstattung Nach den Regeln des IFRS 8 sind einzelne Informationen über Geschäftssegmente eines Unternehmens anzugeben. IFRS 8 folgt dem sogenannten „management approach", wonach sich die Segmentberichterstattung allein nach Finanzinformationen richtet, die von den Entscheidungsträgern des Unternehmens zur internen Steuerung des Unternehmens verwendet werden. Bestimmend dabei sind die interne Berichts- und Organisationsstruktur sowie solche Finanzgrößen, die zur Entscheidungsfindung über die Allokation von Ressourcen und die Bewertung der Ertragskraft herangezogen werden. B. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung[6] Umsatzerlöse Unterteilt nach Regionen ergibt sich folgende Zusammensetzung: scroll
[7] Andere aktivierte Eigenleistungen Die anderen aktivierten Eigenleistungen ergeben sich insbesondere aus der Aktivierung von Entwicklungskosten nach IAS 38. Im Berichtsjahr betrugen diese TEUR 3.002 (i. V. TEUR 2.945). Im Berichtsjahr wurden insgesamt TEUR 15.102 (i. V. TEUR 13.653) Ausgaben für Forschung und Entwicklung als Aufwand erfasst. [8] Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: scroll
[9] Materialaufwand Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
[10] Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
[11] Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten und der Auszubildenden der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen während des Geschäftsjahres stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: scroll
[12] Abschreibungen Der planmäßige Aufwand für Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen beträgt TEUR 10.795 (i. V. TEUR 11.509). Im Berichtsjahr wurde gemäß IAS 36 eine Immobilie um TEUR 703 wertberichtigt. Die Wertberichtigung ergibt sich aus der Tatsache, dass der bisherige Mieter das Mietverhältnis zum 31. Dezember 2010 gekündigt hat und bislang kein Verkauf oder Weitervermietung stattgefunden hat. Weiterhin wurde ein Wettbewerbsverbot in Höhe von TEUR 287 außerplanmäßig abgeschrieben, da die vertragliche Verpflichtung hierfür im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst wurde. Im Vorjahr wurde gemäß IAS 36 der Geschäfts- oder Firmenwert der R. STAHL do Brasil Ltda. (Brasilien) mit TEUR 1.359 sowie ein Wettbewerbsverbot in Höhe von TEUR 201 wertberichtigt. Die Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts ergibt sich aus der Tatsache, dass sich der Geschäftsverlauf der Gesellschaft negativ entwickelt hat und daraufhin die Umsatz- und Ergebniseinschätzungen korrigiert werden mussten. Zur allgemeinen Vorgehensweise beim Werthaltigkeitstest verweisen wir auf die Ausführungen zu Abschnitt 19 „Immaterielle Vermögenswerte". [13] Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere folgende Posten: scroll
[14] Beteiligungsergebnis Das Beteiligungsergebnis beträgt TEUR 6 (Vorjahr TEUR 0). [15] Zinsergebnis Das Zinsergebnis setzt sich wie folgt zusammen: scroll
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ist in Höhe von TEUR 3.088 (i. V. TEUR 2.971) der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen enthalten. [16] Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In dieser Position werden laufende und latente Steueraufwendungen und -erträge ausgewiesen, die sich wie folgt zusammensetzen: scroll
Unter den laufenden Steuern werden bei den Inlandsgesellschaften Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer und bei den Auslandsgesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Die Ermittlung erfolgte nach den für die einzelnen Gesellschaften maßgeblichen Steuervorschriften. Im Berichtsjahr sind Erträge aus der Geltendmachung von bisher nicht berücksichtigten steuerlichen Verlusten in Höhe von TEUR 86 (i. V. TEUR 76) angefallen, die den laufenden Ertragsteueraufwand gemindert haben. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. In Deutschland gilt nach dem Unternehmenssteuerreformgesetz 2008 ein Körperschaftsteuersatz von 15,0 %. Unter Berücksichtigung eines Gewerbesteuerhebesatzes in Höhe von 375,0 % sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 % ermittelt sich für inländische Unternehmen ein Gesamtsteuersatz von 29,0 % (i. V. 29,0 %). Die Steuersätze im Ausland liegen zwischen 0,0 % und 36,0 % (i. V. 0,0 % und 38,0 %). Die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden in Höhe von TEUR 1.811 (i. V. TEUR 1.844) wertberichtigt, da aufgrund der zur Verfügung stehenden Informationen Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe ihrer Realisierbarkeit bestehen. Der Bestand an noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen beträgt TEUR 13.248 (i. V. TEUR 12.589). Die Verlustvorträge sind unbegrenzt vortragsfähig. Die steuerlichen Verluste können nicht mit zu versteuernden Ergebnissen anderer Unternehmen des Konzerns verrechnet werden. Aus der Ausschüttung von Dividenden an die Aktionäre der R. Stahl AG haben sich weder für 2012 noch für 2011 ertragsteuerliche Konsequenzen ergeben. Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr waren aktive oder passive latente Steuern aus Unternehmensakquisitionen erfolgsneutral zu berücksichtigen. Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2012 ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr aus der nachfolgenden Aufstellung. scroll
Von den aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 3.596 (i. V. TEUR 2.928) entfallen TEUR 245 (i. V. TEUR 229) auf Gesellschaften, die im Berichtsjahr oder im Vorjahr ein negatives Periodenergebnis hatten. Der Ansatz der jeweiligen aktiven latenten Steuern basiert auf den positiven Ergebnissen der Fünf-Jahres-Planung. Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten zum jeweils ausgewiesenen Steueraufwand. Die Berechnung des erwarteten Steueraufwands erfolgt durch Multiplikation des Ergebnisses vor Ertragsteuern mit dem anzuwendenden Gesamtsteuersatz von 29,0 % (i. V. 29,0 %). Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt TEUR 21.129 (i. V. TEUR 13.061). scroll
Von den in der Bilanz erfassten latenten Steuern wurden insgesamt TEUR 147 eigenkapitalvermindernd (i. V. TEUR 171 eigenkapitalerhöhend) erfasst, ohne die Gewinn- und Verlustrechnung zu beeinflussen. Die Steuereffekte für direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen ergeben sich aus folgender Aufstellung: scroll
[17] Ergebnis je Aktie scroll
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie („Basic Earnings per Share”) errechnet sich nach IAS 33 aus der Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres ausgegebenen Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie kann aus so genannten potenziellen Aktien resultieren. Da keine potenziellen Stammaktien und keine Optionsrechte oder Bezugsrechte ausstehen, war ein verwässertes Ergebnis je Aktie für 2011 als auch für 2012 nicht zu ermitteln. [18] Dividende der R. Stahl AG Bis zum Freigabedatum lag kein Gewinnverwendungsvorschlag für den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2012 vor. Im Geschäftsjahr 2012 wurden EUR 0,70 pro Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet. C. Erläuterungen zur KonzernbilanzLangfristige Vermögenswerte [19] Immaterielle Vermögenswerte Unter den immateriellen Vermögenswerten werden hauptsächlich EDV-Software, die aktivierten Entwicklungskosten verschiedener Entwicklungsprojekte sowie Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wurde der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Basis der Berechnung eines Nutzungswertes ermittelt. Diese Berechnung wird auf der Grundlage von Cashflow-Prognosen erstellt, die auf von der Geschäftsführung für einen Zeitraum von drei Jahren genehmigten Finanzplänen basieren. Die für die Cashflow-Prognosen verwendeten Abzinsungssätze vor Steuern betragen zwischen 8,85 9,77 % (i. V 10,19 - 14,48 %). Die Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 13,5 Mio. (i. V. EUR 13,2 Mio.) sind folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet: R. STAHL HMI Systems GmbH (Deutschland) mit EUR 4,6 Mio. (i. V. EUR 4,6 Mio.), R. STAHL do Brasil Ltda. (Brasilien) mit EUR 0,0 Mio. (i. V. EUR 0,0 Mio.), R. Stahl Schaltgeräte GmbH (Deutschland)/R. Stahl Ltd. (Großbritannien) mit EUR 1,1 Mio. (i. V. EUR 1,1 Mio.), R. STAHL Nissl GmbH (Österreich) mit EUR 0,5 Mio. (i. V. EUR 0,5 Mio.), Tranberg AS (Norwegen) mit EUR 3,5 Mio. (i. V. EUR 3,3 Mio.), Stahl-Syberg AS (Norwegen) mit EUR 1,9 Mio. (i. V. EUR 1,7 Mio.), 000 R. STAHL (Russische Föderation) mit EUR 0,8 Mio. (i. V. EUR 0,8 Mio.), R. Stahl Ltd. (Kanada) mit EUR 1,1 Mio. (i. V. EUR 1,1 Mio.) und Sonstige mit EUR 0,0 Mio. (i. V.EUR 0,1 Mio.). Die Veränderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte sind ausschließlich wechselkursbedingt und ergeben sich insbesondere aus der Aufwertung der norwegischen Krone zum Bilanzstichtag. Die Impairmenttests nach dem Discounted Cash Flow Verfahren der zahlungsmittelgenerierende Einheiten führten zu über den Buchwerten liegenden Zeitwerten. Eine Abschreibung ist dementsprechend nicht erforderlich. Im Vorjahr führte der Impairmenttest nach dem Discounted Cash Flow Verfahren der R. STAHL do Brasil Ltda. (Brasilien) zur vollständigen Abschreibung des Geschäfts-und Firmenwertes der R. STAHL do Brasil Ltda. (Brasilien). Cashflows nach einem Zeitraum von drei Jahren werden für zwei weitere Jahre fortgeschrieben. Danach werden Cashflows unverändert mit einer Wachstumsrate von 1 % extrapoliert. Geplante Bruttogewinnmargen - Die Bruttogewinnmargen werden im Rahmen der Botton-up-Planung der Konzerngesellschaften anhand der durchschnittlichen Bruttogewinnspannen, die im unmittelbar vorhergehenden Geschäftsjahr erzielt wurden, ermittelt und gegebenenfalls unter Berücksichtigung der erwarteten Effizienzsteigerung erhöht. Preissteigerung von Material- und Personalkosten - Zur Bestimmung der Preissteigerung von Material- und Personalkosten werden die prognostizierten Preisindizes zugrunde gelegt. Gehaltssteigerungen werden für die jeweilige Planungsperiode länderspezifisch berücksichtigt. Kapitalkosten - Die Kapitalkosten ermitteln sich aus dem gewogenen Mittel der Eigen- und Fremdkapitalkosten vor Steuern. Der Betafaktor für die Berechnung der Eigenkapitalkosten wird aus Kapitalmarktdaten und der Kapitalstruktur vergleichbarer Unternehmen von R. Stahl ermittelt. Die Fremdkapitalkosten werden anhand von quasisicheren Staatsanleihen und einem Aufschlag, der aus dem Rating vergleichbarer Unternehmen abgeleitet wird, berechnet. Sensitivitätsanalysen haben gezeigt, dass aus heutiger Sicht auch dann kein Wertminderungsbedarf bei den Geschäfts- oder Firmenwerten besteht, wenn unterstellt würde, dass die geplanten Ergebnisse vor Zinsen und Steuern (EBIT) in den Planjahren ab 2013 um 10 % sinken bzw. die Kapitalkosten um weitere 0,5 %-Punkte steigen. Hinsichtlich der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf die Darstellung des Konzernanlagevermögens. [20] Sachanlagen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen des Sachanlagevermögens sowie ihre Entwicklung im Berichtsjahr sind in der Darstellung des Konzernanlagevermögens enthalten. Hinsichtlich der Sachanlagen bestehen Sicherheiten für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.195 (i. V. TEUR 5.019). [21] Übrige langfristige Vermögenswerte Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen des Finanzanlagevermögens sowie ihre Entwicklung im Berichtsjahr sind in der Darstellung des Konzernanlagevermögens enthalten. Die Darstellung des Konzernanlagevermögens sowie die Aufstellung des Anteilsbesitzes sind Bestandteil des Konzernanhangs. Übrige Finanzanlagen Die übrigen Finanzanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 142 (i. V. TEUR 140) setzen sich aus sonstigen Beteiligungen, sonstigen Ausleihungen und Wertpapieren zusammen. Hinsichtlich der Entwicklung der übrigen Finanzanlagen verweisen wir auf die Darstellung des Konzernanlagevermögens. Sonstige langfristige Vermögenswerte Die langfristigen Sonstigen Vermögenswerte beinhalten Forderungen und sonstige Vermögenswerte sowie aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.514 (i. V. TEUR 1.663). Von den langfristigen „Sonstigen Vermögenswerten" unterliegen TEUR 1.154 (i. V. TEUR 1.469) als Sicherheit für Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen einer Verfügungsbeschränkung. Die langfristigen „Sonstigen Vermögenswerte" beinhalten in Höhe von TEUR 29 (i. V. TEUR 0) derivative Finanzinstrumente. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen zwei Grundstücke mit Gebäuden. Nach Veräußerung des Unternehmensbereiches Fördertechnik in 2005 wurden diese an den Käufer vermietet. Da nach dem Verkauf des Unternehmensbereiches Fördertechnik das Ende der Selbstnutzung vorliegt, erfolgte die Übertragung aus den langfristigen Vermögenswerten in den Bestand der „Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien". Der Konzern hat auf beide Immobilien das Anschaffungskostenmodell angewendet. Die Gebäude werden mit Nutzungsdauern von 33 und 50 Jahren linear abgeschrieben. Hinsichtlich der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien bestehen Sicherheiten für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 597). Die im Ergebnis erfassten Mieteinnahmen aus „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" betragen TEUR 1.056 (i. V. TEUR 1.049). Direkt zurechenbare Aufwendungen sind in etwa gleicher Höhe angefallen. Mit einer Immobilie wurden im Berichtsjahr Einnahmen erzielt. In 2012 wurde die andere Immobilie um TEUR 703 wertberichtigt, weil der bisherige Mieter das Mietverhältnis zum 31. Dezember 2010 gekündigt hat und bislang kein Verkauf oder Weitervermietung stattgefunden hat. Mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 6.367 (i. V. TEUR 6.575) betrifft der Posten eine ehemalige Leasingobjektgesellschaft. Vertragliche Verpflichtungen seitens des Leasingnehmers bestanden im gewöhnlichen Umfang derartiger Immobilienleasingverträge. Der Leasinggegenstand war während der Laufzeit des Leasingvertrages bis 31. Dezember 2012 nicht veräußerbar. Danach bestand eine Option zum Kauf seitens des Leasingnehmers und somit die Möglichkeit der Weiterveräußerung. Zum Jahresende 2012 wurde das Ankaufsrecht ausgeübt. Der beizulegende Zeitwert der Immobilien beträgt ca. EUR 10,3 Mio. (i. V. EUR 11,5 Mio.) Kurzfristige Vermögenswerte [22] Vorräte und geleistete Anzahlungen Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Im Berichtsjahr wurden bei den Vorräten planmäßige Wertminderungen für Gängigkeit in Höhe von TEUR 6.782 (i. V. TEUR 6.971) vorgenommen. [23] Forderungen und sonstige Vermögenswerte Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Vom aktivierten Betrag sind TEUR 64.239 (i. V. TEUR 52.363) innerhalb eines Jahres fällig, die Restgröße in Höhe von TEUR 1.432 (i. V. TEUR 1.632) wird in den langfristigen „Sonstigen Vermögenswerten" ausgewiesen. Neben den gezeigten Posten werden im Berichtsjahr die langfristigen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 82 (i. V. TEUR 31) im Langfristbereich ausgewiesen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit TEUR 1.753 (i. V. TEUR 1.586) wertberichtigt. Die kurzfristigen „Sonstigen finanziellen Vermögenswerte" beinhalten in Höhe von TEUR 125 (i. V. TEUR 31) derivative Finanzinstrumente. [24] Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Von den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind TEUR 1.462 (i. V. TEUR 1.484) innerhalb eines Jahres fällig; TEUR 82 (i. V. TEUR 31) sind als langfristig zu kategorisieren und in den langfristigen „Sonstigen Vermögenswerten" ausgewiesen. [25] Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen: scroll
[26] Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals des R. Stahl Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Gezeichnetes Kapital Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert EUR 16.500.000,00, es ist eingeteilt in 6.440.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von EUR 2,56. Die Anteile sind voll eingezahlt. Die ordentliche Hauptversammlung der R. Stahl AG hat am 25. Mai 2012 die Umstellung der auf den Inhaber lautenden Stückaktien im Verhältnis 1:1 in auf den Namen lautende Stückaktien und die entsprechend erforderliche Änderung der Satzung beschlossen. Das Genehmigte Kapital beträgt am Bilanzstichtag EUR 3.300.000,00. Die Ermächtigung ist bis zum 17. Juni 2015 befristet. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszuschließen und das Bezugsrecht auszuschließen, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt. Darüber hinaus kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, der Ausgabebetrag den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet und der auf die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien eingetragenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die vorgenannte Begrenzung von 10 % werden eigene Aktien angerechnet, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG i. V. m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital zu entscheiden. Kapitalrücklage Der Posten enthält im Wesentlichen das von Aktionären gezahlte Aufgeld abzüglich angefallener Transaktionskosten. Im Konzernabschluss der R. Stahl AG nach HGB wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung bis zum 31. Dezember 2003 offen mit der Kapitalrücklage verrechnet. Soweit aufgrund einer späteren Auflösung der Kapitalrücklagen die Verrechenbarkeit entfallen war, wurden sie mit dem Gewinnvortrag verrechnet. Bei allen Unterschiedsbeträgen, die aus Unternehmenszusammenschlüssen vor dem 1. Januar 2004 (Stichtag für die IFRS/Eröffnungsbilanz) resultieren, wurde die HGB-Bilanzierung beibehalten. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen enthalten die vor dem 1. Januar 2004 erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Des Weiteren erfolgten in den Gewinnrücklagen die Verrechnungen von Wertänderungen, resultierend aus allen Unternehmenszusammenschlüssen, die vor dem 1. Januar 2004 vollzogen wurden. Aus der Erstellung der IFRS-Eröffnungsbilanz sind hier weiter die passivischen Unterschiedsbeträge aus Unternehmenszusammenschlüssen, welche nach HGB bis zum 31. Dezember 2003 als separater Posten im Eigenkapital ausgewiesen wurden, sowie die zum 1. Januar 2004 umgebuchten Währungsumrechnungsdifferenzen enthalten. Ferner werden hier alle restlichen erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS resultierend aus der Erstellung der IFRS-Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2004 sowie das erwirtschaftete Eigenkapital seit dem 1. Januar 2004 abzüglich erfolgter Ausschüttungen an Aktionäre ausgewiesen. Kumuliertes übriges Eigenkapital In der Position sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen ab dem 1. Januar 2004 sowie die Veränderungen der un-realisierten Gewinne bzw. Verluste aus Cashflow Hedges ausgewiesen. Im Einzelnen verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung. Abzugsposten für eigene Anteile Der Vorstand der R. Stahl AG wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juni 2010 ermächtigt, bis zum 17. Juni 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Weiterhin wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die so erworbenen eigenen Aktien zu veräußern um beispielsweise in bestimmten Fällen eigene Aktien als Gegenleistung bei Unternehmenskäufen oder Beteiligungserwerben zu verwenden. Der Vorstand wurde weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Die eigenen Anteile werden in Höhe der Anschaffungskosten offen in einem Posten vom Eigenkapital abgezogen. Die Gesellschaft besitzt 516.291 Stück (i. V. 516.291 Stück) eigene Aktien. Dies entspricht wie im Vorjahr einem Anteil am gesamten Grundkapital von 8,02 % (= TEUR 1.323). Über die künftige Verwendung der Aktien ist noch kein Beschluss gefasst worden. Seite 30 Anteile anderer Gesellschafter (Minderheiten) Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen auf die R. Stahl Engineering & Manufacturing SDN.BHD, Selangor (Malaysia), OOO R. Stahl, Moskau (Russische Föderation) und R. STAHL Camera Systems GmbH, Köln. Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement Die Ziele des Kapitalmanagements des R. Stahl Konzerns liegen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, in der Gewährleistung einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals und in der Aufrechterhaltung einer akzeptablen Kapitalstruktur. Die Kapitalstruktur wird je nach Erfordernis durch Dividendenausschüttungen an die Anteilseigner, Rückkauf eigener Anteile, Ausgabe neuer Anteile und die Aufnahme oder die Tilgung von Fremdkapital beeinflusst. Die Überwachung dieser Ziele wird durch Kennzahlen wie Umsatzrendite und Eigenkapitalquote vorgenommen. Die operative Umsatzrendite vor Ertragsteuern liegt bei 7,3 % (Vorjahr 5,4 %). Das Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter und das verzinsliche Fremdkapital zeigen im Vergleich zum Vorjahr die folgende Zusammensetzung: scroll
Zum Bilanzstichtag 2012 verringerte sich die Eigenkapitalquote zum Kapitalmanagement auf 83,6 %. Das Jahresergebnis (abzüglich der Dividendenausschüttung) trug maßgeblich zur Eigenkapitalerhöhung um TEUR 11.048 bei. Die langfristigen Darlehen erhöhten sich um TEUR 9.500 während kurzfristige Darlehen um TEUR 2.111 getilgt wurden. Rückstellungen [27] Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter von Gesellschaften des R. Stahl Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgelts der Mitarbeiter basieren. Bei der betrieblichen Altersversorgung ist zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen zu differenzieren. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Im Berichtsjahr wurden im Inland Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung in Höhe von rund EUR 4,6 Mio. (i. V. EUR 4,4 Mio.) gezahlt. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen, wobei zwischen rückstellungsund fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Im R. Stahl Konzern sind die Versorgungszusagen im Wesentlichen durch die Dotierung von Rückstellungen finanziert. Grundlage für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen waren in 2012 die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. „Defined Benefit Obligation" (DBO)) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berechnet. Dabei wurden neben den Annahmen zur Lebenserwartung die folgenden Prämissen bezüglich der anzusetzenden Parameter für die versicherungsmathematischen Berechnungen in den Gutachten getroffen: scroll
Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Aus Erhöhungen und Verminderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen sein können. Der Nettowert der Rückstellungen für Pensionen lässt sich wie folgt herleiten: scroll
Von den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 54.925 (i. V. TEUR 53.550) entfallen TEUR 52.732 (i. V. TEUR 51.338) auf inländische Konzerngesellschaften. Fondsvermögen in Höhe von TEUR 6.163 (i. V. TEUR 5.695) entfallen auf ausländische Gesellschaften. Die Anwartschaftsbarwerte haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die Überleitung für den beizulegenden Zeitwert des Fondsvermögens stellt sich wie folgt dar: scroll
In die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts des Fondsvermögens zum Bilanzstichtag fließen die erwarteten Erträge des Fondsvermögens ein. Grundlage des erwarteten Ertrags sind historische sowie künftig erwartete durchschnittliche Erträge der betrachteten Anlagekategorien. Der tatsächlich realisierte Ertrag des Fondsvermögens kann vom erwarteten Ertrag abweichen, wenn die tatsächliche Entwicklung auf den Kapitalmärkten nicht den Erwartungen entspricht. Das Fondsvermögen setzt sich aus folgenden Anteilen nach Kategorien zusammen: scroll
Im Berichtsjahr ergaben sich Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 4.495 (i. V. TEUR 4.771), die sich aus folgenden Komponenten zusammensetzen: scroll
Die tatsächlichen Erträge aus Fondsvermögen betragen TEUR 221 (i. V. TEUR 197). [28] Übrige Rückstellungen Im Einzelnen bestehen folgende übrige Rückstellungen: scroll
Vom passivierten Betrag sind TEUR 3.153 (i. V. TEUR 2.100) innerhalb eines Jahres fällig, die Restgröße in Höhe von TEUR 1.572 (i. V. TEUR 1.410) betrifft insbesondere Personalrückstellungen (Altersteilzeit-, Jubiläumsverpflichtungen) und wird in den Sonstigen langfristigen Rückstellungen unter den Langfristigen Schulden ausgewiesen. Die in der Bilanz ausgewiesenen kurzfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die kurz- und langfristigen übrigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
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Verbindlichkeiten [29] Verzinsliche Darlehen Die verzinslichen Finanzschulden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 19.551 (i. V. TEUR 12.162). Vom passivierten Betrag sind TEUR 6.801 (i. V. TEUR 8.912) innerhalb eines Jahres fällig, die Restgröße in Höhe von TEUR 12.750 (i. V. TEUR 3.250) wird in den „Verzinslichen Finanzschulden" unter den langfristigen Schulden ausgewiesen. Die verzinslichen Darlehen zeigten am 31. Dezember 2012 insgesamt die folgenden Fälligkeiten: scroll
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 12.750 (i. V. TEUR 3.250) betrifft drei (i. V. ein) Darlehen mit folgender Ausgestaltung: scroll
[30] Übrige Verbindlichkeiten Die übrigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Vom passivierten Betrag sind TEUR 42.483 (i. V. TEUR 34.126) innerhalb eines Jahres fällig, die Restgröße in Höhe von TEUR 692 (i. V. TEUR 3.588) wird in den „Sonstigen langfristigen Schulden" ausgewiesen. Die langfristigen „Sonstigen finanziellen Schulden" enthalten zum 31. Dezember 2012 in Höhe von TEUR 407 (i. V. TEUR 451) Marktwerte derivativer Finanzinstrumente. Die kurzfristigen „Sonstigen finanziellen Schulden" enthalten zum 31. Dezember 2012 in Höhe von TEUR 65 (i. V. TEUR 508) Marktwerte derivativer Finanzinstrumente. Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 6.195 (i. V. TEUR 5.616) durch Grundpfandrechte gesichert. Die abgegrenzten Schulden zeigen folgende Zusammensetzung: scroll
[31] Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse Für die nachfolgenden, zu Nominalwerten ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, weil der Eintritt des Risikos als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird: scroll
Im Rahmen der Veräußerung des Bereichs Fördertechnik in 2005 bestehen betriebsgewöhnliche Haftungen gegenüber dem Käufer. Diese sind bis auf Steuerrisiken und Umwelthaftung auf EUR 5,0 Mio. begrenzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Haftungsverhältnissen bestehen Sonstige finanzielle Verpflichtungen, insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen für Grundstücke, Gebäude und andere Sachanlagen. Die Verträge hinsichtlich der Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen haben folgende Laufzeiten: scroll
Im Berichtsjahr sind in der Gewinn- und Verlustrechnung TEUR 7.677 (i. V. TEUR 7.230) als Aufwendungen für Raummieten sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten. [32] Derivative Finanzinstrumente Der R. Stahl Konzern schließt als weltweit tätiger Konzern Geschäfte in verschiedenen Währungen ab. Zielsetzung des R. Stahl Konzerns ist die Begrenzung der in den Grundgeschäften enthaltenen Wechselkursrisiken. Zur Absicherung der Risiken, die aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Banksalden, Forderungen, Verbindlichkeiten und Schulden sowie aus schwebenden Geschäften und antizipierten Transaktionen resultieren, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt ausschließlich zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte, schwebender Geschäfte oder geplanter Transaktionen. Die Währungsrisiken ergeben sich insbesondere aus Kursschwankungen des US-Dollar, des Britischen Pfundes, des Kanadischen Dollar, des Australischen Dollar, Russischen Rubel und der Schwedischen Kronen bei den Banksalden, Forderungen, Verbindlichkeiten und Schulden sowie aus schwebenden Geschäften und antizipierten Zahlungsströmen. Zur Absicherung der Währungsrisiken bestanden am 31. Dezember 2012 derivative Finanzinstrumente für die Währungen US-Dollar, Britisches Pfund, Kanadischer Dollar, Australischer Dollar, Russischer Rubel und Schwedische Kronen. Die Laufzeiten der Währungsderivate beziehen sich in der Regel auf Zahlungsströme, die sich auf das laufende und das folgende Geschäftsjahr erstrecken. Sie werden erforderlichenfalls entsprechend prolongiert, um eine möglichst optimale Deckung der zu erwartenden Zahlungsströme bis zum Zahlungseingang oder Zahlungsausgang zu gewährleisten. Zur Finanzierung von Investitionen und zur Deckung von kurzfristigen Liquiditätsbedarfen nimmt der R. Stahl Konzern Fremdkapital auf. Ziel des Konzerns ist die Begrenzung der Zinsaufwendungen aus diesen Krediten. Zur Begrenzung und Absicherung der Risiken, die sich aus Schwankungen des allgemeinen Marktzinsniveaus ergeben, schließt der Konzern grundsätzlich derivative Finanzinstrumente ab. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt ausschließlich zur Absicherung von bestehenden Fremdkapitalaufnahmen. Die Zinsrisiken ergeben sich insbesondere aus variierenden Marktzinssätzen. Zur Absicherung der Zinsrisiken bestand am 31. Dezember 2012 ein Payer Swap zur Fixierung von Zinsaufwendungen aus einer bestehenden Fremdkapitalaufnahme. Der Handlungsrahmen, die Verantwortlichen, die finanzwirtschaftliche Berichterstattung und die Kontrollmechanismen für Finanzinstrumente sind konzerneinheitlich festgelegt. Insbesondere gehört hierzu eine klare Funktionstrennung zwischen Handel und Abwicklung. Der Abschluss der entsprechenden Kontrakte erfolgt hauptsächlich durch die R. Stahl Aktiengesellschaft und R. Stahl Schaltgeräte GmbH mit Banken erstklassiger Bonität. Eine Bonitätsprüfung dieser Geschäftspartner findet regelmäßig statt. Wenn die Voraussetzungen für eine Bilanzierung als Sicherungsgeschäft gemäß IAS 39 erfüllt sind, werden Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten mit dem als effektiv eingestuften Teil zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital unter Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen. Andernfalls werden die Marktwertveränderungen der derivativen Finanzinstrumente im Berichtszeitraum ergebniswirksam erfasst. Die derivativen Finanzinstrumente werden vollständig als Vermögenswerte oder Schulden unter den Sonstigen finanziellen Vermögenswerten respektive unter den Sonstigen finanziellen Schulden mit den entsprechenden Marktwerten bilanziert. Am Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente: scroll
Die Marktwerte entsprechen den Gewinnen und Verlusten bei einer fiktiven Glattstellung der derivativen Finanzinstrumente am Bilanzstichtag. Die Ermittlung der Marktwerte erfolgt mit Hilfe standardisierter Bewertungsverfahren. [33] Management von Finanzrisiken Grundsätze des Risikomanagements Der R. Stahl Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte, schwebender Geschäfte oder geplanter Transaktionen eingesetzt. Risikokategorien des IFRS 7 Kreditrisiko Der R. Stahl Konzern ist aus seinem operativen Geschäft einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt. Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken werden mittels Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert bestimmt. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen (beispielsweise Aufrechnungsvereinbarungen) vor. Die Kreditqualität finanzieller Vermögenswerte zeigt folgende Tabelle: scroll
Die Vorjahreswerte 2011 sind in Klammern angegeben. Die Handelspartner und Schuldner des R. Stahl Konzerns werden regelmäßig überwacht. Dabei sind sämtliche weder überfälligen noch wertberichtigten Forderungen „Kunden mit guter Bonität" zuzuordnen. Fälligkeitsanalyse der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte: scroll
Die Vorjahreswerte 2011 sind in Klammern angegeben. Der weit überwiegende Umfang der überfälligen und nicht wertberichtigten finanziellen Vermögenswerte ist kurzfristig überfällig - vorwiegend bedingt durch Rechnungseingangs- und Zahlungsprozesse beim Kunden. Vertragsänderungen zur Vermeidung der Überfälligkeit von Finanzinstrumenten waren nicht vorzunehmen. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Liquiditätsrisiko Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des R. Stahl Konzerns sicherzustellen, wird regelmäßig eine Liquiditätsplanung erstellt, die die Liquiditätszu- und Liquiditätsabflüsse abbildet. Die Fälligkeitsanalyse (undiskontierte Cashflows) der finanziellen Verbindlichkeiten mit vertraglichen Restlaufzeiten ist der folgenden Tabelle zu entnehmen: scroll
Die Vorjahreswerte zum 31. Dezember 2011 sind in Klammern angegeben. Das Liquiditätsrisiko ist eher als gering einzuschätzen. R. Stahl verfügt über umfangreiche nicht genutzte Kreditlinien bei unterschiedlichen Banken. Im Berichtszeitraum wurden die bilateralen Vereinbarungen mit den fünf Hausbanken neu verhandelt. Aufgrund des guten Ratings wurden Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von EUR 50 Mio. ohne Financial Covenants zu günstigen Konditionen und einer Laufzeit bis Mitte des Jahres 2015 vereinbart. Marktpreisrisiken Im Bereich Marktpreisrisiken ist der R. Stahl Konzern Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt. Währungsrisiken Die Währungsrisiken des R. Stahl Konzerns resultieren primär aus der operativen Tätigkeit. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cashflows des Konzerns wesentlich beeinflussen. Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung abgewickelt werden. Diese geplanten Transaktionen betreffen insbesondere Umsätze, die in US-Dollar, Britischen Pfund, Kanadischen Dollar, Australischen Dollar, Russischen Rubel und Schwedischen Kronen fakturiert werden. Zur Sicherung gegen Fremdwährungsrisiken setzt der R. Stahl Konzern grundsätzlich Devisentermingeschäfte ein. Der R. Stahl Konzern war auf Grund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt. Zinsrisiken Der R. Stahl Konzern besitzt eine solide Finanzierungsstruktur mit geringem verzinslichem Fremdkapitalanteil. Negative Auswirkungen aus variierenden Zinssätzen stellen für den R. Stahl Konzern Risiken von untergeordneter Bedeutung dar. Trotzdem schützt sich der Konzern vor bestehenden Zinsrisiken mit einem Zinssatzswap. Preisrisiken IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktpreisrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum 31. Dezember 2012 und 31. Dezember 2011 hatte der R. Stahl Konzern keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegende Finanzinstrumente im Bestand. Sensitivitätsanalysen Gemäß IFRS 7 erstellt der R. Stahl Konzern Sensitivitätsanalysen in Bezug auf die Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Wenn der Euro gegenüber sämtlichen, für das Unternehmen relevanten Währungen zum 31. Dezember 2012 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Ertragsteuern um TEUR 497 (31. Dezember 2011: TEUR 350) höher und die erfolgsneutralen unrealisierten Gewinne aus Finanzinstrumenten um TEUR 210 (31. Dezember 2011: TEUR 1.003) höher bzw. unrealisierte Verluste niedriger ausgefallen. Wenn der Euro gegenüber sämtlichen, für das Unternehmen relevanten Währungen zum 31. Dezember 2012 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Ertragsteuern um TEUR 607 (31. Dezember 2011: TEUR 428) niedriger und die erfolgsneutralen unrealisierten Gewinne aus Finanzinstrumenten um TEUR 257 (31. Dezember 2011: TEUR 1.226) niedriger bzw. unrealisierte Verluste höher ausgefallen. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2012 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Ertragsteuern um TEUR 55 (31. Dezember 2011: TEUR 42 höher) niedriger und die erfolgsneutralen unrealisierten Verluste aus Finanzinstrumenten um TEUR 74 (31. Dezember 2011: TEUR 121) niedriger gewesen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2012 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Ertragsteuern um TEUR 142 (31. Dezember 2011: TEUR 38) höher und die erfolgsneutralen unrealisierten Verluste aus Finanzinstrumenten um TEUR 76 (31. Dezember 2011: TEUR 121) höher gewesen. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten in der Bilanz Buch- und Zeitwerte der Finanzinstrumente Eine Überleitungsrechnung für die Buch- und Zeitwerte der Bilanzposten auf die einzelnen Klassen zeigt die folgende Tabelle: scroll
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Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten und bedingten Kaufpreisverpflichtungen, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Die positiven Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag betragen TEUR 154 (Vorjahr: TEUR 31). Negative Marktwerte werden mit TEUR - 472 (i. V. TEUR - 959) ausgewiesen. Der Buchwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Kontokorrentkredite kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe. Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den derzeit verfügbaren Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab. Um die Verlässlichkeit der Bewertungen von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert vergleichbar darzustellen, wurde in den IFRS eine Fair-Value-Hierarchie mit folgenden drei Stufen eingeführt:
Die im R. Stahl Konzern mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumente werden ausschließlich nach der Fair-Value-Hierarchiestufe 2 bewertet. Die bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten werden nach der Stufe 3 bewertet. Im Geschäftsjahr 2012 fanden keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Fair-ValueHierarchien statt. Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert für die zum 31. Dezember 2012 im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente der Stufe 2 sind folgende Gesamterträge und -aufwendungen entstanden: scroll
Erfolgswirksam zu erfassende Ineffektivitäten bestanden nicht. Aus der Bewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten nach der Stufe 3 sind im Berichtsjahr Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 125) entstanden. Im Berichtsjahr wurden Kauf preisverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.000 (Vorjahr: TEUR 159) bezahlt und in Höhe von TEUR 2.313 (Vorjahr: TEUR 1.182) erfolgswirksam aufgelöst, da die rechtlichen Verpflichtungen hierfür entfallen sind. Das Nettoergebnis nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Vorjahreswerte für das Geschäftsjahr 2011 sind in Klammern angegeben. D. Sonstige Angaben[34] Verwaltungsorgane der R. Stahl AG Mitglieder des Aufsichtsrats Dipl.-Kfm. Hans-Volker Stahl, Starnberg Dipl.-Volkswirt Josef Kurth, Öhringen Dipl.-Kfm. Eberhard Knoblauch, Böblingen (bis 25. Mai 2012) Christoph Carle*), Künzelsau (ab 25. Mai 2012) P Magister Artium (M.A.) Heike Dannenbauer, Empfingen Heinz Grund*), Braunsbach Hans-Dieter Heppner*), Kupferzell (bis 25. Mai 2012) Waltraud Hertreiter, Neubeuern (ab 25. Mai 2012) freie Unternehmensberaterin Dipl.-Kfm. Peter Leischner, Frankfurt Dipl.-Ing. Rudolf Meier, Nürnberg Monika Weidmann*), Künzelsau *) Arbeitnehmervertreter(in) Mitglieder des Vorstands Dipl.-Betriebswirt (BA) Martin Schomaker, Murr, Dipl.-Kaufmann Bernd Marx, Brühl (ab 1. Januar 2013) Vergütungsbericht Gesamtbezüge des Vorstands Das Vergütungssystem der Mitglieder des Vorstands ist vertraglich geregelt. Danach beziehen die Mitglieder des Vorstands neben einer Festvergütung eine ertragsabhängige Tantieme auf Basis des gleitenden Durchschnitts des aktuellen und der zwei vorangegangenen Geschäftsjahre. Die ertragsabhängige Tantieme ist auf maximal 80 % der Festvergütung begrenzt. Für das Geschäftsjahr 2012 und 2011 erhalten bzw. erhielten die Mitglieder des Vorstands folgende Gesamtbezüge: scroll
Die Vorjahreswerte für das Geschäftsjahr 2011 sind in Klammern angegeben. Für den Vorstand bestehen Einzelzusagen für eine Altersrente. Demnach erhält Herr Schomaker eine Altersrente bei Ausscheiden aus dem Unternehmen nach Vollendung des 60. Lebensjahres bzw. eine Dienstunfähigkeitsrente in Höhe von 100 % des Altersrentenanspruchs bei Ausscheiden wegen Dienstunfähigkeit. Die monatliche Altersrente bei Ausscheiden zum regulären Rentenbeginn beträgt unverändert TEUR 9,6 für Herrn Schomaker. Wird der Dienstvertrag von Herrn Schomaker vor Beendigung des 60. Lebensjahres aufgehoben oder nicht zu vergleichbaren oder der Gesellschaft zumutbaren Bedingungen verlängert, erhält Herr Schomaker ab dem Zeitpunkt seines Ausscheidens eine laufende Zahlung in der Höhe und nach den Regelungen zur Dienstunfähigkeitsrente, auf die er einen Anspruch hat, wenn er statt dessen wegen Dienstunfähigkeit ausscheiden würde. Der Barwert der Pensionsverpflichtung nach IFRS für Herrn Schomaker beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 2.094 (i. V. TEUR 1.451). Im Berichtsjahr wurden TEUR 92 als Personalaufwand und TEUR 75 als Zinsaufwand ergebniswirksam berücksichtigt. Der starke Anstieg des Barwerts der Pensionsverpflichtung resultiert des Weiteren aus der gravierenden Zinssatzänderung im Vergleich zum Vorjahr (3,6 % statt 5,2 %). Bei einem gleichbleibenden Zinsniveau hätte sich demnach eine Rückstellung in Höhe von TEUR 1.618 ergeben. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats Durch Beschluss der Hauptversammlung am 22. Juni 2007 wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2007 die feste jährliche Vergütung des Aufsichtsrats auf EUR 18.000,00 (bis 30. Juni 2007: EUR 12.800,00) und die Vergütung für die Tätigkeit in einem Ausschuss auf EUR 3.650,00 (bis 30. Juni 2007: EUR 2.600,00) erhöht. Mit Wirkung ab 1. Juli 2007 erhalten die Vorsitzenden der Ausschüsse das Doppelte der Vergütung für die Tätigkeit in einem Ausschuss; der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der sich hiernach ergebenden Bezüge. Der variable Anteil der Aufsichtsratsvergütung ist abhängig von der im Berichtsjahr ausgeschütteten Dividende. Für jedes volle ausgeschüttete Prozent Dividende, das über 20 % vom Grundkapital je Aktie hinausgeht, werden EUR 800,00 bezahlt. Durch Beschluss der Hauptversammlung am 27. Juni 2008 wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2008 festgelegt, dass diese zusätzliche Vergütung maximal das Doppelte der festen jährlichen Vergütung des Mitglieds des Aufsichtsrats bzw. der festen jährlichen Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie für Ausschussmitglieder ferner das Doppelte der zusätzlichen Vergütung für eine Tätigkeit in einem Ausschuss bzw. für eine Vorsitzendentätigkeit in einem Ausschuss beträgt. Die Festvergütung für den Aufsichtsrat betrug im Berichtsjahr insgesamt TEUR 228 (i. V. TEUR 228). TEUR 56 (i. V. TEUR 56) wurden als variable Vergütung bezahlt. scroll
Die R. Stahl AG hat für den Vorstand und den Aufsichtsrat keine Aktienoptionspläne oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme aufgelegt. Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands und ehemaliger Geschäftsführer Für ehemalige Mitglieder des Vorstands, ehemalige Geschäftsführer und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 344 (i. V. TEUR 289). Der Barwert der Pensionsverpflichtungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands, ehemalige Geschäftsführer und ihre Hinterbliebenen beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf TEUR 2.986 (i. V. TEUR 2.779). Mit Ausscheiden von Herrn Dr. Peter Völker als Vorstand zum 31. Dezember 2011 wurde seine Altersversorgung abschließend geregelt. Herr Dr. Völker erhält vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2013 ein monatliches Übergangsgeld in Höhe von TEUR 6,5. Im Anschluss daran bezieht Herr Dr. Völker ab dem 1. Januar 2014 eine monatliche Altersrente in Höhe von TEUR 7,5. Der Barwert der Pensionsverpflichtungen nach IFRS sowie die Verpflichtung für das Übergangsgeld für Herrn Dr. Völker belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.746 (i. V. TEUR 1.460). Weiterhin ist Herr Dr. Völker seit dem 1. Januar 2012 als Berater für technische Angelegenheiten für die R. Stahl AG tätig. Das monatliche Honorar beläuft sich für die Jahre 2012 und 2013 auf TEUR 10, ab 2014 erhält Herr Dr. Völker - bei gleichzeitiger Reduzierung der vereinbarten monatlichen Arbeitszeit - ein Honorar von TEUR 3,3. Der Beratervertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2014. Aktienbesitz des Vorstands und des Aufsichtsrats an der R. Stahl AG Zum Bilanzstichtag befanden sich 16.750 Stück Aktien der Gesellschaft im Besitz der Mitglieder des Vorstands und 376.740 Stück im Besitz der Mitglieder des Aufsichtsrats. [35] Beziehungen zu nahestehenden Personen Nach IAS 24 („Related Party Disclosures”) müssen Personen oder Unternehmen, welche die R. Stahl-Gruppe beherrschen oder von ihr beherrscht werden, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss des R. Stahl Konzerns einbezogen werden. Beherrschung liegt hierbei vor, wenn ein Aktionär mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der R. Stahl AG hält oder kraft Satzungsbestimmungen oder vertraglicher Vereinbarungen die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik des Managements der R. Stahl Gruppe zu steuern. Darüber hinaus erstreckt sich die Angabepflicht nach IAS 24 auf Geschäfte mit assoziierten Unternehmen sowie auf Geschäfte mit Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der R. Stahl Gruppe ausüben, einschließlich naher Familienangehöriger oder zwischengeschalteter Unternehmen. Ein maßgeblicher Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der R. Stahl Gruppe kann hierbei auf einem Anteilsbesitz an der R. Stahl AG von 20 % oder mehr, einem Sitz im Vorstand oder Aufsichtsrat der R. Stahl AG oder einer anderen Schlüsselposition im Management beruhen. Die R. Stahl Gruppe wird im Geschäftsjahr 2012 von den Angabepflichten des IAS 24 ausschließlich in Bezug auf die Geschäftsbeziehungen zu Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats berührt. Die Gesamtvergütung für den Aufsichtsrat belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 445 (i. V. TEUR 436). Wir verweisen hierzu auf Abschnitt 34. „Verwaltungsorgane der R. Stahl AG, Teilabschnitt Vergütungsbericht". Mit der am 19. November 2009 entkonsolidierten Gesellschaft Tranberg Systems AS, Vejle (Dänemark), an der der R. Stahl Konzern zum Bilanzstichtag noch 48 % der Anteile hält, wurden in 2012 keine wesentlichen berichtspflichtigen Geschäfte abgewickelt. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Im Aktionärskonsortium haben sich seit 10. Juli 2006 folgende Veränderungen ergeben:
Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex Den Verhaltensempfehlungen der von der Bundesregierung eingesetzten Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex wurde im vergangenen Geschäftsjahr bis auf Abweichungen in einzelnen Punkten entsprochen. Auch künftig soll der Großteil der Empfehlungen eingehalten werden. Eine Entsprechenserklärung hierzu ist vorhanden und auf der Website des Unternehmens (www.stahl.de unter der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance) jederzeit öffentlich zugänglich. Darüber hinaus enthält der Geschäftsbericht 2012 einen gesonderten Bericht über die Corporate Governance. E. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des R. Stahl Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Dabei sind die Zahlungsströme nach betrieblicher, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen um Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen bereinigt. Daher bestehen Unterschiede bezogen auf die Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen in der veröffentlichten Konzernbilanz. Im Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit sind die folgenden Ein- und Auszahlungen enthalten: scroll
Im Mittelzufluss/-abfluss aus Investitionstätigkeit sind TEUR 2.000 (i. V. TEUR 159) Auszahlungen für die Akquisition konsolidierter Unternehmen enthalten. Davon betreffen Zahlungen in Höhe von TEUR 2.000 (i. V. TEUR 159) bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten des Vorjahres. Hinsichtlich der Informationen zu den Zahlungsmittelflüssen aus Unternehmenserwerben verweisen wir auf Abschnitt 4. des Konzernanhangs. F. Erläuterungen zur SegmentberichterstattungNach IFRS 8 erfolgt die externe Segmentberichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisations- und Managementstrukturen sowie der internen Finanzberichterstattung an die Hauptentscheidungsträger. Im R. Stahl Konzern ist der Vorstand verantwortlich für die Bewertung und Steuerung des Geschäftserfolges und gilt als oberstes Führungsgremium im Sinne von IFRS B. Der Konzern entwickelt, fertigt, montiert und vertreibt Geräte und Systeme zum Messen, Steuern, Regeln, Energieverteilen, Sichern und Beleuchten in explosionsgefährdeten Bereichen. Organisatorisch fungiert die R. Stahl AG als Holding der einzelnen Tochtergesellschaften. Gleichlautend basiert die interne Berichtsstruktur auf den rechtlich selbständigen Unternehmen des Konzerns. Intern wird der Konzern nach diesen einzelnen legalen Einheiten geführt. Die zentrale Steuerungsgröße für den R. Stahl Konzern ist das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT). Die interne Berichterstattung entspricht der externen IFRS-Berichterstattung. Folglich ist eine Überleitungsrechnung nicht notwendig. Darüber hinaus überwacht der Vorstand regelmäßig die folgenden finanziellen und wirtschaftlichen Kenngrößen Umsatzerlöse, Auftragseingang und Auftragsbestand. Kumuliert betrachtet wird der Konzern nach den folgenden Parametern gesteuert: scroll
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Die Aufteilung nach Regionen zeigt folgende Darstellung: scroll
Die Vorjahreswerte 2011 sind in Klammern angegeben. In der regionalen Betrachtung werden die Umsatzerlöse auf der Grundlage des Standortes des Kunden aufgeteilt. Die Vermögenswerte des R. Stahl Konzerns werden auf der Grundlage des Standortes der jeweiligen Tochtergesellschaft zugeordnet, die die Vermögenswerte bilanziert. Die Vermögenswerte beinhalten gemäß IFRS 8.33 alle langfristigen Vermögenswerte des Konzerns mit Ausnahme der Finanzinstrumente und latenten Steueransprüche sowie Rechten aus Versicherungsverträgen. Das Segmentvermögen entspricht dem Gesamtvermögen abzüglich der aktiven latenten Steuern und den Ertragsteuerforderungen. Die Segmentschulden entsprechen den Gesamtschulden abzüglich der passiven latenten Steuern, den Ertragsteuerverbindlichkeiten und den Steuerrückstellungen. Mit keinem einzelnen externen Kunden wurden im Berichtsjahr bzw. im Vorjahr Umsatzerlöse realisiert, die mehr als 10 % der gesamten Umsatzerlöse betragen. G. Besondere Erläuterungen und AngabepflichtenFolgende Aufstellung zeigt die Honorare, die der Konzernabschlussprüfer für Leistungen an das Mutterunternehmen sowie deren Tochterunternehmen erhalten hat. scroll
Die R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg, und die R. STAHL HMI Systems GmbH, Köln, haben die gemäß § 264 Absatz 3 HGB erforderlichen Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichten deshalb auf die Erstellung von Anhang und Lagebericht sowie auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2012. Unter Bezugnahme auf § 264 Absatz 3 HGB und § 264b HGB wird weiterhin beabsichtigt, auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2012 der GGF - Gesellschaft für Grundstücksvermietung und Finanzierungsvermittlung mbH, Waldenburg, R. STAHL Services GmbH, Oberhausen, R. STAHL Camera Systems GmbH, Köln, R. Stahl Beteiligungsgesellschaft mbH, Waldenburg, R. STAHL LECTIO GmbH & Co. KG. Waldenburg, und R. STAHL SUPERA GmbH & Co. KG, Waldenburg, zu verzichten. H. Sonstige Erläuterungen und AngabenEreignisse nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Waldenburg, 21. März 2013 R. Stahl Aktiengesellschaft Vorstand Martin Schomaker Bernd Marx Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2012scroll
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Konzernlagebericht der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, für das Geschäftsjahr 2012Geschäft und RahmenbedingungenSicherheit für Mensch, Umwelt und Technik R. STAHL ist ein weltweit führender Anbieter von Produkten, Systemen und Dienstleistungen für den Explosionsschutz. Überall dort, wo brennbare Gase, Dämpfe, Nebel oder Stäube auftreten können, verhindern unsere Produkte Explosionen. Mit höchster Zuverlässigkeit und Qualität sorgen wir für die Sicherheit von Mensch, Umwelt und Technik. Unsere Kunden finden sich vor allem in drei Industrien: Öl und Gas, Chemie und Pharmazie. Aber auch im Spezialschiffbau, der Nahrungsmittelbranche und der Biokraftstoff-Industrie wird Explosionsschutz gebraucht. R. STAHL's breite Produktpalette reicht von einfachen explosionsgeschützten Schaltgeräten, Signalgeräten und Leuchten über moderne Automatisierungstechnik sowie Bedien- und Beobachtungslösungen bis hin zu komplexen Systemen. Konzernstruktur Die R. Stahl Aktiengesellschaft (im Folgenden R. Stahl AG) mit Sitz in Waldenburg (Nord-Württemberg) ist Holding der deutschen und ausländischen Tochtergesellschaften. Neben ihren kaufmännischen Funktionen gibt sie die strategische Richtung des Unternehmens vor und fungiert als Dienstleister für die operativen Einheiten. Mit Tochtergesellschaften in 24 Ländern und rund 60 Vertretungen bieten wir weltweiten Vertrieb und Betreuung vor Ort - immer dort, wo der Kunde uns braucht. Leitgesellschaft der operativen Aktivitäten ist die ebenfalls in Waldenburg ansässige R. Stahl Schaltgeräte GmbH, hier wird ein Großteil unseres Produktportfolios gefertigt. In unserem Werk in Weimar werden vor allem explosionsgeschützte Leuchten und Signalgeräte hergestellt. Die Kölner Tochtergesellschaften R. STAHL HMI Systems GmbH und R. STAHL Camera Systems GmbH vertreiben Produkte zum Bedienen und Beobachten. Auch international ist R. STAHL mit Produktionsstandorten vertreten: Wir haben einen Produktionsstandort in Houston (USA), die Electromach B.V. im holländischen Hengelo ist unser Spezialist für Großsteuerungen, und die Tranberg AS stellt in Stavanger (Norwegen) Produkte für die Schiffsausrüstungsindustrie her. Im indischen Chennai sowie in Malaysia sind wir gerade dabei, unsere Standorte weiter auszubauen. Darüber hinaus verfügen wir über verschiedene Montagestandorte zur schnellen Anpassung der Produkte an landesspezifische Anforderungen. Branchenumfeld 2012 hat sich die globale Konjunktur weiter abgeschwächt - die Weltproduktion wuchs nur noch moderat. Dennoch haben sich unsere Kundenbranchen gut behauptet: In der chemischen Industrie waren die Produktionskapazitäten ausgelastet, folglich fanden zahlreiche Wartungsarbeiten und Erweiterungsinvestitionen statt. Auch die Aktivitäten der Pharmaindustrie blieben auf einem stabilen Niveau und die Investitionen in der Öl- und Gasindustrie in neue Explorationsprojekte wurden erfolgreich vorangetrieben. Im Anlagenbau beobachteten wir rege Aktivitäten - sowohl hinsichtlich der Neuanlagenplanung als auch bei der Realisierung geplanter Projekte. Nicht zuletzt befand sich der für uns relevante Bereich des Schiffbaus (Spezialschiffe für die Offshore-Industrie, z. B. LNG-Tanker, Supply Ships) im Aufwärtstrend. Geschäftsverlauf Die positive Stimmung bei unseren Kunden bedeutete für R. STAHL hohes Wachstum sowohl des Auftragseingangs als auch des Umsatzes. Infolge der optimierten Fertigungsprozesse in unserem Waldenburger Werk und die dadurch erzielten Produktivitätsfortschritte steigerten wir 2012 auch das Ergebnis. Dank der weiter verbesserten Prozesse in unserer Lieferkette haben wir darüber hinaus die Durchlaufzeiten gesenkt und die Liefergeschwindigkeit erhöht. Neben den Aufwendungen für die Ablaufoptimierung, die uns 2011 noch belastet hatten, sind 2012 auch die Integrationskosten der in der Vergangenheit getätigten Akquisitionen deutlich geringer ausgefallen. Alle integrierten Gesellschaften sorgten im Berichtsjahr für zusätzliches Wachstum. Nach wie vor waren die Preise bei Großprojekten hart umkämpft, was unsere Ergebnismargen belastete. Um unsere installierte Basis in den Überseemärkten für das margenstarke Wartungsund Folgegeschäft auszubauen, nahmen wir zunächst weniger profitable Erstausrüstungsprojekte an. Dem Ziel, unsere brasilianische Tochtergesellschaft besser zu positionieren, sind wir einen großen Schritt näher gekommen: Mit einer veränderten Geschäftsführung haben wir den Vertrieb neu ausgerichtet und den Standort nach São Paulo verlegt. Strategie Wir verfolgen zum Ausbau unserer marktführenden Position eine nachhaltige Wachstumsstrategie, die wir auch im abgelaufenen Jahr konsequent weiterentwickelt haben: Um unsere gute Kundenbindung zu stützen, wollen wir uns zukünftig noch stärker auf deren Bedürfnisse konzentrieren. Dazu haben wir unseren Kundenservice neu strukturiert, mit dem Ziel, die Reaktionsgeschwindigkeit auf Anfragen zu erhöhen. Mit gezielten Investitionen in unsere Systemkompetenz bauten wir unser erfolgreiches Systemgeschäft weiter aus und stärkten unser ohnehin schon umfangreiches Produktportfolio mit zusätzlichen Innovationen. Nach wie vor investieren wir in den für uns relevanten Märkten, um den Anforderungen unserer Kunden noch besser und zeitnäher gerecht werden zu können - 2012 betraf dies insbesondere die Überseemärkte Amerika und Asien. Entwicklung Im Berichtsjahr haben wir unsere Entwicklungskapazitäten, die wir künftig international enger koordinieren, weiter ausgebaut. Wir hatten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung von EUR 15,1 Mio. (Vorjahr: EUR 13,7 Mio.). Den aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von EUR 3,8 Mio. (Vorjahr: EUR 4,0 Mio.) standen Abschreibungen von EUR 1,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.) gegenüber. Wir wollen uns zukünftig noch stärker auf erfolgversprechende Projekte konzentrieren, zeitnäher auf Marktveränderungen reagieren und innovative Produkte schneller auf den Markt bringen - dazu haben wir einen Teil unserer Innovationskraft im neuen Unternehmensbereich Technologie gebündelt. Wir haben den Entwicklungsprozess gestrafft und die weitere Standardisierung unseres Produktportfolios vorangetrieben, um unsere Liefergeschwindigkeit zu erhöhen. Mit Erfolg: 2012 führten wir z. B. das neue Remote VO-System 151+ ein, dessen Module vollständig abwärtskompatibel zu ihren Vorgängern sind, sodass Anwender ohne jede Änderung bei Projektierung oder Verdrahtung existierende Geräte ersetzen und aufrüsten können. Darüber hinaus haben wir unser Produktspektrum verstärkt auf den neusten Normenstand angepasst: Weitere Zulassungen speziell für die Tiefsttemperaturen in Polarzonen eröffnen uns gute Geschäftschancen in arktischen Klimazonen wie Russland und Kanada. Personal Unsere qualifizierten und erfahrenen Mitarbeiter sind die Basis für R. STAHL's Erfolg. Wir bieten ihnen ein vielseitiges Ausbildungs- und Studienangebot und unterstützen ihre nachhaltige Weiterbildung mit einem internen Qualifizierungsmanagement. 2012 ist es uns zunehmend gelungen, R. STAHL-Mitarbeiter für eine vorübergehende Tätigkeit in einer Tochtergesellschaft zu motivieren, womit wir eine weltweite Absicherung unseres hohen Qualitätsniveaus erreichen und den Wissens- und Erfahrungstransfer fördern. Nachhaltigkeitsbericht Explosionsschutz ist eine Sicherheitstechnologie. Mit unserem Kerngeschäft leisten wir bereits einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Menschen, Umwelt und Technik. Darüber hinaus engagiert sich R. STAHL im Modell Hohenlohe e.V., einem Netzwerk für betrieblichen Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften. Unsere Baumaßnahmen in zusätzliche Produktionsflächen entsprechen modernsten ökologischen Gesichtspunkten und unsere Fertigungsprozesse folgen strengen Umweltschutz-Grundsätzen. R. STAHL's zertifiziertes Arbeitsschutzmanagement-Team sorgte auch im Berichtsjahr für höchstmögliche Sicherheit unserer Mitarbeiter. Unternehmensinternes Steuerungssystem Wichtige Größen, anhand derer wir das Unternehmen steuern, sind Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis vor Steuern. Jedes Konzernunternehmen erstellt monatlich eine Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine Bilanz, die in der Konzernzentrale konsolidiert werden. Daraus leiten sich die wesentlichen Kennzahlen ab, anhand derer die einzelnen Einheiten geführt werden. Planung und Planungsabweichungsanalysen machen die Entwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften transparent. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslage R. STAHL verzeichnete 2012 in einem guten konjunkturellen Umfeld ein hohes organisches Wachstum, unsere Produktionskapazitäten waren durchgängig sehr gut ausgelastet, und der Auftragseingang legte gegenüber 2011 um 14,5 % auf EUR 297,1 Mio. zu. Wesentlichen Anteil an dieser positiven Entwicklung hatten - neben der hohen Überzeugungskraft unseres Leistungsangebots - die in den Vorjahren getätigten Akquisitionen, der weitere Ausbau unseres Systemgeschäfts sowie R. STAHL's breite internationale Aufstellung, verbunden mit unserer Kundennähe. Unsere im Jahresverlauf bereits angehobenen Erwartungen zu Umsatz und Ergebnis haben wir aufgrund des sehr guten Geschäftsverlaufs im Dezember noch übertroffen. Umsatzentwicklung Im Vergleich zum Vorjahr steigerten wir unsere Umsatzerlöse 2012 um 19,7 % auf EUR 290,9 Mio. (Vorjahr:+ 9,1 % auf EUR 242,9 Mio.), wobei wir in allen Regionen Zuwächse erzielten und der Auslandsanteil am Umsatz auf 79,1 % (Vorjahr: 75,4 %) zunahm. Aus den Überseemärkten verzeichneten wir - relativ betrachtet - hohe Wachstumsraten. Unsere Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung der Umsatzrealisierung führten wir erfolgreich fort: Im dritten und vierten Quartal 2012 erzielten wir Umsatzerlöse in Höhe von EUR 77,3 Mio. und EUR 77,8 Mio., nach EUR 70,3 Mio. bzw. EUR 65,5 Mio. in den ersten beiden Quartalen. Umsatzerlöse ![]() Ausgehend von einem bereits hohen Niveau gelang es uns, unsere Umsätze in Deutschland um 2,1 % auf EUR 60,9 Mio. (Vorjahr: EUR 59,7 Mio.) weiter zu steigern. Trotz der Schuldenkrise in Europa legten die Erlöse in der Zentralregion (ohne Deutschland) um EUR 19,8 Mio. oder 17,6 % auf EUR 132,1 Mio. weiter zu. Die geringere Nachfrage aus einzelnen Ländern im Süden des Kontinents wurde durch die gute Geschäftslage in anderen europäischen Regionen überkompensiert. In der Region Amerika steigerten wir den Umsatz um EUR 12,7 Mio. respektive 38,8 % auf EUR 45,5 Mio. Alle unsere amerikanischen Tochtergesellschaften in den USA - wo sich verbesserte Vertriebsstrukturen positiv auswirkten - Kanada und Brasilien trugen zu dieser guten Entwicklung bei. Um 37,3 % oder EUR 14,2 Mio. auf EUR 52,3 Mio. weiteten wir unseren Umsatz in der Region Asien aus. Auch hier zeigt die Optimierung unserer asiatischen Strukturen Wirkung und mit dem Ausbau unserer Tochtergesellschaft in Indien werden wir zukünftig weiteres Erlöswachstum in dieser Region realisieren. Die Gesamtleistung im Konzern ist um EUR 49,6 Mio. oder 19,9 % auf EUR 298,1 Mio. angestiegen. Entwicklung von Ergebnis und wesentlichen GuV-Positionen Unsere 2011 im Konzern eingeleiteten Optimierungsprozesse trieben wir erfolgreich voran, sodass das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) überproportional zum Umsatz um 48,1 % bzw. EUR 8,1 Mio. auf EUR 24,9 Mio. zulegte. Die EBIT-Marge bezogen auf die Umsatzerlöse erreichte nun 8,6 % (Vorjahr: 6,9 %). in Mio. EBIT ![]() Mit einem Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von EUR 21,1 Mio. erwirtschafteten wir EUR 8,1 Mio. mehr als im Vorjahr. Die EBT-Marge betrug 7,3 % vom Umsatz (Vorjahr: 5,4 %). Das Ergebnis der Berichtsperiode 2012 beinhaltete außerordentliche Erträge und einmalige Aufwendungen, die sich nahezu ausglichen: In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind EUR 2,3 Mio. aus der Auflösung von Earn-Out-Verbindlichkeiten, die wir erfolgswirksam verbuchen konnten, weil die rechtlichen Verpflichtungen hierfür entfallen sind, enthalten. Dazu gegenläufig haben wir im Berichtszeitraum einmalige Aufwendungen erfasst, die aus Wertberichtigungen und aus dem Personalbereich resultieren. Grundlage unserer Ergebnissteigerungen sind die optimierten Fertigungsprozesse im Walden-burger Werk und die damit erzielten Produktivitätsfortschritte. Während uns die hieraus resultierenden Aufwendungen 2011 noch belasteten, sind sie in diesem Jahr entfallen. Auch mit den Prozessverbesserungen in unserer Lieferkette sind wir gut vorangekommen: Die Durchlaufzeiten wurden gesenkt und die Liefergeschwindigkeiten erhöht. Wir arbeiten weiterhin aktiv an der Verbesserung der Versorgungssicherheit bei unseren Lieferanten. Positiv ausgewirkt hat sich darüber hinaus die Reduzierung der Integrationskosten der in den letzten Jahren akquirierten Unternehmen. Mittlerweile zeigen die Aufbauarbeiten Wirkung, sorgen in der Unternehmensgruppe für zusätzlichen Auftragseingang und bieten eine Basis, um in Zukunft weiteres Wachstum auch außerhalb des Euroraums zu generieren. Den Maßnahmenplan zur besseren Positionierung unserer Tochtergesellschaft in Brasilien haben wir planmäßig umgesetzt und mittlerweile den Turnaround geschafft, was das Ergebnis 2012 mit EUR 1,1 Mio. belastete. Nach Steuern betrug das Konzernergebnis EUR 14,3 Mio. (Vorjahr: EUR 8,9 Mio.), das Ergebnis je Aktie ist im Vergleich zum Vorjahr um 60,9 % auf EUR 2,43 angestiegen (Vorjahr: EUR 1,51). Um EUR 1,1 Mio. geringer fielen 2012 mit EUR 7,9 Mio. die sonstigen betrieblichen Erträge aus, die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sanken im Vorjahresvergleich um EUR 2,0 Mio. Dem gegenüber standen um EUR 1,1 Mio. erhöhte Erträge aus der Auflösung von Earn-Out-Verpflichtungen. Mit einem Anstieg um 18,8 % auf EUR 105,4 Mio. betrug der Anteil der Materialaufwendungen an der Gesamtleistung nun 35,3 % nach 35,7 % im Vorjahr. Höhere Einkaufspreise bei Rohmaterialien konnten wir durch unsere Preispolitik kompensieren. Am Ausbau unserer installierten Basis für das margenstarke Wartungs- und Folgegeschäft in Südamerika und Asien halten wir weiter fest und nehmen dazu bewusst auch margenschwächere Großprojekte an, die wir selektiv auswählen. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Personalaufwand um 13,5 % zugelegt, er beträgt nun EUR 104,9 Mio. Sein Anteil an der Gesamtleistung sank von 37,2 % auf 35,2 % - die eingeleiteten Effizienzmaßnahmen zur Ablaufverbesserung zeigen Wirkung. Der Anteil der von EUR 13,1 Mio. auf EUR 11,8 Mio. gesunkenen Abschreibungen an der Gesamtleistung fiel mit 4,0 % geringer aus als im Vorjahr (5,3 %). Abschreibungen auf aktivierte Softwarelizenzen sind 2011 letztmalig angefallen und haben das Ergebnis 2012 nicht mehr belastet. Dem gegenüber steht eine außerplanmäßige Abschreibung auf eine Immobilie (EUR 0,7 Mio.). Um EUR 12,5 Mio. oder 26,9 % auf EUR 59,0 Mio. sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entsprechend der höheren Unternehmensleistung gestiegen: Die Aufwendungen für Leiharbeiter nahmen um EUR 3,3 Mio. zu, auch Vertriebskosten (+ EUR 2,2 Mio.), Reise- und Bewirtungskosten (+ EUR 1,1 Mio.) sowie Transportkosten (+ EUR 1,1 Mio.) trugen zu der Erhöhung bei. Der Anteil an der Gesamtleistung lag mit 19,8 % über dem Vorjahr (18,7 %). Unser Zinsergebnis in Höhe von EUR - 3,8 Mio. (Vorjahr: EUR - 3,8 Mio.) setzt sich aus Zinserträgen von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) und Zinsaufwendungen von EUR 3,9 Mio. (Vorjahr: EUR 4,0 Mio.) zusammen. Darin enthalten sind EUR 3,1 Mio. (Vorjahr EUR 3,0 Mio.) für Pensionsverpflichtungen. Auftragslage Das gute konjunkturelle Umfeld hat sich auch auf unser Ordervolumen ausgewirkt: Wir erzielten im Geschäftsjahr 2012 einen Auftragseingang von EUR 297,1 Mio. und übertrafen damit den Vorjahreswert (EUR 259,4 Mio.) um 14,5 %. Neben Wartungs- und Folgeaufträgen aus der installierten Basis gewannen wir wieder attraktive Großprojekte, beispielsweise zur Lieferung unserer Produkte für den Bau von Gastankern. Zum Jahresende 2012 betrug unser Auftragsbestand EUR 70,7 Mio. - im Vergleich zum Vorjahr (EUR 65,6 Mio.) eine Steigerung um EUR 5,1 Mio. bzw. 7,8 %. Auftragseingang ![]() Regionale Verteilung der Auftragseingänge Während wir in Deutschland und Asien das hohe Niveau der Auftragseingänge des Vorjahres erneut nahezu erreichten, legten die Auftragsvolumina in den Regionen Europa (ohne Deutschland) und Amerika deutlich zu. In Deutschland war die Nachfrage leicht rückläufig, sodass der Auftragseingang um EUR 0,9 Mio. oder 1,5 % geringer ausfiel als im Vorjahr, er betrug 2012 EUR 60,4 Mio. Auch in Asien/Pazifik ging das Bestellvolumen um EUR 0,8 Mio. oder 1,6 % auf EUR 50,5 Mio. leicht zurück, nachdem der Auftragseingang in dieser Region aufgrund der starken Investitionstätigkeit im Vorjahr bereits mit + 50,5 % auf EUR 51,3 Mio. erheblich zugenommen hatte. Wir haben dank unserer guten Aufstellung weiterhin am prosperierenden asiatischen Markt partizipiert. In Europa (ohne Deutschland) haben wir unser Ordervolumen trotz der Belastung des europäischen Wirtschaftsraums durch die Schuldenkrise um EUR 25,4 Mio. (+ 23,0 %) auf EUR 135,7 Mio. deutlich gesteigert. Besonders positiv entwickelte sich unser Geschäft in der Region Amerika, wo das Bestellvolumen um EUR 14,0 Mio. oder 38,4 % auf EUR 50,4 Mio. expandierte. Seite 9 Finanzlage Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Die R. Stahl AG ist für das gesamte Finanzmanagement des R. STAHL-Konzerns verantwortlich - diese zentrale Organisation sichert ein einheitliches Auftreten gegenüber Kapitalgebern und erlaubt ein zentrales Risikomanagement ohne finanzielle Gefahren. Konzernweit zentral gesteuert werden auch Kredit-, Zins- und Währungsrisiken. Die bei Bedarf notwendige Absicherung erfolgt durch den Einsatz von marktgängigen derivativen Finanzinstrumenten, die ausschließlich an den Grundgeschäften ausgerichtet sind. Finanzierungsanalyse Die Fremdfinanzierung wird, sofern notwendig, durch Bankkredite gedeckt. In Deutschland erfolgt die Finanzierung der einzelnen Konzerngesellschaften durch Teilnahme am Cashpooling. Ausländische Gesellschaften finanzieren sich über durch die Muttergesellschaft garantierte Kreditlinien bei lokalen Banken oder durch von der Muttergesellschaft zur Verfügung gestellte Finanzmittel. Um die Risikotragfähigkeit zu erhöhen und das aktuelle Niedrigzinsniveau zu nutzen, haben wir im Berichtszeitraum bei zwei Hausbanken Festzins-Bodensatzdarlehen mit einem Betrag von jeweils EUR 5 Mio. und einer Laufzeit von fünf Jahren aufgenommen. Die beiden Darlehen werden mit 2,45 % bzw. 2,9 % p. a. verzinst. Beide Verträge konnten ohne Financial Covenants vereinbart werden. Darüber hinaus haben wir 2012 die bilateralen Vereinbarungen mit unseren fünf Hausbanken neu verhandelt und konnten aufgrund unseres guten Ratings Kreditlinien in einem Gesamtvolumen von EUR 50 Mio. ohne Financial Covenants zu günstigen Konditionen mit einer Laufzeit bis Mitte 2015 vereinbaren. Damit haben wir für die nächsten Jahre finanzielle Vorsorgemaßnahmen getroffen und können mit dieser gesicherten Basis unser Geschäft weiter ausbauen. R. STAHL ist nach wie vor solide aufgestellt: Das Eigenkapital (EUR 99,7 Mio.) (Vorjahr: EUR 88,8 Mio.) übersteigt die langfristigen Vermögenswerte (EUR 95,7 Mio., Vorjahr: EUR 87,0 Mio.) um EUR 4,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,8 Mio.) und die liquiden Mittel sind mit EUR 17,6 Mio. (Vorjahr: EUR 15,2 Mio.) um EUR 10,8 Mio. (Vorjahr: EUR 6,3 Mio.) höher als die kurzfristigen verzinslichen Finanzschulden. Mit Zahlungsmitteln in Höhe von EUR 17,6 Mio. (Vorjahr: EUR 15,2 Mio.) verfügen wir über eine komfortable Liquiditätsausstattung und durch unsere Finanzierungsstruktur besteht eine geringe Abhängigkeit von Fremdkapitalgebern. R. STAHL's Eigenkapitalquote beträgt 44,3 % nach 44,7 % im Vorjahr. Investitionsanalyse R. STAHL investierte im Geschäftsjahr 2012 planmäßig EUR 21,6 Mio. (Vorjahr: EUR 13,5 Mio.) in langfristige Vermögenswerte. Neben Investitionen zur Rationalisierung sowie in die Erweiterung und Modernisierung des Geschäftsbetriebs lag der Schwerpunkt auf dem Erwerb von Immobilien in Indien und den Niederlanden. Ferner kauften wir IT-Ausstattung, Software, Maschinen, Anlagen und Werkzeuge. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betrugen EUR 11,8 Mio. (Vorjahr: EUR 13,1 Mio.). Liquiditätsanalyse (Kapitalflussrechnung) R. STAHL steigerte den Cashflow aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr höheren Jahresergebnisses um EUR 3,7 Mio. auf EUR 24,9 Mio. Mit EUR 4,1 Mio. (Vorjahr: EUR 10,3 Mio.) haben wir 2012 deutlich weniger Finanzmittel für das Working Capital in Anspruch genommen als 2011 und erzielten deshalb einen um 90,3 % erhöhten operativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von EUR 20,9 Mio. (Vorjahr: EUR 11,0 Mio.). Im Geschäftsjahr 2012 investierten wir EUR 21,6 Mio. (Vorjahr: EUR 13,5 Mio.). Darin enthalten ist die Zahlung einer Earn-Out-Verbindlichkeit in Höhe von EUR 2,0 Mio., die aus dem Kauf der Screentec GmbH, Köln, resultiert. Unsere Investitionen konnten wir nahezu vollständig aus der operativen Geschäftstätigkeit bezahlen, und für 2012 ergab sich ein Free Cashflow in Höhe von EUR - 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR - 2,5 Mio.). Im Finanzierungsbereich wurden Mittel für die Ausschüttung an unsere Aktionäre (EUR 4,1 Mio.) sowie für die planmäßige Tilgung von langfristigen und kurzfristigen verzinslichen Finanzschulden (EUR 2,6 Mio.) verwendet. Durch zwei langfristige Bodensatzdarlehen sind dem Konzern EUR 10,0 Mio. zugeströmt. Insgesamt betrachtet betrug der Finanzmittelzufluss EUR 3,2 Mio. (Vorjahr: - EUR 2,2 Mio.). Vermögenslage Vermögensstrukturanalyse Zum Jahresende 2012 ist die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um EUR 26,5 Mio. oder 13,4 % auf EUR 224,8 Mio. angewachsen. ![]() Vermögensweite Eigenkapital und Schulden Langfristiges Vermögen 43,8% 42,5% 44,7% 44,3% Eigenkapital 31,2% 31,2% Langfristige Schulden Kurzfristiges Vermögen 56,2% 57,5% 24,1% 24,5°, Kurzfristige Schulden 2011 2012 2011 2012 Auf der Aktivseite haben die langfristigen Vermögenswerte um EUR 8,7 Mio. auf EUR 95,7 Mio. zugenommen, sie betragen nun 42,5 % (Vorjahr: 43,8 %) der Bilanzsumme. Durch den Erwerb der Immobilie in Indien erhöhte sich unser Sachanlagevermögen. Mittlerweile haben wir die drei bestehenden indischen Werke zu einem Produktions- und Verwaltungsstandort zusammengeführt, wodurch wir die Produktivität unserer indischen Tochter weiter steigern und Kundenwünsche vor Ort schneller realisieren können. Zusätzlich wollen wir damit ein günstigeres Kostenniveau bei Großprojekten für den asiatischen Markt erreichen. Auch unseren niederländischen Standort bauen wir weiter aus, wozu wir das angrenzende Grundstück zu einem Kaufpreis von EUR 0,7 Mio. kauften. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind durch eine Sonderabschreibung auf eine Immobilie mit einem Betrag in Höhe von EUR 0,7 Mio. belastet und werden nun mit EUR 8,1 Mio. (Vorjahr: EUR 9,0 Mio.) ausgewiesen. Im kurzfristigen Vermögensbereich sind die Vorräte um EUR 3,5 Mio. auf EUR 45,9 Mio. angestiegen: Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurden abgebaut. Im Gegensatz dazu erhöhten sich die angearbeiteten unfertigen sowie fertigen Erzeugnisse. Dank der ausreichenden Lagerbestände können wir schnell auf Kundenanfragen reagieren, den Kundennutzen steigern und uns zusätzlich einen Wettbewerbsvorteil sichern. Um EUR 10,1 Mio. auf EUR 57,7 Mio. angestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultierten einerseits aus dem Umsatzwachstum und andererseits aus den grundsätzlich längeren Zahlungszielen im Großprojektgeschäft. Durch unsere geschäftlichen Aktivitäten haben sich die liquiden Mittel im Berichtszeitraum um EUR 2,4 Mio. auf EUR 17,6 Mio. erhöht. Insgesamt sind die kurzfristigen Vermögenswerte um EUR 17,8 Mio. gestiegen und betragen nun 57,5 % (Vorjahr: 56,2 %) der Bilanzsumme. Die R. Stahl AG schüttete im Mai 2012 eine Dividende in Höhe von EUR 4,1 Mio. an ihre Aktionäre aus, was zu einer Verringerung des Eigenkapitals führte. Andererseits haben unsere geschäftlichen Aktivitäten im Berichtszeitraum das Eigenkapital erhöht, sodass es insgesamt um EUR 10,9 Mio. auf EUR 99,7 Mio. wuchs. Unsere Kapitalstruktur ist mit einer Eigenkapitalquote von 44,3 % nach wie vor solide. Wie zum Jahresende 2011 hatte der R. STAHL-Konzern zum 31. Dezember 2012 516.291 eigene Aktien im Bestand. Zu beiden Stichtagen erfolgte ein Abzug der eigenen Aktien in Höhe der Anschaffungskosten (EUR 5,6 Mio.) vom Eigenkapital. Die langfristigen Schulden sind um EUR 8,1 Mio. auf EUR 70,0 Mio. angewachsen und betragen wie im Vorjahr 31,2 % der Bilanzsumme. Bedeutsam für die Erhöhung war die Aufnahme der zwei Bodensatzdarlehen mit einem Gesamtwert von EUR 10,0 Mio. Dazu gegenläufig tilgte unsere niederländische Tochtergesellschaft langfristige Bankverbindlichkeiten in Höhe von EUR 0,5 Mio. Aufgrund der Auflösung von langfristigen Earn-Out-Verpflichtungen (EUR 2,3 Mio.) nahmen die sonstigen langfristigen Schulden ab, während die langfristigen Pensionsrückstellungen um EUR 1,2 Mio. auf EUR 52,3 Mio. angestiegen sind. Um EUR 7,5 Mio. zugelegt haben die kurzfristigen Schulden, sodass ihr Anteil an den Passiva nun bei 24,5 % liegt (Vorjahr: 24,1 %). Kurzfristige verzinsliche Finanzschulden verringerten sich um EUR 2,1 Mio., sie betragen jetzt EUR 6,8 Mio. Mit der Ausweitung unserer Geschäftstätigkeit sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 2,7 Mio. ebenso angestiegen wie abgegrenzte Schulden (+ EUR 3,7 Mio.) und Rückstellungen (+ EUR 1,2 Mio.). Die Zahlung von kurzfristigen Earn-Out-Verpflichtungen führte zu um EUR 1,5 Mio. verringerten Kurzfristschulden. Die bestehende Finanz- und Vermögenslage bietet eine solide und komfortable Basis für die Weiterentwicklung und Optimierung unserer Aufbau- und Ablauforganisation. RisikoberichtRisikomanagement-System Das in die Aufbau- und Ablauforganisation des R. STAHL-Konzerns eingebettete Risikomanagement-System ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen für alle Gesellschaften und Zentralfunktionen. Das Risikomanagement-System umfasst die Gesamtheit der installierten IT-Systeme, Prozesse, Abläufe, Anweisungen und Verhaltensregeln, die in allen unseren Gesellschaften weltweit als gültige Standards implementiert sind und unterliegt einem permanenten Verbesserungs- und Weiterentwicklungsprozess. Zu seinen Bestandteilen zählen insbesondere die konzernweite Risikoberichterstattung auf Basis des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG), ein einheitlicher Planungs- und Controllingprozess sowie das interne Überwachungssystem bestehend aus dem internen Kontrollsystem mit konzerneinheitlichen Richtlinien und der internen Revision. Darüber hinaus ergänzt ein Compliance-Management-System das Risikomanagement-System. Die Gesamtheit der implementierten Systeme ermöglicht es der Unternehmensleitung, frühzeitig Risiken zu erkennen, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Das Risikomanagement-System wird hinsichtlich Effektivität und Effizienz kontinuierlich kontrolliert und weiterentwickelt sowie entsprechend den gesetzlichen Anforderungen regelmäßig durch die interne Revision und den Abschlussprüfer geprüft. Zusätzlich werden nicht vorhersehbare Ereignisse, die Einfluss auf die Märkte, Prozesse, Systeme sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben, simuliert - dies können zum Beispiel Konflikte in kritischen Weltregionen sein. Ihre möglichen Auswirkungen auf den R. STAHL-Konzern werden ermittelt und daraus Maßnahmenpläne abgeleitet. Diese Simulationen werden dem Aufsichtsrat vorgestellt und entsprechend diskutiert - sie ermöglichen beim tatsächlichen Eintreten derartiger Ereignisse schnellere und schlagkräftigere Reaktionen. Risikoberichterstattung (Frühwarnsystem) R. STAHL's bestehende Risikoberichterstattung ist in sieben Hauptrisikofelder (Makroumwelt, Markt/Wettbewerb, Operative Risiken, Strategie, Leistungswirtschaft, Führung/Personal und Finanzwirtschaft) unterteilt. Die Risikoverantwortlichen in den Tochtergesellschaften und die Bereichsleiter der Zentralabteilungen („risk owner”) sind in dieses Frühwarnsystem eingebunden und melden quartalsweise die Risiken und Chancen. Die so erhobenen Informationen werden in einer zentralen Datenbank erfasst und verarbeitet. Unser Risikomanagementbeauftragter erstellt daraus für jede Gesellschaft einen Risikobericht, der neben dem Risiko bzw. der Chance auch den potenziellen Risiko- bzw. Chancenwert, dessen Eintrittswahrscheinlichkeit sowie den Maßnahmenplan zur Vermeidung bzw. Reduzierung des Risikos oder zum Ergreifen der Chance beschreibt. Bedeutende und insbesondere bestandsgefährdende Risiken müssen frühzeitig dem Management (Vorstand/Konzernleitung) vorgelegt werden. Die quartalsweise Auswertung der Risiken und Chancen dient der Unternehmensleitung als Grundlage, um frühzeitig auf kritische Situationen reagieren und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Des Weiteren wird eine Zusammenfassung aller Risiken der Konzerngesellschaften - in der alle gemeldeten und bewerteten Risiken aggregiert werden - erstellt, um das Gesamtrisiko für den Konzern ermitteln zu können. Darüber hinaus sind die Gesellschaften verpflichtet, den Vorstand über zeitkritische oder wesentliche Risiken unverzüglich in Kenntnis zu setzen. Planungs- und Controlling-Prozess Die Mitarbeiter im Konzerncontrolling sind die betriebswirtschaftlichen Ansprechpartner für unser weltweit operierendes Unternehmen. Sie unterstützen die Verantwortlichen in den Tochtergesellschaften in Fragen bezüglich Rechnungslegung, betriebswirtschaftlicher Daten und Auswertungen. Das Konzerncontrolling stellt diverse IT-Systeme zur Erfassung und Auswertung betriebswirtschaftlicher Daten zur Verfügung, wobei die Betreuung unserer Tochtergesellschaften im Mittelpunkt der Aktivitäten steht. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaften wird über eine monatliche Berichterstattung analysiert, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der Budgetwerte gelegt wird. Quartalsweise wird im Bereich Controlling eine Forecast-Betrachtung erstellt. Internes Kontrollsystem Ein weiterer wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagement-Systems ist das interne Kontrollsystem, das im R. STAHL-Konzern die folgenden vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen (Regelungen) beinhaltet, die auf die
gerichtet sind. Das interne Kontrollsystem für den Rechnungslegungsprozess beinhaltet alle Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die notwendig sind, um die Effektivität, Zuverlässigkeit und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung des Konzernabschlusses und der Abschlüsse der Tochtergesellschaften zu garantieren. Es gewährleistet neben der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften die Sicherung des Unternehmensvermögens. Wesentliche Instrumentarien zur Sicherstellung des Rechnungslegungsprozesses sind:
Diese Maßnahmen und Prozesse unterliegen der ständigen Überprüfung durch die verantwortlichen Mitarbeiter der Konzerngesellschaften sowie der Konzernrevision. Interne Revision Die interne Revision erbringt unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, Mehrwerte zu schaffen und die Geschäftsprozesse zu verbessern. Sie unterstützt die Organisation bei der Erreichung ihrer Ziele, indem sie mit einem systematischen und zielgerichteten Ansatz die Effektivität des Risikomanagements, der Kontrollen sowie der Führungs- und Überwachungsprozesse bewertet und diese verbessern hilft. Die Abteilung berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden der R. Stahl AG. Prüfungen erfolgen auf Basis eines jährlich erstellten, risikoorientierten Prüfungsplans. Compliance-Management-System, Code of Conduct (COC) Zur Vermeidung von Verstößen gegen Anti-Korruptions-, Kartell- oder auch Datenschutzgesetze und um wirtschaftskriminelle Handlungen zu verhindern, haben wir ein ComplianceManagement-System installiert. Unsere Compliance-Organisation ist direkt dem Vorstand zugeordnet, der Compliance-Beauftragte in die Geschäftsprozesse sowie in das Berichts- und Kontrollwesen eingebunden. Compliance ist Bestandteil unserer Unternehmenskultur und im täglichen Handeln selbstverständlich. Risikosituation im Konzern Markt/Wettbewerb R. STAHL ist in einem attraktiven Markt aktiv. Es besteht allerdings das Risiko eines zunehmenden Wettbewerbs im Komponentengeschäft durch den Markteintritt neuer Anbieter. Im Systemgeschäft ist diese Gefahr deutlich geringer, da wir unsere Systemkompetenz ständig weiterentwickeln. Den Herausforderungen des Markts begegnen wir mit unserer Erfahrung und exzellentem Know-how, unserem umfassenden Angebot, der Fähigkeit hochwertige Systemlösungen anzubieten und einem weiter verbesserten Kundenservice mit schnelleren Reaktionszeiten. Unsere internationale Aufstellung mit eigenen Produktionsgesellschaften im In- und Ausland festigt unsere führende Marktposition und lässt uns weltweit wettbewerbsfähig bleiben, auch in den aufstrebenden Märkten Asiens und Lateinamerikas. Operative Risiken Bei der Beschaffung elektronischer Komponenten gab es 2012 keine flächendeckenden Versorgungsengpässe mehr, lediglich einige spezielle Anwendungen verdienten erhöhte Aufmerksamkeit: Schwankende Versorgungsketten bestimmter Edelstahl- und Aluminiumkomponenten aus Indien führten zu einer Erhöhung von Lagerbeständen bzw. Umschichtungen in den lokalen Markt. Aufgrund von erheblichen Produktionsstörungen bei einigen Kunststoffherstellern mussten wir 2012 Engpassmanagement betreiben und einige Produkte teilweise auf Alternativmaterialien umstellen. Zum Jahresende wurden die meisten Engpässe behoben, sie sind 2013 nicht in dieser Deutlichkeit zu erwarten. Um die Verfügbarkeit von Komponenten weiterhin sicherzustellen bzw. noch zu erhöhen, werden wir die Anzahl der Rahmenverträge weiter steigern. Darüber hinaus analysieren wir zur effektiven Steuerung unserer Lagerbestände kontinuierlich die Melde-und Sicherheitsbestände als auch die Wiederbeschaffungszeiten. Der Austausch von „Langsamdrehern" durch Komponenten mit hohem Umschlag wird 2013 stärker in den Vordergrund rücken. Strategische Risiken Bei der Erschließung neuer Märkte und Branchen sowie beim Ausbau bestehender Vertriebsgebiete können sich Risiken ergeben, die im Vorfeld nicht vollständig einschätzbar sind. Wir analysieren das Risikopotenzial einzelner Märkte und Branchen in den unterschiedlichsten Regionen dieser Welt sehr sorgfältig und berücksichtigen es bei der Risikobeurteilung. Die Risiken im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des Unternehmens werden mit der entsprechenden Sorgfalt behandelt. Nach wie vor als eher gering stufen wir das Risiko von Produkt- und Markenpiraterie ein. Kontinuierliche Verbesserungen unserer Produkte und Produktionstechnologien bei den Kernprodukten, unser Spezialwissen sowie unsere Erfahrung verhindern, dass R. STAHL-Produkte in vergleichbarer Qualität kopiert werden. 2012 haben sich die repräsentativen Rohstoffmärkte uneinheitlich und teilweise anders als von uns erwartet entwickelt: Beispielsweise sind einerseits die Aluminiumpreise durchschnittlich um 3 bis 4 % weniger stark gestiegen als angenommen, einen ähnlichen Effekt gab es beim Messing. Andererseits wurden Kunststoffe deutlich teurer, teilweise aufgrund der Engpässe bei Spezialkunststoffen, sodass das Preisniveau aller Rohstoffe in der Gesamtbetrachtung 2012 auf dem Niveau des Vorjahres verharrte. Für 2013 erwarten wir einen Preisanstieg von ca. 1,5 %. Leistungswirtschaftliche Risiken Hohe Qualität ist in unserem Geschäft mit sicherheitsrelevanten Produkten ein wesentlicher Faktor. Fehler könnten zu Rückrufaktionen mit negativer Imagewirkung führen. Um mögliche Risiken auszuschließen, legen wir besonders großen Wert auf ein ausgeprägtes Qualitätsmanagement, das mit der sorgfältigen Lieferantenauswahl beginnt und größtenteils eine 100%ige Qualitätskontrolle beinhaltet. Fehler und lange Reaktionszeiten bergen das Risiko unzufriedener Kunden. Um diesen zu begegnen, haben wir 2012 unsere Logistikprozesse optimiert mit dem Ziel, Fehlerquoten und Durchlaufzeiten sowie die Reaktionszeiten für Fertigungsaufträge zu reduzieren. An vielen Stellen haben wir bereits punktuelle Verbesserungen erzielt - flächendeckende Erfolge erwarten wir für 2013, wenn sich sowohl die Erweiterung der Logistikmodule als auch die neue Versand-Software positiv auswirken. Führungs-/Personalrisiken Insbesondere im ländlichen Raum führt der demografische Wandel zu Arbeitsmarktengpässen, weshalb vor allem bei technikorientierten Berufsgruppen ein Risiko besteht, Arbeitsplätze nicht unseren Anforderungen entsprechend besetzen zu können. Darüber hinaus stehen wir weiterhin im Wettbewerb um qualifizierte Führungskräfte und auch durch den Abgang gut ausgebildeter Mitarbeiter kann es zu einem Verlust von Fachwissen kommen. Wir investieren in eine qualitativ hochwertige Ausbildung, um für die zukünftigen Herausforderungen gewappnet zu sein und legen ein besonderes Augenmerk auf die qualifizierte Weiterbildung unserer Beschäftigten. Aus- und Weiterbildung hat bei R. STAHL einen sehr hohen Stellenwert - insbesondere, um unseren Technologievorsprung weiter auszubauen. Die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Bildungseinrichtungen unterstützt diese Bemühungen. Informationstechnische Risiken Um mögliche IT-Risiken auszuschließen, haben wir auch 2012 - im Rahmen unseres auf den Standards des Bundesamtes für Informationssicherheit (BSI) basierenden internen IT-Sicherheitsmanagements - die notwendigen Maßnahmen zur weiteren Verbesserung von Verfügbarkeit, Performance und Sicherheit unserer IT umgesetzt. Die Wirksamkeit unseres internen IT-Sicherheitsmanagements wird durch regelmäßige Tests, die wir auch 2012 mit guten Ergebnissen abschlossen, von spezialisierten IT-Dienstleistern überprüft. Wir entwickelten das 2011 begonnene integrierte Notfallvorsorgekonzept 2012 weiter, daraus resultierende vorbeugende Maßnahmen zur Risikoreduzierung flossen in die Unternehmensplanung 2013 ein. Verstöße gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sind nicht aufgetreten. Finanzwirtschaftliche Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren im Wesentlichen aus sich verändernden Wechselkursen. Als weltweit tätiges Unternehmen schließt R. STAHL Geschäfte in verschiedenen Währungen ab, wobei sich Risiken aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Banksalden, Forderungen, Verbindlichkeiten und Schulden sowie aus schwebenden Geschäften und antizipierten Transaktionen ergeben. Zur Absicherung dieser Risiken setzen wir derivative Finanzinstrumente ein. Basierend auf Liquiditätsplanungen der einzelnen Gesellschaften werden die Nettopositionen des Konzerns ermittelt und durch den Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Ihr Einsatz erfolgt ausschließlich zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte, schwebender Geschäfte oder geplanter Transaktionen. Die vorhandenen und geplanten Fremdwährungsvolumen werden grundsätzlich zu einem großen Teil durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Da die Wechselkursentwicklungen in der jüngsten Vergangenheit durch hohe Volatilität gekennzeichnet waren, ist eine Prognose der weiteren Entwicklung nicht möglich. In der langfristigen Betrachtung sehen wir aufgrund der kaum vorhersehbaren Preisschwankungen an den Finanzmärkten Risiken für unser Geschäft, die sich in der Ergebnisqualität niederschlagen könnten. Zur Finanzierung der geschäftlichen Aktivitäten nehmen wir grundsätzlich fristenkongruent Fremdkapital auf. Negative Auswirkungen aus variierenden Zinssätzen können Risiken darstellen, die wir bei Bedarf ebenfalls über derivative Finanzinstrumente absichern. Zinszahlungen für ein bestehendes Darlehen werden durch ein Zinsderivat gesichert. Der Einsatz der Sicherungsinstrumente erfolgt ausschließlich zur Absicherung der Risiken, die sich aus Schwankungen des allgemeinen Marktzinsniveaus bei der bestehenden Fremdkapitalaufnahme ergeben. Aufgrund der bestehenden Finanzierungsstruktur unterliegt R. STAHL keinen wesentlichen Zinsrisiken. Grundsätzlich sind die Laufzeiten der Währungs- und Zinssicherungsgeschäfte an den Grundgeschäften ausgerichtet. Der Handlungsrahmen, die Verantwortlichen, die finanzwirtschaftliche Berichterstattung sowie die Kontrollmechanismen für Finanzinstrumente sind konzerneinheitlich festgelegt. Im Wesentlichen gehört hierzu eine klare Funktionstrennung zwischen Handel und Abwicklung. Aufgrund der fortlaufenden Überwachung der Außenstände sowie der Berücksichtigung von Wertberichtigungen ist das Kreditrisiko gering. Da wir über umfangreiche nicht genutzte Bankkreditlinien verfügen, die vertraglich bei mehreren Banken festgeschrieben sind, ist unser Liquiditätsrisiko gering. Die Kreditlinien haben eine mittelfristige Laufzeit. Für Cashmanagement, Liquiditätsplanung und Währungsmanagement setzt R. STAHL ein Treasury Management-System ein. Eine detaillierte Beschreibung der zum Bilanzstichtag gehaltenen Sicherungsinstrumente sowie weitere Angaben zu den Währungs-, Zins-, Kredit- und Liquiditätsrisiken sind im Konzernanhang unter den Punkten „32. Derivative Finanzinstrumente" und „33. Management von Finanzrisiken" zu finden. Gesamtaussage zur Risikosituation Dank der permanenten Beobachtung, Analyse und Bewertung der Risikolandschaft sowie der Risikosteuerung durch ein konzernweit einheitliches Risikofrühwarnsystem ist aus heutiger Sicht die Risikosituation im R. STAHL-Konzern überschaubar, kalkulierbar und begrenzt. Nach unserer derzeitigen Einschätzung bestehen zurzeit und in absehbarer Zukunft keine wesentlichen Einzelrisiken, die als existenziell einzuordnen wären. Das Gesamtrisikopotenzial hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Nach wie vor gehen die wesentlichen Risiken vom Markt aus, es herrscht weiterhin ein intensiver Wettbewerb in allen Marktsegmenten. Insbesondere die politische Situation in Nordafrika und im Nahen Osten ist weiterhin als kritisch zu betrachten. Unverändert gründlich beobachten wir außerdem die Risiken der Beschaffungsseite. R. STAHL ist ein solides Unternehmen mit ausgewogener Kapitalstruktur und einem ausgereiften Geschäftsmodell. Eine gesunde Finanzierung sichert den Fortbestand des Konzerns und die Gesamtsumme der Einzelrisiken ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. In Relation zum Eigenkapital und im Verhältnis zum Jahresergebnis bewegt sich unser Risiko in einem überschaubaren unternehmerischen Rahmen. R. STAHL's auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensführung sichert den langfristigen Erfolg und die Zukunft des Konzerns. Erklärung zur UnternehmensführungSeit dem Geschäftsjahr 2009 sind alle deutschen Aktiengesellschaften nach § 289a HGB verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben. Unsere Entsprechenserklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.stahl.de unter der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance öffentlich zugänglich und zudem im Geschäftsbericht abgedruckt. Ergänzende Angaben nach § 315 Abs. 4 HGBKapitalverhältnisse Am 31. Dezember 2012 betrug das gezeichnete Kapital der R. Stahl AG EUR 16.500.000,00. Es setzte sich aus 6.440.000 auf den Namen lautende Stückaktien zusammen. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von EUR 2,56 am Gesellschaftskapital. Mitglieder der Familien Stahl und Zaiser haben wesentliche Teile des stimmberechtigten Kapitals in einem Konsortialvertrag gepoolt, durch den sie sich verpflichten, ihre Stimmen entsprechend den Beschlüssen des Konsortiums auszuüben bzw. ausüben zu lassen. Mit der Meldung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG vom 10. Juli 2006 haben die Konsorten mitgeteilt, dass sie mehr als 25 % der Stimmrechte an der R. Stahl AG halten. Die Gesamtzahl der Stimmrechte, die dem einzelnen Konsorten nach den §§ 21, 22 WpHG zuzurechnen sind, betragen nach dieser Meldung individuell zwischen 36,02 und 38,35 % der stimmberechtigten Aktien. Die Gesamtzahl der Stimmrechte, die dem Konsortium zuzurechnen sind, können sich seitdem verändert haben, ohne dass sich eine erneute Meldepflicht nach WpHG ergeben hat. Aktionärsrechte und -pflichten Dem Aktionär stehen Vermögens- und Verwaltungsrechte zu. Zu den Vermögensrechten gehören nach § 58 Abs. 4 AktG das Recht auf Teilhabe am Gewinn und nach § 271 AktG am Liquidationserlös sowie nach § 186 AktG das Bezugsrecht auf Aktien bei Kapitalerhöhung. Zu den Verwaltungsrechten gehören das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen und das Recht, auf dieser zu reden, Fragen und Anträge zu stellen sowie die Stimmrechte auszuüben. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die Mitglieder des Aufsichtsrats der Kapitalseite und den Abschlussprüfer; sie entscheidet über die Entlastung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, über Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen, über Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien sowie gegebenenfalls über die Durchführung von Sonderprüfungen, über vorzeitige Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrats und über eine Auflösung der Gesellschaft. Besetzung des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen, von denen sechs von der Hauptversammlung und drei nach dem Drittelbeteiligungsgesetz zu wählen sind. Die Beschlüsse des Aufsichtsrats werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit nicht gesetzlich zwingend andere Mehrheiten vorgeschrieben sind. Ergibt eine Abstimmung Stimmengleichheit, so findet eine neue Aussprache nur statt, wenn die Mehrheit des Aufsichtsrats dies beschließt. Anderenfalls muss unverzüglich neu abgestimmt werden. Bei dieser erneuten Abstimmung über denselben Gegenstand hat nach § 12 Abs. 6 der Satzung der Vorsitzende des Aufsichtsrats, wenn auch sie Stimmengleichheit ergibt, zwei Stimmen. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig. Ergänzend bestimmt die Satzung in § 6, dass der Vorstand aus einer oder mehreren Personen besteht. Über die Zahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung und den Widerruf der Bestellung sowie die Anstellungsverträge mit ihnen entscheidet der Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen sowie stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Informationen zu den Befugnissen des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, sind im Konzernanhang unter dem Punkt „26. Eigenkapital" aufgeführt. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen Die R. Stahl AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Auch wurden den Mitgliedern des Vorstands und Arbeitnehmern keine Entschädigungen im Falle eines Übernahmeangebots zugestanden. Vergütungssystematik für Aufsichtsrat und Vorstand Die Grundzüge des Vergütungssystems für Aufsichtsrat und Vorstand sind im Konzernanhang unter dem Punkt „34. Verwaltungsorgane der R. Stahl AG" angegeben, sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts. NachtragsberichtBis zum Redaktionsschluss haben nach Ende des Berichtszeitraums keine bedeutenden Ereignisse stattgefunden. Prognose- und ChancenberichtOptimistischer Blick in die Zukunft Nach den aktuellen Prognosen wird sich die Weltwirtschaft 2013 wieder leicht erholen, auch wenn die Entwicklung noch mit Risiken - wie der anhaltenden Krise im Euroraum und der nicht endgültig gelösten Schuldenproblematik in den USA - behaftet ist. Vor allem aus Asien kommen hingegen positive Signale. Dementsprechend optimistisch blicken auch unsere Kunden in die Zukunft: Die Chemieindustrie rechnet für das laufende Jahr mit einer Belebung ihres Geschäfts und die Pharmabranche verfügt aufgrund der zunehmenden Weltbevölkerung sowie der alternden Gesellschaft über langfristige Wachstumschancen. Weiterhin ansteigen soll laut der internationalen Energieagentur (IEA) auch die weltweite Nachfrage nach Öl und Gas, weshalb die Energiekonzerne Investitionen in Milliardenhöhe planen. Der Anlagenbau sieht ebenfalls gute Perspektiven und der Bedarf an Spezialschiffen für die Offshore-Industrie bleibt unverändert hoch. Umsatzerwartungen In den vergangenen Jahren haben wir unsere Expansionsstrategie konsequent vorangetrieben und damit eine gute Ausgangsbasis für weiteres Wachstum geschaffen. Unsere wichtigsten Absatzbranchen zeigen sich nach wie vor stabil und werden auch 2013 solide Auftragsvolumina generieren, dennoch müssen wir bei unserer Umsatzprognose berücksichtigen, dass durch die europäische Finanzkrise die Investitionsneigung in einigen Märkten beeinträchtigt wird. Durch unsere internationale Präsenz, unser innovatives Produktportfolio sowie unsere stärkere Kundenorientierung können wir diese Effekte kompensieren und unser weiteres Wachstum stützen. Für 2013 erwarten wir Umsatzerlöse zwischen EUR 305 Mio. und EUR 315 Mio. und im Folgejahr gehen wir von einer weiteren Umsatzsteigerung im oberen einstelligen Prozentbereich aus. Erwartete Ertragslage Wir werden unsere Produktions- und Prozessabläufe weiter verbessern. Da R. STAHL mittlerweile an seine Kapazitätsgrenzen stößt, planen wir als Vorbereitungsmaßnahme für eine nachhaltige mittelfristige Renditesteigerung die Investition in neue Flächen für Produktion und Entwicklung. Diese Kapazitätserweiterungen werden unser Ergebnis belasten. Wir erwarten dennoch einen Anstieg unseres absoluten Ergebnisses vor Ertragsteuern. Folglich rechnen wir für 2013 mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern in einem Korridor zwischen EUR 21 Mio. und EUR 23 Mio. Nach Umsetzung der Erweiterungen werden wir ab 2014 unsere Ergebnismargen steigern. Erwartete Finanzlage Zum Jahresende betrug die Eigenkapitalquote des Konzerns 44,3 % und die Net-Cash-Position EUR 10,8 Mio. - womit R. STAHLS Finanzierung auf einer stabilen Basis ruht. Darüber hinaus bestehen mit fünf Hausbanken bilaterale Kreditvereinbarungen in einem Gesamtvolumen von EUR 50,0 Mio. Auf dieser Grundlage können wir unser Geschäft 2013 weiter ausbauen, der operative Cashflow wird die Investitionen wiederum fast vollständig abdecken. Immobilien finanzieren wir nach wie vor langfristig fremd. Erwartete Investitionen und Akquisitionen Wir planen, 2013 rund EUR 23 Mio. zu investieren: An unserem Stammsitz in Waldenburg fließen Mittel insbesondere in den Ausbau unseres Customer Service Centers sowie des Entwicklungszentrums, die Vergrößerung des Logistikbereichs werden wir 2013 abschließen. In Köln errichten wir eine neue Fabrik, und die Produktionsflächen der niederländischen Tochtergesellschaft werden ebenso vergrößert wie die am Standort Weimar. Wir wollen Grundstücke kaufen, Gebäude bauen und in technische Anlagen sowie Maschinen investieren - unter anderem zur weiteren Ausstattung unseres indischen Standortes. Nach wie vor sind wir an Akquisitionen interessiert und streben dabei den Erwerb kleinerer und mittelständischer Unternehmen zur regionalen Ausweitung oder zum Ausbau unseres Produktportfolios an. Chancen und Risiken der Unternehmensentwicklung Eine wesentliche Chance mit großer Bedeutung für R. STAHL's Unternehmenserfolg sehen wir in der permanenten Weiterentwicklung der Systemkompetenz. Mit unserer Erfahrung und Know-how, dem innovativen Produktportfolio, einem verbesserten Kundenservice sowie R. STAHL's weltweiter Präsenz haben wir weitere entscheidende Wettbewerbsvorteile geschaffen, um unsere Marktposition insbesondere in den Überseemärkten auszubauen. Mögliche Risiken sehen wir in der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung. Sollte sich beispielsweise die Finanzierung der europäischen Länder wider Erwarten nicht stabilisieren oder die Konflikte im Nahen Osten eskalieren, würde sich dies auf die Gesamtwirtschaft auswirken. Weiterhin besteht durch den Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter die Gefahr, insbesondere bei technikorientierten Berufsgruppen Arbeitsplätze nicht unseren Anforderungen entsprechend besetzen zu können. Gesamteinschätzung R. STAHL hat sich 2012 gut entwickelt, was uns eine hervorragende Ausgangsbasis für den weiteren strategischen Ausbau verschafft. 2013 wollen wir mit klaren Schwerpunkten wachsen: Zum einen werden wir den Kundenservice ausbauen und unsere Produkt- sowie Prozesskosten weiter senken. Darüber hinaus beabsichtigen wir auch zukünftig, in den für uns relevanten Märkten zu investieren und forcieren unsere Entwicklungsaktivitäten, um unseren technologischen Vorsprung weiter auszubauen. Seite 23 Mit der seit Jahren gepflegten Dividendenpolitik setzen wir bewusst ein Zeichen für Kontinuität und Stabilität - und werden unsere Anteilseigner auch weiterhin angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Bei überschaubaren unternehmerischen Risiken rechnen wir für das Geschäftsjahr 2013 mit einem Umsatz zwischen EUR 305 Mio. und EUR 315 Mio. sowie einem Ergebnis vor Ertragsteuern zwischen EUR 21 Mio. und EUR 23 Mio. R. STAHL ist in seinen Märkten hervorragend positioniert und strategisch gut aufgestellt - mit entsprechend positiven Zukunftsaussichten.
Waldenburg, 21. März 2013 R. Stahl Aktiengesellschaft Vorstand Martin Schomaker Bernd Marx Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 22. März 2013 Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Dr. Wolfgang Russ, Wirtschaftsprüfer Christoph Lehmann, Wirtschaftsprüfer Angabe gemäß § 328 HGBDer Konzernabschluss der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, für das Geschäftsjahr 2012 ist durch Beschluss der Aufsichtsratssitzung vom 9. April 2013 gebilligt worden. |
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