![]() R. STAHL AktiengesellschaftWaldenburg (Württ.)Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014KONZERN Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Waldenburg, 25. März 2015 R. STAHL Aktiengesellschaft Martin Schomaker, Vorstandsvorsitzender Bernd Marx, Vorstand Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014der R. Stahl Aktiengesellschaft, WaldenburgGrundlagen des KonzernsGeschäftsmodell des Konzerns Unternehmensportrait Während der Produktionsprozesse in der chemischen und petrochemischen Industrie, der Erdöl- und Erdgasförderung sowie in einer Reihe anderer Branchen entstehen Gase, Dämpfe, Nebel und Stäube. Vermischen sie sich mit dem Sauerstoff in der Luft, entsteht eine explosionsfähige Atmosphäre, deren Entzündung zu immensen Personen- und Sachschäden führen kann. R. STAHLs Produkte und Systemlösungen sind dazu konzipiert, Menschen, Maschinen und die Umwelt vor solchen Explosionen zu schützen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Systemlösungskompetenz der R. STAHL Gruppe: Mit unseren innovativen Lösungen, die aus maßgeschneiderten und technisch richtungsweisenden Produkten, kombiniert mit Engineering- und Beratungsleistungen, bestehen, gehen wir individuell auf die spezifischen Wünsche unserer Auftraggeber ein. Mit dieser Ausrichtung auf konkrete Bedürfnisse, der hohen Qualität unserer Lösungen und unserer ausgeprägten Kompetenz in Zertifizierungsfragen erreichen wir eine hohe Kundenzufriedenheit. Seit 2006 konzentriert sich R. STAHL ausschließlich auf den Explosionsschutz und ist seitdem kontinuierlich gewachsen - unter anderem auch mit einigen kleineren Akquisitionen. Konzernstruktur und Organisation Muttergesellschaft des R. STAHL Konzerns ist die R. Stahl Aktiengesellschaft (im Folgenden R. STAHL AG). Sie unterliegt deutschem Recht und wird nach dem dualistischen System mit Vorstand und Aufsichtsrat geführt. Der Vorstand setzt sich aus zwei Mitgliedern zusammen. Herr Martin Schomaker bekleidet das Amt des Vorstandsvorsitzenden und zeichnet verantwortlich für die Bereiche Vertrieb/Marketing, Technik/Produktion, Qualitätsmanagement, Produktmanagement, Personalwesen sowie Interne Revision und Risikomanagement. Herr Bernd Marx ist neben dem Finanzressort auch für die Bereiche IT, Compliance, Recht, Investor Relations und M & A zuständig. Der Aufsichtsrat besteht aus neun Mitgliedern und nimmt sowohl kontrollierende als auch beratende Aufgaben wahr. Zu seinen wichtigsten Aufgaben zählen die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands. Detaillierte Informationen zur Corporate Governance und zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat sind im Geschäftsbericht im Bericht des Aufsichtsrats und im Corporate Governance Bericht zu finden. Im Jahr 2014 war R. STAHL mit Tochtergesellschaften in 24 Ländern sowie mit zusätzlichen 60 Vertretungen international präsent, unsere zentralen Funktionen bündeln wir an unserem Hauptsitz in Waldenburg. Zum 31. Dezember 2014 beschäftigte R. STAHL 1.942 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von EUR 308,5 Mio. Die Muttergesellschaft gibt richtungsweisend die Strategie für ihre Tochtergesellschaften vor und nimmt die Steuerungsfunktion im Konzern wahr. Darüber hinaus bietet sie konzerninterne Dienstleistungen an und steht ihren Töchtern beratend zur Seite. Eine Übersicht der zum Konzern gehörigen Standorte findet sich in der Aufstellung des Anteilsbesitzes. Standorte Neben den zahlreichen Vertriebsgesellschaften hat R. STAHL sieben Produktionsstandorte. Als deren Leitwerk fungiert die ebenfalls in Waldenburg ansässige R. STAHL Schaltgeräte GmbH, wo der Großteil unseres Produktspektrums hergestellt wird. In der Weimarer Niederlassung werden hauptsächlich Leuchten für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen gefertigt, während unsere Kölner Tochtergesellschaften R. STAHL HMI Systems GmbH und R. STAHL Camera Systems GmbH Spezialisten für Bedien- und Beobachtungssysteme sind. In Europa sind wir mit zwei weiteren Produktionsstandorten vertreten: Die Electromach B.V. ist unser niederländischer Spezialist für Großsteuerungen in explosionsgeschützter Ausführung und unsere norwegische Tochtergesellschaft Tranberg AS ist spezialisiert auf Produkte für den Schiffbau sowie die Öl- und Gasindustrie. Auf dem nordamerikanischen Markt sind wir mit einer eigenen Produktionseinheit in Houston, USA, vertreten. Unser Produktionsstandort im indischen Chennai profitiert vom Wirtschaftswachstum in Asien, weshalb wir dort die Kapazitäten erweitert haben, um den asiatischen Markt verstärkt mit lokal gefertigten und auf regionale Besonderheiten abgestimmten Produkten bedienen zu können. Durch die Expansion in Indien ist R. STAHL im asiatischen Markt gut positioniert und in der Lage, den Markt weiter für sich zu erschließen. Produkte und Dienstleistungen An unseren internationalen Produktionsstandorten erarbeiten wir in Kooperation mit unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen für Projekte weltweit. Unser breites Portfolio mit ca. 7.000 Standardkomponenten lässt sich nach Funktion einteilen: Neben Automatisierungstechnik umfasst das Produktspektrum auch die Herstellung explosionsgeschützter Schaltungen und Verteilungen, die nach Kundenvorgabe in unseren Werken projektiert werden. R. STAHLs Bereich Installationstechnik umfasst das Leiten, Verbinden und Verteilen elektrischer Energie. Mit unseren innovativen HMI- und Kamerasystemen decken wir die Kundenanforderungen an Bedien- und Beobachtungseinrichtungen im explosionsgefährdeten Bereich ab. Darüber hinaus umfasst unser Produktportfolio eine breite Palette an Beleuchtungslösungen - vom Handscheinwerfer bis hin zu spezifischen Helideck-Beleuchtungssystemen - sowie Signal- und Alarmmeldegeräten zur Gewährleistung der Sicherheit von Mensch, Maschine und Umwelt. Wir schaffen für unsere Kunden Mehrwert, indem wir unser umfangreiches Produktangebot mit Engineering- und Beratungsleistungen kombinieren und bei Bedarf Fremdkomponenten in die Gesamtleistung integrieren. Mit diesen kundenspezifischen Systemlösungen stehen wir unseren Auftraggebern als One-Stop-Shop zur Verfügung. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden Schulungen und Seminare zum Thema Explosionsschutz - durchgeführt von unserem kompetenten Trainer-Team. Markt Explosionsschutz gewinnt immer stärker an Bedeutung: Ein Funke kann auf einer Ölbohrinsel oder einer Chemieanlage zu einer Explosion mit fatalen Folgen führen. Mit der weiter zunehmenden Einbeziehung elektronischer Geräte in den Arbeitsalltag steigt die Gefahr einer Entzündung der explosionsgefährdeten Atmosphäre. Deshalb nimmt die Sicherheitstechnik, vor allem in Bezug auf den Explosionsschutz, eine immer wichtigere Rolle ein und entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten dynamisch. Die Markteintrittsbarrieren sind hoch: Da unsere Produkte und Systeme kritisch für die Sicherheit einer Anlage sind, spielt die Reputation eines Anbieters in dieser Branche eine wichtige Rolle. Neue Wettbewerber müssen sich ein entsprechendes Standing in unseren Absatzmärkten zunächst mühsam aufbauen. Eine weitere Hürde stellen die Zertifizierungsvorschriften dar: Aufgrund des hohen bürokratischen Aufwands, der mit der Dokumentation der Einhaltung verschiedener Normen und Standards im Explosionsschutz verbunden ist, wechseln Kunden nur selten ihren Lieferanten in diesem Bereich. Zwei Faktoren determinieren das Wachstum des Marktes für explosionsgeschützte Technologie hauptsächlich: Zum einen erfordert die Nutzung elektronischer Geräte immer stärkere Sicherheitsvorkehrungen, um eine Explosion zu vermeiden. Darauf basierend haben sich die Normen und Zertifizierungsvorschriften in den letzten Jahren weiterentwickelt, und R. STAHL hat seine Produkte an die neuen Standards angepasst. Für uns wirkt die Marktregulierung somit gleichzeitig als Kostenfaktor und als Wachstumstreiber. In den letzten Jahren war eine Öffnung der Märkte für die IEC-basierte Technologie und damit verbunden eine schrittweise Verdrängung des US-amerikanischen NEC-Standards zu beobachten. Für uns eröffnete diese Entwicklung die Möglichkeit, in neue Märkte, wie z. B. Kanada oder den Mittleren Osten, vorzustoßen. Zum anderen erschlossen sich mit dem Boom der asiatischen Wirtschaft für R. STAHL neue Absatzmärkte, und wir steigerten durch die internationale Expansion unser Auftragsvolumen. Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren Auch 2014 beeinflussten externe wirtschaftliche und rechtliche Faktoren die Geschäftsentwicklung des R. STAHL Konzerns: Die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine belasten die Wirtschaftsverflechtungen deutscher Unternehmen mit osteuropäischen Partnern, und auch die schärfere Sanktionspolitik gegenüber Russland hat die Stimmung der deutschen Wirtschaft abgekühlt. Unsere deutschen Gesellschaften beliefern Maschinenhersteller, die ihre Anlagen wiederum nach Russland exportieren. Aufgrund der Embargobestimmungen spürten wir auf diesem Absatzmarkt 2014 bereits eine gedämpfte Nachfrage. Auch unsere russische Tochtergesellschaft ist von der Krise betroffen und konnte daher ihre Wachstumsziele nicht erreichen. Einen maßgeblichen Einfluss auf unser Geschäft hat die Entwicklung des Ölpreises, denn die Ölindustrie ist eine unserer Hauptabnehmerbranchen, deren Investitionen unseren Auftragseingang wesentlich definieren. Innerhalb des Berichtsjahres ging der Ölpreis von USD 110,91 je Barrel Brent Öl zum 1. Januar 2014 auf USD 57,56 zum 31. Dezember 2014 zurück. Zum einen reflektiert diese Entwicklung die zurückgenommenen Konjunkturerwartungen und zum anderen drücken die wiederaufgenommene Rohölproduktion in Libyen sowie das verstärkte Angebot aus den USA den Ölpreis. Da die Förderkosten in Norwegen höher liegen als beispielsweise in Saudi Arabien, leidet die Investitionsbereitschaft der dort ansässigen Energiekonzerne. Gegenläufig dazu ist der niedrige Ölpreis ein Wachstumstreiber für die Chemieindustrie, deren Konzerne den Rohstoff nun deutlich günstiger beschaffen und damit die Herstellungskosten ihrer Produkte senken können. Dank unserer ausbalancierten Kundenstruktur kann R. STAHL die Schwäche der einen Branche mit dem Geschäft in anderen Industrien teilweise kompensieren. Allerdings werden wir das mit dem niedrigen Ölpreis verbundene Risiko nicht gänzlich durch die Aktivität in anderen Abnehmerbranchen eliminieren können. Darüber hinaus werden sich die Auswirkungen des Ölpreises in unserem Auftragseingang erst mit einer Verzögerung von einigen Monaten bemerkbar machen. Aufgrund der internationalen Ausrichtung des R. STAHL Konzerns beeinflusst auch die Entwicklung der Wechselkurse unser Geschäft. Wenn es um Sicherheit geht, spielt die Regulierung durch eine übergeordnete Instanz eine wichtige Rolle - daher ist auch unsere Branche stark abhängig von den entsprechenden Explosionsschutznormen und -standards. Die Akzeptanz der unterschiedlichen Standards in den verschiedenen Märkten beeinflusst unsere Auftragslage, daher bedeutet beispielsweise die Öffnung einiger Märkte, in denen vormals der amerikanische NEC-Standard dominiert hatte, für R. STAHL mittelfristig zusätzliche Absatzchancen. Personal Per Ende 2014 beschäftigte R. STAHL weltweit 1.942 Mitarbeiter. Im Berichtsjahr haben wir aus strategischen Gründen im Bereich Marketing eingestellt und legten mit der Neubesetzung der Leitungsfunktion in dieser Abteilung die Basis für die strategische Weiterentwicklung der zentralen Marketingausrichtung. Auch im IT-Bereich haben wir die Leitungsposition aus Altersgründen neu besetzt und treiben die Implementierung standortübergreifender IT-Prozesse voran. Im Berichtsjahr nahmen unsere Mitarbeiter an internen sowie externen Schulungen und Seminaren teil. Zur Förderung unserer Nachwuchskräfte hielten wir 2014 drei Development Center mit je zwölf Mitarbeitern ab. Die insgesamt 36 Teilnehmer wurden von ihren Vorgesetzten für den Talentpool nominiert oder bewarben sich in Eigeninitiative für das Förderprogramm. Im Rahmen des Development Centers wurden die Nachwuchskräfte bei der Durchführung verschiedenster Aufgaben von Assessoren beobachtet. Ziel dieser Initiative ist es, die Ist-Situation ausgewählter Mitarbeiter zu bestimmen, deren Talente zu evaluieren und gemeinsam mit ihnen weitere Karriereschritte zu definieren. 2014 schlossen 32 junge Mitarbeiter ihre Ausbildung an unserem Stammsitz in Waldenburg erfolgreich ab - sieben davon mit Auszeichnung. Mit 32 Neueinstellungen versuchen wir weiterhin, das hohe Ausbildungslevel zu halten, um neben unserer Wettbewerbsfähigkeit auch R. STAHLs Attraktivität als Arbeitgeber zu fördern. Da die Arbeitslosenquote in der Umgebung unseres Stammsitzes, dem Raum Hohenlohe, lediglich bei 3,0 % liegt, ist es für uns besonders wichtig, qualifizierte Arbeitnehmer bereits früh an uns zu binden und für eine Tätigkeit bei R. STAHL zu begeistern. Es gelang uns, die Diversität bei R. STAHL auszubauen: Im Berichtsjahr betrug der Frauenanteil in technischen Ausbildungsberufen 28 %. Als technikorientiertes Unternehmen legen wir besonderen Wert darauf, dass unsere Auszubildenden bereits frühzeitig unsere Prozesse kennenlernen und eine ganzheitliche Sicht auf die Abläufe bei R. STAHL erlangen. Zu diesem Zweck haben wir eine Produktionslinie eingerichtet, an der sie an tatsächlichen Aufträgen arbeiten und so einen tiefen Einblick in die Praxis gewinnen. Ziele und Strategien Unsere Strategie ist langfristig ausgerichtet, und im Fokus unserer Bemühungen steht die Wertsteigerung der gesamten R. STAHL Gruppe. Dieses oberste Ziel haben wir zur Operationalisierung in drei Dimensionen untergliedert: Zum einen wollen wir unseren Marktanteil in den nächsten Jahren weiter ausbauen und unseren Kunden nach wie vor als zuverlässiger Partner im Explosionsschutz zur Seite stehen. Parallel zur Umsatzausweitung streben wir an, unsere Effizienz zu steigern, was wir durch die Verbesserung interner Prozesse schrittweise erreichen wollen. Zur Wertsteigerung gehört untrennbar auch der Faktor Nachhaltigkeit - unser Wachstum soll sich auf einer nachhaltigen Basis vollziehen und so die langfristige Profitabilität von R. STAHL sicherstellen. ![]() Wachsender Marktanteil Wir wollen unseren Marktanteil weiter ausbauen, indem wir in drei Richtungen expandieren:
Gesteigerte Effizienz Nachdem unsere Profitabilität 2014 durch das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot (feindlicher Übernahmeversuch) der Weidmüller Beteiligungsgesellschaft mbH, München, und die weltweiten Krisen geschwächt wurde, steht 2015 die Effizienzsteigerung besonders im Fokus: 2014 haben wir bereits die Organisationsstrukturen in unserem Waldenburger Leitwerk verändert und Prozesse eingeführt, die zur Steigerung von Flexibilität und Schnelligkeit beitragen. Eine wesentliche Aufgabe unserer Regional Sales Manager ist, international eine effiziente Vertriebs- und Servicestruktur zu fördern, sodass schnell auf Kundenanfragen reagiert wird. Mit einer stärker auf die Profitabilität eines Projekts abzielenden Erfolgsmessung streben wir an, mehr persönliche Verantwortung auf Vertriebsebene zu verankern. Vor allem in Asien und Amerika sehen wir Potenzial für zusätzliches Geschäft, für dessen Akquisition wir die Motivation unseres Sales-Teams so noch weiter gesteigert haben. Nicht zuletzt verbessern unsere innovativen Neuprodukte mit guten Margen unsere Profitabilität - ebenso wie die zunehmende Kapazitätsauslastung unserer Produktionsstandorte. Langfristige Profitabilität Unser Wachstum soll nachhaltig profitabel und R. STAHLs Erfolg langfristig fundiert sein. Um unsere Profitabilitätsziele zu erreichen, haben wir Maßnahmen initiiert, die in den kommenden Jahren Früchte tragen werden - dazu entwickeln wir unsere Prozesse kontinuierlich weiter. Ein wesentlicher Faktor dabei ist, Kundenbedürfnisse und Marktanforderungen jederzeit zu erfüllen, woran wir stetig arbeiten: Beispielsweise haben wir unsere Vertriebsaktivitäten für Großprojekte, vor allem im Mittleren Osten, verstärkt. Bereits im ersten Quartal 2015 konnten wir erste Erfolge in Form umsatzstarker Projektaufträge und neu akquirierter Kunden verzeichnen. Davon versprechen wir uns den gezielten Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen und in der Folge nachhaltig profitables Wachstum. Steuerungssystem Den Grad unserer Zielerreichung überwachen wir mit Hilfe von Steuerungsgrößen. Seine Entscheidungen zur Steuerung des Konzerns stützt der Vorstand dabei in erster Linie auf Finanzkennzahlen, darüber hinaus zieht das Management nicht-finanzielle Kenngrößen heran. Neben Vergangenheitswerten bilden auch Planwerte und daraus resultierende Soll-Ist-Abweichungsanalysen die Grundlage für unsere Einschätzungen. Einerseits überwachen wir so kontinuierlich die Wahrscheinlichkeit der Planeinhaltung und erkennen andererseits anhand von Frühwarnindikatoren Trends, auf deren Basis wir im Markt reagieren können. Finanzielle und nicht-finanzielle Kennzahlen Unser Steuerungssystem beinhaltet strategische und operative Größen. Mit dem Erhalt einer stabilen Finanzstruktur gewährleisten wir die Unabhängigkeit des Konzerns - dazu streben wir eine angemessene Eigenkapitalquote an. Als wichtige operative Steuerungsgrößen nutzen wir die Umsatzentwicklung sowie die EBIT-Marge. Die Entwicklung der Umsatzerlöse gibt Aufschluss über das Wachstum des Konzerns. Anhand der EBIT-Marge verfolgen wir, wie sich das Verhältnis von Umsatz und Ergebnis entwickelt - und messen so die Rentabilität der R. STAHL Gruppe insgesamt ebenso wie die unserer Tochtergesellschaften. Jedes unserer Konzernunternehmen liefert monatlich eine Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine Bilanz, auf deren Basis wir auf Konzernebene die Konsolidierung vornehmen. So steuern wir sowohl die einzelnen Gesellschaften als auch die Gesamtentwicklung des Konzerns. Nachhaltig profitables Wachstum ist allerdings nur möglich, wenn auch nicht-finanzielle Faktoren berücksichtigt werden. Die Kennzahl Liefertreue ist für uns wichtig, da sie direkten Einfluss auf die Zufriedenheit unserer Kunden hat. Allerdings ist die Liefertreue nicht Bestandteil des Management-Reports und wird auch nicht zur internen Steuerung genutzt. Die Liefertreue zeigt, inwieweit wir ursprünglich vereinbarte Liefertermine einhalten. Darüber hinaus sind Innovationen und neue Technologien ein wesentlicher Baustein unserer Wachstumsstrategie. Wir identifizieren kontinuierlich zukunftsträchtige Innovationsfelder und arbeiten verstärkt an der Entwicklung neuer Produkte. Zum Jahresende 2014 hatten wir Patentanmeldungen in 67 Patentfamilien und 50 erteilte Patente weltweit. Neben Innovationsfähigkeit ist auch die Sicherheit unserer Mitarbeiter essenziell für die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens. Ein Handbuch zum Arbeitsschutzmanagement liefert wertvolle Vorgaben zur Vermeidung von Unfällen. Im Berichtsjahr verzeichneten wir 9,5 meldepflichtige Arbeitsunfälle je 1.000 Versicherte und lagen damit deutlich unter dem Branchendurchschnitt. Planungsprozess In die Planung der voraussichtlichen Entwicklung unserer einzelnen Tochtergesellschaften und des Konzerns beziehen wir stets Prognosen zur allgemeinen konjunkturellen Lage sowie branchenspezifische Aussichten mit ein. Im September beginnen die Konzerngesellschaften damit, ihre Planung für die nächsten drei Jahre aufzustellen, wobei sie die strategischen Vorgaben der Konzernleitung berücksichtigen. Der Prozess wird während der gesamten Planungsphase von unserem zentralen Beteiligungscontrolling begleitet. Auf der jährlich im November stattfindenden Budget-Konferenz in der Konzernzentrale stellen die Geschäftsführer ihre Planungen dem Vorstand vor. Die Ergebnisse werden schließlich im Konzern konsolidiert und im Dezember von Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedet. Monatlich werden vom Beteiligungscontrolling Abweichungsanalysen durchgeführt und der aktuelle Stand mit dem Vorstand besprochen. Um rechtzeitig auf Änderungen am Markt reagieren zu können, bezieht das Management stets auch die Entwicklung des Auftragseingangs in seine Diskussionen mit ein. Um konkrete Schlussfolgerungen ziehen zu können, wird die Aussagekraft der Kennzahl Auftragseingang durch Einschätzungen unseres Vertriebsteams über potenzielle Kundenprojekte ergänzt. Forschung und Entwicklung Im Jahr 2014 haben wir die Erweiterung unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter vorangetrieben: Mit dem Ausbau unserer Kapazitäten in Waldenburg schufen wir Raum für ein neues Labor mit modernster technischer Ausstattung, das zahlreiche Vorteile bietet - wie z. B. die zeitnahe Realisierung fertigungsbegleitender Prüfungen und kundenspezifischer Tests. Zudem wurden ausgewählte Prüfbereiche erweitert, beispielsweise verfügt das Labor über einen neuen Prüfstand zur Ermittlung der Dichtheit gegen Sprüh- und Strahlwasser nach IEC-IP (Ingress Protection) Codes und dem amerikanischen NEMA 4 Standard. Außerdem haben wir die Kapazität für Klimaprüfungen im Temperaturbereich von -70°C bis +180°C deutlich erweitert, sodass die Eignung unserer Produkte für extrem harte Einsatzbedingungen wie z. B. im Offshore-Bereich, in polaren oder tropischen Regionen umfassend geprüft werden kann. Für die Entwicklung neuer innovativer Lösungen im Rahmen unserer Grundlagenforschung bietet der neue Laborbereich ideale Bedingungen. Nicht zuletzt hat er Vorzeigefunktion: Kunden können sich in den der Öffentlichkeit zugänglichen Bereichen direkt von der Qualität unserer Produkte überzeugen. 2014 meldeten wir sieben neue Patente an und verfügen damit über insgesamt 50 erteilte Patente in 67 Patentfamilien. Unsere Forschungsaktivitäten führten zur Markteinführung zahlreicher innovativer Neuprodukte, z. B. platzierten wir im zweiten Halbjahr unser komplettes LED-Leuchtenprogramm am Markt, das unseren Kunden erhebliche Vorteile in Bezug auf Energieeffizienz, Leuchtkraft und Wartungsaufwand verschafft. Auch unsere norwegische Tochtergesellschaft bietet ihren Kunden eine neue Komplettlösung zur Beleuchtung von Helikopterlandeplätzen. Produkteinführungen gab es darüber hinaus in den Bereichen Automatisierungstechnik und Signalgeräte. Unsere Kölner Tochtergesellschaft R. STAHL HMI Systems GmbH arbeitete an der Markteinführung neuer Panel PCs, die nicht nur die Steuerung des Bohrgestänges auf einer Ölplattform kontrollieren, sondern dem Nutzer durch die Möglichkeit der Videotelefonie darüber hinaus zusätzliche Flexibilität bieten. Im Berichtsjahr wurden insgesamt EUR 16,7 Mio. (Vorjahr: EUR 15,7 Mio.) Ausgaben für Forschung und Entwicklung als Aufwand erfasst. Mit aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von EUR 4,8 Mio. (Vorjahr: EUR 4,4 Mio.) lag unsere Aktivierungsquote bei 28,8 % (Vorjahr: 27,8 %), und die Abschreibungen auf Entwicklungskosten beliefen sich auf EUR 2,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,8 Mio.). Wir bauten unser Netzwerk mit renommierten Forschungseinrichtungen weiter aus - u. a. mit Fachbereichen der TU Dresden, der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, der Uni Karlsruhe, der FH Ansbach sowie mit verschiedenen Fraunhofer-Instituten bestehen stabile Entwicklungspartnerschaften. In gemeinsamen Grundlagenprojekten kann R. STAHL so von der Kompetenz der Partner in relevanten Spitzentechnologien profitieren. Kombiniert mit dem unternehmenseigenen Know-how sind somit völlig neuartige Lösungen für den elektrischen Explosionsschutz erreichbar. Nebenbei hilft uns die enge Verflechtung mit Universitäten und Hochschulen Ingenieurnachwuchs zu gewinnen. WirtschaftsberichtRahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Während sich der Devisenmarkt im Jahr 2014 wieder etwas erholte, beeinflussten andere Effekte - wie die Eskalation einer Reihe geopolitischer Krisen, beispielsweise in Syrien oder Libyen - die Weltwirtschaft erheblich. Vor allem die Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und Russland führte international zu großer Unsicherheit. Als Reaktion auf die anhaltende Unterstützung prorussischer Separatisten durch die russische Regierung verhängten EU und USA verschärfte Sanktionen gegen Russland, das im Gegenzug Einfuhrverbote für Agrarprodukte erließ und mit einer Erhöhung der Energiepreise drohte. In der zweiten Jahreshälfte entwickelte sich der Ölpreis anders als von Experten erwartet: Er sank einerseits aufgrund der zurückgeschraubten Konjunkturerwartungen und andererseits wegen der wiederaufgenommenen Rohölproduktion in Libyen sowie dem verstärkten Angebot aus den USA. In Europa wurde das ökonomische Klima im Jahresverlauf von der Krise zwischen Russland und der Ukraine gedämpft. Durch geopolitische Krisen verursachte Unsicherheiten dämpften die Konjunktur und verlangsamten das Wachstum in dieser Region. Zum Jahresende kündigte die EZB eine Lockerung ihrer Geldpolitik an, um dem Markt wieder Aufschwung zu verschaffen. Auch im Mittleren Osten dominierten politische Auseinandersetzungen die Makroumwelt. In Nordamerika wirkte sich der harte Winter 2013/2014 negativ auf die dortige Wirtschaft aus und die FED stellte ihr Quantitative Easing Programm ein. Die Ursache der flauen Entwicklung in Südamerika ist unter anderem in der weltweiten Schwäche auf den Rohstoffmärkten zu suchen. Auch in Asien zeigten die BRIC-Staaten nur ein schwaches Wachstum, das unter den zu Jahresbeginn von Experten genannten Erwartungen lag. In China ist dies vor allem auf die zurückgegangene Investitionsneigung im Immobiliensektor und bei Produktionsanlagen zurückzuführen. Indien litt vor allem im ersten Halbjahr noch unter Investitionsverschiebungen aufgrund der Parlamentswahlen. Insgesamt übertraf das weltweite Bruttoinlandsprodukt seinen Vorjahreswert um 3,3 %. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Laut Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie e. V. (ZVEI) konnten die deutschen Unternehmen 2014 0,6 % mehr Auftragseingänge verbuchen als im Vorjahr. Die Umsatzerlöse der Branche legten um 3,0 % zu, woran das Geschäft mit Ländern außerhalb der Eurozone überproportional beteiligt war. Da eine unserer wichtigsten Kundenbranchen die Ölindustrie ist, verfolgen wir die Entwicklung des Ölpreises gezielt: Während der Preis für ein Barrel Brent Öl am 30. Juni 2014 noch USD 112,41 betragen hatte, fiel er im Verlauf des zweiten Halbjahres stark ab und schloss am 31. Dezember 2014 bei USD 57,56. Abhängig von den regionalen Förderkosten führte dies zu einer eingeschränkten Rentabilität einiger Ölplattformen, was das Investitionsbudget der Energiekonzerne beeinflussen könnte. Vor allem Länder mit hohen Förderkosten, wie Norwegen oder die USA, leiden unter dem gesunkenen Ölpreis. Nichtsdestotrotz wird auch in diesen Regionen weiter in zukunftsweisende Projekte, wie beispielsweise in die Erschließung des Johan Sverdrup Ölfelds vor der Küste Norwegens, investiert. Die Produktion in anderen Regionen, wie z. B. Saudi Arabien, ist auch bei niedrigen Ölpreisen rentabel. Im Berichtsjahr hatte der Absturz des Ölpreises noch keine Auswirkungen auf unser Geschäft. Effekte aus der Veränderung im Investitionsverhalten der Ölindustrie machen sich erfahrungsgemäß erst mit einer Verzögerung von mehreren Monaten in unserem Auftragseingang bemerkbar. Andere Kundenbranchen, wie beispielsweise die chemische und pharmazeutische Industrie, profitieren wiederum vom niedrigen Ölpreis: mit einem gewissen Zeitverzug wird er hier zu rückläufigen Rohstoffkosten für die Unternehmen führen. Im Berichtsjahr verzeichnete die Chemieindustrie ein leichtes Plus, und auch die Pharmabranche erhielt Rückenwind. Geschäftsverlauf 2014 war für R. STAHL ein turbulentes Jahr: Im zweiten Quartal führte der feindliche Übernahmeversuch durch die Weidmüller Beteiligungsgesellschaft GmbH zu hohen außerplanmäßigen Kosten und beeinträchtigte das operative Geschäft. Im zweiten Halbjahr begann der Ölpreis seine Talfahrt, was für R. STAHL das Risiko eines Investitionsrückgangs bei unseren Kunden aus der Ölbranche birgt. Im Berichtsjahr beeinflusste dies die Nachfrage jedoch nicht. Wir setzten 2014 unser Expansionsprogramm fort und erweiterten unsere Kapazitäten weltweit - dank unserer internationalen Präsenz gelingt es uns, Kunden zu gewinnen und Chancen in lokalen Märkten zu nutzen. Interne Wachstumsinitiativen Im Geschäftsjahr schlossen wir die Expansion unseres Standorts in Kuala Lumpur ab und wandelten damit unsere malaysische Tochtergesellschaft in einen Hub für Südostasien um: Mit hohem lokalen Marktverständnis überzeugen wir dort unsere Kunden und etablieren uns als qualitativ hochwertiger Partner im asiatischen Markt. Auch den Anbau des neuen Forschungs- und Entwicklungscenters mit Labor in Waldenburg stellten wir 2014 unter Einhaltung des Zeit- und Kostenplans fertig. Schließlich erhielten wir im August die Baugenehmigung für unser Produktions- und Entwicklungscenter in Köln, wo wir mit dem Neubau des Gebäudes begannen. Unsere Investitionen zahlen sich aus: Bereits während des Geschäftsjahres 2014 führten wir zahlreiche Produktneuheiten wie beispielsweise unsere energieeffizienten LED-Leuchten in den Markt ein. Darüber hinaus entwickelten wir weitere Neuprodukte im Bereich der Automatisierungs-, Bedien- und Beobachtungstechnik und haben im Berichtsjahr sieben Patente angemeldet. Unsere Kunden schätzen die Vorteile unserer innovativen Produkte und wählten R. STAHL aufgrund der spezifischen Produkteigenschaften als Partner für anspruchsvolle Projekte. Seit dem zweiten Halbjahr 2014 stehen Effizienzsteigerung und Schnelligkeit im Fokus unserer Strategie: im Berichtsjahr lag der Fokus vor allem auf der Verbesserung der Prozesse an unserem größten Produktionsstandort in Waldenburg. Dazu optimierten wir unsere internen Strukturen und schufen so flexibel und schnell agierende Einheiten. Externe Geschäftsbedingungen Das zweite Quartal 2014 war geprägt vom Übernahmeangebot der Weidmüller Beteiligungsgesellschaft mbH: Das Unternehmen hatte am 10. April angekündigt, den Aktionären der R. STAHL AG ein öffentliches Übernahmeangebot zu unterbreiten, das am 20. Mai vorgelegt wurde. Während der Annahmefrist wurden Weidmüller lediglich 19 % des stimmberechtigten Kapitals der R. STAHL AG angedient - und damit die im Angebot vorgesehene Mindestannahmeschwelle von 50 % verfehlt. Auch wenn am 4. Juli das Scheitern des Übernahmeversuchs bekannt gegeben wurde, hinterließ er seine Spuren: Zum einen führte die Sondersituation zu Verunsicherung bei Kunden und Mitarbeitern, zum anderen banden die Maßnahmen in Zusammenhang mit dem Übernahmeversuch Kapazitäten im Unternehmen. Da auch der Vorstand dem Übernahmeangebot und den damit verbundenen Aufgaben während dieser Zeit viel Aufmerksamkeit widmen musste, war es notwendig, ausgewählte operative Maßnahmen zurückzustellen. Ein wesentlicher externer Einflussfaktor für unser Geschäft ist der Ölpreis. Dieser ist im zweiten Halbjahr deutlich gefallen, was für unsere Kunden der Ölindustrie eine erhebliche Herausforderung darstellt. Während sich der Preis je Barrel Brent Öl zu Jahresbeginn noch auf USD 110,91 belief, sank er zum Jahresende auf USD 57,56. Dieser signifikante Absturz beeinträchtigt die Rentabilität der Ölkonzerne mit hohen Förderkosten und bremst damit deren Investitionsneigung - im Berichtsjahr haben wir allerdings noch keine negativen Auswirkungen dieser Entwicklung verzeichnet. Der entsprechende Effekt wird erfahrungsgemäß mit einer Verzögerung von einigen Monaten einsetzen. Wir haben uns durch die Ausarbeitung möglicher Szenarien und Alternativen jedoch bereits auf eine zurückhaltende Nachfrage unserer Kunden aus der Ölbranche vorbereitet. Zudem werden bereits verstärkt Regionen fokussiert, in denen R. STAHL aufgrund geringer lokaler Förderkosten weiterhin gute Chancen sieht. Darüber hinaus verfolgen wir gezielt Projekte der Chemieindustrie und versuchen so die Auswirkungen des niedrigen Ölpreises durch unsere breite Aufstellung in anderen Branchen teilweise zu kompensieren. Positiv beeinflussten Änderungen in der Regulierung unser Geschäft: Seit 2013 akzeptiert die US-Küstenwache IECEx-Zertifizierungen bei mobilen Plattformen unter fremder Flagge. Bereits 2014 - und damit früher als ursprünglich erwartet - erhielt R. STAHL den ersten Auftrag für eine IECEx-zertifizierte Floating Production Storage and Offloading Unit (FPSO) im Golf von Mexiko. Zudem veröffentlichte die Civil Aviation Authority einen aktualisierten Standard zur Beleuchtung von Offshore-Helikopterlandeplätzen. Wir gehen davon aus, dass zahlreiche Betreiber im Rahmen der Pflichtnachrüstung auch weitere Neuprodukte von R. STAHL auf ihren Landeplätzen installieren werden, wodurch sich für uns zusätzliche Absatzchancen ergeben. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf R. STAHL hat das Ziel, 2014 einen Auftragseingang von EUR 325 Mio. bis EUR 335 Mio. zu erreichen, leicht übertroffen. In einem schwierigen makroökonomischen Umfeld gelang es R. STAHL, seine Kunden durch bewährte Qualität, lokales Marktverständnis und innovative Technologie zu überzeugen. So erzielten wir einen Auftragseingang von EUR 335,2 Mio. Gleichzeitig generierten wir Umsatzerlöse in Höhe von EUR 308,5 Mio. und lagen damit unter unserer Prognose von EUR 315 Mio. bis EUR 325 Mio. - im Wesentlichen aufgrund des gestiegenen Volumens langläufiger Großprojekte. Bei einigen dieser Projekte, für die R. STAHL 2014 vermehrt ausgewählt wurde, hatten wir bis zum Jahresende mit der Realisierung von Teilumsätzen gerechnet, die aus verschiedenen Gründen nicht eintrat. Die langläufigen Großprojekte erhöhten unseren Auftragsbestand zum Jahresende und werden 2015 ausgeliefert. scroll
Beim Ergebnis haben wir unseren Prognosekorridor von EUR 18 Mio. bis EUR 22 Mio., den wir nach Abschluss des zweiten Quartals aufgrund des Übernahmeversuchs nach unten korrigiert hatten, erreicht. Die Ausnahmesituation hat einen beachtlichen Teil der Kapazitäten von Vorstand und Management über drei Monate gebunden, sodass einzelne Wachstumsprogramme und Projekte zur Optimierung von Arbeitsprozessen nicht wie geplant fortgesetzt bzw. aufgenommen werden konnten. Auch wenn R. STAHL seine Vertriebsmaßnahmen und Effizienzprogramme in der zweiten Jahreshälfte mit Nachdruck implementiert beziehungsweise fortgeführt hat, konnten die Verzögerungen des ersten Halbjahres in der zweiten Jahreshälfte nicht vollständig aufgeholt werden. Darüber hinaus beeinträchtigte die schwache Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr unsere Profitabilität. Aufgrund unserer weltweiten Kapazitätserweiterungen stiegen die Fixkosten an. Diesen Effekt konnten wir 2014 noch nicht gänzlich durch zunehmenden Umsatz kompensieren, was unsere Marge schwächte. Unser nach dem ersten Halbjahr veröffentlichtes Ziel, eine EBIT-Marge von 6 - 7 % bezogen auf den Umsatz zu erwirtschaften, haben wir erreicht. Ertragslage Politische Instabilitäten in zahlreichen Ländern sowie die Eskalation der Krisen in einigen Regionen beeinträchtigten 2014 den Handlungsspielraum internationaler Unternehmen. In diesem schwierigen makroökonomischen Umfeld gelang es uns, den Auftragseingang um 10,2 % zu steigern und den Umsatz um 1,4 % zu erhöhen. Auftragseingang auf Allzeit-Hoch Mit einer Steigerung um 10,2 % erreichte unser Auftragseingang 2014 ein neues Allzeit-Hoch von EUR 335,2 Mio. (Vorjahr: EUR 304,1 Mio.) - insbesondere aufgrund des Wachstums in den Regionen Amerika und Asien/Pazifik. Wir begannen das Jahr mit einem sehr hohen Auftragseingang im ersten Quartal, der vor allem auf das gestärkte Vertrauen der Akteure auf unseren Absatzmärkten in das internationale Wirtschaftsgeschehen zurückzuführen war. Während die Energiekonzerne im ersten Halbjahr 2013 zahlreiche Projekte aufgrund der schwierigen konjunkturellen Situation in verschiedenen Regionen verschoben hatten, gewann die Wirtschaft - und damit auch die Investitionsbereitschaft unserer Kunden - wieder an Fahrt. Aufträge, mit deren Vergabe wir bereits im Vorjahr gerechnet hatten, konnten somit erst 2014 realisiert werden. Nachdem die Nachfrage im zweiten Quartal wieder etwas abflachte, steigerten wir unseren Auftragseingang im zweiten Halbjahr wieder. Die hohe Nachfrage bestätigt unsere Investitionen in den Ausbau unserer Kapazitäten weltweit. ![]() In Deutschland lag der Auftragseingang mit EUR 65,7 Mio. (Vorjahr: EUR 66,6 Mio.) 1,5 % unter Vorjahr und verdeutlicht damit die vorsichtige Investitionshaltung in unserem Heimatmarkt. Dennoch gelang es uns, die installierte Basis zu erweitern - beispielsweise durch einen Auftrag eines namhaften süddeutschen Gase- und Engineering-Unternehmens, das innovative Leuchten und zuverlässige Steuerkästen bei uns bestellte, die in einem Umschlagsterminal für norwegisches Öl an der deutschen Nordseeküste eingesetzt werden. Bereits seit dem zweiten Quartal 2014 ging auch der Auftragseingang aus Norwegen zurück und in Südeuropa dämpfte das schwierige konjunkturelle Umfeld die Nachfrage. Dennoch gewannen wir auch hier wichtige Aufträge, z. B. entschied sich ein Anlagenbetreiber in Italien erstmals für die Zusammenarbeit mit R. STAHL. Da sich die Anlage unmittelbar in einer Stadt befindet, erfordert sie besonders hohe Sicherheitsvorkehrungen: Bislang aus schwerem Aluminium gefertigte Verteilungen wurden durch unsere fiberglasverstärkten Kunststoffverteiler ersetzt, die einfacher zu warten sind und vor allem eine deutlich höhere Sicherheit bieten. Dieser Auftrag zeigt, dass wir durch unsere überlegene Technologie Zugang zu neuen Anlagen sowie Kunden erhalten und so unser Wachstum weiter vorantreiben. Unser Geschäft in Osteuropa wurde von der Ukraine-Krise überschattet, hier lag der Auftragseingang unter unseren Erwartungen. In Afrika überzeugten wir einen großen Energiekonzern von der Qualität unserer explosionsgeschützten Produkte und wurden mit der Energieverteilung auf einer Ölplattform in Gabun beauftragt. Neben der Ölindustrie waren wir auch im Petrochemiesektor erfolgreich und gewannen einen Projektauftrag in Ägypten. Insgesamt nahm der Auftragseingang in der Zentralregion leicht um 0,7 % auf EUR 140,3 Mio. (Vorjahr: EUR 141,3 Mio.) ab. Während der niedrige Gaspreis vor allem im ersten Halbjahr unser Geschäft in Kanada bremste, entwickelte sich der Auftragseingang in den USA besonders erfreulich: Dort erhielten wir den ersten Auftrag für ein IECEx-zertifiziertes FPSO im Golf von Mexiko - nur ein Jahr, nachdem die US-Küstenwache veröffentlicht hatte, den IECEx-Standard bei mobilen Plattformen unter fremder Flagge künftig zu akzeptieren. Unser Vertriebsansatz in Amerika bewährt sich und wir bauen unseren Marktanteil auf den Kontinenten weiter aus. In den USA gewannen wir einen anspruchsvollen Petrochemie-Auftrag: hier erweitert ein Energiekonzern seinen knapp 14 km2 großen Komplex in Texas um eine Ethan-Cracker-Anlage. Der wachsende Auftragseingang trägt positiv zur Auslastung unserer neu geschaffenen Kapazitäten in Houston bei. In Südamerika schwächte die politische und konjunkturelle Situation vor allem im zweiten Halbjahr die Nachfrage. Insgesamt verzeichneten wir in Amerika einen Anstieg des Ordervolumens um 20,4 % auf EUR 57,6 Mio. (Vorjahr: EUR 47,9 Mio.). Im Raum Asien/Pazifik wuchs R. STAHL am stärksten, was unsere Investitionen in diesen strategischen Wachstumsmärkten bestätigt. Wir sind dort sehr gut positioniert und gewannen dank intensivierter Vertriebsaktivitäten sowie einer proaktiveren Herangehensweise deutlich mehr Aufträge als im Vorjahr. So wurden wir beispielsweise mit der Beleuchtung eines Ölfelds vor der Küste Malaysias sowie dessen Ausstattung mit Befehls- und Meldegeräten beauftragt. Für eine Offshore-Plattform vor der Küste Bruneis produzieren wir die mit acht Metern Länge und acht Tonnen Gewicht größte von R. STAHL je konstruierte Steuerung - ein Auftrag, der unsere hohe Technologiekompetenz verdeutlicht. Der wesentlichste Wachstumstreiber war jedoch unsere indische Gesellschaft: Dank des neuen Produktionsstandorts in Chennai können wir ideal auf lokale Anforderungen eingehen und kurze Lieferzeiten in Asien garantieren. Mithilfe dieser Wettbewerbsfaktoren gewannen wir einen Großauftrag des indischen Energiekonzerns Reliance. Unsere Erfolge in der Region Asien/Pazifik belegen, dass wir uns auch auf dem asiatischen Markt, wo wir unseren Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 48,1 % auf EUR 71,6 Mio. (Vorjahr: EUR 48,3 Mio.) steigerten, etabliert haben. Insgesamt übertraf R. STAHLS Auftragsbestand Ende 2014 mit EUR 90,5 Mio. (Vorjahr: EUR 66,0 Mio.) sein Vorjahresniveau um 37,1 %. Dieser Wert beinhaltet auch unsere langläufigen Projektaufträge, die erst im Folgejahr Umsatz generieren. ![]() Umsatz durch starkes Wachstum in Asien getrieben Zu Jahresbeginn waren unsere Umsätze noch von der schwachen Dynamik des zweiten Halbjahres 2013 beeinträchtigt, per 31. Dezember 2013 hatten wir aufgrund des geringen Auftragseingangs im Großprojektegeschäft einen deutlich niedrigeren Auftragsbestand. Zudem erhielten wir im ersten Quartal 2014 weniger kurzläufige Aufträge als in der Vergangenheit, was zu einer vergleichsweise späteren Umsatzrealisierung führte. Bereits im zweiten Quartal hingegen wurden erste positive Effekte der verbesserten Dynamik in unseren Abnehmerindustrien spürbar, und im dritten Quartal gelang es uns schließlich, die Verzögerungen aufzuholen, sodass der Umsatz 2014 insgesamt um 1,4 % auf EUR 308,5 Mio. (Vorjahr: EUR 304,4 Mio.) wuchs. Die Entwicklung in Deutschland war maßgeblich der hiesigen guten Auftragslage im Vorjahr zu verdanken. Mit zahlreichen kurzläufigen Aufträgen realisierten wir Umsatzerlöse zeitnah und erzielten 2014 eine Steigerung um 2,8 % auf EUR 66,8 Mio. (Vorjahr: EUR 65,0 Mio.). In Europa hingegen war unsere Umsatzentwicklung von der schwachen Nachfrage im Vorjahr beeinflusst. Hinzu kam der geringere Auftragseingang in Norwegen sowie die konjunkturell bedingte Zurückhaltung aus Südeuropa. Im zweiten Quartal verkauften wir Ventilsteuerungen für Kompressoren an ein renommiertes Schweizer Unternehmen, wobei die Herausforderung darin lag, alle Sicherungselemente wirtschaftlich und unter Berücksichtigung der spezifischen Umgebungstemperaturen in einem explosionsgeschützten Gehäuse zusammenzuführen. Mit dem komplexen Produkt haben wir uns ein Alleinstellungsmerkmal für diese Anlage erarbeitet. Insgesamt ging unser Umsatz in der Zentralregion um 4,6 % auf EUR 132,5 Mio. (Vorjahr: EUR 139,0 Mio.) zurück. In Amerika zog der Umsatz dem wachsenden Auftragseingang nach, erreichte jedoch noch nicht dessen hohes Niveau: Mit EUR 52,8 Mio. (Vorjahr: EUR 50,6 Mio.) erzielten wir in dieser Region gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 4,2 %. Während wir uns in Südamerika einer schwachen Nachfrage gegenübersahen, erreichten wir in den USA große Erfolge: Aufgrund der Expansion unseres Standorts in Houston können wir unseren Kunden schnellere Lieferzeiten bieten, wodurch wir mehr Aufträge gewannen. Zudem adressierten wir vor dem Hintergrund unseres optimierten Vertriebskonzepts in dieser Region verstärkt OEM-Anbieter und konnten unseren Umsatz damit in den USA deutlich steigern. Im asiatischen Raum konkurrieren wir nicht mit lokalen Low-Cost-Anbietern, sondern arbeiten mit qualitätsbewussten Kunden an internationalen Projekten. Während sich unser Geschäft in Japan und Korea rückläufig entwickelte, steigerten wir den Umsatz vor allem in Australien und Indien. Mit dem Umsatzwachstum in Indien erreichen wir eine Fixkostendegression an unserem neuen Produktionsstandort in Chennai. Auch in Malaysia waren wir erfolgreich, dort werden unsere Produkte auf einer Ölplattform 100 km vor der Küste Sabahs eingesetzt. Im Raum Asien/Pazifik stieg unser Umsatz um 13,2 % auf EUR 56,4 Mio. (Vorjahr: EUR 49,8 Mio.) an. ![]() Ergebnis durch Expansionsprogramm und feindlichen Übernahmeversuch beeinflusst Im Berichtsjahr belief sich unser Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) auf EUR 18,3 Mio. (Vorjahr: EUR 24,9 Mio.) und lag damit um 26,5 % unter Vorjahresniveau. Die EBIT-Marge bezogen auf die Umsatzerlöse erreichte 2014 5,9 % (Vorjahr: 8,2 %). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erreichte EUR 14,7 Mio. (Vorjahr: EUR 21,3 Mio.) - also 31,0 % weniger als im Vorjahr. Daraus ergibt sich eine EBT-Marge von 4,8 % (Vorjahr: 7,0 %). Zwei wesentliche Faktoren beeinflussten 2014 die Ergebnisentwicklung: das Investitionsprogramm und der feindlichen Übernahmeversuch durch die Weidmüller Beteiligungsgesellschaft mbH. Wir haben in den vergangenen drei Jahren unsere Kapazitäten weltweit stark erweitert, um die zunehmende Nachfrage bewältigen zu können. Die gestiegenen Fixkosten in Form von höheren Miet- und Nebenkosten, zusätzlichen Abschreibungen und einer erhöhten Personalausstattung sind in der Anfangsphase noch nicht gänzlich durch Umsatzwachstum gedeckt. Dass sich mit zunehmender Auslastung der Kapazitäten eine Ergebnisverbesserung einstellt, wird in der Entwicklung nach Quartalen deutlich: Während wir im ersten Quartal lediglich ein EBIT von EUR 1,8 Mio. erzielten, legte sein Wert im zweiten Quartal auf EUR 3,8 Mio. und im dritten Quartal sogar auf EUR 7,5 Mio. zu. Im vierten Quartal lag unser EBIT mit EUR 5,2 Mio. wieder etwas unter Vorjahr. Dies ist vor allem auf das hohe Volumen langläufiger Projekte zurückzuführen: Wir arbeiteten während des vierten Quartals vermehrt an Aufträgen, deren Umsatzrealisierung erst 2015 stattfand bzw. stattfindet. Somit standen den auftragsbezogenen Kosten, wie beispielsweise Material- und Personalaufwand, noch keine Umsatzerlöse gegenüber. Auch wenn am 4. Juli 2014 das Scheitern des Übernahmeversuchs bekannt gegeben wurde, hinterließ er seine Spuren: R. STAHL entstanden Aufwendungen für externe Beratung und zusätzliche interne Kosten. Daneben fielen indirekte Kosten an, denn die Sondersituation führte zu Verunsicherung bei Kunden sowie Mitarbeitern und die Maßnahmen in Zusammenhang mit dem Übernahmeversuch banden einen erheblichen Anteil der Management-Kapazität im Unternehmen. Darüber hinaus musste die Markteinführung des neuen LED-Beleuchtungsprogramms auf das zweite Halbjahr verschoben werden, da die Aufmerksamkeit des Marktes auf dem Ausgang des Übernahmeversuchs lag. Dadurch entstanden uns Umsatz- und Ergebniseinbußen im Leuchtengeschäft. Mit EUR 9,6 Mio. (Vorjahr: EUR 7,3 Mio.) übertrafen die sonstigen betrieblichen Erträge ihr Vorjahresniveau um 31,5 %, was im Wesentlichen aus erhöhten Kursgewinnen resultierte. Während sich 2013 Wechselkurseffekte negativ auf unser Ergebnis ausgewirkt hatten, erwirtschafteten wir durch gezieltes Währungsmanagement im Berichtsjahr per Saldo wieder Kursgewinne. Unser Materialaufwand legte aufgrund der steigenden Nachfrage um 4,7 % auf EUR 110,3 Mio. (Vorjahr: EUR 105,3 Mio.) zu, denn zur Abwicklung des erhöhten Auftragseingangs wurde mehr Material verbraucht. Da die Umsatzrealisierung aufgrund zahlreicher langläufiger Projekte noch nicht das Niveau des Auftragseingangs erreicht hat, der Materialaufwand jedoch bereits vorab entstanden ist, ergibt sich eine höhere Materialaufwandsquote als im Vorjahr. Die auf die Gesamtleistung bezogene Kennzahl belief sich auf 34,8 % (Vorjahr: 33,9 %). Im Zuge der Erweiterung unserer Standorte haben wir auch die personellen Kapazitäten erweitert - der Personalaufwand stieg um 9,0 % auf EUR 121,1 Mio. (Vorjahr: EUR 111,1 Mio.) und die Personalaufwandsquote an der Gesamtleistung von 35,8 % im Vorjahr auf 38,2 %. Um 6,6 % auf EUR 12,8 Mio. (Vorjahr: EUR 12,0 Mio.) wuchsen die Abschreibungen aufgrund der Anschaffung sowie Modernisierung von Maschinen und Anlagen an unseren Produktionsstandorten. Im Rahmen des Expansionsprogramms haben wir in neue Gebäude investiert und damit unseren Maschinenpark aufgerüstet. Sowohl im Vorjahr als auch im Berichtsjahr gab es keine außerplanmäßigen Abschreibungen. Der Anteil der Abschreibungen an der Gesamtleistung belief sich auf 4,0 % (Vorjahr: 3,9 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben mit EUR 64,4 Mio. (Vorjahr: EUR 64,6 Mio.) auf Vorjahresniveau: Auch wenn unsere Kursverluste gegenüber dem Vorjahr anstiegen, erzielten wir einen positiven Saldo von EUR 1,1 Mio. Aufgrund der Standorterweiterungen stieg der Mietaufwand (EUR + 0,7 Mio.), da wir beispielsweise in Malaysia größere Räumlichkeiten bezogen. Am stärksten nahmen die Rechts- und Beratungskosten (EUR + 2,1 Mio.) zu, die bedingt durch den feindlichen Übernahmeversuch für externe Beratung zur Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben und zur bestmöglichen Vertretung der Interessen der Gesellschaft entstanden. Insgesamt belief sich der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen bezogen auf die Gesamtleistung auf 20,3 % (Vorjahr: 20,8 %). Zinserträge in Höhe von EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) und Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 4,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,8 Mio.) führten zu einem Zinsergebnis von EUR - 3,6 Mio. (Vorjahr: EUR - 3,6 Mio.). Darin enthalten sind Nettozinsaufwendungen für Pensionsverpflichtungen von EUR 2,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2,6 Mio.). Im Berichtsjahr fielen Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von EUR 4,9 Mio. (Vorjahr: EUR 5,9 Mio.) an. R. STAHLs Jahresergebnis nach Steuern belief sich damit auf EUR 9,8 Mio. (Vorjahr: EUR 15,4 Mio.) und das Ergebnis je Aktie ging von EUR 2,59 im Vorjahr auf EUR 1,67 zurück. Finanzlage Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Das oberste Ziel unseres Finanzmanagements ist es, die solide Finanzposition des R. STAHL Konzerns zu sichern. Die zentrale Steuerung der Finanzgeschäfte durch die R. STAHL AG garantiert ein einheitliches Auftreten gegenüber Kreditinstituten sowie Eigenkapitalgebern und sorgt für ein schlüssiges finanzielles Risikomanagement. Aufgabe des Finanzmanagements ist es, den Finanzmittelbedarf der Konzerngesellschaften zur Durchführung des operativen Geschäfts zu gewährleisten. Darüber hinaus stellen wir sicher, dass die nötigen finanziellen Mittel für Investitionsvorhaben verfügbar sind, wozu wir monatlich eine rollierende Liquiditätsplanung aufstellen. Darin erfassen wir den Finanzmittelbedarf für die Aktivitäten in den einzelnen Tochtergesellschaften, den wir durch interne Konzerndarlehen oder externe Bankkredite decken. Im Rahmen des Cash-Managements steuern wir Kredit-, Zins- und Währungsrisiken im Konzern gezielt, ihre Absicherung erfolgt durch Inanspruchnahme von marktgängigen derivativen Finanzinstrumenten, die sich ausschließlich am Grundgeschäft orientieren. Finanzierungsanalyse R. STAHL steuert den konzernweiten Bedarf an Finanzmitteln zentral am Hauptsitz in Waldenburg. Die Fremdfinanzierung decken wir durch Bankdarlehen ab. Für die R. Stahl Aktiengesellschaft und unsere deutschen Tochtergesellschaften haben wir ein Cash-Pooling eingerichtet: Wir nutzen Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften, um damit den Finanzmittel-bedarf anderer Tochtergesellschaften auszugleichen. Dadurch beschränken wir die Aufnahme externer Darlehen und verringern somit unseren Zinsaufwand. Ist die Inanspruchnahme von Fremdmitteln notwendig, finanzieren sich unsere Gesellschaften im Ausland über Kreditlinien lokaler Banken, für die die Muttergesellschaft eine Garantie abgibt. R. STAHL verfügt über zwei Festzins-Bodensatzdarlehen in einer Gesamthöhe von EUR 8,8 Mio., die über eine Laufzeit bis 2017 mit 2,45 % beziehungsweise 2,9 % p. a. verzinst werden. Zur Sicherung unserer Finanzkraft stehen uns vertraglich fixierte Kreditlinien mit einem Volumen von EUR 50 Mio. zur Verfügung, die zum 30. Juni 2015 auslaufen. Im zweiten Quartal schlossen wir zusätzlich zwei weitere bilaterale Vereinbarungen zur Gewährung von Kreditlinien in Höhe von insgesamt EUR 25 Mio. mit einer Laufzeit bis Mitte 2017 ab. Damit nutzen wir das attraktive Zinsniveau und optimieren die Fälligkeitsstruktur unserer Finanzverbindlichkeiten. Financial Covenants sind nicht vereinbart. R. STAHLs Eigenkapital belief sich am 31. Dezember 2014 auf EUR 74,9 Mio. (31. Dezember 2013: EUR 91,9 Mio.), ein Rückgang, der zum Teil auf den Erwerb zusätzlicher eigener Aktien im ersten Halbjahr 2014 zurückzuführen ist: 2013 hielt R. STAHL eigene Aktien in Höhe von 8 % des Grundkapitals. Im zweiten Quartal 2014 erwarb R. STAHL weitere Anteile in Höhe von 2 % des Grundkapitals und wendete dafür EUR 5,6 Mio. auf. Zum anderen führte die Erhöhung des Barwertes der Pensionsverpflichtungen zu einer Eigenkapitalminderung um EUR 16,3 Mio. im Vergleich zum Vorjahr. Grund dafür ist die Senkung des in Deutschland zugrunde liegenden Zinssatzes von 3,7 % im Vorjahr auf 2,0 % zum 31. Dezember 2014. Zum Bilanzstichtag belief sich die Eigenkapitalquote auf 27,3 % (31. Dezember 2013: 37,1 %). Am 11. Dezember 2014 schloss die R. STAHL AG einen Vertrag mit der RAG-Stiftung Beteiligungsgesellschaft mbH über den Verkauf von 644.000 R. STAHL Aktien - und damit 10 % des Grundkapitals - ab. Das Bezugsrecht für die freien Aktionäre war dabei ausgeschlossen. Die rechtlichen Voraussetzungen für diese Ausplatzierung gehen auf einen Beschluss der Hauptversammlung im Juni 2010 zurück, an dem sich auch der Verkaufspreis orientiert. Darin heißt es, dass „die erworbenen eigenen Aktien zu einem Preis veräußert werden [dürfen], der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt nicht maßgeblich unterschreitet. Als maßgeblicher Börsenkurs im Sinne der vorstehenden Regelung gilt dabei der Durchschnitt der durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurse im Xetra-Handel [...] der letzten fünf Börsentage vor Veräußerung der Aktien." Da der Übertrag der Aktien gegen Zahlung des Kaufpreises erst zum 20. Januar 2015 erfolgte, sind die positiven Effekte der Transaktion in der Bilanz 2014 noch nicht ersichtlich: R. STAHLS Bilanz wurde deutlich gestärkt, im Januar 2015 flossen uns liquide Mittel in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags zu, woraus wir einen erfolgsneutralen Erlös erzielten. Das Eigenkapital stieg dadurch um EUR 24,5 Mio. an. Dabei wurde der Abzugsposten für eigene Anteile in Höhe von zuletzt EUR 11,2 Mio. aufgelöst und der restliche Betrag von EUR 13,3 Mio. in den Kapitalrücklagen ausgewiesen. Bei einer Transaktion im Dezember 2014 hätten wir ein Eigenkapital in Höhe von EUR 99,4 Mio. und eine Eigenkapitalquote von 36,3 % ausgewiesen. scroll
*) fiktive Zahl; Annahme: Übertrag der Aktien hätte bereits 2014 stattgefunden Kapitalflussrechnung 2014 erwirtschaftete R. STAHL ein Konzernergebnis von EUR 9,8 Mio. (Vorjahr: EUR 15,4 Mio.), und die Abschreibungen erreichten aufgrund unserer Investitionen in die Kapazitätserweiterung der Standorte EUR 12,8 Mio. (Vorjahr: EUR 12,0 Mio.). Infolge des höheren Barwerts der Pensionsrückstellungen belief sich die Veränderung der latenten Steuern auf EUR - 1,5 Mio. (Vorjahr: EUR -0,7 Mio.). Sonstige operative Effekte, wie beispielsweise die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge, machten EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 6,7 Mio.) aus. Aufgrund unseres hohen Auftragsvolumens und der Vielzahl langläufiger Projektaufträge ist das Volumen unserer fertigen und unfertigen Erzeugnisse gewachsen, was zu einem Anstieg des Working Capital führte. Auch unsere Forderungen hatten zum Berichtszeitpunkt infolge des Umsatzwachstums im vierten Quartal ein hohes Niveau. Aufträgen, die noch vor Jahresende ausgeliefert wurden, stehen Forderungen gegenüber, die zum 31. Dezember 2014 noch nicht fällig waren. Im Berichtsjahr wandten wir mit EUR 18,7 Mio. (Vorjahr: EUR 6,1 Mio.) mehr Finanzmittel für das Nettoumlaufvermögen auf als 2013. Insgesamt ging unser operativer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von EUR 27,4 Mio. auf EUR 3,1 Mio. zurück. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich 2014 auf EUR 18,6 Mio. (Vorjahr: EUR 24,2 Mio.). Das 2012 initiierte Investitionsprogramm wirkt sich auch 2014 auf unsere Ausgaben aus, wenngleich deren Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass der Großteil der Expansionsprojekte bereits umgesetzt wurde. In Waldenburg stellten wir den Anbau des neuen Forschungs- und Entwicklungscenters fertig und schafften dafür neue Anlagen sowie Büro- und Geschäftsausstattung an. Darüber hinaus haben wir auch in Köln weiter investiert: Hier entsteht ein gemeinsames Entwicklungs- und Produktionscenter für unsere Tochtergesellschaften R. STAHL HMI Systems GmbH und R. STAHL Camera Systems GmbH. Im August 2014 erhielten wir die endgültige Baugenehmigung und begannen mit den Baumaßnahmen. Schließlich investierten wir in Maschinen und Anlagen für unsere Produktionsstandorte sowie in Werkzeuge, IT und Instandhaltung. Unser Free Cashflow sank dadurch auf EUR - 15,5 Mio. (Vorjahr: EUR 3,2 Mio.). Die Hauptversammlung 2014 beschloss eine Dividendenausschüttung von EUR 1,00 je stimmberechtigter Aktie, der daraus resultierende Mittelabfluss in Höhe von EUR 5,8 Mio. schmälerte unsere Liquidität. Im Berichtsjahr erhöhten wir unsere kurzfristigen Finanzschulden um EUR 20,0 Mio. bei einem attraktiven Zinsniveau. Gleichzeitig tilgten wir langfristige Darlehen in Höhe von EUR 2,8 Mio. Für den Erwerb eigener Aktien in Höhe von 2 % des Grundkapitals im zweiten Quartal 2014 gaben wir EUR 5,6 Mio. aus. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich damit auf EUR 5,8 Mio. (Vorjahr: EUR 5,7 Mio.). Am Ende des Berichtsjahres wiesen wir Finanzmittel in Höhe von EUR 15,8 Mio. (Vorjahr: EUR 25,0 Mio.) aus. Da der Übertrag der eigenen Anteile in Höhe von 10 % des Grundkapitals an die RAG-Stiftung Beteiligungsgesellschaft gegen Zahlung des Kaufpreises erst im Januar 2015 erfolgte, sind die Effekte des im Dezember 2014 geschlossenen Vertrags zur Veräußerung der Aktien noch nicht im Cashflow des Berichtsjahres enthalten. Wäre der Übertrag noch 2014 erfolgt, hätte sich die Veräußerung der eigenen Anteile voll zahlungswirksam im Cashflow niedergeschlagen. Die sich daraus ergebende Verbesserung des Cashflows wird sich erst im ersten Quartal 2015 einstellen. ![]() Rating 2014 gaben wir keine Bonitätsanalyse bei externen Ratingagenturen in Auftrag. Aus den regelmäßigen Gesprächen mit unseren Hausbanken schließen wir, dass R. STAHL im stabilen Investment-Grade-Bereich liegt. Unsere gute Bonität wird durch die positive Zusammenarbeit mit unseren Kapitalgebern bestätigt. ![]() Vermögenslage Am 31. Dezember 2014 belief sich R. STAHLs Bilanzsumme auf EUR 273,9 Mio. (Vorjahr: EUR 247,6 Mio.) - ein Anstieg um 10,6 % gegenüber dem Vorjahreswert. Während sich auf der Aktivseite unsere kurzfristigen Vermögenswerte ebenso erhöhten wie die langfristigen, verteilte sich der Anstieg der Bilanzsumme auf der Passivseite anders: Die kurz- und langfristigen Schulden legten zu, gleichzeitig ging das Eigenkapital zurück. Entwicklung Aktiva Zum 31. Dezember 2014 beliefen sich die langfristigen Vermögenswerte auf EUR 124,6 Mio. (Vorjahr: EUR 109,7 Mio.) - ein Zuwachs von EUR 14,9 Mio. respektive 13,5 %. Ihr Anteil an der Bilanzsumme erreichte damit 45,5 % (Vorjahr: 44,3 %). Unsere immateriellen Vermögenswerte hielten sich 2014 auf Vorjahresniveau. Maßgeblich durch unser Investitionsprogramm bedingt war die Erhöhung des Sachanlagevermögens um 11,8 %. Der Bilanzwert unserer Grundstücke und Gebäude erhöhte sich um 4,9 % und der Buchwert der technischen Anlagen und Maschinen um 17,6 %. Am Hauptsitz in Waldenburg stellten wir den Anbau für Forschung und Entwicklung fertig und schafften dafür sowohl Betriebs- und Geschäftsausstattung als auch neue Anlagen an. Zudem investierten wir in die Expansion unserer Produktionsgesellschaft in Indien und kauften Maschinen und Anlagen, wie beispielsweise eine neue CNC-Bohrmaschine, für unsere Tochtergesellschaft in den Niederlanden. Einen wesentlichen Anteil an der Zunahme der langfristigen Vermögenswerte hatten gestiegene aktive latente Steuern - sie haben sich aufgrund des erhöhten Barwerts der Pensionsrückstellungen im Berichtsjahr mehr als verdoppelt. Unsere kurzfristigen Vermögenswerte übertrafen zum 31. Dezember 2014 mit EUR 149,3 Mio. (Vorjahr: EUR 137,8 Mio.) ihren Vorjahreswert um 8,3 %. Ihr Anteil an der Bilanzsumme erhöhte sich damit auf 54,5 %. Aufgrund zahlreicher langläufiger Projekte, deren Auslieferung und damit auch Umsatzrealisierung erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, sind unsere fertigen und unfertigen Erzeugnisse angewachsen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beliefen sich auf Vorjahresniveau. Die kurzfristigen Forderungen und sonstige Vermögenswerte erreichten EUR 75,7 Mio. (Vorjahr: EUR 62,9 Mio.), wobei die Forderungen aus Lieferung und Leistung um 8,2 % stiegen: Da das vierte Quartal 2014 das umsatzstärkste war, die mit den Umsätzen verbundenen Forderungen gegenüber unseren Kunden allerdings zum Jahresende noch nicht fällig wurden, ergab sich zum 31. Dezember dieser Anstieg. Grund für die Zunahme unserer sonstigen Forderungen ist die Expansion am Hauptsitz in Waldenburg, wo wir den Bau des neuen Forschungs- und Entwicklungscenters vorfinanzierten und die Räumlichkeiten nach dem Verkauf an eine Grundstücksverwaltungsgesellschaft wieder anmieten. Die Bilanzposition zeigt unsere noch ausstehenden Forderungen gegenüber dem Vermieter. Unsere liquiden Mittel reduzierten sich von EUR 25,0 Mio. im Vorjahr auf EUR 15,8 Mio. zum 31. Dezember 2014. Entwicklung Passiva Zum 31. Dezember 2014 belief sich das Eigenkapital des R. STAHL Konzerns auf EUR 74,9 Mio. (Vorjahr: EUR 91,9 Mio.). Ursächlich für diesen Rückgang sind im Wesentlichen die versicherungsmathematischen Verluste aus Pensionsverpflichtungen einschließlich latenter Steuern in Höhe von EUR 16,3 Mio., welche erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt wurden sowie die Ausschüttung einer Dividende von EUR 5,8 Mio. R. STAHL hatte im zweiten Quartal 2014 eigene Aktien in Höhe von 2 % des Grundkapitals zu einem Kaufpreis von insgesamt EUR 5,6 Mio. erworben und hielt damit zum Bilanzstichtag 644.000 R. STAHL Aktien im Bestand, die in Höhe ihrer Anschaffungskosten von EUR 11,2 Mio. vom Eigenkapital abgezogen wurden. Die Eigenkapitalquote erreichte zum Jahresende 27,3 % (Vorjahr: 37,1 %). Bereits im Dezember 2014 haben wir mit der RAG-Stiftung Beteiligungsgesellschaft mbH einen Vertrag über den Verkauf der eigenen Anteile in Höhe von insgesamt 10 % des Grundkapitals geschlossen. Da der Übertrag der Aktien und des vereinbarten Kaufpreises erst im Januar 2015 erfolgte, ist der positive Effekt der Aktienveräußerung im Eigenkapital noch nicht ersichtlich. Im ersten Quartal 2015 wurde der Abzugsposten für eigene Anteile aufgelöst und der Rest des Kaufpreises in der Kapitalrücklage verbucht. Hätte der Übertrag noch 2014 stattgefunden, so beliefe sich unser Eigenkapital auf EUR 99,4 Mio. Die langfristigen Schulden legten um 23,5 % auf EUR 111,4 Mio. (Vorjahr: EUR 90,2 Mio.) zu und machten einen Anteil von 40,7 % an der Bilanzsumme aus. Durch Tilgung von EUR 2,8 Mio. verringerten sich unsere verzinslichen Finanzschulden auf EUR 12,9 Mio. (Vorjahr: EUR 15,7 Mio.). Als ausschlaggebende Position für den Anstieg unserer langfristigen Schulden stiegen die Pensionsrückstellungen um 33,3 % und damit EUR 23,4 Mio. an. Diese Erhöhung resultierte aus dem Rückgang des in Deutschland zugrunde liegenden Berechnungszinssatzes von 3,7 % auf 2,0 %. Zum 31. Dezember 2014 stiegen unsere kurzfristigen Schulden um 33,9 % auf EUR 87,6 Mio. (Vorjahr: EUR 65,4 Mio.). Ihr Anteil an der Bilanzsumme belief sich auf 32,0 %. Wir nahmen im Berichtsjahr zinsgünstige Darlehen aus unseren Kreditlinien in Anspruch, um unser operatives Geschäft sowie den Aktienrückkauf im zweiten Quartal zu finanzieren. Dadurch stiegen unsere kurzfristigen verzinslichen Finanzschulden um EUR 20,1 Mio. auf EUR 35,6 Mio. (Vorjahr: EUR 15,5 Mio.). Infolge des erhöhten Auftragseingangs nahmen auch unsere Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung um 6,3 % auf EUR 17,9 Mio. (Vorjahr: EUR 16,9 Mio.) zu. Gleichzeitig sanken unsere Steuerschulden um EUR 1,1 Mio. auf EUR 2,3 Mio. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand Wir haben die Ziele, die wir uns für das Geschäftsjahr 2014 gesetzt hatten, beim Auftragseingang und Ergebnis erreicht: Dank der weiter ausgebauten Vertriebsstruktur und des gezielten Projektmanagements ist es uns gelungen, den Prognosekorridor beim Auftragseingang mit EUR 335,2 Mio. sogar leicht zu übertreffen. Um der gesteigerten Nachfrage nach unseren explosionsgeschützten Produkten und Systemen aus den Regionen Asien/Pazifik und Amerika gerecht werden zu können, verstärkten wir unsere Präsenz im asiatischen Raum und gewannen dadurch bereits große Projektaufträge. Unsere Tochtergesellschaft in den USA überzeugt durch profundes Know-how und exzellente Beziehungen zu international tätigen Kunden. Trotz des um 10,2 % gewachsenen Auftragseingangs erreichte der Umsatz mit EUR 308,5 Mio. unseren Zielkorridor von EUR 315 Mio. bis EUR 325 Mio. nicht. Grund dafür waren die bereits 2014 vergebenen zahlreichen langläufigen Projekte, deren Umsatzrealisierung allerdings erst 2015 erfolgen wird. Daher spiegelt das Umsatzwachstum im Berichtsjahr noch nicht die hohe Nachfrage wider. Die Auswirkungen der Krise zwischen Russland und der Ukraine beeinträchtigten unseren Umsatz in dieser Region. Unser Geschäftsvolumen in Russland war 2014 allerdings nicht hoch genug, um einen wesentlichen Einfluss auszuüben. Mit einem EBIT von EUR 18,3 Mio. haben wir unseren angepassten Prognosekorridor erreicht. Der feindliche Übernahmeversuch bremste kurzfristig unser Ergebniswachstum, indem er direkte Kosten, wie beispielsweise Aufwand für rechtliche Beratung, verursachte, einen beachtlichen Teil der Management-Kapazität über mehrere Monate hinweg band und zur Verzögerung der Markteinführung neuer Produkte führte. Darüber hinaus beeinflusste das gestiegene Ordervolumen langläufiger Projekte unsere EBIT-Entwicklung, da die Aufwendungen zur Abwicklung der Aufträge unser Ergebnis belasteten, dem allerdings noch nicht die entsprechenden Umsatzerlöse gegenüberstanden. Wir setzten unser Investitionsprogramm erfolgreich unter Einhaltung des Kostenplans fort - was sich im Free Cashflow widerspiegelte, während der Cashflow aus Finanztätigkeit vor allem vom Aktienrückkauf im zweiten Quartal geprägt war. Im Dezember 2014 schlossen wir einen Vertrag mit der RAG-Stiftung Beteiligungsgesellschaft mbH über den Verkauf unserer gesamten eigenen Aktien in Höhe von 10 % des Grundkapitals. Der Übertrag der Aktien gegen den vereinbarten Kaufpreis wurde jedoch erst 2015 vollzogen und der positive Bilanzeffekt daraus spiegelte sich zum Jahresende 2014 noch nicht im Eigenkapital wider. Unsere Eigenkapitalquote belief sich auf 27,3 %. Wir werden im laufenden Geschäftsjahr die letzte Phase des Investitionsprogramms abschließen und uns gleichzeitig auf die Fixkostendegression durch die zunehmende Auslastung der Kapazitäten konzentrieren. Zudem bearbeiten wir den asiatischen Markt aus unseren lokalen Produktionsstandorten heraus und erhöhen so die Effizienz. Am Stammsitz in Deutschland unterstützt die Ende 2014 eingeführte Neuorganisation der Produkteinheiten flexibles Handeln und schnelle Reaktionszeiten. Darüber hinaus treiben wir weltweit die Markteinführung unserer margenstarken Neuprodukte voran. Profitabilität und Rentabilität sind die Kernpunkte unseres Handelns 2015. Nachhaltigkeit Wir legen besonderen Wert darauf, unser wirtschaftliches Handeln nachhaltig zu gestalten. Als Experte für Explosionsschutz ist die Sicherheit von Menschen, Maschinen und Umwelt die Basis für unser Geschäft und damit für unseren Erfolg. Unsere internen Prozesse und Handlungen sollen stets im Einklang mit ökologischen, sozialen sowie gesellschaftlichen Belangen stehen. Dabei ist uns der respektvolle Umgang mit der Umwelt ebenso wichtig wie gute Beziehungen zu unseren Stakeholdern. Ökologische Verantwortung Der Klimawandel zählt zu den größten globalen Herausforderungen unserer Zeit - für alle Staaten. Deshalb wird es für Unternehmen, vor allem im produzierenden Gewerbe, immer wichtiger, ihre Prozesse unter ökologischen Gesichtspunkten zu betrachten - auch für R. STAHL. Explosionen auf einer Ölbohrinsel oder in einer Chemiefabrik haben weitreichende Folgen und können zu enormen Schäden am Ökosystem führen. Mit unseren Produkten und Dienstleistungen unterstützen wir die Betreiber solcher Anlagen darin, die Sicherheit im explosionsgefährdeten Bereich zu gewährleisten und so Umweltschäden vorzubeugen. Wir nehmen diese Verantwortung sehr ernst und entwickeln unsere Produkte und Systeme stets unter dem Aspekt höchstmöglicher Sicherheit weiter. Umweltschutz ist für uns nicht nur in Hinblick auf unsere Kunden ein wichtiges Thema, sondern wir widmen ökologischen Faktoren selbstverständlich auch an unseren eigenen Standorten hohe Aufmerksamkeit: Sowohl beim Neubau am Stammsitz in Waldenburg als auch bei unserem im Bau befindlichen Produktions- und Entwicklungscenter in Köln halten wir die Vorgaben der im Mai 2014 in Kraft getretenen Energieeinsparverordnung ein. An beiden Standorten nutzen wir durch hochwertige Verglasung und ein energieeffizientes Beleuchtungssystem mit LED-Technik die Vorteile nachhaltiger Bauweise. Zudem arbeiten wir in Waldenburg und Köln mit Betonkerntemperierung, wobei unsere Räumlichkeiten durch Heizschleifen in den Betondecken mit Strahlungswärme aufgeheizt werden, sodass die Raumtemperatur um 1°-2° C gesenkt werden kann, ohne das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu beeinflussen. Eine 2° C niedrigere Raumtemperatur spart bereits rund 12 % der Heizenergie ein und bietet damit auch wirtschaftliche Vorteile. scroll
Darüber hinaus arbeiten wir daran, unsere CO2-Emissionen zu senken: Mittelfristig wollen wir die Daten zum Energieverbrauch standortübergreifend erfassen, derzeit liegen uns detaillierte und plausibilisierte Daten für unseren Hauptsitz in Waldenburg vor. Insgesamt ist unser CO2-Ausstoß dort gesunken. Einen großen Beitrag zur Emissionssenkung leistet neben der energieeffizienten Bauweise des Entwicklungscenters auch unser im November 2014 in Betrieb genommenes Blockheizkraftwerk: Aufgrund des geringen Wärmeverlusts liegt der Wirkungsgrad weit über dem gewöhnlicher Energieerzeugung. Vor allem in den kommenden Jahren wird sich der positive Effekt sowohl beim CO2-Ausstoß als auch in Form geringerer Nebenkosten bemerkbar machen. Soziale Verantwortung Nicht nur im Explosionsschutz hat Sicherheit für uns höchste Priorität, sondern auch im Arbeitsalltag - die Sicherheit unserer Mitarbeiter ist für uns von besonderer Bedeutung, weshalb wir stetig an der Verbesserung der Arbeitsschutzmaßnahmen arbeiten. Mit dem Ziel, die Anzahl der Arbeitsunfälle weiter zu senken, betrachten wir die Sicherheitsgrundunterweisung neuer Mitarbeiter als ebenso selbstverständlich wie kontinuierliche Sicherheitsbegehungen. Im November 2013 wurde das Arbeitsschutz Management System der R. STAHL Schaltgeräte GmbH erneut im Rahmen eines alle drei Jahre stattfindenden Audits der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) für gut befunden. In deren Rahmen wurde vor allem die Implementierung der Arbeitsschutzmaßnahmen im alltäglichen Handeln, auch auf Führungsebene, überprüft. Im Berichtsjahr gab es am Standort Waldenburg 9,5 meldepflichtige Arbeitsunfälle je 1.000 Versicherte - im Vergleich zum durch die BG ETEM ermittelten Branchendurchschnitt eine sehr niedrige Unfallquote (Quelle: BG ETEM Jahresbericht 2013, 5. 47). In den letzten Jahren haben wir ein verstärktes Interesse unserer Kunden am Arbeitsschutz festgestellt - mit unseren guten Ergebnissen in diesem Bereich zeigen wir ihnen, wie wichtig auch uns dieses Thema ist. ![]() Es ist für uns von hoher Bedeutung, R. STAHLs Ruf als attraktiver Arbeitgeber zu sichern und die Berufsfähigkeit bestehender Mitarbeiter zu erhalten. Dazu boten wir ihnen auch 2014 im Rahmen des jährlich stattfindenden Gesundheitstages eine Reihe von Gesundheitsleistungen, wie z. B. Ernährungscoaching und sportliche Beratung, an. Darüber hinaus können R. STAHL Mitarbeiter flexible Arbeitszeitmodelle nutzen, womit wir ihnen eine optimale Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen wollen. Unser Ziel ist es, ihre Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit auch für die Zukunft zu erhalten und zu fördern. Gesellschaftliche Verantwortung Wir betrachten R. STAHL als Teil der Gesellschaft - für die wir uns auf mehreren Ebenen auch abseits des rein Geschäftlichen engagieren. Im Fokus stehen dabei insbesondere junge Menschen. Im Rahmen unserer Erfindertage in Waldenburg bieten wir beispielsweise Kindern und Jugendlichen einen ersten Eindruck in den Bereich der Technik, vor allem im Explosionsschutz. Doch nicht nur in unserem Heimatmarkt unterstützen wir Kinder auf ihrem Lebensweg: Wir haben einen gemeinnützigen Verein gegründet, dessen Zweck es ist, Menschen - insbesondere Kindern und Jugendlichen - in benachteiligten Gebieten zu helfen. Sein erstes Projekt ist die Unterstützung eines Kinderheims in Indien, wofür wir bereits 2013 mit großer Sorgfalt eine geeignete Einrichtung ausgesucht haben. 2014 haben wir uns an der Renovierung beteiligt und bei der Versorgung der Kinder unterstützt. Sowohl der Vorstand als auch weitere Mitarbeiter der R. STAHL Gruppe haben das Kinderheim in der Nähe von Chennai bereits besucht und sich von der Qualität der Betreuung und Ausbildung vor Ort überzeugt. Unser Ziel ist es, die Lebensbedingungen der etwa 25 dort lebenden Kinder zwischen zwei und 17 Jahren nachhaltig zu verbessern und einen Beitrag zu Lebensunterhalt und Erziehung zu leisten. Im Rahmen gemeinsamer Veranstaltungen, wie beispielsweise einem Neujahrsfest, begegnen sich Kinder und unsere indischen Mitarbeiter. Wir möchten den Jugendlichen Zukunftschancen aufzeigen - bis hin zur Möglichkeit eines Praktikums bzw. einer Anstellung bei der nur 30 km entfernten R. STAHL (P) Limited. In unserer indischen Tochtergesellschaft erhalten die jungen Menschen eine fundierte und an langfristigem Wissensaufbau orientierte Ausbildung. Erklärung zur UnternehmensführungSeit dem Geschäftsjahr 2009 sind alle deutschen Aktiengesellschaften nach § 289a HGB verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben. Unsere Entsprechenserklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.stahl.de unter der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance öffentlich zugänglich und zudem im Geschäftsbericht abgedruckt. Ergänzende Angaben nach § 315 Abs. 4 HGBKapitalverhältnisse Am 31. Dezember 2014 belief sich das gezeichnete Kapital der R. STAHL AG auf EUR 16.500.000,00. Es setzte sich aus 6.440.000 auf den Namen lautende Stückaktien zusammen. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von EUR 2,56 am Gesellschaftskapital. Mitglieder der Familien Stahl und Zaiser haben wesentliche Teile des stimmberechtigten Kapitals in einem Konsortialvertrag gepoolt, durch den sie sich verpflichten, ihre Stimmen entsprechend den Beschlüssen des Konsortiums auszuüben bzw. ausüben zu lassen. Mit der Meldung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG vom 10. Juli 2006 haben die Konsorten mitgeteilt, dass sie mehr als 25 % der Stimmrechte an der R. STAHL AG halten. Die Gesamtzahl der Stimmrechte, die dem einzelnen Konsorten nach den §§ 21, 22 WpHG zuzurechnen sind, beträgt nach dieser Meldung individuell zwischen 36,02 und 38,35 % der stimmberechtigten Aktien. Die Gesamtzahl der Stimmrechte, die dem Konsortium zuzurechnen sind, kann sich seitdem verändert haben, ohne dass sich eine erneute Meldepflicht nach WpHG ergeben hat. Aktionärsrechte und -pflichten Dem Aktionär stehen Vermögens- und Verwaltungsrechte zu. Zu den Vermögensrechten gehören nach § 58 Abs. 4 AktG das Recht auf Teilhabe am Gewinn und nach § 271 AktG am Liquidationserlös sowie nach § 186 AktG das Bezugsrecht auf Aktien bei Kapitalerhöhung. Zu den Verwaltungsrechten gehören das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen, und das Recht, auf dieser zu reden, Fragen und Anträge zu stellen sowie die Stimmrechte auszuüben. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die Mitglieder des Aufsichtsrats der Kapitalseite und den Abschlussprüfer; sie entscheidet über die Entlastung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, über Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen, über Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien sowie gegebenenfalls über die Durchführung von Sonderprüfungen, über vorzeitige Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrats und über eine Auflösung der Gesellschaft. Besetzung des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen, von denen sechs von der Hauptversammlung und drei nach dem Drittelbeteiligungsgesetz zu wählen sind. Die Beschlüsse des Aufsichtsrats werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit nicht gesetzlich zwingend andere Mehrheiten vorgeschrieben sind. Ergibt eine Abstimmung Stimmengleichheit, so findet eine neue Aussprache nur statt, wenn die Mehrheit des Aufsichtsrats dies beschließt. Anderenfalls muss unverzüglich neu abgestimmt werden. Bei dieser erneuten Abstimmung über denselben Gegenstand hat nach § 12 Abs. 6 der Satzung der Vorsitzende des Aufsichtsrats, wenn auch sie Stimmengleichheit ergibt, zwei Stimmen. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig. Ergänzend bestimmt die Satzung in § 6, dass der Vorstand aus einer oder mehreren Personen besteht. Über die Zahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung und den Widerruf der Bestellung sowie die Anstellungsverträge mit ihnen entscheidet der Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen sowie stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Informationen zu den Befugnissen des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, sind im Konzernanhang unter dem Punkt „Eigenkapital" aufgeführt. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen Die R. STAHL AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Auch wurden den Mitgliedern des Vorstands und Arbeitnehmern keine Entschädigungen im Falle eines Übernahmeangebots zugestanden. Vergütungssystematik für Aufsichtsrat und VorstandDie Grundzüge des Vergütungssystems für Aufsichtsrat und Vorstand sind im Konzernanhang unter dem Punkt „Verwaltungsorgane der R. STAHL AG" angegeben, sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts. NachtragsberichtAm 11. Dezember 2014 schloss die R. STAHL AG mit der RAG-Stiftung Beteiligungsgesellschaft einen Vertrag über den Verkauf von 644.000 R. STAHL Aktien. Dies entspricht 10 % des Grundkapitals. Das Bezugsrecht für die freien Aktionäre war bei dieser Ausplatzierung ausgeschlossen. Die rechtlichen Voraussetzungen für diese Ausplatzierung gehen auf einen Beschluss der Hauptversammlung von R. STAHL im Juni 2010 zurück. Da der Vorgang noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung stand, fand der Vollzug des Kaufvertrags erst nach dem Berichtsstichtag statt. Am 20. Januar 2015 wurden die Anteile sowie der vereinbarte Kaufpreis übertragen. Dadurch flossen R. STAHL liquide Mittel in Höhe von EUR 24,5 Mio. zu. Mit dem Verkauf erzielte R. STAHL einen erfolgsneutralen Erlös, wodurch das Eigenkapital anstieg. Der Abzugsposten für eigene Anteile in Höhe von EUR 11,2 Mio. wurde aufgelöst und der restliche Betrag in Höhe von EUR 13,3 Mio. wurde der Kapitalrücklage zugeführt. RisikoberichtRisikomanagement-System Das in die Aufbau- und Ablauforganisation des R. STAHL Konzerns eingebettete Risikomanagement-System ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen für alle Gesellschaften und Zentralfunktionen. Es umfasst die Gesamtheit der installierten IT-Systeme, Prozesse, Abläufe, Anweisungen und Verhaltensregeln, die in allen unseren Gesellschaften weltweit als gültige Standards implementiert sind, und unterliegt einem permanenten Verbesserungs- und Weiterentwicklungsprozess. Zu seinen Bestandteilen zählen insbesondere die konzernweite Risikoberichterstattung auf Basis des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG), ein einheitlicher Planungs- und Controlling-Prozess sowie das interne Überwachungssystem, bestehend aus dem internen Kontrollsystem mit konzerneinheitlichen Richtlinien und der internen Revision. Darüber hinaus ergänzt ein Compliance-Management-System das Risikomanagement-System. Die Gesamtheit der implementierten Systeme ermöglicht es der Unternehmensleitung, frühzeitig Risiken zu erkennen, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Das Risikomanagement-System wird hinsichtlich Effektivität und Effizienz kontinuierlich kontrolliert und weiterentwickelt sowie entsprechend den gesetzlichen Anforderungen durch den Abschlussprüfer geprüft. Zusätzlich werden nicht vorhersehbare Ereignisse simuliert, die Einfluss auf die Märkte, Prozesse, Systeme sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Dies können zum Beispiel Konflikte in kritischen Weltregionen, der Ausfall von Produktionsanlagen oder gezielte Angriffe auf die Computernetzwerke („Cyberattacken") sein. Ihre möglichen Auswirkungen auf den R. STAHL Konzern werden ermittelt und daraus gegebenenfalls Maßnahmenpläne abgeleitet. Diese Simulationen werden dem Aufsichtsrat vorgestellt und entsprechend diskutiert - sie ermöglichen beim tatsächlichen Eintreten derartiger Ereignisse schnellere und schlagkräftigere Reaktionen. Risikoberichterstattung (Frühwarnsystem) Die bestehende Risikoberichterstattung basiert auf einem Risikokatalog, der in acht Risikobereiche (Makroumwelt/Länderrisiken, Markt/Wettbewerb, unterstützende Prozesse, Strategie, Leistungswirtschaft, Personal, Finanzwirtschaft und Compliance) unterteilt ist. Die Risikoverantwortlichen in den Tochtergesellschaften und die Bereichsleiter der Zentralabteilungen („risk owner") sind in dieses Frühwarnsystem eingebunden und melden quartalsweise die Risiken. Die so erhobenen Informationen werden in einer zentralen Datenbank erfasst und verarbeitet. Unser Risikomanagementbeauftragter erstellt daraus für jede Gesellschaft einen Risikobericht, der neben der Beschreibung des Risikos auch den potenziellen Risikowert, dessen Eintrittswahrscheinlichkeit sowie den Maßnahmenplan zur Vermeidung bzw. Reduzierung des Risikos beinhaltet. Es besteht im Rahmen der Risikoberichterstattung eine Verknüpfung zu den Budget- und Forecast-Werten. Die Risikoeinschätzung erfolgt dabei für einen einjährigen Planungszeitraum. Die Berichterstattung im Lagebericht bezieht sich ebenfalls auf ein Jahr. Risikobewertung Im Rahmen der Risikoberichterstattung werden sowohl das Brutto- als auch das Nettorisiko von den jeweiligen Berichtseinheiten angegeben. Das Bruttorisiko beschreibt das maximale Verlustpotenzial ohne Berücksichtigung von Sicherungs- und Risikominderungsmaßnahmen. Nach Gegensteuerungsmaßnahmen ergibt sich das residuale Risiko in Form des Nettorisikos. Um zu ermitteln, welche Risiken einen bestandsgefährdenden Charakter aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrem Schadensausmaß klassifiziert. Die Skalen zur Messung dieser beiden Indikatoren auf Einzelgesellschaftsebene sind in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. scroll
Gemäß dieser Einteilung wird ein sehr unwahrscheinliches Risiko als ein Ereignis definiert, das nur unter außergewöhnlichen Umständen eintritt. Ein sehr wahrscheinliches Risiko ist ein Ereignis, mit dessen Eintritt innerhalb eines bestimmten Zeitraums fast sicher zu rechnen ist. scroll
Gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen bezogen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Cashflows werden die Risiken aggregiert auf Konzernebene als „hoch", „mittel" oder „gering" klassifiziert. Dieser Klassifizierung liegen nachfolgende Wertintervalle zugrunde: scroll
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Einstufung bezogen auf die einzelnen Risikobereiche. scroll
Bedeutende und insbesondere bestandsgefährdende Risiken müssen frühzeitig dem Management (Vorstand/Konzernleitung) mitgeteilt werden. Die quartalsweise Auswertung der Risiken dient der Unternehmensleitung als Grundlage, um frühzeitig auf kritische Situationen reagieren und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Des Weiteren wird eine Zusammenfassung aller Risiken der Konzerngesellschaften - in der alle gemeldeten und bewerteten Risiken aggregiert werden - erstellt, um das Gesamtrisiko für den Konzern ermitteln zu können. Darüber hinaus sind die Gesellschaften verpflichtet, das Management über zeitkritische oder wesentliche Risiken unverzüglich in Kenntnis zu setzen. Planungs- und Controlling-Prozess Die Mitarbeiter im Beteiligungscontrolling sind die betriebswirtschaftlichen Ansprechpartner für unser weltweit operierendes Unternehmen. Sie unterstützen die Verantwortlichen in den Tochtergesellschaften bei Fragen bezüglich Rechnungslegung, betriebswirtschaftlicher Daten und Auswertungen. Das Beteiligungscontrolling stellt diverse IT-Systeme zur Erfassung und Auswertung betriebswirtschaftlicher Daten zur Verfügung, wobei die Betreuung unserer Tochtergesellschaften im Mittelpunkt der Aktivitäten steht. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Cashflows der Gesellschaften werden mittels einer monatlichen Berichterstattung analysiert, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf die Einhaltung der Budgetwerte gelegt wird. Quartalsweise wird im Bereich Controlling eine Forecast-Betrachtung erstellt. Internes Kontrollsystem Ein weiterer wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagement-Systems ist das interne Kontrollsystem, das im R. STAHL Konzern die folgenden vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen (Regelungen) beinhaltet, die auf
gerichtet sind. Das interne Kontrollsystem für den Rechnungslegungsprozess beinhaltet alle Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die notwendig sind, um die Effektivität, Zuverlässigkeit und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung des Konzernabschlusses und der Abschlüsse der Tochtergesellschaften zu garantieren. Es gewährleistet neben der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften die Sicherung des Unternehmensvermögens. Wesentliche Instrumentarien zur Sicherstellung des Rechnungslegungsprozesses sind:
Diese Maßnahmen und Prozesse unterliegen der ständigen Überprüfung durch die verantwortlichen Mitarbeiter der Konzerngesellschaften sowie der Konzernrevision. Interne Revision Die interne Revision erbringt unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, Mehrwert zu schaffen und die Geschäftsprozesse zu verbessern. Sie unterstützt die Organisation bei der Erreichung ihrer Ziele, indem sie mit einem systematischen und zielgerichteten Ansatz die Effektivität und Effizienz der internen Führungs- und Überwachungsprozesse bewertet und diese verbessern hilft. Die Abteilung berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden der R. STAHL AG. Prüfungen erfolgen auf Basis eines jährlich erstellten, risikoorientierten Prüfungsplans. Eine weitere Aufgabe der internen Revision ist die Verbesserung der Corporate Governance, die zum Ziel hat, den Wert des Unternehmens nachhaltig zu steigern und das Vertrauen der Stakeholder (Anleger, Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Öffentlichkeit) in dessen Leitung und Überwachung zu fördern. Compliance-Management-System, Code of Conduct (COC) Zur Vermeidung von Verstößen gegen Anti-Korruptions-, Kartell- oder auch Datenschutzgesetze und um wirtschaftskriminelle Handlungen zu verhindern, haben wir ein Compliance-Management-System installiert. Unsere Compliance-Organisation ist direkt dem Vorstand zugeordnet, der Compliance-Beauftragte in die Geschäftsprozesse sowie in das Berichts- und Kontrollwesen eingebunden. Compliance ist Bestandteil unserer Unternehmenskultur und im täglichen Handeln selbstverständlich. Risikosituation im Konzern Makroumwelt Das geopolitische Umfeld wird immer unkalkulierbarer: Im Laufe des Geschäftsjahres verhärtete sich der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, was zu einer Verschärfung der Embargobestimmungen führte - und unser Geschäft einschränkte. Da unser Auftragsvolumen vor Ort nicht sehr groß ist, beeinflusst diese Entwicklung den Konzernumsatz nicht maßgeblich. Darüber hinaus verkaufen wir unsere Produkte und Systeme auch an deutsche Exporteure sowie internationale EPCs, die wiederum russische Endkunden bedienen. Eine ähnliche Beschleunigung von Krisensituationen sehen wir auch in anderen Regionen, wie beispielsweise Syrien, Libyen und Jemen. Da unser Geschäft in hohem Maße von der Entscheidungssicherheit der Energie- und Chemiekonzerne abhängt, die in solchen Situationen Entscheidungen vor sich herschieben, können diese Krisen unser Geschäftsvolumen in einzelnen Jahren massiv betreffen. Ein weiterer wesentlicher Risikofaktor ist der drastische Absturz des Ölpreises: Während der Preis je Barrel Brent Öl Anfang 2014 noch USD 110,91 betragen hatte, war er in der zweiten Jahreshälfte deutlich gefallen und erreichte am 26. Januar 2015 schließlich seinen Tiefststand von USD 48,10. Dies stellt vor allem in Regionen mit hohen Förderkosten, wie beispielsweise Norwegen, eine enorme Herausforderung für die Betreiber dar und senkt deren Investitionsbereitschaft. Da sich dieser Effekt erst mit einigen Monaten Verzögerung im Auftragseingang der R. STAHL Gruppe abzeichnen wird, wirkt sich der geringe Ölpreis noch nicht auf den Jahresabschluss 2014 aus. Für 2015 sehen wir allerdings ein Risiko, dem wir auf zwei Arten entgegentreten: Zum einen konzentrieren wir unsere Vertriebstätigkeit in der Ölbranche vor allem auf Regionen mit geringeren Förderkosten, in denen weiterhin investiert wird, wie beispielsweise den Mittleren Osten. Zum anderen werden wir unsere Aktivitäten in anderen Industrien verstärken. Auf die Chemiebranche wirkt der niedrige Ölpreis kostensenkend - hier erwarten wir daher eine steigende Investitionsbereitschaft großer Chemie- und Pharmaziekonzerne. Markt/Wettbewerb R. STAHL ist in einem dynamischen und attraktiven Markt aktiv, unser Geschäft hängt stark vom Investitionsklima in unseren Kundenbranchen ab. Um dem zunehmenden Wettbewerbsdruck durch neue Anbieter im Komponentengeschäft zu begegnen, festigen wir unsere Marktposition durch den kontinuierlichen Ausbau unserer Technologieführerschaft und die effizientere Gestaltung unserer internen Prozesse. Auch im Systemgeschäft, in dem die Markteintrittsbarrieren höher sind und damit das Konkurrenzrisiko geringer ist, ist der Eintritt neuer Wettbewerber nicht auszuschließen. Den Herausforderungen des Marktes begegnen wir mit unserem exzellenten Know-how und unserer langjährigen Erfahrung. Aufgrund des niedrigen Ölpreises versuchen zahlreiche Energiekonzerne ihre Kosten zu senken und erhöhen den Preisdruck auf ihre Lieferanten. Die verschärfte Preispolitik stellt ein Risiko für unsere Ergebnismarge dar. Neben dem reinen Marktrisiko besteht das Risiko, dass politische und wirtschaftliche Ereignisse R. STAHLs Geschäftsverlauf beeinflussen könnten. Dank unserer internationalen Diversifikation können wir auf regionale Marktentwicklungen flexibel reagieren und unsere Kunden dabei unterstützen, ihre Bedürfnisse vor Ort zu erfüllen und ihre Kosten durch die Effizienz unseres einzigartigen Portfolios zu reduzieren. Mit eigenen Produktionsgesellschaften im In- und Ausland festigen wir unsere führende Marktposition, auch in den aufstrebenden Märkten Asiens und Lateinamerikas. Risiken aus unterstützenden Prozessen Da unsere Produkte essenziell für die Sicherheit von Menschen, Maschinen und Umwelt sind, spielt Qualität in unserem Geschäft eine äußerst wichtige Rolle. Produktfehler könnten Rückrufaktionen nach sich ziehen und dem Ruf des Unternehmens nachhaltig schaden. Um diesem Risiko zu begegnen, entwickeln wir unser ausgeprägtes Qualitätsmanagement permanent weiter - dies beinhaltet neben der sorgfältigen Auswahl unserer Lieferanten eine 100 %ige Qualitätskontrolle für den Großteil unserer Produkte. Gerade weil Qualität im Explosionsschutz so wesentlich ist, sehen wir die Chance, uns durch unsere hohen Qualitätsstandards und unsere Technologieführerschaft von der Konkurrenz abzugrenzen. Neben der Fehlerquote sind auch Lieferzeit und Liefertreue für die Zufriedenheit unserer Kunden entscheidend. Um das Risiko einbrechender Auftragsvolumina aufgrund zu langer Lieferzeiten zu minimieren, haben wir bereits 2012 Maßnahmen zur Optimierung unserer Logistik- und Fertigungsprozesse angestoßen und diese konsequent weiter ausgebaut, womit wir die Durchlaufzeiten erheblich senken konnten. Mit dem Bezug des Erweiterungsanbaus unseres Logistikbereichs legten wir standardisierte Arbeitsabläufe fest. Wir führten alle entsprechenden Aktivitäten im neu entstandenen Entwicklungszentrum zusammen, was 2014 zu einer weiteren Optimierung und Verkürzung der Entwicklungszeiten führte, und installierten eine Technologiegruppe zur Grundlagenforschung, um die Technologieführerschaft für die Zukunft abzusichern. Auch 2014 waren die notwendigen strategischen und operativen Maßnahmen zur Gewährleistung der IT-Sicherheit bei internen und externen Bedrohungen integraler Bestandteil der IT-Gesamtkonzeption. Zusätzlich zu den im Risikobericht 2013 bereits aufgeführten und weiterhin im Fokus stehenden Maßnahmen haben wir begonnen, unsere internen globalen IT-Serviceprozesse zu vereinheitlichen, die Realisierung soll 2015 abgeschlossen werden. Wir modernisieren regelmäßig die Arbeitsplatz-Systeme, und mit der Migration auf neue Software-Versionen und der Anpassung an aktuellste Standards haben wir im vierten Quartal 2014 R. STAHLs IT-Sicherheit weiter verbessert. Verstöße gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sind nicht aufgetreten. Strategische Risiken Im Rahmen unseres Investitionsprogramms haben wir unsere Kapazitäten weltweit erweitert: An unseren Produktionsstandorten in Norwegen, den USA und Kuala Lumpur bezogen wir größere Gebäude, und an anderen Standorten, wie etwa am Hauptsitz in Waldenburg, in Weimar und in den Niederlanden, haben wir unsere Produktionsfläche durch Expansionen erweitert. In Indien errichteten wir einen neuen Produktionsstandort, aus dem heraus wir den asiatischen Markt beliefern. Das letzte Bauprojekt, ein Produktions- und Entwicklungscenter in Köln, wird 2015 fertiggestellt werden. Unser Expansionsprogramm ermöglicht mittelfristig verstärktes Wachstum, führt kurzfristig jedoch zu einem Anstieg der Fixkosten. Da es in der Anlaufphase möglich ist, dass Kapazitäten noch nicht voll ausgelastet sind, werden die erhöhten Fixkosten noch nicht in vollem Maße durch Umsatzerlöse gedeckt. Mit zunehmender Kapazitätsauslastung wird sich eine Fixkostendegression einstellen. Bei der Erschließung neuer Märkte und Branchen sowie beim Ausbau bestehender Vertriebsgebiete können sich Risiken ergeben, die im Vorfeld nicht vollständig einschätzbar sind. Wir analysieren das Risikopotenzial einzelner Märkte und Branchen in den unterschiedlichsten Regionen dieser Welt sehr genau und berücksichtigen es bei der Risikobeurteilung. Die Risiken im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des Unternehmens behandeln wir mit der entsprechenden Sorgfalt. Nach wie vor als eher gering stufen wir das Risiko von Produkt- und Markenpiraterie ein. Kontinuierliche Verbesserungen unserer Produkte und Produktionstechnologien bei den Kernprodukten, unser Spezialwissen sowie unsere Erfahrung verhindern, dass R. STAHL Produkte in vergleichbarer Qualität kopiert werden. Zudem sichern wir durch die Markteinführung zahlreicher Neuprodukte unsere Technologieführerschaft. In den ersten drei Quartalen 2014 stiegen die Preise der für uns relevanten Rohstoffe, im letzten Quartal entspannte sich die Situation wieder. Für 2015 erwarten wir bei Aluminium und Messing stabile Preise, bei Kupfer, Stahl sowie Edelstahl einen leichten Anstieg und bei Kunststoffen wiederum einen leichten Preisrückgang. Mit einer Steigerung um 1,25 % entwickelten sich die Preise für eingekaufte Komponenten 2014 besser als erwartet (1,5 % - 2,5 %). Angesichts der prognostizierten Entwicklung der Rohstoffmärkte gehen wir für 2015 davon aus, dass die Kosten des Materialeinsatzes um durchschnittlich ca. 1,0 % bis 1,5 % steigen werden. Darüber hinaus erkennen wir auf den regionalen und globalen Märkten keine Risiken bezüglich der Versorgung mit Rohstoffen. Auch unsere Risikoinstrumente lassen keine Risiken in der installierten Lieferantenbasis erkennen. Nach wie vor beschaffen wir nichts aus krisenbehafteten Ländern oder Regionen. Leistungswirtschaftliche Risiken Mit dem plangemäßen Ausbau unserer internationalen Produktionsstandorte haben wir unsere Produktionskapazität in einzelnen Regionen erheblich gesteigert. Aufträge, die bisher über unseren Hauptsitz in Waldenburg abgewickelt wurden, werden jetzt zunehmend von den internationalen Produktionsstandorten bedient, um dem Kundenanspruch verkürzter Lieferzeiten gerecht zu werden. Hieraus entsteht einerseits signifikanter Kundennutzen durch erhöhte Geschwindigkeit sowie die Umsetzung regionaler technischer Spezifika, und andererseits ergibt sich das Risiko einer leicht schwankenden Auslastung im Hauptwerk Waldenburg, in dem wir nun verstärkt das volatile Projektgeschäft abwickeln. Personalrisiken Insbesondere im ländlichen Raum führt der demografische Wandel zu Arbeitsmarktengpässen, weshalb vor allem bei technikorientierten Berufsgruppen ein Risiko besteht, Arbeitsplätze nicht unseren Anforderungen entsprechend besetzen zu können. Darüber hinaus stehen wir weiterhin im Wettbewerb um qualifizierte Führungskräfte, und auch durch den Abgang gut ausgebildeter Mitarbeiter kann es zu einem Verlust von Fachwissen kommen. Wir investieren in eine qualitativ hochwertige Ausbildung, um für die zukünftigen Herausforderungen gewappnet zu sein, und legen besonderes Augenmerk auf die qualifizierte Weiterbildung unserer Beschäftigten. Aus- und Weiterbildung hat bei R. STAHL einen sehr hohen Stellenwert - insbesondere, um unseren Technologievorsprung weiter auszubauen. Die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Bildungseinrichtungen unterstützt diese Bemühungen. Mit der Übernahme von 23 Auszubildenden und Studenten förderten wir 2014 die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Finanzwirtschaftliche Risiken Wie viele andere international tätige Unternehmen sind auch wir von den Wechselkursen wichtiger Währungen abhängig - bei einer für uns ungünstigen Bewegung können Wettbewerbsnachteile entstehen. Dem wirken wir entgegen, indem wir Produktionskapazitäten in anderen Währungsräumen, wie beispielsweise den USA, aufgebaut haben. Grundsätzlich werden die vorhandenen und geplanten Fremdwährungsvolumen zu einem großen Teil durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Da die Wechselkursentwicklungen in der jüngsten Vergangenheit durch hohe Volatilität gekennzeichnet waren, ist eine Prognose der weiteren Entwicklung nicht möglich. Insbesondere die Entwicklung des US-Dollar, der den Großteil unseres Fremdwährungsvolumens einnimmt und zudem die Entwicklung anderer Währungen beeinflusst, ist für uns ausschlaggebend. Zur Finanzierung unserer geschäftlichen Aktivitäten nehmen wir grundsätzlich fristenkongruent Fremdkapital auf. Die Finanzierung unserer Immobilien erfolgt standardmäßig zu Festzinssätzen. Negative Auswirkungen aus variierenden Zinssätzen können Risiken darstellen, die wir bei Bedarf ebenfalls über derivative Finanzinstrumente absichern. Zinszahlungen für zwei bestehende Darlehen sind durch Zinsderivate gesichert. Der Einsatz der Sicherungsinstrumente erfolgt ausschließlich zur Absicherung der Risiken, die sich aus Schwankungen des allgemeinen Marktzinsniveaus bei der bestehenden Fremdkapitalaufnahme ergeben. Grundsätzlich sind die Laufzeiten der Währungs- und Zinssicherungsgeschäfte an den Grundgeschäften ausgerichtet. Der Handlungsrahmen, die Verantwortlichen, die finanzwirtschaftliche Berichterstattung sowie die Kontrollmechanismen für Finanzinstrumente sind konzerneinheitlich festgelegt. Im Wesentlichen gehört hierzu eine klare Funktionstrennung zwischen Handel und Abwicklung. Aufgrund der fortlaufenden Überwachung unserer Außenstände sowie der Berücksichtigung von Wertberichtigungen ist das Kreditrisiko gering. Da wir über umfangreiche nicht genutzte Bankkreditlinien verfügen, die vertraglich bei mehreren Banken festgeschrieben sind, ist unser Liquiditätsrisiko niedrig. Dank unserer guten Bonität sind wir in der Lage, mit unseren Banken weitere Kreditlinien zu zinsgünstigen Konditionen zu vereinbaren. Für Cash-Management, Liquiditätsplanung und Währungsmanagement setzt R. STAHL ein Treasury Management-System ein. Eine detaillierte Beschreibung der zum Bilanzstichtag gehaltenen Sicherungsinstrumente sowie weitere Angaben zu den Währungs-, Zins-, Kredit- und Liquiditätsrisiken sind im Konzernanhang unter den Punkten „Derivative Finanzinstrumente" und „Management von Finanzrisiken" zu finden. Compliance-Risiken Als in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft unterliegt die R. STAHL AG den deutschen Rechtsvorschriften zur Unternehmensführung sowie den Anforderungen weiterer Rechtssysteme. Das regulatorische Umfeld hat sich in den letzten Jahren signifikant verschärft - insbesondere durch die striktere Anwendung einiger Gesetze, beispielsweise der Antikorruptionsgesetze in Deutschland, den USA und dem Vereinigten Königreich („Foreign Corrupt Practices Act” beziehungsweise „Bribery Act"). Diese Regelungen sind sehr komplex. Jede Nichteinhaltung der einschlägigen Gesetze und Vorschriften oder jede gegen unser Unternehmen vorgebrachte Beschuldigung eines Gesetzesverstoßes, ob gerechtfertigt oder nicht, könnte sich in erheblichem Maße negativ auf das Ansehen und damit auch auf den Börsenkurs und die Geschäftstätigkeit auswirken. Eine exakte Bewertung dieser Risiken ist aufgrund der Vielzahl von relevanten gesetzlichen und rechtlichen Anforderungen sowie der ebenso großen Anzahl möglicher Verstöße schwierig. Wir prüfen laufend neue gesetzliche Anforderungen sowie neue Entwicklungen im Compliance-Umfeld, die in unserer Branche oder in der Wirtschaft allgemein auftreten. Auf Basis dieser Informationen und anderer verfügbarer Quellen bringen wir unsere Compliance-Regeln kontinuierlich auf den neuesten Stand, um möglichst effektiv dafür zu sorgen, dass unsere Mitarbeiter unsere Verhaltensrichtlinie („Code of Conduct") kennen und sie einhalten. Für diesen Prozess ist der Konzern-Compliance-Beauftragte zuständig, der in diesem Bereich alle Maßnahmen koordiniert, die sich auf die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien („Compliance") beziehen. Trotz der bestehenden Compliance-Regeln und vorhandener interner Kontrollsysteme kann nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Personen unsere Kontrollmechanismen vorsätzlich umgehen, um sich persönlich einen Vorteil zu verschaffen. Obwohl wir den Eintritt dieses Risikos als sehr unwahrscheinlich einschätzen, können negative Auswirkungen auf das Ansehen unseres Unternehmens, unsere Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entstehen. Gesamtaussage zur Risikosituation Dank der permanenten Beobachtung, Analyse und Bewertung der Risikolandschaft sowie der Risikosteuerung durch ein konzernweit einheitliches Risikofrühwarnsystem ist aus heutiger Sicht die Risikosituation im R. STAHL Konzern überschaubar, kalkulierbar und begrenzt. Nach unserer derzeitigen Einschätzung bestehen aktuell und in absehbarer Zukunft keine wesentlichen Einzelrisiken, die als existenziell einzuordnen wären. Das Gesamtrisikopotenzial übertrifft das Vorjahresniveau. Nach wie vor gehen die wesentlichen Risiken vom Markt aus, und es herrscht weiterhin ein intensiver Wettbewerb in allen Marktsegmenten. Insbesondere die politische Situation in Russland und der Ukraine ist als kritisch zu betrachten. Eine Herausforderung ist darüber hinaus der niedrige Ölpreis, da er die Investitionsbereitschaft in einer unserer Kundenbranchen wesentlich beeinträchtigt. Durch frühzeitige Situationsanalyse und Maßnahmendefinition wirken wir dem Risiko entgegen, werden dieses jedoch nicht gänzlich kompensieren können. R. STAHL ist ein solides Unternehmen mit ausgewogener Kapitalstruktur und einem ausgereiften Geschäftsmodell. Eine gesunde Finanzierung sichert den Fortbestand des Konzerns. In Relation zum Eigenkapital und im Verhältnis zum Jahresergebnis bewegt sich unser Risiko in einem überschaubaren unternehmerischen Rahmen. R. STAHLs auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensführung sichert den langfristigen Erfolg und die Zukunft des Konzerns. Chancen- und PrognoseberichtChancen Chancen zu identifizieren und wahrzunehmen, ist bei R. STAHL Aufgabe des operativen Managements. Wir beobachten die Marktentwicklung kontinuierlich, analysieren die Trends in unseren Absatzbranchen und identifizieren im Dialog mit Kunden, Lieferanten sowie Partnern neue Anforderungen. Gemeinsam mit dem Vorstand werden im Rahmen regelmäßig stattfindender Strategietagungen die Chancen sowie deren Potenziale diskutiert und darauf basierend Strategien für die zukünftige Ausrichtung der R. STAHL Gruppe abgeleitet. Soll eine Chance verfolgt werden, wird dafür abhängig von der jeweiligen Komplexität ein Budget festgelegt und die nötigen Kapazitäten werden zugewiesen. Die Chancen werden außerhalb des Risikomanagementprozesses erhoben und nicht gemeinsam mit diesem berichtet. Neue Geschäftschancen entstehen im Explosionsschutz zum einen aus Produktinnovationen - ein aktuelles Beispiel ist die LED-Technologie: Da unsere Kunden vermehrt auf LED-Beleuchtung setzen, haben wir die entsprechenden Produkte darauf ausgerichtet und unsere Technologieführerschaft durch eine schnelle Marktpenetration gesichert. Wir sehen die Chance, dass unsere Kunden zukünftig vermehrt die neue LED-Technologie einsetzen und wir uns als kompetenter Partner in diesem Bereich etablieren können. Zum anderen bietet die Öffnung weiterer Märkte für den Explosionsschutz-Standard IECEx uns neue Chancen: Der Standard erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei internationalen Projekten - beispielsweise wird die auf IECEx basierende Technologie im Mittleren Osten bereits erfolgreich in Großprojekten eingesetzt, und seit Kurzem wird der Standard für Öl- und Gasplattformen unter fremder Flagge auch im Golf von Mexiko anerkannt. In diesem bisher vom amerikanischen NEC-Standard dominierten Markt kann die Nachfrage nach Explosionsschutz-Lösungen zusätzliches Absatzvolumen für uns generieren. 2014 gewannen wir bereits einen Auftrag für das erste IECEx-zertifizierte FPSO im Golf von Mexiko und erwarten in den Folgejahren weitere Projekte in dieser Region. Obwohl der niedrige Ölpreis ein hohes Risikopotenzial für uns birgt, bietet er auch Chancen: Die Chemie- und die Pharmaindustrie - zwei wichtige Kundenbranchen für R. STAHL - profitieren vom niedrigeren Preisniveau, da deren Rohstoffkette auf Öl basiert. Aufgrund der Kostenersparnis kann es zu einer erhöhten Investitionsbereitschaft der Chemie- und Pharmakonzerne kommen, die wiederum unseren Auftragseingang und Umsatz in diesem Kundensegment vorantreibt. Aufgrund der in den letzten Jahren verstärkten Nachfrage nach ganzheitlicher Systemkompetenz sehen wir die Chance, zusätzliches Wachstum mit Systemlösungen zu generieren - ein Marktpotenzial, das wir aufbauend auf unserer Technologieführerschaft sowie unserer spezifischen Erfahrung in Zukunft weiter nutzen wollen. Unsere Zusammenarbeit mit Hochschulen, wie beispielsweise der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena, bietet uns die Chance, einerseits Zugang zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und andererseits zum Talentpool der Hochschule zu erhalten. So können wir - auch in Zeiten hoher Beschäftigung - qualifizierte Mitarbeiter für R. STAHL gewinnen. PrognoseHerabgesetzte Prognose für Weltwirtschaft Vier Faktoren prägen derzeit den aktuellen Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2015: Erstens ist der Ölpreis in der zweiten Hälfte des Berichtsjahres drastisch gesunken, und die OPEC beschloss dennoch, das aktuelle Produktionsniveau trotz des steigenden Volumens der Nicht-OPEC-Staaten beizubehalten. Während der niedrige Ölpreis sich dämpfend auf die Investitionsneigung der Ölbranche auswirkt, stellt er einen Kostenvorteil für all diejenigen Industrien dar, die den Rohstoff in ihrer Wertschöpfungskette verarbeiten. Zweitens beeinflusst die schwache Entwicklung zahlreicher Wirtschaftsnationen, wie beispielsweise Japan, die Einschätzung der Experten: Während die konjunkturelle Erholung in den USA stärker ausfiel als erwartet und dort ein Aufwärtstrend zu erkennen ist, hat der Internationale Währungsfond (IWF) die Prognose für viele andere Staaten herabgesetzt, was zu einer weltweit gebremsten Investitionsneigung führt. Drittens haben sich auch die Wechselkurse entsprechend entwickelt - während der US-Dollar 2014 aufgewertet wurde, verloren Euro und Yen an Wert. Zudem litten auch die Währungen vieler Emerging Markets - vor allem Rohstoff exportierender Länder - unter einer Abwertung. Viertens sind die Zinssätze und Risikozuschläge in zahlreichen Emerging Markets gestiegen, während gegenläufig dazu die Zinssätze für Staatsanleihen vieler großer Volkswirtschaften zurückgegangen sind. Diese vier Einflussfaktoren haben unterschiedliche Wirkungen auf die Prognose des Weltwirtschaftswachstums 2015: Einerseits wird der niedrige Ölpreis durch erhöhte Kaufkraft und verstärkten Konsum der Privathaushalte in ölimportierenden Ländern voraussichtlich die Konjunktur antreiben. Andererseits wird dieser positive Effekt durch die zurückgenommenen Wachstumserwartungen wichtiger Volkswirtschaften - außer den USA - mehr als aufgewogen. Für das Gesamtjahr 2015 rechnet der IWF mit einem Weltwirtschaftswachstum von 3,5 %. In Deutschland lässt der Ifo-Geschäftsklimaindex nur noch eine stagnierende Wirtschaftsleistung erwarten. Der Investitionsgütersektor gibt kaum Impulse für weiteres Wachstum, weshalb der IWF von einem Anstieg des BIP um lediglich 1,3 % ausgeht. In Europa wird das Wachstum durch den niedrigen Ölpreis, eine Lockerung der Geldpolitik und den schwachen Euro gestützt. Diese positiven Effekte werden allerdings durch eine gedämpfte Investitionsneigung aufgewogen, was im Wesentlichen auf das verlangsamte Wachstum in den Emerging Markets und die damit einhergehende schwächere Exportnachfrage zurückzuführen ist. Für die Euro-Region prognostiziert der IWF für 2015 ein Wirtschaftswachstum von 1,2 %. Für Russland gehen die Experten von einem weiteren Rückgang der Wirtschaftsaktivität durch die politische Unsicherheit aus. In den USA werden eine aufgrund des niedrigen Ölpreises gestiegene Kaufkraft, eine gemäßigte Steuerpolitik sowie die vorteilhafte Währungspolitik das Wirtschaftswachstum 2015 treiben - der IWF erwartet ein Plus von 3,6 %. Die Prognose für Lateinamerika (+ 1,3 %) wird vom Fall des Ölpreises sowie anderer Rohstoffe negativ beeinflusst. In Asien ist eine heterogene Entwicklung wahrscheinlich: Während das verlangsamte Wachstum in China auch die Prognose für viele andere aufstrebende Länder Asiens beeinträchtigt, blicken Experten optimistisch auf Indien. Zwar wird die schwächere Auslandsnachfrage sich auch in Indien bemerkbar machen, allerdings profitiert das Land von einem Aufschwung industrieller Aktivität und Investitionstätigkeit dank politischer Reformen. Heterogene Entwicklung unserer Kundenbranchen R. STAHLs wesentliche Kundenbranchen sind die Öl- und Gasindustrie, die pharmazeutische und chemische Industrie sowie die Offshore-Spezialschifffahrt. Seit Beginn des zweiten Halbjahres 2014 ist der Ölpreis stark gefallen - die Internationale Energieagentur (IEA) geht davon aus, dass der Produktionsanstieg von Öl und anderen flüssigen Brennstoffen 2014 mehr als doppelt so hoch war wie das Nachfragewachstum. Diese Entwicklung senkt die Profitabilität vieler Energiekonzerne, was zu einer Verschiebung oder gar dem Aussetzen von Investitionsprojekten führen wird. Ein Teil des R. STAHL Umsatzes hängt von der Aktivität der Öl- und Gasindustrie sowie der Offshore-Schifffahrt ab. Dennoch muss innerhalb der Branche differenziert werden: Betreiber in Regionen mit geringen Förderkosten, wie beispielsweise in Saudi Arabien, erwirtschaften auch bei einem niedrigen Ölpreis noch Gewinne und werden daher ihre Investitionspläne fortsetzen. Auch in Ländern, in denen sich die Folgen eines niedrigen Ölpreises besonders stark auswirken, gibt es interessante Projekte auf dem Markt. So gewannen wir beispielsweise im ersten Quartal 2015 einen Auftrag im Rahmen der Erschließung des Ölfeldes Johan Sverdrup vor der Küste Norwegens. Da die Bohrungen dort in sehr flachem Gewässer durchgeführt werden, wird mit Förderkosten deutlich unter dem landesüblichen Durchschnitt gerechnet. Wir werden mittelfristig gezielt diejenigen Projekte verfolgen, die auch bei einem niedrigen Ölpreis noch gute Chancen für weitere Investitionen versprechen. Dennoch wird sich der niedrige Ölpreis auf unser Geschäft 2015 auswirken. Der niedrige Ölpreis wirkt jedoch auch als Stimulus für die Weltkonjunktur. Die Chemieindustrie beispielsweise profitiert vom gesunken Ölpreis, da der Rohstoff einen Kostenfaktor für diese Branche darstellt - konsequenterweise prognostizieren Experten ihr solide Wachstumsraten für 2015. Bis 2030 geht der Verband der chemischen Industrie (VCI) von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 4,5 % aus: Zum einen durch eine ansteigende Nachfrage aus den Schwellenländern, insbesondere Asien, aufgrund des Bevölkerungswachstums und des zunehmenden Wohlstands der Mittelschicht, und zum anderen weil sich der Bedarf an hochwertigen Chemikalien auch in den Industrieländern erhöhen wird. R. STAHL wird sich auf Projekte in der Chemie- und Petrochemiebranche konzentrieren, um so die schwächere Investitionsneigung der Öl- und Gasindustrie zumindest teilweise zu kompensieren. Die Pharmazieindustrie sieht sich 2015 sowohl neuen Herausforderungen als auch Chancen durch innovative Neuprodukte gegenüber. Wir rechnen mit einem stabilen Geschäftsverlauf in dieser Branche. Erwartete Auftragseingangs- und Umsatzentwicklung Wir rechnen trotz der volatilen Rahmenbedingungen mit einem Anstieg unserer Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2015, für das wir zwei wesentliche Herausforderungen sehen: die Ukraine-Krise und den niedrigen Ölpreis. Bereits im zweiten Halbjahr 2014 arbeiteten wir in Bezug auf die Krise zwischen Russland und der Ukraine Szenarien und Maßnahmen aus und beobachten den Verlauf der politischen Verhandlungen kontinuierlich, auch wenn unsere Produkte von den Embargobestimmungen nicht betroffen sind. Russland ist für uns ein attraktiver Absatzmarkt, und ein stabiles Geschäftsumfeld würde unsere Aktivitäten in dieser Region unterstützen. Da die weitere Entwicklung der politischen Verhandlungen schwer vorhersehbar ist, stellt die Ukraine-Krise ein Risiko sowohl für unser direktes und indirektes Geschäft in Russland dar. Unsere Kunden, vor allem aus dem Bereich des Maschinenbaus, fahren ihre Exporte nach Russland zurück, was indirekt auch in einer schwächeren Nachfrage für R. STAHL resultiert. Der niedrige Ölpreis führt zu einer zurückgehenden Investitionsbereitschaft in der Öl- und Gasindustrie, die R. STAHL als spätzyklisches Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr treffen wird. Unsere Aufgabe ist es, Projekte in Regionen zu verfolgen, die aufgrund geringerer Förderkosten weiterhin gewinnbringend produzieren und somit auch investieren. In Indien beispielsweise sehen wir großes Potenzial, da die Mehrheit der Unternehmen dort in die Weiterverarbeitung des Rohöls und weniger in die primäre Förderung involviert ist - weswegen die Auswirkungen des Ölpreisabsturzes gering sind. Zudem bieten wir unsere Produkte und Systeme verstärkt Kunden aus der Chemie- und Pharmaziebranche an - hierfür haben wir eine Vertriebsoffensive gestartet und gehen mit einem spezifischen Lösungskatalog für die Chemieindustrie aktiv auf unsere Kunden zu. Darüber hinaus beeinträchtigen weitere Entwicklungen unseren Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015. Die Schuldenkrise einiger europäischer Staaten beeinträchtigt die Konjunktur im Euro-Raum. Darüber hinaus führt die politische Instabilität zu einer Dämpfung der wirtschaftlichen Aktivität im Nahen Osten und auch in Brasilien sehen wir uns politischen Turbulenzen ausgesetzt, worunter unsere Tochtergesellschaft vor Ort leidet. Neben den Herausforderungen sehen wir auch Chancen am Markt: das Wirtschaftswachstum in den USA, die steigende Nachfrage aus der Region Asien/Pazifik und unsere vielversprechenden Neuprodukte. Experten gehen in den USA für 2015 von einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 3,6 % aus, wovon auch R. STAHL profitieren wird. Aufgrund der Erweiterung unserer texanischen Tochtergesellschaft steht uns mehr Kapazität zur Verfügung, um den Markt lokal zu bearbeiten und unseren Kunden durch die Produktion vor Ort kürzere Lieferzeiten zu bieten. Ein optimierter Vertriebsansatz sowie langjährige Kundenbeziehungen öffnen uns die Türen zu Projekten weltweit. Auch in der Region Asien/Pazifik, vor allem in Indien, profitieren wir von der steigenden Nachfrage nach unseren explosionsgeschützten Produkten: Durch die Kombination aus lokalem Marktverständnis und internationaler Best Practice überzeugen wir Kunden vor Ort und bauen unsere installierte Basis in der Region weiter aus. Auch die Markteinführung unserer Neuprodukte wird zu Umsatzsteigerungen führen - 2015 wird für uns vor allem im Bereich der Bedien- und Beobachtungssysteme ein Jahr der Innovationen. Im ersten Halbjahr 2015 gehen wir von einem anhaltend hohen Auftragseingang im Projektgeschäft aus. Wir rechnen daher mit einem Auftragseingang von EUR 320 Mio. bis EUR 330 Mio. Gestützt durch den sehr hohen Auftragsbestand von EUR 90,5 Mio. zum Jahresende 2014 werden wir im ersten Halbjahr 2015 weiter wachsen können. Vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen am Markt sehen wir das Risiko eines schwächeren zweiten Halbjahres. Wir rechnen für 2015 mit einem Umsatz zwischen EUR 320 Mio. und EUR 330 Mio. Erwartete Ertragslage Für 2015 steht Profitabilitätssteigerung auf unserer Agenda. Wir haben in den vergangenen drei Jahren verstärkt in den Ausbau unserer Kapazitäten weltweit investiert, wodurch unsere Kosten entsprechend zulegten. Diesen Aufwendungen steht noch nicht in vollem Umfang Umsatzwachstum gegenüber - vor allem in den USA und Asien rechnen wir allerdings mit erhöhter Nachfrage. Mit zunehmender Auslastung der Kapazitäten wird sich eine Profitabilitätssteigerung einstellen. Zudem sehen wir großes Potenzial in unseren Neuprodukten. In den vergangenen drei Jahren haben wir unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erweitert und erwarten eine Margensteigerung durch unsere hochwertigen Produktneuheiten. Unsere Kunden erkennen den Mehrwert der neu entwickelten Lösungen, was die Durchsetzung einer entsprechenden Prämie ermöglicht. Des Weiteren haben wir 2014 verstärkt an unserer Effizienz und Schnelligkeit gearbeitet. Dazu haben wir im vierten Quartal 2014 eine Neustrukturierung unserer größten Tochtergesellschaft am Stammsitz in Waldenburg vorgenommen, von der wir uns mehr Flexibilität und beschleunigte Prozesse versprechen. Bleibt die aktuelle Wechselkurssituation bestehen, kann dies unser Wachstum in Nicht-Euro-Ländern unterstützen. Unsere Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung werden allerdings von der Entwicklung externer Einflussfaktoren auf unser Geschäft überlagert. Eine Herausforderung ist dabei vor allem der von der Ölindustrie initiierte Preisdruck: Aufgrund des niedrigen Ölpreises sehen die Energiekonzerne die Rentabilität ihrer Anlagen schwinden und versuchen mittels geringerer Einkaufspreise, ihre Kosten zu senken. Kunden schätzen die Qualität und Zuverlässigkeit unserer Produkte und R. STAHLs Alleinstellungsmerkmale ermöglichen es uns, weiterhin angemessene Preise zu erzielen. Dennoch entsteht durch den Preisdruck einiger unserer Kunden der Ölindustrie ein Risiko für unsere Marge. Zudem wird die zurückgegangene Investitionsbereitschaft unserer Kunden der Ölbranche zu einer sinkenden Nachfrage in diesem Absatzmarkt führen. Dadurch wird die Auslastung unserer neu geschaffenen Kapazitäten erschwert. Insgesamt erwarten wir für 2015 ein EBIT zwischen EUR 16 Mio. und EUR 20 Mio. Erwartete Finanzlage Aufgrund der Erhöhung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen sowie des Rückkaufs eigener Aktien fiel unsere Eigenkapitalquote im Berichtsjahr auf 27,3 %. Nachdem die R. STAHL AG am 11. Dezember 2014 mit der RAG-Stiftung Beteiligungsgesellschaft mbH einen Vertrag über den Verkauf von 644.000 Aktien geschlossen hatte, wurden die Anteile sowie der vereinbarte Kaufpreis am 20. Januar 2015 übertragen. Dadurch hat sich unser Eigenkapital im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um EUR 24,5 Mio. erhöht. Für 2015 streben wir eine Eigenkapitalquote über 35 % an. Fremdkapitalseitig greifen wir auf zwei Bodensatzdarlehen im Gesamtvolumen von EUR 8,8 Mio. und weitere Kreditlinien in Höhe von EUR 25 Mio. mit einer Laufzeit bis 2017 zurück. Zum 30. Juni des laufenden Geschäftsjahres werden Kreditlinien in Höhe von EUR 50 Mio. auslaufen. Unsere Hausbanken haben die weitere Finanzierung des Unternehmens zugesagt. Erwartete Investitionen und Akquisitionen 2015 werden wir unser Investitionsprogramm mit der Fertigstellung des neuen Produktions- und Entwicklungscenters in Köln abschließen. Die Baumaßnahme, für die wir im dritten Quartal 2014 die Baugenehmigung erhalten haben, liegt im Zeit- und Kostenplan. Unser Investitionsvolumen wird 2015 über dem Niveau des Berichtsjahres liegen. Wir analysieren kontinuierlich potenzielle Akquisitionsobjekte und legen dabei besonderen Wert auf einen strategischen Mehrwert: Für uns ist der Erwerb eines Unternehmens sinnvoll, wenn wir dadurch unser Produktportfolio erweitern oder in neue Märkte vorstoßen können. Im Fokus unseres Interesses stehen dabei kleinere und mittelständische Unternehmen. GesamteinschätzungAußerplanmäßige Ereignisse prägten für R. STAHL das Geschäftsjahr 2014. Wir haben uns dennoch nicht von unserem Wachstumskurs abbringen lassen und unser Expansionsprogramm erfolgreich fortgeführt. Unsere Wachstumsinitiativen und internen Maßnahmen zur Profitabilitätssteigerung werden von der Entwicklung externer Einflussfaktoren auf unser Geschäft überlagert. Die rückläufige Ertragskraft in einer unserer Hauptabnehmerindustrien verringert unser Wachstumstempo und belastet die Marge. Zudem beeinträchtigt die politische Instabilität in einigen unserer Absatzmärkte unser Geschäft. Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2015 mit einem Auftragseingang sowie Umsatzerlösen zwischen EUR 320 Mio. und EUR 330 Mio. Beim EBIT liegt unser Prognosekorridor zwischen EUR 16 Mio. und EUR 20 Mio. Da sich die externen Einflussfaktoren auf unser Geschäft innerhalb kürzester Zeit verändern, ist die Prognoseunsicherheit erhöht. Insgesamt blicken wir vorsichtig auf das Geschäftsjahr 2015.
Waldenburg, 25. März 2015 R. Stahl Aktiengesellschaft Vorstand
Martin Schomaker Bernd Marx Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva scroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014scroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014scroll
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2014scroll
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Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2014scroll
Die Gesellschaften sind entsprechend ihrer konzernrelevanten Qualifikation als vollkonsolidiertes Unternehmen (V) oder sonstige Beteiligung (B) unter Angabe ihrer Einbeziehung (e) oder Nichteinbeziehung (n.e.) gekennzeichnet. Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2014scroll
Die Konzernkapitalflussrechnung wird unter Abschnitt E im Konzernanhang erläutert. Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2014scroll
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Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2013scroll
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Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014der R. Stahl Aktiengesellschaft, WaldenburgA. Grundlagen und Methoden der Konzernrechnungslegung[1] Grundlagen der Aufstellung Der Konzernabschluss der R. Stahl Aktiengesellschaft (im Folgenden: R. STAHL AG) zum 31. Dezember 2014 ist in Anwendung von § 315a Handelsgesetzbuch (HGB) nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, den dazu erfolgten Auslegungen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS Interpretations Committee) und den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente sowie bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses haben wir einzelne Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzernbilanz zusammengefasst. Diese Posten sind im Konzernanhang gesondert erläutert. Die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben haben wir ebenfalls in den Konzernanhang übernommen. Die Bilanz wurde gemäß IAS 1 in lang- und kurzfristige Posten gegliedert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Konzernwährung ist der Euro. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Der Konzernabschluss der R. STAHL AG wird beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht. Auswirkungen neuer beziehungsweise geänderter Standards Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit folgenden Ausnahmen, die aus neuen beziehungsweise überarbeiteten Standards resultieren. Im Geschäftsjahr 2014 waren erstmalig folgende Neuregelungen verpflichtend anzuwenden: scroll
IFRS 10, Konzernabschlüsse Der Standard enthält Grundsätze zur Darstellung und Aufstellung von Konzernabschlüssen. IFRS 10 enthält eine geänderte Definition des Begriffs der Beherrschung, auf dessen Grundlage der Kreis der konsolidierungspflichtigen Tochterunternehmen bestimmt wird. Neben den Stimmrechten können auch andere vertragliche Vereinbarungen oder faktische Konstellationen zur Beherrschung führen, wenn das Mutterunternehmen die Finanz- und Geschäftstätigkeit eines anderen Unternehmens bestimmen, variable Rückflüsse daraus erzielen und die Höhe der Rückflüsse beeinflussen kann. IFRS 11, Gemeinsame Vereinbarungen Der Standard regelt die Bilanzierung von gemeinsamen Vereinbarungen und die Art der sich aus diesen Vereinbarungen ergebenden Rechte und Verpflichtungen. IFRS 12, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen Der Standard regelt die Angabepflichten in Bezug auf Anteile an anderen Unternehmen. Dazu werden unter anderem bestehende Angaben aus mehreren bereits veröffentlichten Standards in IFRS 12 zusammengeführt. Darüber hinaus sind Anhangangaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen gefordert. Die erweiterten Angaben können der Anmerkung [4] entnommen werden. Amendments zu IAS 32, Finanzinstrumente - Darstellung - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden Die Änderungen des IAS 32 regeln die Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden und konkretisieren das gegenwärtige Saldierungsmodell. Amendments zu IAS 36, Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht finanziellen Vermögenswerten Die Änderungen des IAS 36 korrigieren zum einen die Vorschrift hinsichtlich der Angabe des erzielbaren Betrages einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit und zum anderen führt der Änderungsstandard neue Angabepflichten ein. Amendments zu IAS 39/IFRS 9, Novation von Derivaten und Beibehaltung des Sicherungszusammenhangs Die Neuregelung stellt klar, dass Sicherungsbeziehungen, denen ein Derivat als Sicherungsinstrument zugrunde liegt, beim Einschalten einer zentralen Gegenpartei nicht aufgelöst werden, wenn bestimmte Bedingungen kumulativ erfüllt sind. Alle im laufenden Geschäftsjahr erstmalig anzuwendenden neuen und geänderten Rechnungslegungsnormen führten zu keinen nennenswerten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Anhangangaben. Nicht angewendete neue beziehungsweise geänderte Standards Das IASB und das IFRS Interpretations Committee haben die nachfolgend aufgeführten Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die am 31. Dezember 2014 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und teilweise von der EU auch noch nicht anerkannt waren. Eine vorzeitige Anwendung dieser Neuregelungen ist nicht vorgesehen. scroll
(1) Pflicht zur erstmaligen Anwendung aus Sicht der R. STAHL AG (2) Bis zum 31. Dezember 2014 Amendments zu IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer - Arbeitnehmerbeiträge Im November 2013 veröffentlichte das IASB Änderungen an IAS 19 - Leistungen an Arbeitnehmer. Die Änderungen umfassen insbesondere Klarstellungen wie Arbeitnehmerbeiträge oder Beiträge Dritter zu leistungsorientierten Plänen zu bilanzieren sind. Dabei ist die Bilanzierung davon abhängig, ob die Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre abhängen oder nicht. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Gesellschaft prüft derzeit, welche Auswirkungen diese Änderungen auf den Konzernabschluss haben. IFRS 9, Finanzinstrumente Das IASB schloss im Juli 2014 sein Projekt zur Ersetzung des IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, durch die Veröffentlichung der finalen Version des IFRS 9, Finanzinstrumente, ab. IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten richtet sich künftig nach drei Kategorien mit unterschiedlichen Wertmaßstäben und einer unterschiedlichen Erfassung von Wertänderungen. Die Kategorisierung ergibt sich dabei sowohl in Abhängigkeit der vertraglichen Zahlungsströme des Instruments als auch dem Geschäftsmodell, in dem das Instrument gehalten wird. Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die bestehenden Kategorisierungsvorschriften hingegen weitgehend in IFRS 9 übernommen. Ferner sieht IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den zu erwartenden Kreditausfällen basiert. IFRS 9 enthält zudem neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting, um die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Steuerung von nicht finanziellen Risiken. Der neue Standard ist - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme durch die EU - auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Gesellschaft prüft derzeit, welche Auswirkungen diese Änderungen auf den Konzernabschluss haben. IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden Das IASB veröffentlichte im Mai 2014 IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden. IFRS 15 ersetzt IAS 11, Fertigungsaufträge, und IAS 18, Umsatzerlöse, sowie die dazugehörigen Interpretationen. Der neue Standard legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. IFRS 15 sieht dabei ein einheitliches fünfstufiges Erlösrealisierungsmodell vor, das grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Zudem werden die Angabevorschriften erweitert. Der Standard ist - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme durch die EU - auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Gesellschaft prüft derzeit, welche Auswirkungen diese Änderungen auf den Konzernabschluss haben. Amendments zu IAS 1, Darstellung des Abschlusses Im Dezember 2014 veröffentlichte das IASB Änderungen an IAS 1 - Darstellung des Abschlusses. Die Änderungen umfassen insbesondere Klarstellungen zur Beurteilung der Wesentlichkeit von Angaben zum Abschluss, zur Darstellung zusätzlicher Abschlussposten in der Bilanz und in der Gesamtergebnisrechnung, zur Darstellung des sonstigen Ergebnisses von Joint Ventures und assoziierten Unternehmen und zur Struktur der Anhangangaben. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme durch die EU - auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Gesellschaft prüft derzeit, welche Auswirkungen diese Änderungen auf den Konzernabschluss haben. AIP 2012 - 2014 Annual Improvement Project des IASB 2012-2014 Die Änderungen im Rahmen des jährlichen Verbesserungsverfahrens 2012 - 2014 enthalten Klarstellungen und Konkretisierungen zur Ermittlung des Abzinsungssatzes für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, zur Zwischenberichterstattung sowie zu Anhangangaben bei Finanzinstrumenten. Darüber hinaus wurden gesonderte Leitlinien für solche Fälle aufgenommen, in denen ein Unternehmen einen Vermögenswert aus der Kategorie „zur Veräußerung gehalten" in die Kategorie „zu Ausschüttungszwecken gehalten" umklassifiziert und umgekehrt sowie für Fälle in denen die Bilanzierung als zu Ausschüttungszwecken gehalten beendet wird. Die Änderungen im Rahmen des jährlichen Verbesserungsverfahrens 2012 - 2014 sind - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme durch die EU - verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Auswirkungen der jährlichen Verbesserungen 2012-2014 werden derzeit noch geprüft. Es sind keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des R. STAHL Konzerns zu erwarten. [2] Unternehmensdaten scroll
[3] Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung des Abschlusses Der Vorstand der R. STAHL AG hat den Konzernabschluss 2014 und Konzernlagebericht 2014 am 25. März 2015 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. [4] Grundsätze der Konsolidierung Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst neben der R. STAHL AG 34 (i. V. 34) in- und ausländische Tochterunternehmen, bei denen die R. STAHL AG unmittelbar oder mittelbar beherrschenden Einfluss ausüben kann. Beherrschung liegt vor, wenn die R. STAHL AG die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über das Tochterunternehmen hat, sie an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch ihre Entscheidungen beeinflussen kann. Unternehmen, auf die die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss übernommen. Auf eine Konsolidierung der nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen nach der Equity-Methode wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Im Vergleich zum 31. Dezember 2013 ist der Konsolidierungskreis unverändert. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verteilen sich wie folgt auf In- und Ausland: scroll
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. Nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen Die R. STAHL AG ist als Kommanditistin mit einem Kapitalanteil von 49,58 % (nominal EUR 25.564,59) an der Abraxas Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz, (im Folgenden: Abraxas) beteiligt. Als weitere Kommanditistin hält die DAL Beteiligungsgesellschaft mbH, Mainz, einen Kapitalanteil von 50,42 % (nominal EUR 26.000,00). Die Geschäftsführung und Vertretung der Abraxas obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin Abraxas Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Mainz, die keine Anteile am Kapital hält. Die R. STAHL AG ist am Gewinn und Verlust der Abraxas entsprechend ihrem Kapitalanteil beteiligt, allerdings ist ihre Haftung auf die geleistete Hafteinlage beschränkt. Die R. STAHL AG und die Abraxas haben mit notarieller Urkunde vom 5. Dezember 2000 ein Immobilien-Leasinggeschäft bestehend aus Erbbaurechtsvertrag, Immobilien-Leasingvertrag und An-kaufsrechtsvertrag über das im Erbbaugrundbuch von Waldenburg, Amtsgericht Kupferzell - Blatt 2025 eingetragene Erbbaurecht an dem Grundstück - Gemarkung Waldenburg- Flurstück, 2006/14 geschlossen. Eigentümerin des Erbbaugrundstücks ist die R. STAHL AG. Das Erbbaurecht hat eine Laufzeit von 60 Jahren, die Erbbauzinsen betragen rd. TEUR 112 p.a. und werden als Mietnebenkosten an die R. STAHL AG weiterberechnet. Auf dem Erbbaugrundstück hat die R. STAHL AG als Generalübernehmer die Planung und Errichtung des Verwaltungsgebäudes und des Logistikgebäudes mit einem ursprünglichen Investitionsvolumen von EUR 28,4 Mio. übernommen. Im Geschäftsjahr 2013 erfolgte eine Erweiterung des Logistikgebäudes mit einem Investitionsvolumen von rd. EUR 3,1 Mio. und im Geschäftsjahr 2014 eine Erweiterung des Verwaltungsgebäudes mit einem Investitionsvolumen von rd. EUR 10,4 Mio. Das Verwaltungs- und Logistikgebäude wird seitens Abraxas der R. STAHL AG als Leasingnehmer zur Nutzung überlassen. Das Leasingverhältnis ist als Operate-Lease zu klassifizieren. Der Leasingvertrag verpflichtet die R. STAHL AG zur Wartung, räumt ihr aber auch ein Recht zur Weitervermietung ein. Die R. STAHL AG hat nach 10 Jahren (1. April 2011), 15 Jahren (1. April 2016) und zum Ende der Mietzeit (30. September 2023) grundsätzlich eine Kaufoption zum Fair Value. Das Ankaufsrecht zum 1. April 2016 wird nicht ausgeübt. Die Abraxas hat die zukünftigen Leasingforderungen forfaitiert und lediglich die Höhe der verbleibenden Restwerte, die durch Grundpfandrechte besichert sind, fremdfinanziert. Zum 31. Dezember beziehen sich die nachstehenden Salden auf das Engagement des R. STAHL Konzerns bei Abraxas. scroll
Insgesamt gesehen hat die R. STAHL AG keine Verfügungsgewalt über die maßgeblichen Tätigkeiten der Leasingobjektgesellschaft. Es besteht keine Konsolidierungspflicht nach IFRS 10. Währungsumrechnung Die funktionale Währung ist die Währung des primären wirtschaftlichen Umfeldes, in dem ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen agiert. Das primäre wirtschaftliche Umfeld, in dem ein Unternehmen auftritt, ist in der Regel das Umfeld, in dem es vorwiegend finanzielle Mittel erzeugt und ausgibt. Dabei sind die Kriterien nach IAS 21.9ff. bei der Bestimmung der funktionalen Währung zu berücksichtigen. Die Darstellungswährung ist die Währung, in der ein Unternehmen seine Abschlüsse aufstellt. Die Darstellungswährung des Konzernabschlusses der R. STAHL AG ist der Euro. In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden monetäre Positionen in fremder Währung (flüssige Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) zum Stichtagskurs bewertet und erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Positionen in fremder Währung sind mit den historischen Kursen angesetzt. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben, ist grundsätzlich die funktionale Währung identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung nach der „modifizierten Stichtagskursmethode". Daher werden die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, zum Jahresdurchschnittskurs, Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Die Geschäfts- und Firmenwerte, die den ausländischen Tochtergesellschaften zuzuordnen sind, werden ebenfalls mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird im Posten „Währungsumrechnung" im kumulierten übrigen Eigenkapital ausgewiesen. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert: scroll
Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt bei allen Arten von Unternehmenserwerben nach der Erwerbsmethode (purchase method) (IFRS 3) durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am übernommenen Reinvermögen der konsolidierten Tochterunternehmen auf den Zeitpunkt des Erwerbs. Die Bewertung des Reinvermögens richtet sich grundsätzlich nach den beizulegenden Zeitwerten aller identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden im Erwerbszeitpunkt. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich durch einen Impairment-Test auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft und im Falle einer Wertminderung ergebniswirksam wertberichtigt. Bei bestehenden Anhaltspunkten für eine Wertminderung wird neben dem jährlichen ein zusätzlicher, unterjähriger Impairment-Test durchgeführt, und bei Wertminderung wird auch diese ergebniswirksam erfasst. Negative Unterschiedsbeträge werden nicht als passivischer Geschäfts- oder Firmenwert, sondern als Überschuss des Anteils des Erwerbers an dem Nettobetrag des beizulegenden Zeitwertes der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Erworbenen über die Anschaffungskosten bezeichnet. Wenn sich im Rahmen der erstmaligen Kapitalkonsolidierung ein negativer Unterschiedsbetrag ergibt, so wird eine Wiedereinschätzung (reassessment) vorgenommen. Hier wird die Neubewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden inklusive der angesetzten Eventualschulden und die Ermittlung der Anschaffungskosten nochmals kritisch überprüft. Verbleibende negative Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam erfasst. Änderungen der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, sind als Eigenkapitaltransaktion zu bilanzieren. Unterschiedsbeträge aus derartigen Transaktionen sind mit dem Eigenkapital zu verrechnen. Ein Tochterunternehmen wird zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, zu dem das Mutterunternehmen die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert. Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaften werden als „Anteile anderer Gesellschafter" ausgewiesen. Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den konsolidierten Unternehmen (Zwischenergebnisse) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Beteiligungen werden nach der Equity-Methode einbezogen, wenn ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % bis 50 % der Fall („assoziierte Unternehmen"). Die nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen werden mit dem anteiligen zu beizulegenden Zeitwerten bewerteten Reinvermögen der assoziierten Unternehmen zum Erwerbszeitpunkt angesetzt. Ein Unterschiedsbetrag zu den Anschaffungskosten der Beteiligung wird entsprechend der Erwerbsmethode behandelt. In der Folge erhöht oder verringert sich der Buchwert der Anteile, ausgehend von den Anschaffungskosten, entsprechend dem Anteil des Anteilseigners am Periodenergebnis des Beteiligungsunternehmens. Die Konsolidierungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. [5] Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Konzerneinheitliche Methoden Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Hierzu werden die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der R. STAHL AG angepasst, soweit sie nicht den IFRS entsprechen. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember mit der Ausnahme von R. STAHL PRIVATE LIMITED, Chennai (Indien). Der Bilanzstichtag des Einzelabschlusses in Indien ist der 31. März, insoweit wurde ein Zwischenabschluss auf den Konzernabschlussstichtag erstellt. Schätzungen und Annahmen Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten auswirken. Den jeweiligen Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die den aktuellsten Erkenntnissen entsprechen. Die Schätzungen und die zugrundeliegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Entwicklungen können dazu führen, dass die Beträge von diesen Schätzungen abweichen. Anpassungen bzgl. der für die Rechnungslegung relevanten Schätzungen werden in der Periode der Änderung berücksichtigt, sofern die Änderung nur diese Periode betrifft. Beeinflussen Schätzungsänderungen sowohl die aktuelle Periode als auch zukünftige Perioden, werden diese in den betreffenden Perioden entsprechend erfasst. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf folgende Vermögenswerte und Schulden: Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts Der R. STAHL Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Dazu muss das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte betragen zum 31. Dezember 2014 EUR 12,0 Mio. (i. V. EUR 12,6 Mio.). Für weitere Informationen wird auf Abschnitt 19 verwiesen. Aktivierte Entwicklungskosten Entwicklungskosten werden entsprechend der in diesem Abschnitt dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Zur Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat das Management Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, vorzunehmen. Der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf EUR 20,6 Mio. (i. V. EUR 17,8 Mio.). Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt. Diese erfolgen auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze, erwartete Erträge aus Planvermögen, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftige Rentensteigerungen. Die angesetzten Abzinsungssätze basieren auf den Renditen für erstrangige festverzinsliche Unternehmensanleihen. Die erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens wird auf der Grundlage historischer langfristiger Renditen und der Struktur des Portfolios festgelegt. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Annahmen wesentlichen Unsicherheiten. Die Auswirkungen aus den Veränderungen der zum Bilanzstichtag angesetzten Parameter auf den Anwartschaftsbarwert sind in Abschnitt 27 dargestellt. Eine Abweichung der angenommenen Parameter zu den tatsächlichen am Bilanzstichtag eingetretenen Bedingungen hat keine Auswirkung auf den Konzernjahresüberschuss, da die aus den Abweichungen resultierenden Gewinne und Verluste aus der Neubewertung der Nettoschuld direkt im Eigenkapital erfasst werden. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2014 EUR 96,5 Mio. (i. V. EUR 73,0 Mio.). Für weitere Informationen wird auf Abschnitt 27 verwiesen. Latente Steuern Der Buchwert der aktiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2014 beläuft sich auf EUR 17,0 Mio. (i. V. EUR 8,4 Mio.). Die Ermittlung der zukünftigen Steuervorteile, die sich im Bilanzansatz widerspiegeln, basiert auf Annahmen und Einschätzungen zur zukünftigen Entwicklung der steuerlichen Einkommen und steuerlichen Gesetzgebung in den Ländern der ansässigen Konzerngesellschaften. Weiterhin kommen Schätzungen und Annahmen bei Kaufpreisallokationen, der Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, der Bilanzierung und Bewertung von Vorräten, Forderungen und Rückstellungen sowie der Einschätzung rechtlicher Risiken zur Anwendung. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden nach IAS 8 zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Umsatzrealisierung Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten werden entsprechend den Kriterien des IAS 18 (revenue) mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang an den Kunden erfasst, wenn ein Kaufpreis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Soweit Geschäfte vereinbarungsgemäß erst nach einer entsprechenden Abnahmeerklärung des Kunden wirksam werden, werden die betreffenden Umsatzerlöse erst dann realisiert, wenn die Abnahmeerklärung eingegangen oder die Frist für ihre Abgabe abgelaufen ist. Umsätze aus Dienstleistungsgeschäften werden mit Erbringung der Dienstleistungen erfasst, sofern die Höhe der Erträge verlässlich bemessen werden kann und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft hinreichend wahrscheinlich ist. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten ausgewiesen. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung Forschungskosten sind gemäß IAS 38.42ff. nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Voraussetzungen nach IAS 38 vorliegen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 (earnings per share) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das Konzernergebnis - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittliche Anzahl der Stammaktien dividiert wird. Da keine potentiellen Stammaktien und keine Optionsrechte oder Bezugsrechte ausstehen, war ein verwässertes Ergebnis je Aktie weder für 2013 noch für 2014 zu ermitteln. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Immaterielle Vermögenswerte sind Geschäfts- oder Firmenwerte (goodwill), Entwicklungskosten, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte. Lediglich bei den Entwicklungskosten handelt es sich um selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte. Entgeltlich erworbene und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte - ohne Geschäfts- oder Firmenwerte (goodwill) - werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über die vertragliche oder geschätzte Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 10 Jahren. Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich durch einen Impairment-Test auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft und im Falle einer Wertminderung ergebniswirksam wertberichtigt. Entwicklungskosten werden unter den Voraussetzungen des IAS 38 zu Herstellungskosten aktiviert, soweit eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich und sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung sichergestellt sind. Die Entwicklungstätigkeit muss ferner mit hinreichender Wahrscheinlichkeit einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzeugen. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen alle direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsstart planmäßig linear über den erwarteten Produktlebenszyklus von in der Regel 5 bis 7 Jahren abgeschrieben. Die noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekte werden jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten enthalten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereiches. Die Finanzierungskosten werden - da regelmäßig keine „qualified assets" vorliegen - nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen erfolgen nach der linearen Methode. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich die folgenden Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen einen Werteverfall anzeigen, wird die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögenswerten (inklusive aktivierten Entwicklungskosten und Geschäfts- oder Firmenwerte) überprüft (Impairment-Test). Dabei wird der Buchwert des Vermögenswertes mit dem erzielbaren Betrag verglichen, wobei dieser als der höhere Wert eines Vermögenswertes aus dem Verkaufspreis abzüglich der noch anstehenden Abgangskosten und dem Nutzungswert bestimmt ist. Der Nutzungswert ist der Kapitalwert der geschätzten künftigen Cashflows, welche aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt, der er zugeordnet ist. Zur Ermittlung der erwarteten Cashflows jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit müssen Grundannahmen getroffen werden. Diese beinhalten Annahmen hinsichtlich der Finanzpläne sowie der zur Abzinsung herangezogenen Zinssätze. Leasing Der R. STAHL Konzern nutzt als Leasingnehmer insbesondere Gebäude und Grundstücke. IAS 17 (leases) enthält Vorschriften, nach denen auf Basis von Chancen und Risiken der Leasingpartner beurteilt wird, ob das wirtschaftliche Eigentum am Leasinggegenstand dem Leasingnehmer (finance leases) oder dem Leasinggeber (operating leases) zuzurechnen ist. Im R. STAHL Konzern sind lediglich „operating leases"-Verhältnisse vorhanden. Die hiermit verbundenen Zahlungen werden linear über die Vertragslaufzeit verteilt. Finanzinstrumente Einem Finanzinstrument liegt ein Vertrag zugrunde, der bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Anschaffungsnebenkosten sind hierbei einzubeziehen, es sei denn, das Finanzinstrument wird in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Marktübliche Käufe und Verkäufe finanzieller Vermögenswerte werden erstmalig grundsätzlich zum Erfüllungstag (settlement date) erfasst. Nach dem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale) und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (held for trading) mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Sofern kein Marktpreis vorhanden ist, wird der Marktpreis der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte anhand geeigneter Bewertungsverfahren, beispielsweise Discounted-Cashflow-Methoden, unter Berücksichtigung der am Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten ermittelt. Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden (loans and receivables), bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen (held to maturity) sowie alle finanziellen Vermögenswerte, die über keinen notierten Marktpreis auf einem aktiven Markt verfügen und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann, werden, soweit sie über eine feste Laufzeit verfügen, mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten (amortised cost) unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Verfügen diese finanziellen Vermögenswerte über keine feste Laufzeit, sind sie mit den Anschaffungskosten zu bewerten. Nach IAS 39 wird regelmäßig ermittelt, ob objektive substanzielle Hinweise darauf schließen lassen, dass eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes oder eines Portfolios von Vermögenswerten stattgefunden hat. Liegen derartige Hinweise vor, wird der Wertminderungsaufwand (impairment loss) im Ergebnis erfasst. Gewinne und Verluste aus einem zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswert werden direkt im Eigenkapital verbucht, bis der finanzielle Vermögenswert abgegangen ist oder bis eine Wertminderung festgestellt wird. Im Falle einer Wertminderung (IAS 39) wird der kumulative Netto-Verlust aus dem Eigenkapital entfernt und im Ergebnis ausgewiesen. Beteiligungen werden zum notierten Marktpreis oder beizulegenden Zeitwert angesetzt. Soweit diese Werte nicht verfügbar sind bzw. nicht verlässlich bestimmt werden können, werden die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet. Die Wertpapiere und Ausleihungen des Anlagevermögens werden entsprechend ihrer Zugehörigkeit zur jeweiligen Kategorie der finanziellen Vermögenswerte bilanziert. In diesen Positionen werden keine zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind als Vermögenswerte anzusetzen, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der künftige wirtschaftliche Nutzen, der mit den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien verbunden ist, zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten verlässlich bewertet werden können. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden grundsätzlich nach dem Anschaffungskostenmodell bewertet. Aktive und passive latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 (income taxes) gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (liability method) grundsätzlich für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Weiterhin sind aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen bilanziert worden. Aktive latente Steuern für alle abzugsfähigen temporären Differenzen sowie für steuerliche Verlustvorträge wurden jedoch nur in dem Umfang berücksichtigt, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen bzw. noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verrechnet werden können. Die latenten Steuern wurden auf Basis der Ertragsteuersätze ermittelt, die gemäß IAS 12 in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt nach der derzeitigen Rechtslage gelten bzw. schon beschlossen wurden. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern dann saldiert, wenn ein einklagbares Recht vorliegt, die bilanzierten Beträge gegeneinander aufzurechnen. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn gleiches Steuersubjekt, gleiche Steuerart und gleiche Fristigkeit vorliegen. Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 nicht abgezinst. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte (lower of cost or net realizable value) bewertet. Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Sie enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie anteilige Kosten des sozialen Bereiches (produktionsbezogener Vollkostenansatz). Die Herstellungskosten werden auf der Grundlage einer normalen Kapazitätsauslastung ermittelt. Die Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung der Vorräte geführt haben, nicht länger bestehen, und folglich die Nettoveräußerungswerte gestiegen sind, wird die sich daraus ergebende Wertaufholung vorgenommen und als Minderung des Materialaufwandes erfasst. Forderungen und Sonstige Vermögenswerte Bei den Forderungen und Sonstigen Vermögenswerten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente und Wertpapiere des Umlaufvermögens, handelt es sich um vom Konzern ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderungen Rechnung getragen. Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting Derivative Finanzinstrumente werden im R. STAHL Konzern nur zu Sicherungszwecken eingesetzt, um Währungs-, Zins- und Marktwertrisiken aus dem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen zu reduzieren. Nach IAS 39 sind alle derivativen Finanzinstrumente wie zum Beispiel Zins- und Währungsswaps sowie Devisentermingeschäfte zum Marktwert zu bilanzieren, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Voraussetzung für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) ist, dass der eindeutige Sicherungszusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument dokumentiert und deren Effektivität nachgewiesen ist. Der Konzern dokumentiert grundsätzlich unter Beachtung von IAS 39 alle Beziehungen zwischen Sicherungsgeschäften und den zugeordneten Basisgeschäften. Dabei werden die Basisgeschäfte mit den Sicherungsgeschäften verknüpft. Beim R. STAHL Konzern kommen derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von geplanten Fremdwährungszahlungen und zur Begrenzung von Zinsaufwendungen aus vorhandenen Fremd-kapitalauf nahmen zum Einsatz (Cashflow-Hedge). Bei einem Cashflow-Hedge werden die Marktwertveränderungen des als effektiv eingestuften Teils des Sicherungsinstruments zunächst im Eigenkapital unter Berücksichtigung latenter Steuern als ergebnisneutraler Bestandteil des Gesamtergebnisses ausgewiesen bis der künftig gesicherte Zahlungsstrom eintritt. Eine Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes. Der nicht durch das Grundgeschäft gedeckte Teil der Marktwertveränderungen wird unmittelbar im Ergebnis berücksichtigt. Bei der Absicherung eines beizulegenden Zeitwertes eines bilanzierten Vermögenswertes oder einer bilanzierten Schuld handelt es sich um einen Fair Value-Hedge. Fair Value-Hedges gab es im R. STAHL Konzern im Berichtszeitraum nicht. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten, welche nicht die Voraussetzungen für eine Bilanzierung als Sicherungsgeschäft gemäß IAS 39 erfüllen, werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Marktwerte derivativer Finanzinstrumente werden unter den „Sonstigen finanziellen Vermögenswerten" respektive unter den „Sonstigen finanziellen Schulden" ausgewiesen. Entsprechend des Fälligkeitstages (settlement date) werden die kurz- und langfristigen Derivate als kurz- oder langfristig klassifiziert. Eigene Anteile Die eigenen Anteile werden in Höhe der Anschaffungskosten offen in einem Posten vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, Verkauf, die Ausgabe oder Einziehung von eigenen Eigenkapitalinstrumenten werden nicht erfolgswirksam erfasst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen die Versorgungsverpflichtungen des R. STAHL Konzerns aus leistungsorientierten Altersversorgungssystemen. Bei leistungsorientierten Altersversorgungssystemen (beispielsweise Direktzusagen (unmittelbare Pensionsverpflichtungen als Pensionsrückstellung), Unterstützungskassen (mittelbare Pensionsverpflichtungen)) basiert die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen auf dem in IAS 19 (employee benefits) vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung (projected unit credit method). Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch die künftig zu erwartenden Steigerungen von Renten und Gehältern berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Als Finanzierungsendalter wurde im Inland für Altersteilzeitbeschäftigte das Alter zum vereinbarten Ende des Altersteilzeitarbeitsverhältnisses angesetzt. Für den übrigen Personenkreis ohne einzelvertragliche Regelungen des Renteneintrittsalters wurde das frühestmögliche Rentenbeginnalter mit 64 Jahre angesetzt. Dies entspricht dem durchschnittlichen Renteneintrittsalter in den letzten bzw. kommenden Jahren bei der Gesellschaft. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich aus Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen bzw. aus Abweichungen zwischen früheren versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung ergeben, werden bei ihrer Entstehung unter Berücksichtigung von latenten Steuern unmittelbar erfolgsneutral im Eigenkapital (Kumuliertes übriges Eigenkapital) erfasst. Die in dem Eigenkapitalposten „Kumuliertes übriges Eigenkapital" erfassten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste sowie die darauf entfallenden latenten Steuern werden in den Folgeperioden nicht ergebniswirksam aufgelöst. Die in der jeweiligen Berichtsperiode erfassten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste sowie die darauf entfallenden latenten Steuern werden gesondert in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsverpflichtungen wird unter den Personalaufwendungen ausgewiesen, der Zinsanteil von Pensionsverpflichtungen wird im Zinsergebnis gezeigt. Der als Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag ist um den am Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwert von Planvermögen zu kürzen. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Abzinsungsfaktoren für die Ermittlung der Barwerte der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen werden auf der Grundlage von Renditen bestimmt, die am Abschlussstichtag für hochwertige, festverzinsliche Unternehmensanleihen am jeweiligen Markt erzielt werden. Übrige Rückstellungen Übrige Rückstellungen sind nach IAS 37 (provisions, contingent liabilities and contingent assets) insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Die Eintrittswahrscheinlichkeit muss über 50 % liegen. Rückstellungen werden nur für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des Erfüllungsbetrages mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit. Ferner fließen bei der Bewertung der übrigen Rückstellungen - insbesondere bei Gewährleistungen sowie erwarteten Verlusten aus schwebenden Geschäften - alle Kostenbestandteile ein, die auch im Vorratsvermögen aktiviert werden („Produktionsbezogene Vollkosten"). Rückstellungen für Restrukturierungen werden insoweit gebildet, als diese die Kriterien des IAS 37 erfüllen. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt, sofern der Zinseffekt wesentlich ist. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Hierbei werden auch die Transaktionskosten berücksichtigt. In der Folge werden die Verbindlichkeiten mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Im R. STAHL Konzern bestehen grundsätzlich keine Verbindlichkeiten, die Handelszwecken dienen. Hiervon ausgenommen sind Derivate, die nicht in ein Hedge Accounting einbezogen werden. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser zukünftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereiches des R. STAHL Konzerns liegen. Ferner können gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualverbindlichkeiten darstellen, wenn die Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen nicht hinreichend wahrscheinlich für die Bildung einer Rückstellung ist und/oder die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann. Die angegebenen Werte der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des R. STAHL Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 (statement of cash flows) wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Auswirkungen von Akquisitionen, Desinvestitionen und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises sind dabei nach IAS 7.39 gesondert darzustellen und als Investitionstätigkeit zu klassifizieren. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Ebenfalls enthalten sind Finanztitel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten. Die Zahlungsmittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" entsprechen dem Finanzmittelfonds. Hinsichtlich der Zusammensetzung der „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" verweisen wir auf die Erläuterungen zu den „Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten". Segmentberichterstattung Nach den Regeln des IFRS 8 sind einzelne Informationen über Geschäftssegmente eines Unternehmens anzugeben. IFRS 8 folgt dem sogenannten „management approach", wonach sich die Segmentberichterstattung allein nach Finanzinformationen richtet, die von den Entscheidungsträgern des Unternehmens zur internen Steuerung des Unternehmens verwendet werden. Bestimmend dabei sind die interne Berichts- und Organisationsstruktur sowie solche Finanzgrößen, die zur Entscheidungsfindung über die Allokation von Ressourcen und die Bewertung der Ertragskraft herangezogen werden. B. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung[6] Umsatzerlöse Unterteilt nach Regionen ergibt sich folgende Zusammensetzung: scroll
[7] Andere aktivierte Eigenleistungen Die anderen aktivierten Eigenleistungen ergeben sich insbesondere aus der Aktivierung von Entwicklungskosten nach IAS 38. Im Berichtsjahr betrugen diese TEUR 3.414 (i. V. TEUR 3.174). Im Berichtsjahr wurden insgesamt TEUR 16.668 (i. V. TEUR 15.739) Ausgaben für Forschung und Entwicklung als Aufwand erfasst. [8] Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: scroll
[9] Materialaufwand Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
[10] Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
[11] Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten und der Auszubildenden der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen während des Geschäftsjahres stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: scroll
[12] Abschreibungen Der planmäßige Aufwand für Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen beträgt TEUR 12.814 (i. V. TEUR 12.026). [13] Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere folgende Posten: scroll
[14] Beteiligungsergebnis Das Beteiligungsergebnis beträgt TEUR 15 (i. V. TEUR 3). [15] Zinsergebnis Das Zinsergebnis setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Im Zinsergebnis ist in Höhe von TEUR 2.637 (i. V. TEUR 2.634) der Nettozinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen enthalten. [16] Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In dieser Position werden laufende und latente Steueraufwendungen und -erträge ausgewiesen, die sich wie folgt zusammensetzen: scroll
Unter den laufenden Steuern werden bei den Inlandsgesellschaften Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer und bei den Auslandsgesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Die Ermittlung erfolgte nach den für die einzelnen Gesellschaften maßgeblichen Steuervorschriften. Im Berichtsjahr sind Erträge aus der Geltendmachung von bisher nicht berücksichtigten steuerlichen Verlusten in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 280) angefallen, die den laufenden Ertragsteueraufwand gemindert haben. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. In Deutschland gilt nach dem Unternehmenssteuerreformgesetz 2008 ein Körperschaftsteuersatz von 15,0 %. Unter Berücksichtigung eines Gewerbesteuerhebesatzes in Höhe von 375,0 % sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 % ermittelt sich für inländische Unternehmen ein Gesamtsteuersatz von 29,0 % (i. V. 29,0 %). Die Steuersätze im Ausland liegen zwischen 0,0 % und 38,0 % (i. V. 0,0 % und 37,0 %). Die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden in Höhe von TEUR 2.412 (i. V. TEUR 1.845) wertberichtigt, da aufgrund der zur Verfügung stehenden Informationen Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe ihrer Realisierbarkeit bestehen. Der Bestand an noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen beträgt TEUR 24.734 (i. V. TEUR 16.049). Die Verlustvorträge sind unbegrenzt vortragsfähig. Die steuerlichen Verluste können nicht mit zu versteuernden Ergebnissen anderer Unternehmen des Konzerns verrechnet werden. Aus der Ausschüttung von Dividenden an die Aktionäre der R. STAHL AG haben sich weder für 2014 noch für 2013 ertragsteuerliche Konsequenzen ergeben. Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr waren aktive oder passive latente Steuern aus Unternehmensakquisitionen erfolgsneutral zu berücksichtigen. Die einbehaltenen Gewinne bei Tochtergesellschaften sollen aus heutiger Sicht überwiegend auf unbestimmte Zeit investiert bleiben. In Übereinstimmung mit IAS 12 werden keine latenten Steuerverbindlichkeiten für einbehaltene Gewinne von Tochtergesellschaften bilanziert. Im Fall einer zukünftigen Gewinnausschüttung würde insgesamt eine Steuerschuld in Höhe von ca. TEUR 779 (i. V. TEUR 817) entstehen. Darüber hinaus wären ggf. ausländische Quellensteuern sowie ertragsteuerliche Konsequenzen bei der norwegischen Zwischenholding zu beachten. Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2014 ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr aus der nachfolgenden Aufstellung: scroll
Von den aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 17.044 (i. V. TEUR 8.394) entfallen TEUR 299 (i. V. TEUR 410) auf Gesellschaften, die im Berichtsjahr oder im Vorjahr ein negatives Periodenergebnis hatten. Der Ansatz der jeweiligen aktiven latenten Steuern basiert auf den positiven Ergebnissen der Fünf-Jahres-Planung. Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten zum jeweils ausgewiesenen Steueraufwand. Die Berechnung des erwarteten Steueraufwands erfolgt durch Multiplikation des Ergebnisses vor Ertragsteuern mit dem anzuwendenden Gesamtsteuersatz von 29,0 % (i. V. 29,0 %). Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt TEUR 14.709 (i. V. TEUR 21.311). scroll
Von den in der Bilanz erfassten latenten Steuern wurden insgesamt TEUR 6.656 eigenkapitalerhöhend (i. V. TEUR 769 eigenkapitalvermindernd) erfasst, ohne die Gewinn- und Verlustrechnung zu beeinflussen. Die Steuereffekte für direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen ergeben sich aus folgender Aufstellung: scroll
[17] Ergebnis je Aktie scroll
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) errechnet sich nach IAS 33 aus der Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres ausgegebenen Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie kann aus so genannten potenziellen Aktien resultieren. Da keine potenziellen Stammaktien und keine Optionsrechte oder Bezugsrechte ausstehen, war ein verwässertes Ergebnis je Aktie für 2013 als auch für 2014 nicht zu ermitteln. [18] Dividende der R. STAHL AG Bis zum Freigabedatum lag kein Gewinnverwendungsvorschlag für den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2014 vor. Im Geschäftsjahr 2014 wurden EUR 1,00 je dividendenberechtigter Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet. C. Erläuterungen zur KonzernbilanzLangfristige Vermögenswerte [19] Immaterielle Vermögenswerte Unter den immateriellen Vermögenswerten werden hauptsächlich EDV-Software, die aktivierten Entwicklungskosten verschiedener Entwicklungsprojekte sowie Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wurde der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Basis der Berechnung eines Nutzungswertes ermittelt. Diese Berechnung wird auf der Grundlage von Cashflow-Prognosen erstellt, die auf von der Geschäftsführung für einen Zeitraum von drei Jahren genehmigten Finanzplänen basieren. Die für die Cashflow-Prognosen verwendeten Abzinsungssätze vor Steuern betragen zwischen 9,73 13,77 % (i. V. 9,61 - 10,98 %). Die Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 12,0 Mio. (i. V. EUR 12,6 Mio.) sind folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet: R. STAHL HMI Systems GmbH (Deutschland) mit EUR 4,6 Mio. (i. V. EUR 4,6 Mio.), R. Stahl Schaltgeräte GmbH (Deutschland)/R. STAHL LIMITED (Großbritannien) mit EUR 1,1 Mio. (i. V. EUR 1,1 Mio.), R. STAHL Nissl GmbH (Österreich) mit EUR 0,5 Mio. (i. V. EUR 0,5 Mio.), IRANBERG AS (Norwegen) mit EUR 2,9 Mio. (i. V. EUR 3,1 Mio.), Stahl-Syberg A/S (Norwegen) mit EUR 1,5 Mio. (i. V. EUR 1,6 Mio.), 000 R. Stahl (Russische Föderation) mit EUR 0,4 Mio. (i. V. EUR 0,7 Mio.) und R. STAHL LTD. (Kanada) mit EUR 1,0 Mio. (i. V. EUR 1,0 Mio.). Die Veränderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte sind ausschließlich wechselkursbedingt und ergeben sich insbesondere aus der Abwertung der norwegischen Krone und des russischen Rubel zum Bilanzstichtag. Die Impairment-Tests nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten führten zu über den Buchwerten liegenden Zeitwerten. Eine Abschreibung ist dementsprechend nicht erforderlich. Cashflows nach einem Zeitraum von drei Jahren werden für zwei weitere Jahre fortgeschrieben. Danach werden Cashflows unverändert mit einer Wachstumsrate von 1 % extrapoliert. Geplante Umsatzerlöse und Bruttogewinnmargen - Das durchschnittliche jährliche Wachstum der externen Umsätze (Compound Annual Growth Rate) im Detailplanungszeitraum beträgt für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten je nach Marktstellung und Region zwischen - 5,8 % und 29,7 % (gewichtet 11,1 %). Die Bruttogewinnmargen werden im Rahmen der Bottom-up-Planung der Konzerngesellschaften anhand der durchschnittlichen Bruttogewinnspannen, die im unmittelbar vorhergehenden Geschäftsjahr erzielt wurden, ermittelt und gegebenenfalls unter Berücksichtigung der erwarteten Effizienzsteigerung erhöht. Preissteigerung von Material- und Personalkosten - Zur Bestimmung der Preissteigerung von Material- und Personalkosten werden die prognostizierten Preisindizes zugrunde gelegt. Gehaltssteigerungen werden für die jeweilige Planungsperiode länderspezifisch berücksichtigt. Kapitalkosten - Die Kapitalkosten ermitteln sich aus dem gewogenen Mittel der Eigen- und Fremdkapitalkosten vor Steuern. Der Betafaktor für die Berechnung der Eigenkapitalkosten wird aus Kapitalmarktdaten und der Kapitalstruktur vergleichbarer Unternehmen von R. STAHL ermittelt. Die Fremdkapitalkosten werden anhand von quasisicheren Staatsanleihen und einem Aufschlag, der aus dem Rating vergleichbarer Unternehmen abgeleitet wird, berechnet. Sensitivitätsanalysen haben gezeigt, dass aus heutiger Sicht auch dann kein Wertminderungsbedarf bei den Geschäfts- oder Firmenwerten besteht, wenn unterstellt würde, dass die geplanten Ergebnisse vor Zinsen und Steuern (EBIT) in den Planjahren ab 2014 um 10 % sinken bzw. die Kapitalkosten um weitere 0,5 %-Punkte steigen. Hinsichtlich der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf die Darstellung des Konzernanlagevermögens. Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. [20] Sachanlagen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen des Sachanlagevermögens sowie ihre Entwicklung im Berichtsjahr sind in der Darstellung des Konzernanlagevermögens enthalten. Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. Hinsichtlich der Sachanlagen bestehen Sicherheiten für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 12.942 (i. V. TEUR 13.031). [21] Übrige langfristige Vermögenswerte Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen des Finanzanlagevermögens sowie ihre Entwicklung im Berichtsjahr sind in der Darstellung des Konzernanlagevermögens enthalten. Die Darstellung des Konzernanlagevermögens sowie die Aufstellung des Anteilsbesitzes sind Bestandteil des Konzernanhangs. Übrige Finanzanlagen Die übrigen Finanzanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 128 (i. V. TEUR 133) setzen sich aus sonstigen Beteiligungen, sonstigen Ausleihungen und Wertpapieren zusammen. Hinsichtlich der Entwicklung der übrigen Finanzanlagen verweisen wir auf die Darstellung des Konzernanlagevermögens. Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. Sonstige langfristige Vermögenswerte Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte beinhalten Forderungen und sonstige Vermögenswerte sowie aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.053 (i. V. TEUR 1.200). Von den sonstigen langfristigen Vermögenswerte unterliegen TEUR 837 (i. V. TEUR 941) als Sicherheit für Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen einer Verfügungsbeschränkung. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte beinhalten in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 52) derivative Finanzinstrumente. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Der R. STAHL Konzern unterscheidet grundsätzlich zwischen überwiegend fremd- und überwiegend selbstgenutzten Immobilien. Eine überwiegende Fremdnutzung liegt vor, wenn Immobilien zu mehr als 90 % von konzernfremden Unternehmen gemietet werden. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen zwei Grundstücke mit Gebäuden. Nach Veräußerung des Unternehmensbereiches Fördertechnik in 2005 wurden diese an den Käufer vermietet. Da nach dem Verkauf des Unternehmensbereiches Fördertechnik das Ende der Selbstnutzung vorliegt, erfolgte die Übertragung aus den langfristigen Vermögenswerten in den Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Der R. STAHL Konzern bewertet diese als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien nach dem An-schaffungskostenmodell. Die Gebäude werden planmäßig linear über gebäudespezifische Nutzungsdauern von 33 und 50 Jahren abgeschrieben. Der beizulegende Zeitwert der Immobilien beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf EUR 11,1 Mio. (i. V. EUR 10,3 Mio.) und wird der Fair-Value-Hierarchie Stufe 3 zugeordnet. Zur Bestimmung der Werte zum Bilanzstichtag wurde ein Gutachter herangezogen. Die Wertermittlung erfolgte im Oktober 2014 durch Ertragswertberechnungen. Die Zeitwerte wurden anhand der kapitalisierten Erträge der Immobilien ermittelt. Basis hierfür bildeten die marktüblichen Mieten. Weiterhin wurden angemessene Bewirtschaftungskosten (Mietausfallwagnis, Instandhaltungs- und Verwaltungskosten) sowie sonstige wertbeeinflussende Umstände berücksichtigt. Für die Ermittlung wurden Liegenschaftszinsen von 7,0 % und 7,5 % sowie eine angemessene Restnutzungsdauer zugrunde gelegt. Die im Ergebnis erfassten Mieteinnahmen aus „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" betragen TEUR 1.232 (i. V. TEUR 1.076). Direkt zurechenbare Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 613 (i. V. TEUR 690) angefallen. In 2012 wurde eine Immobilie um TEUR 703 wertberichtigt, weil der bisherige Mieter das Mitverhältnis zum 31. Dezember 2010 gekündigt hat. Da diese Immobilie ab 1. September 2013 wieder vermietet wurde, erfolgte in 2014 eine Zuschreibung in Höhe von TEUR 555 auf die fortgeführten Anschaffungskosten. Hinsichtlich der Entwicklung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien verweisen wir auf die Darstellung des Konzernanlagevermögens. Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. Kurzfristige Vermögenswerte [22] Vorräte und geleistete Anzahlungen Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Im Berichtsjahr wurden bei den Vorräten planmäßige Wertminderungen für Gängigkeit in Höhe von TEUR 9.193 (i. V. TEUR 8.518) vorgenommen. Hinsichtlich der Vorräte bestehen Sicherheiten für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.182 (i. V. TEUR 9.362). [23] Forderungen und sonstige Vermögenswerte Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Vom aktivierten Betrag sind TEUR 75.680 (i. V. TEUR 62.892) innerhalb eines Jahres fällig, die Restgröße in Höhe von TEUR 1.041 (i. V. TEUR 1.189) wird in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit TEUR 3.622 (i. V. TEUR 2.794) wertberichtigt. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten in Höhe von TEUR 218 (i. V. TEUR 320) derivative Finanzinstrumente. [24] Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Von den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind TEUR 1.399 (i. V. TEUR 1.384) innerhalb eines Jahres fällig; TEUR 12 (i. V. TEUR 11) sind als langfristig zu kategorisieren und in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. [25] Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen: scroll
[26] Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals des R. STAHL Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Gezeichnetes Kapital Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert EUR 16.500.000,00, es ist eingeteilt in 6.440.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von EUR 2,56. Die Anteile sind voll eingezahlt. Die ordentliche Hauptversammlung der R. STAHL AG hat am 25. Mai 2012 die Umstellung der auf den Inhaber lautenden Stückaktien im Verhältnis 1:1 in auf den Namen lautende Stückaktien und die entsprechend erforderliche Änderung der Satzung beschlossen. Das Genehmigte Kapital beträgt am Bilanzstichtag EUR 3.300.000,00. Die Ermächtigung ist bis zum 17. Juni 2015 befristet. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszuschließen und das Bezugsrecht auszuschließen, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen erfolgt. Darüber hinaus kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, der Ausgabebetrag den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet und der auf die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien eingetragenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die vorgenannte Begrenzung von 10 % werden eigene Aktien angerechnet, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG i. V. m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital zu entscheiden. Kapitalrücklage Der Posten enthält im Wesentlichen das von Aktionären gezahlte Aufgeld abzüglich angefallener Transaktionskosten. Im Konzernabschluss der R. STAHL AG nach HGB wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung bis zum 31. Dezember 2003 offen mit der Kapitalrücklage verrechnet. Soweit aufgrund einer späteren Auflösung der Kapitalrücklagen die Verrechenbarkeit entfallen war, wurden sie mit dem Gewinnvortrag verrechnet. Bei allen Unterschiedsbeträgen, die aus Unternehmenszusammenschlüssen vor dem 1. Januar 2004 (Stichtag für die IFRS-Eröffnungsbilanz) resultieren, wurde die HGB-Bilanzierung beibehalten. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen enthalten die vor dem 1. Januar 2004 erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Des Weiteren erfolgten in den Gewinnrücklagen die Verrechnungen von Wertänderungen, resultierend aus allen Unternehmenszusammenschlüssen, die vor dem 1. Januar 2004 vollzogen wurden. Aus der Erstellung der IFRS-Eröffnungsbilanz sind hier weiter die passivischen Unterschiedsbeträge aus Unternehmenszusammenschlüssen, welche nach HGB bis zum 31. Dezember 2003 als separater Posten im Eigenkapital ausgewiesen wurden, sowie die zum 1. Januar 2004 umgebuchten Währungsumrechnungsdifferenzen enthalten. Ferner werden hier alle restlichen erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS resultierend aus der Erstellung der IFRS-Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2004 sowie das erwirtschaftete Eigenkapital seit dem 1. Januar 2004 abzüglich erfolgter Ausschüttungen an Aktionäre ausgewiesen. Kumuliertes übriges Eigenkapital In der Position sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen ab dem 1. Januar 2004, die Veränderungen der unrealisierten Gewinne bzw. Verluste aus Cashflow-Hedges sowie aus den versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten aus Pensionsverpflichtungen ausgewiesen. Im Einzelnen verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung. Abzugsposten für eigene Anteile Der Vorstand der R. STAHL AG wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juni 2010 ermächtigt, bis zum 17. Juni 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Weiterhin wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die so erworbenen eigenen Aktien zu veräußern um beispielsweise in bestimmten Fällen eigene Aktien als Gegenleistung bei Unternehmenskäufen oder Beteiligungserwerben zu verwenden. Der Vorstand wurde weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Die eigenen Anteile werden in Höhe der Anschaffungskosten offen in einem Posten vom Eigenkapital abgezogen. Die Gesellschaft besitzt 644.000 Stück (i. V. 516.291 Stück) eigene Aktien. Dies entspricht einem Anteil am gesamten Grundkapital von 10,00 % (= TEUR 1.650) (i. V. 8,02 % (= TEUR 1.323)). Anteile anderer Gesellschafter (Minderheiten) Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen auf die 000 R. Stahl, Moskau (Russische Föderation), und R. STAHL Camera Systems GmbH, Köln. Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement Die Ziele des Kapitalmanagements des R. STAHL Konzerns liegen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, in der Gewährleistung einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals und in der Aufrechterhaltung einer akzeptablen Kapitalstruktur. Die Kapitalstruktur wird je nach Erfordernis durch Dividendenausschüttungen an die Anteilseigner, Rückkauf eigener Anteile, Ausgabe neuer Anteile und die Aufnahme oder die Tilgung von Fremdkapital beeinflusst. Die Überwachung dieser Ziele wird durch Kennzahlen wie Umsatzrendite und Eigenkapitalquote vorgenommen. Die operative Umsatzrendite vor Ertragsteuern liegt bei 4,8 % (i. V. 7,0 %). Das Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter und das verzinsliche Fremdkapital zeigen im Vergleich zum Vorjahr die folgende Zusammensetzung: scroll
Zum Bilanzstichtag 2014 verringerte sich die Eigenkapitalquote zum Kapitalmanagement auf 60,6 %. Die höheren Pensionsrückstellungen und der Erwerb der eigenen Aktien trugen maßgeblich zur Eigenkapitalverringerung um TEUR 16.990 bei. Die langfristigen Darlehen verringerten sich um TEUR 2.802 und die kurzfristigen Darlehen sind um TEUR 20.111 angestiegen. Rückstellungen [27] Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter von Gesellschaften des R. STAHL Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgelts der Mitarbeiter basieren. Bei der betrieblichen Altersversorgung ist zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen zu differenzieren. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Im Berichtsjahr wurden im Inland Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung in Höhe von rund EUR 5,2 Mio. (i. V. EUR 4,7 Mio.) gezahlt. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen, wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Im R. STAHL Konzern sind die Versorgungszusagen im Wesentlichen durch die Dotierung von Rückstellungen finanziert. Die leistungsorientierten Regelungen im Rahmen der Altersversorgung im Inland bestehen für Vorstand, Führungskräfte und Mitarbeiter. Für (ehemalige) Vorstände und (ehemalige) Führungskräfte bestehen einzelvertragliche Regelungen über Altersrente, Invalidität sowie Witwen-, Witwer- und Waisenrente. Ruhegeldordnungen sehen für versorgungsberechtigte Mitarbeiter nach einer Wartezeit die Gewährung von Alters- und Invalidenrente sowie Witwen-, Witwer- und Waisenrente vor. Die Höhe der Altersrente bestimmt sich nach dem anrechnungsfähigen Entgelt sowie den anrechnungsfähigen Dienstjahren. In Norwegen und in der Schweiz bestehen Zusagen für Mitarbeiter und Führungskräfte, die durch Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeträge an Pensionsfonds finanziert werden. Die Beiträge variieren in Abhängigkeit von Gehalt und Alter. Grundlage für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen waren in 2014 die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. defined benefit obligation (DBO)) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berechnet. Dabei wurden neben den Annahmen zur Lebenserwartung die folgenden Prämissen bezüglich der anzusetzenden Parameter für die versicherungsmathematischen Berechnungen in den Gutachten getroffen: scroll
Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Aus Erhöhungen und Verminderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen sein können. Diese werden in der Periode ihrer Entstehung unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Sensitivitätsanalysen Eine Veränderung der oben genannten, für die Ermittlung der DBO zum 31. Dezember 2014 verwendeten Annahmen um jeweils 0,25-Prozentpunkte würde die DBO wie folgt erhöhen beziehungsweise vermindern: scroll
Um die Sensitivität der Langlebigkeit zu bestimmen, wurde angenommen, dass sich die Lebenserwartung für alle Begünstigten um ein Jahr erhöht. Die DBO zum 31. Dezember 2014 würde sich bei einer um einem Jahr höheren Lebenserwartung um TEUR 4.519 erhöhen. Eine Veränderung der oben genannten, für die Ermittlung der DBO zum 31. Dezember 2013 verwendeten Annahmen um jeweils 0,25-Prozentpunkte würde die DBO wie folgt erhöhen beziehungsweise vermindern: scroll
Um die Sensitivität der Langlebigkeit zu bestimmen, wurde angenommen, dass sich die Lebenserwartung für alle Begünstigten um ein Jahr erhöht. Die DBO zum 31. Dezember 2013 würde sich bei einer um einem Jahr höheren Lebenserwartung um TEUR 3.463 erhöhen. Die dargestellten Sensitivitätsanalysen berücksichtigen jeweils die Änderung einer Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben. In der Bilanz sind folgende Beträge aus leistungsorientierten Versorgungsplänen erfasst: scroll
Von den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 96.538 (i. V. TEUR 72.982) entfallen TEUR 94.151 (i. V. TEUR 71.650) auf inländische Konzerngesellschaften. Fondsvermögen in Höhe von TEUR 6.669 (i. V. TEUR 6.291) entfallen auf ausländische Gesellschaften. Die Anwartschaftsbarwerte haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Der Barwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung ist auf folgende Mitglieder des Plans aufgeteilt: scroll
Die leistungsorientierte Pensionsverpflichtung zeigt folgendes Fälligkeitsprofil: scroll
Die durchschnittliche gewichtete Laufzeit, in der aus heutiger Sicht die leistungsorientierte Pensionsverpflichtung bestehen wird, beträgt im R. STAHL Konzern 19 Jahre. Die Überleitung für den beizulegenden Zeitwert des Fondsvermögens stellt sich wie folgt dar: scroll
In die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts des Fondsvermögens zum Bilanzstichtag fließen die erwarteten Erträge des Fondsvermögens ein. Grundlage des erwarteten Ertrags sind historische sowie künftig erwartete durchschnittliche Erträge der betrachteten Anlagekategorien. Für das folgende Geschäftsjahr werden Arbeitgeberbeiträge für das Fondsvermögen in Höhe von TEUR 809 (i. V. TEUR 882) erwartet. Das Fondsvermögen setzt sich aus folgenden Beträgen nach Kategorien zusammen: scroll
Im Berichtsjahr ergab sich folgender Saldo der erfolgswirksam erfassten Beträge aus Leistungszusagen: scroll
Der Nettozinsaufwand beinhaltet den Zinsaufwand aus der leistungsorientierten Verpflichtung sowie den erwarteten Ertrag aus dem Planvermögen. Im Berichtsjahr ergab sich folgender Saldo der erfolgsneutral erfassten Beträge aus Leistungszusagen: scroll
Die Pensionsrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die mit den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen verbundenen Risiken betreffen zum einen die versicherungsmathematischen Risiken wie Langlebigkeit sowie zum anderen auch finanzielle Risiken wie Marktpreisrisiken, durch welche der Rechnungszinsfuß beeinflusst werden kann. Ebenfalls bestehen Inflationsrisiken, die Auswirkungen auf den Entgelt- oder Rententrend haben können. Eine Absicherung dieser Risiken wird nicht angestrebt. [28] Übrige Rückstellungen Im Einzelnen bestehen folgende übrige Rückstellungen: scroll
Vom passivierten Betrag sind TEUR 3.217 (i. V. TEUR 2.587) innerhalb eines Jahres fällig, die Restgröße in Höhe von TEUR 1.670 (i. V. TEUR 1.451) betrifft insbesondere Personalrückstellungen (Altersteilzeit-, Jubiläumsverpflichtungen) und wird in den Sonstigen langfristigen Rückstellungen unter den Langfristigen Schulden ausgewiesen. Die in der Bilanz ausgewiesenen kurzfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die kurz- und langfristigen übrigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Verbindlichkeiten [29] Verzinsliche Darlehen Die verzinslichen Finanzschulden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 48.481 (i. V. TEUR 31.172). Vom passivierten Betrag sind TEUR 35.616 (i. V. TEUR 15.505) innerhalb eines Jahres fällig, die Restgröße in Höhe von TEUR 12.865 (i. V. TEUR 15.667) wird in den „Verzinslichen Darlehen" unter den langfristigen Schulden ausgewiesen. Die verzinslichen Darlehen zeigten am 31. Dezember 2014 insgesamt die folgenden Fälligkeiten: scroll
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 12.865 (i. V. TEUR 15.667) betreffen sechs (i. V. sechs) Darlehen mit folgender Ausgestaltung: scroll
[30] Übrige Verbindlichkeiten Die übrigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Vom passivierten Betrag sind TEUR 45.907 (i. V. TEUR 44.617) innerhalb eines Jahres fällig, die Restgröße in Höhe von TEUR 629 (i. V. TEUR 664) wird in den „Sonstigen langfristigen Schulden" ausgewiesen. Die langfristigen „Sonstigen finanziellen Schulden" enthalten zum 31. Dezember 2014 in Höhe von TEUR 141 (i. V. TEUR 238) Marktwerte derivativer Finanzinstrumente. Die kurzfristigen „Sonstigen finanziellen Schulden" enthalten zum 31. Dezember 2014 in Höhe von TEUR 842 (i. V. TEUR 117) Marktwerte derivativer Finanzinstrumente. Die abgegrenzten Schulden zeigen folgende Zusammensetzung: scroll
[31] Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse Für die nachfolgenden, zu Nominalwerten ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, weil der Eintritt des Risikos als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird: scroll
Im Rahmen der Veräußerung des Bereichs Fördertechnik in 2005 bestehen betriebsgewöhnliche Haftungen gegenüber dem Käufer. Diese sind bis auf Steuerrisiken und Umwelthaftung auf EUR 5,0 Mio. begrenzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Haftungsverhältnissen bestehen Sonstige finanzielle Verpflichtungen, insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen für Grundstücke, Gebäude und andere Sachanlagen. Die Verträge hinsichtlich der Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen haben folgende Laufzeiten: scroll
Im Berichtsjahr sind in der Gewinn- und Verlustrechnung TEUR 9.481 (i. V. TEUR 8.677) als Aufwendungen für Raummieten sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten. [32] Derivative Finanzinstrumente Der R. STAHL Konzern schließt als weltweit tätiger Konzern Geschäfte in verschiedenen Währungen ab. Zielsetzung des R. STAHL Konzerns ist die Begrenzung der in den Grundgeschäften enthaltenen Wechselkursrisiken. Zur Absicherung der Risiken, die aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Banksalden, Forderungen, Verbindlichkeiten und Schulden sowie aus schwebenden Geschäften und antizipierten Transaktionen resultieren, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt ausschließlich zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte, schwebender Geschäfte oder geplanter Transaktionen. Die Währungsrisiken ergeben sich insbesondere aus Kursschwankungen des Australischen Dollar, des Brasilianischen Real, des Britischen Pfundes, des Kanadischen Dollar, der Norwegischen Krone, des Russischen Rubel, der Schwedischen Krone, des Schweizer Franken und des US-Dollar bei den Banksalden, Forderungen, Verbindlichkeiten und Schulden sowie aus schwebenden Geschäften und antizipierten Zahlungsströmen. Zur Absicherung der Währungsrisiken bestanden am 31. Dezember 2014 derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften für die Währungen Australischer Dollar, Brasilianischer Real, Britisches Pfund, Kanadischer Dollar, Norwegische Krone, Russischer Rubel, Schwedische Krone, Schweizer Franken und US-Dollar. Die Laufzeiten der Währungsderivate beziehen sich in der Regel auf Zahlungsströme, die sich auf das laufende und das folgende Geschäftsjahr erstrecken. Sie werden erforderlichenfalls entsprechend prolongiert, um eine möglichst optimale Deckung der zu erwartenden Zahlungsströme bis zum Zahlungseingang oder Zahlungsausgang zu gewährleisten. Zur Finanzierung von Investitionen und zur Deckung von kurzfristigen Liquiditätsbedarfen nimmt der R. STAHL Konzern Fremdkapital auf. Ziel des Konzerns ist die Begrenzung der Zinsaufwendungen aus diesen Krediten. Zur Begrenzung und Absicherung der Risiken, die sich aus Schwankungen des allgemeinen Marktzinsniveaus ergeben, schließt der Konzern grundsätzlich derivative Finanzinstrumente ab. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt ausschließlich zur Absicherung von bestehenden Fremdkapitalaufnahmen. Die Zinsrisiken ergeben sich insbesondere aus variierenden Marktzinssätzen. Zur Absicherung der Zinsrisiken bestanden am 31. Dezember 2014 zwei Payer Swaps zur Fixierung von Zinsaufwendungen aus bestehenden Fremdkapitalaufnahmen. Der Handlungsrahmen, die Verantwortlichen, die finanzwirtschaftliche Berichterstattung und die Kontrollmechanismen für Finanzinstrumente sind konzerneinheitlich festgelegt. Insbesondere gehört hierzu eine klare Funktionstrennung zwischen Handel und Abwicklung. Der Abschluss der entsprechenden Kontrakte erfolgt hauptsächlich durch die R. STAHL AG und R. Stahl Schaltgeräte GmbH mit Banken erstklassiger Bonität. Eine Bonitätsprüfung dieser Geschäftspartner findet regelmäßig statt. Wenn die Voraussetzungen für eine Bilanzierung als Sicherungsgeschäft gemäß IAS 39 erfüllt sind, werden Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten mit dem als effektiv eingestuften Teil zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital unter Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen. Andernfalls werden die Marktwertveränderungen der derivativen Finanzinstrumente im Berichtszeitraum ergebniswirksam erfasst. Die derivativen Finanzinstrumente werden vollständig als Vermögenswerte oder Schulden unter den Sonstigen finanziellen Vermögenswerten respektive unter den Sonstigen finanziellen Schulden mit den entsprechenden Marktwerten bilanziert. Am Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente: scroll
Die Marktwerte entsprechen den Gewinnen und Verlusten bei einer fiktiven Glattstellung der derivativen Finanzinstrumente am Bilanzstichtag. Die Ermittlung der Marktwerte erfolgt mit Hilfe standardisierter Bewertungsverfahren. Die R. STAHL AG schließt Derivategeschäfte gemäß dem deutschen Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte ab. Diese Vereinbarung erfüllt jedoch nicht die Kriterien für eine Saldierung in der Konzernbilanz gemäß IAS 32.42, da sie das Recht zur Saldierung nur im Falle künftiger Ereignisse wie dem Ausfall oder der Insolvenz der R. STAHL AG oder der Kontrahenten gewährt. Die nachstehende Tabelle legt die Buchwerte der erfassten derivativen Finanzinstrumente dar, die der dargestellten Vereinbarung unterliegen und zeigt die möglichen finanziellen Auswirkungen einer Saldierung gemäß der bestehenden Globalnettingvereinbarungen. scroll
[33] Management von Finanzrisiken Grundsätze des Risikomanagements Der R. STAHL Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte, schwebender Geschäfte oder geplanter Transaktionen eingesetzt. Risikokategorien des IFRS 7 Ausfallrisiko (Kreditrisiko) Der R. STAHL Konzern ist aus seinem operativen Geschäft einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt. Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert bestimmt. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen (beispielsweise Aufrechnungsvereinbarungen) vor. Die Kreditqualität finanzieller Vermögenswerte zeigt folgende Tabelle: scroll
Die Vorjahreswerte 2013 sind in Klammern angegeben. Die Handelspartner und Schuldner des R. STAHL Konzerns werden regelmäßig überwacht. Dabei sind sämtliche weder überfälligen noch wertberichtigten Forderungen „Kunden mit guter Bonität" zuzuordnen. Fälligkeitsanalyse der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte: scroll
Die Vorjahreswerte 2013 sind in Klammern angegeben. Der weit überwiegende Umfang der überfälligen und nicht wertberichtigten finanziellen Vermögenswerte ist kurzfristig überfällig - vorwiegend bedingt durch Rechnungseingangs- und Zahlungsprozesse beim Kunden. Vertragsänderungen zur Vermeidung der Überfälligkeit von Finanzinstrumenten waren nicht vorzunehmen. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Liquiditätsrisiko Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des R. STAHL Konzerns sicherzustellen, wird regelmäßig eine Liquiditätsplanung erstellt, die die Liquiditätszu- und Liquiditätsabflüsse abbildet. Die Fälligkeitsanalyse (undiskontierte Cashflows) der finanziellen Verbindlichkeiten mit vertraglichen Restlaufzeiten ist der folgenden Tabelle zu entnehmen: scroll
Die Vorjahreswerte zum 31. Dezember 2013 sind in Klammern angegeben. Das Liquiditätsrisiko ist eher als gering einzuschätzen. Der R. STAHL Konzern verfügt über umfangreiche nicht genutzte Kreditlinien bei unterschiedlichen Banken. Zur Finanzierung des operativen Geschäftes stehen Kreditlinien über EUR 50 Mio. bis Mitte 2015 zur Verfügung. Die R. STAHL AG steht in regelmäßigem Kontakt mit den Hausbanken, um frühzeitig die zukünftige Finanzierung des Konzerns zu günstigen Konditionen zu sichern. Im zweiten Quartal 2014 wurden zwei weitere Verträge über Kreditlinien in Höhe von insgesamt EUR 25 Mio. mit einer Laufzeit bis Mitte 2017 abgeschlossen. Aufgrund des guten Ratings wurden alle Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von EUR 75 Mio. ohne Financial Covenants zu günstigen Konditionen vereinbart. Marktpreisrisiken Im Bereich Marktpreisrisiken ist der R. STAHL Konzern Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt. Währungsrisiken Die Währungsrisiken des R. STAHL Konzerns resultieren primär aus der operativen Tätigkeit. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cashflows des Konzerns wesentlich beeinflussen. Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung abgewickelt werden. Diese geplanten Transaktionen betreffen insbesondere Umsätze, die in Australischer Dollar, Brasilianischer Real, Britisches Pfund, Kanadischer Dollar, Norwegische Krone, Russischer Rubel, Schwedische Krone, Schweizer Franken und US-Dollar fakturiert werden. Zur Sicherung gegen Fremdwährungsrisiken setzt der R. STAHL Konzern grundsätzlich Devisentermingeschäfte ein. Der R. STAHL Konzern war auf Grund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt. Zinsrisiken Der R. STAHL Konzern besitzt eine solide Finanzierungsstruktur. Negative Auswirkungen aus variierenden Zinssätzen stellen für den R. STAHL Konzern Risiken von untergeordneter Bedeutung dar. Trotzdem schützt sich der Konzern vor bestehenden Zinsrisiken mit zwei Zinssatzswaps. Preisrisiken IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktpreisrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum 31. Dezember 2014 und 31. Dezember 2013 hatte der R. STAHL Konzern keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegende Finanzinstrumente im Bestand. Sensitivitätsanalysen Gemäß IFRS 7 erstellt der R. STAHL Konzern Sensitivitätsanalysen in Bezug auf die Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Wenn der Euro gegenüber sämtlichen, für das Unternehmen relevanten Währungen zum 31. Dezember 2014 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Ertragsteuern um TEUR 779 (31. Dezember 2013: TEUR 296) höher und die erfolgsneutralen unrealisierten Gewinne aus Finanzinstrumenten um TEUR 942 (31. Dezember 2013: TEUR 865) höher ausgefallen. Wenn der Euro gegenüber sämtlichen, für das Unternehmen relevanten Währungen zum 31. Dezember 2014 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Ertragsteuern um TEUR 951 (31. Dezember 2013: TEUR 362) niedriger und die erfolgsneutralen unrealisierten Gewinne aus Finanzinstrumenten um TEUR 1.151 (31. Dezember 2013: TEUR 1.057) niedriger ausgefallen. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Ertragsteuern um TEUR 104 (31. Dezember 2013: TEUR 31) niedriger und die erfolgsneutralen unrealisierten Gewinne aus Finanzinstrumenten um TEUR 60 (31. Dezember 2013: TEUR 105) höher gewesen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Ertragsteuern um TEUR 234 (31. Dezember 2013: TEUR 163) höher und die erfolgsneutralen unrealisierten Gewinne aus Finanzinstrumenten um TEUR 60 (31. Dezember 2013: TEUR 106) niedriger gewesen. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten in der Bilanz Buch- und Zeitwerte der Finanzinstrumente Eine Überleitungsrechnung für die Buch- und Zeitwerte der Bilanzposten auf die einzelnen Klassen zeigt die folgende Tabelle: scroll
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Die positiven Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag betragen TEUR 218 (i. V. TEUR 372). Negative Marktwerte werden mit TEUR - 983 (i. V. TEUR - 355) ausgewiesen. Der Buchwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Kontokorrentkredite kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe. Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den derzeit verfügbaren Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab. Um die Verlässlichkeit der Bewertungen von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert vergleichbar darzustellen, wurde in den IFRS eine Fair-Value-Hierarchie mit folgenden drei Stufen eingeführt:
Die im R. STAHL Konzern mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumente werden ausschließlich nach der Fair-Value-Hierarchiestufe 2 bewertet. Im Geschäftsjahr 2014 fanden keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Fair-Value-Hierarchien statt. Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert für die zum 31. Dezember 2014 im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente der Stufe 2 sind folgende Gesamterträge und -aufwendungen entstanden: scroll
Erfolgswirksam zu erfassende Ineffektivitäten bestanden nicht. Das Nettoergebnis nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Vorjahreswerte für das Geschäftsjahr 2013 sind in Klammern angegeben. D. Sonstige Angaben[34] Verwaltungsorgane der R. STAHL AG Mitglieder des Aufsichtsrats
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der R. STAHL AG, Hans-Volker Stahl, hat am 10. Februar 2015 mitgeteilt, dass er sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats der R. STAHL AG mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 22. Mai 2015 niederlegen wird. Der Aufsichtsrat hat auf seiner turnusmäßigen Sitzung am 26. Februar 2015 das Aufsichtsratsmitglied Heiko Stallbörger zum Nachfolger von Hans-Volker Stahl gewählt. Heiko Stallbörger wird sein Amt als Vorsitzender des Aufsichtsrats der R. STAHL AG mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 22. Mai 2015 antreten. *) Arbeitnehmervertreter(in) Mitglieder des Vorstands
Vergütungsbericht Gesamtbezüge des Vorstands Das Vergütungssystem der Mitglieder des Vorstands ist vertraglich geregelt. Danach beziehen die Mitglieder des Vorstands neben einer Festvergütung eine ertragsabhängige Tantieme auf Basis des gleitenden Durchschnitts des aktuellen und der zwei vorangegangenen Geschäftsjahre. Diese ist auf maximal 80 % der Festvergütung begrenzt. Zusätzlich erhalten beide Vorstandsmitglieder Sachbezüge. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Aufwendungen für Firmenfahrzeuge. Für das aktuelle und die beiden vorangegangenen Geschäftsjahre erhielt der Vorstandsvorsitzende Martin Schomaker folgende Gesamtbezüge: scroll
Herr Martin Schomaker erhielt im Berichtsjahr eine Festvergütung von TEUR 340,0 und bezog eine ertragsabhängige Tantieme von TEUR 182,7. Die Sachbezüge beliefen sich auf TEUR 39,0. *) Zufluss erfolgt erst im folgenden Geschäftsjahr **) Versorgungszusage, bei der nicht das spätere Leistungsniveau sondern die Höhe der zuzuführenden Beiträge garantiert ist Für den Vorstandsvorsitzenden bestehen Einzelzusagen für eine Altersrente. Demnach erhält Herr Martin Schomaker eine Altersrente bei Ausscheiden aus dem Unternehmen nach Vollendung des 60. Lebensjahres bzw. eine Dienstunfähigkeitsrente in Höhe von 100 % des Altersrentenanspruchs bei Ausscheiden wegen Dienstunfähigkeit. Die monatliche Altersrente bei Ausscheiden zum regulären Rentenbeginn beträgt unverändert TEUR 9,6 für Herrn Martin Schomaker. Wird sein Dienstvertrag vor Beendigung des 60. Lebensjahres aufgehoben oder nicht zu vergleichbaren oder der Gesellschaft zumutbaren Bedingungen verlängert, erhält Herr Martin Schomaker ab dem Zeitpunkt seines Ausscheidens eine laufende Zahlung in der Höhe und nach den Regelungen zur Dienstunfähigkeitsrente, auf die er einen Anspruch hat, wenn er stattdessen wegen Dienstunfähigkeit ausscheiden würde. Der Barwert der Pensionsverpflichtung nach IFRS für Herrn Martin Schomaker beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 3.038,5 (i. V. TEUR 2.224,0). Im Berichtsjahr wurden TEUR 124,6 als Personalaufwand und TEUR 60,8 als Zinsaufwand ergebniswirksam berücksichtigt. Der zugrunde liegende Zinssatz für das Geschäftsjahr 2014 beträgt 2,0 %. Herr Bernd Marx wurde zum 1. Januar 2013 zum Vorstand berufen. Er erhielt für das aktuelle Geschäftsjahr folgende Gesamtbezüge: scroll
Im Berichtsjahr erhielt Herr Bernd Marx für seine Tätigkeit ein jährliches Grundgehalt von TEUR 220,0. Die ertragsabhängige Tantieme belief sich auf TEUR 109,6. Des Weiteren erhielt Herr Bernd Marx Sachbezüge im Wert von TEUR 11,4. Zudem schloss die Gesellschaft eine Rückdeckungsversicherung in Form einer beitragsorientierten Zusage bei einer Unterstützungskasse zugunsten von Herrn Bernd Marx ab. Der Jahresbeitrag beträgt TEUR 65,0 und ist zusätzlicher Bestandteil des Gehalts. Bei Ausscheiden von Herrn Bernd Marx aus dem Vorstand der Gesellschaft mit Vollendung des 65. Lebensjahres erhält er eine Altersrente in Höhe von TEUR 3,3 brutto pro Monat. Scheidet Herr Bernd Marx zu einem früheren Zeitpunkt aus, bemisst sich die Höhe der monatlichen Altersrente nach der bis dahin erdienten festen Anwartschaft auf die monatliche Altersrente. Ab dem Zeitpunkt der Beendigung dieses Vertrags wegen dauerhafter Dienstunfähigkeit hat Herr Bernd Marx Anspruch auf eine Dienstunfähigkeitsrente. Zum Bilanzstichtag belief sich der Barwert der Pensionsverpflichtungen nach IFRS für Herrn Bernd Marx auf TEUR 376,8 (I. V. TEUR 224,9). Im Berichtsjahr wurden regulär TEUR 29,0 als Personalaufwand und TEUR 7,5 als Zinsaufwand ergebniswirksam berücksichtigt. *) Zufluss erfolgt erst im folgenden Geschäftsjahr **) Versorgungszusage, bei der nicht das spätere Leistungsniveau sondern die Höhe der zuzuführenden Beiträge garantiert ist Gesamtbezüge des Aufsichtsrats Durch Beschluss der Hauptversammlung am 22. Juni 2007 wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2007 die feste jährliche Vergütung des Aufsichtsrats auf EUR 18.000,00 und die Vergütung für die Tätigkeit in einem Ausschuss auf EUR 3.650,00 erhöht. Mit Wirkung ab 1. Juli 2007 erhalten die Vorsitzenden der Ausschüsse das Doppelte der Vergütung für die Tätigkeit in einem Ausschuss; der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der sich hiernach ergebenden Bezüge. Der variable Anteil der Aufsichtsratsvergütung ist abhängig von der im Berichtsjahr ausgeschütteten Dividende. Für jedes volle ausgeschüttete Prozent Dividende, das über 20 % vom Grundkapital je Aktie hinausgeht, werden EUR 800,00 bezahlt. Durch Beschluss der Hauptversammlung am 27. Juni 2008 wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2008 festgelegt, dass diese zusätzliche Vergütung maximal das Doppelte der festen jährlichen Vergütung des Mitglieds des Aufsichtsrats bzw. der festen jährlichen Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie für Ausschussmitglieder ferner das Doppelte der zusätzlichen Vergütung für eine Tätigkeit in einem Ausschuss bzw. für eine Vorsitzendentätigkeit in einem Ausschuss beträgt. Die Festvergütung für den Aufsichtsrat betrug im Berichtsjahr insgesamt TEUR 246 (i. V. TEUR 228). TEUR 152 (i. V. TEUR 152) wurden als variable Vergütung bezahlt. scroll
Die R. STAHL AG hat für den Vorstand und den Aufsichtsrat keine Aktienoptionspläne oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme aufgelegt. Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands und ehemaliger Geschäftsführer Für ehemalige Mitglieder des Vorstands, ehemalige Geschäftsführer und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 377 (i. V. TEUR 355). Der Barwert der Pensionsverpflichtungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands, ehemalige Geschäftsführer und ihre Hinterbliebenen beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf TEUR 3.230 (i. V. TEUR 2.940). Mit Ausscheiden von Herrn Dr. Peter Völker als Vorstand zum 31. Dezember 2011 wurde seine Altersversorgung abschließend geregelt. Herr Dr. Völker erhält vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2013 ein monatliches Übergangsgeld in Höhe von TEUR 6,5. Im Anschluss daran bezieht Herr Dr. Völker ab dem 1. Januar 2014 eine monatliche Altersrente in Höhe von TEUR 7,5. Der Barwert der Pensionsverpflichtungen nach IFRS sowie die Verpflichtung für das Übergangsgeld für Herrn Dr. Völker belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 2.014 (i. V. TEUR 1.727). Weiterhin ist Herr Dr. Völker seit dem 1. Januar 2012 als Berater für technische Angelegenheiten für die R. STAHL AG tätig. Das monatliche Honorar belief sich für die Jahre 2012 und 2013 auf TEUR 10, ab 2014 erhält Herr Dr. Völker - bei gleichzeitiger Reduzierung der vereinbarten monatlichen Arbeitszeit - ein Honorar von TEUR 3,3. Der Beratervertrag hatte eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2014. Aktienbesitz des Vorstands und des Aufsichtsrats an der R. STAHL AG Zum Bilanzstichtag befanden sich 16.760 Stück Aktien der Gesellschaft im Besitz der Mitglieder des Vorstands und 436.278 Stück im Besitz der Mitglieder des Aufsichtsrats. [35] Beziehungen zu nahestehenden Personen Nach IAS 24 (related party disclosures) müssen Personen oder Unternehmen, welche die R. STAHL-Gruppe beherrschen oder von ihr beherrscht werden, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss des R. STAHL Konzerns einbezogen werden. Beherrschung liegt hierbei vor, wenn ein Aktionär mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der R. STAHL AG hält oder kraft Satzungsbestimmungen oder vertraglicher Vereinbarungen die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik des Managements der R. STAHL Gruppe zu steuern. Darüber hinaus erstreckt sich die Angabepflicht nach IAS 24 auf Geschäfte mit assoziierten Unternehmen sowie auf Geschäfte mit Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der R. STAHL Gruppe ausüben, einschließlich naher Familienangehöriger oder zwischengeschalteter Unternehmen. Ein maßgeblicher Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der R. STAHL Gruppe kann hierbei auf einem Anteilsbesitz an der R. STAHL AG von 20 % oder mehr, einem Sitz im Vorstand oder Aufsichtsrat der R. STAHL AG oder einer anderen Schlüsselposition im Management beruhen. Die R. STAHL Gruppe wird im Geschäftsjahr 2014 von den Angabepflichten des IAS 24 ausschließlich in Bezug auf die Geschäftsbeziehungen zu Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats berührt. Die Gesamtvergütung für den Aufsichtsrat belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 584 (i. V. TEUR 567). Wir verweisen hierzu auf Abschnitt 34. „Verwaltungsorgane der R. STAHL AG, Teilabschnitt Vergütungsbericht". Mit der am 19. November 2009 entkonsolidierten Gesellschaft TRANBERG SYSTEMS NS, Vejle (Dänemark), an der der R. STAHL Konzern zum Bilanzstichtag noch 48 % der Anteile hält, wurden in 2014 keine wesentlichen berichtspflichtigen Geschäfte abgewickelt. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
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* Von den nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechneten Stimmrechten werden 0,28 % auch nach § 22 Abs. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. Im Aktionärskonsortium haben sich seit 10. Juli 2006 folgende Veränderungen ergeben:
Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex Den Verhaltensempfehlungen der von der Bundesregierung eingesetzten Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex wurde im vergangenen Geschäftsjahr bis auf Abweichungen in einzelnen Punkten entsprochen. Auch künftig soll der Großteil der Empfehlungen eingehalten werden. Eine Entsprechenserklärung hierzu ist vorhanden und auf der Website des Unternehmens (www.stahl.de unter der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance) jederzeit öffentlich zugänglich. Darüber hinaus enthält der Geschäftsbericht 2014 einen gesonderten Bericht über die Corporate Governance. E. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des R. STAHL Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Dabei sind die Zahlungsströme nach laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen um Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen bereinigt. Daher bestehen Unterschiede bezogen auf die Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen in der veröffentlichten Konzernbilanz. Im Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit sind die folgenden Ein- und Auszahlungen enthalten: scroll
Bei den Ein-/Auszahlungen Minderheitsgesellschafter in 2013 sind gem. IAS 7.17 Auszahlungen an Eigentümer zum Erwerb der restlichen Anteile der R. STAHL ENGINEERING & MANUFACTURING SDN. BHD., Selangor (Malaysia) enthalten. F. Erläuterungen zur SegmentberichterstattungNach IFRS 8 erfolgt die externe Segmentberichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisations- und Managementstrukturen sowie der internen Finanzberichterstattung an die Hauptentscheidungsträger. Im R. STAHL Konzern ist der Vorstand verantwortlich für die Bewertung und Steuerung des Geschäftserfolges und gilt als oberstes Führungsgremium im Sinne von IFRS B. Der Konzern entwickelt, fertigt, montiert und vertreibt Geräte und Systeme zum Messen, Steuern, Regeln, Energieverteilen, Sichern und Beleuchten in explosionsgefährdeten Bereichen. Organisatorisch fungiert die R. STAHL AG als Holding der einzelnen Tochtergesellschaften. Die Tochtergesellschaften liefern monatlich eine Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine Bilanz. Auf Konzernebene wird daraus monatlich ein Konzernabschluss erstellt, mit welchem die Gesamtentwicklung des Konzerns als auch der einzelnen Gesellschaften gesteuert wird. Die zentrale Steuerungsgröße für den R. STAHL Konzern ist das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT). Die interne Berichterstattung entspricht der externen IFRS-Berichterstattung. Folglich ist eine Überleitungsrechnung nicht notwendig. Darüber hinaus überwacht der Vorstand regelmäßig die folgenden finanziellen und wirtschaftlichen Kenngrößen Umsatzerlöse, Auftragseingang und Auftragsbestand sowie Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT). Kumuliert betrachtet wird der Konzern nach den folgenden Parametern gesteuert: scroll
Die Aufteilung nach Regionen zeigt folgende Darstellung: scroll
Die Vorjahreswerte 2013 sind in Klammern angegeben. In der regionalen Betrachtung werden die Umsatzerlöse auf der Grundlage des Standortes des Kunden aufgeteilt. Die Vermögenswerte des R. STAHL Konzerns werden auf der Grundlage des Standortes der jeweiligen Tochtergesellschaft zugeordnet, die die Vermögenswerte bilanziert. Die Vermögenswerte beinhalten gemäß IFRS 8.33 alle langfristigen Vermögenswerte des Konzerns mit Ausnahme der Finanzinstrumente, latenten Steueransprüche, Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie Rechten aus Versicherungsverträgen. Das Segmentvermögen entspricht dem Gesamtvermögen abzüglich der aktiven latenten Steuern und den Ertragsteuerforderungen. Die Segmentschulden entsprechen den Gesamtschulden abzüglich der passiven latenten Steuern, den Ertragsteuerverbindlichkeiten und den Steuerrückstellungen. Mit keinem einzelnen externen Kunden wurden im Berichtsjahr bzw. im Vorjahr Umsatzerlöse realisiert, die mehr als 10 % der gesamten Umsatzerlöse betragen. G. Besondere Erläuterungen und AngabepflichtenFolgende Aufstellung zeigt die Honorare, die der Konzernabschlussprüfer für Leistungen an das Mutterunternehmen sowie deren Tochterunternehmen erhalten hat. scroll
Die R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg, und die R. STAHL HMI Systems GmbH, Köln, haben die gemäß § 264 Absatz 3 HGB erforderlichen Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichten deshalb auf die Erstellung von Anhang und Lagebericht sowie auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2014. Unter Bezugnahme auf § 264 Absatz 3 HGB wird weiterhin beabsichtigt, auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2014 der GGF - Gesellschaft für Grundstücksvermietung und Finanzierungsvermittlung mbH, Waldenburg, R. Stahl Services GmbH, Waldenburg, R. STAHL Camera Systems GmbH, Köln, R. Stahl Beteiligungsgesellschaft mbH, Waldenburg, R. STAHL LECTIO GmbH, Waldenburg, und R. STAHL SUPERA GmbH, Waldenburg, zu verzichten. H. Sonstige Erläuterungen und AngabenEreignisse nach dem Bilanzstichtag Die R. STAHL AG hat am 11. Dezember 2014 einen Vertrag zur Veräußerung der 644.000 eigenen Aktien mit der RAG-Stiftung Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen, abgeschlossen. Die Übertragung der Aktien sowie der Liquidationszufluss aus dem Verkauf erfolgten im Januar 2015.
Waldenburg, 25. März 2015 R. Stahl Aktiengesellschaft Vorstand Martin Schomaker Bernd Marx Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 25. März 2015 Ebner Stolz GmbH & Co. KG Dr. Volker Hecht, Wirtschaftsprüfer Daniela Santarossa-Preisler, Wirtschaftsprüferin Angabe gemäß § 328 HGBDer Konzernabschluss der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, für das Geschäftsjahr 2014 ist durch Beschluss der Aufsichtsratssitzung vom 9. April 2015 gebilligt worden. |
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