R. Stahl Aktiengesellschaft

Waldenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

für R. STAHL war das Geschäftsjahr 2016 durch den anhaltenden Preis- und Nachfragerückgang im Öl- und Gassektor mit großen Herausforderungen verbunden. In diesem überaus schwierigen Umfeld konnte das Unternehmen dennoch Marktpositionen und Profitabilität verteidigen. Im Berichtsjahr stand der Aufsichtsrat dem Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beratend zur Seite und überwachte die Geschäftsführung entsprechend den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben. Der Erfolg des R. STAHL-Konzerns basiert essenziell auf der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand. Im ständigen Dialog informiert der Vorstand den Aufsichtsrat umfassend und zeitnah über alle bedeutenden Vorgänge im Unternehmen. Der Aufsichtsrat überwacht die Arbeit des Vorstands auf der Grundlage regelmäßiger mündlicher und schriftlicher Berichte, und seine Mitglieder wurden mindestens einmal im Monat über die wichtigsten Kennzahlen des Konzerns informiert. Im Rahmen persönlicher Treffen sowie mündlicher oder schriftlicher Ausführungen informierte der Vorstand den Vorsitzenden des Aufsichtsrats regelmäßig über die Entwicklung des Unternehmens und erörterte mit diesem aktuelle Fragestellungen. Zudem erläuterte der Vorstand die außergewöhnlichen Ereignisse, die für den Konzern von Bedeutung waren. Hier hatten im abgelaufenen Geschäftsjahr angesichts des sich erst im Sommer überraschend abzeichnenden Geschäftsrückgangs auch im rohölverarbeitenden Bereich (Downstream) Maßnahmen zur Ergebnissicherung oberste Priorität.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat tagte im Berichtsjahr neunmal, davon fünfmal im Rahmen von ordentlichen und dreimal im Rahmen von außerordentlichen Sitzungen. Darüber hinaus traf sich der Aufsichtsrat im Januar 2016 zu einer gesonderten Tagung, um sich intensiv mit der zukünftigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens zu befassen. Die Teilnahmequote der Mitglieder in den Sitzungen des Aufsichtsrats lag mit zwei Ausnahmen bei 100 %. Bei zwei Sitzungen fehlte Herr Wild entschuldigt.

Heiko Stallböiger. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Die fünf ordentlichen Aufsichtsratssitzungen fanden, wie jedes Jahr, turnusgemäß statt. In diesen Sitzungen wurden die wirtschaftliche Lage und die Entwicklungsperspektiven des R. STAHL-Konzerns sowie wichtige Geschäftsereignisse eingehend erörtert und diskutiert. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat regelmäßig über die Umsatz-, Ergebnis- und Finanzentwicklung des Unternehmens. Auch war die Strategie des Konzerns und seiner Geschäftseinheiten Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen. Insbesondere ging es um folgende Themen: In der Februar-Sitzung bestellte der Aufsichtsrat Herrn Martin Schomaker für eine weitere Amtsperiode von drei Jahren ab 2017 erneut zum Vorsitzenden des Vorstands. Außerdem beschäftigte er sich mit dem vorläufigen Jahresabschluss sowie dem Corporate-Governance-Bericht und dem Risikomanagement der Gesellschaft. In der darauf folgenden Sitzung am 21. April 2016 billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss. Der Jahresabschluss sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden vom Vorstand und von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG erläutert. Während dieser Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat zudem mit den einzelnen Tagesordnungspunkten und der Tagesordnung insgesamt für die Hauptversammlung 2016. Die Sitzung am 2. Juni 2016 diente der finalen Vorbereitung der Hauptversammlung am darauf folgenden Tag. Schwerpunkte der September-Sitzung waren die Analyse der operativen Geschäftsentwicklung und die zukünftige strategische Entwicklung des Konzerns. In der letzten Sitzung am 14. Dezember 2016 hat sich das Gremium turnusgemäß ausführlich mit der Unternehmensplanung für die nächsten Jahre und dem Budget für das Jahr 2017 befasst.

Themenschwerpunkte der außerordentlichen Sitzungen des Aufsichtsrats

In der am 24. Mai 2016 telefonisch abgehaltenen außerordentlichen Sitzung stimmte der Aufsichtsrat nach intensiver Beratung einer Änderung des Jahresabschlusses zu. Um die von Vorstand und Aufsichtsrat in der Einberufung zur Hauptversammlung vorgeschlagene Dividendenausschüttung umsetzen zu können, musste der - einen Bilanzverlust ausweisende - Jahresabschluss der R. STAHL AG aus buchungstechnischen Gründen geändert werden. Da eine Dividende nur aus einem Bilanzgewinn ausgeschüttet werden kann, war dem ursprünglichen Gewinnverwendungsvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat bereits immanent, dass der Bilanzverlust in Höhe von EUR 4.655.981,99 buchungstechnisch durch eine Entnahme aus den Gewinnrücklagen zu neutralisieren war. Um die angekündigten EUR 3.864.000,00 ausschütten zu können, musste ein Betrag in Höhe von insgesamt EUR 8.519.981,99 aus den Gewinnrücklagen entnommen werden. Nachdem der Abschlussprüfer den geänderten Jahresabschluss geprüft und auch insoweit den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hatte, billigte der Aufsichtsrat den geänderten Jahresabschluss per Umlaufbeschluss vom 25. Mai 2016, der damit festgestellt war. In diesem Verfahren hat der Aufsichtsrat auch dem neu formulierten Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zugestimmt und den geänderten Bericht des Aufsichtsrats verabschiedet.

Unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung bestätigte der Aufsichtsrat in der Sitzung am 3. Juni 2016 nach Abwägung aller Risiken den zuvor gefassten Beschluss des Vorstands, die Dividende auszuzahlen, nachdem in der Versammlung Widersprüche von Aktionären zu Protokoll genommen worden waren. Die Hauptversammlung hatte mit deutlicher Mehrheit dem Gewinnverwendungsvorschlag zugestimmt.

Die dritte, diesmal wieder telefonisch abgehaltene, außerordentliche Sitzung war aufgrund der sich abzeichnenden geschäftlichen Lage im zweiten Halbjahr 2016 im August 2016 notwendig geworden. Hier analysierte der Aufsichtsrat nochmals intensiv die geschäftliche Lage nach Abschluss des ersten Halbjahres und ließ sich vom Vorstand über die Maßnahmen der Ergebnissicherung informieren.

Sitzungen der Ausschüsse

Der Prüfungsausschuss hat sich im Berichtsjahr zu drei Sitzungen getroffen, an denen stets alle Mitglieder des Ausschusses teilnahmen. Dabei beschäftigte er sich mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung. Im zweiten Halbjahr 2016 hat sich der Ausschuss insbesondere auch der Vorbereitung und Einleitung der nach der neuen Abschlussprüferrichtlinie vorgesehenen Ausschreibung der Jahresabschlussprüfungsleistungen durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften gewidmet.

Der Verwaltungsausschuss hielt im Jahr 2016 vier Sitzungen ab, bei denen alle Mitglieder anwesend waren. Dabei wurden die Vergütungsentscheidungen des Aufsichtsratsplenums vorbereitet und Vorschläge für die jeweilige Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder vorgelegt. Auch wurde die vom Aufsichtsrat durchzuführende Beurteilung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung vorbereitet. Ferner beschäftigte sich der Verwaltungsausschuss maßgeblich mit der Vertragsverlängerung des Vorstandsvorsitzenden und der damit verbundenen Vorstandsvergütung.

Der Strategieausschuss hielt im Berichtsjahr eine Sitzung ab, bei der alle Mitglieder anwesend waren. Nachdem die dem Ausschuss übertragenen Aufgaben abgeschlossen sind und der Gesamtaufsichtsrat keine neuen Aufgaben an den Ausschuss delegiert hat, beschloss der Strategieausschuss, seine Tätigkeit vorerst ruhen zu lassen und während dieser Zeit auf die gesonderte Vergütung für die Tätigkeit im Ausschuss zu verzichten. Dem hat der Aufsichtsrat zugestimmt.

Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse informiert.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der R. STAHL AG zum 31. Dezember 2016 sowie der Konzernabschluss der R. STAHL AG sind von dem durch die Hauptversammlung gewählten und vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats beauftragten Abschlussprüfer, der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzenden, nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht. Jahres- und Konzernabschluss, die Lageberichte sowie die entsprechenden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen.

Der Prüfungsausschuss hat die Abschlüsse und Prüfberichte intensiv mit dem Abschlussprüfer diskutiert. Anschließend hat sich der Aufsichtsrat in seiner Bilanzsitzung am 20. April 2017 eingehend mit der Prüfung der Abschlussunterlagen befasst. Dazu hat der Prüfungsausschuss allen Mitgliedern des Aufsichtsrats über seine Erkenntnisse berichtet. Der Wirtschaftsprüfer war während der Sitzung anwesend und stand für Diskussionen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Abschlussprüfung zugestimmt und keine Einwände gegen den Jahres- und Konzernabschluss sowie die Lageberichte erhoben. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der R. STAHL AG sowie den Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte. Ersterer ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der R. STAHL-Gruppe im In- und Ausland herzlich für die geleistete Arbeit und das gezeigte Engagement. Wir werden dem Vorstand bei seiner herausfordernden Aufgabe in den kommenden Monaten weiter beratend zur Seite stehen und seine Vorschläge und Entscheidungen im Interesse der Gesellschaft eingehend prüfen. Ein besonderer Dank gilt den Aktionären der R. STAHL AG für das gezeigte Vertrauen.

 

Heiko Stallbörger, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg

Die R. Stahl Aktiengesellschaft (im Folgenden: R. STAHL AG) erfüllt eine Holding-Funktion für den R. STAHL-Konzern. Die Führungsfunktionen in den Bereichen Personalwesen, Finanz- und Rechnungswesen, Vertrieb und Marketing sowie Technik und Produktion sind in der R. STAHL AG organisiert und agieren für alle Konzerngesellschaften. Daher wird im Wesentlichen in diesem Lagebericht auf den Konzern eingegangen, insbesondere eine für die R. STAHL AG isolierte Risiko- und Prognoseberichterstattung ist in diesem Zusammenhang nicht aussagekräftig. Ausnahme davon sind Aussagen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, auf die gesondert eingegangen wird.

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des Konzerns

Unternehmensportrait: Führender Spezialist für Explosionsschutz und Automatisierungstechnik

In einer Vielzahl von Industrien entstehen auf den unterschiedlichen Stufen des Produktionsprozesses brennbare Gase, Dämpfe, Nebel oder Stäube, die im Falle einer Entzündung und einer daraus folgenden Explosion zu erheblichen Personen- und Sachschäden führen können. Dies gilt vor allem für die chemische und petrochemische Industrie, aber auch für die Pharma-, die Nahrungsmittelbranche und das holzverarbeitende Gewerbe. Die innovativen Produkte und Systeme von R. STAHL sind darauf ausgerichtet, Mensch, Maschine und die Umwelt vor solchen Explosionsereignissen zu schützen. Die Systemkompetenz der R. STAHL-Gruppe ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor: Wir bieten Lösungen aus maßgeschneiderten und technisch richtungsweisenden Produkten, die durch Ingenieurs-, Service- und Beratungsleistungen komplementiert werden. Unser Ziel ist es, dem Kunden individuell auf seinen Bedarf angepasste, qualitativ hochwertige und innovative Systeme anzubieten, die allerhöchste Sicherheitsmaßstäbe erfüllen. Systemlösungen zur optimalen Anlagensteuerung, Erfassung von Betriebsparametern und flexiblen Prozesssteuerung gehören ebenso zu unserem Portfolio. Mit mittlerweile rund 100 Jahren Erfahrung im Explosionsschutz ist R. STAHL zudem ebenso qualifizierter wie auch erfahrener Partner in Zertifizierungsfragen.

Schlanke Konzernstruktur und Organisation

Muttergesellschaft des R. STAHL-Konzerns ist die R. Stahl Aktiengesellschaft (im Folgenden R. STAHL AG). Sie unterliegt deutschem Recht und wird nach dem dualistischen System mit Vorstand und Aufsichtsrat geführt. Der Vorstand setzt sich aus zwei Mitgliedern zusammen. Herr Martin Schomaker bekleidet das Amt des Vorstandsvorsitzenden und zeichnet verantwortlich für die Bereiche Vertrieb/Marketing, Technik/Produktion, Qualitätsmanagement, Produktmanagement, Personalwesen sowie Interne Revision und Risikomanagement. Herr Bernd Marx ist neben dem Finanzressort auch für die Bereiche IT, Compliance, Recht, Investor Relations und M&A zuständig. Der Aufsichtsrat besteht aus neun Mitgliedern, davon drei Arbeitnehmervertretern. Das Gremium nimmt sowohl kontrollierende als auch beratende Aufgaben wahr. Zu den wichtigsten Aufgaben des Aufsichtsrats zählen die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands. Detaillierte Informationen zur Corporate Governance und zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat sind im Geschäftsbericht im Bericht des Aufsichtsrats sowie auf der Unternehmenswebsite zu finden.

Im Jahr 2016 war R. STAHL mit 24 eigenen Tochtergesellschaften in 22 Ländern aktiv und unterhielt zusätzlich weltweit mehr als 50 Vertretungen. Unsere zentralen Funktionen bündeln wir an unserem Hauptsitz in Waldenburg. Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte R. STAHL 1.788 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2016 lag der Umsatz bei EUR 286,6 Mio., das EBIT betrug EUR 8,8 Mio. Die R. STAHL AG gibt als Muttergesellschaft die strategische Ausrichtung der Tochtergesellschaften vor und nimmt die Steuerungsfunktion im Konzern wahr. Darüber hinaus bietet sie konzerninterne Dienstleistungen an und steht den Tochtergesellschaften beratend zur Seite. Eine Übersicht der zum Konzern gehörigen Standorte findet sich in der Aufstellung des Anteilsbesitzes.

Internationale Präsenz

R. STAHL ist mit eigenen Tochtergesellschaften und Vertretungen auf allen Kontinenten der Erde vertreten. Neben den zahlreichen Vertriebsgesellschaften betreibt R. STAHL sieben Produktionsstandorte in Europa, den USA und in Indien. In unserem Stammwerk am Firmensitz in Waldenburg produziert die R. Stahl Schaltgeräte GmbH einen Großteil des Produktspektrums des Konzerns. Am Standort Weimar werden hauptsächlich Leuchten für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen gefertigt. Unsere Tochtergesellschaften R. STAHL HMI Systems GmbH und R. STAHL Camera Systems GmbH sind Spezialisten für Bedien- und Beobachtungssysteme und damit Kernbestandteil unseres Standorts Köln, an dem darüber hinaus Produkte für den Bereich Automatisierung hergestellt werden. Die Electromach B.V. im niederländischen Hengelo ist ein Spezialbetrieb für Großsteuerungen in explosionsgeschützten Ausführungen. Unsere norwegische Tochtergesellschaft TRANBERG AS in Stavanger ist spezialisiert auf Produkte für den Schiffbau sowie die Öl- und Gasindustrie. Auf dem nordamerikanischen Markt sind wir mit einer eigenen Produktionseinheit in Houston, USA, präsent. Unsere Tochtergesellschaft im indischen Chennai konzentriert sich auf die Entwicklung und vor allem auch Vermarktung sowie den After-Sales-Service für marktspezifisch angepasste explosionsgeschützte Produkte im asiatischen Raum.

Massgeschneiderte, innovative Produkte und Dienstleistungen

Eine global vernetzte „Industrie 4.0“ benötigt energieeffiziente und intelligente Explosionsschutzlösungen sowie Steuerungs- und Überwachungssysteme für alle Anlagenstrukturen, Regionen und Einsatzbedingungen. Dank unseres vielfältigen Portfolios an Produkten, Systemen und Services sowie permanenter Innovationen bieten wir maßgeschneiderte Lösungen mit optimaler Sicherheit und Effizienz. Gemeinsam mit unseren weltweiten Kunden erarbeiten wir Lösungen, die exakt auf deren Bedürfnisse ausgelegt sind. Unser Produktportfolio besteht aus rund 7.000 unterschiedlichen Komponenten und lässt sich nach deren Funktionen einteilen:

Neben der Herstellung explosionsgeschützter Schaltungen und Verteilungen gehört auch der wachstumsstarke Bereich der Automatisierungstechnik zum Spektrum. Mit unseren innovativen HMI- und Kamerasystemen decken wir die Kundenanforderungen an Bedien- und Beobachtungseinrichtungen, auch im explosionsgefährdeten Bereich, ab. Darüber hinaus umfasst unser Produktportfolio eine breite Palette an Beleuchtungslösungen - vom Handscheinwerfer bis hin zu spezifischen Helideck-Beleuchtungssystemen - sowie Signal- und Alarmmeldegeräten zur Gewährleistung der Sicherheit von Mensch, Maschine und Umwelt.

R. STAHLs Bereich Installationstechnik beschäftigt sich mit dem Leiten, Verbinden und Verteilen von elektrischer Energie. Wir schaffen für unsere Kunden Mehrwert, indem wir unser umfangreiches Produktangebot mit kundenindividuellen Engineering- und Beratungsleistungen vervollständigen und bei Bedarf Fremdkomponenten in die Gesamtleistung integrieren. Mit diesem spezifischen Systemansatz liefern wir Komplettlösungen aus einer Hand. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden Schulungen und Seminare zum Thema Explosionsschutz an. Diese werden von unserem eigenen, kompetenten Trainer-Team sowohl direkt beim Kunden als auch regelmäßig in vielen Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt.

Anspruchsvolles Marktumfeld

Explosionsschutz ist enorm wichtig: Ein einziger Funke auf einer Ölbohrinsel oder in einer Chemieanlage kann zu einer Explosion mit fatalen Folgen führen. Aufgrund des steigenden gesellschaftlichen Verlangens nach sicheren, umweltverträglichen und nachhaltigen industriellen Prozessen gewinnt die Sicherheitstechnik - und mit ihr der Explosionsschutz - weltweit kontinuierlich an Stellenwert hinzu.

Die Markteintrittsbarrieren in diesem Bereich sind hoch: Die Reputation eines Anbieters sicherheitskritischer Explosionsschutzprodukte und -systeme spielt bei bestehenden und potenziellen Kunden eine große Rolle. Wettbewerber, die sich in der Branche etablieren wollen, müssen ihre Kompetenzen und die Verlässlichkeit ihrer Produkte erst über mehrere Jahre nachweisen. Bei Großprojekten favorisieren Auftraggeber eher international renommierte und erfahrene Anbieter, die zudem über Gesamtsystemkompetenz verfügen. Anspruchsvolle Zertifizierungsvorschriften stellen eine weitere Hürde für Wettbewerber dar. Der hohe bürokratische Aufwand, der entsteht, um die Einhaltung verschiedener Normen und Standards im Explosionsschutz nachzuweisen, trägt zu einer hohen Kundenloyalität und Kundenbindung in diesem Bereich bei.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Vor allem zwei Faktoren bestimmen die Entwicklung des Marktes für explosionsgeschützte Technologien: 1.) das weltweit steigende gesellschaftliche Sicherheitsbedürfnis und 2.) die internationale Vereinheitlichung von Normen und Standards in den entwickelten Märkten sowie das deutliche Aufhol- und Wachstumspotenzial für Sicherheitstechnik insbesondere in Afrika, im Mittleren Osten und im asiatischen Raum.

Dank unserer umfassenden Kompetenz in allen Bereichen der Sicherheitstechnik und unserer langjährigen Erfahrungen und Präsenz in den relevanten Märkten ergeben sich weiterhin zusätzliche Expansionspotenziale für R. STAHL. Um neue Märkte effizient und effektiv zu erschließen, werden wir unsere lokalen Präsenzen noch leistungsfähiger aufstellen sowie über Beteiligungen an etablierten lokalen Anbietern mit gewachsenen, erfolgreichen Vertriebsstrukturen unseren Zugang zu neuen attraktiven Regionen beschleunigen und aktiv gestalten. Um den Markt für Automatisierungstechnik, der sich in seiner Struktur von den Anforderungen in der Niedervolttechnologie unterscheidet, künftig noch zielgerichteter und mit höherer Dynamik zu bearbeiten, hat R. STAHL diese Aktivitäten mit Wirkung zum 1. Januar 2017 organisatorisch gebündelt und innerhalb der Gruppe als eine in ihrer Schlagkraft erheblich gestärkte Einheit aufgestellt.

Wirtschaftliche und regulatorische Einflussfaktoren anhaltend schwierig

Im Jahr 2016 war das Geschäft des R.STAHL-Konzerns deutlich von äußeren ökonomischen sowie politischen Entwicklungen nachteilig beeinflusst. Größter Belastungsfaktor im abgelaufenen Geschäftsjahr blieb das anhaltend sehr niedrige Preisniveau für Öl und Gas, das zu einer deutlichen Investitionszurückhaltung in unserer Hauptabnehmerbranche führte. Diese wirkte sich im Jahresverlauf auch auf die dem Öl- und Gassektor nachgelagerten verarbeitenden Industrien aus. Hinzu kamen geopolitische Herausforderungen wie das Lieferembargo gegen Russland und der für europäische Unternehmen zunächst ungünstige US-Dollar/Euro-Wechselkurs. Dennoch erzielten wir wichtige Erfolge bei der internationalen Expansion unserer Aktivitäten und der Erschließung neuer Kundensegmente sowie hinsichtlich der Optimierung unserer Geschäftsaktivitäten.

Regulierung hat in unserem Segment ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf. Je nachdem, wie die unterschiedlichen Explosionsschutzrichtlinien und -standards in den verschiedenen Regionen akzeptiert werden, ändert sich die Auftragssituation für R. STAHL. Die Öffnung einiger Märkte, in denen vormals der US-amerikanische NEC-Standard (National Electrical Code) dominierte, bietet kurz- und mittelfristig attraktive Absatzchancen für die IEC-basierte Technologie (International Electrical Commision), bei der R. STAHL eine führende Marktposition hält. Insgesamt konnten wir mit den im Verlauf des Geschäftsjahres 2016 umgesetzten Maßnahmen die Wettbewerbsposition des R. STAHL-Konzerns trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verbessern.

Qualifiziertes und motiviertes Personal

Ein qualifiziertes und motiviertes Team ist für ein hochspezialisiertes und weltweit operierendes Technikunternehmen wie R. STAHL ein bedeutender Erfolgsfaktor. Dies gilt insbesondere für unsere Leitgesellschaft in Waldenburg. Dort, im Nordosten Baden-Württembergs, herrscht nahezu Vollbeschäftigung. Der Personalbereich setzt daher auf vielfältige Maßnahmen, um sich im Wettbewerb um leistungsfähige Nachwuchskräfte abzuheben. So bieten wir gerade auch interessierten Frauen attraktive Chancen, einen technikorientierten Berufsweg einzuschlagen. Wir legen zudem größten Wert auf profunde, umfassende und den besten Standards entsprechende Ausbildung im Unternehmen. Unsere diesbezüglichen Aktivitäten wurden im Oktober 2016 bereits zum zweiten Mal mit dem DUALIS-Siegel der IHK Heilbronn-Franken für eine exzellente betriebliche Ausbildung ausgezeichnet. Neben der Steigerung unserer Arbeitgeberattraktivität durch eine proaktive Mitarbeiterbindung und zertifizierte Ausbildungsstandards ermöglichen wir unseren Auszubildenden und Nachwuchskräften zudem Arbeitsaufenthalte in unseren weltweiten Niederlassungen, um internationale Erfahrungen zu sammeln und die Arbeitsweise und Mentalität anderer Kulturen hautnah kennenzulernen. Eine standortübergreifende intensive Mitarbeitervernetzung über die jeweiligen Fachbereiche hinaus erleichtert bei Kundenprojekten den schnellen und effizienten Rückgriff auf vorhandenes Know-how und Erfahrungen im Konzern - dies ist häufig ein entscheidender Vorteil bei der erfolgreichen Realisierung anspruchsvoller Kundenanforderungen.

Ein weiterer Meilenstein im Berichtsjahr war der Abschluss eines neuen Tarifvertrags für den Standort Waldenburg mit einer Laufzeit von acht Jahren. 2017 bleibt die tarifliche Arbeitszeit bei 37,5 Stunden pro Woche, ab 2018 sinkt sie auf 37 Stunden. Diese liegt dann noch um zwei Wochenstunden über dem Flächentarifvertrag der IG Metall. Der Vertrag gibt uns langfristige Planungssicherheit und wurde in vollem Einvernehmen mit der Arbeitnehmerseite abgeschlossen.

Für die Zusammenführung der verschiedenen Einheiten unseres Automatisierungsgeschäfts haben wir im Berichtsjahr die hierfür notwendigen Maßnahmen getroffen. Die neue Organisation ging planmäßig zum 01.01.2017 an den Start. Zur weiteren Optimierung der weltweiten strukturellen und organisatorischen Aufstellung haben wir im Berichtsjahr zudem die IT-Funktionen der einzelnen Gesellschaften in der R. STAHL Services GmbH gebündelt.

Per 31. Dezember 2016 waren im R.STAHL-Konzern 1.788 Mitarbeiter beschäftigt (2015: 1.894). Darüber hinaus waren zum Ende des Berichtsjahres 89 Auszubildende und Studenten im Unternehmen tätig. Insbesondere die Beschäftigtenzahlen in unseren amerikanischen und asiatischen Standorten wurden aufgrund des anhaltend schwierigen Umfelds nach unten angepasst.

Ziele und Strategien

Die langfristige Strategie des R. STAHL-Konzerns ist an zwei Kernzielen ausgerichtet: der Erhöhung der Marktpenetration und der nachhaltigen Steigerung der Profitabilität.

Unsere Strategie zur weiteren Verbesserung unserer Marktdurchdringung basiert dabei auf vier Schwerpunkten:

Regionale Wachstumspotenziale bestmöglich nutzen

Wir stellen unsere Organisation und unsere Vertriebsaktivitäten so auf, dass wir die sich national und international bietenden Wachstumspotenziale bestmöglich nutzen und die Bedürfnisse unserer Kundengruppen gezielt ansprechen. Regional wollen wir vom Wachstum in Asien profitieren, weshalb wir unseren dortigen Marktzugang kontinuierlich weiter verbessern. Gleichermaßen planen wir, Russland und den Mittleren Osten ebenso wie die Länder Afrikas intensiver zu bearbeiten. Hierzu haben wir im Herbst 2016 Beteiligungen an regional etablierten Anbietern erworben, deren Vertriebsstrukturen wir künftig nutzen werden, um die jeweiligen Regionen mit erhöhter Geschwindigkeit profitabel zu erschließen. Auch in unseren etablierten Vertriebsmärkten Europa und Nordamerika arbeiten wir beständig daran, unsere Aufstellung im Vertrieb und im Produktangebot weiter zu optimieren.

Der Energiesektor bleibt - ungeachtet einer erwarteten anhaltenden Investitionszurückhaltung in der Öl- und Gasindustrie - eine wichtige Abnehmerbranche für R. STAHL. Trotz hohen Kostendrucks bietet das Segment weiterhin Chancen. Diese wollen wir optimal nutzen und somit unsere Position auch in dieser Industrie weiter ausbauen. Hierzu wollen wir noch leistungsfähigere und effizientere Komplettlösungen erarbeiten.

Vertrieb außerhalb des Öl- und Gassektors ausweiten

Wir wollen unsere Vertriebsmaßnahmen verstärkt auch in Industriesektoren außerhalb des Öl- und Gassektors ausweiten. Unser Fokus liegt dabei vor allem auf der Chemie- und Pharmaindustrie, aber auch in den Bereichen der Nahrungsmittelproduktion und dem allgemeinen Anlagenbau. Unsere neuen Produkte und Produktweiterentwicklungen - gerade auch in der Automatisierung und der LED-Beleuchtung - sind für Kunden dieser Branchen besonders attraktiv. In Deutschland und in Europa haben wir bereits wichtige Vertriebserfolge erzielt und erwarten weiteres Wachstum. Auch in Amerika und den asiatischen Märkten bieten sich große Chancen für R. STAHL. Zur Stärkung unserer Marktposition in der Automatisierungstechnik haben wir unsere konzernweiten Kompetenzen in diesem Segment seit Anfang des Jahres 2017 in einer organisatorischen Einheit gebündelt. Hintergrund hierfür ist, dass sich die Ansprechpartner beim Kunden sowie Kundengruppen, Kundenbedürfnisse und Produkte im Bereich Automatisierung oft von denen im Bereich der Niederspannungslösungen unterscheiden. Darüber hinaus ist Industrie 4.0 - auch als „Internet der Dinge“ bezeichnet - ein Megatrend, der in den kommenden Jahren die Nachfrage und den Bedarf an Automatisierungslösungen auch außerhalb des Explosionsschutzes deutlich voranbringen wird. Mit unserer neuen organisatorischen und strukturellen Aufstellung sind wir im Automatisierungsgeschäft noch näher am Markt, können vorhandene Wachstums- und Synergiepotenziale besser heben und damit noch zielgerichteter und profitabler agieren.

Geschäft mit Serviceleistungen erweitern

R. STAHL legt in der Beratung großen Wert auf eine integrierte Betrachtung. Dabei zeigt sich deutlich, dass ein Gesamtkonzept beim Explosionsschutz gegenüber Einzellösungen große Vorteile bietet. Mit ganzheitlichen Lösungen stärken wir die Wettbewerbsposition unserer Kunden und festigen gleichzeitig unsere Kundenbindung. Damit untermauern wir unsere Technologieführerschaft im Explosionsschutz und sichern uns unseren technologischen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb, wodurch uns entsprechend höhere Ertragsmargen ermöglicht werden. Wir wollen unser Angebot an Schulungen und Inbetriebnahmeunterstützungen durch sicherheitsrelevante Dienst- und Planungsleistungen erweitern. Zugute kommt uns hier, dass Kunden in der Prozessindustrie aus Kostengründen häufig eigene Ressourcen im systematischen Sicherheitsmanagement begrenzen, während die behördlichen Anforderungen und gesellschaftlichen Erwartungen an die betriebliche Sicherheit kontinuierlich zunehmen. Als renommierter, kompetenter und erfahrener Partner können wir gerade international aufgestellten Auftraggebern verlässliche und den höchsten Standards entsprechende Sicherheitsleistungen weltweit vor Ort und aus einer Hand anbieten. Der Abschluss von Dienstleistungsverträgen ermöglicht uns eine höhere Visibilität in der Umsatzplanung und attraktive Margen. Auch hier verbessern wir unsere Kundennähe noch einmal deutlich.

Technologischen Vorsprung durch Innovationen ausbauen

Unsere Technologie- und Innovationsführerschaft im Explosionsschutz wollen wir sichern und weiter ausbauen. Hierfür investieren wir auf hohem Niveau in Forschung und Entwicklung. Im Fokus unserer Arbeit liegt dabei stets das Kernbedürfnis unserer Kunden: die Verringerung von Zeit und Kosten von der Inbetriebnahme über die gesamte Betriebsdauer ihrer Explosionsschutzlösungen bei gleichzeitiger Sicherstellung höchster Sicherheit. So komplex wie die Anforderungen an den Explosionsschutz selbst ist dabei auch das Spektrum technologischer Ansätze, das beispielsweise neben Beleuchtungssystemen und Automatisierungslösungen auch Innovationen im elektrischen Explosionsschutz umfasst.

Zur Beschleunigung unseres Wachstums ziehen wir dabei auch Investitionen in andere Unternehmen bzw. Unternehmensteile in Betracht. Unser Augenmerk liegt hier vor allem darauf, sowohl regionale Marktpositionen als auch unser Produktportfolio zu stärken und so in überdurchschnittlicher Weise vom Marktwachstum profitieren zu können.

Alle unsere Maßnahmen haben als gemeinsames Ziel, den Wert der R. STAHL-Gruppe zu steigern. Insbesondere streben wir eine nachhaltige Erhöhung unserer operativen Marge an. Neben der Erschließung zusätzlicher Absatzpotenziale werden wir unsere Ressourcen noch effizienter einsetzten sowie unserer Prozesse und Strukturen fokussiert weiter optimieren. Unsere Sach- und Herstellkosten kontrollieren und steuern wir eng.

Steuerungssystem

Den Grad unserer Zielerreichung überwachen wir mithilfe von Steuerungsgrößen. Der Vorstand stützt seine Entscheidungen in erster Linie auf Finanzkennzahlen, zieht aber auch nichtfinanzielle Kenngrößen heran. Neben Vergangenheitswerten bilden Planwerte und daraus resultierende Soll-Ist-Vergleiche die Grundlage für unsere Einschätzungen. So können wir den Fortschritt der Planeinhaltung kontinuierlich überwachen sowie anhand bestimmter Indikatoren Trends erkennen, um so kurzfristig auf Veränderungen im Markt bzw. Abweichungen im Unternehmen reagieren zu können.

Finanzielle und nicht-finanzielle Kennzahlen

Unser Steuerungssystem beinhaltet operative und strategische Größen. Als maßgebliche operative Steuerungsgrößen nutzen wir die Auftragseingangs- und Umsatzentwicklung sowie die EBIT-Marge. Die Entwicklung der Umsatzerlöse gibt Aufschluss über das Wachstum des Konzerns. Anhand der EBIT-Marge verfolgen wir, wie sich das Verhältnis von Umsatz und Ergebnis entwickelt, und messen so die Rentabilität der R. STAHL-Gruppe insgesamt ebenso wie die unserer Tochtergesellschaften. Jedes unserer Konzernunternehmen liefert monatlich eine Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine Bilanz, auf deren Basis wir auf Konzernebene die Konsolidierung vornehmen. So steuern wir sowohl die einzelnen Gesellschaften als auch die Gesamtentwicklung des Konzerns.

Mit dem Erhalt einer stabilen Finanzstruktur gewährleisten wir die Unabhängigkeit des Konzerns. Hierzu streben wir weiterhin eine angemessene Eigenkapitalquote an. Auch legen wir großen Wert darauf, mit dem von unseren Aktionären und Kreditgebern zur Verfügung gestellten Kapital effizient, profitabel und wertsteigernd zu arbeiten. Zur Steuerung unserer Kapitaleffizienz verwenden wir als zentrale Messgröße die Kapitalrendite (Return an Capital Employed, ROCE). Wir definieren ROCE als EBIT in Relation zum eingesetzten Kapital, wobei sich Letzteres aus der Summe des Eigenkapitals, der verzinslichen Darlehen sowie der kurz- und langfristigen Pensionsrückstellungen abzüglich der liquiden Mittel zusammensetzt.

Nachhaltig profitables Wachstum erfordert aus unserer Sicht auch die Einbeziehung nichtfinanzieller Leistungsindikatoren. Vor diesem Hintergrund sind Innovationen und neue Technologien ein wesentlicher Baustein unserer Wachstumsstrategie. Hierfür identifizieren wir kontinuierlich zukunftsträchtige Innovationsfelder und treiben die Entwicklung neuer Produkte voran.

Von ebenso großer Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens ist die Sicherheit unserer Mitarbeiter. Ein Handbuch zum Arbeitsschutzmanagement liefert alle erforderlichen Vorgaben zur Vermeidung von Unfällen. Ergänzend führen wir regelmäßige Mitarbeiterunterweisungen durch.

Planungsprozess

In die Planung der voraussichtlichen Entwicklung unserer einzelnen Tochtergesellschaften und des Konzerns beziehen wir stets Prognosen zur allgemeinen konjunkturellen Lage sowie branchenspezifische Aussichten ein. Während der gesamten Dauer wird dieser Planungsprozess von unserem zentralen Beteiligungscontrolling begleitet. Diese Planung, mit dessen Aufstellung im September 2016 unter Einbeziehung der strategischen Vorgaben der Konzernleitung begonnen wurde, umfasst den Zeitraum der kommenden drei Jahre. Im Rahmen von Management-Meetings stellten die Geschäftsführer der Produktionsgesellschaften dem Vorstand ihre Planungen vor. Unsere Vertriebseinheiten erläuterten ihre Planungen ebenfalls und nahmen im Anschluss gegebenenfalls Anpassungen des Vorstands vor. Die Ergebnisse wurden schließlich im Konzern konsolidiert und im Dezember dem Aufsichtsrat vorgelegt. Monatlich werden vom Beteiligungscontrolling Abweichungsanalysen durchgeführt und die Erkenntnisse mit dem Vorstand besprochen. Um rechtzeitig auf Änderungen am Markt reagieren zu können, bezieht das Management stets auch die Entwicklung des Auftragseingangs sowie Einschätzungen unseres Vertriebsteams zu potenziellen Kundenprojekten mit in die Betrachtung ein.

Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2016 haben wir unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowohl im Bereich der Grundlagenforschung als auch in der Serienentwicklung weiter vorangetrieben. Maßgabe aller unserer Bemühungen ist es dabei, durch den Einsatz moderner Technologien und Materialien Produkt- und Lösungsangebote zur Serienreife zu bringen, die den Anforderungen unserer Kunden hinsichtlich Sicherheit, Verlässlichkeit und Nutzerfreundlichkeit jederzeit in höchstem Maße entsprechen. 40 erteilte Patente im Jahr 2016 und acht derzeit noch laufende Patentanmeldungen unterstreichen unsere technologische Vorreiterrolle dabei eindrücklich.

Die Entwicklung neuer Seriengeräte erfolgt stets eng gekoppelt in unseren unternehmenseigenen Laboren in Weimar und in Köln, in Houston (Texas) sowie im indischen Chennai. Innerhalb des Produktbereichs Leuchten und Signalgeräte haben wir so im Jahr 2016 unser bereits umfassendes LED-Portfolio um explosionsgeschützte LED-Scheinwerfer und batteriebetriebene LED-Notlichtbeleuchtungen ergänzt. Bei explosionsgeschützten LED-Beleuchtungssystemen hat sich R. STAHL in den vergangenen Jahren zum weltweit unangefochtenen technologischen Marktführer entwickelt. In diesem Produktbereich geht heute kein Weg mehr an R. STAHL vorbei ganz gleich, ob es sich hierbei um Standardprodukte oder kundenindividuelle Anlagen handelt.

Darüber hinaus hat unsere norwegische Tochter im Berichtsjahr ihre neuen Ex-geschützten Hochspannungsprodukte und -systeme vorgestellt. Die Geräte sind speziell für extreme Klima- und Umgebungsbedingungen ausgelegt und kommen so beispielsweise auf Öl- und Gasplattformen oder in Offshore-Windparks zum Einsatz.

Für seine explosionsgeschützten Schaltschränke und Verteilerschränke im Niederspannungsbereich erhielt R. STAHL im Berichtsjahr die nordamerikanische UL-Zulassung. Dies ist für uns ein bedeutender Erfolg und eine wesentliche Grundlage für den weiteren Ausbau unseres nordamerikanischen Geschäfts mit Niederspannungstechnik.

Auch innerhalb unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten setzen wir uns intensiv mit dem Thema „Industrie 4.0“ auseinander. Hier verschmelzen profundes Know-how im Bereich von Fertigungsprozessen mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik. Wesentlicher Bestandteil sind robuste und ausbaufähige Netzwerke in Industrieanlagen. Sie sorgen dafür, dass die intelligenten Komponenten miteinander kommunizieren können. Im Ergebnis entsteht eine zukunftsweisende, effiziente Produktion. R. STAHL hat das komplette Netzwerkprogramm für Ex-Bereiche verfügbar.

Im Bereich der Automatisierungstechnik haben wir unser Ex-geschütztes Remote I/O System, das im Markt bereits seit vielen Jahren als das technologisch führende Produkt gilt, mit zusätzlichen und verbesserten Funktionen ausgestattet. So machen z.B. erweiterte Diagnosen und Statusmeldungen die Prozesse transparenter und warnen zugleich rechtzeitig vor Störungen. Das innovative Low-Power-Design spart nicht nur Energie, sondern verlängert die Lebensdauer deutlich - selbst bei höheren Umgebungstemperaturen. So lassen sich Anlagen noch effektiver betreiben. Bei der Weiterentwicklung wurde zudem besonderer Wert auf Systemflexibilität gelegt, sämtliche gängige Kommunikationsprotokolle laufen auf dem von uns angebotenen Gerät. Selbstverständlich ist das neue Multifunktionsmodul auch voll kompatibel mit den Vorgängermodellen.

Das Portfolio an HMIs (Human Machine Interfaces) wurde 2016 um Remote-PCs erweitert. Diese Geräte zeichnen sich dadurch aus, dass sie extremen Reinheitsanforderungen beispielsweise in der Pharmaindustrie, der Feinchemie, Medizin- und Biotechnologie gerecht werden. Dort sind sie auch verpflichtend einzusetzen.

Schließlich legen wir auch im Rahmen von gemeinsamen Forschungsprojekten mit namhaften Universitäten und Hochschulen den Grundstein für innovative Neuentwicklungen. So haben wir im Jahr 2016 erneut eine Dissertation an der Technischen Universität Dresden unterstützt, in der das Temperaturverhalten elektrischer Bauelemente untersucht wird. In Zusammenarbeit mit der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena konnten wir neue Erkenntnisse aus der Materialforschung gewinnen. Viele dieser Neuentwicklungen können international patentiert werden. Wichtig ist eine schnelle Umsetzung der Ergebnisse aus der Grundlagenforschung: So werden wir auch 2017 eine Vielzahl hochinnovativer Produkte und Systemlösungen in den Märkten platzieren.

Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Berichtsjahr auf EUR 16,6 Mio. (Vorjahr: EUR 17,2 Mio.) und damit auf 5,8 % des Umsatzes (Vorjahr: 5,5 % des Umsatzes).

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Ölpreis anhaltend schwach, Wachstumsrate der weltweiten Konjunktur etwa auf Vorjahresniveau

R. STAHL beliefert zu einem erheblichen Teil internationale Kunden aus dem Öl- und Gassektor. Des Weiteren erzielen wir signifikante Umsätze in der Chemie-, Pharma-, Nahrungsmittel- und Biokraftstoff-Industrie sowie mit Schiffsausrüstern und Anlagenbauern. Aus diesem Grunde sind bei der Betrachtung der unser Geschäft beeinflussenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor allem drei Kenngrößen von wesentlicher Bedeutung: Die Entwicklung des Ölpreises, die Entwicklung von Währungskursen - insbesondere der Kurs des US-Dollar zum Euro- sowie das Wirtschaftswachstum in den für uns wichtigen Volkswirtschaften.

Der Ölpreis, der seit der zweiten Jahreshälfte 2014 und über das gesamte Jahr 2015 erheblich nachgegeben hatte, setzte zwar zu Beginn des Jahres 2016 seine Talfahrt anfänglich weiter fort, konnte sich aber im weiteren Jahresverlauf wieder erholen. War im Tagesverlauf des 18. Januar 2016 ein Barrel Rohöl der Sorte Brent noch für USD 27,671) zu haben, so verteuerte sich dieser bis zum Jahresende wieder um mehr als das Doppelte auf USD 56,82.1) Maßgeblichen Einfluss hierauf hatte insbesondere die Einigung auf eine Obergrenze der täglichen Fördermenge seitens der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) im November 2016. Ungeachtet dieser Erholung befindet sich der Ölpreis auf diesem Niveau noch immer weit hinter dem Höchststand von USD 128,40, der im Tagesverlauf des 01. März im Jahr 2012 erreicht wurde.

Eine ähnliche Entwicklung, der jedoch grundsätzlich andere Faktoren zugrunde liegen, nahm der Kurs des US-Dollar zum Euro im Jahr 2016. Auch hier kam es zu einem deutlichen Anstieg gegen Ende des Jahres, bedingt im Wesentlichen durch die US-Präsidentenwahl am 8. November 2016 sowie eine seit längerem angekündigte Zinsanhebung der amerikanischen Notenbank. Nach einem Jahrestief bei EUR 0,8610 je USD Anfang Mai 2016 belief sich der Jahresschlusskurs des US-Dollar zum Euro auf EUR 0,9502.1)

Das weltweite Wirtschaftswachstum hat sich gegenüber dem bereits gedämpften Jahr 2015 in 2016 noch einmal verringert, wobei die negativen Folgen verschiedener politischer Problemfelder, wie die Entscheidung der britischen Bevölkerung für den Austritt aus der Europäischen Union, geopolitische Spannungen, militärische Auseinandersetzungen und terroristische Attentate in verschiedenen Ländern, sowie der insgesamt niedrige Ölpreis die positiven Entwicklungen auf anderen Wirtschaftsgebieten überlagerten. Insgesamt belief sich das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf 3,1 %, eine leichte Verringerung gegenüber der Vorjahresrate von 3,2 %.2)

In Europa verlief die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2016 uneinheitlich. Während der IWF für Deutschland, Frankreich und die Schweiz mit Zuwächsen von 1,7 %, 1,3 % und 1,0 % Verbesserungen beim Wirtschaftswachstum schätzte, fielen Großbritannien und Norwegen mit Wachstumsraten von 1,8 % und 0,8 % hinter das Vorjahr zurück.2 )

Für die USA markierte die vom IWF errechnete BIP-Zuwachsrate von 1,6 % eine deutliche konjunkturelle Abflachung.2) Abgesehen vom schwachen Ölpreis dürfte dies auch auf Unsicherheiten und Investitionszurückhaltungen im Vorfeld der Präsidentenwahlen zurückzuführen sein. Demgegenüber verzeichnete Kanada mit einer Rate von 1,2 % ein leichtes Plus des BIP.2)

In Brasilien (BIP -3,3 %) und Russland (BIP -0,8 %) war die Wirtschaftsentwicklung gemäß IWF zwar wie im Vorjahr negativ, doch fiel insbesondere der Rückgang in Russland im Berichtsjahr deutlich geringer aus.2) Zusammen mit den wieder positiven Prognosen des IWF für das Jahr 2017 deutet dieses darauf hin, dass für beide Länder von einer möglichen Trendwende ausgegangen werden kann.2 )

Im asiatischen Raum zeigte die chinesische Wirtschaft mit einem Zuwachs von laut IWF 6,6 % eine weitere Drosselung des Wachstumstempos gegenüber den Vorjahren.2) Demgegenüber konnte das Wachstum in Südkorea mit 2,7 % wieder sehr leicht zulegen, während es in den ASEAN-5-Staaten Indonesien, Thailand, Malaysia, Philippinen und Vietnam mit 4,8 % und auch in Indien mit einer Zuwachsrate von 7,6 % auf dem Niveau des Vorjahres blieb.2)

1 www.bloomberg.com
2 www.imf.org, World Economic Outlook, Subdued Demand: Symptoms and Remedies, October 2016

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Moderater Zuwachs in der Elektroindustrie

Als Anbieter von elektrischer und elektronischer Sicherheitstechnik für explosionsgefährdete Umgebungen sind für R. STAHL die vom Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie e. V. (ZVEI) erhobenen branchenspezifischen Daten ausschlaggebend. Die Auftragseingänge der deutschen Elektroindustrie lagen laut ZVEI im Jahr 2016 um 1,0 % unter dem Vorjahr, wobei sich das Inlands- und Auslandsgeschäft vergleichbar entwickelten.3) Die Umsatzerlöse der Branche legten leicht um EUR 400 Mio. zu auf einen Branchenerlös von insgesamt EUR 178,6 Mrd.4) Dabei stiegen die inländischen Umsätze um 0,3 %, diejenigen aus dem Ausland um 0,1 %.4)

Öl- und Gassektor weiterhin vor Herausforderungen

Anfang 2016 ließen politische und wirtschaftliche Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran sowie die Ausweitung der Fördermenge im Irak den Ölpreis auf ein 12-Jahrestief einbrechen. Der stetige Anstieg der Öllagerbestände in den USA und die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran verstärkten dabei die Sorgen vor einem zu hohen Ölangebot. Mitte Februar überraschten Russland und Saudi Arabien mit Plänen, die Ölförderquoten einzufrieren, falls sich andere Ölförderländer beteiligten. Daraufhin setzte eine Erholung des Ölpreises ein, die durch die Einigung der OPEC-Staaten auf eine Obergrenze bei der Förderung im November nochmals stimuliert wurde. Erstmals seit 2008 soll dadurch die Ölproduktion gedeckelt werden, wobei ein Niveau von 32,5 Mio. Barrel pro Tag angestrebt wird.4)

Der niedrige Ölpreis blieb für unsere Kunden auch im Jahr 2016 eine Herausforderung und traf sie in unterschiedlichem Ausmaß: Unternehmen, die sich auf den Verarbeitungs- und Veredelungsbereich (Downstream) konzentrieren, konnten die Auswirkungen niedrigerer Verkaufspreise auf das Ergebnis bis zur Mitte des Jahres zunächst noch durch die günstigen Einkaufspreise kompensieren. Ab Jahresmitte wurden jedoch auch hier - in ähnlicher Weise wie bereits zuvor von den ölfördernden Unternehmen (Upstream) - Kürzungen der Investitionsausgaben sowie Projektverschiebungen vorgenommen. Insgesamt hatten Plattformbetreiber und andere Zulieferer („Service Companies“) laut dem norwegischen Beratungsunternehmen Rystad Energy einen Umsatzeinbruch von 27 % gegenüber Vorjahr zu verbuchen.5) Bei Unternehmen, die auf dem nordamerikanischen Festland aktiv waren, fiel der Rückgang sogar noch stärker aus.6) Nicht jeder Akteur konnte dem massiven Druck in der Branche standhalten: Allein in Nordamerika haben 2016 über 100 Service Companies Insolvenz angemeldet.6) Stimulierend wirkte diese Entwicklung allerdings auf die nordamerikanischen Schieferölproduzenten, denen es in dieser Zeit gelungen ist, die Förderkosten drastisch zu senken und hierdurch einen Teil des Preisrückgangs aufzufangen.

Die im Jahr 2015 beginnenden Investitionskürzungen sämtlicher Unternehmen der Ölbranche verschärften sich im Jahr 2016 somit nochmals. Hand in Hand mit Kostensenkungsmaßnahmen und massivem Stellenabbau übte dies enormen Druck auf die Ölförderer, Dienstleister und Lieferanten der Ölkonzerne aus. Laut dem Analyse- und Beratungsunternehmen Wood Mackenzie kürzt die Branche ihre Investitionen für 2016 und 2017 um USD 370 Mrd. im Vergleich zum Niveau vor dem Rückgang des Ölpreises.6) Rystad Energy gibt an, dass die globalen Investitionen der Erdöl- und Erdgasbranche 2016 um 25 % auf USD 520 Mrd. eingebrochen sind.7)

Da Erdöl und Erdgas als Energieträger im direkten Wettbewerb stehen, ist auch seitens der Erdgasförderung kein Impuls für eine Umsatzsteigerung ausgegangen. Bis Mitte des Jahres 2016 wies der Erdgaspreis sogar eine noch größere Schwäche als der Ölpreis auf, um im zweiten Halbjahr auf ein vergleichbares Niveau zu steigen.

3 Quelle: www.zvei.org, "Elektroindustrie zuletzt wieder mit mehr Aufträgen", Pressemitteilung, 08. Februar 2017
4 www. opec org , Press Release, November 30, 2016
5 www.rystadenergy.com, Rystad Energy Newsletter, "A tough year for service companies, but OPEC cuts help the shale exposed", December 2016 Update,
6 www.woodmac.com, „Global upstream spend slashed by US$1 trillion since the oil price drop“, June 15, 2016
7 www.rystadenergy.com, "GLOBAL E&P: THROUGH CONTINUED DOWNTURN TO A BALANCED MARKET", December 12, 2016

Explosionsschutz: Umstellung auf IECEx-Standard schreitet voran

In industriellen Anlagen können sich bei ungünstigen Bedingungen Explosionen ereignen, die neben großen Sachschäden auch Personenschäden zur Folge haben können. Nicht nur Bereiche der Ölförderung und der chemischen Industrie sind Explosionsgefahren ausgesetzt, sondern auch weite Teile der verarbeitenden Industrie. Die Vorbeugung und Vermeidung von Explosionen ist in den meisten Ländern gesetzlich streng geregelt. Dazu hat sich weltweit ein internationales Verfahren etabliert: das IECEx-System nach den von der Internationalen elektrotechnischen Kommission (International Electrotechnical Commission IEC) erarbeiteten Standards. Hier ist R. STAHL ein weltweit führender Anbieter. Die zunehmende Verbreitung der IECEx-Standards wie auch die in 2016 nochmals vermehrte Verdrängung nationaler Standards durch die IECEx-Standards in vielen Industrieanlagen erhöht daher langfristig unser Marktvolumen und senkt durch die Harmonisierung der internationalen Explosionsschutz-Regulierung den Dokumentations- und Zertifizierungsaufwand. Langfristig nachfragefördernd wirkt sich für uns zudem aus, dass sich aus dem Megatrend „Industrie 4.0“ Bedarfe für verschiedenste elektrische und nicht elektrische Geräte, Komponenten und Baugruppen ergeben, die für den Einsatz in einer Vielzahl von Anwendungen in explosionsfähigen Atmosphären zertifiziert sind.

„Industrie 4.0“ auf dem Vormarsch

Kaum etwas bewegt die deutsche Wirtschaft branchenübergreifend derzeit so sehr wie die sogenannte vierte industrielle Revolution - kurz auch als „Industrie 4.0“ bezeichnet. Der Begriff steht für die digitale Vernetzung von Menschen, Maschinen, Objekten und Systemen. Neben großen Herausforderungen bieten sich hier gerade auch für das produzierende Gewerbe erhebliche Chancen. „Industrie 4.0“ beschreibt einen ökonomischen Paradigmenwechsel, der einerseits zu Effizienzsteigerungen in den Prozessen führt, andererseits die Neustrukturierung der Wertschöpfung bis hin zu neuen Geschäftsmodellen von Industriebetrieben ermöglicht. Durch den digitalen Wandel werden starre Prozessabläufe zunehmend aufgebrochen, und es entstehen interdisziplinäre, flexible Netzwerke entlang der gesamten Wertschöpfungsketten, von der Produktentwicklung über die Produktion bis hin zur Logistik. Während viele Projekte unter dem Etikett „Industrie 4.0“ zum Teil noch nach Zukunftsmusik klingen, wurden im Jahr 2016 bereits erste Pilotbetriebe vorgestellt.

Die Digitalisierung im Produktionssektor bzw. die Vernetzung in der Produktion bietet auch den Kunden von R. STAHL neue Marktchancen und eröffnet für uns die Möglichkeit, uns mit unseren Produkten und Dienstleistungen zur Prozesssteuerung und Prozessüberwachung noch besser zu positionieren.

Chemie- und Pharmaindustrie mit durchwachsener Entwicklung

Angesichts wirtschaftlicher Herausforderungen - wie dem trotz Erholung insgesamt noch immer schwachen Ölpreis - konnte die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie ihre Produktion im Jahr 2016 nur wenig steigern. Laut dem Verband der chemischen Industrie e. V. (VCI) betrug das Wachstum 0,5 % aus.8) Dabei konnte sich der Bereich Pharma besser entwickeln als die Chemie-Industrie, wo die Produktion auch bei Konsumchemikalien wie Seife und Waschmittel und bei anorganischen Grundstoffen wie Düngemitteln zurückging.9) Zur Optimierung ihrer Kapazitätsauslastung reichten die Produzenten die günstigeren Rohstoffkosten an die Kunden weiter. Weltweit wuchs der Umsatz der Chemieindustrie laut Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC um 2,1 %,9) womit sie zwar hinter dem weltweiten Wirtschaftswachstum zurückblieb, sich aber gleichwohl durch einen weiterhin leichten Aufwärtstrend auszeichnet. Der weltweite Umsatz von explosionsgeschützten Betriebsmitteln in der chemischen Industrie beläuft sich für das Jahr 2017 Schätzungen zufolge auf etwa USD 0,9 Mrd.10)

Die pharmazeutische Branche schloss das Jahr 2016 mit zahlreichen Medikamentenneueinführungen ab. Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland (vfa) gibt an, dass 2016 allein in Deutschland Pharma-Unternehmen die Behandlungsmöglichkeiten um 30 Medikamente mit neuem Wirkstoff erweitert haben.11) Der weltweite Umsatz von explosionsgeschützten Betriebsmitteln in der Pharmaindustrie wird für das Jahr 2017 auf etwa USD 0,7 Mio. geschätzt.

8 www.vci.de, Konjunktur-Indikatoren zur deutschen chemischen Industrie, 09. März 2017
9 www.strategyand.pwc.com, 2017 Chemicals Industry Trends
10 Research Grail, Global Explosion Proof Equipment Market (2013-2018)
11 www.vfa.de, „Bilanz 2016: 30 Medikamente mit neuem Wirkstoff“, 21. Dezember 2016

Geschäftsverlauf

Aufträge aus dem Öl- und Gassektor im Jahresverlauf gesunken

R. STAHL bewegte sich 2016 vor allem aufgrund des volatilen und erst langsam wieder steigenden Ölpreises weiterhin in einem anspruchsvollen gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Mit innovativen Produkten gelang es uns in den ersten drei Monaten 2016 unter anderem, Aufträge in neuen Kundensegmenten zu gewinnen. Damit erwies sich unsere Strategie für das abgelaufene Geschäftsjahr, verstärkt den Markt außerhalb der Öl- und Gasbranche zu penetrieren, als wirksam. Dennoch konnte der Rückgang des Umsatzes, den wir mit unseren Kunden aus dem Öl-und Gassektor zu verzeichnen hatten, hierdurch nicht vollständig aufgefangen werden. Vor diesem Hintergrund war die Umsatzentwicklung des R. STAHL-Konzerns im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahre rückläufig. Nach wie vor stellt der Öl- und Gassektor aber den größten Markt für R. STAHL dar, wobei der Upstream-Bereich etwas bedeutender als der Downstream-Bereich ist.

Hinsichtlich des Auftragseingangs wurden unsere Erwartungen für den Konzern zwar im zweiten Quartal zunächst noch leicht übertroffen. Mit der weiterhin angespannten Marktsituation und einem untypisch schwachen dritten Quartal lag der Auftragseingang insgesamt damit aber noch innerhalb des prognostizierten Korridors. Während im Berichtszeitraum die amerikanischen und asiatischen Märkte am stärksten unter den Investitionskürzungen infolge des niedrigen Ölpreises litten, entwickelte sich der Auftragseingang in Europa positiv.

Highlights 2016: horizontale und regionale Diversifikation

Nach einem schwierigen Jahr 2015, in dem unsere Kunden aus der Öl- und Gasindustrie mit massiven Investitionskürzungen auf den Absturz des Ölpreises reagiert hatten, stand 2016 für R. STAHL ganz im Zeichen der Diversifikation und damit der Positionierung mit Blick auf zukünftige Geschäftschancen. Wesentlich für diese Strategie ist zum einen die Weiterentwicklung unseres Produktportfolios, um auch neue Kunden außerhalb des Öl- und Gassektors zu erreichen. Weiterhin nutzen wir unsere Expertise im Explosionsschutz, um bestehende Kunden mit neuen, ressourcenschonenden Technologien und Systemlösungen zu bedienen, aus denen sich für sie langfristige Kostenoptimierungspotenziale ergeben.

Darüber hinaus haben wir uns durch Unternehmensbeteiligungen in zwei wichtigen Zukunftsmärkten neu positioniert: an der Nummer zwei im Explosionsschutz in Russland, ZAVOD Goreltex und an der südafrikanischen ESACO Pty. Ltd. Mit der Beteiligung von 25 % an ZAVOD Goreltex sichern wir uns einen vereinfachten Zugang zum russischen Markt. Insbesondere die Vermarktung unserer Produkte der Automatisierungstechnik, die weder lokal gefertigt werden noch einem Handelsembargo der Europäischen Union gegenüber Russland unterliegen, soll davon profitieren. Mit der Beteiligung von 35 % an ESACO Pty. Ltd treiben wir die Erschließung des afrikanischen Markts mit Schwerpunkt auf die Region südlich der Sahara voran. Vor allem in den Ländern Mosambik, Angola, Namibia und Nigeria sind in den kommenden Jahren große Investitionsprojekte geplant.

Stärkung unserer Organisation für Automatisierungsprodukte

Hohe Systemlösungskompetenz ebenso wie unser eigener Anspruch an unsere innovativen und technisch richtungsweisenden Produkte zeichnen das Angebot von R. STAHL in allen Produktfeldern aus. Auch unser Sortiment im Bereich der Automatisierung orientiert sich eng an den Markterfordernissen und setzt dabei Maßstäbe - eine Stärke, die wir für die gesamte zukünftige Positionierung des Konzerns nutzen und weiter ausbauen wollen. Allerdings unterscheiden sich die Kundenbedürfnisse und Anforderungen im Bereich Automatisierung - beispielsweise aufgrund anderer elektrischer Spannungsbereiche - mitunter deutlich von denen in unseren anderen Produktfeldern. Dies führt dazu, dass wir für diese Produkte bei ein und demselben Kunden teilweise mehrere Ansprechpartner haben oder auch einzelnen Kunden die Breite und Vorteile unseres gesamten Portfolios unklar sind. Deshalb haben wir das abgelaufene Geschäftsjahr dazu genutzte, unser Automatisierungsgeschäft neu zu strukturieren. Die so geschaffene neue Organisation hat ihre Tätigkeit planmäßig mit Beginn des Jahres 2017 aufgenommen. In diesem Rahmen haben wir die R. STAHL HMI Systems GmbH und die R. STAHL Camera Systems GmbH, beide mit Sitz in Köln, mit der Business Unit Automation mit Sitz in Waldenburg und unserer Vertriebsorganisation für Automatisierungsprodukte enger zusammengeführt. Damit wollen wir uns in diesem langfristigen Wachstumsmarkt noch kundennäher aufstellen und insbesondere das Cross-Selling-Potenzial über unser gesamtes Produkt- und Lösungsportfolio bestmöglich ausschöpfen.

Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

Unsere im April 2016 im Vorjahresbericht formulierten Ziele für Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis für das Jahr 2016 konnten wir nur zum Teil erreichen.

Aufgrund der anhaltenden Marktschwäche im Öl- und Gassektor hatten wir für das Berichtsjahr mit einem Rückgang bei Auftragseingang und Umsatz in einen Bereich zwischen EUR 280 Mio. und EUR 290 Mio. gerechnet. Für das EBIT waren wir indes aufgrund einer - durch das im Jahre 2015 initiierte Kostensenkungsprogramm - deutlich verbesserten Kostenbasis von einer Steigerung in einen Bereich zwischen EUR 14 Mio. und EUR 20 Mio. ausgegangen. Tatsächlich lag die Entwicklung der Nachfrage im Öl- und Gassektor im Jahresverlauf aber noch unterhalb unserer bereits vorsichtigen Prognose, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Zwar haben wir hier durch Intensivierung unserer Vertriebsmaßnahmen in anderen Industriesektoren gegengesteuert, wodurch wir die Ziele für Auftragseingang mit EUR 282,9 Mio. und Umsatz mit EUR 286,6 Mio. trotz aller Widrigkeiten erreichen konnten. Preisdruck, Volumenrückgang insbesondere im margenstarken Produktgeschäft, Veränderungen im Produktmix sowie nachteilige Wechselkursveränderungen führten jedoch dazu, dass wir unser anfänglich gesetztes EBIT-Ziel aufgeben und im Jahresverlauf zweimal unterjährig nach unten anpassen mussten.

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EUR Mio. Ergebnis 2015 Prognose Februar 2016 Prognose April 2016 Prognose Mai 2016 Prognose August 2016 Prognose November 2016 Ergebnis 2016
Auftragseingang 317,3 - - 280-290 275-285 275-285 282,9
Umsatz 312,9 280-290 280-290 280-290 275-285 275-285 286,6
EBIT vor Sondereinflüssen* 11,4 - - - - - 7,2
EBIT 3,9 - 14-20 14-20 11-15 6-8 8,8
EBIT in % des Umsatzes 1,2 5-7 - - - 2-3 3,1

* Sondereinflüsse: außerplanmäßige Abschreibungen, Wertaufholungen, Ergebnisse aus der Veräußerung von Anlagevermögen, Restrukturierungsaufwand, Ergebnisbelastungen aus Portfolioaktivitäten

Mit EUR 8,8 Mio. lag das EBIT zum Ende des Berichtsjahrs oberhalb des zuletzt angepassten Prognosekorridors und um mehr als das Doppelte über dem Vorjahreswert, jedoch deutlich unterhalb unseres anfänglichen Prognosekorridors. Die deutliche Verbesserung des EBIT gegenüber 2015 hat mehrere Ursachen. Zum einen belastete ein einmaliger Aufwand im Zusammenhang mit dem Kostensenkungsprogramm das EBIT im Jahr 2015 mit EUR 7,5 Mio. Zum anderen kamen im Jahr 2016 erstmalig die Einsparungen aus diesem Kostensenkungsprogramm zum Tragen, die zu einer dauerhaften Verringerung der Kostenbasis von jährlich rund EUR 20 Mio. führen. Darüber hinaus trugen im Jahr 2016 einmalige Sondereinflüsse in Höhe von EUR 1,6 Mio., u. a. aus dem Verkauf eines Grundstücks, zur Steigerung des EBIT bei. Bei der Betrachtung des EBIT vor Sondereinflüssen zeigt sich, dass die vorgenannten ergebnisbelastenden Entwicklungen im Berichtsjahr 2016 die Einsparungen aus dem Kostensenkungsprogramm jedoch mehr als aufgezehrt haben.

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EUR Mio. 2015 2016 Veränderung
Eigenkapital 101,0 94,8 -6,2 %
+ Verzinsliche Darlehen 35,7 38,0 6,3 %
+ Pensionsrückstellungen 88,7 96,7 12,8 %
- Liquide Mittel 18,3 16,2 -11,9 %
Capital Employed 207,1 213,3 4,5 %
EBIT 3,9 8,8 124,6 %
ROCE 1,9 % 4,1 % -

Unser ROCE erreichte 2016 4,1 % (Vorjahr: 1,9 %), was vor allem auf den deutlichen Anstieg des EBIT zurückzuführen ist.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Der handelsrechtliche Bilanzgewinn der R. STAHL AG beträgt EUR 8,9 Mio. nach einem Bilanzgewinn von EUR 3,9 Mio. im Vorjahr.

Der Umsatz und die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich infolge der organisatorischen Neuordnung zentraler Funktionsbereiche gegenüber dem Vorjahr um 19,7 % auf rd. EUR 17,0 Mio. (2015: rd. EUR 21,1 Mio.). Der Umsatz der R. STAHL AG entsteht aus Vermietung und Leistungsverrechnung gegenüber den Tochtergesellschaften. Es werden Dienstleistungen im Bereich kaufmännischer Funktionen und Organisation erbracht. Die Personalaufwendungen verringerten sich im Vorjahresvergleich um 50,2 % auf EUR 5,9 Mio. (2015: EUR 11,9 Mio.) insbesondere als Folge der Auslagerung von IT-Leistungen in eine Tochtergesellschaft, der Neuorganisation der Holdingstruktur sowie aufgrund von Bewertungsänderungen der Pensionsrückstellungen infolge einer gesetzlichen Neuregelung. Die Auslagerung der IT-Leistungen führte auch zu einer deutlichen Verringerung der Abschreibungen.

Das Beteiligungsergebnis sowie die Erträge aus Ergebnisabführungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr auf rd. EUR 15,0 Mio. (i.V. EUR -0,8 Mio.) erhöht.

Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich von EUR -8,3 Mio. im Vorjahr auf EUR 8,9 Mio.

Finanzlage

In der R. STAHL AG wird über ein Cash-Pooling der Finanzmittelbestand der Einzelgesellschaften zusammengeführt. Die Mittelzuflüsse resultieren insbesondere von der R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg, und der R. STAHL HMI Systems GmbH, Köln, im Rahmen des Cash-Poolings. Die flüssigen Mittel belaufen sich zum Zeitpunkt des Bilanzstichtages unverändert auf EUR 0,3 Mio.

Im Berichtsjahr erfolgte eine Dividendenzahlung an Aktionäre in Höhe von EUR 3,9 Mio.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zeigt sich mit EUR 105,5 Mio. um EUR 3,7 Mio. erhöht im Vergleich zum Vorjahr (2015: EUR 101,8 Mio.), was im Wesentlichen dem höheren Bilanzgewinn - und damit einem Anstieg des Eigenkapitals auf EUR 62,6 Mio. - geschuldet ist (2015: EUR 57,5 Mio.). Daraus resultiert entsprechend eine Erhöhung der Eigenkapitalquote um 2,8 %-Punkte auf 59,3 %.

Bei der Entwicklung der Aktiva haben sich beim Anlagevermögen der Abgang von Sachanlagen und der Zugang von Beteiligungen weitestgehend ausgeglichen. Die Veränderung der Aktiva ist daher vor allem durch eine Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen geprägt.

Nachhaltigkeit

Seit geraumer Zeit wird die Förderung von Öl und Gas wie auch die verarbeitende Industrie generell als Bedrohung für Natur und Umwelt angesehen. Während einerseits die Annehmlichkeiten des modernen Lebens zum größten Teil ohne diese Ausgangsstoffe und ihre industrielle Nutzung nicht möglich wären, ist ihre Gewinnung andererseits ohne entsprechende Vorkehrungen mit lebensbedrohenden Gefahren für Menschen und Ökosysteme verbunden. Immer wieder auftretende Unfälle, wie die Explosion in einem großen Chemiewerk in Ludwigshafen im Jahr 2016, machen deutlich, wie real und aktuell diese Gefahren sind, auch wenn mit großer Vor- und Umsicht gehandelt wird. Das Geschäftsmodell von R. STAHL besteht in der Hauptsache darin, Explosionen und Bränden vorzubeugen sowie das mit der Förderung und Verarbeitung von Öl und Gas verbundene Gefahrenpotenzial zu minimieren und somit Mensch und Natur zu schützen. Diesem Anspruch fühlen wir uns auch bei der Gestaltung unserer internen Prozesse und Handlungen verpflichtet und orientieren uns stets an ökologischen, sozialen sowie gesellschaftlichen Kriterien. Dabei ist uns der respektvolle Umgang mit der Umwelt in gleichem Maße wichtig wie gute Beziehungen zu allen unseren Stakeholdern, insbesondere unseren Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Aktionären.

Ökologische Verantwortung

Wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt sehr ernst und beschränken sie nicht allein auf den bestmöglichen Explosionsschutz in den Anlagen unserer Kunden. Auch der Klimawandel zählt für uns zu den großen globalen Herausforderungen. Es wird für Unternehmen, vor allem im produzierenden Gewerbe, immer wichtiger, ihre Prozesse unter ökologischen Gesichtspunkten zu betrachten - auch für R. STAHL.

Mit unseren Dienstleistungen und Produkten, wie Schaltgeräte, Taster, Leuchten und Steuerungen, unterstützen wir auf der einen Seite die Betreiber von Industrieanlagen darin, die Sicherheit im explosionsgefährdeten Bereich zu gewährleisten und so Umweltschäden vorzubeugen. Laufend entwickeln wir unsere Produkte und Systeme unter dem Aspekt höchstmöglicher Sicherheit weiter. Auf der anderen Seite hat auch die Schonung von Ressourcen bei der Entwicklung neuer Produkte Priorität. So weisen zum Beispiel die in den meisten R. STAHL Produkten eingesetzten LED-Leuchten einen sehr geringen Stromverbrauch auf. Dadurch verkleinern sich wiederum die Kabeldurchmesser, was die Systeme insgesamt leichter und kompakter macht. Das senkt nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch die Kosten über den gesamten Betriebs-und Lebenszyklus hinweg.

Umweltschutz betrachten wir nicht nur als Leistungsversprechen unserer Produkte und Lösungen als wichtiges Thema, sondern widmen auch an unseren eigenen Standorten dem Energiemanagement hohe Aufmerksamkeit. Im Bereich Facility Management beschäftigen wir einen Mitarbeiter, der zum zertifizierten Energiemanager der Industrie- und Handelskammer (IHK) Heilbronn ausgebildet ist. Im Dezember 2015 wurden die Standorte Waldenburg, Weimar und Köln als Schritt zu höherer Energieeffizienz und niedrigerem Energieverbrauch nach DIN EN 16247 erfolgreich zertifiziert. Zudem wurden zwei Auszubildende zu Energiescouts geschult. In einem ersten erfolgreich abgeschlossenen Projekt konnten bereits Energieeinsparungen dadurch erzielt werden, dass in einem Teil der Fertigung Leckagen im Druckluftnetz mittels Ultraschall geortet und beseitigt wurden. Sämtliche unserer Maßnahmen haben dazu beigetragen, den Ausstoß an Kohlenstoffdioxid gegenüber dem Vorjahr deutlich zu senken.

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2012 2013 2014 2015 2016
Emission en CO2 (t) 2.677 2.446 2.021 2.267 1.855

Einen großen Beitrag zur langfristigen Emissionssenkung leistet dabei unser Blockheizkraftwerk in Waldenburg: Aufgrund des geringen Wärmeverlusts liegt der Wirkungsgrad weit über dem klassischer Energieerzeugung. Mit diesem Blockheizkraftwerk erzeugen wir für unser Entwicklungsgebäude mehr Wärme und Strom als dort direkt verbraucht wird. Dadurch können auch andere Gebäudeteile teilweise versorgt werden, wodurch Energieeinsparungen bei der Beheizung und Stromversorgung dieser Bereiche erzielt werden. An der weiteren Senkung unserer CO2-Emissionen arbeiten wir konsequent weiter. Während uns derzeit detaillierte und plausibilisierte Daten vor allem für unseren Hauptsitz in Waldenburg vorliegen, wollen wir mittelfristig auch die Daten zum Energieverbrauch standortübergreifend erfassen.

Soziale Verantwortung

Die Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern ist uns sehr wichtig - insbesondere die Arbeitssicherheit ist für R. STAHL von hoher Bedeutung. Aber auch unseren Kunden gegenüber, die uns im Rahmen ihrer eigenen Nachhaltigkeitsberichterstattung als Zulieferer überprüfen, qualifizieren wir uns aufgrund unserer Gewissenhaftigkeit als zuverlässiger Partner. Dazu kommt auch die Sorge um deren Mitarbeiter: Von den jährlich ca. 180 Schulungen für unsere Kunden handelte es sich bei einem großen Anteil um Sicherheits- und Explosionsschutz-Trainings.

Anfang Oktober 2016 wurde das Arbeitsschutz-Management-System der R. Stahl Schaltgeräte GmbH erneut im Rahmen eines alle drei Jahre stattfindenden Audits der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) für gut befunden. Vor allem die Implementierung der Arbeitsschutzmaßnahmen im alltäglichen Handeln, auch auf Führungsebene, wurde dabei überprüft.

Im Berichtsjahr gab es an unserem größten Produktionsstandort in Waldenburg 16,47 meldepflichtige Arbeitsunfälle je 1.000 Versicherte, womit die Unfallquote unter dem durch die BG ETEM ermittelten Branchendurchschnitt von 18,3 liegt (Quelle: BG ETEM Jahresbericht 2015, letzter verfügbarer Stand). Bei den meldepflichtigen Arbeitsunfällen waren keine schwerwiegenden Verletzungen zu verzeichnen. Mit dem Ziel, die bereits erfreulich geringe Anzahl an Arbeitsunfällen weiter zu senken, betrachten wir die Sicherheitsgrundunterweisung neuer Mitarbeiter als ebenso sinnvoll wie das Angebot jährlicher Sicherheitstrainings für alle Mitarbeiter sowie kontinuierliche Sicherheitsbegehungen. Alle zwei Jahre bieten wir Ersthelfer-Trainings an. Derzeit sind 18 % der Mitarbeiter bei R. STAHL ausgebildete Ersthelfer, was den gesetzlich geforderten Rahmen von 10 % deutlich übersteigt.

Neben den Fragen der Arbeitssicherheit betreibt R. STAHL eine Vielzahl von Aktivitäten, um für die Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Unser Ziel ist es, die Mitarbeiter-Zufriedenheit und ihre Leistungsfähigkeit auch für die Zukunft zu erhalten und zu fördern. So können R. STAHL Mitarbeiter flexible Arbeitszeitmodelle für eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf nutzen. Daneben beinhaltet unser Gesundheitskonzept unter anderem die intensive betriebsärztliche Betreuung, Angebote zu kostenloser Grippe-Schutz-Impfung sowie die Förderung diverser Fitness- und Sportaktivitäten. Mittels eines umfangreichen Weiterbildungskonzepts tragen wir zu einem hohen Qualifikations- und Motivationsgrad unserer Mitarbeiter bei. Dieses beinhaltet interne und externe Schulungen zum Explosionsschutz, Fortbildungen auf verschiedenen IT-Feldern, Führungskräfte-Trainings sowie Sprachkurse und Kompetenztrainings. Die Teilnahme an diesen Schulungsmaßnahmen erfolgt in Absprache mit dem jeweiligen Vorgesetzten und wird im Nachgang evaluiert.

Gesellschaftliche Verantwortung

Wir betrachten R. STAHL als Teil der Gesellschaft, für die wir als international aufgestelltes Unternehmen unseren Beitrag leisten und die wir aktiv mitgestalten wollen. Ebenso motivieren wir unsere Mitarbeiter, sich gesellschaftlich zu engagieren. Im Rahmen unserer zweimal jährlich stattfindenden Erfindertage in Waldenburg bieten wir beispielsweise Kindern und Jugendlichen auf spielerische Art und Weise einen ersten Einblick in den Bereich Technik und Naturwissenschaften. Ein weiteres Beispiel stellt die über viele Jahre erfolgreich durchgeführte soziale Projektwoche unserer Auszubildenden dar. Im Jahr 2016 waren über 20 Auszubildende in sechs Institutionen, zum Beispiel einem Altenpflegeheim und einem Standort der Beschützenden Werkstätte e. V. aktiv. Über diese soziale Projektwoche ist das Projekt „Berufliche Integration mit behinderten Jugendlichen“ entstanden. Dabei wurden in der Ausbildungswerkstatt von R. STAHL behinderte Jugendliche von Auszubildenden dabei unterstützt, eine Wasserspielstation für eine Kinder-Tageseinrichtung zu erarbeiten.

Doch nicht nur in unserem Heimatmarkt stehen wir Kindern auf ihrem Lebensweg bei: Wir haben einen gemeinnützigen Verein gegründet, der sich in einem ersten Projekt für ein Kinderheim in Indien einsetzt. Unser Ziel ist es, die Lebensbedingungen der etwa 25 dort lebenden Kinder zwischen zwei und 17 Jahren nachhaltig zu verbessern und einen Beitrag zu Lebensunterhalt und Erziehung zu leisten. Wir möchten den Jugendlichen Zukunftschancen aufzeigen bis hin zur Möglichkeit eines Praktikums bzw. einer Anstellung bei der nur 30 km entfernten R. STAHL (P) Limited.

Erklärung zur Unternehmensführung

Seit dem Geschäftsjahr 2009 sind alle deutschen Aktiengesellschaften nach § 289a HGB verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben. Unsere Entsprechenserklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.stahl.de unter der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance öffentlich zugänglich.

Ergänzende Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

Kapitalverhältnisse

Am 31. Dezember 2016 belief sich das gezeichnete Kapital der R. STAHL AG auf EUR 16.500.000,00. Es setzte sich aus 6.440.000 auf den Namen lautende Stückaktien zusammen. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von EUR 2,56 am Gesellschaftskapital.

Mitglieder der Familien Stahl und Zaiser haben wesentliche Teile des stimmberechtigten Kapitals in einem Konsortialvertrag gepoolt, durch den sie sich verpflichten, ihre Stimmen entsprechend den Beschlüssen des Konsortiums auszuüben bzw. ausüben zu lassen. Mit der Meldung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG vom 10. Juli 2006 haben die Konsorten mitgeteilt, dass sie mehr als 25 % der Stimmrechte an der R. STAHL AG halten. Die Gesamtzahl der Stimmrechte, die dem einzelnen Konsorten nach den §§ 21, 22 WpHG zuzurechnen sind, beträgt nach dieser Meldung individuell zwischen 36,02 % und 38,35 % der stimmberechtigten Aktien. Die Gesamtzahl der Stimmrechte, die dem Konsortium zuzurechnen sind, kann sich seitdem verändert haben, ohne dass sich eine erneute Meldepflicht nach WpHG ergeben hat.

Mit der Meldung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG vom 20. August 2015 hat die RAG-Stiftung Beteiligungsgesellschaft mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten hat.

Aktionärsrechte und -pflichten

Dem Aktionär stehen Vermögens- und Verwaltungsrechte zu.

Zu den Vermögensrechten gehören nach § 58 Abs. 4 AktG das Recht auf Teilhabe am Gewinn und nach § 271 AktG am Liquidationserlös sowie nach § 186 AktG das Bezugsrecht auf Aktien bei Kapitalerhöhung.

Zu den Verwaltungsrechten gehören das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen, und das Recht, auf dieser zu reden, Fragen und Anträge zu stellen sowie die Stimmrechte auszuüben.

Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die Mitglieder des Aufsichtsrats der Kapitalseite und den Abschlussprüfer; sie entscheidet über die Entlastung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, über Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen, über Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien sowie gegebenenfalls über die Durchführung von Sonderprüfungen, über vorzeitige Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrats und über eine Auflösung der Gesellschaft.

Besetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen, von denen sechs von der Hauptversammlung und drei nach dem Drittelbeteiligungsgesetz zu wählen sind. Die Beschlüsse des Aufsichtsrats werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit nicht gesetzlich zwingend andere Mehrheiten vorgeschrieben sind. Ergibt eine Abstimmung Stimmengleichheit, so findet eine neue Aussprache nur statt, wenn die Mehrheit des Aufsichtsrats dies beschließt. Anderenfalls muss unverzüglich neu abgestimmt werden. Bei dieser erneuten Abstimmung über denselben Gegenstand hat nach § 12 Abs. 6 der Satzung der Vorsitzende des Aufsichtsrats, wenn auch sie Stimmengleichheit ergibt, zwei Stimmen.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig.

Ergänzend bestimmt die Satzung in § 6, dass der Vorstand aus einer oder mehreren Personen besteht. Über die Zahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung und den Widerruf der Bestellung sowie die Anstellungsverträge mit ihnen entscheidet der Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen sowie stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen.

Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Im Berichtszeitraum lagen weder eine Ermächtigung zur Schaffung eines genehmigten Kapitals noch zum Erwerb eigener Aktien vor.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Die R. STAHL AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Auch wurden den Mitgliedern des Vorstands und Arbeitnehmern keine Entschädigungen im Falle eines Übernahmeangebots zugestanden.

Vergütungssystematik für Aufsichtsrat und Vorstand

Die Grundzüge des Vergütungssystems für Aufsichtsrat und Vorstand sind im Konzernanhang unter dem Punkt „Verwaltungsorgane der R. STAHL AG“ angegeben, sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts.

Nachtragsbericht

Ereignisse, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns beeinflussen oder beeinflussen könnten, sind zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und dem Aufstellungszeitraum nicht eingetreten.

Risikobericht

Risikomanagement-System

Das in die Aufbau- und Ablauforganisation des R. STAHL Konzerns eingebettete Risikomanagement-System ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen für alle Gesellschaften und Zentralfunktionen.

Es umfasst die Gesamtheit der installierten IT-Systeme, Prozesse, Abläufe, Anweisungen und Verhaltensregeln, die in allen unseren Gesellschaften weltweit als gültige Standards implementiert sind, und unterliegt einem laufenden Verbesserungs- und Weiterentwicklungsprozess. Zu seinen Bestandteilen zählen insbesondere die konzernweite Risikoberichterstattung auf Basis des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG), ein einheitlicher Planungs- und Controlling-Prozess sowie das interne Überwachungssystem, bestehend aus dem internen Kontrollsystem mit konzerneinheitlichen Richtlinien und der internen Revision. Darüber hinaus ergänzt ein Compliance-Management-System das Risikomanagement-System. Die Gesamtheit der implementierten Systeme ermöglicht es der Konzernleitung, frühzeitig Risiken zu erkennen, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Das Risikomanagement-System wird auch hinsichtlich seiner Effektivität und Effizienz kontinuierlich kontrolliert und weiterentwickelt sowie entsprechend den gesetzlichen Anforderungen durch den Abschlussprüfer geprüft.

Darüber hinaus werden nicht vorhersehbare Ereignisse analysiert, die Einfluss auf die Märkte, Prozesse, Systeme sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Dies können zum Beispiel Konflikte in kritischen Weltregionen, der Ausfall von Produktionsanlagen oder gezielte Angriffe auf die Computernetzwerke, sogenannte „Cyberattacken“ sein. Ihre möglichen Auswirkungen auf den R. STAHL Konzern werden ermittelt und daraus gegebenenfalls Maßnahmenpläne abgeleitet. Die daraus erhaltenen Ergebnisse werden dem Aufsichtsrat vorgestellt und mit ihm diskutiert - sie ermöglichen beim tatsächlichen Eintreten derartiger Ereignisse schnelle und schlagkräftige Reaktionen.

Risikoberichterstattung/Frühwarnsystem

Die bestehende Risikoberichterstattung basiert auf einem Risikokatalog, der in acht Risikobereiche unterteilt ist: Makroumwelt/Länderrisiken, Markt/Wettbewerb, Strategie, unterstützende Prozesse/IT, Leistungswirtschaft, Personal, Finanzwirtschaft und Compliance.

Die Risikoverantwortlichen („risk owner“) in den Tochtergesellschaften und die Bereichsleiter der Zentralabteilungen sind in dieses Frühwarnsystem eingebunden und melden quartalsweise die Risiken. Die so erhobenen Informationen werden in einer zentralen Datenbank erfasst und verarbeitet. Unser Risikomanagement-Beauftragter erstellt daraus für jede Gesellschaft einen Risikobericht, der neben der Beschreibung des Risikos auch den potenziellen Risikowert, dessen Eintrittswahrscheinlichkeit sowie den Maßnahmenplan zur Vermeidung beziehungsweise Reduzierung des Risikos beinhaltet.

Die Risikoeinschätzung erfolgt für einen einjährigen Planungszeitraum. Die Berichterstattung im Lagebericht bezieht sich ebenfalls auf ein Jahr.

Risikobewertung

Im Rahmen der Risikoberichterstattung werden sowohl ein Brutto- als auch ein Nettorisiko von den jeweiligen Berichtseinheiten angegeben. Das Bruttorisiko beschreibt das maximale Verlustpotenzial ohne Berücksichtigung von Sicherungs- und Risikominderungsmaßnahmen. Nach Gegensteuerungsmaßnahmen ergibt sich das residuale Risiko in Form des Nettorisikos.

Um zu ermitteln, welche Risiken einen bestandsgefährdenden Charakter aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrem Schadensausmaß klassifiziert. Die Skalen zur Messung dieser beiden Indikatoren auf Bereichs- wie auch Einzelgesellschaftsebene sind in den nachfolgenden Tabellen dargestellt.

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Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
0 bis 10% sehr unwahrscheinlich
11 bis 20% unwahrscheinlich
21 bis 50% möglich
51 bis 90% wahrscheinlich
91 bis 100% sehr wahrscheinlich

Gemäß dieser Einteilung wird ein sehr unwahrscheinliches Risiko als ein Ereignis definiert, das nur unter außergewöhnlichen Umständen eintritt. Ein sehr wahrscheinliches Risiko ist ein Ereignis, mit dessen Eintritt innerhalb eines bestimmten Zeitraums fast sicher zu rechnen ist.

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Schadensausmaß Definition der Auswirkungen
Unbedeutend unbedeutende negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und Cashflows
Gering geringe negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und Cashflows
Mittel einige negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und Cashflows
Hoch erhebliche/bedeutende negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und Cashflows

Gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen bezogen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Cashflows werden die Risiken aggregiert auf Konzernebene als „hoch“, „mittel“ oder „gering“ klassifiziert. Dieser Klassifizierung liegen nachfolgende Wertintervalle zugrunde:

Gering < EUR 1,5 Mio.

Mittel EUR 1,5 Mio. - EUR 5,0 Mio.

Hoch > EUR 5,0 Mio.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Einstufung bezogen auf die einzelnen Risikobereiche.

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Risikobereich Eintrittswahrscheinlichkeit Schadensausmaß
(netto)
Makroumwelt/Länderrisiken hoch hoch
Markt/Wettbewerb mittel mittel
Unterstützende Prozesse mittel mittel
Strategie gering mittel
Leistungswirtschaft gering mittel
Personal gering gering
Finanzwirtschaft mittel mittel
Compliance gering mittel

Bedeutende und insbesondere bestandsgefährdende Risiken werden umgehend dem Vorstand beziehungsweise der Konzernleitung mitgeteilt. Die Berichtseinheiten sind verpflichtet, den Vorstand über zeitkritische oder wesentliche Risiken unverzüglich in Kenntnis zu setzen. Die quartalsweise Auswertung aller Risiken dient der Unternehmensleitung als Grundlage, um frühzeitig auf kritische Situationen reagieren und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Regelmäßig wird eine Zusammenfassung aller Risiken der Konzerngesellschaften erstellt, in der alle gemeldeten und bewerteten Risiken aggregiert werden, um das Gesamtrisikofür den Konzern ermitteln zu können.

Planungs- und Controlling-Prozess

Die Mitarbeiter im Beteiligungscontrolling sind die betriebswirtschaftlichen Ansprechpartner für unsere weltweit operierenden Tochtergesellschaften. Sie unterstützen die Verantwortlichen in den Tochtergesellschaften bei Fragen bezüglich Rechnungslegung, der Erhebung betriebswirtschaftlicher Daten und ihrer Auswertungen. Das Beteiligungscontrolling stellt diverse IT-Systeme zur Erfassung und Auswertung betriebswirtschaftlicher Daten zur Verfügung. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Cashflows der Gesellschaften werden im Rahmen einer monatlichen Berichterstattung analysiert, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den Soll-Ist-Vergleichen liegt. Monatlich wird hierzu im Bereich Controlling eine Forecast-Betrachtung erstellt. Darüber hinaus wird im Rahmen regelmäßig stattfindender Telefonkonferenzen mit den Tochtergesellschaften die aktuelle Geschäftsentwicklung analysiert.

Internes Kontrollsystem

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagement-Systems ist das interne Kontrollsystem, das im R. STAHL Konzern die folgenden, vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen beinhaltet, die auf

die Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit,

die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Berichterstattung sowie

die Einhaltung der konzernweiten Richtlinien und Standards sowie der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften (Compliance)

gerichtet sind.

Das interne Kontrollsystem für den Rechnungslegungsprozess beinhaltet alle Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die notwendig sind, um die Effektivität, Zuverlässigkeit und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung des Konzernabschlusses und der Abschlüsse der Tochtergesellschaften zu garantieren. Es gewährleistet neben der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften die Sicherung des Unternehmensvermögens.

Wesentliche Instrumentarien zur Sicherstellung des Rechnungslegungsprozesses sind:

die konzernweit gültigen Standards für den Finanz- und Verwaltungsbereich,

die Konzern-IFRS-Bilanzierungsrichtlinie,

die eindeutige Aufgabentrennung und Zuordnung von Verantwortlichkeiten,

die Nutzung einheitlicher ERP-Systeme und Standardsoftware,

detaillierte Berechtigungskonzepte.

Diese Maßnahmen und Prozesse unterliegen der ständigen Überprüfung durch die verantwortlichen Mitarbeiter der Konzerngesellschaften sowie der Konzernrevision.

Interne Revision

Die interne Revision erbringt unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, Mehrwert zu schaffen und die Geschäftsprozesse zu verbessern. Sie dient den Zielen der Organisation, indem sie mit einem systematischen und zielgerichteten Ansatz die Effektivität und Effizienz der internen Führungs- und Überwachungsprozesse bewertet und dabei hilft, diese ständig weiter zu verbessern. Eine weitere Aufgabe ist die Verbesserung der Corporate Governance, die zum Ziel hat, den Wert des Unternehmens nachhaltig zu steigern und das Vertrauen der Stakeholder (Anleger, Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Öffentlichkeit) in dessen Leitung und Überwachung zu fördern. Die Abteilung berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden der R. STAHL AG. Prüfungen erfolgen auf Basis eines jährlichen risikoorientierten Prüfungsplans.

Compliance-Management-System, Code of Conduct (CoC)

Zur Vermeidung von Verstößen gegen Antikorruptions-, Kartell- oder auch Datenschutzgesetze und um wirtschaftskriminelle Handlungen zu verhindern, haben wir ein Compliance-Management-System installiert. Unsere Compliance-Organisation ist direkt dem Vorstand zugeordnet, und der Compliance-Beauftragte ist in die Geschäftsprozesse sowie in das Berichts- und Kontrollwesen eingebunden. Compliance ist Bestandteil unserer Unternehmenskultur und im täglichen Handeln selbstverständlich.

Risikosituation im Konzern

Makroumwelt/Länderrisiken

Bedingt durch die internationale Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten können sich Risiken aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Instabilität in einzelnen Regionen oder Ländern ergeben. Dank unserer internationalen Diversifikation können wir auf regionale Marktentwicklungen flexibel und vor Ort reagieren. Vor dem Hintergrund der herausfordernden Rahmenbedingungen achten wir zudem immer auf unsere Kostenstrukturen, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der R. STAHL Gruppe zu sichern.

Das wesentliche Risiko für das Jahr 2017 besteht in einer weiterhin gedämpften Entwicklung des Ölpreises: Diese Entwicklung zwingt die Ölförderer mit hohen Förderkosten zu anhaltender strikter Kostendisziplin und senkt deren Investitionsbereitschaft. Wir gehen für das Jahr 2017 von einer nach wie vor unkalkulierbaren Entwicklung des Ölpreises aus.

Auch das geopolitische Umfeld bleibt nach unserer Einschätzung unvorhersehbar. Vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine zum Beispiel verlängerte die Europäische Union ihre Sanktionen gegen Russland. Die Embargobestimmungen schränken unser Geschäft unmittelbar ein, weil sie sich explizit auf Ausrüstungsgegenstände für den Öl- und Gassektor erstrecken: Es gilt ein direktes und indirektes Verbot des Exports, des Verkaufs und der Lieferung dieser Güter nach Russland oder zur Verwendung in Russland, wenn die begründete Annahme besteht, dass die Güter in der Exploration oder Förderung von Tiefsee-Öl, arktischem Öl oder Schieferöl verwendet werden. R. STAHL hat im Jahr 2016 eine Beteiligung an der russischen Firma ZAVOD Goreltex mit der Absicht erworben, einerseits substituierendes Geschäft und andererseits Präsenz aufzubauen, um für die Zeit nach Beendigung des Embargos noch besser positioniert zu sein.

Unabsehbar ist auch, ob und zu welchem Ausmaß die neue US-amerikanische Regierung eine verstärkte Nationalisierung der eigenen Wirtschaftspolitik vornehmen wird. Deutliche Äußerungen in diese Richtung gab es während des Präsidentschaftswahlkampfs. Da unser Geschäft in hohem Maße von der Entscheidungssicherheit der Energie- und Chemiekonzerne abhängt, die bei solchen unkalkulierbaren Rahmenbedingungen Investitionsentscheidungen aufschieben, können diese Situationen unser Geschäftsvolumen in einzelnen Jahren erheblich beeinflussen.

Schließlich birgt die internationale Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten in unterschiedlichen Jurisdiktionen auch ein Rechtsrisiko. Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sind die R. STAHL AG sowie ihre Tochtergesellschaften in wenigen anhängigen Gerichtsverfahren als Beklagte beziehungsweise Antragsgegner involviert. Hier können negative Entscheidungen zu Lasten der jeweils betroffenen Gesellschaft im Einzelfall nicht ausgeschlossen werden. Die Gesellschaften von R. STAHL verteidigen sich in diesen Verfahren in der tatsächlich und rechtlich gebotenen Weise. Eine sichere Prognose des Ergebnisses solcher Verfahren ist nicht möglich. Jedoch erwarten wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Markt/Wettbewerb

R. STAHL ist mit attraktiven Produkten und Lösungen in dynamischen Märkten aktiv. Dabei hängt unser Geschäft stark vom Investitionsklima in unseren Kundenbranchen ab. Um dem zunehmenden Wettbewerbsdruck auch durch neue Anbieter im Komponentengeschäft zu begegnen, festigen wir unsere Marktposition durch den kontinuierlichen Ausbau unserer Technologieführerschaft, durch die horizontale und regionale Diversifikation wie auch die Entwicklung von Produkten, die aufgrund von Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen bei unseren Kunden geschätzt werden. Doch auch im Systemgeschäft, in dem die Markteintrittsbarrieren zwar höher sind und damit das Konkurrenzrisikogeringer ist, ist das Auftreten neuer Wettbewerber nicht generell auszuschließen. Daneben können sich bestehende Wettbewerber durch Allianzen oder andere Maßnahmen Marktvorteile verschaffen. Den Herausforderungen des Marktes begegnen wir mit unserem exzellenten Know-how und unserer langjährigen Erfahrung. Daneben erhöhen zahlreiche Energiekonzerne den Preisdruck auf ihre Lieferanten, um hierdurch Kosten einsparen und so die Folgen des aktuell niedrigen Ölpreises zumindest teilweise abfedern zu können. Diese verschärfte Preispolitik stellt ein Risiko für unser Geschäft vor allem mit Blick auf das Erreichen unserer angestrebten Ergebnismarge dar.

Die internationale Aufstellung von R. STAHL birgt ferner das Risiko, dass Kunden regionale Anbieter bevorzugen, weil sie zum einen deren Produkte besser kennen, ein höheres Vertrauen in deren Produkteigenschaften haben oder aus politischen Gründen hierzu angehalten sind. Da R. STAHL als Teil der aktuellen Geschäftsstrategie auch eine Verbreiterung der Kundenbasis anstrebt, ist der Aufbau von Bekanntheit und Reputation entscheidend. Dazu beschäftigt R. STAHL eine angemessene Anzahl an hochqualifizierten Vertriebsexperten, ist international auf Messen vertreten und bietet überdies eigene Seminare an, um Kunden im Umgang mit den Produkten zu schulen.

Strategische Risiken

Bei der Erschließung neuer Märkte und Branchen sowie beim Ausbau bestehender Vertriebsgebiete - auch durch Akquisitionen - können sich neue Risiken ergeben, die im Vorfeld nicht vollständig einschätzbar sind. Wir analysieren das Risikopotenzial einzelner Märkte und Branchen in den unterschiedlichsten Regionen und berücksichtigen dieses bei der Risikobeurteilung. Die Risiken im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des Unternehmens behandeln wir mit der entsprechenden Sorgfalt.

Darüber hinaus bestehen Beschaffungsrisiken. So können die Einkaufspreise je nach Marktsituation Schwankungen unterliegen und unsere Kostenstrukturen beeinflussen. Wir beugen dem Risiko durch internationale Beschaffung und konsequentes Kostenmanagement vor. Wir sehen derzeit keine Engpässe in der Materialverfügbarkeit, weshalb wir das Risiko der Rohstoffknappheit als gering einstufen. Aufgrund von Investitionszurückhaltungen in Verbindung mit dem derzeit wenig einträglichen Ölpreis kann es zu rückläufiger Nachfrage auch bei unseren Lieferanten kommen, wodurch sich deren Insolvenzrisiko prinzipiell erhöht. Wir minimieren dieses Risiko durch aktives Monitoring von Finanzdaten der wichtigsten Zulieferer sowie durch die Beobachtung von Preisverhalten und Lieferleistung. Ferner verringern wir durch Second-Source-Freigaben die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten.

Als nach wie vor eher gering stufen wir das Risikovon Produkt- und Markenpiraterie ein. Ständige Verbesserungen unserer Kernprodukte und Produktionstechnologien, unser Spezialwissen sowie unsere Erfahrung verringern das Risiko, dass R. STAHL Produkte in vergleichbarer Qualität kopiert werden. Im Bereich Explosionsschutz zählen Qualität und Zertifizierungssicherheit zu den wesentlichen Kaufkriterien.

Risiken aus unterstützenden Prozessen/IT

Im Bereich Explosionsschutz geht es in erster Linie um die Sicherheit von Menschen, Maschinen und der Umwelt. Deshalb hat die Qualität unserer Produkte oberste Priorität. Produktfehler führen hierbei zwar nicht zwangsläufig zu lebensgefährlichen Situationen, sie können jedoch den Ruf des Unternehmens in hohem Maße schädigen. Eine zentrale Rolle hinsichtlich der Risikominimierung im Bereich unserer Produktqualität spielt daher ein konsequentes Qualitätsmanagement mit beständigem Verbesserungsprozess. Die vollständige Qualitätskontrolle jeder gefertigten Komponente und jeder Systemlösung ist für die meisten unserer Produkte daher unerlässlich. Zudem unterliegen auch zugelieferte Bestandteile sowie deren Lieferanten strengen Qualitätsanforderungen und müssen sich detaillierten Kontrollen unterziehen. Zwar verursachen diese sehr sorgfältigen Kontrollen und Qualitätsprüfungen zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand, andererseits verschaffen uns diese hohen Qualitätsstandards und unser Know-how im Explosionsschutz Wettbewerbsvorteile und wirken sich positiv auf Absatz und Image unserer Produkte aus.

Im Zuge des wachsenden Konkurrenzdrucks in allen Branchen der Elektronikindustrie gewinnen Lieferzeit und Liefertreue fortwährend an Bedeutung für die Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Zu lange Lieferzeiten oder nicht eingehaltene Liefertermine stellen prinzipiell Risiken für die Kundenbindung und damit für die weitere Geschäftsentwicklung dar. Neben verschiedenen Maßnahmen zur Optimierung unserer Logistik- und Fertigungsprozesse in den vergangenen Jahren hat R. STAHL in den Jahren 2015 und 2016 an der weiteren Verbesserung der Liefertreue gearbeitet. Im Jahr 2016 lag außerdem ein Schwerpunkt darauf, unsere gesamte Lieferkette effizienter zu gestalten, wodurch wir unsere angehobenen Ziele bei den Lieferzeiten und der Liefertreue erreichen konnten.

Im internationalen Handel wie auch in industriellen Produktionen nimmt die Digitalisierung der Prozesse stetig zu. Damit einhergehend wächst jedoch auch das Risiko, Attacken aus dem Bereich der Cyberkriminalität ausgesetzt zu sein. Wie bereits in den Vorjahren arbeiten wir weiterhin intensiv an der Verbesserung der IT-Sicherheit, um das Risiko von externen, aber auch internen Bedrohungen zu minimieren. Zu den entsprechenden Maßnahmen gehören unter anderem die Verkürzung von Restore-Zeiten, um im Falle eines Angriffs schnell wieder einsatzfähig zu sein, die Überarbeitung des Rollenkonzepts in unserer ERP-Software sowie die Überarbeitung administrativer Berechtigungen nach dem „need-to-know“-Prinzip. Ebenso haben wir den IT-Servicekatalog mit dem Schwerpunkt „Business Continuity“ weiter verfeinert. Externe Auditoren haben uns wiederholt einen hohen Sicherheitsstandard attestiert.

Neben der Datensicherheit hat Datenschutz bei R. STAHL einen hohen Stellenwert. Diesbezügliche Schulungen unserer Mitarbeiter führen wir bei Einstellung sowie anlassbezogen bei Änderung regulatorischer Vorgaben international durch. Ab 2017 werden wir entsprechende Schulungen in einem jährlichen Zyklus sowie zusätzlich anlassbezogen durchführen. Personenbezogene Daten aus der EU werden ausschließlich auf Servern in der EU gespeichert. Verstöße gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sind bisher nicht aufgetreten.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Neben unserem Standort in Waldenburg haben wir im Laufe der vergangenen Jahre weitere internationale Produktionsstandorte aufgebaut. Mit dieser Vorgehensweise stellt sich R. STAHL der wachsenden Anforderung internationaler Kunden an die Verfügbarkeit von Ansprechpartnern vor Ort und entsprechend verkürzte Lieferzeiten. Überdies handelt es sich bei unseren weltweiten Produktionsstandorten um Einheiten mit jeweils unterschiedlichen Produktschwerpunkten. Um die regionale Nachfrage ausreichend bedienen zu können, wurden Produktionskapazitäten teilweise erheblich gesteigert. Während bisher der Großteil unserer Aufträge am Hauptsitz in Waldenburg abgewickelt wurde, können Kunden inzwischen vermehrt von unseren internationalen Produktionsstandorten aus bedient und entsprechende regionale Gegebenheiten und technische Besonderheiten noch besser berücksichtigt werden. Zwar geht mit dieser teilweisen Dezentralisierung unserer Produktion ein erhöhtes Risiko schwankender Auslastung am Stammsitz in Waldenburg einher, doch erwarten wir, dass uns diese internationale Aufstellung mittelfristig stärkeres Wachstum ermöglicht und damit in Summe unser Geschäft positiv beeinflussen wird. Um dem Risiko geringer Kapazitätsauslastungen - und daraus entstehendem Margendruck - zu begegnen, setzt R. STAHL darüber hinaus auf schlanke und flexible Produktionsprozesse.

Personalrisiken

Das Expertenwissen unserer Mitarbeiter ist ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil für R. STAHL. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels in Deutschland besteht das Risiko, das notwendige Fachpersonal nicht immer auf dem Arbeitsmarkt anzutreffen. Deshalb bietet R. STAHL die Ausbildung in elf unterschiedlichen Berufen an, die das Unternehmen unter anderem durch das Angebot von Schulungen und der Möglichkeit von Auslandaufenthalten ergänzt. Außerdem unterstützt R. STAHL aussichtsreiche Studenten durch Stipendien, Praktika und interessante Themen für Abschlussarbeiten.

Auch auf dem internationalen Arbeitsmarkt können sich Risiken durch eventuelle Fluktuationen von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen ergeben. Das Risiko wird gemindert durch eine systematische Nachfolgeplanung und leistungsgerechte Vergütungsmodelle.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Unser Geschäft unterliegt generell Währungs-, Zinsänderungs-, Kredit-, und Liquiditätsrisiken. Diesen begegnet R. STAHL mit marktüblichen Finanzinstrumenten.

Den Währungsrisiken, die sich aus der unvorhersehbaren Änderung von Wechselkursen wichtiger Währungen ergeben können, begegnen wir mit einer Reihe von Maßnahmen. Von langfristiger, strategischer Natur sind hierbei vor allem der gezielte Aufbau von Produktionskapazitäten in den für uns wichtigen Währungsräumen wie beispielsweise den USA. Nachteilige währungsgetriebene Veränderungen bei der Umsatzentwicklung werden so durch entsprechende Vorteile bei den Kosten gedämpft („natural hedge“), was zu verringerter Währungsanfälligkeit der Ergebnisentwicklung führt. Darüber hinaus sichern wir opportunistisch die vorhandenen und geplanten Fremdwährungsvolumen durch Devisentermingeschäfte ab. Da Wechselkursentwicklungen aufgrund der Vielzahl der sie beeinflussenden Faktoren in der Regel durch hohe Volatilität gekennzeichnet sind, ist eine sichere Währungsprognose generell schwierig. Insbesondere die Entwicklung des US-Dollar, der den Großteil unseres Fremdwährungsvolumens einnimmt und darüber hinaus auch die Entwicklung anderer Währungen beeinflusst, ist für uns ausschlaggebend.

Zur Finanzierung unserer geschäftlichen Aktivitäten nehmen wir grundsätzlich fristenkongruent Fremdkapital auf. Die Finanzierung unserer Immobilien erfolgt regelmäßig zu Festzinssätzen. Negative Auswirkungen aus variierenden Zinssätzen können Risiken darstellen, die wir bei Bedarf ebenfalls über derivative Finanzinstrumente absichern. Zinszahlungen für ein bestehendes Darlehen sind durch ein Zinsderivat gesichert. Der Einsatz der Sicherungsinstrumente erfolgt ausschließlich zur Absicherung der Risiken, die sich aus Schwankungen des allgemeinen Marktzinsniveaus bei der bestehenden Fremdkapitalaufnahme ergeben.

Grundsätzlich sind die Laufzeiten der Währungs- und Zinssicherungsgeschäfte an den Grundgeschäften ausgerichtet. Der Handlungsrahmen, die Verantwortlichen, die finanzwirtschaftliche Berichterstattung sowie die Kontrollmechanismen für Finanzinstrumente sind konzerneinheitlich festgelegt.

Im September 2015 hat die R. STAHL AG einen Konsortialkreditvertrag zur Finanzierung des Konzerns abgeschlossen. Der Vertrag sieht eine Barlinie von EUR 80 Mio. und eine Avallinie von EUR 15 Mio. sowie eine Erweiterungsoption von EUR 25 Mio. vor. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre. Der Konsortialkreditvertrag enthält marktübliche Vereinbarungen zur Einhaltung der Finanzierungsstärke (Financial Covenants), die bei Verletzung zu einer vorzeitigen Fälligkeit führen würden. Risiken, die sich aus Verstößen gegen Financial Covenants ergeben könnten, sind derzeit nicht zu erkennen. Aufgrund unserer Finanzierungsstruktur ist das Liquiditätsrisiko gering.

Dem Risiko der Zahlungsunfähigkeit einzelner Kunden begegnen wir mit gezieltem Monitoring. Im Bedarfsfall nehmen wir Wertberichtigungen vor. In diesem Zusammenhang werden die Bonität und das Zahlungsverhalten unserer Kunden regelmäßig überwacht.

Für das Cash-Management, die Liquiditätsplanung und das Währungsmanagement setzt R. STAHL ein Treasury-Management-System ein. Eine detaillierte Beschreibung der zum Bilanzstichtag gehaltenen Sicherungsinstrumente sowie weitere Angaben zu den Währungs-, Zins-, Kredit- und Liquiditätsrisiken sind im Konzernanhang unter den Punkten „Derivative Finanzinstrumente“ und „Management von Finanzrisiken“ zu finden.

Compliance-Risiken

Als in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft unterliegt die R. STAHL AG den deutschen Rechtsvorschriften zur Unternehmensführung sowie den Anforderungen weiterer Rechtssysteme. Das regulatorische Umfeld hat sich in den letzten Jahren signifikant verschärft, insbesondere durch die striktere Anwendung bestehender Gesetzen sowie die Erweiterung und Verschärfung von Straftatbeständen. Beispielhaft sind hier die Antikorruptionsgesetze in Deutschland, in den USA („Foreign Corrupt Practices Act“) und in Großbritannien („Bribery Act“) zu nennen. Alle diese Regelungen sind sehr komplex. Jede Nichteinhaltung der einschlägigen Gesetze und Vorschriften oder jede gegen unser Unternehmen vorgebrachte Beschuldigung eines Gesetzesverstoßes, ob gerechtfertigt oder nicht, könnte sich in erheblichem Maße negativ auf das Ansehen und damit auch auf den Börsenkurs und die Geschäftstätigkeit von R. STAHL auswirken.

Eine exakte Bewertung dieser Risiken ist aufgrund der Vielzahl von relevanten gesetzlichen und rechtlichen Anforderungen sowie der ebenso großen Anzahl möglicher Verstöße schwierig. Wir prüfen laufend neue gesetzliche Anforderungen sowie neue Entwicklungen im Compliance-Umfeld, die in unserer Branche oder in der Wirtschaft allgemein auftreten. Im internationalen Kontext unterstützen uns teils spezialisierte Kanzleien vor Ort, teils lokale Kooperationspartner renommierter deutscher Kanzleien. Auf Basis dieser Informationen und anderer verfügbarer Quellen bringen wir unsere Compliance-Regeln kontinuierlich auf den neuesten Stand. Um möglichst effektiv dafür zu sorgen, dass unsere Mitarbeiter unsere Verhaltensrichtlinie („Code of Conduct“) kennen und sie einhalten, weisen wir unsere Führungskräfte einmal jährlich auf unsere Antikorruptionsrichtlinien hin wie auch auf deren Pflicht, ihre Mitarbeiter darin zu schulen. Der Konzern-Compliance-Beauftragte koordiniert alle Maßnahmen in diesem Bereich.

Trotz der bestehenden Compliance-Regeln und vorhandener interner Kontrollsysteme kann nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Personen unsere Kontrollmechanismen vorsätzlich umgehen, um sich persönlich einen Vorteil zu verschaffen. Obwohl wir den Eintritt dieses Risikos als unwahrscheinlich einschätzen, wären damit negative Auswirkungen auf das Ansehen unseres Unternehmens, unsere Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verbunden.

Gesamtaussage zur Risikosituation

Vorstand und Aufsichtsrat von R. STAHL halten das Risikomanagement-System für geeignet, die vorhandenen Risiken zu erkennen, zu quantifizieren und zu analysieren, um sie adäquat zu steuern. Unser Abschlussprüfer hat das Risikomanagement-System im Rahmen der Jahresabschlussprüfung ohne Beanstandungen gemäß Aktiengesetz geprüft. Die Prüfung ergab, dass es seine Aufgaben erfüllt und in vollem Umfang den aktienrechtlichen Anforderungen genügt. Nach sorgfältiger Erwägung der Gesamtrisikolage sind die Verantwortlichen zu dem Ergebnis gekommen, dass zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses 2016 keine den Fortbestand gefährdenden Risiken bestehen. Dies gilt sowohl für die einzelnen Berichtseinheiten als auch für den Gesamtkonzern.

Chancen- und Prognosebericht

Chancen

Chancen zu identifizieren und wahrzunehmen ist bei R. STAHL die Aufgabe des operativen Managements. Wir beobachten die Marktentwicklung kontinuierlich, analysieren die Trends in unseren Absatzbranchen und identifizieren im Dialog mit Kunden, Lieferanten sowie Partnern neue Anforderungen. Gemeinsam mit dem Vorstand werden die Chancen sowie deren Potenziale diskutiert und darauf basierend Strategien für die zukünftige Ausrichtung der R.STAHL-Gruppe abgeleitet. Darauf aufbauend wird für jede der identifizierten Chancen in Abhängigkeit von deren zu erwartender Komplexität ein Budget festgelegt und die nötigen Kapazitäten zugewiesen. Die Chancen werden getrennt vom Risikomanagementprozess erhoben und auch nicht gemeinsam mit diesem berichtet.

Langfristige Chancen

Langfristig bedeutet der stetig wachsende Energiebedarf der Menschheit eine Wachstumschance für R. STAHL. Neben der voranschreitenden industriellen Entwicklung insbesondere in den Schwellenländern sorgt vor allem die Verbesserung der Lebensbedingungen in den Entwicklungsländern für eine kontinuierlich steigende Energienachfrage. Da Kohle als Energieträger auf immer mehr gesellschaftliche Ablehnung stößt, wird die Energieversorgung zunehmend durch moderne Erdgaskraftwerke oder Erdölverbrennung sichergestellt. Auch den gesellschaftspolitisch geforderten Ausbau der erneuerbaren Energien betrachten wir als Chance. Um eine stabile Energieversorgung sicherzustellen, müssen effiziente Speichermöglichkeiten geschaffen werden. Eine der langfristig aussichtsreichsten Möglichkeiten ist derzeit die Umwandlung von Wind- und Solarenergie in Wasserstoff, Methan oder Methanol. Da alle bekannten Trägerstoffe explosionsfähig sind, ergibt sich auch hier ein entsprechender Explosionsschutzbedarf.

Den Erdgas-Marktpreis bestimmen zu etwa 80 % die Transportkosten, der sogenannte Midstream. Der herkömmliche Transport über Pipelines schafft eine hohe Abhängigkeit der Kunden vom Lieferanten, was beispielsweise auch im Rahmen der seit Jahren bereits andauernden außenpolitischen Krise in der Ukraine bei einigen Betreibern Probleme verursachte. Aufgrund dieser Entwicklung steigt die Nachfrage nach Transportschiffen, sogenannten LNG-Tankern. R. STAHL bietet den Betreibern dieser Schiffe ein breites Spektrum explosionsgeschützter Ausrüstung und profitiert von dem zunehmenden Bedarf.

Aus der fortschreitenden Expansion der Weltbevölkerung ergibt sich ein Anstieg des Nahrungsmittelbedarfs, der zu einer erhöhten Nachfrage nach Lösungen für den Staubexplosionsschutz in der Nahrungsmittelindustrie führt. Auch im steigenden Bedarf an medizinischer Betreuung und der dadurch zunehmenden Nachfrage nach Pharmazeutika sehen wir Chancen - in der westlichen Welt vor allem aufgrund der Alterung der Gesellschaft sowie des gesteigerten Gesundheitsbewusstseins. In den Schwellenländern nimmt mit dem Anteil der Mittelschicht auch der Wunsch nach einem gehobenen Lebensstil zu, womit sich der chemischen und pharmazeutischen Branche langfristige Wachstumspotenziale eröffnen.

Der politische und gesellschaftliche Wille nach einer Durchsetzung ausreichend hoher Sicherheitsstandards in der Prozessindustrie treibt unser Geschäft an. Explosionsunglücke in Ländern wie Taiwan haben die Regierungen veranlasst, Gesetze und Vorschriften zum Explosionsschutz zu verschärfen und auf deren Einhaltung zu drängen. So hat beispielsweise die taiwanesische Regierung nach schweren Explosionsunglücken im Süden des Landes 2014 sowie in Taipei 2015 die nationale Arbeitsschutzbehörde OSHA angewiesen, kurzfristig das IECEx-System direkt und umfassend in nationales Recht zu überführen. Wir profitieren so von der zunehmenden Aufmerksamkeit für Anlagensicherheit.

Mittelfristige Chancen

Mittelfristige Chancen umfassen die Erschließung von neuen Regionen und Kundenbranchen, die fortgesetzte Harmonisierung unserer IT-Infrastruktur sowie die kontinuierliche, zielgerichtete Forschung und Entwicklung. Im Explosionsschutz sind Produktinnovationen auf Basis eines genauen Verständnisses der lokalen Kundenbedürfnisse essenziell für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit. Mit ihnen schaffen wir einen Mehrwert für unsere Kunden und sichern unsere Position als kompetenter Partner.

Da unsere Kunden aufgrund zahlreicher technischer Vorteile vermehrt auf LED-Beleuchtung setzen, haben wir die entsprechenden Produkte auf diesen Trend ausgerichtet und unsere Technologieführerschaft sowie unsere Marktposition durch Maßnahmen zur schnellen Marktpenetration vorangetrieben. Wir sehen die Chance, mit unseren LED-Produkten in allen Abnehmerbranchen weiterhin zusätzliches Geschäft zu generieren. Das Wachstumspotenzial für LED-Leuchten speziell in Asien adressieren wir seit 2016 mit einer Ergänzung der Produktpalette.

Produktseitig besteht zudem eine Chance, aufgrund verstärkter Nachfrage nach ganzheitlicher Systemkompetenz, zusätzliches Wachstum mit Systemlösungen zu generieren - ein Marktpotenzial, das wir aufbauend auf unserer Technologieführerschaft sowie unserer spezifischen Erfahrung in Zukunft weiter nutzen wollen. Wir planen zudem, unser Produktangebot verstärkt durch Dienstleistungen, die unsere Kunden aufgrund zunehmender Regulierung und ihrer eigenen limitierten Kapazitäten bei uns nachfragen, zu ergänzen. Schulungsangebote und Services, die das Sicherheitsmanagement der Prozessanlagen erleichtern, bieten uns die Chance, zusätzliches Geschäft zu generieren und gleichzeitig unsere führende Position im Ex-Markt zu untermauern.

Regional bietet uns die Öffnung weiterer Märkte für den Explosionsschutz-Standard IECEx neue Chancen: Der Standard erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei internationalen Projekten beispielsweise wird die auf IECEx basierende Technologie im Mittleren Osten bereits erfolgreich in Großprojekten eingesetzt.

Wichtige Zielmärkte mit Wachstumsperspektiven sind für uns zudem Russland, Kasachstan und die afrikanischen Länder südlich der Sahara. Die Geschäftspotenziale in diesen Regionen wollen wir sichern, indem wir den Zugang zu diesen Märkten mittels verstärkter lokaler Kapazitäten und der im Jahr 2016 getätigten Firmenbeteiligungen vereinfachen.

Umfangreiche Chancen sehen wir mittelfristig außerdem durch die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte, die unseren Kunden deutlichen Mehrwert liefern können, beispielsweise durch Senkung von Kosten, Erweiterung von Anwendungsmöglichkeiten oder nochmals erhöhter Schutzwirkungen. Als Technologieführer ist es unser Ziel, auf der Basis von Grundlagenentwicklung sowie hierzu begleitender Patentanmeldungen neue Maßstäbe hinsichtlich Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu setzen.

Kurzfristige Chancen

Kurzfristige Chancen sehen wir im operativen Bereich durch eine weitere Adjustierung unserer Kostenstrukturen sowie gezielte Effizienzmaßnahmen an verschiedenen Standorten, nachdem unsere im Jahr 2015 umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen bereits das Fundament für eine Senkung der jährlichen operativen Kosten um rund EUR 20 Mio. gelegt hatten.

Sollte der Ölpreis schneller als erwartet wieder ansteigen und unsere Kunden sowohl im Up-stream-Markt wie auch im Downstream-Bereich wieder zu Investitionen motivieren, besteht die Chance, dass auch unser Geschäft positiv beeinflusst wird. Auch eine deutlichere Verbesserung der konjunkturellen Lage in unseren Hauptmärkten als zurzeit prognostiziert würde sich zusätzlich positiv auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken.

Kurz - und mittelfristig sehen wir großes Nachfragepotenzial im Automatisierungsgeschäft. Unseren Kunden bieten wir diesen Teil unseres Produktportfolios ab 2017 mit einem nochmals gestrafften, gestärkten und fokussierten Vertriebsansatz nun noch zielgruppengerechter an. Der Wachstumstrend für Automatisierungsanwendungen sollte sich nach unserer Einschätzung weitgehend unabhängig von konjunkturellen Einflüssen weiter etablieren können. Größere Umsatzbeiträge als geplant könnten sich auch kurzfristig aus dem von uns vorangetriebenen neuen Vertriebsansatz ergeben.

Bei der Verfolgung unserer Chancen berücksichtigen wir immer auch die finanziellen Handlungsmöglichkeiten des R. STAHL-Konzerns. Ungünstige konjunkturelle Rahmenbedingungen könnten dazu führen, dass wir bestehende Chancen nur verzögert oder nicht in vollem Umfang nutzen können. Ausführliche Informationen dazu und zu anderen Risiken finden Sie im Risikobericht.

Prognose

Ausblick auf die Weltkonjunktur in 2017 verhalten positiv, aber mit Unsicherheiten behaftet

R. STAHL ist ein globaler Spezialanbieter der Elektronikindustrie, dessen Produkte von Kunden auf allen Kontinenten geschätzt und global vermarktet werden. Ausschlaggebend für unser Geschäft sind deshalb die weltweiten Konjunkturentwicklungen, der Verlauf des Ölpreises sowie die Währungskurse, insbesondere der US-Dollar im Verhältnis zum Euro. Vor dem Hintergrund, dass sich die Hauptabnehmer unserer Produkte und Dienstleistungen in der Gas- und Ölindustrie sowie in der dem Rohstoff Öl gegenüber stark exponierten Chemie finden, können sich Veränderungen beim Ölpreis direkt auf deren Investitionstätigkeiten und damit auf unser Vermarktungspotenzial auswirken. Da wiederum der Handel mit Erdöl hauptsächlich in US-Dollar abgerechnet wird, ist dies für uns - neben dem Euro- die ausschlaggebende Währung.

Der aktuelle Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2017 lässt prinzipiell eine leichte Beschleunigung des Wachstums gegenüber dem Vorjahr erkennen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für das Gesamtjahr 2017 eine Wachstumsrate von 3,4 %.2) Diese Prognose ist allerdings mit Unsicherheiten behaftet, aufgrund derer das tatsächliche Wachstum deutlich abweichen kann, und zwar im positiven wie auch im negativen Sinne. Der IWF passt seinen Ausblick auf die Weltwirtschaft zweimal im Jahr an: im April und im Oktober. Die Prognose einer Wachstumsrate von 3,4 % wurde im Oktober 2016 aufgestellt, als wesentliche Einflussfaktoren noch nicht absehbar waren. So ist der Ölpreis-Anstieg gegen Ende des Jahres 2016 ebenso wenig in den zugrundeliegenden Annahmen enthalten wie der Ausgang der US-Präsidentenwahl oder der Anstieg der chinesischen Erzeugerpreise im vierten Quartal 2016.

Ebenso mit erheblichen Unsicherheiten behaftet wie der Ausblick auf die Weltkonjunktur ist auch die Vorhersage der Ölpreisentwicklung. Zwar haben die OPEC-Staaten Ende November die Kürzung der Ölfördermengen mit Wirkung zum 1. Januar 2017 beschlossen und diesen Beschluss auch auf nicht-OPEC-Staaten wie Russland ausgeweitet, was zunächst einen Preisanstieg zur Folge hatte. Allerdings hat mit dem Irak ein wichtiges OPEC-Mitglied bereits zum Jahresbeginn 2017 wieder Überlegungen zum Austritt aus dieser Vereinbarung verlautbaren lassen, was - gepaart mit terminbörslichen Kurseffekten - eine Fortsetzung der Ölpreiserholung verhinderte. Hinzu kommt, dass die OPEC-Übereinkunft zunächst auch nur bis Mai getroffen wurde.5) Darüber hinaus vertreten einige Experten die Einschätzung, dass die OPEC ihren Einfluss auf die Fördermengen an die nordamerikanischen Produzenten, vor allem die Schieferölproduzenten, weitestgehend verloren hat. Bestätigung findet diese Sicht auch durch den weiteren Aufbau der Rohöl-Lagerbestände in den USA auf einen historischen Höchststand im März 2017. Mehr als eine bestenfalls moderate Erholung des Ölpreises wird sich unter diesen Umständen nach Meinung vieler Analysten für das Jahr 2017 nicht abzeichnen können.12)

Die Entwicklung des US-Dollars gegenüber dem Euro war zum Ende des Jahres 2016 von einem starken Anstieg geprägt. Hierfür war neben dem Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen auch ein länger schon angekündigter Zinserhöhungsschritt der US-Notenbank verantwortlich. Unklarheiten über die zukünftige Wirtschafts-, Steuer- und Finanzpolitik der USA behindern hier allerdings eine belastbare Prognose. Längerfristig gehen Währungsanalysten aber weiterhin von einer Parität des US-Dollars zum Euro und damit einer weiteren Aufwertung des US-Dollars aus.

In Deutschland verschlechterte sich der ifo-Geschäftsklimaindex, der die geschäftlichen Erwartungen ausgewählter in Deutschland ansässiger Unternehmen für die jeweils kommenden sechs Monate quantifiziert, im Januar 2017 überraschend, nachdem er einen Monat zuvor noch auf den höchsten Stand seit Februar 2012 gestiegen war.13) So hatten noch im Dezember 2016 Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe eine Ausweitung ihrer Produktion angekündigt. Diese Umkehr in der Einschätzung spiegelt den derzeit wieder etwas vorsichtigeren Ausblick auf das erste Halbjahr 2017 wider. Die deutsche Wirtschaft startete somit weniger zuversichtlich ins neue Jahr, wenn auch immer noch auf sehr hohem Niveau. Auch der IWF ist hinsichtlich der Entwicklung des BIP in Deutschland mit einem erwarteten Anstieg im Jahr 2017 um 1,4 % (2016: 1,7 %) gegenüber dem Vorjahr nicht allzu euphorisch.2)

Insgesamt gehört die Eurozone zu den Regionen, für die der IWF im Jahr 2017 ein schwächeres Wachstum vorhersagt.2) Zwar ist die lockere Geldpolitik in Kombination mit dem niedrigen Ölpreis und der moderaten Steuerpolitik durchaus geeignet, Wachstum zu stimulieren. Dem steht jedoch ein abgeschwächtes Investorenvertrauen aufgrund des anstehenden Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union entgegen. Deshalb soll sich die Zuwachsrate in der Eurozone nach Einschätzung des IWF auf 1,5 % verringern.2) Für Russland erwarten die IWF-Experten hingegen eine Konjunkturerholung mit einem nach zwei negativen Jahren wieder positivem Wachstum von 1,1 %.2)

Die Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung in den USA ist wie schon erwähnt mit größeren Unsicherheiten behaftet. Der IWF geht für 2017 von einer Wachstumsrate um 2,2 % und einer leichten Abschwächung im Folgejahr aus. Wesentlich dafür wird u.a. sein, ob die geplante Neuausrichtung der Fiskalpolitik in den USA die gewünschte Wirkung zeigt.

Die IWF-Prognose für Lateinamerika geht mit einem Plus von 1,6 % von einer deutlichen Erholung aus.2) Auch für Brasilien wird erwartet, dass das Wirtschaftswachstum mit einer Quote von 0,5 % einen seit zwei Jahren erstmals positiven Wert erreicht.2) In Asien hingegen wird eine eher moderate wirtschaftliche Entwicklung erwartet. Während für Indien die Rate laut IWF mit 7,6 % auf dem Vorjahresniveau geschätzt wird, soll sie in den ASEAN 5 Ländern auf 5,1 % steigen.2) Für China erwartet der IWF ein weiteres Nachlassen des Wachstums auf 6,2 %.2) Andererseits wird der Anstieg der Erzeugerpreise in den Endmonaten von 2016 als ein wichtiger Faktor für ein Erstarken der chinesischen Industrieproduktion und damit verbunden ein Anziehen der Industriegewinne angesehen.2)

12 z.B.: Eugen Weinberg, Leiter Rohstoff-Team Commerzbank AG, in Wallstreet Online vom 2. Dezember 2016 und Rystad Energy, 1. Dezember 2016: OPEC cuts; shale positioned to grow with offshore continuing tobe the victim)
13 www.cesifo-group.de, „ifoGeschäftsklimaindex sinkt zum Start ins neue Jahr“, 25. Januar 2017

Anhaltend heterogene und risikobelastete Entwicklung unserer Kundenbranchen

Hinsichtlich der Entwicklung des Ölpreises sind führende Experten uneins, ob es der OPEC gelingen wird, durch eine disziplinierte Förderpolitik für einen nachhaltigen Anstieg zu sorgen. Insbesondere sind hier auch Partikularinteressen einzelner OPEC-Staaten nicht kalkulierbar. Zwar wird überwiegend nicht mit einem Rückfall des Ölpreises auf das sehr niedrige Niveau des Jahres 2016 gerechnet - einige Experten prognostizieren hier einen Durchschnittspreis von rund 60 USD je Barrel im Jahr 2017 mit anschließendem Anstieg bis auf 90 USD je Barrel im Jahr 2020.14) Dennoch sehen wir die derzeit fehlende Vorhersehbarkeit der kurzfristigen Ölpreisentwicklung noch immer als maßgeblichen Hemmschuh für eine wesentliche Veränderung der Investitionsneigung im Upstream- und Downstream-Bereich der Öl- und Gasproduzenten im Jahr 2017. Nachdem seit Mitte 2016 Anlagenbetreiber damit begonnen hatten, Investitionen und Wartungsarbeiten zurückzustellen, erwarten wir aber zumindest einen tendenziell leicht erhöhten Bedarf an Maintenance-Leistungen im zweiten Halbjahr 2017.

Die chemische Industrie hat sich im Jahr 2016 in Deutschland verhalten positiv entwickelt, und der Verband der chemischen Industrie (VCI) geht auch für 2017 von einem Zuwachs der Produktion auf diesem niedrigen Niveau aus.9) In den USA hat sich im vergangenen Jahr der bis dahin negative Trend in der chemischen Produktionsentwicklung auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Dies führte zwar zu einer verbesserten, aber noch immer eher moderaten Entwicklung beim Umsatz, wobei das positive Umsatz-Momentum aus der Pharmaindustrie durch eine schwächere Entwicklung der Chemieindustrie aufgezehrt wurde. Eine national ausgerichtete Wirtschaftspolitik, wie sie im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen vom damaligen Präsidentschaftskandidaten und zwischenzeitlich gewählten Präsidenten Donald Trump proklamiert wurde, könnte hier zwar die Nachfrage nach Inlandsprodukten stimulieren. Andererseits ist gerade die chemische Industrie vom internationalen Handel abhängig, so dass sich aus möglichen Handelsbeschränkungen der USA negative Entwicklungen für die dortigen Chemieunternehmen ergeben könnten.

14 www.rystadenergy.com, 08. März 2017: Ultra-deepwater Supply Facing Steepest Recovery

Erwartete Auftragseingangs- und Umsatzentwicklung 2017: Rückläufiges Geschäft im Öl- und Gassektor soll durch neue Kundenbereiche, innovative Produkte und Dienstleistungen sowie Akquisitionen mehr als ausgeglichen werden

Für das Jahr 2017 rechnen wir mit anhaltend schwierigen Geschäftsbedingungen. Die verfügbaren Wachstumschancen sehen wir 2017 im Öl- und Gassektor nach wie vor als limitiert, in anderen Branchen und Anwendungsbereichen - beispielsweise der Automatisierung - jedoch als attraktiv. Auf das durch massive Investitionszurückhaltung im gesamten Öl- und Gasbereich geprägte Umfeld haben wir uns bereits seit 2015 mit umfassenden Maßnahmen eingestellt. Diese werden wir mit Nachdruck vorantreiben und um weitere Schritte ergänzen.

Auftragseingang und Umsatz aus dem weiterhin größten Kundenbereich, der Öl- und Gasindustrie, erwarten wir aufgrund der bereits beschriebenen erwarteten Investitionszurückhaltungen unserer Kunden im Jahr 2017 in Summe nochmals rückläufig. Dennoch verfolgen wir hier das Ziel, unsere Marktposition mit intensivierten Vertriebsaktivitäten einerseits zu festigen, andererseits aber auch in Regionen wie Russland, Kasachstan, der Nahe und Mittlere Osten sowie Südafrika und Länder der Sub-Sahara selektiv weiter auszubauen. Durch unsere Beteiligungen an ZAVOD Goreltex in Russland und ESACO Pty. Ltd. in Südafrika haben wir geeignete Strukturen für eine verstärkte Teilhabe an den dort vorhandenen kurz- und mittelfristigen Wachstumschancen geschaffen. Auch in Asien haben wir unsere Strukturen angepasst, um an den dort auszumachenden Wachstumschancen zu partizipieren. Für die erste Jahreshälfte 2017 gehen wir - wie auch für den gesamten Konzern - von einem nochmaligen Rückgang des gesamten Marktes für Explosionsschutz gegenüber dem Vorjahr aus, während das zweite Halbjahr stärker ausfallen sollte.

Grundsätzlich ist unser Geschäft immer mehr dadurch gekennzeichnet, dass wir stärker projektgetrieben und somit in unserer Auftrags- und Umsatzentwicklung volatiler werden. Noch mehr als in der Vergangenheit kommt mit der zunehmenden Projektabhängigkeit zum Tragen, dass die Nachfrage nach Ex-Produkten erst zeitverzögert zur Nachfragebelebung in den Abnehmerbranchen ansteigt. Für die aktuell am Markt verfügbaren wichtigen Großprojekte in Kasachstan, im Irak und in Indien sowie in Afrika haben wir uns in Position gebracht und auch bereits erste Aufträge erhalten. Um an den Chancen dieser Projekte in 2017 und darüber hinaus verstärkt teilzuhaben, fokussieren wir unsere Kapazitäten gezielt dorthin.

Unser Geschäft mit der Chemie- und Pharmaindustrie werden wir weiter ausbauen. Wir erwarten für diese Abnehmerbranchen zunehmend steigende Aufträge und Umsätze mit unseren Explosionsschutzprodukten, aber vor allem auch mit den Überwachungs-, Automatisierungs- und Steuerungslösungen, die wir anbieten. Unsere verbesserte Vertriebsaufstellung insbesondere in Nordamerika, aber auch in Asien wird uns helfen, über das erwartete Wachstum in Europa hinaus auch in diesen beiden wichtigen Regionen Zuwächse zu erzielen. Wachstumspotenzial veranschlagen wir für unsere Produktpalette im Bereich Automatisierung. Mit Beginn des Jahres 2017 haben wir unser Geschäft hier nicht nur durch die organisatorische Zusammenführung aller Aktivitäten gestärkt, sondern wir intensivieren und weiten auch den Vertrieb für diese Anwendungen merklich aus. Ebenso gehen wir davon aus, dass wir mit unseren innovativen LED-Leuchten weiter expandieren. Speziell für den asiatischen Markt entwickelte Produktergänzungen werden uns helfen, in dieser Region spürbarer voranzukommen.

Ein zunehmend wichtiger Baustein unseres geschäftlichen Erfolgs sollen auf Sicherheit ausgerichtete Dienstleistungen für Prozessanlagen sein, die wir für unsere Kunden in allen von uns bedienten Industrien zur Verfügung stellen wollen. Aufgrund der stetig wachsenden regulativen Anforderungen an unsere Kunden sowie dem auch damit einher gehenden massiv wachsenden Bedarf an Kapazitäten für systematisches Sicherheitsmanagement nehmen unsere Kunden produktbezogene Dienstleistungen und Schulungen von R. STAHL verstärkt in Anspruch. Wir gehen davon aus, mit diesen Service-Leistungen nicht nur 2017, sondern auch in den weiteren kommenden Jahren erfreuliches Umsatzwachstum erzielen zu können.

Innovationen bleiben einer der Eckpfeiler unserer führenden Position, auch und insbesondere im Explosionsschutz. Unsere Kunden profitieren davon, dass wir mit ihnen nicht nur kontinuierlich Produktoptimierungen erarbeiten, sondern auch in der Grundlagenforschung immer wieder Maßstäbe setzen.

Erwartete Ertragslage durch gedämpfte Wachstumsperspektiven und Vorlaufleistungen gekennzeichnet

Die unsicheren und zunächst keine greifbare Trendwende versprechenden Perspektiven der Öl- und Gasbranche für 2017 lassen auch für die zuliefernden Unternehmen anhaltenden Wettbewerbsdruck und somit auch weitere Margenkompression erwarten. Wir gehen davon aus, dass es der herrschende intensive Preiswettbewerb bei zunächst noch rückläufigen Abnahmemengen nicht zulassen wird, Kostenerhöhungen auf unserer Seite an unsere Kunden weiterreichen zu können. R. STAHL hat sich bereits seit 2015 und somit sehr frühzeitig auf ein solch verschärftes Wettbewerbsumfeld eingestellt. Ungeachtet dessen werden wir unsere Anstrengungen zu weiteren Kostensenkungen mit anhaltender Disziplin und Konsequenz fortführen. Gleichzeitig positionieren wir uns für die längerfristigen Chancen unserer Märkte, sodass wir mit gezielten Mehrausgaben im Bereich Vertrieb sowie höheren Einmalaufwendungen planen. Letztere betreffen die komplette Überarbeitung unseres Internetauftritts, der mit einem neuen Produktinformationsmanagement in erster Linie für unsere Kunden deutliche Vorteile bieten wird.

Erwartete Finanzlage weiterhin solide und mit langfristiger Tragkraft

Entsprechend unserer konservativen Finanzpolitik lag die Eigenkapitalquote des R. STAHL- Konzerns zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 bei 34,0 %. Gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2015 entspricht dies einem Rückgang um 220 Basispunkte (31.12.2015: 36,2 %). Maßgeblich verantwortlich hierfür war die Entwicklung des für die Bewertung der Höhe unserer Pensionsverpflichtungen heranzuziehenden Zinssatzes, der sich zum 31.12.2016 mit 1,72 % gegenüber dem Jahresendstand des Vorjahres um nahezu ein Drittel verringerte (31.12.2015: 2,42 %). Dieser Zinssatz wird regelmäßig von unabhängigen Gutachtern (hier: Mercer Deutschland GmbH) auf der Basis von mit der Bonität AA eingestuften Unternehmensanleihen ermittelt, wobei naturgemäß auch deren Restlaufzeit einfließt. Die Entwicklung dieses Zinssatzes befindet sich somit gänzlich außerhalb unseres Einflussbereichs und spiegelt vielmehr ausschließlich die Entwicklungen am Zinsmarkt wieder. Die Mercer Deutschland GmbH erstellt seit 2012 die Gutachten für die Bewertung unserer Pensionsverpflichtungen nach den strikten Anforderungen der IFRS.

R. STAHL strebt auch für 2017 und die Folgejahre eine nachhaltig solide Eigenkapitalquote an. Unsere Cashflow-Entwicklung wird auch 2017 davon geprägt sein, dass wir zum einen durch die zunehmende Bedeutung des Projektgeschäfts Vorfinanzierungsleistungen erbringen müssen und zum anderen aktuell nur in begrenztem Umfang Investitionen im Konzernkreis vornehmen.

Erwartete Investitionen auf Vorjahresniveau, erwartete Akquisitionen im Rahmen der strategischen Planung

2015 haben wir ein mehrjähriges umfangreiches Investitionsprogramm mit dem Bau eines neuen Produktions- und Entwicklungscenters in Köln zum Abschluss gebracht. Unser Investitionsvolumen hat sich daher im Jahr 2016 wieder auf ein deutlich geringeres Niveau von rund EUR 11 Mio. normalisiert, von dem wir auch in etwa für das Jahr 2017 ausgehen. Dabei konzentrieren wir uns auf Investitionen in neue Technologien und Produkte, um unsere Position als innovativer Technologieführer im Markt weiter auszubauen. So investieren wir kontinuierlich in Maschinen und Anlagen für unsere Produktionsstandorte sowie in Werkzeuge, IT und Instandhaltung.

Zur Erzielung profitablen Wachstums streben wir sowohl Umsatzsteigerungen als auch die weitere Optimierung unserer Kostenbasis durch ein fortlaufendes und enges Kostenmanagement an. Umsatzsteigerungen durch organisches Wachstum wollen wir dabei auch durch Zukäufe flankieren. Vor dem Hintergrund des niedrigen Ölpreises findet eine anhaltende Konsolidierung am Markt statt, da eine zunehmende Anzahl von Marktteilnehmern aufgrund unterschiedlicher Ursachen unter erheblichem Profitabilitätsdruck leidet. Wir analysieren hierzu kontinuierlich potenzielle Akquisitionsobjekte und legen dabei besonderen Wert auf strategische Vorteile: Für uns ist der Erwerb eines Unternehmens sinnvoll, wenn wir dadurch unser Produktportfolio erweitern oder in neue Märkte vorstoßen können. Hierzu zählen insbesondere regulierte Märkte in den Bereichen Automatisierung, Prozessindustrie und Dienstleistungen sowie allgemein der Ausbau unseres Geschäfts ausserhalb des Öl- und Gassektors. Trotz der für uns zunehmenden Möglichkeiten zur Übernahme von Unternehmen mit entsprechenden Synergiepotentialen werden wir hier dennoch weiterhin sehr selektiv vorgehen. Denn neben Aspekten der Verstärkung unseres Produktportfolios und der Expansion in neue Märkte und Regionen steht für uns vor allem die Rentabilität im Vordergrund.

Gesamteinschätzung: für 2017 noch zurückhaltend

Für das Jahr 2017 haben wir uns auf anhaltend herausfordernde Rahmenbedingungen in unserem angestammten Geschäft mit Ex-Produkten für die Öl- und Gasindustrie eingestellt. Als spätzyklischer Marktteilnehmer wird R. STAHL erst mit zeitlichem Verzug von einer Stabilisierung und möglicherweise - mit Blick auf mittelfristige Entwicklungen - auch fortschreitenden Erholung des Öl- und Gassektors profitieren können. Jede Einschätzung für diese Abnehmerbranche, die immer noch den größten Teil unseres Umsatzes ausmacht, bleibt indes mit großen Unsicherheiten behaftet. Dennoch sollten wir im Jahr 2017 von einer Reihe strategischer Weichenstellungen aus den Vorjahren profitieren. So planen wir weiter steigende Umsätze mit Kunden aus der Chemie- und Pharmabranche. Zudem wollen wir unser Geschäft in der Automatisierung und mit LED-Leuchten ausbauen und Marktanteile hinzugewinnen.

Insgesamt gehen wir davon aus, dass wir die noch immer anhaltende Nachfrageschwäche aus der Öl- und Gasindustrie durch steigende Umsätze mit Kunden aus anderen von uns belieferten Industrien mehr als ausgleichen können. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Jahr 2017 eine leichte Steigerung des Auftragseingangs und einen Umsatz etwa auf Vorjahresniveau. Für das EBIT vor Sondereinflüssen sowie dem ROCE gehen wir, abhängig von der Umsatzrealisierung und dem Umsatzmix, von einer leichten bis spürbaren Abschwächung aus. Grundlage unserer Einschätzung ist hierbei ein Ölpreis von im Jahresmittel USD 50,00 je Barrel, wie er derzeit von der Internationalen Energieagentur (IEA) prognostiziert wird.

 

Waldenburg, 20. April 2017

R. Stahl Aktiengesellschaft

Vorstand

Martin Schomaker

Bernd Marx

Bilanz zum 31. Dezember 2016

der R. STAHL AG, Waldenburg

Aktiva

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Stand am 31.12.2016 Stand am 31.12.2015
EUR EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 1.154.150,00
2. Geleistete Anzahlungen 1.438.437,11 495.175,23
  1.438.437,11 1.649.325,23
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.040.019,02 5.166.633,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.220,00 88.730,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.869,00 1.035.609,00
  2.084.108,02 6.290.972,95
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 71.573.924,02 71.273.924,02
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.842.441,33 4.755.358,71
3. Beteiligungen 5.811.486,47 25.564,59
  81.227.851,82 76.054.847,32
B. Umlaufvermögen    
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 62.409,91 43.362,48
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19.494.844,97 15.023.605,82
3. Sonstige Vermögensgegenstände 535.788,78 1.787.767,83
  20.093.043,66 16.854.736,13
II. Flüssige Mittel 303.379,09 541.314,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 351.162,34 408.754,69
  105.497.982,04 101.799.950,52

Passiva

   
  Stand am 31.12.2016 Stand am 31.12.2015
  EUR EUR
A. Eigenkapital    
I. Ausgegebenes Kapital    
Gezeichnetes Kapital 16.500.000,00 16.500.000,00
II. Kapitalrücklage 18.666.389,00 18.666.389,00
III. Gewinnrücklagen    
Andere Gewinnrücklagen 18.447.314,63 18.447.314,63
IV. Bilanzgewinn 8.931.926,74 3.864.000,00
  62.545.630,37 57.477.703,63
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 15.314.827,00 16.570.324,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.323.395,07 1.868.630,08
  16.638.222,07 18.438.954,08
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.269.214,63 17.188.279,57
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 402.997,69 1.275.730,19
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.903.077,78 7.131.849,64
4. Sonstige Verbindlichkeiten 738.839,50 287.433,41
  26.314.129,60 25.883.292,81
  105.497.982,04 101.799.950,52

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016

der R. STAHL AG, Waldenburg

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2016 2015
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 13.311.443,34 19.231.653,28
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.655.769,29 1.900.850,93
  16.967.212,63 21.132.504,21
3. Materialaufwand    
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.607,01 3.798,28
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 5.349.076,18 8.829.848,59
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 570.925,24 3.052.684,63
  5.920.001,42 11.882.533,22
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 741.097,74 1.634.007,07
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.583.567,11 14.323.593,40
  -5.283.060,65 -6.711.427,76
7. Erträge aus Beteiligungen 9.156.933,59 13.960.905,93
8. Erträge aufgrund von Gewinnabführungsverträgen 5.887.959,51 1.357.456,43
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 594.122,28 546.763,04
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 2.699.999,00
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 13.379.692,15
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.290.682,32 1.477.674,86
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag    
(i. V. Erstattete Steuern vom Einkommen und vom Ertrag) 93.348,43 -103.070,90
  14.254.984,63 -1.589.169,71
14. Ergebnis nach Steuern 8.971.923,98 -8.300.597,47
15. Sonstige Steuern 39.997,24 39.545,40
16. Jahresüberschuss (i. V. Jahresfehlbetrag) 8.931.926,74 -8.340.142,87
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 3.684.160,88
18. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 8.519.981,99
19. Bilanzgewinn 8.931.926,74 3.864.000,00

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016

der R. Stahl AG , Waldenburg

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Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2016 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2016
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 14.102.829,26 60.445,00 13.819.372,50 343.901,76
2. Geleistete Anzahlungen 495.175,23 943.261,88 0,00 1.438.437,11
  14.598.004,49 1.003.706,88 13.819.372,50 1.782.338,87
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.273.936,63 4.962,29 2.971.310,93 9.307.587,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 213.162,25 0,00 151.162,25 62.000,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.189.980,59 213.353,45 3.301.059,30 102.274,74
  15.677.079,47 218.315,74 6.423.532,48 9.471.862,73
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 92.641.860,75 300.000,00 0,00 92.941.860,75
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.755.358,71 42.082,62 955.000,00 3.842.441,33
3. Beteiligungen 79.147,47 5.785.921,88 0,00 5.865.069,35
  97.476.366,93 6.128.004,50 955.000,00 102.649.371,43
  127.751.450,89 7.350.027,12 21.197.904,98 113.903.573,03
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Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2016 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2016
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 12.948.679,26 405.644,00 13.010.421,50 343.901,76
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  12.948.679,26 405.644,00 13.010.421,50 343.901,76
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.107.302,68 160.266,29 0,00 7.267.568,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 124.432,25 2.844,00 79.496,25 47.780,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.154.371,59 172.343,45 2.254.309,30 72.405,74
  9.386.106,52 335.453,74 2.333.805,55 7.387.754,71
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 21.367.936,73 0,00 0,00 21.367.936,73
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 53.582,88 0,00 0,00 53.582,88
  21.421.519,61 0,00 0,00 21.421.519,61
  43.756.305,39 741.097,74 15.344.227,05 29.153.176,08
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Buchwerte
Stand am 31.12.2016 Stand am 31.12.2015
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 1.154.150,00
2. Geleistete Anzahlungen 1.438.437,11 495.175,23
  1.438.437,11 1.649.325,23
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.040.019,02 5.166.633,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.220,00 88.730,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.869,00 1.035.609,00
  2.084.108,02 6.290.972,95
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 71.573.924,02 71.273.924,02
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.842.441,33 4.755.358,71
3. Beteiligungen 5.811.486,47 25.564,59
  81.227.851,82 76.054.847,32
  84.750.396,95 83.995.145,50

Angaben zum Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2016

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Anteil am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis
in % in TEUR 3) in TEUR 4)
Name und Sitz der Gesellschaft      
Inländische Unternehmen      
R. Stahl Beteiligungsgesellschaft mbH, Waldenburg 100,00 65 23
R. STAHL Camera Systems GmbH, Köln 100,00 16 -297
GGF - Gesellschaft für Grundstücksvermietung und Finanzierungsvermittlung mbH, Waldenburg 100,00 2.284 304
R. STAHL HMI Systems GmbH, Köln 100,00 4.235 0
R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg 100,00 10.419 0 1)
R. Stahl Services GmbH, Waldenburg 100,00 713 158
Abraxas Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz 49,58 -2.450 137
R. STAHL LECTIO GmbH, Waldenburg 100,00 203 100
R. STAHL SUPERA GmbH, Waldenburg 100,00 2.246 583
Ausländische Unternehmen      
R. STAHL Middle East FZE, Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) 100,00 919 231
R. STAHL Nissl GmbH, Wien (Österreich) 100,00 833 -33
R. STAHL AUSTRALIA PTY LTD, Wollongong (Australien) 100,00 479 -213
STAHL NV, Dendermonde (Belgien) 100,00 506 -41
STAHL EQUIPAMENTOS INDUSTRIAIS LTDA - ME, Sao Paulo (Brasilien) 100,00 1 -49 2)
R. STAHL DO BRASIL COMERCIO E IMPORTACAO DE EQUIPAMENTOS DE EQUIPAMENTOS ELETRICO-ELETRONICOS LTDA., Sao Paulo (Brasilien) 100,00 500 -396
R. STAHL, LTD., Edmonton (Kanada) 100,00 2.379 124
R. STAHL Schweiz AG, Magden (Schweiz) 100,00 1.487 324
R. STAHL (HONGKONG) CO., LIMITED, Hongkong (China) 100,00 442 223
R. STAHL EX-PROOF (SHANGHAI) CO., LTD., Shanghai (China) 100,00 722 5
TRANBERG SYSTEMS NS, Vejle (Dänemark) 48,00 177 -22
INDUSTRIAS STAHL, S.A., Madrid (Spanien) 100,00 1.189 336
R. STAHL France S.A.S., Avignon (Frankreich) 100,00 696 81
R. STAHL LIMITED, Birmingham (Großbritannien) 100,00 2.186 783
R. STAHL PRIVATE LIMITED, Chennai (Indien) 100,00 14.260 616
R. STAHL SRL, Peschiera Borromeo (Italien) 100,00 1.256 340
R. Stahl K.K., Kawasaki (Japan) 100,00 832 125
R. STAHL.CO.,LTD, Seoul (Korea) 100,00 757 -60
R. STAHL ENGINEERING & MANUFACTURING SDN. BHD., Selangor (Malaysia) 100,00 1.687 -41
E. M.-Stahl B.V., Hengelo (Niederlande) 100,00 15 0 2)
Electromach B.V., Hengelo (Niederlande) 100,00 15.881 1.861
ESACO Proprietary Ltd., Edenvale (Südafrika) 35,00 963 76 5)
R. STAHL NORGE AS, Oslo (Norwegen) 100,00 17.271 1.178
Stahl-Syberg NS, Oslo (Norwegen) 100,00 2.499 156
TRANBERG AS, Stavanger (Norwegen) 100,00 6.092 753
OOO R. Stahl, Moskau (Russische Föderation) 60,00 582 222
R. Stahl Svenska Aktiebolag, Järfälla (Schweden) 100,00 1.075 272
R. STAHL PTE LTD, Singapur (Singapur) 100,00 -437 -550
R. STAHL INC., Houston/Texas (USA) 100,00 2.591 -2.757
ZAVOD Goreltex Company Limited, St. Petersburg (Russische Föderation) 25,00 21.683 3.144

1) nach Ergebnisabführung bzw. Verlustübernahme
2) inaktive Gesellschaft
3) Umrechnung zu Stichtagskursen
4) Umrechnung zu Jahresdurchschnittskursen
5) Rumpfgeschäftsjahr

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg

Allgemeine Hinweise

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg (Amtsgericht Stuttgart, HRB 581087), die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften sowie die einschlägigen Vorschriften des AktG angewandt worden.

Im Berichtsjahr wurden die durch das Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz (kurz: BilRUG) geänderten Vorschriften des HGB erstmals angewandt. Die Änderungen betreffen insbesondere die Anwendung des geänderten Gliederungsschemas für die Gewinn- und Verlustrechnung sowie Umgliederungen vom Posten „Sonstige betriebliche Erträge“ in die Umsatzerlöse unter Anpassung der jeweiligen Vorjahreszahlen. Im Übrigen entsprechen Darstellung und Gliederung des Jahresabschlusses den Vorjahresgrundsätzen.

Ansatz und Bewertung entsprechen den Vorjahresgrundsätzen mit Ausnahme der vorgenommenen Bewertungsänderungen bei den Pensionsrückstellungen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen über die zu erwartende Nutzungsdauer vermindert.

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und 15 Jahren.

Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode (in Vorjahren zum Teil degressiv) abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 150,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Im Berichtsjahr wurden weitere Anteile an einem verbundenen Unternehmen sowie Anteile an zwei assoziierten Unternehmen erworben.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Der Erstattungsanspruch aus dem körperschaftsteuerlichen Guthaben ist mit dem Barwert zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 3,0 % bei den Entgelten und von 1,75 % bei den Renten ausgegangen. Die Bewertung berücksichtigt eine alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationsrate. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Entsprechend der Neuregelung in § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB wird für die Abzinsung ab dem Geschäftsjahr 2016 der durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre verwendet, wie er von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird. Bis zum 31.12.2015 wurde für die Abzinsung pauschal der durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet.

Der Rechnungszinssatz beträgt für die Bewertung der Verpflichtungen zum 31. Dezember 2016 4,01 % (zum 31.12.2015: 3,89 %). Der Unterschiedsbetrag bei einer Bewertung der Pensionsverpflichtungen auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 10 Jahre zu einer Bewertung auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 7 Jahre beträgt TEUR 1.394.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Rückstellung für Jubiläumszuwendung wird versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem zeitratierlichen Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Basis eines Zinssatzes von 3,24 % und eines Gehaltstrends von 3,0 % angesetzt. Die Bewertung berücksichtigt eine alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationsrate.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Zu- bzw. Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel, der integraler Bestandteil des Anhangs ist, dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von EUR 1.656.095,24 (i. V. EUR 796.580,19) Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von EUR 49.362,96 (i. V. EUR 48.721,69) Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge von EUR 4.030,00 für Anteile an der Kreisbau Künzelsau eG und EUR 11.415,58 für Mitarbeiterdarlehen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen.

Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt unverändert EUR 16.500.000,00. Das Grundkapital ist eingeteilt in 6.440.000 Stückaktien. Die ordentliche Hauptversammlung der R. Stahl Aktiengesellschaft hat am 25. Mai 2012 die Umstellung der auf den Inhaber lautenden Stückaktien im Verhältnis 1 : 1 in auf den Namen lautenden Stückaktien beschlossen. Die entsprechende Satzungsänderung wurde am 27. Juni 2012 im Handelsregister eingetragen.

Die Anteile sind voll eingezahlt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage der R. Stahl Aktiengesellschaft resultiert überwiegend aus Einstellungen von Aktienaufgeldern aus dem Börsengang im Jahr 1997 sowie dem Verkauf der eigenen Anteile in 2015.

Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen belaufen sich unverändert auf EUR 18.447.314,63.

Aus dem Unterschiedsbetrag bei einer Bewertung der Pensionsverpflichtungen auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 10 Jahre zu einer Bewertung auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 7 Jahre ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von TEUR 1.394. Dem ausschüttungsgesperrten Betrag stehen frei verfügbare Rücklagen in Höhe von TEUR 18.447 gegenüber. Eine Ausschüttungssperre bezüglich des Bilanzgewinns besteht daher nicht.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 der R. Stahl Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 8.931.926,74 eine Dividende von EUR 0,60 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt EUR 3.864.000,00, auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn von EUR 5.067.926,74 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen noch abzugeltende Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 541), externe und interne Jahresabschlusskosten (TEUR 277) sowie Kosten für Drohverluste aus den derivativen Finanzgeschäften (TEUR 253).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 21.269 durch eine persönliche Mitverpflichtung der R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg, gesichert. Alle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr ausgewiesen.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von EUR 7.707,16 (i. V. EUR 64.312,41) Forderungen sowie in Höhe von EUR 292.892,15 (i. V. EUR 211.567,59) Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr ausgewiesen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 662.664,31 141.690,89
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 8.722,99 7.613,39
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 67.452,20 138.129,13
  738.839,50 287.433,41

Sämtliche übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Latente Steuern

Latente Steuern ergeben sich insbesondere aus temporären Abweichungen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen von Forderungen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die latenten Steuern wurden mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz für Körperschaftssteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer von 29,5 % ermittelt. Im Jahr 2016 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert wurde.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Darstellung und Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Berichtsjahr an die durch das BilRUG geänderten Vorschriften des HBG angepasst. Infolge der geänderten Gliederungsvorschriften des § 275 HGB ist der im Vorjahr noch ausgewiesene Posten „Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“ entfallen. Neu eingefügt wurde im Berichtsjahr der Posten „Ergebnis nach Steuern“.

Infolge der Neudefinition der Umsatzerlöse in § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG wurden bislang unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesene Erträge im Berichtsjahr in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden für Zwecke der Vergleichbarkeit durch Umgliederungen in Höhe von EUR 4.491.761,43 entsprechend angepasst.

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2016 2015
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse        
Vermietung 3.461 26,0 3.408 17,7
Dienstleistungen 9.850 74,0 15.824 82,3
  13.311 100,0 19.232 100,0

Periodenfremde Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.580 ausgewiesen. Es handelt sich um Buchgewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Bei den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind in Höhe von TEUR 20 periodenfremde Zinszahlungen erfasst.

Kursgewinne

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unrealisierte Kursgewinne in Höhe von EUR 318.514,99 (i. V. EUR 189.416,09).

Aufzinsung von Rückstellungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 598.637,00 (i. V. EUR 700.469,00) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Kursverluste

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten unrealisierte Kursverluste in Höhe von EUR 30.377,92 (i. V. EUR 229.904,23).

Personalaufwand

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung entfallen EUR 43.809,39 (i. V. EUR 1.813.767,72) auf Aufwendungen für Altersversorgung.

Verbundene Unternehmen

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen in Höhe von EUR 9.154.193,76 (i. V. EUR 13.958.166,10) verbundene Unternehmen.

Die Erträge aus Ergebnisabführung in Höhe von EUR 5.887.959,51 (i. V. EUR 1.357.456,43) betreffen in voller Höhe verbundene Unternehmen. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme in Höhe von EUR 0,00 (i. V. EUR 13.379.692,15) betreffen in voller Höhe verbundene Unternehmen.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen mit EUR 574.527,28 (i. V. EUR 531.706,04) verbundene Unternehmen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene Unternehmen sind im Berichtsjahr in Höhe von EUR 179.004,26 (i. V. EUR 130.337,42) angefallen.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestehen gesamtschuldnerische Haftungen für Kreditlinien, die wechselseitig von der Gesellschaft und der R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg, in Anspruch genommen werden können. Zum Bilanzstichtag ergab sich keine Inanspruchnahme.

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31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
Aus Bürgschaften zugunsten verbundener Unternehmen 4.013 3.862
Aus Bürgschaften zugunsten Dritter 125 431
Aus Anteilen an einer Genossenschaft 4 4
Aus Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen 9.327 9.327

Im Zusammenhang mit der Einräumung von Kreditlinien (Bankavale) bestehen gemäß der jeweiligen Inanspruchnahme gesamtschuldnerische Mithaftungen zugunsten verbundener Unternehmen in Höhe von TEUR 6.033 (i. V TEUR 5.292).

Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der ausreichenden Vermögens-, Finanz- und Ertragssituation der betroffenen Schuldnergesellschaften bzw. Tochtergesellschaften als gering eingestuft.

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Immobilienleasing- und Mietverträgen in Höhe von TEUR 22.637. Hierunter sind unter anderem die nachfolgend beschriebenen Leasingverträge, die gem. § 285 Nr. 3 HGB notwendig für die Beurteilung der Finanzlage des Unternehmens sind, enthalten.

Über die Produktions- und Verwaltungsgebäude in Waldenburg besteht ein Leasingvertrag mit einem Unternehmen, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht. Im Berichtsjahr sind im Rahmen dieses Vertrages Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 3.487 entstanden. Dieser Vertrag wurde zum Zweck der Entlastung des Refinanzierungsvolumens abgeschlossen, wodurch Spielräume für weitere Investitionsmöglichkeiten realisiert werden konnten.

Die zukünftig anfallenden Leasingaufwendungen während der Vertragslaufzeit stellen sich wie folgt dar:

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bis zu 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR
Leasingverträge im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB 3.324 13.297 5.817 22.438
Übrige Leasingverträge 136 63 0 199
  3.460 13.360 5.817 22.637

Zwischen der R. Stahl Aktiengesellschaft und der Tochtergesellschaft R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg, sowie der R. Stahl HMI Systems GmbH, Köln, besteht jeweils ein Gewinnabführungsvertrag.

Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft hat zur Ausnutzung von Währungsvorteilen zwanzig Devisentermingeschäfte mit einer Laufzeit von Anfang Januar bis Mitte November 2017 abgeschlossen. Die Bewertung erfolgte mittels der Mark-to-Market-Methode.

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Nominalbetrag 31.12.2016 Marktwerte 31.12.2016 Rückstellung 31.12.2016
TEUR TEUR
Positive Markwerte
TAUD 100 2 -
TCAD 600 12 -
TCHF 500 30 -
TNOK 6.000 1 -
TRUB 87.000 134 -
TUSD 5.083 77 -
Negative Marktwerte      
TAUD 1.000 -9 9
TCAD 2.093 -136 136
TCHF 200 -1 1
TNOK 3.000 -2 2
TUSD 2.165 -105 105

Honorare für Abschlussprüfer im Sinne des § 319 Abs. 1 HGB

Die Angaben zu den Honoraren der Abschlussprüfer nach § 285 Nr. 17 HGB sind im Anhang zum Konzernabschluss enthalten.

Mitglieder des Aufsichtsrats

 

Dipl.- Ing. Heiko Stallbörger, Stuttgart
Vorsitzender
Selbstständig beratender Ingenieur

 

Magister Artium (M.A.) Heike Dannenbauer, Empfingen
stellvertretende Vorsitzende
Stage Managerin der ApolloTheater Produktionsgesellschaft mbH

 

Klaus Erker, Dörzbach*)
Betriebsratsvorsitzender

 

Heinz Grund, Braunsbach*)
Landwirtschaftslehre/Mechaniker

 

Waltraud Hertreiter, Neubeuern
unabhängige Finanzexpertin (im Sinne des § 100 Abs. 5 AktG)/freie Unternehmensberaterin
Vorsitzende des Aufsichtsrats der Hoftex Group AG, Hof
Vorsitzende des Beirats der Südbayerischen Portland-Zementwerk Gebr. Wiesböck & Co. GmbH, Rohrdorf
Mitglied des Regionalbeirats Süd der Commerzbank AG (bis 31. Dezember 2016)
Mitglied des Aufsichtsrats der ERWO Holding AG, Schwaig

 

Dipl.-Kfm. Peter Leischner, Frankfurt
Prokurist, Direktor, Leiter Treasury Management der Gutmark, Radtke & Company AG

 

Dipl.-Ing. Rudolf Meier, Nürnberg
ehemals Leiter Produktionsmaschinen, Factory Automation der Siemens AG

 

Nikolaus Simeonidis, Bretzfeld*)
Arbeitsvorbereitung

 

Jürgen Wild, Vaucresson, Frankreich
Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG-Stiftung Beteiligungsgesellschaft mbH
Mitglied des Aufsichtsrats der SAG Group GmbH, Langen
Mitglied des Aufsichtsrats der Solar World AG, Bonn

*) Arbeitnehmervertreter(in)

Mitglieder des Vorstands

 

Dipl.-Betriebswirt (BA) Martin Schomaker, Murr
Vorsitzender
verantwortlich für die Bereiche Vertrieb/Marketing, Technik/Produktion, Qualitätsmanagement, Produktmanagement, Personalwesen sowie Interne Revision und Risikomanagement

 

Dipl.-Kaufmann Bernd Marx, Brühl
verantwortlich für die Bereiche Controlling, Finanzen, IT, Recht und Compliance, Investor Relations sowie M&A

Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Festvergütung für den Aufsichtsrat betrug im Berichtsjahr insgesamt TEUR 253 (i. V. TEUR 253). Des Weiteren wurde eine variable Vergütung in Höhe von TEUR 24 (i. V. TEUR 88) ausbezahlt. Die feste jährliche Vergütung des Aufsichtsrats beträgt EUR 18.000,00 und die Vergütung für die Tätigkeit in einem Ausschuss beläuft sich auf EUR 3.650,00.

Die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten das Doppelte der Vergütung für die Tätigkeit in einem Ausschuss. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der sich hiernach ergebenden Bezüge. Der variable Anteil der Aufsichtsratsvergütung ist abhängig von der im Berichtsjahr ausgeschütteten Dividende. Für jedes volle ausgeschüttete Prozent Dividende, das über 20 % vom Grundkapital je Aktie hinausgeht, werden EUR 800,00 bezahlt. Diese zusätzliche Vergütung beträgt maximal das Doppelte der festen jährlichen Vergütung des Mitglieds des Aufsichtsrats bzw. der festen jährlichen Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie für Ausschussmitglieder ferner das Doppelte der zusätzlichen Vergütung für eine Tätigkeit in einem Ausschuss bzw. für eine Vorsitzendentätigkeit in einem Ausschuss.

Das Vergütungssystem der Mitglieder des Vorstands ist vertraglich geregelt. Danach bezieht der Vorsitzende neben einer Festvergütung eine ertragsabhängige Tantieme auf Basis des gleitenden Durchschnitts des aktuellen und der zwei vorangegangenen Geschäftsjahre. Diese ist auf maximal 80 % der Festvergütung begrenzt. Das weitere Mitglied des Vorstands bezieht eine ertragsabhängige variable Vergütung, die sich aus einer kurzfristigen und einer langfristigen Komponente zusammensetzt. Die kurzfristige Komponente ist begrenzt auf maximal 66 % der Festvergütung. Die langfristige Komponente ist begrenzt auf maximal 57 % der Festvergütung. Zusätzlich erhalten beide Vorstandsmitglieder Sachbezüge. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Aufwendungen für Firmenfahrzeuge.

Für das Geschäftsjahr 2016 erhalten die Mitglieder des Vorstands folgende Gesamtbezüge:

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Gesamtbezüge Vorstand Festvergütung Beitragsorientierte Leistungszulage Ertragsabhängige Tantiemen Sachbezüge Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Martin Schomaker 340 170,0 52,4 43,4 605,8
Bernd Marx 250 91,0 53,8 14,6 409,4

In seiner Sitzung vom 21. Mai 2015 hatte der Aufsichtsrat eine Verlängerung des Vertrags von Herrn Bernd Marx um weitere fünf Jahre für den Zeitraum vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2020 beschlossen. Bestandteil dieser Vertragsverlängerung war eine Anhebung der Festvergütung auf TEUR 250,0 sowie eine Anpassung der beitragsorientierten Leistungszusage, jeweils zum Beginn des Berichtszeitraums. Weiterhin wurde die langfristige variable Vergütung, die bislang lediglich die langfristige Entwicklung des Konzerns zum Gegenstand hatte, um einen Teil für die kurzfristige Entwicklung des Konzerns, die sich aus der Entwicklung des Konzerns im Berichtszeitraum ergibt, ergänzt.

Für Herrn Martin Schomaker bestehen Einzelzusagen für eine Altersrente. Demnach erhält Herr Schomaker eine Altersrente bei Ausscheiden aus dem Unternehmen nach Vollendung des 60. Lebensjahres bzw. eine Dienstunfähigkeitsrente in Höhe von 100 % des Altersrentenanspruchs bei Ausscheiden wegen Dienstunfähigkeit. Die monatliche Altersrente bei Ausscheiden zum regulären Rentenbeginn beträgt unverändert TEUR 9,6 für Herrn Schomaker. Die Pensionsrückstellung für Herrn Schomaker beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 2.350 (i. V. TEUR 2.441). Im Berichtsjahr wurden TEUR 180 als Personalertrag und TEUR 88 als Zinsaufwand ergebniswirksam berücksichtigt.

Zudem schloss die Gesellschaft eine Rückdeckungsversicherung in Form einer beitragsorientierten Zusage bei einer Unterstützungskasse zugunsten von Herrn Bernd Marx ab. Der Jahresbeitrag beträgt TEUR 91,0 und ist zusätzlicher Bestandteil des Gehalts. Bei Ausscheiden von Herrn Bernd Marx aus dem Vorstand der Gesellschaft mit Vollendung des 65. Lebensjahres erhält er zusätzlich eine Altersrente in Höhe von TEUR 3,3 brutto pro Monat. Scheidet Herr Bernd Marx zu einem früheren Zeitpunkt aus, bemisst sich die Höhe der monatlichen Altersrente nach der bis dahin erdienten festen Anwartschaft auf die monatliche Altersrente. Ab dem Zeitpunkt der Beendigung dieses Vertrags wegen dauerhafter Dienstunfähigkeit hat Herr Bernd Marx Anspruch auf eine Dienstunfähigkeitsrente. Die Pensionsrückstellung für Herrn Marx beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 279 (i. V. TEUR 259). Im Berichtsjahr wurden TEUR 11 als Personalaufwand und TEUR 9 als Zinsaufwand ergebniswirksam berücksichtigt.

Die R. Stahl Aktiengesellschaft hat für den Vorstand und den Aufsichtsrat keine Aktienoptionspläne oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme aufgelegt.

Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 280 (i. V. TEUR 355).

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf TEUR 3.656 (i. V. TEUR 3.701).

Beteiligungsverhältnisse

Die gesondert dargestellte Entwicklung der Unternehmen, an denen die R. STAHL AG mindestens den fünften Teil der Anteile und alle Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, bei denen die R. STAHL AG mindestens fünf Prozent der Stimmrechte hält (Anteilsbesitz), ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Corporate Governance

Den Verhaltensempfehlungen der von der Bundesregierung eingesetzten Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex wurde im vergangenen Geschäftsjahr bis auf Abweichungen in einzelnen Punkten entsprochen. Auch künftig soll der Großteil der Empfehlungen eingehalten werden. Eine Entsprechenserklärung hierzu ist vorhanden und auf der Website des Unternehmens (www.stahl.de unter der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance) jederzeit öffentlich zugänglich.

Mitarbeiter

Im Durchschnitt wurden während des Geschäftsjahres 51 Angestellte beschäftigt.

Konzernverhältnisse

Die R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, ist Obergesellschaft eines Konzerns, der unter ihrer einheitlichen Leitung zusammengefasst ist. Zum 31. Dezember wurde ein Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und ein Konzernlagebericht aufgestellt. Die Offenlegung des Jahres- und Konzernabschlusses der R. STAHL AG erfolgt beim Betreiber des Bundesanzeigers.

Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Die LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland hat uns am 22. November 2012 folgendes mitgeteilt:

Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH an der R. STAHL AG, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland am 21. November 2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und 5,02 % (323.000 der insgesamt 6.440.000 Stimmrechte) an diesem Tag betrug.

Davon sind der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH 5,00 % (322.000 Stück der insgesamt 6.440.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteile an der R. STAHL AG 3 % oder mehr betragen, werden der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH Stimmrechte zugerechnet:

Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte.

Die Investmentgesellschaft für langfristige Investoren TGV, Bonn (Deutschland), hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 30. Mai 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland am 29. Mai 2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 4,96 % (das entspricht 319.577 Stimmrechten) betragen hat.

Herr Norman Rentrop, Deutschland, hat uns am 21. August 2014 als Korrektur der Meldung vom 15. August 2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, am 29. Mai 2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 4,96 % (das entspricht 319.577 Stimmrechten) betragen hat. 4,96 % der Stimmrechte (das entspricht 319.577 Stimmrechten) sind Herrn Rentrop gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt.

Darüber hinaus sind Herrn Rentrop von diesen 4,96 % der Stimmrechte (das entspricht 319.577 Stimmrechten) 4,65 % der Stimmrechte (das entspricht 299.238 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt: Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV.

Die RAG-Stiftung Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.08.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. Stahl AG, Waldenburg, Deutschland am 17.08.2015 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,08 % (das entspricht 648979 Stimmrechten) betragen hat.

Die RAG-Stiftung, Essen, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.08.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. Stahl AG, Waldenburg, Deutschland am 17.08.2015 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,08 % (das entspricht 648979 Stimmrechten) betragen hat. 10,08 % der Stimmrechte (das entspricht 648979 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der R. Stahl AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: RAG-Stiftung Beteiligungsgesellschaft mbH.

Die Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14.10.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. Stahl AG, Waldenburg, Deutschland am 09.10.2015 die Schwelle von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,21 % (das entspricht 335267 Stimmrechten) betragen hat. 4,63 % der Stimmrechte (das entspricht 298046 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

R. Stahl AG

R. Stahl AG: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

18.01.2016

Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

 

R. Stahl AG
Am Bahnhof 30
74638 Waldenburg
Deutschland

2. Grund der Mitteilung

Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten

Erwerb/Veräußerung von Instrumenten

Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte

X Sonstiger Grund: Bestandsmitteilung gem. § 41 Abs. 4f WpHG

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

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Name: Registrierter Sitz und Staat:
Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte Tübingen Deutschland

4. Namen der Aktionäre

mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

26.11.2015

6. Gesamtstimmrechtsanteile

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Anteil Stimmrechte
(Summe 7.a.)
Anteil Instrumente
(Summe 7.b.1.+ 7.b.2.)
Summe Anteile
(Summe 7.a. + 7.b.)
Gesamtzahl
Stimmrechte
neu 0 % 0 % 0 % 6440000
letzte Mitteilung 5 % 0 % 5 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

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ISIN absolut in %
direkt zugerechnet direkt zugerechnet
(§ 21 WpHG) (§ 22 WpHG) (§ 21 WpHG) (§ 22 WpHG)
DE000A1PHBB5 0 0 0 % 0 %
Summe 0 0 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

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Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte Stimmrechte
absolut in %
        %
Summe       %

b.2. Instrumente i.S d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

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Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte Stimmrechte
absolut in %
        %
Summe       %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

X Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).

Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:

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Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
       

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

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Datum der Hauptversammlung:  
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

R. Stahl AG

R. Stahl AG: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

22.07.2016

Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

 

R. Stahl AG
Am Bahnhof 30
74638 Waldenburg
Deutschland

2. Grund der Mitteilung

Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten

Erwerb/Veräußerung von Instrumenten

Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte

X Sonstiger Grund: Bestandsmitteilung gem. § 41 Abs. 4g WpHG

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

scroll
Name: Registrierter Sitz und Staat:
Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte Tübingen Deutschland

4. Namen der Aktionäre

mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

02.07.2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

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Anteil Stimmrechte
(Summe 7.a.)
Anteil Instrumente
(Summe 7.b.1.+ 7.b.2.)
Summe Anteile
(Summe 7.a. + 7.b.)
Gesamtzahl
Stimmrechte
neu 9,79 % 0 % 9,79 % 6440000
letzte Mitteilung 0 % 0 % 0 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

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ISIN absolut in %
direkt zugerechnet direkt zugerechnet
(§ 21 WpHG) (§ 22 WpHG) (§ 21 WpHG) (§ 22 WpHG)
DE000A1PHBB5 630289 0 9,79 % %
Summe 630289 9,79 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

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Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte Stimmrechte
absolut in %
        %
Summe       %

b.2. Instrumente i.S d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll
Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte Stimmrechte
absolut in %
        %
Summe       %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

X Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).

Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:

scroll
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
       

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll
Datum der Hauptversammlung:  
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

10. Sonstige Erläuterungen

Aufgrund der erneuten Gesetzesänderung durch das 1. FiMaNoG ist die Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte nach § 1 Abs. 3 und 41 Abs. 4g WpHG als Anleger eines offenen Spezialinvestmentvermögens verpflichtet, ihren zum Stichtag 2.7.2016 gehaltenen Stimmrechtsanteil wieder offenzulegen.

Das Aktionärskonsortium der R. STAHL AG, bestehend aus den nachstehend aufgeführten Konsorten, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG freiwillig mitgeteilt, dass jeder der nachfolgend genannten Konsorten am 10. Juli 2006 weiterhin mehr als 25 % der Stimmrechte an der R. STAHL AG hielt, und dass ihnen am 10. Juli 2006 jeweils folgende Stimmrechte zustanden:

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Name des Konsorten Staat Individueller Stimmrechtsanteil des Konsorten Nach § 22 Abs. 2 5. 1 WpHG zuzurechnende Stimmrechte Gesamtzahl der Stimmrechte des Konsorten nach §§ 21, 22 WpHG
Ina Isabelle Stallbörger BRD 4,10 % 32,91 % 37,01 %
Barbara Stahl BRD 2,35 % 34,22 % 36,57 %
Gabriele Swedan USA 3,28 % 32,74 % 36,02 %
Dr. Nadya Swedan USA 0,16 % 35,88 % 36,04 %
Mark Swedan USA 0,14 % 35,88 % 36,02 %
Hansjörg Stahl BRD 3,63 % 32,48 % 36,11 %
Rolf-Dieter Zaiser BRD 2,03 % 36,01 % 38,04 %
Axel Zaiser BRD 2,03 % 36,01 % 38,04 %
Inge Schmid BRD 1,18 % 35,64 % 36,82 %
Katja Dörr-Zaiser* BRD 1,10 % 35,19 % 36,29 %
Valentina Zaiser BRD 0,28 % 35,82 % 36,09 %
Hansjörg Zaiser BRD 0,55 % 36,00 % 36,55 %
Andrea Griebler BRD 0,35 % 36,00 % 36,35 %
Steffen-Hans Zaiser BRD 0,42 % 35,69 % 36,11 %
Rosemarie Heufer BRD 1,55 % 35,25 % 36,80 %
Corinna Heufer BRD 0,25 % 35,78 % 36,03 %
Isabel Speck BRD 0,47 % 35,78 % 36,25 %
Reinhard Stahl BRD 0,41 % 35,63 % 36,04 %
Ute Müller BRD 3,97 % 32,92 % 36,89 %
Achim Müller BRD 0,01 % 36,01 % 36,02 %
Ingrid Ebert BRD 1,06 % 35,46 % 36,52 %
Dr. Susan Honerla BRD 0,61 % 35,64 % 36,25 %
Martin Ebert BRD 0,68 % 35,34 % 36,02 %
Anja Somogyi BRD 0,57 % 35,46 % 36,03 %
Peter Zinser BRD 2,98 % 33,85 % 36,83 %
Heike Dannenbauer BRD 0,31 % 35,71 % 36,02 %
Kristin Schwarz BRD 0,34 % 35,71 % 36,06 %
Maren Zinser BRD 0,34 % 35,68 % 36,02 %
Klaus Zinser BRD 3,28 % 33,53 % 36,81 %
Dr. Frank Linnartz BRD 1,89 % 34,13 % 36,02 %
Erika Marwitz BRD 2,44 % 33,93 % 36,37 %
Christa Leischner BRD 0,69 % 35,55 % 36,24 %
Dr. Eckhart Leischner BRD 0,02 % 36,02 % 36,03 %
Peter Leischner BRD 0,54 % 35,86 % 36,40 %
Lutz Leischner BRD 0,50 % 35,88 % 36,37 %
Karen Halank BRD 0,15 % 35,88 % 36,02 %
Hildegard Stahl BRD 0,04 % 35,98 % 36,02 %
Helgard Hahn BRD 0,97 % 35,06 % 36,02 %
Sibylle Wegmann BRD 0,12 % 35,91 % 36,02 %
Oliver Stahl BRD 0,12 % 35,91 % 36,02 %
Raphael Stahl BRD 0,12 % 35,91 % 36,02 %
Philipp Stahl BRD 0,12 % 35,91 % 36,02 %
Kilian Stahl USA 0,12 % 35,91 % 36,02 %
Yvonne Stahl USA 0,12 % 35,91 % 36,02 %
Hans-Volker Stahl BRD 5,17 % 33,18 % 38,35 %
Prof. Dr. Hans-Werner Stahl BRD 0,08 % 35,96 % 36,04 %

* Von den nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechneten Stimmrechten werden 0,28 % auch nach § 22 Abs. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.

Im Aktionärskonsortium haben sich seit 10. Juli 2006 folgende Veränderungen ergeben:

Frau Helgard Hahn, München, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 5. Mai 2008 die Schwellen von 30 %, 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0 % (0 Stimmrechte) beträgt. Die Unterschreitung der vorgenannten Schwellen folgt daraus, dass der bisherige Zurechnungstatbestand nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG entfallen ist.

Herr Axel Zaiser, Stuttgart, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. Januar 2009 die Schwelle(n) von 30, 25, 20, 15, 10, 5 und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,03 % (131.005 Stimmrechte) beträgt. Dazu hat die Gesellschaft folgenden Hinweis veröffentlicht: Die Meldepflicht besteht, weil zum Stichtag die Zurechnung von Stimmrechten entfällt. Die tatsächlich von Herrn Axel Zaiser gehaltene Zahl der Aktien bleibt dagegen unverändert.

Herr Pablo Zinser, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1. WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland, am 10. August 2009 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und seit diesem Tag durchgehend bis heute 47,40 % beträgt. Hiervon werden ihm 47,40 % (dies entspricht 3.052.684 Stück) Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet.

Herr Rolf-Dieter Zaiser, Deutschland, hat uns am 7. Januar 2010 gemäß § 21 Abs. 1. WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. Januar 2010 die Schwellen von 30, 25, 20, 15, 10, 5 und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,03 % (131.005 Stimmrechte) beträgt.

Frau Inge Schmid, Deutschland, hat uns am 7. Januar 2010 gemäß § 21 Abs. 1. WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. Januar 2010 die Schwellen von 30, 25, 20, 15, 10, 5 und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 1,18 % (75.755 Stimmrechte) beträgt.

Frau Katja Dörr-Zaiser, Deutschland, hat uns am 7. Januar 2010 gemäß § 21 Abs. 1. WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. Januar 2010 die Schwellen von 30, 25, 20, 15, 10, 5 und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 1,10 % (70.875 Stimmrechte) beträgt.

Frau Valentina Zaiser, Deutschland, hat uns am 7. Januar 2010 gemäß § 21 Abs. 1. WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. Januar 2010 die Schwellen von 30, 25, 20, 15, 10, 5 und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,28 % (17.720 Stimmrechte) beträgt.

Herr Jochen Stahl, Deutschland, hat uns am 6. Juni 2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 30. Mai 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und seit diesem Tag durchgehend bis heute 42,43 % (dies entspricht 2.732.737 Stück) beträgt.

Davon sind Herrn Jochen Stahl 42,42 % (2.732.137 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl.

Frau Anke Linnartz, Deutschland, hat uns am 7. Februar 2012 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 27. Januar 2012 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und 41,84 % (dies entspricht 2.694.434 Stück) beträgt.

Davon sind Frau Anke Linnartz 41,83 % (2.693.934 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl.

Herr Andreas Müller, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 1. Februar 2013 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und 41,52 % (dies entspricht 2.673.797 Stück) beträgt.

Davon sind Herrn Andreas Müller 41,51 % (2.673.017 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl.

Frau Christine Müller-Edwards, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 1. Februar 2013 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und 41,52 % (dies entspricht 2.673.797 Stück) beträgt.

Davon sind Frau Christine Müller-Edwards 41,50 % (2.672.617 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl.

Frau Michaela Pertz, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 1. Februar 2013 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und 41,52 % (dies entspricht 2.673.797 Stück) beträgt.

Davon sind Frau Michaela Pertz 41,51 % (2.673.017 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl.

Herr Stefan Müller, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 1. Februar 2013 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und 41,52 % (dies entspricht 2.673.797 Stück) beträgt.

Davon sind Herrn Stefan Müller 41,51 % (2.672.957 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl.

Frau Anita Stahl, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 15. April 2013 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und 41,61 % (dies entspricht 2.679.897 Stück) beträgt.

Davon sind Frau Anita Stahl 41,60 % (2.678.747 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet. Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl.

Herr Kilian Stahl, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, am 1. April 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % unterschritten hat und 0,00 % (0 Stimmrechte) beträgt.

Frau Yvonne Stahl, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, am 9. Juli 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % unterschritten hat und 0,00 % (0 Stimmrechte) beträgt.

Herr Arwed J. Ebert, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 15. April 2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 15. April 2015 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und 41,64 % (dies entspricht 2.681.387 Stück) beträgt.

Davon sind Herrn Arwed J. Ebert 41,63 % (2.680.977 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet. Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Hans-Volker Stahl.

Herr Sebastian Stahl, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 15.07.2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland am 15.07.2015 die Schwelle von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 41,69 % (dies entspricht 2684909 Stimmrechten) betragen hat.

41,69 % der Stimmrechte (das entspricht 2684709 Stimmrechten) sind Herrn Stahl gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der R. Stahl AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Hans-Volker Stahl.

R. Stahl AG

R. Stahl AG: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

06.07.2016

Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

 

R. Stahl AG
Am Bahnhof 30
74638 Waldenburg
Deutschland

2. Grund der Mitteilung

Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten

Erwerb/Veräußerung von Instrumenten

Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte

X Sonstiger Grund: Beendigung der Zurechnung zum Konsortium der Familienaktionäre der R. STAHL AG

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

scroll
Name: Registrierter Sitz und Staat:
Frau Gabriele Swedan Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre

mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

01.07.2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll
Anteil Stimmrechte
(Summe 7.a.)
Anteil Instrumente
(Summe 7.b.1.+ 7.b.2.)
Summe Anteile
(Summe 7.a. + 7.b.)
Gesamtzahl
Stimmrechte des Emittenten
neu 2,35 % 0 % 2,35 % 6440000
letzte Mitteilung 36,02 % N/A % N/A % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

scroll
ISIN absolut in %
direkt zugerechnet direkt zugerechnet
(§ 21 WpHG) (§ 22 WpHG) (§ 21 WpHG) (§ 22 WpHG)
DE000A1PHBB5 151460 0 2,35 % 0 %
Summe 151460 2,35 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll
Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte Stimmrechte
absolut in %
        %
Summe       %

b.2. Instrumente i.S d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll
Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte Stimmrechte
absolut in %
        %
Summe       %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

X Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).

Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:

scroll
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
       

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll
Datum der Hauptversammlung:  
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

10. Sonstige Erläuterungen

R. Stahl AG

R. Stahl AG: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

06.07.2016

Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

 

R. Stahl AG
Am Bahnhof 30
74638 Waldenburg
Deutschland

2. Grund der Mitteilung

Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten

Erwerb/Veräußerung von Instrumenten

Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte

X Sonstiger Grund: Beendigung der Zurechnung zum Konsortium der Familienaktionäre der R. STAHL AG

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

scroll
Name: Registrierter Sitz und Staat:
Frau Dr. Nadya Swedan Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre

mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

01.07.2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll
Anteil Stimmrechte
(Summe 7.a.)
Anteil Instrumente
(Summe 7.b.1.+ 7.b.2.)
Summe Anteile
(Summe 7.a. + 7.b.)
Gesamtzahl
Stimmrechte des Emittenten
neu 0,47 % 0 % 0,47 % 6440000
letzte Mitteilung 36,04 % N/A % N/A % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

scroll
ISIN absolut in %
direkt zugerechnet direkt zugerechnet
(§ 21 WpHG) (§ 22 WpHG) (§ 21 WpHG) (§ 22 WpHG)
DE000A1PHBB5 30000 0 0,47 % 0 %
Summe 30000 0,47 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll
Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte Stimmrechte
absolut in %
        %
Summe       %

b.2. Instrumente i.S d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll
Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte Stimmrechte
absolut in %
        %
Summe       %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

X Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).

Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:

scroll
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
       

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll
Datum der Hauptversammlung:  
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

10. Sonstige Erläuterungen

R. Stahl AG

R. Stahl AG: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

06.07.2016

Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

 

R. Stahl AG
Am Bahnhof 30
74638 Waldenburg
Deutschland

2. Grund der Mitteilung

Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten

Erwerb/Veräußerung von Instrumenten

Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte

X Sonstiger Grund: Beendigung der Zurechnung zum Konsortium der Familienaktionäre der R. STAHL AG

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

scroll
Name: Registrierter Sitz und Staat:
Frau Mark Swedan Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre

mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

01.07.2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll
Anteil Stimmrechte
(Summe 7.a.)
Anteil Instrumente
(Summe 7.b.1.+ 7.b.2.)
Summe Anteile
(Summe 7.a. + 7.b.)
Gesamtzahl
Stimmrechte des Emittenten
neu 0,02 % 0 % 0,02 % 6440000
letzte Mitteilung 36,04 % N/A % N/A % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

scroll
ISIN absolut in %
direkt zugerechnet direkt zugerechnet
(§ 21 WpHG) (§ 22 WpHG) (§ 21 WpHG) (§ 22 WpHG)
DE000A1PHBB5 1000 0 0,02 % 0 %
Summe 1000 0,02 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll
Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte Stimmrechte
absolut in %
        %
Summe       %

b.2. Instrumente i.S d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll
Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte Stimmrechte
absolut in %
        %
Summe       %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

X Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).

Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:

scroll
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
       

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll
Datum der Hauptversammlung:  
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

10. Sonstige Erläuterungen

Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2016 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

 

Waldenburg, 20. April 2017

R. Stahl Aktiengesellschaft

Vorstand

Martin Schomaker

Bernd Marx

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, 20. April 2017

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Wolfgang Russ, Wirtschaftsprüfer

Annette Lang, Wirtschaftsprüferin

Angabe gemäß § 328 HGB

Der Jahresabschluss der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, für das Geschäftsjahr 2016 ist durch Beschluss der Aufsichtsratssitzung vom 20. April 2017 festgestellt worden.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für den Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Waldenburg, 20. April 2017

R. STAHL Aktiengesellschaft

Martin Schomaker, Vorstandsvorsitzender

Bernd Marx, Vorstand

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die R. STAHL AG entspricht den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 12. Juni 2015 bekannt gemachten Empfehlungen (Fassung vom 5. Mai 2015) mit Ausnahme der in der Entsprechenserklärung im Dezember 2015 genannten Punkte. Seit Abgabe dieser letztjährigen Entsprechenserklärung wurde im vergangenen Geschäftsjahr und wird den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 mit Ausnahme der folgenden Punkte entsprochen:

3.8 Absatz 2, Satz 2

In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein <...> Selbstbehalt <von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung> vereinbart werden.

Die D&O-Versicherung für die Mitglieder des Aufsichtsrats sieht einen Selbstbehalt in Form eines Fixbetrages vor. Eine Ungleichbehandlung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat in Hinblick auf die Höhe der Selbstbehalte ist aus Sicht der Gesellschaft aufgrund der unterschiedlichen Funktionen sachlich gerechtfertigt. Der Gesetzgeber hat eine solche Differenzierung akzeptiert, da er vergleichbare Regelungen wie zum Selbstbehalt bei Vorstandsmitgliedern für die Mitglieder des Aufsichtsrats nicht vorgesehen hat.

4.2.3 Absatz 2 Satz 6

Die Vergütung soll insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen.

Die Festvergütung der Mitglieder des Vorstands ist definitionsgemäß betragsmäßig begrenzt. Der Höchstbetrag der erfolgsabhängigen Tantieme wird durch einen Prozentsatz der Festvergütung gedeckelt. Diese prozentuale Begrenzung steht einer betragsmäßigen Höchstgrenze gleich. Ferner sind der Umfang der Leistungen, die den im Vergütungsbericht ausgewiesenen Sachbezügen zugrunde liegen, sowie die Ansprüche und Beiträge im Rahmen der Versorgungszusagen vertraglich festgeschrieben. Der Aufsichtsrat sieht keinen Anlass, darüber hinaus auch für diese Bestandteile der Vorstandsvergütung betragsmäßige Höchstgrenzen mit den Mitgliedern des Vorstands zu vereinbaren.

4.2.3 Absatz 3

Bei Versorgungszusagen soll der Aufsichtsrat das jeweils angestrebte Versorgungsniveau - auch nach der Dauer der Vorstandszugehörigkeit - festlegen und den daraus abgeleiteten jährlichen sowie den langfristigen Aufwand für das Unternehmen berücksichtigen.

Soweit es sich bei den Versorgungszusagen zugunsten einzelner Mitglieder des Vorstands um beitragsorientierte Zusagen handelt, gibt es ein „angestrebtes Versorgungsniveau“ nicht, da nur das Beitragsvolumen garantiert wird und nicht die Höhe der späteren Leistung im Versorgungsfall.

4.2.5 Absatz 3

Ferner sollen im Vergütungsbericht für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden:

die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung,

der Zufluss für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren.

bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr.

Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden.

Soweit die an dieser Stelle im Kodex erwähnten Elemente des Vergütungssystems für den Vorstand vertraglich vereinbart und somit vorhanden sind, werden sie tabellarisch sowie im Text des Vergütungsberichts der Gesellschaft dargestellt. Die Zahlungsbeträge - auch die der Vergangenheit - werden genannt. Ebenso werden die Bestandteile der jeweiligen Versorgungszusagen einschließlich der Höhe der Rückstellungen und ihrer Zuführung im Berichtsjahr, des Personal- und Zinsaufwands unter Angabe der Beträge beschrieben.

Das Vergütungssystem für den Vorstand besteht nur aus wenigen, einfach nachzuvollziehenden Leistungen. Deshalb sind die dem Kodex in der Anlage beigefügten Tabellen nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat hier kein geeignetes Mittel, dieses Vergütungssystem einfacher, verständlicher und transparenter darzustellen. Die Gesellschaft wird daher auch für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2013 beginnen, an der bisher bewährten Form des Vergütungsberichts festhalten und die empfohlenen Mustertabellen nicht anwenden.

5.1.2 Absatz 2, Satz 3

Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden.

Eine Altersgrenze für Vorstände war und ist nicht festgeschrieben. Bei der Besetzung von Führungspositionen steht bei R. STAHL die Qualifikation, Fachkompetenz und Erfahrung der betreffenden Vorstände im Vordergrund.

5.3.3

Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern geeignete Kandidaten benennt.

Einen Nominierungsausschuss im obengenannten Sinne gibt es bei R. STAHL nicht. Wir sind der Meinung, dass die Größe unseres Aufsichtsrats (sechs Mitglieder von der Kapitalseite) keinen separaten Ausschuss zum Vorschlag von Aufsichtsratskandidaten rechtfertigt.

5.4.1 Absatz 2

Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.

Bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wurde und wird keine Altersgrenze berücksichtigt. Nicht das Alter sondern die Kompetenz und Gesundheit sind maßgeblich. Darüber hinaus hält der Aufsichtsrat eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat für nicht erforderlich, da er auch so, wie in der Vergangenheit gezeigt, rechtzeitig für einen Generationswechsel Sorge tragen wird. Im Übrigen hält es der Aufsichtsrat nicht für sinnvoll, sich konkrete Ziele im Hinblick auf die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Zahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt zu geben. Vielmehr werden diese durchaus auch aus Sicht des Gremiums wichtigen Kriterien im Einzelfall bei der intensiven und abwägenden Suche nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten berücksichtigt.

5.4.3 Satz 3

Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz sollen den Aktionären bekannt gegeben werden.

Die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden obliegt dem Aufsichtsrat in eigener Verantwortung, da er die Eignung der Kandidaten am besten einschätzen kann. Eine vorherige Bekanntgabe der Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz ist nach Ansicht der Gesellschaft insbesondere vor diesem Hintergrund nicht sachgerecht.

5.4.6 Absatz 2, Satz 2

Wird den Aufsichtsratsmitgliedern eine erfolgsorientierte Vergütung zugesagt, soll sie auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein.

Die derzeitige, zuletzt von der Hauptversammlung am 27. Juni 2008 geänderte variable Vergütung orientiert sich an der Höhe der ausgezahlten Dividende, soweit sie 20 % vom Grundkapital je Aktie übersteigt. Sie ist begrenzt auf das Doppelte der festen jährlichen Vergütung. Damit erfüllt die geltende variable Vergütung nicht das Kriterium der „Nachhaltigkeit“ im Sinne dieser Empfehlung. Im Hinblick auf den damit herbeigeführten Gleichlauf der variablen Vergütung mit den Interessen der Aktionäre hält jedoch der Aufsichtsrat die variable Vergütung in der bestehenden Form weiterhin für angemessen.

6.2

Über die gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Mitteilung und Veröffentlichung von Geschäften in Aktien der Gesellschaft hinaus soll der Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern angegeben werden, wenn er direkt oder indirekt größer als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist. Übersteigt der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien, soll der Gesamtbesitz getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat im Corporate Governance Bericht angegeben werden.

Der Aktienbesitz einzelner Organmitglieder über 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien wurde und wird nicht angegeben.

Einerseits hat kein Familienmitglied direkt oder indirekt einen Aktienanteil der geeignet wäre, die Gesellschaft zu dominieren, andererseits sind auch Familienmitglieder im Aufsichtsrat vertreten, und im Sinne des Schutzes der Person und Familie wird auf den expliziten Vermögensausweis mit Namenszuordnung verzichtet.

7.1.2 Satz 4

Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums, öffentlich zugänglich sein.

Der Jahresabschluss 2015 wurde im Rahmen der gesetzlichen Fristen veröffentlicht. Wichtige Eckdaten zum abgelaufenen Geschäftsjahr wurden hingegen deutlich früher - Ende Februar 2016 - der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die gleiche Vorgehensweise werden wir beim Jahresabschluss 2016 anwenden.

Erste Eckzahlen zu den abgeschlossenen Quartalen veröffentlichen wir - sofern sie von der Markterwartung wesentlich abweichen - in der Regel bereits vier Wochen nach Ende des Berichtszeitraums.

 

Waldenburg, im Dezember 2016