R. Stahl Aktiengesellschaft

Waldenburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

für R. STAHL war das Geschäftsjahr 2016 durch den anhaltenden Preis- und Nachfragerückgang im Öl- und Gassektor mit großen Herausforderungen verbunden. In diesem überaus schwierigen Umfeld konnte das Unternehmen dennoch Marktpositionen und Profitabilität verteidigen. Im Berichtsjahr stand der Aufsichtsrat dem Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beratend zur Seite und überwachte die Geschäftsführung entsprechend den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben. Der Erfolg des R. STAHL-Konzerns basiert essenziell auf der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand. Im ständigen Dialog informiert der Vorstand den Aufsichtsrat umfassend und zeitnah über alle bedeutenden Vorgänge im Unternehmen. Der Aufsichtsrat überwacht die Arbeit des Vorstands auf der Grundlage regelmäßiger mündlicher und schriftlicher Berichte, und seine Mitglieder wurden mindestens einmal im Monat über die wichtigsten Kennzahlen des Konzerns informiert. Im Rahmen persönlicher Treffen sowie mündlicher oder schriftlicher Ausführungen informierte der Vorstand den Vorsitzenden des Aufsichtsrats regelmäßig über die Entwicklung des Unternehmens und erörterte mit diesem aktuelle Fragestellungen. Zudem erläuterte der Vorstand die außergewöhnlichen Ereignisse, die für den Konzern von Bedeutung waren. Hier hatten im abgelaufenen Geschäftsjahr angesichts des sich erst im Sommer überraschend abzeichnenden Geschäftsrückgangs auch im rohölverarbeitenden Bereich (Downstream) Maßnahmen zur Ergebnissicherung oberste Priorität.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat tagte im Berichtsjahr neunmal, davon fünfmal im Rahmen von ordentlichen und dreimal im Rahmen von außerordentlichen Sitzungen. Darüber hinaus traf sich der Aufsichtsrat im Januar 2016 zu einer gesonderten Tagung, um sich intensiv mit der zukünftigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens zu befassen. Die Teilnahmequote der Mitglieder in den Sitzungen des Aufsichtsrats lag mit zwei Ausnahmen bei 100 %. Bei zwei Sitzungen fehlte Herr Wild entschuldigt.

Die fünf ordentlichen Aufsichtsratssitzungen fanden, wie jedes Jahr, turnusgemäß statt. In diesen Sitzungen wurden die wirtschaftliche Lage und die Entwicklungsperspektiven des R. STAHL-Konzerns sowie wichtige Geschäftsereignisse eingehend erörtert und diskutiert. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat regelmäßig über die Umsatz-, Ergebnis- und Finanzentwicklung des Unternehmens. Auch war die Strategie des Konzerns und seiner Geschäftseinheiten Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen. Insbesondere ging es um folgende Themen: In der Februar-Sitzung bestellte der Aufsichtsrat Herrn Martin Schomaker für eine weitere Amtsperiode von drei Jahren ab 2017 erneut zum Vorsitzenden des Vorstands. Außerdem beschäftigte er sich mit dem vorläufigen Jahresabschluss sowie dem Corporate-Governance-Bericht und dem Risikomanagement der Gesellschaft. In der darauf folgenden Sitzung am 21. April 2016 billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss. Der Jahresabschluss sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden vom Vorstand und von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG erläutert. Während dieser Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat zudem mit den einzelnen Tagesordnungspunkten und der Tagesordnung insgesamt für die Hauptversammlung 2016. Die Sitzung am 2. Juni 2016 diente der finalen Vorbereitung der Hauptversammlung am darauf folgenden Tag. Schwerpunkte der September-Sitzung waren die Analyse der operativen Geschäftsentwicklung und die zukünftige strategische Entwicklung des Konzerns. In der letzten Sitzung am 14. Dezember 2016 hat sich das Gremium turnusgemäß ausführlich mit der Unternehmensplanung für die nächsten Jahre und dem Budget für das Jahr 2017 befasst.

Themenschwerpunkte der außerordentlichen Sitzungen des Aufsichtsrats

In der am 24. Mai 2016 telefonisch abgehaltenen außerordentlichen Sitzung stimmte der Aufsichtsrat nach intensiver Beratung einer Änderung des Jahresabschlusses zu. Um die von Vorstand und Aufsichtsrat in der Einberufung zur Hauptversammlung vorgeschlagene Dividendenausschüttung umsetzen zu können, musste der — einen Bilanzverlust ausweisende — Jahresabschluss der R. STAHL AG aus buchungstechnischen Gründen geändert werden. Da eine Dividende nur aus einem Bilanzgewinn ausgeschüttet werden kann, war dem ursprünglichen Gewinnverwendungsvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat bereits immanent, dass der Bilanzverlust in Höhe von EUR 4.655.981,99 buchungstechnisch durch eine Entnahme aus den Gewinnrücklagen zu neutralisieren war. Um die angekündigten EUR 3.864.000,00 ausschütten zu können, musste ein Betrag in Höhe von insgesamt EUR 8.519.981,99 aus den Gewinnrücklagen entnommen werden. Nachdem der Abschlussprüfer den geänderten Jahresabschluss geprüft und auch insoweit den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hatte, billigte der Aufsichtsrat den geänderten Jahresabschluss per Umlaufbeschluss vom 25. Mai 2016, der damit festgestellt war. In diesem Verfahren hat der Aufsichtsrat auch dem neu formulierten Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zugestimmt und den geänderten Bericht des Aufsichtsrats verabschiedet.

Unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung bestätigte der Aufsichtsrat in der Sitzung am 3. Juni 2016 nach Abwägung aller Risiken den zuvor gefassten Beschluss des Vorstands, die Dividende auszuzahlen, nachdem in der Versammlung Widersprüche von Aktionären zu Protokoll genommen worden waren. Die Hauptversammlung hatte mit deutlicher Mehrheit dem Gewinnverwendungsvorschlag zugestimmt.

Die dritte, diesmal wieder telefonisch abgehaltene, außerordentliche Sitzung war aufgrund der sich abzeichnenden geschäftlichen Lage im zweiten Halbjahr 2016 im August 2016 notwendig geworden. Hier analysierte der Aufsichtsrat nochmals intensiv die geschäftliche Lage nach Abschluss des ersten Halbjahres und ließ sich vom Vorstand über die Maßnahmen der Ergebnissicherung informieren.

Sitzungen der Ausschüsse

Der Prüfungsausschuss hat sich im Berichtsjahr zu drei Sitzungen getroffen, an denen stets alle Mitglieder des Ausschusses teilnahmen. Dabei beschäftigte er sich mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung. Im zweiten Halbjahr 2016 hat sich der Ausschuss insbesondere auch der Vorbereitung und Einleitung der nach der neuen Abschlussprüferrichtlinie vorgesehenen Ausschreibung der Jahresabschlussprüfungsleistungen durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften gewidmet.

Der Verwaltungsausschuss hielt im Jahr 2016 vier Sitzungen ab, bei denen alle Mitglieder anwesend waren. Dabei wurden die Vergütungsentscheidungen des Aufsichtsratsplenums vorbereitet und Vorschläge für die jeweilige Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder vorgelegt. Auch wurde die vom Aufsichtsrat durchzuführende Beurteilung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung vorbereitet. Ferner beschäftigte sich der Verwaltungsausschuss maßgeblich mit der Vertragsverlängerung des Vorstandsvorsitzenden und der damit verbundenen Vorstandsvergütung.

Der Strategieausschuss hielt im Berichtsjahr eine Sitzung ab, bei der alle Mitglieder anwesend waren. Nachdem die dem Ausschuss übertragenen Aufgaben abgeschlossen sind und der Gesamtaufsichtsrat keine neuen Aufgaben an den Ausschuss delegiert hat, beschloss der Strategieausschuss, seine Tätigkeit vorerst ruhen zu lassen und während dieser Zeit auf die gesonderte Vergütung für die Tätigkeit im Ausschuss zu verzichten. Dem hat der Aufsichtsrat zugestimmt.

Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse informiert.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der R. STAHL AG zum 31. Dezember 2016 sowie der Konzernabschluss der R. STAHL AG sind von dem durch die Hauptversammlung gewählten und vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats beauftragten Abschlussprüfer, der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzenden, nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht. Jahres- und Konzernabschluss, die Lageberichte sowie die entsprechenden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen.

Der Prüfungsausschuss hat die Abschlüsse und Prüfberichte intensiv mit dem Abschlussprüfer diskutiert. Anschließend hat sich der Aufsichtsrat in seiner Bilanzsitzung am 20. April 2017 eingehend mit der Prüfung der Abschlussunterlagen befasst. Dazu hat der Prüfungsausschuss allen Mitgliedern des Aufsichtsrats über seine Erkenntnisse berichtet. Der Wirtschaftsprüfer war während der Sitzung anwesend und stand für Diskussionen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Abschlussprüfung zugestimmt und keine Einwände gegen den Jahres- und Konzernabschluss sowie die Lageberichte erhoben. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der R. STAHL AG sowie den Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte. Ersterer ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der R. STAHL-Gruppe im In- und Ausland herzlich für die geleistete Arbeit und das gezeigte Engagement. Wir werden dem Vorstand bei seiner herausfordernden Aufgabe in den kommenden Monaten weiter beratend zur Seite stehen und seine Vorschläge und Entscheidungen im Interesse der Gesellschaft eingehend prüfen. Ein besonderer Dank gilt den Aktionären der R. STAHL AG für das gezeigte Vertrauen.

 

Heiko Stallbörger
Vorsitzender des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht
der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, für das Geschäftsjahr 2016

GRUNDLAGEN DES KONHZERNS

GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS

Unternehmensportrait:

Führender Spezialist für Explosionsschutz und Automatisierungstechnik

In einer Vielzahl von Industrien entstehen auf den unterschiedlichen Stufen des Produktionsprozesses brennbare Gase, Dämpfe, Nebel oder Stäube, die im Falle einer Entzündung und einer daraus folgenden Explosion zu erheblichen Personen- und Sachschäden führen können. Dies gilt vor allem für die chemische und petrochemische Industrie, aber auch für die Pharma-, die Nahrungsmittelbranche und das holzverarbeitende Gewerbe. Die innovativen Produkte und Systeme von R. STAHL sind darauf ausgerichtet, Mensch, Maschine und die Umwelt vor solchen Explosionsereignissen zu schützen. Die Systemkompetenz der R. STAHL-Gruppe ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor: Wir bieten Lösungen aus maßgeschneiderten und technisch richtungsweisenden Produkten, die durch Ingenieurs-, Service- und Beratungsleistungen komplementiert werden. Unser Ziel ist es, dem Kunden individuell auf seinen Bedarf angepasste, qualitativ hochwertige und innovative Systeme anzubieten, die allerhöchste Sicherheitsmaßstäbe erfüllen. Systemlösungen zur optimalen Anlagensteuerung, Erfassung von Betriebsparametern und flexiblen Prozesssteuerung gehören ebenso zu unserem Portfolio. Mit mittlerweile rund wo Jahren Erfahrung im Explosionsschutz ist R. STAHL zudem ebenso qualifizierter wie auch erfahrener Partner in Zertifizierungsfragen.

Schlanke Konzernstruktur und Organisation

Muttergesellschaft des R. STAHL-Konzerns ist die R. Stahl Aktiengesellschaft (im Folgenden R. STAHL AG). Sie unterliegt deutschem Recht und wird nach dem dualistischen System mit Vorstand und Aufsichtsrat geführt. Der Vorstand setzt sich aus zwei Mitgliedern zusammen. Herr Martin Schomaker bekleidet das Amt des Vorstandsvorsitzenden und zeichnet verantwortlich für die Bereiche Vertrieb/Marketing, Technik/Produktion, Qualitätsmanagement, Produktmanagement, Personalwesen sowie Interne Revision und Risikomanagement. Herr Bernd Marx ist neben dem Finanzressort auch für die Bereiche IT, Compliance, Recht, Investor Relations und M & A zuständig. Der Aufsichtsrat besteht aus neun Mitgliedern, davon drei Arbeitnehmervertretern. Das Gremium nimmt sowohl kontrollierende als auch beratende Aufgaben wahr. Zu den wichtigsten Aufgaben des Aufsichtsrats zählen die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands. Detaillierte Informationen zur Corporate Governance und zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat sind im Geschäftsbericht im Bericht des Aufsichtsrats sowie auf der Unternehmenswebsite zu finden.

Im Jahr 2016 war R. STAHL mit 24 eigenen Tochtergesellschaften in 22 Ländern aktiv und unterhielt zusätzlich weltweit mehr als 50 Vertretungen. Unsere zentralen Funktionen bündeln wir an unserem Hauptsitz in Waldenburg. Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte R. STAHL 1.788 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2016 lag der Umsatz bei EUR 286,6 Mio., das EBIT betrug EUR 8,8 Mio. Die R. STAHL AG gibt als Muttergesellschaft die strategische Ausrichtung der Tochtergesellschaften vor und nimmt die Steuerungsfunktion im Konzern wahr. Darüber hinaus bietet sie konzerninterne Dienstleistungen an und steht den Tochtergesellschaften beratend zur Seite. Eine Übersicht der zum Konzern gehörigen Standorte findet sich in der Aufstellung des Anteilsbesitzes.

Internationale Präsenz

R. STAHL ist mit eigenen Tochtergesellschaften und Vertretungen auf allen Kontinenten der Erde vertreten. Neben den zahlreichen Vertriebsgesellschaften betreibt R. STAHL sieben Produktionsstandorte in Europa, den USA und in Indien. In unserem Stammwerk am Firmensitz in Waldenburg produziert die R. Stahl Schaltgeräte GmbH einen Großteil des Produktspektrums des Konzerns. Am Standort Weimar werden hauptsächlich Leuchten für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen gefertigt. Unsere Tochtergesellschaften R. STAHL HMI Systems GmbH und R. STAHL Camera Systems GmbH sind Spezialisten für Bedien- und Beobachtungssysteme und damit Kernbestandteil unseres Standorts Köln, an dem darüber hinaus Produkte für den Bereich Automatisierung hergestellt werden. Die Electromach B.V. im niederländischen Hengelo ist ein Spezialbetrieb für Großsteuerungen in explosionsgeschützten Ausführungen. Unsere norwegische Tochtergesellschaft TRANBERG AS in Stavanger ist spezialisiert auf Produkte für den Schiffbau sowie die Öl- und Gasindustrie. Auf dem nordamerikanischen Markt sind wir mit einer eigenen Produktionseinheit in Houston, USA, präsent. Unsere Tochtergesellschaft im indischen Chennai konzentriert sich auf die Entwicklung und vor allem auch Vermarktung sowie den After-Sales-Service für marktspezifisch angepasste explosionsgeschützte Produkte im asiatischen Raum.

Maßgeschneiderte, innovative Produkte und Dienstleistungen

Eine global vernetzte „Industrie 4.o" benötigt energieeffiziente und intelligente Explosionsschutzlösungen sowie Steuerungs- und Überwachungssysteme für alle Anlagen-strukturen, Regionen und Einsatzbedingungen. Dank unseres vielfältigen Portfolios an Produkten, Systemen und Services sowie permanenter Innovationen bieten wir maßgeschneiderte Lösungen mit optimaler Sicherheit und Effizienz. Gemeinsam mit unseren weltweiten Kunden erarbeiten wir Lösungen, die exakt auf deren Bedürfnisse ausgelegt sind. Unser Produktportfolio besteht aus rund 7.000 unterschiedlichen Komponenten und lässt sich nach deren Funktionen einteilen: Neben der Herstellung explosionsgeschützter Schaltungen und Verteilungen gehört auch der wachstumsstarke Bereich der Automatisierungstechnik zum Spektrum. Mit unseren innovativen HMI- und Kamerasystemen decken wir die Kundenanforderungen an Bedien- und Beobachtungseinrichtungen, auch im explosionsgefährdeten Bereich, ab. Darüber hinaus umfasst unser Produktportfolio eine breite Palette an Beleuchtungslösungen — vom Handscheinwerfer bis hin zu spezifischen Helideck-Beleuchtungssystemen — sowie Signal- und Alarm-meldegeräten zur Gewährleistung der Sicherheit von Mensch, Maschine und Umwelt. R. STAHLs Bereich Installationstechnik beschäftigt sich mit dem Leiten, Verbinden und Verteilen von elektrischer Energie. Wir schaffen für unsere Kunden Mehrwert, indem wir unser umfangreiches Produktangebot mit kundenindividuellen Engineering- und Beratungsleistungen vervollständigen und bei Bedarf Fremdkomponenten in die Gesamtleistung integrieren. Mit diesem spezifischen Systemansatz liefern wir Komplettlösungen aus einer Hand. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden Schulungen und Seminare zum Thema Explosionsschutz an. Diese werden von unserem eigenen, kompetenten Trainer-Team sowohl direkt beim Kunden als auch regelmäßig in vielen Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt.

Anspruchsvolles Marktumfeld

Explosionsschutz ist enorm wichtig: Ein einziger Funke auf einer Ölbohrinsel oder in einer Chemieanlage kann zu einer Explosion mit fatalen Folgen führen. Aufgrund des steigenden gesellschaftlichen Verlangens nach sicheren, umweltverträglichen und nachhaltigen industriellen Prozessen gewinnt die Sicherheitstechnik —und mit ihr der Explosionsschutz — weltweit kontinuierlich an Stellenwert hinzu.

Die Markteintrittsbarrieren in diesem Bereich sind hoch: Die Reputation eines Anbieters sicherheitskritischer Explosionsschutzprodukte und -systeme spielt bei bestehenden und potenziellen Kunden eine große Rolle. Wettbewerber, die sich in der Branche etablieren wollen, müssen ihre Kompetenzen und die Verlässlichkeit ihrer Produkte erst über mehrere Jahre nachweisen. Bei Großprojekten favorisieren Auftraggeber eher international renommierte und erfahrene Anbieter, die zudem über Gesamtsystemkompetenz verfügen. Anspruchsvolle Zertifizierungsvorschriften stellen eine weitere Hürde für Wettbewerber dar. Der hohe bürokratische Aufwand, der entsteht, um die Einhaltung verschiedener Normen und Standards im Explosionsschutz nachzuweisen, trägt zu einer hohen Kundenloyalität und Kundenbindung in diesem Bereich bei.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Vor allem zwei Faktoren bestimmen die Entwicklung des Marktes für explosionsgeschützte Technologien: 1.) das weltweit steigende gesellschaftliche Sicherheitsbedürfnis und 2.) die internationale Vereinheitlichung von Normen und Standards in den entwickelten Märkten sowie das deutliche Aufhol- und Wachstumspotenzial für Sicherheitstechnik insbesondere in Afrika, im Mittleren Osten und im asiatischen Raum.

Dank unserer umfassenden Kompetenz in allen Bereichen der Sicherheitstechnik und unserer langjährigen Erfahrungen und Präsenz in den relevanten Märkten ergeben sich weiterhin zusätzliche Expansionspotenziale für R. STAHL. Um neue Märkte effizient und effektiv zu erschließen, werden wir unsere lokalen Präsenzen noch leistungsfähiger aufstellen sowie über Beteiligungen an etablierten lokalen Anbietern mit gewachsenen, erfolgreichen Vertriebsstrukturen unseren Zugang zu neuen attraktiven Regionen beschleunigen und aktiv gestalten. Um den Markt für Automatisierungstechnik, der sich in seiner Struktur von den Anforderungen in der Niedervolttechnologie unterscheidet, künftig noch zielgerichteter und mit höherer Dynamik zu bearbeiten, hat R. STAHL diese Aktivitäten mit Wirkung zum 1. Januar 2017 organisatorisch gebündelt und innerhalb der Gruppe als eine in ihrer Schlagkraft erheblich gestärkte Einheit aufgestellt.

Wirtschaftliche und regulatorische Einflussfaktoren anhaltend schwierig

Im Jahr 2016 war das Geschäft des R. STAHL-Konzerns deutlich von äußeren ökonomischen sowie politischen Entwicklungen nachteilig beeinflusst. Größter Belastungsfaktor im abgelaufenen Geschäftsjahr blieb das anhaltend sehr niedrige Preisniveau für Öl und Gas, das zu einer deutlichen Investitionszurückhaltung in unserer Haupt abnehmer-branche führte. Diese wirkte sich im Jahresverlauf auch auf die dem Öl- und Gassektor nachgelagerten verarbeitenden Industrien aus. Hinzu kamen geopolitische Herausforderungen wie das Lieferembargo gegen Russland und der für europäische Unternehmen zunächst ungünstige US-Dollar/Euro-Wechselkurs. Dennoch erzielten wir wichtige Erfolge bei der internationalen Expansion unserer Aktivitäten und der Erschließung neuer Kundensegmente sowie hinsichtlich der Optimierung unserer Geschäftsaktivitäten.

Regulierung hat in unserem Segment ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf. Je nachdem, wie die unterschiedlichen Explosionsschutzrichtlinien und -standards in den verschiedenen Regionen akzeptiert werden, ändert sich die Auftragssituation für R. STAHL. Die Öffnung einiger Märkte, in denen vormals der US-amerikanische NEC-Standard (National Electrical Code) dominierte, bietet kurz- und mittelfristig attraktive Absatzchancen für die IEC-basierte Technologie (International Electrical Commision), bei der R. STAHL eine führende Marktposition hält. Insgesamt konnten wir mit den im Verlauf des Geschäftsjahres 2016 umgesetzten Maßnahmen die Wettbewerbsposition des R. STAHL-Konzerns trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verbessern.

Qualifiziertes und motiviertes Personal

Ein qualifiziertes und motiviertes Team ist für ein hochspezialisiertes und weltweit operierendes Technikunternehmen wie R. STAHL ein bedeutender Erfolgsfaktor. Dies gilt insbesondere für unsere Leitgesellschaft in Waldenburg. Dort, im Nordosten Baden-Württembergs, herrscht nahezu Vollbeschäftigung. Der Personalbereich setzt daher auf vielfältige Maßnahmen, um sich im Wettbewerb um leistungsfähige Nachwuchskräfte abzuheben. So bieten wir gerade auch interessierten Frauen attraktive Chancen, einen technikorientierten Berufsweg einzuschlagen. Wir legen zudem größten Wert auf profunde, umfassende und den besten Standards entsprechende Ausbildung im Unternehmen. Unsere diesbezüglichen Aktivitäten wurden im Oktober 2016 bereits zum zweiten Mal mit dem DUALIS-Siegel der IHK Heilbronn-Franken für eine exzellente betriebliche Ausbildung ausgezeichnet. Neben der Steigerung unserer Arbeitgeberattraktivität durch eine proaktive Mitarbeiterbindung und zertifizierte Ausbildungsstandards ermöglichen wir unseren Auszubildenden und Nachwuchskräften zudem Arbeitsaufenthalte in unseren weltweiten Niederlassungen, um internationale Erfahrungen zu sammeln und die Arbeitsweise und Mentalität anderer Kulturen hautnah kennenzulernen. Eine standortübergreifende intensive Mitarbeitervernetzung über die jeweiligen Fachbereiche hinaus erleichtert bei Kundenprojekten den schnellen und effizienten Rückgriff auf vorhandenes Know-how und Erfahrungen im Konzern — dies ist häufig ein entscheidender Vorteil bei der erfolgreichen Realisierung anspruchsvoller Kundenanforderungen.

Ein weiterer Meilenstein im Berichtsjahr war der Abschluss eines neuen Tarifvertrags für den Standort Waldenburg mit einer Laufzeit von acht Jahren. 2017 bleibt die tarifliche Arbeitszeit bei 37,5 Stunden pro Woche, ab 2018 sinkt sie auf 37 Stunden und liegt damit zwei Wochenstunden über dem Flächentarifvertrag der IG Metall. Der Vertrag gibt uns langfristige Planungssicherheit und wurde in vollem Einvernehmen mit der Arbeitnehmerseite abgeschlossen.

Das 25-jährige Jubiläum unseres Werks in Weimar am 1. April 2016 im Rahmen eines Festakts mit geladenen Gästen und Mitarbeitern stellte ebenfalls ein Highlight des Jahres dar.

Für die Zusammenführung der verschiedenen Einheiten unseres Automatisierungsgeschäfts haben wir im Berichtsjahr die hierfür notwendigen Maßnahmen getroffen. Die neue Organisation ging planmäßig zum 1. Januar 2017 an den Start. Zur weiteren Optimierung der weltweiten strukturellen und organisatorischen Aufstellung haben wir im Berichtsjahr zudem die IT-Funktionen der einzelnen Gesellschaften in der R. Stahl Services GmbH gebündelt.

Per 31. Dezember 2016 waren im R. STAHL-Konzern 1.788 Mitarbeiter (2015: 1.894) beschäftigt. Darüber hinaus waren zum Ende des Berichtsjahres 89 Auszubildende und Studenten im Unternehmen tätig. Insbesondere die Beschäftigtenzahlen in unseren amerikanischen und asiatischen Standorten wurden aufgrund des anhaltend schwierigen Umfelds nach unten angepasst.

ZIELE UND STRATEGIEN

Die langfristige Strategie des R. STAHL-Konzerns ist an zwei Kernzielen ausgerichtet: der Erhöhung der Marktpenetration und der nachhaltigen Steigerung der Profitabilität.

Unsere Strategie zur weiteren Verbesserung unserer Marktdurchdringung basiert dabei auf vier Schwerpunkten:

Regionale Wachstumspotenziale bestmöglich nutzen

Wir stellen unsere Organisation und unsere Vertriebsaktivitäten so auf, dass wir die sich national und international bietenden Wachstumspotenziale bestmöglich nutzen und die Bedürfnisse unserer Kundengruppen gezielt ansprechen. Regional wollen wir vom Wachstum in Asien profitieren, weshalb wir unseren dortigen Marktzugang kontinuierlich weiter verbessern. Gleichermaßen planen wir, Russland und den Mittleren Osten ebenso wie die Länder Afrikas intensiver zu bearbeiten. Hierzu haben wir im Herbst 2016 Beteiligungen an regional etablierten Anbietern erworben, deren Vertriebsstrukturen wir künftig nutzen werden, um die jeweiligen Regionen mit erhöhter Geschwindigkeit profitabel zu erschließen. Auch in unseren etablierten Vertriebsmärkten Europa und Nordamerika arbeiten wir beständig daran, unsere Aufstellung im Vertrieb und im Produktangebot weiter zu optimieren.

Der Energiesektor bleibt — ungeachtet einer erwarteten anhaltenden Investitionszurückhaltung in der Öl- und Gasindustrie — eine wichtige Abnehmerbranche für R. STAHL. Trotz hohen Kostendrucks bietet das Segment weiterhin Chancen. Diese wollen wir optimal nutzen und somit unsere Position auch in dieser Industrie weiter ausbauen. Hierzu wollen wir noch leistungsfähigere und effizientere Komplettlösungen erarbeiten.

Vertrieb außerhalb des Öl- und Gassektors ausweiten

Wir wollen unsere Vertriebsmaßnahmen verstärkt auch in Industriesektoren außerhalb des Öl- und Gassektors ausweiten. Unser Fokus liegt dabei vor allem auf der Chemie- und Pharmaindustrie, aber auch in den Bereichen der Nahrungsmittelproduktion und dem allgemeinen Anlagenbau. Unsere neuen Produkte und Produktweiterentwicklungen — gerade auch in der Automatisierung und der LED-Beleuchtung —sind für Kunden dieser Branchen besonders attraktiv. In Deutschland und in Europa haben wir bereits wichtige Vertriebserfolge erzielt und erwarten weiteres Wachstum. Auch in Amerika und den asiatischen Märkten bieten sich große Chancen für R. STAHL. Zur Stärkung unserer Marktposition in der Automatisierungstechnik haben wir unsere konzernweiten Kompetenzen in diesem Bereich in einer dedizierten organisatorischen Einheit, die zum Beginn des Jahres 2017 gestartet ist, gebündelt. Hintergrund hierfür ist, dass sich die Ansprechpartner beim Kunden sowie Kundengruppen, Kundenbedürfnisse und Produkte im Bereich Automatisierung oft von denen im Bereich der Niederspannungslösungen unterscheiden. Darüber hinaus ist „Industrie 4.0" — auch als „Internet der Dinge" bezeichnet — ein Megatrend, der in den kommenden Jahren die Nachfrage und den Bedarf an Automatisierungslösungen auch außerhalb des Explosionsschutzes deutlich voranbringen wird. Mit unserer neuen organisatorischen und strukturellen Aufstellung sind wir im Automatisierungsgeschäft noch näher am Markt, können vorhandene Wachstums- und Synergiepotenziale besser heben und damit noch zielgerichteter und profitabler agieren.

Geschäft mit Serviceleistungen erweitern

R. STAHL legt in der Beratung großen Wert auf eine integrierte Betrachtung. Dabei zeigt sich deutlich, dass ein Gesamtkonzept beim Explosionsschutz gegenüber Einzellösungen große Vorteile bietet. Mit ganzheitlichen Lösungen stärken wir die Wettbewerbsposition unserer Kunden und festigen gleichzeitig unsere Kundenbindung. Damit untermauern wir unsere Technologieführerschaft im Explosionsschutz und sichern uns unseren technologischen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb, wodurch uns entsprechend höhere Ertragsmargen ermöglicht werden. Wir wollen unser Angebot an Schulungen und Inbetriebnahmeunterstützungen durch sicherheitsrelevante Dienst- und Planungsleistungen erweitern. Zugute kommt uns hier, dass Kunden in der Prozessindustrie aus Kostengründen häufig eigene Ressourcen im systematischen Sicherheitsmanagement begrenzen, während die behördlichen Anforderungen und gesellschaftlichen Erwartungen an die betriebliche Sicherheit kontinuierlich zunehmen. Als renommierter, kompetenter und erfahrener Partner können wir gerade international aufgestellten Auftraggebern verlässliche und den höchsten Standards entsprechende Sicherheitsleistungen weltweit vor Ort und aus einer Hand anbieten. Dienstleistungsverträge ermöglichen uns überdies eine höhere Visibilität in der Umsatzplanung und attraktive Margen. Auch hier verbessern wir unsere Kundennähe noch einmal deutlich.

Technologischen Vorsprung durch Innovationen ausbauen

Unsere Technologie- und Innovationsführerschaft im Explosionsschutz wollen wir sichern und weiter ausbauen. Hierfür investieren wir auf hohem Niveau in Forschung und Entwicklung. Im Fokus unserer Arbeit liegt dabei stets das Kernbedürfnis unserer Kunden: die Verringerung von Zeit und Kosten von der Inbetriebnahme über die gesamte Betriebsdauer ihrer Explosionsschutzlösungen bei gleichzeitiger Gewährleistung höchster Sicherheit. So komplex wie die Anforderungen an den Explosionsschutz selbst ist dabei auch das Spektrum technologischer Ansätze, das beispielsweise neben Beleuchtungssystemen und Automatisierungslösungen auch Innovationen im elektrischen Explosionsschutz umfasst.

Zur Beschleunigung unseres Wachstums ziehen wir dabei auch Investitionen in andere Unternehmen bzw. Unternehmensteile in Betracht. Unser Augenmerk liegt hier vor allem darauf, sowohl regionale Marktpositionen als auch unser Produktportfolio zu stärken und so in überdurchschnittlicher Weise vom Marktwachstum profitieren zu können.

Alle unsere Maßnahmen haben als gemeinsames Ziel, den Wert der R. STAHL-Gruppe zu steigern. Insbesondere streben wir eine nachhaltige Erhöhung unserer operativen Marge an. Neben der Erschließung zusätzlicher Absatzpotenziale werden wir unsere Ressourcen noch effizienter einsetzen sowie unsere Prozesse und Strukturen fokussiert weiter optimieren. Unsere Sach- und Herstellkosten kontrollieren und steuern wir eng.

STEUERUNGSSYSTEM

Den Grad unserer Zielerreichung überwachen wir mithilfe von Steuerungsgrößen. Der Vorstand stützt seine Entscheidungen in erster Linie auf Finanzkennzahlen, zieht aber auch nicht-finanzielle Kenngrößen heran. Neben Vergangenheitswerten bilden Planwerte und daraus resultierende Soll-Ist-Vergleiche die Grundlage für unsere Einschätzungen. So können wir den Fortschritt der Planeinhaltung kontinuierlich überwachen sowie anhand bestimmter Indikatoren Trends erkennen, um so kurzfristig auf Veränderungen im Markt bzw. Abweichungen im Unternehmen reagieren zu können.

Finanzielle und nicht-finanzielle Kennzahlen

Unser Steuerungssystem beinhaltet operative und strategische Größen. Als maßgebliche operative Steuerungsgrößen nutzen wir die Auftragseingangs- und Umsatzentwicklung sowie die EBIT-Marge. Die Entwicklung der Umsatzerlöse gibt Aufschluss über das Wachstum des Konzerns. Anhand der EBIT-Marge verfolgen wir, wie sich das Verhältnis von Umsatz und Ergebnis entwickelt, und messen so die Rentabilität der R. STAHL-Gruppe insgesamt ebenso wie die unserer Tochtergesellschaften. Jedes unserer Konzernunternehmen liefert monatlich eine Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine Bilanz, auf deren Basis wir auf Konzernebene die Konsolidierung vornehmen. So steuern wir sowohl die einzelnen Gesellschaften als auch die Gesamtentwicklung des Konzerns.

Mit dem Erhalt einer stabilen Finanzstruktur gewährleisten wir die Unabhängigkeit des Konzerns. Hierzu streben wir weiterhin eine angemessene Eigenkapitalquote an. Auch legen wir großen Wert darauf, mit dem von unseren Aktionären und Kreditgebern zur Verfügung gestellten Kapital effizient, profitabel und wertsteigernd zu arbeiten. Zur Steuerung unserer Kapitaleffizienz verwenden wir als zentrale Messgröße die Kapitalrendite (Return an Capital Employed, ROCE). Wir definieren ROCE als EBIT in Relation zum eingesetzten Kapital, wobei sich Letzteres aus der Summe des Eigenkapitals, der verzinslichen Darlehen sowie der kurz- und langfristigen Pensionsrückstellungen abzüglich der liquiden Mittel zusammensetzt.

Nachhaltig profitables Wachstum erfordert aus unserer Sicht auch die Einbeziehung nicht-finanzieller Leistungsindikatoren. Vor diesem Hintergrund sind Innovationen und neue Technologien ein wesentlicher Baustein unserer Wachstumsstrategie. Hierfür identifizieren wir kontinuierlich zukunftsträchtige Innovationsfelder und treiben die Entwicklung neuer Produkte voran.

Von ebenso großer Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens ist die Sicherheit unserer Mitarbeiter. Ein Handbuch zum Arbeitsschutzmanagement liefert alle erforderlichen Vorgaben zur Vermeidung von Unfällen. Ergänzend führen wir regelmäßige Mitarbeiterunterweisungen durch.

Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

Unsere im April 2016 im Vorjahresbericht formulierten Ziele für Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis für das Jahr 2016 konnten wir nur zum Teil erreichen.

Aufgrund der anhaltenden Marktschwäche im Öl- und Gassektor hatten wir für das Berichtsjahr mit einem Rückgang bei Auftragseingang und Umsatz in einen Bereich zwischen EUR 280 Mio. und EUR 290 Mio. gerechnet. Für das EBIT waren wir indes aufgrund einer — durch das im Jahre 2015 initiierte Kostensenkungsprogramm — deutlich verbesserten Kostenbasis von einer Steigerung in einen Bereich zwischen EUR 14 Mio. und EUR 20 Mio. ausgegangen. Tatsächlich lag die Entwicklung der Nachfrage im Öl- und Gassektor im Jahresverlauf aber noch unterhalb unserer bereits vorsichtigen Prognose, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Zwar haben wir hier durch Intensivierung unserer Vertriebsmaßnahmen in anderen Industriesektoren gegengesteuert, wodurch wir die Ziele für Auftragseingang mit EUR 282,9 Mio. und Umsatz mit EUR 286,6 Mio. trotz aller Widrigkeiten erreichen konnten. Preisdruck, Volumenrückgang insbesondere im margenstarken Produktgeschäft, Veränderungen im Produktmix sowie nachteilige Wechselkursveränderungen führten jedoch dazu, dass wir unser anfänglich gesetztes EBIT-Ziel aufgeben und im Jahresverlauf zweimal unterjährig nach unten anpassen mussten.

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Ergebnis Prognose Februar Prognose Prognose Prognose August Prognose November Ergebnis
EUR MIO. 2015 2016 April 16 Mai 2016 2016 2016 2016
Auftragseingang 317,3 280 – 290 275 – 285 275 – 285 282,9
Umsatz 312,9 280 – 290 280 – 290 280 – 290 275 – 285 275 – 285 286,6
EBIT vor Sondereinflüssen*) 11,4 7,2
EBIT 3,9 14 – 20 14 – 20 11 – 15 6 – 8 8,8
EBIT              
in % des Umsatzes 1,2 5 – 7 2 – 3 3,1

*) Sondereinflüsse: außerplanmäßige Abschreibungen, Wertaufholungen, Ergebnisse aus der Veräußerung von Anlagevermögen, Restrukturierungsaufwand, Ergebnisbelastungen aus Portfolioaktivitäten

Mit EUR 8,8 Mio. lag das EBIT zum Ende des Berichtsjahres oberhalb des zuletzt angepassten Prognosekorridors und um mehr als das Doppelte über dem Vorjahreswert, jedoch deutlich unterhalb unseres anfänglichen Prognosekorridors. Die deutliche Verbesserung des EBIT gegenüber 2015 hat mehrere Ursachen. Zum einen belastete ein einmaliger Aufwand im Zusammenhang mit dem Kostensenkungsprogramm das EBIT im Jahr 2015 mit EUR 7,5 Mio. Zum anderen kamen im Jahr 2016 erstmalig die Einsparungen aus diesem Kostensenkungsprogramm zum Tragen, die zu einer dauerhaften Verringerung der Kostenbasis von jährlich rund EUR 20 Mio. führen. Darüber hinaus trugen im Jahr 2016 einmalige Sondereinflüsse in Höhe von EUR 1,6 Mio., u. a. aus dem Verkauf eines Grundstücks, zur Steigerung des EBIT bei. Bei der Betrachtung des EBIT vor Sondereinflüssen zeigt sich, dass die vorgenannten ergebnisbelastenden Entwicklungen im Berichtsjahr 2016 die Einsparungen aus dem Kostensenkungsprogramm jedoch mehr als aufgezehrt haben.

Planungsprozess

In die Planung der voraussichtlichen Entwicklung unserer einzelnen Tochtergesellschaften und des Konzerns beziehen wir stets Prognosen zur allgemeinen konjunkturellen Lage sowie branchenspezifische Aussichten ein. Während der gesamten Dauer wird dieser Planungsprozess von unserem zentralen Beteiligungscontrolling begleitet. Diese Planung, mit dessen Aufstellung im September 2016 unter Einbeziehung der strategischen Vorgaben der Konzernleitung begonnen wurde, umfasst den Zeitraum der kommenden drei Jahre. Im Rahmen von Management-Meetings stellten die Geschäftsführer der Produktionsgesellschaften dem Vorstand ihre Planungen vor. Unsere Vertriebseinheiten erläuterten ihre Planungen ebenfalls und nahmen im Anschluss gegebenenfalls Anpassungen des Vorstands vor. Die Ergebnisse wurden schließlich im Konzern konsolidiert und im Dezember dem Aufsichtsrat vorgelegt. Monatlich werden vom Beteiligungscontrolling Abweichungsanalysen durchgeführt und die Erkenntnisse mit dem Vorstand besprochen. Um rechtzeitig auf Änderungen am Markt reagieren zu können, bezieht das Management stets auch die Entwicklung des Auftragseingangs sowie Einschätzungen unseres Vertriebsteams zu potenziellen Kundenprojekten in die Betrachtung mit ein.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Im Jahr 2016 haben wir unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowohl im Bereich der Grundlagenforschung als auch in der Serienentwicklung weiter vorangetrieben. Maßgabe aller unserer Bemühungen ist es dabei, durch den Einsatz moderner Technologien und Materialien Produkt- und Lösungsangebote zur Serienreife zu bringen, die den Anforderungen unserer Kunden hinsichtlich Sicherheit, Verlässlichkeit und Nutzerfreundlichkeit jederzeit in höchstem Maße entsprechen. 40 erteilte Patente im Jahr 2016 und acht derzeit noch laufende Patentanmeldungen unterstreichen unsere technologische Vorreiterrolle dabei eindrücklich.

Die Entwicklung neuer Seriengeräte erfolgt stets eng gekoppelt in unseren unternehmenseigenen Laboren in Weimar und in Köln, in Houston (Texas) sowie im indischen Chennai. Innerhalb des Produktbereichs Leuchten und Signalgeräte haben wir so im Jahr 2016 unser bereits umfassendes LED-Portfolio um explosionsgeschützte LED-Schein-werfer und batteriebetriebene LED-Notlichtbeleuchtungen ergänzt. Bei explosionsgeschützten LED-Beleuchtungssystemen hat sich R. STAHL in den vergangenen Jahren zum weltweit unangefochtenen technologischen Marktführer entwickelt. In diesem Produktbereich geht heute kein Weg mehr an R. STAHL vorbei — ganz gleich, ob es sich hierbei um Standardprodukte oder kundenindividuelle Anlagen handelt.

Darüber hinaus hat unsere norwegische Tochter im Berichtsjahr ihre neuen Ex-geschützten Hochspannungsprodukte und -systeme vorgestellt. Die Geräte sind speziell für extreme Klima- und Umgebungsbedingungen ausgelegt und kommen so beispielsweise auf Öl- und Gasplattformen oder in Offshore-Windparks zum Einsatz.

Für seine explosionsgeschützten Schaltschränke und Verteilerschränke im Niederspannungsbereich erhielt R. STAHL im Berichtsjahr die nordamerikanische UL-Zulas-sung. Dies ist für uns ein bedeutender Erfolg und eine wesentliche Grundlage für den weiteren Ausbau unseres nordamerikanischen Geschäfts mit Niederspannungstechnik.

Auch innerhalb unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten setzen wir uns intensiv mit dem Thema „Industrie 4.0" auseinander. Hier verschmelzen profundes Know-how im Bereich von Fertigungsprozessen mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik. Wesentlicher Bestandteil sind robuste und ausbaufähige Netzwerke in Industrieanlagen. Sie sorgen dafür, dass die intelligenten Komponenten miteinander kommunizieren können. Im Ergebnis entsteht eine zukunftsweisende, effiziente Produktion. R. STAHL hat das komplette Netzwerkprogramm für Ex-Bereiche verfügbar.

Im Bereich der Automatisierungstechnik haben wir unser Ex-geschütztes Remote I/O System, das im Markt bereits seit vielen Jahren als das technologisch führende Produkt gilt, mit zusätzlichen und verbesserten Funktionen ausgestattet. So machen z. B. erweiterte Diagnosen und Statusmeldungen die Prozesse transparenter und warnen zugleich rechtzeitig vor Störungen. Das innovative Low-Power-Design spart nicht nur Energie, sondern verlängert die Lebensdauer deutlich — selbst bei höheren Umgebungstemperaturen. So lassen sich Anlagen noch effektiver betreiben. Bei der Weiterentwicklung wurde zudem besonderer Wert auf Systemflexibilität gelegt, sämtliche gängige Kommunikationsprotokolle laufen auf dem von uns angebotenen Gerät. Selbstverständlich ist das neue Multifunktionsmodul auch voll kompatibel mit den Vorgängermodellen.

Das Portfolio an HMIs (Human Machine Interfaces) wurde 2016 um Remote-PCs erweitert. Diese Geräte zeichnen sich dadurch aus, dass sie extremen Reinheitsanforderungen beispielsweise in der Pharmaindustrie, der Feinchemie, Medizin- und Biotechnologie gerecht werden. Dort sind sie auch verpflichtend einzusetzen.

Schließlich legen wir auch im Rahmen von gemeinsamen Forschungsprojekten mit namhaften Universitäten und Hochschulen den Grundstein für innovative Neuentwicklungen. So haben wir im Jahr 2016 erneut eine Dissertation an der Technischen Universität Dresden unterstützt, in der das Temperaturverhalten elektrischer Bauelemente untersucht wird. In Zusammenarbeit mit der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena konnten wir neue Erkenntnisse aus der Materialforschung gewinnen. Viele dieser Neuentwicklungen können international patentiert werden. Wichtig ist eine schnelle Umsetzung der Ergebnisse aus der Grundlagenforschung: So werden wir auch 2017 eine Vielzahl hochinnovativer Produkte und Systemlösungen in den Märkten platzieren.

Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Berichtsjahr auf EUR 16,6 Mio. (2015: EUR 17,2 Mio.) und damit auf 5,8 % des Umsatzes (2015: 5,5 des Umsatzes).

WIRTSCHAFTSBERICHT

RAHMENBEDINGUNGEN

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Ölpreis anhaltend schwach, Wachstumsrate der weltweiten Konjunktur etwa auf Vorjahresniveau

R. STAHL beliefert zu einem erheblichen Teil internationale Kunden aus dem Öl- und Gassektor. Des Weiteren erzielen wir signifikante Umsätze in der Chemie-, Pharma-, Nahrungsmittel- und Biokraftstoff-Industrie sowie mit Schiffsausrüstern und Anlagenbauern. Aus diesem Grunde sind bei der Betrachtung der unser Geschäft beeinflussenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor allem drei Kenngrößen von wesentlicher Bedeutung: die Entwicklung des Ölpreises, die Entwicklung von Währungskursen — insbesondere der Kurs des US-Dollar zum Euro — sowie das Wirtschaftswachstum in den für uns wichtigen Volkswirtschaften.

Der Ölpreis, der seit der zweiten Jahreshälfte 2014 und über das gesamte Jahr 2015 erheblich nachgegeben hatte, setzte zwar zu Beginn des Jahres 2016 seine Talfahrt anfänglich weiter fort, konnte sich aber im weiteren Jahresverlauf wieder erholen. War im Tagesverlauf des 18. Januar 2016 ein Barrel Rohöl der Sorte Brent noch für USD 27,671 zu haben, so verteuerte sich dieser bis zum Jahresende wieder um mehr als das Doppelte auf USD 56,821. Maßgeblichen Einfluss hierauf hatte insbesondere die Einigung auf eine Obergrenze der täglichen Fördermenge seitens der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) im November 2016. Ungeachtet dieser Erholung befindet sich der Ölpreis auf diesem Niveau noch immer weit hinter dem Höchststand von USD 128,401, der im Tagesverlauf des 1. März im Jahr 2012 erreicht wurde.

Eine ähnliche Entwicklung, der jedoch grundsätzlich andere Faktoren zugrunde liegen, nahm der Kurs des US-Dollar zum Euro im Jahr 2016. Auch hier kam es zu einem deutlichen Anstieg gegen Ende des Jahres, im Wesentlichen bedingt durch die US-Präsidentenwahl am 8. November 2016 sowie eine seit längerem angekündigte Zinsanhebung der amerikanischen Notenbank. Nach einem Jahrestief bei EUR 0,8610 je USD Anfang Mai 2016 belief sich der Jahresschlusskurs des US-Dollar zum Euro auf EUR 0,9502.1

Das weltweite Wirtschaftswachstum hat sich gegenüber dem bereits gedämpften Jahr 2015 in 2016 noch einmal verringert, wobei die negativen Folgen verschiedener politischer Problemfelder, wie die Entscheidung der britischen Bevölkerung für den Austritt aus der Europäischen Union, geopolitische Spannungen, militärische Auseinandersetzungen und terroristische Attentate in verschiedenen Ländern, sowie der insgesamt niedrige Ölpreis die positiven Entwicklungen auf anderen Wirtschaftsgebieten überlagerten. Insgesamt belief sich das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf 3,1 %, eine leichte Verringerung gegenüber der Vorjahresrate von 3,2 %.2

1Die Angaben zu dieser wie zu allen weiteren Quellen befinden sich im Quellenverzeichnis auf Seite 63.

In Europa verlief die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2016 uneinheitlich. Während der IWF für Deutschland, Frankreich und die Schweiz mit Anstiegen von 1,7 %,1,3 % und 1,0 % eine Zunahme der Wachstumsdynamik schätzte, hat sich diese in Großbritannien und Norwegen mit Zuwächsen von 1,8 % und 0,8 % gegenüber dem Vorjahr verlangsamt.2

Für die USA markiert die vom IWF errechnete BIP-Zuwachsrate von 1,6 % eine deutliche konjunkturelle Abflachung.2 Abgesehen vom schwachen Ölpreis dürfte dies auch auf Unsicherheiten und Investitionszurückhaltungen im Vorfeld der Präsidentenwahlen zurückzuführen sein. Demgegenüber verzeichnete Kanada mit einer Rate von 1,2 % ein leichtes Plus des BIP.2

In Brasilien (BIP -3,3 %) und Russland (BIP -0,8 %) war die Wirtschaftsentwicklung gemäß IWF zwar wie im Vorjahr negativ, doch fiel insbesondere der Rückgang in Russland im Berichtsjahr deutlich geringer aus.2 Zusammen mit den wieder positiven Prognosen des IWF für das Jahr 2017 deutet dieses darauf hin, dass für beide Länder von einer möglichen Trendwende ausgegangen werden kann.2

Im asiatischen Raum zeigte die chinesische Wirtschaft mit einem Zuwachs von laut IWF 6,6 % eine weitere Drosselung des Wachstumstempos gegenüber den Vorjahren.2 Demgegenüber konnte das Wachstum in Südkorea mit 2,7 % wieder sehr leicht zulegen, während es in den ASEAN-5-Staaten Indonesien, Thailand, Malaysia, Philippinen und Vietnam mit 4,8 % und auch in Indien mit einer Zuwachsrate von 7,6 % auf dem Niveau des Vorjahres blieb.2

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Moderater Zuwachs in der Elektroindustrie

Als Anbieter von elektrischer und elektronischer Sicherheitstechnik für explosionsgefährdete Umgebungen sind für R. STAHL die vom Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie e. V. (ZVEI) erhobenen branchenspezifischen Daten ausschlaggebend. Die Auftragseingänge der deutschen Elektroindustrie lagen laut ZVEI im Jahr 2016 um 1,0 % unter dem Vorjahr, wobei sich das Inlands- und Auslandsgeschäft vergleichbar entwickelten. Die Umsatzerlöse der Branche legten leicht um EUR 400 Mio. zu auf einen Branchenerlös von insgesamt EUR 178,6 Mrd.3 Dabei stiegen die inländischen Umsätze um 0,3 %, diejenigen aus dem Ausland um 0,1 %.3

Öl- und Gassektor weiterhin vor Herausforderungen

Anfang 2016 ließen politische und wirtschaftliche Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran sowie die Ausweitung der Fördermenge im Irak den Ölpreis auf ein 12-Jahrestief einbrechen. Der stetige Anstieg der Öllagerbestände in den USA und die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran verstärkten dabei die Sorgen vor einem zu hohen Ölangebot. Mitte Februar überraschten Russland und Saudi-Arabien mit Plänen, die Ölförderquoten einzufrieren, falls sich andere Ölförderländer beteiligten.

Daraufhin setzte eine Erholung des Ölpreises ein, die durch die Einigung der OPEC-Staaten auf eine Obergrenze bei der Förderung im November nochmals stimuliert wurde. Erstmals seit 2008 soll dadurch die Ölproduktion gedeckelt werden, wobei ein Niveau von 32,5 Mio. Barrel pro Tag angestrebt wird.4

Der niedrige Ölpreis blieb für unsere Kunden auch im Jahr 2016 eine Herausforderung und traf sie in unterschiedlichem Ausmaß: Unternehmen, die sich auf den Verarbeitungs- und Veredelungsbereich (Downstream) konzentrieren, konnten die Auswirkungen niedrigerer Verkaufspreise auf das Ergebnis bis zur Mitte des Jahres zunächst noch durch die günstigen Einkaufspreise kompensieren. Ab Jahresmitte wurden jedoch auch hier — in ähnlicher Weise wie bereits zuvor von den ölfördernden Unternehmen (Upstream) — Kürzungen der Investitionsausgaben sowie Projektverschiebungen vorgenommen. Insgesamt hatten Plattformbetreiber und andere Zulieferer („Service Companies") laut dem norwegischen Beratungsunternehmen Rystad Energy einen Umsatzeinbruch von 27 % gegenüber Vorjahr zu verbuchen.5 Bei Unternehmen, die auf dem nordamerikanischen Festland aktiv waren, fiel der Rückgang sogar noch stärker aus. Nicht jeder Akteur konnte dem massiven Druck in der Branche standhalten: Allein in Nordamerika haben 2016 über 100 Service Companies Insolvenz angemeldet.5 Stimulierend wirkte diese Entwicklung allerdings auf die nordamerikanischen Schieferöl-produzenten, denen es in dieser Zeit gelungen ist, die Förderkosten drastisch zu senken und hierdurch einen Teil des Preisrückgangs aufzufangen.

Die im Jahr 2015 beginnenden Investitionskürzungen sämtlicher Unternehmen der Ölbranche verschärften sich im Jahr 2016 somit nochmals. Hand in Hand mit Kosten-senkungsmaßnahmen und massivem Stellenabbau übte dies enormen Druck auf die Ölförderer, Dienstleister und Lieferanten der Ölkonzerne aus. Laut dem Analyse- und Beratungsunternehmen Wood Mackenzie kürzte die Branche ihre Investitionen für 2016 und 2017 um USD 370 Mrd. im Vergleich zum Niveau vor dem Rückgang des Ölpreises.6 Rystad Energy gibt an, dass die globalen Investitionen der Erdöl- und Erdgasbranche 2016 um 25 % auf USD 520 Mrd. eingebrochen sind. 7

Da Erdöl und Erdgas als Energieträger im direkten Wettbewerb stehen, ist auch seitens der Erdgasförderung kein Impuls für eine Umsatzsteigerung ausgegangen. Bis Mitte des Jahres 2016 wies der Erdgaspreis sogar eine noch größere Schwäche als der Ölpreis auf, um im zweiten Halbjahr auf ein vergleichbares Niveau zu steigen.

Explosionsschutz: Umstellung auf IECEx-Standard schreitet voran

In industriellen Anlagen können sich bei ungünstigen Bedingungen Explosionen ereignen, die neben großen Sachschäden auch Personenschäden zur Folge haben können. Nicht nur Bereiche der Ölförderung und der chemischen Industrie sind Explosionsgefahren ausgesetzt, sondern auch weite Teile der verarbeitenden Industrie. Die Vorbeugung und Vermeidung von Explosionen ist in den meisten Ländern gesetzlich streng geregelt. Dazu hat sich weltweit ein internationales Verfahren etabliert: das IECEx-System nach den von der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (International Electrotechnical Commission, IEC) erarbeiteten Standards. Hier ist R. STAHL ein weltweit führender Anbieter. Die zunehmende Verbreitung der IECEx-Standards wie auch die in 2016 nochmals vermehrte Verdrängung nationaler Standards durch die IECEx-Standards in vielen Industrieanlagen erhöhen daher langfristig unser Marktvolumen und senken durch die Harmonisierung der internationalen Explosionsschutz-Regulierung den Dokumentations- und Zertifizierungsaufwand. Langfristig nachfragefördernd wirkt sich für uns zudem aus, dass sich aus dem Megatrend „Industrie 4.0" Bedarfe für verschiedenste elektrische und nicht elektrische Geräte, Komponenten und Baugruppen ergeben, die für den Einsatz in einer Vielzahl von Anwendungen in explosionsfähigen Atmosphären zertifiziert sind.

„Industrie 4.0" auf dem Vormarsch

Kaum etwas bewegt die deutsche Wirtschaft branchenübergreifend derzeit so sehr wie die sogenannte vierte industrielle Revolution — kurz auch als „Industrie 4.0" bezeichnet. Der Begriff steht für die digitale Vernetzung von Menschen, Maschinen, Objekten und Systemen. Neben großen Herausforderungen bieten sich hier gerade auch für das produzierende Gewerbe erhebliche Chancen. „Industrie 4.0" beschreibt einen ökonomischen Paradigmenwechsel, der einerseits zu Effizienzsteigerungen in den Prozessen führt, andererseits die Neustrukturierung der Wertschöpfung bis hin zu neuen Geschäftsmodellen von Industriebetrieben ermöglicht. Durch den digitalen Wandel werden starre Prozessabläufe zunehmend aufgebrochen, und es entstehen interdisziplinäre, flexible Netzwerke entlang der gesamten Wertschöpfungsketten, von der Produktentwicklung über die Produktion bis hin zur Logistik. Während viele Projekte unter dem Etikett „Industrie 4.0" zum Teil noch nach Zukunftsmusik klingen, wurden im Jahr 2016 bereits erste Pilotbetriebe vorgestellt.

Die Digitalisierung im Produktionssektor bzw. die Vernetzung in der Produktion bietet auch den Kunden von R. STAHL neue Marktchancen und eröffnet für uns die Möglichkeit, uns mit unseren Produkten und Dienstleistungen zur Prozesssteuerung und Prozessüberwachung noch besser zu positionieren.

Chemie- und Pharmaindustrie mit durchwachsener Entwicklung

Angesichts wirtschaftlicher Herausforderungen — wie dem trotz Erholung insgesamt noch immer schwachen Ölpreis — konnte die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie ihre Produktion im Jahr 2016 nur wenig steigern. Laut dem Verband der chemischen Industrie e. V. (VCI) betrug das Wachstum 0,5 %.8 Dabei konnte sich der Bereich Pharma besser entwickeln als die Chemie-Industrie, wo die Produktion auch bei Konsumchemikalien wie Seife und Waschmittel und bei anorganischen Grundstoffen wie Düngemitteln zurückging.8 Zur Optimierung ihrer Kapazitätsauslastung reichten die Produzenten die günstigeren Rohstoffkosten an die Kunden weiter. Weltweit wuchs der Umsatz der Chemieindustrie laut Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC um 2,1 %,9 womit sie zwar hinter dem weltweiten Wirtschaftswachstum zurückblieb, sich aber gleichwohl durch einen weiterhin leichten Aufwärtstrend auszeichnet. Der weltweite Umsatz von explosionsgeschützten Betriebsmitteln in der chemischen Industrie beläuft sich für das Jahr 2017 Schätzungen zufolge auf etwa USD 0,9 Mrd.10

Die pharmazeutische Branche schloss das Jahr 2016 mit zahlreichen Medikamentenneueinführungen ab. Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e. V. (vfa) gibt an, dass 2016 allein in Deutschland Pharma-Unternehmen die Behandlungsmöglichkeiten um 30 Medikamente mit neuem Wirkstoff erweitert haben." Der weltweite Umsatz von explosionsgeschützten Betriebsmitteln in der Pharmaindustrie wird für das Jahr 2017 auf etwa USD 0,7 Mio. geschätzt.10

GESCHÄFTSVERLAUF

Aufträge aus dem Öl- und Gassektor im Jahresverlauf gesunken

R. STAHL bewegte sich 2016 vor allem aufgrund des volatilen und erst langsam wieder steigenden Ölpreises weiterhin in einem anspruchsvollen gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Mit innovativen Produkten gelang es uns in den ersten drei Monaten 2016 unter anderem, Aufträge in neuen Kundensegmenten zu gewinnen. Damit erwies sich unsere Strategie für das abgelaufene Geschäftsjahr, verstärkt den Markt außerhalb der Öl- und Gasbranche zu penetrieren, als wirksam. Dennoch konnte der Rückgang des Umsatzes, den wir mit unseren Kunden aus dem Öl- und Gassektor zu verzeichnen hatten, hierdurch nicht vollständig aufgefangen werden. Vor diesem Hintergrund war die Umsatzentwicklung des R. STAHL-Konzerns im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Nach wie vor stellt der Öl- und Gassektor aber den größten Markt für R. STAHL dar, wobei der Upstre am-Bereich etwas bedeutender als der Downstream-Bereich ist.

Hinsichtlich des Auftragseingangs wurden unsere Erwartungen für den Konzern zwar im zweiten Quartal zunächst noch leicht übertroffen. Mit der weiterhin angespannten Marktsituation und einem untypisch schwachen dritten Quartal lag der Auftragseingang insgesamt damit aber noch innerhalb des prognostizierten Korridors. Während im Berichtszeitraum die amerikanischen und asiatischen Märkte am stärksten unter den Investitionskürzungen infolge des niedrigen Ölpreises litten, entwickelte sich der Auftragseingang in Europa positiv.

Highlights 2016: horizontale und regionale Diversifikation

Nach einem schwierigen Jahr 2015, in dem unsere Kunden aus der Öl- und Gasindustrie mit massiven Investitionskürzungen auf den Absturz des Ölpreises reagiert hatten, stand 2016 für R. STAHL ganz im Zeichen der Diversifikation und damit der Positionierung mit Blick auf zukünftige Geschäftschancen. Wesentlich für diese Strategie ist zum einen die Weiterentwicklung unseres Produktportfolios, um auch neue Kunden außerhalb des Öl- und Gassektors zu erreichen. Weiterhin nutzen wir unsere Expertise im Explosionsschutz, um bestehende Kunden mit neuen, ressourcenschonenden Technologien und Systemlösungen zu bedienen, aus denen sich für sie langfristige Kosten-optimierungspotenziale ergeben.

Darüber hinaus haben wir uns durch Unternehmensbeteiligungen in zwei wichtigen Zukunftsmärkten neu positioniert: an der Nummer zwei im Explosionsschutz in Russland, ZAVOD Goreltex, und an der südafrikanischen ESACO Pty. Ltd. Mit der Beteiligung von 25 % an ZAVOD Goreltex sichern wir uns einen vereinfachten Zugang zum russischen Markt. Insbesondere die Vermarktung unserer Produkte der Automatisierungstechnik, die weder lokal gefertigt werden noch einem Handelsembargo der Europäischen Union gegenüber Russland unterliegen, soll davon profitieren. Mit der Beteiligung von 35 % an ESACO Pty. Ltd. treiben wir die Erschließung des afrikanischen Markts mit Schwerpunkt auf die Region südlich der Sahara voran. Vor allem in den Ländern Mosambik, Angola, Namibia und Nigeria sind in den kommenden Jahren große Investitionsprojekte geplant.

Stärkung unserer Organisation für Automatisierungsprodukte

Hohe Systemlösungskompetenz ebenso wie unser eigener Anspruch an unsere innovativen und technisch richtungsweisenden Produkte zeichnen das Angebot von R. STAHL in allen Produktfeldern aus. Auch unser Sortiment im Bereich der Automatisierung orientiert sich eng an den Markterfordernissen und setzt dabei Maßstäbe — eine Stärke, die wir für die gesamte zukünftige Positionierung des Konzerns nutzen und weiter ausbauen wollen. Allerdings unterscheiden sich die Kundenbedürfnisse und Anforderungen im Bereich Automatisierung — beispielsweise aufgrund anderer elektrischer Spannungsbereiche — mitunter deutlich von denen in unseren anderen Produktfeldern. Dies führt dazu, dass wir für diese Produkte bei ein und demselben Kunden teilweise mehrere Ansprechpartner haben oder auch einzelnen Kunden die Breite und Vorteile unseres gesamten Portfolios unklar sind. Deshalb haben wir das abgelaufene Geschäftsjahr dazu genutzt, unser Automatisierungsgeschäft neu zu strukturieren. Die so geschaffene neue Organisation hat ihre Tätigkeit planmäßig mit Beginn des Jahres 2017 aufgenommen. In diesem Rahmen haben wir die R. STAHL HMI Systems GmbH und die R. STAHL Camera Systems GmbH, beide mit Sitz in Köln, mit der Business Unit Automation mit Sitz in Waldenburg und unserer Vertriebsorganisation für Automatisierungsprodukte enger zusammengeführt. Damit wollen wir uns in diesem langfristigen Wachstumsmarkt noch kundennäher aufstellen und insbesondere das Cross-Selling-Potenzial über unser gesamtes Produkt- und Lösungsportfolio bestmöglich ausschöpfen.

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

ERTRAGSLAGE

Im Geschäftsjahr 2016 war unsere im Vergleich zum Vorjahr schwache Umsatz- und Auftragslage im Wesentlichen von den bereits beschriebenen externen Einflüssen geprägt. Der Kostendruck, dem unsere Hauptkunden aus der Öl- und Gasindustrie und deren nachgelagerte Wirtschaftszweige im Jahr 2016 ausgesetzt waren, hatte unmittelbare Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf im R. STAHL-Konzern. So verminderten sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 % auf EUR 286,6 Mio. (2015: EUR 312,9 Mio.). Das im Herbst 2015 initiierte Maßnahmenpaket zur Kostenreduzierung trug hingegen wesentlich dazu bei, dass sich im Jahr 2016 trotz rückläufigen Umsatzes das EBIT auf EUR 8,8 Mio. mehr als verdoppelte (2015: EUR 3,9 Mio.). Dieses Kostensenkungsprogramm verringert die jährliche Kostenbasis gegenüber derjenigen aus dem Jahr 2015 um rund EUR 20 Mio.

Nachlassender Auftragseingang in der zweiten Jahreshälfte

Mit EUR 282,9 Mio. (2015: EUR 317,3 Mio.) lag unser Auftragseingang im Jahr 2016 innerhalb des zuletzt erwarteten Zielkorridors, jedoch um 10,8 % unter dem Vorjahresniveau. Zwar deutete sich im ersten Halbjahr nach einem verhaltenen Start zunächst eine Stabilisierung der Auftragslage an. Der in der zweiten Jahreshälfte unerwartet starke Nachfrageeinbruch unserer Kunden aus dem rohölverarbeitenden Bereich (Downstream) drückte im Jahresverlauf jedoch deutlich auf die Entwicklung des Auftragseingangs.

Weniger Bestellungen in allen Regionen

Aus regionaler Sicht gab es deutliche Unterschiede in der Entwicklung der Auftragseingänge. Insgesamt gingen diese aber in allen vier berichteten Regionen zurück.

In Deutschland sank der Auftragseingang um 10,4 % auf EUR 61,5 Mio. (2015: EUR 68,7 Mio.). Großprojekte wurden im Berichtsjahr nicht vergeben. Im ersten Halbjahr verzeichneten wir zahlreiche eher kleinvolumige Aufträge für LED-Leuchten. Ebenso sahen wir eine gute Entwicklung im Bereich Automatisierungstechnik.

In der Zentralregion — diese beschreibt Afrika sowie Europa ohne Deutschland — lag der Auftragseingang mit EUR 126,8 Mio. um 2,0 % leicht unter dem Vorjahreswert (2015: EUR 129,4 Mio.). Hervorzuheben sind hier unter anderem ein Neuprojekt zur Modernisierung einer Raffinerie an der polnischen Ostseeküste, in dessen Rahmen R. STAHL Aufträge für Klemmenkästen und Beleuchtungstechnik verbuchte, sowie ein Auftrag eines Düngemittelherstellers. Ebenso gelang es uns, einen weiteren Neukunden aus der Chemiebranche für uns zu gewinnen und so unsere Kundenbasis weiter zu diversifizieren.

In der Region Amerika verschärfte sich die angespannte Marktsituation im Verlauf des Berichtsjahres zunehmend, und die Investitionszurückhaltung der Öl- und Gasförderer weitete sich auf die nachgelagerten -verarbeiter aus. Der Auftragseingang in dieser Region erreichte EUR 34,3 Mio. und unterschritt den Vorjahreswert damit um 19,1 % (2015: EUR 42,5 Mio.). Neben Folgeaufträgen eines kanadischen Kunden, der Rohöl aus Ölsandfeldern gewinnt, erhielten wir auch eine erste Bestellung unseres neuen Helideck-Beleuchtungssystems von einem US-amerikanischen Schieferölproduzenten. Daneben gingen Aufträge zur Lieferung mobiler Stromversorgungssysteme ein, die für temporäre Anlagenabschaltungen eingesetzt werden.

Auch in der Region Asien/Pazifik konnte R. STAHL das Vorjahresniveau bei den Auftragseingängen nicht halten. Hier war ein Rückgang um 21,5 % auf EUR 60,2 Mio. zu verzeichnen (2015: EUR 76,7 Mio.). Bedingt durch den hohen Preisdruck in der Öl- und Gasindustrie wurden vor allem größere Projekte im Downstream-Bereich mehrfach aufgeschoben. Erfreuliche Vertriebserfolge erzielten wir hingegen mit den an unserem indischen Standort in Chennai produzierten LED-Leuchten, darunter auch solche, die die pharmazeutische Industrie in Reinräumen einsetzt.

Zum Jahresende 2016 lag der Auftragsbestand mit EUR 80,7 Mio. um 15,2 % unter dem Vorjahresniveau (2015: EUR 95,2 Mio.).

Umsatz erwartungsgemäß unter Vorjahr, Zentralregion im Plus

Bedingt durch die verminderten Auftragseingänge im Jahr 2016 sanken auch die Umsätze im R. STAHL-Konzern. Mit EUR 286,6 Mio. verringerten sie sich um 8,4 % (2015: EUR 312,9 Mio.) und lagen damit in dem Bereich zwischen EUR 280 Mio. und EUR 290 Mio., den wir zu Jahresbeginn erwartet hatten. Neben Mengen- und Preisrückgängen und einem geänderten Produktmix dämpften auch nachteilige Veränderungen bei Wechselkursen, insbesondere dem britischen Pfund und der norwegischen Krone, die Umsatzentwicklung. Über alle für R. STAHL relevanten Währungen hinweg belastete dies die Umsatzentwicklung im Jahr 2016 mit EUR 3,9 Mio.

In Deutschland konnten wir die Nachfrageschwäche der Öl- und Gasindustrie durch Umsätze in anderen Industrien teilweise kompensieren. Zwar spielt die Förderung und Verarbeitung von Rohöl hier naturgemäß keine unmittelbare Rolle, doch werden unsere in Deutschland abgesetzten Produkte von unseren Kunden auch in ihren im Ausland betriebenen Anlagen eingesetzt. Mit EUR 61,3 Mio. (2015: EUR 64,3 Mio.) fiel der Umsatz im Jahr 2016 um 4,7 % niedriger aus als im Vorjahr. Positiv entwickelte sich wiederum das Geschäft mit unseren innovativen LED-Leuchten, mit denen wir beispielsweise auch einen namhaften Flugzeughersteller beliefert haben, der diese in Produktion und Wartung einsetzt. Die modernen Leuchten von R. STAHL überzeugen insbesondere durch ihr geringes Gewicht.

In der Zentralregion konnte der Umsatz um 6,1 % auf EUR 131,9 Mio. gesteigert werden (2015: EUR 124,4 Mio.). Während der Beitrag der skandinavischen Länder aufgrund hoher Förderkosten im Nordseeraum spürbar nachgab, wuchsen die Umsätze in anderen Ländern dieser Region durch die Auslieferung umfangreicher langläufiger Projekte. So wurde im dritten Quartal eine Gasförder- und Aufbereitungsanlage in Nordrussland sowie ein Offshore-Projekt in Angola beliefert. Auch hat eine gute Nachfrage aus dem Chemie- und Pharmasektor zu der Umsatzsteigerung beigetragen.

In der Region Amerika mussten wir im Jahr 2016 den regional stärksten Umsatzrückgang hinnehmen. Hier verringerte sich der Umsatz um 27,1 % auf EUR 35,8 Mio. (2015: EUR 49,1 Mio.). Der massive Rückgang der Bohraktivitäten im Jahresverlauf und das zunehmende Übergreifen der Investitionszurückhaltung auf die von der Öl- und Gasindustrie abhängenden Industriezweige beeinträchtige das Geschäft von R. STAHL erheblich. Insbesondere in den USA, R. STAHLs wichtigstem Markt in dieser Region, sind die Auswirkungen des niedrigen Ölpreises auf den Öl- und Gassektor besonders groß, da die dortigen Förderkosten vergleichsweise hoch sind. Erfolge konnten wir in der zweiten Jahreshälfte bei der Diversifizierung unserer Kundenbasis erzielen. Hier gewannen wir einen Neukunden aus der pharmazeutischen Industrie, den wir mit unseren Automatisierungslösungen beliefert haben.

Ebenfalls deutlich rückläufig war der Umsatz im Geschäftsjahr 2016 in der Region Asien/ Pazifik. Nach zuletzt deutlichem Wachstum im Vorjahr war hier im Jahr 2016 ein Rückgang um 23,3 % auf EUR 57,6 Mio. zu verzeichnen (2015: EUR 75,1 Mio.). Auch hier machte sich die starke Bedeutung der Öl- und Gasförderung und -verarbeitung für diese Region in der Umsatzentwicklung von R. STAHL sehr deutlich bemerkbar. Positiv hervorzuheben sind hier Südkorea und die Vereinigten Arabischen Emirate, wo wir trotz des sehr schwierigen Marktumfelds Folgeaufträge generieren konnten.

Kostensenkungsprogramm dämpft Folgen von Preisdruck und Mengenrückgang

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich im Jahr 2016 trotz Umsatzrückgangs gegenüber dem Vorjahr auf EUR 8,8 Mio. mehr als verdoppelt (2015: EUR 3,9 Mio.). Hier wirkten sich teilweise gegenläufige Ursachen aus. Zum einen war das EBIT im Jahr 2015 durch Sondereinflüsse in Höhe von EUR 7,5 Mio. im Zusammenhang mit dem initiierten Kostensenkungsprogramm belastet. Zum anderen kamen im Jahr 2016 erstmalig die Einsparungen dieses Kostensenkungsprogramms zum Tragen, die zu einer dauerhaften Verringerung der Kostenbasis in Höhe von rund EUR 20 Mio. gegenüber dem Vorjahr führen. Auch trugen höhere sonstige betriebliche Erträge mit einem Anstieg um 18,0 % auf EUR 12,9 Mio. (2015: EUR 10,9 Mio.), der vor allem im Zusammenhang mit dem Verkauf eines nicht benötigten und aus strategischer Sicht unbedeutsamen Grundstücks in Waldenburg stand, positiv zur Entwicklung des EBIT im Berichtsjahr bei. Diesen ergebnisfördernden Entwicklungen standen ergebnissenkende Effekte gegenüber, insbesondere bedingt durch Preisdruck, Mengenrückgang und verändertem Produktmix.

Als Folge des geringeren Auftragsvolumens verringerte sich unser Materialaufwand im Berichtszeitraum um 7,4 % auf EUR 101,1 Mio. (2015: EUR 109,2 Mio.). Die Materialauf-wandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, erhöhte sich indes auf 35,6 % (2015: 34,6 %). Auch hier machten sich Preisdruck und ein veränderter Produktmix bemerkbar.

Durch den im Vorjahr durchgeführten sozialverträglichen Personalabbau, der im Rahmen des Kostensenkungsprogramms erforderlich war, ging der Personalaufwand um 8,0 % auf EUR 118,3 Mio. (2015: EUR 128,6 Mio.) zurück.

Die Abschreibungen auf materielle und immaterielle Vermögenswerte lagen mit EUR 13,4 Mio. nahezu auf Vorjahresniveau (2015: EUR 13,5 Mio.). Mit Abschluss unseres mehrjährigen Investitionsprogramms, mit dem wir den Ausbau unserer Standorte in den Jahren 2012 bis 2015 vorangetrieben hatten, kamen im Berichtsjahr insbesondere unsere Investitionen in Sachanlagen wieder auf ein geringeres Niveau zurück. Damit lag der Investitionsaufwand im Jahr 2016 in etwa wieder auf dem Niveau der jährlichen Abschreibungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen um 22,2 % auf EUR 55,6 Mio. zurück (2015: EUR 71,6 Mio.). Hier kamen vor allem die strukturellen Einsparungen aus dem Kostensenkungsprogramm zum Tragen. Darüber hinaus belasteten nachteilige Veränderungen bei Fremdwährungskursen das Ergebnis deutlich weniger als noch im Vorjahr.

Mit EUR -3,1 Mio. lag das Zinsergebnis etwa auf Vorjahresniveau (2015: EUR -3,2 Mio.). Zinserträgen in Höhe von EUR 0,3 Mio. (2015: EUR 0,3 Mio.) standen hier Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 3,4 Mio. (2015: EUR 3,5 Mio.) gegenüber. Hierin enthalten sind Netto-zinsaufwendungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 2,1 Mio. (2015: EUR 49 Mio.). Unser EBT verbesserte sich entsprechend auf EUR 5,8 Mio. (2015: EUR 0,7 Mio.).

Im Berichtsjahr fielen Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von EUR 1,6 Mio. (2015: EUR 0,8 Mio.) an, woraus sich ein Jahresergebnis nach Steuern in Höhe von EUR 4,2 Mio. (2015: EUR -0,1 Mio.) ergibt. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR 0,64 (2015: EUR -0,02).

FINANZLAGE

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Oberstes Ziel unseres Finanzmanagements ist es, die solide Finanzposition des R. STAHL-Konzerns zu sichern. Die zentrale Steuerung der Finanzgeschäfte durch die R. STAHL AG garantiert ein einheitliches Auftreten gegenüber Kreditinstituten sowie Eigenkapitalgebern und sorgt für ein schlüssiges finanzielles Risikomanagement.

Aufgabe des Finanzmanagements ist es, die Deckung des Finanzmittelbedarfs der Konzerngesellschaften zur Durchführung des operativen Geschäfts zu gewährleisten. Darüber hinaus stellen wir sicher, dass die nötigen finanziellen Mittel für Investitionsvorhaben verfügbar sind, wozu wir monatlich eine rollierende Liquiditätsplanung aufstellen. Darin erfassen wir den Finanzmittelbedarf für die Aktivitäten in den einzelnen Tochtergesellschaften, den wir durch interne Konzerndarlehen oder externe Bankkredite decken. Im Rahmen des Cash-Managements steuern wir Kredit-, Zins- und Währungsrisiken im Konzern gezielt, ihre Absicherung erfolgt durch Inanspruchnahme von marktgängigen derivativen Finanzinstrumenten, die sich ausschließlich am Grundgeschäft orientieren.

Finanzierungsanalyse

R. STAHL steuert den konzernweiten Finanzmittelbedarf zentral vom Unternehmenshauptsitz in Waldenburg aus. Für die R. Stahl AG und die deutschen Töchter besteht ein konzerninterner Finanzausgleich im Rahmen eines Cash Poolings: Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften werden genutzt, um damit den Finanzmittelbedarf anderer Tochtergesellschaften zu decken. Sie beschränken so die Aufnahme externer Darlehen und damit auch den Zinsaufwand. Ist die Inanspruchnahme von Fremdmitteln notwendig, finanzieren sich die Auslandsgesellschaften lokal über Banken. Diese Kreditlinien werden durch die Muttergesellschaft garantiert.

Ein im vierten Quartal 2015 abgeschlossener Konsortialkredit mit fünfjähriger Laufzeit und einem Volumen von EUR 95,0 Mio. zuzüglich einer Erweiterungsoption in Höhe von EUR 25,0 Mio. sorgt für eine stabile mittelfristige Finanzierungsbasis im Konzern und ermöglicht finanzielle Spielräume für Investitionen und Akquisitionen. Darüber hinaus bestehen laufende bilaterale Kreditlinien in Höhe von EUR 7,0 Mio. sowie zwei Festzins-Bodensatzdarlehen in einer Gesamthöhe von EUR 6,3 Mio., die bis 2017 mit 2,45 % bzw. 2,9 % p. a. verzinst werden.

Kapitalflussrechnung

Der Cashflow im Jahr 2016 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 17,0 % auf EUR 16,2 Mio. (2015: EUR 13,8 Mio.). Demgegenüber verringerte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um 40,9 % - vor allem bedingt durch einen Anstieg des Working Capital um EUR 5,3 Mio. auf EUR 10,9 Mio. (2015: EUR 18,4 Mio.). Zu diesem Anstieg trugen insbesondere Rückgänge bei Anzahlungen von Kunden sowie verringerte Rückstellungen für Abfindungen bei. Darüber hinaus schlugen sich hier ein Abbau von Vorräten sowie eine Verringerung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen als Folge rückläufiger Umsätze nieder. Der deutliche Rückgang des Cashflows aus Investitionstätigkeiten um 49,5 % auf EUR -11,2 Mio. (2015: EUR -22,2 Mio.) ist vor allem die Folge des Abschlusses unseres mehrjährigen Investitionsprogramms im Jahr 2015. Im Berichtsjahr spiegelt sich dies in einem Rückgang bei den Investitionen in das Sachanlagevermögen gegenüber dem Vorjahr um EUR 10,2 Mio. auf EUR -6,3 Mio. wider (2015: EUR -16,5 Mio.). Den Zahlungen für die im dritten Quartal erworbenen Beteiligungen an ZAVOD Goreltex und ESACO Pty. Ltd. in Höhe von zusammen EUR 5,8 Mio. standen mit EUR 5,5 Mio. Einnahmen aus dem Abgang von Sachanlagen in etwa gleicher Größe entgegen. Da die Investitionen im Berichtszeitraum stärker zurückgingen als der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, verbesserte sich der Free Cashflow gegenüber dem Vorjahr auf EUR -0,3 Mio. (2015: EUR -3,8 Mio.).

Auf der Hauptversammlung im Jahr 2016 beschlossen die Aktionäre eine Dividendenausschüttung in Höhe von EUR 0,60 je stimmberechtigter Aktie. Dies entspricht einem Mittelabfluss von insgesamt EUR 3,9 Mio. Im Berichtsjahr flossen zudem EUR 0,4 Mio. für den Erwerb des restlichen Anteils von 25 % an der R. STAHL Camera Systems von Orlaco Products B.V. ab. Gleichzeitig nahmen wir per Saldo EUR 2,3 Mio. Finanzschulden auf. Insgesamt verringerte sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf EUR -2,0 Mio. (2015: EUR 6,1 Mio.). Am Ende des Berichtsjahres verfügte R. STAHL über Finanzmittel in Höhe von EUR 16,2 Mio. (2015: EUR 18,3 Mio.).

Rating

Auch im Jahr 2016 beauftragten wir keine Bonitätsanalyse bei externen Ratingagenturen. Aus dem regelmäßigen Dialog mit unseren Hausbanken schließen wir, dass R. STAHL im stabilen Investment-Grade-Bereich liegt. Unsere gute Bonität wird zudem durch die positive Zusammenarbeit mit unseren Kapitalgebern bestätigt.

VERMÖGENSLAGE

Zum 31. Dezember 2016 entsprach die Bilanzsumme von R. STAHL mit EUR 278,6 Mio. dem Vorjahresniveau (2015: EUR 278,8 Mio.). Dabei gab es sowohl kleinere Veränderungen in der Vermögens- als auch in der Finanzierungsstruktur. Bei den Nettofinanzverbindlichkeiten (ohne Pensionsverpflichtungen) war ein Anstieg auf EUR 21,8 Mio. zu verzeichnen (2015: EUR 17,4 Mio.).

Entwicklung Aktiva

Zum 31. Dezember 2016 erhöhten sich unsere langfristigen Vermögenswerte auf EUR 139,6 Mio. (2015: EUR 133,9 Mio.), im Wesentlichen als Folge der im dritten Quartal erworbenen Minderheitsbeteiligungen an ZAVOD Goreltex und ESACO Pty. Ltd. Effekte aus einer Verringerung der Sachanlagen, vor allem resultierend aus dem bereits genannten Grundstücksverkauf in Waldenburg im vierten Quartal, wurden durch einen Anstieg bei den latenten Steuern in etwa ausgeglichen. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme lag zum Ende des Berichtsjahres bei 50,1 % (2015: 48,0 %).

Unsere kurzfristigen Vermögenswerte gingen zum 31. Dezember 2016 gegenüber dem Vorjahr leicht auf EUR 139,0 Mio. zurück (2015: EUR 144,9 Mio.). Hierzu trugen vor allem geringere Vorräte bei. Effekte aus erhöhten übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten glichen sich in etwa mit einem Rückgang bei den liquiden Mitteln aus, die sich auf EUR 16,2 Mio. verringerten (2015: EUR 18,3 Mio.). Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme lag zum Ende des Berichtsjahres bei 49,9 % (2015: 52,0 %).

Entwicklung Passiva

Zum 31. Dezember 2016 verringerte sich das Eigenkapital des R. STAHL-Konzerns um EUR 6,2 Mio. auf EUR 94,8 Mio. (2015: EUR 101,0 Mio.). Hier wirkte sich insbesondere ein Anstieg der Pensionsrückstellungen als Folge des für das Berichtsjahr deutlich niedrigeren Rechnungszinssatzes aus. Im Vorjahr hatte ein Anstieg dieses Rechnungszinssatzes noch zu einer Erhöhung des Eigenkapitals um mehr als EUR 7 Mio. geführt. Die Eigenkapitalquote erreichte zum Jahresende 34,0 % (2015: 36,2 %).

Leicht über Vorjahresniveau lagen die langfristigen Verbindlichkeiten mit EUR 112,9 Mio. (2015: EUR 110,5 Mio.) bzw. 40,5 % der Bilanzsumme (2015: 39,7 %). Den bereits zuvor beschriebenen deutlich gestiegenen Pensionsrückstellungen, die sich zum Bilanzstichtag um EUR 11,0 Mio. auf EUR 96,7 Mio. erhöhten (2015: EUR 85,7 Mio.), stand eine Verringerung bei den Finanzverbindlichkeiten um EUR 8,8 Mio. auf EUR 10,4 Mio. (2015: EUR 19,2 Mio.) gegenüber.

Ein leichter Anstieg war auch bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten zu verzeichnen, die sich auf EUR 71,0 Mio. (2015: EUR 67,3 Mio.) erhöhten. Daraus ergibt sich ein Anteil an der Bilanzsumme von 25,5 % (2015: 24,1 %). Etwas mehr als spiegelbildlich zur Verringerung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um EUR 11,1 Mio., im Wesentlichen als Folge von näher gerückten Darlehensfälligkeiten. Dem stand insbesondere eine Verringerung der sonstigen Verbindlichkeiten um EUR 2,8 Mio. auf EUR 10,9 Mio. (2015: EUR 13,6 Mio.) im Zusammenhang mit der Abrechnung von Projekten gegenüber, für die wir Vorauszahlungen erhalten hatten. Daneben hatte das geringere Auftragsvolumen niedrigere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zur Folge, die sich um EUR 1,5 Mio. auf EUR 13,4 Mio. verringerten (2015: EUR 14,9 Mio.).

GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DURCH DEN VORSTAND

Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2016 war gekennzeichnet von der seit Jahrzehnten größten Absatzkrise der Zulieferer für den Öl- und Gassektor. Investitionen in dieser für uns größten Abnehmerbranche sowie ihren nachgelagerten Wirtschaftszweigen wurden aufgrund des vorherrschenden hohen Preisdrucks, dem unsere Kunden ausgesetzt waren, fast vollständig gestoppt. Im Verlauf des Berichtsjahres mussten wir unsere Zielvorgaben für Umsatz, Auftragseingang und Ergebnis daher mehrmals nach unten korrigieren. Zum Jahresende lagen wir mit EUR 286,6 Mio. beim Umsatz innerhalb unserer anfänglichen Zielvorgaben, bezogen auf unsere zuletzt angepassten Zielvorgaben leicht oberhalb. Der Auftragseingang bewegte sich mit EUR 282,9 Mio. sowohl innerhalb unseres anfänglichen als auch unseres zuletzt genannten Rahmens. Aufgrund notwendiger Preiszugeständnisse sowie Verschiebungen zahlreicher Projekte bei unseren Hauptabnehmern verfehlten wir zwar unser ursprüngliches EBIT-Ziel für 2016 deutlich, lagen jedoch zum Jahresende oberhalb unseres zuletzt angepassten Korridors.

Rückgänge bei Auftragseingang und Umsatz mussten wir im Jahr 2016 erneut in den Regionen hinnehmen, in denen unsere Anteile im Öl- und Gasgeschäft hoch sind. Dies ist insbesondere in Amerika sowie Asien/Pazifik der Fall. Nach einer zunächst noch erfreulichen Entwicklung im Downstream-Bereich im Jahr 2015 wurde das Investitionsverhalten hier im Berichtsjahr zunehmend deutlich restriktiver. Wichtige Vertriebserfolge erzielten wir hingegen in beiden Regionen bei Kunden außerhalb der Öl- und Gasbranche. Hier konnten wir insbesondere mit innovativen LED-Beleuchtungslösungen sowie unserer Automatisierungstechnik punkten. In Europa und Deutschland profitierten wir auch 2016 von unserer breiten und diversifizierten Kundenbasis. Neben der Abarbeitung größerer Aufträge im petrochemischen Bereich gewannen wir Kunden anderer Industriebranchen für Automatisierungslösungen, LED-Beleuchtung sowie Sicherheitstechnik. Insgesamt hat sich durch den Rückgang unseres Umsatzes im Öl- und Gassektor und den Ausbau unseres Geschäfts in anderen Industrien unsere Abhängigkeit von der Rohölpreisentwicklung im Jahr 2016 auf weniger als die Hälfte verringert.

Das EBIT konnte mit EUR 8,8 Mio. trotz des sehr schwierigen Marktumfelds gegenüber dem Vorjahr signifikant zulegen. Hier wirkten sich im Berichtsjahr die Einsparungen aus dem 2015 initiierten Kostensenkungsprogramm erstmals aus. Auch trug der Erlös aus dem Verkauf eines nicht benötigten und aus strategischer Sicht unbedeutsamen Grundstücks hierzu bei.

Der planmäßige Abschluss unseres mehrjährigen Investitionsprogramms im Jahr 2015 hat im Jahr 2016 zu einer Verbesserung unseres Free Cashflows geführt.

Um auch künftig unsere Stellung als innovativer Technologieführer für sicherheitsrelevante Produkte und Dienstleistungen zu festigen, haben wir uns nach dem erfolgreichen Abschluss unseres Investitionsprogramms Ende 2015 im Berichtsjahr auf die weitere Optimierung unserer Kostenstrukturen sowie auf gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz konzentriert. Hierzu gehört auch die Neuaufstellung und Bündelung unserer Kompetenzen im Bereich der Automatisierungslösungen. Gleichzeitig haben wir 2016 unsere forcierten Vertriebsinitiativen zur Erschließung neuer Kundengruppen außerhalb der Öl- und Gasbranche und unsere regionale Expansion fortgesetzt. So erwarben wir im dritten Quartal 2016 einen Anteil von 25 % an ZAVOD Goreltex, der russischen Nummer zwei im Explosionsschutz. Damit hat sich R. STAHL einen vereinfachten Zugang zum perspektivisch attraktiven Markt Russland geschaffen und den Grundstein für zusätzliches Wachstum gelegt. Zudem wird R. STAHL Automatisierungstechnik an diesen Partner liefern können, da diese Produkte weder dem EU-Embargo unterliegen noch lokal gefertigt werden müssen. Nur wenige Wochen später haben wir uns mit einem Anteil von 35 % an ESACO Pty. Ltd. in Südafrika beteiligt. ESACO ist seit über 4o Jahren Händler für R. STAHL-Produkte in Afrika. Auf diese langjährige, erfolgreiche Vertriebspartnerschaft wollen wir aufbauen und unsere Marktbearbeitung insbesondere in den Ländern südlich der Sahara, wie Angola, Mozambique, Namibia oder Nigeria, ausbauen und bestehende Kunden mit lokalen Niederlassungen vor Ort betreuen. In den kommenden Jahren erwarten wir die Vergabe einiger großer Projekte. Hierfür wollen wir vorbereitet sein. Mittelfristig halten wir ein Umsatzwachstum von EUR 15-20 Mio. in der Region für realistisch. Neben der Verbesserung des lokalen Marktzugangs profitiert R. STAHL über die Kapitalbeteiligungen zusätzlich von der operativen Entwicklung der beiden Unternehmen.

NACHHALTIGKEIT

Seit geraumer Zeit wird die Förderung von Öl und Gas wie auch die verarbeitende Industrie generell als Bedrohung für Natur und Umwelt angesehen. Während einerseits die Annehmlichkeiten des modernen Lebens zum größten Teil ohne diese Ausgangsstoffe und ihre industrielle Nutzung nicht möglich wären, ist ihre Gewinnung andererseits ohne entsprechende Vorkehrungen mit lebensbedrohenden Gefahren für Menschen und Ökosysteme verbunden. Immer wieder auftretende Unfälle, wie die Explosion in einem großen Chemiewerk in Ludwigshafen im Jahr 2016, machen deutlich, wie real und aktuell diese Gefahren sind, auch wenn mit großer Vor- und Umsicht gehandelt wird. Das Geschäftsmodell von R. STAHL besteht in der Hauptsache darin, Explosionen und Bränden vorzubeugen sowie das mit der Förderung und Verarbeitung von Öl und Gas verbundene Gefahrenpotenzial zu minimieren und somit Mensch und Natur zu schützen. Diesem Anspruch fühlen wir uns auch bei der Gestaltung unserer internen Prozesse und Handlungen verpflichtet und orientieren uns stets an ökologischen, sozialen sowie gesellschaftlichen Kriterien. Dabei ist uns der respektvolle Umgang mit der Umwelt in gleichem Maße wichtig wie gute Beziehungen zu allen unseren Stakeholdern, ins besondere unseren Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Aktionären.

Ökologische Verantwortung

Wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt sehr ernst und beschränken sie nicht allein auf den bestmöglichen Explosionsschutz in den Anlagen unserer Kunden. Auch der Klimawandel zählt für uns zu den großen globalen Herausforderungen. Es wird für Unternehmen, vor allem im produzierenden Gewerbe, immer wichtiger, ihre Prozesse unter ökologischen Gesichtspunkten zu betrachten — auch für R. STAHL.

Mit unseren Dienstleistungen und Produkten, wie Schaltgeräte, Taster, Leuchten und Steuerungen, unterstützen wir auf der einen Seite die Betreiber von Industrieanlagen darin, die Sicherheit im explosionsgefährdeten Bereich zu gewährleisten und so Umweltschäden vorzubeugen. Laufend entwickeln wir unsere Produkte und Systeme unter dem Aspekt höchstmöglicher Sicherheit weiter. Auf der anderen Seite hat auch die Schonung von Ressourcen bei der Entwicklung neuer Produkte Priorität. So weisen zum Beispiel die in den meisten R. STAHL Produkten eingesetzten LED-Leuchten einen sehr geringen Stromverbrauch auf. Dadurch verkleinern sich wiederum die Kabeldurchmesser, was die Systeme insgesamt leichter und kompakter macht. Das senkt nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch die Kosten über den gesamten Betriebs- und Lebenszyklus hinweg.

Umweltschutz betrachten wir nicht nur als Leistungsversprechen unserer Produkte und Lösungen als wichtiges Thema, sondern widmen auch an unseren eigenen Standorten dem Energiemanagement hohe Aufmerksamkeit. Im Bereich Facility Management beschäftigen wir einen Mitarbeiter, der zum zertifizierten Energiemanager der Industrie- und Handelskammer (IHK) Heilbronn ausgebildet ist. Im Dezember 2015 wurden die Standorte Waldenburg, Weimar und Köln als Schritt zu höherer Energieeffizienz und niedrigerem Energieverbrauch nach DIN EN 16247 erfolgreich zertifiziert. Zudem wurden zwei Auszubildende zu Energiescouts geschult. In einem ersten erfolgreich abgeschlossenen Projekt konnten bereits Energieeinsparungen dadurch erzielt werden, dass in einem Teil der Fertigung Leckagen im Druckluftnetz mittels Ultraschall geortet und beseitigt wurden. Sämtliche unserer Maßnahmen haben dazu beigetragen, den Ausstoß an Kohlenstoffdioxid gegenüber dem Vorjahr deutlich zu senken.

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2012 2013 2014 2015 2016
Emissionen CO2 (t) 2.677 2.446 2.021 2.267 1.855

Einen großen Beitrag zur langfristigen Emissionssenkung leistet dabei unser Blockheizkraftwerk in Waldenburg: Aufgrund des geringen Wärmeverlusts liegt der Wirkungsgrad weit über dem klassischer Energieerzeugung. Mit diesem Blockheizkraftwerk erzeugen wir für unser Entwicklungsgebäude mehr Wärme und Strom als dort direkt verbraucht wird. Dadurch können auch andere Gebäudeteile teilweise versorgt werden, wodurch Energieeinsparungen bei der Beheizung und Stromversorgung dieser Bereiche erzielt werden. An der weiteren Senkung unserer CO2-Emissionen arbeiten wir konsequent weiter. Während uns derzeit detaillierte und plausibilisierte Daten vor allem für unseren Hauptsitz in Waldenburg vorliegen, wollen wir mittelfristig auch die Daten zum Energieverbrauch standortübergreifend erfassen.

Soziale Verantwortung

Die Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern ist uns sehr wichtig — insbesondere die Arbeitssicherheit ist für R. STAHL von hoher Bedeutung. Aber auch unseren Kunden gegenüber, die uns im Rahmen ihrer eigenen Nachhaltigkeitsberichterstattung als Zulieferer überprüfen, qualifizieren wir uns aufgrund unserer Gewissenhaftigkeit als zuverlässiger Partner. Dazu kommt auch die Verantwortung für Mitarbeiter: Von den jährlich ca. 180 Schulungen für unsere Kunden handelte es sich bei einem großen Anteil um Sicherheits- und Explosionsschutz-Trainings.

Anfang Oktober 2016 wurde das Arbeitsschutz-Management-System der R. Stahl Schaltgeräte GmbH erneut im Rahmen eines alle drei Jahre stattfindenden Audits der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) für gut befunden. Vor allem die Implementierung der Arbeitsschutzmaßnahmen im alltäglichen Handeln, auch auf Führungsebene, wurde dabei überprüft.

Im Berichtsjahr gab es an unserem größten Produktionsstandort in Waldenburg 16,47 meldepflichtige Arbeitsunfälle je 1.000 Versicherte, womit die Unfallquote unter dem durch die BG ETEM ermittelten Branchendurchschnitt von 18,3 liegt. 12 Bei den meldepflichtigen Arbeitsunfällen waren keine schwerwiegenden Verletzungen zu verzeichnen. Mit dem Ziel, die bereits geringe Anzahl an Arbeitsunfällen weiter zu senken, betrachten wir die Sicherheitsgrundunterweisung neuer Mitarbeiter als ebenso sinnvoll wie das Angebot jährlicher Sicherheitstrainings für alle Mitarbeiter sowie kontinuierliche Sicherheitsbegehungen. Alle zwei Jahre bieten wir Ersthelfer-Trainings an. Derzeit sind 18 % der Mitarbeiter bei R. STAHL ausgebildete Ersthelfer, was den gesetzlich geforderten Rahmen von 10 % deutlich übersteigt.

Neben den Fragen der Arbeitssicherheit betreibt R. STAHL eine Vielzahl von Aktivitäten, um für die Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Unser Ziel ist es, die Mitarbeiter-Zufriedenheit und ihre Leistungsfähigkeit auch für die Zukunft zu erhalten und zu fördern. So können R. STAHL-Mitarbeiter flexible Arbeitszeitmodelle für eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf nutzen. Daneben beinhaltet unser Gesundheitskonzept unter anderem die intensive betriebsärztliche Betreuung, Angebote zu kostenloser Grippe-Schutz-Impfung sowie die Förderung diverser Fitness- und Sportaktivitäten. Mittels eines umfangreichen Weiterbildungskonzepts tragen wir zu einem hohen Oualifikations- und Motivationsgrad unserer Mitarbeiter bei. Dieses beinhaltet interne und externe Schulungen zum Explosionsschutz, Fortbildungen auf verschiedenen IT-Feldern, Führungskräfte-Trainings sowie Sprachkurse und Kompetenztrainings. Die Teilnahme an diesen Schulungsmaßnahmen erfolgt in Absprache mit dem jeweiligen Vorgesetzten und wird im Nachgang evaluiert.

Gesellschaftliche Verantwortung

Wir betrachten R. STAHL als Teil der Gesellschaft, für die wir als international aufgestelltes Unternehmen unseren Beitrag leisten und die wir aktiv mitgestalten wollen. Ebenso motivieren wir unsere Mitarbeiter, sich gesellschaftlich zu engagieren. Im Rahmen unserer zweimal jährlich stattfindenden Erfindertage in Waldenburg bieten wir beispielsweise Kindern und Jugendlichen auf spielerische Art und Weise einen ersten Einblick in den Bereich Technik und Naturwissenschaften. Ein weiteres Beispiel stellt die über viele Jahre erfolgreich durchgeführte soziale Projektwoche unserer Auszubildenden dar. Im Jahr 2016 waren über 20 Auszubildende in sechs Institutionen, zum Beispiel einemAltenpflegeheim und einem Standort der Beschützende Werkstätte e. V. aktiv. Über diese soziale Projektwoche ist das Projekt „Berufliche Integration mit behinderten Jugendlichen" entstanden. Dabei wurden in der Ausbildungswerkstatt von R. STAHL behinderte Jugendliche von Auszubildenden dabei unterstützt, eine Wasser-spielstation für eine Kindertageseinrichtung zu erarbeiten.

Doch nicht nur in unserem Heimatmarkt unterstützen wir Kinder: Wir haben einen gemeinnützigen Verein gegründet, der sich in einem ersten Projekt für ein Kinderheim in Indien einsetzt. Unser Ziel ist es, die Lebensbedingungen der etwa 25 dort lebenden Kinder zwischen zwei und 17 Jahren nachhaltig zu verbessern und einen Beitrag zu Lebensunterhalt und Erziehung zu leisten. Wir möchten den Jugendlichen Zukunftschancen aufzeigen — bis hin zur Möglichkeit eines Praktikums bzw. einer Anstellung bei der nur 30 km entfernten R. STAHL (P) Limited.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Seit dem Geschäftsjahr 2009 sind alle deutschen Aktiengesellschaften nach § 289a HGB verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben. Unsere Entsprechenserklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.stahl.de unter der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance öffentlich zugänglich.

ERGÄNZENDE ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGB

Kapitalverhältnisse

Am 31. Dezember 2016 belief sich das gezeichnete Kapital der R. STAHL AG auf EUR 16.500.000,00. Es setzte sich aus 6.440.000 auf den Namen lautende Stückaktien zusammen. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von EUR 2,56 am Gesellschaftskapital.

Mitglieder der Familien Stahl und Zais er haben wesentliche Teile des stimmberechtigten Kapitals in einem Konsortialvertrag gepoolt, durch den sie sich verpflichten, ihre Stimmen entsprechend den Beschlüssen des Konsortiums auszuüben bzw. ausüben zu lassen. Mit der Meldung gemäß § 21 Abs.1 WpHG vom 10. Juli 2006 haben die Konsorten mitgeteilt, dass sie mehr als 25 % der Stimmrechte an der R. STAHL AG halten. Die Gesamtzahl der Stimmrechte, die dem einzelnen Konsorten nach den §§ 21, 22 WpHG zuzurechnen sind, beträgt nach dieser Meldung individuell zwischen 36,02 und 38,35 % der stimmberechtigten Aktien. Die Gesamtzahl der Stimmrechte, die dem Konsortium zuzurechnen sind, kann sich seitdem verändert haben, ohne dass sich eine erneute Meldepflicht nach WpHG ergeben hat.

Mit der Meldung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG vom 20. August 2015 hat die RAG-Stiftung Beteiligungsgesellschaft mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten hat.

Aktionärsrechte und -pflichten

Dem Aktionär stehen Vermögens- und Verwaltungsrechte zu.

Zu den Vermögensrechten gehören nach § 58 Abs. 4 AktG das Recht auf Teilhabe am Gewinn und nach § 271 AktG am Liquidationserlös sowie nach § 186 AktG das Bezugsrecht auf Aktien bei Kapitalerhöhung.

Zu den Verwaltungsrechten gehören das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen, und das Recht, auf dieser zu reden, Fragen und Anträge zu stellen sowie die Stimmrechte auszuüben.

Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die Mitglieder des Aufsichtsrats der Kapitalseite und den Abschlussprüfer; sie entscheidet über die Entlastung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, über Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen, über Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien sowie gegebenenfalls über die Durchführung von Sonderprüfungen, über vorzeitige Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrats und über eine Auflösung der Gesellschaft.

Besetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen, von denen sechs von der Hauptversammlung und drei nach dem Drittelbeteiligungsgesetz zu wählen sind. Die Beschlüsse des Aufsichtsrats werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit nicht gesetzlich zwingend andere Mehrheiten vorgeschrieben sind. Ergibt eine Abstimmung Stimmengleichheit, so findet eine neue Aussprache nur statt, wenn die Mehrheit des Aufsichtsrats dies beschließt. Anderenfalls muss unverzüglich neu abgestimmt werden. Bei dieser erneuten Abstimmung über denselben Gegenstand hat nach § 12 Abs. 6 der Satzung der Vorsitzende des Aufsichtsrats, wenn auch sie Stimmengleichheit ergibt, zwei Stimmen.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig.

Ergänzend bestimmt die Satzung in § 6, dass der Vorstand aus einer oder mehreren Personen besteht. Über die Zahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung und den Widerruf der Bestellung sowie die Anstellungsverträge mit ihnen entscheidet der Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen sowie stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen.

Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Im Berichtszeitraum lagen weder eine Ermächtigung zur Schaffung eines genehmigten Kapitals noch zum Erwerb eigener Aktien vor.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Die R. STAHL AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Auch wurden den Mitgliedern des Vorstands und Arbeitnehmern keine Entschädigungen im Falle eines Übernahmeangebots zugestanden.

Vergütungssystematik für Aufsichtsrat und Vorstand

Die Grundzüge des Vergütungssystems für Aufsichtsrat und Vorstand sind im Konzernanhang unter dem Punkt „Verwaltungsorgane der R. STAHL AG" angegeben, sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts.

NACHTRAGSBERICHT

Ereignisse, welche die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns beeinflussen oder beeinflussen könnten, sind zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und dem Aufstellungszeitraum nicht eingetreten.

RISIKOBERICHT

RISIKOMANAGEMENT-SYSTEM

Das in die Aufbau- und Ablauforganisation des R. STAHL-Konzerns eingebettete Risikomanagement-System ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen für alle Gesellschaften und Zentralfunktionen.

Es umfasst die Gesamtheit der installierten IT-Systeme, Prozesse, Abläufe, Anweisungen und Verhaltensregeln, die in allen unseren Gesellschaften weltweit als gültige Standards implementiert sind, und unterliegt einem laufenden Verbesserungs- und Weiterentwicklungsprozess. Zu seinen Bestandteilen zählen insbesondere die konzernweite Risikoberichterstattung auf Basis des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG), ein einheitlicher Planungs- und Controlling-Prozess sowie das interne Überwachungssystem, bestehend aus dem internen Kontrollsystem mit konzerneinheitlichen Richtlinien und der internen Revision. Darüber hinaus ergänzt ein Compliance-Management-System das Risikomanagement-System. Die Gesamtheit der implementierten Systeme ermöglicht es der Konzernleitung, frühzeitig Risiken zu erkennen, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Das Risikomanagement-System wird auch hinsichtlich seiner Effektivität und Effizienz kontinuierlich kontrolliert und weiterentwickelt sowie entsprechend den gesetzlichen Anforderungen durch den Abschlussprüfer geprüft.

Darüber hinaus werden nicht vorhersehbare Ereignisse analysiert, die Einfluss auf die Märkte, Prozesse, Systeme sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben können. Dies können zum Beispiel Konflikte in kritischen Weltregionen, der Ausfall von Produktionsanlagen oder gezielte Angriffe auf die Computernetzwerke, sogenannte „Cyberattacken", sein. Ihre möglichen Auswirkungen auf den R. STAHL-Konzern werden ermittelt und daraus gegebenenfalls Maßnahmenpläne abgeleitet. Die daraus erhaltenen Ergebnisse werden dem Aufsichtsrat vorgestellt und mit ihm diskutiert — sie ermöglichen beim tatsächlichen Eintreten derartiger Ereignisse schnelle und schlagkräftige Reaktionen.

Risikoberichterstattung/Frühwarnsystem

Die bestehende Risikoberichterstattung basiert auf einem Risikokatalog, der in acht Risikobereiche unterteilt ist: Makroumwelt/Länderrisiken, Markt/Wettbewerb, Strategie, unterstützende Prozesse/IT, Leistungswirtschaft, Personal, Finanzwirtschaft und Compliance.

Die Risikoverantwortlichen („risk owner") in den Tochtergesellschaften und die Bereichsleiter der Zentralabteilungen sind in dieses Frühwarnsystem eingebunden und melden quartalsweise die Risiken. Die so erhobenen Informationen werden in einer zentralen Datenbank erfasst und verarbeitet. Unser Risikomanagement-Beauftragter erstellt daraus für jede Gesellschaft einen Risikobericht, der neben der Beschreibung des Risikos auch den potenziellen Risikowert, dessen Eintrittswahrscheinlichkeit sowie den Maßnahmenplan zur Vermeidung bzw. Reduzierung des Risikos beinhaltet.

Die Risikoeinschätzung erfolgt für einen einjährigen Planungszeitraum. Die Berichterstattung im Lagebericht bezieht sich ebenfalls auf ein Jahr.

Risikobewertung

Im Rahmen der Risikoberichterstattung werden sowohl ein Brutto- als auch ein Nettorisiko von den jeweiligen Berichtseinheiten angegeben. Das Bruttorisiko beschreibt das maximale Verlustpotenzial ohne Berücksichtigung von Sicherungs- und Risikominderungsmaßnahmen. Nach Gegensteuerungsmaßnahmen ergibt sich das residuale Risiko in Form des Nettorisikos.

Um zu ermitteln, welche Risiken einen bestandsgefährdenden Charakter aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrem Schadensausmaß klassifiziert. Die Skalen zur Messung dieser beiden Indikatoren auf Bereichs- wie auch Einzelgesellschaftsebene sind in den nachfolgenden Tabellen dargestellt.

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Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
0 bis 10 % sehr unwahrscheinlich
11 bis 20 % unwahrscheinlich
21 bis 50 % möglich
51 bis 90 % wahrscheinlich
91 bis 100 % sehr wahrscheinlich

Gemäß dieser Einteilung wird ein sehr unwahrscheinliches Risiko als ein Ereignis definiert, das nur unter außergewöhnlichen Umständen eintritt. Ein sehr wahrscheinliches Risiko ist ein Ereignis, mit dessen Eintritt innerhalb eines bestimmten Zeitraums fast sicher zu rechnen ist.

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Schadensausmaß Definition der Auswirkungen
Unbedeutend unbedeutende negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage und Cashflows
Gering geringe negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage und Cashflows
Mittel einige negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage und Cashflows
Hoch erhebliche/bedeutende negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage und Cashflows

Gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen bezogen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage und die Cash-flows werden die Risiken aggregiert auf Konzernebene als „hoch", „mittel" oder „gering" klassifiziert. Dieser Klassifizierung liegen nachfolgende Wertintervalle zugrunde:

Gering < EUR 1,5 Mio.

Mittel EUR 1,5 Mio. — EUR 5,0 Mio.

Hoch > EUR 5,0 Mio.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Einstufung bezogen auf die einzelnen Risikobereiche.

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Risikobereich Eintrittswahrscheinlichkeit Schadensausmaß (netto)
Makroumwelt/Länderrisiken hoch hoch
Markt/Wettbewerb mittel mittel
Unterstützende Prozesse mittel mittel
Strategie gering mittel
Leistungswirtschaft gering mittel
Personal gering gering
Finanzwirtschaft mittel mittel
Compliance gering mittel

Bedeutende und insbesondere bestandsgefährdende Risiken werden umgehend dem Vorstand bzw. der Konzernleitung mitgeteilt. Die Berichtseinheiten sind verpflichtet, den Vorstand über zeitkritische oder wesentliche Risiken unverzüglich in Kenntnis zu setzen. Die quartalsweise Auswertung aller Risiken dient der Unternehmensleitung als Grundlage, um frühzeitig auf kritische Situationen reagieren und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Regelmäßig wird eine Zusammenfassung aller Risiken der Konzerngesellschaften erstellt, in der alle gemeldeten und bewerteten Risiken aggregiert werden, um das Gesamtrisiko für den Konzern ermitteln zu können.

Planungs- und Controlling-Prozess

Die Mitarbeiter im Beteiligungscontrolling sind die betriebswirtschaftlichen Ansprechpartner für unsere weltweit operierenden Tochtergesellschaften. Sie unterstützen die Verantwortlichen in den Tochtergesellschaften bei Fragen bezüglich Rechnungslegung, der Erhebung betriebswirtschaftlicher Daten und ihrer Auswertungen. Das Beteiligungscontrolling stellt diverse IT-Systeme zur Erfassung und Auswertung betriebswirtschaftlicher Daten zur Verfügung. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie die Cashflows der Gesellschaften werden im Rahmen einer monatlichen Berichterstattung analysiert, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den Soll-Ist-Vergleichen liegt. Monatlich wird hierzu im Bereich Controlling eine Forecast-Betrachtung erstellt. Darüber hinaus wird im Rahmen regelmäßig stattfindender Telefonkonferenzen mit den Tochtergesellschaften die aktuelle Geschäftsentwicklung analysiert.

Internes Kontrollsystem

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagement-Systems ist das interne Kontrollsystem, das im R. STAHL-Konzern die folgenden, vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen beinhaltet, die auf

die Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit,

die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Berichterstattung sowie

die Einhaltung der konzernweiten Richtlinien und Standards sowie der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften (Compliance)

gerichtet sind.

Das interne Kontrollsystem für den Rechnungslegungsprozess beinhaltet alle Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die notwendig sind, um die Effektivität, Zuverlässigkeit und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung des Konzernabschlusses und der Abschlüsse der Tochtergesellschaften zu garantieren. Es gewährleistet neben der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften die Sicherung des Unternehmensvermögens.

Wesentliche Instrumentarien zur Sicherstellung des Rechnungslegungsprozesses sind:

die konzernweit gültigen Standards für den Finanz- und Verwaltungsbereich,

die Konzern-IFRS-Bilanzierungsrichtlinie,

die eindeutige Aufgabentrennung und Zuordnung von Verantwortlichkeiten,

die Nutzung einheitlicher ERP-Systeme und Standardsoftware,

detaillierte Berechtigungskonzepte.

Diese Maßnahmen und Prozesse unterliegen der ständigen Überprüfung durch die verantwortlichen Mitarbeiter der Konzerngesellschaften sowie der Konzernrevision.

Interne Revision

Die interne Revision erbringt unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, Mehrwert zu schaffen und die Geschäftsprozesse zu verbessern. Sie dient den Zielen der Organisation, indem sie mit einem systematischen und zielgerichteten Ansatz die Effektivität und Effizienz der internen Führungs- und Überwachungsprozesse bewertet und dabei hilft, diese ständig weiter zu verbessern. Eine weitere Aufgabe ist die Verbesserung der Corporate Governance, die zum Ziel hat, den Wert des Unternehmens nachhaltig zu steigern und das Vertrauen der Stakeholder (Anleger, Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Öffentlichkeit) in dessen Leitung und Überwachung zu fördern. Die Abteilung berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden der R. STAHL AG. Prüfungen erfolgen auf Basis eines jährlichen risikoorientierten Prüfungsplans.

Compliance-Management-System, Code of Conduct (CoC)

Zur Vermeidung von Verstößen gegen Antikorruptions-, Kartell- oder auch Datenschutz-gesetze und um wirtschaftskriminelle Handlungen zu verhindern, haben wir ein Compliance-Management-System installiert. Unsere Compliance-Organisation ist direkt dem Vorstand zugeordnet, und der Compliance-Beauftragte ist in die Geschäftsprozesse sowie in das Berichts- und Kontrollwesen eingebunden. Compliance ist Bestandteil unserer Unternehmenskultur und im täglichen Handeln selbstverständlich.

RISIKOSITUATION IM KONZERN

Makroumwelt/Länderrisiken

Bedingt durch die internationale Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten können sich Risiken aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Instabilität in einzelnen Regionen oder Ländern ergeben. Dank unserer internationalen Diversifikation können wir auf regionale Marktentwicklungen flexibel und vor Ort reagieren. Vor dem Hintergrund der herausfordernden Rahmenbedingungen achten wir zudem immer auf unsere Kostenstrukturen, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der R. STAHL-Gruppe zu sichern.

Das wesentliche Risiko für das Jahr 2017 besteht in einer weiterhin gedämpften Entwicklung des Ölpreises: Diese Entwicklung zwingt die Ölförderer mit hohen Förderkosten zu anhaltender strikter Kostendisziplin und senkt deren Investitionsbereitschaft. Wir gehen für das Jahr 2017 von einer nach wie vor unkalkulierbaren Entwicklung des Ölpreises aus.

Auch das geopolitische Umfeld bleibt nach unserer Einschätzung unvorhersehbar. Vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine zum Beispiel verlängerte die Europäische Union ihre Sanktionen gegen Russland. Die Embargobestimmungen schränken unser Geschäft unmittelbar ein, weil sie sich explizit auf Ausrüstungsgegenstände für den Öl- und Gassektor erstrecken: Es gilt ein direktes und indirektes Verbot des Exports, des Verkaufs und der Lieferung dieser Güter nach Russland oder zur Verwendung in Russland, wenn die begründete Annahme besteht, dass die Güter in der Exploration oder Förderung von Tiefsee-Öl, arktischem Öl oder Schieferöl verwendet werden. R. STAHL hat im Jahr 2016 eine Beteiligung an der russischen Firma ZAVOD Goreltex mit der Absicht erworben, einerseits substituierendes Geschäft und andererseits Präsenz aufzubauen, um für die Zeit nach Beendigung des Embargos noch besser positioniert zu sein.

Unabsehbar ist auch, ob und zu welchem Ausmaß die neue US-amerikanische Regierung eine verstärkte Nationalisierung der eigenen Wirtschaftspolitik vornehmen wird. Deutliche Äußerungen in diese Richtung gab es während des Präsidentschaftswahlkampfs. Da unser Geschäft in hohem Maße von der Entscheidungssicherheit der Energie- und Chemiekonzerne abhängt, die bei solchen unkalkulierbaren Rahmenbedingungen Investitionsentscheidungen aufschieben, können diese Situationen unser Geschäftsvolumen in einzelnen Jahren erheblich beeinflussen.

Schließlich birgt die internationale Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten in unterschiedlichen Jurisdiktionen auch ein Rechtsrisiko. Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sind die R. STAHL AG sowie ihre Tochtergesellschaften in wenigen anhängigen Gerichtsverfahren als Beklagte bzw. Antragsgegner involviert. Hier können negative Entscheidungen zu Lasten der jeweils betroffenen Gesellschaft im Einzelfall nicht ausgeschlossen werden. Die Gesellschaften von R. STAHL verteidigen sich in diesen Verfahren in der tatsächlich und rechtlich gebotenen Weise. Eine sichere Prognose des Ergebnisses solcher Verfahren ist nicht möglich. Jedoch erwarten wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage.

Markt/Wettbewerb

R. STAHL ist mit attraktiven Produkten und Lösungen in dynamischen Märkten aktiv. Dabei hängt unser Geschäft stark vom Investitionsklima in unseren Kundenbranchen ab. Um dem zunehmenden Wettbewerbsdruck auch durch neue Anbieter im Komponentengeschäft zu begegnen, festigen wir unsere Marktposition durch den kontinuierlichen Ausbau unserer Technologieführerschaft, durch die horizontale und regionale Diversifikation wie auch die Entwicklung von Produkten, die aufgrund von Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen bei unseren Kunden geschätzt werden. Doch auch im Systemgeschäft, in dem die Markteintrittsbarrieren zwar höher sind und damit das Konkurrenzrisiko geringer ist, ist das Auftreten neuer Wettbewerber dennoch nicht generell auszuschließen. Daneben können sich bestehende Wettbewerber durch Allianzen oder andere Maßnahmen Marktvorteile verschaffen. Den Herausforderungen des Marktes begegnen wir mit unserem exzellenten Know-how und unserer langjährigen Erfahrung. Daneben erhöhen zahlreiche Energiekonzerne den Preisdruck auf ihre Lieferanten, um hierdurch Kosten einsparen und so die Folgen des aktuell niedrigen Ölpreises zumindest teilweise abfedern zu können. Diese verschärfte Preispolitik stellt ein Risiko für unser Geschäft vor allem mit Blick auf das Erreichen unserer angestrebten Ergebnismarge dar.

Die internationale Aufstellung von R. STAHL birgt ferner das Risiko, dass Kunden regionale Anbieter bevorzugen, weil sie zum einen deren Produkte besser kennen, ein höheres Vertrauen in deren Produkteigenschaften haben oder aus politischen Gründen hierzu angehalten sind. Da R. STAHL als Teil der aktuellen Geschäftsstrategie auch eine Verbreiterung der Kundenbasis anstrebt, ist der Aufbau von Bekanntheit und Reputation entscheidend. Dazu beschäftigt R. STAHL eine angemessene Anzahl an hochqualifizierten Vertriebsexperten, ist international auf Messen vertreten und bietet überdies eigene Seminare an, um Kunden im Umgang mit den Produkten zu schulen.

Strategische Risiken

Bei der Erschließung neuer Märkte und Branchen sowie beim Ausbau bestehender Vertriebsgebiete — auch durch Akquisitionen — können sich neue Risiken ergeben, die im Vorfeld nicht vollständig einschätzbar sind. Wir analysieren das Risikopotenzial einzelner Märkte und Branchen in den unterschiedlichsten Regionen und berücksichtigen dieses bei der Risikobeurteilung. Die Risiken im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des Unternehmens behandeln wir mit der entsprechenden Sorgfalt.

Darüber hinaus bestehen Beschaffungsrisiken. So können die Einkaufspreise je nach Marktsituation Schwankungen unterliegen und unsere Kostenstrukturen beeinflussen. Wir beugen dem Risiko durch internationale Beschaffung und konsequentes Kostenmanagement vor. Wir sehen derzeit keine Engpässe in der Materialverfügbarkeit, weshalb wir das Risiko der Rohstoffknappheit als gering einstufen. Aufgrund von Investitionszurückhaltungen in Verbindung mit dem derzeit wenig einträglichen Ölpreis kann es zu rückläufiger Nachfrage auch bei unseren Lieferanten kommen, wodurch sich deren Insolvenzrisiko prinzipiell erhöht. Wir minimieren dieses Risiko durch aktives Monitoring von Finanzdaten der wichtigsten Zulieferer sowie durch die Beobachtung von Preisverhalten und Lieferleistung. Ferner verringern wir durch Second-Source-Freigaben die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten.

Als nach wie vor eher gering stufen wir das Risiko von Produkt- und Markenpiraterie ein. Ständige Verbesserungen unserer Kernprodukte und Produktionstechnologien, unser Spezialwissen sowie unsere Erfahrung verringern das Risiko, dass R. STAHL Produkte in vergleichbarer Qualität kopiert werden. Im Bereich Explosionsschutz zählen Qualität und Zertifizierungssicherheit zu den wesentlichen Kaufkriterien.

Risiken aus unterstützenden Prozessen/IT

Im Bereich Explosionsschutz geht es in erster Linie um die Sicherheit von Menschen, Maschinen und der Umwelt. Deshalb hat die Dualität unserer Produkte oberste Priorität. Produktfehler führen hierbei zwar nicht zwangsläufig zu lebensgefährlichen Situationen, sie können jedoch den Ruf des Unternehmens in hohem Maße schädigen. Eine zentrale Rolle hinsichtlich der Risikominimierung im Bereich unserer Produktqualität spielt daher ein konsequentes Qualitätsmanagement mit beständigem Verbesserungsprozess. Die vollständige Qualitätskontrolle jeder gefertigten Komponente und jeder Systemlösung ist für die meisten unserer Produkte daher unerlässlich. Zudem unterliegen auch zugelieferte Bestandteile sowie deren Lieferanten strengen Qualitätsanforderungen und müssen sich detaillierten Kontrollen unterziehen. Zwar verursachen diese sehr sorgfältigen Kontrollen und Qualitätsprüfungen zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand, andererseits verschaffen uns diese hohen Qualitätsstandards und unser Know-how im Explosionsschutz Wettbewerbsvorteile und wirken sich positiv auf Absatz und Image unserer Produkte aus.

Im Zuge des wachsenden Konkurrenzdrucks in allen Branchen der Elektronikindustrie gewinnen Lieferzeit und Liefertreue fortwährend an Bedeutung für die Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Zulange Lieferzeiten oder nicht eingehaltene Liefertermine stellen prinzipiell Risiken für die Kundenbindung und damit für die weitere Geschäftsentwicklung dar. Neben verschiedenen Maßnahmen zur Optimierung unserer Logistik-und Fertigungsprozesse in den vergangenen Jahren hat R. STAHL in den Jahren 2015 und 2016 an der weiteren Verbesserung der Liefertreue gearbeitet. Im Jahr 2016 lag außerdem ein Schwerpunkt darauf, unsere gesamte Lieferkette effizienter zu gestalten, wodurch wir unsere angehobenen Ziele bei den Lieferzeiten und der Liefertreue erreichen konnten.

Im internationalen Handel wie auch in industriellen Produktionen nimmt die Digitalisierung der Prozesse stetig zu. Damit einhergehend wächst jedoch auch das Risiko, Attacken aus dem Bereich der Cyberkriminalität ausgesetzt zu sein. Wie bereits in den Vorjahren arbeiten wir weiterhin intensiv an der Verbesserung der IT-Sicherheit, um das Risiko von externen, aber auch internen Bedrohungen zu minimieren. Zu den entsprechenden Maßnahmen gehören unter anderem die Verkürzung von Restore-Zeiten, um im Falle eines Angriffs schnell wieder einsatzfähig zu sein, die Überarbeitung des Rollenkonzepts in unserer ERP-Software sowie die Überarbeitung administrativer Berechtigungen nach dem „need-to-know"-Prinzip. Ebenso haben wir den IT-Servicekatalog mit dem Schwerpunkt „Business Continuity" weiter verfeinert. Externe Auditoren haben uns wiederholt einen hohen Sicherheitsstandard attestiert.

Neben der Datensicherheit hat Datenschutz bei R. STAHL einen hohen Stellenwert. Diesbezügliche Schulungen unserer Mitarbeiter führen wir bei Einstellung sowie anlassbezogen bei Änderung regulatorischer Vorgaben international durch. Ab 2017 werden wir entsprechende Schulungen in einem jährlichen Zyklus sowie zusätzlich anlassbezogen durchführen. Personenbezogene Daten aus der EU werden ausschließlich auf Servern in der EU gespeichert. Verstöße gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sind bisher nicht aufgetreten.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Neben unserem Standort in Waldenburg haben wir im Laufe der vergangenen Jahre weitere internationale Produktionsstandorte aufgebaut. Mit dieser Vorgehensweise stellt sich R. STAHL der wachsenden Anforderung internationaler Kunden an die Verfügbarkeit von Ansprechpartnern vor Ort und entsprechend verkürzte Lieferzeiten. Überdies handelt es sich bei unseren weltweiten Produktionsstandorten um Einheiten mit jeweils unterschiedlichen Produktschwerpunkten. Um die regionale Nachfrage ausreichend bedienen zu können, wurden Produktionskapazitäten teilweise erheblich gesteigert. Während bisher der Großteil unserer Aufträge am Hauptsitz in Waldenburg abgewickelt wurde, können Kunden inzwischen vermehrt von unseren internationalen Produktionsstandorten aus bedient und entsprechende regionale Gegebenheiten und technische Besonderheiten noch besser berücksichtigt werden. Zwar geht mit dieser teilweisen Dezentralisierung unserer Produktion ein erhöhtes Risiko schwankender Auslastung am Stammsitz in Waldenburg einher, doch erwarten wir, dass uns diese internationale Aufstellung mittelfristig stärkeres Wachstum ermöglicht und damit in Summe unser Geschäft positiv beeinflussen wird. Um dem Risiko geringer Kapazitätsauslastungen — und daraus entstehendem Margendruck — zu begegnen, setzt R. STAHL darüber hinaus auf schlanke und flexible Produktionsprozesse.

Personalrisiken

Das Expertenwissen unserer Mitarbeiter ist ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil für R. STAHL. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels in Deutschland besteht das Risiko, das notwendige Fachpersonal nicht immer auf dem Arbeitsmarkt anzutreffen. Deshalb bietet R. STAHL die Ausbildung in elf unterschiedlichen Berufen an, die das Unternehmen unter anderem durch das Angebot von Schulungen und der Möglichkeit von Auslandaufenthalten ergänzt. Außerdem unterstützt R. STAHL aussichtsreiche Studenten durch Stipendien, Praktika und interessante Themen für Abschlussarbeiten.

Auch auf dem internationalen Arbeitsmarkt können sich Risiken durch eventuelle Fluktuationen von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen ergeben. Das Risiko wird gemindert durch eine systematische Nachfolgeplanung und leistungsgerechte Vergütungsmodelle.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Unser Geschäft unterliegt generell Währungs-, Zinsänderungs-, Kredit-, und Liquiditätsrisiken. Diesen begegnet R. STAHL mit marktüblichen Finanzinstrumenten.

Den Währungsrisiken, die sich aus der unvorhersehbaren Änderung von Wechselkursen wichtiger Währungen ergeben können, begegnen wir mit einer Reihe von Maßnahmen. Von langfristiger, strategischer Natur sind hierbei vor allem der gezielte Aufbau von Produktionskapazitäten in den für uns wichtigen Währungsräumen wie beispielsweise den USA. Nachteilige währungsgetriebene Veränderungen bei der Umsatzentwicklung werden so durch entsprechende Vorteile bei den Kosten gedämpft („natural hedge"), was zu verringerter Währungsanfälligkeit der Ergebnisentwicklung führt. Darüber hinaus sichern wir opportunistisch die vorhandenen und geplanten Fremdwährungsvolumen durch Devisentermingeschäfte ab. Da Wechselkursentwicklungen aufgrund der Vielzahl der sie beeinflussenden Faktoren in der Regel durch hohe Volatilität gekennzeichnet sind, ist eine sichere Währungsprognose generell schwierig. Insbesondere die Entwicklung des US-Dollars, der den Großteil unseres Fremdwährungsvolumens einnimmt und darüber hinaus auch die Entwicklung anderer Währungen beeinflusst, ist für uns ausschlaggebend.

Zur Finanzierung unserer geschäftlichen Aktivitäten nehmen wir grundsätzlich fristenkongruent Fremdkapital auf. Die Finanzierung unserer Immobilien erfolgt regelmäßig zu Festzinssätzen. Negative Auswirkungen aus variierenden Zinssätzen können Risiken darstellen, die wir bei Bedarf ebenfalls über derivative Finanzinstrumente absichern. Zinszahlungen für ein bestehendes Darlehen sind durch ein Zinsderivat gesichert. Der Einsatz der Sicherungsinstrumente erfolgt ausschließlich zur Absicherung der Risiken, die sich aus Schwankungen des allgemeinen Marktzinsniveaus bei der bestehenden Fremdkapitalaufnahme ergeben.

Grundsätzlich sind die Laufzeiten der Währungs- und Zinssicherungsgeschäfte an den Grundgeschäften ausgerichtet. Der Handlungsrahmen, die Verantwortlichen, die finanzwirtschaftliche Berichterstattung sowie die Kontrollmechanismen für Finanzinstrumente sind konzerneinheitlich festgelegt.

Im September 2015 hat die R. STAHL AG einen Konsortialkreditvertrag zur Finanzierung des Konzerns abgeschlossen. Der Vertrag sieht eine Barlinie von EUR 80 Mio. und eine Avallinie von EUR 15 Mio. sowie eine Erweiterungsoption von EUR 25 Mio. vor. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre. Der Konsortialkreditvertrag enthält marktübliche Vereinbarungen zur Einhaltung der Finanzierungsstärke (Financial Covenants), die bei Verletzung zu einer vorzeitigen Fälligkeit führen würden. Risiken, die sich aus Verstößen gegen Financial Covenants ergeben könnten, sind derzeit nicht zu erkennen. Aufgrund unserer Finanzierungsstruktur ist das Liquiditätsrisiko gering.

Dem Risiko der Zahlungsunfähigkeit einzelner Kunden begegnen wir mit gezieltem Monitoring. Im Bedarfsfall nehmen wir Wertberichtigungen vor. In diesem Zusammenhang werden die Bonität und das Zahlungsverhalten unserer Kunden regelmäßig überwacht.

Für das Cash-Management, die Liquiditätsplanung und das Währungsmanagement setzt R. STAHL ein Treasury-Management-System ein. Eine detaillierte Beschreibung der zum Bilanzstichtag gehaltenen Sicherungsinstrumente sowie weitere Angaben zu den Währungs-, Zins-, Kredit- und Liquiditätsrisiken sind im Konzernanhang unter den Punkten „Derivative Finanzinstrumente" und „Management von Finanzrisiken" zu finden.

Compliance-Risiken

Als in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft unterliegt die R. STAHL AG den deutschen Rechtsvorschriften zur Unternehmensführung sowie den Anforderungen weiterer Rechtssysteme. Das regulatorische Umfeld hat sich in den letzten Jahren signifikant verschärft, insbesondere durch die striktere Anwendung bestehender Gesetze sowie die Erweiterung und Verschärfung von Straftatbeständen. Beispielhaft sind hier die Antikorruptionsgesetze in Deutschland, in den USA („Foreign Corrupt Practices Act") und in Großbritannien („Bribery Act") zu nennen. Alle diese Regelungen sind sehr komplex. Jede Nichteinhaltung der einschlägigen Gesetze und Vorschriften oder jede gegen unser Unternehmen vorgebrachte Beschuldigung eines Gesetzesverstoßes, ob gerechtfertigt oder nicht, könnte sich in erheblichem Maße negativ auf das Ansehen und damit auch auf den Börsenkurs und die Geschäftstätigkeit von R. STAHL auswirken.

Eine exakte Bewertung dieser Risiken ist aufgrund der Vielzahl von relevanten gesetzlichen und rechtlichen Anforderungen sowie der ebenso großen Anzahl möglicher Verstöße schwierig. Wir prüfen laufend neue gesetzliche Anforderungen sowie neue Entwicklungen im Compliance-Umfeld, die in unserer Branche oder in der Wirtschaft allgemein auftreten. Im internationalen Kontext unterstützen uns teils spezialisierte Kanzleien vor Ort, teils lokale Kooperationspartner renommierter deutscher Kanzleien. Auf Basis dieser Informationen und anderer verfügbarer Quellen bringen wir unsere Compliance-Regeln kontinuierlich auf den neuesten Stand. Um möglichst effektiv dafür zu sorgen, dass unsere Mitarbeiter unsere Verhaltensrichtlinie („Code of Conduct") kennen und sie einhalten, weisen wir unsere Führungskräfte einmal jährlich auf unsere Antikorruptionsrichtlinien hin wie auch auf deren Pflicht, ihre Mitarbeiter darin zu schulen. Der Konzern-Compliance-Beauftragte koordiniert alle Maßnahmen in diesem Bereich.

Trotz der bestehenden Compliance-Regeln und vorhandener interner Kontrollsysteme kann nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Personen unsere Kontrollmechanismen vorsätzlich umgehen, um sich persönlich einen Vorteil zu verschaffen. Obwohl wir den Eintritt dieses Risikos als unwahrscheinlich einschätzen, wären damit negative Auswirkungen auf das Ansehen unseres Unternehmens, unsere Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage verbunden.

GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKOSITUATION

Vorstand und Aufsichtsrat von R. STAHL halten das Risikomanagement-System für geeignet, die vorhandenen Risiken zu erkennen, zu quantifizieren und zu analysieren, um sie adäquat zu steuern. Unser Abschlussprüfer hat das Risikomanagement-System im Rahmen der Jahresabschlussprüfung ohne Beanstandungen gemäß Aktiengesetz geprüft. Die Prüfung ergab, dass es seine Aufgaben erfüllt und in vollem Umfang den aktienrechtlichen Anforderungen genügt. Nach sorgfältiger Erwägung der Gesamtrisikolage sind die Verantwortlichen zu dem Ergebnis gekommen, dass zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses 2016 keine den Fortbestand gefährdenden Risiken bestehen. Dies gilt sowohl für die einzelnen Berichtseinheiten als auch für den Gesamtkonzern.

CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT

CHANCEN

Chancen zu identifizieren und wahrzunehmen ist bei R. STAHL Aufgabe des operativen Managements. Wir beobachten die Marktentwicklung kontinuierlich, analysieren die Trends in unseren Absatzbranchen und identifizieren im Dialog mit Kunden, Lieferanten sowie Partnern neue Anforderungen. Gemeinsam mit dem Vorstand werden die Chancen sowie deren Potenziale diskutiert und darauf basierend Strategien für die zukünftige Ausrichtung der R. STAHL-Gruppe abgeleitet. Darauf aufbauend wird für jede der identifizierten Chancen in Abhängigkeit von deren zu erwartender Komplexität ein Budget festgelegt und die nötigen Kapazitäten zugewiesen. Die Chancen werden getrennt vom Risikomanagementprozess erhoben und auch nicht gemeinsam mit diesem berichtet.

Langfristige Chancen

Langfristig bedeutet der stetig wachsende Energiebedarf der Menschheit eine Wachstumschance für R. STAHL. Neben der voranschreitenden industriellen Entwicklung insbesondere in den Schwellenländern sorgt vor allem die Verbesserung der Lebensbedingungen in den Entwicklungsländern für eine kontinuierlich steigende Energienachfrage. Da Kohle als Energieträger auf immer mehr gesellschaftliche Ablehnung stößt, wird die Energieversorgung zunehmend durch moderne Erdgaskraftwerke oder Erdölverbrennung sichergestellt. Auch den gesellschaftspolitisch geforderten Ausbau der erneuerbaren Energien betrachten wir als Chance. Um eine stabile Energieversorgung sicherzustellen, müssen effiziente Speichermöglichkeiten geschaffen werden. Eine der langfristig aussichtsreichsten Möglichkeiten ist derzeit die Umwandlung von Wind- und Solarenergie in Wasserstoff, Methan oder Methanol. Da alle bekannten Trägerstoffe explosionsfähig sind, ergibt sich auch hier ein entsprechender Explosionsschutzbedarf.

Chancen- und Prognosebericht

Den Erdgas-Marktpreis bestimmen zu etwa 8o % die Transportkosten, der sogenannte Midstream. Der herkömmliche Transport über Pipelines schafft eine hohe Abhängigkeit der Kunden vom Lieferanten, was beispielsweise auch im Rahmen der seit Jahren bereits andauernden außenpolitischen Krise in der Ukraine bei einigen Betreibern Probleme verursachte. Aufgrund dieser Entwicklung steigt die Nachfrage nach Transportschiffen, so genannten LNG-Tankern. R. STAHL bietet den Betreibern dieser Schiffe ein breites Spektrum explosionsgeschützter Ausrüstung und profitiert von dem zunehmenden Bedarf.

Aus der fortschreitenden Expansion der Weltbevölkerung ergibt sich ein Anstieg des Nahrungsmittelbedarfs, der zu einer erhöhten Nachfrage nach Lösungen für den Staub-explosionsschutz in der Nahrungsmittelindustrie führt. Auch im steigenden Bedarf an medizinischer Betreuung und der dadurch zunehmenden Nachfrage nach Pharmazeutika sehen wir Chancen — in der westlichen Welt vor allem aufgrund der Alterung der Gesellschaft sowie des gesteigerten Gesundheitsbewusstseins. In den Schwellenländern nimmt mit dem Anteil der Mittelschicht auch der Wunsch nach einem gehobenen Lebensstil zu, womit sich der chemischen und pharmazeutischen Branche langfristige Wachstumspotenziale eröffnen.

Der politische und gesellschaftliche Wille nach einer Durchsetzung ausreichend hoher Sicherheitsstandards in der Prozessindustrie treibt unser Geschäft an. Explosionsunglücke in Ländern wie Taiwan haben die Regierungen veranlasst, Gesetze und Vorschriften zum Explosionsschutz zu verschärfen und auf deren Einhaltung zu drängen. So hat beispielsweise die taiwanesische Regierung nach schweren Explosionsunglücken im Süden des Landes 2014 sowie in Taipei 2015 die nationale Arbeitsschutzbehörde OSHA angewiesen, kurzfristig das IECEx-System direkt und umfassend in nationales Recht zu überführen. Wir profitieren so von der zunehmenden Aufmerksamkeit für Anlagensicherheit.

Mittelfristige Chancen

Mittelfristige Chancen umfassen die Erschließung von neuen Regionen und Kundenbranchen, die fortgesetzte Harmonisierung unserer IT-Infrastruktur sowie die kontinuierliche, zielgerichtete Forschung und Entwicklung. Im Explosionsschutz sind Produktinnovationen auf Basis eines genauen Verständnisses der lokalen Kundenbedürfnisse essenziell für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit. Mit ihnen schaffen wir einen Mehrwert für unsere Kunden und sichern unsere Position als kompetenter Partner.

Da unsere Kunden aufgrund zahlreicher technischer Vorteile vermehrt auf LED-Beleuchtung setzen, haben wir die entsprechenden Produkte auf diesen Trend ausgerichtet und unsere Technologieführerschaft sowie unsere Marktposition durch Maßnahmen zur schnellen Marktpenetration vorangetrieben. Wir sehen die Chance, mit unseren LED-Produkten in allen Abnehmerbranchen weiterhin zusätzliches Geschäft zu generieren. Das Wachstumspotenzial für LED-Leuchten speziell in Asien adressieren wir seit 2016 mit einer Ergänzung der Produktpalette.

Produktseitig besteht zudem eine Chance, aufgrund verstärkter Nachfrage nach ganzheitlicher Systemkompetenz, zusätzliches Wachstum mit Systemlösungen zu generieren — ein Marktpotenzial, das wir aufbauend auf unserer Technologieführerschaft sowie unserer spezifischen Erfahrung in Zukunft weiter nutzen wollen. Wir planen zudem, unser Produktangebot verstärkt durch Dienstleistungen, die unsere Kunden aufgrund zunehmender Regulierung und ihrer eigenen limitierten Kapazitäten bei uns nachfragen, zu ergänzen. Schulungsangebote und Services, die das Sicherheitsmanagement der Prozess anlagen erleichtern, bieten uns die Chance, zusätzliches Geschäft zu generieren und gleichzeitig unsere führende Position im Ex-Markt zu untermauern.

Regional bietet uns die Öffnung weiterer Märkte für den Explosionsschutz-Standard IECEx neue Chancen: Der Standard erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei internationalen Projekten — beispielsweise wird die auf IECEx basierende Technologie im Mittleren Osten bereits erfolgreich in Großprojekten eingesetzt.

Wichtige Zielmärkte mit Wachstumsperspektiven sind für uns zudem Russland, Kasachstan und die afrikanischen Länder südlich der Sahara. Die Geschäftspotenziale in diesen Regionen wollen wir sichern, indem wir den Zugang zu diesen Märkten mittels verstärkter lokaler Kapazitäten und der im Jahr 2016 getätigten Firmenbeteiligungen vereinfachen.

Umfangreiche Chancen sehen wir mittelfristig außerdem durch die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte, die unseren Kunden deutlichen Mehrwert liefern können, beispielsweise durch Senkung von Kosten, Erweiterung von Anwendungsmöglichkeiten oder nochmals erhöhter Schutzwirkungen. Als Technologieführer ist es unser Ziel, auf der Basis von Grundlagenentwicklung sowie hierzu begleitender Patentanmeldungen neue Maßstäbe hinsichtlich Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu setzen.

Kurzfristige Chancen

Kurzfristige Chancen sehen wir im operativen Bereich durch eine weitere Adjustierung unserer Kostenstrukturen sowie gezielte Effizienzmaßnahmen an verschiedenen Standorten, nachdem unsere im Jahr 2015 umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen bereits das Fundament für eine Senkung der jährlichen operativen Kosten um rund EUR 20 Mio. gelegt hatten.

Sollte der Ölpreis schneller als erwartet wieder ansteigen und unsere Kunden sowohl im Up stre am-Markt wie auch im Downstream Bereich wieder zu Investitionen motivieren, besteht die Chance, dass auch unser Geschäft positiv beeinflusst wird. Auch eine deutlichere Verbesserung der konjunkturellen Lage in unseren Hauptmärkten, als zurzeit prognostiziert, würde sich zusätzlich positiv auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken.

Kurz- und mittelfristig sehen wir großes Nachfragepotenzial im Automatisierungsgeschäft. Unseren Kunden bieten wir diesen Teil unseres Produktportfolios seit Beginn des Jahres 2017 mit einem nochmals gestrafften, gestärkten und fokussierten Vertriebsansatz nun noch zielgruppengerechter an. Der Wachstumstrend für Automatisierungsanwendungen sollte sich nach unserer Einschätzung weitgehend unabhängig von konjunkturellen Einflüssen weiter etablieren können. Größere Umsatzbeiträge als geplant könnten sich auch kurzfristig aus dem von uns vorangetriebenen neuen Vertriebsansatz ergeben.

Bei der Verfolgung unserer Chancen berücksichtigen wir immer auch die finanziellen Handlungsmöglichkeiten des R. STAHL-Konzerns. Ungünstige konjunkturelle Rahmenbedingungen könnten dazu führen, dass wir bestehende Chancen nur verzögert oder nicht in vollem Umfang nutzen können. Ausführliche Informationen dazu und zu anderen Risiken finden Sie im Risikobericht.

PROGNOSE

Ausblick auf die Weltkonjunktur für das Jahr 2017 verhalten positiv, aber mit Unsicherheiten behaftet

R. STAHL ist ein globaler Spezialanbieter der Elektronikindustrie, dessen Produkte von Kunden auf allen Kontinenten geschätzt und global vermarktet werden. Ausschlaggebend für unser Geschäft sind deshalb die weltweiten Konjunkturentwicklungen, der Verlauf des Ölpreises sowie die Währungskurse, insbesondere der US-Dollar im Verhältnis zum Euro. Vor dem Hintergrund, dass sich die Hauptabnehmer unserer Produkte und Dienstleistungen in der Gas- und Ölindustrie sowie in der dem Rohstoff Öl gegenüber stark exponierten Chemie finden, können sich Veränderungen beim Ölpreis direkt auf deren Investitionstätigkeiten und damit auf unser Vermarktungspotenzial auswirken. Da wiederum der Handel mit Erdöl hauptsächlich in US-Dollar abgerechnet wird, ist dies für uns — neben dem Euro — die ausschlaggebende Währung.

Der aktuelle Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2017 lässt prinzipiell eine leichte Beschleunigung des Wachstums gegenüber dem Vorjahr erkennen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für das Gesamtjahr 2017 eine Wachstumsrate von 3,4 %.2 Diese Prognose ist allerdings mit Unsicherheiten behaftet, aufgrund derer das tatsächliche Wachstum deutlich abweichen kann, und zwar im positiven wie auch im negativen Sinne. Der IWF passt seinen Ausblick auf die Weltwirtschaft zweimal im Jahr an: im April und im Oktober. Die Prognose einer Wachstumsrate von 3,4 % wurde im Oktober 2016 aufgestellt, als wesentliche Einflussfaktoren noch nicht absehbar waren. So ist der Ölpreis-Anstieg gegen Ende des Jahres 2016 ebenso wenig in den zugrundeliegenden Annahmen enthalten wie der Ausgang der US-Präsidentenwahl oder der Anstieg der chinesischen Erzeugerpreise im vierten Quartal 2016.

Ebenso mit erheblichen Unsicherheiten behaftet wie der Ausblick auf die Weltkonjunktur ist auch die Vorhersage der Ölpreisentwicklung. Zwar haben die OPEC-Staaten Ende November die Kürzung der Ölfördermengen mit Wirkung zum 1. Januar 2017 beschlossen und diesen Beschluss auch auf nicht-OPEC-Staaten wie Russland ausgeweitet, was zunächst einen Preisanstieg zur Folge hatte. Allerdings hat mit dem Irak ein wichtiges OPEC-Mitglied bereits zum Jahresbeginn 2017 wieder Überlegungen zum Austritt aus dieser Vereinbarung verlautbaren lassen, was — gepaart mit terminbörslichen Kurseffekten — eine Fortsetzung der Ölpreiserholung verhinderte. Hinzu kommt, dass die OPEC-Übereinkunft zunächst auch nur bis Mai getroffen wurde.4 Darüber hinaus vertreten einige Experten die Einschätzung, dass die OPEC ihren Einfluss auf die Fördermengen an die nordamerikanischen Produzenten, vor allem die Schieferölproduzenten, weitestgehend verloren hat. Bestätigung findet diese Sicht auch durch den weiteren Aufbau der Rohöl-Lagerbestände in den USA auf einen historischen Höchststand im März 2017. Mehr als eine bestenfalls moderate Erholung des Ölpreises wird sich unter diesen Umständen nach Meinung vieler Analysten für das Jahr 2017 nicht abzeichnen können. 13

Die Entwicklung des US-Dollars gegenüber dem Euro war zum Ende des Jahres 2016 von einem starken Anstieg geprägt. Hierfür war neben dem Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen auch ein länger schon angekündigter Zinserhöhungsschritt der US-Notenbank verantwortlich. Unklarheiten über die zukünftige Wirtschafts-, Steuer- und Finanzpolitik der USA behindern hier allerdings eine belastbare Prognose. Längerfristig gehen Währungsanalysten aber weiterhin von einer Parität des US-Dollars zum Euro und damit einer weiteren Aufwertung des US-Dollars aus.

In Deutschland verschlechterte sich der ifo-Geschäftsklimaindex, der die geschäftlichen Erwartungen ausgewählter in Deutschland ansässiger Unternehmen für die jeweils kommenden sechs Monate quantifiziert, im Januar 2017 überraschend, nachdem er einen Monat zuvor noch auf den höchsten Stand seit Februar 2012 gestiegen war.14 So hatten noch im Dezember 2016 Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe eine Ausweitung ihrer Produktion angekündigt. Diese Umkehr in der Einschätzung spiegelt den derzeit wieder etwas vorsichtigeren Ausblick auf das erste Halbjahr 2017 wider. Die deutsche Wirtschaft startete somit weniger zuversichtlich ins neue Jahr, wenn auch immer noch auf sehr hohem Niveau. Auch der IWF ist hinsichtlich der Entwicklung des BIP in Deutschland mit einem erwarteten Anstieg im Jahr 2017 um 1,4 % (2016: 1,7 %) gegenüber dem Vorjahr nicht allzu euphorisch.2

Insgesamt gehört die Eurozone zu den Regionen, für die der IWF im Jahr 2017 ein schwächeres Wachstum vorhersagt. Zwar ist die lockere Geldpolitik in Kombination mit dem niedrigen Ölpreis und der moderaten Steuerpolitik durchaus geeignet, Wachstum zu stimulieren. Dem steht jedoch ein abgeschwächtes Investorenvertrauen aufgrund des anstehenden Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union entgegen. Deshalb soll sich die Zuwachsrate in der Eurozone nach Einschätzung des IWF auf 1,5 % verringern.2 Für Russland erwarten die IWF-Experten hingegen eine Konjunkturerholung mit einem nach zwei negativen Jahren wieder positivem Wachstum von 1,1 %.2

Die Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung in den USA ist wie schon erwähnt mit größeren Unsicherheiten behaftet. Der IWF geht für 2017 von einer Wachstumsrate um 2,2 % und einer leichten Abschwächung im Folgejahr aus. 2 Wesentlich dafür wird u. a. sein, ob die geplante Neuausrichtung der Fiskalpolitik in den USA die gewünschte Wirkung zeigt.

Die IWF-Prognose für Lateinamerika geht mit einem Plus von 1,6 % von einer deutlichen Erholung aus.2 Auch für Brasilien wird erwartet, dass das Wirtschaftswachstum mit einer Quote von 0,5 % einen seit zwei Jahren erstmals positiven Wert erreicht.2 In Asien hingegen wird eine eher moderate wirtschaftliche Entwicklung erwartet. Während für Indien die Rate laut IWF mit 7,6 % auf dem Vorjahresniveau geschätzt wird, soll sie in den ASEAN-5-Ländern auf 5,1% steigen.2 Für China erwartet der IWF ein weiteres Nachlassen des Wachstums auf 6,2 %.2 Andererseits wird der Anstieg der Erzeugerpreise in den Endmonaten von 2016 als ein wichtiger Faktor für ein Erstarken der chinesischen Industrieproduktion und damit verbunden ein Anziehen der Industriegewinne angesehen.2

Anhaltend heterogene und risikobelastete Entwicklung unserer Kundenbranchen

Hinsichtlich der Entwicklung des Ölpreises sind führende Experten uneins, ob es der OPEC gelingen wird, durch eine disziplinierte Förderpolitik für einen nachhaltigen Anstieg zu sorgen. Insbesondere sind hier auch Partikularinteressen einzelner OPEC-Staaten nicht kalkulierbar. Zwar wird überwiegend nicht mit einem Rückfall des Ölpreises auf das sehr niedrige Niveau des Jahres 2016 gerechnet — einige Experten prognostizieren hier einen Durchschnittspreis von rund 60 USD je Barrel im Jahr 2017 mit anschließendem Anstieg bis auf 90 USD je Barrel im Jahr 2020.15 Dennoch sehen wir die derzeit fehlende Vorhersehbarkeit der kurzfristigen Ölpreisentwicklung noch immer als maßgeblichen Hemmschuh für eine wesentliche Veränderung der Investitionsneigung im Upstream- und Downstream-Bereich der Öl- und Gasproduzenten im Jahr 2017. Nachdem seit Mitte 2016 Anlagenbetreiber damit begonnen hatten, Investitionen und Wartungsarbeiten zurückzustellen, erwarten wir aber zumindest einen tendenziell leicht erhöhten Bedarf an Maintenance-Leistungen im zweiten Halbjahr 2017.

Die chemische Industrie hat sich im Jahr 2016 in Deutschland verhalten positiv entwickelt, und der Verband der chemischen Industrie (VCI) geht auch für 2017 von einem Zuwachs der Produktion auf diesem niedrigen Niveau aus.8 In den USA hat sich im vergangenen Jahr der bis dahin negative Trend in der chemischen Produktionsentwicklung auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Dies führte zwar zu einer verbesserten, aber noch immer eher moderaten Entwicklung beim Umsatz, wobei das positive Umsatz-Momentum aus der Pharmaindustrie durch eine schwächere Entwicklung der Chemieindustrie aufgezehrt wurde. Eine national ausgerichtete Wirtschaftspolitik, wie sie im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen vom damaligen Präsidentschaftskandidaten und zwischenzeitlich gewählten Präsidenten Donald Trump proklamiert wurde, könnte hier zwar die Nachfrage nach Inlandsprodukten stimulieren. Andererseits ist gerade die chemische Industrie vom internationalen Handel abhängig, so dass sich aus möglichen Handelsbeschränkungen der USA negative Entwicklungen für die dortigen Chemieunternehmen ergeben könnten.

Erwartete Auftragseingangs- und Umsatzentwicklung 2017: Rückläufiges Geschäft im Öl- und Gassektor soll durch neue Kundenbereiche, innovative Produkte und Dienstleistungen sowie Akquisitionen mehr als ausgeglichen werden

Für das Jahr 2017 rechnen wir mit anhaltend schwierigen Geschäftsbedingungen. Die verfügbaren Wachstumschancen sehen wir 2017 im Öl- und Gassektor nach wie vor als limitiert, in anderen Branchen und Anwendungsbereichen — beispielsweise der Automatisierung — jedoch als attraktiv. Auf das durch massive Investitionszurückhaltung im gesamten Öl- und Gasbereich geprägte Umfeld haben wir uns bereits seit 2015 mit umfassenden Maßnahmen eingestellt. Diese werden wir mit Nachdruck vorantreiben und um weitere Schritte ergänzen.

Auftragseingang und Umsatz aus dem weiterhin größten Kundenbereich, der Öl- und Gasindustrie, erwarten wir aufgrund der bereits beschriebenen erwarteten Investitionszurückhaltungen unserer Kunden im Jahr 2017 in Summe nochmals rückläufig. Dennoch verfolgen wir hier das Ziel, unsere Marktposition mit intensivierten Vertriebsaktivitäten einerseits zu festigen, andererseits aber auch in Regionen wie Russland, Kasachstan, der Nahe und Mittlere Osten sowie Südafrika und Länder der Sub-Sahara selektiv weiter auszubauen. Durch unsere Beteiligungen an ZAVOD Goreltex in Russland und ESACO Pty. Ltd. in Südafrika haben wir geeignete Strukturen für eine verstärkte Teilhabe an den dort vorhandenen kurz — und mittelfristigen Wachstumschancen geschaffen. Auch in Asien haben wir unsere Strukturen angepasst, um an den dort auszumachenden Wachstumschancen zu partizipieren. Für die erste Jahreshälfte 2017 gehen wir — wie auch für den gesamten Konzern — von einem nochmaligen Rückgang des gesamten Marktes für Explosionsschutz gegenüber dem Vorjahr aus, während das zweite Halbjahr stärker ausfallen sollte.

Grundsätzlich ist unser Geschäft immer mehr dadurch gekennzeichnet, dass wir stärker projektgetrieben und somit in unserer Auftrags-und Umsatzentwicklung volatiler werden. Noch mehr als in der Vergangenheit kommt mit der zunehmenden Projektabhängigkeit zum Tragen, dass die Nachfrage nach Ex-Produkten erst zeitverzögert zur Nachfragebelebung in den Abnehmerbranchen ansteigt. Für die aktuell am Markt verfügbaren wichtigen Großprojekte in Kasachstan, im Irak und in Indien sowie in Afrika haben wir uns in Position gebracht und auch bereits erste Aufträge erhalten. Um an den Chancen dieser Projekte im Jahr 2017 und darüber hinaus verstärkt teilzuhaben, fokussieren wir unsere Kapazitäten gezielt dorthin.

Unser Geschäft mit der Chemie- und Pharmaindustrie werden wir weiter ausbauen. Wir erwarten für diese Abnehmerbranchen zunehmend steigende Aufträge und Umsätze mit unseren Explosionsschutzprodukten, aber vor allem auch mit den Überwachungs-, Automatisierungs- und Steuerungslösungen, die wir anbieten. Unsere verbesserte Vertriebsaufstellung insbesondere in Nordamerika, aber auch in Asien wird uns helfen, über das erwartete Wachstum in Europa hinaus auch in diesen beiden wichtigen Regionen Zuwächse zu erzielen. Großes Wachstumspotenzial veranschlagen wir für unsere Produktpalette im Bereich Automatisierung. Mit Beginn des Jahres 2017 haben wir unser Geschäft hier nicht nur durch die organisatorische Zusammenführung aller Aktivitäten gestärkt, sondern wir intensivieren und weiten auch den Vertrieb für diese Anwendungen merklich aus. Ebenso gehen wir davon aus, dass wir mit unseren innovativen LED-Leuchten weiter expandieren. Speziell für den asiatischen Markt entwickelte Produktergänzungen werden uns helfen, in dieser Region spürbarer voranzukommen.

Ein zunehmend wichtiger Baustein unseres geschäftlichen Erfolgs sollen auf Sicherheit ausgerichtete Dienstleistungen für Prozessanlagen sein, die wir für unsere Kunden in allen von uns bedienten Industrien zur Verfügung stellen wollen. Aufgrund der stetig wachsenden regulativen Anforderungen an unsere Kunden sowie dem auch damit einher gehenden massiv wachsenden Bedarf an Kapazitäten für systematisches Sicherheitsmanagement nehmen unsere Kunden produktbezogene Dienstleistungen und Schulungen von R. STAHL verstärkt in Anspruch. Wir gehen davon aus, mit diesen Service-Leistungen nicht nur 2017, sondern auch in den weiteren kommenden Jahren erfreuliches Umsatzwachstum erzielen zu können.

Innovationen bleiben einer der Eckpfeiler unserer führenden Position, auch und insbesondere im Explosionsschutz. Unsere Kunden profitieren davon, dass wir mit ihnen nicht nur kontinuierlich Produktoptimierungen erarbeiten, sondern auch in der Grundlagenforschung immer wieder Maßstäbe setzen.

Erwartete Ertragslage durch gedämpfte Wachstumsperspektiven und Vorlaufleistungen gekennzeichnet

Die unsicheren und zunächst keine greifbare Trendwende versprechenden Perspektiven der Öl- und Gasbranche für 2017 lassen auch für die zuliefernden Unternehmen anhaltenden Wettbewerbsdruck und somit auch weitere Margenkompression erwarten. Wir gehen davon aus, dass es der herrschende intensive Preiswettbewerb bei zunächst noch rückläufigen Abnahmemengen nicht zulassen wird, Kostenerhöhungen auf unserer Seite an unsere Kunden weiterreichen zu können. R. STAHL hat sich bereits seit 2015 und somit sehr frühzeitig auf ein solch verschärftes Wettbewerbsumfeld eingestellt. Ungeachtet dessen werden wir unsere Anstrengungen zu weiteren Kostensenkungen mit anhaltender Disziplin und Konsequenz fortführen. Gleichzeitig positionieren wir uns für die längerfristigen Chancen unserer Märkte, sodass wir mit gezielten Mehrausgaben im Bereich Vertrieb sowie höheren Einmalaufwendungen planen. Letztere betreffen die komplette Überarbeitung unseres Internetauftritts, der mit einem neuen Produktinformationsmanagement in erster Linie für unsere Kunden deutliche Vorteile bieten wird.

Erwartete Finanzlage weiterhin solide und mit langfristiger Tragkraft

Entsprechend unserer konservativen Finanzpolitik lag die Eigenkapitalquote des R. STAHL-Konzerns zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 bei 34,0 %. Gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2015 entspricht dies einem Rückgang um 220 Basispunkte (31. Dezember 2015: 36,2 %). Maßgeblich verantwortlich hierfür war die Entwicklung des für die Bewertung der Höhe unserer Pensionsverpflichtungen heranzuziehenden Zinssatzes, der sich zum 31. Dezember 2016 mit 1,72 % gegenüber dem Jahresendstand des Vorjahres um nahezu ein Drittel verringerte (31. Dezember 2015: 2,42 %). Dieser Zinssatz wird regelmäßig von unabhängigen Gutachtern (hier: Mercer Deutschland GmbH) auf der Basis von mit der Bonität AA eingestuften Unternehmensanleihen ermittelt, wobei naturgemäß auch deren Restlaufzeit einfließt. Die Entwicklung dieses Zinssatzes befindet sich somit gänzlich außerhalb unseres Einflussbereichs und spiegelt vielmehr ausschließlich die Entwicklungen am Zinsmarkt wieder. Die Mercer Deutschland GmbH erstellt seit 2012 die Gutachten für die Bewertung unserer Pensionsverpflichtungen nach den strikten Anforderungen der IFRS.

R. STAHL strebt auch für 2017 und die Folgejahre eine nachhaltig solide Eigenkapitalquote an. Unsere Cashflow-Entwicklung wird auch 2017 davon geprägt sein, dass wir zum einen durch die zunehmende Bedeutung des Projektgeschäfts Vorfinanzierungsleistungen erbringen müssen und zum anderen aktuell nur in begrenztem Umfang Investitionen im Konzernkreis vornehmen.

Erwartete Investitionen auf Vorjahresniveau, erwartete Akquisitionen im Rahmen der strategischen Planung

2015 haben wir ein mehrjähriges umfangreiches Investitionsprogramm mit dem Bau eines neuen Produktions- und Entwicklungscenters in Köln zum Abschluss gebracht. Unser Investitionsvolumen hat sich daher im Jahr 2016 wieder auf ein deutlich geringeres Niveau von rund EUR 11 Mio. normalisiert, von dem wir auch in etwa für das Jahr 2017 ausgehen. Dabei konzentrieren wir uns auf Investitionen in neue Technologien und Produkte, um unsere Position als innovativer Technologieführer im Markt weiter auszubauen. So investieren wir kontinuierlich in Maschinen und Anlagen für unsere Produktionsstandorte sowie in Werkzeuge, IT und Instandhaltung.

Zur Erzielung profitablen Wachstums streben wir sowohl Umsatzsteigerungen als auch die weitere Optimierung unserer Kostenbasis durch ein fortlaufendes und enges Kostenmanagement an. Umsatzsteigerungen durch organisches Wachstum wollen wir dabei auch durch Zukäufe flankieren. Vor dem Hintergrund des niedrigen Ölpreises findet eine anhaltende Konsolidierung am Markt statt, da eine zunehmende Anzahl von Marktteilnehmern aufgrund unterschiedlicher Ursachen unter erheblichem Profitabilitätsdruck leidet. Wir analysieren hierzu kontinuierlich potenzielle Akquisitionsobjekte und legen dabei besonderen Wert auf strategische Vorteile: Für uns ist der Erwerb eines Unternehmens sinnvoll, wenn wir dadurch unser Produktportfolio erweitern oder in neue Märkte vorstoßen können. Hierzu zählen insbesondere regulierte Märkte in den Bereichen Automatisierung, Prozessindustrie und Dienstleistungen sowie allgemein der Ausbau unseres Geschäfts ausserhalb des Öl- und Gassektors. Trotz der für uns zunehmenden Möglichkeiten zur Übernahme von Unternehmen mit entsprechenden Synergiepotenzialen werden wir hier dennoch weiterhin sehr selektiv vorgehen. Denn neben Aspekten der Verstärkung unseres Produktportfolios und der Expansion in neue Märkte und Regionen steht für uns vor allem die Rentabilität im Vordergrund.

GESAMTEINSCHÄTZUNG: FÜR 2017 NOCH ZURÜCKHALTEND

Für das Jahr 2017 haben wir uns auf anhaltend herausfordernde Rahmenbedingungen in unserem angestammten Geschäft mit Ex-Produkten für die Öl- und Gasindustrie eingestellt. Als spätzyklischer Marktteilnehmer wird R. STAHL erst mit zeitlichem Verzug von einer Stabilisierung und möglicherweise — mit Blick auf mittelfristige Entwicklungen — auch fortschreitenden Erholung des Öl- und Gassektors profitieren können. Jede Einschätzung für diese Abnehmerbranche, die immer noch den größten Teil unseres Umsatzes ausmacht, bleibt indes mit großen Unsicherheiten behaftet. Dennoch sollten wir im Jahr 2017 von einer Reihe strategischer Weichenstellungen aus den Vorjahren profitieren. So planen wir weiter steigende Umsätze mit Kunden aus der Chemie- und Pharmabranche. Zudem wollen wir unser Geschäft in der Automatisierung und mit LED-Leuchten ausbauen und Marktanteile hinzugewinnen.

Insgesamt gehen wir davon aus, dass wir die noch immer anhaltende Nachfrageschwäche aus der Öl- und Gasindustrie durch steigende Umsätze mit Kunden aus anderen von uns belieferten Industrien mehr als ausgleichen können. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Jahr 2017 eine leichte Steigerung des Auftragseingangs und einen Umsatz etwa auf Vorjahresniveau. Für das EBIT vor Sondereinflüssen sowie dem ROCE gehen wir, abhängig von der Umsatzrealisierung und dem Umsatzmix, von einer leichten bis spürbaren Abschwächung aus. Grundlage unserer Einschätzung ist hierbei ein Ölpreis von im Jahresmittel USD 50,00 je Barrel, wie er derzeit von der Internationalen Energieagentur (IEA) prognostiziert wird.

 

Waldenburg, 20. April 2017

R. Stahl Aktiengesellschaft

Vorstand

Martin Schomaker

Bernd Marx

QUELLENVERZEICHNIS

1: www.bloomberg.com

2: www.imf. org, World Economic Outlook, Subdued Demand: Symptoms and Remedies, October 2016

3: www.zvei.org, „Elektroindustrie zuletzt wieder mit mehr Aufträgen", Pressemitteilung, 8. Februar 2017

4: www.opec.org, Press Release, November 3o, 2016

5: www.rystadenergy.com, Rystad Energy Newsletter, „A tough year for service companies, but OPEC cuts help the shale exposed", December 2016 Update

6: www.woodmac.com, „Global upstream spend slashed by US$1 trillion since the oil price drop", June 15, 2016

7: www.rystadenergy.com, „GLOBAL E & P: THROUGH CONTINUED DOWNTURN TO A BALANCED MARKET", December 12, 2016

8: www.vci.de, Konjunktur-Indikatoren zur deutschen chemischen Industrie,

9. März 2017

9: www.strategyand.pwc.com, 2017 Chemicals Industry Trends

10: Research Grail, Global Explosion Proof Equipment Market (2013 —2018)

11: www.vfa.de, „Bilanz 2016: 3o Medikamente mit neuem Wirkstoff",

21. Dezember 2016

12: BG ETEM Jahresbericht 2015, letzter verfügbarer Stand

13: z. B.: Eugen Weinberg, Leiter Rohstoff-Team Commerzbank AG, in Wallstreet Online vom 2. Dezember 2016 und Rystad Energy, 1. Dezember 2016: OPEC cuts; shale positioned to grow with offshore continuing to be the victim

14: www.cesifo-group.de, „ifo Geschäftsklimaindex sinkt zum Start ins neue Jahr", 25. Januar 2017

15: www.rystadenergy.com, 08. März 2017: Ultra-deepwater Supply Facing Steepest

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

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Anhang 31.12.2016 31.12.2015
Vermögenswerte TEUR TEUR
Langfristige Vermögenswerte      
Immaterielle Vermögenswerte [20] 40.397 40.599
Sachanlagen [21] 62.371 66.640
Übrige Finanzanlagen [22] 110 124
Anteile an assoziierten Unternehmen [4][22] 7.097 0
Sonstige Vermögenswerte [22] 1.293 1.321
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien [22] 7.666 7.952
Latente Steuern [17] 20.714 17.271
    139.648 133.907
Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte und geleistete Anzahlungen [23] 50.883 57.267
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen [24] 60.190 60.364
Ertragsteuerforderungen [24] 3.084 1.618
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte [24][25] 8.642 7.287
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente [26] 16.168 18.343
    138.967 144.879
    278.615 278.786

Passiva

     
  Anhang 31.12.2016 31.12.2015
Eigenkapital und Schulden   TEUR TEUR
Gezeichnetes Kapital [27] 16.500 16.500
Kapitalrücklage [27] 13.457 13.457
Gewinnrücklagen [27] 94.449 94.394
Kumuliertes übriges Eigenkapital [27] -29.875 -23.619
Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter   94.531 100.732
Anteile anderer Gesellschafter [27] 234 283
Eigenkapital mit Anteilen anderer Gesellschafter   94.765 101.015
Langfristige Schulden      
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen [28] 96.683 85.692
Sonstige Rückstellungen [29] 1.926 1.724
Verzinsliche Darlehen [30] 10.370 19.238
Sonstige langfristige Schulden [31] 454 481
Latente Steuern [17] 3.463 3.385
    112.896 110.520
Kurzfristige Schulden      
Rückstellungen [28][29] 6.298 7.172
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen [31] 13.403 14.884
Verzinsliche Darlehen [30] 27.615 16.501
Abgegrenzte Schulden [31] 11.609 13.959
Ertragsteuerverbindlichkeiten [31] 1.159 1.088
Sonstige Verbindlichkeiten [31] 10.870 13.647
    70.954 67.251
    278.615 278.786

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

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2016 2015
Anhang TEUR TEUR
Umsatzerlöse [6] 286.609 312.920
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   -6.124 -1.315
Andere aktivierte Eigenleistungen [7] 3.820 4.184
Gesamtleistung   284.305 315.789
Sonstige betriebliche Erträge [8] 12.923 10.948
Materialaufwand [9] -101.136 -109.196
Personalaufwand [10] -118.288 -128.576
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen [12] -13.381 -13.488
Sonstige betriebliche Aufwendungen [13] -55.647 -71.569
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern   8.776 3.908
Ergebnis aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden [4][14] 103 0
Beteiligungsergebnis [15] 25 3
Zinsen und ähnliche Erträge [16] 260 280
Zinsen und ähnliche Aufwendungen [16] -3.365 -3.474
Ergebnis vor Ertragsteuern   5.799 717
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag [17] -1.576 -783
Jahresergebnis   4.223 -66
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter   87 47
Ergebnisanteil R. STAHL   4.136 -113
Ergebnis je Aktie [18] 0,64 -0,02

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

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2016 2015
TEUR TEUR
Jahresergebnis 4.223 -66
Währungsumrechnungsdifferenzen    
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften 1.118 750
Latente Steuern auf Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern 1.118 750
Cash-flow-Hedcqes    
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Folgebewertung von Cash-flow-Hedges -324 -942
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen 287 1.394
Latente Steuern auf Cash-flow-Hedges 13 -126
Cash-flow-Hedges nach Steuern -24 326
Sonstiges Ergebnis mit Umgliederung    
in das Periodenergebnis 1.094 1.076
Neubewertung von Pensionsverpflichtungen    
Im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus der Folgebewertung von Pensionsverpflichtungen -10.609 8.586
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus der Folgebewertung von Pensionsverpflichtungen 3.311 -2.446
Sonstiges Ergebnis ohne Umgliederung in das Periodenergebnis -7.298 6.140
Sonstiges Ergebnis (Direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen) -6.204 7.216
davon Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 52 -23
davon Ergebnisanteil R. STAHL -6.256 7.239
Gesamtergebnis nach Steuern -1.981 7.150
Gesamtergebnisanteil anderer Gesellschafter 139 24
Gesamtergebnisanteil R. STAHL -2.120 7.192

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2016

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Auf Anteilseigner entfallendes Eigenkapital
TEUR
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklage
Stand: 01.01.2015 16.500 494 99.659
Jahresergebnis   -113  
Kumuliertes übriges      
Eigenkapital      
Gesamtergebnis   -113  
    -226  
Ausschüttung an Gesellschafter   -5.152  
Veräußerung eigener Aktien   12.963  
Stand: 31.12.2015 16.500 13.457 94.394
Auf Anteilseigner entfallendes Eigenkapital
TEUR
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklage
Stand: 01.01.2016 16.500 13.457 94.394
Jahresergebnis     4.136
Kumuliertes übriges      
Eigenkapital      
Gesamtergebnis     4.136
Ausschüttung an Gesellschafter     -3.864
Veränderung der Besitzverhältnisse      
Minderheitenanteile     -217
Stand: 31.12.2016 16.500 13.457 94.449
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Auf Anteilseigner entfallendes Eigenkapital
TEUR Kumuliertes übriges Eigenkapital
Währungsumrechnung Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus Cashflow Hedges Gewinne/ Verluste aus Pensionsverpflichtungen Summe kumuliertes übriges Eigenkapital Abzugsposten für eigene Anteile Summe
Stand: 01.01.2015 -2.177 -335 -28.346 -30.858 -11.209 74.586
Jahresergebnis           -113
Kumuliertes übriges            
Eigenkapital 773 326 6.140 7.239   7.239
Gesamtergebnis 773 326 6.140 7.239   7.126
             
Ausschüttung an Gesellschafter           -5.152
Veräußerung eigener Aktien         11.209 24.172
Stand: 31.12.2015 -1.404 -9 -22.206 -23.619 0 100.732
Auf Anteilseigner entfallendes Eigenkapital
TEUR Kumuliertes übriges Eigenkapital
Währungsumrechnung Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus Cashflow Hedges Gewinne/ Verluste aus Pensionsverpflichtungen Summe kumuliertes übriges Eigenkapital Abzugsposten für eigene Anteile Summe
Stand: 01.01.2016 -1.404 -9 -22.206 -23.619 0 100.732
Jahresergebnis       0   4.136
Kumuliertes übriges            
Eigenkapital 1.066 -24 -7.298 -6.256   -6.256
Gesamtergebnis 1.066 -24 -7.298 -6.256   -2.120
Ausschüttung an Gesellschafter           -3.864
Veränderung der Besitzverhältnisse            
Minderheitenanteile           -217
Stand: 31.12.2016 -338 -33 -29.504 -29.875 0 94.531
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Anteile anderer Gesellschafter Konzerneigenkapital
TEUR
Summe
Stand: 01.01.2015 294 74.880
Jahresergebnis 47 -66
Kumuliertes übriges    
Eigenkapital -23 7.216
Gesamtergebnis 24 7.150
     
Ausschüttung an Gesellschafter -35 -5.187
Veräußerung eigener Aktien   24.172
Stand: 31.12.2015 283 101.015
Anteile anderer Gesellschafter Konzerneigenkapital
TEUR
Summe
Stand: 01.01.2016 283 101.015
Jahresergebnis 87 4.223
Kumuliertes übriges    
Eigenkapital 52 -6.204
Gesamtergebnis 139 -1.981
Ausschüttung an Gesellschafter -105 -3.969
Veränderung der Besitzverhältnisse    
Minderheitenanteile -83 -300
Stand: 31.12.2016 234 94.765

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2016

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Konzernrelevante Qualifikation Anteil am Kapital in %
Name und Sitz der Gesellschaft    
Inländische Unternehmen    
R. Stahl Beteiligungsgesellschaft mbH, Waldenburg V; e 100,00
R. STAHL Camera Systems GmbH, Köln V; e 100,00
GGF - Gesellschaft für Grundstücksvermietung und Finanzierungsvermittlung mbH, Waldenburg V; e 100,00
R. STAHL HMI Systems GmbH, Köln V; e 100,00
R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg V; e 100,00
R. Stahl Services GmbH, Waldenburg V; e 100,00
Abraxas Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz B; n.e. 49,58
R. STAHL LECTIO GmbH, Waldenburg V; e 100,00
R. STAHL SUPERA GmbH, Waldenburg V; e 100,00
Ausländische Unternehmen    
R. STAHL MIDDLE EAST FZE, Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) V; e 100,00
R. STAHL Nissl GmbH, Wien (Österreich) V; e 100,00
R. STAHL AUSTRALIA PTY LTD, Wollongong (Australien) V; e 100,00
STAHL NV, Dendermonde (Belgien) V; e 100,00
STAHL EQUIPAMENTOS INDUSTRIAIS LTDA - ME, Sao Paulo (Brasilien) V; e 100,00
R. STAHL DO BRASIL COMERCIO E IMPORTACAO DE EQUIPAMENTOS EQUIPAMENTOS ELECTRICO-ELECTRONICOS LTDA., Sao Paulo (Brasilien) V; e 100,00
R. STAHL, LTD., Edmonton (Kanada) V; e 100,00
R. STAHL Schweiz AG, Magden (Schweiz) V; e 100,00
R. STAHL (HONGKONG) CO., LIMITED, Hongkong (China) V; e 100,00
R. STAHL EX-PROOF (SHANGHAI) CO., LTD., Shanghai (China) V; e 100,00
TRANBERG SYSTEMS A/S, Vejle (Dänemark) B; n.e. 48,00
INDUSTRIAS STAHL, S.A., Madrid (Spanien) V; e 100,00
R. STAHL France S.A.S., Avignon/Frankreich V; e 100,00
R. STAHL LIMITED, Birmingham (Großbritannien) V; e 100,00
R. STAHL PRIVATE LIMITED, Chennai (Indien) V; e 100,00
R. STAHL SRL,Peschiera Borromeo/Italien V; e 100,00
R. Stahl K.K., Kawasaki (Japan) V; e 100,00
R. STAHL.CO.,LTD, Seoul (Korea) V; e 100,00
R. STAHL ENGINEERING & MANUFACTURING SDN. BHD., V; e 100,00
Selangor (Malaysia)    
E. M.-Stahl B.V., Hengelo (Niederlande) B; n.e. 100,00
Electromach B.V., Hengelo (Niederlande) V; e 100,00
ESACO Proprietary Ltd., Edenvale (Südafrika) A; e. 35,00
R. STAHL NORGE AS, Oslo (Norwegen) V; e 100,00
Stahl-Syberg A/S, Oslo (Norwegen) V; e 100,00
TRANBERG AS, Stavanger (Norwegen) V; e 100,00
OOO R. Stahl, Moskau (Russische Föderation) V; e 60,00
R. Stahl Svenska Aktiebolag, Järfälla (Schweden) V; e 100,00
R. STAHL PTE LTD, Singapur (Singapur) V; e 100,00
R. STAHL, INC., Houston/Texas (USA) V; e 100,00
ZAVOD Goreltex Company Limited, St. Petersburg (Russland) A; e. 25,00

Die Gesellschaften sind entsprechend ihrer konzernrelevanten Qualifikation als vollkonsolidiertes Unternehmen (V), assoziiertes Unternehmen (A) oder sonstige Beteiligung (B) unter Angabe ihrer Einbeziehung (e) oder Nichteinbeziehung (n.e.) gekennzeichnet.

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2016

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2016 2015
TEUR TEUR
I. Operativer Bereich    
1. Jahresergebnis 4.223 -66
2. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 13.381 13.488
3. Veränderung der langfristigen Rückstellungen 551 633
4. Veränderung der latenten Steuern -12 -1.765
5. Equity Bewertung -103 0
6. Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen 457 1.454
7. Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -2.334 77
8. Cashflow 16.163 13.821
9. Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen -882 1.010
10. Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Vermögenswerte, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 4.174 5.385
11. Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Schulden, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -8.569 -1.791
12. Veränderung des Nettoumlaufvermögens -5.277 4.604
13. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 10.886 18.425
II. Investitionsbereich    
14. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -6.182 -6.524
15. Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Gegenständen des Anlagevermögens 1.313 0
16. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -6.314 -16.492
17. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 5.526 726
18. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1 0
19. Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten 19 0
20. Ein-/Auszahlungen kurzfristiger finanzieller Vermögenswerte 206 73
21. Auszahlungen für den Erwerb assoziierter Unternehmen -5.786 0
22. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -11.219 -22.217
23. Free Cashflow -333 -3.792
III. Finanzierungsbereich    
24. Auszahlungen an Gesellschafter (Dividende) -3.864 -5.152
25. Ein-/Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -405 -35
26. Einzahlungen aus der Veräußerung eigener Anteile 0 24.044
27. Zunahme (+) / Abnahme (-) kurzfristiger verzinslicher Finanzschulden 3.712 --19.180
28. Einzahlungen aus der Aufnahme langfristiger verzinslicher Finanzschulden 0 9.149
29. Auszahlungen aus der Tilgung von langfristigen verzinslichen Finanzschulden -1.453 -2.775
30. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit --2.010 6.051
IV. Finanzmittelfonds    
31. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -2.343 2.259
32. Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen    
des Finanzmittelfonds 168 264
33. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 18.343 15.820
34. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 16.168 18.343
35. Zusammensetzung des Finanzmittelbestands    
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 16.168 18.343

Die Konzernkapitalflussrechnung wird unter Abschnitt E im Konzernanhang erläutert.

Konzernanhang der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, für das Geschäftsjahr 2016

A. Grundlagen und Methoden der Konzernrechnungslegung

[1] Grundlagen der Aufstellung

Der Konzernabschluss der R. Stahl Aktiengesellschaft (im Folgenden: R. STAHL AG) zum 31. Dezember 2016 ist in Anwendung von § 315a Handelsgesetzbuch (HGB) nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, den dazu erfolgten Auslegungen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS Interpretations Committee) und den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses haben wir einzelne Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzernbilanz zusammengefasst. Diese Posten sind im Konzernanhang gesondert erläutert. Die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben haben wir ebenfalls in den Konzernanhang übernommen. Die Bilanz wurde gemäß IAS 1 in lang- und kurzfristige Posten gegliedert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Konzernwährung ist der Euro. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Der Konzernabschluss der R. STAHL AG wird beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht.

Auswirkungen neuer beziehungsweise geänderter Standards

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit folgenden Ausnahmen, die aus neuen beziehungsweise überarbeiteten Standards resultieren.

Im Geschäftsjahr 2016 waren erstmalig folgende Neuregelungen verpflichtend anzuwenden:

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Standard/ Interpretation Anwendungspflicht Status
Amendments zu IFRS 10/IFRS 12/ IAS 28 Investmentgesellschaften (Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28) 1.1.2016 geändert
AIP (2010- 2012) Änderungen an IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16/18 und IAS 24 1.7.2014 geändert
Amendments zu IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 1.7.2014 geändert
Amendments zu IFRS 11 Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten 1.1.2016 geändert
Amendments zu IAS 16/ IAS 38 Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 1.1.2016 geändert
Amendments zu IAS 16/ IAS 41 Bilanzierung fruchttragender Gewächse 1.1.2016 geändert
AIP (2012- 2014) Änderungen an IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34 1.7.2016 geändert
Amendments zu IAS 1 Angabeninitiative (Änderungen an IAS 1) 1.1.2016 geändert
Amendments zu IAS 27 Anwendung der Equity-Methode im Einzelabschluss 1.1.2016 geändert

Alle im laufenden Geschäftsjahr geänderten Rechnungslegungsnormen führten zu keinen nennenswerten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Anhangangaben.

Nicht angewendete neue beziehungsweise geänderte Standards

Das IASB und das IFRS Interpretations Committee haben die nachfolgend aufgeführten Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die am 31. Dezember 2016 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und teilweise von der EU auch noch nicht anerkannt waren. Eine vorzeitige Anwendung dieser Neuregelungen ist nicht vorgesehen.

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Standard/ Interpretation Anwendungspflicht (1) Übernahme durch EU- Kommission (2) Voraussichtliche Auswirkungen
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2018 ja Siehe Erläuterungen
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 01.01.2018 ja Siehe Erläuterungen
Amendments zu IFRS 10/ IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture verschoben nein keine
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 01.01.2016 nein keine
Amendments zu IAS 12 Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste 01.01.2017 nein keine
Amendments zu IAS 7 Kapitalflussrechnung 01.01.2017 nein Siehe Erläuterungen
Amendments zu IFRS 2 Klarstellung der Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung 01.01.2018 nein keine
Amendments zu IFRS 4 Anwendung IFRS 9 und IFRS 4 Versicherungsverträge 01.01.2018 nein keine
AIP 2014 - 2016 Änderungen an IFRS 1, IFRS 12 und IAS 28 01.01.2018 nein keine
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus geleistete Gegenleistungen 01.01.2018 nein keine
Amendments zu IAS 40 Klassifizierung noch nicht fertiggestellter Immobilien 01.01.2018 nein keine
IFRS 16 Leasing 01.01.2019 nein Siehe Erläuterungen

IFRS 9, Finanzinstrumente

Das IASB schloss im Juli 2014 sein Projekt zur Ersetzung des IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" durch die Veröffentlichung der finalen Version des IFRS 9 „Finanzinstrumente" ab. IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten richtet sich künftig nach drei Kategorien mit unterschiedlichen Wertmaßstäben und einer unterschiedlichen Erfassung von Wertänderungen. Die Kategorisierung ergibt sich dabei sowohl in Abhängigkeit der vertraglichen Zahlungsströme des Instruments als auch des Geschäftsmodells, in dem das Instrument gehalten wird. Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die nach IAS 39 bestehenden Kategorisierungsvorschriften hingegen weitgehend in IFRS 9 übernommen. Ferner sieht IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den zu erwartenden Kreditausfällen basiert. IFRS 9 enthält zudem neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting, um die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser abzubilden, insbesondere im Hinblick auf die Steuerung von nicht finanziellen Risiken. Ferner werden durch IFRS 9 zusätzliche Anhangangaben erforderlich. Die Gesellschaft prüft derzeit, welche Auswirkungen diese Änderungen auf den Konzernabschluss haben.

(1) Pflicht zur erstmaligen Anwendung aus Sicht der R. STAHL AG

(2) Bis zum 31. Dezember 2016

IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Der neue Standard ersetzt IAS 18 „Umsa1zerlöse" und IAS 11 „Fertigungsaufträge" sowie die dazugehörigen Interpretationen. IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Das Kernprinzip von IFRS 15 besteht darin, dass ein Unternehmen Erlöse erfassen soll, wenn die Lieferung von Gütern erfolgt ist bzw. die Dienstleistung erbracht wurde. Dieses Kernprinzip wird im Rahmen des Standards in einem Fünf-Schritte-Modell umgesetzt. Hierzu sind zunächst die relevanten Verträge mit dem Kunden und die darin enthaltenen Leistungsverpflichtungen zu identifizieren. Die Erlösrealisierung erfolgt dann in Höhe der erwarteten Gegenleistung für jede separate Leistungsverpflichtung zeitpunkt- oder zeitraumbezogen. Darüber hinaus enthält IFRS 15 detaillierte Anwendungsleitlinien zu einer Vielzahl von Einzelthemen (z. B. Vertragsänderungen, Veräußerungen mit Rückgaberecht, Behandlung von Vertragskosten, Verlängerungsoptionen, Lizenzerlöse, Prinzipal-Agent-Beziehungen, Bill-und-Hold-Vereinbarungen, Konsignationsvereinbarungen etc.). Zudem wird der Umfang der Anhangangaben erweitert. Die Zielsetzung der neuen Angabevorschriften besteht darin, Informationen über die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden einschließlich der hieraus resultierenden Zahlungsströme offenzulegen. Weiterhin hat das IASB am 12.4.2016 Klarstellungen an IFRS 15 veröffentlicht. Die Änderungen adressieren die Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, Prinzipal/Agent- Erwägungen und Lizenzen und zielen auf Übergangsregelungen für modifizierte und abgeschlossene Verträge ab. Die Gesellschaft prüft derzeit, welche Auswirkungen diese Änderungen auf den Konzernabschluss haben.

Änderungen an IAS 7, Kapitalflussrechnung

Die Änderungen folgen der Zielsetzung, dass ein Unternehmen Angaben bereitzustellen hat, die es Adressaten von Abschlüssen ermöglichen, Veränderungen in den Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit besser beurteilen zu können. Unter der Prämisse von entscheidungsrelevanten Informationen für den Abschlussadressaten hat ein Unternehmen im Wesentlichen in folgenden Fällen Angaben zu Schulden aus der Finanzierungstätigkeit zu tätigen:

zahlungswirksame Veränderungen,

Änderungen aufgrund der Erlangung oder des Verlustes der Beherrschung über Tochterunternehmen oder andere Geschäftsbetriebe,

Auswirkungen von Änderungen in den Wechselkursen,

Änderungen von beizulegenden Zeitwerten.

Als mögliche Darstellung der geforderten Angaben zu Schulden aus Finanzierungstätigkeit sieht das IASB eine Überleitungsrechnung zwischen den Eröffnungs- und Schlussbilanzwerten vor. Die Überleitungsrechnung soll mindestens die aufgezählten Posten umfassen. Sie soll ferner so aufbereitet sein, dass der Bilanzadressat eine Verknüpfung zwischen den Werten in der Kapitalflussrechnung und den in der Bilanz ausgewiesenen Werten herstellen kann.

IFRS 16, Leasing

Nach IFRS 16 entfällt die bisherige Unterscheidung zwischen Operating- und Finanzierungsleasing-verhältnissen beim Leasingnehmer. Für alle Leasingverhältnisse bilanziert der Leasingnehmer ein Nutzungsrecht an einem Vermögenswert sowie eine Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird nach den Vorschriften für immaterielle Vermögenswerte über die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die Bilanzierung der Leasingverbindlichkeit erfolgt entsprechend den Vorschriften für Finanzinstrumente nach IAS 39 bzw. zukünftig IFRS 9. Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung wird gesondert als Abschreibungen auf den Vermögenswert und Zinsen aus der Verbindlichkeit vorgenommen. Für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasinggegenstände von geringem Wert gibt es Erleichterungen bei der Bilanzierung. Die Angaben im Anhang werden sich erweitern und sollen den Adressaten in die Lage versetzen, den Betrag, den Zeitpunkt sowie die Unsicherheiten im Zusammenhang mit Leasingvereinbarungen zu beurteilen. Beim Leasinggeber sind die Regelungen des neuen Standards dagegen ähnlich zu den bisherigen Vorschriften des IAS 17. Die Leasingverträge werden weiterhin entweder als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert.

[2] Unternehmensdaten

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Firma und Rechtsform: R. Stahl Aktiengesellschaft (Mutterunternehmen, gleichzeitig oberstes Mutterunternehmen des Konzerns)
Sitz: Waldenburg (Deutschland)
Adresse: Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg
Geschäftstätigkeit und Hauptaktivitäten: Anbieter von explosionsgeschützten Geräten und Systemen zum Messen, Steuern und Regeln

[3] Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung des Abschlusses

Der Vorstand der R. STAHL AG hat den Konzernabschluss 2016 und Konzernlagebericht 2016 am 4. April 2017 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

[4] Grundsätze der Konsolidierung

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst neben der R. STAHL AG 34 (i. V. 34) in- und ausländische Tochterunternehmen, bei denen die R. STAHL AG unmittelbar oder mittelbar beherrschenden Einfluss ausüben kann. Beherrschung liegt vor, wenn die R. STAHL AG die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über das Tochterunternehmen hat, sie an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch ihre Entscheidungen beeinflussen kann.

Unternehmen, auf die die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss - in der Regel liegt ein Kapitalanteil zwischen 20 % und 50 % vor - ausüben kann, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss übernommen. Im Berichtsjahr wurden erstmalig die ZAVOD Goreltex Company Limited, Sankt Petersburg, Russische Föderation, und die ESACO Proprietary Ltd., Edenvale, Südafrika als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Auf eine Konsolidierung der nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen nach der Equity-Methode wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Die R. STAHL AG beteiligte sich in 2016 mit 25 % an dem russischen Unternehmen ZAVOD Gorel-tex, Sankt Petersburg, Russland. Die Beteiligung erfolgte in Form einer Kapitalerhöhung.

Die R. STAHL AG beteiligte sich in 2016 mit 35 % an dem südafrikanischen Unternehmen ESACO Pty. Ltd., Edenvale, Südafrika.

Finanzinformationen der ZAVOD Goreltex , Sankt Petersburg, Russland:

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TEUR
Langfristige Vermögenswerte* 5.622
Kurzfristige Vermögenswerte* 19.838
Bilanzsumme* 25.460
Eigenkapital* 21.683
Umsatzerlöse** 3.863
Jahresergebnis** 413

Finanzinformationen der ESACO Pty. Ltd., Edenvale, Südafrika:

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TEUR
Langfristige Vermögenswerte* 48
Kurzfristige Vermögenswerte* 1.284
Bilanzsumme* 1.332
Eigenkapital* 965
Umsatzerlöse** 286
Jahresergebnis** 19

Im April 2016 wurden die restlichen 25 % der Anteile an der R. STAHL Camera Systems GmbH von Orlaco Products B.V. erworben. Der Kaufpreis betrug TEUR 300.

* Zum 31. Dezember 2016

** Erzielt ab dem Zeitpunkt des Erwerbs

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verteilen sich wie folgt auf In- und Ausland:

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Inland Ausland Gesamt Gesamt
31.12.2016 31.12.2016 31.12.2016 31.12.2015
Anzahl der vollkonsolidierten Gesellschaften 9 26 35 35
Anzahl der nach der Equity-Methode bewerteten Gesellschaften 0 2 2 0

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs.

Nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen

Die R. STAHL AG ist als Kommanditistin mit einem Kapitalanteil von 49,58 % (nominal EUR 25.564,59) an der Abraxas Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz, (im Folgenden: Abraxas) beteiligt. Als weitere Kommanditistin hält die DAL Beteiligungsgesellschaft mbH, Mainz, einen Kapitalanteil von 50,42 % (nominal EUR 26.000,00). Die Geschäftsführung und Vertretung der Abraxas obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin Abraxas Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Mainz, die keine Anteile am Kapital hält. Die R. STAHL AG ist am Gewinn und Verlust der Abraxas entsprechend ihrem Kapitalanteil beteiligt, allerdings ist ihre Haftung auf die geleistete Hafteinlage beschränkt.

Die R. STAHL AG und die Abraxas haben mit notarieller Urkunde vom 5. Dezember 2000 ein Immobilien-Leasinggeschäft bestehend aus Erbbaurechtsvertrag, Immobilien-Leasingvertrag und An-kaufsrechtsvertrag über das im Erbbaugrundbuch von Waldenburg, Amtsgericht Kupferzell - Blatt 2025 eingetragene Erbbaurecht an dem Grundstück - Gemarkung Waldenburg- Flurstück, 2006/14 geschlossen. Darauf folgten diverse vertragliche Vereinbarungen notarieller und privatschriftlicher Natur, die in der letzten notariellen Gesamturkunde vom 27. März 2015 dokumentiert sind. Eigentümerin des Erbbaugrundstücks ist die R. STAHL AG. Das Erbbaurecht hat eine Laufzeit von 60 Jahren, die Erbbauzinsen betragen rd. TEUR 112 p.a. und werden als Mietnebenkosten an die R. STAHL AG weiterberechnet. Auf dem Erbbaugrundstück hat der Leasinggeber die Planung und Errichtung des Verwaltungsgebäudes und des Logistikgebäudes mit einem ursprünglichen Investitionsvolumen von EUR 28,4 Mio. übernommen. Im Geschäftsjahr 2013 erfolgte durch die R. STAHL AG als Generalübernehmer eine Erweiterung des Logistikgebäudes mit einem Investitionsvolumen von rd. EUR 3,1 Mio. und im Geschäftsjahr 2014 eine Erweiterung des Verwaltungsgebäudes mit Betriebsrestaurant und Neubau eines Entwicklungscenters mit einem Investitionsvolumen von rd. EUR 10,7 Mio.

Das Verwaltungs- und Logistikgebäude wird seitens Abraxas der R. STAHL AG als Leasingnehmer zur Nutzung überlassen. Das Leasingverhältnis ist als Operatingleasing zu klassifizieren. Der Leasing-vertrag verpflichtet die R. STAHL AG zur Wartung, räumt ihr aber auch ein Recht zur Weitervermietung ein. Die R. STAHL AG hat zum Ende der Mietzeit (30. September 2023) grundsätzlich eine Kaufoption zum Fair Value.

Die Abraxas hat die zukünftigen Leasingforderungen forfaitiert und lediglich die Höhe der verbleibenden Restwerte, die durch Grundpfandrechte besichert sind, fremdfinanziert.

Zum 31. Dezember beziehen sich die nachstehenden Salden auf das Engagement des R. STAHL Konzerns bei Abraxas.

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Buchwerte in TEUR 2016 2015
Übrige Finanzanlagen    
Anteile der R. STAHL AG an Abraxas 26 26
Maximales Verlustrisiko 26 26

Insgesamt hat die R. STAHL AG keine Verfügungsgewalt über die maßgeblichen Tätigkeiten der Leasingobjektgesellschaft. Es besteht keine Konsolidierungspflicht nach IFRS 10.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung ist die Währung des primären wirtschaftlichen Umfeldes, in dem ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen agiert. Das primäre wirtschaftliche Umfeld, in dem ein Unternehmen auftritt, ist in der Regel das Umfeld, in dem es vorwiegend finanzielle Mittel erzeugt und ausgibt. Dabei sind die Kriterien nach IAS 21.9ff. bei der Bestimmung der funktionalen Währung zu berücksichtigen.

Die Darstellungswährung ist die Währung, in der ein Unternehmen seine Abschlüsse aufstellt. Die Darstellungswährung des Konzernabschlusses der R. STAHL AG ist der Euro.

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden monetäre Positionen in fremder Währung (flüssige Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) zum Stichtagskurs bewertet und erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Positionen in fremder Währung sind mit den historischen Kursen angesetzt.

Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben, ist grundsätzlich die funktionale Währung identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung nach der „modifizierten Stichtagskursmethode". Daher werden die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, zum Jahresdurchschnittskurs, Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Die Geschäfts- und Firmenwerte, die den ausländischen Tochtergesellschaften zuzuordnen sind, werden ebenfalls mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird im Posten „Währungsumrechnung" im kumulierten übrigen Eigenkapital ausgewiesen.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2016 31.12.2015 2016 2015
US-Dollar 1,05410 1,08870 1,10690 1,10923
Britisches Pfund 0,85618 0,73395 0,81948 0,72584
Norwegische Kronen 9,08630 9,60300 9,29060 8,94919
Indische Rupie 71,59350 72,05000 74,37871 71,14137
Russischer Rubel 64,3000 80,67360 74,14457 68,05314

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt bei allen Arten von Unternehmenserwerben nach der Erwerbsmethode (purchase method) (IFRS 3) durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am übernommenen Reinvermögen der konsolidierten Tochterunternehmen auf den Zeitpunkt des Erwerbs. Die Bewertung des Reinvermögens richtet sich grundsätzlich nach den beizulegenden Zeitwerten aller identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden im Erwerbszeitpunkt.

Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich durch einen Impairment-Test auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft und im Falle einer Wertminderung ergebniswirksam wertberichtigt. Bei bestehenden Anhaltspunkten für eine Wertminderung wird neben dem jährlichen ein zusätzlicher, unterjähriger Impairment-Test durchgeführt, und bei Wertminderung wird auch diese ergebniswirksam erfasst.

Negative Unterschiedsbeträge werden nicht als passivischer Geschäfts- oder Firmenwert, sondern als Überschuss des Anteils des Erwerbers an dem Nettobetrag des beizulegenden Zeitwertes der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Erworbenen über die Anschaffungskosten bezeichnet. Wenn sich im Rahmen der erstmaligen Kapitalkonsolidierung ein negativer Unterschiedsbetrag ergibt, so wird eine Wiedereinschätzung (reassessment) vorgenommen. Hier wird die Neubewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden inklusive der angesetzten Eventualschulden und die Ermittlung der Anschaffungskosten nochmals kritisch überprüft. Verbleibende negative Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Änderungen der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, sind als Eigenkapitaltransaktion zu bilanzieren. Unterschiedsbeträge aus derartigen Transaktionen sind mit dem Eigenkapital zu verrechnen. Ein Tochterunternehmen wird zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, zu dem das Mutterunternehmen die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert.

Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaften werden als „Anteile anderer Gesellschafter" ausgewiesen.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den konsolidierten Unternehmen (Zwischenergebnisse) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Die Konsolidierungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

[5] Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Konzerneinheitliche Methoden

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Hierzu werden die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der R. STAHL AG angepasst, soweit sie nicht den IFRS entsprechen.

Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember mit der Ausnahme von R. STAHL PRIVATE LIMITED, Chennai (Indien). Der Bilanzstichtag des Einzelabschlusses in Indien ist der 31. März, insoweit wurde ein Zwischenabschluss auf den Konzernabschlussstichtag erstellt.

Schätzungen und Annahmen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten auswirken. Den jeweiligen Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die den aktuellsten Erkenntnissen entsprechen. Die Schätzungen und die zugrundeliegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Entwicklungen können dazu führen, dass die Beträge von diesen Schätzungen abweichen. Anpassungen bzgl. der für die Rechnungslegung relevanten Schätzungen werden in der Periode der Änderung berücksichtigt, sofern die Änderung nur diese Periode betrifft. Beeinflussen Schätzungsänderungen sowohl die aktuelle Periode als auch zukünftige Perioden, werden diese in den betreffenden Perioden entsprechend erfasst. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf folgende Vermögenswerte und Schulden:

Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts

Der R. STAHL Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Dazu muss das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte betragen zum 31. Dezember 2016 EUR 12,1 Mio. (i. V. EUR 11,7 Mio.). Für weitere Informationen wird auf Abschnitt 20 verwiesen.

Aktivierte Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend der in diesem Abschnitt dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Zur Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat das Management Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, vorzunehmen. Der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten beläuft sich zum 31. Dezember 2016 auf EUR 24,6 Mio. (i. V. EUR 23,2 Mio.).

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt. Diese erfolgen auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze, erwartete Erträge aus Planvermögen, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftige Rentensteigerungen. Die angesetzten Abzinsungssätze basieren auf den Renditen für erstrangige festverzinsliche Unternehmensanleihen. Die erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens wird auf der Grundlage historischer langfristiger Renditen und der Struktur des Portfolios festgelegt. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Annahmen wesentlichen Unsicherheiten. Die Auswirkungen aus den Veränderungen der zum Bilanzstichtag angesetzten Parameter auf den Anwartschaftsbarwert sind in Abschnitt 28 dargestellt. Eine Abweichung der angenommenen Parameter zu den tatsächlichen am Bilanzstichtag eingetretenen Bedingungen hat keine Auswirkung auf den Konzernjahresüberschuss, da die aus den Abweichungen resultierenden Gewinne und Verluste aus der Neubewertung der Nettoschuld direkt im Eigenkapital erfasst werden. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2016 EUR 99,8 Mio. (i. V. EUR 88,7 Mio.). Für weitere Informationen wird auf Abschnitt 28 verwiesen.

Latente Steuern

Der Buchwert der aktiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2016 beläuft sich auf EUR 20,7 Mio. (i. V. EUR 17,3 Mio.). Die Ermittlung der zukünftigen Steuervorteile, die sich im Bilanzansatz widerspiegeln, basiert auf Annahmen und Einschätzungen zur zukünftigen Entwicklung der steuerlichen Einkommen und steuerlichen Gesetzgebung in den Ländern der ansässigen Konzerngesellschaften.

Weiterhin kommen Schätzungen und Annahmen bei Kaufpreisallokationen, der Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, der Bilanzierung und Bewertung von Vorräten, Forderungen und Rückstellungen sowie der Einschätzung rechtlicher Risiken zur Anwendung. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden nach IAS 8 zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten werden entsprechend den Kriterien des IAS 18 (revenue) mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang an den Kunden erfasst, wenn ein Kaufpreis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Soweit Geschäfte vereinbarungsgemäß erst nach einer entsprechenden Abnahmeerklärung des Kunden wirksam werden, werden die betreffenden Umsatzerlöse erst dann realisiert, wenn die Abnahmeerklärung eingegangen oder die Frist für ihre Abgabe abgelaufen ist.

Umsätze aus Dienstleistungsgeschäften werden mit Erbringung der Dienstleistungen erfasst, sofern die Höhe der Erträge verlässlich bemessen werden kann und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft hinreichend wahrscheinlich ist.

Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten ausgewiesen.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Forschungskosten sind gemäß IAS 38.42ff. nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Voraussetzungen nach IAS 38 vorliegen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 (earnings per share) ermittelt.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das Konzernergebnis - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittliche Anzahl der Stammaktien dividiert wird.

Da keine potentiellen Stammaktien und keine Optionsrechte oder Bezugsrechte ausstehen, war ein verwässertes Ergebnis je Aktie weder für 2015 noch für 2016 zu ermitteln.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte sind Geschäfts- oder Firmenwerte (goodwill), Entwicklungskosten, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte. Lediglich bei den Entwicklungskosten handelt es sich um selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte.

Entgeltlich erworbene und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte - ohne Geschäfts- oder Firmenwerte (goodwill) - werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über die vertragliche oder geschätzte Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 10 Jahren.

Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich durch einen Impairment-Test auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft und im Falle einer Wertminderung ergebniswirksam wertberichtigt.

Entwicklungskosten werden unter den Voraussetzungen des IAS 38 zu Herstellungskosten aktiviert, soweit eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich und sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung sichergestellt sind. Die Entwicklungstätigkeit muss ferner mit hinreichender Wahrscheinlichkeit einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzeugen. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen alle direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsstart planmäßig linear über den erwarteten Produktlebenszyklus von in der Regel 5 bis 7 Jahren abgeschrieben. Die noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekte werden jährlich auf Werthaltigkeit überprüft.

Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet.

In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten enthalten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereiches.

Die Finanzierungskosten werden aus Wesentlichkeitsgründen nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt.

Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen erfolgen nach der linearen Methode.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich die folgenden Nutzungsdauern zugrunde:

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In Jahren
Gebäude 15 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 8 bis 20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen einen Werteverfall anzeigen, wird die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögenswerten (inklusive aktivierten Entwicklungskosten und Geschäfts- oder Firmenwerte) überprüft (Impairment-Test). Dabei wird der Buchwert des Vermögenswertes mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus dem Verkaufspreis abzüglich der noch anstehenden Abgangskosten und dem Nutzungswert des Vermögenswertes. Der Nutzungswert ist der Kapitalwert der geschätzten künftigen Cashflows, welche aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt, der er zugeordnet ist. Zur Ermittlung der erwarteten Cashflows jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit müssen Grundannahmen getroffen werden. Diese beinhalten Annahmen hinsichtlich der Finanzpläne sowie der zur Abzinsung herangezogenen Zinssätze.

Leasing

Der R. STAHL Konzern nutzt als Leasingnehmer insbesondere Gebäude und Grundstücke. IAS 17 (leases) enthält Vorschriften, nach denen auf Basis von Chancen und Risiken der Leasingpartner beurteilt wird, ob das wirtschaftliche Eigentum am Leasinggegenstand dem Leasingnehmer (finance leases) oder dem Leasinggeber (operating leases) zuzurechnen ist. Im R. STAHL Konzern sind lediglich „operating leases"-Verhältnisse vorhanden. Die hiermit verbundenen Zahlungen werden linear über die Vertragslaufzeit verteilt.

Finanzinstrumente

Einem Finanzinstrument liegt ein Vertrag zugrunde, der bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Anschaffungsnebenkosten sind hierbei einzubeziehen, es sei denn, das Finanzinstrument wird in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Marktübliche Käufe und Verkäufe finanzieller Vermögenswerte werden erstmalig grundsätzlich zum Erfüllungstag (settlement date) erfasst.

Nach dem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale) und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (held for trading) mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Sofern kein Marktpreis vorhanden ist, wird der Marktpreis der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte anhand geeigneter Bewertungsverfahren, beispielsweise Discounted-Cashflow-Methoden, unter Berücksichtigung der am Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten ermittelt.

Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden (loans and receivables), bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen (held to maturity) sowie alle finanziellen Vermögenswerte, die über keinen notierten Marktpreis auf einem aktiven Markt verfügen und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann, werden, soweit sie über eine feste Laufzeit verfügen, mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten (amortised cost) unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Verfügen diese finanziellen Vermögenswerte über keine feste Laufzeit, sind sie mit den Anschaffungskosten zu bewerten.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden, soweit diese nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, mit den fortgeführten Anschaffungskosten und soweit einschlägig unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.

Nach IAS 39 wird regelmäßig ermittelt, ob objektive substanzielle Hinweise darauf schließen lassen, dass eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes oder eines Portfolios von Vermögenswerten stattgefunden hat. Liegen derartige Hinweise vor, wird der Wertminderungsaufwand (impairment loss) im Ergebnis erfasst.

Gewinne und Verluste aus einem zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswert werden direkt im Eigenkapital verbucht, bis der finanzielle Vermögenswert abgegangen ist oder bis eine Wertminderung festgestellt wird. Im Falle einer Wertminderung (IAS 39) wird der kumulative Netto-Verlust aus dem Eigenkapital entfernt und im Ergebnis ausgewiesen.

Beteiligungen werden zum notierten Marktpreis oder beizulegenden Zeitwert angesetzt. Soweit diese Werte nicht verfügbar sind bzw. nicht verlässlich bestimmt werden können, werden die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Wertpapiere und Ausleihungen des Anlagevermögens werden entsprechend ihrer Zugehörigkeit zur jeweiligen Kategorie der finanziellen Vermögenswerte bilanziert. In diesen Positionen werden keine zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind als Vermögenswerte anzusetzen, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der künftige wirtschaftliche Nutzen, der mit den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien verbunden ist, zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten verlässlich bewertet werden können. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden grundsätzlich nach dem Anschaffungskostenmodell bewertet.

Aktive und passive latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 (income taxes) gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (liability method) grundsätzlich für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Weiterhin sind aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen bilanziert worden. Aktive latente Steuern für alle abzugsfähigen temporären Differenzen sowie für steuerliche Verlustvorträge wurden jedoch nur in dem Umfang berücksichtigt, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen bzw. noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verrechnet werden können. Die latenten Steuern wurden auf Basis der Ertragsteuersätze ermittelt, die gemäß IAS 12 in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt nach der derzeitigen Rechtslage gelten bzw. schon beschlossen wurden.

Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern dann saldiert, wenn ein einklagbares Recht vorliegt, die bilanzierten Beträge gegeneinander aufzurechnen. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn gleiches Steuersubjekt, gleiche Steuerart und gleiche Fristigkeit vorliegen. Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 nicht abgezinst.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte (lower of cost or net realizable value) bewertet.

Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Sie enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie anteilige Kosten des sozialen Bereiches (produktionsbezogener Vollkostenansatz). Die Herstellungskosten werden auf der Grundlage einer normalen Kapazitätsauslastung ermittelt.

Die Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt.

Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung der Vorräte geführt haben, nicht länger bestehen, und folglich die Nettoveräußerungswerte gestiegen sind, wird die sich daraus ergebende Wertaufholung vorgenommen und als Minderung des Materialaufwandes erfasst.

Forderungen und Sonstige Vermögenswerte

Bei den Forderungen und Sonstigen Vermögenswerten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente und Wertpapiere des Umlaufvermögens, handelt es sich um vom Konzern ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst.

Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderungen Rechnung getragen.

Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting

Derivative Finanzinstrumente werden im R. STAHL Konzern nur zu Sicherungszwecken eingesetzt, um Währungs-, Zins- und Marktwertrisiken aus dem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungsrisiken zu reduzieren. Nach IAS 39 sind alle derivativen Finanzinstrumente wie zum Beispiel Zins- und Währungsswaps sowie Devisentermingeschäfte zum Marktwert zu bilanzieren, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden.

Voraussetzung für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) ist, dass der eindeutige Sicherungszusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument dokumentiert und deren Effektivität nachgewiesen ist. Der Konzern dokumentiert grundsätzlich unter Beachtung von IAS 39 alle Beziehungen zwischen Sicherungsgeschäften und den zugeordneten Basisgeschäften. Dabei werden die Basisgeschäfte mit den Sicherungsgeschäften verknüpft.

Beim R. STAHL Konzern kommen derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von geplanten Fremdwährungszahlungen und zur Begrenzung von Zinsaufwendungen aus vorhandenen Fremd-kapitalaufnahmen zum Einsatz (Cashflow-Hedge).

Bei einem Cashflow-Hedge werden die Marktwertveränderungen des als effektiv eingestuften Teils des Sicherungsinstruments zunächst im Eigenkapital unter Berücksichtigung latenter Steuern als ergebnisneutraler Bestandteil des Gesamtergebnisses ausgewiesen bis der künftig gesicherte Zahlungsstrom eintritt. Eine Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes. Der nicht durch das Grundgeschäft gedeckte Teil der Marktwertveränderungen wird unmittelbar im Ergebnis berücksichtigt.

Bei der Absicherung eines beizulegenden Zeitwertes eines bilanzierten Vermögenswertes oder einer bilanzierten Schuld handelt es sich um einen Fair Value-Hedge. Fair Value-Hedges gab es im R. STAHL Konzern im Berichtszeitraum nicht.

Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten, welche nicht die Voraussetzungen für eine Bilanzierung als Sicherungsgeschäft gemäß IAS 39 erfüllen, werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Die Marktwerte derivativer Finanzinstrumente werden unter den „Sonstigen finanziellen Vermögenswerten" respektive unter den „Sonstigen finanziellen Schulden" ausgewiesen. Entsprechend des Fälligkeitstages (settlement date) werden die kurz- und langfristigen Derivate als kurz- oder langfristig klassifiziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen die Versorgungsverpflichtungen des R. STAHL Konzerns aus leistungsorientierten Altersversorgungssystemen.

Bei leistungsorientierten Altersversorgungssystemen (beispielsweise Direktzusagen (unmittelbare Pensionsverpflichtungen als Pensionsrückstellung), Unterstützungskassen (mittelbare Pensionsverpflichtungen)) basiert die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen auf dem in IAS 19 (employee benefits) vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung (projected unit credit method). Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch die künftig zu erwartenden Steigerungen von Renten und Gehältern berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Als Finanzierungsendalter wurde im Inland für Altersteilzeitbeschäftigte das Alter zum vereinbarten Ende des Altersteilzeitarbeitsverhältnisses angesetzt. Für den übrigen Personenkreis ohne einzelvertragliche Regelungen des Renteneintrittsalters wurde das frühestmögliche Rentenbeginnalter mit 64 Jahre angesetzt. Dies entspricht dem durchschnittlichen Renteneintrittsalter in den letzten bzw. kommenden Jahren bei der Gesellschaft.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich aus Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen bzw. aus Abweichungen zwischen früheren versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung ergeben, werden bei ihrer Entstehung unter Berücksichtigung von latenten Steuern unmittelbar erfolgsneutral im Eigenkapital (Kumuliertes übriges Eigenkapital) erfasst. Die in dem Eigenkapitalposten „Kumuliertes übriges Eigenkapital" erfassten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste sowie die darauf entfallenden latenten Steuern werden in den Folgeperioden nicht ergebniswirksam aufgelöst. Die in der jeweiligen Berichtsperiode erfassten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste sowie die darauf entfallenden latenten Steuern werden gesondert in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsverpflichtungen wird unter den Personalaufwendungen ausgewiesen, der Zinsanteil von Pensionsverpflichtungen wird im Zinsergebnis gezeigt.

Der als Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag ist um den am Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwert von Planvermögen zu kürzen.

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein.

Die Abzinsungsfaktoren für die Ermittlung der Barwerte der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen werden auf der Grundlage von Renditen bestimmt, die am Abschlussstichtag für hochwertige, festverzinsliche Unternehmensanleihen am jeweiligen Markt erzielt werden.

Übrige Rückstellungen

Übrige Rückstellungen sind nach IAS 37 (provisions, contingent liabilities and contingent assets) insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Die Eintrittswahrscheinlichkeit muss über 50 % liegen. Rückstellungen werden nur für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Die bilanzierte Rückstellung ist der beste Schätzwert, der sich am Stichtag für die hinzugebende Leistung ergibt, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen. Ferner fließen bei der Bewertung der übrigen Rückstellungen - insbesondere bei Gewährleistungen sowie erwarteten Verlusten aus schwebenden Geschäften - alle Kostenbestandteile ein, die auch im Vorratsvermögen aktiviert werden („Produktionsbezogene Vollkosten").

Rückstellungen für Restrukturierungen werden insoweit gebildet, als diese die Kriterien des IAS 37 i. V. m. IAS 19 erfüllen.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Hierbei werden auch die Transaktionskosten berücksichtigt.

In der Folge werden die Verbindlichkeiten mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Im R. STAHL Konzern bestehen grundsätzlich keine Verbindlichkeiten, die Handelszwecken dienen. Hiervon ausgenommen sind Derivate, die nicht in ein Hedge Accounting einbezogen werden.

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser zukünftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereiches des R. STAHL Konzerns liegen. Ferner können gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualverbindlichkeiten darstellen, wenn die Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen nicht hinreichend wahrscheinlich für die Bildung einer Rückstellung ist und/oder die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann. Die angegebenen Werte der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des R. STAHL Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben.

In Übereinstimmung mit IAS 7 (statement of cash flows) wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die Auswirkungen von Akquisitionen, Desinvestitionen und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises sind dabei nach IAS 7.39 gesondert darzustellen und als Investitionstätigkeit zu klassifizieren.

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Ebenfalls enthalten sind Finanztitel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten. Die Zahlungsmittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" entsprechen dem Finanzmittelfonds. Hinsichtlich der Zusammensetzung der „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" verweisen wir auf die Erläuterungen zu den „Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten".

Segmentberichterstattung

Nach den Regeln des IFRS 8 sind einzelne Informationen über Geschäftssegmente eines Unternehmens anzugeben. IFRS 8 folgt dem sogenannten „management approach", wonach sich die Segmentberichterstattung allein nach Finanzinformationen richtet, die von den Entscheidungsträgern des Unternehmens zur internen Steuerung des Unternehmens verwendet werden. Bestimmend dabei sind die interne Berichts- und Organisationsstruktur sowie solche Finanzgrößen, die zur Entscheidungsfindung über die Allokation von Ressourcen und die Bewertung der Ertragskraft herangezogen werden.

B. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

[6] Umsatzerlöse

Unterteilt nach Regionen ergibt sich folgende Zusammensetzung:

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TEUR 2016 2015
Aufgliederung nach Regionen    
Zentralregion (Europa, Afrika) 193.250 188.750
Davon Inland (61.340) (64.370)
Amerika 35.812 49.110
Asien/Pazifik 57.547 75.060
  286.609 312.920

[7] Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen ergeben sich insbesondere aus der Aktivierung von Entwicklungskosten nach IAS 38. Im Berichtsjahr betrugen diese TEUR 3.336 (i. V. TEUR 3.633).

Im Berichtsjahr wurden insgesamt TEUR 16.563 (i. V. TEUR 17.235) Ausgaben für Forschung und Entwicklung als Aufwand erfasst.

[8] Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2016 2015
Erträge aus Anlageabgängen 2.486 20
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.473 210
Erträge aus der Marktbewertung von Derivaten 0 475
Kursgewinne aus der Währungsumrechnung 4.545 7.671
Übrige Erträge 4.419 2.572
  12.923 10.948

[9] Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2016 2015
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -95.433 -100.896
Bezogene Leistungen -5.703 -8.300
  -101.136 -109.196

[10] Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2016 2015
Löhne und Gehälter -98.307 -106.186
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -19.981 -22.390
  -118.288 -128.576

[11] Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten und der Auszubildenden der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen während des Geschäftsjahres stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

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Anzahl 2016 2015
Beschäftigte 1.824 1.952
Auszubildende 90 96
  1.914 2.048

[12] Abschreibungen

Der planmäßige Aufwand für Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen beträgt TEUR 13.381 (i. V. TEUR 13.488).

[13] Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere folgende Posten:

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TEUR 2016 2015
Aufwendungen aus der Marktbewertung von Derivaten -545 -74
Kursverluste aus der Währungsumrechnung -4.695 -8.974
Sonstige Steuern -589 -1.195
Dienstleistungen -9.591 -12.783
Raummieten -6.903 -8.899
Rechts-, Beratungs-, Lizenzkosten und Erfindervergütungen -4.845 -5.873
Reise- und Bewirtungskosten -3.911 -5.146
Allgemeine Transportkosten -3.506 -4.470
Obrige -21.062 -24.155
  -55.647 -71.569

[14] Ergebnis aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden

Das Ergebnis aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden entfällt mit TEUR 103 auf die ZAVOD Goreltex, Sankt Petersburg, Russland und mit TEUR 0 auf die ESACO Pty. Ltd., Edenvale, Südafrika.

[15] Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis beträgt TEUR 25 (i. V. TEUR 3).

[16] Zinsergebnis

Das Zinsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2016 2015
Zinsen und ähnliche Erträge 260 280
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.365 -3.474
  -3.105 -3.194

Im Zinsergebnis ist in Höhe von TEUR 2.115 (i. V. TEUR 1.923) der Nettozinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen enthalten.

[17] Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In dieser Position werden laufende und latente Steueraufwendungen und -erträge ausgewiesen, die sich wie folgt zusammensetzen:

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TEUR 2016 2015
Laufende Steuern -1.588 -2.548
Latente Steuern 12 1.765
  -1.576 -783

Unter den laufenden Steuern werden bei den Inlandsgesellschaften Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer und bei den Auslandsgesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Die Ermittlung erfolgte nach den für die einzelnen Gesellschaften maßgeblichen Steuervorschriften.

Im Berichtsjahr sind Erträge aus der Geltendmachung von bisher nicht berücksichtigten steuerlichen Verlusten in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 9) angefallen, die den laufenden Ertragsteueraufwand gemindert haben.

Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. In Deutschland gilt nach dem Unternehmenssteuerreformgesetz 2008 ein Körperschaftsteuersatz von 15,0 %. Unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes in Höhe von 390,5 % sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 % ermittelt sich für inländische Unternehmen ein Gesamtsteuersatz von 29,5 % (i. V. 29,0 %). Die Steuersätze im Ausland liegen zwischen 0,0 % und 34,0 % (i. V. 0,0 % und 38,0 %).

Die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden in Höhe von TEUR 3.666 (i. V. TEUR 3.491) wertberichtigt, da aufgrund der zur Verfügung stehenden Informationen Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe ihrer Realisierbarkeit bestehen. Von den Wertberichtigungen betreffen TEUR 3.363 Körperschaftsteuer (i. V. TEUR 3.062) und TEUR 303 Gewerbesteuer (i. V. TEUR 429).

Der Bestand an noch nicht genutzten körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen beträgt TEUR 40.191 (i. V. TEUR 36.925), der Bestand an noch nicht genutzten gewerbesteuerlichen Verlustbeträgen beträgt TEUR 23.331 (i. V. TEUR 22.820). Die Verlustvorträge sind unbegrenzt vortragsfähig. Die steuerlichen Verluste können nicht mit zu versteuernden Ergebnissen anderer Unternehmen des Konzerns verrechnet werden.

Die vier Kernelemente unserer Wachstumsstrategie — Ausbau des Geschäfts in regionalen Wachstumsmärkten, Ausweitung unseres Umsatzanteils auch im Bereich außerhalb des Öl- und Gassektors insbesondere im Bereich Automatisierung, Erhöhung des Umsatzes mit Serviceleistungen, Innovationen zum Ausbau unseres technologischen Vorsprungs — werden wir auch in den kommenden Jahren weiter konsequent angehen.

Ausgehend von diesen strategischen Zielen haben wir eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragslage und damit verbunden der Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge eingeleitet. Dabei streben wir insbesondere Umsatzsteigerungen durch Mengenzuwächse mit margenstarken Produkten an, u. a. in den Bereichen LED-Leuchten und Automatisierungstechnik, sowie die Entwicklung neuer Produkte für die Explosionsschutzzone 2. Darüber hinaus wollen wir uns den bislang nicht von uns bedienten Markt des elektrischen Explosionsschutzes im low-cost-Bereich erschließen.

Wir gehen daher davon aus, dass die steuerlichen Verlustvorträge im Zuge von Umsatz- und Profitabilitätssteigerungen in den kommenden fünf Jahren genutzt werden.

Aus der Ausschüttung von Dividenden an die Aktionäre der R. STAHL AG haben sich weder für 2016 noch für 2015 ertragsteuerliche Konsequenzen ergeben.

Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr waren aktive oder passive latente Steuern aus Unternehmensakquisitionen erfolgsneutral zu berücksichtigen.

Die einbehaltenen Gewinne bei Tochtergesellschaften sollen aus heutiger Sicht überwiegend auf unbestimmte Zeit investiert bleiben. In Übereinstimmung mit IAS 12 werden keine latenten Steuerverbindlichkeiten für einbehaltene Gewinne von Tochtergesellschaften bilanziert.

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2016 ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr aus der nachfolgenden Aufstellung:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Aktive latente Steuern, brutto    
Steuerliche Verlustvorträge 11.240 10.286
Immaterielle Vermögenswerte 49 20
Sachanlagen 153 136
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1 6
Vorräte 3.159 2.697
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 218 172
Eigenkapital 128 128
Langfristige verzinsliche Finanzschulden 0 1
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 0 58
Langfristige Rückstellungen 15.471 12.086
Kurzfristige verzinsliche Finanzschulden 0 1
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Schulden 752 506
Kurzfristige Rückstellungen 1.576 1.669
Abzüglich Wertberichtigungen -3.666 -3.491
Summe aktive latente Steuern, brutto 29.081 24.275
Abzüglich Saldierung -8.367 -7.004
Summe aktive latente Steuern laut Bilanz 20.714 17.271
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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Passive latente Steuern, brutto    
Immaterielle Vermögenswerte 6.778 6.480
Sachanlagen 2.812 2.599
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 220 201
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 418 431
Vorräte 247 8
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 950 409
Rechnungsabgrenzungsposten 0 197
Langfristige Rückstellungen 178 4
Kurzfristige verzinsliche Finanzschulden 156 4
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Schulden 71 56
Summe passive latente Steuern, brutto 11.830 10.389
Abzüglich Saldierung -8.367 -7.004
Summe passive latente Steuern laut Bilanz 3.463 3.385
Nettosaldo der latenten Steuern 17.251 13.886

Von den aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 20.714 (i. V. TEUR 17.271) entfallen TEUR 17.898 (i. V. TEUR 7.767) auf Gesellschaften, die im Berichtsjahr oder im Vorjahr ein negatives Periodenergebnis hatten. Der Ansatz der jeweiligen aktiven latenten Steuern basiert auf den positiven Ergebnissen der Fünf-Jahres-Planung.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten zum jeweils ausgewiesenen Steueraufwand. Die Berechnung des erwarteten Steueraufwands erfolgt durch Multiplikation des Ergebnisses vor Ertragsteuern mit dem anzuwendenden Gesamtsteuersatz von 29,0 % (i. V. 29,0 %). Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt TEUR 5.799 (i. V. TEUR 717).

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TEUR 2016 2015
Erwarteter Steueraufwand -1.682 -208
Besteuerungsunterschiede In- und Ausland 671 756
Steuerlich nicht abzugsfähige Ausgaben -268 -622
Steuerfreies Einkommen -7 47
Veränderung der Wertberichtigung auf aktive latente Steuern -175 -1.079
Nutzung steuerlicher Verlustvorträge 0 9
Steuern für Vorjahre -23 187
Sonstiges -92 127
Tatsächlicher Steueraufwand -1.576 -783
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Steueraufwand -1.576 -783

Von den in der Bilanz erfassten latenten Steuern wurden insgesamt TEUR 3.324 eigenkapitalerhöhend (i. V. TEUR 2.572 eigenkapitalvermindernd) erfasst, ohne die Gewinn- und Verlustrechnung zu beeinflussen. Die Steuereffekte für im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen ergeben sich aus folgender Aufstellung:

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TEUR 2016 2015
Ergebnis vor Ertragsteuern Ertragsteuern Ergebnis nach Ertragsteuern Ergebnis vor Ertragsteuern Ertragsteuern Ergebnis nach Ertragsteuern
Währungsumrechnungsdifferenzen 1.118 0 1.118 750 0 750
Cashflow Hedges -37 13 -24 452 -126 326
Pensionsverpflichtungen -10.609 3.311 -7.298 8.586 -2.446 6.140
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -9.528 3.324 -6.204 9.788 -2.572 7.216

Direkt im Eigenkapital sind aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 128) erfasst.

[18] Ergebnis je Aktie

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2016 2015
Jahresergebnis, ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter (TEUR) 4.136 -113
Aktienzahl in Stück (gewichteter Durchschnitt) 6.440.000 6.440.000
Ergebnis in EUR je Aktie 0,64 -0,02

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) errechnet sich nach IAS 33 aus der Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres ausgegebenen Aktien.

Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie kann aus so genannten potenziellen Aktien resultieren. Da keine potenziellen Stammaktien und keine Optionsrechte oder Bezugsrechte ausstehen, war ein verwässertes Ergebnis je Aktie für 2015 als auch für 2016 nicht zu ermitteln.

[19] Dividende der R. STAHL AG

Vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats schlägt der Vorstand gemeinsam mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, in Höhe von EUR 8.931.926,74 eine Dividende von EUR 0,60 je dividendenberechtigte Stückaktie, insgesamt EUR 3.864.000,00 auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn von EUR 5.067.926,74 auf neue Rechnung vorzutragen.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden EUR 0,60 (i. V. EUR 0,80) je dividendenberechtigter Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet.

Die Dividendenausschüttung erfolgte auf der Grundlage des unter Tagesordnungspunkt 2 der ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juni 2016 gefassten Gewinnverwendungsbeschlusses. Zu diesem Beschluss sind beim Landgericht Stuttgart Anfechtungsklagen anhängig.

Zu den unter den Tagesordnungspunkten 2 bis 5 gefassten Beschlüssen der ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juni 2016 sind Anfechtungsklagen anhängig. Nachdem die Hauptversammlung ferner einen entsprechenden Beschlussvorschlag im Rahmen eines Ergänzungsverlangens unter Tagesordnungspunkt 6 abgelehnt hat, ist außerdem beim Landgericht Stuttgart ein Antrag auf gerichtliche Bestellung eines Sonderprüfers zu verschiedenen Themen anhängig.

C. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Langfristige Vermögenswerte

[20] Immaterielle Vermögenswerte

Zum 31. Dezember 2016 ergibt sich folgende Entwicklung:

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TEUR Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Geschäfts- oder Firmenwerte Entwicklungskosten Sonstige Gesamt
Anschaffungskosten          
Stand 01.01.2016 25.954 11.879 34.520 10.181 82.534
Währungsänderungen 133 408 43 452 1.036
Zugänge 547 0 4.690 944 6.181
Abgänge -2.336 0 -228 -424 -2.988
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2016 24.298 12.287 39.025 11.153 86.763
kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen          
Stand 01.01.2016 22.451 219 11.314 7.951 41.935
Währungsänderungen 112 12 28 415 567
Zugänge 1.718 0 3.279 621 5.618
Abgänge -1.550 0 -203 -1 -1.754
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2016 22.731 231 14.418 8.986 46.366
Nettobuchwerte Stand 31.12.2016 1.567 12.056 24.607 2.167 40.397

Zum 31. Dezember 2015 ergibt sich folgende Entwicklung:

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TEUR Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Geschäfts- oder Firmenwerte Entwicklungskosten Sonstige Gesamt
Anschaffungskosten          
Stand 01.01.2015 25.917 12.263 29.448 10.062 77.690
Währungsänderungen -103 -384 -46 -498 -1.031
Zugänge 587 0 5.282 655 6.524
Abgänge -447 0 0 -202 -649
Umbuchungen 0 0 -164 164 0
Stand 31.12.2015 25.954 11.879 34.520 10.181 82.534
kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen          
Stand 01.01.2015 20.772 231 8.858 7.696 37.557
Währungsänderungen -77 -12 -30 -448 -567
Zugänge 2.201 0 2.508 883 5.592
Abgänge -445 0 0 -202 -647
Umbuchungen 0 0 -22 22 0
Stand 31.12.2015 22.451 219 11.314 7.951 41.935
Nettobuchwerte Stand 31.12.2015 3.503 11.660 23.206 2.230 40.599

Unter der Position Sonstige sind geleistete Anzahlungen in Höhe von EUR 1,5 Mio. (i. V. EUR 0,9 Mio.) enthalten.

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden hauptsächlich EDV-Software, die aktivierten Entwicklungskosten verschiedener Entwicklungsprojekte sowie Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wurde der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Basis der Berechnung eines Nutzungswertes ermittelt. Diese Berechnung wird auf der Grundlage von Cashflow-Prognosen erstellt, die auf von der Geschäftsführung für einen Zeitraum von drei Jahren genehmigten Finanzplänen basieren. Die für die Cashflow-Prognosen verwendeten Abzinsungssätze vor Steuern betragen zwischen 7,69 - 11,82 % (i. V. 9,52 - 13,93 %).

Die Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 12,1 Mio. (i. V. EUR 11,7 Mio.) sind folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:

R. STAHL HMI Systems GmbH (Deutschland) mit EUR 4,6 Mio. (i. V. EUR 4,6 Mio.), R. Stahl Schaltgeräte GmbH (Deutschland) mit EUR 1,1 Mio. (i. V. EUR 1,1 Mio.), R. STAHL Nissl GmbH (Österreich) mit EUR 0,5 Mio. (i. V. EUR 0,5 Mio.), Teilkonzern (Norwegen) mit EUR 4,4 Mio. (i. V. EUR 4,1 Mio.), 000 R. Stahl (Russische Föderation) mit EUR 0,5 Mio. (i. V. EUR 0,4 Mio.) und R. STAHL LTD. (Kanada) mit EUR 1,0 Mio. (i. V. EUR 1,0 Mio.).

Die Veränderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte sind ausschließlich wechselkursbedingt und ergeben sich insbesondere aus der Aufwertung der norwegischen Krone zum Bilanzstichtag.

Die Impairment-Tests nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten führten zu über den Buchwerten liegenden Zeitwerten. Eine Abschreibung ist dementsprechend nicht erforderlich.

Cashflows nach einem Zeitraum von drei Jahren werden für zwei weitere Jahre fortgeschrieben. Danach werden Cashflows unverändert mit einer Wachstumsrate von 1 % extrapoliert.

Geplante Umsatzerlöse und Bruttogewinnmargen - Das durchschnittliche jährliche Wachstum der externen Umsätze (Compound Annual Growth Rate) im Detailplanungszeitraum beträgt für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten je nach Marktstellung und Region zwischen - 7,9 % und 32,8 % (gewichtet 6,1 %). Die Bruttogewinnmargen werden im Rahmen der Bottom-up-Planung der Konzerngesellschaften anhand der durchschnittlichen Bruttogewinnspannen, die im unmittelbar vorhergehenden Geschäftsjahr erzielt wurden, ermittelt und gegebenenfalls unter Berücksichtigung der erwarteten Effizienzsteigerung erhöht.

Preissteigerung von Material- und Personalkosten - Zur Bestimmung der Preissteigerung von Material- und Personalkosten werden die prognostizierten Preisindizes zugrunde gelegt. Gehaltssteigerungen werden für die jeweilige Planungsperiode länderspezifisch berücksichtigt.

Kapitalkosten - Die Kapitalkosten ermitteln sich aus dem gewogenen Mittel der Eigen- und Fremdkapitalkosten vor Steuern. Der Betafaktor für die Berechnung der Eigenkapitalkosten wird aus Kapitalmarktdaten und der Kapitalstruktur vergleichbarer Unternehmen von R. STAHL ermittelt. Die Fremdkapitalkosten werden anhand von quasisicheren Staatsanleihen und einem Aufschlag, der aus dem Rating vergleichbarer Unternehmen abgeleitet wird, berechnet.

Sensitivitätsanalysen haben gezeigt, dass aus heutiger Sicht auch dann kein Wertminderungsbedarf bei den Geschäfts- oder Firmenwerten besteht, wenn unterstellt würde, dass die geplanten Ergebnisse vor Zinsen und Steuern (EBIT) in den Planjahren ab 2017 um 10 % sinken bzw. die Kapitalkosten um weitere 0,5 %-Punkte steigen. Änderungen außerhalb dieser Bandbreite werden als unwahrscheinlich eingeschätzt.

[21] Sachanlagen

Zum 31. Dezember 2016 ergibt sich folgende Entwicklung:

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TEUR Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungskosten          
Stand 01.01.2016 50.907 31.919 52.212 1.369 136.407
Währungsänderungen 87 254 92 -3 430
Zugänge 673 2.689 2.708 244 6.314
Abgänge -3.055 -555 -3.224 -125 -6.959
Umbuchungen 369 144 540 -1.053 0
Stand 31.12.2016 48.981 34.451 52.328 432 136.192
kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen          
Stand 01.01.2016 10.346 22.167 37.254 0 69.767
Währungsänderungen 18 175 72 0 265
Zugänge 1.136 2.112 4.229 0 7.477
Abgänge -265 -459 -2.964 0 -3.688
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31.12.2016 11.235 23.995 38.591 0 73.821
Nettobuchwerte Stand 31.12.2016 37.746 10.456 13.737 432 62.371

Zum 31. Dezember 2015 ergibt sich folgende Entwicklung:

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TEUR Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungskosten          
Stand 01.01.2015 39.347 30.520 50.172 3.965 124.004
Währungsänderungen 333 72 -27 130 508
Zugänge 8.764 1.263 5.432 1.033 16.492
Abgänge -82 -628 -3.544 -343 -4.597
Umbuchungen 2.545 692 179 -3.416 0
Stand 31.12.2015 50.907 31.919 52.212 1.369 136.407
kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen          
Stand 01.01.2015 9.584 20.469 35.995 0 66.048
Währungsänderungen 11 -66 -40 0 -95
Zugänge 843 2.161 4.605 0 7.609
Abgänge -63 -559 -3.173 0 -3.795
Umbuchungen -29 162 -133 0 0
Stand 31.12.2015 10.346 22.167 37.254 0 69.767
Nettobuchwerte Stand 31.12.2015 40.561 9.752 14.958 1.369 66.640

Hinsichtlich der Sachanlagen bestehen Sicherheiten für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10.794 (i. V. TEUR 11.050).

Das Bestellobligo für Sachanlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 974 (i. V. TEUR 2.336).

[22] Übrige langfristige Vermögenswerte

Anteile an assoziierten Unternehmen

Die R. STAHL AG beteiligte sich in 2016 mit 25 % an dem russischen Unternehmen ZAVOD Goreltex, Sankt Petersburg, Russland und mit 35 % an dem südafrikanischen Unternehmen ESACO Pty. Ltd., Edenvale, Südafrika. Die Zugänge in Höhe von insgesamt TEUR 6.994 entfallen mit TEUR 6.311 auf die ZAVOD Goreltex, Sankt Petersburg, Russland und mit TEUR 683 auf die ESACO Pty. Ltd., Edenvale, Südafrika.

Übrige Finanzanlagen

Die übrigen Finanzanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 110 (i. V. TEUR 124) setzen sich aus sonstigen Beteiligungen und Wertpapieren und im Vorjahr zusätzlich aus sonstigen Ausleihungen zusammen.

Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte beinhalten Forderungen und sonstige Vermögenswerte sowie aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.293 (i. V. TEUR 1.321). Von den sonstigen langfristigen Vermögenswerten unterliegen TEUR 1.098 (i. V. TEUR 976) als Sicherheit für Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen einer Verfügungsbeschränkung.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen zwei Grundstücke mit Gebäuden.

Zum 31. Dezember 2016 ergibt sich folgende Entwicklung:

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TEUR Gesamt
Anschaffungskosten  
Stand 01.01.2016 13.928
Zugänge 0
Abgänge 0
Umbuchungen 0
Stand 31.12.2016 13.928
kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen  
Stand 01.01.2016 5.976
Zugänge 286
Abgänge 0
Zuschreibungen 0
Stand 31.12.2016 6.262
Nettobuchwerte Stand 31.12.2016 7.666

Zum 31. Dezember 2015 ergibt sich folgende Entwicklung:

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TEUR Gesamt
Anschaffungskosten  
Stand 01.01.2015 13.928
Zugänge 0
Abgänge 0
Umbuchungen 0
Stand 31.12.2015 13.928
kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen  
Stand 01.01.2015 5.689
Zugänge 287
Abgänge 0
Zuschreibungen 0
Stand 31.12.2015 5.976
Nettobuchwerte  
Stand 31.12.2015 7.952

Der R. STAHL Konzern unterscheidet grundsätzlich zwischen überwiegend fremd- und überwiegend selbstgenutzten Immobilien. Eine überwiegende Fremdnutzung liegt vor, wenn Immobilien zu mehr als 90 % von konzernfremden Unternehmen gemietet werden.

Nach Veräußerung des Unternehmensbereiches Fördertechnik in 2005 wurden diese an den Käufer vermietet. Da nach dem Verkauf des Unternehmensbereiches Fördertechnik das Ende der Selbstnutzung vorliegt, erfolgte die Übertragung aus den langfristigen Vermögenswerten in den Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien.

Der R. STAHL Konzern bewertet diese als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien nach dem Anschaffungskostenmodell.

Die Gebäude werden planmäßig linear über gebäudespezifische Nutzungsdauern von 33 und 50 Jahren abgeschrieben.

Der beizulegende Zeitwert der Immobilien beläuft sich zum 31. Dezember 2016 auf EUR 11,1 Mio. (i. V. EUR 11,1 Mio.) und wird der Fair-Value-Hierarchie Stufe 3 zugeordnet. Zur Bestimmung der Werte zum Bilanzstichtag wurde ein Gutachter herangezogen. Die Wertermittlung der Vergleichsperiode erfolgte im Oktober 2014 durch Ertragswertberechnungen. Die Zeitwerte wurden anhand der kapitalisierten Erträge der Immobilien ermittelt. Basis hierfür bildeten die marktüblichen Mieten. Weiterhin wurden angemessene Bewirtschaftungskosten (Mietausfallwagnis, Instandhaltungs- und Verwaltungskosten) sowie sonstige wertbeeinflussende Umstände berücksichtigt. Für die Ermittlung wurden Liegenschaftszinsen von 7,0 % und 7,5 % sowie eine angemessene Restnutzungsdauer zugrunde gelegt.

Die im Ergebnis erfassten Mieteinnahmen aus „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" betragen TEUR 1.296 (i. V. TEUR 1.296). Direkt zurechenbare Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 581 (i. V. TEUR 657) angefallen. Für 2017 wird mit Mieteinnahmen von TEUR 1.263 gerechnet.

Kurzfristige Vermögenswerte

[23] Vorräte und geleistete Anzahlungen

Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 21.419 21.541
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 9.452 14.004
Fertige Erzeugnisse und Waren 19.729 21.483
Geleistete Anzahlungen 283 239
  50.883 57.267

Im Berichtsjahr wurden bei den Vorräten planmäßige Wertminderungen für Gängigkeit in Höhe von TEUR 12.229 (i. V. TEUR 11.195) vorgenommen, davon wurden in der aktuellen Periode TEUR 1.034 ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Hinsichtlich der Vorräte bestehen Sicherheiten für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.740 (i. V. TEUR 6.182).

[24] Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Gesamt Davon fällig innerhalb eines Jahres Gesamt Davon fällig innerhalb eines Jahres
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 60.190 60.190 60.364 60.364
Ertragsteuerforderungen 3.084 3.084 1.618 1.618
Sonstige Forderungen 7.144 5.864 5.526 4.218
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 479 479 852 852
  70.897 69.617 68.360 67.052

Vom aktivierten Betrag sind TEUR 69.617 (i. V. TEUR 67.052) innerhalb eines Jahres fällig, die Restgröße in Höhe von TEUR 1.280 (i. V. TEUR 1.308) wird in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. In den sonstigen Forderungen des Vorjahres sind Steuervorauszahlungen in Höhe von TEUR 895 ausgewiesen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit TEUR 2.911 (i. V. TEUR 4.111) wertberichtigt.

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten in Höhe von TEUR 339 (i. V. TEUR 376) derivative Finanzinstrumente.

Ende 2016 hat die Gesellschaft einen Factoring-Vertrag abgeschlossen, gemäß dem die Factoring-gesellschaft zum Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über ein monatlich revolvierendes Nominalvolumen von EUR 25 Mio. für Forderungen, die auf Euro lauten und EUR 5 Mio. für Forderungen, die auf USD oder GBP lauten verpflichtet ist. Die Vereinbarung kann von beiden Vertragspartnern mit einer Frist von sechs Monaten erstmals zum 30. November 2019 gekündigt werden. Danach ist eine Kündigung jeweils nur zum 30. November eines jeden Jahres mit einer Frist von sechs Monaten möglich. Das für die Risikobeurteilung relevante Risiko hinsichtlich der verkauften Forderungen ist hauptsächlich das Kreditrisiko. Der Maximalverlust ist auf den variablen Kaufpreisabschlag bzw. Sicherheitseinbehalt begrenzt, der bei Verkauf der Forderungen von der Factoringgesellschaft einbehalten und in Höhe des nichtverbrauchten Teils zurückerstattet wird. Die übrigen kreditrisikobedingten Ausfälle stellen weitgehend alle mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen dar und werden von der Factoringgesellschaft getragen. Das aus dem Kreditrisiko resultierende maximale Verlustrisiko für R. Stahl aus den zum 31. Dezember 2016 verkauften Forderungen (Nominalvolumen TEUR 5.995) beträgt TEUR 1.495. Im Ausbuchungszeitraum wurde der beizulegende Zeitwert der erwarteten Erstattung des variablen Kaufpreisabschlags in übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten aktiviert. Zum 31. Dezember 2016 betragen der Buch- sowie der Zeitwert des gesamten anhaltenden Engagements der Gesellschaft aus dem Factoring TEUR 1.495. Die Restlaufzeit der entsprechenden übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten beträgt weniger als ein Jahr.

[25] Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Von den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind TEUR 2.300 (i. V. TEUR 2.217) innerhalb eines Jahres fällig; TEUR 13 (i. V. TEUR 13) sind als langfristig zu kategorisieren und in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

[26] Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Kassenbestände 31 44
Schecks 86 33
Guthaben bei Kreditinstituten, täglich fällig 15.876 18.097
Guthaben bei Kreditinstituten, ursprünglich fällig innerhalb von drei Monaten 175 169
  16.168 18.343

[27] Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals des R. STAHL Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert EUR 16.500.000,00, es ist eingeteilt in 6.440.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von EUR 2,56. Die Anteile sind voll eingezahlt.

Die ordentliche Hauptversammlung der R. STAHL AG hat am 25. Mai 2012 die Umstellung der auf den Inhaber lautenden Stückaktien im Verhältnis 1:1 in auf den Namen lautende Stückaktien und die entsprechend erforderliche Änderung der Satzung beschlossen.

Kapitalrücklage

Der Posten enthält im Wesentlichen das von Aktionären gezahlte Aufgeld abzüglich angefallener Transaktionskosten. Im Konzernabschluss der R. STAHL AG nach HGB wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung bis zum 31. Dezember 2003 offen mit der Kapitalrücklage verrechnet. Soweit aufgrund einer späteren Auflösung der Kapitalrücklagen die Verrechenbarkeit entfallen war, wurden sie mit dem Gewinnvortrag verrechnet. Bei allen Unterschiedsbeträgen, die aus Unternehmenszusammenschlüssen vor dem 1. Januar 2004 (Stichtag für die IFRS-Eröffnungsbilanz) resultieren, wurde die HGB-Bilanzierung beibehalten. In Zusammenhang mit der Veräußerung sämtlicher eigener Anteile wurde im Geschäftsjahr 2015 ein Betrag von TEUR 12.963 der Kapitalrücklage gutgeschrieben. Die TEUR 12.963 sind per Saldo bereits um die direkt im Eigenkapital verrechneten Transaktionskosten von TEUR 440 sowie latente Steuern in Höhe von TEUR 128 gekürzt.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten die vor dem 1. Januar 2004 erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Des Weiteren erfolgten in den Gewinnrücklagen die Verrechnungen von Wertänderungen, resultierend aus allen Unternehmenszusammenschlüssen, die vor dem 1. Januar 2004 vollzogen wurden. Aus der Erstellung der IFRS-Eröffnungsbilanz sind hier weiter die passivischen Unterschiedsbeträge aus Unternehmenszusammenschlüssen, welche nach HGB bis zum 31. Dezember 2003 als separater Posten im Eigenkapital ausgewiesen wurden, sowie die zum 1. Januar 2004 umgebuchten Währungsumrechnungsdifferenzen enthalten. Ferner werden hier alle restlichen erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS resultierend aus der Erstellung der IFRS-Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2004 sowie das erwirtschaftete Eigenkapital seit dem 1. Januar 2004 abzüglich erfolgter Ausschüttungen an Aktionäre ausgewiesen.

Die Anteilseigner haben Anspruch auf den Bilanzgewinn der R. STAHL AG, soweit er nicht nach Gesetz oder Satzung, durch Beschluss der Hauptversammlung oder aufgrund der Einstellung in die Gewinnrücklagen von der Verteilung an die Anteilseigner ausgeschlossen ist.

Kumuliertes übriges Eigenkapital

In der Position sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen ab dem 1. Januar 2004, die Veränderungen der unrealisierten Gewinne bzw. Verluste aus Cashflow-Hedges sowie aus den versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten aus Pensionsverpflichtungen ausgewiesen. Im Einzelnen verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Anteile anderer Gesellschafter (Minderheiten)

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen auf die OOO R. Stahl, Moskau (Russische Föderation).

Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement

Die Ziele des Kapitalmanagements des R. STAHL Konzerns liegen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, in der Gewährleistung einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals und in der Aufrechterhaltung einer akzeptablen Kapitalstruktur.

Die Kapitalstruktur wird je nach Erfordernis durch Dividendenausschüttungen an die Anteilseigner, Rückkauf eigener Anteile, Ausgabe neuer Anteile und die Aufnahme oder die Tilgung von Fremdkapital beeinflusst.

Die Überwachung dieser Ziele wird durch Kennzahlen wie Umsatzrendite und Eigenkapitalquote vorgenommen.

Die operative Umsatzrendite vor Ertragsteuern liegt bei 2,0 % (i. V. 0,2 %).

Das Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter und das verzinsliche Fremdkapital zeigen im Vergleich zum Vorjahr die folgende Zusammensetzung:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter 94.531 100.732
Langfristige verzinsliche Darlehen 10.370 19.238
Kurzfristige verzinsliche Darlehen 27.616 16.501
Verzinsliches Fremdkapital 37.986 35.739
Gesamtkapital 132.517 136.471
Eigenkapitalquote zum Kapitalmanagement (%) 71,3 73,8

Zum Bilanzstichtag 2016 verringerte sich die Eigenkapitalquote zum Kapitalmanagement auf 71,3 %. Die höheren Pensionsverpflichtungen trugen maßgeblich zur Eigenkapitalverringerung um TEUR 6.201 bei. Langfristige Darlehen sind um TEUR 8.868 gesunken und kurzfristige Darlehen sind um TEUR 11.115 angestiegen.

Rückstellungen

[28] Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Langfristige Pensionsrückstellungen 96.683 85.692
Kurzfristige Pensionsrückstellungen 3.114 2.968
  99.797 88.660

Die Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter von Gesellschaften des R. STAHL Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgelts der Mitarbeiter basieren.

Bei der betrieblichen Altersversorgung ist zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen zu differenzieren.

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Im Berichtsjahr wurden im Inland Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung in Höhe von rund EUR 5,2 Mio. (i. V. EUR 5,5 Mio.) gezahlt. Zudem schloss die Gesellschaft beitragsorientierte Einzelzusagen ab. Der Jahresbeitrag belief sich 2016 auf TEUR 261 (i. V. TEUR 235).

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen, wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird.

Im R. STAHL Konzern sind die Versorgungszusagen im Wesentlichen durch die Dotierung von Rückstellungen finanziert. Die leistungsorientierten Regelungen im Rahmen der Altersversorgung im Inland bestehen für Vorstand, Führungskräfte und Mitarbeiter. Für (ehemalige) Vorstände und (ehemalige) Führungskräfte bestehen einzelvertragliche Regelungen über Altersrente, Invalidität sowie Witwen-, Witwer- und Waisenrente. Ruhegeldordnungen sehen für versorgungsberechtigte Mitarbeiter nach einer Wartezeit die Gewährung von Alters- und Invalidenrente sowie Witwen-, Witwer-und Waisenrente vor. Die Höhe der Altersrente bestimmt sich nach dem anrechnungsfähigen Entgelt sowie den anrechnungsfähigen Dienstjahren.

In Norwegen und in der Schweiz bestehen Zusagen für Mitarbeiter und Führungskräfte, die durch Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeträge an Pensionsfonds finanziert werden. Die Beiträge variieren in Abhängigkeit von Gehalt und Alter.

Grundlage für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen waren in 2016 die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. defined benefit obligation (DBO)) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berechnet. Dabei wurden neben den Annahmen zur Lebenserwartung die folgenden Prämissen bezüglich der anzusetzenden Parameter für die versicherungsmathematischen Berechnungen in den Gutachten getroffen:

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Deutschland Übrige Länder
2016 2015 2016 2015
% % % %
Rechnungszinsfuß 1,72 2,42 0,60 - 2,60 1,00 - 2,70
Gehaltstrend 3,00 3,00 1,50 - 2,50 1,50 - 2,50
Rententrend 1,75 1,75 0,00 0,00

Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden.

Aus Erhöhungen und Verminderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen sein können. Diese werden in der Periode ihrer Entstehung unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Sensitivitätsanalysen

Eine Veränderung der oben genannten, für die Ermittlung der DBO zum 31. Dezember 2016 verwendeten Annahmen um jeweils 0,25-Prozentpunkte würde die DBO wie folgt erhöhen beziehungsweise vermindern:

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TEUR Anstieg Rückgang
Rechnungszinsfuß -4.523 +4.838
Gehaltstrend +1.243 -1.188
Rententrend +3.419 -3.125

Um die Sensitivität der Langlebigkeit zu bestimmen, wurde angenommen, dass sich die Lebenserwartung für alle Begünstigten um ein Jahr erhöht. Die DBO zum 31. Dezember 2016 würde sich bei einer um einem Jahr höheren Lebenserwartung um TEUR 4.665 erhöhen.

Eine Veränderung der oben genannten, für die Ermittlung der DBO zum 31. Dezember 2015 verwendeten Annahmen um jeweils 0,25-Prozentpunkte würde die DBO wie folgt erhöhen beziehungsweise vermindern:

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TEUR Anstieg Rückgang
Rechnungszinsfuß -3.860 +4.120
Gehaltstrend +801 -1.427
Rententrend +2.916 -2.638

Um die Sensitivität der Langlebigkeit zu bestimmen, wurde angenommen, dass sich die Lebenserwartung für alle Begünstigten um ein Jahr erhöht. Die DBO zum 31. Dezember 2015 würde sich bei einer um einem Jahr höheren Lebenserwartung um TEUR 3.903 erhöhen.

Die dargestellten Sensitivitätsanalysen berücksichtigen jeweils die Änderung einer Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben.

In der Bilanz sind folgende Beträge aus leistungsorientierten Versorgungsplänen erfasst:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Barwerte der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche 8.574 8.414
Fondsvermögen zu Marktwerten -7.687 -7.430
Finanzierungsstatus (Saldo) 887 984
Barwerte der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche 98.910 87.676
Bilanzwert zum 31.12. 99.797 88.660

Von den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 99.797 (i. V. TEUR 88.660) entfallen TEUR 98.910 (i. V. TEUR 87.676) auf inländische Konzerngesellschaften. Fondsvermögen in Höhe von TEUR 7.687 (i. V. TEUR 7.430) entfallen auf ausländische Gesellschaften.

Die Anwartschaftsbarwerte haben sich wie folgt entwickelt:

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TEUR 2016 2015
Anwartschaftsbarwerte zum 1.1. 96.090 103.207
+ Laufender Dienstzeitaufwand +1.853 +2.369
+ Zinsaufwand +2.269 +2.059
+/- Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) durch Änderung demographischer Annahmen -10 +150
+/- Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) durch Änderung finanzieller Annahmen +11.115 -7.197
+/- Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) durch erfahrungsbedingte Anpassungen -747 -1.608
- Geleistete Versorgungsleistungen -2.815 -2.827
+/- Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 -29
+/- Währungsänderungen +371 -234
+/- Sonstiges -642 +200
= Anwartschaftsbarwerte zum 31.12. 107.484 96.090

Aufgrund einer Gesetzesänderung in Norwegen haben sich die Anwartschaftsbarwerte in Norwegen reduziert. Der Effekt in Höhe von TEUR 597 wird unter „Sonstiges" gezeigt.

Der Barwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung ist auf folgende Mitglieder des Plans aufgeteilt:

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TEUR 2016 2015
Aktiv begünstigte Arbeitnehmer 54.928 49.890
Ausgeschiedene begünstigte Arbeitnehmer 5.387 4.270
Pensionäre 47.169 41.930
= Anwartschaftsbarwerte zum 31.12. 107.484 96.090

Die leistungsorientierte Pensionsverpflichtung zeigt folgendes Fälligkeitsprofil:

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TEUR TEUR
Fällig im Geschäftsjahr 2017 3.114
Fällig in Geschäftsjahren 2018 - 2021 13.315
Fällig in Geschäftsjahren 2022 - 2026 18.573

Die durchschnittliche gewichtete Laufzeit, in der aus heutiger Sicht die leistungsorientierte Pensionsverpflichtung bestehen wird, beträgt im R. STAHL Konzern 18 Jahre.

Die leistungsorientierte Pensionsverpflichtung zeigt folgendes Fälligkeitsprofil:

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TEUR TEUR
Fällig im Geschäftsjahr 2016 2.968
Fällig in Geschäftsjahren 2017 - 2020 12.958
Fällig in Geschäftsjahren 2021 - 2025 18.275

Die durchschnittliche gewichtete Laufzeit, in der aus heutiger Sicht die leistungsorientierte Pensionsverpflichtung bestehen wird, beträgt im R. STAHL Konzern 18 Jahre.

Die Überleitung für den beizulegenden Zeitwert des Fondsvermögens stellt sich wie folgt dar:

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TEUR 2016 2015
Fondsvermögen zum 1.1. 7.430 6.669
+ Erwartete Erträge des Fondsvermögens 154 136
+ Zuwendungen durch den Arbeitgeber 402 719
+ Zuwendungen durch den Arbeitnehmer 50 54
- Verwaltungskosten 0 0
+/- Geleistete Versorgungsleistungen und Erstattungen -52 +135
- Erträge des Fondsvermögens ohne Zinsertrag -38 -9
+/- Sonstiges -602 -16
+/- Währungsänderungen +343 -258
= Fondsvermögen zum 31.12. 7.687 7.430

In die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts des Fondsvermögens zum Bilanzstichtag fließen die erwarteten Erträge des Fondsvermögens ein. Grundlage des erwarteten Ertrags sind historische sowie künftig erwartete durchschnittliche Erträge der betrachteten Anlagekategorien. Für das folgende Geschäftsjahr werden Arbeitgeberbeiträge für das Fondsvermögen in Höhe von TEUR 456 (i. V. TEUR 607) erwartet.

Aufgrund einer Gesetzesänderung in Norwegen hat sich das Fondsvermögen in Norwegen reduziert. Der Effekt in Höhe von TEUR -558 wird unter „Sonstiges" gezeigt.

Das Fondsvermögen setzt sich aus folgenden Beträgen nach Kategorien zusammen:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt    
Aktien 492 361
Festverzinsliche Wertpapiere 0 0
Immobilien 436 811
Investmentfonds 4.888 4.482
Sonstiges 74 195
Summe Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt 5.890 5.849
Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt    
Aktien 0 0
Festverzinsliche Wertpapiere 0 0
Immobilien 0 0
Investmentfonds 0 0
Sonstiges 1.797 1.581
Summe keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt 1.797 1.581
Gesamt 7.687 7.430

Unter der Position „Sonstiges" wird die Vermögensanlage der R. STAHL Schweiz AG bei einer Sammelstiftung ausgewiesen.

Im Berichtsjahr ergab sich folgender Saldo der erfolgswirksam erfassten Beträge aus Leistungszusagen:

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TEUR 2016 2015
Laufender Dienstzeitaufwand 1.853 2.369
+/- Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 -29
+ Nettozinsaufwand 2.115 1.923
+/- Sonstiges -250 -33
     
= Saldo der erfolgswirksam erfassten Beträge aus Leistungszusagen 3.718 4.230

Der Nettozinsaufwand beinhaltet den Zinsaufwand aus der leistungsorientierten Verpflichtung sowie den erwarteten Ertrag aus dem Planvermögen.

Im Berichtsjahr ergab sich folgender Saldo der erfolgsneutral erfassten Beträge aus Leistungszusagen:

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TEUR 2016 2015
+/- Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) durch Änderung demographischer Annahmen -10 +150
+/- Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) durch Änderung finanzieller Annahmen +11.115 -7.197
+/- Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) durch erfahrungsbedingte Anpassungen -747 -1.608
+ Erträge des Fondsvermögens ohne Zinsertrag 210 9
+/- Sonstiges +41 +60
= Saldo der erfolgsneutral erfassten Beträge aus Leistungszusagen +10.609 -8.586

Die Pensionsrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

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TEUR 2016 2015
Pensionsrückstellungen zum 1.1. 88.660 96.538
+/- Erfolgswirksam erfasste Beträge aus Leistungszusagen +3.718 +4.230
+/- Erfolgsneutral erfasste Beträge aus Leistungszusagen +10.609 -8.586
- geleistete Versorgungsleistungen -2.815 -2.827
- Arbeitgeberbeiträge -402 -719
+/- Währungsänderungen +27 +24
= Pensionsrückstellungen zum 31.12. 99.797 88.660

Die mit den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen verbundenen Risiken betreffen zum einen die versicherungsmathematischen Risiken wie Langlebigkeit sowie zum anderen auch finanzielle Risiken wie Marktpreisrisiken, durch welche der Rechnungszinsfuß beeinflusst werden kann. Ebenfalls bestehen Inflationsrisiken, die Auswirkungen auf den Entgelt- oder Rententrend haben können. Eine Absicherung dieser Risiken wird nicht angestrebt.

[29] Übrige Rückstellungen

Im Einzelnen bestehen folgende übrige Rückstellungen:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Gesamt Davon fällig innerhalb eines Jahres Gesamt Davon fällig innerhalb eines Jahres
Personalrückstellungen 2.728 802 2.670 946
Garantieverpflichtungen 1.364 1.364 1.145 1.145
Sonstige Rückstellungen 1.018 1.018 2.113 2.113
  5.110 3.184 5.928 4.204

Vom passivierten Betrag sind TEUR 3.184 (i. V. TEUR 4.204) innerhalb eines Jahres fällig, die Restgröße in Höhe von TEUR 1.926 (i. V. TEUR 1.724) betrifft insbesondere Personalrückstellungen (Altersteilzeit-, Jubiläumsverpflichtungen) und wird in den Sonstigen langfristigen Rückstellungen unter den Langfristigen Schulden ausgewiesen.

Die in der Bilanz ausgewiesenen kurzfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Kurzfristige Pensionsrückstellungen 3.114 2.968
Kurzfristige übrige Rückstellungen 3.184 4.204
  6.298 7.172

Die kurz- und langfristigen übrigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

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TEUR 1.1.2016 Währungsänderung Zuführung Inanspruchnahme Auflösung 31.12.2016
Personalrückstellungen 2.670 +5 +1.013 -863 -97 2.728
Garantieverpflichtungen 1.145 0 +1.171 -463 -489 1.364
Sonstige 2.113 +8 +859 -1.075 -887 1.018
Gesamt 5.928 +13 + 3.043 -2.401 -1.473 5.110
TEUR 1.1.2015 Währungsänderung Zuführung Inanspruchnahme Auflösung 31.12.2015
Personalrückstellungen 2.409 +7 +900 -637 -9 2.670
Garantieverpflichtungen 1.277 0 +521 -596 -57 1.145
Sonstige 1.201 +74 +1.755 -773 -144 2.113
Gesamt 4.887 + 81 + 3.176 -2.006 -210 5.928

Verbindlichkeiten

[30] Verzinsliche Darlehen

Die verzinslichen Finanzschulden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 37.986 (i. V. TEUR 35.739).

Vom passivierten Betrag sind TEUR 27.616 (i. V. TEUR 16.501) innerhalb eines Jahres fällig, die Restgröße in Höhe von TEUR 10.370 (i. V. TEUR 19.238) wird in den „Verzinslichen Darlehen" unter den langfristigen Schulden ausgewiesen.

Die verzinslichen Darlehen zeigten am 31. Dezember 2016 insgesamt die folgenden Fälligkeiten:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Verzinsliche Darlehen    
- Fällig innerhalb eines Jahres 27.616 16.501
- Fällig zwischen einem und fünf Jahren 6.607 14.131
- Fällig nach mehr als fünf Jahren 3.763 5.107
= kurz- und langfristige verzinsliche Darlehen 37.986 35.739

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 10.370 (i. V. TEUR 19.238) betreffen sechs (i. V. acht) Darlehen mit folgender Ausgestaltung:

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31.12.2016 31.12.2015 Fälligkeit Zinssatz
TEUR TEUR %
1. Darlehen 250 750 01.04.2018 3,40
2. Darlehen 0 5.000 30.10.2017 2,90
3. Darlehen 0 1.250 30.11.2017 2,45
4. Darlehen 700 1.100 01.07.2019 2,00
5. Darlehen 281 656 30.09.2018 1,95
6. Darlehen 977 1.156 30.06.2023 2,00
7. Darlehen 4.081 4.663 30.12.2024 1,25
8. Darlehen 4.081 4.663 30.12.2024 1,25
  10.370 19.238    

[31] Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Gesamt Davon fällig innerhalb eines Jahres Gesamt Davon fällig innerhalb eines Jahres
Erhaltene Anzahlungen 2.514 2.514 6.931 6.931
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.403 13.403 14.884 14.884
Ertragsteuerverbindlichkeiten 1.159 1.159 1.088 1.088
Sonstige Verbindlichkeiten 7.941 7.487 6.872 6.403
Abgegrenzte Schulden 11.609 11.609 13.959 13.959
Sonstige finanzielle Schulden 869 869 325 313
  37.495 37.041 44.059 43.578

Vom passivierten Betrag sind TEUR 37.041 (i. V. TEUR 43.578) innerhalb eines Jahres fällig, die Restgröße in Höhe von TEUR 454 (i. V. TEUR 481) wird in den „Sonstigen langfristigen Schulden" ausgewiesen.

Die langfristigen „Sonstigen finanziellen Schulden" enthalten zum 31. Dezember 2016 in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 12) Marktwerte derivativer Finanzinstrumente.

Die kurzfristigen „Sonstigen finanziellen Schulden" enthalten zum 31. Dezember 2016 in Höhe von TEUR 840 (i. V. TEUR 284) Marktwerte derivativer Finanzinstrumente.

Die abgegrenzten Schulden zeigen folgende Zusammensetzung:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Gesamt Davon fällig innerhalb eines Jahres Gesamt Davon fällig innerhalb eines Jahres
Berufsgenossenschaftsbeiträge 496 496 587 587
Sondervergütungen 4.437 4.437 3.456 3.456
Urlaubsansprüche 1.737 1.737 2.381 2.381
Zeitguthaben 1.432 1.432 1.332 1.332
Fehlende Lieferantenrechnungen 1.138 1.138 1.125 1.125
Sonstige abgegrenzte Schulden 2.369 2.369 5.078 5.078
  11.609 11.609 13.959 13.959

[32] Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Für die nachfolgenden, zu Nominalwerten ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, weil der Eintritt des Risikos als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Bürgschaften 1.609 2.246
Gewährleistungen 609 681
Sonstige Verpflichtungen 1.284 606
  3.502 3.533

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Haftungsverhältnissen bestehen Sonstige finanzielle Verpflichtungen, insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen für Grundstücke, Gebäude und andere Sachanlagen. Die Verträge hinsichtlich der Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen haben folgende Laufzeiten:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Bis zu einem Jahr 6.748 6.370
Länger als ein und bis zu fünf Jahren 19.405 19.433
Länger als fünf Jahre 6.031 9.729
  32.184 35.532

Im Berichtsjahr sind in der Gewinn- und Verlustrechnung TEUR 9.458 (i. V. TEUR 11.250) als Aufwendungen für Raummieten sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten.

[33] Derivative Finanzinstrumente

Der R. STAHL Konzern schließt als weltweit tätiger Konzern Geschäfte in verschiedenen Währungen ab. Zielsetzung des R. STAHL Konzerns ist die Begrenzung der in den Grundgeschäften enthaltenen Wechselkursrisiken. Zur Absicherung der Risiken, die aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Banksalden, Forderungen, Verbindlichkeiten und Schulden sowie aus schwebenden Geschäften und antizipierten Transaktionen resultieren, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt ausschließlich zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte, schwebender Geschäfte oder geplanter Transaktionen.

Die Währungsrisiken ergeben sich insbesondere aus Kursschwankungen des Australischen Dollar, des Britischen Pfundes, des Kanadischen Dollar, der Norwegischen Krone, des Russischen Rubel, der Schwedischen Krone, des Schweizer Franken und des US-Dollar bei den Banksalden, Forderungen, Verbindlichkeiten und Schulden sowie aus schwebenden Geschäften und antizipierten Zahlungsströmen.

Zur Absicherung der Währungsrisiken bestanden am 31. Dezember 2016 derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften für die Währungen Australischer Dollar, Britisches Pfund, Kanadischer Dollar, Norwegische Krone, Russischer Rubel, Schwedische Krone, Schweizer Franken und US-Dollar.

Die Laufzeiten der Währungsderivate beziehen sich in der Regel auf Zahlungsströme, die sich auf das laufende und das folgende Geschäftsjahr erstrecken. Sie werden erforderlichenfalls entsprechend prolongiert, um eine möglichst optimale Deckung der zu erwartenden Zahlungsströme bis zum Zahlungseingang oder Zahlungsausgang zu gewährleisten.

Zur Finanzierung von Investitionen und zur Deckung von kurzfristigen Liquiditätsbedarfen nimmt der R. STAHL Konzern Fremdkapital auf. Ziel des Konzerns ist die Begrenzung der Zinsaufwendungen aus diesen Krediten. Zur Begrenzung und Absicherung der Risiken, die sich aus Schwankungen des allgemeinen Marktzinsniveaus ergeben, schließt der Konzern grundsätzlich derivative Finanzinstrumente ab. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt ausschließlich zur Absicherung von bestehenden Fremdkapitalaufnahmen.

Die Zinsrisiken ergeben sich insbesondere aus variierenden Marktzinssätzen.

Zur Absicherung der Zinsrisiken bestand am 31. Dezember 2016 ein Payer Swap zur Fixierung von Zinsaufwendungen aus bestehenden Fremdkapitalaufnahmen.

Der Handlungsrahmen, die Verantwortlichen, die finanzwirtschaftliche Berichterstattung und die Kontrollmechanismen für Finanzinstrumente sind konzerneinheitlich festgelegt. Insbesondere gehört hierzu eine klare Funktionstrennung zwischen Handel und Abwicklung.

Der Abschluss der entsprechenden Kontrakte erfolgt hauptsächlich durch die R. STAHL AG und R. Stahl Schaltgeräte GmbH mit Banken erstklassiger Bonität.

Wenn die Voraussetzungen für eine Bilanzierung als Sicherungsgeschäft gemäß IAS 39 erfüllt sind, werden Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten mit dem als effektiv eingestuften Teil zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital unter Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen. Andernfalls werden die Marktwertveränderungen der derivativen Finanzinstrumente im Berichtszeitraum ergebniswirksam erfasst.

Die derivativen Finanzinstrumente werden vollständig als Vermögenswerte oder Schulden unter den Sonstigen finanziellen Vermögenswerten respektive unter den Sonstigen finanziellen Schulden mit den entsprechenden Marktwerten bilanziert.

Am Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente:

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TEUR Nominalvolumen Marktwerte
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
Positive Marktwerte        
Währungsderivate, als CashflowHedges qualifiziert 3.786 1.987 206 85
Währungsderivate ohne HedgeBeziehung 7.625 4.976 133 291
  11.411 6.963 339 376
Negative Marktwerte        
Währungsderivate, als CashflowHedges qualifiziert 3.991 1.274 -206 -65
Währungsderivate ohne HedgeBeziehung 12.099 6.363 -627 -168
Zinsderivate, als Cashflow-Hedges qualifiziert 750 3.000 -7 -63
  16.840 10.637 -840 -296

Die Marktwerte entsprechen den Gewinnen und Verlusten bei einer fiktiven Glattstellung der derivativen Finanzinstrumente am Bilanzstichtag. Die Ermittlung der Marktwerte erfolgt mit Hilfe standardisierter Bewertungsverfahren.

Die R. STAHL AG schließt Derivategeschäfte gemäß dem deutschen Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte ab. Diese Vereinbarung erfüllt jedoch nicht die Kriterien für eine Saldierung in der Konzernbilanz gemäß IAS 32.42, da sie das Recht zur Saldierung nur im Falle künftiger Ereignisse wie dem Ausfall oder der Insolvenz der R. STAHL AG oder der Kontrahenten gewährt.

Die nachstehende Tabelle legt die Buchwerte der erfassten derivativen Finanzinstrumente dar, die der dargestellten Vereinbarung unterliegen und zeigt die möglichen finanziellen Auswirkungen einer Saldierung gemäß der bestehenden Globalnettingvereinbarungen.

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31.12.2016
TEUR
Brutto- und Nettobeiträge von Finanzinstrumenten in der Konzernbilanz Beträge aus Globalnettingvereinbarungen Nettobeträge
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (Derivate) 339 -171 168
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Derivate) 840 -171 669
31.12.2015
TEUR
Brutto- und Nettobeiträge von Finanzinstrumenten in der Konzernbilanz Beträge aus Globalnettingvereinbarungen Nettobeträge
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (Derivate) 376 -32 344
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Derivate) 296 -32 264

[34] Management von Finanzrisiken

Grundsätze des Risikomanagements

Der R. STAHL Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen.

Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen.

Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte, schwebender Geschäfte oder geplanter Transaktionen eingesetzt.

Risikokategorien des IFRS 7

Ausfallrisiko (Kreditrisiko)

Der R. STAHL Konzern ist aus seinem operativen Geschäft einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt.

Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert bestimmt.

Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen (beispielsweise Aufrechnungsvereinbarungen) vor.

Die Kreditqualität finanzieller Vermögenswerte zeigt folgende Tabelle:

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TEUR Bruttobuchwert 31.12.2016 Weder überfällig noch wertberichtigt Überfällig und nicht wertberichtigt Wertberichtigungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 63.101 31.167 29.023 2.911
  (64.475) (40.681) (19.683) (4.111)

Die Vorjahreswerte 2015 sind in Klammern angegeben.

Die Handelspartner und Schuldner des R. STAHL Konzerns werden regelmäßig überwacht. Dabei sind sämtliche weder überfälligen noch wertberichtigten Forderungen „Kunden mit guter Bonität" zuzuordnen.

Fälligkeitsanalyse der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte:

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TEUR Überfällig und nicht wertberichtigt Überfällig bis 30 Tage Überfällig 30 bis 90 Tage Überfällig mehr als 90 Tage
31.12.2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29.023 10.355 10.735 7.933
  (19.683) (9.075) (6.890) (3.718)

Die Vorjahreswerte 2015 sind in Klammern angegeben.

Der überwiegende Umfang der überfälligen und nicht wertberichtigten finanziellen Vermögenswerte ist kurzfristig überfällig - vorwiegend bedingt durch Rechnungseingangs- und Zahlungsprozesse beim Kunden. Vertragsänderungen zur Vermeidung der Überfälligkeit von Finanzinstrumenten waren nicht vorzunehmen.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

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TEUR 2016 2015
Stand 1.1. 4.111 3.622
Währungsdifferenz 130 -204
Inanspruchnahme -620 -567
Auflösung -1.952 -735
Zuführung + 1.242 + 1.995
Stand 31.12. 2.911 4.111

Liquiditätsrisiko

Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des R. STAHL Konzerns sicherzustellen, wird regelmäßig eine Liquiditätsplanung erstellt, die die Liquiditätszu- und Liquiditätsabflüsse abbildet.

Die Fälligkeitsanalyse (undiskontierte Cashflows) der finanziellen Verbindlichkeiten mit vertraglichen Restlaufzeiten ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:

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TEUR Buchwert 31.12.2016 Cashflows 2017 Cashflows 2018-2021 Cashflows ab 2022
(Vorjahreswerte) (31.12.2015) (2016) (2017-2020) (ab 2021)
Verzinsliche Darlehen 37.986 28.650 6.971 3.839
  (35.739) (17.735) (14.746) (5.243)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.403 13.403 0 0
  (14.884) (14.884) (0) (0)
Derivative Finanzinstrumente        
Devisentermingeschäfte        
- ohne Hedge-Beziehung 627 627 0 0
  (168) (168) (0) (0)
- mit Hedge-Beziehung 206 206 0 0
  (65) (65) (0) (0)
Zinsderivate        
- mit Hedge-Beziehung 7 2 0 0
  (63) (20) (2) (0)
  52.229 42.888 6.971 3.839
  (50.919) (32.872) (14.748) (5.243)

Die Vorjahreswerte zum 31. Dezember 2015 sind in Klammern angegeben.

Das Liquiditätsrisiko ist eher als gering einzuschätzen. Im September 2015 hat die R. STAHL AG einen Konsortialkreditvertrag zur Finanzierung des Konzerns abgeschlossen. Das Bankenkonsortium besteht aus Deutsche Bank, HSBC Trinkaus & Burkhardt, Baden-Württembergische Bank und Commerzbank. Der Vertrag sieht eine Barlinie von EUR 80 Mio. sowie eine Avallinie von EUR 15 Mio. vor. Das Gesamtvolumen des Konsortialkredits beläuft sich damit auf EUR 95 Mio. mit einer Erweiterungsoption von EUR 25 Mio. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre. Der Konsortialkreditvertrag enthält marktübliche Vereinbarungen zur Einhaltung der Finanzierungsstärke (Financial Covenants), die bei Verletzung zu einer vorzeitigen Fälligkeit führen würden. Risiken, die sich aus Verstößen gegen Financial Covenants ergeben könnten, sind nicht zu erkennen. Der Konsortialkredit stärkt die finanzielle Basis des Unternehmens für Investitionen und Akquisitionen. Neben der Konsortialkreditfinanzierung verfügt die R. STAHL AG über zwei bilaterale Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von EUR 7 Mio. Die Verträge wurden mit Laufzeiten bis Ende Juni 2017 (EUR 2,0 Mio.) und Ende September 2018 (EUR 5,0 Mio.) abgeschlossen.

Marktpreisrisiken

Im Bereich Marktpreisrisiken ist der R. STAHL Konzern Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt.

Währungsrisiken

Die Währungsrisiken des R. STAHL Konzerns resultieren primär aus der operativen Tätigkeit. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cashflows des Konzerns wesentlich beeinflussen.

Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung abgewickelt werden. Diese geplanten Transaktionen betreffen insbesondere Umsätze, die in Australischer Dollar, Britisches Pfund, Kanadischer Dollar, Norwegische Krone, Russischer Rubel, Schwedische Krone, Schweizer Franken und US-Dollar fakturiert werden.

Zur Sicherung gegen Fremdwährungsrisiken setzt der R. STAHL Konzern grundsätzlich Devisentermingeschäfte ein.

Zinsrisiken

Der R. STAHL Konzern besitzt eine solide Finanzierungsstruktur. Negative Auswirkungen aus variierenden Zinssätzen stellen für den R. STAHL Konzern Risiken von untergeordneter Bedeutung dar. Trotzdem schützt sich der Konzern vor bestehenden Zinsrisiken mit einem Zinssatzswap.

Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktpreisrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage.

Zum 31. Dezember 2016 und 31. Dezember 2015 hatte der R. STAHL Konzern keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegende Finanzinstrumente im Bestand.

Sensitivitätsanalysen

Gemäß IFRS 7 erstellt der R. STAHL Konzern Sensitivitätsanalysen in Bezug auf die Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Wesentliche originäre Finanzinstrumente (Wertpapiere, Forderungen, flüssige Mittel und Schulden) sind entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden durch den Einsatz von Derivaten in funktionale Währung transferiert. Währungskursänderungen haben daher keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.

Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls entweder direkt in funktionaler Währung erfasst oder mittels Derivateeinsatz in die funktionale Währung überführt. Daher können auch diesbezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen.

Währungskursbedingte Veränderungen der Marktwerte von Devisenderivaten, die weder in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 noch in eine Sicherungsbeziehung mit bilanzwirksamen Grundgeschäften (natural hedge) eingebunden sind, wirken sich auf das Währungsergebnis aus und werden daher in die ergebnisbezogene Sensitivitätsanalyse einbezogen.

Währungskursbedingte Veränderungen der Marktwerte von Devisenderivaten, die in eine wirksame Cashflow-Hedge Beziehung zur Absicherung wechselkursbedingter Zahlungsschwankungen nach IAS 39 eingebunden sind, wirken sich auf das Eigenkapital aus. Sie werden daher in die eigenkapitalbezogene Sensitivitätsanalyse einbezogen.

Wenn der Euro gegenüber sämtlichen, für das Unternehmen relevanten Währungen zum 31. Dezember 2016 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Ertragsteuern um TEUR 1.585 (31. Dezember 2015: TEUR 974) höher und die erfolgsneutralen unrealisierten Gewinne aus Finanzinstrumenten um TEUR 410 (31. Dezember 2015: TEUR 126) höher ausgefallen.

Wenn der Euro gegenüber sämtlichen, für das Unternehmen relevanten Währungen zum 31. Dezember 2016 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Ertragsteuern um TEUR 1.941 (31. Dezember 2015: TEUR 1.190) niedriger und die erfolgsneutralen unrealisierten Gewinne aus Finanzinstrumenten um TEUR 502 (31. Dezember 2015: TEUR 155) niedriger ausgefallen.

Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungen designiert sind, aus und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow-Hedges zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf das Eigenkapital und werden daher bei der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2016 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Ertragsteuern um TEUR 28 (31. Dezember 2015: TEUR 37) niedriger und die erfolgsneutralen unrealisierten Gewinne aus Finanzinstrumenten um TEUR 5 (31. Dezember 2015: TEUR 24) höher gewesen.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2016 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Ertragsteuern um TEUR 136 (31. Dezember 2015: TEUR 129) höher und die erfolgsneutralen unrealisierten Gewinne aus Finanzinstrumenten um TEUR 5 (31. Dezember 2015: TEUR 24) niedriger gewesen.

Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten in der Bilanz

Buch- und Zeitwerte der Finanzinstrumente

Eine Überleitungsrechnung für die Buch- und Zeitwerte der Bilanzposten auf die einzelnen Klassen zeigt die folgende Tabelle:

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TEUR Bilanzposition 31.12.2016 Buchwerte Finanzinstrumente Buchwerte Übrige Fair Value
Zum Fair Value bewertet Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7
Langfristige Vermögenswerte            
Anteile an assoziierten Unternehmen 7.097 0 0 7.097 0 7.097
Übrige Finanzanlagen 110 0 5 105 0 110
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.293 0 31 1.235 27 1.293
Kurzfristige Vermögenswerte            
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 60.190 0 60.190 0 0 60.190
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 9.483 339 2.771 0 6.373 9.483
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente 16.168 0 16.168 0 0 16.168
Langfristige Schulden            
Verzinsliche Darlehen 10.370 0 10.370 0 0 10.370
Sonstige Verbindlichkeiten 454 0 0 0 454 454
Kurzfristige Schulden            
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.403 0 13.403 0 0 13.403
Verzinsliche Darlehen 27.616 0 27.616 0 0 27.616
Sonstige Verbindlichkeiten 9.662 840 2.287 0 6.535 9.662
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39            
Kredite und Forderungen 79.165 0 79.165 0 0 79.165
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 133 133 0 0 0 133
Zur Veräußerung verfügbar 0 0 0     0
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden 53.676 0 53.676 0 0 53.676
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Schulden 627 627 0 0 0 627
TEUR Bilanzposition 31.12.2015 Buchwerte Finanzinstrumente Buchwerte Übrige Fair Value
Zum Fair Value bewertet Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7
Langfristige Vermögenswerte            
Übrige Finanzanlagen 124 0 124 0 0 124
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.321 0 24 1.233 64 1.321
Kurzfristige Vermögenswerte            
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 60.364 0 60.364 0 0 60.364
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 7.287 376 1.500 0 5.411 7.287
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente 18.343 0 18.343 0 0 18.343
Langfristige Schulden            
Verzinsliche Darlehen 19.238 0 19.238 0 0 19.238
Sonstige Verbindlichkeiten 481 12 0 0 469 481
Kurzfristige Schulden            
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.884 0 14.884 0 0 14.884
Verzinsliche Darlehen 16.501 0 16.501 0 0 16.501
Sonstige Verbindlichkeiten 13.647 284 668 0 12.695 13.647
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39            
Kredite und Forderungen 80.249 0 80.249     80.249
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 291 291 0     291
Zur Veräußerung verfügbar 106 0 106     106
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden 51.291 0 51.291     51.291
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Schulden 168 168 0     168

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Die positiven Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag betragen TEUR 339 (i. V. TEUR 376). Negative Marktwerte werden mit TEUR - 840 (i. V. TEUR - 296) ausgewiesen.

Der Buchwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Kontokorrentkredite kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den derzeit verfügbaren Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab.

Um die Verlässlichkeit der Bewertungen von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert vergleichbar darzustellen, wurde in den IFRS eine Fair-Value-Hierarchie mit folgenden drei Stufen eingeführt:

Bewertung anhand von Börsen- oder Marktpreisen für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1)

Bewertung anhand von Börsen- oder Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren (Stufe 2)

Bewertung anhand von Bewertungsmodellen mit signifikanten, nicht am Markt beobachtbaren Input-Parametern (Stufe 3)

Die im R. STAHL Konzern mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumente werden ausschließlich nach der Fair-Value-Hierarchiestufe 2 bewertet.

Im Geschäftsjahr 2016 fanden keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Fair-Value-Hierarchien statt.

Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert für die zum 31. Dezember 2016 im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente der Stufe 2 sind folgende Gesamterträge und –aufwendungen entstanden:

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TEUR 2016 2015
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst    
Derivate -545 401
Im Eigenkapital erfasst    
Derivate in Sicherungsbeziehung -37 452

Erfolgswirksam zu erfassende Ineffektivitäten bestanden nicht.

Das Nettoergebnis nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar:

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TEUR aus Zinsen Aus der Folgebewertung Nettoergebnis
Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung Übrige
Kredite und Forderungen 93 0 -29 710 72 846
  (132) (0) (114) (-1.260) (54) (-960)
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Vermögenswerte/Schulden 0 -545 0 0 0 -545
  (0) (401) (0) (0) (0) (401)
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden -722 0 51 0 0 -671
  (- 1.397) (0) (161) (0) (0) (- 1.236)
2016 -629 -545 22 710 72 -370
2015 (- 1.265) (401) (275) (-1.260) (54) (- 1.795)

Die Vorjahreswerte für das Geschäftsjahr 2015 sind in Klammern angegeben.

D. Sonstige Angaben

[35] Verwaltungsorgane der R. STAHL AG

Mitglieder des Aufsichtsrats

Dipl.- Ing. Heiko Stallbörger, Stuttgart

Vorsitzender

Selbstständig beratender Ingenieur

Magister Artium (M.A.) Heike Dannenbauer, Empfingen

stellvertretende Vorsitzende

Stage Managerin der Apollo Theater Produktionsgesellschaft mbH

Klaus Erker, Dörzbach*)

Betriebsratsvorsitzender

Heinz Grund, Braunsbach*)

Landwirtschaftslehre/Mechaniker

*) Arbeitnehmervertreter(in)

Waltraud Hertreiter, Neubeuern

unabhängige Finanzexpertin (im Sinne des § 100 Abs. 5 AktG) / freie Unternehmensberaterin

Vorsitzende des Aufsichtsrats der Hoftex Group AG, Hof

Vorsitzende des Beirats der Südbayerischen Portland-Zementwerk Gebr. Wiesböck & Co. GmbH, Rohrdorf

Mitglied des Regionalbeirats Süd der Commerzbank AG (bis 31. Dezember 2016)

Mitglied des Aufsichtsrats der ERWO Holding AG, Schwaig

Dipl.-Kfm. Peter Leischner, Frankfurt

Prokurist, Direktor, Leiter Treasury Management der Gutmark, Radtke & Company AG

Dipl.-Ing. Rudolf Meier, Nürnberg

ehemals Leiter Produktionsmaschinen, Factory Automation der Siemens AG

Nikolaus Simeonidis, Bretzfeld*)

Arbeitsvorbereitung

Jürgen Wild, Vaucresson, Frankreich

Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG-Stiftung Beteiligungsgesellschaft mbH

Mitglied des Aufsichtsrats der SAG Group GmbH, Langen

Mitglied des Aufsichtsrats der SolarWorld AG, Bonn

Mitglieder des Vorstands

Dipl.-Betriebswirt (BA) Martin Schomaker, Murr

Vorsitzender

verantwortlich für die Bereiche Vertrieb/Marketing, Technik/Produktion,

Qualitätsmanagement, Produktmanagement, Personalwesen sowie Interne Revision und Risikomanagement

Dipl.-Kaufmann Bernd Marx, Brühl

verantwortlich für die Bereiche Controlling, Finanzen, IT, Recht und Compliance, Investor Relations sowie M & A

Vergütungsbericht

Gesamtbezüge des Vorstands

Das Vergütungssystem der Mitglieder des Vorstands ist vertraglich geregelt. Danach bezieht der Vorsitzende neben einer Festvergütung eine ertragsabhängige Tantieme auf Basis des gleitenden Durchschnitts des aktuellen und der zwei vorangegangenen Geschäftsjahre. Diese ist auf maximal 80 % der Festvergütung begrenzt. Das weitere Mitglied des Vorstands bezieht eine ertragsabhängige variable Vergütung, die sich aus einer kurzfristigen und einer langfristigen Komponente zusammensetzt. Die kurzfristige Komponente ist begrenzt auf maximal 66 % der Festvergütung. Die langfristige Komponente ist begrenzt auf maximal 57 % der Festvergütung. Zusätzlich erhalten beide Vorstandsmitglieder Sachbezüge. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Aufwendungen für Firmenfahrzeuge.

*) Arbeitnehmervertreter(in)

Für das aktuelle und die beiden vorangegangenen Geschäftsjahre erhielt der Vorstandsvorsitzende Martin Schomaker folgende Gesamtbezüge:

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Gesamtbezüge Martin Schomaker in TEUR 2016 2015 2014
Festvergütung 340,0 340,0 340,0
ertragsabhängige Tantieme*) 52,4 116,3 182,7
beitragsorientierte Leistungszusage**) 170,0 170,0 0
Sachbezüge 43,4 39,0 39,0
Summe 605,8 665,3 561,7

Herr Martin Schomaker erhielt im Berichtsjahr eine Festvergütung von TEUR 340,0 und bezog eine ertragsabhängige Tantieme von TEUR 52,4. Die Sachbezüge beliefen sich auf TEUR 43,4.

Zudem schloss die Gesellschaft im Jahr 2015 aufgrund eines Beschlusses des Aufsichtsrats vom 21. Mai 2015 eine Rückdeckungsversicherung in Form einer beitragsorientierten Zusage bei einer Unterstützungskasse zugunsten von Herrn Martin Schomaker ab. Der Jahresbeitrag belief sich 2016 auf TEUR 170,0 und ist zusätzlicher Bestandteil des Gehalts.

Für den Vorstandsvorsitzenden bestehen Einzelzusagen für eine Altersrente. Demnach erhält Herr Martin Schomaker eine Altersrente bei Ausscheiden aus dem Unternehmen nach Vollendung des 60. Lebensjahres bzw. eine Dienstunfähigkeitsrente in Höhe von 100 % des Altersrentenanspruchs bei Ausscheiden wegen Dienstunfähigkeit. Die monatliche Altersrente bei Ausscheiden zum regulären Rentenbeginn beträgt unverändert TEUR 9,6 für Herrn Martin Schomaker. Der Barwert der Pensionsverpflichtung nach IFRS für Herrn Martin Schomaker beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 3.276,8 (2015: TEUR 3.023,6). Im Berichtsjahr wurde kein Personalaufwand, aber ein Zinsaufwand in Höhe von TEUR 71,8 ergebniswirksam berücksichtigt. Der zugrunde liegende Zinssatz für das Geschäftsjahr 2016 beträgt 1,72 %.

Herr Bernd Marx erhielt für das Geschäftsjahr 2016 folgende Gesamtbezüge:

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Gesamtbezüge Bernd Marx in TEUR 2016 2015 2014
Festvergütung 250,0 220,0 220,0
langfristige variable Vergütung *) 39,0 69,8 109,6
kurzfristige variable Vergütung*) 14,8 - -
beitragsorientierte Leistungszusage**) 91,0 65,0 65,0
Sachbezüge 14,6 14,1 11,4
Summe 409,4 368,9 406,0

*) Zufluss erfolgt erst im folgenden Geschäftsjahr

**) Versorgungszusage, bei der nicht das spätere Leistungsniveau sondern die Höhe der zuzuführenden Beiträge garantiert ist

In seiner Sitzung vom 21. Mai 2015 hatte der Aufsichtsrat eine Verlängerung des Vertrags von Herrn Bernd Marx um weitere fünf Jahre für den Zeitraum vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2020 beschlossen. Bestandteil dieser Vertragsverlängerung war eine Anhebung der Festvergütung auf TEUR 250,0 sowie eine Anpassung der beitragsorientierten Leistungszusage, jeweils zum Beginn des Berichtszeitraums. Weiterhin wurde die langfristige variable Vergütung, die bislang lediglich die langfristige Entwicklung des Konzerns zum Gegenstand hatte, um einen Teil für die kurzfristige Entwicklung des Konzerns, die sich aus der Entwicklung des Konzerns im Berichtszeitraum ergibt, ergänzt.

Die langfristige variable Vergütung belief sich im Berichtszeitraum demnach auf TEUR 39,0, die kurzfristige variable Vergütung auf TEUR 14,8. Für die beitragsorientierte Leistungszusage schloss die Gesellschaft eine Rückdeckungsversicherung in Form einer beitragsorientierten Zusage bei einer Unterstützungskasse zugunsten von Herrn Bernd Marx ab. Der Jahresbeitrag beträgt TEUR 91,0 und ist zusätzlicher Bestandteil des Gehalts. Des Weiteren erhielt Herr Bernd Marx Sachbezüge im Wert von TEUR 14,6.

Bei Ausscheiden von Herrn Bernd Marx aus dem Vorstand der Gesellschaft mit Vollendung des 65. Lebensjahres erhält er eine Altersrente in Höhe von TEUR 3,3 brutto pro Monat. Scheidet Herr Bernd Marx zu einem früheren Zeitpunkt aus, bemisst sich die Höhe der monatlichen Altersrente nach der bis dahin erdienten festen Anwartschaft auf die monatliche Altersrente. Ab dem Zeitpunkt der Beendigung dieses Vertrags wegen dauerhafter Dienstunfähigkeit hat Herr Bernd Marx Anspruch auf eine Dienstunfähigkeitsrente. Zum Bilanzstichtag belief sich der Barwert der Pensionsverpflichtungen nach IFRS für Herrn Bernd Marx auf TEUR 481,7 (2015: TEUR 370,2). Im Berichtsjahr wurden regulär TEUR 26,5 als Personalaufwand und TEUR 9,0 als Zinsaufwand ergebniswirksam berücksichtigt. Der zugrunde liegende Zinssatz für das Geschäftsjahr 2016 beträgt 1,72 %.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Durch Beschluss der Hauptversammlung am 22. Juni 2007 wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2007 die feste jährliche Vergütung des Aufsichtsrats auf EUR 18.000,00 und die Vergütung für die Tätigkeit in einem Ausschuss auf EUR 3.650,00 erhöht. Mit Wirkung ab 1. Juli 2007 erhalten die Vorsitzenden der Ausschüsse das Doppelte der Vergütung für die Tätigkeit in einem Ausschuss; der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der sich hiernach ergebenden Bezüge.

Der variable Anteil der Aufsichtsratsvergütung ist abhängig von der im Berichtsjahr ausgeschütteten Dividende. Für jedes volle ausgeschüttete Prozent Dividende, das über 20 % vom Grundkapital je Aktie hinausgeht, werden EUR 800,00 bezahlt. Durch Beschluss der Hauptversammlung am 27. Juni 2008 wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2008 festgelegt, dass diese zusätzliche Vergütung maximal das Doppelte der festen jährlichen Vergütung des Mitglieds des Aufsichtsrats bzw. der festen jährlichen Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie für Ausschussmitglieder ferner das Doppelte der zusätzlichen Vergütung für eine Tätigkeit in einem Ausschuss bzw. für eine Vorsitzendentätigkeit in einem Ausschuss beträgt.

Die Festvergütung für den Aufsichtsrat betrug im Berichtsjahr insgesamt TEUR 253 (i. V. TEUR 253). TEUR 24 (i. V. TEUR 88) wurden als variable Vergütung bezahlt.

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Aufsichtsrat Festvergütung Vergütung für Ausschusstätigkeit Variable Vergütung Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stallbörger Heiko 36,0 36,4 3,8 76,2
Dannenbauer Heike 18,0 7,3 2,4 27,7
Erker Klaus 18,0 3,7 2,4 24,1
Grund Heinz 18,0 7,3 2,4 27,7
Hertreiter Waltraud 18,0 7,3 2,4 27,7
Leischner Peter 18,0 7,3 2,4 27,7
Meier Rudolf 18,0 3,7 2,4 24,1
Simeonidis Nikolaus 18,0 0,0 2,4 20,4
Wild Jürgen 18,0 0,0 1,4 19,4
Stahl Hans-Volker 0,0 0,0 2,0 2,0
Summe 180,0 73,0 24,0 277,0

Die R. STAHL AG hat für den Vorstand und den Aufsichtsrat keine Aktienoptionspläne oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme aufgelegt.

Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands und ehemaliger Geschäftsführer

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands, ehemalige Geschäftsführer und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 280 (i. V. TEUR 355).

Der Barwert der Pensionsverpflichtungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands, ehemalige Geschäftsführer und ihre Hinterbliebenen beläuft sich zum 31. Dezember 2016 auf TEUR 4.578 (i. V. TEUR 4.272).

Aktienbesitz des Vorstands und des Aufsichtsrats an der R. STAHL AG

Zum Bilanzstichtag befanden sich 16.760 Stück Aktien der Gesellschaft im Besitz der Mitglieder des Vorstands und 138.958 Stück im Besitz der Mitglieder des Aufsichtsrats.

[36] Beziehungen zu nahestehenden Personen

Nach IAS 24 (related party disclosures) müssen Personen oder Unternehmen, welche die R. STAHL-Gruppe beherrschen oder von ihr beherrscht werden, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss des R. STAHL Konzerns einbezogen werden. Beherrschung liegt hierbei vor, wenn ein Aktionär mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der R. STAHL AG hält oder kraft Satzungsbestimmungen oder vertraglicher Vereinbarungen die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik des Managements der R. STAHL Gruppe zu steuern.

Darüber hinaus erstreckt sich die Angabepflicht nach IAS 24 auf Geschäfte mit assoziierten Unternehmen sowie auf Geschäfte mit Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der R. STAHL Gruppe ausüben, einschließlich naher Familienangehöriger oder zwischengeschalteter Unternehmen. Ein maßgeblicher Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der R. STAHL Gruppe kann hierbei auf einem Anteilsbesitz an der R. STAHL AG von 20 % oder mehr, einem Sitz im Vorstand oder Aufsichtsrat der R. STAHL AG oder einer anderen Schlüsselposition im Management beruhen.

Die R. STAHL Gruppe wird im Geschäftsjahr 2016 von den Angabepflichten des IAS 24 ausschließlich in Bezug auf die Geschäftsbeziehungen zu Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats berührt. Die Gesamtvergütung für den Aufsichtsrat belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 509 (i. V. TEUR 535). In diesen Beträgen sind die arbeitsvertraglichen Vergütungen der Arbeitnehmervertreter enthalten. Wir verweisen hierzu auf Abschnitt 35. „Verwaltungsorgane der R. STAHL AG, Teilabschnitt Vergütungsbericht". Mit der am 19. November 2009 entkonsolidierten Gesellschaft TRANBERG SYSTEMS NS, Vejle (Dänemark), an der der R. STAHL Konzern zum Bilanzstichtag noch 48 % der Anteile hält, und den Unternehmen ZAVOD Goreltex, Sankt Petersburg (Russische Föderation) und ESACO Pty. Ltd., Edenvale (Südafrika) wurden in 2016 keine wesentlichen berichtspflichtigen Geschäfte abgewickelt.

Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Die LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland hat uns am 22. November 2012 folgendes mitgeteilt:

Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH an der R. STAHL AG, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland am 21. November 2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und 5,02 % (323.000 der insgesamt 6.440.000 Stimmrechte) an diesem Tag betrug.

Davon sind der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH 5,00 % (322.000 Stück der insgesamt 6.440.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteile an der R. STAHL AG 3 % oder mehr betragen, werden der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH Stimmrechte zugerechnet:

Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte.

Die Investmentgesellschaft für langfristige Investoren TGV, Bonn (Deutschland), hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 30. Mai 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland am 29. Mai 2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 4,96 % (das entspricht 319.577 Stimmrechten) betragen hat.

Herr Norman Rentrop, Deutschland, hat uns am 21. August 2014 als Korrektur der Meldung vom 15. August 2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, am 29. Mai 2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 4,96 % (das entspricht 319.577 Stimmrechten) betragen hat. 4,96 % der Stimmrechte (das entspricht 319.577 Stimmrechten) sind Herrn Rentrop gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt.

Darüber hinaus sind Herrn Rentrop von diesen 4,96 % der Stimmrechte (das entspricht 319.577 Stimmrechten) 4,65 % der Stimmrechte (das entspricht 299.238 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt: Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV.

Die RAG-Stiftung Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.08.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. Stahl AG, Waldenburg, Deutschland am 17.08.2015 die Schwelle von 10% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,08% (das entspricht 648979 Stimmrechten) betragen hat.

Die RAG-Stiftung, Essen, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.08.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. Stahl AG, Waldenburg, Deutschland am 17.08.2015 die Schwelle von 10% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,08% (das entspricht 648979 Stimmrechten) betragen hat. 10,08% der Stimmrechte (das entspricht 648979 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der R. Stahl AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: RAG-Stiftung Beteiligungsgesellschaft mbH.

Die Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14.10.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. Stahl AG, Waldenburg, Deutschland am 09.10.2015 die Schwelle von 3% und 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,21 % (das entspricht 335267 Stimmrechten) betragen hat. 4,63% der Stimmrechte (das entspricht 298046 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

R. Stahl AG: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

18.01.2016

Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

R. Stahl AG

Am Bahnhof 30

74638 Waldenburg

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

scroll
  Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
  Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
  Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
X Sonstiger Grund: Bestandsmitteilung gem. § 41 Abs. 4f WpHG

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

scroll
Name: Registrierter Sitz und Staat:
Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Tübingen
Zahnärzte und Tierärzte Deutschland

4. Namen der Aktionäre

mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

26.11.2015

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll
Anteil Stimmrechte Anteil Instrumente Summe Anteile Gesamtzahl
(Summe 7.a.) (Summe 7.b.1. + 7. b.2.) (Summe 7.a. + 7. b.) Stimmrechte
neu 0% 0% 0% 6440000
letzte Mitteilung 5% 0% 5% /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

scroll
ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
DE000A1PHBB5 0 0 0% 0%
Summe 0 0%

b.1 Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll
Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
        %
    Summe   %

b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll
Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
          %
      Summe   %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

scroll
X Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
  Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:
scroll
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher Instrumente in %, wenn 5% oder höher Summe in %, wenn 5% oder höher

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll
Datum der Hauptversammlung:  
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

R. Stahl AG

Am Bahnhof 30

74638 Waldenburg

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

scroll
  Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
  Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
  Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
X Sonstiger Grund: Bestandsmitteilung gem. § 41 Abs. 4f WpHG

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

scroll
Name: Registrierter Sitz und Staat:
Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Tübingen
Zahnärzte und Tierärzte Deutschland

4. Namen der Aktionäre

mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

02.07.2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll
Anteil Stimmrechte Anteil Instrumente Summe Anteile Gesamtzahl
(Summe 7.a.) (Summe 7.b.1. + 7. b.2.) (Summe 7.a. + 7. b.) Stimmrechte
neu 9,79% 0% 9,79% 6440000
letzte Mitteilung 0% 0% 0% /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

scroll
ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
DE000A1PHBB5 630289   9,79 % %
Summe 630289 9,79 %

b.1 Instrumente i.S.d. 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll
Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
        %
    Summe   %

b.2 Instrumente i.S.d. 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll
Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
          %
      Summe   %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

scroll
X Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
  Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:
scroll
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher Instrumente in %, wenn 5% oder höher Summe in %, wenn 5% oder höher

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll
Datum der Hauptversammlung:  
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

10. Sonstige Erläuterungen

Aufgrund der erneuten Gesetzesänderung durch das 1. FiMaNoG ist die Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte nach § 1 Abs. 3 und 41 Abs. 4g WpHG als Anleger eines offenen Spezialinvestmentvermögens verpflichtet, ihren zum Stichtag 2.7.2016 gehaltenen Stimmrechtsanteil wieder offenzulegen.

Das Aktionärskonsortium der R. STAHL AG, bestehend aus den nachstehend aufgeführten Konsorten, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG freiwillig mitgeteilt, dass jeder der nachfolgend genannten Konsorten am 10. Juli 2006 weiterhin mehr als 25 % der Stimmrechte an der R. STAHL AG hielt, und dass ihnen am 10. Juli 2006 jeweils folgende Stimmrechte zustanden:

scroll
Name des Konsorten Staat Individueller Stimmrechtsanteil des Konsorten Nach § 22 Abs. 2 S. 1 WpHG zuzurechnende Stimmrechte Gesamtzahl der Stimmrechte des Konsorten nach §§ 21, 22 WpHG
Ina Isabelle Stallbörger BRD 4,10% 32,91% 37,01%
Barbara Stahl BRD 2,35% 34,22% 36,57%
Gabriele Swedan USA 3,28% 32,74% 36,02%
Dr. Nadya Swedan USA 0,16% 35,88% 36,04%
Mark Swedan USA 0,14% 35,88% 36,02%
Hansjörg Stahl BRD 3,63% 32,48% 36,11%
Rolf-Dieter Zaiser BRD 2,03% 36,01% 38,04%
Axel Zaiser BRD 2,03% 36,01% 38,04%
Inge Schmid BRD 1,18% 35,64% 36,82%
Katja Dörr-Zaiser* BRD 1,10% 35,19% 36,29%
Valentina Zaiser BRD 0,28% 35,82% 36,09%
Hansjörg Zaiser BRD 0,55% 36,00% 36,55%
Andrea Griebler BRD 0,35% 36,00% 36,35%
Steffen-Hans Zaiser BRD 0,42% 35,69% 36,11%
Rosemarie Heufer BRD 1,55% 35,25% 36,80%
Corinna Heufer BRD 0,25% 35,78% 36,03%
Isabel Speck BRD 0,47% 35,78% 36,25%
Reinhard Stahl BRD 0,41% 35,63% 36,04%
Ute Müller BRD 3,97% 32,92% 36,89%
Achim Müller BRD 0,01% 36,01% 36,02%
Ingrid Ebert BRD 1,06% 35,46% 36,52%
Dr. Susan Honerla BRD 0,61% 35,64% 36,25%
Martin Ebert BRD 0,68% 35,34% 36,02%
Anja Somogyi BRD 0,57% 35,46% 36,03%
Peter Zinser BRD 2,98% 33,85% 36,83%
Heike Dannenbauer BRD 0,31% 35,71% 36,02%
Kristin Schwarz BRD 0,34% 35,71% 36,06%
Maren Zinser BRD 0,34% 35,68% 36,02%
Klaus Zinser BRD 3,28% 33,53% 36,81%
Dr. Frank Linnartz BRD 1,89% 34,13% 36,02%
Erika Marwitz BRD 2,44% 33,93% 36,37%
Christa Leischner BRD 0,69% 35,55% 36,24%
Dr. Eckhart Leischner BRD 0,02% 36,02% 36,03%
Peter Leischner BRD 0,54% 35,86% 36,40%
Lutz Leischner BRD 0,50% 35,88% 36,37%
Karen Halank BRD 0,15% 35,88% 36,02%
Hildegard Stahl BRD 0,04% 35,98% 36,02%
Helgard Hahn BRD 0,97% 35,06% 36,02%
Sibylle Wegmann BRD 0,12% 35,91% 36,02%
Oliver Stahl BRD 0,12% 35,91% 36,02%
Raphael Stahl BRD 0,12% 35,91% 36,02%
Philipp Stahl BRD 0,12% 35,91% 36,02%
Kilian Stahl USA 0,12% 35,91% 36,02%
Yvonne Stahl USA 0,12% 35,91% 36,02%
Hans-Volker Stahl BRD 5,17% 33,18% 38,35%
Prof. Dr. Hans-Werner Stahl BRD 0,08% 35,96% 36,04%

* Von den nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechneten Stimmrechten werden 0,28 % auch nach § 22 Abs. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.

Im Aktionärskonsortium haben sich seit 10. Juli 2006 folgende Veränderungen ergeben:

Frau Helgard Hahn, München, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 5. Mai 2008 die Schwellen von 30 %, 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0 % (0 Stimmrechte) beträgt. Die Unterschreitung der vorgenannten Schwellen folgt daraus, dass der bisherige Zurechnungstatbestand nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG entfallen ist.

Herr Axel Zaiser, Stuttgart, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. Januar 2009 die Schwelle(n) von 30, 25, 20, 15, 10, 5 und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,03 % (131.005 Stimmrechte) beträgt. Dazu hat die Gesellschaft folgenden Hinweis veröffentlicht: Die Meldepflicht besteht, weil zum Stichtag die Zurechnung von Stimmrechten entfällt. Die tatsächlich von Herrn Axel Zaiser gehaltene Zahl der Aktien bleibt dagegen unverändert.

Herr Pablo Zinser, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1. WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg, Deutschland, am 10. August 2009 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und seit diesem Tag durchgehend bis heute 47,40 % beträgt. Hiervon werden ihm 47,40 % (dies entspricht 3.052.684 Stück) Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet.

Herr Rolf-Dieter Zaiser, Deutschland, hat uns am 7. Januar 2010 gemäß § 21 Abs. 1. WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. Januar 2010 die Schwellen von 30, 25, 20, 15, 10, 5 und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,03 % (131.005 Stimmrechte) beträgt.

Frau Inge Schmid, Deutschland, hat uns am 7. Januar 2010 gemäß § 21 Abs. 1. WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. Januar 2010 die Schwellen von 30, 25, 20, 15, 10, 5 und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 1,18 % (75.755 Stimmrechte) beträgt.

Frau Katja Dörr-Zaiser, Deutschland, hat uns am 7. Januar 2010 gemäß § 21 Abs. 1. WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. Januar 2010 die Schwellen von 30, 25, 20, 15, 10, 5 und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 1,10 % (70.875 Stimmrechte) beträgt.

Frau Valentina Zaiser, Deutschland, hat uns am 7. Januar 2010 gemäß § 21 Abs. 1. WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. Januar 2010 die Schwellen von 30, 25, 20, 15, 10, 5 und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,28 % (17.720 Stimmrechte) beträgt.

Herr Jochen Stahl, Deutschland, hat uns am 6. Juni 2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 30. Mai 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und seit diesem Tag durchgehend bis heute 42,43 % (dies entspricht 2.732.737 Stück) beträgt.

Davon sind Herrn Jochen Stahl 42,42 % (2.732.137 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl.

Frau Anke Linnartz, Deutschland, hat uns am 7. Februar 2012 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 27. Januar 2012 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und 41,84 % (dies entspricht 2.694.434 Stück) beträgt.

Davon sind Frau Anke Linnartz 41,83 % (2.693.934 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl.

Herr Andreas Müller, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 1. Februar 2013 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und 41,52 % (dies entspricht 2.673.797 Stück) beträgt.

Davon sind Herrn Andreas Müller 41,51 % (2.673.017 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl.

Frau Christine Müller-Edwards, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 1. Februar 2013 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und 41,52 % (dies entspricht 2.673.797 Stück) beträgt.

Davon sind Frau Christine Müller-Edwards 41,50 % (2.672.617 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl.

Frau Michaela Pertz, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 1. Februar 2013 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und 41,52 % (dies entspricht 2.673.797 Stück) beträgt.

Davon sind Frau Michaela Pertz 41,51 % (2.673.017 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl.

Herr Stefan Müller, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 1. Februar 2013 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und 41,52 % (dies entspricht 2.673.797 Stück) beträgt.

Davon sind Herrn Stefan Müller 41,51 % (2.672.957 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl.

Frau Anita Stahl, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 15. April 2013 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und 41,61 % (dies entspricht 2.679.897 Stück) beträgt.

Davon sind Frau Anita Stahl 41,60 % (2.678.747 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet. Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Klaus Zinser, Hans-Volker Stahl.

Herr Kilian Stahl, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG, mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, am 1. April 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % unterschritten hat und 0,00 % (0 Stimmrechte) beträgt.

Frau Yvonne Stahl, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, am 9. Juli 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % unterschritten hat und 0,00 % (0 Stimmrechte) beträgt.

Herr Arwed J. Ebert, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 15. April 2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland, aufgrund des Erwerbs von Aktien mit Stimmrechten am 15. April 2015 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und 41,64 % (dies entspricht 2.681.387 Stück) beträgt.

Davon sind Herrn Arwed J. Ebert 41,63 % (2.680.977 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden hierbei Stimmrechte zugerechnet. Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Hans-Volker Stahl.

Herr Sebastian Stahl, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 15.07.2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der R. STAHL AG, Waldenburg, Deutschland am 15.07.2015 die Schwelle von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25% und 30% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 41,69% (dies entspricht 2684909 Stimmrechten) betragen hat.

41,69% der Stimmrechte (das entspricht 2684709 Stimmrechten) sind Herrn Stahl gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der R. Stahl AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Ina Isabelle Stallbörger, Hansjörg Stahl, Ute Müller, Hans-Volker Stahl.

R. Stahl AG

R. Stahl AG: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten

Verbreitung

06.07.2016

Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

R. Stahl AG

Am Bahnhof 30

74638 Waldenburg

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

scroll
  Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
  Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
  Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
X Sonstiger Grund:
Beendigung der Zurechnung zum Konsortium der Familienaktionäre der R. STAHL AG

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

scroll
Name: Registrierter Sitz und Staat:
Frau Gabriele Swedan Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre

mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

01.07.2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll
. Gesamtzahl
Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Stimmrechte des Emittenten
neu 2,35 % 0% 2,35 % 6440000
letzte Mitteilung 36,02 % N/A % N/A % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

scroll
ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
DE000A1PHBB5 151460 0 2,35 % 0%
Summe 151460 2,35 %

b.1 Instrumente i.S.d. 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll
Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
        %
    Summe   %

b.2 Instrumente i.S.d. 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll
Art des Instruments Fälligkeit /Verfall Ausübungszeitraum /Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte
in %
          %
      Summe   %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

scroll
X Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
  Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:
scroll
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher Instrumente in %, wenn 5% oder höher Summe in %, wenn 5% oder höher

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll
Datum der Hauptversammlung:  
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

10. Sonstige Erläuterungen:

Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

R. Stahl AG

Am Bahnhof 30

74638 Waldenburg

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

scroll
  Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
  Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
  Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
X Sonstiger Grund:
Beendigung der Zurechnung zum Konsortium der Familienaktionäre der R. STAHL AG

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

scroll
Name: Registrierter Sitz und Staat:
Frau Dr. Nadya Swedan Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre

mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

01.07.2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll
Anteil Stimmrechte Anteil Instrumente Summe Anteile Gesamtzahl Stimmrechte des
(Summe 7.a.) (Summe 7.b.1.+ 7. b.2.) (Summe 7.a. + 7. b.) Emittenten
neu 0,47 % 0% 0,47 % 6440000
letzte Mitteilung 36,04 % N/A % N/A % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte 21, 22 WpHG

scroll
ISIN absolut in %
direkt zugerechnet direkt zugerechnet
(§21 WpHG) (§ 22 WpHG) (§21 WpHG) (§ 22 WpHG)
DE000A1PHBB5 30000 0 0,47 % 0%
Summe 30000 0,47 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

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Art des Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte Stimmrechte
Instruments absolut in %
        %
    Summe   %

b.2. Instrumente i.S.d. 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

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Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
          %
      Summe   %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

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X Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:
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Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher Instrumente in %, wenn 5% oder höher Summe in %, wenn 5% oder höher

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

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Datum der Hauptversammlung:  
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

10. Sonstige Erläuterungen:

R. Stahl AG

R. Stahl AG: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

06.07.2016

Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

R. Stahl AG

Am Bahnhof 30

74638 Waldenburg

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

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  Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
  Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
  Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
X Sonstiger Grund: Beendigung der Zurechnung zum Konsortium der Familienaktionäre der R. STAHL AG

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

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Name: Registrierter Sitz und Staat:
Herr Mark Swedan Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre

mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

01.07.2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

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Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 0,02 % 0% 0,02 % 6440000
letzte Mitteilung 36,02 % N/A % N/A % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte 21, 22 WpHG

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ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
DE000A1PHBB5 1000 0 0,02 % 0%
Summe 1000   0,02 %  

b.1 Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

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Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
        %
    Summe   %

b.2 Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

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Art des Instruments Fälligkeit /Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
          %
      Summe   %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

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X Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
  Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:
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Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher Instrumente in %, wenn 5% oder höher Summe in %, wenn 5% oder höher

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

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Datum der Hauptversammlung:  
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

10. Sonstige Erläuterungen:

Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex

Den Verhaltensempfehlungen der von der Bundesregierung eingesetzten Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex wurde im vergangenen Geschäftsjahr bis auf Abweichungen in einzelnen Punkten entsprochen. Auch künftig soll der Großteil der Empfehlungen eingehalten werden. Eine Entsprechenserklärung hierzu ist vorhanden und auf der Website des Unternehmens (www.stahl.de unter der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance) jederzeit öffentlich zugänglich.

E. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des R. STAHL Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben.

Dabei sind die Zahlungsströme nach laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen um Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen bereinigt. Daher bestehen Unterschiede bezogen auf die Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen in der veröffentlichten Konzernbilanz.

Im Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit sind die folgenden Ein- und Auszahlungen enthalten:

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TEUR 2016 2015
Erhaltene Zinsen 260 280
Gezahlte Zinsen -721 -1.090
Erhaltene Dividenden 25 3
Erhaltene Ertragsteuern 1.618 2.301
Gezahlte Ertragsteuern -4.534 -5.333

F. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 erfolgt die externe Segmentberichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisati-ons- und Managementstrukturen sowie der internen Finanzberichterstattung an die Hauptentscheidungsträger. Im R. STAHL Konzern ist der Vorstand verantwortlich für die Bewertung und Steuerung des Geschäftserfolges und gilt als oberstes Führungsgremium im Sinne von IFRS 8.

Der Konzern entwickelt, fertigt, montiert und vertreibt Geräte und Systeme zum Messen, Steuern, Regeln, Energieverteilen, Sichern und Beleuchten in explosionsgefährdeten Bereichen. Organisatorisch fungiert die R. STAHL AG als Holding der einzelnen Tochtergesellschaften. Die Tochtergesellschaften liefern monatlich eine Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine Bilanz. Auf Konzernebene wird daraus monatlich ein Konzernabschluss erstellt, mit welchem die Gesamtentwicklung des Konzerns als auch der einzelnen Gesellschaften gesteuert wird.

Die zentrale Steuerungsgröße für den R. STAHL Konzern ist das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT). Die interne Berichterstattung entspricht der externen IFRS-Berichterstattung. Folglich ist eine Überleitungsrechnung nicht notwendig. Darüber hinaus überwacht der Vorstand regelmäßig die folgenden finanziellen und wirtschaftlichen Kenngrößen Umsatzerlöse, Auftragseingang und Auftragsbestand sowie Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT).

Kumuliert betrachtet wird der Konzern nach den folgenden Parametern gesteuert:

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TEUR 2016 2015
Auftragsbestand 80.674 95.153
Auftragseingang 282.868 317.279
Umsatzerlöse 286.609 312.920
Gesamtleistung 284.305 315.789
Sonstige betriebliche Erträge 12.923 10.948
Materialaufwand -101.136 -109.196
Personalaufwand -118.288 -128.576
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -13.381 -13.488
Sonstige betriebliche Aufwendungen -55.647 -71.569
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern 8.776 3.908
Zinserträge 260 280
Zinsaufwendungen -3.365 -3.474
Übriges Finanzergebnis 128 3
Finanzergebnis -2.977 -3.191
Ergebnis vor Ertragsteuern 5.799 717
Segmentvermögen 254.818 259.897
Segmentschulden 179.228 173.298
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1.824 1.952
Assoziierte Unternehmen    
Anteile an assoziierten Unternehmen 7.097 0
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 103 0
Langfristige Vermögenswerte    
Buchwerte der langfristigen Vermögenswerte 110.434 115.191
Zugänge zu den langfristigen Vermögenswerten 12.496 23.016

Die Aufteilung nach Regionen zeigt folgende Darstellung:

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TEUR Zentralregion Amerika Asien/ Pazifik Summe
Umsatzerlöse aus Verkäufen an externe Kunden 193.250 35.812 57.547 286.609
  (188.750) (49.110) (75.060) (312.920)
Buchwerte der langfristigen Vermögenswerte 99.046 3.552 7.836 110.434
  (102.876) (4.147) (8.168) (115.191)
Zugänge zu den langfristigen Vermögenswerten 12.120 29 347 12.496
  (21.749) (646) (621) (23.016)

Die Vorjahreswerte 2015 sind in Klammern angegeben. In der regionalen Betrachtung werden die Umsatzerlöse auf der Grundlage des Standortes des Kunden aufgeteilt. Die Vermögenswerte des R. STAHL Konzerns werden auf der Grundlage des Standortes der jeweiligen Tochtergesellschaft zugeordnet, die die Vermögenswerte bilanziert. Die Vermögenswerte beinhalten gemäß IFRS 8.33 alle langfristigen Vermögenswerte des Konzerns mit Ausnahme der Finanzinstrumente, latenten Steueransprüche, Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie Rechten aus Versicherungsverträgen.

Das Segmentvermögen entspricht dem Gesamtvermögen abzüglich der aktiven latenten Steuern und den Ertragsteuerforderungen. Die Segmentschulden entsprechen den Gesamtschulden abzüglich der passiven latenten Steuern, den Ertragsteuerverbindlichkeiten und den Steuerrückstellungen.

Mit keinem einzelnen externen Kunden wurden im Berichtsjahr bzw. im Vorjahr Umsatzerlöse realisiert, die mehr als 10 % der gesamten Umsatzerlöse betragen.

G. Besondere Erläuterungen und Angabepflichten

Folgende Aufstellung zeigt die Honorare, die der Konzernabschlussprüfer für Leistungen an das Mutterunternehmen sowie deren Tochterunternehmen erhalten hat.

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TEUR 2016 2015
Abschlussprüfungen davon periodenfremd 280 346
  0 53
Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 0 0
Steuerberatungsleistungen 0 0
Sonstige Leistungen 44 32
  327 378

Die R. Stahl Schaltgeräte GmbH, Waldenburg, und die R. STAHL HMI Systems GmbH, Köln, haben die gemäß § 264 Absatz 3 HGB erforderlichen Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichten deshalb auf die Erstellung von Anhang und Lagebericht sowie auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2016. Unter Bezugnahme auf § 264 Absatz 3 HGB wird weiterhin auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2016 der GGF - Gesellschaft für Grundstücksvermietung und Finanzierungsvermittlung mbH, Waldenburg, R. Stahl Services GmbH, Waldenburg, R. Stahl Beteiligungsgesellschaft mbH, Waldenburg, R. STAHL LECTIO GmbH, Waldenburg, R. STAHL SUPERA GmbH, Waldenburg und R. STAHL Camera Systems GmbH, Köln verzichtet. Die erforderlichen Voraussetzungen nach § 264 Abs. 3 HGB sind erfüllt.

H. Sonstige Erläuterungen und Angaben

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.

 

Waldenburg, 20. April 2017

R. Stahl Aktiengesellschaft

Vorstand

Martin Schomaker

Bernd Marx

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, 20. April 2017

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Wolfgang Russ, Wirtschaftsprüfer

Annette Lang, Wirtschaftsprüferin

Angabe gemäß § 328 HGB

Der Konzernabschluss der R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, für das Geschäftsjahr 2016 ist durch Beschluss der Aufsichtsratssitzung vom 20. April 2017 gebilligt worden.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Waldenburg, 20. April 2017

R. STAHL Aktiengesellschaft

Martin Schomaker, Vorstandsvorsitzender

Bernd Marx, Vorstand

Entsprechenserklärung
zum Deutschen Corporate Governance Kodex

 

Waldenburg, im Dezember 2016

Die R. STAHL AG entspricht den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 12. Juni 2015 bekannt gemachten Empfehlungen (Fassung vom 5. Mai 2015) mit Ausnahme der in der Entsprechenserklärung im Dezember 2015 genannten Punkte. Seit Abgabe dieser letztjährigen Entsprechenserklärung wurde im vergangenen Geschäftsjahr und wird den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 mit Ausnahme der folgenden Punkte entsprochen:

3.8 Absatz 2, Satz 2

In einer D & O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein <...> Selbstbehalt <von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung> vereinbart werden.

Die D & O-Versicherung für die Mitglieder des Aufsichtsrats sieht einen Selbstbehalt in Form eines Fixbetrages vor. Eine Ungleichbehandlung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat in Hinblick auf die Höhe der Selbstbehalte ist aus Sicht der Gesellschaft aufgrund der unterschiedlichen Funktionen sachlich gerechtfertigt. Der Gesetzgeber hat eine solche Differenzierung akzeptiert, da er vergleichbare Regelungen wie zum Selbstbehalt bei Vorstandsmitgliedern für die Mitglieder des Aufsichtsrats nicht vorgesehen hat.

4.2.3 Absatz 2 Satz 6

Die Vergütung soll insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen.

Die Festvergütung der Mitglieder des Vorstands ist definitionsgemäß betragsmäßig begrenzt. Der Höchstbetrag der erfolgsabhängigen Tantieme wird durch einen Prozentsatz der Festvergütung gedeckelt. Diese prozentuale Begrenzung steht einer betragsmäßigen Höchstgrenze gleich. Ferner sind der Umfang der Leistungen, die den im Vergütungsbericht ausgewiesenen Sachbezügen zugrunde liegen, sowie die Ansprüche und Beiträge im Rahmen der Versorgungszusagen vertraglich festgeschrieben. Der Aufsichtsrat sieht keinen Anlass, darüber hinaus auch für diese Bestandteile der Vorstandsvergütung betragsmäßige Höchstgrenzen mit den Mitgliedern des Vorstands zu vereinbaren.

4.2.3 Absatz 3

Bei Versorgungszusagen soll der Aufsichtsrat das jeweils angestrebte Versorgungsniveau — auch nach der Dauer der Vorstandszugehörigkeit —festlegen und den daraus abgeleiteten jährlichen sowie den langfristigen Aufwand für das Unternehmen berücksichtigen.

Soweit es sich bei den Versorgungszusagen zugunsten einzelner Mitglieder des Vorstands um beitragsorientierte Zusagen handelt, gibt es ein „angestrebtes Versorgungsniveau" nicht, da nur das Beitragsvolumen garantiert wird und nicht die Höhe der späteren Leistung im Versorgungsfall.

4.2.5 Absatz 3

Ferner sollen im Vergütungsbericht für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden:

die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung,

der Zufluss für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren.

bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr.

Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden.

Soweit die an dieser Stelle im Kodex erwähnten Elemente des Vergütungssystems für den Vorstand vertraglich vereinbart und somit vorhanden sind, werden sie tabellarisch sowie im Text des Vergütungsberichts der Gesellschaft dargestellt. Die Zahlungsbeträge — auch die der Vergangenheit —werden genannt. Ebenso werden die Bestandteile der jeweiligen Versorgungszusagen einschließlich der Höhe der Rückstellungen und ihrer Zuführung im Berichtsjahr, des Personal- und Zinsaufwands unter Angabe der Beträge beschrieben.

Das Vergütungssystem für den Vorstand besteht nur aus wenigen, einfach nachzuvollziehenden Leistungen. Deshalb sind die dem Kodex in der Anlage beigefügten Tabellen nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat hier kein geeignetes Mittel, dieses Vergütungssystem einfacher, verständlicher und transparenter darzustellen. Die Gesellschaft wird daher auch für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2013 beginnen, an der bisher bewährten Form des Vergütungsberichts festhalten und die empfohlenen Mustertabellen nicht anwenden.

5.1.2 Absatz 2, Satz 3

Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden.

Eine Altersgrenze für Vorstände war und ist nicht festgeschrieben. Bei der Besetzung von Führungspositionen steht bei R. STAHL die Qualifikation, Fachkompetenz und Erfahrung der betreffenden Vorstände im Vordergrund.

5.3.3

Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern geeignete Kandidaten benennt.

Einen Nominierungsausschuss im obengenannten Sinne gibt es bei R. STAHL nicht. Wir sind der Meinung, dass die Größe unseres Aufsichtsrats (sechs Mitglieder von der Kapitalseite) keinen separaten Ausschuss zum Vorschlag von Aufsichtsratskandidaten rechtfertigt.

5.4.1 Absatz 2

Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.

Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.

Bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wurde und wird keine Altersgrenze berücksichtigt. Nicht das Alter sondern die Kompetenz und Gesundheit sind maßgeblich. Darüber hinaus hält der Aufsichtsrat eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat für nicht erforderlich, da er auch so, wie in der Vergangenheit gezeigt, rechtzeitig für einen Generationswechsel Sorge tragen wird. Im Übrigen hält es der Aufsichtsrat nicht für sinnvoll, sich konkrete Ziele im Hinblick auf die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Zahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt zu geben. Vielmehr werden diese durchaus auch aus Sicht des Gremiums wichtigen Kriterien im Einzelfall bei der intensiven und abwägenden Suche nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten berücksichtigt.

5.4.3 Satz 3

Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz sollen den Aktionären bekannt gegeben werden.

Die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden obliegt dem Aufsichtsrat in eigener Verantwortung, da er die Eignung der Kandidaten am besten einschätzen kann. Eine vorherige Bekanntgabe der Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz ist nach Ansicht der Gesellschaft insbesondere vor diesem Hintergrund nicht sachgerecht.

5.4.6 Absatz 2, Satz 2

Wird den Aufsichtsratsmitgliedern eine erfolgsorientierte Vergütung zugesagt, soll sie auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein.

Die derzeitige, zuletzt von der Hauptversammlung am 27. Juni 2008 geänderte variable Vergütung orientiert sich an der Höhe der ausgezahlten Dividende, soweit sie 20 % vom Grundkapital je Aktie übersteigt. Sie ist begrenzt auf das Doppelte der festen jährlichen Vergütung. Damit erfüllt die geltende variable Vergütung nicht das Kriterium der „Nachhaltigkeit" im Sinne dieser Empfehlung. Im Hinblick auf den damit herbeigeführten Gleichlauf der variablen Vergütung mit den Interessen der Aktionäre hält jedoch der Aufsichtsrat die variable Vergütung in der bestehenden Form weiterhin für angemessen.

6.2

Über die gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Mitteilung und Veröffentlichung von Geschäften in Aktien der Gesellschaft hinaus soll der Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern angegeben werden, wenn er direkt oder indirekt größer als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist. Übersteigt der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien, soll der Gesamtbesitz getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat im Corporate Governance Bericht angegeben werden.

Der Aktienbesitz einzelner Organmitglieder über 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien wurde und wird nicht angegeben.

Einerseits hat kein Familienmitglied direkt oder indirekt einen Aktienanteil der geeignet wäre, die Gesellschaft zu dominieren, andererseits sind auch Familienmitglieder im Aufsichtsrat vertreten, und im Sinne des Schutzes der Person und Familie wird auf den expliziten Vermögensausweis mit Namenszuordnung verzichtet.

7.1.2 Satz 4

Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums, öffentlich zugänglich sein.

Der Jahresabschluss 2015 wurde im Rahmen der gesetzlichen Fristen veröffentlicht. Wichtige Eckdaten zum abgelaufenen Geschäftsjahr wurden hingegen deutlich früher — Ende Februar 2016 — der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die gleiche Vorgehensweise werden wir beim Jahresabschluss 2016 anwenden.

Erste Eckzahlen zu den abgeschlossenen Quartalen veröffentlichen wir — sofern sie von der Markterwartung wesentlich abweichen — in der Regel bereits vier Wochen nach Ende des Berichtszeitraums.