R. Stahl AG

Waldenburg

HALBJAHRESFINANZBERICHT
der R. Stahl Aktiengesellschaft für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2017

Rundungen und Veränderungsraten

Bei Prozent- und Zahlenangaben können in diesem Bericht Rundungsdifferenzen auftreten.

Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit "+" bezeichnet, Verschlechterungen mit "-". Veränderungsraten >+100 % werden als >+100 % angegeben, Veränderungsraten <-100 % als "n. a." (nicht anwendbar).

KENNZAHLEN R. STAHL-KONZERN

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TEUR Q2 2017 Q2 2016 Veränd. in % H1 2017 H1 2016 Veränd. in %
Umsatzerlöse 66.769 70.770 -5,7 132.256 142.515 -7,2
davon Deutschland 13.908 15.926 -12,7 29.120 31.862 -8,6
Zentralregion*) 30.143 34.434 -12,5 59.905 66.233 -9,6
Amerika 7.473 7.718 -3,2 14.872 16.140 -7,9
Asien 15.245 12.692 +20,1 28.359 28.280 +0,3
Auslandsanteil in % 79,2 77,5
78,0 77,6
Auftragseingang 76.472 79.309 -3,6 152.276 150.153 1,4
Auftragsbestand 99.931 100.031 -0,1 99.931 100.031 -0,1
EBITDA -89 5.017 n. a. -1.129 11.489 n. a.
EBIT -3.305 1.988 n. a. -7.291 5.276 n. a.
EBIT vor Sondereinflüssen -2.746 1.789 n. a. -5.047 5.028 n. a.
EBT -3.705 1.301 n. a. -8.129 3.852 n. a.
Periodenergebnis -3.052 778 n. a. -6.068 2.582 n. a.
Ergebnis je Aktie in EUR (gesamt) -0,47 0,11 n. a. -0,94 0,39 n. a.
Investitionen 2.917 4.418 -34,0 5.084 7.331 -30,7
Abschreibungen 3.216 3.029 +6,2 6.162 6.213 -0,8
EBITDA in % der Umsatzerlöse n. a. 7,1
n. a. 8,1
EBIT in % der Umsatzerlöse n. a. 2,8
n. a. 3,7
EBIT vor Sondereinflüssen in % der Umsatzerlöse n. a. 2,6
n. a. 3,5
EBT in % der Umsatzerlöse n. a. 1,8
n. a. 2,7
Mitarbeiter zum 30.06. (ohne Auszubildende)


1.775 1.820 -2,5

*) Zentralregion: Afrika und Europa ohne Deutschland

KONZERNLAGEBERICHT

WEITER STEIGENDER AUFTRAGSEINGANG IN Q2 2017 LÄSST AUFTRAGSBESTAND WIEDER AUF EUR 100 MIO. KLETTERN

Ein weiter zunehmender Auftragseingang hat den Auftragsbestand von R. STAHL zum Ende des 2. Quartals 2017 auf das hohe Niveau im Vorjahr steigen lassen. Neben dem Kleinmengengeschäft in einzelnen Ländern trugen auch größere Projektaufträge zu dieser Entwicklung bei.

Auch die Umsatzentwicklung verzeichnete gegenüber dem 1. Quartal 2017 einen leichten Anstieg. An das hohe Niveau des Vorjahres, das in den ersten beiden Quartalen noch von einem vorausgegangenen robusten Auftragseingang und -bestand profitiert hatte, kam der Umsatz im Berichtsquartal jedoch noch nicht heran. Darin spiegelt sich auch wider, dass der Auftragsbestand nach den ersten sechs Monaten 2017 mit etwa 40 % einen vergleichsweise hohen Anteil an Aufträgen enthält, die erst im kommenden Jahr zur Ausführung kommen sollen. Generell läuft die Entwicklung von Auftragseingang und Umsatz bei vielen Unternehmen im Investitionsgüterbereich oft konjunkturellen Zyklen nach. Entsprechend machen sich Veränderungen beim Auftragseingang erst mit einigen Quartalen Zeitversatz im Umsatz bemerkbar. Dem guten Auftragseingang von R. STAHL im 1. Halbjahr 2016 folgte so ein hoher Umsatz im 2. Halbjahr 2016 (graue Balken), während der schwächere Auftragseingang im 2. Halbjahr 2016 in einem entsprechend geringeren Umsatz im 1. Halbjahr 2017 resultierte (blaue Balken). Das noch niedrige Umsatzniveau im 2. Quartal 2017 hatte ein schwaches Ergebnis zur Folge.

Auftragseingang EUR Mio.

Umsatz EUR Mio.

Trotz des bei R. STAHL insgesamt robusten Auftragseingangs in den ersten sechs Monaten des Jahres befindet sich die Nachfrage von Kunden aus dem Öl- und Gassektor nach wie vor noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Der Beitrag dieses Industriesektors zum Geschäft von R. STAHL ist seit einiger Zeit zwar rückläufig, doch stellt dieser mit einem Umsatzanteil von etwa 40 % die nach wie vor wichtigste Abnehmerbranche dar.

AUFTRAGSEINGANG IM 2. QUARTAL 2017 IM JAHRESVERGLEICH SCHWÄCHER, ABER GEGENÜBER VORQUARTAL LEICHT ZUNEHMEND - STARKE NACHFRAGE AUS DER CHEMIE-INDUSTRIE

Der Auftragseingang ging mit EUR 76,5 Mio. im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,6 % zurück (Q2 2016: EUR 79,3 Mio.). Gegenüber dem Vorquartal entspricht dies jedoch einem Plus von 0,9 % (Q1 2017: EUR 75,8 Mio.), wobei besonders die Aufträge aus der Chemie-Industrie zulegten. Neben den Bestellungen für Steuerungen und Klemmenkästen stieg vor allem die Nachfrage nach Produkten der Automatisierungstechnik, sowohl im Vergleich zum Vorjahres- als auch zum Vorquartal. Der Bereich Automatisierung wurde bei R. STAHL zu Beginn des Jahres 2017 neu aufgestellt und vertriebsseitig gestärkt, um die sich aus diesem Wachstumsmarkt ergebenden Chancen noch besser nutzen zu können.

In Deutschland stiegen die Bestellungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 45,1 % auf EUR 22,2 Mio. (Q2 2016: EUR 15,3 Mio.). Wesentlicher Treiber war hier ein Projektauftrag über Energieverteilerschränke zu einer derzeit im Bau befindlichen chemischen Produktionsanlage im Süden Russlands.

In allen anderen Regionen waren die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahresquartal rückläufig. In der Zentralregion -bestehend aus Afrika und Europa ohne Deutschland - gingen Bestellungen in Höhe von EUR 33,6 Mio. ein, ein Minus von 16,4 % (Q2 2016: EUR 40,1 Mio.). Im Vorjahr hatte hier noch ein Großprojekt in Osteuropa zu dem hohen Auftragseingangsniveau beigetragen.

Mit EUR 7,5 Mio., entsprechend einem Minus von 23,0 %, war der Auftragseingang in Amerika ebenfalls rückläufig (Q2 2016: EUR 9,8 Mio.). Auch hier spiegelt diese Entwicklung vor allem den hohen projektbedingten Auftragseingang im Vorjahresquartal wider, der im Berichtsquartal ausblieb. In Asien war ein Rückgang des Auftragseingangs um 6,4 % auf EUR 13,1 Mio. zu verzeichnen (Q2 2016: EUR 14,0 Mio.).

Der Auftragsbestand stieg gegenüber dem Vorquartal weiter auf EUR 99,9 Mio. an (Q1 2017: EUR 91,3 Mio.). Damit konnte wieder an das hohe Niveau zum Ende des Vorjahresquartals angeknüpft werden (Q2 2016: EUR 100,0 Mio.).

Die auch im zweiten Quartal robuste Nachfrage führte dazu, dass der Auftragseingang im ersten Halbjahr mit EUR 152,3 Mio. um 1,4 % über dem des Vorjahres lag (H1 2016: EUR 150,2 Mio.). Noch deutlicher wird die steigende Nachfrage beim Vergleich der beiden letzten Halbjahre: während im 2. Halbjahr 2016 Aufträge in Höhe von lediglich EUR 132,7 Mio. eingingen, war hier im 1. Halbjahr 2017 ein Anstieg um 14,7 % auf EUR 152,3 Mio. zu verzeichnen.

ENTWICKLUNG DES UMSATZES LÄUFT AUFTRAGSEINGANG NOCH NACH

Mit EUR 66,8 Mio. ging der Umsatz im 2. Quartal 2017 gegenüber dem starken Vorjahresquartal (Q2 2016: EUR 70,8 Mio.), das noch von hoher Umsatzrealisierung des Auftragsbestands geprägt war, um 5,7 % zurück. Dabei war mit Ausnahme von Asien die Umsatzentwicklung in allen Regionen rückläufig, wofür insbesondere ein Rückgang der Auslieferungen bei Projektaufträgen verantwortlich war. Im Vergleich zum Vorquartal entspricht diese Entwicklung indes einer Steigerung um 2,0 % (Q1 2017: EUR 65,5 Mio.). In diesem Anstieg machten sich sowohl der gute Auftragsbestand zum Ende des Vorquartals als auch die langsam wieder zunehmende Belebung im Markt für explosionsgeschützte Produkte bemerkbar.

In Deutschland war der Rückgang mit einem Minus von 12,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal auf EUR 13,9 Mio. am stärksten (Q2 2016: EUR 15,9 Mio.). Hier wirkten sich vor allem im Vergleich zum Vorjahr geringere Auslieferungen im Projektgeschäft aus.

Auch die Zentralregion verzeichnete mit einem Minus von 12,5 % auf EUR 30,1 Mio. im Vorjahresvergleich einen Rückgang im zweistelligen Bereich (Q2 2016: 34,4 Mio.). Zwar legte der Umsatz im Produktgeschäft deutlich zu, doch konnten hierdurch die auch hier rückläufigen Projektauslieferungen nur teilweise kompensiert werden.

Mit einem Minus von 3,2 % auf EUR 7,5 Mio. war der Umsatzrückgang in der Region Amerika dagegen vergleichsweise moderat (Q2 2016: EUR 7,7 Mio.). In der Region Asien stieg der Umsatz um 20,1 % auf EUR 15,2 Mio. (Q2 2016: EUR 12,7 Mio.). Hier kam im Berichtsquartal ein Großauftrag über Beleuchtungslösungen zur Auslieferung.

Im ersten Halbjahr 2017 blieb der Umsatz mit EUR 132,3 Mio. um 7,2 % hinter dem Vorjahr zurück (H1 2016: EUR 142,5 Mio.), eine im Vergleich zum Auftragseingang gegenläufige Entwicklung. Durch das Nachlaufen der Umsatzrealisierung im Vergleich zum Eingang neuer Bestellungen wird deutlich, dass unsere Kunden gegenüber dem Vorjahr derzeit mit längerer Vorlaufzeit als in der Vergangenheit ordern, die Reichweite des Auftragseingangs also zugenommen hat.

NIEDRIGER UMSATZ UND SONDEREINFLÜSSE HALTEN EBIT ZURÜCK

Als Folge des vergleichsweise noch geringen Umsatzniveaus war auch die Ergebnisentwicklung rückläufig. Darüber hinaus wirkten sich auch Sondereinflüsse nachteilig auf die Ertragslage aus.

Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen verringerte sich im 2. Quartal 2017 um EUR 1,4 Mio. aufgrund von in Vorquartalen vorgefertigten Produkten, die bedingt durch Abnahmeverzögerungen auf Kundenseite erst im Berichtsquartal zur Auslieferung kamen. Darüber hinaus trugen Sondereinflüsse in Höhe von EUR -0,3 Mio. aus Vorratsabwertungen hierzu bei. Mit einem Rückgang um 4,5 % auf EUR 23,8 Mio. (Q2 2016: EUR 24,9 Mio.) folgte der Materialaufwand im 2. Quartal 2017 der rückläufigen Umsatzentwicklung. Demgegenüber verzeichnete der Personalaufwand einen Anstieg um 2,1 % auf EUR 31,3 Mio. (Q2 2016: EUR 30,7 Mio.). Hier machten sich neben branchenüblichen Entgeltanpassungen auch Sondereinflüsse in Höhe von EUR -0,3 Mio. im Zusammenhang mit Restrukturierungsaufwand bemerkbar (Q2 2016: EUR -0,1 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen um 40,1 % auf EUR 1,7 Mio. zurück (Q2 2016: EUR 2,8 Mio.), im Wesentlichen bedingt durch um EUR 0,8 Mio. verringerte Sondereinflüsse im Zusammenhang mit der Wiederzuführung abgewerteter Forderungen. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen war ein Rückgang um 6,5 % auf EUR 13,3 Mio. zu verzeichnen (Q2 2016: EUR 14,3 Mio.). Darin enthalten waren Sondereinflüsse in Höhe von EUR -0,1 Mio. aus Wertberichtigungen abgewerteter Forderungen, die im Vorjahresquartal noch EUR -0,6 Mio. ausmachten.

Bei den Abschreibungen war ein Anstieg um 6,2 % auf EUR 3,2 Mio. zu verzeichnen (Q2 2016: EUR 3,0 Mio.). Hier machten sich höhere Abschreibungen auf Sachanlagen bemerkbar. Bedingt durch rückläufigen Umsatz und höhere Sondereinflüsse verringerte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im 2. Quartal 2017 auf EUR -3,3 Mio. (Q2 2016: EUR 2,0 Mio.). Das EBIT vor Sondereinflüssen reduzierte sich entsprechend auf EUR -2,7 Mio. (Q2 2016: EUR 1,8 Mio.).

Übersichten der Sondereinflüsse im Berichts- und Vorjahresquartal sowie eine Überleitung von EBIT zu EBIT vor Sondereinflüssen finden sich nachfolgend:

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EUR MIO. Q2 2017 Q2 2016 H1 2017 H1 2016 In Gewinn- und Verlustrechnung enthalten in
EBIT -3,3 2,0 -7,3 5,3
Sondereinflüsse -0,6 0,2 -2,3 0,3
Abwertung von Vorräten -0,3 0,0 -0,7 0,0 Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen
Zahlungseingänge auf abgewertete Forderungen 0,1 0,9 0,6 1,3 Sonstige betriebliche Erträge
Abwertung von Forderungen -0,1 -0,6 -1,1 -0,9 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Restrukturierungsaufwand -0,3 -0,1 -1,1 -0,1 Personalaufwand
EBIT vor Sondereinflüssen -2,7 1,8 -5,0 5,0

Das Finanzergebnis verbesserte sich um 41,8 % auf EUR -0,4 Mio. (Q2 2016: EUR -0,7 Mio.) durch den Ergebnisbeitrag in Höhe von EUR 0,3 Mio. aus den Beteiligungen an ZAVOD Goreltex Co. Ltd. und ESACO Pty. Ltd. Dies führte zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) in Höhe von EUR -3,7 Mio. (Q2 2016: EUR 1,3 Mio.) und einem Periodenergebnis von EUR -3,1 Mio. (Q2 2016: EUR 0,8 Mio.) bzw. EUR -0,47 je Aktie (Q2 2016: EUR 0,11).

Das EBIT im 1. Halbjahr 2017 verringerte sich gegenüber dem Vorjahr auf EUR -7,3 Mio. (H1 2016: EUR 5,3 Mio.) und das EBIT vor Sondereinflüssen auf EUR -5,0 Mio. (H1 2016: EUR 5,0 Mio.). Ein um 41,2 % auf EUR -0,8 Mio. verbessertes Finanzergebnis (H1 2016: EUR -1,4 Mio.) führte im Betrachtungszeitraum zu einem EBT von EUR -8,1 Mio. (H1 2016: EUR 3,9 Mio.) und einem Periodenergebnis von EUR -6,1 Mio. (H1 2016: EUR 2,6 Mio.) bzw. EUR -0,94 je Aktie (H1 2016: EUR 0,39).

STABILE VERMÖGENS- UND FINANZSTRUKTUR

Zum Stichtag 30. Juni 2017 ging die Bilanzsumme des R. STAHL-Konzerns auf EUR 272,5 Mio. zurück (31. Dezember 2016: EUR 278,6 Mio.). Bilanzverkürzend wirkten sich hier vor allem der Rückgang von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei verringertem Eigenkapital aus.

Die langfristigen Vermögenswerte waren mit EUR 139,1 Mio. zum Ende des 1. Halbjahres 2017 gegenüber dem Ende des Vorjahres nahezu unverändert (31. Dezember 2016: EUR 139,6 Mio.). Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich auf EUR 133,5 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 139,0 Mio.) insbesondere aufgrund eines - durch das niedrigere Umsatzniveau bedingten - Rückgangs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Durch das rückläufige Periodenergebnis sowie die im Juni erfolgte Dividendenzahlung ging das Eigenkapital auf EUR 86,5 Mio. gegenüber dem Ende des Vorjahres zurück (31. Dezember 2016: EUR 94,8 Mio.). Daraus resultierte eine Eigenkapitalquote von 31,7 % zum Bilanzstichtag (31. Dezember 2016: 34,0 %).

Bei den langfristigen Schulden war ein Rückgang auf EUR 106,9 Mio. zu verzeichnen (31. Dezember 2016: EUR 112,9 Mio.), der sich insbesondere aus einem weiter ansteigenden Rechnungszins (Stichtag 30.06.2017: 2,0%) für Pensionsrückstellungen ergab, die sich dadurch um EUR 4,6 Mio. verringerten.

Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich indes auf EUR 79,2 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 71,0 Mio.) vor allem aufgrund einer höheren Inanspruchnahme von Darlehensmitteln. Entsprechend stieg die Nettoverschuldung (ohne Berücksichtigung von Pensionsverpflichtungen) zum Bilanzstichtag auf EUR -27,5 Mio. (31. Dezember 2016: EUR -21,8 Mio.).

FREE CASHFLOW IM VERGLEICH ZUM VORJAHR VERBESSERT

Das rückläufige Periodenergebnis hatte im 2. Quartal 2017 eine Verringerung des Cashflows auf EUR -0,6 Mio. zur Folge (Q2 2016: EUR 3,5 Mio.). Beim Working Capital war ein Rückgang um EUR 0,8 Mio. zu verzeichnen, insbesondere aufgrund gesunkener Forderungen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Berichtsquartal demgemäß auf EUR 0,3 Mio. (Q2 2016: EUR -1,2 Mio.). Im Vorjahr hatte vor allem ein deutlicher Aufbau von Forderungen das Working Capital um EUR 4,7 Mio. erhöht. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war mit EUR -2,9 Mio. um EUR 0,3 Mio. geringer als im Vorjahresquartal (Q2 2016: EUR -3,2 Mio.), weshalb sich der Free Cashflow auf EUR -2,6 Mio. verbesserte (Q2 2016: EUR -4,4 Mio.).

Im 1. Halbjahr 2017 ging der Cashflow aufgrund des gesunkenen Periodenergebnisses auf EUR -2,0 Mio. zurück (H1 2016: EUR 8,3 Mio.). Durch die Verringerung des Working Capital um EUR 7,0 Mio. ergab sich daraus ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 5,0 Mio. (H1 2016: EUR 1,3 Mio.). In den ersten sechs Monaten des Vorjahres hatte das Working Capital noch um EUR 6,9 Mio. zugelegt. Unter anderem die Schlusszahlung für die Beteiligung an ZAVOD Goreltex Co. Ltd. führte im Berichtszeitraum zu einem Anstieg des Cashflows aus Investitionstätigkeit auf EUR -6,2 Mio. (H1 2016: EUR -5,7 Mio.). Daraus resultierte ein Free Cashflow von EUR -1,2 Mio. (H1 2016: EUR -4,4 Mio.).

Der Zahlungsmittelbestand bewegte sich zum 30. Juni 2017 mit EUR 16,9 Mio. in etwa auf dem Niveau zum Ende des Vorjahres (31. Dezember 2016: EUR 16,2 Mio.).

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Sämtliche R. STAHL-Tochtergesellschaften verfassen regelmäßig einen Chancen- und Risikobericht, worin weltweit alle Chancen und Risiken im Unternehmen berücksichtigt werden. Bei wichtigen Ereignissen, auch während des Quartals, ist jeder Geschäftsführer verpflichtet, eine Meldung an das Chancen- und Risikomanagement zu machen. Die im Geschäftsbericht 2016 ab Seite 60 getroffenen Aussagen gelten unverändert weiter.

JAHRESPROGNOSE BEIM AUFTRAGSEINGANG BESTÄTIGT, BEI UMSATZ UND ERTRAG VORSICHTIGER

Die Entwicklung von Auftragseingang und -bestand in den ersten sechs Monaten des Jahres bestätigt unsere Annahmen hinsichtlich einer Stabilisierung der Nachfrage im Öl- und Gassektor, wenn auch noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Auch greifen die strategischen Maßnahmen zur Diversifizierung unserer Kundenbasis und zum Ausbau des Automatisierungsgeschäfts. Die Auftragsvergabe im Projektgeschäft, das rund ein Drittel des Umsatzes ausmacht, ist jedoch noch schleppend, und die technischen Klärungen als Voraussetzung für die Fertigung ziehen sich länger hin als in der Vergangenheit. Der aus dem derzeitigen Auftragsbestand zu erwartende Umsatzanteil für das Jahr 2017 wird in Verbindung mit dem für die zweite Jahreshälfte 2017 erwarteten weiteren Auftragseingang nach derzeitiger Einschätzung nicht ausreichen, die am 09. Mai 2017 gegebene Prognose für Umsatz und Ertrag für das Jahr 2017 noch erreichen zu können. Dieser Ausblick war unter den Vorbehalt der Umsatzrealisierung gestellt und muss nun wie folgt angepasst werden:

Die Prognose für den Auftragseingang in Höhe von EUR 295 Mio. bis EUR 305 Mio. für das Geschäftsjahr 2017 wird bestätigt. Der Umsatz wird nun zwischen EUR 270 Mio. und EUR 280 Mio. (bislang: zwischen EUR 285 Mio. und EUR 295 Mio.) und das EBIT vor Sondereinflüssen zwischen EUR -4 Mio. und EUR 0 Mio. (bislang: zwischen EUR 3,5 Mio. und EUR 7,5 Mio.) erwartet. Dies entspricht für die Entwicklung im 2. Halbjahr 2017 einem Umsatz zwischen EUR 138 Mio. und EUR 148 Mio. und einem EBIT vor Sondereinflüssen zwischen EUR 1 Mio. und EUR 5 Mio. Die angepasste Prognose steht unter dem Vorbehalt, dass die bislang für das Jahr 2017 vorliegenden Aufträge zur Umsatzrealisierung kommen, es hier also keine zeitlichen Verschiebungen gibt. Weiterhin wird vorausgesetzt, dass es keine wesentlichen Veränderungen der Nachfragesituation in den Hauptabnehmerbranchen gibt, insbesondere, dass der Öl- und Gasmarkt keine Abschwächung zeigt. Ferner ist eine wesentliche Annahme, dass die für das Geschäft von R. STAHL bedeutsamen Fremdwährungen keinen starken Veränderungen unterliegen.

Zur Verbesserung der Ertragslage hat der Vorstand Prozesse und Strukturen im Unternehmen analysiert und Möglichkeiten zur Senkung von Kosten identifiziert. Erste Maßnahmen befinden sich bereits in der Umsetzung.

Im August 2017

Der Vorstand

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG R. STAHL-KONZERN

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TEUR Q2 2017 Q2 2016 Veränd. H1 2017 H1 2016 Veränd.
Umsatzerlöse 66.769 70.770 -5,7 132.256 142.515 -7,2
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.402 166 n. a. 915 1.687 -45,8
Andere aktivierte Eigenleistungen 1.257 1.088 + 15,5 2.328 2.108 + 10,4
Gesamtleistung 66.624 72.024 -7,5 135.499 146.310 -7,4
Sonstige betriebliche Erträge 1.667 2.782 -40,1 4.021 4.965 -19,0
Materialaufwand -23.752 -24.876 +4,5 -48.602 -50.087 +3,0
Personalaufwand -31.308 -30.662 -2,1 -64.210 -61.543 -4,3
Abschreibungen -3.216 -3.029 -6,2 -6.162 -6.213 +0,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.320 -14.251 +6,5 -27.837 -28.156 +1,1
EBIT -3.305 1.988 n. a. -7.291 5.276 n. a.
Ergebnis aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 285 0 n. a. 497 0 n. a.
Übriges Finanzergebnis -685 -687 +0,3 -1.335 -1.424 +6,3
EBT -3.705 1.301 n. a. -8.129 3.852 n. a.
Steuern vom Einkommen und Ertrag 653 -523 n. a. 2.061 -1.270 n. a.
Periodenergebnis -3.052 778 n. a. -6.068 2.582 n. a.
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 10 56 -82,1 7 61 -88,5
Ergebnisanteil R. STAHL -3.062 722 n. a. -6.075 2.521 n. a.
Ergebnis je Aktie (EUR) -0,47 0,11 n. a. -0,94 0,39 n. a.

GESAMTERGEBNISRECHNUNG R. STAHL-KONZERN

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TEUR Q2 2017 Q2 2016 Veränd. H1 2017 H1 2016 Veränd.
Periodenergebnis -3.052 778 n. a. -6.068 2.582 n. a.
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften -2.022 640 n. a. -1.558 61 n. a.
Latente Steuern auf Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung 0 0 n. a. 0 0 n. a.
Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern -2.022 640 n. a. -1.558 61 n. a.
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Folgebewertung von Cashflow-Hedges 109 -5 n. a. 28 -72 n. a.
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen 0 145 -100,0 34 99 -65,7
Latente Steuern auf Cashflow-Hedges -32 -42 +23,8 -18 -8 n. a.
Cashflow-Hedges nach Steuern 77 98 -21,4 44 19 >+100
Sonstiges Ergebnis mit Umgliederungen in das Periodenergebnis -1.945 738 n. a. -1.514 80 n. a.
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Folgebewertung von Pensionsverpflichtungen 2.748 -7.828 n. a. 4.606 -13.941 n. a.
Latente Steuern aus Pensionsverpflichtungen -810 2.272 n. a. -1.358 4.047 n. a.
Sonstiges Ergebnis ohne Umgliederungen in das Periodenergebnis 1.938 -5.556 n. a. 3.248 -9.894 n. a.
Sonstiges Ergebnis (direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen) -7 -4.818 +99,9 1.734 -9.814 n. a.
davon Ergebnisanteil anderer Gesellschafter -18 17 n. a. -2 31 n. a.
davon Ergebnisanteil R. STAHL 11 -4.835 n. a. 1.736 -9.845 n. a.
Gesamtergebnis nach Steuern -3.059 -4.040 +24,3 -4.334 -7.232 +40,1
Gesamtergebnisanteil anderer Gesellschafter -8 73 n. a. 5 92 -94,6
Gesamtergebnisanteil R. STAHL -3.051 -4.113 +25,8 -4.339 -7.324 +40,8

BILANZ R. STAHL-KONZERN

VERMÖGENSWERTE

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TEUR 30.06.2017 31.12.2016 Veränd. in TEUR 30.06.2016 Veränd. in TEUR
Langfristige Vermögenswerte




Immaterielle Vermögenswerte 41.175 40.397 +778 40.205 +970
Sachanlagen 59.828 62.371 -2.543 66.700 -6.872
Anteile an assoziierten Unternehmen 7.204 7.097 +107 0 +7.204
Übrige Finanzanlagen 106 110 -4 126 -20
Sonstige Vermögenswerte 1.198 1.293 -95 1.470 -272
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 7.523 7.666 -143 7.809 -286
Latente Steuern 22.027 20.714 +1.313 21.520 +507

139.061 139.648 -587 137.830 +1.231
Kurzfristige Vermögenswerte




Vorräte und geleistete Anzahlungen 52.674 50.883 +1.791 61.107 -8.433
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 52.865 60.190 -7.325 66.961 -14.096
Ertragsteuerforderungen 2.824 3.084 -260 2.115 +709
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 8.178 8.642 -464 7.118 +990
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 16.943 16.168 +775 12.789 +4.154

133.484 138.967 -5.483 150.160 -16.676
Summe Vermögenswerte 272.545 278.615 -6.070 287.990 -15.445

EIGENKAPITAL UND SCHULDEN

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TEUR 30.06.2017 31.12.2016 Veränd. in TEUR 30.06.2016 Veränd. in TEUR
Eigenkapital 86.463 94.765 -8.302 89.514 -3.051
Langfristige Schulden




Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen 92.052 96.683 -4.631 99.646 -7.594
Sonstige Rückstellungen 1.815 1.926 -111 1.748 +67
Verzinsliche Darlehen 9.061 10.370 -1.309 18.788 -9.727
Sonstige Verbindlichkeiten 382 454 -72 640 -258
Latente Steuern 3.609 3.463 +146 3.588 +21

106.919 112.896 -5.977 124.410 -17.491
Kurzfristige Schulden




Rückstellungen 6.329 6.298 +31 5.946 +383
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.549 13.403 +1.146 15.488 -939
Verzinsliche Darlehen 35.377 27.616 +7.761 20.534 + 14.843
Abgegrenzte Schulden 12.905 11.609 +1.296 14.759 -1.854
Ertragsteuerverbindlichkeiten 606 1.159 -553 539 +67
Sonstige Verbindlichkeiten 9.397 10.869 -1.472 16.800 -7.403

79.163 70.954 +8.209 74.066 5.097
Summe Eigenkapital und Schulden 272.545 278.615 -6.070 287.990 -15.445

KAPITALFLUSSRECHNUNG R. STAHL-KONZERN

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TEUR Q2 2017 Q2 2016 Veränd. in TEUR H1 2017 H1 2016 Veränd. in TEUR
I. Operativer Bereich





1. Periodenergebnis -3.052 778 -3.830 -6.068 2.582 -8.650
2. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.216 3.029 + 187 6.162 6.213 -51
3. Veränderung der langfristigen Rückstellungen -94 6 -100 -106 11 -117
4. Veränderung der latenten Steuern -937 -236 -701 -2.658 -9 -2.649
5. Equity Bewertung 106 0 + 106 -106 0 -106
6. Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen 165 -47 +212 778 -458 +1.236
7. Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 22 -10 +32 22 -66 +88
8. Cashflow -574 3.520 -4.094 -1.976 8.273 -10.249
9. Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Vermögenswerte, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.395 -5.035 +8.430 4.007 -9.810 + 13.817
10. Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Schulden, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.552 298 -2.850 2.967 2.871 +96
11. Veränderung des Nettoumlaufvermögens 843 -4.737 +5.580 6.974 -6.939 +13.913
12. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 269 -1.217 +1.486 4.998 1.334 +3.664
II. Investitionsbereich





13. Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte -2.917 -4.418 +1.501 -5.084 -7.331 +2.247
14. Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 47 1.245 -1.198 62 1.630 -1.568
15. Zunahme (-)/Abnahme (+)
kurzfristiger finanzieller Vermögenswerte
0 0 0 0 0 0
16. Auszahlungen für den Erwerb assoziierter Unternehmen 0 0 0 -1.208 0 -1.208
17. Auszahlungen für den Erwerb konsolidierter Unternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel 0 0 0 0 0 0
18. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.870 -3.173 +303 -6.230 -5.701 -529
19. Free Cashflow -2.601 -4.390 +1.789 -1.232 -4.367 +3.135
III. Finanzierungsbereich





20. Auszahlungen Gesellschafter (Dividende) -3.864 -3.864 0 -3.864 -3.864 0
21. Einzahlungen/Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -104 -405 +301 -104 -405 +301
22. Einzahlungen/Auszahlungen aus der Veräußerung/ für den Erwerb eigener Anteile 0 0 0 0 0 0
23. Zunahme (+)/Abnahme (-) kurzfristiger verzinslicher Finanzschulden 5.515 3.388 +2.127 7.809 3.401 +4.408
24. Einzahlungen aus der Aufnahme langfristiger verzinslicher Finanzschulden 0 0 0 0 0 0
25. Auszahlungen aus der Tilgung von langfristigen verzinslichen Finanzschulden -654 -225 -429 -1.309 -450 -859
26. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 893 -1.106 +1.999 2.532 -1.318 +3.850
IV. Finanzmittelfonds





27. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -1.708 -5.496 +3.788 1.300 -5.685 +6.985
28. Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -593 242 -835 -525 131 -656
29. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 19.244 18.043 -2.175 16.168 18.343 -2.175
30. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 16.943 12.789 +4.154 16.943 12.789 +4.154
Zusammensetzung des Finanzmittelbestands





Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 16.943 12.789 +4.154 16.943 12.789 +4.154

EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG R. STAHL-KONZERN

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Auf Anteilseigner entfallendes Eigenkapital Auf Anteilseigner entfallendes Eigenkapital

Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinnrücklagen
Kumuliertes übriges Eigenkapital
TEUR


Währungsumrechnung
Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus Cashflow-Hedges Unrealisierte Gewinne/Verluste aus Pensionen
01.01.2016 16.500 13.457 94.394 -1.404 -9 -22.206
Periodenergebnis

2.521


Kumuliertes übriges Eigenkapital

0 30 19 -9.894
Gesamtergebnis

2.521 30 19 -9.894
Ausschüttung an Gesellschafter

-3.864


Veränderung der Besitzverhältnisse Minderheiten

-217


Veränderung Konsolidierungskreis

0


Übrige Veränderungen

0


30.06.2016 16.500 13.457 92.834 -1.374 10 -32.100
01.01.2017 16.500 13.457 94.449 -338 -33 -29.504
Periodenergebnis

-6.075


Kumuliertes übriges Eigenkapital

0 -1.556 44 3.248
Gesamtergebnis

-6.075 -1.556 44 3.248
Ausschüttung an Gesellschafter

-3.864


Veränderung der Besitzverhältnisse Minderheiten

0


Veränderung Konsolidierungskreis

0


Übrige Veränderungen

0


30.06.2017 16.500 13.457 84.510 -1.894 11 -26.256


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Auf Anteilseigner entfallendes Eigenkapital

Anteile anderer Gesellschafter Konzerneigenkapital

Kumuliertes übriges Eigenkapital Abzugsposten für eigene Anteile Summe
Summe
TEUR Summe
kumuliertes
übriges
Eigenkapital
01.01.2016 -23.619 0 100.732 283 101.015
Periodenergebnis 0
2.521 61 2.582
Kumuliertes übriges Eigenkapital -9.845
-9.845 31 -9.814
Gesamtergebnis -9.845
-7.324 92 -7.232
Ausschüttung an Gesellschafter 0
-3.864 -105 -3.969
Veränderung der Besitzverhältnisse Minderheiten 0
-217 -83
-300
Veränderung Konsolidierungskreis 0
0 0 0
Übrige Veränderungen 0
0 0 0
30.06.2016 -33.464 0 89.327 187 89.514
01.01.2017 -29.875 0 94.531 234 94.765
Periodenergebnis 0
-6.075 7 -6.068
Kumuliertes übriges Eigenkapital 1.736
1.736 -2 1.734
Gesamtergebnis 1.736
-4.339 5 -4.334
Ausschüttung an Gesellschafter 0
-3.864 -104 -3.968
Veränderung der Besitzverhältnisse Minderheiten 0
0 0 0
Veränderung Konsolidierungskreis 0
0 0 0
Übrige Veränderungen 0
0 0 0
30.06.2017 -28.139 0 86.328 135 86.463

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE ANHANGANGABEN

1. Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Der Zwischenabschluss für den Konzern der R. STAHL AG ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt.

Der Konzernzwischenabschluss ist nicht testiert.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss sind neben der R. STAHL AG 34 in- und ausländische Gesellschaften einbezogen, bei denen die R. STAHL AG die Möglichkeit zur Ausübung eines beherrschenden Einflusses hat.

Unternehmen, auf die die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss übernommen. Ab 2016 werden die ZAVOD Goreltex Co. Ltd., Sankt Petersburg, Russland, und die ESACO Proprietary Ltd., Edenvale, Südafrika als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Im Vergleich zum 31. Dezember 2016 ist der Konsolidierungskreis unverändert.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses und die Ermittlung der Vergleichszahlen für den Vorjahreszeitraum erfolgten grundsätzlich auf Basis der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses 2016. Die Beschreibung dieser Grundsätze ist im Anhang des Konzernabschlusses 2016 veröffentlicht. Dieser kann im Internet unter www.stahl.de eingesehen werden.

Bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.

Um die Verlässlichkeit der Bewertungen von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert vergleichbar darzustellen, wurde in den IFRS eine Fair-Value-Hierarchie mit folgenden drei Stufen eingeführt:

Bewertung anhand von Börsen- oder Marktpreisen für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1)

Bewertung anhand von Börsen- oder Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren (Stufe 2)

Bewertung anhand von Bewertungsmodellen mit signifikanten, nicht am Markt beobachtbaren Input-Parametern (Stufe 3)

Die im R. STAHL-Konzern mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumente werden ausschließlich nach der Fair-Value-Hierarchiestufe 2 bewertet.

Die positiven Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag betragen TEUR 533 (31. Dezember 2016: TEUR 339). Negative Marktwerte werden mit TEUR -101 (31. Dezember 2016: TEUR -840) ausgewiesen.

4. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt entsprechend IAS 7, wie sich die Zahlungsmittel des R. STAHL-Konzerns im Laufe des Berichtszeitraums durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben.

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Ebenfalls enthalten sind Finanztitel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten.

5. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das Konzernergebnis - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien dividiert wird. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem Ergebnis je Aktie.

6. Angabe der gezahlten Dividende

Die R. STAHL AG zahlte ihren Aktionären im Juni 2017 nach Abschluss der Hauptversammlung eine Dividende von EUR 0,60 je Aktie. Insgesamt wurden TEUR 3.864 ausgeschüttet.

Die Dividendenausschüttung erfolgte auf der Grundlage des unter Tagesordnungspunkt 2 der ordentlichen Hauptversammlung vom 2. Juni 2017 gefassten Gewinnverwendungsbeschlusses.

7. Zahl der Arbeitnehmer

Die Zahl der Beschäftigten zum Stichtag 30. Juni 2017 betrug 1.775 (ohne Auszubildende) (Vorjahr: 1.820).

8. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gegenüber dem 31. Dezember 2016 haben sich die Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen nicht wesentlich verändert.

9. Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Personen

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen haben im Berichtszeitraum nicht stattgefunden.

10. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Berichtszeitraums

Unsere beiden norwegischen Gesellschaften Stahl-Syberg A/S, Oslo und TRANBERG AS, Stavanger sind mit Wirkung zum 1. Juli 2017 verschmolzen worden. Beide Gesellschaften werden in der R. Stahl Tranberg AS, Stavanger fortgeführt. Mit diesem Schritt bündeln wir unsere Kompetenzen in Norwegen und schaffen so die Basis für den Ausbau lokaler Marktanteile und Wachstum.

Waldenburg, 2. August 2017
R. Stahl Aktiengesellschaft

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Martin Schomaker Bernd Marx
Vorstandsvorsitzender Finanzvorstand

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Waldenburg, 2. August 2017
R. Stahl Aktiengesellschaft

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Martin Schomaker Bernd Marx
Vorstandsvorsitzender Finanzvorstand

FINANZKALENDER 2017

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Zwischenbericht zum 30. September 2017 9. November 2017

R. Stahl Aktiengesellschaft

Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg (Württ.)

www.stahl.de

KONTAKT

Dr. Thomas Kornek

Head of Investor Relations &

Corporate Communications

Tel.: +49 7942 943 13 95

Fax: +49 7942 943 40 13 95

investornews@stahl.de